PrSiumrrattonS-Prrtir: Für S o i b a * : vanzjührig . . 8 fl. 40 kr. Halbjährig . . Vierteljährig . Monatlich . . Laidachcr Nedactio»: Bahnhofgaffe Nr. 132. 20 M i t der Post: Äon;jährig................12 fl. Halbjährig................. 6 , Lierteljährig.............. 3 „ Für Zustellung inS Haus cieritlj. 25 kr., monatl. 9 kr. Einzelne Nummern 6 kr. Tagblalt. Anonyme Miltbkilungen werden nickt berücksichtigt; Mannscripte nicht zurückgesendet. Expedition- & Jnseraten-Bureau: Congreßplatz Nr. 81 (Buchhand lunq von Jg. c. Älein-mayc & Fed. Bamberg.) Insertionspreise: Für die eiuspaliige Petitzeile ä 4 tr., bei wiederholter Einschaltung ä 3 kr. Anzeigen bis 6 Zeilen 20 kr. Bei größeren Inseraten-: liW-öfterer Einschaltung.^ enhpre--. chender Rab'M.. Für complicietten Satz befon--dere Vergütung."' Nr. 298. Donnerstag, 31. Dezember 1874. Morgen: Neujahr. Samstag: Makarius. 7. Jahrgang. W^- Die nächste Nummer erscheint des Revjahrs-Festes wegen am Samstag. . Jahresrückblicke. Es gibt nichts lehrreicheres im politischen wir im socialen Leben als von Zeit zu Zeit uns der Wirksamkeit unserer Kräfte bewußt zu werben, uns durch unbefangene Umschau in das Gebiet des Voll« brachten zu neuer Thätigkeit anzuspornen. Und so stehen wir denn wieder am Rande eines Zeitabschnittes, Jahr genannt, von welchem aus wir mit wei> terem Herzen und umfassenderem Blicke als Staatsbürger und Patrioten, als Oesterreicher und Kosmopoliten in dem weiten und schönen Sinne, daß uns Wohl und Wehe der gesammten Menschheit zu Herzen geht, daß wir jeden geistigen und materiellen Fortschritt als eigen:» Gewinn, jeden Verlust und jede Niederlage der clvilisatorifchen Bestrebungen als selbst erlittenen Schaden betrachten. Blicken wir auf Oesterreich, auf die Zustände und Verhälinisse,, die uns zunächst berühren, wägen mir unbefangen-das Soll und Haben, das Für und Wider ab, so haben wir keinen Grund mit unserem Wirken unzufrieden zu sein. Das Staatsgebäude, das noch vor nicht langer Zeit in allen Fugen krachte, wenn innere ober äußere Stürme an demselben rüttelten, steht heute wohlgefügt und wetterfest da, so daß es allen Fährlichkeite» trotz bitten tann. Abgesehen davon, daß das zur Neige gehende Jahr auf dem Gebiete der äußeren Politik das ruhigste und ereignisloseste gewesen, so daß bei der gegen-wäriigen Jahreswende auch der aufmerksamste Rund- schauer keine „schwarzen Punkte“ am politischen Horizonte, keinen Anlaß zu einer nachhaltigen Reibung zwischen jenen Mächten zu entdecken vermag, in deren Hand die Entscheidung über die Geschicke des Welttheils gelegt ist, ist Oesterreich zu seinem Heile längst von dem Wahne zurückgekommen, es müsse vermöge seiner Großmachtstellung in die Geschicke Italiens und Deutschlands bestimmend ein-greisen. Oesterreich, seitdem es ein Verfassungsstaat geworben, achtet es die Selbstbestimmung der Völker, es achtet darum auch den Völkerfrieden und es bedarf seiner zum Auebaue seiner Verfassung, zur Vollendung der folgenschweren Umwandlung in einen Rechtsstaat. Weit entfernt, daß diese Versöhnlichkeit und Billigkeit nach allen Seiten dem Ansehen des Reiches geschadet, hat sie vielmehr unserem Einflüsse mehr genützt als alle frühere Machlentsaltung nach außen; unser Bündnis ist gesucht, unsere Freundschaft viel umworben; es hat sich, seit unser Monarch Deutschland wie Rußland zur Versöhnung die Hand geboten, wieber eine FriebenS-zurelsich! in Europa festgesetzt, von bet wir fast ein Menschenalter hindurch keine Ahnung mehr gehabt. Nicht wenig trägt zu dieser friedlichen Constellation des Weltiheils freilich auch der Umstand bei, daß biejenige Nation, welche sonst als ber allgemeine Störensrieb gegolten, auf lange hinaus nicht bie Mittel besitzt, ben Frieden des Welttheils zu gefährden und einen umfassenden Brand anzufachen, vor allem aber nicht zu einem Brande, der unser Staats wesen ins Mitleid zu ziehen vermöchte. Blicken wir nach innen, so sehen wir auch hier den Völkerhader wenn auch langsam im Verschwin- | den, die Abneigung gegen die Reichsinstitutionen sich in dem Grade mindern, je kräftiger sie gehandhabt werden, je fühlbarer sich die Wvhlthat gesetzmäßiger j Ordnung erweist. Die nationale Opposition ist ' in entschiedenem Niedergänge begriffen und jene | Apostel der alleinseligmachenden Lehre des Födera lismus, die fei es aus alter Gewohnheit, fei es ! aus wollüstigem Behagen am Widerspruche oder in | süßer Erinnerung an die Zeit der fundamentalen Ausgleichöorgien, heute noch manchmal nationale j Schmerzen«schreie erheben, werden belächelt ober l bleiben unbeachtet wie die Stimme des Rufenden j in der Wüste. Die Völker haben endlich in ihrer ; großen Mehrheit einfehen gelernt, daß die unterschiedlichen föderalistischen Experimente die Staats« | kraft nur gelähmt und die endliche Eonsolidierung des Reiches aufgehalten haben. In der richtigen Erkenntnis, daß in dem Kampfe zwischen der Macht-j stellung beö Reiches unb ben föberalistifchen Prim [ cipien ein Compromiß undenkbar fei, wurde der : entschiedene Bruch mit den letzteren, die Einführung | der unmittelbaren Parlamenlswahlen von jedem guten Oesterreicher freudig begrüßt als die Erhal. lung und Sicherstellung der verfassungsmäßigen | Rechte wie der Einheit des Reiltes. Damit ist auch sofort das Gesetz zu ruhiger ! Wirksamkeit gelangt. Nicht brauchen wir jeden Augen-i blick zu suchten, daß die Verfassung ihren letzten Seufzer aushauchen, daß eine neue Sistierung ober | gar eine Erwürgung berielben . auf Verfassung« | mäßigem Wege" durch einen zweiten Hohenwart hereinbrechen werde. Immer zwar bedarf sie der I aufmerksamen Pflege nach dem Satze: „Jura vigi- Keuill'eton. Die Nahrung. Nur solche Speisen sind gute Nahrungsmittel, welche bieselben iliftanbihcilt in sich haben, aus denen das Blut befiehl. Hiezu ist noihig, daß die Nahrungsmittel Wasser. Eiweiß, Salze, Fett und Zucker enthalten unb baß all' bieie itoffe in einem richtigen Verhältnis zu einander flehen. Dag Wasser zur Erhaltung unb Erneuerung des Körpers niithig ist, sieht wohl Jeber ein. Unser SDiuskelfltisch hat an 75 Prozent Wasser in sich, unb doch muß ein Mensch sterben, wen» man ihm nur Fleisch zu esse» gibt und ihm alles Wasser kntzieht, weil eben die 75 Prozent, die er genießt, keiner wegs ausruche» würden zu all den Flüssigkeiten, die im Körper nothwenbig sind. Aus dem Eiweiß, das man genieß', bilden sich im Blute eben bie Stesse, aus denen vornehmlich bas MuSkelfleifch bift l,,. Es ist aber ei» Jrrlhmn, wenn in«n ;;funbt, d>ß man nö'hig habe, Eier zu effen, sondern der fläseftoff enthält ganz dieselben Bestandteile des Eiweißes, wie denn z. B. in der Muttermilch nur Käsestoss vorhanden ist, wogegen das Eiweiß als solches fehlt. Wer also reichlich Kä-feftoff genießt, wie die Hirten in der Schweiz, be« oars der Fleischspeisen fast gar nicht. Aber nicht nur der Käsestoff enthält dieselbe» Bestandtheile des Eiweiß, sondern es gibt auch in den Pflanzenspeisen Eiweißstoffe, bie sie gleichfalls zu fleifchbilbenben Nahrungsmitteln machen. Ein solches Pflanzeneiweiß ist ber Kleber, ber namentlich in unfern Getreide» arten enthalten ist. Ferner ist der sogenannte Erb-fenftoff, ein Hanptbe^andtheil unserer Erbsen, Bohnen und Linsen ein vorzüglicher fleischbildender Ei-weißstoff. Die Salze, die man bem Blute zuführen muß, bestehe» nicht nur im gewöhnliche» Kochsalz, sonbern man bezeichnet auch baniit gewisse Verbindungen ber Stoffe, bie man gewöhnlich nicht als Nahrunge mittel betrachtet, wie bie Verbinbungen beö Phosphors, bes Eisens u. s. w. Diese sinb in mannigfachen Speisen enthalten, ohne baß sie bem Auge sichtbar sinb, unb aus ihnen bilden sich bie Knochen, bie Zähne, die Knorpel unb die Haare. Das Fett, das genossen wird, erscheint Vielen als ein ganz besonders wichtiger Bestandteil der Speise und sie meinen, daß man vom Fett fett werde. Dem ist aber nicht so. Reißenbe Thiere, bie nur von Fleisch unb Fett leben, werben nicht fett, bagegen nehmen Pflanzenfresser ungemein an Fett zu, wenn man sie mit guter Mast versieht, bie eben nur aus Pflanzen besteht. Gleichwohl ist Fett nicht etwas überflüssiges in unserrn Körper. Der Mensch bedarf des Fettes, weil dies vornehmlich die Athmung unterhält. Allein das Fett, dessen der Mensch im Körper bebarf, bitbet er sich selber, so baß man nur wenig Fett zu genießen braucht, unb bas wenige nur zu bem Zweck, damit es die Bildung neuen Fettes aus dem Zucker erleichtert. Man lhut daher gut, wenn man Fett und Zucker als eine zusammengehörige Nahrung bezeichnet , denn aus dem Zucker wird im Körper Fett gebildet, und das wenige Fett, das man in der Speise genießt, soll nur diese Umbildung be« Zuckers in Fett besörbern Man glaube aber nicht, baß man wirklichen Zucker zu genießen brauche, sonbern jebe Speise, die Stärkemehl enthält, ersetzt vortrefflich die Stelle lantibus data“, auf daß sie zu unerschütterlicher Festigkeit erstarke, jedoch die Tage des Zitterns um ihr Dasein sind Überstunden, man kann sich nachgerade abgewöhnen, jeden einzelnen Fall der Durch führung eines Gesetzes wie Sieg und Triumph der reichssreundlichen ober liberalen Sache zu feiern. Wie sehr alle Verhältnisse an Stetigkeit gewonnen, dafür ist nicht nur ein Beweis, wie emsig und unverdrossen Ministerium und Verfassungspartei auf dem Wege der Gesetzgednng an dem Ausbaue Oesterreichs zum Rechtsstaate arbeiten, sondern unter ändern auch die Thatsache, daß man mit sicherer Hand daran geht, begangene Jrrthümer aus der Zeit der politischen Schwankungen, schwere Mis-griffe des Ministeriums wie des Reichsrathes, gefährliche Cornprornifse mit den separatistischen Parteien soviel möglich wieder gut zu machen. Dies zeigt unter anderem der hochwichtige Antrag Wildauers auf Abänderung des Schulaufsichtsgesetzes, dessen Annahme nach den Erklärungen der Regierung gesichert ist und wodurch dem ungeheuerlichen Zustande abgeholfen wird, daß ein Reichsgesetz durch die Renitenz einer reaktionären Landesvenretung in einer Provinz Jahre lang unausgeführt bleiben darf. Davon zeigt auch die Resolution des Abgeordnetenhauses, welche das Ministerium auffordert, der Ausnahmsstellung des galizischen Landesfchul-ratheS, welche dieser nur zum Nachiheil des öffentlichen Unterrichtswesens und zur Schädigung des reichstreuen Stammes der Ruthenen auSnützt, baldigst ein Ende zu machen. Diese Energie in der allseitigen Durchführung der Verfassung, die hierin bewiesene Einmüthigkeit zwischen der verfassungsmäßigen Regierung und der Parlamentsmajorität, trotz der nicht fehlenden Verstimmungen und Misverständnifse in nebensächlichen Fragen, machten es möglich, daß die Verfassung eine neue ihr drohende Gefahr während des abgelaufenen Jahres, eine Gefahr, die nach dem Wunsche der Gegner ihr das Lebenslicht auszublasen bestimmt war, die Gefahr der wirthschaftlichen Krise ohne die geringste Erschütterung zu überstehen vermochte. Pier ist nicht der Ort, die Ursachen zu erörtern, welche die über den ganzen Erdtheil hinschreitende Krise besonders für Oesterreich so drückend gestalteten; nur die Thatsache sei hier erwähnt, daß die Hauptlast aller Klagen und Vorwürfe von den fortschritt-feindlichen Parteien aller Farben mit besonderer Vorliebe und mit allem ihnen zu Gebote stehenden Nachdruck auf die am Ruder befindliche Partei gewälzt wurde. Daß die Verfassungspartei unter der Lastder wirthschaftlichen Bedrängnis und den com« dinierten Angriffen ihrer erbitterten Gegner nicht nur nicht zusammengebrochen, sondern im Gegen-thcil noch moralische Eroberungen gemacht hat, ist uns ein neuer Beweis für die absolute Nothwen- des Zuckers und verwandelt sich im Körper erst zu Zucker und dann in Fett. Die Kartoffel enthält Stärkemehl und thut auch ihre Dienste, nur muß man ihr Butler zusetzen, um das Stärkemehl und den sich daraus im Magen bildenden Zucker mit Leichtigkeit in Fett zu verwandeln. Ein unübertreffliches Nahrungsmittel ist das Brod, denn es enthält fast alle Bestandteile der Nahrung. Es hat Pflanzeneiweiß und verwandelt sich daher in Fleisch. ES hat fast alle Salze in sich, die dem Körper nöthig sind, und hat auch Stärkemehl in sich, um Fett bilden zu können; wenn man ihm daher ein wenig Butter zuthut, um die Fettbildung zu erleichtern, und daneben Wasser trinkt, so reicht es zur Erhaltung des Körpers immerhin aus. Dahingegen sind Kartoffeln allein ein schlechtes Nahrungsmittel, Fleisch allein nicht minder, und Eiweiß allein würde unfern Körper nicht erhalten können. Man hat mit Thieren vielfache Versuche gemacht und außerordentlich reiche Erfahrungen über Nahrungsmittel gesammelt, nicht minder hat man in Kasernen Beobachtungen derart angestellt, um die Nahrhaftigkeit der Speisen zu erforschen. bigkeit eines streng verfassungsmäßigen, das intelligente Bürgerthum gebührenb berücksichtigenden Regimes in Oesterreich. Der Erfolg der direkten Wahlen, der bedingungslose Eintritt der mährischen Ezechen wie der südlichen Slaven in den Reichs-ralh. das Sinken des polnischen Einflusses, die Aussöhnung des Klerus mit den Staatsgesetzen, die binnen kurzem in Aussicht gestellte Bändigung der czechischen Opposition in Böhmen, alle diese Zeugnisse des Erstarkens des Reichsgedankens datieren nach dem Hereinbruche des Krachs, vor Besiegung des wirthschaftlichen Noihstandes. Diesen überraschenden Erfolg, diese Lebenskraft des Verfassungsgedankens verdanken wir zunächst der Einigkeit zwischen Regierung und gesetzgebenden Faktoren, und daß diese Einmüthigkeit im Streben und Wirken dauernd erhalten bleibe, ist die Vorbedingung für Oesterreichs gesunde Fortentwicklung._______________ Politische Rundschau. Laibach, 31. Dezember. Inland. Angesichts der bevorstehenden Reichsrathswahlen im Tiroler Städtebezirk statt des Baron Dipauli, der sein Mandat niedergelegt, geht dem „Vaterland" ein Innsbrucker Schreiben zu, welches konstatiert, daß die Tiroler Bevölkerung nicht daran denke, sich von den feudalen Herren zum Fußschemel für die neu proklamierte Abstinmz-polilik mißbrauchen zu lassen. „Es ist keine leere Phrase", Heißt es tn diesem Schreiben, daß die Wähler den Eintritt in das Bretterhaus wünschen. Die Bauern haben insofern einen gerade nicht löblichen Charakter, daß sie, wenn es zum zahlen kommt, jedes Prinzip in die Schanze schlagen. In jedem Vereine glauben sie eine Aussaugungsmaschine zu sehen. Ihre Scheu vor allem, was Geld kostet — und das thun die Wahlen, sowohl Aufwand an Gelb als Zeit erforbern sie — ist großartig unb verhindert geradezu eine erfolgreiche Opposition mit Hilfe der Passivität. Ob der Reichsrath rechtmäßig sei oder nicht, alles gleich; in ihm werden die Steuern bestimmt, also hinab mit ben Abge-orbneten! Es läßt sich bie Kluft zwischen Beschickung und Nichtbeschickung geradezu nicht überklettern, die letztere hat nur da Aussicht, auch fernerhin scstgehaltcn zu werden, wo die intelligente Bevölkerung, der Adel und die Städter den Föderalismus acceptiert haben." Da wird also dem „Vaterland" von seinen eigenen Parteigängern bestätigt, daß die Passivitätspolitik selbst in Tirol aussichtslos ist, weil eben dem Tiroler Bauer sein eigener gesunder Menschenverstand das Gegeniheil von dem sagt, was daö „Vaterland" alle Tage in die Wüste predigt. Auch scheint der Tiroler Bauer wie so mancher andere seine guten Gründe zu haben, wenn er jeden Verein für eine „Aussaugungsmaschine'' Man hat im Dienste der Wissenschaft außerordentlich zahlreiche Versuche über die Wirkung des Hungers und d;e Wirkung verschiedener Nahrungsmittel angestellt. Was die Verdauung betrifft, so hat man darüber Beobachtungen angestellt, sowohl mit künstlichem, einem Thier entnommenen Magensaft, als an Menschen, die eine Magenfistel hatten, das heißt eine Wunde im Bauch, die durchging bis in den Magen. Durch diese Wunde konnte man genau untersuchen, wie schnell gewisse Speise» sich in einen Brei verwandeln und den Magen verlassen. Aus solchen Versuchen hat man gesunden, daß die meisten Gerichte zwischen 2 bi« 5 Stunden im Magen verweilen, ehe sie als Speisebrei in den Darm wandern. Hiermit ist aber die eigentliche Verdauung nicht beendet, da ja im Dann noch weitere Umwandlungen der Speisen vor sich gehen. Gleichwohl zeigten sich fernere wichtige Unterschiede in der Zeit, welche die einzelnen Nahrungsmittel erfordern, um vom Mageufafte gelöst zu werden. So wird z. B. Waizenbrod schneller gelöst als Eier, Kalbfleisch schneller als Ochsenfleisch, mageres Fleisch schneller hält. Er kennt eben das Vereinswesen nur von der katholisch-politischen Seite, und der Peterspfennig, besten Einhebang ein Hauptgeschäft bieser Vereine in Tirol ist, drückt ihn schier härter als die landesfürstliche Steuer, von der er weiß, daß sie in dem Bretterhaus in Wien sorgfältiger gewogen wird, als daheim in Vereinen von Pfaffen und Junkern. Ausland. Die auf Antrag der preußischen Regierung »»gestellten Nachforschungen nach dem tiermuthetem geheimen päpstlichen Delegaten in der Provinz Posen ergaben zur Evidenz, daß dieser Delegat gar nicht existirt und nur eine fingierte Person ist. Gleichwohl wird die beharrliche Auskunftsverweigerung vonseite der Geistlichen bestraft werden. Das Referat über das Bankgefetz für den Reichstag wird dem Abgeordneten Harnier, welcher neue Regierungsvorlage als Amendements einbringt, übertragen werden. Berliner Blätter bringen in der Affaire der Brigg „Gustav" einen Brief des deutschen Eonsulats-Verwesers Rudolf Sprenger in San Sebastian, welcher die bisher gemeldeten Angaben im Allgemeinen bestätigt. Aus seinem Briefe geht hervor, daß die Carlisten die mit den Rettungsarbeiten beschäftigte Mannschaft vier Stunden beschossen. Indessen erlaubten sie dem von den Republikanern in Guetaria geretteten Capitän Zeplin auf fein Ansuchen, die Strandungsstelle zu besuchen und die Ladung zu bergen, über deren Schicksal jedoch noch nichts Näheres bekannt ist. Niemand wurde verwundet und der Capitän nur leicht am Fuße gestreift. Im auswärtigen Amt ist man noch in keiner Weise über die zu ergreifenden Maßregeln schlüssig. Einige Legitimisten haben die Weihnachts-serien zu einem Ausfluge nach Frohsdorf benützt. Der Zweck dieser Reise soll nach einer Meldung darin bestehen, den Grafen von Chambord zu Zugeständnissen zu bewegen. Diese Ansicht wird jedoch von einem Pariser Corresponventen der „N. Fr. Pr." bekämpft, welcher behauptet, die treuen Schildknappen des „Roy“ hätten die Sffiintcrfahrten nur unternommen, um neue Verhaltungsmaßregeln einzuholen. Wie vorn spanischen Kriegsschauplätze gemeldet wird, ist infolge der Winterkälte zwar eine Pause in den Operationen einge'reten, indessen werden auf republikanischer Seite sehr lebhafte Vorbereitungen zur Wiederaufnahme der Campagne getroffen. Nach einem Briefe der „Allgemeinen Zeitung- aus Hendaye fehlt es den Carlisten weniger an gutem Soldatenmaterial als an geschulten Offizieren. Zwar haben sie Kriegs- und Artillerie» schulen, aber deren oberste Leitung sei in die Hände der — Geistlichkeit gegeben! Die erste Bedingung als Erbsenstoff. Je schneller nun eine Speise sich in der Magenflüssigkeit löst, desto leichter geht sie ins Blut über, desto verdaulicher ist dieselbe. Die Versuche des Hungers hat matt nur an Thieren gemacht unb es ergab sich, daß während des Verhungerns mehr als die Hälfte des Blutes verschwand, das Fett zehrte sich fast vollständig auf, das Fleisch war um die Hälfte verschwunden, selbst die Haut war um ein Drittel vermindert und die Knochen hatten etwa ein Sechstel ihres Gewichtes verloren. Am wenigsten verminderten sich die Nerven und dies giebt den Beweis, daß die Nerven eine große Kraft besitzen, sich zu erhalten, sobald nur noch eint Spur von Stoff zu ihrer Ernährung da ist. Aus vielfachen Versuchen hat man den Schluß gezogen, daß ein ausgewachsener Mensch, der etwa 130 Pfund wiegt, sterben muß, wenn er durch Hunger etwa 60 Pfund von feinem Körpergewicht verliert. Was die Wirkung verschiedener Speisen betrifft, so haben Versuche an Hunden dargethan, daß sie von bloßen Knochen eine sehr langt Zeit leben können; dahingegen starben sie, wenn man sie nur mit Zucker fütterte und obgleich ein wenig Fett dazu genoffen# hingtrticht hätte, den Zucker in Fett zu verwandeln, ür einen Offiziersaipiranlen besuhe darin, ein guter Katholik zu fein! Don Carlos selber sei auf dem Punkte angelangt, wo er sich dem Ein» flusse der Ultramontanen entziehen müsse, um etwas leisten zu können. Ihm werden übrigens — wenigstens in effigie — sogar in Frankreich die Gefälligkeiten ausgekündigt. So hat die Pariser Polizei — nach Angabe des „Rappel" — infolge einer Beschwerde des spanischen Botschafters Vega de Armijo bei verschiedenen Buchhändlern lithographische Porträts des Prätendenten mit Beschlag belegt, welche die Unterschrift trugen. D. C. li. D. E. (Don Carlos, Key de Espana.)___________________________ Zur Tagesgeschichte. — Das Ende eines Räubers. Wie man aus E s s c g g schreibt, wurde dieser Tage der gefürchtete Räuber Teso erschossen. Die Polizisten Popovics und Mikanovics griffen ihn und einen seiner Gefährten bei Kapriova an und bald entwickelte sich ein erbitterter Kamps zwischen den Sicherheitsmännern und den Räubern. Teso schoß achtzehnmal mit seinem Revolver aus seine beiden Angreifer, die Kugeln riffen ihnen jedoch nur die Hüte vom Kopfe, bis ein Schuß Popovics' den Räuber niederstreckte. Sein Gefährte wurde gefangen. Die Polizisten erkannten erst den berüchtigten Teso Milsovics, als er eine Leiche war, bis dahin hatten sie ihn für einen unbedeutenden Betyaren gehalten. Teso war kaum 34 Jahre alt nnd seiner Raub-tbaten wegen mehrere Jahre im Gefängnisse zu Lepoglova gefangen gewesen. Nachdem er seine Freiheit wieder gewonnen, wurde er der Schrecken der essegger Gegend; von seiner Tollkühnheit erzählte man sich wahre Wunderhistorien. Seine ganz außerordentliche Schönheit gewann ihm alle Krauenherzen. — Deutsch. Am 1. Jänner 1875 tritt in Deutschland eilte neue Postordnung in Kraft, welche unter anderm einige bisherige posttechnische Ausdrücke verdeutscht. So wird es heißen statt „rekommandiert": eingeschrieben; statt „Expreßbote»: Eilbote; statt „Briefcouvert": Briefumschlag; statt rposte restante“: postlagernd; statt „Passagierbillet": Fahrschein u. s. w. — Auslösung eines Domcapitels. Die Schweizer zeigen den Ultramontanen von Tag zu Tag durch die That, daß sich mit ihnen nicht spassen läßt. Wie unter dem 23. d. M. aus Bern berichtet wird, hat die Diöcesan-conserenz des Bisthums Solothurn die Auflösung des Dom-capitels und die Liquidation des Bisthnmsvermögens beschlossen. — Die „Tugend rose." Die goldene Rose, die der Papst alljährlich einer katholischen Fürstin verleiht, soll diesmal die Königin Mutter von Baicrn bekommen. Die Dame ist, wie man weiß, jüngst vom protestantischen zum katholischen Glauben Übergetreten, hat sich also das volle Anrecht für diese Aufmerksamkeit seitens Sr. Heiligkeit erworben. fand man nach ihrem Tode doch gar kein Fett vor. — Thiere, die man mit Speisen fütterte, in denen kein Kalk vorhanden ist, wurden fett, starben aber am Knochenbruch. Mit reinem Eiweiß, reinem Käfe-stoff gefüttert, starben die Thiere ebenfalls, und das merkwürdigste hierbei ist, daß sie in derselben Zeit starben, als wenn sie gar keine Nahrung erhalten hätten. Die Versuche an Menschen haben gelehrt, daß es schädlich ist, einförmige Kost zu genießen. Es ist dies eine Erfahrung, die man sowohl in Kasernen wie in Gefängnissen macht und deshalb wechselt die Kost dort mit jedem Tag in der Woche, so daß cs täglich etwas andere« zu Mittag gibt. Ein Arzt in England hat an sich selbst die Wirkung einförmiger Kost probieren wollen. Er genoß 45 Tage blos Wasser und Brvd; er nahm dabei 8 Pfund an Körpergewicht ab. Sodann aß er vier Wochen nur Brod und Zucker, bann drei Wochen nur Brvd und Baumöl, aber erlag seinen Versuchen und starb, "achdem er acht Monate in solcher Weise Versuche an sich angestellt. Es ist daher nicht eine Meckerei, •»Um man gewisser einförmiger Speisen überdrüssig "'rd, sondern es ist nothwendig, daß inan wech-klt. Versuche haben gezeigt, daß Kaninchen, die Local- und Provinzial-Angelegenheiten. — (Gemeinderathssitzung.) DerGemeinde-rath unterzog in [einer Sitzung am 29. 6. M. den Voranschlag der laibacher Stadtkaffe pr» 1875 der Berathmig und genehmigte denselben mit nachfolgenden Ansätzen : I. Im Erfordernis: Post I, l. f Steuern 2148 fl.; Post 2, Stiftungen 4487 fl,; Post 3, Lehranstalten 15,232 fl.; Post 4, Beiträge 824 fl.; Post 5, Besoldungen der Beamten 13,475 fl.; Post 6, Löhnungen der Diener 12,032 fl.; Post 6'/z, Fixe remuneratorische Bezüge 800 fl ; Post 7, Pensionen und andere Bezüge 8828 fl.; Post 8, Deputate und Entschädigungen für Emolumente 730 fl.; Post 9, Fuitc= tionsgebühreu 1600 fl.; Post 10, Remunerationen und Aushilfen 700 fl.; Post 11, Kanzlei- und Amtsersordernisse 2591 fl.; Post 12, Diäten und Reisekosten 100 fl.; Post 13, Sanitätsanslagen 5901 fl.; Post 14, Spitalsverpflegskosten 2500 fl.; Post 15, Sicherheitsauslagen 1121 fl.; Post 16, Baureparationen und Conservationen 19,210 fl.; Post 17, Tivoli-Gut 8056 fl.; Post 18, Straßenreinigung 5000 fl,; Post 19, Stadtbelenchtung 8000 fl.; Post 20, Gesällsaus-lagen 1140 fl.; Post 21, Morast 240 fl.; Post 22, Anschaffung neuer Requisiten 250 fl.; Post 23, Feuerlöschauslagen summt Requisiten 600 fl.; Post 24, Fuhr!ofnt — ft. • Post 25, Militärbequartiernngsanslagen 6124 fl.; Post 26, Neubauten und großartige Herstellungen 18,690 fl.; Post 27, Passivkapitalien fammt Zinsen 18,252 fl.; Post 28, Vorschüsse — entfällt; Post 29, sonstige verschiedene Auslagen 5049 fl; Summe des Erfordernisses 158,680 fl., herabgemindert gegen das Präliminare der Stadtkasse um 10,53Hfl. II. In der Bedeckung: Po» 1,Gefälle 100,547 fl.; Post 2, Taxen 1635 fl.; Post 3, Beiträge und Vergütungen 1708 fl.; Post 4, Realitätenertrag 5176 fl.; Post 5, Tivoli-Gut 4455 fl.; Post 6, Verkaufte Materialien und Requisiten 430 fl.; Post 7, Kapitals-Interessen 56 fl.; Post 8, Militärquartier und Möbelzinsentschädigung 5134 fl.; Post 9, Städtische Umlage — fl.; Post 10, zu «fundierende Vorschüsse — fl.; Post 11, sonstige verschiedene Empfänge 7750 fl.; Summe der Bedeckung: 126,791 fl.; erhöht gegen das Präliminare der Stadtkasse um 6820 fl.; Richtiggeftellter Abgang 31,889 fl; vermindert gegen das Präliminare der Stadttaffe um 17,356 fl. — (Neuwahl der Laibacher Handels- und Gewer bekammer.) Wir machen unsere Parteigenossen aufmerksam, daß die Neuwahl für die Handelsfection der laibacher Handels- und Gewerbekammer bereits am 8. Jänner 1875 stattfinden wird. Wie wir seinerzeit berichtet, wurden bei der am 14. Dezember 1874 vorgenommeuen Probewahl einstimmig folgende (Kandidaten für die Haudels-scction aufgestellt, die Herren: Bürger, Dreo, E. Mayer, I. Seemann, Terpin, Treun, A. Saniasfa, Dolenz (Ärain-bürg), Laßnit und Kordin. Indem wir unseren Parteigenossen aus dem Handelsstande die erwähnten Candidaten nochmals dringend empfehlen, sprechen wir die Erwartung aus, daß cs der so vielmal bewährten strammen Partei* einen Tag Kartoffeln und einen Tag Gerste erhalten, fortleben; erhalten sie ober blos Kartoffeln ober blos Gerste, so sterben sie schnell. Zum Schluß wollen wir nur noch einige Nahrungsmittel und deren Eigenschaften aufführen. Unter den Getreiden ist Weizen das Nahrhafteste und genießt man wie der Engländer, Fleisch und Weizen-brod so erfreut man sich einer guten Nahrung. Reis gibt Fett, aber allein ist er eine schlechte Nahrung und ist vielmehr zuträglich, wenn er mit Butter oder Fett und ein wenig Fleisch dabei genossen wird. Kartoffeln sind ein billiges, aber aber auch theureS Gericht ; sie haben wenig NahrungSstoff und man muß viel davon essen um genährt zu werden; auch ist es nothwendig, sie mit Salz, Butter oder Fett zu würzen, da sic sonst unnahrhaft wären. Eine gute Mittel-kost sind Bohnen, Erbsen oder Linsen, nur sind die Hülsen unverdaulich und müssen entfernt werden. Gemeinhin zählt man Getränke nicht zu den Nahrungsmitteln, und Kochsalz glaubt man, sei nur Geschmacksache, das ist aber ein Jrrthum. Kaffee und Thee sind in ihrer Weise nährend und endlich ist Salz und reichlicher Genuß desselben ein vortreffliches Mittel zur Ernährung. disciplin auch diesmal gelingen werde, einen glänzenden Sieg zu erringen. — (Winterlauneu.) Man schreibt aus dem benachbarten Lichteuwald in Unterfleier: „Wenn die Landschaft weit und breit viele Schuh tief unter dem Schnee liegt, wie dies im heurigen Witter der Fall ist, so sollte man wohl an alles andere eher, als an sommerliche Gewitter, an Donner und Blitzschlag denken. Und doch blieben wir auch davon in unserer Gegend nicht verschont. Vor einigen Tagen entlud sich über den ganzen Bezirk Lichteuwald ein heftiges, ziemlich lange anhaltendes Gewitter, welches in einer Ortschaft, in Reichenburg, sogar einen Blitzstrahl in das Haus eines Grundbesitzers, eines gewissen Karl Dellfort, entsendete. Wenn der Strahl auch nicht zündete, so fuhr er doch quer durch den ganzen Stall und tödtetc eine Kuh. Während des Gewitters hatte sich die Temperatur bis über Null erhoben, nach demselben sank sie wieder rasch und gegenwärtig herrscht grimmige Kälte." — (Der Fall des Hauses Marcello Piro n a i n K l a g e n s u rt) hat die dortige Geschäftswelt durch einige Tage ausschließlich beschäftigt. Wie die gerichtliche Untersuchung dargethan hat, wollte dieser Ehrenmann — der früher k. k. österreichischer Consul in Pari war und sich vor dritthalb Jahren in Klagenfurt etablierte — einen höchst frechen Schwindel in Scene setzen, der darauf berechnet war, den Gläubigern das ganze Vermögen zu entziehen. Daß dies nicht gelang, verdanken die Gläubiger vor allem der energievollen Thätigkeit des Prodnctenhändlers Herrn S t e i n h e r z, welcher dem Untersuchungsrichter solche com-promittierende Daten an die Hand gab, daß dieser sogleich zur Verhaftung des Schwindlers schreiten konnte. So hatte Pirona zum Beispiel in letzter Zeit bei 110,000 fl. auf der Post eingesendet bekommen, ohne seine Gläubiger damit zu bezahlen; bei der Concnrseröffnung war das Geld verschwunden. — Ferner fand man am Unterdachboden des — wie man sagt — fürstlich eingerichteten Pirona'schen Hauses in der St. Veiter Vorstadt, dessen Umschreibung an feine Kinder noch im letzten Augenblicke vom Gerichte abgewiesen wurde, im Status verheimlichte Waren im Werthe von mehr als 6000 fl. u. s. w. Der Schwindler sieht seiner Bestrafung entgegen; diesmal dürfte er damit nicht leer ausgehen, wie zu Pari, wo er mit einem Deficit von mehr als 80,000 fl. umwarf; in der nächsten Geschworuen-Gerichtsseffion wird der Fall Pirona einer der interessantesten werden. — (Civiltrauung in Villach.) Am 27. d. fand •n Villach vor der k k. Bezirkshauptmannschaft die erste Civiltrannng statt. Hr. A. Borstin, Ingenieur der Rudolfs-bahu und Fräulein Julia Hoffmann, Druckereibesitzerin daselbst, waren die Brautleute. Den Act der Trauung nahm Herr Commissär Murmal)er vor und hielt bei dieser Gelegenheit eine gediegene die Wichtigkeit' der Ehe und der ehelichen Pflichten betreffende Ansprache an die Brautleute. — (Das neue Betriebsreglemeut.) In der am 22. d. statt gefundenen Konferenz der österreichisch-ungarischen Eisenbahnen wurde beschlossen, beim Handelsministerium zu beantragen, die Modisicationen in der Berechnung der Tarifsätze, welche durch das neue Betriebsreglemeut bedingt sind, vom 1. Februar des Jahres 1875 an Lurchzuführen. Die wichtigsten Modisicationen bestehen darin, daß bei Frachtgütern statt wie bisher nach Vio Centner nunmehr nach 10 Kilogramm — 20 Pfund abgerundet werden soll, und daß die Berechnung der Gebühr statt wie bisher für mindestens 50 Pfund nur für 30 Kilogramm — 60 Pfund stattfinden würde. Ferner müßte vom obigen Termine an* gefangen in den Frachtbriefen das Gewicht statt in Pfunden in Kilogrammen ausgedrückt werden. In den meisten Verkehren mit dem Auslände werden diese Maßnahmen schon vorn 1. Jänner f. I. durchgeführt werden. Es wurde auch beschlossen, dem Aufträge des Handelsministeriums entsprechend, vom 1. Februar an die neuen Lieferfristen in die Tarife aufzunehmen. Endlich gelangte ein Antrag des Handelsministers, die Frachtbriefe für sammtliche Bahn -Verwaltungen sowohl, als auch für die Parteien durch die Staatsdruckerei auflegen zu taffen, zur Verlesung. — (Die geehrteDarnenwelt) machen wir auf die dem heutigen „Tagblatt" beiliegende Pränumerations-Einladung der illustrierten Damenzeitung „Der Bazar"' aufmerksam. „Der Bazar" ist infolge seiner Reichhaltigkeit und der schönen Ausstattung noch immer die billigste Damenzeitung und nimmt Pränumerationen entgegen die Buchhandlung von flfcinmahr & Bamberg in Laibach. Witterung. Laibach, 31. Dezember. Trübe, abwechselnd Schnee, schwacher Südostwind. Temperatur: morgens 6 Uhr —• 3 2", nachmittags 2 Uhr - 1-0° C. (1873 — 4-4°; 1872 + 10 2° C.) Barvme-ter im Steigen 73505 Millimeter. Das gestrige Tagcs-mittel der Temperatur — 4-2°, um 13° unter dem i)ior= Wale; der gestrige Niederschlag 415 Millimeter Schnee. Angekommene Fremde. Am 31. Dezember. Hotel Stobt Wien. PraZniker, Priv., Stein. — Brunner, Hauptmann und Grsag, Reis., Wien. — Mulliy, Priv., Oberkram. — Erzen, k. k. Steueramtsadjuuct, Radmaunsdorf. — Pribgekus, Jngenieursgattin, Prag. Hotel Elefant. Haerinig, Judenburg. — Dr. L. Jenko, k. r. Bergphysicus, Jdria. — Olga d' Jewreinoff, russi. fett Eeneralswitwe, Mentane. — Jerey, Arzt, Jdria. — Markic, Krainburg. — Rosenberger, Kfm, Wien. Baierischer Hof. Siede, Stabsfeldwebel, Pvla. Mohren. Schisstein, Triest. — Praduckli, Graz._____________ Verstorbene. Den 29. Dezember. Jakob Rome, Taglöhner, 36 I., Civilspital, Gehirnerschütterung. Den 30. Dezember. Maria Japel, Fiakerslind, 3 3-, Kapuzinervorstadt Nr. 63. Racbenbränne. — Agnes Nogvde. Bettlerin, 61 I, Civilspital, Altersschwäche. — Anton Gril, Handelsmannckind, 14 Tage, St. Petersvor-stadt Nr. 140, Fraisen. Thrater. Heute: Anfang um 6 Uhr. Trine und letzte Gastvorstellung des Herrn Prof. Hermann in der höheren Magie ohne Apparate. Aufgefübrt wird: Einer muß heiraten. Lustspiel in I Act von A. Wilhelmi. Morgen: Erste Gastvorstellung de« Herrn Stanislaus Leiser, kais. russischen Hosschauspielers aus Petersburg. N a r c i ß. Drama in 5 Acten von A. E. Brachvogel. Fr. MM $l H. Hansel, Laibach, Franziskaner^asse Nr. 8, beehren sich dem p. t. Publicum die höfliche Mitteilung zu machen, dass sie in ihrem Tapezierer- und Möbel-Geschäfte eine sehr reiche Auswahl aller Arten W a^TöToel-* von den einfachsten bis zu den elegantesten am Lager haben und soeben den gegen früher bedeutend niedern neuen Preiscourant versenden. Auf Wunsch stehen photographische Ansichten unserer Möbel zur gefälligen Ansicht sehr gerne zu Diensten. (821) 3—1 Bitte und Anempfehlung! Ich erlaube mir hiermit an sämmtliche Privatparteien aus dem Lande sowohl als in der Stadt, welche sich im Besitze von Typhonflaschen befinden und dieselben zurück-zustellen übersehen hüben, das dringende Ansuchen zu gewähren, mir sollte gefälligst bald zurückzusenden, gleichviel ob ans. denselben ein Einsatz hortet oder nicht. Gleichzeitig mache ich darauf aufmerksam, das; von nun au auch mit Kimbeer gefüllte Sypfions, Füll»»!, pr. «tfltf 15 tr., welche als treffliches Erfrischungsmitte! insbesondere für Kranke geeignet stets zu haben sind. Laibach, im Dezember 1874 Hochachtungsvoll <*. Fischer, (805) Sternallee 31. Telegramme. Paris, 30. Dezember. Heule vormittags fand im Palais ülyiöe in Gegenwart Mac Mahonö eine Besprechung einflußrcicher Mitglieder verschiedener Parteien statt. Lesprechungszweck ist Erzielung eines Einverständnisses bezüglich der Lerfassungs-gesetze; nachmittags abermals Zusammenkunft. Madrid, 30. Dezember. Der wegen alfonsi-stischer Sympathien entlassene General Martine; Campos erhob sich an der Spitze zweier Bataillone in Murviedro für den Prinzen Alfons. Die Truppen der Cenlrumarmcc stellten die Carliftenversolgung ein und marschieren Len ? r sständisLen entgegen. Telegraphischer Cursliericht am 31. Dezember. Papier-Rente 69 80 — Silber Rente 75-15 — 1860er Staats Anlehen 111 Bankactien 1000 — Credit L3575 - London 110 45 — Silber 105-- 20-FrancsStücke 8-8!>. ___________________________________ !! Größlinöglichste Gewinnchünce!! Nächste Hauptziehuugen der Creditlose, wiener Lose, Ungarlose re. Durch Betheiligung an unseren beliebten Loö-Gesellschaften in monatlichen Ziehungen i\ fl. 3.50 spielt man wie bei O" X "CL pp0 (enthaltend sämmlliche österr. uugar. Staate und Privat änleljenSlose' aus alle Treffer sammtlicher Lose der Gesellschaft gemeinschaftlich mährend drei Jahre; nach Ablaus dieses Termims wird der Werth sämmilicher Lose unter die 2heit nehmer gleichmäßig vertheilt. 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Preise: eingerahmte Bilder von 3 bis 50 fl. und darüber -ineiirgerahmte von 1 fl. an. — Ferner erlaube ich mir, mein gan; neu assortiertes Lager von Phokonraphic-Albnins in freundliche Erinnerung zu bringen, besonders ernpsehlenswerth: Faunlien-Albums für Visu- uns Cabinet-phoiographik», dauerhafte Arbeit, feinste Ausstattung; Preise verhältnismäßig sehr billig, v. 80 kr.bts fl. 15. Joh. Giontini in Laibach. A Haupt- und ^ t für Laibach aica-Hum •& -B e ■§-' -- E <3 a .S ~ WM^anas-i ' bei HMd/ian 3vT-ü.ller am alten Markt. 'C^er von mir in den österr..Ungar. Staaten eingeführte echte Ananas-ripj£-n>eicher auf Jamaica von Zuckerrohr in Verbindung mit der Ättanas-utfttfermfflt wird, ist anerkannt das feinste Rumproduct, worauf ich die gecljrtm'tronjnniniten aufmerksam mache. Vorzüglich eignet sich tiefer Ananas-Jamaica-Rum zn Punsch, Grog und namentlich zur Lheeconsiimtion. Ter Verkaufspreis ist von mir in allen meinen Depots der gesammten öflerr.-ungar. Monarchie normiert für Sic 1, Original Bouteille S. W. fl. V4»> ff ff ' 2 ff ff ff ff <>on 1 lr»,»„«»,' mit Ooutit= ‘III « miD von lel;ierendemnächst ersteren sie WlUIUIln nm -*..1*111111 1 trefftr t,»,, vv?IIUV 11. „folgt, dürften sich als passendste Neujahrs-Geschenke empfehlen. Ä8%„Ä«6 Ziehungen tfÄ 30,000 fl., 20,000 fl., 12,000 fl., 10,000 fl. 2C. spielen und wobei 8W* jedes Los mit mindestens 30 fl. gezogen werden muß, -Mx verkauft die geierliglc SVi’d'frlflubt genau nach dem TageScnrse, ferner auf Diäten zum Preise von 25 fl. gegen eine Angabe von 3 fl. per Stück und den Rest zahlbar in llmonattichcn gleichen illaten, wobei matt schon nach ttrlag der Angabe auf alle Gewinne spielt und den Haupttreffer von 30,000 fl. gewinnen kan» Auswärtige Aufträge werden mit gegen Einsendung des Betrages oder einer baren Angabe und Nachnahme des Restbetrages ausgefiihrt. BarseNdiingen werden fratico erbeten. Auch wird nm Beischlnß von 30 kr. für seiner« zeitige frankiette Zusendung der Ziehungsliste ersucht. Wechselstube der k. k. priv. wiener Handelslmnk, vorm. .1. C. ftotlicn, Graben Nr. 13. Innsbrucker und Salzburger Originallose sind auch zu beziehen durch: Joh. Ev. Wutselier in Lailnurli. («o7) e- 6 Druck von Jg. v. Uleiniuayr & Fed. Bamberg. Berleger Dttemar Bamberg. Silr die Redaction verantwortlich: Franz Spitaler.