Lllibachtr TaMatt. Nr. 89. vränumer«tion«preise: mir Laibach: Ganzj. fl. 8 4«; Zustellung inS Hau- vrtlj. 25 tr. Mit der Post: Ganzjähc. fl.i$. Redaction und Expedition: Bahnhofgasse Nr. 15. Samstag, 19. April 1879.—5SS; SST 3eferti»ii6t>iiift: ei*» , „ . !p»lt>ge Vetitjeilt ä t Ir., Sei 4 Q Wiederholungen k 3 tr. A». lc« Vll/lU. teigen bis 6 Zeile» SO tr. Die Bedeutung der letzten Wahlsiege. Die vorgestern beendeten Ersatzwahlen für den Laibacher Gemeinderath mit den glänzenden Erfolgen im ersten und zweiten Wahlkörper sind nicht nur für die ungestörte Fortführung der com-mun eilen Angelegenheiten durch jene Männer, denen die Bürgerschaft der Landeshauptstadt ein höchst ehrendes Vertrauensvotum ausgesprochen hat, von hoher Bedeutung, auch für die Chancen der Verfassungspartei bei den bevorstehenden Reichsrathswahlen ist ihre Tragweite nicht minder beachtenswerth. Der Gegenpartei war es bei diesen Wahlen vor allem nur darum zu thun, endlich einmal auch in jenen Wählerklassen, die überall als die eigentlichen Repräsentanten des Kapitals und Der Intelligenz angesehen werden, einen durchschlagenden Erfolg zu erzielen, um in der späteren Wahlkampagne für den Reichsrath sich bei den Wählerschaften der Städte und Märkte des Landes daraus zu berufen, daß dem bisherigen Gebaren der Na-tional-Klerikalen auch von den maßgebenden intelligenten Kreisen der Landeshauptstadt ein an-empfehlendes Wohlverhaltungszeugnis ausgestellt worden sei. Es wurde daher zu diesem Zwecke schon vor geraumer Zeit eine weniger geräuschvolle Agitation, als in den früheren Jahren, vorbereitet, die jedoch durch ihre Intensität der liberalen Sache gefährlich zu werden drohte. Die gegnerische Zuversicht aus einen günstigen Ausgang der diesmaligen Wahlen wurde noch mehr durch den Umstand gesteigert, weil inzwischen die liberale Partei durch eingetretene Todesfälle im ersten Wahlkörper schmerzliche Einbußen erlitten hatte, während die Gegner in dieser Klasse einen erheblichen Zuwachs zu verzeichnen hatten. Nach einer im vorgestrigen „Narod" erschienenen Mittheilung befand sich das klerikale Wahlcomite bei der vorgenommenen eingehenden Prüfung der bezüglichen Wählerlisten in gar keinem Zweifel darüber, daß die klerikalen Kandidaten im ersten Wahlkörper durchdringen müssen, falls die einzelnen Wähler ihrer Verpflichtung Nachkommen. Nun aber haben die Gegner eben in der ersten Wählerklasse eine für sie äußerst demüthi-gende Enttäuschung erlebt. Die liberalen Kandidaten sind daselbst mit Majoritäten von mehr als 40 Stimmen durchgedrimgen, somit ein viel günstigeres Wahlresultat für die Liberalen, als in den letzten Jahren. Nun es kaum anznuehmen ist, daß die vom „Slovenski Narod" verbürgte Combination über den voraussichtlichen Ausgang der Wahl im ersten Wahlkörper aus der Luft gegriffen oder blos aus Täuschung der Parteigenossen berechnet gewesen sei, so muß zu diesem unerwarteten Ausgange wenigstens zum Theile die Fahnenflucht einzelner bisheriger Anhänger der klerikalen Partei beigetragen haben. Die eine Thatsache ist aber unumstößlich, daß die unausgesetzte Hetze, welche die Patrone des Ehren-„Narod" mit einer Rührigkeit, die einer besseren Sache werth wäre, betreiben, den besonnenen Männern der Gegenpartei, die der ersten Wählerklasse angehören, schon iancyjt ein Greuel geworden ist. Auch das Gebaren jener Polterer im Ge-meinderathe, die in der Provocation aufregender Szenen ihr Gefallen finden und mit Spiegelfechtereien die kostbare Zeit der Berathung der com-munalen Angelegenheiten entziehen, findet in den ruhiger denkenden Kreisen der Höchstbesteuerten der Gegenpartei keinen Anklang. Es haben daher die Herren Juröit, Regali und Consorten in dieser doppelte« Richtung ein verdammendes Urtheit seitens der städtischen Vertretung des „sloveiiischen" Kapitals erfahren, abgesehen davon, daß jener überwiegende Theil der aufgeklärten Bürgerschaft, der stets für Gesittung, Bildung und Fortschritt eingestanden ist, auch diesmal in voller Einmüthigkeit sein Mißtrauens- Feuilleton. Zur Töchtererziehung. Es ist ein vielfach behaupteter und durch Erfahrungen mannigfach bestätigter Satz, daß die Töchter der umsichtigsten, fleißigsten Hausfrauen oft fehr unerfahren sind in all' den Kenntnissen und Geschicklichkeiten, welche eine Frau sich zn eigen machen muß. Das scheinbar Widersprechende, was in dieser Behauptung liegt, verschwindet, sobald man die Sache etwas näher ins Auge faßt und ihren Gründen nachforscht. Für eine tüchtige, gewandte Person ist es allerdings eine schwere Ausgabe, von ungeübten Händen etwas verrichten zu lassen, was sie selbst in ungleich kürzerer Zeit viel besser zu stände bringt, wiederholte Anweisungen zu geben und doch die Arbeit nur langsam und unvollkommen verrichtet ZU erholten. Ehe ich viel spreche, thue ich es lieber selber, sagt wol manche Hausfrau, vergessend , daß dieser Grundsatz nicht einmal der richtige ist, um gute Dienstboten auszustellen; daß er aber entschieden falsch ist, ja süudlich, wo es sich um die Erziehung erwachsener Töchter handelt. Die ungeduldige Mutter vergißt ihre eigene Jugend in zweifacher Hinsicht. Sie denkt nicht daran, daß auch sie einst ungeübt und zagend ihre ersten Versuche in der Koch- und Haushaltungskiinst gemacht, daß auch sie einst der Leitung und Belehrung bedurft; sie denkt nicht der Zeit, als sie zuerst das Haus des Gatten, den Schauplatz ihrer neuen, felbsteigeiten Wirksamkeit betrat. Kommen ihr aber wirklich diese Gedanken, so beruhigt sie sich mit dem Trostgrunde: „Das hat ja noch lange Zeit." Die Tochter hingegen ist in dieser Beziehung ganz anderer Meinung als die Mutter. Je mehr Zeit ihr bleibt zum Träumen, zum Luftschlösserbauen, zum Romanlesen, desto früher ziehen Wünsche und Hoffnungen in die junge Brust, desto eifriger lauscht sie der Stimme einer erwachenden Neigung. Das Kind ist sehr schnell zur Jungfrau geworden, welche die Mutter jeden Tag überraschen kann mit dem Geständnis einer Votum über das Parteigetriebe der Gegner ausgesprochen hat. Die Bedeutung dieses Wahlsieges ist eine um so größere, da die liberalen Gesinnungsgenossen, ohne daß es besonderer Einflüsse bedurft hätte, den Ernst der Situation vollkommen erfassend, in gewohnter Einmüthigkeit und Parteidiseiplin bei dem Wahlacte sich in einer Weise betheiligt haben, wie dies nur in wenigen größeren Städten der Monarchie der Fall zu fein pflegt. Nachdem wir somit einen erfreulichen Gesinnungswechsel in einer nicht unerheblichen Anzahl der bisher von der Gegenpartei beherrschten Wähler des ersten Wahlkörpers zu verzeichnen haben, fragt es sich, ob nach diesen neuerlichen Mißerfolgen eine Ernüchterung in den leitenden Kreisen der Gegenpartei eintreten werde. Seiber ist die Verbissenheit und der Fanatismus bei den Patronen des „Narod" so sehr in ihr Fleisch und Blut übergegangen, daß eine Umkehr von ihrem sterilen Programme nicht zu erwarten ist, jedoch dürften sie mit der Zeit zur Ueberzeugung gelangen, daß ihre journalistische Klopffechterei der nationalen Sache mehr geschadet als genützt hat. Die mannigfachen Wahlerfolge zeigen es, daß eben jene liberalen Persönlichkeiten, deren Vernichtung im politischen Leben sich Ehren-,,Narod" zu seinem speziellen Berufe gemacht zu haben scheint, durch die Verunglimpfungen der slo-venischen Journalistik eher gewonnen, als irgend einen Schaden gelitten haben. Wenn die National-Klerikalen schon bei den Gemeinderathswahlen so bittere Erfahrungen machen mußten, so bieten ihnen die bevorstehenden Reichsrathswahlen noch weniger Aussicht auf einen günstigen Erfolg in den Städten und Märkten de$ Landes. Die kühnen Hoffnungen der Nationalen auf eine radikale Umgestaltung in den Versassungs-zuständen Oesterreichs sind auf das bitterste enttäuscht worden, ihr ängstliches Aiiklammern an irgend eine ministerielle Aeu|erung, die sie für Siebe, dem alten Liebe, das gesungen ward, so laug die Welt steht, und das ewig neu bleibett wird, so lange Menschen diese Erde bewohnen. Das junge Mädchen ist Braut. Glücklich» selig steht sie an der Hand des Verlobten vor der Mutter, die mit Stolz und Rührung sie betrachtet. Freilich verdunkelt wo! hie und da ein Schatten die Sonne der mütterlichen Freude; es ist der Gedanke, daß die Tochter noch sehr wenig wisse von der Ausübung der Berufspflichten, die zu übernehmen sie int Begriff steht. Die kurzen Tage des Brautstandes mit den erhöhten Anforderungen der Geselligkeit, mit der durch die Sorge für die Aussteuer und Einrichtung her« tmrgeritfenen größeren Geschäftigkeit sind nicht geeignet, das jahrelang Versäumte nachznholen. Und abermals sich mit dem Gedanken tröstend, die junge Frau werde, was ihr fehle, in der Praxis lernen, entläßt die Mutter die scheidende Tochter. Ist es aber wirklich noch Zeit, bann zu lernen, wenn der Ernst des Sebens an uns herantritt, wenn wir eine Stellung übernommen, für welche wir verantwortlich sind? Was würdet ihr ihre Parteitendenzen auszubeuten bestrebt sind, gleicht dem Haschen des Ertrinkenden nach einem Strohalm. Wie können sie endlich von den Städten und Märkten des Lande- bei den nächsten Reichsraths-Wahlen einen Erfolg zugunsten föderalistischer, reactionärer Parteibestrebungen erwarten, nachdem ihnen der eigentliche Kern der Bürgerschaft der Landeshauptstadt bei den jetzigen Wahlen die Lehre ertheilt hat, daß der aufgeklärte Mittelstand in Krain von nationalen utopischen Bestrebungen kein Heil erhofft, sondern nur von dem innigen Anschlüsse an Oesterreich und an geordnete verfassungsmäßige Zustände sein Gedeihen und auch die endliche Besserung der jetzigen drückenden wirtschaftlichen Zustände erwartet? Reichsrath. Das Abgeordnetenhaus setzte in seiner 440sten Sitzung die Spezialdebatte über den Staatsvoranschlag pro 1879 fort; es erledigte die Budgets des Ministeriums des Innern (Bedeckung), der Landesvertheidigung und des Unterrichtes, letzteres bis zum Titel 12. Minister Horst erklärte im Laufe der Debatte, der Wehrausschnß beschäftige sich mit der Frage der gesetzlichen Be< stimmnngen für die Familien der Reservisten bei der Mobilisierung. Die Gesetzvorlage sei noch in dieser Session zu erwarten. Bei der Post „Administrative Statistik im Unterrichtsbudget" wurden 74,000 fl. bewilligt. Abg. Dr. Kronawetter beantragte eine Resolution: Die Regierung werde aufgefordert, die in der Resolution vom 19. Oktober 1875 gewünschten Gesetzentwürfe über die Beitragsleistung des Religionsfonds zur Bestreitung des katholischen Religionsunterrichtes an Volks- und Mittelschulen, ferner über die Verwaltung und Verwendung des Religionsfonds, und endlich das durch das Gesetz vom 7. Mai 1874 in Aussicht gestellte Gesetz über die Coustituierung und Vertretung der Pfarrgemeinden noch im Verwal-tuugsjahre 1879 der Reichsvertretung zur verfassungsmäßige» Behandlung vorzulegen. Der neueste,.Verfassungs"-UkaS. An Stelle der in Rußland erwarteten freisinnigen Verfassung werden, wie das „N. Wr. Tgbl." erfährt, außerordentliche strenge Maßregeln vorbereitet, die ans nachstehenden Punkten bestehen: 1.) Das Reich wird einer Verwaltung mit streng militärischem Charakter unterworfen. Zu viesem Zwecke wird Rußland in zwölf Generalgouvernements getyeilt. An die Spitze jedes Gouvernements wird ein General der activen Armee gestellt. Dieser militärische Statthalter wird mit außerordentlichen Vollmachten ausgerüstet, so daß die Befugnisse desselben jenen gleichkommen dürsten, welche die Kriegsgesetze einem Armeekommandanten im Felde verleihen. 2.) Das Gesetz über die Städte-Ordnnng, welches den Gemeinden in eigenen Angelegenheiten eine ziemlich weitgehende Autonomie gemährte, wird für eine bestimmte Zeit aufgehoben. Die wichtigsten Ressorts der Kommunalverwaltung werden in die Hände des Polizeipräfekten gelegt. Der kommunale Polizeidienst wird aufgelöst, und es wird ausschließlich die Staatspolizei fungieren. 3.) Die politischen Prozesse werden den Ge-schwornengerichten entzogen und an die Militärgerichte übertragen, welche überall in Thätigkeit treten sollen. Die Friedensgerichte werden in ihrem Wirkungskreise beschränkt und haben einen Theil ihrer Agenden an die zu reactivierenden Polizeigerichte anzugeben. 4.) Die Präventivcensur wird für Petersburg und Moskau wieder ius Leben gerufen. 5) Das Unterrichtswesen soll einer gründlichen Reorganisation im Sinne der starren Reaction unterzogen werden. An die Spitze der Schulkreisinspektorate werden, wie es unter der Negierung des Kaisers Nikolaus der Fall war, wieder höhere Militärs gestellt. Die Unterrichts-gegenstände werden beschränkt und die Vorträge nach strengen Vorschriften geregelt. Die Zahl der Studierenden in allen mittleren und höheren Lehranstalten soll nach Möglichkeit restringiert werden. Die gesammte Schulgesetzgebung wird auf das niedere Niveau herabgedrückt, welches Kaiser Nikolaus ihr gegeben hatte. Die der Intelligenz zugestandenen Privilegien im Militärdienste werden annulliert. Die Occnpation Ostrumeliens. Nach einer der „Pol. Korr." aus Konstanti nopel zugekommenen Meldung bildet das Projekt einer eventuellen gemischten Öccupatiou Ostrume-liens noch immer den Gegenstand von Verhandlungen zwischen den Kabinetten. Nur in dem immerhin noch möglichen Falle, daß das fragliche Projekt zur Verwirklichung gelange, könne von einer Betheiligung Rußlands an der Occupation auch nach dem Evacuationstermine die Rede sein. Andernfalls jedoch ist mit aller Sicherheit zn gewärtigen, daß, conform den Erwartungen sämintlicher Großmächte, Rußland den vertragsmäßigen Räumungstermin gewissenhaft (religieu-senient) respektieren werde. Die Verschwörung in Rußland. Der revolutionäre Verein der Nihilisten in Rußland zählt ^9,000 wirkliche Mitglieder, und das Revolntionscomiti desselben besitzt ein Vermögen von mehr als zwei Millionen Rubel. Ueber den Umfang der nihilistifcheit Ver-chwöruug in Rußland bringt die „Köln. Ztg." nachstehenden Bericht: Das Hanptorgan der Revolutionspartei übertrifft alles Dagewesene an Kühnheit. Diese Zeitung führt den Namen „Zemlja i Svoboda" (Land und Freiheit.) Die „Zemlja i Svoboda" richtet über Leben und Tod, warnt, droht und verschont, bezeichnet im voraus diejenigen, die dem Blutgerichte verfallen sind, und berichtet iiuer die „Gerichteten" schneller und wahrheitsgetreuer als die Rcstdenzblätter. Die Austräger der „Zemlja i Svoboda" müssen entweder in Tarnkappen ihre Arbeit verrichten oder die Exemplare der Zeitung fallen vom Himmel herunter. Man findet sie überall, nur nicht dann, wenn man sie sucht. In den Bureaux der Beamten, in Fabriken, Kasernen, in Restaurants, im Ministerium des Innern, des Aeußern, der Volksaufklärung u. s. w., an allen Orten liegen plötzlich Exemplare der „Zemlja i Svoboda". Der Staastrath findet sie zwischen den Blättern seines konservativen Journals, der Feldwebel zwischen seinen Rapporten. Vergebens ist alles Forschen, der geheimnisvolle Weg, den das Blatt genommen, ist nnanffindbar. Die „Zemlja i Svoboda" erscheint monatlich ein- bis zweimal und kostet im Jahresabonnement ß Rubel — so steht es wenigstens unter der Einladung zum Abonnement auf diese seltsame Zeitschrift. Ist daS tolle Vermessenheit oder Spötterei? Am Tage nach der Ermordung Mesentzosss erschien die „Zemlja i Svoboda" sogar illustriert! Zu Eingang des Blattes erschien eine großartige Proklamation, in der ungefähr folgendes gesagt wurde: „Gestern fiel, gerichtet durch das nationale Revolutionscomite, der General Mesentzoff, Chef der dritten Abtheilnng der Geheimkanzlei des Kaisers. Es trat das Recht mit Füßen, marterte seine Gefangenen, verfolgte die Unschuldigen und mordete in seinem Berufe, theils durch barbarische Behandlung, Hunger, Durst, Prügel, theils durch seine Schergen, folgende Personen — folgen die Namen, Ursachen der Einkerkerung und Todesart — seiit Maß war voll. Wir haben ihn gewarnt it. s. w." Der Artikel ist ziemlich lang, wird auf der ersten Seite indessen abgebrochen und hebt auf der zweiten Seite von neuem an, weil auf der ersten Seite Raum bleiben mußte zu — einem Grabgedicht liebst Illustration. Fortsetzung in der Beilage. Mütter sagen von einem Manne, der sich nicht auf seinen Lebensberuf vorbereitet hätte, der dem Amte, das er übernommen, fremd wäre und es in der Praxis erst erlernen wollte? Würdet ihr ihm das Geschick euerer Tochter anvertrauen? Betrügt ihr aber nicht in gleicher Weife den Mann, dem ihr eine, den Pflichten ihrer Stellung fremde Gattin gebt? Betrügt ihr nicht dadurch euer Kind selbst um das Glück des Lebens, die Liebe, das Vertrauen des Gatten? Man wird mir vielleicht den Entwurf machen, daß ich zu grell male, daß manches Mädchen, ganz unerfahren in die Ehe gegangen, eine tüchtige, praktische Hausfrau geworden, daß ferner die Aufgabe des Mannes und der Frau mit verschiedenem Maße zu messen sind, und daß endlich, tno der Mann selbst thätig sein muß, die Frau die ihr znkommendeit Obliegenheiten wol durch andere verrichten lassen kann, sobald ihr nur die Mittel zugebote stehen. Ich erkläre mich aber durch alle diese Entgegnungen nicht geschlagen und bin bereit, sie der Reihe nach zu widerlegen. Zugegeben, daß manches unerfahrene junge Mädchen eine tüchtige Hausfrau geworden, so beweiset die Bewunderung, welche in einem solchen Falle gezollt wird, doch nur, daß er zu der Ausnahme gehört, so ist er ein Zeugnis für die körperliche und geistige Gesundheit der Frau und gereicht ihrer Energie zum Ruhme, keineswegs aber der Mutter zur Entschuldigung. Eine solche Fran hat aber ihr angeborenes Talent für die Haushaltung, das nur des geeigneten Raumes zu seiner Entwicklung bedurfte. Was ferner den Pflichtkreis der Frau im Vergleiche zu dem des Mannes betrifft, fo halte ich den einen so wichtig wie den ändern und behaupte, daß es dem Manne nur wahrhaft wol werden kann in einem Hanse, das von einer erfahrenen und umsichtigen Hausfrau geleitet wird. Die große Anzahl von Dienstboten vermag ihren Mangel nicht zn ersetzen, ja ist häufig genug geeignet, ihn nur um so fühlbarer zu machen, weil sie, die Unerfahrenheit der Herrin bald erkennend, sich allerlei Uebergriffe und Betrügereien erlauben, gegen welche die junge Frau nicht an-zukämpfen vermag, obgleich sie recht gut fühlt, daß es in ihrem Hanse nicht ist, wie es sein soll. Ist es endlich noch nöthig, auf die Unhaltbarkeit des letzten Einwurfes, der zureichenden Geldmittel hinzuweisen? Die täglich sich uusern Augen darstellenden Beispiele von der Wandelbarkeit irdischer Glücksgüter überheben mich jeder weiteren Bemerkung darüber. Wenn ich mich nun umsehe unter unfern jungen Frauen und so viele erdrückt finde unter der Last ihres Hausstandes, alt geworden vor der Zeit, kränkelnd, nervös, unglücklich: dann fühle ich das tiefste Mitleid mit ihnen, welche leiden für das, was sie nicht verschuldet. Laut, wie der Prediger in der Wüste möchte ich meine Stimme erheben und allen Müttern zurufeu: „Sehet, das sind die Folgen, wenn ihr euere Töchter ans-ziehen lasset zum Kampfe mit dem Leben, ohne sie dafür ausgerüstet zu haben; wenn ihr, zu eifrig in der Besorgung eurer Hausfrauenpflichten, die der Mutter vernachlässiget. Beherziget wohl das Wort, so seltsam es auch klingt: „Man kann eine lobenswerthe Hausfrau und trotzdem, nein eben deswegen eine tadelnswerthe Mutter sein." („Herold.") Beilage zum „Laibacher Tagblatt" Nr. 89 vom 19. April 1879. DaS Bild stellt Mesentzoff bar, auf einem Katafalk ruhend, rings um ihn brennen Helle Kerzen. Das Gebiet erzählt uns die Ursachen seiner Todes und wie der Kaiser zu ihm eintritt, um von seinem treuen Diener den letzten Abschied zu nehmen. Der Kaiser kommt, entblößt sein Haupt und kniet am Fußende des Sarges nieder. Es ertönt eine leise Kirchenmusik. Da plötzlich erlöschen die Lichter. Es braust und donnert in den Lüften, die Musik ist jäh verstummt, und herein in das Todtengemach tanzt eine lauge Reihe ermordeter Gestalten, hohläugig, mit Fetzen behängen und rasselnden Ketten an den Gliedern. Das Gesindel umtanzt den Kaiser und die Leiche in schauerlichem Todtentanz, hebt drohend die Arme und zeigt die Wunden, die Mesentzoff ihnen schlug. Dann macht es Halt und singt im Geisterchore: „Nicht den da bedauern wir, sondern uns, die unschuldig Erschlagenen, ihm ward nur, was er verdiente." Nach der Ermordung Krapotkins erschien gleichfalls die Anzeige des „Gerichtes" in der Revolutionszeitung. Für die Entdeckung der Mörder Mefentzoffs war ein Preis von 50,000 Rubeln ausgeworfen worden, allein es fand sich niemand, der diese Summe verdienen wollte. Nach dem Attentat auf Krapotkin bot man das Doppelte, in der Hoffnung, daß sich aus dem feindlichen Lager selbst ein Verräther finden würde. Und in der That stellte sich auch ein Mann beim Chef der Gendarmerie ein, der den Sitz von zwei Geheimdruckereien in Petersburg verrieth, nnd zwar eine auf Gundujewski Ostrow im Schiffszoll-amt, die andere in der kaiserlichen Patronenfabrik auf Wassili-Ostrow. Beide Druckereien wurden in der Wacht aufgehoben, doch außer ein paar Tausend Exemplaren eingeschmuggelter Zeitschriften („Sturmglocke" und „Vorwärts") und Placate fand man nur einige hundert Typen für Drucksachen vor. Der Sitz der Hauptdruckerei blieb nach wie vor unbekannt. Dahingegen vergingen noch nidjt drei Tage, und man fand den Verräther im Gasthause Mamontoff in Moskau ermordet. Auf seine Brust war ein Zettel geheftet, auf dem zu lesen stand: „Gerichtet auf Befehl des Revolu-tionscomites. Tod den Verräthern!" Niemand kennt in Moskau den Namen des Ermordeten, der mit einem falschen Paß reiste, doch die „Zemlja t Svoboda" ließ ihre Leser nicht lange über den Fall im unklaren. Tagsdarauf berichtet sie: „Am S. März wurde der Verräther Reinstein im Mamontoff sch en Gasthause zu Moskau hingerichtet. Reinstein, ein polnischer Jude, verrieth der dritten Abtheilung den Sitz von zweien unserer Druckereien, dafür tödteten wir ihn. Mit Geld wird man bei uns überhaupt keine Verräther ködern, denn Reinstein war blos ein Agent, Verbreiter von Zeitungen: wir verfügen über solche Summen, daß unsere Leute den Lockungen des Goldes widerstehen können. Kostet uns doch die Hinrichtung Mesentzvffs 6000 Rubel und die Krapotkins ungefähr eben so viel, und trotzdem liegen fortwährend bare 400,000 Rubel zu unserer Verfügung, um unser Werk bis zu Ende durchzu-sühren." Tagesneuigkeiten. — Die Ministerkonferenzen über die Frage der bosnischen Verwaltung, über die Einbeziehung der occupierten Provinzen in das Zoll 8cbiet, dann über de» Handels- und Eifenbahnver-*tag mit Serbien sollen in der künftigen Woche ujtter dem Vorsitze des Ministers des Aenßern be-O'Wten. Erst wenn in dem Conseil eine Einigung irischen den drei Ministerien erzielt ist, soll als-»ttntt unter dem Vorsitze des Kaisers das Resultat 'bstgestellt werden. c. — Preßleitung. Seit 15. d. befindet sich vre oberste Leitung des Preßdepartements (bisheriger Chef Reichsfinanzminister varon Hofmann) in den Händen des außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Ministers Herrn v. Teschenberg. — Gedenkmünzen. Das k. k. Münzamt in Wien hat aus Anlaß der silbernen Hochzeit Ihrer Majestäten Zwei-Guldeustücke in Silber prägen lassen, welche auf der AverSseite die Bilder deS Kaisers und der Kaiserin, auf der Reversseite die Austria und die Umschrift: „Quinturn lustrurn rnatrirnonii celebrant XXIV. Aprilis 1879“ zeigen. Auf dem Rande ist in ungarischer und deutscher Sprache: „Zwei Gulden" („K6t forint“) zu lesen. — Nene Ueberschwemmnngsgefahr. Der ungarische Communicatiousminister theilt mit Circnlar-Erlaß den Comilats-Jurisdictionen mit, daß infolge eingelangter telegrafischer Nachrichten aus den obern Theißgegenden ein neuerliches bedeutendes Steigen des Theißflusses signalisiert wurde, und weist die Comitate an, unter eigener Verantwortung die verschiedenen Schutz- und Dammbau-Gesellschaften zu ihrer Pflicht zu verhalten und rechtzeitig dafür zn sorgen daß neuerliche Unglücksfälle nach Thnnlichkeit hintangehalten werden. — Grubenunglück In den Gruben von Agrappe bei Frameries erfolgte ein Ausbruch schlagender Wetter. Das Grnbengebände ist in Brand gerathen und theilweise schon znsainmengebrochen. Bei dem Unglücksfalle befände» sich 240 Arbeiter in de» Gruben; man befürchtet, daß viele von denselben umgekommen sind. — Eine günstig ausgefallene Probe. In Weimar wurde am 24. März eilt verstorbener Zuchthäusler behufs Erprobung einer neuen Fallbeilmaschine mit derselben geköpft, und zwar zur allgemeinen Befriedigung (? I) der Sachverständigen. Ob auch zur Befriedigung des Geköpften, konnte nicht genau festgcstellt werden. — Versuche mit demTelephon. Eine ansehnliche Anzahl von Personen versammelte sich am Ostersonntage in dem Telegrafenamte der Vic-toriastatioii in Manchester zu dem Zwecke, um mittelst des Crossley'schen Telephons dem gewöhnlichen Sonntags-Gottesdienste in der Square Chapel in Halifax anzuwohnen. Die Predigt des Geistlichen Dr. Mellor wurde, wie der „Manchester Courier" mittheilt, stellenweise ganz deutlich, der von der Gemeinde unter Orgelbegleitung gesungene Choral aber völlig klar vernommen. Alle Anwesenden waren der Meinung, daß das Experiment höchst erfolgreich ausgefallen sei. — Japanesische Justizmission. Die „Takio Times" berichten, daß sich in den nächsten Tagen in Aeddo eine aus sieben Personen bestehende japanesische Mission nach Europa einschiffen wird, um hier das Justizwesen, zumal die Einrichtung der Gefängnisse, Arbeitshäuser u. s. w., zu studieren. Dieselbe wird znerst Frankreich, hernach Deutschland, Oesterreich und Rußland besuchen, um dann über England in ihre Heimat zurückzukehren. An der Spitze dieser Mission steht General Kawaji, dem der Gefängnisdirektor Onoda beigegeben wurde. Die Abwesenheit der Mission ist auf zwei Jahre berechnet, und wurden für dieselbe 200,000 Gulden ausgeworfen. Lokal- und Proviryial-Aiigelegenheilen. — (Feier der kaiserlichen Jubelhochzeit.) In der Marktgemeinde Oberlaibach wird der Jnbeltag festlich gefeiert werden durch Freudenfener auf allen Berghöhen, allgemeine Häuserbeleuchtung und Zapfenstreich am 23. d. M., durch Pöllerschüsse, Tagreveille, Festgottesdienst in der Pfarr- und Dekanatskirche, Betheilung der Armen und Schulkinder am 24. d. M. Auch das dortige Frauencomite und die Jagdgesellschaft beabsichtigen, diesen Festtag in entsprechender Weise zu feiern. — (Die Huldigungsadresse derLan-deshauptstadt Laibach), welche auS Anlaß 1 der Hochzeits-Jubelfeier dem österreichischen Kaiser paare überreicht werden wird, ist in deutscher und slovenischer Sprache von dem städtischen Baubeamten Herrn Linhart kalligraphisch ausgeführt worden. Die Enveloppe wurde aus weißem und grünem Sammt (die Farben der Stadt Laibach) vom hiesigen Galanterie-Buchbinder Herrn Carl Eifert in prachtvoller, künstlerischer, eleganter Form gearbeitet. Die Vorderseite der Enveloppe trägt daS von Lorbeer- und Eichenlaub umgrenzte, in Gold gestickte Monogramm der kaiserlichen Majestäten Franz Josef und Elisabeth, dekoriert mit der Kaiserkrone ; die vierrändrige Einfassung besteht eben auch aus grünsammtenem Eichenlaub. Die Rückseite präsentiert das Laibacher Stadtwappen (Burgthurm mit dem Lindwurm) aus weißem Sammt, mit grüner Sammteinfassnng und Goldmarkierung decoriert. Die Enveloppe ruht ans schwerem weißen Seidenpolster, das Ganze in einem braun roth-ledernen, geschmackvoll gearbeiteten Etui, mit der Aufschrift „Laibach" versehen. Herr Eifert hat bei Ausführung dieser gelungenen, eleganten Handarbeit neuerlich feine Meisterschaft in diesem Fache bewährt. — (Das Festschießen), welches am Sonntag den 20. d. ans dem Schießstande der hiesigen t. (. pi'iti. Rohrschützengesellschaft stattfinden sollte, wurde infolge eingetretener Hindernisse vertagt. — (Ordensverleihu»g.) Der Kaiser hat dem Grazer Universitätsprofessor Herrn Dr. Franz K r o n e s in Anerkennung seiner vorzügliche» lehramtliche» und wissenschaftlichen Thätigkeit den Orden der eisernen Krone verliehen. — (Personalnachricht.) Freiherr von S ch w e g e 1, Sectionsches im Ministerium des Aeu-ßern, ist heute von Veldes nach Wien abgereist. — (Ernennungen.) Das k. k. Oberlandesgericht für Steiermark, Kärnten und Krain hat die Herren Rechtsprakticanten Max Langer Ritter v. Podgoro, Anton Sterle und Adolf Urbas zu Auskultanten für das Herzogthnm Krain ernannt. — (Der k. k. Landesfchnlrath für Krain) erledigte in seiner am 5. d. abgehaltenen Sitzung die eingereichten Schulgeldbefreiungsgesuche, genehmigte die Anstellung von drei Volksschullehrern, bewilligte mehreren Zöglingen der Lehrer- und Lehrerinnen-Bildungsanstalten Stipendien, bestätigte die Ausschließung zweier hiesiger Gymnasialschüler wegen excessiven, wachebeleidigenden Benehmens, und traf Bestimmungen inbetreff der Anwohnung beim Gottesdienste; wider einen Volksschullehrer wurde wegen seiner, die loyale Gesinnung desselben in sehr bedenkliches Sicht stellenden Aenßernngen die Entlassung vom Schuldienste ausgesprochen. — (Der Landesausschuß sür Krain) erledigte in seiner gestrigen Sitzung nachstehende Geschäftsstücke: Einschreiten behufs Erwirkung der kaiserlichen Bewilligung zur Einhebung einer 50per-zentigen Gemeinde-Umlage in Podkraj; Erlaß einer Instruction an die Gemeinden Nesselthal und Weißenfels inbetreff der Gemeinde-Vermögensgebarung; Ueberlassmig der nicht verpachteten Theaterfondslogen zu dem am 24. d. stattfindenden Wohlthätig-keits-Festkonzerte; Ausschreibung von 6 freiherrlich Wurzbach'schen Jnvaliden-Stistungsplätze»; Recurse in Straßenangelegenheiten; Gesuche in Bausachen; Gesuche der Gemeinden Gotsche und Planin« bei Wippach um die Bewilligung zur Veräußerung des Stammvermögens; Veräußerung von Riesliuger Wein rc. — (Zu den Gemeinderaths-Ergän-zungSWahlen.) „Slovenski Narod" fährt fort, die Action des Central-Wahleomites des konstitutionellen Vereins in Angelegenheit der stattgefundenen Gemeinderathswahlen, illustriert mit persönlichen Ausfällen, einer Kritik zu unterziehen. Wir möchte» dem nationalen Blatte rathen, vor eigener Thür zu kehren und in Erwägung zu ziehen, daß die liberalen Parteiführer sich gelegcnheitlich der Wahlagitation nur anständiger, erlaubter Mittel bedient haben, während die Führer der national-klerikale» Partei sich erfrechten, die ihrem Lager ungehörigen Wähler in den Räume» des städtischen Rathauses einer polizeilichen Revision der Stimmzettel zu unterziehen und ein derartiges Aergernis zu erzeugen, daß der Herr Bürgermeister sich veranlaßt sah, die frechen, zudringlichen Agitatoren abschaffen zu lasfen. — (Nachwehen der letzten Gemeinderaths wahle u.) Von mehreren hochachtbaren Gesinnungsgenossen wurden uns anonyme Schimpfbriefe vorgewiesen, die ihnen wegen ihrer Stimmabgabe für die liberalen Kandidaten zugekommen waren. Wir sind überzeugt, daß derartige Bübereien auch von den maßgebenden Persönlichkeiten im gegnerischen Lager ans das entschiedenste verdammt werden. Bezeichnend ist es immerhin für die Parteistellung, wenn von anonymen Skriblern im Interesse der nationalen Bestrebungen solche nachträgliche Wuthausbrüche an politische Gegner befördert werden, von denen man doch weiß, daß derartige Gemeinheiten Männer von Ueberzengungs-treue zum Wanken zu bringen nicht im staube sind. Wol aber läuft eine Partei, deren Flagge solche unwürdige Mittel decken muß, Gefahr, unter den eigenen Parteigenossen, bei denen ein Gefühl für Anstand und der Achtung vor der Freiheit der Abstimmung anzutreffen ist, Einbuße zu erleide». — (Zu den Gemeindewahlen in Bisch o f l a ck.) Herr k. k. Notar Triller in Bischoflack theilt uns mit Beziehung auf die in der Nr. 79 des „Laib. Tagbl." enthaltene Original-Korrespon-denz aus Bischoflack mit, daß er vonseite der Geistlichkeit im Bezirke Bischoflack mit aller Achtung behandelt werde und dieses Entgegenkommen auch in freundlichster Weise erwidere, jedoch habe er seine politische Gesinnung bisher nicht geändert, er zähle noch fort zur liberalen Partei und weise den Anwurf, daß er der klerikalen Partei angehöre, mit Entschiedenheit zurück. Mit größtem Vergnügen, mit vollster Befriedigung registrieren wir diese Mittheilung und setzen derselben die aus Thatsachen beruhende Bemerkung bei, daß Herr Notar Triller zwar von den klerikalen Wählern Stimmen erhielt, er jedoch deshalb nicht als klerikaler Kandidat in dem Sinne bezeichnet werden wollte, als ob er der Verfassungspartei, die ihn zn ihren treuesten Anhängern zählt, abtrünnig geworden wäre; im Ge» gentheile sei kein Grnnd vorhanden oder bekannt geworden, welcher an der Gesinnungstreue desselben zweifeln ließe. — Wir legen ein besonderes Gewicht, einen besonderen Werth darauf, daß Herr Notar Triller der liberalen Partei erhalten bleibe und im Sinne der constitutionellen Institutionen auch ferner eifrigst wirken möge. — (Humane Spende.) Frau Anna Kal-lina Edle v. Urbanow, Gemahlin des Herrn Landespräsidenten in Kram, hat aus Anlaß der kaiserlichen Jubel-Hochzeitsfeier dem hiesigen Kaiserin Elisabeth-Kinderspitale den namhaften Unterstützungsbetrag von 100 fl. gespendet. — (Luminöse Uhren.) Herr Niklas Rudholzer, mit Eifer bestrebt, das Neueste und Vollkommenste auf dem Gebiete der Uhrmacherkunst und Optik zu bieten, überrascht den hiesigen Platz mit der Vorführung der neuesten französischen Erfindung: „Luminöse (selbstleuchtende) Uhren". Diese werde» im Zimmer so anfgehängt, daß das Licht des Tages auf das Zifferblatt fällt; letzteres nimmt das Licht in sich auf, und bei dunkler Nacht strahlt das Zifferblatt das Licht wieder aus und leuchtet so schön, das man die Zeit der Uhr ganz genau und bequem ablesen lann. Derartige Wand- und Taschenuhren stehen zur Ansicht bereit. — (Der Circus Sidoli) bildet allabendlich noch fort den Sammelpunkt der hiesigen Gesellschaftskreise. Der Besuch der Vorstellungen ist ein zahlreicher, und werden die Künstler mit wohlverdienten lauten Beifallsbezengungen ausgezeichnet. — (Eine Barbara Ubrik.) Auch der Ort Bresoviz bei Nassensuß hat eine Barbara Ubrik aufzuweisen; es befindet sich nämlich genannten Orts eine 70jährige Weibsperson, die im vorigen Jahre ihr Hab und Gut, bestehend aus einem kleinen Häuschen nebst Wein« und Obstgarten, einem jungen, ihr gar nicht verwandten Mann übergeben hat. Diese Weibsperson hat sich bei der Uebergabe ausbedungen, daß ihr im Erkranknngsfalle die erforderliche Pflege zukomme. Leider wurde diese Bedingung nicht eingehalten. Die Weibsperson erkrankte an einem Fnßleiden. Gelegentlich eines Besuches and man in einer schmutzigen Stube eine hagere, alte, weibliche Gestalt, in Fetzen gehüllt, im Bette keuchend und jammernd. In der Stube herrschte eine verpestete Luft, das Stroh im Bett der Kranken war ganz verfanlt, mit Exkrementen angehäuft. Neben dem Lager stand ein leerer Krug und eine leere Schale. Das kranke Weib gab an, daß es bereits durch 21 Tage ohne Pflege sei und hätte verhungern müssen, wenn ihm nicht von einigen Nachbarn Speisenreste überbracht worden wären. Der zur Verpflegung contractlich verpflichtete, jedoch säumige Unmensch wird seine Grausamkeit vor den Schranken des Gerichtes zu verantworten haben. — (Eine Hebamme) wird im Bezirke Großlaschiz ausgenommen. Die Jahresbestallung beträgt 31 fl. 50 kr. — (Die Wiener Universität) wurde im zuletzt abgelaufenen Wintersemester von 71 Studierenden aus Krain besucht. — (Bon der Südbahn.) Der Spar-und Vorschußverein für Südbahiibedienstete zählt 2005 Mitglieder. Der Geldverkehr dieses Vereines belief sich im Jahre 1878 auf 509,552 fl. Der Umsatz im Vorschnßgeschäfte erreichte die Höhe von 394,224 fl. Die Einlagen der Mitglieder (180,095 fl.) werden mit 8 Perzent verzinst. — (Aus den Nachbarprovinzen.) Die Triester Stadtrath-Wahlkommission beantragte, über den Protest von 50 Wählern gegen alle Wahlen des dritten Wahlkörpers, weil 32 Wähler nicht, andere hingegen gesetzwidrig in die Listen ausgenommen worden seien, hinwegzugehen und sämmtliche Stadtrathswahlen zu verificieren. Hierüber entspann sich eine lange Debatte. Mehrere Redner von der Linken opponierten und verlangten die Vertagung der Beschlußfassung und die Rnckverweisung an die Kommission und znr neuerlichen Prüfung der Wählerlisten. Einige Redner von der Rechten und Advokat Confolo von der Linken vertheidigten den Kommissionsantrag. Nachdem der Regierungskommissär das coulante Vorgehen der Regierung und der Wahlkommission dargethan, werden die Wahlen des dritten Körpers mit großer Majorität, die übrigen einstimmig verisiciert. Die Kommission für die Territorialwahlen beantragte gleichfalls die Veri-siciernng trotz der Proteste gegen Nabergoj und Strudthoff, weil die Beanstandung das Stimmenverhältnis nicht beeinflussen könne. Der Kommissionsantrag wurde debattelos einstimmig angenommen. Der Eindruck der heutigen Sitzung war ein sehr günstiger. — (Der Lessingverein in Berlin), welcher sich am 15. Februar d. I., dem Todestage des unvergeßlichen deutschen Dramaturgen, constitniert hat zuni Zwecke: „dem Niedergange des deutschen Dramas nach Kräften zu steuern", und nach dessen Borbilde sich bereits in Wien, Graz, Dresden, Leipzig, München, Hamburg, Breme», Breslau u. s. w. Lessingvereine gebildet haben, hat an den hier doinicilierenden Schriftsteller Herrn P. von Radies den Geschäftsplan des „Lessingbundes" eingesendet. — Herr v. Radics ist gerne erbötig, den Freunden deutscher dramatischer Kunst von der Organisation dieses „Bundes" Mittheilung zu machen. Die Deutschen in Oesterreich-Ungarn. Professor Dr. Carl Julius Schröer hielt in der letzten Plenarversammlung des Deutscheu Vereines in Wien einen Vortrag über das Thema: „Die Deutschen in Oesterreich-Ungarn und ihre Bedeutung für die Monarchie." Dieser Vortrag wurde sehr beifällig ausgenommen. In der Erwä- gung, als es gewiß für jeden dem deutschen Volksstamme angehörigen Oesterreicher von Wichtigkeit ist, die Stellung der Deutschen in Oesterreich-Ungarn von wesentlich neuen Gesichtspunkten ans kennen zn lernen, — in der weiteren Erwägung, als der Deutsche in Oesterreich jederzeit und insbesondere heute als der Hauptträger der österreichischen einheitlichen Staats-idee erscheint, — in der Erwägung endlich, als der Deutsche das eigentlich erhaltende Element, die sicherste und festeste Stütze des Staates bildet und von jeher gebildet hat, vermeinen wir, den Anhängern der deutsch-österreichischen Partei einen wesentlichen Dienst zu erweisen, wenn wir den interessanten Vortrag des Pros. Schröer vollinhaltlich und wörtlich mittheilen wie folgt: Während alle Nationalitäten unserer Monarchie ihrer Banner entfalten und fröhlich fliegen affen, können wir dies nur von der deutschen nicht agen. Im Absolutismus fühlte sich das deutsche Element doppelt gedrückt, indem es nicht nur wie die anderen Völker in politischer Unmündigkeit gehalten, sondern obendrein noch durch die Absperrung vom geistigen Leben Deutschlands in seiner geistigen Entwickelung gelähmt war. Nun, im Verfassungsstaat, wo diese Schranken gefallen, erfolgte die politische Trennung von Deutschland. Infolge falscher Schlußfolgerungen, die an etzteren Umstand sich knüpfen, sieht sich unser Volkstamm nun sogar Zurücksetzungen und Zninnthnngen gegenüber, die für die Dauer kaum erträglich sind, indem sie uns empfindlich schädigen und dadurch auch nicht geeignet sind, die Monarchie zn kräftigen. Die Zurücksetzungen sind gekennzeichnet durch den Hinweis auf eine Hauptquelle derselben, daß nämlich das deutsche Element mit der ganzen Monarchie der Führung einer Nationalität verfallen cheint, der die deutsche, abgesehen von allem anderen, auch an Kopfzahl fast um das Doppelte überlegen ist. Die Zumuthnngen, die an den Deutschen der Mrnrnrchie gestellt werden, bestehn aber in nichts Geringerem als darin, daß man bereits so weit geht, von ihm zu verlangen, daß er als berechtigte Nationalität abdiciere, indem die übrigen Nationalitäten als solche sich doch jeder Berücksichtigung erfreuen! Es ist kaum zu wundern, wenn unter solchen Umständen trübe Anschauungen unter den Deutschen platzgegriffen haben. Wir befinden uns in keiner glücklichen Strömung. Bevor wir aber verzweifelnd die Hände in den Schoß legen, scheint mir doch die Frage ernster Erwägung Werth, ob die dem Deutschen in der Monarchie gegenwärtig zugewiesene negative Haltung denn auch die ihm geschichtlich zukommende ist? Ob es nicht unsere Sache ist, sie in eine positive zu verwandeln? Daß unsere Monarchie eine Schöpfung des deutschen Geistes ist, daß der Deutsche in derselben der einzige kräftige Vertreter des Gedankens der Staatseinheit ist, daß er durch seine Kultur und seine Kolonien, die friedlichen Sendboten der Humanität, sie znsaminenhält, ist das etwa ein Phantom? Man mache es nicht dazu, denn dadurch müßte nothwendig ein anderes Schreckgespenst, das ich bis jetzt noch für ein Phantom halte und das für nnsern Staat und für nnfere Kultur verhängnisvoll wäre, zur Wahrheit werden. Wenn nichts anderes, so müßte unS zu einer Prüfung der Berechtigung der bei unS Deutschen in Oesterreich eingerissenen Verzagtheit und platzgreifenden Verzweiflnng an unserer Sendung die Erscheinung auffordern, daß man sie im deutschen Reiche durchaus nicht theilt. Unsere deutschen Brüder im Reiche können uns nicht rathen, sie stehen unseren Verhältnissen zu fern, sie erwarten aber offenbar von unS, daß wir nicht die Hände in den Schoß legen und an der Gegenwart verzweifelnd einer Zukunft harren, die uns etwa das Schicksal bereiten soll, sondern sie erwarten, daß wir uns an unfern Platze selbst werden zu rathen wissen. Meines Wissens denkt man im deutschen Reiche nicht daran, uns zu verschlingen. Wenigstens vor der Hand nicht, wenn auch der Wunsch des Staatsmannes, der unfern Schwerpunkt nach Osten zu verschieben rieth, solche Ideen nicht ausschließt. Wir selbst haben anch keine Lust, von dem deutschen Reiche absorbiert zu werden. Wir denken, es könnten sogar Zeiten kommen, wo gelegentlich das deutsche Geistesleben, wenn es dort einmal stocken wollte, bei uns eine willkommene Zufluchtsstätte finden könnte. Daß der Deutsche in Oesterreich ohne Programm ist, daß er nicht weiß, was er hier im Lande anstreben soll, daß er sich seiner Sendung nicht recht bewußt ist, das ist allerdings traurig genug. Wir befinden uns eben unter dem Banne noch ungeklärter Anschauungen. Wir haben nns in der veränderten Lage noch nicht zurecht gefunden und find uns gar noch nicht dessen bewußt geworden, daß wir immer noch eine Macht sind, mit der zu rechnen ist. Ich glaube, wir brauchte» uns dessen nur bewußt zu werden, und unsere Lage müßte sich ändern. Wir müßten erkennen, daß wir hier eine Aufgabe zu erfüllen haben, einen Posten zu behaupten, den wir nicht aufgeben dürfen, ohne den Vorwurf unverzeihlichen Schwachsinns und völliger Verkommenheit zu verdienen. Wie sehr unsere Bedeutung für die Monarchie im Ansehen gesunken ist, das fühlen wir allerdings, wenn wir sehen, wie unsere deutschen Brüder im Reiche mehr mit den Magyaren sympathisieren als mit uns. Es ist unsere Lage nicht ganz unsere Schuld, sie ist zum Theil nur unser Schicksal; znin Theil ist sie aber unsere Schuld, denn es liegt doch tm uns, sie zn wenden. Noch jüngst haben wir vom Süden her den guten Rath erhalten, uns als Slavenreich zu conftituieren. Das sieht, bei oberflächlicher Beurtheilung, sehr einfach aus. Die 16 Millionen „Slaven" werden die fünf Millionen Magyaren in ihrer Mitte leicht überwinden ; auch die drei Millionen Rumänen, die ohnehin mit den Russen wenigstens ehedem sympathisierten, werden leicht zn überwältigen sein. Was die Deutsche» anbelangt, so sind das wol nahezu zeh» Millionen, aber siebe» Millionen davo» liegen außerhalb des Slaveugebietes. Die mag Deutschland amicctieren und das neue Slavenreich mag sich dafür mit Theile» der Türkei entschädigen. Die übrigen 2 bis 3 Millionen sind „zerstreut" und werden sich entnationalisieren, sobald einmal ein zweites Rußland bei Preßburg beginnen wird. So stellt man sich die Sache wol vor? Diese Vorstellung beruht zwar auf sehr oberflächlicher Kenntnis der Verhältnisse. Aber gerade der oberflächliche Schein hat oft etwas, was leicht populär wird, und dadurch kann selbst ein Jrrthum für Staaten und Völker verhängnisvoll werden. Was in erster Reihe in der angegebenen Anschauung unrichtig ist, das ist die Annahme einer slavischen Nationalität, und dieser Punkt muß einmal zur Erörterung kommen. Wenn jemand sagen wollte, er sei germanischer Nationalität, so müßte man fragen, was er darunter versteht? da doch Schweden wie Norweger, Dänen wie Holländer, Flandrer wie Engländer und Deutsche insgesammt germanischen Ursprungs sind. Sie sind alle, wenn man unter „Nationalität" einen Zweig der arischen Menschenrasse bezeichnen wollte, 3er,»anischer Nationalität. Man versteht aber unter ^Nationalität nicht einen ganzen Zweig einer Meu-icheiuasse, wie er durch die sprachvergleichende Wissenschaft festgestellt ist, sondern nur eine solche ^u>heit, die durch Gemeinsamkeit der Sprache und Literatur und das ganze damit zusammenhängende Saftige Leben zusammengehalten wird. Durch eine ln v Gemeinsamkeit des geistigen Lebens ist eine Nationalität eine Einheit und als solche eine Größe, ttit der zu rechnen ist. Wo diese Gemeinsamkeit iwifchen Volkrstämmen nicht vorhau den ist, können Conspiratioueu, Bündnisse eintreten, ihre Einheit kann aber nicht als eine Notwendigkeit, nicht als geschichtlicher, belangreicher Faetor gelten. Wenn man erwägt, daß der Panslavisiuus ehedem selbst Rumänen und Griechen umfaßte, indem die Polen ihm den Rücken wandten, so scheint die ganze mit diesem Namen belegte Strömung in der That mehr eine Conspiration, als eine auf Stammverwaudtfchaft beruhende Regung. (Fortsetzung folgt.) Witterung. Laibach, 19. April. Die Wolkenschichte etwas gelichtet, einzelne Sonnen-blicke, schwacher Ost. Warme: morgens 7 Uhr + 4-8°, nachmittags 2 Uhr + 10 7" C. (1Ö78 + 131"; 1877 + 9 6' C.) Barometer im Steigen , 732 33 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Wärme + 8 3°, um 10° unter dem Normale; der gestrige Niederschlag 5 00 Millimeter Regen. Verstorbene. Den 19. April. Johanna Lindtner, Schülerin der 4. Klasse, 11 I. 6 Mon., Kastellgasse Nr. 2, Nierenentzündung nach Diphtheritis. Danksagung. über Gedenktafel die am 2 3. April 1879 stattfindenden Licitatioiien. 3. Feilb., Zabkar'sche Real., Podulee, BG. Gnrkseld. — 3. Feilb., Rozina'sche Real., Großpndlog, BG. Gnrk-feld. — 3. Feilb., Javersek'fche Real., Oberdule, BG. Gurkfeld. - - 3. Feilb., Selak'sche Real., Zavratec, BG. Gnrkseld. — 3. Feilb., Jordan'sche Real., Zamesko, BG. Gurkfeld. — 3. Feilb., Gall'sche Real., Povrsie, BG. Gnrk-seld. — 3. Feilb., Zolar'sche Real., Vihre, BG. Gnrkseld. — 3. Feilb., Mekinda'schc Real., Zirkniz, BG. Loitsch. -3. Feilb., Javornik'sche Real, Jggdors, BG. Laibach. — 3. Feilb., Pribovsek'sche D(|’al., Sennse, BG. Gnrkseld. — 3. Feilb., Pojlep'sche Real., Plesivce, BG. Laibach. — 3. Feilb., Klemenöiö'fche Real., Unterschischka, BW. Laibach. — 3. Feilb., Znstersic'sche Real., Seedorf, BG. Laibach. — 3. Feilb., Kikelj'sche Real., Jgglack, BG. Laibach. — 3 Feilb., Japel'sche Real., Jggdors, BG Laibach.— 3. Feilb., Maußer'sche Real., Stadtberg, BG. Gnrkseld. — 3. Feilb., ftouad’fche Real, Presser, BG. Oberlaibach. — 3. Feilb., Kasteliz'sche Real., Kletschet, BG. Seisenberg. — 3. Feilb., Blatnik'sche Real., Schwörz, BG. Seisenberg. — 3. Feilb., JnriM'sche Real., SreSeitce, BG. Gurkfeld. — 3. Feilb., Vidmar'sche Real., Bigann, BG. Loitsch. — I. Feilb, Sta-raÄniö'sche Real., Krasinz, BG. Mottling. - 1. Feilb., Bergles'sche Real., Repke, BG. Laibach. — 1. Feilb., Jn-dej'sche Real., (tiorica, BG. Egg. — 1. Feilb., Blak'sche Real, Aich, BG. Egg. — 1. Feilb, Merknn'sche Real., Moräutsch, BG. Egg. - 1. Feilb., Bohine'sche Real., Waisach, BG. Krainbnrg. — 1. Feilb., (aoflit’sche Real., Fcistriz, BG. Radmannsdors. Wiener Börse vom 18. April. tittamein« Staat«- r87-129 75 130 25 655 - 616 - Nordwestbahn .... Rudolfs-Bahn . . . StaatSbabn .... Südbahn............. Ung. Nordostbahn . Pfandbriefe. Bodenkreditanstalt in Gold........... in österr. Währ. . Nationalbank.... Ungar. Bodenkredit-- Pnoritot8«