Lllitchkr TllMlltt. . ^ „ Pränumerarionspriile: 1 Oli Für Laidach: San». fl. b 4«; Aiiftellung in« HanS villj. «kr. Mt der Poft: «anzjLhr. ft. I». Redaclion und Expedition: Bahnhosgasse Nr. Ib. amstag, z.Zuni188ü.— Montag: Gottlieb. S»I »rr io n »Pr e ise : Li«. iPaltige Petit,eil« » « kr.^ Wiederholungen » S kr. ,eigen di« 5 Zeile» «i A 13.Jahrg-7A Föderalistischer Fieberparoxysmus. Die tolle Jagd nach politischen Combinatio-nen und gewagten Folgerungen, welche die nationalen Organe Böhmens anlässlich der Prager Kaiserreise veranstalteten, hat in den Spalten der betreffenden Blätter ausgetobt, ohne für die Praxis des öffentlichen Lebens etwas anderes zu hinterlassen, als die Ueberzeugung, dass der nationale Hader ,n Böhmen durchaus nicht auf Rechnung des deutsche» Volksstamnies, sondern eben nur ans das Conto einer Partei zu schreiben ist, deren Führer und Organe selbst angesichts des Kaisers nicht müde wurden, durch schamlose Verleumdungen ihrer politischen Gegner für ihre föderalistischen Pläne Reclame zu machen. Denn unverschämt ist es, wenn die „Politik" mit scheinheiliger Grimasse erklärt, dass durch die Kaiserreise die Compromisspolitik Taaffes ihre Weihe erhielt und dass der loyale Adel Böhmens nun wohl einsehen werde, dass er in Zukunft auf die Intentionen Taaffes einzugehen habe. In dem Momente, als der Kaiser das Ministerium Taaffe berief, gab er natürlich die Genehmigung zur Durchführung des von demselben entworfenen Regierungsprogrammes. Aber den Kaiser in Person gewissermaßen solidarisch mit den Intentionen deS Coalitionsministeriums zu verknüpfen, das bringt eben nur die am blinden Autoritätsglauben hän geude und deshalb für die reine Auffassung des konstitutionellen Staatsgedankens unzugängliche slavische Publicistik zuwege. Das Ministerium Taaffe wird eben so lange im Besitze der ihm durch die Krone verliehenen Regierungsvollmachten bleiben, als noch irgend eine Aussicht auf die Durchführung seines Programmes vorhanden ist. Dann wird und muss es nach constitutionellen Begriffen einem anderen Cabinete Platz machen, und der bekannte hohe Ernst, mit welchem unser Kaiser die seinem Volke gewährte Verfassung, auch in Bezug auf die Stellung der Krone, in Wirksamkeit zu erhalten bestrebt ist, gibt hinlängliche Bürgschaft dafür, dass keine Rücksicht der Person, sondern einzig und allein der constitutionelle Standpunkt maßgebend fein wird für die künftige Haltung der Krone zum Coalitionssystem. Wie heute die Verhältnisse stehen, hat dieses schon nahezn abgewirtschaftet, und es gehört eine seltene Frechheit dazu, aus dem Jubel der Deutschböhmen über die Anwesenheit des Kaisers im Lande den Schluss ziehen zu wollen, dass die Deutschen mit den Intentionen Taaffes zufrieden sind. Dieser Jubel galt unserem Kaiser, und ihm würden die Herzen der Deutschösterreicher selbst dann freudig entgegenschlagen, wenn ein Ministerium Hohenwart neuerdings einen Hochverrats an der Verfassung versuchen wollte. Ueber dem Wandel der Regierungen stehend, ist der Kaiser über jedes die augenblickliche Regierungsform treffende Urtheil erhaben. Ihm gilt unser Dank für das kostbare Geschenk der Verfassung, und zu ihm blickt der wahre Oesterreicher auch dann mit vertrauensvoller Verehrung empor, wenn unter der Ungunst der Verhältnisse das Staatsruder momentan in Hände gerieth, von deren Thätigkeit man sich keine heilbringenden Folgen versprechen kann! So fasst der Deutschösterreicher, so fasst der Deutsche in Böhmen die Stellung der Unterthanen zum Monarchen auf, welcher in der Mitte seiner treue« Völker aus deutschem Stamme stets begeisterte Aufnahme finden wird, gleich viel, ob die augenblicklichen Inhaber der Regierungsgewalt das Vertrauen oder das Misstrauen der Steuerträger genießen. Und darum liegt auch keine Inkonsequenz, sondern eben nur ein Beweis echt konstitutioneller Schulung darin, dass in derselben Zeit, in welcher das Stremayr'sche Sprachenzwangsgesetz einen Sturm des Unwillens in allen deutschen Gemeinden Böhmens entfesselte, die Deutschen Prags dem Träger der österreichischen Kai- der Unterthanentreue ' anderes herauszudeuteln'. Die serkrone alle Beweise Füßen legen. Etwas sollte der Anstand verbieten. Aber freilich! Partei RiegerS scheint es zu fühlen, dass ei mit der geträumten föderalistischen Herrlichkeit ein Ende mit Schrecken nehmen wird, wenn die Deutschen in Böhmen, beziehungsweise die Verfassungspartei des Königreichs ihre Stellung im Lande behauptet. Darum auch der oben erwähnte, auf lügenhafte Vorspiegelungen sich stützende Appell der „Politik* an den böhmischen Großgrundbesitz, um diesen für die Reform der Landtagswahlordnung im czechischen Sinne zu stimmen. Denn so lange die Verfassungspartei im böhmischen Landtage über die Majorität verfügt, hat es mit der Erfüllung der staatsrechtlichen Czechenträume seine guten Wege! Das ist eine Thatsache, deren Erkenntnis die Czechen eben jetzt zu so fieberhafter Energie anstachelt, allerdings einer Energie, die in ihrer blinden Hastigkeit und in ihrem Mangel an Ueberlegung und Urtheilskraft der Handlungsweise eineS Fieberkranken und den Ausbrüchen eines Deliriums Welt ähnlicher sieht, als dem zielbewussten Streben eines klar denkenden Politikers. Als Beweis dieser Unruhe, welche hie und da mitten in ihren Loyalitätsversicherungen alle erheuchelten guten Vorsätze zu Frieden und Versöhnung vergisst und himmelweit über daS Ziel hinausschießt, mag eine Stelle auS dem „Pokrol" dienen, in welcher es heißt: „Die Verfassungstreuen wissen ganz gut; dass daS die erste und unerlässliche Bedingung unserer Betheiligung am verfassungsmäßigen Leben Oesterreichs ist, und dass ohne Wahlreform von Gleichberechtigung und Beruhigung der czechischen Nation nicht die Rede sein kann. Graf Taaffe war daraus vorbereitet und darüber belehrt, dass diese Frage nicht in Süßigkeit und Zärtlichkeit sich lösen lasse. Thatsächlich war Taaffe so informiert über die Situation, dass er sich entschloss, auch den Consequenzen einer Jeuilleton. Waisenhaar und Edelweiß. Eine Erzählung aus den Tiroler Bergen von Dr. Hans Kraus. (Fortsetzung.) Statt der sonnenhellen Herbsttage lagerten sich trübe Winternebel über die Bergabhänge, und bald war Weg und Steg so verweht, dass der alte Loisl darauf verzichten musste, dem jungen Ehepaare seine Besuche abzustatten. Und wenn dann der Vater von seinen Gängen zurückkam, war er so müde von der Anstrengung, dass er nur wenig Worte für Weib und Kind hatte. Er wusste ja nicht, wie oft die dunklen Augen seines Weibes sich mit Thränen füllten, wenn Mirza daran dachte, dass er mir um ihretwillen draußen im psadlosen Forste Herumstreifen musste. Als er aber eines Abends an den Augen MirzaS eine verrätherische Röthe entdeckte, zog es wie eine finstere Wolke über Friedls Stirne. Er war einsilbig und sichtlich verstimmt, weil er den Grund ihrer Thränen im Heimweh suchte und weil er es als einen Mangel an Verständnis ansah, dass sein Weib sich einer solchen Schwäche hingab, wäh- rend er ohne Murren die Folgen eines freiwillig gemachten Schrittes trug. Wohl war das nur ein Missverständnis, aber weil es als solches unaus. geklärt blieb, warf es auch schon den ersten Schatten auf das Eheglück des jungen Paares. Und wo ein solches Missverständnis durch die Einsamkeit und den Mangel einer vermittelnden Hand großgezogen wird, da steigert es gar oft im erregbaren Frauen-geniüth einen vorübergehenden Schmerz zum bleibenden heimlichen Herzeleid, während in der Brust des Mannes der Trotz zur Unrechten Zeit die momentane Kränkung zur herrschenden Verbitterung ansbildet. Friedl wähnte, dass seine Mirza mit ihrem Lose unzufrieden "sei, und weil er darin ein Verkennen seiner Opferwilligkeit sah, war er dort nur kurz und wortarm, wo ein freundlich-herzliches Wort allein Leid des zarter empfindenden weiblichen Herzens ein Ende machen konnte. So aber wurde Mirza vom Wahne befangen, dass sie nicht imstande sei, ihrem Friedl einen Ersatz für das zu bieten, was er um ihretwillen geopfert, und als nach langen, in selbstverzehrendem Grame verlebten Wochen der alte Loisl wieder einmal im Jägerhäuschen vorsprach, schüttelte dieser bedenklich den Kopf, dass die frische Gesichtsfarbe auf dem Antlitz des jungen Weibchens so rasch einer tiefen Blässe gewichen war. Aber Mirza klagte nicht, denn wer konnte es denn verstehen, was ihr Herz bedrückte, als nur sie allein? Und weil sie nicht klagte, hielt sich auch der alte Freund des HauseS nicht für berechtigt, eine Frage nach der Ursache ihreS Aussehens zu stellen. Die Zeit, in welcher Friedl auS dem Forste znrückzukehren pflegte, war an diesem Tage schon längst vorüber, als daS freudige Gebell deS vor dem Häuschen angeketteten Jagdhundes die Rückkehr seines Herrn verkündete. Der winselnde Laut jedoch, mit welchem das treue Thier abbrach, ließ errathen, dass es von diesem eine unerfreuliche Zurückweisung seiner Liebkosungen erfahren hatte. Wirklich trat auch Friedl in ersichtlich unangenehmer Aufregung in das Zimmer. Kaum dass er den freundlichen Gruß seines alten Freundes eines flüchtigen Danke-würdigte, während er Waidtasche und Hut an den Nagel hieng. „Hab' wirklich schon gedacht, dass du dich auch nimmer zu uns herauf getraust," nahm er nach einer Pause das Wort. So wenig auch Loisl auf eine solche Begrüßung gefasst war, so sah doch der arme Kräuter- Ablehnung der Wahlreform nicht auszuweichen, somit den Landtag aufzulösen. Ohne die Wahlreform ist ein Äoäus viäenäi gar nicht zu denken. Würde die Regierung vor dem Terrorismus der Verfassungstreuen zurückscheuen, wäre es aus mit allen guten Vorsätzen — diese einzige schwache Stunde würde die Verfafsungspartei dermaßen stärken, dass sie Kraft schöpfen würde, zu „noch entschiedenerer Opposition." DaS heißt wenigstens klar und deutlich gesprochen und führt die Worte Riegers dem Kaiser gegenüber, in welchen er von der Versöhnlichkeit der Czechen sprach, auf das richtige Maß zurück und lässt deren Unwert selbst einem weniger scharfen Auge deutlich erkennen. Oesterreich - Ungarn. Dass man in den Regierungskrisen über die zudringlichen Huldi-^ungsdemonstrationen mit national-slavischer Etikette nicht sehr erbaut ist, geht aus einer Brün-ner Depesche hervor, nach welcher die Forderungen der Brünner Czechen, das nationale Element in den Vordergrund der Empfangsfeierlichkeiten zu stellen, nicht nur vom Festcomite der Gemeinde, sondern auch vom Statthalter zurückgewieseu wur-den. Die vom Bezirkshauptmann ertheilte Erlaubnis, dass czechische Banderien vom Lande bei den Empfangsfeierlichkeiten sich betheiligen, wurde vom Statthalter annulliert, da nicht das Land Mähren, sondern die überwiegend deutsche Stadt Brünn dem Kaiser huldigt. Wie aus Lemberg gemeldet wird, ist gegen den Reichsrathsabgeordneten Severin R. v. Smar-zewski die Anklage wegen des Verbrechens des Betruges erhoben worden. Diese Anklage ist eine Folge des Eoncurses, welcher vor drei Jahren über das Vermögen der Czerlanyer Papierfabriks-Gesellschaft verhängt wurde. In denselben Pro-cess sei auch der Landtagsabgeordnete und Lem-berger HandelSkammerpräsident Eduard Simon verwickelt. Abg. Smarzewski gehört zu den angesehensten Mitgliedern des Polenclubs, zu jener Fraction desselben, welche einer Annäherung an die Verfassungspartei günstig gesinnt war. Die föderalistische Majorität des Abgeordnetenhauses erwies ihm die hohe Auszeichnung, ihn zum Ge-neralberichterstatter über das Budget zu wählen. Nicht leicht konnte die Rechte — wie die „Deutsche Zeitung" richtig bemerkt — des Hauses peinlicher getroffen werden, als durch die Erfahrung, dass der Mann ihrer Wahl, der Heuer an der Stelle fungierte, welche Brestel durch viele Jahre bekleidet hatte, so traurigen Verwicklungen ent-gegengieng. sammler in Friedl noch immer den reichen Bauernsohn, welchem gegenüber er sich zu einer förmlichen Entschuldigung seines langen Ausbleibens verpflichtet fühlte. „Plag dich nicht unnöthig! — unterbrach ihn Friedl in bitterem Ton. — Ein Mensch wie ich, „eben den sich kein ordentlicher Bauer mehr setzen mag, ist nicht der Mühe wert, dass man mit ihm so viele Geschichten macht!" Der ungläubige Blick, mit welchem Loisl die Worte hinnahm, wurde von Friedl mit einem spöttischen Lachen beantwortet, dessen zornig heiserer Laut seinem Weibe alles Blut aus den Wangen trieb. — „Ja, ja, Loisl! Schau mich nur an! Mit mir, dem Berger-Friedl, will kein rechter Bauer mehr im Wirtshaus sitzen, weil ich, wie ich in meine eigenen Ohren Hab' hinein hören müssen, ein Fallot geworden bin, der wegen einer hergelaufenen Dirne sein Erbtheil verschachert hat!" Als Friedl, seiner innern Erregung nicht mehr Herr, mit vor Aerger zitternder Stimme diese Worte aussprach, hatte er nur den Vorwurf wiederholen wollen, den man ihm heute im Dorfwirtshause gemacht. Aber ohne in seinem Grimme daran zu denken, hatte er damit seinem Weibe eine bittere Wie die „N fr. Pr." vernimmt, hat Graf Taaffe Verhandlungen mit Mitgliedern der hohen Bnreaukratie angeknüpft, um die Ergänzung seines Cabinets vorzubereiten. Es soll nämlich der Austritt des Justizministers Dr. v. Stremayr und des Landesvertheidigungsministers Freiherr» v. Horst in sicherer Aussicht stehen, und wahrscheinlich dürfte auch Fiuanzminister Freiherr v. Kriegsau aus dem Ministerium nusscheiden. Die Veränderungen in der Regierung werden sich indessen keineswegs vor Schluss der Landtagssession nnd möglicherweise erst kurze Zeit vor Wiederaufnahme der Reichs-rathsverhandlnngen vollziehen. Indessen soll, wie schon erwähnt, Graf Taaffe bereits gegenwärtig bemüht sein, für diesen Fall Vorsorge zu treffen, und soll zu dem Behuse mit einzelnen Statthaltern Verbindungen angeknüpft haben, um die im Ministerium entstehenden Lücken auszufüllen. Auch mit einzelnen Mitgliedern des Polenclubs soll der Ministerpräsident in dieser Angelegenheit Fühlung genommen haben. Russland. Der vorgestern erfolgte Tod der russischen Kaiserin dürfte auch für die Politik des Zarenstaates nicht ohne Einfluss sein. Obgleich von Geburt eine deutsche Prinzessin und in der protestantischen Religion erzogen, ist die verstorbene Kaiserin doch eine eifrige Anhängerin der griechisch-orthodoxen Kirche geworden, und haben durch ihre Günstlinge die panslavistische.i Ideen am Hofe selbst Eingang gefunden. Noch in ihren letzten Jahren hat sie auf diese Art, wenn auch nur indirect, einen großen Antheil am Verlaufe der Staatsgeschäfte genommen, um schließlich von den traurigen Erfolgen Zeuge sein zu müssen, welche die von ihr befürwortete politische Richtung sowohl nach innen, wie nach außen hin erzielte. Türkei. Ueber die Stellung der Mächte zur Mission Göschens nach Eonstantinopel und zu der Berliner Nachtragsconferenz wird dem Pariser „Temps" von ossiciöser Seite geschrieben: „Die Initiative des Whigcabinets zeigt bereits günstige Erfolge; Granvilles Circnlär, in Paris sanctioniert, wurde die Basis einer Conferenz der Signatarmächte zur beschleunigte» Ausführung des Berliner Vertrages. Diese Conferenz, bestehend aus Gesandten jener Mächte in Berlin, tritt in der zweiten Hälfte Juni unter dem Vorsitze Hohenlohes zusammen und beschränkt sich bloß auf die griechische Frage, um Zwietracht innerhalb der Conferenz zu vermeiden. Die Übereinstimmung der Mächte in der griechischen Frage wird ihrer Action eine Gewalt verleihen, der sich die Pforte nicht entziehen kann; andere schwebende Fragen werden vortheilhaster in Eonstantinopel ansgetra- Kränkung zugefügt, welche Mirza nur in dem Wahne bestärken mnsste, dass Friedl das Opfer bereue, das er um ihretwillen gebracht. Mit schreckensbleichem Antlitz und bebender Lippe sah diese zu ihrem Manne auf, während der alte Loisl, solchen Ausbrüchen einer gegen sich und andere schonungslosen Gemüthsausregung gegenüber völlig rathlos, seine Tabakspfeife aus der Tasche zog, um wenigstens einen Gegenstand zu haben, mit welchem er sich in seiner Verlegenheit beschäftigen konnte. In diesem Augenblick rollte es wie ein gewaltiger, von hundertfältigem Echo weiter getragener Donnerschlag durch die Luft, dass die Fenster des Häuschens zitterten und der kleine, bereits in seinem Bettchen schlummernde Friedl erschreckt voni Schlafe in die Höhe fuhr. „Drüben im Höllenthal hat der Thauwind eine Lawine ledig gemacht' , beruhigte Loisl, welcher den Ausdruck der Qual und des Kummers im Angesichte Mirzas für eine Folge des Schreckens hielt. Auch Friedl blickte jetzt nicht ohne Besorgnis zu seinem jungen Weibe hinüber, das, mit thränenüberströmtem Antlitz zum Bett ihres Kuäbleins tretend, den in seiner Ruhe gestörten kleinen Schläfer zn beschwichtigen suchte. „Heut' Nacht wird der Krawall wohl auf meh- gen werden. Göschen bringt, nach GladstoneS Aeußeruug, zwar kein Mittel, den Kranken zu heilen, sondern nur ein Programm politischer, ökonomischer und administrativer Reform, welche von den unter türkischer Herrschaft lebenden Völkern verlangt wird und auch den türkischen Staats-glänbigern die nicht mehr zu verschiebende Befriedigung gewähren soll. Seine Regierung macht eS Göschen zur Pflicht, gemeinschaftlich mit dem Vertreter Frankreichs vorzugehen, und er kann auch auf Italiens Repräsentanten rechnen. Göschens Ideen sind con-sorm mit denen der russischen Regierung. May hofft deshalb auch auf ein Einverständnis Englands mit Russland; bleiben sohin noch Deutschland und Oesterreich. Es wurden Zweifel erhoben, ob Göschen sich Glück wünschen könne über seinen Empfang bei Haymerle. Göschen hat Oester-reich-Ungarn bezüglich des dort herrschenden Gesichtspunktes der Türkei gegenüber ausnehmend conservativ gefunden. Trotz des Briefes Glad-stones an Karolyi bedauert Oesterreich den Rücktritt Beaconssields, dessen Cabinet Oesterreichs sichere Stütze gegen Russland gewesen. Oesterreich, in Ungarn den sicheren Hebel seiner Orientpolitik sehend, mag fürchten, die Slaven seien noch nicht zufrieden; aber genauer Gladstoues Politik be-urtheilend, werden Deutschland und Oesterreich einsehen, dass die Nationalitäten auf dem Balkan einstens den besten Schutz gegen den Panslavis-mus abgeben werden, der gleichsam der Schrecken für die Politik Deutschlands ist. Oesterreich, diese Mischung von Rassen, Sprachen und Nationalitäten, sollte zuerst die Vortheile und die Sicherheit einsehen, welche eine föderative Politik bietet, indem sie ein Oesterreich ähnliches Reich zwischen seinen Grenzen und dem Bosporus bildet. Wenn Oesterreich wenigstens nicht dem ihm von seinem Nachbar eingegebenen Drang nach Osten folgen wollte, würde es das Programm einer wahrhaft europäischen und liberalen Diplomatie unterstützen." Der in Bagdad wegen geringfügiger Ursachen ausgebrochene Aufstand nimmt dem „Standard" zufolge ganz unerwartete Ausdehnungen an. Der Telegraph zwischen Bagdad und Bassorah ist zerschnitten worden. Englische Dampfer wagen es nicht, den Tigris zu befahren, da die Araber Ver-theidigungswerke längst des Flusses aufgeworfen haben. Die Regierungstruppe» sind numerisch unzureichend und vermeiden es so viel als möglich, sich ans einen Kampf einzulassen. Die Gouverneure von Bagdad und Bassorah werden sehr getadelt. Die Stämmen liegen, wie immer, im Streite miteinander, vereinigen sich aber gegen die Türken. Die Araber verlangen Selbstregierung unter englischem Schutze; ein bezeichnendes Symp- reren Seiten losgehen", bemerkte Friedl. „Wenn du gerade nichts zu versäumen hast — fuhr er dann zu Loisl gewendet fort, — so könntest du heut' bei uns über Rächt bleibe». Ich muss noch einmal in den Forst hinaus, und die Mirzl könnte sich fürchte», wenn sie ganz allein ist." Der Alte nickte schweigend. Mirza aber, in deren Brust die Liebe zu ihrem Manne mit der ihr zugefügten Kränkung um die Oberhand rang, hatte die versöhnenden Worte des letzteren nicht gehört. Auch als Friedl sich wieder znm Fortgehen rüstete und ihr zum Abschied die Hand reichte, nahm sie diese bloß mechanisch an. Es war ihr so leer, so empfindlich leer im Herzen geworden, dass sie an sich halten musste, um nicht laut aufzuschluchzen in bitterem Weh. Und als der alte Loisl sich bereits längst zur Ruhe begeben hatte, stand sie noch immer am Bett ihres schlummernden Kindes und blickte wie verloren init brennenden Augen und gedankenlosem Schmerz hinaus in die schneebedeckte Landschaft, über welche hinweg der laue West, des Frühlings ungestümer Bote, phantastisch verzerrte Wolkengebilde und zerrissene Nebelfetzeu iu stürmischer Eile durch die Lüfte hetzte. (Fortschuilg svlgt.) tom für den Zerfall des Osmanenreiches, wenn selbst an den durch die glänzendste Periode der Khalifevgeschichte geheiligten Stätten des Euphrat-Tigrislandes der Schutz des ungläubigen Giaurs den Landsleuten des Propheten mehr gilt, als die Regierung seines Nachfolgers in Constantinopel. Was die Lage der Dinge in Europa anbe-langt, so steht der Conslict wegen der Greuzregn-lierung mit Montenegro auf dem Punkte, in einen offenen Krieg überzugehen. Die Albanesen beider Confessionen. sowohl Christen wie Muhamedaner, haben sich nämlich geeinigt, den Kampf mit Montenegro aufzunehmen, wenn die Antwort der Mächte auf das Memorandum der albanesifchen Liga nicht ganz nach ihrem Wunsche ausfällt. Vermischtes. — Der Bulgaren für st aufFreiers-füßen. Ueber dieses Thema wird dem „N. Wr. Tgbl." aus Belgrad geschrieben: „Der bevorstehende Besuch des Fürste» Alexander bildet hier den Gegenstand lebhafter Besprechungen, und zwar in erster Reihe nicht ans Gründen der „reinen" Politik. Man will nämlich in Kreisen, welche dein hiesigen Hofe nahe stehen, wissen, dass der bulgarische Hospodar mit seinem Besuche beim serbischen Fürsten auch eine — Brautschau verbinde. Die Fürstin Natalie hat ein jugendliches, äußerst liebreizendes Schwesterchen, das momentan — ob zufällig, wer vermag es zu entscheiden? — in Belgrad weilt. Fräulein Ketschko ist, wie bemerkt, eine Schönheit ersten Ranges, und zu diesem sicherlich nicht gering anzuschlagenden Vorzüge gesellt sich noch ein anderer, nämlich der Besitz eines auf Millionen sich belaufenden Vermögens. Der einzige Sohn des russischen Nabob Oberste» Ketschko, Herr Johann Ketschko, ist an den Folgen einer im letzten serbisch-türkischen Kriege erhaltenen Wunde vor drei Jahren in Odessa gestorben, und sein rie-stges Erbtheil fiel den Schwestern zu, die sich „brüderlich" in dasselbe theilten. Der junge Fürst von Bulgarien, Alexander I-, sieht zwar, wie allgemein verlautet, mehr auf Schönheit, als auf Reichthum, allein man kann ohne Bedenken die selbst in gutbulgarischen Kreisen herrschende Ansicht theilen, dass der deutsche Prinz in Sofia auch den Wert des „schnöden" Geldes zu würdigen versteht. Und so darf man dem Gerüchte einigen Glauben beimessen, dass Seine Hoheit wirklich auf Freierssüßen hier erscheinen soll." — Entdeckung neuer Petroleum-qnellen in Galizien. In Klenczany, einer Ortschaft bei Sandee, sind neue, sehr reichliche Petroleumquellen auf ganz zufällige Weise entdeckt worden. Der galizische Montanrath entsendete infolge dessen an Ort und Stelle eine Fachcommission, welche dort Bohrungen bis zu 900 Fuß Tiefe vornehmen ließ und in dieser Tiefe bereits aus mehrere reichliche Petroleumquellen gestoßen ist. Die Qualität des Klenczanyer Petroleums soll eine vorzügliche sein. — Entdeckter Mörder. Aus Teplitz wird vom 1. d. berichtet: „Im September vorigen Jahres wurden die Häuslerin Kühnel in Zinnwald, eine Frau von etwa 50 Jahren, und deren Tochter Anna, ein auffallend schönes Mädchen, in ihrem Häuschen ermordet aufgesunden. Da der Gatte, beziehungsweise der Vater, seit diesem Momente abgängig war, alle Wertgegenstände aber vorgefunden wurden, hielt man einen Raubmord für ausgeschlossen und glaubte in dem abgängigen Vater den Mörder betrachten zu müssen, und es wurde auch dessen steckbriefliche Verfolgung eingeleitet. Vor kurzem wurde das Häuschen verkauft, und als der neue Eigeuthümer daran gieng, die Duugvorräthe des Stalles zu entfernen, stieß er auf eine Leiche, weshalb er sofort um den Gemeindevorsteher lief. Derselbe agnoscierte in der Leiche den verschollenen Kühnel, und eine neuerliche Untersuchung häufte so viele Verdachtsmomente gegen den Sohn des Kühnel, dass derselbe in Haft genommen wurde. Kühnel jun. war Schauspieler, ist 29 Jahre alt, verheiratet und in Eichwald wohnend und soll durch ein unregelmäßiges Leben das meiste Interesse gehabt haben, sich in den Besitz der Hinterlassenschaft der Ermordeten zu setzen — welche ihm unbestritten zugesprocheu wurde." — Drei Kinder verbrannt. In Kol-saßberg bei Wattens in Tirol verließen der Bauer Stiglitz und sein Weib am 28. Mai morgens ihren Einzelhof, nm Holz zu fällen und entlaufenes Vieh zu suchen, ihre Kinder im Alter von */? bis 5 Jahren ließe» sie allein im Hause zurück. Da mit eineni-male sieht das eine Stunde weit entfernte Weib ihr Anwesen in Hellen Flammen stehen Bis dasselbe und einige ebensoweit entfernte Nachbarn an Ort und Stelle anlangten, fanden sie von dem aus Holz coustrnierten Haus und Stadel nur mehr rauchende Trümmer. Von den vier Kindern fand man ein zweijähriges Mädchen in ziemlicher Entfernung von der Unglücksstätte halb erfroren (denn es herrschte an diesem Tage namentlich auf deu Bergen mehr eine Winter« als Frühjahrstemperatur) , doch sonst nnerklärlicherweise ganz unbeschädigt im Grase liegen, die übrigen drei Kinder waren verbrannt, und man fand von zweien nur mehr einige halb verkohlte Knochen, Während das andere mumienhaft vertrscknet in der Küche auf dem Herde gefunden wurde. Local- und Provinzial-^ngelegenheiten. — (Die krai nische Escomptegefell-schast) setzt den Zinsfuß für Geldeinlagen vom l. Juli 1880 herab, und zwar auf 4 Procent für Avista-Einlagen bis 1000 fl. und 4'/, Procent für Einlagen mit dreißigtägiger Kündigung. — Samstag, den 20. d., 10 Uhr vormittags findet im Gemeinderathssaale die Versammlung des großen Ausschusses der Creditinhaber der krainischen Es-comptegesellschast mit folgender Tagesordnung statt: 1.) Rechenschaftsbericht pro 1879; 2.) Bericht der Rechnungs-Revisionscommission pro 1879; 3.) Wahl von sechs Comitemitgliedern (Censoren); 4.) Wahl von drei Rechnungsrevisoren pro 1880. — (Unheimlicher Fund.) Die heutige „Laibacher Zeitung" veröffentlicht nachfolgende No-tiz: „In der Gemeinde St. Stefan des Gerichts-bezirkes Marein in Untersteiermark wurden im vorigen Monate am Ufer der Voglajna Menschenknochen unter der Erde vergraben aufgefunden, die dem gerichtsärztlichen Befunde zufolge von zwei Menschen herrühren und gegen zehn Jahre in der Erde gelegen sein dürften. Da uuu gleichfalls vor ungefähr zehn Jahren in der dortigen Gegend Gerüchte im Umlaufe waren, dass zu jener Zeit zwei Schweinehändler aus Krain spurlos ver» schwnnden seien, so hat sich die k. k. Bezirkshaupt-mannschast Cilli an die k. k. Landesregierung in Laibach mit dem Ersuchen gewendet, Nachforschungen anstellen zu lassen, ob und was hierüber in Krain etwa bekannt sei. Sollte daher hierzulande irgend jemand in der Lage sein, Daten in dieser Richtung mittheilen zu können, so möge er dieselben der nächsten politischen Behörde übermitteln, vielleicht gelingt es auf diese Weise, de» unheimlichen Fund auszuklären und möglicherweise einen, Verbrechen auf die Spur zu kommen." — (Der VerwandteumörderZotter) Wir hatten seinerzeit davon Meldung gemacht, dass der früher in verschiedenen Branchen — darunter auch als Sammelträger der barmherzigen Brüder — thätig gewesene Johann Zotter vom Grazer Schwurgerichte, trotz seines Lcugnens. für schuldig befunden wurde, seine dritte Frau erschlagen zu haben, um die auf deren Ableben versicherte Summe erheben zu können. Zwvls Tage nach seiner Ver-urtheiluug, welche am 5. Februar d. I. erfolgte, ließ sich Zotter neuerdings vor den Untersuchungs- richter führen, um die Selbstanzeige zu machen, baser nicht nur seine dritte Gattin erschlagen, sondern auch deren Kind, Amalia Schauer, aus früherer Ehe und seine zweite Gattin, Theresia Strohriegel, durch Rattengift ums Leben gebracht habe. Nicht genug mit diesen Geständnissen, bestand aber noch der Verdacht, dass Zotter auch seine erste Gattin Marie und seinen am 21. März 1875 verstorbenen Stiefsohn, Friedrich Uuger, in gleicher Weise umS Leben gebracht habe. Die vorgenommene Exhumierung der Leichen und die Untersuchungen der Gerichtschemiker haben denn auch diesen Verdacht bestätigt, und ist Zotter bei der vorgestern vor den Grazer Geschwornen begonnenen Schwurgerichtsverhandlung aller ihm zur Last gelegten Meuchel-mordssälle geständig geworden. Interessant über die „religiös-sittlichen" Anschauungen Zotters ist der Umstand, dass dieser erbärmliche Bösewicht, welcher mit teuflischer Berechnung vier ihm nahe stehende Menschen durch Gift ums Leben brachte, sich kein Bedenken daraus machte, seine Opfer, deren Tod er natürlich mit vieler Wahrscheinlichkeit voraussah, ohne die Tröstungen der Religion sterben zu lassen. — (Getäuschte Hoffnungen.) Indem vom „Fremdenblatt" veröffentlichten und aus diesem Blatte in mehrere Provinzorgane übergegangenen Berichte über die Generalversammlung der Hüttenberger Eisenwerksgesellschaft wurde die Erwartung ausgesprochen, dass sich das Ackienkapital im nächsten Jahre mit drei Procent verzinsen dürste. Wie sich nun nach dem Bekanntwerden des authentischen Geschäftsberichtes des Verwaltungsrathes herausstellt, ist die eben erwähnte Erwartung lediglich auf eine Privatanschauung des betreffenden Berichterstatter» zurückzuführen, und dürften die Actionäre der Hüttenberger Eisenwerksgesellschaft vorläufig noch keine Aussicht auf eine nur einigermaßen entsprechende Verzinsung ihrer Kapitalen haben. — (Beilage.) Für die Stadtabonnenten liegt der Prospect eines höchst interessanten Werkes, betitelt: „Wunder der Urwelt", bei. DaS Werk erscheint nun schon in 26. Auflage, wurde in sieben Sprachen (französisch, englisch, russisch, italienisch, dänisch, schwedisch, böhmisch) übersetzt und bereits in 120,000 Exemplaren verkauft. Es erscheint diese neue Auflage in 14 Heften L 30 kr. Sub-scriptionen besorgt pünktlich Jg. v. Kleinmayr 94 25 113 -111 50 118 75 27« 50 836 - 157-25 »57 7 564— 565 — 18975 ,90 25. 8450 245b 168-50 169'-265 50 266 — 165 — 165 K0 664 — 666 — ^iordweftbadn . . . Rudolf.Bahn . . . StaatSbahn .... Südbabn........... Ung. Nordoftbahn . pfanäbeies«. Bodencreditanfialt in Gold.......... in österr. Währ. . Nationalbank.... Ungar. Bobencredit. PrioritStr-Oökig. Elisabethbabn, l.Lm. ^erd.-Stordb. i. Gilbe, ranz.Ioseph-Bahn. -aliz.K-Ludwigb.i.G. Oest. Vtorbwest.Bah,, Siebenbürger Babn StaatSbahn, r. Gm. Sübbahn t 3 Perz. »5 . . Privatkos«. Erebitlose Nudolflose D«visea. London .... Oekösortea. Ducaten........... 20 Franc- . . . . i»0 d. Meich-mark Silber............ Geld !62 — 159 50 275 50 86— 147 — 117 50 100 65 LOL 40 101 — 105 50 100 — 106 — 100 75 83 80 175 50 126 50 10»' 179 75 17 10 I«7 ÜO A?are 162 50 160 — 276 — 83 50 147 50 117-75 10,25 102 60 101 »5 98 50 106 — 100 40 106 50 101 10 84 20 176 50 126 80 109 — 180 25 17 40 117 60 5 54 5 54 9-35'/, 9 36 57-75 ü.'85 Telegraphischer Kursbericht am 5 Juni. Papier-Rente 73 55. — Silber-Rente 73 80. — Gold-Rente 8885.- 1860er Staats-Anlehen 129 80. - Bank-actien 833. — Creditacticn 275-—. — London 117 55. — Silber —'—. — K. k. Müuzducaten 5 54. — 20-Francs-Stücke 9 35'/,. — 100 Reichsmark 57 75. und Geimn^e-Tarife für Gastwirlht, elegant ausgestattet, stets vor-räthig bei XieiWS^ 8 ksmkel'g, Laibach. Anlchen -cr Stadt Laibach. Zweite Ziehung am 3. Juli 1880, Kaupttreffer 20,000 fl. Original-ssose r'i fi. 24 pr. Stück und Ratenscheine oder Bezugsscheine ;u 5 fl. Anzahlung und weiteren vier Theilzahtungen ri. 5 fl. find zu haben in der Meckseljiilfie cker Kram. Gjzcompie-Oesellslliast, Rathausplatz Nr. 19. (144) ig—g ^xnx: rigenrS Erzeugnis, und (76) 28 Kerrea- a. Namea-Mollewarea solid und billig bei K. I- Kamann, Hauptplatz. — Preiscourant franco. Schon am Dienstag, 8. Juni d. I., Ziehung der Wiener rligimten lies frsuen-MIMiglleilz-Vei'eiiies in Wen. Z)vei KcrupLtreffev: Ai Keirais-AllsstatiMgea. I. 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(159) 8 7 Bei ""Ls-rrävurvl hcilt (auch brieflich): I Dr. Lloek ln »ieo, Praterstraße Nr. 42. - icht nur jede,» Kranken, nein, auch allen Weluudrii, bclondcrs oder allen Familirnvälcr» lau» die schlenniaste Bestell»»!, der Broschüre ^ Graiis-Auouig aus „I)r. Air,', Malurhriimeldade" »ich, dringend genug empsvhleu werden. Richter'» Verlags-Anstalt in Leipti, versendet die» siir alle Leidenden sehr wichtige und »a verse NUtzliche Buch gratis und franco noch alle» Orten. Man biete itei» klüeke 6ie 400,000 Mark im Aünsti^ston I'allo bietet dis uller-»eueste xrosse tieläverlusunx, voloko von 6er kokeu Lexlerunx xonedmiAt und ^srirntiert ist. Oie vortlieilliLkto LiuriotituLF v. 531 6e>v. 673 6evv. 950 6on'. 25,150 6ew. etc. L LI. 12,000, LLl.10.0M, -r LI. 8000, LLI. L LI. LLI. LLI. LLI. L LI. 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