^ «4 Mittwoch, den 29. Mi 1872. Jahrgang. vi» „Marburger üeituna" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Kreitag. Preise — für Marburg: ganzjährig S fl., halbjährig 8 fl., vierteljährig 1 fl. 60 kr; für Sustelluag _ins Haus monatlich 10 K. — mit Postversendung: ganzjährig 8 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. Jnsertiontgebühr S kr. pr. Seile. Z>ie Hinquartierungs-Last. Marburg, 23. Mai. Am Mai waren es einundzwanzig Jahre, seit die Milltärbequartjeiung durch eine kaiserliche Verordnung geregelt worden. ES ist q^wih tkin rühmliches Zeugniß für die Wledereinsührung verfaflungsmAßig'r Zustände, die Gesetzgebung elf Jahre lanA sich nicht bewogen sand. eine so schwere Belastung in dea KrelS ihrer Thätigkeit zu ziehen — daß alle Klagen und Beschwerden wirkungslos abprallten. Die fragliche Entschädigung war schon vor einundzwanzig Jahren eine virl zu geringe — wie sollte daS Unrecht später nicht noch greller hervorgetreten sein bei der schnell und schneller steigenden Theuerung der Let>kNsmittel und der Miethpreise? Run endlich soll eS besser werden «ad wird zur Vorlage für den ungarischen Reichs-tag und für den ReichSrath ein Gesetz entworfen auf einer Grundlage, welche mit den.Verhältnissen Mehr im Einklänge steht." O! dieses WSrt-chen „mehr- l deutet eS nicht wieder an, daß von einem Vollen Einklänge nicht die Rede ist 7 -voll —' so weit der Ltaat eS vermag? Die Einquartierung der Soldaten ist eine Bürde, für welche der Staat nur jene Entschä digung leisten kann, welche sich ziffermüßig berech nen läßt — die Unbequemlichkeit, die Unruhe, die Störung deS Hausfriedens, die stürmischen öffentlichen Auftritte, die Einschleppung von Krankheiten ... lind Uebel, welche mehr oder weniger untrennbar mit der Einquartierung zusammen-hänge» und die als solche hingenommen werden müssen, weil selten oder nie ein bestimmter RechtS» anspruch auf Vergütung erhoben werden kann. W S der Staat aber gewähren soll, weil wir eS unlängbar nachweise« und er alS Inbegriff und Schützer des Rechtes durch eine so klare Rechnung nie einen Strich machen darf. l^aS ist die genügende Baarentschädigung für Wohnung und V^r« pflegung. Diese Forderung st-llen wir nicht allein um der Belasteten willen, sondern auch weg'N der Soldaten. Der bewliffl,ete Bürqer, der Blut und L den opfern muß für die Sicherheit, für dir Rettung des SlaateS. darf ja doch wohl Von diesem eine enisprechende Behandlung erwarten. Einzelne Falle der LeistunuSfähigkeit und der Lei-ftuligSivitligteit nicht in Betracht gezogen, wirr» der einquartierte Soldat nur dann die t»ewünschle Aufnahme finden, wenn der Staat die Kosten deckt. Und auch um seiner selbst willen muß der Staat fich zu dieler Z ahlung entschließen: je besser derWthrmann Verpflegt wird, desto körperlich stärker füh t er sich, desto froher gestimmt ist sein Gemüth, desto leichter und lieber »vidmet er sich seinem Berufe dem schwersten wohl, den eS fir Mensche« gibt. ^or der zweiten Auflage des Konkordats. Die Anbahnung eines freundschaftlichen Ber hältniffeS zwischen der Regierung und den B«: schöfen wird nicht allein von den unabhängig freisinnigen Blättern Oesterreichs mit berechiiglem Mißtrauen betrachtet — auch die Presse Deutsch landS verurtdeilt di»se Haltung det Ministeriums. Die „BreSlauer Zeitung", deren Sympathie sür Oesterreich zur Genüge bekannt ist, schreibt unter Anderem: Die Regierung hofft. eS werde ihr gelingen, durch iheilweise Befriedigung der Ansprüche des Klerus denselben von der nationalen Opposition zu trennen und letztere sodann zu überwinden. Wir machen auf die Gefahren oifmerksam. welche ein solches Vorgehen mit fich fuhren muß. Wir erinnern daran, daß, wie die Geschichte lchrt, die päpstliche Kurie niemals fich zu Konzessionen herdeilitß. wenn ihi^ di selben nicht abgezwungen ivurden. Bor dem Staiken zittert man in Rom, den Schwachen unt'rjocht man. Wer die Konkordatt-Periode in Oeslerreich mit erlebt h>t, wrr da weiß, 0aß damals entscheidende Fat« toren in gewisse. Kreisen noch immer maßgebenden E nfluß besitzen, der k^nn nur mit Besorg-niß daS Mm.sterium einen Weg einschlagen s.hen, der nothitedrungen zu einer neuen Auflage des Konkordates führen muß. Will man h nte die Mäßigung der Kardinäle Rauscher und Schwarzenberg p?eisen. so erinnern rvir daran, wie dieselben Stimmen vor kurzer Zeit nicht Worte deS Ho!»neS g.nug kür jene „Zeloten" fanden und wir fragen: Glaubt »hr in der Thot. daß die Kardinäle sich geändert, daß sie von ihren Ansprüchen auch nur daS Geringste oufgeopsert h^ben? Und wenn heute Minister v. Stremayr auf die Schilderungen der klerikalen Uebergriffe keine andere Antwort hat, als zur Geduld zu ermahnen, wer erinnerl fich dann Nicht ^ner S'tzung im Abgeordnetenhause unter dem Ministerrum Poiocki. wo der Abgesrd-nete v. Stremoyr eS als die dringendste Aufaabe der Staatsverwaltung hingestellt hat, „daS Ber. hältniß zwischen Staat und Kirihe, iv,lch-S seit der Aulhebung deS Konkordates in der Luft schwebt, auf dem Wege der Gesetzgebung zu regeln Soll man es unter solchen Umständen nicht aussprechen, daß sich daS österreichische Ministerium Aentttetp«. Ein Deutscher. Von G. Nuppius. (Fortletzung). Der junge Mann schien mit sich selbst zu kämpfen Uiid dann, als eben der Bankier eine neue Taille begonnen, den gefamlen Betrag mit einer raschen Handbewegung aussetzte. Eine aschenfarbige Blässe ober begann fei« Geficht zu überziehen, alS er jetzt den fallenden Kalten folgte; alle seine Sinne schienen in seinem Blick vereinigt und seine Züge steinern 'gewolden zu sei«. Es währte lange, ehe seine Karte kam; große Summen wanderten ii'ährenddrm herüber und hinüber, aber ohne Wimperzucken bewachte sein Auge die Karleu in d-r Hand deS Bankhalters. Da schoß eS plötzlich wie einzelne rolhe Streifen über sein Gesicht, ebenso rasch indessen der srüh.'rn Bläffe tveichend — der Bankier hatte den Einsatz ausgenommen, ihn leicht überzählt und eine An-zalil Banknoten dazu geworfen; Jenen aber schien plötzlich die Kraft zu f'hlen, den Arm danach auszustrecken und erst als der Bankhalter die Be« wegung zu einem neuen Abzug machte, faßte er hastig nach dem Gelde. Ein fieberischeS Zittern schien ihn zu überkommen» in bebender Hast überzählte er, waS in seiner Hand war; dann ober. al< fühle er sich jetzt noch nicht sicher im Besitze, barg er die Banknoten in daS Innere einer Brieftasche, griff, sich eiheberid, nach seinem Hute und hatte mit iveni-gen Schritten das Zimmer verlassen. In der Seele ReichardtS. welcher ivohl der einzige Beobachter der Szene gewesen ivar. hatte sich aus dem Erblickten eine ganze Geschichle gebildet; er wußte, daß der junge Mann mit fremdem. ihm anvertrauten Velde gespielt, d.iß er soeben alle Folgen seiner Veruntreuung innerlich durchgemacht hatte, daß der letzte Einsatz daS v» b^v^lls l für feine ganze Zukunft gewesen — was aber, ivenn eS sich nicht zu seinem Glücke gelven-det hätte? „Alles verkehrt heute l immer kommt meine Karte zu früh oder zu spät", murrte F.ost, nachdem er sich dttrch einen raschen Ausblick von Rei-chardt'S Nähe überzeugt hatte. „Nesmer» Sie ein paar Minuten meinen Platz, Str". juhr er sich erhebend fort, vielleicht packen wir dann das rechte Ende." ,Ll,sien Sie mich vom Spiele weg l" erwiderte Rklchardt. fast ängstlich bei Seite tretend — nach einigen Beobachtungen war eS ihm, als hätte er selbst für einen hohen Preis jetzt keine Karte anrühren können. „eS ist Grundsatz von mir, niemals zu spielen und ich möchte diesem, selbst auf fremde Rechnung, nicht untreu werden." „Ob ihn der alte Bell nicht unter den Fingern gehabt hat l" rief Frost mit unterdrückter Slimme. während ein launiger Zug mit dem Un-mulhe in seinem Gesichte kämpfte; .ist Ihr Ge-ivissen wirklich so zart. Reichardt?' „Und er hat Recht. Frost l- ließ sich jetzt eine diltte Stimme neben ihnen hören. „Junge Leute in seiner Stellung sollten sich noch nicht einmal nach einem SpüUokale ums.hen —" ReichardtS rasch ausblickendes Auge traf auf ein hämisches Lächeln in W lliam Johnson'S Gesicht — ,ich werde einige Minuten fitr Sie pointiren, wenn Sie es wünschen." „Wäre rs nicht äuß rst passend, Sir, daß sich J'der um seine eig,neo Verhältnisle und das, was ihm fehlt, bekümmerte?" gab der Deutsche, den Äopf mit aufltucvtlndea Augen hebend, zurück. „Bst, bei allen Glücks-und Ung'.ückSgöttern l^' rief F'ost mit unterorückter Siimme. seine Hand aus R ichardi s Mund legend. ..j pfs laute Gtreit-i^'ott h'ei^ ist L.'npesverr.'lh u> d lächi Nch unvermeidlich l — Abel er yai R cht, Will und ich sehe N'cht den entferntesten Ginnd für diese Herausforderung Jhlerjtits —" auf eintm Abwege befind,, daß eS. um eine Krankheit zu heile», zu einem Heilmittel greife, welches für den Kranken fast schädlicher ist, als die Krankheit selbst? Zur Hefchichte des Hages. Der Berfassun gsaus sch u ß des Abgeordnetenhauses hat beschlosien, den Berichterstatter für den galizischen Ausgleich erst nach dem Berichte über die Forderungen der Ruthenen zu wählen und damit ist der Entwurf höchst wahrscheinlich für dieses Jahr Von der Tagesordnung des Reichsrathes abgesetzt. Am IS. Juni soll nämlich der Thorschluß beider Häuser stattfinden ; vor Code Oktober können diese schwerlich wieder zusammentreten und dann ist daS allerdringendste Geschäft die Berathung des Voranschlages für 1673. Zur Erledigung der Ausgleichsfrage dürfte aber die Zeit dann kaum noch hinreichen. Der Einfluß der Ernte auf die ungarischen Wahlen ist bekannt. In Regierungstreisen herrscht nun eine freudige Stimmung. seit am 27. Mai zahlreiche Telegramme an das Ministerium des Innern und des Acker-baues berichtet, daß es seit zwölf Stunden im ganzen Lande ausgiebig regnet und die Ernte gefichett ist. Die Getreidehändler in Pest oagegen find betrübt, denn sie haben auf eine Mißernte gerechnet und erleiden jetzt große Verluste. Die Eröffnung der schwel zeri» schen Bundesversammlung geschah diesmal in bewegtester Stimmung. Die Vertreter des GesammtvolkeS und der Einzelstaaten ver? nahmen ja, daß ihr Werk von den Vollmachtgebern abgelehnt worden. Die Frage der Verfassungsänderung bleibt jedoch im Vordergrunde der eidgenösiischen Politik. In England beschwert man sich über das freundnachbarliche Benehmen der franzöfischen Regierung, welche die zu mehrjähriger Verbannung verurtheilten Kommunarden an der fremden Küste aussetzen läßt. Ohne Geld, ohne Kleider, ohne Kennlniß der Landessprache find diese Armen dann der schrecklichsten Roth preisgegeben und müsse« verhungern, wenn fie nicht betteln wollen. Deriuifchte Nachrichten. (Die Urbevölkerung Japans.) Die Ainos, welche einst ganz Japan und einen Theil der chinefischen Küste bewohnt, sind bis auf die Zahl von 60,000 herabgesunken und bevölkern nur noch die Inseln J'sso. Sachalin und einige Kurilen — Seuchen und geistige Getränke haben so verheerend gewirkt. Unter Anderem ist auch der Bär ein Gegenstand religiöser Verehsung. (Leere Wohnungen in Paris.) Die Zaljl jener Wohnungen in.Paris, welche gegenwärtig leer stehen, ist sehr bedeutend und beträgt der Jahresverlust der Eigenthümer fünfzig Millionen Franken. (Wasserglas als Schutzmittel gegen Brandgefahr.) Die Zeitschrist des baierijchen Architekten- und Ingenieur-Vereins empfiehlt dieses Mittel wiederholt als sehr wirksam. Baumeister Lukas sicherte durch Wasserglas-Anstrich hölzerne Schindeln vollständig g-gen Feuersgefohr und Berj^werksdireklor Hailer in Au bei Aibling erzählt, daß der hölzerne Dachstuhl der alten Puddlings'Hütte bei Bergen, früher fast allwöchentlich durch Feuer heimgesucht, während vier Jahren, seitdem er mit Wasserglas gehörig getüncht war, vollständig von Entzündung verschont blieb. (Für O r d e n S s ü ch t i g e.) Ja einem Staate, wo eS mehr Orden, als Knopflöcher gibt, wünscht der Kriegsminister eine KildungSschule für die Militärmusik zu errichten. Zur Musikschule braucht man aber Geld und da nicht viel Aussicht vorhanden ist, daß die parlamentarische Körperschaft, welche die Forderung zu bewilligen hat, auf diesen Plan eingehe, so ist Seine Ezzel» lenz auf einen nicht mel)r ganz ungewöhnlichen Weg gerathenStaatsinteressen durch bürgerliche Mittel zu fördern. Man beschloß, eine Anzahl ordenssüchtiger Finanzgrößen der Residenz mit sanfter Uederredung heranzuziehen und ihnen — je nach Maßgabe der Spenden — Orden ver-schiedener Rangstufen zu verleihen. Die zartsinnig angrknüpften Verhandlungen sollen bis jetzt zu sthr günstigen Ergebnissen geführt haben; doS Interesse einiger Knopflochträger für die Sache ist so lebhaft, daß man bald von sehr ehrenvollen Auszeichnungen öffentlich wird lesen können oder auch, richtiger gesagt: daS Interesse für Orden ist in diesen Kreisen so dringlich, daß die militäri-Musikschule sehr bald zu Stande kommen dürfte. (Vlatternin Wien.) Leider zeigt sich keine Abnahme dieser Krankheit, sondern ein stetige Zunahme. Die Sterbeziffer war in Oktober vorigen Jahres 32, stieg im November auf 6ö, im Dezember auf 66, im Jänner 1872 auf 105. im Februar auf 135, im März auf 172 und im April auf 231. Es sind sonach in den letzten sechs Monaten in Wien 794 Personen an Blattern gestorben, während im ganzen Jahre 1870 nur 295 Personen dieser Krankheit erlagen. Marburger Berichte. (E r n en nuntl.) In der Jahresversammlung deS naturivissenschastlicheu Vereins für die Steier' mark, wrlche am letzten Samstag stattfand, wurde der hiesige Bürgermeister. Herr Dr. M. Reiser, zum korrespondirenden Mitgliede ernannt. (Schadenfeuer.) Beim Grundbesitzer Anton Semlitfch in M.urberg, Gerichtsbezirk Ober-Radkersburg, entstand kürzlich durch die Nachlässigkeit eines Zimmermanns ein bedeutendes Schadenfeuer: Wohnhaus. Scheune und Stall sammt allen Fahrnissen und Borräthen an Stroh und Heu verbranntm; auch das Nachbarhaus (Jakob Dokl) wurde von den Flamen ergriffen und vollständig eingeäschert. Die Gebäude waren versichert. (Für Hilfleistung beim Feuerlöschen.) Die freiwillige Feuerwehr hat an die Mannschaft des Jägerbataillons und des Regiments Härtung, welche sich beim Löschen deS Brandes in St. Magdalena betheiligt, ein Dankschreiben gerichtet. (Das Stadtamt an die Feuerwehr.) Die freiwillige Feuerwehr hat am 25. Mai vom Stadtamt folgendes Schreiben empfangen: „Bei der gestern Abends in der Magdalena-Vorstadt am WirthschaftSgebäude d scheinen?" Johnson s Lippe kräuselte sich wie im leichten Spotte. „Rcgen Sie sich doch nicht unnöthig auf, Joljii", sagte er gedämpft, ^waS thue ich denn? Ich mache gern einzeln? Experimente b im Spiel, das ist AlleS. Ist Jhaen aber meine Person wirklich so sil^chterlich. so thue ich Ihnen gern den Gefallen und gehe." .Fürchterlich? glaube kaum, Sir l" versetzte der Erstrre mit einem halbverächtlichen Zucken um seine Mundwinkel, .aber lästig. Sir, unangenehm,' wie eS alles Ausdringliche wird." Der Andere wurde bleich und schien gegen eine aufsteigende Erregung zu kämpfen. „Ich hoffe. Sir, mein, Aussätze machen zu können, wie e« mir selbst gut dünkt?" sagte er vach einer Weile langsam. Frost antwortete nicht, begann aber mit einem Theile seiner Banknoten da« Spiel von Neuem — nach zwei Abzügen war der Aussatz verloren; rasch, wie trotzig, ließ er den ganzen übrigen Rest folgen und in kaum längerer Frist war auch dieser verschivunden. Mit einem halben Fluche zivischen den Lippen erhob er sich. Fortsetzung folgt. „Ich glaube wohl nur zu Ihnen gesprochen zu haben, John, da ich mit dem Gentleman hier wohl kaum in irgend einer gesellschastlichen Beziehung stehen kann", erwiderte Johnson, stch zum Gehen wendend; .waS ich aber sagte, drückte nur eine Billigung seineS Verfahrens auS. Lassen wir das und machen wir unser Spiel l" Cr schritt leicht davon; Frost aber drehte den erregten Deutschen mit einer kräftigen Armumschlingung nach der entgegengesetzten Seite. .Ruhig, mein Junge, wenigstens jetzt, oder wir können nach den Statuten schnellÜenS in'S Freie expedirt werden!" raunte er in Reichardt's Ohr. ^Hier ein GlaS zur Abkühlung und damit ist die Sache biS zu einer andern beliebigen Zeit abgemacht — ich mag im Grunde den ausgeblasenen Bengel selbst nicht und Sie werden noch Gelegenheit genug finden, ihm den rechten Standpunkt zu zeigen." Er hatte seinen Gesellschaster nach dem Büffet geführt, drängte ihm hier eine Ersrischung auf, mischte sich selbst auS verschiedenen Flaschen ein Getränk und wandte sich dann nach seinem verlassenen Platze zurück, welchem gegenüiier jetzt Johnson einen Stuhl gesunden hatte. Als Reichardt nach einer kurzen Zeit, die er zu seiner Beruhigung gebraucht, folgte, hatte sich zwischen den beiden jungen Amerikanern ein ei-genthümlicheS Spiel entsponnen. Johnson, wie absichtslos, wartete stetS, bis sein Gegenüber seinen Aussatz gemacht und wählte dann die nächsthöchste Knrte für sich; Frost hatle entschiedenes Unglück, während die Meisten von Johnsons Aussätzen gelvannen. Trotz der schein» baren AbsichtSlosigkeit aber hatte der Crstere schnell genug die eigenthümliche VerfahrungSart bemerkt. „Suchen Sie ctivas unter der Weise, meinen Karten zu folgen, Sir?" fragte er halblaut, ohne daS Auge vom Tische zu heben. .Nicht», als Ihrem Heuligen Mißgeschick zuvorzukommen-. erwiderte Johnson, mit einem leichten Lächeln aufsehend, .Sie sprachen selbst von ihrem schlimwen Glücke, Sir!" Frost erwiderte nichts und machte gelassen seine weiteren Aussätze; nur wer ihn genauer beobachtete, wie cS Reichardt lhat. konnte, sobald den Spielenden ein neuer Verlust traf, dem fast immer ein Gegenüber folgte, ein scharfeS Zucken seiner Lippen bemerken. Nach einer Weile überblätterte er spielend den Rest deS ihm gebliebenen Geldes und lehnte sich dann, den Gang des übrigen Spiels beobachtend. auf den Divan zurück. Johnson machte eine ähnliche Bewegung auf seinem Stuhle und pausirte gleichfalls. (Das Stadt amt an das Militärkommando.) Dem hiesigen Militär-StationS-kommando ward — 2S. Mai folgendes Dankschreiben gesandt! ^Bei der gestern AbendS in der Magdalena Vorstadt am WirihjchafSgebäude deS HauseS Nr. 33 stattgesundenen Feuersbrunst haben bei den Löschungsanstaltkn viele Soldaten l^er hiesigen Garnison, insbesondere aber die Jäger eine wertlhätige und erfolgreiche Unterstützung der freiwilligen Feuerwehr geleistet. DaS löbliche k. k. Militär StatiouS'Kommaudo wird dievsthöfllichst ersucht, den Herren Osftzieren, über deren bereitwillige Beranlasiung die Mannschaft am Platze erschienen ist und der theilnehmendeu Mannschaft den wärmsten Dank der Stadlgemeinde Marburg gefälligst bekannt geben lassen zu wollen." (Vom S ü dbahnhof.) Der Zuschlag wird vom 1. Juni an mit 10^/g berechnet. (Evangelische G e m e i n d e.) Die Versammlung de» Gustav-Adolf Vereins, welche für den SV. Mai angekündigt war, ist vertagt worden und findet erst am 29. 3uni statt. (Physikalisches.) Herr Professor li^horleS ArbreS wird hier einige physikallsche Soireen abhalten. Das Arrangement der Produktion und die Reichhaltigke«» deS Programms versprechen einen sehr angenihmen Abend. Letzte Post. Eine Bolksverstimmlung in Graz, die »»« T««se«ven besu«»»t war, hat fich gegen die Venftonirung dienstfähiger Offiziere und für die Aufhrhung de^ Mirthverhältnisse» inrLvs«ngderWohn»ngSfrageauSgespro«t,en. lWolkenbritche in Bbhmen haben dvrt, in Sachse« und in den Niederungen der Elbe ungeheure Verheerungen angerichtet. In den B zirken Vodersam und Jechnitz (Bvhmen) bat man bis jetzt ST Tsdte ermittelt. Taufende find»ddachloS. Der Schaden an Grund» ßtüeten beträgt Millionen Gulden OomMchertisch. Lieder str Schult ««d Haus. (Herausgegeben vom Bezirks Lehrerverein in Ko« viotau, Böhmen. Preis: kartonirt 20 kr., gebunden SS kr. Verlag: Butter in Komotau und Kaaden.) Diese Sammlung enthält siebenundachtzig Lieder: für alle TogiS« und Jahreszeiten, mora« Uschen, heiteren und humoristischen Inhaltes, pa-triotische und andere Lieder, wklche dtm jugend» lichen Geiste, den verschiedenen Altersstufen der Volks- und Bürgerschüler angemessen sind und sich thells durch iverthvollen Text. theilS durch tluffi-sche Melodie auszeichnen. Insbesondere haben die im deutschen Volke verbreiteten Weisen große Berücksichtigung gefunden, wahrend für die klel-»eren Kinder der wackere Volköschullehrer und Ehormeister Hermann ArbeS in ltomotau einen groben Theil von Liedern komponirt. Da für unsere Obertlaffen der Gesang nach Noten vorgeschrieben ist. so begrüßen wir eS mit Freud'N daß sämmtlichen 87 Lievern auch die Melodie, meist zweistimmig, beigegeben ist. Der geringe Preis ist nur dadurch erklärlich, daß dilseS Werk M der Voraussetzung eineS großen AblatzeS in einer Stereotyp-Ausgabe erschienen. Auch der Notendruck ist recht gelungen. Bei der glücklichen Auswahl drr Lieder stelzt zu hoffcn. d^-ß diejcs Buch in deutschen Bolksichulen iLingong finden, zur Hebung deS GesaNtUS. zur Veredlung des GemüiheS und zur Belebung deS jugendlichen Frohsinns Nicht ivenig beitragen werde. Aufruf. Gewerbetreibende von Steiermark! Die Weltausstellung 1873 in Wien wird die ^on der Menschlieit gegenwärlig erreichle Kultiir» stufe durch die Bereinigung aller hervorragenden und merkwürdigen Produkte der gesammtcn land- wirthschaftlichen, lechnlsch.n. industriellen und künstlerischen Thätigkeit in großartiger und Übersicht» licher Weise zur Anschauung bringen. Die W ltoussteUung hat nicht den Zweck, nur den Weltkampf der Nationen um die erst? Stelle zu entflammen, sondern sie erfüllt die noch ljöhere und ivürdigere Ausgabe, zu z igen, wie jedes Volk, jedes Land sich in den Rahmen der Kulturentwicklung einfügt, ob und mit welchem Erfolge eS verstanden hat, sich die Errungenschaften der Andern nutzbar zu machen, und welchen Beitrag »S seinerseits für die Förderung deS Ganzen geleistet hat. Die Th ilnahme an der Weltausstellung ist daher für jedeS Land eine Pflicht, und überall wieder sind eS die Landwirthe, die Gewerbetreibenden, die Künsller, an welche der erste Ruf ergeht. Steiermark hat seinen bescheidenen Platz unter den Ländern Europas stets mit Ehren behauptet, und es wird auch jetzt wieder beweisen, daß eS mit gutem Willen und nach Kräften den edelsten Beispielen nacheiferte, und redlich beinüht war Mit den Uebrlgen gleichen Schrit zu halt n. Das steiermärkische Gewerbe kann eS zwar nicht wagen, im Umfang in der Gediegenheit, und in der Mannigfatllt^keit seiner Produkte sich Mit den Schöpfungen der durch Zahl und Reich-»hum hervorragenden ersten Nationen der Ert»e zu mesten, eS darf fich aber mit Ehren zeigen als ein beachtenSwerther Faktor in den Entwicklungen der deutschen, und der öllerrelchischen Kultur. Das steiermärkische Geiverbe will sich alier Nicht bloß zeigen. eS will auch lernen, und zivar dadurch, daß eS sich in die Reihe der Uebrigen mit seinen Leistung einfügt, und so zu Ber-gleichungen h'rausfordert. die feinen Eifer, seine Rührigkeit anspornen werden. Für den einzelnen Gewerbetreibenden bietet jedoch die Beschickung einer Weltanssttllnng oft virle Schwierigkeiten. Die Auswahl der geeigneten Gegenstände macht ihn besorgt, aus der V-rsenduug undAusstellung amPlatze erwachsen ihm bedeuiendc Kosten, er wird schweilich im Stande sein, sein Werk selbst zu der gewünschten Geltung zu bringen, und die Bezahlung eines ivährend der ganzen Dauer der Aufstellung für ihn thätigen eigenen Vertreters ist kaum einem Einzigen möglich. Der steiermärkische Gewerbeverein hat daher beschlossen, eine Kollektivausstellung der steier-märkischen Gewerbetreibenden zu v'ranlaffen, und hat hierzu die Billigung der löbl. Land^Stom-Mission eingeholt, wetche in ihrer Zuschrift vom IV. Mai d. 3. erklärte, daß sie dieses Unternehmen mit Freude begrüße, und die entsprechende Unterstützung zusicherte. Die KoUrkliv'Auöstellung bringt nun den Gewerbetreibenden folgende nam-l»aste Boriheilc: 1. Der Berein wird nun den Gelverbetreibenden bei der Waljl der AuSstellun^St^egenstände mit bestem Rothe an die Hand grhen. wird ihntn alle wünschenSwerthen Aufklärungen und Auskünste ertheilen. und sie aus Alles aufmerksam machen, was bei großen Ausstellungen sich be-reiiS als vortheilhaft und bcachtenswerlh erwiesen hat. 2. Der Berein wird die Versendung aller von den Gkiiiertittreib.ndcn ans^emeldrtcn. und von der löblichen Land«skommission approbirien Gegenstände Ükcrnehmen, «iiird durch geeignete Organe deren Auspackung in Wien überwachen, 'tire enlsprechende AussleUung im Änvuslri.palastc besorgen, und t>a'attf achten, daß bn jed m Ov. jekte der Name und die Adresse deS Erz,Ujjcrs, sowie der Preiskourant u. dg!, in erstchillcher Weise angebracht lvcrd»n. 3. Der Verein ivird sich bemühen, die AuS-iiellungSobjekte zu dcr gebührenden Geltung zn bringen, wird ihre Besprechung in den öffentlichen Blättern veranlassen, und »vird aus ilire (Angehende Beachtung seilcnS der July hlnlvlrkerr. Ätlbstverständlich ist der Verein als eine ange-srhene Körperschaft weit eher in der Lage, den Bortheil der Aussteller zu wahren, als diesc selbst es thun könnten. Hierbei sei auch bemerkt, dzß eventuelle Prä-miirungen und ausgezeichnete Erwähnungen, unbeschadet der KoUekliV-AussteUuilg, stets nur dem wirklichen Erzeuger und Aussteller zugetheilt werde«. 4. Der Verein imrd eine ständige Vertretung in Wien unterhalten, welche bestimmt ist, während der ganzen Dauer der Auöst.^llung die Jntereffen der steiermärkischen Gewerbetreibenden in der von denselben gewünschten Weise zu wahren, dem Publikum alle nöthigen Aufklärungen und Auskünfte zu ertheilen, Bestellungen entgegenzunehmen u. s. w. ü. Endlich »vird der Berein die Rücksendung der Gegenstände an die Aussteller besorgen. Während so auf der einen Seite die Bortheile, welche dem Einzelnen durch das hilfreiche Eingreifen einer größerer Korporation erwachsen, sehr bedeutende sind, vermindern sich andererseits die Kosten, wklche durch die gemeinschaftliche Besorgung der verschiedensten Ansprüche sich für jede» Einz lnen auf ein beschelder»eS und billiges Ma^ reduziren werden. Der GkWerbeverein ist überzeugt, daß der steiermärkische Gewerbestand nichi hinter den An-Nrengungen der Ü^ngen Stände zurückbleiben, ioldtrn sich Mit lebhaftem E'fer an der Welt-uSst llungen bethl-iligen wird. Er fordert daher die Betreffenden auf, ihm ihre Ablocht eh mi>g-lichst bekannt zu ^eben, und sieht — zur Ehre oes Landes — z.ch reichen Anmeldungen entgegen. Die schriftlichen Anmeldungen sind zu richten: „an den steiermärkischen G.werde-Berein, Graz-, und sind biS längstens 1ö. Juni d. I. einzusenden. Die spezielle Anmeldung bei der löbl. Landes Kommission übernimmt von Fall zu Fall dir Verein. Graz, am 23 Mai 1872. Vom steiermärkischen Gelverbe-Berein. Der Obmann des Ausitellungs-Komitös; F. Dawidowsky, Präs. beS Vereins. Der Ovmann des Exekutiv-Komitss: Dr. H. Tauschinski, B^rwaltungSrath. StraHenbau- s Ausfclireibung. Zu Folge Verordnung deS steierm. Landes-Ausschusses vom 18 Mai 1872 Zahl 491V wird die mit 20086 fl. 17 kr. veranschlagte Herstel-lung einer Bahnhof-Zufahrtstraße nebst Gehweg zn der neu zu errichtenden Südbahnstation Windisch'Keistritz im Offeriwege hintangegeben und können die betresfend'N Baupläne, die Kostenberechnungen. sowie die OffertS- und Baubeding-nisse wahrend der gewöhnlichcn AmtSstunden hier-amtS eingeschrn werden. Die Mit der Vorschriftsmäßigen Stempelmarke versehenen Offerte haben den Vor- und Zunamen, den Wohnort u"d Charakter des Offerenten, dann dtn Peizi^nten Nachlaß in Worten und Zahlen deutlich ausgtdrückt und die Bestätigung von der Kenntniß der Baubedingnisse zu enthalten und sind bis längstens S Juni l. I. bei d m Landes Hauamte in Graz zu Händen des Landes-Baudirektors zu überreichen oder portofrei einzusenden. Den Hieramts überreicht werdenden Offerten ist der Erlagschein über das bei der Landesfonds-k..ss,' erlegte Vadium beizuschlicß'N; wird aber das Offert pr. Post eingesei det, so ist d-mseltien das Vadium selbst anzuschließen und der Werth betrag außen svez alisirl anzufülzren. Dieses Vadium beträtit 2000 fl. und kann entweder in Baa em. od.r in Staatspapieren nach dem EourSiverthe berechnet, oder in Sparkafse-bücheln erl gt lverden. Aiif der Adreßseite hat das Offert die Auf-schrift: „Offert für Herstellung der Bahnhofzu-fahrtstraße bei Windisch-Feistritz" zu erhalten. Landes-Bauamt Gi^az. am 23. Mai 1872. Marburg, 2S. Mai. fWochenmarktsbericht.) D»eiz«n fl. S.40. Korn si'. L.80, Gerste fl. S.70, Hafer fl.Z IS, Kutlirutz fl.4.gl), Hirse fl. 4.—, Hirsebrein k. 6.10, Heiden fl.8.9V, Erdäpfel kl. 2.15» Bohnen fl. 5.90, pr.M«p. Weizengries fl. 14.75, Mundmehl fl. U.7ö, Semmelmehl fl.l0.7ö. Weißpohlmehl fl. 9.75, Schwarzpohlmehl fl.7.75, Kukuruhmehl fl. 7.7b pr. Cnt. Heu fl. 1.40, Lagerstroh fl. 1.50. Kutterstroh fl. 1.—. Streustroh fl.0.90 pr. Cent. Rindfleisch 22-28, »albkleisch »0, Schwemfteisch 27'/,, Lammfleisch 22, Speck, frisch S9, Rindschmalz 54, Schwein-schmalz44, Schmeer40, Butter50. TopfenkäselL, Zwiebel 10 Knoblauch 26, Krenn 10, Kiimmel 48 kr. pr. Pf. Eier 5 St. 10 kr. Milch frische 12 kr. pr. Maß. Holz, hart 18" fl. 5.60, dto. weich fl. 4.80 pr. Klafter. Holzkohlen hart fl. 0.54, dto. weich fl. 0.36 pr. Metzen^_ Angekommene in Marburg. „Ärzherz. Johann". Vom 19.—25. Mai. Herren: Mayer, Kfm., Wien. Oscl, Ksm., Wien. Eansel, Kaufm., Wien. Kreihr. d. tzridrichgatta, Trieft. Caval. v. Berzan, Trieft. Pischof, Geschäftsreifend., Marburg. Jirgang, Kfm., Wien. Jrminger, Privat, Wien. Traf v. Bofinsky, Jurist. Wien. Vlitt. v. Jbranyi, Gnttbefih., Gran. Gcheier. Agent, Wien. Graf v. Weißenwolff, Privat, Graz. Wetzel, Kfm., Wie«. Die Frauen: v. Törökö, s. Kammerfrau, Ungarn. Mickl, Modistin Graz. _ i via xidt »Ilev Vsr- uvä Lvickvvtsll äis Iiöokst dötrül)0väs von Livsoksiävn ikre» iovixst-xsolisdtvll (ZMsQ unä V»tsr«, äos Llvrra vslodsr vaod Icur-am l-viäsv, vorsvkov mit äon dl. Lt«rbos»Icr»msQtoQ, iv »vivsm 64. I^sdeas-am 28. Ick»! 1872 um 3 Vdr I»lorKS08 »olix im Herra vorvckisäso ist. Das I^siokeudvK^ävg^i^zsfäes tdsvvrsv Vor-tiliodsQSll sinkst am 29. Ä. um 4 IHir Xavd» mittag vom Ltorbvdauso, kkarrdokKasso I^r. 196 »US statt. Das dsll. Re- u. L«oräjikaox»»v>t»lt. Jett- Z?. V. Gast-, tvelche am verflossenen Freitage Mtin Lokale, ohne ihre Zeche zu zahlen, des ausgebrochenen Ftuerö lvegen verlassen haben, ersuche ich, ditse Zahlung zu meinen eigenen Händen zu leisten, da die Kellntrin nicht mehr in me'nem Dienste sich befindet. (441 '_Anna v. Schlichting. Eint Landrealitiit in Gerstdorf bei Zellztitz a/D. mit 30 Joch Acker, Wiesen, Wald und Obstgarten, einem neu erbauten Wohnhause mit 4 Zimmern, Sparherd, küche und Speise, nebst 2 großen Kellern, siir ein WirthSgeschast gut postiit, dann Wirthschasts-gebäude mit 2 gkwölbten Vi'hstallungen auf 20 Stück Hornvieh, Borsteavirhstallung nebst Küche, ebenfalls neu erb^iut, ist wegen Familienverhält-nissen unter günstigen ZahlungSbedingnissen zu verkaufen oder auf mehrere Jahre w verpachten. Nähere Auskunft ertheilt der Eigenthümcr mündlich oder schriftlich. (440 Barth. Stübler, Post gellnitz a/D. Weingarten-Verkauf. Eine schöne Weingartrealität bei GamS, eine halbe Stunde von Marburg entfernt, mit 24 Joch 256 Qkl. Flächenmaß, darunter 7 Joch Rebengrund und 13'/, Joch schlagbarer Wald, mit schönem Herrenhaus, Preßgebaudc und Win-zerhauS, ivild unter billigen ZahlungSbedivgniffen aus freier Hand verkauft. Auskunft ertheilt Herr Dr. Heinrich Lorber. Advokat in Marburg, Burggasse. (442 Ein Maschinenheizer findet sogleich Aufnahme in der Brauerei deS Th. Götz. Z Die der Wiener Commiflions Vank 4» emittirt auf nachstehend verzeichnete LoSgruppen. und find diese Zusammenstellungen schon auS dem Grunde zu den Vortheilhaftesten zu zählen, da jcdem Inhaber eineS solchen Bezugsscheines die Möglichkeit geboten wird, sämmtliche Haupt- und Nebentreffer allein zu machen, und außerdem ein Zinsenerträgniß von 30 Franks in Zold und w st. in Ranknoten zu gknirßen. krApx« /t. (Zihrlich 16 Zikhiozkii.) ä /?. Ä67' ^ate 67'^äÄ 1 äpvro. ISKVvir ti. KW 8t»»tslos. Haupttreffrr fl. 300.000, mit Rückkaussprämie der gezogenen Serie ö. W. fl. 400. I Apvre. ksis türk. 3W k^ros. 8t»stslos. Haupttreffer 000.000, 300.000 Franks effektiv Gold. 1 Hvr^^oxl. krauasek^viKvrVkalvr-I^os. Haupttreffer 80.000 Thaler ohne jeden Abzug. 1 Innskrukvr (Viroler) I^os. Haupttreffer fl. 30.000. krApvo >. (Jährlich 13 Ziehungen.) 6. — c?«?' /ec?67' R Apvro. lLai8. türk^. 3l)v L^rvs. 8tK»tsIos. Haupttreffer 600.000, 300.000 Franks effektiv Gold. t ller2i0Kl. kraunsvk^viKvr ZV 'I'da1or-I^o8. Haupltrrffer 80.000 Thaler ohne jeden Abzug. I 8a«k8VN-NIvimNK0N-I^0S. Haupttreffer 45.000, 15.000 südd. W. werden prompt und auch gegen Nachnahme effektuirt. — M Zjxhungilisten werden nach jeder Ziehung franko — graliS Versendel. (268 V0Q llsrrkiiklMsiii 2b4 ^«sv«rRl»iiL äss von (401 HArdorz, Lerreuxasse. MZlnv «Srutt mit Raum für 10 Särge, solid gebaut, ist zu verkaufen oder zur provisorischen Beisetzung von Leichen zu vergeben. (429 Anzusragen in Murnig'S Steinmetzgeschäft. »ias»«nk»I»rIlL 6^ Ktvin empfiehlt ihre feuerfesten und einbruchficheren Kasten soli» bester Konstruktion zu billigsten Preisen. Centraldepot: HVIvo, Kärntnerring S. S60 AvfAYZichmM jährlich, worunter 3 ttaupttrvifvr k ii 2SV l)VV ! „ „ „ 220.000 7 „ „ „ 200.000 l „ „ IS0.000 > „ „ „ »0.000 und noch eine große Anzahl t N. V0.0VV. SO.0V0, et«. spielt man mittelst eines AntheilscheiueS meiner 8plel-.gesellschast .gruppe ^ unter 18 Theilnehmer»» 2b vierteljährigen Raten t fl. S. Diese beliebte Gruppe enthält siimmtliche in Oesterreich elistirtadeu Staats- und Priv>t»Auleht«S>Lose, deren kursmäßiger Erlö« nach vollständiger Einzahlung unter die Theil^nehmer baar veetheilt wird. — Die gesetzliche Stempelgedühr für da» Dokument beträgt ein für allemal 99 kr. Gleich bei Erlag der rrltr« vierttljähr. Natt vo» 6 jl. spielt man schon auf die nächsten Verlosungen der 1864er u. ff. Ivo Wester Lose am 1. Juni, der Vfner-Los» am Ib. Suni, der Credit-, ISSäer und Dampfschiff-Lofe am 1. Juli ze. Der K8S9er Haupttreffer wurde am 1. Sep« tember1871 von einer Apte>A«»«N«et»»ft und dee LtltttHer Haupttreffer am 1. September 1870 mit einem k»ten»el»etn bei mir gewonnen. vanlckauR E»i«» M, Mai 1872. (41S Eisenbahn-Fahrordlmng. Marburg. Perfonenzüae. ^ Von Triest nach Wien: «nkunft a N. 21 M. Krüh und 0 ll. 4f. M. Abend». Abfahrt 6 U. 38 M. Krüh und 6 U. b7 M. Abend». Bon Wien nach Trieft: «nkunft 8 N. 18 M. Krüh und 9 U. — M. Abend». Abfahrt 8 U. 2S M. Kriih uud 9 U. 12 M. Abend». Gemischte Züge. Bon Trieft nach Mürzzuschlag: Ankunft 11 Uhr b8 Min. Mittag. Abfahrt 12 Uhr 20 Min. Rachmittag. Bon Mürzzuschlag nach Trieft: Ankunst 1 Ul»r 51 Min. Nachmittag. Abfahrt 2 Uhr 20 Min. Rachmittag. Ftärntuer-ZÜge. Absah rt: Von Marburg nach KranzeuSfeste: S Uhr Rachmittag. Bon Marburg nach Nillach: 8 lihr 4b Min. Vormittag. Ankunst: Von KranzenSseste nach Marburg: 12 Uhr S M. Rachm. Von Villach nach Marburg: 6 Uhr V2 Min. Rachmittag. Verantlvortliche Redaktion, Druck und Verlag von Eduard Ianschitz in Marbllrg. 2. li. St. S.