Nr. 111. Donnerstag, 19. Mai 191 tt. 129. Jahrgang. LaibaHer Zeitung Arli„nU,rrattonopre«l, « bi» l<> Uhl vormittags. Unfranlierte «rielc werden nicht angenommen, Manuskripte nicht zurückgestellt. Telephon-Nr. der Redaltion 52. MchtamtNcher Heil. Innere Angelegenheiten. Die „Zeit" mahnt zur Geduld, wenn es auch mit 5cr Verständigung in Österreich nicht rasch sieht. Der Ausgleich zwischen den Völkern werde zustandelommcn, lvcil er zuslundckommen muß. Wir dürfen uns durch die Langwierigleit der nationalen Ausgleichsarbeit die Zu-verficht auf ein endliches Gelingen nicht rauben lassen. Das „Fremdenblatt" erklärt in einem Rückblicke auf die dreijährige Funttioilsdauer des ersten Vollspar» laments, es sei twch nicht gut geworden, aber besser, ^as Parlament gehe nicht mehr achtlos an der Lebens» frage des Parlamentarismns vorüber. Es habe auch gezeigt, oaß es die Bedürfnisse des Staates anzuerken» "en versteht und es sei Zu hossen, daß es auch der Hloßen Ausgaben, die seiner noch harren, gerecht werden wird,, Abgeordneter Dr. Otto Lecher verneint im „Neuen Wr. Journal" die Frage, ob das junge Parlament des allgemeinen Wahlrechts krank sei. Allerdings bewege slch unser Abgeordnetenhaus nicht auf normalen Vah. nen. Aber seine Mängel seien Ausschreitungen und Hehler der Jugend. Dazn komme, daß die Regierung U'cht unbedingt aus feiten des Parlaments steht, sun-bcrn sich für unvorhergesehene Eventualitäten andere Möglichkeiten offenhalte. Die „Osterreichische Volkszeilung" meint: Wieder einmal höre man die alle Verständigungsmeludie, deren klänge die Deutschen so ost enttäuscht haben. Sie haben hart werden müssen' Schicksal und Erfahrung haben s'e dazu gezwungen, sie haben von dem Zeitpunkt an, ba das erobernde und stets so nachdrücklich protegierte ^laventum den politischen Plan betrat, genug an ^esihstand eingebüßt, um zu wissen, wie sie sich für "'e Zukunft vorzusehen haben. Abgeordneter Dr. Albert Gcßmann plaidicrt in "Ner von der „Neichspost" veröffentlichten ..Pfingst- botschaft" sür die Erweiterung der Arbcitsmehrhcil des Abgeordnetenhauses, die aber nur möglich sei, wenn es in Böhmen wenigstens zu einem Waffenstillstände kommt. Diesen herbeizuführen glaube die christlichsoziale Partei um so mehr berufen zu sein, da sie als die größte bürgerliche Partei ein erhöhtes Interesse an der inneren Festigung und an dem Ausbau des Hauses habe. Das „Deutsche Volksblatt" veröffentlicht Außerun° gen eines ehemaligen Ministers, der den gegenwärtigen Verständigungsverhandlungcn sehr pessimistisch entgegen» sieht. Den Czcchen komme es mehr auf den Besitz der realen Macht und viel weniger aus den eines Rechts» tilcls an. Das günstigste Sprachengcsetz könnte ihnen immer noch nicht das bieten, was sie ohne Gesetz durch» zusetzen hoffen, wenn sie wieder einmal ans Ruder kommen. Das „Vaterland" meint, es lasse sich nicht be» streiten, daß im Abgeordnelenhause eine gewisse Vesse» rung eingetreten ist, die in ihrer sorgsamen Weiterbildung nicht durch äußere Einflußnahme gestört werden dürfe. Die „Arbeiterzeitung" konstatiert, daß bei den na» tionalen Parteien eine gewisse Ernüchterung eingetro ten sei. Jede weiß es nun, daß die Fortdauer des Krie« ges keine Eroberungen bringen kann. Aus dieser Er° lenntnis und Ernüchterung kann das kommen, womit man sich in Österreich bescheiden muß: das nationale Kompromiß, welches der nationale Waffenstillstand wäre. Die Unruhen in Albanien. Nach einer Meldung aus Konstantinopel hat man allgemein, in politischen wie in diplomatischen Kreisen den Eindruck, daß die Nachrichten über das Erlöschen des Ausstandes in Albanien sich diesmal nicht, wie die kurz nach dem Ausbruche der Unruhen verbreiteten, als verfrüht erweisen werden. Mitteilungen aus verschiede- nen Quellen bekräftigen die Überzeugung, daß man nach den letzten Erfolgen der Expeditiunstruppen die jetzige Vewegnng als überwunden betrachten darf. In Abgeurdnetenkreisen, die über die Absichten der maß» gebenden Stellen in der Regel gut unterrichtet sind, glaubt man ankündigen zn können, daß die Regierung aus der Niederwerfung der Revolte nicht die Kunse» quenz schonungsloser Ahndung und unbedingter Durch, siihrung aller bezüglich der albanischen Provinzen früher getroffenen Verfügnngeu ziehen, sondern sich für ein gemäßigtes, gewisse Rücksichten übendes Perfahren ent» scheiden werde. So heißt es, daß die Maßregel der Ent» waffnung der Albanier bis anf weiteres ohne Strenge angewendet, möglicherweise überhaupt eine Verschiebung auf einen späteren Zeilpunkt erfahren dürste. Man behauptet, daß die albanischen Führer, mit Ausnahme einiger weniger, darunter des vielgenannten Issa Boljo tinac, als Gegenleistung für dieses Zugeständnis die Verpflichtung anf fich genommen hätten, auf die ganze Bevölkerung beruhigend einzuwirken und zur Vefefti» gung geordneter Zustände in den albanischen Provinzen beizutragen. Des weiteren will man wissen, daß die Negierung auf die Absicht, für die Aburteilung der Hauptteilnehmer am Ausstände außerordentliche Kriegs» gerichte einzusetzen, verzichtet habe. Obgleich noch ab» zuwarten bleibt, in welchem Umfange diefe Angaben eine Bestätigung durch die Tatsachen finden werden, darf man jcdesfalls annehmen, daß sie Tendenzen widerspiegeln, die in den Regierungskreisen immer mehr Boden gewinnen. Die „Montagsrevue" erklärt: An die Pazifizic» rung Albaniens wird sich die Arbeit sür einen dauern» den Frieden anschließen müssen. Einige Beschwerden der Arnauten sind berechtigt oder mindestens begreif» lich. Im Kampfe um die lateinische Schrift werden Argumente angeführt, die nach westlichen Begriffen nicht ohne weiteres abzulehnen sind. Unvereinbar mit diesen Begriffen sind allerdings die Opposition gegen Abschaf-simg des Wasfentragens und die Prätension von Vor« Feuilleton. Pariser Schönhcitsinstitute und Schönheitsmittel. In Paris stehen seit einiger Zeit die sogenannten "Schönheitsinstitutc" in der höchsten Blüte; säst alle Gerden von Frauen geleilet, und alle stellen sich die Aufgabe, die kleineren und größeren Unvollkommen. ^lten, die die Harmonie des menschlichen Körpers stö- ^N' zu korrigieren. Betritt man den Opcralionsfaal k'nes dieser Institute, fo glaubt man — wie der "^azzrtta dell' Emilia" geschrieben wird — gerade zur Achten Zeit gekommen zu sein, um einen Mord zu .^hindern; auf der Erde liegt ächzend und stöhnend !^"e, Frau, und neben ihr kniet eine andere Frau, die ^ bell Hals mit den Händen umklammert, als wenn ^ sie erwürgen wollte. Aber man braucht sich nicht ksonders aufzuregen: es handelt fich bei der ganzen Ge» chuhte nur mn die sogenannte „Nuhctur". Diese Kur '^ s'ch aus genau geregelten Übungen zusammen, aus ldungr,^ welche gradalim vorgenommen werden. Erste Übung- „Man dehne und strecke die Gelenkverbindungen ..^ Finger aus und lasse die Finger fallen, wie wenn ^ abgestorben wären. Nun bewege man sie wieder. "se Übung wiederhole man sechsmal." Zweite Übung: "-"icm lasse die Hand träge und wie tot hängen. Nun ^ge,„.^ ^.„ ^^ ^^ ^„ ,l„d ttc^l) hinten, nach ^Hts und nach links; zuletzt drehe man ihn im Kreise." Ä' a.cwM ^.^ ^ ^^> Nuheübungen, die alle Mus- ^ " und alle Gelenkverbindungen in Betracht ziehen. . ln d^ Übungen bcfindel sick) sogar eine Augenlid- ^""ng! W^,„ ^,, ^,^ ^ ^ Patientinnen alles "l^'n miissen, gelangt man zu der Überzeugung, daß n nach einer Ruhekur von zehn Minuten eine Woche ig un Bett bleiben müßte, um von der mühevollen Arbeit auszuruhen. Das ist aber durchaus nicht rich« tig: Miß Hardie, die Besitzerin eines der größten In» stitute dieser Art, erklärt vielmehr, daß die Kur wahre Wunder wirke, und das Gegenteil kann man nicht beweisen. Eine bedeutende Konkurrentin hat Miß Hardie in Madame Berthe, die mit ihren Patientinnen — oder sagt ms'n befser .Kundinnen? — gleichfalls Übungen vornimmt, mit dem Unterschiede nur, daß sie ihre Kur nicht Ruhekur, sondern Kräsligungskur nennt. Ihre Vorschriften lauten etwa folgendermaßen: „Man lege sich rücklings auf die Erde und lockere und löfe alle Muskelu, die des Halses, die des Rückens, die der Lei» stengegend und die der Beine. Dann lasse man sich den Arm von einer bedienenden Frau fassen und gebe ihn sozusagen völlig hin; das tut man, indem man alle Muskeln der Schulter und des Armes locker und schlaff werden läßt. Dasselbe tut man mit dem Kopf, mit den Beinen ufw." Das mag alles ganz fchön nnd richtig seii,, es fragt sich nur, warum man derartige Strapazen ausgerechnet als Ruhe» und Kräflignngslnr bezeichnet! Wie man sich in anderer Weise seine Schönheit bewahrt und erhält, erfährt man aus den „Lectures pour tons": „Zahllos sind die Mittel," so liest man dort, „die die Frauen — oder besser ein Teil der Frauenwelt — seit vielen Jahrhunderten schon anwen« den, um möglichst lange schön zu bleiben. Die Patrizier» frauen von Korinth badeten, um die Haut frisch zu er» halle», in großen Kesseln, die mit duftenden Ölen gefüllt waren. Dann kam die Mode der Erdbecr-, der Him» beer» und der Wcinbädcr; ja, man badete fogar in noch dampfendem Ochsenblut! Das alles ist aber gar nichts im Vergleich zu dem uralten Brauch, sich während der Nacht eine widerliche Maske von besonderer Art auf das Gesicht zu legen. In Rom war dieser Brauch so allgemein, daß die Gesichtsmaske in keinem Hause fehlen dürfte. Ganze Scharen von Sklaven und Sklavinnen fabrizierten jeden Abend die unentbehrliche Maske aus Vohncnmchl, das mit einem schleimigen, klebrigen Öl zu einem Teig geknetet wurde; den Klebstoff holte man fich aus den Nestern gewisser Seevögel. Auch in Frank» reich kannte man solche Masken bis zum 17. Jahr» hundert; .König Heinrich 111. fertigte fie, nach einem eigenen Rezept aus dem feinsten Mehl und Eiweiß. In neuerer Zeit ist dicfe Art Masken gänzlich vcr-schwnnden; an ihre Stelle trat aber eine noch weit ekelhaftere Gesichtsmaske. In manchen Toilettezimmern schöner Franen findet man unter den Puder» und Schminkbüchsen hin und wieder eine Scheibe rohen, noch blutenden Fleisches. Am Abend betritt die Gnädige dieses Toilettenheiliglum, und eine treue, verschwiegene Dienerin legt ihr dann die blutigen Beefsteaks auf die Wangen; wenn das geschehen ist, wird das Gesicht mit seidenen Bändern verbunden und bleibt in diesem Herr» lichen Zustande bis zum frühen Morgen. Was will das alles aber besagen gegenüber dem brutalen Heroismus, den eine berühmte Pariser Schau« spielcrin an den Tag legte, als ihre Schönheit in Ge» fahr war. Die Dame entdeckte eines Tages zu ihrem größten Entsetzen, daß ihre Haut, die bis dahin glatt und blendend weiß gewesen war, sich mit allerlei' röt» lichen Flecken bedeckte nnd rauh nnd rissig wnrde. Kurz entschlossen, faßte sie den Plan, sich eine nagelneue Haut anzuschaffen. Die Operation, der sie sich zu die» sein Zwecke unterziehen mußte, dauerte sieben Wochen. Die ganze Gesichlshcmt wurde ihr chemisch weggcbeizt und dannSchüppchen sür Schüppchen entfernt. Nach zwei Monaten, während welcher sie die heftigsten Schmerzen ausgehallen hatte, zeigte sich die Künstlerin ihren zahl» reichen Verehrern mit einer prächtigen rosigen Haut, die allgemeine Vewundernng erregte. Die Geschichte ist wunderhübsch, braucht aber darum noch lange nicht wahr zu sein. Laibacher Zeitung Nr. 111. 1000 19. Mai 1910. rechten bei der Militärpflicht. Man muß sich in Kon» slantinopel vor Augen halten, daß die Albanier die einzigen sind, die durch die Verfasfung verlieren, wäh° rend alle anderen Voller dadurch Vorteile erlangen. Man scheint sich am Bosporus der Nutiueudigleit vcr» sehnlichen Auftretens bewußt zu sein. Vei der Ein» fügung Albaniens in den Nahmen eines modernen Ver» fassung^staales handelt es sich um Probleme, deren Lösung den Prüfstein für die resormatorlsche Leistungs» fähigleit des Iungtürkentums bildet. Die internatiu» uale Lage ist den Ilingtürkeu günstig. Überall sieht man sich genötigt, (l<',->int5l'<^c>nn,>n^ wenigstens zur Schau Zu tragen. Das ist aber nicht Wirknng der Nalkanbund» idee, sondern eine Folge der Erstarkung der Türke!. Und auch in Zukunft beruht die Sicherheit der Türkei auf ihrer Reorganisation und Kräflesammlung. Politische Uebersicht. Laibuch, 18. Mai. Das „Neue Wiener Tagblatl" erklärt, anknüpfend an das Kommunique der „Wiener Abcndpost", das; Seine Majestät der Kaiser den Veranstaltungen anläß» lich seines 80. Geburtstages ferne! zu bleiben gedenkt, daß dem Feste, als solchem, dadurch, daß der Monarch daran nur in »!).^i,ti,l teilnimmt, kein Abbruch ge> schehen soll. Zu allgemein ist in ganz Österreich die innige Empfindung, die diesem Monarchen gchört. Er ist kraft aller seiner Eigenschaften und traft der Uner-schütterlichkeit, mit der er am Frieden festhält, eine sbenso glanzvolle wie ehrwürdige europäische Gestalt ge» worden. Nie sehr er als solche hochgehalten wird, das wird ihm ganz Europa an seinem 80. Geburtsfesle zeigen, mag er diesen Tag auch in seiner Ischler Waldeinsamkeit zubringen. Die „Neue Freie Presse" berichtet über eine Unter-ledung ihres Budapester Korrespondenten mit dem Grafen Khucn»Hedervary, in welcher er die Zuversicht äußerte, daß die Wahlen der Regierung eine Mehrheit bringen werden. Was uach den Wahlen geschehen soll, darüber habe er wohl seine Meinung, will es aber unter-lassen, sich in diesem Augenblicke über künftige Möglich» lenen zu äußern. Er sei lein Freund weitgehender Eut-wirrungspläne und halle ficht der Einberufung eiucr außerordentlichen Sobranje» session im Lause des Mai oder des Juni scheint end-gültig fallen gelassen zu sein. Tie „Novoje Vremja" schreibt: Troh der Ertln. rung des Reichskanzlers, Deutschland habe in Pcrsicn ausschließlich wirtschaftliche Interessen, haben wir wie. derholt das Gegenteil feststellen müssen. Die Deutsche Bank hat Persien eine Allleihe zu sehr schweren Äedin» gungen angeboten; ferner haben deutsche Financiers um eine Konzession zn einer Verbindung Persiens mit der Vagdad-Vahn nachgesucht, wobei das Hauptmotiv die Ermöglichnng einer Einmischung in die inneren An> gelegenheiten Persiens war. Ten gleichen Zweck hatte das Gesuch um eine Schiffahrlslonzession für den Urmiasee in der Nähe der russischen Grenze verfolgt. Die deutsche Presse hat wiederholt die Beunruhigung durch die „Novoje Vremja" auf deren Deutschfeindlich-leit zurückgeführt. Die angeblich aus Wien stammende Meldung der „Vossischen Zeitung", die persischen Ange-legenheilen drohten einen internationalen Eharakier an-zunehmen, beweist aufs neue, wie gerechtfertigt die Be-sürchtungen der „Novoje Nremja" gewesen sind. Die Mcldnng der „Vossischen Zeitung" enthält jedoch Un° genauigleilen. Rußland nnd England haben niemals er» klärt, daß Persien Anleihen nur unter ihrer Kontrolle aufnehmen dürfe. Es hat sich nur um Vedingnugeu für Vorschüsse seitens Rußlands und Englands an Persien gehandelt. Rußland und England bestrilten Persien nicht das Recht, eine Anleihe aufzunehmen, wo es ihm beliebe. Die beiden Mächte find aber unbedingt zu fordern be» rechtigt, daß die Einnahmen Pcrsiens, welche sür die von ihm eingegangenen Verpflichtungen Sicherheil böten, nicht als Garantien für eine neue Anleihe beuützt weroen. Das russisch-englische Abkommen über die asia» tischen Angelegenheiten beruht auf der Grundlage der offenen Tür und der Gleichberechtigung des Handels aller Staaten in Persien, also auch der Dreibundstaaten. Es Handell sich aber gar nicht um eine kommerzielle und ökonomische, sondern um eine finanzpolitische Tätig» leit einer Macht des Dreibundes. Die „Neue Freie Presse" bemerkt zu der als bevor» stehend geltenden Annexion Koreas, sie bedeute nicht nur das Erlöschen eines vieltansendjährigen Reiches, sondern auch die Beendigung eines sich immer wieder erneuernden Streites zwischen Japan nnd (5hina. An die Stelle des alten Streitgegenstandes sei jedoch ein neuer gelreleu, die südliche Mandschurei, während die nördliche Mandschurei noch manchen Anlaß zu Rei» bungen zwischen China und Rußland bieten werde. Die rnssisch^japanische Annäherung kelle die Interessen der beiden Mächte in der Mandschurei aueinander. Für Rußland sei diese Annäheruug sehr wertvoll. Die Feind, schast Ehinas könne später einmal gefährlich werden; für jetzt ist das Aushören der Gegnerschaft Japans viel wichtiger. Rußlaud kann jetzt mit größerer Beruhigung als seil lange an seinen mächtigen ostasiatischen Nachbar denken. Tagesuemgleiten. — lNracco und Novctta.) Eines Tages — es mögen zwei oder drei Jahre darüber verflossen sein — weilte Roberto Braeeo, der bekannte italienische Dramatiker, auf der Durchreise in Rum nnd laufte sich bei dieser Gelegenheit in einem Geschäft auf der Via Nazio-uale einen neuen Hut. Als er einen passenden gcsunoen hatte, nannte er dem Hntmacher, damit n ihm den Hut zuschicken könne, seinen Namen und seine Holeladresse. Kanin hatte aber der Hulmacher den Namen des Dichters gelesen, als er mit echter Begeisterung ausrief: Ah, Roberto Vraeco! . . . Sie sind'also der Verfasser von „Romantieismu"! Gestatten Sie mir, daß ich mei-ner Bewunderung sür Sie dadurch Ausdruck verleihe, daß ich den Preis des Hutes, den Sie soeben gelaust lmben, herabsehe! Sprach's nnd gab Roberto Vraceo eine Lire zurück. Der Dichter hielt cs nicht für nötig, den Hutmacher über seinen Irrtum — „Romanticismo" ist nämlich nicht von Braceo, sondern von dem dieser« tage verstorbenen Gerolamo Rovelta — aufzuklären, uud steckte das Geld ruhig ein. Als er aber den Laden verlassen halte, bekam er es mit Gewissensbissen zu tun. „Es ist nicht hübsch von dir", sagte er sich, „daß du dir Geld aneignest, das einem anderen zugedacht war." Um sein Gewissen zu erleichtern, ging er sofort auf das nächste Postamt und schickte die Lire des Hutmachers an Gerolamo Rovelta mit folgenden Begleitzcilei«: Lieber Homi, da ich zu den ehrlichen Menschen gehöre, schicke ich dir eine Lire, die ein sür dich schwärmender Hutmacher mir vou dem zuerst ausbednngeuen Preise eines Hutes nachgelassen hat, weil er überzeugt war, der Verfasser von „Romantieismu" wäre dein treuer Roberto Vraeeo. — lFranzüsischei Talt.j Eine berühmte sranzö« fische Sängerin halle zum Besten eines Waisenhauses gesungen und sür dieses eine große Einnahme erzielt. Nach dem Konzert fand ein kleines Festmahl statt. Die Sängerin fand auf ihrem Platze ein Ei; als sie es ausschlug, entrollten ihm zehn Goldstücke. Lächelnd wandte sich die Dame an den neben ihr sitzenden Geistlichen, den Vorsteher des Waisenhauses: „Sie kennen mich noch nicht genügend, Hochwüroen, um meinen Geschmack so ganz richtig treffen zu tonnen. Ich esse leidenschaftlich gerne Eier — aber nur das Weiße! Das Dotter muß ich schou für Ihre Waisenkinder auf dem Teller lassen." — lEin Maler, der sein ausgestclltt's Gemälde durchlöchert.) Alis eine sonderbare Art hat der spanisch Maler Sala die öffentliche Aufmerksamkeit auf sein in Paris ausgestelltes Gemälde lenken wollen. In Gegenwart zahlreicher Freunde — durchlöcherte er das im Salon des Beaux Arts hängende Bild. Sala bemerkte er habe Skandal machen müssen, um aller Welt zu zeigen, daß die Hängetummission ihm schweres Unrecht zngefügt habe. — lLöwen als Wasserspeier.) Manche Motive der Kunst, die nur rein dekorativen Eharakters scheinen, waren ursprünglich nicht als Dekoration oder Ornament gedacht, sondern dazu bestimmt, Beziehuugen aus' zudrücken und Symbol zu sein. So macht Otto Keller in seinem kürzlich erschienenen Buche über „Die antike Tierwelt" (Leipzig, Engelmann) die imeressante Mit' teilung, daß die schon im Altertume an Arnnnen, Dach' iinnen nsw. gebräuchlichen wasserspeienden Löwenrachci' auf das Sternbild des Löwen zurückgehen, und zwcn' Wer wird siegen? Roman von Headon Hill. Autorisierte Übersehung von U. Vrauns. (2. Fortsetzung.) (Nachbius verboten.) „Das war Vipnn, der Eitv,.Großmogul, der Rock-ley Wood gelauft hat," murmelte Eyrill für fich, indem cr sein Stahlroß auf die Landstraße schob, während der andere seinen Weg nach dem Hause fortsetzte. „Ich habe sein Bild in den illustrierten Blättern gesehen uud erkannte ihn sogleich, ich aber bin ihm von Gesicht nicht bekannt, Gott sei's gedankt!" Und während Vipan sich ins Tolengemach begab, i,m nach einem Briefe zu suchen, den er dort hatte fallen lassen, bestieg Cyrill sein Rad und sauste iu rasender Eile uach London zu, um so schnell wie möglich aus dcm Dorfe forlzukommen, ehe Vipnn, der wahrfchein. lich gekommen, den alten Doktor zu konsultieren, bei der Entdecknng der stillen Gestalt in dem Lehnsessel Lärm erheben konnte. Eyrill Vathurst hätte aber st'inen Atem schonen tonnen, denn es wnrde nicht Lärm geschlagen. Zweites Kapitel. Ein Umtausch der Schuhe. Mehrere Tage hindurch wartete Cyrill in seinem Weslend-Logis in fieberhafter Besorgnis auf Nachricht, d,e ihm von feiten des Gerichts über das Ableben sei» nes Onkels zugehen mußte. Aber fast eine Woche ver» strich, ohne daß ihm als dem nächsten Verwandten durch den Anwalt seines Onkels etwas berichtet wurde, auch in den Zeitungen war des Vorkommnisses nicht Erwäh-nung geschehen. Und wie noch einige Tage dahingingen, verfehlte der letztere die Tatsache nicht, beruhigenden Einfluß aus ihn zu üben, denn hieraus meinte er den Schlnß ziehen zu dürfen, daß der Tod des Doktors natürlicheu Ur-fachen zugeschrieben worden sei nnd infolgedessen nichl als von öffentlichem Interefse betrachtet worden. Und erst am achten Tage war es, als das un° sanbcre „Mädchen für alles", das ihm aufwartete, einen Brief in blauem Umschlag neben seinen Frühslücksteller legte. Der Brief trug den Poststempel „Basingstole". Nun wußie seinen nenen Wirkungskreis eintreten. „Es ist wirklich'gut, daß ich jenen Pvlal auö-mischte", dachte Eyrill, wie er seine Pfeife anzünde" uud fich daun auf dem Sofa ausstreckte, um behaaM in seinem Morgenblalte die Sportnachrichten zu lcje^ Er hatte einen von seinen letzten Sovereigns auf c Pferd gewettet, das an jenem Tage in Godwood renne follte, und er wollte gern die letzten Ergebnisse "fay" ' Es war solch wonnevolles Gefühl, jetzt das N^un von dem Rennen mit Gleichmut betrachten zu wnm», selbst wenn es ungünstig für ihn ausgefallen. «.Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 111. 1001 19 Mai 1910 stammt diese Symbolik aus dem alten Agyptcn, wei um die Zeit, da die Sonne im Zeichen des Löwen verweilte — 20. Inli — der Nil mit besonderer Heftig» keil anzuschwellen pflegte. Ans Ägypten hat sich das Motiv über die gange hellen lsch»römische Well verbrei» let: in Athen, Ephesus, Olympia, Agrigent, Pompeji und an unzähligen anderen Orten fiildet man Löwen, löpsc als Vrunnennlündnngen oder Regenwafser» traufen. Gailz fest steht es übrigens nicht, das; die, ^öwenmasle als Wasserspeier ursprüiiglich ans Ägypten stammt. Curlius wies bereits ans ein assyrisches Bas» relief aus Vairan hin, das in seiner Mitte einen Ring Zeigt, aus dein wie ans einem Fasse das Wasser strömt. RcclM und links sind Löwen, wie zwei Wächter der Duelle; und „Quellhüter" hies; auch die Wasseruhr, die be; Gcrichtsverhaudluugen üblich war, weil sie die Form eines bronzenen Löwen hatte. Somit könnte die Idee ursprünglich eine starte Bewachung der Quelle — der» türpert durch den König der Tiere — bedeuten und auf asiatischem Boden entstanden sein. — l„Heiratsl„stiqc Männer zur Auswahl.") Eine eigenartige treffende Antwort haben die Schülerinnen eines Dresdener Malinslitntes dem Vizepräsidenten des sächsischem Landtages, Geheilural Opitz, auf einen Vor» Nag dcs letzteren über die Franensrage zugehen lassen. T^as Schreiben lautet: „Mit großem Interesse haben wir Ihre die Franenfrage betreffende Gliede gelesen. Auch wir sind der Meinnng, das; die Fran nur fürs Haus und zur Gefährtin des Maunes geschaffeu ist, doch leider sind uusere Bemühungen, einen Gefährten zu fiuden, stets an der Heiratsnnlnft der Männer gescheitert. Da Sie aber doch sicher bereits Wege gefnnden haben, dieser zu steuern (sei es durch Heiratsprämien ooer an-dere Anregnngsmittel), wenden wir uns vertranens» dull an Sie mit der Bitte, uus einige heiratslustige Männer zur Auswahl zu senden. Der Malerei haben wir uns nnr in Ermanglung eines besseren Lebens» M'ckes zugewendet. Wir sind bereit, sie sofort auf» H.Ufiebeu und nnr noch dem Manne zu leben. Überhaupt sind wir sehr anspruchslos- einem Mann zuliebe lönnen wir alles ausgeben. Wir sind übrigens auch alle mehr "der weniger jnng und hübsch." — lWicbicl Blut ein Pferd .qibt.) Die meisten Arten von Serum werden aus Pferdeblut hergestellt. Über die Alulmassen, die ein Pferd liefern lann, macht der Veterinär des Instituts Pasleur M. Priwot inter-cssante Mitteilungen. Ein Pferd, das mau zwölf Icchre lang in regelmäßigen Zwi>chenränmen zur Ader ließ, hat in diesem Zeitraum nicht weniger als 2038 Liter Vlut gegeben, etwa das Vierfache seines ganzen Körper» Gewichtes. Als das Pferd in das Inslilnl kam, war es elf Jahre alt' es lebt noch heule und fcheint durch die häufigen Vlntabzapfungen in seinem Wohlbefinden nicht das Geringste gelitten zu haben. Ein anderes Pferd, bus sugar schon 24 Jahre alt ist und 850 Pfund wiegt, hat dem Institut bereits mehr als 2600 Liter Blut gc» liefert. Die laienhafte Annahme, daß die Aderlässe das Tier abmagern lassen, wird durch die Wirklichkeit wider» lefzt: die Erfahrungen haben im Gegenteil gezeigt, daß einige dieser Pferde sogar zunehmen und sehr selt werden. Bisweilen ist es in dringenden Fällen nötig ge» worden, die zwischen den einzelnen Aderlässen liegenden Zeiträume zu verkürzen. So ist es möglich geworden, ^un einem Pferde zehn Monate lang täglich im Durch» schnitt einen Liter Blut zu erhalten. Das sind freilich Ungewöhnliche Fälle' im allgemeinen erhält man von einem Pferde jedoch weitaus über 1000 Liter Blut und ?ic Anzahl der Tiere, die ohne den geringsten Schadcn lür ihre Gesundheit solche Älulmeugen abgegeben haben, 'st so groß, daß diese Fälle überhanpl nicht mchr als besonders anfsällig registriert werden. Lotal- und Promnzial-Nachrichten. Laibacher Gemeindcrat. — Der Laibachcr Gemeinderat trat gestern abends öu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, an wel» chcr 21 Gemeinderäte teilnahmen. An Stelle des er» Zankten Bürgermeisters Hribar führte den Vurfitz ^lzebürgermcisler Dr. Tav«ar. Als Regicruugsver» Kreter fuugierte k. k. Landcsrcgieruugsral Bremen. "l'k. Zu Verifikatoren des Sitznugsprotokolles wurden ble Gemeindcräle Franchelli und Vidmar no» "liniert. Zu Beginn der Sitznng gedachte der Vorsitzende "s 50jährigen Jubiläums der populären sloveuischen Hhmne ,^:>^i><^ xn«wvn «lavo!" von Davorin Ienlo. Auch die Vertretung der Landeshauptstadt Laibach °ürfe das bedeutsame Jubiläum nicht nnbeachlet lassen und er beantrage daher, daß der in uuserer Mitte lebende greise Komponist Davorin Ienko aus diesem Anlasse znm Bürger von Laibach ernannt werde. Der "Ntrag des Vizebürgcrmeisters wurde unlcr lebhafter Zustimmung einhellig angenommen. Gemeindcrat Turk berichtete im Dringlichkeits» "ege über den Rekurs des Hausbesitzers Siegmund ^Ut scher gegen die magistratliche Entscheidung, wor» "^ sein Ansuchen um Baubewilligung sür ein neues !n ä"oe, ^,^ ^,;,^>^ ^^^. silier Banparzelle in der ^^erengassc ans dcm Grunde abschlägig beschieden uuroe, weil vorerst die Parzellicruugsgeuehmigung die° ^ Baugrundes envirtt werden müßte. Der Rekurs "urde aus den Gründen der angefochtenen Enlschci' °""N abgewiesen. ' l Der Bericht der Personal, und Nechlsseltiun il Angelegenheit der Errichtung einer städtischen Vermitt» lnllgsslellc siir den Vertrieb von Fleisch, Milch nnd anderen animalischen Produltt'N wurde von der Tages-urduung abgesetzt und soll in der nächsten Plenarsitzung zur Verhandlung gelangen, worauf Gemcinderat M i > l o h n o j a über den Rechnungsabschluß und die Bilanz der städtischen Spartasse sür das Verwallungsjahr 1909 referierte. Die Anstalt beging am 1. Oktober 1909 das Jubiläum ihres zwanzigjährigen Bestandes. In dein verhältnismäßig tnrzen Zeilranme ihres Bestandes habe die städtische Sparlasse sich kräftig entwickelt und sei nunmehr das größte slovenische Geldinstitut. Das Ver» waltnngSvermögen der Anstalt beziffert sich bereits ans 88 Millionen Kronen, während das eigene Vermögen die Summe von einer Million bereits überschritten hat. Der Geldvertehr der städtischen Sparlasse belief sich im abgelaufenen Jahre auf 58,135.020 X 88 l; und hat sich im Vergleiche znm Vorjahre um 6,977.719 I< 75 I> vermehrt. Die Einlagen bezifferten sich mit Ende des abgelaufenen Jahres anf 37,746.250 X 30 k. Der Znwachs an Einlagen (4,374.622 X 66 !>) wnrde> Haupt-sächlich zu Hypothekar» nnd Gemeindedarlehen verwen» del; erstere belrngen mit Ende des abgelaufenen Jahres 22,391.569 1< 16 !,, letzlere 6,397.552 X 7 1>. Das Rcincrträgnis pro 1909 belief sich auf 142.427 X 69 !, nnd ift im Vergleiche znm Vorjahre höher um 63.224 X 14 l>. Vom Reinerträgnis wurde der allgemeine Reserve» sonds mit 70.494 X 64 li dotiert und beziffert fich nun. mehr auf 1,061.678 X 83 I>, was einer 2,8 ^ Bedeckung der Einlagen gleichkommt. Der Rechnungsabschluß wurde über Antrag des Referenten einstimmig genehmigt nnd dem Verwallnngsrate der Spartasse das Absolnlorium erteilt. Ebenso wnrde der Rechnnugsabschluß des mit der städtischen Sparkasse verbundenen Krcditvereines ohne Einwendung genehmigt. — Dem Besitzer Iufef P u h wurde ein Streifen städtischen Grnndes in der Grada^ieagcrsse znm Preise von 10 l< pro Onadrat. uicter käuflich überlassen. Namens dcir Bausektiun referierte Gemeinderat T ll r k über dic Zuschrift des Bürgermeisters, betref-send den in der jüngsten Gemeinderatssitznng gefaßten Befchluß, wornach über Antrag des Gemeinderales Dr. Oralen die Tischlerarbeiten nnd Beschläge beim Bau der k. k. Staatsgewerbeschule den „Vereinigten Laibachcr Tischlermeistern" Hinlangegeben werden. Die Ausführung dieses Beschlusses wurde vom Bürger» meisler im Sinne des tz 6? der Gemeindeordnnng sür die Landeshauptstadt Laibach ans dem Grunde sistierl, weil dieser Beschluß geeignet sei, die Gemeinde wesent-lich zu schädigen. Der Bürgermeister erörtert in seiner Zuschrift die Gründe, die ihn zur Sistierung des er» Wähnleu Gemeinderalsbefchlusses veranlaßt haben. Bei der am 1. April stattgehabten öffentlichen Offerverhand-luug wurden für die Tischlerarbeiten beim Bau der Slaatsgewerbcschnle fünf Offcrtc und ebenfoviele Offerte für die Beschläge eingebracht. Für das Haupt» und das Werkslättengebäuoe offerierten die Firma G. Tön» nies und die Produttivgenuffenschaft der Laibacher Tischler, während die Tischlermeister Primo/.ic-, >,tafar H Zorman für die Arbeiten im Sun» terraiu und im Erdgeschoß des Hanplgebändes, P e» trin und Nnrger sür die Arbeiteil im ersten und zweiten Stockwerke dieses Gebäudes, Rojina sür die Arbeiten im Wertstättcngebäude offerierten. Bei der Vcrgleichnng der Offerte zeigte es sich, daß die Firma Tönnies die Tischlerarbeiten samt Beschlägen sowie die Anstreicherarbeilen im Hauptgebäude um 53.799 X 5l K und die Pruduttivgenossenschaft der Laibacher Tischler dieselben Arbeiten um 56.984 X offerierten-das Offert der Tischlermeister PrimoÄ5, 8kafar H Zur» man, Petrin nnd Bnrgrr lautete sür diese Arbeiten auf 67.208 X 76 l,. Der billigste Osserent war somit die Firma G. Töunics, welche um 3184 l< 49 1> bil» liger war als die Produktivgcnossenschaft der Laibacher Tischler und um 13.409 X 25 1, billiger als die Tischler» meister Primo5i5, Nafar H Zornian, Pelrin und Vur» ger. Die gleichen Arbeitcu im Werlställengebände uffe° ricrlen die Firma G. Tönnies um 10.264 X 90 ll, Tischlermeister Anton Rojina um 10.261 X 33 I. uud die Prudultivgenossenschast der Laibacher Tischler um 10.466 l< 83 l,. Das billigste Offert war somit jenes dcs Tischlernleisters Rojina. Im Sinne der Konkurrenz» Ausschreibung wären somit die Arbeiten im Hanpt» gebäude an die Firma G. Tönnics, die Arbeiten im Werkslätlengebäude an Tischlermeister Nojina hintan» zugeben. Der Genieinderat halte in der Sitzung vom 3.'d. M. über Antrag des Gemeinderates Dr. Ora» /en beschlossen, mit der Ausführung dieser Arbeiten die vereinigten Laibacher Tischlermeister zu betrauen, ob» wohl deren Offert um mehr als 13.000 X höher ist als jenes der Firma Tönnies und selbst nach der nnch° lräglich bewirkten Reslringiernng dieses Offerts noch immer höher um 2647 X 68 I,. Dcr Bürgermeister habe sich daher veranlaßt gesehen, diesen Beschluß zu sistieren, weil durch das Kartell der erwähnten Tischler» mcister die Interessen der Stadtgcmeinde geschädigt wür- den. Referent Turk stellte mit Rücksicht auf die Aus» führungeu des Bürgermeisters den Antrag, daß die er-wähnten Tischlerarbeiten nnd Beschläge nicht an oie vereinigten Laibacher Tischlermeister, sondern an die Produttivgenofsenschaft der Laibacher Tischler um den offerierten Betrag von 64.989 X 83 Ii hintangegeben werden. In der über diesen Alitrag eröffneten Debatte erbat sich zunächst Gemeinderat Dr. Oraien das Wort, welcher gegen den Vorwnrf, daß der in der Sit» znng vom 3. d. M. gefaßte Beschluß uumoralisch sei, protestierte und den Bestand eines Kartells der Lai-bacher Tischlermeister in Abrede stellte. Redner beleuch» lele den Kalkulicrungssehler im Offert der Laibacher Tischlermeister und gab der Erwartung Ausdruck, daß der Gemcinderat bei seinem am 3. Mai gefaßten Be» schlnsse verharren werde. Gemeindernt Dr. kvigrlj sprach sich ans volkswirtschaftlichen und nationalen Gründen für den Antrag des Vorredners aus. Einige Geineinderäle werden erst gescheit, wonn sie den Sit» zungssanl verlassen, daher wohl der überraschende. Scklionsantrag, der hente in Angelegenheit der Vcr-gebnng der Tischlerarbeiten gestellt wird. Die Kosten des Baues werden von Laibacher Stenerzahlern beslrit. ten werden, es sei daher nur recht und billig, daß auch der Verdienst Laibacher Gewcrbsleuten zugute komme. Dr. kvigelj appelliert an den Gemeinderat, konseqnen» lerweise bei seinem Beschlusse zu verharren. Vizebürger» meister Dr. Tav5ar erteilte dem Vorredner wegen dessen Äußerung, daß einige Gemeinderäte erst gescheit werden, wenn sie den Sitznngssaal verlassen, den Ord» nimgsrns und urdncle sodann die Abstimmnng an. Der Antrag des GeineiUderates M i l o h n o j a ans geheime Abstimmung wurde nicht genügend nnterstützt. Bei der sodann vorgenommenen Abstimmnng wnrdc der Antrag des Gemeinderales mit 15 gegen 5 Stimmen abgelehnt und hierauf der Antrag des Referenten mit großer Majorität znm Beschlusse erhoben. Gemeinderat Tnrk berichtete weiters über die Osferlverhandlung, betreffend die Hintangabe der Bau» arbeiten für den Erweiterungsban in der städtischen In-sanleriekaserne nnd für den Znbau zum Angmentalions, magazin in der städtischen Artillerielaserne. Die Arbci» ten und Lieferuugeu wnrden wi? folgt an die billigsten Offerenten hintangegeben, und zwar: Maurerarbeiten an Valentin Ecagnetti (75.437 X 84 1,), Zimmer, meisterarbeiten ebenfalls an Valentin Scagnetti < 17.676 lv 72 l>), Schlosserarbeiten an R. Smielowsky s 10.124 X 40 Ii), Tischlerarbeiten an A. Pelrin und S. Praprotnik, Anstreichcrarbeileil an die Brüder Ebcrl, Dachdeckerarbeiten an Vidic H: Ko., Steinmetzarbcitcn an Felix, Toman, Zimmermalerarbeiten an A. Petet, Spenglerarbeilen an I. Rujina, Glaserarbeilen an A. Agnola, Liefcrnng der Traversen an das Konsortium Vreme, Rebolj nnd Pnfl uiid die Wasferleitüiigsinflal» latiuu an I. Babnik. Mit den Arbeiteil beim Znbau in der städtischen Artillc>riekaserne wnrden betrant: R. Sniielolvsly mit den Maurer» uud Speuglerarbeiteu sowie mit der Lie» fernng der Traversen, I. Zakotnit mit den Zimmer» meisterarbeiten, Felix Toman mit den Steinmetz» arbeiten, Vidic H Ko. mit den Dachdeckerarbeiten, das Konsortinm Bremc, Rebolj nnd Pust mit den Schlosser, arbeiten, S. Praprolnik mit den Tischlerarbeiteil, T. Nrieelj mit den Ansireicherarbeiten, A. Agnola mit den Glaserarbeilen nnd I. Vabnik mit der Installation der Wasserleitung. Weiters wurden hintangcgeben: die Bildhauer» arbeite» beim Bau der Staatsgewerbeschule an den aka» demischeil Bildhauer V. Mach' in Prag um 20.200 lx, die Kanalisiernilgsarbeilen in der Gajgassc, Thealergasse, Beelhovengasse und Simon Gr^or5i5»Gasse an die, Firma Tribut H: Ko. in Laibach um 16.826 lv 50 II und die Errichtung einer neuen Kahnstation anf dem städtischen Teiche nnter Tivoli an Zimmermeister Za» kotnil um 1665 X. Den Parzcllierungsansnchcn der Firnla G. Tönnies nnd Franz Golob wnrde nnler den üblichen Bedingungen Folge gegeben. Gcmeinoerat Dr. 8uigelj berichtete über die Medikamentenrcchnnng sür die städtischen Armen pro 1909. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 3676 X 8L k. Tie Rechnuiig wnrde ohue Einwenduiig genehmigt uud bei diesem Anlasse den hiesigen Ärzten sür die nncnl» geltliche Behandlung der Armen der Dank des Gc-meinderales votiert. Schließlich wurde über Antrag des Gemeinderates Likuzar der Rekurs der Haus- und Realitäten« besitzerin Eugenie Fröhlich gegen die beschlossene Äiide» rung des Regnlierungsplanes für die Koliseningasse ab» schlägig beschieden ulid sodanii um 8 Uhr abeuds die, öffentliche Sitzung geschlossen. " lAessiinstiqunss beim Übertritte von Militärzöq. liu.qen in Zivilmitlc'lschnlen.j Wie uns mitgeieill w,rd, Hai das l. l. Ministerium sür Knltus und Unterricht mit einem jüngsten Erlasse für den Fall des Über» lrittes von Zöglingen der Mililärbildnngsanslallen m Laibacher Zeitung Nr. 111. 1002 19 Mai 1910. Mittelschulen die Lehrkörper ermächtigt, bei der Auf» nahmsprüfnng solcher Vewerber auf die durch die, Zeug» nissc der Militärbildnngsanstalten nachgewiesenen Kenntnisse billige Rücksicht zn nehmen. Bei der Reife» Prüfung an Gymnasien sind bis auf weiteres die Ab» solventen der Militäroberrealschnle in Mährisch.Wciß» lirchen, serner jene der k. u. k., bezw. der k. t. Ka° dcttenschnle, auf Grund günstiger Nuten in den Klassi» filationsausweisen von den Vorprüsnngen aus der Religionslehre, der Naturgeschichte und Physik, bei der NealfchuI'Reifeprüfung von den Vorprüfungen aus der Religiouslehre, Naturgeschichte, Ehemie und dem Frei» bandzeichnen ,',u befreien. Den Absolventen des dritten Jahrganges der Marineakademie in Fiuine sind die vor» siehend genannten Begünstigungen mit der Einschrän-kung einzuräumen, daß die Vorprüfung aus der Reli« gionslehre bei katholischen Zöglingen bloß ans der .Kirchengeschichte sin dem lehrplanmäßig festgesetzten Um» sangej sonst aber in vollem Ausmaße vorgenommen wird. Tie den Militäroberrealschülern dei der Reifeprüfung an einer Staatsrealschule in Wien mit den Erlassen des t. t. Ministeriums für Kultus und Unterricht vom 27. März 1901, Z. 7911, und vom 4. Mai 1908, Zahl 19.187, zugestandenen Erleichterungen werden durch die vorstehende Verfüguug nicht berührt, cöenso die den Absolventen des dritten Jahrganges der Marine-nkademie ill Finme bei der Ablegung der Reifeprüfung an der Slaatsrealschulc in Görz oder in Trieft mit dem Erlasse vom !9. Mai 1909, Z. 12.399, eingeräumten Begünstigungen. —,-. — ^Gesellschaft für Höhlenforschung.) Der Herr Landespräsidenl Theodor Freiherr von Schwarz ist der Gesellschaft für Höhlenforschung als Gründer mit dem Betrage von 200 X beigetreten. — Mirunq.j Der freiwillige Feuerwehrverein in Karlstadt hat dem Obmann des Landesverbandes der lrainischen Feuerwehren, Herrn Franz Dobcrlet in Laibach, in Anerkennnng dessen Verdienste um das slo> venische und das kroatische Feuerwehrwesen, namentlich inn jenes in Karlslndt, zu seinem Ehrenmilgliede er» ilUNNt. — lDic Vczirkslehrcrkonfercu^ der deutschen Schulen im Ttadtschulbezirke Laibach) findet Mittwoch den 8. Juni nm 8'/^ Uhr vormittags im Lehrsaale für Physik der hiesigen Staatsoberrealschnle stall. Die Tagesordnung umfaßt neben den üblichen Punkten das Thema „Der moderne Sprachanssntz" nno einen Vor-trag des Bezirtsschulinfpeklors über die Stimmbildnng. — lNei der Lokalbahn Laibach — Oberlaibach) be» trugen im verflossenen Jahre die Einnahmen 52.943 lv, die'Ausgaben 86.257 X, der Iahresabgang 33.313 X. Die Staalsgarautie wird mit 67.118 X in Anspruch ge-nummen. — lDer Tag des Kometen.) Wie wir einer Dar» stellung im „Nenen Wiener Tagblatt" entnehmen, wird von hente ab der Komet nach der Sonne nnlergehen und daher am Abendhimmel stehen. Freilich befindet er sich hente noch in zu großer Nähe der Sonne, als daß man den Kern selbst, der schon eine Viertelstunde nach der Sonne untergehen wird, sehen könnte. Der Schweif aber wird schon so weit hinter dem Kometen einhergehen, daß man ihn abends als hellen Lichtschein, etwa drei Viertelstunden nach Sonnenuntergang, am Westhimmel wird bemerken können. Morgen abends geht der Komet schon anderthalb Stunden nach der Sonne unter. Dieser Tag und die darans folgende Woche sind nun die günstigsten Zeilen, um den Kometen beob» achten zn lönneu. Sobald die hellste Abenddämmerung verschwunden ist, wird man gerade in derselben Richtung, wo anch die Sonne untergegangen ist, nur etwas höher über dem Horizont, den Kern des Kometen er» scheinen sehen. Veim ersten Anblick sieht er gerade so wie ein Fixstern ans, fällt aber fchon dnrch seine Vcr-waschenheit ans, als ob er von einem „Huf" umgeben wäre' überdies ist eine Verwechslnng mit einem anderen Stern, wie dies am Morgenhimmel mit der Venus ja so häusig stattgefunden hat, lanm möglich, weil lein hellerer Stern in diefer Gegend fleht. Je mehr nun die Abenddämmerung verschwindet, desto ausfallender wird d.r Kern werden, nnd es zeigen sich nun vom Kern weg, etwa in der Richtung des Mondrs hin, anfangs schwächere, dann immer dentlicher werdende Ausstrahlungen, die schließlich beim Einbruch der Nacht deutlich in den eigentlichen Schweif des Kometen übergehen. Dieser besitzt das gleiche nxiße Licht wie die Milchstraße nnd wird je nach der Reinheit der Lust kürzer oder länger« hin zu verfolgen sein. Samstag wird man den Ku» lneten schon bedeutend besser sehen, wie ja überhaupt die günstigste Sichtbarkeit bis Ende Mai immer mehr wächst. Dabei bleibt die Richtung, in der man den Ko« melcn zn suchen hat, immer dieselbe, nämlich westlich in der Gegend des Ortes, wo die Sonne untergeht. Nur muß man bedenken, daß man, je weiter der Veob-achlungstag vom 20. Mai entfernt liegt, den Kometen desto höher am Himmel zn suchen hat. * lVcreinswcieu.) Das k. l. Ministerium des In-nern hat die Bildung des Vereines „l>Iovon»1u-a5a", Welcher seine Tätigkeit nach allen im Reichsrale vertre-lenen Königreichen und Ländern erstrecken kann nnd seinen Sitz in Laibach hat, zur Kenntnis genommen. Weiters hat das k. t. Lcmdcspräsidinm in Laibach die Bildnng der Vereine „1'i-<»«wvn^n<> p^ilno züN8k2 äoliin», äruödo 5v. lüii'illl in Hltitoän v I^'uv^'uni" mit dem Sitze in Kal, Bezirk Adclsbcrg, und „l-'odr^ni^n. odÄna. ^ssoi-NM ^i^lvll ^ruxlx' «v. l^irila in Hsotoclll v I^'nb-l^nn" mit dem Sitze in Ober.kl^ta nicht untersagt. — fang Mai das Trubar-Denkmal, ein Kunstwerk des akad. Bildhauers Berneler, aufgestellt uud nach Auf» slelluug eines Schutzgitters bald daraus enthüllt. Auf dem Vrühl »verden Vorbereitungen für die Inangriff» nähme des Schulbaues getroffen. Das Werkstätten« gebändc im Hose der Staatsgewerbeschnle an der Römer, nianer ist nahe bis zum Dachstuhl fertig. Der Rohbau der Villa Kandare am Grnberlai ift vollendet, jener der Villa Götzl verputzt. Die Villa öerjav in der Schießflätl« gasse ist verputzt und wird zum Teil bereits benutzt. Die Villa Hir^man an der Knhnstraße ist im Rohban fertig nud erhält in nächster Woche den Tachftnh!. Die Ver> putzuugsarbeiten beim Hanse der Josefine Kos in der Eyrill» uud Methodgasfe werden fortgesetzt; beim Hanse der Maria Ko/.elj an der Elisabelhstraße sind die Maurerarbeiten im dritten Stockwerke durchgeführt und nunmehr werden die Manerwände getrocknet. Der Roh» bau des neuen Hauses der M. Koxelj an der Poljana-straße ist bis zum ersteu Stucklucrte gediehen. Das alle Saclgäßchen verschwindet insolge dieses Baues auf immer. Die übrigen Vanparzellen dieser Nanfläche lver° den, wie wir erfahren, ebenfalls in Bälde verbant wer« den, so längs des Peterlais wie, der Rest an der Poljana« slraße. Die Maurerarbeiten beim Hause des Franz Igln': am Tabor und an der Ecke der Vrhoveegasse find beendet. Beim Schnltrakt des Kollegium Marianum an der Poljanastraße werden sie nebst Professionisten-arbeiten im Innern noch ansgesührl. Vor der nenen Laudwehrkascrue siud die Steinplatten für die Pslasle» rung des Gehweges zugeführt. Die Verputzungsarbeiten beim zweiten Hause des H. Priv^ek in der Sonnengasse sind noch nicht beendet. Das Haus des Vaelav Kübella au der Franz Josef.Straße ist bis zur Hälfte verputzt, jenes des V. Babiä und der Ios. Kos in der Gerichts, gasse ist in allen Teilen als vollendet zn betrachten. Das Erste Laibacher Lacierhaus an der Wiener Slraße wnrde in den letzten Wochen dnrch drei Objekte vergrößert, der freie Kompler erweitert nnd die Gebäude mit einem frischen Anstrich versehen. Ans den Bangründen der „Umteljska Tiskarna" in der Franziölanergasse wnrde mit den Grundaushebuugen begonnen. Nächst dem Tivolischlosse wurde vou der Straße bis zum Garteu des neueil Reftaurationsgebäudes eine ncne steinerne Stiege errichtet und ober dem genannten Gebändc eine kleine Terrasse hergestellt, der alte Gehweg entsprechend verlegt und der Hofranm erweitert. Das Tabaksabrils-gebände an der Triefter Straße wird nm ein Maga« zinsobjekl vermehrt; die Arbeiten sind bereits im Iuge. Der Turusaal und die Nadelokalitäten im Ursnli» »crinnenkonvent sind vollendet nnd eingerichtet. Der Rohbau des deutschen Theaters weist einen rafchen Fortschritt auf. Die Rekonstruttionsarbeiten beim Hanse des I. Pcrdan am Kaiser Iuscf°Platz 12 sind nahezn fertig. Das Haus Nr. 16 am Dmnplatz uud jenes Nr. 21 in der Floriansgaffe erhiellen einen frischen Anstrich. Auf der Vleiweisslraße ist das Steinmateriale siir die Pslaslcruug des Übergauges bis zur Ecke deS Restanrationsgarlens beim „Narodni Dom" bereit, gestellt. Die Gebäude der „Kolinska Tovarna" sind in allen Teilen vollendet und werden nächstertagc ein» gerichtet werden. — Der Arbeilermangel macht sich auf einigen Bauplätzen noch immer fühlbar. x. — lDie Eröffnung des Touristeuhauses in der Steiner Fcistrih) wird 'Sonntag, den 22. d. M., statt, finden. Die Führung der Wirtschaft übernimmt wieder Fräulein Maria Ieraj, schon aus der vorjährigen Saifon als <'ine ausgezeichnete Köchin bekannt. In der Saison wird das Tonristenhans mit warmen und kalten Speisen (zu gewissen Zeilen anch mit Wildbret) und jederzeit mit 'dem besten Getränke vcrseheu sein. Seil-dem das Tonristenhans au den Slovenischen Alpenver-ein verpachtet wurde, erfreut es fich eiues zahlreichen Besuches, den die romantische Gegend des Feistritz. Ursprunges anch vollans verdient. In der vorjährigen Saison wurde das Touristenhans von über 2000 Tou. ristcn und Ausflüglern samt Familien besucht. — Ausstellung von Schulzeichnungcn.) Man schreibt uns aus St. Veit bei Laibach: Äm 15. und 16. d. M. veranstaltete die Leitnng der hiesigen ae° Ux-rblichen Fortbildungsschule eine Ausstellung vcm Schülerzeichnuugen. Allgemeine Aufmerksamkeit crrca.» teu die im modernen Stile vollendet ausgeführten Tischlerarbeiten. Große und vorzügliche Leistungen be» merkte man anch bei einzelnen Schülern des Maurer» gewcrbes. Herr Leiter M iheli <> hielt einen Vorlrag über die Wichtigkeit und Entwicklung des Gewerbe« Wesens, Herr Dr. Vogdan Dr Herren Hosrat Ritter von Kaltenegger, Landes» regiernngsrat Dr. Edler von Ehrou, Regierungs» loiumissär und Inspektor für Ge>verbeschnlen Direktor kubic, zahlreiche Professoren und Lehrer, weiters Schüler des fürstbischöslichen Gymnasiums in St. Veit. Volle Anerkennung gebührt dem Herrn Leiter Mi he» l i 5 dafür, daß es ihm gelungen war, die Schule auf eine so hohe Stufe zn bringen. — >kulj in der Floriansaas^' wurdeu außer einer ncnen grünen Pelerine 4 Gramnw° phonplatteu entwandet. Ans dem Auslagcfensier der Papierhandlung K. Till am Kungreßplatz kamen zwej Schachteln mit'feinem Briefpapier,' Marke „Automobil und „Madame Royal", abhanden. Einem Knechte '" Gradi,;<-e wnrde ans dem unversperrleu Koffer cM Geldbetrag von 70 X gestohlen. In der Poststallnng a" Äallhansplatze kamen dieserlage vier den Postknechten gehörige Regenmäntel weg. Durch einen Wohnnnas-einschleicher wurde einer Arbeiterin ein großes Umhäng' luch und einer dienstlosen Magd das Dienslbotenbua) gestohlen. Die Täterin ist bekannt. Diesertagc schlich !'") eiu durstiger Dieb in die Kellerräumc eines Hauses m Laibacher Zeitung Nr. 111. 1003 ____________________________________19. Mai 1910. der Gcrichtsgassc ein, brach cine hülzornc Tür auf und stahl aus einem ssassc 40 Liter Nutwein. In Hradchky. dorf wurden einem im Gruberkanal beschäftissten Arbei. ter aus dem Dachboden mehrere dunkle Kleidungsstücke, ferner Znxi Hemden enlwenlx-t. Einer an der Wiener 'Ctrahe wohnhaften Kellnerin wurde aus dem Buffer eine große Geldtasche gestohlen. Aus einer Portierloge verschwand diesertage einc fast neue Weckeruhr. Einer Kellnerin in der Gerichtsgassc wurde eine silberne Taschenuhr nebst langer vergoldeter Halskette gestohlen. >In der IaluliZoorsladl entwendete ein unbekannter Dieb nnem Taglöhner einen grünen Plüschhut nebst Gems» barl. Einem Tabaktrafilanten am Tomplcch kamen vier» ,^g Ansichtskarten abhanden. Im Hei.chausc der Süd» bahn verschwand einem Schlosser aus der Rocktasche eine Hehntronennote. ^ iVerloren.j Eine silberne Ossizicrslettc, ein gol» i^'ncr Ehering, eine goldene Krawattennadel in Form <'incö Hufeisens, ein Paar Kinderstrümpfe, ein schwarz» seidener Regenschirm, eine vernickelte ssahrradpumpe, einc ^ehnkronellnole, ein Geldbetrag von W !^, ein ^eldläscl)chen mit 32 K, ein Handlnsli/Hen mit 4 l< und ein Geldtäschchen mit 8 X. ''-' iGcfunden.) Sechs Zimmerschlüssel, ein goldener Damenohrring, ein Handtäsclxhen mit 7 lv, ferner einem Schlüssel, einem Taschenluch und einem Rosenkranz <'in goldcnes viereckiges Anhängsel, ein Handtäschchen ^nil Geld und einem Taschentuch, eine goldene Kra> Wattennadel mit eingravierten Buchstaben und cm Versatzzettel des städtischen Versahamtes. — lWcttcrbcricht.j Die Wetlersitualion hat sich seil gestern nur unwesentlich geändert. Anch die Lufl° druckve'rteililng über Europa ist der gestrigen sehr ähn° ), Trieft 15,8, Pola 13.6, Abbazia !2,0, Agram 14,3, Sarajevo 11,5, Graz 15,5, Wien ,5,2, Prag 16,4, Berlin 14,l), Paris 13,5, Nizza 16,5, Neapel 19,2, Petersburg 6,6- die Höhenstationen: Dbir 7.2, Sonnblick — 2,8/Säntis 1,8, Semmering 15,6 Grad Celsius. Voraussichtliches Welter in der nächsten Zeit für Laibach: Meist heiteres, warmes Wet> tcr mit Winden veränderlicher Richtung. Theater, Kunst und Literatur. — <„Oerllveni Mazbenill.") Inhalt der 5. Num» Wei: 1.) Dr. Josef Mantuani: Der gregorianische Chural, dessen Entstehung, Entwicklung und Anwendung. ^-1 Hr. Ferjan6i5: Etwas mehr Folgsamkeit. 3.) Paler H. Sattner: Anton Derni<"-, ein neuer hei» Wischer Orgelbauer. 4.) Zuschriften. — Die Musik-"eilagc enthält Kompositionen von Fr. Kimovc c. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Abgeordnetenhaus. Wien, 18. Mai. Nachdem die erste Lesung über die Errichtung eines Kriegerkorps abgebrochen worden war, lvurde die Verhandlung der Dringlichkeilsanträgc, be-^essend die Hochschulbauten, sortgeseht. Die einzelnen Redner traten für die Forderungen ihrer Länder in Angelegenheit der Hochfchulbauten ein. Abg. W a st i a n ^klärte, daß er als deutscher Abgeordneter selbstver-ländlich jene Wünsche besonders unterstütze, welche sich "Us die deutschen Hochschulen beziehen. Alles, was ans ^m Gebiete der Unterrichtsvcrwaltung geschehe, müsse lu geschehen, daß es nicht als wie ein Geschenk aussehe, ^as aus einer bestimmten Tendenz entspringt. Aus die. l^l Tendenz sei die Negierung den Universitälswünfchen ^l anderen Nationen gegenüber viel leidenschaftlicher glissen als den Bedürfnissen des deutschen Volkes. — Zachste Cihung am 27. Mai. Die Finnlandvorlagc. Petersburg, 18. Mai. Nach Eröffnung der heu-^n Cihung der Duma gab der Deputierte Graf Vo- lmskij sexireme Rechte) eine Erklärung ab, in der er ^gen ein ihm zugegangenes Memoire englischer und 'Nscher Parlamentarier bezüglich Finnlands energisch protestierte und die Frage aufwarf, was die Engländer >^n würden, wenn man von russischer Seite Ratschläge steilen würde, wie sie sich gegenüber Irland oder Indien zu verhalten haben. Die dem russischen Volle ^'N'undete englische Nation möge wissen, daß auch in ^ußland, speziell in der Duma, ^eute vorhanden seien, ^ i«'gliche Einmischung von Ausländern mit einem ^^rgischen „Hands off!" zurückweisen. (Stürmischer ^liall rechts und im Zentrum.) Todesfälle. Vcrlin, 18. Mai. Der Historien» und Genremaler Franz Slarbina ist heute vormittags gestorben. Petersburg, 18. Mai. Die Schriftstellerin Eliza Orzeszko ist in Grodno gestorben. 47 Personen ertrunken. Mezaudrovsk sOouvernenlent Ielaterinoslav), 18. Mai. Aus dem Dnjepr geriet ein mit 94 Arbeitern beschtes Fahrzeug gegen ein Riff. Siebenundvierzig Personen sind ertrunken. Gine Explosion. Canton (Ohio), 17. Mai. In den Fabrilsräumcn der American Sheet and Tinplate Company erfolgte eine Erplosion, wodurch etwa zwanzig Arbeiter getötet wurden. Von den übrigen in der Fabrik beschäftigten 300 Arbeitern ist kaum einer unverleht geblieben. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Krain für die Zeit vom ?. bis 14. Mai 191,0. Es herrscht: der Rotlauf der Schweine im Vezirlc Gurlfeld in der Ge» meinde St. Barthlmä ii Geh,); die Tchweinepest im Bezirke Adelsberg in der Gemeinde Iablanch (1 Och.»; im Bezirke Gottschce in den Gemeinden Dane (4 Geh.1, Guttschce (1 Geh.), Iurjowch (5 Geh.), Nie. derdorf (4 Geh.), Reifuih (4 Geh.), Landstras; (1 Geh.), St. Barthlmä (1 Geh,); im Bezirke Littai in den Gemeinden Kreuzdorf (l Gel,.). Mulau (1 Geh.), Obergurk (1 Geh.); im Bezirke Rudolfswert in dm Gemeinden Döbernil ^2 Geh.), Hos (1 Geh.), St. Michacl-Stopic (3 Geh.), Seiscnberg (1 Geh.); im Bezirke Tichernrmbl in den Gemeinden Gradac (1 Geh.), Lola (1 nilar. Ncstnurateur. Divaia. — Vidic, Besitzerin, Bischostack. — Novak, Vesiher, Kriziie. — Cauazsi, Kfm.. Bologna. — Rohr-mann. Notarsgaltin, Gurlsrld. — Pirc, Apotheker, Idria. — Diblitcl. Kfm., Praq. — Gornp, Generaldirektor; Brosch, Direktor; Müllich, Rolli. Vontcnso, Kflte.. Triest. — Bader, Rsd., Pohrliß. — Rosenberg, Rjd., Agram. Hotel Elefant. Am 16. Mai. Gimzl, t. u. l. Generalmajor, m. Fran, Höflein. — Günzl, l. k. Land..Reg..lkonz.Pr., Völlermarlt. — Baron Apfaltrern, l. l. Kämmerer, Kreuh b. Stein. -- Wilt» schnig. Verwalter, Kreutz b. Stein. — Koblit), Priv.. m. Frau; Teber, Schriftsteller; Eiles, Bäckermeister; Klammerberger striseurin, Wien. — Hahn, Herlüg er, Bergmann. Sonnwalder Kral, Ruzicka, Nsde., Wien. - Slwarz. Rsd., Graz. - Just. Rsb., Trieft. — Kriz, Klm., Cabar, Kroatien. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Sechöhe 306'2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ,^7 2^ll. N. '73^8""M 4 SS^i>. mäßigt "heiler"^! ^ 9U. Ab. 33 6 15 6 SW. schwach , heiter_______ 19.> 7 U. F. ! 33 5 > 12 6z NO. schwach , heiter > 0-0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 17-1« Normale 14 4> Seismische Berichte und Beobachtungen der Uailiacher Erdbebenwarte (ll'sslilndst vo>! dcr Nlniüischc» Sparlllslc 1! m » ! li m » ll m » l> m » b NI^ ^ Kola: 16. 130 10 5118-----------------------10 51 36 10 b2 ^ Aaib ach: 18 5500 1010 25 10 17 19 10 29 30 10 42 10 11 45 N ! (5) Vodenunruhe: Sehr schwach. * Es bedeutet: !>'. — dreifnchrs Horizmttnlpendl'l von Nebeur-Ehln, V -: Mitvoleitüwgraph Viccitt!»,. w — Wil-cheN.Vl'üdtl. DtL Lebens ungemischte Freude ^^^^ ward leincm Sterblichen znteil. Das erfährt i<^^ jeder, der nach einem Spaziergmin,, nach einem Ans» slug schwer erlältct heimtommt. Aber man kann ^^. sich dann wenigstens leicht helsen. wenn man ^7b50 1860er „ 100 fl. 4"/^ 242 — 248 — 1864er „ 100 fl. . . 33, - 83? - l864er .. l>a fl. , . »ZO — 3»s Dom.-Nfandbi. k 120 fl. b°/,, 288 Lb 2L(> lb Staatsschuld d. i. Neichs »ate vertretenen König' reiche und Länder. löftcrr. Goldrente fteuerfr., Gold per Nasse .... 4"/„ «i? — i,7'30 Österr. «ente in Kronenw, stfr.. per Kasse.....4"/« 94 25 »5 45 dctto per Ultimo . . 4«/„ 94 2ö 94 4b vst. Investition«.^siente. stfr.. lii!. per Kasse . . »'/,"/«,> 84 25 «4 7b llll»nbllhn>Zlllnt,schuld> »»lschrlibnnglN. «lisaoeth-Vahn i. G.. steuersr., zu 1,1.000 fi.....4°/„ —--> --- yranz Iofeph-Gahn in Eilbei (biv. St,) . , . . 5>/<"/,, ii? 90>1» 90 Valiz. Karl llubwig-Bahn (div. Stücke) Nronen . . . 4"/, 94 70 ?ü 7<^ slubolf-Aahn in Nroneuwähr. steuerfr. (div. St.) . . 4°/» «4 ?n 9b 7" Noiailbergcr Vahn, stfr., 4UU und »uoo Nrvnen . . 4«/^ »4 K>' 9l» 80 Hn llllllkschuldullschttlbnngeu al>,»ft»»PeUl GistnbahN'Kktlen «lifabeth-V. 80« fl. KM. ü'///„ von 400 Nr.....452b0 4b4 20 detw i'lnz-Vudwels »Ml fl. ö. W. O. ü'///n . . . .431 2Ü423 2b dttto NalzbilraTirol 200 fl, 0. W. S. b°/„ . . . .420-— <2s — oremetal Vahn 200 u. 2000 Nr. b»/, . ......lvi - 182 - ! !»eld Ware P«m zwlltt zm Zahlung AliN' no«n«n« GIsnlblihN'Prllllttät»- ßbliyllllonnl. «vhm. Westbahn. > ue 2b 3lisabc!l,Vah!i «00 u. 3000 M. 4 ab 10°/„......116 3k N? 8l> Elisabelh-Auhn 400 u. 8000 M. 4"/,.........11« 4U l1? 40 Zeidinaiibi-Norbbahn Em. 188« »8 l>0 97 bc> detlo Em. 1904 9b>60 ^6 K, Kranz Iufeph-Äahn ÜA, I»«4 (div. Nt.) Eilb. 4«/,. . . 9ü co 9L eo Galizischc Kar! Ludwia - Bahn (div. Lt.) Tilb. 4°/° - > .9490 9H-9" Unss.„llliz. ^ahn 20« fl. S. b°/« 10» l>0l«4-t,0 detto 400 u, 5000 Nr. »>/,"/<, 86 7b »?'.b Vorarlberger «ahn Em. 1884 (div. St.) Silb. 4°/, . . V46U i»l>«0 Staatsschnlb der Länder der ungarischen Krone. 4°/<, ung. Golbrente per Kasse . Ii3'7ü l<» 9t. 4°/„ detto per Ultimo N3 7l> HU »ü 4°/y unnar. Ncnte in Kronen- wühr. sNr. prr Nasse , . «L .".?. »2 bl, 4°/„ dctt° per Ultimo 92 35 »2 l>!> »>/,"/« detto pcr Nasse »8-4<> 82-«0 Mllzllr, Vrümicn.Nnl. k 100 fl. — — —'- dctto k ü« sl — - Tljeisl-Meg.-liufe 4°/„ . . . .,57 2s, 163 3d 4°/o unnar. Grundeutl.-Obli,,. »3-05 »4 Ob 4«/„ lroat. u. flau. Grdentt.-Ol>I, »4-— 9b- Andere öffentliche Anlehen. Äosn, Lanbe^Anl. (dlv.) 4°/o 91-/^/„ . . U8 Uo 9U ?u >'Vo Doiiau-Ness. Aiilel^c 1878 1U3'Ui,104-2l> Wiener Verlehrs-Anl. . . 4°/« 94 bu ut> i0 detto 190a 4°/i, 94 4s, »b'4o «nlcyen der Stadt Wie» . . 1U0-75 iu>'7t> betto (S. oder G.) 1814 121 80 >22 U» dett» (1894).....VL e>k> 93 üb detto (Gas) v. I, 18»» . üli-il! »U'll, dcttu l^lettr.) v, I. 1!»0<> 94 ^. »t>'«<> drito (I»v.-A.)v,I.1l)0Ä »U4k »7 4b Vurf^au-?!»!«'!,»'!, vcrlosb. 4»/„ 94 eo »b «>' Nu! «elb Wa« Nulg. Staat» . «olbanleiht 190? f. 100 Kl. . . 4>/,'/<> 92— »3 — Pfandbriefe ns». «odenlr.,aN«.«st.<.ü0ss.vl.4"/„ 94-5^ 9K5N Nülim. Hypothclenli. Verl. 4"/» 97 15 97'AN ttentral-Aod.-Nreb.-Nl., öslerr.. 45I. veil.....4>/,»»« . »-. —--. dctto «5 I, verl. . . . 4°/« 9» bl> 97>bl> Krcd. Ins!., üstcrr,. s.Neil,.Unt, u. öffrntl. «rb. Kat, ä. 4°/« 94 — 9b'-Landetib, d. 5lün. Galizien und Lüdom. b7>/, I. rüclz, 4°/„ V4-- 9b'- Währ. Hppothelenb. vrr>, 4"/„ »s-- 9«bn N.-östrrr, Lllndce-Hl,p,-Nnst.4°/» 96>5,n »?-^o dclto iuN. 2«/<, Pr. verl. il»/,"/« 80'ii' 9l-- detto N,Ichn!bsch. uerl.3>/,°/° -'— —-- dctto verl......4"/n 9«-— 97-- Ostcrr.-unßar. Äanl b0 Iah« vrrl. 4°V„ ö. W..... 98-k>d 99'b5 detto 4"/« Nr...... — >— —-. Lparl., Grsle0st.,60I,veil.4°/a h9-b" INü bl' Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. Östcrr. Nurdwcstb. 200 fl. 0 Fr..... —-. ^.. ölldbahn il 3°/<> Jänner-Juli 500 Fr. (per Et.) . . . ,71-- L-'l,- Züboahn k b°/o »oo fl. L. 0. V, --— . ,<— Diverse Lose. ßrrlw'iiche ^ol». 3°/^ «odcnrredtt-Lole (tm. 1880 zag - 30s- dtttu Em. 188!» 2^0 7i -l'lch» fnsl. Äildap.-Äasilila (Tombau) 5 fl. 20 - 84- Hrcdillole 100 fl...... l,»s»'- b4ü- Clary-Lok 40 fl, «M. . . . 23S-— 24«' Ofenrr ^ofe 40 fl...... —-- .--- 1>alff».L°je 4U f>. KM. . . . 2<>n- 80 - »toten ftreuz, üst, ««ef. v, 10.b'75> «9 75 K'oten Nceuz, un«. Gef. v. l> fi, 41'ü>^ 4b'b0 ,iudols-Lo!e 10 sl...... 70»- ?,;- 2<,Im°!wie 40fl. NM . . . 28b' 29b-türl. E.-V.-Nnl,Pram.-Oblig. 400 Fr. per ttc>ssr . , , «oo^o «832« detto ver Medio . 2üi>- 2«2'— Geld Ware Wiener No nu,.-Lose v. I. 1N74 b44b0 bb4 5u »ew.-Llb. d. :-«/„ Prüm.-Schuld b. Vobe»^.«nft. 440 -ilafchau - Odervergcr Gijenbahn 200fl. S....... »b8- 5ßl — Lcmb. - C^ern,-Illssu-Eiknbahn- Gesclljchast, LUO sl. K. . b'>«— 5f.ü , loyd, iist., Trieft, 500 f!.. «M, b7» - b?5 bv Österr, Nordwcftbahn 200 fl. L. — — —-. dctt» (lit. Il) 200 !l, E.V.Ult. —— — > Praq-Duxcr Eijenb, loofl.abgft, 227'— «»???> 3 Küdbahn 200 fl, Silber per Ul«. 118,— N9 — Südnorddeutfche Verbinduügsb. 200fl, NVi...... —' - Iransport-Gcf,, intern., N.-G. 800 »r........ 10b 111) — Ungar. Wefiliahn (Naab'Graz) 2N0 fl. E....... 406- 4Ü7-- Wr. Lolalb.ÄMen-Ves. »00 ll. »4l» «50- Vanlen. Anglo-^sterr. Äanl, I2l)!I. . »ii50 31» 50 Vanluerein, Wiener pei Kasse — — —' betto per Ultimo b39 K« 54l,b0 Äobenlr.-Anst. ?st., 300 Nr. . ,184' t«0 - .",e!itr..Vod.-Nrcdbl. üst. «00 fl. b8«' b92 N'rcditanstllli für Handel und Gewerbe, 320 Nr., per Nasse —- - detto per Ultimo es? «f, «64 «K ,iTeditl>llnl. ung. allg., 20« fl. «zz 75 823 7b Devositenbnnl, alla., ziNO fl. , 484 <«6 -Hslumpie - Äeselllchaft, nieder- üsterr., 400 Nr..... e»9 — e>9l' Viro- u. Nllsse»veicin, Wiener, 200 fl. ...... 4N4- . 46«- Hypotheleubanl, öst. 200 ttr. 5"/„ 330- 32b' -^ändrrbanl, österr., 200 fl., per Nasse....... --— .- bttto per Ultimo 49? — 498'-,V!ertur", WechfeIst!>b..Nltie„- Gelellichaft, 200 fl. . . . s,!,8- 642 - Osterr..unllar. Nanl 1400 Wore Unionbanl L00 fl...... ü«1sb 602 25 U»ionbanl. böhmifche 10» fl. . »59 — »60-— !Ucitehr«banl. allg. 140 fl.. . «8 «5 »Ü0 « znduftrlt'Zlnttwehmun,». Vaiineselllch., aNg. üst., ,00 fl. 8?-, — »?«' — Ärüler NuhIcndergb^Gef. loo fl. ?»b — ?»9'— Eisenbahnverkehrs-Anstalt, ust.. 100 fl........ 4«4 - 46«-« Eisenbllhnw.-Leihn., erst«, 10Nfl. 1^4 — 19S »0 „(tlbeniiNil", Papierf. u. V.-G. 100 fl........ ,«5 — <»ß ^- Elcltr.-Ges,. aN«, österr., 2<)0fl. 48«-. 439-?,) Elcltr.-Geiellsch., inieil,. 200 sl. —-.. __.— Elcltr. Ge!cll!ch., Wr. in Liqu, — .. —— Hirlenbelsser Palr-, Zündh. u, Mct,.Fabril 4<>0 Nr. . ,124-11« — ^icsinssev Brauerei ion fl. . . 237-^ 24l—- Montan-Oes., vst, alpine 100 fl. 71g y<> 713 «y , .Poldi-Hütte''. Tiegelguhstahl- F..«l..G. 200fl..... ,.Lb- 5«L0e ^ragerEijeN'Industrie-VefeNsch. 20« fl........ >!ei4 - ^e»4'— itima- Muranl, - Snlgo-Tarjaner Oisenw. l00 fl..... «7» bO 674 »0 öalg^Tarj. EicmlMen 100 fl. «44— s4?üo ,,Lchlönlmühl", Paplcrf.,20Ull. — — . ,'— ,,Lchodnica", «l.-V, f. Petrol.- Industrie, blX» »r. . . b»!> — b2»'— ,,3tet,rermühl",Papierf.u,V.G. 4«7 — 493 — trisailer Nohlenw-O, 70 fl. . z,?2- - »74 — Türl. Tabairegic-Oes, 20« ssr. per Kasse..... — - — — delto per Ultimo ... 40» 4N4K0 Wassenf.-Ges,, osterr., lOO fl. . s»7 - ««"— Wr. «auqekNschaft, 100 fl. . . 21» .. 210 — Wienerlierae ^icnelf.-Utt.-Ges. ?«y — «00 — Devise«. Kurze Zichten und Scheck». Ämsterdll«....... 199 72' ,»»50 D'utschc Vanlplätze . . . . ,1? 52' ,i?"?2» Italienische Äanlpläüe . . . 24-725 94 M Bonbon........ 24N 85 '^«0?» Pari«......... »k 55 «si bc> Zt. Petersburg...... 254 2k 354'?e, Zürich und Basel..... 9b 30 l»b'b» Valuten. Dnlaten . ..... ii'ü« Il-i2 «o-Franlen-Etücle..... 19 11 19 1» «U-Marl-Ltucle...... 2»'l,0 2l>b4 Lentschr «eich«l>anlnute!, . 'l? üli ,,? 70 Italienische Banlnott"., , , , 94 /i» gb- — «ubel-Noten , . I 2«'« «l>4« Ein- und Verkauf >%von Renten, Pfandbriefen, Prioritäten, Aktien, Losen etc., Devisen und Valuten. Los-Versicheruns. J. C Mayer ESfinlt- uirid Wechslergeschäft L<(i1bach, Stritarenssft. ^ Privat-Depots (Safe-Deposits) „ unter elitenem VerschluO der Partei. Vtrzlising vin BirHnfigcn Im Rsnta-KtrrBRt and aas Slre-ÄMts.