Nr. 146. Freitag, 28. Juni 1907. 126. Jahrgang.
Mbacher
Zeitung
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nllttags. Unsranlierle Briefe werden nicht angenommen, Manujlriptc nichl zurückgestellt.
WM^- Des h. Feiertages wegen erscheint die nächste Nummer Montan, den 1. Juli.
Amtlicher Heil.
Den 2«. Juni 1907 wurde in der l. f. Hof« und Staats-drnckerei das II.. V.. VII., XXX11I., XXXVI., XXXIX.. XI,., XI.I., XI.III,, XI.IV., XI.VII., XI.IX. nnd I.l. Stuck der lroatischeu und das I.VIII. Stück der polnischen Ausgabe des RcichsgeselMattes ausgegeben und versendet.
Mchtamtl'icher Geil.
Säiiilliche Blätter besprechen die Präsidenten wähl iln Abgeordnetenhanse.
Die „Neue Freie Presse" sieht ill der Wal)! des Doktors Neißkirchiler deil Beweis, daß Doktor Lliegcr Herr des Halises war und findet, daß darin die ernsteste (Gefahr fiir dessell Zukunft liege. Die christlichsoziale Partei sei illllner bestrebt, dic Wliiloritäteil mit, ^üßeil ,'»u treteil. Das neue Haiis löuule aber nur durch die äußerste Behutsamkeit, durch liebevolle (Geduld und durch Vermeidling jeder schroffen Parteiherrschaft zllr Arbeitslvillig-t'eit und zur Arbeitsfähigkeit erzogeil werden. Weißkirchner als Präsident sei dcr Versuch eiller Majo-ritätsherrschaft liud deshalb sei seine Wahl ein schwerer Fehler.
Das „Neue Wiener Tagblatt" bezweifelt lücht die Eignung des Dr. Weißkirchner für seine hohe Würde. Er gehöre aber einer Partei an, welche in diametralem Gegensatze zu den freisinnigen An schauuugeu der großen Masse der Bevölkerung stehl nnd die Umstände, unter welchen seine Wahl er-folgte, seien nicht darnach beschaffen, den Deutscheu besonderes Vertrauen einzuflößen. Tollte übrigens Dr. Weißkirchner die Arbeitswilligkeit des Hause; sichern, desto besser. Wenn nicht, werden die Abgeordneteil das haben, was sie sich selbst bereiteten.
Das „Fremdellblatt" hebt. als bedeutsamstes Merkmal der Wahl hervor, daß sie das Haus uichi in nationale Lager geschieden fand. Das sei für die Festigung der parlamentarischen Verhältnisse vom höchsten Werte. Wenn noch Torgen an die Ge-
schäftsführung des neuen Präsidenten geknüpft wurden, so seien sie durch seine Rede zerstreut wor den: Es ist nur das ehrliche Zusammenwirken aller großen Parteien nötig, damit nach dem Worte Dr. Weißkirchners durch Betätigung ernster Ar beit das Werk der Wahlreform die endgültige Weihe des Erfolges erhalte
Die „Österr. Volkszeitung" konstatiert, daß die Absprache des ueuen Präsidenteil auf deutschfrei heitlicher Seite keinen ungünftigeu Eiudruck hervor gerufen hat. Mail müsse abwarten, ob das Wirken deo neuen Präsidenten seine Worte beglaubigen werde.
Das „Neue Wiener Jourual" meint, man dürfe au5 der Wahl Weißkirchuers keine weitgehen den politischen Folgerungen ableiten. Wir habeil schoil klerikale Präsidenten gehabt, ohne daß sie dem Abgeordileleiihause ihre Weltanschauung abzuzwingen vermochten, was sie auch gar nicht ver-suchten.
Das „III. Wiener Extrablatt" weist darauf hin, daß Dr. Weißkirchner bisher ein eifriger, uu bedingter Partisan der christlichsozialen Partei gewesen sei. Er werde mm zu zeigen haben, daß cr imstande sei, den Parteimann abzulegen, sobald er auf der Präfidententribüne sitzt.
Dao „Vaterland" sagt, die Tatsache, daß all der Spitze des Hauses ein dcntschantisemitischer Präsident steht, habe eine unverkennbare politische Bedeutung, nämlich die, daß die christlichsoziale Partei die Führung des Hauses überuommeu hat.
Das „Deutsche Volt'sblatt" konstatiert, daß zum erstenmale ein Wiener an der Spitze des Parlaments stehe, und meint, wenn die liberalen Blätter nicht so verbisseil uud verbohrt wären, müßten sie sich eigentlich über diesen Triumph dec. „^eutralis mu" frenen.
Die „Arbeiterzeitung" behauptet, Dr. Weiß-kirchner sei gewählt worden, weil ihm die Regie-ruug zum Schlüsse jeden Gegenkandidaten aus dem Wege geräumt hat. Die Willensrichtung des Mini steriums ziele auf die Bildung einer geschlossenen .Masseinnehrheit gegen die Sozialdemokratie.
Die „Deutfche Zeitung" bemerkt, der Jubel im christlichsozialeil Lager über den Au^gang der Wahl sei nicht nur der Ausdruck der Genugtuung über den Triumph der Partei, sondern auch nicht minder der Empfindung, daß die großeil Hoffnun-geil, die auf das Haus des allgemeiuen Wahlrechtes gesetzt wurden, nun in Erfüllung geheil werden.
Politische Ueberficht.
Laib ach, 27. Juni.
In der in der „Wiener Abendpost" veröffent-lichten Mitteilung, betreffend das R e g i er u n g s-jubiIäu m Sein e r M a j e ft ä t d o s K a i -fers bemerkt das ,,^-renldenblatt": „Werke dcr Menschenliebe sollen die Liebe, die Österreichs Völker dem. Monarchen weihen, auch bei seinem sechzigjährigen Jubiläum wieder bezeugeil. Dcr Prunk von Festen soll nach dein Willeil des gütigsten Fürsten nichts von den Mitteln hinwegnehmen, die ein opferwilliger Sinn in loyalem (bedenken zu widmen bereit ist, nm das Lo5 Bedürftiger zu erleichtern. Denn nicht solchen Prnnkes bedarf es. um Gesinnungen wiederum darzutun, die seit zwei Menscheualterii bewährt sind. Der Fortschritt in Wohlfahrt lind l^esittuilg hat da5 Bewußtsein sozialer Pflichten in sechs Jahrzehnten der Regierung des >idisers immer mehr vertieft, lind neuerlich mahnt nun dos Kaisers Wnnsch dieses Bewußtsein -. mahnt dazn, an einem Höhentage dieses Fürstenlebens, das köstlich ist, weil es Arbeit und Mühsal gewesen ist, der Elenden zu gedenken. Denn so einp. findet des Kaisers väterliches Herz: daß ihm getan wird, was dem Geringstell unter allen getan wird, die nnter Seinem Szepter leben."
Die „Zeit" tritt für Erleichterung vou I n t e r-PelIatio ll e n durch Verzicht auf deren schriftliche Einbringung ein. Das ist der Punkt, wo eine Reform der Geschäftsordnung einzusetzen hätte, die nicht deil Driuglichkeitsanträgen überhaupt, wohl aber den überflüssigen und zeitmörderischen, ein Ende machen will. Die Abgeordneten werden nicht den weiten Weg des Dringlichkeitsantrages gehen,
Feuilleton.
Der Rächer.
Skizze von Adolf Stark. (Schluß.)
Ich ließ mich in allerhand gewagte Spel'u lationen ein, in der Hoffnung, das Verlorene wie derznfinden; aber sie schlugen alle fehl. Heute beside ich weniger als nichts', denn der Wechsler Salomon hat Wechsel von mir, deren Höhe mein Vei> mögen übersteigt. Er hat mich begauuert, der Lump. hat mich bewuchert- aber das Gesetz ist für ihu uud in fünf Tageil sind die Papiere fällig."
„Ich verstehe dich nicht, Herr. Wenn du mir sagen würdest, ich solle den Wechsler umbringen uud ihm die Schuldscheine entreißen, gut. ich täte es für dich, obgleich sollst meiu Geschäft schou ge tall ist, wenn ich den Stoß geführt habe. Aber warum du selbst verlangst, zu sterben------------"
„Nein, nein Pepo, ich bin kein Räuber, und daß der andere ein Gauner ist, das darf mich nicht hindern, ein ehrlicher Mann zu sein. Es gibt keinen anderen Ausweg als den Tod. Giovannas Eltern sind reich- aber sie zürnen ihr. weil sie mich ge heiratet hat. Mein Tod wird sie versöhnen, und Giovanna kehrt wieder zu Reichtum und Glück zurück."
„Glück, Siguor? Glück, weun ihr derjenige fehlt, deil sie liebt?"
„O, die Weiber vergessen leicht", sagte er in eigentümllcheni Tone. Ich hätte viel dafür gegebeil, i'l diesem Momente sein Gesicht zu sehen; aber die Maske verbarg es. Und dann fuhr, er hastig fort: "Siehst du, Pepo. ich könnte es ja selbst tuu; aber
oann würde es heißeil, wenn sie über die Straße ginge: ,Das ist Giovanna, das Weib des Selbst mörders.' Das würde eineil Schatten auf ihr Glück werfeu. lind fie soll glücklich werden!"
Wie eigentümlich seine Stimme klang, wenn er das Wort Glück audsprach.
„Was soll ich lauge erzähleil. Ich sträubte mich, aber sein Entschluß war unweigerlich. Täte ich es nicht, so wende er sich an einen andern. Es gäbe Bravos genug in Venedig, die sich nicht lange bitteil ließen, weuu durch einen Dolchstoß tausend Smdi zu verdienen wäreu. lind dann verabredeten loir alles Nähere, daß ich ihn am anderen Tage dort und dort treffeil solle, und dort sollte ich den Stoß führen. Den ^ohn zahlte er mir im, voraus.
Er war pünktlich am anderen Tage und--------
ich anch."
Bettina stieß einen leisen Schrei aus. „Jetzt weiß ich. wer es war. Der Marchese,------------."
..Behalte den Namen für dich! Und höre weiter! Ich habe ihn erdolcht, weil er es von mir forderte als Liebesdienst; aber ich habe es schweren Herzens getan, uud als er tot vor mir lag, da fühlte ich erst recht, wie ich ihn liebte. Um das Glück seines Weibes willen war er gestorben', ich beschloß, über ihr Glück zu wachen. Das -schien mir ein heiliges Vermächtnis.
Ein halbes Jahr später war sie die Geliebte des Grafen Ponmartini. Ein Hohlkopf, ein Laffe. nicht wert, dem anderen, dem Toten, die Schuh riemen zu lösen. Aber so sind eben die Weiber. Was ging es mich an, wenn sie ihr Glück darin fand? Und gestern verlobte sich Vonmartini — — — mit einer andern.
Er hat sich nicht lange seines bräutlicheu Glückes gefreul. Am Abend, als er aus dem Hause seiller Verlobteil heimging, habe ich ihn gestellt. In einein schmalen Winkel zwischen zwei Kanälen war es.
,Du mußt sterben, Schurke, sterben, weil du die Marchesa betrogen uud verrateil hast.'
Er zitterte am ganzen Körper und vermochte kanm zu stammeln: .Sendet sie dich?'
.Nein. ich komme aus freien Stückeil. Ich bin ein Freund ihres verstorbenen Gemahls und darum —--------'
.Ein Freund des Marchese? Dann hast du noch weniger Grund, sie zu verteidigen als ein anderer; denn sie hat ihren verstorbenen Gatten belogen uud betrogeil-, ich war ihr Geliebter schon, als er noch lebte.'
Ich begann ihn zu würgen. .Schurke, du lügst!'
Aber ei' stöhute nur leise unter meinem Griff. ,Vs ist wahr, ich schwöre es dir; es ist wahr!'
Da drosselte ich ihn. bis er nicht mehr atmen konnte, lind dailll warf ich deil Leichnam ins Meer.
Und dann — dann tat ich das Gleiche mit ihr. Bei Nacht drang ich in deil Palast und warf sie zum Feilster hinaus, in die Lagune. Ich woUte, ich hätte sie vorerst peinigen können, die Dirne, für die ein Mann in deil Tod gegangen ist, ein Mann, den sie betrogen hat. O, sie wehrte sich, als ich sie zum Feilster schleppte, wehrte sich. daß das Armband ->erriß und auf den Teppich fiel. Ich habe es eingesteckt nnd schenke es dir. Trag es, Bettina, und denke dabei au die Geschichte, die ich dir eben er zählt habe, nnd--------hüte dich!"
Laibacher Zeitung Nr. 146. 1360 28. Juni 1907.
wenn der kürzere Weg der Interpellation ebenso wirksam ist.
Die große Wärine des den, Firsten F- e r d i -n a n d von Viilgarien bei seinein jüngsten Vesnche in Bukarest bereiteten (5mpfaugec> niw die ihm vom Könige Carol durch Verleihung der Collane des Ordens Carol I. erwiesene Aufzeichnung erregen, wie man ausKoiistaütiiwpel berichtet, i,i einigen türki-schen Kreiseil Aufmerksamkeit. Man gibt sich Rechenschaft, das; die gelegentlichen Akzentuierungen des schon seit langem, sehr freuudschaftlicheu Verhält nisses zwischen Bulgarien und Htumänien in erster Linie dnrch den gemeinsamen Gegensatz veranlaßt sein mögen, dnrch welchen beide Staaten zum Athener Kabinette durch die bekannten ^tivalitäten in Mazedonien und durch dic Tätigkeit der griechischen Banden daselbst geraten sind- nichtsdestoweniger äußert sich die Ttimmuug da und dort nicht frei von einigem Unbehagen. In offiziellen türkischen kreisen wird demgegenüber auf den fehr warmen Charakter verwiesen, der speziell auch das Verhältnis der Pforte zu Rumänien charakterisiere, dem seine konservative Nichtnng in Balkanangelegenhei ten durch die Interessen des Landen nnd dnrch die allgemeine Richtung der rumänischen Politik klar vorgeschrieben sei. Die vom König Carol nnd vom derzeit leitenden Staatsmanne Rumäniens, Herrn Sturdza, wiederholt, au den Tag gelegte F-reuud schaft für die Türken schließe für letztere joden Anlaß zu Besorgnissen aus. Des Fürsten Ferdiuand bekannte besondere Verehrung für König Carol einerseits lind der Umstand, das; die augenblicklichen Beziehungen zwischen Bulgarien nnd Serbien dem Fürsten Bulgariens es wünschenswerter erfchcinen lassen mögen, seine Reisen ills Ausland über Bukarest, als über Belgrad anzutreten, erklären seinen letzten Besnch in Bukarest in so einlenchtender uud ausreichender Weise, daß man zu der oben erwähnten Beunruhigung keinen Anlaß sehe.
Die portugiesische Gesandtschaft in Wien hat aus Lissabon folgende amtliche De pesche erhalteu: Vollständigste Ruhe herrscht in Portugal. Die öffentliche Meinnng billigt die außerordentlichen Maßregeln, welche die Regierung getroffen hat, lim den Ausschreitungen der Presse entgegenzuwirken.
Die zwischen Rußland und Cngland schwebenden Verhandlungen behufs Verständigung über die asiatischen Interessen der beiden Staaten haben, wie man aus Paris meldet, nach dort eingelaufenen Berichteil durch die jüngsten Creignisse in Rußland keinerlei Unterbrechung erfahren, viel mehr, in letzter Zeit einen lebhafteren Charakter angenommen. Die Meldungen, daß eine in betreff Persien5 anfgctanchte Differenz diesen Verhand-luna.cn gefährlich werden zn sollen fchien und daß sogar an eine schiedsgerichtliche Austragung der selben gedacht worden sei. gelten als der Begrün dung durchaus entbehrend.
Tagesneuigleiten.
— (Fräulein Totengräbe r.) Dänemark talin sich der ersten Fran rühmen, die die Geschäfte a,l5 „Z5l-:!v<>l'. kloklc^i' nnd s>l^llui»t", dao heißt eines Totengräbers, Glöckner nnd Organisten, versieht. Es ist dies Fräulein Nörregaard, Tochter eiueo Propstes, im dänischen Orte Grenaa. Sie ist von Han5 an» Pianistin nnd Lehrerin, gegenwärtig 25 Jahre alt und hat den erkrankten Organisten von Grenaa bereits drei Jahre vertreten. Nun hat sie sich nm die Stelle beworben lind wurde anch drei anderen Bewerbern vorgezogen.
— (E inen boshaften Witz vo n M a r t T w a i n ) erzählt der „Cri do Paris". Der Humorist weilte in New Vork als Gast im kreise amerikanischer Großindustrielle!'. Fast alle Trustinagnaten ivareil zugegen. Mart Twain war trefflich in Stimmung und die ganze Gesellschaft schüttelte sich vor Lachen über die lustigen Einfälle des greiseil Witzboldes. Ein Pe-troleuinfürst saß dein Dichter gegenüber und lachte Tränen. Er erhebt sich dann einen Augenblick, nm sein Taschentuch hervorzuholen und meint dabei: „Es ist doch komisch, den fidelsten Menschen so ernst reden zn hören." „Oho", ontgegnete Mark Twain, „cs gibt noch etwas viel Konlischeres." ^ „Nun, was denn?" ^ ..Weiln man sieht, wie ein Petrolemllköing sein^ Hand in die eigene Tasche steckt!"
— (Tch uellheirate n.) „Also haben Sie ihn nach nur Iltägiger Bekanntschaft geheiratet?", fragte der Beamte auf dem Polizeibureau in Marylebone eine gutgekleidete Dame, die den Verlust ihres Gatten am Abend znvor in der Leicester Square Zu beklagen hatte. Sie hatte ihren Gatteu — eiuen jungen Burschen, der fünf Jahre jünger war al5 sie — drei Wochen zuvor geheiratet, so daß zwischen seinem ersten und letzten Aufta»che» nur ei» Zeitraum vou fünf Wochen lag. Einer Brautjungfer der Miß Alice Sin-clare wurde von einem der Gäste, eiiieiil Mr. Keeler, dcu sie zum crstellulal sah, sohr eifrig der Hof geniacht. Er machte ihr eiuen Autrag, uud sie willigte eiil, sofort die Seine zu Uierden. Schuell wurde ein Geist' licher geholt, der die beiden drei Stuudeu nach ihrem ersten Zusainnicntrcffcn traute. — Schuell uud eiilzig iu ihrer Art war auch die Bewcrbuug Mr. Charl?d Krügers aus St, Louis. Er war Artist. T->..i gleiche!'. Äerllf hatte auch die Dame, die später seiue Gattin wurde. Beibe arbeiteten in einer Nummer, deren Schluß darin bestand, daß er sie im Fluge iu der Luft auffange» mußte. Eines Abend«, als or gerade die ^lollegi» ill den Arme» hielt, wurde er sich bewußt, daß er verliebt war. Iu kurzer, leideuschaftlicher Nede schilderte er ihr seine Gefühle; sie lächelte. Er bat sie uiil ihre Hand. und sie murmelte: „Ja". Am uächsten Tag? wurden sie verheiratet. - Ein New Porter reicher Bürger uanieus Bower, der anf dein Sterbebette lag, wollte seinen Sohn gern zuvor noch verheiratet sehen. Der Sohn jedoch fühlte sich als Iuuggeselle sehr wohl und weigerte sich, den Wunsch zn erfüllen. Nuu drohte der Vater, ibu zu euterbeu, u>enu er nicht noch heute heirate. Als der Sohn dao Haus verließ, lief ihm zufällig ein hübsche» Zimnieriuädchen ans einem
ocnachoarten Hotel iu den Weg. Wie ein vowe, sturzle sich der juuge Maun ailf die, Nichtoahileilde uud ^r zählte ihr seine Verlegenheit. Sie willigte ein, die Seiue zu iixrde», und am selbe» Nachmittag wurd^l beide am Nett deo Sterbende» zusanimeugegeben.
— (Das Ende der D i e u st b o te u u o t.) Iu Aiucrita ist die Tienstboteuuot weun möglich noch schlimmer alo bei nils, und die amerikanische, HalK'-frali »iuß liebe» deiil hohell Gehalt, den die Iuiig-frallell vonl Staubbesen und vom Kochtopfe in der nenen Welt fordern, »o
ii die ansprnchovollen Ti,xl)ter der Freiheit, bei guter Lanue zu erhalte». Einige verzweifelte Leidensgeiios-sinnen in Kailsao City habe» sich uuu zusaniliieligetau uud eine Art Boykott der Dienstmädchen veranstaltet. Sie wollen sich und ihren Angehörigen auf eigene Fällst durchhelfeu ulid sich vou der Tyraunei der Kü cheiifee befreien. Acht Tanieu haben das Experiment gewagt nnd eiilen Klnb gegründet. Alle Familieu-allgehörigen sveisttl fortan im Klub, uud am Ende de5 Moilates werdeu die Kosten geteilt. Eill Klub-»iitglied leitet die Geschäfte, ein Obert'och uud zwei Gehilfe» assistiere», uud i» diesem Amt werden die Tamen abwechsel». Jede Failiilie liefert ihr eigenes Tisch- und Silberzeug. Da5 Untorilehnlen hat sich !o trefflich bewährt, daß mail schon zur Erweiteruug schleiten mußte, uud die e»tschlosse»e» Frauen vou Kausa5 Citn si»d sehr stolz il»d glücklich, die Tieust-boteufrage lluu endgültig gelöst zn haben.
LolaI- und Provinzial-Nachrichten.
Von der Save bis zur Donau.
Von llca Fatur. (Schluß.)
Stirbt uliser Bauer, so tut er es ohiie Furcht. Der Tod ist eine Sache, über die er sich uichl aufregt, da eo ja doch „einmal sein muß". Er briugt die himmlischen uud die irdischen Augelegeuheiten in Ordnung, legt dem Sohne noch au? Herz. daß dico oder jenes Feld i»i nächste» Jahre stark gedüngt ux?rde» müsse, und verscheidet im Kreise der Nachbar». Diese halten dann die Totenwache, wie denn iu jeder schwebn Stuude der Nachbar aushelfen muß, dafür aber auch geehrt wird im Sprichwort und im Leben. Stirbt der Vater, so fängt für den Sohn eine »»a»ge»eh>ne Zeit an. Er muß das Erbe verteilen, die Mitgift der Geschwister nuszMen — und diese Mitgift, die immer größer verlangt wird, untergräbt den Wohlstand des Bauern, der gerne viel verspricht und gibt . . ,
Also berichtet der Bauer vo» seinem Lebeil, aber ina» berühre uur die bl-e»»e»de Wunde der Landwirt-schaft - die Ai!5waudere,rfrage! Da umwölkt sich seine freundliche Stirne nnd heftig bricht er los: „Der Teufel hat diese» Amerika entdeckt!" Vor weuine» Jahre» w»ßte hier kei» Mensch davon, jetzt zieht fast jedes Kind dorthin. Wao soll daraus entstellen, wenn Mäuuer ihre Fraueu, Eltern ihn' Kinder verlasse»! Keine Znsanmlengehörigkeit mehr — aber früher wie him-, alles a» der heimatliche» Scholle! Eo geht ei» ^nsi der U»ruhe durch unsere jungen Leute. Sie lernen zu viel, um einfache Arbeiter zu seiu, sie fühle» sich nicht am Plcche, die Grenzen der Heimat siud
Der Fall Vasilijev.
Roman von Paul Dslar Höcker.
(2. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.)
„Wie gesagt - ich hab's ,halt nicht anders!" sagte sie etwas lleiulaut, die eiu hochmütiges Lächeln aufsehende Miß scheu betrachteud.
Die junge Deutscl)e gab ihr sofort die Hand, „Uud wir sind Ihnen von Herze» dankbar!" fiel sie rajch ein. „Wenn uur Ihr Herr Sohn, den wir ja seinem Asyls berauben, un5 uicht zürut!"
„Oh, nieiu Hans heißt alles gut, was seine Alte vornimmt!" sagte sie, während dao freundlicheLächeln wieder ihr Antlitz erhellte.
„Und was für einen Wandschmuck wir hier haben!" fuhr Martha, sich mit lebhaftem Iuteresse umschauend, fort. „Das ist ja gauz außerordentlich. All das hat Ihr Herr Sohn gearbeitet? Und anf der Geworbeschule?"
Die Lehrerowitwe seufzte. „Auf der Schule nicht, nein. Das ist eine Vestellnng für eine Kunstnwbel-fabrlk. Da — die Aufsatzstücke zmu Beispiel - - und die Truhendeckel uud die Wandbretter. Er hat's in seiu^r freien Zeit gearbeitet. Das Geld dazu soll'o ihm ermöglichen, daß er jetzt noch zu einem Künstler in die Lehre geht, um so uoch den letzten Schliff zu be koulmeu. Ja, weuu ich's so hätte, wie ich'o möchte . . . Nnn der Mensch soll nie unzufrieden sein!"
Martha hielt vor dem Tisch am Fenster inne, anf dem ein in der Arbeit begriff-enes Werk stand: ein mächtiges Uhrgehäuse, den Stwßburger Mimster darstellend. „Nein, dao dürfe» Sie wahrhaftig uicht. Ich weiß »,'cht. soll ich i»ehr die Erfindungsgabe, das
Komposit!on5taleilt Ihres Sohne» bewuuderu, oder den unerhörte» Fleiß, vo» dem seine Arbeite» zeugeil. Ta5 fasse ich ja gar nicht, daß ein einzelner Mensch ill einem jungeu Lebeu mit seiller Hände Arbeit aus dem sprödeu Material eine solche Summe von stau-»ensnierten Kiinstlerwerke» schaffe» kau».
Die Alte ward voll dem Lobe so verlegen, als ob eo ihr selbst gelte. „Nuu, wenigstens schc ich, daß die Sachen Sie nicht stören werden", meinte sie, leicht aufatmend. „Es ist nämlich viel zu tun im Hai>5 ^ die Kinder schlafen briilge». alles für uiorgen her l-ichteu uud da würde ev nicht gut angehen, all die Arbeiten erst noch aufzuräumen."
„Oh, wir sind hier ganz prächtig aufgehobeu. Frau Stägli schickt uns bloß nusere Haudtaschen herüber, nicht wahr, nnd so richten wir nils schnell für diese Nacht ein."
Da die Miß einsah, daß ein Protest nichts helfe» konnte, so wollte sie wenigstens' »och einen Separat-wnnsch geltend machen. „Dw Handtasche genügten mir nicht. Ich brauche» meine ganze Gepäck, sonst ich nicht kann »iachen Toilette morge» früh!"
„Aber Er^liue!" beschwichtigte die Deutsche.
„Ich will aber!" sagte Miß Holston fast heftig. Uud auf englisch fügte sie hiuzu: „Eo ist schou empörend geuug, UN5 zuzumuten, daß wir in eiuer solchen Tischlettverkstatt kampieren sollen!"
Da.5 Wort verletzte die juuge Herrin, die noch ganz bewegt war vom Betrachten all der Kunstwerke. Sie erwiderte aber nichts, sondern machte alles weitere mit der Lehrerswitwe nnd der Hoteliere ab.
Gemeinsam stiegen sie dann die schmale Treppe wieder hinunter.
Gerade schien die Abendmahlzeit der älteren Fe-rie»tolonisten ihr E»dc erreicht z» habe». Mail hörte die frische» K»nbensti»ilueu ein geistliches Lied singen, von schlicht gespielter Geige begleitet.
Als die Strophe beendigt war, öffnete sich die Tür und der Trupp der Stadtkinder stürnite die, Treppe hinab.
„Unten erwartet sie schou Herr Jordan, der Hilfslehrer, der mit ihuen in den Wald zieht", erklärte die Alte. „Dort »lachen sie noch allerlei Spiele und tmumel» sich. bio es Schlafe»ozeit ist."
Eiti junger Man» von etwa 25 Jahren, großg. wachsen, breitschulterig, mit kräftigen, aber sympathi-scheu Gesicht^zügen und gesuudem Teint kam - die Geige iu der Hauo — in die Tür.
„Das ist meiu Sohn — der Johannes!" sagte die Lehrerswltwe. Und mit ein paar einfachen Worte» vermittelte sie die Bekanntschaft uud erklärte dem juugeu Mann die Auweseuheit der Damen.
Da die Miß nach flüchtigem Kopfnicken der Ho-telic-re gefolgt war, hielt es Martha für ihre Pflicht, dem jungen Künstler etwas Verbilldlichco zu sagen.
Johannes Brake war in allem so ziemlich das Gegenteil seiner Mntter — nur deren dunkle, große, t'lnge Auge» besaß er. Er trug ei» kurzes, modisches Värtchen. sein kastanieubranues vollem Haar hing ihm iil die Stirn, die ei' — vielleicht eine Verlegen-heitsbewegung — imnrrr wieder zurückstrich, währcud er sprach. M
Das so offen und warm gespendete Lob der juM
geil Dame beglückte ihn sichtlich, beschämte ihn ab»
zugleich. »
(Fortsetzung folgt.) V
öaibacker Neiwrm Nr. 146. 1361 28. Ium 1907.
ihnen zu enge geworden. .Mädcheu, die ganz gut ihr Brot zu Haufe fiuden köunien, teuuen Wien. Triest, Abbazia besser als Rann: ftiut, anstellig, n>er^>en sie überall gerne aufgenommen, aber viele vert'omlnen dabei. Burschen suchen DiciO als .Nutscher, Lalaicu, Wächter: Fabriken, Eisenbahl,en entziehen lins Knechte und Taglöhuer. Für schweres Geld, für gute Worte bekonilue ich keine Lente. Tic Taglöhne sind in loenigeu Jahren uln das Doppelte gestiegen.: die Knechte verla>l>gcn einen Lohn, wie ihn beiuane ein Stlldierter nicht Hai! Träumte das dienende Mädchen friiher vom Heiraten, so träumt sic jetzt nnr davon, wieviel Dollars sio in Ainerika haben wird, nnd spart das Geld zur Utberfahrt. Teü' Bursch.', der früher sann, das Alleinwirtschastcn erwartete, verkauft jetzt sein Gut nnd zieht in dieses dreimal verwümchle Amerika!"
So klagt der Bauer sein Luid hat »nail einen Trost für ihn? ...
Still ist die, Nacht herangenaht. Wir verabschieden uns von, verdiisterten Bauer, aber nicht nnbeschenkt, dürfen wir von dcmnen ziehen! Wollen wir nnsere Tasche -nicht beschweren lassen, so nehmen wir weni> stens einen Strauß von Mädchenhand und versprechen wiederzukommen.
Sterne, hell wie unser Hoffe», muuhig lvie unser Sehnen, fern wie unser Glück, erleuchten die an Düf len reiche Sommernacht — fern rauscht die Save . , .
Eine Ahnung vom Künftigen überkommt uns, . , Was flüstern am Wege die Bäume von scheidenden Menschen, die zurückkehren nüöchteu uud dennoch ins Weite, Ungewiße hinziehen? . . .
Sie haben Haue und Spaten weggeworfen, sie lassen Sichel und Sense rosten' hinter ihnen bleibt die heimatliche Erde uubebaut zurück! . , .
Noch einmal sehen wir uus um nach dem gastfreundlichen Hause und ein Seufzer steigt auf aus gepreßtem Herzen: „Vchiite dich Gott, du waM'ndes Vaueruhaus!"
K. t. Landwirtschaftsgescllschaft für Krain.
^ Im großen Saale des „Mestni Don," fand gestern vormittags die diesjährige Hauptversammlung d.r k. k. Landwirtschaftsgesellschaft für Krain statt, .',» welcher sich etwa !_'0<) Mitglieder aus allen Teilen unseres Kronlandes eingefundeu hatten. Den Vorsitz 'ührte der Gescllschaftspräfidcnt Herr Landeshauptmann von Detela: als Vertreter der k. k. Landesregierung war Herr Regierungsrat L a scha n Ritter von M oorlan d, als Vertreter des kraiuischen Landesausschusses Herr Kommerzialrat Pov>«e er-schienen.
Der Vorfitzende hies; in seiner Ansprache die zahl-»eich erschienenen Mitglieder herzlich willkommen und begrüßte insbesondere die Vertreter der k. k. Landesregierung und des krainischeu Landcsansschusses. Mit Befriedigung dürfe die Gesellschaft auf ihre Tätigkeit im abgelaufenen Jahre zurückblicken, sei docb auf alle» Gebieten der Landwirtschaft ein namhafter Forlschritt ^ii verzeichnen, habe doch die Gesellschaft Erfolge zu verzeichnen wie nur weuige folche Vereinigungen in Österreich. Nedner warf einen Rückblick auf die >^) iährige Tätigkeit der kraiuischeu Landwirtschaftsgesellschaft nnd gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Gesellschaft infolge unermüdlichen Wirkens um,-mehr ein Faktor geworden, der auf die gedeihliche Entwicklnng der Landwirtfchaft in Krain mächtigen Einflnß nimmt. Freilich seien die erzielten Erfolge in erster Linie der munifizenten materiellen Beihilfe der Staats- und Landesverwaltung zu verdanken, es oürfe aber nicht außer Acht gelassen werden, daß auch der Zentralausschuß und dieVeanitenschasl der Gesellschaft ihrer Aufgabe voll und ganz nachgekommen sind, wobei insbesondere der zielbewußten Tätigkeit des Gesellschastsdirektors Pirc volle Anerkennung, gebührt. Der Präsident gedachte des wohltätigen Schutzes, dessen die Landwirtschaft seitens nnseres er habenen Monarcl>en sich stets zu erfreuen hatte und brachte schließlich ein dreimaliges „Slava" auf Seine Majestät den K a i se r aus, iu welchen Nuf die Ver> sammlung begeistert einstimmte.
Regiernngsrat L a s ch a n Ritt, v. M o o r l a, n d dankte für die freundlichen Wotte des Vorsitzenden nud begrüßte die Versammlnng namens der k. k. Landesregierung uud des auf Urlaub befindlichen Herrn Landespräsidenten. Die heutige Versammlung bilde einen wichtigen Markstein iu der Geschichte der Gesell schaft. welche nunmehr auf eine 14l)jäbrige fegend reiche Tätigkeit zurückblicke» könne. Die erfreuliche Entwicklung der krainischen Landwirtschaft sei geim'ß zum großen Teile ein Verdienst der LandwirtschaflS-gesellschaft. deren ersprießliches Wirken auch für die Zukunft zu den besten Hoffnuua,eu berechtige. Der Nückblick auf die erzielten Erfolge werde sicherlich eiü mächtiger Ansporn sein für die weitere Tätigkeit w,
Interesse der La:u)lvirtfchaft. Laudesansschußbeisitzer Pov 5 e begrüßte die Versammlung namend der trai-nischen Landcsvertretung, N'elche stets dessen einge denk sein müsse, baß die bäuerliche Bevölkerung die Majorität im Lande bilde. Der krainische Landwirt l,abe eineil schweren Kampf um die Eristenz zu !x stehen nnd Pflicht der Landesvertretung sei es, ihm in diesem sclMeren Kampfe beiznstehen. Der Mangel an landwirtschaftlichen.Arbeitskräften maä>e sich in empfindlicher Weise geltend. Durch entsprecheude Maßnahmen müsse dem Laudwirte nnter die Arme gegriffen werden: dann werde anch die Answauderungslust nachlassen uud öie Bevölkerung mit größerer Liebe an der heimatilchen Scholle hängen. Nedner gedachte der verschiedenen At'lionen zur Hebnng der Landwirtschaft und gab der Überzeugung Ausdruck, daß die Landeövertretuug gewiß gerue bereit sein werde, die Interessen der Landlvirtschaftsgefellschaft anch ferncr hin kräftig zu fördern.
Gesellschaftsdirektor Pirc berichtete über die Tätigkeit der k. k. Landwirtschastsgesellschaft im ab gelaufenen Jahre und bemerkte zunächst, daß von der Druäleguug des Jahresberichtes aus Erfparuugs-rücksichteu auch heuer abgesehen wurde. Die Gesellschaft hatte im Jahre 1W0 (>7V Mitglieder, daher »IN :'.W mehr als im ^abre l!»l)5>. Im laufenden Jahre traten der Gesellschaft bisher 825> neue Mitglieder bei. Seit der vorjährigen Generalversammlung wurden sechs neue Filialen errichtet, und zwar, iu Gamelje, Gradi^-e bei Littai. Arch, Tuchen, ^treklje-vec und Tacenj. demzufolge die Anzahl der gesellschaft lichen Filialen zur Zeit auf 18l> angewachsen ist. Der Zentralausschuß bestaud aus den Herren: Landeshauptmann Otto von Detela Präsident, Gutsbesitzer Franz Povke Vizepräsident, ferner Gutsbesitzer Autou Graf Barbo, Gutsbesitzer Heinrich Baron Lazarini. Gutsbesitzer Josef Lenareie, Gutsbesn',er Leopold Ba rou Liechtenberg, Vcterillärinspektor Alois Vavlin, Baurat Frauz Pavlin, Besitzer Josef ^oga''nik. Bürgerschuldirektor Dr, Thomas Nonnh, Adjunkt der landlvirtschaftlicheu Schnle in Stauden Willielm Nolxmann, Gutsbesitzer und Advokat Dr. Marimiüan von Wurzbach und Oberlehrer I'.'.nko 5irov>nl. Als Nechuungsrevisoreu fungierten die Herren Rech nungslx'videnl Heinrich Lindtner und Landeszahl amtokontrollor Franz Nozman. AIs Vertreter der Ge° sell schaft im landwirtschaftlichen Beiräte des k. k. Ackerbnumiuisteriums fungierte Direktor Pilv als Vertreter im Staatseiscnbahnrate Handel^faüuner-präsident Lenar'"i(". Ende des Jahres MX! wnrde ein Veteriimrbeirat im k. k. Ackorbaummisterium errichler. AIs Vertreter der Gesellschaft in dieser Körperschaft wurde über Antrag des Zentralansschnsses für die nächste dreijährige Fnnktionsperiode der Vizepräsident der Gesellschaft Herr Franz Pov^e, als dessen Ersatz mann Herr Direktor Pirc ernannt. In der Gesell-schaftskanzlei, die vam Direktor Pirc geleitet wird. sind anßer diesem noch ein Sekretariatsndjnnkt, ein Kanzlist, ein Buchhalter, zwei Magazinsbeamte mid eili Hilfsbeamter tätig.
Die gesellschaftlichen Filialen entwickelten zumeist eiue sehr rege Tätigkeit, Die Filialen besitzen gegenwärtig 29 Baumschuleu, die alljährlich eine große Au zahl von Bäumen au die Mitglieder abgebeu und dadurch die Entwicklung des Obstbaues wesentlich fördern. Zwanzig Filialen in Weiubaugebi>ten unterhal» ten größere oder kleinere Nebschnlen nnd einige aucb Musterw.'ingarte!!. Behufs Erhaltung der Obstbaum uud Rebschulen erhalten die Filialen angemessene Subventionen aus Staats- und Landesmitteln, Fast sämtliche Filialen l>esitzen landwirtschaftliche Maschinen für den genossenschaftlichen Gebrauch. Einen Hanptzweig der Tätigkeit der gesellschaftlichen Filialen bildet der genieinschastliche Bezug von landwirtschaftlichen Bedarfsartikeln, welcher Verkehr sich durch Vermittlung der Gesellschaftskanzlei fast ausnahmslos glatt abwickelt.
Wie seit einer langen Reihe von Jahren uuler hielt die> Gesellschaft auch im abgelaufenen Jahre eine H u f b efchlagschul e in Laibach. Diese Schule, die schon s>l) Jahre vou der Gesellschaft verwaltet wird, ist eigentlich eine Gewerbeschule, die infolge gesetzliche! Verfügungen bestehen muß. der Gesellschafl jedoch schwere Opfer auferlegt. Zur Erhaltung dieser Schule haben nunmehr die Staatsverwaltung, de>r Landen ausfchuß »ud der Laibacher Stadtmagistrat eutspre-ä>eude Beiträge zugesichert. Auch wurde eine Nnter ftützuug behufs Reparaturen und znr Vervollständigung der erforderlichen Gebäude zugesagt. Wenn möglich, Nn'i'd wieder ein Tierspital ins Leben gerufen uerden. Es ist selbstverständlich, daß auch der Unter->1chl in der Schule zeitgemäß reorganisiert werden 'oll. Die Schule hatte im vergangenen Jahre zwei !>urse. die beide sehr gut besucht waren. Alle Schüler ins Krain bezogen Unterstützungen vom Staate, resp. ?om Lande und von der Krainischen Sparkasse.
Die Gesellschaft befitzt nunmehr zwei Banm schulen, uud zwar die alte ans dem früheren Mu sterhofe iu der Poljanavorstadl und die ueue Bauin schule auf dem von der Gesellschaft im Jahre lliM in Ober-^i«ka käuflich erworbenen Grunde. Eine erfolgreiche Aufzucht von Obstbäumen anf den Gründen Äer alten Baumschnle scheint bereits unmöglich, da, der Boden vollkommen baummüde geworden ist. In der alten Baumschule werden nicht mehr hinreiclMd gute Väuiue behufs Abgabe gezogen, weshalb die Gesellschaft bis zur Ertragstelluug der »eueu Baumschule den Bestellungen ihrer Mitglieder nicht Genüge leisteu kann und gezwungen ist, schon seit vier Jahren aus deu oberösterreichischen vereinigten Nanmschulen .ill jährljch mehrere Tansend hochstämmige Obstbäume zu bestellen. Die neue Baumschule iu ^i^ka ist mit Obstbäumen dreier Jahrgänge bepflanzt nnd die ersten Bänmchen werden im Herbste 19()9 zur Abgabe gelangen können. Diese Schule ist un abgelaufenen Jahre eingefriedet worden und wird in der Art bewirtschaf' tet, daß es möglich sein wird, alljährlich etwa ^l.OM hochstämmige nud Zwergobstbäume verschiedener Gat tungeu abzugebeu.
Zu deu wichtigsten gesellschaftlichen Instnulionen gohört die landwirtschaftliche H a u s h a l t u n g s-sch u l e für Mädchen iu Laibach, verbunden mit einem Internat, worin die Zöglinge Wohnung und Kost er« halten. Das Internat steht unter der Aufsicht der Schwestern aus den, Orden des hl. Franziskus. die im Vereine mit den Fachlehrern den Unterricht besor gen. Unter anderen unterrichtet Dr, Tolj^ak über die Hygiene des Menschen, Veterinärinspektor Pavliu über Tierhygieue und Wanderlehrer Legvart iu den lai^wirtschaftlicheu Fächern. Praktifch üben sich die Zöglinge im Kochen, Nähen, Waschen, Bügeln, in der Rindvieh und Schweinezucht, im Gemüsebau, in der Blumen nnd Obstzucht. Auch wurde im vorigenIahre ein praktischer Molkereikurs abgchalteu. Auch für belehrende Erknrsionen der Zöglinge wurde Sorge getragen. Die Hanshaltuugsfchule besitzt gegenwärtig Musterschweiueställe. eineu modern eingerichteten Rin drrstall, der zweifelsohne der fchö'nfte und zweckeui-sprechendste it, Krain ist. groß? MnsterlMnerställv, einen kleinen Obstgarten von Formobstbäumen. Sei-lens ldes Mariannms wird der Schule ein großer Gemüse- uud Blumengarten zur Verfügung gestellt. Die Haushaltungsschule der Gesellschaft ist heute entscln'e« den die besteingerichtete in 'Asterreich.
Die nenen amerikanischen Weingärten, die bald die dnrch die Reblaus vernichteten alten Weingärten ersehen werden, lieferu ein von Jahr zu Jahr steige:^ des Erträgnis. Unsere Weinbauer müssen den Wein, der wegen der teueren amerikanischen Anlageil nnd der kostspieligen Bearbeitung halber viel mehr kostet, als der Weiu aus den alten Weingärten getostet hatte, leicht und zu angemessenen Preisen verkaufen, wenu sich der mit so vielen Opfeiii verbuuoene Weinbau reutieix'n soll. Dies und die veränderten Verhältnisse i,m Weiuhandel, die fremde Konkurrenz usw. legen der Gesellschaft die Pflicht auf, für den Absatz der heimi' scheu Weine Sorge zu tragen. Aus diesem Grunde hat die Gesellschaft vor vwr Jahren in Laibach einen Landes- V e rsuchs w o i n k e l I er ins Leben gerufen. Der Erfolg beginnt sich bereits zu zeigen. Die Bemühungen des Persnchsweinkellers, das Publikum mit guten einheimischen Erzeugnissen bekanntzuma cheu. für diese Reklame zu machm und bei Weinkäusen zu vermitteln, sind vou Erfolg begleitet. Die Gesel! schaft hat deshalb zu diesen, Zwecke um eine staatliche Unterstütznng angesucht, die ihr für das Jahr 1W7 auch schoi, zugestanden wurde,
Behufs Hebung unserer notleidenden Landwirtschaft hat die Gesellschaft sich sür die H e r a u s ^ a b e landwirtschaftlicher Schriften entschlossen und sind von der ..Kmetijska fnji/nica" bisher acht Bände erschienen. Anßerdem gibt dri' Ausschuß kurze Schriften unter dem Titel „Gospodarska nav^ dila" heraus, welche die Lehrmaterie über wichtige ökonomische Fragen zum Inhalte haben. Das amtliche Organ der Gesellschaft, .„Emetovalec", erscheint derzeit in einer Auflage von 75M Eremplaren. Für die Mitglieder deutscher Nationalität hat der Ausscbuß auch für das ^.ahr ,gel verbranchei,. Ter Weinbau wurde von der Gesellschaft dadurch gefördert, das; fie die Beschaffung von ve>> läßlich gutem und billigem Kupfervitriol nnd Tchwe fclmehl vermittelte. Auch gab die Gesellschaft viele Nebenspritzen nnd Nückenschwefler zu ermäßigten , Preisen ab und erwirkte für mehrere Filialen Unter-stützungen für ihre amerikanischen Nebschulen undVer-suchsweingärten, Die Nindviehzncht wurde durch Ab-gabc reinblütiger Znchtstiere gefördert, die Schweinezucht in ähnlicher Weife durch Abgabe von Iucht-schweinchen englischer Nasse, Die Förderung der Pferdezucht oblag der gesellschaftlichen selbständigen Pferdeznchtseklion.
'Die Hebung der Milchwirtschaft hat fich die Ge fellschaft stet? sehr angelegen sein lassen, sind doch schon mehr als 30 Jahre vergangen, seit sie die ersten Molkereigenossenschaften int' Leben gcrnfen. Im Jahre 1906 gab es in Krain 77 Moltereigenossen schaften und l2 Alpenkäsereien. Diese Genossenschaften nnd Käsereien setzten 12,350.000 Liter Milch ab, wofür sie über !V^ Millionen Kronen einnalnnen. Neben den erwähnten Genossenschaften sind auch mehrere Privatmolkereien tätig, die rnnd eine Million Liter Milch absetzten. Die Gesamteinnahme aller Molle-reien betrug mithin an zlvei Millionen Kronen.
Die größte Wichtigkeit wird von der Gesellschaft dem Unterrichte in der Landwirtschaft beigelegt. Außer dem Unterrichte in der Hufbefchlagschule und in der Haushaltungsschule wurde für den landwirtschaftlichen mündlich nnd mit Zuhilfenahme der Presse gesorgt, Es wnrden verschiedene Facht'urse nnd Stu-dienreisen sowie zahlreiche Vorträge der Wander lehrer veranstaltet und überhaupt alles getan, was in Anbetracht der geringen materiellen nnd physischen Kräfte möglich war.
Der für unsere wirtschaftlichen Verhältnisse sehr instruktive Jahresbericht wnrde von der Generawer sammlung genehmigend zur Kenntnis genommen und der k. k. Negierung, dem Landeoausschusse und der Krainischen Sporkasse, u>clche die Gesellschaft in ih-er Tätigkeit großmütig unterstützt haben, der Dank ausgesprochen.
Nach Genehmigung, der Gesellschaftsrechnnng für das Jahr l9l>6 und des Voranschlages für da^ Jahr 1907 wurde zur Neuwahl de5 Gesellschaftspräsidenien geschritten, llber Antrag des Landtagsabgeordnet.'n Pirc aus ^lrninbnrg wnrde der bisherige Präsident Landeshauptlnann und Herrenhausnntglied Otto von Detela p<'r :i< < lilnlntioncin wiedergewählt nnd das Wahlresultat mit lebhaften Xivio-Nufen begrüßt. In den Zentralansschnß lvurdei, ebenfalls i«'i' n< dru/ua zveza" wie bisher auch künftighin der Fall sein lvcrde, davon sei Nedner überzengt. Er habe nur noch die angenehme Aufgabe, die Versammlung namens des Allgemeine!» Verbandes der landwirtschaftlichen Genossenschaften in Österreich, dein bereits M00 Genossenschaften angehören, anf das herzlichste zu be grüßen nnd ihr bei den Verhandlungen den besten Erfolg zu wünschen. (Beifall.)
Herr Dr. Krc k brachte sodann ein Schreiben der k. k. Landwirtschaftsgesellschmt für Krain znr Ver lesnng. worin den, Bedauern darüber Ausdruck geliehen wird, daß diese Gesellschaft infolge ihrer eigenen Generalversammlung kaum in die Lage kommen werde, einen Vertreter zur Generalversammlung der „Zadrnxna zveza" zu entsenden: sie entbietet aber der Versammlung ihren Gruß mit dem Wunsche anf erfolgreiche weitere Entwicklung.
Das vom Herrn Sekretär Pre m r 0 u verlesene Protokoll über die letzte Generalversammlung wnrde znr Kennlnis genommen, »vorauf die.Herren Doktor Krek nnd Dr. Pegan den Vorstandsbericht erstatt teten. Ersterer konstatierte mit Befriedigung, daß sich der Nückblick anf das verflossene Jahr sehr erfreulich gestalte. Die Augriffe auf den Verband seien verstummt: der Verband babe sich von allen Parteikämpfen der jüngsten Zeit ferngehalten: das innere Lcben habe sich konsolidiert, die Geschäftsführung geschahe rafch, pünktlich und gewissenhaft: zwischen dem Vorstande und der Beamtenschaft vermittele mit dankens werten, Eifer der neue Vorstandsdirektor. Herr Doktor Pegan, Für die Zukunft harreil den Vorstand wichtige Angelegenheiten. Wenn die Zentralfasse bisher aktiv war, so werde hauptsächlich ans dem Grnnde ein Geldmangel eintreten, weil der Verband für die vernach lässigten Grönländer Istrien nnd Talmatien sorgen müsse und weil sich infolge des bereits hochentwickelten wirtschaftlichen Lebens ein größerer Unternehmnngs geist bemerkbar mache. Behufs Beschaffung von Geldmitteln sei der Verband bereits mit den größeren Verbänden in Obcrösterreich uud in Mähren in Fühlnng getreten. Die vom Ackerbauministerium im Vereine mit dem Finanzministerium geplante Gründnng einer Zentralgenossenschaftskasse in Wien sei notwen. dig: den Zentralismus in diesem Sinne branche man nicht zn fürchten. Eine weitere wichtige Aufgabe werde für den Verband in der Lieferung von Schlachtvieh für die Marine in Pola erwachsen, welche Aktion be-reits eingeleitet worden sei.
Herr Vorstandsdirektor Dr. Peg an gedachte znnächst der verkappten Machenschafte!,, die gegen den Verband eingeleitet, aber rechtzeitig aufgedeckt wordcu seien. Seitdem habe die Organisation bedeutende Fortschritte gemacht. Bis hente seien im laufenden Jahre dein Verbände 27 Genossenschaften neu beigetreten sM in Krain, 7 in Swierinark, 5, in Talmatien nnd 5 in Istrien), so daß der Verband nunmehr 378 Genossenschaften zähle, während weitere 12 noch in der Gründnng lx'griffen seien. Am Schlnsse des Geschäftsjahres werde die „Zadru/na zveza" hinsichtlich der Milgliederanzahl der zwcitstärkste Verband in ganz Österreich sein. — Herr Dr. Pegan besprach die Neor-ganisation der Perbandsbeamtenschaft, oer die Bezüge erheblich aufgebessert worden waren, nnd bezeichnete deren Tätigkeit als geradezu mustergültig. Bis hcnle seien von 1l Beamten im Jahre 1907 bereits 7659 Zuschriften erledigt und 10.314 Zuschriften abgesendet worden. Im vorigen Jahre habe die Zahl der Geschäfts stücke 15.297 betragen. Eine wichtige Nenerung sei dadurch geschehen, daß seit Neujahr allen Genossen, schaften der Empfang von Zahlungen fofort bestätigt werde, was bis l)eute schon durch 3289 Zuschriften erfolgt fei, - Nedner beschäftigte sich hierauf mit ver-schiedenen bei dem Perbande eingelaufenen Beschwer-den, so insbesondere mit der im „Narodni Gospodar" lancierten aber vielfach mißdeuteten Gründnng eines „Zadrnxni Ton,", mit den Kosten der Nevisionen, mit angeblich falschen Nechtsbelehrungen ?c. Herr Doktor
Pegan stellte für die nächste Zukunft die Heransgade des „Letopis" für das letzte Triennium in Anssicht: weiterhin wird das Jahrbuch regelmäßig nach Schlnß eines jeden Geschäftsjahres ersäieinen. Nebst der Lie-feinng von Schlachtvieh wird sich der Verband mit !>er Gründung von weiteren Genossenschaften zu befassen baben, in welcher Beziehung Herrn Kaplan Treven der beste Dank für den Entwurf eiuer diesfälligen Organisation gebühre. Ter Vorstand werde sich daher dnrch Hinznziehnng von nenen Mitgliedern vermeh-ren müsseu und werde, während er im Jahre 1906 zu l9 Sikuugen zusammengetreten sei, in Hinknnft fast jede Woche seine Sitznngcn abzuhalten haben.
Nachdem der Bericht des Herrn Vorstandsdirektors Dr. Pegan beifällig zur Kenntnis genommen worden war, berichtete Herr Kanzleidirektor N a 5 i c a iiber die Geschäftstätigkeit sowie über die Bilanz pro 1906. Wir entnehmen diesem der Generalversamm-lnng gedrnckt vorgelegenen Berichte folgende Hauptdaten: Der Verlnst in den sechs vorangegangenen Verwaltnngsjaiiren belief sich insgesamt auf 46.971 I< 38 l>, abzüglich der Staatssubvention im 5. und 6.Ver-waltnngsjahre per 23.0M K ans 23.971 X 38 li. Da der Gewinn im verflossenen Jahre 19.5,79 I< 86 n bo-trng, belänft fich der ungedeckte Verlnst auf «1391 I< l»2 l>. Die Einlagen der Mitgliedsgenossenschaften haben einen Zuwachs von 1.423.894 Iv 23 li, der diesen Genossenschaften gewährte Kredit eine Erhöhung von 1,631.310 I( 72 li erfahren. Der Geld-verkebr betrug 13,777.396 X 64 n (um l l,7l0.6l7 l< 7l> !> mehr als in, Vorjahre).
T«r Bericht wurde, nachdem Herr Dr. Schwe i tz e r namens des Anfsichtsratcs die Erteilung des Absolutoriums an die Verbandsleitung beantragt hatte, ohne Widerrede aufgenommen, während der Bericht, den Herr Premron über die bei den Ge nossenschaften durchgeführten Revisionen über die dabei in Anwendnng gekommenen Modalitäten .r stattete, einige Debatte hervorrief.
Il, den Ansschuß wnrdcn folgende Herren neu-, beziehungsweise wiedergewählt: Anton Nelec, Dr. Aenk 0 vi 5-, Vikar G 0 riüek lCilli), Dr. Ieli <-sZara), Kauslnann Kova<"evi<' (Nagnsa), Ivan K rega r, Dr. K r e k, Hanptmani, K n m P, Doktor L a n, P e, Oberlehrer N avni k a r, Wanderlehrer Sancin (Pingnente), Kanonikno 5; i 5 k a nnd Kaplan Traven. Mitglieder des Anfsichtsrates sind die Herren Dr. D 0 l 8 a k, Pfarrer H l a d n i k, Ii-nan,-,komm. Dr. Iane 7. i 5-, Techant L a v r e n <" i s-, Hausbesitzer P 0 dlesnik, Dr. P 0 ga i? n i k, Ober lehrer N a n t, Dr. Schweitzer und Pfarrer 3 e r t e r. l Tchlnß folgt.)
(I n der gestrigen Sitznng des A b -g eo rd u e te nh au s'es) erbat sich der Präsident nnter Zustimmung des Hauses die Ermächtigung, an den Stufen des Thrones dem ehrfurchtsvollen Tanke für die Allerhöchste Sanktion der Wahlreform sowie für die hochherzigen weitansblickenden Worte, mit denen Seine Majestät der Kaiser in der Allerhöchsten Tbronrede den nenen Neichsrat begrüßt haben, Ausdruck zu verleihen und hiebei die Gefühle unwandelbarer Trene und tiefster Verehrung des Abgeordnetenhauses zum Ausdrucke zu bringen. Nach der sodann erfolgten Mitteilung des Ergebnisses der Wahl der Schriftführer nnd der Ordner ergriff Seine Ex.. zellenz der Ministerpräsident Freiherr von Veck das Wort, nn! die Vorlage des Vndgetprovisoriums mit einer Kundgebung politischer Natnr einzubegleiten. Mit der Mahnung zu positiver Arbeit, mit dein Hin» weise, daß das Haus des allgemeinen Stimmrechtes in der Arbeit seine wesentlichste Fuut'tion erkenin'N müsse, damit eine ruhige, stetige, aber zielbewußte Fortentwicklung auf allen Gebieten des politischen nnd wirtschaftlichen Lebens möglich werde, begann Freiherr von Veck feine Ausführungen. In eindringlichen Worten legte der Ministerpräsident danu den Parteien nahe, die Lehren der Wahlen zu beherzigen. Nach einer Besprechung der sozialdemotratischen Wahlerfolge kam der Ministerpräsident zu einein ausdrucksvollen Appell an die bürgerliche!, Parteien, c>ie erkennen müssen, daß sie ihren eigenen Boden ab-gral>en, wenn sie der staatlichen Autorität nicht nur die Achtnng, sondern durch Verweigerung der Arbeit auch die Mittel der Eristenz versage»,. Das Wahlergebnis zenge mehr gegen das Kurienstistem al> gegen die Nechtsgleichheit und zn Vefürchtuugeu sei kein Anlaß vorhanden. Jede einseitige engherzige Klassenpolitik müsse zmi'ickgedrängt werden nnd die angekündigte Sozialreform könne nnr in, Nalnnen der allgemeinen Interessen nnd nnter Schonnng der (5r> stenzbedingnngen derProduktioneu angestrebt werden. Eine Politik der ehrlichen Ziele, der ehrlichen Mittel, der geraden Linie sagte Freiherr von Beck zn und als seine Devise bezeichnete er: Antorität des ganzen und Gleichberechtigung der Teile, Macht des Staaws und
Laibacher .^'ituna Nr. 140. 13K6 28. Ium 1907.
Wohlfahrt der Staatsbürger u»d Ttaatovöller. Die ))icde de5 Viinisterpräsidenten fand au den vielen markanten Stellen den lautesten Beifall, nnd alo Freiherr von Veck geschlossen hatte, lvnrde er von Abgeordneten verschiedener Parteien beglückwünscht. -Sodann gelangte der Tringlichkeitsantrag über die Lauieruug der Laude^fiuanzeu zur Verhandllmg; ,',u diesem Gegenstände sprach Teilie Erzellenz der Finanzminister Tr. von ,^l o r n t o w ski. Nebei^ anderen Nednern ergriff hiezn anch Abg. Hribar das Wort nnd erklärte, e>5 sei Pflicht deo Staateo, bei der Sanierung der Laucesfinanzen helfend einzngreifen-ev sei unbedingt notwendig, die Besoldung der Lehrerschaft zn übernehmen.
— (M anif e st a t i o n s v c r s a n> in l n n g.) Im festlich gcschiniickten Saale dec> „Mestni Dom" fand gestern eine stark besuchte Manifestations^".--sanünlnng zugnnstell der slovenischen Universität in Laibach statt, die Herr Tr. /. ers a v mit einer Ve-grüfulngoansprache eröffnete, »vorauf er Herrn Doktor N ovak nlo Vorsiueudcn in Vorschlag brachte. Dieser übernahm den Vorsiu und besprach dann im Namen des Iuristenvereineo „Pravnik" die Frage der sloven i-scheu Universität, uiu die man hentzntage nichl mehr zu bitten, souderu die man einfach zu fordern habe. Herr Tr. Novak erörterte die historischen Phasen ..er ssrage der slovenischen Universität, deren Anfänge bereiw M Jahre zurück verfolgt werden können, nnd kehrte sich nnter anderem gegen den Einwand, das; die slovenische Universität ein intelligentes' Proletariat zur Folge hätte. Dieses sei unr so weniger zll befürchten, als gegenwärtig noch an 5W Veanitenstellen nicht mit slovenischen ^andvlenten besetzt seien. ^ Als zweiter Redner trat Herr Prof. Dr. Ile 5 i 5- namens i>er „Tlovenoka Ä>l'atica" nnd deo slovenifchen Pro-fessorenvereincs auf, um iu längerer schwungvoller Nede namentlich die Mittelschulverhältnisse zu beleuchten. Qfters von Beifall unterbrochen, besprach der Redner die Außerachtlassung de5 Staatsgrundgeseded hinsichtlich des floveuischen Mittelschnlweseno, schil-derte die Nachteile des utraquistischoit Unterrichts-snstems, trat für die nationale Antouomie des Schul-weiens ein. erörterte die Frage, der slovcnischen Schnl-bücher, die dank der Tätigkeit der slovenischen Pro-fessoren iu der kürzesten Zeit erledigt sein werde, und schloß seine Ausführungen mit den Worten, daß die Errichtung der Universität vom österreichischenStaals grnndegesetze sowie von Gott verlangt werde, der nicht wolle, daß Talente vergraben würden. Nachdem sich der Beifallssturm gelegt hatte, mit dem dav Pnbli knin diese Nede aufnahm, sprach noch Herr Milo^ ^tibler namens der slovenischen Studentenschaft über die zu errichtende Uuiversität, beleuchtete die Frage vou deren historischer Seite, führte die Anzahl der flovenischen Universitäwhörer an, die sich ansang sich zumindest auf M) beliese, befürwortete die Universität vom Standpunkte der Notwendigkeit sowie vom Standpunkte der sluvenischen Ttndenlenschaft. die vielfach nuter dem (5hla-stelie ans Podgrad, Lcopoldine Kogei aus Idria, Anna Lebar'aus Egg, Paula Nihar auo Maunsbnrg nnd Maria ^adnik aus Reifuitz- die übrigeu 2N Zog linge wnrden als reif erklärt. — Die Lehrbefähigm^gs-prüfnngen im Bildnngskurse fiir Arbeitslehreriiun'n werden an der genannten Lehrerinuenbildnngsanftalt hente abgehalten werden.
(Die 3 ch l n ßp r ü f u n g e n der Z ö g-I i n g e a n d c r M u s i ksch u l e d e r „Glasbe li a Matica") finden am l., 2.. 3. nnd 4. Juli, jedes-mal von 5 Uhr nachmittags an, im Saale der „Glas-bena Matim" statt. Der Eintritt ist nnr den Eltern, ihren Vertretern nnd den Vereinsmitglieder», und zwar unentgeltlich gestattet.
(T e r S otolko n g r e ß i n P r a g.) Gestern abends gegen 7 Uhr haben sich die Laibacher Teilnehmer am Sokolkongresse in Prag mittelst Se-paratznges nach Prag begeben. Zur Verabschiedung fand sich am Perrun eine große Menschenmenge sowie die Laibachcr Vereinskapelle ein. Als sich der Zug unter den Klängen des Sokolmarsches in Bewegung setzte, ertöuten brausende Znrnfe, die von den Abfahrenden dnrch Tücherschux'nken erwidert wnrden, --Etwa eine halbe Ttnnde später ging ein Sonderzrg mit kroatischen Ansflügleru von der Südbalinstation ab.
~ (Nen es Postamt.) Am 1. Juli tritt in Zarc, politischer Bezirk Krainbnrg, ein neues Postamt in Wirksamkeit, welches sich mit dein Vrwf- und Fahrpostdienste befassen, als Sammelstelle des Post-sparkasseuamtes fungieren und seine Verbindung mit oem Postnetze mittelst einer täglichen Postbotenfahrt znm Vostamte Eisnern erhalten nnro. Mit diesem Zeitpnnt'te N'ird die dortsebst bestellende Postablage anfgelassen.
— (S'e ktio u ,^t r aind e s D. n. ^. A l p e n -Vereines.) Das Teschmannhans mird morgen eröffnet und heuer durch eiuen Tiroler Bergführer, d.'r vou der Sektion Knfstein lvärmstens empfohlen wurde, bewirtschaftet werden. Die Maria Theresien und die Siebenseen-Hütte sind vom 1. Inli an gleich falls bewirtschaftet. Es sind demnach vom >, Inli an sieben .Hütten der Sektion ständig bewirtschaftet.
— (Von d e r E r d b e b e n warte.) Ain 26. d. gegen <^> Uhr A'i Minnten abends verzeichneten die Horizontalpendel von Ncbeur Ehlert abermals ein Fernbebeu iu einer Entfernniig von über 1O.()M Kilometer, Das Marimum mit einem Hanptansschlage von 2 Millimetern trat um 7 Uhr l2 Minnten 12 Se knnde» anf. Ende der fichtbaren Aufzeichnung gegen N Uhr. ^ ,i,
- sBlitzschl a g.) In der Nacht anf den 21. d, entllld sich über das Sagorer Tal ein furchtbares Ge Witter. Der Blitz schlug in deu Kirchturm der Filialkirche zu Navue ein und entzündete das Turmdach, welches in den Holzteilen vollständig abbrannte. Die im Kirchtürme befindlichen drei Glocken fielen herab-die kleinste hievon zersprang. Der Blitz nahm sohin den Weg in die Kirche, wo er au allen drei Altäreu sowie au der inneren Einrichtuug einen beträchtlichen Schaden anrichtete, doch kam eine Fenersbrnnst in der Kirche selbst nicht znm Ansbrnche. Der gesamte, bei der Kirche angerichtete Schaden beträgt über MM X. ' ik.
* (Schadenfeuer.) Gestern abends brannie die im Stadtwalde bereits an der Pomörialgrenze befindliche Hen schupfe des Besitzers Josef Hndovernik samt allen Henvorräten ab. Der Schaden beträgt 22(X> K. ist aber dulxh Versicherung vollständig gedeckt. Der Brand dürfte gelegt worden sein.
'" (S e l b st m o r d.) Gestern nachmittags wui'de der Mjä'hrig'e, in der Kirchengasse Nr. 21 wohnhafte Tischler Johann Drnovöek auf einer in der Nähe des Kolesiabades stehenden Eiche von seinem INjähri gen Sohne am Hosenriemen erhängt anfgesnnden. Der Knabe schnitt den Riemen dnrch nnd verständigte von dem Vorfalle die Polizei, Der an Ort und Stelle erschienene Polizeiarzt konnte aber nnr den eingetretenen Tod konstatieren. Drnovkek hatte sich schon vor niittags im Nborte anfgeha'ngt. war indes gerettet worden. Das Motiv der Tat ist unbekannt.
- (Ka u o n e n s ch n sse a m Schloßberg e.) Anläßlich des Patroziniunifestess in der Tirnauer Stadtpfarrkirche werden Sonntag, den 30. d. M., vor mittags bei den Hanptnwmenten des Hochamtes auf dein Schloßberge Kanonenschüsse gelöst werden.
— (A m Kaiser - Frauz - Iosef - Gl) n, n a s i u m i n K r a i n b u r a.) fanden in der Zeit vom 2'l. bis 2t>. d. M. unter dem Vorsitze des k. k. Landes schulinspektors, Herru Franz Hu bad, die diesjäh gen mündlichen Maturitätsprüfungen statt. Dazu wurdeu 1^ Kandidaten zugelassen, von denen 1« ^u« princii»^», Choral mit Versen samt Allelnja von demselben, nach dem rezitierteu Ofsertoriuni 'l'n <>« i'l'1i-,i^ von Michael Haller.
Sonntag, den 5l(). Iuui !!!>,' !ȟ<<'ill uimix von Utto Kornmilller.
In der Ktadtpfarrkirche St. Inüob.
Samstag, den 29. Juni (das Fest der heil. Apostelfürsw« Pctrils und Paulus) um 9 Uhr Hochamt: Ni88u in lwnoriüm Noaw« Narian VirßiniL in tt-moll vou Johannes Schweitzer, Graduate Oonstitues eos von Ant. Foerster, Offertorium ^on8titu«8 «os prineipy» von I. B. Tresch.
Sountag, den 30. Juni (Gedenkfeier des heil. Paulus) um 9 Uhr Hochamt: Nissa Ounidort iu D-moIl von Pancr. Rampis, Gradnale yui opsratu» 6»t von Ant. Foerster, Offertorinm Nilii »ut«i,i l^lwrnl, nachher In «MU6M tei-rum von Mor. Brosiss.
TelegranlNle
lies l. l. TeleMlen.MlesMenz'Vulms.
W i e u, 27. Juni. Wie das Abendblatt der „Z,-it" meldel. Nmrde Feldzeugmeister Albori znm General trnppeninspektor ernannt.
Budapest, 27. Juni. Iu Uugvar wütet ein großer Brand. Zwölf Gebände stehen in Flammen. Es brennt zu gleicher Zeit in zwei Ttadtteileu. Die Feuerwehr und das Militär arbeiten an der Bewäln gnng des Brandes, die wegen Mangels an Wasser sehr erschwert ist. Bisher sind die alte Synagoge, die griechisch orielttalisck^e Kirche nnd drei Gebäude nieder gebrannt.
M ii n ch e n, 27. Juni. Der Prinzregent ernannte den Geueralmusikdirekior Mottl zum königl. Hof operndirektor, womit diesem die gesamte Leitung der Münchener Oper in künstlerischer Beziehung über> traaen ist.
Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 786 0 mm. y7 3^l. N. ^?W 5 ^2^« O. mähig teilw. bew. ------ ^^ 9U. Ab. 73^)8 20 0 NW. schwach heiter 28 j 7 U. F. ! 739-8! 16-1! windstill » j y-0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 20'?", Nor« male 18 9°. Wettervoraussage für den 28. Juni: Für Steirr. mark Kärnten und Krain: Meist heiter, schwache Winde, wann. Gcwitterbildimg; für das Küstenland: Meist heiter schwache Winde, warn», gleichmäßig anhaltend. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel.
Laibacker Neituna Nr. 146. 1364 ^. Juni ^.'<>?
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Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursvlattej vom 27. Juni 1907.
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betto (189«) .... 97-75 98?b
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Vubenir.,allg.öst.inb«I.«.4»/u S69c 87 50
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45 I. Verl. 4'/,"/<> . . . 101'5U t0L^ Zentral Boo.-Kred.-Vi., »Nerr.,
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