AMTLICHES ORGAN DES Verlag und Schrlftleltung Marburg a. d. Drau, Badgata« Nr. 6. Fwanitt N. 334T, 25-W, 15<69. Ab tA Uhr. (täglich auBar Sam«tag) til die Schrlftteltung aui auf Pamruf Nr 18-67 «nalcfabar. Unverlangt« Zutchrinen wardeil nicht rflckgeiandt Bei sämtlichen Anfragen tat dii ROrkporto belialageo. Posticbeckkonta Wien Nr! S4 GeichAfttitellen In CUM. Marktplati Nr. 12. Pamruf Nt 7, and In Pettav Ungartorgaaae Nr. 3, Pereruf Nr STEIRISCHEN HEIMATBUNDES Bricheint wcrktSgllch alt Morganieltung. Beiugsprali (Im voraus idhlbar) monatlich RM 2,10 einschlteflllcb t9,S Rpl Poitxeltangtgebflhrt bei Uelerung Im Strelfbaad rutOgllch Portoi bei Abholen in der Geirhlftaatellt 3»—. Altrelrb durch Poat monatlich RM 3,10 (elnichl. 19,8 Rp. Portzeltungigebühr) und 3»i Rpf Zuitell« gwflhr. EUualoumnerB werden nur gegen Vorelntendung dei Blnzelpre le* und der Portoauilagen lugeaendet. Nr. 117 — 84. Jahrgang Marbttrg-Draa, MIHiITogIi, 26. April 1944 Einzelpreis 10 Rpf Zusammenkunft Führer-Duce Alle Machtmittel für die kommenden Entscheidunffen Weitere Aktivierung des italienischen Kampfeinsatzes — Seite an Seite bis zurErringnng des Sieges dnb FührertiauptquartlttT, 24. April Der Führer und der Duce hatten «m 22. ium] 23. April eine ZiManimenkuiuft. Im Verlauf dor gemelnsainen Bespr«-diimgen, dl« im Gel«!« der cwlechen dem Führer imd dem Duce beetehenden eJtaa Freundschaft stattfondeo, wurden dl« politischen, mlUtartechen und wirt-■chaltlichen Probleme er&rtert, die die beiden Länder und ihi« gemeduMmen Ziele betreffen. Der Duce QbermiittAlte dem Führer den Entachhifi der repuiill-keiriecli-faechiitledien Regl«ruti2), als Vater des Terrors. War es nicht bezeichnend, daß an der Wiege der sogenannten allgemeinen Menschenrechte der Terror als Pate stand und daß ein Jude ihre Bluttnufe vollzog? »Que le Terreur — die Menschenrechtler schrieben ihn groß) — soit Vordre du feindlichen Terror zum Opfer. Auch die | jourl« — »Dei Terror muß an der Tages- Städte Karlsruhe und Mannheim waren das Ziel britischer Terroranqriffe. Bei schwierigen Abwehrbedingungen wurden 45 britische Bomber durch unsere Luft-verteidigungskräfte abgeschowien. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge griffen Einzelziele in Ostenqland an. Ordnung seini« Das wurde Glaubenssatz und Richtschnur der »Ami du peuple« des spaniolischen Judansprößlings Marat. »La Guillotine ne va pas mal!« — Der nuillrvtinr grht es nicht schlccht« —, der Tenor war zum Bcstcindtoil der Politik erhoben. S«Ue 2 « Nr. 117 » Mittwoch, 2«. April 1944 ÜARBUSIGER ZEITUNG TerrorangrifF auf München Unersetzlich« Kunst- und Kulturwtrte vernichtet — Ein neues Kulturverbrechen dnt> Miincben, 25. April D«r nächtlich« Terrortngrlff der britischen Luftwaffe «uf die Hauptstadt dejr Bewegung beweiit erneut mit oller Em-cUinylichkeit die ialame v«ii>rech«rische Tektik dar aDgjo-eimirfYanlechen Luft- Sangeter, die nach wobWorbereitetem eyitemetiech deuteche Kulturetit-(en uxul unenetzUcbe Kulturwerte in Schutt und Asche legen. Wenn dl« Feindpropaganda trotz einwandfreier Beweise imraer wieder behauptet, durch die Angilife würden aus •chlleQIich militärische Z.ele getroffen, •ei demgegenüber fcetgesteilt, daß in München u. a. die alte Pinakothek das Wlttelsbach-Paldiii, die Akademie der bildenden Künste, die bayerische Staatsbibliothek. da« Odeon mit der Akademie der Tonkunst und die Bonifazius-Baeili-ka Opfer der Mordbrenner geworden sind. Oder wollte Bomber-Harri«, der Oberbefehlshaber der britischen Terror-bomber, der Welt einreden, daß In der Pinekothek Tanks gebaut oder in der Bonifazius-Basllika kriegsrnnteriel hergestellt werden. Die Litte unereetillcher Werte vergrößert das Schuldkonto der Kulturichänder, die ganx bewußt und n*ch einem beeondeien System eine verbrecherieche Taktik verfolgen, die ihreeglelchen in der Geschichte sucht. Mit einer Barbarei ohnegleichen wer* den mutwillig weltbekannte Kunststätten vernichtet, die für die qeeamte europäische Menschheit von größter Bedeu-tunfl sind. Aber durch solche Schurkereien erweisen «ich die engitechen Luftbanditen als die typischen Vertreter einer kuUurloeen Nation, die vor dar Kunst nicht die geringste Achtung hat und zur Kultur keinen eigenen Beitrag »u liefern wußte. Weder mit Lüge noch durch Pälechung kann sich die britieche Luftwaffe von der ungeheuren Kulturschande freisprechen, die in der genien zivllitierten Welt Ab-echeu und Empörung hervorruft. Wenn die Abwehr durch den Abschuß von 167 Feindflugzeugen In den letzten 14 Stunden einen neuen eindrucktvoHtn Erfolg verzeichnen kann, so beweist das, daß die Mordbrenner Ihre Verbrechen ir't cinew Lohen Preis bejahlon uiü€»i€a. ?lecbi.3t mein noch 13 in der Sch veix u:e-(^rgegöng^ne Feindflugxouge hiniu, 90 hat die anqlo-amerikanische Luftwaffe wieder den Verlust von IfiO Flugzeugen zu verzeichnen. Das bedeutet nicht nur einen neuen empfindlichen Ausfall von Flugzeugen, sondern auch an ausgebildetem Personal. Die Luftfianqst?r litibi-'n so wiederum die ungebrochepe je Luftwaffe sehr rege ufid bereit Ist, ihnen dae verbrecherieche Handw»»'if -n ■ ia. In der Schwell not^eUndet tc Zürich, 25. April Von den zuständigen Stellen in Bern wurde ein amtliches Kommunique herausgegeben. Da« Kommuniquö lautet: »Eine größere Zahl nordamerikanischer Bomber iftt am Montag um die Mittagszelt in den schweizerischen Luftraum eingedrungen. Vorläufig kann gemeldet werden, daß in der Schweiz verschiedene Flugzeuge gelandet sind, to in Dueben-dorf 8 Flugzeuge, in Altenrhein t und bei Genf ebenfalle 2. Weiter lagen auch Meldungen über den Absturz von Flugzeugen über Schweizer Gebiet vor. Es wurden verschiedene Abspiünge der Besatzungen mit Fallschlrpten 3u« Flugzeugen beobachtet.« Nach neueren Meldungen tlnd in der Schweiz 14 USA-Terrorbomber notgelandet oder abgeitürst. Enteilter AagrlQ ■«! pipelUoliM Somm^tf dnb Rom, 35. April Der päpstliche Sommersitz Caitel Gandolfo ist erneut dai Ziel anglo-|ime' rikanlscher Luftangriffe geworden. Die Bomben fielen dicht bei dem plpatllchen Schloß nieder und richteten größere Schäden an. Unter den 4500 Flüchtlingen, die dort Schutt gesucht halten, brach In Erinnerung an die früheren schweren Angriffe auf Castel Gandolfo eine Panik aus. Das päpstliche Schloß wurde selbst beschädigt, dessen Räume Flüchtlinge und Bombengeschädigte beherbergen. Der „Otservalore Romano" berichtet zu dem Luitangriff Eiozelhelten, in denen vermerkt wird, daß einzelne Flugzeuge, die lange Zelt hindurch den Park und da« PapstechloB von Caatel Gandolfo überflogen, Sprengbomben abgeworfen hätten. Eine der Bomben, die In der Nühe de3 päpetlichen Schloesee nieder-fiül, hat die Feiistorbchelben zcrtrüiu-mert. Weitere Bomben fielen bei einem zweiten Angriffe auf den Hof des Schlosses. Bs wurden Zerstörungen In der Küche der Flüchtlinge angerichtet. Glücklicherweise haben, so schließt dos Vatikanblatt, die Flüchtlinge keinen Schaden genommen. Die Streiklage in England Ausführliche Berichte der Lptidoner Presse dnb GeiW, 25. April üio Londoner Presse beschäftigt «ich ausführlich in Wort und Bild mit den Streiks in England. Aus den Nachrichten geht hervor, daß Truppen herangezogen werden mußten, ujü in London den Betrieb der wlchtiqeten Omaibnslinien aufrechtzuerhalten, und in Manchester die beftreikten Gaswerke zu sichern. Der pollüsthe Mitarbeiter des »Daily Telegraph« weiß zu berichten, daß d^s Krlcqikdbinett Sondersitzunqen abgehalten hat und daß dem Arboitsmlnister Bevin Sondervollmachten verliehen wurden. Bevin darf, «o heißt es in Zukunft bei Streiks nach eigenem Gutdünkeu Truppen zusdramenziehen und auch auf die Arbeiter der zivilen Verteidiqunp«-orqanisatioaen zurückqraifen. Gähz Mdnchei»ler sei ohae Gae, berich-tot »Daily Telegraph«. Di« Haushalte d?'' St^dt, Hospitäler. Gaststätten u. ä. litten am «cbwersten unter dem Streik. Warme Mahlzeiten qebe es fast gar nicht mehr. Ein Korre<»pondent der »Daily Mall* hai^e einer der großen Struikversaramlungun beigewohnt, die durch allgemeines Durcheinander und große Unruhe gekennzeichnet seien. Zuweilen hätten mehrere Redner auf einmal zu sprechen veiftucnt. Einer habe den anderen ange- griffen und beide hätten »ich schließlich niedergeschrien. Der Erfolg «el gewesen, daß nichts beechloaaen wgrde, abgesehen davon, den Streik fortzusetzen. 6000 MilUooen Phind Der oeue üausl^UttvoraQichlag vor des brltlscbeo Unterlieus dnb Stockholm 2S, April Laut Reuter legte Fin^nzminister Sir Joho Ander&on dem Unterbau« am Diena-taq seinen er«ten Haushaltsvoranschlag vor der eich auf äbei 6000 Millionen Pfund Sterling für den Kriegsbedarf Großbritönnlens im kommenden Finanzjahr beläuft. Das Budget des vergangenen Jahre« hatte 5700 Millionen Pfund Sterling betragen Im vergangenen Jahr übetetiegen, wie Anderson weite? mitteilte, d'e Aueqaben die Einnahmen tun 3?60 Millionen. Die Regierung mußtf im Laufe des Jahrei 2750 Millionen Pfund Sterling borgen 130000 Äijypter verhungert dnb Istanbul, 25. April Der ägyptische Gesundheitsminisler stellte fest, daß infolge der Lebensmittelr requirierungeu der englischen Besatzung bei den Fellachen 130 OOO Ägypter verhungert sind. Die Malaria hat eine noch grfHere Opfern gefor^eftf Dazu kommen aecii 41# - Typhusepidemien. Difie Tatsache ist pialier tu« Angst vor ^Iner Vol|K«erhet>ung streng gehalKigehalben worden. Stimmen 4er Opposition, die die Regillileru»^ krlU-sieren, werden voq dfr engliscneo Zea^ «ur uateriirückt Der igyptlscl)f Kö^lg veranlafite nach einer InspiiieMtg (}fr Notstands-bezirke sofortige .^llfsnMnehmen. Ml-fiialer^Aaideiit Nelii|t Necke kehrte von einer Reise durch di| Land tief bedrückt lurilek und kt^digte Bleich/ellt Regie* rung>maßna)uneq| gj^Q^n Hunger und Seuchen an. fr^nlvikh nnd 4ii AIgknvtoUe dnb Vichy, 25. April Der Oeneralfekretlr für dia Aufrecht-erhaltung. der Ordnung gab ^kannt, daß fr gemäß Minft^erratsbeseUu^g zum Schutze der voq dem Dlssidentenaus-achuß in Algier illegal amklegteo freqi-lösischen Offiziere und Soldaten in Innerfrankreich eine Anzahl Personen habe vertioften laasen, die den Auatiftem, Helferaheliem o4er VoUetreckem 4er in Algier eingeleiteten Verfolgtmg und eiu-§e»{Kochenea Verurteilungen o^üiafte-hen. Weitere, noch schärfere Maßnahmen aind geplant. Abwehr und Angriff im Osten Die Kämpfe im R^upi von $ewtitopol — Untere Gegenangriffe «wischen Karpathen und oberem Diijettr dnb Berlin. 25. April Im Raum ven Sewaatopol aatsteu die Bolschewisten trotz ibr^r hohen Verluste In den yorauagegangenen Kämpfen am Montag ihre von Norden und Süden her angeaetvtan ()urchbruchfverfuc)i« unter noch schärferer ZusammenfaHung ihrer Krifte zu Altgriffsschwerpunkten fort. Etwa hundert Pencer und fehr Sterke FUegervarliAnde unterftüt«ten die den ganzen Teg über nach heftiger Artillerievorbereitung onttümende Inlen-terie. Der nördliche StoBkeU bredi in dem von zahlreichen Schluchten cerrle-senen Waldgelände nördlich der Bier* menje-Bucht nach achweren Kämpfen zusammen. Zur Abwehr der im südUcben Vorfeld eingeleiteten Angriffe schössen unsere Grenadiere . in , Zuaammenarbeit mit der wendii) geführten Artillerie die feindlichen Sch^tienwellen eoch vor der Heuptkempflinie «uaemmen. Der eui 18 Panzern bestehende Panierkeil traf im Zwischengelände euf Pakriegel und wurde bis auf den letzten Kampfwagen vernichtet. Besonders Khwer wer das Ringen am sugenennten ölberg, wo unsere Grenadiere durch daa persönliche Beispiel ihrer Führer» ynter ihnen des koeunendlerenden Generals, (nitgefiaaen, aus den erbitterten Abwehrkimpfen xu Oegenstöten übergtngen und den dort örtlich eingebrochenen Feind im Kampf Menn gegen Mann zurückdrängten und abriegelten. Neben deu von hur durch Ivampf-führon der Kriegtimarine wirLsuu unterstützten Heereavsrbänden harte euch d*e Luftwaffe hervorragenden Anteil am neuen Erfolg. Schlacht- und Jagdflleger grif. fen fortgesetzt Feld- und Artilleriestellungen an und zerstörten mehrere Pen* zer und Geschüt/e. Die fühlbare Entlastung verschafften- sie jedoch unseren Grenadieren durch die Abwehr Her ip die Endkämpfe eingreifenden Bomberund SchlachtfliegersUf/eln dvs Feindes. Als .dift vSt)gpsFbUiiat0en, sehen i Sfiifeln «bd^l^^ stießen ih^n unsere Jäger nach und verfolgten aie bis zu ihren Flugplätzen. Dort zerstörten sie noch weiter^ Flugzeuge «im Boden. Während sich am. unteren Dniestr An- zeichen neuer sowjetischer Angriffe wirkseen pachten, entwickelten sich zwischen Dnjestr und Ksrpathen keine Kainpfkandlunfen von Bedeutung, pis Bolschewisten führen am Pruth-Abschnitt immer noch Kräfte su, die von starken Kampf- und Schlschtfliegerkrlften wirksam angegriffen wurden. Die Bombentreffer zerstörten oder beschädigten vier wichtige Plußübergäage und zersprengten me^rsre Fehrysuge und Marschkolonnen. Im Raum weltlich Stenislau verstärkte sich der feindliche Widerstand gegen die angreifenden deutschen und ungarischen Verbinde. Dia Sowjet« führten eine Reihe vor) Gegenangriffen gegen die nach Kuty und bis dicht vor Kolomea vor^estoßMen ungarischen Truppen. Sie scheiterten unter Verlust von H Panzerri Im Nachstoß gegen den wieder surück-weichenden Feind schoben sich die Ungarn noch näher an Kolomea heran. Auch uneere die Linie Bortniki—Luka hallenden Verbinde suchten die Bolschewisten wieder zurückzudrücken, die Gegenstöße blieben ebenfalls erfolglos. Die eelt einigen Taqen südwestlich Luzk laufenden eigenen Angriffe zur Schließung einer Prontlücke machten gute Fortschritte. Uneere Truppen ersieUen unter Abwehr einiger Gegenstöße weitere Stel-lunfaverbesserungen Dabei drang feindliche Kavallerie in die neuen vorverlegten Linien eini sie wurde unter Gefen-gernshme von 70 Reitern vernJchtet. Die südwestlich Kowet aufgeriebene, mit Banden durrheelzte helschewi«ti«che Kavalleriedivieion war der letzte Reet jener boUchewIstisehen Verbände, die Kowel von Süden her abschnüren sollten. Durch Gegenstöße wurde die Kampfgruppe. die Bich in unöbersichtllrhen Wäldern festgesetzt hatte, von ihren Verbiadyngen abqe«cbpitleo und «chließ-lieh nach rehntäglgen Kämnfen bi« auf geringe Reste varriichtot. Uber di« im iWahrmachtharichl ' vtoin 25. April .ge ■patenten Zahlep'ftiniv», zefetörte;) jsder' erbemetim uneÄre' Truppen" ßS^Masnil-nengewebrp und Granatwerfer, einige hundert Handfeuerwaffen darunter 16 Panzerbüchsen, sowie über 200 bespannte Fahrzeuge und mehrere hundert Pferde. Blitzlichter BoltchewUUfchee Sekredieinreiiüneet dnb iudäpest, 75. April Wie di« Zeitung „Viradat" meldet, traf in Jassy der au« Tschernowitz geflüchtete polnische Lehrer Stanislaw Ziesla ein, der sieb nach abenteuerlicher Flucht durch die Linien der'beiden kämpfenden Heere durchgeschlagen bat. Dar Pole be-ricUtet, daß im Gefolge der sowjetischen Armee ein wehres Schreckensregiroent eintiehe. Die kämpfende Truppe werde von den Sowjetkemmissaren und ihrem verbrecherischen Gefolge, die sofort di« Leitung auch in den kleinsten Ortschef-ten an sich reißen, begleitet. Bei den Kommissaren handelt es sich fast durchweg um die gleichen Blemente, die seinerzeit in diesen Gebieten die Bevölkerung drangsaliert heben. Nach der Erzählung des aus Tscherno-wjtz geflüchteten Lahrers können wir uns einen Begriff davon machen, wie die sowjetische „Befreiung" in Wirklichkeit aussieht Auf Grund der von Haß durchdrungenen Anklage poltUscIicr Spitzel räumten politische Kommissare jcd^n aus dem Wege, der eine andere Lebensform wollte als den Bolschewismus. RuMäaiielicr Kempfgelit dnb Bukarest, 25. April Vom Kampfgeist des rumänischen Soldaten und ^inzelkämpfeis legt ein Tagesbefehl' Marschall Antonescus beredtes Zeugnis ab. In den Kämpfen von Kertsch, so heißt es in diesem Tagesbefehl, bcwiei der Soldat Vasile Goina vom 6 Geblrgs-jägerbataillon seine restlose Todesverachtung durch die Tatsache, daß er yn-beugsam auf seinem Posten verharrte und einen feindlichen Nachtangriff abwies. Im Morgengrauen wurde er mit dem Maschinengewehr im Arm tot aufgefunden! rings um ihn Isgen 16 tote Bolschewisten. In Anerkennung seines hohen Opfergeistes wird der Soldat Vasile Goina im Tagesbefehl vor der ganzen Nation genannt. Oer „New .York Timen" twtHe mit; „Die Sliährigt Fiau Siefanski au$ Neu-york, deren Mann als einlacher Soldat in Bngiqnä »teht, wurde verhallet und sieht unter Anklage, ihre eil Monate alte Toehter aul den Siulen eines Holen-Kreuz-Qebäadee ausffesettt zu haben. Dia Frau tagte u. a. aus, der ihr vom Haar Mugabilligt» FamUieaunterhaJt habt bla vor rwel Monatan, als ar auf 80 Dollar monatlich erhöht wurde, ganze 62 Dollar bittragan. Da «le baim Hauawirt und bei ihren Labanamillellitteranten Schulden gehabt habe und ihr auch die Veraorgang mit Oa$ und Strom gesperrt worden sei, habe sie sich nicht mehr zu hellen gewußt nach vergeblichen Vet suchen, von Wohiiahrtsstellen Hille zi' erlangen, habe sie sich dann nach Ar balt umgaaehen und deshalb ihr Kim vorübe/gehand preisgegeben." Und der Präsident der britischei LaadarbaUar'Gawerktchall Gooch erklärte: „Der Plgn zum sofortigen Bau von 3000 Landarbelterhäuaern Ipl ar, bürokratischer Kurzsichtigkeit geschei terti es ist fraglich, ob wir überhaupt 300 werden beziehen können. Danacl. können wir uns ausrechnen, was wir zu erwarten haben, wenn nach dem Kriegt das gro&a Wohnungsproblem als Games angaachnitlan warden muß. Wir werden dann mit Bauen wahrscheinlich ange langan haben, wenn schon der nächstf Krieg beginne." Man brauchte diesen Aualassungen nichts hinsuzuaetien, well sie zu offen-lichtlich dalur zeugen, daß das Pluto kratengellchtar in USA wie in England nicht das geringst« soziale Gewissen hat und nicht gesonnen ist, auch nur die aUernotwendigste soiiala Betreuung dar arbeilenden Bevölkerung und den So!-datanlasniJlan angedelhan zu lassen, wenn, /a wann diese Gesellschaft nicht so unverfroren wäre, den schon geaierir von uns hier angeprangerten Schwindel In Philadelphia in Scene zu setzen. Hi&i läßt man eine „Konferenx" der söge-nannfei^ Internationalen Arbeiter-Organisationen stattfinden, auf der pomphafte Botaehaflen Roosevelts und britischer Vertreter bekanntgegeben werden. Man gebärdet sich als Weltbeglük-ker, abar sucht durch das Geschrei nur, von t, wie wir leben und wie wir arbeiten und wie es möglich ist, dab Menschen soviel vermögen. Ich erinnere Dich an jenes Bild im Osten, das in meinem Gedächtnis stehtt Panzer waren auf der Rollbahn tief in den Rücken des Feindes gestoßen und hielten in einem zerschossenen Dorle. Sie mußt^ warten Denn in den Kom-feldern, Buliiakbüsthen und Sonrienblu-mengarten hatten sich versprengte Truppen eingenistet. Ohne Infanterie ging ei nicht weiter. Aber wann würde die wohl kommen? Man rüstete daher zur Rast, und mancher las im rötlichcn Schimmer der untergehenden Supue nochmals in den Brielen aus der Heimat, obwohl er die Worte auswendig kannte. So träumte sieb jeder in den hsusbnhen Himmel, der über der L Griechenland kam, war ihre erste Aufgabe die OrgaDlaatipn der Lazarettpflege, die im Balkankrieg und später im Weltkriege besonders dringlich wurde. Auf Viiranlassuug der Königin Sofie, einer Schwester des letjiten deutschen Kaisers, wurde damals nach dem Vorbild des deutschen Vaterländischen Frauen-vßreins der „Griechische Vaterländische FÜTBorgeverelq" ins Leben gerufen Freiwillige Helferinnen aus den Kreisen der Gesellschaft arbeiteten hier voll guten Willens aber mit geringan prektischon Vorkeniftnissen mit. Eine von der Köni-alB gaoTliiidaie Boa^ala Fiatianfhuia wiirdTM dar AiiPWiiiMiq dii lUai» HM jMddMM- DU Mam mi •ee'der bewao iitalap POrtOfoeaehu- len, von denen aber erst wenige den dreijährigen Ausbildungsgang hinler sieh heben. Der Füisorfeverein, dem Fray L. ihre ganze Arbeitskraft widneta. (HAKbUKuliM /EllUNG Mittwoch, 26. Apnl 1944 * Nr, 11? * beite 3 fuiäsäiau Das Leben kommt aus dem Wald Wir brauchen nicht erst !4iu|e dar-fbftr nachzudenken, wd« der Wald den Mencchen bedeutet: Würme dtr Stuben, Qhit dar Herde, Möbel und Fachwerk, Diaien und Winde, Wogen und Schiffe — «Um kam aus den Wildem, Pilze, Beeren, Wild und Vögel — ganze Generationen nährten sich von der Fruchtbarkeit de« Waldes, Auch heute greifen wir wieder die Parole auf; Nahrung ■ufl dem Waldel Auch die Nahrung un-••rer Langen schenkt uns der Wald, Er befruchtet aie Kunet und die Literatur, die Malerei und die Musik. Im letzten Jahrzehnt haben wir gelernt, den Wald ale Rohstoffquelle nach einer bisher nicht bekannten Richtung auszuwerten. Holz als Heizmaterial ist uns zu koetbar geworden, seitdem wir wissen, daB eich bei der ohyslkalischen und chemischen 2^rsetzung des Holzes Wert« finden lassen, mit deren Hilfe wir Wsilistoffe heiwtellen und un« auf dem Btoff- und Papieimarkt, in der Medizin und in vielen Zweigen der Wirtschaft unabh&nglg machen können vom Ausland. Dieser Wert des Holzes hat sich im Krieg« noch gesteigert. Unbegrenzt ist uMn Verpflichtung geworden, den W«ld «1« «In kostbares, Ja «Ines der aJ-lenrertvollsten Güter der Nation zu schonen. Alle Waldbesucher seien daher auch jetzt Im Frühjahr wieder eindringlich «rmahnt: Schont den Wald! Das Ta-bskrauchen, das Abkochen, das Anzünden roa Lagerfeuern In den Wildem «der 1b Ikrer NIhe let etrafbar uod unter •Um Uitlftilw m «aterleasettl Am Weld könnt Übe«. Dl«Me l(*ei m «cheaea, m h^gtm und m pfla-fm Itt «in rerpfUchtefMler Dienet jedes VoHBioeiiaesea an der Gesamtheit und m der Heimat. Ehrfurcht vor der Schöp-taif uad wohlverstandene Rücksicht auf dM ttgentum der Netlon müssen aus jedem von uns einen Schützer des deut-MheB WaMes machen! Opicrireadi^ Jugend Edllnaer und Töplttzer Schüler belspiel-gellend Die Kinder der Volksschule Bdiingen •emmelten in edlem Wettstreit während des ganxen Wlnterhilfewerkee. Dafi eich •ach verhältnlemiBlg kleine Spenden im Laufe der Zelt summieren, beweist das Gesamtaufkommen, das insgesamt den Betrag von 2723,57 RM ergab. Die Schüler und Schülerinnen der Hauptschule Töplitz, Kreis Trifail, stellten erneut ihre'Opferbereltschaft und ihr Bekenntnis zu Großdeutschland unter Be-wele. Zun Geburtstag des Führere flber-fsbea sie den Betreg tob 500 KM den ORK. Bs tst dlee der Bela«rtret am den MiitbeMplel »BelneenrfttclMB«. Dar T«zt des Stückes und die Aoegeeteltang eBtstanimten der Phantasie der Schüler und es zeigte eich bei so manchen eine hohe sdhöpferische Begabung, die niemals In der Schulbank auffillt, sondern eich nuib im frel«i Spiel zeigt. Wahre Künetler waren unter den Darstellern zu finden und es erwies eich, daB sich un-eere tlten deutschen MIrchen auch die Henen der unterstelrlschen Jugend erobert haben. Umrahmt wurde ^e Dar« kletimg von einem Schülerchor und dem Ordiester der Hauptschule. Reicher Beifall dankte dm jungen Künetlera und ellgemsin wurde die groBe Sprechfertlfr-keit besonders hervorgehoben. Um das Gelingen d^ Vorstellung war der Leiter der Haupts^ule, Breltechidel, besondere bemüht. F rtthlahrsgelftndelaul An kommenden Sonntag findet, wie alljährlich, der Frühjahrsgeländelauf der Deutschen Jugend statt. Die Teilnahme am Frühjahrsgeländelauf ist für jeden Angehörigen der Deutschen Jugend Pflicht und der Auftakt für die gesamte eportlich« Sommerarbeit, über die Aus-•chreibunqen für den Frühjahrsgeländelauf 1944 werden wir noch berichten. ★ Von Heaboden gefallen. Der 61jih-rige Straßenbauarbelte^r Anton Sobetz •us Piwola am Bachern war am Heuboden beschäftigt, kam jedoch unvorsichtigerweise zum Sturz und zog sich Unterschenkelverletzungen zu. Die deutsche Schule in Marburg-Land 93 Schulen mit 18 803 Schülern in einem Kreis Wer über die in den ersten drei Jahren geleistete Aufbauarbelt in der Untersteiermark berichten will, stößt immer wieder euf das verdienstvoll« Wirken der Lehr«r, di« unter Hlntensetxung persönlicher Bequemlichkeit, Sicherheit und materieller Erfolgsaussichten, Zeit und Kraft der Rückvolkung der unterstelrlschen Menschen widmen. Die Hingabe der Lehrer an die ihnen gestellten höheren Aufgaben gehört zu den erfreulichsten Wahrnehmungen der rückblik-kenden Schau. Die In der Untersteiermark tätigen Lehrer haben den an ihr Können, an Ihre Hilfsbereitschaft und Begeisterungsfähigkeit gestellten hohen Anforderungsn voH^uf entsprochen. Auch im Kreis Marburg-Land darf der bisherigen Leistung der Lehrerschaft die Anerkennung nicht versagt werden. Im Landkreis bestehen Innerhalb der Schul-aufslchtsbereiclv Marburg-Nord und Marburg-Süd 88 Volksschulen mit 414 Klassen und 17 942 Schülern (9174 Jungen, 8768 Mädchen) und 23j} Lehrkräften (51 minnlich, 179 weiblich), fünf Hauptschulen mit 20 Klassen und 831 Schülern (353 Jungen, 478 Mädchen) zusammen 93 Schulen mit 434 Klassen, 18803 Schülern und 246 Lehrkräften. Hinter diesen Zahlen steht die formende, von lebensvollem Idealismus getragene Kraft unserer Lehter und Lehrerinnen, welchen die Erziehung unserer unterstelrlschen Zukunft, der kommenden Generation, jener Männer und Frauen anvertraut ist, die nach uns die Fahne aufnehmen und welter vorantragen werden. Vorläufig sind diese Männer und PreuMi der •chOneren unterstelrlschen Zukunft noch ABC-Schfitssn oderPln^fe vid Jungw/^ del, die gebührend L«lu«r » leubnis besitzen. 5. Die aueländlschen Arbeitskräfte, die im Arbeiterdurchgangslager In Marburg a. d. Drau vorübergehend untergebracht sind, sind während dieser Zelt In der Stadt Marburg a. d, Drau von dem Er-fordemle« der besonderen Grenzzonener^ laubnle befreit 6. Die SchutzaagekörlgeB In der Unter-etelennerk sind von dem Brfordemii der besenderea CraBBeeneaerlaabale befreit In 2736 Einsätzen bewährt CilU lind sein Deutschet Rotes Kraus Am Vorabend des Geburtetagee unseres Führer« fand im würdig gestalteten Gefolgschaftsraum eine Gedenkstunde statt, zu der die Ftlhrer und Helfer des Deutsche^ Roten Kreuzes fast vollzählig erschienen waren. Im Namen des Kreisführers hielt DRK Oberwachtführer Fritz Werdouschegg eine zündende Ansprache, in der er die Bedeutung dieses Tages hervorhob, und einen Rückblick über den Aulbau und die Arbeit de« Deutschen Roten Kreuzes in Cilll innerhalb der dreijährigen Tätigkeit in der* vom Führer befreiten Untersteiermark gab. Die Zahlen der bisher gemachten Auefahrten allein schon geben einen sprechenden Beweis Uber die erbrachten Leistungen. Im Jahre 1942 wurden 1764 Tagesfahrten und 462 Nachtfahrten, zusammen 2226 5000 Imker in der Untersteiermark Beaclitliche Leistung der Marburger Bienenzüchter Nachdem am 28. Februar vorigen Jahres der Gründungsappell der Imkerfachgruppe Marburg staltgefunden hatte, kam am Sonntag im „Marburger Hof" der erste Jahresappell unter dem Vorsitz des Geschäftsführers des Landesverbandes, Tichrepinko, zur Durchführung. Anwesend war auch der Vorsitzende des Landesverbands, Direktor Hans Groyer, Graz. Die Ortsfachgruppe mit ihren 126 Mitgliedern hat böl der letzten Honigaktion ^t abgeschnitten. Von den SO ODO kg der gesamten Unterstelerniark konnte Marburg allein 5(Klü kg zur Ablieferung bringen. Trotzdem steht Marburg nur an 6. Stelle. Künftig wird die Zucker- und Tabaklleferung strengstens von der restlosen Ablieferung der 3 kg pro Volk abhängig gemacht. Der Vorsitzende des Landesverbandes Groyer betonte, daß der Aktlonhonlg eine Gabe an das Volk sei und wer zu seinem Volke stehe, passe sich an. Jeder Imker habe die Pflicht, die Bienenzucht rentübel zu gestalten oder die Imkerei aufzugeben. Was ein echter deutscher Imker sei, der mecltere auch nicht, sondern meistere die kriegsbedingten Schwierigkeiten. Er gab diinn aus" dem feltrHen Schate seiner Erfahrungen den Imkern praktische Winke. Sein ernster Rat ging dahin, alle schwachen Völker zu kassleren. Sein besonderer Dank galt dem Vor- sitzenden Tschrepinko für die geleisceto Arbelt. Der Vorsitzende teilte dann noch mit, daß in der Untersteiermark jetzt 58 Orts-fachgrupped aufgebaut worden sind, die rund 5000 Imker mit 25000 Bienenvölkern umfassen. Den Geschäfts- und Kassenbericht erstattete dann der Beisitzer Alois Betauer, über das Zuchtwesen sprach Obmann Rudolf Rintz, über Beobachtung Obmann Stefan Puschauer, über Wai^erung Obmann Alois Schlfko, über Krankheiten Obmann Alois Onltsch, über Weide Obmann Johann Werdonlgg und über Morktfragen Obmann Stefan Gradischnigg. Ihre ausiührlichen Berichte wurden durch den Vorsitzenden ergänzt, der ihnen auch den Dank der Imker für die geleistete Arbeit aussprach. Der Vorsitzende, der in diesem Jahr sein 25. Imker-Berufsjahr feiert, wies noch darauf hin, daß er auü diesem Anlaß einen Lehrvortrag durch einen berufenen Lohrer veranstalten würde und bat dringend um zahlreichen Besuch. Der Vorsitzende sprach noch ausiührlich über Fern- und N"ahwanderung, üUer Wald-, Raps- und ßuchwelzcntracht. Fahrten mit 64 048 Kilometer und Im Jahre 1943 2207 Tagesfehrten und 529 Nachtfahrten, zusammen 2736 Ausfahrten mit 84 893 Kilometern gefaluen. Männer des DRK standen im Einsatz bei allen Aktionen gegen die Banditen und waren den unterstelrlschen Wehrmännem helfende Kameraden. In Anerkennung der vollbrachten Arbelt durch die höhere Führung konnten Beförderungen tusge-eprochen und verliehene Auszeichnungen •a verdiente DRK-Männer ausgehändigt werden. Mit der Pührerehrimg fand die Feier Ihren würdigen AhechluB. Verwaadela Mn Mldelwetk la lo^ wela. Am vergangenen Sonntag hatte die Mtdelwerkgrupf>e Rotwein 30 verwundete Soldaten aus dem Marburger Rsssr-velezarett eingeladen. Mit Frühlingsblumen geschmückte Tische boten leibliche Genüsse in reicher Auswahl und einen guten Tropfen gab ee auch dazu. Eine kleine Kapelle, bestehsnd aus lUther, Klampfe imd Ziehharmonika spielte fröhliche Weisen, Bit in den Abend hinein waren Gäste und Gastgeber in froher Stimmung bein ander. Todesfälle. In der Kämtnerstrafie 52 in Marburg verschied die 60jährlga Haushälterin Maria Welngerl. — In Cilli starb die 39jährige Gemeindeangestellte Klothilde Krautdorfer aus Rohitsch-Sau-erbrunn, deren Leichnam nach Marburg zwecks Beerdigung überführt wurde. — b Ober-Plck«m bei Marburg ist d«r !%■ jlhrige Kerl Qraachita geeteiben. Der ellgsmeiae Brlef^ostdlenet swlsdh«n dem Reich und dem Gebiet Südfrankreich ist, nach einer Mitteilung des Relchspostmindsts-riums, mit sofortiger \Vlrkung in dem gleichen Umfange aufgenommen worden wie zwlechen dem Reich und dem altbesetzten PrankreldL Soldat Gottfried BesetischeV aus der Ortsgruppe Plankenstein, Kreis Mar-buiq-Liud, wurde mit dem Eisemen Kreuz II. Kln%e ausgezeichnet. Jugend auf SchloS Windenan Krelsführer Dohoczky iprsch zur Führerschaft Insgesamt 50 Gefolpochafts- und Fdhn-leinführer de« Bannes Mdiburq-Ltind kamen dm verqdnqeneii Wochenende in der Bundesführenschiile ^(Vlndendu zu einer erlebnisreichen und vielseitigen Wochenendschulung zueaiimien. Bannführer Aumeyer gab einen Überblick über die bevorstehende Sommeraibeit. Am Samstagnachmittag besuchte der Stellvertretende Bundesjugendtührer, Bdnaführer Dr. Zetter, die Jugendführer und eprach über den Reichsgedanken zu ihnen. Kreisführer Doboczky gab einen Überblick über die derzeitigen politischen Verhältniese in der Unterstelsrmarik. Abgehend von dem Ernst dw augenblicklichen Lage, di« jedoch zu Zweifeln nJe Anlaß geben kann, stellte er der Führerschaft als leuchtendet Beispiel den heroischen Einsatz der unterstelrlschen Wehrmänner hin, denen sie Jederzeit nacheifern müesen. Als Grundlage unserer politischen Arbeit ist «s Immer wieder notwendig, die Führerschaft mit dar Geschichte dieses Landes restlos vertraut zu machen. Bei einem Waldlauf am nächsten Tag, anschließender Gymnastik und fröhlichen Spielen war bald die letzte Müdigkeit au« den Gliedern geschüttelt und es herrschte die beste Stimmung. Der Lehrgang nahm em Sonn-t^r n der Ximdgebeng enläfiUch dee Tage« der W«iiimsnn«chefl eaf den Adolf-Wttar-Pleti U Meiburf teil. « Arbeits]eblllr. Am Montag konnte der Prokurist und Geschäftslelter dsr be-kenntsn Marburger Firma Jos. Martina, Herrengeese 18, Franz Kager auf eina 25jährige ununterbrochens Tätigkeit la diesem Betrieb zurückblicken. Aus kleinsten Anfängen hat eich der Jubilar durch Fleiß, Tüchtigkeit und Ehrenhaftigkeit zu der führenden Stellung emporgearbeitet. Lelbeltz aier«chlertl Unter dieser Pe> role wurde in der Kreisstadt der G»' burtstag dea Führers festlich begangeo. Ganz Leibnitz stemd im Zeichen des Festtages und in den Geschäften sah man viele Führerbüsten und Bilder mit Blumen umgeben. Auf dem Leibnltzer Sportfeld hatten sicli 2500 Volksgenossen ru einer Treuekundgebung eingefunden. — Kreisschulungsleiter und Träger de» goldenen Ehrenzeichens der NSDAP HasU»-ger sprach über die Bedeutung diesee großü Taget, en d«n eine eteibliche Mutter einen uneteihUcbsn Sohn gefco-lea h«t Ajuchli«ß«nd aahie Ortiiinp yealaiter Mit die VersidlgwMf der a»> ffetrataaen Mitarbeiter tind l^tarbelt»-rinnen der NSDAP vor, worauf mit den Liedern der Nation tmd dem Gruß an den Führer dies« eindrucksvolle Feierstunde beendet wurde. Auch In allen anderen Ortsgruppen des Kreises wurden an di^ •am Tag« Treuekundgebuttgen für den FQlirer abgehalten. Eiirengäste des Gauleiters Vmdianta Volksganoasan dar scliäHasdaa GemaintckAit in dar Gauhauptstadt Aus Stadt und Land Sabensberg, Anläßlich des Geburtstages'des Führer« veranstaltete die Volksschule eine schlichte Morgenfeier. Lied. Spi^ich, Flaggenhissung und eine Ansprache des Schulleiters gestaltete den Ündern diesen Tag zu einem Erlebnis. Mureck. Sparkassenbeamter Heinrldh Baumatin, der kÜrzUch bei der Pflege «einer Obetbäume aus geringer Höhe von der Leiter stürzte, ist ein Opfer dieses Unglücksfalles geworden. Baumann, der im 66. Lebensjahre «tand, und der Spar-kaese Mureck bereits seit 36 Jahren angehörte, war auch ein« der lltesten MUt-glleder der Freiwilligen Feuerwehr, dessen Verdienste Wehrführer Cerlno im warm empfundenen Nachruf würdigte. St. Peler am Ottersbtfcb. Am 15. April fand im neuen Feierraum des Standesamtes Ottersbach, Kreis Mureck, die Geburtsfeier des Sohnes Josef des im Felde stehenden Obgfr, Teschak Joecf, Ziehsohn de« Straßenwärters Schred aus Wittmannsdorf statt. Am 16. Anril wurde im Schulhaus erstmalig die Blockleiter-schulunq der NSDAP durchgeführt, woran sich 20 Blockleiter der 8 Zellen beteiligten. Kreisleiter Llll sprach bei der Eröffnung über Sinn und Zweck und die Notwendigkeit dieser Schulung. Im Laufe derselben wurden die wichtigsten ooli-tisch-weltcuischaulicheft und örtllch-wirt-schaftlichen. kriegsbedingten Fragen besprochen. Bs war ein b«soDdeja ediflaar GadM» ke ,d«i der Gaiuleitar varwlrkUchta, als ar Bum Gebtzrtatag da« Führart 60 Volks-geexieeeo tu« dem gan«ea Gaugabi«t «I« sedne Ehrengäste nach Gres «dnlud uod ihnen den Dank xiun Auedrurk bracht«, den sie sich durch überragende Leistungen verdient haben. Belm Gauenteahedd des Berufswettkaanpfes in Judenburg fiel dem Gauleiter durch liire ganze Wasena-art, ihr besonderes Wissen ein junges Mädchen auf. Es war edne noch nicht ganz siebzehn Jehre adta Baueratochter aus dem Ennstal, die trotz ihrer Jtiaend die Aufgeben der BAuarin auf emem etwa 40 Hektar ^Ben Baaitii, atrf dam 20 Stück Rindvieh gehalten wardea, erfüllt da Ihre Eltern gasilorben irind und ihr Bruder vor zwei Jahren gefallen lat. Mit HUfe «ine« Wirtechaften und zwei «ueländlscben ArbeltAkrttften hält sie den Hof in musterhafter Ordnung. Darüber hinaus macht sie aber auch noch zur vollsten Zufriedenheit Dienst als Mädelschaftsführerdn. Sie war die Jüngste der vom Gauleiter nach Graz eingeladenen Ehrengäste. Zu den älleslen der Geladenen gehörte ein 77 Jahre alter KanzleidireLtor, der bereits wieder seit fünf Jahren als Mitarbeiter im Städtischen Wirtschaftsamt tätig ist. Gleich alt wue er ist ein Sdiloesermeiister, der auch heute noch unermMUch schafft und dabei einen ganz besonderen LeisbungswlileD bekundet Eine Arztin aus der Oststedermark, die sechs Kinder, von denen daa jüngste erst ein Jahi aJt ist, besitzt, übt trotz ihrer außerordenthchen Belastung ihren Beruf als Ärztin weiter aus und ist noch zusätzlich In mehreren Beratungen der NSV tätig. Eine andere der Geladenen ist, obwohl schon über 60 Jahre alt, als DRK-Oberhelferin seit vier Jahren ehrenamtlich tätig. Sie versieht ihren Dienst mit peinlicher Gewissenhaftigkeit, obwohl sde leidend ist imd sich ihr Brot durch mühstune Heiniarbeit verdient, Ihren einzogen Sohn hat sie im Polen-feldzug verloren. Eine Arbeiterin, di« In der Versandobteilung eines oberstciri-schen Rüstxmgswerkes mit Unterbrechungen schon seit 1909 tätig ist und 72 Jahre zählt, hat zwölf Kindern d^as Le- Imts rraocndiiii, erkenne dein^ Pflicht und hilf auch du in allen Stellen des Amtes Fi auen I bn geadhenkt, von denen «in Sohn gia> fallen ist Trotz ihres Alters lat sie rtm «nannüdlicber Einsatzberedtachait und dabei «in« vorblldhche Arbeitskemera-dln. Aus einem anderen Betrieb elna schon ««dt 27 Jahren titige Arbeltenin, von deren drei Kindern zwei Söhne gefallen «Ind. Wieder sine andere Frau iet als Magazinshdlfsarbedterln tätig, obwohl sie daiteim ein« größere Wirtschaft hat und ihj Mann imd ihr Sohn eingerückt sind. Eine andere Frau ist schon seit drei Jahren als Paketzustel-lerin tätig, obwohl sie für drei Kinder >u SOI gen hat Trotz eines Ledn Verlrt-rMnr|t*n. Mniitiq früh ereignete sich In Pf!ggnii ein fnlgensrhweier Verkehraun-ftill. Der in Df-utsch Feistrltz wohnend« 17 fahr« alte KralKrthtzeugmechaniker •^epp Hofer hcfrind sich mit seinem Kraft-i;id iiuf der l-iihrt zum Bdhnhof, als piötz-lii:h ans einer Seitengasso ein I.öfitkrdfl-wdgeiirug herausfuhr. Beide Fahrzeug-Icnkrr konnten einen Zuwiraraenstofl nicltt mehr verhindern. So fuhr Hofer mit dem Nfotorrad «eitlk:h In den Last-w!if|f*nnig hinein. Er erlitt beim Zusara-menprall n^ben zahlreichen Hnutab-t srhürlunqen und Brüchen der Mittni-hdndknorhen eine «chwere innert Ver-Iptv.ung, Ilofer wurde in die Chlrurgi«i<'he UnivpT-sl»atsklinik nach Graz überführt. Di'i V«rml(Ue von der Heß-Hütte z«-TflrkgekehTl, Der Vermilite, der, wl« b«-reitj berichtet, von seinen drei Beglel-fpni auf dor HeO-Hütte ijtj GesJuse ru-nlcl'gelfitssen wurde und nach dem iwel Mflnnech.^ftrr, der Bergwacht Adraont vfKjphlirh ^urhton, ist nicht, w1# Ang»-nonirnen wurde, unter eine Lawine gekommen, Er hat rien Abstieg allein durch-qefülirt und beqab sich, ohne die Berg-wricht zu verständigen, zurück nach V/'pr, Eist von dort meldete «r nach ei-n qrn Tnqen seine Rückkehr. Es handelt sirh um einten Nt »Ktlrnlner Zeitung« erinnert WIRTSCHAFT UND SOZIALFOUTR Aus eigenem Boden Querschnitt durch Enropas Brot^fttreidcor Haakon-Saal wurde, ebeneo wie das Büro der Bergeneke Dampskipeellikapa völlig zerntört. Ein großer Schleppdampfer wurde auf den Kai geschleudert. Der berühmte Va Ikendorf-Turm — etwa um 1300 erbaut — wurde Schw«r beschädigt. Menerhen wurden In den Straften vom Luftdruck fortg««-.iiii"qe oiicr fdhrlässige HanUeren nin Spiengkürpcrn entslehwi. Jetzt grilf ui B«-rliu in eincMn beikjndercji Falle dti« »erii til «in luiJ »prach enu Urtail aus, rii;A gloK h/e-iLiq für v.eie ein« Warnung vor ucifiiliqea FtüirlilL^iykeiten bedeutet, L)pi Luitirhutzwfirt eines Berliner qlrtiibt« eine SlibbtandboraL)« un.sfiia! Mfef:h«i1s< hen Leichtsinn befaßt, b*^-eil « neu» San« von Unfllfl< ks-fAilon riuTh Spiel mit Sipreoigkfirpefn. fn P.t?ona< h hatte ein siebenJShrigM Iwn'i'* eiTion glänzenden Gegenstand !m Grae gefunden. Er itieJ mit dem PuB daran, worauf es plötzhch eine heftige Explosioti gab, dae d«n Jungen schwer verletzte. Schwerer lag ®in Fall, der sich in Köthen (Anhalt) zutrug. Dort hatte ein iwölfJAhrlger Junge In der Nähe der Abtturxstelle eines feindlichen Terrotbomhers unbemerkt enige Sprengkörper aufgelesen und diese mit nach HatiKe geschlappt. Zufiammeo mit einigen gleichaltrigen Gefährten spdelte er auf der Straße mit diesen gefährlichen Gegenständen herum, bie ein«r der Sprengkörper explodierte Die Splitter rissen dem Jungen die rechte Hand ab und zerstörten ein Auge, außerdem ti'Uig er verschiedene Bru«t- und Beinverletzuft-gen davon. Vier andere Jungen erlitten gleichfalle schwere Verletzungesi am Körper und Im Geeicht. In Gedramsstein bei Landati (West-nicirk] fanden drei Kinder auf einem Spaziergang eine Handgranate und zogen sie ab, Ein Kind wurde durch die Splitter sofort getötet, während die beiden anderen schwerverletzt Ins Kranken-hau« eingeliefert werden mußten. In »inem Dorfe bed Oldenburg hantierte ein Junge solange an einem Sprengkörper, bis dieser explodierte. Dabei bÜBte der ' .hinge ein Aitge und drei Picgar der rechten Hand edn und Ite^t in bedenk-lilchem Zuetande darnieder. Verbraucher sur Verfügung eteilea lu können. Als durch die BinbezleMung weiterer europäiecher LSndet in d4n Abwehr-kam^f das deuteche Btnähnüigsprobletn zu einem kontinentalen wuitie und sich neben landWirbschaftUchin ObeiediuB-auch Zuschttflgebiete In die gemclniaiBe Front einreihten, galt es tuerat, die Agrarwirtschaften dieser Linder ümzu-stellen mit d&m Ziele, sie von Einfuhren unabhängig zu machen und die Jewfeils vorhandenen Eneugungsmftglichkaiten auf die Sicherung (ter eigenen Brnähruag auszurichten. An die Stelle auf äusllndl-schen FuttermItteJzufuhren aufgebauter Vieh- und VerMelungewirtetihafteik trit die Aui-n^eitung der Btaeugting tob BA-denfrüchteBt an die Stelle von Weidefll-chen der Anbau ^oi Oetreide, Kertof-feln, Raben, Ölfrüchten, Gemüee usw. Die Erfolge, dlA nur mit dem beechel-denen Ausdruck »beachtlich< geke'nn-zelchnet werdeh sollen, können zahldh-mäBij^ im ein2el&«n b^le^t werden. Hier eei nur dae t^tplektorat Böhmen uiid M&hran, seit jeher ein aniähruh{|ewlrt-schaftllches Züichtjfigebiet, Mrwlhttt, Im Erntelahr 194Ö/41 liefert* dal HAldi dorthin M4 000 t Brotgetreide, um dll Auf-rechterheltung düf b'wichen RAUönen wie Ub Reicn zu gewährleisten. Schdn im folgenden Jahr eank der Zucchufibe-därf auf #eit weni^et äli ein Viertel, wShrend 194^/43 bereits ^ii) uberechüB vÄn 1T4 OOO t Ih de« ftelch geliefert werden konnte, der eich dank der günstigen lettten Qetreideernten nock Arnönen Wird. Innerhalb drei Jahi^n ergibt sich somit allein dlfekem deblet eine Vei-bi(w§rün{} dir ettiiktl^ln LeUHihgAn um mehr ale eine halbi MlUiofa Toniieü. — Desgleichen wurdk det hbnii ZiilchuB-bedarf an Fleisch in einen OberechuB verwandelt. Ah weitere Beiepiele gleicher Art können Elsaß und Lothringen dienen oder die ins tleich eltogegllMertea Oltgaue. Stlt Kfiegebeglnn betrigt dll effektive Mehrleistung die«er beidln Giblete rund eine Mlilloh Tonnen Brotgetreide. Man erhält ein richtige« Bild Aber dife Größe und BedeUtUng dieser Mehrlei- stungen, wenn man berttckaichtlgt, dafi nicht der deutsche, aondero der gesamteuropäische fri«denmäfiiye Einfubrüber-sobufl bei Weilen 3 Mill. t und bei Roggen 0,4 Mill. t, susammen alao 2,4 Mill. Tonnen betrug. Dabei handelt es aick bei den angeführten Beiepielen nur um wenige Gebiete, denen aich nicht weniger große, sondern zum Teil noch grö-Itfre Brfolge in anderen Ländern an die Seite stellen lieOeni auBerdem kann noch auf die güneti^ Biate de« vergangenen Jahres in Südosteuropa hingewiesen werden, auf die dadurch dort ermöglichte Aufhebung von Rationierungsmaßnah-men oder die guten Erträge der nord-weeteuroptiecben Landirirtschaften. Worauf eich dae RelcB und früher oder später alle enropäiecliea Linder mit Ihren Landwlrtlchaften elngeetellt haben, ist nicht die Spekulation auf irgendrwel-che jenseits der europäischen Hoheits-grenien liegenden landwlrtechaftlichen UberachuBgebiete, aondern nur die eigene Leistung gewesen. Dabei ging das Reich beiepieihaft voran, löste durch seine Abmachungen mit anderen Ländern diese aus der Verkettung qn unkontrollierbare Markteinflüeee und legte mit der Sicherung dee Absetzee agrariecher überschflise bu auskömmlichen Preisen die Onindlegen für ein gedeihliches Zu-tanunenarbeitefi im geeamteuropäiechen Interesse. Diese Zusammenarbeit besteht im gegenseitigen Geben und Nehmen. Da« bedeutet für den Agraraektor die Ver-pflichtun«} zur weiteren Ausnutzung aller vorhandetien ErMUgung«mögllchkeiten tind tttr Welterärbelt an der Erachlie-Bung von Reeerven, etwa durch Erhöhung der Hektarerträge, durch b^Mere firfaieung der Erzeugung oder durch vorausschauende ökonomische Behandlung der anfallenden Hmtemengen. Denn gerade die Bauern Europa« können darUher nicht Im geringsten im Zweifel sein, weiches Schicksal ihnen im Falle de« Hereinatrömens der bolschewistischen Horden über Ihre fruchtbaren Felder und der Enteignung ihres geaamten Beeits-tunis oder bei ainer Versklavung an den jÜdiechen Kapitalismus der Plutokratien beschieden «ein würde. Sch. Kistettfra^en — Kistensorgen Vom ProdiiktionsäusschuB Verpak-kungsmittel Ist 4ltte Anorditung Über die vorliüflge Auftmgelenkung für Itistko ergatigett. Die Kiste gehört su deh Al-terweltspackmlttelh, dl« von Jedermann für Jeden Zweck verwandt werden. Der Luftkrieg mit sAlnen Veflegerungen tmd Binleger\iiigeti htt den ItUtenbedärf nock «rhöht. D4B diei«t Mdkrf bii r«le-tiv hohen Holzverbrauch nicht atlf die Dauer ohne weiteres befriedigt i^erden konnte, liegt auf der Hand. Nach der heuen AnordnUil{| dürfen Kittenherttel-ler AuftrBge übet Ktotesi, Kletengamitu-ren. Steigen üsw. nur noch etiiführen, wenn sie Ih jedem Einzelfall vom Ptb-duktlonsunterausschuQ Kifcieb genelunlgt sind. Die kune Befriftung der Anordnung euf drAi Monet^, i. Aprli bie SO. Juni i944 und die Beteicftnueg »verlAu-figec Auftragsregelung lassen erkennen^ ddß es sich hier um eine Übergangs-lösung handelt. Auf die Dauer dürfte dat Einzelantragsverfahren auch bei der Vielzahl der Kistenverbraucher eine keum tragbar« Arbeitsbfttittüng ergaben. Aber wie immer die Verteilung der hergestellten Ki-rften auch geregelt eein wird, die Fabrikation wird dem Bedarf keam nechkom-men können. Die LAeung de? Kieteofrege müfi* auf anderen Wegen gesucht wer* den. Einen sicheren Autweg aue vielen Kistensorgen bietet die rasthe Wiederverwendung. DaB hier noch nicht alle Mdgllchlieiten «rachöpft iltid, erweiet dl^ Ergebnis der IClatetiaemmeletellen, di# 1943 noch nicht 10 V. H. dee Klsten-bederfs gedeckt liAb^n. Dieter Anteil mag mit dem Auebeu der Semtielstelten steigen, bleibt aber noch weit hinter den Erwartungen auch unter Berücksichtigung der Tetsache« zurück, daß ein ver-etirkter Rückgabe- und Leihverkehr schon inr vermehrten Wiederverwendung gebrauchter Kleten beigetragen hat. Eine entecheidende Intlastung des Kl-etenmarklt würde aich femer durch den vermehrten Übergang m Pappkartons ergeben. Immer noch werden Waren in Kisten verpackt, für die ein Karton ausreichend wlre. Dabei werden gerade kriegswichtige empfindlich« Geräte heu te schon lu Millionen in Karton« versandt für dl« früher eine Kiste unbe-dingl für erforderlich gehalten wurde. Mit gewiesen Einschränkungen wird man annehmen dürfen, dafi im allgemeinen Pappkartons für ein Füllgewicht bis lu 20—30 kg vollkommen ausreichend sind. Und bei »gewichtigeren« Warensendungen wAre zu überprüfen, ob die Dauer-klete oder der Behälter, mag die Anfertigung im Augenblick auch einen grö-Beren Holz- und Elsenbedarf erfordern, euf lange Sicht gesehen, in vielen Flllen nicht volkswlrtschaftllcli rationeller sind eis »gewöhnliche« Kisten mit relativ be-grenitbr Lebensdauer. Jngeikdwehnhelme all Anerkennan^ nrkunde. Durch trinen ErlaB de« Reicnv Jugendführere let die Möglichlbeit ge-•chaffen vrorden, Juge&dwohnbeim« dadurch beaondeo« tu MonMchiMB, dafi Uuten vom Führer dee OebivtM «iB« AMrk«MMiB9aurkunde ftr au«r de« ltrkeg«s v«Tll«hflB wird. Antrig« auf Anerkenn ung sind rom Wtrtschaftetrt- §port ufuJ liif-nen Fußballgäste aus Wien Lendstrafler AC in Marlwrg und Lelbnlta Die am Sonntag «pielfreie Elf von Ra« pid Marburg lugt in dun bunten Reigen der Mttistwrichdflbduseinanderselzungen ein saheitbwerioB Fieunüschaftsspiel ein. Als Gast laonnte d«r Wiener Ligaverein. Landstraßer AC, gewonnen werdeui d«r Sonntag, den 30. d. M. um 17 im Marburger Rapidittadion gegen die ver> stärkte Mannschdft von Rapid Marburg antreten wiid. Die Wienei Gäste, die zur Zeit in der ersten Liga an zweiter Stulle hinter Admira postiert sind, zählen tu den populärsten Wiener Mannschaften uud können auf eine lange Erfolgsreihe zurückblicken. Rapid Marburg wird auch diesmal wiederum mit Gdischek antreten, ferner wird erstmals Aichmaier, der famobe Halblinke der Kapfenbetyer, mittun, mit desseu Übersiedlung nach Marburg Rapid wiederum eine aubge-zeichnete neue kiaft gewann. Im Vorspiel um 15.30 Uhr treffen Rapid II und Leibnitjc II in einem Freundschaftsspiel eufeinander. Am Montag spielen die Wiener Gäste in Leibnitz und auch Rapid II und Leibnitz II werden wiederum das Vorspiel austragen Bradl vor Nogler Die alpinen Titelkämpfe des Don«u-Aipenlandea am Hochschneetierg Als letzte Titelkämpfe im Schisport wurden auf dem Hdchschneeberg die Meisterschaften des Doriau-Alpenlandes in der äipinen Kombination etitschleden. Dabei kam es zu einem erneuten Zuiam-mentreffen zwischen Weltmeister Josef Bradl und dem deutschen Abfehrtsmei-ster Hons Nogler. Auch diesmal erwies sich Nogler in der Abfahrt, etwä '3 km mit 900 m Höhenunterschied, in 4:16,2 d^m Weltmeister, der 4:29,8 benötigt«, klar überlegen. Dafür war aber Bradl diesmal im Torlauf mit 30 Flaggentoren und 210 m Höhenuntersctjied so weit vorn, daß Im Gegensatz tu St Antdn Bradl diesmal in der Kombination vor Nogler war und damit den begehrten Titel gegen den Tiroler gewann. Die Frauentltel fielen an Grete Avanzini (Innsbruck) in der Kombination und im Torlauf und an Bill Gehmacher in der Abfahrt. * Der Staffellauf In Gurkfeld äniäfilich der Heimkehr dei Unterateiermark gestaltete sich gleichfalls zu einem'großen Erfolg. In der ersten Gruppe sah man am Start je eine Staffel der Motor-HJ, der Wflhrmannschaft und der Waffen-ff, während in der zweiten Gruppe die Feuerwehr und der Ortsgruppenstab angetreten waren. Die Sdegerstaffel etellt« die Waffen-die die 1500 m lana« Streck« in 3:34,2 Minuten durchlief. 1)1« Motor-HJ belegte den zweiten Platz in 3:54 imd den dritten die Wehrmann-schaft lo der Altereklasse siegte dl« Staffel des Ortagruppenstabee in 4:31 über di« Feuerwehr, deren Liufvr 4(49,1 benötigten. Bei der Bi^erehrung sprach der Ortagruppenführer über den Sinn der Veranctaltung, worauf der Leiter der Sportgemeinschaft die Erinnerungsblätter zur Verteilung brachte. Slowakische Ehra«« deulsctiler Sport-fOhrer. Der slowakische Sportführer Ja-kubec verlieh anläBlich des fünften Jahrestages der Gründung des elowaki* achen Sportverbando dem Stell Vertreter des Reicheaportführers Breitmeyer dae goldene Ehrenzeiichan für V«rdl«nsl« um die deutsch-slowakischen Sporlb#-Ziehungen. Auch Dr. I>i«m, Felix Linnemann, Dr. Xandrl, Dr. Jentch, Wolz uivd Blrlem wurden ausgezeichnet. g«r der Geroeinschaft«unt«rku»ft bcla Führer d»s Gebietee tu «teilen. Als Ju-gendwohnheiove werden nur Binxichtun-geo anerkannt, die den AnfordeTuny«n der Hitler-Jugeod entsprechen und die Führung niid Bnl«hung der Jugetid' liehen nach den Erziehungsgrunds&tzto der Hitler-Jugend gewährleisten. Die für die Kriegvdauer anerkannten JugenA-wohnheim« führen cM« Beaaicknurif »Ju^ndwohnhetm der Hitler-Jugend unter Zusetl de« Namsns des Wlrtsohafle-trigers und «eteen di« Fahne der Hitler-Jugend. 'Di te 17 ERSCHEIZER TAT Im K<»Miiin von Bduern und Reitern Von Karl von Möller .1 -II. kbiütlit- G. Wi'ilcrniann. biauiutlivvoiii "K mnst di(h ja auch von ihm klistie-M>n Iciiseti', ru:l Cn Rillo gesthnitleti. \ i1 drüiihrn eist mutzte C'dpp.uin sich IM lirtl), drr schone, fichiiitticie Brdune V cli-iT' und warf di'n Kopf vor Ver-= .iiKien diirMbet, daß er bewegt wurde. ' iijjp.iun zVigen- weiß, über zweihundert deutsche Ortschaften liegen dareingebettet, und mehrfach soviel ordentliche Men-ichen, al« die Haupt- und Residenzstadt Wien beherbergt, hausen an wohlgehüteten Herden. Sie müssen vor den blek-kenden Zähnen des fremden Heerwolfes beschützt werden, der drüben die Donau "nd db lauft mit hängender Blutzunge. Rosse schlagen vlelhuflg den Weide-b'^den, Reiter galoppieren heran, ein Stab, nein, der Kaiser selber, mit dem unvermeidlichen Lacy neben eich. MARBURGER ZEITUNG Mittwoch, 26, April 1944 * Nr. 117 * Seite 5 Ausschnaldea, «olklebQn oad slcfattMu ■nfblngenl Die vier Luftwarnsignale Es zeigt Mich immer vi«der, daü manche Volksgenossen bei Ertönen eines Luftwarnsignals nicht genau wissen, um welches Signal ss »ich im gegenstind-liclMD Fall handelt. Da es nun* unb«-dingt nötig ist, daß aJle Volksg«oos9kn tich sofort im klaren sind, welche Be< d»uitiung das Heulen der Sirene hat, um Ihr Verhalten danach einzurichten, wollen wir im folgenden die vier Luftwarn* Signale graphisch darstellen. Ein Blick auf diese anschauliche Darstellung soll in Hinkunft jeden Zwedfel unmöglich machen. »öffentliche Luftwarnungt (dreimal hoher Dauertoo In einer Minute); Dieses Signal gibt an, daß sich zwar einzelne Feindflugzeuge innerhalb des Warngebietes beenden, daB jedoch keine Gefahr eines Großangriffs besteht. Es können also vereinzelt Bomben fallen und die Flakartillerie kann in Tätigkeit treten. Wirtschatfs- und Verkehrs- leben gehen bei Tag voll weiter, bei Dunkelheit ebenfalls. Es ist nicht Pflicht, bei »öffentlicher Luftwamung« die Luftschutzraume aufzusuchen, Wer jedoch im Wirtschafts-und Verkehrsleben nicht eingespannt tft. tut gut daran, sich in Deckung zu begeben, zumindest aber besonders voi-sicntig zu sein und während des Flrik-beschusses Luftschutzraume oder Dek-kungsmöglichkeiten aufzusuchen. »Fliegeralarm« (eine Minute lang auf- und abschwellender Heullon): Dieses Signal bedeutet 'stets akute Gefahr. Mit größeren Angriffen muß gerechnet werden. Das Signal kann auch im Anschluß an »Öffentliche Luftwarnung« gegeben werden,* wenn schwachen feindlichen Luftstreitkräften stärkere Verbände folgeri. Bei »Fliegeralarm« sind alle Vorkehrungen für einen Großangriff mit größ- ter Beschleunigung durchzuführen. Luftschutzbunker vwd Lufltchutuiume lind stets so schnell wie möglich aufsusu-chen. Wer sich bei »Fliegeralarm« gleichgültig verhält und sich nicht bestmöglich schützt, gefährdet iein Leben und schädigt die Volksgemeinschaft. »Vorentwarauog« Das Signal ist das gleiche wie bei »OffentUche Luftwarnung« (dreimal hoher Dauerton io einer Minute): Das Signal bedeutet nach »Fliegeralarm«, daß sich die Masse der Peind-flugzeuge im Abflug befindet, daß sich aber noch einzeln« Pedndflugzeuge über dem Ort befinden. Es bestehen also dieselben Gefahrengrade wie bei »Öffentlicher Luftwamung«, das heißt, es können zwar noch vereinzelt Bomben fallen und die Flakartillerie kann in Tätigkeit bleiben, mit einer großen Gefahr, besonders mit massierten Angriffen, ist aber nicht mehr zu rechnen. Die Selbst-schutikräfte haben über die schon während des »Fliegeralarms« vorgeschriebenen Rundgänge hinaus spätestens bei dem Signal »Vorentwarnung« die volle Schadensbekämpfung unverzüglich aufzunehmen. Wer nicht im Selbstschutz eingesetzt ist, kann sich verhalten wie bei »Öffentlicher Luftwamung«, Bei »Vorentwarnung« am Tage geht das Verkehrs- und Wirtschaftsleben so fort wieder weiter Wenn nach »Vorentwarnung« erneut ,stärkere feindliche Luftstreitkräfte sici» dem Ort nähern sollten und damit wie der eine akute Gefahr eintritt, wird wiederum »Fliegeralarm« (eine Minute lang auf- und abschwellender Heultun) ausgelöst. »Entwarnung* (eine Minute lang gleichbleibender hoher Dauerton): Das Signal wird gegeben, wenn alle Feindflugzeuge abgeflogen sind In der Dunkelheit nicht auf der Fahrbahn gehenl Viele Volksgenossen haben die Gewohnheit angenommen, in der Dunkelheit, um unliebsamen Zusammenstößen mit anderen Passanten aus dem Wega zu gehen, die Mitte der Fah^ahn zu benutzen. Daß dieee Unsitte zu s^we-ren Folgen führen kann, hat eich in der letzten Zeit vielfach bewiesen. In den Straßen fuhren Radfahrer, die ihre Rader ordnungsgemäß beleuchtet hatten, Fußgänger an oder um, die sie in der Dunkelheit erst zu spat gesehen hatten. Die Mittelstraße gehört d®m Fährverkehr und nicht dem hußgänqer, der die Bür-qersteiqo zu benutzen hat. Fußgänger haben bei derartigen Zusammenstößen iür alle koiperlichen Unfälle und son-fetiqen Schäden aufzukommen. Zyklon über Bulgarien. Ein Zyklor von ungewöhnlicher Stärke wütete iE der bulgarischen Provinz Demir Hissaj in Thrazien. Der Sturm dauerte 16 Stun den Die Schäden werden auf 3 Millio nen Lewa geschätzt. Spaniens älteste Frau. Der bei Gra nada gelegene Ort Alinunecar plant mi staatlicher Unterstützung eine offizielli Ehrung der hier wohnhaften ältestei Frau Spaniens. Es handelt sich um dl^ Bäuerin Dolores Fernandez Genzalez, di< bereits das 110, Lebensjahr erreicht un( eine Nachkommenschaft von 132 Kin dem, Enkeln, Urenkeln und Ururenkel-hat. Die Greisin ist noch rüstig und e» innert sich auch der besonderen Ereir nisse in ihrem Leben in allen Einzeihe ten. Fast ihr ganzes Leben hat sie in AI munecar verbracht. Nur zweimal hat si kurz nach ihrer Verheiratung »Reisen auf einem Maultier nach den benachbai ten Ortschaften Motreal und Nerja ur ternomnien. STADTTHEATER MARBURG-Drau Mittwoch, 26. April, 19.30 Uhr: FANNY ELSSLER, Operette. Preise I. Donnerstag, 27. April, 19.30 Uhr: Geschlo«-eene Vorctellung für die Deutsche Jugend IL OTHELLO. Oper. • UNTERSTEIRISCHE LICHTSPIELTHEATER MARBUBG-DRÄin BURG.LICHTSPIELE Haut« IS. If.JO, I0.4S Uhr 3113 GImU Uhlw, M«rtaB t. Oltaar, Brlck VosI», Alb«rl Floralk Ui alaam hlitorltchan Bild aua dau Laban daa Malara Adolf v. Maeiali Die btidcn Schwettcrn Mr JvfaadUcAa aalat U JahfM alcSI laialaaaaal äoadarvoraMtaltungi NUttwocb um 1:^.45 Utu: Fracht von Baltimore ItUda Weibuaf, AlUla Hbrblg«r uud Haaa Zasch-B^lot In dan aciiwvea Kftmptwa dar Raedoi um Uuo Außenhandel! Fflr Jaiandlicba lugalaiiaal ESPLANADE So 15, 17.30, IB 45 Ubi Wo tS, 17,30, IU.45 Uhi Flucht und Heimkehr Ein rinnischer GroDlilm der Suonii-Fllm A.-G. Helsinki noch dam mit dor Goldtnedallle ausgeielchnstcn RunmD von Yrjö Karhuntäki uit Kullarvo Raltka, Irma Seikkula, Atno Lohlkoskl und Paavo JMnners. FQr Jugendtlcbf onler 14 Jahran alchl lugelaMeal LichtBplelc Bninndort_ Bis Donnerstag — «ägllch mp 19,15 Uhr Das Glück wohnt nebenan ' mit Maria Aadergasl, Wo|| Albach-Ratly, OUy Holl-mann und Greta Weiser. PQr Jogundlkbe lugelasiaot Burg-Lichtspiele Cilli Ä'"'""" Wo 17 u. iq.30 trh. So u.ao, |7 u. 19 ao ui» Dls Mootag, 1. Mal Schrammeln nin Wlen-Hilra mit Marie Hareli, Paul Kdrblger, Hans Moaar, Hans Holl und Frlts Inboll. t'br lufieiidltrh« unlet 14 JahfM nlcbl luqelaiiiiitio MetroDol-Lichtsoiele Cilli Spleliolti W 17.30 und 20 Uhri S IS 17.30 und 20 Uhi Mltlwttch, II. und OoBnerslag, 27, April Kollef{e kommt gleich Liii Tnbis Film mit Carola Illiba, Albert M«tterklock und Frlti Kampars. — Nach dem glelcbnamigan LuaUpial VOM WiihcliD Utcrmaim. FMr Jugendliche unter la Jübrea nIrM tagelaisaal Lichlsoieltheater Gurkfeld Mlllwocb, 2t. und Daanerstag, J7. April Geliebter Schatz Rin Tirrd-Film mit Jolidnnes klemann,. Dorll Kreimer, Ida WUsl, Harald Paulsen und Leo SIesak. — Spiel-Ifilunq Prtiil Martin. Für Jugendllrba nicht (ugvlatsenl Lichtspiele Luttenbertf_ Mltlwurh, 21. und Donnerstag, 27, April Vom Schicksal verweht Lm abenteuerlicher Tropanlilm mit Sybille Schmtli. Albrechl ifthoeohals und HermaRn Speelaiaiias. Für Jugendliebe okht auoelameal Ton-Lichtspiele Stadttbeater PelIa u Spliihelt! W 17 liJ.iä, Uhr, B 14.30, 17, |ndllrbe nicht ^ugelawonl Lichtspiele Rann MlUwacb, 2>. und Danoerstag, Z7. April Geheimnis Tibet 1-ilmdok.uuicnt der Dicheii Tibet-Expudition. l-ttr Jugandllcbe lugelasscol Lichtspiele Sachsenfeld Vorstelluntjen an Wochentagen um lö Uhr, Sodi\-und Feiertags um U, 16.3 Uhr, am Stadtischen Friedhole iu Drau-weiler statt. 3244 Ruhitüch, Saufibrunii, den 23. April 1Ö44. Louise Krautsdorfer, Mutter; Korvettenkapitän Gottfried und Korvettenkapitän Anton, Brüder; Hilde Vel-luslq, Schwester, und «ämtliche Verwandten. Danksagung . Wir danken auf dieaem Wege innigst unseren guten Nachbarn, allen unseren lieben Freunden und Bekannten von nah und fern für die liebevolle Anteilnahme an unserem 6chweren Verluste unserer einzig edelsten Gattin und Mutter, für die chienvolle 3eglßituag dul ihiem ietjtea Wc^e| so-vriB iur die herriicfvea Blumangewisde, die die leiste RuhostiUo UQserei Tauefsten zlertea. MarbuiQ'Dr., den 25. Apdl )944. 3255 Johann Koudelka, Bezfrkfisekretär 1. R.; Dlpl.-Ing. Rudolf Koudelka, Rcichsbahnrat. ANZEIGER. SCHALTER der M. Z. und des St. Gospodar ab I.Mai 1944 durchgehend von %8 bis IS Uhr geöffnet Anzeigenschluss für die nächste Nummer 14 Uhr Dringende Todesanzeigen 16 Uhr Seid immer luftschutzbereit Bllanzbuchhalter, versiort in allen kfin. Arbeiten, übernimmt die Führung von Buchhaltungen und Erledigung anderer Kanzipiarbeiten nach eigener Zeiteinteilung und Übereinkommen, Auch auswärts von Marburg, Unter »Freiberufliche Täügkett« an die M, Z^ _3^ü-6 Gesellin oder Gehilfin für Damenschneiderei wird sofort aufgenommen, Wolf Albane, AUi^ckl 24 bei Rann. 2225-ü Schuldlenerln, die auch kochen kann, sucht Volksschule Kö-nlgnbruan - Unteiplath. Kreis Cilli. 2219-6 Welche älteren Leute würden Wohnung, Zimmer und Küche, gegen ebensolche oder nur Sparherdzimmer tauschen. Anzufragen Felix-Ddhn-Gasse 18, im Geschäft, nebeq dem Gemeindeamt Brunndorf. 3252-9 Unterricht Tfkm ^ädwegwBikn \ iüi Umbruch und Neuouwaat? Die Coreson-Beizo scbülzl ia vor AuBwinletungsBcihäden. Und gleichzeitige Morkil-Beigaba xur Beize bewahrt das Saalgul überdies gegea Vogeliroß. So etzieli der Land-maoo geaunde, volle Emlcn. n <1 I.G.»ARBeNiNDUSII«ll /"IN. AKtlENOSSIlLSCHAft/ X \ PIUnianiehuli-Aktatta.l^A*^ IIVIRKUSIN Vlx Lu^erräume I trocken, möglichst ebenerdig, I iu Größe vou etwa 500 qm j (auch klemer), evtl. mit Büro-raurn — aber nicht Bedingung I— für soiort Uder spater zu mirten gesucht. Angeb. unter . L. G. 29H iin die Ala, Leipzig iC 1. 2226 Für einen frauoi^loscn Hausstand wird eine Wirtschafterin (Köchin) gesucht. Gute Behandlung. Dauerposten. Adresse erliegt In der Verwaltung und Geschäftsstelle Cilli, 1199-6 Verkäuferin, welche fähiq ist, eine Gemiachlwarenhandl. (Lebensmittel u. Manufaktur) zu führen wird zum sofort. Eintritt gesucht. .\ntr. an die "M. Z.«, unter "»Untersteireriu 3131 ( _____________ _ 313|-fi Anständige Hdusqehiliin wird zu guter Familie. 3 Pertiouen, t. | sofort gebucht. Zuschr. unter »Gufp Dduerötellunq (iU« an dii^ »M. Z.«.____ _ _ 31b7-() Wer bllgell aushllfsweiso? Tau-riskerstraßo 29, Marburg-n'-.iu. 3257-b Zu vermieten . Wohnung für llausmelstorleutu i frei. Anfr, Brunndort Haydn-gaese 17. 324!l-7 Zu mieten j[fesucht Arbeiterfamilie sucht Wohnung, womöglich mit C'iarton. in der Umgebung Marburgs. Zucichril-ten unter «Dringend 3254« an die M. Z.____ 3254-8 Oberschülerin (b Kl), aus gutem Hause, sucht dringend einen Kostplatz im Zentrum der Stadt Zuschr, an die M, Z. unter »3262«_____ 32t)2-8 Familie mit 2 Arbeitskräften ßucht Wohnung in der Umgehung Marburgs. Die Miete wird mit Arbeitskräften vergütet. Zuschriften unter »Arboiter>f an die M. Z. 3253-8 Ruhige Mieterin sucht Zimmer In Marburg. Unter »Eigene Bettwasche« an die M, Z. ______"3241-8 Ehepaar «ucht mübl. Zimmer ohne Bettwäsche. 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Zuschriften an die »Marburgei i Zeitung«, Cilli, unter »Drin-j gend><. 119a-J4l ülIiI unJ l.iili Mtid lür diii Jiäunliiig i'bcnsii \sic Caicia-Milcli. junjje .\luttft li'.uk'ii uciiVMÜi'n Rdl In dei _____ CMEMOSAN-UNION A-G WIEN HI-kOL&lGASSEia 23 Wohnort- und Ans« hriltände iing miisscii unsere Postbe iohet sotort dem zuslandigci ^oHl.inii jtnchf dem Veiiag neiden »Mdrbiirgei Zeituay Verlriebsribteilunq kieMman hiäUJemU 4lles=Kit\ Schreibmaschine, 4reihig, leisi schreibendes Sytitem in tad«|lo eem Zustand, tausche für tadel loses Herrenfahrrad, eine qul< Herron-.Annbdnduhr und Wert rtusgleich! Scbriltl. Anträge an die ^M. Zv(., ualci »Schrcibma fcchine.1 30Ü5-14 Wohnuntistausch Tdu&che Einzimmerwohnung in D(duweilc( fiu gieichweiUijc: dTausencl und ein Tag« eines Dichterlebens Erinnerungen an Mirza Schaffy Diaer Tage jährt vch zum 125, Male der Cehurttfag tJes Dichlen Friedrich von Boderutedl. Der ehemalige Kaufraannslehrling aus Peine trat nach einigen Universitätsjah-ren 21jährig als Erzieher in ein russisches Fürstenhaus. Von Moskau ging Bodenstedt vor hundert Jahren nach dera Kaukasus und wurde in Tifli« Lehrer. Von dort aus unternahm er Reisen durch Grusicn, Georgien und Armenien. Eid weiser Greis, Bodenstedt« Lehrer im Tatarischen, Mirza Schaffy gelieißen, gab Ihm Anlaß, seine eigenen Gedichte unter dem Titel »Die Lieder de« Mirza Schaffy« in die Welt hinauszusenden, und diesem Im Morgenland kaum bekannt gewordenen Namen im Abendlande für lange Zeit eine groüe Volkstümlichkeit zu erwerben. Erst nach Jahr-lehnten trat Bodenstedt mit seinem eigenen Namen als der schalkhafte Sänger dieser Lieder an die Öffentlichkeit Nach längerem Aufenthalt im Kauka-begab sich Bodenstedt auf die Rückreise, trieb in Italien Kunststudien, wurde Journalist in Tricst, ging nach Paris, übernahm die Schriftleitung der Weserzeitung in Bremen, wurde an den Hof des Herzogs von Coburg Gotha \md dann an den Maximilians II. in München berufen, erwarb eine Professur für Orieu-talisLik an der Universität München, hielt aber keine Vorlesung, wurde Thea-terinlendant In Meiningen, wo ihm der Herzog den Adel verlieh. Länger als ein Jahriehnt lebte er danach bei seiner Tochter im sogenannten Donnerschlöß-chen in Altona-Neumühlen, wurde 1881 nomineller Herausgeber der neugegründeten »Täglichen Rundschau« in Berlin und lockte mit seinem Nemen viele Bezieher im ganzen Reiche an. Seit 1877 aber lebte er in Wiesbaden, wo er kurz vor Vollendung «eines 73. Lebensjahres starb — in recht bescheidenen Verhältnissen, zuletzt seine Lichtbilder mit eigener Namensunterschrift an Buchhandlungen verkaufend. Sein weitaus wertvollstes Buch unter der öchier unübersehbaren Zahl seiner Schriften, »Tausend und ein Tag im Orient«, l«t eine Erzählung aus Tiflis, dlo von den Landschaftsromanen Gerstäk kers zu dem Geschichtsroman Scheffels und de«sen Nachfolgern überleitet. Er hat auch die Lieder des Hafis, Gedichte und Volkslieder der Russen und Klein-rus*en sowie die Sonette und mehrere Dramen Shakespeares verdeutscht, 1870 Kriegslieder gesungen. Das beste aber sind die zierlichen Liebes- und Trinklieder dieses welterfahrenen und weltbefahrenen Lebenskünstlers, gewiegten Reimtechnikers und Apostels der Lebensfreude. ]Vittko Das Jubiläum der Bochumcr Bühne Bei der Feier zum 25jährigen Jubiläum des Bochumer Stadttheaters und seines Intendanten, Prof. Dr. Saladln Schmitt, rühmte Reichsdramaturg Dr. Schlösser in einer festlichen Ansprache die Bedeutung dieser Bahne und ihres Meisters. „Der künstlerische Beitrag, den die Bohumer Bühne der Idee des deutschen Nationalthoaters zollte, ist uner-meDllch', sagte er und ließ dann am geistigen Aug« der Hörer noch einmal die großen Aufführungen deutscher Klassiker und der Shakespeare'schen Königsdramen — aber auch der zahlreichen Werke aus der dichterischen Gegenwart vorüberziehen, die das Theater seinem Publikum im Laufe der Jahre geschenkt hat. Auch dem Publikum galt dabei das Lob des Redners. Er nannte die Bochumer vorbildliche Theaterbesucher — trotz Bombenterrors und Luftgefahr. Nur mit einem solchen aufnahmebereiten Publikum war es möglich, große Stücke jahrzehntelang auf dem Spielplan zu halten. — Zum Schluß seiner Ansprache überbrachte der Reichsdramaturg die Glückwünsche von Reichsminlster Dr. Goebbels und bestätigte, daß der deutsche Kulturwillft ungebrochen ist und bleiben wird. Der Wiener Helmatchron'*i| Ferdinand Pfleger beging seinen 75, Geburtstag Vornehme Dame — oder Kaiserin? Deutsche Soldaten bargen vor kurzem m Saloniki eine spätantike Gewandstatue (PK) In Saloniki ist bei Erdarbeiten inmitten der Stadt von deutschen Soldaten eine spatantike Statue gefunden worden, deren Ausgrabung größte« Aufsehen unter den Wissenschaftlern und in der gesamten Öffentlichkeit hervorgerufen hat. Die Statue wurde von Wehrmachtsange-hörigen sorgsam geborgen und dieser Tage im Rahmen einer kleinen Feier dem griechischen Staat übergeben. Sie steht jetzt im Pantheon des Galerlu« in Saloniki. Die Marmorstatue ist äberlebensgroB, etwa zwei Meter hoch und fast völlig mit einem spätrömischen Gewand bedeckt, stellt also eine «ogenannte Gewandsla-tue dar. Nur der Kopf, die Haiepartie, die Hände und die Sandalen tragenden Füße sind frei gelassen. Schwere, dicke Falten bedecken den Körper. An mehreren Stellen schmiegt «ich jedoch das Gewand eng an den Leib, so daß die Körperform deutlich herausmodelMert erscheint. Besondere Sorgfalt verwandte der Plastiker auf die Bildung der Frisur, über eine Stirnrolle legt sich ein Scheltelzopf In mehreren Wellen über das Haupt und wird im Nacken bauschartiq zusammengefaßt. Bei den Ohren quellen Löckchen unter der Stirnrolle hervor. Die Frisur ist neschmackvoll und kleidet vorteilhaft daß Gecicht. Das Antlitz selbst ist rund und welch modelliert. Die einzelnen Formen fließen in leieen Schwellungen ineinander. Alle Härten des Knochengerüstes bleiben unter der weichen, beweglichen Fleicch-schicht verborgen. Im Geeicht, deeeen Augen nach ot)en gerichtet cind, dessen Mund schön geschwungen, dessen Kinn energisch iet, drückt «ich eine gewisse Koketterie aus Im übrigen läßt sein Ausdruck, nach Meinung eines Fachgelehrten, auf die Untergangsstimmung der Zeit schließen, da «ich das römische Weltreich seinem Ende n&herte, und da der Kaiser Diokletian die Christen noch einmal grausam verfolgte. Es Ist die Zeit um 300 nach unserer Zeitrechnung. In Saloniki residierte damals der römische Kaiser Galerius, an den in der Stadt vor allem der Galerius-bogen und das Pantheon erinnern. In der gleichen Zeit lebte der ^ alte Imperator Diokletian in seinem Palast zu Spitt in Dalmatien. Die beiden anderen Kaiser, unter denen das Weltreich damals aufgeteilt war, regierten in Rom und in Triers Die berühmte Trierer Porta Nigra Ist nach der neuen Staatsordnimg des Diokletian etwas später als der Galeriusbo-gen errichtet worden, Auf dem Platz, wo die Marmorstatue gefunden wurde, befand sich — bis etwa zum Jahre 500 nach unserer Zeitrechnung bezeugt — die griechische, später römische, Agora. Das war der politische und kulturelle Mittelpunkt der Stadt. Säulenhallen waren mit Standbildern vo^ nehmer Römer und Römerinnen geschmückt. So eine vornehme Dame aus höfischen Kreisen stellt auch unser Fundstück dar Vielleirht war si^ sogar eine Kaiserin. Der Schöpfer des Bildwerkes ist unbekannt. Nach fachmännischem Urteil dürfte e« sich um eine ausgesprb-chen griechische Arbeit aus der spätrömischen Zeit handeln. Der Fund ist für die arcbäolo<|lsche Wissenschaft von großer Bedeutung, weil bis jetzt verhältnismäßig wenig griechische Plastiken aus dieser späten Zeit zutage gefördert werden konnten. Schon einmal, im Jahre 1912, wurden auf dem selben Platz einige Statuen ähnlicher Art gefunden! sie 'wurden jedoch von Franzosen nach dem Louvre geschafft. Wie hebt sich davon die Haltung der deutschen Wehrmacht ab, die Im Sinne der von uns geübten* Kuiistpflege Altertümer an Ort und Stelle beläßt und sie in die Obhut des Staates gibt, auf dessen Boden sie gebildet und gefunden wurden. Uber die Agora Salonikis ist noch wenig bekannt) aber man erwartet, dafi weitere Funde, vor allem auch solche baulicher Art, bald mehr über den einst so wichtigen Mittelpunkt der Stadt erzählen werden, Die deutsche Wehrmacht bürflt dafür, daß solche Funde aufs pfleglichste behandelt und der fachmännischen Auswertung zugeführt werden. Kriegsberichter Mayerholer Kunstausstellungen im ganzen Reich Und einige im Ausland In Norden (Ostfrieslajid) stellen der junge Berliner Maler Herbert Dunkel und der Norderneyer Poppe Fol-kerts -ostfriesi^che Landschaften aus. — Eine Ausstellung Eisenacher Künstler, die diesmal Gemälde, Graphiken und Plastiken umfaßt, ist, als zweite innerhalb eine« Jahres gegenwärtig im Stadtschloß Eisenach zu sehen. In Duisburg zeigt die Städtische Kunstsammlung Handzeichnungen und Skizzenbuchblätter von Hans Werdehausen. In Schwelm wird eine Auswahl aus dem Schaffen des Gütersloher Graphikers Otto Winkelsträ-ter zur Schau geboten. In einer Ausstellung zumeist einheimischer Künstler, die der Nassauische Kunstverein in Wiesbaden veranstaltet, überwiegt die starke Farbe der Landschaften. Die neue Ausstellung im Freiburger Kunstverein erhält ihre charakteristische Note durch die zahlreichen Zeichnungen des Lübek-kers Hans Peters. Daneben sind Ölbilder von Professor W. Pauicke, Riederau, sowie Landschaften und Plastiken einiger anderer süddeutscher Künstler vertreten. Unter dem Motto »Gäste aus Schleswig-Holstein« veranstaltet der Al-brecht-Dürer-Verein in Nürnberg, gemeinsam mit Professor Dr, R. Sedimaier, Kiel, eine Ausstellung holsteinischer Maler, in deren Mittelpunkt ausgezeichnete Aquarelle von Hans Rickers und Lennore Vespermann stehen. Professor Wilhelm Petersen ist mit Kreidezeichnungen und MfSrchenillustrationen, Paul A, Weber vornehmlich mit politischen Karikaturen vertreten, während die übrigen Maler in Motiven und Ausführung vor allem Immer wieder die Weite und Tiefe der heimatlichen Landschaft spüren lassen, In der Otto-Richter-Halle zu Würzburq bietet der Mainfrönkische Kunstverein eine umfassende Auswahl aus dem Gosamtwerk des Malers Erwin Rindewald. — Steinzeichnungen und Arbeiten in Kohle und Gouache zeigt in München der Akademieprofessor Max Feldbauer, der erst kürzlich aus Anlaß seines 75. Geburtstages die Goethemedaille erhielt. Im Landesmuseum in LIn« stellen die drei anerkannten Graphikerinnen Oberdonnus, Margarete Bilger, Wilma Eckl und Margarete von Pausinger, eine Auswahl ihrer Arbeiten In einer Gemeinschaftsschau aus. Der slowakische Verteidigungsminister General Catlos eröffnete inPreßburg eine Ausstellung von Werken bildender Künst- ler im Waffenrock. An der Ausstellung sind elf Maler und vier Bildhauer beteiligt. Am Ostersonnabend ist in Marseille eine Ausstellung von kunstschaf-fenden Soldaten des Armeebereichs eröffnet worden, die in vielfältigster Technik, vom großangelegten Ölgemälde bis zum duftigen Aquarell und von der Feder- und Kohlezeichnung bis zum Scherenschnitt, vorwiegend das Gesicht der französischen Mittelmeerlandschaft, der Provence und der Küste, zeigt. Eine erstaunlich große Anzahl von Soldaten aller Dienstgrade ist auf dieser Schau vertreten, die ein neuer starker Beweis für die künstlerische Begeisterungsfähigkeit und die Reinheit des kämpferischen Willens des jungen Europa ist. Die Graphische Abteilung der Osloer Nationalgalerie kündigt eine Ausstellung von Menzel-Zeichnungen an. Unter anderem werden die Illustrationen zu den Werken Friedrichs des Großen gezeigt, die im Jahre 1882 von den Originalplat- ten Menzels gedruckt und In beschränkter Zahl veröffentlicht wurden. Die Frühjahrsausstellung des Sächsischen Kunstvereins in Dresden, die jetzt geschlossen wurde, wurde von 7500 Volksgenossen besucht. Von den rund 300 ausgestellten Gemälden, Aquarellen und graphischer» Blättern wurden 100 Werke im Gesamtwert von 65 445 RM angekauft. Das Ausstellungsprogramm des kommenden Sommers in Karlsbad wird am 1. Mai mit einer Gastausstel-"iin'i W rrter Kitn^t'c- ene' '"Viphil'« eröffnet. Im Juni wird der sudetendeutsche Maler Josef Hegenbarth anläßlich seines 60. Geburtstages einen Ausschnitt seines Schaffens zeigen, gleichzeitig wird die Ausstellung »Ein Jahrhundert deutsche Graphik 18Ö0 bis 1900« eröffnet werden. Im August wird die Jubiläumsausstellung des Metznerbundes, die am 13. Mai in Prag eröffnet wird, in Karlsbad zu sehen sein, wo ihr eine Sonderschau Egerländer Künstler angeschlossen wird. Musikalischer Lenz Vier Frühlingskonzcrtc im Grenzkreis Trifail Mit dem Wiedererwachen der Natur haben auch Musikdirektor Konrad Stekl und das Trifailer Symphoaieorchester wie alljährlich dem Lenz und der von ihm getragenen Lebensstimmung in vier Frühlingskonzerten Ausdruck verliehen, die in den Kreisorten Trifail, Edlingen und Gichtal stattfanden. Besuch und Aufnahme — überall gewohnt herzlich — waren in Edlingen sogar so stürmisch, daß das dortige Konzert wiederholt werden mußte, weil der zur Verfügung stehende Saal bedm ersten Mal die Zahl der Besucher nicht fassen konnte. Das von Musikdirektor Stekl diesmal wieder der leichteren Muse gewidmete musikalische Programm stieg darum doch nie-m,als von der Höhe des künstlerischen Wertvollen herab. Den Auftakt des Konzertes bildete Flotowe immer wieder gern gehörte, melodiös dahinrauschende Musik aus der Oper »Martha«. Das schöne »Largo« aus »Xerxes« von Händel schloß sich an. Darauf sprach »Caro mlo beai« von Giordano zu den Herzen. Das »Früh-lingserwachen« von Emanuel Bach trug nicht nur im Titel und rein musikalisch der schönen Jahreszeit Rechnung, son- dern zeigte den Sohn Johann Sebastians auch im warm sdnnJichen Wohllaut sed-nes Tonstückes als einen schon fast romantisch anmutenden Meister im Zeitalter der musikalischen Klassik. Die Wiedergabe durch die Trifailer Sympho-nüker war klangschön und reif im Ausdruck. An den Schluß de« ersten Teiles hatte Musikdirektor Stekl drei Tftnz« der Linzer Komponlstin Frieda Kern gestellt, einen »böhmischen«, einen »exotischen« und einen »Ländler«. Sie brachten das kraftvoll Zupackende der bewußt auf musiikalisches Neuland zu-steubrnden Tonsetzerin zum Ausdruck. Die Ouvertüre zum »Zigeunerbaron« und das »Perpetuum mobile« von Johann Strauß versöhnten dann auch diejenigen Zuhörer, die mit den »Linzer Weiseni Frieda Kerns nicht ganz mitgegangen waren, und diie Zustimmung steigerte sich bei den hinreißenden Walzerrhythmen der »Traumideale« von Julius Fudk I zu begeistertem Jubel. Die Musik aus I der »Lustigen Witwe« von Franz Lehar und das melodiöse »Intermezzo« von A. Czdbulka fanden ebenso gute Wiedergabe wie günstige Aufnahme. Etes in allen Darbietungen von Konrad Stekl L'ederabend JuttaGilbert Wie bereits berichtet, veranstaltet die Marburger Zweigstelle der Kameradschaft Steirischcr Künstler und Kunstfreunde am Freitag, den 28. April, um 20 Uhr, im Kinosaale einen Liederabend, den die ausgezeichnete erste lyrische Sängerin des hiesigen Stadttheaters Jutta Gilbert — mit Professor Hermann Frisch am Flügel — bestreiten wird. Die Vortragsfolge ist bei aller Gewähltheit, die sie auszeichnet, so beschaffen, daß sie niemand vor musikalische Rätsel stellt, sondern auch dem musikalisch Minderbewanderten eine Stunde willkommenster Entspannung gewährleistet. Es ist zu hoffen, daß die junge, mit Recht beliebte Künstlerin an ihrem Abend einen ansehnlichen Hörerkreis um sich scharen wird. Karten sind im Vorverkatif in der Geschäftsdienststelle des Amtes VolkbM-dung (Tegetthoffstraße lOa) erhältlich. Ein Marbur^er Komponist im Rundfunk Der Sender Wien wird am morgigen Donnerstag, den 27. April, In der Zeit von 10 bis 10,35 Uhr das Märchenspiel „Die sieben Raben" bringen, zu dem der Marburger Komponist Franz Richter, nach einem Text von Hilde Khek, die Musik geschrieben hat. Der erst drelund-zwanzigjährige Künstler, dessen am 7. Dezember 1942 in unserer Stadt abgehaltener Kompositionsabend noch in lebhafter Erinnerung ist und auch in der „Marburger Zeitung" ausführlich besprochen wurde, steht schon seit sechzehn Monaten in den Reihen der Wehrmacht. Zwei Grazer Musiker Seinen ti5, Geburtstag feiert dieser Tage der bekannte Grazer Harfenvirtuose und Komponist Nikolaus Moritz Mostler. Schon mit 14 Jahren gehörte Mostler als Eleve dem damaligen Grazer Hausregiment an und war später als Harfenist, Instruktor und Dirigent an der Laibacher Oper tätig. Nach dem Weltkriege unternahm er zahlreiche Konzertreisen, die ihn durch Deutschland, Italien und die Schweiz führten. Aus Mostlers kompositorischem Schaffen sind eine Oper, ein Konzert für Harfe und großes Orchester und die »Stei-rische Symphonie« zu erwähnen. Ebenfalls 65 Jahre alt wird der Grazer Musikschriftsteller und Schuldlrek-tor Hans Pratscher. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit ist Pratscher ein reger Mitarbeiter pädagogischer, musikpädagogischer Zeitschriften und Handbücher, Im Grazer Musikleben tritt er seit 35 Jahren führend hervor und wirkt als Musikreferent für Oper und Konzert bei der Grazer Presse. Auch als Gelger und Bratschenspleler Ist er vielfach hervorgetreten. Wiener Gäste In Leoben Unter der Führung von Emil Siegert bot die Künstlerschaft des Opernhauses der Stadt Wien In der Reihe der Kulturveranstaltungen der Stadtgemeinde Leoben fünf Vorstellungen der Donizettl-Oper »Don Pasquale*. Bei den Aufführungen wirkten das Orchester des Musikvereins Leoben und die städtische Chorgemeinschaft Leoben unter Professor Hugo Miksch mit. Die Sauerländerhi Christina Koch, die größte der lebenden deutschen Mundart-dlchterlnncn, feierte Ihren 75. Geburtstag. Der bekannle Porfratlst teo Freiherr von König ist in Tutzing am Starnberger See im Älter von 73 Jahren gestorben. mit bewährtem Können geleitete Trifailer Symphonieorchester zeigte zum Abschluß in dera straff rhythmisch dahin-flutenden bekannten und beliebten Marsch »Hoch Heidecksburg« von Rudolt Herzer seine gute Schule und Musikerziehung wiederum In vorteilhaftestem Lichte. Durch dJe vier »Frühlingskonzerte« hat das musikalisch-kulturelle Leben im Grenzkrois Trifail einen In der Erinnerung der so musikliebenden un-terstelrischen Zuhörer lange nachklingenden neuen Impuls erhalten. Werner Schultz Am fliessenden Wasser //eil im Silber lichte /lirtwternd Zieht und tingl des Bachem lydle, Coldcngrün und tiefblau ic/itmnicmt/ Kü/Jt lie flüchtig die Libelle; Und ein drittes ^ommt dazu. Eine Blüte hergcschivortimcn: Alle haben drauf im yVu fleitern Abschied tchon genommen. Und die Eiche beugt sich drüber. Schaut in Ruh das holde Treiben, Denf(t: Ihr Lieben, zieht vorüber. Ich will grünen hier und bleiben! Und ich un'erm Eschenbaum: PKai soll denn mit mir geschehen In dem reizend leichten Traum? Soll ich bleiben? Soll ich gehen? Gottfried Keller Sperlingsgasse 11 Von Fritz Fröhüng Bei den TerrorangriUcn auf Berlin wurden auch die Sperlingsgasse und das Wilhelm-liaahe-Haus, wo der Dichter 1855 die „Chronik der Sperlingsgasse" schrieb, schwer getrolien. Da oben hat er gewohnt. Der Klempnerraeister Knothe zeigt auf die abgetretene, engbrüstige Treppe, die steil in den blauen Frühlingshimmel klettert, seit die Bombe das Dachgeschoß zerschlug. ★ Sechs oder acht Schritt mag die alte Kammer in der Länge messen. Hinter den Fenstern die Jetzt mit Pappdeckein verkleidet sind, hat er gelebt :ein langer, etwaa schlacksiger Student. Hier hat er gesessen, den schmalen Kopf In die Rechte gestützt, und hat auf die Gasse gestarrt, die dämmrige Gasse, über der ieise die Schneeflock