LmlmchcrWMtlmg. ^^^« ^.«»» halbj. k,lr. Mil d« Host «a»,j.fi.>»,h,l»j.fi.?.«», ^/«.»»ziW^, I/. <^)Ulzl»^z ,m. 1« tr. u. !. ». I» «!i»n»ste«VeI >lbe«m. »«7». ^ ^ » ^. Amtlicher Theil. Der Minister dc« Innern hat auf Grund der er. haltenen Allerhöchsten Ermächtigung und im Einverneh-Mtn mit den bellMigten anderen t. l. Ministerien den Herren strnst Grafen HoyoS-S Prinzen st ein und Unton Schcy die VeoMigung zur Errichtung einer Uctiengesellschast unter der Firma «Oesterreichischer Sparverein" mit dem Sitze in Wien ertheilt und deren Sta» tuten genehmigt. Der Minister des Innern hat auf Grund der erhaltenen Allerhöchsten Ermächtigung und im Einverneh. men mit den belyeiligten anderen t. t. Ministerien den Herren SiglSmuno Schlesinger, Albert Redl« Hammer, Johann ^iebig und Eo., Franz Sig-mund, Gustav Herrmann, Franz Schmitt. Franz «ei tend erg er und Ignaz Oinztey in Verbindung mit der allgemeinen böhmischen Bank die Bewilligung zur Errichtung einer Actiengesellschaft unter der Firma „Nelchenberger Bank" mit dem Sitze in Reichenberg er' theilt und deren Statuten genehmigt. Am 15. Iiinurr 1872 wurde w der l. l. Hof» und S scherzt habe. könne nicht die Sache ernsthafter Politiker sein. Die vom Ministerpräsidenten NameuS der Regie» rung abgegebene Erklärung beruhe auf der loyalen Äl'. sichl, nicht trügerischen Meinungen Spielraum zu gc< währen, sondern an die realen Verhältnisse anknüpfend daS ursprüngliche Rcglerungsprogramm zu wahren. Aehnlich im Hinweise auf das Programm der Regierung sprechen sich die ..Plcssc" und die „Morgenpost" aus. Die erstere schreibt: „Was die Wahlreformfragc anbelangt, so ist unS die Thronrede Bitrgc für die auf» richtigen Bcstrevungcn der Regierung," und die „Mor-ljtnposl" spricht denfelbcn Gedanken auS, wenn sic darau ermncrl, daß das Programm dcs Ministeriums dleFu» stilllmung der Verfussungoparlei erlangt habe, und auer-lennt, oaß dieselbe nur im Interesse dcr von ihm oei-tretcncn Sache handle, wenn rs nunmehr an seinem Programme festhalte. Die «Prager Abcndpost" behandelt dit Adrehent-wilrfe beider Häuser in vergleichender Weise und cou» statirl, daß die beiden Entwürfe, :vmn auch der Form nach verschieden, so doch dem ^»halle nach im Großen und Ganzen übereinstimmen. ES erscheint dem ge«mn-len Vlalte als blsoudcrs erfreulich, daß durch die in den Entwürscn ausgesprochenen Hcdanlcn eine wohlthu-ende Uebereinstimmung zwischen Krone. Regierung und Reichsverlrctung colislalirt werde, welche Harmonie zu den schönsten Hoffnungen berechtige. Der „Mährische Correspondent" zollt auch der Entschiedenheit m,d «usjuhrlichlclt, md amtliche Stellung des katholischen Eler»» regeln, sowie den Mißbrauch dcr geistlichen Amtsgewalt einer entsprechenden Strafsanclion unterwerfen. Dabei liegt e« unS ferne, dem katholischen Eleru« jene Rechte, auf die jeder Staatsbürger i« Oesterreich Anspruch hat. schmälern zu wollen; »ir sehen e« aber als eine berechtigte Forderung an, daß auch der lattzs-lijchl Clerus sich nur als SlaalSdürger betrachten dürfe Uüd den Gesehen des Staates jene Anerkennung und jcnen Gehorsam entgegenbringen müsse, den der Staat von seinen Bürgern zu begehren berechtigt ist. Der größte Theil des katholischen EleruS in Oester» reich kennte es bisher nicht iiber sich gewinnen, seine StandeS-Interessen als solche hinzustellen und z» oer» theidigen. Für die von der Hierarchie prHtenoirte Machtstellung mußte die Religion als Vorlvano diene«. u»o indem man diese als gefährdet erllürte, wußte m«, <« ganzen Provinzen einen den staatlichen Einrichtxg« verderblichen Einfluß zu gewinnen. Die Aufhebung der oMlichen GerichtSb«rteit in Ehesachen wurde al« Entsittlichung der Familie, Vie Ve-schränkung der clericalen Einfiußnahme »nf die Volksschule alS eine Entchristlichung der Jugend, die fta«t<-yrundaesrtzliche Regelung der interconfcssioneUe» Verhältnisse al« ein Ultenlat auf dcn Katholicismus hm-gestellt. Fürsten uno Priester jener Kirche, die in >er strammsten kcntrolisalion de Quelle ihrer Macht findet und die den Träger ihrer Ecntralgewalt dadurch zu kräftigen vermeinte, daß fte ihn mit übcrmenjchlntzen Attributen auszustatten versuchte, haben sich nicht ge» scdeut. in Oesterreich den Föderali«««« zu predigen »no auch bei dieser Agitation sich der MaSlc von VortAn« pfern für den lathslischen Vlauven zu bedienen. Nicht minder gefährlich als die Methode, die zur Bekämpfung dcr Gesetze gewühlt wurde, sind die Mittel, deren mau sich bedient. Wo die Presse und dcr Verein nicht «««reicht, «uß die Kanzel herhalten, und d« sociale Einfluß der Geist» lichen in der Gemeinde sowohl wie innerhalb ber vier Wändc dt« Privathause«. Den moralisäxn Urhebern auf den Vischossstützlen stehen willfährige Werkzeuge im entlegenste» Oebirssdorfe zu Gcbotc, und »enn sich die WiUsährhlett nicht «m« Ueberzeugung in Folge l»er syftemalifch ci»ft»l>gen »r-ziehung findet, da schasst sie dcr Ehrgeiz «der d'e ,Vln. gendc 'lioth ^ die Sorae um d« materltlle Existenz. D°h der Staat solchen «tldiMn.ficn yeyenuber end-lich Stellung nehmen mM, wenn mcht kaum best'tig. ten Gefahren jeden «ugenolick d«e Wirderlchr ervssnet bleiben soll, unterlief wohl leinem Zweifel. Wir halten dafür, daß Jeder, dem d»« Wohl be« Vaterlandes, die Kräftigung nnd'Ll>twicklu»g der Ver-fass'Mg, das «nschen dcS Gesetzes am Herben liegt, eine Pflicht erfüll«, »enn er an geeigneter S«elk die Noth-wendigkcil belont, oic hinsichtlich der Stellung de« latho-tischen Cleru« in unserer Gesetzgebung bestehenden ducken unverzüglich auszufüllen. DeShalb stellt der Gerneinotlath der VandeSh«»Pt. staol Klagenfurl die ergebenste Vitte: Da« hohe l. l. Oesammlmwisttrium l)«utzt Gesetz- 88 vorlag««, durch welche die Verhältnisse der katholisch« theologischen Lehranstalten, sowie oiü amtliche und mate« rielle Stellung des katholischen EleruS geregelt und wider den Mißbrauch dcr geistlichen Amtsgewalt strafgesehlich« Vestimmungen getroffen werden, zur verfassungsmäßigen Vehandlung zu bringen." 2. sitznng des Herrenhauses. Wien, 15. Jänner. Die Galerien sind gefüllt, auch in der Diploma« tenloge haben sich Zuhörer eingcfundcn. Auf der Ministerbank befinden sich: Se. Durch' laucht der Ministerpräsident Fürst Adolf Auer « perg, Ihre Excellenzen die Herren Minister für Eultu« und Unterricht, für Justiz, für Handel und Ackerbau. Die Sitzung wird um 11'/, Uhr von Sr. Durch« laucht dem pursten «arl Au crop erg eröffnet. Nach Verlesung und Venehmigung des Protokolles der zweiten Sitzung und nachdem die ncu eingetretenen Mitglieder, die Hcrren o. Kalsnfeld und Scrinzi das Gelödniß abgelegt haben, geht man zur Tagesordnung über. Die Elliläufc werden bekannt gegeben. Hofrath Dr. Neu mann beantragt, daß eine Budget», ommission von 21 Mitgliedern gewählt werde. ^Angenommen.) Nach Zuweisung der eingelaufenen Gesetzentwürfe an die einzelnen Commissionen bringen Ritter o. Hafner, Hraf Olelspach und Graf Prints einige Petitionen vor da« Haus, welche den bezüglichen Commissionen zuge» »lesen »erden. Sodann folgt der Bericht des Grafen Anton Auersperg Namens der Adreßco.nmission des Herren» Hauses. Da in der Heneraloeballe sich Niemand zum Wort meldet, erhebt sich der Gerichlerstalter und motioirt den Gtandpunlt dcr Commission bei Abfassung der Adresse. Das Hauptgewicht der Adresse liege auf Gctonung jener politischen bedanken, zu denen sich das Herrenhaus dlshcr immer bekannt habe. Er begründet den Umstand, daß die Adresse nicht bestimmte Gedanken über die von der Regierung in Aussicht gestellten Borlagen zur inneren Rcfvlm ausjpr,cht, daimt. daß das HauS seiner Politik nicht vorgreifen wolle, welche es u.rtrcten werde, »enn d»c einzelnen Borlagen eingebracht fcin werden. Ällgraf Salm beantiagl unveränderte Annahme d« Adreßeruwursl«. Dcr Antrag wird angenommen. (Tchluß folgt.) 4. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien. 1'). Jänner. President R. o. Hopfen eröffnet die Sitzung um 11 Uhr 30 Min. Auf der Mlnisterbank: Ihre Excellenzen die Herren Minister Freiherr v. Holzgethan, Or. Unger, dann der Kelter des LandtSverlhe>dlgung«'Ministeriuln< Oberst Horst. Die Galerien sind müßig besucht. Da« Protokoll dir lehlen Sitzung wird verlesen und genehmigt. Die Abgeordneten Bartoszewsli und Weigel leisten die Angelobung. Der Pet>t!0nsau«schuß hat sich constituirt und den Nbg. Dr. v. Mende zum Obmann gewädlt. Vom Landesvertheldigung«.Ministerium wurde die Regierungsvorlage betreffend das Gesey. womit die auf Orund der Ergebnisse der Volkszählung erfolgte Repar« tltion d raphrasiren, wahrend er thatsächlich vielen Stellen der» selben eine mehr oder weniger willlürliche Auslegung zu Theil werden, andere wieder ganz fallen läßt. So be« darf es eines eigenen Komentar« in dem Herrn Herbst nächststehenden Glatte, um d.e Vermuthung zu beseitigen, daß die Adresse das Noihwahlgeseh vorsätzlich ignorirt; so war es einem Gcrlmcr^ offiziösen Organe oorbehal» ten, dem Gefremden Ausdruck zu geben, daß die so tief empsundenen Worte der Thronrede i «Ötsterreichs Völker sind des Haders müde", in dem Areßentwurfe des Abgeordnetenhauses kein Echo finden. Da bleibt einer Amendirung noch immer ein dankbare« Feld offen. Nm auffälligsten ist der Unterschied bei den die galizische Frage berührenden Stellen. Der Entwurf des Dr. Herbst präjudizirl der Lösung dicfer Frage in ihrer formalen Seile, sofern er den Zusammenhang mit der Wahlreform in den Vordergrund schickt, ja sogar als eine ^n'iitio sine ljU2 N0n hinzustellen nicht übel Lust zeigt, dagegen in d«r Sache selbst, im Wesen der Galizien zu gewcih« renden Concessionen eine große Latitude zur Schau trägt. Die Pair« machen ee umgekehrt; die sachlichen Bedingungen, der ungestörte Gestand der Reicheeinheit und der Machtstellung, sind >h!ien das p>m< t»m ^l>>>5, die Formen glauben sie der Initiative der Regierung anheimgeben zu dürfen. Daß eine solche Anschauung der richtigen Auffassung der Aufgabe,, der Executive und dem Stande der Dinge in höherem Grade entspricht, liegt nahe. mögen auch die Motive, uon welchen dieselbe inspirirt ist, eher in einer gewissen Scheu vor allem, was föderalistischen Experimenten gleicht, als in bewuß lem Entgegenkommen zu suchen seien. Dem Ministerium Auersperg erwächst angesichts dieser nicht ganz Homo« geuen Kundgebungen die Aufgabe, dem Reichsrallie sei« rien, den Gedanlcn der Regierung klar zu machen, und wir zweifeln nicht, daß es die« mit aller Offenheit, deren die Situation fähig ist. thun wird. Aus polni» schen Kreisen hört man. daß ihnen die Fassung de« sie unmittelbar betreffenden Alinea's in dem Herrenhaus» Entwürfe, trotz ihrer merltorifchen Kargheit, minder be-denllich erscheint, als die Art, wie der Antrag der zweiten Kammer der Regierung gewissermaßen eine »ge< bundene Marschroute" mitgeben möchte. Alle anderen Combinationen über die Haltung der galizischen Dele< gation während der Ndrcßoebatte erscheinen um so müs» sigcr. als ja diese Discussion bereits im Zuge ist. Möge der Geist der Mäßigung und der Einsicht über ihr walten! Die Deal'Eonferenz war am 14. d. in Pest stark besucht. Graf Nndrassy. welcher als Gast erschien, wurde mit lebhaften Zurufen empfangen. Der hauptsächlichste Geralhungsgegenstand war dle Frage der Zeilungscautionen. worüber eine lange Debatte stattfand. Die Mehrheit der üonfcrenz sprach sich dahin au«, baß die Entscheidung über Zeltungscautionen nicht ins Gewerbegesetz, sondern ins Preßgeseh gehöre und Mit eintm 2ahe aus demselben nicht herausgerissen werden könne. Die Eaution der Buchdrucker gehurt dagegen inS Gewerbegeseh. Das Amendement des Obel-Hauses, welches blos die Guchdrucker-Caution abschafft, wurde angenommen Viele Redner befürworten indeß auch die Abschaffung der Zeuungscaulionen und wurde auch der Regierung empfohlen, selbe in die Novelle zum Preßgesetz aufzunehmen. — Die Gectionen de« Abgeordnetenhauses werden in nächster Zeit vor allem Änderen das Wahlgesetz in Geralhung ziehen; die Regierung beabsichtigt, so rusch als möglich nach dem Schlüsse der gegenwärtigen Session zu Neuwahlen zu schreiten. Die Anfertigung von Wählerlisten wird nach Angabe des Minister« de« Innern dritthalb Monate erfordern, so daß, wenn diese bi« Ende April fertig sei» sollen, da« neue Wahlgesetz längstens bis zum 15. ,5<< bruar fertig sein und auch die a. H. Sanction schon er halten haben müßte. — In der Plenarsitzung du lönigl. Tafel vom 2. Jänner hat sich in Gemäßheil des Vili.O.A. v.J. 1A71das Diociplinargcrichl conslituiil. Als Mitglieder wurden gewählt die Richter dcr lünigl. Tafel Alexander Gay. Julius Ianlovii', Albert Szabo und Ioscf Kautz. Der Vorsitzende des Gerichtshosc« ist im Sinne des Gcscycs der PrasidelU der lünigl. Tafel. Dem Disciplinar.HerichShofc sind sämmtliche Vicepräsidenten, Richter und löngl. Anwälte der Gerichte erster Instanz, dann die Gezirls« und Un» lerrichtec unterworfen. Ueber die Iustizreform in Ungarn und Sicdenblll-gen äußert sich der Graf der sächsischen Nation in sol» gender Wlise. Mit der Durchführung d^r Gcrichlsol' ganisation sei ein bedeutender Principienlampf im Va» lcrlande glücklich zu Ende geführt worden. In den sächsischen Kreisen gab es wohl geringeren Anstand, man habe nicht gar zähe an dem Principe der Richtelwahl festgchllten, obgleich man auch heute noch in mancher Krcisversammlung das Recht der R>chtc>' mahl schmerzlich vermisse; umso acutcr aber se< dtt Kampf in den Üomitaten. namentlich in Ungarn gcwcscn, wo das Recht der Richlcrwahl als e,n wesentliches Bollwerk der Municipal-Aulonomic gegen die staatlich Vergewaltigung aufgcfasU worden sei. Er war ersola' reich, die moderne Anschauung siegle und der große Fortsehnt! im Iustizwcsen sei eine Thatsache. D" Richter sei frei und unabhängig nach unten, er l?iW nicht buhlen um die Gunst des Vollcs und könne, uneingeschränkt von materiellen ln,d persönlichen Rück-sichten, seinem hohen Gerufe sich widmen; allein er sc' auch ganz unabhändig nach oben - und da« s«i ei« wesentlicher Vorzug gegenüber früheren Slaategtlichttli. die es gegeben ^ denn nach den bestehenden Gls tze» dürfe er wider seinen Willen selbst im Geforderun^ wege nicht verfetzt werden. Einen Mangcl habe indefsc" die gegenwärtige Organisirung ein Mangel freilich' bedingt durch die Schonung der so stall in Anspruch genommenen Staat«finatll BolkShyinne. von der großen Volksmenge lhterbiclig bc» grußl. ^ lag als eröffnet elllärt wird. Hierauf begab sich dal Publicum in die MarcuSkirche. wo ein Gottesdienst ccl^ brirt wurde. Hierauf lehrten die Depntirlen in dt" Saal zurück. Se. Excellenz der Vanu« begab sich ul,l^ Cortege wieder in seine Residenz. Hiemil war die ül" öffnu'igefeieiüchltit geschlossen. Da« preußische Abgeordnetenhaus ist wicb^ zusammengetreten. Die Gudgetcomnnssion begann t>>' Gerathungen über die Gesoldungsoerbesserungen ^ Beamten. Allseitig wurde da« bisherige Hysle,», r«^ welchem die Minister innerhalb der Minimal« und ^"' ximalsühe die Gehalte al'slufen. verurtheilt. ..Sl^cle." ..Opinion." ..France" und „TemP^ < stimmen darin überein. daß Pari« durch seinen W ah^ fieg gezeigt habe. daß es auf die Gesühlspolilil. "" die Politik des Grolles verdichtet und wieder die ^ nünstige Politil der gegebenen Verhältnisse auf l^ Fahne geschrieben habe. Sodann habe sich bei den letz^ Wahlen ergeben, daß die Stimmung für die gemäß's Republik im Steigen sei. Der Ausfall der M^ vom 7. Jänner hat im prüsidentschaftlichen Palais i 59 Versailles keineswegs unangenehm berührt. Die Pariser Wahl tolinle für Thiers nicht ungünstiger ausfallen, und was dic dc» Provinz anbelangt, so lann der Präsident auch insofcrn zufrieden sein, als dieselben keines« wegs die royalistijchen Bestrebungen der Majorität er-muthigen. — Thiers unterstützte in ausführlicher und beredter Weise oie Steuer auf Rohmaterialien und sagt/daß diese die einzige ausführbare sei. Thiers appellirt an den Patriotismus der Nationalversammlung. Man versichert, nach der Rede Thiers sei die Zustim« mung der Nationalversammlung zur Besteuerung der Rohstoffe unzweifelhaft. — Der „Frankfurter Ztg." zufolge spricht man in Paris von einem Rund. schreiben dee'Exkaisers an feine Getreuen, in welchem er sie ermähne. mchts zu beginnen, was dic Ruhe dcS Landes stören könnte, und sich von jeder Bewegung fern» zuhalten. Der „Economista d'Italia" schreibt: Die F i nan z-commisfion in Rom hat bezüglich der finanziellen Projccte Sella'S noch leinen Beschluß gefaßt. Die Com« Mission wird bezüglich der beantragten Besteuerung der Webstossc dic Resultate der nach Mniland berufenen?a-brilantenversammlung abwarten und dann erst beschließen. — Dasselbe Journal bespricht daS Circular Lesscp's und sagt.- Die Idee des Anlaufs dcS Suezcanals ist von der italienifchen Regierung sympathisch aufge» nommen worden, doch hat noch keinerlei osficielle Unterhandlung begonnen. Einerseits sind die Absichten der anderen Machte zweifelhaft, andererseits sind es die Verhältnisse dcS italienischen Staatsschatzes, welche dem Ministerium große Reserve und Erwägung auferlegen. — Der Künig ist von Floren;, wohin ihn Familien» angelegenheiten gerufen hatten, wieder in Rom eingelrof« fen, und hat zn seinem Privalaufenlhalte in Rom dic dem Fürsten Piombino gehörende Villa ^udovisi gc« miethet. DaS neue Ministerium in Griechenland hat nun doch die Auflösung der Ka m m c r vorgenommen, oliwohl erst vor wenige,, Tagen bestimmt erwähnt wor« den war. dic m>n M'smxndcnc Ministertrisis werde auf besonderen Wunsch des Künia« eine Kamnirrauslü-sung lucht zur Fol^e haben. Wahrscheinlich hat das ntue Mlnislerlum seither die Ueberzeugung gewonnen, daß d>e Gegensatze in der Kammer doch zu tiefgehend u»t» zu mannigfaltig sind, um trotz der Vcrücksichtlgung vcr-sHiedcncr Flaclionc» di,i d^r Vil^ung des Cabinets positive Rcsullute von derselben erwarten zu können. In Ncw-Zort legt man rüstig Hand an, um gegen die maßlose Corruption, die sich aus der Fi» nanzgebahrung der Muliic'pal-Bchördcn während dcr letzten Jahre herausgestellt hat, durchgreifende Mchilfe zu schaffen. Der Siebziger-Ausschuß, der von den Bürgern New-Horks gewühlt wnrde, um den schamlosen Uebcrgrissen des „Tammany'Nina" ein Ziel zu setzen, hat cine neue Charte sür die Verwaltung dcr Sladl New-?)orl ausgearbeitet. Der „New^jorl Times" zufolg« dezweckt dieselbe im Allgemeinen, die Centralifa» tion des gegenwärtigen Systems niederzubrechen, die Function deS Aldermen'CollegiumS zu erweitern, eine strengere Sparsamkeit einzuführen und dem Puolicum jede Leichtigkeit an die Hand zu geben, um zu ermitteln, wie seine Angelegenheiten verwaltet werden. Weltausstellung 1873. Die Abtheilung für Landwirlhschaft hielt am Nlen Jänner ihre zweite Sitzung ab, in welcher zunächst die Wahl des Präsidenten und Vicepräsibenten vorgenommen wurde. Zum Präsidenten wurde einstimmig Se. Durchlaucht Fürst Johann Adolf zu Schwarzcnberg. zum Viccpräsidenlen Se. Excellenz Ocaf Rudolf Wrbna» Freudenllzal gewählt. AlS Referent fungirt Hcrr Dr. Iofeph Areusicin. .^ Die nunmlhr auch flirmlich con-stitulrte Abtheilung schrill sosort zur Berathung der Vorlagen, welche das in der ersten Sitzung (5>. Decem. ber 1871) gewühlte Comil« in mchrrren Besprechungen ausgearbeitet halte. Die wesentlichste: das Spccial-programm sür die landwirthschastliche Ausstellung, rief eine schr eingehende, ja oft erregte Debatte hervor, an welcher sich die Herren Freiherr von Vabo, Fürst Col» loredo Maosfeld, Freiherr von Doblhoff. Ritter von Hopfen. Güterdirector Jesse, Oraf Weslphalen, Graf Z>chy u. a. belheiligten. Die wegen vorgerückter Stunde abgebrochene Sitzung wurde am 1Z, fortgesetzt und fühlte zur Feststellung ocs Programmes, welches demnächst der Ocffeutlichteil übergeben werden wird. Am 12. Jänner Abends fand die zweite Sitzung deS Svecialcomilö statt, welches die Darstellung der „Erziehllng und Pflege des Kindes" von dessen Gcbml liis zum Eintritt ln dic Schule zu berathen hat. Dusc Darstellung wird als „Pavillon des kleinen Kindes" e>ne ganz gesonderte Abtheilung der 20. Gruppe bilden und ein Blld von dem Leben uud Gedeihen des Kindes, seiner Entwicklung, seinen Spielen, dem ersten Unter richte u. s. w. entrollen. In dem Pavillon werden außerdem mehrere vollständig eii,ger!chlelc ..Kinderstuben" nach den Gewohnheiten verschiedener Völker in der Form von Alkoven zur Anschauung gelangen. Die Idee zu dieser Exposition ist von Hcrrn Julius Hirsch ang «gt und ein Verein von Fachmännern und ssinderfreun. den hat sich über Einladung dcS Oeneraldirectors der Ausstellung ihm angeschlossen, um dieselbe zu reallstren. l ^ Das bezügliche Specialplogramin wird demnächst aus» gegeben werten. ^agesnmisskeilen. — (Den Höhepunkt der Z a s chin gs. S a i-s o n) wird die Wiener Aristokratie in den vom Grafen Andrassv veraiislaltelcn Festen finden. Zu dem a« 24. d. abzuhaltenden Kammerball sind bereits circa ,<»<» <5inla» düngen versandt worden. — (R cich sgericht«-V er han dluugcu.) N» 25. und 20. Jänner d. I. werden in dcm Berathung«, saale der l. l. n. ö. Statthalter«, Herrengasse Nr. I I, öffentliche Verhandlungen vor dem Reichsgerichte st»nfin. den, und zwar: am 25. Jänner Vormittags um 10 u»d 11 Uhr Über Beschwerden wegen behaupleler Verletzung des politischen Rechtes einen Verein zu bilden, am 2l»ten Jänner Vormittags um M Uhr über eine Eingabe wegen Geltendmachung eincS Anspruches auf Gradualvorrückung, beziehungsweife Pensionserhöhung; bann um 12 Uhr Mittags llber einen verneinenden Compelenzconflict. — (Der Koffer des Grasen Beust.) Die „Korr. Forlschritt" schreibt: Wie uns von schr verläßlicher Seite mitgetheilt wird, ist der vielbesprochene Koffer deS Grafen Beust nicht, wie gemeldet wurde, eine Beule der Mecreswcllcu geworden, fondcrn wurde derfclbc von dcm Schiffspersonale glücklich wieder au< dem Wasser gefischt. — (Der erfteVeamtentag in Oesterreich.) Wir melden ein Ereigniß, nämlich die am 13. d. von etwa 5lX)0 Beamten aller Branchen besuchte Versammlung in Wien zur Entscheidung der Frage wegen Einberufung eines Be a mlent ages. Von den fünftausend Er° schieuencü war wegen Unzulänglichkeit der Räumlichkeiten, welche der Gewerbeverein, wo die Versammlung stattfand, dielet, freilich nur ein kleiner Theil in der Vage. den Verhandlungen felbst beiwohnen zu können. NachdemHcrr Prof. Mack (Leopold-stabler Realschule) zum Präsidenten, Dr. Wilhelm Auger, stein (Schriftsteller) zum Vlcepräsidcnlen, die Herren Polizei» commissär Kusmanet und ^andwirthjchaftsbeamler Krause « Schriftführern gewählt wordcn, ergriff Polizeicommissar Dr. Meißner als Referent de« Aclionscoiuit6's daS Wort, uu, seine Antrtige einzubringen. Nach der mit sturimschem Beifall ausgenommcucn >fiede drs Referenten sprachen: Tclcgraphendcamlcr Pohl, welcher unter demonstrativen Bei. fallsrufen dcr Thängleit der Journale für die Interessen des Beamtenstandes gedachte, Dr. Angerstein, welcher der Versammlung mittheilte, von einem hohen Beamten erfahren zu haben, daß das Project, einen Beamtentag einzuderusen, die Zustimmung des Kaisers erhallen habe. (Vielstimmige Rufe: Hoch der Kaiser!) Ferner ^andesbeamter Eichler, Hof rath Falle von Lilienstein, Director Glatter. Inspector Aeuler von dcr Nordwestbahn und Ministerialccmcipist Faltbeer. Nach dem Schlußwort des Referenten erfolgte die einstimmige Annahme der Anträge des Actionscomil6« und die Schlußrede des Präsidenten, welche er mit einem Hoch auf die Verfassung, daß Ministerium und den Kaiser schloß, in welches die Versammlung dreimal einstimmte. (Ein Raubmord.) DasUntersuchungsgcrichtMar. bürg theilt der Wiener Polizeidirection folgende« Verbrechen mit: In dcr Nacht zum 15. v. M. gegcn U) Uhr wurde der Winzer Johann Ecwetz in Ploderberg, unweit feiner Wohnung, von bisher unbelannlcn Thätern, welche aus feinem Keller Fleisch entwendeten, mittelst zweier Schlisse getödlet. Der eine der Mörder dürfte eine Verletzung sich zugezogen haben, da in ziemlich weiter Entfernung vom Thalorte Blulspurcn entdeckt wurden. — (Selbstmord eine« Advoca ten.) Wie aus Matzen in Niederösterreich berichtet wird, hat sich der dortige Advocat, Dr. Julius Schiuloivsly. am 12. d. M. Nachmittags durch Genuß von Phosphor vergiftet und ist todt in feinem Arbeitszimmer aufgefunden worden. An. laß zum Selbstmorde sollen häusliche Zerwürfnisse gegeben haben. — (Der hochw. Fürstbischof Valentin) der Gurler Diverse hat dem Modeflusvcreine zur Unter, stützung dürstiger Priester den Betrag von 4000 fl. in Obligationen übergeben. — (Dcm feierlichen Leichenbegängnisse) der am 13. d. in Graz verstorbenen l. l. ^andralhswilwe Mlhelmine Freifrau v. Hipperslhal wohnlen Se. ßr. cellenz der Herr Minister des Innern, I. Freiherr v. Wasser (als Schwiegersohn), Graf Vodron, der Herr l. l. Statthalter Freiherr v. Kubeck, die Generalität, die Spitzen der Behörden, dcr Gemeinderath n. a. Honoratioren bei. — (Aus de m Kerker entwichen.) AuS dem Gefängnisse des Grazer ^anoesgenchte« ist der zu mehr-jähri'.em Kerker verurlheilte Sträfling Giovanni Furlanich aus Trieft entwichen und konnte dcrfclbe bisher noch nichl eingebracht werden. — (Im städtischen Spitale zu Trieft) wurden im verflossenen Jahre 657H Kranke aufgenommen ; 5654 wurden geheilt entlassen, tt'.»6 starben, — (Dr. Heinrich Versonj hat die k. k. Sei. dcnbau-Vcrsuchs^ation in Görz, iu welcher er als Adjunct angestellt und erfolgreich thätig war, und den österreichischen Slaalsdienst Ende 1 «71 verlassen, um der Berufung als Tirecwr der von dcr l. italienischen Regierung neuaegrün. dctcn Seldenbau-Vcrsuchsslalion in Padua zu folgen. Der bisherige Assistent filr Chemie an der l. l. Handels, und nautifchen Akademie in Tnest, Johann Velle, lst an semer >Vt«tt zum provisorischen Adjunclen an der Verfuch»st»tüm in Hvrz bestellt worden. — (Todt schlag.) Ivan Gorovicla, Landmaon au« Maninci im Beröczer Tomitate. hat am 19. De«n«« -v, I. im Streite seinen Bruder Joseph erschlagen und jlch hierauf dem Vtuhlßerichte Nasice felbst gestellt. — (l'andesvt rwiesene Ausländer) I« Jahre 1871 sind 205 wegen verschiedener Verbrechen ab. gestrafte Ausländer nach ihrer Entlassung aus der Hasl au« den österreichischen (cisleithanischen) Mnbern auSgewiese» und abgeschafft worden. Locales. Auszug aus dem Protokolle ber erdenklichen Sitzung des l. l. ^andesschulrathes flir Krain in ^'aibach, abgehalten am I". December 1871 unter dem Vorsitze des Herrn l. l. 3ande«plllsid«nteA Karl v. Wurzbach in Anwesenheit von 7 Mitgliedern. Die Sitzung beginnt mit dem Vortrage der seit der letzten Sitzung erledigten GefchäftsstUcke durch den Schrift» fUhrer, und es wird deren Erledigung ohne Bemerken zur Kenntniß genommen. Betreffend das vom h. Ministerium fllr Cultus und Unterricht abverlangte Gutachten, ob die Schriften des M. Majar: „lravila, kklco jxc»dl-a5«vat,i ilirskli ua-n^u," „8sM»vnlk," .,81ovmOa" und „I'i-sllMj" zum Lehrgcbrauche an Volks» und Mittelschulen verwendet werden lönnlen, wlld beschlossen, sich dahin zu äußern, daß dieselben für den Schulgevrauch als nicht verwendbar bezeichnet werden müssen, daß sie sich jedoch nichts desto« weniger für die Aufnahme in die Bibliotheken slovenifcher Mittelschulen und Lehrerbildungsanstalten recht gut eignen, da sie fchätzenswerthe Beiträge zur flovenischen Literatur enlhallen. Die l'ehrer und Organistenstelle iu <5atei wird dem Andreas Hertar, gegenwärtig kehrer in ?teul, definitiv verliehen. Betreffend da« Anerbieten eine« Schriftsteller« zur Anfertigung einer slovcnisch-griechischen Schnlgrammatil und eines entsprechenden Ucdungsbuche« innerhalb einer seftzn« stellenden Fr,st beschließt der ^andesschulralh vom h. Ministerium sur Cultus und Unterricht die Ermächtigung zu erbitten, denselben mit der Abfassung der beiden benölhig» ten Lehrbücher zu beauftragen und ihm flir die Abfassung derselben, — wofern sie von einer Commission von Fach» manner« als brauchbar anerlannl werden, — eine Remuneration und die Bestreitung der Drucllostcn au« den» lrami« jchcn Studicnsonde in Aussicht zu stelle«. Aus Anlaß dcs Ersuchens des k. l. Oberlandt«ge, richles in Graz um ein Aulachten über die Frage, bei welcker Behörde von Veite der Ndhandlungsinstanz die Verständigung tiber d« vo« den Verlassenschaflu» zu Schot» zwecken bemessenen Geblihren oder Veitrilge zu geschehe» habe, äußert sich der ^andesschulrcuh dahin, daß der durch die h. Miuisterial'Verordnung vom 8. November 1850, I. 444 Vl. G. B., vorgezeichnele Vorgang mit ber Er. gänzunfl, beziehungsweise Modificirung beizubehalten wii«, . daß von jeder Vemessung der bezüglichen yiormalschulfond«, gebühr auch gleichzeitig das betreffende Steueramt dehuf« deren Vvrschreivung sur Viechnung de« Normalschulfonde« verständigt weide, die halbjährigen Verzeichnisse der ringe» antworteten, der Nor malfchulfondsgeduhr unterliegenden Ver« lassenschaslen aber in Zukunft, nachdem auch hierland« am "^). December 1«71 der Normalschulsond in die 5'ande«' Verwaltung übergehen wird, der Landesbuchhaltung z»r (i.onlrolc mitgetheilt werden müchlen. Anläßlich de« Berichte« de» ^aibacher Stadtmagistrale« über dlt Anslände gegen dlt Herstellung de« Orlsschnl» gcbäudes im Zvis'schen Graben beschließt der ^andeefchul« rath. dcm Gcmcinderalh eine 5»mc>natliche ^rist zn beftim> men, innerhalb welcher derselbe so gewiß die erforderlichen Millel und Anstalten zu treffen bat, daß zunächst die her-stellung unes directivmäßigen Pollsschulgebäude« stir ewe vierllassige Knabcnvollsschule sammt Parallelklassen nnd zwar sofort nach Ablauf dieser Frist in Angriss genom» men, gehörig unter Aufsicht des k, l. Bezirlsschnkathe« geführt und bis Ende des Schuljahre« 1872/3 vollendet werde, als widrigeus beim fruchtlosen Ablaufe obiger Frist wegen Ncquirirung des Bauplatzes, Feststellung de« Van« projectes und licilalionsweiser Hinlangabe und Ausführung des Baues aus Kosten der Stadlgemcindc mil Auflheilung, Vorjchrcibung und Einbringung ber Baulosten nach Maß» gäbe der direclen Steuern des Stadlbezirles von Amt«, wegen vorgegangen werden mußle. Ueber Antrag de« l. k. Bezi.lsschulralhe, Radmann«, borf wird für die'Besorgung des Schulunterrichte« m Ko. privnit in dcr Zeit vom October dis Ende Aprll eine Remuneration aus de« Normalschulfonde zugesichert Es wird beschlossen, die Verhandlung betreffend die Erhöhung ber Dotation der vacanten Unlerlehrerftelle in Tschermoschnig bei günstigerer Aenderung dcr diessälligen Verhältnisse zu reasfumircn und die Verfügung zu treffen, daft die Interessen der Mallhäus Stim''schen Schulstiftunz inzwischen zu Gunsten der Unterlehrersdotalion fructificirl werden. Ueber Aufforderung de« h. Ministerium» fllr Cullu« und Unlerrichl wird da« Programm eine« zu verfassenden flovenifchen Lesebuche« für die vierle und evenluell auch die fünfte Klasse der allgemeinen Volttschulen famml einem Verzeichnisse ber einzelnen Hefestücke vorgelegt. »0 Schließlich wird das h. Ministerium für Hullu« und Unterricht um Bewiliung eme» Betrage« für Staalgstipen-hze» für Lehramtscandidaten und Candldalinnen pro 1872 Bericht über die ^andeSausschußsitzung vo« »H Jänner. Da der Kramer Lande«au»schuß die Verpftegökofien ftr solche Findlmge in der Rechnung der Triester Findel« anstall sür das 2. Semester 1668 und slir da« 1. Ee. «eft« 1869 für illiquid erttärte, welche außer dem Ae. dürhause geboren und nachträglich in dle Findelanstalt zur Verpflegung übergeben wurden, hat der Tnestcr Stadt» magistral eme Relchsgerlchlsllage emgereicht. hinsichtlich welcher eine meiucrlsche Etledigung der nächsten ^andesaus« schußsiyung vorbehalten wurde. «us Anlaß emes Berichtes über den bedeutenden Krankenstand im hiesigen ^iviljpital« hat der ^andesaus« jchuß nach rorausgegangener commlssioneller srhebung des Eachrerhalte« beschlossen, daß die Aerzte bei Nufnayme von Kranken in'« Spital alte sogenannte spitalebrüoer, so wie andere um die Ausnahme sich meldende Individuen zurück« weisen werden, bei denen es evident ist, daß sie au« Man» gel des «olhlgeu Erwerdcs und einer enlsprechcnden Unter« tunft über den Wimec im Epilale eine Verfolgung suchen und dadurch den Raum den zur Epitalsbchandlung geeigneten zkranlcn wegnehmen. Auch wurde der Spltalsdireclion aufgetragen, darüder zu wachen, daß lein Neconvale«cent über die unbedingt nothwendige Dauer im Spital« behal» ten werde. Die Beschwerde der Gemeinde Gcttemz in Gotlschee gegen das Straßen ^.omil<> wegen Zuweisung der Herstel» wngstosttn jür ti« Straße zwijchen »^ülleniz und Masern im Betrage von 397 fl, 20 lr. wurde abweislich erlediget. Der Landgemeinde Al ch wurde eine Ikpercentige Um« lag« aus dle Grund- und Hausllassensteuer und der Stadt« zemeinde Kraindurg die Oinhebung einer HOpercentigen Umlage auf die Berzehrungssteuer sUr das Jahr 1872 zu Hemeindezweckm bewilliget. Dem Änlrage der t. l. Landesregierung auf Feststellung der VorjpaunSgeduhr auf 66 lr. pr. Pferd und MeNe skr da« 1. Semester 1872 wurde beigestimmt. L'ie Mittheilung de« Landesausschusses in Graz in Velrm der am 5v und 9. Februar d. ). stattfindenden Uebernahme der nach Stelermarl zuständigen Zwanglinge an« der hiesigen ^andes^wangsardelts'ttnstalt in das neue fteielmaltijche Zwangsardeil^hau,» u, Messeuoorf wurde zur Kenntniß genommen und der hiesigen Zwangsarbeilshaus« Verwaltung die entsprechende Weisung gegeben. — (Aus dem Amtsblatt e.) Kundmachung der t. l. Posttirection über unanbringllche Fahrpostsendungen au« dem Jahre 1670. — Da« Berzelchmß der Stellnngs« pstichtigen pro 1870 liegt beim Magistrat zur öffentlichen Hmslchl auf, — PostmeisteisleUe in Dllce (Vezirl Adels« derg) di< Ib. Februar zn besehen. — <^Die iunge Tchauspielerln Fräulein Konrad), die in vielen Rollen recht verwendbar ist, befindet sich seit längerer Zelt nicht unbedenklich lrant. In den Theaterräumen (iicuNrte gestern dle Nachricht, daß sich Fräulein Konrad dermalen ohne »Aige und in einer materiell mißlichen Lage befindet. Die Direction wird sich in Erwägung dieser Verhältnisse wohl bestimmt finden, dem Fräulein Konrad ein Benefiz zu gewähren, womit der be« daunn«wertb.en Schauspielerin einige Hilfe zugeführt wer. den tonnte. — ^Theaterbericht.) Die gestrige Aufführung der komischen Operette ,Der Regimentszauberer" war eine recht lebendige und effeclvslle. iüfsenbach's Mufit versteigt sich sog^r in recht artige Motive; das Trüfselquinlett und Trinlquartett sind insbesondere hervorzuheben. Herr Löc« (SlelzenbackV Frau Paul mann (hipfeilj und die Frl. Ütll Charlotte) und H b er ha r dt (Neltchen) haben ihre Parte Bereine« einen lllchtigen Ver lreter ihrer dienstlichen und materiellen Interessen erblicken können. Vinatsendet. 4l1eu kiHllkell klHst llllä liezlllllllleit otiue ülelliciu «lull «lllle llo«teu. Nev2le«ciere Du Lall? von !.olläoll. Keine Krankheit vermag der dellcalm N«v»!«,< ,^<> «tu lj,i-i-> zu widerstehen und beseitigt dieselbe ohne Medicin und Kosten alle Magen-, Nerven», srust-. kungen-, i'eber-, Drll'en-, Schleimhaut-, Athem-, Vlasen- u»o Nierenleiden. Tilderc^lose, schwind-such». Asthma. Hüllen, Unverdaulichleit. VerNopiung, Diarrhiim, Schlaftosigleit, Schwäche. Hilmorrhoideu, Wassersuch!, Fieber, Schwindel, Vlulauislelgeu, Ohrenbransen, Uebelteit und Erbrechen 'elbst während der Schwangerschaft, T),abeles, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht. Nleichiucht, 7ln»^ug au« 72.000 Hertificaten Über Genefungn, die aller Mcd,c,n widere ftandeu: «ertificllt N r. 58782. x lyrnau, 10. Mai l«i'.9. Ich litt lange an Appetitlosigkeit und Hrbrecheu nach dem '« bei Erwach» smm und Kindern 50 Mal ihreu P^eis ln Ärjuele», In Glrchbilchse» von /, Pfund st 1.5<). l Pfund ft. i!.5<). 2 Pfund fl. 4.5<). 5 Pfund fl, 10, l2 Psund fl. «0. 24 Pfund fl. 3ft. tt«v«le»,:>ül« ^!,«s!<)l,l6<: in Pulver uud in Tabletten fUr l2 Lassen fi. 1.5,0, 24 Tassen fl 2 5,l>. 4« Tassen fl. 4.ü<). in Pulver für 120 lassen fl. 10, jür 2«« Tassen fl. 2<). fllr 57« Tassen ft. 26. Zu beziehcll durch Varry du Varrv H in, Hafelmayer. «n Pest Törüt, in Drag I. FUrst, iu Vrunu ß. Hder, soiule in allen Städten bei gulen Apolhelern »nd Hpecereihäudleru; auch versendet da« Wiener H»"< nach allen Hegenden gegen Posteisung oder Nachnahme Neueste Post. (Triginal'Ielegrawm der „La,l»acker Zeitung") 2Vien, »^.Jänner. Die heutige „ÄUie. ner Feitunss veröffentlicht das saiserliche Handschreiben vom >H. d., wodurch Freiherr v. Holzgethan zum 3teichSsinan;minister er« nannt, demselben in Anerkennung seiner nus« gezeichneten Dienste der Orden der eisernen Krone erster Klasse verliehen und Baron Pre» tis zum cisleithanlschen Ainanzmlnister ernannt wird. Se. Majestät dcr Kaiser haben am l5. d. Nudicn« zen zu tttheilen geruht. Pest, 15. Jänner. »Pesti Naplo" meldet: Vi< der croallsche Vandtag sich constiluirt hat und die Ve« l»ficat!onen etsolgen, werden zwischen den Parteien die Verhandlungen fortgesetzt, von deren Erfolg die weitere Wirksamkeit des Landtages abhünyl. Vrüssel, Ui Jänner. Im Kohlenbezirle von Hharleroi fanden bedeutende UrbeitseinfteUungen statt. T»lear«phisc»,er ^.,li,selcouf4 vom l6 Jänner. 5perc. Mftallique« »j3. - dperc Vlelallique« mu Vl«^ uud November - Ziusm <^. — bperc. Äiallonal - «nlehlu ?it.9s, - I«K)er Staal«-»l!lthtn 10«. — «anl.Ucllen ^».i, ^xou Nctei« 345.K). — London 1I5,.!i0. - Silber 114. - «. l MUn,. Ducattn f,.4i^. — Napoleon«,'« «.l4'/>» Postbampsschifs „Silssia." Eapiiiin Traulmann, ,ft am Älen Jänner wohlbehalten ,n 3iew^)art «'lgslulNüieil. Da« Postdampsschifs ^Tyuringia", «iapltän Mrier. glug am t0. Jänner mu 1l/< Passagieren von Hamburg »<» Hao»« nach New?)l>rl ab. Angekommene fremde. ?lm 15». Jänner LlSs»,»«. Petah, Billchberg - ^lesmanu, Talvls. Mll<> Wien. - «ufhäujer, Ttutlgan, - Zagorjan. Wirch. Untei train.— wirtel, Kärnten. - (^old, Kansm., Wien. - Gernel, Etienne Charre. »»»«>< HV«^»,. Nulel, Kaufn,., Gramer, Arijendfl, Holeiftein. Ngent, und v. «atto. Fabricanl, Wien. — Wetjch, «aufm., um Hermann. Vieücndel, München — Vraf Margl,eri, Unterlrain Thcater. Heule: Die schöne Pumfia. ^allleoal« Operette iu zu«, Vcteu von Richard Gen^e. Ein Vutographeusammler Eharallervild in e,nem Act von Tchuh Ilteleorlilligische Hiealjachlullgell ill l^uliach. .^i N ft "^ '- H Z ^ kz !« i zl !W « ll Mz. ?^j».« - k., windstill ga»z bew. ltt. li „ N. ?'»^ ?.. — il.< , »indstill , ganz bew. 0.^ l!) . Nb. 74<).l5 — 3.4 windstill i ganz liew Wollendecie dicht geschlossen. Abwechselnd dllnne Hch»es. flocken. Da« Iage«miltel der Temperatur 3 8°, um 15." unter dem Normale. A-'rmilmnnlich.'s Nedasteiir.- Igna, v. ll l e > n m a v r. ?^äsl<»NN«»^i«-»»» TVicn, 15. Zänner. Tie Vürfe war etwa« matter al« da« gestrige ffelcrtag,g?schäft. gleichwohl aber sind die Course grosselitheils noch »mnier hüher al« uorgcster,,. «z^ttVlliU)z. ^^.lil^llonspapiereil haben Anglo und Union Einbuße erlitten, dagegen waren anNro.egyptische V^nl, Nalionalbaul, Thcif? Vahn und Ilaat«.k«sr zu sehr gestiegenem Preise lm vtltrhr. z»m >3chlu>i belebte sich die särse und namentlich Nordbahn stiegen rapid von 2170 bis 1-/45. T. «Ua»m. Fur 100 ft. ««ld V««, Hinheilliche Kiaatsschuld z« 5, ptt! in NotlN verzinst. Mai-Novembtl 6^.80 63 — ^ ^ M sstdruar-Nugnft 62 80 ^.— _ Gilber ^ Jänner-Juli 73 20 7:<30 ^ ^ ^ »pr,l-0ctod« . 7320 73»<) «,s. »I. 1»Ä9......217— 5IU. - / ^ 1854 (4 ' ) zu «50 fi. 95 50 95 75 I " I860 zu 500 fi. . . 10?.7t> 108... I I I860 u 100 fi. . . 18«.- 134.- . . 1864 ,u 100 fi. . .147 50 147.7.'. Ot»»»».H«,mitutN'Psatid«r«efe zu 1«0st. !»,V. ,n H.ld« . . 1«1b0 122- »». G»n»d»ntlastung«> Obligationen. Für 100 fi. Oeld Waare Vödmen . . . . ,uhp«t 9750 98- «al,z,cu .... . b , 7^._ 7550 Mtder'c»tfterr«ch. . ,h. 9450 35,.- Ober vefterrtich . . . b . 9z _ 94 __ Gi.benbllrgen ... „ ft » 7«t>0 7950 Gte'erm«»^ ... , f» . 90 - i»i — Ungarn ... „ 5 .. 80 H5 «i — O. Ander» öffentliche Anlehen. Donaureglillrungelllse zu ^»pCt. !)^.?b 9«. Ul ». Hlfenbahnanlehen zu 120 ft. » W. s'lber 5', pr. blUck IM.70 110.90 U»g Prämienanlehen zu 100 fi. z.U.^üll.'iulz»tjl,)pr. «H< KXi/iO liXi?;) Vimer lommunalaulehen, rUck» Veld Waare j zlchlb« 5 p«l. für 100 fi. . . 87 90 88.10 V. «,— sllbbahn........214 50 214 75 S»d.n°rt.b verb'nb. «ahn . . 182.- - 183 - IheißVahu.......«71 — 271.50 Ungarische Nordostbahn . . . 166 50 167.— Ungarische Oftbahu.....150 50 151. - Tram»»,........ 234.50 235- »>. Vf"ndbrlefe «Ur 100 fi ) illlg. u Silber 105 106 50 ^to.iu33I.rll(lj.zu5plt.in».W. 87.25 87.5l, Nalionalb. ,u 5 plt U. l». . . 90— 3020 llng. V«d.,««b.-Anft. zn t,'/, P«t. 6S.75 90.— «». V»loritätsol»liaat«onln. Vell, «aar« Hl-Z.-Neftb in G. verz. (I. Ämiss.) 95.50____ zerdin»ud«-3lorbl>, iu Silb oerz. 105 - 105 50 Zran, 'ub».V.t.«.rer,.> V«. 107.— -. -)«ft«rr. «lrd»t Waa>l Viebenb. Vahn ln Silber verz. 92 - 9? 5»0 »0 ,86 . «<»db. V 3.. 500 tzrc. pr. «tU«l 114 1 l4 .^, 3ttdb.-V.i200fi.z.5°,fUr100fi. 96 5/) ^ 50 bUdb.'Von« 6". (187^-74) , 500 Frc« pr. Stllck . .____.. ,_ llna Oftbahn fUr 100 fi . . »,7 50 «7 70 ». Prlvatlose sper »lü«l.) tltditanflalt f.Handeln.Hew. »»ld »«»»e ,u 100 fi il W......,u> _ ,^ _ ^udalf.Gtiftnng zn 10 fi. . . 14.50 15"' Wechsel lll M°n ) «tll» Waa" «n««dnrg fllr 100 fi ltidd. l». 97 20 97 l<» ^ranlnlrt n.M. NX) fi. detto 97 40 97 l»<' Hamburg, ftlr 1O) Marl Vanco 85 40 85>5 iolldou, flir 10 Pfund Sterlw, 115 10 lift 2' V°ri«. sür 100 Fr«»e« ... 44 70 44 " >