Nr. 165. Freitag, 21. Juli 1911. 130. Jahrgang. X « A"i?,°p« ^ l!O",jühria 30 «. halbjäbna lü X, Im Kontor: „anzjzhr'g bii .u 4 N.il,n ^ ^^ «""" '"« H°us ganzjülina 2«, - I„lri,ivn«gebühr: Für Nein« Ii.ftiale b,e zu 4 Ztlltn 50 l,, gröuc« prr giüe ,2 l,; bei öfteren Witdeiholunge" per Stils 8 b. Die «Laibacher Zeitung» erscheint lünlich, mit Ausnahme dcr Könn- und Feiertage. I>ie Administration befindet sich Milloöwstraße Nr, 20; die Nldaklion MiNuüiistrahe Nr, 20, Sprechstunde!, der Redaktion von « bis 10 Uhr rormittags, Unfranlierte Bliese werben nicht aüLenommen. Manujlriple nicht zurückgestellt. Telephon »Nr. der Redaltwn 32. Amtlicher Heil. Seine k und k. Apostolische Majestät s'nd den 18. Ink nach Bad Isch/ freist. ^lll ?"/'^ ^' '"^.^ Apostolische Majestät haben lant Allerhöchsten .H"'id,chreibcns vom 12 Juli d I dein U»ve,enen Prcisidente.l des Abgeord.?etenhauses des ^! Grales Dr. Robert Pattai die Würde eines ^ "'7'.' ^"^ mlt Nachsicht der Taze allergnädigst zu verleihen geruht. ^ "lller^!< ^ '"<7rr. -^°^''^' Majestät haben mit ^ "bi lg zum Forst, und Domänendirettor in Görz all^ignad.gst zu ernennen geruht. W idma n n in. i> 19N^S ^«5ü!^?°^ "" «Wiener Zeitung, vom 19. Juli «zeugMe verbot?": Weiterverbreitung folgender Preß. Iuli??i?^!'?^ freie, aber schon sehr freie Presse» vom m .' ""l°at von Hans Ocelli jun. ^cr. 14 «Der Freidenker, vom 15. I»li 1911. ^ir. ^9 «Grazer Wochenblatt» vom 16. Juli 1911. Nr. 37 «klir» vom 1ö. Juli 1911. Nr. 495 «^litro» vom 15. Juli 1911. Nr. 73 und Staats, druckerei das XI.IV. Stüct der böhmischen und kroatischen und das I.II. Stück der kroatischen Ausgabe des ReichsgesehblattcS des Jahrganges 1911 ausgegeben und versendet. Nichtamtlicher Geil. Die Thronrede. Die „Neue Freie Presse" hebt hervor, daß an der Spitze der Thronrede das Wehrgesetz stehe. Freiherr von Gaulsch habe die Ausgabe, das Wehrgesetz ini Parlanient durchzubriugcn. Die, Thronrede werde sofort kühler, wenn sie die anderen Probleme der österreichischen Po. lilik berührt. Sie hat kanni etlvas vergessen, was die politischen und wirtschaftlichen Programme fordern, aber die wärmsten Töne schläft sie dort an, wo sie fordert, was der Staat braucht. Woher die Majorität für das Wehrgcsetz kommen soll, wird nicht gesagt. Grundsatz, lichen Widersland werde es wohl kaum finden. Keine einzige, Partei werde sich in Verwicklungen einlassen, die das Parlament in den schroffsten Gegensatz zur Krone bringen könnten. Auch die Ezechen uicht. Das „Fremdenblatt" schreibt: Die Thronrede, ist für das Parlament ein Wegweiser in das gelobte Land der Arbeit. Das Arbcitsprogramm der Thronrede be» zeugt abermals die Fürsorge, die der Kaiser seinen Völkern entgegenbringt nnd ist abermals ein Beweis dafür, wie schr Kaiser Franz Joses die Liebe und Treue seiner Naliuiieii verdient. Nur mit Nührung konnten die Zuhörer der Thronrede die Worte vernehmen, mit welchen der Kaiser seine Ansprache schloß. Dic Treue und dic Liebe seiner Völker luarcn unserem Kaiser in schweren Stunden ein Trost und eine Stütze; das ist Wohl der fchönslc Lohn, den sich die Völker Österreichs für ihre Treue und Liebe erwerben konnten. Das „Neue, Wiener Tagblatl" weist darauf hin, daß früher in den den auswärtigen Beziehungen geltenden Stellen der Thronrede eine Art von Differenzierung zwischen den Treibnndstaaten zu bemerken war. Wenn da zuerst der Verbindung mit Deutschland Erwähnung geschah, die ja eine unzertrennliche ist, und die Thron» rede dann erst unseres anderen Bundesgenossen ge> dachte, so war damit jenen, die mit Geslissentlichkeit an der Tripelallianz schwache Stellen ansfindig zu machen liebten, Gelegenheit zu Kommentaren geboten, die für diesen anderen Bnndesgenossen nicht angenehm waren. In der Thronrede werden unsere beiden Alliierten nicht mehr auseinander gehalten und es ist mithin der Drei. bnnd als Ganzes, der sich als der Friedensvermittler und Fricdenserhalter präsentiert. Die „Österreichische Vulkszcilnng" legt besonderes Gewicht darauf, daß der Kaiser soincn Appell an die Arbeitswilligkeit des Parlaments ohne jede Nekrimi. nation vorgebracht habe. So sehr wisse sich der Monarch, der am Abend seines Lebens dem allgemeinen Wahl» recht ein Fürsprecher lvar, eins mit den gewählten Ver. tretcrn des Volkes. ^ Das „Illustrierte Wiener Extrablatt" sagt, die Thronrede spiegle, gleichsam die Seele des Monarchen wieder, dessen Denken und Fühlen von der Pflicht aus» geht und zur Pflicht zurückgeht. Der ernste Tun, den die Thronrede dort anschlägt, wo sie von der Wichtig» keit des deutscl>ezechischen Friedens für die Monarchie sprichl, mag die beteiligten Faktoren davon überzeugen, daß Krone nnd Negieruug den festen Willen haben, das Werk nach Kräften zn fördern. Das „Neue Wiener Journal" sagt, man komme beim Anhmxn der Thronrede darüber nicht hinweg, daß sic dem neuen Parlament, von dem die dnrch die Teuo rung bedrängte Bevölkerung Abhilfe erwartet, zunächst sage: Neue Steuern für den alten Moloch! Die Wirt-schastspolitik, die den Kern aller Politik bilden sollte, wird bloß stückweise betont, der Kern der österreichischen, Politik sei Heer nnd Marine nnd dann die Steuer» Politik, die diese stützen mnß. Die „N<'ichsposl" hebt den die Volksschule betref« senden Passns der Thronrede besonders hervor und will darin eine Warnnng des Kaisers an jene Parteien nnd Feuilleton. Fern im Südost. Von V«ne M-opc,r5ki. Adana, im Mai 1911. <^. . (Schluß.) Gebrauch,, der Mohammedaner ^la, t 'stirb ^"'.^'öichnng interessant. Wenn ein Bad e '. '" !""d " l°f"rt uach dem Tode in ein ^riMos..^ 'lner Tragbahre auf den dort aus dem Sarge genommen und Tann wr^ ^'"^ ^" '""" 5'"ß tiefe Grube gelegt. ?as Ant < der^ s°" d" ^p''"' anfgebunoen und bc tr^ m.n . '^ "Ul "'""' braungelben Pulver m. ' ns ' ü"" '") «" plagen die Hände zu bemalen psteg^ dannt die Seew im Jenseits im bor-ge,chr,ebenen Schmuck erscheine. Hierauf wird der Sack wieder zugebunden und vergraben. An den Gräbern werden nur anfrecht stehende Monumente oder auch roh .^spitzte, ctwa zwei Meter hohe Steine errichtet im Gegensatze zu den christlichen Gräber»,, die nur flach. Anende Grabsteine haben. Den Leichenzug begleiten i'ur Männer, und wenn ihnen ein MolMmniedaner be° ?.^uet, so j^ili ei- sofort an die Tragbahre und HÜ st ^ ewige Schritte Weiler tragen. — Man würde glan-na"' ^ß durch diese kurze Vegräbnisprozednv, die sofort ^. ) "'"I Tode eintritt, uiek" Scheintote begraben wür° "- Mncil keine Leichensclxm stattfindet; doch ist dies ^l der Fall. Auch könnte sich der Wiedererstandene, schickt" -"" ^"^ umschließt, dnrch die, geringe Erd» ben ^ ^'^ emporarbeiten. Nicht sehr selten aber gra» 'u,n> ^ "llcl!>'"lliter cmo Leiche aus und fressen ihr Heute ist Donn<>rstag abends, der Tag, an dem in der Regel die islamitischen Hochzeiten beginnen; der morgige Tag wird gleichbedeutend mit dein europäischen Sonntag gefeiert. Durch die Fenster meines hochgele« genen, in einen Erkor vorgeschobeneil Zimmers fällt von der Gasse ein heller Lichtstrahl und ich vernehme den monotonen Schall der türkischen Tefs, einer Art ein-häutiger Trommeln, mit vier Finger breiter Nand» sassung, auf deren gespannto Haut mit der Faust oder mit drei Fingern geschlagen wird. Es ist ein Nrän» tigamsumzug, der sich unten vorbcibeluegt. Vorn schrei» tet ein Mann, ein Vlechbccken tragend, aus dem eine meterhohe, breite Flamuw lodert, die mit Kienholz ge. speist wird; ihm folgen drei Testrommler und hinter ihnen der Bräutigam in Begleitung zweier Saditschc sBrantsührer), oie vor ihm an den Endzipseln ein weißes ausgespanntes Tüchlcin tragen. lZuweilen wird dieses Tuch durch zwei gekreuzt getragene, lange lür-tische Hanoschars ersetzt, auf deren Spitzen Zitronen stecken.) Hkrauf folgen die männlichen Hochzcitsgäste des Selamlils. — Ein zweiter, ähnlicher Bräutigams-zug passiert die Gasse. Diesmal aber ersetzt eine Musik-bände die Teftrommlcr. Aus anderen Gassen tönen ebenfalls die Tefs herüber. Dort sind es wieder die Bränte, die mit ihren Brautjungfern und ihren weib-lichen Gästen oes Harcmlils, jedoch in geschlossenen Wagen, alls ähnliche Weise ihre Brautumzüge halten. Hierauf nimmt die Hochzeit ihren Anfang. Sie danerl acht und mehr Tage, je nach der Wohlhabenheit des Nränligams. Die männlichen Gäste sind im Hause des Bräutigams, die weiblichen Gäste im Hanse der Vrant versammelt. Gespeist wird wenig, bei Hochzeiten armer Leute gar nicht. Die Gäste pflegen sich auch nur alle Abende zu versammeln. Jedenfalls aber geht chon al> gebröckelten Endspitze der Klippe seinen Stcmopunlt ge-habt haben. Laibacher Zeitung Nr. 165. 1572 21. Juli 1911. Parteihintermänner erblicken, die. seil den Wahlen uu-ablässig einem Kulturkampf zudrängen. Der Kaiser rufe ihnen ein Halt entgegen. Das „Deutsche Volksblatt" erklärt, das Programm der Thronrede bewege sich durchans in der Nichtung einer sachlichen Politik, die lediglich die Bedürfnisse des Staates und der Bevölkerung ills Auge faßt. Die Thronrede lasse allerdings weitgehende Reformen vei> missen, aber die Beschränkung, die sie sich in dieser Be-ziehung auferlege, entspricht mehr der Leistungsfähigkeit unseres Parlamentarismus, also den tatsächlichen Verhältnissen, in deren Nahmen das in der Thronrede entwickelte Programm für eine Legislaturperiode aus» reicht. Das „Vaterland" würde wünschen, daß die Ab» geordneten, welche Zeugen des Staalsaktes waren, der ein neuerlicher Beweis für das durchdringende Pflicht» gefühl des Monarchen bilde, daraus die entsprechende Lehre für sich ziehen. Besonders sympathisch berühre in der Thronrede die Betonung der Notwendigkeit einer besseren sittlich-religiösen Grundlage für die Jugend-crzichuug. Es war höchste Zeit, daß dieses erlösende Wort von der höchsten Staatsautorität gesprochen würde. Politische Uebersicht. Laib a ch, 20. Juli. In Besprechung der von Seiner Majestät dem Kaiser Franz Josef gehaltenen Thronrede sagt der „Po-Polo Nomauo": Italien schließt sich den begeisterten Kundgebungen des österreichischen Parlaments für den Monarchen, der eine der kräftigsten Stichen des Frie-dens ist, voll an und begrüßt mit lebhafter Vefriedi» o,ung die den Verbündelen gewidmeten Worte sowie die Ankündigung, daß der Gesetzentwurf über die Errichtung der italienischen Nechlssalultät alsbald dem Abgeord» netenhause vorgelegt werden, wird. — Der „Messaggero" hebt gleichfalls die Bedeutung der auf die Errichtung der italienischen Nechtsfaknllät bezüglichen Stelle der Thronrede sowie den Passus über die Beziehungen zu Deutschland und zu Italien hervor und gibt dem Wunsche Ausdruck, diese Beziehungen mögeil sich gemäß dcu jüngsten Slmipathicknndgebungen immer mehr be-kräftigen. Die Stellungnahme der ösfeutlicheu Meinung in Griechenland gegen die jüngsten albanischen Umtriebe im Epirus gelangt, »vie man aus Athen schreibt, viel-fach zum Ausdruck. In einem Artikel der „Patris" heißt es: Die gesamte Presse Griechenlands hat den Kamps der Albanier von allem Anfang an mit warmer Sympathie begleitet, und zlvar in Anbetracht des guten Nechtes der Albanier, in denen wir unsere Brüder er-blicken. Allein die jüngsten Geloaltlaten arnautischer Räuberbanden im Epirus tonnen bei den Nachbarn der Albanier, den Epiroten, unmöglich nur eine peinliche Stimmung hervorrufen. Die Propaganda durch Arnau-tenbanden im Epirus kann zu nichts führen, weil der Epirns rein griechischer Boden isi. Überdies kann oine derartige Aktion Repressalien und Feindseligkeiten her» beiführcn, die leicht vom Epirus in andere Zentren des Hellenismus übertragen werden können. Die Albanier sollten auch nicht übersehen, daß sie in eine Falle go raten, wenn sie Expeditionen auf evirotischem Buden unternehmen und daß hinter der Bandenbewegnng sich andere Bestrebungen verbergen, zu deren Werkzeugen sie sich hergeben. Aus Paris wird gemeldet: Gegenüber den ver. schiedenartigen Nachrichten, die über das zu erwartende Ergebnis des Meinungsaustausches zwischen Frankreich und Deutschland über die marokkanische Angelegenheit verbreitet worden sind, gestalten verläßliche Anden, tungen fcstznstcllen, daß diese Vcrhandlnngen die abso-lute Wahrung der Integrität Marokkos, die Aufrecht-erhaltung des Prinzips der offenen Tür in diesem Gc> biete und die Einräumung kolonialer .Kompensationen seitens Frankreichs und Deutschlands znr Grundlage haben. Es darf hinzugefügt werden, daß sich die Zu« verficht auf die Erzielung einer Verständignng über den ganzen Komplex der in Besprechung stehenden Fragen befestigt. Das „N. Wr. Tgbl." veröffentlicht unter der Über-schrisl „Eine Verteidigung des Exschah", Mitteilungen einer Persönlichkeit aus seiner Umgebung, in denen er^ klärt wird, der nach Persien zurückgekehrte frühere Schah Mohammed Ali sei durchaus nicht der blutige Henker, als der er geschildert wurde. Es sei nicht wahr, daß sein Vater Muzzaffer ed»Din die Verfassnng den Persern geschenkt habe. Er selbst habe den sterbenden Vater znr Erlassnng der Verfassung bewogen und ihm bei der Unterfertigung der Urkundo die Hand geführt. Hieranf wird erzählt, daß der Erschah seit der Verbau-nung wiederholt die geheime Aufforderung bekommen habe, Znrückzukehreu. Er habe sich aber geweigert, weil er die Inlrigeu seiner eigenen Familie in Persien furch» lete. Jetzt aber habe die Familie selbst ihm Voten zu-gesendet, und so sei er der Aufforderung endlich gefolgt. 10.000 Mann freiwilliger Anhänger, die sich selbst ver-köstigcn und selbst ihre Pferde stellen, stünden ihm zn Gebole. Er will die Versassung nicht aufheben, sondern vielmehr eine 5ionstitntion geben, die dem erzessiven Radikalismus vorbeugen soll. Tagesneuigleiten. — lEnropaö Ehrlichkeit.) Ein friedlicher Musel-mann verließ jüngst seine asiatische Heimat, um Europa zu besuchen und vor allen Dingen Paris kennen zu ler» nen. So wollte er einen Traum verwirklichen, den er schon in den Tagen seiner Kindheit geträumt hatte, als er noch in den Gärten von Bagdad Feigen aß. Aber vor seiner Abreise wurde seine Seele vom Gift einer schrecklichen Beunruhigung verzehrt. Ein alter Freund sagte ihm nämlich: „Mein Sohn, sei mißtrauisch wie dic- Gazelle! Paris, die große Sladt, ist voll von gefährlichen Dieben, die sich nicht schenen, nachts bis in die tiefsten Gemächer der Häuser zn dringen." Als er in Paris ankam und im Hause eines Verwandten, der ihm ein Zimmer gegeben hatte, schlafen gehen wollte, da verbarrikadierte er die Türe so fest wie möglich, ent-leerte seine Taschen, zählte wieder und wieder oie hun-dert Banknoten, die er mitgenommen halte, und ver< steckte sie schließlich zwischen'seine Tücher und Kleider; dann ging er schlafen. Als ihn am Morgen frühzeitig sein VerWandler weckte, stand er rasch aus, schlüpfte eilig in seine Kleider, ging aus und ^ vergaß seine Schätze. Aber schon nach ganz knrzer Zeit fiel ihm ein, lvas er unterlassen l>atte; er eilte zurück, und als er wieoer vor dem Hause anlam, bot sich seinen erschreckten Augen ein fürchterlicher Anblick. Im Fenster seines Zimmers stand das Hausmädchen und schüttelte lustig die Kleider und Tücher des Gastes aus, und wie ein Schwärm von Setzen flatterten nnd flogen die Scheine auf die Straße hernieder zum großen Staunen der sich ansammelnden Leute, die sich sofort um die Wette auf die Banknoten stürzten, während schon das Dienstmädchen, das seine Unvorsichtigkeit erkannt hatte, ans dem Hause stürzte, um zu retten, war zu retten war. Und wirklich bekam sie und der ihr zu Hilfe kommende Eigentümer der kostbaren Papiere diese bis aus vier, die verschwunden blieben, znriick. Voller Verwunderung den Kopf schüttelnd über die Leute, die so viel gefundenes Geld in ihren Händen gehabt hatten und es ohne weiteres zurückgaben, ging der nachdenkliche Orientale dann seinen Weg. — <8l> Tage geschlafen.) Großes Aufsehen erregt in Newyorker ärztlichen Kreisen ein eigentümlicher Fall von Schlafkrankheit, der sich in Springfield zugetragen hat. Eine Frau, die 86 Tage geschlafen hatte, konnte man wieder erwecken, und sie befindet sich nun aus dem Wege der Besserung. Sie war im März eingeschlafen, und alle Mittel, sie znm Bewußtsein )n bringen, blieben erfolglos. Nach 26 Tagen wurde ste wach, schlies aber bald wieder ein. Jetzt hat man sie erweckt; ihr Zn« slani) ist sonst zufriedenstellend, nur ist sie nicht im Besitze der Sprache, so daß sie sich durch Zeichen ver. ständigen muß. Die Ärzte hosfen aber, anch dieses l'lbel beseitigen zu köuuen. — sDer Erfinder des Fruchteises.) In der Zeit, da wir kein willkommeneres Labsal kennen als eine Portion schmackhaften Fruchteises, in dieser Zeit drücke», der Schwüle soll der Procopo Cultelli dautbar genannt werden, denn er ist der Erfinder des „Gefrorenen". In Rom, man schrieb das Jahr l660, ersann der juuge Zuckerbäckerlehrling diese Götterspeise, uud sie hat schnell die gekühlten Limonaden verdrängt, die bis txchin der ciuzup Trost waren für die schwitzende Menschheit. Cullelli verließ dann die Heimat, um >iu Paris, der Hauptstadt der Welt, sein Glück zn machen. Dort griin-deie er aus dem belebtesten Platze, dem Theater gegenüber, das „EasV' Procupo" nnd wurde schnell ein reicher Mann; denn jeder wollte das merkwürdige Eis, das so köstlich mundete, versuchen, und die vornehmen Pariser drängten sich just so um die kleinen Marmoriischchen der Konditorei wie oie Fremden. Der welsche Konditor wußte seiu Geheimnis dnrch Jahrzehnte unversehrt zu bewahren; erst ein entlassener Gehilfe wnrde zum Ver> räter, und seitdem l)at das Gefrorene schnell in aller Welt Verbreitung gesunden. — Wn Niesenhotcl mit spiegelnder Vorderseite.) Ein eigenartiges neues Werk amerilauischer Holelbau» lnnst wird demnächst in Newyork an der nordöstlichen Ecke der 37. Straße und der 7. Avenue erstehen, ein modernes Riesenhotel mit 3 200 Zimmern, das mih seinen 28 Stockwerken allein für Baukosten mehr als !N Millionen Mark beansprnchen wird. Für die Pacht des Grnndstücles, die aus 84 Jahre läuft, wird oie neue .Volelgesellschast annähernd 120 Millionen Mark zu be-zahlen haben. Natürlich wird dieser 5?otelpalast mit allen Lnxu^cinrichlungeii versehen, die der verwöhnteste Reisende beansprnchen mag. Das Auffallende an diese». Niesenbaue aber wird die Gestaltung oer Fassade sein. Tic amerikanischen Naumeisler wollen hier einmal voll» kommen auf die sonst üblichen Materialien verzichten, auch lein Ekulplurenschniuck soll die große Einheitlichkeit Deine Seele will ich! Roman von M. O. A. ncin Ac»gl)cnt. Autorisierte Übersetzung aus dem Holländischen von F. v. Rueden. (19. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Nis an den Nand der Bühne standen dünne, schlanke Väuine, zwischen ihren jungen Stämmen lichtes, grldiges Laub, dnrch das man in sonniger Lnst das hohe Gras durchschimmern sah, das blaue Meer und wieder andere schlanke Väniue, mit noch hellerem und 'durchscheiuenderem Laub. alles zarl und duftig und märchenhaft. In diesem Stückchen Wald, so lebendig lind malerisch wie die Natur selbst, siugt der junge Hirt Alaiu seine Liebe zu Griseldis, die später Marquise von Saluees werden soll. In einem anderen Vilde sinkt cinc Schar von Engeln hernieder, weiß und bläulich mit ihren großen Flügeln in duukelvioletlem und silbernem Licht schwebend, langsam umfliegen sie die bleiche Gri. seldis. „Ein verteufelt hübsches Mädel, die zweite," sagte Charles. Es wäre mir unmöglich gewesen, etwas zn autwor-ten, auch wenn seine Worte in diesem Augenblick »leine Stimmnng nicht gestört hätten. Wir wollen im Caf5 de Paris dinieren. Wir waren schon ein paarmal dort gewesen. Charles kannte alle guteu Restaurants, wir lMen den kleinen fünf. eckigen Salon des Cas<^ Anglais kennen gelernt nnd die schlanken Säulen von Paillard und die blaßgrünen Sofas im Cafü Americaiu, nachdem wir in den ersten Tagen bei Marguery und im Caf5 de la Pair, die „Plats de la maison" gekostet haiteil. Während wir bei Tisch saßen, nebeneinander ^-Charles hatte ein Tischchen mit einem Sofa ausgesucht, so daß wir beide mit dem Nucken zur Wand und mit dcm Gesicht nach dem Saal saßen — kam ciue Gesell» schast von sechs Personen herein, die Herren wie alle Gäste im Frack mit einer Blnmc im Knopfloch, die, Damen drei verschiedene Typen von Schönheit, aber all? groß, schlank, mit prachtvollen Hüten ans den stilisierten Frisureil und noch prachtvolleren Abendmänleln. Wäh> rend die Diener den Herren Hüte, Stöcke und Pelze ab» nahmen, gingen die drei schlankeil Schönheiten an nnse-reiil Tisch vorbei nach dem rückwärtigen Teil des Saa» les, wo anscheinend für sie fchon gedeckt war. Aus ihren langen Abendmänteln mit großen Mustern aus Silber» draht und Pailletten auf rosagrauem Kaschmir oder pfirsichsarbenem Damast, mit Vorlen eingefaßt aus zarl elfenbeinfarbenem Pelzwerk, in einem GeWoge vou Crepe dc Chiue, dufteten verschiedene Parfüms. Sie hatten etwas Eigenartiges, etlvas fast Barbarisches wie Götzenbilder, mit einem fremdeu Glanz in ihren nm° ränderlen Angen, der allzu zarten Nöte ihrer Wan-gen, der blauschwarzen oder roten Farbe ihrer Haare. Charles sah auf sie mit einer gewifsen Vewnude-ruug, während der starke Duft über unfer Tischchen strich, und verfolgte mit seinen Augen die drei großen, prachtvollen Gestalten, während ihre drei häßlichen Männchen ihnen nachgingeil, die Abendmänlel abnah-men und sich niedersetzten. „Findest du eigentlich, daß wir hier sitzen müssen?" fragte ich. „Ja, warum nicht?" „Es ist doch eine sonderbare Nachbarschafl." „Ach was, es sind hübsche Frauen, aber du bist auch ein hübsches Franchcn; die Herren Lebemänner brauchen lvahrhaftig nicht zu glauben, daß ich aus ihre Pracht» eremplare eifersüchtig bin; ich l)abe mein eigenes Frau» cheu, und das ist mir ebenso lieb. Probiere einmal, das ist gerade etwas sür dich! Das paßt zu dir." ' „Was ist das?" „Oliven mit Farce, uud du bist eiue Farceuse-du machst Witze auf deine Art, sowie die Fareeuftn das auf ihre Art tun. Hier ist es herrlich, finde ich." „Ach . . ." Ich sah mich nm. Er halte recht, der ganze Nanm war bel)aglicli, sanft erleuchtet, farbenfreudig. NeckM nnd links auf jede«» Tischchen stand eiu niedriger Kri-slallenchter »lit ein paar elektrischen Flammen, die durch llciue rosa Nlülenkelche beschattet wnrden. An der Wand zwischen den Spiegelpfeilern waren anf weiß-goloenen Leisten elektrische Lustres angebracht, ereme, hellbraun, ambrafarbig, alles sanft gedämpft und sanft leuchtend. Elfenbeinfarbiges Licht flutete über Kristall und Silber und Damast anf den Tischen. Ein Maitre d'hotel näherte^ sich mit eNvas Geheimnisvollem in einer Serviette, einer zugedeckten Terrine, die mit ciuer gewissen Feier« lichkeit geöffnet wurde und aus der so etwas wie Hühnerschenkel lind Trüffeln und Uxirme Gänseleberpastete zu»! Vorschein kam. „Dazu gehört ein besonderes Glas Wein," sagte Charles uud sah in die Weinkarle. Der Maitre d'hotel gab ihm einen Nat hinsichtlich der Marke, die dazu getrunken werden müßte. „Aus dein wohl, ma charmante!" „Übertreibe doch nicht, Charles," sagte lich. „Für sein Glück mnß ma» etwas übrig habe», uud du bist mein Glück." „Jawohl, wenn ich ein großes Vermögen mitge« bracht hätte, würde das etwas anderes sein." „Nicht geizig sein, Lnise, das besorge ich schon sm' dich." Er hatte rechl, er genoß so sehr die Seligkeit eines guten Essens, eines guteu Glases Wein, einer eleganten Umgebung uud, wie ich mir schmeichelte, meiuer Gesell-schafl, so daß Widerstreben dasselbe gewesen wäre, wic ihn seines Genusses zu berauben. Laibacher Zeitung Nr. 165. 1573 __________________________________21. Juli 1911. der Bausront nnterbrecl)en. Tic ganze mächtige fläche soll über und über mil hochpoliertem Granit' bekleidet' Werden, wol.«i cm weitgehender Schmuck mit veueziani. schcm Glasmosaik vorgesehen ist, so daß die Fassade im Sonnenlichte eme riesige blitzende und spiegelnde fläche darstellen wnd. Das verspricht nun zweifellos, vcrblüs« send zu wirken, wenn es auch nicht jedem Auge ang<» nehm ,ein mag. Im übrigen geigen die Pläne'eine für Amenta nngewuhnt strenge Einfachheil der Linien und dei flachen. Die Nanlünstlcr suchen alle architektonischen Wirlungen durch die Menge des Materials uud durch !!^"' "esenl)aften Maße des Vaues zu erzielen. ^ »Der alte (Nown.j Eine seltene Hochzeit wurde an, Sonntag ,n Brighton gefeiert. Mr. Janies Doughty, oer stch pir dcu ältesten Elmuu nicht nur Englands, »ondern der Welt hält, was ihm wohl zu glauben ist, " er MM bereits 93 Jahre, vermählte sich mit cmer My; Alice Zilpha Underwood, einer jnngen ^amc von nur 24 Jahren. Seit mehr als 77 Iahreu 'st Mr. Doughty abwechselnd Clown, Schauspieler uud oundedresseur gewesen, und er soll noch munterer und lebendiger sein als mancher Mann, der 20 Jahre jünger >st. Die .heirat fand vor dem Standesamt "in Brighton statt" und eine große Menschenmenge hatte sich vor den, -Vau,e ver,ammelt, um das merkwürdige Vranlpaar an-.Mannen. Der „junge Ehemann" war beim Hinans-trete» os,enbar ganz wohlgemut gelaunt und wurde mit cmem nestgen Hallo empfangen! Nach englischer Sitte wurde das Paar mit Reis und Konfetti beworfen, ein ^e,l der Neugierige,, sand aber uffeubar die Beirat an< Noylg und ziichle kräftig. Die Menschenmenge lvar so d'cht gedrängt da,; e,n Polizist den glücklichen Vräuli-'>?^"^'"^ Arme nehmen mußte, um ihn in seinen zu können. Unter den Hochzeitsgeschen. d^RoN^^^^ vo./Mr. Al red ueli nimV ^ '^""t 'ch hat der alle Herr, dessen Unter, uwn L.' ''>!"' ^'wu"derung verdient, nicht noch Arena Ägangen' ^"'" ^""nltreich außerhalb der inn"^:^^"^^? ^ichtrauchcr.j Aus Ncwyork schreibt rM^- '^'h'bekannter Männer, darunter der Uni. ^n i> ?/^'^'^ ^ von Syraeuse, Präsident Jordan ^u.^^land Stanford Universität, Dr. Wiley, der Mies de» Vereungten Staaten-Nahrnngsamtes u. a. m. yaden eine Non Smokers Protektive League" gegrün-?^e'^ erstreben die vollständige Unterdrückung des ^aoalrauchcns in der Öffentlichkeit, so zwar, daß, luie I»., nnt einem bedenklichen Mangel an Altruismus er-l nren, „nur diejenigen, die dem Nauchcn frönen, ge» »uungen stud, die von ihnen erzeugten Tabaksdämpse anzuatmen." Die Vereinigung wird oen Kampf gegen oru Nikutiutcufcl mittelst Vorlesungen, Druckschriften und der Gründung von Zwcigvercinen betreiben. 3olal- uiil, PlllUinzilllMichrlchtcn^ — lTtaatobcitraq.) Wie der „Slovenec" meldet, hat das k. l. Ministerium für öffentliche, Arbeiten dem lrainlschcn Landesausschusse die Summe vuu 250.000 X ^>I 33^igcn Staatsbcitrag für 17 fertiggestellte ^Naycnbautcu iu den Slraßenbczirkcu Mottling, ^,chcrnembl, Rudolsswert, Weichselburg, Oberlaibach, ^'llm, Gull,chcc uud Gurtfeld angewiesen. Alle diese ^lratzcnbautcn habcil einen Kostenauswand von .5.8.000 l< erfordert. s,,^.^ Audienzen beim Papste.j Das Ordinariats. , "" i^ ^z^'ü^se Prag bringt in seiner letzten Num- ^i ^ m "'"^'""'a oer böhmischen Statthaltcrci, in oer Vorgang für die Erteilung von Empfehlungen fiir eine Audienz beim Papfle uerössentücht wird. Es heißt darin u. a.: Vicher war es üblich, daß Personen, die sich um eine Andienz beim Papste belvarben, nach Vorweisung ihrer Legitimationspapiere von der öster< reichischen Botschaft empfohlen wurden. Da es auf diese Art möglich lvar, daß anch Unwürdige sich eine solche Empfehlung verschafften, )vurde nunmehr vom Mini« sterium des Äußern angeordnet, daß von mm ab Empfehlungen für Audienzen beim Papste uur jenen österreichischen und ungarischen Staatsangehörigen er» teilt werden dürfen, die neben ihrem Ideutitätsuach. weis auch ein Wohlverhaltungszeugnis oder die Empfeh. lung der politischen oder kirchlichen Behörde ihrer Heimal vorlegen. Der alte Vorgang bleibt nur für jene Personen ausrecht, die der Botschaft persönlich bekannt sind. — jNeuausstclluna. von Kavallcrie.Maschinen» kl'wchrabteilnngcu.) Unsere Kavallerie-Maschinengewehr. äbteilnngen we'rden, wie verlautet, eine Vermehrung er« fahren. Die Icl'.te Vermehrung fand hcner in, ^rüh. jähre statt und umfaßte die Kauallerie.Maschinengewehr. ableiluugeu Nr. 1l» bis 13 bei den Dragoncrregimen« lern Nr. 5, 6 nnd 12 und dem Husarenregiment Nr. 13. Im Herbste d. I. werden nun weitere vier Abteilungen, und zwar zwei bei ungarischen und zwei bei österrei« chischen Heereskavallerieregimenter!, ausgestellt. Da der Plan der Heeresverwaltung dahin geht, jedes Heeres« lavallerievegiment mit je vier Maschinengewehrabtei« Il'ngen zn dotieren, so müssen demnach mit den im Herbste znr Ausstellung gelangenden insgesamt noch 29 .(tavallerie-Maschinengelvehrableilungen ausgestellt wer« den. — l.Hu»st.qewerblichc Fachschule in Laivach.j Wie wir erfahren, hat Seine Exzellenz der Minister für öffentliche Arbeiten dem Werkmeister an der hiesigen l. k. kunstgewerblichen Tfachschnle Adolf Dolal den Titel eines Fachlehrers verliehen. — jPromotion.j Morgen wird an der böhmischen Universität in Prag Fräulein Anica Ienko, Tochter des hiesigen Arztes He^rn Dr. Ludwig Ienko, zum Doktor der Philosophie promoviert werden. — iZweitc Mittelmccrreisc österreichischer Richter, Advokaten und Notare.j Die infolge der Eholerasälle in Konstant!nopel nnd Smyrna abgeänderte Reiseronle, welche nach den, Besuche Griecheulands nach Tripolis, Sousse, Kaironan, Tunis, Karthago und Malta führt, begegnet besonders infolge des Besuchs von Kairouan regem Interesse. Diese Stadt ist das religiöse. Zentrum der Mohammedaner Nord'Asrikas und eröffnet dem Europäer mit ihren Moscheen, religiösen Gebräuchen n»d Sitten, den heulenden Derwischen, den mohamme« dänischen Pilqerzügrn usw. viele Einblicke in rein urie». talisches Voltstum, wie überlMipt Land und Stadt Tunis in Nordafrita wohl am reinsten den arabisch, orientalischen Eharakler bewahrt hat. — Auskünfte über diese ^ahrt wie auch eventuelle AnmclouiMu bei der Austro.Americana, Wien, 11., Kaiser Iosefstraße Nr. 36. — lMudicnstipcndicn für Schüler der I. t. höheren Lehranstalt jür Wein. und Obstbau in Älosterneuburg.) Mll Vegiuu des Studieujahres 1911/1912 gelangen an der k. k. höheren Lehranstalt für Wein« und'Obstbau in Klustcrncuburg drei Stipendien des k. l. Ackerbaumini, sleriums >im Iahresbetrage von je 500 ssünfhundert) .Kroneil zur Verleihung. Bewerber um diese Stipendien haben ihre Gesuche mit den nötigen Beilagen bis 20. September bei der Direktion der genannten Lehr« anstalt, von welcher auch Institutsprogramme bezogen werden können, einzureichen. Wer in deu ersteu Iohr» Mg als ordentlicher Schüler ausgenommen werden will, mich- 1.) die Absolviernng der 4. Klasse eines Gymna-siums oder einer Realschule oder annähernd gleich wertigcr Vorstudien, inindestens aber die Absolvieruug eincr'Vürgerschule mit wenigstens „gntem" Erfolge aus-weisen; 2.) nachweisen, daß er das 16. Lebensjahr er» reicht Hal oder dieses Lebensjahr noch im Solarjahre der Aufnahme vollendet' 3.) die zustimmende Erklärung des Vaters oder Vormundes ,n betreff des Eintrittes in die Anstalt und in betreff der Übernahme der Kosten des Unterhaltes während der Studienzeit sowie der Kosten des Unterrichtes beibringen; 4.1 eine Ausnahmsprüfung ablegen, von welcher nur jene Aufnahmswerber befreit sind, welche über das zweite Semester der 4. Klasse eines inländischen Untergymnasinms oder einer inlän» dischcn Unlerrealschulc ein Zeugnis erster Klasse m,t durchschnittlich mindestens „befriedigenden" Zensuren vorlegen; 5.) salls der Eintritt nicht unmittelbar von einer anderen Lehranstalt erfolgt, den Nachweis über bisheriges tadelloses Verhallen erbringen; 6.) der deut« schen Sprache in Wort und Schrift znm mindesten in» soweit mächtig sein, als notwendig ist, um dem Unter« richte vom Anbeginne an mit Verständnis folgen zu können. — Die Ausnalunsprüfungen für den ersten Jahrgang des Schuljahres 1911/1912 findeil in der Zeit vom 1«. bis 19. September statt. Die Ausnahme der Schüler in den zweiten uud dritten Jahrgang er-folgt am 18. September. " sPercinsweicn.j Das l. k. Laudespräsidinm für Krain hat die Bildnng der Zwoigvereine „I'oclruxln^n 5f. 2 (Iiu^tvll I^nil'oi-" mit dein Sitze in Laibach und „l'», <1^u«tvzl lii'nnilxii-" mit dein Sitze in Adelsberg zur .Kenntnis genommen. —«. — Mn allslovcnischer Gastwirteausflug nach Veldes) wird, wie der „Gostilnicarski Veftnik" meldet, am 17. August als am Vortage des Allerhöchsten Gl> burtsscsles Seiner Majestät des Ka i se rs stattfinden. Bei einer genügenden Anzahl von Teilnehmern lüber 150j wird an dem Tage gegen halb 8 Uhr früh vom hiesigen Südbahnhose ein Sondcrzug abgehe», und gegen 1 Uhr nachte wieder in Laibach eintreffen. Sonst er» solgt die Hinfahrt mit dem ^rühzuge um 6 Uhr 41 Min. und die Ankunft in Laibach um 11 Uhr 15 Min. nachts. Bei schönem Wetter wird über Aßling bis Dobrava ge» fahren und dann der Wassrrfall 5ui!i fowie die Rotwein« klamm besucht werden; im ^alle ungünstiger Witterung entfällt der Besuch des 5um und d.r Rutwcinklamm. Der Ausflug käme samt der ^ahrt aus 12 X zu stehen. — Anmeldungen mit Anschluß dieses Betrages sind bis 5. August entweder an die Administration'des „Gostil« ni<-arski Veslnik" oder an Herrn Alois Rus, Gastwirt iu Laibach, zu richten. — Mnr ImtervcrsamnllullZ in Dobova an der Tavej wird Sonntag, den 23. d.' M., um halb 8 Uhr früh im dortigen Schnlhanse für Dubova, ('alex, Gruß. Dolina und die sonstigen benachbarten Ortscl)astcn statt-finden. Hiebei wird Herr Oberlehrer A. L il o za r aus Laibach über rationelle Bienenzucht sprechen. — lDie alic Domorgelj lvird diesertage abgetragen. Die Arbeiter sind seit Montag bereits mit der Entfer» nnng der einzelne!, Bestandteile beschäftigt. Für den Gottesdienst^ wird bis zur Aufstellung der großen neuen Orgel ein Harmonium, elvnluell die Seitenurgel ver» wendet werden. ' x. — lHagelschäben ans dcm Laibachcr Moor.) Am vergangenen Mittlvoch hat der Hagel aus dem Laibachcr Moor die ^eldfrüchte nahezu ganz'vernichtet. Man sieht mir leere Halme und Stengel in die Höhe ragen. Der Schaden beträgt mehrere tauseud Kronen. x. >:. q "',"" °'^ oenlcn, Lul,c, daß a es hier, oqar ' /.nwe.en eit dieser drci Grazien dort drüben dich >n" noch lieber macht?" ande^gewchn/"'' '"'" ^^""' '"""' """5 "" der ^V.""^"'^ b"l) dariiber," sagte er. „Ja, Luise, P>^e7UlU"^ '" "'""^ Andorn cm ganz ko.!,-„Merci, nicht mehr" „Kaffee?" ^<", ,^"^ ?"^'"- Aber ElMlcs, ich finde es ein biß-"M beunruhigend, daß du diefe Leute dort drübei, iu ^»Mimenhang bringst mit unserer Liebe. Das ist doch ein Widerspruch." «So cmc Philosophin! Es hat wohl etwas damit '," tun sinde ich, weil du uoch nicht deinen Haushalt .eiorgst und e.n vortreffliches, nichts tnendes Frauchen b,st, und noch dazu mein hübsches Weibchen, mit dem ich m Paris zn,ammen ausgehe. Sieh einmal die rechts an. was für eine künftlerifche Toilette sic anhat und was für fchöne Hände." „Hm! Also wenn ich nicht so künstlerisch gekleidet biu und nicht so schöne Hände habe wie oie Dame dort, 'rangiere ich für dich hinler ihr!" «Soll ich dir einmal etnxis sagen, kleine Philo-pphin? u Baume der Erkenntnis des Guten nnd Bösen, ^li blst stars ^,^ ^schaftigt!" Seine Stimme tlaug unaugenehin; ich fand, ^3 "^ letzt etwas von Egberts Tonfall in ihr. ..Du l)ast recht," sagte ich so leichthin als möglich, ^lber wer weiß! Eva würdc das Paradies vielleicht ""cy ohne z„ uafchcn verloren haben." "O ja! Koste einmal vou diesem Likör. Das ist "was liir Damen." Um ,l)in einen befallen zu tu», kostete >ch ein wenig ans seinem Glas. „Und jeht zu deinem ^cst," sagte er. „Es wird Zeit sein." Es war Weihnachtsabend, uud ich hatte von der Millernachtsmesse in der Madeleine gehört. Ich halte Charles gefragt, ob er hingehen wolle, nnd obwohl er es als Konzession mir gegenüber hinstellte, glaube ich doch, daß er selbst Lust dazu hatte. Durch eine verhängte Tür lamen wir in die Kirche, die ganz voll zu sein schien; die unaufhörliche leise Be« wegnng einer unendlichen Menschenmenge uud die lang« gezogenen Töne der Orgel brachten ein gleichmäßiges, sanft einlullendes Summen hervor. Eine Anzahl von Kronleuchtern erhellte die Kirche mit mildem Schein, aber nach der Höhe des gewaltigen Raumes fiel so »venig Licht, daß die Säulen sich zu verlieren schienen nnd über nns eine graublaue Dämmerung wogte, aus der uur hier und dorl oie vergoldeten Ornamente der Kuppeln Hervorleuchtelen. Es mußten Tausende vuu Menschen sein, nnd noch immer wogte es leise hin und her, während aus der großen Estrade Zeremunieu voll-zogen wurden, deren Znsammenhang ich nicht lxrstand. Ich hörte das Orgelspiel, ich sah ans der Estrade, die so groß war wie ein offener Platz, die Gruppe vou Marmorcngcln, weit überlebeusgroß, Maria Magdalena gen Himmel tragend, während der broke sslug ihrer Marmorslüge! sich in das Blau und Gold der Kuppel zitternd zu erheben schien so wie die Flügel der violetten und silbernen Engel in Griseldis. Langsam überkam mich in dem stillen Gcwoge der Menge, mit dem Weihrauch, »nil dem dämmerigeu Licht ein Gesühl des Friedens, so wie ich es seit langer Zeit nicht mehr empfunden hatte. Dos Bewußtsein meiner früheren Jahre enoachle wieder, die Notwendigkeit uud Möglichkeit, daß Mann uno ^rau und gemeinsam itr voller Schönheit, voller Kraft das Höchste erreichen, müssen, was sie als Menschen erreichen sönnen, wurde wieder lebendig in mir. Es gel>örte nur Wahrheit und Mut dazu, um zum Ausdruck zu briugen, was das Höchste seiu mußte. Charles hatte mich lieb, uud ich ihn, er war jung, voll Lebenslust und Lebenskraft, wir waren frei vou jeder Gössel, Uxnn irgend jemano, so hatten wir die Pflicht, unser Leben tief und schöu zu ge-slalteu. Daß diese Überzeugung mir wic eine Schuld er» schien, konnte mich nicht wundern. Wir uxiren die vier» zehn Tage eigentlich nicht bergauf geschrilleu. Von der schönen Stadt voll geistigen Reichtums hatten wir ein wenig .Kunst, ein wenig verfeinerte Nildung, sehr wenig des stets funkelnden, sprühenden Geisteslebens kennen gelernt; aber viel mehr von ihrer sinnlichen Seite, der erschlaffenden Üppigkeit, der Verschwendung, dem Rausch unedler Belustigungen. Inzwischen folgten die Zeremonien des feierlichen Abendgottcsdienstes aufeinander. Es ging gegen l>alb zwölf, die Orgel tönte wieder iu sauften, vollen Klan» gen. Die Kirche war jetzt ganz voll, nur in der Nähe der Ausgänge war etwas Bewegung, weil die Menschen vergeblich Plätze suchten. Rings um eine Kanzel au einein der Pfeiler, etwa in der Mitte der Kirche, er» schien plötzlich ein elektrischer Schein, ein Geistlicher tauchte auf und hielt, während die Orgel schwieg, eine tnrze Ansprache, für deu lchleu der Tauseude von gu« Hörern mußte sie verständlich sein. Als er geendigt hatte, war die Kanzel wieder in Finsternis gehüllt, und die Orgel ertönte vuu neuen,. Eudlich — fast als ob der Himmel sich ausaMn hätte, sank von der Wölbung eine helle, klare "w". stimme hernieder. lFortsetMiü folgt.) Laidacher Zeitung Nr. 165. 1574 21. Juli 1911. — jDie neun Abteilungen deo Abgeordneten» hauscsj haben sich vorgestern nach der Haussitzung kon« sinniert. Gewählt wurden: Abteilung 1: Oömanil Dr. Ellenbogen, Obmannstellvertretcr Dr. Ritter dun Demel, Schriftführer Fink und Dr. Waber; Abtei« lmrg 2: Obmanll Dr. Stojan, Obmannstellvcrtreter Dr. Ritter von Mühlwerth, Schriftführer Dr. von Langenhan »nd Siengalelvicz; Abteilung 3: Obmann Srdinko, Obmaiinstellverlreter Dr. Damm, Schriftfüh» rcr Iaro^ und Dr. Sesardi<>; Abteilung 4: Obmann Scoläk, Obmannstellvertrctcr Günther, Schriftführer Hudcc und Zahradnik; Abteilnng 5! Obmann Dr. Iv» ^evi^, Obmannstellvertreter Dr. Sommer, Schriftfiih-rcr Ulrich nnd Vojta; Abteilung 6: Obmann Josef Nenmann, Obmannstellvertreter Glöckel, Schriftführer Dr. Hübschmann und Siegele; Abteilnng 7: Obmann Maildi^, Obmannstellvertreter Graf Narbo, Schrift-führer Butvaj nnd Eisenhut; Abtei lnllg 8: Obmann Dr. Viktor Freiherr von Fuchs, Obmannstellverlreter Pernerstorser, Schriftführer Kopp nnd Pik) Abteilung 9: Obmann Dr. Stölzel, Obmannstellverlreter Vurival, Schriftführer Dr. Wilhelm Neumann nnd Dr. Tobolka. — , Straßengraben geschleudert. Während die Insassen des Automobils mit dein bloßen Schrecken davonkamen, wnrde dcr 22 II. p. Mathis.Wagen an der Vorder» ,seile erheblich beschädigt. Die Steuerungsstaugen, die Zugstangen, die vordere Achse nnd die vorderen Chassis» träger waren vollständig verbogen nnd das rechte Vor» derrad war ganz in Trümmer gegangen. Herr Robinson ersucht uns, allen an der Reparatur des Wagens betci-ligt gewescueu Werkleuten für die große Raschheit uud Vereilwilligteit, mit der sie sich der vorzunehmenden Arbeiten annahmen, den bcstcn Dank zu sagen. — Be» sonders verweist Herr Robinson aus die Bereitwilligkeit des Autoinobilbcsitzers Oskar Seh m i t t in Laibach, der ganz uneigennützig sein Automobil sowie bei der Repa. ratur des Wagens seinen Chauffeur zur Verfügung gestellt hat. sowie auf die solide und rasche Arbeit der Firma Peter KerNi-, Wagenfabrik in KMa, die innerhalb l2 Stuuden ein vollständig neues Automobilrad fir und fertig als Ersatz für das zer» trümmerte Rad geliefert hat, eine Leistung, welche unsere heimische Industrie in das beste Licht setzt. Dnrch das tatkräftige und verständnisvolle Zusammenwirken aller Beteiligten war es Herrn Robinson in Gemeinscl)aft mit dem Krainer Vertreter der Stoewer» und MatlM-Wagen, Herrn Ing. Rudolf Hille, möglich, schon 24 Stunden nach dem Unfälle wieder weiterzufahren. Das vorzügliche Material, das zur Erzeugung dieser Auto-uwbile verwendet wird, gestattete es, anch die verbogen» sten Teile sowie die Achse nsw. im Feuer gerade zu biegen, ohne daß das Material Schaden genommen vdcr Nisse bekommen hätte. — Es ist jedenfalls erfreulich, wenn nnsere heimische Indnstrie imstande ist, solche große nnd schwierige Reparaturen an Automobilen fach» gemäß in so Iiirzcr Zeit durchzuführen — cm Umstand, der die Verbreitung des Automobils auch bei uns nnr fördern kann. — sUm Abhilfe wird qebctcn.j Aus Unter-^i^ka wird uns geschrieben i Vei uns betlagen sich in letzlerer Zeit verschiedene. Besitzer und Wohnparteien über den Maugel einer entsprechenden Polizeiaufsicht, denn es kommen immer wieder Diebstähle vor. Besonders ab» gesehen habeil es die Langfinger auf Feldfrüchte, die. sie oft in großen Mengen davontragen. Einsam gelegene Häuser auf dem Felde sind vor diesen Individuen nie ficher, znmal nur einem Sicherheilswachmanne die große Ortschaft zur Veanffichtigung zugewiesen ist. Dieserlage gegen 11 Uhr nachts sahen sici) zwei Ein-schleicher in einem mehr draußen gelegenen Hanse nach einer Nente um. Als oiner der beiden aufs Fensterbrett der Parterrewohnung kroch und in das hellerlenchtete Zimmer spähte, glitt er ans und siel aus einige nnter dem Fenster gelegeile Bretter. Die Frau, die mit ihren Kindern allein in der Wuhnnng u>ar, erschrak so sehr, daß sie vor Aufregung mehrere Stunden nicht ein-schlafen konnte. Da die Diebe aber ohne Bellte nicht a>> Ziehen wollten, nahmen sie eine einem Manrermeister ssehörige Ziegellragtruhe mit. In derselbe» Nacht wur» den ans einem GastlMishofe anch einige Wäschestücke gestohlen. Im Interesse der öffentlichen Sicherheit sowie der Sicherheit des Privateigentums wäre es sehr er» wünscht, die Polizeiwache in Unler-^ka zu verstärken, denn das lichtscheue Gesindel hat bis jetzt bei nns nichts .zu sürchten und stiehlt nnbehclligt alles, was uicht niet« und nagelfest ist. ' lX. — lDic Umgangssprache dcr einheimischen Nevöl» tcrung des Kiistculandcs) ivar auf Gruud des vou den Anterbehörden der k. l. Slattlialterei aus den, Volks» zählungsergebnis 1910 ermittelten Maleriales in Trie st und Territurin m bei 9689 Personen die deutsche, bei 142.113 die italienische, bei 37.063 die stove-uische, bei 1422 die serbokroatische, bei 613 eine andere; ,w G ö r z und G r a d i s c, a bei 4468 die deutsche, bei 98.145 die italienisch, bei 151.16? die slovenische, bei 180 die serbokroatische, bei 524 eine andere; in Isirien bei 11.725 die deutsche, bei 147.429 die ita» lienische, bei 57.576 die sluvcnischc, bei 166.756 die serbokroatische, bei 2987 ome andere. Die anwesende einhei-ulische Bevölkerung des Küstenlandes betrug demnach am 31. Dezember v. I. 826.875 Personen; die Um« gangssprache lvar bei 25.902 die deutsche, bei 382.685 die italienische, bei 245.806 die slovenische, bei 168.358 die serbokroatische, bei 4124 eine andere. — ^Schadenfeuer.) Wie nns berichtet wird, brach am 15. d. M. gegen li Uhr vormittags in dcr Wagen» remise des Besitzers Franz Lavreni^ in Planina" bei Wippach ein Fener aus, dem die Remise samt den darin befindlichen Heuvorräten, Wagen und anderen land» wirtschaftlichen Geräten zum Opfer fiel. Das Feuer, das durch das dreijährige Söhnchen des Besitzers beim Spielen mit Zündhölzchen gelegt wordeu lvar, wurde durch das rasche und energische Eingreifen der Vevölke» rung lokalisiert. Der Schaden beträgt 2100 X, ist aber dnrch Versicheruug vollkommen gedeckt. — (Vom Vlihe getötet.) Am 15. d. M. war der l2jährige Alois Po5ar, Besitzerssohn aus St. Peter, Aczirk Ädelsberg, mit mehreren anderen Arbeitern anf dcr Wiese „Na dulinah" mit dein Heueinführen beschäf. tigl. Um zirka 5 Uhr 30 Min. nachmittags ging ein schweres Gewitter nieder, was die Arbeiter veranlaßte, nnter dem aufgeladenen Heulvagen Schutz zu suchen. Ein Blitz schlug in den Wagen ein und tötete oen Obgenann-ten, während die übrigen uiit dem bloßen Schreckeu da» von kamen. — Lebensgefährlich verletzt.) Wie uns aus Adels-berg berichtet wird, scheuten am 16. o. M. die Pferde des Weinhändlers Fran.', Kuba! aus Vranica bei Wip^ pach auf der Straße nach Maunitz, wobei die beiden Insassen, obgenanntcr Kobal und der Taglöhner Anton Veber alls Maunitz aus dem Wagen geschlendert und verletzt wurden. Die Verletzungen Vebers, der in be« wnßllosem Zustande ins öffentliche Distrittsspital nach Aoelsberg überführt wurde, sind lebensgefährlich. — lüberfahrcn.) Am 15. d. M. führte der Besitzer Bodlaj aus Strauje in ziemlich angeheitertem Zustande eine Brautausstattung durch Stein. In der Nähe des Iagudicschen Gasthauses geriet der acht Jahre alte Tischlersohn Viktor Nerlic, der dem Gefährte nicht schnell genug ausweichen tonnte, unter den Wagen nnd wurde am Unterleibe überfahren. Der Knabe' erlitt lebens» gefährliche innere Verletznngen nnd wnrde ins Landes» spital »ach Laibach überführt. — aratlers dirigierte, wurde bei sei» uem Auftreten mit lebhaftem Beifalle, begrüßt. Das Orchester brachte unter seiner Leitung die Vonrags» stücke fein an^earbeitet, wie man es von dein hervor» ragenden Dirigenten wohl hatte erwarten können. — Wn Teil der „Tloveuota Filharmonija") kon» zertierl heule bei dcn Abendvorstellungen des Elektru« radiographen „Ideal", Franz Iosef-Straßc. Ansang um 8 Uhr abends. " 'n gestohlen sowie durch das Abbrechen der Aste einen Schaden von 50 X verursacht. Der Eigentümer, der die Burschen mchreremale beim Kirschendiebstahle betrat, wollte sio verjagen, mußte aber davon absteheil, weil sie ihm mit dem ^rschwqcn drohten, falls er in ihre Nähe käme. <-o mn<;te nun Odlazrl .'.nschrn, wie sich oir ungebetenen Gäste an seineil Kirschen weideten. " lDrei Frauenc-personen verhaftet.) Vorgestern wurde dnrch einen Sicherheitsluachmanil eine 27jährige in der Bahnhosgasse ange» hallen und verhaftet und dann von der Polizeibehörde in ihre Heimatsgemeinde uach Rann abgeschoben. — Nachmittags wurde eine 61jährige Witwc aus Unter-^ta durch einen Sicherheitswachmann verhaftet, weil ,ie aus der Laube des Hauses Nr. 42 an der Peters-sttMe ein Stück Schweinefleisch gestohlen hatte. Der Diebin wnrde der saftige, an 10 1< werte Schinken weg» ^enoininen, sie selbst aber wnrde dem zuständigeu Ge° lichte eingeliefert. — Abcndö wurde auf dem Rathans, platze die schon 15mal abgestrafte 59jährige Agnes Gliebe aus Mosel wegen verbotener Rückkehr in' die Stadt verhaftet. " Entwichener Knabe.) Ticserlage verließ ein vier» zehnjähriger Trafikcmtenssohn am Krakaner Damm ohne jeden Grnnd seine elterliche Wohnnng und kehrte bis heute noch nicht zurück. — e.'"^'"'"' ""ei, ^' ^ahre - b^ — lElettrorabioqraph „Ideal" ^ ^eute aroker Hn'Ph^r^ü?u ^^rn^u^nz^r ^ Theater. Kunst und Literatur. S6m^> ^°^ Heine-Denkmal für .Hamburg.) Ter ^?'c., ^> H""'burqer Bismarck.Denkn'aies Pro- bur.^ sH"'^^I'"'''" Heinrich Heinis snr Ha.n. du g chancn Der Senat der Stadt Hamburq hat jetzt Berlin '.^'^ ^Ä^^' ^'U'^be, die lm Namen des Ä w N ^.?. p "^Z!^!^ """ Alfred Kerr ansqinq, die An^t H/'"F ^"bes m Absicht qestellt.^In der ^ >>. ^ Hamburger Senatssctretärs heißt es, erAllt nH'^f,. ^'e,e Bcd.nqunq wird voraussichtlich i"Vm^ä„'d,'"' "^ "'""ich., Hei„c,De„Im°! Th«.wr^m°l!'ü^.^^ "^^"-'3m C°°e.>. Ga.d«, lu„,,,,,» »,,!,'/ .,'" l«, d, W, die u«!„„,ch. w wtter «c1 k m, Ä l!'"k, °?"l!i^r Oper „T,>»,§" . chie mn d.r von ,h,u ersund...... Weltsprache ^s >s An el).n ern>qt und Mele Anhml^r erworben. Sen System wurde aber nach einer Nelhe von Jahren ver-w.mn und durch d.o .E,pcrant."-Wcltsp?acho erseht. Prälat ^icycr, der >clbsl ein herwrraqender Sprach. sT ^es^! ""' ""e p'pnlär.phil.sophische Anf. Seve^^" "^"" ^""ltschatz.j In der San 7 ^"'"'? '"'^'u hinter einem der. Sn Schnlc entVckl"'"' ^""tofresten der Sien- bcr Vm^'" ^^^^"'/"'"l "' "cwyork.) A>n 12. Okto- Dcnwal. 7< I^"k ^ ' ^in.oeihunq eines Dante-Äe V,U"lmden. v.ezn schreibt der Buluqneser Telegramme l- t. "leqraphen-Korrespondenz-Vureaus. parlamentarisches. Ministcrprasid^. t '^'-5 "'^^''"'"'"^"^""ä cmpfah Mng der Nanw .^'^'"' '"" ^""tsch die Erledi, lieit der ^b a , " '^ ^"' S°",mersesswn. Die Mehr-Anßerdem^mllcn ^.t!^/^ '" ^'"" ^'"'" "'.s. die Ereiqnisc ^. ^"7? "b"' d'c Fleischeinfnhr, i.ber Hebung d^r An l.^ ^^^w'c ein Antrag anf ^ verhallt »^7 ""^" " Ministerinn, Aienerlh Von der Eiidbahu. yat i^r'^i!'' ^^ ^"'"altnngsrat der Sndbahn ^f''fn7d^^b^^ Nlänbiste.n der Gesellschaft q ei n ^ > ?""^""' beschlossen, von der Ne,i!rnn7 u o ,er'^i. s'"''' Zugeständnisse zn erbitten, welch/d'^ ^ ^r Prnn-.tatsglanb.sser als notwendig Voran", ,,,, ^- ^Abschluß de. nrnen übereinwmmms'^elchne! Die Cholera. fall 3i'^' 2"' ""'li. Mit Rücksicht auf dcu Ch,l,,a. l oes Pif^'r Mariani wurden im ganzen 42 P^v. kuns<" /.'°l'"'t- Unwr diesen wurden zwei BaMenträqcr ''I allert, und zlvar die bei dem Vater des lrankcn ,k>^cn beschäftigte Olga Ansich nnd deren Tochter, die wur^ ^ '"^" ^ch^' Von den koinpetenten Behörden lizci!^ ^^ strengsten nnd nmsassendsten sanitären, p» ^'uchen und prophylallischen Maßnahmen getroffen. Trieft, 20. Juli. Die vorsichtshalber vorgenommene Stuhlnntersuchung des nntcr verdächtigen Erscheinnngen erkrankten Stewards des gestern hier eingetroffenen Lloyddampfers „Semiramis" fiel für Cholera negativ aus. Desl)alb lourde dem Schiffe heute morgcus die Libera pratica erteilt. Koustantinopel, 20. Inli. Gestern wurden im Stadtteile Kassim-Pascha fünf Cholerafälle konstatiert. Newyork, 2<>. Inli. Eine neue cholcraarlige Er» kranknng ist anf der Qnarantäneinsel vorgekommen. Die bakteriologische Feststellung, daß sich fünf Cholera» bazillenträgcr nnter 600 Einlvandcrern befinden, erfor» dert die schärfsten Bekämpfungsmaßnahmcn. Ill der Staotlegislatnr wnrde eine Resolution eingebracht, worin die Einstellnng der Einwanderung bis nach der Beseitigung der Gefahr verlangt wird. Großer Brand. Wien, 20. Juli. Die Blätter melden ans Klagen-fnrt: Das erst vor mehreren Jahren durch Hochwasser zerstörte und seither aufgebaute Dorf Uggowitz im Kanaltale ist heute nachts bis anf das Pfarrhans, die Schnle nnd den Bahnhof abgebrannt. Militär wnrde znr Hilfeleistung herangezogen. Der Aufstand in Albanien. Konstantinopel, 20. Juli. Wie verlautet, wird der Vali von Ianina, Mnstafa Eihni-Pascha, augenschein» lich infolge der lebten Ereignisse abberufen und durch den Vali von Aleppo, Kiasim Bei, oer ein Vertrauens» mann des jungtürkischen Komitees ist, erseht. Zwei Bataillone gingen gestern nach S. Giovanni di Me» dna ab. Salonichi, 20. Juli. Einem Berichte Torghut Schef!'ct>Pascl)as zufolge nimmt die Zahl d?r heimkeh» renden flüchtigen Malifsoren zu. Da sich infolgedessen der ansgeworsene Kredit für die VefctMfnng von Le> bensmittelu und Unterkünften als unzureichend erweist, surderte der Oberlomniandant loeitere 15.000 Pfnnd, woranf ihm die Regierung 5000 Pfund anwies. Geueralslabsmaior Riza ist an der montenegrinischen Grenze zur Vornähme der Grenzberichtigung cingelrof» fen, hat jedoch die montenegrinische Kommission nicht vorgefunden. Pcrsien. Petersburg, 20. Juli. Tie russische Telegraphen, agentur meldet aus Astrabad: Der gewesene Schah Muhammed Ali ist in dem etwa 20 Werst von hier ent» fernten Osmlschali eingetroffen. Morgen begeben sich die Vertreter der Stadt Aftrabad dorthin. Petersburg, 20. Juli. Die Agentnr meldet aus Teheran: Mehrere Abgeordnete und Bachtiaren Khans haben sich dafür ausgesprochen, dem gewesenen Schah MolMimed Ali Widerstand entgegenzusetzen. Anf tele« graphischem Wege wnrde eine große Zahl von Bachtiaren nach oer Hanptsladt beordert. Teheran, 20. Juli. Das Medschlis ist zu einer außerordentlichen Sihnng znsammengctreten, in der der Premierminister nnd der Präsident unter allgemeiner Begeisterung darauf hinwiesen, daß es dnrchans nutwendig sei, in Einigkeit zu handeln. Das Medschlis er» mächtigte die Regierung, das Kriegsrecht in der schärf» sten Art zu verhäugen. Eine ans 500 Vachtiaren, 500 Reitern und einer Äuzahl Freiwilligen zusammengesetzte Expedition brach alsbald gegen den ehemaligen Schah ans. Man ist hier gespannt, welche Hallnng Großbritannien als Signmarmacht des Protokolls vom 25. Angnsl ,1903 einnimmt, worin Rnßland versprach, politische Agi. tationen des ehemaligen Scliah verhüten zn wollen. Der Aufstand auf Haiti. (5ap Haitien, 2U, Juli. Die Stadt ist gestern nach. mittags von den Revolutionären eingenommen worden nnd wird geplündert. Alle Generale, die sich der Revo» lution widersetzt haben, habcn in den Konsulaten Zn° flucht genommen. Der französische Konsul wurde, als er deu Lokalbehöroen Schntz bot, leicht verwundet. Neueste telephonische Nachrichten. Wien 2l. '^nli. Über Anregung des Eisenbnhnmini» sterinms wurde^eine nmfassende Allion eingeleitet, nm festznstellen, ob und inwieweit über die einzelneil be« reits verordneten Verfügungen hinaus weitere Erspar» nissl' in der Venualtuug und im Betriebe der Staats« bahnen durchgeführt werden tonnen. Tirnovo, 2!. Inli. Die Natiunalvcrsammlnng hat die beantragte Ändernng des Artikels Ilii der Verfaf. snng angenommen. London, 21. Juli. (Oberhaus.) Die Vetobitt wurde in dritter Lesung angenommen. Konstautinopel, 21. Inli. Außer Torghut Schefket-Pascha wurden auch zwei Divisionskommandanten ab» berufen. ^ . , Konstantiuopel, 21. Inli. Dem „Eommnnicnw Orientale" zufolge hat gestern in der Umgebnng von Üpel ein Kanlpf'zwischeil den Trnppen und einer 300 Mann starken Albanerbande stattgefnndcn, der nach drei. stündiaer Dauer mit der Flucht der Albaner unter Zurücklassuug von 40 Toten endete. Auf feiten der Trnppen sind zwei Offiziere und acht Mann getötet wordeil. Die Truppen verfolgen auch andere 40 bis 60 Mann starke Albanerbanden in der Umgebung von Uvck. ______________________' ^ Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Neuigkeiten am Büchermarkte. Braun Lily, Memoiren einer Sozialistin, Kampfjahre, K 7 20. — Breits Dr.. 100 Ratschläge sür Nervcntranle. K 1 20. — Brentano Dr. Lujo, Wie studiert man National« ölonomie? K —72. — Nresnitz von Sydacoff, Aus dem Leben eines Kaiserpaares, Bd. 2, K 2-40. — Bretschneioer Prof. H., Kurzgefaßte französische Synonymik mit erläuternden Satzbeispielen, li — 72. — Briz»Bootsbau, herausgegeben uom Akademischen Verein Hütte, K 10 80. — Broctmann I. G., Die Naturheilllmde, unentbehrlicher Ratgeber für Ge« sunde und stranle, l< 4 80. — Brühl Harry, Esperanto (Lehr-meisterbibliothel 135), I< —-24. — Buch Heister G. A.» Otters bach Georg, Handbuch der Drogistenpraxis, gbd. K 16 08. — Nurte Edmund, 8«Ioetiou lrom ki» politick! vritiu^L llu« 8p«ocb«L, gbd. I< 120. — Collin I., Henrik Ibsen, sein Werk, seine Weltanschauung, sein Leben, K 10 80. — Curie Mme. P.. Die Radioaktivität I., X 360. — Dal» matien, 146 Originalaufnalimen von Bruno Reiffenstein, Text von Arthur Röhler, br. X 4 20, gbd. K 5 40. — Danne.» mann Friedrich, Die Naturwissenschaften in ihrer Entwicklung und in ihrem Zusammenhange I., gbd. K 12-—. — Danne» mann Friedrich, Vic Naturwissenschaften in ihrer Entwicklung und in ihrem Zusammenhange II., gbd. I< 1320. — Danne-mann Friedrich Dr., Aus der Werkstatt großer Forscher, gbd. l< 8-40. — Schlaf Iohaunes, Aufstieg, Roman, K 7-20. — Schlippen bach Hilde Gräfin v., Freigewordene, br. X 480. gbd. X 6—. — Schmitthenner Dr. F., Die amerikanischen Unterlagsreben des engeren Sortiments für Versuchsanlagen. K 3. — Schmitz Oskar, A. H.. Die Kunst der Politik, l( 7 20, — Schöpftl Hugo, Geheimwisfenschaft, X 1 80. Vorrätig in der Buch«, Kunst» und Musikalienhandlung Jg. v. Kleinmayr 6 Fed. Bamberg in Laibach, Kongrehplatz 2. Angekommene Fremde. Hotel «Elefant". Am 19. Juli. Manheim, Mireau. Kslte.; Schifcheg, Priv.; Prasse, Gcßler, Goldstaub. Katz, Goldberg, Rsde.. Wien. — Milos. Sinigoglio, Nsde.; Meller, Kfm., Trieft. — Grumer, Kfm., Nischostacl. — Lcfrido, ilfm., Udine. — Kohn, Kfm., f. Tochter, Salzburg. — Raschka, Beamter; Kravani, Fach» lehrerin, f. Schwester, Graz. — Bohm, Forstmeister, i. R., Troppau. — Thume, Prokurist, Neichenberg. — Mohorii, Bürgermeister, s. Familie, Cormuns. — Hofmann, Professor, Dresden. - Dallamasse. k. n. k. Fähnrich. München. — Sucherl, Organist, Reifnitz. — Dr. Zublovicz, Sekretär, Temesvar. — Wilhelm, Handelsgärtner, Assrain. Gr«nd Hotel Union. Am 19. Inli. Schandru. Feldmarschalleutnant; v. Kink, kaiserlicher Rat; Maadl, Arztensgattm; Hilbert, Bück, Lang« selber, Kinzbrunner, Kohrn, Lippa, Schneller, Steinberg, Nsde., Wien. — Wohlgemnth. Kfm., Berlin. — Sabec, Lehrer. Idria. — Iurkovit, Dechant, Luttenberg. — Ahazhich, Be« amter, Villach. — Ritter u. Gnttmansthal, Gutsbesitzer. Meixel» stein. — Ritter v. Huymann, Richter, Hoffmann. Direktoren; Schreiner. Präsident, Graz. — Segula, Wcrksleiter. Wciz. — Zumer, Restaurateur; Zumer. Illdustrieller, Vintgar. — Faiß, Kfm,. Ebcnsee. — Pict, Bankbeamter, Agram. — Rogulic, Mediziner. Innsbruck. - Galle, Ing., Harbitz. — Ogrin, Vefihcr. Wüllan. — Haykova, Lehrerin, Königliche Weinberge. — Nikolaus. Oberrechnungsrat; Steinhardt. Leutnant; Waltor, Turii, Nsde., Trieft. — Vruzl, Priv.. Brunn. — Slerjanc, Pfarrer, Prem. — Veneoitic, Pfarrer, Schwarzenberg. — Abram. Pfarrer, St. Peter. — Indos. Pfarrer. Iavorje. — Ceäarek, Pfarrer, Fara. — Icrse. Pfarrer, Poljane. — Pav> lovcic, Pfarrer, Suhor. — Nowak, Pfarrer, Nadovica. — Iereb, Pfarrer, Primslovo. — Laznil. Pfarrer, Slavina. — Azman. Pfarrer, Adclsberg. — Filler, Pfarrer, Dole. — Povse, Pfarrer, Oatez. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhc 3062 m. Mtttl. Luftdruck 7360 mm. ^ 2U. N. 740 4 23 0 SSO. schwach fast bewöllt "" 9U. Ab. 741-3 18 3 SO. schwach bewölkt 21.j?U. F. > 741-8! 16-1, S. schwach j Nebel 2>0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 19-4«. lormale 19 '.1°. Gestern abends Gewitterregen. Tagesbericht der Laibachcr Erdbebenwarte und Funkenwarte: (gegründet uu» der Kraiiujchc» Lparlasse 1897.) (Ort: Gebäude der k. l. Staats'Oberrcalschule.) Lage: Nürdl. Breite 46° 03'; östl. Länge von Greenwich 14° 31'. Bebenberichte am 18. d.M.: Sarajevo verzeichnete ein Nahbeben, dessen Beginn auf 11 Uhr 12 Minuten fällt-Das Maximum der Bewegung tritt um 11 Uhr 12 Minuten 50 Sekuuden auf; um 11 Uhr 13 Minuten 50 Setunden er« folgt ein zweiter Stoß (Maximum 11 Uhr 13 Minuten 40 S«< künden), Hcrdcutfernung beidcmale bei 50 ztilometer. Bodenu n ruhe: Schwach. , I Herrenrad 9 hj wix»cl verkauft. <^p W Wo V sagt dio Administr. d. Zeituug. (2924) >*P^ Kaibacher Zeitung Nr. 165. 1576 21. Juli 1911. Mast filial« I» M- P. »miistta m MUM ft Mel oil fort jsSän. wlri.,!,?'ffl;^.hr"' (i75O) in Laibach____________^F Franz-Josef-StraBe Nr. 9. JffiTflaffiafthfc _______Knrse an der Wiener Börste vom SO. Jnli 1911. »cniuuKure GelJ [Ware Allg. Staatsschuld. Pro«. „ ((Mai-Nov.)p.K.* 9S 26 92-46 B 4»/o ) .. .. P-U.4 92T8 S2-« ,S k. at. K.UJan.-Juli) p. K.4 92-20 92^0 . I ,, ,, p. A.4 92-20 92-40 2 4'2«/»Ö.W.Not.K«b.AiiK.ii.K.418 9S-90 96-/0 J= 42% ,, ,, „ ,, p.A.4'2 96-90 96-10 ¦S 4-2% ,, Bllb.Ai)r.-()kt.t>.K.4-2 9f96 96'16 WU-2«/0 „ „ „ „p.A.42 96-96 96-16 LosoT.J.18BOzu500fl.o.W.4 /6*0 1640 Losev.J.1860zul00sl.ö.W.4 424-— 436 — LoB«T.J.1864zul00sl.o.W.... 600- 612 — Lose v.J.18M zu DOil.ö.W.... 304-60 310-60 St.-Domän.-Pf.l20fl.300F.5 2S*-76 28f76 Oesterr. Staatsschuld. üeat.StaatBBchatzBC.h.stsr.K.* 99-90 100-10 OeBt.Goidr.Ktsr.OoldKasse..^ U6V.0 116-40 „ ,, ,, ,, p.Arrgt. 4 11620 116-40 Oefit.Rentei.K.-W.stlr.p.K..4 92/5 92-36 ,, ,, ,, „ ,, ,,U..4 92-16 92-36 Oest.Inv66t.-Rent.stfr.p.K.8V2 80-60 SO-SO Franz Josefsb. i.Silb. (d.S.) ö«/4 //366 114-66 Galiz.KarlLudwigsb.(d.St.)4 93— 94- Nordwb.,ö.u,Büdnd.Vb.(d.S.)4 9310 94-10 Rudolfah.i.K.-W.stfr.(d.S.)4 93-86 944b Vem Staate t. Zahlung übern. BiBeubahn-l'riüritäts-Otilip. Böhm. Nordbahn Em. 1882 4 114-— 116-— IJöhm.Westbuhn Ein. 1885. .4 93-60 94-60 Böhm.Weetb.Em. 1896 i. K. 4 93-60 94-60 Ferd.-Nordb. E.1886(d.S.)..4 94-96 96-96 dto. E. 1904(d.St.)K____4 96-76 96-76 FranzJo8essb.E.1884(d.S.)S4 9460 96 60 Galiz.KarlLndwigb. (d.St.)S4 93-60 9460 Laib.-SteinLkb.200u.l0O0fl.4 92-60 93-60 Lem.-Czer.-J.E. 18'J4(d.S.)K4 93-— 94- Nordwb., Oest. 200 11. Silber 5 102-60 103-60 dto. L.A E. 1903 (d. S.) K 3V2 ** 70 86- 70 Schlußkurs Geld | Ware l'roz. Nordwb.,Oest.L.B.200fl.S.5 102S6 103-S6 dto. L.B.E.1803(d.S.)K3Vi ««'20 86-20 dto. E.1885200U.1000Ü.S. 4 94-40 96-40 Rudo!f8bahnE.188+(d.S.)S. 4 95-6» 94-65 StaatseiBenb.-G. ö00 F.p. St. 3 370-— S74-— dto. Ergz.-Netz500F.p.St. 3 373-30 876-40 SUdnorddoutscheVbdgb.fi. S. 4 93'26 94-*6 Ung.-gal.E.E. 1887 200 Silber 4 92-90 93-90 Ung. Staatsschuld. Ung.StaatskaBseriBch.p.K.*'/» 100'20 ioo-40 Ung. Rente in (Jold . . . p. K. 4 111-60 ui-so Uns;. Rente i.K.Btfr.v.J.1910 4 9126 91-46 Ung. Rente i. K stfr. p. K. i 9V16 91-36 Uni,'. Främien-AnlohenälOOfl. 43S-— 46O-— U.TheisB-R.u.Szeg. Prm.-O. 4 50«-— 31T-U.ürundentlaBtg.-Üblg.ö.W. 4 91S0 92-80 Andere öifentl. Anlehen. Bs.-hert. Eis.-L.-A.K.1902 4Vj 9880 99-76 Wr.Verkohrsanl.-A. verl. K. 4 »j-6* 94-66 dto. Em. 1900 verl. K .... 4 9366 94-66 Galizi8ches v. J. 1893verl.K. 4 yj'rs 94-26 Krain. L.-A.v. J. 1888Ö.W. . 4 94-50 96-60 Mährischesv. J. 1890v. ö.W. 4 94-66 96-66 A.d.St.Budap.v..1.1903 v. K. 4 90-36 91-3(1 Wien(Elck.)T. J.lOOOv. K. 4 93-— 94-~ Wion (Invests v. J.19O2V.K. 4 94-70 96-70 Wien v.J. 1908 v.K.......4 93-76 9476 Rusa. St. A.1906f.l00Kp.U. 5 10376 10420 Bul.St.-Goldanl.1907100 K4>/2 »«•— »6*— Pfandbriefe nnd KommunaloMigationen. Bodenkr.-A. öst., 50J. ö. W. 4 93-— 94-— Bodenkr.-A.f. Dalmat. v.K. 4 10026 101-26 Bohrn.Hypothekenbank K . . 5 10/-76 10276 dto. Hypothbk., i.67J.v.K.4 9-rsO 96S0 dto. Lb.K.-Schuldsch.,f)0j.4 93-66 94 66 dto. dto. 78J.K.4 93-66 94-(S6 dto. E.-Schuldsch. 78 J. 4 93-66 94-66 bchluflkurs Geld | Ware Galiz.Akt.-Hyp.-Bk.......5 HO— —— dto. inh.50j. verl.K. 4V, S9-— too-— Galii.Landeeb.ölVjJv.K. 4Vi 99-— ioo — dto. K.-Obl.lII.Em.42J. 4i/2 96-76 99-76 Utr. Bodcnkr.-A. 36 J. ö. W. 5 102-— i02-10 Igtr.K.-Kr.-A.i.52V5J-v-K- *'/» 100B0 H>r— Mähr. Hypoth.-B. ö.W. u.K. 4 94-60 96-— Nied.-öst.Land.-Hyp.-A.65J.4 94-60 96-60 Oest. Hyp.-Banki.fiO J.verl. 4 94-60 96-60 OeBt.-ung.BankbOJ.v.ö.W. 4 9620 97-20 dto. 50 J. v. K..........4 96-30 97-30 Ccntr. Hyp.-B. ung. Spark. 4'/j -°«"»0 99-60 Comrzbk., Pest. Ung. 4lJ.4'/i 09-26 1OO26 dto. Com. O. i. 501/, J. K 4'/i 9S-60 9960 Herrn. B.-K.-A. i.öOj.Y.K 4'/, S9-~ too — Spark.Innerst.Bud.i.50J.K4Vj 94-25 S9-26 dto. inh.öOJ.v.K.....4V4 93-60 9460 Spark. V. P.Vat.C.O.K . . 4'/2 -r>S-76 D976 Ung. Hyp.-B. in PestK . .. 4V, ¦•»•- 100- dto. Kom.-Sch. J.50J.V.K41/» 98-76 9976 Eisenhahn -Prior.-Oblig. Kasch.-Oderb.E.1889;d.S.)S.4 9/-60 92-60 dto. Em. 1908 K (d.S.). . . 4 92H0 SiSO Lemb.-Czer.-J.E.18843O0S.36 #7-45 S&-46 dto. 300 S............4 91-50 92-90 Staatseiscnb.-GeBell. E. 18'Jö (d. St.) M. 100 M........3 SS--- 90 — Südb. Jan.-J. 500 F. P- A. 2"6 274-&0 276-SO UnterkrainerB.(d. S.)ö.W. .4 96-60 97-— Diverse Lose. Bodcnkr.öst.E.1880äl00fl.3X S94-— 300-— detto E. 1889 ä 100 st. .. . 3X 2S0-— 2B6-— Hypoth.-B.uug.Präm.-Schv. ä 100 fl................* 262-— 268-— Serb. Prümicn-Anl. ä 100 Fr. 2 12G-— iS2-- Uud.-BaBilica(Doinb.)5rl.ö.W. 36-62 40-26 Cred.-Anst.s.H.u.G.lOOfl.o.W. 603-26 613-26 Laibach. Präm.-Anl.20fl.ü.W «4— 90-~ Schlnükurs (ield | Ware RotenKreut.öst.G.v.lOfl.ö.W. 71-76 77-76 detto ung. G.v... öfl.ö.W. 47-7fl 68-76 Türk. E.-A.,Pr.-O.4O0Fr.p.K. 2411-60 261-60 Wiener Kommunal-Lose vom Jahre 1874.....lOOfl.ö.W. 495-50 «0«-50 Gewinstsch. der 3% Pr.-Sch. derBod.-Cred.-Anst.E. 1880 70-50 76-60 GewiuHtsch. der 3% Pr.-Sch. derBod.-Cred.-Anst.E. 1889 H9-— 129 — Gewinstech. der 4°/„ Pr.-Sch. der ung. Hypotheken-Bank 49-— 6fl-— Transport-Aktien. Donau-Damps.-G. 600II. C. M. H63-— //74 -Ferd.-Nordbahn 1000 n. C. M. 6120-— 6160-- Lloyd, österr.........400 K 5*2'60 6S6-- StaatsEisb.-G.p. U. 200 fl.S. 745-60 746-60 Südbahn-G.p.U. . . . 500Frs. 12160 122-60 Bank-Aktien. Anglo-österr.Bank 120(1.18K 826-26 327-26 Bankver.,Wr.p.U. 2OOH.3O „ 649-— öSC — Hod.-C.-A.allg.ÖBt. 300K54 ,, 1313- 1319--- Credit-Aiist. p. U. 320K32 „ 66S-60 669-60 Cvedit-B.ung.allg. 20011.42 ,, #3o-25 83426 Eskompteb.eteier. 2OOH.32 ,, 612-— —¦ — Eskompte-G., n. i>. 400K38 ,, 776"— 777-50 Ländcrb., öst.p.U. 20011. 28 „ 6S6-— 637-- LaibacherKreditb. 400K28 „ 476-— 480-- Oest.-ungar.B. 1400K90-30 ,, /956-- 1966-- Unionbankp. U. . . 200Ü.32 ,, 627--- 62S-- Yerkehrsbank,allg. 14011.20 ,, 879Z6 380-26 Zivnosten.banka 100D. 14,, 2*0-50 281-60 Industrie-Aktien. Berg-u.Hüttw.-G., öst. 400 K 97S-— 98f60 Hirtenberj;P.,Z.u.M.F. 400K 1206-— 121Q-— Konigsh.Zement-Fabrik 400 K 373-— 377--LengenfelderP.-C.A.-G. 250 K 2A'6-- 296-— Montanges.,ÖBterr.-alp. 100D 82120 82220 Schlnßfcnra Geld | Ware Porlmooser h. K. u. P. 100D. 466-— 467-60 Prager Eisenind.-Gesell. 500 K 2737 — Z747-— Rimamur.-Halfio-Tarj. 100D. 692— 698-— Salgo-Tari. Stk.-B.....lOOfl. 67H-- 676 — Skodawerke A.-G. Pils. 200 K ff6576 656-7$ Waffen-F.-G.,österr. .. lOOn. 7M- 761 — Westb. Bcrgbau-A.-G. 1000. 682— 686 — Devisen. Kurze Sithttn nnd Scheck«. Deutsche Bankplatze....... //7»7 • //7»"-* Italienische Bankplätze..... 94-fli'^ 94-72* London.................. ?4ö«m t40-:-~* Paris................... 95— 96 20 Valuten. Mlinzdnkaten............. 11-36 Ui9 20-Francs-Stücke.......... 1901 18-0$ 20-iMark-Stücke........... 23-4,1 23-64 Deutsche ReichBbanknoten .. 117-40 117-60 Italienische Banknoten..... 94-66 94-76 Rubel-Noten ............. 2-*?^ r«4« Lokalpapiere nach l'rivatnolier. d. Filiale d. K.K. priv.OeHt.Oredit-Anitalt. Rrauei ei Union Akt. 200 K 0 226-— 236 — Hotel Union ,, 600 „ 0 —•— —¦— Krain. Banges. ,, 200 „12K 200-— 210 — „ Industrie ,, 1000 .,80,, 1920— 1970-— Stahlw.Weißens.., 300..30,, 8/0-— 62»-— Unterkrain St.-Akt. lOOfl. 0 70— PO — Bankzinsfuß 4% Die Notierung sämtlicher Aktien und der „Diversen Lose" versteht sieh per Stück