Echrlftleitmtg: N«thaa«g»fs» Skr. » ,Ei,e->e« fa).i >«,chfiii»»«! Xlflhl <»it »«!«In «m». » Q«ia> M 11—1* Ufer 6««. (wutMeeitea imkfn ttlA! fraMgcgckrt:. aanwnlolt »>?. IrtiHn »>Ol bmidMcift. latuaiigmgta * Me «fOMltana g«ß»a iu tn WHigft Itü-rrJlii wibStna (Btgegrn. — fiel W>e»rrh»Ii>»ge» viel«-aaQUj. Ckc .Xea!1«t «»chl- nliVtr: t*c*Craats(i*» £onn««[«g Burgen«. ss«.too. Berwaltmig: StathauSqaff» Str. I VkzoAs»eI>inlilli>zk»: ! »rch die P«f> , . k • » . K « to . K H üO Bit atlli mit ti* $aul: Stautii* . ... K i-io «tfrteljiürU — . ... K tr— WanÜ4tt>g .... X 1»-— RtH er»«Je* «ich II« vntgtirbdtict um die ioocwa ««rseatsiti »-#rtii||tNL Siageleileie »itnjtcmtaM »eltea Nt jat »dbelillaa«. Ar. 34. HiM, Donnerstag. 28. April 1904. 29. Jahrgang. Sie SeMsvertretungswahlen. Die Wahlen in die Bezirk«vertr»tung Cilli stehen vor der Tür. Gut Ding braucht Weile! I« Jänner 1903 waren die Mandate der allen V»zirk«v«rlrtlung erloschen, i« Mai 1 S 0 4 find wir glücklich so weit gelangt, in die Neu-wählen eintreten zu können. Fünsvierteljahre, das ist doch ein schöne« Geschenk für eine Bezirk«» Vertretung. die. hilf, was helfen kann! ihr« wankende Herrschaft stützen möchte und noch dazu für »ine V»zirk«ver,r-iung. die, wäre sie deutsch, so sicher »ie A«»» i« Gebet schon längst der behördlichen Auslösung versallen wäre. Aber da« ist ja nur lin Glied au« der langen Kette ron Freunde«-dunsten, atil denen die Regierung einer pervakischen Herrschaft in ihrer höchsten Not beispringt. S« kommt »och viel dicker! Man hat hierzulande mit wach» dem Erstaunen aus die Stellungnahme der Re» gierung geblickt; e« ist wahr, man hat un« Deutsche de« steierischen Unterlande« nie im Zweifel darüber gelassen, da ß wir an der Regierung keinen Freund besitzen, aber »och nie zuvor hat man un« so offe» »e» Einblick? in den feindseligen Geist gewährt, mit dem sich die österreichische Etaat«raison gegen un« erfüllt hat. Die Parteinahme der Re» gierung und ihrer Vollzugsorgane, Statthalter und Bezirk«haup>imann. hat schon längst nicht mehr da« Tageslicht gescheut. Die Wirkung dieser Stellung-»ahme aus die an der Herrschaft befindlichen Per» vaken äußesie sich in einer Art und Weife, wie sie nicht ander« zu erwarten war. Man zog dort die Schlußfolgerrung, daß die bisherige Wirtschaft die Sanlktion der Regierung habe und nur au« Dictier Annahme herau« läßt sich der — erklärten, mit dem «an letzthin den Beschluß saßie, die mieten Tausende von Steuergulde», um Sw Erziehung zur Moral. Hon Oskar Wesseyky, In keitnem Zeitalter haben sich die weitesten Kieise so eitngehend mit der Bedeutung und dem ^:sen der ! Moral besaßt, al« in dem unsrige». dennockh wird gerade heute auf die spezielle Erziehung zzur Moral bedeutend weniger Gewicht gelegt, al« die« Wissenschaft und Kultur bei un« erwarten Heißen. Mit Bewunderung lesen wir in den Werken dtfc klassische» Altertum«, wie der Vater de» Söhn-chm Mahnrworte voll edler, ewiger Weltwei«heit ill, wie die Muiier. den Knaben belehrend, auf Beiipietl de« Vater« hinweist und wie sie selbst de« Mädchen ein Borbild von Tugend und ^ter Weiblichkeit ist. Man erweckte da«al« in Kindermi den Abscheu vor allen häßlichen Eigen» ften und» Handlungen und die Begierde nach «ea, hoochherzigen Taten, inde« «an ihnen von «n uaabblässig mit Lob und Verehrung sprach, jenen > aber mit Ekel und Verachtung. Da« fultat einner solchen Erziehung war. daß die sachsemtde Jugend lernte, nicht au« Furcht vor iger Evtras» und nicht au« Hoffnung auf künf» Belohaimng da« Gute zu tun. da« Böse zu fett, > sondern weil eben da« Eine für schön ehrenoooll. da« andere für häßlich und schmach-galt. ! Man schämt« sich, unmoralisch zu sein, da« wmitau« entehrendste Schimpfwort, da« bei Howmer finden, heißt Schamloser? Ander»» fleht e« bei un« mit der Pflege der die der Bezirk b«stohl«n würd«, trotz de« Auftrag«« de« Lande«au«schufse«, trotz d«r Handhabe gericht« licher Urteile uneingeklag» zu lassen, da» heißt fo» viel al« die Steuerträger zur Ader zu lassen und mit vermehrten Lasten zu bedrücken, blo« weil «an den Parteige -n o s s e n . de« gewesema Bezirk«ob«ann D r. Sernec und dem Obmann-Stellvertreter Dr. D e l f o oder oi«lm«hr ihren ausgtstapelttn Reich tü«ern nicht auf den Leib rücken wollt«. Dir G«schicht« d«r BezirkSverlretung Cilli ist ung«««in lehrreich. Man sind«» da hübsch all«« beisammen: typische Pervaken, die sich den Rücken de« Volke« auSleihen, um zu Amt und Würden zu gelangen und dann in diesen Ehrenämtern wohl einen erstaunlichen und rühmlichen Eifer bekunden, wenn Beschlüsse auf dem Tapet stehen, welche ihr leibliche« Wohl berühren, welche aber die mit ihren Ehrenämtern übernommenen Pflichten der Gesamt-heit gegenüber in unerhörter und sträflicher Weis« vernachlässig«»? man findet da eine verblend«,« Regierung, di« im Bund« mit «in«r Partei steht, welche di« Verhetzung und den Umsturz auf ihr« Fahne geschrieben hat und die ihren Zielen mit d«n niedrigsten und gehässigsten Mitteln der V«r» ltumdung, der Aufreizung und de« Boykott« dient und man wird hier hoffentlich zugleich da« Schau» fpiel haben, wie sich deutsche Kraft einzig auf sich und die begonnenen, friedliebend«» Elemente unter unstrrn slov«nisch«n Land«leul«n angewi«s«n, trotz der niedrigsten Umstände durchzusetzen und den Weg zum Siege zu bahnen v «rm a g. Wir woll«« im Nachstthenden in gtdrängtrn Zügen di« Vorgeschichte drr bevorstehenden Wahlen geben: Die Mandate der heutigen Bezirk»vertret«ng Moral in der Kindererziehung. Anstatt die sittlichen Grundsätze al« selbständige Begriffe, al« eine Aesthe-tik der Seele allmälig in da« bildsame Gehirn der Kleinen einzupflanzen, begnügt man sich damit, diese Grundsätze nur in der Gestalt d«r Legende, in inni« g«r Vermischung mit d«n Dogmen und in unmi>tel» barer Abhängigkeit davon d«r Kinderseele zuzusiih» reu. Wohl bilden Dogma und Legende bedeutende Stützen sür «ine moralische Erziehung und e« loll auch im Vorangehend«» durchaus nicht gesagt fein, daß man bei d«r Erziehung diese Faktoren in drn Hintergrund stellen solle. Nur darf man nicht ver» gefsen. daß die Moral drr wichtigst« T«il der Re-ligion ist. und daß nur ein ausgeprägte« morali» sche« Gesühl für den Charakter eine« Menschen genügende Gewähr bietet. Wenn man aber die Glauben«lehre al« Schreckmittel mißbraucht und ein» Tat blo» nach ihren dereinstigen Folgen wertet, anstatt di» Folgen nach der Tat zu werten, dann begeht man einen Erziehungsfehler, der nur allzu häufig die traurigsten Früchte reifen läßt. vor alle« muß mit der Erziehung zur Moral schon zu einer Zeit begonnen werden, da das Ge» hirnchen noch nicht säbig ist, die Lehren des Glau» ben« auszunehmen. Wenn die zärtliche Mutter die Hand de« weinenden Kinde« zum Schlage gegen ihre Wangen führt oder sonstwie den angehenden Weltbürger durch den Anblick fremden Leide»« zu besserer Laune zu bringen sucht, dann darf man sich später einmal nicht über de» „launenhaften* Menschen wunder», der die im Kampfe um« Da» fein erhaltenen Wunden an feinen Mitmenschen rächt und nicht über die wohllüstige Grausamkeit, 1 waren — wie gesagt — von Rechl«w»gen bereit« i« Jänner 1903 zu Ende gegangen. Durch ei» ä«tliche« Mißverständnis recht eigentümlicher Art gelangten die Neuwahlen erst im Monate August zur Ausschreibung. Nun galt es, Zeit zu gkwinnrn, denn die Bevölkerung war von der unerhörten Betrug«geschicht« Losem in Atem gehalten und die Wogen d«r Empörung gegen die Schandwirtschaft der H«rr«n Dr. S«rn«c und Dr. D«cko gingen außerordentlich hoch, und so reicht denn ein Manöver der Regierung dem anderen die Hand, um die Wahlen hinau«zusch!eben, um so die ausgeregte Stimmung der Bevölkerung verflauen zu lckffen und um den am Ruder befindlich«» Günstlingen immer neue Galgensristen herauszuschlagen, in w«l-chen dirs« ihr« au« d«n Fugen gehende Herrschaft wieder zufamm«nzukl«istrrn trachteten. So unglaublich «« auch schein«« mag, so ist «« doch Tatsach», daß man der abgehenden Bezirk«-Vertretung sogar Machtmittel einräumt», die nur der neu zu wählenden zustanden. So ließ man u. a. di« Herren neue Lieserungtverträg« abschließen, um sich so Freund« erhalten bezw. neu schaffen zu können. In aller Erinntrung steht auch noch die samos« Bezirk«v«rtr«tung«sitzung, in d«r «an trotz der klar erwiesenen Beschlußunfähigst die Jahre«-rechnung de« Bezirke« für 1902 genehmigen ließ. Da« war sür sich allein schon starker Tobak! Diese Stellungnahme hat, wie bereit« au«gesührt. di« Folge g«z«itigt, daß di« bislang herrschende Mehr-heil in der BezirkSvertretung den Willen bekundet, sür daS von Kosem gestohlene Geld die ©teuer« träger bluten zu lassen. Wir beglückwünsch,ti die Regierung zu solchen Schützlingen. Der Abschem ihrer Taten sällt auch auf die Regierung zurück. Den .guten Ruf', den sie sich hiesür erwirbt, muß sie eben mit in Kauf nehme«. die oft mit dräuender Fratze hinter dem Deckmantel der Kultur hervorlugt. Ist daS Kind reif geworde» für di« Unt«rw«i» fung in der Glaud«nSl«hre, dann darf man erst recht nicht die moralische Erziehung auf diese Unter-Weisung beschränken. Um in der Legende da« We-sentliche vom weniger Wichtigen zu unterscheiden und sich au« der Legendenmoral »ine Leden«moral herauszuschälen, bedarf e» »in»« gewiss»« Feinge-fühle« für Gut und Böse, welch»« nur durch un» ablässigrnbelehrenden Hinweis auf Ersch»inung»n beiderlei Art entwickelt wird und dadurch, daß der Erzieher seinen Abscheu gegen da« Böse u»d seine Neigung zum Guten ostentativ zur Schau trägt und so gewissermaßen in da« Gesühl«lebe» de« Zögling« übertragt. Wie sehr diese« moralische Feingefühl meisten« mangelt, beweist der Umstand, daß viele Kinder eine unmoralische Handlung mit dem Vorsatz« b«g«h«n, sie nachträglich durch G«b«t und Buße gutzumach««. Und bei den Erwachsene» — ist e« da viel ander« ? Eine weitere Folge mangelhafter Erziehung zur Moral ist der schwere Kampf, den man mit-unter mit den Begirden zu sühren Hot um da« Gut« zu tun und da« Bös« zu um«rlass«n. Und wi« oft unttrlitg«« da nicht Furä.t vor Strafe und Hoffnung aus Lohn, wenn sie bi«her di« «inzigm Beweggründ« unsere« Handeln« waren, und wenn den Trieben nicht Abscheu vor allem Häßlichen und die Liebe zum wahrhaft Schönen, vor allem aber die Scham vor un« und der Welt al« starke Hem» mungen gegenüberstehen? Da« Gute wird, fo lange e« um feiner selbst Seite 2 Schuldig, da» gestohlene Gut wiederzuersetzen sind nach dem allgemeinen Rechtsempfinden, nach der Voltesstimme, nach dem gerichtlichen Urteile, da« dem Kose« den Milderung«grund der ausstoßenden Gelegenheit infolge mangelhafterKontrolle feiten« de« Dr. Sernec und de« Dr. Deck» zu-billigte und endlich nach dem klaren RechiSspruche de« st eiermärkischen LandetauSschusse« einzig und allein vie beiden obengenannten Herren, die wohl auch Geld genug zusammengeschart haben, daß sie e« nicht nötig haben. Unschuldige sür ihr pflichtwidrige« Verhalten auskommen zu lassen. Und wenn schon diese Herren so wenig Scham« gesühl besitzen, daß sie sich weigern, die« au« eigenem Antrieb, au« Rechtlichkeii«empsinden zu tun. so hätten doch die übrige« Mitglieder der herrschenden Mehrheit in ihrer Gesamtheit da« Ehrenempfinden und den Mut aufbringen sollen, um diese Herren zu ihm Pflicht zu verhalten. Wa« hat die Regierung nicht alle« getan, um die Enlscheidung hinauszuschieben? Die Emschei» düngen der Bezirkshauptmannschaft über die ein-gebrachten Reklamationen wurden über Berufung der Statthalter« vorgelegt; die Statthalterei ver-wies die berufenen Entscheidungen abermal« an die BezirkShauptmannschast zurück, die merkwürdiger-weise nun wieder ganz ander« entschied, al« da« erstemal. E« wurden die umfassendsten Erhebungen gepflogen, SachoerstSndigerurteile eingeholt und den Behörden die verschiedenartigsten Daten abver-langt — e« drängle ja nicht — der Statthalterei war aber selbst damit noch nicht gedient und die BezirkShauptmannschast erhielt den ganzen Akt nochmal« zurück, mit dem Auftrage neuerdings Erhebungen zu pflegen. Abermals wurde, natürlich unter großem Zeitaufwand«, ein gewaltiger Apparat in Bewegung gesetzt, neuerlich Sachverständige herangezogen und jetzt endlich — man hatte inzwischen glücklich ein volle« Jahr zwischen den Fall Kosem und die Neuwahlen gebracht — kann die Wahl vor sich gehen. Den b-sten Trumpf hat sich die Statthalterei aber für zuletzt aufgespart, indem fie Ihre Entscheidung über di« vorliegenden Rekurse, so weit e« halbweg« anging, den Wünschen der Pervaken anpaßte. Trotzdem werden sich die Erwartungen der Re-gierung wohl nicht erfüllen. In ihr Kalkül haben sich verschiedene Rechenfehler eingeschlichen. Auch die Alarmnachrichten de« „Alldeutschen Tagblatte«' denen auch der „Slovenec" (stehe Slov. Zeitung«« stimmen) Unglauben entgegenbringt, schießen über willen geschieht, viel mächtiger aus uns wirken, al« wenn wir e« blo« de« Lohnes halber tun. Ande-rerfeit« wird un«. wenn der Abscheu vor dem Bösen mangelt, durch die Furcht vor der Strafe die Borstellung einer bösen Handlung näher ge-rückt, da« heiß«, wir befassen uns mii dieser Bor-stellung und — wer kennt nicht da« Sprichwort von den verbotenen Früchten l Zum Schlüsse noch eine«. Gesetzt den Fall, — und wir müssen hier mit Tatsachen rechnen — ein Mensch wird an seinem Glauben irre oder er hört auch nur aus, die Gebote der Religion strenge zu halten; wehe dann der Moral, wenn sie nur Glauben«sache war! Wa« hält dann den Menschen zurück vor dem Schändiichsten? Wa« »acht ihn zu einer guten Tat fähig, wenn feine Moral aus Furcht und Hoffnung einer Zukunft fußte, der er nun gleichgiltig gegenübersteht? Wie nun kläge Ellern, selbst wenn sie mit irdischen Gütern reich gesegnet sind, ihren Kindern Kenntnisse und Fertigkeiteu auf den Lebensweg mit-geben für den Fall, daß sie deren einst bedürfen sollten, ebenso ist auch in einer strenggläubigen Familie eine selbständige Pflege der Moral uner-lätzlich sür da« künftige Glück der Kinder. Der Glaube ist ein Reichtum: man muß mit der Mög-lichkeit rechnen, ihn zu verlieren. Darum erwecket in Euren Kindern ein Scham-gesühl der Seele, wie Ihr ihre Körper zur Züch. tigkeit erziehet, und sie werden sich nicht nurfürch. «en, schlecht zu sein, sie werden sich auch schämen, nicht gut zu sein! ' „geotfdye Wachr" da« Ziel hinaus. E« besteht di« feste und begründete Aussicht, drn Sieg an die deutsche Fahne zu heften, wenn sich all« besonnenen und friedfertigen Elemeate die Hand reichen. Wir können auch nicht glauben, daß sich vernünftige Leute finden können, die sür eine Ge-sellschaft stimmen werden, die ihnen von vornherein Steuererhöhungen zugedacht hat, weil den Herren Dr. Sernec und Dr. Deiko, al« geschätzten Partei-genossen nicht nahegetreten werden darf. Im Antrauen auf die sieghafte Kraft der von un« vertretenen Sache tretm wir Deutsche in den Wahlkamps — »it der festen Zuversicht ein. daß un« auch der Sieg wird. Der Rassenkampf im fernen Osten. 5«r Aar auf dem Kriegsschauplatz«. Der Zar dürft« sich im Juli auf d«n Kritg«-fchauplatz begeben. Zu dieser Zeit wird Kuropatkin genügend erstarkt sein, ym zu kräftigen Angriff«, stößen gegen die Japaner auszuholen. Z>er Aal» von den Japaner» überschritt«. Die Japaner haben den Jaln an verschiedenen Punkten, teilweise unter heftigen Kämpfen, über-schritten. Di« Ruff«n mußtrn zurückgehen, da ihre Stillung durch «in« Landung dir Japaner in ihrem Rücken unhaltbar geworden war. Aer Alvster» der SUflta zur See. Abermals hat eine japanische Mine ihre Schul-digkeit getan. Eine russisch« Dampsjchaluppe, di« braustragt worden war. da« Fahrwasser nach Unter-sekminin abzusuchen, ist auf «in« japanische Mine gestoßen und ausgeflogen. Ein SchiflSleutnant und 28 Matrosen haben hiebei ihren Tod g«sund«u. 5er pienß auf Korpedovooten. Ein japanischer Torpedobootführer schildert die Gtsahren und Anstr«ngung«n d«S Dienste« folgen' dermaßen: Unsere schlimmsten F«inde sind Wett«r und Kält«. Ost ist «S fast, al« ob di« Leute unter einer Ei«d«ck« fchlafkn. Da die Lücken immer dicht g«halt«n werden müssen, können die Kohlenbecken nicht angewendet werden. E« ist ein Wunder, daß dennoch Krankheiten und Erkältungen so selten sind ; «« kommt da« wohl daher, daß die Leute immer in der gleichen T«mp«ratur sind und nicht, wi« an Bord großer Kriegsschiffe, wo man geheizte Kam-mern hat. auS der Wärme in die Kälte und um-gekehrt kommen. Die Offiziere leiden alle nnter Schlaflosigkeit, selbst wenn Zeit zum Ausruhen da ist. Ihre Nerven sind überspanne, da sie die Nächte immer ohne Licht fahren müssen. Da« ist angreifender und schlimmer al« wirkliche« Gesicht. Aotitische Aundschau. 3>ie Alldeutsche Bereinigung für ßilll. Die alldeutschen Abgeordnelen haben gestern eine An-frage an den Ministerpräsidenten und Leiter de« Justizministeriums, betreffend den RechtSbruch der steiermärk. Statthalterei bei Erteilung de« Wahl« rechte« von AmtSwegen an windische Bauern, ferner wegen der beabsichtigten Erlassung einer neuea Verordnung für di« Gerichte in Kärnten, fo-wi« wegen einer Reihe von VerwaltungSmaßregeln zu Gunsten der Slovenen, wi« die Beseitigung d«< gegenwärtigen LandeSpräsidenten von Kram und endlich wegen Errichtung «iner slov«nisch«n Fach-gewerbtschul« in Sachsenseld gerichtet. In der An-frage wird auf di« jüngst«» Vorkommnisse in dieser Beziehung hingewiesen und auSaeiührt. daß in de« Vorgehen der Regierung eine offen zutage li«g«nd« Parteilichkeil zu Gunsten der Slovenen vorliege. Der Ministerpräsident wird gefragt, ob er die ge-fetzwidrige Entscheidung der steierm. Statthalter« ausheben wolle, welche Gründe sür die beabsich-tipte Erlassung einer neuen Gerichtsordnung für Kärnlen vorliegen und wi« «r biet zu rechlferligtn vermöge. Ans der Aergangenheit des Aischofs Aaser. Al« Bischof Dr. Bauer von Brünn auS 1892 da« Pfarramt von Eibenschih besichtigt«, hielt er bei d«r ReligioSprüfung d«r Kinder der deutschen Schule «in« Ansprach« an di« Versammelten, die folgenden Wortlaut hatte: „Meine Herren und Damen! Ich bin schon zehn Jabre Bischof. I« Laufe dieser Jahre habe ich sast schon hundert Schulen besucht, aber «in« solche Schule, wi« di« hiesige, habe ich uoch nirgend« gesunden. Ich vermeinte, drr Schulverein erhalte die Schule nur für deutsch« Kindrr. Jetzt ober erkenne ich, daß Nummer 34 vie« nicht so ist. Tschechisch« Kinder werde» je» zwangen, diese Schule zu besuchen. Zhr ar» Kinder könnt nicht« dafür! Wie schwer euch du« Lernen in «iner srrmdkn Sprach« ankommt, krf kann nur ich beurteilen. Ich bin der Sohn emt deutschen Vater« und einer tschechischen Mit». Ich war so unglücklich und mußte eine deutsch Schule besuchen.' — Bischof Bauer, ver Schi ein«« deutsch«« Vater«, hält e« für ein U»M daß er eine deutsche Schule besuchen mußte. 8» glauben, wenn er nie da« Unglück gehabt (A* eine deutsche Schule, besuchen zu müssen, wäre « höchsten« Pfarrer in einem tschechischen Reite im) niemal« Bischof von Brünn geworden. Für ta Deutschen war e« ein Unglück, daß Bauer Kind di« deutsche Schul« besucht«, für ihn gmj nicht. Und «in solch«r Römling wird noch ili objektiv von der Regierung Koerd«r zur Befördaas nach Olmütz empfohlen! Tschechische Propaganda in Z>e»tscht«»d !n „Franks. Generalanzeiger' berichte«: Nach lschech« schen Blättern ist im März d. I. in Sachse» to dritte Sokolverein (tschechischer Turnverein« ausgesprochen antideuischer Tendenz) degriM worden. Der Herd der Propaganda ist in DreSd». von wo au« zuerst der «schecho-slavische Un» stützungSverein in Meißen »sokolifier«' und da» ein Sotoloerein in Pirna in« Leben gerufen irafc der den unschuldigen Namen „Turnverein mann" trägt, während per Dr««dener, welch« »il allerlei terroristischen Mitteln in der tschechisch» Diaspora arbeitet, sich Turnverein »Fügn«' nun. Die tschechische Presse brgrüßt den neuen kämpser in Pirna, den achten Sokolonei» » Deulschen Reiche, aus da« freudigste und knüpft» sein Wirken große Hoffnungen in nationaler H» I sichl. — Da« Pirnaer Amt«blatt, der .Anzeiz»', I schlägt gegen da« provokalorische Auftreten dir i I Deulschland Gastfreundschaft genießenden Tschech» I einen sehr scharfen Ton an. Er schreibt u. o.: ,& I erwarten, baß die B«hörd« in dieser AngelezatzchM Stellung nimmt und damit die Erbitterung aal I der Welt schaff«, welche bereil« in einer Reihe vri I Zuschriften an di« Redaktion zum Ausdrucke z» I langte. Oder soll man e« noch erleben, daß i» Pim I ein« tschechisch« Koloni« gegründet wird?!" Z>ie AusflandsSewegung in A»jm. I Ungarn hatt« in Diesen Tagen jetzt einen 2la<|tai I von eine« Umfang und einer Beschaffenheit j» I verzeichnen, wie er selbst in Ländern der so«tp I schrittensten sozialen Entwicklung sich noch ,ch I ereignet hat: einen Generalstreik der Elaalt-Eisn- I bahner, der da« gesauiie Land umfaßte, sc diz I — mit geringen Ausnahmen — der ganz« Laich > stockt«. Ader da« Jnter«ffantest« an ditse« äto! I ist die Talsache, daß e« sich um einen staatlich^ Betrieb handelt und, damit wird vielleicht «»»»<« Kapitel in der Geschichte der wirtschaftlichen eröffnet, daß nicht bloß die Arbeiter i« Mistral Sinne de« Worte«, sondern auch die Beamei a I den Autktand getreten sind. Zum erstenmale ges^t I e«, daß Beamte und Arbeiter, von der Eolid»wil l ihrrr Interessen durchdrungen. Hand m Hand p I sammengiengen. Eisenbahnausstände, wi« sie. -II» I ding« nicht in solchem Umfange wie jetzt «<> Un:^, I schon wiederholt im letzten Jahrzehn« sich neign« I können freilich nicht ganz nach jen«n Gwndstz» I beurteilt werden, die sonst sür di« Noiwehr to I wirtschaftlich Schwächeren maßgebend sind. 2ü I moderne Verkehr hat solch« Dimensionen aip I nommen, daß «r nicht nach rein prioativin^ I lichen Normen g«r«g«lt werden kann. Der I bahnbetrieb ist eine öffentliche Angkl'genheit, >ü I die in demselben beschäftigten Personen Hai» I mögen sie nun Privat- vd«r StaatSangestellte sch« ««wisse Verpflichtung«» der Gesamtheit gegnM I Darum ha« man auch in sozial sehr vorgeschn» I nen Staaten nicht g«zög«rt. di« Koaliiuichch» hei« in B«zug aus Eisenbahnangeftellke i« j^i I der Not «in«: gewissen Korrektur z« »«»I ziehen. Al« in Viktoria in Australien i» Ich» I 1900 ein Au«stand der Eisen bahna»gt^I>I au«brach, beschloß da« Parlament ein Gesetz. »I nach die Einstellung der Arbeit sür Stseidil« I unter Strafsanktion gestellt wurde. Und brlaatrfü I erfreut sich sonst Australien der größten sqich»! Freiheit. Die gleiche Maßregel hat auch i» dazu beigetragen, den Eisenbahnstreik imJahnW I zu beendigen. So gewiß e« nun ist. daß dttfaftl stand in Ungarn sür die Allge«einheit eine ich»M Heimsuchung bildet, so läßt e« sich doch nicht mm kennen, daß dieser Verzweiflungsakt oo» ö0,N> Personen durch Ungeschicklichkeit und falsche« iliu» » tät«gefühl provoziert wurde. Die UnzusrietechM der ungarischen Siaat«eisenbahn-Bedienstete» tschM fhimmm 34 schon feit! längerer Zeit und die Regierung war avch btfttrebr, durch eine Sehalt«reguli,rung ein ^Entgegenkommen zu bezeigen. Allein die ^^torlage war ganz unzureichend, ja in einzelnen Fällen w«äre statt bet in den knappsten Grenzen gehaltenem Erhöhung bei Gedalte« sogar eine Ver-minderungg rinpetceten. Die allgemeine Laude«ver-fammlungz, welche zu dieser Frage hält? Stellung nehmen fooQtn, teuree oet boren und die Beamten, welche tieotzdem nach Ösen-Pest kamen, verhafte». Diese« übtr die deutschen Hunde hänget. Witird sich Gatte« Lohn erwerben; Denmn der Probst versprechet euch Fest jt dafür da« Himmelreich!" J)nüit[4f5 Hteich. Der Ausstand der Hetero« in Deutschch-Lüdwestaftika. welcher schon zahlreiche Osstziete i and Mannschaften al« Opfer gefordert, ist — wie e alle Anzeichen immer deutlicher erkennen lassen — i von langer Hand vorbereitet gewesen und dürste der t liebe englische Bettet die Karten gründ» lich gemisoschi haben. Die Bewaffnung der Eingebo-rennt ist , eine verhältnismäßig sehr gute und ihre Führung c auch. Die Niederwerfung des Ausstände« wird jedemnsall« noch viel Zeit und Blut kosten. MemZZ>e»tschtnm w de» gereinigte» Staaten. BetherzigeMSwert für alle Deutschen sind die Wone deS einer : alten englischen Familie entstammenden Bischofs IJohn Lancaster Spaldina von Peoria, Jll. I Jn einem« Briefe schrieb er: „Die Anhänglichkeit der Eingeqewanderien an diese« Land würde einen geringeren « Wert besitzen seilen« solcher Fremdgebo-renen. die ie nach ihrer Einwanderung sich einbilden, sie konntenen ihre Treue gegen da« neue Vaterland dadurch bebeweis-», daß sie ihr alte« vergessen. E« sind geradode die edelsten Seelen und die Angehö-rigen der r besten Nationen, di« ihre jungen Jahre «nd der €6}«««n, die ihre Kindheit umgaben, stet« mit innigfigster Wärme gedenken. Geradezu unbe-greislich >f ch et mir, wie irgend jemand wünsche» nnm, die ie Einwanderet oder ihre Kinder sollten ihre Muttatlerfprache vergessen." Und in einet Rede aos dem K Katholikentage in Illinois sagte er: .Ich Mn keiner ir von denen, die engherzig keine andere Cprach« ne neben der englischen nicht dulden wollten. Wie törichtichl wären die Deutschen, auf einmal ihr« Mutterspra^lache preiszugeben, die innig verbunden ist mit der Religion ihre« Hetzen«, mit den Ttäum«n der Kindheit, und d«r«n Literatur ein Kalifornien klassischer Reichtümer geworden ist. E« tut mir immer herzlich leid, sehe ich einen Deutschen in Amerika sich schämen, deutsch zu sprechen. Ich finde, daß solche Leute zu den obetflächlichsten Menschen gehören.' Kl» teutonischer Welteubund. Prof. Bur-geß von der Univeisimt in Columbia empfiehlt in einem Artikel nach dem Vorgange Mvmmsen« daS innige Zusammengeben Deutschland«, England« und Amerikas, deren Völker durch Abstammung und Denkweise zur Durchführung de« teutonischen WeltenbundiS wohl geeignet feien. Amerika solle durch die Beseitigung der unzei'gemäßen Schutzzölle einet Annäherung die Wege ebnen. Slovenische Zeitungsstimmeu. $i» Stimmungsbild aus dem gegnerische» Lager. Der .Elovenec' druckt in seiner Nummer vom 25. d. M. die Alatmnachrichten de« Alldeutschen Tagblatte«, wonach die Aussichten der Slovenen für einen Sieg in den Eillier BezirkSveritetung«-wählen giinstixe feien, mit der wehmütigen Be-Wertung ab. daß die Absichten dieser Schreibereien leidet nur zu durchsichtig seien und daß e« sich hier wohl nur um ein Manöver handle, da« den Zweck verfolge, die Regierung einzuschüchtern und dergestalt in ihrer Bewegung«freiheit zu behindern. Die Ausstellung des 1. Internationalen Kongresses für Schulgefundheitspstege. 11. Fast die Hälfte der Ausstellungsräume war mit Schulbänken der verschiedensten Art belegt. Die Gründe bitfür liegen Hat zutage. Ist e« doch ge-rade die Schulbank, die. schlecht gebaut, zu sehler» haftet Haltung beim Sitzen, Lesen und Schreiben zwingt und dadurch da« oft schon vor Beginn der Schulzeit auftretende Uebel der RückgratSverkrüm-mung und Kurzsichtigkeit erhöht und vermehrt; außerdem hängt von den Ausmaßen der Schul-dank vor allem die Lehrzimmergröße und dann wieder der Aufwand für di» Schulbauien ab. Gründe genug also, daß sich die Aufmerksamkeit der Fachkreise sozusagen von selbst auf die Ver-vollkommnung der Schulbänke gerichtet hat. Aber trotz der Hunderte von Schulbankarten, welche im Laufe der letzten Jahrzehnte von Aerzten, Lehrern und Technikern erfunden wurden, haben sich nur ganz wenige für den klassenweisen Gebrauch halb-weg« bewährt: Halbweg«, weil e« bisher trotz aller Vervollkommnungen nicht gelungen ist. eine Schulbank zu erbauen, welche allen an ein fo wichtige« Schulgerät gestellten Anforderungen ent-spräche. Eine ganz einwandsteie Bank dürste wohl auch niemal« Zustandekommen. Di« Schuldankftage wird daher den Fachkreisen ein ebenso unentwirr-bare« Räts'l bleiben, wie die Balkansrage den abendländischen Staat«weiseu. Di» Stadt Nürnberg darf jedoch den Ruhm für sich in Anspruch nehmen, durch mehrjährige Versuche wenigsten« nach einer Richtunn hin zur Klärung und Erledigung der Schuldankftage beigetragen zu haben, nämlich in dieser, datz 1. die zweisitzige Bank entschieden der mehritzigen vorzuziehen sei und 2. daß unter den zweisitzigen Bänken der von Rottig erbauien der Vorrang ge-buhre. Bi«her hatte sich nämlich die Bestellung, daß die Verwendung der zweisitzigen Bank infolge der Vermehrung der Zwischennänge entweder eine Herbminderung der Schülerzahl oder eine hebe»-tende Vergrößerung der Lehrräume verlange, der-an in der öffentlichen Meinung festgese, t, daß man lieber auf umständliche Weife den Nachteil der mehrsitzigen Bank durch bewegliche Einrich-tungen — Klappsitze, beweglich» Schreibbreiter — zu beseitigen trachtete al« durch überzeugende Bet-suche, diesen Einwand gegen die zweisitzige Bank zu entkräften. Die Rettiabank »Modell 1903' vereinigt in sich f»lgende Eigenschaften: I. Sie ist mit einet auf dem Boden liegenden Schiene zwangläufig verbunden und umlegbat. 2 Die Anordnung der Bänke und Wechsel« schienen ist so eingerichtet, daß da« Au«wechseln v«rschied«n großer Bänk« und d«r dazu gehörig«,, Wechselschienenstücke mit Leichtigkeit vorgenommen werden kann. Die Wechselschienen liegen ftei aus dem Boden, brauchen also nicht an-geschraubt zu werden. 3. Die Tintenfässer werden beim Umlege« der Seite 3 Bänke nicht herau«zenom»en; ttetzdrm kann die Tint« nicht auflaufen. 4. Die breiten und geschweiften Sitzbretter sind nicht so lang wie die Schnibbretter. 5. Jeder Schüler hat s«in« geschweifte Lehne für sich; da« Lehnenbrett versteift da« Sitzgestell der Bank. 6. Die Rahmenstollen werden zusammenge-halten durch ein gerollte« Fußbrett, worauf die Füße der Schüler warm und trocken stehen. Die Vorzüg« d«r Rettigbank gegenüber allen andern Bankarten hat Oberbaurat K. Webet treffend dargelegt. Von den Vorzügen ist vor allem der zu nennen, daß die Bank infolge ihrer Um leg bar« keit die tägliche Reinigung der Schulräume ermöglicht. Durch die Verkürzung de« Sitzbrette« wurde eine bedeutende Gewichi«vereinigung erreicht; denn nun konnten auch die Seitenwangen weiter nach innen gerückt und Fußbreit, Bücherbrett und Bücherkasten kürzet gemacht werden. Dadurch kam aber auch der Drehpunkt der Umlegevorrichtung, der sich selbstverständlich am unteren Ende der Seitenwang« befinden muß, weitet noch innen, wa« da« Umlegen seht etl«ichtrrt. Da da« Umlegen in-folge der zwangläufigen Führung nur nach «iner Seile geschehen kann und die Tintengläser so eingerichtet sind, daß ein Au«laufen der Tinte in der Drehrichtung nicht möglich ist. so schließt die« gegen ander« Bänke wieder ein«» bedeutenden Bot« zug ein; anderetfeit« hat da» tägliche Umlegen de» Votteil, daß sich infolge der häufigen Erschütterung in den Schiebgläsetn kein Bodensatz bilden kann, we«halb die Tinte, die sonst leicht verdirbt, bis zuletzt brauchbat bleibt; außerdem hat di« An-w«nd»ng der liegenden Flasche mit aufgebogen«« Halse — da« Rettig-Tintenala« — noch de» zweiten Vorteil, daß sich stet« nur eine klein« Menge Tinte in d«m Hals« b findet, di« Feder de« Schüler« sich also nicht übermäßig mit Tinie beladen kan». Die neueste Gestaltung der R-ttiglchen Tintenfässer, bei denen der Hal« in der Richtung nach de« Schüler zu ansteigt, erleichtert ihm gleichzeitig da« Eintauchen. Und nun da« verkürzte Sitzbrett und dessen Bedeutung für die günstige Sitzhaltung der Schüler! Schon ein Vergleich mit dem Stuhle zeigt, daß ein breitetet Sitz al« dieser ihn bietet, sür »ine bequeme Untttstützung der Körpersitzfläch» nicht nötig ist. Wenn demgegenüber die Sitzbretter der meisten Schulbänke erheblich breiter sind, so habe» die« nicht Gesundheit«gründe veranlaßt, sondern zumeist die Bequemlichkeit, bei gleicher Länge von Sitz- und Schreibbrett auch di« Seitenwangen der Bänke an den Enden anordnen zu können; damit kamen auch die Querstollen an die Außenseiten, wa« da« Ein» und Au«tret«n wesentlich «rschw«rt. Da« verkürzt« Sitzbrett gibt dagegen dem Schüler di« Möglichktit, den richtig«» Sitz schnell z» finden; denn sobald er sich in die Bank gesetzt hat. befindet et sich auch schon vor der Mitte de« Schreibbrette«. Da« ist aber von größerer Wichtig« keit für die richtige Lage de« Schreibhefte« und der schreibenden Arme, weil der Schüler nie so weit an da« Ende de« Schreibbrette« rücke» kann, daß der rechte oder linke Arm darüber hinauSdängt und dadurch zu Verdrehungen der Wirbelsäule Anlaß gibt. (Schluß folgt.) Äns Stadt »nd Land. Ansschreivung der Wähle» für die Eillier ZSejirüsvertretvng. Die Wahlen in die Bezirk«. Vertretung Cilli sind für den 13., 14., 16. und 17. Mai «»«geschrieben, und zwar ist der 13. und 14. für den Großgrundbesitz und die Höchstbe-steuerten, der 16. und 17. für die Stadt- und Landgemeinden bestimmt. 7ers«»alnachrichte«. Zum Leichenbegängnisse de« Grasen Men«doiff-Pouilly auf Schloß Wölla» find gestern hier angekommen und im Hotel »Erz-hetzog Johann' abgestiegenSe. Durchlaucht Fürst Hugo Dieirichstei» k. f. Oberst und Flügel« Adjudant St. Majestät d«« Kaiser«, ferner Graf Albert Men«dotff, österreichisch-unaanschet Botschafter in London und der k. k. Oberstleutnant und Deutsche Orden«tittet Gras LadiSlauS Cavtiani. Aamilie»»achricht. Morgen Donnerstag findet in der Stadtpsarrkirche zu Wolssbetg die Trauung de« Herrn Josef Sadukofchegg, Gerberei-besitze?« in Lemdetg bei Neuhau«, ant Fräulet» Rest Bacher statt. Seite 4 .Deutsch- Macht' Kuruoerei». Sam«tag den 30. April, 8 Uhr abend«, findet im Gasthof „Stadt Wien" ein« Turnerkneipe statt, «äste sind hiezu höflichst ein-geladen. — Heule Mittwoch den 27. d. M. ist Berein«keg-lschi«btn beim .Mohren' ; die Keg«l» abend« sind auf Mittwoch ,n jeder Woche angesetzt. — Zum Gautag nach Graz fahren Sprechwart Herr Dr. N e g r i, I. Schriftwart Herr Patz, I. Turnwart Herr Ferjen. Versammlung der Kaadelsangestellte« va» Kilki. Sonntag den 1. Mai d. I. findet im Saale de« Hotel« „Terschek' um 4 Uhr nachmittag« eine Derwmmluna statt, in welcher Reich«ratSabgeord. neter, Herr Otto Wilhelm, ferner die Herren Juliu« G u f ch e l b a u e r und S t e i n e ck e au« Graz Stande«angelegenheiten zur Sprache bringen werden. Jene Herren, denen keine Einladung bi« dahin zukommt, werden gebeten, die« gefälligst zu entschuldigen und der Wichtigkeit wegen Zuversicht lich zu erscheinen. Seüti«u giffi «es deutsche» und österreichi scheu Alpe»»ereines. Die für den 29. April 1904 in Aussicht genommene Monat«oersammlung mit Vorführung von Lichtbildern au« dem Himalaya» bebi,te de« Herrn Dr. C Boeck find« nicht statt, da Dr. Boeck seinen Reifep'.aa geändert hat und vermutlich erst im Herbste unsere Gegenden wieder gerührt.— Der Sommer«Fahrplan der Südbahn enthält, entsprechend einer bereit« vor einiger Zeit von der Eektion«leitung gemachten Zusage, einen »euen Personenzug nach Steinbrück. welcher Cilli um 12 Uhr 36 Min. mittag« verläßt und in Stein brück um I Uhr 13 Min. eintrifft, wodurch A»«< flöge nach Tüffer, Römerbad, Steinbrück und in die reizende Umgebung dieser Orte wesentlich er-leichten werden. Z»e«tsch-eva«geKscher A»»d für «ie Hfl»arK. Morgen Donnerstag findet, wie bereit« gemeldet, im Hotel »Zur Krone' die gründend» Versammlung der Ort«gruppe Cilli d«s „Deutsch»«vangelisch«n Bund»« für di» Ostmark' statt. — Anmeldungen zur Mitgliedschaft nehmen vorläufig entgegen Ober-Ingenieur H. Mohr und Pfarrer Fritz M a y. Beerdigung. Am 24. d. M. wurde der Hau«, besitz« und Selchermeister Herr Samuel Payer unter überau« ehrendem Geleite zu Grabe getragen. Der Tod hat Herrn Payer im schönsten Manne«» alter von 41 Jahren dahingerafft. Die Stadt Cilli verliert iu ihm einen wackeren deutschen Bürger. Herr Payer erfreute sich de« Rufe« eine« tüchtigen Geschäft«manne«, war seinerzeit Mitglied der Ge» «eindevertretung und Obmann der Krankenkasse der Fltifchtrgehilftn. Die große allgemeine Beliebt» heit. deren sich der Dahingeschiedene zu erfreuen hatte, gelangte in der ganz außerordentlich starken Beteiligung an dem Leichenbegängnisse zum Au«» drucke. An dem Trauerzuge nahmen nahezu an 2000 Personen teil, eine für Cilli ganz ungewöhn» lich hohe Zahl. Dem Sarg» folgten nächst den Verwandten de« Verstorbenen der Gemeinderat mit dem Bürgermeister, Herrn Juliu« Rakusch und dem Bürgermeister» Stellvertreter. Herrn Dr. Gregor J«I«nko, der Cillier Deutsche Gewerbebund, der Militär-Beteranenoerein mit Musik, der Männer» gefangverein .Liederkranz', der Deutschvölkische Gehilfenverband, die Genossenschaft der Fleisch» Hauer, die Vertreter der Krankenkasse der Fleischer, gehilsen; ferner neben der Cillier Bürgerschaft Bürger au« Tüffer, Storö, Hochenegg, Schleinitz «. f. w. Außerordentlich zahlreich und prächtig waren die Kranzspenden. An dem offenen Grabe hielt der evangelische Pfarrer Herr May eine er« greifende Grabrede, bei der fast k«in Auge trocken blieb. Auch sang der Cillier Männ«»gesangver«in Liederkranz einen Trauerchor. Schw»rgerichtsNerhaudt»ugeu. In der be. vorstehenden Schwurgericht«»Sitzung gelangen fol» aende Fälle zur Verhandlung: Montag den 2. Mai: Vorsitzender Präsident v. Wurmser; Franz Kl ad-n i k. versuchter Saitenmord. — Dien«tag den 3. Mai: Vorsitzender L.-G.-R. Gregorin; Josef Prinj.Be« trug. — Mittwoch 4. Mai: Vorsitzender O.-L..G..R. Reitter; Max Kojer. Totschlag. — Donnerstag den 5.Mai: Vorsitzeader L.-G.-R. Gregorin; Hein» rich Anion Kovac. Diebstahl. — Freitag 6. Mai: Vorsitzender.- L.-G.-R. Kotzionschitz; Alex. Arnej, Verbr. d. schw. körperlichen Beschädigung. — Anton «kor, §§ 48 und 491 St.-G. Ziefitzwechsel. Da« Landhau« der Baronesse Rast ist in den Besitz von Frau Fanny Manner übergegangen. Sch«rfAe»Uiss»«ge». Vom k. t. Revierberg-autte in Cilli wurde dem Herrn Franz G a « S e k in Laak bei Steinbrück und de« Herrn Lad. Joh. Nummer 5t Roth, Ingenieur und Baumeister in Cilli die Bewilligung erteilt, im Amt«bereich der k. I Be» zirtthauptmannfchaft Cilli bi« einschließlich 22. Fe» bruar 1905 schürfen zu dürfen. J>1« Deutsche« und «ie sloveuische Aezirks-Vertretung. Da« hiesige slovenische Blatt griff >n feiner vorletzten Nummer die deutschen Mitglie» der der B»zirk«verlr»lung Cilli ob ihrr« Fer»blei» ben« von den Beratungen der Bezirk«Vertretung an. verschweigt jedoch wohlwei«lich den Umstand, daß e« die Deutschen nie unierlassen haben, gegen die Abhaltung der Sitzungen im Narodni dom, der slovenisch-nationalen Trutzburg, Verwahrung einzu-legen und ihre Anteilnahme an den Sitzungen von der Verlegung derselben auf neutralen Boden ab-hängig gemacht haben. Da« Verlangen, die Deut schen möchten unter dem caudinischen Joche hin durchgehen, kennzeichnet fo recht die pervakische Arroganz. Aufrage «» «e» Herrn Auskultant?» A»2iö. Wie vertragen sich AgitattonSreifen mii der Siellung eine« Staatsbeamten? U. A. w. g. PU sloveuische» Aronjuriste». Wir hatten schon anläßlich der Besprechung de« Falle« Braiuscha Gelegenheit, auf die großen Kenntnisse unserer südstnrijchm slovenischen Juristen hinzuweisen — jetzt haben dieselben neuerlich bewiesen, wie weit ihre Gesetze«tenntnisse reichen. Am 14. d. M. fand Zwischen den Herren H. und F. P. und Dr. H. eine Hauptverhandlung ob Uebertretung gegen die Sicherheil der Ehre vor dem k. f. Bezirksgerichte Windisch-Graz statt, bei welcher Verhandlung die Oeffentlichkeit autgeschwssen wurde. Dieser Ausschluß der Öffentlichkeit fand naiürlich au, Grund des § 456 Strafprozeßordnung statt, welcher besagt: „Schreitet bei Bezirksgerichten ei» Privatankläger ein, so wird die Oeffentlichkeit ausgeschlossen, wenn beide Teile übereinstimmend darauf antragen. Die Kronjuristen der füdsteirischen Press« (Siehe Nr. 32 vom 20. April 1904) und der Domovina (Siehe Nr. 31 vom 22. April 1904) bekritteln nun diese Ausschließung derOeffentlichkeit, indem ftededuziert«: Der § 229 Strafprozeßordnung, (der sich auf die Hauptverhandlung vor den Gerichtshöfen l. Instanz bezieht!) gestattet nur den AuSfchluß der Oeffenilichkeit aus Gründen der Sittlichkeit oder der öffentlichen Ordnung — ergo muß »twaS diesbezügliches Gegenstand der Verhandlung ge-wefen fein! Natürlich, wenn man da« Verfahren vor d,n Bezirk«gericht»n nicht gelernt hat und von den 494 Paragraphen, die die Strafprozeßordnung umfaßt, über da« erste Drittel kaum hinauSge-kommen ist, dann kann man sich allerdings bi« in die Knochen blamieren, wa« übrigen« bei gewissen Herren nicht« Neue« ist. Wir verweisen in dieser Richtung nur auf unseren Leitartikel vorn 29. No vernber 1903 in Nr. 96 unsere« Blatte«. Landesverband für Kre«de»»erüeßr. Da« für kleinere Gasthöfe auf dem Lande und Sommer» wohnungS-Bermieter zusammengestellte M u st e r-z i m m e r, welche« durch längere Zeit in Graz und Leoben ausgestellt war, wurde nach Admon, gesendet und durch den dortigen Verschönerung«» vertin im Hotel „Zur Post' (Ludwig Großauer) zur weilertn Ausstellung gebracht. N«seßger» stlberae Kochzelt findet nicht, wie anfänglich berichtet, am 4. Mai in Krieglach, fondern am 1. Mai in Mürzzuschlag statt. Wössu«. (Leichenbegängnis.) Gestern den 26. v. M. fand unter großartiger Beteiligung feiten« aller Kreise der Bevölkerung da« Leichen, degängni« de« am 23. d. M. verstorbenen Gut«, bksitzer« und Generalmajor« d. R. Herrn Grasen Men«dorf.Pouilly statt. Um 3 Uhr nach, mittag« fand die Einsegnung der Leiche durch die Pfarrgeistlichkeit in der Schloßkapelle statt, woraus ich der geradezu endlose Zug der Leidtragenden durch den im Trauerschmuck g«klnd««n Markt zum Bahnhose bewegte, woselbst während der Einwag. lzonierung die Gängerriege der Wöllaner Feuerwehr i>«n Trauerchor „Schlaf wohl' von Zier fang. (Die Zeiche wurde in die Familiengruft nach Breitenstein in Böhmen überführt.) Den Leichenzug eröffnete die Schuljugend Wöllan«. Derselben solgte der Cillier Militär«Veteranenverein in Kompagniestärkt unter Anführung de« Obmanne« Herrn Peter Derganz, »ie Veteranenvereine von Wöllan. Schönstein und )och«n«gg. die Feuerwthren von Schönslein. Wöl» an. Nruhau« ?c. D»r mit Blumen und Kränzen überdeckie Sarg wurde von Mitgliedern de« Cillier Veteranenvereine« getragen, während die zahlr»iä.en gewidmeten Kränze von Mitgliedern der Wöllaner Feuerwehr getragen wurden. Unter den Leidtra» genden bemerkten wir außer de« zahlreichen An. gehör gen und Verwandten u. a. auch den Flügel- ( Adjutanten Er. Majestät de« Kaiser« Gras A» richstein, den Obersthofm«ister Ihrer kaif. Hchn Maria Theresia Graf Ladisl. Cavriani, (Seucnl* major d. R. Leopold Kloiber. Sul«besitzer Cfo leutnant Baron Fiedler, eine Osfiziertdeput«« de« 1. Batail. d»« 37. Jnfonterie-Regimen»«, &e> stehend au« den Herren Haupt«. Medwadal. Oba> leutnant Keßler «. Leutnant Hiebler, eine Adordiin, de« OffizierSkoip« de« 2^26. Landwehrbatail^ t» stehend au« den H»rr«n Hauptmann Weindorstr ut Oberleutnant Theuer, Gutsbesitzer Baron »Mch auS Einöd, Baron WarSberg. Baron Hackeltq. Altgraf Fürst Salm-Reiferscheid. Familie Avii«> vich d» Cepin, Gräfin S«rmage, Gräfin Oberdus, Sewerke Woschnagg, Bürgermeister Michelitsch li.» Der Lehrkörper, die dienstfreien Beamten uat$»{ ner der k. k. StaatSbahn, die k k. Gendaruai^j die Gemeindevertretungen von Wöllan. EchöaSH sowie eine große Menge Leidtragender au« sBa Schichten der Bevölkerung von nah und swu Nach dem Leichenbegängnisse versammelten sich te I erschienenen Feuerwehren im Gasthöfe »zur Aß» zu einer Trauerkundgebung während die Leter»» vereine in H. Rack Gasthofe den Trauersala««,, rieben. Der Obmann de« Cillier Militäroeleru» vereine« Herr Peter Derganz widmete bei dch Gelegenheit dem Verstorbenen einen warmen Rah« ruf, in welchem er ihn al« echten, warmen Painelch stei« hilfsbereiten Freund der Armen und fr» leidenden pries, durch dessen Tod dem Verein a unersetzlicher Verlust erwachsen fei; da« «ngedeit» an ihn werde aber fortleben nichi nur im Eil« Militärveteranenvereine, fondern in den Heq» aller jener, die die Ehre hatten, ihm nahn » treten. Frifall. (Verschiedene«.) Die bieSmonollch Auszahlung in der Gewerkschaft hat wieder anwl die Ueberlieferung gewahrt — blutige Zusmi» stöße und vielfache Verhaftungen waren ihre fe gleilerscheirmngen. Die Burschen, besonder« j^> welche von der Stellung kamen, genossen in ooffa Zügen da» Vergnügen de« Radaumachen«, tt hiesigen Sicherheitsorgane hatten vollauf z» iq um di« Ruh« und Ordnung wiedtr tjerjuMa So mancher Bursche wird nun in der Eins«M Zeit finden, sein heiß«« Blut abzukühlen. — H»ch» der Zeit wäre ««, wenn sich die PostoeaMfa« einmal dazu bequemen wollte, den v!«ln> ZI» stellungen und Bitt«« der ^hiesig«« Bevölllni, hinsichtlich Reform der postalischen Lerhällch^ Gehör zu schenken und beßere Zustände a» >v Stell« der herrschend«» skandalösen Berhäldch trelen ließt. Jahrelang muß sich unser Cri a* genommen Trisail-Bode mit privaten Brieftcha begnügen und doch gibt e« hier da« Gemeiiik-u, Pfarramt. Geldinstitute, eine sechsklasslg« inb m zwtiklafsiig« Volksfchul«, groß« Kaufläden, som» der Umgebung über zehn Ortschaften und Dirk deren Bewohner die hiesigen StschäslSleme ul andere Personun bitten müssen, damit dies«lb«,t» Postsachen weittr befördern. Wir haben hicrmtal «in« Postanstalt. noch «inen ärarischen Bciestli« ja nicht einmal einen Postkasten. Di« ! di« sich ia Trifail-Vode befindet, bietet für iäj elwa dieselben Bequemlichkeiten, wi« eine bahnstation. die 3—4 Kilometer vor Stadt liegt. $r«)er Kßeater. Der Spielplon ist in iiÜ Zeit so reich, daß e« schwer fällt, auf gedrä»Mj Raume davon zu erzählen; so fei nur da« zunächst liegende erwähn». E« gab eine stilz Aufführung von Mozart« ,Cosi fan tatte*, Inbegriff aller Mozartischen Feinheil und S... Schmeichlerisch buhlen diese zärtlifchen Arie» die Gunst de« Publikum« — und immer «u folg, trotzdem sie in etwas zu großer Anzahl treten und oft etwa« zu lange dauern Winternitz dirigierte mit feinst au«geln„. Mozartstil, ganz Rokokofeele. Und auch auf Bühne war «an in den Geist der Zeile» a, dringen; eine Debüttantin. Frl. Peyl, futzai t «it einem warmen Alt günstig ein. Vorher l auch «,n« Opernnooität gegeben: Blech« ,s könig und Menschenfeind'; eine musikalisches. op«r, schon deshalb freudigst zu begrüße«, man v«n dieser Art so wenig hört. Nun, fcf ist sie ja noch nicht, wohl aber «in schöner zu schön«r«n Tat«n. Wa« mich stört, ist da« L Orchester bei diesem Stoffe. Wir s«h«n kleinen Gesühlchen und vazu «in« Musik »ii «Tristan und Jsold«". Ist da« Stil? Lusj wird da« W«rk sehr gut; besonder« Kapeil Ottrnheimer hatt« di« ung«heur«n feiten de« Orchester« glänzend bezwungen, Landauer die Hauptpartie sowohl Kummer 34 «Deutsch? Sette 5 «ie darstellerisch vollkommen inne. Auch im Schau» spiele ward manche» Interessante geboten. Die nächste Zeit bringt Tebu«» in größerer Anzahl, tefonder« im Schauspiel, wa» wir freudigst be-grüßen ; wenigere in der Oper, womit da« Publikum auch «inoerstanden sein wird, da hier so ein glänzende» Ensemble bei un» weilt. Hat man die bedeutemdst« Sängerin, Frl. Weng er. schon gewonnen ? » ys. ß. Puieröir». 1 HilHiLlC Dort kommt der Sohn de« Pächter» mit dem Knüppel. Schrifttum. Meyers großes Ao»vers«tio»» - ^rxtto». Ein Nachhschlagewerk be« allgemeinen Wissen». Sechste, gänzlich ineubearbeitcte und vermehrte Auflage. Mehr al» 1483.000 Artikel und Verweisungen auf über 18.240 Seiten Text mit mehr al» 11.000 Abbildungen, Karrten und Plänen im Text und auf über 1400 IlluflratiienStaseln (darunter etwa 190 Farbendruck-tafeln unnd 300 selbständige Kartenbeilagen) sowie 130 Textbeilaggea, 20 Bände in Halbleder gebunden zu je 10 Mk. (Verlag de» bibliographischen Institut» in Leipzig u,nd Wien.) — Bon „Meper» Großem Konver-fatton»»8 die politische Einteilung, da« Fluß- und Ge» birg«Ivstemw. da» «lima, die Völker- und Sprachenein-teilung urnnb die VevölkerungSdichtigkeit un« vor Auge» führen. I In «eilern Artikeln au« der Geographie und Bölkerkundid« erwähnen wir noch .Erdkunde', mit zwei Karten unwd einer Porträttafel: „Geographen", „Er-furt". .«rkzgebirg-'. .Etkimo", „Esthland", .Elrurien', .öurhrat"»', .Finnland", „Flandern', .Florenz", .Frankfurt« a. M.", .Frankreich'. Der letzte Sammel-«nikel ummf-ßt aus 53 Seiten 34 Abschnitte, die bi« auf die aemuiste Zeit ergänzt sind, sogar Ereignisse de» Jahre« 191904 finden sich schon verzeichnet. Eine geo-l»»ische, et eine historische und zwei politisch« Karten bil-den in ihrhrer vorzüglichen Ausführung eine besonder» wenvolle i veigade diese« großen Artikel«. Daß die Technik dukurch eine große Anzahl von Abhandlungen ver-treten ist, t, dürfte bei dem ständigen Fortschritt auf diesem Gebiete selseltstverständlich erscheinen. Daß auch dieser Land der i neuen Auflage durchgehend« neu bearbeitet and b»«taltend erweitert worden Ist, beweist wohl schon die » Zunahme von 26 Tafeln. Unter diesen möch- ten wir noch erwähnen „Fährten und Spuren', deren Beigzd? besonder« Iagdliebhabern sehr willkommen sein wird. 9***. •- Akeivmayr« Sahror»»»»g auf den Eisenbahnen der österreichischen Alpenländer mit den Anschlüssen nach Italien. 35. Jahrgang. Mai-Au«-gab« 1904. Prei» 30 h. — Dieser Fahrplan wurde abermal« bedeutend vermehrt — bei gleichem Preise_ und enthält jetzt all« Eisenbahnlinien ta Tirol, Kärnten und Steiermark, ferner alle kärntnerischen Postboten-fahrten und die kärntnerischen Dampsbootfehrpläne. Da« handliche Format, sowie die äußerst praktische Eintet-lung der Zug«linien, wobei da« langwierige Nachsuchen, wie in den großen «ur«büchern, vermieden wird, sichern dieser beliebten Taschenfahrordnung stet« eine größere Verbreitung. Wie tritt ma» über k Der Uebertritt muß unter allen Umständen schriftlich angezeigt werden und zwar in Cilli al» Stadt mit eigenem Statut an da« Sladtamt und in der Umgebung an die k. k. BezirkShauptmannschast Cilli. Mit anderen Behörden, sei e« g.istliche oder weltliche, hat der Uebertrelende nicht» zu tun, am allerwenigsten mit dem römischen Psarramle. Der Au»tritt au» der römischen Kirche ersolgt laut nachstehendem Muster: Löbliche» Siadlaml Cilli al» politische Behörde over löbliche k. k. BezirkShauptmannschast Cilli! Der einenhändig unterzeichnete Rudolf Maier, Kaufmann in Cilli, Lutherstraße 17. geboren am 4. März 1870 zu Roßwein, Bezirk Marburg, zuständig nach Petlau. bringt hiemit gemäß Gesetze» vom 25. Mai 1868, Art. 6, seinen Au»tritt au» der römisch-katholischen Kirche zur Anzeige. Auch wird der Unterzeichnete im Einverständnisse mit seiner Ehegattin seine Kinder Hermann und Emma, geboren am 2. Februar 1897 und 16. Juli 1899, die somit da» 7. Leben»jahr noch nicht erreicht haben, fortan im evangelischen Glauben erziehen. Gemäß der Berordnung vom 18. Jänner 1890, R.-G.-Bl. Nr. 13, wird um schrislliche Bescheinigung dieser Anzeige ersucht. Rudolf Maier. — Mil dieser Bescheinigung begibt sich der Ueberlrelend« zum hierortigen evangelischen Psarramte und er-suchl um Ausnahme in die deulsch-evangelische Kirche. IleSer de» Mert des A»n»vziere»s. Jedem Industriellen und «ausmann der Neuzeit sollte e» bekannt sein, daß man durch sortlaufende» Annon» zieren nicht nur bei seiner bisherigen Kundschaft in steter Erinnerung bleibt, sondern auch große Un-kosten, welche sonst mit dem Reisen verknüpft sind, erspart und neue Abnehmer erwirbt. Die großen und modernen Geschäfte, welche da« Inserieren rationell betrieben, gewinnen immer mehr an Au»-dehnung, während andere, welche sich diese» «o-dernen Verkehr»mittel« nicht bedienen, verallen und zurückbleiben, denn .Stillstand ist Rückgang". Da» erwäge besonder» in der heutigen Zeit jeder Ge-schäft»mann, sei er Kausmann oder Handwerker, se, er groß oder klein. Vermischtes. Ste»erhi»terzieh»»g — Kein Z»etr»g. Ein 3B»rt war vom Bezirksgerichte in Dux, weil er eine geringere Menge Bier, al» er bezogen, zur Ver-steueruna angemeldet hatte, wegen Belruge» zu emer 24stündigen Arreststraf« verurteilt worden. Da« Krieg»gericht Dux bestät,„te diese» Urteil. Der Oberste Gerichtshof al» Kafsaiion»hof aber hat infolge einer von der Generalprokuramr er-Hobeitn Nichliqkeit«beschw«rvt zur Wahrung de» Gesetze« da« Urleil ausgehoben, „weil unsere Ge-setzgebung im Einklänge mit den Anschauungen der Gesellschaft, welche in einfachen Eteuerdefrau-dationen einen diffamierenden Betrug nicht erblickt, die nichiqualifijierle Steuerhinlerziehung sür ein nich« die allqemeine Rechl»ordnung. sondern bloß die Finanzhoheit de» Staate« verletzende» Spezial-delikt erklärt und diese« reine Finanzdelikt der Bestrafung durch die administrativen Organe der S»aat«gewalt unterwirft.' — Da« ist eine sehr de-merkenswerte Entscheidung. Ariefe ohne Adresse. E« wird manchem selt-sam vorkommen, zu erfahren, daß in den Brief, kästen häufig Briefe ganz ohne Adresse oder ohne Angabe de« Btftim«unqe# war nicht der 24.. sondern der 25.. aber da« falsche Datum beruht auf »ine« Irrtum in den Akten — den Beklagten gesehen? Eigentlich handelt e» sich nicht um den Beklagten, sondern um den Kläger, denn e» liegt »ine Gegen-klage vor? aber da» verstehen Sie nicht — also: Ja oder Nein?"— Die einzige Antwort de» so be« fragt»« Ztugin war «in langgedehnte»: „Waaa»?' Keißer Sommer in Sicht? Die letzten un-gewöhnlich heißen Tage in vielen Ländern regen unwillkürlich die Frage an. wie wohl der Sommer aulsallen dürfte? Jedermann weiß, daß die wissen« schaftliche Meteorologie nicht imstande ist, für län-gere Zeit da» Wetter vorau»zusagen. Um aber an» nähernd eine Prognose ausstellen zu können, bedient man sich verschievener Methoden. So z. B. nimmt man an, daß in btftimmten Intervallen dasselbe Wetter wiederkehrt, auf welcher Annahme auch der Knauersche oder Hundertjährige Kalender basiert. Alle verschiedenen Methoden haben sich jedoch al» vage Kombinationen erwiesen. Immerhin kann man von der Tatsache au»yehen. daß. je länger eine Metier« Anomalie andauert, desto wahrscheinlicher ihr Umschlagen in da» Gegenteil ist. Die Unter« suchung der Witterung der Sommermonate der letzten zwanzig Jahre hat erg,ben, daß der Mai und die drei Sommermonate vorwiegend kühl au»« gefallen sind, und so kann man annehmen, daß Heuer schon eine ziemlich beträchtliche Wahlschein« lichkeit dafür besteht, daß der Monat Mai und die Sommermonate ihr Temperatur-Normale über« schreiten werden. B. sonder« groß ist die Wahrschein« lichkeit eine« warmen Mai und Juni und eine» heißen August und nur etwa» weniger groß ist dir Wahrscheinlichkeit eine» heißen Juli. Wie ma» iu Amerika ausgefahreue Schiene» »ieder herstellt. Da» Au«wechseln der Schienen ist, abgesehen von dem Kostenpunkte. ost mit Verkehr«-schwierigkeiten, selbst mil Berkehr«störungen ver« bunden; da wird e« denn von Eisenbahnverwal« hingen mit Freuden begrüßt, wenn »« sich h»rau«« stell», daß «an mit Hilfe geeigneter Vorrichtungen di« auSgefahrene Schiene in ihrer Form wieder herstellen, gewissermaßen auffrischen kann. — Wie wir einer Mitteilung de« Patent - Anwalt«-Bureau I. Fischer in Wien entnehmen, besteht diese« jüngst von einer kanadischen Eisenbahnverwaltung ange« wendete Verfahren darin, daß man die breitgefah« renen Schienenstocke, ohne die Schiene au« ihrer Lage zu entfernen, durch eine Heizvorrichtung er-hitzt und dann die richtige Qu«r>chnitt»sorm durch Stauchen mit Hilfe geeigneter Werkzeuge (Amboß. Auffatzhammerie.) wieder herstellt. Al» Heizvor-richtung dient hiezu ein Kok«windofen mit «in«m Roslboden, welcher über die zu erhitzende Schiene greift »nd der Zuführung»leitungen für den in den Ofen zu blasenden Luststrom besitz». Der Prozeß der Schienenaussrischung soll nach dieser Methode sehr schnell vor sich geben. Hedankeu eives Fiersrevades. Da« Tier spricht nicht durch eine hörbare klimme, aber e» spricht durch seine Augen. Wir sehen da» Auge de» Pferd»» bitt»n, flehen, wir seh?n e» danken, lächeln und wir sehen e» weinen. Da» sollt» un» genügen. Warum leugnet man de« Tier allen Verstand ab? Wie oft müssen wir staunen über die Klugheit de« Hunde«, der Ameise, de« Elefanten? „DaS ist kein verstand, daß ist ja nur Instinkt," sogen manche. Warum sagen diese Leute nicht auch: .Wir Menschen haben keinen Verstand, e« ist olle« Instinkt!" DaS wäre genau da«selbe. — „Mode für daS Pferd." sagen Viele und verstüm-meln die natürliche Schönheit deS Rosses — den Schweif — auf die erbärmlichste Weise. Wir soll-ten mil Schrecken sehen, wohin uns Menschen die Modetorheiten gebracht haben, und die Tiere vor der .Mode' bewahren. — .Mein Mummel," sagte ein kleiner, kranker Junge zu seinem Hunde. Dabei lag eine solche Zärtlichkeit in Stimme und Augen, die vollkommen ausdrückte, was er ohne seinen „Mummel" wäre. Wieviel solcher kranken Kinder gibt eS, denen ihre lieben Haustiere da« einzige sind, wa« sie ihre Krankheit ertragen hilft. Wir sollen solche Tiere achten und lieben lernen und sie nicht leichtsinnig verkaufen, wenn sie in ihrer Un« schuld etwa» anrichten, daS unS unangenehm ist, aber nicht in den AnfchauungSkrei« der Tiere ge« hört. Ich hörte von einem Fall dieser Art. Man nahm einem kleinen Mädchen ihre Katze, die die einzig» Epielgesähriin de» kranken Kinde» yewese» war. Und warum? Weil sie einigt Gläser. di» aus de» Boden standen, im Sprunge umwarf, fo daß sie z»rsch»ll»rn. Da» Mädchen. dem nun di» einzige Zerstreuung genommen war, wurde in seiner Einsamkeit kränker und kränker und starb endlich. Ob da» erfolgt wäre, wenn man dem Kind» di» geliebt« Zerstreuung feiner Gedanken durch die z»-trauliche Katze gelassen hätte? Ich bezweifle et. — Manche sadistisch veranlagte Leuie schlagen un« schuldige Tiere zu Tode, nur u» ihre wilden Erim< samk»it»a»lüst» zu befriedigen. Sie müßten ebenso bestraft w»rd»n, al« ob sie Menschen mißha,« deln würden, oder wenigstens annähernd. Det Tier fühlt ebenso wie der Mensch; e« ist nur noch u«somehr im Nachteil, al« e« sich nicht zur Wehr setzen kann. — Tiere v»rst»h»n, heißt Tiere liebe». — Wir Manschen sollten un« schä«en, daß mu sagee^kann, die Tiere seien dankbarer al« wir. Noch «ehr aber sollten wir un» schämen, daß et unter un« noch welche gibl, die ein Vergnügn» da» ran finden, die Tiere zu ängstigen und zu quäl». (H. Iahn, Berlin.) Ausweis über die im Schlachthause der Stadt Cilli in der Woche vom 18 April bi« inklusive 24. April 1904 vorgenommenen Schlachtungen, sowie die Menge und Gattung de« eingesührtcn Fleische«. Mena» ver Schlachtungen Name des Fleischer« fc 'S >)) 5 ■e Q o <5 I £ a « JS -3 « a •e U) 'S" 3) e s? 35 •£ <£> L e E •O Oi C jS «3 <0 B § & e c c S a es £ "3 « B •e u> ■e U> C es Ä ö -s 3) Gajschek Amon Grenka Johann — * — 2 3 _ _ _ - 1 — — —» _ 669 22 1 Janzek Martin - Karloschek Martin Kossär Ludwig Payer Samuel Planinz Franz — — — 1 1 — — — — - 2 — 67 — —. — 72 — — — Pleter«ky Anton Rebeuschek Jos.f 1 8 1 — 20 3 — — — — 1 — — — — 192 38 __ _ SO Sellak Franz — — 1 2 2 — Seutschnig Anton — S Skoberne Anton — 8 2 — 10 2 — — — — 3 — — — — — mrn — 5 Umek Rudolf — — — — 2 S — 73 21 — — — — ( Vollgruber Franz — 1 Wretschko Martin — — — 2 1 — — — — — 2 — — — — 51 50 — — 4 Zorzini Franz — 1 Gastwirle 5» 17» — — 4 Private IS J Summe 1 22 9 7 51 1» — — — -l" — 140 - 21 1127 782 - -I MI eingesith«»« Fleisch in Kilogramm Kathausga sse eigenen s Nuanmcr 34 aanufct- Seite 7 vermischtes. P«r »nltsch? ««» der evgNsche A«»f«a»» w Khim« werden von eine« Benchterstatier de« .Te«p«i' also geschildert: England macht in nörd« lichen Ehina eine Ärift« durch und sein wirtschaft» licher Ntiedergang ist eine Tatsache, die Beachtung verdient. «Niedergang" ist nicht da« richtige Wort; der engllische Handel geht nicht zurück, wa« die Engländer, mit den Statistiken in der Hand, leicht beweise»! tonnten. Aber er nimmt auch nicht zu, während, Amerika, Deutschland und Japan bedeo-«ende Fortschritte machen. An vielen Punkten haben d'ie japanischen Dampfergesellschafien die eng. lischen werdrängt. In Tiemsin und Tschifu find die wichuigften Geschäfte in den Händen der Deut-fchen. 'Die alten englischen Firmen bestehen zwar noch, aver e« kommen nur wenig neue hinzu. Tie Engländer find von den Deutschen geschlagen wor» den, denin diese liesern sür einen Geringeren Sehalt mehr Anbei». Der Engländer will auch in den Soloniem da» angenehme Leben eine» Gentleman führen. Dazu ist aber zweierlei notwendig — viel verdien,in und wenig arbeiten. Die Bureau, und GeschäsMslunden be« Engländer« sind denn auch sehr .eimgeschränkt'. N^ch dem ersrischenden Bade am Morrgen geht oder reitet er spazieren, macht >m Sommer eine W^fsersahrt und frühstückt dann lange unid reichlich. Um 10 Uhr erst beginnt die Arbeit, »die um I Uhr durch die »Lunch"»Pouse unterbro»chen wird. Um 4 Uhr — Sam«tag schon gegen Mtmag — wird da« Geschäft geschlossen. E« kommt dvie Stund» de« Tenni«, der Sport«, der Besuche. Wenn e« Abend wird, kleidet man sich für da» Diner um. Den KK«nd verbringt wan im Salon o>der im Klub, plaudernd, lesend, im de-quemen S«ssel. Der kleinfte Angestellte muß zwei oder dreei Pferde haben, eine zahlreiche Dienerschaft, di» best ein Zigarren, die feinsten Likör« und Weine. Man sübhrt eben da« Leben eine« reichen Rentier«, nicht da« ein«« schlecht bezahlten Beamten. Ander« drr Deuttsche. Er ist zufrieden «it seiner lächerlich aeringen Bezahlung und dehnt seine Arbeit«stunden über Getbühr au«; der deutsche Geschäftsmann ist sparsam »nd genau ; er sucht seine Au«gaben immer noch zu verringern, kommt ohn» Pferde und ohne feine Weeine aus. liefert die Waren billiger und nimm» mach und nach dem englischen Konkurrenten die ganz« Kundschaft weg. Aber so eingeschränkt auch die Bedürsnifse de« Deutschen sind, so sind «« doch i immer noch die Bedürfnifse eine« Euro« päer». !Wa« soll aber erst werden, wenn der Ja» paner ko»mm', der Japaner, der nur Rei« ißt, aus einer Maatte schläft und mit einigen Piastern sich da« Notnwendigste verschafft, ja sogar noch im Ueber-fiuß schwoelgt? feste 4 flüssige weiss u.^zart. 'ibantll zu hahaa." FRIDENO Kau d« Fridöno pare, per Flacon K ü—, Spezialität gegen Kanzeln, Falten und Unredlichkeiten der Ilaut. 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Ltäbensjahihr bereits vollendet und das 22. noch nicht überschritten hat; 2. 1 Ein bezirksärztliches Zeugnis Ober die vollkommene phisische e Eignung für den Forstdienst im Hochgebirge, namentlich auch Ober den D Besitz des normalen Gesichts- und Gehörvermögens; das bezirks-ärztlicbe i Zeugnis darf nicht weiter als bis zum 15. Mai 1. J. zurückdatieren. 3. I Die Bestätigung, dass der Aufaabmswerber diejenigen Kenntnisse kwitzt, w welche durch die mit gutem Erfolge begleitete Absolvierung einer Bürgerecbehule oder von drei Jahrgängen der Unterrealschule oder des Unter- lasiur.ums erworben werden können durch di« betreffenden Schulzeugnisse. 4. I Die Bestätigung einer wenigstens einjährigen praktischen Ver-ng 1 bei den Arbeiten und verschiedenen Verrichtungen der Forstwirt-unüßd ihrer Nebengewerbe. 5. I Der Heimatschein. 6. Ein Sittlichkeits- und Wohlverhaltungs-Zeugnis, wenn nicht schon der Nachweis unter 4 dieses Zeugnis vertritt 7. Ein MittellosigkeiLs-Zeugnis. 8. Die rechtsgiltige Erklärung der Angehörigen oder Gönner des Aufnahmswerbers, dass sie sich verpflichten, jenen Teil, der für den elfmonatlichen Schulbesuch unbedingt erforderlichen Geld- und Hilfsmittel der über den eventnell zu erlangenden Stipendiumbetrag hinaus noch erforderlich sein wird, in den gehörigen Beträgen und Zeitpunkten nach Verlangen der Schulleitung und Oberleitung zu beschaffen. Diese Erklärung ist vom Aussteller und zwei Zeugen zu unterfertigen und entweder gerichtlich oder notariell zu legalisieren. Ferner ist auf diesem Reverse gemeindeämtlich die Zahlungsfähigkeit des Ausstellers zu bestätigen. Bewerber, welche obige sub 1—8 angegebenen Bedingungen nicht vollkommen erfüllen, können bei der Stipendium-Verleihung nicht in Betracht gezogen werden, da diese Bedingungen auch für die Ausnahme in die k. k. Försterschule zu Gusswerk gefordert werden. Bemerkt wird, dass der Geldbedarf für Kost, Pflege, Wäschereinigung, Unterrichtserforderni8se und kleine Anschaffungen innerhalb der elfmonatlichen Lehrzeit auf zirka 600 Kronen veranschlagt wird. Die näheren Bestimmungen über die Einrichtung dieser Schule, den Unterrichtsplan, Hausordnung und Disziplin können bei der k. k. Forst-und Domänen-Verwaltung Gusswerk eingesehen werden. Graz, am 27. März 1904. Vom steiermärkischen Landesausschusse- Seite 8 Kaiser Franz Josef-Bad .Me«tkch- Wmtbt* Wummet 34 Saison: Mai bis Oktober. Heisseste Therme Steiermarks. Gleichwirkend wie Gastein und Pfäffers in der Schweiz. 944? Theodor (dunkel. Zum Verkaufe angeboten 4 Stück schöne, junge Brackhunde, 8 Wochen alt, das Stück zu 10 Kronen. »447 Schloss Poglet, Poet Heil. Geist. Visit-, Hdress- u. Einladungskarten in hochmoderner Ausstattung liefert die Bucbdrudtmt „Leleja". Baumeister Franz Derwnschek MARBURG a. 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Frau Luise Payer spricht in ihrem eigenen, wie im Namen ihrer Tochter Betty den innigsten Dank allen aus, welche anlässlich der Krankheit, sowohl als auch des Leichenbegängnisses des geliebten, unvergesslichen Gatten, bezw. Vaters, des Herrn Samuel ßayer eine so herzliche Teilnahme an den Tag gelegt haben. Insbesondere sei dem Herrn Bürgermeister mit der lObl. Gemeindevertretung, der Fleischhauer-Genossenschaft, dem Deutschen Gewerbebunde, dem Männergesangverein .Liederkranz', dem Deutschvölkischen Gehilfenrerbande, dem Militär-Veteranenvereine Cilli, sowie den Übrigen Freunden und Teilnehmern fQr ihre Beteiligung an der Leichenfeier, sowie für die vielen, schönen Kranzspenden der innigste Dank dargebracht. »44« Gemisektwaren-* x Handlung Seit S4 Jahren bestehend, Prima Posten, ist sofort zu verpachten. Die Ware wird 20 Perzent unter dem Einkaufspreise berechnet. Anzufragen bei Karl F<>r«<'linijf im Markt« Rohittcb. 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