Nr. 31. Montag, 9. Februar 1903. 122. Jahrgang. Mbacher Mum. ^""Mtrotlonoprtls: Mit Post veisenbung: ganzjährig 3U X, halbjährin 15 li. Im Kontor: annz l'yr'g «2 «, haldMrin ll «, Fiii die Anstellung '"« Haus gnn^iähng 'i,z zu 4 Zcilc» .',» l>, nrösü'ie prr Zrilr lU k^ l,ci öftrrc'n WiedrrlioluNsscn M- Zcilr l> l,. Dic «Laibnchcr Zeitung» crschcint täglich, mit Nnsnahmc bcr Sonn- und sseicrtage. Dir Administration bcsmdct sich Kongrlßplay Nr. 2, die Medallion Dalmatingas!!' Nr, S. Sprechstunden der Mdaltiu» von » bis 1U Uhr vurinittass«. Unfraiiüerle Äricsr «uerben »ich! angenomincu, Waiin^lripte nicht zlirililgestell Amtlicher Teil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 31. Jänner d. I. allergnädigst zu gestatten geruht, daß dem mit dem ^itel und Charakter eines Hofrates ausgezeichneten Generaldircktionsrate der österreichischen Staats-bahnen, Viktor Schützenhofe r aus Anlaß der ueberwachung bei Herstellung mehrerer sür Hofreisen bestimmter Eisenbahnwaggons der Ausdruck der Allerhöchsten Anerkennung bekanntgegeben werde. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mil Allerhöchster Entschließung vom 21. Jänner d. I. den außerordentlichen Professor an der Universität uc Vttinchen Dr. Eugen Ob er hu mm er zum ordentlichen Professor der Geographie an der Univer» lität in Wien allergnädigst zu ernenneil geruht. Hartel m. p. Seine k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 23. Jänner d. I. den außerordentlichen Professoren für angewandte 'Nedizinische Chemie, beziehungsweise für Ohrenheil» Umde an der Universität in Wien, Regierungsrat ^r. Iulins Mauthner und Dr. Viktor Urban-t'chits ch den Titel und Charakter eines ordent° » uchm Universitäts-Professors allergnädigst zu ver-leihen geruht. Hartel m.p. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben m!al)it 1W3 ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 6. Februar 1908 (Nr. 29) wurde die Weiterverbreltung folgender Preßerzeug-nisse verboten: Nr. 2 «Teutscher Iugendhort» vom Hornung 20l6 (Februar 1903), Nr. 6 (122) «Der Scherer>. Nr. 5 .«ov)f «»vliäok» vom 31. Jänner 1903. Nr. 9 »I^intv 2 öo8kl>-m<>l»vsll6 v^»«öinv» vom 29. Jänner 1903. Nr. ü «ß,ltn)s. vom 3l. Jänner 1903. Nr. 5 «Deutsche Wacht» vom 3l. Jänner !903, Nichtamtlicher Teil. Zur inneren Lage. Zur Geschäftsordnungs ° Frage bemerkt die „Reichspost", wenn die Sprecher der Deutschen Fort» schritts« und VolksPaNei die Ursache alles Uebels eigentlich nicht in der Lückenhaftigkeit der bestehenden Geschäftsordnung, sondern in dem Mangel der richtigen Handhabung derselben durch das Präsidiuni erblicken, so hätten sie übersehen, daß bisher alle Präsidenten ebeu infolge der Mängel der Geschäftsordnung, die ilmen keine amtliche Macht verlieh, nur als Erekutivorgane der oder jener Parteien lebten und deshalb die Handhabung der Geschäftsordnung immer nur den Geist der Parteien wiederspiegelte. Gerade eine lückenhafte Geschäftsordnung sehe eben die Willtür an Stelle des Gesetzes. Eine Zuschrift „cu«5 deutschen Parteikreisen" in der „Oesterreichischen Volkszeitung" führt aus, die Bedächtigen nnter den Iungczechen hätten erkannt, daß sie mit der unbedingten Fortsetzung der Obstruktion alles riskieren, daß das Parlament nach Hanse geschickt und der tz 14 in Anwendung kommen würde nicht nur bei der Durchführung des AnsgleichcZ mit Ungarn nnd der Handelsverträge, sondcm auch bei anderen weittragenden Angelegenheiten. Nun seien die jnngczechischen Abgeordneten ans Obstruktionisten Schwärmer für eine möglichst gründliäi^ Aenderung der Geschäftsordnung des Neichsrates geworden. Tie „Silesia" bezeickmet die Reden der Abgeord' neten Dr. Pacäk, Dr. Kramar nnd Dr. Herold in Prag als eine bedentsame Wendung, die auch der weiteren Entwickelung der innerpolitischen Verhältnisse ihren Charakter aufprägen werde. Die Czechen wollen keine KatastropheN'Politik mehr treiben, sie begeben sich auf den festeren Voden einer gesunden Realpolitik und wollen wieder mittun, umsomehr, als wichtige wirtschaftliche Frageil die Tagesordnnng beherrschen. Vei wirtschaftlicher Arbeit hätten aber Deutsche und Czechen bisher fast immer den gleichen Standpunkt eingenommen. Werde nun diese produktive Arbeit stabilisiert, dann werde auch von selbst der Zeitpunkt einer ehrlichen Aussprache und einer Verständigung zwischen Dentschen und Czechen gegeben sein. Die Linzer „Tagespost" deutet die Reden der czechischen Führer in dem Sinne, daß der Iungcze-chenklub seine Abkehr von der Obstruktionstaktik zu vollziehen beginne, weil mit der Obstruktion nichts zu erreichen sei. Alle Symptome sprachen dafür, daß die Jungczechcn auf parlamentarischem Boden nm die politische Macht kämpfen werden. Solange die Czechen keinen neuen Ueberfall auf nationalen! Ge-biete gegen die Deutschen im Schilde führen, können es diese ruhig hinnehmen, wenn die czechische Politik eine Frontänderung vornimmt. Die Deutschen werden freilich auf der Hut sein und die aktive czechiscl)« Politik von Fall zu Fall genau kontrollieren müssen. „Aletheia" (Prag) hält die Aussichten ans die, parlamentarische Genehmigung des Ansgleiches mit Ungarn für günstig und gibt dm Inngczecl>en zu be» denken, daß die Erhaltung des einheitlichen Zollgebietes, der Zolltarif, die Ernenernng der Handels« Verträge mit dem Auslande, die Währungsreform :c. für das wirtschaftliche Gedeihen des czechischen Volkes noch weit größere Nichtigkeit hätten als Brüsseler Zuckerkonvention nnd die Zuckersteuergesetze. Kon° sequenterweise müßten daher die czechischen Abgeord-neten auch den Ausgleichsvorlagen gegenüber die Obstruktion einstellen, zumal letztere die Beratung wohl verzögern, die schließliche Genehmigung der Vorlagen aber nicht verhindern könnte. Politische Uebersicht. Laibach, 7. Februar. „llzas" bespricht die vom Neichsratsabgeordncten Dr. Glabinski in einer Broschüre über die S o n d e r stellung Galiziens aufgeworfenen Fragen und weift daraus hin, daß dor gegenwärtige Augen blick, in welchem die nationalen Streitigkeiten überall ein Erstarken der radikalen Elemente bewirkt haben, der Aufstellung des Programmes einer föderalistischen Entwickelung der Dinge in der Monarchie nicht Feuilleton. «. . Der Zeuge. «Ul« kriminalistisch« Slizze von Lothar Mrenkendorf. (Fortsetzung.) Er drückte auf den Knopf der neben ihm stehenden Glocke. ^ „Ist der Untersuchungsgesangene Petereil im ^Neziminer?" wandte er fich an den eintretenden ^erichtsdiener. Auf die bejahende Antwoci des ^ Bannes befahl er den Arrestanten, einzuführen. «Nehmen Sie einstweilen da drüben P'atz, Herr mscher! Es könnte sein, daß ich Sie dem Verdächtigen lN'gcnülikrzustellen wünsche." . Der Studiosus zog sich in die Ecke neben dem '^sen znrnck und er erhob den Blick nicht vom Fuß. roden, als der des Mordes Bezichtigte hereingeführt wurde. Mit blasfem, tiefemstem Gesichte, doch in fester M'fN'chlor Haltung trat der jm>.Ze Mechaniker, ein ^"bscher, stattlicher Mensch von dem Aussehen eines welligsten Arbeiters, vor den Tisch des Unter-'"chungsrichwrs hin. >5N zugleich mildein und eindringlichein Tone "'bete ihn der Kandgerichtsrat an: ..Nun Petereit, ich hoffe, Sie sind während diese:-"acht zu der Einsicht gekommen, daß Sie am besten f' l;^ ""^ offen einzugestehen. Sie haben Ihre Ge° uobte erschossen — nicht wahr?" .Nein, Herr Nnt! Ich habe es nicht getan." „Dieses Leugne:: ist Torheit. Sie können Ihre Lage dadurch nur verschlechtern. Bedenken Sie doch, wie schwerwiegende Beweise für Ihre Schuld Nur bereits in den Händen haben. Da ist vor allem der Revolver, aus dem der tödliche Schuh abgegebn: wurde und den mau neben der Leiche gefunden. Sie haben zugeben müssen, daß es dieselbe Waffe ist, die Sie an: Freitag in einer hiesigen Handlung gekauft haben. Ist das nicht schon an nnd für sich hinreichend, Sie zn überführen?" „Ich habe den Revolver nicht gekauft, um meine Braut zu ermorden, sondern um mir selbst das Leben zn nehmen. Aber nachdem wir uns cnn Freitag abends ausgesöhnt hatten, bestand sie darauf, daß ich ihn bei ihr zurückließ. Wer ihn dann zu der schändlichen Tat gebrancht hat, kann ich nicht wissen." „Die Erklärung mag ganz geschickt erfunden sein, aber sehr wahrscheinlich klingt sie gerade nicht. Sie wollten sich das Leben nehmen, weil Sie eifersüchtig anf Ihre Geliebte warm. Hatte sie Ihn«: denn wirklich Anlaß dazu gegeben?" „Ich mußte es wenigstens glauben, nachdem ich sie am Freitag mittags an: Kanal in zärtlichem Gespräche mit einem anderen gesehen hatte." „Woher wissen Sie denn, daß es ein zärtliches Gespräch war? Haben Sie es belauscht?" „Nein, das konnte ich leider nicht, denn sie g,ngen j.i auf der anderen Seite, des Kanals Ich sah nur, daß der Mann sich fortwährend vertraulich zu :hr her° abneigte und daß er zuletzt soaar femen Arm um chre Taille leate Al6 ich ihnen daran! m memer Wut etwas znricf. machte fich der Feigling allerdings eilig ans dem Staube." „Sie kannten ihn also gar nicht? Und die Hell-lncr hat Ihnen auch später nicht gesagt, wer er war?" „Nein, sie wollte es dnrchaus nicht, ans Furcht, daß ich mich an ihm vergreifen könnte. Aber ich finde ihn schon 'mal wieder. Es war irgendein Windhund, so ein armseliger, schmalschultriger Geselle, krumm wie ein Fiedelbogen und jämmerlich dürr trotz seine"» großen Kragenmantels. Wenn ich ihm begegne, werde ich ihn schon erkennen." Ein Geräusch vom Ofen her veranlaßte den Untersuchungsrichter, sich nach jener Richtung zu Wendel^. Der Studiosus Fischer war aufgestanden und stützte sich auf die Lehne seines Stuhles. Erst jcyt fiel den: Landgerichtsrate seine fahle Blässe auf und das unstäte Flimmern in seinen Anaen. „Ich bitte um Verzeihung", stammelte der ^ti' dent, „aber wenn ich mich vielleicht entfernen dnrfk jmiae Mann,' indem er sich schwor in seinen StnU Zurückfallen ließ, „ja vielleicht^ . ." „Petereit, ich ermähne S:e noch emmal zur Wahrheit", fuhr der Richter in seinein Verhöre mit dem, Angeschuldigten fort. „Nachdom Sie Ihre Geliebte bei einer Untreue ertappt zu haben glaubton, kauften Sie also den Revolver mit der dazugehörigen Munition und gingen am Freitag abends zu derMar« Laibacher Ieiwng Nr. 31._____________________ 252 ^9. Februar 1903. günstig sei. Doch könne die Initiative Glabinskis den Ausgangspunkt zur Belebung des Kampfes um die Erweiterung der Autonomie in Galizien bilden. Diese Erweiterung dürse jedoch nicht im Wege eines aprio-ristisch konstruierten Programmes, sondern müsse im Wege einer normalen Evolution dnrchgeführt werden, welche sowohl die Lage der Monarchie im allge-meinen wie anch die Lage der Pulen in der Monarchie und schließlich auch die jetzige Gesetzgebung und die faltischen Verhältnisse berücksichtigen würde. „Dilo" bespricht ebenfalls die Frage der Sonderstellung Ga° liziens und kommt zu dem Schlüsse, daß die Nuthencn einerseits sich für die Erweiterung ihrer nationalen Autonomie, anderseits für die Erhaltung des gegenwärtigen zentra listischen Systems in der Monarchie erklären müssen. Die „Slavische Korrespondenz" meldet: Die Abg. Pacllk, Herold und Kramar hatten am K. d. M. eine Besprechung mit dein Ministerpräsidenten und dem Finanzminister über die R ente n ko nversion s-Vorlage. In parlamentarischen Kreisen neigt man der Ansicht zu, dah die Iungczeäien ihre Obstruktion gegen diese Vorlage in letzter Stunde fallen lassei: werden. Es dürfte unter Umständen Dienstag die erste Lesnng durchgeführt werden und wenn möglich der Vudgetausschnß sogleich an die Beratung dieser Vorlage schreiten. Andenifalls würde Mittwoch der Budgetausschusz diese Vorlage in Beratung zieheil, damit sie alsbald die zweite Lesung passiert. Nach einer Meldung aus Kapstadt ist vor einigen Tagen der Burengeneral P rin 5 lou gestorben. Er hatte auch am letzten südafrikanischen Kriege teilgenommen, das Glück war ihm aber nicht hold gewesen- An den ersten Gefechten hatte er fich noch beteiligt, durch die Gefangennahme Cronjes und durch die Besehung Pretorias scheint er aber entmutigt worden zu sein. General Hunter erhielt den Befehl, mit einer starken Kolonne die östlichen Be» Zirke des Oranje ° Staates zu säubern, und trieb Prinsloo, der über ein Heer von etwa 5000 Mann verfügte, in die Berge des Brandwater-Bezirkes. Prinsloo verlangte einen Waffenstillstand von vier Tagen und ergab sich, als ihm dieser verweigert wurde, bedingungslos. Etwa 1l)00 Buren verweigerten dein General bei dieser Gelegenheit den Gehorsam und blieben in den Bergen, während ^lOOO mit dem General die Waffen streckten. Nach einer Meldung des „Standard" soll die Kaiserin-Regentin von Eh ina gestorben sein. Ihr Tod werde jedoch bis nach der Feier des chinesischen Neujahres geheim gehalten. In China fällt Neujahr auf den Tag nach dein Neumond, während die Sonne im Sternbild des Wassermannes kulminiert, also zwischen den 20. Jänner und 18. Februar. Sollte sich der Tod der Kaiserin bestätigen, so bliebe dies wohl nicht ohne Einfluß auf die innere Lage Chinas. — Trübe Aussichten eröffnet eine Depesche, welche der „Standard" zugleich aus Los An« geles von Dr. Eoltman erhält, der siebzehn Jahre chinesischer Hofarzt war und als Professor an der Pe° linger Universität lehrte. Während der Suspendierung der Universität weilte Coltman in Los Angeles zu Besuch. Sein Telegramm lautet: „Ein anderer und schlimmerer chinesischer Aufstand als der Boxer- ausstand steht bevor. Die Fremden in Peking werden tatsächlich ohne Schutz sein. Die amerikanische Gesandtschaft wird den ersten Anprall aushalten müssen, und Grausamkeiten ganz anderer Art als vor zwei Jahren werden die Welt in Bestürzung versetzen. Die Schnld daran tragen die Alliierten, namentlich Ame rika, das die früheren Gransamleiten mit zu großer Milde behandelte." Tagesneuigleiien. — (E ine Wohnung mit l) 0 0 Grad Wärme.) Aus Wien meldet man: Der Porzcllanwarenerzeuger ilarl Vlumenstein stellte in seinen, Hause, Hcrnalscr Hauptstraße Nr. 92, in der itüche einer Parterrewohnung einen Brennofen für Porzellan auf, der auf eine Temperatur bis zu 2000 Grad Vahrrnhrit eingerichtet war. Das magistratliche Bezirksamt erteilte ihm die Bewilligung hiezu mit der ausdrücklichen Beschränkung, dah dieser Naum als industrielle Vetriebsstätte anzusehen und nicht bewohnbar sei. Trotzdem vermietete Blumcnstein die Wohnung an den Kellner Michael Huf, der sich mit seiner Familie einmietete, da ihm mitgeteilt wurde, daß der Chamottcofcn nur einmal in sechs bis acht Wochen geheizt werden würd?. Bald jedoch stellte es sich heraus, dah der Ofen fast wöchentlich geheizt würde, wobei die Hitze zwischen 600 und 2000 Grad differierte. Die Folgen waren für die Familie schreckliche; alle wurden vor Hitze lcant. Der Frau fielen alle Haare aus, der Mann lag sechs Wochen lrant und wurde topfleidend, bis endlich die Familie aus der Porzcllanbrennerci übersiedeln konnte. Die-sertage war nun Herr Blumenstein beim Bezirksgericht Her-nals wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit der Familie Huf angeklagt, und letztere schloß sich als Privatbelei-ligte mit Schabenersatzansprüchen an, In der Verhandlung kam vor, bah die Kinder in Gefahr waren, vom Hitzschlag getroffen zu werden; wenn ein Topf Wasser in die Nähe des famosen Ofens gestellt wurde, begann es nach wenigen Minuten zu sieben. Der Vertreter der Privatbeteiligten Zog einen Vergleich zwischen den Vleilammnn von Venedig und der Wohnung Hufs. Der Nichter verurteilte Herrn Blumen-stein zu 1000 X Geldstrafe und zum Ersatz vun 290 K an Huf. Als erschwerend nahm der Nichter die Profitwut an. die in dem Vorgehen des Angeklagten gelegen war. — (Das U e b c r m i t r o s l op.) In dem neuesten Hsft der „Annalen der Physik" findet sich eine Arbeit, die ein gewisses Aufsehen zu erregen berechtigt ist. obgleich sie in ihrer Ausführung und Begründung sich lediglich an den Physiker und Mathematiker lvendet. Hclmholtz hatte es seinerzeit unternommen, die Grenze der Leistungsfähigkeit eines Mikroskops zu untersuchen, und das Ergebnis war derart, daß es der Wissenschaft die Hoffnung benahm, jemals das Mikroskop über einen bestimmten Grad der Vergrößerung (etwa 1/10.000 Millimeter) hinaus weiter zu vervollkommnen. Wenn man bis dahin erwartet hatte, vielleicht auch einmal die theoretischen Moleküle eines Stoffes unmittelbar mit dem Auge zu beobachten, so schien diese Ansicht nach den Nechnungen von Helmholtz geschwunden zu sein. Selbstverständlich 'war die Nichtigkeit der Hclmholtzschen Ausführungen über jeden Zweifel erhaben, aber jetzt haben die Physiker Siedentopf und Zsigmondy einen Umweg gefunden, der die Fähigkeit des menschlichen Auges, in die Welt des Kleinsten einzudringen, noch wesentlich erhöhen dürfte. Sie gehen dabei von einer Anwendung der sogenannten Goldrubingläser aus, in denen metallisches Gold in außerordentlich feinen Teilchen die schöne rote Färbung abgibt. Die Lösung des Goldes in diesen Gläsern ist eine so weitgehende, baß die einzelnen Teilchen wahrscheinlich nicht > mehr erheblich größer sind, als die Moleküle, deren Größe man theoretisch zu berechnen vermag. Es ist nun jenen beiden , Forschern in Jena gelungen, durch eine besondere Umgesial' tung des Mikroskops, die sich namentlich auf dir Beleuchtung des zu untersuchenden Objektes bezieht, jene feinsten Gold' tcilchen in den Nubingläsern noch sichtbar zu machen. Sie halten es zwar auch jetzt noch für unmöglich, mittelst des neuen Verfahrens die Moleküle selbst zu sehen, jedoch dürste es für eine einzelne Gruppe von Molekülen bereits möglich sein, was für die Forschung schon von großem Wertc sein kann. Die Grenze des neuen Verfahrens ultramitroslopi-scher Untersuchung dürfte erst bei 4 bis 7 Millionstel Millimetern liegen. — (Hinrichtung zweier Frauen.) Zw" Engelmacherinnen Annie Walters und Amelia Each, die vergangenen Dienstag im Londoner Holloway - Gefängnisse durch den Strang hingerichtet wurden, haben, wie die Londoner Blätter berichten, bis zuletzt beharrlich ihre zahl' reichen Verbrechen geleugnet und in der Todesstunde großl Kaltblütigkeit gezeigt. Nach der neuen Einrichtung des Gefängnisses befindet sich das Zimmer, in dem die Hinrichtu"" gen vollzogen werden, dicht bei der Armcnsünberzelle. Die beiden Frauen fchliefcn schlecht während der letzten Nacht ihres Lebens. Dann frühstückten sie Tee und Butterbrot und ließen sich gutmütig binden und Haubcn über Kopf und Gesicht ziehen, mit denen sie die wenigen Schritte ins NebeN' Zimmer geführt wurden. Die jüngere Frau, Amelia Sach.' bat darum, zuerst hingerichtet zu werden, um ihren moral!-faxn Qualen ein Ende zu inachen. Sie dankte dem Gefangn nisgeiftlichen, der ihr versprochen hatte, sich ihres hinter lassenen Kindes anzunehmen. Beide Gefangene sehten ohne Widerstand die Füße auf das belveglichc Brett und baU' mclten im nächsten Augenblicke in der Luft. Der Tob wal bei beiden ein augenblicklicher. — (Der S chre i b sa ch ve r st än di ge.) Im „3^ garo" bringt Pierre Soulaine folgende Satire: Der Sach-verständige tritt i» das Zimmer des Untersuchungsrichter?' „Sie haben doch meinen Brief erhalten, lieber Nichter?" "" „Soeben, und ich erwartete Sie. Sie wollen mir also b^ stimmt sagen, ob diese Fälschung hier von der Hand jen^ Durand ist, den ich gestern verhaften ließ?" — Der Sach'' verständige: „So ist es ... Bitte, geben Sie mir nur das «m-pu8 (lt!li(,'ti und ein Vergleichstück von der Hand bcs Angeklagten." — Der Nichter: „Hier ist die Fälschung u"d bi:'r ein ^rief Duiands." — Der Sachverständig (wiw kauin einen Vli,! hin): „Durand ist schuldig!"'— Del Nichter: „Das haben Sie schon heraus?" — Der Sachv^' ständige: „Einen guten Sachverständigen erkennt man c»' der Naschheit seiner Entscheidungen." — Der Nichter: ^ läßt sich also gar nicht mehr annehmen, daß der Unglu^ doch unschuldig sein konnte?" — Der Sachverständige: ,,I^ bin nicht Sachverständiger in Unschulbssachen, ich bin S"H' verständiger, um eine Schuld herauszufinden." - - '^ Richter (sieht die Beweisstücke an): „Es will m!r dock scheinen, als ob diese beiden Handschriften sich nicht ga».< ^ ähnlich wären." — Der Sachverständige: „Das kommt ba-her, weil Sie davon nichts verstehen. Für mich gil^ es lei:ic>> Zweifel, sie sind von derselben Hand." — Der Nichts „Merkwürdig. Ohne Ihre bestimmte Behauptung ha'tit "9 diesen Durand beinahe in Freiheit gesetzt." — Der Scichve^ ständige: „Und einen wirklich Schuldigen entwischen lalseN' Ach, ohne die Sachverständigen würben gar wenig Leml verurteilt werden!" — Der Nichter: „Deshalb nehmen N"l ja auch Ihre guten Dienste in Anspruch. Q! O'. Was st^ ich hier?" — Der Sachverständige: ..Was denn?" -^ D" Nichter: „Sapristi! Ich habe mich geirrt!" — Der Sachv^ ständige: „Wie meinen Sie das?" — Der Nieter: »3^ glaubte, Ihnen einen Brief von Durand zu zeiger, . - '. — Der Sachverständige: „Nun . . . und?" — Dec Richtet' „Und ich habe irrtümlicherweise einen anderen von meinte Schreibtische genommen ..." — Der Sachverstanbigl-„Das Beweisstück ist also . . .?" — Der Richter: ..3" eigener Brief, den ich soeben erhalten hatte ..." garete Hellmer, um sich mit ihr auseinanderzusetzen. Und Sie wollen nun behaupten, dah Sie sich an diesem Abend mit ihr ausgesöhnt hätten. Wie kam denn diese Versöhnung zu stände?" „Sie lachte mich auf nieine Vorwürfe einfach aus. Den Menschen, mit dem ich sie gesehen, hätte sie nur zum besten gehalten, und sie mache sich nicht das ge-ringstc aus ihm. Anfangs wollte ich ihr's nicht glauben, aber da sie es mir immer wieder versicherte und da ich sie doch so sehr lieb hatte, ließ ich mich überzeugen." „Und wenn ich Ihnen nun einen Zeugen brächte, der bekundet, daß der Streit bis zu Ihrem Fortgeben gewährt habe und daß Sie die Tür dröhnend hinter sich zugeworfen?" „Das kann niemand bezeugen, denn es wäre eine Unwahrheit. Als ich fortging, begleitete mich meine Braut sogar bis an die Treppe hinaus, und wir haben uns da wenigstens ein dutzendmal geküßt. Von Türenwerfen oder dergleichen war nicht die Nede." „Sie beschuldigen also den Zeugen, der das ge-hört haben will, der Unwahrheit?" „Ja, wenn es solchen Zeugen gibi, so sage ich, ei- hat gelogen." „Ausdrücke dieser Art dürfen Sie sich nicht be« dienen. Denn der Herr ist hier anwesend. Dort sitzt er." Petereit drehte den Kopf, und mit gespannter Aufmerksamkeit verfolgte der Untersuchungsrichter sein Mienenspiel. In dem Gesichte des Mechanikers zeigt? sich keine Veränderung. Mit einem Achselzucken wandte er sich dem Landgerichtsrate wieder zu, (Schluß folgt,) Die rote socke. Kriminalroman von Ernst von Waldow. (Fortsetzung.) Als Qucian heimkehrte, war er mit dem Resultat seiner Werbung wohlzufrieden; er fetzte sich zu Tisch und seine gute Laune wurde noch erhöht, denn Frau Müller hatte sich hellte selbst übertroffen und ihrem Herrn ein sehr schmackhaftes Mahl angerichtet. Die Witwe pflegte felbst die kleinen Handreichungen bei Tische zu übernehmen, wenn Wenzel die Speisen aufgetragen hatte, nnd fo konnte der Varon seiner Haushälterin sogleich einige Lobsprück)e zu teil werden lassen, die sie lächelnd und sehr geschmeichelt aufnahm. Ihr Antlitz verlängerte sich jedoch sichtlich, als Lncian, den die heitere Wemlaune redselig machte, fortfuhr: „Wir bleiben zusammen, meine gute Müller, selbst wenn ich mich verheirate, denn ich liebe es nicht, daß die Dame des Hauses sich mit den Wirtschafts-geschäften befaßt —" „Der Herr Baron denkt daran, fich zu verheira-ten?" unterbrach Frau Müller die Rede ihres Herrn. „Das ist ja etwas ganz Nenes!" „Ei, haben Sie denn geglaubt, dah ich ledig bleiben werde?" fragte Üucian belnstigt. „Ich — ich meinte nur —" stammelte die Witwe. „Aber was haben Sie denn, meine Beste?" forschte Lucian erstaunt. „Sie sind ja ganz aufgeregt, und dazu ist doch wahrhaftig kein Grund vorhanden, nachdem ich Ihnen die Versicherung gegeben l,abe, daß Sie mein Haus nicht verlassen sollen." Frau Müller lächelte gezwungen. „Wohl wahr, indessen man weiß nie, was solO Aenderungen im Gefolge haben." „Da können Sie ruhig sein, denn die juNs^ Dame, welche ich zu meiner Braut erkoren habe/ ^' das Muster einer edlen —" „Wie", unterbrach die Witwe ihren Hern: w" großer Heftigkeit, „es ist bereits von einer bestund ten Person die Nede? Sie haben vielleicht gar sch"" einen Antrag gernacht?" „Die Frau scheint plötzlich verrückt geworden 3'^ sein!" murmelte Lurian vor sich hin, mehr erstaui^ als entrüstet, denn in ihrer langen Dienstzeit ha^t Frau Miller sich nie ähnliche Freiheiten erloM'^ Dann sügte er, aufstehend, hinzu: „Beruhigen S" sich nur, nieine gute Müller, ich gebe Ihnen M^' Wort, daß Sie Ihre Stellung hier behalten sollen' „Deswegen habe ich wahrlich keine Sorge!" ^ widerte die Frau und ein höhnisches Lächeln u^ spielte ihren Mund. Lncian hemmte seinen Schritt. Mit gerunzelt Stirn fragte er: „Was soll das bedeuten? Ich möchte mir ^ Erklärung über Ihr unstatthaftes Benehmen cu>^ bitten!" . „Da kommen Sie meinen Wünschen nur ^n, gegen", erwiderte Frau Müller ironisch, „nnd zw^ je eher, desto lieber — zu Ihrem eigenen Besten, H^ Baron!" . Jetzt konnte Lucian nicht mehr daran zweistu daß feine Wirtschafterin gewichtige Gründe habe, N. in so respektloser Weise zu äußern. Unwillkürlich ^' Lmbacher Zeitung Nr. 31. 253 9. ^bnlar 1903. . — (Die längste Kartenpartie.) Aus Peters- burg wird berichtet: Im hiesigen kaufmännischen Klub ist von emer Anzahl von Kaufleuten, von denen jeder mehrere Billionen schwer ist. eine Kartenpartie gespielt worden, die ohne Unterbrechung 40 Stunden 59 Min. und 88 Selunden dauerte. Der Gesamtgewinn, bezw. Gcsamtverlust. betrug 86.000 Rubel, wovon 2 V.H.. näml. 1720 Rubel, als Kartengelb an die Klubtasse und 1 v. H.. das sind 860 Nudel, als Trinkgelb auf die Dienerschaft entfielen. -~ (Lynchjustiz eines Lynch.) Man schreibt aus London: Der lvegcn Hochverrates zum Tode verurteilte Eolonel Lynch wäre sicherlich nicht begnadigt worden, wenn der englische Minister des Innern sich einen der Vorfahren von Lynch zum Muster genommen hätte, jenen berühmtesten der 80 Lynch, die von 1484 bis auf unsere Zeit Bürgermeister von Galwciy waren. Dieser Lynch hatte einen Sohn, der ein Taugenichts war, vom Hause fortging, um die Well . Zu sehen und so viel Schulden wie möglich zu machen. Der ^ater schickte ihm einen treuen Diener nach. der seine Schulden bezahlte und ihn zurückbringen sollte. Walter Lynch 'ehrte auch mit zurück, aber unterwegs warf er seinen Begleiter ins Meer. Zu Hause erzählte er das Verschwinden des alten Dieners als Unglücksfall und wurde ein braver, tüch-Uger Mann. Doch eines Tages wurde der Mord offenlundig. Der alte Lynch verurteilte den Sohn zum Tode trotz aller verzweifelten Bitten der Mutter. Da versammelte diese den Lanzen einn der Lynch, um das Gefängnis zu stürmen und den Gefangenen zu befreien. Aber der starre rechtheischcnde Vater lam ihnen zuvor. Er tnüpftc den Sohn eigenhändig am Fenster des Gefängnisses auf. Das geschah im Jahre ^493 und ein Grabstein in der kleinen irländischen Stadt erzählt heute noch die Details dieses tragischen Ereignisses. — (Ein Phänome n.) Ein Phänomen fonder-gleiche,, wird aus Kalifornien gemeldet: Montag in den ersten Morgenstunden flog über Anderson, einer kleinen kalifornischen Stadt, cin Meteor, das einer Feuerkugel ähnlich sah und durch furchtbares Getöse und Schwirren die Bewohner aus dem Schlaf weckte. Einige Minuten, nachdem die Feuerkugel sichtbar geworden war, erfolgte eine furchtbare Explosion, so daß alle Einwohner in wilder Hast die Häuser verließen. Das Meteor war drei Kilometer vor der Stadt niedergegangen. Neubauten, die in Ausführung begriffen waren, sind eingestürzt, sämtliche Fensterscheiben gebrochen, alle telephonischen und telegraphischen Verbindungen sind vernichtet. — (W i e m a n i n E h i n a die Piraten be-lamp ft.) Eine drollige Geschichte über den Eifer des chinesischen Admirals Li-Ehou, dem die Aufgabe zuteil geworden ist, den Kanton-Fluh von Piraten zu saubern, wird dem „Daily Expreß" aus Hong-Kong mitgeteilt. Als die "egierung den Admiral crmahnte, die Räuber besser im "luge zu behalten, verfiel ei auf eine höchst merkwürdige Idee. Er schaffte für etwa 1000 Lstr. photographische Apparate an und läßt nun seine tapferen Leute in allen möglichen Martialischen Haltungen photographieren. Diese Photographien werden vermutlich am Fluh entlang unter die Nevölte-Nlng verteilt und sollen auf die Räuber einschüchternd Wirten Der Admiral nimmt den photographischen Dienst so ernst, daß er kürzlich einen der Soldaten, der, statt zum photographieren zu kommen, mit anderen Kameraben dem Würfelspiel huldigte, mit einem schweren Pfahl beinahe erschlug. --(Glückliche I apa n.) Herr Tanaka, Mitglied des japanischen Parlaments, ist, wie Pariser Blätter zu erwählen wissen, zu 14 Tagen Haft und einer Geldstrafe von ^0:5 Schilling verurteilt worden, weil er während der Sitzung sich zu gähnen erlaubte. Der oberste Vertreter der ^nllagebehörde erklärte, bah die Strafe deshalb so scharf ausgefallen fei. weil der „Delinquent" gegähnt hatte, „um d>e Regierung zu ärgern." bleichte er und mit der Hand nach der Tür weisend, sagte er: ..Kommen Sie mit mir hinauf!" Er schritt hinaus und die Treppe hinan. ssrau Müller folgte ihm in das erste Stockwerk und in das zweite Zimmer. ^Schlichen Sie die Tür hinter sich!" gebot er finster. Wieder glitt das spöttisck)e Lackeln um ihren ein> gefallenen Mund, als sie erwiderte: „Ich werde mich hüten, das zu tun. mein werter Herr Vnron, denn Sie sind stärker als ich, und ich habe Furcht vor Ihnen: auch lverde ich mich kurz Mm und Ihnen sogleich meine Forderungen ^ stellen." "Ihre Forderungen?" ..Ja! Dieselben lauten, das; Sie Ihre Verlobung, 'nit wein es anch sei, rückgängig machen, denn Sie Nnd „jcht frei! Ich will Sie nämlich zu meinem Schwiegersöhne haben, Sie werden meine Tochter "l'oni heiraten!" ..Hnhaha!" lachte der Varon, der jelzt in der Tat Nlmibte, das; seine Wirtschafterin übergeschnappt sein Müsse. .. '.Ich gebe Ihnen ein halbes Jahr Frist", fuhr ^ Witwe kaltblütig fort. „Vroni ist ein schönes und talentvolles Mädchen. Sie werden mit ihr glücklich lein — ich ^^. natürlich im Hause." »Ja, meine gute Tame, falls ich Sie nicht zuvor "is Narrenhaus 'schaffen lasse." ^ "O", sprach Frau Miller leise, aber doch mit ^'wnung, „das wäre noch nickt das Schlimmste, was '"1 Ihnen zutraute!" Lolal- und Provinzial-Nachrichtcu. — (Ernennung im B e r gb au di e n st e.) Der Oberberglommissär Herr Igor Oepuliä in Klagenfurt wurde zum Nergrate ernannt. — (Vii rge r mei stc r H r i b a r) hat sich zu einem achttägigen Aufenthalte nach Dalmaticn begeben. — (Leichenbegängnis.) Unter überaus zahlreicher Beteiligung fand vorgestern nachmittags das Leichenbegängnis des am 5. d. M. hier verstorbenen Herrn Franz Terdina, Handelsmannes, Hausbesitzers, Laienrichter» beim l. l. Landes- als Handelsgerichte u. s. w., statt. Die Einsegnung der Leiche vollzog der Stadtpfarrer von Sankt Jakob, Herr Prälat Johann Nozman, unter Affiftcnz der Kapläne. An dem Leichenzuge beteiligten sich unter anderen die Herren: der Präsident der Handels- und Getverbe' lammer Lenaröic, der Präsident der Krainischen Sparkasse L u cl m a n n, der Präsident der Laibacher städtischen Sparkasse Petriöiö, Lanbesgerichis - Vizepräsident Pajl, der Präsident der Advolatentammer Dr. Ma-jaron, die Mitglieder des Lanbesausschusses Dr. Tav-5 a r und Grasselli. Bürgermeister Hribar mit Ge-meinderäten und Magistratsbcamten. das Gremium der Handelsleute. Mitglieder des kaufmännischen Kranken- und Unterstützungsvereines. Offiziere. Staatsbeamte und eine Neihe von Leidtragenden aus allen Ständen. O. — (Ha n de l s ba l l.) Der slovenische kaufmännische Verein „Merkur" veranstaltete vorgestern abends in dem eleganten großen Saale des „Narodni Dom" seinen ersten Ball, dessen Verlauf dein Vereine zur vollen Befriedigung gereichen kann. Das Valllomitee, dem Herr Kaufmann Ie-baöin als Obmann, die Herren Kaufleute Deöman, Kavöio und Lilleg, weiters die Herren Knific, Martinc, Sajovic und Schaffer sowie alle Mitglieder des Vereines „Merkur" angehörten, hatte bereits seit Wochen eine lebhafte Tätigkeit entwickelt, um die Veranstaltung zu einer den vor Jahren abgehaltenen Handclsbällcn gleichwertigen emporzuheben. Es leisteten denn auch der Einladung zahlreiche Vertreter der Hanbelswelt sowohl aus Lai-bach als auch aus Krainburg. Stein und Cilli Folge, so daß sich in dem Saale alsbald ein belocgtes Treiben entwickelte, das insbesondere wegen der eleganten, geschmackvollen Toiletten der liebreizenden Frauen und Mädchen ein überaus schönes Bild gewährte. Bei den Quadrillen, welche von den Herren Sajovic und Knific in umsichtiger Weise ge> leitet wurden, und am Schlüsse manch hübsche Figur auf» wiesen, zählten wir an 70 Paare. Die Damenspenden — ein halbmondförmiger Spiegel mit einem Stern darüber — wurden allgemein als sehr geschmackvoll bezeichnet. Man tanzte mit Ausdauer und Eifer bis in die frühen Morgenstunden und bürste daher an die fröhlichen Stunden des Ballfestes mit Vergnügen zurückdenken. Dies ist wohl auch bei dem Vereine „Merkur" der Fall, umsomehr, als er außer dem prächtigen Verlaufe auch einen außerordentlich günstigen finanziellen Erfolg feiner Veranstaltung verzeichnen darf. — Das Fest beehrten unter anderen folgende Herren mit ihrer Anwesenheit: Seine Exzellenz Lanbespräsibent Freiers v. Hein , Landesgerichtspräsident L e v i 5- n i l, Handelslammerpräsibent Lena 1 öiö, Handelskammer-Vizepräsident Kollmann, die Lanbesausschußbeisitzer Grasselli und Dr. Tavöar. der Präsident der Ad volatenlammer Dr. Majar on, Vizebürgcrmeister Ritter von V le i we i s - T r ste n lnli, der Präsident der stäb tischen Sparkasse Petrieiu, die Mittelschulbireltoren Senelovi^ und Niesthaler, der Direktor der kunstgewerblichen Fachschule 8ubic, der Direktor der höheren Töchterschule Dr. P 0 /. a 1 und verschiedene sonstige, den besten Gesellschaftskreisen angehörige Gäste. — (Warnung.) Nach verläßlichen Mitteilungen haben sich in letzter Zeit die Beschwerden österreichischer Die Wangen Lucians wurde,: Plötzlich aschfahl', er streckte die Hand aus, als suche er eine Stütze, und lieh sich dann in einen Sessel gleiten. „Weiter!" sagte er heiser'. „Es wird Ihnen bekannt sein, Herr Varon, das; die Herren vom Gerichte nach dem Tode Ihrer Frau Stiefmutter deren Testament allüberall gesucht haben?" Lucian atmete erleichtert auf, ja, seine Lippen verzogen sich fogar zu einein leichten lächeln, alo er erwiderte: „Allerdings ist mir das bekannt! Haben Sie viel-leicht das Testainent gefunden?" „Eö könnte sein!" „Dann gebe ich Ihnen den Rat, eö der betreffen» den Vehörde auszuliefern." „Das ist ein schlechter Nat." „Warum?" „Weil die Behörde mir nicht so viel dafür geben wird, wie Sie. Varon Lucian!" „Ich — ich werde Ihnen für dieses Testament sicher nichts geben." „O, da bin ich entgegengesetzter Meinung! Nebrigens verlange ich lein Geld, wie Sie wissen, sondern —" „Sondern?" „Taf; Sie mein Schwiegersohn werden sollen! Unsere Interessen sind dann gemeinsame!" „Lasseil Sie diese albernen Scl)erze!" „Ich spreche im Enist!" (Fortsetzung folgt.) Staatsangehöriger über den Geschäftsbetrieb der holländischen Kreditbank in Amsterdam, einer jener Unternehmungen, loelche den ratenwcisen Verlauf von in Oesterreich unerlaubten Losen betreibt, derartig gemehrt, daß auf eine erhöhte Tätigkeit der Agenten dieser Bank geschlossen werden muß. Es wird demnach neuerlich auf das eindringlichste davor gewarnt, mit dem genannten Unternehmen in geschäftliche Verbindung zu treten. — (Generalversammlung,) Der Verein zur Unterstützung dürftiger N e a l s ch ü l e r in Laibach wird am 13. b. M. um 5 Uhr nachmittags im Konferenzzimmer der hierortigen Staats-Obcrrealschulc seine diesjährige Generalversammlung abhalten. Zu derselben werben hiemit alle Herren Vereinsmitglicber eingeladen. " (Der Verein der Buchbinder Krains) hielt vorgestern abends im Auerschcn Gasthause in der Wolfgasse seine Generalversammlung ab. Der Obmann. Herr Josef K ol b, eröffnete die Versammlung mit einer Begrüßungsansprache und erstatteic Bericht über bic Vcrei»stätig> tcit im vergangenen Vereinsjahre. Der Verein zählt gegenwärtig 29 Mitglieder. Die Einnahmen betrugen 001 X 82 Ii und die Ausgaben 472 Iv 74 1». Die Generalversammlung sprach dem Kassier, Herrn Josef Ianc 5 , fiir scine Mühe-Wallung den Dank aus. Bei der hierauf erfolgten Neuwahl des Ausschusses wurden gewählt Herr Josef Kolb zum Obmann, Herr Eduard EchönIieb zu dessen Stellvertreter, Herr Franz Von^ina zum Schriftführer, Herr Josef Jane« zum Kassier und die Herren Johann I ak 0 pi 0 , Karl Kulio und Josef Sclan zu Ausschußmitgliedern. Ueber einen diesbezüglichen Antrag wurde beschlossen, in Kürze einen gemütlichen Untcrhaltungsabend zn veranstalten, und ein eigens gewähltes Komitee wurde mit dem Arrangement desselben belrant. " (Ve re i n s b i ldu ng.) In Laibach ist die Grün bung des Vereines „Ortsgruppe zu Laibach des Postbeamten-Vereines", oder i^'lidlMNlcka podi-i^nic-a clru^N'x pc^lnili ui'lllluikov im Znge. Die Statuten wurden vom Postbeamienvereine in Wien direkt an das k. t, lrainische Lanbespräsidium übersendet. —r. — (V e re i n s w e se n.) Die Generalversammlung des Spar- und Vorschnßvereines für Kanbia und Umge bung, reg. Genossenschaft mit unbeschränkter Haftung, findet am 16. d. M. um 1 Uhr nachmittags in der GenossenschaftS lanzlei in Kandia statt. — Sollte die Versammlung um 1 Uhr nicht beschlußfähig sein. so findet eine zweite um eine Slunde später statt, bei der Beschlüsse ohne Nücksichl auf die Zahl der Mitglieder gefaßt werden dürfen. 8. — (Die Kranlentafse der V a u u n t e r. ne hmu n g E. G r 0 ß H: K 0 m p. i n A i r n ba u m) hat sich am 30. v. M, konstituiert, wobei der Tunnelbauleiler Herr Ingenieur Josef Smolyo als Obmann nominiert wurde. Diese Krankenkasse zählt derzeit 1500 Mitglieder. — (F a schi ngsu n lerha l t u ngs a be n b.) Der hiesige bürgerliche Klub (NoZöangki klud) veranstaltet am 11. d. M. um 8 Uhr abends im „KatoMti Dom" einen Unterhaltungsabcnd mit einem Lustspiele, einer Ansprache und einer freien Unterhaltung, Hiebei wird die Militär tapellc mitwirken. Der Eintritt ist nur Mitgliedern und ge ladenen Gästen gestattet, lorlch letztere die Einladung mitbringen wollen, — (Sanitäres.) Nach Erlöschen des Scharlachs und der Masern, welche Krankheiten in einigen Ortschaften des politischen Bezirkes Stein herrschend waren, ist dieser Bezirk derzeit gänzlich frei von Infeltionslrankyfiten. — Das Gleiche gilt vom ganzen politischen Bezirke Gottschee. woselbst es nur 127 auf 28 Ortschaften verteilte Trachom kranke gibt. —n. — (Infektionskrankheiten im Bezirke Gurlfelb im Jänner 190 3.) Zur Anzeige sind gelangt Abdominaltyphus, Divhthcritis, Keuchhusten und Masern, Abdominaltyphus ist in zwei Dörfern der Gemeinde Dvor, und zwar je ein Fall in den Ortschaften Ker-melj und Straßberg sporadisch aufgetreten, wobei beide Erkrankte genesen sind. Dagegen währt die Krankheit in einem Dorfe der Gemeinde Triigöe seit Mitte Oktober v. I. epidemisch und es sind bis zum 31. Jänner in dieser 126 Einwohner zählenden Ortschaft 10 Personen (1 Mann, 2 Weiber und 7 Kinder) ertrankt, 2 (1 Mann nnd 1 Weib) sind gestorben. Die übrigen sind genesen. An Diphtl)! nacht, gingen der Tifchlergeh.lse Geora Hafn ? mid der Kouschlerssohn Rndolf P,.man aus P mskau aus einem Gasthanse in Klanc nach H""c. Vorder hatten sich die beiden geneckt und begannen infolgedessen auf der Straße zu streiten, Pic-man schlug den Hafner zweimal mit einer Kngel auf die linke Schläfe, so daß derselbe zu Boden fiel. Als er sich aufraffte, zog er sein Taschenmesser und versetzte dem Piüman einen Stich in die linke Halsseitc und in den Niiclen. Pieman sank zusammen und mußte nach Hause getragen werden. .Hafner wurde dem t. t. Bezirksgerichte in Krainbmg eingeliefert. —1. Laibacher Zeitung Nr. 3l. 254 9. ^bmar 1903. — (Für die städtischen Armen.) Der hiesige Handelsmann und Vizepräsident der Handels- und Gewerbe-lammer, Herr Franz K 0 llmann . beging diesertage das 50jährige Jubiläum seiner Handelstätigkeit. Aus diesem Anlasse hat derselbe für die städtischen Armen den Betrag von 200 X gespendet. — (Dem trainischen Tierschutzvereine) ist Herr Leopold Baron Liechtenberg, Landeshauptmann-Stellvertreter in Laibach, als Gründer beigetreten. — (Todesfall.) Wie die „New Yorker Staatszeitung" meldet, starb am 15. Jänner in New York der Porträtmaler Josef Smutny an den Folgen einer vor mehreren Wochen vorgenommenen Operation. Im genannten Blatte wird Srnutnys Lebenslauf in folgender Weise geschildert: „Im Jahre 1856 in Olmütz geboren, besuchte Smütny das Polytechnikum in Wien als einer der hervorragendsten Schüler und wurde 1876 zusammen mit dem nun amerikanisierten bekannten Vrückenlonstrulteur Lindenthal von der österreichischen Negierung nach der Weltausstellung in Philadelphia geschickt zum Studium der Maschinentechnik. In Amerika kam damals in der Zeichnentechnil die Kleidemanier in Mode. Der junge, künstlerisch sehr begabte Mann eignete sich bald diese Fertigkeit in vollkommenem Maße an. Zur Ableistung des Einjährigen-Dienstes in die Heimat zurückgekehrt, widmete er sich ganz der Malerei, besuchte die Maler-Akademie in Wien und war als Künstler in Lai -bach und Linz ansässig. Vor 15 Jahren kam Herr Smutny zum zweitenmale nach Amerika und lieh sich zunächst in Boston nieder. Es wurde ihm dort die Ausschmückung des Vijou-Theaters übertragen, die für sein reiches künstlerisches Können ein bleibendes Zeichen sein wird. Noch einmal machte er die Reise über das Weltmeer, bei welcher Gelegenheit er im Auftrage Steinways Studien in Paris machte, die er nach seiner Rücklehr in New Jork anwendete. Mehrere liinst' lerisch bemalte Klaviere, die seinerzeit neueste Neuheit, aus der genannten weltberühmten Firma hervorgegangen, sind im Besitze bekannter Milliardäre. Nun hat der allgemein beliebte und geachtete Künstler in demselben Hospitale für immer seine Augen geschlossen, für dessen Sitzungssaal er vor Jahren das Bild seines Gründers, des berühmten Chirurgen Dr. Ialobi, geschaffen". " (Fa sch i n g s ch r 0 n i l.) In hellen Scharen strömten die tanzlustigen Menschenlinder zu dem Kränzchen, das der Untersiützungsverein der Arbeiter und Arbeiterinnen der t, t. Tllbat-Hauptfabrik vorgestern abends in der hübsch geschmückten Glashalle des Kasino veranstaltete. Der Zudrang war so groß, daß all die zahlreichen Paare trotz der verlockenden Weisen der Regimentslapelle der Faschingslust nicht recht die Zügel schießen lassen konnten. Trotzdem fanden 40 Paare Raum, um die abwechslungsreichen Figuren bei den Quadrillen, die Herr Valentin Eerer sehr geschickt leitete, durchzuführen. Gemütliche Geselligkeit und die fröhlichste Stimmung belebten die gelungene Veranstaltung, die Herr Oberinspektor Möller mit Veamien der Haupt-Tabalfabril mit seinem Besuche beehrte. Um den Erfolg des von 700 Personen besuchten Unternehmen», dessen Reinertrag dem Kran-lenunterstützungsfonde des Vereines zufließt, machte sich das Festkomitee, bestehend aus den Herren Franz Knez (Obmann), Josef Ogri5 (Kassier) und Fräulein Iosefa Sraler (Schriftführerin) besonders verdient. — (Aufgegriffenes ausweisloses Individ u u m.) Laut einer Note der l. l, Vezirlshauptmann-schaft Imst befindet sich in den Schubarresten dortselbst ein ausweisloses Individuum, welches behauptet, Johann Mertec zu heißen und im Jahre 1865 zu Töplitz in Krain geboren worden zu sein. Als besonderes Kennzeichen fehlt dem Genannten das linke Auge, auch hat er beide Arme tätowiert. Behufs Feststellung dessen Identität wurden die erforderlichen Erhebungen eingeleitet. —ilc. " (Verhaftung.) Vorgestern vormittags wurde in einer Vranntweinfchenle in der Schneidergasse der vazierende Bäckergehilfe Lorenz Dermota aus Krainburg verhaftet. Derselbe hatte einem Väckcrgehilfcn beim Bäckermeister Leon-hard Pilu/ in Krainburg aus einem unversperrten Koffer eine Zwanzigkronen-Note und eine Hose entwendet und war damit flüchtig geworden. * (Feuer.) Am 6. b. M. brach im Stalle des Franz Kocmur in der Kapitelgasse ein Feuer aus, das jedoch rechtzeitig bemerkt und von den Hanslcutcn gelöscht wurde. Das Feuer kam dadurch zum Ausbruche, daß eine Wohnpartei glühende Asche auf den Misthaufen im Stalle gestreut hatte. " (Von der Straße.) Beim Fällen der Platanen in der Dalmatingasse stürzte vorgestern vormittags ein Baumstamm gegen das Gariboldische Magazinsgebäudc, zerriß die Telephondrähte und schlug das Dach durch. Am Dachboden des genannten Magazinsgcbäubes befanden sich zur kritischen Zeit zwei Handlungsgehilfen der Firma Schneider H.- Verov^el, die durch die erfolgte Erschütterung nicht wenig erschreckt wurden und eilends das Freie suchten. * (Ueberfall.) Der Arbeiter Raimund Kobald, beschäftigt bei der Firma Karl Binder in der Slom^elgasse, wurde vorgestern nachts auf der Sallocherstraße von drei Burschen überfallen und durchgeprügelt. Er trug leichte Verletzungen davon. Die Burschen wurden eruiert. " (N ie de rgc ra n nt.) Der Wärter in der Menagerie Klubsly .Hermann Stotz fuhr gestern nachmittags mit einem Wagen durch die Koliseumgasse in einem so schnellen Tempo, daß demselben die 63 Jahre alte Maria Tomec. wohnhaft Ziegelstraße, nicht rechtzeitig ausweichen tonnte und niedergerannt wurde, Maria Tomec zog sich durch das Auffallen auf den harten Boden am linken Fuße Verletzungen, zu. " (Durchgegangene Pferde.) Vorgestern abends gegen V!/' Uhr ließ der Knecht Josef Kalan aus Iosefstal cms dem Rathausplatze die in einen Wagen eingespannten Pferde ohne Aufsicht stehen und begab sich in ein Geschäft. Die Pferde hingen durch und kamen ohne den Knecht nach Hause. Ein Unfall ereignete sich nicht. — (Das Wetterhäuschen im Blei weis -parle.) Wir erhalten folgende Zuschrift: Die Instrumente im Wetterhäuschen entbehren sehr der Pflege; der selbstregi-stricrendc Luftdruckmesser kann seit mehreren Tagen nicht registrieren, weil es an Schreibfarbe mangelt; das Maxi-mumthermometer hat die Quecksilbersäule durch denSchwim-mer getrennt, macht also ganz unrichtige Angaben. Das Minimumthermometer scheint schlechten Weingeist zu enthalten, denn bei niedriger Temperatur haftet der Farbstoff am Glasröhrchcn; der Schwimmer wird nicht gehoben und steckt in der Regel tagelang an derselben Stelle. " (Fleisch - unbFettdiebstahl.) In der Nacht vom 7. auf den 8. d. M. wurde in die Speisekammer des Besitzers Rudolf Zalar in der Kirchcngasse durch unbekannte Täter eingebrochen und daraus mehrere Kilogramm Schweinfette, dann Rindfleisch und Butter entwendet. * (Cham p a g ne rdi e b sl a H l.) Dem Restaurateur Jakob Vospcrnig in der Herrengasse wurden aus dem un-versperrten Keller 19 Flaschen Champagner, 20 Flaschen roten ungarischen Weines und 40 Liter Cvi^el durch unbekannte Täter entwendet. " (Beim Holz aufladen verunglückt.) Der Knecht Martin Zupan^-ic-, 24 Jahre alt, aus Kolovrat im politischen Bezirke Littai, verunglückte beim Holzaufladen im Walde. Ein schwerer Holzstamm rutschte ihm auf den rechten Fuß und quetschte ihn so erheblich, baß er in das Krankenhaus gebracht werben muhte. " (Abgängi g.) Am 1. d. M. kam der Besitzer Johann Trdw aus Desinec im politischen Bezirke Tschernembl aus Amerika nach Laibach und soll sich hier in einem Gasthause in der Bahnhofgasse aufgehalten haben. Man erwartete ihn zu Hause, doch ist er bis jetzt nicht heimgekehrt. Trdi<> ist groh, mager, und hat ein längliches, rotes Gesicht. Es ist nicht ausgeschlossen, bah ihm ein Unfall zugestoßen ist. - (Rauferze ß.) Gestein nachts lain rs in einem Gast-Hause in Udmat zu einer Rauferei zwischen Militär und Zivil. Ein Sicherheitswachmann. der den Streit schlichten wollte, wurde durch einen Schlag mit einem Stuhle am Kopse verletzt. * (Aus dem Irrenhause entwichen.) Heute früh ist aus dem St. Josef-Irrenhause an der Nabetzlystrahe der 63 Jahre alte, nach Altemnarlt im Politischen Bezirke Loitsch zuständige Besitzer Josef Anidar^ entwichen. "(Verlorene und gefundene Gegenstände.) Die Obst- und Gemüseverkäuferin Maria Pre-moxen, wohnhaft in Unter-^iäla, verlor auf dem Wege vom Pogaöarplatze über den Domplatz, durch die Spitalgasse bis zur Franziskanerlirche ein rotledernes Geldtäschchen mit etwa 12 X Inhalt. — Frl. Hedwig Reich verlor am k.) Die 2. Nummer dieser illustrierten Jugendzeitschrift enthält Gedichte von A. Rapö. Fr. 5 gur, N. Pretlo und Igor. weiters erzählende und be- : lehrende Beiträge von S 0 l 0 vej. L. (' rnej, A. Rap«. I. Daniö und Fr. R 0 jec, endlich in der Spiclecke ein ^iedchen mit Klavierbegleitung von Emil A d a m i ö, ein Lildchcn für kleine Zeichner von A. Si <' . Rätsel ?c. — (NeuesLand) betitelt sich ein Werk, welches Kapitän Sverdrup, den bekannten treuen Begleiter Nansens auf seinen Polarreisen, zum Verfasser hat. Auf Nansens , Schiff „Fram". welches Svcrdrup erst kurz vorher aus der dreijährigen Haft des Eises befreit hatte, war er auf eine neue Forschungsreise ausgezogen, auf welcher er der Entdecker ganz neuer hochinteressanter Länder wurde. Sein Verecht beginnt soeben mit der ersten Lieferung zu erscheinen im Verlage von F. A. Nrockhaus in Leipzig, der Firma, welch" wir die hervorragendsten Forschungswerle der Neuzeit verdanken, die Werke von Stanley. Nordensljöld. Schliemann. Slatin, Hebin und besonders Nansens klassisches „In Nacht und Eis". Frisch und fröhlich versetzt uns der kühne Seemann mitten hinein in das Leben an Bord und in die Reift längs der Westküste Grönlands. Es fehlt nicht an humoristischen Vorfällen und interessanten Schilderungen von Land und Leuten. Das erste Separatbild, dcr Brand der FraM. gibt eine furchtbare Episode wieder, bei welcher wenig fehlte, baß die ganze Expedition ein grauenhaftes Ende gefunden hätte. Es folge» drei Vertreter der nördlichsten Menschen, mit welchen die Expedition in Freundschaft verkehrte, und eine Landschaft, deren unbekannte Berge wir in dieser Gegend anstaunen. Wir werden auf das Wert. welches sehr in- ^ teressant zu werden verspricht, noch zurückkommen. Es el-scheint in 36 Lieferungen zu 50 Pf. Alle in dieser Rubrik besprochenen literarischen 6r< scheinungen sind durch die Buchhandlung Jg. v, K I e i,'-m a r» r H Fed. Vamberq in Laiback, zu benekcn. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-ßureaus. Die sächsische Hofaffärc. Genf, 7. Februar. Die Anwälte der Prinzessin Luise erhielten von dem Vertreter Seiner königlichen Hoheit des sächsischen Kronprinzen, Justizrat Körner, die Antwort cn>f ihr Telegramm von Samstag vormittags. Dieser Antwort zufolge sei die Bitte der Prinzessin, sich nach Dresden begebe" zu dürfen, nm ihre Kinder zu sehen, endgültig abgeschage" worden, was auch eintreten möge. Genf. 7. Februar. Der Wortlaut der Antworldepes^ des Iustizrates Körner ist folgender: Seine königliche Hohe'l lehnt die Erfüllung der gestellten Bitte definitiv und u>^ allen Umständen ab. Gezeichnet: Körner. Brüssel, 7. Februar. „Petit Bleu" meldet: Giro«' der heute nach Brüssel zurückgelehrt ist. erklärte, er selb" habe zuerst die Notwendigkeit eingesehen, sich von der Prinzessin zu trennen. Als die Nachricht von der Erkrankung d«s Prinzen Friedrich Christian eintraf, habe er der Prinzes^ geraten, sogleich nach Genf abzureisen. Die Kronftrinzess'" legte große Energie an den Tag. Sie wurde nicht, wie M^ behauptet hat, ohnmächtig, es muhte auch lein Arzt zu ihl gerufen werben. Die Grohherzogin von Toslana hatte bit Prinzessin über die KranlIM ihres Sohnes auf dem La"' fenden erhallen. Giron erklärte die Meldung für unwah^ baß die Prinzessin von ihrem Vater brieflich dir Erlaubn'" » verlangt hätte, den Namen einer Prinzessin voil Toslan" weiter zu führen. Auch der vom „Echo de Paris" veröfft^ l lichte Ärief sei in allen Punkten unrichtig. Giron bestreite'' daß er in Mentone Behelligungen ausgesetzt gewesen sei. ^ habe augenblicklich alle Beziehungen zur Prinzessin abgebt chen, um einem Arrangement über ihre Zulunft nicht hinder lich zu sein. Er werbe sich von nun an strenge an bas Haltes was die Prinzessin beschließen wird. Giron erklärte noch, daß —entgegen den im Umlaufe befindlichen Gerüchten -^ ^ Kronprinz von Sachfen klar und bündig die Ehescheidung verlangt habe. Genf, 8. Februar. Prinzessin Luise zeigt sich ^ die ablehnende Antwort aus Dresden sehr betrübt; sie ^ ihre Anwälte Lachenal und Zehme, neue Schritte zur ^ füllung ihres Wunsches zu tun. , Dresden, 8. Februar. Die Königin-Witwe M seit mehreren Tagen das Zimmer. Sie nahm auch heute a der Familientafel nicht teil. Die seelischen Aufregungen ^ letzten Wochen griffen die hohe Frau fehr an. ., Genf. 9.' Februar. Die Vertreter der Prinzessin 2M machen folgende Mitteilung: Nach den Ereignissen der letzte Wochen, namentlich nach dem Ausschlüsse aus dem Vaie^ hause und nach Erkrankung ihres Sohnes traten bei b< Prinzessin eine tiefe Erschütterung und körperliche Depress zutage. Deshalb und mit Rücksicht auf die besonderen ^. stänbe. in benen sie sich befindet, suchte sie um Aufnahme ^ das bei Neuff (Nyon, am Gcnfcrsee) gelegene Sana!" r i u in Netari an und fand sie auch. Paris. 8. Februar. Die hiesige türkische Votsch^ erhielt keinerlei Nachricht über eine Mobilisierung, wie sie' Telegrammen aus Philippopel und Sofia gemeldet wurde-. 'Belgrad. 8. Februar. Die Meldung eines Vla'<°, von einer bevorstehenden Begegnung des Königs mit ^ im Auslande weilenden Mitgliedern des ehemaligen ^,)> binettes Georgjevi^ ist samt allen daran geknüpften K'^'H^ binationen aus der Luft aeariffen. ^» Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Sechöhe 306 2 m. Mittl. Lustdruck 7W 0 mm.____, K z? W!^! Wind dc-Ve.« O 7^2 U73l7^45 -« > A 7 l MO. mäßig heltcr ^ 9 » Ab. 747-0 0 0! EO. sckwock, heiter ^ 7U. F 7478 -4?! O. schwach ! heiter ..g 8. 2 . N 747-2 »0- W. mähig heiter " 9 . Ab 747 Z 3 6^ SW. mäßig halb bewöllt^^ 9l7U7F.^ 746 6! 4 3j W. mäßig ! bewvltt ^, Das Laqevmittel d?»- Temveratur >wm Samstag 16"/^ » male -1/0« und vom Sonnlag 26°, Normale -09'. ^/ Verantwortlicher Redakteur: Nnlon Fugtet, Laibacher Zeitung Nr. 31. 255 9. Februar 1903. Verstorbene. «n cv^^ ö' Februar. Franz Terdiila. Handelsmann, "">;., Alter Marlt 28, >lorl)U8 LliMii. Uyäropn univsr-lllll«. — Michael Celarc, Aibeiterssohn, 4 Mon., Krakauer-°°mm 10. Lrouedili». — Martin Petrii, Lolomotivführerssohn. N Mon.. Kleine Echiffergasse 7. l'inl)^« pulm. - Aloisia Zorec. Private. 42 I.. Petersstrafje 21. l'luln.i« pul.n. -Manz Jezebel, Schuhmacher. 30 I., Polanastraße 4b. '1'u!)er-cu!c>8 pulm. — Marie H.gyi, Varmh. Schwester. 22 I., Nadetzlystraße 11, lukercul. pulm. - «inzen^ Ticar -Utaurcrösohn. 2'/, I., Kirchengasse 21. Llonelütis, ' ^m 6. Februar. Katharina Fert, Inwohnerin, «4 I., 7« ^ Ä >' ^^''»^"'u« »enillL. — Lorenz Centa, Inwohner, Im Iioilspitale. .. ^ Am 4. Februar. Maria Luslevsii, Besih.rstochter, ^>l, ludercul. unives8»le. — Lulaö Keuda. Vesiher, 52 I.. ^'»,^«,8 co^i«. Lmeplieliti» ekron. — Lulas Omyc, Grund-"!'her. 42 I.. lun.or ««relxo. ?»r2iy«i^ ^ord.L. «,, .,. ^m 7. Februar. Gertraud Pintar, Vesiheriu. 49 I., ^°a°sse l0, C.irr^03i8 liepati8, - Anton Vollar. Weichen^ ,! 1?. c I' ^" I' 'st °" lier Eljavecstrahe am Südbahna.e!eise ""Nähren worden. - Nosalia Mtzl. Tabalfabrilsarbeiterin, "^ >!., Ialobsplatz 4, Lungentuberlulose. Sängerrunde ^deZ^Laillllcher deutschen Turnvereines. Heule Montag, den 9. Februar, um halb 9 Khr abend«, beginnt die (562)2-1 Vorbereitungsscbule kur Ckorgesang "n Kasinogebäude. 1. Stock link». Unterricht unentgeltlich. Vorkennlnisse sind nicht notwendig. Soeben gelangt zur Ausgabe: die zweit« Auslage Otto Ernst, Vom geruhigen Leben Humoriatisohe Plaudereien für grosse und kleine Kinder. (ß60j 2—1 Mit Buchschmuck von M. Da Rio. "' Preis broschiert 3 K. ===== Dieses Buch ist ein würdiges Seitenstück zum «Frohen Farbenspiel», das als ein dauernder Gewinn für Unsere modtrne humoristische Literatur anzusehen ist um dementsprechend eine groß'. Verbreitung g'fun len hat. Auch im «Geruhigen Leben» offenbart sich der Autor als sin feinsinniger Beobachter mit dem sichern Blick für die •"ein^n Schwächen der Menschen, die er in liebenswürdigster Weise geißelt, vor allem aber zeigt sich in den Plaudereien: «Ein Tag aus dem Leben Appelschnuts» Und «Appelschnut und die Philosophie» aufs neue, daß Wir in O:to Ernst einen Dichter besitzen, der wie kein '•Weiter in Kinderherzen zu lesen und hineinzuleuchten ^ersteht. Der elegant ausgestattete Band ist vou Max Uasio n:it feinen, reizvollen Zeichnungen versehen. Zu beziehen von lg. v. Kleinmayr & Fed. Bambergs Buohbandlung in Laibaoh. Landestheater in Laibach. 76. Vorstellung. Gerader Tag. Heute Montag, den 9. Februar Der Vogelhändler. Komische Operette in drei Älteu uon West und Held. — Musil von Karl Zeller, «nsang halb 8 Uhr. Ende 10 Uhr. 77. Vorstellung. Ungerader Lag. Mittwoch, den N. Februar Her Trompeter vo« Säktingen. Oper in drei Akten nebst einem Vorspiel rmn C, Neßler. Krainische Kunstwebeanstalt Sternwartgasse 2,11. Stock. — Ausstellung von Qeweben der eigenen Anstalt. Geöffnet täglich vorm. von 8-12 und nachm. von 2- 5 Uhr. (ins) Eintritt frei. Danksagung. Für die uns wahrend der Krankheit sowohl als auch bei deiu Hinscheiden unseres inniaMeliebtru, i'nvera/ßlichen Gllll».'n, beziehungsweise Vaters, Echioiegervaters, Vruders und Onlels. des Herrn Franz Nerdiml von so vielen Seiten und in so herzlicher Form zum Ausdrucke gebrachten Vewrise der Teilnahme, sowie für die außerordentlich zahlreiche und höchst ehrende Veglcituna. zur lchten Ruhestätte, ebenso <ür die prachtvollen ssranzspmd''« sprechen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten dcs t»uren H>>imqegangeuen unseren aufrichtigsten, wärmsten Dan! aus. Laibach am 7. Februar 1908. Die trauernden Hinterbliebenen. h ' h h h h ; \ Advokat I B* ÄICJIZII I0IILJ i vljudno naznanja, da je otvoril svojo pisarno j v Ljubljani, Kolodvorske ulice št. 12 J (Hudovernikova hiša). (66i)s-i i 5.......................................:............................ Kurse an der Wiener Börse vom 7. Februar 1903. ^ ^ oWelen Kurmate Die nulicrten Kurse verstehe« slch i„ Kroiienwährnng. Ple Nollenmg sämtlicher Nlti>,'n »üb der «Nlverscil Lose» versteht sich per Ttücl. sllglmeiNt Staatsschuld, ^"b Wore "nhtitl. Rente in Noten Mai-'"^F«br..«iig.pi,K,4 2<'/, lu<'80 l«i'- "»lIt>.Iilll..IliII pi.ft,4 ^ „!<» «n 101 - ,«5l" StaaMose 2bu -- im -t>ll« «., ^ ^ ^l. . . 24«-- 25« - ztnlltsschuld d,r im Keich«. "t,v«ltl»ten»n Königreich« und zänd»l. d^^drente. ftfr,. I00fl„ bt« N,«? . ^. ' ' ^ >i>l 15 lüi 35 p^^'''"«r°nenwäl)r..M., 0°ft."°'^l°. per Ultimo . 4°/° i«i>ü0 U'i-?u V7"-Invrstitto!!,°Rente,ftfr.. «iseubllhn.ktaatsschnlb. «llsabtthbahn l>. V.. steuerfrei, ldiä 3°!°<'Vahn in Silber f.°""bah" in «ilmenwälir, V°rN"I"'v. Et.) . . 4°/„ iao e° 101 bu n",^"»bahn in Kronenwühr. '««lfr,. 4uo «rone» . 4"/° I00>b0 101 50 A ^""»lchnlbverschrelbn». »"°bl,tftt«p.Gistnb..«ltien. dt» 3,°"" ".......bLO-k.28- ^°^-t.r.20«,l'ö,W'L/"""°'' b^°°n1^^^"^^I^I Geld Ware »u» Gtaate zur Zahlung übernommene Ellenb.'Prior. Obligationen. «lisllbetbbllhn S00 u. »00« M. 4°/y ab 10°/o......116 12 11? iü «lisabethbahn, 400 u. »000 Vl. 4°/».........119 70 1«« 70 Fran, Iosef.V., Gm. 1884 (dlv. Et.) Vllll., 4°/<>.....101-102— «alhlsche Karl Ludwig»»ahn (dlv. Et,) Gilb, 4«/2 . . . ION 50 K'1'40 Vorarlberaei Vahn, «m. 1384 (div. St.) Hilb. 4°/» . . . 100 b« 101 50 Siaatüschui^ d»r zänd»l d»l unglllischen Aron». 4»/« UN«. Vllldrente per Kasse . I»l 15 19! uz bto. bto. per Ultimo . . . . i»i 15 ilii-^ 4"/, bto, Rente »l« 3ss»nll. Hnlehen. 5«/» 3>onau'«tg.'«nlt-«lnleh«n . »7 — »7 « Gelb Ware Vfandbrieft »ll. «odlr. llUll,0st.in»«I.uerl.4°/» SU 45 1N0'45 «..«fterr, L«nbe«'Hup.-«nft, 4°/° iou 80 ,<>l 8N Oest.'un«. Äanl 40'/^2hl. veil, , 4°/»......... I01-—108 - bto. bt«. «Ml. verl. 4°/ Pbligalion»». , Nerblnanbe-Norbbahn ------ Ung.'galiz. Vahn..... 10»?n iia?u 4°/„ Unteitralner Vahnen . . 9«'»o 10a — »lu»rs, zos, > (per EtÄcl). ' «erzlnslich« Lo<«. 3°/» «odtNlrtbit.üost «M. 1880 ««6 ?5 »?n 75 3°/« „ „ EM. 188» »«4 ÜN «66 ül! 4°/» Donau-Dampffch. 100 fl. . —-— — — ' 5°/,! Donau-Regul.-llolt . . . »8« — u»7 — ' Unveiz»»»ll Wiener Lomm.-Lose v. I. 1874 438 — 442-!. «ewinstsch. b. 3°/u Pr.. Tchulbv. l> b. Vobentreditanst., ««.18«» 68— ?«- ll Laibacher Lose..... 7« — 7? — Veld Ware «llien. llan»pl>rt.zlnt»r» nthmungen. «lussia.Tepl. «isenb, »00 N. . . «b50> 26S0 «au» u, «elritbs-Vef, für stäbt. Ltrahenb, in Wien lit. ^ . 48— — - dto. dlo, bto. lit, L . 4« — —-— Vöhm, Nordbahn 150 fl. . . »zn — 403 — Vuichliehraber «is. 500 si. KM. «i>50 «570- bto. blo, (l!t. U) «00 sl. I0Ü3- 1038-Donau'Dampsschiffabrt«. «efell. Oesteir, 500 fl, KM. , , . »08 — »lii - Vur Vodrnbacher u 45»^« bl°. bto. (Ut. U)200fl.V. 455 50 457-. PragDuxer «tisenb. 100fl, abgU. <99 — 19g 50 Staatsriselwahn 200 fl. V.. . «99 79,, ^ Sübbalin 200 fl. S..... 5.V75 5« ?z Lübnordb. «erb.-V. 200 fl. — Unz.-galiz. «lisend, ^oa fl. Silber 444 50 4»» — Ung.Westb.(Naab.raz)20Nfl.S. 448— —>— Wiener Lolalbahnen. Ull.Ves. . — — — — Hanken. «nglo Oes». Uanl 120 sl. . . «?»-— ,7» - Vaillvereln, Wiener, 200 fl. . 4??'bO 478 50 «oblr.^lns« , Oest., »00 sl.E. , 85» - N«2 - «rbt..«nst.f Hand. u.«. i«0 f'. -- -- dto btu per Ultimo . . «»»«»«!.'»2» «rebltbaltt. «!lg, !lnn,.2c>o fl, , ?4U - ?»" ^ Dcpos!tei!ba»l. Ällg., ^00 sl. . «2— 42» - (tslomple Ges.. Ndlöst.. 400 fl, 5Z0— 534'- «il0.u Kassel,»., Wiener 200 sl. 44„- 45N-. Hypothelb.. Oest., 200fl.«0«/°«. lut.- 2<,2- Veld Ware LHnderbanl, Oest., 800 sl. . . 4<0 5U41i b<) Orsterr.-ungar. Vanl, 600 fl, . iü«8- ,i»g« Unionbant 200 sl..... 551 — 552 50 Nerlehrlbanl, illlg., 140 — 230'— ,.ltldemi!l,l", Papiers, u. N.-V. 105-— ,,5— Lieswller Grauere! 100 fl. . . 327'- »32 — Mmiiuii G^llsch., Orsl.-alpine »!»5 75 3W 75 Präger Eisen Inb-Ges, ^00 sl, ,«65- ,«?.>> Lalao-larj. Stelxlulilen 100 fl. 548 — 552'— ..Schlöglmilhl", Papiers. 200 sl. 2<>0 — »1«-— ..Tteurerm.", Paplcrf. u. A-G. »«« 5u »68 50 Irifailer Kohlcnn,.-Gesell. ?0 fl. 40» — 404'— Wafseuf.°«. V«ll!iilU!,z«»»«-l!«!,,« I, ll,l,l,-l:,ll,l!«.«,«l>«l Ar« ünot».