Mife nlahn» v "ofoTini 7 Preis Din 2"— 71. Jahrgang Irteheint w6ohentlieh siebenmal. Schrtftleftučig (Tel. interarb. Nr. 2B70) eowis Verwaltung u. Buchdruckerei (Tel. Interurb. Nr. 2024): Maribor, Jurčičeva ul. 4. Briefl Anfragen Rückporto beilege». Manuskripte werden »lebt returniert . - V "'xxxx XXX x\ X AXYXXXX x v X\Vx\ Xxx. BSMüJI " öMo Nr. 314 Sonntag, den 22. November 1931 Ineernten- «t Abonnements-Annahme In Marlbar: Jurčičeva ul. 4 (Verwaltung). Bezugspreise: Ab holen, monatl. 23 Din, zustellen 24 Din. durch Post monati. 23 Din, für das übrige Ausland monati. 35 Din. Einzelnummer 1 bis 2 Dia, Maribvrer ncitmm ^WammA kauft man alles im ^ TEXTIL-BAZAR ■ Varlfer Kammer ^iite große Rede des Deputierten Grumbach. ^ Das Gold muß aus den Tresors heraus. Pari s, 21. November. I Gestern - abends wurde die außenpolitische -.ftBnerbe&atte abgeschlossen. Der soziali-Q'l§e Deputierte Grumbach stellte an ^ai)al bic Forderung, sein Exposee vor dem . ^wärtigen Ausschuß auch im Plenum zu Erholen. ^ Lümbach erklärte in seiner Rede, die so€ aSc sei nach dem Weltkriege noch nie ^chnheilschwanger und gefahrdrohend ge-te^ert wie in diesen Tagen. Will Frankreich Uni^ gedeihen, daun müssen es auch die j?i dreu Völker. Das Problem Deutschland ibet!lne Frage, die in erster Linie Frankreich wirtschaftlicher Zusammen-leth Deutschlands müßte für Frankreich die ^/titen Folgen zeitigen. Die Regierung ju 6 es den Linkspartien in beiden Ländern in titerkan'fen, daß eine Atmosphäre der d^/cheriing geschaffen werden konnte. Mau aber jetzt nicht auf halbem Wege stehen hisf^ und ungeachtet der etwaigen Hiuder t>e!tergehen. Frankreich dürfe sein itt(„ ftcht als totes Kapital in Kellerräu-Ü8e[( Stegen, das Gold müsse hinaus in die w- e§ müsse auch anderen Völkern zu-bttt) 9emQchi, werden, da auch Frankreich n den größten Nutzen hat. vqw ere Grubenkalaftwptze in (SnglcnD tzj . London, 21. November. llete furchtbare Grubenkatastrophe ereig-5e*e ^ tu der vergangenen Nacht auf der Ichykj i^uttin bei Don Castle in der Gras-SWoR ^urch eine schwere Schlagwetter mbejt°n wurde eine große Anzahl von tc htp1^ ’m Stollen überrascht, wobei sich TO a'Mf^n retten konnten. Bei den so-“en ly^UD'inmenen Bergungsarbeiten war fftiftbnv*""016 und 29 Schwerverletzte zutage .Manche Tote waren bis zur itn-verstümmelt. Ueber das weitere 'e 8röb?^ ^0 bis 40 Vermißten herrschen eu Befürchtungen. ^r6e^iofenbemonfirationcn in Bukarest ff Aftern u k a r e st, 21. November. ?d| Eam c§ ;n rumänischen Haupt-n- All? wideren Arbeitslosenausschreitun-lu Eiirrn^u Petroleum-Gebieten, wo durch W fascfi<4 ^geschloffenes interuational-ka-Vi n Qer '^kommen Tausende von Ar-C1- iS wurden, strömten die Ar-'* * uuch Bukarest, um hier die it,>n. Z> Brot und Arbeit geltend zu Arbeiter zogen vor das Kam-Kr^^rtb ft die Parlamentswache ihnen i %rtb b°t. Sg Hf9e6°t V >rd Erst durch herbeigeeiltes konnten die Arbeiter zer Abends ereigneten sich neu* iftN mit onstratiouen. Die Arbeiter be-\ deIkrt Plünderung von Kaufläden, ^ Keifen aJ agen an und verprügelten cheu ' wußte Militär herangezo-' ltn Ruhe zu schaffen. Japan unnachgiebig! Keine Zurückziebung der Truppen aus der Mandschurei — Äosbifawa wirb desavouier! - Verschärfung der Situation im Döikerbunbrat P a r i s, 21. November. Während man sich in Paris über die gestern erfolgte Einigung im mandschurischen Konflikt freut und die heutigen Morgenblätter von einer vollständigen Einigung in den strittigen Fragen zu berichten wissen, kommt aus Jokohama die Nach richt, daß die japanische Regierung den Vorschlag Briands, betressend den Abschluß eines Waffenstillstandes entschieden ablehne. In einem Zusatzbericht aus Tokio heißt es, der japanische Botschafter in Paris und Delegierter beim Völkerbundrat Io-shisawa sei nicht bevollmächtigt gewesen, dem Plan Brainds zuzustimmen, sondern er riskierte es, wegen eigenmächtigen Vor gehens sofort abberusen zu werden. Die japanische Regierung erklärt, sie könne ihre Truppen aus der Mandschurei nicht mehr zurückziehen, da dies einem völligen Zusammenbruch des japanischen Prestiges und einem Geständnis der japanischen Niederlage gleichkommen würde. Auf diese Weise wird die Situation im Völkerbundrat in ihrer ganzen Kompliziertheit noch mehr verschärft, so daß das Ende dieser internationalen Affäre vorderhand nicht abzusehen ist. W a s h i n g t o u, 21. November. Der amerikanische Konsul in Tientsin meldet seiner Regierung, die Stadt sei in der vergangenen Nacht einem erneuten Angriff chinesischer Zivilisten ausgesetzt gewesen. Der Belagerungszustand bleibt für das Chinesenviertel weiter aufrecht er« halten. Im Japanerviertel herrscht Ruhe. N e w y o r k, 21. November. Wie der „Newyork Herald" berichtet, begann Japan durch seine Agenten mit geradezu gigantischen Baumwollkäufen auf dem amerikanischen Markt. Die Baum wolle ist für die Herstellung von Explosivmitteln gedacht. Derartige Mengen an Baumwolle seien nur während des Weltkrieges angekaust worden und man könne daraus den Schluß ziehen, meint das Blatt, daß Japan nicht daran denkt, den mandschurischen Konflikt am grünen Tisch zu lösen. Englisch-französischer Zollkrieg Frankreich beantwortet die englischen Maßnahmen Proteste in Frankreich L o n d o n, 21. November. Ein Teil der neuen Importzölle, zu deren Erhebung der Handelsminister aus Grund der am Freitag im Unterhaus angenommenen Zollvorlage ermächtigt worden ist, wird bereUs ab Mittwoch in Kraft treten. Eine Reihe Waren wird von diesem Tage an mit einheitlichen Zöllen bis zu 50 Prozent des Warenwertes belegt werden. Paris, 21. November. Die englischen Zollmaßnahmen, die namentlich für die französische Luxusartikel- Produktion (Parfüms) einen schweren Schlag bedeuten, haben in ganz Frankreich Proteststellung ausgelöst. In zahlreichen Resolutionen und direkten Interventionen bei den zuständigen Ministerien wird die Negierung zu scharfen Gegenmaßnahmen herausgefordert. Das erste Ergebnis dieses Druckes ist bereits erreicht: die französische Regierung hat englische Einfuhrwaren mit einem allgemeinen Zollzuschlag von 15 Prozent belegt. Diese Maßnahme wird von seiten der französischen Regierung mit der kürzlich eingetretenen Pfundentwertung begründet. Die WirlschaMage Äugilawiens Bericht der Nationalbank über das dritte Vierteljahr Die Nationalbank veröffentlicht soeben für das dritte Vierteljahr 1931 einen Bericht über die allgemeine Wirtschaftslage des Staates und die Maßnahmen gegen die Auswirkungen der Wirtschaftskrise. Im Sinne dieses Berichtes hat unser Wirtschafts leben dank seiner Struktur, der natürlichen Nüchternheit der Bevölkerung und der Maß nahmen der Regierung sowohl auf dem Gebiete der Wirtschastspoutik, als auch Hinsicht lich des Gleichgewichtes im Staatshaushalt auch im dritten Vierteljahr eine erfreuliche Widerstandskraft gegen die immer furchtbaren Auswirkungen der Weltkrise an den Tag gelegt. Die allgemeine Wirtschaftslage Jugoslawiens offenbart sich im weiteren Sinken des Warenaustausches mit dem Ausland und in der gleichzeitigen Festigung der inneren wirtschaftlichen Betätigung. Vom Juli bis September wurden insgesamt 1,205.800 Tonnen Waren, d. H. um 24.08% weniger als in der gleichen Periode des Vorjahres. ausgMhrt. Dem Werte nach ging jedoch der Export wegen des allgemeinen Preisrückganges um 27.22% zurück. Erfreulich ist die Tatsache, daß die Passivität, des Außenhandels um die Hälfte zurückgegangen ist. Der Bahnverkehr war größer als in der gleichen Zeit des Vorjahres; allerdings ist durch den Preisrückgang auch die Rentabilität der wirtschaftlichen Betätigung gesunken. Durch verschiedene. Einwirkungen, besonders des Auslandes, bat sich der Einleger eine gewisse Nervosität bemächtig:. Der Einlagenstand ist - gegenüber jenem vom B e o g r a d, 21. November. 1. Juni um 7% zurückgegangen, doch war er höher als im September 1930. Die unbegründete Nervosität der Einleger hat sich jedoch erfreulicherweise verhältnismäßig bald gelegt, sodatz damit gerechnet werden kann, daß die Verhältnisse am Geldmarkt bald wieder völlig normal sein werden. Die Golddeckung des Banknotenumlaufes nimmt seit der Stabilisierung des Dinars allmählich, aber ständig zu, was auch in der Bewertung unserer Valuta im Ausland einen sichtbaren Ausdruck findet. Der durch den Hoover-Plan bedingte Aus fall der deutschen Reparationen mußte durch verschiedene Maßnahmen wettgemacht werden, um den Staatshaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen In den Ausgakenposten wurden ausgiebige Streichungen vorgenommen. Der Rest des Ausfalles wurde durch die Preiserhöhung einiger Monopolarti'kel und der Erhöhung der Verzehrungssteuer auf Zucker ausgeglichen. Die heurige Ernte war etwas besser als die vorjährige, doch sind die Preise für Bodenfrüchte empfindlich gefallen. Die Industrie und das Gewerbe haben ebenfalls mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, doch sind die Auswirkungen der Krise bei uns bei weitem geringer als in ausgesprochenen Industriestaaten. pany eine Explosion, worauf der mit 100 Tausend Litern Benzin beladene Dampfer in Flammen aufging. Fünf Mann der Bemannung fanden hiebei den Tod. 10 Mann wurden schwer verletzt. Rückgang der Steuereinnahmen in Frankreich. Paris, 21. November. Wie in vielen anderen europäischen Ländern ist auch in Frankreich gegen Ablauf des staatlichen Budgetjahres eine wesentliche Verringerung der Steuereinnahmen zu beobachten. Der Finanzminister rechnet jetzt mit einem Abgang von Steuern im Betrage von zwei Milliarden und sechshundertzweiundvierzig Millionen Franken. Börsenbericht Zagreb, 20. November. Devisen: Mailand 288.52—294.52, London 209.11— 216.61, Newyork Scheck 5628.13—5645.13, Paris 221.23—221.80, Prag 167.51_168.01, Zürich 1098.45—1101.75. Z ü r i ch, 21. November. Devisen: Beograd 9.05, Paris 20.13, London 19.25, Newyork 514.26, Mailand 26.525, Prag 15.27, Budapest 90.025, Berlin 122.20. Explosion auf einem Tankdampser. N e w h o r k, 21. November. Gestern nachmittags ereignete sich auf ?i-neim Tankdampfer der Standard Oil Com- Der Gesani ene Otr. 14.652 Die englischen Zeitungen besprechen weit und breit das Leben des verurteilten Londoner Multimillionärs und Schiffahrtsmagnaten Lord K y l s a n t im Gefängnis Sie weisen dabei daraus hin, daß im heutigen England alle Sträflinge vor dem Auge des Gesetzes gleich seien und daß Lord Kylsant, trotz seiner früheren überragenden Stellung, leine besonderen Privilegien für sich ;n Anspruch nehmen dürfe. Genau wie alle anderen Gefangenen mußte sich Lord Kylsant der erniedrigenden Prozedur des Fnrger-abdrucks unterwerfen. Die daktyloskopischen Aufnahmen seiner Finger sind dem großen Verbrecheralbum der Londoner Gefängnisbehörde zugegangen. Das frühere Mitglied des Oberhauses,. Vizeadmiral und Ritter zahlreicher Orden mußte sich auch in jeder anderen Hinsicht in das übliche Gefängnis-Reglement einstigen. Aus Rücksicht auf sein hohes Alter wurde ihm freilich eine leichte Arbeit übertragen. Lord Kylsant ist im Gefängnis mit dem Zufammenkleben von Papiertüten beschäftigt. Von dem Benehmen des Sträflings im Gefängnis wird es abhängen, ob die einjährige Gefängisstrafe gemildert werden kann. In den Gefängnisliften ist Lord Kylsant unter der Nummer 14.652 eingetragen. Der neue Trick KompromPvorschlag der japanischen Regierung — Verhandlungen unter mititäriWm Druck? — Ghma will noch an *1621 appellieren Paris, 20. November. Rach vorheriger Zustimmung von seiten der Tokioter Regierung überreichte der japanische Botschafter A o schi s awa dem französischen Außenminister Briand als Vorsitzenden des Vülkerbundrates einen neuen Kompromißoorschlag, in dem Japan den Völkerbund ersucht, er möge zu seinem am 30. September einstimmig gefaßte« Beschluß zurückkehren, der für di, Zurückzie hung der japanischen Truppen als einzige Bedingung die Sicherheit des Lebens und Eigentums japanischer Staatsangehöriger aus mandschurischem Boden fordert. Rach diesem neuen japanischen Vorschlag, der in daplomatischen Kreisen als Meisterstück auf dem Gebiete der diplomatischen Tricks hingestellt wird, würde Japan die Zurückziehung seiner Truppen sofort vornehmen, wenn China eit bloc drei der wichtigsten, die Mandschurei betreffenden internationalen Verträge anerkenne. Die japanische Regierung stimmt ferner der Entsendung einer Studienkommission des Völkerbundes in die Mandschurei zu, doch müßte diese Kommission nicht nur den Fortgang der militärischen Evakuierung von feiten Japans beobachten, sondern sie müßte ihre Beobachtungen auch den chinesischen Bestimmungen bezüglich der Sicherheit des japanischen Lebens und Eigentums sowie der Bekämpfung des antijapanischen Warenboykotts und des Bandenwesens widmen. Ter chinesische Delegierte Dr. S z e erklärte gesprächsweise Briand gegenüber, der neue japanische Vorschlag komme genau einen Monat zu spät, da ihm China nach erfolgter Besetzung Tsitsikars durch die Japaner nunmehr die Genehmigung versagen müsse. China sei in keinerlei Weise gewillt, unter dem Druck des Säbels zu verhandeln. Tr. Sze soll angeblich ganz ernstlich die Drohung ausgesprochen haben, er werde in öffentlicher Ratssitzung alles, was Briand und die anderen Ratsmitgliedcr über die Haltung Chinas in vertraulichen Gespächen gesagt hatten, wiedergeben. Außerdem will China, wie es heißt, seinen Appell auch an die Vereinigten Staaten richten mit dem Ersuchen, auf Grund des Washingtoner Abkommens vom Jahre 1922 intervenieren zu wollen. L o n d o n, 20. November. Wie Reuter aus Mukden berichtet, haben japanische Bombardierflugzeuge die Truppen des Generals Maa unweit von Hailun mit Bomben belegt, wobei den Chinesen empfindliche Verluste zugefügt wurden. Die Japaner begründen ihren Angriff mit dem Hinweis darauf, daß derselbe deshalb notwendig gewesen sei, weil sich General Maa zu einem Gegenangriff vorbereitete. Was die amerikanische Teilnahme an den Pariser Ratsoerhandlungen brtrjsst, soll in Tokio in dieser Frage kein ernstlicher Widerstand ausgekommen sein. Die Japaner behalten sich aber das Recht vor, über die Rechtsfrage dieser amerikanischen Teilnah- me zu einem späteren Zeitpunkt zu verhandeln. W a s h i n g t o n, 20. November. Staatssekretär S t i m s o n bat in Angelegenheit des Konfliktes im Fernen Osten den japanischen Botschafter zu sich. Der Ver tretet Japans erklärte bei dieser Gelegenheit im Rllmen seiner Regierung, Japan sei bereit, seine Truppen aus der nördlichen Mandschurei zurüüzuziehen, sobald die erforderlichen militärischen Operationen (!) beendigt seien. Dies könne aber nur dann die Folge sein, wenn keine unvorhergesehenen Ereignisse einträten. Für alles, was jetzt in der Mandschurei vorgeht, machte der japanische Botschafter China verantwortlich. Japan befinde sich in der Lage der legitimen Verteidigung. Was die eventuelle Möglichkeit eines sowjetrussischen Eingreifens betrifft, so glaube Japan gar nicht daran, da die Russen doch den Umstand in Erwägung ziehen müssen, daß die Okkupation der Mandschurei nicht die Besetzung der Ostchinesischen Bahn zum Ziele habe. Aus eine direkte Anfrage Stimsons, ob zwischen Tokio und Moskau ein Geheimvertrag bestehe, gab der japanische Vertreter eine verneinende Antwort, indem er erklärte, es bestünde zwischen den beiden Mächten nur das Abkommen über die mandschurische und die Ostchinesische Bahn. Daraufhin begab sich Stimfon zu Hoover, um ihm eingehendst Bericht zu erstatten. Die Einberufungsnote Deutschland ließ sie heute überreichen — Für Cassel, gegen Parker Gilbert — Die deutsch-französische Einigung " Paris, 20. November. | Berlin, 20. November. Nach fast zweiwöchigen Verhandlungen ist I Der deutsche Schuldnerausschuß richtete es endlich zwischen der deutschen und der ( an die Gläubigerkomitees^ des Auslandes, französischen Regierung Wer die Note, durch die die deutsche Regierung die Einberufung des beratenden Sonderausschusses verlangt, zu einer Einigung gekommen. Dieses Schrift stück wird morgenut Form einer Note an die interessierten Negierungen und in Form eines Memorandum an die internationale Zahlungsbank in Basel gehe». Das Schriftstück umfaßt dreieinhalb Schreibmaschinenseiten. Darin ist auf die gegenwärtige Finanzlage des deutschen Reiches ausführlich hingswiesen, ferner wird festgestellt, daß der beratende Sonderausschuß die Zahlungsfähigkeit des Deutschen Reiches ebenso hinsichtlich der Reparationszahlungen wie auch hinsichtlich der kurzfristigen Verschuldung prüfen wird. Um diesen Punkt gingen die langen Verhandlungen zwischen Berlin und Paris, die der deutsche Botschafter in Paris Herr von Hoesch mit Laval und Finanzminister Flandin geführt hat. Dadurch, daß die französische Regierung schließlich den Standpunkt der deutschen Negierung eingenommen hat, was den beratenden Sonderausschuß betrifft, ist sie aber grundsätzlich von ihrer M e i-nung über die Reparationszahlungen nicht abgegangen. Es bleibt also insofern ein Gegensatz vorhanden, als die französische Regierung bei der internationalen Konferenz, die zweifellos einberufen werden wird, in erster Linie über die Reparationszahlungen zu sprechen wünscht, während die deutsche und ebenso die englische Regierung aus dem Standpunkt stehen, daß den Reparationszahlungen und der Rückzahlung der kurzfristigen deutschen Anleihen der gleiche Rang zuerkannt werden muß. die ihre Kredite bis zum 29. Feber kommen de» Jahres prolongiert haben, das Ersuchen, rechtzeitig neue Verhandlungen wegen Verlängerung dieser Kredite einleiten zu wollen. _ Der beratende Sonderausschuß, der die Frage der deutsche» Zahlungsfähigkeit zu prüfe» hat, wird gegen Ende der Woche zusammentreten. Deutschland wird durch Reichsbankpräsidenten Dr. Luther vertreten sein. In Regierungskreisen ist man sich über die Zusammenstellung des Sonderausschusses noch nicht im klaren. Tie „Deutsche Allgemeine Zeitung" verweist aus die großen Verdienste des schwedischen Professors Doktor Cassel und erklärt sich gegen den ehemaligen Reparationsagenten Parker Gilbert und lehnt überhaupt alle Personen ab, die in der letzten Zeit unter dem Einfluß von Paris gelebt und gewirkt haben. schlisßung des Waffenstillstandes hat. Dieser Mann ist der vormalige nant E. J. R o I l i n g s. der jetzt ab Sergeant bei der Neath Borough-Polizer dient. Rollings leitete im Jahre 1918 ub Offizier eines Britischen Tank-Geschwaders einen Ueberfall auf das deutsche Haup^ quartier in Framerville. Bei diesem Ueberfall erbeutete der Leutnant eine Anzahl von Dokumenten, die genaue Angaben (ncw Karten) über die Hindenburg-Linie enthielten. Nach der englischen Meinung mackste die Tatsache, daß die Verbündeten in de» Besitz dieser Dokumente gekommen waren, die weitere deutsche Verteidigung unmöglich-Rollings hatte damals die Dokumente enP in einen Sandsack gestopft, den er bei iw hatte und ahnte bisher gar nicht, welche Rolle er bei der Herbeiführung des Waffav stillstandes ausgeführt hat. Einer englischen Zeitung war es Vorbehalten geblieben, w11 und die Welt darüber aufzuklären. Gattenmord Ein Siebzigjähriger in dritter Ehe erschlägt seine Gattin. H a r t b e r g, 20. Novembe^ Eine grausige Bluttat wurde Donnerstag nachmittag in Eichberg Nr. 4 bei Hartbe 9 verübt. Dort wurde im Hause des Besitz^ Johann Pichler, eines 70 Jahre alte Mannes, dessen Frau, die 57 Jahre 01 Hedwig Pichler, mit der er seit längerem. Unfrieden lebte, als Leiche' gefunden. ® lag auf der Hofstiege, mit dem Kopf nach “O wärts, das Hinterhaupt war fast gänzl^M zerschmettert und auch die Stirne zeigte olu' gedehnte Wunden. . Der Verdacht der Täterschaft fiel f°i? auf den Gatten der Ermordeten, der Bet v treffen der Gendarmerieorgane aus "asv ° unweit des Fundortes der Leiche an einer Hobelbank, anscheinend gleichgültig, wm arbeitete. Pichler, der zum dritten M verheiratet und als Alkoholiker bekannt tb der im Hause tit angeheitertem 3uPall„ besonders oft häusliche Streitigkeiten voM Zaune brach, wurde sofort einem unterzogen, leugnet aber auf das entjch - ' ielmehr denfte die Täterschaft. Er gab vie seine Frau sei einem Racheakt zum ^ London, 20. November. In englischen politischen Kreisen verspricht man sich nach einer Mitteilung der „F i-nancial News" nicht das geringste von den kommenden Reparationsverhandlmi gen. Die Verhandlungen würden sich bestenfalls in die Länge ziehen und ihr Verlauf sei schon heute als ein neuer Faktor wirtschaftlicher Unsicherheit anzusprechen. fallen. Dieser Aussage gegenüber stehen im schärfsten Gegensatz die Angaben F , beiden Söhne aus zweiter Ehe, des 21 *5®^ re alten Anton und des 17 Jahre Michael, die mit ihrer Stiefmutter steb 9^ auskamen, während der Vater, wie fck)011 im Äw n&V Idr«1 Luuuuieu ryuue, ms er tiwiqjii'i “‘"V Hause hörte. Er eilte sofort nach *L », wähnt, mit seiner Frau oft Streit hatte. ton arbeitete gerade auf einem in der -j befindlichen Felde, als er Geschrei und i. 3m Lazarett In Mulden >', ^.rfern Grundsatz in Einklang bringen biS Amderungrn nebst dem Voranschlag ^ Genehmigung vorlegen. |CH^ den Voranschlag dürfen gar keine Per-l£i;';si cder Funktionszulagsn ausgenomnien außer jenen, die Staatsangestrllte (tjf% und zwar in den entsprechenden Br-Belohnnngen für Ueberze'tarbe t sind ^Elisfig. Demnach kömun sie in Zukunft y «L ’-titen - - ........ , Wertarbeit vorauszusetzen, wenn soviel dfz Wl vorhanden ist, daß es ein Viertel ^ranschlages in Anspruch nimmt. Ho-te.L'tä und Sonherbelohnungen find unter itrr,!!1 Umständen gestattet. Falls die Aus- rn den Voranschlag an,genommen Ü. . i^'. Tn keinem Fall ist ein Bedarf an gangene und das kommende Jahr, die Voranschläge der kommunalen Wirtschaftsunternehmungen, die als Anhänge zum Gemein-dcvoranschlag vorzulegen sind, die gehörig genehmigten Voranschläge in zwei gleichen Stücken, die Ausgaben zu Lasten der Ge-meindezuschläge nach dem Spezialgesetz die Protokolle der Gemeindrau pchsisse und die Vorschriften iMr Gebühren und andere Gemeindeumlagen. Beschwerden und Rekurse Händen, Exposee über die ausgewiefenen Bemessungen direkter Steuern. Die zuständigen Organe, die zur Ueberprüsung des Voranschlages befugt sind, haben darauf zu achten, daß von diesen Anweisungen unter keinen Umständen abgewichen wird, da sie in jedem entgegengesetzten Falle zur Verantwortung gezogen werden." Dieser Beschluß des Finanznrinisters ist durch die B analoerwaltungen sämtlichen gegen den Voranschlag, soferne solche vor-s Gemeinden zugeftellt worden. Ewig jung, kräftig und gesund Vollmassage mit 11 tatritlis I Ueberall erhältlich zu Dia 19. , 25"—, 52" it^.e in km Gemeindedienst unbedingt not tej^sS und aus irgendeinem Grunde h-efür cjn ^ngeftelltenposten vorhanden ist, kann htu^?nberhonor°r festgelsgt werden, doch r? Zahl dieser Personen beschränkt fein, die m;3 dem Staatsvoranschlag n+chehc «teil staatsvoranschlag halt fee!. sn, können nicht im Ge- AnsfterbenDes Westeuropa? Tie Bevölkerungsstatistik kündigt eine „russische Gesahr" an Zu den Hiobsbotschaften, an denen in der letzten Zeit wirklich kein Mangel herrscht, hat sich neuerdings eine besonders alarmierende hinzugesellt: die zivilisierte Menschheit stirbt aus. Es ist interessant, das; sich durch diese Verkündung jeder einzelne betroffen fühlt, obwohl sie unser persönliches Schicksal doch nicht wesentlich bestimmen kann. Handelt es sich doch dabei nur um Ausblicke auf eine mehr oder minder entfernte Zukunft. Und doch, man 'ichlt sich irgendwie betroffen; man ist besorgt Um die Heimat, ja selbst irgendwie um die gesamte Menschheit. Angesichts der drohenden Gefahr entsteht das Bewußtsein der Zugehörigkeit zu dem großen Ganzen. Dabei ist diese Gefahr keineswegs als eine unmittelbare oder gar als akute zu bezeichnen. In Wahrheit handelt es sich um einige dienst vc, .feen, es sei denn, daß sie He/s» Gemeindedienstes aus ihr staat-2/^"bhegehalt verzichten. ^t’ieh !ne!ni,cn m t eigenen Fahrparks und i>i« ^Usmitteln haben mit dem Voranschlag ^°rschr'.ften vorzuleg-n, durch dft die i Tatsachen, die sehr bezeichnend sind und die, «t:.."kung d'e'es Parks und der Verkehrs-1 falls sie weiter bestehen sollten, allerdings stuf \ geregelt wird. Aus den Vorschriften recht unliebsame Aussichten eröffnen. So Htr,/äU ersichtlich sein, welche Personen' "'fährt man, daß d.e Sterblichkeit in den ich V,?Ii aus die Verkehrsmittel haben. Bei wichtigsten europäischen Ländern in diesem keh^fassung der Vorschriften sind Ver-: Fahr gegenüber dem Vorjahr zugenommen ÜEit, «• eI bloß jenen Personen zu bkwiüi- i !+t, während der natürliche Zuwachs einen V-cjch die sie tatsächlich zu ordentlicher j erheblichen Rückgang aufweist. Diese Bei« ^ ffoh ® bt§ Dienstes unerläßlich notmen-' ^rung der Sterblichkeitsziffer und Rückgang 3/1' > des Bevölkerungszuwachses drückt sich, so-s ?l°ß?"^euen Investitionen ist abznsehen. 'veit es größere Städte betrifft, in Prozen-, «»terch. ?^ster begonnenen Arbeiten, deren te" wie folgt aus: Bevölkerungssterblichkeit '«d - £siiung Schäden zur Folge hätte, j >« Deutschland + 13.3, Bevölkerungszu-:e>et ^üzustellen. Neue Anleihen werden wachs —42.2; England +20.5- bzw. —96.4; den^£"Nde bewilligt, außer Darlehen, Frankreich +26.0 bezw. —240.0; Italien f)« d:eF„ JQ£aU-i' der Nnerlätzlichkeit trage». Falle ist öei jeder Anforderung $[lil'9e»: all!tv. Senattet Bericht über Schuld alle gulden der Gemeinde sowie der Unumgänglichkeit und der , Sä cr Anle hr vorzulegen. ei»S*e 'rt den Einnahmenvoran-ßitt r’ (Ucn 3;ffet« müssen real sein, fchsiebi 1,;+ gilt b+"7" Ziffern müssen real sein. 0elcnfecr§ für rückständige und $ ^ithttle^£en ®innr fest und sicher sind, daß sie „annen-wn1 _ werden können. Die Ehrwürdigkett ; 1 Mutter Erde ist bewiesen, aber zur Ewtzl verhält es sich immer irgendwie x-Dutll Das Rätsel eines Abends Lrinnnalnovellette von Th. L. Gottlieb Trotz der längst eingetretenen Dunkelheit brandete auf der Station Addison Road der Londoner Stadtbahn der Verkehr der Riesenstadt. Weicher, dichter Nebel, das Symbol der Themsestadt, erschwerte das Passieren; die Lichtkandelaber vermochten das wallende Nebelmeer nur im engsten Um kreis zu durchdringen; wer den Lichtkreis verließ, löste sich nach einigen Schritten in ein undefinierbares, graues Phantom auf. Es war unmöglich, einander auf firni Schrit te Entfernung noch zu erkennen. Zwei glühende Punkte huschten da durch die Finsternis, anzusehen wie die phosphoreszierenden Augen einer beutegierigen Katze, wurden mit jeder Sekunde größer und unheimlicher: der Zug der Stadtbahn, der sich seinen Weg durch Nacht und Nebel bahn te und einige Augenblicke darauf räderlnir-schend in der Station hielt. Nur drei Reisende stiegen hier ein. Schon gab der Beamte das Abfahrtssignal, da stürmte noch ein Mann heran und konnte gerade noch das Trittbrett erreichen. Und gleich darauf wand sich die eiserne Schlange mit den rotglühenden Katzenaugen wieder in das weiße Meer. Der Letztangekommene, ein Mann von gedrungenem Wuchs mit einem Stiernackcn, betrat ein Abteil, das nur von einem einzigen Herrn besetzt war. Dieser. Charles Hopman, Schuhmackermeister aus einem der nächstgelegenen Borottte, war ebenfalls von hohem Wuchs, was man au? dem Umstande erkennen konnte, daß er stehend fast bis an die Decke des niedrigen Abteils fitest Seine offenen, geradblickenden Augen waren forschend und fragend auf den Eingetretenen gerichtet. Ohne Gruß sekte sich dieser ihm gegenüber. Eddie Bobkins war ein finsterer, unfreundlich blickender Mensch Eine ganze Weile lag Schweigen lastend zwischen den beiden. Hopman unterbrach es dann, indem er sagte: „Ich nehme an, Eddie, daß du mir nachgestiegen bist." Bobkins lachte. Es klang rauh, aufdringlich, es klang ein Unterton darin am, der den Gewaltmenschen verriet. „Allerhand Achtung vor deinem Scharfsinn, Charley! Du solltest dich von Scottland Dard anwerben lassen! Und wirst daher wohl auch wissen, warum tch imch der Mühe unterzog, dir zu folgen, bei solchem Hundewetter, wo man die Nase nicht vor der Hand sieht und sich jeden Augenblick den Schädel einrennen kann." „Diese Anstrengung hättest du dir sparen können. Ich habe dir meinen Standpunkt be reits klargemacht, und an dem gib: es nichts zu rütteln." Bobkins zog die Brauen hoch. Ein unschönes Gesicht, das er so machte, wild, zu vielem, allem entschlossen. Aber noch umkräuselte seine schmalen Livpen ein Lächeln. „Ist das dein letztes Wort?" „Mein letztes — in dieser Sache." „So — hm", machte Eddie. Ein lauernder Blick schoß hinüber zu dem ändern. „Ick meine, — wenn ich so manches plauderte .." Hopman ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. „Du magst es tun — ich hab' keine Angst. Bor dir nicht, und vor allen nicht. Tut mir leid, daß ich so weit mit euch gegangen Bin. Das führt zu nichts. Mit emem Fuß immer im Kittchen. Geht nicht, ich will nicht! Ich will 'raus aus dem Dreck!" Das Gespräch nahm nun immer hitzigere Formen an. Beleidigungen flogen hin und her. Es regnete von „Dieben" und „Hehlern". Schließlich war Bobkins der, welcher angriff. Er war es gewohnt, mit blanker. Faust zu arbeiten. Er mar mit einem Fluche auf gesprungen und drang auf Hopman ein. Dieser kannte seinen Mann und wußte, nun mußte er auf das Schlimmste gefaßt sein. Bei Bobkins immer. Auch er sprang auf, und als er nun in Eddies Faust etwas Helles aufblitzen sah, schoß es ihn: durch den Kopf, daß hier nur der Schnellere Sieger sein konnte. Er schwang den Arm hoch, und seine geballte Faust traf Bobkins zwischen Stirn und Nase. Dieser taumelte und drehte sich um sich. Fiel auf die Bank, wo Hopman vorher gesessen hatte. Doch im gleichen Augenblicke schnellte er wpder empor, hoch, fast bis an die Decke. Und hatte zum vernichtenden Hieb ausgeholt gegen Hopman. Doch — der Schlag erfolgte nicht. Bobkins stieß plötzlich einen gräßlichen Schrei aus und fiel vornüber. Mit dem Gesichte auf den Boden. Regungslos blieb er hier lpgen. Lähmendes Entsetzen durchfuhr Hopman. Was war geschehen? Hatte sein Fausthieb den Gegner getötet? Er beugte sich weder, wandte den Kopf des Reglosen herum: zwei gebrochene, verglaste Augen starrten ihn anklagend an. In maßlosem Schreck ließ er das schwere Haupt zurück auf den Boden fallen, wo es dumpf aufschlug. Dann raffte Hopman seine Werkzeugtasche, der auf dem Gepäcknetz lag, an sich und wandte sich zur Flucht. _ In einigen Augenblicken war die nächste Station erreicht. Hopman war hier noch nicht zu Hause. Aber es trieb ihn mit aller Macht fort. Der Tote da drinnen — die schrecklichen Augen trieben ihn fort. An allen Gliedern zitternd, verließ er in überstürzter Hast das Abteil und stieß >m Korridor^ mit einem Herrn zusammen, den er fast über den Haufen rannte. Der Mann rief ihn an, er reagierte nicht darauf. Fort jetzt — nur schnell fort, eh vor man den Toten dort drinnen entdeckte! Er durcheilte den Perron der Portier bl ckte ihm kopfschüttelnd nach. Di? Werkzeugtasche, obwohl leicht, war ihm ein Hindernis. Er entled'gte uch ihrer, indem er sie schnell noch in der Garderobe abgab. Den Aufgabeschein knitterte er zusammen. Dann verließ er das kleine Ztanon^ ^ de, ließ den Zettel in den Wind tlat. und die Nebelnacht verschlang igit_: • • Bald nachher betrat ein SchaM - (I1 Abteil und schlug Lärm, als er den ^.l! sah. Eine Sensation: ein Toter tw fsi Für derlei Ereignisse sind immer ~e der Hand, auch bei Nach: und= $0' Leichnam wurde bis zum Eintreten t roners einstweilen in einem klemen der Station niedergelegt. Das tch-J/ und auf ein Nebengleis gschooene wurde von der Kommisiion genau -uri# sucht und am Boden ein Hamme- ■ e{, den, der seiner Beschaffenheit naw nem Schuhmacher gehören lonn.^- Stiel und breitauslaufender &>• Aber es fanden sich bei dem rxßrf$l lei Spuren einer Gewalttat. Blut — nichts. Und doch fei11:' che Gutachten fest, daß der . .. noa £I' natürlichen Todes gestorben, nia]l nem Herzschlag erlegen war. -]a^ D:e Vorgefundenen Tokumen e wer der Tote war. Lange stand „ te nem Rätsel, denn es war ke:ne ' cVitirtf" ne Stich-, keine Schußverletzung ^ prfi men. Endlich spürte der Arzt, V gtfgletE Kopf des Toten auf die ließ, an seiner Hand etwas .^yntcksir, riges: ein winziger Tropfen ^ tu Blut! Schnell hob der Umertuck , «iw einmal das Totenhaupt, besah e-^.nidfe e r. entdeckte nun knapp ober dem ' lX. .( kaum merkbare kleine Wunde, gjrsi Blut klebte. Scharf nahm i(fl? er. Wunde unter die Lupe. ®an r.jz „Der Mann wurde iffinterr - A>r nen scharf geführten Stich ^ ^„rti#11 drang tief und hatte den t01 zur Folge." — _-------------------------- Wer war der Mörder? . S^ÜieM’11 Anderntags wurden zwei 1 In-) <ße> tektive Scottland Bords m t fljSe tfl ttien heit betraut. Sie suchten die ■ ^ «jgtb rracht kommende Strecke am den " nichts. Aber sie gaben oc- ■ f nicht auf. Schluß Sonntag, den 22. HotiemBer 103f. i'W" MarWo'M ZelkünF' Nummer 814. Lokale C Regelung der Fleisch-preife Wie wir bereits in der gestrigen Nummer gelegentlich des Berichtes über die Sitzung des Gemeinderates kurz erwähnten, wurden dom städtischen Marktausschuß im Einvernehmen mit den hiesigen Fleischhauern Nicht Preise für den Verkauf von Fleisch ausgestellt. Fn dieser -Sitzung wurde der Antrag d^s Marktausschusses angenommen, der u. a- besagt : Das Vieh wird je nach der Güte des Pietsches in drei Kategorien oder Gruppen ein-geteilt, und zwar fallen in die erste Kategorie gemästete Ochsen im Alter von 4 bis | Jahren sowie vollgemästete nichtträchtige fkalbinnen und Kühe von 3 bis 6 Jahren: ’n die zweite Kategorie Rinder von tadellosem Aeußern, deren Fleisch jedoch mit Fett ^onigex durchwachsen ist, somit Halbmastochsen von 4 bis 8 Jahren, Mastochsen über ® Jahre, Mastkalbinen von 2 bis 3 Jahren, stiere von 2 bis 4 Jahren und Mastkühe dis zu 8 Jahren; in die dritte Kategorie mHon alle übrigen Rinder, das sogenannte Wurst- oder Beinlvieh, insbesondere Kühe dder 8 Jahre, Stiere bis zu 1% und über Jahre ohne Rücksicht auf Mästung, Kat-.nnen unter 1 Jahr und mageres Vieh Überhaupt. Die einzelnen Kategorien wer-. n von Fachleuten in der Schlachthalle bei ledem einzelnen Rind festgesetzt. . Das Fleisch wird innerhall» der Katego j/ je nach der Güte in zwei Klassen eing3-,nlt und darnach richtet sich auch der Vor-^ufspreis für das betreffende Vieh. Der ^orkaufspreis wird nach einem bestimmten Schlüssel, im Wege eines Zuschlages zum Niko'o-Gesctienke nur vorn Juwelier und Uhrmacher J LG E R's SOHN Gosposka 15 Nichtigen Sie die ausgeschriebenen Preise in meinen Schaufenstern. Zahlungs-Erleichterungen. Gamstag, den 21. November welche beide für eine erstklassige Du rung der gewiß nicht leichten Aufgabe bürgen, sodaß der Besuch dieser Ausführung, bei welcher altbewährte sowie gerngehör,e Vcr-einskräfte Mitwirken werden, nicht versäumt werden soll. Näheres folgt in den nächsten Tagen. B, C ttiii '/vufspreis, ermittelt. Dieser Zuschlag be bsi Rindern der ersten Kategorie _ Der auf diese Weise gewonnene lii ltchfchnitt§prei§ wird bei der ersten Güte ten nv^En Dinar erhöht und bei der zwei-ztt, - le um einen Dinar ermäßigt. In der ^ eiten Kategorie beträgt der Zuschlag bei 105%, Kühen 110%, Stieren und den 100%, in der dritten Kategorie bch . bei Kühen 110 bis 120%, bei Kal-li, ^n.und Stieren llO% und bei mage-itoeit überhaupt 130%. Auch bei der ^üt unb dritten Kategorie gibt es zwei nene2'. die vom Durchschnittspreis um ci-toeirf nctt "nch aufwärts oder abwärts ab-Der Preis für Extremfleisch ist um m/, /her als jener für die erste Güte et* L/den Kategorie. a[(CrIt! 3 u wa g e stellt sich beim Fleisch 2o»r ®iichn und bei ausgelöstem Fleisch auf sthz' Rostbraten ohne Rippen eben-Ty..nitf 20% und mit Rippen auf 5%. Svhjbe ^ n k b- und S ch w e i n e f l e i s ch ^fhk-s?r,bookäufig keine genauen Richtpreise ly Kalbfleisch kostet im allgemeinen ^ Dinar pro Kilo. Hinsichtlich des *Uf bmefWfche§ steht der Marktausschuß bi? e 111 'Standpunkt, daß die Preise durch ^enoftn -Utren$ der Schweineverwertungs-d^tben ^ ^ "huch in von selbst geregelt ^rettenübenD des Männer-oefongv reines ^Pnon wenig Körpergymnastik, vielleicht ein wewg nernüiitig betr ebener Sport wett sicher-helsen als alle Kopfwehpulver. Kopfschmerzen können aber auch e‘ Teilerschemung anderer, z. B. sogar -rnV Erkrankungen sein. So sind KoplchtneiV vielfach das erste Zeichen akuter f kranfheiten (Typhus, Gr'-ppe, Schar > Hirnhautentzündung usw.). Es gibt f(1 Kopfschmerzen, die von Erkrankungen st ' ' rer Organe, so von den sogen. Nebeuhoo1 der Nase, von den Mandeln oder den Z ^ nen ausgehen und auch von dorther ne i * sam durch den Arzt bekämpft worden u nen. Teilerscheinungen ernster, chr°n|lsti Krankheiten sind die Kopfschmerzen oet ■1 ‘ , renkrankheiten, bei Gefäßverkalkung, Iyph lis und gewissen Erkrankungen ^ Gehirns. Darüber kann natürlich nur -genaue ärztliche Untersuchung den erwnu ten Aufschluß bringen. , Sch'eßlich sei, als besondere Form Kopfschmerzes, noch die Mgräne_ ' jener oft periodisch auftretende Haimo- . Kopfschmerz, der nicht selten erblch *|l • bestimmten Störungen des NecoenMü " oder der Drüsen mit innerer Abfonderi • seine Entstehung verdankt. , ( Wer also häufig und ohne nachwe--^ Veranlassung unter Kopfschmerzen lei der greife nicht wahllos zu einem schmerzenmittel, sondern bedenke, nre w nigfaltig die Ursachen der Kopfschmerzen > können, und suche unter Jnanspruchnao ärztlicher H'lfe vor allem den Uwrtion ner Kopfschmerzen nachzugehen. ;,fe Nur so kann wirkliche und dauernde v 1 mit geeigneten Mitteln und Methoden . bracht und unter Umständen eine e Krankheit durch rechtzeitige ärztliche v stefkung der Heilung zugeführt werden. d. Schmerzlose Operationen. Außer du^ Narkose kann man auch auf andere - TeI Operationen schmerzlos vornehmen. ^ Arzt spritzt eine schmerzstillende vlu" yott (Kokain) in den Rückenmarkskanal. ^ dieser Stelle nach abwärts ist dm S L für eine Zeit unempfindlich. Je nackste - { welcher Gegend operiert werden^.^strnem höher oder tiefer ein (Lumda-, ’ . elt tive Sakralanästhesie). Bei ganz ^ch Operationen kann man das Ge.ue Auf spritzen von C-hloräthyl urtentP ^ machen, wobei die betreffende -; g^ge, eist" wird. Oder man spritzt an die ^ an der man operieren soll. Kokatu n-anderes schmerzstillendes Mittel em anästhefte). Bücherscliau b. Časoois za zgodovino in^tCk der slovje, Heft 3—4, 204 ®ejL ' ßjeft 9lC' Mariborska tiskarna. Das fer Zeitschrift für Geschichte und feun[§« de, das der rührige Mariborer her' verein nun schon das dritte ^ 1 'ba§ 0 ausgibt, ist schon ein staatliches - )> £,r„P schon hinsichtlich der Ausführung, $cr kes und der Bilder sehen lassen Inhalt ist überaus reichhaltig u" u. a. die neuesten Ergebnisse aus biete der Geschichtsforschung. bringt nebst mehreren Bildern - . Dr- gen von J. Kotnik über dm Slaw-tz Matthias Murko anläßlich seines genfestes, von S. Brodart über ^ .sjalka gen und Forschungen m der P und deren Probleme, von 4.r. • .fl un9 über neue Ueberschriften aus -p T Paw von Dr M. KoS über die Bering lug Diaconus über die ®*otoelL;rbetie enthält die Doppelnummer versm ..Ajliche richte über archäologische unst 6 . jjjerw »logucye u..«■ v & Forschungen, eine Bibliogrnstu )L we rische Notizen sowie Bereinsnach ^t w Mitgliedsbeitrag bzw. das Avon ^ trägt 50 Dinar jährlich. Es w- bi0 uw wünschen, daß unsere Oeffentl' 1^ eigennützigen Bestrebungen d> ^^ unE durch Beitritt von neuen Mugi stützen würde. "" ' Der Brand. Federmann ist Mitglied der ö Feuerwehr. ^ em&er, t »Ich habe gehört," sagt e,u. g ^ Federmann am Stammtisch 1 hat, „Sie haben gerade zum u nen schlimmen. Brand gehabt- w-ebc1'1 .Nicht 1° schlimm,- schClfJ Sl«,W den Kopf, „wir haben nur um vertrunken." Wirtschaftliche Rundschau Augoflawischer Holzmarkt Die Holzausfuhr stark zurückgegangen — Vorderhand keine Aussichten aus Besserung Sn den ersten neun Monaten d. I. ist der «ert der H o l z a u s f u h r auf 723 'Stil* jüwen Dinar, somit um 40%, gegen das Vorjahr und um 50% gegen 1929 zurück-gegangen, bei einem Rückgang der ^samtausfuhr auf 3622 (gegen 5002 i. V.) pRtonen Dinar ober um 27%. Der Aus-M kommt vor allem in B a u h o l z, von ^nt nur 532 Millionen, also um 44% we-S’Scr als im Vorjahre und um 52% im äahre 1929 abgesetzt wurden, zum Ausdruck. die höchste Monatsziffer im Jahre 1929 60 Millionen, im Jahre 1930 134 Millw-s«n Dinar, so erreichte sie im laufenden l^hre nicht über 71 Millionen, betrug aber 11Tt Durchschnitt der neun Monate des Be-^tsfahres nur 59 mit einem Tiefstand von ,, Millionen im Feber d. I. Veryaltms-mitßig g u t hielt sich die Schwellen-Ausfuhr, doch blieb auch sie in den ,eisten vier Monaten tief unter dem Niveau ** vorausgegangenen Monate. Immerhin .nutben in den ersten neun Monaien noch Wer 2 Millionen Stück Schwellen gegen 2.36 Millionen im Vorjahre und 2.53 Millionen ^ vorvorigen Jahre ausgeführt. Seit Ok-«Ä? ’S. I. aber ist auch das Sch.uellenge-1 'Mit sehr geringfügig, zumal seit der Ein-iuhrs^rre in Frankreich. zVerhä-ltnismäßg am stärksten hat die l' e n it h o t z a u § f u h r n a ch-b 1 a f f e n. Die 35 Millionen Dinar be-Euteu gegen das Jahr 1929 einen Ausfall 81 Millionen oder über 200 % gegen Vorjahr aber, in welchem die Ausfuhr, z.te man glaubte, eine nicht mehr zu unier-’^tendc Verschlechterung erfahren hatte, um Millionen oder fast 37%. Dem Gewicht xQtf> war die Ausfuhr noch viel geringer, ;11« die 138.940 Tonnen sind nur etwas Jcjst als ein Viertel der Ausfuhrmenge im Mre 1929 und kaum die Hälfte der Vor- der vielen kleinen Werke vollständig gedrückt. Die Holzindustrie Jugoslawiens macht also, ebenso wie die in Rumänien und in den anderen Nachfolgestaaten, sehr schwere Zeiten durch und es ist vorläufig nicht abzusehen, wohin diese durch die außerordentliche Kreditnot noch gesteigerte Krise führen wird. Jedenfalls ist im kommenden Jahr mit einer starken Konzentration (Fusion) von Unternehmungen bei weiteren Produktionseinschränkungen zu rechnen. Unter solchen Umständen erübrigt es sich zu bemerken, daß die in dieser Jahreszeit stets mit ■Spannung erwarteten staatlichen Stammholzlizitationen einem sehr geringen Interesse begegnen. Nur in Slowenien ist die Beteiligung der kleinen Sägebesitzer an den Lizitationen viel größer als man erwartet hat. Dr. H. ^tätnenge. 'dieser anhaltenden schweren Preis-I Aksatzkrise konnte es nicht ausbleiben, R Betriebe der größten Unternehmungen Steber ganz oder zum Teil stillgelegt wur |S- Auch die Hoffnungen, die die Weich* Vä'nbustrie auf ein Zusammengehen mit uMnien gehegt hat, sind infolge ver-j^Sener J üeBen und es ist sehr zu Bezweifeln, ob . iberhl e,i wurden auch Besprechungen mit den Ebener noch ungelöster Fragen unerfüllt eg „Sen und es ist sehr zu bezweifeln, ob überhaupt zu einem Kartell (in letzterer * wurden auch Besprechungen k"~ JR gepflogen), kommen wird. Ktitn^ S n l a n d m a r k t ist schon jahres-^ /tch sehr beengt, w'rd aber auch durch die Fst^sne Preispolitik mancher größerer $u und das drängende Ueberangebot Eröffnungssitzung der neuen Handeiskammer Freitag trat die neue Handels-, Gewerbe-und Jndustriekammer für das Draubanat in Ljubljana zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Die Wichtigkeit der Wirtschaftsfragen, die in der gegenwärtigen schweren Krise zur Diskussion stehen, wurde noch dadurch unterstrichen, daß der Eröffnungssitzung auch Bauus Dr. Marušič beiwohnte, der in seiner Rede die hohen Aufgaben dieser vornehmsten Vertretungskörperschaft unserer Wirtschaft hervorhob. Unter dem Vorsitz des Kammerpräsidenten Jelačin jun. wurden sodann verschiedene Wirtschaftsfragen angeschnitten, so auch das neue Gewerbegesetz, das eingehend in Behandlung genommen wurde. Die Kammer sprach sich ferner, wie wir bereits in unserer Samstagnummer verzeichnet horten, für ungeteilte Wirtschafts-kammern im ganzen Staat aus. Sodann schritt man an die K o ustit u-ierungderKammerausschüfse. Das Präsidium setzt sich aus dem Präsidenten Ivan Jelačin jun. sowie den Obmännern der Sektionen für Handel, Gewerbe und Industrie zusammen. Obmänner bezw. Vizeobmänner der einzelnen Sektionen sind Konrad E l s b a ch e r und Josip I. Kavčič (Handel). Engelbert Fra n-ch e t t i und Jakob Zadravec ((bewerbe), Dragotin Hribar und Anton K r e jči (Industrie). Der Finanzausschuß setzt sich aus dem Kammerpräfidinm sowie aus je zwei Mitgliedern jeder Sektion zusammen, u. zw. aus den Herren Stane Vid- mar (Ljubljana) und Ferdo Pintar (Maribor) für die Handelssekrkon, Franz Kavčič (Ljubljana) und Jakob Zadravec (Središče) für die Gewerbesektion) und Ing. JoLe Jelenc (Maribor) und Franz Heinrihar (Ljubljana) für die Jndustriesektion. Mitglieder des Gewerbesörderungsausschusies sind alle Mitglieder der Gewerbesektion sowie die Her ren Josef J. Kavčič, Anton KrejSi (Ruše) und Franz Sire (Kranj), während den engeren Exekutivausschuß die Herren Ivan Jelačin, Engelbert Franchetti, Bartholomäus Golčar (Celje), Josef Rebek (Ljubljana), Jofef J. Kavčič und Franz Eire bilden. Der Sitzung wohnten auch die beiden Abgeordneten, die unsere Wirtschaft im neu en Parlament vertreten, nämlich Fabriksdirektor K r e j či und Generalsekretär der Kammer Mohorič bei, die die Versicherung abgaben, die Interessen der Wirtschaft des Draubangts in der Skuvschtina stets auf das nachdrücklichste zu vertreten. Die gesamten Garantiemittel der Gesellschaft betrugen am 31. Dezember 1930 3.Q21.391.000 Dinar (Drei Milliarden und 21 Millionen Tin). Der Jmmobilienbesitz der Gesellschaft, welcher aus 88 Objekten in Aegypten, Belgien, Bulgarien, Tschechoslowakei, Deutschland, Frankreich, Italien, Jugoslawien, Oesterreich, Polen, Rumänien Spanien und Ungarn besteht, repräsentiert einen Wert von 512,000.000 Dinar. Ter Wertpapierbesitz betrug am 31. Dezember 1930 Dinar 1.468,800 000.—, wovon Din 1,364.800.— durch festverzinsliche Wertpapiere mit Goldcharakier oder auf wertbeständige Währungen repräsentiert sind. Die Anteile bei Emissionsbanken betrugen Din 29,600.000.—, bei verschiedenen 85er« ficherungS«Gesellschaften hingegen 63,200 000.— Dinar. Aus dem Reingewinn im Betrage von Din 6 068 064.— wurden Din 2,720.000— zur Ausschüttung der 8.5% Diven.de verwendet und der Rest den Kapitalsreserven zngesührt. In Jugoslawien wurden im vergangenen Jahre neue Lebensversicherungen ans ein Kapital von Din 182,151.000.— abgeschlossen. Der Gesamtbestand der in Jugoslawien am Ende des Jahres 1930 in Kraft stehender Lebensversicherungen repräsentiert ein versichertes Kapital von über eine Milliarde Dinar. Das Tätigkeitsgebiet der Lebensversicherungs-gesellfchaft „Phönix" welche die zweitgrößte Versicherungsgesellschaft auf dem Kontinente ist, umfaßt folgende Staaten: Jnaofloroicn, Aegywen, Be'aien, Bulgarien, Tschechoslowakei, Deutschland, Frankreich, Griechenland. Holland. Italien, Oesterreich, Palästina. Polen, Rumänien, Syrien, Spanien, Tmrs, Türkei und Ungarn. 15011 Bilanz-Llebklsicht der Lebensversicherungs-Gesellschaft „P h ö n i x». Die. Lebensversicherungs-Gesellschaft „Phönix" („Feniks") hatte am 21. Juli l. I. ihre 48. ordentliche.Generalversammlung bei welcher die Bilanz für das Geschäftsjahr 1930 genehmigt wurde. Aus dem Geschäftsberichte entnehmen wir folgende wichtige Daten: Tie im Laufe des Jahres 1930 abgeschlossenen Lebensversicherungen erreichten den Betrag von Dinar 5.251,000 000.—. . Der Bestand der beim „Phönix" am 31. Dezember 1930 in Kraft stehen der Lebensversicherungen betrug 20.468.000.000 Dinar. Dieser Betrag stieg bis Ende Juni 1931 schon ans 22.140 000.000 Dinar. (22 Milliarden 140 Millionen Dinar). Die Versicherungsgesellschaften, an denen der „Phönix" durch Aktienbesitz und Rückversicherung beteilig! ist, weifen Ende 1930 einen Lebensversicherungsbestand von mehr als 10 Milliarden Dinar aus. so daß der Gesamtbestand der beim Phönix-Konzern am Ende des Jahres 1930 in Krast stehenden Lebensversicherungen weit über 30 Milliarden Dinar betrug.. Durch die Gruppenversicherung, die vom „Phönix" in Gemeinschaft mit „Metropolitan Life Insurance Company" in Newyork betrieben wird, ist 7000 Angestellten und Arbeitern in Deu'schland, Oesterreich, Ungarn und Tschechoslowakei Versicherungsschutz über 240,000.000 Dinar geleistet worden. Die Rückversicherungs-Verbindung mit der größten europäischen Gesellschaft „Prudential Insurance Company Limited" in London wurde bedeutend erweitert. D'e Prämieneinnahme betrug im vergangenen Jahre Din 1.041,409.842.— die Erträgnisse der Kapitalsanlagen beliefen sich jedoch auf Din 154.767.760.-—. An Versicherte und deren Hinterbliebene sind im Jahre 1930 Din 284,350 000 ausbezahl' worden. Die im Jahre 1930 erteilten .Hypothekar-Darlehen haben sich aus Dinar 174,4-00 000.— und d'e Nolizzendarlehen auf Dinar 224 800 000,— erhöht. Die technischen Reserven (Prümien-Reservc Prümien-Uebertrüge und Dividendenreserve) haben sich im Jahre 1930 um Din 631.021.140.—, d. i. auf Din 2.910.218.240,— erhöht. X Heu- und Strohmarkt. Maribor, 21. November. Heu wurde zu 80—85, Grummet zu 65—75, Stroh zu 60—75 und Klee zu 85 Dinar per 100 Kilogramm gehandelt. X Borstenviehmarkt. M a r i 6 o r, 20. November. Der Auftrieb belief sich auf 196 Stück. Die Kauflust war verhältnismäßig gut, verkauft wurden 98 Stück. Es notierten per Stück: 5—6 Wochen alte Jungschweine Dinar 36—60, 7—9 Wochen 80—100, 3—4 Monate 150—240, 5—7 Monate 300—400, 8—10 Monate 450—500, einjährige 600— 750, das Kilo Lebendgewicht 5—6, und Schlachtgewicht 7—10. X Devisenverschärfungen in Deutschland. Nach dem neuen Reglement über den Devisenverkehr dürfen aus Deutschland Banknoten und Wertpapiere ohne besondere Bewilligung im Höchstbetrage von 200 Reichsmark ausgeführt werden. Reisenden, die nach oder durch Deutschland fahren, wird empfohlen, beim Betreten deutschen Gebietes sich vom Grenzzollamt die Menge des mitgeführten Geldes oder Wertpapiere bestätigen zu lassen. Binnen vier Wochen kann dann dieses Geld bezw. Wertpapiere ohne besondere Erlaubnis wieder ausgeführt werden. X Verschärfung der Devisenvorschriften in Oesterreich. Die österreichische Regierung gab eine dritte Verordnung in der Frage der Devisenregelung heraus, womit die bisherigen einschlägigen Bestimmungen noch verschärft werden. So ist nunmehr jede Ausfuhr bezw Ueberweisung des Geldes in eigener oder ausländischer Valuta an die Bewilligung der Nationalbank gebunden. Personen, die ausländische Zahlungsmittel und Kredite anzumelden haben, müssen binnen 3 Wochen jede Forderung gegenüber Ausländern anmelden. Kupone der ausländischen Wertpapiere sind der Nationalbank anzubie- mane ^°trian von Mary Misch Dyr'8ht by M. Feuchtwanser. Halle (Saale) 41. Fortsetzung. tutj j*. Annemarie das Kästchen seiner Hülle Ihx ‘rtgt, und tief errötend, denn es erschien teU'.'St arg jämmerlich, dem Pfarrer ge-^llas te' brach dieser in einen Entzük-aus, und eilte damit ans Fenster, ^aissance!" rief er, „echt Renaissance! . hex, Vroni, schau' das Engelsköps-n • • . und hier diese Kapellentür, bis tyZ lug *r , * • uuu IslUl MU-yiut: ULM V, uni) Einste von einem Künstler Sftt 2 iQ;/< schrie die Witwe überlaut, um jf%De?^^rten geistlichen Bruder zum tetfu” Su br-ngen. Das war ja gerade h Manier, um das Doppelte zahlen »Zu Erstand sie es besser. 6phhaben Sie denn den alten Ka-stzt?" fragte sie mit verächtlicher k ..Alz o . "Srüti-. obnebellästle!" flüsterte Annemarie , „V und beschämt. D vJfso, da hört es der Herr Bruder, c^kköstle! Ein richtiges altes Ge muß ja schon hundert Jahre in eurer Familie in den schmutzigen Ecken herumhängen, .nicht?" „Ja, das schon, unsere Urahne soll's schon gehabt haben. Ich hätt' mir auch nicht erlaubt . . . aber die Binderin . . ." Sie wußte vor lauter Verlegenheit nicht weiter. „Vroni, schau", rief der hochwürdige Herr in beschwörend leidenschaftlichem Tone, „vas Kästchen muß in einem Kloster, von einem Mönch gearbeitet sein. Sieh' dir doch dieses Zeichen an. Wahrhaftig, das ist ein seltener Fund!" „Ja, ein richtiger Schund!" überschrie ihn die Witwe, mit Augen und Händen winkend Der Pfarrer sah es nicht oder wollte es nicht sehen. Mit der leidenschaftlichen Freude des Sammlers untersuchte und forschte er. und machte aus seiner Bewunderung 'in Hehl. Nicht jeden Tag konnte man einen solchen Kauf machen, das mußte genossen werden. Mit glänzenden, freudestrahlenden Augen rief er endlich Annemarie zu sich heran: „Das Kästchen ist hübsch, recht hübsch", sagte er, und tätschelte sie in seiner Freude auf die Schulter, „ich kaufe es, wenn Sie mir einen angemessenen Preis machen". „Aber lieber Bruder, wie kann man nurjammerte die Witwe. „Vronele", wandte sich der Pfarrer jetzt an seine Schwester, nahm ihre Hand und drückte sie herzlich, „gehe h die Küche und > bring' für die junge Frau was zum Schluk- ken; sie hat einen weiten Weg nach .Hause." Frau Veronica verzog die vollen Lippen zu einem schmalen, ironischen Streifen. I „Wir kennen uns sch-m. Hochwürden", sagte sie halblaut und zwinkerte mit den Augen, I „mir macht man nichts weis. Draußen willst mich haben wegen dem Kostenpunkt! Na, mir soll's recht sein, aber mehr wie eine Mark ist das alte Holz nicht wert." I Annemarie hatte dem geschwisterlichen Streit staunend zugehört Die Witwe hatte I nach ihrer Meinung vollkommen recht; aber dem Pfarrer gefiel das Kästchen, und er woll I te es kaufen. Das Herz hüpfte ihr bei diesen I Gedanken, und dann zog er sich wieder angst i Uch zusammen, als sie merkte, daß es nun an das Handeln ging Wieviel, um des Himmels willen, sollte sie nur verlangen? Daß es nur ja nicht zu wenig war! Vielleicht i fünf Mark . . . aber nein, das wäre doch unverschämt. Also nur drei oder zwei Mark . . . Der Pfarrer schien es eilig zu haben; er hielt bereits die gehäkelte Geldbörse in der Hand und schob die Ringe daran zurück. „Lllso, liebes Frauchen", sagte er mit gedämpfter Stimme, „wieviel verlangen Sie? ... Ich will das hübsche Ding kaufen. Denn es ist echt, Sie können mir getrost glauben ... das heißt, natürlich" - der gute Pfarrer suchte nach einem Handels-kuiff —, „etwas so gar Besonderes ifi es doch nicht, durchaus nicht. Also wieviel?" Die Verkäuferin war dem Käufer ebenbürtig, und stotterte, tief errötend: „Viel wert wird's freilich nicht sein, aber vielleicht fünf... ich wollt' sagen drei Mark, wenn mir Hochwürden geben täten". „Hm", machte .Hochwürden, „also drei Mark? Ganz recht, ganz recht. Aber" —- er rieb sich nachdenklich die Nase „ist das . . . ist das nicht gewissermaßen zu wenig? Sollen wir nicht etwas mehr sagen? Zum Beispiel, zehn Mark. Zehn Mark ist, glaube ich, richtiger, nicht?" „Oh, Hochwürden!" stammelte Annemarie, und ließ sich vor Freude zitternd, das Geld in die Hand zählen. „Na ja", sagte dieser, „Recht muß Recht bleiben Es ist nicht zu viel. Ein Antiquitätenhändler in A. würde Ihnen wahrscheinlich das Doppelte bezahlt haben." Klapperndes Geräusch vom Flur her mek Sete das Nahen der Witwe. Der Pfarrer, dessen Finger bis jetzt unentschieden in der seidenen Börse herumgespielt hatten, griff zu und drückte Annemarie nachmals zwei größere Geldstücke in die Hand, mit der geflüsterten Weisung, sie schleunigst einzustek-ken. Annemarie ließ sich das nicht zweimal sagen; ja, sie tat sogar ein übriges, indem sie den forschenden Augen der Frau Veronica em so gleichgültiges, harmloses Gesicht zeigte, als ihr sie der unmäßigen F'eude, die sie empfand, nur irgend möglich war. ©trtmlag, stert 22. November 1931 ftt*. ten, die dieselben bei der Fälligleir honoris reit wird. Das Gold- oder Silberigio auf ge münzte Schillinge ist verboten, während der Verkehr mit Goldstücken an die Bewilligung der Nationalbank gebunden ist, die auch den Verkauf von ungemünztem Gold, Silber und Platin an das Ausland zu genehmigen hat. X Kontingentierung der Geflügel-, Eier-mtb Fleischeinsuhr in Frankreich. Wie amtlich mitgeteilt wird, wurde die Einfuhr von Geflügel, Eiern und Fleisch in Frankreich auf Antrag des französischen Ackerbaumini-sters vorübergehend kontingentiert. Nach diesem Regierungsbeschlusse darf die Einfuhr an Lebendgeflügel 2000 Quinta!, an Tauben 750, an Kaninchen 65 Quinta! int Jahre nicht überschreiten. Die Höchstmengen für Schafe betragen 3000, für gefrorenes Schaffleisch 5000, für geschlachtetes Geflügel 1500, für geschlachtete Kaninchen 250 Quintal. Die Eiereinfuhr darf jährlich in natürlichem Zustande 5000 Quintal nicht überschreiten, die Einfuhr von gezuckertem Eiweiß und Eidotter 570 Quintal, von pulverisierten Eiern 590 Quintal. X Abbau der Zimmerpreisr zur Leipziger Frühjahrsmesse 1932. Wie uns das Leipziger Meßamt mit.eilt, werden zur Frühjahrsmesse 1932 die Preise für Pr.vatztrnrner wieder herabgesetzt. In der in den letzten Tagen stattgefundenen WohnungsauSschuß-sitzung wurde beschlossen, daß der einmalige Uebernachtungspreis in der Sonderklasse von 112 auf 10 Mk., in der Klasse 1 von 3 auf 7.50 Mk., in der Klasse 2 von 6 auf 5.50 Mk. herabgesetzt wird. De Uebernachtungspreise von 4 Mk. in der 3. Klasse und 3 Mf. in der 4. Klasse bleiben unverändert. Auch die Preise für zweib«tige Zimmer ermäßigen sich entsprechend, so daß ein solches der Sonderklasse künftig 16.70 statt 20 Mk., der Klasse 1 12.50 statt 13.30, der Klasse 2 9.20 statt 10 Mark kostet. Bei nur einmaliger Uebernachtung wird nicht mehr die Miete für zwei Nächte erhoben, sondern zu dem Mietpreis der ersten Nacht tritt ein Wäische-zuschlag in Höhe einer halben lieber nach« tungsgebühr. Von der fünften Nacht ab tritt in der üblichen Weise eine 33% % ge Ermäßigung der Zimmerpreise ein. Sport Die erste Iokalrunde „Maribor" — „Svoboda" und „Napid" „železničar". Die diesjährigen Wettkämpfe um den Unteroerbandspokal nehmen einen aufschlußreichen Anfang. Dürfte auch „Maribors" Sieg gegen „Svoboda" feftstehen, so wird die Mannschaft noch äußerst schwer zu kämpfen haben, um sich bis zum Endsieg durchzubringen. Eine offene Sache ist das morgige Zusammentreffen zwischen „Rapid" und „železničar". „Rapids" bemerkenswerte Erfolge in der letzten Zeit lassen auch diesmal von der Mannschaft viel erwarten, Dagegen werden die Eisenbahner gewiß wieder alles daransetzen, um sich auch in diesem Wettbewerb mit Erfolg zu behaupten. Die Spiele werden um 13 Uhr am „Ma-ribor"-Platz von „Maribor" und „Svoboda" eröffnet. „Svvbodas" unleugbarer Form aufschwung wird auch den Weißschwarzen viel zu schaffen geben, dies umso mehr, als „Maribor" immer wieder gezwungen ist, mit mehreren Reservespielern im Feld zu erscheinen. Das Spiel wird Schiedsrichter Bizjak leiten. Um 14.30 Uhr geht das neue „Derby" in Szene. Sowohl „Rapid", als auch „železničar" gehen diesmal vorbereitet in den Kampf, sodaß der Spielverlauf endlich einmal Licht in das eigentliche Kräfteverhältnis zwischen der ersten und zweiten Klasse bringen wird. Zum Spielleiter dieses hochwichtigen Kampfes wurde Schiedsrichter Bergant bestellt. Olymp schkS von W?raN Von allen europäischen Nationen sind sich die stand navischen Länder über d'.e Beteiligung an den Olympischen Spielen in Lake Placid und Los Angeels am weitesten im klaren. Das Schwedische Olympische Komitee beschloß in Anwesenheit, des Kronprinzen eine zwar seit 1908 kleinste Expedition zu entsenden, dafür aber mehr Gewicht auf de Qualität der Teilnehmer zu legen. Für die Winterspiele soll eine Gruppe von höchstens 20 Mann einschließlich, Führer entsandt werden. Nach Los Angeles rechnet man mit einer 75 Mann starken Expedition, darunter befinden sich auch die Reiter, die aber von privater Seite finanziert werden. — Finnland wird zu den Winterspielen wahrscheinlich keine Skiläufer stellen; auch Thunberg soll, schwedischen Zeitungen zufolge, nicht nach Lake Placid fahren. Für die leichtathletischen Sommerspiele sollen aus einer Gruppe von 40 Mann die besten 25 Athleten festgestellt und nach Los Angeles geschickt werden. — Norwegens Winter-aufgebot für Lake Placid ist finanziell gesichert, die Auswahl jedoch noch nicht getroffen. Am Kunstlaufen wird natürlich Sonja Herne teilnehmen, dagegen wird Europameister Ballangruud die lieber fahrt nach Amerika nicht mitmachen. — Die spanische Regierung hat dem spanischen Olympischen Komitee zur Beschickung und Vorbereitung der Teilnehmer der Olympischen Spiele einen Betrag von 400.000 Peseten zur Verfügung gestellt, so daß also auch Spaniens Beteiligung finanziell gesichert ist. — Der i t a-l i e n i s ch e Ruderverband ist mit den Vorbereitungen seiner Ruderer für Los Angeles beschäftigt, nachdem die finanzielle Seite des Problems durch das Eintreten der Regierung und des italienischen Olympischen Komitees gelöst ist. Nach vorberei-denden Regatten im Mai und Juni • folgt die endgültige Auswahl der Vertretung Ende Juni bei den eigens so früh angesetzten italienischen Meisterschaften. : SK. Rapid. Ilm 14 Uhr treffen sich am „Maribor"-Platz Hermann, Barloviö, Flack, Zorzini, Bröckl, Golinar, Heller, Venko, Hard'nka, Pischof, Schmidt, Marčinko und Frangesch. Die Jugend spielt in der Aufstellung: Čerče, Go mol, Tomšič, Zelenko, Fränges, Čebul, Štiglic,' Roškar, Herbert, Gorenčan, Fillibec, Žižek. : Der Mariborer Moloklub hält Bonmag, den 22 d, um 9 Uhr im Hotel „Brei" reine diesjährige ordentliche Hauptversammlung ab, worauf alle Mitglieder nochmals aufmerksam gemacht werden. Die Tagesordnung lautet: Verlesung des Protokolls der letzten Hauptversammlung, Berichte der Funktw tmre, Wahlen und Allfälliges. : SK. Svoboda. Das Wettspiel flg** „Maribor" bestreiten Kropi Grubar, & „muiui wnve.rcu oit / ,a f nad, Gradišnik, Breznik, Strah, ^už' futa, Sinkovič 2, Tasko, Marnik, Wo L;, und Haberl. Die Genannten haben um h"lb 13 Uhr am „Maribor"-Platz gestellt )u 1 ■ • : Der Mariborer Skiklub veranstaltet, wie schon berichtet, heuer zwei Weihita >-iskikurse > im Gelände des „Pohorski dm • Der erste Kurs dauert vom 25. Dezember^ 1. Jänner, während der zweite m den ~ gen vom 1. bis 7. Jänner abgehalten m ’ Die Leitung der beiden Kurse hat der lehrer Herr F o r st n e r i č übernomm-' der den Unterricht nach der bewährten ~ geri-Methode vornehmen w'rd. -luch J das leibliche Wohl wird in der renomnw ten Hütte bestens vorgesorgt sein. .Igj düngen mögen rechtzeitig im llhtenpl ' Stoje c in der Jurčičeva ulica 3 a i!-geben werden. Heitere Ecke Kritik. S i e: Noch nirgends habe ich so angezogene Frauen gesehen, wie in i» Theater ... , ist • Er:... nicht wahr? Und das Stu auch gut! Symbole. Vater, fragt Willi, der Lehrer hat bei erzählt, daß ein Palmzweig das Zeichen Friedens ist. Was ist denn das Zeichen Krieges? — Eist Myrtenkranz, sagte der ter mild. Wandlung. 6cs A.: „Führt den der Rechtsanwalt, öcr ,. Ihnen ein möbliertes Zimmer hatte, noch . Ihre Prozesse?" . B.: „Jawohl, aber jetzt habe ich bei das möblierte Zimmer!" Guter Rat. ett „Nach einem erfrischenden Bade^kom mir immer die schönsten Gedanken." , „Da müßten Sie eigentlich öfter mal den." f-euilleion Dreizehn ln Dalmatien Das Erlebnis einer Maturareiie. (£tne lange Bahnfahrt hatten wir ichon hinter uns — Villach—Ljubljana—Zagreb — und immer noch waren wir n.cht dort, wohin wir uns alle jo sehnlichst wünschten. Wo blieb nur das Meer, wann lam cs endlich? Erst als die Sonne sank, ein rotglühender Ball am blaugrünen Firmament da sahen wir es von steiler Höhe aus weit drunten liegen, wie auf einer Landkar.e, ganz still und glatt. Je näher wir kamen, desto dunkler wurde der Ball der Sonne, bis er endlich tiefblutrot hinter den Bergen von Istrien verschwand. Kurz darauf kamen wir in S u š a k an. Auf der „Zagreb", einem sehr teonen Eil-dampfer, nahmen wir noch vor dem schlafen-gehen entzückt das Bild vom Meere und der klarhellen Mondnacht in uns auf. Elans ruhig lag die See, nur hie und da sprang ein Delphin aus der dunklen Flut. Und plötzlich sagen w'r das Meer leuchten, prachtvoll, sagenhaft schön. Als dann der Mond tiefgelb im Meer versank, krochen auch wir Dreizehn mud und schläfrig unter unsere Mäntel und tchhefen wacker 'bis in den Hellen Morgen. War das em Erwachen! Helle, helle Sonne und überall un-beschreibl'ch blaues Meer. Gegen Osten das Land kleine Orte wie aus einer Spicuzeug-schachtel, dann wieder kahle Inseln oder niedrige Berge auf dem Festland. Kurz nach S i-b e n i k tat sich zum ersten Male dis Meer ganz frei vor unseren Blicken auf: w'r konnten stns allmählich einen schwachen Begriff von dem Wort „Unendlichkeit" machen. In S P l i t hatte uns das Reisebüro „Put-nik" in entgegenkommender Weise in einem Kloster Unterkunft verschafft. Dort machten wir es uns bald in drei sauberen Zimmern bequem und fühlten uns auf den nackten Matratzen wohler als im vornehmsten Hotel. Nach einem einzig schönen Freibad in der Bucht von S o-I j n stiegen wir alle über Steinmauern und magere Wiesen zu unserem Kloster und bald darauf hinunter zur Stadt. Wie anders schien uns doch das Leben in Spl't. wie viel interessanter als daheim Am Nachmittag da schläft die Stadt, wie ausgestorben sind die Straßen, aber abends, weint cs kühler wird, sind die Geschäfte hell erleuchtet und bis tief in die Nacht hinein geöffnet. Da kommt alles, was nachmittags in seiner Behausung schlief, heraus,,man zeigt sich in großer Toilette und sitzt mit gefärbten Lippen und bemalten Brauen in den Eafps und gibt dem Leben am Kotsio und am Nationalplatz sein cha-rakteristftches Gepräge. Am ändern Morgen »änderten mir dann in die Stadt. Das VerMvl, der teönste Reit des alten Diokletian-Palastes, ist unser Lieblingsplatz geworden. Der Dom. ehemals das Mausoleum des Kauers Diokletian, die Prachtvollen korinthischen Säulen, die ihn umgeben, die alt- ägyptische Sphinx aus schwarzem Marmor und das Erzstandbild Grgur Ninskis. des mittelalter liehen Vor.ämpfers der kroatischen Kirchenspra-che, fesselten uns dort besonders. Vom Kampa-nile aus der an der Westseite des Domes gen H'mmel ragt, gen offen wir den schönsten lieber blick über den Hafen, die Stadt, mit dem Mar-janberg und die Bucht von Solin. Am nächsten Vormit'ag fuhren wir Mit dem Autobus nach Solin zu den berühmten urchristlichen Ausgrabungen zweier in vertchiedenen Zeiten am selben Platz erbauten Basiliken. Die vielen Steintrümmer, Sarkophage und Säulenreste und die Agaven, die in schönster Blüte sterben müssen, stimmten uns schwermütig. Am folgenden Tag fuhren wir mit einem Lokaldampfer nach der alten Feste Trogir, die im Gegensatz zu dem antiken Diokletian-Ralast ein ganz mittelalterlich venetian'sches Gepräge zeigt. Der Dom mit seinem herrlich ausgehauenen Portal, welches links und rechts von zwei Löwen bewacht wird, ist e'n Kunstwerk, das sogar die nicht besonders kunstverständigen Oktavanerinnen mit Begeisterung erfüllte. Nach schwerem Abschied von Split faßen wir dann am fünften Tage aus der „Cetina" zur Reise nach M e t k o v i 6. Wir fuhren den ganzen Tag. kamen bei M a k a r s l a vorbei und 'ahen auch manch anderen hübschen Ort. Die Berge traten näher an die Küste heran und wuchün immer höher. Gegen Abend nahm uns das Delta der Narenta auf; wir 'reuten uns, auch eine schöne Flußfahrt mitmachen zu können. Nach einer Nacht in Metkovie lder einzigen, die wir in einem Hotel verbrachten) führte uns ein kleiner Zug dem orientalischen M o st a r zu. Das Tal der Namenta mit seinen steiler Felsen und Hamen am Ufer des Flusses nahm uns auf Langsam verbreiterte sich das Tal und öffnete sich schließlich zu einem Becken. Dann 'ahen wir endlich Mostar mit fernen vielen vielen schlanken Minaretts Wie freuten w'r uns, als wir die erste verschleierte Türkin den ersten echten Moslim 'ahen. Sogar in eine Mo-'chee durften wir, mußten uns allerdings vorher der Schuhe entled'gen, wobei durch vorwitzige Zehenspitzen manche Verlegenheit entstand. Der Aufstieg in das Mitiare't war langwierig und finster: man fühlte sich wie in einem Schneckenhaus, aber der Ausblick von oben war wundervoll. Welch ein Gefühl, auf derselben Stelle zu stehen, wo der Muezzin fünfmal des Tages nach aCIcn vier Windrichtungen hinaus zum Gebet ruft, melod'sch singend, klagend, weltfern! Wir besicht'gten dann den Bazar und bewunderten originelle Opanken. Teppiche und Stickereien. Kaffeegeschirre. J'briks — kurz alles mögliche. D'e schöne, alte „Römer Brücke" über die Narenta. die &e; Mostar in einem tie'en. felsigen Bett fließt, wurde natürlich auf die pHotograpische Platte gebannt. Doch bald ging es wieder weiter, zurück durch das Tal der Narenta bis zur ehemaligen venetianifchen Grenz-feftuna fiele-l a. dann isidoftwärts Binam in die Felfeu-wildnis des Karstes. Ein Bild von besonde- rer Wirkung auf dieser Fahrt: hoch droben d e Bahn und unten ein riesig weites Kessel tal. Ganz verwachsen, von einem ungesunden. satten Grün, furchtbar eintönig und unheimlich. Auf , der ganzen Fläche kein Haus, „nur ein weißschimmernder Fluß, der sich träge durchwind« und dann ganz plötzlich verschwindet, lieber allem brütete d’e Sonne mit einem glasigen, bösen Glanz. Ich wußte für all das nur einen Nomen: Malaria. Wir kamen, zum 26 Kilometer langen Po ipovo Polje, erneut Seebecken, das im Sommer austrocknet und dann fruchtbaren Boden zurückläßt — die Kornkammer der Herzegowina. Zwei Stunden lang Fuhren wir am Rande des Beckens und hatten Zeit genug, es uns fest ins Gedächtnis einzuprägen. Daun ging es noch höher in die Berge und endlich, endlich sahen wir wieder das Meer. In D u b r o v n i k bezogen wir sofort unsere Herberge, d'e uns wieder das Fremdenverkehrsbüro „Putin k" besorgt hatte. .Hin er dem Dom des Raffalinio von llrbino führen ein paar Stufen zu einem dunklen Torbogen und einer schmalen Gasse, die wir auf Grund abendlicher Beobachtungen in übermütiger Laune die, „Gaffe der Leidenschaft" getauft hatten »nd die direkt an die Festungsmauer von Dubrovnik und an un'ere Haustüre anstieß. Da wir m der Festung wohnten war unfer llebernach-tungsraum nicht so alltägl'ch wie m Split oder anderswo. Zwei kleine Fenster in einer mehr "ls meterdicken Mauer gewährten einen beschränkten Ausblick in die „Gaffe der Leiden« chaft". gerade genug, um den mitternächtlichen Ständchen, die uns gebracht wurden zu lauschen. Das Zimmer ober uns wurde von der anderen „Hälfte" der Dreizehn bewohnt. Ein Fenster ging auf die Festungsmauer, die sich an einen kleinen Hof anschloß, der vom zweiten Stock unserer Behausung zu begehen war. Von dort war man mit emein Schritt auf der Mauer, die dort fünfundzwanzig Meter gegen das Meer abfällt. Ich könnte mir keine idealere töerbetge für eine schönheitsbegeisterte Maturaklaffe denken. Die Stadt mit der Burg war uns bald vertrant. der Hof des Franziskaner- und des Dominikanerklosters wurde beucht, wo Drangen« und Zitronenbäume stoben. Den Onofrije-Brun-nen im Pile-Tor. die Grotte des Magiers Bete, die schmalem, steilen Gaffen zur Festungsmauer. alle diese Eindrücke nahmen wir begierg in uns aus. Einmal fuhren wir mit einem Motorboot hmüber nach dem Märcheneiland L o-k,r ii m. Saftiges Mvrthengri-n duftender Ros marin dunkle Olivenbäume. Dattelpalmen und die sonderbarsten Bkütenllräucher gedeihen auf Lokrum in üppiger Pracht. Am nächsten Taoe bestiegen wir die elegante „Kumanovo" und fuhren weiter gegen Süden, in den mächtigen Fjord der Bucht von K o-t o r,, die an ihrem Eingang .auf jeder Seite vm einer kolossalen Festunasanlage bewacht nrrd. Solange wir auf offener See waren, schwankte das Schiff bedenklich, der Himmel war sckwarz verhangen, die Adria dunkelgrau, fast schwarz, ibs auf die weißen Schaum1. 'r# die auf schweren Wogen saßen. Die v zweigte^Bucht von Kotor ist von hvben.^ v„u tigen Bergen eingeschloffen, den Bergen ^ Montenegro, die mich aber enttäuscht 0 denn sie sehen alles eher als schwarz au^. ^ ad dien Kotor temi na f kte mit feinet Stad chen Kotor schmiegt sich mit st'-stLHlcachet1' eng an den steilen Berghang: wie. nester schweben die dunklen alten ©äuier ra[c Felsen über dem Meer. Die schöne Kathed w , - , . -2 Sv. Triiuna, eine der ältesten Kirchen. zen Landes, ein kleiner Hafen^und, über den L o v č e n nach Eetinie Sehenswürdigkeiten. . (g auf Blitz und beleuchtete Land und ,, jCj ^ grellem, fahlem Licht. Ter Donner »rom ff? dann begann es zu regnen, uncuiftori nen. -- „och -"T Am letzten Vormittag machten w>r ^ de"! prächtige Autotour mit drei Wvgcn . ^t ^ türkischen T r e b.i n i e. ®:e «»«{„ iutii|U)e>o besuchten wir. Auf der Heifahrt lernten wir em ag« sches Lied, wodurch unsere Kenntn ne m„s„„ti-nde§ eryosn„^^> ei : S wir ifl dessprache um ein Bedeutendes em^ Eine von uns hatte sich so in die » ©inljeimi’chen eingekebt daß sie ,Cl @61"' fe nur Kroatisch sprach. $!l' Sechs unvergeßliche Tage baUen brovnik verbracht, das Meer erle - ^ e^.’^, anderbäumen gespeist und äc?a2e' Auf der 'd, schönsten wurde, mußten wir .„die fchen „Salona", die fetzt b trc^\acinit traten wir an einem teönenJ^Vj mit |ein< Rückreise nach •ušaf cm. ^^chs.tzten ;.ch!C tiefen, unbezwingbar itatuMel® ^ ner seinem Dom, seiner Loggia, Rvo- ßutft*? „w Cf/it-nOTf Dtß*- . ."*4 fene Städtchen mit seinen vier •» rt srnvt frrr lirrS hnrün? ^ zogen an uns vorbei. Tann Abend in Suša? dem Meere aobew obl sw ÄtiW die..„„all gen ... „z o>- „irrn Nach kurzem Auentbalt nabw ^ 3uf mit Koffer und Schildkröten -^teilw^gjub' auf und beförderte uns. die ®lr den Geväcksträaern schliefen, va-t^, zy.Jh iiw oeit vsenacisrraaern icyiieien, ^ liana. Villach. I n n. j-chrche - iff df{ jiuim, -viuuuj, J n in u Herzens sangen wir das dalm, .^gn,c 3 • nnlrtülnM ««««3 - - * - *. * uttOTnlitl gelobten uns. nie die unerhört Dreizehn zu vergeffen. £ (, 3" ' Martha H o chwall vonntag, den W. November I93L m? aüKsa >a/tuiwutci v, u - .MLLMMWL^üÄs M o d e s ch a u Elegante Frauen... Sterne am Abenöftimmel! aiwapi T*-:vf%h v ^®iis man tveiß, behandeln Heuer selbst ^führenden Salons das Thema „Abend mjt einer gewissen Reserve, denn die geschäftliche Not zwingt alle, sich so es nur möglich ist, einzuschränken, fefat man abendliche Garderobestücke ^Men Endes am wenigsten auszunützen ver L 8, entschloß sich die elegante Frau, ihr ^Maugenmerk Heuer auf die Trorteur-VuLo ^chmittagskleidung zu richten und hie f^Cm die „kleine Abendaufmachung", ^ iür größer Besuche, Theater und Konju,? in Frage kommt, besonders zu berück-lc|t9en. ^otzdem aber muß man sich wohl oder dg, ^ingestehen, daß die „große Abendklei tu; 3' doch nicht ganz zu umgehen >ii Htit '.denn schließlich ist die Tanzsaison, die sihren großen Veranstaltungen immer in»/11161: gewissen Eleganz verpflichtet, nicht |r ferne! b^5 ii-egt auf der Hand, daß man Besen °bewr®ett darauf legen wird, für die z:,:v ch^n Schaffungen nicht allzuviel auf« iD daß es notwendig ist, die gute W ,Pn9 hauptsächlich aus der Linie und P&e öu holen. W .0ei aber sollte man niemals übersehen, ineg l.m strahlenden Lichte des großen Rau-^tklnttner nur ganz helle oder leuchtend« ^Ub E Marken zur Geltung kommen, wah Xi b .lp nrtö'htirtvtrtlf'rt-rt rVi-A.rtVvnv» S?" bi. logenannten „gebrochenen Töne" firfi • chj, r^i-ich im Salon ungemein vornehm ^iscki x ^ldiviert wirken, im Saale ganz Ael^^den ein Fehlgriff wären, da ja das Feinheiten vollkommen ver-Kßt. ftltzyir i wllte man bei Garnierungen nicht »rehx Zr aus Details eingehen, sondern viel-9?tt[xIe 2’ttie als solche im Auge behalten, tittb "htoiie d°r ist es das lange Abend« lch|U1,n,aš iür große Veranstaltungen als ^end. anzusehen ist und die Racher rcuitti)ei; Alarm . ^lich Arides ist es'auch durchaus ver-% a| man die schöne lange Silhvu-M g« • ohneweiters aufzu geben wünscht, ^ Fra» - ^sl°nt toir£t und die Gestalt rm besten Sinne zur Geltung zu V t'eu h- “-iguivycu ip uuu *la“/ v ^ ihipv etnem Kürzerwerden der Mo r strvminenten Ateliers ist nichts an ’?en dermag^ f Dt(\ ^ o f®en sitzen Umhüllen für den Abend A die • Tt!!^£ urehr als Pont Böse Mäntel * Boh„ J'a ’wm " ■ - - - ^ofe c\.i P'„ sondi Sötten 0 r'm,mcr allzuvstl Dbeatralik an teil* ^äcfchtznt^ i'ud meist kle'ne, fchri« so J- °re auch den Vorteil bieten, siochtzy uro gen materiellen Opfer zu ver-oudern mit verhälkwismäßig ge- ringen Mitteln hergestellt werden können. Sie sind entweder in schwarz gehalten (um zu jedem Abendkleide getragen werden zu können) oder haben die Schattierung des Modells, für das sie bestimmt sind, pflegen dann aber in anderem Materiale wiedergegeben zu sein, so daß man beispielsweise zu Georgette oder Chiffon Seidensaunjäck-chen wählt, wie ja überhaupt die verschiedenen Samte Heuer eine große Rolle zu spielen berufen sind und in der Abendmode als führend gelten. Einige sicherlich beachtenswerte Dips für die kommende Abendmode geben mir in unserer Bildgruppe. Da sicht man in der obersten Skizze ein langes Abendkleid aus Tüll, für das am liebsten eine schöne Pastellfarbe gewählt wird. Allerdings gibt es auch manchen satten Ton, der in Tüll ausgezeichnet zur Geltung kommt, wobei in allererster Linie das neuartige Himbeerrot zu nennen wäre, das für die Ballsaison ungemein erfolgreich zu werden verspricht. Zu diesen Tüllkleidern sicht ein Samtpaletot sehr dekorativ aus; er kann mit einem Fellkragen garniert sein, der in der Mitte durch eine Schleife aus dem Samt des Jäckchens unterbrochen erscheint. Typisch für die neue Moderichrnng find die oben weiten, zur Hand aber ganz engen Aermel. Neben dem eben besprochenen Modell bemerkt man ein fließendes Abendkleid, das aus einer matten Seide, am besten aus Georgette, Roumain oder Bilitis herzustellen wäre. Ein sehr beachtenswertes Moment ist hier die Straußfederngarnierung, die viele Jahre hindurch vollkommen in Vergessenheit geraten war und nun wieder aktuell zu werden verspricht. Man lieht hier Straußfedern (in der Grundfarbe der Seide) als Guirlande an der unteren Kante sowie als separat zu tragende „Boa" vor, die an großen Gestalten sehr malerisch wirkt. An den Stil der Zeit der Kaiserin Euge-nie gemahnen die schicken stilisierten Schaffungen der neuesten Mode, die ihre eigenartige Note auf die Rückenpartie verlegen. Insbesondere die seltsam geführten Volanteffekte beginnen ein völlig neues modisches Kapitel (Bild 1, links unten). Natürlich schätzt man auch Spitzen in der Abendmode und schafft hier Modelle von großer Eigenart. So zum Beispiel'ist die Skizze neben dem eben besprochenen Kleide ein Entwurf von ungewöhnlichem Schick, der nicht nur durch die Linie, sondern auch durch d:e originellen Halbärmel und durch ! die beiden in abstechender Farbe geaalte neu Samtnmschen auffällt, die als Garnierung der Schulter und als Ansatzstelle des unteren Glockenvolants vorgesehen sind. Ganz allerliebst wirken die Muffs, die heuer wieder im Modenbilde erscheinen und mit dem Fell der Kragenverbrämung der neuesten Umhüllen übereinstimmen sollen; die paftellsarbenen Seidensamtjäckchen bringen vielfach Hermelinkragen und dazu Passende Muss-Modelle, wobei in beiden Fällen eine Blumengarnierung vorgesehen ist. Zu den beliebtesten Materialien der Abendmode gehört schwerer Satin und Phosphora, da dieses Gewebe vornehmlich große, schlanke Gestalten ganz vorzüglich kleidet. Ein schöner Rückenausschnitt (im Gegensatz zu der hohen Konturierung des vorderen Ausschnittes) gilt als allerletzte Mode. Durch gekreuzte Bahnen aller Art entstehen ausgezeichnete Glanzkontraste« die immer größten Beifall finden (letzte Skizze). Willy Ungar. (Sämtliche (Skizzen nach Original-Entwürfen von Willy Ungar.) Äd, Holzplastiken aller Art konnten gerade in letzter Zeit gelegentlich der vielen kunstgewerblichen Ausstellungen vielfach beobachtet werden und dürften über kurz oder lang zur großen Mode geworden sein, denn man fürchtet, daß die vielen keramischen Stücke einem Raume letzten Endes ein zn „bestimmtes" Gepräge geben könnten, so daß eine Abwechslung, die schon durch das zur Verwendung gelangende Material gegeben ist, sicherlich willkommen erscheint. Es ist nur selbstverständlich, daß man bei diesen Arbeiten gerne die „primitive Note" betont, so daß hier originelle Ideen in reizvoller, ganz ungewöhnlicher Wiedergabe an der Tagesordnung sind. Zu den allerneuc-sten Entwürfen zählen die verschiedenen, primitiv behandelten, aus lackierten Holzkugeln zusammengesetzten „Sportfiguren" (Boxer, Ringer, Diskuswerfer, Läufer u. s. f.), die in schwarz oder in einer grellen Farbe gehalten sind und unstreitig jedem Raume eine markante Note und einen originellen Farbfleck geben, der mit aller Berechtigung ungeteilten Beifall findet. (Skizze.) WillyUngar. Kurze Zacken zu kurzen BiUien gelten als neuester sportlicher Stil und sind von der eleganten Frau zur kommenden Diode auserkoren. Sicherlich hat diese neue Linie ihre volle Berechtigung darin, daß solche Jäckchen jede Bewegungsfreiheit gestatten und außerdem den Vorteil haben, ungemein jugendlich zu sein, was ja letzten Endes für eine Mode ausschlaggebend ist. Während man Rock und Jacke aus einem in-sich-gemusterten Materiale herüellt, werden die Blusen aus einem waschbaren Gewebe gearbeitet, und zwar vornehmlich aus gutem Flanell, der warnt hält und sich leicht reinigen läßt. Die Mehrzahl dieser Modelle bringt eine reizkrawattenartige Kragenpartie in Form eines vorne geknoteten Streifens, der bei der Bluse aus dem gleichen Flanell, bei der Jacke aber meist aus Fell hergestellt wird. Die Knojpfbahn in der vorderen Mitte sieht sportlich-flott aus und wird zweifellos viele Anhänger innen gewinnen, umsomehr, als der schmale Ledergürtel — den man nach wie vor sehr zu schätzen weiß — im Modebilde erhalten geblieben ist (Skizze). Willy Ungar. HauöwirMaftliches Verhütung und Entfernung von Rostflecken Rostflecken in der Wäsche find ein von den Hausfrauen sehr gefürchtetes Hebel, da sie nicht allein die Stücke stark verunzieren, sondern diese auch einem vorzeitigen Ende entgegenführen, da bekanntlich an den von Rost befallenen Stellen sich ein Loch, bildet. Es besteht der Wunsch, derartige Stellen möglichst bald zu beseitigen, doch ist es auch hier, wie bei allen liebeln, entschieden leichter, sie zu verhüten. Hm dies zu können, ist es notwendig, die Ursache des Entstehens der Flecken festzustellen. Sie können durch das Berühren der Wäschestücke mit Rost behafteten Gegenständen herbeigeführt werden, doch kann auch am Waschwasser selbst die Schuld liegen. Um dies einwandfrei fest stellen zu können, muß die Wäsche vor dem Einweichen auf Rostflecken hin untersucht werden, ebenso die Waschutensilien. Zeigen beide keine Spuren des Hebels, sind jedoch nach dem Waschen in der Wäsche frische Flecken, so ist das Wasser eisenhaltig und muß, damit weiterer Schaden verhütet wird chemisch auf den Grad seines Eisengehaltes hin untersucht werden. Derartiges Wasser kann nur dann für Waschzwecke Verwendung finden, wenn es durch dahinzielende Maßnahmen oder einen geeigneten Wasser-reinigungsapiparat gereinigt wird. Roststellen in den Waschgeräten können mit gutem Erfolg durch nachstehendes Gemisch entfernt: werden: Zwei Teile unterschwefligfaures Natron und ein Teil Kochsalz werden gemischt und mit wenig Wasser verarbeitet. Diese Mischung wird auf die befallenen Stellen ausgetragen, muß einige Stunden einroirfen und wird dann mitsamt dem aufgelösten Rost mit einer scharfen Bürste abgerieben. War der Rostansatz besonder stavk und verschwindet er nicht nach der ersten Behandlung, muß diese wiederholt werden^ Die Stellen werden nach völliger Entfernung des Rostes sorgfältig mit reinem Wasser nachgewaschen, gut getrocknet und schließ lich zum Schutz gegen neuen Befall mit Paraffinöl eingerieten. In gleicher Weise können natürlich alle vom Rost befallenen Gegenstände behandelt werden. Sind die Flei-ken in den Wäschestücken nur leichter Natur, so lassen sie sich auf folgende Weise entfernen: Aus bester Kernseife wird eine Iräf tige Seifenlauge bereitet und in diese, auf ein Liter berechnet, entweder 15 Gramm 'Salmiakgeist oder 25 Gramm Benzin gegeben. In dieser Seifenlaugemischung sind die Flecken gut durchzureiben, dann zu spülen und zu bleichen. Stärkere Flecken weichen einer Behandlung mit Kaliumbioxalat. Die Chemikalie, die in jeder Drogenhandlung zu haben ist, wird in kochendem Wasser aufgelöst und die fleckigen Stellen damit gerieben, bis sie verschwunden (sind. Sie werden dann sehr sorgfältig erst in heißem, dann in kaltem Wasser gespült. Das Mittel wird als bestes in seiner Art gerühmt und soll keinen schädigenden Einfluß auf den Stoff ausüben. Weiter hat sich bei leichten Flecken ein Betupfen mit Zitronensaft und darauf folgendes Heberbügeln bewährt. Der Fleck wird dann nachgewaschen. Als letztes Mittel kommt Salzsäure in Anwendung, doch ist mit dieser, wegen ihrer ätzenden Wirkung, besonders vorsichtig umzugehen. Ein heißes Nachspülen ist hier unbedingt erforderlich. M. S ch n e j d e r. /„MaUWM ZMüng" Nummer 31.4'., 10 Sonntag, den?S. Nonemdcr 1931. Jdelmt Anzeig&z i,AAAAAAAAAAAAAAAAAAA, Verstiegenes ytyyfWTWTTWvyTT1 Schreibmaschinen» neu ungebraucht. Mercedes. Smith & Bros, U«dermo ob, Remingbon usw., ferner Rechenmaschinen. Eigene Reparaturwerkstätte. — Ant. Rub. Legat & Co., Maribor, Slovenska ulica 7. Telephon 21*61.______1470-1 Legitimationen sowie Bilder in jeder Größe erhalten Sie in schönster und rascher Ausführung billigst bei Foto-Eli. Maribor, Aleksandrova 1. '4912 Heute und morgen Wilbret- u. Hausschlachtungsschmaus. Mariborski dvor.__________14966 Gründlicher Klavierunterricht f. täglich halbstündigen Unterricht 100 Din. monatlich. Auskunft: Maistrova 3, Part, links, von 11..—13 Uhr.__________14970 Sologesang- und Klavierunterricht erteilt M. Radova, Absol-ventin des Konservatoriums in Prag. Gregorčičeva 6/2. Bedingungen wie in der Glasbena ran tica.________________ 14982 Eröffnung des Dalmatinerkellers! Gute steirische und Dnlma linerweine, warme Küche, Meer fische. Mesarska 5.__ 14992 Der Winter ist da! Weiten. Pullover, Kostüme für Damen, Her reu und Kinder Bringt in groß. Auswahl zu den billigsten Preisen Anna Hobacher, Aleksandrova^.______________________________14989 lieber,zeugen Sie sich, wo Sie billig und solid kamen: Afrik-matratzen von Din. 250. Drahteinsätze von Din. 100. Ottomane von Din. 395 aufm. Novak Slovenska 24. 14979 Wissen S i e schon? „Triumph" — Paul Ncdog — Razlagova 22 Gosposka 33 wäscht die Krügen wie neu. Privatkapital Din 250.000 werden auf unbelastetstes Geschäfts haus gesucht, Zuschriften erbet, unter „Prrvatgeld" an die Verwaltung. , 15041 Lesen Sie an den längen Winterabenden nur mit einer Zcitz-Punktalbrille. Dipl. Optiker Peteln, Gosposka ulica 5. 13973 Gestrickte Kleider. Jacken, Pullover usw. in größter Auswahl und zu billigen Preisen verkauft Strickerei Vezjak. Maribor, Vetrinjska 17. Bestellungen nach Maß sowie sämtliche Reperolu-ren werden schnei und billigst verfertigt. 10663 Möbel eigener Erzeugung, in jeder Stilart _ von der einfachsten bis zur feinsten Ausführung, aus Weichholz. Hartholz und erotischen Hölzern, sowie auch Amtliche Tapezierer - Arbeiten, Ma kratzen. Ottomane, Diwans. Bettdecken Kopfpölster rlles zu billigsten Preisen, sehr solide u. gute. Arbeit, mit 1 Jahr Garantie. Nur in der Produktiv-genossenschgst der Tischlermeister. Vetriniska 18. 6366 Was zum Nikolo? Reinwollene Trenchcoat-Mäntel, Hubertus-mäntel, Lederröcke. Schneeschuhe und Schneestiefel, Galoschen. L. Ornik Maribor. 14584 Maschinschreib- 11. Vervielfälti-gungsarbeiten übernimmt H. Kovač, Maribor Krekova 6. 10201 Einstöckiges Haus mit großem Garten in der Stadt zu verkaufen. Günstige Zahlungsbedingungen. Event, ist Garten zu verpachten. Adr. Berw. 14988 Haus mit Garten wird verkauft oider vermietet. Gosposvetska 12, Studenci. 14939 Schönes Haus, Hauptbahnhofnähe, günstig zu verkaufen. — Adr. Perm. 14613 Wein- und Obstgarten, an der Stadtgrenze gelegen, mit guten Wohn- u. Wirtschaftsgebäuden, günstig zu verkaufen. Adr. Verwaltung. 14508 Neugebautes, »illenartig. Haus, 10 Jahre steuerfrei, mit 11 Wohnräumen u. Veranda, Gar ten, staubfrei, 12% Verzinsung, in Tezno, 2 Minuten vom Autobus, ist um 220.0(10 Dinar zu verkaufen. Anzufragen Maribor, Smetanova 54, im Gasthaus. 13864 «.AAAAAAAA&AAAaAAAA/IU £0 Kaufen gesucht Kaufe sofort Pianino um 6000 Dinar. Koroščeva 43, Polič. 14945 Für altes Gold nd Silber zahle Höchstpreise. M. Ilgrr's Sohn. Gosposka 15. 6979 UmrtMlmii werden rasch, billigst mit Garantie ausgeführt. Wanduhren werden abgeholt. A. Stojer, Jurčičeva ulica 8- Erste Kunst - Korbflechterei! Nikolo- und WeihnachtSgesärenke bekommen Sie nur bei Firma Karl Prach. UBemannte aller Arten Bestellungen und Reparaturen. Solide Arbeit. Genaue Bedienung. Konkurrenzlose Prei se. Karl Prach. Korbflechtermei-ster, Maribor Dvorakova 4. 15007 Welcher iinternehmungssähige, sympathische Herr wäre geneigt, mit ebensolcher jüngeren Frau in nähere Verbindung zu treten zwecks persönlicher Beteiligung an eigenem Hause in d. Stadt? Zuschr. an die Verwalt, unter „Familienhaus 1932". 15008 Vertranensberatuna i Ee'chäfts und verwickelten Lebensfragen erteilt streng vertraulich in Souderstuu.de 17—18 Uhr Vera-tungsabt. „Marstan". Koroška c. 19/L_______________________15017 Achtung! Im „Lovski dom" ober den „Drei Teichen" ieden Sonn tag Radiokonzert. Tanzschlager. Wurstschmaus eigener Schlachtung, echte Weine von 6 Din. aufwärts. 15022 Alte Luster, Lampen, elektrische, Figuren. Schreibgarnitvren etc. auch gebrochene, von allen Metallen. renovieren mir wie neu, in allen galvanischen modernen Farben. Billige Preise. „Ruda" Maribor Frankovanova 10 14336__________ Neu eingelangt aus Lsublfana: Sauerkraut, saure Rüben und Kraitterwürste. Geschäft Murko Meljska cesta 24.______14342 Vordruckmuiter schönster Art im Salon Armbruster. Maribor, Slovenska ul. 4. 14933 L&AAAAAAAAAAAAAAAAAA Healitäten Kaufe altes Gold, Silbetlroncn falsche Zähne zu Höchstpreisen A. Stumpf Goldarbeiter Kc-roško cesta 8. 3857 Bücher, Romane in deutsch, kroatisch, französisch, werden gekauft. Zlata Brišnik, Slovenska 11:______________________________ 14288 Kaufe gebraucht., komvl. Schlafzimmer. Mehrere Herren merd. auf gute Haus kost u. Wobnnua genommen. Raičeva 2/1, Tür 9 14947 ’TTfTmvfmmmi Kleiner Besitz billig zu verkaufen. Stanko Vrazova 23, Pobrežje. 15020 Zu verkaufen WW7TV7T7VTVV1StVVV Boudoirsiarnitnr, Damenberg-schuhe Nr. 39 zu verkamen. — Prešernova 24/2 links. 15025 Großer Doppelkasten billig zu verkaufen. Cvetlična 6. 15033 Grammophon um 200 Dmar zu verkaufen. Mesarska 5. 15032 Weicher Schreibtisch und Herren anzüge, Smoking. Infett zu »er kaufen. Gert Gosposka 13. _____________14903___________ Neuer Tonosen für kleineren Raum billigst zu verkaufen. .Ar, banova 63. 14895 Reiseauto. steuerfrei, wegmi Abreise billig zu verkaufen. Adr. Verw 11050 Nikolo- und Weihnachtsgeschenke- Foto Makart, Gosposka 20. Besichtigen Sie meine Auslagen mit ihren Neuheiten! 10949 Suche für meine 18jährige Tochter eilt bürgerliches Haus. wo sie kochen. erlernen möchte. Familienanschluß erwünscht. — Unter „Offne Bezahlung" an die Verw! 14818 CISTIN entfernt alle Flecken aus allen Stoffen. Drogerie Kanc-Wolfram. 12415 Brautpaare! Neuausstellung v. Brautbildern in bekannt vornehmer, moderner Ausführung in meinen Auslagen Gosposka ul. 20. F o t o M a k a r t. 13108 Paß - Legitimationsbilder sowie Amateurarbeiten in bekannt bester Ausführung rasch und zu ermäßigten Preisen erhalten Sie im Foto-Atelier „Makart", Gosposka 20. 10950 Alle Tapezirrerwarcn. Ottomane. Matratzen, moderne Liegesofas. Fauteuils, Rouleaus Wandtapeziernngen verfertigt solidest die Svezialwerlstätte Ferdo Kuhar Gosvoska ul. 4. 2385 Haus, Zimmer, Küche. Veranda, Garten, elektr. Licht, 45.000 Din.' Haus . 5 Wohnungen, zu 1 Zimmer Küche. 85.000 Din. — Haus.mit Gemischtwarenge-schäst. 4 Zimmer, 125.000 Din. — Villa, 5 Zimmer, 2 Küchen, Wirtschaftsgeb.. 1 %, I., 125.000 Dinar. — Schöne Villa. 5 Zimmer, Küche, Badezimmer. Din. 200.000. — Besitz, 2%. I. schö-Mr Obstgarten 30.000 Diner. —Besitz. 16 I., Hans. .Wirtschaftsgeld., großer Obstgarten, 90.000 Diu. — Besitz. 22 I., da von 7 I. Obstgarten. Herrenhaus usw., Din. 200.000. — Weiters Geschäfts-, Gasthäuser. Industrie in allen Pr uSIngen. Büro „Rapid", Maribor, Gosposka 28. 15928 Brauhansrestauration mit schönem Sitzgarten und Kegelbahn in Gospiv. Lika, ist abzugeben. Erprobte Bewerber in diesem Fache, womöglichst junges Ehepaar (kinderlos) oder tüchtige Kellnerin, die auch gute Köchin ist, jung, sympathische .Ersehet nung, der kroatischen Sprache mächtig, mögen sich melden bei G. Ristovie, Gosvio, Lila. 14829 Futterkartosscl sowie Futterrübe u. Stoppelrübe, gesunde Ware je ca. 100 q, prompt lieferbar. werden verkauft. Näheres i. d. Agentur Pichler. Ptuj, Društveni dom. 14928 Gut erhaltener Blechfparherd zu verkaufen. Stritarjeva 37. 14983 Auto „Fiat 514" billig zu verkaufen: Stroßmajerjeva 0. 14994 Chemische Putzern und Kleider- färüerei sowie Wäscherei f. Wäsche mit allem sonstigen Inventar, zwei Empfangslokale, um 12.000 Din. in Zagreb zu verkaufen. Auskünfte erteilt der Be scher A. Mordes, Zagreb. Klai-čeva ul. 29._________________14991 Diwanüberwurf, Plüsch, oene-tianisches Tischdeckerl Handarbeit. neu, zu verkaufen. Anfrag. Verw.________________________14997 Gelegeuheitskaus! Verkaufe Pia nino, neu, edler Klang. Satten-Bachova 21.__________________14999 Weißer Kacheliparherd zu ver-kaufen. Adr. Verw. 15003 Neue Schlafzimmer-, Küchenein richtunqen. Türen und verschiedene andere Möbelstücke zu verkaufen. Anfr Tischlerei Kolarič. Splavarska 7.________________15010 Schöner eiserner Ofen, elektr. Luster zu verkaufen. Tattenba-chova 24 im ©e'cfiärt. 15014 Kurzes Klavier billig zu verkaufen. E'usvielerseva 26. 14980 Barock - Tabernakelkasten, Bal- lonslaichen. 30—50 °it. Inhalt Krautmaschine mit Treib-rad Herren- und Damenkleider. Belt- und andere Wäsche Tuchenten. Polster Decken Tev piche. Zithern Möbeln u!m — Maria Schell Koroška e°fta 24 Perser- und Smyrnatepn-che in verschied Groben zu billigsten Preisen Bei Frau N. Vincetič Gosposka 34. 12108 Heidenhonig hat zu verkaufen Franz Horvat. Čtešnievct vri Gornji Radgoni.________14039 Achtung! Jede Menge Eier, konservierte, prima, zu Dinar 1.20 per Stück, Tafelöpstl prima von 2 bis 3 yy Din. Wirt-'chgftsäpfel 1 Din. per Kikogr. bekommen Sie nur in Keller Qualität b. Firma Ivan OiüU (ich. Obstexport, Koroška 126 -128.__________________13745 Schreibmaschine billig z» verkämen: Spedition Bračič. Maibor, Mlinska ul. 1. 13847 Drei Traber szwei 3iähr. Stuten vom. Rodaun und 4jäkjr Wallach), werden billigst verkauft. Adr. Verw. 14866 tAAAAAAAAAAAAAAAAAAA Zu vermieten Besitzungen, Häuser von 20 000 Dinar aufwärts. Gast- und Geschäftshäuser. Villen. Bäckerei, Sedcrci verkauft Realbüro Mn-rilior, Sodna 30._____________15027 Zweistöckiges Zinshaus, modern» Zentrum, Parkttäbe Alor'bors, verkaufe um 910.000 Din. Angebote unter ..Modern — günstig" an die Verw. 15027 Besitz mit Gemischlwarenhand-, hing Trafik. Gasthaus sofort krankheitshalber verkäuflich. An! träge unter „Konkurrenzlos" nn' die Verw._____________________14936 Schön gebautes Haus. 3 Woh-! nungen. mit Wirtschaftsgebäuden.- Gemüsegarten. Felde elektr. j Sicht, an verkehrsreicher Straße, und Bahnhof unweit Maribor gelegen, ist preiswert bei qün=| stigen Zahlungsbedingungen zu verkaufen. Eine Wohnung sofort zu beziehen. Nehme Sparkasse-buch in Zahlung. Zuschriften u. ‘ „Induftricort 140" an die Vw. ________________14880 _____________ Waldbesitz mit Haus und.Säge, ständige Wafferkraft, schön gelegen, günstig zu verkaufen, Antr. unter „350" an die Vertv. 14869 Kasperlofen billig zu verkaufen. Tržaška 54._______________ 14905 Schlafzimmer, weiß, fast neu um 1900 Tin. sowie andere einzelne Möbel, harte Saiten; Sofa 4 Fauteuils, Singernähmaschine Pendeluhr. Reisegrammophon mit 15 Plasten, elektr. Luster, Speiskasten, Nachtststten. Schnb-ladekastell und ver'chied. Sachen billig zu verkaufen. Studenci, Aleksandrova 1, Mak or 14923 Mehrere wen'g gebrauchte Qua litätsautomob'le u. Motorräder zu günstigen Preisen abzugeben O. Žužek, Ljubljana, Tavčarjeva Ich_______________________14925 Nikologeschenk! Klavierauszllge. neu, gebunden, Kollektion Litolff Parsival, Rheingold. Siegfried, Walküre. Götterdämmerung, diverse gebrauchte Klavierschulen. Anfr. Dr. Scherbaum. Grat?'* trg Kanzlei._________________14867 Gobiras-Kleeheu zu verkaufen. M- Obran. £r~fa 15. Tel. 2094. 14956 Auto Thve. Ford 27-28. 4!itzig. fahrtbereit "uch f. Umbau als Lastwagen geeignet, preiswert z. verkaufen. Anfr. aus Gefällig!, bei H. Arzenšek Franz, Tržaška 57. 14964 Schöner eiserner Ofen strnit Röhren billig zu verkaufen. An f. Huthaus Lehrer._________________14965 Gasofen, neu, größer, wird niin= stig verkauft. Adr. Verm. 14967 Neuer Damenmantel um 500 Dinar zu verkaufen Svlavar-ta 8/1 links, Tür 4. 15016 m»TTmvm»»»TTTt Zimmerkollege wird ausgenommen Koroščeva 2, Hof. Tür 5. 15021 Zimmer mit l oder 2 Betten zu verntielen. Anfr. Berw. 15029 Möbl. Zimmer nn besseren Herrn oder Fräulein zu ucrntic len Prešernova q4/2 links. 15026 Saperierte Schlafstelle zu vermieten. Tattenbachova 18. Parterre Tür 1. 15024 Schönes leeres Zimmer an bessere Mieter sofort abzugeben. Auch Svarherdzimmer öor,;clBft Anfr. Verw.________________15034 Schönes, separ. sonniges Zimmer ^ nn Dame oder Herrn zu vermieten. Adr. Verwi 15031 Zu vermieten: 2 leere p,immer Gosposka 13, Gert. 14904 Gutgehendes Gasthaus 6c,zw. Restaurant, in der Vorstadt gelegen. ab 1. Jauner 1952 in Rechnung bzw. Pacht zu vergeben. Anfragen zu richten unter Schönes Restaurant" an. die Verw. 14951 Schöne sonnige Dreizimmerwoh nung mit Badezimmer ab l. De zember zu »ernstAdr. Vw. 149499_______________________ Suche und Zimmer mit Veranda zu vermieten. Koseskega 119. 14931 Kleines Lokal zu vermieten. An zu fr. Verw. 14963 Eleg. möbliertes, sonnieitig gelegenes 2bettiges Zimmer nur an Herren af 1. Dezember zu vergeben bei alleinstehender Dame. Adr. Verw. 14920 Zimmer. Küche und Kabinett an kleine ruhige Familie zu vermieten. Betnavska 31. 14937 Geschäftslokal im Zentrum mit anschließ. Werkstätte zu vermieten. Anträge unter „Gcchäfts-lokal" nn die Verw. 14911 Möbl. I mmer, streng separ., witnig, rein, zu vermieten. Krekova 16, tzochpart. 14938 Zimmer mit 1 oder 2 Betten zu vergeben. Sodna 26. Tür 2. 14891 Großes Zimmer mit Kabinett, Badezimmer, am 'Part._ sofort zu vergeben an kinderloses Ehepaar oder feinere ältere Dame. Adr. Verw.___________________14957 Lokal im frequentesten Zentrum für jedes bessere Geschäft geeignet, ist inkl. Ge'ÄäftSeinrichtg. billig abzugeben Adr. Verw. 14958 Möbl. Zimmer ab 1. Dezember zu vermieten. Koroščeva 7 Tür 1, 14959 Möbl. Zimmer an soliden Herrn zu vermieten. Wildenrainerieva 11 Part. 2._________________14961 Samtiges nettes Zimmer ist an 2 Fräulein zu vergeben. Adr. Verw._______________________14968 Schönes, großes möbl. Zimmer, sep. Eingang, ab 1. Dezember zu vermieten '^r. Verw _______________14973____________ Eine oder zwei Personen werden billig in Kost und Wohnung genommen. Marijina 10. Part rechts. 14977 Schöne Wohnung, 3 Zimmer, Küche, Vorzimmer, abae'chlos-ien. Bahnhof- und Parknähe, iofort zu veraeben. Anznfrag. Aleksandrova 77. im Geschäft. 14770 Großes, schön möbl. Zimmer, Stadtmitte, an soliden Herrn ab 1. Dezember zu vergeben. Anzufragen cmvch. 14—16 Uhr Slovenska ul. 8/1. 1.4794 Nettes Bettfräulein wstü ausgenommen. Samt Frühstück pro Tag 5 Din. Adr. Verm. 14881 Großes, schön möbl. Zimmer m. 1—2 Betten am Park mit sep. Eingang, ab 1. Deznnber zu vermieten. Adr. Verw. 14955 Zimmer und Küche zu vermieten. Ob izvirkih 2. Studenci. 14910 S'hr schön möbl. Zimmer, ftp. Eingang, elektr. Licht, nn ein. besseren Herrn ab 1. Dezember zu vermieten. Eankaneva 10. Part. 14849 Ruhiges und reines Zimmer, elektr. L-cht. int Zentrum, an 2 Herren tu vergeben. Bc.rpar ska 5. Tür 4. 14838 Wohnung. Zimmer »nd Küche, um 250 Din zu vermieten. Nova vas BolWistMpa ul.. 2. 14804 Nettes Kabinett, mit Badezim-merbenützung. im Stadtzentr. zu vermieten '1rsr. Verw. 14872 Möbl. Zimmer, stpar Eing Bade.zimmerbenützuug, im Zen trum der Stadt, in 1 oder 2 cn-r-ueit ut vermieten. q,hr. Verw. 14871 Zimmer .tu vermieten. Anzuira gen Stroßmajerieva 6. bei der Hansme'sterin________________11946 Zimmer an 2 Burschen z» vergeben Bura. Grajska ulica 2. Arzenšek. 14911 Großes. fefir stbön möbl.. reines Zimmer, parkettiert, elektr. Be-lenchtnng und ievar. Eingang, am Stadtvark. mst 1. Deiember an eine aut situierst' Person zn vergeben Adr. Vorm 1490? Studentin wird auf Bett und Bervslegnug genommen. An.zu-stggen Emeršič, Alekmndrw'g 18. 14.890 Zwei Zimmer mi' le wo. Eingang werden an 2 solide Herren oder Fräulein sofort abgegeben. event mit Verpflegung. Aitutfraaen Ai"k:-"it>roon 18. 14889 Zimmer und Küche bis 15. De--ember zu vermieten. Anznfrag. ot-ststmv, Zrkovska cesta 29 Bn-bren.je. 11865 Sevar. Zimmer an best er. S°rru zu ver"-'wen Lgškg 5/2 14930 Zwei schöne leere Zimmer mit Badezimmer- uns Küchenbenüt-tt'nn an ruhig«- Barte! tu ver-—:efen. otprm. 1498J ~-Knnea mit RaTihiett ju p-ruste'on Aumrr Stro6mnieriet*o. Trank. 14085 wird an ein”» Hoi tu rvS„r crräiif-iu ml« ,*>,.*• nfiuo BcrpfTng'inq vergeben. Knroskg 41/1 links. 14987 Ein Kostkind wird aufgenom« men. 2tnfr. bei Maria Lešnik, Tržaška 3. 14990 Vierzimmerwohnung mit allem Komfort ev. sofort zu vermieten. Zufchr. unter „Sonnieitig" a« die Verw. 14996 Schönes leeres Zimmer zu ver-mieten. Kosarjeva 38. 14993 Hübsch möblier es peinlich reines Zimmer, süd- und gasjenseitig gelegen, in Parlnähe. wird an einen distinguierten, ruhelie benden Herrn vergeben, dldresse Verw. 14998 Möbliertes, schönes, sonn- und gassenseitiaes Zimmer au solide bessere Herren, Studenten od. Damen zu vermieten. Adr Vw. 15000 Reines Zimmer mit elektriichem Sicht zu vermieten. Aleksandrova 64, Tür 1 B-imhoinäbe. 15004 2 Herren werden auf Kost und Wohnung genommen. — Franz Erjavc, Vetrinjska 22, Hof. 15005 Sparherdzimmcr gegen Ablöse neuer Möbel zu '•—st«en. Anfragen Tjichlerei Kolarič, Svka-varska 7.________________15069 Zimmer» Küche und Vorzimmer nn 2—3 Personen zu vergeben. Ptujska c. 28. 15012 Wohnung, Zimmer und Küche, elektr. Beleuchtung. Wasi-rieitg. u. ganz. Zubehör ab 1. Dezember an ruhig? Partei zu vergeben. Adr. Verw. 15006 Großes Sparherdzimmcr wkort zu vergeben. Sp. Radvanjska c. 45, Nova vas. 15019 Zu mieten gesuci Zweizimmerwohnung von kinderlosem Ehepaar im Zentrum der Stadt gesucht. Zuschriften u. „Pünktliche Zahler" au die Wj waltung. 15031 Alleinstehender .Herr sucht Wohnung mit ganzer Verpflegung-Unter „31" an die Verw. 15031 Zimmer und Küche oder Spor-herdzimmer gesucht. Slomškov trg 6. Ebendort Handkarren verkaufen. r 14881 Welche gutherzige Hausfrau reo mietet mir kleine Wohnuna-Bin 36jäfir. Witwer, gebildet, gesellschaftlich und stilih. Ge sl. Anträge unter „Sehr dankbar an die Verw. 14940 Rein möbl. Zimmer, womöglich Bahnhof-, Parknähe, mit 2>er' Pflegling von solidem Herrn Qe‘ sucht. Ünt. „Gemütliches Heivs„ an die Verw. I49^f Möbel für ein Zimmer dringend leihweise gesucht. Ev. Aufbewahrung. Zujchr. unter „-f!5' bel" an die Verw.____________1^1° Zweizimmerwohnung, sonnig u. rein, von kleiner, besserer 1!nD ständiger Farnstie oei-icht. Anträge unter „In sonniger l-0ge 33" an die Verw. ______________ Trockenes Magazin mit Konä-keiraunt, möglichst Bahrn)?' nähe, per 1. Jänner gefiw-1; Zuschriften unter „MaMB-an die Veno.__________________whj Drei- od. Vierzimmerwohnnng mit allem Zubehör zu Bww gesucht. 9(ufrna«>u an die 14792 _____ Lokal, geeignet für Delikate,few oder Spezereigeschäit. _GofP°^, ulien, 2lleksandrova cesta od Glavni trg 9tufnim Vetriui-st utica oder Koroška cesta ver j fort geiucht. Anträge nn« ..Ilebcrnehme event. das ,int ^ tar und zahle sofort" an st-Berw. l4^ .aaaaaaaaaaaaaaaaM^ Stellengesuch^ Tüchtige jüngere Köchin m »' „ reszeugnissen wünscht in fl" ^ Hause unterzukommen. auch nach Kroatien, -lor Levaj. Vinarsko ^ola. -■ ____________15023 Fräulein, tüchtig '»>. sucht Stelle zu qufjituwrtl’rtll!ter i uaui A« ‘i . .. itllll'1' sönlichkeit. Zuschriften ^ (m;...:/. (IH n/i ..Wirtschaftsleiterin' Verw. Fräulein» tüchtig in der - ^ Wirtschaft, wünscht tan-st' ter.znkommen. Unter ..-v ^,-,ggl an die Verw. Suche Stelle als Bciil’.e IghreszenanNw Verw. ___—— ^ckMlbUM ! Junger, tüchtiger imlv Stelle. 2ld>- gasa* MANNER-ANZÜGE 240'— 290— 340— 3t?0'— 480'— 580— 660'— 750 — KNABEN-ANZÜGE 200 — 240'— 290 - 330'— GAMBETTA 210— 260'— 300'— KlNDER-KOSTÜME 110— 120-— 130— 150— 180*— 250'— 280'— HOSEN 90'— 140— 150— 170*— ÜBERRÖCKE und RAGLANE von 250 — bis 750'— SOWIE UNSERE berühmten HUBERTUS- MÄNTEL VON 200"- BIS 340 14506 : Dr. „Benutze nur drei Finger, um das Fleisch anzufaffen" Wie Löffel und Gabel zu uns kamen. «Mit der Gabel ist's ein Ehr', mit dem Löffel kriegt man mehr." Dieses dem Volksmund entstammende alte Sprichwort ist charakteristisch für die kulturgeschichtliche Entwicklung des Gebrauchs dieser aus dem heutigen Leben nicht wehr fortzudenkenden Eßgeräte. Was übri-Zens das Alter betrifft, so kann der Löffel stolz aus die Gabel herabsehen. Die ältesten Funde, die bei den Ausgrabungen in Griechenland und in Aegypten gemacht worden find, enthielten meist Gerate, die der Farm des Löffels von heute entsprechen, eine Tatsache, die man von der Gabel nicht behaupten. kann. Von den alten Assyrern sind uns bronzene und kupferne Löffel überliefert morden. Aus dem Reich der Pharaonen besitzen wir solche aus Holz und Elfenbein, Mm Teil mit wunderbarem Schnihwerk. Die Gelehrten nehmen aber an, daß die Aegypter diese Löffel nicht zum Essen benutzten, sondern um Parfüm auf die stkäucherpfanne zu gießen und so die besonders beliebten Wöhlgerüche zu erzeugen. Die Römer benutzten Löffel ursprünglich chs Schöpfkellen, um Wein aus den Fässern Tn kleinere Schalen zu füllen. Die römischen Sciftel, die wir kennen, sind teilweise vorn zugespitzt. Bei den Mannten Gelagen wurden mit ihrer Hilfe Eier, Austern oder Schnecken geöffnet. Von der Existenz der Gabel hören wir im ganzen Altertum nichts. Dem Mittelalter ist es Vorbehalten, die Sitte einzuführen, Gabel und Löffel als unentbehrliches Eßwerkzeug zu benutzen. Selbstverständlich bürgerten sich diese Gewohnheiten nicht von heute >auf morgen ein, und wie bei fast allen Kulturerrungenschaften mußten auch hier die Vorkämpfer viel Spott über sich ergehen lassen. Italien, das Land, in dem damals die Vertreter.aller Völker sich ein Stelldichein gaben und ihre Sitten und Gebräuche mitbrachten, kann von sich behaupten, daß in ihm der Gebrauch der Gabel bereits um 1360 zum ersten Mal von einer byzantinischen Prinzessin bei einem Gastmahl vorgeführt wurde. Aber noch um 1580 war sogar das Essen mit dem Löffel eine Seltenheit. Montaigne rühmt die Schweizer, weil sie stets so viel Löffel auf die Tafel legen, wie Gäste da sind. Immerhin wurde es dann in den vornehmen Häusern aller europäischen Familien üblich, wenigstens .einige Löffel anzubieteu; aber es kam niemals vor, daß für jeden Gast ein Löffel vorhanden war. Suppe aß man nicht mir dem Löffel, sondern er diente nur dazu, um die Suppe aus der Terrine in die Schalen zu füllen, aus beiten die Gäste dann die Suppe schlürften. In den Tischregeln, die ein Dichter des 15. Jahrhunderts in Verse gebracht hat, werden die Kinder noch eindringlich ermahnt, sich nicht bei Tisch mit denselben Fingern die Nase zu reinigen, mit denen sie das Fleisch anfassen . . . Im Jahre 1480 gibt der „Knigge" der damaligen Zeit in dem Buch vom guten Ton allen Leuten von Welt folgende wohlgemeinte Ratschläge: „Benutze nur drei Finger, um das Fleisch anzu,fassen. Stecke es nicht mit beiden Händen in den Mund. Lasse nicht zu lange deine Hände in dem Teller. Man wird dich für gemein und schlecht erzogen halten, wenn du dir mit den Fingern die Nase oder andere 'Teile des Körpers reibst, ehe du mit ihnen das Fleisch zum Munde führst." Im 16. Jahrhundert werden die Elegants davor gewarnt, vom Essen fettige Finger nach dem Mahle in den Mund zu stecken, um sie zu reinigen oder am Ge:van* de sauber zu reiben. Es ist anständiger und ehrenhafter — fo kann man lesen — daß man dies mit einem Tuch oder einer Serviette tut. Es galt auch als „ein lächerlich Ding", ein Ei mit der Hand und den Nägeln zu schälen. Viel schöner und anständiger war es, dies mit dem Messer zu besorgen. In den Memoiren jener Zeit tauchen auch die ersten Angaben über die Gabel auf. Sie ist eine Rarität, und wer sie besitzt, wird ■ bewundert. Die Gattin Ludwig des Zehnten, Klementine von Ungarn, und die Frau Karls des Schönen, Johanna d'Evveux, besaßen je eine eigene Gabel. Die Herzogin von Touraine übertrumpfte diese; denn sie nannte sogar zwei Gabeln ihr Eigntum. Kann man sich da noch wundern, wenn Karl der Sechste noch größeres Aufsehen erregte, da er nicht weniger als drei Gabeln hatte, die er nur zum Obstessen benutzte. Von 1600 ab datiert der Siegeszng der Gabel. In Italien finden sich in jedem gutgesitteten Bürgerhaus genügend Gabeln, und es ist selbstverständlich, daß jeder Edelmann feine eigene mit sich führt. In Nordeuropa führte ein Engländer, der längere Zeit in Italien gelebt hatte, die Gabel ein. Sein Name ist uns überliefert. Er heißt Thomas Corgate. „Merkwürdig ist der Umstand", so erzählt dieser Engländer, „daß man niemals einen Italiener dazu bewegen kann, mit den Fingern von seinem Teller zu speisen. Als Grund nimmt man an, daß alle Leute nicht sehr saubere Finger haben. Ich habe diese Sitte, mit Geräten zu essen, angenommen und auch in England Leibe» halten." Noch Ludwig der Vierzehnte lernte die Gabel erst in vorgerücktem Alter kennen, in seiner Jugend bediente er sich wie die meisten seiner Zeitgenossen der Gabel, die dte Natur allen Menschen gegeben hat, nämlich — der Finger. Langes Stottern! „Sind alle eure Möbel Erbstücke?" „Das kann man wohl sagen! Mein Großvater hatte die erste Rate dafür gezahlt, und seitdem zahlen wir noch immer weiter." Abverkauf von 3000 Platten 301-401. Mlliger I Columbia Polydor Brunswick His Masters Voice Din 35 (anstatt Din SS'-) bis Din SO.- MEMEL & HEB OLD MARIBOR, TRö SVOBOD« 6 14344 Trockenes Magazin mit Kanzleiraum, möglichst Bahnhofnähe, per 1. Jänner gesucht. Anträge unter »14787« an die Verwaltung. 14787 Leder- und Trikot-Handschuhe vom der einfachsten bis zur feinsten Ausführung in allen Farben zu soliden Preisen zu haben im MIEDER- UND HANDSCHUH - SPEZIAL - GESCHÄFT Marie Sieber, Ulrichs Nachfolgerin MARIBOR, GLAVNI TRG 14. Sortiertes Lager von Strümpfen, Trikothosen, Trikotleibchen usw. 14799 Stellen ? ich) ti p er Reisephotogcaph wird ö°rt ausgenommen. Solo „Eli" "tetibor, Aleksandrova 1. 14914 cchriuttgc wird ausgenommen ei,Kupferschmied Öutte, Slo-Jsišfc lg. Bekommt wöchentlich ž^tchengelb. 14942 “wufaltur * Reisende (Platz IpJ r.eter) sucht Filiale des cuöR och iuflosl. Versandham'es auf aten. Nur agile, anständige u. jütchefunbige Herren u. Da-mögen sich melden unter I*. TCtTth'.ftoi« fYrr 14943 L Verdienst 325 - Verw - k-1,^ Kinberfräulciit mit Näh hn ^ viffen wird sofort ausae-rTchMen. Adr. Verw. 14974 fi1;.tlnäbchen für Schuhoberteile iW^aute Lehre. Novak. Do- $Q; trg 7. 14986 vus^^rerkehrlunge wird sofort gfr, qNommen. Rovak, Sloven-^ S4- /4978 starke Wäscherin, die trickst, wird für Etnw -i > .<•<■>»... --»•———*■ (Bankgeschäft) in Maribor, Gosposka ulica 25 Bančna poslovalnica Sozial Kontrolle aller in- und ausländischen Lose. — Klassenlose in größter Auswahl 101» HUBERTUS Advokat in Maribor, übersiedelte seine Kanzlei 14'-15 UF1D LODHI PATENTE, MARKEN u. Muster irür Jugoslawien u. olle Auslandsslaaten Recherchen über Erfindungen und Patente im In- u. Auslande Technische Gutachten über Patent-Nichtigkeits- u. Eingriffs-Klagen Festellmigs-Anträge Vorschläge für Handels- u. Fabriks-Marken etc. besorgen die beeideten Sachverständigen: Civil- u. Patent-lngžniem A. BißUMEl, Oberbaurat >. P. Maschinen-Ingčnieur Dr. techn. R. ETÖMM, Regierungsrat i. P Maribor, Jugoslawien, Vetriniska ulica 30 Modernste Wiener Püsse-Presserei ! II erspart Zeit und Stoff. — Erstes und größtes Spezia! - Schnittmuster Atelier Maribor, Aleksandrova cesta 19. I. Stock. in das neue Palais OUZD Sodna ulica 9 1, Tor, ebenerdig, rechts. VORSICHT TI/pS/'A verkauft nur che OT JuIArit misch gereinigte Betttedern. Ungereinigte Bettfedern sind gesundheitsschädlich Bstfffedem pro kos Din 30. 50, 70, 90 120 laenett pro kg: 120, SCO. 4 50 Spezialgefciiäit ..WEHfl“ Mor. Samstag und Sonntag ab 19 (7) Uhr: der slowenischen, kroatischen u. deutschen Spruche vollkommen mächtig, die bereits in Ervedi-tion gearbeitet. wird sofort aut genommen. Schrift!- Offerten mit Zeugnisabschriften und Lebenslauf erbeten an Mariborska mlekarna in tovarna sadnih kom'erv dr. s o. S. Aleksandrova 63. 14969 Hiezu ladet höflichst ein M©!f Spatzek Gasthaus „Pri grozdu“ („Zur Traube“). 14960 Lese! und oerbreitet die Wribmr fteitni' Konkurrenzreife Große Auswahl bietet K. Gränltz Maribor Gosposka 7 Mode-Pelzwaren für Kragen u. Besätze Koffer, Akten-, Schul- u. Handtaschen, Brief- und Geldtaschen, Gamaschen usw. empliehlt zu mäßig. Preisen EVAM KRAVOS Aleksandrova cesta 13. imsi Äe Master assslut im TRGOVSKI DOM, MARIBOR TEE NEUER ERNTE Ist eincretrolfen! Ceylon Oianp-Pßkoe 10 ökg Q 9--Cßylon Flowery.. 10 „ .. 12*- RaiE-MBlanp . 10.... 15 - FaHiil ßn-Mßlange 18,.. 16 -Eaiißßling-Flowßry 10 „.. is*-Fiint-Ulir-Tßß...10„ „20-. ßiitlanie-lliülSBBB 10 „ „ 25-- Goläspitz - - - io - - 25-- Gieße Auswahl in gep' cktem Tee bekannter Weltmarken in iedei Preislage eBnaHBHHenBansgQaaB Zwei sehr schöne, schwere Fuchsstu'en. 4iahria. Vi verkaufen. Franz Filipič. 14773 Eastler- Laalfsäge WerKzeughaus .Zürn goldenen Ffetihan Wien,VIL,Siebmsterng.24 Preislich Kostenlos. Webmeister 35 Jahre alt. verheiratet, kinderlos, Webschule, mit Wechselstühlen Schaft und Faguardma-schinen vollkommen vertraut, mit lOjähriger Praxis, in Kunst seihe bestens erfahren, sucht sofort ober später Stellung. Anträge unter „A. Z. 4457' an Piras, Anvnncenüüro Reichenberg i. B. 6. S. R. 15042 iioli Ab heute gelangen folgende unverfälschte Sorten-Weine aus der „Hölle“ (Janžekovič) zum Ausschank: Portugieser 8 Din Riesling . 10 Din Sylvaner. 14 Dio Ueber die Gasse kostet det Wein pr. Lit. 1 L) wenige!* „Hölle“-Wcin ist gut Und geht ins Blut! Mit der Bitte, sich von det Güte der Weine überzeugen zu wollen, zeichne ergebenst I. MAHAJ NC Restaurateur. w»s 9«®! ®e®awe*ee®®ee@©®»eeeeeee®®©@eeeeee»®< Neue versenkbare Phönix-Schnelläufer-Nähmaschinen, sowie gebrauchte Dürkopp- und Phönix-Nähmaschinen preiswert zu verkaufen. Anzufragen bei Firma D y r j a v a, Gregorčičeva ulica 24. Telephon 2208. 1504a 'e®e®©oe®s89©eas®eeeeeeeeee»©s©@®@8@®»®? Ziehung der KlassenSotterie. 9S.0S0, 64.470. 25.278. 89.690- Am 19. d. wurden nachstehende größere Treffer gezogen 60.000 Din: 23.108. 10.000 Din: 42.206, 75.027. 98.052. 5.000 Din: 15.536, 41.145, 60.192, 74.066, 86.165, 99.629. 3.000 Din: 6579, 21.703, 23.166. 38.486, 40.493. 66.192, 93.288, 94.963. 96.162. # 2.000 Din: 26.492. 1.000 Din: 16, 2773. 3604. 13.166, 14.667, 23.016, 27.166, 27.982, 50.726, 57.173, 69.843, 82.234, 86.439, 92.724. Am 20. d.: 200.000 Din: 34.315. 80.000 Din: 39.644. 40.000 Din: 2.957. 30.000 Din: 29.147. 20.000 Din: 36.339. 10.000 Din: 6.664, 33.889. 5.000 Din: 26.566, 35.849. 99.172. 3.000 Din: 13-660, 16.959, 2.668, 28.242, 40.<30, 59.837, 75.745. 81.553, 91.288. 1.000 Din: 947, 11.535. • 13.438, 15.519. 21.585, 61.075. 68.555, 68.022, 77.746, 83.788, 89.099, 93.520, 97.414. BANČNA POSLOVALNICA (Bankgeschäft) BEZJAK, Marih°r Bevollmächtigte Verkaufsstelle der Staatl. Klassenloser 52.001- 34.12?’ für Korrespondenz und Buchhaltung, der slowenischen. ^ atischen und deutschen Sprache in Wort und Schrift v kommen mächtig, perfekter Stenotipist(in), per 1. Jänner sucht. Anträge unter »14786« an die Verwaltung. „— MÜHLENVERTRETER für den Rayon Maribor und Umgebung seitens einer gut eingetührSen Backaer Muhle (Theißgegend) mit erstklassiger Marke wird gesucht. Reflektiert wird nur 0» branchenkundige, bei der einschlägigen Kundschaft gut eingeführte, senöse Herren* die im Interesse des Erfolges keine Mühe scheuen. Gefällige Anträge mal Referent unter „Mühienvertreter“ an die Verwaltung des Blattes. Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: Udo KASPER. - Druck der irihorska tiskarna« ln Maribor. - Für den Herausgeber und den Druck wörtlich: Direktor Stank* DETELA, — Beide wohnhaft ln Maribor« erant-