Pril»»«eratio«S- Preise KSr Laiback: Ganzjährig . . 8 fl. 40 Ir Halbjährig . . 4 „ 20 „ BtetttljShrig . 2 „ 10 „ Mimatlich... — „ 70 „ Laibacher Mit btt Post: «an»jährig................IS fl. Halbjühtig................ 6 „ «lerteliahtie............. 3 „ gilt Zustellung tnS Han« »ittttlj. 86 it., monetl. 9 ft. Wiqtlnt Wummern 6 kr. Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Man»skripte nicht zurückgestnbet. Nr. 41. Dienstag, 20. Februar 1877. — Morgen: Eleonora. «eNttt#»: Bahnhofgafft Rt. 16. Erprditi««»- * Inserat»»-B«re«u: Longreßplatz Nr. 2 (Such-hanblnng von Jg. v. Ältin« mayr & geb. Bamberg.) Jnsertio«S»reise: Für btt einspaltige Petitzeile ä 4 tr., bti wieberb»lte^ ~ schaltnng 4 3 tu' Anzeigen bis 5 gtiti Bti grShtvtn Jnstrai ifttr« Einschaltung tt chenber Rabatt. Für complicitrten Satz 6tfw btrt «trgütuag. io. Jahrgang. r -SSW&rS Die volkswirthschaftliche Lage ist roch fett tinc beklagenswerlhe, wir befinden und in einer Epoche großer und allgemeiner Nolh; aus drei Welttheilen rufen Landwirlhfchaft, Industrie, Handel und Gewerbe uw Hilfe; selbst Amerika, das Land der Arbeit, klagt, die europäischen Auswanderer kehre« getäuscht und mit leeren Händen zurück infolge gänzlichen Mangels einer Beschäftigung; in den Fabrikstätten Deutschlands, Dänemarks, Englands, Frankreichs« Rußlands und Oesterreich« verlangen tausende hungrige Arbeiter Stob, das Elend hat eine enorme Höhe erreicht, die vclkewirlhschaflliche Krisis hat allgemeine und tiefe Wunden geschlagen. Regierung«, und Parlamente werden der gänzlich gedrückten volkSwirthschaslichen Lage volles Augen, merk zürnenden müssen, bevor es zu spät ist. Die Nothlage der arbeitenden Klassen -ründet sich in der Regel auf vier Kalamitäten: 1. Aus einen ungewöhnlich strengen Winter, der zu außerordentlichen Ausgaben zwingt; 2. auf eine Mißernte, die eine Theuerung sämmilicher Lebensmittel zur Folge hat; 3. auf eine vorübergehende Stockung der Ges/Häfte, und 4. auf eine Lauernde Veränderung oder Umwälzung in einem ProductionSzw eige infolge neuer Erfindungen, einer Wandlung In der Gesetzgebung oder einer anderen andauernden allgemeinen Ursache. In jedem dieser vier angedeuteten Fälle müssen die richtigen Mittel zur Heilung de« UebelstandeS an. gewendet werden. Die erste Kalamität kann durch freiwillige Armenpflege unter Mithilfe des Staatsschatzes be- seitigt werden. Die zweite fordert in erster Reih? den Staat auf, durch H-ibeischasfung der erforderlichen Fruchlvorräthe aus mit günstiger Ernte gesegneten Ländern rechtzeitig Fürsorge zu treffen. Bei Eintritt der dritten sind Aushilfen aus dem Staatsschatze zu gewähren. Die vierte Kalamität kann nur durch radikale Mittel geheilt werden, die Anwendung dieser Mittel muß jedoch rechtzeitig erfolgen, noch bevor der Arbeiter geistig nnb körperlich heruntergekommen ist. Tritt die vierte Kalamität ein, so werden sich zu deren Beseitigung nur zwei Mittel empfehlen: die Einführung eines neuen Industriezweiges ober die Auswanderung in ein Land, in welchem mit Sicherheit Beschäftigung zu finden ist. Bei Eintritt der vierten Kalamität nützen Annen* institute und Volksküchen wenig, beide find ungenügend, hier heißt es, vonseite der Gemeinde und des Staates ausgiebige Hilfe zu schaffen. Die „9Z. fr. Pr." behandelt den möglichen Eintritt dieser vier Kalamität«! in eingehender Weise, und bemerkt, wie stark die Anforderungen an die öffentlichen Mittel auch sein mögen, fie find doch wegen der Seltenheit solcher Fälle verschwindend klein gegenüber den Ansprüchen, welche durch so massenhaftes Elend auftauchen, wie ein solches die letzte Krise erzeugt und die Unsicherheit der politischen Lage verlängert hat. Der Appell an die Regierungen und Parlamente, der bedrängten Volks-wirthschastlichen Lage aufzuhelfen, ist dringend, vielleicht dringender als die Ausgleichsfrage. Zur Banlsrage. Am 18. d. fand, wie der „Bndap. Korr." au« Wien mitgetheilt wird, eine gemeinsame Konferenz der beiderseitigen Minister nicht statt. Die zwei Ministerien hielten besondere Berathungen. Die Anwesenheit der ungarischen Minister in Wien steht ausschließlich mit den obschwebenden Verhandlungen und mit der Ministerkrise in Verbindung und hat auf die äußere Lage gar keinen Bezuz. Die ungarischen Minister konferierten am 18. d. längere Zeit mit einander. Am 19. d. M. wurden die Bankverhandlungen beim österreichischen Ministerpräsidenten fortgesetzt. An der Berathung nahmen bloS die sieben verhandelnden Minister theil, nachdem lediglich die Frage der Zusammenstellung de« Generalrathe« erörtert wird. ES handelte sich hiebet nicht blo« um das Prinzip der Parität, dessen Wahrung die ungarischen Minister selbstverständlich al« conditio sine qua non betrachten, sondern auch um die Ge-sammtzahl der Generalräthe, um den Wahlmodu« und die Dauer, für welche Zeit die Generalräthe gewählt werden sollen. Die an den Verhandlungen direkt theilnehmcnben Minister bleiben bis zur end-gittigen Austragung der Verhandlungen, also bi» nach der Konferenz der österreichischen Verfassung«. Partei, in Wien. Bis dahin dürfte auch nicht die Neubildung eines ungarischen Kabinetts erfolgen. Die ungarischen Minister haben nach Be-richt des „N. W. Tagbl." in der Frage der Dotierung und des Wirkungskreises der Direktion sich entgegenkommend gezeigt. Bezüglich gteuiffeton. Das Geheimnis des rolhen Hauses. Roman von Arnold Werner. (Fortsetzung.) Herr v. Valserres antwortete nicht, aber Pau . ' bi® dahin mit ihrem Kinde beschäftigt hatte, näherte sich plötzlich den Männern und ver, setzte mit einem Seufzer: „Ah, welch' ein schreckliche« Land! Diese dunklen Berge, das enge Thal, das rothe Hau« — es kommt tnir alles so unheimlich vor. Mein Herz klopft so NfUi*. Warum, das weiß ich selbst nicht." Paul warf feinem Schwiegervater einen Blick in dem zu lesen war: « „Nun, bin ich denn der einzige, dem das rothe Havs Schauer erregt?" . „Dies Haus scheint mir zu einem Verbrechen 9««gnet zu sein," fügte die junge Frau noch hinzu, obgleich sie das Schild deS WirthShaufeS noch nicht gelesen hatte. Die Familie ValserreS schritt, gefolgt von ihren Wienern, weiter dem Hause zu. Die anderen Rei- senden — es waren deren fünf — gingen hinter ihnen. Die kleine Gesellschaft bestand aus einem Maler, der sich nach Italien begeben wollte, zwei Commis-voyageurs und einem Ehepaar aus Lyon, welches nach Avignon reifte. Man war dem rolhen Haufe schon auf fünfzig Schritt nahe gekommen, aber es rührte sich noch nichts in demselben. „Meiner Treu," murmelte bet Maler, „in diesem Lande scheint man nicht sehr gastfrei zu fein." „Die Leute da drinnen verstehen sich schlecht auf ihren Vortheil,“ versetzte einer der Geschäft«, reifenden, „sonst würden sie?un« wo! freundlich Thor und Thür öffnen.* Endlich, al« die Reisenden dicht vor der Thüre standen, schlug drinnen ein Hund an. Dann wurde die Thür geöffnet. Eine Frau, in mittleren Jahren stehend, klein, bucklig, das Gesicht mit Blatter-narben bedeckt, zeigte sich auf der Schwelle des Hanfes, das von einem Hofe umgeben war, in dem einige Misthaufen lagen, die einen penetranten Geruch verbreiteten. Beim Anblick der vielen und anständig gekleideten Fremden machte die Frau ein sehr verlegenes Gesicht. Wahrscheinlich war die« Hau« nicht gewohnt, so vornehme Gäste aufzunehmen. Der eine der beiden Geschäftsreisenden, der trotz des Sitzenbleibens des Dampfschiffes doch guter Laune geblieben war, rief der kleinen häßlichen Frau lustig zu: „He, Mütterchen, hier sind Leute, dir guten Appetit haben und bei euch soupieren wollen." Die Frau schien augenscheinlich bestürzt zu fein und antwortete nicht sogleich. „ES ist hier doch ein Wirthshau« ?" fragte der Commis-voyageur. „Das allerdings," versetzte die Blatternarbige. „Aber Stadlleute kommen nicht hierher, außer dem Maire von Saint-Fedöve, der einen Pachthof hier in der Nähe besitzt, den er alle Jahre aber nur zeitweilig besucht. Sonst sprechen nur Fuhrleute und Karrenschieber bei un« ein." So sprechend, bewegte sie sich nicht von der Stelle, wie ein Drache, der den Schatz eines Zauberers zu hüten hat. Aber der luftige Geschäftsreisende wußte Rath. Er legte feine beiden Arme unter ihre Schultern und schob sie auf die Seite, so daß die Thür frei wurde. Sein Reisegefährte der HzMdiftereuz, der Frage der Parität, wurde ein Bermilllungsvorschlag accepliert. ES wurde näm» lich das Prinzip angenommen, daß die von der Ge> oetalvtrjammlung frei gewählten Generalräthe stets den von der Regierung in Vorschlag gebrachten gegenüber sich in der Majorität befinden müssen. Es wurde also, nachdem der Generalrath aus fünfzehn Mitgliedern bcflthen soll, vereinbart, daß acht der. selben von der Generalversammlung frei, und daß je zwei Mitglieder nach dem Ternavorschlage der beiderseitigen Direktoren gewählt werden. Demzufolge würde der Generalrath bestehen auS acht frei gewählten, vier von den beiderseitigen Direktoren vorgeschlagenen Mitgliedern, zwei Direktoren und einem Gouverneur. Zu erwähnen ist nur noch, daß in der Textierung des die Wahl des GeneralratheS betreffenden Paragrafen der Ausdruck „österreichisch' ungarischer Staatsbürger" vollkommen vermieden wird. ES würde demnach dem ungarischen Direktor freistehen, zwei österreichische Staatsbürger, und umgekehrt wieder dem österreichischen Direktor, zwei ungarische Staatsbürger in Vorschlag zu bringen. Auf diese Weise hat man die politischen Klippen zu umschiffen gesucht und die delikate Frage in eine Form gekleidet, welche es der ungarischen Regierung nunmehr möglich macht, die definitiven Vereinbar»«, gen zu treffen, ohne „die Ehre der Nation" zu schädigen." Das Kriegsbudget für das Jahr 1878. Wie die „Militär-Zeitung" erfährt, wird *bo« Heereserfordernis für das nächste Jahr in verschiedenen Punkten die Ansätze der Vorjahre überschreiten. Hauptsächlich werden es zwei Posten fein, welche eine ziemlich bedeutende Erhöhung de« jährlichen Erfordernisse« erheischen. Der erste dieser Posten ist die Mannschaft«' tost, bezüglich welcher ja die Nothwendigkelt einer ausgiebigen Ausbesserung auch in legislatorischen «reisen längst anerkannt wird; der für diesen Titel aufzustellende Betrag wird also pro 1878 um die schon lange in Rede stehenden zwei Millionen höher uuSfallen. Die zweite bedeutende Mehrausgabe wird durch die übrigen« schon im vollsten Zuge befindliche R e -Organisation der Artillerie sowie die Aufstellung reitender Batterien verursacht. Ueber die Höhe der hiesör erforderlichen Summen ist wol eine Schätzung heute noch nicht zulässig, da noch keinerlei ziffermäßige Anhaltspunkte darüber »erliegen, in wie »eit dir Kriegsleitung mit den ursprünglich präliminierten 17 Millionen für die Neubewaffnung der Artillerie ihr Auslangen finden wird. Jedenfalls find in jenen 17 Millionen die Kosten für so mancherlei nicht inbegriffen, das noch und der Maler traten zuerst in« Hau«. Die ändern folgten. „Aber ich habe den Herrschaften nicht« vor-zusetzen," sagte die offenbar noch immer übelgelaunte Frau. Der vorerwähnte Geschäftsreisende lachte. „Wir haben Hühner auf deinem Hofe laufen sehen, Mütterchen; drehe ihnen den Hals um." Die Bucklige brummte: „Mein Mann ist nicht zu Hause und der Alte auch nicht." „Wo e» Hühner gibt, da fehlt e« auch nicht an Eiern," versetzte der Maler. „Backen Sie ungefälligst diverse Eierkuchen, Madame." Die drei jungen Leute beeiferten fich nun, da« Gastzimmer wohnlich zu machen. Sie warfen einige Bündel Holz in den Kamin und entzündeten fie. Bald praffelte die Flamme lustig empor. Dann schoben fie die in dem Raum befindlichen Sessel in die Nahe de« Feuer«. Indessen hatte dir blatternarbige Frau ihre verdrießliche Laune bezwungen und war nach dem Hofe gegangen-, wo die kleine Magd Wäsche auf» hing. Ihr wurde befohlen, zwei Hühner und eine zur Anschaffung, respektive in Bezug auf die Reorganisation der ArUlleciewaffe zur Durchführung gelangen muß, wenn ander« die Reorganisation eine vollständige sein und ihrem Zwecke ganz entsprechen soll. Nachdem nun die Delegationen die Unumgänglichkeit einer völligen Umwandlung unserer Artillerie selbst eingesehen und durch Bewilligung der 17 Millionen A gesagt haben, wird ihnen jetzt, wol oder übel keine andere Wahl bleiben , als auch B zu sagen und die Übrigen noch erforderlichen Beträge zu genehmigen Weiter« beabsichtigt da« Kriegsministerium neuerdings den für die Beritten machung der Hauptleute erforderlichen, doch wahrlich nicht so bedeutenden Betrag von 150,000 fl. neuerdings in den Budgetentwurf einzustellen — hoffentlich mit besserem Erfolge, als dies in den Vorjahren der Fall war. ^ Endlich kommt diesmal die Marine-Section mit einem bedeutenden Nachtragekredite für die Mehrauslagen des laufenden Jahres, welche durch die unvorhergesehene, durch die orientalischen Wirren veranlaßt! größere maritime Machtentfaltung er« orderlich wurden.___________________________________ Politische Rundschau. Laibach, 20. Februar. J«la«V. Wie verlautet, werden die Handelsverträge zwischen Italien, Frankreich, der Schweiz und Oesterreich um weitere sech« Monate verlängert. Der österreichische Ministerrath beschäftigte sich auch mit der Nothstand«fr a ge; es wurde beschlossen, den Gemeinden Vorschüsse zum Zwecke der von diesen im eigenen Wirkungskreise unternommenen Bauten unter günstigen Bedingungen zu gewähren. Die Finanzkommisfio» de» Herrenhauses stellt den Antrag: Das Herrenhaus wolle dem vom Abgeordnetenhause angenommenen Gesetzentwürfe, betreffend die Kreditbewilligung behufs Beschickung der Pariser Weltausstellung, die Zustimmung erthcilen. Bei Besprechung der Lage im Orient sagt der „P. Lloyd": „Wenn England tfl ablehne, der russischen Politik auf den Bahnen, welche da« Circular de« Fürsten Gortfchakoff andeutet, zu folgen, so dürste sich da« europäische Einverständnis allerdings nicht in der von Rußland gewünschten Weise ergeben. Wenn der Abschluß eine» billigen Frieden« mit Serbien und Montenegro erfolgen würde, so wäre e« für Rußland nicht leicht, einen casus belli zu formulieren. Doch da« sei nicht zu hoch anzuschlagen, denn für Rußland sei nur die Machtfrage entscheidend. Wem e« sich der Türkei Henne einzufangen und eine Anzahl Eier in der Scheune zu suchen. „Meine Damen und meine Herren," sagte der Eommis-voyageur, „ich hoffe, wir werden hier ebenso gut soupieren, wie in den ersten Hotel« in Paris." Man machte e« fich bequem am Kamin und plauderte mit einander. Nur Paul Morgan blieb schweigsam. Er konnte sich von der Idee nicht losreiben, daß nicht der Zufall, sondern die Vorsehung ihn hierher geführt hatte. Nach einer Stunde stand da« von der Buckligen und der kleinen Magd bereitete Essen auf dem langen, mit grober Leinwand gedeckten Tische, die einfache Mahlzeit behagte allen trefflich, und niemand nahm Anstoß daran, daß die Löffel von Eisen und nicht von Silber waren. Während die Reisenden vergnügt tafelten, ging die kleine ©irthin vergnügt auf und zu. Ihre schlechte Laune hatte fich durch die Ausficht verlöre», von den fremden Herrschaften eine erkleckliche Anzahl Thaler zu gewinnen. „Aber wo steckt denn dein Mann, reizende Wirthin?" fragte der Eommis-voyageur. „Er ist auf der Jagd mit Finette," erwiderte fie. „Finette, wer ist da«?" gewachsen glaube, so werde t« umso gewisser lo«< schlagen, als eS wisse, daß eS keine Macht gebe, die ihm in den Arm fallen und die Katastrofe aufzuhalten versuchen würde, auch England nicht, wie die parlamentarische Behandlung der Orientfrage zeige, welche der diplomatischen an Schwäche und Mangel an Gestaltungskraft ebenbürtig zur Seite stehe." A«Ala«i». Die in deutschen Blättern auftauchende Meldung, daß die Antwort aus die rus» ische Circulardepesche bereits nach Petersburg ob ^gangen sei, ist verfrüht, doch hält man die Uebrreinstirnuiung der Mächte inbetreff der zu er-iheilenden Antwort für gesichert. Der Berliner Korrespondent der Linzer „Tage«. ;" schreibt: „Von dem Augenblicke der Prokla-mierung der türkischen Verfassung an hatte Fürst Bismarck die Unhaltbarkeit der durch diesen Coup Mithads geschaffenen äußeren und inneren Lage des ouvmanischen Reiches erkannt, und schon damals war man in unseren maßgeblicheren Kreisen der Ueberzeugung, daß Deutschland aufgehört habe, sich, nur als der Dritte im Drei-Kaiscr-Bunde in Sachen der Orientkrise zu betrachten, sondern daß es vielmehr ein gewichtiges Wort mitzureden gedenke. Niemand betrachtet mehr die Orientfrage als jetzt in Fluß gerathen, als Fürst Bismarck selbst. Man beschäftigt fich in Kreisen, die als den Verhältnissen sehr nahestehend gelten, jetzt sehr lebhaft mit Griechenland und dessen künftiger Haltung. König Georg habe dem russischen Diplomaten deutlich zu verstehen gegeben, Griechenland warte nur die Action Rußlands ab, dann werbe es, der gleichzeitigen Erhebung der Griechen im Epirns und in Thessalien sicher, zum Schwerte greifen." Die Hohe Pforte ist beunruhigt wegen neuerer Rüstungen Nirola'S, obgleich letzterer Unterhändler nach Konstantinopel sendete. Edhem Pascha erklärte, wenn Serbien fich nachgiebig zeige, so werde der Friede baldigst hergestellt fein. Die Stellung de« künftigen türkischen Agenten in Belgrad werde nicht die eine« Aufficht-.Diplomaten, sondern eine vermittelnde sein. Die bedrohte Stellung des Großveziers gilt vorläufig für gesichert. „Jstok* meint: Serbien müsse Frieden schließen, weil es nicht mit gekreuzten Armen warte« könne, bis der Waffenstillstand zu Ende gehe. Ohne Alliierten könne es an eine Fortsetzung des Kriege« gar nicht denken, und Rußland selbst macht es de« Friedensschluß nicht abwendig. „Unser Ziel war die Befreiung der Brüder vom Joche der türkische« Despotie; nach der jetzigen Lage sind wir moralisch zur Fortsetzung des Kriege« nicht verpflichtet, und möge Rußland diese Sache allein durchführen." „Unser Jagdhund, mein Herr." „Und wer ist der Alte, von dem du vorhin sprachst?" „Der Vater meine« Manne«. Beide find mit unferm Esel und dem Karren nach Saint-Andäol, um Lebensmittel und andere Sachen einzukaufen." „So würden sie diesen Abend wol nicht zurtck-kommen?" „O doch, vielleicht schon in einer Stunde, viel' leicht aber erst in zwei Stunden." Paul Morgan verlor kein Wort von diesem Gespräche. Der Geschäftsreisende aber fuhr mit feinen Fragen fort: ,,E« kommen wo! nicht viel Reisende hierher?" fragte er. „Nein, mein Herr," antwortete die Wirthin, „nur Fuhrleute. Sie bleiben aber selten Über Nacht, Wir müssen arbeiten, viel arbeite«, denn die Her« berge würde un« nicht allein ernähren." „Da« kommt," sagte die kleine hübsche Magd, die mit am Tische aufwartete, „weil unser WirlA hau« in schlechtem Gerüchte steht. E« ist vielleicht eine Dummheit, aber e« ist so." (Fortsetzung folgt.) Zur Tagesgeschichte. — Legen den Ratenschwindler Leitner. DaS Wiener Landesgericht in Strafsachen hat die steckbriefliche Berfolgnng des falliten Hoswechslerö Ferdinand F. Leitner wegen dringenden «erdachte« des Verbrechens des Betruges und der Veruntreuung angeordnet. Der Steckbrief lauter wörtlich: „Ferdinand F. Leitner, von Pest geboren, 54 Jahre alt, verheiratet, zuletzt in Wien, Nnßdor-serstraße Dir. 14 wohnhaft gewesen, Inhaber des Bank» und Kommissionsgeschäftes am Schottenring Nr. 1, k. k. Hof. Wechsler, hat sich anfangs dieses Monats unter fluchtähnlichen Umständen von Wien entfernt und ist im Beiretungsfalle hieher eiiizuliefern, da er des Verbrechens des Betruges und der Veruntreuung dringend verdächtig erscheint." — Unglücksfall. DaS Pulvermagazin »er Liladelle in San Sebastian ist in die Lust geflogen; neu« Artilleristen wurden getödtet. — ZurAmtSenthebungMithadPascha'S. Die Blätter fahren fort, die Ursachen der Beseitigung des «roßveziers Mithad Pascha z» besprechen. .Daily News" «mpfing aus Konstantinopel über diese- Thema nachstehende Korrespondenz: „Am Morgen des 5. Februar erhielt Mithad »ine Aufforderung, nach dem Palaste zu komme», und ge-horchte sogleich. Bei seiner Ankunft wies man ihn in ein Zimmer außerhalb des Palastes, und dieses ward sofort von bereit gehaltenen Soldaten umringt; der erste Sammerherr des Sultans forderte ihm die Amtssiegel ab und zeigte ihm «inen vom Polizeiminister Unterzeichneten Bericht, nach »el chem jemand in einem Kaffeehause gesagt hatte, Mithad plane die Absetzung des Sultans und die Schaffung einer Republik unter der Präsidentschaft seiner eigenen Person. Rach einiger Zeit habe er die Aufforderung, sofort an Bord einer dem Palaste gegenüber liegenden Dampsyacht daS Land iu verlassen, und gleichzeitig folgende Botschaft de« SultanS «halten: „Seid nicht niedergeschlagen. Ich hoffe, Euch bald wl-ber rückkehren zu sehen, glaube jedoch, daß im gegen, wiutigen Augenblicke Eure Abwesenheit zum Bester» deS Sonde« «ünschenswerlh ist." Der Minister sei mit «Seid ausgerüstet worden und um 3 Uhr nach Brindisi abgereist. Ter Sultan soll geweint habe«, al« er da» Schiff den H-frn verlassen sah. Folgende« sei der Schlüssel ,u Mithad« Sturze: Zwanzig Tage vorher rief der Sultan den Groß-Vezier und erzählte ihm, man habe ihm durch eine wol bekannte Bankfirma eine Summe von zwei Millionen Pfund angebole», wenn er Mithad entlasse. Liefe« Angebot fei erfolgt seitens des Vertreters einer Macht, die immer die größte Feindschaft gegen Mithad gezeigt habe und deren Bortheil es sei, ihn um jeden Preis zu stürzen. „Ader," jagte der Sultan, „i<$ kenne Eure Treue gegen mich. Eure Anhänglichkeit an den Thron und das Land, ich lehnte ab «nd werde stets alle solche Vorschläge ablehne«, mag geboten werden. ««8 wolle." Unglücklicherweise nun scheint eS, tajj d« Vertreter jener Macht, welche den Sultan mit zwei Millionen zu bestechen versuchte, die Minister desselben mit * ■*« Zehntel dieser Summe zu besteche« vermocht hat." Komet. Die„Wr. Ztg.' bringt von der Hfltnden Bericht: Für den Kometen, " Entdeckung Herrn Borelly in Marseille am 9. Fe- fß.en,r9Snfl' Dr. I. Holetschek, Assistent der „ ®atte' sagende Elemente au« Beobachtungen 1R77 “i ü* Z'c untl Pola berechnet: Perihel-Dnrchgang , . Jänner, 2259 mittl. Berliner Zeit. Länge de« PenhelS 174» 32' 31", Länge des aufft. Knoten 187-18' 23"; Neigung 152» 59- 6", Perjhel-Distanz 0 80748, mittlere« Aequin 1877 0. Während der Komet noch einige Tage nach tt Entdeckung nur durch Fernrohre wahrzunehmen war, steigt dessen Sichtbarkeit gegenwärtig, so daß er am 14. d. nach Direktor Palisa in P°,a bereits dem freien A«g. in Helligkeit eine« Sterne« fünfter «Stöße erschien. Am lti- » M. erreicht da« «estirn beiläufig die doppelte Lich> stärke gegen den Entdeckungstag. um dann, da e« serool von ”lt 6»*ne als von der Erde sich entfernt, wieder abzuneh-Wen und am 24. d. M. beiläufig neuerding« auf die Hel-Hflfeit vom 9. d. M. zu finken. Der Himmelskörper ist °>^her von allen Beobachtern mit Ausnahme von Direktor Schiaparelli in Mailand, der in einer weder zur Sonne 9«n, noch im entgegengesetzten Sinne liegenden Richtung «ne Spur von Lichtschweif am 10. d. erkannte, als rund angegeben. In öim hinderte trüber Himmel alle 8eo6. •Uteng. Lokal- und Provinzial-Angelegenheilen. Constiinlioneller Verein in Laibach. Die für Donnerstag den 15. d. M. angesagt gewesene 62. Monats-, zugleich Jahresversammlung findet Donnerstag den 22. d. M. im Klubzimmer der Kasino Restauration (halb 8 Uhr abends) statt, wozu hiemit die P. T. Mitglieder eingeladen werden. Tagesordnung: 1. Ansprache des Bereins-ObmannS. 2. Geschäfts- und Kaffedericht tWatzl der Revisoren). 3. Bericht des Schuipfennig-Lomilis. 4. Neuwahl des Ausschuffes. 5. Besprechung über die bevorstehenden GemeinderathS. wählen. 6. Ucber die Beziehungen Oesterreichs zur orientalischen Frage. — (Einkommensteuer.) Die Steuer-Lokalkom-misfion in Laibach fordert alle einkimmensteuerpflichtigen Parteien auf, die vorschriftsmäßig verfaßten Einkommen-steuer-Bekenntniffc für das Jahr 1877 bis längstens Ende Februar l. I. bei der genannten Behörde zu überreichen. — (Ans dem Landesfchulrathe.) Für den Schulhautbau in Schischka wird eine StaatSsubvention in Anspruch genommen. Die sachmärrnischen Gutachten in« betreff theilweifer Ergänzung und Richtigstellung de« von der betreffenden BerlagShandlung in Wien vorgelegten Probe' druckes DeS ersten Blatte» der „Schulwandkarte für Krain" und der übrigen Drucklegung dieses Werkes «erden der BerlagShandlung zur Darnachachtung empfohlen. — (Sterbefall.) «estem in der achten Abend stunde starb nach kurzer Krankheit Frau Emma Leit-maitt gtborne Edle v. Sch ei g er, (Sattln des hiesigen k. k. Lande«gericht«ratheS Herrn Dr. Victor Leitmaier. DaS Leichenbegängnis findet Mittwoch den 21. d., nachmittag« um 4 Uhr, statt. — (Jtrainische Sparkasse.) In der gestern im großen Saale der Oberrealschule stattgesuudenen General» versammlung de« krainischen Sparkasse» verein» wurden anstelle de« verstorbenen Herrn I. 6. Mayer Herr Wenzel S t e d r y zum Kurator, Herr Joses Kordin zum Direktor und Herr Joses Haussen zum Revision« au»schusse gewählt. — (Personal Nachricht.) Ludwig öraf HoyoS k. k. Kämmerer und Rittmeister, in den Reihen unserer Musik» und Theaterfreunde ei»er der Ersten, vermält sich morgen mit der Oberstenswitwe Frau Amalie Vasiliv gebornen Ritter Pseisersberg von und zu Anger bürg. Die Trauung findet in Wmz statt. — (Der nationale Diplomat.) Serbien und Montenegro würden gut thun, ihre Diplomaten anS der Schule des „Slovenec" zn nehmen. „Slovenec" meint Serbien, obgleich nach allen Richtungen hin besiegt, sollte sich nicht bereit finden, mit der Türkei Frieden zu schließen, denn es ist ausgemachte Sache, daß Rußland gegen den Erbfeind der Christenheit in den Krieg ziehen wird. Alles deutet darauf mit Sicherheit hin, daß Rußland al« Sieger aus dem Kampfe hervorgehen wird (?). Der Sieg der Russen verkündet Serbien »lück, der Sieg der Türken möglicherweise kann auch Rußland etwa« Menschliches pas> sinnt — Untergang. Serbien und Montenegro mögen sich an die Seite Rußlands stellen und die Zahl der Streiter um einmalhunderttansend (!?) vermehren. Nach Ablauf de« Kriege«, d. i. beim Friedesschluffe, könne man seine Uttab hängigkeit fordern, nebstbei au» alle serbischen «e g enden (!) für sich beanspruchen, die jetzt noch »nr Türkei gehören. — O Born der Wei«heit, deine Lebensader ist im Besitz des Monsignore „Slovenec"! — (.Fromme Seelen finden sichI") „SW. bettet" bespricht den Rücktritt deS ungarischen Minister-Prä' sidenten TiSza. Bei dieser Selegenheit macht da« gesalbte Hetzblatt einen politischen Vocksprnng, dasselbe freut sich über die «bstinenzpolitik der Ezechen und schwingt sich zu dem Jubelruse aus: „Wie klug handeln nicht die Ezechen, daß sie sich vom verfassungsmäßigen Leben zurückziehen Man sieht jetzt deutlich, wie wenig Bestand alle« «er. saffungSmäßige bei un« aufzuweisen hat!" — Ob es für Oesterreich» Lage nicht bester wäre, wenn die Abstinenzpolitik ausgegeben und alle Völkerstämme bei dem Ausbau de« VerfaffungSwerkeS thätigst Hand anlegen würden? Oppo sition «nt Abstinenz sind nicht die „Feenhände", die uns den politischen Frieden »ringen! -(Freunden deS Zitherspiele«) theilen wir mit, daß sich morgen um acht Uhr abends der Zithervirtuose Herr Joses Ponholzer aus Kärnten, Direktor der beiden Zitherklubs in Zürich, dessen fimpatisches Spiel gerühmt wird, im Hotel „Elefant" producieren wird. -(Aus den Nachbarländern.) Am 15. 6. hielt die Section Küstenland des deutschen n«d österreichi-chen AlpenvereineS in Triest eine Versammlung ab. Herr Juli«» Äugt) erstattete Bericht über seine Besteigung de« Mangart, der Bielvlasica und deS Klek. Der Bortrag wurde durch Vorlage der interessantesten Alpenpflanzen gewürzt und tief allgemeinen Beifall wach. — Die Kasino-Vereinsdirection in 6 i 11 i beabsichtigt, im Laufe der Winter«-zeit Converfationsabende zu veranstalten. Auf die Tagesordnung werden deklamatorische, wiffenschastliche und musikalische Vorträge gesetzt werden. Diese Abende sollen, wie die „Lill. Ztg." bemerkt, sich zu trauten Familienabenden gestalten; es sollen an denselben hochfeine Etikette und Toilette beiseite gesetzt werden und an deren Stelle Brüderlichkeit u«d Einfachheit das Wort führen. — Utbet die Sestion des KreisgerichteS in Eilli im Jahre 1876 bringt daS genannte Lokalblatt nachstehenden Bericht: Die Zahl der vom Jahre 1875 übernommenen Eingaben betrug 24, der Zu» wach« im Jahre 1876 belief sich auf 9716 Stücke. Hievon wurden erledigt 9739 und verbleibt mit Schluß de« Jahre« noch unerledigt eine einzige Eingabe. RechtSstreitigkeiten (mit Aurnahme von Ehestreitigkeiten) verblieben vom Vorjahre 17 und sind zugewachsen 146, mithin zusammen 163. Hievon wurden erledigt durch Urtheil 140, durch Bescheid oder aus andere Art 23. Vergleiche wurden 21 geschlossen. Ehe» Heiligkeiten sind vom Jahre 1875 verblieben 11, zugewachsen 12, entschieden wurden 13, es verblieben sonach noch 10 mit Jahresschluß in Verhandlung. Konkurse waren aus rüheren Jahren «och anhängig 25, neu zugewachsen sind 9, beendigt wurden 16 und sind daher noch 18 mit Schluß 1876 in Verhandlung geblieben. Eine au« früheren Jahren noch anhängige Ausgleichsverhandlung konnte auch im ab» gelaufenen Jahre noch nicht zu Ende geführt werden. Be» laffenschastsabhandlungen waren von früher noch anhängig 17, find zugewachse« 18. von diesen wurden durch Einantwortung erledigt 9 und find demnach noch in Verhandlung verblieben 26. Vormundschaften waren von früheren Jahren anhängig 60, find zngewachsen 19, beendigt wurden 4, e« verblieben sonach mit JahreSschluß 75. Zwei Kuratelen, welche von früher übernommen wurden, sich euch weiter verblieben. Die im Jahre 1876 anhängig gewordenen 156 Fideicommiß-Angelrgenhriten, Landtafel- und «rund, buchsfachen sind sämmlich erledigt worden. (Die Veröffentlichung solcher statistischer Daten hat unstreitig hohen Werth. Wir wären den in Krain amtierenden l. k. SerichtsbehSrden zu großem Danke verpflichtet, wenn sie un« nach Ablauf jeden Jahres ähnliche, für den Richterstand und daS lesende Publikum gleich werthvolle statistische Aulweise zur Veröffentlichung srennvlichft mittheilen möchten. Die Red.) — (Born Büchertische.) OesterreichischeS Jahrbuch, redigiert im Vereine mit mehreren vaterländischen Schriftstellern von Dr. Ferdinand Stamm, Wien, 1877, Verlag de« VolkSschristen-vereine«, Druck von Ludwig Mayer. Hervorragende Schriftsteller in Oesterreich haben sich in uneigennützigster Weife vereint und schritten mit patriotische» Hingebung an die Herausgabe de« indi» cierten Jahrbuches pro 1877, welches sehr interessante Aufsätze, namentlich: „HanS Oesterreich" (Dr. Hoffinger). „Die Degen OesterreichS" (W. von Janko), „Die Wiener Freiwilligen" (Freiherr v. Helfert), „Schottwien und Umgebung* (M. A. Becker), „Im bulgarischen Nürnberg" (»anitz), „Die hochgebornen Erzgebirgsbewohner" (Dr. F. Stamm), „Friedrich Halm" (Dr. Pachler) and schließlich Vereinsmittheilungen enthält. Die illustren Namen der Mitarbeiter diese« Jadr» bucheS entheben uns jeder weiteren Besprechung und Anpreisung. Wir wollen dem vorstehenden nur noch beifügen, daß der Reinertrag dieses in patriotischen Farben gehaltenen Druckwerke« der »affe de« österreichischen BolkSschriften-Ver-ein«« zufließt. Bestellungen aus diese« Druckwerk (PreiS ö. W. fl. 2.—) besorgt die hiesige Buchhandlung v. Kleinmayr & Bamberg. — (Für Handelsleute.) Kalendarium der im nachbarlichen Kärnten im Monate März l. I. stattfindenden Jahr- und Viehmärkte: Am 1. in Dellack im Drauthale, Straßburg; am 3. in Wolf-berg; am 5 >« Althofen, Kappel (Eisen), St. Leonhard, Obervellach, D»> irisch; am 7. in Villach; am 8. >m Gmünd; am 10. in Wolfsberg; am 12. in Slthosen, f'aeamünb, St. Leonhard, Spittal; am 13. in Millstatt, Hüttenberg; am 16. in St. Salvator; am 17 in WolsSberg; am 20. in Althosen, St. teonhatd, Stift öriffen, Hermagor, Lberstein; am 21. in Meting; am 22. in «sritz; am 23. in Straßburg, St. tlnkrtt; am 24. in Wolfsberg. — (LandschastlicheSTheater.) Zum neunten« male ging gestern die Strauß'sche Operette „Die Fledermaus" über die Bretter. Das Haus war zum Bortheile der Lokaljängerin Frau Z w e r e n z ausoerkaust, die Bene-fiziantin wurde beifälligst und mit einer prächtigen Bouquet* spende begrüßt. Frau Zwerenz hat die Ueberzeugung gewonnen, daß ihre Leistungen vonseite des Publikums vollkommen gewürdigt wurden. In Bezug auf die Ausführung wollen wir bemerken, daß der gesangliche Theil des ersten AkteS noch immer viel zu wünschen übrig läßt, dieser Uebe!» stand jedoch durch die splendide Inszenierung bei zweiten AkteS, durch den vorzüglichen Bortrag der BesangSpiecen in demselben und durch das erheiternde Spiel der Herren Flitsche (v. Eisenstein), Zwerenz (Frank) und Ströhl (Frosch) im dritten Akte aufgewogen wird. — Heute gelangt vas feine französische Schau>piel „Der Marquis v. Billemtr* zur Ausführung. Herr 8eff er tritt in einer seiner Glanzrollen aus. Witterung. Laibach, 20. Februar. Morgen« und vormitt-gS fast heiter, nachmittags zunehmende Bewölkung, schwacher SW Wärme: morgens 7 Uhr - 1-8', nachmittags 2 Uhr + 7 0« C. (1876 + 7-4»; 1876 — 2 0' C.) Barometer im Fallen 727-83 mm. Das gestrige TageSrntttel der Wärme + 0-7®, um 11° über dem Normale. Wiener Börse vom 19. Kevrnar. Staatsfonds. Spnz. Rente, dt«, bte. oft. in Giro 6efe »01 186* . . . 8ct« eon 1860, gen»« Bofe Bon 1860, gtinft, Vtöwicnf». B. 1864 . Grand ent.-Obi. Kiebeubitrg. Ungar» Aotien. Snglo-Bant analo ÄcAitanffatt $®efitenbanl . . SScomvte-Lnstall gronco»®anl . . SionbcKbanl . . . iatieneltan! . . Ceft. Lankgcselll. Union »Bant . . . 8erteBr6ban!. . . «Isöld.Bahn Herl Ludwig Raif. eiif.»»el «etf. (ft, 3of 6teat«Se$n Küdbahn. . »6* . . ef«b . . Geld Ware 68 80 68*85 68-10 68-80 106-60 106- LOS 50 109-76 118 — 11850 134*60 134 75 7140 71 80 78*85 78-76 7860 78-76 14870 148-80 «70- 680'— 885— 837 - 62 76 63 85 76.- 79-60 810 76 811 - 138-86 188*50 118 85 118 60 8*0.60 841-60 78 — 78-86 Pfandbriefe. Lllg. »ft. 8eb.»6tebit. dt», in S3 3. . . Kation, ö. w. . . Ung. 8ob.»6tebiten1L Prioritäts-Obl. ran, 3o|ef<»8a6n . )cft. Nordweftbahn . ©icbcnbfltger . . . . Elaairdah».......... Slidbahn 1 5 Per,, dt». Bon« Lose. Äcetit » Lose....... Itiubolf« - Lose . . . . Weobs. (3$ton.) Aug»durg 100 Mark titatlH. 100 Marl . . fb.fetttl. rtanc4 . . Münzen. Kais. Drünz-Ducaten «O-FrancSmtck .... Deutsche Reich-bank. Silber . . Geld Ware 106 — 106-50 89-15 89*60 96*60 96 70 88 75 67— 90-90 91 10 90 50 90 76 59 80 60 -156-85 166 76 94-90 94 40 lonbon 10 Pari» 100 169 - ld-60 60- 183 60 48 96 6-90 60 60 114 25 168 50 14 — 188 70 49 Oi 6*91 9 86% 60 65 114 36 Telegrafischer Kursbericht am 20. Februar. Papier-Rente 62 90. — Silber-Rente 6810. — Gold-Rente 74 15.— 1860er StaatS-Anlehen 110.75. — Bankaktien 846. — Kreditaetien 149-—. — London 123 6V. — Silber 113-50. — K. k. Münzdukaten 5-9 >. — 20-Francs Stücke 9 86'/,. - 100 Reichsmark 60 65. Samslag den 24. Februar 1877, abends um 7 Uhr, im landschaftlichen Redontensaale iKcazLizert der Herren (71) 3 2 Pablo de Sarasate, und Anton Door, Biolinvirtuos, » Pianist. Lerclesitze ä 2 fl., Parterre sitze ä fl. 1 50, Nalleriefitze ä 1 fl sowie Entieefarten ä 60 kr. sind zu haben bei Karl S. Till, Buchhandlung, und am Kviizertabende an der Kasse. Frische Eidotter, <75,M 3 Stück 2 Kreuzer, sind täglich zu haben in der Konditorei Itir5i|cfi (Kongreppkatz). Angekommene Fremde am 20. Februar. 6»tel Stadt toten. Leitner. Ingenieur, Graz. — Weiß, Krescke, Perz I. und Per, »ottfchee. — Kodier, Dbettrain. — KerSnik, Schneider, Hohesdorf. — Busal, Bergmeister, Jdria. - Pocchiofjo, Eilli. — Ritter von Besteneck, 1.1. BezirkShauptmann, sammt Familie, Littai. — Rossi, Kfm., Triest. — Pietschmann, Commis, Wien. Hotel Slesant. Stovak, fflottschee. — Wohinz, Psarrer, Kreuz. — Schlibar, Hdlsm., Salzach. — Budnar, Psarrer. Bairischer Hof. Schubert, Privat, Wien. Verstorbene. Den 18. Februar, ffigibiMargaret, Hadernlamm, (er, 40 I., Zivilspital, allgemeine Waffersucht. Den 19. Februar. Emma Leitmaier, k. k. Sandes' gerichtsraths-Bemalin, 34 I., Bahnhvsgasse Nr. 15, Wochen, bettfieber. Telegramme. Wien, 19. Februar. Das Herrenhaus berieth den Gesetzentwurf über Abänderung des EherechteS. Bürgermeister Felder plaidiert für Aufhebung religiöser Ehehindernisse. Fürst-Erzbischof Kutschier spricht gegen Mischehen und gegen Zulässigkeit von Ehen ehemaliger Priester, er beantragt, über den Gesetzentwurf zur Tagesordnung überzugehen. Fürst Frievrich Liechtenstein beantragt ebenfalls Uebergang zur Tagesordnung, nachdem die Regierung demnächst einen Entwurf betreffs Regelung der Ehegesetzgebung einbringen werde. Sectionschef Konrad Schmidt spricht für Anwendung der den Beknnern anderer Konfessionen gewährten Freiheiten auch auf die Katholiken. Arneth spricht sür den Gesetzentwnr. Professor Reumann plaidiert sür obligatorische Zivil-ehe und gründliche Revision der Ehegesetzgebung. Morgen Fortsetzung der Debatte. Bukarest, 19. Februar. Die Schwleriglett zwischen der Tüttel und Serbien besteht nach einer Meldung aus Konstantinvpel nur mehr betreffs der Frage der Bestellung eines türkischen Agenten in Belgrad und der Feststellung seiner Attribute. Christic und MaliL sprechen die Ueberzeugung aus, das FriedenSinstrumenl am 26. Februar der Skupschtina vorlegen zu können. _____________ Gedenktafel über die am 23. Februar 187? stattfinden, den Situationen. 3. Feilb, Fatur'sche Real, Petelinje, BB. Adelsberg. -3. Feilb., Berl'sche Real., Tomine, BB. Feistriz. — 3te Feilb., ©entinc’sche Real., Schambije, 8®. Feistriz. Reass. 2. Feilb., Berta r'sche Real., Jauchen, Bl». Egg. — 2. Feilb., Hribar'sche Real., Prelvg,BB. Egg.-2. Feilb., »ertointt'sche «cal., Slivna, «B. Littai. — 2. Feilb., Pregl'sche Real., Brdb. Herrschaft Sittich. BB. Littai. -3. Feilb., Stegn'sche Real., Nußdors, ®ffl. Adelsberg. — 1. Feilb., Mulc'sche Real., Altenmarlt, BB. Saas. — Reass. 3. Feilb., Beniina'sche Real., Altenmarkt, BB. VaaS. — 1. Feilb., Urbitsch'sche Real., Ratsch«», m. Ratschach. — 3. Feilb., Supaneii'sche Real., Feistriz, BB. Nassenfuß. ü. Feilb., Flajnil'sche Real., Hrast, BB. Tschernembl. — 3. Feilb., Pento’fche Real., Parje, BB. Feistriz. — 3. Feilb., Plantan'sche Real., I Rudvlfswerth, KB. Rudolfs« werth. — 3. Feilb., Suchor'sche | Real., Zeleznik, BB. Mött-ling. — 3. Feilb., Malefic'sche I Real., Radvviz. BB. Mött-ling. — 3. Feilb., Tvmc'sche Real., Oberdobraviz, BB MVttling. — 3. Feilb., Tepek-sche Real., Neudirnbach, BB. Adelsberg. — 3. Feilb., Si-moniii'sche Real., Kaltenseld, I BB. Adelsberg. — Einzige Feilb., Kump'scheReal., Broß-rodine, BB. Tschernembl. — 1. Feilb., Maurin'sche Real., | Hirschdors, BB. Tschernembl — Relic. Kapelle'sche Real., Mvttling, BB. Möttling. — 1. Feilb., Berlinische Real., Bvjance, BB. Tschernembl. | Theater. Nachstehende anerkennende Zuschriften liefern die besten Beweise über die Der-ziiglichen Wirkungen des Schneebergs Kräuter-Allop. Herrn Franz Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen. Köstelwald, Post Kupferberg, 23. April 1876. Ich ersuche Sie, mir von Ihrem erfundenen, so vortrefflichen Wilhelms Schnee»] | bergs «ränter-Allop zwei Flaschen per Post gegen Nachnahme einzusenden. Achtungsvoll (647) 12 -9 Franz Josef Fiedler, «östelwald Nr. 51. Herrn Franz Wilhelm, «pvlheker in Neunkirchen. Unter-Lanzendorf, Post Maria-Lanzenborf, 8. Februar 1876. Ich ersuche Sie, mir fo bald als möglich zwei Flaschen von Ihrem berühmten! I Wilhelms Schneebergs Kräuter-Allop unter meiner Adresse gegen Nachnahme fenden| zu wollen. Hochachtungsvoll Karl MappeS. dem Jahre 1855 von mitl erhalten wünschen, belieben! g*y* Diejenigen p. t. Käufer, welche den feit I erzeugten vorzüglichen Schneebergs «räuterallop echt zu | stets ausdrücklich Wilhelms Schneebergs Kräuter-Allop zu verlangen. Rnr dann mein Fa- ^älfdjCT brikat, wenn jede dieser Schutzmarke Flasche mit diesem Siegel versehe«. verfallen den gesetz-1 lichen Strafe«. Hknie: Zweite Gastvorstellung des kais. russischen Hosschau-fpielus Hr». Stouisl. Lesser: Der Marquis vou Bil-I e m 6 r. Seiisaliousstilck in 4 Alten von Gevrge« Saud, | für die deutsche Bühne bearbeit« von Wi-oif dontifuthal. I Anweisung wird jeder Alasche beigegeben. Eine versiegelte Originalflasche kostet l fl. 25 kr. und ist stets in frischem] | Sustandc zu haben beim alleinigen Erzeuger Fr. Wiltolm, AjoWtr ii Hemkirchei, Herösterreiel. Die Verpackung wird mit 20 kr. berechnet. Der echte Wilhelms Schneebergs SlräuteraUop ist nur zu bekommen bei mtinen| s Herren Abnehmern, ln Iialbacli: Peter Lassnik, I Adelsber g : J. ▲. Knpferecbmidt, Apotheker; Agram: 81g. MltUbachJ Apotheker: Cilli: Baambach’jche Apotheke und F. Raascher; Braz: Wena.r Trnkoczy, Apotheker; Börz: A. Franzoni, Apotheker; Ära in bürg: Karl Schaunlk, Apotheker; Marburg: Alois Quandest; Rudvlfswerth Rlzzoll, Apotheker; Tat bis: Alois v. Prean, Apotheker; |netti, Apotheker; Billach: Ferd. Scholz, Apotheker. Betreffs Uebernahme von Depots wollen sich die Herren Geschastssreunde ge«] I fälligst brieflich an mich wenden. Neunkirchen bei Wien (Niederösterreich). Franz Wilhelm, Apotheker. Dom.| Triest: C. Äa-r Druck von Jg. v. fileinmovr & Fed. »ambeig. Verleger: Ottomar Bamberg. Für Sie Redlictivn verantwortlich: Frain Müller