LmbllchelMZ eitu ng. Nr 23». P! änI! »Isralionsprci«: Im (lomptoir g.nizj. fl. N, lail'j. si. 5>.b»? Hau« hnlbj. c>', lr. Mil ber Post ganzj. sl. I5>, halbj. fl. 7.5.U, Samstag, 12. November AxserlionSgebllhr bi« w Zc sl.; sons! pr. >!cilc im.«', li.. lim. »ll., ÄM. IU »s. «. s. w. Insellio»« Vandcögcrichlcö Zara Johann Dun do- ^ich ;nm Hilftämtcrdircctor bci dcm KrciSgcrichtc in Sftnlato ernannt. Dcr Minister für Cultus und Unterricht hat dcm ^chrcr an dcr Vandcs-Obcrrcalschulc zu WiencrNcustadt "littoil Steinhäuser cinc ^chrerstellc an der t. l. Am,- und Maschinengcwerbcschnlc in Wien verliehen. Nichtamtlicher Theil. Wien, 9. November. Die Altakc l^it begonnen und aus der ersten Parat' lclc ist Iicrcils mit schwerem Kaliber gefeuert worden, ^cr ^cscr wild meinen, wir sprechen von Paris. Mil "'chic,, l Wir sprechen von dem Ministerium Potocti-^ll'lffe. welches zwar nicht von den Preußen, wie die Ha»plstudl Fiankreichs. belagert wird, aber von der Parlciwnth dcv VcisassnnciSt'ogmaliler um jeden Preis ^' Falle qcb,nchl werden soll. Und die mit Wmsgc-schbsscn uu "en, rvo crnslc Vorwürfe gegen die Positionen der Mi-'ustcr geschleudert werden, Vorwürfe und Anschuldign,,. Nw, wclche im Falle dcS TrcffcnS politische Erislcuzcu , fur immcr zerstören würden. Z»m Glück sür die Minister liegt die arlillcrisuschc ^U'slferliglcit drr Opposiüon noch in dcn Windeln. Um ^'c Wirluug ihrer pailamcntarischcn Kanonade zur un-^'dcrslehlichcn zu machen, haben sie mehr Pulver und ""hr schasse Mnni,ion genommen, als eben zum sicheren Schuhn „olhwcndig »rar, und so haben die „verfas-!"l's,>><,cncn" Schürn meistens iuS Glanc gefeuert, stall 'lUlu Mann zu licffcn, Wcr mehr beweisen will, alo ^, licwciscn kaun, d^r dcmonslrirt in der Regel gar "'^'c!, lind wcr sich in Ucdcrlrcibungen gefällt, der '""b erwancn. daß er weit über sein gcstccklcS Ziel h'unnstschicßt. so ungefähr ist cs in dcr Adrcß. Commission dcs ^,^N!iha»scs dcn rcspcclablen Chorführern dcr allöstcr. bische,, Ccl'linlislclischlilc ergangen. Sie hallen sich Alle zusammengelhan die ..Herren/' welche an dcn Grü' steii dcr Bureaukratie zu Staatsmännern geworden waren. Da erhob vor Allen der gesetzeskundige, aber in den Crinncruna.cn au die Zeit des Kaisers Franz schwelgende Freiherr v. Lichlensels seine Stimme, um lein gutes haar an unseren heutigen Zuständen und insbesondere an dcr Rea/crung zu lassen. Es herrsche line All von „Anarchie" im Reiche, namentlich in Böhmen und Ga-li^icn — behauptete dcr ..Pater dcr Cemralisten" — und dic Ursache davon läge nur in dcr Ärl und Weise, wie die Verfassung gchandhabt wcrdc. Diese Handhabung sei geradezu ..verwerflich." Hofralh Ungcr und Ritter o. Schmerling sccundirlcn und Ersterer glossirle Vorzugs, weise Nber die verschiedenen Wege, wclchc dic minislcriellc Polilil in Böhmcn und Tirol eingeschlagen hat. Und in diescm Tone währte daS Kreuzfeuer gegen dic Ministes volle vier Stunden. Im Grunde gcnomm,n sind aber allc dic Anklagen, die ictzt mit cincr gewissen ^cidcnschaftlicllcil gcgcn da« Cabinet erhoben werden, längst widerleg! und abgethan, l Die Gegner dcs Ministeriums bewegen sich fort und fort in der bclannleu Tretmühle, und namentlich die Kolcri'c, dic gcgenroll lig im Hcrrenhausc zu Worte lommt, sollte sich scheuen, allen Kohl wieder aufzuwärmen. Das Lied von der „Anarchic," die heute in Oesterreich herrschen soll, ist denn doch schon abgeleiert bis zum Ueberdiuß, besonders wenn mau sich gegen» wältig hält, daß diese Klage fort und fort in dcn Kreisen laut wird, dic noch mit einer gewissen Sehnsucht auf die Zelt zurückblicken, als sie die Hcrrcn im Reiche warcn und die ..schöne Well" zwar nicht, ,.nn dcr ssrrude leichtem Gängelband." ahcr mit dcm classischen Spruch ..Wir löimcu warten!" rcgicrtcn. Damals sind dcm Ministerium die Zügel der Regierung aus der Hand geglitten und ist dcr bbse Samen ausgestreut worden, der heule als natlonalc u„d staatsrechtliche Opposition lustig in die Halme geschossen ist. Damals halle man noch ..energisch" -- das Steckenpferd der ab, gewirthschaflclcn Eenlralistcnschule — vorgehen und die einzelnen Glieder des Reiches fest zusammenschnüren lönncn. Aber wenn heule Freiherr v. ^ichlcnfels tadelt, daß die Verfassung nicht mehr in dcm Geiste gehand-habt wird, wie sie Anno Schmerling gchandhabt wer» d:n konnte, so zeigt er nur. daß er ein gewöhnlicher Bureaukrat ist, der nach Schablonen arbeitet, und daß 'nicht nur Könige, sondern auch berühmte Juristen Ge» fahr laufen, „nichts zu lernen und nichts zu vergessen!" Ja, wcnu nach den schweren und unverzeihlichen Unterlassungssünde,, dcr Schmerling'schcn Acra es noch möglich wäre, unser Ciöleythaulen mit seiner Mannigfaltigkeit cm Ansprüchen und Forderungen über cincu Kamm zu schccrcn, dann könnte man vielleicht nicht alles billigen, was daS Ministerium Potocki-Taaffe gethan und unterlassen. Allein cö hat Oesterreich nicht so gefunden, wie es Schmerling übernommen, der thatsächlich die „freie Bahn" vor sich offen liegen hatte. Welche Reihe von Experimenten füllt die acht Jahre, welche zwischen Schmerling und dem glanzlosen Verscheiden des Bürger-Ministeriums liegen! Vor- und Rückläufe aller Art, ta^ slcnde Versuche nach dieser und jener Richtung, schwere Niederlagen und schließlich das Fiasco jener Männer, wclchc die Majorität des Parlaments ans die Minister' sitze erhoben hatte. Wenn gegenwärtig die Zustünde in Böhmcn nicht sind, wie sie in einem wohlgeordneten SlaatSwcscn scin sollten, so trifft das Verschulden sicher nicht die Männer, die heute regieren. Graf Potocli hat mit seinen College», cinc Erbschaft angetreten, die kaum schlimmer scin tonnte, und Herr v. Stremayr war ganz im Rechte, als er dic Auciriffc in der Herrenhaus-Commission mit den Worten parirte: „die Regierung werde für Zustände verantwortlich gemacht, die sie nicht geschaffen hat!" Wcuu das Ministerium Potocki-Taaffe nicht mit jcucr „Energie" vorgegangen ist, mit welcher Freiherr u. Vichtcnfels die Vcrfassungswirren abgeschlossen sehen will, so liegt die Rechtfertigung in der Devise des Ca-blnetsvräsidenten: „Dic Idee der allgemeinen Versöhnung werde ich nic aufgebe»,, aber auch niemals an den Grundlagen der Verfassung rütteln." — Es find dies herrliche Worte, wclchc keines Commeutars bedürfen, und selbst auf die hartgesottenen Centralislen dcr Adrcß Commission machten sic Eindruck, als Graf Potocli sich mit denselben wic mit cinem uunahbaren Schilde deckte. Und in dcr That ist dic Idee der allgemeinen Versöhnung, des „AllSglcichcs" der österreichischen Völker, das Bestehende und Bleibende im ewig Wechselnden, und wenn Fürst Carlos Auersperg mit einem Wort, welches zu denken gibt, das Vorgehen dcr jetzigen Regierung „die Revolution qcgcn sich selbst" nennt, so wollen wir dieser Behauptung zwar nicht widersprechen, aber gleich hinzufii' gr», daß die RegicrungS-Mafimen der Gegner des Ca-binclö Potocli-Taaffc jedenfalls gefährlicher sind, denn sie sind - dcr sichere Ruin des Reiches! Politische Uebersicht. Laibach, 1l. November. Ueber die Frage der Re c o nst ru c l i o n Deutschlands bringt das „Südd. Corr. Bureau" aus Stult« gart. 8 d. M., Nachrichten, wornach die süddeutschen Staaten vMländig in dcn deuischcn Bund auf Gl^nd' läge der NordbundS-Verfassung eintrclen. Sie acccpliren das zu erweiternde deutsche ObcrhandelSgclicht in ^eip» ^ig, die allgemeine Freizügigkeit sowie frei: Wahl der KricgSdicnstpflichligcn über dcn Ort der Leistung der« selben, norddeutsche« (noch zu ergänzendes) Strafgesetz' buch. Oic norodculscheu Gesetze vom 13. Mai 1870. doppelte Stencrlcistung (für den Bund und dcn Einzel» staat) bclrcffend, vom 10. Juni 1870 Nber die Aus» gabc von Papiergeld, vom 10 Juni I8U!1 über Wech< 'sl'lll'ssl'lMl. Zur Pccchovcn-Feier.* II. , Echöucr kaun Beethovens Ocdeutnna. als Künstler s,', Mensch „icht dargestellt werden, als in dcr nach-^enocn OMircdc uuscrcö (^rillparzcr, wclchc der große "Muspiclcr Anschütz am Begräbnißtagc dcö Meisters 9'./''- März l,^? — in Wien zu dem tief ergriffenen '"chcngrf^c sprach: n "'^"dcm wir hier an dcm Grabe dicscö Verbliche' aa„ "'' 5'"b wir gleichsam dic Rcpräscntautcu cincr "be,-'^ ^"lw"' dcs qcsammtcn dcntschcn Volkes, traucrud l»,ö "'.^"ll der einen hochgcseicrtcn Hälfte drsscn, was Iicin "^'^ ^ev von dcm dahin gcschwuudcnc!, Glanz I^"'lW Kunst, vaterländischer GcistcMüthc. Noch dcs ^"" ' ""d möge cr lange lcbeu! — der Held lchtc^w^ " dc»t'chcr Sprache und Zunge, aber dcr wcit.>i ^" ^ tönenden Vicdcs, dcr Erbe und Er zart> -'"" Hiwdcl« und Bachs, von Hayons und Äio- hat ausgelebt, und wir stehen Spiel'» "" ^"' zerrissenen Saiten deS vcrtluuqcncn su ,,^,' ^, ^^ vcrlllmgcncn Spiels! - - ?aßt mich ihn ^'nr w"' ^^'u ein Künstler war cr, und was cr halte» ? " ."."^' ^"'rch die Knust. Des Bebens Stacheln U)„ tlcf verwundet, nnd wic dcr Schiffbrüchige das Ufer umklammert, so floh cr in deine Arme, o du des Guten und Wahren qlcich herrliche Schwester, dcö beides Trösterin, von obcu stammende Kunst! Fcst hiclt an dir, und selbst als die Pforte geschlossen war, durch die du eingetreten bei ihm, sprachst du zu ihm; als cr blind geworden war für dcinc Züge dnrch sein taubes Ohr, trug cr noch immcr dein"Bild im Herzen, und als er starb, lag's noch auf seiner Brust. Eiu Künstler war cr, und wcr strht auf ncbcn ihm? Wie dcr Behemoth dic Meere durchstürmt, ourchflog er die Grenzen sciuer Kunst. Vom Girren dcr Taube bis zum Rollen dcs Donners, von dcr spitzfindigsten Vcrwebung eigcu sinniger Kunstmittcl, bis zu dcm furchtbaren Punkt, wo das Gebildete übergeht iu eine regellose Willtür streitender Naturgcwaltcn, — allcö hatte cr durchmcsscn, allcö erfaßt. Dcr nach ihn, lommt, wird nicht fortsetzen, er wird anfangen müssen, denn sein Vorgänger hörte nur auf, wo dic Kunst aufhört. Adelaide und Veonorc! Feicr dcs Helden von Vittoria und dcö Mcßopscrö gläubigcö Vied s Kinder ihr dcr drei. und viergetheilten Stimmen! Brauscudc Symphonie! Freude, schöner Götterfunke, du Schwancngcsang! Muse dcs Vieocs und dcs Saitenspiels! - stellt euch rings um scin Grab und bestreut cs mit Vorbccrcn! Ein Künstler war cr, aber auch em Mensch -Mensch in dcö Wortes vollkommenster Bedeutung! Weil cr von der Welt sich abschloß, nannten sie ihn feindselig, und weil cr dcr Empfindung auS dem Wege ging. gefühllos. Ach. wcr sich hart wciß, der sticht nicht! Gerade das Uebermaß der Empfindung weicht der Env pfindung aus. Weun cr die Welt floh, so war'S, weil er in dcn Ticfen seines licbcndcn Gemüthes leine Waffe fand, sich ihr zu widersetzen; wenn er sich dcn Menschen entzog, so gcschah's, weil cr ihnen Alles gegeben und nichts zurückcmpfangcn hatte! Er blieb einsam, weil cr kciu Zwcitcö fand. Abcr bis zum Tode bewahrte er cin menschliches Herz allen Menschen, ein väterliches den Scincn, Gut und Blut aller Wclt. So war cr, so starb er, so wird er leben für alle Zeiten. Ihr abcr, dic ihr uuscrm Geleite gefolgt bis hierher, gebietet eurem Schmerz. Nicht verloren habt ihr ihn, ihr habt ihn gewonnen. Er ist! ^ Wenn die Pforte dcs Bebens sich hinter uns fchließt, springen auf die Pforten zum Tempel dcr Unsterblichkeit. Dort steht cr nun vci den Großen aller Zeiten, unantastbar für immer. Darum scheidet trauernd, aber gefaßt von hier, nnd wenn euch je im ^ebcn wie dcr kommende Sturm die Gewalt seiner Schöpfungeu übermannt, wenn cucre Thränen fließen in der Mitte eines jetzt noch un< geborncn Geschlechtes, so erinnert euch dieser Stunde und denkt: Wir waren dabei, als sie ihn begruben, und al« cr starb, haben wir geweint." Beethovens Lebensabend war durch die tiefsten Ge^ müthsbcweaungcn verdüstert, welche ihm sein von ihm aboptirtcr Ncsfe, Karl van Beethoven, verursacht hatte nnd welche nach einstimmigem Ausspruch der Aerzte den Keim zu der tödtlichcn Krankheit lcgtcn. die. in, Herbste !82l'> beginnend, im Frühjahre 18^7 mit der Auflösung des großen Genius endigte. Dieser Neffe - Geechove», ihn als Vermächtnih seines im Iatz" '«" versterbe 1850 scl-Slcmpclslcucr, ferner vom 14. Juni 1868, schles-w!,pholstcinische Pensionen betreffend, vom 3. März 1870, Elbc.zöllc bctrcffcnd, sowie über allgemeine deutsche MlN'ine>Anlcchc sollen sofort in Kraft treten; desgleichen die Bundcsgescyc vom 1. Juli 1868 über Aufhe-dnng der Spielbanken, vom 7. April 1869 über Maß-»c^clu ne^en die Rinderpest, vom 1. Juni 1870 über Flößerei Abgaben und endlich das Gesetz vom 3. Juli l869 über dic Gleichberechtigung der Confessionen. Ge-»icinsaincS Nalional-Indigcnat soll auf dem Wege der Dculschdundco-Gcsctzgcbung alsbald eingeführt werden. Wahlen zu»i dculschcn Vollparlament dürften in Kurzem aügcordncl wcvdcn " Die preußische 9tcgicrul,g wird beim Reichstage die Gesetzvorlage einer neuen Bunocsan leihe von 100 Millionen Thaler für Kriegszwecke einbringen. Die Berufung des norddeutschen Reichstages nach Versailles wird von der Berliner „Autograph. Corr," als ein geistreicher Einfall bchaudelt, der sich schon wegen der zweifelhaften Beschlußfähigkeit schwerlich verwirklichen lassen werde. „Va Prcsse" erwägt unterm 31. October einer von Ron her angeblich vcrsuchtcn Fricdenövcr-mittIu n g. Dcr ehemalige Minister halte im Namcn dcS Gcfa»gc!,cn von Wilhclmshöhe die Abtretung Lothringens und dcs Elsasses, der Hälfte der Flotte und die Zahlung dcr Kriegskosten angetragen. Selbstverständlich crt!ä>t sich das Pariser Blatt entschieden gegen ein solches Project. Der italienische Finan zminister wird nächstens in ^cglcilnng dcs GcneralS de Sonnaz, ersten Adjutanten dcs Bönigs, nach Rom gehen, um die noch bezüglich dcr Wahl des Rcsidcnzschlosscs obwaltenden Schwierigkeiten zu beseitigen. Man glaubt, daß der Palaz;o Parbcrini. einer der größten und schönsten Paläste Roms, zur Residenz ausersehcn sei. Was die Mcldung der Florentiner „Opinione" betrifft, daß Nö'nig Victor Emanuel am 30. d. M. nach Rom achcn werde, so wird dieselbe von einem Florentiner Corrcspondcnlcn der „Gazctta di Vcnezia" bezweifelt, wenigstens glaubt daS Blatt, daß immerhin politische Ereignisse verzögernd oder beschleunigend darauf einwiikcn tünnlcn. Dei E,zbischof v^n Posen, Graf LedochowSki, hat riescr T^',e »ach Versailles die Anfrage gerich« tlt, od dcr Kümq inmittcn des KricgS,,clümmcls noch Muße und Neigung habe, auö den Händen dcs Pralc,-ten cinc Adresfc zu Gllnstcn dcs PapsleS ent^egenzunch» mcr>. G'as Ledochowski e>hielt darauf vom Bnudestanz-lcr unigchend ein schr verbindliches Schreiben, in welchem ihm angezeigt würde, daß der König sich sehr freuen wcrdc, dcn Er^Inschof in Vcifailles empfanden zu können. Scldstuci-sttndllch will dieser bci Hof sehr beliebte Kirchcnfürst die Ucbclrcichnng jcner Adresse nur zum Au« k»iiusi,i!g5pil»ktc für cine mündliche Darlegung scincr Wilnsch..' im Interesse dcr Erhaltung dcr Selbständigkeit dcs Papstes bcnützcn. In Rußland scheint man die Armee nach preußischem Muster rcorganisireu zu wollen. Der Reichsrath prüft qcgc»wärtig daS Gesetz über die Herabsetzung der Dienstpflicht uuf 6 Jahre behufs deS Ucberganges zur allgemeinen Militärpflicht mit dreijähriger Dienstzeit. Parlllmnlarischcs. Wien, 9. November. Ndr cßcom m ission des Herrenhauses. Bei drr lMiigcn, um I I Uhr bcginncndcu Sitzung dieser Commission waren sämmtliche Mitglieder des Ministe» riums anwesend. Der Obmann der Commission Ritter o. Schmerling richtete über verschiedene Punkte dcr Thronrede mehrere Fragen an das Ministerium. Se. Excellenz Ministerpräsident Graf Potocli äußerte, er habe das Miuoritätsvotum unterschrieben, worin seine politischen Grundsätze klar niedergelegt sind. Zu einer verfassungswidrigen Thätigkeit habe er nie die Hand geboten, und sei daS Ziel dcr von ihm angestrebte» VcrsöhnungSpolitik »ich! ganz erreicht, so sei doch einige Beruhigung der Gemüther herbeigeführt word.'». Die Idee dcr allgcmcinen Vcrsühnnng werde er nie aufgeben, aber auch niemals an den Grundlagen dcr Vcr-fasfung rüttelu. Freiherr v. Lichtenfcls fi,^ct durch diese Antwort seine Bedenken nicht bchobcn. Die Grundlagen dcr Verfassung sichern könne man nur durch ihre Handhabung. Die Art del Hcmdhabnna war adcr nach scincr Ansicht verwerflich. Man könne nicht noch inchr rütteln an dcr Verfassung, als vun Seite dcr Regierung gcschah. Er bcgrcife niclit, wie man sagcn könne, die Stimmung habe sich gebessert; schlechter sci sie nie gewesen. Es herrsche eine Art von Anarchic; so könne cs nicht weilcr gchcn und dicscr Ucbcrzcugung müsse das Herrenhaus in seiner Adresse Ausdruck vcrleihcu. Sc. Exccllcnz Ministerpräsident Gras Potocti bittet um eine Erklärung dcs Ausdruckes „Anarchie." Freiherr v. Lichte»fels antwortet, daß die Zu< stände in Böhmen und theilwcisc auch in Galizien nicht anders genannt werden können. Graf Hartig schildert die allgemeine Stimmung speciell in Böhmen, welche sich nicht nur nicht gcbcsscrt, sondern wesentlich vcrschlimn'crt habc. DcS Grafcn Potocti eigene AnSglcichöocrsuchc scien vollkommen gescheitert und Kraft habe die Regierung in keiner Weise gczcigt. In dcr That sci dcr Zustand in Böhmen nur ein anarchischer zu nennen, denn er sei die Beseitigung jeglicher Achtung vor dem Gcsctze. Wer edcn. wie er (Rcdncr), von der Wahl in Böhmen komme, könne nur mit tiefster Erbitterung von den dortigen Vorgängen sprechen. Die Organe dcr angeblich verfassungstreuen Negierung haben immcr nur gcgcn die Verfassung, und zwar in dcr verderblichsten Wcise gewillt. Fürst Karl AucrSpcrg bekämpft gleichfalls die Ausführungen des Ministerpräsidenten Grafen Potocli, Ueberall habe die Regierung nach anderen Grundfätzcn gehandelt, so in Tirol, wo sic die unbedingte Angclo» bung forderte, und in Böhmen, wo sie sich mit der be« dingte» begnügte. Hofralh Uuger hebt hervor, daß dcr Tiroler Landtag eigentlich nicht in dcn Ncichsralh, sondern nur zu dcr Versammlung vom 15. September gewählt habe, so daß man bei einiger Scrupulosity zwcifeln könne, ob dicfe Vcrsammluug auch wirklich dcr Ncichsrath sei. Man hätte in Tirol den Landtag auflöscn sollen. Im Lande sci dies allseits erwartet worden und dann wären auch aus Süd-Tirol Abgeordnete in dcn Reichsrath gelangt. -Die Nichtcinschlagung dieses Weges müsse noth» wendig den Gedanken wachrufen, daß es der Regierung nicht um Stützung, fondern um Untergrabung dcr Verfassung zu thun war. Noch ärger aber habc man in Dalmaticn gewirthschaftet und dort dem flaoischen Ele mente ein Ueuergcwicht verschafft. Zum Danke dafür verlange Dalmaticn jctzt die Abtrennung deS Landes von Cisleithanicn und die Vcrciniguug mit Croalicn. Sc. Excellenz Unterrichteminister Dr. v. Stre-mayr bemüht sich, dcn Wortlaut der Thronrede gegen die erhobenen Bedenken zu rechtfertigen. Nicht uur von der nationalen Partei, äußert derselbe, sondern auch von dcr Vcrfassungspartci fclbst wurde die Verfassung a>'' gefochten, und zwar von dcr letzteren durch die Frap,c ocr dircctcn Wahlen. Die in dcr Thronrede beton!.' Sicherung dcr Grnndlagcu dcr Verfassung beruhe dcchc>' auf cincm wirtlich allseits bcstandcncn Bedürfniß. No/' durch die Verfassung und auf ihrer Basis sollte tw Aenderung stallfindcn. IedcS Mißtraue» gegen dic verfassungsmäßige Action dcr Regierung sci dahcr lM' begründet; sie werde für Zustände verantwortlich 8^ macht, die sie nicht gefch^ffc»; die Unzufriedenheit dcr nationalen Partei mit dcr Regierung sci der bcstc >^'' weis für dcrcn VerfasfungStlciic, dic Schritte l>cr fnl' hcrcn Regierung hätt n nichtg gcnützt, cs mnßlc alsu auf dcm Wcge dcr Versöhnung vorgl-czang/i, werdc». Fülst I ^ b l o n o w s l i !>cdl>ucrt das Schcitcr.i dcr VcrföhullNs.s'ic snchc. kann j.doch daraus dcr Nc^icr»!^ t'cincn Vorwluf machen. Dic auf.ics^lll<' Bchiüptuilsi. das; a»6) in Gilden Z oicspall herrsche, sci uur^chl'g! Zcu^c d,ssc» hal'c dic > nthcnischc Lnidc^bcnoitcrnug hii»' fig polnljchc Gnt^b.sitzcr zu Abgcordnctcn gcwähll. Ei»c polilischc Anarchie bcstchl daher in Galizicu nicht. Sc. Exc. Iustizministcr Ritter v. T s ch a b » ! äi' nigss such! r>^n; richtcilichcn Standpunllc nachzu!vclscl>, d^ß teiric Anarchic hcrifchc. D'M r-chtcil'chcn Zplllch^' fci es gclnngc», die gefahrdrohci^cn Acwcczun^n aul dcm focial-dcü'olralischcn Wcge zurückzudiänge^. D>c Anarchie in dcr Presse sci abcr eine Verlasscnschlift der fiüheren Rcgicruug ; um sie z,l bcscitigcn, hätte m^n Al».''' nahmszuständc einführen miifscu. Frciherr v, L i ch t c n f c l s crllcw g g^n d'N M> nistcr Slremayr, er habe nicht gesngt. die Rcaicl»^ habc dc» Boden d.r Vcrf^ssnng r>rrl.,ss.'n, 'vlihl a!'c>, dak sic auf vc,fassu»gcll»äßi^c!n Wt^,c dic Vclf.,ss»ü^ ,z" Grunde richlc. Ein Gcsrtz könne nicht dadurch gcsichc>l wcrdcn, daß man cS nach jcdcriu^nns Äclicl'c:' ä»dc>c. sondern nur dadurch, das; m,in cs energisch hcn'dh'ü"'. Die Vchauptuns^cu dcS Fül slen Iadlonowst'. übcr dgcn dcr Minister Stremayr und Tschabusai»>',!>'' d»ß div>e man aber ohne jede Partei conslitutioncll regieren löintt, sci ein bisher noch ungelöstes Problem. Dcr Gri»^ dkscr allseitigen Fcindlichtcit licgc darin, daß bci dtt buntscheckige!, Zusamnicnsctznng dcr Regierung jcdc Pa'l^ ihre Gegner in derselben s(hc. Auch cr jchildcrt »n>^ Berufung auf die Rede dcs frühcrcn Hofralhcö Klnc^^ dic Vorgänge i,n galizischcn Landlagc. Gcgcn dcn Just''' ministcr bcmclttc er, daß allerdings keine gerichtti^', wohl aber cinc politische Anarchie im höchsten Maßc ooi' Handen sci Se. Exccllcnz Ministcr Graf Taaffc cntwickclt dcn Standpunkt, wclchen die Rcgicrung bci dcn böh»>>' schcn Wahlen einnahm. In Tirol habc sie an der Nchcl. dcr zufolge die Rcichsrathswahlcn dnrch dcn Landuig vorgcnomincn werden sollen, so lange festgehalten, a ^ auf dicscin Wcgc daS Zicl zu crrcichcu war. H^^ dcr tirolischc Landtag dcn Rcichsralh nicht bcschickl, !^ würden dort ebenfalls direclc Wahlc» ausgcschrul'cn worden scin. ncl« jüngeren Bruders Karl betrachtend, nannte ihn stets seinen Sohn — war ein begabter, aber innerlich haltloser junger Mann, dcr im Sommer 1826, um seine schlechten Streiche zn verdecken und sich den Vorwürfen des streng sittlichen Adoptivuatcrs zu entziehen, einen Sclbstluorducrsuch machte und dem ihn zärtlich liebenden Meister so den tiefsten Kummer bereitete. Auf dcr Rückreise von dcm Gute Gneixcndorf, des Bruders Johann van Beethoven — eines Menschen von gänzlicher innerer Haltlosigkeit und niedriger Gesinnung, der selbst in den letzten Lclienstagcn Ludwigs eine seltene Lieblosigkeit gegen ihn bewies, — welche Reise der kränkelnde Componist in einem sogenannten Milchwagen („das elendste Fuhrwerk des Teufels" nannte er es felvst) machen mußte, da der Bruder seinen geschlossenen Wagen uicht hergeben wollte, erkrankte er und kam am 2. December l826 bereits heftig krank m der Hauptstadt an. Wir wollen hier »icht die lange Leidensgeschichte des Meisters schreiben, wohl abcr bci denjenigen Momenten derselben vcr-wcllc», wclchc geeignet sind, uns die hohe Gestalt menschlich naher zn dringen, bci den schönen Beiträgen zur Eha-raltcrln.k icmes Geistes und Herzens, welche wir hier so reichlich .ucdergclcgt findcn ' " ' " c^ v?^'^.^'>^" b"^ vielfache Kürperleideu, denen sich schon 1^02 das von da ab sich immer noch steigernde lebe cr ^aubhett zugesellte, dot der Meister dem ihn m, Jahre l,^<. besuchenden Nellstab schon'die Erschei-llllllg des körperlich Gebrochenen. Wehmuth, Leiden Giitc las Rcllstab auf seinem Angesicht, doch »icht einen Zug der Härte, nicht einen dcr mächtigen Kühnheit, die den Schwung seines Geistes bezeichnete. Aber, fährt Rellstab fort, er büßte trotz alledcm nichts von der gc-heimuißuoll anziehenden Kraft ein, die uns so uuwidcr-stehlick» an das Acußcrc großer Menschen fesselt; deun das Leiden, der stumme schwere Schmerz, dcr sich darin ausdrückte, war nicht die Folge des augenblicklichen Unwohlseins, da ich diese» Ausdruck auch »ach Wochen, wo sich Beethoven viel gesunder snhltc, immcr wieder faud, — sondern das Ergebniß seines ganzen einzigen Lcbcuö-gcschickcs, welches die höchste Gewähr dcr Bestätigung mit der grausamsten Prüfung der Vcrsagung verschmolz." Seine Eomposilioncn allerdings zcigc» noch »icht von abnchmcnder Geisteskraft. Noch am 7. Ociobcr 1826 schrieb er an Medicinalrath Wegclcr i» Coblcnz: Es heißt übrigens bci mir immcr: ,,XrüIk!» inilncr wicdcr anfblitzcndcn Humor sagte: „Äc>scr Wl'I' scr cniS dc»! ^anch als nnö dcr Fcdcr!" Während dcr Mcislcr noch für fcmm unmind.^' Ncffcn in dcr aufopferndsten Wcisc sorate >"'d -l)" >> " E.bcn seincs durch 12 I.hrc miU)s.m g^nmn ,lc» Bc>-mö,,ens cinscd.e, >m>5« " sctt'st, dcr schon fak " ^ -na.e »icht zu ar'.citcn vcrm°chtc. von Tag z,i T^ig wa -sende Zorgc »n, scinc -Inßc.c ExN'cnz ,»h'cn. v' Lo -don lcbtcn damals mchrcrc >h». bcsrcunoctc Mamic'. n.,lcr denen sir Gc°rg< Smart und d^- yarfc»s.ln>° lanl Stumpfs. Slnmvlf halte den Mci,tcr un noilunn 1824 persönlich tcnncn cclernl u»d ihm dan» zwc>. ^al,rc darauf Handels Wcrkc in 40 Foliobändcn z»'" Ocschcnl»: gcinacht. Vo» dicscm musitc i'.>>n sc>»cs treuen Frcundcs. des Hofralhs Vrcuniug. 14iähii^'r Zoh», dc» cr wegen scincr licdcnswürdi^cn ^tnntcitcit bcstä»dig nm sich haben wollte, stets einen Band a» d>c Wand stcllcn, worin cr fleißig stndirtc An Slnmpff "' inncrlc sich also dcr bedrängte Mcislcr und wcndctc si'h am 8. Februar 1827 mit dcm Änlicgcn an ihn. cr mö^ die Erfüllung dcS ihin von dcr philharmonischen ^>^ schaft in London gegebenen Versprechens, zu scincm ^'' slcn ein Concert zn veranstalten, bewirken. Stumpfs "!'' wortclc schon am l. März in rührend licbcvollcr ^c>!^' scinc» Schmerz übcr dic Leiden dcS FrcnxdcS und l'»'' herzliche Theilnahme ausdrückcnd, i»dcin cr Vcclh^n »ntlh'ille, daß ci»c Summe von lOO Pfund StcM'tt sür ihn bci Rothschild in Wicn angcwicscn wordc» »e ' Währcnd so dic Engländer als warme Freunde dc 185)7 was Dalmaticn anbelange, so liege die Hauptsache darin, daß von dort der Reichsrath beschickt wurde. Die Adresse des Landtages sei noch nicht be. antwortet worden, doch werde dies in entsprechendem Sinne gcschchc». Die Auosilhruua.cn des Ministers Grafen Taaffe werden rnnu ^»asoi Hurtiq und Mslcn AncrS-perg auiüsührlich bekämpft, ächterer wcisl auf die anomale Stellung hin, welche der Landmarschall in Böc>° ">cn cinnah,u und noch einnimmt. Ii, dem Augenblick, i» welchem cr sich in dc„ Rcichsrath wählen licsi. »m nicht in demselben zu erscheinen, sollte er seines Amtes als Landmlllschall entsetzt werden. Daß die Regierung lcinc Neutralität beobachtet, habe sie bei der Nicht vcrwcnduüg der ihr bei der ersten Wahl anvertraute» Vollmachten g^cigl Auch bei der letzten Wahl habe sie nicht, wie sie behauptet, die verfassungstreue Partei unterstützt, sondern gefährdet. Man möge doch in Oesterreich redlich einmal aufhören, Revolution g^geu sich selbst zn machen. In diesem Zustande befinde man sich jetzt. Sc. Excllcnz Ministerpräsident Graf Potocli betheuert nochmals den redlichen Willen der Regierung, bei der ktzlcn Wahl in Böhmen der verfassungstreuen Partei dcu sieg zu vnschasfm; sie sei cö gewesen, wel-» cher dic acht Mitglieder dcr PcrfassungSpirtei ihre Wal,l verdln>scu. Die lc^le Ächauptung wird vom Fürsten A u c r ö' Pcrg bcslritlcn. ^iach Occndiguug der Discussion über dicscn Puult s'cll« der BorMüde Ritter v, Schmerling im Na' Men d^s Comü»'' an die Regierung die Anfrage, ob die NclMptnug wahr sci. sie habe die Beschickung dcS Rciche-lathcc durch die nationalen Parteien durch das Zugcsläxd-m'ß zu crmirkcu gesucht, fü,- spccicllc Vändcr eigene Mi< Ulster ^n ernenn.'!'. Sc. E^cllcuz Ministerpräsident Graf Potocki ttllärl, die Verhandlungen mit einzelnen Männern hät> lcn sich wcgcn Unaulichmbarteit ihrer Forderungen zerschlage», doch sei das Ministerium der Ansicht, die Sachc nur im ^°cge dcr Vcgislaliuc zur Anstragnug zu bringen. Obmann Riller u. S ch mcrling wünscht wcitcr zu wissen, wie es tomme, dah Fragen, welche die Reichs» lmlrclung berühren und daher nur in die Compete»; des Ncichsra'hcS gehören, zum Gegenstände der Bcr-Handlung Uni den böhmischcu Randlage gemacht wo» deu scicu. M»n,stcrprasibeut Graf Potocli erwiedert, daß dlc Art, i» welcher dic Adresse dcS böhmischen Land» lagcs beantwortet wurde, ein neues Zeugniß für die Verfassungstreue der Regierung sci und dort die gröhle Wirkung im Sinne der Verfassung hervorrufen mußte. Freiherr v. Lichtcnfcls erklärt sich durch diese Antwort nicht befriedigt. Die Adresse drS böhmischen ttlludtlMs war offener ein verfassungswidriger Schrttt und sie hülle gar nicht angenommen werden sollen. Obmann Riltcr V.Schmerling fragt Weiler, warum nach der zweiten Ablehnung der Wahl in dcu Ncichsratl) vou Seite des böhmischen Landtags der Lctz« lere nicht ausgelöst wmdcn sci und ob die Regierung es lldcrhaupl für vereinbar mit der Verfassung hält, ihn "cdm dem Neichsrathc forlbcstcheu zn lassen. 3c. Ez.^. Minister Graf Taaffe erwiedert: wenn '"an dcu ^mdl^ auflöötc, würde die gauze czcchische Kartei nicht m.l.r in dcmsclbcn erscheinen und also auch uuunlrctcn blcibcn. Gleichseitig dcn Landtag aufzulöscu und dircctc Wahleu aufzuschreiben sci nach dcr Landes-^dmlug l,!',al!i!,Uhe sci durchaus verwerflich. Auch Hofralh U u g c r und Freiheir v. Lichtcn-scI iü äutzeiieu sich in, gleichen Sinne. Letzterer bctont auf das nachdrücklichst.' die Nolhm.'üt'iglc'.t einer unocr-wcillcu Auflösung deö böliniisch.,, ^^ndlages. UntlirichlSluiüistcr v. Siren, iyer vertheidigt dcn Ztaudpliull dcr Regierung dc>n zufolge bei einer Aus» schreibung dirccler Wahlen es nicht ausführbar sci. gleich» zeitig an die Auflosunli des Landtages ;u schreiten. Diese Anschauung wird von dem Fürsten A uers-pcr.i. Freiherr,, v. Vichtcnfels, Hofralh linger und (Ai-asen Hart ig mit Nachdruck bcslrilten. Nach lange dauernder Discussion über diesen Punlt wurde schließlich in der Person deS Grafen Anton Aucrspcrg einstimmig dcr Berichterstatter gewählt nnd nach vierstündiger Dauer schloß diese Eommissionssitzung um halb 4 Uhr. Alicgschronik. Nach dem Scheitern dcr letzten Waffenstillstands-Verhandlungen wird Paris dem Bombardement nicht mehr entgehen. Dic Vcrproviantirnng mit frischem Fleisch reicht bis 12. November; doch hat dic Regierung durch Hcrabsctzuug der tägliche,, Flcischratwn auf '/,« Pfund pcr Kopf nnd Hcrauzichuug des Pferdefleisches cs er. miiglicht, daß dcr Borrath etwa bis Ende dieses Monats ausreichen wird. Indessen scheinen die Vorarbeiten zur Beschießung noch immer nicht beendet zu sein. Es muß erst der Battcricbau vollendet sciu, ehe mit dcr Einführung dcr schweren Geschütze begonnen werden kann. Ein der ,.N. Fr. Pr." zugekommener Privalbricf deutet an, dah man hauptsächlich an zwei Orten bestrebt ist, sich mit Valldien einzuschucidcn. uud zwar einerseits zwischen Seine nud Marne, etwa l2<1<) Metres südlich von Crc-lcil. gcgcuübcr dcn Fo,ls Ehareuton uud Jury. und andererseits auf dcn Höhen zwischcn St. Cloud und Lccanx gegenüber dcn ForlS von Issy, Vanves und Montrouge, sowie gegenüber dcn Werten von Billan» court, Boulogne und dcn Bastionen von Point du Iour. Im lctztcrcn Tcrraintheil wird insbesondere an folgenden Punlttn: Orangerie in Sl. Cloud, Brimborion. La Tour Anglaisc und Moulin de Ehalillon an der Erbauung von Batterien gearbeitet. Hauptsächlich scheinen cs, dcr Menge der Batterien nach zu schließen, die Bastionen von Point du Iour und das Fort Issy zu stin. gegen welche der Artillericlampf eingeleitet werden wird. Hagesneuisskeiteu. — (Der Vruder des Marschalls Vazaine) hctt an die Negierung iu Tours ein Schreiben gerichtet, in welchem cr gegen jene Beschuldigungen protestirt, die seinen Bruder des Berrathes zeihen. ES heißt in diesem Briefe: „Ich sprcchc hier im Namen von etwas, baö ebensowenig wie die französische Mepublit capiluliren lann, im Namen dcr ruhigen, besouneucn, unparteiischen Gerechtigkeit. Die Gerechtigkeit sagt, daß der Marschall gehört werden muß, bevor er verurtheilt wird; sie wird sagen, daß er Widerstand geleistet bis zur vollständigen Erschöpfung der Lebcnsmil'lel :c. lc.....Es wird ehestens tagen iiber'die Acte des Marschalls. Sie haben ihu nicht gehört. Bis dahin protest!« ich und werbe ich prolestiren mit aller Kraft meiner Seele als Patriot und Bruder. Bazaine." — (Eine höchst originelle Annonce) findet sich in Londoner Mattern, die wir der Merlwllrdigleit wegen mittheilen: „Fllr kleine Leute. Icdermann sMann oder Frauenzimmer), der seine Gestalt iu der Höhe oder Symmetrie vermittelst einer bemerlenswerthen physiologischen Enldecluug auszudehnen wllnscht, möge ein mit seiner Adresse versehenes frankinc« Couvert au Capiliin F. Staf, ford, auö den Vereinigten Staaten iu Ehurch Terra«, Kenüsh Tom», London, einsenden." cn ge° lebt. Auf dic langc schmerzliche Spannung, nnt welcher Vttlhovcn dcr A.Unort von Slumpsf harrte, folgte nun l>" sm,cr traülhast gereizten Oemnthsslimmuug cme hcs. l'ltt Efplosiou dcr Freude. ..Dieser Edclmulh dcr Phil. "lU'lumuschci, Ocscllschafl — diclütc Bc.lhoven scmem 'MM! Schildknappen Schindler an MoschclcS ln tue Mdcr — mil welchem mau bcinahc meiner Bitte zuvor« t«'n. hat mich b,s in das Innerste mcincr Scelc gc-U'l)N. Sagcn Sic diesen würdigen Männern, day. WM" nur H»lt mcine Ochmdhcit wieder wird gcschcult l'^n. ich mein Danlgesühl auch durch Weile wcrdc zu "alisircn trachte,, uud daher der Gcscllschast die Wahl ",'"U'G', .„as ich sür sie schrcibcn soll. Eiuc ganze sl'V i'"c Symphomc l.cgt in mcincm Pulte, ebenso elne "cue Ouuelluvc oder auch clwas andcrcs u. s. w." Hätte ^ cdlr Hülim'g dcr philharmon'schcn Gcscllschast die ^,'">cr „ich, cmfgcrcat. schrcil't Schindler. Vcethovcn ,^" höchst wahrscheinlich ebenso verdorben und gcstoi' l'cl,. wic ^. .s-)ny^,. Schaarel'wcisc lamcn sie jetzt, da °" Mcijl^v schm, seiner Aufiösuug sich näherte, ihn zu scheu, "cclhuven vcilcblc indessen noch cinigc Augenblicke nuge- liil'tcster Flcudc itt'cr dcu Edclmulh dcr philharmoni- "'"' ^cscllschast. Ta«s daraus, nachdem « dic lW0 ft. lyallc». ließ cr sich gleich scin Licblingsgericht, Schill u (>ldiipfei, machen. Nicht, daß cr nocd hätte hungern "M". Vi< nnncn noch l^0 Gulden in sclner Easse, "r die Menage mußle. wic Schindler schreibt, seit einiger Zcit recht tüchtig eingeschränkt werden, weil die Apotheke und die anderen Bedürfnisse zu viel wegnahmen. Beethoven war lindlich froh. hätte cr sich bewegen können, cr wärc im Muthwillcn übcr Tische und Bänke gesprungen, wie cr cs im gesunden Zustande oft that. Unzählige male des TageS rief cr aus: ..Gott vergelte eS Ihnen allcn tausendmal." . . . Nebcr dic Scclcnstimmung dcS Masters in semen letzten Tagen «ibt ciu Buch Zcuguiß. welches er ^ahre lang wiederholt gcllsen und in, welchem dcr Meldende religiöse Erbaunug schöpfte. ES stud dic« ..SturmSBc. lrachluugcu übcr die Weile OolleS im Ne-ichc der Natur uud dcr Vorsehung auf alle Tage des Jahres" (1«1I). Obwohl vielfach von beschränktem Gcsichtslre,«, und ge< ringen, wissenschaftlichen Werthe, durchweht das Buch ein echt tcligiöscS Gefühl. Außerdem erheiterten d,e letz. ten Tage dcS Meister« die alten Freunde aus Griechenland: Plutarch, Homcr, AristolclcS. Pl°to, und w,e mögen ihm vor Allcm die Gespräche anS Herz gegangen ,'lin, die Solratcs mit seinen Schülern über dlc Un. stcrblichkcit der Scele führt, bevor er den Giftbecher nimmt. Am 2^. März zeigten sich schon deutliche Spuren dcr nahen Ansiösuug. Ueber Bitte des Arzte« und der Freunde ließ sich dcr Meister mit den Slerbcsacramenlen versehen. Nach der ssnnction. die mit der grüßten ring gegangen waren, um sich wegen cincr geeigneten Ruhestätte auf dem dortigen, schön gelegenen Kirchhofe u>i'zusehen. Es waren helle. Wal me Flühlingetage. Gegen Abend kam ein starkes Gewitter, das die Freunde an der Rückkehr hinderte. Als sie wieder in Veethooens Wohnung anlangten, halle cr geendet. Ein Symbol für uus ist dcr Hingang Becihooens während dcr mächtigen Naturcrschtinuna. Denn auch Geclhoven glcicht ihr. Wie Napoleon I. durch lühnc Thaten dic politische uud sociale Atmosphäre mit Donner und Blitz von fcudalcu uud hierarchischen Dünsten rciniglc, so llinigtc. sagt Nohl. bissen Mittheilungen wir folgen, ocr yrohe Meister der Töne mit dcr Urlrast seines frcitn Gciste« dcn gesammttn Dunsllrcis dcr Empfindung unserer Gc-ncralion bis auf dcn letzten Grund, und au ihm er. frischt und lillstigt sich noch htute Jeder, der da« Ve-dürfniß hat. mit jtincm Fichlen und Denlen inmitten t,cs freiertl, Stromes unserer Tage zu stthen. und tlhtb, den in thörichtem «bcralaubtn und Klcinlichkeil befan« gcnen Geist zu höheren Regionen, zum Vewußise'l' seiner selbst, zum Vcsiy tzts göttlichen Theils >m Me"s«e"^ zur inneren Freiheit. 1858 hat auch die Erfindungen der Neuzeit beniitzt und eingeführt, um den Anforderungen, die an ein so großes Unter» nehmen gestellt werden, zu entsprechen. Da sich sohin diese Fabrik, welche verdienterweise die Auszeichnung des § 61 G. O. schon nahezu ein halbe« Jahrhundert genießt, bis zum Zeitpunkte, in dem dieselbe Herr Edmund Terpin Übernommen, in jeder Beziehung bedeutend gehoben hat, so stellt er den Antrag: «Die Kammer wolle an die hohe t. l. Landesregierung, das Gutachten dahin abgeben, daß dem Herrn Gesuchsteller das angesuchte Vorrecht belassen werde." Nachdem noch Herr Josef Blas nil diesen Antrag unterstützt halte, wird derselbe einstimmig angenommen. Berathung des Kammerpräliminars pro 1871. Ueber Antrag des Herrn Josef Schwentner werden vom Herrn Präsidenten zur Prüfung des Präliminars die Herren Johann Nep. Horal, Johann Alfred Hartmann, Aaso Petricic und Josef Schwentner benannt, welche auch die Obliegenheit bereitwilligst Übernahmen. Herr I. Hartmann stellt den Antrag, die Kammer wolle sich beim hohen l. l. Handelsministerium ver< wenden, daß in Laibach die Postdirection für Krain, Kärn-len und Istnen, und wenn dies nicht möglich, eine unmittelbar dcm hohen l. k. Handelsministerium unterstehende und von der Postdirection in Trieft unabhängige Postbe-hölde errichtet werde. Diesen Antrag begrUndet Herr I. N. Hartmann damit, daß in neuester Zeit nicht allein in der Hauptstadt Laibach, sondern auch am Lande mehrere Fabriten und andere größere Etablissements errichtet murden, daß der Kam» merbezirt einen neuen Schienenstrang nach dem benachbarten Kärnlen erhielt, und daß noch weitere Schienenwege und sonstige Comunicationen nach SUden und Südosten in naher Aussicht stehen. Außerdem spricht für die Errichtung einer Postoberhörde in Laibach der Umstand, daß die gegenwärtige Postdirection nach geographischer Meilenberechnung von allen Poststationen größerer Städte in Krain und Kärnten viel entfernter ist, als Laibach. Der Herr Vicepräsident I. N. Horal unterstützt diesen Antrag und slellt zu demselben das Amendement, daß sich die Kammer auch an den hohen Landesausschuß wenden möchte, damit derselbe sich auch diesfalls höheren OrtS verwende. Der Autrag und das Ameudemcnt werden einstimmig angenommen. Herr I. A. Hartmann stellt den Antrag, die Kammer wolle sich höheren Orls verwenden, daß für die Ortschaften Ober« und Unlerschischka ein Postexpedit fUr Brief-und Fahlpostsendungen errichtet werde. Nachdem der Herr Antragsteller diesen Antrag ausführlich begrUndet hat, wird derselbe einstimmig angenommen. Der lrain. Landesausschuß wendete sich an die Kam« mer um Abgabe eines Gutachtens, Über den von der Vezirlsvertretung von Lichtenwald projectirten Brückenbau über die Save bei Lichlenwald, mit thunlichster Nachweisung der Vertehrsbeziehungen Unterlrains zu der croati-schen Bahn und namentlich zu dem Stationsplatze Lichtenwald. Die Kammer beschloß, sich für die Errichtung dieser Brücke auszusprechen. Der eben eingelangte Erlaß des hohen l. l. Handelsministeriums wegen Errichtung von landwirtschaftlichen Eecnonen bei den Handels- und Gewerbelammern wird, nachdem in diefer Sache die Herren Horal, Hartmann und Supan gesprochen, einem Counts von 3 Mitgliedern, bestehend aus den Herren: Fabian, Fortuna und Harlmann, zur Berichterstattung zugewiesen. Die Kammer genehmiget nachträglich den Beschluß einiger Mitglieder, in Folge dessen 11 Gewerbetreibende Kr«ins auf Kosten der Kammer zur Industrieausstellung nach Graz gesendet wurden. Hienach wird die Sitzung geschlossen. — (An der dramatischen Schule) des slove^ nischen dramatischen Vereins beginnt am Ib. d. M. ein neuer LehrcurS für Anfänger und Anfängerinnen. Anmeldungen zum Befuche der Schule sind im Laufe der nächsten Woche mündlich oder schriftlich dem Vereinsaus» schusse belannt zu geben. (Siehe das diesbezügliche Inserat in unserer heutigen Nummer.) — (Theater.) Herrn Schmidts Lebensbild „Beethoven" bildete gestern eine recht würdige Vorfeier zu unserem Beethovenfeste. Abgesehen von den nicht unwichtigen lriti« schen Bedenken gegen die Dramalisirung Beethovens muß man anerkennen, daß das Eluck mit viel Verständniß und Pietät gearbeitet ist, und wir freuen uns, beizufügen, daß es recht befriedigend dargestellt und von dem sehr gut besetzten Hause mit vielem Veifalle aufgenommen wurde. Unter den Darstellern ragten Herr Puls (Beethoven) und Herr Burmeistcr (Baron Guicciardi) hervor. Ersterem wissen wir besonderen Dank für die warme, seclenvolle, von innerer Begeisterung getragene Wiedergabe der wechselnden stürmischen Stimmungen des lief fühlenden, von der Welt zurückgestoßenen und doch die Menschheit warm liebenden Künstlers. — (Diücesan Veränderungen,) Dem Herrn Johann Brodnil, Pfarrer in Großlaschitz, wurde die Pfarre Ceisenberg verliehen; die erstere Pfarre am 3. d. ausgeschrieben. Danksagung. Von der löblichen Direction der lrainischen Sparcasse erhielt aus Anlaß ihres 50jährigen Jubiläums der gefertigte Gemeindevorstand 100 st. zur Belheiluug der hiesigen Armen. Er sieht sich für diese edle Gabe verpflichtet, im Namen der Etadtgemeindcarmen den wärmsten Dank mit dem Veifügen auszudrücken, daß die Betheilung der Armen am 4. November nach abgehallener heil. Messe theils in Victualieu theils in Barem erfolgt ist. Von der Stadtgemeindevertretung in Weixelburg. Nlnrlll Poll. (lDriftiual'Telcssrumme der „Laibacher Zeitung.") Versailles, « «. November. (Officiell ) Vorgestern zog sich General Tanu fechtend vor der Uebermacht von QrleanS nach Toury zurück. Tours. »«. November. General Äurel» les hat nach zweitägigem Kampfe sich QrlcanS bemächtigt. Der Feind wird verfolgt. Fran» zösische Verluste HOON Todte und Verwu». dcte, der feindliche Verlust ist beträchtlicher. Ueber >OOQ Gefangene, zwei Kanonen, viele Vtuuitiou«karrcn und Proviantwägcu er> beutet. (Die Loneatlnee war nach preußischen Nachrichten vom 10. d. auf dem rechten Voireufer ülicr Aeaugcncy liegen Orleans vorgerückt, in Folge welcher Poirücklmg General v. d. Tann am 9. die Stellung außerhalb Orleans nahm und wie oben gemeldet, sich vor der Uebermacht zurückzog, aber am 10. bereits sich mit General Willich und dem von CharlreS lommcnden Prinz Albrecht (Vater) vereinigte. Der Großherzog von Mecklenburg sollte am 11. zu denselben stoßen. Am 10. war lein Vorrücken der Franzosen bemcrlbar. D. R) München, N. November. (Tr. Z.) Neu-Breisach capitulirte gestern Abends mit 5000 Gefangenen, darunter 100 Officierc, und 100 Geschützen. Ihrem (auch von u»s oben mitgetheilten) Berichte über die Sitzung der Adreßcommission des Herrenhauses vom 9. November fügt die ..Ncichsr.-Corr." berichtigend hinzu, daß der Unlerrichleminister Dr. o. Stremayr nicht sagte: „die Verfassung s«i auch von der Ber. fasfungepartei selbst angefochlc» worden," sondern nur den Satz ausgesprochen und begründet hat, „daß auch die Verfassungsparlei die Nothwendigkeit anerlannt habe, die Dulchsilhrilng der Verfassung durch bcanlragte Acu» Gerungen derselben zu ermöglichen und sicherznstclkn." Deu Münchner „Neucslcu Nachrichten" wird l'c-statigt, daß das deutsche EimgunaMerk in Folge des Widerstreben« dcr bäurischen Minister nur lhcilmcisc gelingen dürfte. Die „Neuesten Nachrichten" siigcn bei: So dringend uuch diese Gefahr, so hoffen wir gleichwohl, daß im letzten Augenblicke die palticulären, »vcm-gcr Deutschland als Äaiern selbst geführdcndcll Äcsttc« düngen einer besseren Einsicht weichen werden. ^ Die „öibc,l6" vom ?. d. meldet, daß man c'x'c Ueberschwemimmg durch das AliStrrlcli dcr Rhone >md Saone besürchtcl. DuS Blnll incldtt scilicl', dic Pnli° ßen rücklcn in Ellmulschcn »ach Vyon. Die ..I»dcpci>-dllluc" sagt. dic Einwohner N)onS crhicllcn Vcfchl, sich auf zwei Monate zu virprovianliren. Der Gencllllratl) der Haut-Saone bewilligte dic Aufnahme cilN'S Anlchcns von eincr Million zlir Uütci« hallnng dcr moliilc» Nationalganc. Äus Versailles, 10. Novcmlicr, wild gcmcldst: Erhebliche Gc^calamilätc» sind lmlcr den äimclc» Classen, namentlich dcr Städte ssiaoliciche« diidorch entstanden, daß die französische Ncciicrnna. alle ^pa!' cassengeldcr und daS Vermöge» dcr Eolpmalioiicil und Gcmcindc», das »ach dcm flalizösischc» Gesetze in dc>i StaatScasscn depanirt werde» mußte, sich aneiczocle nnd zu Kriegszwecke» verbraucht hat. Das Hamburger Postoamvsschiss „Westphalia". Lapitä» Schwensen. ging am 9. November mit 333 Passagier» von Ha»>-blllg nach Ncw-Aorl ab. Mndel' und (WockenauSweiS der Nationall»a,,k.) Der zülcht angegebene Wocheuanöwcis der Bank beziffril den Baülnotcn-mnlalls mit 309.18«.460 fl.. dem dir folgenden Posten als Bedeckung gegenüberstehen: Der Melallschah 1 l"'.1^7.717 fl, in Me'.nll zahlbare Wechsel 33,6l7,03'' fi,. Staalönnleu. welche der Va»t gehiiren. 1.621990 ft,. Escomptc I11.798.87! ft.. Darkly» 43,683.200 ft. eingrlijste Cunprni! von (Hrundentlastiiü^-Ol'ü' qationen I,45';.985, ft., cillqelodlc mid bü'seiima'szia. angelnlisle Pfandbriefe 9.7I7.3!i3 fl.. zusammen 317.043.133 fl. Verstorbene. ^ Den 5». November. Dem Herrn Anton Ratarii, t l. P»st' amtsdieiler, sclne Gattin Juliana, alt 3l Jahre, in der Hapuzi' ^ nervorstadt Nr, 84 in Folge deS Blutsturzcö. , Den 9. November. Dem Herr» Frun; Sajc. akademischer Nildhauer und Hai>«bes!y'r. seine Gatlin Iasefi,!e qeb. Walln,>d, flarb im 33. Lebensjahre in der ilarlsliidter-Vorsiadl Nr. 2!» a» der ^cbslgen Cntarliiüss der Halodrüsen. illlicharl Tomc, T"ss' ^lohner, alt 5« Jahre', im Lmilspital, an der Wassersucht. - ^ Marianna Vajc. Iuwohnerewitwe. nlt l!« Jahre, im E>uilip>>"l an Altersschwäche. — Oregor Meröon. Hansmeislcr drü D >N ' , Ordens, alt 51 Jahre, in dcr Stadt Nr. IM an Entartung der , Uliterleibsoigane. j Den 10. November. Dem Franz Pislur, Kaischlcr. sein l Kind Franz, alt 1 Jahr und 24 Ta.qc, im Hilhucrdorfe Nr. >>'! an der Lunssenlahmung. Johann Hio'nia., Inwohner, alt -''»O ^ Jahre, im Civilspital an Gehirnlähmung. '^ Wenzel Kralic. I»' stitutsarmer, alt«! Jahre, in der Gradischavorsladt Nr. 3<; an Altersschwäche. Theater. Morgen: Oinen Jux will cr sicl» machen. Pussc »nl Gesang in 4 Acteu von Nestroy. Montag: HauSspio». Lustspiel in l Act, Frühere Verhältnisse. Posse in 1 Act. 1Il«l^'rlillWslh, Al'lchttchllinl.jcn in l.,ntlül^. t: « I 5 ^ ^ ! " » " v ^ ,»i N, M,,. c- 9» S. schwach lritbc «^ ^.„ 110.. Ab. 318.^7 <- 7.« S. schwach lrlldc ' Meist tlube, stellenweise gelichtet, aliwechselnd Regen. Alxnds 8 Uhr Wetterleuchten >n S. Da« Tagrsmittel der Wäime -^7',", um 4 1' Ubcr dcm Normale. «craulwortlicher Redactem : ^nna, »,, tt l c i >> m » »1 r t'ln^'lnnl,«»»»»^^ TUie», 10. November. Den hohen Curscn von gestern Nbcnös folgte heule rin ziemlich intensiver Rllchchlag, welcher einen Theil der Effecten, u. zw. de» «^^'N'U' '""" WlltflNllllllV^. das Niveau der Notiruugen von gestern Mittags warf. Lrebitactie», welche da« Hteigen uicht mitgemacht halten, blieben anch von dcr Reaction ziemlich v^lchunl -^aq^ fielen Anglo auf 2,6.50. Union aus 231.50. Kar'l-l.'udwia auf 243.50. Sudbahu auf 177.40, Tramway aus 162, Banlverein von ii^).5>0 auf 224. D°« schranlei'aeschasl /1"''^'""''?,, "''I , " und blieb bei norwiegeuder Pcrl»ufSlust ohne erhebliche Resultate. Baulacticn wurden von 742 blS unter 73? abgegebeu; Rente war zu gestrigem Oeldcurö erlMlich. Bahl'i'apl"' °" u^»ri, ^^,l. zahl nach auch etwas billiger. Gold und Devisen stießen auf geminderte Willigkeit der Abgtber, ohne im Preise bedeutend zu steigen. _______________ 4. Allgemein« Staatsschuld. Für 100 ft. Veld Woor? «Lluheitliche Staatsschuld zu 5 p 96 ^ SieblUburgen ... » 5 « 7575 7K.50 Sle,erm°rt ... -5. W- 94- Ungar? ...- - ^ " "75 UO.50 «). Actien von Nantlnstitnten. Geld Waare Analo-ilsterr. Baul abgtst, . . 206 7' 207 — Anglo-ungar. Vanl .... 82.50 83.50 Banlverein.......224.- 225.- Vodeu-Lreditallslalt .... —- —-> «lreditanstlllt f Haudel n. Gew. . 254,— 254.20 Ereoilllnslalt, allgem. uugar. . . 80.50 80 75 Lscompte-Gtselllchast, n, il. . . 895.- 900. -Franco-Üsterr. Vanl .... 102.— 102.25 Gemralbaul.......62.50 82 75 Handelsbanl.......93.50 94.— Nationalbaut. .....73» — 736 — Niederländisch« Vaul . . . . 23125 231.50 Pereillsbllul.......95.— 95.50 PerlehrSbaul.......152.-- 133.— U. Actieu von Tran4po»tunter»ek» mungen. Oeld Naar, Nlfölb-Fiumaner «ahn . . . 170.25 179.75 Vühm. Uesibahn.....244.50 245')0 Süd-uorbd Verbind. Nahn . . 17125 1?l.?5 Theih.-Vahn.......234.- 235.- Tramway........"270 Ib3.-'. «. Pfandbriefe (fttr 100 ft) j »Na. »st «odm-Hreoit-?l„stllll Geld Waare > verlosbar zu 5 v«t. in Silber 106.50 107 — ^ bto.iu33I.ri!cl,.zu5p«t.in i!.W. 87.50 88.-> Na..°^aufö.W.verl°«b. ^ ^ Un,. Vod.-Treb.-Nuft'. ,u 5'/. p'B°l,n .... 95,.— 9525 N.Farl-rudnH.V.i. G.ner,.! sm. 10150 l02 — Otfterr. «ordwestbalzu ... ^4 — 94 50 ! Oelf. W, ,e Siebend. V°h" i« Silber vcr, . ^.5)0 8«.75> Staatsb. G. ^"/« ^ 5.00Fr. „!. <ö,u. i:j'j 5,,) ,.z4/,o S5><10Frc. .. . .1,1.5.0 112-Si!db.-G. i. ^Ofl.z. 5"/„ sl!r 100 fl. 90.— 9>'.4« Sildb.-Oous 6"/. ^1870—74) » 500 Frcs......235 - 236.- U„g. Ostbahn...... 86,50 ^79 «. Privatlose 2 ^ ! Hamburg, fitr 100 Mart «a,:« 89,85 90. -!i,'°iido», fur 10 Pfund Sterling 122.25 122 50 Pari«, jlir 100 Francs . . . —.— —. ' ». Milnz.Dülntn . 5 si. 83 f'. 5 st, «/' kr. Napc,lcoi,?d'ur . . 9 .. 85j , 9 „ 86j ^ Vereinsthaler... 1 « 80z. 1 . «'^il " silb»r . . >20 « 75 < 121 . ^ " Krainische Gruudentlastuugs - Obligation««, P"< vatnatirmlg: 86 - Held, - Waare.