lllNZn.PRKlS: wofhrntiifi Ii Rpt Samafa^-Sonnlag 15 Rpt Warbtttgtr Leitung A in 111 c h • s Organ des Verlag und Scliriftltttangt Marburg a. d, ürao, Btdgaste Nr. 0, Pemmtt 29-6^ Ü-ÄS. 2!S $9. Ab 1830 Uhr tat flit ScWirätirang nur auf r^nit Nr. 28^ < erreichbar. — Unverlangte Zuschritten werden nicht rflckeeaandt. — Bei Anfragen Ist das RQckporto beinilegeii. — Poetachtckkonto Wien Nr. 54.006. Steirischon Heimatbundes brscheint wöchentlich sechsmal als Morgenieitung (mit Ausnahm« der äonn- und Fei^age) Bezugspreis (im voraus zaiilbar) monatlich KM 2.10 einseht Kostge* bDhr; bei Lieterung im Streifband zuzügi Porto; bei Abholen m der üeschättssteiie RM 2.—. Altreich durch Post monatlich RM 2.10 zuzügl. 36 Kpt Zu8tell|ebiihr Jtr. 133 !}1lar6uro*S>rau, ^ItttitDOd^, 3.3uni 1942 62.3a6rgana Britische Luftwaffe sciiwer getroffen 89 FiugxMig» In 24 Stutidm abg«KliotMn — Mndllch« KrSftegiuppe in Nordafriica v«fnichlM — Bril*n wrieran SOOO G*fang«iie, 100 Panzer und 124 Getchütze Führerhauptquartier, 2. Juni Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Osten nur örtliehe Kimpfhatidltm- gen. Bei Sturzkampfangriffen auf die Hafen-anlagen von Jokonea und Murmansk erhielt ein Frachtschift mittlerer OrOße so schwere Treffer, daß mit seiner Vernichtung zu rechnen Ist Tn der Schlacht um Charkow fand, wie inzwischen festgestellt, auch der Oberbefehlshaber der sechsten Sowjetarmee, Generalmajor Oorodajansky, den Tod. In Nordafrika wwde beim Angritf deutscher und italienischer Truppen gegen eine festungsartig ausgebaute Stellung eine britische Kraftegruppe elngescftlossen und vernichtet. 3000 Gefangene, darunter ein ßrigadegeneral, fielen in unsere Hand. Am 31. Mai und 1. Juni wurden 101 Panzer, 124 Geschütze, zahlreiche Kraftfalirzeuge und große Mengen an anderem Kriegsmaterial vernichtet oder erbeutet. Bei einem Erkundungsflug Uber den feindlichen Linien wurde General der Panzertruppen Cruewell abgeschossen und geriet in britische Gefangenschaft. Im Kampf gegen Großbritannien führte die Luftwaffe in der letzten Nacht ohne eigene Verluste einen schweren Angriff gegen den Versorgungshafen Ipswich an der Südostküste Englands. Andere Kampfflugzeuge warfen abermals Bomlien schweren Kalibers in das Stadtgebiet von Canterbury. Bei Vorstößen gemischter Verbände der britischen Luhwaffe zur Küste der besetzten Westgebiete wurden am gestrigen Tage 18, bei Einflftgen einzelner bewaffneter Aufklärungsflugzeuge in den Raum um Köln ein britisches Flugzeug zum Absturz gebracht. Britische Bomber griffen in der Nacht zum 2. Juni mehrere Orte in Westdeutsch» land an, vor allem 'die Wohnviertel in Duisburg und Oberhausen. Bei der Abwehr dieser, nur gegen die Zivilbevölkerung gerichteten Terroran-griffe, erzielten Nachtjäger und FlakarHt-lerie 37, Marineartillerie drei Abschüsse. Damit hat die britische Luftwaffe bei ihren Einflügen üi die besetzten Gebiete und in das Reichsgebiet am gestrigen Tage und in der letzten Nacht 59 Flugzeuge verloren. Oberfeldwebel Strüning errang In der letzten Nacht seinen 15. und 16. Nachtjagdsieg. 14 Spttlire raten In Hin TtelB Berlin, 2. Juni In den Mittagsstunden des Montag stdlten deutsche Jflger Über der Straße von Dover einen starken Verband britischer Jagdilugzeuge. Es kam zu einem mit großer Hartnäckigkeit durchgeführten Luftgefecht. Drei Spitfife stürzten zu gleicher Zeit nördlich der Küste ab. Eine Spitfire zerplatzte in der Luft und stürzte mit einem dicken schwarzen Rauchschweif in die T'efe. Die iweite dieser abgeschossenen Maschinen wurde eine Beute des Eichenlaubträgers Hauptmann Friller, der mit diesem Abschuß seinen 73. Luftsiep errang. Der dritte britische Jäfl'er trudelte brennend nach unten. Etwa nach fünf Minuten stürzten- wieder drei britische Jäger brennend in die Tiefe und versanken Im Kanal. Kurz darau' unterlag abermals ein Brite einem ceutschen llger und f'el 10 Kilometer nordostwärls Ostende In senkrechtem Sturz aus ungefähr 3000 Meter Höhe in das Meer. Weitere sechs Spitfire wurden gegen 14 Uhr abgeschossen. Drei britischen Piloten gelang es, sich mit dem Fallschirm zu retten. Ein andere« Flugzeug schlug nach einem Gleitfluc aus 1500 Meter auf See auf und versank. Innerhalb einer Viertelstunde waren vierzehn britische Flugzeuge abgeschossen, ohne das auch nur ein deutscher Jä- §er getroffen wofxlen war. Die Briten rehten nach dieser empfindlichen Niedertage nach Westen ab. 70 PaNRr nal SO Qmhflfze nhnilft Rom, 2. Juni Der ftalien'ische Wehrmachtbericht gibt bekannt: Der hartnäckige Widerstand der in der Marmarica im Gebiet von Got el Ualeb eingekreisten feindlichen Abtoilungen wurde gestern von den vereinten Anstrengungen der italienischen und deutschen Truppen gebrochen. Wir machten über 2000 Gefangene imd erbeuteten 70 Panzer, 50 GischlUzt und etwa hundert Lastwagen. Ein starker, von Panzerspähwagen unterstützter feindlicher Vorstoß wurde zurückgewiesen. Eine weitere stark motorisierte Kolonne, die versuchte, unsere Verbindungslinien anzugreifen, wurde von Flugzeugen der Achse heftig und wiederholt angegriffen und, nachdem sie schwere Verluste erlitten hatte, zum Rückzug gezwungen. Die Luftwaffe bombardierte ununterbrochen feindliche Verkehrsknotenpunkte und zerstörte zehn britische Flugzeuge Im Luftkampf, Zwei weitere, die von der Flak getroffen wurden, stürzten ab. Die Operationen gegen die Luft- und Flottenstützpunkte Maltas wurden fortgesetzt. Die Anlagen von Halfar wurden getroffen, Deu-tsche Jäger schössen eine Spitfire ab. Im östlichen Mittelmeer torpedierte eines unserer Flugzeuge ein Handelsschiff von mittlerer Tonnage. Brilisdier Krenier „Trinidad" &ul dem UeeresBrand Berlin, 2. Juni Der britische Kreuzer »Trinidad«, 8000 Tonnen groß, ist, wie die britische Admiralität jetzt zugil^t, gesunken. Es handelt sich um einen der modernsten leichten Kreuzer der britischen Kriegsmarine. Das Schiff wurde erst im Jahre 1940 in Dienst gestellt. Die Bestückung bestand aus zwölf 15,2 cm, acht 10,2 und acht 4 cm-Oeschützen sowie sechs Torpedorohren von 53,3 cm Kaliber in schwenkbaren Drillingsgruppeii an Deck. Der Kreuzer war außerdem mit drei Bordflugzeugen und einer Flugzeug-schleuder ausgerüstet. RitlerHrenztrfiger General Sciiroili 80 laiire alt Berlin, 2. Juni. Am 3. Juni voliendet Ritterkreuzträger General der Infanterie Walter Schroth sein 60. Lebensjahr. Der schon im Weltkrieg hochverdiente Offizier hat auch im groß-deutschen Freiheitskampf hervorrageiule Erfolge errungen. So gelang u. a. durch die umsichtig vorbereitete und tatkräftige Führung des Generals die Int)esitznahme der Festung Brest-Litows.k und die nahezu vollständige Vernichtung der Besatzung nach schweren Kämpfen schon am dritten Tage. Die Auszeichnung mit dem Rirter-kreuz war die Anerkennung des Führers für seinen hervorraoienden tapferen Einsatz und' d'e vorbildliche umsichtige Füh-run«: seines Korps, Deulsdie Inllwaile Im Angrilf Autgsd^hnt« Bründe und schw«?« Explosionen in don Halonanlagon von Ipswich Berlin, 2. Jurti ZxL dem Angriff der deutschen Luttwaffe gegen Ipswich teilt das Oberkom-tnaiido der Wehrmacht weiter mit: Als die erste Welle der deutschen Kamirrffluffzeuge sich dem Zielgebiet näherte, wurde sie wiederholt von britischen Nachtiäirem angegiiffen. Feindliche, von zahlreichen Scheinwerfern unterstützte Fiakbaitterlen versuchten, den deutschen Flugzeugen den Weg zu ver-leten. Tw>tz heftigsten Feuers duTClibra-cheti deutsche Kanurfflugzeuge den dtoh-teti Hafcsiperrgürtel und warfen ihre Bomben attf Stadt und Hafen von Ipswich ab. Ipswich hti südlichen TeH der englischen Ostküste, ist eine Itidtistrie- und Hafensiftdt von wachsender Bedeutung. Schön vor dem Kriege war Ipswich ein CTÖßerer Umschlaffplatz für Getreide. Sett Kriegsbeginn \*Hrd diese Stadl vor allem ails Ausweichhafen für London benutzt. 2^'lneidie Großmühlen und Fabriken der Edsen- und Rüstungsindustrie haben der 88 000 Chiwohner zählenden Stadt besondere Bedeutung verliehen. Tau sende von abgeworfenen Brandbomben entfachten in vielen Teilen d*?s Stadtgebietes ausgedehnte Brände, deren Feuerschein den nachfolgenden deutschen Kampfflugzeugon den Weg wiesen. UnzöhH»3 Bombeneinschläge, vor allem in den Hafen^nlagen. wo schwere Fxplo-sionen hervorgerufen wurden, konnten beobacfhtet werden. Sämtüche eioßesttrte deutsche FHjj:-zeuge kehrten zu fliren Absprunghäfen zurüdk. Bomben auf Mttriiianek und Jofcom^a Im HafcngeWet von Murmansk wurden zahlreiche vx>r Anker liegende Handelsschiffe und Transporter wiederholt mtt Bomben aMer Kaiiber angegriffen. Eine schwere Bomhe traf einen Frachter von 3000 brt mlltsdiiffs. Er ger^t in Brand und zeigte starke SchlagS'^ite. Pin« große Anzahl Bomben schlug auf den Kaianlagen ein und verursachte empfindliche Zerstörungen. Besonders erfotgrek:h war ein werterer Angriff deutscher Kamipf- und Sturz-kamp-fflugzeuge gegen die Hafenaniapen von Jokonga, Wertvolles Kriegsmaterial, das auf den Kais lagerte, geriet nach Bo Empfäpge im Sch^f^immer Da er sicli frühmorgens gern lange in seinem Schlafzimmer aufhält, empfängt er dort schonvin den frühen Morgenstunden auch seine Minister, Generale, Admirale und engsten Mitarbeiter. Er pflegt dann im Bette zu liegen und eine Zigarette nacn der anderen zu rauchen. Wie seine Frau über diesen hilflosen Menschen denkt, be-weist ein anderer Vorgang, den einer meiner Freunde von einem Teilnehmer dieser Szene gehört hatte. Herr und Frau Roosevelt hatten in Gegenwart von anderen eine erregte politische Auseinandersetzung, bei der die Gattin wie gewöhnlich das erste Wort führte. Nachdem Roosevelt ihr dauernd widersprochen hatte, wies sie schließlich mit der Rechten auf ihn, wäh- iiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiNiiiHiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiNiiutiiiiiuiHiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiniiiiiiiinnm^^ Nanking-Regieniiig stdit zn lapan Dar mandschurlscha Sondarbotschaftar Auttanminltlar Tsciiumin-Yi sprach im japanischan Rundfunic Tokio, 2. Juni Der chinesische Außenminister Tsohu-miin-Yi, der als Sonderbotschafter der Nan'king-Regierung zu einem kurzen Besuch in Tokio weilt, hielt am Montag abend im jaipanischen Rundfunk eine Rede, in der er u. a. daran erinnerte, daß seit hundert Jahren infolge des eindrin-RCiiden europäischen und amerikanischen Kapitalismus viele asiatische Länder ihrer Gebiete beraubt worden seien. Der Beistand, d'Sn England und die USA der Tschungking-Regierung gewährten, habe bisher eine Verwirklichung des Friedensideals und den Aufbau der neuen Ordnung in Ostasien verhindert. Scüt Kriegsausbruch, so fuhr Tschu-min-Yi fort, sei die Nanking-Regierung entschlossen, Freud und b^itd mit Japan zu teilen, und der augenblicklicheai Lage mit fester Hand zu begegnen. Chinas 400 MiliHonen Menschen würden an der Verwirklichung des Kriegszieles mitarbeiten, gleichgültig, wclche Schwierigkeiten sich noch ergeben sollten. Japanische EW'tetrui)pen, die im Süden Chinas neue Operationen imternehmien, besetzten nach einem I>omei-Berieht am 1. Juni Tschunghwa, einen sehr wichti-ffsn strategischen Punkt am Kischiu-Fluß, einem Nebenfluß des Petkiang, 75 km nordöstlich von Kanton. Einem Frontbericht von »To Asahi Schimbun« zufolge erfolgte die Besetzung von Tschunghwa im Rahmen einer großangelegten Offensive, die das japanische Expeditions'heer in Südchina ^nntag früh eröffne^^. Sie soll die Tscliungkingtruippen unter General Yu-hanmu in der Provinz Kwangtung ver- ■ nichten. | Nach ihrer Besetzung von Tsungfa am Montag vormittag erstürmten japanische ' Einheiten bei der Verfolgung des Fein-' des am gleichen Tage um 14.30 Uhr Pen- | gyuan, 4 Kilometer nördlioh vo-n Tsungfa, wi«3 »Jomiuri Schimbun« von der südchinesischen Front meidet. Die jaipani-1 sehen Truppen, die den Vormarsch noch ' weiter fortsetzten, erreichten eine Linie 10 Kiioineter nordwestlich von Tsungfa. rend sie mit der Linken sich in unmißverständlicher Weise an die Stirn faßte, um gleichzeitig zu erklären, daß man doch wüßte, was mit dem Präsidenten los wäre. Eine peinlich^ Ftlniffim Sejn« völlige Hilflosigkeit trat auch bei seiner vorletzten/" Zusammenkunft mit Churchill klar zutage, Hinterher wurden nämlich in den amerikanfschen Kinos Filme gezeigt, auf denen Roosevelt zu sehen war, wie er, mit dem ROcken an die Wand gelehnt und sich auf einen seiner beiden Söhne stützend, Churchill auf dem Kriegsschiff erwartete. Schließlich erschien der englische Premierminister auf Deck. Er blieb einen Au^en^lkk stehen und er« wartete, wie aus dem' FHm deutlich hervorging, daß Roosevelt auf jhrt zuiVeten würde. Peinlichste Sekuhden vergingen. Schließlich wurde sich Churchill bäfwußt« daß er einem kranicen Mahne gegetiftber-stand. Er ^ng dann auf Roosevelt zu, um ihm die Hand zu schütteln. Roosevelt ver-* änderte nicht ein .einziges Mdl. seine Haltung. Der Filtn yutder weil er den pein* liebsten Eindruck unter den Amerikaneri hervorrief, plötzlich zurückgezogen. . Der Schlag von Petd Harbow. In seiner echt amerikanischen Arirogäitiz glaubte Roosevelt scliließlich die Japaner politisch in di^ Ehge treiben zu können^ nachdem er scfion vor Jahren den -Wirtschaftsboykott über, sie ganz im Sinne seiner Chicagoer Quarantänerede von 1937 verhängt hatte.-Als die Japaner dann mit dem Überraschungsangriff auf Pearl Har* bour antworteteri, wafeh ganz Washington und auch d.er Präsident wie vor den Kopf geschlagen. Mir ist von Völlig einwandfreier Seite erklärt worden, daß sich dieser Zustand in der Bundeshauptstadt ins Grenzenlose steigert^, als dann Deutschland und Italien am 11. Dezember des vergangenen Jahres erklärten, daß sie sich mit den Vereinigten Staaten als im Kriegszustande befindlich betrachteten. Wiederholt hal^ icfr in, jenen* Wochen Roosevelt im Film gesehen. Er" machte den Eindruck eines völlig in;sich zusammengesunkenen Marinas, - dem das böse Gewissen auf der Stirn geschrieben stand. Aber noch mehr konnte man in diesen Bildern erkennen, näraüch' daß Roosevelt nicht mehr Herr seiner geistigen Kräfte war. In der Folgezeit gab er geradezu kindische Erklärungen in den Pressekonferenzen ab, so daß selbst die Amerikaher darüber den Kopf schüttelten. August W. Halfeid Generalfeldmarschall von Bock Generaloberst LAhr General der Flieger Pflugbeil Generaloberst General der Panzer- voQ Kielst truppen Paulus Sie führten unsere siegreichen Truppen in der grossen Schlacht um Charkow Im Frontabschnitt des Generalfeldmarschalls von Bock haben in dieser Schlacht die Armeen des Generalobersten von Kleist und des Generals der Panzertruppen Paulus die Abwehr schwerster feindlicher Großangriffe in einen stolzen Vernichtungs-sieg verwandelt. Ein rumänisches Armeekorps unter Führung des Generals Cornelio Dragalina sowie ein italienischer, ein ungarischer und ein slowakischer Verband hatten Seite an Seite mit den deutschen Truppen gekämpft und neuen Ruhm an ihre Fahnen geheftet. Die Liiftwaffenverbände des Generalobersten Lohr und des Generals der Flieger Pflugbeil unterstützten in schonungslosem Emsatz die Kämpfe des Heeres in der Abwehr wie im Angriff und schlugen die feindliche Luftwaffe aus dem Felde CScherl-Bilderdienst-M.) Briliidier Unlnl Ii Ittfen octauM .Rom, 2. Juni Der englische Geschwaderadmiral Co-wan, der nach dem italienischen Sonntag-Weh rmachtber ich t im Verlauf der Schlacht in der Märmarica in die Hände der Achsentruppcn gefallen ist, befand sich nach Angaben von zuständiger römischer Seite im Augenblick der Gefangennahme bei der dritten indischen Brigade. Cowan, der vgr 14 Monaten in Ägypten eingetroffen war, befehligte im Weltkrieg das englische Nordseegeschwader. Später war er eine Zeitlang Kommandant des von der »Bismarck« versenkten 42 OOO-Tonnen-Schlachtkreu-zers »Hood« und Vorgesetzter des jüngst vom Kommando der Mittetmfcerflotte entfernten AdmiralB Cunningham. Welche Aufgabe Cowan bei der indischen Infanterie hatte, ist noch nicht geklärt. IM Volksschulen In' MwUtii Mriedlsr «rAlf-net. In Manila wurden «im Montä£f etw? hun* dert Volksschulen vWieder erö(fnet, die seit sechs Monaten gescfalos^ waren. Ein „demokratlbf^tvs" Gertehtturlell. Die Sioux'Indianer verloren ihre Klage gegen die USA auf Ersatz von 593 Millionen Dollar für das im Jahre lÄ?? ihnen abgenommene Gebiet. Sie muOt^' i]ir Land damals gegen eine Zusicherung des Staates, für ihren Unterhalt zu sorgen, abgeben. Der Washingtoner Gerichtshof kam jetzt zu dem Schluß, daß die Forderung auf Entschädigung mehr moralischer als legaler Art sei und lehnte sie ab. Druck and Verlai: Marljurser VerlaKs- ond Druckcrti* Oes. tn. b. H. —' V^rlatsleitutiK: Egon BatmiKartaer? HauDtichrlftlelter- Anton Oerjchack- atlt In Marbuff a. d Drau Badgawr ft__ Zur 7«it fOr Aazelfen dl« praltMbte Nr l vom 1 Juni I04) Eflitig. Ausfall der Llaferunjr des Blatte» bei hOherei Gewalt oder BetrlebsstAraoK Eibl keinen Aascrnch ao' QOckzahluaff des Bctosseeldc« Nutmnfr 1S3 >Marbufger Zeitung« 3. Juni 1942 Seite 3 Ais äk ,fete(Si** m die ftnUk UuukU Vl«r lahreahnt* dciHsehar U-Beet-Bau — TIrpIti gab den bahnbrachand^n Bafahl — Von hU 1" bis lum medaman U-Boot rd. Berlin, 2. Juni Soeben hat d«a Obetkonuaando der Wehr« macht von den groBeo Erfolgen unserer Unterseeboote im Laufe des Monats Mai berichtet. Überall sind unsere U-Boote tätig: Im Mittelmeer ebenso wie droben im Eismeer ,und draußen im Atlantik, wo sieb ihr Operationsgebiet bis an die Küsten von Nord-und Mittelamerika ausgedehnt hat. Vienig Jahre sind nunmehr vergangen, seitdem sich deutsche Werften mit dem Bau von Unterseebooten befassen und vor sechs-unddreifiig Jahren wurde das erste absolut kriegsbrauchbare U-Bt>ot von der deutschen Kriegsmarine in den Dienst gestellt. Selbst das Ausland hat tugeben müssen, daß Deutschland an der Tauchboot-Entwicklung den maßgeblichsten Anteil für sich beanspruchen kann, P«» «rst« Versttchsboot 13 Meter lang Im, Jahre 1902 nntemahm^ die zu Krupp gehörende Germani«w«rft in Kiel aus eigener Initiative den Bau eines Versuchs-Tauch-bootes. Man ging sehr geheim vor bei der ganzen Sache und im Schriftverkehr wurde das Bauobjekt mit >,Leuchtboje" bezeichnet. Die Werft wollte sich durch dieses Boot mit den Eigenheiten und besonderen Gesetzen der Unterwasserfahrt vertraut machen, und die Grundlagen für den Bau größerer Boote schaffen. Im Juni des Jahres 1903 konnten die ersten Probefahrten stattfinden, die sämtlich ohne Unfall verliefen. Nur 13 Meter lang war das Tauchboot, das schließlich den Namen „Forelle" bekam, die Wasserverdrängung betrug 15,5 Tonnen über und 16,3 Tonnen unter Wasser. Die Maschinenanlage leistete rund 65 PS. Die „Forelle" besaß sogar zwei Torpedorohre für zwei 5-Meter-Torpe* dos. Unter Wasser betrug die Geschwindigkeit 6,5 Knoten. Das heißt, daß das Boot in dftf Stunde sechseinhalb Seemeilen zu je 1852 m zurücklegte. Zum Bootsinnem gelangte man durch einen kleinen Kommandoturm mit Luke« sogar ein Sehrohr war am Turmdeckel angebracht. (,U t" maß schoB 50 Meter ' Im April 1904 erteilte dann der damalige Staatssekretär des Reichsmarineamtes — der spätere Großadmiral von Tlrpitx dem Marineingenieur Gustav Berling den Befehl zum Bau ^nes U-Bootes. Berling war zunächst keineswegs erfreut ül>er diese Aufgabe, ging aber befehlsgemäß ans Werk. Ein Jahr später ist die Germaniawerft mit dem Bau des ersten U-Bootes auf Staatsauftrag beschäftigt. Im Jahre 1906 ist es dann soweit, daß „U 1", das erste Unterseeboot delr deutschen Kriegsmarine in Kiel zu Wasser gelassen werden kann. Berling geht mit der Erprobung des Bootes sehr vorsichtig vor. Zunächst wird es ohne Besatzung auf dreißig Meter Tiefe versenkt Nach der Hebung zeigt es .sich, daß alle Verl>ände des Dnickkörpers fest geblieben sind. Danach wird „U 1" mit seiner Besatzung sowie dem Ingenieurperso-nal der Werft nochmals auf 30 m Tiefe versenkt. das Boot hält, was man von ihm erwartet hat. Da der Konstrukteur an allen Fahrten selbst teilnimmt, Ist das für die Mannschaft ein besonders großes Beruhi-gungsraoment Bald ist man mit dem Boot so vertraut, daß über und unter Wasser die verschiedensten Manöver durchgeführt werden können. „U r* war schon völlig kriegsbrauchbar, sehr im Gegensatz zu den Erstlingsbooten anderer Marinen. Seine Länge betrug fast 50 Meter, die Wasserverdrängung 237 Tonnen im aufgetauchten Zustand. Die Maschinenleistung betrug zweimal 200 PS» die Geschwindigkeit 103 knotm über und 8,7 Knoten unter Wasser. Das iBoot war mit einem Torpedorohr nnd drei Torpedos von 45 cm ausgerüstet. Die Tauchtiefe betrug 30 Meter. Weddigens berühmtes „U 9" „U 1" diente lange Jahre als Versuchsboot und hat dann bis 1918 als Schulboot im Dienst gestanden. Seine glücklichen Fahrten gaben den Ausschlag, daß sich die deutsche Kriegsmarine auch weiterhin mit U-Booten befaßte. „U 2", „U 3" und „U 4" werden nach Marine-Entwürfen in Danzig gebaut, wo später auch Weddigens berühmtes Boot „U 9" entstand, „U 2" hatte bereits zwei Bug- und zwei Hecktorpedorohre, und konnte Treibstoff für 2000 Seemeilen (3700 Kilometer) fassen. Mit „U 3" erlitt am 17. Jänner 1911 die junge U-Boot-Waffe ihren ersten Unfall bei einer Havarie in der Heikendorfer Bucht bei Kiel. Drei Besatzungsraitglieder, darunter der Kommandant, büßten dabei das Leben ein. Später hat „U 3" noch zahlreiche Fahrten ausgeführt. Die U-Boot-Kreuzer, die im Weltkrieg nach Amerika fuhren Bei der Germaniawerft war inzwischen Konstrukteur Hans Techel eingetreten, der die weitere Entwicklung maßgeblich bestimmte. Von „U 19" im Jahre 1911 an werden Deutschlands U-Boote ausnahmslos mit Dieselmotoren ausgerüstet, einige Jahre später wird femer die Geschützbewaffnung ein- geführt. Die Leistungsfähigkeit der U-Boote steigt ständig und ihre Wirksamkeit als Waffe haben die Gegner bereits von 1914/18 hart genug zu spüren bekommen. Als schließlich der Begriff der U-Boot-Kreuzer auftaucht, ist die maximale Größe der U-Boote erreicht. Auch damals schon dehnten deutsche U-Boote ihre Fahrten bis zur amerikanischen Küste aus. Hundert Meter lang war ein solcher U-Boot-Kreuzer wie z. B. „U 139" und „U 140", die drei bis vier Monate draußen bleiben konnten; die Besatzung umfaßte 85 Köpfe. Der Antrieb erfolgte durch zwei 3000pferdige Dieselmotoren. Großes ist hinsichtlich der U-Boot-Entwicklung in der Zeit von 1902 bis 1918 geleistet worden. Heute nun fahren wieder deutsche U-Boote gegen England und Amerika. Der Geist unserer U-Bootfahrer ist der gleiche geblieben, die Boote sind um vieles leistungsfähiger geworden. PK-Aafnahrae: Krlessbericiiter Ingnunn (Sch) Neue große Beute In Nordafrik« Wieder einmal mußten die Briten auf „siegreichem Rückzug" in Massen Geschütze, Panzer und Fahrzeuge aller Art zurücklassen Cyrenaika-Barka-Marmarica Kurzer Blick auf die nordafrlkaoische Landschaft, in der unsere Truppen kämplen Die entlegene Region der Cyrenaika ist wieder einmal zum Schauplatz gewaltiger Kämpfe geworden. Seit dem grauen Altertum Ist dies Gebiet von vielen Völkern besetzt gewesen; die iCarthager, die Römer, die Vandalen, die Byzantiner, die Araber, die Normanen« die Spanier, die Malteser, die Türken und die Italiener haben nacheinander dort geherrscht; es ist also alter historischer Boden, auf dem nun die deutschen Truppen im Angriff gegen Engtand stehen. Unter der Cyrenaika versteht man die Osthälfte der italienischen Kolonie Libyen. Bei Bengasl, am Mittelmeergolf der Großen Syrte, beginnt sie und zieht sich bis zum Qolf von Sollum an der ägyptischen Grenze. In engerem Sinn Ist die Cyrenaika das Gebiet, das zwischen den beiden Meeresbuchten wie eine Halbinsel in das Mittelmeer vorspringt. Diese Halbinsel hat einen Flächeninhalt von etwa 200000 Ouadratkilometern: das gesamt« Gebiet der Provinz Cyrenaika reicht viel weiter nach Süden. Es besitzt mit fast 600 000 Quadratkilometern etwa vergleichsweise die Größe Frankreichs. ' Man muß zwei Hauptabschnitte unterscheiden; einmal die Hochfläche von Barka, die sich zwischen Bengasi und Derna erstreckt, und dann die Marmarica, die hinter Derna beginnt und bis zum Golf von Sollum reicht. Das Gebiet von Barka ist kein Qebirgsland in unserem Sinne, wenn auch an einigen Stellen Höhen bis zu 850 Metern vorkommen. Man hat es vielmehr mit einem Hochplateau von tafelförmigem Aussehen zu tun. Das Land ist hier leicht gewellt und fällt nordwärts ziemlich steil und in tief eingeschnittenen Tälern zum Meere ab, während sie nach Süden sanft abfällt und allmählich In die Salz-steppe und in die Vollwüste übergeht. Die ^och|läche von Barka wird noch vom Mjttel- Weltbild-Oliflse meerklirna beherrscht; starke Regenfälle im Winter und vollkommene Trockenheit im Sommer wechseln miteinander ab. Die Vegetation besteht aus niedrigem Buschwald, aus Wacholdersträuchern, Kiefern und Ölbäumen. Das der Hochfläche vorgelagerte schmale Küstenland verfügt über genügend Brunnen um das in der Regenzeit abfließende Wasser zu sammeln. Die aus Arabern und Berbern bestehende Bevölkerung lebt von kärglichem Ackerbau und von nomadischer Viehzucht. Die östlich an die Hochfläche von Barka anschließende Marmarica dagegen ist arm an Wasser, weil sie kein regenfangendes Gebirge besitzt. Deshalb war auch die Besiedlung dieses Landstriches immer mit großen Schwierigkeiten verbunden. Das Wasser kann nur aus künstlich angelegten Brunnen geschöpft werden, daher kommt es auch, daß zwischen der letzten größeren Barka-Stadt Derna und dem Qolf von Sollum nur eine einzige Stadt von Bedeutung anzutreffen ist: nämlich Tobruk. Der Unterschied zwischen Derna und Tobruk ist wie Tag und Nacht. Mitten durch Derna fließt ein aus dem Gebirge kommender Bach, der einzige Wasserlauf in ganz Libyen, der tatsächlich während des ganzen Jahres Wasser führt. Die Umgebung von Derna ist deshalb sehr fruchtbar; es gedeihen sogar Bananen, die sonst nirgends in Libyen vorkommen. Der Hafen von Tobruk aber hat kein fruchtbares Hinterland; die Landschaft eeht schnell von der Salzsteppe über die Wüstensteppe in die Vollwüste über. Die Cyrenaika hat von Bengasi bis Bardia, das dicht an der ägyptischen Grenze liegt, eine Küstenlinie von etwa 600 Kilometern, Nach zwei Pritteln des Weges wird Tobruk erreicht. Nahe dem Meer führt über die ganze Strecke die Litorania. die große Autostraße, die dem Marschall Balbo Ihre Entstehung verdankt und auch Via Balbia genannt wird. Die Cyrenika hat ihren Namen von der einstmals reichen griechischen Kolonialstadt Cyrene. Schon im zweiten .lahrtausend vor der Zeitwende kamen dorische Einwanderer von der griechischen Insel Thera herüber und siedelten sich auf diesem Teil des afrikanischen Bodens an. Cyrene wurde bald eine blühende Handelsstadt und entwik-kelte sich zu einer Pflanzstätte griechischer Kultur, Durch ihren regen Mittelmeerhandel kam die ganze Halbinsel zu großem Reichtum. Nach der Blütezelt 'm späten Altertum aber sank die Bedeutung der Cyrenaika, und unter der türkischen Herrschaft verfielen die letzten Spuren des Wohlstandes. Nachdem dieser Teil Libyens unter die italienische Herrschaft gekommen war. hat Mussolini große Aufwendungen gemacht, um durch Ansled-lung zahlreicher italienischer Bauernfaml-lien, durch StraRenbau, durch Anlage von Brunnen und durch eine Unsumme intensiver Kleinarbeit die Kräfte zu wecken, die m dem alten Kulturland zwischen der Großen Syrte und dem Oolf vom Sollum schlummern. 3^ Scherl-Bilderdienst-M. Ein neues Bildnis des Führers Farbige Zeichnung von Friedrich Manisch, Berlin, ausgestellt in der Großen Berliner Kunstausstellung, die am Sonntag eröffnet wurde Zwisdien leindlidum Panzern in der Wflste Drei Minuten Zwischenlandung bei den Tommies — Wilde Jagd über den feindlichen Kolonnen Im Raum Bir Hachenn und Ain el Ga-sala tobt die große Panzerschlacht in Nordafrika, bahnen Rommels tapfere Soldaten sich ihren Weg durch die Wüste. Und wieder ist es die Luftwaffe, die auch an diesen Kämpfen besonderen Anteil hat, die in die Erdkämpfe eingreift, die rückwärtigen Verbindungen des Feindes bombardiert, britische Truppenansammlungen, Panzer- und Kraftwagenmassierungen angreift, Wie schnelle Vögel, schnittig und kühn fliegen unsere Me's den vordersten Linien entgegen. Die felsigen, tiefen Zerklüftungen wurden allmählich inuner flacher. Sanfte Hügel und Tälpr rundeten sich in endloser Weite, und gold-gelber Sand leuchtete immer häufiger um die kahlen Felsen. Nun waren auch schon die letzten deutschen Posten erreicht. Jetzt kam das Niemandsland, und wenige Kilometer dahinter lagen die ersten britischen Stellungen. Unbeirrbar flog unser Verband seinen Weg. Plötzlich wurden die Flugzeuge von der Vorhut der großen feindlichen Einheit, bestehend aus Panzerspähwagen und Kraftfahrzeugen aller Art, entdeckt, denen ihr heutiger Angriff galt. 40, 50, 60 standen gut getarnt hinter dornigem Gestrüpp. Aus der Luft waren sie fast unsichtbar. — Die Führermaschine drückte tief herunter zum ersten Anflug, Jetzt gab es auch keinen Zweifel mehr, daß es Tommies waren. Was nützte es ihnen noch, daß sie nach allen Richtungen zu entkommen trachtetenl Schon brannte das erste Fahrzeug, — dann ein zweites und drittes. Jede unserer Maschinen nahm eines von ihnen ins Visier. Gleich beim ersten Anflug mußte es erledigt sein, denn schon die nächste Schleife mußte dem zweiten gelten, wenn der Gegner ganz zerschlagen werden sollte. Schon fünfmal war der Feldwebel W. so über die Kolonnen hinweggefegt und jedesmal von neuem haben seine MGs. und Bordkanonen da unten gewirkt. Uberall flammte und brannte es, und dichter Rauch stieg aus den getroffenen Fahrzeugen. Als nun ein Flugzeugführer seine Maschine wieder hochreißen wollte, gehorchte sie ihm nicht. Der rechte Motor wollte auf einmal nicht mehr mitmachen. Nun blieb er ganz aus. Mit einem allein aber schaffte es der Flugzeugführer nicht so dicht über dem Boden. Bruchteile von Sekunden waren es, die den schwersten Entschluß forderten — Bauchlandung inmitten feindlicher Panzer, — Ein furchtbarer Stoß erschütterte das Flugzeug, und der Staub einer hochaufstiebenden Sandfontäne rieselte auf die Flächen und Fenster. Dann war es auf einmal ganz still. Noch etwas benommen riß der Funker das Kabinendach hoch. Dann sprangen beide Besatzungsmitglieder heraus. Nur weg jetzt von der Maschine. — In der Ferne sahen sie einen britischen Panzerspähwagen in mäßiger Geschwindigkeit auf sich zukommen. Sollte das das Ende sein? Da rauschte plötzlich ein Schatten über ihre Köpfe hinweg. Sollte?--Aber dann startete die deutsche Maschine, die zu ihrei Rettung landen sollte, wieder durch. Ihre Pneus waren bei dem*Angriff zerfetzt wor-den. Ein anderer Kamerad versuchte es noch einmal. Etwas unsicher setzte das Flugzeug auf, wackelte noch etwas und blieb dann ganz in ihrer Nähe stehen. In wilden Sprüngen hasteten sie darauf zu und ließen sich aufatmend von den anderen in die Kanzel ziehen. Gott sei Dank! Da« war noch einmal gut gegangen. Als sie ein wenig später wieder in der Luft waren, sahen sie, daß ihre kleine Maschine dort unten unter dem eigenen MG-Feuer zu brennen begann. Was aber machte das schon! Sie waren gerettet — morgen schon würden sie eine neue Me fliegen un-^ wieder gegen den Feind starten! Kriegsberichter Wolfgang Schnell, PK Seite 4 »Marburger Zeltung« 3. Jun{ 1042 "Nummw ISo Votk und Jiultuc Ehrang för den Dichter Dr. Hans Rioepfer Ihm wurde der Raimund-Preis der Stadt Wien verliehen Reirhsstatthallor, Reichsletter Baidur von Schirach hat am Geburtstag Ferdinand Raimunds dem steirischen Dichter Hans Kloep-fer in Würdiqung seines dichterischen Lebenswerkes dpn „Raimund-Preis der Stadt Wien für 1942" verliehen. Im Jahre 1939 wurde der Dichter der grünen Steiermark bereits mit der Zuerkennung des Mozartpreises geehrt. Der /on der Stadt Wien für ein hervor-ragencfes dramatisches oder lyrisches Werk gestiftete und jährlich zu vergebene „Ral-mund-Preis" in Höhe von 5000 RM wird ebenso wie der „Grillparzer-Preis" nur für Leistungen verliehen, die eine wertvolle Bereicherung des deutschen Schrifttums darstellen. Dr. Kloepfer, der die Kraft für sein dichterisches Schnffen auf dem Boden seiner steirisrhcn Heimat gewinnt, wurde am 18. August Ififi? in nibiswald geboren. Lauterkeit der Gesinnung und vollendete Klarheit im Gedanklichen geben seiner Kunst, die unter dem Gesetz einer tiefen Menschlichkeit steht, dris Gepräge einer männlich kraftvollen Persönlichkeit, seine hochdeutsche Lyrik lif^gt in den ,,Gesammelten Gedichten" vor. Seine Mundarldirhtungon sind in dem Rand •Jodhrlaiif" gesammelt erschienen. Seine Prosabürher ..Snlmtal", ..Koinnchboden" und „Steirische Geschichten" schildern Landschaft und Menschen der Steiermark und •^md flen Werken Peter Roseggers zur Seite /u stellen. Kloepfer ist Ehrendoktor der Gra-7er Universiltit und übt trotz seiner 75 Jahre III Koflach noch seinen Beruf als Landarzt Die Goethe-Medaille für Dr. Albert V(iqler. Der Führer hs unbegreiflicherweise etwas kleinen Hörerkreises war der Ausdruck freudiger Dankbarkeit. Möge dem ausgezeichneten Quartett, auf das Cilli stolz sein kann, bei seinem nächsten Abend der Dank aus vollbesetztem Saale entgegenklingenl Hans Wamlek DAS SUMPFORGELWEIB Roman von Maria Bcrchtenhreiter t'rhcbcr-k'cclusscliuiz durcti Verlas 0. Meister, Wcrdau (10 Portsetzurm) Wieder wandte die Walp das bleiche Gesicht. .>Rake?« Aber nur ein kurzes Autseufzen kam aus dein Ohrenstuhi. Sonst nichts, Walp wulite nicht mehr, was sie denken und sapcn sollte, ihr Kopf dröhnte, als hätte sie einen Schlag mit einem schweren Hichenknüttel tjber den Scheite] erhalten, ria sah sie, wie der Knecht breitspurig und boshaft grinsend zum Tisch gini; und sich den Hocker zurecht-.<;chob, auf dem der Vater immer gesessen liatte. Lk'r massige Körper sank darauf nieder, dann Himmelte sich der Knecht in den Tisch und hing sich die Pfeife in die Zahnlücke. '>Weg von dem Stuhl! Hns ist dein Vater seiner! < herrschte die Walp ihn an. • Ich sitz, wo ich sitz! Das ist der Platz vom .Moorbauern, Tnd der g'hürt jetz» mein!« •oP.ist verrückt?« »Nicht mehr und nicht weniger als du! Mach mich zum Bauern -- und ich ha!t's .Mnul. Aber son'-.t red ich!« Da lachte die Walp, ihre Schultern bebten und schüttrrten in einem Oel.'ichter, (In«; ihr - •'lier '''f Srhl.Mk'n sprcnrjte. Liuii nicht!- brüllte der Knecht. 13r war aufgesprungen und hatte den Hok-ker mit einem Fußtritt an die Wand geschmettert. »Lach nicht, du!« »Ich lach in meinem Haus solang und soviel ich mag!« sagte die Walp, mit einem Schlag wieder ruhig. »So, und jetzt hab ich ausg'iacht und du ausg'red'! Eine Neuigkeit sollst erfahren, daß dich ans-kennst! Der zukünftige Moorbauer ist der Sterzer Peter von Obersterz. Kennst ihn? Weißt, was er für eine Handschrift hat? Könnt'st sie leicht einmal spüren, wenn ich ihm sag, wie du dich heut aufgeführt hast!« Sie wies zur Tür. die noch halb offen stand. »Raus, Mensch! Sei froh, daß du heut noch schlafen kannst im .Moorhof. Morgen reden wir weiter!« Einen Augenblick schwankte er, als wollte er sich auf sie stürzen. Aber nun hatte und hielt sie seinen Blick. Die g.inze gesammelte Kraft ihres Wesens warf die Walp dem l'eind entgegen, nur mit der .Macht ihrer Augen. Zwischen den Brauen, über der Nasenwurzel spürte sie selber den Druck ihres Willens, aber auch der Körper überprüfte seine iunge, geschmeidige Kraft — nein, die Walp Wcidacherin fürchtete sich wirklich nicht. Der liartl sah das stolze und fruchtlose Weib, das sich mit Tod und Teufel herumschlug ohne Wank und Zag. I.ei len-schaftliche Bewunderung schoß in ihtn hoch. ^AValp!« Sie <;ti'l7te und hf^^riff. f^er kur7e Au'^-riii halte ihr alles verraten. Die Walp vom alterprobten Ziehharmonikaspieler Meier. Natur- und lebensfrohe, kecke Steirerlie-der, von Schülerinnen des 1., 3. und 4. Jahrgangs gesungen, bildeten den heiter bewegten Schlußteil der Veranstaltung. Im „Lied vom spaten Abend", dem Kabinettstück der beiden höheren Jahrgänge erreichten die Darbietungen ihre Krönung: zart und weich, wie das linde Wogen des Abendwindes, schwangen die jungen Stimmen, vom silberklaren Glöckchen des hohen Soprans übertönt. Stürmischer Beifall dankte für diesen erfolgreich durchgeführten Abend, der für das prächtige Stimmenmaterial und die Musikalität der Schüler, vor allem aber auch für die vorbildlich geleistete Arbeit der Musikerzieher das schönste Zeugnis ablegte. Marianne von Vesteneck nach Südosten Engsl« ZDsammenarlieli zwischen DRD'schiand und Italien Abschluß des Deutschlandbesuches der italienischen Filmkünstler Die italienischen Filmkünstler, die auf Einladung des Präsidenten der Reichsfilmkara-mer einen Besuch in Deutschland machten, um durch persönliche Fühlungnahme mit deutschen Künstlern den kultureHen Austausch zwischen den Ländern Deutschland und Italien zu fördern, schlössen ihre Reise, nachdem sie München und Wien besucht hatten, in Berlin ab. Nach einem Empfang durch Professor Karl Froelich, den Präsidenten der Reichsfilmkamner, besuchten die italienischen Gäste Berliner Filmateliers und den deutschen Fernsehrundfunk. AnlAfilich eines geselligen Beisammenseins in den Räumen der Kameradschaft der deutschen Künstler betonte Professor Benno von Arent als Hausherr, daß es Aufgalje und Pflicht der deutschen und der Italienischen Kulturschaffenden sei, eine ähnliche Kameradschaft und Freundschaft untereinander anzustreben, wie sie den Führer und den Duce miteinander verbinden. So seien denn die italienischen Kamereiden nicht nur als Gäste in diesem Hause, das die repräsentative Vereinigung der gescimten deutschen Kunst daistellt, sondern als wahre Freunde. * + Würdiger Anftakt der Woche „Hebbel und Wien". Mit Hebbels Tragödie von der schönen Agnes Bernauerin, die im sogenannten Brückensturz von Straubing ihren historischen Hintergrund hat, klang der erste Tag der Woche ,,Hebbel und Wien" im Burgthea-ter würdig aus. Wie immer, so hatten auch diesmal unsere verwundeten Soldaten in dem vollbesetzten Hause in der Mittelloge einen Ehrenplatz eingeräumt erhalten. Außerdem wohnten dieser meisterlichen, dem Weltruf der Wiener Burg wieder vollauf rechtfertigenden Aufführung zahlreiche Ehrengäste aus Partei, Staat, Wehrmacht, Kunst und Wissenschaft bei. + Dcutscho Sommerspielzeit in Minsk er-öfinet. Am Pfincstsonntag wurde im Minsker Stadttheater die deutsche Soinnicrspielzeit mit einer AufführunR der »Hedermaus« feierlich eröffnet. Der Initiative des Generalkommissars für Weißrutlienien, Gauleiter Kube, ist CS gelunReti. das l^nsemble des Landsberger Stadttheaters für die Sommermoiiate nach Minsk zu verpflichten. Neben der »Fledermäuse seien der »Graf von l^uxemhurK* und Stepuweits »Juticer Wein in alten Schlaiichen« cenainit. Aber auch die Klassiker snllfii zu Wort kommen und zwar sollen ihre Werke auf der Treileichthühne in Szene trehen 0. Kroatien fördert den Fremdenvei^^. Um den Fremdenverkehr init der Adria in bessere Bahnen zu lenken, sind Planungen von umfassenden Straßenarbeiten itn Küstengebiet und von diesen in das Landinnere getroffen worden. Für diesen Straßenbau sind im Haushaltsjahr allein 400 iWilüonen Kuna vorgesehen. Im Mittelpunkt der Bauvorhaben steht der Ausbau der West-Ost-Achse zwischen Agram und Semlin. o. Organisation aller Arbeitenden in der Slowakei. In der Slowakei ist eine Organisation aller Arbeitenden, die >Slowakische arbeitende Gemeinschaft« ins Leben gerufen worden, zu deren Leiter seitens des Staatspräsidenten Dr. Tiso der GeneraIsekretJir der Slowakischen Volkspartei Hlinkas, dr. Kosic, bestimmt worden ist. o. In Rumänien werden die Juden gezählt Am Samstag fand die seitens der rumänischen Regierung angeordnete Judenzählung ihren Abschluß, die im Zusammenhang mit der Bereinigung der Judenfrage in Rumänieo steht. o. Großzügige Erweiterung des bulgarischen Fernsprechnetzes. Das Fernsprechwesen erfährt dank der trotz des Krieges erfolgten Lieferung von Kabeln, Fernsprechanlagen und anderen Materialien durch Deutschland einen weiteren Ausbau. Zum Teil werden Anlagen errichtet, auf denen 15 gleichzeitige Gespräche geführt werden können, o. Antikommunistische Ausstellung kommt nach Bulgarien. Die antikomniunistische Ausstellung, die in Agram großem Interesse begegnete, wird In nächster Zeit auch in mehreren bulgarischen Städten gezeigt werden und der Bevölkerung einen Einblick in die vernichtende Tätigkeit des Bolschewismus vermitteln. Begeisterono um die Gastspiele des Wiener Dnrglhealers Große Erfolge in Westdeutschland Generalkulturreferent Thomas berichtete am Montag vor der Wiener Kulturpresse über den großartigen Verlauf des Burgtheatergastspiels mit Goethes „Tasso" in Holland und Westdeutschland, der bewiesen hat, daft der klangvolle Name dieser Bühne nicht nur nichts von seiner Anziehungskraft eingebüßt hat, diese vielmehr noch in geradezu magischer Weise gewachsen ist. Wenn zum Beispiel für die Aufführung in Düsseldorf, dessen Theater einen Fassungsraum von 8.50 Personen hat, rund 33 000 schriftliche Kartenbestellungen vorlagen oder wenn sich in Bochum für den Kartenverkauf, der um 11 Uhr vormittag begann, um 3 Uhr früh Hunderte von Theaterbegeisterten nicht nur aus dieser Stadt, sondern aus allen grö* ßeren Nachbarstädten mit Klappstühlen vor dem Kassenraum anstellten, um sich einen Sitz für das Burgtheatergastspiel zu erobern, so besagt das wohl genug. In jeder einzel* nen der westdeutschen Städte, durch die das Gastspiel führte, wurden die Burgtheater-mitglieder wie im Triumphe eingeholt. Jeder Gauleiter oder Oberbürgermeister empfing sie aufs herzlichste, und überall war man mit rührender Gastfreundlichkeit bemüht, den Wiener Künstlern ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Den gleichen durchschlagenden Erfolg erlebten die Burgtheater-Leute bei ihrem Gastspiel in Holland. Der Beifall, der ihnen zuteil wurde, wirkte in den Haag geradezu sensationell. Alles in allem: Das Burgtheater darf mit seinem Gastspiel zufrieden sein, die Wiener aber stolz auf ihr Burgtheater. Es ist verboten, auf einsitzigen Fahrrädern eine zweite Person mltzuneh* menl wußte jetzt, was los war, wenn ein Mann solcherart ihren Namen hervorstieß, weiß um die Backenknochen. »Geh in deine Kammer! Ich will dich heut nimmer seh'n!« Sie wandte ihm den Rücken, denn jetzt durfte sie das. Lange stand sie am Fenster und starrte hinaus in das weiße Nebelf^ewoge, das einberzog über das nachtliche Land. Der Knecht war längst schon wie ein unbeholfenes, verprügeltes, halb bösartiges, halb jammervoll trauriges Tier über die Treppe hinaufgestolpert, strumpfsockig, nachdem er die kotigen Schuhe säuberlich ausgezogen und weggestellt hatte. »Rake?« fragte die Walp jetzt zum dritten Male. Da endlich kam die tiefe Stimme, die orgelhafte, seltsame. Der Ohrenstuhl knackte leise, als die Rake aufstand. »Ich weiß alles, was du dir g'dacht hast, Walp! Bist mit dir zu Rat gangen, ob du mich wieder wegschicken sollst, hinaus ins Moor. Unheimlich bin ich dir worden. Hast einen Schauer und ein Grauen geschmeckt. Dein Herz 'ist kalt worden für mich. Aber soll ich wirklich fortgehen, Walp?« »Ja!« sagte die Walp. Ein kaum spürbares, wehes Seufzen ging durch die Stube. Aber als Rakc wei-tersprach, zitterte ibre Stimme nicht. fGorn würd' ich gehen und dir deinen Willen tun, Walp, denn draußen in meiner Moorhütte ist der Frieden, den du nicht ^ hast und der dem Moorhof lang noch feh-^ len wird. Und eben deswegen mt>ß ich dableiben. Kann nt)Cli nicht weg. AUiIi^ noch aufschauen, alle deine Schritte beschnuppern, muß dir nachspüren und achthaben und passen schier auf jedes fallende Blatt. Hast noch mehr Feinde, nicht bloß den einen, den das Feuer g'fres^ sen hat vor deiner Tür.«. ^Er war mein Bruder, Rake. Was hast ihm 'tan?« »Ich hab in die Luft g'schossen, Walp! Wollt ihn bloß schrecken.« *Hast wirklich nicht 'troffen?« »Eher einen Stern vom Himmel g'schossen.« »Ist das wahr?« »Bei allen blutenden Wunden, Walp, es ist wahr!« Die W^alp schwieg lange. Sie suchte aus der Wirrnis der Erinnerungen, aus dem Bersten. Krachen und Splittern des verunglückten Wagens nach jenem kurzen, scharfen, peitschenden Knall. Schuß oder Fehlzündung? Was verstand di'' Walp davon? »Du mußt mir die Waffe wiedergebenIt »Neinl« •Ich will sie wiederhaben, hörst!« r>Neinl« »Aber ich will!« »Und ich will nicht!« In der Walp begann das Weidacher hlut zu kochen. Sie fühlte es in sich auf brechen und anwachsen wie eine unbekannte Gewalt, gegen die sie machtin« war, obwohl sie im Grunde gar nichts mit dieser fremden Wildheit zu tun hatte. Am liebsten halle sie weit ausgeholt und die Alte mit einem fegenden Hieb in die Stu-benccke bcfürderi. Nummef 153 »Marbuffer Zdtungc S. Juni 1942 Seite 5 RazziadoniliScIirankandSpind AufirepaBt, ihr lieben Leute, croße Razzia ist heute! — •Iti den Schränken, Truhen, Spinden werden wir gar manches finden, alte Jacken, Hosen, Kleider, Hüte, Mäntel und so weiter, die noch über alle Maßen gut als Arbeitskleidung passen. Aber auch den schlechten Stücken wollen wir zu Leibe rücken, die verschmutzt, verölt, zerrissen, von den Motten angebissen, in verborcnen Winkeln hocken: Lumpen, Strümpfe, alte Socken, Kragen, Hemden und Gardinen, Tücher, Binden, Filzpantinen. Spürt in Laden. Körben, Kästen auch nach Woll- und Fadenresten. Bettzeug, Teppiche und Decken holt hervor aus den Verstecken, forscht auf Böden und in Kammern, laßt die Motten ruhig janiniern, gebt zum Fräße das nicht ihnen, sondern den Zerreißmaschinen, die aus allen alten Sachen wieder neuen Spinnstoff machen. Jeder Faden, den wir kriegen, nützt der Front und hilft uns siegen! Karl Dill. Eine Kompanie spendete 3109 RM für das Rote Krem Die 10. Kompanie des Gebirgsjägerre-giments 100 hat bei der letzten Sammlung für das Rote Kreuz den hohen Bctra« von 3105.50 RM gespendet. Dieses hohe S^m-melergebnis beweist am besten die Anerkennung der Truppe für die Leistungen des Roten Kreuzes. * m. Volksbewegung in Marburg. In der zweiten Maihclfte wurden dem Standesamt angemeldet: 09 (108) Geburten, hievon •51 (ßO) Knaben, 48 (48) Mädchcn; 49 (45) Todesfälle, hievon 30 (23) inäiinli-che, 10 (22) weibliche. ZivÜtrauungen waren diesmal 44 (42). (Die Ziffern in Mammern beziehen sich vergleichsweise auf die erste Hälfte des Monats Mai.) Was soll Ich zur Altkle der- und Spinnstoffsammiuns spenden? Die Untersteiermark im neuen Leistungsbeweis ihrer Gebefreudiglteit Die Altkleider-und Spinnstoffsammlung Blusen aller Art, Jacken. (Kostümjacken, ist auch in der Untersteiermark in vollem Wind-, Trainingsjacken), Röcke, Mäntel Gange und alle Hausfrauen In Stadt und (Winter-, Sport- und Gabardinmäntel), Land setzen ihr alles daran, ihre ansehn- Kittel und Schürzen (Kittelschürzen, Ar-liche Spende zu dieser Sammlung beizu- beitsmäntel), Aitspinnstoffe (Lumpen) jetragen, weiß sie doch, daß auch sie beru- der Art aus: Wolle, Baumwolle, Leinen, fen ist, den Millionen Werktätigen die Zellwolle, Seide, Kunstseide, Jute, Hanf Kiddungsstücke zu beschaffen, die sie zur und Kokos, sowie nicht mehr tragfähige Ausübung ihres harten Dienstes in den KleidungrstUcke, also auch alte Wäsche, Rüstungsbetrieben und der Landwirtschaft Krawatten, Strümpfe, Fahnen aus alter benötigen. Diese Gabe ist der besondere Zeit, Stoffreste aller Art, Gardinen, Tep-Dank an die tapfere Front vor dem Feind piche, Kokosmatten, Säcke, Filzhüte, Fil/.-und in dor-Heimat. Jedes gespendete Alt- schuhe, Bindfadenreste, auch wenn diese kleider- und Spinnstoffstück sichert den Dinge zerrissen, vermottet, verschmutzt Einsatz einer Arbeitskraft. Neben den Alt- oder verölt sind. kleidern werden, wie schon betont, auch Und nun weiter auf den Marsch zu den Spinnstpffreste gesammelt, die zu Reiß- Sammelstellen in den einzelnen Ortsgrup- wolle und über diese zu neuen Tuchen verarbeitet werden. Die Altkleider werden über die Wirtschaftsämter nach der notwendigen Reinigung und Ausbesserung! Größe des an den Betrieben zur Verteilung zugeleitet, würdig erweist. Der Appell an die Spendefreudigkeit des ^ Volkes wendet sich vor allem an die deut-i sehe Hausfrau. Von der Einsicht der unter- m. Trauung. Vor dem Standesamt steirischen Frau und Mutter wird erwar- Windischgraz wurde der Gcschäftsleiter' überaus erfolgreich als Spielleiter und pen, keine untersteirische Frau soll in der Reihe der Spenderinnen fehlen. Wir sind gewiß, daß sie sich auch dieses Mal der sie gestellten .Auftrages in Dr. PoMschT besncht die Botlschwr nnsiedler Am Sonntag stattete der Stellvertretend« Gauleiter Dr. Portschy einigen Orten des Kreises Voitsberg Besuche ab und besichtigte hierbei ein Lager der Gottscheer Umsiedler, In einer kurzen An.sprache an die gesamte Lagerbelegschaft wies er darauf hin, daß Deutschland in der Zeit seines größten Enscheidungskampfes noch die Kraft aufgebracht hat, Deutsche von verlorenem Posten wieder heimzuholen. Bis zum Endsieg, 9f> sagte er zu den Umsiedlern, müssen alle Schwierigkeiten, die im Vergleich zu den Opfern unserer Soldaten doch sehr klein sind, getragen werden. Und auch die Umsiedler nuR es mit Stolz erfüllen, daß sie ihre gan^e Kraft und ihr Können in diesem Kampf zum Einsatz zu bringen vermögen. Der herzliche Abschied von den Umsiedlern unterstrich die Begei-sterung und die Dankbarkeit, mit der seine Worte aufgenommen wurden. Deutscher Balladenabend in Marburg Peter Otten spricht Mittwoch, den 10. Juni, spricht Peter Otten auf Einladung der Kameradschaft steirischer Künstler und Kunstfreunde. Zweigstelle Marburg, in der Marburger Burg deutsche Balladen. Peter Otten, der tet, daß sie alle Kleidungsstücke, die nicht Franz SKidek mit der Kontoristin Christine mehr getragen werden, zur Verfügung Hart, beide aus Windischgraz, getraut. stellt, um die Arbeitskraft der Schaffenden in der Heimat und damit die Kampfkraft der Front zu sichern. Zur Altkleider- und Spinnstoffsarnmlting werden angenommen: Altkleider aller Art, und zwar Männer- und Burschen-Oberkleidung, z. B. Anzüge (Straßen-, Sport-, Trainings-, Monteuranzüge), Jacken (Sakkos, Jak-ketts, Trainings-, Berufsjacken), Joppen Wolljoppen, Stutzer, Lodenjoppen), VVe-sten,. Hosen (Sporthosen, Breeches, Reithosen), Mäntel (Winter-, Sommer- und Gabardinmäntel), Kopfbedeckung (weic'ie Filzhütc, Schirm-, Reise-, Baskenmützen). Frauen-Oberkleidung, z B. Kleider und Untersteirische Fraoen im Dienst der Vo!i(stanisarlieit Teilnahme an einem Lehrgang für Kultur« und Gemeinschaftspflege Die Wichtigkeit der Kulturarbeit gerade im Kriege und die Notwendigkeit, die kulturellen Eigenkräfte des Gaues einer einheitlichen Betreuung zuzuführen, waren die Voraussetzungen für die Durchführung eines Lehrganges für Kultur- und Gemeinschaftspflege im Reichsgau Steiermark, der dieser Tage im Steinsaal dos Landhauses in Graz eröffnet wurde und an dem eine Anzahl von Vertreterinnen aus dem Unterland teilnehmen. Die Bestrebungen laufen gleichzeitig mit einem großzügigen Plan des Reichsniiniste-riums fli' Vnlksaufklärung und Propaganda, der eine einheitliche Ausrichtung von Frauen, welche für die Volkstumsarboit in Betracnt kommen, im Wege Rcichslehrgängien und parallel latifendev Gaukhrgängcn vorsieht. In diesem Sinne wurde vor 14 Tagen in Oraz ein Reichslehrgnng für Volkstumswartinnen ans den zehn Gauen des Reiches: Ostpreu-t^en, Danzig-Westpreußen, Wartheland, Nie-derschlesien, Oberschlesien, Sudetenland. Niederdonau, Oberdonau, Steiermark und Kärnten eröffnet. Im Anschluß an diesen Reichs-tehrgang findet nunmehr der iür drei Wochen berechnete Gaulehrgang in Graz statt. Die Aufgabe dieses Gaulehrganges besteht darin, den aus allen Kreisen des Reichsgaues und der Untersteiermark teilnehmenden Frauen das praktische Rüstzeug für ihre spätere Tätigkeit auf allen Gebieten der Kultur-und Gemeinschaftspflege zu bieten. Dies wird erreicht durch die vorgesehenen grundsätzlichen Vorträge, praktische Arbeitsgemeinschaften und Führungen durch sämtliche Kulturstätten des Reichsgaues. An dem Lehrgang, der imter Förderung des Reichsministeritims für Volksaufklärung und Propaganda, vom Gaupropagandaamt der NSDAP durchgeführt wird, sind mitbeteihgt die Selbstverwaltung des Reichsgaues Steiermark, das Gauschulungsamt und die Deutsche Arbeitsfront. Die Eröffnung des Lehrganges nahm nach grundlegenden Ausführungen des Gaukulturhauptstellenleiters Reg.-Dir. Dr. Pa-posch Gaupropagandaleiter Fischer vor. m. Todesfälle. Im Marburger Krankenhaus starb die 52-jährige Besitzerin Maria Germ aus Oberfeistritz bei Windischfei-stritz. In der Fraustaudnerstraße 121 in Drauweiler ist das 6-jährige Arbeitcrs-söhnchen Ladislaus Tschusch verschieden. In Marburg, Mozartstraße 52, ist die 53-jährige Reichsbahnschaffnersgattin Elisabeth Kraschowitz gestorben. In Wachsenberg i. d. Büheln ist ferner im schönsten Alter von 29 Jahren die Private Anna Zinner geb. Stanger gestorb<;n. Schauspieler an den Grazer Städtischen Bühnen tätig ist, hat einen großen Ruf als Sprecher deutscher Dichtung. Er hat in zahlreichen deutschen Städten und an mehreren Reichssendern mit seiner Sprechkunst tiefen Eindruck hinterlassen. Auch in Marburg ist Peter Oden bereits mit einem Hölderlin-Abend vor die öffentlichkeit getreten. In Oraz mußte sein Balla-den-.Äibend des großen Erfolges wegen dreimal gegeben werden. Vermeide das überholen gängenl an Bahnüber- Deutscher Frühling in den Büheln In dieser Zeit, in der wir bewußt alle unsere Kräfte anspannen, und uns zur eigenen Mehrarbeit noch so viel aufladen, als es uns möglich ist, zusätzlich zu leisten, haben wir kaum Muße, ruhig Umschau zu halten. Wir haben den Frühling herbeigesehnt, weil der Winter auch für uns hart und lang war. L\t riel mich meine Pflicht im Di'jnst des Deutschen Roten Kreuzes mit dem Retlungs-auto kürzlich weit hinein in die Büheln. Meine Gedanken eilten voraus nach dem Ziel: wie werde ich den Kranken finden, wie werde ich ihm die Qual der Uberführung ins Krankenhaus eileichtern können? Doch plötzlich wurde mein nach ihnen gerichteter Blick sehend und ich erkannte und begriff, daß ich in den Frühling fahre, in den so schönen untersteirischen Frühling. Da lag sie vor mir, jene geliebte Landschaft, aus deren Erleben uns das starke Heimatgefühl entsprang und die innere Kraft, hier auszuharren durch' all die Jahre fremder Herrschaft. Blüht heuer nicht alles schöner, prangen die Wälder nicht in noch zarterem Grün, ist die Stimmung, die sich über das Land breitet, nicht noch festlicher als in an* K eine Tugend Ist doth weiblicher, als Sorge tOr das Wohl anderer... Untersteirische Frau, bringe Deinen Beitrag zur AltkMdW' und SßlnnMMiMmtnmiung vom f. bl9 15. Juni 1942. deren Jahren? Du bist wieder deutsche« Land geworden! überall regt sich intensivst# Arbeit, jedes Fleckchen Erde wird bestellt. Die Menschen sind bemüht, das Vers.iumt.» durch doppelten Fleiß nachzuholen. Noch nie waren die kleinen Hausgärten so bearbpitet und bepflanzt wie in diesem Jahr! — Aurh der untersteirische Bauer hat die Parole der Leistungssteigerung begriffen und so präol sich auch hier deutscher Aufbauwille aus. Dieses Land durfte wieder deutsch weiden. Das Ist sein großes Glück. Es ist aber auch ein großes Glück für uns deutsch«» Menschen, die dieses wunderbare Land Heimat nennen dürfen. Viele, die unser Los teilten, Deutsche in fremdem Staat zu sein, mußten ihre Heimat ob ihres Bekenntnisses verlassen und eine neue suchen. Sie mußten damit viel aufgeben, was ihnen lieb und teuer geworden war und verloren doch nicht die Kraft zu erneutem Beginn. Der Wille des Führers ersparte uns dieses Los und ließ uns dort bleiben, wo unser Leben zutiefst verwurzelt ist. Es wäre un-* Untersteirern, die wir mit besonderer Zähigkeit an unserem Land hängen, schwer geworden, wo anders Wurzel zu fassen und heimisch zu werden. Es hätte uns viel Kräft«> gekostet, die jetzt dem Aufbau in diesem Lande zu widmen unser selbstverständlichster Dank an den Führer ist. So wurde dies« Frühlingsfahrt, deren Zweck so weit ab lag, eine starke, innere Erneuerung. Altsteirisches Weidwerk Von Dr. Hans Kioepler Der Sausal — ein sonniges Königreich des Weins — baut er sich von fernher auf, mit Kirchen und schimmernden Kapellen und Weingartenliäusern, voll Voftelsangs und verhallender Jauchzer. Und wer, etwa mit der Sulmtalerbahn, ganz nahe seine Flanken entlang fährt, dem drehen sich in gemächlichen Gleiten stille Täler zur Schau, daraus der Kuckuck im Waldgrund ruft und von sonnigen Hüjfeln die Windmühlen wie närrisch ins Murtal schnarren. Da läuft man noch barfuß durchs Leben auf warmsandigen Wegen und wird zu Grabe getragen durch winkende Rebgelände nach stillen Kircliliöfen, die wie verge.sseue Gärten im Fichtenliang träumen. Und vor tausend Jahren? Da war das Bild viel sparsamer und doch tiefer an Farben, etwa wie ein alter gestickter Wandteppich, darauf im finstern Forst allerlei Getier entläuft vor Jägern zu Rol3 und lechzenden Hunden. Denn Anno 970 hatte Kaiser Otto l. dem Erzbistum Salzburg zu anderen Gütern den Wald Sausal geschenkt. »die süßen Täler«, zur Jagd auf Bären und Wildschweine, drei Wochen vor der Herbst-Tng- und Niichtgleiche bis auf Martini, Noch war das deutsche Fdelholz, die Fichc. in weiten Beständen niächtlK über HüKel und Gründe und dn«: Aßrecht, die Erlaubnis, Schweine zur F.ichelmast in die Forste treiben zu dürfen, e'ne bescheidene Finnahnisquelle für weltliche nnd ceistliche Grundherren. So befehlt Krzhischof Ortolf von Salzburg zur OrdnuiiK der JäKerel '»n Sausal 1.15«); «Wir wollen avich. wer in den Snusal treibet, daß man den Zehent davon nehme, zu einem Zeichen, daß der Wald un- ser ist. Einmal im Jahre soll der Jä}?ermei.stcr zu jedem Gjaidhoi konnnen und wahrnehmen, ob sie ihre Hunde und Spieß und Jäjierzeug im Stand haben, auch mag er dann die »nachtselde« (HerberR) bei ihnen nehmen, doch ohne allzugroße Bescliwerniß für den Mann. Auch wollen wir, daß die Jäger >.u einennnal mit ihren Hunden und ihrem Zeug hin zum Jaxermeister konnnen, am Sant Ge-orgentaj?, und wer dahin nicht kommt oder seinen Zeug nicht mitbrächte, der soll verfallen sein des Wandels (der Strafe)... und da soll man zwischen Ihnen richten und verrichten, was sie untereinander zu schaffen haben. Wer aber ohne Urlaub (f:rlauhni.s) im Sausal jage, den soll der Jägermeister pfänden, und vermöge ers nicht, so soll er ihn dem Vicedom anzeigen oder dem Pfleger auf der Veste Arnvels.« Herr Ortolf von Weißeneck war sein Lebtag ein streitbarer Mann und der JaKdspieß lag im locker in der Faust. Zum Frührot eine Messe im dunklen Münsterlein auf dem Frau-enberjje, tagsüber ein heißes Gejaid im nahen herbstklaren Sausal und des Abends ein bedächtiger Trunk aus dem tiefsten Keller seiner Bischofpfalz zu Seckau, das «ab eineti freundlichen Ruhetag iti all den Händeln seines fehdereichen Lebens. Als ReKal. als KöniRsrecht, war die hohe Jagd seit uralter Zeit gebannt und nur des niedern oder Reisgejaids durften die Grundherrn pflesen. Das stand im harten Geccnsatz zum dama-liKen Empfinden des Volkes, dem Wild und Wald frei galten. Dieser Volksmeiirnns «cRenüber suchten die Fürsten ihr Recht auf die hohe Jasd stets aufs nachdrücklichste zu wahren. Von allen waidcerechten Hahsburcern war Frzherzog Karl II. wohl einer der uiierniüd-lichsten. In seinem neuerbauten Jajrd- und Lustschlosse Karlau hat er manchen Abend die schweren SorRen um Türkennot und Ständewehr im Saitenspiel seiner Hofkapelle verklinRen lassen. Und aus der Karlau und dem üjaidhof zu Tobel stob immer wieder die Jagd aus ins rnorgenfrische Qrazer Feld, das im Kaiserwald und den umliegenden Forsten einen reichen Wildstand hegte. Viel später noch, 1642, hat der Unter-Land-Jägermeister Herr Gotfridt Freyherr von Eybis-wald den Hochwildstand in dem Gjaidhof unterstellten Revieren zählen lassen. Es waren 656 Hirsche und insgesamt 912 Stück Hochwild, so zu Tobel 70 Hirsche, zu LiRist 30, zu Söding 40. zu St. Florian 38. zu St. Georgen 64. Das gab neben lästiger JaRdfron ganz gewaltige Wildschäden an Feldern und Fluren, die damals wohl kaum einen willigen Tilger fanden. Umso eifriger rückte man auf der Gegenseite dem Wildern zu Leibe. In einem Mandat vom Jahre l.'iöR hat der Erzherzog eine harte Maßregel anbefohlen: »Nachdem uns eure (der Bauern) Rüdenhund das Wildprät verjagen, auch beschedigen, und also Uns Unsern landesfürstlichen Lust verderben und zerstören, und Uns aber solches lenger zuzusehen und zuzudulden nit gemeint, so ist demnach Unser ganz ernstlicher Bevelch und Wollen (willen), daß jeder seinen Rüdenhunden den rechten vordem Fuß In dem ersten Glied abhackt, und solches bei Peen (Strafe) fünfzehn Kreuzer von jedem Hund, dem also der Fueß nit abgehackt...« Ein Glück, daß schon damals nicht alles so heiß gegessen wurde, als es uekoclit ward und Bauerntrutz und Bauernlist werden manche Kindertränen um den zottigen Spielgenossen gestillt haben. War das weite Murtal. vor allem Im 17. Jahrhundert, der adelige Tunnnelplatz zur Hirschjacd und Reiherbeize, so bot ander- .seits die niedere Jagd, das »Reißgejaid«, dtn Herren auf all den Edelsitzen weituni im Lande eine nie versiegende Onelle froher Waidmannslust — und schier endloser »aktiones wegen Perturhiruiig und Violirung (Störung) seit uhralten Zeiten in ruehigen Poscss (Besitz) gehabten Reißgejaidsc.Was an Grenzstreitißkeiten bei Hasenjagden und l'uclishatzen, vor Vogelwänden und Zug-netzen auf Wachteln und Rehhühner sich anspann, fand seine umständliche Darstellung in den Schriften und Gegenschriften der Landrechtsakten jener prozeßfrohen Zeit, Und Bürger und Bauer als gelegentliche Jagdgäste der hohen Herrn droschen zuzeiten datm die Qrenzfehdct» wohl am eigenen Rücken aus, wie die von Eibiswald und Schwanberg an den stets strittigen Burg-friedsmarken. Am schlimmsten katii aber immer noch der Bauer weg, der zum Wildschaden noch die lästige Jagdfron als Treiber zu leisten hatte. Sie war gewiß nicht immer allzu hart. Doch mußte z. B. die Kommission, die Anno 1577 zu Eibiswald das Urbar zu reformieren hatte, doch innnerhin der Kammer und Re-Kierung raten: »wegen des starken Hasen-und Fuxgejaids hierorten eine gebührliche Maß und Ordnung detn Pfandinhaber (Inhaber des herrschaftlichen Gutsbesitzes) fürzuschreiben. dann es sicher beschwerlich sey. den ganzen Tag zu jagen und zu schreyen und letztlich den ahgemühten Leuten nicht einen fSissen Brods zu reichen.« Welt böser triebs der Pfandinhaber auf Rad-kersbuig, Herr Sigmund von Eibiswald, 1595. Allerdings: Das langjährige Lagerleben an den Türkengrenzen hatte die rauhen Sitten des alten Haudegens — er war Rittmeister über ein Fähnlein Arkcbussier-Reiter — nicht eben zum milderen cewandt. So klagten denn Seite 6 »Marburger Zeitung« 3. Juni 1^942 Nummer 153 Der„Lausbub** unter den Kraftfahrzeugen Der KdF*Wagen hat sich an allen Fronten bewShrt — Treuer Freund unserer Truppen Wie wir schon berichteten, besteht nun auch für die Volksgenossen in der Unter-steiennark die Möglichkeit, den KdF-Wagen käuflich zu erwerben. Es ist auch bekannt, daß sich der kleine KdF-Wagen bei unseren Frontsoldaten allergrößter Beliebtheit erfreut und daß sich viele von ihnen auf Grund ihrer erfreulichen Erfahrungen beim Einsatz entschlossen haben, KdF-Wagen-Sparer zu werden, um auch in Frieden in der Heimat einen dieser schnittigen, schnellen und verläßlichen Wagen lenken zu können. Wir bringen im folgenden einen Bericht, in dem ^f-Kriegsberichter Alexander Hummel ein überzeugendes Bild von der Einsalzfähigkeit des KdF-Wagens an der Ostfront entwirft: In unserer Aufklärungsabteilung sind viele KdF-Wagen, zum Teil an Stelle der B-Kräder, und als Fliegerabwehrfahrzeuge mit festgebautem Zwillings-MG, als Meldefahrzeuge und als schnelle und wendige Wagen für die Kompaniechefs, wenn es irgendwo da vorne „stinkt". Es war zum ersten Male vor Mikulince, als die „Straße" etwa zwei Kilometer durch einen Wald ging. Schon das erste Führerfahrzeug, ein KFZ15. jene großen Kübel, auf die wir immer mit Neid blickten, stak nach zehn Metern so tief im Dreck, daß es einfach nicht mehr weiterkam. Die Raupenschlepper unserer schweren Pak mußten einen nach dem anderen unserer 4- und 6rädrigen Wagen durchziehen. Dann aber kam die Kolonne der KdF-Wagen dran. Ein helles Singen der luftgekühlten Motoren erfüllte den Wald mit seinem tausendfältigen Echo, und wie Bienen, so kam es mir vor, fuhren, nein sprangen diese kleinen Wunder von Loch zu Loch, über wassergefüllte Gräben hinweg, auf den nächsten Huckel hinauf, ständig mit Vollgas im ersten Gang, wieder rein in den Dreck, daß es nach allen Seilen spritzte, durch, weiter, bloß nicht anhalten, denn das hätte dann ein Steckenbleiben bedeutet. Die Männer darauf wurden arg durchgeschüttelt, aber lachenden Auges standen sie am jenseitigen Rande des Waldes — auf einem regenglitschigen Wiesenweg — unserer sogenannten Vormarschstraße. Ich verstehe nicht viel von Autos, aber das muß ich feststellen, diese Leistung nötigte mir einen ungeheuren Respekt ab. Aber auch den anderen f^-Männern und Fahrern, meistens alten Hasen, blieb vor Erstaunen der Mund offen; das hätten sie denn doch nicht für möglich gehalten! Eine endlose Kette von schier unüberwindlichen Wegeschwierigkeiten stellte sich noch an diesem Tage uns entgegen. Es ging über schlüpfrige Wiesen, furchendurchzogene Felder — der KdF-Wagen brauste einfach in die Felder hinein. Wassergefüllte Gräben, steile Hänge, große Trichter in den Straßen — nichts konnte ihn aufhallen, wenn er sich, einem Wiesel gleichend, mit dem hellen, singenden Ton seines Motors auf das Hindernis stürzte. Einmal saß ich selbst darin, an der Seite von Oberleutnant N., der an der Spitze seiner Kompanie ein Dorf zu säubern hatte. Kurz vor dem Ort ging eine Brücke in die Luft, die ganze Brückenbahn senkte sich am jenseitigen Ufer um einige Meter, aber Schutt, Geröll und Erde waren nachgesackt und bildeten eine natürliche, aber sehr steile und holprige Auffahrt. Obltn. N. sagte nur: ,,Das schaffen wir", dann gibt er Gas, beißt die Zähne zusammen und wir spritzen über die abfallende Brücke; ein Stoß von vorne, daß ich denke, im hohen Bogen aus dem Wagen geschleudert zu werden, ein Schütteln, Durchbeuteln, und wir sausen noch über das jenseitige Ende des steilen Schuttberges hinaus und stehen auf der unversehrten Straße! Unsere Achtradpanzer und die Raupenschlepper der Pak haben es noch geschafft, alles andere mußte warten, bis Pioniere den Steilhang verflachten und festigten. Nur die Krafträder konnten noch mit vereinten Kräften hochgeschoben werden. Bald darauf saßen wir wieder mal im Schlamassel: Schon ein Gehen auf diesen Straßen ist ein Balanceakt. Dessen ungeachtet flitzen unsere Volkskübel herum, als wären sie auf gutem, trockienem Boden, Durch Pfützen, über Gräben, durch Schlamm und Dreck — da, wo unsere schweren Mannschaftswagen abrutschen und alles schieben helfen muß, sausen sie darüber, hinauf, hinein, sind oben! Was sind das bloß für kleine Wunderkarren! Zum Schlafen muß man sich zu.Mmmenkrümmen wie ein Regsviv/'TTi — und wir schlafen fast täglich im Wagen! Schnell sind sie, furchtbar wendig und ihr geringes Eigfengewicht, glaube ich, läßt sie' über alle diese Hindernisse des sowjeti-1 sehen Rußlands einfach darüberhopsen. Fällt er einmal in den Graben, da, wo andere Fahrzeuge dann mit der Winde und zwei Treckern herausgeholt werden müssen, dann packen fünf, sechs Männer an und — hoppla — wird er einfach herausgeschoben, icnallt auf seine vier Räder und braust quietschvergnügt ab. Ich kann mir den Vergleich nicht verwehren, der KdF-Wagen ist der , Lausbub" unter den Kraftfahrzeugen! Ich bin stolz, daß wir in unserer Abteilung so viele von diesen Kerlen haben. Ich Jenke daran, daß ich zu Hause eine gelbrote Sparkarte habe, vollgeklebt mit lauter „Fünfmarken". Das war vor dem Krieg, als mir das Autofahren der sehnlichste Wunsch bedeutete. Nun bin ich schon, seit bald zwei Jahren Krieg, viele tausend Kilometer gefahren, in teuren Wagen auf guten Straßen, Im Mannschaftswagen über Berg und Talei, auf den Panzern hinten drauf querfeldein — und im KdF-Wagen — immer gegen den Feind. Nach dem Kriege aber, da wird einer dieser kleinen Teufel mein werden. Schöner wird er aussehen als jetzt: lackglänzend, puppig verschalt, mit zurückschiebbarem Verdeck, Aschbecher und Blumenvase — aber das weiß ich, sein Herz wird dasselbe bleiben; tapfer, froh und stark. m. Großkundgebung in Heilenstein. Am 31. Mai 1942 fand in Heilenstein eine Großkundgebung unter dem Motto »Klare Fronten« statt, Pg. V/ilfried Hofmann von der Kreisfütirung in Cilli sprach ausführlich über das Thema und führte den Besuchern die derzeitige Kriegslage, die nur mit einem Sieg unserer unvergleichlichen Wehrmacht und dem Zerfali des kommunistischen Rußlands enden kann, vor Augen. Ein dreifaches »Sieg-Heil« auf unseren Führer beschloß die eindrucksvolle Feierstunde, der ca. 1000 Personen beigewohnt hatten. Kleine ChroRik m. Wichtig für Handeltreibende in der Uniersteiermaric. Im Verlauf der weiteren organisatorischen Eingliederung der gewerblichen Wirtschaft in der Untersteiermark ergeht im heutigen Anzeigenteil an alle Gewerbetrefbenden auf dem Gebiet der Schausteller, des ambulanten Warenhandels und des ambulanten Lebensmittelhandels die Aufforderung, sich umgC' hend bei der in der Anzeige näher bezeichneten Stelle zu melden. m. Wer hat seinen Kohienbedar! nocli nicht angemeldet? In einer Bekanntmachung des Wirtschaftsamtes der Stadt Marburg im heutigen Anzeigenteii werden alle Verbraucher von Brennstoffen letztmals auf ihre Anmeldung zum Kohlenbezug für den Winter 1942/43 aufmerksam gemacht. Falls spätestens bis 15. Juni eine Anmeldung nicht erfolgt ist, kann mit einer Zuteilung nicht gerechnet werden. m. Unglticl( beim Spiel. Im Freiluftbad auf der Felberinsel vergnügten sich eine Gruppe von Jungen beim Baden mit verschiedenen Spielen. Hierbei erlitt der 14-jährige Schüler der II. Hauptschule Fritz Tschepitsch aus Marburg, Perkostraße 29, einen Sturz und zog sich einen Bruch des rechten Handgelenkes zu. Das herbeigerufene Deutsche Rote Kreuz überführte den verletzten Jungen ins Marburger Krankenhaus. m. Verurteilte Schwarzhörer. Im Rechnungsjahr April 1941 bis März 1942 mußten 1720 Strafverfahren gegen Schwarzhörer eingeleitet werden; 1482 führten zu einer rechtskräftigen Verurteilung. 40 Personen wurden zu Gefängnisstrafen bis zu einem Jahr verurteilt, 1437 Personen erhielten Geldstrafen bis zu 1000 RM. Um den »Preis von Luttenberg« in Graz Orofier Erfolg der untersteirischen Pferdezucht beim Grazer Trabfahren Bild: Archiv Nach dem großen Tag des Pferdesports in Luttenberg am 1. Pflngstfeiertag kam am Sonntag vor 12 000 Zuschauern der erste Renntag des diesjährigen Frühjahrstrabfah-rens in Graz zur Durchführung, der, in glanzvollem Rahmen durchgeführt, einen vollen Erfolg hatte. Neben Gauleiter und Rcichs-statthalter Dr. Uiberreither wohnte der Gau-propagandaleiter Fischer und eine große Zahl weiterer Ehrengäste dieser Veranstaltung bei, die abermals zeigte, daß der Pferderennsport in der Steiermark festen Fuß gefaßt hat und mit der vorbildlichen heimischen Pferdezucht eng verwurzelt bleibt. Die einzelnen Rennen waren seitens der uiitersteirischen Pferdezüchter mit ausgezeichnetem Pferdematerial beschickt, das sich ausgezeichnet placieren konnte. Die prächtigen Leistungen im Jagdspringen zeigten so recht, daß sich Pferd und Reiter selbst giüßten an sie gestellten Aufgaben gewacli-.Scheußlich! Aber kennen tue ich das nicht!« Und sie alle zuckten die Achseln, ihnen war der Trank unbekannt. Das unbekanntü Getränk w; gerade-aus! Rührt euch!« »Ich gebe den Nachmittagsdienst bekannt. Zum Abschluß unserer Arbeit vor Pfingsten wollen wir heute unsere Kräfte bei einem Geländespiel einsetzen. Es geht darum, eine Fahne, die in der Burggasse, Herrengasse odei einer der nächsten Gassen versteckt ist, zu finden. Die Fahne ist über die Drau zu WIrtacöatt ^ \SißOet Uud pMOteH Anglo-amofikanische Dfamantonsorgen i Rapid-Marboni spielt in fimz Industriediamanten unentbehrlich für die Rüstung — Deutschländ, Holland und Belgien haben ein Facharbeitermonopol Für die Versorgung mit Rohdiamanten hat die britisch-amerikanische Feindgruppe em natürliches Monopol, denn fast die gesamte Wellgewinnung stammt aus dem Boden Afrikas und Südamerikas. Aber diesem Roh-stoflmonopol der Gegner hat niemals auch ein Verarbeitungsmonopol entsprochen, denn bringen und auf einem Betonsockel am süd- jfl üchen Drauufer aufzupflanzen. Der Sattel liegt zwischen der gesprengten Hauptbrücke und der Eisenhahnbrücke. Die Hauptbrücke ist gesperrt. Wer die Fahne zuerst aufpflanzt, ist Sieger. Gefolgschaft 3 (sie gehört dem Sonderstamm LBA in der Deutschen Jugend an) wird in zwei Heerhaufen geteilt. Um 14 Uhr 30 tritt die Gefolgschaft auf dem Antreteplatz vor dem Heim an. Abmarsch zum Adolf-Hitler-Patz. Dort übernehmen die Haufen-führer ihren Schwärm. Der Kampf beginnt. Gruppen von 10 bis 20 Jungen stürmen in alle Richtungen und überrennen sich fast. Jede Gruppe hat ihre besondere Aufgabe. Einem Kerntrupp des 2. Haufens gelingt es, im Laufschritt die Fahne, die in der Burggasse versteckt war, zu erhaschen und nun läuft er in einem großen Bogen der Eisenbahnbrücke zu. Ein Trupp des gegnerischen Haufens sperrt sofort alle Straßen und Gassen um das Kampfgebiet ab. aber es gelingt den Jungen durchzukommen. Auch die Eisenbahnbrücke und der Betonsockel ist von »feindlichen« Jungen besetzt. Doch sie muß gestürmt werden! Der Scharführer gibt seinen Jungen den Befehl dazu. Er selbst will mit zwei Kameraden die Drau schwimmend überqueren. Nach langen und beißen Kämpfen gelingt schließlich die Vereinigung der Stürmenden mit den drei Schwimmern. Die Fahne wird aufgepflanzt und die Sieger jubeln. In der Hitze des Kampfes wurde nicht bemerkt, daß es inzwischen zu regnen begonnen hat. Wieder wird am Adolf-Hitler-Platz angetreten und bei strömendem Regen ins Heim eingerückt. -ko- Jüc die ^xau Einige Renpie inr Fisdnatereilmg Einfache Fischsuppe: Ein gut gereinigter Fischkopf und andere saubere Fischabfälle werden im kalten Wasser mit reichlich Suppengrün, einer großen Zwiebel und etwas Salz zugesetzt und gekocht, bis das Suppengrün weich wird. Dann gießt man das Ganze durch ein Sieb, bereitet eine gute Mehlschwitze und gibt die Fischbrühe dazu. Nach dem Aufkochen kann man mit etwas Muskat würzen und gibt vor dem Anrichten feingewiegte Petersilie in die Suppe. Als Suppeneinlage nimmt man kleinwUrflig geschnittene, angeröstete Semmeln, Gedünsteter Fisch: Der Fisch wird gerei-nigt, der Kopf abgeschnitten, innen sauber ausgenommen und gründlichst unter fließendem Wasser gewaschen. Nach dem Abtrocknen innen und außen salzen, mit etwas Zi-ttonensaft beträufeln, im heißen Fett ganz kurz anbraten und unter Zusatz von wenig Wasser in der zugedeckten Pfanne dünsten lassen. Je nach Dicke und Menge der Fischc wird das Dünsten 15—30 Minuten dauern. Vor dem Anrichten bestreut man den Fisch mit feingewiegter Petersilie. Pichelsteiner von Fisch: Auf 1 kg Fischfleisch nimmt man etwa die gleiche Menge Kartoffeln und ungefähr 250 g Wurzelwerk. Porr6e. Zwiebel, Sellerie und viel Petersilie. Kartoffeln und Gemüse werden zerkleinert und schichtweise in die Kasserolle mit einem Löffel Fett gegeben. Zwischen die Lagen stieut man Jedesmal etwas Salz und Petersilie, gibt den Fisch in Stücken obenauf und gießt ein knappes viertel Liter Fischsud oder Wasser darüber. Bei festschließendem Deckel wird die Speise in einer guten halben Stunde fertig sein. Als Beilage gibt man grünen Salat oder rote Rüben. FIschlalbchen: Der sauber geputzte und entgrätete Fisch wird durch die Fleischmaschine gedreht und im übrigen zubereitet wie faschiertes Fleisch. Aus der Masse formt man dann Laibchen, die im Rohr gebacken werden. Als Beilage kann man Kartoffeln, saure Gurken oder eingelegte rote Rüben geben. JM^ I9w jmäukMii von 21» bii 4» Uiiir I den auf Jahrhunderte alter Tradition beruhenden Schleifereien von Antwerpen, Amsterdam sowie von Idar-Oberstein und Hanau verarbeitet. Vor dem Krieg haben allein die Antwerpener Betriebe über 70 v. H. der Weltgewin-nung an Rohdiamanten geschliffen, dem Rest wurde in den holländischen und deutschen Schleifereien der letzte Schliff gegeben. In London dagegen und in USA bestanden bei Kriegsausbruch nur kleinere und wenig leistungsfähige Betriebe. Diese räumliche Trennung von Rohstoffgewinnung und Verarbeitung hat jetzt für unsere Gegner einen nicht zu bewältigenden Engpaß geschaffen. Si^ verfügen zwar über eine von Jahr zu Jahr steigende Gewinnung von Rohdiamanten, die von 11,6 Mill. metrischen Karat 1938 auf 14,14 Mill. 1940 gestiegen ist, für 1941 auf 16 Mill. angenommen wird und 1942 trotz der Stillegung der Luxus-Diamantengewinnung Südafrikas 20 Mill. metr. Karat erreichen soll. Aber es fehlen ihnen die erfahrenen Facharbeiter, welche die Diamanten schleifen können. Handelte es sich nur um den Diamanten als Edelstein und Schmuckstück, so ließe sich das im Krieg verschmerzen. Diamanten als wesentlicher Bestandteil von hochwertigsten Werkzeugen sind aber zugleich völlig unentbehrlich für die Rüstungsindustrie. Wo die harten Werkzeugstähle (Stahl mit Zusatz von Karbid, Wolfram oder Titan) für die Metallbearbeitung nicht mehr ausreichen, also oberhalb eines Härtegrads von 8 bis 9, leistet der Werkzeugdiamant (der selbst einen Härtegrad von 10 hat) unersetzliche Dienste. Das Material für die Diamantwerkzeuge bilden Abfalldiamanten, Diamantenstaub und -splitter, die bei der Schleiferei anfallen. Schon seit Jahren macht sich in der britischen und amerikanischen Kriegsindustrie ein empfindlicher Mangel an Industriediamanten bemerkbar, der ausschließlich auf den Mangel an Facharbeitern zurückzuführen ist. Besondere Schwierigkeiten macht den traditionslosen Schleifereien in England und USA das Befestigen der winzig kleinen Diamanten an den Werkzeugen, wofür in Deutschland vor einiger Zeit ein zuverlässiges Verfahren entwickelt worden ist, das die Einbettung der Splitter in das Lagermetall bei hoher Temperatur und hohem Druck ohne irgendwelchen Zusatz (Sinterung) gestattet. Auch die jetzt von amerikanischer Seite angekündigte Errichtung von Diamantenschleifereien in Südafrika wird den großen techniEchcn^ Vorsprung Deutschlands in der Diamantenversorgung nicht aufholen können. Die Batschha bant Rds Vor 50 Jahren waren bereits in Südungarn in der Mittel-Batschka Versuche mit dem Anbau von Reis unternommen worden, die durchaus erfolgversprechende Ergebnisse brachten. Mit Hilfe eines Kanalnetzes und zahlreicher Entwässerungsgräben war es gelungen, auf tiefliegenden Feldern Reis zu bauen. Besonders ii? den deutschen Großgemeinden Neuwerbass und Torschau waren ausgedehnte Reisfelder angelegt worden. Im Jahre 1910 umfaßten beispielsweise die Reisfelder von Torschau bereits über 1100 Joch. Durch die Grenzziehung des Schmachver-tt ages von Trianon wurde dann diesen wertvollen Kulturen der Garaus gemacht, weil der Speisungskanal durch die Grenzziehung entzweigeschnitten und so die für die Reiskulturen notwendige Bewässerung unmöglich wurde. Nun will man auf den früheren Erfahrungen eine neue umfangreiche Reiskultur ins Leben rufen Die ungarische Regierung hat große Mittel bereitgestellt, um im Theis-becken die Steppe in Kulturland zu verwandeln, und man will durch ein großzügiges Berieselungssystem ungefähr 200.000 ha Ackerland gewinnen. Die Landwirte bekunden großes Interesse für die Berieselungspläne, da mit verhältnismäßig geringen Kosten fruchtbarstes Land gewonnen wird. Ein nicht unbeträchtlicher Teil des neugewonnenen Bodens wird für den Reisanbau bereitgestellt. Es ist nämlich gelungen, einige Reissorten den dortigen Bedingungen so anzupassen, daß sich Ernten bis zu 30 Doppelzentner je Kat.-Joch erzielen lassen. Schon im Vorjahr haben die Anbauversuche trotz ungünstiger Wetterlage recht gute Ergebnisse gezeitigt. « X Deutsche Genossenschaftswirtschalt In Rumänien. Vor kurzem fand der erste Verbandstag des Landesverbandes der deutschen Genossenschaften in Rumänien statt. Die Landesverbandstagung hatte das Ziel, die genossenschaftliche Arbeit des deutschen Bauerntums in Rumänien noch mehr zusammenzufassen und In Zukunft noch stärker für die Produktion der Volksdeutschen Wirtschaft in Rumänien einzusetzen. Ministerialrat Filotti überbrachte die Grüße des rumänischen Staates und betonte, daß die rumänische Staatsführung die großen Leistungen des deutschen Bauerntums dieses Landes gerade heute außerordentlich anzuerkennen und zu schätzen wisse. X Bulgarien nimmt die Feigenkultur auf. In den an Bulgarien zurückgefallenen mazedonischen und thrazischen Gebieten, namentlich an der ägäischen Küste, gedeiht der Feigenbaum, dessen Früchte 8—20o/o Zucker, Im getrockneten Zustand 50o/o Zucker enthalten. Bulgarien ist bestrebt, die Feigenkulturen zu verbessern und zu vergrößern. Die Verbesserung der Qualität und der Ergiebigkeit dfer bodenständigen Feigensorten wird eine der nächsten Aufgaben der landwirtschaftlichen Versuchsstationen Bulgariens sein. Vom tiefsten S«hjo«rz fcebeugt, geben die Unterceichnelea bekannt, daß ihre innigst« l^eliebte Mntter und Tochter, Frau AMMA iimmMm §mb. jrAMam • Wilwe im Montag, den 1. Juni 1942 nach Iragem, schwerem Letdea im Alter von 29 Jibren , verschieden ist. Das Begräbnis der traren Verschiedenen findet Mittwooh, den 3. Juni, um 10 Uhr aus dem Trauerhause in Wachsenberg auf den Ortafriedhof in Jahring statt. Dia hL Seelenmesse wird am Mittwoch, den 3. Juni, um 11 Uhr in der Pfarrkirche in Jahring gelesen werden. Marburg/Drau, Jahring, den 2. Juni 1942. ■>116 In tiefer Trauer: Anna Ferk, Mutieri Johann Ferk, Stiefvater, Frans, Fredi und Heinrich, Kinder Aus aitee Weit Am ersten Junisonntag folgen fünf weitere Pflichtspiele der steirischen Fußballmeisterschaft. Der Auslosung zufolge hätte Rapid-Marburg den weiten Weg nach Zeltweg anzutreten. doch konnte das Spiel in kameradschaftlichem Einvernehmen mit dem LSV ZeltweR nach Graz verlegt werden, wo es im Rahmen einer Doppelveranstaltung 7ur Abwicklune kommen wird. Die Gegner des zweiten Spieles sind der Grazsr Sportklub und die BSG Rosental, Die Sportgemeinschaft Clin spielt am nächsten Sonntae in Donawitz gegen die dortige Betriebssportpeniein-schaft In Leibnitz treten die Grazer Reiclis-bahner auf und die Gegner des fünften Punktspieles sind Kapfenberjt und GAK in Kapfen-berg. Die deulsciie Boxstalfel tfir Rom Nach den am Freitagnachmittag in der Freiluftarena des Klagenfurter Atnletic-Clubs unter großer Anteilnahme der Klagenfurter Sportfreunde durchgeführten Schaukänipfen der im Trainingslager in Pürtschach am Wörthersee versammelt gewesenen deutschen Nationalboxer, wurde für den Dreiländerkampf Deutschland-Ungarn-Italien vom 4. bis 7. Juni in Rom vom Reichsfachamtsleiter Hie-ronimus folgende deutsche Nationalmannschaft aufgestellt: Fliegengewicht: Pietzsch (Berlin), Bantamgewicht: Bögershausen ^Hannover), Federgewicht: Petri (Kassel), Leichtgewicht: Nürnberg (Posen), Weltergewicht: Trittschak (Hannover), Mittelgewicht: Pepper (Dortmund), Halbschwergewicht: Baumgarten (Hannover), Schwergewicht: ten Hoff (Oldenburg). Meislerscliallsfinien in Breslau Höhepunkt der 11. Deutschen Meister^ Schäften im Gerätturnen der Männer war ant Sonntag nachmittag der Entscheidungskamp' der zwölf besten Turner um die Titel int Zehnkampf und in den fünf Einzelübungen. Oefr. Helmut Bantz (WL), der schon inr Dreiländerturnen als Bester hervorgegangen war, sicherte sich mit 196,5 Punkten die Meisterschaft vor Oberfeldw. Rudolf Gauch (Mll) mit 194,9, Kurt Krötzsch (Lützen) mit 194,4, Alfred Müller (Leuna) mit 193,2 und Oberfeldw. Karl Stadel (WH) mit 191,6 Punkten. Außerdem wurde Helmut Bantz Meister itn Pferdsprung mit der nur einmal erreichten Höchstnote 40, an den Ringen zusammen mij Gauch bei je 39,1 Punkten und bei der Bodenübung mit 39,2 Punkten, die zugleich auch von Krötzsch und Schnepf erreicht wurden, Doppelmeister wurde Alfred Müller (Leuna), der arn Reck mit 39,4 Punkten und am Barren mit 39,9 Punkten zum Titelgewinn kam. Vor dem Beginn der Kämpfe erfolgte die Benennung der neuen Turnhalle im Hermann- a. Schon efai Haar verrät das Lebensalter. Daß man an dem Ergrauen der Haare abschätzen kann, ob sie von einem älteren oder jüngeren Menschen stammen, ist eine alte Erfahrung, die aber doch nicht immer zutrifft: denn es gibt auch Fälle, in denen der Mensch schon in jungen Jahren graues Haar bekommt. Der norwegische Arzt Dr. Hirden in Oslov hat ein Verfahren erfunden, durch das er nach einem einzigen Haar mit Sicherheit das Alter des betreffenden Menschen feststellen kann. Er hat der norwegischen Ärzte-Akademie dieses Verfahren vorgeführt: das Haar wird in eine von ihm erfundene ambra-haltige Lösung eingetaucht und dadurch in Zersetzung übergeführt. Dabei stellt sich heraus, daß der Zersetzungs-Prozeß des Haares in der Zeitdauer genau dem Alter des Menschen entspricht, und zwar lösen sich die _ t- - c i • ^ Haare junger Menschen — entgegen der An-) m »(Jarl Steding-Turnhallee nähme des Laien — rascher auf als die eines' H"" Einweihung einer Carl-Steding-Büste älteren. Auf Grund der bisher durchgeführten''"! Rahmen einer schlichten Feierstunde. Versuche ist Dr. Hirden zu dem Ergebnis gekommen, daß die Altersbestimmung in 90% aller Fälle mit Genauigkeit zutrifft. a. Eine 3000 j[Bhre alte Dauerwelle. Die »Dauerwelle«, die heute die l-läupter der Frauen schmückt, ist keine Erfindung der Gegenwart. Das beweist eine Entdeckung, die der Archeologe Byron de Prorok in Jemen gemacht hat Die älteste Dauerwelle der Welt befindet sich auf dem Haupte einer arabischen Mumie, und zwar einer Prinzessin, die im Alter von noch nicht 30 Jahren etwa .1000 Jahre v. Chr. gestorben ist. Die Haare der Prinzessin, die von Natur schwarz waren, sind rötlich gefärbt, und die Haartracht seihst entspricht etwa unserer heutigen Pagenfrisur. Die Untersuchung der Mumie hat ergeben, daß ; Asboth spielte vor deutschen Soldaten Belgrad erlebte am letzten Maisonntag seia erstes Wehrmachtssportfest. Ungarns Rom-Pokalspieler stellten sich hierfür zu Schaukämpfen auf der alten Feste Kalemegdan in kameradschaftlicher \yeise zur Verfügunj und zeigten vor beimllfreudigen Soldaten darunter auch Gesandter von Benzler und der ungarische Generalkonsul, hochklassigei Tennis. Um möglichst viele Spiele durchführen zu können, wurde fast durchweg nur über einen Satz gespielt. Den stärksten Eindruck hinterließ dabei der Europabeste Jose! Asboth, der sich sowohl Gabory als auck Szigeti mit 6:3 überlegen erwies und inj Doppel mit Dr. Maler Szigeti-Gabory 1:K 6:3. 6:3 schlug. die Haare im Nacken offenbar mit einer Art" ——-r-" »Dauerwelle« behandelt wurden, denn sie AlTSTOFFtf^ROHITOPf^AlTSTOFF^ROHITOff sind in sehr geichmäßige Locken gelegt. Die Obermenschlidies wurde von zahllosen, arabische Prinzessin, die in einem Felsengrab namenlosen Kämpfern in der Winterbeigesetzt ist, trägt überaus kostbare Kleider, sdilacht geleistet! Von Dir wird die Abgabe außerdem fand man zu ihren beiden Seitender Altklcider, der Flicken und Stoffreste alles, was schon im Altertum eine Frau von für die Arbeiter der Heimat-Stand an Schönheitspflegemitteln zu benut-( mnt o>fnrHi>rf »nr zen pflegte: kostbare silberne Büchsen ^* 8^'o^acrt zur - , Salben und F.ssenzen, Pinzetten, Nageische-Altlfkidtrund SpmnstofFsamililuiig 1)^2 ren und einen bronzenen Spiegel. i.-ll.Jimi Danksagung Für die vielen Beweise inniger Anteilnahme anläßlich des schweren Verlustes, der uns so jäh betroffen hat, und die vielen Blumenspenden danken wir alten Verwandten und Bekannten auf diesem Wege auf das herzlichste. Emmy Serien und Kinder Lichtenegfg-Pettau, den 31. Mai 1942. s«(tc 6 «Marburger Zeitufij^c 3. Juni 1042 Nummer 150 ...........................——' Stadtth«at*t MarDiirg/Oiau Mittwoch, den 3. Jnnt, 20 Uhr QeachloMene Vorstenimg für die Wehrmacht Llsii benimm dichl Ein musikalinches Lustspiel !n einem Vontpiel und 3 Akten von Errat Priest und üidwig Wejrs. — Musik von Hans Lang. K«ia KtrtcBTcrkaofl Donnerstag, den 4. Juni, 20 Uhr iDer Graf von Luxemburg " '71 drei A' von ' ' rth^r miiiiiiiimimiiiiniiiiiiK Amtliche Beicanntmachungen Der Oberbürgermeister der Stadt Marburg ■. d. Drau Wirtschaftsamt -> KohlensteOe Belcanntmacliung Allen Verbrauchern von Brennstoffen, die ihre Anmeldung zwecks Kohlenbezug für den Winter 1942/43 noch nicht gemacht haben, gebe ich eine letzte Frist von 14 Tagen und sind Anmeldungen in der Zeit von 1. bis zum 15. Juni vorzunehmen. Die diesbezüglichen Anmeldungsformulare sind bei den KohJenhändlern erhältlich. Nach diesem Termin einlangende Anmeldungen können in keinem Falle mehr entgegengenommen werden. 5092 I. A.: Dr. Weber. WIRTSCHAFTSKAMMER STEIERMARK An alle Handelstreibenden in der Untersteiermaric Um nunmehr auch die organisatorische Eingliederung innerhalb der gewerblichen Wirtschaft in der Untersteiermark durchzuführen, werden diejenigen Gewerbetreibenden, die nachangefiihrte Gewerbe ausüben, zur umgehendsten Meldung aufgefordert: 1. Gewerbe nach Scliaustellerart; a) Inhaber von Karussels, Fahrgeschäften aller Art, Schieö-hailen, Spielbetrieben aller Art, b) Inhaber von Zirkussen, Arenen, Wander-Varietes. 2. ambulanter Warenhandel: a) Marktfieranten, die befugt den Handel mit Waren aller Art, auch eigener Erzeugung, auf Jalir- und Krammärkten ausüben, h) Inhaber von Hciusierheret'hticriingen und Berechtigungen auf den Handel im Umherziehen, c) Inhaber von Wandergewerbescheinen (Scherenschleifen, Schimireparatur, Kesselflickerei usw. im Umherziehen). 3. ambulanter Lebensmittelhandel: a) Handel mit Lebensmittel aller Art auf VerkaufsstSnden (Wochenmarkt), b) Ilandel mit Lebensmittel aller Art In Verkaufshütten (Kiosken). Die Meldung ist unter Angabe der Gewerbeart (oben l—3), Vor- und Zuname, genaue Wohnanschrift an die Wlrtschaftskammer Steiermark, Unterabteflung Ambulantes Gewerbe, Graz, Burggasse Nr. 6/1 zu erstfiltrn, 5108 I AdUuHf! kndiäfi Soeben erschienen; Verordnongs- nnd Aoilshlatt des Chefs der Zivilverwaltung In der Untersteiermark Nr. S1 vom 19. Mai 1942 Einzelpreis 25 Rpf. Nr. 82 vom 2S. Mal 1942 INHALT: Bekanotmachuni; Uber die MuiteruD| für dea W^rdieait und dno Feirhsarbritsdicust in d«r Untersteiemiirk vom 21. Mti 1942 Zweite Erkaaiitmacfautig über die Erfassung für den Wehrdienst in der Untersteifrmark vom 2L Mai 1942 BektanfniacbuOK über die Übertrftfun| der Preisbildung im Lle* genschaflsverkchr auf nachgpordnrle Beliörden vom 20. Mai 1942 Mnielpreifl 5 Rpf. CrhälUtcb beim Schaller dar Marburger Verlags- u. Druekweh Oes. m. b. H. Nai^üff/Orau. aacfgasa« 6 bei den Geschäftsstellen der »Marburfer Zeitung« IN CILLI, Adolf-Hitler-Platz 17, Buchhandlung der Cillier Druckerei IN PETTAU, Herr (Jeorg Pichler, Ungartorgasse und bei den sonstieen Verkaufsstellen dezttgsprcis: Monatlich KM 1.25 (stets im voraus zahlbar) Bazugsbastalluiicen werden bei den Ueschfiftsstellen der >Marbureer Zeitung« und im Verlas, Marburg-Drau. Badgasse 6, •ngen#mmtn. Kaufmann guter OrganlMtor, umsichtig, sucht Betätigung in größerem Unternehmen als Stütz« oder Stell« Vertreter des C^efs. Anträge unter >Vielseiti|r<^ an die Verwaltung des Blattes. 51 Oö UNNI 3101 IVIlDtmiH ^ 'eiiieBde B«iiie, der Fraueti, tfe vre IuKUIImI >tehcD und i^cheD. d «rersehiedmet B X GiaiN Preistaceik CODM Beratnnj^ttte i ZUM INDIANER, Grai, H«rr«ng«tM 29 aebeo Cate Herrenhot. GUMMIHOI*, Grai, Sporgast« 4 neben LWffff. mwic FRAUENHEIL, Orai, AlbrachfgatM 9 Ge$€häfi$übernahmm durch K. & H. WeN, vormals „Saws-Kollln" Marburg^-Drau, Kämtnerstraße 9 Wiedereröffnung 1. 6. 1942 t WEOKRATIM VII|N «Hcti flkiMfi. »ttlil d«n Schtntri und wlrkl tam^ rifurher4btnlndarnd. VtrIimfM Sto NEOKRATIN in Ifirvr Apelh«k*. Packung EU i ObtcItnlupMlii SM t.19 439 Kleiner lluelger Jedet Won tostti 10 Rirt da» letts«ir«cicM Wort a RpI Der Wortoreli cittbli ci II Buchstabfti it Won liVliiiuiiiimiiiiiiiiilllillllllllllllllllllllllillllllllilllllllilH r RpL flr Zateadntii von Ktanwortbrietei «ardeii M Rpt Porto btrtclinet Aazettea-Annahmtwchltill' Am Ta*« Tor erscheinen ant 1f l'tir »Kleine ^n■ Kltan* werden nur tetea Voreinsendnoi des Beirffre« (aocb i« cilhlte« Qriefiaaricen) toleenonitnea Nllndestsebflht fftf elae Wielav Anteil« RM i Tiefer Kinderwagen um 120 RM zu verkaufen. Perz, Engertgasse 3, Eisenbahnerkolonie. 5124-4 2ii Schöner Wehlgarten mit Obstgarten in nächster Nähe Marburgs zu kaufen gesucht. Anträge unter »Weingarten« an die Verwaltung. 4806-2 Bettstelle (Zimnierkollege) an Herren zu vermieten. Tegetthoffstraße 23'I. 5(W0-5 Ein vollständiges Schlafzimmer, möglichst gut erhallen, zu kaufen gesucht. Anträge unter »Schlafzimmer« an die Verwaltung. 5111-3 Möbliertes zweibettiges Zimmer nur an zwei alleinstehende Herren zu vermieten. Anzufragen in der Verw. 5125-5 2tt mictefe msnikf Ein Kinderfahrrad, Zwei- od. Dreirad, zu kaufen gesucht. Anträge unter »Dreirad« an die Verwaltung. 5112-3 Möbliertes ZItnmer, womöglich separiert, für Beamten in leitetider Stellung für sofort oder 1. Juli gesucht. Angebote an die Seifenfabrik Zlato-rog. 5109-6 Briefmarken, ehem. jugosl. Wdhlt., Flug. u. Freim. post-fr. sowie ehem. österr. Wohlt. u. Europa-Sätze laufend gesucht. Angebote mit Preis an Korenjak, Brückl, Kärnten, Postfach. . 4484-3 Reines zweibettiges Zimmer von zwei älteren Damen, Angestellte, mit Kochgelegenheit gesucht. Anträge unter »Ruhig« an die Verw. 5122-6 Motorrad bis 125 ccm sucht dringend Marburger Molkerei, Tegetthoffstraße 51. 4998-3 iu ¥£ßküu££k Beamter sucht ab sofort möbliertes Zimmer. Angebote an die Verwaltung unter »500«. 5074-6 Junge deutsche Schäferhunde sind zu verkaufen. Drauwei-ler, Hubertusgasse 15 (früher Jägergasse). 5055-4 Kraftwagenlenker II. und 111. Klasse sucht Stelle. Adresse in der Verw. 5119-7 liVliiiuiiiimiiiiiiiiilllillllllllllllllllllllllillllllllilllllllilH r RpL flr Zateadntii von Ktanwortbrietei «ardeii M Rpt Porto btrtclinet Aazettea-Annahmtwchltill' Am Ta*« Tor erscheinen ant 1f l'tir »Kleine ^n■ Kltan* werden nur tetea Voreinsendnoi des Beirffre« (aocb i« cilhlte« Qriefiaaricen) toleenonitnea Nllndestsebflht fftf elae Wielav Anteil« RM i Such« für 15. Juni Köcnin, ait selbständig ist und auch d»jn Haushalt riihren kartn. Ati;i! fragen PericostraBe 19. 4(hil J Waizenführer zu Dampfwalze dringer"' gesucht. Anträge an die Verw. unter »Dampfwalze*. 5121-8 auRG-xihO rr.6'^8'3o.2.un Himmelhunde WALTE JACUtR. WALDEMAR LEITOEB, JOSEF KAMPCR. ALBCRT FLORATII, FOr lugendliche zugelassen! BSPLANADt Heute 16. 18.30.21 Uhi Viel lirm in Nlxi Fär Joiesidlieh« nicht lacelaesAnl 4950 Bllenzsicherer, selbstiadiger BuchlMÜter (Kontenrahmen) für ein Qroßhandelsunterneh-men in der Untersteiermark zum sofortigen Eintritt gesucht. Anträge mit Lebenslauf und Lichtbild an; Großhandelsgesellschaft in Cilli. 5107-7 Intelligentes Frlulein sucht Vertrauensstellung als Kassierin, Zahlkellnerin od. Wirtschafterin. In allem Jahrelang Praxis. Angebote an die Geschäftsstelle der »Marburger Zeitung« unter Nr. »1000«. 5133-7 Skäm Mädchen für alles, welches c' I kleinen Haushalt selb- "tSndip führen kann, zu ruhiger Familie für sofort gesucht. Anzufragen im Fanr-radijeschäft Leposcha, Ha-merlinggasse 1. 5130-8 Ir'irjunge für Lebensmittel-gesc!.:" wird gesucht. Antrage unter »Lehrjur:;?« an die Verw. 5123-8 Vw Bnntcll«i| von Arb«l»> Iniftea maS die Zoftlmmnai d« mitiuidifca Arbeiutmte« eingeholt wcrdm. VarläBIlcha Hausgahillln mit Kochkenntnissen gesucht. An-zufrazen bei Frau Lina Macher. Marburg. Domgasse 6. 4942-8 Lehrmädchen oder -junge wird sofort aufpenommen. Anzufragen im Fahrradge-Bchäft Franz Leposcha, Ha-morünggasse 1. 5120-8 Erfahrene Bürokraft zur selbständigen Führung der Buchhaltung, der Lagerevidenz, dr- Steuer- und Lohnwesens mit zugeteilten Hilfskräften für e'"en .Großbetrieb in der Unter«-* ' ^ark pesiicht. Aus-führiche Zuschriften unter »Ehester Dienstantritt 5110« an die Verw. 5110-8 Bediefierin für Vormittag ge- purht. Anträge iint^ir >Snfort oder 15. Juni« an die Verw. 5075-8 Weingroßhandlung in der Obersteierniark sucht tüchti-p" reellen Wein-Einkäufer für d!'' Oebiete der Untersteiermark. Angebote unter Kennziffer 1870 an die Verw. erbeten. 5060-8 Such« für 15. Juni Köcnin, ait selbständig ist und auch d»jn Haushalt riihren kartn. Ati;i! fragen PericostraBe 19. 4(hil J Hausgehilfin mit Kochkenntnissen wird aufgenommen. Bäckerei Rakuscha, Marburg, Kämtnerstraße 24. 5113-8 Hausmeisterstelle. Reine, ru< hige Frau, welche auch das Aufräumen einer Wohnung übernehmen müßte, zusammen vier Vormittagsstunden, gegen Zimmer- und Küchen-wohnunp und Bezahlunj? gesucht. Anträge unter »Zweifamilienhaus« an die Verw. 3114-8 Kraftwagenlcnker mit Führer« schein I. Klässe wird gesucht* Anträge in die Verwaltung unter »Kraftwagenlenker«. 5120-a Wachmänner für die besetzten Oebiete im Westen gesucht. In Betracht kommen in I *er Linie Rentner, Pensionisten und einsatzfähige invalide, sowie auch Arbeitskrähe, welche nicht In einem festen Arbeitsverhältnis tte-hen. Bewerber, welche bereit« in einem kriegswichtigen Arbeitsverhältnis stehen, oder dafür in Frage kommen, scheiden aus. Unbescholtenheit ist Voraussetzung. An« fragen sind an die zuständi« gen Arbeitsämter zu richten. Nähere Auskünfte durch die Dienststelle in Graz, Sackstraße 27, Tel. 42-42, Thiel Rudolf. Werbeleiter. 2609-8 hutäi » (fUbtiH r !.warzc Geldtasche mit Geld, Ausweispapieren, div. Zettl!' und '"ngen am Marktplatz verloren. Gegen Belnhrmtip ab^ii-Teben bfi" Hambrosch, Luschingass« 25. 5134-0 Waizenführer zu Dampfwalze dringer"' gesucht. Anträge an die Verw. unter »Dampfwalze*. 5121-8 Möbliertes ZItnmer, womög- ^ lieh separiert, für Beamten v(\Uwln^^Am leitender Steilurn? für «nfnrt • Rundfunkempfänger, Philips 311, um 300 RM zu verkaufen. Adresse in der Verw. 5126-4 1 Wagrjn erstklassige :)hii mentaler Kälberkühe sind am Samstag. de«i 6. Juni, in Marburg beim Gasthof Vvlacho-witsch zu verkaufen. Prach. N«tzvl-**hanc" ":ig, Wildon. 5053-4 Mädchen vom Lande, 10 Jahre, sucht Lehrstelle bei einer Näherin mit Wohnung und VerpflcRung. Anträge erbeten an die Verwaltung unter »Strebsam 19«. 4097-7 Legitimation Nr. 24578, auf den Namen Bisail Adelheid, Ober-Rotwein 2, verloren. Abzugeben in der Verw. 5135-J> Attffordeningf Unterfertigter fordere den Herrn und die Dame, welche sich am 31. 5. 1942, um 11.30 in meiner Gesellschaft im Caf^ »Steirer-hof« befanden, auf, mir meinen Regenmantel, welchen ich der Dame geliehen und sie denselben ohne meine Rückkehr abzuwarten, mitnahm, unverzüglich an untenstehende Adresse abzugeben, da mir beide bekannt sind, widrigenfalls ich gegen sie sofort die Anzeige erstatten werde. Anton Schega, Marburg Drau, Herrengasse Nr. 50/111, links. 5117-9 Modistin zum sofortigen Eintritt gesucht. Kost und Wohnung im Hause. Anträge unter „Modistin" an die Vertretung der „Tagespost'*, Cilll, Ringstraße Nr. 2/II. 4908 Vfele TmuMende Marbuwr Zeltung lesen die Natt da dmin MmHnmtbimtt acfton 6aac«ilt/ Und du? Kaufen Fässer' und Bottiche Jader GrSfia, einialn and arrÜtra Partlaa. Aalri#« «nUr .Fliaar" an iH« Vari^.