MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES YaflAf nd fckrifUltttBi Mubnrg «. 4. Dra«, tedgaiM Wr. •• FwrBrelr Nt. IMI, Sf-M. A% U Oto MgUch «ttfl« »4mil«g) M i bat Abholaa ta d*r Geichlftiitalla UM 2,—. Altra ch durrh Poit aionatllch RM 1,10 (alnachl. 10,1 Rpf PoatialtuBgigabflhi) ond 36 Rpl Zuttall< gabflhi. Btnitlnu Tiinam wardaa anr gagaa VoralDiandung daa Blnielpr^ttM und dar Portoauilagan rugasendat Nr. 312 — 83. Jahrgang Marburg^Drau, Montaji, 8. November 1943 Einzelpreis 10 Rpf Vernichtend getroffener Geleitzug 13 grosse Fahrgastschiffe mit 140000 brt und zwei Zerstörer zerschlagen Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die deutsche Luftwaffe führte erneut einen schweren Schlag gegen feindliche Truppen- und Nachschubtransporte im westlichen Mittelmeer. Kampffliegerverbände griffen in verwegenem Tiefflug vor der nordafrikanischen Küste einen aus 22 vollbeladenen Truppentransportern bestehenden, durch acht Zerstörer gesicherten Geleitzug an. dnb Aus dem Führerhauptquartier, 7, November Zahlreiche Bomben und Torpedos trafen 13 große Fahrgastschiffe mit zusammen 140 000 brt sowie zwei Zerstörer vernichtend. Bereits im Abflug wurden mehrere der getroffenen Transporter in brennendem und sinkendem Zustand beobachtet. Mit den vernichteten Schiffen fanden viele Tausende junger nordamerikanischer und britischer 'Ersatzmannschaften ihr Grab in den Wellen, Der deutsche Wehrmachib^richt Harte Kämpfe auf der Krim Vier Landungsboote und ein Schnellboot in der Straße von Kertsch versenkt — Neuer Abwehrerfolg westlich Newel — 51 Panzer vernichtel dnb PQhr«rtMU|)iquarti«r, 7. November Dm ObttrkoauiMiido cn aus den bereits sedt Wochen In der Kampflinie llegervden Teilen der Stadl Kiew zurückgenommen. Im Kampfraum von Weliklje Luki wurden starke feindliche Angriffe sfldllch und westlich Newel mit wirksamer Unterstützung der Luftwaffe abgewiesen. In dem unübersichtlichen Wald- und Sumpfgelände südwestlich Npwel sind Kämpfe mit vorgestoßenen feindlichen Kampfgruppen !m Gange. Von der übrigen Ostfront werden nur noch vergebliche örtliche Angriffe der So.vjets südlich des Ladoga-Sees ge- Die Schwerter zum Ritterkreuz für Generalleutnant Graf von Schwerin dnb Führerhauptquartier, 7. November Der Führer verlieh das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalleutnant Gerhard von Schwerin als 41. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Von Schwerin lat Kommandeur der In diesem Jahre bereits dreimal Im Wehrmachtsbericht besonders hervorgehobenen 16. Panzergrenadier-divieion. Mit der hohen Auszeichnung wurden nicht nur die Verdienste de« Generalleutnants als Soldat und Gruppenführer anerkannt, sondern zugleich die Leistungen seiner tapferen Division gewürdigt. Das Elchenlaub zum Ritterkredz des Eisernen Kreuzes verlieh der Führer an Hauptmann Ernst Ziemer, Kompaniechef In einem Grenadierbataillon, als 317. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Hauptmann Ziemer hat sich In den schweren Abwehrkämpfen südlich des Ilmensp.e« Im Frühjahr 1943 besondere Verdienste erworben. Awch im Oktober hatte er erneut Gniegenhelt, sich als Führer seiner Grenadiere auszuzeichnen. Bei fl#Ren Kämpfen wurde er zum vierten Male verwundet. — Dh« Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes erhielten: Generalleutnant Franz Westhoven, Obarstieut- nant Johannes Hoppe. Hauptmann Ludwig Weißmüller und Hauptmaim Günther Llethmann. Ritterkreuz fflr einen Steirer dnb Berlin, 7. November Der Führer verlieh das Ritterkrca* des Eisernen Kreuzes an Leutnant Hammer, Flu^zcutiführer und Beobachter in einer Aufklärungnstaffel. Leutnant Ludwif} Hammer, am 25. Mai 1914 in Tagensdorf (Steiermark) geboren, hat sich im Kampf gegen Frankreich und die Sowjetunion sowie auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz als Flugzeugführer und Beobachter hervorragend aungezeichnet. Leutnant Hammer ist der Sohn eines Möhlenmei-sters und gehört als Standartenführer dem NSFK an. Im Januar erhielt er das Deutsche Kreuz in Gold. * Der Führer verlieh außerdem das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalleutnant Kurt Chili, Kommandeur einer Infanteriedivision, und Hauptmann d R. Kazmeier, Bfltaillonsftihrcr in einem Gre-nadierregitTient. GenerailiMitnant Chili, am 1. Mai 1805 als Sohn eines Lehrers in Thorn geboren, zeichnete sich besonders in den Iptzten schweren Kämpfen im Raum südlich Welikije Luki aus. meldel. Vom 3. bds 5. November vernichtete die Luftwaffe an der Ostfront 140 Sow'etflugzeuge, sechs eigene Flugzeuge werdeü» vermißt. In den schweren Kämpfen südöstlich Kremuntschuq hat dia rheinisch-westfälische 106. Infanteriedivision unter Führung von Generalleutnant Forst In hervcrrageivder Haltung alle Durchbruchsversuche des Pemdos verhindert und besondere Abwehrerfolge erzielt. In Süditalien nehmen die schweren Kämpfe am Volturno ständig an Heftigkeit zu. Bei ihren An Beituchei heilig. Monsiynor« Muntini wandt« sich sofort Lelephuuisch an den zu diesei Stunda dienftUueiideu Leyationsrat belatdo und gab ihm den Aultrag, sich nach dem Umfang der Katastrophe zu erkundigen. Der Papst bat Monsignore Montini jedoch, &;ch selbst an die Uniallsstatle zu begeben und ihm dann gleich Bericht zu «rstdt«t Pius XII. selbst in aller Frühe an die Stelle, wo die Bomben Jer Anglo-Amerikaner niedergegangen waren und überzeugte sich persönlich von dem Umlang dei Katastrophe. Spatel empfiny der Papst den Kardinal Canali in besonderer Audienz und ließ sich von diesen Augenzeugen, der der Präsident der reg.erenden Kar-dinalskommission ist, ausführlichen ßa-richl erstatten. Die erste Bombe war nämlich in nächster Nähe des Palastes von Kardinal Canali niedergegangen. Während der Audienz des Kardinals Canali, die in der Privatbibliothek des Papstes stattfand, hatte sich eine riesige Menschenmenge auf dem Petersplatz versammelt, die ihrer Freude über die Rettung des Heiligen Vaters Ausdruck brachten. Auch das ganze beim Heiligen Stuhl akkreditierte diplomatische Korps begab sich Samstag früh In den Vatikan, uro sich in die ausgelegte Glückwunschllste einzutragen. Als einer der ersten erschien der deutsche Botschaftei Freiherr von Weizsaecker. Ununterbrochen laufen aus allen Teilen der Welt Telegramme ein, In denen d(>m Entsetzen und der Empörung übet den Anschlag auf den Heiligen Vater und den Vatikan sowie der Genugtuung über die Rettung des Papstes Ausdruck gegeben wird. Dia vierte Bombe tc Vatikan-Stadt, 7. November EWe vierte Bombe, ein Projektil mit Zeitzünder, ist gefunden worden. Sie ging zwischen der Bahnstation des Vatikans und der Mauer des Papstes Leo VI, nieder, Das ganze Gebiet ist wegen der noch bestehenden Explosionsgefahr abgesperrt Im Zusammenhang mit d^m neuesten Provokationsdkt der Anglo-Amerikaner gegenüber dem Vatikan erinnert der römische Rundfunk an die wiederholten rerrorangriffp, die die Analo-Amerlkaner bereit« gegen die ewige Stadt unternommen haben. Die ganze Welt weiß, daß schon jene rden Ancr'ffe "'^h g"qcn verschiedene Kircheu Roms richteten Seite 2 * Nr, 312 * Montag, 8 November 1943 MÄRCURGER zFiTurio und 8or[ar pecjen eine der päpstlichen Bdfiiliken, »o die von San Lorenzo Fuon 1« Mura Wat bezweckt wurde Der jünnste Bombenanqiiff, der sich diesmal olti nkund q qeqen die Haupt-basihka qürichlüt habn, sei nur die folgerichtige Porisctzuiiq der früheren Ver-bicchon Dazu komme, dfiß der Feind qe-nau wi^se, wie de romische Bevölke-runq üIh i ihn denke. Zu viele Lücken seien durch die Uberfdlle feindlicher Flieqer in die Reihen der Bevölkerunq qeri<>i>en, zu viele Frauen und Kinder der ewi'^pn Stadt 'riiiien noch heule die Spuren der fomdlirhen Bomben am eiqenon Körper. Weniq psycholoqische Einsicht Vftrrnte un*er dlf^en Um^itänden dei Hinweis der feindlichen Aqltntlon auf eine britischf Wamiriq an die Adresse der römischen Pfvölkerunq vor anqebllchen deutschen Plänen qeqen die Vatikan-ftndt. Diese Wirnnnq solle dazu ausqe-rerhnet nm Juli erfolqt sein, in einem Auqpnbllrk, da dl© Bevölkerunq Roms pfhoii /.ii leiden hntte unter d«n Anqnflon der änqlo-arnenkanlschen Ter-rorflieqer. Die 1 Anitfltionslflqe« — «0 »chlleBt die römlo^fhe RnndfiinV, »i«f vor der qan-zen Welt rbnnso wi lerleqt wie die 18-cJierliche PohrtiiT'tunq, der Papst sei der Gef^inqene drr Deiitsrhein.« Jeder in der W>lt wisse h"'itr», daf^ nurh der Papst nicht mrhr *irhor Ist vor ri?n rflrksicht«-lo^r-n Kri'-qsinolhoden der Anqlo-Ame-rlk «ner. De itaUenische Preise vom Samstag tprirht die überzeiicjunq aus, daß der Luftiinqriff nuf den Vatikan mit Vorbe-dncJit qpschf'hpn Ist und der Petor«kuppel galt. In kithohsrhen Kre'sen Roms nimmt man an, cinß der Anqriff als ein Racheakt der Wr-stmftrhfe für da« kürzlich ver-6ff"ntlii-hte Kommunique über das kor-rek 6 P'-Ti hincii der deutn Vpn»»diq, ferner una zwei \1 idonnf'n von Murillo, die Slbilla, einen Er-'el von to Anqellco, die Madonna von Barabiiio und einen byzantinischen Chnstus. Auch ein Oriqlnalbild, dessen Reproduktion In Mosaik gerad« beendet wir. traq schwere SchSden davon. Zerstört wurden aufh die Farbmuster. SÄmt-hche Fenster des Tribunapnlastes rind jertrf^mTnert worden, und auch das Pa-la^tqeb^ii e «nlh;» entqinq nicht erhob-lirhT Resrh'^diqiinqen r>ie SrhS.'i. n nn der Peterskirche sind bP-rnn''- 'S unif nqrpich auf der Seite des Ap' s ein H'XUirh dem großen qold-far*i q •'! '■ 'P dfis den heiliqen Heist dnsti' It UM'! r; s -iih unmittelbar unter d--^ s'uhl hl. Petrus von Bernini be-fjT If^t n wrist ebeniso das moder-^:i II ^tfittete Gebäude der r d'TPn Fonstersrheiben i.'!.""! wurden, und das r;. n.,mhen>nr.tler qetmffrn dr Tr''vertinplatt'>n der Ml r'ibnhrt hiben. Dfi« Ge-nir-'"itorfits ist neben der ^ II lim schwersten hesrhS- Zef n. un 1 -Iii •1,1 y,Einig, hart und kampfentschlossen" Die Feierstunden zum Gedenken des 9. November im Reich br.- .... .q, d:: th "'1 Wiird" H I AiiBr"'" 'U -b'M, 'o ?!es • . > H'- I diat. : ..mir'lrrs d-' I'hVa Flüqel. wo sich d iS A ch V H.i'i S(.V f i ,rifit lind dns BOro (]i.4 f .UV'rrv M-fi tipf'ndpn, wurde ein O .f r d.'s I' tI't *:'ii - k »nisrhen Piraten-c.mM ■ ' <> V1f)hel sind zerstört die Ak'i^n und ni.Vii 'ifi'p /iir Gänze ver-rirli'.-'t ^ms .Apnartamento R^ale. d-TS sich über drn o'^n^irnten Büroräumen bpfind'^t b'ir eb-i^f'ills schweren Srha- Hnn f ■Ml. n Z .hl'-'^-^ he Geqenstände do- wrriv«"r»'i F'P'-'' h'nnq, kiinstler"""he KronletK'^ fr und Ril'lfr, von unschntz-b^irom Wert sind von dpp Wänd»>n her-unt-rq«-'is^fn und zu einein unförmiqen Tnirninoih.Ulfen zus.immenqeworfen worden. Abscheu In Italien D> rdm:srhe Presse qibt einmütlq ihren AI* ■ h<'ii üher den unqeheuerlichen Prov k.i!i<=-:ikt der Anqlo-Amerikaner Ausdru< k. Im Vorderqrund steht der of-fi?!' 'le Bericht der Str>|,ini-Aqentur, der libervei'"- nd drirleqt, daR d'^r Aiiqriff rnit V^.rh d ^ht (jt-"" h ih und dorn Sitz de« p,i . tfs wie der Peti^rskirche qalt. Denn dlf vier nomlif^n seien in einer qeraden Linie abq- worfen worden, die auf die Kuppel drr Pr-tnrskirche zuläuft, und die mltllere Fntf- rnunq d^r Elnschläqe b«-traqe nur lin Meter von d'esem Ziel«. »Populo dl Roma" schreibt, dnß diese rurhlr^se Tat nur von denjetiiqen ins Werk (lesrf/.t werdf>n konnte, denen die unter dr-r d( ;t';rhen Herrschaft in Rom elnqetrptonp R .ihn und Disziplin der Geister nirht paftti>n. Das Blatt spricht die TTber?''iqiinq ms. diR mit diesem Anqriff aiifb di- Alj-ifhf verbunden war, wieder l'nruh« imd Unfrieden in Rom anzustiften. dnb Das Ende eines BandenfUhrers. Der komnuinistisf h«' Bandenfiihrer Mateo Ste-enberger, wurde in der Nähe einer Ortschaft Istri»!ris qestellt Er wurde In heftigem Kampf von den Anqehörlqen einer Primilio, flie er zum qröf^ten Teil ermordet hntle, durch einen Schuß getötet. DniPk c Vor'^'j Mirbiirqnr Vera Gedanken aller Toten, die der Kampf um da# nationalsozialistische Großdeutschland, der Weltkrieg 1914/18 und das jetzige Ringen, forderten, waren die Feiern gewidmet, die die zehn Berliner Kreise der Partei durchführten. Im Osten Der junge Reichsgau Danzig-West-preußen, alle Städte und Dörfer des gesamten befreiten Gebietes, standen am Sonntag, dem allgemeinen Totengedenktag des deutschen Volkes, im Zeichen des unerscbütterlichen Glaubens an die deutsche Führung und im Zeichen der Härte des Willens zum Sieg«. Die deutsche Bevölkerung dieses Landes, die durch 20 Jahre hindurcb^Schrecken und Terror einer fremden Gewaltherrschaft am eigenen Leibt erfahren hatte, schloß »ich in Feierstunden, Aufmärschen und großen Kundgebungen zu einem einmaligen Bekenntnis zusammen, zu einer überzeugenden Demonstration: Der Verrat von 1918 wird sich niemals wiederholen! Der Aufmarsch der Partei, Ihrer Gliederungen und angeschlossenen Ver-'bände des deutschen Bromberg war eine überzeugende Kundgebung der alten Brahestadt, die Leid und Bitternis der fremden Herrschaft am tiefsten durchlltten hatte. Tausende und aber Tausende säumten die Straßen und höher schlugen die Herzen, all die Marschblocks die alte Kundgebungsstätte des deutschen Volkstums In Brom-ebrg, den Friedrichplatz, erreichten ujid am Denkmal des großen Königs der Krelsleiter die Parole gab, die in einem Gelöbnis der Tausende ausklang: lu kämpfen und zu arbeiten für den Siegl In D a n z1g Den Höhopunkt aller Godenkfoiem Im Reichsgau Danzig-Westpioußen bildete die Kundgebung der Gauhauptstadt auf dem Theaterplatz in Danzig. Zu den Gräbern, die am Sountaq im Gedenken an die Blutopfer für Deutschlands Freiheit geschmeckt wurden, zählt das Grab Wilhelm Gustloffs im Schwe-niger Ehrenhaln und gehörten die Gräber auf dem Rostocker Bombtmopfer-Ehrenfnedhof, an denen Ehreiiwachcn aufgezogen waren. In der Gedenkstunde Im Neuen Theater der Seestadt Rostock weuen alle Volktkieie« vertreten, Das gemeinsame Erleben de« Bombenterrots hat die Bevölkenmg dieser alten Hanüo-stadt zur engsten Schicksalsgemeinschaft zusammengeschweißt, die unverbrüchlich dem Führer folgt. Im 1 u f t gefAhrd«ten Gebiet Stolz und ernst war das Gedenken Hamburgs an die Gefallenen der Bewegung und des Krieges. Kranzniederleffun-gen an dem Gräbern der bei den Terrorangriffen gefallenen Hamburger gingen der Gedenkfetier am Ehrenmal der Gefallenen der Bewegung voraus, wo Reichsstatthalter Gauleiter Kaufmann Worte des Gedenkens und des Gelöbnisses sprach. Im Mittelpunkt der Nürnberger Feierstunde stand eine Ansiprache des Gau-propaqandaleiters Bäselsöder, der seine Ajisprache unter der Losung stellte: »Last unsere Opfer nicht vergeben» sein«, und mit einem flammenden Bg-kenntnle z auf ROrkzatilung dei Bezugs- geldei. Tokio, 7. November Die am Freitag begonnene Großost-asien-Konfereni wurde am Samstagnachralttag, also nach knapp zweitägiger Dauer, mjt einer feierlichen gemeinsamen Erklärung, die von den Delegierten der sechs Länder mit stürmischem Beifall einstimmig angenommen wurde, geschlossen. In der Entechlleßung verpflichten sich die grofiostasialdschen Staaten rur gegenseitigen Hilfe w8Hr«nd de« Kriege« und rur Errichtung Großostasiene, das vom Joch der britisch-amerikanischen Unterdrückung völlig befreit werden «oll. ihre Zusammenarbeit gilt der Förderung des Wohlstandes und Wohlergehens nach den Grundsätzen der Gerechtigkeit, der Vertiefung der brüderlichen Ges'nnung durch Achtung vor der Souveränität und Unabhängiqkeit der anderen, der Pflege der Kuitu » 'nd Zivilisation von GroR-r>«taslen du rh die Respektierung der Überlieferungen der einzelnen Völkei imd durch die Entwicklung der schöpferischen Kräfte ihrer Rafise sowie durch den Aufbau enqster wirtsrhflftlicher B*»-ziehunqen im groflostasiatisrhen Raum In der fünf Punkte umfassenden Deklaration wird schließlich e"'klärt; »Die Länder Großostasiens werden freundschaftliche Beziehungen mit allen Länrle^n der Welt unterhalten und ihren Anteil zur .Abschaffunq von Rassenuntersrhier'rn, der Förderunq kulturellen Austausches und der Aiifschlleßunq von Naturschätzen in der qesamten Welt und dadu^rh zum Fortschritt der Menschheit beitra-qen.« Nach der Annahme der Erkläninq sprach der qr»»lse Premierminister Mand-srhukuns, Tschanqtsrhinqhui, die Erwar-tunq aus, daß d'esem Konqreß von Zelt zu Zeit ähnliche ZusammenWtinfe fnlnen werden Der burmnnlsrhe Staatschef Dr Bfl Mflw wies auf die Pedeutunq df's 'n-dischen Problems hin und erklärte, dciß Asien ohne ein freies Indien niemals frei sein könne. Wie England nur durch den Besitz Indiens diie Möglichkeit gewann, sein Empire aufzubauen, so könne auch seine Macht nicht entscheidend qebro-chon werden, solange noch ein Engländer seinen Fuß auf Indien habe. Subhas Chandra Bose brachte die Entschlossenheit des indischen Volkes zum Auaea-Vertreter u. a.: Ftlr die Inder l)«-deuten die Ihnen zurückzugebenden An-damanen-Inaeln da« erste Gebiet, Aas vom brltl«chein Joch bafreit wurd«. Die Befreiung der Andamanen hat «ymboll-sche Bedeutung, well diMe Inseln von den Briten stets aJt GefSnqnJs für politische Gefangene benutzt wurden, Indisrhe Patrioten mußten dort große Leiden erdulden Das indische Gebiet wird Stück um Stück befreit werden, e* Ist je^'och Immer das erste Stück befreiten Bodt-ns. das die größte Bedeutung hat Die Rückkehr der Andamanen in den Besitz der fnder wird eine große Wiikung in der ganzen Welt haben. Grosser japanischer Seesieig Zwei Flugzeui^trägcr, vier Kreuzer des Feindes versenkt Tokio, 7 November Die Japanische Luftwaffe hat, wie das kaiserlich japanische Hauptquartier in einer Sondermeldung bekanntgibt, einen neuen großen Erfolg zu verzeichnen. In den Gewässern südlich der Insel Bou-gainv lle wurden zwei feindliche Flugzeugträger sowie vier Kreuzer auf den Grund des Meeres geschickt. Der Hergang spielte sich nach einer ergänzenden Meldung folgendermaßen ab: Japanische Aufklärungsflugzeuge entdeckten am Freitag feindliche Flotteneinheiten, bestehend aus zwei Flugzeugträgern, vier Kreuzern und fünf Zerstörern, die «iidlich von Bougainville in nördlicher Richtung auf dem Vormarsch waren. Für sofort durchzufüh- rende Angriffe stiegen 14 Torpedoflugzeuge von Rabaul aus auf und erreichten die feindlichen Kräfte um 17.30 Uhr, eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang. Ein Flugzeugträger großen Typs von der Islandklasse wurde sofort von Torpedos getroffen und sank nach einer schweren Explosif)n innerhalb von zwei Minuten Der andere Flugzeugträger von mittlerer Größe wurde ebenfalls von Torpedos in Brand geworfen und versank. Vier Kreuzer, von denen zwei allenfalls Zerstörer sein könnten, wurden ebenfalls vernichtet. Den feindlichen Verlusten, die sechs Kriegsschiffe aus der Formation von elf Sr-biffen betrugen, steht auf japanischer f?eite lediglich ein Verlust von drei Fluqzeugen gegenüber. Der Sepp hatte ein Riesenerlebnis Volltreffer im Panzer — Wie ein OT-Mann sich aus Sowjetgefangenschaft befreite Von Kriegsberichter Roll Dormann PK. Im Osten Ferdinand heißt der Sepp eigentlich Aber da er aus der Steiermark kommt nennen ihn die Kameraden einfach Sepp Ferdinand Ist ihnen zu lang, und daß sie den langen Ferdinand zum Ferdl abkürzen konnten, daran dachten die Kameraden nicht Im Krieg ist ja sowieso nicht viel Zeit, daß man sich über solche Dinge groß© Gedanken machen kann — gehandelt muß werden. Und gehandelt hat der Sepp und im-tper im richtigen Auqenblick, dagegen Ist nichts zu sagen. Eine tolle Geschichte hat er nämlich mitgemacht, toller, als sie Irgendwo In einem Buch erfunden ist Der Sepp. Ist ein Frontarbelter bei der OT. Schon lange. Er war auf der Krim und am Atlantik, ist dort bei einem Luftangriff verwundet worden. Das alles ist aber gar nichts gegen das, was er jetzt Im Osten wieder erlebte. Falsch gelaufen Bis ziemlich rtiletzt hatte er in einer Stadt bleiben müssen, die von uns geräumt wurdei dann war er abmarschiert Aber — und das kann jedem passieren in Sow|etrußlandr— er verfehle die richtige Straße, und als er ein Dorf erreichte, »fand drinnen ein Panzer. Nun, was wußte der Sepp von Panzern, er ist Ja Brückenzimmermann. Panzer kannte er «rhom doch auf den ersten Blick di« deutschen von den sowjetischen zu untersch"''^r"i d-ts wii'^'" er noch nlciit. Es war im Sommer und ein heißer Tag. Der Sepp halte ssinen Hock ausgezogen und über den Arm genommen. So war er nicht sogleich als deutscher Frontarbeiter zu erkennen, und man Heß ihn ungestört herankommen. Um den Panzer her um standen allerlei Männer und Frauen, aber keine Soldaten. Da fragte der Sepp die Bauern, wo denn die deutschen Soldaten wären. Und schon schrie alle« auf: Ein Deutscher, ein Deutscher! Gerade jetzt kamen die sowjetischen Panzerfahrer aus einem Haus heraus und nahmen den erstatinten Sepp gefangen. In da« Zimmer des Kommantieurs geführt, erwies der Sepp zackig einen deutschen Gruß. Dds nahm man ihm bitter Übel und schrie ihn an, er sei ein deutscher Spion. Vernickt bist, sagte sic^ der Sepp, konnte aber kaum etwas dagegen tun, als er nun abqeführt wurde und eingesperrt. Drang zur Freiheit Im allgemeinen freut «ich niemand, wenn er In enn finsteres Loch gesteckt wird. Dem Sepp aber tat es vor Freude fast das Herz /.erreißeni denn In diesem Loch, in da« man ihn steckte, «aßen bereits vier deutsche Kameraden, zwei Landser und zwei Elsenbahner, die sich alle im weiten Osten ein weniq verlaufen haften Da« erste, wa« der Sepp zu ihnen meinte, war: Selbstverständlich brechen wir ausl Sie hoben darauf, «ohaW es dämmerte, vorslchtiq, vorsichtig ein Brett au« dem Fußboden. Und al« ee dunkel war, setz- ten sie dieses Brett in einen Spalt zwischen Tür und Rahmen. Alles ging gjnz leise — bis die Tür plötzlich mit einem hörbaren Knacks aufsprang. Ua wai auch der Posten schon da und wollte schießen. Der Sepp hatte im Krieg ein bißchen Russisch gelernt, und das kam ihm noch nie besser zustatten als Jetzt. Er redete sofort auf den Posten ein, es solle doth nicht gleich geschossen werden, eie hatten ja nur mal raus müssen. Der Sepp muß das sehr überzeugend daigestellt haben) der Posten hatte ein Einsehen, und von den Gofangffhen durfte einer nach dem andern mal raus. Doch wie der Sepp die Freiheit mit 1»' i-den Nasenlöchern geatmet hat, da g-ib es für ihn kein Zurück mehr. Und als er so tat, daß er nun wieder in das Gefängnis hinein wollte, sah der Poston einmal kurz zur Seite. Diesen einzigen Augenblick nutzte der Sepp aue und gab dem Posten einen Schwinger, daß ihm Hören und Schießen verqing. Die vier anderen säumten nicht lange Querfeldein ging es davon, diesmal in der richtigen Richtung. Der nächste Posten, von dem sie «nqerufen wurden, q--hörte zu einer deutschen Aufklärern!) tellunq. Ungelernter Panzerjflger Nun kommt der zweite Teil des Erlebnisses, da« der Sepp gehabt hat. Die Aufklärungabt^lunq hatte schwere Tage hinter «Ich, und mancher tapfere Kamerad hatte verwundet nach hinten müssen. Weil aber der Sepp mit seinein Durcbbruch durch die feindlichen Linien einigermaßen Eindruck gemacht hatte, gab man üini emen Stahlhelm und ein Gewehr und teilte ihn der Bedienung eines Pakgeschützes zu. Dort konnte er sich nützlich inncheii, indem er Grcin.itcn trug, das Gctichulz mit in Stellung br»n-gen half und was dei Dinge mehr sind, die ein Panzerjäger im Kanipl iu tun hat. Einmal halle sich der Sepp in den Panzern geirrti jetzt wußte er nur zu gut, wie sowjetische Panzer aussuhcn. Ls dauerte nicht lange, dann feierte er mit ilincn Wiedersehen. Daß man ihn drüben wie einen Verbrecher eingesprerrt hatte, dafür bedankte er «Ich nun. Als die ersten Sowjetpnnzer auftauchten, kanen ?ie dem Piikqeschütz, an dem auch der Sepp stand, so günstig vor das Rohr, daß rwei iler Pnn7er getroffen liegen blieben. »Gkracht und bunibert hat's«, sagte der Sepp und nuichte noch vier Wochen spater glückliche Augen, wenn er dfii-m zutückdarhte. Se ne größte Stunde jedoch erlebte er, als überraschend ei:i dritter Panzer erschien und dar Gesrhülz no'h nicht ganz feuerfertig war, Dor Sepp hatte nun oft genug zuqeschnnt, wie man das macht, wie man zieU und wie mrin absrhleßt. Es ging alle« so geschwind — jedenfalls der Schuß saß, u:id mit dem Panzof war es aus. »Für m'rh war da« ein Riesenerlebnls«, sagte der .Sepp hliitfrher nur. Heute Ist dr>r Sepp wieder Frontarbelter bei der OT und tut wie vorher doit se'ne Pflicht. Da^ Stu'-mabzedchen jedoch soll er bekommen, dazu Ist er von der AufklÄrunqsab'ellunq eingereicht, bei der er gewesen, das hat er schrlftli-^h, dfr Sepp. Kommt er wieder einmal auf Urliub nach Hause — vier Bubr-n hat er dahoim —, dann will er ihnen das Ab/f^'rhen ''eigen können und allps erzählen, wie ''S hier geschrieben steht. Der c'njjcv/ebte Preis rd Paris, 7. November Im Kampf »JetJen den Schwarzmarkt hat die WirtschnftsvereiniiJunrt für Wirkwaren und Klciduri' eine Neuerung eingeführt, die in Zukunft verhindern injl, daß die Erzru(?ni:"!C der französischen Industrie nuf SchleichwcjJen tu viclfnch übcrhöliten Prt^i'^'.n Thijesetit werden. Obwohl das VerfaliTcn ziemlich einfach ist, erhoff» man doch einen guten Erfolg. AIIp Fabriken der Strumpfwaren- und K l' idttnösinduslrie werden in Zuktinfl (lezwunfien, den fiir das betreffende Klei-dunftistilck festgesetzten Preis schon bei der r''hl ikation mit in den Strumpf oder dm Stoff eirtuwohi n Jeder Käufer ist dadurch In der l ajje, lofort den wirklicher Werl und Verkaufspreis der Ihm an-((ehoteren War« tu kontrollieren. Die Zei-tuntd »L« France •odalist««, die dies« Nenerunjt ankflndijjt, yersprlcht sich Ton ihr sehr viele Vorteile und bedauert nur, daf^ sich dag i'lpiche Svntrm nicht auch filr Gernrtse, Fi^rhe, Fi'üt.hte und andere D'uije de« t8i;Iichen Bedarfs anwenden laßt. Serbiens Ordnnntlstruppen dnh F^elijrad 7. Novi'mb«"r Ministerpräsident General Neditsch er-l eÜ eine IJi-kannlni.Tchunti, in der er mitteilt daß er, nm die Ruhe und Ordnung im Lande upi jtfUn Preih aufrechlzuer-balten, die Leitung dos Ministeriums fiir Inneres sowic das Kommando über alle si^rbischfn bewaflnL'l''n l'V)rmationen üb r-nomn><>n li:ibe Dem Innenministerium wurden ntben dem Verwaltungsdienst mich alli' AtJc ,d'n der Polizei und des Siclicrlieitsdienstes einßeilliedert, die b s-her in einer citft-nen Zentrale vereinitjt waren Dadurth wurden alle Machtb«>fiii{-nisse im Innern di's Landes in einer Hand konzentriert Polizei und Sicherheitsdienst umf < n dcmzufoltte fohlende Truopt'n; die serbische Gaide, die Staatswache, d.is f-rciwiiliijenkorps und die Grenzwache ^ ß Die albanische RejJicrunji dnb AjJram, 7 November Die endiM"i1t-:Je albanische Rcjtierunit wurde am 3 November iJehildet Der Ke-(Jent' -haflsrat ernannte den bekannten Vurkä nipfer der albanischen lJnabhÄntf,i<-kiit, Rc/.op Mitrovico, zum Ministerpräsident.-n. Die Initiative ('es nationalen AusschuK^-es ■ hat zu einem endfiültij^.cn Frfolg geführt Oer nationale Ausschuß bildete sieh am 14 September untvr dem Vorsitz von Ibr.ihim Uei Bicakcin. Nachdom die Rciejisreijierung die lJnabbän<'i<-kcit Albanl' i: und die provisorische Ke-gieruni! anerkannt hat. begann am 16. ( k-tober di. Tai'iing der repräsentativen Nationalversammlung in Tirana, die i.in 23 ('kfubcr einen vien'liedrigen Retfent-srhaflsrat eins-t:rtc Ihm gehören an«.^'-sehene Persftnlichkeiten an. Am 3 November \vurfle nunmehr dieser pol f srhc IJmgestaltuni'.i>r iär Pavolnii, dPt ihm iilJi'i tl 'ii Vi'il.iUi dct Voraiboi-ti*n für den 15 N - ' niber festqoset7«"n ersten Pürt.uk.ü (peH berichtete. Der K»)nqr"ß wi -f ■! n Entwurf der neuen repultlik inis ' • Verfnssunq sowie d^n Aufbau der i |.iil)likanlsrh-f"«ehiHttschen Pnrtei /u pr '-n hatjun. tc CiUidhls Sohn bei Wavell. Der bri-tivrh- Ii.i he Vizeköniq Lord Wavell h'ttt ' um ["innerstag eino Unteihaltung mit (h in 'hn < .andhis Devndps < landhl, wi d aus Neil P 'hl gnm« Id- t dnh Im Alt« i von lO't J ihr"n ges torben. In d'Mn In d r b.m Provinz Vigo gelpi;:'nen ''rf Tnrtn "oi vfrstflrb nm Snm .lvT dir. •iti (j n-..n nahtet t)e-kannte lO'iiH 'f -iai rt n losefn Ub«»ira. Dio dh- h s zu den let/tf^n lagen rüstig w.ir liinl<-r'ii(lt neun Kinder, 27 Enkel und :)ü UH.'iikol, MARBURGER ZETTUNO MonUg, 8. NoTcmber 1943 ^ Nr. 312 * Seite 3 HemotUdu Rwwdatftau Unsere Parole ^ Für ein freies Unterland Beerdigung des Wehrmannes Schewart Bei einem feigen BanditenUberfall in Lebern erhielt der Wehrmaon Eduard Schewert aui Wöllan to »chwere Ver-Utzungen, dafi er ihnen vor einigen Ti-geo erlag. Die Beerdigung te Wöllaa ye-staltete lich cu einer gewaltigen Kund-■etwing der heimattreuen BevAikerung. Mehr alt 1000 Menschen waren erachie-men, uro diesem braven Wehrmann auf leinem letzten Wefl zu begleiten. Den Leichenzug eröffnete Deutsche Jugend, der ein Zug der Alannkompanie folgt# Ihr echloB eich die (Ihrige Wehrraann-■chaft an. Die BergJcapelle spielte dem toten Aibeitskameraden auf dem Weg mm Friedhof Trauermärsche. Der mit der Hakenkreiizfahne bedeckte Sarg wurde von Wehrmännem flankiert. Im Namen des Kreisführer«, der Standarte Cilli-West und aller hp.imattieuen Untersteirer nahm Fühninqsamtsleiter Paidasch vom toten Kitmeradpn Abschied. Eduard Sche-wart erfüllte nicht nur ale Bergmann sei-M Pflicht, sondern auch als Wehrroann W«r er jederzeit bereit für eine deutsrhe Untercteiermark mit der Waffe In der Hand zu kämpfen. In stolzer Trauer gedenken wir seiner, denn er hat unmißver-stindlich bewiesen, daß die Untersteirer mit diesem landfremden Gesindel nichts wa tun haben wollen. Der Wehrmnnn Schewart wird för den Kampf um eine freie und deutsche Unternteiermark unvergessen bleiben. Ehrfurhlsvoll grüßte die Menge den toten Kameraden, als die Lieder der Nation erklangen. Kundj{ebung in Cilli Um die HerbUversammlungiwelle im Krele Cilli su einem vollen Erfolg z'i fflhren, wurden vom Pührungsamt II der Kreliführung am 4. November alle kreii-«igeoen Redner, die Leiter der Pührungs-Imter II In den Ortegruppen und die PreMeamtsleiter zu einer Tagung einberufen. Im Sitzungssaale des Kieishausei fanden sich mehi als 1(X) Männer und Freuen ein, die als Redner und Propagandisten für einen reibungslosen und eifolgreichen Verlauf der 147 Versammlungen im Kreis verantwortlich zeichnen. AU Auftakt zur Versammiungswetle wurde am selben Abend im Deutschen Haus ein Mitarbeiterappell aller vier Cilher Ortsgruppen einberufen Insgesamt waren 1200 Personen anwesend Kreisführer Dorfmeister behandelte in einer eineinhalbsttlndigen Rede die Probleme der Zeit. Autgeschlossen für die Erfordernisse der Zeit und mit ne'Kie stärkleni ('.laubcn im Herzen wurde dit Führerehrung dargebracht und begeistert die Lieder der Nation gesungen, die ein würdiger Al>schluB für diese ge-wältige Kundgebung der Amtswalter des Steirischeo Heimatbundes der Stadt Cilli Lupus-Sprechtage Fürsorge auch im Unterlaod Zur unentgeltlichen Untersuchung und Beratung von Personen, die an Hauttuberkulose (Lupus) oder ähnlichen oder darauf verdächtigen Hautkrankheiten leiden, hält der Lupusheauftragte für die Alpengaue, Primarius Dr. Anfon Kropatsch, in der Untersfeiermark während des Monate November folgende Lupufl-Sprerhtage ab: In Marburg (gleichzeitig für die Kreise Cilli, Pettau, Rann, Trlfail und den Bezirk Oherradkersbur^) am Mittwoch, den 17, November von 14.30 bis Uhr. Die Sprechtage finden in den Räumen der Staatlichen Gesundheitsämter statt und können kostenlos in Anspruch genommen werden. Nähere Auskünfte erteilen die örtlichen Gesundheitsämter, durch die auch eine besondere Verständigung von Lupusfallen noch vorgenommen wird. Weltergahe des Fliegeralarms an Gel.Ar-behloderte, Rs kommt vor, daß hörbe-hlnderta oder ertaubte alleinwohnende Volkegenossen den Fliegeralarm nicht wahrnehmen und gegen ihren Willen in den Wohnungen verbleiben. Von zuständiger Stelle wird deshalb darauf verwiesen, daß e« Pflicht jedes Vnlkflqenossen Ist, sich bei der Weitergabe des Fllener-alarms an hörbehinderte Nachbarn bereitwillig zur Verfügung zu «teilen. Wir werden niemals kapitulieren! lieber 12000 Untersteirer gaben in Marburg den Auftakt zur Herbstversammlungswelle — HunJesfiihrer Franz Steindl sprach im Heimatbundsaal — Kampf, Arbeit und Pflichterfüllung bis zum Sieg Dde groAe HerbstTersasunlmgawelle dea Steirlschen Heimatbundee, die mit runa iSO VereamraliiHi^en die unteretei-rieche Bevölkerung über die Kriegslage und die militärische Lag« im fünften Kriügsjahr aufklären wird, und auch die inneren Prot>lein» der Untersteiermark ZMX Erörterung bringt, fand Freitag, den 5. November, mit 37 Kundgebungen in Marburg ihren Auftakt. Schon Taqe vorher war die neue Versammlunq«welle das Gespräch in allen Kreisstädten und Ortsgruppen der Untersteiermark, wo die Ausführimgen der Redner de« Stei-risclien Heimatbundes mit größtem In-leren Mittelpunkt der Mar- tagtäglich seelisch' und liurger Versammlunqsreihe stand die Großkundgebung im größten Saal Marburgs, wo Bundesführer Steindl vor rund 1500 Männern und Frauen des Unterlandes sprach. Dicht gedrängt saßen und standen sie schon lange vor Beginn der Kundgebuno und erwarteten mit Spannung die Ausführungen, die sie über manche ihnen noch unklare Frage aufklärten. Der Musik/ug der Wehrmann-schaftsstandarte Marburg-Stadt, der flotte Märsrbe und L'eder der Bewegung spielte, gab der Versammlung ein festliches Geii'Srro, während die Stunde de« Reginn«! näher rückte, Stille trat ein, als Bundesführer Steindl den Saal betrat. Nach der Eröffnung durch den Ortqgnipnenfiibrer ergriff der Bundesfüh-rer das Wort Rede des Bund«sfflhrers Es könnt« einem Beobachter unteres gewaltigen Zeitgeschehens, — begann er seine Ausführungen, — der nicht ganz im Bilde ist, als ein gewisser Widerspruch erscheinen, wenn man im 5, Kriegsjahr in Versammlungen und Veranstaltungen spricht. Wir wissen aber aus Erfahrungen und besonders ous dem Geschehen des Weltkrieges, daß ein Krieg nicht nui eine rein materialistische Auseinandersetzung oder mehr Ist, sondern daß in dleeem Krleq ganze Völker aufgeboten sind und es nicht das wichtigste allein Ist Menschen und Material 7U mobilisieren, sondern es dabei auch darum geht, die Herzen und Soelen zu mobilisieren und zu stärken Wenn der Steirische Heimntbund in den nächsten Wochen seine Versammlungswelle in der Untersteiermark abhält, um zu Tausenden von Mfinnem und Frauen zu sprechen so neschieht dies, um ein klare« R'ld der Latre zu geben und led^m Volksqenossen zu snqen, wa« das Reich und f'p' Führer von ihm verlangen. Nach einem umfaesenden tTberlillrk über die Bestrebungen des Führer«, den Frieden zu erhalten, die mit der Kriegserklärung an Deutflchland beantwortet wurden, zHnte der Bundesführer die Pflichten des deutschen Volkes In diesem Rtnflen auf, die alle darauf "erlebtet sind, diesem Kampf, aus dem es kein Zurück mehr »fbt, sieorelrh zu beenden. Aus d1'»Kem Krieg könne keiner au«-scheiden, betonte er, und es qlbt für uns nur ein Kämpfen. ArbeUen und Pflichterfüllen, wo Immer der »»inrelne auch stehen mag. Er zeigte sodann die Pläne materiell gesipeist wird. Wir hdben auch in der Heimat um das tägliche Stück Brot und die Waffe zu arbeiten. Brot ist im Krieg ebenso wichtig, wie das Geschütz und die Patronen. Wenn wir unsere Lage heute ernährungsmäßig ansehen, läßt sich auch diese nicht vergleichen mit dem .lahr if^lfl Der deutschen Führung war a.s im vierten Kriegsjahr sogar möglich, die Rationen zu erhöhen und unserem Volke für Weihnachten eine Sonderzuwendung zu erteilen. Unsere Vätet und Mütter sind in der Lage, Vergleiche zu ziehen /wischen dem Weihnachtsfest lOlfl und 1143. Dan dies so ist, verdanken wir dem FleiR und der (.eistung des deutschen Bauern und den deutschen Landwirtschaft*-führem in den besetzten Gebieten, dis dies« auch der Ernährung Deutschlands dienstbar gemacht haben. Der Bundesführer wies sodann auf die Notwendigkeit einer noch stärkeren Produktion von Waffen und Munition hin und kündigte eine weitere Drosselung der Erzeugung aller zivilen Bedarfsartikel an, die wir heute im Kriege entbehreti müssen, um den Soldaten alles das zu geben, was sie für den Kampf benötigen. Wenn ich neben diesen allgemeinen Aufgaben auf die Probleme der Untersteiermark eingehe — fuhr er fort — so tue ich es in der Absicht, um eine absolute Klarheit bei allen zu schaffen. Die Untersteiermark kam erst im April 1941 zum Reich, ist aber inzwischen zum unlösbaren Bestandteil des Reiches geworden. macht und der Waffen-ff und atfüllen j im Auftrag des Führers zwei unter-als Soldaten ihre Pflicht dem Vaterland gegenüber Der Soldat aus der Untersteiermark bewährt sich ebenso wie der Soldat aus den übrigen Teilen dps Rei-ches. Täglich steigen die Zahlen jener Männer, die mit dem Eisernen Kieuz ausqezelchnet werden Andererseits hat auch bereits einp Anzahl von unter-steirischen Männern ihr Bekenntnis zu Führer und Reich mit dem Tode besiegelt. Das politische Konzept bleibt unverändert Drei Jahie deutsche Unterst??iei mark haben jedem Volk.sgennssen uuser politisches Wollen klar gezeigt — lübrte der Bundeslijhter weiter ans ~ ich möchte es hier noch einmal wiederholen: das poliMsche Konzept von W41 gilt heute, wie in Zukunft, denn es ist unabhängig von den militärisctien Ge-schtthen, außenpolitischen Ereignissen oder Erschemungen Die Grundlogen sind allgemein bekannt, sie heißen: Die Untersteiermark ist ein deutsches Land und in einem deutschen Land hat nur ein Deutscher Platz. Wir möchten auch hier wieder betonen, daß all das, was in diesem Lande geschaffen wurde, das Produkt der Schöpferkraft Deutscher ist. Die Städte des Unterlandes sind Produkt« deutschen Könnens und Fleißes und Deutsche und Unterste'rer sind unlösbar verbunden und haben seit Je Schulter an Schulter gestanden Das glH auch für alle Zukunft Ich bin stolz darauf, in den nächsten Tagen über IPOOO Gesuche intfrfertigpn zu können, darunter 1000 Snlditen und Ober 500 Wehrmänner, die sich an den Das Volk vergisst Euch nicht..." Die Untersteiermark gedenkt der Totenfeierstunde im Marburfjer Heimatbundsaal Auch die wieder heimgekehrte Untar-Steiermark gedachte wie Im ganzen Reich Sonntag, den 7. November, der Toten der Bewegung und aller Männer, difc für Ihi Vaterland das Leben liefleri. In allen Ortsgruppen des Sleirischen Heimatbundes fanden Kranzniederlegungen in den Heldenhainen und Gedenkfeiern statt,, in denen die Bevölkerimg des Unterlandes vor allem auch jener Männer gedachte die Im Einsatz für die Sicherheit ihrer Heimat ihre Treue zu Führer und Reich mit dem Tode besiegelten. Tausende von Männern und Der unfersteirische Bauer im Kriege Erfolgreiche landwirtschaftliche Ausstellung in Cilli — Eröffnung des bäuerlichen Berufsertüchtigungswerkes Im Rahmen der großen landwirtschaftlichen Ausstellung, im Deutschen Hdus in Clin fanden auch verschiedene Vor IrÄga und Schulungen statt, die der fachlichen Ausrichtung des Bauernstandeh dienten. Sehr viel Beachtung fand ein Licht* bildvortrag des Regierungsiates Dr Zatt-1er von der Mopfenforschungsstelle der bayrischen Landesanstalt für Pflanzenschutz in München über Schädlingsbekämpfung im Hoplenbau Es wurden ganz ausgezeichnete Farbaufnahmen ge caigt, die den Hopfenbauern die vielen Schädlinge des Hopfens anschaulich illustrierten und die Bekänipfungsarten leicht faßlich darstellten Diesem Vortrag kommt wegen der angestrebten, sowie vermehrten und verbesserten Schädlingsbekämpfung die zur Erreichung einer noch besseren Qualität ,lm Hopfenbnu durchgeführt wird, besondere Bedeutung zu. Auch der Obstbaumpflege wird im Kreis Cilli erhöhtes Augenmerk zugewendet. Daher wurde Im Rahmen der Obstbaumwarte und der Vorsteher der Auastellung auch eine Schulung der Obst- und Gartenvereine abgehalten, wobei besonders die Wichtigkeit eine» ertragreicheren Obstbaues, und Steigerung der Gartenbauerzeugnisse im fünften Kriegsjahr herausgestellt wurde. Am zweiten Schulungstag erhielten dit Obsthaumwarte einen praktischen Schu-lungslchrgang im Sprengen von Baum-gruiien und Pflanzen von Jungbäumen, Diese Art von Baumpflanzung ist bisher last völlig unbekannt gewesen, doch wurden die Vorteile schnell erfaßt und viel besprochen. Anschließend wurds die Sül^mostere^ besichtigt und den Obstbaiiniwarten die Zubereitung des .Sül'iniostes eingehend erklärt. Im Fostsaale dei? Kreishause« wurde In feierlicher Weise das bäuerliche Be-rulsertüchtigunqswerk eröffnet, 450 Landarheitslehrlingp waren mit Ihren Orlsbeauftraglen erschienen In Abwesenheit des Kreisführer» eröffnete Stabs-leiler Mertznich mit einer Ansprache das bäuerliche Benifsertüchtignngswerk im Kreis Cilll Er erläuterte die dringende Notwendigkeit der beruflichen Ertüchtigung der bäuerlichen Jirgend, die Im nationnlsozinllstischen Geist erzogen ein gesundes und tüchtiges Bau- erntum geben wird, dem die Erhaltung der Nation anvertraut ist. Anschließend wurde unter besondeier Fühxung die Ausstellung besichtigt. Die Lehrlinge laigten lebhaftes Interesse und eine arfreuliche Aufgeschlossenheit für die neuzeitlichen Erfordernisse der Ladwirtschaft. 7700 gezählte Besucher aus allen Ortsgruppen des Kreises durchwanderten die lehrreiche Ausstellung. Eine Besucherzahl, die hinsichtlich der Bestellungszeit Immerhin beachtlich ist und ein erfreuliches Bild auf die Lernfreudigkeit der UDtersteirischen Bauernbevölkerung wirft Das Bestreben, beruflich das Höchstmöglichste zu leisten und den Pflichten eines deutschen Bauern im fünften Kriegsjahre voll und ganz nachzukommen, ist auch In unterstelrlachen bäuerlichen Kreisen eine Selbstverständlichkeit. Die In der Ausstellung gezeigten Herbstparolen haben daher hei allen berufsfreudigen Bauern größtes Interesse erweckt. In der zukünftigen Arbeit werden sie »ich slcheiUch föfdernd auswirken und so den sichtbaren Beweis der Notwendigkeit ' ' ' -»«.r Ausstellungen erbringen. Frauen, Buben und Mädel diesem Landes beugten sich In Ehrfurcht und Dankbarkeit vor den Gedenkbrettern in den Heldenhainen, die an diesem Tage in frischen Blumenschmucke erstanden Mit würdigen Worten ehrten die Ortsgrup penführer im Rahmen der Gedenkstunden die Toten und dankien ihnen so im Nameri der ganzen Ortsgruppe für das Opfer, das sie für die Freiheit ihres Vaterlandes brachten Auch Marburg beqing diesen Gedenktag wundervoll und leitete ihn mit Kranzniederlegung in allen Heldentiai-nen der Stadt ein worauf im Heimat bundsaal eine C.edenkstunde stattfand bei der Parteigenosse Rachle vor über 1000 Amtsträgern des Steirischen Hei matbundes, V^ertretern de« Staates und d'r Wehrmacht und vielen anderen Teil n^hmern die Gedenkworte sprach Den großen Saal schmückten die Fahnen der Marburger Ortsgruppen und der Deutschen Jugend. Feierlich erklang Mu sik aus »Siegfrieds Tod'«, vom Städtischen Orchester gespielt, durch den Raum, woran sich Sprüche und Chöre der Deutschen Jugend anschlössen. Un ter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden wurde die Vorlesung der Gefallenen Marburgs vorgenommen, wonach 7835 Marburger im ersten Weltkrieg fielen. 15 im Volkslumskampl ihr Leben ließen. 22 Wehrmänner im Ein satz und 137 Marburger im jetzloen großen Freiheitskampf Ihren Fahnen-schwur mit dem Tode besiegelten Abschließend gedachte Partelqenosse Rachle mit würdigenden Worten der Toten und machte es allen Teilnehmern zur heiligsten Pflicht, sich ihrer durch Kampf und festen Glauben würdig zu zelqen. Einem Gelöbnis aletch, brauste die Führerehrung durch den Saal und in brünstig wurden die Lieder der Nation gesungen. Unter den Klängen des Stadtorchesters bildete der Ausmarsch der Fahnen den feierlichen Abschluß der stolzen Gedenkfeier. stelristhen Wehrmänuern da« Elsema Kreuj, übergeben konnte und in den nächsten Tagen 180 iinterste^rischea Wehrmännern da-s Krie'jsverdienstkreui mit Schwertern für bes mdero Tapferkeit an der Front übeifeir hon kann. Dai ist der gute Teil von Arbeitern und Bauern aus allen Kreis'^ti. di*- zu uns Gefunden haben und die (jcmeiiisam mit uns den Wen in die Zukurif qehen. Ich muß aber andererseits au< b d'e ^uften-selter herausstellen, Bundesführer Steindl ging sodann auf die Ereiqnisse an den Greri/'en unserer engeren Heimat ein und würdigte mit dtinkbaren Worten den Einsrit^ der Wehrmannschaft in den KfiMiplen qegea Banditen, die versuchen, durch Überfälle die Sicherheil und Ordnung des Landes zu stören Ei^ wies darrnif hin, daß diese Moskaue- Söbllinge, dl« durch Kämpfe in den Wäldern »in« Wendung des Krieges glauben herbeiführen zu können, mit allei Macht ba-kämpft und verrnrhlet werrlen Wir werden nicht müdf werden nirbt ruhen und »asten — riel er aus - b-.i. diesK« Ziel eireicht ist V/er gegen uns steht, Seme Hand gerien uns eiheh*, ist unsar Todfeind und wird ve'ni- h't*t Wer aber unsei Freund ist, rtu: dein inaischie-ren wir gerneinSftm in c nn bf>s=rre und schönere Zukunft, Der Dank ans l^nterland Ich möchte abschließend die Gpiege» heit nicht vorbeigehen lassen jene» Volksgeofvssen Dank zu sagnn die meinem Autiul vor e'mgen .^l naten ver-stauflen und d:e V;>rftUhse /.ung tut eine gewisse Luftschutsbereilirbiiil m der l'nteisteierinaik und in Ma'burg geschaffen haben In ZukunJt werdt n diese Aibellen zur gegpiieiien Zeit tortgf-setzt, Ei sind dies Gerne.iis(h'V '^arbeiten, die dllei) ziiguteküniiiien Am 9. Noverubei jähri sich zum 25. Mole dei 9 Novembei 191R und zum 20 Male der 9. November mJ3 in München. Wir werden ihn still abe: siegesbewußt begehen. Vor uns liei^fri not ti schwere Tage. Wochen und Monate Es wird noch hart li heinikehien Glück and Freude, Blumen und Trdnen wird es da bei geben. Und dann ersteht das Reich der Deutschen d e Heimat unserer Kin der. I'ilr dif^-^e groliere, schönr^re und glücklicheie Zukiinl'. aber kämpfen wir. Die Stadt Marburg im Siidos en des Rei ches hat zu allen Zeiten einen guten Klang und Namen gehabt Ich bin davon uberzeugt schloß der Bundesführer von brausendem BeMall der [eilnehrner unterbrochen — daß Ma'^burg es auch in Zukuntt so halten wird 'tn^ere Parole lautet; niemals kapitulieren, kämpfen arbeiten und das Schicksal zwingen. Ai les für Deutschland für Filhrei, Volk und Weichl Gleich einem tausendfachen Treueschwur erklangen zum Abschluß die Fuhterehrung und die Lieder der Na tion durch den Saal und ließen mit dem bege'steiten Bekenntnis zu Führer und Reich die Großkundgebung ausklingen Vom Marhurqer Standesamt. Den IVind fürs Leben schlössen m der vergangenen Woche Wilhelm Schramm und Maria Atzlingei, Alois Tom^schitsch und Angela Tischler, Franz Miinaritsch und Maria Keciel, Josef Simst hek und Reinelda Frankl, Leopold Phischtschetz und Sophie Nebel, Josef Hribar und Rosa Kraru, ILms Urch und Maria Fllipitsch, Peter March' und Dnniele Wf'bpr, Franz Schill und Elisabeth Rumpf. Emil Kos und Maria Bubnar, Johann DokI und Leopoldine Gorliip, Ottokar Beietz und Nada Nowak, Peter Berdnik und Anna nttl. Ibra-him Uschbanük und Joseline Schuiner. Seite 4 * Nr. 312 » Montag, 8. November 1943 MARBURGER ZEITUNG Wcrkstoü Zement Vortrag in Trifail Im Rfihmen der VolksbildimfTssfäfte rnfrtil sprach Dr. Josef Tschelplsky, der Leiter des ZementweikM, über diß cha-misch-lp'hru)U>rii3rhe Eigenait des Werk-ilofli's FVirtlcind-Zonienl, Ausgehend von den Baustolfnn des Altertums und ihiCn Bindemitteliv doreii Witt-nunqsfestinkeit wir in erhdltPiien Aquadukton und anderen röniisi hon Bdudenkmülern noch heutü bestaunen, k.im der Vorttagonde in f6Kst!ltidt'T Weise auf die Enlwickiuncj des aus den Dauvuihabon d(^r Gecjcn-warl ni( hl mehr fortzudmkpnden Poit-land-Zcmenlts zu sprechen und gsh seinen Zuhörern einen interessanten Ubttr-blibiets)eiter and Büigenneistci des Kre:ses Cilli im Sitzungsaale des KtHishiiUSf^ versaramolt, um vom Kreis-lührer und Landrai Dorlmeister Richt-lini'^n Jür die .Arbeit dor nächsten Wo-c^fn /u erhilton und über die Lage unrl Bedürfnisse in den Orts<|riip])en und Ge-m<^ Tiden zu berichten. 1 nganTS behandelte der Kreisführer" personelle Fragen und berief anstello dp<; zur Wehrmacht einfiprücktcn 0;ts-ginppenfiiluers v.in Schonst ein Pg Mein-hfiid Wientschiir. 'Ion bisherigen Schön-vtener RiirgeiTTieister Hubert IlHiikf Petn sclif idendt'n Ortsariippenführe' W rntsrh'ir dankte er fü' die zweit^h-Anthaufli(i''it. Alle aV.tnellen Fragen ^snirden ntisfi'ihr'ich erörtert und vor allem den Ort .gnippenHihrem und PiT'^!errr>pist<*rn die pnlitisrhe und krtr-pr. :rhe BetretMinq der eingesetzten W"hrm'nner in don versrhiedenen Or-tnn n ihTTelcirf.. Besonders hiTvorgeho-hrtn wurde d'Xr tapfere Firsn»? unserer \V"ti mönoer in d^n let/len Tigen, wo-v,(i; "v' loii< hipiiden Tnt'^n hpw'^S''*i hiben, rj M SP 7!| Dn'itsc^Iind T'lT^ren j)r.r T pitnr des F A 1 der Krelstf^h-nirn Pq. ri.icnr. ermahnte d!e Orts-ormTif'n iiif ■ 'ne HiMsrhrtinkimn pfltvprV•■'etos T 'n7uw'rken uirl Vind'rrte ar '' '*■ mi* 1 r>"-"»m'^T die Worhenend-Äch'i'iirigf>n 'n '^'ill' wii^d^r ntrfT^nrtTnniriTi wp-ftpri. In denen insbesondere die Zei- len- und Blockführer ausgerichtet werden sollen, füh: jsomlsleiter Pg. Pai-dtisch sprach über die lautende Ver-sanunlungsvk eile Der Leiter des Amtes X'uikbildung, Pg. Hatner, behandelte f-usfül'.rliih die Sprachaklion und be-rif'hlete über die bisherigen Anmelde-etgcbnisse. Fr appellierte an die Orts-firiippenführer, dieser Frage ihr beson-di'res Augenmerk zuzuwenden, damit d'is gestecktn Ziel auf dem Gebiete der Uiirkdfutschimg dor untersteirisrhen Monsrhen ehestens erreicht wird. Nach kiir/en Berichten der Leiter d«s Ver-Wfdtiinqsaintes, des Amtes fiir das Land-vt)lk und der LtMlc^rin des Amtes Fragen gab dei Leiter des Amtes Volkswohlfahrt, Pg KaU das Ergebnis der 2, Reichssl roß^nsainmlung, das abermals eine Steioeruna erfuhr, bek^i nt. Der Kieishlhrer dankte allen, die zu dem schonen Crff^lg mittieholfcn hiben \inri ritib spinei Freude darüber Ausdruck daf^ der Kre s Cilli unter den r/erjen\vMIticien Verhältnissen seine Op-fcrfreudiok 'it n^ucirdlngs unter Beweis sff^ll'e Luftsrhot/leiter Pg. Lehar be-b-ifidfltr r'l'e Fiacren des Luftschutzes. Fr unterstrich gari? besonders die Not-wcndinkeit, diiB die Verdunklnnnsvor-schrifter r'^ofh^Men werrien und sprach von der Pfiirht jedes einzelnen, im Luftschutz seinen M-irn zu stellen. Der Leiter des A ■'beMsnoMtisrhen A,m-tos Po 1 eny fT'ih schliefMich das Pro-crramm für die Wintera''beit bekannt. Als letrter Marburger Titeikampf um die H^rbstmeisterschaft der Gruppe B ging am Sonntag die mit außerordentlichem Interesse erwartete Auseinandersetzung zwischen den beiden kampffreudigen Abteilungen . der Mdrburger Sportgemeinschaft, Rapid und Reichsbahn, in Szene. Man traf auf beiden Seiten für dieses große Kräftemessen besondere sorgfältige Vorbereitungen und obgleich man beiderseits einige Ersatzleute heranziehen mußte, führten die Mannschaften einen spannungsvollen, reitweise mitreißenden Punktekampf vor, der zunächst ziemlich ausgeglichen ablief, dann aber Rnpirf stark Im Vorteil sah, so daß an dem Sieg der Elf nicht mehr zu zweifeln war. Aber Reichsbahn ließ sich nicht so rasch Ins Bockshorn jagen und setzte sich trotz des 2:0-Rückstandes mit aller Energie durch. Der Erfolg stellte sich auch bald ein, so daß eh gegen Ende des zweiten Spiel- drittels ganz unerwartet wiederum 2:2 stand. Rapid erfaßte sofort die nun wiederum recht brenzlich gewordene Situation und setzte alles auf eine Karte. In vehementen Angriffen gewann der Sturm rasch an Boden, doch brachte erst ein wenige Minuten vor Spielende gegebener Elfmeter eine Wendung des Spieles, das in dieser Phase seinen dramatischen Höhe*i punkt erreicht hatte, Heller sandte das Leder mit kühler Überlegung unhaltbar Ins gegnerische Netz. Die beiden früheren Rapid-Treffer stammten von den Flügelmännern Fasching und Valentin. Für Reichsbahn war beide Male Koller erfolgreich, wobei ihm beim zweiten Tor ein Rapid-Verteidiger ausgiebig mithalf. Trotz des wenig einladenden Wetters hatten sich immerhin 600 Zuschauer eingefunden, die an dem sportlichen Geschehen am grünen Rasen reichlich Anteil nahmen. Spielleiter war Schiedsrichter Engler aus Graz. Japans Jugend im Meijischrein-Stadion Jagd und Liebe - in unfersteirf sehen Wäldern In Hph Wäldern an der Satne, dort, im die letzten Aiixlänhr der Uskokett in$ iwlfrülcirixch.p Land hineinreichen, ^ah e* hin vor hiirzem ufeile Gebiete, die (irm s('/i/o.^.srp und itnhcri'hrt, fern vnn /Vc'rnt Verhfhr lieiipn. Sie stcUcn in Ihrer nnliirlichen Sf/iöfi/irr7 und mit Ihrem lehrndigm Reichtum an Pflanzen und Tie-r.'d (in trnfires Vo'adien für jeden Salinlrrund, und vor aHem ttir den datier, dar V/cm Herz und Sinne liir xolche Reize offenrtohen. wer den nachlllchen Piritch-finnp, den wilden Schrei des brünstigen Hirachet, nü die Inuarnd Enlzijckungen hüm Aiiffpiiren den vieffnltigcn vd'^n und ntrh ^elf^nen Wildes jener Gtgenden kennt, den knnn *0 leicht nichl schauern lebhaft begrüßt, während der Vorführungen im Stadion ein. Wie I üblicii hatte auch diesmal das Herrscherhaus starken Anteil an den sportlichen Geschehnissen des Tages Prinz Taka-malsu, der Bruder des Kaisers, wohnte der Veranstaltung als Schutzherr bei und übergab den Sportlern eine vom Kaiser gestiftete Flagge der aufgehenden Sonne, deren erstmalige Hissung von orkannrfigem Beifall begleitet wurde. In der Ehrenloge sah man die Delegierien der sechs Nationen des großostasiatl-srhen Kongresses. Um die untersteirische F ufiballmeisterschaf t Tm Wettkampf um die MeisterBchaft der untcr.stcirischen FuOballklasse standen sich am Sonntag im Rapidstadion die zweiten Mannschaften von R^id und Reichsbahn ge tfcnüber. Die Rapid-Elf feierte mit 3:1 (Sil) einen sicheren SieJ, obgleich die Reichsbahoer nach Seitenwechsel jjrofle Anstrengungen machten. Für Rapid »chossen Halwa* und Hardina die Tore, während der dritte Treffer aus einem Eißentor stammte. Für Reichshahn war Frangcsch erfolgreich. Schiedsrichter Jenko Handballer um Punkte Rapid Marburg besiegt den LSV Zeltweg mit 8:7 Im letzten Augenblick wurde fflr Sonntag auch ein Punktesplel sur steirischen Handbaltmeisterschaft nach Marburg angesetzt und zwar standen sich im Rapidstadion Rapid Marburg und der LSV Zeltweg gegenflber Das Ergebnis 8:7 (4:4) für Rapid spricht für die Aus- geglichenheil der eingesetzten Kräfte, obgleich gerade die Marburger einige Ersatzleute heranzuziehen gezwungen waren. Man kämpfte auf beiden Seiten mit großer Einsatzfreudigkeit und der knappe Rrälteunterschied spricht umso eindeutiger für die vorzügliche Leistung der Rapidmannschaft Dat Spiel leitete Schiedsrichter Persche. Auch in Graz wurde am Sonntag ein Pflichtspiel zur steirischen Handballmei-sterschaft ausgetragen, ic dem der ADTV und Leoben die Gegner stellten. Der Kampf ergab nach spannendem Verlauf ein 8:8-Unentschiedcn. * Mit einem Erfolg Im Plstolenschlefien von 25.56:2422 Ringen vergrößert« die SGOP Berlin ihren Vorsprung im Drert-waffen-Schießwettkampf wedter. Sie führt nun Insgesamt mit 3^7:3303 Ringen. GroBer deutscher Traberstutenprels. Das letzt« dietjährig« groß« Ereignis auf der Dagfinger Trabrennbahn bUdete der Große Traber-Stuten-Preis mit 30 000 RM an Geldpreisen. Siegreich blieb Peplt«, von Weidmüller gefahren, Nur ein Spiel in der Gruppe A In der Gruppe A der steirischen Gau-klasse wurde am Sonntag nur ein Mci-sterschaftsbpiel zur Entscheidung gebracht. Sturm Graz schlug den RSG Mäiz-zuschlag mit 1:0 (1:0). In der Tabelle gab es keine Veränderung: SC Kapfenberg 7 6 1 — 28;? 13:3 BSG Donawila 7 5 — 2 22:15 10 4 RSG Graz 7 4 2 1 17:9 10 4 Grazer AK 7 4 12 13:6 9.5 Sturm Graz 7 3 1 3 13:17 7,7 RSG Mürz- zuschlag 6 1 — 5 8:20 2'10 Puch Graz 6 — 2 4 7:16 2,10 LSV Zeltweg 7 — 1 6 8:26 1:13 Die Oberklasse des Donau-Alpenlandes Der Meistcrschaftsbewerb der Oberklasse des Donau-Alpenlandes wurde nm Sonntag mit einer vollen Spielrunde weitergeführt. Floridsdorf und wAC trennten ■ich 2:2 |0:1J, FC Wien besiegte Austria mit 4:0 (1:0), Wiener Sportklub rang Rapid Wien mit 2:1 (2:0) nieder, der Tschammer-Pokalsleger Vicnna feierte Aber den LSV Markersdorf mit 9:1 (3:1) einen überlegenen Sieg und Wacker Wien fertigte die Amateure in Steyr mit 5:0 (3:0) ab. In der Tabelle lautet nun die Rcihun|f: FAC 8 4 4 - 27:17 12 WAC 8 5 1 2 26:22 11 Austria 0 5 — 4 24:22 10 Markersdorf 9 5 — 4 24:27 10 FC Wien 8 4 13 18:17 9 Vienna 5 4 — 1 34:10 8 Rapid 9 3 1 5 18:22 7 Sportklub 7 2 14 13:18 5 Wacker 8 2 15 17:21 5 Amateure Steyr 9 117 12:37 3 Hamburg—Berlin 3:1 Auf dem HSV-Platz am Rolhcnbaura erlebten rund 15 000 Zuschauer am Sonntag eines der spannendsten und interessantesten Fußbailtreffen, das man in letzter Zeit an der Alster geboten beknm. Der erste im Kriege geschaffene und zum dritten Male nun ausgetragene Gau-Vergleichkampf zwischen Hamburg und Berlin-Mark Brandenburg hielt weit mehr als man sich vorher von ihm versprochen hatte. ■ Das 3:1 (0:1) für Hamburg war durchaus verdient, und der Sieg stand auch vor der Pause eigentlich kaum in Fratfe, als Berlin nach einem geschickten Durchbruch trotz eines Hamburger Eckcn-verhältnifises von 9:1 knapp in Führung lag. Erwähnt zu werden verdient aber, daO Hamburg zu seinem zweiten und dritten Tor kam, als der ganz glänzend aufgelegte Nationaltorwart Jahn bei Berlin nach einer Stunde etwa durch Baumann (Hertha-BSC) ersetzt werden mußte Schweden besiegt Ungarn 7:2 Einen unerwarteten Ausgang nahm das Fürkspiel zwischen den Fußballmannschaften von Ungarn und Schweden am Sonntag in Biiddpest Nach ihrem 3'2-Erfolg im September in Stockholm gal ten fite Magyaren auch diesmal als Favorit, zumal Schweden in diesem Jahr noch ohne Sieg war Die Ungarn fie'en aber noch vor der Pause ihrem Tempe-roment zum Opfer, verloren mehr und mehr das Interesse am Spiel und damit schließlich auch den Kampf Schwerlen befand sich dagegen in glänzender Sp'el-laune und siegte mit dem nicht alltäglichen Ergebnis von 7:2 (2:2)-Toren Zwei Wiener Handhalislege, Die in Wien ausgetragenen Auswahlspiele im Flauen Handball brachten den Donau-Btädterlnnen überlegene Siege. Gegen Niederdonau gab es einen 15:0 (6:0)-Er-folg, während das Stadtespiel Wien — Klager^furt von Wien mnt 6;1 (1:1) gewonnen wurde Ihre Gehletsmehterschaften Im Waldlauf führte die Wiener Hitler-Jugend am Sonntag Im Prntergelände durch. Über 2,5 km siegte Kunz in 11:45, über 2 km Swoboda In 9:12. In der Mannschaftswertung war Crlcket vom, welcher Verein auch die Einzelsieger ttellte. Vom 7. bis 13. November wird verdunkelt von 17.15 bis 6.15! U'rciLi Z(fl a und der Jage r 'I^oitujn t)o)i Uudolf 'JlansBartscft I f)h"n an dor l'^t/len Stcilhilgelkiippo de' l'sl'■»ken, dir eiu.sam und weilum* schciiicru] :;orrrti die Saw«* vorhidol, hockt dds Kastell. Es duckt sich unter cm iiioDsribbigps Dach, uiul seine vier Riindtüriüt: habtn Fenster wie. gram-vi'lle Augen. Viel bewohnt sieht die filto Greri/biirg nicht ans. Diis sagei»-reich«' Schloli, cl.is schon Karl den Ciro-Ij H'idi sf'heitclt still und er-gcbungs/oll grari über ihrer mildon StiruR. KuiTinierrunen haben selbst die sen feinen Mund und die unsäglich guten Autfen umzeichnen dürten, und < "■ ht wie-(■ nifhi • ni' ■ t)!? und e ■ iiter Rote .>d- r l.i P •if 1-J T .1 I STADTTHEATER MARBURG-Drau Montag, 8. November: Amt Volkbildung, Ring I — Geschlossen« Vorstellung. DER WILDSCHÜ'IZ. Oper in 3 Akten von Albert Lortzlng. Beginn: 20 Uhr. Ende: 22.30 Uhr. Kein Kartenverkauf. Dienstag, 9 November: KABALE UND LIFBE. Bürgerliches Trauerspiel in 9 Bildern von Friedrich v. Schiller. Beqinni 20 Uhr. Ende: 22.30 Uhr. Preise L___ Vorverkauf oußer Montag täglich von 9 bis 13 und von 15 bis 18 Uhr an der Theaterkasse, Theatergasse 3_ UNTERSTEIRISCHE LICHTSPIELTHEATER MARBURG-DRAU | BilKb-LtiMIS P I E H Haut« IS, 17.10. 19.4.^ tnir Jicroruf 1119 Tolle Nach« Marl* Harall PrtWIffc, Tkaa UifMt Haail ArntUadl Marin« KUii aad Warnet Stuck Hb (tohgaUimlM Hjuembl« gaittart aicbtUcbarwslM «urck Koni data, iptonlart durcfc Schlftiaallöch*', ▼arfaSt anoBYi»* «riafa uä<1 itallt Tor atdnBlaehat VefUabth»lt «Iii gania» KotM »uf rtao Kopf. Fti lagandllrba atckl lagfUtiant Wir lalgaa >■ SondervaiaoiUllungca. Montag, Dlanitag utnl Mlttworh um 12.4S Uhr — dan hochdranintlarhpn Wlld^rerlllra Die Sporck'schen Jäjjer mit Intrnut Blrlit«! PdUl W«*tefni«lBr Theodor Loo» Margarole Kupfwr iir\d Frlli G«n*cliow. Hoiita IS 17.30 und in.4S Uhr Peterle Ein Bavnrln Film mit (oe Stftrkel, Flliie Anllngei, Gabrii'le RcIsmHIlfrr AHu-rl Jdnirhack. Ludwig Meier und lleüt KurlsIdiU Fm JnqfndlUhf ntrht iuq4'l.i*iifnl Mnnloi). 8. Novetnhoi um tö Uhr am riim aus un«pr(>r Zeit: Sechs Taße Heimflturloub Cuilav FrOhUrh, Muri# Andutflail und Haihr llaak. 8rliUf>^p*e OM> Sttt hüenlpMiii Utrillo ■Ii 11 NovamliMi Symphonie eines Lebens mit Hennv Forlen. (üRPla Uhlen Hariy Baut und Harald <>aul«pn Montag, S, Novembp um Ii.30 Uhr dai Mofrhenlllni SrUNEFWITTriirN UNO DIB SirBFf, ZWCBCF Mctropo Cilli Bli 11. Nüvciuhri Wenn die Sonne wieder scheint Prtui WeflHneT Maria Koppenhftici Priil Klingel und 14 lahrno nlrn* luqfUNHnn Hilde Janüfli. FOi lug«-nHIIi h»- nnlHt 1on-Lichlsp:e e S U(inlpr"or»t<«11nn(i ftP«rh1o»*pn Montag, b. Nnvpmhei — oln Bcrlln-Pllin Stimme des Herzens pilt M.irlannp llo|ipi> Ginil von Kllpileln, Carl Kuhlmann nupnn Ktapfer, Priti Ortfinnr uiw. — Spi^llüllunn Inlinnnpi Mevir. — Musik: Frank Fut. FDr inqpndlMb» nirht luqalaiiipnl Montag), B Novnmb»r — ein MSrrhnnfllra DIU SlBnPN RABFN Bllt» kaachlnn Sie dl« aeuen Anfangiloltent Vor- fflhrunrjen werktngf um 16 30 und 19 Uhr, lonn- und Iwierlagi um 14, 1130 und 19 Uhn Marchw- und SondprtliDii Prcltuti, Smonlng und Muotdg um 14.30 Uhr, Soniitaq um 10 Uhr vormittaga Weue SpielzeNen ftlr Ton-Llchtflpiele Stadthteater Pettau: Wochenfagai 17.45 und 19.45 Uhr Sonntags; 14,30, 17,43 und 19.45 Uhr Stelrischer Helmatbnnd, Krctiifflhmn Mnrbur^'Stadt, Amt Volkbltdung VolkabMdun^MtKfr Marburi{/Draii Steinsch-Tanzkurs " Anmeldungen noch In der Geschäfts stelle des Amtes Volkbildung Tegetl-hoffstraße 10a und beim Kursribend am Dienstag, den 9, November 1943, utn 20 Uhr, im Appellsaal. SchTniderergasse fi önser kleiner HERBHllT hat ein Rrfid(*r-{ clji'n belvOiiuiien. Achtung ! STEHE u PriUPIM\NÜ CERMO.SCHFiK Marhurq/Ürcui, BisiiuirckstraßG 26, jlj Ah Montau, den 8. Novt'nil die Anfanj^szeiten der \ orj üül u^r I Cti ip«, II V, or rir>p braune Aktent-i'^rlip auf der ('ahrl In der B ihn irwi-schen Stt-rnlal unt? Pkillau lic-(»elasscn. Inhilt: l A'inun-palJ auf den Natalen Suiiicr in-scf und 1' 'i ..ii'ion auf denselben N im .f., fern r n'n Spicj^el Riisicrrt'iuJ um! lit.— st;>rd r''< r ■ !■ ■ 'i siolp. Der l inder '.vird jitehe-Icn. die Sidi.'n ,-':i d^'H GfU-d}U'tn'''''c' r ■ Pctt-ui vorverlegt. BMrjJlichtspiele Esplanndf^ 1 le Stcllcr^esuchc steh fd'.'r l''n .n dirmeriepoüt n nunjJ nb/iijjrben ti Gf.-n-Bclih-/I scßützt Kleiner An,"!:c!oer mianrbnrhlialt'^r, allmoiMq fähig, übernimmt tiii f>ln;ne 'Pfunden '^iglifli hurliti.illprisclu.^ Arbei-kn in N^nhurtj odi:i Pftlau. Zu^chrif'(üi untRr »fiurh^ach-verstfiiidiger«' an dia »M Z«, Marburg Drau. 20R-5 Offene S*ol|pn Frauiiiii ; ! ■ llltfr Vot Itan^vllbO)) »na 4rlt»il»kttt taa aioB j)cirat, A inbjniiuhr od 1 d.si hei.tihr /.u g«nirii! Antriigi! tj:il-'r xPiu !(! pp.iiat liii d;e C'ir-.! luiits.sl^lli' rlt-r »M Z.j, Ff'ittiu. 4 flutorliiitpicr Deinu'u-Sliap.i'-odrr Spojitii intcl für \ > ■ .schlanli l aufen odt»i- *aii-cbpn ■.(".iiclil AHr in der M 7. M ti b iriJ-l' r t nichtinei I.eb/eller- u Wi'h'i-/.ii'b'^ r(4c>hl!1e wnd auffietiom ni n bei F'rn^t Ciert, M(ub"i(i H M au) 4? (j I «'hl lump fVMrhf'nl w'rd dUl' n; nou":ion P'-tn Itp IH I, Miiibu q-OrM 7'J rtp^tu.hi üulif^it'f Tll"Tt Ht'iimler, It-d'q II irl >; •inimc|sl!< Iii id -^urhl nut pif>i-.l t lies lind hfi^liatPis Z.m-irei, woniönl:i h im SUidt/on-liPin /.ii-.rlir unter '.Ak.id'nni-r'in die '.M Z«. M'irbu q d^iuuj. _ ^ " Mlpri-r ir-rr, allein? tnbpnd t'in^ iihi'r tu'3< haftint, Mii~h' uut mf)h..pr»ps, fieiindlic hp^ Zim-iTior evpnt Kahuipf An't un-'(•: 'I.albiirh" an die »M 7 "■ M--hiirq-Drau IM''' Kal>:ii. tf iivc z..' . .. Bcrufs'ülite ' oiirr "r ZiniMior ' Xr* an d'e '»» Drsu Ein Zwelh'ttilfrmc' w heruf^täti^ifn P . .^nlriljp MP'fr ;> sehe* an dii» ».M / - ' Drau 'siici'n in " Zim*T ' f'odi , III. in* .1,' I ____ Tr^ : mch' •iV' I ] ' «Iii t: • r>-. : riMi I .ir d .1-8 T'1 " m '»UC-it. ■ n' Ä , .1% t r». ' ;-8 t n \T F.' In tiefer Trauer geben wir bekannt, daß unsere liebe Cattin. Mutter, Schwiegermutter Gr^ßmtitter und Tante, Frau Maria Lokay «eh. Schönptlug Relrhsbahnlnspektors-Gattin • im Alter von 76 Jahren am Samstag, den 6. November, um 1 Uhr nachts, an Herzschlag verschieden ist, Das Begräbnis findet am Montag, den fl November. um 14.30 Uhr, von der Kapelle des Studlfriedhofos in Drauweiler aus statt. Marburg, den 6. November 1943. Hans Lokay, Gatte; Dr. Wilhelm Lokay, dsrt Im Felde, Sohn) Elsa Lokay Tochteri Leopoldine Lokay, Schwiegertochter) Willi und Dolores, Enkelj Em^nuel Lokay, Neffe, und alle übrigen Verwandten. SeparaU Partr werden nicht auigp^"''""- Allen Veivv.mdt^'n Froun ipn und Bekannten fiebfri wir di(; t'-riunnp N' .ihrifht, d unser lu'hor VaUn, Schwirq. Iva'> r, (irfilivii' r und Onkid, Herr » ' Ne!:rep 7inimeriin'lst»'r und lIuusbesH/.er nach liinii'. m, sch-vrcm I."id<,n im Aitei von 73 .I.ihrrn im SamsiJ i, den b. .-v: iii(>er uns lur immor verlassen hdt r^ie B:"'erdif'i:rig iins' te<5 lieben V ilprs findet Dienstag, den Novprr.tipr, um 15 Uhr, von der K.-iptdlo in Dtduwpiler ans '■'.ill Marburg Rh.f ah.iu .en Ül)erwöU, 6 Ntivemiier 1043 In tiffcr Trauer: Josel, Mit/1, Mann!, Hidwig, Elll und Willi, Kindm; MItzl und AnnJ, Srliwiegertöchtert Frant. Hans, Frll/. und Poldl, Srhw.pgersöhne, im Namen aller übrigen Verwandten. S»>pnrrt(': Farte wurden nicht au*iii'(|nl'Pn «I h- U'Cd. l" f \r 3<. '1 der \ r' biir'j TV T nu cbp schij'nll . \\ iniuM i'U-" ' vvoll >i ' i 7-p '• .1 n d i- Koff- ■■ neii.-n I •,i (! r wird r'pt ■».. h' Öcn yr '> ,v.. VI Tu; -d' für b ■ Nr ^ . V 1. 1.1. Danksagung Fflr die vielen Reweine aufrichtiger Anteilnahme, die uns beim Heimgänge unserei geliebten Vaters, Schwiegervaters, Bruders und Onkels, des Herrn FRANZ RATEI, Oberlehrer» 1, R„ sowie für di« »chönen Kranz- und Blumenspenden und Teilnahme am Begräbnis, sprechen wir auf diesem Wege allen unseren innigsten Dank aus 229 Marburg Drau, 6 November 1943 Familien Ticburin und Ratel Danksagung Ffir die aiifrichligp Anteilnahme und die vielen Kranzspenden anläßlich d-^r P nsetzung meines lieben und unvergeßlichen Mennes bzw Vaters ALOIS HKIBOWSCHLK, Steiger der E V Sfid-Kohlenberg-bau Trifail, spre :he ich allfn meinen herzlichsten Dank am Vor allem ditnke ich drr Bergdirektion Trifail, dur Relrifbslrritimi' d«r Taiib;ui«, den Arbeits-kiinnradi'n meines Miinius. H^rrn Katei und allen, die ihm das letzte "-itdüife H.iln'ri. b9 Julian« ilribuwschek und Kinder r''f rte 4ind 7u rii m< 1 tpr r :■ ! I d'k trn. *iei rn -rl< An Po%i' d». r Wi»nn 'inii Rf 'int 7<«iii»n ■"mit tfi hiji hnnn 'Ii irnm^t In ti , hl hl V -»in -ti- Scfte 6 * Nr. 312 * Montag, 8. November 1943 MARBURGER ZEITUNG Äiiforität gegen Selbstbehauptung Zur Grazer Erstaufführung von Sudermanns »Heimat« AnlÄBli-h fli>r Wii'lera'jflilhniTig von I! III ir* rmfltiii HciMirtl iiD -r D Ii«. .|. fiihii .i iPi/1 ^ unser bek/inrilffr M.t.iiti isi hiÄi mit dl n »wigliingnn Kiititiikl dl»'!«'» Stüi'küs n.ibi'intind>-i Wir W'.üeii Li'sein diose Ausluhiuo- g.>r. ni'.hl vor>!ian«lte'-, di*nn, wi^na vml-lt!\c.ht fluch dl«' nifü-. -in von Ihnen ds» Srh.niinl^l Sudprainnrn nicht qpspluü hiiii>n miiij'n ' ■ • riniKfn «u h doch iwnl-violf «11 d->n "iu<.gi''eir hneten qlpirh-n«m di'n f ilto 1 i n.^i h Dnmi vor •" '(i'n .1 4ii.li 'inter rifr vnn Prti(pi-...r Cul rrnehlii h lind mit Tarih Lfiinri'T und M' 'irirh n<>)rye in rti-n Hn']p!roll''n fjpdTphI wurde Nach landen Jahren wieder einmal Hermann SiulL-rmanns üoininf auf der Böhne zu sehen, bedeutet für den, der dteweK hi'ir^Jerj'che Si'tcndr.inia vor dem •mlen \X'cItl!on'l P srh\ • ren Vorlvin^e und Portieren ilh« r deii "^'iren kiirr, diese iJanze briri^er' he \X It, die ein<;t in unserer .Itii^end Mich J;e unsere war, steht plöt^lirh r'a. Alan ist ein weniij neuilieriC, wie da* n!Ic« nun auf einen wirken wird — und sifhe, p*. wirkt höchst eindringlich Mi'hr noch* A^an ist unversehens w'eder mitten d'-^nnen in allen diesen Problemen und Debatten um die Sprengung einer einvjeenijtf'n und Gberalt« rten bfirtjerlichen .Moral Vicht etwa, weil *ia heute noch bestünde, sondern weil sich dieser Prozeß ;mmer wieder einmal wiederholen muß wenn das Neue kommt und das Al'e beiseite drängt, «o wie es damals im Hause des Ol)erstlentnants Schwartre tfeschab das der filte«ten Tochter Mscjda nicht mehr Heimat «ein konnte, weil seine Menschen nicht vermochten, fiher ibren Gcsicht-ikrcis ein weniij hinaus?ublicken. um den andern, und wenn er der nSrhste in ihrer eigenen Mitt« war, ru rerftrhcn. Das Schicksal Majjdas wird lich immer wiederholen; nur die Gesichtspunkt« oder die 7"!ttendenrer mf^ijen wechseln. ( Denn Ober alle Umwr^lttfehundenheit hin- i aus r«!jl doch als tragende und treibende | Gestalt des STickes die de. Oberfitlcut-nant Scbwartre, der als Patriarch im Kreise der Seinen herrscht und strenge Asta Sudhaus in Rumänien Auf Einladunj? der rumfiniscben Retfie-runö sprach d'e bekannte Sprecherin Asta j Stidhaus in Fiuknrest und verschiedenen ' anderen StS Iten Rumäniens über Goethe und rumänische Lyrik mit .lußerordent-lichi-m Erfolij Her Staatssekretär des rumfiniscben Prop.'itSnndaministeriums Fxz. Badant» wfirdi^te mit »ehr warmen Worten dit künstlerische Leistung und di« Verdienste von Asta Sfldhaus, die btreiti wiederholt in PumSrien ö'-'Trochen hat, um den deutsch-rumänischrn Kulturaustausch. »WaHensfelns Lnf.eite des Platzes "innrlv -id'n 7.-1'1 i.i'-rs. Inmitten bOd' le t ' in den tfjeren Sthau- platz. fü* S/-'-n|.-; b Virsp'el be- setz' ' -n ■ 'tu- ■ I n, die nenhimme! reichte eine stirrmunf^sv.'Ht '^o! . die -.icH am Scbluße im Bi^kenntp p zur )■ ni'jkeil zw hinreißender W'rkim{i -t.-Jr »r nitn F.nm die Zü),;el des Refjimentcs in Händen hält. Dies wird zumeist ein went|{ uber&ehen, wenn von der Gestrij^keit in der Grund-haltunj^ diebi.s Stückcs tJeredet wird, di« im übriiicn auch wir deutlich empfanden. Zeitrah und unbedingt ({e^enwärti^ aber war un» der Charakter diese» Familienvaters, der die Tochter aus dem Haus* treibt, weil sie den von ihm ausgesuchten Mann nicht heiraten kann. (Wir schalten hier ein, daß dieses Thema als dramatischer Konflikt unsterblich ist. Wolf-Ferrari bescli||ftifit sich, zum Beispiel, auf humorvolle Weise damit in seiner Oper *Die vier Grobiane«, und der erst kürzlich in Graz uraufiJeführte Wien-Film »Schwara auf Weiß« lebt überhaupt ' von einem Haustyrannen.) Das Stück hat also sein Zentrum, in desr.cn Zirkclschlaij sich die Handlung beweist Majjda geht und kehrt erst als berühmte Sängerin unter ausländischem Künstlcmamen in die Stadt ihrer Jugend und ins Vaterhaus rurflck. Kaum aber berührt sie di'.sen Kreis, da gerSt sie unversehens wieder unter den EinfluO seines zentralen Gedankens, des. Vater», der ganz derselbe geblieben ist. An der Tochter allein hat es in der Zwischenzeit go-legen, zu wachsen, sich im Lebenskampf zu stählen, zu gedeihen oder unterzugehen. Und so geschieht denn, wa» geschehen muH: V.iter und Tochter — es könnt« iiibensoilut auch ein Sohn sein, der solchen Konflikt erlebt — erfahren auf» Neue, und hefti((er als vorher, die Tragik ihrer GegensKtze. Denn einmal muß eben feder der Heimat auf geistige Weise cntwachscn Einmal muß er »elbständig geworden sein, um dem Leben gegenflber sich zu bewähren. Darauf at>er verzichtet Ma{erbefehle-h. bpf dps Wehrkreisea und Vertreter der stitflirhpn und sfÄdflsrhen Behörden bnqnißfn Aus dem Hauptquartier wai p'p Tplrqramm «n efaier Reicheplanuag fttr die Hochtchulen die Elgenkra/t und die BeionderheiteD der elnzehien Unlveral-täten gewahrt bleiben nsQl^tea. EMe Br-lanqer Untveriltät habe erhon beim Kampf um die Macht In Deuttchland Proben ihrer charakterllchen Haltiing geben. Nadi dem Rel(li«mlnieter «prachen auch Relchiitatthalter Ritter von Bpp und die Gauleiter von Pranken nnd München-Qberbayem. Aua AnlaA dea JuM-läums wurde eine Anzahl namhafter Wlt-senecha/tler m Bhrenaenatoren ujyl Ehrendlrektor der UnIverAltät Erlangen ernannt. Aainihin«! St«li«D-Lichlbild, OtM Letzt« Herbst«oim« im Park D«s SchflUr-Hieater In Paris Auf «Incr Gastspi«lr«ia« durch di« be-««tzten W«stgcbi«t« spielt« da« Barllner Schillertheater unter s«ln«m Gcneralln-tendanten Heinrich Georg« am Mittwochabend auf der Bühne der com^die fran-oaise Lope de Vegas »Richter von Zala-mea«, der In der Übertragung von Wilhelm von Scholl schon «tliche hundert Aufführungen im Reich erfahren hat. Das Stück verfehll« auch auf das Theaterpu-blikum der franzfisischen Hauptstadt seinen Eindruck nicht. Die Aufführung, in deren Mittelpunkt die Schauspielkunst Heinrich Georges stand, fand wärmsten Boifall, der auch dem Ensemble, aus dem Georg Augast Koch, Will Quadfliag nnd Bertha Drews besond«rs genannt seien, gMpendet wurd«. Am darauffolgenden Täte wurde die Aufführung Im Pariser Sofdatentheater wiederholt. Den beides Theaterabenden voraus ging ein Leae-abend, dar di«' Vortragskunst Hainrioh George« eindrucksvoll zur Gehttn<< brachte. Bedeutende Vertreter des Pari««r Knnst-Icbens wohnten ihm bei. »Tltania« In Leipritf Etn runder, starker ^ Publikum««rfolg war am vierten Tag der dritten Leipiiger Uraufführungswoche die neueste Komödie d«e Wiener Dichters Friedrich Schre^ogel, von dem schon die letztes drei Bühnenwerke in Leipiig aoa der Taufe tehobeo worden waren Dl< jüngste werk b«t1t«lt sieb »Tltania« «ad gleitet aus dem Betirk intimer, warmer Menschlichkeit, In der der Dichter «e gern zu Haus« ist. diesmal hinüber ins Mlrchenhafte, ins Göttliche. In das Haus des Physiker« Konrad Schürenberg. so ist die Handlung, kommt dl« schlanke, liebliche Elfe Titania, die Gattin Oberons. Konrsd, dessen eigene Gattin ihn soeben im Zorn verlassen hat, verliebt sich in das zarte Götterw««en so sehr, daß ihm Ist, als wüchsen ihm Flü- fel. Auch als dann Elisabeth, s^ine ihn iebende Assistentin, an die Stelle d«r FIfin getreten ist, bleibt «r diesem neuen Lebensgefühl treul denn es hat Ihn lo vMlig verwandelt, daß es ihn tugleich aaoh die hui gStterhafte Schönheit KliaA» l>etii« leheB geUhrt hat Die«« «ehlichte, dichterlioh «ebösse Handlung, die la der Erkanntaii aoe-klingti >Ea i«t etwas Göttlich«^ ela Menich zu lein«, wird mit «o voIlind«ter Kumt d«r Stimmungen and «o durchtränkt vom Duft •in«r zart an innig« baimni««« d«« m«nich]ich«B L«b«ns rfW renden Sprach« g««talt«t, daß li« von mar mittelbarer Wirkund auf das Publikoi war Dr. Ladwig SchtauM Paal-Erntt-Woch« fai Matfdcbvrg-Anhalt Im Oedenkea aa den vor aehn Jahrea ▼eratorbenes Dichter Paul Eraat veraa-•talten die Bflhnan d«« Gau«« Magd«l>vg-Anhalt im Rahm«n de« H«imatw«rkea ein« Panl-Emat-Woche. St« b«giBat sua Sonntag, d«m 14. November, mit einer Feientund« ia Elbingrod«, d«r Geburta-stadt von Paul Emst. Di« dr«i naßgeb-lichea Bflhnen de« Gau««i Magdeborf, D«««a« und Halbentadt. brin|«n i« efai Werk de« Dichter« tw Aaffflnruni ead tanichen Ihr« Vor«t«tlung«a im Lanla der Gadichtniawoch« iint«r«inand«r aaa. Die Schaaapleleila hrleda Mcfeartf, langjährige« Mitglied der Hllpert-BOb-nen In Berlin and Wlea, feierte Ihren 70. Geburtatag. la Agrea i«t taa Beiaein da« ICaltii»-Blnlater«, Dr. Julll« Makanec, eine den Buropaverlag naneeteheDd« Buchhandlung »Europa« erdffnet worden, die ildi die Aufgabe gaatetit bat. durch Vermittlung des Buchet dl« kulturellen Ballehungen Kroatiens tu telnen Preon-den tu pflegen. Frofettor Hannann Drew« konxertlerta auf Bin ladung de« Reichtkoimmlaaart tüi die beaetTten Gebiete hi Norwegen und hatte In Stavanger vnd einigen anderen Städten Süd-Norwe^aja int^rordentllciM Erfolge, beaonder« mit Werken Max Ra-gera. Geaammelte Werke vaa Oaetar Preniaea erscheinen nm M Oebarts-tag det Dichtere taa Q. Grote-Verlag, Berlin. Glücklich wie Shunsci und Daini F. nc ; r ' hp ni/.ihUing Von .Ji.'l Rdl^t'rt H«irrer Im Ni ■ !i M ni^ti«' liei Stadl K'i- m.i sh(j ip--''- V ■■ jiihili'.iiidprtpn der B jf.'ii:'■ l'.-t' f'f SluiV.;i, tit»i jeflon Tag den fl-ink p, ihm ;lie sch'inste urd r stp F*'riii qos''h»^nkt hatten fcr p mit D'iitii in so gliick itrhpr " •■ ii''■ d. (* wpitfpn die Kuiulo :h'pr Ziif Horiht il und .htPS qe-gpnsc '.'ipn ( Hrinq Wpnn man rlen IrrVif -T "I ':.'l :.i hpn ' il'ickfs vni gle fhen v. .liip '; -';t" man: •Glurkli'h wie Shuii "! u d D/iim « itten In ih pm s'hönpn Zusammpn laben traf sie !.is tJn'H'i'k, fl-iH Shuiiset schwpr erkr.^nkfe S - spfii 5i'h n'ifh 'iiP Arzte um 'tu hfniuh > i, verfiel Sbun^P' Immer m»'hr. so dtB mm mit spir>'Mn Tod« rechrM*'e Daiii h^it'e 'n den Tempeln die Tirtt Pr nnqellpht Aber ih'e Gebete nflt/'en n i^bt» Di; ri«*t ihr if-mand den WrisPii Ifmomr-:) in K rn iisha um Rat und H If»' ui bitt^^n Daini bcq^b ilrh zu dein nnr) lirri'h'e iinf(?t Trfltipn .hr'^ P lii> vr-i. Der Weise schwieq eino Zpitliin(|. d :nn R"tj'r nr »Shunspl 9"'l was t tipsltzt. dfrn Goltorn vvfiihf-ii!«^ »Ifprr«, e-w clrir',- < ni, -mein '^hnn sei b<-r''7t nif hts mehr. Wir h.'bpn b^ reits ill unie 6 H.itic <' f, ! f'twns m't zunIIIn. ' .lr' rnir Ti'>twPnHiq tte Kleidung blitubl unsi tl-'-nn wir kön- nen ni< bt ndckt durch di« W«lt wandern uiid hetlelnl« Der Weise schutteile den Kopf. »Shtiuftei h