M_129. Donnerstass am 9. 3uni 1864. Die »Lalbacher Zeitung" erscheillt, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, tUglich, und lostet sammt dm Veilagen im Comptoir ganzjährig 11 fi., halb-löhrlg 5 st. 50 lr,, mit Kreuzband im Comptoir gnnzj. 12 fi., halbj. 6 fl. Fllr die Zustellung in's HauS sind hallij. b0 lr. mchr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzj., untn Kreuzband und ge« druckt« Adresse 15 fl., haldj. ? fl. b0 lr. Inserlwn«gebühr filr emr Garmond l Spaltenzelle oder den Raum derselben, ist fllr imalige Tinschal« tung 6 lr., fllr 2malige 8 tr., fllr 3malige 10 lr. u. s. w. In diesen Gebühren ist noch der Insertions»Stempel per 30 tr. für eine jedesmalige Einschaltung hinzn zn «chnen. Inserate bie 10 Zeilen losten 1 si. «0 tr. für 5 «al, 1 si. 40 lr. fllr 2 Mal und 90 kr. für 1 Mal (mit Inbegriff be« InserttonSstempels). Milchn Theil, s3e. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller« höchster EntschlieLnng vom 3, Juni d. I. dtn Ti» tularbofrath der königl. ungarischen Hofkanzlei Nudolf von Eckstein, den Titular.Hofralh und kön, ungar. Stalthaücreirath Adolf Ritter von Dobrzanszky. den Administrator des Szabolcser Komitates Johann Szabc» von Vürad. und den Beisitzer der k. Ge> richtstafel in Pcst Georg von P«'»pa zn wirklichen Hofräthen nnd Referendaren, und zwar die beiden Letzteren st fran» zösische nnd dnrch den Tod eines seiner glorreichsten und heiligsten Könige geweihte Erde anSgcswckt babe, Die «Palrie» scheint darin nur die einzige Ncttnng ge« gen die.Gefahren zu sehen, welche die Christen in Tunis bedrohen. Feuilleton. Bilder aus dem Thierleben im Meere. Das Meer ist die größte Grabstätte, aber auch der unerschöpflichste und erfindlmgöreichstc LebcnSqnell, Es bringt dic gewaltigsten Riesen hervor, damit sie in ihm scherzen. u»d gewährt Myriaden von kleinen Wesen ein stillcs. verborgenes Dasein. Zahlreicher uoch als di» Vogel unter dem Himmel schwimmen ble Fische, bald oben im Sonncnstrahlc spielend, bald d zerstörend hinrollen, bis in die ewig finstern, ^lle,! ^icfs,i hinunter. woselbst auch dcr wüthcndste ^tnrm dic Nuhc nicht mehr anzutasten vermag. An einem Tclcgrapbenstrange, der zwei Jahre ""g 9000 Fliß tief im Mittclmccre gelegen halte, saßen Würmer, alS man ihn heraufzog. Wenn man feinmaschige Netze an eisernen Rahmen in die Tiefe sinken läßt und eine Strecke weit am Grunde hin-zieht, so wird man sie selten ohne Würmer in die Hohe zitlien. wohl niemals, wenn sich der Nehbeutel mit dunklem Moder gefüllt hat. Auf den ersten Blick scheint eiu solcher tlufhub ohne alles Leben zu sein; allein wenn die schwarze Masse in eingetauchlen Sieben abgeschüttelt wild. so kommen die Thiere zum Vorschein und zwar znweilen in solcher Menge, daß man sie am bequemsten und schnellsten mit Hornlöffcln schöpft, um sie in den be» reitstehenden Gefäßen unterzubriugen. Manche Wür> mer kriechen dann nackt im Behälter herum! viele sind in unscheinbaren Röhren verborgen, in welchen ein Unkundiger kaum Leben vermullicn würde. Liegen sie aber einige Zeit in ruhigem Wasser, so strecken sich die scheuen Thiere hervor und entfallen oft uner» wartete Schönheiten. Außerordentlich wnrmrcich sind die stachen Strande der Nordsee«Küsten. Da liegen dicht neben einander zahllose Häufchen von Sandschnürcn. die ein darnn» tcr sitzender Wurm. dcr Pier. ansstößt. nachdem er die mit dcn Sandlörnchen gcmischlen nahrhaften Mo« dcrstoffe verdanct hat. Der Pier ist aber nur einer aus der artenreichsten Familie dcr schlanken, borstigen Ringclil'ürmer. die den Sand bevölkern, Ueberall auf dcn Watten vor dcr Elbmündnng trifft man, wo man auch cmgraben mag. auf solche Geschöpfe, die sich eiligst in die Tiefe zurückziehen, sobald ihre Ruhe gcslört w>r,d. Durch diese unterirdisch untcrmccrische Lebens' weise empfehlen sich viele Würmer nicht zur Belebung der Aqnarien. obgleich ihre schlanken Gestalten. be< benden Schlängelniigen und schönen Farben oft rei» zend anzusehen sind. Für das Aquarium rignen sich besonders Röhrenwürmer, die ihren Kopfzieralh vor der Thüre ihrer bescheidenen Wohnung still ausbrei» ten. Wundervoll thnt dieß der Fächerwurm. der seine langen fadenförmigen Kiemen in Spiralgängcn entfaltet. Halt er sie auch gewöhnlich ruhig, so dreht er sie doch zuweilen hier» und dorthin, als wollte er ihre Pracht uon allen Seiten zeigen. Die Kalkröh. renwürmcr zeigen ihren Schmuck wcuiger auffallend. Ihre Kiemen sind kürzere Fäden und treten in zwcl Büscheln auS der Röhre; sie sind aber oft lcbbaft roth oder zart blau und weiß gefärbt. Neben diesen Büscheln tritt stets ein trichterförmiger Körper aus der Wohnung, der sie augenblicklich schüßcnd verschließt, sobald sich der scheue Wurm zurückgeht, wozu ihn die leiseste Berührung seiner Röbre oder cineS der ausgestreckten Kicmenfäden veranlassen kann. Die Fähigkeit, sich pfeilschnell in lbrcr Wobnung zu ver-vergen. verdanken die Rmgelirürnilr ihren vielen bor» stigeu Füßen, die sich an die Wand der Röbrc an» haken oder anstammen. um deu arbeitenden Muskeln feste Punkte zu schaffeu. Die Füße der Würmer sind nicht in Glieder ge-tbcilt, wie bei den Insekten und Krebsen, sondern sind nur kleine Höcker oder Plaltchcn an den Seiten der Ringel, woraus der ganze Leib zusammengereimt ist. In diesen slccken die beweglichsten Borsten, die. wie erst starke Vergrößerungsgläser zeigen, auf's Beste für ihre Arbeit eingerichtet sind. Oft tragen sic cinc kleine Sichel am Ende, oft sind an einer ihrcr Kanten feine Zähnchcn. wie bei Sägen, cingcschnitlcn. oder beide Seiten sind mit Widcrbäckchcn bewaffnet: Alles zum Eindringen und Festhalten vortrefflich geeignet. Sind auch für diese Werkzeuge bälifig eigene kleine Muskeln als lebendige Arbeiier angestellt, die sie hinausstoßen, wenden und wieder einziehen, so liegen die wichtigsten Bcwcgnngskräftc doch in den MuSkeln unter der Obcrbaut. welche die Eingeweide des Wurmes gleich einem Schlauche umhüllen. Diese Muskeln bestehen auS Fasern von zwei verschiedenen 5R4 Auslaud. Frankfurt. Dem Vernehmen nach haben in der am 2, Juni stattgehabten Bundcstagssitznng die vereinigten Ausschüsse den Antrag gestellt, daß ihnen die Leitung deS Geschäftsverkehrs zwischen dem Bunde und seinem Bevollmächtigten übertragen werde. Für die Fälle mangelnden Einverständnisses in den Ausschüssen ist die Bcrnfnng an die Bundesversammlung uorbcbaltcn. Ueber diesen Antrag soll in der nach» stcn Sitznng abgestimmt werden. -^ Der Beschlnß wegen des Scc°Aliöfnhrverbo!cö für Krlegsmunition ist fast einstimmig gefaßt worden, indem nnr der Ge> sandte dcr 17. Knrie noch obnc Instruktion war und sich deßhalb das Protokoll offen hielt. Paris, 4. Inni. Zwar behauptet «3a France", die mncsten Nachrichten aus Algerien ließen voraus-srhcn, daß man dcn Aufstand binnen Knrzcm werde unterdrücken l'önncn; in der That aber ist auch aus dcn offiziellci' Berichten nur so viel ersichtlich, daß wieder neue Slämme von den Franzosen abgefallen sind und daß dcr Aufstand im Znnehmen begriffen ist. Die Erfolge, welche die Generale Iussuss und De-ligm) erfochten l'aben sollen, beschränken sich darauf, daß dic rebellischen Stämme vor ihnen in das Berg-land zurückgewichen sind, welches dem Kzel parallel läuft. Via jctzt haben wenigstens die tunesischen In» surgcntcn noch keinen Angriff gegen die Grenze von Algerien gemacht. Sollle dieser Fall einmal eintre» ten, so würden noch bcdcnlcnde Trnppcnscndnngcn nach Algerien nothwendig, und der Umstand, daß die in Algeriens Schule erzogene Fremdenlegion im fernen Mexiko wcilt, noch bitterer beklagt werden, denn jetzt. London, 7. Juni. In der heutigen Nacht« sitznng dcS Unterhauses erwiderte Lord Palmerston auf cinc Interpellation Osborne's: Der Tag der nächsten Konfercnzsitznng sei noch nicht festgesetzt, weil die Bevollmächtigten Instruktionen erwarten; ohne Zweifel werde die Konferenz noch vor dem 12. wieder Sitzung halten. Es sei guter Grnnd vorhanden, zn hoffen, daß sodann eine Verlängerung dcr Waffen« ruhe erzielt werden wird, was bisher nicht gelang. Oüborne, Lennor, Disraeli nnd Fitzgerald klagen die Nrgicrung an. daß sie dem Parlamente die Vor» gange auf dcr Konferenz verheimliche, während aus-wärüge Ionrnalc dieselben mittheilen; die Regierung habe die Konfercng angeblich zur Grhalnmg dcs Lon-doncr Traktates berufen, dieser werde alier geopfert. Lord Palmcrston erklärt, Enthüllungen über dle Koir« ferenz scicn vorerst pstichtwidrig. — Dic Auswanderung der Tschcrkesscn in die Türkei wurde in del englischen Oberhaussitzung vom 2. Juni von Lord Stralfort de Nedcl,ffe znr Sprache gebracht, rcr an den Staatssekretär des Auswärtigen die Anfrage stellte, ob derselbe Näheres über diese traurigen nnd peinlichen Ereignisse mitlheilcn könne; vor Allem, ob die russische Regierung etwas znr Lin-dernng der durch ihre Politik verursachten Leiden ge-lhan und wie die Negierung des Sultans sich in dieser Sache benommen habe. Earl Nnsscl sagt, er werde die Verichtc. die ihm aus dem Orient zukom-men dürften, dem Hanse bereitwillig vorlegen. Dlc Einzelnhcitcn seien sehr peinlicher Art, nnb er fürchie, es s,i eine große Barbarei begangen worden, Aus Alcxandrien laufen Nachrichten ein über die militärische Mission, welche Frankreich hier durch mehrere seiner tüchtigsten Offiziere nnter der Leitung des Generals Princetcan dnrchfübren läßt. Diese Thätigkeit hat in der letzten Zeit linen noch lebhafteren Antrieb erhalten. Man trifft Vorkehrungen für die Sicherheit der egyplischen Küste, und der Kriegsml-nister Ismail Pascha Fcrik ist mit dem General Prln» cetean nnd dessen Stab nach Damlcttc abgereist, um von dort aus die Küste bis uach Alcxandricn zn in-spiziren uud die nötbigen Erbebnngen bezüglich ihrer Bcfcstignng zu macheu. Die schon vorhandenen Forti» fikaiioncn sollen erhalten und,verstärkt nnd neue anS« geführt werden. Die großen VertheidignngSmaßregeln, die am Bosporus nnd den Dardanellen betrieben werden, sollen auch anf dic cgyptischc Küste ausge» dehnt werden lind zwar nntcr Leitung französischer Offiziere. Der Vizelönig scheint anf dem besten Fuüe mit dcr hohen Pforte zn stehen; andererseits aber anch mit Frankreich, welches jener jetzt in Tunis so schroff gca/nüberstebt, Nachrichten aus New-Pork zufolge haben die Unionistcn den Sekretär Vidanrris in Brownöuillc verhaftet nnd den mexikanischen Behörde» anSgclic. fn't. Daö «Mem diplom." dringt Meldungen ans Mmko vom 29. April, anS welchen hervorgeht, daß die Hausoffizicre des Kaisers uud dcr Kaiserin da» selbst angekommen waren. Die kaiserlichen Gemächer sind bereits möblirt und tapeziert, die Toilette, welche die Damen Mexiko's dcr Kaiserin anl'ietcn, ist nahezu fertig und wird eine künstlerische Arbeit von seltener Art sein. Die Lokalitäten des Ministeriums dcs In« nern und des Aeußern sino geräumt wordeu, un« von dem kaiserlichen HanSpcrsonale bewohnt zri werden. Man hat weder im Palaste, noch im Schlosse Cha> pnltcpec große Veränderungen vorgenommen, weil der Kaiser den Wunsch geäußert hat. er möchte selbst die nöthigen Aendernngen angeben. Bis jetzt habc» (i.445.564 Einwohner ihren Beilritt zum Kaiserreichs erklärt; da das ganze Ncich nach einer >m Iabre 1862 stattgefundcnen statistischen Aufnabme 8.029,982 Einwohner zählt, so wären noch 2.184.418 Einwob« ncr mit der Beltrillöevk!ärii»ii zlnücl, Dic Regent« schaft Yat das französische DccimalsyNcm mit Zu» grundclcgung der nationalen Piaster cingcfübrt. Lokal- und PrmnM-Mchnchlcn. Laibach, 9. Juni. Gestern Nachmittags gegen 2'^ Uhr wnrde hier eine wellenförmig? von Norren nach Südcn gehende Erderschütternng verspürt, welcher um 3',, Uhr eine zweite, aber viel schwächere folgte. — Vorgestern Abend wurde hi,r ein Mann aus Richtungen. Die änßeren ziehen ringartig um den Leib, die inneren lanfcn dcr Länge unter den Ring« fasern hin. AnS dcr Richtung und Lage der Mnskel-fasern kann man immer auf ihre Thätigkeit schließen. Wenn sich die ringförmigen Fasern verkürzen, so wird der Ring, den sie bilden, kleiner. Sie machen also den Körper schlanker und länger. Die Längsfasern bewirken das Gegentheil. Sie verkürzen den Leib und machen ihn dicker. Ziehen sie sich nur an eiuer Seite nud auf einmal nur wenige Ringel entlang znsammcn, so krümmen sie dcn Körper. Spielen sie diese Thätigkeit im raschen Wechsel bald an der lin. ken, bald an der rechten Seite ab. so versetzen sie dadurch len schlanken Leib in schöne schlangelnde Vc. wegnngen. Würmer, Krebse nnd Insekten bilden eine anf. steigende Reihe thierischer Gestalten, in welchen die Ungleichheit zwischen den ringförmigen Leibcsabschnitten innncr größer wird. Und an diese Veränderungen der Formen knüpfen sich auch andere Verlheilnngcn dcr Thätigkeiten. Im Wnrme thnn alle Glieder Gleiches; im Krebse ist ihre Arbeit schon unähnlicher, im Insekt aber am meisten verschieden; hier ist die Theilung dcr Arbeit weiter gediehen als bei jeder anderen Ningelthicrllasse, und deßbalb nennen wir sie vollkommenere Thiere, als die Krebse nnd Würmer sind. Für die Nöhrenwürmcr hat die Geschmeidigkeit ihres Körpers wenig Werth; denn sie benutzen sie selten, sondern halten sich gcwöbnlich rnbig in ihrem Hause, das ihr eigener Bau ist. Das Material desselben liefern sie entweder gänzlich selbst, indem sie schleimige Stoffe absondern, die zn einer Hülle erstarren, odcr sie verwenden ihren Schleim als Mörtel und verbinden dadnrch Sandkörner, Muschelbrocken oder Schlammlhcilchcn zn haltbaren Röhren. Wenn sie wachsen, so verlängern sie das vordere Ende ihrer Nöhre und wird diese irgendwo beschädigt, so bessern sie den Schaden mit dem gewöhnlichen Baumaterial bald wieder aus. . Einen sehr zierlichen Bau bereiten sich die K3. cherwürmer. Er hat die Form einer engen Düte, ist oben und unten offen uno besteht aus lanter ausgesuchten, gleich großen Sanokörnchen, die vom dünnen Ende an schichlenweise aufeinander gefügt sind. Dcr Erbauer und Bewohner ist am Kl'pfe mit Borsten geschmückt, die wie das reinste Gold glänzen. Bewunderer der schönen Falben tiefwohnender Seethiere, fragen oft: Für weu ist diese Pracht ge< schaffen? Allein sie ist in der lichtlosen Tiefe gar nicht vorhanden, sonder,, sie entsteht erst i» unserm Lichtreich, wenn sic das lebendige Auge aufnimmt, und der genießenden Seele zuführt. Es gibt Würmer, die keine Füße, keine Borsten und Häckchtn zum schnellen Kriechen besitzen, sondern die an jedem Ende ihres Körpers cinc Scheibe tra. gen. womit sie sich wechselweise ansaugen, wenn sie fortschreiten wollen. So sind die Blutegel in dcn Sümpfen und andere geringelte Würmer ausgeführt, die auf Fischen sitzend, Blut sangen. Viele Emgc. weidewürmcr tragen an ihrem Kopfe spitze Häkchen, womit sie in Haut und Fleisch einbohren, um sich festzuhalten oder sich einen Weg für ihre Wanderungen im lebendigen Leibe anderer Thiere zn bahnen. Eine Gruppe von Plaltwürmern. von denen einige kleine Arten im süßen Wasser leben, die meisten aber den schlammigen Seeboden bewohnen, sind ganz und gar mit dichlstehcnden Härchen besetzt, die unaus« gesetzt hin- nnd herschwlna.cn. Diese Bewegung er-regt, wenn man sie durch daS Mikroskop betrachtet, eine ähnliche Empfindung, wie der rasche Lichtwechsel, den man Flimmern nennt. Daher heißen auch jene Härchen Flimmerhärchcn. Ibrc Schwingungen gc< schehen odnc den Willen des Thieres nnd daucrn anch auf abgelösten Hauptstückchen noch einige Zeit fort. Von den Bewegungen, die das bloße Auge ü»erschant, Zirknitz gesanglich eingezogen, welcher falsche Zehn, Gnldcnnoten veranSgabtc. Man s>>d bci ihm noch mchrcrc dieser Falsifikate. — Beim Stadlmagistratc fanden im Monate Mai 40 lokalpolizciliche Amtshandlungen Statt, darun-ler 1 Flcischkonfiskation, 5 Konfiskationen von Wagen und Maßcn, 2 wcgcn Uebertretung dcr Saniläls-Vorschriften, 8 wegen Uebertrctnng dcr Reinlichkcitö-vorschriften, 3 wegen Beschädigung städtischen Eigenthums uud 3 wegen Passagestörnng. — In Villach war für den 3. b. M. eiü Ver« gnügungszng auf der ueuen Eisenbahn nach Klagen-surt beabsichtigt worden, welcher adcr wegcn Mangel an Theilnahme nicht zn Stande kam. — Unweit des V>llachcr Bahnhofes wnrde vorigen Samstag durch dcn Abends gegen 8 Ubr in Villach ankommenden Lastcnzng ein Knecht gelobtet. In unbegreiflicher Verblendung wollte derselbe anf die Maschine des langsam hcranfahrcnden Zuges anf. Neigen, wurde jrdoch von den Rädern der' Maschine erfaßt, nnd am Boden fortgeschleift. Als der Maschi. ncnführcr dcn Unglücklichen bemerkte, hielt er alls» gll ich die Lokomotive an, doch es war zn spät, nur als Leiche fonnle der Unvorsichtige in dc» Bahnhof gebracht werden, — Für das bevorstehende Sängcrfest in Kla« geufurt wurden, wie die «Klagf. Ztg.« meldet, bis jetzt (einschließlich eines Beitrages des dortigen Ge-meinderatbcs) 1808 ft gespendet, nnd 200 Quartiere für dic Sänqer angemeldet. — AnS Klagenflirt schreibt man dcr «Tgpst.«, daß daselbst für daS zu Peter und Paul stallfiudende Sängerfest die Opcr «das Nachtlager in Granada" zur Aufführung gelangen soll. Die Proben zu dieser Opcr, bei welcher Mitglieder deS Mä>inergesangs< vercines und viele Damen ans den distingnirtcstcn Familien von Klagcnfnrt theilnchm-n werden, leitet dcr dcn Grazcr Musikfreunden woblbckannte Klavier. Virtuose Herr Decker, gegenwärtig Chormcistcr deS dortigen Gesangvereins. — Der „Tgpst." wird anS Wien geschrieben, daß Herr Zangg mit Einer der bervorragcndsten Ka< pazilälen Norddrutschlandö. mit Herrn Lothar Äncher. für die Reaktion der «Presse- in Verhandlungen getreten ist. Es wäre das in vielen Bcziehuugen gewiß eine glänzende Acquisition — sowohl was Cha« rakter als was Talent anbelangt. Wiener Nachrichten. Wien, 8. Juni. Der österreichische Gcneralkonsnl in Paris. Nitler v. Schwarz, ist gcstcrn hier eingetroffen nnd wird seine Anknnft in unterrichteten Kreisen mit dcr bevor« stehenden Ernennung cincs Handelsministrrs in Ver« bindnng gcbracht. — Wic die »Korr. Elpr." meldet. trifft der König von Preußen am 20. d. Geschäftsbericht. Laibach, 8 Juni. Anf dem heutigcu Markte sind erschienen: 20 Wagen mit Getreide. 4 Vagen mit Heu uud Stroh. 42 Wagen und 5 Schiffe mit Holz, uud 19 Mehen Erdäpfel. (Wochenmarkt. Preif e.) Weizen pr. Mrpen fl. 5.33 (Magazins. Preis fi. 5.74); Korn fi. 3.K» (Mgz. Pr. ft. 3,50); Gerste fi -.- (Mgz. Pr ft, 3 25); Hafer fi. 2 10 (Mgz. Pr. ft. 2.42); Halbsrucht ft.—.— (MgzPr. ft. 3.92); Heiden fi. 2 90 (Mgz.Pr. fi.2.77); Hirse ft. 3.35 (Mgz. Pr. ft. 3,27); Kukuruh ft. —.— (Mgz. Pr. ft. 3.69); Erdäpfel ft. 2.80 (Mgz. Pr. ft.--); nuscu ft, 4.20 (Mgz. Pr. ft.--------); Erbsen st. 4.50 (Mgz. Pr. fl. —.—); Fisolen ft. 4.W (Mgz. Pr. ft. —.—); Niudsschmalz pr. Pfnnd kr. 50, Schweineschmalz kr. 40; Speck, frisch kr, 39. dctw geräuchert kr. 43; Vntler kr. 45; Eier pr. Stück kr. 1; Milch (ordinär) pr. Maß kr. 10; Niudfteisch pr. Pfnnd kr. 18—22, Kalbfleisch kr. 19. Schweine« ficisch kr. 23, Schöpsenfleisch kr. 14; Hähndcl pr. Stück kr. 25, Tanbcu kr. 14; Heu pr, Ztr. ss. 1.10 biö ss. 1.50. Stroh kr. 75—90; Holz, hartes 30", pr. Klafter ft. 8.— , dctto weiches fl. 6.— ; Wein (Mgz. Pr.) rother nnd weißer. pr. Eimer von ft, 10 bis 15. (Mit Einrechnuug der Vcrzchrnngssteuer). Ehemann ärgert jeht nicht die Fliege an der Wand, sodcrn die Fliege am Bnseu seiner Frau, denn die Flügeldecken verbergen nicht immer bloß die Vilder voi, Verwandten und Freundinnen, sondern zuweilen Ullch das cincs ^icbhaberS. Wenn sann der ligltime Gatte das Insekt genauer betrachtet, findet er plötzlich einen Nebenbuhler in oM^io. Die Hausfiiegcn sind Weniger unangenehm als die Hausfreunde. Eine vou diesen Fliegengcschichten ist fast unter meinen Augen passirt. Fräulein Adeline u. E. war erst seit cinigen Wochen aus dcr Pension in daS elterliche Hans zurückgekehrt, nach dem allgemeinen Volksglauben also noch über und über unbefangen. Eines Tages gewahrte die Mutter Adelineus an dem jungfräulichen Vnscn ihrer Tochter eine goldene Flieg,. 3ch muß bemerken. daß Frau u. E nur gerade so "lt ist. um Müller ihrer Tochter scin zu lönneu, sie zahlt 33 Jahre. Adeline sechszcbn. Mutter und Tochter standen also iu dem Verhältniß, wo die eine "st die Nebenbuhlerin der anderen wird. Ich l'abe dabei natürlich uur Frankreich, speziell ""ris, im Auge; in Deutschland, wo die Damen keine siegen tragen, liebt jede Frau nur den Vater ihrer "inder. Frau v. C.. bekannt mit dem Mechanismus ^eser Art Fliegen, bat sich die Bijouterie zur Besich. ^aung «us. Adeline reichte zögernd das goldene In< '/lt hin. Nachdem Frau u. C. die Flügelthüren ge-öffnet, erblickte sie ein Heiligenbild. Es war ein allllllcbsteö kleines Miniatur»Gemälde. Frau v. C. war betroffen, aber aus einem an. "len Grunde, als Sie glauben. Die Aureole, das weile Gewand, und ein Erucifir in der Hand ausge« ^wttn. erinnerte nichts an einen Heiligen. Haar und Balt, das Auge und der ganze Ausdruck deS Gesichts waren überaus weltlich. „Wen stellt daS Vild oar?" ftagte die Mutler mit blihendem Auge. «Den heiligen Cyprian," «Ein schöner Cyprian", war die spöttische Antwort, „seit wann tragen die Heiligen einen Rcmri (Mtro?!' «Es ist ein Scheinheiliger. M. Oyprian Berlin." »Wie konntest Du dielen Manu lieben, er ist arm lind--------" «Du liebst ihn l" c",ch, Mama, ich snh kürzlich sein Vild iu Deiner Vroche." «WaS sagst Du?" «Vergib mir, Mama, uud erfülle mir eine Bitte: Dn hast Herrn Vcrtin nicht im Heiügengewande. sondern in moderner Tracht, uimm Dir oen heiligen Cyptian und gib mir Monsieur Vertln". .... Frau o. C. erröthete ein wenig. «Kk dilm, wir wollen tauschen, gib mir den Heiligen!" «Und Du wirst Papa bestimmen, daß er mlr auch das Original gibt, n'08l>, C. ucrwlmdcrle sich außerordentlich über diesen «Zufall" und belächelte die Grille seiuer Frau, den Schwiegersohn als Helligeu zu verehren. Da ihm aber diese Verehrung weit lieber ist, als jede andere, so beguügt er sich mit dem Lächeln, Der Herzog von Malakoff ist todt. doch die zabl« losen Aneldolen von ihm leben fort Pelissier war unstreitig der gröbste Mann im heutigen Frankreich, nnd in seinen boshaften Sotliseu. die er Unlergo benen sagte, unübertroffen, Selbst einem gewissen deutschen Laudeövater hatte Pelissier entschieden den Nang abgelaufen. Aber einmal fand er doch seine» Meister, und zwar in einem Gassenkebrer. Pelissier. damals noch Oberst, gerieth mit dem Mann in Slreit. well dieser ihm nicht ansgewicheu. Beioe Pmteien sagten sich unglaubliche Artigkeiten, und Pel,ssier, der staunend erkannte, daß die Zunge und der schlagfer-lige grobe Humor dieses Menschen ihm gewachsen sei, wollte die Debatte durch einen Schlag mit dcr Reit» pcilsche beenden. Allein der Gassenkehrer kam ibm zuvor, und leerte ihm etwas über den Kl'pf, das ma» nicht gerne nalier bezeichnet — Pelissier selbst meinte, cr sei oaM ä'mw «meiotw gewesen. Unterdessen war die Wache gekommen, nnd Pelissier schrie unter seiner fatalen Bürde: »Arretirt mir den Keil; dcr nnlß bei mir bleiben, denn zwei solche Grobiane geboren znsammen." Der Mann ward Pclissier'S Diener, später Kammerdiener, und hat jeht traurig an sciucm Sarge gestanden. Er ist vielleicht der einzige Mensch, dcr über den Tod des Herzogs uon Malakvff weinte. Er wird nie wieder solche klassische Grobheit hören, wie ans dem Muude des Verstorbenen, und in seiner Stellnng kann er ohne Gefahr das eigene Talcut nicht immer ausüben. Armer Mann. er stirbt viel» leicht ebenfalls bald. weil er ric gewohnte Grobheit entbehren muß. Verantwortlicher Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag von Ignaz v. Kleinmayr st Fedor Bamberg in Laibach. 5R6 ^ll^Nli^Ns!^ Staatsfonds kaum unvcrändeit. GMüdelitlastungS-Obli^itione» fcst. Lose um '/,«, blS ',,"/, billiger, ssnditlost begehrt; Credit-^ticn, Acticn der anglo-österreichischeN 6^ ^' g^ie,» ^""k ""^ ^1"lweisc auch die Actien der jungen Vahncn um '/, bis 1 fl. »mttcr, Nurdbahn-Vlctim abcr um circa '/,°°/o höher. Wechsel aus fremde Plätze und Comptanteu den 7, ^u»l. zui gestrigen Notiz m. 200 ss. . 156.50 157.— Theißbahn-Aklicii zu 200fl.C. M. »,. 140 fi. (70"/,) Einzahlung 149.— —.— Pfandbriefe (für 100 ff.) National-. 10jährige v. I. bans auf > 1857 zu . 5°/<. 101.- 101.20 C. M. ) v.rlo^aie 5 „ 90.50 90.75 National!', auf ö. W verlosb. 5 .. 86.30 86.50 Ungarische Vodcn-K>cditlAnsialt zu 5'/, pCt.....85.50 86.— Vose (pr. Stück.) Kred.-Nustalt für Handel u. Gew. zu 100 fl. öst. W. ... 131.50 131.75 Dl,'n.-Dmpfsch.-G.zu 100fl.CM. 88.— 89.— Stadtgcm. Ofen „ 40 „ ö. W. 28.50 29.— Werhazy „ 40 „ (5.M. 98.— 100.— Salm__________ 31.75 Geld Waare Palff,) zu 40 fl. CM. . 29.25 29.75 Clery „ 40 ., ,. . 28.— 28.50 St. (Ycin'iS ., 40 ,, „ . 29.25 29.75 WindisclMal) „ 20 „ „ . 18.50 19.- Waldsiein „ 20 „ „ . 19.50 20.— Keglcvich „ 10 „ „ . 12.50 13.— Wechsel. 3 Monate. Veld Waare Augsburg für 100 fl. südd. W. 96.60 96,80 Frankfurt a.M. 100 fl. bctto 96.70 96.85 Hamburg, für 100 Marl Äanco 85.75 86.— London für 10 Pf. Sterling . 114.15 114.50 Paris, fin 100 Franks . . . 45.30 45.40 Vouvs der Gcldsorten. Geld Waare K. Münz-Dukaten 5 ,1. 45 kr. 5 fl. 46 Nlr. Kronen . . . 15 „ 75 „ 15 „ 78 „ Napoleonsd'or . 9 „ 18 „ 9 19 Rufs. Imperials. 9 „ 41 „ 9 „ 42 '/, VcreinSthaler . 1 „ 70j„ 1 „ 71 „ Silber . . 113 .. 60 „ 113 ,. 80 ,. Telegraphische Effekten- und Wechsel-Kurse an der k. k. öffentlichen Börse in Wien den 8. Juni 1864. 5°/« M.talliquea 72.90 1860-er Anleihe 96.40 5°/, Nat.-VInlch. 80,35 Silber . . . 113.50 Banlasti'e» . 789. London . . 114 25 Krcditalticn . 195.10 K. k. Dukaten 5.44'/., Lottoziehung vom 8. Juni. Trieft: 2» tt» 24 Utt 88 Fremden-Anzeige. Dm 7. Juni. Stadt Wien. Die Herren: Kustrcba, Handelsagent, und EtraßiMy, Privat, von Wicn. — Vcmdetti vo» Gra; — Fajcnz, Nlalitätenbesi^cr, von Stsi» — Äraidich, Reaütäteübcsifter, von Scnosetsch, — Wilchc», Realitäteiibesi^cr, von Oplotnii). — Die Frauen: Kuchler, OffizierS-Witwc, vun Graz. — Weoer Von O!ö,z. Glephallt. Die Hcrrcn: v. Flchtcnau, Poslineistcr. von Ncusiadtl, — Äedcü'vich. Gutsbesitzer, auS Cioa-tie». — Dolleiiz, Gutsbesitzer, von Triest. — Mifchil) vou Montpreiö. — Gadner, Gcschäftö" sichrer, von NeuiNlirltl. Wilder Mau«. Die Herren : Ccrvellmi, s. s. Inspektor der Haftu-Polizei, und Dr. Ossacio, ?lrzt, von Trieft. — Dr. Gregr von Prag. Vaierischer Hof. Die Herrcn: Klmider von Villach. — Masi. Pferdehändler, von LaaS. — Masi, Handelsmann, von Oblas. Mohren. Herr Khiitl, Ciftübalmbcamte, von Nien. (1096—2) Nr. 3805. 2. u. 3. erek. Feilbietung. Nachrrm zn der mit dcm dlcßgcricht-lichc» Vlschcid? uom 26. Febrnar d. I., Z. 1426. in der ErtkutioliSsachc des Anlon Slrochcn'schcn Uniuelsalerbeil, qe» gen Mmhmö Äoliizl). p^lu. 105ft. o.«. c. bemlUlgteu, aus dei, 23. Mai l. I. allgcordnetell ersten Feilbietlillgslagsaz-zn»g kci„ Kanftnstiger erschien, hat es bei der. auf den 21. Juni und 20. InIi l«. I. angeordneten zweitrn und drittm Feil-dielniig mit dem vorigen Aichmigc seil' Vcrbleidcn. K. k. städt. deleg. Vczirlsgericht Neu-Nadll drn 24. Mai 1864. (1095—3) Nr. 3836. Kuratelsverhängung. Vom l. k. städt. dcltg. Vczittsge-tichle zu Neustndll wird bekannt gemacht, daß das hochlöbliche k. k. Kreisgerichi zn Neustadt! mit drm dohe» Erlliffc uoiü 17. Mai 1864, Z. 930. dcn Fsauz Gtis woda von Nütrrlakmlm'y ivegln Vcr< ichwendulig unter Kuratel zu sehcu bl-funden hal'e, nnt» daß demselben Johann Pckcß von Iurendolf als Kurator bestellt lvuroe. ss. k. städt. deleg. Äszirkögtricht Nel» stadtl den 27. Mai 1864. (1088—3) ^ ......... Mschlierkauf. Im Kramgewölbe Haus-Nr. 20 am alten Markt wird reine Herrschaft Kaltenbrunuer Milch verkauft._________ (677—6) M^ !^ EnlhalllUllgömittcl /^ i> Flacon fl. 2. l tt. ? <^RHs^ entfernt ohne jedenSchmerž! ^>V^. oder Nachtheil selbst von zartesten Hautstellcü ^!^B^DWWD>Haare, die man zu l'csri« ti^en wünscht. Die bei dein schöneü Ge>° schlecht bisweilen vorkommenden Varlspl,-ren, zlisamlnen^ewachsenen An^cnbraiien, tiefes Echcitelh^iar werden dadurch binnen lk Minuten beseitiget. KMonest ist von dem königl. preuß. Ministerium für Mcdizinal'Angelegenheilcn geprüft nnd besitzt die Eigenschaft, der Haut ihre jugendliche Frische wiederzugeben nnd alle Hant-Ünreinigkellen, als: Sommersprossen, Leberflecke, zurückgebliebene Pockenflecke, Finnen, trockene und feuchte Flechten, so wie Nöthe auf der Nase (welche entweder Frost oder Scharfe gebildet hat) nnd gelbe Haut zu entfernen. l5s wird für die Wirkung, welche binnen 14 Tagen erfolgt, garantirt und zahlen wir bei Nichl° erfolg den Betrag !'<.'l<>ui-. Preis j'M g"»ze Flasche fi. 2.60. Fabrik von Nöthe äc Comp., Kom-mandantenstrasse 31. Die Niederlage für Laib ach befindet sich bei Hrn. Albert Trinker, Hauptplatz Nr. 239. U^7 Kokal-Beränderung. Das bisher am Hauptplah, Heimann'sches Haus, befindliche Fabriks-Comptoir befindet sich feit R.Mai R864 im Fabriksgebände, St. Peters-Vorstadt Vtr. 83. (1079-3) I. A. VgllMl K CllMP. (1106—2) Nr. 1967. 3. Real- und Mobilar-Feilbictlmg. Mit Aezng auf d, 7. Juni d. I. angeordnete zweite Neal- nnd Mobilai« feilblelnng als abgefallen erklärt wurde, nud daö lediglich die drille, ans den 7. Juli d. I. angeordnete Tagsahung vorgenommen werde. ss. k. Aezirköamt N.'dmannsdorf. alS Gericht, am 30. Mai 1864. ("^l) Zu verkaufen ein lMizmlwlez C,)linl)er^lisäse mil zulMMlM Vetrielizn Dulnnjmaschille. Dasselbe wurde im I. 1860 in dcr Maschinenfabrik von I. Körösy in Graz gebaut, ist nur wenig benutzt und sorgfältigst erhalten. Die horizontale Dampfmaschine hat einen Cylinocrdnrchmcsscr von 16" (Wiener Maß) nnd cincn Kolbenhub von 2' 9" doppelte Kolbcufiihrung und ein Schwungrad von 12' Dnrchmesscr nnd oire«. 65 Ctr. Gewicht. Da^ Gcbläsc licstcht anö 2 Cylindern von 4' Dnrchmcsscr, Kolbenhub 4> 3", nnd wird von dcr Schwungradwcllc der Dampfmaschine auS bewegt vermittelst Gttricbcs nud Zahnrades im Ucbcrschungsvcrhältuissc von 1 : 3^. Saug' nnd Drucktlappcu sind von ^cder, die Gcbläsckolbcn mit Lcderdich-tnng und ebenfalls doppelt abführt. Dcr Apparat ist in allen seinen Thcilcn schr solid nnd ans bcstcin Ma-' tcrial gcbant, nnd außerdem mit 260" Windlcitnngöröhrcn von 12" Durchmesser ans Eisenblech vcrschcn. Nähere Anökunft bci der Gesellschaft dcs österr. Lloyd in Triest. Ausverkauf. MÄu5uelkm>sR in der Handlung ^«,««R l)Kl«zVOS«K" /ranziskllncrplah Nr. 45. ^Iicgcn gänzlicher Gcschäfts-Umstaltung wcrdm verschiedene schr geschmackvolle, vor Kurzem erst angeschaffte, feine Galanterie. Gegenstände, besonders zn Namens« und Geburtstags « Geschenke» nnd Schieß - Vesteu gcciguct, ausverkauft. Meerschaum«Zigarrenspitzen zn >8, 3tt, 5Q nnd ^tt lr.; schr clcgantc in Otui zn H, 3 bis N fl. Ferner zu bedeutend herabgesetzten Preisen: Sämmtliche Jagd- und Neise.Nequisiteu, Vrief- nnd Gigarreutaschen, K'ol't«'»»««»««^^«, ganz von Lcdcr ftr. »H —H«> —:tO —4» kr. bis 3 fl., — licsondcrö billige Schnupftabakdosen :> ««> — »5 — HO - biö HQ kr., derlei fcinc auS Aiiffclhorn, Elfenbein nnd Schildkröten von , fl. 5<> —4fl.; Arbeitskörbe, Oaffetassen, schr gntc Nasirmesser, u 40, HO n. ilO kr.; Taschenmesser :^ HO, 3O, 4O lr. bis H fl.; fcrucr Tisch-nnd Dcssert-Vestecke von H bis »O fl. pr. Dntzcud; Damen-Schceren zn