Lchristleltung: NathauSgajse Nr ii Z,I-pd«il »it. *1, ittt«iub«n. C t rt«: IS»Il c«i II—li D||t form. catfKfcreiten »nt*n mitt ,zrii«>egcdcn. nammlot« Ein» I cnd»«»«» 'Ich! derllaftqttg«. « »! il - d I g 11 ■ ä 11 n.-m! lit gna Ui tiHia'1 Irft-g;3eQltn >»-tUhrin «uizegni. — B,«> s»r Silli mil Z,?«»»«, nl Haa«! VIoatlltA . ... K rl» tMotdilHiij • > • * — H»ldjii«r>B . . . K .... IC I».-fr in« flj Jlnn» rrhi^en sich Ms r«i»,»qkdUl,» amMc dih?r«n *<[t1cii6uTi!)**®«bUSnn. äiOätlalett >t»i> ki»«»l« (rttm di« |»c B-txfl«! 11114. 34. Jahrgang. Deutsche Jiiüötd(K'UMl)lrr! Montag den 24. Mai finvet in misercm Wahlbezirke die LandtagSwahl für die Wähler« klaffe her Städte und Märkte statt. Der Wahl-bezirk besteht ans den Städten und Märkten: (Silli, Rann, Lichtenwald, Tüffer, Hochenegg, Weitenstein, Schönstein und Wöllan. In den Wählerversamiulungen, welche in allen diesen Orten stattfanden, wurd.n die Herren: Moriz Stallner, LandeSanSschußbeislyer in Graz und Hon» Woschnagg, Fabriksbesitzer, Schönstein einstimmig zn Wah'werbern ausgestellt. Der Wahlakt dauert von 10 Uhr vor-mittaas bis 2 Uhr nachmittags und von 4 Uhr »achmittags bis d Uhr abends. Der deutsche Wahlausschuß richtet an alle deutsche» Wähler die dringende Bitte, sich an der Wahl zu beteiligen und die Stimme für Moriz S t a l I n e r und £m»3 Woschnagg abzugeben. Wenn auch feine Gefahr besteht, daß unsere Wahlwerber nicht durchkringen, so ist es doch unbedingt notwendig, daß seitens der deutschen Partei in dem Wahlbezirke eine möglichst stattliche Stimmenauzahl aufgebracht wird, einerseits um den Wihlwerdern das all-gemeine Vertrauen zu bekunden, turch welches sie in den Landtag entsendet werde», anderseits um zn zeigen, d.iß in unsere» Städten und Märkte» die deutschen Wähler die erdrückende Mehrheit da> stellen, eine Mehrheit, durch welche dcn Forderungen der deutschen Uutersteirer der Was alte Käufer erzäyten Von Jgnaz Paner. Daß ihm die reiche Frau tteruhuber ihre Toch« icc Märthchen nicht gleich und auch nicht ohne Widerrede geben würde, darüber war sich Wolf Hardtweg vollkommen klar, auf eineil solchen Empfang oder vielmehr Abschied — beides erfolgte ziemlich gleichzeitig — war er aber nicht vorbereitet gewesen. Jetzt stand er iinten, in der engen Gasse — wie er dahin gekommen, hoffte er später einmal zu ngriibeln — und mühte sich umsonst, darüber klar zn werden, was diese Frau eigentlich aesagt habe. Es war in wenigen Minute» so viel, daß sein wirbelndes Gehirn fast nichts davon hatte festhalten könneii, bis ans die letzten Worte, die schwer und wuchtig sein in fehueudcn Nächten erbautes strahlen-des Luftschloß krachend zersplitterten. Märthchen war gerade dazu gekommen und mit ihr der Bater, da hatte Fran >iernhnber drohend die Hand erhoben nnd ans ihre Tochter gezeigt nnd erregt gerufen: „Hier, aus diesem Himmer, muß er sie holen nnd das mit meinem Willen; über meine schwelle aber darf er mir nicht!" Der Vater war gleich wieder gegangen, er konnte sein Herzenstöchterchen nicht weinen sehen und im Grunde genommen, war er mit einem Schwiegersöhne, wie Wolf Hardtweg, ja auch nicht einverstanden. Trotzdem aber wäre es dem klugen Märthchen nicht allzu schwer geworden, des Vaters Zustimmung zu erlangen, wenn diese nur auch entscheidend gewesen wäre! Im Hause des Bäckermeisters Liernhuber aber führte die resolute richtige Nachdruck gegeben wird. Es soll bewiesen werden, daß in der Wählerklasse, welche aus Grund ter Etenerleistnng und BervfSstellung gebildet wurde, die Anteilnahme an dcn Wahlen nicht weniger rege ist als in der allgemeinen Wählerklasse. Kein deutscher Wähler bleibe zu Hause! Auf dem hart bedrohten Boden, auf dem wir stehen, ist d.iS Wahlrecht eine heilige Wahlpflicht. Der deutsche Wahlautschuß. Nndeutfch. Seit Freitag morgeuS prangen an den Straßenecken Wahla»srnfe. in welchen ein „n n verfälscht deutscher Wahlausschuß" die Wahl des Landesdürgerschullehrers August A i strich empfiehlt und die Wählerschaft auf-fordert, uicht einen „s l a v i f ch en Re n e g a t e n" zn wählen. Nach der Erklärung, welche der frühere Deutschnatiouile Aistrich im sozial-demokratischen „Arbeiterwille" abgegeben hat, wird als dieser slavische Renegat unscr verdienstvoller Mitkämpfer HauS Weschuagg be-zeichnet, dessen Deutschtum einst nnd jetzt für jeden anständigen Menschen außer Frage sieht. ES ist daher begreiflich, wenn daS Vorgehen des früheren Dentschnationalen Aug..st Aistrich in der gesamte« dentschsühlende» B.">ölkcruug der Stadt (Mi ohne Ausnahme tiefen Abscheu und Ekel hervorgernfen hat. Es ist ein poli-t i s ch e r S ch u r k e n st r e i ch schlimmster Sorte, wenn man auf national bedrohtem Bodeu we-uige Stunden vor der Wahlentscheiduug mit Fran Hedwig das Regimen!, wie das im Wien des 17. Jahrhunderts manchmal vorgekommen fein soll. Die Turmuhr der nahen Iesuneukirche schlug dreiviertel Zehn. Ganz verzagt suchte Wvlj feine Sinne zusammen und machte sich ans de» Weg — die Pflicht rief — und deshalb war es gut, daß er nicht mehr zurückblickte; er wäre wohl kaum von der -Stelle gekommen, hätte er M änliche» am Fenster bemerkt, die ihm voll Betrübnis mit ver-weinten Augen nachsah. ES war ein sonnenseliger Maientag, dessen flutende Wonne die sonst so grämlich blickende», massigen Häuser mit de» ragenden Giebeln, den bemoosten Dächern und dem grauen, zeitzermürben-den Mauerwerk, mit lenchtendem Lächeln verklärte, mit dem sie dann herniedersahen auf die zwischen ihren engen Reihen geräuschvoll durchwindenden winzigen Mensche», die teils satt und behäbig da-hinschlenderten i» gemächlichem Schritte, teils eilfertig hasteten im Dränge umerschiedlicher, wichtiger Ge-fchäfte. Im Gegensatze zii all den Hänsern, an denen Wolf, in traumhaft zerflatternden Gedanken verloren, vorübergeschritten war, lag in dem, da» er nun be-trat, nicht jene kalte, in der Tiefe des oft übermäßig langgestreckten Flures sich bis zur völlige« Dunkel-heil' verdichtende Dämnlerung, die sich erst allmählich auf der enggewundeuen, hochstufigen Treppe wieder verlor, wo das Tageslicht durch kleiue, niit massiven Eisenkörben versehene Fenster, zwischen verwitterte», Gemäuer, küuimerlicheu Eingang fand. Hier weitete sich hinter dem breiten Torbogen der gräumige Hof eines schloßähnlichen Gebäudes, daß wohl einst der einer so gewissenlosen Brunnenvergiftung hervor-tritt nnd durch Behauptungen, die gänzlich aus der Luft gegriffen und schon längst für jeden anständigen Menschen vollständig widerlegt sind, Verwirrung in die Reihen der Wähler zu bringen sticht. Es ist auch eine Unverfrorenheit, wenn der einzige Anhänger Aistrichs, der seit jeher sein böser Geist war, sich als „unverfälscht dentscher Wahlausschuß" austut, ein Manu, welcher dermalen nur vou Judeugrofchen sein Dasein fristet und weder in politischem noch nationalem Leben unserer Stadt irgendwelche Bedeutung hat. Die deutsche Oesfentlichkeit muß verlangen, daß über den Volksverräter Aistrich ein strengt« Gericht gehalten werde, nnd cS genügt nicht, daß er etwa gezwungen werde, blos seine Ob-mannstellen im Cillier Deutschen Turnverein und iui Uutersteirischeu deutsche» Lehrerverein niederzuleg.u, sondern die allgemeine Er-k e n ii t ii i s, daß für Aistrich i n e i n e m deutschen Vereine, in einer dentschen Gesellschaft, in einer deutschen Gast-wirtschaft und an irgendeinem deutsche» Tische kein Platz mehr ist, und daß er dort nicht geduldet werden darf, muß rücksichtslos iu die Tat umgesetzt werde». Am 3(1. März d. I. schrieb August Aistrich nachstehenden Brief: Herrn Doktor Ambrofchitfch, als Obmann des Teutschen Vereines in Cilli. L eber Freund! Bezüglich meiner Landtagskandida« tur kann ich dir jetzt mitteilen, daß ich auf dieselbe Verzicht leiste. Stammsitz eines mächtige» ^schlechtes fei» mochte, der «un aber, da feine Erbauer ausgestorben oder gar verarmt waren, von zinszahleudeii Parteien be-wohnt wurde. Eine vavo» war der zur damalige» Zeit hochaiigefehene Rechtsanwalt Safpar Neuhaufer, bei dem Wolf in Diensten stand. Hier saß er nun in der Schreibstube, einem übergroßen Raum, der früher wohl erfreulicheren Zwecken gedient haben mochte, als verbitterte klagen nnd Gegenklagen streitsüchtiger Parteien in verdrehte» Worten zn Papier zu bringen, und starrte über die vor ihm auf den mächtigen Schreibtisch liegenden Akten hinweg durch das hohe Bogenfenster in den lichterfüllten Hof. Wolf war Poet, zwar kein solcher, der fein »nd anderer jeweiliges Empfinde» in wohl« kandierte Verse zn schachteln verstand, sonder» ein Dichter, der kiindig mit Stift und Pinsel hantierte und den nur des Lebens bittere Notdurft grausam zu dcn Akten zwang, die seiner in Schönheitstränmen schwelgenden Seele aufs tiefste verhaßt waren. Und so stillte sich ihm auch jetzt der weite Platz mit einer vergnügt durcheinander schwirrende» Menge, die da auszog zu sröhlichem Gejaid, Pagen und Unechte, Damen und Herren, in dcn reichen, bunten Ge-wändern eiuer längst verschollenen, sagenseligen Zeit. Und da thronte auch die Prinzessin aus weißem feurigen Rößlein, »mschwärmt von jungen und alten Kavalieren, die alle miteinander in jedem Momente in den Tod zu gelten bereit waren — nm einen einzigen leuchtende» Blick aus den leuchtenden Augen. Und die Prinzessin hatte Märthcheus Züge nnd auch Frau Hedwig war da im langen faltigen Ü leide und mühte vergebens die schwertscharse Zunge, die Se>ic - Deutsche Wacht 41 Da ich mich fortan nicht mehr mit politische» Fragen beschäftigen will, so bitte ich dich, die Streichung meines Namens ans der Mitgliederliste des Dentschen Beredt?« veranlaffen zu wollen. Treudeutfch ergeben August Aistrich. Cilli, am 30. März 1909. Dies schrieb Aistrich am 30. März u»d heute hält er seine Kandidatur aufrecht auf einem Boden der nationalen Ehrabfchneidung Einer solchen Kandidatur gegenüber ist ein Aus »j an die Wähler, dieselbe sehr kräftig ab-zulehii'», wohl überflüssig. vir Drdaile Alirr bfii Agrumrr Hochnrrruto-prosch. Die Debatte, die in der letzte» Sitzung des Ab-geordneienhauses über de» Antrag Mafaryk betreffend den Agramer Hochverratsprozeß abgeführt wurde, hat allgemein deu peinlichen Eindruck hinterlassen, daß die Vertretung der südslavischen Interessen in recht schlechten Händen liegt. Daß der Agramer Prozeß ein Tendenzprozcß ist, darüber war vom allem An-fange an niemand im unklaren, all-in ebenso zweisel-los ist es. ö.ib dem Prozesse äußerst bedenklich- konkrete Fakten zugrunde liege«, die das Vorhandensein eines großserbiich'ii Koinptotts beweisen. Wenn man, wie Professor Masaryk dcn Begriff des Hochverrats über-haupl ni hl kenne» will — und dieser Auffassung 'entspricht ja a»ch gerade die, welche die serbischen Politiker und Parteien in dieser Beziehuug hatten, als sie an der E>mordung des letzten Obrenowitsch tätig mitwirkten — dann wird man in der groß' serbischen Agitation, die seit nahezu drei Zähren in Kroation, Bosnien nnd Dalmatien betrieben wurde, allerdings nichiS anstößiges finden. Daß aber Pro-fessor Maso'.^k sowie die meiste» südslavischen Red« ner dieser Auffassung huldigten, beweist, daß sie eben die großserbische Propaganda als etwas durchaus erlaubte» betrachten und sich damit voltsläiidig aus den Boden jener panilavistischen Anschauung stellen, die nach einer Lösung der 'üdilavischen Frage außer-halb deS Rahmens der Monarchie, al?o gegen sie strebt. In unglaublich frecher Weise benahm sich im Verlause der Debatte der Bürgermeister von Lalbach und flooeuijch-liberale Abgeordnete Hrida r. Ob-gleich eben erst in einer Broschüre der aktenmäßige Beweis erbracht worden ist, daß das Organ Hribars der „SlovenSki narod" seit Jahr und Tag i» der frechsten Weise die großserbische Propaganda betreibt und die engsten Belgrader österreich-feindliche» Kreisen tatsrohen Ritter an ihrem begehrliche« Tun zn hindern. Da wurde Wvls zu Herrn Neuhauser berusen. Rasch raffte er die Akten zusammen und betrat trüb-seligen Sinnes das Zimmer des Auwaltes. Der aber hatte kaum einen Blick aus Wolss Arbeit ge« rvorfcn, als er emporsuhr: »Was soll das? — Ist er vom Teufel besessen?!" Berträumt starrte Wolf auf daS Papier. — Da war der große Hof mit feinen Erkern nnd Giebeln, seinen rvappengeschmückten Torbogen nnd Lauben, da waren die Pagen ««d Knechte, die Dameu und Herren, da ivar Frau Hedwig, da war Märthchen und - „Herr, verzeiht — eS ist ein Unglück, aber ich kann nichts dafür!" — kam es klagend von den bleichen Lippen. „Nichts dafür?" höhnte Neuharser, mühsam sich beherrschend — der wunderschöne Akt war ja nun total verdorben — ..will er mich zum besten haben mit seinem Geschmiere?" Geschmiert!... In Wols erwachte der Künstler» stolz. — Er schwieg, schwer atmend, als der Anwalt weiter schalt und wetterte nnd gerade wegen dieses Schweigens immer erregter wnrde, bis er ihm end-lich mit dürren Worten erklärte, er könne ihn überhaupt nicht mehr brauchen. „Mach' er fort nnd komme er mir nie mehr wieder!" Damit wies der Alte aus die Tür und Wolf verließ stumm, mit kaum merkbaren Neigen des Hauptes, das Gemach. Dem fonnenhelleit Maientag war eine milde Nacht gefolgt. Bom schillernden Mvndlichte gewobene weiße Schleier stuteten von den flimmernden Dächern über oie alten schiveigsamen Häuser hernieder nnd unterhält, hatte — Hribar die Keckheit, in der De-batte über den Agramer Prozeß daS Wort zu ergreifen und von Märchen zu sprechen, die eriunben werden, um den Patriotismus der Angeklagten zu kränken. Daß H-ibar als Direktor der Laibacher Kreditbank, einer Gründung der „Zivnostenska banka" in Prag lediglich der Exponent der tschechi-schen Politik im Süden ist, macht sein Auftreten umso interessanter als inan daraus erkenne» kann, wie stark die Tschechen an all diesen Umtrieben und an dieser Verführung der südslavischen Bevölkerung beteiligt sind. _ Der parlnmriitiirisriK Ariiritspim». Das Hauptgewicht der parlamentarische» Arbeiten liegt gegenwärtig in den Ausschüssen. Der bosnische Ausschuß hat sich in einer mehrtägigen Debatte mit der Frage der ungarischen Agrarbank besaßt, der BndgetanSschuß hat bis jetzt die Voranschläge des Landesverteidigungsministerims und des Handels-Ministeriums erledigt. Im Hause selbst wurde die Debatte über die Finanzresorm durch die Beratung vo« Dringlichkeitsanträgen unterbrochen, diese Debatte wnrde gestern beendet und ein 52glieoriger Finanz-ansschns; eingesetzt, dem dann die eigentliche schwierige Arbeit der genauen Prüfung der Finanz-vorlagen und eine zweckentsprechende Aenderung des ganzen FinanzplaneS obliegen wird. Der volkswirtschaftliche Ausschuß beschäftigte sich mit den» polnischen Antrage, wegen zeitweiliger Aushebung der Getreidezölle, der schon deswegen ganz zwecklos ist, weil er ohne Zustimmung Ungarns nicht durchgeführt werde» könnte. Die ungarische Zustimmung wird aber natürlich unter keinen Um-ständen zu haben sein. Der Polenklnb, mit diesem Alitrage offenbar nur den galizischen Wählerschaften beweisen, daß er auch im Stande ist, in Popularität zu arbeiten. Der SozialversicheritugsauSschuß bedarf drin-geud einiger Sitzuugstage.' um die Beratung der Sozialversicherung vorwärts zu bringen. Ob der Butgetausschuß im Stande sein wird, deu Staats-Voranschlag durchznberaten, läßt sich »och nicht be-urteilen; wenn die Debatte» wieder in die Breite gehen »nd stundenlang unnütze Oberflächlichkeiten gesprochen werden, dann wird es begreiflicherweise nicht möglich sein, das Budget zur zweiten Lesung fertigzustellen, umso weniger, als a«ch bei Beratung des Unterrichts und JnstizbudgetS beträchtliche poli-tische Schwierigkeiten zn überwinden sein werden. Soll das Hans in der Sommersession »och zur ordentliche» Erledigung des Budgets kommen, wo-ranf ja das Bestrebe» der Mehrheit auch gerichtet ist, so müßte der Ausschußbericht unmittelbar nach Pfingsten dem Hause vorgelegt werden. breiteten sich aus den stillen Straßen und Gassen aus, deren raunende Ruhe nur selten unterbrochen wurde durch die hallenden Schritte eines einsam Dahittwandelnden. Ein solcher war auch Wolf Hardtweg, der aber nicht, wie die wenigen andere«, auf verspäteter Heimkehr dem weichen Pfuhle zustrebte, um sich langentbehrter Ruhe hinzugeben — er zog aus, er hatte sich entschlossen, eine weite, weite Reise zu tun. deren irdisches Ziel ihm nicht mehr ferne lag. Nur noch wenige hundert Schritte und er stand am User der Donau. Schon den ganzen Abend vernahm er da» verlockende Rauschen des mächtigen Stromes, dessen wogende, mvndbegläuzte Wellen sich mit schluchzenden Seufzen nunmehr für immer schließen sollte» über ihn und seiner Qual... „Ha, ha, Wolf Hardtweg — wie kommt er her zn dieser Stunde!" Ein großer, schlanker Mann mit weißem wal-lenden Barte nnd gerötetem Angesichte hatte sich ihm in den Weg gestellt. „Meister Pembaner!" — Es war der Rnf eines jäh a«S schwerem Traume Erwachenden. „Was hat er? — Wie sieht er a«S?— Mich dünkt, es ist Gotte« Hand, die mich ihm entgegen-führt!" Zustimmend «eigte der Jüngling das Haupt und doch lag es wie leiser Ziveifel auf den bleichen Zügen. „Run rede er, was hat's gegeben?" In schlichten Worten schilderte Wols das dop-pelte Unglück, das ihn l>e«te betroffen. Teilnehmend hörte der Alte zn, doch unwirsch Am 28. Mai wird die letzte Sitzung vor Pfingsten stattfinden, aber schon Donnerstag nach Pfingsten soll da§ Haus seine Tätigkeit wieder auf-nehmen. Es lKttc dann außer der allfälligen Bud> getsversammlung noch die Annexionsvorlagen, den rumänischen Handelsvertrag nnd das Lokalbahugesetz zu erledigen. Für Anfang Juli ist eine kurze LaudtagSseffion in Aussicht genommen und Ende September sollen die Delegationen in Wien zu einer Session znsam-mentreten, welche sich zn einer sehr wichtigen ge-stalten dürste, da nicht nur die Anncxion und die Ereiguisse des heurigen Frühjahres, sondern auch die HeereSreform durch Einführung der zweijährigen Dienstzeit nnd die Ausgestaltung der Marine durch deu Bau der Dreadnongts auf die Tagesordnung kommen werde. Bon den Sprachenvorlagen ist es einstweilen stillgeworden und die Meldungen von netierlichen VerständigiingSkonferenzen zwischen Deut-sche« und Tscheche« entbehren jeder Grnndlage. Politische Rundschau. Aus dem Abgeordnetenhaufe. Der Abg. Dr. Ploj fand es für g«t, den Bud-getauSschuß wieder einmal mit nationalen Rekrimi-nationin zu behelligen. Er will, daß sich die Finanz-prokuraturen von Laichach u»c> Graz in ihre» Eingaben, Klagen usw. auch der »»indischen Zprache bedienen. Weiter« paßt es ihm nicht, daß mindiscke Steuer amtsbaemte» iu reiu deutschen Gegenden verwendet werde». Dabei verschwieg er, daß dies zumeist zum Vorteil der Beamten und nicht zum Vergnügen der Dentschen schieht und daß man sich des öfteren auck deshalb zn eiuer derartigen Kaltstellung gezwungen siebt, weil mancher dieser Herrn sich de» Boden durch nationale Wühlereien zu sehr unterheizt. — Uebri-geuS meine» wir, daß Dr. Ploj heute kaum schon den Hosrat aus seine Visitenkarte drucken lassen könnte, wenn er seine Heamtenlaufbahn im steirischen Unterlande, wo er das Licht der Welt erblickt hat, hätte zurücklegen müffen. Ihm paßte es ganz gut, in „fremden Landen" bis zum Hos rat empor zust eigen. Seinen Ausführungen trat Abg. M a r ck h l in wirksamer Weise entgegen. Abgeordneter Marckhl besprach auch die Beschwerden über die unrichtige Handhabung der Steuervorschristen insbe sondere in Personalsteiieraiigelegeuhtiten, trat für eine Verbesserung der Vorrückungsverhältnisse der Steuerbeamten, desgleichen für die Definitivan-stellnng der Austulfsdieuer im reichlichere» Ausmaß als bisher, endlich auch für die Wünsche der Tubak trafikante» ein. In der gestrigen Sitzung beendete der Budgetansschuß die Durchberatung des Kapitels „Finanzministerium". Aller Voraussicht nach dürste er seine Sitzungen bis «ach Pfingsten ausdehne», da bei dem gegenwärtigen Tempo der Verhandlungen kaum die Erledigung des Staatsvoranschlages im Ausschuß vor Pfingsten zu erdenken ist. klang seine Rede: „Und nun will er in der Donau ein Ende mache», aus dem nichtige» Grunde, weil seine liebe Eitelkeit verletzt worden? — Gut. geh' er nur, ich hindere ihn sicherlich nicht!" Und Pem-baner trat, den Weg freigebend, zur Seite. Wolf aber zögerte: „Ihr nennt mich eitel, Meister?« „Eitel und eingebildet, ich wiederhole es! Und das sei ihr, leider Gottes, alle! — Ist es nicht Eitelkeit, den Gekränkten zu spielen, weil ihm, Hans Dampf, die Hand einer reichen Bürgerstochter. wie es Martha Kernhnber ist, versagt wird? Den Ge-kränkten zu spielen, wenn er wichtige Akten ver-schmiert?" „Verschmiert? — Bedenkt, Meister, ich bin Euer Schüler!" „Gott sei's geklagt, daß er eS ist! Soll ich es bereuen, daß ich sein Talent erkannt «nd alles ge> tan, es nicht verkommen zn lassen?" „O, hättet Ihr mich bei Euch gelassen!" „Ich habe getan, was ich gekonnt! Was hätte ich, alter Mann, weiter mit ihm anzufangen vermocht? Aber aus den Auge» verloren habe ich ihn trotzdem nie, das weiß er wohl nnd — glaube er mir — der Moment wäre doch endlich gekommen, ihn durchzudrücken, jetzt aber ist es wohl zu spät? Wie leise, wehmütige Ironie klang eS aus deu letzten Worten und weiche, herzinnige Güte leuchtete im Blicke des alten Malers, als er da« mühsam verhaltene Schluchzen in den gepreßten Atemzügen seines Schüler» vernahm. „Weiß er was? — Komme er einmal mit mir. überlege er sich die Geschichte bis morgen. Manch MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. HsuatagsSettage der „veutsche« Macht" in giffi. Er. 21 „Die Süd wart" erscheint jeden Sonnlag al» unentqellliche Beilage für die Leser der «Deutschen Wacht". — Einzeln ist «Die öüdmart" nicht käuflich. 1909 (*J. Fortsetzung.) DiplomatenränKe. Roman von Max Pemberton. „So, Schurke," schrie er ihn an, „ich habe nicht Lust, lange daraus zu warten, bis du dich iu Bewc-gung gesetzt hast! Jetzt herunter vom Gaul und fort! — Oder . . . Du verstehst mich wohl?" Eine solche Drohung, eine so unvorhergesehene Wendung in der Rolle, die sie spielen sollten, machte den Bergbewohner sprachlos vor Ueberraschung. Einen Augenblick lang saß er im Sattel, unfähig, ein Wort zu sprechen, und erst als er bemerkte, daß sein Pserd tatsächlich schon mit den Hinterbeinen den Rand des Abgrundes streifte, zog er die Pistole aus dem Gürtel und versuchte, sie zu spannen. Aber er war langsam »nd ungeschickt, nnd ein kräftiger Schlag mit dem Griff von Arthurs Reitpeitsche warf die Waffe zur Erde. Sie entlud sich beim Falle», und lau» tönte der Wider-hall durch die Berge. „Ramon, du wirst dich tatsächlich noch selbst er« schießen! Weißt du dcn» nicht, daß Pistolen gefährliche Dinger sind? Ich muß dich vor dir selbst schützen. Herunter also, wenn dir dein Leben wert ist!" Arthur zeigte in seinen Worten nnd Taten so viel Hohn und so viel Verachtung gegen seinen Gegner, daß in diesem Wut und Empörung aufs höchste erregt wurden. Vergebens aber beugte er sich aus dem Sattel herunter und versuchte seinen Gegner an der Kehle zn fassen, eine sichere Faust stieß ihn zurück. Wie Eisen-klammern legten sich dann zwei Arme um seine Rippen, und als sein erschrecktes Pferd vorwärts sprang, fiel der Bandit schwer an den Rand des Abgrundes. Aber es gelang ihm wieder auf die Beine zu kommen, und iu rasendem Zorne stürzte er sich von neuem auf seinen Gegner. Und nun folgte auf einem Kampfplatz, wie er furchtbarer nicht gedacht werden kann, zur einen Hand die mächtige Bergwand, zur anderen der gähnende Ab-gründ, ein Kampf, der auf beiden Seiten mit dem äußersten Mut der Verzweiflung geführt wurde. Eng hatten die beiden Feinde sich umfchlun ;,r. ? sich an Arm, nnd die Nägel krallten sich tief in das Fleisch. Schweiß stand aus den verzerrten Gesichtern, und wie Taue traten die Muskeln heraus. Jedes Glied des Körpers war gespannt bis zur höchsten Leistungs-fähigkeit, denn daS Leben war der Preis, um den diese beiden Männer spielten. Aechzend und schwer atmend stießen sie sich hin und her, und bald waren sie an der Bergwand, bald wieder so dicht am Abgrund, daß ein leichter Stoß sie in die grausige Tiefe stürzen konnte. Vom ersten Augenblick an war es klar, daß der Baner der stärkere war und daß, wenn er seinen Gegner hätte günstig fassen können, seine Kraft in diesem Rin-gen bald den AnSschlag geben mußte. Aber Ramon von Vic-Dessos hatte einen schlechten Griff, und da er nur so wenig gegen seinen Gegner auszurichten ver-mochte, so versuchte er Arthur zum Abgrund hinzudrängen. Zoll um Zoll und Fuß um Fuß schien er sich seinem Ziele zu nähern. Wunderbarer Weise dachte Arthur, obwohl er einen so furchtbaren Tod vor Augen hatte, doch nicht so sehr an sein Ende als vielmehr an das Haus, das er vor kurzem verlassen, nnd an sein Weib, daS so sehnlich dort ans Rettung durch ihn harrte. Und ganz eigenartig wirkte der Name EstherS auf ihn ein. Er belebte und klärte seinen Verstand nnd gab ihm die Fähigkeit, sogar in dem Augenblick, wo eS schien, daß nichts ihn mehr vor dem Abgrund retten könnte, sich eines Tricks zu entsinnen, den er einst in dem Fechtsaale in Paris von dem Lehrer der Gqm-nastik gelernt hatte. Seine ganze Kraft für einen kurzen Augenblick zusammennehmend »nd jede Muskel aus« äußerste spannend, sank er aus die Knie und glitt nnter seines Gegners Körper. Ramon von Vic-Dessos wurde vollständig überrascht. In dem Glauben, daß sein Gegner jetzt endlich erschöpft sei, beugte er sich herab zu Arthur, um ihn in den Abgrund zu stoßen. Aber er hatte sich selbst zu weit vorgewagt: er verlor das 2 Gleichgewicht und fiel, den Kops »ach unten, mit lautem Schrei in die grausige Tiefe. Arthur beobachtete schaudernd, wie der Körper seines Feindes, von Fels zu Fels springend, immer mehr u»d mehr zermalmt wurde, bis er endlich im Schatten des Abgrundes verschwand. Dann erhob sich der Prinz taumelnd und ging zu seinem Pserde. Eben wollte er es besteigen, als der Kapitän der Wache, durch den Pistolenschuß aufmerksam gemacht, herbeigeeilt kam. Zusammen ritten nun die beiden nach St. Giro» zu-rück, wo am Tor ihnen Martinez Frau weinend ent-gegentrat und ziemlich zusammenhanglos die Geschichte von AlouzoS Flucht erzählte. Bald fand sich auch der Haushofmeister selbst ein und vervollständigte, seine Wunden zeigend, die Erzählung seiner Gattin, indem er gleichzeitig seinen Herrn beschwor, das Haus nicht zu verlassen. „ES ist eine Falle, Hoheit! — nichts als eine Falle! Gehen Sie nicht hinein! Sie habe» Feinde in Eadi — warum wollen Sie denn das vergessen? Bitte, bitte seien Sie vorsichtig!" Arthur antwortete auf diese Worte mit den« Be« fehl, ein Pferd zu satteln. „Ich folge meiner Fran," erklärte er, „möge das Schicksal tun, was ihm beliebt!" 16. Kapitel. In fast allen Häusern waren bereits die Lichter angezündet, als Esther durch die volkreichen Straßen von Eadi fuhr. Es war 6 Uhr und damit die Stunde der Hauptmahlzeit. Die Kontore und Fa-brisen schloffen jetzt ihre Tore, und in großen Massen strömten die Angestellten ihren Wohnungen zu. Die elektrischen Straßenbahnwagen waren überfüllt, die Omnibusse ächzten und knarrten unter der Last der Fahrgäste, und aus den Straßen herrschte ein Leben wie auf den großen Boulevards von Paris. Gut ge-kleidete Mäuner und Frauen gingen bei der milden Witteruug spazieren, und zahlreiche elegante Equipagen bewegten sich in langem Zuge, wie beim Korso, auf den breiten Fahrdämmen. Esther hatte schon viel von Eadi gehört, aber die Wirklichkeit erfüllte sie mit Erstannen. Spanien sei, so berichten die Bücher, ein vollständig erschöpftes Land, dessen Bolk in Faulheit und Bigotterie versinke und daS seine Ideale und seinen Kunstsinn längst verloren habe. Diese GebirgSstadt aber, die wie ein Keil zwischen Frankreich nnd Spanie« sich einschob, strafte diese Be« richte Lügen. Die schön ausgestatteten Läden, die statt-lichen Häuser sprachen von Reichtum und Luxus, die prächtigen Kirchen bezeugten, daß schon vor vielen hundert Iahren hier glänzende Kultur geherrscht hatte. während daS Theater, die Fabriken «nd die Märkte bewiese«, daß diese Kultur auch heute «och blühe. Durch all dieses rege Lebe« «nd Treibe» fuhr Esther »«erkannt »nd unbemerkt dahiu, denn von dem Moment an, wo der Mohr in, Haustore verschwunden war, schien sich keiner mehr um sie zu kümmern. Auch die Husareneskorte war zurückgeblieben, nnd der Kutscher saß still und schweigsam ans seinem Bock, wie wenn er einem bestimmten Befehl zu gehorchen hätte. Der Weg führte ungefähr drei Kilometer den Boulevard entlang und dann bog er ab zu einem weiten Park und endlich zum Prado, einem offenen Platz, anf dem eine Kathedrale »nd ei» Palast standen. Hier bemerkte Esther eine Volksversammlung, welche auf das Vorbeiziehen einer Prozession oder sonst eines Schauspieles zu warten schien. ES kam ihr nicht in den Sin», daß die Müßiggänger zusammengekommen sein könnten, um ihrem Einzug in die Hauptstadt bei-zuwohnea, und daher schenkte sie auch zunächst der Gruppe keine besondere Aufmerksamkeit. Aber die Menge erlaubte ihr diese Gleichgiltigkcit nicht lange. Sie rannte mit dem Wagen mit; die Vordersten be-gaunen laut zu schreien und Esther zu verhöhnen, einige warfen Steine, die die Räder trafen, und selbst gut gekleidete Personen deuteten mit den Fingen» auf die junge Frau uud schiene» de» Lärm z» billige». Alles geschah so plötzlich, so unvorhergesehen und war so grausam, daß Esther keine Zeit hatte, Furcht zu empfinden. Die Husann kamen inzwischen im Galopp wieder herbei, gruppierten sich um den Wagen und jagten die Menge davon. Esther sank in die Kissen zurück und fragte sich, was das wohl bedeuten könnte oder was sie getan hätte, daß das Volk sie so roh behandelte. Eiserne Entschlossenheit allein könnte gegen die Feindschaft einer zornigen Menge ankämpfen — aber Esther, tapfer wie sie sonst war, suhlte ihren Mut sinken. Was sollte das bedeuten? Welches Geschick erwartete sie iu kiner Stadt, die schon in der ersten Stunde sie so empfieug? Dunkel erschien die Zukunft vor ihr, sie allein stand gegen eine Nation — ein hilfloses Mädchen gegen Männer ohne Herz »nd Gewissen. Die Gegenwart der Husaren nahm dem Pöbel, iveun er ihn auch nicht beruhigte, doch jede andere Waffe als die Zunge. Zischend und pfeifend begleiteten sie den Wagen in den Palasthos, nnd sogar dort konnte Esther die wilden Rufe hören, die dem Brausen des StnrmwiudeS glichen, der donnernd durch die Lüfte zieht. Esthers Hauptinteresse konzentrierte sich jetzt anf diejenige« Personen, denen sie nun gegenübertreten sollte, uud auf die Nachrichten, die sie hier zu finde» hoffte. Das Gebäude, an dessen Tor sie stand, war »ngeheuer groß, viereckig gebaut und mit Statuen und Verzierungen geschmückt. Ein Strom von Licht draus s aus einer offenen Tür. Sie bemerkte eine Gruppe von Offizieren in Uniform, »nd fast noch bevor ihr Wagen Halt gemacht hatte, stand ein älterer Mann in silbernem Helm und AAraß vor ihr und begrüßte sie kühl. „Sie befinden sich im Palast, Madame," erklärte er. „Ich bin Oberst Varez »nd habe vom Grafen Montalvan, meinem Hern», den Befehl, Sie in feinem Namen willkommen zu heißen." Sie antwortete ihm mit Würde, denn sie war entschlossen, keine Furcht zu zeigen. Es hatte ihr nie-mal« eine gewisse vornehme Art des Auftretens und der Sprache gefehlt, »nd auch jetzt bewies sie diese Eigenschaften, als sie dem Obersten erlaubte, ihr aus dem Wagen zu helfen, und dnrch eine Flucht von steinernen Treppen ihm in eine große Halle folgte. Der kalte, vornehme Eindruck, den dieses Vestibül machte, ließ sie erschauer», wie wenn eine plötzliche Erkältung sie durchschüttelte. Nicht ein Teppich, nicht ein Gemälde unterbrach die Eintönigkeit der marmornen Wände oder belebte den kahlen Stein, ans den» die Statuen hergestellt waren. Esther erklärte nachher, daß eS ihr war, als wenn sie in die Halle irgend eines großen Museums eingetreten wäre, wo sie Auge in Auge einer ganzen Armee von Fußsoldaten gegenüber-stand, die vorwärts traten und sich bei ihrem Erscheinen verbeugte». Aber diese scheiubare Ehrung vermochte nicht, sie über ihre wahre Lage zu täuschen. Von dem Augenblick ihrer Ankunft im Palast an, verstand sie wohl die Behandlung, die man ihr zuteil werden ließ, und vielleicht hätte sie vor diesen Demüti» gungen bald das siegbewußte Auftreten verloren, ivenn nicht der feste Glauben sie beseelt hätte, daß in tnrzer Zeit der Gatte erscheinen und ihr Genugtnung ver-schaffe» würde. So nahm sie also allen Mut zusammen, und antwortete dem Oberste» kühl nnd gefaßt: „Ich kann nichts anderes tun, als Ihnen ge-horchen. Der Graf, Ihr Herr, wird aber wohl kaum wünsche», eine neue Beleidigung mir zuzufügen. Ich bin zwar augenblicklich in seiner Gewalt, abec ich bin Engländerin nnd stehe nnter dem Schutze meines Heimat-landeS." Der Oberst verbeugte sich. „Der Graf wird Ihnen selbst antworten, Madame. Indessen steht alles in diesem Hause zu Ihrer Ber-sügung. Bitte, halten Sie sich nnr an diese Dame, sie wird Sie bedienen." Er wandte sich um und stellte ein junges Mäd-chen vor, das an seiner Seite stand. Es war fast noch ein Kind, aber wunderschön. „Das ist Mademoiselle DesjardinS — gestatten Sie, daß ich sie Ihnen vorstelle." Esther gefiel das Gesicht des Mädchens, und sie fühlte sich jetzt weniger sremd. Mademoiselle DeSjardinS zeigte sich sogleich sehr entgegenkommend. „Sicherlich werden Sie nach der Reise ermüdet sein," begann sie, „es ist eine lange Fahrt von Foix hierher, nnd die Wege sind schlecht. Bitte kommen Sie doch hinauf, Ihr Zimmer ist fertig." Esther entging den beobachtenden Blicken, die von alle» Seiten auf sie fielen, gern nnd folgte willig dem jungen Mädchen. DaS Schlafzimmer, in welches Made-moiselle sie führte, war fast so kalt und kahl wie die Borhalle, die sie eben verlassen hatte. Ein Bett von lächerlich kleinen Dimensionen wnrde überragt von einem mächtigen Baldachin a»S Holz, der fast bis zur Decke reichte. Der Toilettentisch hatte vergoldete Füße, war aber äußerst steif und geschmacklos gehalten. Ein Spiegel im Stile Ludwigs XV, war über dem Kamin angebracht; an der Wand hingen eine Uhr im Mar-morgehänse »nd Kandelaber ohne Lichter. Der Garde-robenschrank war aus Hellem Holz außerordentlich schön gearbeitet, paßte aber durchaus nicht hierher. Ein Streifen Teppich, alt und häßlich, bedeckte ein paar Fuß des Parkens an dem Kopfende des Bettes. Ein Kristallkranlciichtcr mit elektrischen Lampen, deren Glas aber nicht abgetönt war. verbreitete ein unangenehmes Licht. Auf den Wänden waren Gestalten gezeichnet, aber der Schmutz hatte ihre Konturen verwischt. Der einzige Vorzug, den der Raum für Esther besaß, war die Tatsache, daß sie ihn ihr eigen nennen durfte, und kaum hatte die Tür sich hinter ihr geschlossen, als sie den Umhaug abwarf und sich mit einem tiefen Seufzer der Erleichterung in einen Sttihl fallen ließ. Made-moiselle DesjardinS ihrerseits versuchte nicht, irgend etwas zu bemänteln. Sie stand an Esthers Seite und erklärte: „Ich bedauere Sie sehr! Es tut mir leid um Sie! Kann ich nicht irgend etwas für Sie tun?" Esther strich sich daS Haar aus dem Gesicht zurück, blickte das jnnge Mädchen sorschend an und fragte: „Warum sind Sie so traurig um mich, Made-moiselle? Bitte, sagen Sie mir, wer Sie sind, und warum man mich in dieses Hans gebracht hat?" (Fortsetzung folgt.) 4 Mel'ebrendes, praktisches, Keiteres etc. Wahlspruch der Deutschen. Von Friedrich August Kienast. ES werde deutsch, WaS deutsch einst war. Und waS deutsch ist. Bleib's immerdar; Dem Deutschtum Schutz! Wir halten stand. Heil unserm deutschen Heimatland! Albumblätter. Gegenreformation hat uns gelehrt. Wie entmannt ein Voll wird, dessen Wollen verkehrt. Tötet, verjagt nur die tüchtigsten Leute! Dann gesichert bleibt der Willkür die Beute. Heller Geist, taps'rer Wille brauchen Generationen, Bis gereift ihre Frucht; es scheint kaum zn lohnen, Sie zu pflanzen, wenn man fürchtet den nächsten Tag. Deutschösterreich hat sich erspart solche Plag', Stehen blieb eS bei dem westphäl'schen Frieden Und erduldet die Lose, die ihm be-schieden. Hammerling setzt Ihr einen Stein. Des Dichters Spruch grabt in das Herz! — Ein Blitz fei er, deff' Flammen» schein Erspäht der deutschen Mannheit Erz. Ein Schwert, die Feinde zu vertreiben: „DaS einzige Mittel, deutsch zn bleiben, Ist deutsch zu sein." Gute Suppe von jungem Gemüse. Man lasse Mehl in einem Stück Butter anziehen, gebe soviel Wasser als man Suppe zu haben wünscht und Salz hinzu und lasse folgende junge Gemüse, klein ge-schnitten, darin gar kochen: Wurzeln. Kopssalat, Spinat, Sauerampfer, Portulak und junge Erbsen. Dann rühre man die Suppe mit feinge-hackler Petersilie und einem Eidotter oder etwas Sahne ab und gebe in Butter geröstetes Weißbrot dazu. Zum Kochen dieser Suppe ist eine Stunde hinreichend. Kaiserschmarn. Nach einem erprobten Wiener Rezept wird ein halbes Kilo Mehl mit einem Liter Milch gut verrührt. Dann gibt man nach und nach sechs Eigelb dazu, etwas Zucker und eine Prise Salz, sowie gestoßenen Zimt oder Muskat-blüte, Zitronenschale und einige ge-r»ebene Mandeln. Ist die Masse tüch-tig geschlagen, so wird recht steifer Schnee und sechs Eiweiß leicht da-runter gemischt. Dann zerläßt man in einer flachen Kasserolle etwas Butter oder Schmalz, gibt die Teig-masse in das heiße Fett und stellt sofort das Gefäß in den Bratofen, wo der Schmarrn kurze Zeit backen muß. Er wird recht heiß und mit Zucker bestreut zu Tisch gegeben. Gegen Fliegen, l. Zugluft durch gegenüber geöffnete Fenster oder Türen; 2. Ausräuchern mit Essig-dampf, vermittelst eines auf einer Eisenschaufel liegenden heißen Steines; 3. Ausspritzen beziehungsweise Aus-stäuben überall dort, wo die Fliegen zum Borschein kommen, vornehmlich an den Fenstern und Wänden, ver-mittelst besten dalmatinischen Insekten-pulverS oder besser mit Insekten-pulvertinktur. Während des Aus- stäubens oder -räuchernS muß man Türen und Fenster schließen, dann alle toten Fliegen zusammenkehren und verbrennen und die betreffenden Zimmer gut lüften. Heiter-S. Schutzengel. In Paris stand ein Mann vor Gericht, der seine Miete nicht bezahlen konnte oder wollte. Als der Präsident ihn fragte, was er sei, antwortete er: „Schutz-engel". Die Richter kannten diesen Stand nicht, und der Beklagte mußte nähere Auskunft geben; dies geschah »nd eS ergab sich daraus, daß bei den besuchtesten Vergnügnngsorten in Paris Personen angestellt find, welche die Betrunkenen nach Hause bringen und für diesen Dienst eine Entschädigung erhalten. Diese Be-gleiter der Betrunkene» heißen all-gemein , Schutzengel". Im Büro. „Herr Prinzipal, ich möchte um einen Tag Urlaub bitten, ich würde gern zum Begräb-nis meiner Schwiegermutter gehen." — ..Ich auch!' Der kluge Rudi. Rudi (der eben von seinem Onkel ein Fünf-Markstück erhalten): „Ich wollte lieber, du hättest mir eiuen Nickel gegeben." — Onkel (erstaunt): .Aber Junge, fünf Mark sind doch mehr als ein Nickel." — Rudi: .Das ist'S jage-rade. Wenn ich fünf Mark bekonlme, nimmt sie mir Papa weg, wenn's aber nur zehn Pfennig sind, darf ich sie behalten!" Nummer 41 Atiö Stadt und Land. An die geehrten deutschen Aewoymr der Stadt Eilli. Während der Pfingstieierlage wird unsere Stadt liebwerte Gäste beherbergen. Die Burschenschaften Oesterreichs werden hier eine gemeinsame Tagung abhalte», mit welcher auch festliche Veranstaltungen verbunden sein werden. Die Deutschen CilliS und es der nationalen Bedeutung der Stadt schuldig, den liebwerten Gästen einen herzlichen Empfang zu be-reite«, einen Empfang, der den Beweis dafür liefert, daß der weitaus überwiegende Teil der städtischen Bevölkerung deutsch ist. Die akademische Jugend, welche die Zukunft unseres Volkes repräsentiert, soll sich hier heimisch fühlen aus deutschem Erde, begrüßt von den heilige» dentschen Farben. Ich richte daher au alle deutscheu Hausbesitzer und Bewohner unserer Stadt die Bitte, die Häuser mit deutsche» Fahnen reich zn schmücken um damit auch äußerlich den dentschen Eharakter der Stadt zu beknnden. Der Bürgermeister: Dr. v. Jaboruegg. Todesfall. In Heiligengeist-Loee ist am Dienstag Herr Adols Rosina. DistriktSarzt nnd Re> alitätenbesitzer, im 04. Lebensjahre gestorben. Burschenschaftertag. Die Vorbereitung zu dem zu Pfingsten stattfindenden Bnrfchenschaftertag sind bereits vollendet. Ein großer Teil der aktiven Burschenschafter trifft bereits am Freitag ein, da die Beratungen Samstag vormittag beginnen. Samstag findet der Begrüßungsabend nnd Sonntag der Kommers statt. Zn diesen beiden Veranstaltungen bat jeder Deutsche Zutritt und eS wird nur bemerkt, daß die Damen, die Vereine und hiesigen Käste auf der Galerie, im kleinen Saale und unter der Galerie Platz finden werden. Montag findet im Waldhause der Damenfrühschoppen statt, an dem aber nur die auswärtigen Gaste teilnehmen werden. Sonntag nachmittag um 4 Uhr wird ein Festbnmmel durch die Stadt unternommen, ein großer Teil der Burschenschaften wird daran mit Fahnen nnd Banner teilnehmen. Gleichzeitig ergeht auch an dieser Stelle an die verehrlichen Vereine die frendschastliche Ein-ladnng sich bei dem Festbnmmel korporativ zu beteiligen. Ehrung. Der Stationschef von Brück Herr Hans Reifl wurde in gleicher Eigenschaft »ach Marburg übersetzt. Herr Reist der längere Zeit in Eilli war. ein Schwiegersohn des verstorbenen Herrn Gustav Schmiedl hat sich in Brück der größten Sympathie» erfreut. Anläßlich seines ScheidenS wurden ihm besondere Ehrungen erwiesen. Die Be diensteten der Südbahn bereiteten ihm einen Fackel zng. An den« Abschiedsabende, den die Beamten Deutsche Wacht tchast veranstaltete, beteiligten sich alle Kreise der Bevölkerung Brucks. Aspernfeier. Die Wiederkehr des Jahres-tages der Schlacht beiAfpern wurde auch hier festlich begangen. Der projektierte Zapfenstreich unterblieb, da die Landwehrmarschmusik in Marburg benötigt wurde. Heute um 6 Uhr srüh durchzog die Eillier MusikvereinSkapelle, flotte Märsche spielend die Straßen der Stadt. Um 8 Uhr wurde aus der Festwiese eine Feldmesse gelesen, an der die ganze Garnison, der Eillier Veteranenverein, der Bürger-meifter Herr Dr. v, Jabornegg mit mehreren Gemeinderäte» und die Spitzen der Behörden teil-nahmen. Schützengesellschast „Eintrachl". Am Donnerstag unternahm die Schützengesellschast „Ein-tracht" einen Familienansflng nach Schönstem. Der Ausflug verlief bei prächtigem Wetter in schönster Weise. Die Ausflügler vereinigten sich im Deutschen Hause, wo sich Alt und Jung durch einige Stunden recht gut unterhielten. Zur Hebung der Stimmnng trug vor allem die vorzügliche Küche und der ans-gezeichnete Tropfen, den Herr Haute stets zu bieten versteht, bei. Anch zahlreiche Schönsteiner Freunde hatten sich eingefunden und man trennte sich nur schwer, als um halb 8 Uhr der Zug die Aus-flügler wieder nach Eilli zurückführte. Wach- und schliehanstalt. Wochenbericht: Im Laufe dieser Woche wurden von den Wächtern offen gefunden und gesperrt oder die Sperrung ver-anlaßt: 20 HanStore, 5 Gartentüren, 8 Einfahrt«-tore, 3 Schreibstuben, 2 Zengkamniern, 3 Geschäfts-feilster, 2 Pferdestallnngeu. Deutscher Schulverein. (Männerorts-grupp? Cilli.) Die Schulvereinsuuterhaltuug am 1. Mai gab einen Reingewinn von Kronen 141-76. Außerdem sind für Abzeichen die der Damenorts-gruppe zufallen) 27 Kronen nnd für Ansichtskarten Kronen 28 14 eingekommen. Evangelische Gemeinde. Heute Sonntag, vormittags in Uhr find« in der Christuskirche ein öffentlicher Gottesdienst statt. (Predigt: Vikar Lehman».) Der JugcndgotteSdien l wird um 0 Uhr von Pfarrer May geleitet, Die Landgemeindewahlen in Unter-steiermark. Die große Wahlschlacht zwischen dcn klerikale» und liberale» Slovenc» ist gcichlagen^ In allen Wahlkreisen ginge» die Klerikale» mit über-wiegender Mehiheit als Sieger hervor. Bei dieser Wahl hat sich erst in überaus klarem Lichie gezeigt, daß die sogenannte „Narodna stranka", fciren Führer der bekannte Sykophant Dr. Kukovcc ist, kein, Partei ist, die einen lebensfähige» Keim i» sich liägi wu-der« daß sie schon bei ihrer Entstehung den Todes-keim in sich aufgenommen hat und daher unmöglich de» natürlichen EntwicklnngStamps durchmache» konnte. Die von einigen wenige» Advokatenhitzköpsen i» Eilli gel»itete Partei hat am 17. ds eine Niederlage er- Seite 3 einer hätte nicht geendet wie er es möchte, hätte er noch einmal darüber geschlafen! — Es trifft sich auch gerade, daß die adeligen Damen des Jakobiner-stiftes eiil neues Altarbild bei mir bestellt haben, wen» er bis morge» vielleicht andern Sinnes ge< worden, kann er mir helfen--" Monate waren vergangen. Die Kapelle des JakobinerstifteS wurde von den jederzeit kunstfrohen Wienern sast gestürmt, die da Tag für Tag von nah und fern kamen, das neue Altarbild anz«' staunen, von dem man sagte, daß es Wunder wirke. Ja, sie wirkte Wuuder, die Madonna, deren Bild-nis in unvergleichlicher Milde herniedersah auf alle, die da mühselig und beladen waren »nd ihr im gläubigen Vertrauen ihre Kümmernisse klagten, um baun gestärkt und hossnuugsfroh von hinnen zu ziehen und so den Kampf mit widrigen Geschicken sieghast zu Ende zu führen. Der Name des Künstlers, der das Wunderwerk gefchaffen — Wolf Hardtweg — ging, in Ehren genannt, von Mund zn Mund. Anch Fran Hedwig mit Märthchen be-fand sich unter den Andächtigen. Das sonst so lebens-frische Wiener Kind war blaß und vergrämt ge' worden und die Mutter hoffte, daß vor dem Gna-denbilde der Baiiti gelöst werde, der ihrer Tochter Siechtum veurfachte. Und als sie emporblickte zur Madonna und in dem verklärten Antlitz ihrer Tochter Züge erkannte, die im Herzen des Künstlers, der das Bild geschaffen, unvergänglich erstrahlten, da zog eS wie lindes Trösten durch ihre Seele uud Martha beugte sich leise weinend über die Hand der Mutter ... „Feuerio! Feuerio!" gellte der SchreckenSrnf bei einbrecheoder Dunkelheit durch die sich rasch be-lebenden Gassen. Im Hause des Bäckermeisters litten, die in den Wahlannalen einzig dastehen wird. Wenn wir daS Organ der liberalen Partei, den „Narodni Dnevnik", vom 17. und 18. ds. durchblättern, so sehen wir, daß die liberale Partei ganz kleinlaut geworden ist, daß sie sich am liebsten vor Schande verstecken möchte, jene Partei, die vor den Wahlen am 17. ds. noch auf so stolzem Roß ein-herritt, daß sie alles niederreiten zu müssen glaubte, daS nicht in ihr Horn bläst. Ja wie vor 100 Jahren bei Aspern dem gallische» Kikeriki die Federn gerupft wurden, so verlor am letzte» Montag der Falke der „Narodna stranka" seine letzten, ohnedies schwachen Schwungfedern. Die ohuedieS auf sehr schwachen Beinen stehende „Narodna stranka" bricht in einen Klagelaut aus darüber, daß so viel Geld verschwendet worden ist und man damit doch nichts erreicht habe. Beim Lesen der betreffenden Zeilen fällt unS unwillkürlich der Schwanengesang des Wiener Bänkel« sängers aus der Wiener Pestzeit ein: „O mein lieber Augustin, Geld ist hin, alles ist hin!" Kur; wollen wir noch auf den ecklige» Preßkampf hin-weife», den die beiden Parteien durch Monate lang miteinander führten. Sämtliche Spalten enthüllten vor unseren Augen die schauderhaftesten Wahlkandi-date». Selbst der letzte Straßenkehrer wü^de auf eiue windische Kandidatur verzichten, denn selbst dieser würde sich die Flegeleien nicht biete» lassen, welche die wiudischen Kandidaten sich gegenseitig zu Kops warfen. Die stürmischen Szenen und handgreiflichen Auseinandersetzungen bei den unzähligen Wähler-Versammlungen zu besprechen, würde zn weit führen. Es sei nur darauf hingewiesen, daß den Vikar Gorischek selbst sein Priestertalar nicht davor schütze» konnte, daß er in weitem eleganten Bogen auS dem Hotel »Zur Schwalbe" in Gaberje hinausflog. Wie immer, so sncht auch jetzt die .Narodna stranka" ihre schmähliche Niederlage in allen Wohlbezirken auf alle möglichen Arte» zu beschönigen: die Kleri-kalen hätten mit dem TerroriSmuS ihrer Sparkasse» gearbeitet, hätte» alle möglichen Wahlschwindeleien ausgeführt und wie alle diese Phrasen lauten, die dcn Klerikale» eutgegenschleudert werde». Selbst der klerikale KurS der Regierung, der jetzt herrsche, sei an ihrem Untergänge Schuld gewesen. 2000 Kronen gleich 2 Millionen. Der Wiener Männergesangverein hat unter großen Bei-fall beschlossen, sich im Sinne des Aufrufes Peter Roseggers mit 2000 Kronen an der 2,000.0(1" Kronen-Spende für deutsche Schulen zu beteiligen. 200 neue Schulvereinsortsgruppen seit Anfang 1909. Der bedeutende Aufschwung, den gerade in letzter Zeit der Deutsche Schulder eins-gedanke nimmt, geht u. a. auch aus der großen An-zahl der Neugründungen von Schulvereinsortsgruppen hervor. Vor einigen Tagen wurde bereits die 200. neue Ortsgruppe seit Beginn dieses JahreS u, zw. eine Frauen- und Mädchenortsgruppe in Kaplitz ge-gründet. Die Tatsache beweist schlagend die siegreiche Keruhuber war Feuer auSgebroche», Ei» versoffener Geselle, der um MarthchenS Hand geworben nnd abgewiesen worden war, hatte rachsüchtig, mit frevler Hand den Brand gelegt und die zusammenströmende Menge bedauerte nur, den Missetäter, der auf sie nicht warten geivollt, nicht ans dem von ihm ange-zündeten Bratensener rösten zn können. Der Bäcker-meist« und Frau Hedwig, die sich noch im Laden besullden hatten, waren aus die Straße gestürzt, die Stiege und der Hauseingang waren voll bes Feuers nnd oben besand sich Märthchen, die wohl schon zur Ruhe gegangen sein mochte. Wie wahnsinnig geberdeteu sich die verzweifelte« Eltern, vergebens um Hilfe flehend — wer vermochte da wohl Retter zu sei» ? — Wolj Hardtweg! — I» den letzten Wochen stets in der Nähe, hastete er nun den, Hause zu, an der Ladentür, dcn ragende» Gesimsen nnd der verschnörkelte» Ornamentik des Hauses behend em-porklimmend, nicht achtend der Rufe nach einer Leiter, nicht achtend seiner zerissenen Hände, er hörte nur da« Flehen der Mutter — bis er das Fenster von Märthchens Stube erreicht. Wie angewachsen haftete er an der vorbringenden Zier des zermürbten Maucrwerkes, mit blutender Hand an dem in seiner» Gehänge» rostzerfressenen Gitterwcrk rüttelnd. ES löste sich endlich in ewigkeitlaugell Sekunden und sauste i» die Tiese, klirrend spitterten die Scheiben zn Boden — ein mächtiger Schwung und der Toll-kühne verschwand in dem ranchcrfüllteu, grell dnrch-flammten Höllenrachen. Gleich darauf stand er wieder aus dem Fenster, gebeugt — keuchend — eine liebe Last auf den sehnigen Armen. Wie im Fluge glitt er die inzwischen ausgestellte Leiter hinab, umbraust von dem tosenden Beifallsgeschrei der er- regte» Menge, deren hilfreiche Tätigkeit minutenlang in banger Stille starren Schrecks geruht hatte, und während nun aus dem offenen Fenster oben die rote» Flammen mit leisem, dumpfem Dröhnen weit hinausflatterteu, legte Wolf das bewußtlose Mädchen in die Arme der die gerettete Tochter mit einem schluchzenden Jubelschrei begrüßenden Mutter, dann stürmte er fort, sich Bahn brechend in wilder Hast, in nnanfhaltsamen Lause hinabeilend in die nahen, einsamen Auen, wo er sich stöhnend, mit rasselndem Atem ins Gras warf, den pochenden, zuckenden Körper in langer Rast mählich beruhigend.... Wieder war es ein Maientag, an dem sich eine flüsternde Menge in der Kapelle des Jakoberstiftes drängte, in der die Vermählung Wolf Hardtweg» mit Martha Kernhnber vollzogen wurde. Fran Hedwig hatte sich nicht zn enthalten vermocht, dem die Trauung vornehmenden Geistlichen die wunder-bare Fügung, die das Paar zusammengebracht, zu schildern, uud der wieder benützte de» Anlaß, die Erzählung in seine Rede aufzunehmen, um heilsame Ermahuuugeu damit zu verbinde». Und als der greise Priester die Worte Frau Hedwig». die sie damals gesprochen, wiederholte: „Hier, auS diesem Zimmer muß er sie holen nnd daS mit meinem Willen, über meine Schwelle aber dari er mir nicht!" — nnd wie er dann darauf hinwies, daß Wolf seine Braut aus den, nämlichen Zimmer geholt, geholt mit dem Willen der Mutter, ohne die Schwelle zn übertrete», da lächelte Frau Hedwig zwischen Tränen in glückseliger Befriedigung, daß der liebe Gott alles so wohl gefügt nnd dabei doch selbst er — der Allerhöchste — ihren Willen gnädiglich respektiert hatte. _ Seite 4 Deutsche Wacht Wcibekrast deS Deutschen SchulvereinSgedankens. der in immer neuen Orten festen Fuß saßt und dessen Gegner im deutschen Lager immer kleiner an der Zahl werden Unsere Konzessionierten Hochverräter. Die Falken ziehen 'ich in ihren unwutlichrn Horst zurück. Der Jubel der Wiener Bevölkerung, der da» deutsche Kaiserpaar umbrauste, dröhnte den Herren Slavensührern so sehr in die Ohren, daß sie eiligst im schönen Petersburg sich zusammensanden um dort dein bösen Zerstörer der so kunstvoll ausgedachten panslavistischen Pläne blutig« Rache zu schwören. Und so werden sich nun in diesen Tagen unsere slovenische» Paladine zu schönem Tun im freien Petersburg vereinigen. Es sind ganz „harmlose" Dinge, die dort ins Werk gesetzt werden: Eine pan-slavisti'che Ausstellung und eine panslavistische Bank! Für w >s diese den Sur tout bilden werden, können wir un» denke»! Gleichzeitig mit dem Abgeordneten Kram«, ich begeben sich auch die Abgeordnelen Hribar und Dr. T»esic zu mehrlätigem Aufenthalt »ach Pelersburg Diese Namen r,e»ügc» unS l Eine eigenartige Telegrammbeför-derung. Eine köstliche Lundtagswahl-Episode wird aus Peiiau gemeldet. Aus allen Gemeinden des Landgemeinden Wahlbezirkes lagen die Wahlergebnisse bereits Dienstag früh vor; nur aus einem Wahl-orte erwarlele man noch daS Eintreffen der Nach-licht. Stunde auf Stunde verrann, doch es kam kein Telegramm. Endlich, Mittwoch früh, erschien dei der BezukShauptmannichast ein biederes Bäuerlein und letzte freudestrahlend eigenhändig das ausgefüllte Telegram»>-Bl.i»kett auf dcn Tisch des Wahlkom; miffärS ~tiiu das Ergebnis telegraphieren zu lassen, hatte der Landmann die Nachricht zu Fuß an den Hauplwahlort befördert. Wahrscheinlich waren ihm unterwegs einige gastliche Stätten begegnet, in denen er sich neu gestäikt haben dürfte, wodurch sich der drollige Botengang noch verzögerte. Unterrichtlicher Ausflug. Am 14. ds. unternähme» die Schüler der vierten Klasse der hie-sigen Knabenvolksichule unter der Leitung ihres Lehrers Neubauer einen unterrichtlichen Ausslug nach Store. Die Wanderung durch Fels und Buchenhallen erfreute die Herzen der Kinder und sroh stimmten sie ein Liedcht» um das andere an. In Store empftng sie Herr Oberlehrer Zmerescheg und räumte den An-gekommeucn im Kindergarten Platz ein. Hier wurden sie von Frau Oberingenieur Ribitsch und >>rauBerg-ingenieur Bauer in liebenswürdiger Weife bewiitet. Unter i Begleitung der Herren Zmeischea, Lehrer Horvath und Neubauer zogen die Kinder ins Eilen-werk. Besonderer Dank gebührt den Herren Ingenieur Zwetto und Werkmeister Handel, welche Herren die Führung im Werke übernahmen und den Kindern alles zeigten und erklärten, so daß diese tatsächlich einen bleibenden Gewinn vom Ausstuge haben. Hie-sür fei auch an dieser Stelle Herrn Direktor Jellek der Dank au«gespiochen. der in entgegenkommendster Weise die Beiichtigung des Werkes gestattete. Geschäftliche Verhältnisse in Bosnien und in der Herzegowina. Wie der Handels-und Gewerbekammer in Graz von verläßlicher Seite mitgeteilt wird, waren die geschäftlichen Verhältnisse in Bosnien und der Herzegowina auch während des ganze» Konfliktes mit Serbien in keiner Weise un-günstig alteriert und in Handels» und Ge r erbekreisen von keinerlei Beunruhigung oder dergleichen die ganze Zeit hindurch wahrzunehmen. Umso weniger ist daher gegenwärtig ein Anlaß vorhanden, die ruhige Ent-Wicklung der geschäftlichen Verhältnisse in diesen Pro-vinzen in Zweifel zu ziehen, und ist im Gegenteile gerade ein besonderes Ausblühen derselben zu gewär-ligen. Alle Bedenken rücksichtlich der Anbahnung geschästlicher Beziehung mit Bosnien und der Her-zegowina sind daher als vollkommen unbegründet. Das römische Gräberfeld am Ober-rann bei Pettau. Der Museumsverein hat mit der Foitsetzung der im Herhste vorigen JahreS am Oberrann auf den Aeckern der Frau Leskoscheg unterbrochene» Grabungen in der ersten Maiwoche wieder begonnen, und zwar an der Stelle, an der Direktor Tragau an den letzten GrabungStageu deS Vorjahres bereits Skelettgräber vorgefunden hat. Die Grabungen deren Leitung Herrn Skrabar und deren Beaufsichtigung Herr Josef Stefantichitsch vom Ver-eine anveitraut wurde, wiesen trotz der bisher kurzen Grabungszeit überraschende Erfolge aus. Es wurden gegen 50 Skelette ergraben. Die Gräberanlage war nicht regelmäßig, die Toten wurden in größerer oder geringerer Entfernung von einander gebettet, jedoch niemals in Reihen, sondern bunt durcheinander, nach de» verschiedenen Himmelsrichtungen orientiert. Mehrere Schädel sind überraschend gut erhalten. Sie waren von einer Ltcin oder Ziegelbettung umgebe», die den Körper vor Verletzung beim Herabschüttcn des ErdreichrS schützen sollte. Die Toten lagen gewöhn-lich aus dem Rücken ausgestreckt, die linke Hand quer über den Körper, die rechte gegen die linke Schulter. Die Tiefe der Gräber bewegt sich zwischen 30 bis 80 Zentimeter. Die durchschnittliche Größe der Leichen beträgt 1 Meter W Eentimeter bis 1 Meter 7«.» Centi-meter. Die Beigaben waren auf diesem Leichenfel?« den Toten in der Weise beigelegt, wie sie diese im Leben zu tragen pflegen; erwähnenswert sind davon goldene, sowie bronzene Ohrringe, ferner sogenannte Armbrustsibeln — meist in der Nähe des Brustbeines — ein lilberner Halsring, mehrere Armspangen, davon eine mit prächtigem grünem Steinen, eine an-dere mit Schlangenköpfchen, In der Nähe deS Kopses fand man bei einigen Skeletten zierliche Alasflaschen oder Becher. Die Münzen die bei den Skeletten gefunden wurde», erlauben es, ziemlich genau die Zeit der Bestallung dieser Leichen zn bestimmen. Sie gehören ausschließlich der »achkonstantinischen Periode an. also etwa der Mitte deS vierten Jahrhunderts »ach Christi. Die seichte Lage der Skelette, die un< regelmäßige Bestattungsweife, daS flüchtige Einbette» in Mauerziegel oder Steine bei einigen Tote», die Anzeichen einer gewaltsamen Zerstörung der unmittel-bar angrenzendeir Gebäude, besonders der immer wiederkehrende Brandschutl, lassen mit Gewißheit darausschließen, daß die hier bestatteten Leichen einem feindlichen Uedersall« zum Opfer siele». — Die Grabungen, welche bis Ende August sorigefetz: wer-den. lassen aui dem große» Felde, das »och durch-forfcht werden soll, der Hofnung Raum daß noch manch wertvolles Fundstück Kunde wird von der Größe und Bedeutung der alte» versunkenen Römer-stadt Poetovio bringen. vom Handelsgericht. Eingetragen wurde in das Eillier Register für GcselitchaflSfirmcn: Sitz der Firma: Pragwald. Firinawonlaut: Baumwoll» fpinnerei in Pragwald Stocker, Hofsmann und Komp. 1. AuSgetrete» drei btommanditisten und eingetreten ein Kommanditist mit 102 OfO Kronen Einlage. 2. Ausgetreten der offene Gesellschafter HauS Stocker. Tag der Eintragung: 7. Mai 1909. Schlllerausflug. Wie wir bereits kurz be-richteten unternahmen sunsundvicrzig Schüler der lieutschen Schule in Hrastnigg am 11. ds. in Be-gleitung des Lehrkörpers eine» AuSflug in die alte Römerseste Eilli. Im Bahnhöfe wurde» die AuS-flügler empsange» und in daS Innere der Stadt ge-leitet. Zuerst wurde das Lokalmusrum besichtig«, wo-bei Herr Professor Eichler de» K »dem als Führer und unermüdlicher Erklärer zur Seite stand. In der Turnhalle des Turnvereines dursten sich die Schüler an den Turngerä'en vergiiüge». Dann besichtigten sie die Pfarrkirche und die deutsche Kirche. Fachlehrer Aistrich ermöglichte auch die Besichtigung deS Jnuern deS StadtiheaierS und führte die Schüler durch die Parkanlagen zum Waldhause, wo den Kindern un-entgeltlich ein auSgiebiges Mittagmahl verabreicht wurde. Trotz anhaltenden Regens trat man dann unter Führung deS LehrerS Herr» Neubauer den Weg zur Bnrgrurne an, von wo man aus die Stadt sehr gut überblickt» konnte. I» bester Stimmung wurde der Rückweg angetreten. Nach einer kleinen Stärkung fuhren die Kinder mit der Eisenbahn nach taufe, nachdem sich auf dem Bahnhofe noch die Herren irekior Bobifut und Lehrer Horvath zum Abschied eingefunden hatten. Alle jene, die bemüht waren, den Schülern de» Auseiithalt in Eilli recht angenehm zu machen, insbesondere die wackeren deutschen Damen EilliS, welche die Kinder speisten, wie Frau Groß-kaufmanu Stieger und Frau Jng. Unger Ullmann und an ihrer Spitze Frau Buchhändler Rasch, dann die Herren Professor Eichler, Horvath und Neubauer verdiene» wärmsten Dank. vom Postdienfte. Dem Fräulein Franziska Hvalec in Gairach wurde die Postexpedieutenstelle bei dem Postamte in Gairach verliehen. Aus dem Anterlande. Rohitsch. (Wählerversammluug.) Vor einer zahlreichen Wählerschaft entwickelte hier Herr Bürgermeister Ornig auS Pettau sein Programm Herr Bürgermeister Ferichnig begrüßte die Bersamw' »nd den Wahlwerber, worauf Herr Dr. Schuster, zum Vorsitzende» gewühlt wurde. Dieser besprach die ver-dienstvolle Tätigkeit unseres bisherigen Abgeordneten Herrn Dr. G. Kokoschinegz und drückte ihm hiesür den besten Dank auS, was die Versammlung mit Heilrusen aufnahm. Nun erörterte Herr Bürger-meister Ornig eingehend sein Programm. Nach gründlicher Besprechung der GehaltSfordtrungen der Lehrerschaft durch den Schulleiter Karl Wretzl erklärte Herr Ornig diese fü» vollkommen gerecht und dringlich und besprach, für sie im Landlagt mit ganzer »traft einzutreten. In gleichem Sinne be-antwortete Herr Ornig auch die Anfrage des Htrrn Dr. Fr. Schuster in Bezug aus die standesgemäße Versorgung der Witwen und Waist» der Distrikts-ärzte. Hieraus beantragte Schulleiter Wretzl folgende Entschließung die einstimmig aiigenommen wurde „Die deutschen Landtagswähler von Rohitsch begrüßen den Wahlwerber Herrn Bürgermeister Ornig freundlichst, danken für fein Erscheinen und seim Ausführungen, mit driitn sie sich vollkommen einverstanden erklären, und beschließen, für die Wahl des Herrn Wahlwerbers mit alle» gesetzlich zulässige» Mittel» einzutreten. Zugleich ersuchen die Wähler den geehrten Herr» Wahlwerber, sämtliche in der heutigen Versammlung vorgebrachten Wünsche mit Tatkraft zu fördern." Rohitsch. (Unsere Windischeu.) Wir erhalten unter dem Heutigtn folgendt Zuschrift: Unstr freundlich gelegene Ort, welcher bis in die jüngste Zeit von allen nationalen Reitereien vrr-schont geblieben ist, war gerade in den letzten Monaten der Tummelplatz einiger rußosiler Stäukerer, welche trotzdem ihnen di« Orts uud PersonenveiHältnisse genaustens bekannt sind, sich berufen fühlten, die deutschen Gesellschaften zu stören und die Bewohner deÄ Marktes in ihren Winkelblättern herum ruzerre» und herabzusetzen. Anfänglich hatte» auch die ge-samten deutschen Kreise Rohiisch's diesem Geschreibsel, noch dazu in einem Blatte wie die Domovina, Dnevmk etc. gar keine Beachtung geschenkt, eist a!s einzelne Jünger Sloweniens im Gasthofe ..zur Post" die dortige Slammgesellschait i» ungehörigster Weise b«* lästigten, wurde vom Hausrechte Gebrauch gemacht und die drei anwesenden und ungerufenen Gäste, aus die Luft gesetzt. In der schonendstei» Weise hallen die beiden Hausknechte den „bekannten dreien" die Türe gewiesen und obwohl „zivio Serbia, zivio zlata Praha nazdar" etc. gerufen wurde, Halle dir anwesende deutsche Gesellschaft sich nicht weiter nm diese guten österreichische» Patrioten, worunier sich anch ein Reserveoffizier befand, gekümmert, sondern deulscher Sang verriet diesen Helden, daß dos deutsche Lied ungeslwächt iu Rohitsch ertöne» wird, so lange Deutsche unseren Markt bewohnen und solange Deutsche da« Hausrecht daselbst ausüben werden. Natürlich gefiel es der windi'schen Presse nicht nur alle jene, welche sich als gute Oefterreicher und gute Deutsche ein solches Betrage» verboten hatten zu brandmarken, es wurden auch andere Peronen wie z. B. unser wackere über 30 Jahre an der Spitze der Gemeinde stehende Bürgermeister Herr Ferschnig, welcher unqe trilte Sympathien im ganzen Bezirke genießt, wiederholt angegriffen ohn« irgend welch« Veranlassung zu Angriffen gegeben zu haben. Es ist; ja begreiflich, daß dcn Windischen unser schöne Ort ein Dorn im Auge ist, freilich. eS fehlt ja in Rohitsch die Er oberungSgrundlage. Rohitsch ist noch kein Spielbau der Windischen und die gesamte Bürgerschaft die stramme Beamten- und Lehrerschaft bilden einen fest gcfchlosfene» Ring, welcher stets beweisen wird, daß deutsche Kraft und deutsches Volksbewußtsein immer-dar den frechen windischen Eindringlingen die Stirne zu bieten bereit sein wird. Haust' du mir eine aui die linke Wang' so hau' ich die zweite aus die Rechte, wie Aruelius Polzer sagt, so wollen wir eS auch in Rohitsch halten und wenn die drei Gesellen, welche den „bgceilluz verduftiens" eingenommen haben, sich noch einmal erfrechen sollten auf der Bildflüche zu erscheinen und provokatorisch zu werden wird ihnen ei»e solche Lektion zu Teil werden, daß sie es zum driltenmale kaum mehr wagen werden, die ruhigen, guten und gemütlichen Verhältnisse in Rohitsch zu stören. Nur unseres lieben Notars Strafella, welcher wie der „Stajerc" sagt, den Schlüssel der Ruhe in seiner Tischlage hat, will ich noch erwähnen und an ihn die Bitte richten: „Herr Notar erfüllen Sie den Herzenswunsch aller ihrer lieben Bekannten, aller Ortsbewohner und oller ihrer Mitbürger, machen Sie Ordnung und Ruhe und Friede» kehrt wieder «in zum Heile unseres strammen Ortes Rohitsch. Herichtsfaat. Der Inhaber der Cillier Anzeigen-fabrik Dr. vekoslav Kukovee verurteilt. Mittwoch den 19. ds. fand, wie bereits mit-geteilt, die Verhandlung gegen Dr. B e k o s l a v Knkovec wegen der von ihm ans Anlaß der Septemberereignisse massenhaft erstatteten falschen und verleumderischen Strafanzeigen statt. Dr. Knkovec, Jurist, angehender Advokat lind Landtagabgeordneter, hatte es zuwegegebracht, etwa 50 Strafanzeigen Nnmmer 41 Dnttsche Wacht Seite 5 argen deutsche Bürger zu erstatte», Anzeigen, die samt und sonders nichts sind, als eine monströse, geradezu pathalogisch anmutende Ausgeburt der Phantasie des Dr. Vekoslav Kukovec. Die Verhandlung fand vor dem Einzelrichter LGR. E r h a r t i t statt. Der Angeklagte hatte es vorgezogen, zur Verhandlung gar nicht zu erscheinen, so daß über Antrag der Vertreter der Privatkläger Dr- F r i y Z a n g g e r, Dr. Georg Skoberne und Dr. Walter Riebl die Verhandlung in von-tamacum vorgenommeu wurde. Bemerkt sei, daß nur einige wenige der von Dr. Kukovee verleumdeten Personen Ehrendeleidi-guugSklagen eingebracht hatten. Die Mehrzahl der Angeklagten hatte leider zn spät von dem Inhalte der Geistesprodnkte des Dr. Kukovee Kenntnis er-langt. Gegenstand der Verhandlung bildeten die sol-genden Anzeigen: Gegen den StadtamtSvorstand Dr. Otto Am-broschiisch, vertreten durch Dr. Fritz Zangger, balle bei Angeklagte in einer unter dem 13. Oktober 1998 eingebrachten Anzeige die ungeheuerliche Be-schnldignng ausgesprochen. Dr. Ambroschilsch hätte sich an den Ausschreitungen am 20. September 1908 in der Weise beteiligt, daß er einen ihm vom Berein „Südmark" übersandten Betrag vo.r 500 Kronen zum Ankause von Freibier n. dgl. sür die Demonstranten verwendete. Dies ist wenigstens der jedem Bernünf-tigcn sosort erkennbere Sinn der Anzeige. Seine Weisheit hatte der Angeklagte ans einem Berichte des Blattes ..Arbeiterwille" geholt, der von einer 500 Kronen-Sendung der Südmark an Dr. Am« broschitfch Mitteilung gemacht hatte. Der „Arbeiter-will?" hatte jedoch auch ausdrücklich angegeben, daß die 500 Kronen zu Zwecken der Bismarckwarte be-stimmt sein sollten. waS anch im Zuge des Straf-Verfahrens festgestellt wurde. Dr. Kukovee machte ans diesen 500 Kronen sosort einen unter der Vcr-walt des AmtSvorstandes Dr.Ambrvschitsch stehenden Bestechungsfond zu DemonstrationSzwecken. Eine solche Verleumdung getraute sich dieser Mensch gegen den Ches der SicherheitSbehörde zu er-heben! 1 In derselbe» Anzeige behauptete Dr. Vekoslav, daß die Volksmenge vor dem „Narodni dorn" von der SicherheitSwache — anfgehetzt wurde, mit dem Steinhagel zu beginnen. Er behauptete eine »»bekannte Magd wäre Zeugin gewesen, wie ein SicherheitSmachmann zur zanderndenden Menge sagte: ..Werdet Ihr nicht beginnen, warum habt ihr den sonst gesoffen". Wegen dieses geradezu wahnwitzigen Vorwnrses hallen sämtliche Mitglieder der SicherheitSwache, die bei der Verhandlung durch Herrn Dr. Georg Skoberne verireten waren, die Privatanklage eingebracht. Haarstänbend ist die Anzeige, welche der An-geklagte gegen die Aerzte des K rankenhauses in Eilli eingebracht hat. Den Aerzten wird vorge-worfen, daß sie einen bei den Ausschreitungen an-geblich schwer verletzten Schnster trotz einer schweren Gehirnerschütternng nicht in das Krankenhans ans-genommen, sondern in gröblicher Verabsäumung ihrer ärztlichen Pflicht aus dem Krankenhause fortgeschickt habe». Am Schlüsse dieser Anzeige sagt der Ange-klagte, daß sich der Schuster 2 Tage darauf erhängt habe und daß der gegründete Verdacht eines Mordes vorliege, — begangen von Leuten, die ein Interesse daran hatten, die Spnren des an dem Schuster be gaugeneu Verbrechens zu beseitigen. Der hiesige Holzhändler Joses I arm er ver treten durch Dr. W. Riebl, soll nach der Anzeige des Angeklagten seine Angestellten aufgefordert haben sich, an tun Ausschreitungen zu beteiligen. Hier hatte die Untersuchung ergeben, daß Iarmer in jenen Tagen gar nicht in Eilli war. Großartig ist die Anzeige gegen deu durch Dr. Fritz Zanggcr vertretenen Viktor Bechini Diesen beschuldigt Dr. Kukovee, er habe am 3". September 1908 in der Grazer Gasse in Eilli eine» alten Mann wahrscheinlich einen „alten Professor" furchtbar mißhandelt. Dr. Knkovec berief sich hiebei anf die Zeugenschaft des Schneider meister Pngmeifter. Pngmeister, als Zenge ver nommen, erklärte, den 19., 20. nnd 21. September in Graz zn gebracht zu haben!!! Richard Teppey, vertreten dnrch Dr. Zanggcr ist wm Dr. Knkovec beschuldigt worden, 2 Deutsche vor dem „Deutschen Hanse" bis aufs Blut geprügelt zn haben. Weiters soll Teppey vor dem „Cafe Merkur" einen Banernbnrfchen ebenfalls bis aufs Blut mißhandelt haben. Auch eine Verschwörung der Handelsangeftellten gegen die Slovenen soll unter TeppeyS Führung znstandegekommen sein. Wie die Unkersnchnng ergab — alles erlogen! Erlogen ivaren anch die Anzeige», die Dr. Vekoslav gegen sie übrigen Privatankläger Koschell und Tramschegg — erstatttet hatte. Für alle diese Beschuldigungen, deren Wahrheit erweisen der Angeklagte gor nicht versuchte, er-: sielt er nur eine Geldstrafe von — 200 Kronen, age zweihundert Kronen, ei» lliteil, welches uinlo-mehr befremden muß, als dem Angeklagten keine mildernden Umstände zugebilligt werden können. Die Vertreter der PrivaKnkläger hatten selbst-verständlich die einzig passende Strafe — Arrest — beantragt. Dr Fritz Zangger hatte außer-dem den Antrag gestellt, sämtliche Akte» an die steier-märkische Advokatenkammer abzutreten. Gegen das Urteil wurde die Berufung we-gen zu geringen StrasanSmaßes, angemeldet. In zwei Fällen, die ausgeschieden wurde», wird ich Dr. Kukovee übrigens noch zu verantworten >aben. _ Gingesendet. Wieder drei Abschlüsse in einer Woche sind durch die Vermittlungs Reform zur Wahrung der Interessen der Realitätenverkehrs Wien XIII., La Rochegasse 33 (im eigenen Hause), perfekt ge-worden und täglich melden sich neue Kapitalisten, welche Beteiligung suchen und Käufer von Realitäten, sowie teder An hiesiger und auswärtiger Geschäfte. Beachten sie di« Ankündigung in unserer heutigen Nummer. S j ~ sv g&cu Bor hundert Iayren. Ein junger Aristokrat, der die Schlacht bei Aspern (er benennt sie Eßlingen) mitmachte, legte in einer Schrift au« dieser Z«i« leine Eindrücke nieder. Au'zuz» weise bringen wir folgende»: .Den 21. Mai am Pfingstsonntag um 4 Uhr nachmittag» ging plötzlich eine fürchterlich« Kanonade an. Ein S>öheu von Stammeridorf aufgestellt. Wir gingen darauf auf die Bastei wo wir abermal» stark« Kanonenschüsse hörten, jedoch nicht so stark wie gestern, da entgegen-etzter Wind wehte. Der 2:5 Mai und die Beschreibung der Schlacht von Eßling. Dienstag den W3 Mai früh gingen Zelenka und ich sogleich auf den Schottenturm, von welchem wir mit großer Freude unlere ganze ungeheuer große Armee siegreich ausgestellt n» gar nicht dazu Al» ihn Zelenka ersuchte er möchte auch mich hineinsahen lassen, wurde er grob, geriet mit Zelenka iu einen heftigen Zank, der damit endigte, daß wir da» Teleskop einpackten und fortgingen. Nachmittag« kam Dr. Staudenheimer zu un» und beschrieb un» di« ganz« Schlacht. Bald darauf ging ich mit Zelenka au». Wir begegneten sehr vielen Blessierten, welche von der Schlacht kamen, unv welch«, obschon sie Feind« waren, bei un« große» Mitl id erregten Darauf gingen wir auf di« Bastti, wo Portugiesen Schildwache standen. Ihre Uniform ist dunkelbraun, rote Aufschläge »nd ein« gar sonderbare Mütze, welche vorn« spitzig zulauft. Einer von ihnen hatte gar «in gutmütige» Aussehen. Zelenka redet« ihn französisch an und er sagte; „O könnten wir nur statt bei Frauzosen bei Ihnen sein"' Wenn er da» Wort .französiich' auksprach, machte er immer ein Gesicht voller Widerwillen. Er war schon >6 Monate von Portugal w«g. Wir fragten ihn auch, ob «r Eltern habe. „O ja,' war seine Antwort. Der arme Jung: hätte bald Angefangen zu weinen. Wir schenkten ihm etwa« und gingen ganz bewegt weiter. Nun will ich die Schlacht bei Eßling beschreiben. Nachdem Napoleon bei dem Dorfe Aspern und über die große Insel Lobau ein« Schiffsbrücke schlagen ließ, ging am 20. Mai ein qroßer Teil der französischen Armee über dieselbe auf die Lobau. Gegen Abend langte auch Napoleon auf dieser Insel an »nd über-nachtete auf d«rsclb«n. Am 21 , am Psingstsonntag, ging die Hauptarm« über den letzten schmalen Arm. Sogleich besetzten die Franzosen die Dörfer Aspern und Eßling und verschanzten sich darin. Unterdeß würd« die Donaubrückc durch zwri Schiff«, welch« mit Steinen beladen waren, abgerissen, und daher körnten die Feind« keineTruppen mehr hinüber bringen. Darauf attackiert« die österreichische Armee in fünf Kolonnen. Die erste Kolonne unter HiUer drang über Leopoldau, Stadlau gegen Aspern vor, die zweite Kolonne unier Bellegard« drang über Breitens« gegen Aspern. Diese und die vorige bildeten den rechten Flügel. Die dritte Kolonne machte da» Zentrum au» und wurde von Hohenzollern kommandiert. Sie drang über Aderttaa gegen Eßling. Die vierte und fünfte Kolonne bestand au» dem Rosen-bergerschen Korp» und drang gegen EnzerSdorf vor. Die erste Kolonne hatte vorzüglich mit Aspern zu tun. Siebenmal wurde dieser Ort genommen und siebenmal mußten ste ihn wieder verlassen. In jeder Gasse tobte eine Schlacht, jede« Hau' di«nte zur Festung. Endlich wuide» di« Franzosen genötigt, nachdem der ganze Ort abgebrannt war, denselben ganz zu verlassen. Erzberzog Karl war bei der »weilen Kolonne und zeichnete sich auch durch persönlich« Tapferkeit au«; er erariff selbst die Regiment»fahi:e von Zach, al» diese» anfing zu weichen, und stürzte sich mit derselben an der Spitze de« R-gimente« in den dichtesten Kugelregen. Die dritte Kolonne stürmte mehrmal» vergeben« Eßling, immer würd« si« von den F«ind«n ,urückgetri«b«n. Sie hatte hierh«r ihre Hauptstärke geworfen. Erst dann gelang e», sich de« Orte« zu bemächtigen, nachdem «r ganz abgebrannt war und di« Franzosen, di« sich von allen Seiten umgangen sahen, freiwillig zurückgingen. Bet der Bestürmung von Eßling zeichnete sich vorzüglich der junge Gr^f BrewuSkp au». Er stürzte sich frei- Seite 6 Deutsche Wacht Nummer 41 willig mit General Tetsper aus den Feind und al» l«t.tcr»m eine Kugel sein Pferd niederstreckte, sprang er von dem seinigen und übergab e» dem General mit den Worten: »Sie brauchen e« in diesem Augenblicke nöliger al« ich." Darauf stürmte er mit den gemeinen Grenadieren Eßling und wich erst dann, al» er. von einer Kugel schwer verwundet, niedersank. Unter einzelnen Zügen der Tapferkeit zeichneten sich auch drei Böhmen von der KinSkyschen Legion au». Diese Helden drangen, voll Mut beseelt, in die Feinde ein, al« ste sich plöllich abgeschnitten fanden, ganz allein, mitten unter drohenden Feinden Man trug ihnen Pardon an, sie aber beanlworteten ihn mit ihren Musketen und bahnten sich ei.ien Weg zu den Ihrigen. Mitten in dieser Schlacht bauten abermal« die Franzosen über die Donau eine Brücke, welche am 22. um 2 Uhr nachmittag» fertig wurde. Kaum konnte man aber einige tausend Mann hinüberschicken, al» sie durch da» heftige Anschwellen de« Wasser« und den Einbruch eine' heftigen Sturmwinde« zerrissen wurde. Napoleon sah sich nun, aller Hilfe beraubt, in einer der mißlichsten Lagen feine» Leben», recht» und link» überflügelt, hinten die stürmische Donau, mußte er nur darauf bedacht sein, wie er sich und seine gänzlich geschlagene Armee hinüberbring n könne. Er rettete sich zuerst mit einigen Mann du'ck ein kl ine« Schiffchen, welche« er am Ufer fand, und da die Oesterreich« die Feinde nicht b«» in di« Auen verfolgten, weil sie dort versteckte Batterien fürchteten, konnten auch di« besiegten Ueberreste d«r Arm« nach und nach in die Lobau kommen, von wo ste endlich über den großen Arm setzten. General St. Hilaire setzte bei Rußdorf über die Donau und wollte die O«st«rr«ich«r von dort au» über-flügeln, allein man hatte auch auf da» gedacht, und St. Hilaire wurde so übel hergenommen, daß er. äußerst zusammengeschmolzen, trachten mußte, mit knapper Not bei d«r Lobau überzusetzen. Diese Niederlage d r Franzosen kostete ihnen an Toten zwischen 18.000 und 20.000 Mann. Mit ihren Verwundelen wurden alle Spitäler in und bei Wien angefüllt. Auch machten wir beiläufig tiOOO bi« 8000 Gefangene, darunter zwei Generale. An Generalen hatten ste aber 20 verloren, darunter die vorzüglichsten: Marschall Lanne«, Herzog von Moittebello, Liebling Napoleon» und einer der geschicktesten Generale, dann A. Hilaire, D. Espagnech. Lanne» und A. Hilaire starben an ihren Wunden in Wien ein paar Tage nach der Schlacht. Der Verlust auf unserer S«ite b«Irug all«» in allem auf 510.000 bi» 40.000 Mann. General Wtbrr würd« gefangen und schwer verwundet: er starb an diesen Verwundungen zu Wien. Weber wurde bei fol-gender Gelegenheit verletzt: Mitten in der Schlacht erhielt er Nachricht, daß sein Sohn tödlich verwundet sei; schnell eilte er hi«, gab ihm den letzten Segen und wollte eben wieder wegreiten, al« auch eine Kugel den bet, übten Vater traf. General Weber sank nieder, darauf kamen die Franzosen, welche ihn nach Wien führten, wo er starb. Fürst Johann Liechtenstein zeich nett sich in dieser Schlacht vorzüglich durch Tapferkeit au», er kommandierte die Reserve und gab den Au«-schlag. Er veilor drei Pferde. Ueberbaupl stritten in dieser Schlacht vom ersten bi» zum letzten alle mit besonderer Tapferkeit." „HennebergSaide" // *«» »ieeNI — li4®»rv lrri| ». —""1, »«» 1 gt. S» V- IRrttT »», Ign 1rM und Woben. Kr»»I» n. ««■hon versollt l«l H»»« geliefert. RclAe Viu|ln«uliwl)l «orten». Hi'idrn-Inlirlhl. Hrnnrkrrc, Zsirlth. SARG, WI6N - BESTE HN-£R£ME ESSENZEN zur sofortigen unfehlbaren Erzeugung sämtlicher NplrliuoM'ii, feiner Tafol-I.l-queure und Mp«»zlMlitiit4»n liefere ich in brillanter Qualität Nebstdem offeriere ich 1528« Essigessenzen 80°|o chemisch rein, zur Erzeugung von pikantscharfem Essig. Rezepte un t Plakate werden gratis beigepackt. Preislisten veraende franko. Cfirl I^liilipp IPollfili Etsenteufabrik Prag. Mariengasse 18. Solide kaufmännische Vertreter gesucht Vortreffliches Schutzmittel! 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Schlachthause in der Woche vom 3. bis 9. Mai 1909 vorgenoinnicnen Schlachtungen, sowie die Menge und Äaltung deS eingeführt«« Fletschcs. R a m e des Fleischers 'Bnüchek Jalob . . «tenta Johann . Janichrt Martin Mei..... ttosiär Ludwi '. . LeStoschct Ialob. Paykr Samuel . Plcmin Franz . Plejljckat.... '^leiere'y .... Redenichegg Joies Sellal F««ß , . Seulidi; Anton stelz« r..... Umeg ', Siußolj . Bollgrubcr Franz Gastwirt«.... private .... typ. in qan, n LtÄck n ■B S u « io JC B "5 3 "8 « D! I& I L - c — I IS -= " « r e -5 cq £> i S : 5j 3 — 6 - 2 -J 2 — f» - -4 3 S | - l 22 3--6 2 1 2 - ft 1 I 1 - — 2 3 -1 - 12--- 2 _ _ - 2 9__ - ! — 2 z eingeführtes Fleisch in Kilogramm SS SS .5 | S « 2 £, B 'S" % j» — - i a -e ff = -e = "Z % ■» S ü « « « © Ä 5-7 T3 00 43 152 11 - « r r = dien China-Wein mit Eisen. 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Maqenkrampf, Mag,»-ickmerzcn, sckwrre Vervanung oder Verschleiinung »ugerogen haben, sei hiermit ein gute» Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche Wirkungen schon seit viel-i» Jahren erprobt sind. öS ist di«« da» bekannte Kerdauungs- und Urutrciniguugsmitttl. der Hubrrl lUlrtd)'sd'f ßriiutrr-lüsiii. I Dieser Krüut t-rweiii ist uns vorzüglichen, heilkräftig befundenen l KrUntern mit gutem Wein bereitet nnd xtiirkt nnd belebt den ' Verdaunngsorgaiiismns de« Menschen, ohne ein Abführmittel «n [welü. KrSnterwein beseitigt Störungen in den ltlulgeffU^en, [rein igt da« Blnt von verdorbenen, kr.in'imachenden StoTen aud wirkt fördernd auf die Neubildung gesunden Blute». Durdi rechtjciiigen Gebrauch bei Kräuter-WeinS werden Magenilbel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine An-wenduna anderen scharfe», ätzenden, Geiundheit zerstörenden Mittel» vorzu- tiehen. Eymvtome, wie: Kopfschmerzen, Ausstößen. Sodbrenuea, Blädunzeu, IcfrrlTrit mit Erbrechen, die bei chronische« (veralteten) äRaßtaltifttn um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. Cifiihlitprftntisiittrt und deren unangenedme Folgen, wie Veklemmiuig, Z>I!ly!vt ljlvpsUIIg «oUkschmerzen. Herzklopfe», Schlaslistgkeil, fow>e Blulanftauungen :n Leber, Milz und Psoriadersystem (Hämorrlioidallcidcni werden durch Kräuier-Wctn oft rasch beseitigt. — tträuter-Wein behebt Uuverdaulichkeit, verleiht dem Berdauuitgssystem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Otosse aus dem Magen und Gedärmen. Hagrres, bleiches Aussehen, Slulmaogel, Entkrüstnng sind meist die Folge schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbiloung uno tme« krankhaften Zustandes der Leber. Bei Apprlillosilikcit, unter ncrDofer Adlpanuuiu, und Gemüt»verstim«uttg. sowie häufigen ttopflchmerzei. schlaf-lfsri Ntichieu, siechen oft solche Personen langsam dahin. tfT Kräuter-Wein gibt der geschwächten Lebenskraft einen frischen Impuls. Äräuter/fflein steigert den Appetit, befördert Verdauung und Ernährung, regt den Stoff» Wechsel an. beschleunigt die Blutbildung, beruhigt die erregte« Nereen und schafft neue Lebensluft. — Zahlreiche Anerkennungen und Dankfchreiben beweisen dies. Rrtuier-vela ist ,» toben in frlattcn i K 8.— nnd K 4.— In 6ea BD*t||«trn nun «tttt, va Umbau», Blut.-lf«nMb»b..z»i«rltz, «»»»vl», Matitf*. «labilch-troj, ViarbBin, tittol, «urfttlb, Was«, talbiut 1.1. |*rait |li «icirrnati int flau« Cmctrri Bürgschaftskredit gegen Wechsel und Schuldschein zu 6«/0, Kontokorrent Kredit zu 6°/0. per Vorstand. 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