P riumnrraliou« - Preise: Für Laibach Ganziährig . . . 6 ft. — Ir. Halbjährig . . . » „ — . Vierteljährig. . . i „ s» . Monailis . . . — , so , Mit der Post: Ganzjährig . . . S ft. — kr. Halbjährig . „ SO » Vierteljährig. . . i „ LS , Für Zustellung ins Haus vierteljährig LS kr., monatliih 9 kr. Laibacher Einzelne Nummern S kr. blatt Ledakliov: Babrrbosgaffe Nr. 138 Lkprditio« und 2, öiirrau, »-ngreßpla? Nr. 81 von I. v. Kleinmavr Illscrtiouslirelfi Für die einspaltige Petitzeile 3 kr. bei zweimaliger Einschaltung L 5 kr. drermal 7 kr. )nsertionSstemvel jedesmal 30 kr. Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Anonime Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Nr. 92. Montag, 25. April. — Morgen: Kletus Pr. 1870. Die Erbhuldigung der Slovenen. Die in unserer Freitagsnummer gebrachte Mittheilung über die jüngsten Forderungen der Slovenen, welche als Sensationstelegramin in den Wiener Journalen und dann detaillirt in mehreren deutschen Provinzblättern zu lesen war, mußte bei jedermann, der der sogenannten slovenischen Frage eine flüchtige Ausmerksamkeit schenkt, einige Heiterkeit hervorrufen. Die meisten unserer Leser glaubten es mit einer verspäteten Faschingsente zu thun zu haben, denn unglaubwürdig mußte es scheinen, daß die Volksführer aus der alten ständischen Rumpelkammer den Erbhuldigungsakt als Ersatz für die Bildung des Königreichs Slovenien hervorziehen und darin die sicherste Garantie ihrer nationalen Ansprüche erblik-ken würden. In keinem slovenischen Blatte war bisher etwas über „Erbhuldigung" zu lesen, und wer hätte sick wohl erkühnen sollen, eine längst verschollene, für das arme Land Krain kostspielige Zeremonie als Wunsch der Nation zu proklamiren? Es existirt unseres Wissens hiefür in der slovenischen Sprache noch kein landläufiger Ausdruck, und die Fi-lologen des slovenischen Staatsrechtes sind bemüssi-get, vorerst den passenden Ausdruck für „Erbhuldigung" zu schaffen. Es schien uns höchst unwahrscheinlich, daß die Volksführer im Angesichte der nahenden Frühlings-tabore, deren jeder die Gründung Sloveniens auf sein Programm stellen wird, über diese Lebensfrage der Slovenen zur Tagesordnung gehen und nach veraltetem ständischen Moder greisen würden. In den Osterfeiertagen ließen sich in Laibach einige für Großslovenien schwärmende Volksführer der benachbarten slovenischen Lande blicken, es war daher zu erwarten, daß die Lenker der Geschicke Slove- niens im Sinne der gefaßten Taborbeschlüsse ein Programm aushecken würden, darob sich jedes slo-venifche Herz erfreuen müßte. Übereinstimmend mit diesen Anschauungen hat auch „Slovenski narod" jenes höchst verdächtige Programm in seiner vorletzten Nummer als eine Zeitungsente, als eine müssige Fantasmagorie erklärt, und man durfte dieses Dementi als vollkommen begründet halten, da ja die Patrone und Inspiratoren jenes Blattes, wenn auch mit den hiesigen Bolks-sührern auf etwas gespanntem Fuße lebend, doch mit den leitenden Ideen derselben nicht ganz unver-traut zu sein scheinen, ja sie haben gerade in der jüngsten Zeit das einheitliche Vorgehen aller slove-nischen Patrioten, mögen sie was immer für einer Parteifchattirung angehören, und das Falleulasseu jedes inneren Zwistes als unumgänglich nothwendig sür das Gelingen jeder weiteren Aktion der Slovenen erklärt. Zu unserem nicht geringen Erstaunen nun finden wir in der letzten Nummer des „Slovenski narod" die Nachricht bestätiget, daß jenes Programm in Wirklichkeit leibe und lebe, daß es bereits der Regierung als Wunsch der Nation überreicht worden sei. Die Personen, die an dessen Fabrikation theilgenommen haben, werden zwar nicht namentlich benannt, doch hält es nicht schwer, aus den Andeutungen des „Narod" ihre Namen herauszulesen. Es sind dies die beiden krainischen Abgeordneten Dr. Toman und Dr. Costa, denen als Dritter im Bunde der bekannte Literat, nunmehr Mitarbeiter des „VolkssreundeS," Peter von Radic zur Seite stand. Letzterer hat sich seit jeher den Titel eines krainischen Historiografen mit Ostentation beigelegt, er wurde von jenen beiden mit der Abfassung eines Pro-memoria'S, dessen historische Folie die Erbhuldigung der innerösterreichischen Lande zu bilden hat, betraut. Dieses jüngste OpuS des Historiografen des Herzogthums Krain wurde bereits dem Ministerpräsidenten übergeben und namentlich soll Graf Taaffe über die darin entwickelten Ideen ganz entzückt sein, indem er eine glückliche Basis der Verständigung mit der slovenischen Nation gefunden zu haben glaubt. Der „Narod" meint weiters, daß Dr. Toman in seiner letzten Audienz beim Kaiser, als er die „lojalen Wünsche" der Slovenen betonte, die von den Todten zu erweckende „Erbhuldigung" im Sinne gehabt habe. Diese jüngste Ausgeburt einer Volksführerklique, die zur Abwechslung ein historisches Paradepserd zu besteigen versuchte, legt abermals die Programm-losigkeit der nationalen Partei in der kläglichsten Weise zur Schau, sie wird bei vielen Slovenen, die sich in gewisse Lieblingsideen hineingelebt haben, die bittersten Enttäuschungen hervorrufen und endlich dem Volke die Augen über das frivole Spiel, welches die Führer mit seinen nationalen Gefühlen treiben, öffnen. „Slovenski narod" drückte noch vor kurzem dem Dr. Toman sür seinen Austritt aus dem Reichs-rath den Bruderkuß der slovenischen Nation auf die Lippen, nunmehr spricht er von Verrath, von Renegaten-thum, von Ischariots, die sich der Nation aufdrängen. Welche Aufnahme das jüngste OpuS des Herrn Peter von Radic bei den Jungslovenen zu gewärtigen habe, erhellt aus folgender Kritik, die „Slovenski narod" der „Erbhuldigung" angedeihen läßt: „Die ständischen rothen Fracks, die Herzogshüte, die mittelalterlichen Huldigungsakte sind schon längst von der Tagesordnung geschwunden, heutzutage wird keine Nation ihre Rettung in leeren Hossormen und sklavischer Vermoderung, möge sie diesen oder jenen Namen tragen, suchen." Jeuilleton. Chinesische Fortschrittsmänner. Eine der merkwürdigsten ethnografischen Erscheinungen unserer Zeit ist die Wendung, die in den mehrtausendjährigen Ideen der Chinesen und der Japaner über ihre Stellung in der Welt- und Völkergeschichte und über ihr Verhältniß zu den anderen Nationen der Erde eingetreten ist. Nicht blos sind die Europäer keine „rothen Teufel," keine „Barbaren" in den Augen jener Ostasiaten, die bis vor einem Menschenalter noch gegen jede Einwirkung, ja gegen jeden Eintritt der Fremden in ihr Land fast hermetisch verschlossen waren, sondern Japan und China fangen an eifersüchtig eines auf des ändern Verbindungen mit dem Auslande zu werden, und in ihren Bestrebungen von den Ausländern zu lernen, suchen sie einander förmlich zu über-bieten. — Der Kaiser von China hat vor einiger Zeit die Errichtung eines europäischen wissenschaftlichen Kollegiums in Peking befohlen, und zwar in Folge eines Berichtes, den die Mitglieder des Tsong-li-ga-men, d. H. des Vorstandes der Sprachenschule — eines Institutes, das ebenfalls der neueren Zeit angehört — an ihn gerichtet hatten. In diesem Berichte, der in China zur Kunde der am chinesischen Hofe beglaubigten Gesandten gebracht und von den Dolmetschen derselben in'« Englische nnd Französische übersetzt worden, finden sich folgende be-merkenswerthe Stellen. Nachdem früher bereits vom Kaiser bewilligt worden, daß mit der Sprachenschule eine besondere Abtheilung für mathematische und astronomische Wissenschaften verbunden werde, in welche sowohl chinesische als mandschuische Studirende aufzunehmen seien, die bereits einen gewissen Grad besitzen, wird jetzt die Anstellung europäischer Professoren beantragt, und zwar wird dies folgendermaßen motivirt: „China will feine Dampfboote künftig selbst bauen. Damit dies aber möglich sei, ist esnöthig, daß wir durch europäische Lehrer mit den Grundsätzen der mathematischen Wissenschaft vertraut gemacht und uns die Wege gezeigt werden, die wir einzuschlagen haben. Es wäre ein großer Jrrthum und eine vergebliche Verwendung von Geld und anderen Mitteln, wenn wir hoffen wollten, daß die Chinesen vermittelst ihres Nachdenkens allein zu einem solchen Resultate gelangen werden. „Wir wissen, daß die Leute, die wehr zu rai-soniren, als nachzudenken pflegen, uns vorwersen werden, daß wir uns mit Dingen von zweifelhaf- tem Nutzen beschäftigen, daß wir die guten alten Hilfsmittel China's beseitigen wollen, um die Wege deö Auslandes cinzuschlagen, und daß es der Würde China's nicht entspricht, uns von ausländischen Lehrern zurechtweisen zu lassen. „Diejenigen, die so reden, wissen nicht, was in der Welt vorgeht. China hat bisher allerdings gestrebt, mächtig zu sein durch seine alleinigen eigenen Hilfsmittel. Nun hat in der That das chinesische Volk alles produzirt, was cs nur zu produzi-ren vermochte, aber die verständigen Menschen können es sich nicht mehr verhehlen, daß China, um sich in der Zukunft auf eigenen Füßen zu erhalten, für jetzt nothwendig bei den Europäern die Wissen- schaften und Künste lernen muß, die ihm fehlen... „Ein nicht minder großer Jrrthum ist cs. zu glauben, daß China seine eigenen alten Kenntnisse aufgibt, um die des Auslandes zu erwerben. „Die Europäer geben vielmehr zu, daß sie die Grundlagen ihrer heutigen Wissenschaft erst den Chinesen oder doch mindestens dem Orient zu verdanken haben. Mit ihrem Geiste der Untersuchung und der Anwendung der Ideen haben sie freilich die letzteren sehr erweitert und ist es ihnen gelungen, an die Stelle veralteter Theorien neue und bessere aufzustellen. Die Wurzel ist chinesisch, aber der Baum, der sich entwickelt hat, europäisch. Das Aktionsprogramm. Einer Wiener Korrespondenz der „Tr. Ztg." zufolge ist cs zweifellos, daß die Aufgabe, welche sicb das Ministerium Porocki gestellt hat, doppelter Art ist; einmal wird sich seine Thä-tigkeit darauf richten durch die direkten Wahlen den Reichsrath von der Einflußnahme der Landtage los« zulösen und andererseits die autonomen Befugnisse der Einzelländer, resp. der Landtage, wesentlich zu erweitern. „Das Eine abcr kann nicht oft genug wiederholt und nicht stark genug betont werden, daß die Regierung nicht daran denkt, die gegebene staatsrechtliche Grundlage anzutasten oder antasten zu lassen, sondern daß sie die Einfügung der bisher widerstrebenden Elemente in den Rahmen der Verfassung sich zum Ziele setzt und dieselbe allerdings wenn irgend möglich mit den Ezechen, aber eventuell auch ohne sic und nöihigenfalls selbst gegen sie zu vollbringen entschlossen ist." Wie der Korrespondent weiterS bestimmt hört, ist man von dem eine Zeit lang feststehenden Entschluß, sofort zur Auflösung des ReichsrathS und der Landtage zu schreiten, wreder zurückgekommen nnd wird diese Auflösung erst dann aussprechen, wenn man zur Vollziehung des inzwischen zu Stande gebrachten Ausgleichs der betreffenden Organe bedarf. Die Aktion wird sich zunächst darauf beschränken, die Pourparlers, welche mit den nationalen Führern in den nächsten Tagen eröffnet werden sollen, einem gedeihlichen Resultate zuzuführen. Selbsiveistündlich wird die Wahlreformfrage einen Haup!gegeustand dcr Diskussionen bilden. Die Grundzüge dcr vom Ministerium akzeptirten Wahlreform sind sowohl im Großen, als auch in den Details, vollständig nach dem Rechbaner'schen Entwürfe aufgebaut. In einem ungarischen Blatte finden wir heute eine Analife dieser Grnndzüge. Die neueste Flugschrift des Bischofs Hesele von Rottenlmrg, welche in Rom die Papisten in die größte Aufregung versetzte uud das ganze Nest der jesuitischen Nachteulen aufscheuchte, beweist unwiderleglich, daß der Papst Honorins von der 6. ökumenischen Si-node im Jahre 680 zu Konstantinopel wegen Häresie mit dem Anathem belegt wurde. Das über HonoriuS ausgesprochene Anathem ist von der 7ten und 8. Sinode, in denen gleichfalls päpstliche Legaten den Vorsitz führten, wiederholt worden; der Papst Hadrian II. hat die Verurtheilung als richtig anerkannt, weil „HonoriuS wegen Ketzerei in Anklageznstand versetzt worden war, wegen derer cs „Hätte China nicht aufgehört, die Wissenschaften anzubauen, so würde es heutzutage nicht genöthigt sein, zu den Erfahrungen anderer Nationen seine Zuflucht zu nehmen. Allerdings würde das viel erfr-ulichcr fein. . . . „Denjenigen, welche etwa sagen, daß sich Ehina herabsctzt, wenn cs sich von Ausländern unterrichten läßt, erwidern wir, daß wenn ein Volk sich über etwas zu schämen hat, eS das ist, daß es in Dingen unwissend, die andere V ö l kc r verstehen. „Japan selbst hat Offiziere nach Europa gesandt, damit sie sich dort in den Kriegs- und anderen Wissenschaften unterrichten. Also nicht blos die Völker Europa'«, sondern auch die Japaner wollen nicht mehr hinter anderen Zurückbleiben. Auch Japan will seinen Platz unter den Starken einnehmen, während China, das sich aus seine alten Gewohnheiten steift, außerhalb des allgemeinen Fortschritts bleibt. Und das allein ist eine Schande!" So lautet die Molivirung der neuen Maßregel Seitens der chinesiischen Regierung in einer Art und Weise, die zahlreiche europäische Politiker und Volksbeglücker aufs Tiefste beschämen muß. Da ist nichts Hu hören von dem gefährlichen Einflüsse der Aufklärung und Wissenschaften, von den allein den Geringeren gestattet ist, den Anregungen der Höheren zu widerstehen," ein Ausspruch cer gauz im Einklänge steht mit dem im Mittelalter allgemein anerkannten kirchlichen Grundsätze, daß ein Papst wegen Ketzerei, aber auch nur wegen Ketzerei abgesetzt werden könne, eine Lehre, die auch in das Korpus des kanonischen Rechtes Eingang gesunden hal. Der Autor bemerkt: „Man sagt zwar, es handle sich hier blos um die Ketzerei eines Papstes als Privatmannes. Aber wenn man die Möglichkeit zugibt, daß überhaupt ein Papst in Ketzerei fällt, so ist nichl abzusehen, weshalb er nicht auch einmal eine Ketzerei, an die er glaube, ex erMsärg, verkündigen könne, indem er natürlich dcr Ansicht ist, daß sie kirchliche Lehre sei." — Wenn also ein Papst, ein Nachfolger Christi, wegen Ketzerei verflucht und der ewigen Vcroammniß preisgegeben wurde, wenn noch später sein Andenken vermaledeit wurde, wie können nun jetzt die Konzilsväter, ohne sich einer zwischen Geschichtsverdrehung schuldig zu machen, den Papst für unfehlbar zu erklären. Politische Nuudschau. Laibach, 25. April. Die gestrige „Wiener Zeitung" vrmgl eine kaiserliche Entschließung, welche den wegen slrasbarcn Handlungen gegen die Ordnung in Prcß -sachcn verurlheilteu Personen die Freiheitsstrafen und Geldstrafen nebst den gesetzlichen Folgen nachsieht. Desgleichen ist in den anhängigen Prcßpro-zessen von dem weiteren Strafverfahren abzulasscu, sofern dieses nicht auf einer Privatklage beruht. Dem „Pester Lloyo" wird aus Wien berichtet, daß die Verhandlungen Potoeki's mit den polnischen Parteiführern bereits vollkommen greifbare Resultate bieteu. Es sei ohne Zweifel, daß eine Verständigung auf verfassungsmäßigem Boden herveigesührt werden könne. — Die czechischen Vertrauensmänner werden, wie cS hcißt, dem Grasen Potoeki das Zurückgieisen aus das Oktobcrdiplom ancuipfchlcn. Kardinal Rauscher und dcr Fürsterzbischof von Prag, Kardinal Schwarzenberg, sollen dem Vernehmen nach in vertraulichen Zuschriften an die zur Zeit vom Konzil beurlaubten österreichischen Bischöfe das Ersuchen gerichtet haben, ihre Rückreise nach Rom möglichst zu beschleunigen und dieselbe durch keine, wie immer dringenden Amtsgeschäste hin-ausznschiebcn. Die „Norddeutsche Allgemeine Ztg." erklärt, daß die von vielen Zeitungen gebrachte Nachricht, Preußen habe in Wien neuerliche Vorschläge über die Ausführung des Artikels 5 des Prager Friedens gemacht, vollständig aus dcr Luft gegriffen sei. Gefahren fremdländischer Bildung sür die eigene Nationalität, und den sonstigen beliebten Stichwor-ten der Schwäche und des bösen Willens gegen fortschreitende Entwicklung und Kultur; kein „Mu xossumus" gegen den Fortschritt der Zeit, sondern volles, bewußtes und freudiges Entgegenkommen. China hat aufgehört, dcr Musterslaat des Stillstandes und Beharrens zn sein, dafür aber gibt es bei uns Länder, die sichtlich nach dem Ruhme streben, an dessen Stelle zu treten. Nolle der Thierwelt in der Menschenwelt. Der Mensch sagt von vielen Dingen: das ist recht thierisch! Wer weiß, ob die Thiere untereinander nicht von vielen Dingen sagen: das ist recht menschlich! z. B. wenn ein Thier lügt, verleumdet, sich betrinkt, falsch spielt u. s. w. Fast alle unsere Ehrentitel und Schimpfworte im Konvcrsationöle-bcn borgen wir aus dcr Thicrwelt. Die schönen und die häßlichen körperlichen Fehler, die edle» oder garstigen Eigenschaften des Geistes oder des Herzens vergleichen wir mit dcr Thicrwelt. Die erste Stufenleiter der geistigen Ehrentitel besteht aus folgenden fünf Stufen: Ochse! Esel! Schaf! Gimpel! Die sranzösische amtliche Zeitnng veröffentlichte vorgestern das lang erwartete k a ise rl i ch c Dekret, womit das Volk enigeladen wird, am 8. Mai folgendes Plebiszit anznnchmen oder zu verwerfen: Das Volk billigt die vom Kaiser mittelst dcr großen Staatskörper in der Verfassung seit 1860 ein-gefUhrten liberalen Reformen und ratificirt das Se-natus-Konsnlt vom 20. April 1870. Und gestern endlich ist die schon mehrfach erwähnte Proklamation Napoleons an die Franzosen erschienen. Dieselbe appellirt an das Vertrauen dcr Nation und verlangt den Beweis dieses Vertrauens durch ein bejahendes Votum, welches die Drohungen der Revolution beschwören, die Ordnung und die Freiheit begründen und den Uebergang der Krone an den Sohn des Kaisers erleichtern werde. Die Minister werden ebenfalls an das französische Volk Proklamationen richten, deren wesentlicher Inhalt folgender wäre: „Der Kaiser, von acht Millionen Stimmen erwählt, stellt nicht dem Lande die dinastische Frage. Er hat sich im Jahre 1852 an das Volk gewendet, indem er dessen Mitwirkung ;ur Gründung der Ordnung vcrlanfflc. „Er verlangt heule, daß es ihm hclse, die Freiheit zu gründen. Cs scheint un» erklärlich, daß die Opposition die Aufforderung erläßt, mit „Nein" zu antworten." Ueber den Brief, welchen Kaiser Napoleon an sämmtliche Wähler schicken will, vernimmt „La Presse" Folgendes: Es sei derselbe ein höchst persönlicher Akt des Kaisers, der daher sein Manuskript nicht einmal den Ministern mitgetheilt, sondern direkt unter Anempfehlung des strengsten Geheimnisses Sem Drucker anvertrant Hütte. Anfänglich hätte cs in seiner Absicht gelegen, den ganzen Brief autografiren zu lassen; doch war dies bei einer Auflage von zehn Millionen schwer durchzuführen. Jedes Exemplar werde abcr ciu Faksi» milc der kaiserliche» Unterschrift tragen. Die Post-Verwaltung habe bereits die gefammten Unteroffiziere und Gemeinen der Garnison von Paris zum Schreiben der zehn Millionen Adressen in Anspruch genommen. Dieser Brief ist also mit dcr kaiserlichen Proklamation, welche die Einberufung der Komitien begleiten soll, nicht zu verwechseln. Zur Tagesgeschichte. — Mehrere Blätter beschäftigten sich mit einer angeblichen Demissionirung des ReichSkriegsministers v. Kuhn. Die „Abendpost" versichert, daß Se. Exzellenz weder seine Demission gegeben, noch die Absicht hat, aus dem Amte zu scheiden. Fortsetzung in der Beilage. -MZ Schöps! Die moralischen Ehrentitel: Tiger, Faulthier, Wurm, Hiänc, Geier, Chamäleon, Aal, Blindschleiche, Schlangcnzncht nnd Ottcrnbrut! Wir beschreiben uusere Schönen, sie haben : Gazcllcnaugcn, Schwanenhälse, Adlernasen und Tanbenherzen; sie sind schlank wie ein Reh, munter wie ein Eichhörnchen und gesund wie ein Fisch. Sie singm wie die Nach-tigalen oder sie schnattern wie die Gänse; sic brüsten sich wie die Pfauen oder sie sind häuslich wie die Schnecken; sie sind treu wie ein Hündchen oder falsch wie ein Kätzchen. Unsere Männer haben Habichtsnasen, Fnchs-augen und Adlerblicke. Sie nennen ihr Liebchen: „Mein Mäuschen!" und binden ihnen einen Bären auf. In der Konversation schwatzt man wie eine Elster, man schimpft wie ein Rohrsperling, man ahmt nach wie ein Affe, man plappert nach wie ein Staarmatz und man spricht von sich wie ein Kukuk! Die Mutter ruft ihre Küchlein, die Mädchen fangen an zu tanzen wie die Drehhämmel und Tanzflicgen, nm sic sammeln sich Gclbschnäbcl, liederliche Finken nnd lockere Zeisige; dcr Eine wird roth vor Eifersucht wie ein Hahn und dem Anderen schwillt der Kamm wie einem Puter, und der Dritte ergreift das Hasenpanier! Während das im ersten Stocke geschieht, büffelt jemand im Dachstübchen wie ein Ochs. Andere sind fleißig wie Ameisen, arbeiten Beilage zum „Laibacher Tagblatt" Nr. vr vom LS. April. — Der konstitutionelle Verein in Innsbruck beschloß einstimmig ein Vertrauensvotum für den Statthalter v. Lasser wegen dessen verfassungstreuer Haltung. Der Verein sprach die Erwartung aus, das; der Statthalter dem Lande erhalten bleibe. — Der liberale Verein in Linz erklärte sich in seiner Versammlung vom 21. d. M. für den vollständigen Anschluß au Rechbauers Programm. Als die Grenze der Nachgiebigkeit gegen die Nationalitäten wurden die Kremsierer Konstitutions-Urkunde bezeichnet. — Bischof Stroßmayer hat die Vertrauensadresse der slavischen Studenten in Graz, welche dieselben ihm für feine mannhafte Haltung am Konzile gesendet hatten, mit folgendem Schreiben beantwortet, welches die „Novice" veröffentlicht: „Meines Herzens haben sich lebhaft die Gefühle bemächtigt, welche Sie mir in Ihrer geschätzten Vertrauensadresse für mein Ringen auf dem jetzigen kirchlichen Kampfplatze ausgedrückt haben. Empfnngen Sie hiermit den herzlichsten Dank und seien Sie überzeugt, daß auch künftighin meine ganze Thätigkeit, sei es für die Kirche oder unser Vaterland, der Wiederhall meines Gewissens und meiner Ueberzengnng sein wird. Genehmigen Sie u. s. w. Stroßmayer w. p." — Der Redakteur der Grazer „Freiheit," Herr Zimmermann, wird Ordre erhalten, Oesterreich zu verlassen. Zimmermann ist eines politischen Vergehens halber angeklagt. Er ist Ausländer (Hessen-Darmstädter) von Geburt und nicht in Oesterreich na-turalisirt. Unser Strafgesetz verfügt bekanntlich für Ausländer, die sich eines politischen Vergehens schuldig gemacht, die Landesverweisung. Um dieser zu entgehen, bewarb sich Zimmermann noch vor der Gerichtsverhandlung, die ihm bevorsteht, um das Staatsbürgerrecht bei der Grazer Statthalterei. Dieses Gesuch wurde jedoch in allen Instanzen abschlägig beschicken. — Die Einwohnerschaft von St. Michael bei Seitenstetten befand sich vor einigen Tagen in nicht geringer Aufregung, denn iu einem dortigen Hause rumore es gewaltig, so daß die abergläubischen Leute einen Geisterspuk witterten, in der Dunkelheit nicht mehr an dem Hause vorüberzugehen wagten, und schließlich die Dümmsten von ihnen den Herrn Pfarrer um Anwendung von kirchlichen Beschwörungsformeln angingen. Der Pfarrer meinte, man müsse die Sache früher näher untersuchen, bevor er sein schweres Geschütz gegen die rumorenden Geister loslasse, und da gingen denn die Beherztesten ins Haus und fragten, wo der Spuk eigentlich am ärgsten sei. Sie erhielten zur Antwort, „daß es droben im Stübel rumore, wo der stocktaube Sepp liegt," der, nebenbei gesagt, einen unbändigen Kropf hat. Der alte Sepp, durch lautes Aufschreien und Gesten verständiget, will nichts von einem Geisterspuk gesehen und gehört haben. wie die Bienen, bleiben doch arm wie eine Kirchenmaus und können gar nichts einhamstern. Im Erdgeschoß spinnt sich eine häusliche Familie ein wie die Raupen, der Alte fängt Grillen, die Alte watschelt herum wie eine Ente, indessen girren ein paar Junge wie die Turteltauben und machen sich ein Restcheii zusammen wie die Sympathievögel. Da fällt einer mit der Thür ins Haus wie ein Plumphecht, er ist geputzt wie ei» Pfingst-ochö, um die Tochter ;u freien; er schnappt nach Luft, wie ein Karpfen, allein er muß mit dem Lieb-Haber ein Hühnchen pflücken und zieht zuletzt mit faulen Fischen ab! Wen» ihm das früher geschwant hätte, so hätte er diesen Bock nicht geschossen! Er tritt den Rückzug an wie ein gekochter Krebs, bleibt ein Hagestolz und geht mit den Hühnern zu Bette. Der Storch bringt ihm keine Kinder, er wird ein einsamer Maulwurf, huldigt nun dem Bogel Minervens: der Eule! Solch eine Rolle spielt die Thierwelt in un-sereni Leben; ja nicht nur in unserem Leben, sondern auch noch dort drüben werden wir entweder als Böcke in die Hölle, oder als Schafe in den Himmel wandern. Darum trachte Jeder schon hier, daß er nicht nur sein zeitliches, sondern auch sein ewiges Schäfchen ins Trockene bringe. Die gescheidten Geistersucher verlangten nun seine Uebersiedlnng in das untere Stübel und seit der Zeit ist cs im obern mit dem Geisterspuk reiu aus, und es rumort nun im untcrn, aber auch nur, wenn der altc Sepp schläft. Sein unsinniges, fürchterliches Schnarrchcn, eine Folge seines wahrhaft schauderhaft großen Kropfes, hat sich nun als die alleinige Ursache des ganzen so gefürchteten Geisterspukes herausgestellt und die abergläubischen Geisterbeschwörcr müssen es sich gefallen lassen, daß sie von allen vernünftigen Leuten in St. Michael auf offener Straße ausgelacht werden. — Der König von Italien ist erkrankt. Die „Gazetta offizale" meldet, daß derselbe Donnerstag Abends einen Zieberanfall, begleitet von einem Scharlach-Ansfchlag hatte. Der Ausschlag ist sehr reichlich, und hat das Fieber gegenwärtig fast ganz nachgelassen. Die Aerzte versichern, daß der König in zwei oder drei Tagen vollständig hergestellt werden wird. — InParis haben die Former und Gießer einer der ersten Fabriken einen Strike inszenirt. Ans der Umgebung sind zirka 16.000 Former und Gießer, und in Paris die Schneider dem Beispiele gefolgt. — Der Dienst in der englischen Armee und Flotte, schreibt die „E. C.," muß ein ausnehmend gesunder sein, denn ein Blick in die Rangliste belehrt uns, daß am 7. Jänner d. I. 876 aktive und inaktive Generale der englischen und indischen Armee am Leben waren und acht darunter das 70. Dienstjahr bereits hinter sich hatten. Die Flotte hat unter ihren 307 Admiralen nicht weniger als 26 aufzuweisen, die vor dem Jahre 1800 eingetreten waren. — England darf sich diesen Luxus an gichtbrüchigen Helden freilich eher erlauben, als ein anderer Staat, denn erstens hat es noch „heidenmäßiger" Geld als Preußen und zweitens kämpft die grüne See mit für England, die ein ebenso wohlfeiler als ausgezeichneter General ist. — Ein in Manchester erscheinendes Blatt läßt sich die folgende sonderbare Nachricht aus London te-legrafiren: „Bon glaubwürdigster Seite wird in London das Gerücht wieder belebt, daß binnen kurzem eine Heirat stattfinden wird, welche allgemeines Erstaunen hervorznrufeu verspricht. Man sagt, die Königin werde einem Prinzen des Hauses Schleswig-Holstein die Hand reichen, und man nennt jetzt einen uahen Verwandten des Prinzen Christian als den begünstigten Freier." Selbstverständlich ist das Gerücht mit mehr als Vorsicht aufzunehmen. In letzter Zeit sind „von glaubwürdigster Seite" so viele Enten in die Welt gesetzt worden, daß man gezwungen ist, jede ungewöhnliche Meldung mit Mißtrauen zu betrachten. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Lokal - Chronik. — (Mit dem D i sp o s i t io ns so n d) schaltet und waltet die slovenische Journalistik sehr freigebig. Noch vor seinem Erscheinen wurde das „Laibacher Tagblatt" als dessen Kostgänger bezeichnet. Das gleiche Los theilt nun auch das in Wien angekündigte neue slovenische Witzblatt „Pavliha," gegen welches von dem hiesigen „Journal für vaterländische Interessen" die gleiche Verdächtigung ausgesprochen wurde. Der Herausgeber des „Pavliha," Herr Levstek, erklärt nun im letzten „Narod" die Urheber und Verbreiter solcher Anschuldigungen als garstige Lügner und nichis-nntze Schufte. Obwohl „Slov. Nar." über jene Denunziation des „Triglav" sehr ungehalten ist, so betreibt er doch das Geschäft der Verdächtigung mit gleicher Virtuosität, als fein deutsch gedruckter Laibacher Kollege. Erst in seiner vorletzten Nummer erklärte er sich mit dem Grafen Potocki äußerst unzufrieden, „weil dieser zwar auf sein Programm die Erzielung der Eintracht und der Verständigung der Nationen gesetzt hat, während er noch immer Blätter wie „Laibacher Tagblatt", welches ohne Unterlaß die garstige Saat der Feindschaft säet und das Häuflein der Nem§-kutars zur äußersten Leidenschaft gegen die Volksfüh-rers hetzt, aus dem Difposilionssonde erhält." Graf Potocki wird sich erst dann des Vertrauens des „Slov. Nar." erfreuen können, wenn das „Tagblatt" zu erscheinen aufgehört haben wird. — Wahrlich, wir hätten solchen Undank voni „Slov. Nar." nicht erwartet; dafür, daß wir mit der Gewissenhaftigkeit eines un-parteifchen publizistischen Organes dessen kühne politische Ideen, worüber seine journalistischen Kollegen ein beharrliches, ihm höchst unbequemes Stillschweigen beobachten, die möglichste Verbreitung zu verschaffen suchen, verweist er uns auf die Krippe des DiSposi-tionSfondes, ja der Grausame kann sich erst mit unserem Tode zufriedenstellen! — (Das L ei chenb eg ä n gniß des Dr. Costa) am verflossenen Samstag ging unter großer Theilnahme der Bevölkerung von statten. Die filhar-monische Gesellschaft war mit der Fahne des Männerchores vor dem Trauerhause erschienen und sang daselbst einen ergreifenden Trauerchor, die Sänger der äitalnica sangen am Grabe. — (A r b e i t e r b i l d n n g s v e r ei n.) In der gestrigen Versammlung wurde eine Statutenänderung in dem Sinne beschlossen, daß die Beschäftigung mit politischen Angelegenheiten aus den Vereinszwecken nicht mehr wie bisher ausgeschlossen sein soll. — (Neue Eisenbahn.) Die Bau - Unternehmer Gebrüder Pongratz haben beim Handelsministerium um die Bewilligung zu technischen Vorarbeiten für eine Eisenbahn von einem geeigneten Punkte der Linie Laibach-Tarvis der Kronprinz-Rudolfbahn über Bischoflack, Modrea und Görz bis Triest nebst einer Zweigbahn nach Ober-Jdria, dann sür eine Eisenbahn von Tarvis bis an die Reichsgrenze bei Ponteba an. gesucht. — (Zur Predilfrage) ist der Titel eines Artikels, der in der Wiener „allgemeinen Verkehrs z e i tu n g" als Entgegnung auf die von uns neulich mitgetheilte Arbeit des Herrn Hartmann über diesen Gegenstand erschienen ist. Dem Verfasser ist es jedoch nicht gelungen, die von letzterem beigebrachten Daten und Gründe zu entkräften. Allgemeine Behaup tuugen, daß die Schwierigkeiten der Predillinie übertrieben werden, daß auch die Lack-Görzer-Bahn kostspielige Objekte habe und dgl. können in einer so wichtigen Angelegenheit nichts beweisen. Auch der Kernpunkt dieser Verteidigung, daß uns eine kurze und direkte Verbindung Triests mit Westdeutschland noth thne, daß die Rudolfsbahn durch den Bau der Predilbahn am schnellsten von der Staatsgarantie entlastet werde, und daß durch eine Bahn Tarvis-Lack-Görz diese Zwecke nicht zu erreichen seien, ist nicht stichhältig motivirt und nicht haltbar. Herr Hart-maun hat auf diesen Angriff eine Replik in Sachen der „Predilbahn" veröffentlicht, worin er zeigt, daß diese um 23 Millionen thenrer kommt als eine Verbindung Lack-Görz, daß die 10 Meilen Mehrlänge durch den schnellem, billigem und sichern Betrieb ausgewogen werden, daß die technischen Schwierigkeiten bei dem Bane der Predilbahn uuverhältuißmäßig größer seien, und daß auf der ganzen Linie kein verwendbarer Baustein zu finden fei. Nachdem Herr Hartmann auch vom strategischen Standpunkte die Unhaltbarkeit der Predillinie nochmals dargethan und den Unterschied beider Traßen mit Bezug aus die Bevölkerung und die volkswirtschaftliche Bedeutung der von der Bahn zu durchziehenden Gegenden beleuchtet, schließt er mit folgenden Worten: „Unser Herr Gegner be- merkt unter anderem, Laibach und Kram würden cs lieber sehen, wenn die Villach-Laibacher-Bahn keinen Konkurrenten in der Jfonzo-Linie erhielte, dieses sehen , wir nicht recht ein, da uns das Wohl und Wehe der Südbahugesellschaft gar nicht nahe geht, ein Institut, welches horrende Frachttarifsätze hält und einen Pro-dnktenplatz wie Laibach, der in der Menge zur Auf- oder Abgabe gelangenden Landesprodukte und fonstigen Frachten stärker ist als Steinbrück, Agram, Klagenfurt und Villach zufammengenommen, noch immer nicht zu einer H a n p t sta t i on gemacht hat, welchen Vortheil alle die früher genannten Orte und außerdem Pragerhof, Barcz, Cottori und v. a. genießen. Wäre Laibach eine Hauptstation, so träte es in die begünstigte Zonen-Frachlberechnung, während es heute seine fürs Ausland bestimmten Waggonladungen ent weder nach Steinbrück oder Görz senden muß, von welchen Stationen erst der begünstigte Frachtsatz ein- tritt. Wenn nun z. B. die Ladung aus Fisolen, Buchweizen, Knoppern, Kleesaat, gedörrtem Obst, Honig, Kraut, Mehl u. s. m. bestehet, so bildet bei normalem Geschäftsverkehr die Frachtdifserenz von Laibach zu der nächsten nördlichen oder südlichen Hauptstation einen Betrag, welcher den Nettogewinn bei der Waare übersteigt; so ereignet es sich, daß z. B. Villach, Klagenfurt und Marburg Zerealien, Samen, Obst direkte nach den süb- und norddeutschen Plätzen verladen können, während eS uns von hier nicht konve-nirt; überdies besitzt die Frachtenaufgabs-Kanzlei auf der Laibacher Station nicht einmal die Tabellen, um den Parteien eine solche Berechnung zu machen. — Wir führen unsere Behauptungen objektiv durch und werden dieselben stets zu vertheidigen wissen." — (Die Militär-Zeitschrift „Die Bede tte") hat mit dem soeben erschienenen 19. Hefte den 2. Band beendet. Die jüngste Nummer dieses sehr umsichtig redigirten, sreimüthigen und rasch beliebt gewordenen Fachjournals enthält u. a. kritischen Aufsätzen : Mai-Avancement, über die Mängel des Armee-Ge-bühren-Reglement, die militärische Presse, Glossen zu Gatti'S Zukunftstaktik; dann Nachrichten aus der Armee und für die Armee, eine Journalrevue; eiu Feuilleton: unter den Linden; als Beilage das Porträt des Marschalls Heß u. s. w. Aus dem Bercinslebe». Die Generalversammlung der filliarinonischen Gesellschaft fand gestern den 24. UNI 11 Uhr Bormittags im Salon Fischer statt. Dieselbe war spärlich besucht. Der Direktor Schöppl entwarf ein Bild über die Lage dcr Gesellschaft, welches als ein erfreuliches bezeichnet werden kann. Sie gab zwei große Tonwerke „Antigone" und „Kolumbus," ferners die statutenmäßige Anzahl von Konzerten, außerdem eine Sommerliedertafel. Einer besonderen Aufmerksamkeit von Seite dcr Direktion erfreut sich die Gestll schafts-Musikschule, die jedoch große Opfer fordert, die Gesellschaft zahltc 600 fl. zu Schulzweckcn als Zuschuß zu den Schnlkosten, doch betrachte die Direktion dieses Geld als nicht verschwendet. Außerdem wurde sie auch von Mn sikfrennden zu diesem Zwecke unterstützt, die löbl. Sparkasse nnd der Herr Fürstbischof von Laibach haben jeder je 100 fl. der Gesellschaft geschenkt. (Die Versammlung erhebt sich über Antrag Dr. Schöppl's als Zeichen des Dankes von den Sitzen.) Die Mitgliederzahl variire, wie es Domizilsveränderungen, Sterbefälle u. f. w. als natürliche Folge mit sich bringen, doch habe sie nicht abgenommen. Zum Schlüsse verliest der Direktor ein Dankschreiben der Geschwister Costa für die Mitwirkung der filhannoni-schen Gesellschaft beim Leichenbegängnisse ihres Vaters, des Herrn Dr. H. Costa. Hierauf wird zur Debatte über die Statutenänderung geschritten. Folgende Hauptpunkte werden beschlossen: Der Antrag, die Worte Direktion nnd Direktor mit Vorstand und Ausschuß zu vertauschen, wird abgelehnt. Die Stelle eines Protektors der Gesellschaft wird ganz ansgcmerzt. Die Zahl der Direktionsmitglieder wird auf 12 erhöht, uud besteht also aus 12 Mitgliedern dcr Direktion der Gesellschaft, drei Ausschüssen des MännercborS und dem Musikdirektor. Die eiuzelueu Fuuktioueu werden den Direktionsmit-gliedern von der Direktion selbst zugetheilt. Das Vereiusjabr schließt im September und beginnt im Oktober, dic Generalversammlung Mt daher auf eiueu Souutag im Oktober. Die dreijährige Wiederwahl der Direktion wird in eine einjährige nmgewandelt. (Antrag Götz.) In den Männerchorausschnß wird das mit den Schreib-geschästcu betraute Mitglied der Geueraldirektiou ebenfalls als Schriftführer mit Sitz und Stimme ausgenommen. Zum Schlüsse wird eiu Redaktiouskomitee für die ab-geänderten Statuten erwählt. Eingesenvet. Allen Leidenden Gefundheit durch die delikate liöVL-lesLiöre äu Llu rv, welche ohne Anwendung von Medizin und ohne Kosten die nachfolgenden Krankheiten heilt: Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut-, Athem-, Blasen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blnt-aufsteigen, Ohrenbrausen, Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. — 72.000 Kuren, die aller Medizin widerstanden, worunter ein Zengniß Sr. Heiligkeit des Papstes, des Hofmarschalls Grafen Pluslow, der Marquise de Bröhau. — Nahrhafter als Fleisch, erspart die Rövaleseiörs bei Erwachsenen und Kiudern 50 mal ihren Preis in Arzneien. Neustadl, Ungarn. So oft ich meine innigsten Dankgebete zum allgütigen Schöpfer nnd Erhalter aller Dinge sende für die unberechenbaren Wohlthaten, welche er nns durch die heilsam wirkenden Kräfte der Natnrerzeugnisse angedeihen läßt, gedenke ich Ihrer. Seit mehreren Jahren schon konnte ich mich keiner vollständigen Gesundheit erfreuen: meine Verdauung war stets gestört, ich hatte mit Mageutibelu und Vcrschlei mnng zu kämpfen. Von diesen Uebeln bin ich nun seit dem vierzehntägigen Geuuß der lisvLlssvivro befreit und kauu meinen Bernssgeschäften ungestört nachgehen. I. L. Ste r ner, Lehrer an der Volksschule. In Blechbüchsen von '/z Pfd. fl. 1.50, 1 Pfd. fl. 2.50, 2 Pfd. fl. 4.50, 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfd. fl. 20, 24 Pfd. ft. 36. — liövuleseimö Olioeolatvk in Tabletten für 12 Tassen ft. 1.50, sür 24 Tassen ft. 2.50, für 48 Tassen fl. 4.50, in Pulver für 12 Tassen fl. 1.50, 24 Tassen fl. 2.50, 48 Tassen 4.50, für 120 Tassen fl. 10, 288 Tassen fl. 20, 576 Tassen fl. 36. — Zu beziehen durch Barry du B a r r y L Co. in Wien, Goldschmiedgasse 8; in Laibach bei Ed. Mahr, Parsnmenr; in Pest Török; in Prag I. Fürst; in Preßbnrg Pisztory; in Klagenfurt P. Birnbacher; in Linz Haselmayer; in Bozen Lazzari; in Brünn Franz Eder; in Graz Oberranzmeyer, Grablowitz; in Lemberg Rottender; in Kl a us e nb u rg Kro n st äd te r, und gegen Postnachnahme. Witterung. Laibach, 25. April. Vormittag zunehmende Bewölkung, aus NW. ziehend, die Alpen wolkenfrei, einzelne Regentropfen, schwacher Ostwind. Wärme: Morgens 6 Uhr-s-6.1" k., Nachmittags 2 Uhr -f- 14.6" (1869 '-j-14.0«, 1868-s- 16"). Barometer 328.94'". Das vorgestrige Tagesmittel der Wärme -j- 8.8", nm 0.9°, das gestrige -j- t0.2", um 2.1° über dem Normale. Die normale Wärme hat sich erst seit 4 Tagen eingestellt. Angckomuieile Fremde. Am 24. April. Giorgini, Italien. - Böckl, Ingenieur, Hof. Bodenstein, Forstmeister, Schneeberg. — Bcrnard, Jelschana. — Millotovit, Fiume. Costa, Cilli. — Ausenek, Privat, Ottvk. — Juriic, Wie». — Stalzer, Handelsin., Gottschre. — Kalivoda, Brünn. - Montalti, Prälat, Wien — Malle Private, Finmc. Mor, Be-amtens-Gattin, Planina. — v. Knesevic, Private, Venedig. — Lerch, Jngcuieur, Wien. — Steinherz, Getreide-Händler, Graz. — Malli, Handelsmann, Neumarktl. — Schramek, Handelsreisender, Prag. — Adler, Handelsreisender, Wien. - Plavec, Ingenieur, Zwischenwässern. - Zilzer, Kaufmauu, Wien. Navuikar, Mediziner, Krainburg. — Lavro, Handelsm., Triest. — Br. Tanffrer, Weixelburg. Gorjup, Kausm., Görz. — Wieteneck, Handelsmann, Lichteubach. - Glas, Kanfm., Wien. — Pötschke, Kausm., Graz — Dimitz, Forstbeamte, Adels-berg. ^ Mraß, Kaufm., Nanu. — Schwarz, Kanfm., München. - Müller, Kausm., Wien. — Horvat, Kfm., Marburg. — Gräfin Baleutiuis, Triest. > Hecht, k. k. Beamte Komvtau. Verstorbene. De» 23. April. Anton Sinkovec, Taglöhner, alt 45 Jahre, im Zivilfpilal a» dcr Auszehrung. — Dcm Markus Bresuit, Taglöhncr. snn Kind Johanna, alt 4 Monate, in der Tiruauvorstadt Nr. 1!> an Fraisen. — Matthäus Kogovsck Inwohner, alt 38 Jahre, im Zivilspital au der Gehiruhöhleuwassersucht. De» 24. April. Dcm Herr» Gustav Fischer, Restaurateur nnd Flcischsclcher, sei» Sohu Karl, K avicrmacher, alt 20 Jahre, iu der Kapuzinervorstadt an der Puenmathorax. — Dem Herrn Ernst Mathcs, Fraucnkleidermacher, seine Gattin Cäcilia, starb im 50. Jahrc i» der Stadt Nr. 12 an der Entkräftliiig. — Andreas Abbe, Bettler, alt 63 Jahre in's Zivilspital sterbend überbracht. — Elisabeth Jerc, Bct-leriu. alt 61 Jahre, im Zivilspital a» Erschöpfung der Kräfte. — Nikolaus BreiM, Taglöhuer, alt 38 Jahrc, im Zivilspital au dcr Gchirulähniuug Maria Suppau, Ju-wohneri», alt 73 Jahre, in der Polaiiavorstadt Nr. 16 an der allgemeinen Wassersucht. — Thomas Kristanz, Bettler, alt 73'Jahre, im Zivilspital am Lungenödem. Lottoziehung vom 23. April. Wien: 27 l3 2 31 56. Graz: 83 54 37 89 90. Gedenktafel über die am 2 7. April 1 870 stattfindenden Lizitationen. 3. Feitb., Bacher'sche Real., Trata, 489 fl. 20 kr., BG. Laibach. — I. Fcilb., Jaklic'sche Real., Jarciverh, 940 fl., BG. Gurkscld. — 1., 2., 3. Fcilb., Siutic'sch c Real. Kruschcndvrf, 177 fl. 5>5 kr., BG. Landstraß. — 1., 2., 3te Feilb., Stopar'sche Real., Verble, 793 fl., BG. Laudstraß. - 3. Fcilb., Flicß'sche Real, Aich, BG. Egg. 3. Fcilb., Simcnc'schc Real., Dovsko, BG. Egg. — 1. Feüb, Real. Mannitz, Rckt. Nr. 233 nnd 245 rrä Grundbuch Haas-berg, 2950 fl , BG. Planina. — I. Fcilb., Zitnik'sche Real., Poniquc, 1872 fl., BG. Grvßlaschitz — 3. Feilb., Lenarcic'sche Real., Podgvriea, 4100 fl., BG. Laibach — 1. Fcilb., Gclc'sche Real , Tscherneiubl, 299 fl 25 kr.,BG. Tscheruembl. Erledigungen. Postmeisterstelleu zu Tupalic und bei der Gewerkschaft FnchS im jiaukerthalc des Bez. Krainburg L 120 fl. und 30 fl. Amtspauschalc, binnen 4 Wochen bei der Postdirektion Triest. >- Postmeisterstellen in St. Ruprecht bei Nasscusuß, St. Georgen bei Scharfenberg Johannesthal nnd Jessenitz L 120 fl. üud 30 fl. Pauschale. Bis 5. Mai bei der Postdirektion Triest. Wiener Börse vom 23. April. StLLlstOQäS. 5perc. österr. Währ. . dto. Rente. öft.Pap. dto. dto. öst.inSilb. i!ose von 1854 . . . Lose von 1860, ganze Lose von 1860. Fünft. Prämiensch. v. 1864 . Qrunäontl.-Odl. Steiermark ;u5pTt. Kärnten. Kram u. Küstenland 5 „ Ungarn. . zu5 „ Kroat. u. Sliv.5 „ Siebenbürg. „ 5 ^ Cotton. -rationalbank . . . «Kreditanstalt . . . N. ö. Escompte-Ges. Lnalo-österr. Bank . Oest. Bodencred.-A. . Oest. Hypoth.-Bank . Steier. E§compt.-Bk. Kais. Ferd.-Norbb. . Sttdbahn-Gesellsch. . Kais. Elisabetb-Bahn. Larl-Ludwig-Baün Siebend. Eisenbahn . Kais. Franz-Äoseföb. . Fünfk.-Barcser E.-D. Llsöld-Fium. Bahn . L'kauädrlof«. Geld Ware 60.75 69.95 89.50 96 70 105.75 119.25 60.85 70.10 90— 9ii.90 106. 119.50 ! 93.- 93.50 86.—l 94. 78.7.< 79.25 83.50 84. 75 50 76. 713.— 715.-255.20 255.40 860.- 862.- 307.50 308.— 387.- 389.— 2^5!— 250^-2212' 22,5 202.90^203. 191.50 1»2.50 L34.50l235. 168.50^6^.— 187.—-187.50 173.50,174.5(> 172.—^172 50 Nation. ö.W. verloso. 93.50> 93.60 llng. Bod.-Creditanst. 90.60 90.85 Kllg.öst.Bod.-Credit. 107.5«! 107.75 dto. M33I. rückz. . 90.25^ 90.50 lKield Oest. Hypoth.-Bank . v8.— ^rlorltLis-oblt^. Südb.-Ges. zu500Fr. 116.75 dto. Bons 6 pCt. L46.50 Nordb. (100 fi. CM.) 93.80 Sieb.-B.(2oofl.ö.W.) 90.75 RndolfSb.(300fl.ö.W.) 93.25 Franz-Jos. (200 ft.S.) 95.6» Losv. Ware 99.— 117.— 247 -94.— 91.LO 93.50 96. - Credit 100 fl. ö. W. . Don.-Dampfsch. Ges. zu 100 fl. CM. . . Triester 100 fl. CM. . dto. 50fl. ö.W. . Ofener . 40 fl. ö.W. Salm . „ 40 „ Palfsy . ^ 40 „ L.larv . „ 40 ^ St. GenoiS,, 40 , 'Dindischgrätz 20 ^ Waldflein . 20 „ Keglevich . 10 ., Rudolföstift. 10 ü.M. ^vokoo1s3 Mon.) Augsb. lOO fl.südd.W. Franks. 100 fl. „ „ London 10 Pf. Slerl. Paris 100 Franc- ZÄiiLLor». Kais. Mün.;-Ducaten. 5 85' 20-FrancSstück . . . 9.85,' BereinSthaler . . .1.8» 159.-159 25 99.50 100.— 127.—! 129.— 61.— 63.— 33.50 34.50 40.— 41.— 3- 50, 31.— 3,;.— 37 — 2^ 50 30.50 20.50 21.— 22 -! 22.50 17.50 18.50 102.50 102.65 123 5>» 48.95 Silber 102.70 102 85 123.65 49.05 5.86» 9 86 1.8, 120 25 120.75 Telegrafischer Wechselkurs vom 25. April. 5>perz. Rente österr. Papier 60.65. 5perz Rente österr. Silber 69.80. — ! 860er Staatsanlehen 96.60. — Bankaktien 713. — Kreditaktien 252.80. - London 123 55. — Silber 120.50. — K. k. Dukateu 5.86. l,ilione8k,x Es werde» hier dem Publikum Len unserigen uach-gemachtc Artikcl zu billigcrcn Preisen cmpfohleu, welche natürlich nicht dic richtige Wirkung haben können; um Berwechsluugeu zu vermeiden, bitten wir genau auf unsere Firma zu achten vom Ministerium geprüft nnd kouzcssiouirt, reinigt die Haut von Lcbeiflect^n, Sommersprossen,Pocken-flecken, vertreibt den gelben Teint und dic Röthc der Nase, sicheres Mittel sür skrofulöse Unreinheiten der Haut, erfrischt und verjüngt den Teint uud macht denselben blendend weiß und zart. Die Wirkung erfolgt binnen 14 Tagen, wofür die Fabrik garantirt, L Fl. 2 fl. 60 kr. uud k fl. 30 kr. Bl>rtcrze»nnn„s-Poi»ade ü Dose 2 fl. 60 ir. und 1 fl. 30 kr. Binnen 6 Monaten erzeugt dieselbe einen vollen Bart schon bei jungen Leuten von 16 Jahren, wofür die Fabrik garantirt. Auch wird dieselbe zum Kopfkaarwuchs angewandt. Cl>>»eü»ches Haarfärbemittel. 2 fl. lO kr uud 1 fl. 5 kr., färbt das Haar sofort echt in blond, brauu uud schwarz nnd fallen die Farben vorzüglich schön aus. Orientalisches Enthaarnngsmittel. ü Fl. 2 fl. 10 kr. zur Entfernung zu tief gewachsener Scheitel-Haare und der bei Damen vorkommenden Bartspuren binnen 15 Minuten. Erfinder Rothe H (5oi»p. iu Berlin.' Die Niederlage befindet sich in Laibach bei <146—3) Für die allseitigeil Beweise warmen Mitgefühles und die zahlreiche Theilnahme am Leichenbegängnisse unseres innigstgeliebten unvergeßlichen Laters Hr. Drimick Cost« spreche» wir hiemit im allgemeinen, und den verehrlichen Sängerchören der filliarmonischcn Gesellschaft und der nai'olins Litalnios insbesondere den tiefgefühlten innigsten Dank aus. Dr. C. H. Costa, Kornclia Lchollnmycr, (162) Arauz Schollmaher. Aus Krain ist im Lause der letzten 14 Tage ein Schreiben nach Preuß.-Schlefien abgegangen, worin über das Gnt Nendorf bei Steinbrück abgeschmackte und feige Lügen berichtet werden, so z. B, daß das Gnt statt 201 Joch nur 196 Joch habe, daß die Bevölkerung so dumm sei, daß man eine rationelle Wirtschaft nickt mit Erfolg einsühren könne u. s. w. — Da nun dem Schreiben ein wörtlicher Auszug ans dem Steuerkataster beigefügt, fo fordere ich den patriotisch gesinnten Berichterstatter auf, nun auch den Mnth zu haben, sich m i r kenntlich zu machen. Ich wohne Smerek, im Gerichtsbezirke Sittich in Krain, Post Pösendorf- <163) Kanon v. ko8oliüir-k?otli8otiütr. Epileptische Krämpfe W (Fallsucht) (ii;-8i) ^ keilt brieflich der Spezialarzt flirEpilepsie Doktor ILlII>!»!»!>> in Berlin, jetzt: »W Lonisenstraße 45. — Bereits über Hundert geheilt. WM Usä.-Vr. Dozent an der Grazer Universität, ^ wohnt hier X.- V»'. SN «L TI nnd ordi- »irt täglich von 8 Uhr früh bis 5 Uhr Abends. (123—12) Laibach, den 6. April 1870. Der Aufenthalt dauert noch bis I. Mai d. I. Im Zausc Nr. 144 am St. Mobsplatze ist ein Vovöldv sammt Nebenlokalitüteu, passend für jedes Geschäft, sofort zu vergeben. Näheres beim Hauseigenthümer. (156—2) Taubheit ist heilbar. "MU Beim Vorhandensciu der geringsten Spur des Gehörs ^ findet sichere Heilung statt. Preis des Mittels 3 Thlr. Zn i beziehen gegen Einsendung des Betrages von vr. ^ Ss^äler, Berlin, Koppenstr. 66, 1 Tr. (118—8) > Die ett Nau-Klisla»U Ailu blinkt' «Uv IlaiuN liüeliston 6e«inn blutet diu NKUK8te geü88k 6elll-Venlosung, >vel>^>6 von lioken »egieeung geneli-migt und gsesniiet ist Ls werden im,' Oexvinne r;erogon, uucl rvvgr >>b,n-gemliss Irommen in wenigen klonsten S8.ÄVU 1»«^-n «»>»»« rue kntsekeidunz, 6gm»tke belinden sieb jbu>>>tt>'el1ei'von >l. 2,>0 >>00, litO 00>>, 100.000, 50.000, 40.000, 30.00«», 2Z.000, 2 m»> 20.000, 3 mi,I l,1.000 4 n>!>1 12.0«»«, 4 IN!>> 10.»»0, 5 mul 8000, 7 null t)000, 21 lull! 3>>00, 35 inül !tOOO, 126 »>sl 2000, 205 m»l 1000, 255 m»l 500, 350 ixnl 200, 13.200 »u>> 1U> uw. Oie näviistk! 6ewinnrie!iunF dieser Frössen von> 8tsate garantirten 6eIli-Ve,IosunA ist amtüek f«8t-gesteüt und lindet 8otion am !8. u. 19. lV!ai !370 8lati, un6 !<08tel. 1 ^.in^es Oli^iu»! 8tn.it8-I^oo8 llui' 0. 7.— 1 br>Ibe8 „ „ „ ,, „ ^.50 1 viertel „ „ ,, „ „ 2.— ^e^en kin86näung (1e8 I!etlii8e8. ^11e ^uttriiAe xverden sofoni mit de»' 8l'088t«;n Longlult 3U8§6sü1nt und eillriit ^e^lermsun von Ul,8 dio Oi i§ink>I ^tru>t8-1.008e 8e1br,t in Urincien. Don Ue8t6lll>n8en neiden 6ie oi-sor^ek-lioben .-lint-!ie!»eil ^1'rine ^l3ti8 bei^esü^t uud ngeb ^ecler /ioiiun^ 8enden >vii' uu80lc'U Interer^enten uuklusAe/ol'lj^l t. umt- liebe l-.i8ten. (115—7) Die ^u8/.gb!un^ de»' Oevviime ertolgt 8tel8 omj)t I unten 8taal8-6ar-2»i1i6 Ull(! k-mn cluieb 6l,-elite /.U-I 80llc!uu^en o^!ol' uut Vel'bm^en 6er Iut^l688t.^tleu c!ul ('!i I uu86l't; Vei biuiiuu^6il 9>» riitou ^l'Ö886l'6u l'l:it^t.'u I 0out8r:iilnu68 V6lrrul388t. xvettieit. 11n86l- Debil 15t 8tol.8 Vttlu Olüt^e t)6ZÜk>8ti8t uu(l j li.ttteu v^ il' eist, voi' I^uixoin >viodoltuu unlor vielen k :»n^e,-^n belleuU n^en Le^INNKN 3 ML> l1>6 KNSitzN! ttaupitnesfen in Z^ielninz-on lÄllt offirieüen Ve'^6i86n j vl'lan^t un6 un86l'6lt lnlel'L88ent.en Lcübst r»ll8bo/:>il!>- Voi'au88ieIltIiell itimml-I Iieit. Fereetinet >ver6en, m.in beliebe tjober 8ebon cloi ^ »Ile ^ustiH^e I»n8- > /u liebten an Mnk- und Wechsel-Heschäft in Kamliurg.! Lin- unil Verlcüuf lillee ^itun 8t!>»tsob1iAgtionvn, Lisvnk.ilin-^ktien und ^nlvliensinnse. Wk^ Um leeungen voi-rulieugen, dsnis^ken w>e»us-k üeüvltlivti, ÜS88 !ien ru können, beliede msn gell, clie Huftesge für un8eee Vi-iginsl-8tssi8loo8e bslliig8t un8 llifelct j rugetien ru Is88en. 0. 0. lind Eistngießerti von m empfiehlt sich zur Anfertigung und Lieferung aller in den Maschinenbau einschlagenden Artikel, als: Dampfmaschinen, Dampfkessel und deren Armatnr, Pumpen für Spiritns-fabriken, Brauereien L Brennereien, Wasserräder, Urahne, Schneide-, Knnst-uud Flachmühlen, Transmissionen jeder Konstruktion re. re. Obige Anstalt empfiehlt sich ferner den p. t. Herren Industriellen für alle in das Maschiueusach einschlaflenden Reparaturen und sichert den geehrten Herren Auftraggebern überhaupt solideste, prompte und möglichst billige Effektnirnng zu. (161 -1) Irühling und Sommer 24. 24. Hiermit erlaube mir, ein geehrtes p, t. Publikum zur Ansicht meines neu sortirten Lagers ergebenst einzuladen. für Herren, Dame» und Kinder, neueste Faßen und billigste Preise. einschlageuden Artikel, als: i : Ikli«»,, ,,. Hl »»«»»>»,1 tl«. vLIQSH-Hoilkölltioil, FriillMltt- unl! Kommer-Untken, Garnituren, Manschetten, Kragen, Kliny- und Balansion-Spitzen und Mieder. Schönste Auswahl in Kerren-Schleisen, Wascherln, Kragen und Manschetten. Das und von 8« ,>,»>,liiitki» und das Anfertigen von und wird bestens geliefert. Bestellungen vom Laude werden prompt versendet. Zu recht zahlreichem Zuspruch empfiehlt sich hochachtungsvoll «S«»8vf UAL«!es ßE»».. (153 -3) Tlernallcc Nr. 24. Alle in das Modisienfach einsäilageuden Artikel, als: »Im»»',», »I«»,»«>»-», »»Mi »»»,1 tt« AI H U Liinjxl. Mxsrisedes krswieii-LlilktlM im von 30,000.000 Ouläen in 300.000 I^okv /u je 100 II. Zu'bskrixtions-DMMZ Luk 240.000 I^oss »in S8. L. «L. Hör Wienön Lank-Vei'öin Iiüt mit dsr koiiiAl. im^aii8eli6ii lisgisrun^ ruit' Oiimd 6os ^ssstWi-tikels X vom .lalirs 1870 siu Hkdörsinkommoii vs^sii Il6d6iliitlim6 668 krämisn-^ulöliöns, ^vslellös xut'ol^o diö868 Oösstrss J.u8A6A6d6u vil'd, ad^686lÜ0886ll, Mid smittirt 1,1 ^olZs d6886ü im Vöi'tzin mit äsr n. ö. ^8kompl6g686ll8eti3ft, dsr I<. k. pi'iv. allgem. Ü8tei'i'. 8oäön-Xi'elIit-/Vn8tLl1 und dom Hg.u8s 8. IVl. v. skotli8e>ii>ä 300.000 8tüelc Bo86 ü, 100 ti., ^VOVOII 240.000 8tüek 7.ur Öffontlieliö-I 8udsIcrixtiou iiutzklöAt werden. vis 8ü.mmtli6li6n 300.000 1.086 8>n«1 in 6000 861'iöii 2N 50 8tÜ6k öiliAötkkilt und Vörden diiillöll 50 ^illirsn iu 128 LioIiuiiAöii amoi'ii8ii't. .lödos 1/08 destklit 2118 rv/61 kalben /^nilikilkn ru 50 fl. Div 6rst6 ^ioImuA tmdöt Nil 15. ^u^u8t 1. 3. statt. Oiö ^118/gIiluiiA der (Hövviimstö 61'koIZt 6 Uollä-ts vaeli der Aieliun^ I,gi der köni^I. 8tÄ!tt8-86iitiÄl-Xas36 in ?68t und böi der k. 1c. xriv. allMm. Ö8t6rr. Lodtzn-Xi6dit-^Q8tÄlt vkne 8iöU6i-Äbrug. 1 Lubskriptions - LsciinAunZsn. vis 8udskrixtion erfolgt I»«nnei8t!>n d>lil I. .1. in HH I«,» dei der L. L. priv. Lllxem. üstsrr. SoüeQ-Lreäit-^nstLlt, dei der i». ü. LsLomptsgekisNiicliLkt und dei dem 1Iau8e 8. VI. v. R-otLscl» 1ä; in I'« Mt l>ei dom unALriscdsn Loüen-Lreüit-Iastitiite, in dei Kl. ^.. v. ILotLscdilü L, Söda«. 2. I»« r 8ul)8liiipti<»n8i»ei8 IietiüAt Mi j<>«Iv8 «»ii/v I.oi-i II. 84. 3. Va8 Resultat der 8udskrixtion vird cluixli die öfkentlielien Llätter kundgeinaedt. Lei Bederzsiednnngen werden die gezeiedneten Leträge verdältnissmässig rerlurirt. 4. Die Aeiednnng erfolgt in ganzen Bosen. 5. ^sdsr Luliskrident liat eine LLution im Betrage von rskii Oulclen kür ^ede8 gezeiednets Bo8 zu erlegen. Oie Kaution kann in darein 6slde, in Hii>otdekar-^nwei8ungen, in Xassasclieinen der "Wiener nnd ks8ter 6eldmstituts oder in an der wiener Börse notirten ^Vortlipapieren i>!>.cl, dem Lourswertds destsden. 6. Oie Binzalilung erfolgt in vier listen, und zwar vom 10. dis 15. Llai I. mit.......................ü. 25 5. I)i8 10. ^uli 1 mit.....................ü. 25 5. I)i8 10. ^ovemlier I. mit.................ti. 25 5. 1>is 10. Banner 1871 mit...................Ü. 19 2u8Lmmen ... 04 Lei Lrlag der er8ten KinurMung wird die im Ksren6elde geleistete Kaution eingerseknet, dagegen dis in ^Vertkxaxieren erlegte Xaution Lnrückgestellt, und auf llelierbrinsser lautende InterimWclieine au8gekertigt. 7. Xaeli geleisteter KivxLliluug werden den Lesit/ern von auf 50 Ltüelr lautenden Interim8selloioell die Lerien-I^ummern autgegeden, mit vveleden dieselden an den deiden Aeliungen am 15. August und am 15. Uovemder tlieilnslimen. I'ür Interinisselieins, wsleks ant weniger als 50 Ltüelc lauten, werden Nummern nickt aukgegsbsn. 8. Dis Interimsselivine können .jederzeit voll einge/alilt werden, und werden in diesem 1?alle die vorausgexalilten Leträgs vom Lrlags-1Ü8 rum Lin/alilungstage mit 4 1'erx, verzinst. 9. Die definitiven Bose werden vom 15. ^uli l. angetangen gegen voII«ti»x«»i«>>It« InteriwWelisine ausgefolgt. 10. Ludslrrixtionserlrläruugen, aut welche dis ersts Linralllung mit 25 tl. kür,jeäe8 Bos dis zum 15. Llai I. >l. niekt geleistet wurds, erlöseken und es verfällt die die für erlegte Xaution. I'ür die weiteren Kinralilungen, wslelis nielit iuuerlialli der festgesetzten ^inzalilungstermius geleistet werden, sind seeks Berrent Verzugszinsen zu vergüten. Interimsselieine, auk welclie niellt sämmtlielie Linzalilungen dis letzten Männer 1871 geleistet sind, verlieren ^eäes Le-zugsreolit. Die dierauf entfallenden Bose werden an der Lorse verkauft und der Brlüs naeli ^dzug der rückständig gewesenen Bin-zalilungsraten sammt Verzugszinsen den Le8itzorn der InterimWekeine di8 1. «luli 1871 zur Verfügung gesellt. ^aeli diesem 1'age verfallen aued diese Leträge. 11. Die erste Binzadlung Lndet dei dsv8olden stellen statt, dei weleden dis 2siednung srtolgts. vis späteren Raten können dei ^edsr der in Bnnkt 1 dezeiednetsn 8ud8krixtion88teIIsn singezadlt werdsn. vom vom vom ^Vien, am 23. ^xril 1870. ^Vienkk- kaniL-Vei'ein. X. Ir. priv. Ü8l6k'k'6ioK>86kl6 80ll6N-l(»-6ljit-^N8ta!t. (158) kl.-ö. ^8ii0mpt6g686>!80kaft. 8. H/I. V. kotti8oliilä. k AM Aerleger und für Lie Redaktion verantwortlich: Ottomar Bamberg. Druck von Jgn. v. Kleinmayr L Fed. Bamberg in Laibach.