81. Jahrgang Erscheint wöclientUcb sechsni.«. (mit Ausoohme der Feiertage). Schriftldtane, Verwaltuoff und Buchdrackeral T«L 35-67, 25-68. 25-69. Marlbor. KopftUSka ul. 6 a.^D Nr. S7 Donnerstag, dan 15* FAniar 1941 iiiseratcn- and Abonnements-Annahme in der Verwaltung. Bezugspreis: Vbholen oder durch die Post monatlich Din 26.—, bei Zustellung für das Ausland monatlich DIn 40.—. Cinzelnuiymer Din 1.50 und Din 2^. Vlanuskripte werden nicht retournlert. Bei Anfrojien Rückporto beilegen. t'oStnina plaCana ▼ fotovini. Preis DIn 1*90. MorHiiittr iStilmtfl Scldchsalsvolle Beratungefl in Bordigbera Spanten^ Flotte im ©uropa'tonpt kreit^ entfcl)iel)ett franco unO Oltuffolini t^a&en Qeficrn (en gansMi Xoq Ü6«r berl^ondtlt - ®oBf Uefterrtn^rarauno 6«r Ctan&punWe IMHUM unfr Ovonime im ÖinMM auf Mc inKraolionole Sage — j>eute Inffen Sranco unD !ntar|(l>aii ]Setaln »utaminrn Madrid, 13. Feiber. (Avala—Reuter.) nach dmr heute in Madild «lisgegebenen »ffizieUen Mtt(ieilufi|r sbid der spaolsche >tutibef OeBeraUtihmis F r ^ n c o und HalMsche MUiterpiisIdefit M u s -11 n i festem In Bonigbcm (ItatiM) ilMr AtiHpncbe zusammengetroffefl. dietir Qctegenheit wurde die Ueber-log MUSSOLIM ; . bNclc M|f Jcoe Frageo «rMt, «He in die-laem hMoriscben AofeabHck für bekle Staaten von Interesse sind: Madrid, 13. F^ber. (Avala—Reuter.) Wie man crflhrt, trugen Mussolini und F ran CO hei ihrem Zusammentreffen dte iFelduniform. Der spanische Außenminister Serrano S u n e r hat der Konferenz die den ganzen Vormittag und den ganzen Nachmittag mit einer einzigen Unffttrechung andauerte, beigewohnt Bern, 13. Feber. (Associated Press.) Wie in ausländlBchen diplomatischen Krei sen in Erfahrung gebracht wird, sind der spanische Staatschef Generalissimus F r a n c o und der itatienische Mlnlster-prilsklent Mussolini gestern »irgendwo in ItaBen« zusanun^igetroffen. Es wird allgemein angenommen, daß hiebel Spaniens Teilnahme am europäischen Krie ge entschieden wurde. Femer besteht die Erwartung, dafi Franc.o und der französische ^taatschef. Marschall P e t a i n am heutigen Donnerstag iigendwo an der französisctien Riviera' nahe der ItaUeni-Sellen Grenze zusammentreffen werdeit Marschall Petain /st bereits auf seinem hti Cannes gelegenen Out eingetroffen. Es gibt hier -scharfe Unterschiede in den Auffassungen über Zweck und Ziel der jüngsten Entreivue Franco-Mussolini sowie über die zulcünftige Rolle Spaniens. Die Mehrzahl glaubt, daß Mussolini an Franco die Foiderung gestellt habe, daß Spanien seine Stützpunkte im Mittelmeer ft& den Krieg gegen England zur Verfügung stelle. Die Minderheit der Beobachter glaubt indessen, daß Spanien als Fris-densvermittler zwischen I^len und Eng« land aufgetreten sei. Madrid, 13. Feber. (Avala — DNB.) Wie die spanische Nachrichtenagentur EFE im Zusammenhang mit der Reise des Staatschefs Franco und des Außenministers Suner nach Bordighera mitteilt, ver ließen die beiden spanischen Staatsmänner Madrid Montag morgens und übernachteten in der kleinen Provinzstadt Ce-rana. Am Dienstag vormittags trafen die beiden Staatsmänner bei Le Peftize auf französischem Qpden e|n, wo ihnen von den französischen Lökalbehörden ein PETAIN herzlicher Empfang zuteil wurde. Als der Sonderzug hielt, Intonierte die französl französische Hymne. Die Reise ging dann nach Arles weiter, wo das Mitagessen ein genommen wurde. Kurz darauf wurde die Fahrt fortgesetzt. An der italienischen Orenze wurden die beiden Staatsmänner von einer italienischen Abordnung mit dem Chef des Protokolls an der Spitze bc grüßt. Die Menschenmenge bereitete den hohen spanischen Gästen spontane Sympathiekundgebungen, Che italienische Grenzstadt war mit spanischen und italienischen Fahnen reich geschmückt. Im Berkht der spanischen Nachrichten, agentur wird betont, daß die Zusammenkunft der führenden spanischen und Italienischen Staatsmänner außerorcjientlich herzlich war. Nach den mehrstündigen Be sprechungen konnte man an den Gesichtern der Teilnehmer die Zufriedenheit klar ablesen. Es könne kein Zweifel darüber b^tehen, daß die Zusammenlcunft in einer Atmosphäre der unbegrenzten sehe Militärkapelle die spanische und die Aufrichtigkeit und Ehrliclikeit erfolgt Ist. 3)te Vorgänge an Der rumönifcD- &ulgarif(&en <$rense ?ta(l^ aiii(i1(anM(f)tn 3)(rfi|Htn fle(^cn in Otumänien 6OO.000 !31tann &(utf4)rr Xrupptn 2>nil|(()e :bonlon(>r(ltfrn flbtr Mr 2>onau l'^RANCO B e o g r a d, 13. Feber. (Associated Pres«.) Wie in Militärfachkrei^ festgestellt wird, stehen gegenwärtig etwa 600.000 Mann deutscher Truppen in Rumä men. Man glaubt in diesen Kreisen, daß mit dem Verschwmden des Eises auf der Donau das letzte Hindernis für den Einmarsch der deutschen Truppen in Bulgarien bzw. für deren Durchmarsch beseitigt ist. Aus Ruschtschuk wird schließHch gemeldet, daB (tie Donau nun vollkommen eisfrei sei und daß die Deutschen mit den Vorbereitungen für Pontonbrückenschläge ut>er dte Donau beschlf« tlgt seien. 13rrr(nfa(r @taalen fönnrn feinen 3rrftörer meDr a&oe^en Eine aufsehcnserreKende Erklärung des amerikanischen Marinemlciislers ObersI Knox W ii s h i 11 g t o n, 13. FebiT. (Associated Press) Als ilcr Marinemiiiistcr der Vereiniglen Staaten von Nordamerika Oberst Kuox befragt wurde, was er zur Erklärung Wendel WIIIkics über die Notwendigkeit der Abti^tuug von weiteren amerikanischen Zcrstö-i^m an England zu sagen habe, erklärte er in abweisender Form, daß die amerikanische Kriegsflotle auf keine weiteren Zerstörer zugunsten Eng- lands mehr verzicliten könne. In anderen Ivreificn wird hiezu bemerkt, daß der Vorschlag Willkies Irolzdem in Erwägung gezogen werde. Man nimmt an, daß dieser Vorschlag Willkies in der letzten, am Dienstag erfolgten Zusammenkunft Roosevelt—Will-kie zur Sprachc gekommen sei. Einzelheiten hierüber konnten jedoch nicht in ErruiuMing gebrnchl werden. DeuifcDe £uftonoriffe auf die Syrenaica DIE ERSTEN KRIEGSBERICHTE DES HEUTIGEN TAGES — IMMER GRÖSSE. RE AKTIVITÄT DER ITALIENISCHEN LÜFTWAFFE IN ALBANIEN Berlin, 13. Feber. (Avala — DNB.) Deutsche Bombenflugzeuge unternahmen Im Laufe des gestrigen Tages Angriffe auf Flugplätze und Truppenkonzentrationen in der Cyrenaika. U. a. wurde ein Flughafen mit Bomben belegt, auf dem sich Bomben- und Jagdflugzeuge befanden. Hier wurden Jirekte Treffer festgestellt. Die vor den Hangars stehenden Ap parate wurden mit den Flugzeugwaffen erfolgreich angegriffen. Mit einigen Bomben wurden ein Karawanenserail südlich von Benghasi sowie Truppenzusammen-ziehungen in der Nähe belegt. Die Wirkung der Bombeneinschläge wurde aus der starken Rauchentwicklung erkannt. Es wurden auch kleinere, aus 40 bis 50 Zelten bestehende Lagerplätze angegriffen und in Brand gesteckt. Ehirch erfolgreiche Sturz- und Tiefflüge wurden parkende Lastwagen sowie auseinandergesprengte Autokolonnen auf der Fahrt unter Maschinengewehrfeuer genommen, wo bei bedeutender Schaden angerichtet wurde. Athen, 13. Feber. (Avala.) Der Sonderberichterstatter des Reuter-Büros meldet: Nach vorliegenden Meldungen führten die griechischen Truppen bei T e p e-i e n i Umzinfjelwigsaktionen durch. — In KI i s u r a-Sektor waren heftige Kämpfe zu verzeichnen, wobei die Griechen 3 Kilometer vorgedrungen sind. Von griechischer Seite hielt das Artilleriefeuer entlang der ganzen Front an, doch waren bei P 0 d g r a d e c, Im SkuTnt>i-Tal und am Devoli keine Kämpfe zu verzeichnen. Die Tätigkeit der feindlichen Lutwaffe nimmt ständig zu. Es wurden verkehrsw^e-ge bombardiert, besonders die Straße Le-rlna-Kortscha. N e w y 0 r k, 13. Feber. (Associated Press.) Der britische Passagierdampfer »Oxford« (20.043 Tonnen) wurde nach Berichten aus Marinekreisen durch eine feindliche Aktion versenkt. Deutschlands Blich nur auf England genchle SfeftfieiluitBen bon &tuU(6rr @rlle: „2>ie (Sntitfieiöung fällt au^kdlie^li-'d in (SiKjtanö ui6 nur Snjlatid ti?.änf(&t &tn Laitan in Om ftrteg su Drrtoicreln" / 2>ie (Sngiän&er re(t)nen mit Otr ^nbofion an »loei |$untttn Berlin, t3. Feber. (UTA) Von deut-ocher Seite wird neuerdings darauf hingewiesen, daß man nicht genug betonen könne, daß der Blick Deutschlands auf die britische Insel gerichtet sei, wo die Entscheidung falleti werde. Der Wunsch, den Balkan in einen Krieg zu verwickeln, Den besten Beweis hiefür liefern die Namen jener anglophilen Abgeordneten, die sich in der türkischen Presse mit solchen Themen befassen. London, 13. Feber. (United Press). Die englische Presse befaßt s'ch noch im- könne nur von englischer Seite stammen, j mer sehr ausführlich mit der erwarteteri deutschen Invasion in England. In diesem Zusammenhange bringen die Blätter zahl reiche Meinungen von englischen Militär-fachleuten. Nach Ansicht der Militärstra-tegen werden die Deutschen — sofern es nach englischer Auffassung hiezu überhaupt kommt — wahrscheinlich an zwei Punkten ansetzen: entweder an der West > küste Irlands oder aber im Küstenbezir!; von Plymouth h Südengland. Die zweite Variante sei Jedoch die wahrscheinliche. ! re, da die Invasion hier unter größerem I Schutze der deutschen Luftwaffe vor sich I gehen würde, ebenso at>er auch der Flotte I und vor allem der Tauchtjootwaffe. Den geftrigen ^rirgd()rri(Dten Oteue t(f>tDere 0(|)lff0kierlufte 6er (Snfllön5tr / K^ine größeren Suftaftlonen im QDrflen / Un-btrönDerie £age in SItbanien / S>ie Oafe ^ufro bon Den Xrupptn öe (Saunet betest / 2>er &rltit(Oe Dormartcf» in (SrgiDräa dauert fort > 3n £iibu(n nitOi« !3Veu(0 Berlin, 13. Feber. (Avala — DNB.) Das Oberkommando der deutschen Wehr macht gab gestern bekannt: »Ein Unterseeboot versenkte 21.500 BRT feindlichen Schiffsraums. Im Zuge erfolgreicher Aktionen deutscher Fiugzeu ge in den Gewässern Englands wurde ein Dampfer von 7000 Tonnen versenkt, wäh rend zwei Schiffe schwer beschädigt wur den. Ein Vcrsucli des Gegners, im Laufe des gestrigen Tages die französische Kanal-kiiste zu überfliegen, mißlang wiederum. Der Feind verlor vier Flugzeuge, von denen zwei in Luftkämpfen abgeschossen u. zwei von Flakbatterien heruntergeholt wurden. In der vergangenen Nacht warfen feindliche Flugzeuge eine geringe .Anzahl von Spreng- und Brandbomben auf bewohnte Gebiete Nordwest- und Mitteldeutschlands ab. Unter der Zivilbevölkerung war eine kleinere Anzalil von Toten zu verzeichnen. Der verursachte Sachscha den ist gering. Nachträglich wurde festgesetilt, daß un >tjYc Flugzeuge bei einem Angriff auf einen englischen Geleitzug nahe der portugiesischen Küste sechs Dampfer von zu. .^ajiimen 20.500 BRT versenkten. .^111 10. und in der Nacht zum 11. d. M. wurden insgesamt 38 feindliche Flugzeuge abgeschossen.« Rom, 13. Feber. (.Avala—Stefani) Der 250. Bericht des Oberkommandos der ita-ii'^nischen Wehrmacht vomi 12. d. lautet: »An der griechischen Front Geschütz- um! Patrouillen'tätigkeit. In den l.uft^kä'inpfen, die in den letzten Tagen über Albanien ausgefochten wurden, zeich netc sich besonders das vierte Luftge-schwader durch sein^e Mitarbeit mit den Landlruppen aus. Im Laufe des gestrigen Tages griffen unsere Kampfflugzeuge feindliche Truppen und Nachschubkolonnen mit Boairben großen und kleinen Kalibers an. Militärische Objekte in Prevesa und Larissa wurden erfolgreich bombardiert. Unsere Jäger zerstörten auf dem Flugpla+z Jannina 18 feindliche Flugzeuge des Tyips »Gloucester«. Zwei weitere Flugzeuge dieses Tyips, die sich unseren Jägern entgjgenwarfen, wurden abgeschossen. Ein italienisches Flugzeug ist zu seinem Stützpunkt nicht zurückgelcehrt, doch rcitete sich der Pilot durch Fallschirmab-^pruiiipSomaten berlaffen öen Halfan EINE BEMERKENSWERTE AMERIKANISCHE INFORMATION. S t o c k h o 1 m, 13. Feber. (DNB) — »D a g e n s N y h e t e r« veröffentlicht eine U n i t e d-P res s-Depesche aus Istanbul, in der es heißt, daß alle englischen Gesandten in den Balkanländerh die erfor derlichen Schritte unternommen hätten, um dem Beispiel ihres Bukarester Kollegen Sir Reginald Hoare folgen zu können, d. i. auy den- Ländern, in denen sie akkreditiert sind, abzureisen. Alle wichtigeren Do-ku-mente der englischen Gesandtschaften in den Balkanländern werden nach Istanbul gebracht, wo sich auch immer mehr und m'ehr die Emgländer aus dem europäischen Südosten zu ikonzentrieren beginnen. O^om: Säd^erlid^e ^affrnftinftanfsdflerücDtr Rom, 13. Feber. (Avala—DNB). Die von einer amerikanischen Nachiichten-agentur verbreitete Nachricht, daß zwischen Italien und England ein Waffenstillstand zum Abschluß gebracht worden sei, dessen Unterzeichnung täglich erwartet werden müsse, wird in italienischen politis-chen Kreisen als lächerlich und so absurd hingestellt, daß es keiner Worte bedürfe. Diese Gerüchte sind nur ein Beweis mehr für die vollständige Ignoranz eines gewissen Ausland« Italien und seiner Politik gegenüber. len Kreisen offenbar die Hoffnuiii} aufgegeben liat, trotz 4er nordamcri-kanischen Hilfe die Zahlcnparität mil der deutschen Luftwaffe zu erreichen und sich jetzt darauf hinaxisredel, durcli Einstellung moderner Apparu Ic einen gewissen Ausgleich zu schaffen, ohne dabei zu berücksichtigen, daß Deutschland durch die englischen Luflajigriffe erheblich weniger gestört wird und gleichfalls moderne Flugzeuge baut. Secly gab' weiter zu, daß die Zahl der britischen Bomber der der deul-schen weit miterlegen sei, und England vorläufig praktisch auf die Defensive in der Luft beschränkt bleiben müsse. Ferner rechne er damit, dalS Deutschland gegenwartig alle seine Kräfte sammle und Vorbereitungen treffe, um auch von der Luft aus zu einem vernichtenden Schlag ajus2:uh0-len. Die vorübergehend geringere Aktivität des Luftkampfes, so sagte Sec-ly, sei nicht allein auf schlechtes Wetter, sondern wahrscheinlich aucli aui große Vorbereitungen zurückzuführen. Unter diesen Umständen überrascht der Abschluß der Unterredung einigermaßen, bei der Seely die frühere offizielle Prophcjseiung einer späteren britischen LuSftoffensivc wiederholte. S)rr ^ampf um dir ^or5err-fcQafl in der £uft England lial die ILoffnunu aufgerieben, eine gleichstarke Luftwaffe wie das Dculsehe Reich zu erreichen? — Argentinische Presseslimme Ii uc II 0 s .\ i V V s. l.'J. FVber. (INB) Während di(^ argenlinisclie Presse im allgemeinen in den letzten Tagen wegen gcringondeiU schreibt, während eines deutsehen Luftangriffes stallfand. Der Korrespondent fragte, ob Aussicht besiehe, die Luftparitäl mit Deutschland zu erreichen, uiid wann dies der Fall sein könne, Selly erklärte, die Frage sei nicht zu heanlworlcn, da, wie er bemerkte, die Zahlen nur eine Seite des Problemes darstellen und weniger moderne und liorhwerlige Mascliinen viele veraltete und minder gute aufwögen. Aus der ganzen Erklärung gehl bei'-vor, daf.^ man in Fngland in ernslhaf- Eupea, Malmedy und Moresnet definitiv. in das Deutsche Reich eingegliedert Berlin, 13. Feber, Der »Reichsanzeiger« bringt ein Führerdekret Ober die Volksvertretung der Provinzen. Eupen, Malmedy und Moresnet. Jede dieser Provinzen erhält auf je öQ.OCK) Einwohner ei-i nen Reichstagsabgeordneten, die vom Führer ernannt werden. Damit sind jene Bezirke, die nach detn Weltkriege an Belgien gefallen waren, cndgiltig dem Reiche einverleibt. Russische Dampfer werden f>is Budapest verkehren. Budapest, 13. Feber. Die Sowjetregierung hat die ungarische Regierung um die pachtmäßige Ueiberla&sung einüs Teiles des Budapester Donaukais ersucht. Die Sowjetunion will nämlich im Sinne des Handelsvertragsabkommens einen beträchtlichen Teil seines Handelsverkehrs auf der Donau bis Budapest abwickeln. Wie »M a g y a r N e m z e t i« erfährt, wird die ungarische Regierung im Sinne des Handelsabkommens mit der Sowjetunion den Sowjetrussischen Dampfern u. Schleppern ein Bassin in der Freihafenzo-nc in bei Budapest zuweisen Donnerstag, den 13, Feber 1941 3 j^Mariüorer Zelfung« Nummer 37 S)eutf(D-ruffif^e (Sinigung über 6en 33alfan ono^fautr euqolUonen in cnnlara / 3nlereflante Seflftenunaen eine« ungarif(f)en SJlattect 2>ie 3i(D1(niiifi4[)ie fdr Nc SIufir^lKerltoltung DM nrieöme auf öem Halfan / 2)r. 3tIob Dor Oer 2>tmlffron? Budapest, 13. Kebcr. Die Zeitung !>Ma2yar8a2<( stellt in einem Auhatz fett, daß die Türkei aus Moskau Verhal« tttagsfiiaBregeln im Hinblick auf die Ereignisse am Balkan erhalten habe. Das Blatt konstatiert femer, daß zwischen Deutsdiland und der Sowjetunion hinsichtlich des Balkans eine Einigung erfolgt sei. Die Türke] habe daraufhin fai diesem Sinne aus Moskau Weisungen erhalten. Im Leitartikel stellt der »Magyarsag« f^t, daß die Achsenmächte auf dem Balkan den Frieden aufrecht zu erhalten wünschen. Budapest, 13, Febfr. Die »Nep-szava«, das Organ der ungarischen Sozialisten, zieht aus der Tatsache, daß der bulgarische Ministerpräsident Doktor Filov die außenpolitischen Anfragen der Opposition nicht zu beantworten gewillt ist, die Schlußfolgerung, daß er die Außenpolitik des Landes deshalb nicht bestimmen könne, weil er sich bereits vor die Notwendigkeit der Demission ge» stellt sehe. Die Demission der bulgarischen Regierung sei in einigen Tagen zu erwarten. Bolgarlen würde sich nlchl weigern, dentscbe Truppen dnrcliniarscliieren u lassen... eulf(D-Ianö0 in den italo-gried^ifcDen 2itaffenaang IM FALLE DES SCHEITERNS DER DEUTSCHEN SrVE IN ATHEN. DIPLOMATISCHEN OFFEN- Zagreb, 13. Feber. »Hrvatski List« schreibt unter dem Titel »Die diplomatische Offensive Deiitschlands« u. a. folgendes: »Eine Nachricht aus Tirana, von der Presse bereits veröffentlicht, spricht unbestreitbar davon, daß die deutsche Transportfliegerei an der Beförderung ita lienischer Truppen nach Albanien Anteil nimmt. Diese Tatsache, die auch vom albanischen Ministerpräsidenten Schefket V e r 1 a z z i bestätigt worden war, wirft ein charakteristisches Licht auf die weitere Entwicklung der Ereignisse auf diesem Kriegsschauplatz. Deutschland befindet sich bislang noch nicht im Konflikt mit Griechenland. Bis .jetzt ist kein Akt der Feindseligkeit zwischen Deutschen und Griechen konstatiert worden. Die Teil nähme der dcuisclien Transportflugzeug« kann jcdoch als Präludium zu einem deutsch-griechischen Konflil^t aufgefaßt werden, wenn alle Versuche zur Liquidierung dieses Kriegsschauplatzes sciKitcrn sollten. Man erwartet ein negatives Ergebnis der diplomatischen Intervention in Athen umso mehr, als die Besuche hoher britischer Offiziere in der Türkei ein Dementi früherer Nachrichten bilden, denen zufolge die Türkei mit der Distanzlcrung von England begonnen hätte. Die Türkei beeinflußt aber hervorragend die Stimmung in Athen. Bei diesem Stand der Din ge ist zu erwarten, daß die deutsche Wehrmacht in Bälde auf dem griechisch-italienischen Kriegsschauplatz erscheinen wird.« S)er juaoflatoif(jDf S>anipfer „3)u&a(" im ^tlantif torpeöierl DER DAMPFER BEFAND SICH IM AUGENBLICK DER VERSENKUNG MAXIMAL 3000 MEILEN VOR AMERIKA — DIE VERSENKUNO ERFOLGTE DURCH EIN UNBEKANNTES U-BOOT D u b r 0 V n I k, 13. Feber. Nach hier eingelangten authentischen Meldungen ist der jugoslawische Dampfer »D u b a c«, rjgentuni der »Slobodna Plovidba«, G. m. b. H., Heimathafen Dubrovnik, von einem unbekannten U-Boot auf der Fahrt von Durban in Südafrika nacli Amerika torpedier; und versenkt worden. Der Dampfe. »Dubac« wurde 1910 in Sunder-l.Mid (Hngland) erbaut. Seine Länge be-tiu^ 1()6 Meter, die Breite 17 Meter^ die Hülle l' Meter, Er vcrdängte 40R0 Brutto- registertonnen und vermochte 72000 Tonnen Fracht an Bord zu nehmen. Die Ma-schmen entwickelten 1650 PS und gaben dem Schiff eine Geschwindigkeit von 9 Knoten. Die Bemannung setzte sich aus 24 Mann zusammen. Kapitän war Nikola S v i 10 k o s von der Insel Koloöep, der auch Mitbesitzer des Dampfers war. Die Mehrzahl der Bemannung stammt aus der Unjgebung von Dubrovnik, so daß die Nacliricht von der Versenkung Iiier scliwe ren Eindruck auslöste, da über das Scliick Blätter, die durch ihre Verbindungen mit den Achsenmächten bekannt sind, befUrch ten die Verletzung der Neutralität Bulgariens durch England, wenn englische Flie ge versuchen sollten, über Bulgarien die rumänischen Erdölfelder zu erreichen. Sofia, 13. Feber. (CBS.) Der amerikanische Gesandte unterbreitete dem Aus senniinister Ivan Popov schärfsten Protest gegen das Vorgehen der bulgarischen Polizei, die einem amerikanischen diplomatischen Kurier zwischen Istanbul und Sofia den Diplomatenpaß abgenommen hatte. Der Kurier setzte dann die Fahrt trotzdem fort. Britischer Spion in Deutschland zum Tode verurteilt. Aus Berlin wird gemeldet (INB): Nach zweitägiger Verhandlung verurteilte das Volksgericht den 28jährigen britischen Staatsangehörigen D e W e t, einem entfernten Verwandten des einst sehr l>e-kannten Burengenerals De Wet, zum Tode. De Wet stand als bezahlter Spion in französischen Diensten und wurde seinerzeit auf deutschem Reichsgebiet verhaftet. Der »Völkische Beobachter« berichtet ausführlich Uber diesen Fall und nennt ihn kennzeichnend für eine gewisse internationale Atmosphäre zwischen Politik und Abenteurertum, wo der britische Geheimdienst von der Hochstapelei nicht mehr zu unterscheiden sei. Der »Völkische Beobachter« schildert den bewegten Lebenslauf De Wets und teilt mit, daß er sich am Ende der Gerichtsverhandlung für den korrekten Prozeß, der ihm gemacht wurde und dafür, daß er bei seiner Verteidigung volle Freiheit hatte, bedankte. Das Todesurteil nahm er mit (Jleichmut auf und verabschiedete sich vom Gericht mit einer höflichen Verbeugung. sa! der Bemannung keine Einzelheiten vor liegen. Die »Slobodna Plovidba« verlor auf diese Weise ihren einzigen großen Dampfer und hat damit wiederum eine Reederei in Dubrovnik praktisch zu existieren aufgehört. Bronzcschelbpii ah Spiegel Griechen und Münier vorwaiultoii ;1 verwendet werden Für Gewerbe- und liulustriezwccke ste- hen die Karten einstweilen noch nicht zur Verfügung. Vom Eintreffen der Karten werden die Interessenten rechtzeitig in Kenntnis gesetzt werden. Die Petroleumverbraucher, die die Karten bisher noch nicht bezogen haben, werden darauf aufmerksam gemacht, daß sie Petroleum nicht erhalten können, da die Monopolverwaltung nur jene Petroleummengen zu geteilt hat, die im Dezember und Jänner tatsächlich angemeldet worden sind. m. In Lfiibijana verschied der Kaufmann Anton R o z m a n. R, i. p.! in, Brolaustcilun|{ In den Schulen. In Tczno' wurde eine Aktion eingeleitet, die den Zweck verfolgt, den mittellosen Scliülern entsprechende Mengen Mehl oder Brot ohne Brolkarleii zukommen zu lassen. In ci'ster Linie ist das Rotkreuz bemüht, der Aktion zum Erfolg zu verhelfen. Man glaubt, daß die zustündigen Stellen den-Bemühungen edelgesinnter Bürger Verständnis entgegenbringen und die Durchführung der Aktion ermöglichen werden. Es wäre zu wünschen, daß ähnliche .Aktionen aucii lui andei'en Unterrichts-anstalten eingeleitet würden. in. Wirtsehartsvorlra|i$. Im Saale der Volksimlversität spricht kommenden S a m s t a g, den 15. d. um 20 Uhr der Professor dei* Mariborer Handelsakademie Ing. l'r, Degen bei freiem l'jnlritl über verschiedene Wirtschafts-.systeme. Für diesen Vortrag herrscht in den Reihen unserer Wirlschaftskrei-sc begreiflicherweise großes Interesse, in. Die JahresUigung der Maler- und .\nstrcli'herinuun}$ in 31aribor, die für gestern abends angesetzt war, konnte nicht abgehalten werden, da die entsprechende Bewilligung hiezu nicht erflossen war, Hs wurden Schritte im-Urnommen, um ilie Angelegenheit zu klären. ni. Der Grenz verkehr im Jänner war, was Maribor betrifft, sehr gering. Insgesamt fuhren in beiden Richtungen kaum 1)121 Personen durch a0 ISßelter Wettervorhersage für Freitag: Bewölkt, weitere Temperaturzunahme, unbeständiger Wettercharakter. k" ere, die etwa nußgroß ist. Mit ganz wenig zerlassenem Fett beträufeln und boi guter Oberlitze im Ofen überbacken lassen, dann sofort zu Tisch geben. Fisch oder Fleischreste können im Teig fortbleiben; man reicht die Reste oder andere pas-sende Beilagen, wie Heringsfilets. Salat irsw. Frau Bunrke sagte zu ihrer neuen, hübschen Stütze: »Ich möchte Sie bitten, Minna, mich mit .Frau Generaldirektor anzureden!« Minna: »So verschieden sind nun die Menschen. Gestern sagte mir erst Ihr Gatte, ich könnte ruhig »Otto« zu ihm sagen !<: i'crungen, Autobusdefekte u. dgl. eine gründliche Remedur des Fernsprechverkehrs, der auf joden Fall auch zur Nachtzeit ermöglicht werden muß. p. Reklamationen von Brot- und Mehl-kartcn wurden bis zum 8. d. am städtischen Approvisionierung^am^ entgcgengc noniinen. In nrehreren Fällen wurde festgestellt, daß verschiedene Personen auf zwei Meldebogen eingetragen wurden. — Diese werden in ihrem eigenen Interesse aufgefordert, dies sofort anzumelden. Die Köpfe der Karten sind aufzubewahren, da sie gegen die März-Karten ausgetauscht werden. p. Der Verschönerungsverein und Fremdenverkehrsverein für die Stadt und Umgebung hält am Samstag, den 22. d. um 19 Uhr in der Schwei^erci seine Jah-reshauiptversamimlung mit der üblichen Tagesordnung ab. Falls zur angegebenen Zeit die Versammlung nicht beschlußfähig sein solite, findet nach einer Wartezeit von einer halben Stunde die Versammlung bei jeder Mitgliederanzahl statt. — Etwaige selbständige Anträge sind drei Tage vor der Tagumg dem .Ausschuß vorzulegen. p. Um 4 Millionen alkoholische Getränke wurden im Vorjahre im Bercitho der Stadt Ptuj zum Ausschank gebracht, und zwar 2106 hl Wein, 38.15 hl Bier, 8.22 Iii Spiritus, 48.68 Branntwein, 9.31 hl Liköre, 7.12 h! Rum und 85 Liter Champagner. p. Dreister Einbruch. Bisher noch unbekannte Täter erbrachen den Keller der Firma Ornbg und ließen etwa 160 Liter Branntwein mit sich gehen. Da sie auch die Tür stark beschädigten und eine Reihe von Fla-schen entwendeten, beläuft sich der Schaden auf mehr als 7000 Dinar. Aus DtoOTgcwt g. Der älteste Bürger von Dravograd ge8torl>en. Im hohen Alter von 90 Jahren ist hier der ehemalige Schniiedmeister Jo hann S a b o t, vulgo Kotnik Hansl, gestorben, Der hochbetagte Mann erfreute sich allseitiger Wertschätzung. Friede sei ner Asche! , g. Schadenfeuer. Auf noch nicht aufgeklärte Weise brach im Wirtschaftsobjekt des Besitzers Franz C a s jun. in MeZa ein Brand aus, dem das ganze Objekt zum Opfer fiel. Der Schadcn ist bedeutend. g. Aus dem Eisenbahndienste. Der Bahnbediensletc Ivan KI a j n s e k wurde von der hiesigen Bahnstation nach Celje versetzt. Dir .\uRkunfl Franzi silz bei der Sphulanfgabr. „Papa, heißt es le ct>eur oder la rocnr?" „Unsinn, Franzi, Likör heiß! es doch!" Hauptziehung der staatl. Klassenlotterie (4. Ziehungstag). Din 40.000.-—: 42325 44233 Din 20.000.—: 54825 6055y Din 16.000.—: 18442 82817 86003 Din 12.000.—: 21367 43725 56393 7140t) 88692 94205 Din 10.000.—: 17741 31682 47297 482.36 57219 638IS 8Ü379 85240 87754 89379 Din 8000.—: 6364 7001 9883 15370 19776 33013 5^)066 61137 67329 74735 77021 79445 94150 97039 99522 Din 6000.—; 3882 14114 25771 30871 34541 57010 60009 62834 65297 67924 69608 73848 73850 79091 87109 90547 91988 93231 Din 5000.—: 405 937 4594 6310 23329 24622 28738 30636 33832 33865 38005 40724 43908 46932 53137 59325 .59832 60676 61400 65313 66864 66947 69016 71388 71872 78200 82584 83037 S4848 94457 97.391 36856 Din 4000.—: 512 2610 2619 .3352 4365 5459 7232 7525 S678 8766 11585 1 3810 16149 162.36 18202 18759 26071 26975 30020 32651 33925 35970 365W 37602 41422 41342 44025 47357 51740- 52016 52224 53806 54383 .55804 .58454 58513 59532 61855 63835 64347 66506 67860 72.548 74839 751.54 75689 79759 81659 83750 86645 90511 99228 Bei uns gekaufte Lose gevannen folgende Treffer: Din 8000.— Nummer 7001 und 97030, je Din 6000.— Nummer 3882 und 79091. (Ohne Gewähr.) Ferner wurde eine Reihe von Treffern zu Dm 1000.— gezogen. — Alle jene, die in unserer Kolk'ktur einen Treffer gewonnen haben, mögen ihre Lose sofort zwecks Auszahlung vorlegen. — Neue Klassenlose stehen noch zur Verfügung. BANKGFSCHÄFT BEZJAK, bcvollm. Haupt-kollektur der Staatlichen Klassenlotterie, Alaribor, Gosposka ut. 25, Tel. 20-97. fite m KOihc h. Kartoffeltorte. 1 Kilogramm tags vorher gekochte, geriebene Kartoffeln, 60 Dekagramm durch ein Sieb geriebener Quark (Toipfen), 6 Dekagramm Butter oder Margarine, 2 Eier, 15 Dekagramm Zucker, Vanille- oder Mandelaroma, 1 Backpulver. — Butter, Zucker, Dotter schaumig rühren, dann Quark und Kartoffeln, 2 Eßlöffel kaltes Wasser, zuletzt den Schnee und das Backpulver dazugeben. Bei guter Hitze goldgelb backen. .Am 3. Tag anschneiden, so oder mit beliebiger Fruchtfülle servieren. h. Kartoffelpastetchen. 1 Kilogramm geschälte, gekochte, gut abgedampfte Kartoffeln rührt man noch heiß durch ein Sieb, gibt ein Hi, eine Pri-se Sak, drei Eßlöffeln Reibtkäse und etwa 125 Gramm wtJrfelig geschnittene Fiisch- oder Fleisch-reste sowie einen Eßlöffel zerlassenes Fett hinzu. Falls nötig, mischt m>an noch etwas Mvhl unter die Masse. Mit bemehl-ten Händen formt man Kugeln von 4 bis 5 Zentimeter Durchmesser, die in eini vorbereitete Form gestellt werden. Auf jede diekser Kugeln stellt man noch eine UTirtsrtitiflllfhf Riinilscliciii Qlud^ im 3ännrr find öir Drrifr geftfraen Laut den neuesten Angaben der Zagre-ber Wlrfschaftszeitung n d c x« ist die Teuerung aucii \m Laufe des Monats Jänner d. J. weiter angestiegen. Das E x 1 -s t e n z ni 1 n i ni u m eines unvertieira-teten Ar^beiters hat sich von 1015.95 Dinar itn Dezember 1940 auf 1036^2 Dinar im Jänntr dieses Jahres erhöht. Das Exi-stena?minimu.m für eimj Aribeiterfamilie von 4 MltgHedern erhöhte sich von 2062 auf 2731.26 Dinar. An dieser Steigerung ist auch im Monat Jänner, wie in allen vorhergehenden Monaten, die Erhöhung der Preise für Lebensmittel, Bokleidung und Beschuhung schuld. Die a IIge in c i n Gn Lebe n s Ii a 1-tungskosten sind im Jänner d. J. gegenüber dem August 1930 um 53.29 v, H. gestiegen oder um 3.29 v. H. gegenüber dem Dezember 1940. Die Preise für B '0 iT< 1 c i d u n g und Beschuhung stiegen im Jänner 1941 gegenüber dem August 1939 um 75.48 v. H. bzw. um 2.71 V. H. gegenüber dem Dczemiber des verfiosseniin Jahres. Für den gleichen Zeit räum ist ein Anstieg der Pieisd für Heizung- und Beleuchtung von 32,89 V. H. zu verzeichnen. Gegenüber dem Dezember 1940 blieb diese Jahreszahl unverändert. Eibenso ist bei den Mieten keine Veränderung festzusteHen. Die Weh nungsmieten und die Preise für Heizung u. Beleuchtung haben also vom Dezember 1940 auf Jänner 1941 keine Erhöhung erfahren. Die Preise für Lebensmittel waren gegemüber dem August 1939 um 65.59 V. H. itm Anstieg, gegenüber dem Dezember 1940 um 5.51 v. H. Aus diesen Angalben geht hervor, daß die Preis^i für L0ben6mittel, dann 'für Bekleidung und Beschiuhung auch im Jänner eine weitere emipfin^dliche Erhöhung erfahren haben. schon ein ige'Wochen in Kroatien der Fall ist. Bisher gält au&erhalb Sloweniens und Kroatiens das Verhältnis 40:C0. In Slowenien wird gei^wirtig da» Einheitsbrot M» 6O0/0 Maismehl und 40>/o Einheitsweizenmehl hergestellt. 2)ie QludfuOr Don edDtDefnrn nad^ 2)(u(f(DlanO IN DEN NÄCHSTEN ACHT WOCHEN WERDEN ETWA 20.000 SCHWEINE INS DEUTSCHE REICH EXPORTIERT WERDEN Bcograd, 13. Feber. Das Ministerium für Handel und Industrie hat im We ge der Außenhandeisdirektion den Interessenten den Modus mitgeteilt, nach dem Jialbschwcre und schwere Schweine nach Deutschland ausgeführt werden. Danach sollen in den nächsten acht Wochen etwa 20.000 Schweine nach Deutschland verfrachtet werden. Für diese Schweine haben die Exporteure dem Produzenten 17 Dinar je kg Lebendgewicht zu bezahlen, wenn das Schwein beim Wägen in der Ausladestation in Wien Über 160 kg wiegt. Für leichterc Schweine, die beim Wägen in Wien ein Gewicht von 145 bis 160 kg zeigen, werden 16.50 Din je kg Lebendgewicht gezahlt. Gleichzeitijj: hat die Außenhandelsdirck tion mitget°i't, daß auf die Einhaltung der Vorschrift:'!! strenge geachtet werden würde. Es wir'! darauf hingewiesen, daß für die l;xporteure ein Gewinn von 5000 bis 'otjOO Din je Waijgon eingerechnet sei Trotzdem bev-ünde bei manchen Interessenten der Wiirscli, M/.OC bis 15,000 Din zu vardicncn, indem sie selbst einen ge-ringer.Mi Preis als den gesetzlichen Min- Uksete Hun^esäiiäde destpreis .-zahlen wüide;!. Die Außenhandeisdirektion werde duich Vertrauensleute auf den Märklen dva Schweinehandel beobachten. Dem Produzenten sei es frei gestellt, sich gegebenenfalls bei der Direktion zu beschweren. Eine Bestätigung des Gemeindeamtes oder der Bezirksbehörde wäre notwendig. Notfalls genügen auch zwei Personen als Zeugen. Der Produzent würde dann d.r volkn Unterschied erhalten, während dem Exporteur bei der Verrechnung der Unterschied und die Geldstrafe abgezogen würden. Stollm, oriWnr 3Itt0lanM-auefleOtr der 3'WetciHgen sidh noch ea die Blechwarenfabrik »S a t u r n u s - A. G.< in Ljub-Ijana den Betrieb zu erweitern gedenkt, wurde der Beschluß gefaßt, das Aktienkapital von 3 auf 6 Millionen Dinar zu erhöben. KHttHc-Clmiilk + Brtofa foo ScfalDen Htnd. Das Schlller-Na/tionaUnuseum in Maibach er-waib wertvolle Schlller-HaiKtechriften und Andenken aus der großen Privat-sammlung didr kUrzdich verstorbenen Ur-großnidite Sdiillers Frau Amalie Kieß-iinig-Krüger« Die Briefe Schitiers sind an seine Eltern und an sekien Schwager Reinwald, den Cartten von Christophine, HoiW*othea(ar in Wetaiar, gerichtet. Verschiedeffi^HarKlschriften stammen von Schillers Vater, drd Briefe von der Hand von Schillers Mutfter, die an Ihre Tochter Luise gerichtet sind. Unter den Handschriften befinden 9ich weiter zwei Briefe von Mörike. Die Sammlung enthält auch zwei Ölgemälde, die ScfiHIers Eltern In jüngeren Jatiren darstellen. Ein drittes Bild, gemalt von Ludoviika Sfananoviz, zeigt Schillens ältere Schwester Christophine. Eiii Aquaftilbikler, die Schillers Schwester Cb^tcphhie gemalt hait, gehören ebenfalls zu der Sammilung. Das eine dieser Aquarelle stellt Lu4se Schiller, das andre SchiHers jüngste, früh veiBtor-bene Sohweirter Naadte, dar. Unter den Anden4cen der Sammlung befinden sich auch Ohrringe von SchiHers Mutter und ein Eßlöffel von ScMüefs Vater. Durdi diese große Sammhtqg hat das SchHier-NaMonabnuatttm' hi AAairbach etne sehr wertvolle VervolMindigung erfahren. IBItt HMTiImiiioc Eine Bauefln, die eine elegante Da-ttK! mit unregelmäßig geschnittenem Röck und Sommersandalen, die die ZelMn frei ließen, sah, sptach erstatmt zu ihr«m Mann: „Sieh nur Georg — die Dam« da hat einen zerrisseneu Rock und zerrissene Schuhe und schämt sich so darüber, daß ihre NsV gel ganz rot sind." *' Hiii nouverlobtes Pärclieu hat in einer GastsUtto Platz genommen und er sagt ganz verzückt: „Also, Anni, du siehst heute wirklich entzückend aust Emfach zum Fressen I** „Wünscht der Herr etwas dazu zu trinken?" bemerkt der im gleichen Augenblick hinzutretende Kellner. • „Was würdest du tun, weaui dir plötzlich auf 100 Meter ein .wilder Löwe begegne?" „Der Vorsehung auf den Knien danken." „Du hasi aber Schneid 1" „Nein, ich. bin nur schrecklicli kurzsichtig." qsölfe In 5rr OfracDt Erzählung von H. A. Bcrger. Die Stammtischrunde der würdigen älteren Herren war wieder einmal vollständig beisammen. Alte Kriegsteilnehmer zumeist, die CS bei der draußen herrschenden Kälte heute vorzogen, zwischen jedem neuen Glas Bier sich mit einem feurigen Korn den Magen erst wieder anzuwärmen. »Haben Sie die Notiz in der Zeitung ge lesen, daß im Osten stellenweise 36 Grad Kälte gemessen wurden und daß in den Dörfern dort massenhaft Wolfsrudel erscheinen?« Einer der Herren brachte damit die Unterhaltung auf ein Thema, auf das ein anderer nur gewartet zu haben schien, um eine selbsterlebte Wolfsgeschichte aus dem Weltkrieg zum Besten zu geben. »Aber bringen Sie Ihren Satz auch richtig zu Ende«, begann er seine Erzählung und nahm sich ein Zeitungsblatt vor, indem er zu jener Nachricht ergänzend vorlas: »... Ueber die Zahl der Menschen, die der Kälte, aber auch den Wölfen zum Opfer fielen, läßt sich zur Zeit noch kein Bild machen.« »Das klingt für unsere Begriffe beinahe wie Jägerlatein — aber lassen Sie sich ein Stückchen erzählen, das ich In Rußland selbst erlebte: Es war bald nach Friedensschluß mit Rußland, also im Winter 1917-18. Da wir mit unseren Geschützen nichts rechtes mehr anzulangen wußten, unsere Gespan ne und Mannschaften aber Irgendwie nutz bringend beschäftigt werden sollten, wur de mein Artillerie-Regiment in einzelne Kommandos auseinandergezogen und der deutvSchen Postverwaltung zur Verfügung gestellt. Wir haben also die Aufgabe, die schweren, zum Transport ins Innere Deutschlands bestimmten Baumstämme mit unseren Gespannen unter Mithilfe rus Bischer Zivilisten aus den Wäldern zu schleppen, heran an einen Nebenfluß der Weichsel, auf der sie dann, zu einem Floß vereinigt, nach der Heimat schwau-men. Als Batterlewachtmeister war mir ein solches Kommando zugefallen — eine Ar-Ibeit, die ich von Herzen gern jedem an-1 deren an den Hals gewünscht hätte. Das alles bei einer wahrhaft sibirischen Kälte. Daß es in unserer Gegend Wölfe gab, war allen bekannt. Auf Schlittenfahrten Über Land, durch weithin untjesiedeltes Revier hatten wir sie oft, wenn auch aus respektvoller Entfernung, in Rudeln bei* sammen gesehen. Daß sie aber uns und unseren Pferden ernstlich gefährlich werden könnten, hätten wir so leicht nicht für möglich gehalten. Eines Morgens aber entdeckte ich bis dicht an unsere Stellungen heran verdächtige Tierspuren im Schnee, die nur von Wölflen stammen konnten. Zweifellos waren sie, vom Hunger getrieben, ihrer Witterung gefolgt, die ihnen warmes Pferdefleisch in rauhen Mengen verhieß. Mit einem Wutgeheul Über die Enttäuschung waren sie dann wohl oder übei abgezogen. Oha! sagte ich mir, da ist doppelte Vor sieht geboten. Und gab uieinM Leuten entsprechende Befehle. Für mich selbst und meinen nächtlichen Gang zur Försterei, den ich deshalb keineswegs aufzugeben gedachte, wappnete ich mich mit dem entsicherten Dienstrevolver, der elektrischen Taschenlampe und einer glührot brennenden Zigarre. Denn es war mir hin ländlich bekannt, daß Wölfe vor nichts schneller Reißaus nehmen als vor Feuer und Licht. I Zunächst ereignete sich nicliLs, was mit der Wolfscefahr in nllhere Beziehung zu 'bringen war. Nur daß auf einmal jeder Baumstumpf und jedes knorrige Geäst die Gestalt dieses lichtscheuen Gesellen annahmen. Aber nur umso gieriger paffte Ich darauf los, bis die Funken sprühten; bisweilen schwenkte ich die Taschenlampe durch die Luft, aber die Rechte hielt stets krampfhaft die Pistole umklammert. Dabei hatte Ich darauf zu achten, daß Ich beim Anstieg die bewaldete Höhe hinauf in dem metertiefen Schnee nicht versank u. mir womöglich selber das Grab schaufelte. Tröstlich leuchtete mir, wie stets, ein Lkht schon von weitem aus dem Försterhaus entgegen; Ich hielt nun rascher darauf zu und wagte erst richtig aufzuatmen, als ich mich in der Försterstube geborgen wußte. Schnuppernd und schweifwedelnd kam jedesmal Harras, der treue Wolfshund, zur Begrüßung mit herbei, um sich dann, während wir spielten und tranken, unbeweglich zu Füßen seines Herrn zu legen. Es mochte in der zweiten oder dritten Nacht nach jener unheimlichen Entdek-kung sein, daß mich — ich hatte auf dem Heimweg das Försterhaus längst im Rük-ken — ein unbestimmtes Gefühl ni'ch ver anlaßte, mich umzusehen. Vor Schreck entfiel mir die Zigarre, und die Taschenlampe hatte ich heute richtig vergessen! Immerhin besaß ich die Geistesgegenwart rasch meine Pistole zu ziehen und in die Richtung -der funkelnden Augen eines rweifellos hinter njir herschleichenderf Die Ursachen der Weltunruhe Tokio, im Jänner 1941. Der Verfasser, der als früherer Flottenchef und Be^nder der japanischen U-Bootwaffe ailgemcine Verehrung in der japanischen Marine genießt, ist z. Zt. als Vorsitzender des beratenden Ausschusses der neugegründeten a^Gesellschaft zur Unterstützung der Kaiserlichen Politik« auf einflußrechera Posten politisch tätig. Suetsugu» der dem ersten Kabinett Konoe als Innenminister angehörte, wurde durch sein entschiedenes Eintreten für die Wünsche der nationalistischen Rech< ten, sowie durch seine frühzeitig erhobene Forderung nach einer engen deutsch-japanischen Zusammenarbeit gegen England bekannt. Im Nachfolgenden wendet sich Suet-sugu energisch gegen die vor allem in Amerika erhobene Behauptung, der Dreimächtepakt diene der Kriegsvorbereitung. Der Dreierpasoh'l!uß? Sie liegt in dem Ldeemnä-ßpgen Geigensatz zwischen jenen Mächten, die den alten politischen, wirtschaftlFchen, territorialen und weltanschaulichen Status quo aufrechterhalten wollen und den Staaten, die die Ungerechtigkeit der alten Ordnung durch eine grundsätzliche Reform der bestehenden internationalen und nationalen Verhältnisse beseitigen wollen. Die Mächte der alten Ordnung vereinten sich im sogenannten Völkerbund, um die berechtügten Ansprüche der anderen Nationen zu untcrdrUdken, Dauernde Versuche wurden unttemommen, diese Nationen unter politischen und wirtschaftlichen Druck zu setzen. Die »reformistischen« Mächte fanden schließlich den ein- Wolfes zwei, drei Schüssc abzufeuern. Ich sah noch, wie das Tier getroffen hinschlug, und ergriff, als wäre eine ganze Meute von Rächern seines Todes mir dicht auf den Fersen, in wilden Sätzen die Flucht. Diese erste Begegnung mit dem Icibhaf tigen Schrecken war indessen nur ein Vor geschmack von Schlimmerem, das in der Nacht darauf geschah. Als ich zur gewohnten Stunde wieder hinauf durch den Schnee stapfte, erblickte ich genau an der Stelle,' wo ich gestern zum wohltätigen Mörder geworden war, gleich mehrere Exemplare jener gefährlichen Bestien: ein Schuß blindlings in das Rudel hinein, und augenblicklich stob es auseinander. So konnte ich mich wen!r[stens überzeugen, daß der gestrige Schuß ein voller Treffer war: bereits waren die Leichenfledderer an der Arbeit gewesen, dein toten Gesellen die nahrhaftesten Stücke aus der Flan ke zu reißen. Leider kam das traurige Ende nach. Si»^ ahnen vielleicht »^fhon. wer der vermeint-'irt" Wnlf war, den ich zur Strecke p^e-oracht 'rb wtiRIc es. al'^ 'ch diesmal ohne Harras, den Wnlfshijnd, begrüßt wurde Aber dem Förster, der sich enr nicht den-Wn?: Vonntp. wohin «:'ch *'cin treuer W?lch 1ci verlnnfen hnhen ««»"te a'if den Konf /r die iw dn"? brnch^'' ii'li n'tnr trt'rh Und so hat er sie niemals erfahren.c Ster ä>r(itri>olt albs difioriHl^ Vofi Admiral Nobumaisu Suetsugu, Tokio, zigen Ausweg zur Rettung ihrer Existenz in einem festen Zusamanenschluß auf der Basis ihrer weltanschaulichen Gemeinsamkeit. So ist der Dreierpakt aus politischen Zwangsumständen entstanden. Er bfsdeu-tete eine historische Notwendigkeit. Die Kritiker im Lager der alten Weltordnung würden gut daran tun, sich diese Tatsache immer vor Augen zu halten. Mit ihrer Haltunig und ihrer Politik schufen sie selbst den Anlaß zum Abschluß dieses Palktes. ASoeT sie sollten vor allem ver-stehen» daß dieser Pakt hauptsächUch auf einer weütainschauliohen Basis begründet ist. Im Laufe der Jahrhunderte sind ungezählte Verträge zwischen Völlkem abgeschlossen worden, aiber keiner ist so deutlich durch ideenmäßige Faktoren ge-kennvzeichnet worden, wie dieser Vertrag. Sein Haüptziel liegt in einer besonderen Auffassung von Leben und Welt und dem Zusammenleben der Menschen auf dieser Erde, er kenrnseichnet die unüberwindba-ren weltanschaulichen Forderungen und Gerneiinsainkeiten dieser drei Mächte. Dieser Vertrag toealtrsichtigt jedenfalls in keiner Weise, eine bisherige Welt-H^emonie durch eine andere zu ersetzen. Der Vertrag ist kein Angriffspakt. Er will vielmehr verhüten, daß die Fehler der alten Weltordnunig fortgesetzt und wiederholt werden, Hauptziel des Palktes ist die Errichtung möglichst naturgegebener geo-: graphischer, wirtschaftHchcr und rassischer Einfluß-Sphären und die Befreiung der in diesen Gebieten lebenden Völkerschaften von den Fesseln »komtrollieren-der« Einflüsse, die ihnen Ws zum heutigen Tage auferlegt sind. Insofern hat dieser Vertrag eine überraschende Ähnlichkeit mit der sogenannten »Panamerikanischen Solidarität«, die aus der Monroe-Doktrin abgeleitet wunde. Niemand bei uns bestreitet die ßierechtigung der Monroe-Doktrin, und die Vertreter der neuen Weltordnung haben sie niemals angegriffen. Aber sie können unngekehrt jetzt auch den Anspruch erheben, daß ihr Dreiür-pakt nicht die Zielsch'eiibe böswBlliger Verdächtigungen wird. Der Pakt hat die Schaffung einer Sphäre gemeinsamen Wohles in Groß-Ostasien zum Ziel ebenso wie die Neuordnung Euroipas durch Deutschland und Italien. Dh Kritiker täten gut daran, ihre unberechtigten Angriffe einzustellen, wenn sie sich nicht entschließen können, auch die amerikanische Monroe-Do'ktrin zu verurteilen. Sie würden sich sonst dem Vorwurf der Inkonsequenz aussetzen. Die Welt braucht wieder Stabilität. In der Epoche mach Versailles schien Krieg die natürliche Ordnung der Dinge — und Friede nur ein Traumideal. Selbst in den zwanzig scheinbaren Friedensjahren hat es nie ein Oif>ühl der Sicherheit unter den Menschen gegeben. Die meisten Nationen bereiteten sich fieberhaft für den Krieg vor. Solche Zustände müssen sich auf die Dauer als sedbstmörderisch für die Menschheit auswinken. Friede und Wohlfahrt können nicht blühen, bis nicht die alte Ordnung und die Komtrolle des Welt-kapitalisimus beseitigt sind. Sic sind die Ursachen der Weltunruhe. Die Beseitigung dieser Zustände und die Schaffung eines neuen und diauernden FrPidens sind daher das oberste und eigentliche Ziel des Dreimächtepaktes. Dfe Haupttriebkraft der vergangenen Eipoche war der Individualismus. Er sucht sich, d. h. also den Einzelnen^ auf Kostjn der Gemeinsamkeit zu bereichern. Er stellte den Ein-zelnen in völlige Iso-lienung von den anderen Mitgliedern der Volks-unid Völkergemeinschaft. Der Individualismus schließt somit ein Elenvent des Selbstmordes für das Leben der Familien und Völker in sich. Jetzt ist eine neue Ära angebrochen, deren neue Ordnung die Völker zu Freundschaft und Einigkeit führen wird. In den großen Wandlungen di'eser Zeit sind die politischen Verwandten des Individiualisimus, der Liberalismus I und die Demokratie, bereits völlig in Vergessenheit geraten. An ihre Stelle wird die organische Zusammenarbeit der Völker treten, die sich gründet auf di'e Auf-glroderung der Welt in bestimmte Einfluß- umd Interessensphären. Wir haben mit dem Dreierpakt nichts anderes getan, als die Monroc-Doktrtn sinngemäß auch auf die übrigen Teile der W'elt außerhalb Amerikas anzuwenden. Wir folgten instinktiv dem Zwange gegebener politischer Tatsachen,, und so können wir mii vollem Recht sagen, daß der Dreierpaki wahrhaft und buchstäblich eine historische Bedingtheit gewesen ist. Das sollten die Kritiker, die ihre eigene Monroe-Doktrin als unantastbares Prinzip betrachten, endlich einsehen — zu ihrem eigenen V/oM und zum Wohle der Welt. .(Copyright by »V o x G e n t i u m«, 1941'J Spocl 6titDettfämDfe öed Jugoslawiens Armee hat sich schon lange den Skilauf zu eigen gemacht. Sclion vor fast vier Jahrzehnten wurden die ersten Skikurse für Offiziere und Mannschaften abgehalten, die in kürzester Zeit dem Skisport unter unseren Militärs zu größter Popularität verhalfen. Das größte Augenmerk bringen dem Skisport unsere Gebirgsrcigimenter entgegen, in deren Reihen alle mit dem Skilaufen vertraut werden, darunter auch solche, die bisher noch nichts vom Wintersport wußten. Die alljährlichen Skinieisterschaften des Heeres zeigen ganz eindeutig, zu welcher technischen Vollendung es die siki-laufenden Soldaten und Offiziere gebracht habon, deren Können gerade bei den letzten FIS-Kämpfen in Cortina d'.'Xmpezzo internationale Anerkennung gefunden hat. Gegenwärtig werden in der Umgebung von Skofja Loka MilitärskiwettkäinDfc; ausgetragen. Am Start des 18-Kilometcr-Laufes hatten sich 160 Wettbewerber ein-g,^fundcn, die alle in ausgezeichneter Kondition und in bester Laufzeit am Ziele einlangten. Sieger wurde Leutnant Crno-b 0 r i in 1:44.45, Zweiter Unterfeldwcbl Pavli^ im 1:53.35, Dritter Unterleutnant Veljkovic in 1:54.37, Viertel- Infanterist Smolej in 1:56.03, Fünfter Infant^crist Zu-panfiö in l :57.27, Sechster Leutnant Pe-ji(i in 1:58.00, Siebenter Unterleutnant Primozi^ in 2:03.27, Achter Korporal Kranjc in 2:05.13, Neunter Reservelcut-nant llovar in 2:05.23, Zehnter Infante-risl Magdiö in 2:06.30 u. a. ni. Die Käinip-fc worden mit dem Patrouillenlauf und anschließend mit dem Staffellauf weitergeführt. etitaa in 0rln!ca S'.jlnica bereitet sich auf den großen Skifesttag a€8tzeit. Diesmal verbesserte sie ihren cigen^Mi WeMrekord Uber 400 Meter Freistil auf 5:00.5 Minuten; öarfaffe in Xeilc serfdmttten Dramatischer »Ausflug« einer Amerikanerin zum Meeresgrund Von einem Schiffszusammen-bruch und seinen abenteuerlichen Folgen berichten amerikanische Zeitungen aus Los Angeles. Miß Ellen B r c 11 o n, die Gattin eines Großkaufmannes aus Los Aiiigeles, war in einer größeren MotoPbarkass'e mit ihrer Tochter und zwei Matrosen auf das Meer hin ausgefall ren, als durch Funk das Herannahen einer Nebelbank gemeldet wurde. Frau Bretton zog sich darauf in die kleine innere Kabine zurück, während das junge Mädchen auf Deck tilieb, um das Nähenkommen des Nebels zu beobachten. Die Männer meinten, in der halben Stunde, die das Schiff noch brauche, um den Hafen zu erreichen, werde man vielleicht dem Nebel ausweichen können, doch ein unigünstiger Wind trieb die Nebelbank — eine Erscheinung, die in dieser paradiesischen Gegend sehr selten auftritt — sdhncller heran, als sie erwartet hatten. Die Motorbariia'sse mußte ihre Geschwindigkeit um die Hälfte verringern. Und dann geschah das Furchtbare: aus dem Nebel heraus schoß plötzlich d'er sdiarfc Bug eines Passagierschiffes auf die Barkasse zu. Ein ohrenbetäubendes Krachen folgte: Das kleine Schiff war in zwe" ' Hälften zerschnitten worden. j An Bopd des Schiffes, das dieses Un-1 heil verursacht hatte, war man sofort auf die Katastrophe aufmerksam geworden. Man ließ Boote herab, und es gelang nach schwierigem, halbstündigen Suchen , erst die Matror>en und schließlich die Tochter von Frau Bretton aufzufischen. Aber was war aus Frau Bretton geworden? »Sie wird tot sein«, war die allge-I meine Auffassung. Eine andere Möglich-' keit war kaum denkbar. Der Rundfunk trat in Funktion, Man rief von der Küstenstation in Florida Taucher herbei. Obgleich jedermann fest damit rechnete, daß Frau Bretton nur als Leiche gefunden werden würde, sti'egen doch drei Taucher in die Tiefe, nachdem der Nebel sich etwas gelichtet hatte. Sie suchten im Bereich der ihnen bezeichneten Ungliicjvsstell'e und fanden zwei Stunden lang nichts. Sie wollten schon an die Oberfläche zurückkehren, als einer von ihnen eine überraschende I Entdeckung machte. In etwa 20 Meter Tiefe saß das fast unbeschädigt gebliebene Reststück der gesunkenen Barkasse fest auf dem flachen Meeresgrund... Und durch das Kajütfenster sah der Taucher — er wollte seinen Augen nicht trauen --- — Frau Bretton lebend und vollko-mmen unverletzt. Wie war das Wunder zu erklären? Beim Untergang des Schiffe-^- war die Kajütentür geschlo-^scn gewesei' und die eingefancene Luft hatte das NTch-dringen der Fluten verhindert. In der wasserdichten Kajüte aber lebt ein '^^ensch snlan^re. wie die vorhande«" ^^^mlijft es ihm gestattet Frau Bret'on lebte w'c sollte ^ie aber nun dem Meeresgrund entreiß'"!. :^MariboTer Zeifimg« Naiimier 9ff Lange zerbrachen sich die Ingenieure an Bord des Dampfers den Kopf. Die meisten Rettungipiäne mußten verworfen werden, weil sFä unausfühitar waren, öffnete man an irgendeiner SfeHe die Kajüte, dann mußte die Frau ertrinken. Einen Kran, der das Wrack in die Höhe hätte heben können, konnte man nicht beschaffen, es hätte Tage gedau-^rt, bis er zur Stelle gewesen wäre. Solange konnte maji nicht warten: Frau Bretton wäre in dieser ZcU TU Grunde gegangen. So blieb nur ein Ausweg: man mußte mit einem Sprengschuß das Kajütenrr 3lmmrroarlrn Ii. Doppeltöpfe für Zltninerpflanzen. Bei Zimmerpflanzen empfiehlt es sich, so^hl im Winter, falJs Zentralheizung vorhanden ist, als auch im Sommer, wenn sie dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, diese in doppelte Blumentöp-fe zu geben, und zwar derart, daß man die Pflanze mit ihrem Topf in einen zweiten gibt, der um so viel größer ist, daß der erste hineinpaßt. Durch die doppelte Tonschicht wird eine Isolierung geschaffen, die sowohl eine zu starke Verdunstung und eine damit verbundene Wachstunisbehlnderung verhütet, als auch einen Wasserspeicher bildet, wodurch die Pflanze durch länigere Zeit eine gleichmäßige Feuchiigikeit an den Wurzeln erhält. h. Regen wäntier in Blutnentöpfm Topfflanzen sind von Rogenwürmern be* fallen, wenn sich auf der Erde und in d«n Untersetzern unter den AbzOgen krUme* Hge Häufchen, die Ausscheidungen der Regenwürmer, vorfinden. Bei kleineren Töpfen findet min die Würmer bald ntch dem Austopfen meist in der Nähe der Abzugslöcher. Pflanzen in größeren Töpfen werden einmal kräftig mit Wasser von etwa 35 Qrad Celsius gegossen. Die Re-genwürmer kommen dann bald aus der Erde zum Vorschein. Ein anderes Mittel, die Regenwürmer an die Oberfläche der Topferde zu treiben, ist da« Übergießen mit einem Absud von Roßkastanien. h. Oelbe VeUchea. Das gelbe Veilchen wächst In den Bergen wie da« Edelweiß In den Feisapalten der $eitet, ein Telefonanruf verständigt sechs Anzeigen büros in Deutschland und siebzehn aus-händische Agenturen. Sämtliche Fachzeit. Schriften hungern nach meinen Auskünften, Meßdorff wird grün und blau vor jwut, die Konkurrenz kann s'ch *n Lehnstuhl kaufen, Herrschaften, denn wir... wir haben gewonnen! WJr haben die bedeutendste Schlacht gewonnen, die es vielleicht heute zu schlagen gibt: wir haben den universalen deutschen Werkstoff aus inländischem Material: das ,Karolit'I« »Und damit ganz Deutschland!« fügt Karajan ernst hinzu. »Das ist vielleicht das Schönste an unserem Sieg, daß er in erster Linie unserm Vaterland zum Segen werden wird! Kinder ... ich möchte euch bitten, für den Rest des Tages meine Gäste zu sein! Ich glaube ... wir haben das Recht, ein wenig fröhlich zu sein!« »Genehmigt!« ruft Grote. »Aber wenn ich bitten darf: zuvor einen Rundtrunk bei meinem Freund nebenan. Er soll sehen, daß wir ihm gern etwas zukommen lassen.« »Ich schließe mich Grote an!« stimmt Karajan zu. »Hernaoh essen wir irgend, wo zusammen. Einverstanden?« »Eifistnnniig an^genommen!« « Gegen acht Uhr fragt Hausmann plötzlich: »Ja, zum Teufel, wo steckt denn Karajan?« Aber soviel man sich auch umsieht, er ist und bleibt verschwunden. Über allen Plänen und Zukunftsmusiken hat man ganz vergessen, darauf zu achten, wohin er denn so schnell entschwunden ist. Wernicke winkt lächelnd ab, als die andern aufstehen, um nach ihm zu suchen. »Laßt ihn? Ich kann mir denken, daß er heute abend sein volles Herz noch an einer andern Stelle ausschütten muß!« Da nicken die Männer, Schorsch pfeift leise durch die Zähne und alle lächehi in schweigendem Verständnis. Karajan aber steht längst auf der Straßenbahn, die ihn ins Innere der Stadt bringt. Er hat in aller Eile seinen Hut v«r gessen, aber das tut ihm niclie, ja, er emp findet es herrlich, sich den kühlen Herbstwind durch die Haare sausen zu lassen. Die Normaluhr zeigt gerade fünt. Paßt vorzüglich, dtnkt er. Wir werden noch eine Stunde ins Freie fahren und den Abend für uns haben. Am Schk)8 wird gAuddelt. Er steigt aus, kann gerade noch vor den Rädern eines Autobus, der von der Augustusbrük kc kommt, zurückspringen, erntet einen abgründigen Fluch des Fahrers und ein gereiztes Kopfschütteln zweier älterer Da men, aber das hört und sieht er all^s nicht Er findet es ganz selbstvertändlich, daß sich der Betrieb der Stadt Dresdens heute nach ihm zu richten hat. Die Tauben vor dem Opernhaus, die In großen Scharen die letzten zerstreuten Krümel vor dem Schlafengehen als Nacht mahl aufpicken, jagt er mit radschlagenden Armen aus ihrer gefräßigen Ruhe. Zwei Backfische lachen über ihn, ein ai. ter Herr schiebt bedächtig die Brille hoch Ha! denkt Karajan. Ihr könnt mich heu te aHe nicht ärgern. Ich hab eine Schlacht gewonnen... und heute abend geh ich aus... heute abend bin ich mit ihr ganz allein unter vielen Menschen ... ach, Ka-rola! Hundert Mark für die Armen, wenn ich dich jetzt hier hätte und dir einen KuB geben diirftel Auf der Prager Straße ist allerlei Gedränge, er durcheilt es mit kühnem Schwung. Was gibt's denn im Kino?... Kino ist dunkeil... HerrlichI — Also ist's ganz gleich, was sich auf der Leinwand zuträgt! »Haben Sie noch eine Loge frei für di« letzte Vorstellung?« »Für heute at^nd...?« »Bitte, Ich möchte auch die Hinterplätze kaufen.« Es hat geklappt. Glückstrahlend versenkt Karajan seine vier Karten in der Manteltasche. Und nun .... Karola anrufen! Da ist sie, die geliebte Stimmt" (Fortsetzung tolgt.) Chefrcdaktenr und für die Redaktion verantwortlich: UDO KASPEIL — Druck der „Mariborska tiRkaroa" in Maribor. — Für den Heraui^ebcr und den Druck verantwortlicb Direktor ^fANKO DETELA. — Beido wohnhaft In Maribor