Ptimina ulatana v nofoviDi Preis Din 1*50 71. Jahrgang Erscheint wöchentlich siebenmal. SchrlftleRung (Tel. Interurb. Nr. 2670) sowie Verwaltung u. Buchdruckerei (Tel. Interurb. Nr. 2024): Maribor, Jurciceva ul. 4. Briefl. Anfragen Rückporto beilegen. Manuskripte werden nicht returnieit Nr. 110 Samstag, den 25. April 1931 Inseraten- u. Abonnements-Annahme in Maribor: Jurciceva ul. 4 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen, monatl. 23 Din, zustellen 24 Din. durch Post monatl., 23 Din, für das übrige Ausland monatl. 35 Din. Einzelnummer 1 bis 2 Din. Mamorer Aus dem Leven von Gtevan Hadzii Stevan H a dL lL wurde 1868 in Beograd geboren. Er absolvierte das Gymnasium in Nis, trat nach der Reifeprüfung in bte Armee ein, besuchte die Militärakademie *tt Beograd und die Generalstabs-Akademie ifl Petersburg. Nach Serbien zurückgekchrt, Machte er als tüchtiger Truppenoffizier rasch Sortierte und war schon in der Börkriegs-ie't eine Zeitlang Kriegsmmister. Im Weltkriege war der Dahingeschiedene ^eneralstabschef der ersten Armee unter dem 'flzwischen verstorbenen Wojivoden MiZiL Divisionskommandant und schließlich Führer ^r serbischen Freiwiliigenarmee in der Do-^udscha, bis er zum Militärattache in Bu-*Qteft ernannt wurde. Die Dvbrudscha-^oidaten sprachen von ihm als dem General efllit der eisernen Hand, aber goldenem Herzen". Im neuen Staate war HadLiä einer der ?ften Generäle. Nach der Thronbesteigung g önig Alexanders wurde er zu dessen elften Militanten ernannt. Seit Dezember 1926 gehörte General ^fldzid allen Kabinetten als Minister für und Marine an. Parteipolitisch war er ^utral und stand bei verschiedenen Regie» ^flgskombinationen mehrmals als zukünf-A«r Ministerpräsident im Vordergründe. 5uch nach dem 6. Jänner 1929 gehörte er ' *§ 6. b. dem Kabinett des Generals Livko-'6 als Heeres- und Marineminister an. An 1?fem Tage mußte er krankheitshalber zurück t$ten. Oesterreich lehnt ab Das Echo der Äollpakl-Rede des Vrager Außenministers Ruhigere Auftastung in Berlin Wien, 24. April. Die Ausführungen des tschechoslowakischen Außenministers Dr. B e n e s ch im Prager Parlament wurden von der österreichischen Presse entschieden abgelehnt. Die Blätter verwahren sich dagegen, daß sich Dr. Benesch zu einem Beschützer Oesterreichs ausschwingen wolle. So schreibt die „Neue Wiener Zeitung", der wichtigste Teil des Exposees des tschechoslowakischen Außenministers sei die Erklärung, daß ohne Einvernehmen zwischen Paris und Berlin auf einen dauernden Frieden in Europa nicht gerechnet werden könne. Auch die wirtschaftlichen Ideen Dr. Beneschs bedürfen noch einiger Aufklärungen. Der Außenminister habe das Reparationsproblem gänzlich vergehen, das einer der Hauptgründe für die gegenwärtige Wirtschaftskrise sei. Die „Neue Freie Presse" meint, daß von der Wirtschaftskrise auch die Tschechoslo- (Siehe zunächst Seite 2) tunket betroffen und daß der Minister besser daran täte, mit anderen eine» Ausweg aus der gegenwärtigen unerquicklichen Situation zu suchen. Die „Wiener Neuesten Nachrichten" betonen, daß man nur mit der Anführung der Argumente gegen die deutsch-österreichische Zollunion über die Angelegenheit nicht hinwegkommen könne. Die „Arbeiter-Zeitung" schreibt, Dr. Benesch möchte die Zollunion zwischen Deutschland und Oestereich am liebsten verbieten und den Deutschen diktieren, was sie zu tun hätten. Ein solches Verbot bedeute jedoch einen Eingriff in die inneren Verhältnisse eines anderen Staates, wogegen man sich entschieden verwahren müsse. Die Tschechoslowakei betone stets, daß sie eine Annäherung mit Oesterreich anstrebe. Als jedoch vor einigen Jahren zwischen Oesterreich, der Tschechoslowakei und Italien ein Vertrag über die Einfiih- runq von Vorzugszöllen schon beinahe ser« tig war, scheiterten ittt letzten Augenblick die Verhandlungen am Widerstande der Prager Regierung. * Berlin, 24. April. Das Exposee des tschechoslowakischen Außenministers rief in der Oeffentlichkeit das größte Interesse hervor. Die Presse drückt ihre Zufriedenheit über die Sachlichkeit seiner Ausführungen aus, doch weist sie die Behauptung, daß man die Wiener Abmachungen als ein Politikum und nicht als rein wirtschaftliche Maßnahme anzusehen habe, energisch zurück. Dr. Benesch behaupte, die Zollunion beab sichtige die Schaffung zweier Wirtschasts-blocks in Europa. Demgegenüber müsse jedoch betont werden, daß Deutschland keine Bestrebungen nach einer wirtschaftlichen Vorherrschaft hege. Furchtbares Llnwetter lieber Ancona wütete gestern ein furchtbares Unwetter, daß Millionenschäden an den Kulturen, aber auch au den Gebäuden verursachte. Zuerst gab es einen Wolkenbruch, der sofort Stadt und Land überschwemmte. Dann begann ein ungewöhnlich dicker Hagel Rom, 24. April, auf die Erde herabzuprasseln, sodaß in Nu Taufende von Ziegeln und Fensterscheiben zertrümmert wurden. Schließlich setzte ein Sturm ein, der Dächer abdeckte und Bäume umknickte. Menschenleben sollen nach den bisherigen Meldungen nicht gefährdet gewe- Schacht des verschollenen Holländers . äm Staate Arizona, mitten in einer Berg te, die den merkwürdigen Namen „Aber-j^Uben" trägt, befindet sich angeblich eine jfl reichsten Goldadern der Welt. Seit viele Jdöf>ren bemühen sich die Goldsucher, die-ausfindig zu machen. Der Schacht ■ ° von den Goldgräbern die „Grube des ^ ..'Dienen Holländers" genannt. Alte ^ Aucher erzählen, daß zur Zeit, in der noch sehr wenig erforscht war, ein „sw. "bischer Goldgräber aus der Tiefe des h)or^9^au6en§" mit einigen Säcken voller Im. "Umpen heimkehrte. Neugierige Kou-hemCttten machten wiederholt den Versuch, ^erf alten HrMnder nachzuspionieren. Diese Vhl ^ugen aber stets fehl. Der Hol» ^etr j verstand es, auf geschickteste Art der W auszuweichen, um nach einiger hen. uiit neuen Goldsäcken zu erschei- 1'>9r w r. sblne Goldgier vollauf gesättigt Seit'» ,efi der Holländer Arizona. Eine b°fl ! ^lteiferten verschiedene Gruppen dach k“ Gräbern miteinander in der Suche t c§. chflcht des verschollenen Hollän- 'eifle§ gelang es aber, die Quelle öu entdecken. Die eingebo-« Bern» 'knJr weigerten sich, die Weißen in ^l'fläblipf, »Aberglaubens" zu begleiten. I^lenen ®cfch'tfile vom ver- t Veraess^ ^r und seinem Goldschatz in hliehnv ; ?r einigen Wochen tauch-votlflenhinpt,rtl Expedition mit allem ie S„chp ” ""gerüstet, soll sich auf U6e begeben geheimnisvollen Gold- Gpanien wählt am 21. Zuni Madrid, 24. April. Die Parlamentswahlen wurden auf den 21. Juni festgesetzt. Der Generalstaatsanwalt hat die Einleitung eines Prozesses gegen den ehemaligen Innenminister des Diktators Primo de Rivera, Martinez Anido. der seinerzeit auch Gouverneur von Madrid und Barcelona war, veranlaßt. ernfltr rullilcfi-iapanilcfitr Konflikt Tokio, 24. April. Die Antwort der russischen Regierung auf den japanischen Vorschlag zwecks Beilegung des Konfliktes über das japanische Fischereirecht in der Kamtschatka-Bucht wurde gestern in Tokio überreicht. Die Antwort ist sehr unbefriedigend und die Beziehungen zwischen den beiden Staaten spitzen sich merklich zu. Bon japanischer Seite wird jedoch erklärt, daß die Regierung die russische Note nicht zum Anlaß nehmen werde, die Beziehungen zu Rußland abzubrechen. * Neuer Winter in den Schweizer Bergen Z ü r i ch, 24. April. Die Zone unseres Gebirges steht wieder in schwerer Winterzeit, Seit sechs Tagen schneit es in den höheren Lagen: über der Höhe von 1600 Metern häuft sich tagtäglich Schnee auf Schnee. Die Höhenzone von 206!) Metern und darüber meldet in der jüngsten Zeit 50 Zentimeter Neuschnee, und für die nächste Zeit scheint der Schneefall noch kein Ende zu nehmen. Das Observatorium auf dem Säntisgipfel ist neuerdings völlig eingeschneit; es wird große Mühe brauchen, um den täglichen Betrieb und die Besorgung der Instrumente aufrechtzuerhalten. Auch die Pässe Oberalp, Gotthard. Furka bis zur Bernina sind mit Neuschnee überschüttet worden. Der letzte Sch neefall reichte sogar weit hinunter in die Zone des südlichen Gebietes. Monte Bre tierzeichnete am Montag wie auch der Monte Salvatore 30 Zentimeter neuen Schnee. Aehnlich lauten die Berichte aus dem Bel-tlin, Piemont und weiterhin gegen den Apenin. lieberall ist im Gebirge der eigentliche Winter eingekehrt, und es wird wohl manche Woche brauchen, bis der Schmelzprozeß wieder beginnen kann. Die Temperatur ist entsprechend tief geblieben. Der Säntis meldet jeden Morgen 10 Grad unter Null, das Jungfraufoch 13 bis 15 Grad. Moskaus Wühlarbeit in Jndochina. Paris, 24. April. In Jndochina sind in letzter Zeit schwere kommunistische Unruhen ausgebrochen, die einen bedeutenden Umfang angenommen haben. Nach den letzten Meldungen sind bei der Niederdrückung der Unruhen mehrere hundert Personen getötet worden. Die kommunistische Propaganda ist von Moskau aus gegangen. Der französische Kolonialminister begibt sich demnächst zu einer Inspektionsreise nach Jndochina. Die Prophezeiung von Nodrigez-Ganchez Die spanischen Zeitungen bringen Auszüge aus den Prophezeiungen des berühmten mittelalterlichen spanischen Philosophen und Astrologen, der im 16. Jahrhundert in Spanien einen ähnlichen Ruf hatte wie der bekannte französische Sterndeuter Nostrada-mus. 1530 verfaßte Eanchez ein Buch, in dem er die Behauptung aufgestellt har, daß der letzte spanische König den Namen Alfons der Dreizehnte führen würde. Das Buch wurde von der spanischen Zensur verboten und erschien erst 1555 in Lyon in lateinischer Sprache. Dieses eigentümliche Werk enthielt eine Art genealogischer Tabelle über die zukünftigen Herrscher Spaniens. In der Tabelle wurde ausgeführt, daß Don Piedro der Grausame der letzte spanische König die ses Namens sein würde. Gleichfalls konnte man auf Grund der Tabelle feststellen, daß Karl der Vierte der letzte Karl, und Alfons der Dreizehnte der letzte König in Spanien sein wird. Diese eigentümlichen Prophezeiungen erfüllten sich nach einigen Jahrhunderten buchstäblich. Toulouse demonstriert gegen Tardieu Paris, 24. April. In Toulouse kam e5 gestern beim Besuch des Landwirtschaftsministers Tardieu in der Landwirtschafts ausstellung zu Ausschreitungen und Demonstrationen gegen den Minister. Die feindseligen Kundgebungen haben ihre eigentliche Ursache in einer Aeußerung Tardieus, der den in Toulouse gewählten sozialistischen Abgeordneten Vincent Aureol einen Lügner nannte worauf Aureol für den Besuch des Landwirtschaftsministers in Toulouse Kundgebungen der Sozialisten in Aussicht stellte: Als nun gestern mittag Tardieu zur Ausstellung fuhr, wurde er von einer großen Menschenmenge, die auf beiden Seiten der Straße Aufstellung genommen hatte, mit lär inenden Kundgebungen empfangen und ausgepfiffen. Bei einem Rundgang durch die Ausstellung folgten den offiziellen Persönlich feiten einige hundert Manifestanten, die ununterbrochen pfiffen. Tardieu drehte sich plötzlich um, zog seinen Hut, holte eine Pfeife aus der Tasche und pfiff mit. Während des Banketts in der Handelskammer hatten sich einige tausend Personen auf dem Platz vor dem Gebäude angesammelt. Der Lärm wuchs von Minute zu Minute. Es wurde berittene Polizei zu Hilfe geholt; sie wurde von den Demonstranten, die aus den benachbarten Kaffeehäusern Tische und Stühle geholt hatten und diese als Angriffswaffe benützen, hart bedrängt. Schließlich gelang es doch, die Ruhe wiederherzustellen. Zürich, 24. April. Devisen: Vcvgrak» 9.13, Paris 20.295, London 25.23375, New York 518.925, Mailand 27.185, Prag 15.375, Wien 73, Budapest 90.51, Berlin 123.63. L j u b l j a n a, 24. April. Devisen:, Berlin 135.4, Budapest 991.35, Zürich' 1095.30, Wien 799.57, London 276.40, New York 56.73, Paris 222.29, Prag 109.40, Triest 297.62. ■ Ar Besuch in der Reichshauptstadt Samstag, den 25. April Wirtschaftliche Gesundung Europas durch Mitarbeit aller Der Vragrr Außenminister über das Wiener Zollabkommen Prag, 24. April. Großen Eindruck machte in der Oeffent lichkeit die angekündigte große Rede des Außenministers Dr. B e n e \ ch, die er in der Frage der deutsch-österreichischen Z o ll u n i o n und des damit zusammenhängenden Fragenkomplexes in den Ausschüssen der beiden Kammern hielt. Ter Minister sagte wesentlich nichts Neues in der Angelegenheit, sondern resümierte lediglich den Standpunkt der Tschechoslowakei gegenüber diesem so wichtigen Problem, das in den letzten Wochen ganz Europa beunruhigt. Der Minister betonte gleich zu Beginn, daß die Wiener Abmachungen vor allem einen weittragenden politischen Hintergrund besitzen. Sowohl von wirtschaftlichem wie vom politischen Standpunkt sind, wie Tr. Benesch ausdrücklich betonte, die zwischen Deutschland und Oesterreich gegossenen Vereinbarungen undurchführbar. Eine Zollunion zwischen diesen beiden Staaten hätte nur dann eine Berechtigung, wenn auch die übrigen Länder auf die Meiftbegünstigungsklausel verzich kn würden, was jedoch nicht der Fall sein kann. Die Abschaffung der Präferenz zölle müßte einen allgemeinen Zollkrieg in Europa heraufbeschwören. Das allgemeine Chaos würde durch die Schaffung von zwei Wirtschastsblocks noch vergrößert werden. Im Falle der Verw rklichung der Zollunion zwischen Deutschland und Oesterreich befände sich die Tschechoslowakei, die geographisch zwischen diesen beiden Staaten eingekeilt liegt, in größter Gefahr, schon in wirtschaftlicher Hinsicht, da die deutsch-österreichische Zollpolitik ihre Industrie äußerst benachteiligen müßte. Andererseits würde die Republik auch eine Reihe von bisherigen Absatzgebieten verlieren. Die Tschechoslowakei kann sich nur e uer solchen wirtschaftlichen Organisation anschließen, die auf dem internationalen Forum in Genf ins Leben gerufen wirb. Tie allgemeine Wirtschaftskrise, d e alle Staaten umfaßt, kann nur durch die gemeinsame Mitarbeit aller Länder genannt werden. Die Beseitigung der Krise kann nur in Etappen unter Mitarbeit aller, auch Rußland, erfolgen. Vorerst müssen sich die großen Industriestaaten hinsichtlich der Bodenprodukte der oft- und süd-osteuropäischen Agrarstaaten einigen und diesen Ländern Präferenzzölle ohne Gegenkonzessionen einräumen, wobei die Meistbegünstigungsklausel unter allen Umständen aufrechterhalten werden müßte. Ter nächste Schritt ist die Vereinheitlichung der wichtigsten Industriezölle, deren Herabsetzung und Anpassung an die Kaufkraft der Agrarstaaten. Auf Weise wird die allmähliche Abschaffung der Zollschranken vorbereitet werden. Ueber die p o l i t i s ch e n Hintergründe der deutsch-österreichischen Zollunion braucht man nach Meinung des Ministers nicht viel Worte zu verlieren. Es muß jedermann klar sein, daß durch die wirtschaftliche Vereinigung der Leiden Staaten die politische Verschmelzung nicht nur vorbereitet, sondern wesentlich beschleunigt wird. Und hier liegt der springende Punkt, nämlich darin, daß die Wiener Abmachungen mit den internatio nalen Verpflichtungen, die Oesterreich in Genf eingegangen ist, nicht vereinbar sind. Die Erklärung des deutschen Außen Ministers Dr. C u r t i u s, daß die Angelegenheit dem Bölkerbundrat und vor her noch der europäischen Studienkommission zum Studium vorgelegt werden möge, ist deshalb sehr zu begrüßen. Schließlich erwähnte Dr. Benesch, daß seine Politik gegenüber Deutschland oder Oesterreich von keiner Animosität getragen werde. Die Republik wünsche, mit beiden Nachbarstaaten im besten Einvernehmen und Freundschaft zu leben und die wirtschaftlichen Beziehungen zu ihnen noch zu vertiefen. Allein die Tschechoslowakei müsse vor allem aus ihre Sicherheit und ihre wirtschaftliche Zukunft bedacht sein. Die Staaten der Kleinen Entente seien hinsichtlich der Wiener Abmachungen derselben Meinung. Die Wirtschaftskrise Europas könne nur durch die Eintracht aller Staaten gelöst werden. Die Ausführungen des Ministers wurden von den Ausschüssen beifällig ausgenommen. Tie Debatte über die das Exposee wird in den nächsten Tagen beginnen. Alls Vorboten der Völkerbund-Ratstagung die unter dem Vorsitz des Reichsaußenmini-sters Dr. Curtius im Mai stattfindet, sind vom 22.—2ö. April zwei hohe Beamte des Bölkerbundbüros in Berlin: der englische Generalsekretär Sir Eric Drummond (links) und der deutsche Untergeneralsekre-tär Dufour-Feronce (rechts) eingetroffen. zweckt die Orientierung des künftigen Ratspräsidenten Dr. Curtius über alle laufenden Völkerbundsangelegenheiten und die Fühlungnahme mit der Reichsregierung in einer Reihe wichtigster politischer und personeller Fragen. Mäöchenhandel Der Schandfleck unserer modernen Kultur Das Komitee für Frauen- und Mädchenhandel beim Völkerbund, das am 21. d. wieder in Genf zusammentrat, befaßt sich erneut mit den internationalen Abwehrmaßnahmen gegen den Mädchenhandel. Es ist eine traurige, aber nicht abzuleugnende Tatsache und wirkt fast wie ein Hohn auf alle niese Humanitätsmaßnahmen unserer modernen Sechs Tape im Gummiboot auf dem Ozean Diese Aufnahme des amerikanischen Fliegers Harshman wurde von Bord des deutschen Hapagdampfers „Cerigo" gemacht, der ihn nach sechstägigem Treiben auf dem Ozean in völlig erschöpften Zustande auf- fand. Der Flieger hatte auf Seee niedergehen müssen und sich nur dank der völligen Meeresstille so lange in seinem Gummiboot halten können. Zeit daß der Mädchenhandel heute nicht nur existiert, sondern sogar in ungeahnter Weise blüht, Dies muß umso mehr Wunder nehmen, als die internationale Kontrolle und die Bemühungen, den Mädchenhändlern das Handwerk zu legen, gerade in den letzten Jahren so verschärft worden sind, daß es fast bewundernswert ist, wie das Verbrechen immer und immer wieder Möglichkeiten findet, die Gesetzesvorschriften zu umgehen und den Ein- und Ausreisebestimmungen der verschiedenen Länder zum Trotz ihre Opfer ins Ausland zu schleppen. Ter Laie macht sich in den seltensten Fällen eine klare Vorstellung davon, in welch ausgedehntem Maße der Mädchenhandel auch heute blüht. Man glaubt meist irrtümlich,» die Aufklärung der modernen Jugend sei nun soweit vorgeschritten, daß stmge Mäd chen und Frauen wissen müßten, was ihrer harrt, sobald sie einen mehr oder minder zweifelhaften Auslandkontrakt unterzeichnen. Die Tatsache jedoch, daß nach Statistiken jährlich Hunderte von Opfern verschleppt werden, daß fast jeder Dampfer, der Europa verläßt und seinen Kurs nach Süd- oder Mittelamerika nimmt, im Durchschnitt drei Frauen an Bord führt, die einem trostlosen Schicksal unwissend entgegengehen _ diese Tatsache beweist zur Genüge, daß alle Maßnahmen der Polizeiorgane illusorisch sind, wenn nicht ständig intensive Aufklärungsarbeit geleistet wird, die die weibliche Jugend zur Vorsicht und Wachsamkeit erzieht. Es hat sich ergeben, daß eine derartige Ausbreitung des Mädchenhandels nicht mög lich wäre, wenn die sozialen Lebensbedingungen der weiblichen Berufstätigen besser wären. Gerade jene Mädchen, die durch Siel lenlosigkeit oder schlecht bezahlte Berufsar- Deuttchiu tintcrfiaa’8-Uiitiär m .Rumänien Der deutsche Abgeordnete Rudolf B r a n d s ch aus Hermannstadt, dem das Unterstaatssekretariat im Ministerpräsidium mit dem Referat für die Minderheiten ange-boten wurde. Brandsch wird der erste Deutsche im rumänischen Kabinett und der erste rumänische Staatssekretär für Minderheiten sein. beit, durch wirtschaftliche Sorgen jeder W heruntergekommen sind, sind am ehesten einp sanglich für allerlei Vorspiegelungen von gutbezahlten Stellungen im Ausland, von einem Leben, das Sorglosigkeit und Sicherstellung gewährleistet. Hier setzt die Arbeit der Agenten des Mädchenhandels ein. Wir von ungefähr findet so ein armes Mädel einen Wohltäter, dem es scheinbar auf nichts anderes ankommt, als diesem Mädchen 3U helfen, der ihm auf Grund seiner guten „Ö** ziehungen" jenseits des großen Teiches eine besonders günstige Stellung verspricht. Unzählige Fälle werden auch durch Inserat? eingeleitet, in denen Reisebegleiterinnen nach Uebersee gesucht werden oder Tänzerinnen und Altistinnen für internationale Tourneen und überseeische Theater. Ja selbst Haw-Angestellte, Verkäuferinnen usw. werden fü£ — selbstverständlich hoch bezahlte Posten ge< sucht, und es ist wahrlich kein Wunder, wenn gerade heute im Zeichen der allgemeinen Äst beitslosigkeit immer wieder Mädchen aus bi; Tricks des Mädchenhandels hereinfallen. Es ist vielleicht ein Fehler, daß nur besonders krasse Fälle der Verschleppung von Mädchen in die Öffentlichkeit gelang^-So ist noch in aller Erinnerung der Skandal, der sich um die Abreise einer Tänzerinnen gruppe im vergangenen Jahre in Berlin spielte und der damit endete, daß der die diesen Transport leitete, vom argen^ nischen Generalkonsul die Einreiserlaubnu für ihre Truppe verweigert wurde. Ändl auf dem Balkan gelang es in den letzt^ Jahren wiederholt, größere Mädchenhäw' lerbanden, die bewundernswert organisier waren und Agenten in allen größeren ten des Orients besaßen, unschädlich zu ^ chen. Auch hier wurden in den meisten rw ’ len die Opfer durch Zeitungsinserate «nij lockt. Eine dieser „Handelsgesellschaften",5. ren Geschäft ganz besonders blühte, hatte .' fertig gebracht, in kaum zwei Wochen t11" weniger als 205 Mädchen und Frauen ^ Freudenhäuser des Nahen Ostens zu verka fen, wobei der Preis je nach Jugend u Schönheit zwischen 5000 und 20.000 fra^ fischen Franken schwankte.. Das Hauptausfallstor für den interna1 eur"' nalen Mädchenhandel sind die großen päischen Häfen Hamburg, Marseille und , nua. Wenn es so außerordentlich ctsch1®,^ ist, auf den auslaufenden Dampfern c*j erfolgreiche Kontrolle durchzuführen, so 11 ff dies hauptsächlich daran, daß die den Mädchen mit den Leitern so eines Portes in der harmlosesten und unverfänö * sten Weise die Ueberfahrt antreten und sie selbst vor allem jeden Anlaß verwei der sie an der Ueberfahrt hindern tLl ^ Als „Impresario", als Freund, als wandter, gelegentlich sogar als Gatte lerdings unter falschem Paß angetraut.) gleitet der Mädchenhändler oder ein -glied einer größeren Bande seine Opn ^jj der Ueberfahrt. Es muß gesagt werden, abgeschlossene Artistenverträge uder ^ schlösse, die eine hohe Gage meist sogar für die erste Zeit eingehakte» ^ den. Läuft der Unterzeichnete Vertrag ^ spielsweise für ein halbes Jahr, so1»11 qCil angeworbene Mädchen während dieser auch ihr Geld erhalten. Nach Ablauf f, 3cil dings wird die Gage Plötzlich auf ein tnum herabgesetzt, und man macht dem Opser klar, daß es das zum Leben Notwendige nun eben auf andere Weise verdienen müsse. Stecht schnell gelangen die Mädchen auf diese Weise dahin, wo sie der Unternehmer zu haben wünscht . . . Es ist erwiesen, daß nur ein Bruchteil jener „Ware", die unter den verschiedensten Deklarationen reist — Telegramme und Avise der Händler untereinander lauten auf „17 Ballen Seide" oder „Kollo 20 kg", worunter sich die Alterangabe verbirgt — daß nur ein geringer Bruchteil dieser „Ware" aus der Großstadt stammt. Die in großen Städten aufwachsenden Mädchen sind heute in den meisten Fällen doch zu hellsichtig und gerissen und auch zu vorsichtig, um auf die Machenschaften derartiger Agenten hereinzufallen. Das Hauptinteresse des Verbrechertums richtet sich deshalb auf Mädchen vom Lande oder aus kleineren Städten, die weniger mißtrauisch sind und leichter aus allerlei Versprechungen und Vorspiegelungen her einfallen. Allerdings kommen als Ausnahme auch Fälle vor, die ganz besonders tragisch anmuten durch die Perfidität, mit der zu Werke gegangen wird. So ist ein krasser Verschleppungsfall noch unvergessen, der sich bereits vor mehreren Jahren in Berlin abspielte. Hier saßen in einer großen und belebten Konditorei Unter den Linden einige junge Mädchen, unter ihnen eine junge Krankenschwester vergnügt beisamcn. Nach einiger Zeit nahm am gleichen Tisch eine leidend aussehende alte Dame Platz. Plötzlich schien sie von einem Unwohlsein befallen zu werden und bat, ob man sie nicht zu einem Auto bringen könnte. Die junge Krankenschwester leistete selbstverständ lich sofort Hilfe und führte sic hinaus, während ein zweites junges Mädchen mitging. Ein in der Nähe haltendes Auto fuhr aus einen Wink heran. Die alte Dame, die sich kaum aufrecht halten konnte, bat darauf, ob die Krankenschwester sie nicht nach Hause bringen könnte. Diese erklärte sich mich bereit, indem sie der begleitenden Freundin jagte, sie würde gleich zurückkehren. Die Au« tvtür schloß sich hinter der alten Dame und der jungen Krankenschwester — diese aber 'st niemals wieder gesehen worden, und alles forschen der Polizei blieb vergeblich. Tragödien über Tragödien spielen sich in lkdem Jahre ab um Frauen, deren Lebe» durch diesen verbrecherischen Handel zerstört wird. Hoffen wir, daß die Verhandlungen vor dem Völkerbund endlich einmal zu Ptaßnahmen führen werden, die eine merkenswerte Besserung herbeiführen. Toöeöjpiung Im Traum Berlin, 23. April. In dem Rhöndorf Osdorf sprang ein im Hause des Gemein-^voxstehers wohnender Schäfer aus dem neuster des Schlafzimmers und blieb mit lebensgefährlichen Verletzungen am Boden 'egen. AIS er für kurze Zeit das Bewußt-e>n wiedererlangte, gab er an, von einem ."rchtbaren Traum gequält worden zu sein, ihn glauben ließ, daß das .Hau? und pt§ Bett in Flammen stünden, so daß er ? seiner Todesangst auf die Straße gelungen sei. An dem Auskommen des Mau e§ wird gezweifelt. Der ©leger Im Großen Vreis von Monaco über vJv,met^ert Autorennen der Welt, das "ve* Ion to ^uiurenncn oex useii, ous %>nte ($• , nden durch die Straßen von Bitten r° ^rt und am 19. April zum kutuöfiu ° i!^ren wurde — war der Meisterfahrer Chiron. Sie schonen Ihren Wagen, Ihre Nerven wenn Sie diesen Reifen fahren. Unzählige Stöße und Erschütterungen schluckt der Continental-Reifen, ohne daß Sie etwas davon merken. Ing. Ferd. Friedau, Maribor. Der erste Dleselflugmolor Epochale Erfindung Junkers' — Bahnbrechender Fortschritt für die Luftfahrt Aus Berlin wird berichtet: Professors I u n k e r s ist es nach 20-jähriger Forschungsarbeit gelungen, den ersten Dieselflugmotor der Welt zu konstruieren, der für die Luftfahrt einen bahnbrechenden Forschrift bedeutet. Mittwoch wurden auf dem Tempelhofer Feld das erste Flugzeug, das mit einem Junkers-Schwerölflugmotor ausgerüstet ist. „Jumo 4", vor Vertretern der Relchsregierung, der Industrie und Technik vorgeführt. Junkers erklärte in einem Vortrag die wirtschaftliche Bedeutung des neuen Motors. Er betonte, daß die Einführung des „Jumo" eine Revolutionierung der Luftfahrt bedeute. Der Schwerölflugmotor erhöhe die Brandsicherheit entscheidend, er schaffe neue Grundlagen für die Wirtschaftlichkeit des Luftverkehrs, da sich die Brennstoffkosten um 65 Prozent verringern, er verlängere infolge seines ungewöhnlich geringen Brennstoffverbrauches die Flugstrecke der Flugzeuge um 47 Prozent. Das bereits bestehende Verkehrs flugzeug mit einem Maximal-Aktionsradius von beispielsweise 4000 Kilometer kann bei Einbau des „Jumo 4" 5880 Kilometer im Nonstop-Flug zurücklegen. Der neue Motor benötigt zur Inbetriebsetzung keine Hilfsmittel, wie Glühpatronen, elektrische Zündung usw. Er arbeitet nach dem Junkers - Doppelkolben - Zweitaktverfahren, das seine Bewährung in der Schifffahrt, im stationären Motorenbau und im Kraftwagenverkehr nachgewiesen hat. Da der Motor mit hoher Verdichtung arbeitet, springt er auch bei tiefen Außentemperaturen sehr leicht an. Er hat beispielsweise in 7000 Meter Höhe bei einer Lufttemperatur von minus 35 Grad Celsius vollkommen störungs frei gearbeitet. Mord am Kinde, um fich am Vater zu rächen Ein Todesurteil in Zagreb Aus Zagreb wird vom 23. d. M. berichtet: Der Zimmermalermeister Alois Z i in« b r e k, der die 14jährige Lyzealschüleriu V r k l j a n durch elf Stiche mit einem Messer wegen eines Streites mit ihrem Vater auf der Straße getötet hatte, wurde gestern des gemeinen Mordes schuldig befunden und zum Tod durch den Strang verurteilt. Der Angeklagte zuckte bei dem Wort Tod zusam- men, behielt aber sonst während der Verlesung des Urteils seine Fassung. Als erschwerende Umstände wurden die Gemeingefährlichkeit des Angeklagten und die Brutalität bei Ausführung der Tat in Betracht gezogen. Der Verurteilte legte zuerst Berufung ein, änderte aber nach einem Blick zu seinem Verteidiger den Entschluß und forderte drei Tage Bedenkzeit. Mord ohne Opfer Die neueste Pariser Kriminalsensation Die Seinestadt hat jetzt eine sicherlich noch nie dagewesene Kriminalsensatiou. Vor einem halben Jahr fand eine Kahn fahrende Gesellschaft in dem Evreux-See eine kopflose Leiche. Die Gesellschaft verständigte sofort die Gendarmerie. Es wurde eiue Untersuchung eingeleitet und nach langem Suchen fand man den vom Rumpf abgetrennten Kopf in dem nahegelegenen Wäldchen. Der herbeigerufene Arzt konnte nur so viel feststellen, daß es die Leiche einer älteren Frau war und daß der Mord erst einige Stunden vor der Entdeckung geschah. Da man bei der Toten gar keine Papiere fand, konnte anfänglich ihre Identität nicht festgestellt werden. Bis endlich ein großes herzähnliches Muttermal am rechten Oberschenkel der Ermordeten zu ihrer Identifizierung führte. Die Gattin eines Pariser Kaufmannes erkannte in der Toten die 55 Jahre alte Frau Massard. Nun hatte der Staatsanwalt ein leichtes Spiel. Es wurde festgestellt, daß die Ermordete zuletzt in der Gesellschaft ihrer Adoptivtochter Marie Langlois und deren Geliebten Georges Pottin gesehen wurde, und zwar in der Nähe des Sees. Die Untersuchung ergab auch, daß die beiden heiraten wollten, doch Frau Massard dies nicht zuließ, und daß George mehrere Male erklärte, er werde die alte Frau aus dem Wege räumen. Nun wurden die beiden verhaftet und in die Totenkammer geführt. Marie Langlois erkannte in der Leiche sofort ihre Stiefmutter, brach weinend zusammen und legte ein umfassendes Geständnis ab. Sie gab zu Protokoll, daß sie mit Hilfe ihres Geliebten Frau Maffard ermordet habe. Zuerst schlug sie mit einem Beil auf sie ein. und als die Stief- P a r i s, 23. April, mutier blutüberströmt zu Boden sank, versetzte ihr Georges den Gnadenstoß. Nach diesem Geständnis wurde Georges Pottin einem Kreuzverhör unterzogen. Anfänglich leugnete er alles, verwickelte sich jedoch derart in Widersprüche, daß er es endlich gestehen mußte, bei dem Morde mitgeholfen zu haben. Nun mußten nur mehr einige auffallende Gegensätze in den Aussagen der beiden Mörder geklärt werden, und vor einigen Tagen sollte dann die Hauptverhandlung stattfinden. Diese versprach gar keine Sensationen. Aber es kam anders. Die Hauptverhrnidlung fand nicht statt; denn zwei Tage vor dem Prozeßbeginn erschien bei dem Untersuchungsrichter eine ältere Dame und erklärte diesem schlicht und einfach, daß sie die ermordete Frau Massard sei. Sie hat erst aus den Zeitungen erfahren, daß sie bereits gestorben sei und daß ihre Stieftochter sie ermordet habe. Sie fühlt sich also veranlaßt, diesen Justizirrtum noch rechtzeitig aufzuklären. Der Untersuchungsrichter glaubte zuerst, daß die Frau geistesgestört sei. Doch Frau Massard konnte es dokumentarisch Nachweisen, daß sie tatsächlich die ermordete Frau Massard ist. Nun wurde der Arzt, der vor einem halben Jahr die Leiche obduzierte, zu Hilfe gerufen, und auch dieser mußte feststellen, daß die angebliche Frau Maffard an ihrem rechten Oberschenkel dasselbe herzähnliche Muttermal besitzt wie die Tote. Nach dieser Feststellung wurden Marie Langlois und Georges Pottin zum Untersuchungsrichter geführt. Dieser fragte sie jetzt, warum sie einen Mord, den sie nie begangen, eineqstanden hätten. Frau Massard lebe doch und werde sofort hier im Zimmer erscheinen. Und Frau Massard erschien auch. Doch die beiden entlasteten Mörder behaupteten auch weiterhin steif und fest, daß sie Frau Massard ermordet hätten und daß diese Frau hier nur ihre Doppelgängerin sei. Die beiden wurden wieder abgeführt, die Verhandlung vertagt, und der Untersuchung? richtet steht jetzt vor einem neuen schier unlösbaren Rätsel. Vor einem halben Jahr wurde eine Frau ermordet. Die Ermordete ist, dies steht zweifellos fest, nicht Frau Massard, sondern ihr vollkommen. Ebenbild. Selbst das Größenmaß des herzförmigen Muttermales ist das gleiche. Was ist also die Wahrheit? Eine ganze Schar der besten Kriminalisten versucht jetzt, dieses dreifache Rätsel zu lösen: wer ist der Mörder und warum behaupten Marie Langlois und George Pottin, daß sie einen Mord begangen haben, dessen Opfer sich der besten Gesundheit erfreut? . . ; H. G. D Mord au6 Aberglauben B e o g r a d, 28. April. In der Kirche von Podgorica hat ein Mann namens O e p-c e ti i 6 während des Gottesdienstes einen Priester mit einigen Revolverschüssen getötet. In der darauf entstandenen Panik gelang es dem Täter zu entfliehen. Er wurde jedoch später festgenommen. Die Tat ist auf einen alten Aberglauben dieser Gegend zurückzuführen, wornach gewisse Krankheiten durch das Blut eines Fremden geheilt werden. Der Priester, der erst vor Kurzem aus Südserbieu nach Podgorica kam, galt als Fremder und fiel dem Aberglauben zum Opfer. Das eigene Kind mit Eakmette-Bazillen gefüttert Das Experiment eines Lübecker Arzte?. Lübeck, 23. April. Der unter der Anklage fahrlässiger Tötung stehende Ober-medizinalrat Dr. A l t st ä d t vom Lübecker Krankenhaus entschloß sich, um festzustellen, ob die Fütterung eines Säuglings mit reinem Calmetteftoff gesundheitsschädlich ist, sein eigenes, neugeborenes Kind der Cal- mettebehandlung zu unterziehen, was vor etwa 8 Wochen im Beisein sachverständiger Aerzte geschah. Die jüngste Untersuchung ergab, daß das Kind nicht die geringsten Krankheitsevscheinniigen aufweist, die sich bei den früher gefütterten Kinder in so verhängnisvoller Weise gezeigt hatten. Im Gegenteil, das Kind erfreut sich bester Gesundheit. Das Experiment Dr. Altstädts wird als Beweis dafür angesehen, daß ein einwandfreies Calmettesteff ohne jede Gefahr zur Anwendung gebracht werden kann, Ehebruchsklage nach — zwanzigjähriger Trennung Genua, 23. April. Mit einer kuriosen Ehebruchsklage hatte sich dieser Tage das hiesige Gericht zu befassen. Vor rund 20 Jahren verließ der Hafenbeamte Pietro Sciutto seine Gattin mit der er wegen unüberwindlicher Abneigung angeblich nicht zusammen leben konnte. Die Frau üvcrjicdel te zu dem Bruder ihres Gatten. Dieser Tage erinnerte sich nun der alternde einsame Mann seiner Gattin und um sie zur Rückkehr zu ihm zu bewegen, erstattete er gegen sie die Klage wegen Ehebruches. Das Gericht sprach aber die Frau selbstverständlich frei, da sie vor 20 Jahren von dem Gatten im Stiche gelassen worden war und die Angelegenheit inzwischen längst verjährt ist. Der Geburtstag der Stadt Rom. Rom, 23. April. Anläßlich der Wiederkehr des Jahrestages der Gründung der Stadt Rom fanden in ganz Italien faschistische Kundgebungen statt und gleichzeitig erfolgte auch die Ausmusterung der faschistischen Jungmannen, die in die Reihen bei Jungfaschisten übertreten. Am Kapitol fan4 in Anwesenheit des Königspaares und allei Regierungsmitglieder eine Festsitzung der Akademie statt. Ferner wurden zahlreich« Neubauten usw. feierlich eingeweiht. Blutwallungen, Herzbeklemmungen, Atemnot, Angstgefühl, Nervenreizbarkeit, Migräne, Schwer mut, Schlaflosigkeit können durch den Gebrauch des natürlichen „Franz-Joses"-Äilterwaffers oft beseitigt werden. Wissenschaftliche Feststellungen bekräftigen, daß bas Franz-Josef-Wasser bei Äer stopfungszuständen aller Art mit besten Erfolg bient Tkeatei- mo Kunst AatwnaUheatei' in Sttari&or Repertoire Freitag, 24. April, 15 Uhr: „Die Kette". Studentenvorstellung. Samstag, 25. April, 20 Uhr: „Zirkusprinzessin". Kupone. Sonntag, 26. April, 15 Uhr: „Der verzauberte Frosch. Kupone. Kindervorstellung. — 20 Uhr: „Karussclpferde". Ermäßigte Preise. Letztes Mal. Montag, 27. April: Geschlossen: Dienstag, 28. April, 20 Uhr: „Zirkusprinzessin. Kupone. Gastspiel Frl. Marica Ljubej. + Uraufführung einer slowenischen Operette in Ljubljana. Sonntag, den 27. b. M. findet am Ljubljana ec Nationaltheater die Uraufführung der slowenischen Operette „Ah, diese verdammte Liebe" statt. Das Libretto stammt von Max S i m o n o i c, die Musik von Paul 8 i v i ö. + Eine unbekannte Klavierkomposition Schuberts. Die Originalhandschrift von sechs bisher unbekannten und unveröffentlichten deutschen Tänzen für Klavier von S ch u-b e r t, komponiert 1824, wurde vor einiger Zeit vom Tonkünstler Regierungsrat W a g= n e r-S ch ö n k i r ch aufgefunden. Die'Tänze übertreffen vielfach an Anmut und melodischem Gehalt die bisher bekannten Schu-bertschen Deutschen Tänze. Sie gelangen im nächsten Konzert des Wiener-A-caPella-Chors am 7. Mai im großen Musikvereinssaal durch Professor Otto S ch u l h o f zur Uraufführung. + Studien zur Geistesgeschichte des Sozialismus." Max Adlers Darstellungen der geschichtlichen Entwicklung des sozialistischen Gedankens von Rousseau bis Marx ist soeben in einer fünften umgearbeiteten, erweiterten und illustrierten Auflage im Verlag Heß & Co., Wien - Leipzig, erschienen. + Franz Werfels Drama: „Das Reich Gottes in Böhmen" gelangte soeben in Zürich in Anwesenheit des Dichters mit außerordentlich großem Erfolg zur Erstaufführung. - —>*<— - Bus Celje c. Evangelisches. Donnerstag abends fand im Gemeindesaale des Pfarrhauses eine Mozartfeier statt. Sonntag findet der Gottesdienst um 10 Uhr in der Christuskirche statt, anschließend daran Kindergottesdienst. c. Konzert des Männergesangvereines. Samstag, den 2. Mai um halb 21 Uhr veranstaltet der Männergesangverein im Kinosaale des Hotels Skoberne ein Konzert, an dem das Vereinsquartett, bestehend aus den Herren B. L ö s ch n i g g, E. B l e ch i n-g e r, A. A i st r i ch und Dr. A. Iucharl auftreten wird. Am Flügel Herr Dr. Z a n- Hamid Bernkovens blondes Modell Roman von Gert Nothberg. Copyright hy Martin Fenchtwanger, Halle a. d. Saale. 6. Fortsetzung. Aber dann war sie doch wieder unbändig stolz auf Harald, wenn die Zeitungen sein Bild brachten, wenn die Kritik einstimmig des Lobes voll war über das neueste Kunstwerk des Meisters. Dann dachte sie wohl zuweilen sogar, daß sie sich Harald zuliebe ändern wollte. Aber das waren nur Augenblicksstimmungen, die ebenso rasch wieder verflogen, wie sie gekommen waren. Als das Brautpaar davonfuhr, standen die Jllstädts auf der breiten Treppe und sahen ihnen nach. Laut kläffend rannten die beiden Dackel noch eine Weile neben dem Auto her. Sie bezeugten ihre Freude stets, wenn Gäste fortfuhren, nie, wenn welche kamen. Als der Wagen im Walde verschwand — kamen sie keuchend zurück. „Na?" Herr von Jllstädt sah seine Damen an. Hanni sah starr geradeaus. Ihre Augen waren seltsam trübe. Frau von Jllstädt fragte hastig' g e r. Außerdem wirkt auch das Vereinsorchester mit. Zum Vortrag gelangen ernste und heitere Lieder von Sompek, Kelldor'fer, Pibers moderne Schlager und alte Wienerlieder. Kartenvorverkauf bei Frau Lager-Neckermann. c. Bauarbeiter für 2000 Wohnhäuser werden gesucht. Der Baumeister Herr Korosec Drago aus Gornje bei Smartno ob Pakt sucht durch die Arbeitsbörse in Celje 10 Poliere, 200 Maurer und 150 Hilfsarbeiter, mit denen er in kürzester Zeit nach Skoplje abzureisen gedenkt, wo er den Bau von 2000 kleinen Wohnhäusern übernommen hat, die bis zum Winter fertiggestellt sein müssen. Tie Häuser sind für Kolonisten bestimmt, die sich in der Nähe von Skoplje ansiedeln werden. Da sich die Arbeiter selbst verpflegen werden, müssen sie Kochgeräte mitbringen, wie sie auch Decken und andere Bedarfsgegen stände mithaben müssen. Nähere Auskünfte und Anmeldungen bei der Arbeitsbörse in Celje. c. Einer, der einen Kompagnon suchte. Der 25jährige Handelsangestellte Franz K. aus Ljublana kam vor einigen Tagen mit einem Taxameter nach Celje und besuchte einen Kunden seiner Firma, dem er erzählte, er habe am Bahnhofe für seine Firma einen Waggon Bat'a-Schuhe auszulösen, wofür ihm der Kunde 5000 Dinar leihen möge. Als Entschädigung werde er ihn als Kompagnon in sein Geschäft aufnehmen, das er in Kürze eröffnen werde und das beiden einen monatlichen Gewinn von 15.000 Dinar abwerfen werde. Dem Kunden kam die Sache nicht geheuer vor und er erstattete bei der Polizei die Anzeige. K wurde arretiert, da sich herausgestellt hatte, daß seine Angaben sowohl die Uebernahme der Schuhe als auch das glänzende „Geschäft" betreffend unwahr sind. Außerdem erstattete auch der Chauffeur die Anzeige, weil ihm K. für die Fahrt 750 Dinar schuldig blieb. *♦><•<♦* ---------- Sport Fuchsjagd des „Molokkubs" Wie schon berichtet, eröffnen kommenden Sonntag unsere Motorradsportler mit einer großen Fuchsjagd die beginnende Saison. Diese traditionelle Veranstaltung erfreut sich schon seit jeher des lebhaftesten Interesses unserer Kraftfahrer, weshalb ihr immer wieder die größte Aufmerksamkeit entgegengebracht wird. Auch Heuer wurden für die Jagd großzügige Vorbereitungen getroffen, die den Verlauf der Veranstaltung gewiß aufs beste beeinflußen werden. Das „Revier" wurde in unmittelbarer Nähe der Stadt, im Abschnitt Tezno—Sv. MiklavL—Hoöe— Tezno abgestochen, sodaß es allen Fahrern zugänglich gemacht wurde. Der Fuchs wird sich um 13 Uhr vom Trg Svobode vom „Jägervolk" trennen, um sich im Terrain zurechtzufinden. Der Start der Jäger, die sich zuvor mit besonderen Startlegitimationen zu versehen haben, erfolgt um 14 Uhr desgleichen vom Trg Svobode. Der Fuchs „Was meinst du, Väterchen?" ■ „Ich? Das will ich doch gerade von euch missen. In der Ehe sehe ich nämlich für den einen Teil kein Glück. Aber sind wir solche Gastgeber, die hinterher über ihre Gäste losziehen? Komm, Hanni, sing noch eins, ehe ich auf die Felder hinausreite. Du kannst mich begleiten. Willst du?" „Gern. Papa." Hanni sang dem Vater einige Lieblingslieder; aber Frau von Jllstädt wußte genau, daß er heute nicht bei der Sache war. Seine Gedanken waren anderswo. Und sie wußte, wo die'fg, Gedanken waren. Ihr hatte er es gesagt, daß er für das Glück des genialen Künstlers fürchtete. Sie hatten alle drei die schöne Helge gern, doch ihrem launenhaften Wesen standen sie verständnislos gegenüber. Frau von Jllstädt wurde dann von ihrer alten Mamsell zu einer wichtigen Besprechung in die Küche gebeten, und Herr Jllstädt und seine Tochter ritten auf die Felder hinaus. Am Walde ritt ein einsamer Reiter. Er blickte scharf herüber. Dann, als er die Näherkommenden erkannte, wendete er, grüßte und ritt davon. „Georg Sanders! Warum der uns ausweicht, möchte ich wirklich wissen. Er kann doch nichts dafür, daß sein Bruder das alte schöne Dittmerhofen so heruntergewirtschaf-tet hat. Die Sanders sind nun bettelarm muß in der Maximalzeit von zwei Stunden gefangen werden. Jener Fahrer, der innerhalb dieser Zeitspanne den Fuchs als Erster, Zweiter oder Dritter berührt und diesem seine Startlegitimation übergibt, ist Sieger. Sollte der Fuchs innerhalb dieser zwei Stunden nicht gefangen werden, so erhält er den ersten Siegerpreis. Alle übrigen Jagdteilnehmer erhalten schmucke Erinnerungsplaketten. Nennungen sind an das Klubsekretariat, Gosposka ulica 37/1, unter Beischluß des Nenngeldes (20 für Mitglieder, 40 Dinar für Nichtmitglieder) zu richten. Nachnennungen unterliegen der doppel ten Nenugebühr. Nach dem Rennen findet nachmittags eine gesellige Zusammenkunft im Gasthof Wrus in Sv. MiklavL statt, woselbst auch die Preisverteilung vorgenommen werden wird. Quer durch Mmibor Unsere Leichtathleten entfalten Heuer eine überaus rege Tätigkeit. Nach dem erfolgreichen Querfeldeinlaufen in Maribor und Beograd und nach der großen Trainingwoche des Sportlehrers Ulaga ist nun der „Quer durch Maribor"-Lauf ihre nächste Veranstaltung. Die Konkurrenz, die bereits diesen Sonntag vor sich geht, nimmt auf der Strecke „Maribor"-Sportplatz—Trg Svobo-da ihren Lauf.. Die Gesamtlänge beträgt 1820 Meter, während sich die Teilstrecken folgendermaßen gestalten: Bolksgarten—Leh rerbildungsanstalt 260 Meter, Forstschule 200 Meter, Kreisinspektorat 130 Meter, Zrinjski trg 420 Meter, Cafe „Europa" 180 Meter, Sodna ulica 480 Meter und Trg Svobode 150 Meter. Der Start erfolgt um 11 Uhr. Nennungen werden bis 10 Uhr in der Garderobe des SSK. „Maribor" ent gesengenoinmen, woselbst auch die Auslosung vorgenommen werden wird. Die Jury setzt sich aus den Herren Beraant (Obmann), Fischer (Schriftführer), Dr. Jettmar (Oberschiedsrichter), Smerdelj, Lehrer, Flovar, Vidoviö (Schiedsrichter), Kramberger (Star ter), Rogliö, Leskovar, Vesnaver und Ma-russig (Zeitnehmer) zusammen, während die Uebergaben Novak Nr. 1. Drobnio Nr. 2, Gresak Nr. 3, Cilenöek Nr. st. 8ef Nr. 5, Amon und Hoschitz Nr. 6 zu kontrollieren haben. : S. K. Rapid. Heute/ Freitag, um 20 Uhr Spielerversammlung im Cafe „RotovL". ------------------ b. Mehr verdienen durch Postversand» Anweisungen zur erfolgreichen Führung von Versandgeschäften und Versandabteilungen, Edwin Groß, 200 Seiten, 55 Abbildungen, Dinar 84.—. Verlag Organisator A.-G, Zürich. Das vorliegende Buch wendet sich hauptsächlich an Kaufleute und will sie anletten, ihrem Geschäft eine Versandabteilung anzugliedern und damit „mehr zu verdienen". Das Buch behandelt in 17 Kapiteln die Reklame, Organisation und die ganze Einrichtung eines solchen Geschäftes und zeigt an 55 Abbildungen, was gut u. was schlecht ist. durch den schönen Luftikus geworden. Wie die Mutter es erträgt, möchte ich wirklich wissen. Sie war immer eine stolze, vornehme Frau, und sie tut mir herzlich leid. Aber sie und der jüngere Sohn wissen wohl von dem Mitleid ihrer alten Bekannten, und sie sind zu stolz, es sich zeigen zu lassen. Sie haben sich gänzlich zurückgezogen. Nun, eins nach dem ändern! Graf Eibingen wird von niemand bedauert. Ihn haben seine vielen noblen, ach was, leichtsinnigen Passiv nen zugrunde gerichtet. Und nun soll vielleicht noch das alte Dittmerhofen daran glauben. Es tut einem in der Seele weh, aber Georg Sanders wird es trotz aller Arbeit nicht halten können." Hanni antwortete nicht; ihre blauen Augen folgten dem einsamen Reiter. Vater Jllstädt sah den Blick und .chwieg auch. * Harald Bernkovens Gemälde „Die Gemahlin des Dogen" hatte die Große goldene Medaille erhalten. Lautlos standen unzählige Menschen vor dieser göttlichen Offenbarung der weiblichen Schönheit. Zitternd vor Stolz und Glück schmiegte sich Helge in die Arme des Verlobten, der sie ernst ansah und sie dann bat: „Ja, Harald, ja! Du bist ein großer Künstler, und ich bin ein törichtes Geschöpf, daß ich es nicht immer würdigen kann " Da küßte er sie inniger als in den letzten Bus Mul P. Der Frisch Oslag-Abend» der diesen Sonntag im großen Vereinshaussaal statt* findet, beginnt um 20 Uhr abends. Sw reichhaltige, überaus abwechslungsreiche Programm des Abends wird gewiß auch den verwöhntesten Lauscher vollauf zufriedenstellen. Gibt es noch dämonische Frauen? Die Pariser Zeitung „Jntransigeant" versucht die Frage zu beantworten, ob es heutzutage noch dämonische Frauen gibt. Die Franzosen sind, nach Ansicht der Zeitung, keine besonderen Verehrer dieses Frauentyps. Sie wären zu optimistisch und lebensfroh dazu. Die Wiege der dämonischen Frau, stand im Orient. Als die ersten dämonischest Frauen in der Geschichte können Salome, die Königin von Saba und Kleopatra gelten, die vielen blühenden Jünglingen zum Verhängnis wurden und viele reife Männer ins Verderben trieben. Die Redaktion wandte sich in dieser heiklen Frage an eine Anzahl bekannter Pariser Persönlichkeiten und bat sie, mit aller Offenheit ihren Standpunkt zu äußern. Der berühmte Maler van D o n g e n fällte über die dämonischen Frauen ein abfälliges Urteil. „Diese Frauen," sagte er, „sind nicht mein Typ. Im großen und ganzen glaube ich, daß es keinen Sinn hat, über die Natur der Frauen besonders viel nachzudenken und nachzugrübeln. Die Frauen muß man lieben. Was mich anbetrifft, fst verstehe ich die Frauen destoweniger, ic mehr ich ihrer begegne." Ein berühmter französischer Romanschrist steiler, der seine Schriften mit den Buchstaben M. D. zeichnet, äußerte sich, wie folst' „Es gibt keine dämonischen Frauen. Im @6' genteil, es gibt nur Männer, die den Frästen zum Schicksal werden. Wie oft hören wir, daß Frauen gezwungen werden, zum $e< volver zu greifen, um sich an ihren untreue« Männern und Geliebten zu rächen. Abgesehen davon, scheint der Begriff der dämonischen Frau überhaupt nicht mehr modern ist sein. Die kurzen Frauenkleider sind dafür nicht geeignet." Der König der Damenmoden, der berühmte Modekünstler P o i r e t, vertritt die entgegengesetzte Meinung. Er behauptet, daß die dämonischen Frauen sich heute noch 111 großer Zahl unter uns bewegen. ,Ma« könnte sogar sagen," meint Poiret, „daß Frauen gewissermaßen dämonisch sind. 3* persönlich bin nicht ängstlich, aber meines Sohn würde ich streng verbieten, mit mj' chen Frauen in Verbindung zu treten, st die Verliebtheit des Mannes nur dazu aus3' nützen, um ihn zum Werkzeug ihrer Lauste und Geldgier zu rnachen.Der Mann stst . stets in Gefahr. In jungen Jahren wird ihn von jungen Mädchen der Kopf verdreht, fst1' ter wird er von den gereiften Frauen « Balzacalter überrumpelt, deren Verantwst tungslosigkeit und sinnliche Ausgelaffenhe ihm zum Verderben wird." — Wochen, und er glaubte und hoffte wiedeb daß doch noch alles gut werden würde, ©st ge war falsch erzogen worden. Viellei h wenn er gütig und liebevoll zu ihr toor'i).-u< sie auch seinen Wünschen entgegen. -1 leicht fand er doch das Glück mit ihr. f Diese weiche Stimmung Helges stau genau so lange wie die Ausstellung, der man es sie merken ließ, wie sehr tstast die Liebe des berühmten Künstlers mißlst te. Dann aber ,als er wieder ruhiger den war, da kamen auch Launen und gnügungssucht wieder. Ein reicher Amerikaner wollte das für einen sehr hohen Preis kaufen, dkun „ es einstweilen wieder ins Atelier ge) 3 j, worden. Helge kam öfters mit Vater Bruder. Diese letzteren brachten sie nur weil sie allein nicht ins Atelier gehen te. Doch sie wollte unter allen Umstände _ ganzen „Betrieb" dort, wie sie sich ^ir, derb ausdrückte, kennenlernen. Vor ^ wollte sie die Modelle kennen lernen, oi Harald aus und ein gingen. Eine\ o Freundin hatte letzthin beim Tennis g „Einen Künstler zum Manne zu ^st men, muß furchtbar interessant ist* ' dazu einen Maler. Die wunderschön _ belle, die zu ihm kommen! Eigentlich, v ^ Maler und Frauenarzt! Beide Ver I ^ reu mit zu gefährlich für meinen 14 uCn Gatten. Bei beiden gehen immerstrebe aus und ein Aber du wirst ja y deines Verlobten sicher sein könnet . Lokale C Freitag, den 24 April Städtischer Gemeinderat Zinsheller, Kanalgebühr und Wasierheller werden abgeschafft Erleichlerungen in der Einhebung der Wareneinsuhrsteuer Neue Notwohnungen Rach längerer Pause trat der städtische Gemeinderat gestern abends zu seiner zweiten diesjährigen Sitzung zusammen, um die laufenden Angelegenheiten zu erledigen. Ein gangs hielt der Bürgermeister Tr. I u v a n dem unlängst verstorbenen Gemeinderat Karl R o b a u s einen tiefempfundenen Nachruf. Das Haus ehrte das Heimgegangene Mitglied mit einem Slava-Ruf. Ter Bürgermeister teilte sodann mit, daß außer dem Z.i n s h e I I e r auch die städtische Kanalgebühr und der W a s-s e r h e I l e r im Sinne einer Interpretation des Finanzgesetzes seitens der Zentralstellen nicht mehr werden eingehoben werden können. Dadurch erleiden die Gemeindeein-' nahmen einen Ausfall von mindestens 600 Tausend Dinar jährlich. Im nächsten Voranschlag werden deshalb neue E i n-nah msquellen erschlossen werden müssen. — In den städtischen Aemtern werden auch Heuer im Juni, Juli und August die Amtsstunden ungeteilt von %8 bis 14 Uhr eingehalten werden. Die Angelegenheiten des ersten Ausschusses wurden der geheimen Sitzung Vorbehalten. Für den zweiten Ausschuß berichtete GR. Dr. S t r m s e k. Die Gemeinde wird zu den Kosten der Beteilung der ärmsten Schulkinder in den Vormittagsstunden mit Milch seitens des Gesundheitsheimes jährlich 18.000 Dinar beisteuern. — Da der fünfte Bezirk (M a g d a l e n e n-Vorstadt) bereits gegen 1000 Schulkinder aufweist, wird auf dem rechten Drau-ufer ein Tageskinderhort eröffnet werden. Bis zur Erbauung eines besonderen Gebäudes wird ein entsprechend. Haus für diesen Zweck gemietet. Auf Antrag des Berichterstatters des dritten Ausschußes GR. Stabes wird der Textilfabrik Z e l e n k a die Bewilligung für die Aufführung neuer Anlagen in der Linhartova ulica unter gewissen Bedingungen erteilt. — Die deutsche Inschrift auf dem Tappeiner-Denkmal vor der Städtischen Sparkasse wird durch eine slowenische ersetzt Der Sockel des T e g e t t h o f f - D e n k Aals im Park auf dem Jugoslavenski trg wird vorläufig noch nicht beseitigt, da eine Aktion im Gange ist, dortselbst ein K r i e-6 e x d e n k m a st errichtet werden soll. ^ Im Bericht des vierten Ausschusses, Berichterstatter GR. P u 8 e n j a k, würden Mehrere Beschwerden gegen die Bemessung ^r neuen st ä d t i s ch e n Einfuhr-v e u e r kumuliert. Der Gemeinderat stell-te sich auf den Standpunkt, daß der finanzielle Effekt dieser Steuer nicht verringert werden dürfe, da sonst das Gleichgewicht wischen Einnahmen und Ausgaben verlohn ginge. Doch werden gewisse Härten wweU als möglich beseitigt oder zumindest gemildert. So werden gewisse Arti-^ in eine andere Tariflichst eingereiht. Die «te gesetzt, daß derselbe bei einem Verbrauch von 50 Kubikmetern monatlich 3, darüber hinaus jedoch mit 2 Dinar per Raummeter berechnet wird. Wichtig ist der Beschluß, daß zwecks Linderung der Wohnungsnot eine weitere A n-l e i h e in der Höhe von einer Million Dinar aufgenommen wird, um noch einige Not Wohnungen zu gewinnen. Für den fünften Ausschuß berichtete GR. M u r k o. Es wurden einige Ansuchen um Konzessionserteilungen erledigt. Nach der öffentlichen fand noch eine geheime Sitzung statt, in der größtenteils Personalfragen erledigt wurden. Ar uer beträgt in Hinkunft für 100 Kilo öneien, Drogen und Chemikalien 4 statt Dinar, Reis, Essig und Kaffeesurrogate 2 M' Baumrinde und Gerbstoffe 0.50 (3), ^urbissamen 1 (3), Pappe 3 (5), Kunstdün-und gewisse Pecherzeugnisse 1 (3) und jstt Eis 0.25 Dinar. Fässer und Flaschen sind , ? Emballage zu betrachten und demnach M der Rückkehr nach Maribor zur neuerli-Mn Verwendung als steuerfrei zu betrach-n‘ 3ut Reparatur nach Maribor kommende V6*' Maschinen usw. sind, falls sie nach ^enbeter Reparatur wieder versendet wer-bst1'Transitware zu betrachten, doch ist Ei» ^Gelegenheit rechtzeitig anzumelden, st definitiver Beschluß wurde nicht gefaßt, g.^1 ^,wird sich der Ausschuß mit der An-Cüm Nf- moch einmal befassen. — Zur Be-g uwytigung der städtischen P a r k a n l a-Die M toe?b€n Swei Wächter bestellt. — Schule t J G r 1 e ’ 1 u n 9 toirb bis zur Meindp ■*" e ö n 0 verlängert. Diese Ge- Mit mtol.^b Ungeladen, sobald als möglich ttn dnse*nen Vertrag auf Anschluß ließen ^ie Wasserleitungsnetz abzu-^dern hl;T <. $en Gastwirten und Kaffee-rn wird der G a s p r e i s dahin herab Mordprozeß Resnik Der Prozeß gegen die mutmaßlichen Mör der des Finanzers R e s n i k wurde heute den ganzen Tag über fortgesetzt. Die Verhandlung, die im dichtbesetzten ehemaligen Schwurgerichtssaal stattfindet, brachte bisher kein besonderes neues Moment ans Tageslicht. Die Angeklagten stellten auch bei der gestrigen Einvernahme jede Schuld entschieden in Abrede. Im Laufe des gestrigen Nachmittags wurden hierauf mehrere Zeugen aus Oesterreich einvernommen, die dezidiert angaben, daß sich die Angeklagten gelegentlich ihrer Aufenthaltes in Oesterreich mit der Mordtat geprahlt hätten. Bei der heutigen Konfrontierung erklärten zwar die Angeklagten, daß sie öfter über den Hergang der Untersuchung gesprochen hätten, daß sie aber nie die Mordtat eingestanden hätten. Im weiteren Verlauf der Verhandlung wurden zahlreiche Zeugen aus Marenberg und Maribor sowie aus St. Iss und Öersat einvernommen, die zum Teil entlastend, zum Teil aber stark belastend für die Angeklagten aussagten. Ausflug nach Sv. Duh. Bei dieser Gelegenheit wird auch das Kraftwerk in Fala besichtigt werden. m. Der Autobusverkehr mit dem Draubad auf der Mariborer Insel wird am 1. Mai ausgenommen werden. Bekanntlich wird auf dieser Linie ein neuer Saurer-Autobus in den Verkehr gestellt werden. m. Der erste in Jugoslawien erbaute Salonwagen wurde dieser Tage in den hiesigen Staatsbahnwerkstätten fertiggestellt. Der neue, mit allem modernen Komfort ausgestattete Salonwagen, bei dessen Fertigstellung auch mehrere hiesige Vertreter von Spezialgewerben mitwirkten, wird dieser Tage seiner Bestimmung übergeben werden. Es ist dies der erste Salonwagen, der vollständig in unserem Staate erbaut und ausgestattet wurde. Die luxuriöse und erklassige Ausführung des Waggons gereicht unserer Staatsbahnwerkstätte jedenfalls nur zur Ehre. m. Fischmarkt. Auf dem heutigen Fischmarkt wurden Meerfische zu 28 bis 36 und Meerkrebse zu 32 Dinar per Kilo verkauft. m. Arbeitskräfte gesucht! Die Mariborer Arbeitsbörse benötigt dringend eine Reihe von Arbeitskräften und zwar 12 Knechte, 4 Hirten, 1 Gärtner, 1 Tapezierer, 1 Rauchfangkehrer, 1 Photograph, 200 Maurer, 60 Zimmerleute, 2 Monteure sowie mehrere Lehrlinge. m. Der Slowenische Frauenverein sieht sich wegen der allzu häufigen Tombolaveranstaltungen veranlaßt, seine Tombola zu Gunsten des Ferialheimes der Königin Maria in Sv. Martin auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Dieselbe wird am 4. Oktober oder bei schlechter Witterung am darauffolgenden Sonntag stattfinden, worauf wir schon jetzt alle Vereine aufmerksam machen. m. Journalistenklub. Heute, Freitag, um 20 Uhr findet im Hotel „Drei" (Aljaz-Stube) eine wichtige Klubsitzung statt. Die Mitglieder werden eingeladen, an derselben wegen der bevorstehenden Generalversammlung der Sektion Ljubljana in Rogaska Sla-tina vollzählig teilzunehmen. m. Evangelisches. Sonntag, den 26. d M.. um 10 Uhr vormittags wird in der Christuskirche ein P r e d i g t g o t t e s d i e n st stattfinden. Anschließend um 11 Uhr sammelt sich die Schuljugend zum Kinder-g o t t e s d i e n st. m. Volksuniversität. Heute, Freitag, um 20 Uhr spricht die Zagreber Professorin Frau Dr. Mira Vodvazka-Kooon-d a über „Die moderne Frau und Ehe", worauf nochmals aufmerksam gemacht wird. m. Vortrag über die neue Pauschalumsatzsteuer. Auf Wunsch des hiesigen Handelsgremiums veranstaltet die Ljubljanner Handelskammer am S a m s t a g, den 25. d. um 20 Uhr im oberen Saal des Hotels „Orel" einen Vortrag über die neue Pauschalumsatzsteuer. Am Vortragstisch wird der Steuerkonsultent der Handelskammer Herr L a g a r aus Ljubljana erscheinen. Geladen sind alle Interessenten. m. Unsere Kunstfreunde werden nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß die sehenswerte Ausstellung unseres heimischen Malers T r st e n j a k im Kasino-Saale noch einige Tage täglich von 9—12 und von 13 bis 17 Uhr geöffnet ist. Am S o n n t a g, den 26. d. M. um halb 11 Uhr wird der Autor über die einzelnen Werke sprechen u. die Gäste führen. m. Eine neue Kinder-Feriolkolonie. Die Ortsgrupve Studenci des Roten Kreuzes beabsichtigt beuer in Sv. Duh eine neue Fe-riallolonie cinzurichten. Noch im Laust des heurigen Sommers sollen dortselbst mehrere Kinder untergebracht werden. m. Die Volksrminersität in Studenci veranstaltet zu Pfingsten einen gemeinsamen m. Rasch gelöscht. Am Dachboden der alten Draukaserne fingen gestern mehrere Balken anscheinend wegen Ueberhitzung eines Kamins zu brennen an. Die sofort herbeigeeilten Wetzrmänner der Freiwilligen Feuerwehr entfernten rasch die Balken und beseitigten in wenigen Minuten jede Gefahr. m. Messer, Scher' und Licht. . . Der 11- jährige Ludwig D a s k o wollte sich gestern aus einer Weidenrute ein „Pfeiferl" schnitzen. Das Messer entglitt ihm hiebei so un-, glücklich, daß er sich' eine tiefe Stichwunde | am linken Oberschenkel beifügte. Der Kleine mußte ins Krankenhaus gebracht werden. | m. Die Auslösungen zur letzten Wochenyreisfrage in der Rätselecke der „Mariborer 'Zeitung" können uns noch bis einschließlich . Montag, den 27. d. übermittelt werden, da J die letzte Rätselecke erst am Mittwoch erschie-| nett ist. Die nächste Rätselecke erscheint Dienstag abends. m Wetterbericht vom 24. April 8 Uhr: Luftdruck 739, Feuchtigkeitsmesser —28, Barometerstand 741, Temperatur +13, Windrichtung NW., Bewölkung teilweise, Niederschlag 0. * Das neue Pauschalumsatzsteuergesetz ist soeben erschienen und in der Buchhandlung Heinz in kroatischer und deutscher Sprache erhältlich. 4912 * Das stimmungsvolle Familienabendkonzert findet morgen, Samstag, im Hotel Halbwidl seine Wiederholung. 4967 * Sonntag, den 26. d. M. im Gasthause L e Z n i k in Nova vas Backhühner 35 Din., vorzügliche Weine: Riesling 12 Din., Portugieser per Liter 16 Din. Es empfiehlt sich L e 8 n i k. 4961 * „Grajska klet". Samstag und Sonntag gastiert die bekannt? . White Star"-Kapelle 4940 b. „Jadrcmska straLa", Organ des gleichnamigen Vereines. April 1931. Heft 4. Split. Kostet ?m Jahr 120 Dinar. b. Dr. Hans N e u f f e r: „Erste Hilfe in den Bergen". Ein Taschenbuch für den Bergsteiger Verlag R. Lechner (Wilh. Müller), Wien 1, Graben 31. 104 Seiten. Preis Mk. 2.—. Das Büchlein veranschaulicht in zahlreichen Illustrationen die bei der ersten lHil feleistung notwendigen Maßnahmen und Handgriffe und bietet durch seine außerordentlich leicht faßliche Darstellung jedem Bergsteiger einen verläßlichen Haudweiser. \ Feuilleton Die weißen und die roten Roten Von Hansi Rubin. „Was soll es heute sein?" Mit dieser Frage trat die kleine verwachsene Verkäuferin im Blumenladen grüßend an Alf heran. Und wie immer wählte sie dann selbst für den.Unschlüssigen, der aus der duftenden Fülle ringsum nicht gleich das Richtige herausfand. Sollten die Blumen doch ihren Weg ins Krankenhaus, nehmen und dort am Lager einer Todgeweihten ihren zarten, feinen Duft verbreiten. Mit einem Strauß langgestielter weißer Rosen trat Alf sodann auf die Straße und malte sich die Freude aus, die Ly mit den Blumen wieder hüben würde. Ly, deren Antlitz schon seit Tagen diesen blassen weihen Rosen glich. Um die Ecke biegend, wäre Alf beinahe in eine Dame hineingerannt. Er stammelte eine Entschuldigung, aber ein helles Frauenlachen schnitt ihm die Worte ab. „Wer soll denn diese keuschen Blumenkin-der bekommen, Sie wilder Mann?" fragte eine leis' spöttische Stimme. Maja Garden war es, Lys Kollegin vom Theater. Verwirrt zog Alf den Hut. „Ich versprach Ly, sie im Krankenhaus zu besuchen." Er sagte nicht, daß dies seit Wochen-sein täglicher Gang war. Irgendein unbestimmbares Gefühl hinderte ihn daran. „Ach, viel Vergnügen und grüßen Sie Ly recht herzlich von mir! Ich gehe ja doch nicht hinein. Mir sind solche Krankenbesuche einfach gräßlich. Diese karboldurchschwängerte Luft! Mir wird gleich übel, wenn ich so etwas rieche! Und ich begreife gar nicht, wie ein Kranker so selbstsüchtig sein kann, täglich Besuche von Gesunden zu verlangen. Ich möchte ein solches Opfer nie annehmen, wenn ich jemals krank werden sollte. Aber ch hoffe nicht." Sie lachte ihn an voll strahlender Frische. „Ich hoffe auch nicht, Fräulein Garden!" gab Alf zurück und sein Blick umfaßte die Uebermütige, aus deren Wesen ihm so viel Lebensfrohsinn und verhaltene Glut entgegenleuchteten. „Wirklich? Ich dachte. Sie lieben bloß die Kranken — die kühlen, weißen Rosen! Mir dürften Sie die nicht bringen. Ich liebe die roten, deren Farben brennen wie — —" „Wie Küsse!" vollendete Alf lachend. „Ja, so ähnlich, obwohl es auch da gewisse Unterschiede gibt. Aber nun will ch Sie nicht länger aufhalten!" Alf einen Gruß zunickend, eilte sie an ihm vorbei. 'Er sah ihr nach, wie sie leichtfüßig und beschwingt hinschritt, dann wandte er sich und trat durch das große dunkle Tor ein in das Haus der Kranken. „Wie schön!" flüsterte Ly und hielt die weißen Rosen an ihren blutleeren Mund. „Ich danke dir, Lieber!" Sie sprach wenig und langsam, denn das Sprechen fiel ihr schwer. Und Alf dachte: Maja hat doch recht! Es ist gräßlich hier! Diese Luft und die vielen Betten mit den hustenden Kranken darin! „Wirst du auch morgen wiederkommen, Alf?" fragte Ly. Alf senkte ein wenig den Kopf. „Ich habe jetzt so schrecklich viel zu tun. Ly, aber vielleicht " Ly faltete die Händchen wie ein Kind: „Bitte, bitte, liebster Ralf, komme bestimmt! Ich weiß nicht, mir ist so — —" „Ich komme, Ly!" Am nächsten Tag empfing ihn die barmherzige Schwester schon an der 'Tür: „Sie ist heute Nacht gestorben!" Alf reichte ihr den mittelgroßen Strauß weißer Hyazinthen. „Bitte, Schwester, legen Sie die Blumen der Toten ins Grab!" sagte er und eilte dann fast fluchtartig aus dem langen dunklen Gang ins Freie, wo ihn der helle Sonnenschein strahlend und heiß umfing. Als Alf zwei Tage danach an dem Blumenladen vorbeikam, stand die kleine, verwachsene Verkäuferin gerade vor der Tür. Freundlich fragte sie: „Was darf ich heute geben?" Alf wollte ihr entgegnen, daß er nun keine Blumen mehr benötige, aber dann zog es ihn plötzlich hinein. Und heute wählte er selbst. Aus dem Korb mit den dunkelrotsamtenen Rosen und Nelken suchte er die schönsten u. brennendsten heraus. Ließ einen Strauß binden und legte seine Visitkarte dazu. Und schickte beides an — Maia Garden ,-xiinitorcr Zeikunz- Nummer 1115. xnvtü 1031; Wirtschaftliche Rundschau HolzmaUI unverändert Geringe Aussichten auf Besserung der Marktlage Im Draubanat hat sich die allgemeine Lage des H o l z m a r k t e s in der letzten Zeit nur wenig verändert. Nach wie vor herrscht eine gedrückte Stimmung. In der Preislage ist leine Besserung zu verzeichnen und ist für die nächste Zeit auch keine Erholung derselben zu erwarten. Die Erwartung, daß mit Anbruch der wärmeren Jahreszeit einsetzende Bautätigkeit einen größeren Absatz in Bauholz mit sich bringen werbe, was eine Preiserholung bedingen müßte, hat sich nicht bewahrheitet. Infolge der Wirtschaftskrise kann sich -auch die Bautätigkeit nicht entwickeln, was naturgemäß auch auf das Holzgeschäft von nachteiligem Einfluß fein muß. Für bearbeitetes Holz herrschte zwar einige Nachfrage, doch war dieselbe nicht imstande, eine Preiserhöhung herbeizuführen. In weichem Schnittholz waren fast keine Abschlüsse zu verzeichnen. Der Absatz bezog sich nur auf einige Wagenladungen Bretter erster und zweiter Güte und Latten spezieller Dimensionen. Was das Eichenholz anbelangt, war Nachfrage für Pfosten größerer Dimensionen, Pariser und Boules zu verzeichnen. In B u ch e n-h o l z ist es zu größeren Schlüssen nicht gekommen. Der Grund dürfte vor allem im politischen Umsturz in Spanien zu suchen sein, da man mit einem größeren Export dieser Warengattung nach diesem Lande rech nete. Mit der Konsolidierung der politischen Verhältnisse in Spanien dürfte die Ausfuhr nach diesem Absatzgebiet wieder eine Belebung erfahren. Die allgemeine Lage ist nicht sonderlich erfreulich. Der Absatz ist äußerst gering und vollzieht sich überdies vielfach auch mit direktem Verlust, da der Verkaufspreis größtenteils unter dem seinerzeitigen Einkaufspreis liegt. Die Umsatzsteuer auf Wein Ein Vorschlag der Weinhändler in Ljubljana Wie aus Ljubljana berichtet wird, hat die dortige Vereinigung der Weinhändler an die Kämmer für Handel, Industrie und Gewerbe in Ljubljana eine Eingabe in Angelegenheit der Umsatz st euer auf Wein gerichtet und darin folgendes auseinandergesetzt: Die Einhebung der Umsatzsteuer aus Wein erfolgt mit der EinheSung der Staatsverzehrungssteuer laut Kaufpreis der Rechnung oder, wenn eine solche nicht gebraucht wird, laut der allgemein gültigen Preislage im betreffenden Weingebiet, abzüglich der Zufuhr- und anderen Spesen. Bei der Berechnung des Preises werden sich aber dort, wo Rechnungen nicht gebraucht werden, so außer dem Banat und Dalmatien in den übrigen Weingebieten, wo unmittelbar vom Erzeuger gekauft wird, Schwierigkeiten ergeben, zumal die Preislage in den einzelnen Gebieten sehr verschieden ist und der Preis der gekauften Ware allein oder in der Hauptsache vom Käufer zu bestimmen wäre. Derselbe Wein könnte demnach verschieden besteuert werden. Auch dort, wo Rechnungen vorgelegt werden, bestünde für Weinhändler, die Verschnittweine erzeugen und das Verschnittverhältnis als Geheimnis bewahren, Gefahr, daß dieses Geheimnis bei der Festlegung der Preise der Weine mitgeteilt und vielleicht weiter bekannt würde. Die Ljub-ljanaer Weinhändler haben daher der Kam wer den Wunsch vorgelegt, daß sie beim Finanzminister die Einführung von Durch schnittspreisen des Weines für die einzelnen Weingebiete zum Zwecke der Besteuerung erwirke, umsomehr, da für Dalmatien ein solcher Durchschnittspreis in der Höhe von 2.60 Dinar je Liter bezüglich der Umsatzsteuer schon angeordnet worden sein soll. Hohe ungarische Holzzölle Dcrorönet Budapest, 23. April. Eine Verordnung stellt neue Zollsätze für die Tarifnummern 104 bis 205 (Holz und Holzwaren) fest. Der Tag der Inkraftsetzung der neuen ©ätze wird durch eine besondere Verordnung verfügt werden. Für die folgen den bisher zollfrei eingeführten Waren werden künftig nachstehende Zölle festgesetzt (in Goldkronen je 100 Kilogramm): Holzkohle 1, Grubenholz 0.25, Laubrundholz 0.35, Nadel-Rundholz 0.50, zugespitzte Pflöcke 1.40, bezimmertes Holz 1.75, Eisenbahnschwellen 1.05, Binderholz 6, Reifenholz 3.50, Siebzargen 12, vorgearbeitetes Binderholz 1.75, gesägtes Holz, ungehobelt aus Nadelholz 2. Für weitere Tarifnummern sind Zollerhöhungen vorgesehen, und zwar gesägtes Holz, ungehobelt aus Laubholz 2 (bisher 0.20), gehobelt aus Nadelholz 5 (4), aus Laubholz, einschließlich Parkettbrettchen 15 (12), Holz-pflasterungswürfel 3.90 (1), Stöcke und Stiele, lediglich in der Querrichtung geschnitten 6 (0), mit der Maschine abgerundet 8.50 (8), gebogen und imprägniert 13. (12). X Verzollung von Säcken. Die Zollabteilung des Finanzministeriums hat die Zollbehörden angewiesen, keine Einfuhrzollerklärungen (Deklarationen) für gebrauchte Säcke anzunehmen, die als Rüüsrachtgut bezeichnet werden, wenn nicht der Anmeldung auch die Erklärung über Gesamtmenge, Tarifsatz und Durchschnittsgewicht des Einzelsackes sowie über die Zahl und Art der Säk-ke beigelegt ist. Ferner sollen Ausfuhrerklärungen nicht in Behandlung genommen werden, durch die Säcke zur Ausfuhr als Rück-fuhrgut angemeldet werden, wenn nicht diesen Erklärungen Angaben über Zahl und Art der Säcke sowie über ihren Zustand und das Gesamtgewicht der Sendung beiliegen. X Große Unruhe an den amerikanischen Börsen. N e w y o r k, 23. April. Die später vom Präsidenten der Federal Farm Bord Stone dementierte Meldung, daß die Farm Board auf den europäischen Märkten. 275 Millionen Bushels Weizen verkaufen wolle, hat auf den amerikanischen Getreidebörsen große Sensation hervorgerufen und auch auf die Liverpool« Börse Rückwirkungen gehabt. Die Nachricht wurde gestern früh zu erst in der Newycrk Times" veröffentlicht und stammt von dem Washingtoner Korrespondenten des Blattes, der gewöhnlich gut informiert ist. X Vordringen polnisch. Holzes in Ungarn. P r e ß b u r g. Da slowakische Ware am ungarischen Markte zufolge des Zollkrieges aus geschaltet ist, dringen polnische Nadelhölzer ständig vor. Die polnischen Preise sind trotz der hohen Fracht konkurrenzfähig. Während im Feber des Vorjahres nur unbedeutende Quantitäten polnischen Holzes nach Ungarn exportiert wurden, hat sich die polnische Ausfuhr nach Ungarn im Feber versechsfacht und erreichte 263 Waggons. X Die Goldreserven der Vereinigten Staaten Amerikas. Die Goldreserven in den Vereinigten Staaten sind, wie der „Matin" mitteilt, derzeit höher als je in einem frühe ren Augenblick in der Geschichte des Landes. Sie bilden 42 Prozent des gesamten Geldvorrates der Welt, etwas mehr als das Doppelte der französischen und sind siebenmal so hoch als die englischen Goldreserven. Der Landwirt Merks für Gartenarbeiten im April bis Mitte Mai Im O b st g a r t e n: Winterpflege der Bäume ist. beendet, das Setzen kann nicht mehr stattfinden. Erdbeeren können auf frisch gedüngte Beete noch gepflanzt werden, deren Oberfläche mit Torf zu bestreuen ist-Sie bleiben unkrautfrei. Früchte werden nicht beschmutzt. Im Gemüsegarten: Dieser Monat ist die Zeit der Aussaat. Ins Freie säen: Alle Kohlarten, Steck- und Saatrüben, Rettiche, Radieschen, rote Rüben, Mangold, Spinat und die verschiedenen Küchenkräuter, an geschützten Stellen auch wohl Bohnen, Kürbisse und Melonen. Pflanzen der Gemüse- und Blumensetzlinge. Mit der Bestellung der Saatbeete warten, bis der Boden vollständig durchwärmt ist, die Pflanzen ent wickeln sich dann rasch, ohne jede Störung, und überholen gewöhnlich die allzu srüb gesäten. Im Z i e r g a r t e n: Zur Schaffung eines schönen Frühlingsflors wird ein Beet mit Stiefmütterchen und Vergißmeinnicht bepflanzt, in deren Mitte einige Büsche Goldlack zu stehen kommen. Dahlien und andere Knollengewächse setzen. Die Zimmerpflanzen kommen bei guter Witterung ins Freie, die Blätter von dem Staub des Zimmers reinigen, dürre Blätter entfernen. Das Umtopfen wird vorgenommen, die faulen Wurzeln mit der verbrauchten Erde entfernen. Die versetzten Pflanzen in Schatten stellen und anfangs nur mäßig gießen-Je nach Gegend kommen auch die Kübelpflanzen ins Freie und werden einer gründ liehen Reinigung unterzogen und, wenn nötig, versetzt. Abgeblühte Blumenzwiebeln trocken stellen, später herausnehmen und ganz abtrocknen lassen. Abgeblühte Früh-lingssträucher nach dem Verblühen zurückschneiden. Die ptiufctytilumfatffteuer Einleitung. Allgemeine Bestimmungen. Anstelle der alten 1%-igen allgemeinen Umsatz steuer, die seit 31. Jänner 1922 in Kraft, war, wird ab 1. April l. I. für eine ganze Reihe von Artikeln die neue Pauschalumsatzsteuer ange-wenüet (Gesetz vom 12. Juli 1930. Amtsblatt — SluLbene Novine — Z. 182, LXV1I vom 12. August 1930, in Verbindung mit dem Gesetz über die Abänderungen und Ergänzungen des Pauschalsteuergesetzes vom 28. März 1931 und der bezüglichen Verordnung Z. 16.100 vom 18. März 1931, Amtsblatt Z. 61, XVII. und Z. 280 vom 30. März, durch die im Sinne des § 1.5 des Pauschalumsatzsteuergesehes alle jene' Bestimmungen des Gesetzes außer Kraft gesetzt werden, die den Bestimmungen di-ses Gesetzes widersprechen). Unter einem wurde der Finanzminister ermächtigt, einen revidierten Text des Umsatzsteuergesetzes aus dem Jahre 1922 herauszugeben. Der gesamte getätigte Umsatz wird demnach nicht durch die Bestimmungen des neuen Pau-schalumsatzsteuergesetzes erfaßt, sondern auch durch die Bestimmungen des alten Gesetzes über die allgemeine Umsatzsteuer, und zwar für jene Waren, deren Umsatz nicht durch den Pauschalumsatzsteuersatz erfaßt werden konnte. Im alten Umsatzsteuergesetz war das System der reinen Phasensteuer durchgeführt, d. H. jeder einzelne Umsatz, sei es in Form einer Eigentumsübertragung oder einer Dienstleistung, unterlag einer gesonderten Besteuerung in jeder Umsatz-Phase. Auf diese Weise war eine und dieselbe Ware im Laufe des getätigten Umsatzes Gegen» stand häufiger Besteuerungen, wodurch ein uw oehtnbener, Umsatz stark gehemmt wurde. Anstelle dieses Systems hat nun unser Staat nach österreichischem Muster für eine große An-zahl von Warengattungen das weitaus elastische» m i I*f1? Phosenpauschalieruna eingeführt. Aach diesem System wird vor allem festqestcllt, wieviele Phasen eine Ware regelmäßig und durchschnittlich auf Grund der Erfahrung im Verkehr vom Produzenten oder vom Einfuhr* zollemtte aus bis zum Verbraucher durchläuft. Ist dies festgestellt, so werden alle diese Umsatz- I Phasen mit der Werterhöhung, welche die Ware ' beim Umsatz erfährt, zusammengezählt und die Ware wird dann zu einem Steuersatz besteuert, der im Verhältnis zu der durchschnittlichen Anzahl der Umsatzphasen u. der Werterhöhung grö ßer ist als der ursprüngl. allgemeine Steuersatz. Mit dem neuen erhöhten Steuersatz wird die Ware, soweit dies möglich ist, nur an einer einzigen Stolle besteuert, so daß der gesamte übrige Umsatz der Ware — sei es, daß er schon früher getätigt wurde oder erst getätigt werden wird — von der Entrichtung der Umsatzsteuer befreit ist. Zufolge dieser ihrer Wesenheit trägt diese neue Steuer die Bezeichnung Pauschal-umsatzsteuer. Da so ziemlich jede Ware im Wege des Pro-duzenten-Fabrikanten oder über ein Zollamt in Verkehr kommt und den Konsumenten erreicht, ist der günstigste Ort für die Einhebunq dieser Pauschalsteuer die Fabrik und das Einfuhrzollamt. Auf diese Weise wird auch in weitaus höherem Maße als dies bisher der Fall war, die faktische Eintreibung dieser Steuer gesichert, da bst Industrie und der Einfuhrhandel . steuerpflichtig werden, die in der Regel ordentliche Geschäftsbücher führe», während der gesamte Kleinhandel und der überwiegende Teil des Gewerbes von der unmittelbaren Steuerverpflichtung befreit sind. Anderseits wird der Warenumsatz nicht mehr durch die häufige Belastung mit dieser Steuer gehemmt und der Geschäftsmann kommt in die Lage, eine genaue Handelskalkulation durchzu-fnhren, was ihm bei der bisherigen Art der Festsetzung der Umsatzsteuerhöhe (durch Steuer-ausfchüsse) nicht möglich war Wir bemerkten, daß- das neue Umsatzsteuersy-'ft- d. h. daß es sich in weit höherem Maße als die alte Umsatzsteuer den Bedürf-Wirtschaftslebens und Verkehrs an-PaB‘-..®Q§ System der Phasenpauschalierung läßt in höchstem Maße die Kombinierung verschiedener Phasen des Umsatzes einer Ware zu, so daß durch einen einzigen Steuersatz nach Bedarf — soweit dies der Wirtschaftslauf (die Art des Handels oder der Produktion) gestattet — an einer Stelle eine ganze Reihe von Vorprodukten wie auch weitere Phasen des Umsatzes und der Verarbeitung einer Ware besteuert werden können. Das System der Pauschalumsatzsteuer unterscheidet demnach verschiedene Formen, u. zwar: 1. Die Pauschalster auf Inlandswaren in unverändertem. Züstanhe. Dieser Steuer unterliegt die Ware für alle Phasen des ausschließlichen Handelsverkehrs, wobei deren weitere Bearbeitung oder Verarbeitung hier ausgeschlossen erscheint: 2. von der Pauschalsteuer auf eine Ware können aber auch die Vorprodukte sowie alle anderen Produkte erfaßt werden, die sich aus dieser Ware erzeugen lassen. Ein solcher kombinierter Pauschalumsatzsteuerfatz ist bei uns bei Müllerei Produkten angewendet. In der Mühle wird in einem einzigen Satz für die gemahlenen Getreide menge nicht nur die Umsatzsteuer für die Mül» lereiprodukte, vielmehr für den gesamten Umsatz (Handel) von Weizen, der die Mühle passieren muß, um zum Verbraucher zu gelangen, gezahlt. Unter einem (Zollsatz 103, 1 und 3) umsaßt dieser Steuersatz den gesamten Mehlumsah (Mehlhandel en gros und en detail) sowie alle Bäckereien, außer Erzeugnisse mit anderen Zusätzen, und auch die Teigwarenfabriken (Nudel-, Makkaroni- und Graupenfabriken). Auf diese Weise entfallen als direkte Steuerpflichtige die Weizen- und Mehlhändler sowie die übrigen Müllereiproduktenhändler, weiters die Bäckereien, die Nudel-, Teigwaren-. Makkaroni- und Graupenfabriken und die Zuckerbäckereien, für welche die dritte Form der sogenannten Zusatzsteuer vorgesehen ist, von der nachstehend die Rede ist. Der kombinierte Pauschalsteuersatz ist z. B. auch bei Geweben angeweiidet. in dem auch der gesamte Umsatz bis zum Verbraucher, einschließlich Schneider und Schneiderinnen, somit die Erzeugung und der Handel von Konfektionswaren aus diesen Artikeln erfaßt sind (Steuersatz 378 u. weiter). In dem kombinierten Pau-Ichalsatz für gegerbtes und weiter zugerichtetes Leder (Zollsatz 370. Steuersatz 480) ist der gestalte Umsatz von Leder und Erzeugnissen aus «der erfaßt, so daß von - der direkten Entrichtung dieser Steuer die Schuhmacher, Taschner, Sattler, der Handel mit Schuhwaren und Leder usw. befreit sind. Ebenso ist man bei Zucker. Rohkakao. Alkohol. Erd- und mineralischen Farben vorgegangen (so daß die Arbeit der Maler. Lackierer, Fir- mentaselmaler, Färber u. ä. in der Pauschstf steuer auf Farben, Lacke und Firnis, umfaßt il0> bei Vieh (bei dem auch alle Fleischprodukte st' wie Fleischkonserven einbegriffen sind): bei ®.lC sind aher auch der Hopfen und die Abfälle lT1' begriffen, die bei der Biererzeugung gewönne werden. _ « 3. Ein Steuerzuschlag in mäßiger Höhe » vorgesehen, um das Fertigprodukt des V^rat beiters ebenso zu belasten, als das Fertig»11: dukt des Unternehmers, bei dem das ,Halbster kat augeschafft wurde, von der kvmbinieru Pauschalsteuer betroffen ist. . Ein solcher Steuerzuschlag wird bei der iE striellen Verarbeitung von Schnittholz zu M Bel in der Höhe von 1% vom Umsatz mit M , bel, das Möbelfabriken erzeugen, angeiven» (während die Arbeit gewöhnlicher Tischler 1 dem kombinierten Pauschalsatz auf ©dstuttm1 erfaßt ist. Konditoreierz eng» i sie unterliegen einer U“ satzsteuer von 1% im Jnlandsverkehr bis ü11 Verbraucher. , Auf den Umsatz von Gebäck, das ®ut‘ -Zucker oder andere Zutaten enthält, entfällt et Zusatzsteuer von %%. , In jedem Falle hat den Steuerzuschlag sto f zu tragen, der die Ware weiterbearbeitet verarbeitet. ,, 4. Die Ausgleichssteuer wird (im Steuerka -P. 5) auf Ware bei der Einfuhr angetnen Diese Steuer ist höher als der Pauschalst? st einheimische Ware, deren Rohmaterialien, vfl . sgbrikate und Hilfsmaterialien in der Regel. ner vorhergehenden Steuerbelastung , ^ scher Waren, wie für: alle Getreidearten » j, Weizen, Gerste und Reis: frisches und W. ^ netes Obst und Gemüse: Südfrüchte; Vieh. (Stroh, Heu, Futterrüben): Oelsrüchte ,, Sämereien; Blumen, Pflanzen und früchte; Pferde, Maultiere, Esel und £>?*" nlst Milch, konservierte Milch und Erzeuguste j, Milch und Eiern; frische Fische. Edel-Halbedelsteine, Kalk, Erden und minera Materien. Fortsetzuna Technisches Der elektrische Schlag Maßnahmen zur Verhütung von Unglücksfällen Wer -Hütte nicht schon gelegentlich einen bekommen? Solch ein kleiner elektrischer Schlag ist ja „harmlos", nicht wahr? Im Augenblick etwas unangenehm, aber der Schreck ist größer, als die ganze Sache wert ist. Erst schimpst man einen Moment, dann lacht man und in ein Paar Minuten ist die Lappalie vergessen! — So geht's doch in der Regel? — Aber da hört oder liest man Plötzlich von einer Frau, die wurde in der Badewanne tot ausgefunden; eine elektrische Tischlampe in der Hand, eine andere hat aus dem Bad steigend die elektrische Heizsonne berührt, und war sofort tot. Ein Monteur hat, mit den Knien gegen die Röhren der Zentralheizung gestemmt, an der Lichtleitung gc< arbeitet und einen lebensgefÄhrlichen Schlag erhalten; ein Dienstmädchen verunglückte tödlich, als sie den Staubsauger bedienend die Gasleitung anfaßte! Alles Unglücksfälle mit Todesfolge, verursacht durch den „harm losen" Strom unserer Lichtleitung, wie sie in Hunderttausenden von Wohnungen, Wirt schasts- und Betriebsräumen liegt! Ist der gebräuchliche elektrische Strom denn so gefährlich? Dazu sei prinzipiell bemerkt: Der elektrische Strom in unseren gebräuchlichen Hausleitungen ist a b s o l u t ungefähr-I i ch, wenn — und das ist der springende Punkt! — wenn die Installation vorschrifts mäßig erfolgt ist und alle Leitungen, Steckdosen, Lampen und Haushaltungsgeräte in tadelloser Ordnung sind! Vorbedingung für jeden elektrischen Unfall ist die Berührung nicht isolierter, stromführender Drähte oder Metallteile. Das ist im Haushalt im Büro, in der üblichen Werkstatt oder Arbeitsstelle aber nur möglich, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Daher erste Warnung: Laß jede elektrische Anlage vom Fach mann anbringen! Zweite Warnung: Behandle jedes elektrische Gerät mit peinlicher Sorgfalt! Denn jeder wackelige Kontakt, jede siusgefaserte Leitungsschnur, jede nicht fest sn der Fassung sitzende Glühbirne, vor allem fode Beschädigung auch an den Handgriffen bon elektrischen Bügeleisen, Staubsaugern. Heizlampen usw. kann dir gefährlich wer- den, unter Umständen den Tod bringen! — Dritte Warnung: Bastele also nicht selbst an defekten elektrischen Leitungen und Geräten! Weiter muß man wissen, daß nicht der Strom als solcher gefährlich ist. sondern die Intensität, mit der er durch den Körper hindurchgeht. Bin ich gut „isoliert", so merke ich gar nicht oder kaum, daß der Strom in mich hineinfährt. Denn aus meinem „isolier ten" Körper kann er ja nicht heraus. Solche „Isolierung" wird erzielt, indem man z. B Gummischuhe anzieht. Aber auch schon, wenn man aus Teppichen oder auf t r o k-lenem Fußboden steht, ist man ganz gut isoliert. Daher laufen die meisten „elektrischen Schläge" in Wohnungen noch ganz glimpflich ab. Schon übler und gefährlicher ist es, wenn der Untergrund feucht ist. Darum sind ja in Badezimmern, Waschküchen u. dgl. alle elektrischen Kontakte, Steckdosen usw. offiziell verboten! Selbst starkes Schwitzen an Händen und Füßen mach: die Haut und den Körper schon leitungssähiger, daher jeden Schlag auch aus der gewöhnlichen Lichtleitung viel intensiver und gefährlicher. — Die hauptsächlichste Gefahr ist aber die gleichzeitige Berührung einer metallischen Leitung, die bis zum Erdboden hinab reicht.-Man weiß heutzutage vom Radio, was es bedeutet, eine Leitung zu „erden". Wer ein Wasserleitungsrohr oder den Hahn, die Badewanne berührt, wer mit der Zentralheizung, dem Gasrohrneh u. a auch mit dem Radioapparat in direkter Berührung steht und dabei gleichzeitig durch eine ncht genügend isolierte elektrische Leitung Strom erhält, der ist eben „geerdet" und der Strom rast mit ung-eschwäckiter Gewalt durch ihn hindurch zur Erde hinab. Dabei kann durch das oft auftretende sogenannte „Herzflimmern" der Tod herb-eiwfübrt werden Darum vierte Warnung: Stets trockene Hände, trockener Untergrund, wenn man mit elektrischem Gerät hantiert! Fünfte War nung: Nie gleichzeitig metallische Gegen- stände berühren! — Bei Berücksichtigung die ser fünf Winke kann man völlig beruhigt sein, denn dann ist -der elektrische Stöom der üblichen Hau Äei tun gen mmefihr'W D. K. G. S. Behandlung der Nadlobattee'e Gut die Hälfte aller bei uns betriebenen Bundfunkempfänger wird heute noch aus Batterien gespeist. Taufende von Heizalku-st^ulatoren sind im Gebrauch. Tausende von ^Uodenbatterien müssen alle Paar Monate Erneuert werden. Nimmt man eine Durch-lchnitts-Lebensdauer der Anodenbatterie von 'er Monaten an, was sicher nicht zu niedrig ^griffen ist, und rechnet man, daß man für ttte neue Batterie durchschnittlich 150 Di-iQt bezahlt — es gibt billigere, aber es wer e.ett auch noch teuere gekauft — so stellt das chten jährlichen Anodenbatterie-Umsatz von jmtt> mehreren Millionen dar. Es ist nicht ^chzuprüfen, ob diese theoretisch konstruier-- ■ Zühl praktisch stimmt; fest steht aber, daß Fabrikation von Anodenbatterien immer Noch em äußerst lohnendes Geschäft darstellt. qj Bstw eine neue Batterie kauft, schüttelt das s cr dafür bezahlt, keineswegs so tra m Bermel, sondern er muß diesen Be-te 6 aft genug an anderen Dingen einspa-fein Wunder, daß er sehr daran inter-ge n l^' fe’ne Anodenbatterie möglichst lan Nichts "eben zu erhalten, damit er jährlich ter;p ei, sondern vielleicht nur zwei Bat« Nun Anschaffen braucht. Wie kann man hobp, 10 Lebensdauer der Anodenbatterie er- schaftl';^0. Ä*U einer möglichst guten Wirt-Wett kommen? tige q? grundlegender Bedeutung ist der rich nus deJ1 m ^ * ,u k- Da der Stromverbrauch Man die^m"^0 ,um l° größer ist, je höher ’neniapy -inodenspanuung einstellt und je f°Iqt Gitterspannung man gibt, 9ernno « au^ unmittelbar, daß eine Verlän-driger -ebensdauer durch die Wahl nie-Neg'ativen ^ ,p""uung und möglichst hoher inähle möglich ist. Zunächst " -autsprecherröhre für seinen Empfänger eine solche, die mit niedrigen Anodenspannungen auskommt, gebe dieser Röhre dann aber noch nicht die volle Ano-denspannung der Batterie, sondern eine um etwa 20% niedrigere, damit man beim Absinken der Batteriespannung noch über eine gewisse Reserve verfügt, und schließlich stöpsele man eine so hohe negative Vorspannung als der Empfänger gerade noch verträgt, ohne zu verzerren oder merklich leiser zu werden. Man kann ruhig, ohne dem Empfänger oder den Röhren im geringsten zu schaden, eine Gittervorspannung einstellen, die ganz erheblich negativer ist, als für die betreffende Röhre vorgeschrieben. Wählt man eine zu stark negative Spannung, so macht sich das nur durch ein Absinken der Lautstärke u. durch Verzerrungen bemerkbar; irgendeine Schädigung der Röhren kann auch dann nicht eintreten. Geht man in einem solchen Fall mit der Gittervorspannung wieder etwas zurück, so ist auch die frühere gute Wiedergabe wieder da. Der Satz: „Schone die Batterie, in dem du möglichst hohe negative Gittervorspannuug einstellst!" sollte überhaupt über jeden Batterieempfänger angebracht sein. Er ist das Alpha und Omega des sparsamen Batterieempfänger, in ihm liegt das Geheimnis begründet, weshalb ein kundiger Funkfreund bei demselben Empfänger und bei Benutzung derselben Batteriemarke mit einer Batterie sechs Monate auskommt, während Sie vielleicht nur zwei bis drei Monate reichen. Die Anodenbatterie erfordert außerdem natürlich auch eine gewisse Wartung, die sich durch Zuverlässigkeit und lange Lebensdauer dankbar lohnt. Man schütze sie vor Stoß, Schlag, Hinfallen und allen Erschütterungen, setze sie außerdem niemals höherer Temperatur aus, sondern stelle sie an einem möglichst trockenen und vor allem kühlen Ort auf. Die Zimmertemperatur schadet selbstverständlich nicht, aber man muß es unbedingt vermeiden, daß die Batterie in der Nähe des Ofens aufgestellt wird, oder daß sie auf dem Fensterbrett der Sonnenwärme ausgesetzt ist, die leicht die Vergußmasse zum Schmelzen und den Elektrolyten zum Austrocknen bringt. Ferner halte man die Kontakte stets sauber, biege die Anodenstecker auf, sobald die Federwirkung nachgelassen hat, reinige sie, falls eine Buchse zum Oxydieren neigt was zuweilen vorkommt, durch Schmirgelpapier und halte auch die Leitungen stets gut in Ordnung. Außerdem empfiehlt sich sehr die Anwendung sogenannter Röhrensicherungen, die nicht nur die Röhren, sondern vor allem auch die Batterie bei einem Kurzschluß schonen. Neben der Anodenbatterie findet in jeder Batteriebetriebenen Anlage ein Heizakkumulator Verwendung. Seine Lebens- bezw. Entladungsdauer läßt sich durch schaltungstechnische Maßnahmen nicht beeinflussen, dagegen läßt sich die Lebensdauer des Akkumulators durch eine sachgemäße Behandlung außerordentlich vergrößern. Hiezu gehört in erster Linie, daß. die Batterie'unzulässig tief entladen wird. Man darf sie nicht erst dann zum Laden schicken bzw. an die vorhandene Ladeeinrichtung anschließen, wenn der Empfänger gar nicht mehr arbeitet u. die Röhren fast nicht mehr glühen, sondern man muß die Entladung schon etwas früher unterbrechen. Meist sind in die Akkumulatoren Schwimmkörper untergebracht, die bei entladener Batterie nach unten fallen; sie sind unbedingt zu beachten. Sind derartige Schwimmer nicht vorhanden, tut ein sogenanntes Hebesäuremesser gute Dienste. Mit dem Gummiball saugt man etwas Säure in seinen Meßraum und ließt nun an dem Aräometer ab, wieweit die Batterie entladen ist. Fm übrigen kann die Lebensdauer des Akkumulators durch die S e l b st l a d u n g bedeutend vergrößert werden. Schickt man den Akkumulator in die Ladestation, so bleibt er nicht selten einen oder gar zwei Tage stehen, bis er zur Ladung angeschlossen wird, da die kleineren Ladestationen meist nur zu bestimmten Terminen laden. Das Stehenlas sen in entladenem Zustand schadet dem Akkumulator aber ungemein. Besitzt man jedoch selbst eine Ladeeinrichtung, so kann man die Batterie sofort anschließen; sie braucht auch nicht einmal fünf Minuten leer umher zustehen. Ist Gleichstrom vorhanden, so ladet man zweckmäßig unter Borschaltung einer Glühlampe kKohlenfadenlampe). Bei Wechselstrom benutzt man einen Ladegleichrichter, und zwar sind es hier in erster Linie die Trockenlader, die wegen ihres nie drigen Preises, ihrer praktisch unbegrenzten Lebensdauer und ihres verhältnismäßig nie drigen Ladestromes, die sie zu Dauerladung und zur Ladung über Nacht gut geeignet machen, zu empfehlen sind. Im übrigen hüte man sich auch vor einer Ueberladung der Akkumulatoren, da hiedurch die Plattenmaffe zu weich werden kann und mit vorzeitigem Maßeausfall gerechnet werden muß. Außer rechtzeitiger und sachgemäßer La dung ist es notwendig, vor allem die K l e m m e n des Akkumulators sauber zu halten und gegen den Angriff der Säuredämpfe leicht einzufetten, außerdem auch dafür zu sorgen, daß die Flüssigkeit, sobald ein Teil verdunstet ist, durch Nachfüllen von destilliertem Wasser ergänzt wird. Wer einen neuen Akkumulator beschafft, entscheide sich ferner für eine möglichst große Type, die nur selten geladen zu werden braucht ». außerdem eine viel günstigere Lebensdauer erzielt, als ein kleiner Akkumulator, der ständig bis an die Oirense seiner Leistungsfähigkeit beansprucht wird. nach einer einfacheren Form, die dieses Zubehör überflüssig machte. In ihrem aus Jsoliermaterial bestehenden Gehäuse -befindet sich ein kleiner Uuioersal-motor, dessen Gehäusedurchmesser' nur 3.2 Zentimeter beträgt, der aber trotz 'einer kleinen Abmessungen doch eine sebr hohe Durchzugskraft hat. Um einen geräuschlosen Lauf zu erzielen, ist der Motor mit Gleitlagern ausgerüstet. Die hohe Drehzahl des Motors wird durch ein Stirnrädergetriebe aus die Gebrauchsdrehzahl übersetzt, so daß die Messer etwa 1000 Schwingungen m der Minute machen. Die zugänglichen Metallteile am Getriebe und Messerkopf sind durch zweckmäßige Anordnung vom Motor isoliert. Die Messer sind aus bestem Stahl und mit Spezialwerkzeugen hohl geschliffen. Außerordentlich wichtig ist. daß der Uebergang von der einen Schnitthöhe aus eine andere durch leichtes Auswechseln der Schneideköpfe erfolgen kann, ohne daß die Masch'ne außer Betrieb gesetzt werden muß. Infolge des geringen Gewichtes der Schere von 500 Gramm und des kleinen Durchmessers von 4 Zentimeter ermüdet die Hand selbst bei stundenlangem Arbeiten nicht. Die Hand schere kann einfach an jede Steck dose angeschlossen werden, gleichgültig, ob Gleichstrom oder Wechselstrom von 110 oder 220 Volt zur Verfügung steht. V?rbesfekunmn öer Dauernadel Vor einiger Zeit wurde über eine ne ce Dauernadel für Schallplattenwiedergaoe be richtet, die in der Lage sein soll- lis zu 1000 Plattenseiten ohne Nadelwechsel zu spielen. In der ersten Zeit war die Wiedergabe dieser Dauernadel schlechter, als die einer guten Stahlnadel. Durch die Wahl aeei-gnete-rer Materialien und dergleichen konnte die Wiedergabe jetzt jedoch so verbessert werden, daß sie der einer guten Stahlnadel gleich« kommt. Die neue Dauernadel besteht aus einem gefaßten, etwa 5 mm. langen und 0.2 mm starken Wolframdraht, der von einem Konis aus hartem Graphit umgeben ist, welcher für den dünnen Wolframdraht gewissermaßen als Fassung dient und verhindert, daß der Draht sich umbiegt. Wolfram in Form eines sehr dünnen Drahtes wird schon seit längerer Zeit als Dauernadel benutzt. Auch der Wolframdraht nutzt sich natürlich wie die stahlnadel ab, da er aber sehr dünn ist, kann der Durchmesser der Nadel niemals größer werden, so daß eine Verschlechte-rung der Wiedergabe oder eine Deformation der Plattenrille nicht stattfinden kann. Der Vorteil der neuen Nadel besteht vor allen darin, daß der Wolframdraht eine sehr große Länge besitzt, so daß man tatsächlich mit einer solchen Nadel, die gegen 10 Dinar kostet, rund 1000 Plattenseiten spielen kann. Die Wiedergabe ist, da der Draht von dem Graphitkegel festgehalten wird, und nicht in der Lage ist, eigenwillige Schwingungen auszuführen, genau so gut, wie bei Durchschnittsnadeln. Die neue Dauernadel hat sicher eine große Zukunft, da sie mit der Beseitigung des Nadelwechsels einen der größten Nachteile der Sprechmaschine aufhebt. Neue e!e?tnW Dc-or ere Seit einiger Zeit haben sich die aus Amerika stammenden Haarschneidemaschinen bei uns an manchen Orten eingebürgert. Wenn sie auch die auf die Dauer anstrengendeHand arbeit des Friseurs bedeutend erleichterten, so waren doch die für ihren Betrieb erforderliche biegsame Welle, die Hängebahn, die Aufhängevorrichtung oder das Statto eine unangenehme Beigabe. Man suchte daher Bücherschau b. 567 Motorrad-Modelle von 107 modernen Marken werden in der soeben erschienenen Sonderausgabe „Motorräder und Zubehör 1931" der bekannten Zeitschrift „Das Motorrad" in ihrer Konstruktion beschrieben. Verlag H. Kapri & Co., Wien, VII-, Burggasse 6. Preis S. 1.50. b. Le Traducteur, französisch - deutsches Sprachlehr- und Unterhaltungsblatt. Probeheft kostenlos durch den Verlag in La Chaux-de-Fonds (Schweiz). b. „Das Lichtbild", Verlag Jos. F. Rim-pler, Haida in Böhmen. April-Folge. Die Bedingungen zu den großen Kodak- Wettbewerb um zirka 3,360.000 KL, an welchem sich jeder Amateur beteiligen sollte, sind als Beilage für die Maifolge bereits angekündigt. b. Frauenschicksale unserer Zeit. Drei Sl» bensroinane, erlebt und erzählt von. Frauen unserer Tage, schildert Dr. Karl Bluna im neuesten „Weltstimmcn"-Hest (Aprilheft): Den Roman „Die Kathrin wird Soldat" von Adrienne Thomas, „Ter Platz an der Sonne" von Vera Ibner, und Agnes Smed leys Buch „Eine Frau allein". Erlebnis- Schicksals- lrrtb Anschauungswelt dieser Frauen sprechen eindringlich von der politischen, ethischen und sozialen Neuordnung unserer Zeit. Frauen als Gestalter und Gestalten heißt diese Nummer der „Weltstimmen" (Franckh'sche Verlagshandlung, Stutt gart, monatlich ein Heft zu RM. —90). b. Die Flucht aus dem Kreml, dieser aufregend spannende Roman von Sven Adelon (Verlag Knorr u. Hirth, München, geheftet RM. 3.50, Leinen RM. 4.50) ist ein neuer „Gras von Monte Christo". Mit treffenden Strichen ist das politische Milieu des heutigen bolschewistischen Moskau und das Leben der russischen Emigranten in Paris gezeichnet. So kann nur einer schreiben, der wie Sven Adelon das Rußland von gestern und heute gründlich kennt. Russische Emi-grantenzeitungm betonen, daß „Die Flucht aus dem Kreml" ein durch und durch wah- res und richtiges Bild Rußlands gibt und daß es frei ist von den bizarren Jrrtümern, die sich sonst in Büchern von Ausländern über Rußland finden. Also eine seltene Erscheinung: ein überaus spannender, hochaktueller Zeitroman und echte Milieuschilderung! Radio Samstag, 25. April. Ljubljana 12.15, 13 und 18.30 Uhr: Reproduzierte Musik. — 10.30: Englisch. — 20.30: Walzerabend. — 21.30: Solo Vorträge. — 22: Nachrichten und Jazz. — B e o g r a d 20: Opernübertragung. — Sodann Balalaikakonzert. — Wien 20.35 Italienische Sänger. — 21.20: Abendkon- zert. — Graz 17.30: Steirische Komponisten. — M ä h r. - O st r a u 28.25: Leich te Musik. — Bratislava 21: Konzert. — Mühlacker 20.05: Liederabend — 21: Komponistenstunde. — T o u l o u-s e 21.15: Operettenabend. — 23.45: Tanzmusik. — Rom 20.40: Opernübertragung. — Prag 20.30: Abendveranstaltung. — Mailand 19.15: Konzert. — 23: Nachtmusik. — B u d a p e st 20.15: Bokalkon-zert. — 21.15: Liederabend. Anschließend Nachtmusik. — Warschau 21.10: Leichte Musik. — 22.15: Chopin-Stunde. — 23: Tanzmusik. —Daventry 20 30: Militärmusik. — 22.50: Abendkonzert. — 23.45: Tanzmusik. 1 bei Kranzablösen, Vergleichen und ähnlichen Anlässen der Antituberkulosenliga in Maribor! Kino Burg-Tonkino: Freitag zum letzten Mal: „Mädchenhändler an der Arbeit". — Ab Samstag der große deutsche Sprech- und Tonfilm „20.000 Meilen unter dem Meeresspiegel" (Die einsame Insel) nach dem berühmten Roman von Jules Berne. Union-Tonkino: Nur noch bis Samstag „Die lustgen Weiber von Wien" mit Lee P a x x t) und Willy F o r st. — Sonntag das große 100%ige deutsche Tonfilmereignis „Ariane" mit Elisabeth B e r g n e r. Jdeutec Anzeige* Verschiedenes Beste Rähschule für Lehrfräu-leins im Salon Armbruster, Maribor, Slovenska ul.ch._48öl | Anerkannt guten u. stets frisch gebrannten Kaffee, Tee, Kakao, Zucker, Reis, Mehl und _ alle Spezereiwaren erhalten Sie gut und billigst bei A. Lesjak, Go-sposka ul. 11. _____ 4934 Suche 10.000 Dinar Darlehen für ein Jahr gegen sickere Garantie und gute Zinsen. Abzah lung in zwei Halbfahrralen. Anträge unter „Bankzinfen" an die Verw. ____________4030 Abonnenten werden auf gute Kost ausgenommen. Mittag« u. Abendessen ln Dinar. 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