Bezugspreise Air Gsterreich-Ungar» ganzjährig K 4-— -halbjährig K 2- — jjiir Amerika: ganzjährig D. 1 25 Air das übrige Ausland ganzjährig K 5'20 Briefe ohne Unterschrift werden nicht berücksichtigt, Manuskripte nicht znrück-gefenbet. Erscheint mit einer illustrierten Beilage ,,Wandermappe" aut 4. und 19. eines jeden Monates. Bestellungen übernimmt die Derwattung des Kottscheer Boten in Gottschee, Hauptplatz Nr. 87. Berichte sind zu senden an die Schristleitung des Holischeer Boten in Gottschee. Anzeigen (Inserate) wenden nach Tarif berechnet und von der 33er» waltnug des Blattes übernommen. Die „Wandermappe" ist nur als'Beilage des Gott» seheer Boten erhältlich. Postsparkassen-Konto Nr. 842.285. Verschleißstelle: Schul» gaffe Nr. 75. Wr. 7. KotLschee, am 4. April 1906. Jahrgang III. Denlschtum und Wahlreform. „Der Traum einer deutschen Hegemonie in Österreich ist zu Ende" rief ein Abgeordneter der Deutschen Bolkspartei, als die Wahlreformvorlaae im Reichsrate eingebracht wurde, und derGeneral-reduer gegen diese Regierungsvorlage Graf Stürgkh sieht in der Verwirklichung der Wahlreform nichts anderes als eine dauernde Unterjochung der Deutschen unter eine slavische Mehrheit. Auch von anderer Seite wurde lebhaft beklagt, daß durch die Wahl-reform, beziehentlich durch die künftige Festlegung einer slavischen Mehrheit im Reichsrate die Deutschen in Österreich aus ihrer tonangebenden Stellung verdrängt und zu dauernder politischer Ohnmachtwürden verurteilt werden. Die Deutschen, die bisher wenigstens die relative Mehrheit im Reichsrate besessen hätten, würden künftighin „das bittere Brot der Opposition" essen müssen, ihre Macht würde endgültig und für immer gebrochen werden. Das sind gewiß recht düstere Farben, in denen ernste Politiker die Zukunft der Deutschen sehen, und die Gefahr, die diese Zukunft itt ihrem Schöße birgt, wird um so größer sein, je mehr die Deutschen selbst untereinander in Parteien gespalten sind, die sich gegenseitig bekämpfen und befehden. Abgeordneter Dr. Ebenhoch hob in seiner Generalrede für die Wahlreformvorlage hervor, es gebe zwei unfehlbare Mittel, mit welchen das Deutschtum in Österreich wirklich ungefährdet weiterbestehen könne, erstens: Die Gerechtigkeit gegen alle ändern Nationen und zweitens: Die innere Einigkeit unter dem deutschen Volke. Das wäre, sagte der Redner, die Phalanx, hinter welcher das deutsche Volk in Österreich geschützt wäre. „Die innere Einigung unter den Parteien des deutschen Volkes wird dann voraussichtlich keinen großen Schwierigkeiten begegnen, wenn es allen deutschen Vertretern ermöglicht wird, ohne Hintansetzung ihrer religiösen und anderen Grundsätze mit den anderen deutschen Parteien zu gehen. Aber so lange so eifrig — ich möchte fast sagen, so gewalttätig, aber jedenfalls so gehässig — gegen unsere Kirche gesprochen und gehandelt wird, sind Sie schuld daran, wenn die Einigkeit unter den Deutschen nicht vorhanden ist." Es ist da ein Gedanke ausgesprochen, den auch wir schon wiederholt immer und immer wieder vertreten und verfochten haben. Ein in allen nationalen Fragen wirklich einiges Deutschtum, das die aufrichtigen Überzeugungen seiner Volksgenossen achtet und ehrt, wird auch in Zukunft wenig zu fürchten haben; ein in Parteien zerrissenes, sich selbst rücksichtslos bekämpfendes und zerfleischendes Deutschtum hingegen müßte unfehlbar den schwersten Zeiten entgegengehen, ja es würde sich vielleicht sein eigenes Grab schaufeln. Und doch scheint nichts schwieriger zu sein, als diese Wahrheit zum Gemeinbewußtsein aller Deutschen zu machen. Das Klarste, das Augenfälligste, das Sicherste will man nicht einsehen; lieber steckt man nach Straußenart den Kopf in den Sand. Unglaublich ist es und doch leider nur zu wahr, daß selbst in so ernster, bedrohlicher Zeit von maßgebenden deutschen Politikern und Parteien alles mögliche geschieht, um die so notwendige nationale Einigung zu erschweren und durch ganz überflüssige knlturkämpferische Vorstöße immer itud immer wieder trennende Keile in den Körper des deutschen Volkes hineinzutreiben; wir brauchen da nur auf die unglückselige Ehereform und auf die Bestrebungen der „Freien Schule" hinzuweisen. Indem man hiebei einerseits die Widerstandskraft des christlichen deutschen Volkes, das sich in flammenden Protesten gegen diese neuesten Anschläge zur Wehre setzt, sehr unterschätzte, türmte man andererseits hiedurch wieder- ganz gewaltige Hindernisse auf für die Erreichung der so wünschenswerten nationalen Einigung. Wie es scheint, wird man erst noch steigende Not und Drangsal erfahren müssen, um endlich zur Besinnung zu kommen und an ein Einlenken in die richtigen Bahnen zu denken. Je toller gegenwärtig der kulturkämpferische Hexensabbath ist, desto grvßer wird einst auch der Katzenjammer, desto gründlicher wird die unausbleibliche Ernüchterung werden. So lange maßgebende deutsche Politiker und große deutsche Parteien lieber Schulter an Schulter mit den Sozialdemokraten kämpfen, statt sich zu bemühen, gerade den kernhaftesten Teil des eigenen Volkes als Bundesgenossen zu gewinnen, sieht es mit einer wirklichen, ehrlichen und aufrichtigen deutschen Gemeinbürgschaft noch gar windig aus. Und doch wäre nur eine solche Gemeinbürgschaft allein imstande, den ungefährdeten Fortbestand des deutschen Volkes in Österreich zu verbürgen. Sollte denn wirklich an dem Beisalle einiger Reformjnden, einiger Freimaurer mehr gelegen sein als an der Heranziehung von Millionen christlichgesinnter Deutschen für die Zwecke und Ziele wahrer deutscher Gemeinbürgschaft? Wäre es nicht klüger, wäre es nicht, nationaler, überall, allüberall hinauszurufen in die deutschen Gaue: Nieder mit den vergifteten Waffen eines Kulturkampfes, der uns trennt und verfeindet! Hoch das Banner wahrer deutscher Gemeinbürgschaft! Gilt dieser Gedanke im allgemeinen für die Deutschen unseres großen Vaterlandes, so hat er noch um so mehr Geltung für die Deutschen in Krain. Ihre Lage gestaltet sich von Jahr zu Jahr-schwieriger und schlimmer. Einstmals eine tonangebende politische Partei, werden sie künftighin froh sein müssen, wenn es ihnen gelingt, mit Mühe und Not ihren nationalen Besitzstand zu erhalten. Radikale Bockssprünge,, Los von Rom-Mätzchen und dergleichen zersetzende Auswüchse sollten demnach gerade in Krain am allerwenigsten zum „nationalen" Extrasport gemacht werden. Ist sich denn ein überspannter, ungesunder Radikalismus noch immer nicht dessen bewußt geworden, daß er immer mehr die Gefolgschaft der ernsten und ruhig denkenden Deutschen im Lande zu verlieren im Begriffe steht? Den Deutschen in Krain können in ihrem Ringen um die Erhaltung ihres Bestandes nur zwei Dinge Hilfe schaffen und den Fortbestand der so notwendigen nationalen Einigkeit verbürgen: Weise Mäßigung und Achtung vor der religiösen Überzeugung des Volkes. Lin deutsches Ueichsratsmandat für iünht. Nach elftägiger Redeschlacht ist die erste Lesung der Wahlreformvorlage beendet worden und man kann sagen, daß die Prinzipien des allgemeinen Wahlrechtes trotz so mancher nicht unbegründeten Einwürfe und Bedenken ungeschädigt aus dieser Debatte hervorgegangen sind. In einer etwas schwierigen Lage befinden sich dabei die Deutschen. Daß ihre politische Macht im Reiche durch die Wahlreform eine wesentliche Einbuße erfahren wird, darüber kann ja kaum ein Zweifel sein; andererseits wird der Trieb zum allgemeinen Stimmrecht vom mächtigen unaufhaltsamen Strome der Zeit getragen und besitzt eine elementare Gewalt. Kein Zweifel denn auch, daß dem allgemeinen, gleichen Wahlrecht die Zukunft gehört. In dem Wahlreformausschusse handelt es sich nun nicht sowohl mehr um grundsätzliche Fragen, sondern um die Aufteilung der Mandate. Die deutschen Abgeordneten werden, um einer Verewigung der deutschen Minderheit und der slavischen Mehrheit nach Möglichkeit vorzubeugen, bestrebt sein, das politische Kräfteverhältnis für die Deutschen besser zu gestalten, sie werden sich bemühen, eine Vermehrung der Zahl der deutschen Mandate zu erreichen. Auch die Regierung wird ja Kompromissen und Korrekturen grundsätzlich nicht ablehnend und gegnerisch gegenüberstehen. Eines der strittigen Mandate ist nun auch das in der Regierungsvorlage zwar nicht vorgesehene, aber von den deutschen Parteien angestrebte deutsche Reichsratsmandar für Krain. In der Sitzung des Abgeordnetenhauses am 16. März ergriff it. a. der Abgeordnete des krainischen Großgrundbesitzes Graf Barbo das Wort und besprach eingehend die Verhältnisse in Krain. Redner warf zuerst einen geschichtlichen Rückblick auf die Kulturarbeit der krainischen Deutschen in der Vergangenheit und betonte, es sei auch von den Slovenen anerkannt worden, daß die Deutschen das Land in kultureller Beziehung gehoben haben. Die Deutschen in Krain seien ferner die Verfechter des einheitlichen Staatsgedankens, sie feiert die Kämpfer für die Erhaltung des alten Österreich im Süden der Monarchie. Es sei eine Kurzsichtigkeit der Regierung, wenn sie in ihrem Wahlreformentwurfe Kram als ein national einheitlich slovenisches Land annehme. Die Deutschen in Krain bilden endlich heute noch einen mächtigen wirtschaftlichen Faktor. „Aus dem Memorandum, welches eine Abordnung der Deutschen Kraitts dem Herrn Ministerpräsidenten Baron Gautsch und dem Herrn Minister Bplandt überreichte und welches auf Grund stichhaltiger einwandfreier Daten verfaßt wurde, ist zu ersehen, daß ca. 20 Prozent des gesamten Grundbesitzes sich in deutschen Händen befinden.m Aus dem Werke ,Das Deutschtum im Wirtschaftshaushalte in Österreich" werden Sie ersehen, daß im Jahre 1902 von der gesamten Grundsteuer des Landes 26'3 Prozent von den Deutschen gezahlt wurden Von der Erwerbsteuer des ganzen Landes zahlen nach Abrechnung der steuerpflichtigen staatlichen Unternehmungen die Deutschen 60, die Slovenen 40 Prozent (Hört! Hört!), und die Unternehmungen, welche von den Deutschen geleitet werden, florieren, was man von denen der Slovenen etwas schwer behaupten kann .... Angesichts solcher Tatsachen ist es ganz unerhört, daß die Regierung in ihrem Entwürfe die mehr als 28.000 Deutschen Krams ganz unberücksichtigt ließ. (Zustimmung.) Ja noch mehr, sie konstruierte die Wahlkreiseinteilung derart künstlich, daß die deutsche Bevölkerung Gottschees, welche iw drei Bezirkshauptmannschaften verteilt ist, überall in der Minorität erscheint. Wenn man das Mittel aus Steuerleistuug und Bevölkerungszahl zieht, gebühren den Deutschen Krams von den 11 auf das Kronland entfallenden Mandaten 3. Ich werde Ihnen das gleich beweisen. In Krain entfällt nach dem Entwürfe der Regierung ein Mandat auf 46.493 Einwohner, daher haben die 28.177 Deutschen Anspruch auf 0 6 Mandate. Also schon nach der Bevölkerungsziffer allein hätten sie den Anspruch auf 1 Mandat, weil ja doch 0°6 über die Hälfte ist, also auf 1 abgerundet werden muß. Von der Grundsteuer zahlen sie den vierten Teil, sie hätten daher nach der Grundsteuer allein Anspruch auf 2'7 Mandate. Nach der Ge- werbesteuer, von der sie sechs Zehntel zahlen, haben sie Anspruch ans 6"6 Mandate. Die Hauszinssteuer wird so ziemlich das Mittel zwischen diesen beiden Steuerkategorien bilden. Sie hätten also, wenn man die Steuerleistung allein in Betracht zieht, Anspruch auf 4°6 Mandate. Wenn wir das Mittel nehmen zwischen 0'6 und 4"6, so kommen wir zu der Ziffer von 2"6, das ist also zu 8 Mandaten. Ihre Deutschfeindlichkeit verschanzte die Regierung hinter dem Vorwande, daß nur 18.000 Deutsche in kompakten Massen beisammen wohnen und man doch nicht einen Wahlkreis für 18.000 Menschen bilden könne. Abgesehen davon, daß sie solche und auch kleinere Wahlkreise schuf, wo es ihr paßte, ist es doch nicht gerechtfertigt, diese deutschen Stimmen derart zu zerreißen, daß sie überall in der Minorität sind, und es wäre ein leichtes gewesen, einen Wahlkreis von 22.000 bis 24.000 Einwohnern zu bilden, in welchem 181)00 Deutsche sind. Aber natürlich, da wären 4000 bis 6000 Slovenen majvrisiert worden und das durfte nicht geschehen! Der einfachste und natürlichste Modus, um den Deutschen Krams die ihnen gebührende Vertretung zu geben, wäre die Einführung eines nationalen Wahlkatasters; dadurch würde auch vermieden, daß auch nur ein Slovene in Krain national majorisiert würde. . . . Ich bin fest überzeugt, daß alle Ausschußmitglieder, welche ein Gefühl für Gerechtigkeit haben, sich bereit erklären werden, die große Ungerechtigkeit, welche die Regierung den Deutschen Krains angetan hat, zu beheben. (Bravo!) An die Deutschen aller Parteien appelliere ich aber aus das eindringlichste, sich voll einzusetzen für ihre Stammesgenossen in Krain. Wenn die Deutschen in Krain geopfert werden sollten, „würden Sie dies niemals vor der Geschichte des Deutschtums in Österreich verantworten können und unter den vielen Versäumnissen, welche sich die Deut scheu im Laufe des österreichischen Parlamentarismus zu Schulden kommen ließen, wäre das nicht das kleinste. Mit diesem warmen Appell, den ich im Namen, der Deutschen Krains au Sie zu richten mich verpflichtet hielt, schließe ich." (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.— Redner wird beglückwünscht.) Abg. Graf Barbo hat sich durch sein wohlbegründetes, warmes und wirkungsvolles Eintreten für die Deutschen in Krain und. ius-besonders auch für die Deutschen der Sprachinsel Gvttschee den besten Dank aller Deutschen des Landes verdient, welchen ivir ihm hiemit in herzlichster Weise aussprechen. Abg. Dr. Šušteršič hat in der Sitzung des Abgeordnetenhauses am 20. März die Forderung des Krainer Deutschtums nach einem Gottscheer Mandate als unerfüllbar (I) bezeichnet. Daß seine Partei hiebei von keinem Vorurteil gegen die Deutschen in Gottschee geleitet werde, habe sie seinerzeit bei der Debatte über das Hausierhandelsgesetz bewiesen, wo sie für die Lebensbedingungen der Gottscheer erfolgreich eingetreten sei. Die Slovenen würden den Gott-scheern eine eigene Vertretung im Reichsrate herzlich gönnen, wenn dies möglich wäre. In Krain komme ein Mandat durchschnittlich auf 46.000 Einwohner, während es nur 18.000 Gottscheer gebe mit einer minimalen Steuerleistung. Es könne daher kein Wahlkreis in Krain gebildet werden, in welchem die Gottscheer die Mehrheit hätten, wenn man nicht die gesamte slovenische Nation in unerhörter Weise vor den Kopf stoßen wolle. Aber auch aus den gesamten 28.000 Deutschen in Krain könne unmöglich ein Wahlkreis gebildet werden, weil diese territorial nicht zusammen wohnen. Falls man aber diese 28.000 Deutschen in Form eines nationalen Katasters fasse, dann müsse die nationale Katastrierung überall verlangt werden, auch für die Wiener Tschechen. Ausnahmen, die nur zu Gunsten einer Nation gemacht werden, könnte man nicht zulassen. Sodann bestreitet Abg. Dr. Šušteršič die Angaben des Abg. Grafen Barbo über, die Steuerleistung der Deutschen in Krain. Die ganze Grundsteuer der Deutschen betrage kaum mehr als etwa 12 Prozent (?) der gesamten Grundsteuer. Bei der Erwerbsteuer könne die der krainischen Jndustriegesellschaft als deutsche Steuer eigentlich nicht in Betracht kommen, weil diese Gesellschaft in ihrer großen Mehrheit nach dem Aktienbesitz eine jüdische Gesellschaft sei. (!) Die Deutschen itt Krain hätten übrigens auch jetzt kein Volksmandat. Wenn man den krainischen Deutschen zum Ersätze für den Verlust ch der zwei Mandate des Großgrundbesitzes nunmehr ein Volksmandat et geben wolle, so wäre dies nach Abschaffung der Privilegien nichts o, anderes als die Petriftzierung eines neuen Privilegiums in auch derer Form. — >d Wir vermögen nicht einzusehen, daß für die Slovenen darin i- eine Beleidigung liegen könne, wenn man gegen die Deutschen des er Landes Gerechtigkeit und Billigkeit walten ließe. Auch handelt es (n sich bei der Gewährung eines deutschen Mandates für Krain nicht '0 etwa bloß um einen Wunsch der Deutschen in Krain allein, sondern ch um eine Herzensangelegenheit aller deutschen Parteien des Staates, ch welche die südlichste deutsche Sprachinsel in Österreich nicht im te Stiche lassen wollen. Diesem einmütigen Verlangen der Deutschen t, wird, wie wir zuversichtlich hoffen, auch Rechnung getragen werden. L Der künftige Reichsratsabgeordnete von Gottschee wäre übrigens 0 | berufen, nicht nur die Interessen seiner engeren Wählerschaft zu -- | vertreten, sondern die des gesamten Deutschtums zwischen den 11 Karawanken und der Adria. i- ----------- d Die Auswanderung in Gottschee. is (Fortsetzung.) it g Ihre Iokgen in nationaler Meziehnng. Seit beinahe sechs Jahrhunderten bewohnt der Gottscheer jene Gebiete Krams- die von ihm gerodet und urbar gemacht wurden tc | und unter dem Namen „Gottscheer Ländchen" bekannt sind. Diesen Flecken Erde nennt er seither mit demselben Rechte seine Heimat, als der slavische Angrenzer andere Teile des Kronlandes als sein eigen preist. Diesen Flecken Erde zu erhalten, um darin deutsche Sprache und Eigenart zu pflegen, war unserer Vorfahren Stolz und noch immer fühlt sich jeder aus uns glücklich, dem großen 11 | deutschen Volke anzugehören. Deutsche Worte allein gelten aber noch nicht als Beweis, daß wir Deutsche sind, sondern dieser Beweis wird erst erbracht, wenn auch wir wie unsere Väter deutsche Arbeit zu'leisten gewillt sind. Jeder sollte sich im Gewissen ver-I pflichtet fühlen, für die Erhaltung der von den Vorfahren übernommenen nationalen Güter, wie Grund und Boden, Muttersprache, deutsches Gemütsleben, deutsche Treue, nach Kräften auch weiterhin einzustehen, um es so zu verhindern, daß der Landstrich von Rinse-s I quell bis zum Kulpastrand je ein undeutsches Gepräge erhalten it i könnte. Nun will es aber heute scheinen, als ob manchen unserer -i ' Landsleute werktätiges Deutschtum ausgehen wollte und als ob ! der deutsche Charakter unserer engeren Heimat für die Zukunft weniger sichergestellt wäre. Die leidige Auswanderung ist es, welche t- auch in nationaler Beziehung für Gotisches verhängnisvoll zu wer- i- den droht. Infolge der Auswanderung nämlich und des durch sie n geschaffenen Dienstboten- und Arbeitermangels werden Feilbietungen h heimatlichen Bodens immer häufiger. Wenn nun die Ersteher der- ic artig sreigewordener Grundbesitze wieder Gottscheer wären, brauchte s man keine besonderen Einwendungen zu machen; so aber mehren it sich die Fälle, in denen deutscher Grund unch Boden an fremd- c sprachige Besitzer übergeht. Wenn innerhalb zweier Jahre in einer n Gemeinde acht Häuser fremde Besitzer erhalten, ist das schon be- > deutlich und kann nur Unverstand dabei noch immer rufen: „Es s fehlt nichts!" Durch das Preisgeben heimatlichen Bodens wird die t= vornehmste und sicherste Stütze unseres Volkstums gefällt. Wem Grund und Boden im Lande gehört, der bestimmt früher oder tr später auch die Sprache für des Landes Bewohner; ist ein Volk i. aber nicht imstande oder nicht gewillt, Grund und Boden zu er- n halten, beziehungsweise zu erwerben, so kann es sich mit seiner SC Sprache und Eigenart bald hintern Öfen setzen und mag dann zu- 0 l sehen, wie Fremde im Hause wirtschaften. Solange Laibach noch :r zahlreiche deutsche Hans- und Grundbesitzer zählte, hatte die Landes- )t Hauptstadt ein deutsches Gesicht; heute sieht die Stadt bedeutend anders aus, obgleich noch immer mehrere tausend Deutsche inner-ie halb des Weichbildes derselben wohnen. Warum diese Veränderung? Darum, weil die Zahl deutscher Haus- und Grundbesitzer in Laibach von Jahr zu Jahr schütterer wird. Das sollten sich auch jene unserer Landsleute zu Gentitte führen, die ohne Not und ohne Bedenken ihren Besitz an Fremde losschlagen und so der Schädigung unserer Muttersprache Vorschub leisten; sie sollten daran denken, daß sie durch ihre Handlungsweise auch den Frieden im Volke stören und Zank und Hader unter Nachbarn streuen helfen. Die Erfahrung von anderwärts lehrt es ja, daß die Gemütlichkeit unter verschiedensprachigen Nachbarn nur zu gerne Reißaus nimmt, um der Gehässigkeit Platz zu machen. Sehr bezeichnend ist es, was vor kurzem jemand sagte: „Gut, daß ich nicht krainerisch kann, denn sonst müßt' ich mich mit meinem neuen Nachbar in einemfort zanken!" Wir meinen, ein Deutscher, dessen Liebe zum eigenen Volk echt ist, wird nach Möglichkeit behilflich sein, seinem Volke Grund und Boden zu erhalten; er wird nicht leichtsinnigerweise seiner Väter Erbteil preisgeben; im Gegenteil, er wird früher oder später wieder in die Heimat zurückzukehren trachten, wenn er sie, der Macht der Verhältnisse folgend, verlassen hatte. Da aber zur Stunde noch wenig Hoffnung vorhanden ist, daß in der gegenwärtigen Landflucht bald Stillstand eintreten und das in Schwung gekommene Häuser- und Hubenverkaufen ein Ende nehmen werde, muß die Einigkeit in der Wahrung nationaler Güter unter uns daheim um so fester sein. Dabei dürfen und können wir auch aus die Unterstützung der übrigen recht denkenden Deutschen des Landes und außerhalb desselben rechnen. Ihnen ist ja auch klar, daß nur, in-solange es noch bodenständiges Deutschtum in Krain gibt, solange insbesondere das Gottscheer Ländchen den Gottscheern gehört, die deutsche Sprache auch in Krain noch immer gebührende Berücksichtigung finden muß. Dankbar anerkennen wir da die Verdienste, die sich um die nationalen Interessen von Gottschee sowohl einzelne auswärtige Deutsche, als auch die nationalen Schutzvereine schon erworben haben. Vernünftig und praktisch denkende Deutsche werden es hiebei gewiß auch vermieden wissen wollen, daß unsere glaubenseinige Heimat in religiöser Hinsicht zerrissen werde, weil religiöse Zerfahrenheit unsere nationale Widerstandskraft nur noch mehr schwächen müßte.______________________(Fortsetzung folgt.) , Aus Stabt und Cattb. Gottschee. (Anerkennung.) Von einem langjährigen Mitarbeiter größerer österreichischer und reichsdeutscher Zeitungen, einem in der Journalistik ergrauten Herrn, erhielten wir unlängst folgende ehrende Zeilen: „Der ,Gotscheer Bote' ist ein herrlich bestelltes Blatt, fast zu reichlich in dem Maße des gebrachten, um nicht die Besorgnis seines Bestandes bei so niedrigem Preise auf-kommen zu lassen. Religiöse Aufsätze, Artikel für Gesetzerklärung und Belletristik sind in richtigem Maße vertreten." Von anderer Seite wird uns geschrieben: „Ich freue mich immer schon tagelang vorher auf das Gottscheer Blatt: es ist sehr interessant." Na, also gar so schlecht, wie das protestantische „Grazer Tagblatt" meint, ist unser katholischer „Bote" doch nicht! — (Versetzungen.) Der Beamtenaspirant Herr Viktor Röthel wurde vom k. k. Bahnstationsamte Ratschach-Weißenfels zu jenem in Arnoldstein versetzt. — Herr Josef Ramor, Assistent beim Stationsamte Hieflau, wurde als Verkehrsbeamter zum Betriebsamte Tarvis versetzt. — (Zwei Ehestürmer). Der gewesene Naturgeschichtsprofessor Dörfler läßt auch wieder mal von sich hören. Am 13. März sprach er im „Vereine katholisch geschiedener Eheleute" in Wien über Naturforschung, Schwalbenflug, Altkatholizismus und schließlich über das nach seiner Meinung reparaturbedürftige katholische Eherecht; hiebei leistete er sich die brillante Idee, es solle der Zölibat (die Ehelosigkeit) gesetzlich verboten und bestraft werden. Es wurde nicht näher berichtet, welche Gründe er einerseits gegen die Untrennbarkeit der Ehe, anderseits gegen die Ehelosigkeit ins Treffen geführt hat. Uns kommt es vor, als ob der gute Mann zu sehr von sich Maß genommen hätte. Wen selbst der Ehestand vor offenkundigen Ent- gleisuugen nicht bewahren konnte, der muß freilich in der freien Ehe sein Ideal und in der Ehelosigkeit einfachhin etwas Unmögliches erblicken. Daß aber andere Menschen anderer Gesinnung sein dürfen und größerer Willens- und Charakterstärke fähig sein können,-— das wird auch Professor Dörfler kaum bestreiten wollen. — Im Gottscheeischen selbst sucht ein sozialdemokratischer Bahn-bedieusteter für die freie Ehe Stimmung zu machen und Unterschriften zu bekommen. Wie da vorgegangen wird, zeigt die Tatsache, daß zwei Bahnarbeitern bedeutet wurde, sie könnten ruhig unterschreiben, da es sich nur um deu Beitritt zu einem llnterstütznngs-vereine handle. Da dergleichen Schwindeleien auch anderwärts versucht werden könnten, sei vor Leuten dieses Schlages gewarnt. — (Sparkassepräsident Joses Luck m a n n f.) Am 20. März starb in Laibach Herr Josef Luckmann im 65. Lebensjahre eines plötzlichen Todes. Herr Josef Luckmann war Chef des Bankhauses L. E. Luckmann, Präsident der Krainischen Sparkasse, Obmannstellvertreter der Krainischen Judustriegesellschaft, Obmann der Laibacher Aktiengesellschaft für Gasbeleuchtung, Zensor der Österr.-Ungarischen Bank usw. Der Verein der Krainischen Sparkasse, dem der Verblichene seit 1867 als Mitglied, seit 1872 als Direktions-, Mitglied angehört hatte und dessen Präsident er seit dem Jahre 1889 war, verliert in ihm seinen durch gediegene Sachkenntnis und hervorragende Tüchtigkeit ausgezeichneten Leiter. Der Verblichene gehörte vom Beginn der siebziger Jahre bis in die achtziger Jahre auch dem Laibacher Gemeinderate an und machte sich insbesondere um den günstigen Abschluß des Laibacher Lotterieanlehens verdient. Ein bleibendes Denkmal seiner Humanitären Tätigkeit ist die Beži-grad er Arbeiterhäuserkolouie, welche er durch größere Kapitalsspenden seitens der Krainischen Sparkasse auf gesicherte Füße stellte. Für seine vielfachen Verdienste um das öffentliche Wohl wurde der Verstorbene durch Verleihung des Ritterkreuzes des Ordens der Eisernen Krone ausgezeichnet. Das Leichenbegängnis fand am 22. März statt;- die Einsegnung nahm der hoch w. Herr Propst Dr.Elb ert aus Rudolfswert vor. Es war ein schier endloser Traner-zug, der dem Toten die letzte Ehre erwies. Aus Gottschee hatten sich zur Begräbnisfeierlichkeit Herr Bürgermeister Loy mit mehreren Mitgliedern der Gemeindevertretung sowie Abordnungen der Feuerwehr und des Turnvereines mit den Vereinsfahnen eingefunden. Dem Verblichenen bleibt ein ehrenvolles Andenken gesichert. — (Der krainische Landtag) ist ganz unerwarteterweise für den 2. April einberufen worden. Man brachte feine Einberufung mit der Abstimmung im Abgeordnetenhause über den Dringlichkeitsantrag, betreffend die Sonderstellung Galiziens, in Zusammenhang und erblickt darin eine Art Verlegenheitsstreich der Regierung. Von offiziöser Seite, hingegen wird dem gegenüber hervorgehoben, daß der betreffende Ministerratsbeschluß bereits eine Woche früher gefaßt worden fei. Der krainische Landtag wird in seiner nnmnehrigen Tagung, welche voraussichtlich etwa eine Woche dauern wird, sich wahrscheinlich hauptsächlich mit der Wahlordnung für den Landtag zn befassen haben. :-7 ' (Konferenz.) Die Sod. ss. C. J. des Gottscheer Dekanates hat ihre- Monatskonferenz am 18. April in Nesseltal um 10 Uhr. Zur Besprechung gelangen die im Diözesanblatte 1906 I. 2. pag. 14 angeführten Gegenstände. — (Die Befähigungsprüfung) zur Erteilung des Religionsunterrichtes an deutschen Mittelschulen hat Herr Psarrver-weser Alois Perz aus Rieg am 29. März in Laibach abgelegt. Gratnlamur! — (Sparkasse der Stadt Gottschee.) Ausweis für den Monat März 1906. Einlagen: Eingelegt wurden im Monate März 1906 150.187 K 53 h und behoben 115.868 K 16 h, wonach sich der Einlagenstand um 34.319 K 37 h erhöhte. Der Einlagenstand beträgt somit mit Ende März 1906 5,365.116 K 86 h. Hypothekardarlehen: Im Monate März 1906 wurden verausgabt 5700 K, rückgezahlt hingegen 10.894 K 31 h, somit ein Abfall von 5194 K 31 h. Der Hypothekenstand beträgt somit mit Ende März 1906 3,966.822 K 78 h. — (Festabend.) Die Ortsgruppe des Deutschen SchulvereineS sowie die beiden Südmarkortsgrnppen veranstalteten zur Feier der hundertsten Wiederkehr des Geburtstages Anastasius Grüns Sonntag den 1. April im Hotel „Stadt Triest" einen Festabend, der sich eines sehr zahlreichen Besuches erfreute. Eingeleitet wurde derselbe durch das einaktige Lustspiel „Blair" von Max Bernstein (Spielleiter: Herr Dr. Prodinger; darstellende Personen: Herr Dr. Pro-dinger, Fräulein Relli Ranzinger, Herr Ritter v. Fürer, Herr Zwetko). Einen besonderen Eindruck dichterischer Begabung des, Verfassers erhielt mein zwar nicht, aber den Darstellern gebührt für ihre gediegene Leistung alle Ehre und Anerkennung. Hieraus hielt Herr stud. vet. Ganslmayer die Festrede, welche in ausführlicher Weise eine Darstellung des Lebens und der Werke Anastasius Grüns bot und den Dichter als deutschen Mann feierte. Herr stud. med. Hofmann trug sodann mit Wärme und Verständnis den Epilog zum „Letzten Ritter" von Anastasius Grün vor. Den Schluß bildete „Die Schulreiterin", Lustspiel in einem Auszuge von Emil Pohl. (Spielleiter: Herr Dr. Prodinger; darstellende Personen: Fräulein Frieda Ranzinger, Herr Dr. Prodinger, Herr Ritter v. Fürer, Herr AdolsKrans, Herr Ganslmayer.) Das heitere Stück schlug voll ein und erntete reichsten Beifall. An der Kasse wurden 129 K eingenommen. Das Reinerträgnis fällt dem deutschen Studentenheim in Gottschee zu. — (Feuerwehrverein.) Im Saale des Hotels „Stadt Triest" fand am 24. März d. I. die 28. ordentliche Jahreshauptversammlung statt. Dieselbe war sehr zahlreich besucht und nahm einen recht schönen, animierten Verlaus. Ans dem Jahres-Rechen-schastsberichte des Schriftführers entnehmen wir, daß der Verein derzeit ans 59 ausübenden, 143 unterstützenden und 2 Ehrenmitgliedern besteht. Der Vereinsausschuß hielt im abgelanfenen Jahre elf Sitzungen ab, absolvierte mit den ausübenden Mitgliedern sieben Übungen mit den Löschrequisiten, eine Marsch- und eine Haupt-Übung und trat dreimal bei Bränden erfolgreich in Tätigkeit. -■ -Die Kassagebarung wurde vom Vereinskassier zur Kenntnis gebracht. Es resultiert ein Kassarest von 247 K 76 h. Die 'Frage wegen Anschaffung einer Dampfspritze wird lebhaft erörtert und wurden zu diesem Zwecke informative Unterhandlungen eingeleitet. ■— Die Fenerwehrinnsikkapelle mußte ihre Tätigkeit ob Mangels eines geeigneten Kapellmeisters und Instruktors leider einstellen. Der Wehransschnß ist mm bemüht, dem zukünftigen Kapellmeister eine sichere Dienststelle in Gottschee zu verschaffen, damit feine Existenz gesichert werde, indem der Feuerwehrverein bei seinen bescheidenen Mitteln außerstande ist, demselben eine ausreichende Entlohnung zuzuwenden. — Wollen demnach die Bürger Gottschees den Wehrausschuß in seinem Bestreben kräftigst unterstützen! — (Die Protestbogen) gegen die beabsichtigte freimaurerische Ehereform Haben unterschrieben: In der Stadtpfarre Gottfchee 1712 Personen; in den übrigen Pfarren: Tfchermofchnitz 890; Mittet« dorf 849; Nesseltal 700; Altlag 629; Rieg 500; Mosel 235; Morobitz 153; Göttenitz 129; Ebental 60 (1). Zusammen 5857 Unterschriften. Die Berichte von Unterdentschau, Unterlag, Masern und Pöllandl sind leider noch ausständig. — (Selbstmord.) Am 20. März — es war gerade Markttag — entleibte sich der 19jährige aus Jnrjevic bei Reifnitz gebürtige, in Gottfchee bedienstete Uhrmachergehilfe Franz Pajnič um 71/* Uhr früh durch einen Schuß ins Herz. Im Vorbeigehen empfahl er sich zuvor noch bei einem Freunde und zeigte ihm den Revolver. Daß er Ernst machen würde, davon Hatte niemand eine Ahnung. Alt dem in einem hiesigen Gast hause verübten Selbstmorde soll ein unglückliches Liebesverhältnis mit einer Kellnerin schuld gewesen sein. — (Vorsicht tut not.) Der rühmlichst bekannte „St. Rafael Verein zum Schutze katholischer Auswanderer" macht aufmerksam auf die internationalen Betrüger, welche es zumal in letzter Zeit auf die Uuerfahreuheit der Auswanderer abgesehen haben. Beim Geldwechseln sucht man den einen zu übervorteilen, den ändern zu überlisten beim Kartenspiel. Größte Vorsicht ist allein reisenden Mädchen notwendig, damit sie nicht in die Netze jener Menschen- fleischhändler geraten, die ihre durch Schmeicheleien, Betrug und Gewalt erwischten Opfer in verrufene Häuser schleppen. Die berüchtigten Mädchenhändler sollen sich sogar in Laibach schon bemerkbar machen. Drum aufgepaßt Mädchen und Eltern! — (Märkte in Krain vom 5. bis 19. April.) Am 9. April in Weichselburg, Dobrova, Slap und Gereut; am 10. in Tscher-nembl; am 11. in Jdria und Senosetsch; am 12. in Sittich und St. Bartelmä; am 13. in Zirklach; am 17. in Grachowo; am 19. in Ratschach bei Steinbrück. Mitterdorf. (Es jammert.) Dem „GrazerTagblatt" können wir es halt nie recht tun. Erstlich wollte es ganz umsonst zu uns kommen, wir lehnten es ab und schickten es wieder heim; da war es zornig. Dann belehrte es uns, daß nur das Luterische echt, das Katholische aber nichts nutz sei; weil wir ihm dies nicht glaubten, war es wieder zornig. Als wir — da es uns einreden wollte, es sei niemand deutsch, der nicht „los von Rom" ginge — gar darüber lachten, wurde es noch mehr zornig. Gegenwärtig ist es auch zornig. Sinn nt? Weil die Gottscheer, ohne erst beim Tagblatt um Erlaubnis angefragt zu haben, gegen die beabsichtigte Zerstörung der Ehe protestierten und sogar die Gemeinden—auch Mitterdvrf ist darunter — durch Siegel und Fertigung die Unterschriften bekräftigten. Daß dies die größte Anzahl der Gemeindevertretungen des übrigen Österreich auch getan hat und zwar im wohlverstandenen eigenen Interesse, scheint das „Grazer Tagblatt" nicht zu wissen oder verschweigt es absichtlich. Es jammert darüber um so mehr, als auch in jenen Gemeinden, deren Vorsteher sich sonst gerne in der Rolle eines Freisinnigen gefielen, alles unterschrieben hätte. Wir können das Blatt trösten. Freisinnig ist unser Gemeindevorsteher, aber auch wir alle; denn die freie Betätigung des katholischen Glaubens lassen wir uns von niemandem, am allerwenigsten vom „Grazer Tagblatt" verbieten; soviel sollte dieses Blatt doch schon bemerkt haben. Es möge nur anderwärts sein Glück versuchen, wo man für sein katholikenfeindliches Treiben vielleicht mehr Verständnis zeigt. Klindorf. (Besuch.) Am 21. März kam nach 43 Jahren Herr Franz Schober, geboren in Klindorf Nr. 9, wieder einmal in unser Dorf auf Besuch. Mit ihm kam auch fein Cousin Jakob Kump aus Katzendorf. Ersterer ist jetzt Kaufmann in Pöchlarn und Besitzer zweier Häuser, letzterer Kaufmann in Wels. Die beiden Herren besuchten unsere Kirche und Herr Schober das Grab seiner Mutter auf unsere in Friedhofe. Beide Herren machten eine Spende für unsere Kirche, Herr Schober 20 K, Herr Kump 10 K, wofür ihnen hiemit der tiefgefühlte Dank öffentlich ausgesprochen wird. Daß auch beim Gläschen Wein alte Erinnerungen wachgerufen wurden und wir alle uns recht gut unterhalten hatten, ist nicht notwendig hervorzuheben. Gott erhalte die beiden Herren noch lange Jahre. Mosel. (Futtermangel) ist recht fühlbar geworden. Die Nachfrage ist immer größer. Hier wird Heu mit 3'60 bis 4 K, Streu mit 1'60 bis 2 K und Stroh mit 2 bis 2'40 K per Zentner bezahlt. Wermöjek. (Die Fahrpost Gottfchee-Tschernembl) übernahm nach dem Tode des bisherigen Inhabers derselben Herrn Šušteršič, Postmeisters in Tschernembl, Herr Johann Latiner, Postmeister in Mosel provisorisch bis zum 1. April, welchem nun dieselbe von der k. k. Post-Direktion in Triest definitiv übertragen wurde. —i (Gründung der Ortsgruppe des Deutschen Schulvereines.) Am 1. April berief der Oberlehrer Herr Matthias Krauland eine Versammlung zur Gründung einer Ortsgruppe des Deutschen Schulvereines in das Schulhaus ein. Der Einberufer drückte zuerst seine Freude über die zahlreiche Versammlung aus, erklärte dann die Notwendigkeit eines gesetz- und vorschriftsmäßigen Vorgehens in der Gründung und daß nach den Statuten bis zur rechtskräftigen Genehmigung durch die k. k. Regierung zunächst ein provisorischer Ausschuß gebildet werden müsse, welcher aus einem Vorsitzenden und einem Schriftführer zu bestehen habe. Der Ein- berufer wurde hierauf zum Vorsitzenden und Hochschüler Jurist Herr-Johann Sterbenz zum Schriftführer durch Zuruf gewählt. Hierauf wurde beschlossen, daß der Name der Ortsgruppe für die ganze Gemeinde Obermösel heißen und diese ihren Sitz ebenda haben solle. Für den bei der nächsten Sitzung zu wählenden Vorstand wurde die Zahl seiner Mitglieder auf sieben bestimmt. Die Ortsgruppe Obermösel wählt demnach künftighin einen Obmann, Schriftführer und Zahlmeister, dann für die beiden ersteren Geschäftsführer je einen, für den letzten jedoch zwei Stellvertreter. Hochschüler phil. Herr Peter Jonke hielt einen Vortrag über die politische Konstellation zur Zeit der Gründung des Deutschen Schulvereines, betont die Notwendigkeit desselben besonders für die Grenzgebiete, erörtert dessen Aufgabe, feiert den 1. April als den Geburtstag der Ortsgruppe Obermösel und sieht darin eine günstige Vorbedeutung, daß die Gründung der Ortsgruppe mit dem Geburtsfeste des großen deutschen Bismarck zusammenfällt. Nach Absingung der Wacht an der Külpa wurde die Versammlung gescklossen. — '(Hausverkauf.) Der Fleischhauer Herr Josef Jonke Nr. 12 verkaufte am 19. März Haus und Grund dem Herrn Matthias Matchen aus Schwarzenbach Nr. 21 um 8000 K. Wessettak. (Verschiedenes.) Vom Unterland wäre eigentlich von rechtswegen eine Faschingschronik zu schreiben, denn Bälle, Maskeraden usw. wechselten hier im heurigen Fasching miteinander ab. Da sie endlich überstanden sind die verschiedenen Faschutgs-unterhaltungen und Ernüchterung eingetreten ist, wollen wir dieselben nicht „aufwärmen", mögen sie nun mit oder ohne „Unfall" verlaufen sein. — Mit heurigem Herbst wird das Turm- und Kirchen-dach unserer Pfarrkirche, wenn der Herr Finanzminister es erlauben wird, neu hergestellt werden. Man ivill das Turmdach' mit Asbest eindecken, was wegen geringerer Feuergefahr und wegen billigerer Versicherung sehr praktisch erscheint. — Die von unserer Pfarr-gemeinde nach Wien eingesendeten Protestbogen gegen die freimaurerischen Bestrebungen in Ehesachen weisen 700 Unterschriften auf, und noch jetzt melden sich immerfort verheiratete und heiratsfähige Personen, welche durch ihre Unterschriften gegen die geplante Ehereform protestieren. — In den Kummerdorfer Berganteilen haben sich ungefähr zwanzig italienische Familien niedergelassen, die von Herrn Matthias Stalzer alles schlagbare Holz angekauft haben und dasselbe zu Kohle verarbeiten werden. Auf die Frage, was für Verdienste sie bei der Kohlenbrennerei erzielen werden, antwortete vor kurzem ein welscher Arbeiter dem Schreiber dieser Zeilen: „Js sie unsere Verdienst reckt gute bei die Kuleu (Kohlen) und aben wir unsere Amerika bei Euck in die Gutzee (Gottschee)." Htteröach. (Besitzwechsel.) Andreas Skiber von Nr. 6 vulgo Paleisch verkaufte sein Haus samt ein Viertel Hube und sämtlichen Inventar, als: Ackergeräte, vier Stück Vieh und zwei Schweine, an Matthias Debeljak aus Laserbach, zuletzt seßhaft in Klindorf um den «Spottpreis von 2200 K. Der bereits im 68. Lebensjahre stehende Mann will mit seinem Weibe über das große Wasser nach Amerika zu seiner Tocher, wo sie ihre letzten Lebenslage fern von der Heimat beschließen wollen. ■ Werdreng. (In Amerika verunglückte) am 12. November 1905 der 50jährige Johann Sn einer von Nr. 7 vulgo Gosparsch bei einer Dpnamitexplosion in den Kupferbergwerken von Calumet Michigan, wo er in Arbeit stand; er hinterläßt seinen fünf Geschwistern 8000 K. Maierle. (Zur Aufklärung.) Seit zwei Jahren leide ich an allgemeiner Nervenschwäche (Neurasthenie) und bin zur Ausübung meines Berufes nicht fähig. Mein Aussehen war wie bei den meisten Nervenleidenden immer ein ziemlich gutes, so daß gar mancher irrtümlicherweise anfangs meinte, meine. Krankheit sei nur eine Vorgabe, um in den Ruhestand versetzt zu werden. Da ich nun schon das zweite Jahr beurlaubt bin, so läßt dies meine Neider nicht zur Ruhe kommen und es wird mir von vielen in böswilliger Weise die beleidigenden Vorwürfe gemacht, daß meine Krankheit nur eine simulierte sei, daß ich von dem Gelde lebe, daß mühsam zusammengeklaubt wird und daß ich dadurch den Deutschen Schnlverein schädige. Man werde beim Deutschen Schnl-verein die Anzeige erstatten. Mit ehrlicher Entrüstung weise ich diese verleumderischen Anwürfe zurück und teile allen Neidern und böswilligen Verleumdern zu ihrer Beruhigung öffentlich folgendes mit. Für jede Lehrperson gibt es nur ein Jahr Urlaub. Nach dieser Zeit tritt die Versetzung iit den zeitlichen Ruhestand ein. In der Hoffnung, wieder zu genesen, wollte ich mich vom Sehrfache noch nicht tonnen und kam um ein zweites Urlaubsjahr ein mit der Verpflichtung, für die Entlohnung meines Stellvertreters zur Hälfte, das ist 600 K, nufzukoimnen, was vom Deutschen Schulvereine in der znvorkommensten Weise mit der Bestimmung angenommen wurde, daß die Leitung der Schule in meinen Händen verbleibe. Ich beziehe somit nur den mir gesetzlich zukommenden Ruhegenußbetrag und schädige daher keineswegs den Deutschen Schnlverein. — Was diesen letzten Satz betrifft, so sei gesagt, daß ich das 19. Jahr als Obmann an der Spitze der Ortsgruppe Maierle-Schösleiu stehe, daß unter meiner Leitung der Verein auf 102 Mitglieder gestiegen ist, daß ich für den deutschen Schulvereiu und für das Deutschtum an dieser gefährdeten Sprachgrenze in der aufopferungsvollsten Weise mit Erfolg gewirkt habe. Es ist daher nur eine gerechte Pflicht des Deutschen Schulvereines, gegen seinen im anstrengenden Dienste erkrankten Lehrer Rücksicht zu üben. Aber von meinen eigenen Landsleuten werde ich unschuldig in der lieblosesten Weise bedacht. Maierle, am 21. März 1906. Kranland Peter, Schulleiter. Altl'ag. (Ernennung.) Das Ackerbanmiuisterium hat den Pfarrer Herrn Anton Kleiner zum Saatenstandberichter für den Gerichtsbezirk Gottschee bestellt. Wüchet. (Todessall.) Der 71jährige Besitzer Andreas Rom aus Büchel Nr. 45, dessen sämtliche Kinder in Amerika teils verheiratet, teils ledig leben, erhielt vor kurzem von einem seiner Söhne ein Schreiben, worin dein alten, gebrechlichen und noch dazu alleinstehenden Manne folgende traurige Nachricht mitgeteilt wird: „Ich muß Ihnen, lieber Vater, wenn noch so ungern, mitteilen, daß Euer Sohn und unser Bruder Johann am 8. März d. I. sanft und gottergeben verschieden ist. Alle seine Geschwister, seine Gattin mit fünf Kindern standen trauernd an seiner Bahre. Sein letzter Wunsch war, daß ich Ihnen einen recht herzlichen Abschiedsgruß samt der Nachricht von seinem Tode übermittle. Am 10. März begleiteten wir den guten Bruder hinaus auf den großen Friedhof von Brooklyn, woselbst schon so viele Gottscheer ruhen. Die Grabstätte liegt beim Eingänge des Friedhofes und unsere Landsleute vermögen dieselbe leicht zu finden, um im fernen Lande manches Vaterunser am Grabe des Dahingeschiedenen zu beten. So schwer es mir fällt, lieber Vater, so fühle ich mich doch gezwungen, Ihnen mitzuteilen, daß auch Bruder Karl schon am Grabesrande steht und wahrscheinlich, wann Ihr diese Trauernachricht leset, schon an der Seite seines Bruders iit der kühlen Erde ruht. Sein Zustand ist noch trostloser als der des verstorbenen Bruders Johann." O wie viel Herzeleid hat uns Gottscheern das „vielgepriesene" Amerika schon bereitet! — (Vom Wetter und anderes.) Das Wetter hat bei uns in letzterer Zeit manchen Spektakel gemacht. Regen und Schnee, dann wieder einmal ein schöner Tag. Mau weiß nimmer recht, ob schon Frühling oder noch Winter ist. — Herr Josef Meditz, der vor Jahren in einer der größten Möbeltischlereien Amerikas arbeitete, hat einem hochgestellten Beamten in Triest eine komplette Zimmereinrichtung geliefert, die wegen ihrer soliden und äußerst geschmackvollen Anssührnng allgemeine Anerkennung und Bewunderung fand. Nesseltal dars stolz sein auf seinen tüchtigen Meister und die Firma Meditz kann nur bestens empfohlen werden. — Am 29. März wurde itt Nesseltal die k. k. Postmeistersgattin Franziska Wüchse zu Grabe getragen. Sie starb im 30. Lebensjahre an einer kurzwierigen Krankheit (Lungenschwindsucht), die sie mit großer Geduld ertragen hat. Mnterskrill. (Spende.) Die Wechselseitige Versicherungsgesellschaft hat unserer freiwilligen Feuerwehr den Betrag von 50 K gespendet. Das ist der erste Geldbetrag, der uns zur Beschaffung der Feuerlöschspritze zur Verfügung steht. Herzlichen Dank! — Der Fahrweg nach Hornberg und jener nach Stalzern ist so miserabel, ja lebensgefährlich, daß wir denselben zu Fuß zurücklegen müssen. An eine Ausbesserung dieser Wege ist nicht zu denken, da die maßgebenden Dörfer Hornberg und Stalzern einerseits und Hinterberg andererseits die Verpflichtung zur Herstellung bestreiten. Am besten wäre es eine Fährverbindung mit Mosel zn machen. Weg. (Nicht lachen, es ist kein Aprilscherz), sondern pure Wahrheit. Gelegentlich seiner Bewerbung um ein Landtagsmandat versprach der „liberale Bauer" Drobnič den Siegern eine Verbmdnngsstraße mit Morobitz. Am 1. April beschlossen nun einige Wirte, in Gemeinschaft mit Drobnič nach Laibach zum Landes-, ausschusse. zu gehen, um eine Zusage betreffs des Straßenbaues in ihrem Sinne zu erreichen. Nun, der „liberale Bauer" und durchgefallene Landtagskandidat Drobnič leistet die beste Gewähr, daß die Straße so angelegt werden wird, da sie ja alle Gasthäuser berührt; in Straßenbau ist er bekanntlich Fachmann, das pfeifen in Soder-fchitz fchon alle Spatzen am Dache! Was aber die Morobitzer, Tiefenbacher und die anderen Beteiligten wollen, wird gar nicht beachtet. Vederemo! «Köttenitz. (Vorsicht bei Geldsendungen.) Viele Unannehmlichkeiten bereitete mehreren hiesigen Personen, besonders dem Landbriefträger, eine vor Weihnachten in Amerika aufgegebene Geldsendung; solche könnten vermieden werden, wenn unsere Landsleute in Amerika den bereits einigemale gegebenen Rat beobachten würden, sich bei Geldsendungen womöglich internationaler Postanweisungen zu bedienen. Wie sich nun gezeigt hat, erlitt die Zusendung des Geldes dadurch eine Verzögerung, daß dasselbe fast zwei Monate in Budapest war. — (Neubauten.) Der vor einigen {fahren beschlossene Neubau, beziehungsweise Umbau des hiesigen Volksschnlgebändes wird nun in diesem Frühjahr in Angriff genommen werden; — auch für die Herstellung der neuen Wasserleitung sind die Vorarbeiten bereits vollendet. Das an den Landesausschuß um Subvention gerichtete Ansuchen wurde sehr günstig erledigt. Wien. (Freie Ehe — freie Schule.) Unser Bürgermeister, Herr Dr. Karl Lueger, hat bereits seine Ansicht über die „Ehereform" und über die „Freie Schule" ausgesprochen. In einer am 27. März im Drehersaale des dritten Bezirkes massenhaft besuchten Versammlung führte er folgendes aus: „Die Unauflöslichkeit der Ehe liegt in so allgemeinem Interesse, daß jedwede Agitation gegen dieselbe geradezu verwerflich genannt werden muß. In allen Versammlungen wird nur immer davon gesprochen, warum der Mann oder die Frau nicht heiraten können, der Hauptsache geht man ans dem Wege. In dieser Frage handelt es sich ja nicht nur um den Mann oder die Frau, sondern vor allem um die Kinder. Die Unauflöslichkeit der Ehe war ja, meiner Überzeugung nach, noch der beste Schutz der Kinder. Was soll denn ans den Kindern werden, wenn sie sehen, daß die Mutter mit einem ändern Mann und der Vater mit einer ändern Frau lebt. Derartige Forderungen an die Gesetzgebung sind zu unnatürlich und die ganze Ehereformbestrebnng wird daher wieder in Sand verlaufen. Ein weiteres Agitationsmittel der Gegner ist die sogenannte „Freie Schule". Das Verlangen nach der sogenannten „Freien Schule" ist nichts anderes, als das Streben nach einer Schule ohne Religion. Herr Baron Hock behauptet zwar immer, daß die „Freie Schule" mit der Religion nichts zu tun hat, allein wir wissen, daß Leute, mit denen, er gemeinsame Sache macht, die Religion aus der Schule hinausdrängen wollen, während wir die Religion als einen wichtigen Lehr-gegenstcmd betrachten, denn die ganze menschliche Gesellschaft hätte schwer darunter zu leiden, wenn die Kinder ohne Glauben an Gott und Liebe zu demselben erzogen werden. Es ist nur merkwürdig, daß ein Hofrat des Verwaltnngsgerichtshofes so gemeinsame Sache mit Personen macht, von denen man ruhig sagen kann, daß sie nicht als Vorbilder von guten Patrioten hingestellt werden können. Es sind lauter Leute, denen ich mein Vaterland Österreich nicht anvertrauen möchte." _________ Trauungen. Pfarre Witterdorf. Am 19. Februar Andreas Erker von Windisch-dorf Nr. 56 mit Maria Stimac in Gottschee Nr. 121; mit 20. Franz Achat;, k. k. Landwehrevidenzoffizial in Gottschee, mit Mathilde Gorjanec, Lehrerin in Mitterdorf. Briefkasten der Verwaltung. Francis H önigmann, S. Paulo, Brasilien. Wir erhielten von Ernst Liederichse einen Betrag von 6 Frcs. 30 cent. ohne nähere Angabe des Ab- senders und können nur vermuten, daß fragliche Geldsendung von Ihnen; ist dem so, haben wir Ihr Abonnement zuzüglich des Rückstandes bis Ende Mai l. I. vorgemerkt. — Dr. A. H. in Tantur, Palästina. Abonnementsbetrag pro 1906 erhalten: für Überzahlung unfern herzlichsten Dank. — „Vaterland" St. Paul, Minne: North A. In angebotenen Tausch gehen wir gerne ein. — John Fink 1645 Cleveland. Noten von angefragten Hymnen können Sie haben; nur wollen Sie angeben, für welche Instrumente und deren Besetzung, wob amt Sie mit Betreffenden direkt in Verkehr treten können. Bei einmaliger Einschaltung kostet die viergespaltene Rleindruckzeile ober deren Raum f5 Heller, bei mehrmaliger Einschaltung \2 Heller. 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