Schriftleitung, Verwaltung und Buchdruckerei Telephon 2vV67, 25-68, 25-fiQ, abends nur 28-67, Marburg a. d. Drau, Badgasse ö / Anzeigen und Abonnements-Annahme in der Verwaltung / Bei Anfragen Rückporto bcileprcn inatbttrgtt BlntQlverkaut»prel%: vioeheniags 10 Apf Smmsiag'Sonniag 15 9pf Rracheint w ö c h c ii 11 i c h scchsmai als Morgcn/L'iluiiR (mit Ausnahme der Feiertage). — Bezugspreis: Abholen monathch RA\ 2.—, bei Zustellung RM 2.10 — Unverlangte Zuschriften werden nicht zurückgesandt !3tr. 153 Oltardura a. ö. S>rau TRontag, 30.3uni 1941 81. 3at>rgang Moskaus Aufmarscl) zerschlagen Di« sewjetrussischen Grenifestungen in deutsclier Hand feindliclie Armeen 2233 Panzer, 4107 Fluszeuse Riesige, unübersehbare Beute Berlin, 29. Juni. Aus dem Führer-Hauptquartier gibt das Oberkommando der Wehrmaclit bekannt: Die einleitenden Operationen gegen Sowjetrußland haben in der kurzen Zeit vom 22. bis 27. juni zu Ergebnissen geführt, die trotz der Unmöglichkeit, die Beute schon jetzt auch nur annähernd zu erfassen, gewaltige sind. Außer den schwersten blutigen Verlusten des Feindes sind schon in den ersten Tagen mehr als 40.000 Gefangene in unsere Hand gefallen. über 600 Geschütze wurden bisher als Beute gezählt. 2233 Panzerkanipfwagen, darunter 46 schwerste Panzer von 52 Tonnen Gewicht, sind teils vernichtet, teils erbeutet. Dazu kommen gewaltige Mengen von Panzerabwehr- und Fliegerabwehrgeschützen sowie Maschinengewehre, Gewehre, Kraftfahrzeuge usw. Diese Zahlen erhöhen sich stündlich. Sie werden aber gewaltig anschwellen nach den Kapitulationen oder der Vernichtung der jetzt eingeschlobsenen sowjetrussischen Armeen. Die deutsche Luftwaffe hat der sowjetrussischen die in diesem Krieg bisher vernichtendste Niederlage zugefügt. Durch Jäger, Kampfflugzeuge und Flak wurden in der Luft und auf der Erde in stoben Tagen 4107 Sowjetflugzeuge vernichtet. Demgegenüber halten sich unsere eigenen Verluste in mäßigen Grenzen. In gleichem Zeitraum hat unsere Luftwaffe 150 Flugzeuge verloren. Die Überlegenheit des deutschen Fliegers sowie des deutschen Materials ist eine turmhohe. Diese gewaltigen Zahlen an Flugzeugen, Panzerkampfwagen und sonstigem Material, deren Vernichtung oder lirbcu-tung der vorbildlichen Zusammenarbeit der deutschen Wehrmacht zu verdanken ist, geben aber zugleich ein eindrucksvolles und überraschendes Bild von der Größe der Gefahr, die sich im Osten an der Grenze des Reiches zusammengebraut hatte. Es ist wahrscheinlich gerade noch in letzter Stunde gelungen, den mitteleuropäischen Raum vor einer Invasion zu bewahren, deren Folgen unübersehbar gewesen sein würden. Das deutsche Volk ist seinen tapferen Soldaten wahrhaft zu tiefstem Dank verpflichtet. 71.700 brt. im Atiantilc versenkt Sofort erkSmpfte Lnftiierrsciiaft SCÜON AM ERSTEN TAGE 188! SOWJETFLUGZEUGE VERNICHTET Berlin, 29. Juii', Auü dem ^'^hrerhaup^tluartier gibt das Obcrkoiniuaiido der Wcliniiaclit bekannt: Zur Abwehr der drohenden Gefahr aus dem Osten ist die deutsche Wchr-maoht am 22. Juni, 3 Uhr früh, mitten in den gewaltigen Aufmarsch der fcind-lidien Kräfte hlnelngestoUen. Die Geschwader der deutschen Luftwaffe stürzten sich noch in der Däm-meruiiK des Morgens auf den sowjetrussischen Feind. Trotz seiner starken, zahlenuiäQigen Ober legen hei t hat sie bereits am 22. Juni die Luftherrschaft im Osten erkämpft und die sowjetrusslsclie Luftwaffe ver-nlciitend geschlagen. Allein während der Kämpfe in der Luft wurden 322 rote Fhiszeuge teils durch Jäger, teils durch i^lak abgeschossen. Mit den am Boden Mrstörten Maschinen erhöhte sich die Zahl der vernichteten Flugzeuge der sowjetru^sisclien Luftwaffe bis zum Abend des 22. Juni auf 1811 Maschinen. Der deutsche Verlust betrug an diesem Tage .IS Flugzeuge. Mitten iiinein in den feindiiciien Aufmarscii DÜRCHBRUCH DURCH DIE STARKEN GRENZBEFESTIGUNüEN Berlin, JO. Juii: Aus dem h'ührcrhauptquartier gibt das Ubcrkoinmando der Welirniacht bekannt; Das deutsche Ostheer hat am 22. Juni früh in breiter Front die Grenze überschritten. Es stiett mitten hinein in die ihren Aufmarsch vollendenden bolschewistischen Armeen. Die starken Grenzbefestigungen des Feindes wurden zum Teil schon am ersten Tage durchbrochen. Unter schwersten Verlusten des Feindes brachen die Mtigen Gegenangriffe der sowjetrussischen Armeen zusammen. An diesen Kämpfen hatte die deutsche Luftwaffe ruhmvollen Anteil. Alle Gegenstdsse abgewiesen FESTUNG GRODNO (lEFALLEN — AI IT DEM ZWEITEN KAMPFTAG Hf:-REITS 2fi82 SOWJETFLUGZEUGE VERNICHTET Berlin, jy. Juni Aus dem Külirerliaiiptgua ernichteten Sowjet russischen Flugzeuge erhöhte sidi bis zum 23. Juni abends bereits auf 2582. Alexandria erneut bombardiert Ans dem Fiihrerliauptiiiiarticr, .luni. Das Obcrkonimando der WciirmaclU gibt bekannt: Über den bislieri.ijen Verkint der Operationen im Osten wird das dentsche Volk itn Laufe des heutigen 'lai^cs durch eine Reihe von Snndcrnieldnngcn initcr-rlchlct: Im Atlantik griffen Unterseeboote (ie-leitzüge und einzeln fahrende Sc lange geschwiegen habe, die trot/ der bestellenden X'crlräge ihre tan.'^eiuifältigen Bemühungen zur liolsihewisierung der Welt und vor .ilk-m zur Niederringung des Natioiialso/ialisinus fortgesetzt halten. Um iler drolieiulen (iefahr zuvorijukom-mcn — so verkündete der Führer —, habe er sich nun entschlossen, an die Waffen y.w appellieren und das Schicksal Deutschlands und lüiropas in ilie Hand der deutschen Soldaten zu legen. Kein Aufruf des Tührers hätte beim deutschen Volk einmütigeren I'eifall finden kinmen. Ilenn unvergessen ist das W üten des Bolschcw ismus gegen Dcutschl.ind seit den düsteren Tagen des Jahres 1018. Die l:reignisse iler letzten Woche haben aber auch gezeigt, wie die Völker liieses l.rLlteiles einig sind in < leidenschaftlichen Ablehnung iler bhitigeii Lehren von iW)Slas immer klarer. fnstinktlv sammeki sto sich daher um Jenes Krflftezentnmi, das aHein Imstatide ist. diese klare Auseinandersetzung zwischen den Kräften der Zerstörung und denen der Erneuenins zum Siege zu führen. Das Ergebnis des Anschlages von Westen und von Osten wird datier eine europäische Schicksals- und Lebensgemeinschaft seht, wie sie bisher noch nie bestanden hat, aber von den Besten aus allen europäischen Völkern angestrebt worden Ist. Dir Mm um zwei Sowjetarmeeii IN WEMQEM TAnen sind im Raum ostwärts Bialyi^k mioroehr zwei sow}etrussische Armeen von alten Seiten eingeschlossen. Trotz tagelanger verzweifelter Darchbruchsversuche zieht steh der Ring der deutschen Armeen um sie von Stunde zu Stunde enger. In wenigen TacM werden sie entweder kapitulieren oder vernichtet sdn. Das wM das Schicksal iener sowletmssischen Armeen sein« die bestfamnt waren, den Zentral^oB gegen Deutschland zu lühren. Infanteriedlvisk>nen des Heeres und Verbände der Walfen-SS sind die Träger des Kami>fes auf der Erde. In geffschiiietterilder Wirkung leiht Ihnen die Luftwaffe Hvre unersetzüdie HWe. Teiles luMreiisliitlt einer Vennsablellmg ÜBER ZWEI DUTZEND JAGDFLUGZEUten, der gänzlich abgerissen am Waldrand sitzt und mit schreckerfüllten Augen das Ver nichtungswerk betrachtet, in französi scher Sprache, was er von der ganzen Sache halte. Lange Zeit schweigt er, als ob er uns nicht verstehe. Dann sagl er nur in gebrochenem Französisch: »Wie hai»t Ihr das gemacht. daB Ihr letzt schon da seid.. ,?• Ein Gebirgsgeschütz heran! W^r verfolgen die ruhigen, besonnenen Hawteriffe der Bedienungsmannschaft, aber dann deutet der Richtkanonier auf uns, wir müssen weg, wir liegen in der Schußrichtung. Jetzt weg. jetzt im ununterbrochenen Gescholihagel? Mein ^benmami springt als erster, während die Garbe zum rechten Waldwinkel peitscht, ic^ warte noch, ich lasse das Surren über meinen Kopf hinweggehen, sehe Imks die Einschläge in der Busch-reihe und laufe, laufe. Stolpernd rusclie ch hinter eine Bodenwelle, jemand dopft mir auf die Schultern: Diesmal noch gut gegangen, Kamerad! Und schon sprechen die Gcbirgs;;c-schütze, die Schüsse liegen genau, in wenigen ^künden steht das Haus in Flammen, jetzt muß auch der Widerstand gebrochen sein, jetzt muß der Feind kapitulieren. Aber das MG knattert weiter, unerbittlich, im ewig gleichen Rhythmus. Nun wissen es alle, das da vorn ist kein harmloses Forsthaus, sondern eine befestigte Stellung, ein System von Bunkern und Laufgräben. Ein Umgehungsmanöver gelingt, die weiße Leu^tspur zeigt uns an, daß hinter dem Hause unsere Truppen liegen; Flammenwerfer stehen bereit, in kurzen Sprüngen arbeiten sie sich vor, dann hört man nur mehr das dumpfe Zischen der lodernden Flammen. Die plötzlich eintretende Stille läßt alle aufatmen. Erledigt! Da und dort heben sich Köpfe hinter den Baumstrünken und Bodenwellen hervor, spähen vorsichtig zu den brennenden Trümmern, aber schon hämmert die nächste Garbe heran. Das Haus brennt an allen Enden, aber der Gegner schießt, verschießt den,letzten Gurt. Di«! Erbitterung wächst, schon eilen die Sanitäter hin und her, helfen, verbinden, trösten, aber die Gebirgsjäger, die in Polen, Frankreich und Serbien den Feind in pausenlosen Märschen vor sich hergejagt haben, lassen sich von einem befestigten Forsthaus nicht aufhalten. Nun ist die Stellung von den Unseren eingekreist; immer wieder krepieren die kurzen Stielhandgranaten und hemmen das Vordringen unserer Leute, aus den Scharten blitzen die Maschinenpistolen, speien Tod und Verderben; wir haben uns auf dem Platz festgekrallt. Immer wieder springen Wagemutige vor, werfen geballte Ladungen in die Gräben und huschen wieder davon. Aber dann kommt uns die Artillerie zu Hilfe. Die erste Granaten heulen gegen die schwarzgebrannten Ruinen, reißen die letzten Schlirpf-winkel auseinander und bahnen unseren MG-Schützen den Weg zum letzten Akt dieses erbitterten Gefechts. Kein Mann entkommt lebend aus dieser Hölle. Der Weg nach S. ist frei. Mit Flaniiiieiiwerfeni und Geirirgsgesclrittzen DEUTSCHE GEBIRGSJÄGER GEQiEN SOWJETRUSSISCHE GRENZTRUPPEN ERBITTERTER KAMPF UM EINE HÖHE Von KriegsbeHCnter H. K. Hurlch iPK., 29. Juni. Die sternklare Nacht über uns verspricht einen heißen Tak^ Wir tasten uns vorsichtig, Schritt für Schritt, jenseits der Grenze vor; niemand weiß, was hmter der grünen, undurchdringlichen Mauer dieses endlosen Waldes auf uns lauert — der Feind oder ein geräumtes Gebiet. Der Bataillonskonimandeur ist vorne, wie immer an der Spitze; er war es, der den Draht durchschnitt, einen EÜsendrabt, der die Grenze zwischea der Sowjetunion und Deutschland darstellen sollte. Wir stehen eine Weile und lauschen in die schweigsame Naoht. Plötzlich heben sich vorne Sohattcu aus dem Moos. Lautlos folgen drei, vier, ein Spähtrupp bildet sich, der die Straße nach dem Forsthaus auf der Höhe X, erkunden soll. Ich schließe mich an. Im Osten dämmcirt sclion der neue Tag. Der sandige Weg verschhickt jedes Geräusch; gebückt, nach den beiden Flanken sichernd, gehen die Jäger vor. Die Stille scheint verdächtig, sie lastet auf uns, sie spannt unsere Nerven an; aus der Morgendämmerung schälcn sich die Umrisse eines Hausen, i incr pol reicht. Aber eben ah> wir ansetzen, den freien Platz zu überqueren, peitschen uns MG-Garben entgegen. Automatisch läßt man sich nadi vorne fallen, kauert sich hinter einen Baum-stwnupf, macht sich klein und drückt das Gesicht in den feuchten Waidboden. Die da vorne sind gesonnen, Wkicrstand zu leisten, das hämmernde Tacken eines Maschinengewehrs antwortet unseren gut gezielten Feuerstößen. Langjsam arbeitet sich der Stoßtrupp vor, aber je weiter wir springend und kriechend den Platz gewinneil, desto heftiger wird das gegnerische Feuer. Es sind Grenzer, sagt der neben mir. Grenzer? Gute Truppen, fügt er achselzuckend hinzu, als wollte er gleichsam sagen, daß auch das für ein Stoßtruppuntemehmen kein Hindernis, sondern ein Ansporn sein kann. Wieder huscht der Feuerstrahl über unsere Köpfe; am Rande des Baum-strunks splittert die Rinde. Die Sowiet-russen haben uns erkannt und legen das Feuer so, daß wir nicht aus unserer Dek-kung können. Da Mjhallt aber auch schon die Stimme des Bataillon Kommandeurs nischen Kate nicht unähnlich, das erste durch den Wald, kurz und knapp sind Ziel, das Forsthaus auf Höhe X. Ist er-'die Befehle: Ritterkreuz für hervorragende Truppenführer Berlin, 29. Juni. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag d<;s Oberbelehlshabers der Heeres, General-feldniarschall von Brauchitsch, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: üe-Mcralmajor von Ringel, Kommandeur einer Gebirgsdivision, Oberst von Henf, 'Führer einer Kampfgruppe, Oberstleutnant Decker, Abteilungskommandeur eines Panzerregiments, Major Esch, Bataillonskommandeur in einem Gebirgsjägerregl-ment, Hauptmann Nietsche, Bataillonskommandeur in einem Infanterieregiment, Hauptmann Raithel, Abteilungskoniman-deur in einem Gebirgsartillerieregiment. Britisches Kanonenboot gesunicen Stockholm, J9. Juni. Die britische Admiralität gibt bekannt, daß das Kanonenboot »Grimsby« (iKM") brt) gesunken ist. Das Boot war auch gleichzeitig als Minenleger ausgerüstet. Trauerfeier für Balbo Italien gedenkt seines gefallenen Luftmarschatis F e r r a r a, 29. Juni. Der Todestag des vor einem Jahr aiit einem Feindflug über Tobruk gelallcnen Luftmarschalls Italo Balbo wurde am Sonnabend in Ferrara unter Anteiinahnii" der Bevölkerung in feierlicher Weise begangen. Die italienische Regierung war durch den Minister für Italienisch-Ost afrika Teruzzi vertreten, l erner waren bei den Feieriirhkrlten anwesend dor Vorsitzende der iialienisrhcn KamnuT, Vertreter der drei Wohrmachtsminisferien und des (ieneralkommando: der Mili usw. Rcichsmar-Svliall (jörin^; lirli dur^li Ii«« hcre I-uftwaffcnoffi-ii^re t in n l ■ kranz nit derU gen. Abi iid hi^ I W.u ;-«chall he Bono vi>r ungefähr An- wesenden die Ucdi'chtni .n de. Europa gegen Moskau Der ganzs Kontinent einig Im Kampf für telne Freiheit Tagesbefehl des Feidmarschalls Mannerheim Pesten Muts in den Krieg segen SowjetruUland H e 1 s i n Ii t, JV. Jiiiu. Am Sonntai: früh wurde tolKeiider Tu-iiesbefeh! des Feidmarschalls Mannerheim bülvaimtKegebeii: »Fiiiiiisclie Soldaten! Unser Winterkrieg endete mit einem bitteren Frieden. Trotz des Friedens ist unser Land ununterbrochen der Qegenstand ruchloser Drohungen und fortwährender Erpressini-^en unseres Feindes gewesen. Dies hat in Verbindung mit der verbrecherischen Verhetzung, die unsere Finigkeit vernichten sollte, gezeigt, dali der Feind von Anfang an keinen dauernden Frieden wollte. Der geschlossene Friede war nur ein Waffenstillstand, der ietzt zu Ende läuft. Ihr kennt unseren Feind, Ihr kennt sein ewiges Streben, unser Heim, unseren Glauben und unser Vaterland zu vernichten und unser Volk zu versklaven. Derselbe Feind, dieselbe Gefahr stehen jetzt an unseren Grenzen. Ohne jlede Ursache hat unser Feind in brutaler Weise unser friedliches Volk angegriffen und unser Land mit Bomben belegt. Die Zii-kiinit des Vaterlandes verlangt von Euch Taten. Ich rufe Euch auf, mir in den heiligen Krieg gegen den Feind zu folgen. Unsere gefallenen Helden stehen aus ihren Gräbern auf und treten an unsere Seite, wenn Ihr in Waffenbruderschaft mit der gewaltigen Kriegsmacht Deutsch« lands festen Muts in den Kreuzzug gegen unseren Feind zieht, um die Zukunft Finnlands zu sichern. Waffenbrüder! Folget mir noch dieses letzte Mai, jetzt, wo sich das Volk Ka-reliens wieder erhebt und der anbrechende Tag Finnlands uns entgegen-leuchtet!« Die Neuordnung Buropas Ausspruch Horthys Budapest, 29. Juni. Im Beisein dus Reichsvervvesers wurde in der Ortschaft seines Familienbesitzes Kenderes ein Heklendenknial eingeweiht. Dabei hielt der Reichsverweser eine kurze Ansprache, in der er betonte, daß Europa vor einer entscheidenden Neuordnung stehe, in der Friede und Solidarität herrschen werden. Spaniens Freiwillige lü.OOO bis 50.00« am ersten Einschreibungstag Madrid, .luni. \'on 9 Uhr morgens bis 10 Uhr abends passierte am Sonnabend ein nnnnter-brochcner Strom von spanischen Freiwilligen die Meldebüros. Man sciiätzt, drü sich allein am l'reitag, dem ersten Enischreibetag. zwischen 40.000 und öO.OiK) Kriegsfreiwillige gemeldet I'.aben. In den Schlangen vor den Mustcrungs-stellen finden sich alle Klassen und Altersstufen bis zn alten Männern von r>0 Jahren, die hoffen, sich irgendwo nützlich macheu zu können. Viele Männer, die in der Sonne Stimde um Stunde anstehen, tragen an ihrem ■^'rmcl das Verwundetenabzeichen aus dem spam'schen Kriege gegen den Kommunismus oder das Abzeichen der elie-maiigen (lefangenen der Sowjets. In Madrid meldete sich der Konnnan-dant des Universitätsbezirks von Madrid Aios Capape. Ein großer Teil der Freiwilligen in Toledo hat an der berüli.nten Verteidigung des Alcazar teilgenommen. In Oviedo, das erst vor kurzem den Jahrestag seiner Befreiung von der roten Herrschaft beging, vvar der Andrang so groH, dali einige Übereifrige die ganze Nacht hindurch anstanden. Dänemarks Abrechnung mit den Sowjets Die dänische Presse begrüßt die klare Haltifng der Regierung K o p e II h ii K e n, 29. Juni. »In der dänisrhen Außenpolitik einzig dastehende Krkliirung«, wird die am Donnerstag von der Regierung Dänemark präzisierte Stellungnahme zum Kriege in Osteuropa in einem Artikel von »Nationällidende* genannt. Dänemark habe, so schreibt das Rlatt, mit ihr einen klaren Standpunkt in dem ganz f^uropa angehenden Konflikt zwischen Deutschland und Sowfetrußland eingenommen und mit der Tradition einer grundsätzlichen dänischen Neutralität in Fragen europäischer Verwicklungen ge- • brochen. Die Erklärung der Regierung I finde den Beifall des ganzen Volkes. i »Berlingske Tidende« bezeichnet die I Erklärung als »vollgültigen Ausdruck der Gedanken und Gefühle, die das dänische [Volk heute beseelen«. Weiterhin wird , der HinweiG der Regierung betont, daß es sich um ganz Europa und seine Kultur handle. Die »Abrechnung mit der schleichenden kommunistischen Agitation, die liuropas Staatsbegriffe und kulturelle Grundlagen aufzulösen drohte«, habe begonnen. Block europlischer Volksverbundenheit Belgien gegen den Feind der Zivilisation Brüssel, 29. Jimi i Die belgische Presse steht unter dem t Eindruck der L'inrcihung Mnnlands und L'ngarn!', in (ho caropäischc Abwehrfronl gegen den Bolschewismus. »Het Alge-J meeii Niciiws« schreibt, auf diese Weise i wi'irde ! die logische Sciiicksals- und Lebens-I gemeinschaft des neuen Europa 1 vorbereitet. Es bilde sich der Block der i europäischen Volksverbundenheit. I »Pays Reel« greift den Ausspruch Lord I Marlys auf, daß England sich selbst mit ; dem Teufel verbinden würde, wenn die-j ser gegen Deutschland ginge, und t schreibt, daf^ der englische Shylock mit! (lern erklärten Feind der Zivilisation paktiert, um die Privilegien seines Reich-I tums und seiner Macht zu schützcn.« i Irland ist bereit Warrae Worte des Irischen Minlster-präsklenten Dublin. ,?9. Juni. In einer längeren Rede wies De Valera erneut auf die Bedrohung hin, der das Land ausgesetzt sei. »Wir haben uns verpflichtet,« so sagte er dabei, »uns gegen jeden Angriff zu verteidigen, woher er auch kommen mag. Das ist vom Standpunkt der Neutralität unsere Pflicht.« De Valera betonte, dafJ dies nicht nur die Ansicht der Regierung, sondern die aller Parteien und des ganzen Volkes sei, Uindon mit Moskau unzufrieden Vertuschungsversuch im bolschewistischen Heeresbericht Stockholm, 29. Juni. Im Bemühen, die schweren Niederlagen der ersten Kampfwoche zu vertuschen, beschränkt sich der heutige Heeresbericht der Sowjetarmee in der Hauptsache darauf, die »Heldentaten« einzelner Sowjetsoldaten aufzuzählen. Dieser Ruhmesbericht kommt aber selbst'Reuter zu dumm vor. Nachdem das Londoner Nachrichtenbüro bei der Wiedergabe des Berichtes zwei lange Seiten solcher »Heldenstücke« aufgezählt hat, schließt es mit dem bezeichnenden Satz: »Der Rest des Berichtes besteht aus Aufzählungen weiterer einzelner Taten und einer Anzahl von Zwischenfällen von geringerer Bedeutung.« TURNEN UND SPORT Neuer deutscher Handballmeister Hamburger Polizisten besiegen Vor 8000 Zuschauern standen sich in der Hessen-Kampfbahn in Kassel Hin-denbnrg-Minden und der Polizeisport-vereiji Hamburg im Endspiel um die zweite deutsche Kriegs-Handballmeister-schaft gegenftt>er. Die Hamburger Poli- dle Mindener Pioniere mit 9:7 zisten, die erstmals die Meisterschafts-Endrunde erreicht hatten, trugen einen scliwer erkämpften, aber voll verdienten Sieg mit 9:7 (4:5) Toren über dl;; Mindener Pioniere davon. Tennissieg gegen Kroatien Im er.slen Tcnnisländerkampf zwischen Deutschland und Kroatien fiel schon im vorletzten Spiel zwischen Henkel und Puncec die Entscheidung zugunsten Deutschlands. Der deutsche Meister siegte mit 3:6, 7:.5, 4:6, 6:3, 6:0 und sicherte damit mit 4:1 den deutschen End-errolg. Koch-Buchholz zeigten sich im abschließenden Doqipelspiel gegen Bra-novic-Mitic mit 6:2, 6:2, 6:3 glatt überlegen. Das Schhiliergebnis lautet somit 5:1 für Deutschland. Heerschau derostnnärkischen Leichtathleten l:Jei den Leichtathletik-Bereichsnieister-scliaften der Ostmark in Wien errang der (irazer T u r n e r drei Siege, und zwar im Diskuswerfen mit 42.40, im Weitsprung mit 6.72 und im Kugelstoßen mit 13.15 Meter. Weitere bemerkenswerte lürgebnisse sind: 800 Meter h'dlinge (Wehrmacht) 1:46.6; 110 Meter Hürden Leitmer 15.5; 400 Meter P(')ltner 50.5; Speer Pektro 60.25; Dreisprung Pfaff 14.35; 200 Meter Rittler 26.5; Weitsprung Wagner 7.15; Hoclisprung Byloff (Graz) 1.80; Kugel Prohaska 14.55; Speer Haunia .38.34; Diskus Wagner 35..15. Der Grosse Preis von Deutschland Die großen Lntscheidungen im deutschen Rennsport sind gefallen. Am Sonnlag wurde auf der Bahn in Hamburg auch die wichtigste Zuchtprüfung des Galoppsports, der Deutschland-Preis der Drei-j/lhrigen, gelaufen, in dem die Frage nach den besten Dreijährigen beantwortet wurde. Wie in fast allen Zuchtprüfungen, leuchteten auch diesmal die rot-blauen Farben Schlenderhans in Front, Magnat tmter Jokey Streit gewann nach hartem Kampf die werlvolle 'l'rophfie um einen Kopf gegen Orator uiul den dichtauffol-genden Nuvolari. *' : Reichswettkampf für Studenthuien. Die Rcichsstiidentenfülirung veranstaltet ihre alt überlieferten Reichswettkämpfe in diesem Jahr nur für Studcntiiinen und bescliränkt das l'rogranmi auf Leichtathletik, Schw.iuuuen und Tennis. Die Wettkäinpfe werden vom 24. bis 27. Juli in Darmstadt abgewickelt. In der Leichtathletik und im Schwimmen sind gewisse Mindestleistungen vorgeschrieben. : Hitler-Jungen auf der Aschenbahn. Zum AbscIiUtli des Lelirganges der i^eichsleistungsklasse Leichtathletik der HJ wurden in Stuttgart Prüfungskäinpfe veratistaltet. Es nalimen daran die 120 besten Jungen aus dem ganzen Reich teil, iis gab ausgezeichnete Leistungen, die bewiesen, dali es um unseren leicht-athletischen Nachwuchs gut besteht ist. wie es auch die nachstellenden firgeb-nisse anzeigen: 100 Meter: Mladek (Wien) 10.9. 200 Meter: Schäfer (Kur-hessen) 22.3; 800 Meter: Kulivak (Niedersachsen) 2.02: 110 Meter Hürden: Skola (Wien) 15.2; 4X|00 Meter Gebiet W^ieii 44.6; Weitsprung Neue (Hessen) 6.98: Hochsprung Rothwinkler (Hochland) 1.70; Stabhoclisnrung Perchland (Berlin) 3.45: Kigel Kressin (Dan/ig) 14.31: Speer Rothwinkler (Hochland) 54.85: Hammer Kölling (Ruhr-Nieder-hein) 47.48. : Tenniskampf (ilS—H.j. In Bari begann ein Freundschaftskampf der faschistischen Tennisjugend tnit der Hitler-Jugend. Italiens Nachwuchsspieler konnten die beiden l:i^lzels■piele des ersten Tages gewinnen und dadurch eine 2:0-Pührung erlangen. : Neuer Weltrekord Im Gewichtheben. Aus Tokio meldet der Draht die hervorragende Leistung eines japanischen Schwerathleten. Der erst 19 Jahre alte Koreaner Kanemura brachte im beiderseitigen Reißen der Mittelgewichtskla.«?sc 122.5 Kilogrannn zur Hochstrecke. Das sind 0.5 Kilogramm tneiir als der bestehende W''eItrekord des Ägypters Touny mit 122 Kilogramm. : Im Kampfe um die Bereichsnieister-schaft Im Ringen stehen Mittelrhein und Bayern in der Schlußrunde. Bi\yern siegte im Rückkampf gegen Württemberg mit 10:4. : In Brünn unterlag der W^AC einer Brünner Stadtnuvnnschaft tnit 2:3. : Kispest In Graz. Mit einer ausgezeichneten Leistung wartete atn Sonnabend die ruliballmaiinschaft des unga-lischcn l.igavereines in (Iraz auf. Mitj tlübi^igein bcöie.£t,en die üäste eine aus Spielern des ürazer Sportklub^ und des GAK zusammengesetzte F.lf mit 3:1 (0:0). : Die deutsche Stehermeisterschatt konnte am Sonntag nicht, wie vorgesehen, durchgeführt werden. Der Kampf der zugelassenen Dauerfahrer über 100 Kilometer wird am Dienstag abend nachgeholt. ; Anni Kapell schlägt Jopie Waalberg. Ausgezeichnete Leistungen gab es beim Schwimmfest in Bonn. Wichtigster Wettbewerb war das Zusammentreffen unserer Weltrekordschwimmerin Anni Kapell mit der Holländerin Jopie VVaalberg über 100 Meter Brust. In 3:02 ging Anni Kapell als überlegene Siegerin hervor. Jopie Waalberg benötigte 3:08 Minuten. AUS ALLER WELT a. Aus Tierliebe in den Tod. In München hat ein neunjähriger Junge aus Tierliebe heraus sein junges Leben verloren. Und dabei war alles nichts anderes als ein tragischer Irrtum gewesen. Der Junge spielte mit anderen Knaben in der Nähe der Maximiliansbrücke an der Isar, als plötzlich auf dem Wasser ein dunkler Gegenstand herangeschwominen kam, dessen Aussehen die Jungens in Aufregung brachte. »Da kommt ein Hund geschwommen, er ist ganz leblos. Vielleicht können wir ihn noch retten«, hieß es nun. Einer der Jungen ging nun in das Wasser, um die Rettungsaktion vorzunehmen. Er suchte an den vermeintlichen TierkÖrper heranzukommen und geriet dabei in einen Strudel, der ihn erfaßte und mitriß. Der Junge wurde etwa 50 Meter weit fortgetrieben. Inzwischen hatten Erwachsene den Vorfall von der Maximiliansbrücke aus beobachtet. Man warf dem mit den Wellen ringenden Jungen einen Rettungsring zu. Er erhaschte ihn auch, aber als man ihn herauszog, war er tot; der Schock des Schreckens und der Todesnot hatten einen Herzschlag verursacht. Und das alles — nicht einmal um einen Hund. Denn der vermeintliche Tierkörper war, wie sich später herausstellte, nichts anderes gewesen als ein großes Stück Holz, das allerdings im Wasser eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Hund hatte. a. Delphinkatastrophe In der Nordsee. I^in seltsames Meeresdrama hat sich in den nördlichen Gewässern abgespielt. Hunderte von Delphinen, welche dem warmen Golfstnoni folgten, wagten sich bis in die nördliche Nordsee. Sie wurden im Meer durch das Eis eingeschlossen und von der Meeresoberfläche abgesperrt. Da der Delphin ein Säugetier ist und von Zeit zu Zeit Luft holen muß, versuchten die verzweifelten Tiere mit ihren Köpfen die Eisflüche zu sprengen, die sie von der Oberfläche trennte. Der größte Teil der Delphine zerschmetterte sich dabei den Schädel. Nachdem der Frost nacliließ, kamen die Leiber der toten Delphine an die Oberfläche und wurden mit der Strömung an die Küste von .lütland getrieben. Die Fischer der jötischen Nordseeküste haben jetzt viel zu tun, um diese große Beute zu bergen. Der Delphin, der im allgemeinen mehr in den südlichen Gewässern des Atlantik! und des Mittelmeercs zu Hause ist, kömmt in einer großen plumpen Abart von anderthalb bis zwei Meter, Tümmler oder Schweinsfisch genannt, auch In der Nordsee vor. a. Gift im Bier. Ein rätsel'hafter Giftmord, dem drei Mcnschenlcben zum Opler fielen, ereignete sich in der Ortschaft Podub in der Nähe von Prag. Dort saßen in einedu Gasthaus zwei Männer beitn Bi-er. Plötzlich schien es dorn einen, daß das Bier einen sonderbaren Ge.^chniack habe; er gab darauf dem Wirt zu trinken und de^is-en Frau, sowie sein-eni Bekannten. Kurz darauf wurden die Männer von starken Magenkrämpfen befallen und starben wenige Stunden später unter hcMigcn Schmerzen. Die Frau des Wirtes konnte gerettet werden. Allen Anzeichen nach ischeint das Bier mit Strychnin oder Zy:ui-kali vergiftet worden zu sein. Täter und Motiv der Tat sind noch unbekannt. a. Mit dem Netz gefischt. An ehicm Flüßchen Sesia Oberitaliens waren kürzlich drei italienische Fischer mit dem Auslegen von Netzen besciiäftigt. Der kleine Fluß war jedoch stark angeschwollen und riß den einen der drei Fischer mit sich, als er ein Netz auf einem Lehmvorsprung befestigen wollte. Er wurde rasch vo-ii den Fluten weit weg gutragen und die beiden anderen Fischer bemühten sich vergeblich, in die Nähe des Verunglückten zu kommen, um ihn zu fassen. Scliließlich warfen sie über den gefährdeten Fischer eines der großen Netze, das sie rasch aus dem Flull zogen. Der Ertrinkende geriet tatsächlich in das Netz und kK)iintc so in Sicherheit gqb/acht werden. AUS STADT UND LAND Erste Bewährungsprobe der Wehrmannschaften Wettkämpfe der Standarte Marburg-Stadt des Steirlschen Heimatbundes — Starke Beteiligung, erfreuliche Leistungen 1500 \N'clirmänncr der Standarte Marburg-Stadt traten am Juni 194! /u Wclirkämpfen an, bei welchen sie zu yei«en liatten, dali die kurze Zeit der Au.sbilduiiK voll genutzt worden ist in der Bereitseliaft, für fHilirer, Volk und Rcicli ein liöehstmali an Wehrkraft, \\'ehrtüchti>;keit und Wehrwilleii zu erreichen. Abend für Abend. Sonnliin um SoniitaK' wurde von den Männern unter der Anleitung ihrer b'ührer und Unterführer in harter und uncrniiid'ichcr Arbeit die Ausbildung: betrieben, und der Kezeijite ^'r^üll^ bewies die Riclitijrkeit der j^eKebcnen AusbildunKsrichtlhiien. Die Ausbildung in den Wehrmann-sehaften ist niclit auf den einzelnen Mann abk'cstellt, sodalJ auch iiiclit Spitzenlei-stunKen eines einzelnen ^eiordert werden. Die Ausbildung crfolKt vielmehr im Sinne einer vormilitärischen Wehrerziehung, die in einer jjewaltiRen Breitenarbeit als Endziel jeden einzelnen Matm deutscher ReicliszuKehöriKkeit erfassen soll. So wurden auch diese Kämpfe der Standarte Marburk'-Stadt der Wehrniann-schaften des Steirischen Heimatbundes ais Mannscliaftskämpfe aussetraKCn. Die Beurteilung und Wertung der Mann-sciiaftsleistuii.i'cn war auch nicht so sehr auf das Können des einzelnen Teilnehmers, ja nicht einmal auf das ausschlieb-hche Können der (jesamtmaiinschaften überhaupt, sondern viehnchr auf die Hal-tunk'. das äulJere Auftreten und auf die aus dem (iesamtverhalten der Mannschaften ersichtliche innere MaltunK der Männer gerichtet. Aus diesem Grunde ist auch die Beherrschung des Marsch^esaiiKCs in die W ehrkampfbcdin^unk'cn auf^ienoinmen worden und hat auch bei der \\'ertun^' eine wesentliche Rolle gespielt. Die Welirkämpfe selbst wurden mit Mannschaften /A\ 1:10 und mit Mannschaften I .«lestariet. Von den ersteren stellten sich .^11. von den letzteren nO den Ablassern. Zur Durchführu!i.v: Keian,i;len die Kämpfe auf dem Rapid-Philz. wo der Mindernislauf zahlreiclie Zuschauer an-uelockt iiat. Vom Start wck «ah es vor allem ein Kriechiiindernis; dann j^injj e.s über emen Zaun, über eine J.SO .Meter hohe W'aiid. weiter über eine Mauer, dann folj^ten eni WasseriLiraben und ein Schwebebalkenli'iidcrnis. Am Kisenbahner-Sportplatz .uelan.i^ten der lOO-Metcr-I.anf, ein \\'eitsprun>i und das tiand,ijranatcnwerfen zum Ausira'^. In beiden Wettbewerben zei.ijteii die Männer einen sehr befi'edijienden Aus-bildunfTsstand. Rein e\erziermäl.lii:er W'elirinann-scliaftsdienst wurde auf dem Sportplatz beim Majjdalenenpark sezei^t. und liat auch dieser Dienst \oil befriedi.;i{. Schlicltlich war die Felberinsel der Schauplatz der Schwimmwcttbewerbe. ^^s war die Breite des groLien Beckens (.^0 Meter) aus dem Liegestart marm-schaftsweise zu bewältiRcn. Die Resultate Die Rrji'ebnisse der ersten Weiirmann-schaftskämpfe waren; Siegermannschaften 1:10: 1. 11. Mannschaft Nachrichtenkompa-ni'M.sr), 2. 29. Mannschaft 11. Kompanie 146, 3. 7. Mannschaft 21. Sturm Meiling, Mf. Josef Oan, 14?. SieKermannschaften 1:20: 1. 46. Mannschaft 21. Sturm Mellinpr. Mf. Oeorff Dombosch, 79. 2, 42, Mannschaft 52. Sturm Rotwein. "Mf. Ladi Seifert, 76, 3. 72. Mannschaft 51. Sturm Brunndorf. Mf. Kurt Tscherntschetz, 74 Punkte. Der Oesamtablauf der ^^'ehrkämpfe hat ergeben, daß alle Führer und Mannschaften unermüdlich c^m Werke sind, Körper und Heist zu stählen und nicht nur äußerhch, sondern auch in innerer Bereitschaft einzutreten für den Bestand, für die Größe und Zukunft des Reiches. Felerllclier Schlußai>pell Die Siegerehrimg und die Verteilumc der Preise an die Siegermannschaften stand im Mittelpunkt eines feierlichen Schlußappells auf dem historischen Sophienplatz Die Rede des BundesfUhrers Der Bundesführer des Stcirischen Heimatbundes S t e i n d 1 nahm bei diesem Appell das Wort und wies darauf hin. dali diese Welirkämpfe der W^ehrmann-schaftsstandarte Marburg-Stadt imnitten von historischen Stunden stattfanden. Der Tag. an dem aus dem Führerhaupt-Muartier vom östlichen Kriegsschauplatz die Siegesmeldungen grölUen Ausmal,les zu uns dringen, ist symbolisch geworden für die Früchte der bisher geleiteten Ausbilduiigsarbeit. Gerade die heutigen Siegesmeldun.ijen seien aber für die angetretenen Männer verpflichtend. Sie. die hier auf diesem Platz stehe-i. bilden die l'ührerschatt für die Wehrmannschaften der Untersteier-nuirk. ganz besonders aber für die Wehr-maunschaftss tandarte .Marburjr-Stadt. Sie werden in den nächsten Wochen »md Monaten die Ffihrer und Ausbilder derjenigen sein, die in den Wchrmatnischaf- ten'zu voilwertigcn deutschen Männern herangebildet werden. Verkündi^^ung der Sieger Nach der begeistert aufgenommenen Rede dos Bundesführers verkündete der Führer der Wehrmannschaften im Steirischen Heiniatbund. SA-Standartciifüli-rer Blasch. die Sieger der Wehrkämpfe. Nach der Überreichung der f^reise be-schloli Standartenführer Blasch mit dem (iruf.l an den Führer, an welchen sich die Lieder der Nation anschlössen, den .^ppell. StaHt^heater Marburg Georg Friedrich Handels berühmtes. ja volkstümliches Oratorium Judas .Waccabäus« reclinen wir zum eisernen Bestand der grollen musikalischen Schönfungen unseres Volkes, das wir nicht preisgeben können, obgleich sich daran ein stofflich nicht melir tragbarer 'l'e.xt knüpft. Die herriichen Chor>ät.!e und Arien de.^ Oratoriums .sind ais im- DenMrdige Sthalfeier in Marburg Die erste höliere Schule in der Untersteierniark eröffnet .\ni Sanista.t!;. den 28. Juni wurde in Marburif in Cienenwart des Hundesführers j S lein d 1, des Politischen Kommissars der Stadt Marburj; K n a u s und des Sehulheauftranten Stroh 1 die erste Oberschule in feierheheni Rahmen eröffnet. Sprüche und Kampflieder der Schuljugend leiteten zur Begrüfiun},;>rede des Leiters der neuen Anstalt, Oberstudiendirektors Dr. Ci u g e !, über. Dieser, selbst ein Schüler iler ehemals deutsehen Anstalt, umriß in seinen Ausfülirun>j;en das Ziel der neuen Schulbildung in ihrer gei-stisjen, körperliehen und eharakterliehen Frä^fun}:; und Bestimmimi^ mid gab dem bedingungsl()sen liinsatz der deutschen Schule im gewaltigen Sehicksalskampf des deutschen Volkes .\usdruek. Die Hymnen der Nation beendeten die im Kulturleben der Untersteierniark denkwürdige Stunde. verlicrbarcr kultureller Besitz nn deutschen Volke längst verankert. Der Uni-versitätsprofessar Hermann Stephan! hat die Komposition sprachlich völlig neugestaltet und sie gedanklich und weltanschaulich auf das deutsche Schicksal abgestimmt. Die biblische Historie ist ausgelöscht worden. An ihre Steile ist ein Text getreten, dem starke syniboii-sche VVerte innewohnen. Unter dem 'l'itel »Der Feldherr« wird das volksbefreiendc Führertum verherrlicht. Die Neufassiini; gilt keiner bestimmten geschichtlichen Persönlichkeit, sondern gewisserniali'jn der Idee »Feldherr«. Hermann Stephani ist mit dieser Fassung eine sprachlicno Neuformung geglückt, die die hcrrliche Komposition Händeis für unsere Ze't »rettet«. Der Frfolg der Neufassung in allen großen Städten des Reiches beweist. dali der Weg der richtige war. Der neue Text schließt sich in seinem Ausdrucksgehalt an die gegebenen An^^-drucksformen der Musik an. Neben der stofflichen Neuformung ist eine Neugrup-pierung der Musiknuinmcni und eine Straffung und Konzentratio)i des gesamten Werkes eingetreten, die der Handlung sehr zugute kommt. Händeis un.sterbliches V\'erk hat daher für ^^it neue Bedeutung gewonnen. Möge die Aufführung in iMarburg mit dazu helfen, den Meister der Oratorien, der bereits vor Jahrhunderten Fiigland am dem Gebiete de Kunst eroberte, ncuf l'reunde zu gewinnen. Kul ureile Betreuung in Windisch-Feistritz Die NS-Gemeinscliaft »Kraft durch l•relulc^^ die in vorbildlicher Weise im hinvcrnehmcn mit der Wehrmacht die rruppenbelreumi!; leitet, iial in den letzten Tagen in der Garnison Windisch-Fci-stritz diese Beireuun):;- in reiilier l'iilk' dtirehgeführl. Auf luiilaiinng iles Ortsaiiesten von W'indiseh-heistritz Hpim. Fall e n. konnte wieder die Bevölkerung der Gar-nisonsstadt an den Veranstaltungen, die sich alle größten I'eifalls erfreuen, leil-nehnit^i. Im besonderen seien folgende Vorstellungen erwähnt: r)ie Künstiergruppe unter Leitung des Vortragsmeisters Dr. Josef L> e r g a n e r mit einem Raimundabeiul. Berganer ist der geborene Volksschae-spieler von iini^e\w)hnlieher Trisun. mui Dai stellungskraft, der seinen Zuhörern znni Herzen spielte. Der künstlerische hru>lg dieses bewährten Schauspielers sichert ihm .'lueh tür künftige .\bende die begisterle .Aufnahme seiner Ziihiirer. I'ineii besoiuleren Lrtolg ^icherle sicn das Salzburger Fronttheater unter Leitung Direktor D u r c h h a 11 c r s, das mit der Fosse »f)er verkaufte Großvater seine Zuh(irer, die Wehrmacht, wie auch die StailtbevCilkerimg mitriß. Alle Künstler boten in ihrem Spiel Leistungen, die durch Sonderapiilaus dankbar anerkannt wurden. Besonders innig sind die Beziehungen der Hevölkerung mit einem jWusikkorps der Wehrmacht, ilas schon wiederholt unter grölUer und begeisterter Anteilnahme Konzerle gab. .Auch iliesmal wollte der Begeisterungssturm für die erstklassigen Jltttschläqi Von Alexander Keiler. Der Hriefkastenonkel einer südamerikanischen Zeitung, Herr Villar, bekam ^ vor etlichen Jahren mit der Morgenpos: ' zwei Briefe. Der erste lautete: »Ich bin Frau Flvira j Sardonie, eine Frau in den besten Jah-, reu, verheirateL Früher, ehe wir in die j Stadt zogen, war mein .Wann lieb und i aufmerksam. F.r las mir alle Wünsche an den Augen ab und kümmerte sich um mich. Jetzt vernachlässigt er mich... Was soll Ich tun? Herr Villar dachte eine Weile nach, dann schrieb er folgende Antwort: ^Verehrte Dame, ich kann Ihnen dringend nur einen Rat geben. Fragen Sie nicht viel reden Sie nicht viel — packen Sie augenblicklich Ihre Koffer und fahren Sie mit Ihrem Gatten fort. Irgenxlwohin, wo es keine Menschen gibt. In die iCinsamkeit. Glauben Sic mir, es ist Ihre letzte und einzige Rettung. Tun Sie es nicht, werden Sie es bitter bereuen.'^ Der zweite Brief stammte von Frau Juana Valborgo. »Meinen Namen werden Sie wohl kennen-^, schrieb Frau Valborgo, ^Mcli bin die Frau des Politikers und ehemaligen Ministers Valborgo ... Seit zwei Jahren habe ich Sommersprossen und kein Arzt kann mir raten, was ich dagegen Um soll. Ich bitte Sie, lielfcn Sie mir. Ich werde Ihnen ewig danken.« ^Sommersprossen sind noch lange kein Grund, einen geplagten Schriftleiter zu j belästigen«, kmirrte Herr Villar wütend, und schrieb folgende .Antwort: -fWasi soll ich ihnen raten? Waschen Sie sich täglich mit einem wohlriechenden Wasser und ziehen Sie sich anständig an. So werden Sie sich gefallen und Ihren Mann werden Sie auch gefallen. Und darauf kommt es doch an? wurde er von einem Be_ i-annten gefragt, wie alt eigentlich diese Schauspielerin sei. Schleniher 'antwortete; "^■Ja, i,'as .Alter, mein Lieber, das .Alter! Ln \'crtranen gesagt: Das ist das ein/ipje. was ich an ihr hochschätze!.> Die Fahrt der untersteirischen Sänger nech München # Litrks oben: Gauleiter Wnj^ner spriclil AU den untcrstcirischcn Sängern. — Rechts oben: Vor dem MLincliner üemcinsch.ifts-haus der NSDAP in Erwartung des üau-Icitcrs. _ Rcchti; unten: Gauleiter Wac;-ncr besichtigt das ihm iibcrreichic IJiid der Stadt Marburg von F^ipo Pctcin. ^ ;i:;s • ■ ifcl Aiiiiiahmcn; Werner [JcrnlKird Darbietungen des AAusikkorps kein Ende nehmen. Schließlich sei noch hervürjj;ehobeii das Spiel ^'Kin 'J'ag im goldenen Licht«, wobei unter Leitung von Prof. Bortz ganz besonders Prof. Walter Schneider-h a h n die Zuhörer entzückte. Auch die übrigen Künstler des Ensembles begeisterten die Zuhörerschaft durch ihre schön gepflegten Stimmen. Sehr zum Leid der Truppe und der Bevölkerung schied diese k'ünstlergruppc viel zu früh aus dem begeisterten Windisch-Feistritz. macht, daß clic Schlitzin,plungcn ReRCii | fiel durch ciKcnc's Verschulden am 28. d, hnt nrrh,?J;!h ,''l.ni!.n Schlacht- der aclitjähriKc Sclilosscrssohn, Franz Cillier Nachrichten Der Politische Kommissar der Stadt. Citti, Gauamtsleiter D o r f m e i s t e r, hat verfügt, daß im Cillier Gaststätten- und Kaffeehausge werbe ein Bcdienungszu-schlag von 10 Prozent erhoben werden kann. Damit verbunden ist auch die An-*>ndnung, daß in allen Gastwirtschaften, ,\affcehaus- und Schankbetrieben ein Anschlag Trinkgcldablüse« an sichtbarer Stelle anzubringen ist. Mit einer .Anordnung vom 2ö. April hat :r Politische Kommissar der Stadl Cilli -rfügt, daß während der Übertragung »tlicher Nachriciiten des drahtlosen l>'enstes in den Lokalen volkommcnc . hc zu herschen hat und daß währenu :'t s Nachrichtendienstes nicht serviert • .\:rden darf. Diese eigentlich selbstverständliche Rücksichtnahme wird derzeit "Och vielfach unterlassen.' Ein Nichtein-Halten dieser Verordnung wird künftig betraft. Außerdem ist es der ausdrückliche Wunsch des Politischen Kommissars, daß n jeder Cillier Gaststätte ein Rundfunk-apparat für die Gäste zur Verfügun;i ^tehe. * Der Politische Kommissar für Cilli-!5tadf gibt bekannt, daß jeder Hausbesit-•er oder Wohnungsinhaber verpflichet ist, zuziehende und wegziehende Parteien oder Einzelpersonen binnen 24 Stunden beim Meldeamt der Schutzpolizei im Rat-liaus (1. Stock, Zimmer Nr. 36) an- und abzumelden. Diese Meldepflicht erstreckt Fleh auch auf Personen und Cjästc, die nur vorübergehend Aufenthalt nehmen. Wer eine An- oder Abmeldung imtcriäßt. wird bestraft. * Dk' bekannteste und häufigste Seuche dBeauftragtc des Ap. A. in ilen Betrieben-heißen. Im Artikel seIb^jt wären die'Punkte des Schulungsabends 1. Einrichtung und Aufgaben des Ap. A. 2. Die besonderen Aufga|;ben des Beauftragten >' besonders he-ratiszivstetlen. ' , " Neben der sozialen und fachlichen Betreuung der BetriebsführcLT/und,. der Cie-folgschaftsmitglieder, sowie der einheitlichen Planung.'und Ausrichtung aller Wirtschaftsfragen nach der Nationalsozialistischen Weltanschaijung obliegt dem Ap. A. die Erziehung und Ausbildung aller Sch^if-fenden zur Auffassung der Wertung d'jr Arbeit als Dienst an der Gemeinschaft. ^s ist die Pflicht des Bc.auftriigten, zusammen mit dem Betriebsführer diese hohen Aufgaben anzustreben und sie ihrer Vollendung zuzuführen. m. Die Sonderausgabe der »Marburger Zeitung«, die gestern in den Nach-mittagsstundcn herauskam, wurde den Vcrkäufe.rn förndicii aus der liaiid gerissen. Binnen kürzester Zqw waren in Marburg mehrere Tausende von f!\cm-plaren verkauft. Überall sah man auf den Strafen Leute bcisammenstelicn, die in freudiger Erregung die Einzelheiten der Sicge.snachricliten besprachen, in den Gast- und Kaffeeliäuscrn nahm fast jeder Gast den Verkäufern ein Blatt ab, um noch einmal die im Rundfunk gehörten Freudciinachrichten genau zu überlesen. Die leidenschaftliche Anteilnahme an den historischen Siegesmeldungen hielt die Bevölkerunk' bis in die späten Abendstunden im Bann und allerorts gab CS nur ein nespräclisthcma: Der unvcr-;;lcicliliclic Siegcszuk' der deutschen \\'chrmacht im Osten. m. Todesfälle. In Pobersch bei .Marburg. Mcrmanngassc 24. verschied am 28. d. die 72-iährigc Private Theresic Sipriiiger. In Rotwein bei Marburg. Wolfganggasse P>, ist die Arbeilerin Ka-tharine Robiii im Alter \'on öH .lahrcn gestorben. Im Marburgor Gaukranknn-haus ist die fiS-jähriKc Scliriftenmalcr-;-r:attin Maria Renner ecstorhcn I" Marbnrtr. Grcnzgfssr o. '-i;irh y) rlif» -*-'''ihrijrr' U r a 11 ick. MozartstraBc. Er starb am selben Tage. zum Opfer, Anl{)nic Krain/.. rincm '-^iniuaH m. Silberno Hochzeit in CHI|. Am Sonntag i^cierte der Kaufmann Moritz Bot he in Cilli mit seiner Gattin Luise, geb. liäiinel. im Kreis der Familie und der nächsten Anjjcliörigen den 25. Jahrestag ■der Elicschlicljung. Das Jubelpaar erhielt ans nah und fern zahlreiche Glückwünsche, Der Jubilar,,der im 69. Lebensjahre steht, hat sicli durch seine Tätigkeit im deutschen Tiirnvcreinslebeii der Stadt Cilli sowie als Jusendturnlehrer des Atliletiksportklubs in Cilli nationale Verdienste erworben. 111. F e|dpost»i>erre aufKeitoben. Ab Sonnabend, dem 2S.. Jiun wurde die Feld-ix)stspcrre aufgehoben, private Feldpost-seiidimgcii über l'tXJ g (Brief und Päckchen) werden jedoch mir nach Maligabe der TraiKSDoiUmöglichkcit befördert. Niclit zu befördernde Fcldpostsendungeu gehen an den Absender zurück. m In Unter-St. Kunigund wurde am 24. Juni dt'r erste deutsche Sprachkurs eröffnet. Uhr vor der neuen ileutschcn Volksschule in Dre!-Könjn l'iii II riir begann der .ur<]ße ..Ii-[rci;. Eine Grup])c übertraf da die andere, bis cndlich die Mädelschaft Hohenmautlien den schönen Buchpr-jiS davontrug. Nachmittags kamen die durch schöne, bunte Plakate eiiigeladencn Kinder von Drei-König zu einem frohen Kinderfest, Den Höhepunkt des Festes bildete das lustige Kaspcrltheater. das den Kindern besonders viel Freude bereitete. Zum Abschluß wurde ein .treniein^^ames Lied gesungen. Fröhlich und zu iiencr Arbeit angespornt trennten sich die 1^4 Mädei und wanderten wieder ihren He'-matorten zu. m. Flucht aus dem Lebon, Die 28-iiih-rigc Näherin N. Do 1 i n s c h e k in der Franz-JosefstraRe hatte seit zwei Tagen ihre Woliuimsj nicht verlassen. Als man Nachschau hielt, fand man das Mädchcn tot im Bett auf; es hatte eine große Dosis Lysol getrunken und war an den Verbrennungen gestorben. Unglücklichij Liebe soll das Motiv der Tat sein, — Der landwirtschaftliche Hilfsarbeiter Antoii Simon! t seh aus Lasnitz bei Marburg war seit dem 22. Juni abgängig. Er wurde nun am Freitag im Feistritzer Walde erhängt aufgefunden. Der 42-iährige Mann litt schon seit längerer Zeit an seeb'scher Depression. m. Knabe unter dem Auto. Samstas: nachmittag trug sich in der Mozartstraüe ein gräßliches Unglück zu. Ein etwa achtjähriger Knabe hängte sich in njgend-llchem Leichtsinn an ein großes, schwerbeladenes Lastauto, um mltzufahi'cn. Plötzlich verlor er den Halt, stürzte zu Boden, und die Räder des Autos fingen über ihn hinweg. Der unghiclciiche Knabe blieb mit zertrümmertem Kopf tot am Platze liegen. Dieser LJndücksfall z3:gr wieder, wie gefährlich das Anhängen an Wagen ist. m. Mißglückte Ausrede eines Bettlers. In ein Pfarrhaus des Sanntales kam dieser Tage ein Bettler und ersuchte um Unterstützung, da ihm bei einem Brand sein ganzes Hab und Gut verlorengegangen sei. Als der Pfarrer fragte, ob er darüber auch ein amtliches Zeugnis verweisen könnte, verneinte dies der Bettler mit der Begründung, daß dieses damals — auch mitverbrannt sei! Fanfaren des Sieges im Rundfunk Denken wir ein paar Jahre zurück. Wir saßen an heißen Sommertagen am Lautsprecher, und aus ihm erklang eine Fanfare, die uns alle aufhorchen ließ. Denn wenn diese Fanfare erklang, dann war eine Sendung von den Olympischen Spielen zu erwarten. In ähnlicher Weise wurden auch Sendungen von Reichs-parteitagen durch eine eigene Fanfare eingeleitet. Im Kriege ist der Einsatz von Fanfaren im Rundfunk nur wenig älter als ein Jahr. Aber der Klang ist uns schon zur Selbstverstäiidlichkert geworden. Erinnern wir uns: im Wunschkonzert klang im Oktober 1939 zum ersten Male das Engelandlied auf, das von nun an als Ausklang jeder Meldung über Erfolge gegen England lolgte. Um diesen Nachteil zu beseitigen, entstand im April 1940, mitten während der Kämpfe in Norwegen, die Engeland-Fanfare aus den ersen Takten des Liedes, zusammengestellt von A.Iexander Ecklebe. Der Trommelwirbel, mit dem sie eingeleitet wurde, ließ den Hörer aufhorchen, und es konnten die Familienmitglieder herbeigeholt werden, um so gemeinsam die Sondermeldung zu vernehmen. Eine andere Fanfare war für die Kämpfe im Westen, wenn ej' ."^egen Frankreich ging, üblich, «s waren die ersten Takfe der »Wacht am Rhciii<;, die in Form einer Fanfare geboten wurden. Bis in den Spätsoinmcr 1941 ertönte nr;ch dem Abschluß der Kämpfe von Fall zu Fall noch die Engel:'nd-'"'infar\ bi? i-ie füi einige Zeit ve.*i:chw;jnd, Aber schon im März 1941 Uilndigj Reich.sinini-ster Dr. Göbbels an, .lali die Fanfaren des Rundfunks geputzt wü^ :en. Am 6. April 1941 war es dann eine reue Fanfare, mit dj- der Beginn der Käü.pfe im Südosten ü'igekündigt wurde. Sie wurde als Prinz-Eugen-Fanfare .bekannt. So schnell verlief die Entscheidung im Südosten, daß man sie gar nicht allzu oft hörte. Und immer wieder klang dazwischen für die Meldungen, die den unmittelbaren Kampf gegen England betrafen, die Engeland -Fanfare auf. Sie ist das Fanal iles Kampfes gegen F.ngland Auch tlie ersten Meldungen über den Kampf gegen Sowjetrußland wurden sofort mit einer neuen Fanfare eingeleitet, die geschickt die ersten Takte des Horst-\\'esscI-Licdes — »Kameraden, die Rot-I-ronl...« — verwendet un!'Üblakova ulica« in Bruuo Krt)cr_Sirnße unbenannt. dir'llrnriif, Windrac und Mondeshcllc über S'Iberncbcl und Hügelwcllc und einer dunkk'n Stimme sinnende Fra^e Icbni mit, leben mit durch all meine singt Bruno Ertlcr. Ja, sie IcbtiMi mit durch all seine Tage! hTimer wieder folgte Bruno Lrticr den Einladungen seiner Gastfreunde und Gönner und zum'ndest einmal im Jahre weilte er bei uns im steirischen Unterland, dem er allezeit von Herzen zugetan war. Die sanften SW'inluigel der Winüisch-Büheln waren ihm so vertraut wie das einsame Bcrgland dl unten an der Save, »mit den Buchen. Urwiildern, der Waldreben_Wildnis und den Wi-ingärten an seinen Rändern«, ge-iiaijiit tiic Oriica. »Ein großer Name für die nicilrigcn \Valdi\uppen unä' Vulkan-kci^cl, denn ein Adlergebirge stellt man isicli gcwühnlit'li anders vor . . .« Dorr, auf Schloß IMochätz, dem stillen, wcilliin scliautnden, parkumriuischten, we Ite lirtler zumeist im Spätherbst, wenn tlas weite Saveland sich im Herbstgokl cichnt lind Büchsenknall und Jagdhornstoß ZI! einsamen Wakigängen und witternden Pir-^'-Mien locken. Denn Bruno Ertler wußte den Jagcislu'zen, se'ne »kurze, h.'indsame KugtlbUchse, den dicken, derbkrachenden Drilling und die leichte, elegante Flinte mit' dein pfeifenden, kleinen Küglc'n und der schnalzenden Schrotpatrone« ebenso geschickt und treffsicher zu führen •wie die Feder des Dichters und fördernden Kritikers. {Denn Kritiker ist keine S'cliel, zu mähen kurz und klein«). Bruno E^-tler war Jäger, Jäger 'idt Leib und Seele und voil Groll im Herzen gegen all jene »geräuschvollen Holladriüh-Schießcr und Treibjagdkarikaturen, deren jägcrisclie Hc'tlentafen sich meistens nachher in oer Kneipe auslatclnern«. Und: ». . , weshalb sollte CS sich nicht vertragen, das Schrei, bcn und das }agen? Ein guter Kugjk treffer ist nicht weniger wert als c'n sicherer Worttreffer tnul ist mir in seine geraden Wucht jedenfalls lieber, als die krunnnen Bahnen von Nciu und Boshe't, mit denen »feine« Menschen im tlicken Wald schicfgewachsener Begriffe, im Sumpf der Trägheit und aus dem Hinter, halt der Verstellung ihr kaltherziges Wcidwerk treib{?n . . .« Wer denkt da nicht unwillkürl'cli an Hermann Eons, um nur gleich einen ganz Großen zu nennen, oder an die beiilcn bayrischen Ludwige, Thoma und G:ing-hoi'cr? * Bruno Ertler! Hätte er, der weder Grazer noch überhaupt Steirer war, nicht ausgerechnet in Graz gelebt und gearbeitet, in Graz, der »Stadt des ew'gen Dilettan. tismus auf allen Gebieten, besonders der Kunst^s, sein Name hätte einen weitaus stärkeren und helleren Klang. So aber blit-'b Ertler Zeit seines Lebens doch nur ein — lebendig Begrabener. In seinem Merkbuch findet sich eine Aufzeichnung vom Juni 1021, die in ihrer »Auseinandersetzung« mit dem genius loci Graecensis in Form rastlos kontrollierender Selbstkritik« fast wie ein Aufschrei klingt, wie der Schrei eines Wald. tieres, wenn sein Blut brennt. »Aber dann und wann reißt es mich hoch und treibt den Schlaf aus meinen Nächten, Und ruft das fürcherlichc Wort: Lebendig begraben! Wir leben fern von der Welt der Geltungen, wir waren ihr immer fern, wir aus der letzten Provinz der Deutschen. Wir mögen hier dichten, denken, erfinden und ergründen, was wir wollen: es künuuert sich nieniand darum. Wir sind inuner die Katzen, die sich um den eigenen Schwanz drehen . . . Und dnbci das Bewußtsein: wir sind nicht die Letzten am Tische Gottes! Wir wissen das, ilenn wir lesen und suchen eifersüchtig-gläubig, was" uns von uraußen hereinkommt, und finden oft und oft, daß es weniger ist als' wir können. Aber gilt, weil es draußen geschieht 'An-betung dei Köni;j:e«. Zwei Werke von Thoma^ »Knabe im schwarzen Anzug'< und »St, (ieorg zu Pferde« wurden für 1U.6U1) und 13.800 Mark verkauft. -J- Vollbehr-Ausstellung In Prag eröil-net. In den Räumen des Kunstgewerbe-Museums in Prag wurde Prof. Ern>i Vollbehrs Ausstellung ».\m Westwall, in PoliMi und Frankreich" von Unierstaat — Sekretär, SA-Brigadeführcr Dr. von Burghf)f. friicrlich enHfnet. Billingers »Hexe von Passiu« tschechisch uraufgeführt. Das t: ehcchi-sche Nationaltheater in Prag braehie diese:' Tage Richard Billingen; Hexe von Passau- zur tschechischen Ur.iuiiiilirun'j;. die zu einem großen Erfolg winile, I Das neue italienische V/ör c.bu h. Das vom Duce im Jahre 1934 in .\uflr.-ig gegebene X^'örterbiu'h der it' für den Wagenverkehr bis auf weit<>rc5 gßbpcrrt. Der. Politische Kommissar der Stadt Marburg a. d.' Drau 1. A, Dipl. Ing. Permoier, e. Ii J'''* Der Politische Rommissar Mr SMI Martid'a. d. Irir- Wüllalirtsaint nMI Mmmml .Alle im Gebiete der Llntersieierniark in der Nähe einer Schule wohnenden Volksdeutschen, die in geordneten Verhältnissen leben und die Möglichkeit haben, ^egen Bezahlung ein Pflegekind aufzunehmen, werden ersucht, dies schriftlich oder mündlich dem Wohlfahrtsund Jugendamt A^arburg a. d. Drau, Kasinogasse 1, zu melden. 4170 Knaus e. h. ffl^ w e h ö r t In fede fmmilim des UnimrfmndaM Der AmtsbUroermeister der Stadt Psftau Zahl: St. 1-88/3-1941. Pett.'iu, den 2<5. VI. l'.MI. Das Bataillon, das unsere Stadt am 8. .April dieses Jahres besetzt und damit für alle Zeiten vom Joch der Serben befreit hat, befindet sich auf dem Durchmarsch (iurch Pcttau. Die ganze Bevölkerung unserer Stadt weiß sich des Dnnkes schuldig, der unseren Befreiern gebührt. Wir wollen sie daher am Montag, den 30. d. M. um 18 Uhr auf dem Marktplatz begrüßen und ich lade alle Ein wohner ein, an dieser Begrüßung teilzunehmen' Nach der Begrüßung findet auf dem Adolf - Hitler - Platz ein Vorbeimarsch der Truppe statt. Ich bitte alle Hausbesitzer und Wohnungsinhaber, am Montag, den 30. Juni ab 13 Uhr ihre Häuser zu beflaggen und die Wohnungsfenster insbesondere in den Durchmarschslrnßen (Ungartorgasse, Adoif-Hiticr-Platz, Bismnrckgassc, Hauptplatz, Kaiserfeldgasse. Marktplatz, Färbergasse, Florianigasse) mit kleinen -Fähnlein und Blumen zu schmücken. Alle Gesehäfle sind um 17.30 Uhr /.u schließen und der (iefolgschaft Gelegenheit gehen, am offiziellen Empfang teilzunehmen. Die Einziehung tler Flaggen erfijigt abends mit Einbruch der i")unkcllieit. Heil Hitler! Der komm. Amtsbürgermeister: Scharner Lehrling, mit Schulvorbildung, guter Rechner, stark und gesund, wird sofort aufgenommen in großem Knufhause am Lande Antr. unter »Lehrling"!: an die Verw. 4029-8 leder Untersteirer liest die Marbiirger Zeitung! Beicanntmacliung T elegrammkurzantchrif t«n. Die bisher von den Anstaltsbcnützern mit der ehemaligen jugoslawischen Post-und Telegraphenverwaltung vereinbarten Telegianuiiknrzanseliriiten (verein ui en i Telegrammadressen) werden im Gebiet der Untersteiermark mit suioiiigei wii I samkeit außer Kraft gesetzt. ! Wer in Hinkunft seine Telegramme mit Kurzanschrift (vereinbarter 1 elegramm-, adresse) erhalten will, muß beim zustäntligen Postamt eine neue Ivurzanschr.ii 1 vereinbaren. I Kurzanschriften können für ein Jahr oder ein Vierteljahr vereinbart w'erden. Die (jcbühr für eine Kurzanschrift-Jahresvereinbarung beträgt 30 RM; für eme Vier-leliahrsvereinbarung 15 RM. Kündigungen von Jahresvereinbarungen können nur ■/um Ijide eines Kaleiuler-, lahrcs mit 3-monatlicher Frist vorgenommen werden. Wenn eine Jahresveremb'i-lung nicht 3 Monate vor Ablauf schriftlich geküniligt wird, so verlängert sie sicli auf unbestimmte Zeit. Die Deutsche Reichspost^ ist jedoeh berrehtigt, jederzeit mit dreimonatlicher Frist zu kündigen, wenn die Kiirzanschriit nield niehr jeden Zwc:-I fei und jede Verwechslung bei der Zustellung ausschließt oder in Verbindung liii-mit zu IJnzuträglichkeiten führt. Es ist unslattliafi, zu der neuen Kur/an schritt eine jugoslawische Bezeiehnimg. eine jugoslawische Anschrift oder eine Anschrift in Verbindung mit der szt. jugo slawischen Anschrift zu verwenden. Reichspostdirektion Grn/ Hauplschriftleiter .4nton Gertcbaclt, Stellvcrlrelendcr Hauptschrillleilcr Udo KHS|>er — Druck der „Marburger Dniclvc.