Echriftleittmg: IichauSgasse Skr. » Ii|IM (Bit Mntnnr In erntn- ». i>nct-laft) «tu 11—1» Uhr not«. t««ch»nde» «Krtra »i«l jKtljrgcbni, unuBlth ®in-Mngrn »icht drnickflchligl. «it U»»igii»j<* M«i tru JJttmoltung jtarti tnt*r.iti>i k« dillig« fr«. ftd-.n »cbil^re* ortoeg™-- 80 Biti«cli«Iur.|)ta «tol-»«chl-t. Mt.Catlitc W«®1"«tMW»t (da CntnUgutä J5o«»n»t«a ■orgrill. Wftjtifoff«- Jtonie »osm. Kr. .37 Hilli, Sonntag. 7. Mai 1905. verw»ltmig: RathauSgasse Nr. » (tignrf H»»s.) BezugSbedingungea: D»»ch die P«st bqegra: ! VUttcltUjtig . . . K 3 1« »l»Mdriq . . . K «<« ®o*liUtria . . . .» 11*80 ftii 1111 i mit .Suffetluag i*l fxiul: RonstliA . . . . K 1*10 BieeteliUhrit . . . K waiqii||tig . t . • K lr— gilt« >»«liu>» «Wen st» kW c|ig*o(tiil|T(iiinitit (Mitcm »tt|es6anä»-®«bilQt«a. (HxgeletteU Itoawninill («lies bi« i«t »»»«stelln»,. 30. Jahrgang. Schiller Die Menschenseele hält es aus die Dauer nicht »»«, i« Banne de« Alltäglichen zu liegen. Der Sitzendienst de» Roh-Stosflichen «it seinem bacchantischen Sinnenwirbel kann «ine edlere Natur, die »Leben mehr sucht al« etwa» Wohllust und elwa« Langeweile, nicht besciedigen. Sie will in die liefen dringen; flait Vergnügungen sucht sie Freu, d». statt eine« Amte«, da« die Zeit au«füllt. einen Lebenszweck und stau Beschäftigung Arbeit. Und «n»n der göttliche Jdeali«mu« auch stet« auss neue gen unserer Maffenhastkuliur gekreuzigt wird, er leuchtet un« dennoch immer wieder, schön und jung »i« die Sonne, im Leben voran. Der Glaube an die idealen Güter de« Leben« tann nie ersterben. Die Feier, die dieser Tage alle«, wa» aus trden leuchtet, mit verjüngtem Glänze bestrahlt, iß »n« mehr al« ein Zeichen, daß da« Gleichge» »iitzl zwischen den beiden Polen der kulturellen E>twicklung«linie stet« wieder hergestellt wird, vxlleicht gerade de«halb, weil da» neuzeitige Leben I« sehr verstofflicht wird, bricht umso reiner die heilige Flamme de« deutschen Jdeali«mu« durch die K«deckt der Gemülsverödung hindurch, wohl gerade deshalb »rsüllt un« so machtgebietend die Geiste« ß»«alt Schiller«. All' da« unnennbare Fühlen unserer sehnenden, kennenden Brust hat dieser Titanengeist in Worte ,es-ß>. schön und klar, und von einer Tiefe und Wahrheit, die zu jedem sprechen muß. Wer un« s« bewegt, ist ei» Hohepriester am Altare der Wahr Hcit, ein Wesen, da« mit seiner Liebe die Welt anfängt und wohl in solcher Lauterkeit nicht wieder (»««,. E« verdient, daß wir e« einzig lieben. Und Schiller lieben — heißt in seinem Geiste leben. Schiller ist un« der deutscht Nationaldichter. v-IIdeuisch. alldeutsch, auch wenn er sich nicht gleich vom Glauben an da« Vorhandensein eine« abstrakten Menschen selbst erlösen konnte. Aber »der die Stufen der Liebe zur Heimat hat er die Pforie zur Volk«» und Vaterland«liede gefunden. Wie sucht er sich zu trösten, daß da« alt« Vater-land stürzt, im Hinblicke auf die deutsche Größe, die ragen wird bi« an da« Ende der Zeiten, ikr glaubt fest, daß dem Deutschen .da« Höchste dchim«t ist, die Menschheit, die allgemeine, in sich z» vollenden und da« Schönste, wa« bei allen Völkern blüht, in eine« «ranze zu vereinen. Und s» wie er in der Mitte von Europa« Völkern sich besmdel, so ist er der Kern der Menschheit, jene swd die Blüte und da« Blatt.- Und zukunst«ahnend sieht er eine Zeit heraus Mannn, in der sich die Völker zu friedlicher jtuliurarbeit vereinigen werden, und diefe Zeit wird der „Tag" de« deutschen Volke« in der Weltge-schichte sein. Er ermahnt u»S, dahin zu wirken, daß der Sieg de« deutschen Geiste« über die Mensch-heit bald herbeigesührt werde. Al« begeisterter Herold der Vaterlandsliebe tritt er mit seinem .Wilh.lm Tell' und s.iner..Jungfrau von Or-lean»' vor un« hin. D lerne fühlen, welche« Stamm« du bist! Wirf nicht für eitlen Glanz und Flitterschein Die echte Perle deine« Werte« hin, — Die angebornen Bande knüpfe fest! Ar.« Vaterland, an« teure, fchließ dich an, Da« halt« f«st mit deinem ganzen Herzen. Hier sind die starken Wurzeln deiner Kraft; Dort in der fremden Well stehst du allein, Ein schwanke« Rohr, ka« jeder Sturm zerknickt.' .Tell", II. I. * Wir sind e i n Volk, und einig woll'n wir handeln. Wir wollen sein «in einig' Volk von Brüdern, In keiner Not un« trennen und Gefahr! „Tell", IU. 2. * Wa« ist unschuldig, heilig, menschlich gut. Wenn e« der Kampf nicht ist für'« Vaterland? — NichlSwürdig ist die Nation, die nicht Ihr Alle« freudig setzt an ihre Ehre. „Jungfrau von Orleans', I. 5. * E« ist ja wohl natürlich, daß ein Mann, der Volk und Vaterland so tiesinnerlich liebt, aller Liebedienerei und knechtischen Unterwerfung ferne steht. Er ist frei geschaffen, ist frei. Sein Äampf gilt der idealen Freiheit, nicht der Zuchtlosigkeit, al« die man leider so oft die echte Freiheit ver-standen haben möcht«. Freiheit ist die Losung in den „Räubern'', im „FieSko', in »Kabale und Liebe' und im .Don Carlo«", Freiheit de« Staate« vom Tyrannen. Freiheit der Familie, Freiheit de« Glauben« und Handeln«. Und wie die Freiheit, wenn sie der Zügel nicht achtet und die Gesamtheit unter ihr zu Schaden kommt, zur tragischen Schuld wird, da« zeigte er un« in vielen hervorragenden Gestalten. Der Arbeit singt er fein Prei«lied, kräftig und fchön, wie keiner vor, keiner mehr nach ihm. Wer kennt nicht fein „Lied von der Glocke' ? Strenge und unerbittlich verlangt er treue Erfüllung der Arbeitspflicht, der Kant'sche Imperativ hat in ihm eine dauernde Säule gefunden. Seine Persönlichkeit war denn auch von einer Größe und Erhabenheit, die alle bezwäng. Ein Vollmensch, ein ganzer Mann, wie sie so selten durch'» Leben wandeln, ein echter, edler Charakter war er, dem zur Vollkommenheit wohl kaum mehr fehlte, al« Gesundheit. Goethe rühmt Schiller „Er berührte nicht« Gemeine«, ohne e« zu ver-veredeln.' Mit der Reinheit seine« Herzens, mit der sich hoher GeifteSflug paarte, schenkte er un« Dich tungen, die in Aeonen nicht untergehen werden. Seine Menschen und deren Verhältnisse sind srei lich nicht bi« in« Kleinste und Kleinlichste, etwa mit Zola'scher Treue dem Leben abkonterfeit; doch so, wie wir sie brauchen, in solcher Schönheit und Reinheit, die un« emporhebt au« den Widerlichkei« ten de« Alltags, die unsere Seele von den tausend Lasten, die sie lebend einzusargen drohen, befreit und un« unserem besseren Selbst wiedergibt. „Ernst liegt da« Leben vor der ernsten Seele" sagt er, der allen schalen Lustbarkeiten abhold war und deffen tiefer sittlicher Ernst namentlich in der Glocke' tausendfältig widertönt. „ .... E« gibt keinen Zufall; Und was un« blinde« Ohngefähr nur dünkt, Gerade da« steigt au« den tiefsten Quellen' kündet er un« im .,Wollenstem", der gewaltigen Tragödie de« Ehrgeize«. Sein Glaubensbekenntnis legt er, der sich au« Religion zu keiner Religion bekannte, in tiefer Abgeklärtheit nieder in den Ge-dichten „Die Worte de« Glauben«' und .Die Worte de« Wahn«". Ja diesem rät er der Seele, den himmlischen Glauben zu bewahren: .Wa« kein Ohr vernahm, wa« die Auge« nicht sah'». Es ist dennoch da« Schöne, das Wahre! E« ist nicht draußen, da sucht e« der Tor! E« ist in dir, du bringst es ewig hervorI' Er. der sehen mußte, wie da» Feuer seines Genies sein Inneres verbrannte, mahnt uns, den Augenblick zu nützen: „Was man von der Minute au«geschlag»n, Gibt keine Ewigkeit zurück' und: „Der mächtigst« von allen Herrschern ist der Augenblick." Deshalb frisch durch« Leben geschlagen: „Will einer in der Welt wa« erjagen, Mag er sich rühren und mag sich plagen." Und tiefe Leben«wei«heit ist e«, wa« er un« mitgibt aus den Leben«weg: .Ein schönes Herz hat bald sich hineingesunden, Es schafft sich selbst, still wirkend, seine Welt" (Huldigung der Künste.) „Dein Schicksal ruht in deiner eignen Brust.' (Jungfrau von Orleans.) „Wohl dem. der frei von Schuld und Fehl« Bewahrt die kindlich reine Seele.' (Kraniche des JbikuS.) „Der Wahn ist kurz, die Reu' ist lang.' (Lied von der Glocke.) „Ein hohes Kleinod ist der gute Name." (Maria Stuart.) Und dieser Feuergeist war unser! Mit Stolz und Freude sei «S in alle Lande hinaus gejauchzt. Und er wird uns«r fein, so lange Freiheitshang und Tatendrang die Herzen unserer Jugend durch-lodert und der Hochgedanke an das Schöne uud Hohe die Brust schwellen «acht. Versuchen wir, ihm zu nahen. —mg— Seite 2 .N-ntl-ch- Macht" Nummer 5? 17G4—17GG 17G7—1772 1772 2G. April 1773—'780 Hedächtmstafet. Schillers Leben. 1759 10. Novemb. Geburt Schillers in Marbach am Neckar. I I. Nov.mb. Taufe deS Kinde« auf den Namen Johann Christoph Friedrich. In Lorch bei Schwäbisch« Gmünd. Erster Unterricht bei Pfarrer Mofer. In der LudwigSburger Latein-schule. Konfirmation. In der militärischen Pflanz« schule (Karl«schule), anfangs auf der Solilude, zum Juristen, feit 1775 in Stuttgart, zum Mediziner bestimmt. 1730 15. Dezemb. Entlassung auS der Schule, Anstellung als Regiment«-mediku« in Stuttgart. 1782 22.23. Sept. Flucht von Stuttgart nach Mannheim in Begleitung des Musikers Andreas Streicher. Okt. u. Nov. In Oggersheim bei Mann« beim. 1782 7. Dez. bis In Bauerbach bei Meiningen 1783 24. Juli als Gast der Frau von Wol- zogen. 1783 27. Juli bis In Mannheim als Theater« 1785 9. April dichter. 1785 17. April bis Bei Körner, anfangs in Leip-1787 20 Juli zig und Gohli«, vom 11. September in Dresden und Loschwitz 1787 22. Juli bis In Weimar und Volkstädt; 178S 11. Mai Verkehr im Hause der Frau v. Lengefeld in Rudolstadt. 1789 26. Mai Antrittsvorlesung an der Uni» versität Jena als Professor der Geschichte. 18. Dezemb. Werbung um die Hand Charlottens v. Lengefeld (geb. 22. November 1766). 1790 22. Febr. Trauung in Wenigenjena (bei Jena). 1793 8. Aug. bis Reise nach der Heimat. Auf« 1794 6. Mai enthalt besonder« in Stuttgart und LudwigSburg. 1793 14. Siptemb. Geburt des ersten EohneS Karl (gest. 21. Juni 1857 als Oberförster a. D>. Stuttgart). Beginn der nahen Beziehun« gen zu Goethe. FreundschaftSbund der beiden Dichterfürsten. Beginn de« Briefwechsel«. Zweiter Sohn Ernst geboren (gestorben 19. Mai 1841 al» pmifj. Appellation»gericht«rat in Bonn). 7. Septemb. Tod de» Vater». 1799 11. Oktober Erste Tochter Karoline geboren (g-st. 19. Dezember 185,0 in Würzburg, Gattin d. schwarz» burgischen Bergrat« Junoi). 1794 Mai 23. August 1796 11. Juli ßine Hreppe höher. Von Michel Triveleq. (Schluß.) Gaston wußte eigentlich nicht, wa» er sagen sollte. Er fragte i ur etwa» betreten: «Warum ... hm — warum wollen Sie mich denn eigentlich absolut nicht heiraten, gnädige« Fräulein?' „Eisten», weil ich Sie nicht kenne . . .Da» ist allerdings ein Grund ... «in tadel« loser Grund sogar. . . Wenn Sie mich aber kenne» lernten?' „Ja, ich will Sie aber ja gar nicht kennen lernen, «ein Herr! Denken Sie doch, wie schreck« lich meine Lage sein würde, wenn ich Ihnen gegen« über die geringste Sympathie empfände . . . Heftig, aufbrausend, jähzornig, wie Sie sind?" „WaS? ich bin zornig und aufbrausend?* »Nun, da« ist doch stadtbekannt . . . Nur meint Eltern wollen e« nicht glauben, weil Madame Balcourt sie vollständig zu Ihren Gunsten eingenommen hat . . . Ich möchte wahr-hastig wissen, welche« Interesse sie haben kann, Sie mit mir zu verheiraten.' „Ja, da« möchte ich auch wissen . . . Aber wenn sie behauptet, daß ich weder heftig, noch Dezember Aufgabe der Professur in Jena, dauernde Ueberstedlung nach Weimar. 1802 29. April Tod der Mutter. 7. Septtmb. Erhebung Schiller« in den Adelstand. 1804 25. Juli Jüngste Tochter E«ilie geb. (gest. 25. November 1882 auf Schloß Greiffenstein, Gattin de« Freiherrn von Gleichen-Rußwurm). 1805 9. Mai Tod Schiller«. 12. Mai Bestattung. 1826 9. Juli Tod der Witwe de« Dichter« zu Bonn. • • * D e « Dichter« Werkt. 1. Dramen (Bühnenstücke). Die Räuber (1781) — Die Verschwörung de» Fie«ko zu Genua (1782) — Kabale und Liebe (1783). ursprünglich Luise Millerin genannt. — Don Carlos, Jnfant von Spanien (1787) — Wallenftein (1798—99) bestehend au« drei Teilen: Wollenst,ins Lager, die Piccolomini und Wallen-stein« Tod — Maria Stuart (1800) — Die Jungfrau von Orleans (1801) — Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder (1803) — Wilhelm Tell (1804). 2. Gedichte. Die Größe der Welt. — Die Schlacht. — An die Freude; „Freude schöner Götterfunke" (komponiert von Beethoven). — Die Götter Griechenlands. — Die Künstler. — Die Ideale. Der Alpenjäger. — Die vier Weltalter. — Da« SiegeSfest. — Da« eleusifche Fest. — Der Ring de« Polykrate«. — Die Kraniche des JbykuS. — HektorS Abschied. — Hero und Leander. — Kafsandra. — Die Bürgschaft. — Der Taucher. — Ritter Toggenburg. — Der Kampf mit dem Drachen. — Der Gang nach dem Eisenhammer. — Der Graf von HabSburg. — Der Handschuh. — Da« Ideal und da« Leben. — Der Sparer» gang. — Da« Lied von der Glocke. — Die Macht deS KesangS. — Würde der Frauen. — Hoffnung. — Die Worte de« Glauben«. — Die Wort- des Wahn«. — Die Genien (kurze Verse) meist gemeinsam mit Goethe. — Die Huldigung der Künste. 3. Prosawerke Geschichte deS Abfalls der vereinigten Nieder-lande. — Geschichte de« dreißigjährigen Kriege«. — Der Geisterseher. — Verschiedene Abhandlungen über Kunst, Aesthetik (Lehre vom Schönen), Philosophie und Geschichte. 4. Uebersetzungen au« fremden Sprachen. Au« dem Griechischen: „Jphigenie in Auli«' von EuripedeS, Szenen au« den „Phönizierinnen'' von EuripideS. — AuS dem La»einischen: .Die Zerstörung Troja«" (2. Buch der Beneide von Vergil). — AuS dem Englischen: Macbeth von Shakespeare. — Au» dem Italienischen: Turandot, Prinzessin von China, von Gras Gozzi. — Aus dem Französischen: Phädra von Racine, der Para- jähzornig, noch ausbrausend bin. dann muß ich Ihnen ganz aufrichtig erklären, daß sie nicht un-recht Hai. Denn wenn e« überhaupt einen ruhigen und friedlibendm Menschen gibt . . .Außerdem sind Sie ein Spieler!' „Wa» bin ich — ein Spieler?' „Haben Sie nicht im vorigen Monat in Ihrem Klub 20.000 Frank» in einer einzigen Nacht verloren ?"! „Ich? Aber mein Gott, ich hvbe ja in mei-nem Leben noch nie eine Karte angerührt ... Ja, ich habe sogar nicht ein einzige» Mal den Fuß in einen Klub geseht.' „So r .Sie glauben mir nicht?' „Nun denn, nein, ich glaube Ihnen nicht. Ich weiß ganz genau, wa» ich behaupte. Und ich weiß auch, daß Sie früher mit Fräulein Rose Bridoix verlobt waren und die Verlobung rückgängig ge» macht haben, al» Herr Bridoix den größten Teil seine» Vermögen» verloren hatte.' Die Anklage wurde mit scharfer Stimme au»ge> sprachen, daß Gaston ganz zerschmettert entgegnete: .Na, wenn dem so ist, dann bin ich ja ein Ausbund aller netten Eigenschaften . . . Unter solchen Umständen begreife ich, daß Sie uicht sit oder die Kunst, fein Glück zu machen, vn Picard, der Neffe al« Onkel von demselben. 5. Unvollendeter Nachlaß. Der versöhnte Menschenfeind. — Warbeck. Die Malteser. — Die Kinder de« Hause«. Demetriu«. * * • Eine $riK»*nutg «» Schiller, ist im hiesigen Museum ausgestellt: ein vergilb« Zeitungsblatt, die Nr. 53 der „Zeitung fit die elegante Welt. — D ienStag«, de, 14. Mah 1805.' Da« kleine Quartblättchen ev> dält ein Gedicht. Korrespondenzen (meist auf 5j» Theater bezüglich) auS Berlin. Leipzig. Wien »al Nizza und ganz am Schluß» folgende Notiz: -Weimar. — Donner«tag Abend« d«, 9 t e n May 1805. — „Leider eröffne ich meinen Brief mit ei»n Nachricht, die Ihr Herz erschüttern wird, sonne sie unser Aller Herz erschüttert hat. Schiller ist todt. ES ist sieben Uhr abends. Vor ein« Stunde ist er gestorben. Schon seit einiger Z'it litt er an Krämpsen. Gestern und vorgesteri waren sie so befug, daß sie sich mit Blutspucke, zeigten. Heute phantasierte er häufig, viel o«a Kriegsenj, von Soldaten. Mehrmal hat er Lichtenberg» Namen genannt. Hieraus ein lies« Schlaf, ein Auswachen, und dann ein sauft«» Verscheiden — so ist sein Tod gewesen.--• Da« Museum verdankt diese jetzt besonder« interessante Gabe der Frau Eleonore Eichler. Mutter de» Herrn k. k. Professor» O. Sichler. Aom „penkmnl eines Aundes sondergleichen". Mit diesen wahren Worten hat man den be> rühmien Schriftwechsel der beiden Dichterfürst«, untereinander bezeichne», der den sichtbaren Nie« verschlag eine» seelischen Freundschaslldunte» hi» terließ, wie ihn die Geschichte der großen Manier aller Zeiten in gleicher Innigkeit und g«ifti«er Durchläuierung nur die» einemal ausweist. Bei aller Verschiedenheit der persönlichen Charakter« sowohl wie der dichterischen Veranlagungen war«» die beiden Männer auf einen fo gleichartigen T»« geistiger Harmonie eingestimmt, daß, je länger, je mehr, ihr« Seelen und Gedanken einander (in verivoben. Unberechenbar ist d«r Einfluß, de» Schiller und Goethe gegenseitig auf einander a»«> geübt und der im legten Grunde doch wieder der deutschen Literatur, der Gesamtheit aller Gebildet«», am meisten zugute kam. Tatsächlich kann, sobald man Schiller feiern will, unmöglich Goethe davon autgeschloffen werden; sie gehören zusammen i» Geiste, wie Meister Rietschel ihre Körper r» Bronzeguß der herrliche» Doppelstatue z» Weimar al» «ine geschlossene Einheit den »ich. folgenden Geschlechtern vor Augen stellte. Auch hier darf darum jener innige Fremd-schastSbund nicht Übergängen werden. Und wir wüßten keinen zarteren Ausdruck dafür, als die beiden Dichter selbst zu einander reden zu laste» in dem gesegneisten Augenblicke vielleicht ihr«« Leben«, wo sich im Beginn de« Briefwechsel«, meine Frau werden wollen. Ich bin sogar gmz Ihrer Meinung.' Dann aber richtete er sich wieder auf »»d fuhr fort: „Da» Unangenehme . . . oder da« Auge-nehme ist nur. daß ich diese« Fräulein Rose Bri« doix absolut nicht kenne.' Fräulein de Lourel schlug einen verächtliche» Ton an. „Sie wollen sagen, Sie kennen sie nicht »ehr, seit sie verarmt ist . . „Mein Fräulein. . „UebrigenS muß ich Ihn«» eine Neuigkeit mitteilen, die Sie jedenfalls auf andere Bedank«» bring«» wird. M«in« Eltern sind durchau» nicht fo reich, wie sie immer geschätzt werd««. Sie würden also, wenn Sie mich heiraten, ein recht schlechte« Geschäft machen.' Da« war zu viel für Gaston. Sein Stolz empörte sich, und er sagte: „Daß Sie hübsch und reizend sind, meil Fräulein, da« sehe ich; daß Ei« stolz sind, da»» bin ich überzeugt; aber daß Sie sich in di«se» Augenblick im Vollbesitze Ihre« Verstände« tu-finden, daran zweifle ich ... Ich erkläre Ihiie», daß ich weder ein Spieler, noch ein jähzorniger Mensch bin, und daß ich überhaupt nie vtrlobt MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung sur Haus und Familie. Ponntagsbeilage der „Peutschen Wacht" in ßili. Vr. 19 »Die Süd mark" erscheint jeden Lonntag als unknigeltliche Beilage für die Leser der .Deutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Sadmart" nicht käustich. 1903 Aolargold. Lrigmalroman von E. von Geiersberg. lFortseßung.) lRichtnick vnbattit.) „Sie haben eS errathen. Herr Kommerzienrath." .E« würde mich außerordentlich schmerzen, lieber Freund, denn ich weih nicht, ob ich je wieder einen so vortrefflichen Mann finden werde, wie Sie. aber wenn eS nicht anders sein kaun, natürlich, ich hindere Sie nicht und will Sie nicht hindern. Aber —" .Ihr Aber kenne ich schon. Herr Kommerzienrath. Sie meine«, wenn nichts passiert." .Natürlich." .Das Aber ist mir in diesem Fall zu gefährlich. Man wird doch ohne Weiteres auf unsere Schurkerei rathen." .Nennm Sie doch das Geschäft nicht mit einem so derben Wort" .Derb aber richtig, Herr ikvininerzienrath. Sehen Sie, ich bi» juug verheirathet, ich habe wirtlich nicht Luü, ins Zuchthaus zu gehen, und Amerika ist groß, Amerika ist ein Land, in dem sich vorzüglich leben läßt, warum soll ich nicht der Unannehmlichkeit ausweichen? Sie finden immerhin wieder einen Mann, der mich vollkomnien ersetzt, ich aber.....nun, Sie wissen ja, ich möchte mich der Angelegenheit möglichst geräuschlos entziehen." .Wie gesagt, unangenehm ist eS mir, es wäre mir lieber, wenn Sie für den Fall, daß eS schief geht, gegen ein anständiges Honorar----" .Ja, ja, ich verstehe Sie schon, Herr Kommerzien-rath, aber wenn es sich blos um Gefängniß handelte .....Zuchthaus ist eine böse Sache und Zuchthaus giebt's sicher.' .Wie gesagt, es ist mir recht unangenehm, lieber Freund, aber wenn eS nicht anders sein kann, muß ich mich ja damit natürlich auch einverstanden erklären. Doch hoffe ich immer, es wird so weit nicht kommen und wir werden zusammen bleiben können.' .Jedenfalls danke ich Ihnen für Ihre Bereit» Willigkeit, auf meine Wünsche einzugehen, damit ist die Sache nun eigeiittich fertig, und ich kann in aller Ruhe daran denken, sie «ns Werk zu setzen. ES ist nur noch eine Kleinigkeit zu besprechen, wie hoch ver Preis." .Na, wie immer, fünf Prozent vom Reingewinn." .Nein, diesmal nicht. Sie werden bei einem Aktien» kapital von zehn Millionen ganz bequem Ihre sechs bis Seben verdienen und eine davon muß ich unter allen mständen haben. Eine Million, unter dem kann ich das Geschäft nicht machen." .Sie sind wohl nicht ganz bei Trost, lieber Werner?" »Bittesehr,HerrKommerzienrath,ich bin sehr beiTrost." .DaS scheint Mir aber garnicht. Es scheint mir. Sie sind verrückt, vollständig verrückt. Was wollen Sie denn machen, wenn ich Ihnen nun garnichts gebe und Sie ans Messer liefere? .Ach, Herr Kamerad, bedienen Sie sich doch nicht solch häßlicher Ausdrücke." .WaS fallt Ihnen ein, Sie sind doch weiter nichts, als eine Kreatur von mir." .Oder umgekehrt, Herr Kamerad, Sie sind eine Kreatur von mir, demi Ihre Gedanken sind nicht meine Gedanken, aber meine Gedanken sind Ihre Gedanken." .Wie kommen Sie dazu, in diesem Ton mit mir zu sprechen?" .Wir wollen uns nicht ereifern, Sie wissen ganz genau, daß die Seele Ihres Geschäftes der Werner ist, wenn er auch nur in der bescheidenen Stelle eines Privat-sekretärs und Stenographen geführt wird mit den üblichen tausend Thalern Gehalt. Ohne mich, das wissen Sie recht ([ut, find Sie nichts, und ich mache Sie daraus aufmerk-am . . . ." Bei diesen Worten stand er auf und sah seinen Chef mit blitzenden Augen an. „.....vag, wenn Sie nicht meinen Anordnungen pünktlich Folge leisten, so werden Sie nicht mehr lange m dieser schönen Villa sitzen, sondern vielleicht in Sonnen-bürg Tütenkleben oder sonst eine schöne ZuchlhauSarbeit mache», es kostet mich nur ein Wort." „Aber Mensch, Sie liefen« sich ja selbst aus." „Wie sagt doch der Wurm in .Kabale und Lieb« zum Präsidenten? Ich weiß die Stelle Anfällig ganz fl«nau, denn ich habe sie mir oft und oft überlesen, mmer in dem Gedanken, daß wir einst einmal diese Ans-einanderietzung haben werden, die wir heute haben. Wie sagt er so schon? Wissen Sie eS nicht mehr: „„Arm in Arm mit Dir zum Blutgerüst! Arm in Arm mit Dir zur Hölle! ES soll mich kitzeln, Bube, mit Dir ver-dämmt zu sein!"" „Sie haben sich ja gut ausgewachsen, lieber Werner." „Die Umgebung hat mich entwickelt. Herr Kommer» »ienrath, man muß immer snchen, vorwärts zu streben. Also wie ist es mit der Million?" . „Die Sache ist abgemacht." „Geben Sie mir, bitte, gleich die Anweisung auf Ihren Banquier in.....nun sagen wir Chicago." „Wie kann ich daS. bevor Sie Ihre Arbeit g«» leistet haben. „Daran habe ich gedacht, sagm wir also, zahlbar am ersten Oktober diese» Jahres, bis dahin ist alle» erledigt und wenn ich es nicht zu Ihrer Zufriedenheit erledige, so können Sie ja die Anweisung jeden Augenblick tele» graphisch widerrufen." „Wellt, vorher zahle ich nicht." „Sie werden dir Anweisung «»»stellen. Herr Kom-merzicnrath, oder ich telegraphire chissrir t an Herrn Geheim-rath Trimvor« und offen a« seine Hoheit den Herzog Von LIegnitz', wie die Sachen stehen." „Da» könnten Sie?" „Da» könnte ich." „Dann würde ich Sie zermalme».' „Ich glaube, Sie würden dann selbst zermalmt sein." „Schuft!" „Danke gleichfalls." „Satan!" „Ich quittire in derselben Weise. Aber wozu. Herr Kommerzienrath, wollen wir »ns unsere für die Welt so geheimen Eigenschaften gegenseitig in» Gesicht schlendern? Ich habe die Anweisung vorbereitet, vielleicht unterzeichnen Sie." „Nein, ich unterzeichn« nicht. Mit dieser Anweisung unterschreibe ich ja m«in Todesurtheil." „Kennen Sie Ihren Wenier so schlecht, daß er von seinem Frennd und Kameraden verlangte, sein eigenes TodeSurtheilzu unterschreiben? Die Anwciiung lautet ein-fach, Mr. William Smith, Sie wissen, es giebt sehr viele Smith's, am ersten Oktober dieses Jahres, nicht Vorher, zu Agitationszwecken für die Boerensache zwei» hunderttausend Dollars auszuzahlen." „Nein, ich unterschreibe das nicht." „Nun, denn nicht.... Ich empfehle mich, Herr kommerzienrath." „Wo wollen Sie hin?" „Auf's Telegraphenamt." „WaS wollen Sie dort thun?" „Das ist meine Sache." „Geben Sie die Anweisung her." Mit einem hastigen Federstrich hatte der Kommer« zienrath sie unterschrieben. „Ich darf nun die Sach« hinüber nach der Buch-haltercl tragen, damit sie ordnungsmäßig durch die Bücher geht, nicht wahr?" „Machen Sie, was Sie wollen, jedenfalls . . „Sie können sich auf mich verlassen, Herr Kommer-zimrath." Er verbeugte sich tief irnd mit einem höhnischen „Ihr gehorsamer Diener" verließ er das Privatbureau feine» Ehefs. XV. ES lagerte eine tiefe Nacht über dem Gebiet der deutschen Goldwäscherei-Gesellschaft. Nur der Vulkan stieß i» einzelnen Zwischenräumen feuerfarbige Rauch-Wolke» aus seinem Sans« heraus. Die Arbeiten ruhten vollständig, an keiner Stelle war Gold gefunden worden, und ringsum hatte Dr. Bölk mühevolle Untersuchungen durch Einschlage» von artesischen Bninnenrvhren in vi« Tiefe angestellt, um etwa durch oulkanische Eruptionen ver-schüttete Goldlager zu entdecken. Slber alle Mühe war vergebens gewesen. Es wurde Trimborn sowohl als dem Geologen mit der Zeit klar, daß der Ankauf diese» großen Gebietes ein Fehler gewesen war. wie er gröber nicht hatte gemacht werden können. WaS that da» nun alle», so ohne Kampf durfte niau die Position nicht ausgeben und darum wurden di« schwierigsten Muthuugen vorgenommen. Von MerkShausen und seiner Expedition zur Auf-studung Gero» war, trotzdem der Juli sich fchon zu Ende neigte, noch nicht die geringste Nachricht an den Macmillon gedrungen. Die jungen 'Mädchen waren allmählich in großer Sorge, da «» sich jekt nicht nur um den Geliebt«», sondern auch um den Vater handelt«. Alle Beruhigung»« versuche des Generals und de» Geologen wollten ihr Ziel nicht erreicht», die Damen wurden von Tag zu Lag auf. geregter und verbargen »ur schwer ihre Mißstimmung. In jener Nacht al»o. die so schwer und dunkel auf den Berge: > des Mac.iullau lagerte, flieg «in Mann in abgerissene«. vollständig aufgebrauchtem Wimeran;,,» über die Höhen und sank unter d«n Bäumen zu Tode erschöpft nieder. Seine dunkelen Augenrichteten sich wie in einem letzte» TodeSflackern auf die Kolonie und ein unterdrückter Schrei entrang sich feinen bleichen Lippen. Einen Augenblick schloß er die Augen und sagte zu sich selber: „Nur einen Augenblick riibe», dann vorwärts. Hier sind Blockhäuser, hier sind Maschinen, hier werde ich auch Menschen finden.' Wirklich nur einen Augenblick rastete er und er hatte die Energie, seine Schwache zu überwinden und sich wieder zu erheben. Die Last des leichten Gewehre» drückte ihm auf die Schulter, der Stock beschwerte ihn, aber dennoch drang er über Felsen und Geröll in da» Thal hinunter, wo er Menschen wußte. Da entdeckte er an einer Stelle, wo ein Bach, der zum Macmillan abfloß, eine Wendung um den Rücken de» Berges machte, eine dunkele Gestalt, die gebückt da-mit be-schästigt war. irgend etwas im Sande d«S Bache» zu vergrabeil und dann Wasser darüber hiu zu gießen. .Eine Schurkerei,' sagte sich der nächtliche Wanderer, und mit einem Mal erwachte seine ganze Kraft, seine ganze Energie, die ihm während der letzten vierzehn Tage in nngehenren Märschen vorwärts getrieben hatte, und er sprang mit elastischem Schritt auf die Thalsohle nieder, faßte den unheimlichen Nachtarbeit«? beim Kragen und fragte ihn: .Was thun Sie hier?" Der so Ueberraschie entsetzte sich bei dem Angriff, und als er in die dunkelen Augen, das gebräunte Gesicht mit der kühnen vorspringenden Adlernase schaute, erkannte er. daß er keinen Weißen, sondern einen Indianer vor flch hatte. Aber das gebildete Englisch, das der Angreiser sprach, täuschte ihn doch wieder über seine Entdeckung. Darum sagte er mit erzwungener Ruhe: ^ „Was fällt Ihnen ein, Master, mich so zu überfallen. Sie sehen, daß ich hier arbeite in meinem Claim. ES scheint. Sie haben nicht viel von den Sitten in dm Gold-distrikten gelernt." „Es scheint mir, Sie sind frecher, al» von dem Recht Ihrer Thätigkeit überzeugt, denn was Sie da haben, ist Gold, und Sie tvaschen es nickt ans, sondern waschen es in die Erde ein. Was soll das heißen, wa» bedeutet da» f" f .Hätte gerade Lust Ihnen das zu sagen.' Bei diesen Worten zog der nächtlich« Arbeiter mit blitzesschnellem Griff einen langen Dolch unter dem Kleide hervor und stieß blind nach seinem Angreifer. Der aber bog geschickt aus. saßt« ihn im nächsten Augenblick an der Kehle und schleuderte ihn mit der ganzen' Krast. die ihm noch znr Verfügung stand, auf den Sand nieder. Jetzt war es an den, Gewürgten, mit flehen der Stimme um sein Leben zu betteln. .Dein Leben ist mir nicht» werth,' sagte der europäisch gekleidete Indianer. .Sage mir, wo ich hier Leute finde, Freuude von mir sind in Lebensgefahr und uur schnelle Hilfe kann retten.' „Schnelle Hilfe? Ich kann Dir nicht sagen und will Dir nicht sagen. Kamerad, denn, und nun verzerrt« ein widerliches lächeln da» Gesicht des Mauue», .ich habe hier eine Arbeit zu machen, die dürfm die da drinnen nicht sehen.' .DaS ist mir gleichgiltig, wo Menschenleben auf dem Spiel stehen.' .He, Kamerad, laß Deine Menschenleben jetzt noch «in« viertrlsnmde und mich hier ruhig nrbeiteh, ># soll Dein Schade nicht (ein. Hier nimm diesen Beutel mit Gold und schweige .Worüber soll ich schweigen?' Der Mann lachte frech aus. .Siehst Du. große Herren, die da» weite Grundstück hier gekaust haben und Aktien darauf ausgegeben, finden kein Gold, da sie sich «un mit den Aktien nicht ihre Zimmer tapezireu wollen, so muß hier Gold gesunden werden, und morgen, wenn sie hier ansangen zu waschen, finden sie auch Gold." ..Und wer ist Euer Austraggeber?' fragte der Indianer aufmerksam werdend, denn er erkannte plötzlich, dav er mit beiden Fügen aus betn Grund und Boden stand, wo er vor Monaten in Schnee und Ei» die Blockhütte mit dem sterbenden Daln gefunden hatte. .Mein Auftraggeber? Nun, wa» kann e» Dich kümmern. Ein reicher Berliner Banquier. Weißt Du, wa» Berlin ist?' .O ja, wer sollte die Hauptstadt de» Deutschen Reiches nicht kennen.' „Nun, zum Teufel, für einen Indianer hast Du Bildung genug.' ..Es scheint so. Aber immerhin behaltet Euer Gold. Thut Eure lichtscheue Arbeit und sagt mir nur, wo ich den Chef dieser Anfiedlung finde.' .Dort in dem schönen Haus.' „Girt, und Euer Name?" .Brown, Master, Brown au» Dawson City. Und der Eure?' »MesloH-Pechou, der rothe LuchS," »Ah, Freund Luchs, sreur mich. Nun klemme aber Deine scharfett Augen zu und sieh nicht hin. was ich hier mache" MeSkoh warf ihm einen verächtliche» Blick zu und ging weiter nach dem großen Hau» hin, wo der Gouverneur dieser Kolonie wohnen sollte. Er kannte die Lebcnsschicksale Geros aus de» Erzählungen, die sie auf der langen gemeinschaftlichen Reise ausgetauscht hatten, ziemlich genau und er wußte, daß diese Schurkerei ihm zu irgend welchem Vortheil gereichen konnte, ja gereichen muhte. Darum wartete er absichtlich einen Augenblick, bis er den Master Brown verschwinden sah und seine Arbeit als beendet erkannte. Dann schlug er mit dem Büchsen-schast heftig an die Thür deS schwedischen Blockhauses und erregte bald drinnen ein Durcheinanderlaufen und Gewir? von Stimmen. Die Thür wurde aufgerissen und eine grobe laute Stimme fragte ans deutsch: .Was ist denn los. was giebt's denn hier in nachtschlafender Zeit?" Meskoh, der, wie wir wissen, hinreichend deutsch konnte, um den Inhalt der Worie zu verstehen, antwortete kurz: «Lassen Sie mich ein. Freund, ich muh den Gouverneur sprechen, Menschenleben sind in Gefahr, verschüttet in einer Goldgrube. Bierzehn Tagereisen entfernt, tief im Gebirge."' .O, da werdet Ihr wenig Gegenliebe finden. Freund, aber immerhin kommt herein, eS ist ja draußen so dunkel wie in einein Sack." Bald befand sich Meskoh in einer geräumigen Stube und elektrisches Licht flammte auf, die phan-tastische abgerissene Gestalt de» Indianers beleuchtend. Wenige Minuten später kam auch der General, um den seltsamen nächtliche« Gast zu empfangen. ..Worum Handel! e» sich, mein Herr?' fragte er deutsch und MeSkoh bemühte sich, den Fall genau zu erNären. . ... „Mein ffrennd, sein Diener und ich h.iben nach einer ungeheuer beschwerlichen Reise etwa hier in dieser Gegend durch einen AuSbruch de» Bnlkan» Alle» verloren, wuS wir hatten ' .Ah, dann gehörten Sie zu den skrnf Amerikanern, denen die Claim» an dieser Stelle eigen waren?' .Nein, zu ihnen gehörten wir nicht, die fünf Amerikaner sind längst todt, wir hatten mit dem letzten, mit Mr. Dali, einen Bertrag geschlossen, wonach wir die Claims übernahmen.' .Aber Ihre Berechtigung ist doch abgelaufen, wa» wollen Sie also?' .Ich komme nicht deshalb. Ich komme, um Hilf« für meinen Freund zu erbitten.' .Wer ist Ihr Freund und wie heißt er?' .Er ist Landsmann und Kamerad von Ihnen, Mr. Gero von der Ladenburg.' „Ah I' machte der General. .Dann entschuldigen Sie mich einen Moment.' Er lief weg und MeSkoh schüttelte den Kopf über da» eigenartige Benehmen des alten Herrn, fügte sich aber geduldig und wartete, indessen der Mann, der ihm vor-hin geöffnet hatte, eine Flasche Wein und einen Imbiß vor ihn hinsetzte. .Gott sei Dank, Freund, Sie haben mich ver-standen, ohne daß ich ein Wort sprach.' „Da war nicht viel zu verstehen, Euch sah ja der Hunger au» den Augen. 3» wundert mich nur. daß Ihr uicht zusammengebrochen seid und schlapp geworden." „O. ich habe zähe Knochen und feste Muskeln. Ein bischen Anstrengung wirft mich nicht so leicht um, aber sagt mir, guter Freund, wo ist denn Euer Gouverneur hin?" „Die Damen wecken und Dr. ®8lt* „Die Damen wecken und Dr. Bölk? Da» sind für mich unbestimmte Begriffe, erklärt Euch deutlicher." „Ihr werdet ja gleich sehen, schon höre ich seinen Tritt ans der Treppe, geduldet Euch also nur einen Augenblick und Eure Neugierde wird befriedigt werden." Wirklich kam der General in Begleitung de» Geologen. Alexandra» und Lizzis zurück. Ein lauter Aufschrei, ein >ähe» Erkennen, und Lizzi lag in den Armen Meskoh». „Meskoh Du? Wo kommst Du her, wo ist Gero, was ist geschehen? Bitte, bitte, erzähle, sprich." Alle sahen sich erstaunt an. Der Indianer war tief ergriffen. Zum erstell Mal, daß das junge Mädchen, das er mit der ganzen Glutb seine» leidenschaftlichen Herzens liebte, ihn umarmt, und.....er wußt« nicht, ob es Wirklichkeit war oder ob ein Traum ihn ge-narrt.....geküßt hatte. Freilich, ein bittere» Gefühl stieg ihm im Herzen empor, es war ja nicht um seinetwillen geschehen, sondern um Gero, dessen Name er fast von ihren Lippen geküßt hatte. Er machte sich jetzt sanft von ihrer Umarmung lo», und dann faßte sie sich n»d stellte ihn den andern Herr-fchaften vor. „Es ist MeSkoh, Alexandra, von dem icy Dir so viel erzählt habe, de» mir fast wie ein Bruder ist, mit dem ich anfgewachsen bin, und der uiiS mit Gero zu-fammen verließ." MeSkoh blickte jetzt die andere junge Dame an und war erstaunt über so viel Schöicheit, so viel Liebreiz. Danach freilich konnte er die Sehnsucht seine» Freundes begreifen, konnte verstehen, daß er sich au» Trauer, dieses herrlich« Geschöpf nicht besitzen zu können, in die Einsamkeit deS nordischeil Eises geflüchtet hatte. (Forlsetzung folgt., U belehrendes. Unterhaltendes, Heiteres ete KampfeSstimmung. Tas heilige Ahnenlicd Der Teutoburger Schlacht Jetzt zu der Donau zieht Im Alpenland erwacht. Der hohe Ahnensang Un» zu dem Herzen dringt Ein stolzer Ueberfchwang Nach Kampsessreude ringt. Trommeten schallen laut, Ter Slavenring erbebt. Das Deutschtum, uns're Braut Zum Siegesthron erhebt! Karl Pröll. JnS Album. Ost schien dir nur gleich einem Traume Dein früh erlebtes Glück! Nun kehrt'! mit dem brennenden Weih-nachtSbaume Lächelnd zu dir zurück. Du schaust die Flammen an verwundert Und fühlst dich wie vertauscht: Dir ist, als wäre manch' Jahrhundert Seit deiner Kindheit verrausche. Doch all dein Staunen, all dein Ent- brennen DeS Heiligsten in der Brust, ES ist nur ein seliges Wiedererkennen Der alten süßen Lust. Du darfst ein Kind nun wieder werden, Nach langen Träumen voller Harm, Und findest erwacht den Himmel auf Erden, In treuer Liebe Arm. Hammer. Wenn die Vernunst vom Zorne wird ge-blende«, Und sich nicht rasch dem Anfall wider» setzt. Wenn blind« Wut den Menschen also schändet, Daß er die besten Freunde selbst verletzt, Die Tränen sind, die Seuszer dann verschwendet. Die Scharte wird darum nicht ausgewetzt. A r i st o. Zum neuen Jahr ein neues Herze, Ein frisches Blatt im Lebensbuch! Die alte Schuld sei ausgestrichen, Ter alte Zwist sei ausgeglichen. Und ausgetilgt der alte Fluch l G e r o ck. Stagort von Kalbfleischreften. Das übriggebliebene Fleisch kann man zu »er-schiedenen kräftigen Ragout» verwenden, doch ist gekochte» Fleisch dazu bester als Bratenreste. Drei Eßlöffel voll Mehl schwitzt man mit zwei Schalotten in Butter braun, gibt einen halben Liter Fleisch-brühe, einige Pfefferkörner, ein Lorbeer-blatt, eine Zitronenscheibe, Wurzelwert und etwa? Petersilie dazu und läßt es ganz langsam kochen. Gut geschälten Brech-spargel kocht man sast gleichzeitig in einem halben Liter weichen Waffer gar, macht von einem Viertelkilo gehackten Schweine-und Rindfleisch, 100 Gramm Semmel-krumme, drei Eiern, Muskatnuß und einer Prise Salz kleine runde Klößchen, kocht diese kurz vor dem Anrichten mit dem Spargel gar, zu welchem man jetzt auch das nötige Salz tut, fügt die braune, durchgeseihte Sauce, sowie zwei Eßlöffel voll Kapern, doch ohne den Efsig, hinzu, legt, sobald dies kochend heiß ist. das in beliebige Stücke geschnittene Fleisch hinein, läßt es drei bis vier Minuten darin stehen, nicht lochen, und richtet es an. Kegen drn periodisch«» Nacht« husten d«r ttindrr. Ein gutes Mittel dagegen ist die öftere Ausspülung der Nase mit warmem Waffer. Es kommt vor, daß Kinder, welche dex Tag über gar nicht husten, sobald sie ins Bett kommen, von heftigen, stoßweise auftretenden Huste n-ansällen heimgesucht werden, die bisweilen die ganze Nacht andauern. Beobachtungen gaben die Gewißheit, daß in solchen Fällen stets ein Nasenkatarrh besteht; bei Tag stießt die Absonderung durch die Rasen-öffnung nach unten ab, in der Nacht aberzieht sie sich nach hinten in den Nasen-rachenraum und erregt dort Hustenreiz. Durch sorgsames Ausspülen der Nase mit lauwarmem Waffer vor dem Schlasengehen wird die Absonderung und mit ihr der Hustenreiz beseitigt. Staudflecken entstehen nicht vom Staub allein, der sich ja ohne weiteres ausbürsten läßt, er hat entweder an einem vorhandenen Fett- oder Harzflecken oder einem solchen aus wafferlöSlicher klebriger Substanz, z. B. Zucker (Kompott) u. f. w. einen Halt gefunden. Man muß also den Flecken ganz in entsprechender Weife be-handeln. Zunächst würde Benzin in B«-tracht kommen, weicht der Flecken nicht oder zunächst nur oberflächlich, so daß er sich bei einem nächsten AuSgang von neuem bildet, fo wird man Salmiakgeist anwenden. Geht der Flecken immer noch nicht weg, so war der Stoff wahrschein-lich von Wagenschmiere, Teer oder ähn-lichen schwer löslichen Dingen beschmutz!. Man weicht dann den Flecken längere Zeit mit Butter aus und reibt alles mit rein-stem Terpentinöl ad. Unbegreiflich. „Möchie nur wissen, warum bei einem zerbrochenen Krug das Waffer herauSrinnt, während ei bei meinen zerrissenen Stiefeln immer hinein-rinnt." Vielversprechend. Vater: „Schauderhaft ! Jcht hat mir der Knirps meine Gedichte in den Lsen gewoisen!" — Besuch : „Geben Sie acht, der wird einmal Redakteur!" Ganz rinfach. Bauerssrau zu ihrer Tochter, die sich eben anschickt, Kunstbutter in die Stadt zu Markte zu tragen: „Mari, tua a paar Fliag'n eini, daß d' L ut' sehen, e» i» a echte Landbutter!• Praktisch. A.: „Und was versetzten Sie daraus, al» er Ihnen Ihre Bitte so schroff abschlug i" — B.: „Meinen Ueber» zieher." Ei» Philosoph. Cohn: „Warum weinst du?" — Maier: „Ach, hier steht: Du bist gemacht aus Staub und wirft wieder Staub." — «Cohn: »Run also, wa» weinst du? DaS macht dir doch kei-nen Schaden!" Im Sis«r. Verteidiger (eines Ein-brecherS): „Völlig ungerecht ist der mei-nem Klienten gemachte Vorwurf der Ar-beitSscheu. Bedenken Sie, meine Herren Geschworenen, die Stärke der eisrrnen Kaffentür, die schlechten Einbruchswerkzeuge, die miserable Beleuchtung durch ein« einzige Kerze, und Sie werden sich sagen: Dieser Mann scheute keine Arbeit!" Da» Tischgebet. Karl der Zweite beschloß einst wegen Geldmangel, den feinen Hofgeistlichen gewährten Fr«itisch einzuziehen. Bei dem letzten Essen aber erschien er selbst. Da» vorgeschriebene Tischgebet lautete: „Gott erhalte den König und segne die Mahlzeit I" Der Vor-sitzende aber, ein Doktor South, drehte die Worte herum und sprach: „Gott segne den König und erhalte die Mahlzeit!" — Der König mußte über diesen Einsall lachen und befahl, die Abschaffung drt Freitisches zu widerrufen. Rummer 37 Ke«tsch- Wachr" Seite 6 erstmals, fast zögernd noch und doch voll reifen inneren Verständnisses schon für einander, die Herzen fanden. Grundleaend hierfür ist Schillers Brief au« Jena vom 23. August 1794, in dem die »ntschti-»ende Stelle folgendermaßen lautet: „Lange schon habe ich, obgleich aus ziem-licher Ferne, de« Gang Ihre« Seifte« zugesehen, wd den Weg. den Sie sich vorgezeichnet haben, mit immer erneuerter Bewunderung bemerkt. Sie sich»» da« Notwendige der Natur, aber Sie suchen e« auf dem schwersten Wege, vor welchem jede schwächere Kraft sich wohl hülen wird. Sie nehmen die ganze Natur zusammen, um über da« Einzelne Licht zu bekommen; in der Allheit ihrer Erscheinung«arten suchen Sie den Erklärung«-gründ sür da« Individuum auf. Von der ein» suchen Organisation steigen Sie. Schritt vor Schritt, zu der mehr verwickelten hinaus, um end» lich die verwickellste von allen, den Menschen, ge-»eiisch au« den Materialien de« ganzen Naturge-binde« zu erbauen. Dadurch, daß Sie ihn der Natur gleichsam nacherschaffen. suchen Sie in seine vndorgene Technik einzubringen. Eine große und wahrhast heidenmäßige Idee, die zur Genüge zeigt, wie sehr Ihr Geist da« reiche Ganze seiner Vor-stellungin in einer schönen Einheit zusammenhält. Eie können niemal« gehofft haben, daß Ihr Leben ju einem solchen Ziele zureichen werde, aber einen solchen Weg auch nur einzuschlagen, ist mehr wert, al« jeden andern zu endigen, — und Sie haben «ewähl», wie Achill in der Jlias zwischen Pyihia und der Unsterblichkeit." Au« der Antwort Goethe« vom 27. August au« EtterSburg Heden wir folgende feinsinnigen Sätze hervor: .Reiner Genuß und wahrer Nutz»» kann nur wechselseitig sein, und ich freue mich, Ihnen ge» legenilich zu entwick ln: wa« mir Ihre Unter» Haltung gewährt hat. wie ich von jenen Tagen an auch eine Epoche rechne, und wie zufrieden ich Im, ohne sonderliche Ausmunlerung, auf meinem Wege fortgegangen sein, da e« nun scheint, al« wenn wir. nach einem so unvermuteten Begegnen, irit einander fort wandern müßte». Ich habe den redlichen und fo seltenen Ernst, der in allem er-scheint, was Sie geschrieben und getan haben, iitmer zu schätzen gewußt, und ich oarf nunmehr Anspruch machen, durch Sie selbst mit dem Sauge Ihre« Geiste«, besonder« in den letzten Iahren, bekannt zu werden. Haben wir un« tvech-selseitig die Punkte klar gemacht, wohin wir ge» genwärtig gelangt sind, so werden wir desto unun- lerbrochner gemeinschaftlich arbeiten können." • Schiller über die Kye. Au« einem Brief an Körner« Vater: »Ich muß ein Geschöpf um mich haben, da« »ir gehört, da« mich glücklich machen kann und muß, an dessen Dasein mein eigene« sich erfrischen kann. Ich bedarf »ine« Medium«, durch da« ich die andere» Freuden genieß», Freundschaft. Ge-schmacf. Wahr heil und Schönheit werden mehr aus «ich wirken, wenn »ine ununterbrochene Reih» seiner wohltätiger Empfindungen mich für die war. . . Da« ist die reine Wahrheit . . . Und wenn Ihnen diese« Fräulein Rose Bridoix ge« saßt hat, daß sie wich kennt, dann besitzt sie eine recht rege Phantasie, da« schwöre ich Ihnen, so »ahr Heu:« der letzte Tag im Jahre ist." Et lag in seinem Ton so viel Aufrichtigkeit, dvß Fräulein de Lourel nun doch stutzig wurde. Trotzdem faßin sie sich bald und fuhr fort: .Sie brauchen nicht« abzuleugnen, denn Rose vridvix, «eine Pensionafreundin, hat mir feiner-teil ihre Verlobung mit Herrn Ernst Seibot selbst »»geteilt/ »Mit Herrn ... mit Herrn Ernst Serdot?" lies Gafion und brach plößlich in ein laute« Ge-lächter au». „Ernst Serdot habe» Sie gesagt? Ich hade loch richtig verstanden, nicht wahr?" „Allerdings, mein Herr/ kam ei halb beleidigt, halb kleinlaut zurück. Nun, dann begreife ich alle» ... Eie haben sich einfach in der Person geirrt, «ein Fräulein.» »Wie. «ein Herr, Eie sind nicht Herr Gerdot?" „Nie gewesen, «ein Fräulein. Ich heiße Saston Tilloy, zu d'enen . . . Und wenn Sie einen Bew»i« meiner Aufiichiigkeit haben wollen, so lesen Sie diesen Brief, Sie werden daiin sehen, deß «ich Madame Balcourt wirklich erst heute Freude stimmt und mein erstarrte« Wesen wieder durchwärmt. Ich bin bi« jetzt ein isolierter srem-der Mensch in der Natur herumgeirrt und habe nicht« al« Eigentum besessen, alle Wesen, an die ich mich fesselte, haben etwa« gehabt, da« ihnen teurer war al« ich. und damit kann sich mein Herz nicht behelfen." Au« einem Brief an Schiller» Braut: „Diese« volle unmittelbare Vertrauen ist die notwendige Bedingung unserer künftigen Glück-seligkeit, aber Du wirst e« bald sühlen, daß ste auch zugleich der höchste Genuß dieser Glückselig-keit ist; die höchste Annäherung, welche möglich ist zwischen zwei Wesen — ist Die schnelle ununterbrochene liebevolle Wahrheit gegeneinander." Schiller als junger Ehemann an Körner: „Ich bin ein sech«tägiger Ehemann--- und waS für ein schöne« Leben führe ich jetzt l Ich sehe mit fröhlichem Geiste um mich her und mein Herz findet eine immerwährende sanfte Be-friedigung außer sich, mein Geist eine so schöne Nahrung und Erholung. Mein Dasein ist in eine harmonische Gleichheit gerückt; nicht leidenschaftlich gespannt, aber ruhig und hell gingen mir diese Tage dahin. Ich habe «einer Geschäfte ge« wartet wie zuvor, und mit mehr Zufriedenheit mit mir selbst . . ." Und zwei Monate später: „E« lebt sich doch ganz ander« an der Seite einer lieben Frau, al« so verlassen und allein . . . Jetzt erst genieße ich die schöne Natur ganz und mich in ihr. E« kleidet sich wieder um mich herum in dichterische Gestalten, und oft regt sich'« wieder in meiner Brust . . ." Dann: „Meinem künftigen Schicksale sehe ich mit heiterem Mute entgegen; jetzt, da ich am erreichten Ziele stehe, staune ich selbst, wie Alle« doch über meine Er-Wartung gegangen. Da« Schicksal hat die Schwie« rigkeiten sür mich besiegt, e« hat mich zum Ziele gleichsam aetragen . . . Von der Zukunft hoffe ich Alle«. Wenige Jahre und ich werde im vollen Genusse meine« Geiste« leben. — ja. ich hoffe, ich werde zu meiner Jugend zurückkehren. Ein innere« Dichierleben giebt sie mir zurück." * * Schiller als Kumorist. Daß Schiller über Humor ebenso wie eine bisweilen verblüffende „Deutlichkeit" verfügte, geht aus zahlreichen Belegen hervor, die Theodor Mauch in seinem Büchlein „Schiller-Anekdoten" beigebracht hat. Auch die Legende, daß Herzog Karl Engen von Württemberg nichts andere« al« ein engherziger De«pot gegen seine „Karlsschüler" gewesen sei. zerpflück» er krästig und überzeugend. Die« alle« finden wir in folgender hübschen kleinen Erzählung zum Au«druck gebracht: „Daß der Herzog nicht nur der „Tyrann" war. al« den ihn eine voreingenommene Aus-fassung hinzustellen sich immer bemüht, fondern daß er seine Pfleglinge oft auch durch recht hu-morvolle Einfälle erfreute, dafür diene folgende« Beispiel: Der Herzog hat von Schiller« Gabe, Personen nachzuahmen, vernommen, da forderte er ihn eine« Tages auf, auch einmal an ihm selbst sein Talent zu erproben. Trotz aller eingeladen hat, weil dreizehn bei Tisch sind, um einen Gast zu ersetzen, der sich in der letzten Stunde entschuldigt hat." „Wahrhaftig P J* rief Genievieve erleichtert, „ach, wenn der Gast doch Herr Serdot wäre." „Da« wünsche ich in Ihrem Interesse, mein Fräulein.' Die beiden jungen Leute blieben vor einander stehen: er fand sie in ihrer Verlegenheit nun erst recht reizend; st« schämte sich und wußte nicht, wa« sie sagen sollte. „Ja/ wiederholte Gaston nach einer Pause, „e« wäre wirklich schade, wenn Sie die Frau diese« Ernst Serdot würden, denn er soll tatsäch-lich nicht viel taugen." Plötzlich reichte Fräulein de Lourel ganz vertrauen«voll ihrem neuen Ver-bündetkn die Hand. „Ich danke Ihnen für Ihre Sympathie . . . Wa« «ögen Sie von «ir gedacht haben! . . ." „Wenn ich Ihnen helfen könnte, Eie von diese« Serdot zu befreien . . ." murmelte er etwa« undeutlich. „Ach ja, das wäre mir das liebste Neujahrs-geschenk !" rief ste ganz verklärt, „aber wie?" „Man müßte suche« . . . Vielleicht könnte ma» einen Konkurrenten sür ihn ausfindig machen . . . Einen wohlhabenden jungen Mann, — der Weigerung des nicht gerade angenehm Ueber-raschten bestand der Herzog auf seinem Verlangen. Da bat ihn Schiller um die Ueberlassung seine« Stocke«, nahm Gebärden und Redeweise seines Herrn an, und begann diesen ins Verhör zu nehmen. Der Herzog ging auf den Spaß ein und gab Antworten, mit denen der markierte Jnqui-sttor nicht zufrieden fein konnte. Daraufhin fuhr dann Schiller auf, ganz nach der Art des Herzogs: „Potz tausend Sackerment, Er ist ein Esel!" bot dabei der in seiner Nähe stehenden Gräfin von Hohenheim den Arm und gab sich den Anschein, als wolle er «it ihr davon laufen. Da rief der joviale Herzog, mit Humor auf die von ihm heraufbeschworene Situation eingehend: „Hör' Er, laß Er mir die Franzel!" • # • Schiller im Auge der ?ervake«. Soweit die deutsche Zunge reicht, rüstet «an sich, u« die Totenfeier Schillers würdig zu feiern. Eine beinahe selbstverständliche Ausnahme bildet da» Hauptorgan der fortschrittlichen Slovenen „Slovenilki Narod", daß e» dem Klagenfurter Bischofblatt „Mir" und der „Südst. Presse" an Unverstand gleichtut. Dieses Blatt, daß sich so gerne als daS Organ der slovenischen Intelligenz bezeichnet, erniedrigt sich so tief gegen die Feier eines Schiller, dessen Größe die namhaftesten flo-venischen Dichter bewundernd anerkannt und dessen hervorragendsten Werke sie übersetzt haben, dessen Dramen ins Slooenische übertragen, eine Stütze des Spielplane« der slovenischen Bühne bilden, in ebenso alberner wie pöbelhafter Weise Stellung zu nehmen. Jedem halbweg« anständigem und ge-bildeteren Slovenen müssen die Au«sührungen de» „SlovenSki Narod" der betont, daß Schiller sür die Slovenen ein Fremdling ist, der sie garnichi« angeht und die Förderung der Feier durch die Schulbehörden eine k. k. deutschnationale Unver-schämtheit nennt, die Schamröte in« Gesicht treiben. Das Bekenntnis ist nicht ohn» Wichtigkeit, es bildet vielleicht ein wertvolles Stück österreichischer Welt-und Kulturgeschichte im Jahre 1905 und verdient in weiten Kreisen bekannt zu werden. Wenn die „slovenische Intelligenz" so aussieht, wie mag es dann erst um die Allgemeinheit bestellt sein! Wenn die slovenische Intelligenz selbst nicht weiß, wie sie alles und jedes, was ste ist und hat und weiß, dem deutschen Volke zu verdanken ha», daß ihre größten Schriftsteller, wie Prescheren und KoseSki, dankbar zu ihm ausblicken, dann — ist ste eben keine Intelligenz. Ich weiß zwar nicht, schreibt un« ein geschätzter Leser der „Deutschen Wacht", ob e« wahr ist, daß im europäischen Borneo die Leute wie in Inner« afrika im zerlöcherten Zylinder, mit roten Sonnen-schirmen und im übrigen nackt herumlausen, jedoch nach dem „Elov. Narod" zu schließen, wird »« damit schon sein» Richtigkeit haben. Wir Deutsche sind selbst schuld; gibt man den Wilden Feuer« waffen und Pulver, darf man sich nicht wundern, wenn diese dann auf un« fchießen und gäbe man in Neuguinea den Popua« „Gleichberechtigung", würde man dasselbe wie in Krain erleben. Wenn also in jenem Lande, wo, wie eine vor einigen vielleicht noch reicher ist al« er und d»«halb in den Augen Ihrer Eltern al« noch bessere Partie gelten könnte ... Er würde um Ihre Hand an-halten ... und — wenn Sie einwilligten, dann würden alle Hindernisse von selbst schwinden." „Ja, aber mein Herr, dazu «üßte ich doch erst jemand haben . . „Der sich um Sie bewirbt! . . . Nun, über-lassen Sie da« mir, ich glaube, ich habe diesen Jemand schon gesunden. Uebrigen« könnten wir ja heute abend« bei Madame Balcourt darüber weiter sprechen . . . denn jetzt haben Sie doch wohl nicht« mehr dagegen, daß ich zum Diner komme?" Genevieoe antwortete nicht. Sie begnügte sich damit, bi« unter die Haarwurzel zu erröten. Aber al« sie sich dann zum Gehen anschickte, fragte Gastou: „Eie gehen nicht mehr — eine Treppe höher?" „Nein!" versetzte stie mit leiser Stimme, und der Blick, mit dem sie das Wort begleitete, zeigte deutlich, daß sie es nicht mehr sür nötig hielt, selbst für ihr Glück zu forgen ... Sie ahnte, daß ein anderer das übernehmen, und daß dieser Syl« vesterabend über Ihr Leben entscheid»« würde. Seite 4 Jahren stattgehabte Gerichtsverhandlung kundtat, noch die Menschenfresserei in Blute steht, die Haupt« zeilung unsere Begeisterung und unseren Schiller hinabzieht — wir sind selbst schuld daran, wir müssen schweigen! Warum waren wir dergestalt nachlässig in früheren Jahrhunderten. Aber ein Trost bleibt unS denn«ch, baß nämlich weder Schiller sich im Grabe umdrehen wird, noch die Meinungen der Frau Meier und de« „Slov. Narod" vom Einfluß aus den Gong der Weltgeschichte sind. Aeichsrat. 325. Sitzung vom 3. Mai. Abu. Stein (Schönerianer) und Genossen beantragen, die erhöhten Zolleinnahme» für Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Mais und Hcpfen durch ein besonderes Gesetz sür die Arbeiter-Witwen- nnd Waisenversorgung zu verwenden. Abg. Funke (D. FortschrittSp.) und Ge« «offen überreichen eine Anfrage wegen deS Beschlusse« deS Prager SiadtrateS wegen Nichtzulaf-sung deutscher Aufschriften an Geschäftshäusern in Prag. Die Fragesteller wünschen zu wissen, ob der Minister deS Innern dieser Vergewaltigung entgegentreten wolle und welche Maßnahmen er zu ergreifen gedenkt, um den Prager Sladtrat in die Schranken zu weisen und künftighin solche grobe Rechts« und GesetzeSverletzungen zu verhindern DaS HauS schreitet zur Verhandlung des Zolltarife«, Abg. Bärnreither (Berf. Großgrdb.) er« stattet den Bericht und erörtert zunächst die Gründe, die «ine rasche Erledigung deS Zolltarife« not« wendig machen. * * 326. Sitzung vom 4. Mai. Nach der Verlesung de« Einlauft» interpelliert Abg. H e i l i n g t r (christlichsoz.) wegen Zuer« kennung der Begünstigung de« Einjährig»Frei-willigen Rechte« an die Bisucher de« letzten Jahr-gange« von Gewerbe-, Real- und Handelsschulen. Abg. Susteröiö (Slovene) befragt den Minister deS Innern wegen eine« Erlasse« der krainifchen LandeSschulbtbördt. womit die Schul-lindern untersagt wird, politische Zeitschristen ihren Eltern zu überbringen. Hierauf wird die Erörterung de« Zolltarife« fortgesktzt. Handelsminister v. C a l l erklärt, die Re-gierung sei gesonnen, ungeachtet der veränderten Lage an den erprobten Grundsätzen der Vertrag«-politik festzuhalten. Der Zolltarif stelle ein Ueber-einkommen im Rahmen de« Ausgleiche« mit Un-gar« dar. Abg. Dr. L e m i s ch (D. Volk«p.): Wenn »an anläßlich der Au«gleich«dtbattt im Iah« 1903 noch an kin«n gtmtinschaftlichen Zolltarif und an »in gemeinsame« Wirtschaft« gebiet glauben konnte, so kann die« heute nicht mehr der Fall sein, wenn nur Halbweg« Wahrheit im öffentlichtn Leben herrscht. Alle industriellen Körperschaften erklärten, daß e« sich bei der Aufrechtdaltung der Gemeinsamkeit nur um eine Galgenfrist handeln könne, während der «an dem ungarischen Siaatr Gtltgtnheit bieten kann, sich so zu stärken, daß er Oesterreich dann die Türe weisen darf. Wenn wir trotzdem sür den vorliegenden Zolltarif stimmen werden, so geschieht e« in der Ueberzeugung, daß er den Uebergang zur Umwandlung in den selbständigen österreichischen Zoll-tarif darstellt. Redner stellt dann im Einvernehmen mit dem Abg. Erb (D. Volk«p.) den Antrag, die Regierung fei zu beauftragen, ehesten« einen selbständigen, allgemeinen Zolltarif sür da« selbständige öfter-reichifch« Zollgebiet unter Zugrundelegung der Sätze de« Zolltarif« für Oesterreich-Ungarn und ein selbständige« österreichische« Zolltarisgesetz vor« zulegen. Wenn man in O«sterr«ich an der Fiktion von dem gemeinschaftlichen Wirtschaftsgebiete so streng festhält, so ist daran vor allrm die Presse hüben und drüben schuld! E« muß ein« Jmeressenge-meinschast zwischen der Presse in Oesterreich und in Ungarn bestehen, die vielleicht auch auf Stam-me«gemeinfchaft beruht. E« ist vielleicht unvorsichtig, in diesem Paria-UKtilt vom Antisemitismus zu sprechen, denn e« gibt keine einzige Partei in diesem Haust, die nicht der Jude „presse ihren Tribut zollt. In allen Par-teien gibt «« Herren, die willig ihr Knie beugen „Deutsche Wacht- vor dieser Presse, weil sie fürchten, totgefchwiegen zu werden, weil sie fürcht«», daß ihr« w«ltbkw«gen-den Tatrn der Geschichte vorenthalten bleiben. E« ist nicht mehr praktisch, in Oesterreich vom Anti-semiti«mu« zu reden, weil «r nicht m«hr in der Mode ist, denn wenn man z. B. einmal Antisemit war und dann Großfleischhauer wird, und die vielen Ochsen kaufen muß. ist e« gar nicht gut. Antisemit zu sei», weil man da mit Leuten zu tun bekommt, die den Antis«miti«mu« nicht lieben. Alle Verhältnisse drängen zur Trennung Oester« reich« von Ungarn und zu Erstellung eines geson« derlei! österreichischen Zolltarife«. Wie viel Kapital hat man in den letzten Jahren zur Förderung magyarischer Interessen verwendet, da» man in Oesterreich bitte fruchtbringend anlegen können! Vielleicht hätte auch Ungarn ohne den Bestand eine» gemeinsamen Heere« nie zu einer sollten wirtschaftlichen Stellung im Volk«rltb«n gelangen können. Den Gewinn von der Zollgemeinfchaft hat also der ungarländische, agrarische Exporteur, weil er den Zoll vollständig ausnützt, nicht aber der österrkichijch« Industriell« und Exoorirur, weil ihn bei dem Zollgewinn sein ausländischer Konkur-reut beeinträchtigt. E« genügt also nicht bloß der Ruf: „Lo« von Ungarn!', sondern der Ruf muß umgeändert werden in den Ruf: „Lo« gegen Ungarn!' « Abg. Sommer (Zr«i-Alld.) wünscht «in« größere Fürsorg? sür die ärmeren Landwirte. Er erklärt, sür die Annahmt der Vorlagt zu stimmen. • * * 327. Sitzung vom 5. Mai. Abg. Ehiari (D. Volk«p.) stellt »ine An« fragt wegen Regelung der Dienstverhältnisst der Gemtindt- und Btzirk«vtrtrelung«btamttn. Da« Hau« geht dann zur Tage«ordnung üb«: Erörterung de« Zolltarif»«. Abg. S e i tz (Sozialdem.) führt au«, dit Be° ratung de« Zolliarife« sei zwecks»« und lächerlich, da der Hand»l«vtr«rag mit Dtutfchland bereit« abgeschlossen ist. In dtr Frage dt« Zolltacise« stündtn sich da« Bürgertum und die Arbeiier gegenüber. Abg. Franz Stein (Schönertrianer) erklärt: Wenn der Tarif wesentliche Mängel ausweist, so »st daS lediglich aus Rechnung dt« d«rz«it beste-henden DualiSmu« zu setzen. ES ist lehrreich, fest-zustillen, wie der TrennungSgedank« immer neue Kreise ersaßt, von denen man «S vor wenigen Tagen z. B. noch nicht erwarten konnte, daß sie dem Gedanken zustimmen werden. Redn«r tritt schließlich sür die Zolltinheit mit dem Deutschen Reiche ein. Hitrauf wird dir Vtrhandlung abgebrochtn. vom ostasmtischen Kriegsschauplatz. In P»ttr«burg verlautet, daß Kuro-pattin« Gesundheit derart erschüttert sei. daß er demnächt den Kri«g«schauplatz vtrlassen werd«. Die Ernennung Kuropatkin« zum Befehlshaber der ersten Armee fei nur ein Utbergang zu feiner tndgilligt« Abbtrufung, da e« immer klarer wird, daß die Niedtrlag» bei Mus den au«schlitßlich feine Schuld fei. Iotitische Aundschau. Zur Hltichsratswahl im StSöteöezirke Marburg Herr Dr. Ernst M r a v l a g (Mar. bürg) hat sich nicht als Bewerber um das ReichSrai« Mandat deS Städttbezirkt« Marburg angemeldet. Von den in dtr Vertrauen«männ«r-btfprtchung vorg«fchlag«nen Bewerbern kommen daher noch die Herren Landtag«abgeordneter Karl P s r i m t r (Marburg) und Schriflsttlltr Htinrich W a st i a n in Bttracht. «it den Abg. pt. Sommer. Dtr Ztnttalvtrrin dtr Hils«btamtta der k. k. Mini« steritn und k. k. Behörden für Oesterreich richtete an den Abg. Dr. Poinmer ein Schreiben, in dem er ihm für sein energische« erfolgversprechende« Eintreten in der Hilf«beamtenfrage. sowie für da« Zustandekommen der parlarlamtntarischen Enquete dt« wärmsten Dank auSspricht. Fer österreichische Städtetag. Am 5. Mai hat der Städtetag in Wien seine Arbeiten ausge« nommen. Vertreter sind u. a. die Städte Graz, Eilli, Pettau, Marburg, Klagenfurt, Laibach, Trieft. „£ui«e deutsche» Aufschriften in Kretin!" Der „Slovenec" verlang» eine außerordentliche Nummer 37 Sitzung deS Laibacher Gemeinderate«, um zu de« schließen, daß al« Gtgtnmaßngel gegen de» schlug de« Laibacher Gemeinderalt«, nur Oeuiffl» Aufschriften auf den Straßtntaftln zu dulden, oh nun an in Laibach keine deuischen Aufschriften ae> stattet feirn. Auch d»r Landlag soll einen entfpeo chenden Beschluß fassen. Der Aussatz schließt n den Worten: Wenn Marburg slovenische Aufschrift»! verbietet, wollen wir in Krain keine deutschen 8*j» schrislen." ÄUS Stadt und Land. Merttnfel. 7. Mai. Frühling«>Liedertafel de« Männer-Si« fangverein«. 7. M Erössnung«fchießen auf der Bürger-schießställe um 2 Uhr. 13. , Jubelfeier de« Deutschen Echuloernit 14. „ Schillers,ier um 11 Uhr im Kasino. 14. , Frühlina«-Lieder»afel des Gesangver- ein« .Liederkranz*. Mitbürger! Am 13. und 14. Mai wird tu uuserer Zm die To»eufeicr Friedrich Schiller« uo» ir. Iubeltag des Deutsche» Schulverei«e«»r> gauge«. Wir überall in der Welt — so weit die deutsche Zunge kling» — soll auch hier bei uns der Setzei» tag au Friedrich Schiller, den Stolz der deuischa Nation, vor dem dir ganze gebildete Menschheit sei« mehr als hundert Iahren in Verehrung und 8* wunderung erglüht, festlich begangen werden. Vereint mit dieser Feier gilt r» aber auch, da Geburtstag des Teutschen Lchulvereiue» zu fein», der seit fünfundzwanzig Iahreu zur Shre de« »m schen Voltes, zu dessen Schutz und tausendfach p» allgemeinen Wohl sein segensreiche« Wirleu al< faltet. Mitbürger! In Veid und Freud vereint, habe« wir schu manchen bitteren und manchen frohen Tag erlebe! Mögeu die Tage de« 13. und 14. Mai an« verein» zu erhebenden Festen, die dauerndrn Rachllau, ii unseren Herzen finde« sollen. Für die Vertretung der Stadtgemeiude Citti: In Bürgermeister Julius Lakusch. ßillier Hemeiuderat. Der Vorsitzende, Herr Bürgermeister I»liM R a k u s ch, eröffnet die Sitzung und e« mir) sogleich zur Tagesordnung geschritten. Ueber Anirag de« für den Rech»«atzlschi>5 berichtenden G.-A. Herrn Dr. Heinrich von I» bornegg wird der Bewerberin Margarela lli$ da« HeimatSrecht in der Stadt Eilli zuerkanm. Für den BauauSschub berichtet elensall« S.-I. Herr Dr. Heinrich von I a b o r n e g g über e« Eingabe de« StadtverschönerungSvereine«, i» dir dieser um die sogleiche teilweise Eröffnung der p» künftig,« «aistraße ersucht. Diese Straßeaeröff. nung soll sich vorläufig auf die Streck» läng« M d»r Stadtgemeinde gehörigen Graseigarten« »r« strecken. Der Bauau«schuß beantragt au«zusprech»^ die Siadtgemeinde-Bertretung sich mi» der Straße,-eröffnung grundsätzlich einverstanden erklärt. Dos je"och zweck» Durchführung vorerst Pläne u) Kostenvoranschläge vom Stadtbauamte zu verfsff» und vorzulegen sind. (Wird angenommen.) Für den Finanzausschuß bericht»» deff» Obmannstellvertreter G -A, Herr Apotheker Li« Rauscher über folgende Gegenstände: Die Direktion der Sparkasse der Stata#-meinde ersucht um die Bekanntgabe, zu welch» gemeinnützigen und wohltätigen örtlichen Znwfn der der Stadtgemeinde Eilli au« dem Reinge»« und den Erträgnissen der Reservesonde de« J-hai (Fortsetzung siehe Beilage.) Beilage zu Nr. 37 der „Deutschen Wacht". von 33.329 X verwendet l 1904 gewidmete Betrag »erden soll. H Hiezu beantragt der Finanzausschuß, daß dieser Betrag zur Deckung der rückständigen Zinsen su« den sämtlichen von der Stadtgemeinde au« der Sparkasse entlehnten Kapitalien verwendet oerdkn soll. Au« den Titeln dieser Darlehen geht hervor, daß sie sür gemeinnützige OrtSzwecke tuj?enommen wurden. (Dieser Antrag wird allge »ein angenommen.) Der EtadtverschönerungSverein eriucht um die Abschreibung eine« Betrage« von 422 K 40 h, die er dem städtischen Gaswerk, für Installation« tosten und Gasverbrauch schuldet. Der Finanzau«schuß beantragt dem Ansuchen stattzugeben, da da« Wirken de« Stadtverschön,-rungßoereine« im höchsten Maße der Förderung der Interessen der Stadt Cilli dient. Der Antrag nirb ollgemein angenommen. Hierauf stellt der Herr Berichterstatter sür den Finanzausschuß den vorher begründeten I«iraa: E« sei da« dem Josef Smekal gehörige Hau» Nr. 4 in der Grabengasse um den vereinbarten Vetrag von 36.000 X von der Stadtgemeinde vor-dehaltlich der Genehmigung des steiermärkischen Lande»au»schufse» anzukaufen. E» wird die Not wendigkeil diese« Ankaufe« im öffentlichen Jnter esse allgemein anerkannt, weil hiedurch der Stadt gemeinde die Möglichkeit geboten ist, über den »anzen Grundkomplex Ecke der Grabengaffe und Srazerstraße für öffentliche Zwecke der Stadt zu »ersügen. Der Antrag wird einstimmig ange lomrnen. Für die Gewerbeseklion berichtet deren Ob-■«im, Herr Dr. Heinrich von I a b o r n e g g. »der iolgende Gegenstände: ■■ In einer Eingabe ersucht Herr Kaufmann Sustav Sliger um die Bewilligung zur Neber Nagung seiner Bra»niwkinschank»Konz,ssion vom Hause Nr. 19 am Haupiplatz in da« Hau« Nr. 27 Herrengass«. Der Herr Berichterstatter weist daraus hin, Mi die B,rtrau,nSwürdigk,it über die Person de« Sesuchsleller» schon durch die Konzession «aschimsten Michael Schoster. Der Verwaltung«-aitschuß beantragt die Stelle dem Bewerber Echoster unter den b>«herigei, Bedingungen und mit der wtiteren Bedingung zu verleihe«, daß sich Echoster verpflichtet, im Stadtgebiete Cilli zu wohnen (wird angenommen). We-ter« teilt der Herr Berichterstattet mit, daß da« Schlachthau« den Anstrich de« Zaune« «,d der Gitter zu vergeben hat; der Vermal tm>g»au»schuß b'aniragt die Vergebung der Arbeiten an Anton Bandet, weil dessen Anbot da« billigste ist. welcher Antrag auch angenom-■in wird. Du Herr Referent stellt für dfn Schlacht hau«verwaltung«au«schuß folgende 3 Dringlich teitSanträge: I. In den Kühlzellen und in dem Vorraum de« Schlachthauses ist den Mietern da« Aufbe-wihren vo« Flüssigkeiten, Pökelfleisch, Wildpret, Beine. Fleck und feuchten Tüchern u. f. w. bei Straf« ^verboten, dagegen die Aufbewahrung von Pökelfleisch in der sogenannten Wildkammer nach Maßgabe der Zulassung de« Raume« gestattet. 2. In dringenden Fällen wird da» Betreten deS Kühlhauses auch außer den festgesetzten Stunden an Wochentag?» in entgegenkommender Weise über Wunsch der Kühlzellenmieler unter der Bedingung gestattet, daß sür jedes solche Be« treten des Kühlhauses eine Gebür von 1 K zu entrichten ist und daS Betreten der Kühlzellen nur im Beisein deS Aufsehers stattfinden dars. 3. Der SchlachthauSaufseher ist als solcher und al« Wagmeister zu beeiden und aufzufordern, daß er in kürzester Zeit die Prüfung al« Fleische beschauer ablege. Nachdem die Dringlichkeit dieser 3 Anträge anerkannt wurde, wird die Wechselnde eröffnet. Bei der ersolgten Abstimmung werden sämt liche vom VerwaliungSauSschuße gestellten 3 An träge angenommen. Der Obmann de« WaldaussichtSauSschusse» Herr Franz Donner stellt für diesen folgende Anträge: 1. ES sei die Stadtbergrealität dem gegen wärtigen Pächter Herrn Josef PalloS auf «in weiteres Jahr um den Mietzins von 140 K zu überlassen und der bezügliche Pachtvertrag «fchrist--lich abzuschließen. 2. ES feien die bisher von dem früheren Waldaufieher Kummer im Pacht gehabten Grundstücke und Wiesen im Stadtwalde dem ge-genwärtigen städtischen Forstaufseher Robert Fuka aus ein Jahr um den Pachtschilling von 160 K zu überlassen. Hierauf ergreift Herr G. A. LukaS P u t a n daS ihm erieilte Wort und weist daraufhin, daß die Ausschreibung der Preise sür die Waren in den Schaufenstern und Auslagen noch immer nicht in zweis«lloser Weis« erfolgte. E« wird zur Zeit einfach die Z'ffer 16 angeführt, welcher Preis sich aber für die Elle verstehe, hiedurch werden die Kauf lustigen irr« gksührt. Ferner werd« die Sonntagsruhe in verschiedenen Handelsgeschäften noch immer nicht in der Weise ge-handhabt, daß die GeschästSsxerre um 12 Uhr mittags erfolge; insbesondere werd, von 2 Kauf, leuten an Sonntagen da« Geschäft bis 4 Uhr nach mittags offen gehalten, wodurch eine Unzufrieden heit der Angestellt,» hervorgerufen wird. Redner ersucht den Herrn Bürgermeister zur Abstellung dieser Unzukömmlichkeiten das Geeignete zu verfüg«. Der Herr Bürgermeister erklär», daß er diesem Wunsche willfahren, werde und schließt hierauf die öffentliche Sitzung, der eine vertrauliche folgt. PU Schillerseiern an unseren Schul,« werden am DienStag abgehalten. Festordnung für die Feier a) am k. k. StaatSobergymnasium: 1. .An die Freude- (Dichtung von Friedrich v. Schiller). Bierstimmiger Männerchor von R. Weinwurm. 2. Festrede, gesprochen von Dr. Franz E i S n e r. 3. Schiller, „Die Macht de« Gesänge«". Borge« tragen vom Schüler der VI. Klaffe Johann Tietzmann. 4. Schiller, „Die Ideale und da« Leben". Borge tragen vom Schüler der VII. Klafft Franz Rainer. 5. Schiller, „Der Gras von Habsburg". Borge tragen vom Schüler der III. «lasse Franz Leyrer. 6. .Reiterlied" au« „Wallenstrin". Vierstimmiger Männerchor mit Harmoniumbegleitung von Heinrich Fiby. I») an der Lande«bürgerschule: 1. EingangSchor: „Sei mir gegrüßt mein Vater-land", zweistimmiger Chor von Wenhart. 2. Gedenkrede von A. Aiftrich, Landes-Bürgerschul-lehrer. 3. „Sehnsucht" (Gedicht von F. Schiller), drei stimmiger Chor von Tomaschewitz. 4. Deklamationen von Schülern der II. und III. Klaffe: *0 »Zum 100. Todestage Schillers", von Blüthgen; b) „Die Kraniche deS Ibykus", von Fr Schiller; c) „Die Macht des Feuers", von Fr. Schiller. 6. Verteilung der Festschrist .Friedrich Schiller", . von Dr. Smolle, (Geschenk der Stadtgemeinde Cilli) an die Schüler der III. Klaff«. c) an der- städtischen Mädchenbürgerschul»: 1. Gedenkrede de« Klassenvorstande«, enthaltend den Leben«- und Bildung«gang Schillert und «in« der betreffenden Altersstufe entsprechende Würdigung de« Einflusses, den Schiller auf die machtvolle Entfaltung de« deutschen BollstumS ausgeübt hat und noch immer ausübt. 2. Vortrag Schiller'scher Dichtungen. Balladen und Bruchstücke auS „Wilhelm Teil*. 3. Ein Lied mit Schiller'sche« Gedicht. 6) an den beiden Volksschulen: 1. Ansprache. 2. Gesang „Schützenlied". 3. Vortrag „Morgenlied" und „Hoffnung". 4. Schlußwort. 5. Schlußgesang „An« Vaterland". . 6. Verteilung der Ftstgab«. a) Friedrich Schiller« Leben und Wirken, d) Schillers Dichtungen in einer Auswahl (von Stadtschulinspektor Frz. Frisch in Marburg). Die Kinder der ersten drei Klaffen erhallen ein Schillerbild nach dem Graff'schen Gemälde. Kamiliennachricht. Herr Blasius P l o ch l, Gutsverwalter auf Schloß Salloch, feierte am 2. Mai d. Z. mit feiner Gattin Wilhelmine im engsten Familienkreise das Fest der silbernen Hochzeit. Frannng. Gestern. Samstag, nachmittags um 5 Uhr fand in der Marienkirche in Pletrovitfch bei Cilli die Trauung des Fräuleins Maria Luise K r e s f n i k mit H«rrn JuliuS Ritter v. S t e y s k a l, k. k. Äonzipiften bei der Post« und Telegraphen-Direktion in Trieft und k. u. k. Leutnant i. d. R>, statt. Trauzeugen waren die Herren Lslksschul-direktor I. Bobisut und Lehrer Franz K r e f f n i k. Krupp,nivspizierung. Am 3. d. traf Oberst Tschurtschenthaler von Helmheim hier ein und wohnte am 4. d. dem Weitschuß»» deS 2. Bataillon« de« hiesigen Landwehr-Jnfanterie« Regimentes bei. Er sprach sich über die Treff-sicherheit der Mannschaft in fehr lobenswerter Weife au«. Schnlinspiziernng. Am Donnerstag inspizierte Herr RegierungSrat Dr. Joses B e r g e r, Direktor der Grazer Handelsakademie, die hiesige Gremial-Handelsschule. Der ßillier Kurnverein eröffnete das dies« jährige Vereinskegelschieben im Hotel „Mohr" am Mittwoch den 3. Mai. augelische Hemeinde. Heute, Sonntag den 7. Mai, vormittags 10 Uhr findet im evangelischen Kirchlein in der Gartengaffe öffentlicher Gottes-dienst statt. ßillier Schntzennerei«. Heute Sonntag nach-mittag um 2 Uhr findet in der Bürger-Schieß» stättk ein EröffnungSfchießen statt. Freunde de« Schützenwefen« find willkommen. Für Erfrischungen ist Vorsorge getroffen. Zirzirkskravü,«Kasse. Die ZahreShauptver-fammlung findet am 7. d. M.. vormittags 9 Uhr im Rathause statt. ßillier ZSejirKsvertretnng. Am 17. d. wird der Verwaltungsgerichtshof in Wien, über wich« tige Angelegenheiten in Fragen der Cillier Bezirks« v«rtr«tung entscheiden. ES handelt sich vor allem um die Frage, ob neun Wähler auS dem Groß« grundbtsitze zur Zeit d«r Wahlen in die Bezirks-Vertretung daS Wahlrecht gehabt haben. ES haben sowohl die Deutschen wie die Slovenen Wahlproteste überreicht. Die Slovenen hab,« durch Dr. I. Decko Protest gegen die Wahl der Herren Rakusch, Terschek, Josef Herz«ann, Maria Zingger und der städt. Sparkassa protestiert. Die Deutschen vrrtritt vor dem Verwaltungsgericht«« Hof, Dr. F o r«g g e r, die Slovenen Dr. L e n o ch, Advokat in Wien. per Kraftwag,nlenker Lorber — 4 ZK». nate Krengen Arrests. Gestern, Sam«tag, fand vor dem hiesigen Krei«gerich«e die Verhandlung gegen den kraftwagenlenter Lorber statt. Lorber erhielt 4 Monate strengen Arrest«. FierquLlttei. Samstag den 6. d. M. fuhr ein mit 40 Säcken Mehls beladen«? Wagen des Peter Majdiö von der Grazerftraße in die Bahnhofgasse. Der Kutscher ließ die Pferd« ein« Weil« stehen und plauschte mit jemandem. Als er sie antreiben wollte, stürzte ein Pferd und wurde ein Stückchen geschleift. Das Pferd, das furchtbare Qualen erlitt, konnte nur mit Mühe aus seiner Lage befreit werde». Großen Unmut :rregtc es, daß man zwei schwachen Pferden solche Last aufbürdete. Mer, man will die Maut ersparen. I. Nadolowitsch. Unsere Theaterfreunde wird es interessieren, zu erfabreu. daß Herr Nadolo« witsch an die Wiener Volksvper verpflichtet werden soll. Ueber daS Debüt de» Herrn Jean Nadolo-witsch an der Wiener Volksoper am 30. v. lesen wir im „Deutsch-n Volksblatt": „Ein überraschend guter „Don Jof6" wurde durch den zweiten Gast, oen jugendlichen Tenor Nadolowitsch. verköipert. Trotz de« vielleicht etwas zu häufig angewendeten mezza voce ist seine frische Stimme ausgiebig, die Texlaussprache sehr gut. Die Höhenlage erfreut durch Kraft und gänzlich mühelose, sichere An> spräche. Herr Nadolowitsch verfügt auch über ein weit über das Tenoristenmittelmaß binausreichen-des Spiel und dürfte er «ine willkommene Be« reicherung des Künstlerenfemble« der Volksoper bilden, für die er vom nächsten Herbste ab enga-giert werden soll." Wenn wir recht unterrichtet sind, toll auch Fräulein Helene Palven an das-selbe Theater verpflichtet werden. Z»as Ilorianifell in Stor«. Wie all Shrlich im Mai veranstaltete da« B--rg« und Hüttenwerk Store auch heuer gestern Samstag den G. Mai, ein Florianifest. Die Tagesordnung war bisher stets di« gleiche. In der Flühe Weckruf durch «ine Musikkapelle, vormittag« gemeinschaftlicher Kirchgang in die Pfarrkirche nach Tüchern (Störs gehört zur Pfarre Tüchern), nachmittag« Konzert, abend» eine gemütliche Unterhaltung mit Tanz. Heuer sollte die Tagesordnung eine bedeutende Aenderung erfahren. Der Kirchgang nach Tüchern, an dem sich die gesamte Arbeiterschaft mit ihren Familien, die Beamtenschaft und die ganz« übrige Bevölkerung Stores beteiligte, wurde diesmal von der Tagesordnung gestrichen und zwar au« Grün-den, die wir hier näher erörtern wollen. In Tüchern und Stor6 herrschte früher Friede und Eintracht, Deutsche und Slovenen vertrugen sich und hielten gute Nachbarschaft. Aber schon unter dem vorigen Kaplan Medved änderte sich doS; die windifch-klerikale Hetz« und Wühlarbeit begann. Noch ärger wurde eS aber seit dem Auftauchen deS streitbaren Kaplanes Ctmazar. Der verstand es in unglaublich kurzer Zeit die gegnerischen Mächte in einer Weise aufeinanderzuhetzen wie sie in der Gefchichte des völkischen Kampfe« im Unter-lande beispiello« dastehen. Am ärgsten prallten dank der unermüdlichen Hitzarbeit de« ^,'emazar und feiner Genossen die national«» Gegensätze bei der letzte» Gemeindeausfchußivahl in Tüchern an-einander. Welche Rolle der Kaplan öemazar, der jetzige Pfarrer Medved, Dr. Etor und die windi« schen Advokaten au« Eilli bei dieser Wahl und vor der Wahl spielten, ist ja bekannt und nament-lich der Kaplan Oeaiozat entpuppte sich al» ein streitbarer Priester der schlimmsten Art. Die Be-amtenfchast und die Arbeiterschasl Stores stimmten bei der Gemeindeausschußwahl für die deutsch-freundlichen Kandidaten. Dadurch haben sie sich den maßlosen Haß Lemazars zugezogen und das, was sich dieser Held im Talar nach dtr Wahl leistete, übersteigt noch sein« früheren Taten. Die „Dornovina" war nach der Wahl voll von feigen, lügenhaften, verläumderifchen Angriffen der deutsch« freundlichen Storeaner und eS war sich niemand im Zweifel, daß hinter diesen Echandaussätzen der Kaplan (?emazar und der Kognakliebenbe „Spezi« alist in Erbschastssngelegenheiten" stand. ES war daher nur ganz begreiflich, daß die Arbeiterschaft Stor^S dem vorbereitenden Festausschüsse erklärte, sie habe nicht« gegen den Kirchgang nach Tüchern einzuwenden, aber sie wolle keine von einem Tücherer Geistlichen gelesene Messe anhören. Der Festausschuß wendete sich an den Pfarrer von Tüchern und erfuchte ihn um Beistellung eines Kapuziners aus Eilli. Da der Pfarrer erklärte, er habe keine Macht über die Kapuziner, wendete sich der Festausschuß an den Quardian der Eillier Kapuziner. Als der Bote mit dem betreffenden Schreiben zu den Kapuzinern nach Eilli kam, fertigte ihn der offenbar schon früher verständigte Quardian, ohne daS Schreiben auch nur anzu-sehen, mit den Worten ab: „Ich weiß schon, um was es sich handelt; damit ist nichts." Daß dieses neue Beispiel windisch-psässtscher Toleranz bei der Bevölkerung Stores gerechte Entrüstung hervorrief, ist nur zu begreiflich. Der Festausschuß strich nun. kurz entschlossen, den Kirchgang von j der Tagesordnung! Die Sioröaner feierten gestern ! ihr Florianifest ohne Kirchgang und es fiel des-wegen nicht minder Glänzend aus. Wir aber werden uns nicht wundern, wenn zu den vielen Übertritten noch sehr viele au« Siorö binzu-kommen. Die Tücherer Klerisei will es ja so. Xemlja .je na2a! (Die Erde gehört uns!) Dieser beliebte Hetzruf der Pervaken wird von einzelnen Heißspornen eigentümlich aufgefaßt, sie übertragen ihn in die Einzahl. Die „Erde gehört mir"! so hat sich diesen Ruf auch ein windischer Tischlermeister, Sokolist und verbissener pervakischer Parteigänger in Langenfeld ausgelegt. Dieser Schlau-meier hat seine sämtlichen Felder verpachtet, will aber trotzdem nicht seine Schweinezucht aufgeben. Da aber die Schweine Atzung brauchen, ist er auf eine gute Idee gekommen. Er läßt einfach von seinen Mägden auf fremden Aeckern das Schweinefutter holen. Borigen Mittwoch vertrieb ein Bürger auS Cilli, der in Langenfeld Anker besitzt, mit vieler Mühe die futtersuchenden Magde des findigen Tischlermeisters. Von diesen Feldern verjagt, gingen sie auf das Nachbarfeld, wurden aber dort ebenfalls vertrieben. So ging es fort bei fünf bis sechs Besitzern. Die Mägde waren dazu noch ziemlich frech und ent« schuldigten sich mit den Worten: „Di« Schweine müssen ja Futter haben!" Knrllipeudien und Knrveguustignuge» des Krllcn allgemeinen Weamteu Pereines der öfterr. ung Monarchie. Der Beamien-Verein hat wie alljävrlich auch heuer wieder für mittellose, kurbedürftige Mitglieder Kurstipendien zur Ver-leihung gebracht. Ueber die eingelangten 247 Gesuche wurde in der Verwaltungsraissitzun-? vom II. April d. I. entschieden und an 151 Petenten Kurstipendien von zusammen K 18*820.— bewilligt. Den Mitgliedern des allgemeinen Beamten« Vereines stehen in mehr als 200 Kurorten und Heilanstalten Freiplätze und namhafte PreiSer-Mäßigungen zur Verfügung, von welchen ein großer Tiil anläßlich der Knrstipendienverleihung vergeben wurde. „Ein Iolks- und landfremder Mensch " DaS Marburger deuifchgefchriebene, windifche De-nunziantenblalt hat Herrn Baron WarSberg den Titel eine« „volkS- und landfremden Menschen" verliehen, weil er den Pervaken nicht zuwillen war und nicht ihnen zuliebe gesetzliche Bestimmungen verdrehte. Dem Denunziantenblatte mag es gesagt sein, daß Baron Warsberg in Wahrheit weder volkS-noch landfremd ist; er ist ein Deutschgeborener, die Eillier find ebenfalls Deutsche. Wa« ein Pervake für Unsinn und Vernaderung zusammenschreiben mag l Wenn Herr Baron WarSberg im Unterland» etwe« fremd war, so war e« sicher nur die bei-spiellose windisch-klerikale Gemeinheil, die ihm möglicherweise den Dienst, in dessen Ausübung er leider auch mit menschlichem AuSwurf in der Gestalt hinterlistiger, p-rvokifchcr Denunzianten zu tun halte, verekelte. Z»er slovenische Älpeuverein. Am 30. v. M. dielt diese Vereinigung der Slovenen im „Narodni Dom" zu Laidach ih^e Jahresversammlung ab. Dem zum Vortrage gebrachten RechenjchastS- und RechnungSbcrichte war zu entnehmen, daß daS Jahr 1904 mit einem Abgange von K 1668 55 bei einer Gesamtausgabe von rund K 1800'— schloß. Die sieben Göttin erforderten sür Erhal-tung und Bewirtschaftung X 9544*— A» Einnahmen warfen sie K 5303'— ab, sie waren al.o mit K 4241'— passiv. Dessenungeachtet erscheinen sie in der Aktiva de« Zrn»alv«reine« mit K 31.528*— eingesetzt. Di« Zahl der Mitglieder betrug X 2177. Acht sind mit Tod abgegangen. Davon haben den Verein zwei mit Legaten, von 2600 und 500 K bedacht. Weitere außerordentliche Beiträge erhielt der Berein: X 2000'— vom Ministerium de« Innern (!) und X 300 vorn Eisenbahnministerium (!), ein Zeichen, daß die Re-gierung dem Vereine entweder sehr zugetan ist, oder aber, daß die slovenische« Abgeordneten e« ganz besonder« verstehen, die Regierung sür die Förderung ihrer Vereine zu gewinnen. — Wie der slovenische Alpenverein «ine getreue Nachbildung alpiner Vereinigungen deutschen Gepräges ist, so kann er auch in seiner Tätigkeit die Nachahmung deutscher Arbeit nicht verleugnen. Eine Ausnahme macht er nur in der Errichtung von Konkurrenz« hütien in der Nähe der von deutschen Vereinen er« bauten UnterkunstSstätten. So e/itstanden slove« nische Hütten nahe der deutschen im Triglaugebiete. Im Vorjahre die von der Aßlinger Sektion aus d.m Kahlkogel (Golica) erbaute Kadilnikhütte. Die ; Gailtaler Sektion errichtet eine Hüte in der Geisten, ■ abermals in der Nähe jen-r von der Billachn Sektion des Deutschen und O st rreichiichen Alpen« vereineS eibauten. T>* Lotdeeren. welche die Äß« linger-Sektion mit der Kübilnikhüite errang, habe» jene der Oberkrainifchen Metropole in Krainburq mächtig angeregt, so zwar, daß sie sich jüngst z> dem Beschlusse der Errichiung einer Hütte im biete des Hochstuhl, des König» der Karawankea, au>raff-e. Nach der Begründung de» Antragsteller« soll die>e» Schutzdau» auf einer Stelle erricht« werden, aus die auch noch die unerlösten Bruder Kärnien» mit Stolz al» ein Wahrzeichen r»ger Tä-tigleit der Slovenen, ihrer Schaffenslust und Schaffenskraft blick.'« lönnen. E» sind zwei Bau-stellen in Aussicht genommen und zwar: das zwischen dem Kleinen und Grvß-n Stuhl «elegene Gebiet und der Bielsica-Sattel. Die Entscheidung soll inzwischen sür di« letzte gefallen sein. Daß bette Baust.llen zwischen zirei Sctutzhütl-n de« Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereine«, nämlich der Valvasorhütle im Süden und der ftlagensurlerhütt« im Norden, liegen, ist, wie auf dem Triglav, dem Kalkog«l und der Seisserra, wohl wieder nur Zusall? Warnung vor einer Ansfleluagsagentar. Die Handel«- nnd Gewerbe? immer in Graz er-teil« an heimische Interessenten in vertraulicher Weise Au«künste über da« Vorgehen einer Agea-tur«sirma, welche Einladungen zur Beteiligung a» Ausstellungen in Berlin, Hannover, König«-berg i. Pr. Brüssel, Amsterdam, London, PanS, Florenz ic. versendet. J>ic Aezirksvertretung Pohitsch — deutsch. Bei der am 1. d. M. staltgefundenen Wahl in die Beriktvertreiung Royilfch wueden 13 Deutsche und 11 p?rvakisch Gesinnte gewählt. Di« AuSfichie» der Pervaken. die sich der Hoffnung Hingaden, die BezirkSoertreiung erobern zu können, werden tt»I aller wütenden Hetzagiiation immer trüber! Hrazer Hrpheum. «leich seinem Vorgänger ist auch dieser £pulp(an reich an zugkräftige» Nummern, und sind namentlich die EonntagSoor« stellungen (Nachmittag und AdendS) immer sehr gut besucht. Direktor Saitmacher bietet wie de» kannt all>S auf, um hier stets das Neueste in di> fer Art zu bringen. Die Darbietungen der Traumtänzerin Madeleine finden da» denkbar größte Jnter,sse. Si. „per Scherer'. Soeben ei schien ein prächtiqe SchiUer-Nummer d>» bekannten nationalen Ka«p>-blaue» „Der Scherer". Da» Heft legt ein er-freuliche« Zeugn!» dafür ab, wo der richtig« Schillergeist zu treffen ist. Der Ehrungtrummel, der sich an Aeußerttchkeiten nicht genug tun kann, muß jeden aufrichtigen Verehrer de» deutschest» unserer großen Dichter, abstoßen. Im Schiller« heft de» .Scherer" jedoch finde« er eine Wurdikunq de« Dichier», welche, bar aller Lobhudelei «»» geistreichelnder Schminke ganz nach feinem Herz» fein dürfte. Schon da« Titelbild. (Tell stoßt da« mit den Feinden deS Deutschtums gefüllt« Schiff zurück) zeigt von Eiärke und der richtigen Erkennt« niS, wo di« eigentliche Kraft d,S rebellisch« Schiller« zu suchen ist. DaS 16 Seiten starke Heft bringt außerdem noch 12 Bilder und verschiedene textliche, teil« ernsteren, teil» fatyrifch«« Inhalte». „Der Scherer" erscheint vierzehulägig und kostet 3 X für da» Vierteljahr. Zu beziehe» durch alle Buchhandlungen, Postämter und Ver-schleißstellen, fowie direkt von d«r Verwaltung de« „Scherer" in Wien VII/3, Lerchenfelderftraße 133. Daselbst ist auch die kürzlich erschitnene neue Schillerpostkarte, vom Zeichner K. A. Wilke au»« gesührl, zu haben. E» werden davon abgegeben: 15 Stück zum Preise von 1 X, 50 Slück K 2*50. Honobitz (Erledigte D > urniste»« stellen.) Bei der hiesigen BezilkShauptmau« schast kommen zwei KanzleihilfSardeiterst«llen ab 1. Juni d. I. zur Besetzung. Bedingungen find: die Kenntnis beider Landessprachen in Wo« und Schnft und Proxi» im Kanzleifache der politische» Verwaltung. Da« Diurnum beträgt 80 und 70 K monatlich. Instruierte Gesuche sind bi» 20. d. Ä. einzubringen. Honobitz (P e r v a k i s ch e«.) Mit Butter aus dem Kopf« darf man nicht in die So««e gehen, diesen alten aber doch wahren Sprich scheinen dje Herren Slovenen immer wieder z> vergessen, denn sonst würden sie gewiß nicht i» den slovenische» Blättern über unsere wenigen deutschen Beamten ohne jedweden Anlaß wie hui« grige Hunde herfallen; aber sie haben nicht be« dacht, daß man ihren bewußten Lügen bittere Lahrhetl «ntglgtnstelleu tan«. Wir verweisen ur auf den am 2. Mai finnlos betrunkenen Kwmeler Verbi«h. der sich an biefem Tage außer itatn Kater auch einige Ohrfeipen holte; wir sind schr begierig zu wissen, welche Auszeichnung dem Herrn t. k. Geomtler seitens der Finanz-Lande«-NnklionS-PrästdiumS in Graz zuteil wird. Ferner K wohl zu bedenken, daß bei der Fahnengejchichte Zl Borjahre da« ganze k. k. Bezirksgericht «it Ausnahme der richterlichen Beamten und eines ik-nzlisten als Belastungszeugen gegen Deutsche ta der Verhandlung in Cilli ausgetreten ist, ein »irklich schlagender Beweis, daß LandeSgerichtSrat Ir. Sloboöuik und sein Mentor Oberojfizial Ermeuc !t gut verstanden haben. daS Bezirksgericht zu ilavisieren. ES ist hoch an der Zeii, daß hi>r umsll Ordnung gemacht wird. Wir sagtn, nicht», i!< der k. k. Stallhalttrei-KonzepS-Praktikant Dr. latei im Narodni dom Wohnung nahm, daß der K>eueramt»praktikant (epin, die selbständig arbei-Itide Kraft im Steuerreserate, im Narodni dom at« und eingehl, bei Eteuer-Vor- und Abschrei» tarnen den wiederholt wechselnden Pächtern und kr Poiojilnica tat kräftig an die Hand geht, den tausche» Gewerbetreibenden aber zu unerschwinglichen Steuern vertilfl. Dir» aber wollen die Lwbehörden nicht sehen, e» sind ja die Schoß, linder der Regierung, wird aber ein deutscher Be» ««ter denunziert, dann gibt» kein Erbarmen, doch «ird immer vergessen, d».ß Gonobitz deutsch und «ich die Vertretung de» Bezirke» deutsch ist. Wir find neugierip, ob die neuau»geschriebenen Stellen von Schreibkräften bei der Brzirk«hauptmarinschast mit deutschen Bewerbern besetz! werden, doch scheint dei der allzugroßen Slovenenfreundlichkeit de» Be-jirtthauptmanne» w?nig Aufsicht vorhanden. Wann «erden wir endlich einmal vom StaatSartwalt-labflitute Mercun erlöst, welcher beim slovenischen «»chlSanwalte ul» Schreiber in Diensten steht? Marburg. (Verunglückter Pferde-liech t.) Wie man au» Marburg meldet, fuhr oir Nachmittag de» 2. d. der beim Holzhändler selber in der Leodgasse bedienstete Pferdeknecht Zakob Likawetz mit «im« zweifpännigen Fuhr-«gen. worauf Bretter verladen waren, auf den Holjplatz. Plötzlich scheuten die Pferde au» unbe-bunter Ursache. Likawetz war nicht im Stande, die Pferde zu erhalten, der Wagen kippte um und Likawetz geriet unter be« Wagen, wobei ihm beide Me gebrochen wurden. Der Verunglückte wurde pforl in da» Allgemeine Krankenhaus gebracht, wo er am 3. d. starb. ZKontpreis Den rastlosen Bemühungen »nsere« alloerehrten Bürgermeister» Ludwig Sch»-scherko ist e» gelungen, daß wir binnen kurzem nie Wasserleitung erhalten, die für unseren Markt r»n außerordentlicher Bedeutung ist und daß wir «iter» vo« 1. Jänner 1906 angefangen eine selbständige Pfarrgemeinde bilden werden, während dither Monprei« nur eine Exposilur bildete, die jtil längerer Zeit unbesetzt war und vom Pfarrer in St. Veit mitbesorgt wurde. Mögen diese Ersolge unseren für da» Ge«eindewohl so hochverdienten vnrftermeister zur wetteren Täligkei« sür dasselbe nnen Ansporn bilden und ihn nicht ruhen lassen. Itl nicht der Markt Monlpre,« »in Bezirks-»eiicht erhält, dessen Notwendigkeit wohl über jeden Zweifel erhaben ist, wenn man z. B. bedenkt, daß die Rechtfuchenden aus der Dodjaner-Gegend im« ganze TageSreise unternehmen müssen, um zu ib'km zuständiaen BeznkSgerichle zu gelangen' .Alle guten Dinge sind drei" sagt ein alte» Sprich «nt, möge ein gütige« Geschick e» sügen, daß diese« Sprichwort zum Wahrwort werde! ?ettau. (E h r e n b ü r g e r-E r n e n n u n g.) !«r mit 1. Mai l. I. auS dem Direktorium der PettiUier Sparkasse getretene k. u. k. Oberst Ritter r. Pramberger wurde in Anbetracht seiner Mreichen großen Verdienste und Uneigennützig-seil durch einstimmigen Beschluß zum Ehrenbürger der Stadt Pettau ernannt. Atudischgraz. (Verunglückter M a-schinheizer.) Am \. d. starb im hiesigen Krankenhause der Maschinheizer der StaatSbahu Mols Hahn. Hahn ist am 30. v. in der Station Et. Gertraud bei Windischgraz in der Leise verunglückt, daß er sich beim Verschieben zu seit hinau«geneigt hat. Dabei ist er infolge »inner Unvorsichtigkeit an einem Maßrahmen fo htsng angestoßen, daß er bewußtlo« zusammen-sliirzie und Überhaupt nicht mehr zum Bewußtsein kam. Die Witwe de» erst 32jährigen Manne» mthnt in Wolf»berg und hat für vier kleine Rind« zu sorgen. ZZom lleiermärkijche« Landesschulrate Vom steiermärkifchen LandeSschulrat wurde in der am 26. v. l. I. abgehaltenen Sitzung angestellt: als Lehrer, beziehungsweise Lehrerin an der Volksschule in St. Peter bei Königsberg der definitive Lehrer in Dobje, Franz Gostincar, an der Volksschule in Schiltern der provisorische Lehrer dortselbst, Josef Korban, an der Volksschule in Kapellen bei Rann der pro-viforische Lehrer dortselbst, Martin Satlar. an der Volksschule in Sromle die provisorische Lehrerin in Cadram, Maria Crcek, an der Volksschule in Lem-berg die provisorische Lehrerin dortselbst, Franziska Hrovat, an der Volksschule in Lemberg die definitive Lehrerin in Neukirchen bei Cilli, Maria Zidar, geb. Leinfellner, und an der Volksschule in Pöltschach die provisorische Lehrerin dortselbst Amalia Martelanc. Aom Kandelsgerichte Eingelraaen wurde in da» Cillier Register für GefellschaftSsirmen: Sitz der Fir«a: Rohilsch-Sauerbrunn. Firmawartlaut: Wilhelm und Fritzi Berner. BnriebS» gegenstand: Luxu«-, Zwieback-, Oblaten-, Waffel« und englische BiSquitbackerei. Gesellschaftsform: Offene HanoelSgefellfchaft. Persönlich haftende Gesellschafter (G.): Wilhelm Berner und Fritzi Berner in Sauerbrunn. V-rtretunglbefugt: Jeder der beiden Gesellschafter selbständig. Firmazeich-nung: (F. denden jene« Maß von Bildung und Wissen zu »erschaffen, dessen er im Kampfe um» Dasein so dringend bedarf, sind soeb.n die Lieferungen 35— 38 erschienen, von denen die ersten die Kontor« Wissenschaft und Arithmetik behandeln, während letztere den Rest der prächtig «»«geführten 42 Landkarten für den der „Bibliothek" einzu-verleidenden Atla« enthalten. Jedem, dem an der Erweiterung seine« Wissen« liegt, kann die An» schaffung der .Bibliothek de« allgemeinen und praktischen Wiffnt«" nur aus« angelegentlichste empfohlen werden. ,,^e o S M - •3 Bläs 8 SEgEl s&sl S)H früh mittag abends M 11 749-8 82 10-2 8 4 8-9 12 6 72-6 9-3 S. s. «. 7-8 Regen 2 ' 743*3 4« 14,! II 4 10-2 19 2 70 6 [ « v. ö, SA«, E. — frühreif Regen, stürmisch 3 739-3 10-8 118 82 Ü-9 18 6 70 6 4-6 SW, w. 3 8 4 7469 18 14 2 5-4 7 1 18 1 70-:; 3.6 RW. W, W. — grübreif 5 7:390 3U 14-2 82 8-4 12 0 75-0 7 —0 W, 13-2 Frühnebel. Regen. Gewitter 6 733 6 6-0 »'S 58 6-8 11 2 1 75-0 7 6 —, W. 5.Ü Regen, (Remitier, stürmisch 7 742 1 14 84 52 50 15 S 1 69 0 1 36 NW. NW, ?!W. — 8 737 7 7 4 10 4 20 6 6 10 0 68'si 53 SW. -# 4-H stürmisch, Rege» » 7463 —2-2 8-4 5-2 8 8 14 —6 65 3 16 —, N. N, — ^«ühreis 10 741'6 TG 12 4 112 10-4 12 0 67 3 5-3 —0 SW, SW» — stürmisch 11 736 1 KB 12 8 112 109 14 6 73-0 7 —0 —, s, 3ß Regen ! 12 737 6 118 16 2 15-8 14-6 20 8 760 4 6 —0 s. —• 1-0 Gewitter, Regen 13 74J3 9-8 175 ISO 13-2 25 2 76-6 7-3 —0 s. VI Gewitterregen, stürmisch 14 743 l 8'8 15-li 80 108 20 4 7.1-3 50 % N. -"0 — 15 7 Hfl 4 8 16-8 10-8 108 18 1 71 3 4-6 R, — 16 786-8 7-0 110 75 8 5 15 5 75-8 76 —" N, ~jc 15 8 Fiühnebel, Gewitter, Regen 17 73, » 6 0 7*4 6-4 6-6 7 4 77'7 10 N. 0 N. 9*2 Regen 18 732-0 6 2 8-4 6-4 70 8 4 760 88 NW. NA«, • VI Regen I Frühnebel, Regen 19 737 1 72 160 0-8 110 17 S 76 3 j 63 — 0 —~o in 20 7386 | 8-8 16 2 1,0 120 19 0 78-3 43 0 'ch 10*2 Regen 21 730*8 12-6 12 4 9 6 11*5 15-5 8 78-3 1 66 — 0 1-8 Regen, stürmisch 22 73(10 9-6 112 6-8 92 15 5 78-3 0-3 W. W. W, OH 1 Regen , 23 741-8 3 4 11 4 78 75 1 16 1 76-6 2-6 W. —Q 1 — Früh»., Regen m. Graupeln 24 7436 i 50 10-8 4 4 6-6 13 1 73-3 8-3 W. « 1 — 25 ! 746 8 3-8 15 2 8-4 913 20 0 73-3 16 ' » W» — ! Frühnebel, Rejj 26 | 7470 62 17-0 11 2 11*4 17 4 77 1 1 4 -c 1 — 27 " 745-8 7-8 14-2 10-4 108 19 5 79 0 5 —' N. , ""o — i Frühnebel, schwacher Regen 28 744 5 9-8 19-4 11-8 13« 23 6 1; 78 3 |l 76 6 ! 33 1 N. NW, || — Frühnebel 29 II 743-6 ! 7-v 22» 14 6 1 14 7 24 3 36 | —. -Q NW. II — 30 31 | 741-6 I I" >96 14 7 15 7 21 7 I 76-3 I 13 W. 1" | stürmisch Knrt pnffek, k. k. Projesfor. Seite 6 Ae«tfche D-eyt" SNuinaer 87 ^ /* >ss teste 4 nässtet (3/öUßr ~ ' macht ] Staut . zart» Überall tu haben. Sarg's Glycerin Seifen bewähren sich sowohl für Erwach«ene, als auch bei Kindern im zartesten Lebensalter als lor-lAcHrhalta ll*lnlKiinaramlttrl. Mit bestem Krfulge von bekannten Autoritäten, wie Prof. Dr. Hebra, Sihautu, Frühwuhl, Carl und Gustav Breus, Schandlbaner etc. angewandt. 10405 Zehrenlese aus den Anslahheftev einer dritten Bolttichulklafse. Das Rind gehört zu den Haustieren, weil sein Stall gewöhnlich an da» Hau« angeb ut ist. Seinen Körper bedecken Haare, welche verschieden gesärdt sind. Bei der Familie Rindvieh ist der Mann der Och«. Die Frau heißt Kuh. Die Lnder sind die Kälber. Die meisten Ochsen komm n vo« Land. In der Stadt findet man sie nur bei den Metzgern. Der Mensch hat viel vo« Ochsen. Zum Beispiel da« Fleisch, da« Fett, di« Haut und andere«. Der Och« ist kein Och«; er heißt nur so. Jede« Rindvieh nährt sich von Pflanzen. Die Kühe gehen mit den Bau» ernmädchen auf die Weide. Eine Küh ist nicht schön; je mehr e« aber sind, desto schöner werden sie. Die Ochsen werden im schönsten Manne«aller geschlachtet. Bon der Kuh erhalten die Milchfrauen ihre Milch. Da« Rind hilft auch Lichter und Seife bereit-n mit seinem Fett. E« hat einmal ein Volk gegeben, dein fein Gott war ein Och«. Da« schöne Rindvieh ist der größte Stolz der Bauern. Mancher Bauer hat Ochsen. die so groß sind, wie er. Schicht Seifen Säubern Selbst Sehr Schmutzige Sachen Sofort £i»c „Geschichte «ms $«> wendig, folgende Akte im Parlamente einzubriugei! „Alle Weib«leult, ohne Unterschied de« Alters Range« oder Stande«, gleichoiel ob Jungfram oder Witwen, welche nach dem Erlaß dieser ä!n irgend einen der «ännlichen Untertanen Seum Majestät tu verräterischer oder betrügerischer Was« durch Schminken, Salben, Schönhe>t«wasser, twii liche Zähne, falsche Haare, fpanifche Wolle. Korf«t^ Reifröcke. Hackenschuhe und gepolsterte Hüften zv Eingehung einer Heiral verlocken, «achen sich b« Strafe schuldig, die da« Gesetz über da« Bergeha der Zauberei verhäng» hat, und soll eme solche Heirat, nach Uebersüdrung de« deirefftnden Fraue» zimmer«, sür null und nichtig erklärt werden. Frfililiiigskur* Die ersten Frählingswochen sind gewöhnlich die Zeit, in welcher nach einem Coirectiv fflr die durch die Leber »weise im Winter häufig hervorgerufenen Störungen in den körperlichen Functionen gesucht wird. Für diesen Zweck ist "sWMM • -— alkallMha* sowohl zur selbstständigen Hauskur als namentlich auch zur Torkur l'iir die Bäder: Karlsbad, Karlen-bad, Franzensbad and andero Kurort« von ärztlicher Seite besonder« empfohlen. „gilt kleiner grotzer Keld," schreibt e« englische Zeitung ist der fünfjährige Ja«e« Nie» in Blackburn. Al« er mit einigen anderen Kinder» vor dem Hause seine« Valer« spielte, brach i> demselben Feuer au«. D.i« Erdgeschoß, wo l>« Nield« wohnlen, stand al«bad in Flammen. Die Ellern waren nicht zu Hause und in dem bre» nenden Zimmer schlief da« kleine, erst drei Monale alte Brüderchen de« Knaben. Ohn« sich zu besinnen, stürzte er trotz der Schrecken«rufe un? Warnungen seiner Gtspitlen in da« brenneM Hau« und brachte sein Brüderchen in Sicherbeil. Am Mittwoch erschien er vor den Frieden«richt«» und empfing, aus da« Pult de« Akluar« gestellt, au« den Händen de« Vorsitzenden Richler« tu Ehrendiplom der Gesellschaft zum Lchutz de« Lebtn« vor Ftuer«gtfahr und einen Sovereig», den ihm der Richter verstohlen in die drückte." Seit dem Jahre 1868 In Verwendung. r durch tavoraMsbt Krrjtf ««»'»die», wird w de» BrtiUe s Mi*m fewit ßtqe» f»rd«» rwitd« au auch aa di- (tde Mf|iii Borger's Theersehwefelseife. «II «ilixre Theerleife i»r OtftitIgtiiM jBn Nureindeilea »f» ZtiMt, ida»t> u Siifa mt «i»der lu'üic all mflliiniWMi itfiM* Wald)' un» Vadeleile für >t« luglichen tUbarf Mai Berger's Glyzerin-Theerselfe die 55 Pr»>ini tftlßftin e»ldili ant Mrftutit i|L »s t)m>DtTJi).r Sorte 7« id. !»«! BMeltuna. «eaedre» Sie !«m Einkaufe mtlHMUch itterger'« Idtrttnff* ■»» «»»rleilea ink (rf)rn Cic auf »te dier »»»ibi^dele «?>tzu?m tr?e aa» di« MHMn«cbent>« Mrmazelchauag n. II.*11 &' lump. aal |«»«t atilMIf. »r.'miirt Bit itdeendiiila« Wie,, 1KK1 u«b a«IVa« «Nebalt:« der ttUrltaa«fttlaa« in Vurttltta HD« (orftijtit medic. rad licren. €rtt«» der DUrtt (ict|a M >» de- oUrn «eisen deujfleflteti U clrtschSaranfiiaata -»qeftdtt. A * >i» Hoben i» alrn >»«Id««eu »ad ei«lch>t,igea «eichtA«. V En grus: 0. Iiell & Coup., Wien, I., EUberatraue fc Tl Das unter dieser Marke geschlitzte Feller Pflanzen-Essenzen-Fluid ist, wie aus ärztlichen Ao-erkcnnunKon un^ 60.000 Datikschreiben ersichtlich, ein vorzügliches Vorbeugung«-, Linderung*. Heil- und Hausmittel, gelobt bei gichtischen und rheumatischen Schmerzen, Seitenstechen, Glioderrnissen. Kopf-, Zahn-, Brust-, Hals- und Kreuzschraerzen u. v. a. durch Verkäblung entstandenen Beschwerden, krampfartigen u. nervösen Zuständen. 12 kleine oder G Dopptl-flaschen franko K &•—. Zu beziehen von E. V. Feiler. Stul)i«a, Elsaplatz, Kroatien. J«ius£lsajluid Jiumu tr 37 „Krutsche Macht Seite 7 Qßrrava//(b CHina-W«iti»itSiscn. krästlgunirxmlttel sär Schwlehllche, Blutarme and Rekonvaleaceiten. I ppetitan redendes, nervenstärkende«, blatverbesserndes Mittel. »orriillotw- OmlimilL. 0»w 3MI Intltolw J. REKHiTlLLO, TriMtfrBtnoI^ UafHch in den Apotheken In Fluchen n> >/, UUr C k K 2.(6 and so 1 UUr klI4.ll Selli»lsiiieleii reibung allgemein anerkannt: zum Preise von 801)., 8.1.40 u. 2 St. vorrätig in allen Apothelen. Beim Einkauf dieses überall beliebten HauS-mittet« nehme man nur Originalslaschen in Schachteln mit unsrer Schutzmarke „Anker" auS Richters Apotheke an, dann ist man sicher, das Origina l erzrugniS erhalten zu haben. Richter« Apotheke rl^Ül „Goldenen Löwen-tu Prag T Elisabethftraße Nr. 5 neu. _ Versand täglich _ neues ter vollendetster Konstruktio zu Konzert und Tanz- o o o musik o o o ffir Restauranten. Konzert und Tanzsälen. Staunend billig. 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