Schriftteitung, A ^ > Verwaltung: «atI>dall«gass-Nr.5 A jmj J ^ Rat'hliauSgasseNr.^ H H ^ f (£ umna'Ur« 5»«). Mu«*n?«LS£t£ -M W ^ ▲ *1 ^ WWW ^ a Mm ZtmtoÄmm »*, tun ust W> 809 MM !w! »illi vi-rAuft-Aunj «M» 1 |p]|I|fl | P 411(1Nil ^ st« ,«,.. ^W W > ll|l||l| rW ■■■■■■■■ ^'"w "*ta: fcrrin-iu Bft Icft» PicrtcJjaicia . . . 0. I.« säx MrHIIFMElEr MMUMRUI1t «SS::•.£" ^ ▼▼ ▼ r ▼ ▼« ▼ r^^ ?TTTITT TCÄr I ha eoaasajj »ad I«««n»l»z ^ ^ motgeitf. D P°t>lv»«aslt»2sa!» 8S&.000. Mr. 80 st heutigen „Teulichen Wacht" liegt Jlt. 40 der Sonn« tagödeilaq« »Die Südmar?" bei« Inhaltsverzeichnis: Ob er Won halt? Novelle von M. Friedlich-fo-n. — Gesanienfplilter. — Aalte Fische. — Schinken fpflle mit Käse. — Ter Mottenkönig. — Rupfen der Etnfe. — Reinigung der Flaschen von Moder- und kchimmelgeruch. — Ein neuer Erfinder. — Gonsalvo von kordova. — Tuichfchaut. — Gewiyenlose Geschästsge-tahung. — Immer in Beruf. — Aufwand. — Ueberall «rdrängt. Die slowenische Wrelse und die Land-tagswaljl. Die Gründe, welche zur Niederlage der sloveni-scheu Partei bei der letzten Landtagswahl führen mussten, haben wir bereits erörtert. Sie liegen, »ie wir nachgewiesen haben, hauptsächlich in der ganzen Struktur der slovenischen Partei, die unter ta gegenwärtigen Führung ihr Programm auf Verhetzung. Reaction, aus Landesfeindlichkeit aufbaut und deren Wesen daS geschäftliche Interesse der politischen Emporkömmlinge bildet. Das sind die Gründe, welche jedemUnbefangenen ins Auxe springen. Die slovenische Schlachta ist natürlich blind für solche Erwägungen. Statt ihre Fehler, mit denen sie der eigenen Volkssache unverantwortliche Schäden zufügt, einzusehen, hat sie nach der AandtagSwahl nur das Gefühl blinden AergerS. ES ist bei gereiften Politikern freilich nicht Zuie, kindischen Aergec über erlittene Niederlagen kundzugeben. Nun die He..en ärgern sich doch kindisch; sie thun dies in einer Form, die ihren geringen politischen Ernst, aber auch ihre Einseitig« lett in geistiger Beziehung krass beleuchtet. Ernst genommen werden daher die kindischen und dabei roden Emphasen der slovenischen Presse, welche die Cillier Landtagswahl darin gezeitigt hat, von uns nie; wissen wir ja doch, dass die politischen Stimmen aus Cilli nur von einem Detfchko, Hribar und Bafch gemacht werden. Nomen est omeu. Die scheinheiligen Ergüsse der slovenischen Presse sind uns, die wir in das Gefügt der politischen Mache unserer Gegner Anblick haben, gleichgiltig. Es wäre aber zu viel der Ehre, wenn man ro« anderer Seite den ZeitungSstimmen erwähnter Provenienz irgendwelche Beachtung schenken wollte. Der Aerger über die letzte so natürliche Wahl-blamage hat im Herzen deS slovenischen PresS-bureauS alle die specifischen Eigenschaften der sloveni-schen Politiker aufgewühlt. Eine gewisse Rohheit, die die Herren trotz aller Tünche nicht verleugnen können, tritt unangenehm zutage — eine Roheit wie sie in culwoierten Ländern dem öffentlichen Leben und der Presse fremd ist. Es ist daher uns ganz unmöglich, der slovenischen Presse auf dieses Feld polemisch zu folgen. WeiterS drängt sich in den erwähnten „Stimmen" die fo beliebte Denun-uatio» gebieterisch hervor; auch dagegen müssen wir schweigen, denn der Denunciant richtet sich von selbst. Je mehr sich die Herren ärgern, desto besser gefällt uns unser Sieg. Ihre Drohungen und sonstigen Behauptungen zwingen uns, ein gleich» gilllges. höchstens mitleidiges Lächeln ab. tzilli, Sonntag 4. Hctoöer 1896. Wir glauben aber, in unserem Spotte nicht > unchristlich zu.werden, wenn wir auf die Ver-fchiedenheit hinweisen, mit der der rasende Ajas (Detfchko, Hribar & Basch) misst. Im „Slov. Rar." lesen wir: „ES ist unverzeihlich, wenn der Professor F. am slovenischen Gymnasium, welcher erst vor Kurzem auS Rudolfswert nach Cilli gekommen ist, nicht wählen geht. Wenn er schon nicht so viel nationales Verständnis hat, dass er das thun würde, waS bei jedcr Gelegenheit feine deutschen College» thun, dass sie für ihre Partei wählen gehen, fo hätte er sich doch nicht um Cilli bewerben und lieber in seinem stillen Winkel in Kram bleiben sollen. Wir brauchen hier ganze Männer." Die slovenische Presse ärgert sich über die slovenischen Beamten und Professoren — wenn sie nicht gewählt haben; sie ärgert sich über die deutschen Beamten und Professoren — wenn sie gewählt haben. Sie fasst ihren Aerger in das Urtheil der Pflichtverletzung. Die Logik ist folgende: Die slovenischen Beamten haben ihre Pflicht verletzt, wenn sie das nicht thun, was die deutschen thun. Die Deutschen aber haben ihre Pflicht verletzt, weil sie daS thun, was die slovenische Presse von den slovenischen Beamten als Pflicht fordert. Das Cillier Pressbureau scheint den so oft gebrauchten Aus-druck „Gleichberechtigung" doch noch nicht ganz erfasst zu haben — oder haben die deutschen Beamten nur staatliche, die slovenischen dagegen nur nationale Pflichten? Speciell der Fall Fon zeigt, dass die Slovenen ihr Gymnasium nur als Agitationsherd auffassen. So viel scheint uns sicher, dass »ach dem hmtigen geistigen Gehalte und sittlichen Werthe der slovenischen Politik auf eine „Eroberung" von Cilli durch die Slovenen nicht zu rechnen ist. Wir kommen auf den Ausd ick „Eroberung", weil ja erst kürzlich zu lesen war, dass der Cillier Sokolverein eine Fahne brauche, die in dem „eroberten Cilli" ge-schwungen werden soll. Wir wünschen dem Sokol-vereine so viele Fahnen als er braucht, zur Er-oberung Cilli'S braucht er keine Fahne. ES ist wohl fehr bedenklich, wenn ein Verein, der doch in Cilli existieren will, in fo herausfordernder Art gegen den heutigen Charakter der Stadt hetzt. Lässt das auch uns ganz kalt, so gibt es doch viele Leute, die sich über solche Provocationen aus-regen und die dann im gegebenen Falle sehr schwer zu beruhigen sind. Nicht nur in der Politik, auch bei der Be-thätigung des TurngedankenS — und so ist eS bei allen nationalen Veranstaltungen — bekunden unsere Slovenen einen Mangel an Tact, »ine Ungeberdig-keit, die sich in dem mitteleuropäischen Cultur-centrum ganz merkwürdig ausnehmen. Wir haben aber diesen letzten Fall nur an-geführt, um an einem sprechenden Beispiele die Unart der nationalen Propaganda zu zeigen. Für ernst und gerecht denkende Männer kann die flo-venische Politik nur pädagogisches und — psycho-pathifches Interesse haben. 0. A. 21. Jahrgang. Deutsche Kunst im Dienste der nationalen Sache. Da« seit geraumer Zeit angekündigte nationale Prachtwerk für Cilli ist, wie wir bereits mitgetheilt haben, nunmehr erschienen und wir können dasselbe als geradezu einzig in seiner Art freudigst begrüßen. Insbesondere wir Cillier selbst müssen den wackeren Urhebern und Schöpfern deS Buches innigsten Dank wissen, denn es ist nicht nur geeignet, AU-deutfchland mit noch größerem Interesse für unsere heilige Sache zu erfüllen, sondern in seiner seltenen Schönheit und Preiswürdigkeit unseren heimatlichen nationalen T^utzstiftungen, dem Deutschen Hause und Studentenheim, denen der Ertrag des Pracht-werkeS gewidmet ist, neuen namhaften materiellen Gewinn zu bringen. Der treffliche Münchner HilfSausfchuss für Cilli. in dem dessen Begründer unser lieber Lands« mann Heinrich Wastian im Vereine mit anderen Braven unermüdlich strebt und schafft, ist auch hier als der Boden einer herrlichen nationalen Frucht anzusehen. Diesem Boden waren Werke wie Prof. Sepp'S: „Deutschland einst und jetzt" und Wastians: „Ungarns Taufendjährung im deutschen Sichte" entfproßen und hatten reichen Zoll für unsere nationalen Stiftungen gebracht. Nun fand sich in der Perfon des Münchner Verlegers I. F. L e h m a n n ein Mann, der sich anschickte selbstlos und mit allen seinen Kräften das Zustandekommen eines neuen großangelegten Werkes zu dem gleichen nationalen Zwecke zu ermöglichen. Er wandte sich an die hervorragendsten deutschen Künstler unserer Zeit und jeder von ihnen, allen voran der geniale Franz o. Deffregger brachte eine herrliche Gabe, eigens neugeschaffen für den schönen Zweck. Alle diese Bilder sind im Buche zu Hunden Studienblättern aneinandergereiht. Von den Künstlern führen wir namentlich an: Deffregger, Lenbach, Menzel, Böcklin, Firle, Gentz, Grob, Hackl, Hasemann, Hengeler, Karger, Hermann, Kaulbach, F. A. Kaulbach, KnauS, Leibl, Lieber-mann, Lindenschmit, Löfftz, Oberländer, Paul Ritter, Schraudolph, Seitz, Franz Stuck, Willroider. Zu den prächtigen Kunstblättern hat Max HauShofer, der bekannte Münchner Dichter in Novellenform einen anziehenden Rahmen geschaffen, indem er zu jedem einzelnen Bilde eine bald launige und schalkhaste, bald innig ernste Erzählung erfand, die wieder alle untereinander durch eine fortlaufende Novelle verbunden sind. ES geht einem ordentlich das Herz auf, wenn man die farbenprächtigen Schildereien, lustigen Einfälle und ernsten Be-trachtungen Haushofers in buntem Wechsel und anmuthiger Reihenfolge vorüberziehen lässt. Um dem Leser unmittelbar den Zweck deS Buches vor Augen zu führen, hat eS unser Waftian mit einer vortefflichen Einleitung bedacht, mit der er die Lage deS Deutschthums im Donaureiche und in den südlichen Alpengebieten in wirksamen Zügen dar« stellt. Der Text der Einleitung ist von netten An-sichten aus Cilli und seiner Umgebung durchbrochen. | WM" Wir bissen, abgelaufene Tjezugsberechtigungen anlässlich des Quarraiwechsels rechtjeiiig zu erneuern ! ..Deutsch- Wacht' 1896 Unser Wastian ist ein junger, aber schon so vielbewährter Heerrufer im nationalen Ringen unseres Volkes. Diesmal tritt er voll heiliger Be-geisterung auf den Plan als Führer idealverklärter Gestalten, diesmal führt er eine Schar deutscher Künstler auf die nationale Walstatt. Und zu dem unblutigen Waffengange schlägt der gemüthliche HauShoser seine seelenvolle Leyer. Der tüchtige Verleger Lehmann aber hat den Zug organisiert. Das glänzende Ergebnis all dieser gemeinsamen Arbeit liegt in dem kostbaren Prachtwerke: „Den Deutschen Oesterreichs" vor unS. Insbesondere die Verdienste Lehmann's glauben wir nicht hoch genug anschlagen zu können. Die Ausstattung des Werkes ist eine dem hohen Zwecke vollauf würdige zu nennen. Ein geschmack-voller, künstlerisch verzierter Einband, ein an-genehmer Druck, und die Reproduction der Bilder so sein und sorgfältig ausgeführt: daS alles sind Dinge, die dem werthvollen Kern auch die noth-wendige äußere Empfehlung geben. DaS schöne Werk ist ein Familienbuch, eine Zier für den Lesetisch jedeS deutschen Hauses. Möge eS in jedes deutsche Familienheim seinen Einzug halten zur nationalen Erbauung und geistigen Er-frischung der Bewohner! Wir halten eS insbesondere für die Pflicht jedeS deutschen Untersteirers und namentlich jedes deutschen Cilliers, daS für den Wert deS Gebotenen so billige Buch — es kostet 12 fl. — anzuschaffen. Er erwirbt damit für sein Heim einen Schatz deutscher Kunst; er fördert damit einen schönen Zweck, er erfüllt aber auch die Ehrenpflicht na-tionalen Danke» gegenüber jenen Männern, die so fürsorglich und selbstlos das Deutschthum deS Unter-landeS bedenken. — br— Die Wavtreform. Die Verordnung des Minister« deS Innern, betreffend die Durchführungsbestimmungen zur ReichSrathSwahlordnung. lautete: „§ 1. Die Wahlkreise in den Wahlbezirken der allgemeinen Wählerklasse, welche aus Orten der Wählerklasse der Städte und aus Gerichtsbezirken zugleich bestehen, dann die Wahlorte für jeden dieser Wahlkreise werden im Grunde des § 8 a der Reichsrathswahlordnung, beziehungsweise deS Gesetzes vom 14. Juni 1896 in dem dieser Verordnung beigefügten tabellarischen Anhange festgesetzt, § 2. Die Ausschreibungen allgemeiner Wahlen, sowie die Ausschreibungen von Ergän?ungSwahlen in der allgemeinen Wählerklasse haben die Aus» forderung zu enthalten, dass alle Staatsbürger männlichen Geschlechtes, welche, ohne in den Ge-meindewählerlisten eingetragen zu sein, die Wahl-berechtigung in der allgemeinen Wählerklaffe be-anspruchen. ihren Anspruch binnen längsten« acht Tagen vom Tage der Kundmachung der Wahl-ausschreibung in der Gemeinde beim Gemeinde-amte ihres Wohnortes anzumelden und nachzuweisen haben. 8 3. Arbeitgeber, welche in ihren Unter-nehmungen durch da« Gesetz vom 30. März 1838 für den Krankheitsfall versicherte Arbeiter und Be-triebsbeamte beschäftigen, sowie Dienstgeber, welche im häuslichen Dienste oder in land- und forst-wirtschaftlichen Betrieben Dienstboten, Arbeiter und Betriebsbeamte beschäftigen, sind verpflichtet, nach erfolgter AuSschreibnng allgemeiner Wahlen oder einer Ergänzungswahl in dem bezüglichen Wahl bezirke der allgemeine» Wählerklasse über Auf forderung deS Gemeindevorstehers binnen einer Frist von längsten« acht Tagen sämmtliche bei ihnen seit wenigstens sechs Monaten beschäftigte Personen männlichen Geschlechtes, welche österreichische Staats-bürger sind und das 24. Lebensjahr vollstreckt haben, bei dem Gemeindevorsteher des Ortes der Beschäftigung derselben anzumelden und hiebei den Namen und das Alter der Beschäftigten, sowie den Zeitpunkt ihres Eintrittes in die Beschäftigung b« kannt zu geben. § 4. In der Kundmachung, mir welcher vom Gemeindevorsteher im Grunde des § 25 (R.-R -W.-O.) die Auflegung der Listen b) unter An-beraumung der achttägigen Reklamationskrist be kanntgegeben wird, ist an die Reklamanten die Aus forderung zu richten, jede Reklamation mit den Beweismitteln für die darin ausgestellten Behauptungen zu versehen, falls letztere nicht auf Rotorität beruhen. § 5. Diese Verordnung tritt gleichzeitig mit dem Gesetze vom 14. Juni 1896, wodurch die Reichsrathswahlordnung abgeändert, beziehungs-weise ergänzt wird, in Wirksamkeit." Im Anschlüsse folgt ein tabellarischer Anhang, welcher die Wahleintheilung für jene Wahlbezirke der allgemeinen Kurie enthüll, in denen Städte und Gerichtsbezirke gemeinsam wählen. Fotitifche Wundschau. Z»as Abgeordnetenhaus eröffnete Donnerstag seine letzte Tagung und gar mancher Parlamentarier sieht damit seine letzten Tage im griechischen Hause am Franzensring herangekommen. Die Ver-Handlungen waren nicht ohne Interesse; vor den Neuwahlen ziehen ja die meisten Parteien Parade-Hemden an. Die Liberalen haben aus ihres sogar einigt schwarz-roth-golden« Troddeln aufgenäht. Abg. Pergelt brachte einen — Dringlichkeitsantrag ein, der die Regierung auffordert, entschiedene Maß-nahmen vorzunehmen, um die tschechische Hetze und Vergewaltigung gegen die Deutschen in Böhmen hintanzuhalten. Dagegen beantragte Dr. Herold ebenso dringlich den Schutz der .böhmischen" Minoritäten. Es ist ganz recht, die Regierung an ihre un-parteiische Haltung im Nationalitäten kämpfe zu erinnern. Allein der Nationalitätenkampf wird von den Völkern selbst auSgetragen und eS klingt nicht gerade stolz, wenn um Schutz des DeutfchthumS eine — polnische Regierung angegangen wird. Gras Khuenburg interpellierte wegen der Theil-nähme und der bekannten Rede des Statthalters Thun am Salzburger Katholikentage. BilinSki legte sein „glänzendes" Finanzexpose dar. Die erste Lesung deS Voranschlages wird noch von diesem Parlamente durchgesührt werden, welches möglicher-weise schon in ganz kurzer Zeit aufgelöst fein dürfte. Veichsrathswahl in Krain. Bei der Ersatz-wähl für einen Reichsrathsabgeordneten im Land» gemeinden-Wahlbezirke Laibach, Oberlaibach. Littai, Sittich, Reifnitz und Großlafchitz wurde der con-fervative Eandidat Advokat Dr. Schustersic mit 161 von 265 Stimmen gewählt. Auf den christlich-sozialen Gegencandidaten Dr. Gregoric entfielen 192 Stimmen. Tschechischer Deutschenhaß. DaS jungtschechische Hauplorgan, die „Narodni Listy", klärt die Oeffeni-lichkeit wieder einmal über die wahre Gesinnung, welche im Tschechenlager gegen die Deutschen in Böhmen herrscht, gründlich auf. Das Blatt hetzt nämlich zum rücksichtslosen Kampfe gegen die deutschen Schulen in der Mehrheit nach tschechischen Orten und erkärt dabei, dass von einer Versöhnung beider Nationalitäten in diesem Lande keine Rede sein könnte. „Der Kamps." so schreibt das Gregr'sche Organ weiter, „ist unser historisches Erbe, und wir werden unsere nationale Existenz nicht anders be-wahren, als im Kampfe. Zwischen beiden Nationen in diesem Lande gähnt ein Abgrund und dieser läßt sich selbst durch die rührendsten Phrasen von einer Verständigung nicht ausfüllen. Es ist Zeit, dass in dieser Hinsicht zwischen unS Klarheit werde. Wir leugnen nicht, dass zwischen den Angehörigen beider Stämme private, freundschaftliche Beziehungen vielleicht möglich sind, allein als Nation gegen Nation sind wir wie sie auf den Kampf angewiesen. Darum muss der Widerstand gegen das Deutsche in unserem gesammten Leben gesteigert werden, darum darf es nirgends Entgegenkommen, nirgends Nachgiebigkeit geben, im Gegentheil muss unser Widerstand mit voller Konsequenz bethätigt werden, und wir dürfen vor demselben nicht zurückschrecken, selbst wenn er bedeutende Opfer erfordern sollte..Das ist wenigstens aufrichtig. Der Herzens-erguß des größsten tschechischen Blattes rechtfertigt aber auch die Deutschen, wenn sie intensiver al» je den Ruf erheben: „Los von Tschechen!" und auf daS entschiedenste die nationale Zweitheilung des Landes fordern. Tagesneuigkeiten. Kurchtbarer Kod eines Aadfahrers. Aus Purkcredotf wird gemeldet: Ein furchtbarer Unfall ereignete sich in Tulbing. Sin Wiener Radfahrer, namens Zelenka, angeblich ein Steinmetzgehilfe, der mit seiner Maschine nach Tulbing gekommen war, betrat einen Stall, um die eingestellten Pferde zu besichtigen. Eines derstlben fasste ihn beim Halse und durchbiss ihm die Kehle, so dass Zelenka sofort verschied. Der Leichnam des Unglücklichen wurde nach PurkcrSdorf gebracht." Straßenmeiker auf Sakrräder. Die mit d« Instandhaltung, beziehungsweise Ueberwachung derStraße» betrauten AmtSorgane in Nieder- und Öberösterrrich, Böhmen und Mähren, die sogenannten Strajjenmeifl«, sind mit Fahrrädern ausgerüstet worden. Am Kopfe der mit besonderer Sorgfalt gearbeiteten Räder, mit deren Lieferung eine heimische Industrie Unternehmung betraut wurde, befinde» sich die Landesfarben, der österreichische Adler und die Initialen deS betreffenden BezirkS-straßenauSschusseS. Der Adler findet sich auf den Pedal» eingestanzt. Von der Heilsarmee. Ein Bild der Thätigkeit dieser sonderbaren excentrischen Gesellschaft, deren Wirke» man aber nicht unterschätzen darf, entwarf ihr Führer, General Booth, letzten Freitag in Zürich. Die Ver-sammlung wurde mit einem Gebet eröffnet und sodann hielt Booth einen Vortrag über .Sociales Elend u»d i Abhilfe." Fr theilte dabei über die .Heilsarmee" mit,! dass dieselbe vor Jahren gegründet wurde; heu» ist sie in 44 verschiedenen Ländern ausgebreitet, zählt 40006orl9S, I 12.000 Musikanten u. f. w. 27 Zeitungen werden] von der Armee herausgegeben, in einer Auflage von 1 Million in einer Woche. Auch nach Armenien hat« die Armee ihr Auge gerichtet, einen Officier dorthin gesandt, ein Hospital dort eingerichtet. Welches sind die Erfolge? „Wir wollen nicht vrahlen, aber etwaZ lein« wir doch. Täglich geben wir 30.000 armen Männern und Frauen eine Mahlzeit für fünf Centime», Kindern für zwei Centimes; wenn fie diese Ausgaben nicht be-streiten können, geben wir ihnen Arbeit. Täglich beherberg« wir 8090 Personen und verlangen für ein gutes Nachi-lager 10 Centimes. Andern TageS können die Beherbergten einer Andacht beiwohnen; unsere Religion ist bekanntlich eine lebhafte, die Andächtigen haben dann noch Gelegenheit ein Tänzchen zu machen. Für ein irarmtj Bad verlangen wir fünf Centimes. In unseren 4«.» rer> schiedenen Industrien finden Arbeitslose Arbeit, und Leute ohne Beruf können einen solchen erlernen. Täglich beherbergen wir 300 entlassene Verbrecher, nehmen Ke in Obhut und machen die Erfahrung, dass nach zrnci' Monaten 60 Prveent derselben wieder einen ehrliche, Unterhalt finden. Gefallene Mädchen beherbergen ac 20.000, behalten fie vier Monate, suchen ihnen Stellungen und nehmen sie drei Jahre in unseren Schutz. 75 Procvtt derselben »»erden wieder nützliche Glieder der mensch-lichen Gesellschaft und viele verheiraten fich gut. Sir Miete und Steuer zahlen wir jährlich 200.000 Franc»/ General Booth schloss mit der Bitte, die Vorurtheile jtja die Heilsarmee abzulegen nnd sie materiell zu unierstill». Wie vielAier nnd Wein darf man trmte»! Diese schwierige Frage sucht an der Hand wissea'chast-licher Forschungen Professor Ziehten in Jena zu team-«orten. Seine Schrift wird vom .Deutschen Verein gegen den Missbrauch geistiger Gelränke" in Hildeöheim für 20 Pf. versandt; sie behandelt besonders auch Bit Einwirkung geistiger Getränke auf das Nervem'ostei». Ziethen kommt zu dem Ergebnis, das« auch der gesunde, erwachsene Mann keinen Branntwein oder Ligueur genießen sollte, da diese immer mehr oder weniger Fuselelt enthalten, die schwere Nervengifte sind. An Aethvl-Alkohol seien dem Erwachsenen 30 bis 40 Gramm p gestatten; da» bedeutet ein Liter leichteres Lagerbier »da Vio bis 4/10 Liter Weißwein. Lindern bis zu 15 Jahren ist der Alkohol gänzlich zu ennieien, er schadet ihnen mindestens ebenso wie die Eigarn; ebenso ist allen Nervenkranken die völlige Enthaltanz anzurathen. Auch empfiehlt e» sich, nicht täglich die z-> stattete Dosis einzunehmen, sondern fich durch ctterct Fasten zu stärken und zu prüfen. Eine gelegentliche Überschreitung des angeratbenen Maßes ist nicht er Iisch auf dem Srockcnen. Au» Paris wird gemeldet: In der Gegend von Nioro, im französisch--Sudan 300 Kilometer von der Küste entfernt, entdeckn Dr. Suard eine merkwürdige Fifchgatluaz, die Monate deS Jahres auf dem Trocken lebt. Dieser Fisch gehört zur Classe der Welse »der Siluren und zur Familie der ClariaS. Er bält sich in den Lümnen auf, die zwei Monate lang durch die Regenzeit getltM werden, und verkriecht sich dann in Erdlöcher, die er nur deS Nachts verlässt, um seine Nahrung -,it suchen, die in Hirsekörnern besteht. Suard fieng mehrere dieser Thiere und zog sie in Blechkisten auf. Leider wurde» 1896 ..D-utfch- Wacht" 3 Ke aber auf dem schiffe zu großer Hitze ausgesetzt, so disS sie nicht lebend nach Suropa kamen. Die auch bei gewöhnlichen Wels vorkommenden vier bis sechs Baneln de« Oberkiefers sind bei diesem .Ciarias Lacera* achtfach vorhanden und sehr entwickelt. Von dem schon lange bekannten afrikanischen Schlammfisch TrosopeteroS unterscheidet sich die Lebensart dieses WelseS dadurch, das» er sich während der trockenen Jahreszeit nicht einkapselt und erstarrt bleibt, sondern bloß die heißen Tagesstunden im Verstecke zubringt. Hin Hedicht des Knrlten von Montenegro. Der Fürst Nikita von Montenegro, dessen dichterische Begabung bekannt ist, hat seiner Tochter, der Prinzessin Helene, »u ihrer Verlobung mit dem Prinzen von Neapel ein Sedicht gewidmet, daS in wortgetreuer Uebersetzung in Prosa folgendermaßen lautet: An meine Helene! SS ist nicht Alleö Gold, waS glänzt; sei dessen eingedenk, o meine Tochter, und halte Dir stets vor Augen, dass daS Glück fast niemals einen Thron zu seinem Sitze erwählt. Unter dem königlichen Diadem ist eine Dornenkrone verborgen und nicht einmal in der Fabel findest Du einen wahrhaft glücklichen König. Rein, die wahre Glückseligkeit wirst Du nur in einem Niedlichen Eckchen Deine» Hauses finden, bei Deiner »rbeil nach menschlichem Vermögen den göttlichen Ge-böte gehorsam. Hine der merkwürdigsten Kirchen dürfte in Freudeiuhal auf dem Schwarzwalde sein. Sie ist so gebaut, das« die Männer die Frauen und wieder die Frauen die Männer nicht sehen können; denn sie besteht obs zwei Flügeln, welche in einer Ecke zusammen-stoßen, in dieser Ecke steht die Kanzel, der rechter Flügel gehört den Männern, der linke den Frauen. gödtlichee Streit zwischen Kater nnd Sohn. Ein Fall empörender Rohheit hat sich kürzlich in Kchnidorf zugetragen. Der 44jährige Bergknappe Jfcton Reiner kam mit seinem 21jährigen unehelichen Sohne Franz Baier in einen Wortwechsel, in dessen Verlauf der Vater dem Sohne eine derbe Ohrfeige gab. Der Sohn stürzte sich auf den Vater und ver-s«t>e ihm mit einem Messer ober dem linken Ohre einen so heftigen Stich, dass die Messerklinge abbrach und neun Centime»« tief im Kopse stecken blieb. Trotz der schweren Verwundung begab sich Reiner erst zwei Tage später in daS Spital nach FohnSdorf, woselbst er am nächsten Tage starb. Baier wurde dem Kreis-gerichre Lecbe» eingeliefert. Aus Stadt und Land. ßillier Hemeinderath. Freitag nachmittag 5 Uhr hielt der Gemeinverath unter dem Vorsitze des Herrn Bürgermeisters Gustav Sliger eine ordentliche, öffentliche Sitzung ab, in welcher nach Genehmigung des Protokolle» der letzten Sitzung der Vorsitzende folgende Einkäufe zur Kenntnis brachte: Der Oberlandesgerichispräsident Herr Franz Schmid in Graz dankt für die ihm von der Gemeindevertretung anlässlich der ihm zutheil gewordenen allerhöchsten Auszeichnung dargebrachten Glückwünsche. Desgleichen spricht das Commando des 4. Landwehr-JnfanteriebataillonS für die Be-wirtung der Mannschaft gelegentlich der Einrückung von den Kaisermanöver,t der Stadtgemeindever-netung den Dank aus. Die Gemeinde Tüchern übermittelt die Entscheidung, nach welcher dem Herrn Georg Strauß und der Familie RadakowitS nachträglich die Bewilligung ertheilt wird, die auf dem der Stadlgemeinde gehörigen Friedhose «richteten Grüfte mit Säulenhallen zu belassen, ttvtzdem die Stadlgemeinde dagegen protestiert hatte, lieber Antrag deS Herrn G.-R. Fritz Mathes wird beschlossen, gegen diese Entscheidung Beschwerde zu führen und wird serner auch der Zusatzantrag bei Herrn G.-R. Adolf Marek angenommen, welch« dahin geht, dass daS Friedhofstatut derart abgeändert bezw. vervollständigt werde, dass solche Überraschungen nicht mehr vorkommen können. Ziir die Bauseciion berichtet deren Obmannstellver-tttter Herr Adolf Marek. Herr Georg Skobernc ersucht um Vorkehrungen zur Ableitung des sich vor seinem Hause ansammelnden RegenwasferS. Diesem llebelstande wird in der vom Stadtingenieur vor» geschlagenen Weise abgeholfen werden. Weiter? wird über Antrag des Herrn G.-R. Matthäus Kur; beschlossen, dass jene Hausbesitzer, vor deren Häusern bereits Kanäle bestehen, die Durchwässer aus ihren Häusern unter dem Trottoir einzuleiten haben. Einem Ansuchen des Herrn Landauer um Herstellung eines Kanals vor seinem Hause zur Ableitung deS RegenwasferS wird keine Folge ge-geben und der Gesuchsteller bedeutet, dass er selbst einen Abzugskanal in den hinter seinem Hause befindlichen Graben herstellen möge. Einem An-nage deS SiadtbauamteS betreffend die Herstellung ron 5 Straßenübergängen wird in der Weise Folge gegeben, dass vorläufig nur ein Uebergang von der Grazerstraße in die HermannSgasse auS Granitwürfeln hergestellt wird. DaS Ansuchen der Frau Josefine Nasko und Genossen um Gestaltung deS WäscheauSschwemmens oberhalb deS SannstegeS wird über Antrag der Section mit Rücksicht auf den diesbezüglich bestehenden Gemeinderathsbeschluss abgewiesen. Die Kohlenlieferung für den dieS-jährigen Winter wird der Gewerkschaft Bohemia und event, dem Lieferanten CaSpar Treo übertragen. Für die Gewerbefection berichtet deren Obmann Herr Michael Altziebler über folgendes Gesuch: Marie Plevöak ersucht um die Ertheilung einer Concession für einen Kaffeeschank, welchem An-suchen wegen mangelnden LocalbedarfeS keine Folge gegeben wird. Der öffentlichen Sitzung folgte eine vertrauliche. Krnennung. Der Finanzminister hat den k. k. Steuereinnehmer Otto Lee b in Rann zum Haupt-steueramtScontrolor in Cilli ernannt. Ernennung im Kinanzdienlie. Der Finanz-concipist Herr Gustav Pototschnik in Wagstadt (Schlesien) wurde zum Steuerinspector daselbst ernannt. Aom Landesschulrathe. Der steiermärkische Landesschulrath hat an der Knaben- und Mädchen-bürgerschule in Marburg je eine sechste Classe errichtet, serner jede der beiden Volksschulen in Wi ndifch feist ritz unter eine eigene Leitung gestellt und den beim LandeSfchulrathe als Bezirks-schulinspector in Verwendung stehenden VolkSschul-lehrer in Steinbrück, BlasiuS Ambroschitsch mit Belassung in seiner gegenwärtigen Verwendung auS Dienstesrücksichten als Lehrer an die städtische KnabenvolkSschnle St. Andrä in Graz übersetzt. Evangelische Gemeinde. Heute Sonntag den 4. October um 10 Uhr Vormittag findet in der hiesigen evangelischen Kirche ein Gottesdienst statt. Z»ie Hvllansllellnng findet, wie angekündigt, am 10., 11. und 12. Octoder statt und ist nicht, wie böswillig ausgestreut, verschoben worden. Schwurgericht. Zu Vorsitzenden der sechsten Schwurgerichlssitzung 1896 sind als Stellvertreter des k. k. Kreisgerichts-Präsidenten Herrn Rudolf Ullepitfch Edlen von Kraiafel« berufen die Herren LandeSgerichtSräthe Lauren; Ulcar, Josef Reitter, Dr. Emanuel Eminger und Franz Trenz. Allgemeiner deutscher Sprachverein. In Cilli ist die Gründung einesZweigvereines des Allgemeinen deutschen Sprachvereine» im Zuge. Dieser Verein ha» sich die Pflege und Reinhaltung unserer Mutter-spräche, eine der herrlichste,l nationalen Bestrebungen, zur Ausgabe gestellt. Der hiesige Zweigverein wird gesellige Zusammenkünfte mit Vorträgen veranstalten. Kür die Wärmeflube hat Herr Oberst Anton von Suiic 5 fl. gespendet, wofür der tiefgefühlte Dank ausgesprochen wird. Das Frauen-Comite?. Fichtenwald. Von der deutschen Schule. In die hiesige mit dem OeffentlichkeitSrechte aus-gestattete deutsche Schule wurden zu Beginn deS laufenden Schuljahres 132 Schüler aufgenommen. Hievon entfallen 66 aus den Markt Lichtenwald, 49 aus die Umgebung und 17 auf Krain. Es war nicht beabsichtigt die beiden Classen der An-stalt derart zu überfüllen, doch musste dem Bitten und Drängen der Eltern nachgegeben werden. Wie im Vorjahre wurde auch heuer eine Reihe von Kindern zurückgewiesen. Unsere Schule ist eine Frucht rastlosen Schaffens. Sie ist emporgeblüht unter den heftigsten Angriffen der Gegner durch zielbewußte Arbeit, durch unermüdlichen Fleiß und nationale Hingebung. Möge sie immerdar blühen! Herr F. A. Erl hat gelegentlich einer fröhlichen Kneipe behufs Anschaffung einer schönen, steirischen Schulfahne 5 fl. gespendet, welcher Betrag von einigen anderen Herren sofort auf 19 fl. ergänzt wurde. Heil, den edlen Spendern! Schauöütjne. Das am Donnerstag auf unserer Bühne zur Aufführung gebrachte Schauspiel „Liebelei" von Arthur Schnitzler hat uns trotz seiner schmeichel-haften Vorgeschichte vom Wiener Hosburgtheater, von den Hostheatern in Dresden und München, vom LandeSiheater in Prag und vom deutschen Theater in Berlin, nicht sonderlich gefallen können. Die widerliche Sticklust, welche auf dem frivolen Treiben der großstädtischen Lebewelt lastet, verdarb uns vor Allem jenes warme Interesse, mit dem wir die Entwicklung jedes Bühnenwerkes mitfühlen, mit-leben wollen. Allein auch in technischer Beziehung mangelt dem Stücke gar manches, was wir bei seinem „guten Rufe' vorausgesetzt hätten. ES fehlt ihm eine gesunde, motivierte Charakterzeichnung, es gebricht ihm vielfach auch an der logischen Handlung. Die Heldin (Christine) ist nicht auS einem Stück gefügt, fönst würde ihrem fönst fo reinen Wesen auch die Scheue des reinen Mädchens anhaften. Der Charakter ihres Galans Fritz ist ebenso unnatürlich, wie unsympathisch. Dieser Popanz der Leidenschasl vergeht vor LiebeSweh — innerhalb einer halben Stunde zu zwei Frauen. So unverständlich schwach, so schilfröhrig ist der in der Galanterie verkommene Wiener Gauch doch noch nicht. Ja der Rolle Fritz LobheimerS hat unS der Autor etwas ganz Ungereimtes geboten. So steht eS mit den beiden Hauptpersonen und es ist klar, dass die Auffassung der Wiener semitischen Kritik nicht nur den ethischen, sondern auch den psychologischen Zerrbildern genug verwandt war. Wir haben kein Verständnis für „solche Sachen". Dagegen wollen wir dem Autor das Recht widerfahren lassen, das» die Figuren Theodor Kaisers und seiner Mizi dem übermüthigen Wiener Genre getreu abgelauscht und flott gezeichnet sind. Nach der auf unserer Bühne gebotenen Wiedergabe wenigstens war die Gestalt der Katharina Binder, der redseligen und kritischen Strumpfwirkerin ganz unmotivirt und zwecklos. Hingegen ist der Vater Christinen» sehr entsprechend und edel gezeichnet. Der dritte Act, mit seinem tragischen Abschlüsse, mit dem Aufwallen tiefster Empfindung und edler Leidenschaft, war übrigens darnach angethan, uns mit den Schwächen des Stücke» vollauf zu ver-söhnen. — Die Darstellung auf unserer Bühne hat au» dem Stücke gemacht, was nur daraus zu machen war. In Frl. H o r a k (Christine) lernten wir eine ebenso begabte, wie gewissenhafte Tragödin kennen, Frl. Grethe B i ch l e r spielte als Mizi ihre ausgelassene und resignierte Rolle mit frischem Humor, mit entzückender Liebenswürdigkeit und künstlerischer Sicherheit. Ihr ebenbürtig gab sich Herr Müller der als Theodor, der auch als Liebhaber praktische Lebemann, ganz in seinem Elemente war. Herr L a n d a bot alles auf, um durch warme Töne, durch tragischen Anklang seine undankbare Rolle möglichst genießbar zu machen. Herr L u n g e r hat als liebevoller Vater (Violin-spieler Weiring) die Sympathie deS Publikums zu erringen verstanden. Dieses wurde allerdings erst zum Schlüsse in seinen BeisallSkundgebungen wärmer; es übte damit aber nur an dem Aufbau? deS Stückes gerechte Kritik. — Wie eine Erlösung aus fremdem, unverstandenem und widerlichem Banne schien e» uns, als im zweiten Theile des Abends KadelburgS äußerst wirkungsvolles — wenn auch fchwankhafteS — Lustfpiel „I n C i v i l" vorgeführt wurde. Der sprudelnde frische Witz, der dieses fröhliche Stück belebt, fand in reichem Beifalle und geradezu stürmischen Lachsalven der Zuhörerschaft wohl-verdienten Wiederhall. Herr Müller (Waldow) und Frl. Burkhardt (Henny) entledigten sich ihrer dankbaren Rollen mit frischem Humor und vollendeter Sicherheit. Der böhmische Bursche (Herr T r a u t m a n n) hatte mit seinem hinreißend urigen Spiele alle Lacher auf seiner Seite und auch Herr B i r b a u m gab sich als gestrenger Oberst sehr ansprechend und humorvoll. So errang denn dieses kleine Stück einen ganzen Erfolg. Das Haus war schwach besetzt, was nicht nur der hässlichen Witterung, sondern wohl auch dem Umstände zu-zuschreiben war. dass am Programme zwei Stücke angekündigt waren. —br— Deutsche Sängersayrt. (Bilder au» der Reise des Cillier MänneraesangvereineS zum V. Teutschen Sängerbundesfest in Stuttgart.) VI. Marbach.*) Aber, indess wir schaun und die hohe Freude durch» wandeln Fliehet der Tag unS, wie den Trunkenen hin. Am späten Abend erst erreichten wir die electro-technische Ausstellung; mit gerechter Bewunderung durchgingen wir ihre reizenden Parkanlagen, ihre von einem elektrischen Lichtmeer durchflutheten Hallen. Froh der überstandenen Mühen ließen wir unS endlich in der AuSstellungSwirthschast nieder und verlebten hier noch einige feuchtfröhliche, durch zündende nationale Mahnworte WastianS herrlich verschönte Stunden. Mit dem nächsten Tage (Montag, den 3. Ernte« mond) kam für uns der Abschied von der im Sturme liebgewonnenen Gartenstadt. Im strahlend-sten Frühsonnengolde lag sie zu unseren Füßen, als wir zum guten Ende noch den Thurm der Stiftskirche erstiegen hatten, einen Gefammteindruck von Stadt und Land zu gewinnen. Nun aber giengs zur Bahn, rasch ward noch ein Hände-druck mit unserem lieben W a st i a n gewechselt und *) Siehe Deutsche Wacht Nr. SS, M, 68, 70, 73. «Ke»tsche Wacht' 1836 wir brausten hinaus ins blühende Schwabenland. An dem induftriereichen Ludwigsburg vorüber-gekommen, fiel uns schon von fernher ein einsam-stehender Hügel aus — der Hohenasperg. Naturgemäß erregte er unsere größte Aufmerksamkeit ; verbüßte doch hier der krastgeniale schwä-bische Poet und Musikus Daniel Schubart — von Herzog Karl Eugen aus seiner stürm« und drang-vollen Schaffensbahn jählings herausgerissen — eine zehn, furchtbar lange Jahre dauernde Kerkerhaft, die den starken, von glühender FreiheitSliebe erfüllten Mann niederwarf und den stolzen Sänger der „Fürstentrümmer" auS tiefster Noth den Jammer-fchrei thun ließ: Gesang'ner Mann, ein armer Manu Ach habt mit mir Erbarmen . . . Von der Zweigstation Bmigheim weg kamen wir dem Städtchen immer näher, wo der Ge° waltigsten und Edelsten einer, die jemals machwoll die Weltbühne betreten, ein NummereinSmann in des Wortes höchstem Sinne, wo Friedrich Schiller geboren ward. Andachtsschauer durchrieselten unS, als wir endlich inmitten d« lieblichsten Neckar-landschast Marbach erblickten, Marbach, so traut und einzig. Die friedliche, weltferne Stimmung des Thales spiegelte sich mit wunderbarer Klarheit in unsern Gemüthern wieder. Doch als wir von drängender Erwartung getrieben, zur Stadt hineingegangen, als wir sein Geburtshaus erfragt, als wir plötzlich vor dem Häuschen selbst standen, da zerbrach der Spiegel klirrend, und eine einzige Flamme nationalerAndacht und Erschütterung schlug riesengroß empor aus allen Herzen. Tief ergriffen von der Größe des Augen-blicke« traten wir ein. Willkommen, süßer Dämmerschem. Der du dies Heiligthnm durchwebst... Gleich neben der Eingangspforte bemerkten wir die berühmte Eolossalbüste deS Herrlichen, geschaffen von Danneckers Meisterhand. „Ich will Schiller lebig machen, aber der kann nicht anders lebig werde«, als colossal". So sprach der große Künstler, als er des Jugendfreundes Tod erfuhr. Und mit schmerzenSsester Hand gieng er anS Werk, und das Werk ward, waS er wollte, eine Apotheose. Kein verwirrendes Detail belastet, kein Zug gemeiner Wirklichkeit trübt den reine» Aether dieser Züge. Nur die Spur eine» erhabenen KampseS auf der breiten Stirn, aus den zusammengezogenen Brauen, den eingefallenen Wangen, sagt, dass dieser Gott einst ans Erden gewandelt hat. Gegenüber der Büste liegt daS Zimmerchen, wo Schiller zur Welt ge-kommen. Hier lag das Kind, mil warmem Leben Den zarten Busen angesüllt, Und hier mit heilig reinem Weben Entwirkle sich das Götterbild. Nur sein Genius gab ihm ein kostbares Paten-gescheut mit, das Glück in der reichen Natur Süd-deutschlands answachsen zu dürfen. Nachdem unS der würdige Hüter des Hauses neben manch' anderm Merkwürdigen auch Schillers erstes Kleidchen gezeigt hatte, stiegen wir über die ärmliche Treppe hinaus ins erste Stockwerk. In seinen kleinen Gelassen liegen sorglich verwahrt viele theure Erinnerungen an den Dichter; so seine Uhrkette, seine Tabaks-dose, so eine Haarlocke Schiller«; auch Bnesschaften und Bilder mancher Art nehmen daS höchste Interesse des Beschauers in Anspruch. Wir besahen Alle« mit eingehender Liebe. Dann giengen w«r wieder langsam hinunter und zum Häuschen hmaus. Unter Thränen der heiligsten, edelsten Rührung erklang alsbald ganz leise und ergreifend die We«ie „Stumm schläft der Sänger." Ja, stumm schläfst D u, Göttlicher, doch .ES kann die Spur von Deinen Erdentagen Nicht in Aeonen untergeh'n", >ene Spur, die du uns in deinen gewaltigen Hervor-bringungen, in der Erinnerung an die strahlende Großheit deine« ErdenwallenS hinterlassen, unter dem „lief im wesenlosen Scheine, das Gemeine" lag. . . Noch einmal grüßten wir da«^ schlichte Heiligthum, dann giengen wir weiter ins Städtchen hmein. Allüberall herrscht Ruhe, Friede. Die Häuser sind alle traulich und alt. Aus manchem Schornstein wchnt noch Gevatter Storch und schaut erstaunt herab aus den vorüberziehenden Wand»«--mann. Vor der Stadt aber erhebt sich ein Herr licheS Bronzestandbild, welches Marbach seinem größten Sohne in Treuen errichte«. Mildverklärt sieht er hinab aus sein gottgesegneteS Heimatthal. Sein Blick fällt auf schimmernde Trauben, auf goldene Aehren, aus den lieblichen Neckar. Allein nicht nur eine hohe künstlerische, sondern auch eine eigenthümliche nationale Bedeutung kommt dem Denkmal zu; ist es doch anS einigen im großen Jahre eroberten französischen Kanonen gebildet, die der alte Wilhelm — vielleicht der einzige seiner Zeit, der Schiller noch gesehen (13. Wonnemond 1804; — den Marbachern zum hehren Zweck chenkte . . . Mit wie viel Schmerz verlässt man manchen Ort Nnd darf doch nun einmal nicht bleiben. So mussten nun auch wir wieder fort, fo herzlich gerne wir noch länger an solch' heiliger Stätte geweilt hätten. Allein nicht schmerzumdüstert, nein — so unsäglich froh, so glückselig waren wir alle beim letzten Scheidegruß. Wahrhastig eS war als hätten wir „seines Geistes Einen Hauch verspürt" . . . In der einmüthigen Begeisterung aber, die unS alle wundersam durchglühte, wurde herrlich zur That deS Dichter'S Wort: „Nicht« i st doch edler al« ein deutsches Herz!" Vermischtes. Hinc merkwürdige Knndegeschichte ereignete sich vorige Woche in einer rheinischen Großstadt. Kommt da in einer belebten Siraße ein Mann dahergegangen, dem in derselben Straße vor einiger Zeit ein Hund die Hose zerrissen hatte, obgleich dieser mit einem Maulkorb versehen war. Man kann eS dem Mann wirtlich nicht verargen, wenn er infolge dessen allen Hundezudringlichkeiien gegen-über sich ablehnend verhält, wie er die« vorige Woche that. Ein Hund lief ihm geraume Zeit bellend nach: er ließ sich hiervon erst recht nicht abhalte», als der Verfolgte ihn mit seinem Regen-schirm zu verscheuchen suchte; er drang jetzt noch mehr aus den Mann ein, der nunmehr dem Hunde einen Schlag versetzte. Schnell trat ein Schutzmann hinzu und schrieb den „Missethäter" auf. der er« klärte, er habe sich in der Nothwehr befunden. Daraufhin that der Schutzmann folgenden wahrhaft salomonischen Ausspruch: „Sie hatten erst abzu-warten, ob der Hund Sie wirklich beißen wollte; wenn er Sie gebissen hätte, konnten Sie den Be itzer de« Hundes gerichtlich belangen." Kopf chüttelnd ob dieser Belehrung gab der Mann einen Namen an und ging seines Weges weiter. Hin« herrliche Eisenbahn muß, nach den Schilderungen russischer Blätter, die Bahnlinie Shi-tomir-Krementschug sein. „Die Herren Ingenieure," heißt eS dort, „erbauten eine Parodie auf «ine Eisenbahn, so abstoßend und ungeheuerlich, wie man sich kaum vorstellen kann. Wir verstehen eS überhaupt nicht, wie man die Beförderung von Lebewesen auf einer derartigen Bahn zuließ; wer sie je benutzte und wider Erwarten heil und un> versehrt die Fahrt zurücklegte, thut ein seierlicheS Gelübde, sich nie wieder dieser Bahn anzuvertrauen. Der Bahnkörper ist daS Nonplusultra liederlicher Bauart und weist ganz unbegründete Kurven und halsbrechende Steigungen auf. Ein Glück noch, dass die Geschwindigkeit der Züge der eines Lastwagens gleichkommt, immerhin entgleisen sehr oft Wagen, welche die Reisenden mit vereinten Kräften wieder auf die Schienen bringen!" Hrnst Venan. In Treguier. dem GeburtS orte von Ernest Renan, hat sich die Gemeinde endlich entschlossen, das Haus, in dem der große „Renegat' daS Licht der Welt erblickt hatte, mit einer Erinnerungstafel zu schmücken. Dieses spät, aber doch eingetroffene Ereignis gibt einem einstigen Freunde Renans willkommene Gelegenheit, Er-innerungen an den Aufenthalt des Gelehrten in seiner Vaterstadt auSzugraben. Der berühmte Ver-fasser des „Leben Jesu' kam öfter nach Tregmer. wo er Eigenthümer desselben HauseS war, in dem er geboren wurde, und daS nun die Erinnerung«-tasel erhalten hat. »ein Wunder, das« er jedes-mal von seinen Miethern mit Einladungen zu „Diner«* bestürmt wurde. Einmal — es war in den letzten Jahren seines Leben« — konnte er doch nicht umhin, der Einladung der Frau Bäckerin, die im ErdgeschosS wohnte, Folge zu leisten. Natür-lich war die Bäckersamilie ob Die« ehrenvollen Besuches ganz außer Rand und Band. Ueber-fließend von Ausregung und Wonne, trug die ehr same Frau Bäckermeister nach der Suppe das Ge flügel aus. „Da sehen Sie, Herr Renan', platzte sie in naiver Begeisterung heraus, „wie sehr wir Sie lieben. Dieses Huhn haben wir nun über sechs Jahre gehalten und nur Ihre Anwesenheit konnte unS bewegen, es zu schlachten." „Oh, Frau Bäckermeister', erwiderte Renan. der ein seines Lächeln nicht bemeistern konnte, „das Schicksal dieses armen Geschöpfes rührt mich so sehr, dass ich kaum den Muth finde, von seinem Fleisch zu kosten.' Aber auS Rücksicht auf die heiligsten Ge-fühle seiner Gastgeberin versuchte er dennoch seine Zähne daran. Hine pnellgeschichte mit überraschendem Au»-gang weiß man aus Tunis zu berichten. Ein Inspektor der dortigen Sicherheitspolizei fühlt fich auf einem Spaziergange mit seiner hübschen jungen Frau durch die Blicke eine« OfficierS belästigt und setzt ihn deshalb ziemlich unsanft zur Rede. Der Lfficier, nun seinerseits beleidigt, sendet am nächnen Morgen seine Zeugen. Diese werden vom Jnsvector höchst liebenswürdig ausgenommen und ruhig an-gehört. Um so unerwarteter ist die Antwort, die ihnen zutheil wird. „Meine Herren, Sie über-bringen mir eine Forderung. Gut. Allein meme erste Pflicht ist es. die Befolgung der Gesetze zu überwachen. Zu meinem lebhaften Bedauern mms ich Sie also verhaften.' Gesagt, gethan. Auf Veranlassung deS Prafecten wurden die beide» Herren zwar schleunigst wieder freigelassen, aber der Inspektor hatte die Lacher aus seiner Seite, und von einer ernsten Austragung der Sache war sürderhin nicht mehr die Rede. Ans einer noch ««gedruckten Naturgeschichte. Hase. Der Hase lebt im großen Ganz-n Vom Kohle, den die Bauern pflanzen; Thut keinem Thierlein was zu Leid, Hat viele Feinde, wenig Schneid. Zum Glücke sind ihm scharst Ohren Und Hasensüße angeboren — Es gäbe sonst, weun das nicht wär'. Längst keinen Hasenbraten mehr. Die Häsin kriegt anch häufig Kinder; Aus Hasenhaar macht man Cylinder. Girasfe. Schier-Affe nennt sich dieses Thier. Hat aber trotzdem, glaubet mir. Mit allen Affen weit und breit Nicht die geringste Aehnlichkeit; Ist schwefelgelb, mit schwarzen Flecken Und kann den HalS unglaublich strecken. Sonst nützet es dem Menschen wenig: Nur manchmal dient's dem Wüstenkönig, Wenn er gerade Eile hat, Zum Reiten. (Siehe Freiligrath.) Kameel. Von Wüstenthieren, ohne Fehl Das wüsteste ist das Kammeel. Es hat der Höcker zwei sogar. Sonst wär' eS nur ein Dromedar. Hauptsächlich dient es zum Verkehr — Doch geht eS durch kein Nadelöhr. Der Nutzen, welchen ei in Form Von Schimpfwort leistet, ist enorm._ An die deutschen Abiturienten und deren Altern. Der Lese- und Redeverein der deutschen Hochschül« i> Wien „Germania" ist gerne bereit, d e ut j chen»di-lurienten schriftlich oder mündlich Auskünfte über das Licna zochschulwejen, vorzugsweise über Zeit, Art und ijora Vt inscription. serner über Wahl der Vorlesungen, üb« Äbi' bücher, über Begünstigungen und Unterftü»ungSioe'en » Wien zu ertheilen. . , Auch übernimmt die „Germania' die Vermittlung so* Hauslehrer- und Hofmemersiellen -c. Wir bitten uiiick Gesinnungsgenosien, sich in allen solchen Fragen an die „Germania in Wien 8. Be»irt, Jo,«wadterftrav< » ft wenden. __ Machtrag. Ernennungen im Ankizdienlle. Der Iu'liz- minister hat ernannt den Bezirksrichter in Gott'ch» Jose Haussen zum RathSsecretär beim Landet-geeichte in Laibach, den Gerichtsadjuncten in ßiUi, Dr. Hermann Schästlein zum Bezirksrichter in Gottschee. serner die Bezirksgerichlsadjuncien Hans Freiherrn Falke von Lilienst ein in Gonobi? und Dr. Franz Kotschewar Edl. v. Kondenheim in Pettau zu Gerichlsadjuncten beim Kreisgenchie in Eilli, den Auskultanten Franz Jagoditsch zum Bezirks zerichtSadjuncten in Drachenburg; er hat den BezirkSgerichtSadjunctea Wilhelm Portugal! von Drachenburg nach Gonobitz und die Bejicks-gerichtSadluncren Dr. Jakob Toplak von Wwpach und Dr. Franj Glas von Mahrenberg nach Pettau versetzt; serner dem BezirkSzerichtSadjuncten de? OberlandeSgerichtSsprengels in Gca, extra atatua Dr. Adolf Boschek eine BezirkSgerichtSadluncien. stelle m Pettau verliehen und zu Bezirksgerichts-adjuncten ernannt die Auskultanten Wilhelm Kronafser für Mahrenberg und Franz Relar für Wippach. uÜraflfi Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. Sonntagsöeikage der „Deutschen Wacht" in KUN. Vr. 40 ..Die Südmart" erscheint jeden Sonntag als unentgeltliche Beilage für die Leser der „Teutschen Wacht". — Einzeln ist „Die Südmart" nicht käuflich. 1893 06 (I öält? [ii, gotlt»tu«g] Novelle von M- I ri e d r ich st e in. Aber dazu ist keine Aussicht. Lasten wir daS deshalb. Gestatten Sie mir dagegen eine andere Frage: Wohin ist Fräulein von Lettwitz zunächst gegangen? Wo darf ich die Verlorene mit meinen Gedanken suchen?' Anstatt ihm direkt zu antworten, sucht« Fräulein Blum unverkennbar nach einer Ablenkung. .Ich habe glücklicherweise eine andere Stellung für sie in Bereitschaft/ sagte sie. „Und wo ?" forschte er. „Sie werden mir erlauben, daß ich Ihnen die Adresse vorenthaltt," wich sie ihm auS. Er bis« die Lippen zornig zusammen und preßte zwischen den Zähnen hervor: „Ich habe dieses Mißtrauen verdient!" Sie hat» sich aufgerafft und nickte ernst, indem sie sagte:- .Ja, gönnen wir dem armen Wesen Zeit, seine Ruhe wiederzufinden und aus dem Zwiefpalt zwischen Pflicht und Liebe siegreich hervorzugehen." „Dann dürfen Sie mir aber eins nicht versagen!' .Und worin besteht dies?' „Daß ich mir bei Ihnen von Zeit zu Zeit Nachricht von dem Ergehen der Geflüchtet« holen kann. Sie werden nicht fo grausam fein, mir diese kleine Gunst zu versagen!" „Nein, gewiß nicht!" beteuerte sie und legte ihre Hand in seine dargebotene Rechte. „So leben Sie wohl!" In dem Augenblick, als ber Herr von Sassen hinausgehen wollte, wurde die Klingel an Fräulein Blum'S Vorgangsthür «dermal« heftig gezogen und Lilly kam mit rothgeweinten Augen hereingestürzt, umschlang die Knie der alten Dame und rief angst, voll: „Nein, Tante Röschen, es ist nicht wahr, daß sie fort ist! Sie ist bei dir und nicht abgereist! Ich will sie sehen, mein liebeS, gutes Fräulein!" „Beruhige dich, kleine Mau«!" redete da» alte Fräulein auf daS Kind ein. „Ich habe ja viele, viele Grüße für dich, und bald bekommst du auch einen langen Brief." Das Kind war jedoch keinem Troste zugänglich. AlS eS auf einmal erst seinen Vater erblickte, eilte es aus diesen zu und rief: „Papa, fuchst du sie auch? Ich will sie wieder haben, und wenn du sie mir nicht wieder bringst, habe ich dich kein bischen mehr lieb! Oder, o. grämst du dich auch?" .Ja!- sagte er, so au« tiefster Seele heraus, daß Fräulein Blum die Augen feucht wurden. Er streichelte seinem Töchterchen die blonden Locken und sagte, zu der alten Dame gewendet: „Auch hier muß ich Sie bitten, Samariterdienst zu üben und daS erst«, bewußte Herzleid hinweg zu trösten. Das wird nur Ihrem feinfühligen Herzen gelingen!* Und «s gelang, aber schwer und mühevoll, dieses bis ins tiefste Seelenleben schwer getroffene Kind all-mählich zu beruhigen und auf die Zukunft zu ver» «rösten. Von diesem Tage ab kamen Vater und Tochter abwechselnd hinausgepilgert in die stille Mansarden-wohnung von Fräulein Blum, durch welche sie in Erfahrung brachten, wie eS der für sie Verschollenen, welche sie fo schwer entbehrten, erging. Von dem Altjungfernstübchen auS festigten sich die Faden der Lieb«, welche Rachsucht und Mißgunst jählings durchrissen hatten, von neuem, und ob Röschen Blum noch so sehr dagegen ankämpfte, das Feuer zu schüren, anstatt e« zu unterdrücken, — auch bei ihr war die Liebe größer als die Willenskraft... Diejenige, welche sich mit fo fchwerem Herzen diesem trauten Kreise entzogen hatte, war am nächsten Morgen kaum erwacht und hatte den durch Lene'S 2 treu« Fürsorge bereiteten Imbiß genommen, al« sie auch schon den raschen, energischen Schritt de» SanitätsratS Hollert auf der Treppe erkann'e. Er trat mit einem geöffneten Briefe in der Hand ein und einen zweiten für Sabine nahm er au« der Rock, lasche. Etwa« grauer war Hollert geworden und ein wenig korpulenter^ aber al« Sabine die mit ihrer Kindheit eng verknüpften, jovialen und blühenden Züge de« Vormunde« so plötzlich vor sich sah, verlor sie nach allem, wa» vorangegangen war und ihre Nerven erschüttert hatte, die Fassung und sie brach in Schluchzen au«. „Kind, Kind, nur ruhig! Hm!" sagte er und dabei zuckte und arbeitete in seinem gutmüthigen Antlitz ein gewaltiger Zorn. „Eine dumme, eine verteufelte Geschichte! Dumm-heit aller Enden! Und nun auch noch grade da« Hau« verkauft I Na, — Kopf oben!" Mit diesen Worten zog er sich einen Schemel heran, nahm ihre beiden Hände in die seinen und murrte: „Hätte der Blum auch wa« Gescheiteres zugetraut, al« solchen Kohl zusammenzuschreiben!" „Onkel Hollert!" entgegnete Sabine rasch und bekämpfte gewaltsam ihre Thränen. „Dich aus Tante Röschen schelten zu hören, dulde ich nicht. Sie ist mir über alles wert und theuer!" Seine Augen leuchteten zu diesen Worten sreudig auf. .Sie ist daS beste, liebenswürdigste Wesen auk der Welt und soll nicht entgelten. waS ein böses Schicksal gewollt hat!" vollendete sie. „Na, wenigstens ha» sie hier gleich eine andere Stellung für dich!" lenkte er ein. „Da, lies! DieS-mal werde ich mir aber erlauben, dich selbst in daS fremde HauS einzuführen und mich davon zu überzeugen, ob die PfarrerSfrau nicht etwa wieder eine Schwägerin ist!" Sabine erröthete tief und zuckte nervo« zusammen. Deshalb lenkte der Sanitätsrath von diesem heiklen Thema ab und besprach mit ihr die geschäftlichen Angelegenheiten de« HauSverkausS. Sodann verab-redeten sie den Termin der Abreise, welcher unter den obwaltenden Verhälwissen so nahe wie möglich ge. rückt wurde. Und wiederum an einem trüben, regnerischen Herbsttage hielt Johann mit den Braunen vor der altersschwachen Gartenpforte. Wiederum folgte die weinende Lene mit den Reife-Effecten der junge» Herrin an den Wagen und diese selbst wandt« daS marmorblasse Antlitz mit einem letzten Scheideblick dem kleinem Hause zu, in welchem sie unter der Ob- hu« treuer Eltern die glücklichen Kinderjahre verleben durfte. „Lebewohl auf Nimmerwiederkehr!" flüsterte sie leise zu seinem Giebel hinauf. „Und Lebewohl, Lene! Ich hoffe, wir werden uns wiedersehen, wenn mir das Wie, Wann und Wo auch noch völlig rätselhaft erscheint!" ..Geh' mit Gott, mein Goldherz!" schluchzte Lene. .Sobald du meiner bedarfst, tragen meine altersschwach«« Füße mich zu dir!" Der SanitätSrath hob fein Mündel in den Wagen und fetzte sich zu ihr. Johann gab den Braunen einen Schlag mit der Peitsche und fort ging eS nach dem Bahnhof. Und als sie dann im Zuge dahinfuhren, tönte Sabine durch das monotone Geraffel der Räder auf den Schienen von neuem immer und immer wieder der alte Refrain in den Ohren: „Hoffnungslos! — Heimatlos!"-- Die Station einer kleinen Provinzialstadt war schnell erreicht. Von hier mußte noch eine Strecke zu Wagen zurückgelegt werden bi« zum Pfarrdorfe Schlagendorn. Der Zufall hatte eS gefügt, daß Angehörige der liebenswürdigen Generalin Patrone des Pfarrer« Wendheim waren. An der Haltestelle der Eisenbahn erwartete der Pfarrer seine Gäste mit einem höchst primitiven Fuhr-werk. Er stand, als der Zug hielt, auf dem Bahn-steig und fchauie suchend in die sich öffnenden Thüren. Die lange, hochaufgeschossene, übermagere Gestalt deS Warlenden, gekleidet in tief herabhängenden schwarzen Rock, war unschwer als Pfarrer zu erkennen. Daher eilte der SanitätSrath auch sogleich aus ihn zu und fragte: „Pfarrer Wendheim?" „Zu dienen!" erwiderte derselbe und lüftete den niedrigen, schwarzen Filzhut. Sein Gesicht war sarb-los und unschön; er hatte glatt anliegende, röthliche Haare unv eine salbungsvolle An, zu reden. „Gott segne Ihren Eingang!" sagte er, zu Sabine gewandt. „Meine Frau erwartet Sie mit brennender Sehnsucht, damit sie von der Beauf-sichtigung ihrer sechs Schreihälse etwa» entlastet werde. Bitte, folgen mir die Herrschaften an den Wagen I" Mit sehr getheilten Gefühlen bestieg die junge Erzieherin da« angebotene Fuhrwerk; eS war wenig einladend. Ein hölzener Kastenwagen mit Strohsäcken al« Sitz wurde von einem dörflich blöde dreinschauenden Kutscher gelenkt. Die wohlgenährten, aber grob-knochigen Pferde waren noch das beste daran. .Wa« würde Johann zu meinem Sitz hier sagen ?* flüsterte der SanitätSrath seiner Reisegefährtin zu, alS 3 er mit Schwierigkeit den Thron erklettert Halle und sich keuchend neben Sabine setzte, während der Pfarrer zur Seite deS Kutschers Platz gesunden hatte. »Wenn man sich an die Sackwagen gewöhnt hat. Herr SanitätSrath," tröstete der Pfarrer, „sind sie gar nicht so übel. Nur muß man von Zeit zu Zeit mit der Nachbarin wechseln, weil der schwere Körper sonst zu tief einsinkt." „Es ist nur gut," schaltete Sabine ergebungSvoll ein. »daß der Regen aufgehört hat." „0," lächelte der Pfarrer, „das haben wir alles schon durchgemacht! Wir sind schon ohne einen trockenen Faden am Leibe zu haben, heimgekommen!" „Na, ich danke!" knurrte Hollert. „Vorwärts denn in GotteS Namen!" sagte Wendheim salbungsvoll. Als es vorwärts ging, glaubten die städtischen Insassen, daß sie keine Rippe im Leibe heil behielten; denn der sedernlose Holzwagen schüttelte sie auf dem holperigen Pflaster vor dem Stationsgebäude ganz gehörig durcheinander. „Man hätte vor diesem Martyrium ein Gericht bairische Knödel essen sollen!" stöhnte Hollert. „Dann wüßte man doch, daß sie ordentlich verdaut würden!" Alle lächelten, je nach individueller Auffassung: der Arzt ironisch, Sabine theilnahmvoll, der Pfarrer belustigt und der Kutscher geringschätzig; denn es mußte schon knusiig kommen, ehe seine hinter» pommerschen Knochen sich belästigt fühlten. Auf den Sandwegen deS Flachlandes ging die Fahrt jedoch besser von statten. Zuweilen ging sie auch durch Buchen- oder Nadelwald, und Sabine be-gann, in der reinen, balsamischen Luft erleichtert aus» zuathmen. Nach dem Zeitraum einer Stunde lenkte daS Gefährt in die Dorfstraße ein. DaS Dorf machte einen ärmlichen Eindruck. Kleine, strohgedeckte Hütten waren planlos durcheinan-der gewürfelt. Flachsköpfige, barfuß laufende Kinder kamen herauSgefprungen und reckten neugierig die Hälfe nach dem Ereignis eines vorüberfahrenden Wagens mit Herrschaften. Endlich hielt der Wagen vor dem Pfarrhause an. Dasselbe war zwar mit Schindeln gedeckt, aber von Feldsteinen erbaut und sein Baustiel war nicht hervorragend zu nennen. Zwei riesige Tannen stan-den wie Schildwachen vor demselben. Auch die Dorfkirche, welche hinter dem Pfarr-hause hervorschaute, trug daS Gepräge primitivster Einfachheit. Unter den Tannen stand die PsarrerSfrau mit sämmtlichen sechs WendheimS und erwartete ihre Gäste. DaS jüngste trug sie noch aus dem Arm. Leider waren eS lauter Mädchen und alle röthlich blond, mit den unverkennbaren Zügen deS VaterS. „Gott steh' mir bei!" rief Hollert. «Herr Pfarrer, Sie haben ja nur Töchter! Na, hier auf dem Lande können sie aufwachsen wie die Lämmer. In der Stadt würden Ihnen darob die Haare zu Berge stehen!" „Ei," entgegnete Wendheim, „eS ist mir lieb, daß kein Junge darunter ist. So bleibt die Erziehung einheitlich!" „Die Trauben zu sauer!" spöttelte Hollert. Der Wagen hielt. „Willkommen miteinander!" rief die Pfarrerin in der ortsüblichen Begrüßung und mit klangvoller Stimme. Sie war eine noch jugendliche, brünette Erscheinung und schaute lrotz der sechs Töchter lebensfroh und aus heiteren Blauaugen in die Welt. „Willkommen, liebes Fräulein! Tante Röschen preist mich glücklich, daß Sie zu mir kommen!" Das jüngste war nicht der Ansicht; es fieng bei dem ungewohnten Anblick fremder Leute an zu plärren und mußte von der ältesten Schwester schleunigst ins HauS getragen werden. Die Strohsackmüden kletterten mit mehr oder weniger Schwierigkeit vom Wagm und begabeu sich ins HauS, wo ein einfaches, aber schmackhaftes M it tagSmahl die Introduktion für Sabine'S neue Stellung war. SanitätSrath Hollert sah sein bleiches Mündel prüfend von der Seite an. „Sie wird ausharren!" dachte er. „Das ist sicher, jedoch —" Er blickte um sich. Mehr als einfach war der schmucklose HauSrath deS schmucklosen Hauses, in welchem sechs rothblonde Töchterchen zu erziehen die Aufgabe eineS sensitiv an-gelegten jungen Mädchens war. Aber die Pfarrers-frau Theo, — wie sie zur Abkürzung von Theodora genanni wurde, — Theo Wendheim, das war sein Trost. Wer so frisch und lebensfroh an der Seite deS salbungsvollen Pfarrer» und schreiender Kiuder blei-den konnte, war eine heiter angelegte und herzen»-warme Natur. Nach eingenommener Mahlzeit mußte der arme Hollert abermals auf den fürchterlichen Sackwagen voltigieren; denn feine Praxis erlaubte ihm kein längeres Verweilen, besonders da er den nächsten Zug zur Heimfahrt benutzen mußte. (Fortsehung folgt.) 4 Belehrendes. Unterhaltendes, Heiteres etc. Si°^S! «SSSSSSSSSSS SSSS > Gedankensplitter. Gegen die Naturalisten. Seit wann hat sich die Welt Io weit Von ihrem sonst'gen Laus entfernt. Taf« man im Tollhaus Weisheit lernt Und im Gefängnis Sittlichkeit? Kalte Fische. Forellen. Schill oder dergleichen werden geputzt, aufgemacht, ausgewaschen und eingesalzen, Tann reinigt man alle Arten Wurzelwerk, stoßt von allen Gewürzen etwa« gröblich, gibt geschnittene Zwiebeln, Peitzkraut, Lorbeer, blätter, gestoßene Nufslerne und Mandeln zusammen in eine Beize, welche man, je nachdem man sie stark haben will, mit Wasser mischt. und siedet diefelbe, bis die Wurzeln weich sind, gibt danach die Fische hinein und lasst sie je nach ihrer Größe sieden, fttnf Minuten bis gut eine halbe Stunde. Sodann legt man die Fische aus «inen Teller, rührt ein wenig Milch mit Mehl ab, gibt dies in die Beize, lässt eS aufsieden und seiht die Sauce darüber. Schiukenspeise niit Käse. Von seinen Milchlaiberln wird die Rinde ab. gerieben, dieselben nach ihrem Durchmesser ,n nicht zu dünne Scheiben geschnitten und in gutem Ober«, in welches man Eier gesprudelt hat. eingeweicht Indes be> streicht man eine Schüssel mit Butter, gibt eine Lage von den geweichten Semmeln, welche abermals in Eier (jedoch ohn« LberS) getaucht werden, daraus, streut geriebenen Parmesantüse. dann ge-schnitienen Schinken oder Zunge daraus und wechselt die Lagen so, bis alles auf. gebraucht ist, leert etwas zerlassene Butter darüber und bestreut, wenn die Butter eingedrungen ist, die Speise mit Semmel-dröseln, wonach man sie schön bäckt. Der Mottenkönig (Plcctrantbns sniticoaug). Dies« in Südafrika ein. heimische Pflanze findet man jetzt schon hie und da al» Zimmerpflanze, doch scheint sie noch wenig vekannt zu sein. Dagegen ist sie al» da» wirtsam,le Mittel gegen die Kleidermotten bekannt und atS «Motten» tönig- berühmt geworden und es soll schon die Anwesenheit dieser Pflanz« ge-nügen, um di« M-tten zu vertreiben, also am Eierlegen zu verhindern. Sicher wird dieser Zweck erreicht, wenn man die ab-geschnittenen Zweige oder Blatter in die gegen Motten zu sichernden Räume legt. Ge-schieht dies mit frischen Blättern, so muß die Zeit des Mottenstugs beobachtet werben. Sind einige solche Pflanien in starker Vegetation im Zimmer an den Fensterbrettern und Tischen ausgestellt, so verschwinden sofort die Stubenfliegen, denn den eigenthümlichen Geruch können sie durchaus nicht vcrlragen; auch in gepulvertem Zustand ist fie so wirksam wie das persische Jnsectenpulver. Als homöo« pathisches Hausmittel leistet sie gegen Krämpfe gute Dienste. Die Kultur ist so einfach wie die der Geranien und Fuchüen. Als Topfpflanze verlangt sie eine kräftige Erde aus Compost, Lauberde und Sand gemischt und muß häusig begossen werben. Als Freilandpflanze im Garten ist sie nach den Maisrösten auf ein Stück unge. büngieS Land in kräftig bewurzelten Stecklingspflanzen zu setzen, wodurch man imstande ist, größere Quantitäten zum Trocknen zu gewinnen. Ueberwimern lässt sich die Pflanze gut im Wohnzimmer, da sie gegen Frost empfindlich ist. Kräftige Pflanzen liesert Richard Fürst. Kunst-gärlnerei, Frauendors I.. Post Bilshojen. Riederbayern. Rupfen der Gänse. DaS Rupfen der GSnfe wird gewöhnlich zwei-, auch dreimal im Jahre vorgenommen. Die jungen Gänse werden, sobald sich die Flügel schließen und die Feder beim Herausziehen trocken ist, d. h. wenn die-selbe keine Blutstropfen mehr zeigt, zum ersten Male gerupft, wobei man aber schonend verfahren muss. Man nehme das erstemal nur seitwärts, unter der Brust u d uulen am Bauche die Federn. Die Seilen- und Schwungfedern über den Schenkeln, aus welchen die Flügel ruhen, müsse» stehen bleiben, sonst schleppen die Gänse die Flügel. Vor dem Rupfen sind die Thiere in reinem, lauivarmem Waner zu baden und nach dem Rupfen eine Zeit-lang warm zu halten, sowie recht kiästig zu füttern. Die ersten Federn sind sehr klein, bedeutend besser sind sie da» zweite Mal. wobei die Gans 125 Gramm Federn gibt und man ihr auch etwas Flaum nehmen kann. Im September geschieht daS zweite Rupfen. Alte Gänse werden sogar meist dreimal gerupft. Vor Eintritt der Kälte müssen sie aber vollständig be-fiebert sein, sonst gefährdet man die nächste Nachzucht. Nach Ansang Oktober und vor AuSgang April darf daher unter keine» Umständen gerupft werden. Reinigung der Flaschen von Moder- und Schimmelgeruch. Man vermischt frisch geglühte Holzkohle in ge-pulverlem Zustande mit Wasser, spült damit die Flaschen und lässt das Wasser längere Zeit unter öfterem Umschütte!» in der Flasche stehen, bis der Moder» und Schimmelgeruch völlig verschwunden ist. Ein neuer Erfinder. Nanni: „Wer ist denn der hübsche junge Mann, der bei euch wohnt?" — Babelte: «Das ist der größte Erfinder der Neuzeit!" — Nanni: „Was hat er denn erfunden?" — Babelte: „Jeden Monat eine neue Aus-rede, um seine Miete nicht zu bezahlen!" Gousalvo von (kordova, Oder-selbherr im Dienste Ferdinands V., König» von Aragonien, hatte da» Unglück, das» während deS Gefechte» mit dem Feinde ein spanisches Pulvermagazin aufflog. Ohne die Geistesgegenwart zu verlieren, rief er: „Nun draus los, wackere Streiter, der Sieg ist unser. Die Vorsehung gibt unS ein Zeichen, dass wir kein Pulver mehr nöthig haben!" Gonsalvos Uner-schrockenheit ging auf seine Krieger über, der Feinde wurde geschlagen. Durchschaut. Weinwirt (zu einem Studenten, der seine Zeche schuldig bleiben will): „Bei mir wird principiell nicht ge-pump!." — Student: «An Ihrem Wein schmeckt man das aber nicht!" Gewissenlose GeschäftSgebahruug Bauer: «Sie haben meine Kuh ange-schoflen!" — Sonntagsjäger: «So so, und ich habe doch ganz deutlich eine Vogel-fiinte verlangt!" Immer in Beruf. Gerichtsrat zu seiner Tochter): «Wenn Tu Dein Be-nehmen gegen die Herrenwelt nicht änderst, so wirst Du in erster, zweiter und dritter Instanz sitzen bleiben!" Aufwand. Richter: «Sie haben in einem Jahr dreißigtauiend Marigedraucht !* — Banterotteur: «Allerdings; weil sich in dem betreffenden Jahre vier meiner Töchter verlobt haben!" — Richter: «Vier Verlobungen in einem Jahr? — Ist da» nicht übermäßiger Auswand?" Uederall verdrängt. «Merkwürdig, wie das Zweirad da« Pferd überall aus dem Felde schlägt!' — «Stimmt! Gestern Abend kaufte ich mir ein Paar «Frank-furter", und wissen Sie. was ich darin sand?" — „Na — ein Zweirad doch ge-wifs nicht." — „Nein — aber ein großes Stück Gummi von einem Zweirad-Reifen." .89s, .Deutsche «-vachf Hingesendet. ?0u1a.rä-8siäe 60 Icr. M j. i.jj x. Mel, — jopanrtfiftt, (SiJirfiMie K. i» d«n luueflen $«'?"• ant »Ibe«. >araU (c.). Dttti- UKC fltunftti luj ^au«. - Mistn umg-dtiit. üoWtJtrt »tief, »nrc»°« »er e-disewi*. »i—101 Evdcn - Fabriken G. Henneberg Zürich. SSOTMIfflSH totes Tiscl- ni ErfrischMasEEträit erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Magen- und Blasenkatarrh. s Heinrich Mm io GiessMM Sanerimim. Erste Preis« «Ihr tm d«r T\m kmkitkt« AmUllii|W. i oncitonnt 6dl« «onftrulnon, tlcganttr «u»?->ll»n» und »»» (dienern. gehtUfMUta ?»» liefest AI. Mo IMa IN ltölliMiitz. Böhmen. iJüolU! WIEN III.. «rftleHonctjotlt Mr. Sl. »wl« »»» fiaat». gtrtmil ««* «»t «»>">. "SfJJtt Boft «Bc« »11—? 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Jeder hat seinen Militärpaß mitzubringen. ^ Die Nachcoutrole stndet am 7. ?^t>k?eml>er l. statt. Ttadtamt Cilli, am 18. September 1390. Der Bürgermeister: «"*»»* Sliser. ..Deutsche Wachi 1896 Kundmachung. Für daS allgemeine öffentliche Krankenhaus in Cilli werden hicmit die Lieferungen von Fleisch-. Gebäck. Mahlprodu-te, Milch, Petroleum. Holz und Steinkohle für das ganze Jahr 1897 im Offertwege ausgeschrieben unv sind die mit einer 50 kr.-Stemp«lmarke versehene versiegelte Offerte bis längstens 1. H'ovcnibor <1. J. direct an den hohen steiermürkischen LandeSauSschusS in Graz einzusenden. Nach dem 1. November einlangende Offerte finden keine Berücklichtigung. Ausdrücklich bedingt wird, dass bei Petroleum der Preis nur p?r Kilo und bei Holz nur per Raummeter loco Anstalt gestellt werden darf. Die Milch ist ebenfalls loco Anstalt zum fixen Preise per Liter zu offerieren. Im Wetteren wird bemerkt, dass die Offerenten für FleiHch, Gebäck nnd Mahlprodnkte die nöthigen Offerts-blankette, in welchen die Verpflichtungen der Lieferanten an- Seführt erscheinen, in der Anstaltskanzlei zu beheben haben, a nur diese Blankette verwendet werden dürfen. Endlich behält sich die Krantenhaus-Verwaliung daS Recht vor, den LieferungS.Vertrag ohne Angabe eines Grundes gegen monatliche Kündigung jederzeit, bei wiederholter wesentlicher Seanständigung der Lieferung sogleich zu lösen. Krankenhaus-Verwaltung in Cilli, am 23. September 1896. Der Verwalter: U. Tarller. 658.60 Echte Brünner Stoffe für Herbst u. Winter. Ein Koupon Mtr. 3.10 lang, kompleten Herren »Anzug <9to«k, Hose u. 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Außerdem hat sich jeder Bewerber mittelst eines Reverses zu verpflichten, nach Absolvirnng de« LehrcurseS das Hufschmiedgewerbe mindestens durch 3 Jahre in Steiermark, bezw. im Bezirke von welchem er ein Stipendium erhalten hat, als Meister oder Gehilfe auszuüben. Die an den Landes-Ausfchuß zu richtenden, mit dem Reverse, dem Tauf- und Heimatscheine, dem Lehrbriefe, GefundheitS- nnd Schnl« Zeugnisse, dem Arbeitsbucht, Vermögen- und SittlichkeitSzeugniffe belegten Gesuche der Bewerber find bis längstens 31. October 1896 an den LandeS-Ausschuß einzusenden. Solche Hufschmiede, die kein Stipendium anstreben und den CurS hören wollen, haben sich unter Nachweis deS Alters von mindestens 18 Jahren, einer zweijährigen Verwendung als Schmiedgehilfe, einer guten Bolksschulbildung, unter Borweis des Lehrbriefes und Arbeitsbuches, längstens in den ersten 3 Tagen des Eurses beim Anstaltsleiter zu melden. Graz. am 18. September 1896. Vom steierm. Landes-Ausschuß. so? »1-7 Waschlisch und Thüren streicht man nur Schnell und gut mit ..Weißer Glasur". Sie klebt nicht, trocknet sofort, und dann Glänzt fie wie weißes Porzellan. Um so Heller tauit man fie In jeder groben Troguene. VorrJthlj In Cilli bei Tr«»u & Stiger nnd Victor Wojk. Eine Million Weinreben aus unverfeuchtem Gebiete, veredelt auf »olonia, riparia portali», mpestri» monticol«. moullicft <-tc. «tc.. in großer Auswahl der gesuchtesten jteltek. und Tafelltauben, sowie unveredelte amerikanische Wurzelreben prima offerire pro Herd>! und emvstehlt ti sich behufs wunfchgemäßer Lieferung, mir ihren geschätzten Bedarf frülzeitlg zukommen zu lassen. Eumnuel Mayr, Rebschulenbesitzet, «15_SS Uurbiirt n II.. Uiuersteiermark. F. Schriebl, Geflügel - Handlang, Cilli Slriass'scher Meierhof offeriert deiiP. T.Herr- _ ^ schalten, Gastwirthen etc. gemilstetes Geflügel. 709—82 Seidenpapier Crepepapier sowie alle Blumenbestandtheile liefern die Filigrau- undPapierblunK-u-Fabriken ton J. 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