Verwaltung: lNathauSgassc Nr. S Irle?»«, Rl. tl, lntrr*it«si. 6t|>))4btbiagiutgni Sani die P,I d»>g<» > Bieri«IMrt, ...» in »«iMätria . . . . X « 4» •«mliljrtl. . . . K 12-M gh t i 111 «tu 3s1tcHiia| ist H-lll -JRomrli® . . . . * I — «SUncI|ä»rt« . . . K t — «■lÜQtii •amlUma....» ir— 8tH nvUaa» ntmn sich M( um Mekitcro 9ii|cln:rlc Uninititl gelten Mt int ■tbHUBau Ctnftlein»g: ««HanSgaflc Nr. 5. tdO»aa Kt. II, litrrurtaa. 6 idjiia satt fufnafam r Ht «»im. u. fftief !«üi CM 11—1» ttfcx t«mu » ^eiHrrlbfn Btrtn MSI MBrnict« St». lanugn niät ■at88ll|aajin nter: Ht fkMNitsiu »coni •errtEDg trt Mflta# fdl-((•tBtea ®rta#icn •tt Bufccrliolim«» Vxat-säftiat- tv .Xjuti»« Seat- äfftet« |e»ra VttttBoA im» tamlUfl itnlt. f»fl(|wrlofl«a.*»nt» 9«.»00. Ar.«» Conrai» nun Höhrndnrf und Italien. Italiens Eintritt in den Weltkrieg bedeutet eine nachträgliche Rechtfertizung deS Standpunktes den General Conrad von Hötzendors während der Tri-xoliS-KrisiS gegenüber Italien eingenommen und mit seinem zeitweiligen Ausscheiden auS dem Dienst be-siegelt hat. Th. v. SoSnoSky erinnert hieran in sei« ver Schrift .Jrredenta-Politik', die als 55. Heft der von E. Jäckh geleiteten Sammlung „Der deut» sche Krieg" i Stuttgart, Deutsche Berlagsaustal») soeben ausgegeben wurde. Opiimisten mochten sich in der Hoffnung wiege», die Tripoliiexpedition werde die Blicke der Italiener von Trient und Trieft ablenken und ihre Kräfte der-art in Anspruch nehmen, daß sie für absehbare Zeit an nichts anderes würden denken können. So be-rechligl diese Annahme an sich auch zu sein schien, so war sie Voch eine bedenkliche Illusion, denn an. beiseits war folgendes zu beachten: gelang das tri« politanische Abentener, so mußte dies das Selbstbewußtsein der Italiener in gefährlicher Weife schwellen und sie zu baldiger Erfüllung ihrer irredentistischen Wünsche anspornen; mißlang eS aber, so würden sie sich um so eher dafür an Oesterreich schadlos zu halten suchen. De Bahnhosanlagen von Bialjstok mit Bomben. Wie in dem gestrigen TageSbcrich: erwähnt, halten die Russen, nachdem sie aus der äußeren und inneren Fortlinie von Warschau geworsen waren, ohne daß die Stadt irgendwie in MitleidenschaU gezogen war, diese geräumt und waren nach Praga auf das rechte Weichselufer gewichen. Bon dort aus beschießen »e seit gestern das Sladtinnere Warschaus stark mit Artillerie und Infanterie. Besonders jchei-„en die Russen es auf die Zerstörung deS alten pol-Nischen Königsjchlosses abgelkhen zu haben. Unseren Truppen wird in einer Stadt von der Größe War-schau» natürlich durch solches Elreu'eucr sein Schaden zugefügt. Man wird hiernach nicht gut die ruf-fische Behauptung glauben können, daß die Räumung der polnischen Hauptstadt aus Schonuiigsrücksichten erfoigl sei. Unsere über die Weichsel vorgedrungenen Trup-pen nahmen einige feindlich« Stellungen, feindliche Gegenangriffe blieben erfolglos. Die Armeen des Generalseldmarschalls von Mackens«» setzten die BerfolgungSkämpfe fsrl. Nord- östlich von Nowo Alekfandrija wurde der Gegner von den österreichisch-ungarischen Truppen, bei Sa-win (nördlich von Cholm) von den Deutsche» auZ seinen Stellungen geworsen. 6. August. Der Kampf am Lingekopf und süd-lich dauert noch an. Durch unser Abwehrgeschütz-seuer wurden vier feindliche Flieger zur Landung ze-zwungen; eine» davon verbrannte, eines wurde zer-schössen. An der Küste fiel ein französisches Waffer-flugzeug mit seinen Insassen in unsere Hand. Der Krieg mit Italien. 4 August. Amtlich wird verlautbart: Im Görzischen wurden in der Nacht zum 3. August am Pla-teaurande wieder mehrere vereinzelte italienische An-grisfe abgewiesen, so südlich Sdraufsina und östlich Polazzo, wo die feindliche Infanterie zweimal mit dem Bajonett angriff jedoch beidemalr unter schweren Verlusten zurückgeschlagen wurde, «m Nachmittag des 3. Auzust versuchten die Italiener bei Regen und Nebel nach heftiger Artillerievorbereitung einen aber-maligen Borstoß gegen unsere Stellungen auf de« Monle dei sei Bus!; auch dieser Angriff wurde ab-geschlagen. Im Kärntner und Tiroler Grenzgebiete kam es in einigen Abschnitten zu lebhafterer Artillerietätiz-keil. Die geg n den Ceklonkofel angesetzte italienische Infanterie zog sich, da sie von ihrer eigenen Ar-tillerie beschossen wurde, auf dem Westhange der Höhe zurück Ein Angriff von zwei feindlichen Kam-panien gegen die Grenzbrücke südlich Schluderbach und ein stärkerer italienischer Angriff auf den Col di Lana (Buchenstein) wurden abgewiesen. 5. August. An der Tiroler Front kam es nur der Gegend deS Krcu;bergsatte»S zu geringen Kämpfe». Ein gestern morgen begonnener Angriff von mehreren Bataillonen deS italienischen Infame-rieregilnenteS Nr. 92 gegen die NemcSalpe «nord. östlich des KreuzbergfattelS) brach blutig zusammen-Der Feind ging nachmittag teilweise fluchtartig in' die Wälder südlich deS Grenzbaches zurück Zur Entlastung dieser italienischen Kräfte versuchte am Nachmittag ern feindliches Bataillon überraschend ge-gen die Seikoselstellung (unmittelbar nördlich deS Sattele) vorzugehen. Auch dieses wurde nach kurzem Kampfe zurückgeschlagen und verlor etwa 100 Man« an Tote». Der Bataillonskommandant und mehrere Offiziere des Bataillons sielen. Unsere Berluste in dielen Gcsechten waren gering. Im Görztsch.n unterhielten die Italiener seit gestern mittag wieder ein lebhafteres Artilleriefeuer gegen unsere Stellungen am Plateau von Doberdo. Als feindliche Infanterie von Sagrado und von Sdrauffina her zum Angriffe vorzugehen versuchte, wurde sie durch unsere Artillerie zusammengeschossen. 6. August. Die täglich wiederkehrenden An-griffSverluche und vereinzelten Borstöße der Italiener enden für sie stets mit einem vollen Mißersolg. Wo die italienische Infanterie zum Angriffe ansetzt, wird sie entweder schon durch unser Geschützfeuer zurück- erneuert Widerstand. ES kam nördlich Dubienka und Cholm. an der Swinka und an der Linie Leczna— Nowo-Alexandrija zu starken Kämpfen. An manchen Teilen der Front unternahm der Gegner, um unser Nachdrängen einzudämmen, kurze Gegenstöße, aber er vermochte nicht standzuhalten, wurde hinauSge-morsen und setzte um Mitternacht den Rückzug gegen Norden fort. Der auf dem linken Weichselufer gele-gene Westteil von Jwangorod ist in unserer Hand. Die gegenüber der Radimkamündung aus «dem Ost-ufer der Weichsel stehenden deutschen Kräfte machten abermal« Fortschritte. Zwischen Wladimir-WolynSti und Sokal zersprengten unsere Truppen ein Kosa-ken-Regiment. Südwestlich Wladimir-WolynSki sind größere Brände sichtbar. Die lange Reihe von Ersolgen, welche die Ber-bündeien sei: der Maischlacht am Dunajec in Gali-zien, in Süd- und Nordpolen und in den Ostsee-Provinzen errungen haben, wurde durch die Besitz-nähme von Jwangorod und Warschau gekrönt. G?» stern haben unsere Truppen Jwangorod besetzt, heute sind deutsche Truppen der Armee deS Prinzen Leopold von Bayern in die Hauptstadt von Russisch-Polen eingerückt. Zwischen Weichsel und Bug dringen die Ber-kündeten unter BerfolgungSkämpfen gegen Norden vor. Oesterreichisch ungarische Reiterei hat Ustilug, deutsche Wladimir-WolynSki erreicht. G. August. Nordwestlich Jwangorod machten unsere Verbündeten Fortschritte. Zwischen Weichsel und Bug dauern die BersolgungSkämpse an. Der Stellvertreter deS ChesS des Generalstabes: v. Höser, Feldmarfchall-Leutnant. Die Berichte der Deutschen Ober st en HeereSleitung. Große» Hauptquartier, 4. August. In der Bersolgung des weichenden Gegners erreichten unsere Truppen gestern die Gegend Lupischke (östlich Po niewiez). Nördlich von Lomza wurden die Russen in die vorgeschobene Verteidigungsstellung der Festung zurückgedrückt. Ost- und westpreußische Regimenter nahmen die noch durch Feldbesestigungen geschützten Narewübergänge bei Ostrolenka nach heftigsten Wi-verstände. Mehrere tausend Russen wnrden gesangen genommen, 17 Maschinengewehre erbeutet. Auch hier ist die Verfolgung aufgenommen. Bor Warschau wurden die Russen aus der Bloniestellung in die äußere Fortlinie geworsen. Die Armee des Prinzen Leopold von Bayern befindet sich im Angriff auf die Festnng. Bei den über die Weichsel vorgedrungenen deut-schen Teilen der Armee deS Generalobersten von Woyrfch nimmt der Angriff feinen Fortgang; die österreichifchungarifchen Truppen dieser Armee sind im Besitze des Weltteiles der Festung Jwangorod bis zur Weichsel. Gegenüber den verbündete» Ar-mee» des Generalseldmarschalls von Mackenfen ver-suchte der Feind auch gestern die Bersolgung zum Stehen zu dringen; er wurde bei Lenczna, nordöst- muffen, daß sie wahr sprach — ich aber war blind vor Eisersucht und wie rasend schleuderte ich sie vom Felsen hinab in das brandende Meer . . . Ich stürmte nach Hause — die heulenden Kam-mcrsrauen rauften ihr Haar und schlugen die Erde mit der Stirn — sie schwuren, Edith sei unschuldig — nie hätte Athelwulf ihr Gemach betreten, ohne daß sie dabei waren, nie habe er etwas anderes ge-tan, als die süßen Weisen gesungen, nie sei etwas sträfliches geschehen! Finster verließ ich daS Gemach und mein HauS — da begegnete mir der Knecht meines Nachbars Olaf, der mir zuerst den Arg-wohn in die Seele geträufelt hatte. Er ließ m«ch rnfen — er werde sterben und wolle mir noch etwas anvertrauen. Von böser Ahnung getrieben, betrat ich seine Hütte — ich sand ihn aus seinem letzten Lagcr — ein Keiler hatte ihm aus der Jagd mit scharsem Hauer die Todeswunde geschlagen. DaS Sprechen wurde ihm schwer und er sagte-- Edith sei unschuldig, Neid, Mißgunst und Feind-schaft gegen die Freunde hätten ihm die Verleum düngen eingegeben. Ich hätte daS Schwert hervorreißen und seinen TodeSkampf abkürzen mögen. Aber er war ja wehrlos — ich wandte mich um und verließ daS Gemach, ohne ihn nur eines Wor-te«, eines Blicke» zu würdigen. Ich ging dann hin-unter zum MeereSstrand, ich rief Ediths Namen, wie ein verwundeter Stier lief ich das Ufer ent-lang, ich schrie und ries und zerraufte mir Haar und Bart. „Da — auf dem Kamme der Wellen etwas weißes, eS kommt näher — dem Ufer zu — eine weidliche Gestalt in weißem schimmernden Linnenge- wände. Ich sprang in die Brandung, faßte den Kör-per in meine Arme und trug ,hn ans User. Ich sah in das weiße starre Gesicht — — Edith! iine klaffende Wunde an der Stirn, die großen blauen Kin« der äugen starr zum H'.mmel gerichtet. Selbst starr wie die Tot« stierte ich in das blaff« Antlitz — dann versuchte ich, die geöffneten Augen zuzudrücken, vergebens! Vorwurfsvoll blickten sie auf gen Htm-mel Ich ließ meine Knechte kommen und den Kör-per ntii allen Ehren bestallen. Und feit jener Zeit stehe ich hier oben, wenn der Sturm braust und die Wogen branden. Und ich suche meine irrende Seele. Meine irrende Seele ist Edith. Wie ihre starren-den Augen gen Himmel blickten, aber ihr Leib durch die Fluten irrte, bis sie ans User gelangte und in der Erde Schoß ihre Ruhe fand — fo meine Seele — ich blickte sehnend gen Himmel — eingehen möcht ich zu Allvaters Saal, mir die Adern öffnen, wie es die Altvordern taten — aber ich irre weiter durchs Leben — die Schuld zwiefachen Mordes drückt mich — ich und meine Edith ntüßten dereinst dem Meere entsteigen, zeigen müßte sie sich mir und mir win-ken — versöhnend. Dann will ich hinaufgehen auf diesen Felsen und die Reise antreten zu Allvaters Saal." Er schwieg und starrte hinunter auf die brau-senden Wogen des Fjords. Ein Jahr war vergangen. Unten am Strande sammelten sich die Scharen der Männer, Weiber und Greise. Die Wikinger sollten zurückkommen von Eng-land — und wunderbare Kunde brachte ein Boot, daS vorausgeeilt war: Nicht kriegerische Eroberungen hatten die Helden gemacht — friedlich hatten fie sich vertragen. Man halte ihnen Schätze gebracht in rei-cher Fülle und Vieh und Waffen, man hatte sie ausgenommen als «äste und mancher junge De-gen hatte sich ei» Weid genommen, nicht in Äewall, sonder» in Minne und Frieden. Die Schiff« mit den Drachenköpfen kamen ia Sicht. Schilder, Lanzen und Schwerter sah man blitzen im Sonnenichein. Aus dem ersten Schiff stieg Harald — an der Hand ein süßes, jangeSWeib mit langem wallende» Blondhaar und großen blauen Kinderaugen. Sie neigte sich hold. Am Ufer ihr zunächst stand Knut der alte Recke. Seine Augen weiteten sich, fein« Lippen off-neten sich. „Edith!" rief er. »Woher kennst Du mich, ehrwürdiger Held?" fragte sie betroffen. .Ja', sag» Harald, „sie heißt Edith - sie ward meine in Minne — sie wird daS Glück mei-nes Lebens fein.* Da umarmte der Alte das junze Weib und küßte si auf die Stirn. „Meine irrende Seele!" raunte er. Sie «ber verstand nicht. Als da» Fest der Wiederkehr gefeiert war, be-stieg Knut mit seinen Heergefellen de» Felsen ob dem Fjord, sprach kurze Abschiedsworte zu ihnen, daaa sagte er: „Allvater sei gelobt — Ihr Schwertjungfraue» traget den allen Einherier hinauf zum Wallhall — ruhig rastet dort meine irrende Seele!" Nummer 63 gktrieb«», oder wenn sie diesem standhält, durch un-sere tapsere Infanterie unter großen Verlusten ge« worsen. Auch die durch den Feind geübte gründliche und stärkste Artillerievorbereitung vermag an diesem Verlauf der Begebenheiten nichts zu ändern. So scheiterten in der Nacht zum 5. August und gestern mehrere Angriffe, einer der von Sagrado ausgeführt wurde, einer gegen die Höhe von Podgora, wo das Angriffsfeld mit italienischen Leichen bedeckt ist. Ebenso waren feindliche Vorstöße im Plavaabichniite und im Krngebiete erfolglos. Ein der Artilleriebeobachtung dienender italieni-scher Fesselballon wurde bei Monfakone herabgeschossen. In den Kartusche» Alpen haben unsere Truppen in der Gegend des Monte Paralba einige günstige Höhenstellungen auf italienischem Gebiete besetzt. An der Tiroler Front wurde der Angriss eines feindlichen Bataillons gegen den Crl di Lana lBu-chenstein) abgewiesen. Eine unserer Patrouillen über-siel in einem italienischen Seilentale det Ottlerge-Kieles eine Halbkompagiue des Feindes und brachte ihr erhebliche Verluste bti. Dtr Stellvertreter deS Chefs des Generalstabes v. Höfer, FeldmarschaUeutnant. Ein italienisches U-Boot torpediert, ein Luftschiff abgeschossen 6. August. Amtlich wird verlautbart: Eines unserer Unterseeboote hat gestern früh ein italienisches Unterseeboot Typ „Nautilus" bei Pelagosa anlanden und versenkt. Das italienische Lustschiss „Citta di Jesi" wurde um Mitternacht vom 5 auf den 6. d. beim Versuch, über den Hasen von Pola zu fliegen, durch Schrap-nclls heruntergeholt, bevor eS irgend «inen Schaden anrichten konnte. Die gesamte Bemannung, bestehend aus drei Seeoffizieren, einem Maschinisten und,w«i Mann, ist gefangen. DaS Luftschiff .vurde nach Pola gebracht. Flottenkommando. Türkischer Kriegsbericht. 3. August. Kaukasusfront. DaS türkische Haupt-quartier teilt mit: Unlere Vewegungcn in der Richtung aus Tokat entwickeln sich erfolgreich. Wir be-fetzten am 1. August die Stellung bei Kildigjedigi, 16 Kilometer nördlich von Tokat, sowie die 2300 Meter hohe Bergkette in der Umgebung. Das Becken des Muradtchai befindet sich in unserem Besitz. Di« seindlichen Truppen nördlich von Kildigj>digi flüchten in größter Unordnung. An der Dardanellenfront örtlicher Feuerwechsel. Unsere Küstenbatterien zwan-gen ein Transportschifs vor Sedil Bahr sich zurück« zuziehen. 4. August. Kaukasusfront. Unsere Truppen griffen heftig die s«indlichen Nachhuten an, welche es versuchten, in den Stellungen in der Umgebung von Hamur östlich von Kilidschgödigi den Rückzug der Hauptmacht zu decken. Wir vertrieben die Feinde g«g«n Norden und machten 150 Gesangene. Die Russen hatten über 500 Tote und 1000 Verwundete. Unsere die Russen versalzenden Abteilungen besetzten Karakilissa und die Umgebung nördlich von Hamur. Dardanellensront. Am 3. August im Abschnitte von Ari Burnu Schützengrabenkämpfe ohne Bedeutung. Unsere Artillerie zerstörte die feindliche Stel-lung, die dazu diente. Bomben aus unseren linken Flügel zu wersen. Ein feindlicher Kreuzer beschoß wirkungslos Altschitepe. Unsere Artillerie, die das Feuer erwiderte, tras ein seindlicheS Torpedoboot, daS sich sofort entfernte. Ein feindliches Flugzeug warf eine Bombe aus das Spital von Ezine, sudlich von kumkale ab, wodurch der Tod eineS verwundeten verursacht wurde. Am 3. August ließen ein Kreuzer und vier Torpedoboote über Sighajik, Liman. südlich von Cmyrna einen Aeroplan aufsteigen, der drei Bomben abwarf. Eine Perlon wurde getötrt. Die erwähnten Schiffe schössen mehr als 200 Granaten auf diesen offenen Ort ab. Ein HauS wurde zerstört. 5. August. Kaukasusfront. Unser vom rechten Flügel unternommener Vormarsch schreitet fort. Un-jrre Truppen besetzten daß ganze Murattal und »ahmen dem Feind« am 3. August mit VerfolgungS-kvlonnin Alaschkerv nordwestlich von Karakillsfe w«g. Dardancllenfront. In der Nacht vom 3. zum 4. August brachte der Feind vor den Schützengräben unseres linken FlügrlS «in« Min« zur Explosion und unternahm «iien Angriss; er wurde jedoch mit Ver-lusten zurückgeschlagen. Wir stellten eine große Zahl von gefallenen Feinden vor den Schützengräben fest. Ja derselben Nacht bombardierte unsere Artillerie auf dem rechten Flügel ein seindlicheS Torpedoboot, da« getroffen wurde und sich mit einem Brand an Bord zurückzog. Bei Cedil Bahr schwaches, »eitweise Deui.cke Wacht aussetzendes Infanterie- und Ariillerieduell. Die Truppen nahmen durch fortschreitende Angrifft auf dem linken Flügel dem Feinde 200 Meter Gelände gegen feine Schützengräben weg. Feindliche Flieger warfen Bomben auf das Spital von Lagadere bei Sedil Bahr trotz der sichtbaren roten Halbmond-flagge ab. Vier verwundete Soldaten wurden getötet, 14 andere Personen wurden verletzt. Aus Stsdl und Land. Korpskommandant G. d. K. Emil R. v. giegler an Eholera gestorben. AuS dem Krieg pressequartier wird vom 1. d. gemeldet: G. d. K. Emil Ritter v. Liegler, Kommandant eineS KorpS, ist nach steben Tagen «rantenlager heute um halb 10 Uhr vormittags verschieden. Todesursache war bakteriologisch sichergestellt« Cholera asiatica. Der Fall war umso tragischer, als bei seinem Haupt» stabe, sowie auch bei den Truppen seines KorpS. trotz der Eholeraerkrankungen der Zivilbevölkerung in den benachbarten Orten in letzter Zeit kein einziger Fall dieser Krankbeit vorgekommen ist. Die Einzigkeit die-seS Falles findet in dem Umstände ihre Erklärung, daß General Emil Ritter v. Ziegler der einzige Of-sizier seines StabeS war. der trotz mehrfachen ärzt-lich Anratens sich der Choleraschutzimpsung nicht un-terziehen wollte. Der Armeekommandant erließ einen Armrekommandobesehl, in dem er die prächtige Sol-datennaiur und di« hohe Befähigung des Generals hervorhob. Soldatenbegräbnisfe. In den letzten Ta-gen fanden am städtischen Friedhos« die Bestattungen nachstehender Loldaten statt, die in den hiesigen Epi-tälern ihren Verwundungen erlegen waren, und zwar: am 5. August Johann Heidrich, Znf.-Reg. 60 und am 7. August Friedrich Elstner, Jns.-Rez. 42. Auszeichnung. Herr Franz Wünifcher, ehe-mals Bauleiter der Firma Kaiser in Cilli, Mitglied deS deutschvölkifchen ArdeiierverbandeS und des Athle-tikiporivereines, schreibt seinem Freundeskreis« vom nördlichen Kriegsschauplatz«: „Es freut mich, euch alle gesund zu wissen. Wie gern« und mit welcher Freud« würde ich noch ei» Jahr im F«lde bleiben mit dem Bewußtsein, einmal noch als Sieger in mein Heimatland zurückzukehren. Im vergangenen Monate habe ich mir bei den blutigsten aller Gefechte iür unser R«gim«nt anläßlich der großen Offensiv« di« große silberne Tapferkeitsrnedaille geholt. Wenn wir hier fertig, dann gehtS gegen den heimtückische» Kotzelmacher .... Heil!' Herr Wiintscher war bc< reits verwundet und ist nun zum zweitenmal« im Felde. Spenden zu wohltätigen Zwecken. Gespendet wurden für die von dem Her^n Militär-kommandante» in Graz gegründeten Fonde: Für den Zigarettenfond 50 Kronen vom Mühlenbesitzer Peter Majdic; für den Witwen- und Waisenfond der ge-falle»«» Offiziere des 3 KoipSkommandobereichcs 200 K von Herrn Karl Stipanek. Die Geldbeträge wuiden am 5. d. der Widmung gemäß abgeschickt. DaS EiappenstationSkommando Cilli dankt den Spen-dern im Namen Sr. Exzellenz des Herrn Miliiär-Commandanten. Militärkonzert im Stadtparke. Mor-gen Sonntag vormittags findet bei günstiger Witterung daS 15. WohliätigkeitSkonzert der Musik-adteilung des Ersatzbataillons des Jnsanterieregimen-teS Nr. 87 statt. Beginn 11 Uhr. Ende l/fl Uhr. Eintritt 'J0 Heller. Kinder unter zehn Jahren frei. Weisungen für den Kriegstelegraphen-und Telephonverkehr. DaS Kommando der Südwestftont hat solgende Weisungen für den Tele-graphen- und Telephonverkehr ausgegeben: Als Ber» boiSraum gilt bis aus weiteres Tirol und Vorarl» berg, Kirnten, Krain, Südsteiermark (bis zur Nord-grenze der Bczirkshauptmannschaften Windischgraz, Marburg und Peltau), Jstritn, Küstenland, Kroatien und Slavonien, ausgenommen die Komitate Birovi-tica, Pozega und Srijem. Für den Telegraphenver-kehr wurde sollendes verfügt: W«g«n voller «us> nützung des Leiiungsverkehre« für militärische Zwecke wird der Privattel«grammverk«hr eingestellt. Rein geschäftlich« Telegramme Privater, die dir Berfor-gung d«r Armee betreffen, werden dem Verkehr ver-suchsweise fteigegcden, wenn sie nachweisbar di« Versorgung der Armee betreffen, nachweisbar sehr drin-gend sind, nicht die geringste private Mitteilung ent-halten und unverdächtig sind. Diese Telegramme gehen von Militärstelle zu Militärstelle und sind da-her vom Ausgeber beim Stations-, MilitärstaiionS-, Etappenstationskommando vorzulegen, daS dieses T« legramm, falls eS in Ordnung dejundrn wird, als Staatstelegramm auf Kosten d«S Ausgebers an das Seit« 3 im Orte des Adressaten gelegene St«ttions-(Etapp«n-stations>)Kommando abgibt. DaS letztere Kommando besorgt dann die Zustellung an den Adressaten Liegt gegen die Freigabe de» Telegrammes ein Bedenke» vo>, so wird es nicht ausgefolgt. Für Orte ohn« Militärbehörden werden Telegramme nicht überno«-men, da der geschäftliche Telegrammverkehr nur zwischen Militärftationen möglich ist. Geschäststtle-gramm« der Handels- und Gewerbekreije und Telegramme Privater, die einem Gemeininteresse dienen, sind nur dann zulässig, wenn sie nachweisbar einem Gesamtinteresse dienen, was von der zur Beurteilung dieses UmstandeS in Betracht kommenden politischen Behörde (Bezirkshauplmaiinschast, politische ExPositur, Siadirat, bezw. Siadtamt, bei den Statutarstädtm) zu bestätigen ist. Auch dies« Telegramme gehen von Militärstelle zu Militärstelle und gelten im übrigen die Bestimmungen d«S Punktes 2. — Der Privat» telephonverkehr, ob lokal oder interurban, ist im Verbotsraume grundsätzlich untersagt. Den Armee-und Armeegruppenkommandos wurde es jedoch frei-gestellt, beim lokalen Privattelephonverkehr AuSnah« men zu machen und diesen, sei es für einzeln« Orte, sei «S sür einzelne Personen, Unternehmungen (öffentlich« Anstalten, gemeinnützige Unternehmungen, Aerzte) freizugeben. Evangelische Gemeinde. Morgen Sonn-tag findet drr öffentliche HauptgotteSdicnst um 10 Uhr vormittags statt. Herr Psarrer May wird predigt« über „Unser« stärkste Waffe". Kriegsfürsorge - Spende. Zahntechniker Emanuel Hopp« und Frau spendeten zum JahreS-gedenktag« K 10 für KriegSfürsorgezwecke, welche der Bestimmung bereits überwiesen wurden Reisen in Steiermark. Das Militärkom-mando in Graz hat den Landesverband sür Frem-denverkehr in Steiermark aus Grund nner Anfrage in Kenntnis gesetzt, daß eS in Steiermark keine Ber» botzone sür den Touristenverkehr gibt. Es ist jedoch sür Reisen in ganz Steiermark gegenwärtig der Le» gidimationSzwang eingeführt, weshalb sich die Rei-senden zuerst an die Polizeidirektion oder Bezirks-Hauptmannschaft ihres Wohnortes wegen ber zur AuSweiSleistung erforderlichen Papier« zu wenden haben. Erforderlich ist eine AuSweiSleistung, welche erbracht werden kann: 1. mittels eines nach der Verordnung des GesamtministeriumS vom 15. Jän» ner 1915, R -A. Bl Nr. 11, oder nach der Ver» ordnung des ungarischen Gelamtmiiiisteriuma vom 16. Jänner 1915, Nr. 285, ausgefertigten, mit der Photographie versehenen Reisepasses, fern von der zuständigen politischen oder landesfürstlichen Polizei-behörde die Klausel beigesögt ist: .Gültig auch sür Reisen nach dem Gebiete deS südwestlichen Armee» bereicheS"; 2. mittels eiuer, mit der Photographie versehenen Legitimation für StaaiS- oderHofdedien» stete, für StaatSvahn» oder Privatbahnbedienstete und deren Angehörige, oder 3. mittels einer, von der politischen Bezirksbehörde des Wohnortes, bezw. in Orten, wo eine landesfürstlich« Polizeibehörde be» steht, von dieser ausgestellten besonderen Legitima-tion. Rohstoffverein der Schuhmacher. Am 1. August hielt der Rohttossverein der Schuhmacher in Cilli im Gasthofe zur Traube feine 14. General» Versammlung ab. Den Vorsitz führte der Obmann des Aufsichtsrate» Herr Johann Berna. Er begrüßte di« Anwesenden und erössnet« um halb 3 Uhr nach-mittags die Generalversammlung. Direktor Morn widmete den verstorbenen Mitgliedern Bianchi, Tau» rek, Vretschko und Radosch einen ehrenden Nachruf, wobei sich die Versammelten zum Zeichen deS Bei« leid» von den Sitzen erhoben. Weilers bemerkt« er auch, daß 14 Mitglieder im Felde sind, welchen er aus vollem Herzen den Wunsch weih», daß sie nach Beendigung deS Krieges wohlbehalten zurückkehren mögen. Herr Morn veriaS dann die BerhandlungS» fchrift der letzten Generalversammlung und den Re-visionsberichi. Die teilweise Verlesung de» RevisionS-beuchtes wurde einstimmig beschloss«», weil derselbe in der gemeinschaftlichen Sitzung des Vorstandes und Aussichtsrates behandelt worden war. Hieraus er» statlete der Redner den Kassa- und Geschäftsbericht, Nach dem Rechnungsabschlüsse betragen die Ein-nahmen 106.41196 K, die AuSgabrn 106.320°90 £, die Aktiva 40 075 21 K, die Passiva 39.563-86 K. Von dem Reingewinne wurden dem Reservesond 100-10 K überwiesen, dieser beträgt jetzt 244:2 92 K. Schließlich führt zu Punkt 5 und 6 der Redner auS, daß di« Neuwahl deS Vorstandes und AussichtSratrS, sowie auch die Satzungsänderung mit Rücksicht da» raus, daß so viele Mitglieder beim Militär sind, andere gestorben, und mehrere Mitglieder insolg« ein-getretener Krankheit zur Versammlung nicht elschei-nen konnten und mehrere Mitglieder wieder zum Seite 4 Landsturmdienste geeignet befunden worden sind, -nr-zeit nicht vorzunehmen fei, was auch von den An-wefenden gebilligt wurde. Strenge Handhabung der gesetzlichen Vorschriften über die Verabfolgung von Brot gegen Brotkarten in dem Gast und Schankgewerbe. Da der Statthalterei wiederholt Klagen wegen Nichteinhaltung der B ot-kartenvorschnsten durch Inhaber von Gast- und Schankgewerben zugekommen sind, wurden die polxi-schen Ünterbehörden angewiesen, diese Vorschriften mit aller Strenge durchzuführen und gegen Zuwider, handelnde unnachsichtlich vo.zugehen. Aufruf an alle Radfahrer! Gerade vor einem Jahre erging an die Nadfahrer Steiermaiks der Ruf. ihre fönst im Sfori erpropten Kenntnisse deS Radsahrens in den Dienst des geliebten Pater-landeS zu stellen. Diesem Rufe folgte eine über-raschend gioße Zahl von Radfahrern und fast alle wurden im k. u, t Frein,. Radsahrer.Bataillon aufgenommen und zu Militärradsahrern für den Front« dienst ausgebildet. Ganz besondere Erfolge und viele Auszeichnungen hat das Radfahrer^Bataillon aus-zuweisen, Anerkennungen jeder Art sind demselben zuteil geworden. Aus dem russischen Kriegsschauplätze haben sich die Radfahrer die ersten Lorbeeren geholt und ihre Ausgaben in den besonders ungünstigen Wegverhältnissen glänzend gelöst. Jetzt sind die Rad-fahr« berufen, m tznhelfen dem treulosen welischen ehemaligen Bundesbruder zu zeigen, was das heißt, Oesterreich-Ungar» in den Rücken zu fallen. Schon kann hier das Radfahrer Bataillon mit Stolz aus sehr gute Erfolge blicken, zahlreich sind die Aus-zeichnungen, zahlreich sind aber auch die Lücken, welche durch die starke Anspruchnahme verschiedenen Abkom-mandierungen und Dienstleistungen entstanden siud und darum ergeht abermals der Ruf an alle Rad-fahner von Steiermaik, Kärnten, Krain. Küstenland, ihre Kenntnisse deS RadfahrenS in den Dienst des Vaterlandes zu stellen. Jeder, der nicht schon Land-sturmdienste leistet und des Ra.'fahrenS kundig ist. kann in irgend einer Weise Verwendung srnden und nach seinen Kreisten der groben Sache nützlich sein. Für die Radfahrer deS k. u. k. Freiwilligen Rad-fahrer-Bataillons gelten hinsichtlich der Unterstützung ihrer Angehörigen dieselben Bestimmungen, wie für die anderen Landstuimpflichtigen, auch brauchen die freiwilligen Radfahrer keine eigenen Rä'er oder ir-gen?» eine Ausrüstung zu besitzen. Sondern werden diese vom Aerar beigestellt. Feinde sind zahllos — doch unser Sieg wird nicht ausbleiben, wenn alle mithelfen. Darum auf ihi Radfahrer, zeiget eure Opferwilligt.'it, und meldet euch zum Einiritte in das k. u. k. Freiw. Radfahrer Bataillon. Die Auskünfte werden schriftlich oder mündlich erteilt und zwar in der Kanzlei des k. u. k. Freiw. Radsahrer-Batail-loiis, Graz, Evangelische Schule. Sprechstunden sind täglich von 9 bis 10 Uhr vormittags. Enthebung vom Landsturmdienste. Unter Hinweis aus die gegenwärtig in den einzelnen politischen Bezirken stattfindenden Landsturmmnste-rungen wird darauf aufmerlsam gemacht, daß die Enthebung vom Landsturmdienfte (von der aktiven Dienstleistung im Landstürme) gemäß Punkt 63 der LandsturmorganisationSvorschrist nur jenen Land-sturmpflichtigen erteilt wird, die zur Besorgung der Angelegenheiten des öffentlichen Dienstes oder Inte-resses in ihrem Berufe unentbehrlich sind. Person-liche Verhältnisse der Landsturmpflichtigen begründen nicht die Enthebung vom Landsturmdienfte. Die Ent» Hebung kann nicht von de» Landsturmpflichtigen selbst angesucht, sondern nur von jenen Unterneh-münzen usw. in Antrag gebracht werden, für deren Betrieb die Enthebung notwendig erachtet und an-gestrebt wird. Die Enthebungsgesuche sind ausnahmslos bei den BezirkShauptmannschaften oder Städten mit eigenem Statute, in deren Bezirke der zur Ent-Hebung Eingegebene beschäftigt ist, einzureichen und zwar gesondert nach österreichischer und ungarischer Staatsangehörigkeit. Im Interesse einer raschen Be-Handlung wird dringend empfohlen, diesen Gesuchen ein genau und deutlich auSgesüllteS Verzeichnis nach Muster 14 zu Paragraph 15 der Landsturmorgani-sationSvorschrist in zweisacher Ausfertigung beizu-legen. Gleichzeitig wird bekanntgegeben, daß über EnthebungSansuchen nur dann eine Erledigung oder Entscheidung bei den Militärbehörden ersolgen wird, wenn sie im Wege der politischen BezirlSbehörden eingebracht wurden. In Trieft wurde ein großer Häuser komplex welcher im Besitze deS irredentistischen Hetzblattes „Piccolo" war, vo» den Slowenen, sowie auch von gut österreichisch gesinnten Italienern angezündet und demoliert, ebenso wurde das Denkmal Verdis beschädigt. Die Ursache war, weil die italienischen Irre- dentisten schon seit langer Zeit .Evviva Verdi!'aus össentlichen Plätzen und in Schanklokalen brüllten. ES hat sich nachträglich herausgestellt, was sie unter dem Namen „Verdi" beabsichtigten. Jeder Buchstab« von Verdi hat folgende Bedeutung: „Viktor Ema-nuel König der Italiener", König heißt nämlich auf Italienisch Rv. Auf diese Weise konnten sie ungeniert unter dem Deckmantel „Verdi" ihrer Gesin-nung Ausdruck geben. Auch ein GroßkaufhauS, das eine'.' Mailänder Firma gehörte, wurde angezündet. Dem Gesundheitsamte der Statthal-terei wurde Mittwoch kein KrankheitS- oder Todes-fall an Blattern, Cholera oder Fleckfiebcr gemeldet. Unter den vom südlichen Kriegsschauplatz nach Cilli in SpitalSpflege gebrachten verwundeten o»er kranken Soldaten wurden 14 Cholerabazillenträger fest-gestellt. Don der Südwestfront. Der Obmann-stellvertreter des deutschen Volks rat eS für Untersteiermark Herr Lehrer Franz Ruß in Marburg, der als OberltUinant gegen die Italiener kämpft, sandte dem Leiter der ..Marburger Zeitung" eine vom 27. Juli datierte Feldpostkarte: „Nun ist ein Jahr vergange», seitdem ich von dem liebe» Marburg Abschied nahm. Halte derzeit mit meinen brave» Landstürmern auf e»ier 2000 Meter-Höhe tieue Grenzivacht. Dem tückischen welschen Schurken soll es nicht gelingen, auch nur das kleinste Stückchen des schönen Kärnt-nerlandeS sein Eigen zu nennen! Vom Wetter sind wir hier heroben nicht sonderlich begünstigt. Wenn jedoch einmal die Sonne lächelt und die Kleider am Leibe trocken geworden sind, dann erklingt aus un-serem steilen Gipfel manch trautes Heimatlied, da-mit sie drüben im welschen Schützengraben wissen, w?e srohgemut wir sind. Nicht undankbar ist der liebe Feind. Er lohnt uns unser Singen mit gutge-meinten Bleigrüßen, die wir dann herzlichst erwidern " Ein Gauner als Doktor der Medizin. Kürzlich trieb sich in der nächsten Umgebung CilliS ei» gutgekleideter Mann herum, der sich als Doktor ausgab und sich bei verschiedenen Besitzern einmietete. Nach kurzer Zeit verschwand er dann und mit ihm k!«e größere Geldsumme, die er dem Vermieter in einem günstige» Augenblicke entwendete. So stahl er dem Martin Fließ in Lehndorf am 27. Juli 300 K, dem Besitzer Josef Rederfak in Kladje bei Tüffer am 29. Ji.li 190 K und der Lola Casteldolognese au» Trieft, derzeit in Umgebung C'.lli, am 30. Juli 300 K. Außerdem stahl der geriebene Gauner an einem der letzten Tage einem Herrn in Cilli aus einer Kabine des Herrenbades in der Sann 300 K und einem Fähnrich ebenfalls aus einer Kabine de» Herrenbades eine Armbanduhr und gegen 400 K Bargeld. Am 1. August gelang eS nun, den diebische» falschen Doktv'- in der Perlon des Kranken-Wärters Franz Boglor in Laibach zu verhaften und dem Gerichte einzuliefern. Voglar ist auch Militär-pftichtig und von seinem T^uppenkörper desertiert. Das Kursbuch der Zukunft. In der Zeitung der vereinigten deutschen Eisenbahnv.-rwal-tungen wird auf di« zahlreichen Mängel des deut-schen Reichskursbuches hingewiesen und ausgeführt, daß der Aufbau dieses wichtigen Reisemittels von Grund auf geändert werden müsse. Es werden un-ter anderen die folgenden Anregungen gegeben: „DaS Buch sollte in zwei Abteilungen zerlegt wer-den, von denen die erste nur die Fernverbindungen (Schnell-, Eil- und Langsamzüge) und die zweite nur die dem Nahverkehr dienenden Eil» und Lang-samzüge aufzunehmen hätte. Jede Hauptlinie des FernverkehreS wär« für sich darzustellen, fo daß deren sämtliche durchgehende Züge mit ihren Au-Anschluß nach Ansang und Ende ohneweiterS erkenn-bar bleiben, daS heißt, der Aufbau sollte auf Verkehrs» und betriebstechnischer Grundlage ersolgen. Bon den Haltestellen seien nur die der Schnell- und Eilzüge auszunehmen. Von den Zwischenanschlüssen dürften nur die in der Zugrichiung gelegenen, im übrigen die Stationen mit Zollschau und der Haupt-anschlüsse des WeltfernverkehreS aufgenommen wer-den. Bei allen Haltestellen hätten die Züge nach der Zeitfolge zu erscheinen, so daß alle Wiederhol-ungen deutlich in» Auge fielen. Am Schlüsse jede« FahrplancS müßten in Nummersolge die durchgehen-den Züge nebst ihren Reisezeiten sowie die Bezach-nungen der durchgehenden Wagen in den einzelnen Zügen und die wenigen sonstigen Hinweise zum Bei-spiel auf etwaige Zollschau, aufgeführt werden. Auf diese Weise werde es möglich sein, die Fernfahr-Pläne der einzelnen Linien aus zwei Seiten des Kursbuches (anstatt aus 10 nnd mehr) übersichtlich darzustellen. Alle Fahrpläne müßten nach politisch-geographischen Gesichtspunkten geordnet werden, um ihren Zusammenhang zu wahren. Die Nahfahrpläne Nummer 63 des zweiten Abschnittes sollten sich abteilungSwcise um die BerkehrSmittelpunkte gruppieren, und z>r>«r so, daß die Zugläuse bis zur UmkreiSgrenze mög-lichst ungetrennt bleiben. Dieser Ausbau des Kurs-bucheS werde auch zur Raumersparnis sühre»; eS sei hohe Zeit, an die Umsormung heranzutreten, da-mit daS ReichSkurSbuch nicht eine immer stärke« Quelle sür Irrungen und Zeitverluste werde. Hie-für erscheine die Jetztzeit besonders geeignet, da aa-zunehmen sei, .daß nach dem Kriege" wie so man-cheS andere, auch der Aufbau des Eisenbahnfahr-planeS sich ändern wird. Diese Kritik trifft auch für daS österreichische Kursbuch vollkommen z«. Der Landesverband sür Fremdenverkehr in Steier-mark verfolgt schon seit vielen Jahren diese Ange-legenheir. Leider blieben aber alle seine auf die Ver-besierung dem Postkursbureau des Handelsministe-rium und der Eisenbahnverwaltung vorgeschlagenen Verbesserungen bisher erfolglos. Die Anträge deS Verbandes decken sitz so ziemlich mit den iui deutschen Reiche zutage getretenen VerbesserunaSvor-schlügen. Eine für Steiermark und die Stadt als der größten Hauptstadt der österreichischen AI-penländer, sehr notwendigen Verbesserung wäre auch die Aufnahme der Fahrpreise von Graz. wie iolche auch bereits jetzt schon von Wien, Prag und Trien nach wichtigeren Stationen des In- und Auslandes, außerdem von Linz, Innsbruck und Salzburg nach bedeuienderen Städten des Auslandes im Kursbuche bezeichnet sind. Kriegsverstcherung zu Gunsten der Witwen und Waisen der im Felde Be-fallen«n. Der Witwen- und Waisen hillssond «er gesaminien bewaffneten Macht hat die Prämieniätz« sür die von ihm eingeführte Kriegsversicheruug teilweise nicht unbedeutend herabgesetzt. Es betrage» sorlau dt« Prämien: Für Angehörige der Linie, Ne-seive und Landwehr 7 Perzent anstatt wie bisher 9 Perzent. Für Angehörige der Train- und Sani-tätStruppe» und Militärärzte 5'/, Perzent anstatt 7>/z Perzent soserne das zu versichernde Kapital die Summe von 2000 ft nicht übersteigt. Für Ar gehörige des Landsturmes bleibt der bisherige Prämien-sah von 4'/, unverändert in Geltung. Der Urlaub für die Privatbeamten. Der Verband der PrivatangeiteUtcnrOrganisatiovcu Oesterreichs der über 30 000 deutsch bürgerliche An-gestellte vertritt, macht im Hinblick daraus, da« zahl-reiche Unternehmer rhren Beamten den diesjährige» Urlaub noch nicht gewährt haben, darauf ausmerksar». daß auch Heuer der gesetzliche Anspruch auf Urlaub besteht und daß dort, wo die Beiriebsverhältnisfe eutc» solchen im vollem Ausmaße nicht ermöglichen, für jeden entsallenden Uilaubsiag dem Gehalte eulspre-chende Vergütung zu leisten ist und daß der Anspruch auf dieselbe auch bei Lösung des Dienstverhältnisses nill verfällt. Der Verband, ersucht daher, die Ua-tenuhmer in ihrem eigenen Interesse aber auch io Interesse der Beamten, die infolge der KriegSver-hältnisse vielfach zu Mehrleistungen herangezogen werben und daher desto mehr erholungsZedürstig find diesen den wohlverdienten und gesetzlich gewährleiste-ten Urlaub nicht länger vor,»enthalten, ist eS zu-dem auch eine patriotische Pflicht, die Bürger im Hinterlande geiund und krästig zu erhallen, va auch dieser Umstand den seit JahreSsrist sürs Vaterland kämvsenden Väter, Brüder und Söhnen Mut, Aut-daner und Vertrauen verleih?. Die Kriegsgesetze. Die Bestimmungen der Kriegs- und MobilifierungSgesetze sind von einfchxic-dender Bedeutung, nicht nur für jede Gemelndever-trelung. sondern auch sür jeden Staatsbürger, da et kaum jemanden geben wird, der nicht selbst oder durch einen Angehörigen de» Wirkungen der Gesetze unierwnrsen ist. Die Nächstliegende Notwendigkeit ist. sich mit dem Gesetze selbst vertraut zu machen, n>a* am besten geschieht, durch die soeben bei Ulrich Ms-fers Buchhandlung (Z. Meyerhoff) in Graz bereit« in dritter, stark erweiterter Auflage erschienene Au-gäbe „Die Kriegs- und Mobilisierungsgesetze nebt allen kaiserlichen und ministeriellen Verordnungen md den DurchsührungS- und anderen militärrechtlichai Bestimmungen" v. G. Kvergic, k. u. f. Oberst d. #. DaS Büchlein ist zum Preise von K 1 70 durch ie»i Buchhandlung oder vom genannten Verlage zu de ziehen. Es enthält den Wortlaut der Gesetze, ml Erklärungen und Hinzusügung angezogener Lorschni-ten betreffend den UnterhaltSbeitrag >ür die A»je-hörigen der Mobilisier«?» — Versorgung der Zivil' lide», Unterstützung deren Witwen, Waifen un» der Angehörigen — die Dienstleistung für Krieg«jt»e>k und ihre Entlohnung — Einquartierung — Anspann — die Landsturmpflicht — Einjährig Are:-willige aus Kriegsdauer — Amnestie — Pasttwra — Benutzung der Immobilien, der Betriebe, PrnA- fcmnft 63 Nen5iiche Seite 5 bahnen, -Telegraphen und -Telephone — die Spionage und deren Rechissolgen und viele andere Be-ftiwmungen. Der leichteren Uebersicht wegen sind die Paragraphen mit Überschriften versehen, wc che im Gesetzestext selbst nicht gemacht werden. Zur rascheren Ansfindung dient ein ausführliches Sachregister. Die dlitie "luflage wurde wesentlich ergänzt und enthält olle bis Juli 1915 erschienenen kaiserlichen und mi visterieUen Verordnungen. Derselbe Verlag kündigt zwei Neuauflagen an, aus die wir wegen ihrer Be-deutung sür die gegenwärtige schwere Zeit ausmerk-sam machen wollen. Es sind: 1. Kartofselküchs. Er-probte Rezepte von Paula Kortschak. 3. Auflage. Ä 120. Die Verfasserin zeigt, wie ein billiges Nahrungsmittel sür eine Reihe schmackhafter Speisen verwendbar ist und die Aufstellung eines billigen Speisezettels ermöglichte — «. Die Krankenpflege tm Haufe und im Spitale von Dr. V. Fizia, dritte »u'la.je. (Preis K 5) ist mit Rücksicht aut die Ver> wundeienpflege, auf Epidemien und das DeSinfeklkmS« verfahren erheblich erweitert worden und verdient, erneut empfohlen zu werden wegen feines reichen, unterweisenden Inhaltes über das Ganze der Kranken-pflege. Offiziell empsohlen vom Roten Kreuz für Tirol. Lichtbilder verstorbener unbekannter Soldaten. DaS gemeinsame Zentralnachwei 'bureau deS Roten Kreuzes in Wien 7., Stislskaserne, wird Gruppenbilder unbekannter, verstorbener Militär-und Zivilpersonen, die sich im Gefolge des HecrcS besuiiden haben, sowie die dazu gehörigen PersonS-beschreibungen fallweise verviel ältigen. Diese Grup> penbllder und Beschreibungen werden jeweils beiden Bezirkstiauplmannichaften, in Bad Aufsee, Kniitel-feld und Praßberg bei der polnischen Expositur, in Graz, Cilli, Marburg und Pettau übirdies noch beim Stadtamte zur Ermöglichung der Feststellung öffentlich aufliegen. Einwandfreie Feststellungen wer-den unter Ansührung der nötigen Daten von den genannten politischen Behörden unmittelbar dem ein-gings erwähnten Zentralnachweisbureau bekannt ge-geben werden. Das erste 20 Lichtbilder enthaltende Gruppenbild liegt bei den bezeichneten Behörden samt den PcrsoaSbeichreibungen bereits zur Einsicht aus. Raubmordoersuch. Aus Marburg wird berichtet: Anton Peitler. einer angesehenen Familie «uS dem Unterland- entstammend, der aber kein Freund geregelter Arbeit ist, deshalb vollkommen herabkam und sich im Marburger Bezirke mit aller-lei Gefchäjten. >.ie Winkel schreibe?« usw., umhertrieb, schrieb küizlich dem Gastwirt und Besitzer Herr» Pe,er Lank in S: Johann bei Unterdrauburg. der sich auch mit Holz> und Lohehandel befaßt, er wisse für ihn in Hetligenkreuz bei Marburg einen großen Posten verkäuflicher Lohe; Lauk möge nach Marburg lommen, von wo er, Peitler, ihn nach Heili-genkreuz führen werde. Da aber Lauk auf daS Echruden nicht aniwoitctk. schrieb ihm Peiiler noch« »als eine Karte und weil Laut auch darauf nichts er^iderie, fuhr Peitler selbst nach St. Johann. Dort gelang ti ihm, den Lauk zur Mitfahrt zu bereden, ilw Montag um halb 12 Uhr nachtS tarnen beide in Marburg an. Lauk schlug dem Peitler vor. mit ihm im Gasthofe Tscharre zu übernachten, was aber Pcnler unier einer Ausrede ablehnte, offenbar, um nicht mit Lauk gesehen zu werden. Am nächsten Vor-mittag um 8 Uhr kamen sie verabreduugSgemäß »iede: zusammen. Sie gingen müeinarner nach Gams und durch den Gamsengraben gegen Heiligenkreuz, vor 12 Uhr, als sie zu einem Walde kamen, in der Whe deS letzten HauseS vor Heili^enkreuz, dl eb Peiiler zwei Schritte zurück und feuerte auf den ah-nungslolen Lauk von rückwärts einen. Revolverschuß «de Die Kugel drang dem Uederfallenen in die rechte Eeiie des Hinterhauptes, blieb aber an dem Knochen stecken und plattete sich dort ab, wie die spätere ärztliche Untersuchung zeigte. Lauk brach zusammen; schon wollie Peitler sich ihm vorsichtig nähern, um ihn seines Geldes, gegen *400 K. zu berauben. Da raffte sich der Angeschossene wieder auf und griff «ach Steinen, um sich oeS Mordgesellen zu erwehren. La ergriff Peitler, ein Schwächling, die Flucht. Lauk war durch die Kugel im Kopfe in einen derart bewußtlosen Zustand versetzt worden, daß «.verwirrt durch Gam» zurückging, ohne dort eine Anzeige zu erstaliei-, obwohl sich in GamS ein Gendarmerie-p»ste» befindet. Erst um 6 Uhr abcndS, als er wieder in Marburg eingetroffen war, zeigte er den Ueber-faQ an. Die RettungSabteilung brachte ihn ins Kran-keichaus, Er war aber noch immer so verwirrt, daß er den Namen des Täters und daS Nähere nicht an-geben konnte. Daraufhin fuhr ein Gendarm nach llsierdraudurg und ließ sich in der Wohnung Lauks die Karte geben. Da sich auf ihr der Name Peit-Ins befand, kannte man sofort den Täter. Der Mar« burger Gendarmerieposten befindet sich bereits aus der Verfolgung PeitlerS. In seiner Wohnung, die er bei einem Bauern in Gcrsborf bei Zellnitz a. D. ausgeschlagen hatte, sand man ihn nicht, dafür aber Abfchiedsbriefe, darunter einen Brief, d?sfen Auf» fchrist ihn als Testament kennzeichnete Der „Kaffeehausstratege". Ein Klagen-surter sendet aus dem Felve auf einer Feldpoitkarte folgenden gereimten und gewiß recht gut gemeinten Zornerguß: ..Es sitzen in einem Kaffeehaus Viel Herren, die Köpfe beina, d'. Und schwätze» von unseren Siegen Im westgalizijchen Land. General Hmdenburg und auch Mackenjen Die legen schon jedem im Mund, Zum Schluß fragt dann einer den andern Wies wohl im Südwesten bort stund?! Geh selber stauen, Hinterlaiidsschreter, Du gscheider Kassechausstrateg. Leg dich nur zu uns ins Lehmloch, Dann geh't du den richtigen Weg! Hast du eine Woche verlebt dann Bei uns an der feindliche» Front. Ganz sicher vor deinem Geschrei« Bleibt dann das Kaiseehaus verschont!" A. v. T. (>m Schützengraben, Westgalizien). Spendet Zigaretten für unsere ver-mundeten! Für durchfahrende und ankom-wende verwundete wollen sie bei der tabe-stelle am Lahnhofe, für die in den hiesigen Spitälern untergebrachteil beim Stadtamte abgegeben werden. )eder spende nach seinen Kräften Oer Bedarf ist groß. Aufruf des ölicrreichifchen Ktottenvereines unter dem höchsten Protektorate 2r. k. u. k. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Karl Franz Josef. In dieser Stunde, da unsere Mitbürger, Frauen, Männer und Kinder mit Bewunderung auf unsere Marine blicken, da das Wort „unsere Marine" mit zärtlichem Stolze ausgesprochen wird, erscheint es dem Oesterreichiich austragte einen Offizier von der Stabiwache, ihn an einen geschützteren Ort zu bringen. Der Gefangene jedoch lehnte das Anerbieten dankend ad mit dem Bemerken, er befinde sich in zu angenehmer Gesell-schast, um dieselbe zu verlassen. Nicht so gelassen blieb ein anderer Gast. Als Kanonenkugeln durch« Dach schlugen und auf den Boden über den Köpfen der Tischgesellschaft großes Gepolter verursachten, rutschte er aus seinem Stuhle hin und her. wie um auszuweichen, wenn die Decke herunterkäme, auf die er beständig den bedenklichen Blick gerichtet hielt. „Gehört das Schloß Ihnen?" fragte Blücher. — "Exzellenz, nein." — »Na. denn man nicht angst« "ich. Die AuSbesserungSkosten haben Sie ja nicht zu .^zahlen, und die Kanonenkugeln sallen uns ja noch nicht in die Suppe " Sprachs und ließ sich auch beim Fortgang des MahleS, bei dem die Franzosen mit der aufdringlichen Beilage nicht nachließen, nicht weiter stören. Ad. Obermiiller. Rasieren am Grenzdraht Eine reizende Grenzidylle, die an der Veltliner Lprachenecke zwi-schen schweizerischen und österreichischen Soldaten möglich ist, erzählt der schweizerische Oberst Karl Müller, der seit einigen Wochen die dortigen Grenz-Verhältnisse studiert. Ein schweizer Barbier, der dort im Soldatenrock zur Grenzwache kommandiert ist, rasiert österreichische Osfizine, die jenseits deS Grenz-drahteS auf österreichisch« m Boden sich befinden, während der eidgenössische Barbier-Soldat aus schweizerischem Boden stehen bleibt. DaS karneradschastliche Verhältnis wird auch im Austausch von weißem KornmiSbrot gegen k, k. Zigaretten ausgeübt. Die kaltlächelnde Henne. Vor dem Schössengericht München hatte sich ein Bauer wegen Sachbeschädigung zu verantworten, weil er eine Henne aus einem Nachbaranwesen, die aus seinem frisch be- säten Grundstück scharrte, mit einer Mistgabel er. schlagen hatte. Zu seiner Verteidigung hatte der?»-geklagte sich einen noch jugendlichen Anwalt «er-schrieben, der mit mehr Temperament als juristischer Gewandtheit der Sprache die Sache führte. Er ka» nach einigen einleitenden Sätzen über Unarte» d«j Hühnervolkei im allgemeinen auf die Streiche des gemordeten HuhneS zu sprechen, da* auf dem Acker seine» Klienten herumgestiegen sei, unö meinte tan» wörtlich: ..Da« Tier dachte sich zweifellos, nachbe» eS einige Tage straflos in dem Felde des Angrklaz-ten herumgelungert war: A bah, der sieht mir nicht danach auS, der traut sich ja doch nicht ordentlich zu-zuzuschlagen. In dieser Erwägung kratzte undscharrte das Huhn kalrlächelnd weiter. Da frage ich Sie den» doch, meine Herren, ob eS dem Huhne erlaubt sei» soll, straflos in dem saueren Schweiß deS.Angeklagle» zu wühlen." Sichtlich stolz beantragte der redege-wandte Herr zum Schlüsse die Freisprechung, für die er den — Notwehrparagraphen geltend machte. Da» Gericht sprach den Hühnertöter auch frei; aller- 4 4 4 1X1 4 4 .8«5 Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli. 1015 iiiiiimiuiiiiiiiuniimiiiiMiiiiiiMiiimiii Kundmachung. Die Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli gibt bekannt, daß Spareinlagen wie bisher auch weiterhin mit 0 0 verzinst werden. Ueber neue Einlagen oder Nacheiulagen kann der Inhaber eines Einlagebüchels jederzeit, auch bis zur ganzen Höhe der Einlage, verfügen. Spareinlagebücher der eigenen Ausgabe und die Kriegsanleihe werden kostenfrei in Ber- Wahrung übernommen. Auswärtigen Einlegern stehen Posterlagscheine kostenlos zur Verfügung. Aus Anlaß deS 60jährigen Bestandes der Sparkasse werden im laufenden Jahre schön aus' gestattete Einlagebücher, die sich besonders zu Geschenkzwecken eignen, herausgegeben. »-> •'< + T T T T t T , /vso'ti «1% Vl« »j* W *1 '■ -'*• «'» W «W TTTttttttTTTTtTTTTT Postsparkasse Nr. 36.900 00 Fernruf Nr. 21 00 Bcrtmsbchdmikmi Cclejii Herstellung von Druckarbeiten wie: Werke, Zeitschriften, Broschüren, Rechnungen, Briefpapiere, Äuverts, Tabellen, Speisentarife, Geschäfts-und Besuchskarten, Etiketten, tohn-listen, Programme, Diplome, Plakate Inferatenannahmestelle für die Deutsche Wacht vermäblungsanzeigen, öiegelmarken Bolletten, Trauerparten, Preisliften, vurchschreibbücher, Drucksachen für Aemter, Aerzte, Handel, Industrie, Gewerbe, tandwirtschaft u. private in bester und solider Ausführung. Cilli, RathauSMffe Nr. 5 ♦ ♦ ♦ ♦ ubmark Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. Hoavtagsveilage der „Deutsche» Wacht" t» Eilt. Nr. 32 .Die Süd mark" erscheint jeden Sonntag als unentgeltliche Betlage für di» Leser der »Deutschen Wacht". — Einzeln ift »Die feslbnart" nicht käusiick 1915 Nachdruck verboten. In die Schlinge gegangen. Kriminalnovellette von H. Peil. Der Mee'.esstrand der in den Bereinigten Staa-ten von Nordamerika gelegenen Stadt Charleston ist mit kleinen, räucherigen Budiken wie besät. Ein gutes Geschäft machen die Gastwirte indessen nicht; denn was in ihren Lchänken tagsüber verkehrt, sind Schiffer, Packlräger und Gelegenheitsarbeiter, die, wenn sie sich an irgend einem kleinen Tischchen nie-derlasscn, zumeist nur etwas Lpiriluosen verlangen, während sie ihr Essen in der Rocktasche mitbiiilgen oder ihren Magen knurren lassen! NachtSi'ber kommt cs ja allerdings mal vor, daß irgend ein „vornehmer' Gast sich dahin verirrt, dem es >n den große-ren und srequentierteren Gasthöfen der Stadt nicht recht geheuer vorkommen mag — denn daS Luge des Gesetzes wacht ? In einer dieser Budiken nun rieb sich feit etli-chcn Tagen bereits der kleine, schmächtige Wirt ver-gnügt die Hände, denn sein Geschäft blühte wie noch nie! Sein zweites Gastzimmer, das kleiner alS daS erste war und feine Lage gewissermaßen versteckt hatte, insofern eS nur erreicht werden konnte, wenn man durch daS erste Zimmer hindurch und dmch das daranstoßende Zimmer des WirtS ging, an das eS grenzte, wies nämlich seit einigen Tagen anschei-nend recht vornehme Gäste auf. Wer sie waren, wußte der Wirt nicht! Doch daS kümmerte ihn am Ende ja auch verdammt wenig; für ihn war eS die Hauptsache, daß er seinen kleinen Weinkeller räumen konnte und daß seine Gattin in der Küche stramm zu tun hatte! Bor etwa 14 Tagen war, als zufällig kein weiterer Gast sich in dem Wirtshaus befand, gegen Abend ein etwas besser gekleideter Herr eingetreten mit den Worten: „Wirt, Sie haben noch ein zwei-teS Gastzimmer?' »Jawohl!" hatte der Gefragte geantwortet. „Ich möchte es gerne sehen!" erwiderte hierauf der Gast. „Dann kommen Sie mit!" meinte jener und schritt dem ihm auf dem Fuße folgenden Herrn voran. In dem zweiten Zimmer angekommen, warf auch der Fremd« Ueberzieher, Hut und Stock auf einen Stuhl, ließ sich auf einem zweiten nieder und sagte: .Es ist gut! Bringen Sie mir ein warmeS Abendbrot und eine Flasche Wein!" Der Wirt besorgte alles prompt und — ohne jegliche Sorgen! Denn das eine Fenster dieses Gast-zimmerchenS, welches nach dem mit einer ziemlich hohen Mauer umgebenen Hofe führte, war nebenbei mit eisernen Stäben versehen; einen anderen AuS-weg auS diesem Zimmer gab eS nicht, als durch das Wohnzimmer, an daS, wie fchon gesagt, diS große Gastzimmer stieß, in dem der Wirt stets an-wesend war, und ans der anderen in die Küche, in welcher sich die Gattin deS WirteS fast immer auf-hielt. Also, ein etwaiges Durchbrennen mit der Zeche war den Gasten des zweiten, hinteren Gastzimmers, direkt zur Unmöglichkeit gemacht. Als der Fremde zu Abend gespeist hatte, rief er in das Wohnzimmer nach dem Wirt. „Mir hat es gut geschmeckt, alle Achtung", be-merkte er dem Eintretenden gegenüber, „was bin ich schuldig?* „Zwei Dollar, mein Herr!" sagte der Wirt. „Nicht teuer, nein," entgegnete der Fremde, hier haben Sie Zhr Geld. Halten Sie Küche und Keller bischen in Ordnung, wir kommen alle Abende so um die nämliche Zeit wieder!" Damit hatte der Gast auch schon den Ueberzieher angezogen, den Hut sich in das nicht unangenehme Gesicht gedrückt, den Stock ergriffen und war hin-ausgegangen. Und richtig; schon am nächsten Abend saß der Gift wieder in dem hinteren Zimmerchen, diesmal aber nicht allein; noch zwei Herren und eine Dame speisten mit und sprachen auch dem Weine tapser zu. » Sie bezahtlen dem Wirte da» Geforderte anstand». lo» und verließen immer recht schnell da» gastliche Zimmer, da« sie seit nunmehr 14 Tagen allabendlich ausgesucht hatten. WirtSleute sind stet« neugierig; wenn der Mann oder auch die Frau, je nachdem er den be-stellten Wein nebst Zigarren oder sie da« Essen in jeneS Z mmer trugen, sich einen Moment darin auf-hielten, suchten sie irgend ein Wort der Unterhaltung aufzuschnappen, irgend etwa? zu erspähen: doch um-sonst! Selbst ihr gelegentliches Lauschen an der Tür führte zu keinem Erfolg; denn, soviel sie bemerkt hatten, sprachen die vier Gäste darin sehr wenig miteinander und, wen» sie sprachen, geschah cs nur im Flüstertöne. Also, eS waren 14 Tage etwa vergangen, die vier vornehmen Gäste im Hinteren Zimmer hatten letzteres bereit« verlassen, da begab cS sich, daß unter die wenigen vornehmen Gäste deS vordere» großen Gastzimmers ein Mann sich mengte, den der Wirt noch niemals bei sich gesehen hatte. Auch einige Schiffer und ein Packträger, die regelmäßig hier verkehrten und von dem Wirt unauffällig darnach befragt wurden, kannten den Mann nicht. ES war nichts an ihm, das irgend die Aufmerksamkeit auf ihn hätte lenken können, er schien ein Gelegenheits-arbeit» zu sein. Nur sein Gesicht war etwas feiner, alS es bei solchen Gestalten für gewöhnlich zu snn pflegt, und seine unruhigen Augen vertieften sich mit einer gewissen Hast in daS ZeitungSblatt, da« der Mann sofort, nachdem er sich einen Kognak bestellt, an sich genommen hatte. Und das »ur siel dem Wirt aus. AlS fo ziemlich alle Gäste dieses Zimmer ver-lassen hatten und nur noch ein Schiffer und jener Gelegenheitsarbeiter darin anwesend waren, legte letzterer daS ZeiiungSblatt aus der Hand und wandte sich in freundlichem Tone an den Wirt: .Unfereincm wird« nicht fo leicht gemacht! Man muß verdammt schuften, um paar lumpige Dollar« zusammen zu bringen. Die feine Bande aber bestiehlt einfach eine Bink und hat da mit einem Male Geld in den Fingern." „Ist daS schlechteste Geschäft noch lange nicht," mischte sich der Sch'ffer schnell ein. Und der Wirt sekundierte: „Ist ja wohl in den letzten paar W»chen der zweite Bankeinbruch in Char> leston bereits?" .Jawohl," meinte der Arbeiter, „der zweite! Und ich glaube nicht, daß di« Herren Spitzbuben da-mit Schluß gemacht haben." „Wären auch schön dumm, wennS ihmn fo leicht gemacht wird von der hohen Behörde, die sie nicht kriegt!* lachte der Schifser. bezahlte seine Zeche und ging. „Müssen aber auch verdammt schlaue Kunden fein," sagte der jetzt allein zurückgebliebene Arbeiter zu dem Wirt, .denn ohne Zweifel ist doch unfcre Polizei mächtig dahinter! Haben Sie heute gelesen? 50.000 Dollars sind auf die Ergreifung auch nur eine« dieser Bankfpitzbuben ausgesetzt." „50.000 Dollar?" wiederhclte der jetzt auf-merksamer zuhörende Wirt, „Donnerwetter, die könn-ten einem schön ranSreißen!" „Wollte ich meinen!" bejahte der andere, da brauchte ich auch nicht mehr zu schuften Tag um Tag. Na. so unmöglich mogS gar nicht fein, diese Kerle zu kriegen. Wie ich heute zufällig hörte, sind es mehrere Gauner, die an den letzten Diebstählen beteiligt waren. ES heißt, daß sie sich nicht in bes. feren Hotel« aushalten, sondern nur in kleineren Bu-diken ihren Unterschlupf suchen!" Der Wirt wurde stutzig, um aber sofort hinzu« zusetzen: „Solche Lumpen würde ich hier bei mir nicht dulden! Ich halte reine« Hau«!" „Ist auch recht so!' erwiderte der andere, be-zahlte und ging. „Hm!" machte der Wirt, als er allein war, „am Ende könnte ich mir die 50.000 Dollar ver» dienen. Man kann nicht wissen . . Am anderen Tage fand sich jener zeitungv-lesende Arbeiter wieder ein, verschwand aber fast unter der Menge der anwesenden, zechenden und johlenden Schiffer. Selbst der Wirt beobachtete es nicht, daß sein unruhiges Auge den etwas später eintretenden vornehmeren vier Gästen mit sichtlichem Interesse folgte, welche, wie gewöhnt, »ach dem hin-teren Zimmer gingen. Sie kamen aber heute früher zurück als sonst. Niemand hatte e« bemerkt, daß der eifrige ZeitungS-lefer ein kleine« Kästchen in die Hand genommen und auf die vaS Gastzimmer verlaffende kleine Gruppe gerichtet hatte. — Am anderen Morgen stand Charleton vor einer neuen Aufregung: in ein dritte« Bankhau« war eingebrochen und eine schwere Menge Gelde« geraubt worden! Ich muß dem Leser jetzt verraten, daß der zei-tungSlefende Arbeiter ein im Dienste der Polizei stehender Dettktiv war, der fo zusällig ermittelt hatte, daß einige Gäste in dem Hinterzimmer der betreffenden Budike verkehrten; freilich wußte er nicht, was da« sür Leute waren und ob sie mit den Banldiebstählen in irgend einer Verbindung standen, deshalb mußte er mit der grüßten Vorsicht zu Werke gehen! 3 Der jetzige dritte Diebstahl war mit kolossalem Raffinement ausgeführt! Gewitzigt durch die vorher-gehenden Einbrüche, vermieden eS sämtliche Bank« geschäfte, größere Summen Gelde» im GefchäftSlokal zu lassen. Gerade diese Bank, welche in der ver-gangenen Nacht bestohlen worden war, war eine der vorsichtigsten gewesen. Der Zufall aber halte e» ge-wollt, daß noch am Abend, kurz vor Schluß de« Geschäfte», eine bedeutende Geldsumme einging, die man in einen Geldschrank legte. Dem Wächter war ganz besondere Vorsicht anempfohlen worden. Die« sen Wächter fand man am Morgen geknebelt und betäubt vor, alle Schränke waren erbrochen, alle» Geld war geraubt. Der Detektiv, wieder als Arbeiter verkleidrt, erschien am Abend in jener Budike frühzeitig. Aber was er sehen wollte, sah er nicht: die Gäste de» Hinterzimmer» kamen nicht! Das bestätigte seinen Verdacht! Die Diebe hatten ihr Ziel erreicht und sich au» dem Staube gemacht! Wer aber war jene Dame gewesen? Am nächsten Tage ging er von Bank zu Bank, einer Ahnung folgend. Wie festgewurzelt aber blieb er stehen, als er in der bestohleuen Bank, ruhig an ihrem Pulte arbeitend, eine Korrespondentin ge-wahrte, die am Ende jene Dame sein konnte, welche er im Verein mit den drei Herren in der Budike gesehen und photographiert halle! Und so war eS in der Tat! War das Bild auch ungenau, so stellte e» doch die Persönlichkeit jenes Weibes unzweifelhaft fest. Sie wurde verhaf-tet und nach un» nach auch ihre Komplizen, ihr Geliebter und zwei Helfer, welche inzwischen nach Boston geflohen ware,^ wohin das Mädchen später folgen sollte! Acht Jahre Zuchthaus war der Lohn ihrer Verbrechen, den Hauptanteil deS gestohlenen Geldes fand man noch vor! ..Schade «m die £>0.000 Dollar Belohnung und um meine vornehmen Gästetrauerte der kleine Budiker. Z)er Kungerkrieg.*) Nun schneiden wir das neue Korn, Die gold'nen Schwaden fliegen, Die Sense blitzt, öer Schnitter lacht: Wir siegen, hei! wir siegen! Wir nagen nicht am Hungertuch — Schwarzbrot macht rote Wangen, Die Bäume hängen schwer voll Frucht, Und uns're Felder prangen. *) Da« folgende, vom Verfasser in der »Kölner Zeitung- velvfiemlichte Gedicht verdient wegen seines sri-schen volkstümlichen Tones die weiteste Verbreitung. Erstickt in Gif« und Neid und Zorn — Wir schneiden unser neue» Kor». Laßt tausend Donner krachen — Wir lachen — wir lachen! Wer aus den Feind nicht dreschen kann, Der drifcht die vollen Aehren, Und haut so grimmig gründlich drein, Als ob's Vierbündler wären. Die alten Weiblein regen sich So flink als wie Frettchen, Und wa» der Bub nicht schaffen kann, DaS schaffen zwei, drei Mädchen. Erstickt in Sist und Neid und Zorn — Wir schneiden unser neue« Korn. Laßt taufend Donner krachen — Wir lachen — wir lachen! Es darf ja nicht, eS kann ja nicht Der Schandplan Euch gelingen, Durch Hunger uns're harte Faust Zu feffeln und zu zwingen. Ei, sperrt nur alle Tore zu, Ihr könnt eS nicht verhindern — Die deutsche Erde meint'S zu gut Mit ihren treuen Kindern. Erstickt in Gift und Neid und Zorn — Wir schneiden unser neueS Korn. Laßt tausend Donner krachen — Wir lachen — wir lachen! Wir haben satt und übersatt — Wir machen mit den Resten Auch noch Millionen Russen fett Nebst andern lieben Gästen. Dir. werter Vetter über See, Vergeh'» auch noch die Mucken, Du lernst noch Wurst und Sauerkraut Bei uns mit Freuden schlucken. Erstickt in Gist und Neid und Zorn — Wir schneiden unfer neues Korn. Laßt tausend Donner krachen — Wir lachen — wir lachen 1 Und habt Ihr un» daS Feld gepflügt Mit Bomben und Granaten, Mit Tränen und mit Blut gedüngt Die Friedens HvffnungSsaaten: Da» Jahr ist um, die Frucht ist reis, Und reif sind auch die Zeiten, Daß wir ans unserm heil'gen Krieg Zur großen Ernte schreiten. WaS half Euch Gift und Neid nnd Zorn — Wir schneiden unser neues Korn. Laßt Eure Donner krachen — Wir stehen fest — und lachen! Ernst Freiherr von Wolzogen. Vermischtes. Kriegsblinde al» Masseure. In der „München« Medizinischen Wochenschrift" finden wir folgende, sehr beachtenswerte Anregung : Im Orient, besonder» in China und Japan, sollen die besten Masseure Blinde sein. Man erklärt ihre hervorra-gende Technik dadurch, daß sie ihre ganze Ausmerk-samkeit viel i tensiver aus ihre manuelle Tätizkeit konzentrieren alS die Sehenden, und rühmt auch ihr feines „Gefühl'. Sicher ist jedenfalls, daß gerade die Blinden den Tastsinn in hervorragender Weise auszubilden vermöge«. Das ist nalürlich nicht das einzige Erfordernis sür einen guten Masseur. ES gibt aber gewiß unier den erblindeten Kriegern und auch unter den anderen Invaliden intelligente Leute genug, die sich in jeder Beziehung für diesen Beruf eignen und ihn unter Anleitung eines tüchtigen Leh» rerS mit Lust und Liebe bald erlernen. A» Patienten, die durch Massage behandelt und geheilt werden kön-nen, fehlt eS, besonder« in der nächsten Zeit, nicht. So gewährt der neue Berus deu erblindeten Kriegern nicht nur Besriedigung, sondern auch späterhin ein gutes Auskommen und hilst ihnen, ihr große» lln« glück leichter zu ertragen. Was sie sagen. Ich lüge nie, aus Ehrenwort — sagt Rußland. Ich sprech' die Wahrheit immerfort — sagt England. Ich rede klar und wahr und grad — - , sagt Frankreich. Ich schweig' und red« durch die Tat — sagt Deutschland. Den Krieg, den führ' ich noch fünf Jahr' — sagt Frankreich. Ich führ' ihn zehne, daS ist klar — sagt Rußland. Ich sühr' ihn zwanzig ganz gewiß - / sagt England. Ich sühr' ihn, bis er fertig ist — sagt Deutschland. Wir schließen Frieden nur zu drilt' — sagt England. Jawohl, wenn du schließt, schließ' ich mit — sagt Rußland. Wir schließen Frieden in Berlin — sagt Frankreich. Jawohl, und ich diktiere ihn — sagt Deutschland. Stark ist mein Arm und groß mein Mut — sagt England. Ich schlag' den Gegner bis aufs Blut — sagt Frankreich. Ich schlag' ihn ganz allein entzwei — sagt Rußland. D'rum kämpsen achte gegen zwei — sagt Deutschland. Deutschland ist'S ärmste Land der Welt — sagt Rußland. ES hat nicht einen Psenniz Geld — sagt Frankreich. Nicht einen Kreuzer, glaubt e« mir — sagt England. Die „Kreuzer" hvl'n wir u S von dir — sagt Deutschland. Wir schlagen Deutschland, eh' man'S glaubt — sagt Frankreich. Wir schlagen euch direkt aufS Haupt — sagt Rußland. Wir schlagen, bis das Herz euch bricht — sagt England. Du kennst mein Herz noch lange nicht — sagt Deutschland. Wir sind schon halbwegs in Berlin — sagt Frankreich. Bald weroen wir durch die Linden zieh'» — sagt England. DaS Kaiserschloß wird unser Sitz — sagt Rnßland. Auf Wiederseh'n in Döberitz — sagt Deitfchland. Barbaren soll'n die Deutschen sein — sagt Rußland. Wir schlugen alles kurz und klein — sagt Frankreich. Sie haben alles klein gekriegt — sagt England. Bloß deine große Schnauze nicht — sagt Deutschland. (.Newyorker StaatSzeitung") Zeppelina, die neue Pariser Kcank« heit. Aus Paris wird den „N.wyork Time»" gemeldet, daß die neueste Pariser Modekrankheit dort „Zeppelina" oder „Zeppelinerkältung" genannt wird. Wenn ein Zeppelin in Paris gemeldet wird oder auch nur da» Gerücht der Ankunft eines solchen ent-steht, so kann man einige Tage nachher ganz Paris niesen und husten hören. E« kommt dies daher, daß wenn eines der großen deutschen Luftschiffe mitten in der Nacht nach Paris kommt, jeder in Pari» so-fort, fei eS auS Angst, sei e« auS Neugierde, auf» steht. Die Pariser und Pariserinnen springen aus dem Bett, und niemand nimmt sich erst Zeit, sich richtig anzukleiden, so daß dann, wenn die einen voller Neugierde aus die Straße rennen und die an-deren voller Angst im kalten Keller Zuflucht suchen, die Erkältungen nicht ausbleiben. Das Resultat ist dann eben: Husten, tränende Augen, heisere Stim-men, kurz: Zeppelina! lllvwwviXvtwjVtv/X. gVUUjt tivgi aus anbtrtit Erwägungen als den „kaltlächc.nd" «getragenen. Chansonetten an die französische Front! „ESgenügt nicht, daß wir unsere Soldaten bewundern, wir müssen sie auch zerstreuen!" So lautet der neueste KriegSfürsorgerus der Pariser. Die Eoldaten können sich nicht ununterbrochen Schlagen; sie gehen auch von Zeit zu Zeit zurück in« Etappen-gebiet, um sich auszuruhen. Und hier haben sie bann einen anderen Feind zu bekämpfen! die Lange« weile. Auf Grund dieser Erwägungen fordert das »Journal de Debals" die Bürger Frankreichs auf, chren Soldaten nicht nur panem, sondern auch cir-»nfe« zu geben: „Unsere Soldaten brauchen Ber-zimgungen. Die Engländer haben auch im Felde ihre Ivonlichen Spiele — Tennis, Fußball, Polo — beibehalten. Die Deutschen suchen nach Möglichkeit Theater und Konzerte. Nur unsere Soldaten haben »ichis zur Zerstreuung. Sie lesen allerdings Zeitun-zm und machen manchmal selbst welche. Ader sie brauchen etwas andere«: Kinos, um die Augen zu erfreuen, und leichte Musik, um vom Lärm der Ka> »onen auszuruhen. Senden wir ihnen Schauspiele-nimm und GesangStruppen hinter die Front. Senden wir ihnen Sänger und Chansonetten. Eine pa-Niolische, hübsche und gefällige Chansonette hätte bort großen Erfolg und würde viel Gold einnehmen, auch wenn ihre Stimme nicht ganz aus demselben Melall wäre. Wir müssen daran denken, unsere jun» gen Helden aufzuheitern." Erzherzog Joses und die Regiments, schuft er. Der „Pester Lloyd" bringt folgende rei-zeude Geschichte vom Kriegsschauplatze: Der Proviant- osfizier de« 46. (Szegeder) Infanterieregiment« Ober-leutnant Patauch hatte die ausgezeichnete Idee, dem sehr reparaturbedürftigen Schuhwerk der Mannschaft durch eine Art „Cchustertag" aufzuhelfen. Er legte die Sache sehr praktisch an: aus dem Schützengraben Holle man jeden Schuhmacher herbei, setzte die ziem-lich große Gesellschast unter ein improvisierte« Zelt-dach, und die Arbeit ging unter Leitung deS Feldwebel« GombaS mit Feuereifer los. AIs elwa tausend Paar Schuhe hergerichtet waren, bepackien sich 15 Schuster mit je fünf Paar und machlen sich auf den Weg nach der Feuerlinie, wo sie ihre Last auf dem Bauche kriechend in die Schützengräben zu schassen hatten. In der Nähe der Geschützstellung begegnete nun die Schar dem Auto de« Erzherzog Joses. Sie wollte salutierend vorbei, der hohe Herr hielt sie je-doch an und erkundigte sich nach dem Marschziel. Al« der Erzherzog erfuhr, daß eS sich um daS Wohlergehen der 46er handelte, eines Regimenls, daS sich unzählige Male durch große Tapferkeit hervorgelan hat, gab er seiner Freude über die gute Idee AuS-druck und wollte dem Regiment euch schriftlich Grüße senden. Nun war aber bei der ganzen Gesellschaft, den erlauchten General inbegriffen, lein Stück ver-wendbaren Papiers zu finden. Da griff Erzherzog Josef raich entschlossen nach einem frisch gejohlien Schuh — er gehörte zufällig dem Bataillonekom-Mandanten Hauptmann Dienvorfer — und schrieb seine Grüße an Offiziere und Mannichafl drauf. Daß> Hauplmann Diendorfer von dem so gesohllen Schuh — der sofort als Regimenlsrchquie säsiert wurde — entzückt war, läßt sich denken. Eingesendet. beste Nahrung für"_____ Säuglinge. Minder, Rekonvaleszente* nach Magen-« Oarmerhranhungen Jederzeit er haft lieh. Probfdose aod lehrreiche Srxtl:che Broschüre über KinderpSegs gratia durch die Nestle's Klndermehl-GeselUchast, Wien, I. Blberstrasse 7 8. , MA7TONIS BESTES ALTBEWÄHRTE FAMILIEN-GETRÄNK EINZI0 IN SEINER ANALYTISCHEN BESCHAFFENHEIT.^«^' S m LICHER A! Neues einstöckiges Wohnhaus mit schönem Gr mtUegorten in d*r Stadt Rann a. Safe Ut wegen Domizilwechsel »oftrt preiswflrdia in verkaufen. Auskunft erteilt die BealitMenv-rkehrsvcrmittlnug der Stadtgemeinde Cilli ,'SekretAr Hans Blech i ii eer). 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