SS Sonntag den 14. Marz l875. XlV. Jahrgang Die ^Marburg« Zeitung" erscheint jeden Ssnntag, Mittwoch und Freitag. Preise — für Marbnrg: ganzjährig 6 ft.,halbjährig 3 fl., vierteljährig 1 sl.bv kr; für Zustellung ins Haus monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährlg 8 fl., halbjährig 4 fl., vierteliährig 2 fl. JnsertionSgebiihr 3 kr. pr. Zeile. Zur wirlhschafllichtn Politik Ungarns. O-v Da» neue ungarische Ministerium blfindet sich in voll'r Thätitik'it u>,d die Vkrelnigung der Parteien ist formell bereits vollzogen. Das vorgelegte RegierullgSprogramm ist sehr allgemeiner Natur, aUein eS gibt doch Anhaltspunkte genug, um sich über die tviritiichastliche Polilit dlSselben auch heute schon ein Urtheil bilden zu können WaS zunächst den Staatshaushalt betrifft, so soll die Neubelastung deS VoltkS mit süns Mill. Gulden stat'fiaden, nnd zwar durch die Annahme jener G!»yczy'schen Vorlagen, tvilche lm Steuerousschusse bereits angenommen wurden. Hledurch aber erlvächst die Nothlvendigk.it, die vorhandenen AnlehenSgclder mit acht Mill. Mthr in Anspruch zu nehmen, als Ghyczy dieS beabsichtigte, und dieser Fond lvird tn Fol^ze dessen derart geschwächt, daß Ungarn im ersten Biertkl-jähre 1376 leere StaalSkassen h.iben wird; schon gegen Ende drS laufenden Jahres wird man deshalb gezwungen sein, venekdingS alS Vorgl? auf dem Markte zu erscheinen. Nach den N'ichS« tagSwohlen w>rd sich auch Tisza tvohl zu weiteren Steuerelhöhnugen entschlteßku, aber diese werden dann noch umfangreicher sich gestalten müssen, als dies hmte nothwendig wäre. Man darf dehhalb ganz ruljig behaupten, daß die Finanzlage Ungarns und die Aussichten für deren Regulirung durch die Crgelinisse der Krise eine entschiedene Berschlechterung erfahren haben. Die Hkistellung veS Gleichgewichtes im ungarischen Staatshaushalt ist wieder einmal in weite Ferne gklücki. Diese Thalsache ist eS nicht ollein, welt'e ihre Rückwirkung, ouf Oeslerretch üben ivird. Die beiden NeichSlheile licsißen netvisse gemeinsame wirihschastliche Antjtlkgeiiljkilen, die si^ou i», nächster Zeit dkn Gegevstaiid lebhafter Vcrhandluniien bilden dürflkn, unl> ivelche um so gewisser sehr letihafle Erörterungen hervorrufen iverden, als die neuen Minister fiir Handel und Kommuni-tatianSweskn glcichfallS der biSheiigen Linken entnommen tvurdkn, sonach gewiß i'icht den wünschenswert!),n Grad von Entgegenkommen in ihr Amt brittgeu. ^ Die Bankfrage und die Revision des Zoll-und HandelSbündnifseS wird man nun iu Ungarn in einer Weise zu erledigen bestrebt sein, welche von Seite Oesterreichs die größte Vorsicht und eine klare, zillbewuhie Politik gebielerisch erfordert, soll nicht anders unser Interesse zu Gunsten Un> garus empfindlich geschädigt werden. DikS gilt namentlich von der Revision deS Zoll- und HtNdelsbündnisses, in welcher Beziehung in Ungarn iiercilS A^sichlen auSgrsprochen werdet», die diesseits nur eine energische Abwehr Wrtden finden können. Man wird mit der Annahme nicht fehltjehen» daß geivifse ungarische Bestrebungen, die bisher »»ur vereinz.lt iu Zlilungen und Fichvercinen zum Ausdrucke gelaugten, heute im Programm der Regierung stehen nnd daß speziell die indirek-tkN Steuern auf Zucker, Vier, Spiritus u. dgl daS Otijelt eines h^fli^ten KampfkS bilden iverden Die polliische Seite des 1867cr AuStjleicheS hat durch die Fnsion der Parteien in Ungarn zwei-f'lloS getvo »nen, während die ökonomischen Theile jeueS SiaUSatteS, die nunmehr in den Vtirder .^rund tketen, neue Gescchren hervorrufen, die nicht Minder gewichtiger Natur sino. Diese Gefahren besteheil nicht für einen der VerlragStheile ollein, sondern jede Hälfte des Reicht'S partiz'pirt an ihnen, weil gerade anf wirthschastlichem Gebiete die Gemeinsamkeit der Jl'teresskN eine hetvorraj^ende ist; jede Schädigung deS einen TheileS muß unmillelbar oder mittelbar, früher okler später auch bcn anderen Theil betreffen. Eine vorurtheilSfreie Betrachtuili der jüngsten ungarischen Borgänge zeigt demnach, daß wir in wirthschastlicher Beziehutig selzr ernsten Verw'ckluNiielS entgegengeheii und daß tveder lvir noch die Ungarn Grund haben, über öen AttS» gaog der Krtje befriedigt zu sein. Anr Heschlchte des tzages. Seit Ofenhtim'S Tagen zerfällt die W'ener Prksie in zwei Lager — „die Partei der Ehrlichen" und die Beivundcrec uiid V^r-tdeidlger tes RitterS Vom schwarzen Bieere. Fahnenträgvrin der Chklichen ist die „Deutsche Zeitung", tvelcht den Fehdehandschuh mulhig aufgenommen und durch ihren Kampf eine Läuterung der Begriffe und Charaktere degounen, die nachhalliger wirkt, als wenn Osenheim vcriitlheilt worden tvare. Bismarck soll die italienis.'izc Nej^ierung ersucht haben, daS Garar.tiegesetz dahin abzuändern, daß künftig l)eln P'pste die Mü^ilichkeit genommen sei, in benachbarte und befreundete Sla>iten Brandbriefe wie die letzte Bulle an die preußischen Bljhöse zu schleudern, begreiflich märe dieses Verlangen dcS eisirnen K'^nzlerö — bc-greiflich ab^r gewiß auch die Verleglnl^kit der ilalienischea Regierung namentlich bet 0er stetS N e «i l l e t o»«. Floria« Geyer und dir schwärzt Schaar. (ForlstKung.) Wir finden unfern Helden mit seiner schwarzen Schaar noch einem Zuge an t'ie Tauber am Abend des 6. Mai zu HeidingSfeld, hart om Mainufer, im Angesicht des FraUknbergS. wieder, wohin am nächsten Tnge'in allerlei bunten Far^ ben die zahlreichen Fähnlein deS „hellen lichten Hausen» vom Odenwald und Nkckarttzil" unter von Berlichingen und Georg Meßlrr zogen, UM au der von Florian Geyer warm euipfoulenen Eroberung deS vor Würzburg gelegenen Frauen-bergS Theil zu nehmen. Wir übergehen die Belagerung dieses wichtigen Punktes und wenden unsere Blicke auf den letzten Akt der großen Tragödie, in «reicher Flo-rlan Geyer und seine schivarze Schaar den Hrl« dentod fanden. „Wie mögen" — erzählt Zimmermann in seinem klajsilcheu Werke über den großen Bauernkrieg — „die Bauern vom Odeuivald und Ne» ckarthal auf dem Wartberg bet Königshofen, daS Heer dtS schttiäb'fchen Bundes und die nahe Schlacht vor Augen, lvie mögen die in den be-drohlen Siädlen und Fleck-'n umgeschaut haben nach der erwarteten, nach der verljeißenen, nach der eiltNdS lj'tbeigerufenen Hülfe, nach den Fähnlein von Würzbvrg, nach Florian Geyer und seitier schlv^rzcn Schaar! Aber dieftr edle Geist, durch TUttend und Wort und mil'lärtsche Krnnl-n'ß üb rlegen, halt« bei dem Bauernralh in Würzbutg genitt, und sie halten ihn auSg'Ichicki auf diplomatische Reilcn und ihm daS Sch>oert aus der Han0 gewunden." Florian Geyer lvar auf einer Geft^ndlschaft an Markgr^'f K siwir von AnSdach-Bayrentb, um die tluteihanc^luttg zur Berbrüdtrung zu be-endigen Uiid den Fi^ieven zwischen ihm und snner Baueinschast iM Äilchgrund ivieder herzustellen; am S.mstag vor Pfingst.n, den 3. Juni, kam Flo'ian Abends zu Rotenburg an der Tauber un, Ivo er auf doS Geleit d>s Markgrafen voa Anöbach-Bayreukti waiten ivollie. Da r ß ihn die Botichast von der Nähe des TruchfeS mit d,m V-ere deS schiväblscven Bundes wikder ansS Pserd. Cr ritt die ganze Nacht hindurch und ivar Vor T^'g'sanbruch des vierten ^uni im L iger zu Hei-SingSs.ld b.i Wüizbnrg. Soivohl er, als die von Schiorinfurl zurück» reitenden LandtagSabgeordnelen der Bau:rn sahen unterivegS ml» Schrecken Abent^S denHlmmtl ge. rölhet von einem Feuermeer gegen Schwallen zu es ivaren die von dem Fürslenheer vngezündelen Dörfer um Königshofen. Aber sie wupterl noch nichts von der dösigen S^lacht unö ihrer Brüder Untergang. Je näher d's Fürsteiihccr rückte, desto tnehr vk'ficl Alles in Wür,hurg, foivol)l unter der Bürgerfvchift in der Stadl, als in dein stroßen vereinigten Bauernheer, das nun schon in die vierte Woche den Frauenberg bel.'gerte. Viele Bäriier in der Sladt ivaren ganz flcin-müthig, so sehr sie bi?hir vorn drarr g-iiielen tv.ireri. Andere, die bisher lliutlos gewc!en, ga-ckerlen und lchniitterten jetzt: „Hab ich vichl vor dieser Zeit gesagt, M'N solle das Ende beactzlen? Wollte Gott, daß sich f'onrme, r-dlichc Leute unser anttäha»en, daß ivir zu Frieden käinen; wir sind sonst Alle veidorben, ertnordet, verbrannt, veriilgt. Weib und Kind." Die Ätist^geistlichkN, deren v ele in Wü'z-burj^ zurückgeblittzea ivaren, und tvelche die Spione und Vrrrattjer für die Belag rleii nuf dem Schloß gemacht haüen, lchüchkerten t)ktmlich die ^llienge ein, machten sie mißlianish gegen die Oc'ersten, beredeten die Einzelnen imSl>tlind din schwäbischen Bund zu dringen. Die M hrhelt in dci^ Stadt uitd drauven im Lager war so zaghaft und ungttv'p, dap Viele waiseuden Bigotterie deS König«. Die Garantie und mos dazu gehör», von einem friedlichen Ber halten des Papstes abhängig zu machen, daran denkt BiSeont>>Venosla ebenso wenig, olS Viktor Emanukl. Jede A»ndtrung des Gkseßrs ia milderem Sinne wäre nur eine wirkungslose Bc» stimmung. Das neue Ministerium lv Frankreich hat sich zwar gebildet, aber ein repuiilitanisches darf eS nicht genannt werden Nur zwei Mitglieder dieser Partei zählt daS Ka binet — zwei der gemäßigtsten — und sieben Monarchisten aller Gruppen. Die Einheit ber Grundsätze und die Eintracht der Minister fehlen Bermifchte Nachrichten. (Astronomie. Die At mosp hä r e der Be v u s.) Bei der letzten Beobachtung deS Benus-Durchgonge« machten einige Astronomen die in ter^ssante Bemerkung, vaß zur Zeil alS etwa de Mitttlpunkt des Planeten vor dem Rande der Sonnenschelbe stand, der außerhalb b,finvliche Rand der Venus von einem etgenthümlichen Licht schimmer umgeben war. Die Beobachter erklären diese Clscheiuung durch daS Bo'handensein einrr Atmosphäre auf der VenuS, welche Erklärung auch durch spektralanalytische Bt0bachtunge» Janssens glänzend gerechlfeetigt wurde. ES scheint, daß jene Planeten, deren Bahnelemente nicht sehr ver schieden von jenen der Erde sind, auch ähnlich physische Beschaffenheit besitzen, und daß demnach sehr wohl organisches Leben auf denselben mög ltch ist. (Völkerkunde. Amazonen.) Die ^Deutsche Zettung' in Porto Allegke bringt aus der brasilianischen Provinz Amazonas folgende Nachricht: „Bei der jüngst staltgkhabten ELplor» tion ist ein gi^oßeS, früher verschüttetes Dorf ent deckt unk» mit vieler Anstrengung durch Aus,»ra bung blo^uelkgl idüiven. ES »st ein großen Dorf, in desscn Rutli,n zatjllos« Gepenstänve aufgesunden wurden, dte deweijkn, daß die daSseltie belvolj-nendenWeitier daS KriettShandwerk trieben. Durch diesen ethvographis.iien Fund wird also dargethav, daß Orellana, der Entdecker des Amazonenstrom^S, die Wahiheit gejagt hat, als er Verjtcherte, er habe an dem gkwaltigen Strome Stämme gefunden, deren Weiber Krieger waren, woh-r der Name ^Amazonenstrom" kommt. Die Entdeckun^i ist auch IN ai, deren Beziehungen interessant, da künstlich geschmückte Geläße :c. vorgefunden wurden, die auf eine höhere Kulturstufe schließen lasse», als man im Allgemeinen voraussetzte." (S ch i f f e r l e l d e n.) Ein Newyolker meinten, der 3ug gegen den schwäbischen Bund, ihren Brüdern am Neckar zu Hülfe, sei nicht zu wagen. Doch zogen die Haupttente zu Ansang der Nacht vom 2. zum 3. Juni mit dem H,er aus. Zu HeidingSfeld sahen sie dea Bauernhaus aus Mergentheim athemloS daher reiten; er kam flüchtig von Königshofen und erzählte den Hauptleuten allein die Niederlage, so daß ihnen graute und sie schnell da« Heer nach Würzburg zurückführten. Die zu R^ndes^cker warfen die Ersten, die von Königshofen ankamen, in Fcsseln und schickten sie als Lüger, als Ausreißer inS Haupt-quartier. Aber ihr Zkugniß stimmte mit dem diS Bauernhans nur zu sehr überein. Da stahl sich dieser und jener davon, der bisher vorn daran gewesen war, und Bürgermeister und Raih zu Würzburg schrieben helmlich ein unterwürfiges Schreiben an den Truchleß. Nachmittags am 3. Juni ritt Einer ein, der sagte aus, eS sei nichtS, daß ihre Brüder vernichtet seien, sie lagern beisammen und harren auf Zuzug und Hülfe der Würzburger; und zu gleicher Zeit zog Gregor von Bernheim, der ebenso kritg^kundige als tapfere Hauptmann, mit seinem Fähnlein vom Atschgrunde ein, die erzäl/lten, wie der Markgras vor ihnen geflohen sri. (Fortsetzung folgt.) Blatt schreibt —- 17. Februar — über diesen Gegenstand: Nur wer selbst Seemann ist oder gewesenM, vermag zu beurtheilea, welchen Drangsalen die Seeleule wählend diestS äußerst kalten und stürmischen WinterS U'-terivorfen sind. Die Leiden, welchen die Mannschaften der aus trans-ailantischen Häfen kommenden Schiffe auszustehen haben, sind vielfach schrecklicher Nl>tur; nicht nur, daß die Leute gegen die vorherrschenden starken Nordivestwinde wieder von der Küste fortgetrieben, wenn sie den BestiwmungShasen jchon erreicht zu haben glaudten. Viele Schiffe ivoren dermaßen mit Eis bedrckt, d-p sie nach dem Golfstrom zu. rückzukehren gezwungen waren, um wieder auf-zuthauev, tvährend andere be'M Versuch, in unsere östlichen Häfen einzulaufen, durch große undurch-dringliche Eisfelder eingeschlossen und von jeder Hilfe abgeschnitten worden sind. Den eiSbedeckten Küsten von Massachusetts und Maine entlang sah man in den letzten Tagen unzählige Noth-flaggen, deren stumme Bitte um Hilfe jedoch unberücksichtigt bleiben mußte, weil die Apparate der LebenSreltungS'Stationen dte Schiffe nicht zu erreichen vermochten. Die ältesten Anivohner dcr Küste Kap Eod wissen sich nicht zu erinnern, je Eis IN solcher Ausdehnung lvahrgenommn» zu haben wie gegenwärtig. Wo man sonst die blauen MeereswogkN sah, erblickt man j,tzt nur eine schmeweiße Eisfläche, hie und da durch ein in Eis gehülltes Sch ff oder von durch Wind und Ctömung ausgkthürmtenBergenunterbrochkU. Von dem Hasen von Ploviacetoion aus sah man in den letzten Tagen nicht Iveniger als 28 Schiff, verschiedener Größe vom Eise eingeschloffen, deren größter Theit F'scher-Schooner waren, d>e eine Besatzung von zehn biS sünszehn Mann haben, aber nur mit Piov'ant aus drei bis vi>r Tage versehen sind. Essen und Trinken ging bei ihnen schnell auf die Neige, aber es konnte ihnen tveder Hilfe gebracht werden, noch tvaren sie im Stande, sich Lebensmittel zu holen, da das die Schiffe fesselnde ElS von eiaem mächtigen Dampfer nicht zerbrochen werden konnte, daliei aber doch so wtich und verrätherisch war, daß die Mannschaft sich Nicht hinauf wagen durste. Von der RettungS Station desselben Orles salj man am Donnerstag den von Moequ'to-Jittel nachBoston besiimmien Schooner „Joyn Rommel" strandeo, doch gelang eS, die Bes.'tzung oesselben Mit Ausnahme »ines ManneS, der bereits ersroren war, in halbtodtrm Zustande aus deic Takelung zu retten. (Der volkswirthschastlich^Nieder-g an g in P e st - O f e n.) Im Jahre 1354 betrug die Zahl der Großhändler zu Pcst^OstN 169» 1674 tvar diese Zahl aus 63 gesunken, darunter 46 aus dem Jahre 1854. (Die österreichische Glasindustrie.) Der ReichsrathSabgeordnele Konrad Seldl uad Genossen haben in einer JntcrprUation auf das Daniederlieger» der ösierreichischea Glasindustrie ttogewiesen, besonders insoserve, daß dtestlbe iM Orient der französilchc« Glasindustcte g,genübe Vicht mehr konkurrenzfähig sei. Als Grund wei veu die hohen Frachtsätze der Südbatzu im Julaude angegeben, duich welche sich der Transport von Oesterreich über Venedig um 50 Perzent btlli.ier tklle als über Tiiest. Auch die Äosten drr Ein-chiffung von Triest nach Bomliay stellen sich theurer als von Venedig. Es lvird an die ölt' gterung die Aufrage gerichtet, ob sie von diesen ^sbelständen Kenntuiß habe und ob sie geneigt il,üre, das Nöthige zu deren Beseitigung zu vel-antasten. Marl»urger Berichte. Sitzung des Gemei»»deratheS vom 11. März. Heir Ludwig AltienSb?sg erstattet Brricht im Namen jtnes KomittS, welches der Gcmelnderalh zur Prüfung der Sparkasse-Rechnung für 1874 gewählt. DitseS Komite brstand auö dem Redner und den Herrn Janschitz uud Halbärth. Herr ÜlbenSberg erklärt, das Komite habe sich der ge-tellten Ausgabe unterzogen und AlleS vollkom- meu richtig befunden. Die Rtchilnng möge also aenehmigt und möge sämmtlichen Mitgliedern der Sparkassedirektion, besonders aber dem Obmann delseiben, Herrn Heinrich von Gasteiger der wohlverdiente Dank ausgesprochen werden für ihre ausopsernde uneigennützigeThätigkelt, durch welche ein der Gemeinde so günstiges Resultat erzielt worden. Dieser Antrag wird einstimmig zum Beschluß erhoben. Der Viee-Vürgermeister Herr Dr. Duchatsch bringt zur Kenntniß, daß dte Genehmigung der Statihalterei zur Erweiterung deS Pfarrhof-Ge, t)äudeS in St. Magdalena erfolgt sei. Die Ge-summlkosten betragen 7664 fl. 22 kr. und treffen hievon die Gemeinde 2123 sl., tvelche dem Bau» führrr Herrn Pfarrer Rofchanz möglichst bald sollen zur Verfügung gestellt werden. Der Spevglermeister Herr Franz Kasperitsch ersucht um AuSfolgung der Kaution, welche gelegentlich des iöaueS der Ober-Realschule erlegt tvorden. Herr Johann Glrstmoyr berichtet, daß dieser Bauunternehmer s,ine Arbeiten in allen Theilen solid ausgeführt, daß keine Mängel an denselben wahrzunehmen und daß die Huftzeit mit 1. Jänner 1875 abgelausen; der Gemeinderath möge daher die AuSsolguug der fraglichen Kaution be-willigen. Diesem Antrage wird entsprochen. Herr Johann Girslmayr erstattet Bericht, daß der Unternehmer der Gasbeleuchtung zu einem Ausgleiche mit der Gemeinde geneigt sei. Herr Georg Graff lvolle nämlich die Gasbeleuchtung im RathhauSgebaude herstellen unter der Bedingung, daß olle Prozefff, welche die Gemeinde gegen ihn ang'strengt, zurückgezogen werden und jeder Theil seine Kosten trage. Herr Graff meine: Allzuschorf mache schariig. Der Gemeinderath faste die Sache nicht richtig auf und glaube er nach seiner juristischen Ueberzeugung, daß die Gemeinde nichts erzielen werde. Die Gemeinde Marl)urg dürse aber dieseS Anerbieten nur als freundschaftliches Entgegenkommen betrachten und ivär's ein Mißbrauch, wollte sie im Prozesse auf dasselbe sich berufen. Nach dem Atttrage deS Berichterstatters wird dieser Ausgleich zurückgewiesen. Herr Joseph Martinz beabsichtigt, die Häu-ser Nr. 109 in der Herrengasse und Nr. 47 ia ter Webergasse niederzureißen und an deien Stelle ein neueS, zweistöckiges zi» erbauen. Dem Beschlüsse deS Stadtra'.heS zu Folge wäre Heir Martinz verpflichtet, tu der Hrrrengaffe die jetzige HauSiinle drs Herrn Pirchan einzuhilten. Gegen . di-sen Beschluß ivtrd nun Beschiserde geführt. Herr Martinz erklärt auf die bezeichnete Baulinie nicht eingehen zu können; er behauptet, daß die HauSlinie deS H^rrn Pirchan nicht für die ganze Hel'^engaffe maßgrbcni» sein könne Ul»d ersucht, zu gestatten, daß er die Flucht zwischen dem Hause des Herrn Pirchan uad der Frau Bra-dutsch, oder die gegenwärtige Hausflucht beibehalten düef,. Herr Johann Girstmayr berichtet, daß die Sektioi» durch Herrn Lobenivein dte ganze Herrengasse genau ausgenommen und eine Baulinie für dlesetbe mit thvnltchster Berückilchtigung der be-steh'nden Häuserfronten vorgezeichuet habe. Nach oics-m Rr Baron Rast, Ludivig Bitterl von Tessevberg und Dr. Duchatsch g'gen dknsel» den, die Herren Dir. Perto und Fetz dafür gc-jprochen.' Betreffs Unteibringung der städtischtN Heu-wage berichket Herr Johann Girstmnyr, daß nach einem Beschlüsse der hiesigen Bezirksvertretung der Garle» vor dem sogenannten Kreis-amlS-Gebüude ausgelassen und als freier Platz dem öffentlichen Verkehre übergeben werden soll. Dieser Platz wäre dann zwanzig Klafler breit und dreißig Klafter laug, hätte somit ein Flä-chtnmaß von sechshundert Quadralklaftern. Aus diesem Platz möge die Heuwage aufgestillt werden. Etn NktteS gemauertes HäuSchen in der Mitte deS PlotzeS »enüge. Drr Herr BürgelMti-stee soll vor der Hand beauftragt werden, mit dem Herren Grafen Brandis zu verHand,In, daß der gegenwäklige Vertrag, der am 1. Mai abläuft, auf 3 Jahre mit halbjähriger Kündigungsfrist vöthigenfallS auch mit einer höheren Zahlung verlängert werde. Sobald der Bkschluß wegen Umwandlung des KretSamtS-TartenS in einen öffentlichen Platz ausgeführt worden, könne man die Heuwage dorlhin verlegen. Dieser neue Platz uud der Platz vor dem Hause deS Herrn Löjch' nigg geben Raum genug für Heu» Ul»d Strohwagen. DaS erivähnte HäuSchen könne acht bls neun Schuh lang und eben so breit gebaut u«d mit Metall gedeckt werden, tvie aus dem Gloc'S in Graz ein solches st-ht. Herr Direktor Perko theilt mit, daß man versucht habe, die Heuwage im ehemals von Gastelgkl'schen Hause unterzubringen , eS habe sich aber die Unmöglichkeit gezeigt. Am besten verwendbar fei der Platz vor dem KreiSamtS-Ge-bäude und tverde dann auch der störende Verkehr der Heu- und Strohsuhren in der Hereengasse befeltigt. Herr'Max ivaron Rast drückt sein Erstaunen darüber aus, daß der Beschluß deS Gemeinde-ratheS vom 30. Jänner l. I. uoch nicht vollzogen worden — der Beschluß nämlich, daß mii dem Herrn Graf Brandis ein Vertrag auf ein Jahr gegen einen MiethzinS von 200 fl. abgc-schlofse», iM Falle deS Mjßli„genS aber aus dem Sophienplutz eine Hüite im Schweize,styl erbaut und der Kolben der Heuwage umgtk'hrt werden soll. Der Bürgermeister Herr Di'. M. Reiser entgegnet, daß er mit der Ausführung jeneS Beschlusses nur d»ßhc!b gezögert, tveil daS Projekt aufgetaucht, die Heuivage im ehemals v. Gastü-geloschen Haute unterzubringen. Herr Johann Girstmayr sagt zur Ausklärung, daß er am L0. Jänner d.r Sitzung nicht beige,vohnt habe, sonst wäre dieser Beschluß nicht gefaßt worden. Der fragliche Platz sei vom Gra-sea Brandis angekauft worden m»t der ausdrücklichen Besttmmung. baß dort ntchtS gebaut wlr-den darf. Dte Bausektion habe den Platz vor dem KreiSamtS^Gedäude einstimmig für praktisch geheilten auch beßhalb, weil die Pasiage der Heu-und Strohlvagen durch die Herrengasse aufhöre und zugleich etwaS sttr die Kärntner-Vorstadt gethan werde. Der Herr Bürgermeister versichert, daß er NU«, weil dte Ut,terbr,ngung der Heuwage im ehemals v. Gasteiger'jchen Hause sich als unmög lich erwielen, in Vollziehung deS Beschlusses vom 30. Jänner mit dem Herrn Grafen Brandls verhandeln und in der nächsten SiKung Bericht erstatten werde. Herr Johann Girstmayr beantragt die Veri tagung deS GegetistandeS und sttmmt die V«r fammlung bei. Herrn Joseph Ohmayer in Graz sollen für jenes Holz- und Baumaterial, ivelches er der Gemeinde zu Reparaiuren lm Krankenhaus über lassen. Nach dem Antrage deS Berichterstatter» Herrn Johann GirstMl>yr 220 fl. gezahlt werden. Bezüglich der Cinh-tzung des 15 Prz. Ge meindezuschiageS von Bier und Spirituosen, welche eingesührt rverden, hat der Sladirath eine Abfin dung mit den Pa>letcn Versucht; es tvurdcn aber nicht mehr olS 3500 st. angeboten. Die Sekiion (v'lichlerstotter H rr Mar Baron Rast) beantragt, aus d eie Avfindungsi Nicht einzugehen. Cö seien drreitS 2^,» Atonal des Jahres veiflossen. Jrn Jänner have die Ein nähme auS diesem Zuschlage 1015 st. betragen und trotzdem sei nicht dieser Monat d,r stärksle, sondern der November, lvaS die Abfindung für dieses Jahr nicht olS Voithulhüft erscheinen lasse. D-r Herr Bürgermeister werbe ersucht, iM Oktober 1875 eine Verhandlung mit den Betref senden Parteien h'nsichtlich einer Al,findung bezüglich dieser ?ibgobe für die Jahre 1876, 1877 und 1378 einzuleiten und das Resultat dem Ge-meinderath zur Beschlußfassung vorzulegen. Diese Abgabe sür 1875 haben unter Leitung des städti-.t»en Kassiers ein provisorischer Beamter und ein Bestellter zu besorgen; sür die Kosten werde ein monatlicher Betrag von 102 fl. liqnidirt. Dieser Antrag ivird ohne weitere Verhand-lung angenommen. (Pettauer Sparkasse.) Dem Aus-lveise der Pettauer Sparkasse entnehmen lvir, d.'ß diese Arstalt im Jänner 1875 ge^en Hy-poihek an zriei Parteien 200 fl., auf Wechsel jedoch an sechsundsechzig Partkien 49496 fl. dar. geliehen. (Ein se lt e n e r G l ü ck Slv uns ch.) Am 6. März hat sich eine Deputation der Bürgerschaft von Windilch-Graz nach Alter^markt bege-den und dem Dechant, weicher dort seit fünfundzwanzig Jahren „als Verkül»der deö Friedens" lt^ätlg ist, zum siebzigsten Geburtstage Glück zu wünschen. (Fi rmapro t o ko l l i r u n g.) DaS KreiS-gericht Cilli tiat >n daS Reg'stir für Eiiizelfirmen 0ie Firma „Ferdinand Auchmann, Kassefsurrogat. und Ctzompagnkrsabrikant und Weinhändltr Mil ver Hauptniederlassung tn Marburg" eingetragen. (Vierfache Brandstiftung.) Jakob Auschner, Grundbesitzer in Trennenberg, ist vom öillier Gerichtshofe wegen vl^rfach^rBrandstistung zu lebenslang m fchmeren Kerker v-rurtheilt worden, nachdern die Geschtvornen (Obmann H-rr Dr. Straf.lla) die Scduldfrage einst mmig bejaht. Diese vier Bräi^de hatten in der Zeit vom 13. Juli bis 10. August 1875 in Lubetschno bei Hochenega stalte,esundeu uud betrug der Gesammt Ichaden 2977 fl. (Preß klage.) Der Obmann deS OrtS-schulrathes in Maua-Wüste (Joseph Kormann) tjat gegen die R-daktion, bezietiutkgSiveise geg'N den Einsent',? des Artikels in Nr. 8 der „Mar burger Zeitung" vom 17. Jünuer 1875 : „lKine Ortsschulraths/Sißung in Maria-Wüste" eine ^lage, bttr'ffend Ehrenbclcidigung durch die Presse erhoben. (W a l d a b st o ck u n g.) Der Cichentvald bei Windlnau, an ter Reichsstraße gel^n, wird zur Abstockun^, auSg«schrieben. Derselbe hat einer FlächiNraum von 3 Joch, 1035 Gevitriklastern. (Arbeiter - Bildungsverein.) Heute Nachmittag halb 3 Uhr fi'd,t im Tsche^ liglschen Saale — Kärntne^gasse, Vormals Nudl — eine Sitzung und Abends 7 Uhr etn gesrllig^r Abend dieses Vereins statt. (Neues Schulhaus.) In Lembach soll ein Schulhaus gebaut tvnden, besskn Kosten 16658 fl. betragen. Am Donnerstag finden bei der Ge-meindevorstthung in LlMbach die Verhandlungen zur Ausfüh'ung di'seS BaurS statt. Nr. 1683. (252 Kundmachung. Vom Stadtrathe Marburg wird bekannt gemacht, daß im ehemaligen Kandttth'schen Hause in der Schillerstraße eine im Hochparterre gelegene Wohnung mit 3 Zimmern, 1 Vorziminer, 1 Küche nebst dem dazu gehörigen Dachboden« antheile und einer Holzlege vom 1. April 1875 an zu vergeben ist. Nähere Auskunft ertheilt der Stadtkassier am Rathhause. Marburg am 6. März 1875. Der Bürgermeister: Dr. M. Reiser. der slovenischen Sprache mactitig, »vird »n der Advokaturs-Kanzlei dcs Dr. I. Kotzmuth in Marburg aufgenommen._(256 Zlvtl schöne Wohltttttge«: Eine mit 2 Z'mmern, Sparherdküche u., eine Mit 1 Zimmrr und Sparherdküche, siitd zu vermiethen: Blumengasse Nr. 160._(255 oräimrt j 9—10 täAliek von j 2-^3 vom 1. an (260 8vliulga88v Kl'. lZl, I. 8iool(. Kerloren: Ein Opernglas in Etui. Der redliche Finder möge selbes gegen gute Belohnung im Comptoir dieses Blattes abgeben. (250 Zwei separate Zimmer sind mit od.r ohne Mökiel täglich zu vtrmiethen. Auskunft im Comptoir diefeS BlaileS. (257 Letzte Most Der Kaiser wird mit dtm König von Italien i» Venedig zusammenkommen. Das ungariscßie AligeordnetenhauS hat die Kosten fUr vie Errichtung einer Musik akademie bewilliat. Das frattzöftscbe Ministerium hat ein sehr konservatives Programm aufgestcUt. - Nv^tilin-stivli. Sonntag den 14. März: von der 8üdijai)nmerllstättcn-Z1kuMapette Uliter persönlicher Lertnng it)reS Kapellmeisters Herrn 2b8) Ioh. Handl. Anfang 6 Mir. Entree 20 kr. Dampfbad. Wegen Restaurirulig des Bades bleibt das BadhauS Dienstag den 16. und Mittivoch den 17. März geschlossen. 254) Alois Schtniderer. Ypufgettomme« wird ein Fräulein für den Unterricht im Weiß-uähen und WeißstiiLen. (247 Wo? sagt die Expedition dieses Blattes. Xiim ^Uijfiillvn livlilcr/Älinv, gibt es kein wirksameres und beffereS Mittel als die ^nlin-PIvmdv von dem k. r. Hof'Zahnarzt Dr. .1. iu Wien, Stadt, Bognergasse Nr. Z, welche fich ^sede Person selbst ganz leicht uud schmerz-loS in den hohlen Zalin brinsien kann, die sich dann fest mit den Zahnresten und Zahnfleisch ticrbindet, den Zahn vor weiterer Zerstiirung schlitzt und deii Schmerz stlllt. (21 Anatherilt-MllnZnvajstr von vi'. k. ?0pp, k. k. Hof-Zahiiarzt in Wien, Stadt, Bogncrgaffe Nr. 2, in FlaconS zu fl. 1.40, ist das vorzüglichste Mittel bei rtzeumatischen Zahn-schmerzen, liei Entzündungen, Geschlvülsten und Geschwüren des Zahnfleisches, cS lvSt den vorhandenen Zahnstein und. verh'.ndert dessen Ncubilduri^^, befestigt locker gelvordene Zähne dnrch Kräftigung deS Zahnfleisches; und indem eö die Zähne und daS Zahnfleisch von allen schädlichen Stoffeir reinigt, verleiljt es dem Munde eine an^^enetime Frische nnd beseitigt den Übeln Gernch aus demsellien schon nach knrzem Gebrailche. ^iiatlisrin-^altvpast» von Dl'. lZ. k'opp, k. k. Hof.Za^>r,arzt!N Wien. Stadt, Bognei^gasse Nr. 2. Dieses Präparat erhält die Frische und Reinheit des AthemS, es dient überdies noch um d?n Zähnen ein blendend iveißeS Aussehen zu verleihen, um daS Verderben derselben zu verhüten und um daS Zahnfleisch zu stärken. > Dr. 5. v. ?0??8 VoKvtsItiiiseI»os 2altnplllvvr. ES reini.'jt die Zähne derart, daß durch deffen tätzlichcn Gebranch nicht nur der gelvöhnlich so lästige Zalinstein entfernt wird, sondern auch die Glasur der Zähne an Weiße und Zartheit immer zunimmt. Depots in: I^l^rltzurßs in Ii kn vkll ar i's ^pottiLlrs, ^isi lIsri'Q liäuiK, tiei IlorrQ N. Aäoriü und in 'l'auvkmavns l(unktkg.n<11un^; sov^'is in ssmmt1!o!^su Icen, l^arsllmsrion u. (LalavtvrisvasrenkandlnuxvQ iLtsivrmarIcs. S dv s S a> dc> ^nr W rillijalir« jVats«» ewpüedit äas IZ^Iöiäsr-IilaMÄQ «les ^utoii Lcksikl inUsrburK (2ö3 solick Keardeitete frUkjaki'Z'Aniellgs (inlänäisczke w^olle)......ö.v?^. ü. 22 (Zetto doekkein äetto (eedt kransös. Vi^ssre) äetto lioekkem 61eie1i26!tiß^ ein ß^rosses I^aß^er sollt bslgisvkvl' unä fi'SNltt-8i80liei' 8toske KeZeii ^asg, sv^ie flli' lliv 8ai80N eine reieddsItiAe ^ns^alil von v. 2—7 Rainen. 2K 25 Zll (IY '00ke ili allen Farbe»............, Reiche Auswahl von Herreu- und Knaben-Hemden, Brusteinsätzen, Kragen, Manchettes, Halsbinden, Hosenträgern ze. Die größte Auswahl der moÄorQstou Stokko für Bestellungen empfiehlt V. J. Wölfting, Herrengasse Nr. 114. Auswärtige Aufträge werden gegen Einsendung der Beträge oder Postnachuahme schnell effektuirt. öunvnskaH susvjS 1.70, 2, 2.50 6.50, 7, 8, 9 S, 6, 7, 8 7.50, 9, 10 12, 14, 16 5, 6 3.50, 4.50, 6 1.50, 2, 3 7, 8, 9 15 17 16 22 25 9 12 5 16 ) ) Schulhausbau in Lcmliach bei Marbur Zur Aussül)runji diesrs Baues werden am HD. März d. I. Nachmittags 2 Uhr bei der Gemni'devoistclnti.g iü ^cnlb^'ich soivohl ichsjflliche Offerlt, als uuä) mündliche Aubolc ant^euommen. Daselbst licgen Pläne, Ausmaß, Kostcn-überschlac^ und Btdingn>sse zur Einsicht bereit und tS sind sammtllche Bauarbuten auf 16858 fl. 28 kr. veranschlagt. (24ß Als Kaution sind 10 Perzent derjenigen Lumme. NM welche die ofserirte BausiihruNjz ilberl-ommcn wiid, zu ell'gen. Olti^ichulrntli Lenlbach, am 7. März 1875. Iin ^jasihause pir Mchlgrube jind KU vittlittnÄ» im AuSjchanke: (23 ' 1873cr Kolloser Weißwein a. Sit kr. pr. Maß 1869er St. Peterer detto „ Stt „ „ 1873er steirischer Rothwein 4O „ „ sowie anch verschiedene (K «tkungen Flaschenweine zu mäszig''N Preisen. Ferner ist »eu in Ausschank gel'ommen: «in lioekfvinvi' unlj piel<8ij38Si' l874oi' 1.uttvn-bvnijvr Wkln von tier Novtmlietlese, CK4 kl. pr. Ätap. Zu ^ütigcnl Zusprnche empsielilt sich ergebenst k'rs.vL Rosokkor, Pacht'r. Ein Lehrjunge wird auftjcnommcn in e^r.km ijlöpern Mannfaktur-Geschäfte. Aliskunft im Compt. d. Bltt. <249 Vow-l.aL«r kanfln zu dkn besten Preisen ^ in IVIarlburx, _Herrcnqnsse Nr. 110. (235 Ilotv! Rodr — Hl'rrenqafsi'. —-Ergebenst (Aefertigter erlaubt sich dem ?. I'. Publikum anzuzeigen, daß er fortwährend das Mittagg-Äbonnement mit 6 fl. pr. Monat gibt. Sowie von jetzt aki das vorzügliche gut abgelagerte Märzenbier auS der Brauerei des Herrn Th. Götz, jedes Gla» frisch vom K ller im Ausschänke ist; auch sind echte Natnr-Weine zu 40, 48 u. 64 kr. die Maß im Ausschänke. (261 Um gütigen und zahlreichen Besuch bittet Hochachtungsvoll ergebenst larl Lesse, iZiirtlvr uncl kronve-Arbeiter smpüellid sieli äom ?. ?udlilet«oou»'an^s As'ati» /»'a»oo. Cannes in Frankreich, 6. Januar 1875.1 ^Herrn TH.Höhettberger, Breslau *) Ihr Vaiiniit V^rpvntii» hat IN mir solche Wnuder geleistet seit den 2l !)ahren, daß ich denselben gegen ein alte-I cheumat. Uebel anwende, an dem ich über ^2 Jahre leide, daß ich mich gedrunge«! liihte, Ihnen meine Anerkennung zu sagen and Sie zu bitten, 2 Flaschen hieher zu ' enden, :e. zc. Aaronin v. Hildebrandt l 78 gtb. Gräfin Voftitz aus Prag. Original eingesel^en d. Redaktion. Dieser Tannin-Terpentin zu habet! n Flaschen zu 1 fl. 65 kr. und ^ 75 kr Iln Marburg in Kölligs Apoth. z.Mariahllf.I Verstorbene in Marburg. Ain v. März: Pnrgai Josefa, BahndreherSfrau, 40 I., Neue Kolonie, Lungentuberkulose. — 10.: Mai er Vtktoriue, gew. SatUermeisterStochter, 31 I., Tasinogasse, Lungentulierkulase. — Küster Maria, Waise, 7 Jahre, Kärntnervorstadt, DiphteritiS. — Gaißler Franz. Bahn» kesselschmiedösohn, 3 Mon., Neue Kolonie, Lungenkatarrh. Kalin Katharina, Bahnkupserschmiedstochter, 6 I , Exer-zierplaj), Zehrfieber. — 11.: Jorgo Ferdiuand, Uhrma. cherSsohn, 9 Mon., Allerheiligengasse, Masern. -- 12.: Weitzl Agnes, HauSbesttzerStochter, 3 Woch., Draugasse, Lnngenkatarrh. — Im ijffeutl. Krankenhause: 7.: Dlviak Helena, Grundbesiherin, S3J., CarieS. — Vukitsch Ma-ria, Magd, 23 I., Lungensucht. — Vischner Kaspar, Taglöhner, 66 I.. Lungentuiierkulose. — 10.: Veschou. nig Johann, Mil.-Urlauber, 33 I., Luugensucht. — 12.: Stroh mayer Franz, Bäckergehilfe. 64 I., Lungenödem. Schigarth Mathias, S3 I., Knecht, Lungenödem. 'Beranttvortliche Redaktion» Druck und Verlag von Eduard Zanschij» in Marburg, 13. März (Wochen marktsdertcht.) Weizen f!. 4.60, Kon» fl. 4.10, Gerste fl. 3.70, Hafer fl. 2.20, Kukurup fl. 3.—, Hirse fl.3.50, Hirsebrein fl.b.50, Heiden fl.2.L0, Erdäpfel fl.2.10, Bohnen fl.4.90 pr.vtep. Weizengries fl. l3.—, Muudmehl fl. 10.—. Semmelmehl 3:—, Weißpohlmehl fl. 7.—, Schlvarzpohlmehl fl. 6.—, Kukurutzmehl fl. 7.— pr. Ctnr. Heu fl. 1.80. 0.-^, Stroh Lager ü.1.40. Futter fl. 1.—. Streu fl. 0.30 pr. Ctnr. Rindfleisch 25'/,, Kalbfleisch 28, Schweinfleisch juug 29, Lammfleisch 22, Speck frisch 34, Nindschmalz 56, Schwein-schmnlz 43, Schr.»eer33, Butter 52, Topfenkäse 14, Zwiebel 10, Knoblauch 20, Kren 10, Kümmel 43 kr. pr. Pf. Eier 2 St. 6 kr. Milch frisch« 14 kr. pr. Maß. Holz IS" hart fl.6.—, weich fl. 4.50 pr. Klaster. Holzkohlen hart 60, weich 40 kr. pr. Mev._ Marburg. Z.Sk.St.V.