Eibnftleitu»«: . fr-—. a Lerwaltusfl: »thauSgaffr Skr » ^ ^ Mhg jA a RathauSgass« Skr. & -vd-n *tr- 11. ttttaaibo«. ^9BB Ak jf^F ■! ^ Icl-»d°!> Wr. n, i»tere»b*n. MM-- ^aa*1 ^1^ ^ 1IB1B a A^M- sä, siMmeMMK ÄÄ ^ ▼ TTTrTT|T WWWTW ft'd»r>»firi!.«»»t» 30.68«, | ^ BtUcn ti« »at HrbtfUHunj Ar. IS__ Abg. Marckhl über die politische Lage. In der am SamStag den IS. d. M. statt-gefundenen Wählerversammlung erstattete der Reich«rat«abgeordnete Herr Richard Marckhl einen überaus fesselnden und ausführlichen Be-richt über die letzten Vorgänge im Parlamente. An Beginn seiner Rede charakterisierte er treffend die Obstruktion im steirischen Landtage als mehr oder weniger schülerhaften Abklatsch der von den Slowenen unter Führung deS Dr. SusterSic im Reichsrate betriebenen, wichtig« tuenden und höchst mutwilligen Taktik. Der Hauptgrund dieser Obstruktion könne aus den slowenischen Preßstimmen entnommen werden, welche ihre große Befriedigung darüber äußerten, daß nun von den Slowenen in der ganzen Welt gesprochen werde. Der Redner schilderte nun das Entstehen des zweiten Kabinetts Bienerth mit Hochen-Kurzer und Stürgkh, das Entstehen der flawi-schen Union angeblich als Gegengewicht gegen den deutschromanischen Block, in Wirklichkeit aber als eine parlamentarische Bereinigung, die sich die Verfolgung der Politik des Dr. Kramarsch und Dr. Susteröic zum Ziele setzte, eine Po-litik, die aus nichts anderes hinausläuft als auf die Verwirklichung de« von den Slowenen auf-gestellten Grundsatzes: Die slawische Mehrheit Oesterreichs muß zur Macht kommen, Oester» reich muß slawisch werden oder es wird nicht sein. In diesem Geiste wurde der Kampf gegen Alufikverein ßitti, zweiter Kammer-mustkaßend Mit Unrecht fällt der Viola unter den Streich-mstrumenten im allgemeinen eine untergeordnete tHclTc zu. Während die Geige und das Violoncello sowohl bei den ausübenden wie auch bei den schaffenden Musikern die größte Pflege finden, be-gegnen wir höchst selten Künstlern, die ihre ganze Liebe jenem Allinstrumente des Streicherchores zu-wenden, und so darf es auch>«cht wundernehmen, wenn die Viola-Literatur ziemlich spärlich bedacht ist. Es war daher ein seltenes künstlerisches Ereignis. wenn wir in dem zweiten Kammermusikabende des ÜllusikvereineS Cilli am 21. Februar 1910 Gelegenheit hatten, nicht nur eine ausgezeichnete Violakünstlerin, Frau Natalie Bauer-Lcchner, sondern auch in der Violafonate von Joses Zöhrer ein höchst bedeutendes Werk der neuen Violaliteratur kennen zu lernen. Frau Bauer-Lechner, als Violaspielerin des Damenquartettes Soldat»Roeger bekannt, zählt neben Alexander Ritter gegenwärtig zu den nam-daftesten Vertretern U,reS Faches. Eine künstlerisch vornehme Natur, verzichtet sie von vornherein darauf, durch eine rein äußerliche, dem Charakter ihres Instrumentes sremd« Technik zu blenden; das Schwergewicht ihrer Kunst liegt in der geistigen Durchdringung des vorgeführten Werke« und in dem seclenvvllcn Gesänge, in dem sie den ganzen Adel ihres herrlichen Instrumente» offenbart. Un-vergleichlich schön klingt auf ihrer alten Amati- Killt, Samstag» 26 Keöruar 1910. das Kabinett Bienerth geführt, welcher offiziell als Grundsatz eine kräftige, unbeeinflußte Ber-waltung aufstellte. Der Redner erörterte eingehend die Bor-gänge, welche zur Obstruktion der Slawen führte, welche von der Regierung, als der RcichSrat am 11. Juli geschlossen wurde, mit folgenden bemerkenswerten Worten charakterisiert wurde: „Die Schuld an diesem AuSgaug- trifft aus-schließlich jene Parteien, die ohne Nötigung mit großer Zahl zweckloser Dringlichkeitsanträge die Tagesordnung verlegt haben, obgleich sie eine ganze Reihe gemeinnütziger, wahrhast volkS-freundlicher Gegenstände umfaßte. Ein solches Beginnen ist eine empfindliche Schädigung an Bolk und Reich, ist eine Gefährdung der Volks-Vertretung, die damit ihren ernsten Aufgaben und Pflichten entzogen w»rd. Alle Bemühungen sind an dem hartnäckigen Widerstände der ob-struierenden Gruppen gescheitert, die für die selbstverständliche Erfüllung ihrer Pflichten be-sondere Vorteile begehrten und zuletzt diktatorisch mit Zumutungen hervortraten, die in Wahrheit darauf abzielten, alle anderen verfassungsmäßigen Faktoren unter den Willen einer parlamentarischen Mehrheit zu beugen". Wir vortrefflich paßt diese Regierungserklärung auch auf das Verhalten der Slowenen im stei-rischen Landtage. Und geradeso wie damals ziehen sie auch heute hinaus auf das Land, um das Volk über ihre wahren Absichten irre zu führen und in jesuitischer Weise die Schuld von sich ab auf die Deutschen zu wälzen. Für dieses Vorgehen gibt es keine andere Bezeichnung als Volksbetrug. Viola der warme, satte Ton der G-Saite, in seiner breit und ruhig dahinfließenden Fülle an Mischung der Klangsarben des Violoncellos, Hornes und tiefen KlarinettenregisterS erii.nernd. Den Ansang des Programmes machte die Sonate in F-Dur für Viola und Klavier von Joses Zöhrer. Dieses Werk, die reife Frucht eincs gediegenen technischen Könnens, folgt in seinem Ausbau (Allegro cantabile, Andante, Scherzo und Allegro) der durch Schumann und Brahms festgehal-tenen Sonatensorm. Es hält sich in wohltuender Weise von den Verstiegenheiten mancher Neuerer fern und bringt in seiner Erfindung und Verarbeitung trotz-dem viel des Neuen und Schönen. - Der erste Satz zeichnet sich durch melodischen Schwung und reiche thematische Gestaltung aus, der zweite Satz (C-Dur) bringt eine getragene Kantilene (s/4 Takt) und variiert sie geistvoll in kanonischer Form in der Verkürzung im % Takt, »voraus das Thema in seiner Grundgestalt (Bratsche) mit der im Klavier fortgesetzten verkürzten Form sich vereinigt. Der dritte Satz (D-Moll) und der leise verklingende Schlußsatz jesseln besonders durch ihre energische Rqthmik. Die Themen sind frisch und unmittelbar er-funden und vortrefflich dem Charakter der Viola angepaßt. Da« Werk, welches bei seiner Ausführung in Wien im Jänner d. I. sowie bei unserem Kon» zert reichen Beifall fand, ist gewiß berufen einen ehrenvollen Platz in der Violaliteratur einzu-nehmen. Die Ausführung durch Frau Bauer-Lechner und den Komponisten war tadellos ausgeglichen und 35. Jahrgang. Nach dem Wiederzufammentritte deS Abgeordnetenhauses im Oktober trat die slawische Obstruktion immer offener hervor, namentlich als die Versuche Hochenburger und Schreiner zu beseligen, fehlschlugen und nach Sanktio-nierung der von den Landtagen in Niederöster» reich, Oberösterreich, Salzburg und Vorarlberg beschlossenen nationalen Schutzgesetze, die dem Tfchechentume ein: unangenehme Schranke setzten. Dann kam plötzlich die Annahme deS Antrage« Kramars mit dem HauSknecht-Paragraphen, die Einstellung der Obstruktion, die aber nicht auf ein erwachte« Verantwortlichkeitsgefühl der Slawen zurückzuführen ist, denn fönst hätten die flo-wennchen Führer nicht mit dem gleichen Kampf» Mittel im Landtage begonnen. Im ReichSrate haben aber die slawischen Parteien die Obstruktion nur deshalb eingestellt, weil sie die Ueberzeu-gung gewannen, daß sie auf diesem Wege zum Ziele ihrer Bestrebungen nicht gelangen können, zu dem Ziele eine« slawischen Oesterreich, hier im Unterlande zum Ziele der LaudeSzerreißung, zur Vereinigung aller Südflawen, also zum TrialiSmu«, bei dessen Verwirklichung da« unterländische Deutschtum brutaler Machtgier und roher Vergewaltigung, wie sie die Deutschen Laibachö bereit« zu verspüren bekamen, an«ge-liefert wäre. Nur auf Täuschung und Irre-sührung haben sie e« abgesehen, wenn sie in Wien und Graz über nationale Unterdrückung klagen. Ihre Absicht ist in Wahrheit auf die Gewinnung der ausschließlichen Macht hier im Unterlande, auf die Verdrängung und Ber» nichtung de« erbersessenen Deutschtums gerichtet. Ein solches Beginnen steht den Führern eine« von hinreißendem Schwung. In den folgenden Solovorträgen „Plaiair d'amour* von Martini, Hol nidrei von Bruch und das Adagio aus der Sonate für Arpeggione von Schubert zwang die Künstlerin die Zuhörer in den Bann der edlen, weihevollen Töne, die wie ein Gebet den Saiten des Instrumentes entströmten. Trotz des gleichartigen ernsten Charakters der Tonstücke fesselte sie von Ansang bis zu Ende und dankte für den herzlichen Beifall durch Wiederholung des Schubert'scheu Adagio. DaS Klavierquartett in A-Dur von Brahms war ein Prüfstein für da« Können der Ausführenden, sowie für Aufnahmssähigkeit unserer mit Brahms noch wenig vertrauten Hörerschaft. Der Ausführung am Konzertabende war Sonntag vormittags eine kurze Erläuterung de« schematischen Ausbaues durch Herrn Dr. Anton Rojic und eine Vorführung de« Quartettes durch einheimische Kammermusiker voran-gegangen. Beim Konzerte waren außer den hiesigen Musikern Kapellmeister Karl Paul Geifert (Violine) und Dr. O. Kallab (Cello), die beiden auswärtigen Gäste, Direktor Zöhrer am Klavier und Frau Bauer-Lechner am Bratschenpult beteiligt. Trotz einer einzigen Verständigungsprobe war das Zu-sammenspiel des Quartettes in jeder Hinsicht, be-sonders in der Dynamik und Plastik der Stimm-sührung ein geradezu glänzendes. Der geistige Ge-halt des an Schönheiten überreichen Werkes fand klaren und überzeugenden Ausdruck, kein Wunder, da jeder einzelne der Mitwirkenden mit seinem ganzen Können und ganzen Herzen bei der Sache Seite 2 SMtjch? A!ach» 'Jiumntj 17 Volkes schlecht an, da« dann, wenn e« zur Durchführung der nationalen Autonomie käme, bei der e« für seine kulturelleu und wirtschaft« lichen Bedürfnisse au« eigene» Mitteln auf-kommen müßte, kulturell und wirtschaftlich ver-hungern müßte. Weil sie die« einsehen, ver» langen sie, daß ihnen der Staat unter anderem mit der slowenischen Universität in Laibach da« Rüstzeug gebe. Dem Bestreben nach Macht« gewinnung entspricht anch da« Begehren nach paritätischer Vertretung in der Regierung, da« Verlangen nach Berufung eine« Vertreter« de« Südslawentums in dem Kronrat. Gerade durch khr VekhälNtn ttn "Reithsrot und im Landtage habe» die Slowenen bewiesen, daß sie sür den Parlamentarismus nicht reif sind, noch weniger für die Anteilnahme an der Regierung und wir müßten es daher als einen Faustschlag empfinden und al« eine bewußte Förderung der gegen da« Deutschtum und gegen den Bestand de« Staates gerichteten Bestrebungen der slawischen Parteien, wenn diesen Forderungen der Slawen statlge-geben würde und wäre dies auch nur in der Form der Berufung von Beamten slawischer Zugehörigkeit in daS Kabinett. Denn diese slawischen Beamtenminister wären ja doch nur diePlatzhalter sür slawi« sche Politiker. Die deutschfreiheitlichen Vertreter haben daher gegen alle Versuche, den slawischen Machtgelüsten in dieser oder jener Form die Wege zu ebnen, energisch Stellung genommen. Wohin die Politik deS Rußlandreisenden Dr. Kramarö führen würde, kann man daraus entnehmen, daß, als nach der Einverleibung Bosniens und der Herzegowina in der Sitzung der russischen Duma am 1. April mehrere Redner der Nationaltrauer über dieses Ereignis Ausdruck gaben, ein Redner, es war Graf BobrinSki, meinte, e« fei nicht an der Zeit der Trauer Rußland« Ausdruck zu geben, sondern man müsse die Zähne zusammen-pressen und arbeiten. Es werde die Zeit kommen, wo Rußland gemeinsam mit seinen slawischen Brüdern Abrechnung halten werde. Abgeordneter Marckhl, welcher unter leb« haster Zustimmung mit vollem Rechte darauf hinweisen konnte, daß er nicht nur im Porla« mente, sondern auch außerhalb desselben sür die Bedürfnisse feines Wahlbezirke» in der mannig- war. Frau Bauer-Lechner beivährte ihren Ruf als trefflich« Kammermusiken», Musikdirektor Zöhrer als ausgezeichneter Pianist, der die technischen Schwierig-leiten mit bewundernSwerter Leichtigkeit meisterte und seinem Klavierpart den Stempel einer ernsten männ« lichen Auffassung verlieh. Herr Seifert hat sich in seinem neuen Wirkungskreise als Dirigent bereits auf das beste eingeführt; mit Spannung sah man seinem Auftreten als Geiger entgegen; er hat diese ?Zrob« aus duS beste bestanden. Er besitzt eine aubere, solide Technik, tadellos reine Intonation, und fein ausgesprochene« künstlerisches Stilgefühl hält ihn frei von jeglichem falschen Birtuosentum, da« gerade bei der Kammermusik am übelsten an-gebracht ist. Herr Seifert hat. offen gestanden, alle Erwar-tungen übertreffen. Wir beglückwünschen ihn sowie den Musikverein zu diesem schönen, vielversprechenden Erfolge. Vereint mit Dr. Kallab, welcher auch diesmal durch fein edle« klangschöne» Spiel entzückte, ist Herr Seifert gewiß berufen, die Führung in unserer Kammermusikvereinigung zu übernehmen. Schon bei dem im Zeitmaße etwas zu sehr gemäßigten ersten Satze hatte die Zuhörerschaft die Brücke zu dem Verständnis des Werkes gefunden; nach dem durch Slangschönheit und Farbenreichtum hinreißendem zweiten Satze brach stürmischer Bei-fall aus, der sich von Satz zn Satz steigerte und eine ehrliche Begeisterung zum Ausdrucke brachte, ' welche wir bei einem so schwer zugänglichen Werke kaum erwartet hätten. faltigste» Weise und mit Erfolg tätig war, erntete mit seinen Ausführungen stürmische« Beifall. Von den eigenen Volksgenossen gerichtet. Diesmal wollen nicht wir über die nur zu gut bekannte vatermörderische Herz- und Gewissen-losigkeit der windischen Volksvertreter sprechen, son-dern wir lassen das arme betrogene slowenische Volk selbst zum Worte kommen, da» über die win-dischen Volksbeglücker den Stab gebrochen hat. Am SamStag den 20. d. M. fand in Pettan im Deutschen VereinShause eine vom Stajerc einberufene Bauernversammlung statt, welche Stellung nahm gegen die pervakische Obstruktion im steirischen Landtag. D:u Vorsitz führte Sausmann Herr Sla-witsch. ES sprachen unter großem Beifalle Groß-Grundbesitzer Herr Drvfenig aus Sauerbrunn und Besitzer Herr Kreßnik aus Kerschbach, welche die das Land schädigende, frivole Obstruktion und die verlogenen ObstruktionSauSreden der pervakische» LandtagSabgcordiieten gebührend beleuchteten und auch vor der Errichtung eines südslawischen Mini-sterinms warnten. Herr Repa, Gastwirt in Maria Nenftift, verlas hieranf nachstehende Entschließung, die.Herr Skerlez, Schmied aus Frieda» erläuterte und die hierauf unter stürmischem Beifall ein-stimmig angenommen wurde: „Die heute am 20. Februar 1910 in Pettan versammelte» bäuerlichen Wähler protestieren entschiedenst gegen die leichtsinnige Obstruktion der slowenische» Abgeord-neten im Landtage, mit welcher sie »nS die letzte Hoffnung aus Besserung auf wirtschaftlichem Ge-biete genommen haben. Wir verurteilen deshalb die unglückliche Politik und sprechen den slowenischen Abgeordneten unser tiefstes Mißtrauen ans." Wir fügen z» diesem vernichtenden Volksurteile nichts hinzu, als den Wunsch, es möge die Schamröte, die den vom eigenen Volke Gerichteten — wenn sie derselben noch fähig sind — aufsteigen muß. das Morgenrot der Erlösung des armen, verblendeten SlowenenvolkeS fein. Wie übrigens die verständige, nicht vollkommen hypnotisierte slowenische Volksmasse über die win-dischen Volksbeglücker denkt, kann man aus svl-geuder an den Herrn Gr. T. ans Petta» gerichteten Zuschrift erkennen, in der es heißt: Die angekündigte» Versammlungen, in denen die Obstruktiouisten ihr Verhalten im Landtage rechtfertigen eine neue Deutsche»!,etze einleiten, neuen Daß gegen die deutsche Bevölkerung des Landes ften wollten, bringen ihnen hier und in der Um« gebung Enttäuschungen, die sie sicher nicht erwartet haben. Der Verlauf dieser Versammlungen ist ein geradezu kläglicher. Trotzdem die klerikalen und die liberale» Slowenen Waffenstillstand geschlossen haben und die windische Geistlichkeit ihren Einfluß nach Kräften aufbietet, gelingt es nicht, die Ver-fammlungSräume mit bäuerlichen Wählern zu füllen. Hier treiben jetzt die Bauern Obstruktion. Deutlich geben sie ihren falschen Freunden durch den zahl-reichen Besuch der Stajercversammlungen zu erkennen, daß die slowenische Bevölkerung nicht hinter ihren Führern steht, offen sagen sie ihnen in den win-dischen Versammlungen, daß der windische Bauer mit dem Verhalten »einer Führer nicht einverstanden ist, die slowenische Verhandlungssprache im Land-tage und die Obstruktion mißbilligt. Die Herren ljuben sich verrechnet; bei den Septemberkrawallen gelang es ihnen, die jungen, heißblütigen Leute zu verhetzen; heute haben sie es in den Versammlungen auch mit erfahreneren Männern zu tun, die sich nicht blind leiten lassen, wie die Abgeordneten MeSkv nnd Osmec. MeSko hielt in St. Urbani eine Versammlung ab. Bon den 80 Teilnehmern waren sicher 60 „Stajerc"« Leute, die ihm deutlich sagten, daß er sich am Gängelbande des Koro»ec führen lasse und, wenn er das Volk nicht selbst vertreten könne und ihm dessen Bedürfnisse nicht bekannt seien, bei seinem Geschäfte bleiben möge. Aehnlich erging es dem Abgeordneten Osmec in St. Lorenzen. Die erste Wählerversammlung während seiner Mandatsdauer brachte ihm eine entschiedene Abweisung. Um nun die beiden Schlappen auszuwetzen, wurde Reichs-ratSabgeorbneier Dr. Ploy nach Pettau berufen. Trotzdem der Herr Hofrat auf den Straßen der Stadt die Lente zusammenfieng, ihnen freundschaft» lichst die Hände schüttelte und der windisch« Ober-lehrer Zutreiberdienste leistete, zählte die Versamm-lung — 20 bäuerliche Wähler. Die windischen Schreiber und Genossen mußten die Staffage bilden, damit der Herr Hofrat nicht vor leeren Bänken sprach — derselbe Hoftat, dem die gleiche Gesell« fchaft bei den Landtagswahlen einen glänzenden Durchfall bereitet hat. Wie mußte den Herren im Narodni Dom bei dieser Versammlung zumute sein, da sie wnßte», daß hundert Schritte entfernt zu der „Stajerc"-Versammlung die zehnfache Zahl bäuerlicher Wähler sich eingesunden hatte, trotzdem nicht der gefürchtete Linhart sprach! Alich hier in Pettau erfuhren die .Herren die Meinnng der Bauern. „Wohin sollen wir", sagte einer, „wenn wir un» von Graz trennen d Sollen wir ein selbständiges Land bilden? Wir können die deutschen Steuerträger dcS Ober- und Mittellandes nicht entbehren, wir sind nicht imstande, ein Land aus unseren Mitteln zu erhalten. Sollen wir nach Laibach und uns dort durch die serbische und russische Wirtschaft bel)errschen lassen? Keines son beiden ist der Wille dcS slowenischen Volke«, keines von beiden ist möglich." Ein anderer Bauer sagte, er begreife, daß die deutschen Abgeordnete» die Wünsche der windischen Abgeordnete» »icht erfüllen können Die eifrige und zielbewußte Pflege guter Musik durch den Musikv«rein Cilli zeitigt bereits ihre Früchte. Der außergewöhnlich zahlreiche Besuch des Kammermusikabendes und das trotz der Länge und Schwierigkeit der VortragSordnung bis zum Schlüsse «»geschwächt fortdauernde warme Interesse geben ein ehrenvolles Zeugnis für den künstlerischen Ge-fchmack unseres Publikums, das den idealen Bestre-bnngen des MusikvereineS mit fo aufrichtigem Ver-ständnis zu folgen vermag. Der Musikverein Cilli hat mit dem montägigen Kammermnsikabend eine würdige Höhe erreicht, auf der er sich getrost mit den besten Kammermusikver-einigunge» der österreichischen Alpenländer messen darf — eine Höh«, von der eS kein Zurück mehr aeben darf, sondern nur ein unermüdliches Vorwärts« schreiten auf der betretenen Bahn — zu neuen Thaten! B. C. Wia da Sunnleitn Wicht applaudiert. Bon Mary Koch. Ban Sunnleitn-Michl habn sie in Summa a scheanS Stübl ganz umansunft, weil die Leut alle in Tenn draußn schlasn, und so hat st halt da Mich! denkt: Nimmst an Summafrischla, leicht a paar Kreuza san« a und so a herrisch« Schnaggl hat da lang guat sein. — Und da Burgamoasta, eh sei Saufkumpandl, hat eahm a richti so an Herrn au« da Stadt vaholfn. „A Schaufpüla soll« sein, der seini Nciv» ganz roiniert hat »nd hiaztn Ruay braucht und auf« Land »maß," «oant da Burga moasta, und da Mich! sagt braus bedacht!: .Woaßt. Burgamoasta, da« oani vastth » nit, das, hiazt alli Leut mit die Nervn jammau^ I kann mi nix klagn damit und i moan hall» da« bringt in da Stadt die Modi mit." »Sigst, Michl, da« «stehst du halt wieda nit." balthrt in Michl da da Burgamoasta, „aba i han grad neuli mit unsan Herrn Dokta gredt, und er hat ma gsagt, daß dö vüln Nervnkrankhaia von da Siudie kemman, Die jungan Leut müasfn z viel lernan, und wann s' aftn a bißl lusti fein wölln. bleibt eahna koa Zeit zan «chlafn und AuSrastn. Und mit die Nervn is a fo. wia mit die Gummi-lasti Stumpfbandln. dö unsari Dirndl hiazt habn: Wann sie z' vül angspannt werdn, lassn s' aus. Siegst, grad a so i«!" „Met," fagt da Sunnleitn Michl, den vor lauta Zuahearn gar s' Pfeifl auSgangn i«. „ntei, Burgamoasta, bist du a gfcheita Mensch — und i sag« allemal, koa andara kunnt unsa Burgamoasta sein. Und eS is a koana so schriftgelehn wia du." DaS gfeut in Burgamoasta so. daß eahm a paar Zacha kein man, und ganz buttawoach werd a und dringt nix außa, a« wia. .Wohl, wohl, Michl, 'S Ding macht st, '« Ding macht st." Wia astn die Sunnteitn-Wabal. da« i« in Michl sei refoluta Hau«»achtmoasta. gsegn hat, daß a« ernst werd, i« sie «mgschossn wia bsessn im Haus und '4 untast hat siie z' obast draht. Die Rofal, in Eunnleitn-Michel fei blitzsanba« Töchlal, hat nix zan lachn ghabt, denn nia war die viuatla MM. Bläffer zur Unferhalfung und Belehrung für Haus und Familie. Hosotagsöeitage der „Deutschen Wacht" iu giffl. Br. 9 „Die Südmart" erscheint jeden Sonntag als unentgeltliche Beilage sür die Leser der „Deutscheu Wacht". — Einzeln ist „Die Südmart" nicht lüuftich 1910 Aus meiurr Jestungszeit. Von Fritz Reuter, eus d«m Platldcutschen «berlktzt von A Grund. SS. Zortsehung. . «,>»«r»S D»rUo tu. Aber lasse das! Der Wind hat schon lange dar« über geweht, jene Zeit l^gt weit hinter uns und aus der schwarzen Tafel aus welcher die Gedanken und Seufzer jedes einzelnen Märtyrers siir die Farben Schwarz-rotgold verzeichnet waren, ist die Schrift sast unleserlich geworden; soll unleserlich geworden sein l Alles hat zur Stunde (1863) wieder Hoffnung, alles politisiert um mich hcrnm und eS scheint sast, als sollte das Politisieren zum Rechnen werden. Jeder nimmt seinen eigenen Vorteil wahr; der Eine will eine Wendung so, der Andere so; die einen politisieren mit dem Kops, die Anderen wieder mit dem Herz. Und dieses Letzlere halte ich für das Richtige. Denn mögen den ersteren ihre Zahlen noch so klar vor Angen stehen, was wir mit unserem Herz suhlen und n»S in dieses gesetzeskriislig geschrieben ist, strömt wärmer und länger durch unser Wesen, als die heiligste Zins- und Zinsenrcchnuug. Aber es sollte anders werden nnd der eS mir zuerst verkündete war mein Franzose, der, wie ich ja schon erzählte, ein großes Geschäft mit Prophezeiungen betrieb. Eines Tages als wir aufwachten sagte er zn mir: Weißt du was ich geträumt habe? — „Nun?" frug ich. — .Ich träumte, du bekommst heute einen Brief von deinem Bater." — „DaS ist wohl möglich," sagte ich answeichend, denn wenn man aus seine Träumereien eingieng, so war es mit dem Franzosen den ganzen Tag nicht auszuhalten. — „Dn bekommst auch Geld heute," fuhr er sort. „Nein," gab ich zurück, „mein Vater hat mir erst vor vierzehn Tagen Geld geschickt; so fix geht daS nicht." — „Dn bekommst Geld uud eine freudige Nachricht dazu," sagte er mit einer merkwürdigen Bestimmtheit. Ich reagierte nicht weiter aus deS Franzosen Rede, sondern gieng, als aufgeschlossen wurde, ins Freie. Nicht lange dauerte es und Kaufmann Schwarz, bei dem ich, dank meinem schaften besorgte, d. h. nachdem sie der General gelesen hatte, kam auf mich zu und sagte schon von weitem: „Gnt, daß ich Sie treffe. Auf der Post liegt ein Brief für Sie." — „Siehst du," sagte hinter mir der Fran-zose. — „Aber der Brief ist mit Geld beschwert," snhr Schwarz fort, „sie muffen erst den Postschein hinuiiterschicken." — „Siehst du," sagte der Franzose wieder. — „„Merkwürdig!' " — Wir machten unseren Spaziergang und eS passierte weiter nichts; Nachmit« tags saß ich mit Kapitän unter den Linden bei einer Partie Schach und Franzos' stand bei uns und sah uns zu. Während dem Spiel sah ich einmal so ver« loren die Allee entlang und erblickt am Ende derselben den Kaufmann Schwarz, der mir mit freudigen Geste» zuwinkte. „Was soll das bedeuten?" srng ich vor mich hin. „Er bringt dir die freudige Nachricht," antwortete Franzos'. In Hörweite gelangt rief mir Schwarz frendestrahlend zu: „Sie kommen sort von hier in ihre Heimat. Sie werden in ihr Baterland ansgeliejcrt." — „Merkwürdig," mnrmelte der Franzose und ging, als wäre er über seine eigene Knust erschrocken, bleich zur Seite. Und es war wirklich merkwürdig, daß eine seiner Prophezeihnngen einmal eingetroffen ist, denn es war Tatsache, was er in der Frühe voranSgesagt hat. Alle anderen Prophezeihnngen erwiesen sich stets als Hirngespinste, denn wenn sie wirklich eingetroffen wären, so hätte die Welt einen Ruck bekommen und wir giengen hente auf dem Kopf spazieren. Mir war es im ersten Moment, als ich diese Nachricht hörte, wenigstens so zu Mute, daß ich am liebsten ein paar Purzelbäume geschlagen hätte, nm mein Gehirn wieder in die richtige Lage zu rücken und es dauerte eine hübsche Weile, bis ich den Brief meines Vaters mit Verstand lesen konnte. In diesem ersnhr ich nun mit Genauigkeit alles, was zu meiner Vater, Kredit hatte und der mir anch meine Brief« AuSlieserung gehörte. Ina Vaterland, allerdings ans 2 Äußerste Ende desselben, nach Dömitz. — Ferner schrieb mir mein Pater, daß ich meine Auslieferung dem persönlichen Verwenden des GroßhcrzogS Panl Friedrich bei seinem Schwiegervater dem König von Prenßen z» verdanken habe. Der König setzte dieser Gnade allerdings einen ekligen Schlußsatz hinzu: „Der König von Preußen behält sich daS Begnadigung?» recht vor." — Mein eigener Landesherr durfte mich also nicht lausen lassen. DaS war ja schlimm, aber nicht zu ändern. Ich war vorläufig damit znsrieden, denn jeder Borteil hilft nnd der kleinste Erfolg bringt uns dem Ziele näher. Ich dachte also, wen» du erst dorten bist, dann wird auch nicht alles so heiß ge-gessen, wie eS gelocht ist. Paul Friedrich also hat sich für mich verwendet Wenn ich einmal nach Schwerin komme, so will ich sein Denkmal besuchen nnd die Worte, die mein Herz am Sockel seines Standbildes sprechen wird, werden Worte heißen Dankes dafür sein, daß er einmal eine arme gequälte Meuschenseele zn frischem Lebensmut und Freude auferweckt hat. Vierzehn Tage vergiengen noch, bis alles offiziell erledigt war. Nach dieser Erledigung wurde ich zum Auditor besohlen, vor dem ich .Urfehde' schwören mußte, niemals wieder meinen Fuß ans prenßischeS Gebiet zn setze». Im Gegen falle sollen mich preußische Gendarmen ergreifen und — ich weiß eS nicht mehr genau, was mit mir anstelle». — Du lieber Gott, wie hat sich das alles geändert. Jetzt bi» ich Preuße; — die Naturalisierung hat mich nur siebenuudzwauzig Silbergroschen gekostet und wohne gegenwärtig als Einlieger in Mecklenburg. Wer weiß, ob mich die Mecklenburger auch nicht noch einmal Urfehde schwöre» lasse«. DaS Lied „WaS ist daS deutsche Vaterland?" ist ei» schönes Lied und ich habe es als Bursche oft begeistert mitgesungen, aber gesunden habe ich dieses Baterland nie, obwohl ich beinahe zweiundfitnfzig Jahre darin herumgewandert bin nnd anch viel darin hernmgestoßen wurde. Nachdem die Feierlichkeiten des Urfehdeschwörens ihr Ende erreicht, nachdem ich vom alten guten General nnd meine» treuen Leidensgenosfen Abschied genommen habe, gieng ich zum Herrn Landrat. (Be-zirkShauptmann). Der Mann war freundlich zu mir und fetzte ausdrücklich in meinen Paß: ,Der Flucht nicht verdächtig, weil er in sei« Baterland ausgeliefert wird/ — Aber Gendarmen gab er mir doch mit und so reiste ich mit diesem Klotz auf deu Füßen hundert-zwanzig Meilen durchS schöne, freie, deutsche Vaterland. Am ersten Tag hatte ich daS Glück Auguste vou Martini vor ihrer neuen Wohnung jenseits des Stromes zu treffen und überbrachte ihr einen Gruß vom Kapitän. — „Herr Reuter, »aS heißt da»; wir haben niemals ein Wort miteinander gesprochen?" — „Ich werde ausgeliefert und--er läßt vielmals grüßen." — „Kommt er auch frei?" rief sie in meinen Planwagen. „Bald!' rief ich znrück .bald!" — Der Postillon blies nnd wir winkten nnS, obwohl wir niemals ein Wort gewechselt hatten nnd n»S nur vom Sehe» kannte», ei» letztes Lebewohl zn. Wie das Leid doch die Menschenherzen aneinander schmiegt; eisern fast unzerreißbar. Von einer kleinen Freude im Leid und Unglück geht oft ein Blitzstrahl ans nnd schlägt hier, schlägt dort ein nnd Menschen, die sonst fremd »nd kalt aneinander vorbeigiengen, lerne» sich keimen, liebe» und fühlen sich glücklich, einander wohltuen zn können. Das Menschenherz schlägt nicht für sich allein, »ei», eS schlägt im Menschen für die Me»fchheit. Am nächsten Tag kamen wir in eine» Eichenwald; sechs Jahre lang hatte ich feinen, mehr gesehen nnd sein Anblick war mir sast sremd. Ich sagte zum Gendarme»: Wen» Sie mir eine große Freiide machen wolle», dann lassen Sie uns durch deu Wald gehen." Der gute Soldat tat es, der Postillon blies ein fröhlich Stückchen nnd der Wald duftete nach Waldmeister; meine Brust dehnte sich nnd mein Ange folgte entzückt dem Fluge der zahlreiche» Schmetter-liuge. Da flatterte ei» Tchwalbenschivanz, dort ei» Schillersalter und dort im hellen Sonnenschein ein Silberstrich. Ei» seliges Gefühl erwärmte meine Bnist, ein Gefühl, welches mich an jene glücklichen Zeiten erinnerte, da ich noch sorglos diesen bnnsen Tierchen nachlies. Als wir das Holz verließen, weidete» sich meine Augen an herrlichen Feldern und Wiesen. Links lag ein Kleeseld und roch so süß wie eitel Honig. Tausende von Bienen sogen ans den frischen Blüten, sammelten als fleißige Hausfrauen nnd summte» wie junge Mädchen ein Liebchen zur Arbeit. Da überkam mich ein wehmütiges Gefühl; ich warf mich in den Straßengraben nnd fieng helle Tränen zu weinen an. Aber der Gendarm drängte nnd der Postillon wurde ungeduldig. — Und was war es denn auch? In acht Tage» wird das Kleefeld ein Stoppel-selb sein, die Biene» audrrSwo summen, der Wald hinter uuS liegen und ich werde in Dömitz sitzen. — Aber in sechs Jahre» zum erste» Mal! Nebe» mir aber stand der Herr Kriminalrat Dambach und sagte: „Sitzen müssen Sie;" der Präsident vom Kammerge-richt: „Sitzen müssen Sie" und der Herr Kleisi, der blutige: „Sitzen müssen Sie l" Schließlich noch Friedrich Wilchelm der Gerechte: „Sitzen müssen Sie"--- Einen Tag darans trafen wir in Berlin ein nnd ich ward zu meiner großen Freude in die Stadtvogtei gesteckt. In dieser wohnten zwar gemeine Spitzbuben, s aber .schadet nicht«' immer noch besser als beim Onkel Dambach. Ich habe in meiner FestungSzeit auf den verschiedene» Festungen die Erfahrung gemacht, daß wirtliche Spitzbuben, wie Diebe und Defrandanten weit besser behandelt wurden wie wir. I» Silberberg, wo ich zuerst saß, hatte ich Gelegenheit, diese Sorte von Menschen kennen zu lernen. Ein Herr von B......der mit der ganzen Steuerkasse von Grüneberg durch die Lappen gegangen war, Frau nnd Kinder in Not nnd Elend hinterließ, sich dasür aber ein Zchätzchen mit aus die Reise genommen hat nnd später, nachdem er die vierzig« bis fünfzigtaufend Taler iu Italien verjubelt hat, in Franksnrt am Main als Falschspieler entlarvt nnd verhaftet wurde, in Silberberg ganz gemütlich in der Stadt wohnte, trotzdem daß er zn fünfzig Jahre Gefängnis, Pranger, Spießrutenlaufen und Verlust von Adel und Orden verurteilt wurde. Eiu Herr vou Sch . . . , der eiue ganze königliche Kasse in Oeil-de>perdrix nnd Ehateau flüssig gemacht hatte, wohute mit Frau nnd Kinder mitten unter ehrlichen Leuten iu der Stadt, weil er au-geblich die FestungSlnft nicht vertragen konnte. Für uns war Sie gut genug. Ein Herr von O . . . — diese Kanaille hat direkt gestohlen — konnte gehen wohin er wollte, spielte in der Stadt den Kavalier, dürfte seine Spaziergänge bis in die nächsten Dörfer ausdehnen und wenn wir UngHckswürmer aus deu Forts trockenes Kvmmisbrot mit Schweineschmalz herunterwügten nnd dieses noch oft mit verheirateten Leutnants teilen mnßten, saß Herr von O . . . . im erste» Gasthaus ber Stadt vor einem warmen Früh« stück und spülte dieses mit Uugarwci» nach. — Das Leben dieser Art Menschen mußte konserviert werde», au uus Hochverräter» und Königsmörder« war hingegen nichts gelegen. Schade daß wir nicht auch adelig waren und gestohlen haben.-- Das gehört möglicher Weise nicht hieher, aber in mir bäumt sichs jedesmal, wenn ich daran denke, wenn ich an das Preußen vo» damals denke und immer mehr und mehr zur Einsicht komme, daß alle jene an uns verübten Schurkenstreiche lediglich dazu dienen sollten, um die auskeimende Freiheit zu ersticken und den Karren wieder zurück zu schieben uud daß da-zu die Räder mit unserem Fett geschmiert worden sind. Aber nun war eS, wenigstens für mich vorbei; ich komme ja in mein Vaterland, nach Dömitz. Nach drei Tagen Aufenthalt in Berlin faß ich mit meinem Gendarmen und fuhr gegen die mecklenburgische Grenze. Adieu Preußen? Aber ehe ich dies zu Warnov ruseu konnte, mnßte mir noch etwas passieren, was mich ins Herz schneiden nnd in mir die Erinnernng wachrnsen sollte, daß mit dem Todesurteil nicht nur wir sondern auch unsere unschuldigen Eltern in« Herz getroffen worden sind. Ich stand nnterwegS in einem PostHause und betrachtete die Bilder des Postmeisters. Es ist dies eine Gewohnheit von mir, ich möchte sagen eine gute Gewohnheit, denn nach den Bildern die in einer Stube hängen kann man den Bildungsgrad seiner Bewohner schätzen. Während dieser Beschäftigung hörte ich hinter mir plötzlich ein verhaltenes Schluchzen. Ich drehte mich um und sah in einer Ecke eine Frau sitzen und bitterlich meinen. Ich dachte an eiu Unglück, das die Frau betroffen haben mag. „Wa» fehlt Ihnen? frug ich teilnahmsvoll. „Ach," jammerte die Fran und blickte mich durch ihre Tränen an, daß eS mir durch Mark und Bein und ich daS Gefühl hatte, als stände meine schon längst in Gott ruhende Mutter vor mir, „Ach, Herr, ich habe auch einen Sohn dabei." — „Wer?" frug ich, „wie heißt Ihr Sohn?" — „V . . . . , er ist in Silberberg," sagte sie still, wobei sie wohl dachte, ich kenne ihn ja nicht. Aber ich kannte ihn und freute mich, hier ein gutes Werk tun zu können und der alten Mutter, zu der sich bald ihr Gatte uud meines Leidensgenossen Schwester, ein liebliches Mädchen von siebzehn Jahren gesellten, viel angenchmes von ihrem Sohne zu erzählen. Er war gesnnd an Leib und Geist geblieben uud blickte voller Zuversicht und froher Hoffnung in die Zukunft. Ich erzählte bis der Gendarm kam und mich abholte. So muß es in meinem Vaterhans auch anSfehen, vielleicht noch schlimmer. Nun passierten wir die Grenze. Adieu Preußen! Es war dunkel geworden, als wir in Grolon vor dem Ratskeller, wo wir übernachteten, ankamen; ich sah keine Leute mehr, sondern erinnere mich nur noch die Worte gehört zu haben: „Gute Nacht, morgen wollen wir daS Näher« besprechen." — Diese Stimme habe ich vor acht Jahren zum letztenmal gehört, als sie mit mir zusammen im mündlichen Examen die Frage des Koikrektors: „Wie viel mal ist Konstantinopel erobert worden", zu gleicher Zeit beantwortete. Diese Stimme erkannte ich nach acht Jahren im Dunklen wieder und wer mir daS nicht glauben will, der frage den Herrn Hoftat Franz Floerke zu Grobow. — „Guten Abend, Franz!" rief ich aus meinem Wagen, „warte noch eine Weile!" Als ich mit meinem Gendarmen im erleuchteten Flur erschien, erkannte mich Franz, und der alte Knabe freute sich aufrichtig deS Wiedersehens, vollends ver« gessend, daß er der Bürgermeister von Grabow uud ich ein Delinquent war. Die acht Jahre haben einen schars trennenden Schlagbaum zwischen uns gesetzt und gegenwärtig ist dieser Zaun noch höher geworden durch den Hvsratstitel. (Fortsetzung solgt.) 4 Mel'ehrendes, praktisches, Keiteres etc. An die Reichen. Ihr wählt da» Gold in hundert Schreinchen Und habt» in Eisentruhen stehn: Bring«,Steine" her,nicht lauter Steinchen, Laßt diese doch den Schwächeren! Ihr, die da» Glück so reich bedachte, Seid ihr nur aus Gewinn erpicht? Denkt ihr nie eures Volk«? Erwachte In euch ein bißchen Mitleid nicht? Ein Funk« nur! Auf daß ihr sühlet. Wie arg umdioht de» TeulschlumS Heil Und dann in euren Scheinen wühlet Und gebt dem Volk« doch sein Zeit. Karl Zwerger. Das träume ich gern. Ta« «räume ich gern: Bon der tiesranschenden Waldeinsamkeit, Von der Seligkeit, so draußen zu Zweit. Bon blühendem Ginste', wogend m Korn — Und den Heckenrosen, versteckt im Tor — Da» träume ich gern! Helene Rekilile! Ach nun find es schon zwei Tage. Ach nun find ei schon zwei Tage, Daß er mich zuerst geküßt. Und seit jener bSjen Stunde Alle» wie verzaubert ist. Meine Stube, dri» so traulich Und so nett ich einst gehaust. Steht im wirren Durcheinander, Daß mir vor mir selber graust. Viktor« vo Scheffel Praktische Mitteilungen. Metallgegen stände vor Rost zu schützen. In lic G-amm Schweine schmalz werden LO Gramm Kampier ge-schmolzen und mit Graphit gemengt. Die gut g»reinjgl«n Objekt werden mit dieser Salde bestrich-'n: nach 24 Stunden wird letzter« entfern». Reinigung von Oelgemälden in Goldrahmea. Soll da« Gemälde einmal gründlich gereinigt nxrden, so nehm« man da»s«lb« au» dem Rahmen und deck» wiederholt ein in Regenwaffer angefeuchtete» Tuch darüber, bis e» allen Schmutz ausgezogen hat. Dann überstreiche man da» Bild sanst mit einem in durch-an» reinem Leinöl getränkten Walle-bänschchen. E» sieht danach wie » u au». Tnrch Abwäschen oder gar Seis«n werden die Gemälde ruiniert: höchsten» sögt man bei oberflächlicher Reinigung dem Waffer ein wenig Salmiakgeist hinzu. Die Gold-rahmen reinigt man mit einer durch-schnilienen, frischen, saftigen Zwiebel. Nach Zeit von ein bi» zwei Stunden wird der Rahmen m t in Regenwaffer getauchtem Schwämme gewaschen. Wieviel Futter braucht «in Huhn al» Produktiv nssulter? Dies« Frage ist dahin zu deanta orten, daß ein Huhn im Gewichte von 2 Kilo Lebendgewicht im allgemeinen l»0 Gramm Futter benötigt, in dem 10 Gramm Eiweißsioffe, zirka I Gramm F-tt und 50 bi» 60 Gr. stickstoffsreie Nährstoffe «Kohlehydrate) ent-halte» lind, abgesehen von dem sonst noch autgenommenen Grünfutter. Will man große und schivere Hühner ziehen, so find groß« Hübnee und kräftige Hähne zur Zucht zu wählen. Eier, die zur Brüt verwendet werten sollen, dürsen nicht in irden«n Geschirre» ausbe-wahrt werden. Setze nie «in Huhn, das nicht ganz gesund ist. denn «» ist Wärm« ersorderlich. um die Eier auSzubrülen, und trank« und schwache Hühner besitzen die erfolderlich« Wäime nicht. Behandlung der Enten. Im Februar und ' im Monat März sängt die Ente an zu legen: einige Wochen vor dieser Zeit sollt« man ihnen zu ihiem gewöhnlichen Futter auch etwa» fleischige», sowie Knochenmehl geben. Diese» bereitet sie aus die Legezeit vor Ta die Enten gewöhnlich de« Nach!» ihre E,«r legen, so ist e» am besten, dieselben jede Nacht in den Stall zu tun, w.nn sie nicht selbst g«h«n, und si« darin halten bi» 8 Uhr morgen», dann werden die meist.» Eier gewonnen w«rd«n. Sie laff«n die Eier in der ersten Zeit de» Legens gewöhnlich liegen, wo sie find, sei «» im Waff«r, Stall od«r Nest. Später gehen sie auch lieber aus die Nester, und etliche sind ziemlich exakt dabei. Zum Brülen sollten Enten nicht verwendet werden, denn sie sind zu träge und ein. fältig und mit der Brüt ebenso gleichgüliig wie nachher mit den Jungen. .Heiteres. Bescheidener Wunsch. Prosessor (zum Dienstmädchen»: „Ja, e» tut mir leid, ich muß Ihnen al» Entlaffungsgrund „GroßeUn'aubelteil"in»Zeugni» schreib« >!" - Dienstmädchen: .Ach, Herr Pioseffor, dann benutzen Sie doch wenigsten» einen lateinischen Ausdruck dafür!' Ein scharssinnigerErzieher. Erzieher: „Wie heißt da» gioße A nnen-meer zwischen Europa und Asien? — Prinz (wirst da» Tintenglas um): Er zieher: .Sehr richtig. Hoheul Ta» Schwarze Meer." Dringend. Kleine» Mädchen <>um Arzte): .Herr Doktor, kommen Sie nur recht schnell zu uns .... mein Brüder-chen hat einZt du denn gesungen?^ — B: .Auch», du ha>t die Gan» gestohlen." Eine ganz einfach« Sache. .Wiff n Sie, eins wunder! mich nur. daß Sie bei Ihrer angeborenen Schüchiernheit «» s«rtig gebracht haben, Ihrer Braut «in« Erklärung zu machen ; wie haben Si« die» nur angestellt?" — „0, da» rvar ganz «insach! Ich sagie nicht», sie sag!« ni«t», und so gav ein Wort da» ander«!" Schüchtern. Ein sehr schücht rner junger Mann besuchte bereit« seit langem leine .Angebetete", toch mach!« seine Werbung, eben seiner Schüchternheit wegen, nur langsam« Fortschritt«. Schließlich kam die junge Schöne zu dem Enischluß. die Sache selbst in die Ha»d zu nehmen. Bei seinem nächsten Besuch« wie» sie daher aus die Rose in seinem Knopsloch und sagte: .'Kenn Sie mir die Rose geben, gebe ich ihnen einen Kuß." — Eine Purpur-w«ll« übergoß da« Antlitz d«» Jüngling», aber nach kurzem Zögern von seiner Seite sand der Tausch statt. Dann griff er nach seinem Hute und ftickt« sich an, da» Zimmer zu verlaffen. — .Ader wohin wollen Si« denn?" fragt« di« junge Dame erstaunt. — „Zum — Blumenladen, um mehr Rosen zu holen!" ertönt« di« Ant-wort von der Tür her. Nummer 17 Deutsche Wacht Seite 3 „Wenn ich jemanden stundenlang iu einer Sprache anbetile, die der andere nicht versteht, und ihm dann den Hut hinhalte, so wirst er mich hinaus, wenn er daS nicht schon srüher getan hat." Da die Person des Hosrates Ploj nicht die erwünschte Zugkraft bildete, versuchte man es in Friedau mit einem neuen Mittel: „Freibier", Auch dieses hals nicht. Die Friedaner Versammlung ver-sagte ebensalls. Als Grund wnrde angegeben, daß die Pettaner die Versammlung im Stiche gelassen hätten. In Pettan hatte ohnehin am Vormittag die elend besuchte Versammlung stattgefunden. Man verlangte also, daß die windischen Schreiber von Pettau auch i.< Friedau den Saal füllen sollten. Dies wäre aber mit Auslagen verbunöen gewesen. Wenn Hosrat Ploj zum Freibier auch die Fahrt gezahlt hätte, dank vi'lleich: ... So aber bildete der windische Konzipiern des Dr. Horwat mit seiner Bilchmütze und den beiden weiß-blau roten Abzeichen (er scheint Oberslowenc oder etwas dergleichen zu sein) allein die Abordnung von Pettau. Es nützt alles nichts. Wenn auch die win» dischen Zeitungen mit vollem Munde den „glän-senden" Verlaus der Versammlungen in lügenhaften Berichte» in die slowenische Well hinausposaunen werden, es steht fest: Da« slowenische Volk ist mit dem Vorgehen seiner Abgeordneten nicht einver-standen; eS hält die slowenische Verhandlungssprache für unzweckmäßig und mißbilligt die mutwillige Obstruktion. Politische Rundschau. Inland. Der gusammenfchluh der deutschfreiheit-lichen Parteien. Am 25. fand in Wien eiue Sitzung des deutsch-nationalen Verbandes statt, in der die Einigung der deulschsreiheilliche» Parteien in einen einheitlichen gemeinsamen Verband zur Erörterung gebracht wurde. Die Verhandlungen haben zu einem erfreulichen Ergebnis geführt: Die Bildung deS großen deutschen Nationalverbandks ist vollzogen! Die Slelluug der Demschradikale» darin ergibt sich folgendermaßen: Zeder Deutschradikale tritt als einzelne Person dem Deutschen Nationalverband bei. Abgesehen davon, wird aber die deutschradikale Organisation ur.d Vereinigung in und außer dem Hause ausrecht er-halten. Reichsrat. Bm 24. wurde der Reichsrat wieder eröffnet. Zn der Sitzung vom 2j. ds. wurde das Rekiuten gesetz angenommen. Der Unterausschuß deS Sozial-verstcherunqsausschusses hielr an, gleichen Tage vor-und nachmittag Sitzungen ab, in denen der § 7 der Regie lungsvorlage, in dein der Umfang für die Verilcherungspflicht niedergelegt ist, einer eingehenden Beratung unterzogen wurde. zftiedn, so vül si 's Dirndl a plagt hat. Da Michl gar. dem iS schlecht gangan, wia er hat nachschaun woll». Mit 'n Besn is eahm die Wabal ins Glicht giahrn, daß a glei wieda ba da Tür außi i? Ada di Ehr muaß ma da Wabal lassn: vastand'n hat st« 'S. 5chon glitzlt hat dos ganzi Stübl. wia da Gstadta kemman iS, und er hat a gsagt, daS eahm recht gua« gsallt. Gschaut hat a aba dabei aus die Rolal, dö in ihra schmuck» Tracht liab war, wia a frisch aufblüahts Bleamal. Hiazt — den Blick aba hat da Michl gsegn und hat si hoamli denkt: Sagra. da hoaßt'S auspassn, wann.i ma nit selba wüll die Schabn in mein Pelz setzn. - Mit da Wabal war in dcra Sachn nir z' redn, denn da vaflixte ttumö-diant hat die Weiba glei alii ouf seina Seiln ghabt. und da is in Michl »ix übri blieb», als wia selba guai aufschaun. Dö Gichicht war aba nit eppa leicht, denn s' Dirndl war ganz vaschossn in den magern Menschen, den nit amal a Stammal von an Bart gwagfn iS. Dös kimmt leicht a von die Nervn. hat si da Michl denkt. So san a paar Wochn vagangan und da Michl sitzt wieda amal wia alli Abend hintan HauS auf da Bank und raucht fei Pseifl. Da siecht er, wia st ban Gartnzaun hinia die Staudn was rührt. Neugierig wia da Michl iS. schleicht a si schean stad hin, und da sitzn aus oana Bank — sei Rosal und da Cummasrischla. „DaS do 's Dunnawetta drei-sahrat!" fluacht da Michl da für eabm selba und macht koan Muxa, damit er hört, was dö zwoa redn. „WaS hoaßt denn nacha applatiern?" fragt die Ryfal grad und der Schauspüla gib» ihr zan a Antwort, daß ma damit 's Klatschn mit die Händ Herrenhaus. DaS Herrenhaus ist sür Mittwoch nachmittag zu einer Sitzung einberufen, um daS Rekruten-kontingent zu beiaten. Südslawische Hoffnungen. Das Organ deS Abgeordneten Sustersic der „Slowenec , veiöfsenilicht einen Artikel „Abwarten", der in interessanter Weise die Hoffnungen und Wünsche der Slawen kennzeichnet. Zunächst wird gesagt Baron Bienerth sei eiu Gefangener der deutschen Parteien, denn seil der Aenderung der Geschäftsordnung könnten sich die Deutschen nur da-durch die Oberband sichern, daß ste im Rate der Krone und in de» hohen Bureaukratie die maßge-denden uie». Da man nun in höchsten preisen J'aroit Bienelth halte, wohl auS Furcht vor dem Ueberwiege» des slawischen Einflusses, sei gegen-wärtig nicht viel zu machen, da heiße eS eben ab-warten. Die Aenderung werde von selbst kommen. Mit der Aenderung der Geschäitsordnunq sei den Deutichen die furchtbare Gegenwaffe der Obstruktion entwunden worden und so werde die kompakte sla-wische Mehrheit komme», ebenso die parlamentarische Regierung, die dann eiusach nur als ein Apparat der parlamentarischen Mehrheit aufzufassen sei. ter slawischen Uebermacht werden die Deutschen unter-liegen müssen und je widerhaariger sie sich zeigen, desto ickweier werden sie büßen müssen. Schon jetzt habe die slawische Obstruklion im fteirischen Landtage gezeigt, daß die nationale Autonomie in Süd st eiermark und Südkärnten das Minimum sei, was die Slowenen fordern, eS werde nicht eher Ruhe sein, its diese Forderungen erfüllt sind. Die Finanznot in Böhmen. Zn der Sitzung des böhmischen LandesauS-schusses vom 23. ds. wurde über Antrag des Re-serenteu Dr Eppinger beschlossen, an alle Depar temenls des LandeSausschusses sowiezn alle Konzepps-beamten ein Zirkular hinauszugeden, mit welchem angeordnet wird, daß nunmehr Gesuche um Subven-tionen in der Regel abzuweisen sind und daß die Flüssigmachung der bereits bewilligten Subventionen derzeit zu verweigern ist. Ein deutschnationaler Erfolg in Sla-wonien. Wie unS aus Ruma in Slavonien geschrieben wird, würd dort durch die starke deutsche ttolonie zum Bürgermeister der deutschnationale Abgeordnete deS kroatischen Landtages Ferdinand Riester gewählt Italien. Ein neues italienisches Grenzkorps. Der «riegüminister hat einem Vertreter deS „Pimqolo" in Neapel erklärt, das die Regierung die Eriichtung eines neuen Armeekorps in der moant, und daß sie oft drauf losschlagn, daß in Schauspüla Hearn und Segn vageht. (Bon den Lärm moant a, aba da Michl saßt 's andast auf.) Und oft» vazöhlt a den Dirndl noch allahand vom Stadllebn und ruckt alliwal gleima za ihr hin, so daß da Rosal icho» ganz warm werd, aba sie bleibt sitzn, so hat da Schlangt das unasohrni Dirndl schon aus sein Bandl und rührt sie a nit, wia da Schauspüla sie um die Mittn nimmt, ihr Köpft za eahm hin-draht und ihr a Bussal geb» wüll — wüll, denn 's kummt nit so weit. Mit an damische» Satz springt da Michl aus da Staudn außa, packt in Schauspüla, der sie gegn solchani Bauerniäust nit dawihrn kann, ban Frack, legt eahm aus die Bank und blattlt den ganz Vadaltatn aba schon ordntli durch. Wia a damit fürti iS, schaut a erst, das a wieda zan Atem kimmt, und nachha schreit a: „So. und astn schau daß d' aus mein Haus kimmst. du kloavadrahta Stadlzogl, und kuria deini Nervn wo andast aus. — Hiazt woaß i erst, warum sie enk Kumödiantn in da Stadt a so oft applatiern! Wals nix nutz seids, und wannst wieda wo a saubas Baucrndirndl siechst, denk aus meini Fäust uud wia i applatiere» kaun, wanns ös schon übarall enkari Fremdweata habn müaßts." Ba eahm selba aba moant da Michl: „Guats habn s' aba a nix. dö Schauspüla. wann sie »ach jedn Theataspüln so durchblaitlt werd» ; da wundat 's mi gar nit, daß die Nervn auslasfu. Bsundari Brauch habn j' d. dö Stadtleut. wia die Wildn!" Lombardei beabsichtige. Auch sei die Modernisiern» mehrerer norditalieniichen Befestigungen in dem nächsten Budget zu erwarten. Griechenland. Griechische Rüstungen. Die „Vosstsche Zeitung" meldet aus Athen: 18 «0u Reservisten sind für März einberusen worden. Der Minister des Innern hat besohlen, daß in Vola, Varissa und ttardizza Eisenbahnzüge unter Damps bereit stehen. Der Einmarsch der Chinesen in Tibet. Wie das „Reulersche Bureau" erfährt, sind 25.000 nach japanischem Muster ausgebildete chine-fische Soldaten von Szechnan nach Tibet anfge-brachen. Sie stehen unter Führung deS Bruders des ViziköuigS von Szechuan und sind mit Appa« raten sür drahtlose Telegraphie. mit Maschinen-gewehren und Gebirgsschützen versehen. Augen« scheinlich ist beabsichtigt, Chinas Herrschaft in Tibet aufzurichten, die Lage an der Grenze zu verbessern und der chinesischen Niederlassung neuen Mut ein-zuflößt.1. Vor der Ausrüstung dieses ZugeS sind in den beiden mit deutschen Maschinen eingerichteten und unter deutscher Aussicht stehenden Arsenalen von Chenglu 7000 Arbeiter Tag nnd Nacht tätig gewesen. Die Expedition hat unter der Kälte und der Saumseligkeit der Grenzstämme bereits sehr gelitten. Zn der Nähe von Vatung ist >ie sogar in einen Hinterhalt geraien und hat 400 Mann und eine Anzahl Geschütze verloren. Aus Stadt und Land. Abgeordneter Marckhl für unsere Bahnwünsche. Abg. Marckhl hatte dieser Tage eine Unterredung mit dem Generaldirektor der Süd» bahn Hosrat Eger und mit dem Vertehrsdirektor Schüler in Angelegenheit der Bahn Pö lisch ach— Gonobitz. worüber in der nächsten Zeit VerHand-lungen gepflogen werden. Weiter wurde die Ber-bindung zwischen Cilli und G r a z besprochen und den in dieser Richtung geäußerten Wünschen Er-füllnng versprochen. Bertrauenskundgebungen für Dr. Schreiner. Der deutsche Volksrat fitr Untersteier-mark hat dem gewesenen Landsmannminister, dem Herrn Dr. Schreiner sür seine, dem deutschen Volke geleisteten Dienste den wärmsten Dank ausgesprochen. — Der Gemeinderat in Marburg hat in seiner Sitzung vom 23. d. M. folgende Entschließung ein-stimmig angenommen: „Der Gemeinderat der Stadt Marburg gibt seiner tiefen Entrüstung Ausdruck, daß die k. k. Regierung gegen den ausgesprochenen Willen des deutschen Volkes den Tschechen trotz oder vielleicht infolge deren in jüngster Zeit erfolgten rücksichtslosen Erklärungen ihrer Führer durch die Entfernung des deutschen Landsmannminister Dr. Schreiner ein so weitgehendes Zugeständnis machte nnd damit die ihr von den Deutschen mit uner» klärlicher Selbstausvpserung geleisteten wertvollen Dienste abermals mit krassem Undanke belohnte. Er sordert die dentschfteiheitlichen Abgeordneten auf, dieses Ereignis als Kriegsfall aufzufassen und die sich daraus ergebenden Folgerungen nachdrücklichst und ohne jegliche Rücksicht aus etwas anderes, als des deutschen Volkes Wohlsahrt, zu ziehen." Trauung. Heute wurde in der deutschen Kirche Herr Joses Gillitz er, Lloydbeamter, Sohn des Obermüllers der deutschen Mühle, mit Fräulein Stephanie B e s z e d i t s getraut. Evangelische Gemeinde. Morgen, Sonntag, findet in der ChristuSkirche um 10 Uhr vormittag ein öffentlich« Gottesdienst statt. — Montag Abend treffen sich Glaubensgenossen und Freunde evan-gelischer Arbeit um 8 Uhr abends im Solider-zimmer des Hotel Erzherzog Johann. Cillier Männergesangverein. Die nächste Uebung des gemischten Chores findet amDienstag den 1. März 1910, 8 Uhr abends statt. Da für den Jagaball keine Uebung mehr stattfindet, ist voll-zähliges Erscheinen unbedingt notwendig. Männerortsgruppe Cilli des deut-schen Schuloereines. Montag den 28. d. M. adends halb 9 Uhr findet im kleinen Saale des Deutschen Hauses die Hauptversammlung des deut-schen SchulvereiueS statt. Es werden die Mitglieder gebeten, sich zahlreich an der Vereinsversammlung zu beteiligen. €.te 4 Deutsche Wacht T^T.r.r. 17 Cillier Geselligkeitsverein. Am 22. d. fand im Deutschen Hause der vierte UnterhaltungS-abend dieses Vereines statt, der sehr gut besucht war und äußerst animiert verlief. Die dem Tanze voran-gehende BortragSordnung war sehr reichhaltig. Aus einleitende Musikstücke der MusikvereinSkapelle er-götzte Herr Bergkommissär Dr. Otto »allab die Zuhörer durch den glänzenden und künstlerischen Bortrag einiger Stücke am Cello, wobei er in vor-züglicher Weise von Herrn Kapellmeister Seisert am Klaviere begleitet wurde. Sodann sang Fräulein D i m e tz zwei Arien aus „Freischütz" und „Cavalleria rusticana" mit ihrer prächtigen Stimme. Ihren Vor-trägen folgte stürmischer Beifall der entzückten Zu« Hörer. In seiner diskreiester Weise besorgte Herr Dr. Fritz Zangger die Klavierbegleitung. Dann folgten humoristische Vorträge des Herrn Spiegl, Schauspielers am Laibacher Landestheater, der seine Aufgabe sehr glücklich löste. H?rr Kapellmeister von A l b r i ch begleitete ihn in anSgezeichneler Weise am Klavier. Allen Mitwirkenden sei an dieser Stelle noch der wärmste Dank ausgedrückt. Nach weiteren Musikstücken folgte der Tanz, der die Mitglieder noch bis in de« Morgen hinein in fröhlicher Laune erhielt. Verband deutschvölkischer Arbeiter. Die Ortsgruppe Cilli des Verbandes deutschvölkischer Arbeiter hält am Sonntag den 27. d. M., um 3 Uhr nachmittags im Verbaudsheim, Gasthaus Krell, feine diesjährige Hauptversammlung mit nachstehender Tagesordnnng ab: l. Bericht deS BereinsausschusseS; 2. Neuwahl des Ausschusses; 3. Allfälliges. Vollzählige« Erscheinen der Mit« glichet wird dringend gewünscht. Jagaball des Cillier Männergesang-Vereines. Wenige Tage trennen uns noch vom 6. März, an dem der Cillier Männergesangvercin wieder zeigen wird, daß er es versteht, gemütliche und heitere Stunden zu verschaffen. Der Besuch dürste wohl gerade so. wenn nicht »och ein besserer, wie in srühereu Jahren sein. Will de? diesjährige Jagaball doch an Darbietungen alle anderen frü-Herrn Unterhaltungen übertreffen. Die Einladungen sind bereits ausgeschickt und Maueranschläge an Straßen und in Gasthäusern laden alles zu dieser Veranstaltung ein. Es wird nochmals betoi», daß jeder, der vielleicht keine Einladung bekommen, aber sich doch gerne beteiligen möchte, seinen Wunsch einem Sänger mitteilen möge. Jeder Deutsche ist herzlichst willkommen. Nun drangt sich auch die Frage aus: „Was wird denn alles dem Besucher geboten werden?" Am besten ist es, wenn wir eine kleine Wanderung durch alle Räume deS Deutschen Hauses antreten. Nach dem Einireten darf man zwei Kronen bezahlen. Familien mit drei Personen zahlen fünf Kronen und für jedes weitere Familien-Mitglied eine Krone mehr. Gewünscht wird nur einfache in den Nahmen des Abends passende Tracht. Sollte man sich für nichts entscheiden können, so möge wenigstens ein passender Kopsschmuck her halten. Der Vorraum schon zeigt nns eine Wald landschast. Im kleinen Saale findet die Jagd statt. Beim „ersten Trieb" finden wir echtes königliches Münchener Hofbräu, sowie auch gelbe» Bier. Wenn das recht gelungen ist, fo wandern wir dann zum „Mitteltrieb". Dort bekommt der Magen die feste Grundlage, denn tadellose Fleifchwaren erblickt man und laden zum Kosten ein. Dazwischen kann man sich in den Pausen an den echten Volksliedern der Trudringer ergötzen oder, da ihre Weisen ungemein lockend sind, auch echte Volkstänze sehen. Beim letzten Trieb nun kann jeder, der Lust hat, der Weinbude noch einen Besuch abstatten, denn daß eS niemanden gereuen wird, die echten Proben zu kosten, dessen kann man ihn schon im Voraus versichern. Auch für Süßigkeiten ist in bester Weise vorgesehen. Der große Saal erhält sein Aussehen ganz ver ändert. Von der Bühne, die in eine» Wirtshaus garten umgewandelt worden ist, tönen die lustigsten Walzer. Sämtliche Jaga, Banern nnd Sportleute versammeln sich nm 9 Uhr auf der Gallerte, um im gemeinsamen Marsche nach einem Jägerchore in den großen Saal zu wandern. Dort werden im Lause des Abends mehrere Chöre gesungen werden, seien es nun Männerchöre oder gemischte Chöre oder Hornquartette. Die Parole des Abends ist ungezwungene Heiterkeit. Jeder kann uud soll sich nach Herzenslust unterhalten, nur dars er nicht einen Anlaß geben, daß er mit der Polizei in Widerspruch gerät. Es könnte ja vorkommen, daß er sich in seiner Freude vielleicht vergißt und einem der erschienenen Gäste zu viel Wahrheit sagt. Auch wird ersucht, keine auffallende Partei für die hohen Gäste zu ergreifen. Es sei nämlich verraten, daß auch Cook und P«mj ihr Erscheinen zugesagt haben. Letzterer kommt in Begleitung von Eisbärenjägern, )ie echte Nordpolbären mitbringen, während Cook, um auch zu beweisen, daß er den Pol wirklich er-reicht hat, sich von einem Stäbe von Walroß-und Seehundjägern umgeben will. Um nun aber a die beiden bittersten Feinde der Gelehrtenwelt nicht aneinander geraten zu lassen, so werden auch Jäger aus anderen Gebieten als aus den kalten Zonen sich bemühen, einen Zusammenstoß zu ver-lindern. Im großen Saale findet dann von der Galerie herab auch ein Preisrodeln statt, denn mit Rücksicht darauf, daß aus deu Stiegen ein großes Gedränge sein wird, ist es ganz gut. wenn man chneller zum Gullasch und Würsterltrieb kommen kann. Es sei noch bemerkt, daß in den Buden nur ausübende Sängerinnen oder Frauen der ausübenden Sänger sich in deu Dienst der guten Sache gestellt haben. Es sind noch mehrere Ueberraschungeu zu gewärtigen, doch für heute sei nur dieses verraten. Wir empfehlen nur jedem, den Jagaball nicht ans-zulassen. Also alles ans zum Jagaball. Der Prozeh Woschnagg—Aistrich und die Windischen. Der Vertreter Ajstrizs, Doktor Juro Hrasovec läßt uns nachstehende Zuschrift zu-kommen: .Cilli, am 15. Februar 1910. P. n. Redaktion der „Deutschen Wacht", Cilli! Unter Be-rufung aus § 19 des Preßgesetzes verlange ich die Ausnahme nachstehender Berichtigung zu der in der Nr. ll der „Deutschen Wacht" vom 5. Februar erschienenen Notiz: „Der Prozeß Woschnagg-Aistrich und die Windischen": 1. Es ist nnwahr, daß „alle Bedenken vor dem brennenden Verlangen des Par-teisührers Dr. Hrasovec zurücktraten, mit Hilfe Aistrichs einen vernichtenden Schlag gegen die Hauptstütze des Schalltaler Deutschtums Hans Woschnagg zu führen", wahr ist vielmehr, daß ich lediglich als Anwalt des Herrn Aistrich über dessen Ersuchen den Prozeß sührte. 2. Es ist nnwahr, daß ich Aistrich. als er zum ersten Male in meiner Kanzlei erschien, mit den Worte» begrüßte: „Es freut mich, daß sie den Weg zu mir gesunden haben, ich sammle schon lange Material gegen Woschnagg", wahr ist vielmehr, daß ich eine solche Aenßernng nicht tat, da ich vor Uebernahme der Verteidigung des Herrn Aistrich keinerlei Material gegen Herrn Woschnagg gesammelt hatte. 3. Es ist nicht wahr, daß die Niederlage Aistrich«» eine schwere Niederlage besonders meinerseits bedeute. Hochach-tungSvoll: Dr. Juro Hrasovec." — Wir können uns leider durch diese Berichtigung deS Herrn Doktor Hrasovec nicht überzeugen lassen nnd halten daher unsere Behauptungen ausrecht. Die ganze dem Dr. Hrasovec nahestehende Presse hat den Prozeß Woschnagg-Aistrich nur als einen Anlchlag ange sehen, den Ajstriz mit seinen windischen Gesinnnngs genossen gegen den hochverdienten und gesürchteten deutschen Vorkämpser Hans Woschnagg verüben wollte. Und Dr. Juro Hrasovec war bei diesem Beginnen das Werkzeug Ajstri»S. Was aber die berichtigte Aeußerung des Herrn Dr. Juro HraSovec anbelangt, so wurde dieselbe von dem einzige» deutschen Anhänger Ajstrus in allen Gast- nnd Kaffeehäusern jubelnd verkündet in verfrühter Freude über die erhoffte Niederringung des verhaßten deutschen Landtagswahlwerbers. Ieremias auf den Trümmern von Schönstein. Der Genius der Menschheit, die im „Narodni Dnevnik" repräsentiert ist. verhüllt trau ernd sein Haupt. Es ist in der Tat ein furchtbarer Schlag für di« Windischen gewesen, als der letzte Wende ans der Gemeindevertretung von Schönstein ausgeschieden wurde, als das glänzende Wahl ergebnis verkündet wurde, wonach die Gemeindever tretung aus Schönstein dnrchwegS ans Deutsch nationalen besteht. In der windischen Presse herrscht Heulen und Zähneknirschen, die Kerle wimmcrn wie geprügelte Buben. Am tiefsten ist der Schmerz im hiesigen windischen Tagblättlein, das — wer weiß wohl warum? — überhaupt eine starte Neigung zur Melancholie besitz». Nach den Schilderungen dieses schwarzgalligen MoniteurS wäre HanS Wosch nagg einer der schwersten Verbrecher, die aus GotteS schöner Erde frei herumlaufen. Freilich reagiert auf die Anklagen dieses Blattes sonst niemand als ein fröhliches Zwerchfell. Wenn sich in Schönstein wirklich so haarsträubende Wahlmißbräuche und lebertretungen des Wahlschutzgesetzes ereignet haben, o ist es doch das einsachfte die berufene Behörde anzurufen; dann wird sich schon erweisen, ob Herr HanS Woschnagg tatsächlich einem Weibe versprochen int, ihr eine Strafe von 30 Kronen nachzulassen und ob tatsächlich slowenischen Frauen Wahllegiki-mationen vorenthalten worden sind. Das eine muß der Jeremias ans der Schillerstraße doch zugeben, daß die windische Gesellschaft in Schönstein zer ahren und niedergeworsen ist und daß sie über->anpt nicht die Kraft zu einem Wahlkampse besitzt. Diese Gesellschaft ist so diskreditiert, daß einzelne vernünftigere Slowene», die die gänzliche Aussicht» losigkeit eines Wahlkampfes erkannten, freiwillig die deutschnationalen Kandidaten wählten. Wie wir ver nehmen, soll sich auch Herr Aistrich über die Nieder-läge seiner windischen Genossen nicht wenig ärgern. Er soll fest entschlossen sein, sich bei der nächsten Wahl an die Spitze des windischen Agitations komitees zu stellen. Gegen die Wendenfrechheit. Die ver einigten deutschvölkischen Hochfchüler Prags sprechen ihre liesst« Entrüstung aus über den hinter dem Rücken der deiitfchfreiheitlichen Parteien erzwungenen Rücktritt des deutschen Landsmanuministers Doktor Karl Schreiner. Sie empfinden es als eine Schmach, daß der Vertrauensmann ihres Volkes in einer der-art unerhörten Weise den äußeren wie den inneren Feinden des Deutschtums von der Regierung geopfert wurde. Die deulschoölkische Studentenschaft spricht Sr. Exzellenz Dr. Schreiner als einem der besten, arbeitSfrohesten und erfahrensten Führer und Be rater des deutschen Volkes das vollste Vertraue» aus. Gründung eines Vereines für Brief-marKensammler. Von mehreren Leiten wird die Anregung zur Gründung eines solche» Vereines mit dem Sitz« i» Cilli gemacht. Wir glauben, daß viele unserer Mitbürger, die diesem interessanten Sammelsporte ihr Augenmerk schon seit langem ,u gewendet haben, diese Anregung mit Genugtuung begrüßen werden. Hervorheben wollen wir, daß der gedachte Verein allen Personen zugänglich gemacht werde» soll, die das 20. Lebensjahr bereit« erreicht haben. Die Gastwirtschaft ..zum Burgwart" am Schloßberg ist wieder eröffnet. Der neue Pächter wird sich alle Mühe geben, durch gute Getränke und Speisen den Wünschen der Ausflügler nach jeder Richtung hin entgegen zu kommen. Beim Burgwart ist auch der Schlüssel sür de» Friedrichs türm gegen eine Gebühr von 30 Heller zu haben. Der feine Ton in den windischen Blättern ist längst bekannt, und wir wollen un seren Lesern mit einer Blutenlese windischer Preß-«rzeuguisse nicht lästig fallen, aber folaendes müssen wir etwas tiefer hängen. Der .,Koro-ec" schreibt am 22. Jänner d. I. in einer Korrespondenz aus Prävali. die von Gehässigkeit gegen die deutsch-sreundlichen Slowenen strotzt, am Schlüsse: „Die Slowenen aber sordern wir aus, den Strick noch besser um den Hals dieser Dentschtümler zu knüpfen. Wir sind nämlich neugierig, wie laug ihre Zungen sind." Der „Mir" vom 29. Jänner bringt wieder eine Abhandlung aus Unterloibl, in der es heißt: „Mehr antworte ich — nicht. Dies ist auch der Hund Stambul (So heiß« der Hund des Pfarrers. — D. Schr.), der auch fortschrittlich ist. nicht Willens zu tun. Als ich ihm neulich den „Stajerr" vor die Füße wars, damit er ihn lese und sich ver-teidige, hat er das Lnder nur berochen, dann den Fuß gehoben und in seiner Art Antwort gegeben. Ich habe gelacht und nur gedacht, daß dies die allerschönste Antwort aus die Angriffe des „Stajerc" fei." — (Es ist zu bemerken, daß die Berfasier derartiger tiefstehender, unsäglich roher Notizen meist katholische Geistlich« windischer Zunge sind!» Dortrag. Sonntag den ü. März um halb i Uhr nachmittag wird im „Hotel Post" der Wander-lehrer der k. t. Gesellschaft für LandeSvferdezuchr in Steiermark. Herr Schmied, einen Vortrag über Pferdeversicherung halten. Russische geitungskorrespondenten in Laidach. Einige russische Blätter werden in Laibach ständige Korrespondenten unterhalten. So wird demnächt ein Korrespondent des „Ruskoje Slowo" dort eintreffen und seine Tätigkeit Mitte März beginnen. Nummer 17 Deutsche Wacht Seite k» Rosegger über seine Stiftung. Bei dem vom Verein deutscher Juristen in Brunn veranstal-teten Rezitationsabend des Schülers des Wiener Konservatoriums Herrn Emil Ruth kam unter anderem ein Schreiben Roseggers, den der Verein zu diesem Abend eingeladen hatte, znr Verlesung. In diesem Schreiben verweist Rosegger aus den Erfolg der Roscgger-Stiftung, indem er »nter anderem sagt: „Ihrer Einladung kaun ich persönlich leider nicht solgen. Aber vielleicht erhöht es Ihre Freude, wenn ich Ihnen mitteile, daß wir nahe dem Ziele sind. Ja ich hoffe sogar, daß wir dies-mal darüber hinausschießen, daß der Ersolg noch großartiger ist, als wir nns anfangs zu träumen getrauten. Der deutsche Gedanke hat einen herrlichen Sieg zu feiern. Wir tnn es in demütiger Freude und Dankbarkeit, wir fühlen uns durch diese große Tat stärker geworden, moralisch und mutiger. Ein Sieg der deutschen »iiillur ist nicht nur dazu ange-tan, um unsere Gegner zu demütigen oder zu schädigen, sondern um ihnen die Brücke bauen zu zeigen, über die mir uns näher kommen könnten: die Schnle, die milderen menschenfreundlicheren Sitten. Auch die Gegner mögen Schulen baue», fo naht an die unseren, daß wir uns von ei»em zum anderen die Hände reichen können." Windische Messerstecherei und Kein Ende. Am Samsiag zechten in einer Buschcnschenke bei Proschindors bei Siore mehrere Burschen Der Grundbesitzer Gaiichek aus St. Lorenzen ob Prager-hos geriet mit einem der zechende» windischen Wildlinge, dem Taglöhner ttobala, in einen ^'ort-Wechsel, der in eine R«uierei ausartete. Kobala versetzte dem Gaischek 12 Messerstiche und verletzte ihn so schwer, daß er in das allgemeine Kranken-Haus „ach Cilli überiührt werden mußte Dem Gaischek wurde auch ein Auge ausgestochen. Kobala ist ein berüchtigter Raufer, der schon ein Menschen-leben am Gewissen hat. Windischer Südmarkhah und -Ber-leumdung. In einem in Marburg erscheinenden windischklerilalen Blatte standen vor einigen Tagen unter der Spitzmarke Witschein folgende Aussäh-rungeu: „Bei uns wurde vor kurzem eine Orts, gruppe der berüchtigte» protestantischen Südmark gegründet. Es traten diesem antikatholischen Vereine mehrere sonst ehrenhafte Besitzer bei, denn das Volk ließ sich durch verschiedene hiesige Schreier betören, wie eS sind der „feste" deutsche Pascolo, Herzog, Menhart und andere. Im Ausschuß befinden sich nur solche, die Sohne slowenischer, treuer Mütter und Väter sind, die aber jetzt begannen, die Muttersprache und den Glanben der Väter in den «ot zu treten. Im nahen St. Egydi zeigt die Südmark zur Genüge, was sie will: die katholische Religion zn vernichten, die Slowenen von der heimatlichen Scholle zu vertreiben, in unseren Gegenden aber lutherische Preußen und Schwaben ansiedeln. Traurig, daß unsere sonst guten Leute sich so sorglos in den Schlund der Südmark stürzen." — Mehr Haß, mehr Unwahrheiten und Verlenm-düngen können aus so wenige Zeilen gewiß nicht zusammengedrängt werden. Pferdeassentierung in SteiermarK. Von den für Heereszwecke im lausenden Verwaltung^« jähre vorgesührteu Pserden (8326 Hengste, 10.844 Wallachen und 40.499 Stuten) wurden vor den bezüglichen Assentkommissionen 27.563 Tiere (hievon 3407 als Reittiere, 24.119 als Zugtiere und 37 als Tragtiere) tauglich befunden. Unlauterer Wettbewerb. Die windische Firma Mahoritsch und Selige in Pettau ließ am 23. d M. in die Stadt an die Bauern der Um-gebung Zettel verteilen, deren Inhalt auf Deutsch übersetzt, folgendermaßen lautet: ..Achtung! Achtung! Wohin soll ich einkausen gehen? In die „slowenisch-nationale" Mannsaktnrwarcrchandlung. Dort kaust man am besten und billigsten. Banern, erscheinet einzig nnd allein in diesem slowenischnationalen VerkansSladen, weil ihr dort am besten bedient werdet und wahrscheinlich (!) besser und billiger kaufet als anderswo." — Hierauf wird eine Reihe von Waren angeführt, die alle „unter" dem Fabriks-preise zu haben sind. Wenn daS aus Wahrheit be-ruht, so kann eS uns nicht wundern, daß diese lautere Firma erst vor kurzem Konkurs gemacht hat. Die beiden Herren, welche eng mit der „Poso-jilnica" verbunden sind, haben sich jetzt sür die Anpreisung ihrer „slowenischnationale»" Mann-sakturwarenhandlung einen ziemlich ungünstigen Zeitpunkt ausgewählt. Seit der slowenischnationalen Obstruktion im Landtage, durch die sich der slowe-nische Bauer mit Recht wirtschaftlich geschädigt fühlt, ist er stutzig geworden. Er fürchtet, daß es ihm in der ..slowenischnationalen" Mannsakturwarenhand-lniig ebenso ergehen könnte. Verlängerung der Notstandstarife. Zusolge Publikation in Nummer 14 des Berord-nungSblalteS sür Eisenbahnen und Schisfahrt vom 1. Februar 1910 unter fortlaufender Post-Nummer 481 nnd 482 (aus Seite 480) ist die Frachtbegünstigung sür den Bezug von Futter nnd Strenmittel sür d'e Zeit vom I. Jänner 1910 bis aus Wider-ruf, längstens aber bis 3l. Mai 1910 prolongiert worden. Hiebei wird insbesondere daraus aufmerk-sam gemacht, daß bei diesem Anlaffe für den Be-zug von Kleie eine weitergehende Begünstigung als bisher nnd zwar im gleiche» Ausmaße wie sür die übrigen begünstigten Fntlerartikel bewilligt worden ist. Die Südmark-Osterkarte soll Heuer überall Einzug halten, wo der deutsche Brauch üblich ist. den Frühling zu begrüßen. Sie ist zum Austausch von Osterwünschen ganz besonders geeignet, da sie ein kleines Kunstwerk in Eulwurs und Aus-sührung ist, und jeden Anspruch befriedigen wird. Dasür bürgt die schöne Farbenharmonie des Bildes. Bunte Ostereier, gelbe Lenzprimeln, die ein Knabe nnd ein Mädchen als Fest- und Frühlingsgabe der deutschen Familie anbieten. Und hinten grünt die deutsche Au im ersten Schmuck des Frühlings. Wer soll sich da nicht in sröhliche Osterstimmung verstricken lassen? Südmärker, bestellt die neue Süd-mart-Osterkarte Nr. 76. Preis 10 Heller nnd setzt sie pünktlich bis zum Osterseste in Vertrieb. Zehn-mal 70.000 (1 Mitglied 1 Matte) gibt 7000 Kronen als Ostergabe sür unseren Kriegsschatz. So wird der Schmerz zur Freude! (Deutscher Schulverein.) Der letzte Spenden-onsweiü des Deutschen Schulvereines enthält eine Gabe von K 400—. welche ein Herr Norbert Beiirditt, Wien, aus Anlaß eines erlittene» Auto-mobilunsalles widmete. Herr Venedikt wurde verletzt und der unvorsichtige Fahrer hatte an Schmerzensgeld und an Kurkosten K 400.-- zu zahlen. Herr Benedikt nahm aber den Betrag nicht sür sich, sonder» überwies ihn dem Deutschen Schulverein. Es lifgt ein schöner Sin» in dem Gedanken, daß man sür eine gute Sache auch Opser bringt, indem ma» körperliches Weh ihrethalben geduldig leidet. So wurde daS „Schmerzensgeld" zur „ vreudeulpende" für jene armen Volksgenossen, denen der ansetzn» liehe Betrag zugute kommt und ebenso für alle jene, die von dieser eigenartigen Förderung deS Deutichen LchulvereineS durch einen krastwagenunsau lese» werden. Fast steht zu süichien, daß besondere eisrige Volksgenossen eine Mehrung solcher „Automobil »«glücke" nicht ungern sehen würden. Landtagsabgeordneter Ornig veröffent-licht nachstehendes Schreiben an seine Wählerschaft: Für mein Eintreten zu Gunsten der Eisenbahnlinie Wien—Spalato sind mir von Seite der Stadt-gemeinde Pettan, der Marktgemeindevertretung Rohitsch, St. Leonhard W.-B., der Gemeindevei-tretungen Rann bei Pettau und Kurort Sauerbrunn warme nnd begeisterte Zustimmungsknndgebungen zuteil geworden. Auch von Ran« a. S. ist mir, obwohl diese Stadt nicht zu meinem Wahlkreise gehört, eine höchst ehrenvolle Anerkennung meines Bestrebens sür dieses Bahnprojekt, welches auch die Herren Abgeordneten Stallner und Dr. Negri auf das tatkräftigste gefördert haben, zugekommen. Aus diesen wertvollen Kundgebungen gewinne ich die Kraft, aus dem eingeschlagenen Wege unermüdlich weiter zu arbeiten und nicht eher zu rasten, bis diese für uns so bedentnngsvolle Errungenschaft auch wirklich erreicht sein wird. Dabei hoffe ich ganz bestimmt darauf, daß auch der hohe Landtag in der Würdigung der außerordentlichen Volkswirt-fchaftlichen Bedeutung dieser Bahnlinie für ganz Steiermark nicht zurückbleiben wird und besonders meine deutschen Abgeordnetenkollegen von Mittel-und Obersteiermark, voran die einflußreichen Abgeordnete» der Stadt Graz, mit bestimmten Beschlüssen znr Erfüllung dieses langersehnten Wunsches der dentschen Städte und Märkte des Unterlandes in höchst "dankenswerter Weise beitragen werden und unserer Angelegenheit anch in der bei allen Ent-scheidnngen so gewichtigen Persönlichkeit des Herrn Landesansschußbeisitzers Dr. Link ein maßgebender Förderer ersteht. Dankbar gedenken muß ich auch der sreundlichett Zuschrift meines Friedauer Bürger-meister-Kollege.- Herrn Kautzkammer, welcher mein bescheidenes Wirken sür daS Zustandekommen der Bahn Luttenberg—Frieda» so sehr gewürdigt hat. Für diese schätzenswerten Kundgebungen, meinen verbindlichsten Dank! Wie gerne würde ich denselben meinen Herren Wählern mündlich zum Ausdrucke bringen und hiebei auch meiner Pflicht zur Bericht erstatMug über die Ereignisse im Landtage, zumal die unverantwortliche Obstruktion der Slowenen und über meine bescheidenen Bemühungen für den Wahlkreis Genüge geleistet! Leider bin ich aber in-folge meiner alljährlich im Frühjahre sich einstellen-den katarrhalischen Affektionen über ärztlich.'» Rat gerade jetzt genötigt, mich nach dem Süden zu be-geben. Sobald ich wieder im Vollbesitze der Gesund-hett sein werde, will ich nicht ermangeln, mit meinen geehrten Herren Wählern auch mündliche Aussprache zu halten. Mit Heilgrüßen Joses Ocnig. Pettau, am 19. Februar 1910. Neue Bausteine. Unter „Ungenannt" Salz-bürg; Unter „P." Vrüx. Böhmen: Adols und Anna Meece. Zuckerfabriksdirektor Hotzcnplotz, Schlesien; G. Hildebrand, FabrikSbesitzer, Graz, Stk.; Firma Anton Latzel, Kalkwerte. Setzdors Sch.; Friedrich Brandstetter. Verlagsbuchhandlung, Leipzig D.; Dora Gräfin UottulinSky, Graz Stk.; »Zwei alte Wie-nerinnen in Stuttgart' D.; Bezirksvertretuug Ko-motan Sebastiansberg V.; BezirkSvertretung Kindberg Stf.; Verein deutscher Mittelschullehrer mit dem Sitze in Teplitz-Schönau, B.; Pros. Kolleg, d. deut, tichn. Hochschule, Vrünn M.; Professoren, Dozenten und Beamten der Universität und Biblio-thek. Ezernowitz Buk.; Deutsche Vereine Cilli St.; Bund deutscher Volkserzieher, Schlachtensee-Berlin D.; Wr. Regatta-Verein; Tugendbund. Bielitz Sch.; Baustein des Braunauer Ländchens (i. B.) gesammelt von der akad. techn, F. V. „Liberias". Braunau B.; Sammlung der Stadt Pasjan durch Dr. Fest; Die ehemaligen und derzeitigen Aerzte des f. f. Kaiserin« Elisabeth-SpitalS Wien; Angehörige des außenhandelS-und zwi'chenverkehrsstatistijchen Dienstes und der sozialpolitischen Sektion im k. k. Handelsministerium, Wien. Internationale Ausstellung für Sport und Spiel in Frankfurt a. M. Zusolge einer der Handels- und Geiverbekammer in Graz im Wege des k. k. Ministeriums für öffentliche Ar-beiten zugekommenen Mitteilung findet in der Zeit vom 15. Mai bis 15. Juli dieses JahreS in Frank-furt a. M. eine internationale Ausstellung für Sport und Spiel statt. Die Beteiligung an dieser AuS-stellung, welche sich der Förderung aller maßgebenden Faktoren erfreut, wird vom genannten Ministerium bestens empsohlen. Prospekte und Anmeldeformulare für diese Ausstellung liegen in den AmtSräumen der genannten Kammer, Graz, Neuthorgasie 57, i. Stock, ans. Gonobitz. (GrnndkansderGemeinde.) Die Kommunalverwaltung des Marktes hat, mit dem Bürgermeister Herrn Franz Kowatsch an der Spitze, ein Grundstück im Ausmaße von 1 Hektar 74 Ar 47 Geviertmetern für Bauplätze käuflich erworben. Hiemit wird einem langgehegten Wunsche der Bürgerschaft Rechnung getragen. Der Ankauf erfolgte auf Grund einer Abstimmung sämtlicher Bürger. Markt Tüffer. (D e r h i e s i g e M ä n n e r-gesangverein ^Tüsserer Liedertafel") veranstaltet am 12. März in den Gasträumen de« Hotels Horiak (Henke) eine heitere Liedertafel. Die Musik besorgt das Hausorchester deS Vereines. i 20 Jahre bewährt hat tichtKalhreinfn D(neippOilaltkaffte in jeder 9amilie als vor lüglichster Zusah turn {Bohnenkaffee und als Grsati für denselben, wo dieser seiner aufregenden Wirkungen wegen untersagt ist. Sür OCinder gibt es kerngesunderes Xaffeegetränk als puren DCathretner, Seite 6 Nummer 17 /H'jt Herbabny« Untcrphosphorigsaurer Mut «AI mit urteil(tc^. Schutzmatt«. Kalk-l]fsen-Sirnp und Ernährung Preis einer Jlasch« K 2.60, per Post 40 b mehr für Packung. .Herbabnys Verstärkter SarsaparillaSirup Seit Z5 Iahren eingeführt und bestens bewährt. Ausgezeichnetes, mild wirkende» Abführmittel. Beseitigt Hartleidigteir und deren üble Folgen. Befördert den Stoffwechsel und wirkt blutreinigend. 9*1 «-ch.h«-ng wird «umtut. Preis einer Flasche K 1.70, per Post 40 h mehr sür Packung. Alleinige Erzeugung nEd Hauplverundstelle: Dr. ll«'lluianii'n (Herbabnjs Nacbsolger) Apotheke ,.zur Barmherzigkeit", Wien, YII/1, Kalurstruse 73—75. TepZts bei den Herren Apothekern in Cilli. DeulschLandtberg. Zeldbach, Gonobitz, Graj. Kindderg, Laibach, Liezen, Marburg, Mureck. Pettau, Radkersburg, Rann, Windijch. Jeistrih. Windiichgraz, WolsSberg. lS9»S Markt Tüfler. (Landwirtschaftliches.) Am 20. d. M. fand hier die IalireShauptversamm« lung der hiesigen landwirtschaftliche» Filiale statt, in der nach dem Tätigkeitsberichte, sowie nach den übrigen Jahresberichten dem Filialvorsteher Direktor Valentinitsch für dessen nneigennützige, rastlose und aufopfernde Tätigkeit auf dem Gebiete der Land-wirtschaft daS vollste Vertrauen und der geziemende Dank auSgesprvchen wurde. — Die vor ziemlich geraumer ^eit gebrachte Notiz einer slowenischen Zeitung, die es versucht hatte, dem Direktor Valen-tinitsch rincn Stoß zn versetzen, wurde mit Ent« rüstnng zurückgewiesen nnd dem Genannten als Filialobmann das vollste Verbauen entgegengebracht. Windisch - Feiftritz. (Evangelischer Gottesdienst.) Sonntag den 37. d. M. wird in Windisch-Feistritz ein evangelischer Gottesdienst abgehalten. Beginn: 4 Uhr nachmittag. Pöltschach. (Empörende Roheit.) Kürzlich überstellte der Südbahnwächter der Station Pöltschach, Andreas Petrovic, seinen Hund in tier-ärztliche Behandlung. Wie eS Augenzeugen bestätigen, hatte der Besitzer Joses Sager aus Cadramdors den Hund des Petrovic vor dem Gasthause des Hans Wouk in Hölldors an sich gelockt und ihm mit Gewalt Terpentinöl in den Aster eiugegossen. Da-durch kam der Hund in sürchterliche Raserei nnd biß sich aus Schmerz in die Hoden. Bei der Unter« suchnng stellte man Hodensack- nnd Mastdarment« entzündnng sest. Der Verein sür Tierschutz und Tierzucht " iu Marburg, dem dieser Vorsall znr Kenntnis gebracht wurde, hat alle zulässigen Mittel ergriffen und darauf gedrungen, daß Joses Sager exemplarisch bestraft wird. Tagesneuigkcitcn. ° Schuymarke: „Hafer" Lislimeot.Capsicicomp., i ♦ ♦ tohi» fttt flither-Pain-Expellcr ist all vorzüglichste, schmerzstillende und abletteude ittareibung bei «Erkältung«, W oft», allgemein anerkannt? zum Preise von 80 h.. » 1.40 und 2 » Poaütip in den meisten J Apotheken. 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