Nr. 73. Samstag, 30. März 1907. 126. Jahrgang. Mlmcher Zeitung Vr««n«lr«tion»prtis: Mit Postversenbun«: ganzjährig 20 X, lialbjälma ,5 k. Im Kontor: ganzjährig « X, halbjährig 1i X. Für die Zustellung in« Haus ganzjährig L X. — Instrtlonögtbkhr: ffür kleine Inserate bi« zu 4 Zellen 5l> b, größere per Zeile !2 l,; bei öfteren Wiederholungen per Zeile u k. Die «Laibacher Zeitung» erscheint täglich, mit Nulnahme ber Sonn» und Feiertage. Die Nd«lnlftr«t<»» befinbtt sich Kvngrehplatz Nr, 2. die «edaltl»« Talmntingasse Nr. 10. Eprechftunben der Medallion von u bis 1« Uhr vor» mittags. Uniranlierle Griefe werden nicht angenommen, Ma»u!lriple nicht zurückgestellt. MU^ Des h. Osterfestes wegen erscheint die nächste Nummer Dienstag, den 2. April. Amtlicher Geil. Den 27. März 1907 wurde in der l. l. Hof. und Staats' »ruckerei das ('V. und 0IX. Stück der polnischen Ausgabe des «elchsgesehblattes vom Jahre 1906 sowie das VII. und XX. Stück der italienischen Ausgabe des Reichsgesehblattes vom Jahre 1907 ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 28. März ("r. 72) wurde die Weiterverbreitung folgender Preßerzeugnisse verboten: Beilaae zur Nr. 1« «ö«8k6 Llova» vom 19. März 1907. Druckschrift: Leöit 2. ^nekäot? 1907. seplw! » uklclaäem "?m v?6»,! ^o8vk Lelluln, b/vnl/ teeUuivk^ nlääeil. lirül. Anobiaä?, Xoruuui tt. ö. 29. Drucker: iHäinlav <3runä, Xräl. 'llloillllclv. Nr. 15 «I'«8urnll^ 0bl!or» vom 21. März 1907. «r. 12 «8ti-5i Liäu» vom 22. März 1907. ^ Die in Karlsbrunn zerstreut aufgefundene lithographierte mugschrift: «Achtung, Missionsgeistliche sind da». Nr. 13 «rrx^koiel luüu» vom 24. März 1907. Nichtamtlicher Heil. Balkanangelegenheiten. Die diplomatischen Vertreib Österreich-Ungarns und Nußlanos in Belgrad lind Athen, haben un-längst die Aufilierksalllkeit dor dortigen Nogierungon in freundschaftlicher Weise ans die ^Nachrichten aus Mazedonien gelenkt, aus denen hervorgeht, das; die durch die Aktion der Ententemächte angestrebte Vazifizierung des Landes in letzterer Zeit dnrch das überhandnehmende Auftreten voil serbischen und griechischen Baiideu ernstlich beeinträchtigt werde. Dle Bemühmigon der Mächte hätten bisher ans lnehr als einem Gebiete der Vorwaltung zu crfreu-luhen Ergebnissen geführt. Durch die gewaltsmne Propaganda, welche die christlichen Natioualitäten, eine aus dosten der anderen, betreiben, würden aber die Erfolge dieses Friedenswerkes in Frage gestellt. Tie Vertreter wiesen zugleich darauf hin, daß sowohl die serbische, als die griechische Nogio-rung wiederholt erklärt haben, die Bemühungen, der Mächte aufrichtig unterstützen zn wollen. Das „Freindenblatt" bespricht die freundschaftliche Demarche der beiden Ententemächte in Belgrad und Athen. Serbische und griechische Banden sind in letzter Zeit in Mazedonien, weitaus tätiger gewesen, als bulgarische. Die Abnahme der bnlgarischen Vewegnng ist eine Wirkung der Strenge, mit dor ihr die Negiern ng Bulgariens jede Unterstützung versagt, und es handelt sich jetzt darum, in Athen nnd Belgrad dahin zn wirken, daß auch da mit gleicher, Entschlossenheit vorgegangen werde. Denn es wäre schlimm, wenn die Erfolge der Serben und Griechen im Bandenfeldzuge nun anch wieder die Stimmung in Bulgarien stärker aufwühlon würden. Wenn es sich beim Beginn der Neformat'tion hauptsächlich darum han-delte, die christliche Bevölkerung gegen türkische Bedrückungen nnd Ungerechtigkeiten zn schützen, so tomint es jetzt mehr noch auf Schutz gegen die unerbittliche Kriegführung der Banden an. Die wohltätige Wirkung der Reformen ist auch in den Ballanstaaten in ernst urteilenden Kreisen anerkannt worden. Es ist aber selbstverständlich, daß die Neformen nicht leisten können, was man von ihnen zu erwarten berechtigt ist, wenn ein fortwährender Guerillakrieg die Bevölkerung in Erregung hält und die Sicherheit von Person und Eigentum gefährdet. Es ist bemerkenswert, daß, wie heute verlautet, das Londoner- Valkankomitee alt die Negierungen der Valkanstaaten eine Adresse gerichtet hat. die gleichfalls auf die Notwendigkeit verweist, dem Nafsentampfe in Mazedonien ein Ende zu machen. In der Tat ist dies jetzt die dringendste Forderung, die für Mazedonien zu erheben ist. Rußland. Man schreibt aus Paris: In manchen Kreisen wurde die Vermutung ansgesproä>eii, daß der russische Ministerpräsident, Herr Stolypin, der Duma gegenüber gegenwärtig bloß ans dein Grunde eine entgegenkommende Haltung einnehme und Kämpfe zu vermeiden suche, weil es ihm inn die Zustimmung der Volksvertretung zur Aufnahme einer auswärtigen Anleihe zu tun sei, über welche bereits Verhandlungen eröffnet fein sollen. An diplmnati-sä>en Stellen wird diese Auffassung dnrcl>aus nicht geteilt. Nichts berechtige dazu, wie man betont, dem leitenden russischen Staatsmanne eine Politik von solcher Zweideutigkeit zuzumuten. Aus den öffentlichen Kundgebungen Stolypins, aus vertraulichen Äußerungen, die verschiedene austvär-tige Persönlichkeiten aus seinein Munde vernehmen, konnten, sowie aus seinen Charaktereigenschaften ist vielmehr die Überzeugung zu schöpfen, daß sein Verhalten der Ausdruck seiner wahren Absichten ist, welche ein dauerndes loyales Znsammonarbeiton mit den gemäßigten Elementen der Duma zum Ziele haben. Diese Tendenz entspricht vollständig den Interessen Nußlands vom Standpunkte der inneren, wie von demjenigen der äußeren Politik, und man teilt in Paris die Erwartung, daß sich auf diesem Woge die Bewältigung mancher durch die Tatsachen auferlegten Probleme erreichen lassen wird, deren Lösung in liberalem Sinne für die Sicherung des inneren Friedens im russischen Reiche, von großer Bedeutung wäre. Die Negelung der Arbeitsd Stunden wöchentlich fest; bei teil' weiser Nachtarbeit aber nur nenn Stunden oder 54 in der Woche. Die Industriellen stehen auf anderem Standpunkte; die einzig zweckmäßige Lösung der Frage besteht nach ihrer Meinung iu der freien Übereinkunft der Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die Festsetzung eines gleichen Ma-ximuius der Arbeitsdaner für das ganze weite Reich töune die Industrie nur einengen; klimatische Verhältnisse nnd die Art der Arbeit verkürzen und verlängern die Arbeitszeit ohnehin in sehr verschiedenem Maße. Die ländliche Bevölkerung, die zum größten Teil das Arbeitermaterial in Fabriken bildet, empfinde eine immer gleiche Arbeitsdaucr schwer, in vielen Fällen sei eine solche vollkommen undurchführbar. Ziehe man noch die vielen russischen Feiertage in Betracht, so verkürze sich die jährliche Arbeitszeit um reichlich 2M Stunden, ganz abgesehen von der geringen Intensivität, die der russische Arbeiter entwickelt. Die vorgeschlagene gesetzliche Regelung der Arbeitsdaucr könne in der vorliegenden Form nur schädigend auf die russische Industrie einwirken; sie worde der ausländischen Konkurrenz Tür und Tor öffnen. Die zukünftigen professionellen Verbände könnten am besten in den, an Lebeusbedingungen so verschiedenen Gebieten des Reiches die Arbeitszeit zweckentsprechend regeln. Eine Entscheidung der Frage ist noch nicht erfolgt. _____________________________ Politische Ueberftcht. Laibach, 29. März. Der. Stand der A u s g l c i ch s v e rh a n d -luna.cn am Schlnsse der- vorösterlichen VerHand lnngszeit wird von einem Staatsmanne folgendermaßen skizziert: Es ist alles noch im Werden. In Budapest hat es sich um die technische Behandlung der ganzen Ausgleichsmaterie gehandelt; daran muß festgehalten werden, soll die Ausgleichslage richtig beurteilt werden. Eines vor allem darf nicht übersehen werden, die Tatsache nämlich, daß die Frage, welchen Inhalt ein Ausgleich haben muß, um für eine beiderseits befriedigende Dauer abgeschlossen zu werden, noch lange nicht geklärt ist. Der springende Punkt sind die Wechselbeziehungen zwischen Inhalt und Don«- des zu schaffenden neuen Allsgleiches. Das gilt ja auch im privaten Leben: Man formuliert eine Rückforderung, je nachdem man ein Kabinett auf vierzehn Tage oder einen Palast auf eine Reihe von Jahren bezieht, und der Mietvertrag bekommt einen anderen In-halt durch die Zahl der Jahre selbst. Das letztere gilt auch für das Ausgleichswerk. Man kann nicht prophezeien, wohl aber kann man sagen, daß die begreifliche Ungeduld und Spannung, mit der man den Verlauf der Ausgleichsverhandlungen verfolgt und deren Ergebnis erwartet, eine Beruhiguug aus dem Umstände schöpfen kann, daß die Lage für Österreich eine günstige ist, da Eisleithanien in wirtschaftlicher Beziehung außerordentlich start nnd politisch geeint ist. Die Geschichte der letzten U) Jahre war eine Geschichte der Nachgiebigkeit gegenüber Ungarn; diese Epoche hat ihr Ende gefunden. Österreich will ohne Feindseligteit gegeil Ungarn, im Bewnßtsein der eigenen Stärke, die eigenen Interessen kräftig wahren. Das österreichische Interesse ist maßgebend für dao Ergebnis der Ausgleichsverhandlungen. Eine Vieldung aus Kopenhagen bestätigt, daß ein Besuch des Kaisers Wilhelm wahrscheinlich in Begleitnng der Kaiserin beim däni s ch e n Hofe Anfang Juli zu erwarten ift. Der Befnch wird von mehrlagiger Tauer sein. Tie Residenz" der königlichen Familie dürfte sich zu dieser Zeit auf Schloß „Fredeusborg" befi nden. Iil Besprechung der letzten D u m adcbattcn meint das „Neue Wieuer Journal": Die Aufhebung der Feldgerichlsbarleit als Prämie für das Wohlverhalten der Tuma in Aussicht zu stelleu, ist nicht so aufrichtig konstitutionell, als Herr Stolypin scheinen möchte. Daß er aber diesen Schein als not^ wendig empfindet, ist schon an nnd für sich als ein Sieg der konstitutionellen Idee anzuseheil, und es wäre daher ein großer Fehler, wenn die Duma, indem sie in allzu radikalem Aufrichtigkeitsdrange wider den Schein ausholt, auch das Wesen des >ionstitulionalismus träfe. Tie „Wiener Allgemeine Zeitung" erfährt von glit unterrichteter Seite: Es unterliegt keinem Zweifel, daß die französische Aktion' in Marokko im engsten Zuscnnmenhang mit höchst wichtigen politischen Ereignissen, namentlich mit dem A b sch l u ß d e s r u ssi sch - en g l i s ch e n Ü berei n k o m -m cns , steht. Die Verhandlungen zwischen Rußland und England schienen noch Ende vorigen Jahres ins Stockeil geraten zu sein. Die französische Regierung bietet nunmehr alles auf, damit das Einverständnis zwischen Rußland und England zustande käme. Als vor kurzem gemeldet wurde, daß die Zarin-Witwe sich zu längerem Aufenthalte nach England begebe, war es klar, daß die letzten wirk- liclM, Schwierigkeiten für den Abschlnß der englisä)-rnssischen Entente behoben lind mir noch einige Formalitäten zu erledigen seien. In der Tat sind England lind Rnßland betreffs Persiens nnd des Tibet vollständig einig und es ist nur noch die Er-ledignng der afghanistanschen Eisenbahn durchzuführen. Wir stehen also vor einer neuen Phase der. iilteruationaleil Politik, die durch das englisch-rliisische Übereinkommen hervorgernfen wird und einen symptomatischen Ausdruck in der französischen Aktion gegeil Marokko findet. Tagesneuigteiteu. - (Die „Konsultation" im Wasser.) Ci'ie Leserill schreibt der „Frankfurter! Zeituilg": Vor einigen Jahren war ich als jlinges Mädchen mit meiner Mutter in Ostende nnd machte dort die Bekanntschaft eines Frankfurter Arztes, der sich so eng an u>ns anschloß, daß er nicht nur den ganzel Tag mit uns verbrachte, sondern auch die gleiche Bade° stube wählte wie wir. Dabei ging es immer sehr lustig zu. Eines Morgens ging mir beim Ringelreigen eine Welle über den Kopf und ich bekam ein starkes Ohrei,-sausen. Unser Begleiter riet mir, die Nase fest zu^ zuhalten nnd durch die Ohren zn blasen, worauf das Unbehagen auch sofort verging. Mittaas lx?i Tisch fragte der Herr Doktor liebenswürdig, ob mir die böse Welle nicht wchegewn hätte, was ich veineinen konnte. Anl anderen Morgen, am Strande, erknn.digte er sich, was mein „.Öhrchen" mache, und lachend er widerw ich, daß ich seine schönen Redensarten sehr gut hörte. Tie schönen Tage von Ostende gingen wie alles Schöne vorüber, der Herr Doktor reiste vor uns ab, unter Versicherung ewiger Freundschaft und ill der Hoffnung auf frohes Wiedersehen in der Heimat. Selbstverständlich machten wir ihm das übliche Ab-schiedsgeschenk. das ill Anbetracht der schön verlebten Tage sehr hübsch ausfiel . . . Wer beschreibt aber unser Erstaunen, als wir, in Frankfurt abgekommen, unter den eingelaufenen Rechnungen mich eine des H?rrn Doktors fanden, über drei „Konsultationen" mit zwanzig Mark! Sie wurde bezahlt, aber die so innig geschlossene Freundschaft hatte ihr schnelle? Ende erreicht. "- (Eine Eisenbahnlinie über dem Meere.) Im „Prometheus" macht Atthur Vöd-drcker interessante Mitteilungen über eine wohl einzig dastehende Eiseiibahustrecke, die im Laufe des nächsten Jahres in Nordamerika dein Betriebe iibergcben wird: die Verlängerung der Bahn Newyork-Home-stead bis Key-West wr Florida-East-Coast-Nailway. Tie bestehende Linie führt von Newyork an der Ost. küstt' Nordamerikas entlang über Miami nach Home-stead. Miami ist der südlichste Hafen Floridas, und -15 Kilometer davon, ebenfalls in südlicher Richtung, Kinder der Finsternis. Roman von Union von Perfall. (M. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Er nahm seine Sinne zusammen, ram ail die Zäimc, die enge Gasse entlang mit den holperigen Steinen. Da5 Rauschen des Stromes zur Linken leitete ihn. Glücklich kam er an die Vrücke. Johannes ging aufs Geratewohl. Nur so viel wußte er, voni Flusse mußte er weg, der Höhe zu, cms der die Straße nach Gundlach führte. Ein Polizist kam die Straße herunter: sein schlechtes Gewisseil hieß Johannes in eine Seitengasse schlüpfen, anstatt zu fragen. Ein anderesmal kreuzten zwei Betrunkene seinen Weg, vor denen er sich noch mehr fürchtete. Die Straff, in die er jetzt einbog, kam ihm bekannt vor. Eill großes rotes Schild war ihm bei seinem Herwege aufgefallen. Er war also bis jetzt auf dein rechten Wege. Das gab ihm neuen Mut. Vornehme Herren kamen aus grell erleuchteten Lokalen. Wagen rollten hin und her - er hatte die eigentliche Stadt betreten. Endlich wagte er es, einen Herrn anzureden, der, eine Dame am Arme, ihm entgegen kam — wo der, Weg »lach Gundlach gehe? Der musterte den Jungen von Kopf bis zu Fuß. „Gnndlachi Faule Fische! — Geh zur Mutter heim, du Spitzbube!" Die Dame lachte. „Gib ihn, doch was!" sagte sie und der Herr griff wirklich in seine Tasche. Johannes schämte sich und lies davon. Jetzt wagte er es nicht mehr zu fragen, ja, er wich jedem aus — zuletzt nahm man ihn noch als Vetteljunyen fest. — Immer fort! Ein Zweiräder hielt, der Kutscher, ein Vauer mit eiller Zipfeltappe, sprang ab und richtete envas Qn dem Geschirre. Da fahte Johannes noch einmal Mut zu 1«iner Fvage. „Mei' Vüabl, wo kommst denn du schon her, in aller Früh?" erwiderte der Mann in gntmütiger Weise. Das Wort „früh" erschreckte Johannes nicht weilig. „Geh nur alleweil der Straß' nach, wie's Fuhr-werk 'reillkommt, nachher kannst nicht fehlen." „Ist's noch weit?" fragte Johannes. „A Stünd'l gut Ding. - - Laß dir nur Weil! Da schlaft alles noch, bis d' 'naus kommst!" Das war ein Trost für Johannes. Er wäre am liebsten dcm Menschen um den Hals gefallen. Jetzt fühlte, er neue Kraft. Kam er zur rechten Zeit, war alles wie ein bösor Traum. Oh wie freute er sich auf das Haus mit den Weinrauken, auf den Hammer am Vach, auf den Wertmeister Margold. Nie mehr! Nie mehr! schwur er sich ilii stillen. Jetzt war er auf der Landstraße. Über die Äcker links und rechts rang sich der Tag durch feuchte Nebel. Hinter ihm wuchs das Tosen. Schrille Psiffe durchschnitten es. Und immer neue Wagen fuhrei. dem Rachen des Ungeheuers zn, dem er gerade noch glücklich entwischt. Wenn er sich nicht eilte, kam er doch zu spät. Da rasselte ein Fuhrwerk hinter ihm her. Nasch sprang er rückwärts hinmif, vom Kutscher unbemerkt. Jetzt ging's iill Saus! Der kalte Wind, der ihm die Locken zauste, tat ihm gerade wohl. Rote Streifen erschienen im Osten — der Tag! Und da blitzte schon das Dach vom Gundlach. türme rechts auf der Höhe! Da sprang er ab. Alles umsonst — doch zu spät! Das Kreuz am Turme flammte schon, die Glocken tönten! zur Frühmesse. Also 5 Uhr! BiÄ er nach Hanse kommt, ist alles schon auf den Beinen und sein nächtlicher Ausflug entdeckt. Was tuu? Offen feine Schuld eingestehen? Dann, wird mcm ihn fragen, wo er war. Lieber alles, als das gestehen! Der Mutter Marianne, dem nx'ißeil Mädchen? Lieber sterben! Ein rettender Gedanke kam ihm. Warten, bis alles auf dem Felde M'r in den Werkstätten an der Arbeit, dann zum Werkmeister schleichen. Er kann ja früh aufgestandeil sein, um im Wald zu 'streuen, zn fischen - sich verspätet haben. Jetzt ist lügen "eine Sünde und der alte Mar-gold ist ihm gut gesinnt und wird nicht woiter fragen. Johannes ging in den Park; kein Platz war ihm sicher genug. Da stand er plötzlich vor einem Posta° ment ans rotem Stein. Eine Vüste aus Erz stand oben, ein Mannskopf mit einem spitzen Bart und seltsam nach allen Seiten sich sträubendem Haupthaar. Alis den Stufen vor dem Postamente lag ein verwelkter Kranz. Johannes eriunerte sich jetzt deutlich des Tages, au dem er selbst vor Jahren an der Spitze aller Zöglinge, au derselben Stelle, ebenso einen Kranz niederlegte. Es war das Denkmal des Grün« ders der Anstalt, das an jenem Tage feierlich ent,. hüllt wurde- er war noch ein ganz kleiner Junge; seitdem war er nicht mehr hergekommen. „Viktor Cassan", las er in goldenen Buchstaben. Darunter stand in kleiner Schrift ein langer Spruch. Er gab sich Mühe sie zu entziffern, langsam, Biuh« stabe für Buchstabe. „Wer der Finsternis ihr Eigentum entreißen will, muß stark sein wie sie selbst. Abstreifen muß er jedes Vorurteil, jeden Widerwillen, jeden Haß, nur drei Dinge dürfen in ihm wohnen, die Gerechtigkeit — die Wahrheit — und die Liebe." Seltsam packten ihn die Worte. Was wohl für eine Finsternis genreint war? Da tauchte das Vild der Nacht vor ihm auf, die Gassen des Walles, das dunkle Haus am Strome. Noch einmal sah er zu dem Bildnis empor, als ob er es fragen wollte, und es war ihm, als ob es die soltsamen Worte wiederhole. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 73. «57 30. März 1907. negt Homestead, dor bisherige Endpunkt dor Bahn. Tie Fortsetzung der Halbinsel Florida, bildet ein« langgestreckte Gruppe flacher Inseln, die wenigen Neste des Festlandes ans der Zeit, da der Golf von Meriko noch einen Teil von Nordamerika bildete, bis ibn eine Sturmflut überschwemmte. Auf der südöstlichsten dieser Inselgruppe, Florida Keys ge? nannt, liegt das berühmte Seebad Key-West, der Sommeraufenthalt der Newyorker Milliardäre, T Kilometer. Die Brückeil zwischen den einzelnen Inseln bestehen aus gemauerten Pfeilern mit eisernen Jochen. An den Stellen, wo die Meeres-tiefe l Meter uicht übersteigt, wird die Verbindung ^r Inseln durch Erdanschüttungen hergestellt. Die Brückenbogen l'abcn durchu>egs 80 Meter Szxmn-lveite. Die Gl'sanltiänge der in Vau befindlicheil ^inie beträgt rund 2l0 Kilometer, von der nur 35 Kilometer auf dem Festlande liegen, die übrigen 175 Kilometer aber teils auf die Inseln, teils auf die ^zwM(m liegen den Mceresarme, entfallen. — (Einefreche, aber ne, u a rt i g e V e « raubung) wurde im Louvre Museum in Paris ausgeführt. Die Gräfin AlphonsineMozziardi, Gattin eines angesehenen italienisckien Edelmannes, die sich in Paris aufhält, stattete der Galerie einen Besuch ab und stand vor einem Gemälde. Während sie das Äild betrachtete, gingen zlvei Männer vorbei. Als sie bei der Gräsin ankamen, schien der eine auf dein Parketboden plötzlich zn straucheln und fiel hin. Die Gräfin, ans Besorgnis, mit zu Boden gerissen zu werden, sprang zur Seite und gegen den zweiten ^nnn. der sich höflich verbeugte. Der Gefallene hatte Nch inzwischen erhoben, und die beiden gingen weiter. Die Gräfin wurde erst wieder an den Zwischensall "'innert, als sie in ihr Hotel lain und ihr Juwelen-Halsband vermißte, das sie getragen hatte und das cmen Wert von 10.000 Kronen hat. Sie lvandte sich wsort an die Polizei und erzählte auch den Fall nut den beiden Vesnchern des Louvre. Am nächsteil ^ag,e wurde die Gräfin auf die Polizei gebeten, wo ll)r zwei Verhaftete vorgeführt wurden, in welchen Nr die beiden Gauner erkannte. Die Spitzbuben ge-Nanden ein, daß es ihr Trick sei, daß einer von ihnen "usgioite nnd der andere dann gegen das Opfer ^nne, die Juwelen löse und damit verschwinde. Die Hiebe hatten da,Z Halsband zu einein Händler in Montmartre gebracht, der jedoch Verdacht geschöpft ^ud die beiden zum anderen Morgen wieder bestellt mtte. da er angeblich nicht so viel Geld im- Hanse t'abe. Bei ihrer Wiederkunft wurden sie verhaftet, ^~ lDas Gibson - Girl.) Man erinnert sich !^ch des gelualtigen Aufsehens, das vor einiger Zeit "r ganz England nnd Amerika die Vermählnng des lungen Lords Aberdare mit Fräulein Camille Clif-wrd, dem sogenannten „Gibson-Girl", erregte. Der s>! .^ Nräntigams. ein ahnenstolzer alter Herr, UHte Himmel und Hölle in Bewegung, um diese Hei-.l" zn verhindern, aber seine Pläne scheite/rten an oew fcst^i Will?,, seines Sohnes. Nnn hat sick) der ^be Lord in echt vornehmer Weise gerächt. Er hat "n-ch amerikanische Detektivs feststellen lassen, daß >"ne Schwiegertochter früher ein simpleis Dienstf 'adch^l _ ,„^ denke: ein Dienstmädchen! — gc^ "^n ist, und hat als Beweis für diese entsetzliche ^atsacho eine Anzahl Photographien in Händen, die ftrau Aberdare Clifford mit dreizehn anderen Damen '"Dienstmädchentracht darstellen. Der alte Lord hat nch diese Feststellung fast 500.000 Mark loston lassen, ^r die fürchterliche „Blamage" des Gibson-Girl ^ selbst mit einer so hohen Smnine nicht zu teuer bezahlt. Lolal- und Provinzial-Nachrichten. - (Militärisches.) Seme Majestät dei Kaiser hat den Oberswr des Infanterieregiinents Nr. 24 in Stanislau Martin Nadiöevi^ zum Konim,andanten des Infanwrieregiinent-Z Nr. 27 er-nQnnt. — Verliehen wurde in Anerkennung viel« jähriger, pflichttreuer Dienstleistung da^ silberne Verdien st kreuz init der Krone dem Armeedien er erstem Klasse Johann Hubmann des 3. Korpslomman-do<'. Ernannt lverden zu Assistenzarztstelldei'tre' tern anläßlich der Ableistung der zlveiten Halste dos Präscnzdicnstes die Einjährig-Freiwilligen Mediziner, Doktoren der gesamten Heilkunde: Marimilian R a b° c ewicz von Zu blow ski des Infantorieregi-inents )tr. 7 beim Garnisonsspital Nr. 7 in Graz, Julius Halksz des Infanterieregiments Nr. 44 beim Garnisonsspital Nr. 8 in Laibach, Zoltan WurmfeId dcs Infanterieregnnents Nr. 97 beim GcrrnisonSspital Nr. 7 in Triest und Alerander S ch e-r e r de^ Infanterieregiments Nr. i>7 beim Garnisons' spital Nr. 27 in Baden. — Transferiert werden: der Lentnant Duüan K ova <' evi <' vom Insantoric-regimenl !)lr. 7 zu,n Infantcrieregiinent Nr. 16, der Hauptmannauditor erster Klasse, Doktor der Rechte, Franz Nitter von Iansa vom Infanterieregiment Nr, 27 zum Garnisonogericht in Wien, der Hauptmannauditor zweiter Klasse Franz Prikryl vom Garnisonsgericht in Olmütz znin Infanterieregin,ent ^)tr. 27, der Hnuptmanurechnungsführer erster Klasse Gustav Adolph vom Infanterieregiment Nr. 7 zum Militärinvalidenhaus in Nagyszombat und der Franz T f ch e r n u t h v^n der Traindivision Nr. 15 zum Infanterieregiment Nr. 7 (Ersatzbataillonskader). — Im Einvernehmen mit den, k. l. Ministerium für Landesverteidigung werden in den Aktivstand dor k. t. Landnxchr über. scht die Kadettoffiziersstcllvertreter: Eduard 5t nl i. n e l des Infanteriel-egiments Nr. 27 zum Landwehrinfanterieregiment Budweis Nr. 29. Ernst W a s s a k des Infanterieregiments Nr. 7 zum Landwchrinfan-terieregimcnt Hohenmanth Nr. 30, Franz Wanka des Infanterieregiments Nr. 27 zum Landwehrinfan° lerier^giment Ii<'in Nr. 11, Alois Vau ken des Infanterieregiments Nr. 7(i zum Landwehrinfanlerie-regiliwnt Laibach Nr. 27, Iofes Neschmach des Ieldjägerbataillons Nr. 31 zum Landwehrinfantel-ie-regiment Laibach Nr. 27. Johann N egenZb u rger des Infailtcrieregiments Ätr. 5l3 zunl Landwehrinfan« wriercgimcnt Klagenfurt Nr. 4 und Oskar von E b -h ardt des Infanterieregiments Nr. 27 zum Land-Wehrinfanterieregiment Marburg Nr. 20. — Dem Oberleutnant Julius Freiherrn von Berg (mit Wartegebühr beurlaubt) des Divisionsarlillerierelgi-mcnts Nr. 7 wurde die, angesuchte Ablegnng der Offizierscharge, bewilligt. (Militärische Auszeichnungen für b e fondere Ge schicklichteite n.) Das r. u. k. ^ieichskriegsministerium hat angeordnet, daß die der Mannschaft zuerkannten Anszeichnnngen für befon-dere Gcschicklichkeiten in das Eigentum jedes einzelnen Mannes übergehen nnd ihn, beim Übertritt in das nichtaklive Verhältnis zu belassen sind. Die Mannschaft ist jedoch verpflichtet, diese Anszeichnnngen beim Einrücken zur aktiven Dienstleistnng (Waffen-, Dienstübnngen usw.) mitzubringen, -- (G r n n dste> inleg u n g.) In Waitsch wird Montag, den 1. April, der hochwürdigste Herr Fürstbischof Dr, Anton Bon. IegIi 5 die feierliche Grundsteinlegung zur neuen Antoniuskirche vornehmen, nach der Weihe eine Ansprache halten und cm der Stelle des zukünftigen Hochaltares eine hl. Messe lesen. Zn dieser Feier rüftet fich die ganze Wailscher Gemeinde und so dürfte die Feier eine erhebende sein. - (Erledigter M i l i tä rst i f tun g s-> p l atz.) Beim Mannschaftstöchter-Erziehungsinstitnt in Seebenstein (Karolinenstiftuug) gelangen acht ganzfreie Plätze bis zur Boendignng der Ausbildung, das ist bis zum 18. Lebensjahre, zur Besetzung. Hierauf haben Anspruch: :r) eheliche Töchter im Alter Zwischen 5 und 7 Jahren solcher Mannschastsperso-nen, welche nach ersteir Klasse verheiratet sind und entweder im Attivstand eines Truppenkörpers (Heeresanstalt) dienend mit ihrer Familie in einer Kaserne wohnen oder, zum Versorgungsstand eines Mi-litärinvalidenhauses zählend, in demselben untergebracht sind; d) ansnahmswcise. in besonders rück-sichtswürdigen Fällen elternlose oder mutterlose Waisen dieser Kategorie von Maimschaftspersonen. Die gestempelten Gesucl)e sind bis zum 30. April an das vorgesetzte Kommando (Evidenzbchördc) einzusenden und wie folgt zu instruieren: GeburtZ(Tanf)schein, militärärztliches ZeuaniH über die AufnahmSfähig-lcit der Aspirantin, eventuell die letzte Schulnachricht, IlNipffckfein, Revers der Eltern (VormundjäMft), sich den Vorschriften des Instituts zu fügen imd den Stiftling. insolange er unter Aufsicht des Institutes steht, nicht zurückzuverlangen. — (Ernennung bei der Südbah n.) Der Oberkondukteur und Unterbeamte Herr Josef Hircelj wurde zum Zugsrevisor mit dein Swnd>° orte Laibach ernannt. — (Eine fachmännische Weinbeu rtei-lung der österreichischen Weino in Wien.) Der Verein zum Schutze des österreichischen Weinbaues veranstaltete am 26. 5. M^. eine interne Weinaus st ellung, bei lvelcher die verschiedensten Weine Österreichs, darunter auch etliche aus Kr a in. zur Kost gelangten. Zweck dieser Veranstaltung wcrr, die Weintypen aus verschiedenen Weingegenden Öste.r« reichs einer fachmä'nnisck)en Beurteilung zu untess> ziehen, uni diei Unterschiede ein und derselben, aus verschiedenen Weinbangebieren stammenden Sorte kennen zu lernen und den Charakter des betreffendem Weines zn bestimmen. — Da nur Weine vom Jahre 1905 nnd nur reine, nicht mit anderen gemischte Sor» ten bei der Beurteilung berücksichtigt wurden, kcnnein von den aus Krain eingesandten Sorten der weiße und der blaue Burgunder, Zelen. WelschrieMng, Traminer, Sylvaner. Nuländer und der Notgipfler in Betracht. Es wurden zroair auch die übrigen go mischten Sorten einer Kostprobe unterzogen, jedoch nicht klassifiziert. Einen befonderen Anklang fanden die Burgunder- nnd Sylvanersorten, die vollkommen reiiuönig waren und leinen herben Nachgeschmack hab-ten. Der herbe Nachgeschlliack wird zwar nicht als ein Fehler betrachtet, darf jedoch bei einem feinen weißen Flaschenweine nicht vorhanden sein. Im ganzen wur' den von 134 angemeldeten Weinproben binnen vier Stunden 112 gekostet: die restlichen Proben gelang-ton wegen verschiedener Mängel nicht znr Kost. Die meisten, Weine stellten die Nicderösterreiti)er aus, deren etliche Sorten vorzüglich schmeckten. Dann folgv Mähren, K°rain mit sechs Ausstellern und Ti^ral, während die übrigen Krollländer 1 bis 3 Proben eingesandt hatten. Dalmatien beteiligte sich an der Ausstellung nicht. Das größte Interesse erweckten die chinesischen Weine au5 Chefoo von August Freiherrn von Babo. Die Weine (Traminer, Nuländer, Syl-vaner, Welschriesling usw.) sind zwar gut und glei> chcn ziemlich den unseren, sind jedoch nngcMcin stark und schmecken, als ob sie mit Weinsprit versetzt wären. Bei überseeischen Weinen pflegt man zwar dies M tun, die genannten Weine bekamen jedoch, wie der Aussteller Freiherr von Babo versicherte, gcur keinen Zusatz. Dies ist somit nur auf die dortigen, von den unsrigen ganz verschiedeilen Buden- nnd klimatischen Verhältnisse zurückzuführen. E5 zeigte sich, daß, wie in unseren südlichen Gegenden auch dort die feincn starten Weine fuhr gerne einen Essigstich annehmen. Sämtliche Weine wurden von 40 Fachmännern beurteilt. Hiebei wurde der Beweis geliefert, daß Krain. mit der Zeit, wenn die Kellenvirtschnft noch metzr ver-bessm't sein wird, init den verschiedeneil bekannten Wcintnarken in anderen Ländern wird Stand halten könne». Fr. G o in b a 5 , Lalldesweinbaukoinnlissär. — (Warnung vor Auswanderung.) Der Staat Bahia (Brasilien) kann heute nicht alH eiil für eine große Einwanderung in Betracht tom? inender Staat bezeichnet werden. Günstiger werden sich die Verhältnisse für die Einwanderung wohl erst dann gestalteii, wenn das geplante Eisenbahnnetz uud neue Straßen nach dem Innern des Landes voll.« endet sein werden. Landwirten, tuelche über gar lem oder nur eiil kleines Kapital verfügen, muß unbedingt abgeraten werden, nach dem Staate Bahia auszuwandern, da die Vorbedingungen fehlen, unter denen es Kolonisten gelingen kann, sich bald eine auskömmliche Existenz zu sichern, vielmehr Geduld und Ausdauer der Einwanderer meist auf eine derart harte Probe gestellt werden, daß Entmutigung ein^ tritt. Handlverker und Mechaniker können in be> schränktcr Zahl allerdings in den Städten, namentlich in Vahia selbst ausreichende Beschäftigung und ein entsprechendes Fortkommen finden, besonders dniln, wenn sie ein kleines Kapital besitzen, geschickt in ihrem Berufe sind, einer kräftigen Konstitution sich erfrenen, der portugiesischen Sprache etwas mächtig und dem Alkoholge!:iusse abgeneigt sind. Die notiuen» digsten Nahrungsmittel sind im allgemeineil ziemlich billig, Waren europäischeil Ursprungs jedoch verhält-ni'5inäßig teuer. Bis jetzt sind nur sehr wenig Ostei> reicher im Staate Aahia ansässig. — (Der Eigentümer eines gc stöhle» ncn Fahrrades gesucht.) Der uilbetannte Eigentümer eines im Sommer l!)0(i vor dem Haupt postaebäude gestohlenen Puchfahrrades. wird aufgefordert, sich behufs Aguosziernng eines gestohlenen, il, gerichtlicher Venvahrung befindlichen Fahrrades beim Landesgerichte il, Laibach, Zimmer Nr 95, ehs» stens zu melden. Laibacher Zeitung Nr. 73._________________658 30. März 1907. — (Die Aufnahmsprüfungen an denLehrer» u n d Le h re r inn en b i ld u ngs ° an st alten.) Das Unwrricht^nnlusterunn hat angeordnet, das; bis aus weitere anch an den Lehrer» und Lehrcrinnenbildnngsanstaltoll die Auftllahins-prüfungen fii,r den ersten Jahrgang außer zu Boginn des Schuljahren auch schon ain Schlüsse des voran^ gehendoil Echuljahroo stattzllfiilden haben, wie dws an, den Mittelschulen schon seit längerer Zeit der Fall ist. Durch die Verordnung, die schon ini laufenden Jahre in Kraft tritt, ist einem in weiten Bcvölt> rungskroisen vielfach geäußerten Wunsche Rechnung getragen worden. ^- (Von, Fo rstd ie uste.) Seine Erzellenz der Herr Ackerbauminister hat ten Forstmeister Herrn Franz Rupnik in Görz zum, Forstrate ernannt. — (Die A u ferstühuug s f eier lichtet ten) werden in folgender Ordnung vor sich gehen: heute um 3 Uhr bei den Ursulinerinnen, uin 4 Uhr in der Doml'irche, uin V^ ^hl' in der Tirnailor° pfavre, uNi 5 Uhr il« dor Pfarre zu St. Iat'ob. nm 6 Uhr in der Franziskanerpfarre und um 1/28 Uhr in der Dentsclien Kirche. Morgen um 4 Uhr früh Wird die Auforstehungsfeierlichkeit ill der Herz Jesu-tircho stattfinden. — In der Domkircho ist nwrgen mn '/2W Uhr deutsche Prodigt, dann das feierliche Pontifikalamt und hierauf der päpstliche Segen. — (Das heurige frühe Datum dos Osterfeste 5) wird in den nächsten Jahren mehrmals noch überboten werden. Ist heuer die K,a>rwochc vom 24. bis 80. März, der erste Osterfeiertag am 31., so wird UNO die Karwoche am W. März beginnen nnd das Osterfest am 27. nnd 2K. März gefeiert werden. Noch früher ist das Osterfest in sechs Jahren, im Jahre 4913. In jenem Jahre ist der Pa!lmscmnta,g mn 16., der erste Osterfeiertag am 23. Mäaz. Dor Maria°Verkiiudignng5tag fällt somit 19 l() auf del, Karfreitag und 1913 anf den Oswrdienstag, so daß in sechs Jahren drei volle Feiertage zu Ostern sind. Die katholische Kirche begeht am Karfreitag das Malienfest nicht: in einen, solchen Falle ist die tirä> lichr Feier von Maria Vorkündigung am Montag nach dem Weißen Sonntag. (Ö st 0 rreichische Kredit a n st a l t.) Die Filiale der k. k. Priv. Qswrroichischon Kreditanstalt für Handel und Gewerbe in Laibach beginnt am 2. April ihre Tätigkeit. Die Leitnng dieser Filiale wurde Herrn Josef Luckmann, dem bisherigen Inhaber der Firma L. C. Luckmann, anvertraut. — (E i n e W ä h Ierversam n> lung) wi rd von der südslavischen sozialdemotratischon Partei in Laibach am Ostersonntag mn 10 Uhr vormittags im großen Saale des „Mestni Dom" veranstaltet werden. Als Redner werden die Genossen Etbin Kri< st a n , Ivan E a n k a r u.id Dr. Anton D e r in 0 ta auftreten. — (Die K ne ip ve rb in d u n g „Heidel» borg" des Laib ach or Deutschen Turn-vereine s) veranstaltet am 6. April mn halb 9 Uhr abends in der Glashallc des Kasino einen sogenannten Lachabend, an dem durch Vorführung heiterer Schattenspiele, Einzclgesängo, Singspiele. Prosa-vorträge, Iuxturnon usw. die Teilnehmer in rosige Laune gebracht nnd dauernd erhalten wclidon sollen. Iur Erholung findet am Schlüsse ein Tanzkränzchen statt, mit welchem der Abend, der gewiß jedem Besucher iil heiterer Erinnerung zu bleiben verspricht, abgeschlossen, werden soll. — (Militär konzert.) In der Kasino-Glashalle findet m 0 rge, n ein großes Militärkonzert mit besonders gcwähltein Programm nnter Leitnng des Herrn Kapellmeisters Christoph statt. Anfang 8 Uhr abends, Eintritt U0 li. — (Ein großes M il i tä r k on ze r t) der vollständigen Militärkapelle unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Christoph findet am Ostermontag im g-rotzen Saale des Hotels „Union" statt. Näheres besagen die Annoncen. * * (S P 0 r t v e r 0 i n.) Die schonen Spielplätze des Laibacher Sportvereines sind instand gesetzt und es hat das Tennisspiel bereits begonnen. Damit wird unsere Mitteilung, daß das Spiel ei-st am 1. April beginnen soll. richtiggestellt. * (Einbruchsdiebstahl.) Honte nacht wurde im Wachsziehergeschäfte des Herrn Dolonec in der Wolfgasse die Geldlade aufgebrochen. Merkwin> digeNveise wurden von dein darin aufbewahrten Geld ilm Betrage von 1000 K nur 120 K gestchle,:. — (Von der Erdbebenwarte.) Gestern abend verzcichnew^ die Apparate ein starkes Fernbeben. Die Bewegung setzte gegen 9 Uhr 58 Minuten ein. erreichte ge'goli 10 Uhr 8 Minuten das Maximum von. 19 Millimetern und endete nach 12 Uhr. Die Hurkdrswnz wurde aus 3N00 Kilometer geschätzt. v. — (Totschlag.) 3lm 27. d. M. nachmittags entstand vor dem Gastl)ause des Iavornik in Kandia bei Nudolfswert unter mehreren stellllngsftslichtigon Vurschoit nnd deren Angehörigen ein Streit, dor alsbald in Tätlichkeiten ausartete. Ein gewisser Franz Mali aus Loöna, Gemeinde Preöna, versetzte dem 21 Jahre alten Josef Rajmnö aus (>mo«njice, Gemeinde St. MläMl-Stopiöe, mit einem Holzprügel einoli Schlag übor den Kopf und führte eineil zweiten Hieb über den Unterschenkel des Josef Najmn« soll. ans Örmotznjice. Im selben Allgenblicke warf einer der beteiligten Ex.zcdenten dem Franz Mali einen Holzpriigel an die Schläfe, infolge welcher Verletzung Mali sofort zu Boden stürzte. Er wurde in daö Kaiser Franz Iofof-Spital der Barmherzigen Brüder zu Kandia überführt und starb schon ani folgenden Tage infolge der erlittenen Beschädignng. Josef Raj? mu5 ans s'rnw8njice, Josef Ko/ar aus Stopfe, Alois Novak aus St. Jobst, Franz Vindi^man ans Iurendorf und Josef Moie, alle aus der Gonioinde St. Michael.Stopiöe, wurden, da dor Täter noch nicht mit Sicherheit festgestellt werden konnte, verhaftet nnd dem Kroisgerichte in Nudolfswort eingeliefert. — (Theatervorstellungen.) Aus Sagor wird uns geschrieben: Die hiesigen Dilettanten veranstalteten am verflossenen Sonntag abends im Thoalorsaalo deo Herrn Richard Michelöi? eine Thea^ torvorstellnng, die sich eineo vorziiglicheil AesuclM' zu orfreuen hatte. Zur Aufführung gelangte das Lustspiel „Cigani", worin unsero braven Dilettanten ihr Möglichstes boten. Selbstverständlich wnrdo ihnen verdientermaßen die wärmste Anerkennung zntoil. — Am 2. nnd 0. April voranstaltet, der Thoatordirettor stöbert Gutmann, der mit seiner Gesellschaft durch zwei Wochen in Trifail gnt geleitete Vorstellnngen von Lnstspielen, Operetten usw. bot, im Theatersaale des Herr», Richard Michel<'N' ein Gastspiel. Hiobei golalvgen zur Aufführung das Lustspiel „Tor Damen, krieg" von Scribe und C. Eostas „Bruder Martin". Für diese beiden Vorstellungen gibt sich in Sagor ein lebhaftes Interesse kund, um so mehr, als e5 die ersten Aufführungen eines nicht aus Dilottauton bestehenden Ensemble sind._______________ ik. Theater, Kunst und Literatur. — („Totos Wasser.") Unter diesom Titel ist kürzlich im Kommissionsverlage von Jg. v. Kloin-mayr cn Schablone, mit Kroatien in dlirchans syinpathifcher Weiso befaßt. Der Na,no, Delicz ist den Lesern unserem Blattes nicht unbekannt, da wir bereits kleiuere Arbeiteil dieses Autors veröffentlichten. Bloß die hinter diesen, Namen sich bergende Porsönlichkoit war unbekannt. Nun erfährt man. daß Telicz — eine Dame. ist, und zwar die bekannte deutM Romanschriftstellerin und russische Baronin Mario voll Pistohl> tors, die auch scholl mit ihrem Pseudonym diejenige Sympathie für uns knndgibt, die auch ans jeder Zeile des vorliegenden Nomnns so anheimelnd zn unö spricht. Es ist das der HorzonZroman oinor deutschen Ariswlratiu, in deren Adorn kroatisches Blut fließt und die! es mit der Allgewalt kindlicher Pietät nach Kroatien zieht, woselbst einst die Wiege ihrer Mutter gestanden ist. Hier entbrennt die ill jungen Jahren nach ganz kurzer Ehe zur Witwe gewordene Baronin in Liebo zu einem kroatischen Dichter uud — es ge. schicht dies in Stnbiöke Toplicc — nach einer Tra' gödie von Irrungen - stirbt im falschen Glauben, daß sich um don Erwählten ihres Herzens und um ihre Tochter ein Liebesband gewunden, gebrochenen Herzens durch Selbstmord. — Den kroatischen Leser wird die Art, wie die Vorfasjerin, die mit deutschem Auge schaut, aber mit slavisclMi Herzen fühlt. Kroatiens Land und Leüite in den prächtigsten Farben schildert, ganz besonders interessieren und entzücken. Wir erfüllen denn auch nur eine angenehme Pflicht, wenn wir die Aufmerksamkeit unserer Leser anf den Roman lenken, der auch im hiesigen Buchhandel er-hältlich ist. — Zum Schlüsse erscheint uns noch er-wähnenswort. daß die belletristische kroatische illustrierte Zeitschrift „Prosvjeta" den Noman soeben in autorisierter Übertragung von Mavro Kpicor ver^ öffentlicht. der denselben von der Verfasserm behufs Übersetzung im Manuskripte erhalten hat. Auf diose Weise ist der lesenowerte Romall den iveitosten Krei-son zugänglich und wird gewiß überall lebhaften Widerhall und wohlverdienten Beifall finden." Hn»io» »»or» in der SomKwche. Kars am stag den N0. März um 4 Uhr zur Auferstehungsfeier: Nach dem Matutmum zwei Responsorien ^n^eln« Domini nnd Olnn trkn»i» «<»t »kddatum von Anton Foerster: nach dem Alleluia .Vni'oi'll cot'luin i>ul'imi'ttt von Dr. Franz Witt' nach dor Prozession '1> Nl'uin In,i6inuuu von Anton Foerster, Ill^iiiil, <'<»<'Ii In^tnrc von V. Vod» pivec, 1'untliin «,>l'^o von Franz Kimovec nlld Psalm ^au(wt<> Domiuuin von Anton Foorstor, O st ers 0 nlrtag d e n 31. März um 10 Uhr Pontifilalamti 51i««n „I^oi'vtttl" nlit Iilftruliieutal-begleitung von Adalbert Nihovsky, Graduale llt^c, 6ui), Sequenz Victiinnl? M«^1ll»Ii und Offortoriuin lerril ti'cnniit voil Anton Foerstoi-, Oster in on tag den 1. April um 10 Uhr Pontifitalamt: H1i««!l „Nxultct" nlit Instrumentalbegleitung von Dr. Franz Witt, Graduale Nl«»« z;lnzi (!0<^Ii von Anton Foorswr, lantuni or^a nnd Uhr Hochamt: kil»«^ in Iiouorcin Ii<>nt:i<" ^lu-line Vii-^ini« in 1) iQoll mit Orchostorbogloiwng voli Mar Filke. Graduale mit Sequenz Na«c' üies von Anton Foerster, Offertorillni '1^,'rn tr^muit von Antlin Foerster. Am Ostermontag den 1. April um '/^0 Uhr Hochanit: Hli«»u in Iiouorcm lil'litn^ ^ln i ino Vli'giuis in (^l moN von Johannes SclMeitzer, Gradnale mit Sequenz IIncc 8 von Allton Foerster, Offertorium .Xn^w« Domiui vou G. E. Stehle. IlvanziNkanerkir <:i><'i':,i
  • digkeit zil verlieren. Das Werk ist durchaus originell mlgoleat, so daß man den Eindrnck eines nio gohörtcm Worko^ erhält, edel, effeillvoll, wohlklingond, ein ivahrer Interpret des liturgischen Textes, ein wahrer Gottesdienst. Telegramme >es l. l. TeltMen.wltsMknz.VnreM. Wien, AI. März. Wie das k. k. Tolegraphen-rrespolldouzbureai! von kompetenter Seite erfährt, entbehrt die aus Budapest stammende und von dort in hiesige und ausländischo Blätter übergegangene Meldung, wornach die jüngste Kundgebung dezr Vtichaelis'Brndorschaft. wolche sich auch mit den kirchenpolitschen Vorgängen in Frankreich beschäftigte, zll einem diplomatischen Einschreiton der französischen Regwrung geführt hättc, jedea- Bcgrülidung. Der französische Geschäftsträger hat die Angelegenheit hier überhaupt nicht zur Sprache gebracht. Sofia, A>. März. Der der mazedonisclien inneren Organisation nahestehende „Den" nimmt in seiner heutigen Nummer Stellung zur jüngsten Adresse des Londoner Balkankomitees an die Negiernngon der Balkanstanten, in welcher das Balkankomitee eine Verständigung der Valkanstaaten untereinander nnd das Anfgeben des Rassenkampfes empfiehlt. Das Blatt erklärt, eino Verständigung der Nationalitäten wäre anf der heutigen Basis, wo das bulgarisckie Volk die Autonomie Mazedonions anstrebt, dio Serben nnd Griechen dagegen fiir die Teilung Mazedoniens ein< treten, nicht nur unmöglich, fondern vom bulga> rischen Standpunkte aus frevelhaft. Einer derartigen Verständigung würdo das bulgarischo Volk entschieden widerspt-echen. Das politische Ideal des bnlgarischen Volkes sei die nationale Einheit der Bnlgaren. Diese könne nur durch die Autonomie Mazedoniens erreicht werden. Die Engländor würden den Bulgaren doch nicht auch dieses Recht absprechen. Paris, 29. März. Die Agonco Havas meldet: Die Stadt Udjda wurde um 10 Uhr vormittags von den französischen Truppen beseht, ohne daß Wider» stand geleistet worden wäre. Der Sclieik von Udjda ging dem Obersten Felinau. der dio Okkupations. kolonne befehligte, entgegen und versicherte ihn seiner freundlichen Haltung gegenüber den französischen Bo- Laibacher Zeitung Nr. 73. 659 30. März 1907. yorocu. Iwci >toüipcini<'n Zuoven i>nd cino Abtoiluug EpMs z^^^ ^^ ^,^ Stadt cin, die üvrigen Truppen lampicrcn alchcrl^Id d^-sc'lln'n. Szabadka. 2i>. März. Anlählich des Kar-frcitags pilfi^rll'n etma ÄXX1 Personen zmn Kaworion bM In d^r 3iäl)!-, Petersstraßc 22, U^ocarciitiZ, ?»,r^1>Ü8 coräiL. «. . Am 29. März. Vera Tonejc, Kellnerstochter, 5 I., ^Mchtsgassc 4, Meningitis. Angekommene Fremde. Hotel Stadt Wien. ,, Vom 2Z. bis 26. März. Lustig, Revident der Österr.. "N8 Nanl; Müller, Spediteur; Weiß. Künz, Schäller, Beamte; ^lchtenstern, Wachsmann, Baumgartner, Schicht, Herzog, Feil» Mber, Weinlich, Neichmcmn, Wilmisch. Fischer, Flandral. Deutsch, Aahle, Schwarz, Mebus, Vurlhart, Doljan, Entz, Frischmann, ^aith, itflte.; Schäller, Beamter; Ehrbar, Vockal, Privatiere, Wien. — Kirer, Ozegovac, Private, Kopreinitz (ilLvatien). — Kullmann, Elh, Richter, it site., Nixdorf. — Wolf, Beamter; Assam, Direktor; Stern, Veit, Wohrisel. Fürst, Wunderlich, "indler, Reisende, Graz. — Schmitz, kfn»,; Schrämen, Privat, Aresdcn. — Großmann, Papierhändler; Möller, Privat, München. - Göpfert, Riessel. Kflte., Leipzig. — Pflann, ^lrettor; Moser, Privat, Mojstrana. — Albert, Fürst, Eitel, 3°swath, Me., Trieft. Pereles, Ketula, Köttiug, Kflte., Men. - Korihly, Artist, s. Frau, New.Yorl. — Volioni, Veit». Wagner, Kstte., Salzburg. — Fialla, Bemhart, Kflte., Ka,da. -_ Latzer, Weinhändler; Neif, Beamter. Graz. — A°yer, Schinzl, Ksite., Linz. — Kliner, Hotelbesiherin, samt '«chte, Neldes. — Grünhut. Fabrikant, Warnsdorf. - Kübler, ^ablllant; Wöhler, lkfm., Fürth (Bayem). — Brück, Procksch, ^lie., Reichenbera. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. ^^^Seehöhe :^06 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. 29^1. N. 734 1 1b I^NO. schwach halb bew. ^_»U M 7I4_2 8-2 SO.schwach fast bewöltr ^l?Ü. F. ,7348^ 54, windstill > bewölkt j 0 0 Mal «^^ Tagesmittel der gestrigen Temperatur 7 7°, Nor. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Für Scotts Emulsion , £eSebeneu Geld ist stets eine gute Anlage, denn gute, öuste Gesundheit ist mehr wert als Reichtümer. SoottS ^^~*lOn enthillt den besten Norweger mediz. Lebertran, wir 8Ich beschaffen läßt und ausschließlich nur diese Qualität Da -ZUr Her8tellung von SoottB Emulsion verwendet. 8 in sich eigenartige .Scottsche Fabrikationsverfahren ist jj ^gebnis einer über 30 jährigen Erfahrung und Studien, er * ^11^4 besitzt eine außerordentliche Wirkungskraft und die * ™Hche Erfolge, wo Krankheit zu bekämpfen ist oder zerstörenden Folgen von Krankheit zu üborwinden sind. . ^wohnlichem Lebertran lassen sich bei weitem nicht die j^chgüiiBtigen zuverlässigen Resultate erzielen, wie mit »oott« Emulsion. (4203, 6-6 "" Der Fischer mit dem großen Dorsch ist das Garantieaeichen für das eckte Scottsche Verfahren. SCOTTS EMULSION ist in allen Apotheken käuflich. Preis der Original-Flasche 2 K 50 h. Bei Nieren- und Blasenleiden, Harngries, Harnbeschwerden, und Gicht, bei Zuckerharnruhr, bei Catarrhen der Athmungs- und Verdauungs-Organe wird die Bor- und LithiOll-hältige Salvator-Quelle mit ausgezeichnetem Erfolg angewendet. Harntreibende Wirkung. Bisenfrei. 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Die Firma Sohülke & Mayr Naohfolger Dr. Raupenstrauoh als Inhahcrin der Marke hat deswegen gegen mich die Strafanzeige erstattet, auf mein Ersuchen jedoch die weitere strafrechtliche Verfolgung gegen dem eingeßtellt, daß ich mich verpflichte, 400 Kronen für wohltätige Zwecke zu widmen und die Gerichtskosten zu ersetzen. Wien am 11. März 1907. (1210) Franz Vetter. ess Für Weintrinker va zur Hiachung des Bebensaftes 1 Illlf tlkiliicher ^J!Z—¦-------«KmaacNNk L—^—— ————i* CO ta gßS&s* neutralisirt die ^ i WWi 8äur0 d0S Weinel s "° la *H angenehm prickelnder § 'S IS 19 fluobmack. Kein Färben ^ M IS.39 des Weinei. Niederlage bei den Herren Michael Kaatner und Peter Laasnlk in Laibaoh. Hotel Südbahnhof Übermorgen am Ostermontag grossts Konzerr der Laibaoher Vereinskapelle. Anfang 8 Uhr abends. Eintritt *"«-»!. Spezialität: (1235) Vorzügliches Münchner Bier. &r weiss u. /zart. überall zu haben. Eingesendet. Die Zeitschrift «Gorenjc> hat in ihren lehlen Nummenl wiederholt Angriffe gegen unbescholtene Angehörige der Markt« gemeinde Neumarltl enthalten. Diese Angriffe beruhen auf Unwahrheit, beziehungsweise auf falschen Voraussetzungen, und um ihre vollständige Grund» losigleit darzutun, sieht sich das gefertigte Marttgemeindeamt veranlaßt, folgende Grllärung zu veröffentlichen: 1.) Es war bisher üblich, daß die Gemeinde Neumarltl ür notwendige Wehrbauten in ihrem Gebiete, um aus Gründen der Sicherheit der Uferschutzbauten den Wasscrinteressenten eine Beihilfe zu gewähren, das erforderliche Holz zu einem mäßigen Preise aus ihren Waldungen lieferte. So wie es vor einigen Jahren geschah, als der Sensen» gewerle Franz Ahac'it infolge von Hochwasserschäden ein neues Wehr errichten mußte, wurde auch Herin Georg Vathelt, als er im Herbste 1805 den Wehrbau bei der Luzar-Mühle über« nahm, gestattet, das nötige Holz gegen Zahlung von 400 II seitens der Wasserinteressenten, der Gemeindewaldung Meserjevec zu entnehmen. Diese Verfügung wurde durch den Gemeindeausschuh in der Sitzung vom 111. April 1906 gutgeheißen und außerdem Herr Ingenieur Wilhelm Polal alö Sachverständiger für die Bestimmung des Wertes des zuviel geschlägerten Holzes ge. wählt. Den von dem Sachverständigen bestimmten Preis hat die Gemeinde in der Sitzung vom 15. Mai 1906 einstimmig anerkannt und Herr Bathelt hat das Holz zu diesem Preise übernommen und den dafür entfallenden Vetrag der Gemeinde gezahlt. Demnach ist das Holz auf eine ganz einwandfreie Weise in den Besitz des Herrn Bathclt übergegangen, und gibt also auch die Verarbeitung dieses Holzes sowie ein etwaiger Weiter» verkauf desselben zu beliebigem Preise, leinen Anlaß zu Ver» dächtigungen oder Verleumdungen weder gegen den Verkäufer «och gegen den angeblichen Käufer, Herrn Matthäus Loniar. 2.) Zufolge Meldung des Waldhüters Tomazic erstattete die Gemeinde die Anzeige wegen Holzdiebstahles. Die l. l. Staats» anwaltschast Laibach verständigte jedoch das Gemeindeamt mit Zuschrift vom 16. Jänner 1907, Z. St. 3606, daß sie leinen Grund habe, den Angezeigten (Straßeneinräumer) wegen Ver» brechens des Diebstahles zu verfolgen. Hiemit ist auch der Verdächtigung wegen Anlauf von gestohlenem Holze seitens des in Ehren ergrauten Gemeinde» ungehörigen Herrn Matthäus Luniar jede Grundlage entzogen. Vtarltgemeindeamt Neumarltl, vberkrain am 28. März 1907. Der Bürgermeister: M a l l y. Kasino-Restauration. Morgen Ostersonntag den 31. März Militär-Konzert mit ausgewähltem Programm u. unter persönl. Leitung des Herrn Kapellmeisters Th. Christoph* Anfang um 8 Uhr abends. Eintritt 30 kr. Zu zahlreichem Besuche ladet höflichst eiu U219) Restaurateur. Betrübten Herzens geben wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unsere innigstgeliebte Gattin, beziehungsweise Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, Frau Auguste Nahn« »cl. Lillljllrt Forstverwaltersgattin heute um 5 Uhr früh nach lurzer Krankheit, versehen mit den hl. Sterbesakramenten, in ihrem 70. Lebensjahre ruhig im Herrn entschlafen ist. Das Leichenbegängnis der teuren Verblichenen findet Samstag den W. März um 6 Uhr nach» mittags aus dem Schlosse auf den Friedhof statt. Die geliebte Dahingeschiedene sei dem Gebet empfohlen. Reifnih, den 29. März 1907. Kranz Vlahna. Gatte. — Vlizi Vlahna, Caroline Nosan, «lnna Vlurael, Kranz Vlahna, Milla v. Lehman, Kinder Io> hann Nosan, t l Gerichtörat, «amillo Mnrgcl, t. l. Steuereinnehmer, Schwiegersöhne. — Veria Vlahna, Schwiegertochter. — Milan, Melanie «osan, Vrna, Vlnlca Murgcl, Undrea, Gmica, Krico v. Lehman, Enkel und Enkelinnen. Laibacher Zeitung Nr. 73. ______________ 660 30. März 1907. FRANZ JOSEF Bitterwasser i Torz&glictistes I ihflkralttd. (4796) 150—60 SOEBEN ERSCHIEN IN UNSEREM VERLdQE: ==================== IWdN DELICZ ===== UlrtRIE VON FISTOHLKORS): TOTES Wfl55ER EIN KOriflN flUS HflBSBURQER LÄNDEN =================== 8°. 132 5. PREIS BROSCH. 3 K QEBUNDEN 4:K =========== IQ.VrKLElNM/irR & FED. BdMBERQS B-Speise-Fett außerdem leicht verdaulich ist und fast die Hälfte von dem kostet, was mau für Butter zahlen muß, so ist es leicht veratäud-lich, daß es selbst den verwöhntesten Gaumen und Magen befriedigt und rasch in allo Haushalte eindringt. — Krapfen mit € Ceres »-Speise-Fett zubereitet, sind wohlschmeckender und leichter verdaulich als alle anderen. (321 i) Das Sirolin. In neuester Zeit hat dieses Mittel sich in ärztlichen und Patientenkreisen sehr viele Freunde erworben, weil es nicht nur bei allen katarrhalischen Affektionen sich sehr bewährt, sondorn auch weil seine Anwendung bei vielen Kraukhoitsorscheinungen, die mit Eiterungen der Zellengowebo in Verbindung stehen, stetig zunimmt. Man kann sagen, daß es heute schon so verbreitet ist, daß «Sirolin Roche» in keinem Hause fohlt, wo man vorsichtig allen Erkältungen, allen Krankheiten der Atmungsorgane, der Skrofulöse usw. vorzubeugen die Absicht hat. (83 c) SlJüijpJJi JJIüjöjS SAXLEHNEFCS&NATÜRLICHES BITTERWÄSSER^» Mild abführende Wirkung.Vorzüglich Gegen ? Constipation.GestörteVerdauung.Congestionen.etc. -!o Amateurphotographie. Das schönste Ostervor-gnügen gewährt unstreitig ein photographischer Apparat. Mit einem Bolchen in den üsterferien liebe Angehörige zu photographieren, sich selbst zur Erinnerung, ihnen zur Freude, oder ihn auf Touren als getreuen Begleiter ständig mitzuführen, um alles Gesehene und Erlebte in den aufgenommenen Bildern nachempfinden zu können, gewährt eine reiche, nachhaltige Freude. Erwachsenen eine Quelle unerschöpflicher Unterhaltung und Anregung, der Jugend ein vorzügliches Bildungs- und Erziehungsmittel, gibt eB wohl kein zweites Geschenk, welches mehr Freude bei jung und alt hervorrufen könnte. Die auf dem Gebiete dea Kamerabaues seit vielen Jahron bestrenommierte k. u. k. Hofmanufaktur für Photographie, R. Lechnor (Wilh. Müller), Wien,^ Graben 30/31, erzeugt für alle Zwecke der Amateur-und Fachphotographie geeignete photographische Apparate, wie die Taschen-, Spiegel-, Reflex- und Steroo-Taschen-kamera als auch den Werner- und David - Apparat, und führt außer diesen erstklassigen auch noch sämtliche Kodak-und renommierte Apparate anderer Provenienz sowie auch alle Bedarfsartikel für Photographie. (1174 a)