P riauincklilioa» - prrilk: Für Laidach Ganzjährig . . . 6 ft. — kr. Haldjahrig . . . 3 . — , Bierteljährig. . . 1 „ SO » Mouallich . . . — , ü» , Mit der Post: Gan,>ährig . . . » ft. — Ir. Halbjährig . . . 4 . bo , Bierteljährig. . . S „ rs , Für Zustellung ins Haus viertel- jährig LS kr., monatlich 8 kr. Einzelne Nummer» L kr. Laibacher blatt Lkdaktion: Bahnhosgafle Nr. l»r. Ervcdilioll and Zaseralru-Llireau: Kongreßplatz Nr.81 (Buchhandlurg von I.«. Kleinmapr LF.Bamberg. Zuserlioil»vrtisr: Fiir die einspaltige Petit,eile » Ir. oei zweimaliger Einschaltung L Lk>. dreimal » 7 kr. Insertionsftemvel jedesmal so Ir. «ei größeren Inseraten und Ssterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Anonime Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Nr. 9. Donnerstag, 13. Jänner. — Morgen: Felix. 1870. Konstitutioneller Uerein in Laibach. Der Ausschuß beehrt sich hiemit, die Herren Vereinsmitglieder zur einundzwanzigsten Versammlung, welche Freilag den 14. Jänner d. I. Abends 7 Uhr im Saale der Schießstätte stattfindet, höflichst einzuladen. Tagesordnung: 1. Fortsetzung des Vortrages über Konzilien. 2. Resolution wegm Aufhebung des Zeituugs-und InseratenstempelS. Die Denkschriften der Minister. Die gestrige „Wiener Ztg." veröffentlicht im Aufträge Sr. Majestät des Kaisers die von der Majorität und von der Minorität des Ministeriums überreichten Memoranden. Das Memorandum der Majorität betrachtet die Verfassung als das Resultat einer Reihe von Kompromissen mit dem föderalistischen Standpunkte. Die Unvollkommenheit der Verfassung liege nicht in den zu eng gezogenen Grenzen der Länderautonomie. Ein wesentliches Ueber-fchreilen dieser Grenzen müßte die Einheit auf Kosten von Forderungen gefährden, welche weder im positiven Rechte, noch in reellen Bedürfnissen begründet, eben deshalb nur in Tendenzen ihren Grund haben können, welchen das Interesse des Reiches widerspricht. Die Majorität könne unter solchen Umständen nur den Kampf um die Verfassung mit Entschiedenheit und Besonnenheit fortsühren und nur eine legale Aendernng der Verfassung, die Wahl re form befürworten, um den Reichörath zu stärken und den Angriffen auf die Verfassung gegenüber unabhängiger zu machen. Dagegen müsse sich die Majorität allen Projekte», welche uns eine veränderte staatsrechtliche Stellung der Königreiche und Länder zum Reiche abzielen, beharrlich widersetzen. Was die böhmischen Deklaranten betrifft, so habe die Regierung nicht vermocht, die Kluft, welche dieselben von der Verfassung trennt, auözufülleu. Versuche, die außerhalb der Regierung und im Wege der Presse gemacht wurden, sind jedesmal kläglich mißlungen, h^ben aber auch jedesmal die Widerstandskraft der Regierung wesentlich geschwächt, jene der Gegner nutzlos gestärkt. Eine Abweichung von dem herrschenden System müßte zum Föderalismus führen, welcher der Monarchie absolut verderblich wäre und abgesehen davon, daß er keine Bürgschaft nach Außen für Zeiten der Gefahr böle, nicht einmal vorübergehend den Frieden im Innern Herstellen würde, da alsdann an die Stelle des gegenwärtigen Zustandes eine neue Regierung mit einer neuen Opposition treten würde. Die Regierung hätte dann jene Minorität gegen sich, welche an geistiger und materieller Kultur die stärkste und durch die politischen Verhältnisse des Slammes, dem sie ange-hört, die bedenklichste wäre. Eine Auflösung des böhmischen Landtages häkle nur Sinn, wenn sie von einer Regierung erfolgt, welche ihre Gegner in die Majorität bringen will. Eine Notablenverfammlung wäre nutzlos, weil sic, wenn den Wünschen der Gegner entsprechend, von der Regierung bekämpft werden müßte. Zur Verständigung reichen die normalen Wege aus, der legale Weg für die Gegner ist Theilnahme am böhmischen Landtage und am Reichs-ralhe. Ist aber auch in großen politischen Fragen eine Verschiedenheit der Anschauungen möglich, so können doch die Schwierigkeiten nur von einer einheitlichen Regierung überwunden werden, weshalb Se. Majestät gebeten wird, zu verfügen, daß die Geschicke des Reiches einem ungelheilt wirkenden, sich des kaiserlichen Vertrauens erfreuenden Ministerium übertragen werden. Das Memorandum der Minorität (Taafse, Potocki, Berger) konstatirt, daß, wie bekannt, die Spaltung im Ministerium durch die Wahlreform herbeigeführt wurde, welche die Majorität unbedingt, die Minorität nur im Zusammenhange mit einer Verständigung mit der staatsrechtlichen Opposition durchführen wollte. Bei den Berathungen hierüber kam man zu dem Beschlüsse, diese Frage zu Verlagen, die Thronrede wurde in diesem Sinne festgencllt und von Sr. Majestät genehmigt. Bei der am 10. Dezember stattgefundenen Ministerkonferen, richtete Se. Majestät an das G es a m m t mi n i st e-rium die Aufforderung, sich eingehend mit der Frage zu beschäftigen, wie die außer der Verfassung stehenden Parteien zur Beteiligung an derselben und deren Durchführung zu vermögen wären. Ein detaillirtes Programm hierüber sollte während der Weihnachtsferien des Reichsrathes zur a. H. Schlußfassung vorbereitet werden. Die Minorität mußte es befremden, daß die fünf Minister der Majorität in Vollziehung dieses an das G e s a m in t mi n i st e-rium ergangenen Auftrages in der Eingabe vom 18. Dezember (das obige Memorandum) ihr eigenes Programm vorlegten, welches von der Thronrede abweicht. Nach der Ansicht der Minorität hatte die von allen Ministern vereinbarte uud a. H. genehmigte Thronrede wenigstens bis zu jenem Zeitpunkte als Programm der Regierung zu gelten, wo der Reichsrath durch feine Adresse sein Verdict darüber abgegeben hätte. Der Schritt der Majorität sei daher nicht parlamentarisch und durch keine obwal-lende Gefahr für den Staat gerechtfertigt. Nun richtet sich das Memorandum gegen die Wahl- Jemlleton. Der Schmuck. Original-Roman von Antou Heinrich. Lrster Mil. 4. Die schönste Nacht. (Fortsetzung.) Sie haben mir heute schon eine große Freude bereitet und ich danke Ihnen für die Gelegenheit, Ihnen meinen Dank sagen zu können. Ich verstehe Lady nicht. Bevor Sie mich heute Morgens auf der MrM ä'srwi erblickten, sah ich, wie Sie einen rohen Korporal, der die Rekruten malträtirte, statt sie zu unterrichten, entfernten und sodann selbst den Abrichter machten. Ein Mann, der die Stöße seines Korporals ohne Zucken ertragen hatte, konnte mit Mühe die Augen trocken halten, als Sie so milde, so freundlich ihn belehrten. O ich habe das alles durch mein Lorgnette gesehen und auch bemerkt, wie die armen Soldaten nun das ganze Exerzieren so schnell begriffen; Sie sind ein edler Mensch. — Und die Lady reichte dem Lieutenant die Rechte. Die Soldaten lieben Sie. Ich weiß es nicht, aber cS scheint mir. Warum so ernst, so sonderbar? fragte die Lady, und fügte mit besorgter Miene hinzu: habe ich Sie vielleicht gekränkt? Oder sind Sie unwohl ? — Nichts von allen dem, Lady. Nun so hat Sie ein Unfall getroffen. O thei-len Sie mir die Sache mit! Sie wissen, daß ich an Ihnen den lebhaftesten Antheil nehme, und ich würde mich glücklich schätzen, Ihnen helfen zu können. Und das sagte die Lady mit so höflicher Galanterie, daß beinahe nichts von Wärme der Empfindung zu merken war. Eichhart gewann deshalb Macht über seine Stimmung und entgegnete: Es gibt oft kleine Verdrießlichkeiten, die kaum der Rede werth sind, und so werden auch wir am besten thun, wenn wir uns von ihnen den schönen Abend nicht verderben lassen. Er wurde heiter und legte wie bei früheren Besuchen die Konvenienz-höflichkeit bei Seite, setzte sich an das Piano, spielte, sang, plauderte wie sonst mit Elisabeth über tausend verschiedene Dinge in ordnungslosem Durcheinander. Ebenso frei und heiter benahm sich die Lady. Die Kammerzofe trat ein und fragte, ob der Thee vor oder nach der Gondelfahrt genommen werde. Heute werde ich nicht ausfahren, befahl Elisabeth, außer es wäre Ihnen gefällig, Herr Baron? fragte sic, zu Eichhart gewandt. Keineswegs. Zwischen den vier Mauern behält man sich, draußen verlieren wir uns. Und von solchen Stunden scheinen mir nur wenige be-schieden. Die Lady überhörte absichtlich den letzten, stiller gesprochenen Satz, und auch Eichhart lenkte ein. Denn, sprach er, wenn Lord Lamborough Venedig verlassen hat, findet sich nicht bald wieder Gelegenheit zu einem so trefflichen Piano. Der Thee wurde gebracht. Mit Beobachtung der gewöhnlichen Formen, welche das Benehmen des Fremden von dem des Verwandten unterscheiden, setzte man sich zu Tische; doch da fielen die ersten Silberwellen des ausgehenden Mondes an die Kuppeln der prächtigen Kirche Santa Maria della Salute, welche dem Hotel gegenüber lag, vom Kanal tönte Gesang und der still geschäftige Lärm der am Abend zahlreichen Gondeln, und sowohl scheint einen Brief an Rochefort geschrieben zu haben, in dem er ihn zum Duell herausfordert und ihm vorwirst, ihn durch seine „Handlanger" persönlich beleidigt zu haben. Rochefort ist in letzterer Zeit wegen zahlreicher Angriffe auf die Armee, die er in der „Mar-sellaise" sich zu Schulden hat kommen lassen, mehrmals gefordert worden. Eine Bersammluug seiner Wähler in Belleville legte ihm die Pflicht auf, da er durch zahlreiche frühere Duelle seinen Muth hinreichend bewiesen habe, die Herausforderungen abzulehnen. Ver-muthlich würde Rochefort das gleiche Verhalten, das er gegen Mitglieder der Armee, die sich in ihrer Standesehre beleidigt fühlten, beobachtete, auch zur Richtschnur seines Verhaltens gegenüber dem Prinzen Bonaparte genommen haben. Es scheint aber, daß Pascal Gousset, der Verfasser des beleidigenden Schmäh-artikelS, seine Sache selbst anssechten wollte. Er schickte seine Sekundanten, den unglücklichen Viktor Noir und Ulric de Fonvielle, als Kartellträger zum Prinzen. Der ,Constitntionnel" gibt» un eine ausführliche Erzählung dessen, was sich beim Prinzen zugetragen haben soll; da ein anderer Bericht noch nicht vorliegt, so müssen wir einstweilen den des „Constitutionnel" auf Treu und Glauben hinnehmen. Man vergesse aber nicht, daß der „Constitutionnel" ein streng bouaparti-scheS Organ ist. Die beiden Kartellträger erschienen im Salon des Prinzen Pierre Bonaparte. Als sie eintraten, fragte er die Herren, von denen er wahrscheinlich glauben mochte, sie seien die Sekundanten Rocheforts, den er ja gefordert hatte, ob sie die von Rochefort abgesandten „Handlanger" seien. Viktor Noir antwortete auf diese ihm angethane Beleidigung mit einer Ohrfeige, die er dem Prinzen versetzte; Fonvielle, der sich wohl denken mochte, daß der Prinz so etwas nicht ruhig einstecken würde, soll einen Revolver aus dem Paletot gezogen haben. Die ganze Geschichte klingt merkwürdig. Es ist gegen allen Gebrauch, wie es der Prinz that, ei»en Sekundanten, d. H. eine Art von Abgesandten zu beleidigen; es ist nicht minder seltsam, daß ein Sekundant, der das Kartell eines anderen zu Überbringer, kömmt, Pistolen bei sich trägt und in den Salon tritt, ohne seinen Paletot abzulegen. Doch sei dem, wie dem wolle, als der Prinz von Noir eine Ohrfeige bekommen und angeblich in den Händen Fonvielle'S eine Pistole erblickt hatte, ergriff er selbst eine solche und erschoß Viktor Noir." Dieser Bericht ist offenbar parteiisch, und man wird daher mit einer Beurtheilung des ganzen Vorsalles noch zurückhalten müssen, möglicherweise ist der Prinz nicht so schuldig, als man glaubt. Begreiflich ist alles in Paris über das Ereigniß in der höchsten Aufregung, und eS war vielleicht ein Glück, daß die Verhaftung des Prinzen sogleich angeordnet wurde, der übrigens, ohne den Verhastsbesehl abzuwarlen, sich selbst gestellt hatte. Der Prinz wird sich vor dem durch kaiserliches Dekret bereits einberusenen obersten Gerichtshöfe (Laute eour äs justioe) zu verantwortenhaben. Dieses Gericht besteht aus Richtern des Kassationshofes, die unter Zuziehung einer Juri, die aus Mitgliedern der Generalräthe der Departements gebildet wird, snnktioniren. Es ist das ein Ausnahmsgericht für Prinzen, Großbeamte der Krone, Minister, Großkreuze der Ehrenlegion, Botschafter, Senatoren und Staatsräthe, dessen Sitzungen jedoch öffentlich sind. Wenn der „hohe Gerichtshof" in Paris zusammentreten wird, wird er sich wahrscheinlich noch mit einem zweiten Fall zu befassen haben. Prinz Achille Murat hat einen armen Maurer, der ihn allerdings beleidigt hatte, durch seine Bedienten halten lassen und dann geprügelt. Der Maurer suchte vergeblich sein Recht, alle Gerichtshöfe erklärten sich für inkompetent; wenn die „Haute eour" zusam-mentritt, wird er vermuthlich klagen, und die Welt wird das anserbanliche Schauspiel erleben, zwei französische Prinzen auf der Bank der Angeklagten zu sehen. Die Nummer der „Marseillaise" vom 12ten (des Journals, dessen Redakteur Noir der Prinz Napoleon getödtet hatte) wurde wegen Aufforderung zur Ergreifung der Waffen konfiszirt. Die Voruntersuchung in der Angelegenheit des Prinzen Peter Napoleon ist fast beendet. Die Beerdigung NoirS fand ohne Ruhestörung statt. Der plöAich zu so trauriger Berühmtheit gelangte Prinz hat ein an Abenteuern, Händeln und Gefahren reiches Leben hinter sich. Peter Napoleon Bonaparte, am 12. September 1815 zu Rom geboren, ist der dritte Sohn Louis Lucian Bonaparte's. Im Jahre 1832 begab er sich in die Vereinigten Staaten zu seinem Onkel Joses, ehemaligem König von Spanien, und folgte dann als Eskadrons' Chef dem republikanischen General Santander nach Kolumbien. Bald darauf kehrte er nach Italien zurück, wo er nicht im besten Einvernehmen mit der päpstlichen Regierung lebte, so daß 1836 der heilige Vater ihm den Befehl zukommen ließ, die Kirchenstaaten zu verlassen. Von einer Sbirrenschaar umschlossen, tödtete er deren Chef und verwundete zwei von der Mannschaft; aber auch er selbst wurde verwundet und mußte sich ergeben. Nach einer ziemlich langen Gefangenschaft in der Engelsburg begab er sich nach Amerika, von hier nach England, und dann nach Korfu. Während eines Ausfluges nach Albanien bekam er Streit mit den Pal-likaren und lieferte ihnen mit nur geringer Begleitung ein blutiges Gefecht. Die englische Regierung ^ bewog ihn, die Küsten vvn Italien und Griechenland zu verlassen. Nun ging er nach London zurück. resorm, welche, eine cinareifende Verfassung«, änderung involvirend. im Widerspruche mit dem so sehr betonten Festhalten an der Verfassung stehe und zudem nicht im Detail auSgearbeitet vorliege, überdies aber gefährlich sei, weil die nationale Opposition in der ohne Zugeständnisse an sie durchgeführten Wahlreform nur die Verwirklichung deutscher UnterdrückuiigSgclüste erblicke. Die nächste Folge würde sem, daß die Polen, und nach ihrem Beispiele auch die Slovenen und Tiroler den Reichsrath verlassen würden, so daß bloS noch die deutsche Partei im ReichSrathe tagen würde. Mit welchen Mitteln die Majorität den Widerstand der Ezechen zu beugen gedenke, sage sie nicht. Nur die nach Behauptung der Majorität kläglich mißlungenen Vermittlungsversuche hätten doch den Erfolg gehabt, eine Mäßigung der Oppo-sition zu bewirken, während sonst schon längst der AuSnahmSzustand hätte verhängt werden müssen. Die Ausführung des Programms der Majorität werde aber wieder zum Ausnahmezustände, vielleicht nicht allein in Böhmen, sondern auch in anderen Provinzen führen. Ferner könne die Majorität zwar auf die vielleicht nicht sehr bedeutende Majorität iw ReichSrathe zählen, nicht aber auf die Bevölkerung selbst. Die Minorität hält Herbeiführung einer Verständigung mit der gesammten nationalen Opposition und Heranziehung der letzteren zu gemeinsamer verfassungsmäßiger Thätigkeit sür die drin-gendste Angelegenheit der Regierung. Hiebei wäre jedoch der verfassungsmäßige Weg und die Kompelen; des ReichSratheS streng einzuhalten. Es wäre daher mit Auflösung des gegenwärtigen NeicherathcS und aller Landtage und Einberufung eines neuen ReichSratheS zum Behufe der Wahlreform und Ver-sassungSrevision vorzugehen. Allerdings obwalte« Schwierigkeiten gegen eine Auflösung des ReichSratheS im gegenwärtigen Momente, vor der Adreß-debatte. Andererseits sei durch das neue Programm der Majorität die Thronrede aufgegeben, die Minorität sei nicht mehr in der Lage, auf den RcichS-rath in dieser Beziehung einen Einfluß auszuüben. Sie glaube daher, daß ihre Demission den Weg zu dem weiteren, streng constitnlionellen Vorgang ebnen und erleichtern werde. Der Skandal in Paris. So weit man nach den vorliegenden Depeschen urtheilen kann, scheinen sich die Dinge dem „W. T." zusolge ungefähr folgendermaßen zugetragen zu haben. In der „Marseillaise," dem Organ Rocheforts, ist ein Schmähartikel aus der Feder Pascal GoufsetS und von diesem unterzeichnet erschienen, in dem der Prinz Pierre Bonaparte beschimpft wurde. Der Prinz die Lady als Eichhart vergaßen die zeremonielle Höflichkeit, die stets an Kälte erinnert und sie er. zeugt, und beide erhoben sich. Bald schritten sie aus die Altane, dann kehrte eines oder das andere zurück in den Saal, um ein Stück Backwerk oder Obst vom Tische zu holen, die Lady, um die Tassen zu süllen ; bald machten sie einen Gang durch den erleuchteten Saal. Das Gespräch behandelte jetzt die gleichgiltigsten Dinge von der Welt, dann wurde Beethoven und Mozart, dann Verdi und Doni-zetti, dann Shakespeare und Schiller besprochen. Elisabeth mahnte ihren Gast an die Zigarren, und sie ließ eS sich nicht nehmen, ihm das Feuer zu reichen. Eichhart war dabei sonderbar zu Muthe, als er die weiße, schön geformte Hand der Lady so nahe und so lange an seinem Munde sah. Ob Elisabeth bemerkte, daß eS ihm wie elektrische Schläge durch die Arme zuckte? Das entging ihr jedoch nicht, daß er später an der halb ausgebrannten Zigarre sich eine zweite anzündete und jene, nachdem ihr Feuer verglommen war, in seiner Brieftasche verbarg. Ueber die Einfassung des Balkons gelehnt, plauderten sie über die nächtlichen Szenen, welche der Kanal grande unter ihnen vorüber trug, ja sie scherzten und lachten. Aber unten an dem Portale des Hotels lag die Gondel de« Lords und ihr Führer auf derselben schien zu schlafen. Allein er schien es nur, sein Argusauge wachte und sein Ohr vernahm da« unschuldige Lache» der beiden auf der Altane. Die Glockenuhrcn Venedigs schlugen diezweite Stunde nach Mitternacht, als Baron Eichhart und die Lady den Balkon verließen, ihre kindlichen, ja oft kindischen Plauderten und Scherze abbrachen und sich trennten. Aber das geschah doch nicht so schnell. Immer wußte bald er, bald sie noch etwas zu erzählen, noch einen Scherz vorzubringen, jener aus seiner Studienzeit, sie ans ihrem heiteren Jugendleben, jener von irgend einem lustigen Kameraden, sie von einer lieben Gespielin oder von ihrem Bruder. Endlich verneigte sich Eichhart und die Lady wünschte in ihrer beim Empfangen und Verabschieden des Barons gewöhnlichen aalglatten Höflichkeit „gute Nacht." Und doch will ich Herrn Baron noch etwas aufhalten, sprach sie, und indem sie fortfuhr, nahm die Stimme wieder die frühere Weichheit, wieder jene Wärme an, welche den ganzen Abend hindurch die Konversation belebt halte. Ich stehe zu Befehl. Lieber Freund! Es gibk Leiden der Seel«, welche von äußeren Verhältnissen herrühren. Oft verbittern finanzielle Verlegenheiten un.S den Genuß der schönen Natur, die Freude an den Produkten geistiger Größen, ja sie schleudern uns schonungslos dem Zweifel an einer vernünftigen Weltordnung in die Arme und lassen, wenn sie unerbittlich fort-dauern, uns keine Macht, als die über unser Leben. Und doch sollten die materiellen Dinge auf Gottes schöner Erde erst in zweiter Ordnung zur Geltung kommen. Sie können eine gewisse Gedrücktheit, die mir im Anfänge Ihres heutigen Besuches zum erstenmale aufgefallen ist, nicht leugnen. Liegen ihre Ursachen in materiellen Verhältnissen, dann, Herr Baron, bitte ich Sie inständig um die Freundschaft des offenherzigsten Vertrauens und um die Freude, Ihnen helfen, Ihnen die Lust an Gottes Schöpfung wieder zurückgeben zu dürfen. Lady, wenn aus dieser Erde jemand mein Vertrauen genießen sollte, ich würde es nur in Ihrem edlen Herzen niederlegen. Aber wenn ich sage, daß höhere Motive mir die Sonne des Lebens verdunkeln, so weiß ich nicht, ob Sie mich verstehen. Die Lady antwortete darauf nicht direkt sondern entgegnete. Ich kenne eine Menschenseele, die fast vergehen wollte, weil sie außer ihren Verwandten in ihrem Leben noch keine gleichgestimmte, noch keine gesunden nachdem er vergeblich Frankreich, sowie dem Vizekönig von Egipten, Mehemmet-Aali, seine Dienste angeboren. Im Jahre 1848 eilte er nach Paris, wo er die Stelle eines Bataillon-Chefs erhielt; er wurde Mitglied der konstituirenden Versammlung, wo er mit der äußersten Linken ging, und gab einmal in xlsng. oolloioQS seinem Kollegen Vieillard, einstigem Erzieher Louis Napoleon'-, eine schallende Ohrfeige. Im Jahre 1849 ging er nach Algier, kehrte aber, bevor er noch an der Bestürmung von Zaatcha theilnehmen konnte, ohne Erlaubniß nach Frankreich zurück. Hier enthob ihn der Kriegsminister d'Hanpoul seines Amtes, welche Maßregel von einem Duelle zwischen Bonaparte und einem, der äußersten Rechten an-gehörigen. Journalisten gefolgt war. Der Staatsstreich vom 2. Dezember versetzte ihn, der sich als gut Konstitutioneller bewiesen, in eine heikle Situation; er zog sich in das Privatleben zurück, und obwohl mit dem Titel „Prinz" und „Hoheit" geschmückt, ward er doch nicht zum Range eines Prinzen von Geblüt erhoben. Er ist Großkreuz des Mauritius- und Lazarus-Ordens und Ritter der Ehrenlegion; seine Mußestunden hat er literarischen Arbeiten gewidmet, von ihm rührt eine Uebersetzung der Tragödie „Nebukadnezar" von Nicco-lini her. Theils lebte er als leidenschaftlicher Jäger in Korsika, theils in scheuer Zurückgezogenheit in einem kleinen Häuschen zu Auteuil bei Paris. In den Tuilerien ließ er sich nur selten und ungern sehen; seine Heirat mit einem bürgerlichen Mädchen hatte ihn den Hofkreisen völlig entfremdet. Politische Rundschau. Laibach, !3. Jänner. Das Resultat der Sitzung des AdreßAus-schusseS vom DicnStag haben wir bereits kurz mitgeiheilt. Aus der Generaldebatte theilen wir noch mit, daß GrocholSki den Adreßentwurf tadelte, welcher auf den Belagerungszustand hin-dränge. Schindler erklärte sich für die Adresse, wodurch unberechtigte Einmischungen aufhören und ohne allen Zwang der Friede hergestellt werden soll. Sv et ec sagte, der Ausgleichsgedanke und die Be-seitigung des jetzigen Zustandes erfülle alle Völker Oesterreichs. Kur an da dagegen bemerkte, man dürfe sich durch d>e Renitenz der Böhmen nicht irre machen lassen. — In der Spczialdebalte erklärien Grocholski und Svetec, daß sie aus dem Standpunkte der Verfassung stehend (?), dennoch die Verfassungsänderung für noihwendig erachten. Ein Ainendemenl von Svetec bezüglich der Durchführung der allgemeinen Grundrechte erregte eine lange Debatte bezüglich der Sprucheu-und Schulfrage, worauf Svetec dasselbe zurückzog. hatte, der sich ganz hinzugeben sie hätte bereit sein können; sie stand allein auf dem weiten Erdenrunde. Als sie jedoch zufällig auf einer Wanderung ihr Gegenbild fand, da wurde sie gesund und dankte dem lieben Gott, daß er ein so edles Wesen ihr zu stiller Betrachtung geschaffen habe. Nie hat sie, nie durste sie diesem Wesen ihre heimliche Anbetung mittheilen. Und warum sollte auch Kordelia ihrem Vater Lear die Liebe gestehen? War eö nicht genug, daß die Wonne kindlicher Liebe, das selige Bewußtsein, auf Erden nicht verwaist zu stehen, sondern geliebt wieder lieben zu dürfen, ihres Lebens Tage versüßten? Lear war eigennützig. Der höhere Mensch kann lieben, heimlich still, resignirend und doch freudevoll. Ich stehe beschämt, in anbetender Bewunderung vor solcher Seelengröße. Und als Eichhart endlich sich verabschiedete, war sowohl in seine als auch in Elisabeths Worte die alte zeremoniöse Höflichkeit wieder zurückgekehrl. Aber Eichhart vermochte nicht, sich gleich nach Hause zu begeben, wohl eine Stunde spazierte er durch die Gäßchen der Stadt und bemerkte nicht, daß weit hinter ihm bei jeder Wendung um eine Ecke der Gondolier seiner Lordschaft auftauchte. (Fortsetzung folgt.) Man glaubt mit der Berathung so zeitig fertig zu werden, daß die Plenarberathungen im Abgeordnetenhause am kommenden Montag ihren Anfang nehmen können. Aus Cattaro, 12. Jänner, wird telegrafirt: Die Krivoäcianer unterwarfen sich gestern und gelobten dem Kaiser Treue und Ergebenheit. Aus vollkommen verläßlicher Quelle erhält die „TageSpresse" folgendes Telegramm aus Berlin, 11. Jänner. Graf Bismarck äußerte sich neulich gegen eine hochgestellte politische Persönlichkeit, daß er den lebhaften Wunsch hege, mit Oesterreich auf freundschaftlichem Fuße zu stehen; er denke nicht an eine Einigung Deutschlands mit Zwang und Preußen sei gewillt, den Prager Frieden gewissenhaft zu erfüllen. Diese Aeußerung macht in den diplomatischen Kreisen bedeutendes Aufsehen. Im Klubb der patriotischen Partei in München ist der Antrag gestellt worden, dem Ministerium ein förmliches > Mißtrauensvotum dadnrch zu geben, daß man den Gefetzrntwurf bezüglich der provisorischen Steuererhebung in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres ablehnt. Die Patrioten beabsichtigen somit einen Kampf bis auf'S Messer mit dem renovirteu bairischen Kabinet aufzunehmen. Eine von vierhundertundfünfzig Bischöfen Unterzeichnete Petition verlangt die Proklamirung derUnsehlbarkeit desPapsteS zum Dogma. Dagegen macht sich eine sehr lebhafte Opposition geltend. Der Jesuit Francelin und der Wiener Hofburgpfarrer sind zu Sekretären der Kommission für die Dogmen ernannt worden.________________________ Zur Tagesgeschichte. — Erzherzog Albrecht bleibt nach der Mittheilung eines Wiener Blattes bis zum 6. Februar in Frankreich, besucht dann in Florenz den König Viktor Emannel und kehrt Ende Februar nach Wien zurück. — Ein schreckliches Unglück ereignete sich kürzlich in der Familie des Hosrathes Taxler in Wien. Es wurde der Kaffee fervirt und die mit Petroleum gefüllte Lampe angezündet. Es saßen ausschließlich Damen bei Tische und hatte die Frau des Hauses beim Serviren von Kaffeebrot die Lampe umgeworfen, deren Inhalt sich über den Tisch ergoß. Das Tischtuch sing sofort Feuer, welches sich rasch den Kleidern der Damen mittheilte, und im Augenblicke standen sechs derselben in Hellen Flammen. Nun herrschte die größte Verwirrung. Alles stürzte durch- und übereinander, das gesammte Personale konnte nur mit Mühe und eigener Gefahr der Flammen Herr werden. Der sofort herbeigeschaffte Arzt, Dr. Tengler, dem sich noch zwei andere beigesellten, leistete die erste Hilfe. Die Hofräthin ist nur leicht verletzt, schwer hingegen die Komtesse Stadion, Baronesse Frank und deren Schwester, sowie die beiden Töchter der Hausfrau Rosa und Pauline. Die königlich baierifche AssessorS-Galtin Emerich aber erlag noch in der Nacht den erlittenen Brandwunden. — Attentat auf das Florentiner Quartett. Wie der „Presse gemeldet wird, wurde während der Fahrt der Florentiner von Olmütz nach Prag am 6. d. M., um 8 Uhr Abends, zwischen den Stationen Moravi (?) und Pardubitz in ihr Koupee geschossen. Die Glasscherben verletzten Herrn Becker, welcher gerade am Fenster saß, leicht an der Hand; die Kugel streifte dessen Violinkasten, welcher eine kostbare Stradivari enthielt, ohne diese zu beschädigen. Beim Stationschef in Pardubitz wurde sogleich die Anzeige gemacht. — Hermann Hartung hat aus Zürich an seine Freunde und Parteigenossen in Oesterreich einen Brief gerichtet, der in kurzen Worten sagt, daß er es vorgezogen, sich lieber zu flüchten, als sich einsperren zn lassen. Schließlich fordert er die Arbeiter zum Ausharren an ihren Forderungen auf und bittet diejenigen um Verzeihung, denen er vielleicht persönlich zu nahe > getreten. > — Der Papst hat in einem Rundschreiben die Privatversammlungen der Bischöfe untersagt. Der Terrorismus der Kurie verfolgt die von den Jesuiten als „schlechtgesinnt" denunzirten Kirchen-fürsten bis in ihre Privatwohnungen. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiteu. Lokal-Chronik. — (Fra ge kästen.) Wir glauben die Mitglieder des konstitutionellen Vereines darauf aufmerksam machen zu sollen, daß nach einer Mittheilung des Obmanns in der letzten Versammlung, bei künftigen Vereins-Versammlungen während deren Dauer ein Fragekasten zur Aufnahme schriftlicher Anfragen der Mitglieder im Vereins-Lokale sich befinden wird. Diese Einrichtung hat sich anderwärts als sehr praktisch bewährt. Nach Beendigung der Tagesordnung wird der Fragekasten geöffnet, und jene Punkte seines Inhaltes, die spruchreif sind, sogleich der Erledigung zugeführt, sonst aber auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung festgestellt. Es ist somit auch Mitgliedern, die sich an den Debatten nicht betheiligen, Gelegenheit geboten, durch sachgemäße Anregung zur Besprechung von Tagesfragen, die zum Wirkungskreise des Vereins gehören, das Vereinsleben zu fördern. — (Die Mitglieder des Unterstüz-znngsvereines für arme Realfchül er) werden ersucht, Samstag den 15. Jänner, um 5 Uhr Nachmittags, in der Direktionskanzlei der Oberrealschule zur Generalversammlung recht zahlreich sich einfinden zu wollen. — (Dr. C. Höchtl), der verdienstvolle Bürgermeister von Jdria, ist über sein eigenes Ansuchen vom Justizminister in seiner Eigenschaft als Notar nach Luttenberg übersetzt. Mit tiefem Bedauern sehen wir einen Mann aus unserem Lande scheiden, welcher, wie wenige, es verstanden hat, das allgemeine Vertrauen seiner Mitbürger zu erwerben. Jdria verliert einen wackern Bürgermeister, welcher durch die That bewiesen har, wie sehr ihm das Wohl der ihm anvertrau» ten Stadt am Herzen gelegen ist. — (Aus Cilli) 12. d., wird uns geschrieben: Der hierortige Bersassungsverein hat in der außerordentlichen Versammlung vom 11. eine Adresse an das Ministerium im Sinne der Aufrechthaltung der Verfassung, und eine Petition um Aufhebung des Zeitungsstempels, der Zeitungskautionen und des Kol-portageverbots, sowie um eine billigere Bemessung der Jnseratenstener beschlossen. — (R ech e n exempel.) Bekanntlich hat der klerikale Rechenkünstler ein neues Genre entdeckt, die Ziffer in der Politik eine Rolle spielen zu lassen. „Slovenski narod" verlegt sich nun ebensalls ausS Rechnen und findet, daß, nachdem in der Laibacher Citalnica etwas unter 300 Mitglieder eingeschrieben sind, diese Zahl gegenüber den 22.000 Einwohnern nur 1'/, Perzent Citalnizisten betrage, daher eine sehr traurige Erscheinung sei. Nachdem aber nach Herrn Svetec die Zahl der Deutschen in Laibach nur 300 beträgt, eine Ziffer, die dem Jantschberg-Monitenr noch zu hoch gegriffen erscheint, und nachdem alle nicht klerikal-nationalen Vereine von den Gegnern als deutsche Vereine bezeichnet werden und wir da Vereine mit 4—500 Mitgliedern finden (400 Mitglieder auf 300 Einwohner), so erscheint uns das als eine außerordentlich rege Betheiligung am Vereinsleben, daher eine sehr erfreuliche Erscheinung. — (Zur Jantfchberg-Affaire.) Der „Tagespresse" wird von hier unterm 8. d. geschrieben: Das Oberlandesgericht in Graz hat dem Rekurse der Angeklagten gegen den Anklagebeschluß wegen des Uebersalles der Turner in Jantschberg und Josefsthal keine Folge gegeben, sondern denselben in allen Thei-len aufrecht erhalten. Die Verhandlung wird sicher 10 Tage in Anspruch nehmen. Einige Angeklagte sind noch in Untersuchungshaft. Als Vertheidiger aller wird der Landtagsabgeordnete Dr. Jakob Razlag fungiren. — (Kritik der österreichischen Vereinsgesetzgebung,) vom Dr. Adolf Dürn-berger, Advokat in Linz. Diese, mit voller Sachkenntniß, mit Geist und Schärfe geschriebene Schrift versteht, wie keine andere, die Mängel der bestehenden Vereinsgesetze anfzudecken und diejenigen Bestimmungen zu bezeichnen, welche dringend eiuer Abhilfe bedürfen. Der liberal-politische Verein in Linz, welcher diese Schrift herausgegeben, hat damit einem allgemeinen Bedürfnisse entsprochen, und machen wir unsere Leser auf diese interessante Broschüre aufmerksam. (Preis 8 kr. per Exemplar.)_____________________ Witterung. Laibach, 13. Jänner. In der Früh Reif, Vormittag theilweise gelichtet, spater einfarbige graue Wolkendecke, windstill. Wärme: Morgens 6 Uhr — 1", Nachm. 2 Ubr -j- 1.4" (1869 — 3.4°, IgW o.2°). Barometer 325.61"', im steigen. Das gestrige Tagesmittel der Wärme 0.8", um 2.9° über dem Normale. ____________________ Angekommene Fremde. Am 12. Jänner. Zitnik, Littai. — Snmrada, Laas. — Wal-lents, CM. — Trnppel, Kaufmann, Berlin. — Hollermann, Reisender, Wien. — Klinzer, Kaufmann, Wien. . HVIv». Prelesnig, Pfarrer, Stein. — Dr. Bobik, Mediziner, Reifniz. — Prossmag, Kaufmann, Wien. — Milch, Kansmann, Wien. — Frenkel, Kaufmann Wien. — Bacher, Kaufmann, Wien. — Guömö-rez, Gutsbesitzer, Schloß Bela, Ungarn.__________________ Verstorbene. Den 12. Jänner. Dem Herrn Georg Taucer, akademischer Maler, sein Kind Augustin, alt 14 Monate, in der Stadt Nr. 99 an Fraisen. Marktbericht. 12. Jänner. Auf dem heutige« Markte 3 Wagen mit Getreide und 10 Wagen vurchschnilts-preisc. Gedenktafel über die am 15. Jänner 1870 stattfindenden Lizitationen. 1. Feilb., Pozar'sche Real., Buknjc, 4894 st., BG. Senoselsch. — 1. Feilb., Olip'sche Neal., Aßling, 1066 fl. 20 kr., BG. Krona». Erledigungen: Bezirkshauptmannstelle I., eventuell II. Klasse in iirain. Bis 25. Jänner beim LandeSpräsidinm Laibach. Theater. Epileptische Krämpfe W E (Fallsucht) (16-6- heilt brieflich der Spezinlnrzt für Epilep,ie E" Doktor «». in Berlin, Mittel- straße 6. — Bereits über Hundert geheilt. Heute: Katharina, oder: Die Günstlinge. Schau spiel iu 4 Akten. Morgen: Der Freischütz. Opcr in 4 Akte». Laibach, sind erschienen: mit Holz. St»»t,ko»ä,. Geld Ware bperc. öfterr. Wäbr. . —.— dto. Rente, öst.Pav. 60.60 60.70 dto. dto. öst.in Silb. 70.60 70.70 Lose von 1854 . . . 90.— 90.25 Lose von 1860, ganze 98.80 99.— Lose von 1860, Fünft. 164.50 105.— Prämiensch. v. 1864 . 117.80 118.- tArirr» ä v aH.» O d I. Steiermark zn5pCt. 92.50 93.50 Kärnten, Kram 86.— 94.— ».Küstenland 5 „ Ungarn. . zu5 „ 79.- 79.75 Kroat. u. Slav. 5 ^ 8^.50 kl.— biebenbürg. „ 5 » 75.— 75.50 Nationalbank . . . 741.- 746.- Lreditanstalt . . . 265.— '65.20 N. ö. Escompte-Ges. 900.- 903.- Anglo-öflerr. Bank . L26.50 327.— Oeft. Bodencred.-A. . 298.— 300.— Oeft. Hypoth.-Bank. 85.- 87.- Steier. EScompt.-Bk. Kais. Ferd.-Nordb. . 2170 8174 Südbahn-Gesellsch. . 255.80 256.- Kais.Elisabetb-Bahn. Carl-Lndwig-Bahn 187.- 243.25 187.50 2'3.75 Siebend. Eisenbahn . 167.50 168.— Aais. Franz-3osefSd.. 185.- 185.50 Mnfk.-Barcser E.-B. ini.50 182.— Llföld-Fium. Bahn . 172.— 172 5t I?5a»üdr1vks. Nation. ö.W. verloöb. 93.25 93.50 Ung. Bod.-Lreditanst. Allg.öst.Bod.-Credit. dto. m 33I.rückz. . 90.50 91.— 107.25 1l»7.75 89.— 89.5< Geld War» Ocst. Hypoth.-BankSS.— S8.ro i'rrorttLts-Odirx.! Südb.-G-I-ziiLvoFr. >20.50 is,.— dto. BonS 6 pCt. ^rordb. (100 ft. »8 voll« Vvrti «I«»» «I,v«> !»«»>. ^»»»1» 1^1 V»»» Ltt Alt». I» . t 8l,,U ii» >,«1 IU. ^l. IL» , I»» 1 » ü» «t 8«,»». (378 3) 8W ' «, ' ' M SpeZerei-, M«teri»l-, Fsrb-, Mri«- L DM«tesse«- W M!l.- Mg,.- Mkl- Mgz^. fl- kr. fl.! kr. st- kr. fl. jkr. Weizen Pr. Mtz. 5 — 5 44 Butter, Pfund — 42 — — Korn „ 3 — 3 2«! Eier pr. «stück — — — Gerste „ 2 80 2 !>2 Milch pr. Maß — W — — Hafer „ 1 8«, 2 — Rindfleisch, Psd. — 22 — — Halbfrucht „ Heiden „ — — 3 6!' Kalbfleisch „ — 2! — — 2 80 3 lO Schweinefleisch „ — 22 — — Hirse „ 2 70 2 25 Schöpsenfleisch „ — W — — Kukurutz „ 3 — 3 lO Hähndel pr. St. — !)(> — — Erdäpfel I 80 — — Tauben „ — Id — — Linsen „ 4 80 — — Heu pr. Zentner I — — — Erbsen „ 5 — — — Stroh „ — — 40 Fisolen „ 5 — — — Holz, har.,Klftr. — — '/ Rindschmalz,Pfd. Schweineschm. „ 53 I.' — weich „ Wein, rother, pr. Ü 20 Speck, frisch „ — — — Eimer — v — — geränch. „ — 40 — — — weißer, „ 10 Wiener Börse vom 12. Jänner . des N> gibt Hiemil bekannt, daß das Champagner Lager V <» II AL <> i' t InL I» » I» >l>t >-i <' r I> ti > ^ welches Herr L. C. Luckmann inue hatte, obige Handlung von selbem übernommen hat, daher sämmtliche Gattungen nur alldort zu haben sind; zugleich empfiehlt sic ihr neu assortirtes Lager iu nachstehenden Artikeln, als: Alle Gattungen echte ir«l8, tm» rc., dann feinste nnd sowie auch alle Gattungen und , alle Gattungen 8l»lrlt«iu«e»i und echten r besten fetten ,»«««»». , §.» ,»?«> , » «I« w, l«; » i!>,kl»«r r,»8«. und und R und — 1» und , , <^i>, Iiiill»!> in 8v»1, i und iu IL,,»», sowie alle in ihr Fach einschlagenden Artikel zu den billigsten Preisen unter Zusichernug der reellsten Bedienung. (2l) M 158.75 159 25 95.— 96.— 124.- 126 -63.20 64.50 33.—j 34.-43.— 43.-L".50 31.-35.50> 36.50 32.50 20.- 21.50 15.- 16.— 102.8N 103.-123.20 48 85 Lank- unä ^eo!i86l-668oliäfi, HM- ?6st, tossfsplatr I^In. S, -ME erlauben bicli alle iliro x. t. ?rivat-lvunclen und Ksscdri.t'tsfreuiulL auf äis iu Oesterreicli ßesetrrlioli erlauliteu, 80 >iberLU8 reieli llotirten IierMglieli ki'sunZckweigiZeken 20 Iksle^-1.08k, jrLIn lioli t < 1. 1. Mi, 1. ^uKti8t um! 1. mit LaupttrsLksrn von M 80.000, 40.000, 20.000 Lukmerlcsam /.u niLeden. Von 6en au88erorc1outIie1«!ii Vortlieilen, vslciio dikso I.o8v dem kudlikum dieten, üiircdi-äruoxeu und vou der Ileberxeuxung «.nsAvIiond, ds.88 diese I^ose, veleke ,jetüt iioek 8edr billig «ind und velelie, veun d^s 1'udlikuin nur einigermLssen aut dieselben Lufmerlr8s.m gemackt vird, dal-dig8t eine nickt unl'edeuteude Lour88tsi8eruuK erreielwn dürften, Iiaden vir uns elltseldossen, aueli von diö8en I^osen i«.. S.8V' 9.81 1.82 1LU.15 Telegraphischer Wecbselkours vom 13. Jäuirer. Sperz. Rente österr. Papier 60.50. — 5perz. Rent» österr. Silber 70.55. — 1860er Staatsanlehen 88.40. — Bankaktien 742. — Kreditaktien 263.60. — London 123 —, -Silber 120.25. — K. k. Dukaten 5.79'/,. TO VI»vLLi»vI»iiUv^ rru1 40 Lo«« ru Lrraiigiren. ^18 erste I'ate sind I«» N. und weitere 18 liaten L S ll inourttliek Iie-ralilen. Lei LrlLg der Istrten I?nte erliält ^eder Ikeilnslimsr S tlnsere Lnsielil. wiederholend, d^ss diese I,ase elie8tens bedeutend im Xonrse steißvn dürtten, erlauden wir un8 /.um bLldigen LinIcLnk respective nur H>eiliia1ime an odigen 668e>IsieIen Iiöüielist viurulkiden. 0rigins.1-I^os6 verLauIen vir um 37 ü., eiurelue auk Raten ü 4 ü. per ^lonat. ^.usVl^rtige Lukträge effektniren vir prompt LUidi gegen ^aelniLdme. Ziehungslisten senden vir gratis. (453—5) Kerleger und für die Redaktion verantwortlich: Ottomar Bamberg. Druck uvn Jgn. v. «leinmayr L Fed^ Bamberg in Laibach.