^itnltii ptataw V fPtoftnL 79. lahrgmg Ersclithit wöcbenUicli sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage;. Schrift-leituog, Verwaltung! und Buchdruckerei Tel. 25-67, 25-68 und 25-6Ü. Maribor. Kopaiilka ultca 0. Manuskripte werden nicht retoamlert. Anfraften Rückporto beilegen. Nr. 22 Prallag, dm 27. Jinim 1999 Inseraten- und Abonnements-Annahme m Maribor, Kopaiilka uli(^ ü ^Verwallun^. Bezugspreise: Abholen monatlich 23 Din. lustellcn 24lJiii, anreh die Pott monatlich 23 Dlo, für das Ausland monatlich 33 Uln Fimwinnrnmer IJO und 2 Din. Preis Oln f'50 inoruiom 5titHM 2)le Wreifung 33arceIona^ ,3oMrff4^ ISorUflöte 6errittf in Ora sanften öer 9lationaIifttn / 3>ie 6ta6t SCorrola ocfoOeii / 2>fe Icfttr rotfvaniftfie Serteidiaung^linie am Slo&reßai Sttfammenoii^rodlcn dniticDeii ^enaraO unD Die »Samouprtva«, die die An-V dichten der Regierung ausdeutet, bfingt einen Aufsatz zur Verstlndigungtfrage, in dem u. a. folgende Gedanken ausgeführt werden: ttb genügt nicht, daU lecUgÜcii eine Seite für die Verstflndigung eintritt. So Paradoxa! dies auch aussehen möge, aber es steht (est, daß Dr. M a 5 e k letzt, da die Voraussetzungen für eine Verständigung geschaffen sind, nur wenig Willen zeigt, so vorzilgehen, wie er dies vor den Wahlen, in Aussicht gesteHt hatte: sich mit den faktischen Vertretern der Serben zu verständigen. Bis jetzt zumindest gibt es keine Anzeichen dafür, daH Dr. MaCek die Absicht hätte, auf einer realen Basis mit den Vertretern der Mehrheit in Verhandlungen zu treten. Anstatt dessen setzt er ^Ae Verbreitung von Flugschriften fort und die Ausarbeitung von Entschließungen, die In pompösen Stil zwar mancherlei erzÜlen, aber gar nichts von den Absichten Dr. Ma!6ek*s, zu einer Verständigung zu ge« langen. In der Umgebung des Dr, Ma^iek wird für diese zumindest kunktatorenhafte Haltung Dr. Mareks eine ungewöhnliche und sicherlich naive Ausdeutung serviert. Darnach steht die Leitung der »Kroatischen Volksbewegung« auf dem Stand-punkt, daß die Zeit für eine Verständigung noch nicht gekommen sei. Sie stehen auf dem Standpunkt, daß für den Erfolg der Politik MaCek*s die Desperado-Maxime gelte: Je schlechter, decto besser! Es hat den Ansctiein, daß man inner-nalb der kroatischen »politischen Führung« faktisch den »geeigneten Moment« auf innerpolitischem oder außenpoliti« sehen Gebiete abwartet. Es dünkt Urnen, daß die innerpolitiscbe Lage im Lande heute noch nicht geeignet ist, mit der Zeit aber eine Entwicklung annehmen könnte, die es Dr. Ma£ek gestatten würde, seine Bedingungen zu diktieren. Mit anderen Worten: die kroatische Frage sollte nicht auf Qrund ehier gerechten Verständigung zwischen Serben, Kroaten und Slowenen, sondern auf Qrund des Maximalprogramms Dr. Ma5ek*s gelöst werden. In diesem Zusammenhange muß jedoch daran erinnert werden, daß die Kroaten in ihrer politischen Vergan-]{enhelt schon einige sehr fatale »vet-säumte Gelegenheiten« zu verzeichnen haben. Es sei hier nur an die ungarischkroatischen Ausgleldisverhandlungen erinnert, die 1861 begannen und mit dem ungünstigen Ausgleich von 1868 so un-;;lüoklich für die Kroaten beendigt wurden. Die Franzosen haben ein gutes Sprichwort: »Das Besser Ist der Feind des Guten«. Im Interesse des Staates und im unseren kroatischen Interesse — (der Artikel ist aus Zagreb eingeschickt worden. Anmerk. der Red.) - wäre es gelegen. daß man nicht das Bessere für das Oute hinweg fordere, da es sehr leicht in ähnlicher Welse endigen könnte wie 1868 und einige Male zuvor in der Vergangenheit. Salamanca, 26. Jänner, Nach einem nationalspanischen Heeresbericht setzten die Tmppea General Francos gestern in Eilmärschen ihre Ungehungsmanöver zur Eiflkreiiong Barceloflas fort Das Navar-ra-Korpa und das marokkanische Korps geben Mebel zielbewußt vor. Das marokkanische Korps besetzte südlich und südwestlich der Stadt mehrere Ortschaften. Die ganze Gegend bis zum Gebirge um die Stadt wurde vom Gegner gesüubert. Mlilii iMliMivtfil )(RU(OIIA Die Navarra-Diviston besetzte gestern Tar rasa. Fast die gesamte Bevölkerung blieb im Stidcben zurück und begrüßte liegei-stert die einrückenden nationalistischen Trappen. Der Flughafdi am Uobregat, der sich schon zwei Tage in den Händen der NatkMiaHsten befhidet, dient tiercits als Stützpunkt für die Operationen zur Lttft In der Stadt Barcelona kam es bereits zu schweren Kämpfen zwischen den re-pablikanischen Miliztmppen und der Bevölkerung. Unausgesetzt toben in den Straßen der Millionenstadt erbitterte Kämpfe zwischen den Roten und den Zivilisten. Nach den letzten Meldungen wur den drei weitere Vororte von Barcelona besetzt, darunter Ospedaleta. Flüchtlinge strömen in Massen zur Iran zösischen Grenze. Gestern wurden an der Grenze etwa 900 Ausländer angehalten, die als Freiwillige in den Reihen der re-publikaniscben Truppen gefochten hatten. L e r I d a, 26. Jänner. (Avala.) Die Einnahme Barcetonas durch die Truppen General Francos wird, wie aus dem na-tionalspanlschen Hauptquartier angekündigt wird, planmäfilg lu gleicher Zeit und durch rasche Vorstöße aus allen Richtungen erfolgen. Die Roten haben das Ost-nfer des Uobregat zur Anlage einer neuen Verteidigungslinie benfitzt. Die nattona-len Truppen haben indess Im Nord und im West^ neue Geländegewhme in einer Tiefe von 5 Kilometer erzielt. B u r g 0 8, 26. Jänner. (Avala.) Nach neuesten, aus Barcelona eingetroffenen Meldungen kann die von den natk>nalspa nischen Truppen Gerannte letzte Verfteidi-gungstinie der I^oten am Llobregat-Ufer bereits als zusammengebrochen bezeichnet werden. Nördlich von Barcelona shid die nationalspanischen Truppen in einer weiteren Tiefe von 8 Kilometer vorgerückt Bilbao, 26. Jänner. (Avala.) Die .Agence Havas berichtet: Die natlonalspa-nischen Truppe haben gestern die Stadt Tarrasa eingenommen, den Mittelpunkt der Baumwollindustrie Kataloniens. Bilbao, 26. Jänner. a0 Wetter Wettervorhersage für Freitag: Bewölkt, weiterhin Tauwetter, keine wesentliche Aenderung dbr Wetterlage. " Tilwl ■neeaJl Es scheint iedoch, daß Dr. Ma£Sek nicht nur auf die Innerpo-litische Lage spekuliert, sondern auch auf die Entwicklung der allgemeinen politischen Lage in Cu-ropa und In der Welt. Unsere Öffentlichkeit war in die Lage versetzt, alle Peripetien zu verfolgen, die die >Außenpnli-* tik« Dr. MaCek's durcligenmclit lial. Als mildernder Umstand darf wohl gelten. daß Dr. Macek nie so redit über den wirklichen Stand der Dinge informiert war, da er sich — in Kupinec sitzend — lediglich von seinen im Ausland befindlichen »Botschaftern« informieren ließ, Leuten, die ihre Berichte auf Qrund von KaffeehausKesprächen und Ouellen der obskuren Presse verfaßten. Unter solchen Umständen IflOfuite sich Dr. Madek wirklich kein klares Bild über die politische Lage in Europa, über das faktische Verhältnis der Kräfte usw. bilden. Aller-dhißs hätte Dr. MaCek im Bcwn-iBtscin seiner Verantwortung etwas zurückhaltender sein können in den Erklärungen über die jußoslawische AuRenpolitlk. Jetzt denkt Dr. Macek, wieder ungenügend informiert, über die künftige Ent- »A^riborer Zeitung« Nummer 32. 2 Freitag, den 37. Jlnner t999. Wicklung der politischen Situation in Europa nach, wobei er sie so sieht, wie sie ihm am besten konvenieren würde. Auf Grund dieser falschen Prognose glaubt er, daß »irgend etwas Unvorhergesehenes« der vollen Erfüllung seiner politischen Ziele nützen könnte. Dr. Maöck müßte jedoch wissen, daß, wie immer sich die außenpolitische L^ge auch entwickeln und wie immer Jugoslawien tan-k'iert sein möge, in gleicher Weise alle Teile des Staates betroffen würden. Es gibt auch keinen Grund zu der Annahme, daß eine Lage eintreten könnte, in welcher Dr. MaCek sein Maximalprogramm ohne großen Schaden für die Kroaten zu erfüllen vermöchte. Für jeden objektiven Beobachter ist es klar, daß es gerade für Dr. MaÖek noch nie einen günstigeren Moment gegeben hat, zur Losung unseres innerpolitischen Problems in einer Weise zu verhelfen, die bis zum größtmöglichen Masse auch die begründeten Interessen der Kroaten zu befriedigen vermöchte im Einklang mit den Interessen der Serben und Slowenen sowie der allgemeinen Interessen des Staatsganzen. Wenn Herr Dr. MaCek und seine Umgebung glauben, noch warten zu können, bis sich die Lage in der Richtung zum »geeigneten Augenblick« entwickelt haben wird, bezw. zu einer lainftigen Situation, in der er mehr erzielen könnte als es jemals möglich wäre, dann treibt Dr. Maöek ein gefährliches Spiel, welches sich an ihm selbst, nodi mehr aber an den Kroaten rächen könnte, deren Interessen er heute vertritt. Die Zeit wird zeigen, ob Dr. Maäek seiner großen Aufgabe gewachsen ist oder ob die jetzige Periode in der Geschichte nicht wieder als »versäumte Gelegenheit« verzeichnet werden wird. üngarnd Qlu^nminifler tommt na(D 33rogra& VOR DER REGELUNG DER JUGOSLAWISCH-UNGARISCHEN BEZIEHUNGEN R 0 ni, 26. Jänner. Alle italienischen Blätter berichten im Zusammenhang mit der Konferenz von Belje, daß der ungarische Außenminister Graf C z a k y demnächst die jugoslawische Hauptstadt besuchen werde, bei welcher Gelegenheit die definitive freundschaftliche Regelung der ungarisch-jugoslawischen Beziehungen im Sinne der Beschlüsse von Belje erfolgen werde. Amtlich wurde diese Nachricht weder bestätigt noch dementiert. In Rom verlautet in maßgeblichen Kreisen, daß Czakys Besuch in Beograd im Feber erfolgen werde, sotwld Graf Ciano von seinem bevorstehenden Warschauer Besuch zurückgekehrt seht werde. 2)(uff(f»er Untcrrtaatefefretar in Drag Prag, 26. Jänner. Der Führer der nationalsozialistisch ausgerichteten deut-sciien Volksgruppe in der Tschecho-Slo-wakei, Abg. K u n d t, ist zum Unterstaalssekretär der Prager Zentralregie-1 ung ernannt worden. Die Ernennung Kundts ist eines der Ergebnisse der Aussprache, die der tschechoslowakische Aus senminister Dr. Chvalkovsky soeben in Berlin hatte. Cl^amBcrlain bleibi babei VERGEBLICHE BEIVIÜHUNGEN DER ENGLISCHEN LINKSKREISE, DIE REGIERUNG ZUM VERZICHT AUF DIE NICHTEINMISCHUNG ZU BEWEGEN. London, 26. Jänrier. Im Zusammenhange mit der Lage in Spanien erschien gestern eine Abordnung des Exekutivausschusses der Laboor Party in Downln^ Street, um dem Premlerminister drin-gendst die Aufhetrang der Waffenausfuhrsperre gegen Spanien anzuraten, dami^ auf diese Weise Rotspanien die erforderliche Hflfe zuteil werde. Im Namen der Londoner Gewerkschaften richtete Mor- rison diesbezüglich ein schriftliches An-suchen an den Premierminister. Premierminister Chamberlalfi wies alle Ansuchen der englischen Linkskrelse mit dem Hinweis auf die Nlchtelnmlschungspolltlk der Regierung ab. Auch zwei neuerliche Versuche des Opposltlonsfflfirers Major Attlee, die sofortige Einberufung des Unterhauses zu erwirken, sind gescheitert. intfrnationale Oterbofität FRANCOS SIEOE IN KATALONIEN ERFOLLEN FRANKREICH MIT STEIGENDER UNRUHE. — DIE EINMISCHUNGSFORDERUNG GEWINNT IN FRANKREICH IMMER MEHR ANHANOER. — ENERGISCHE MAHNUNO AUS ROM. — 9erDanMungm Pari 5, 26. Jänner. In Moskau ist eine 15gliedrig€ deutsche Handelsvertragsdelegation eingetroffen, deren Ankunft aber keinesfalls überraschte, da Deutschland trotz aller Gegensätze zum Bolschewismus die Handelsbeziehungen mit der Sowjetunion aufrecht zu erhalten wünscht Auffallend ist jedoch nach hier eingelangten französischen Meldungen, daß die Deutschen mit größter Liebenswürdigkeit empfangen wurden. Der vTemps« will aus dieser Erscheinung die Schlußfolgerung gezogen wissen, daß es sich angesichts des Wegfalles bisheriger Gü-teraustauschbeziehungen um eine Art politischer Annäherung handle. Dasselbe gelte auch für die sow-jctrussisch-polnischen Handelsverlragsbe Ziehungen. In Moskau sei man deshalb bezüglich der Ukraine-Frage in den letzten Tagen weniger besorgt al-s vor einigen Wochen. Regierungskrise in der Türkei. Ankara, 26. Jänner. Die Anatoli-sche Nachrichtenagentur berichtet: Die Regierung D s c h e 1 a I B a j a r ist zurückgetreten. Präsident I s ni e t I n ö-n ü erteilte dem früheren Innenminister und Istanbuler Abgeordneten Dr. R e-f i k S a i d a n das Mandat zur Regierungsbildung. Die neue Regierung hat sich gestern dQr Nationalversammhing vorgestellt. Der päpstliche Nuntius in Zagreb. Zagreb, 26. Jänner. Der päpstliche Nuntius für Jugoslawien, Monsignor Et-tore F e I i c e, is^ gestern in Zagreb amtlich eingetroffen und im Palais des Erz-hischofs Dr. Stepinac abgestiegen. Der Nuntius wird sich einige Tage in Zagreb aufhalten und bei dieser Gelegenheit wichtigeren Beratungen des katholischen lipiskopats beiwohnen Paris, 26. Jänner. Der Zusammenbruch der roten Front in Katalonien wird in Paris immer mehr als Zusammenbruch der französischen Spanien-Politik und als kommende Gefährdung der französischen Flanke durch eine neue autoritäre Macht betrachtet. Unter diesen Umständen ist es nicht verwunderlich, daß sich auch der Regierungskreise eine wachsende Beunruhigung bemächtigt hat. Aus diesem Grund erwarten die politiecho'n und die parlamentarischen Kreise, die bereits zwei Mal vertagte Kammerrede des Außenministers George B o n n e t mit wachsender Spannung. Dabei weiß äugen blicklich noch niemand mit einiger Sicherheit zu sagen, wie groß die Mehrheit sein könnte, die die Regierung Daladier für ihre Politik zu erwarten habe. Eines ist außer Frage; Die Forderungen der Lin ken, die Pyrenäen-Grenze zu öffnen und größere Mengen an Kriegsmaterial und Proviant nach Rotspanien zu entsenden, werden jetzt nicht nur von den Kommunisten und Sozialisten aller Schattierungen, sondern auch von einem beträchtlichen Teil der Radikalsozialisten vertreten. Rom, 26. Jänner. Die heutige »Tribun a« stellt an leitender Stelle fest, daß der Fall Barcelonas die Lage klären und dem General Franco den Endsieg sichern werde. Indessen können sich gewisse öffentliche und geheime Gegner der autoritären Staaten noch immer nicht mit derj gegebenen Tatsachen abfinden. Ihre Absicht besteht vor allem darin, den Spani-en-Konflikt zu erweitern und ihm internationalen Charakter zu verleihen. Aus diesem Grunde verlangen die Anhänger der französischen Linken von Daladier, er möge die Intervention in Spanien erwirken, und zwar vor allem durch Besetzung Minorcas und Spanisch-Marok-kos, damit Frankreich in den Besitz genügender Garantien komme, daß die Lage im Mittelmeer nicht etwa zu Ungunsten Frankreichs verschlechtert werde. Auch der frühere englische Außenminister Eden habe in seiner Rede betont, daß Francos Sieg die Lage verschlechtern würde. Diese Illusionen würden iedoch verschwinden, sobald Francos Sieg unumstößliche Tatsache geworden sei. Dieienigen, die ihr Sniel bereits verloren haben, müßten den Donner der Geschütze vor Barcelona als letzte Mahnung vernehmen, die Finger von Plänen wegzunehmen, die geeignet seien, eine rasche und entscheidende Reaktion hervorzurufen. London, 26. jfnner. Im Zusammenhange mit der durch Francos rapide Sie- ge in Katalonien ausgelöste Veränderung der weltpolitischen Lage fand gestern abends eine außerordentliche Kabinettsbesprechung in Downing Street statt, an der sich unter dem Vorsitz Chamber-1 a i n s auch Unterstaatssekretär C a d o-gan und der diplomatische Berater der Regierung Sir Robert V a n s i 11 a r t beteiligten. An den Beratungen haben auch Vertreter des Admiralstabes und des Oe-neralstabes teilgenommen. Nach der dreistündigen Aussprache wurde keine amtliche Mitteilung ausgegeben. Wie verlautet soll Chamberlain aus Paris sehr wichtige Berichte über die Haltung Frankreichs gegenüber dem Spanien-Konflikt erhalten haben. Diese Berichte müssen solcher Natur gewesen sein, daß Chamberlain es für nötig hielt, das Kabinett noch in den Abendstunden zusammentreten zu lassen. In Kreisen, die dem Foreign Office nahe stehen, wird behauptet, daß Frankreich nicht mehr den Zusicherungen glaube, die Chamberlain aus Rom mitgebracht habe. Frankreich, so lauten diese Informationen, habe sich daher für Maßnahmen entschlos sen, die geeigneter seien, die französischen Intressen sicherzustellen. Auch die gestern vormittags stattgefundene ordentliche Wochensitzung des Kabinetts soll ausschließlich der Prüfung der Folgen ge widmet gewesen sein, die sich aus einem Siege Francos sowohl im Verhältnis zwischen Italien und Frankreich als auch bezüglich der allgemeinen europäischen Lage ergeben müßten. »Narednl Ctvebeiml" Hngrfirnt Die Tschecho-Slowakel tritt dem Antikominternpakt bei. — Gegen den Geist des Expräsldenten Dr. Bene§. Prag, 26. Jänner. Die Prager Polizeidirektion hat das Erscheinen des Legionärblattes »Narodni Osvobozeni« für immer eingestellt. Das Blatt, dessen Chefredakteur Dr. Leo S i c h r a w a war, schrieb auch nach dem Sturze Dr. Ben?s im antifaschistischen Geiste und wurde insbesondere in Beamten- und Lehrerkreisen propagiert. Die Einstellung dieses Blattes erfolgte auf Wunsch der Berliner Regierungskreise und als Folge der Besprechungen Dr. Chvalkovskys jn Berlin, .Paris, 26. Jänner. Wie »Oeuvre« aus Prag berichtet, soll v, Ribben-t r 0 p den tschecho-slowakischen Außenminister Dr. Chvalkovsky zu elnmi neuerlichen Besuch in Berlin eingeladen haben, damit er über die von Deutschland gewünschten innerpolitischen Maßnahmen berichte. Ribbentrop soll dem tschecho-slowakischcn .Außenminister auf seine Forderung nach Anerkennung der neuen Grenzen der Republik eine negative Antwort gegeben und erklärt haben, iaß Deutschland mindestens In einem Monat den Beitritt Prags zum Antikominternp:Tkt erwarte, da früher eine Anerkennting der neuen tschecho-stowaklschen Grenzen nicht erfolgen könne. Dr. Chvalkowsky wird voraussichtlich am 25. Feber nacii Berlin reisen. Tteglmr in 9n:rmel M e m e l-S t a d t, 26. Jänner. Wie zu erwarten war, hat das neue Memel-Direk-torium eine Erklärung abgegeben, wonach die nationalsozialistische Weltanschauung im Sinne Adolf Hitlers anerkannt wird. Die Betätigung der Deutschen des Memel-Gebietes im Sinne dieser Welt anschauung ist daher ertaubt. Aus diesem Grunde wurden bereits die ersten Maßnähmen gegen diejenigen Beamten ergriffen, die sich dieser Weltanschauung nicht restlos anschließen. Im ganzen Me-mel-Gebiet werden auch äußerlich die Organisationen des Deutschen Reiches übereinstimmend in der Uniformiening *ind in den Fahnen auff;;ebaut. In Memel Ist auch der deutsche Gruß mit der erhobenen Hand eingeführt worden. 200.000 2>liiar gercniM Ein verwegener Raubfiberfall bei Klanjec. — Maskierte Räuber in ehiem Dorfladen. Zagreb, 26. Jänner. Am Montag gegen 19 Uhr drangen drei maskierte Räuber im Moment der Ladensperre in den Kaufladen des Anton B a r s i ö in Du-bravica bei Klanjec ein und forderten nit vorgehaltenen Revolvern »Geld oder Leben«. Bar§i6 wurde unter ständigen Androhungen gefesselt und auf den Boden geworfen. Sodann traten nacheinander drei Bauern in den Laden ein, die von den Räubern ebenfalls gefesselt wurden. Als die Räuber den Gefesselten mit dem Tode drohten, ließ sich BarSiö zur Bezeichnung des Geldversteckes bewegen» Die Räuber rafften 20.000 Dinar Bargeld, ein Sparkassenbuch und Schmucksachen zusammen und verschwanden im Dunkel der Nacht. Herbeieilende Nachbarn befreiten die vier Gefesselten, die um Hilfe riefen, aus ihrer Zwangslage. Von den Räubern, nach denen fieberhaft gefahndet wird, fehlt bis jetzt jede Spur. 2% bIriimOr 46 0aOit oll... Tragödie einer Schampteterio. Die am Odeontheater in Paris engagierte Schauspielerin Eva R e y n a 1, die noch dieser Tage in dem StOck »Spiel um Liebe und Glück« einen Ihrer größten Erfolge feierte, hat Selbstmord begangen, weil ihr Bräutigam kürzlich ihr wirkliches Alter in Erfahrung gebracht hat. Der Bräu tigam war bis dahin immer der Anschauung gewesen, seine Braut sei 22 Jahre alt. Als er jedoch erfuhr, daß sie in Wirklichkeit 46 Jahre alt war, löste er die Verbindung. 3>a< Der&m^m rinM !CnifeWaiMtrd6(M Die 18jährige Gattin nach Folterungen ermordet und mit einem Nagel hn Sarge angenagelt. Auch die erste Gattin ermordet S a r a j e V 0, 26. Jänner. Im Dorfe Podmilacije, wo infolge des dort verbreiteten Aberglaubens die sogenannte »Teufelsaustreibung« sogar in der Kirche gepflegt wird, ereignete sich dieser Tage ein furchtbares Verbrechen, wie es ansonsten nur im dunkelsten Mittelalter ver zeichnet wurde. Der reiche Witwer Joso Dojder, Vater von fünf Kindern, heiratete vor acht Monaten ein ISjähriges Mädchen aus der Herzegowina. Da Dojder ein großer Geizhals war, folterte er seine Frau auf alle erdenklichen Arten, bis er sie schließlich ermordete. Er legte die Leiche in den bereitgestellten Sarg und trieb ihr einen großen Nagel durch den Kopf in den Boden des Sarges. Die Behörden haben nun die Exhumierung der Leiche angeordnet und festgestellt, daß die angenagelte Leiche auf dem ganzen Körper Spuren von Mißhandlungen auf- itä'.' Fretta^, don tt» JSnnar 1939. »Martbofer Zelian^« Nummfr 22. wies. Gleichzeitig wurde auch festgesteHt daß Dolger a«ch seine erste Oattiii ins Jenseits geschafft liatte. UflgeiHAeUdw TrwMg in SflM. S p 111» 38. JiJiMr. Ottteni w«rde in aer Pfarrkirche in Po^nd der Schiftsma- schlnist des Dampfers »Sv. Duje«, Nilto-laus 8 t e f a n i n 1, mit PrL Toma^na Ko c e j i 6 getraut. Das Ungewöhnliche an dieser Trauung ist nur, daß die Neu-verntihlten sich vor dreißig Jahren verlobten und sich inzwischen die Treue bewahrten, um nach Ueberwindung aller Hindernisse nach so langer Zeit vor den Tracdtar zu treten. Ein Fischerdorf wW vom Meer vec- L o n d 0 n, 21 Jinner. Das 600 Einwohner zählende Fischerdorf Amroth, an der AtlantikIcQste, bt dem Untergang geweiht. Die Wälle, die das Dorf gegen die Brandung und die Sturmfluten des Atlantischen Ozeans schützen sollen, sind wlh-rend der letzten Monate zusammengtbro-chen und einige Häuser den Fluten bereits zum Opfer gefallen. Der Qrafschaftsrat von Pembrokeshire sah sich daher genötigt, die unverzQgliche Räumung dar Ortschaft Amroth anzuordnen, da bereits höchste Lebensgefahr fOr die noch im Dorfes verbliebenen Bewohner besteht. — Die KUstenwache hat ein kleines Kommando in der Nähe des dem Untergange geweihten Dorfes stationiert, das ttindig die Bewegungen des Meeres beobachtet, um die letzten Einwohner noch rechtzeitig zu warnen, wenn eine schwere Flut heranrollt. Jahrhundertelang hat die kleine Ortschaft dem Wüten des Atlantik getrotzt, das Meer hat lieh aber itlrker erwiesen, als menschlicher Abwehrwllle. HiBBcntrop in IDarfcIjau WBBBNTROW WAKSCHAUER BESUCH AU NEUE MANIFESTATION DER mUNMCHAFT BEIDER NATIOMRl — BECKS ERKLARUNOEN OBER POLENS AUSSENPOLITIK. Tragischer Tod eines UebestoUeo. P a r 1 Si 20. Jänner. In dem Dorfe Ovll* lers-la-Boistlle hat sich ein blutiges Dra-mä abgespielt. Die 34Jährige Frau d«s Landwirtes Marceau Qouilleux war während der Abwesenheit Ihres Mannes mit dem Knecht, dem 27jährigen Stanlilav Wpznicki, allein im Hanse. Diatir bedrängte die Frau seines Brotgeben mit unsittlichen Anträgen und wurde schließlich so aufdringlich, daß die junge Frau Gewehr ihres Mannes holte und den Liebestollen anschoß. Tödlich getroffen, stürzte dieser zusammen. Die Fran wollte nach der Tat Selbstmord begehen, konnte aber im letzten Augenblick von Ihrem soeben helmgekehrten Qatten daran gehindert werden. Sie stellte sich selbst der Polizei. In Riimifllon MOlit dar Flledor. Bukarest, 2ö. Jänner. Seit einigen Tagen herrscht in einigen Teilen Rumäniens eine außergewöhnlich linde Witterung. Im Banat zeigte das. Thermometer eine Durchschnittstemperatur von 20 Orad Wärme. Im Komitat Dambovltza hat der Füeder 7U blühen begonnen. Selbstmord eines Schwagers Madgaarus. Bukarest) 26. Jänner. In Constanca hat sich der Schwager des gewesenen Mi" nisters Virgil Magdearu, Ingenieur Joan Lipati, durch einen Schuft In das Herz entleibt. Das Motiv der Tat Ist unbekannt. Der Selbstmord Llpatls, dir ein Riesen-vermögen hinterläßt, erregt in der Do-iirudscha großes Aufsehen. Berlin, 26. Jänner. Gestern um 9 Uhr ist Reichsaußenminister v. R i b b e n-trop in Begleitung seiner Gemahlin zu einem zweitägigen Staatsbesuch nach Warschau abgereist. In seiner Begleitung t>eflnden sich die Gesandten Aschmann u. Schmidt, Ministerialdirektor Will und Ministerialrat Schlip. Die Begleitung bilden außerdem noch zwanzig hohe Beamte des Außenminlsterifims, darunter Experten für Wirtschaft- und Minderheitsfragen. Nicht weniger als zwanzig Vertreter der größten deutschen Blätter begleiten v. Ribben-trop aof seiner Reise nach Warschau. Zur BegrOftung des deutschen Reichsaußen-ministers hatte sich um 10.38 Uhr auf dem Warschauer Bahnhof Außenminister Josef B e c k mit zahlreichen zivilen und militärischen Würdenträgern eingefunden. Reichsaußenminister v. Ribbentrop nahm In der deutschen Botschaft Wohnung. Um 17 Uhr erstattete v. Ribbentrop denKpol-nischen Außenminister seinen ersten Besuch, an den sich dne mehr als einstündige Aussprache schloß. Abends gab Beck zu Ehren seines Kollegen ein Souper» an dem sich alle Mitglieder der Regierung, Vertreter des Sejm, der Generalität usw. beteiligten. Beck und v. Ribbentrop hielten TrInkiprUche, In denen die Wechsel-seltlgkeit der deutsch-polnischen Interessen und der gemeinsame Wunsch nach Aufrechterhaltung der Freundschaft und guten Nachbarschaft zum Ausdruck gelangte. Warschau, 26. Jänner. Hetite vormittags setzten die Außenminister Beck und v. Ribbentrop Ihre gestern begonnene politische Aussprache fort. Anschließend daran wurde der deutsche Außenminister vom Ministerpräsidenten SkladkowskI, Marschall R y d z -Smigly und Staatspräsidenten Mo-sclckl empfangen. Die Blätter veröffentlichen im Zusammenhange mit dem Besuch des deutschen Außenministers Artikel, in denen übereinstimmend die Ansicht zum Ausdruck gebracht wird, daß dieser Besuch eine Manifestation für die Fortsetzung der Politik der freundschaftlichen Nachbarschaft sei, wie sie von Marschall Pilsudski und Reichskanzler Hitler inauguriert wurde. Der bedeutende »K u r j e r C o d z i e n-n y« schreibt, die beiden Regierungen wünschen der Welt zu beweisen, daß der deutsch-polnische Nichtangriffspakt zur Zufriedenheit beider Nationen und zum Nutzen des Weltfrledens klaglos funktionlere. Diese Friedensmanifestation in Osteuropa stelle ein freudiges Ereignis dar. Der »Kurjer Polski« schreibt, ganz Europa blicke mit größter Beachtung auf die Warschauer Reise v. Ribben-trops, da die Ereignisse bewiesen hätten, wie erfolgreich die deutschen Bemühungen um die Stabilisierung Europas seien. Berlin, 26. Jänner. Der »Völkische Beobachter« schreibt zum Be such V. Ribbentrops in Warschau, er bedeute eine Erwiderung des Besuches Becks in Deutschland, gleichzeitig stellte er einen symbolischen Akt dar, da Deutschland und Polen am 26. Jänner den fünften Jahrestag des Paktes feiern, der zum Wegweiser der deutsch-polnischen Beziehungen wurde. Dieser Pakt sei ein Beweis dafür, daß Deutschland und Polen in den neuen Verhältnissen ohne 6k stik-klge Luft von Versailles auskommen. Polen und Deutschland arbeilen keineswegs insgeheim mit dritten Kombinationen gegen einander, wie dies eine gewisse Welt presse in ihren Komment, zu behaupten wagt. Die Beziehungen zwischen Berlin und Warschau sind eine logische Tatsache und stehen außerhalb aller. Kombinationen, Träume und Wünsche ^r&&r&rnfataflrophr MEHRERE STÄDTE IN CHILE ZERSTÖRT OPFERN TAUSENDE VON MENSCHEN- S a n t i a g 0 de Chile, 26. Jänner, Der mittlere und der südliche Teil der Republik Chiiie war gestern Schauplatz einer furchtbaren Erdbebenkatastrophe, die besonders die Städte Valparaiso, Tal-ca, Concepcion und Angol heimgesucht hat. Die Erdstöße waren derart heftig, daß sie mit Ausnahme weniger Pausen fast eine halbe Stunde dauerten, Das Beben wurde von starkem unterirdischen Rollen begleitet. Mehrere Städte und Dör fer wurden vollkommen zerstört. In Tal-ca verschwand ein ganzer Häuserblock in einem ungeheuren Loch, aus welchem nur mehr die Trümmer der Häuser her- ausragten. An vielen Orten sind Brände und Explosionen infolge der unterbrochenen Qasröhren und Stromkabel entstanden. Die Brände können angesichts der allgemeinen Panik nicht gelöscht werden. Nach den ersten Meldungen soll die Katastrophe 2000 Menschenopfer gefordert haben, nach anderen Versionen sollen so viele Menschen in Taica allein umgekom men sein, weshalb schon von mehr als zehntausend Todesopfern gesprochen wird. In Talca wurden bereits zweihundert Leichen geborgen. Einzelheiten fehlen noch, da die meisten Telegrafen- und Telefonleitungen unterbrochen sind. Zuerst Räubarliauptmann, heute — Hantmeiater. Bukarest, 2Ö. Jänner. Die Czerno-witzer Polizei hat einen sensationellen Fang gemacht. Der 3ßjährige Portler eines großen Geschäftshauses. Jon dorne], wurde als der einstige berüchtigte Räuberhauptmann Nicolac Bulgaru ar-kannt und festgenommen. Bulgaru hat in den Jahren 1925—1930 Beßarabien und die Bukowina in Schrecken versetzt und zahllose RaubUberfälte und einen Raubmord verübt. Iin Mai 1938 wurde der gß-fürchtete Bandit in einem Walde von Gendarmen umzingelt, so daß eine Flucht ausgeschlossen erschien. Dennoch durchbrach der Räuber die Gendarmerickette u. flüchtete nach Czernowitz, wo er unter einem falschen Namen eine Anstellung als Hausmeister erhielt. Seit dieser Zeit führte sich der einstige Räuberhauptmann i-ehr anständig auf, bis er jetzt durch Zufall erkannt und verhaftet werden konnte. — Reportage aus Aegypten: 3!)te ^^iDfterten üer (Stieop^puramibe Das rätselhafteste Baudenkmal der Welt. Kairo (ATP). Je länger desto mehr zeigen die jüngsten Forschungen, daß die sogenannte große Pyramide in Aegypten, ums Jahr 1500 v. Chr. von Pharao Cheops erbaut, nicht nur das massivste und zweifellos dauerhafteste, sondern auch das rätselhafteste, je von Menschenhand errichtete Bauwerk ist. Weiß man doch heute, daß diese Pyramide nicht, wie alte anderen sämtlich kleineren Pyramiden, ein Grabdenkmal war, sondern daß sie etwa ganz anderes gewesen sein muß. Zuerst einige Zahlen. Der beinahe 150 Meter hohe und an der Basis auf jeder der vier Seiten über 230 Meter breite Steinkoloß ist das Werk ganzer Heere von Sklaven und das Ergebnis vielleicht hundertjähriger Arbeit. Schon die Erstellung der als Zufahrts-rampe dienenden, bis zur jeweiligen Bauhöhe führenden Chaussee dauerte zehn Jahre. Sie war 925 Meter lang und zwölf Meter breit. Kein Wunder, wenn man hört, daß die von weit her zur Baustell geschafften Quadern oft ein gewaltiges Gewicht besaßen. So wiegt z, B. ein 170 Kubikmeter haltender Block volle 470.000 Kilogramm. Und trotz der erstaunlichen Dimensionen passen die Quader so gut aufeinander, daß man, obgleich kein Mörtel erfunden wurde, oft selbst mit einem Federmesser vergeblich ihre Verbindungsstelle suchen würde. Nach Angaben eines ersten amerikanischen Steinbauspezialisten vermöchte heute keine Maschine zwei Steinflächen von zehn Meter Länge so vollkommen zusammenfügen, wie das bei der großen Pyramide der Fall ist. Das Ganze wiegt 6 Millionen Tonnen, 80 Mal mehr als der Eiffelturm, und zum Abtransport des Materials brauchte es 6000 Lokomotiven, ein Unterfangen, zu dessen Ausführung übrigens der ganze Nationalreichtum des heutigen Aegyptens nicht ausreichen würde. Das Interessante sind jedoch die sich auch der Anlage der Großen Pyramide ergebenden wissenschaftlichen Schlußfolgerungen, die dem Können der alten Aegypter als Mathematiker und Astronomen ein ungemein günstiges Zeugnis ausstellen. So ist z. B. der durch die Spitze der Pyramiden gehende Längengrad oder Meridiankreis der idealste aller MeridiaAfr- und sicher viel praktischer als unsere heutigen Merldiane von Greenwich und Paris; denn der Pyramidenmeridian durchschneidet weitaus am meisten irdische Landmassen und am wenigsten Meere und teilt zudem das ganze Festland der Erde in zwei gleich große Hälften. Dazu kommt, daß die große Pyramide autfallend genau — 13mal genauer als der Polarstern — auf den wirklichen Himniel-pol ausgerichtet ist, und dabei ist doch der Polarstern heule nur zwei Vollmond-breiten vom mathematischen Himmelspol entfernt. Die alten Aegypter masscn mit Elle und Zoll, und zwar das Volk mit Elle und Zoll schlechthin, die Priester mit der heiligen oder Pyramidenelle zu je 2f) Pyramidenzoll. Nun hat es sich gezeigt, d;»R der altaegyptische Pyramidcnzoll fart gf-nau den heutigen englischen Zoll gleicii-kommt; denn auf 1000 englische Zoll kommen 999 Pyramidenzoi! zu je 2,512o4 Zentimetern. Die Pyramidenelle maß also 63,566 Zentimeter und das bedeutet auffallend genau den 10,000.000 Teil de> Erdhalbniessers zwischen Erdzenfrum und Pol, der bekanntlich 6356,7 Kilonicter mißt. — Multipliziert man endlich die Höhe der Großen Pyramide mit 1,000.000, so erhält man auf einen 1/116 genau dio Entfernung der Sonne von der Erde in Kilometern, eine etwa 5mal genauen^ Zahl als die noch ums Jahr 1860 von de-i Astronomen hierfür eingenommene. Und das alles sollte nur Zufall sein! In einem Raum im Innern der Pyramide steht an 'Stelle des üblichen Snr-kophages mit der AViimie eines toten Herrschers ein ungemein fein gehauener » Für wohlbeleibte, niuhkelkrhftige Personen, bei denen allerlei Beschwerden der allzureichlichen VoUblütigkcit vorhanden sind, ist eine mehrwöchige Trinkkur mit dem natürlichen »Frawz-Joset«-Bitterw,Tr.-ser vortrefflich geeignet. Solche l.eute kCm ncn die Entfettungskur mit dfm Franzjosef-Wasser — unter Aufsicht ihrcT> /\rz-tes — auch zuhause durchführen. Reg. S. br. 30.474.35. Trog aus rosafarbigen Granit, der inwcii-dig 1,97 Meter lang, 0,68 Meter breit i:nd 0.85 Meter tief ist und deshalb nie als Sarkophag gedient haben kann. Der Troij faßt 69.000 Kubikpyramidcnzoll und stellt zweifellos eine altaegyptische HohlmaP)-einheit dar. Sei dem, wie es will, so ist der Gesaml-eindruck, den die Große Pyramide des Cheops nach 4500jtihrigeni Bestand auf uns Menschen der Gegenwart ausübt, ein so verblüffender, daß wir uns nur staunend fragen müssen, woher die nltaegyp-tischen Priester, die als Hüier der Wissenschaft ihres Landes hier allein in Betracht kommen, ihre Weisheit hatten. IDenn soviel ist sicher: Hier liegen keine Zufälle vor, sondern die unzweideutige, unverkennbare Absicht: f^eometrlsehe, mathematische und aslronomlsche, in einem Wort wisscnschalrliche Erkenntnisse und r>runftenschnften, sinnfällig greifbar zum Ausdruck 7M bringen. Man kann sich sogar fragen, ob die große Pyramide nicht auch das berühmte, heute als unlösbar erkannte Problem der sogenannten Quadratur des Zirkels, sinnfällig veranschaulichen soll. Denn divldi-jrt man die 931,32 Meter des Gesamtumfan-ges der Pyramide, an ihrer Basis durcii ihre doppelte Höhe, nümlich durcii 296,116 Meter, so erhält man die bekannte Zahl PI, das heißt 3,1416, die lias Vef-hiiltnis zwischen Kreisdurchmesser nn 1 Krcisumfang ausdrückt. Und auch dn-? soll wieder nur Zufall sein? Ja, die Große Pyramide ist — und kann nur sein — die in einem unvergängliolion Bauwerk verkörperte Wissenschaft der altäg>'ptischen Priester, die ihre Kenntnisse als köstliches Geheimnis bewahrten und sie unter sich nur mündlich von Generation auf Generation vererbten. Daher enthalten auch die Hieroglyphen de«; ril-ten Aegyptens nicht d. geringsten Anhalts punkt über Sinn und Zweck der großen Pyramide, und das erklärt auch das räi-selhafte Wesen der ihr vorgclagerlcn Sphinx, die. träumerisch in die Ferne blickend, das Geheimnis ihrer Erbauer zu wahren hatte. Unterstützet die flntituberkulosenliga Freitag, den 27. Jänner 1939. _____-___ ■, -i Aas Natur und Leben. ^^räiimen Xtcre? Lieber die Frage, ob die Tiere träuiiieii und ob ihre Träume ungefähr dasscibi-sind wie die der Menschen, ist viel g^*-schrieben und debattiert worden. Es liegt in der Natur der Sache, daß man mit den bisherigen Forschungen noch nicht weit gekommen ist, weil man im allgemeinen nur auf Schlußfolgerungen aus Einzelbe-obachfungen angewiesen ist. Immerhin ist das, was man heute über das Träumen der Tiere weiß, hinreichend, um die Frage, ob es bei ihnen etwas un-resem Traum entsprechendes gibt, mit einem rückhaltlosem Ja zu beantworten. Natürlich gilt das zunächst nur für bestimmte Ordnungen und Gruppen im Tier reich, denn es handelt sich ja hier um eine Tätigkeit des Gehirns; Voraussetzung ist also die Intensität, mit der di'2 Gehirntätigkeit vor sich geht. Ohne jeden Zweifel ist das Träumen der Tiere in demselben Masse primitiver als das des Menschen, wie ihre Gehirntätigkeit im Wachzustand, von deren Vorhandensein es abhängig ist. Der träumende Hund — wir kommen noch auf ihn zu sprechen — wird gewiß von nichts anderem träumen, als von seinen alltäglichen Eindrücken, von seinem Herrn, vom Free-ben, von anderen Hunden usw. Was das Material der praktischen Beobachtung anbelangt, so ist es aus naheliegenden Gründen ziemlich dürftig; die Tatsache, daß ein Tier träumt, ist ja nur aus Aeußerungen zu entnehmen, die ys während des Schlafes von sich gibt oder aus Veränderungen seiner Reaktion auf psychische Eindrücke unmittelbar nach dem Erwachen. Seit dem Alterium, wahrscheinlich aber schon viel länger, ist dem Menschen die Fähigkeit des Hundes, zu träumen, bekannt. Jeder Hausbesitzer hat es schon erlebt, daß ein Tier plötzlich im Schlaf zu knurren oder zu bellen begann, — Schwanz und Füsse bewegte und so verriet, daß es einem inneren Erlebnis gegenüberstand, das seinen sonstigen, all-wglichen wesensgleich war. Es kann jedenfalls nicht angenommen werden, daß sich der Traum des Hundes aus deren Elementen zusammensetzt, als seine Eindrucke ihm im Wachzustand vermitteln. Verschiedene Anzeichen sprechen dafür, daß die Traumeindrucke die der Hund empfängt, viel schwächer sind, als die des Menschen. So ist z. B. noch nie beobachtet worden, daß ein noch so lebhafter Traum nach dem Erwachen des Hundes auch nur eine Minute lang fortgewirkt hätte. Ich selbst habe mehrfach beobachtet, daß Hunde, die intelligent u. aufnahmefähig sind, intensiv träumen, un mittelbar aufgeweckt aber nichts mehr von der Erregung verraten, in der sie sich kurz vorher noch befanden. Ein Foxterrier, der sich durch ungev/öhnliche Intelligenz auszeichnete, und den ich lange Zeit hindurch beobachten konnte, hatte eines Tages einen ihm offensichtlich sehr unangenehmen Traum; er zeigte alle Anzeichen von Furcht und Wut, lag mit gesträubten Haaren in sich zusammengekrümmt da und winselte erbärmlich. D.i mir das Tier leid tat, weckte ich es durch Berührung mit der Hand. — Der Hund streckte und dehnte sich ein wenig, lief dann auf seinen Herrn und auf mich zu, benahm sich aber keinen Augenblick so, daß man einen nachwirkenden Einfluß der Traumvorstellung hätte annehmen können. Daß das Tier sofort beim Erwate, es handelte sich nur um einen Traum chen sich klar darüber gewesen sein könn — kann als ausgeschlossen gelten. Wenn es sich überhaupt noch an die Traum-vorstellung erinnerte, so müßte es diese für Wirklichkeit halten und von der plötzlichen Veränderung der Umwelt, die mit dem Erwachen verbunden ist, mindestens eine kurze Zeit hindurch beunruhigt und beängstigt sein. Es ist aus der geschilderten Beobachtung vielleicht der Schluß zu ziehen, daß der Traum des Hundes nicht wie der des Menschen aus scheinbar realen Bildern u. Vorstellungen besteht, sondern aus blossen Nervenreizen. Es darf ohne weiteres angenommen wer den, daß sich bei höher organisierten u. psychisch feiner differenzierten Tier,;n auch das Traumleben komplizierter und menschenähnlicher gestaltet. Dafür sprechen die Beobachtungen des englischen Biologen Weldon an einem Orang-Utan, den er mehrere Jahre lang in Gefangen- :8r(i(frnrfii!lur3 in ftamn'ca DIE HOLZBRÜCKE KNAPP VOR DER ABZWEIGUNG DER INSELBADSTRASSE UNTER DER LAST EINES 3-TONNEN-WAOENS EINGEBROCHEN. An der Holzbrücke über den Bach, 1er sich von Kamnica gegen das Drauufer windet, wurden in den letzten Tagen Reparaturarbeiten vorgenommen. Ungeachtet dessen wickelte sich der Verkehr normal ab und so passierte auch gestern das mit Schotter beladene Lastauto des Roll-fuhrwerkunternehmers Susec die Brücke. Kaum war der Lastkraftwagen auf dem Brückenfeld aufgefahren, brach der Unterbau infolge des morschen Materials zusammen. Der Wagen glitt mit dem einstürzenden Brückenfeld so ab, daß er fast vertikal, mit dem Kühler nach oben, aufgestellt wurde. Zum Glück ist weder dem Wagenlenker noch den an den Aus-besserungsarbeiten beteiligten Arbeltern auch nur das Geringst«' passiert. Im Zusammenhange mit diesem Brük-keneinsturz ist der Verkehr auf dieser Straße eingestellt worden. Der Bezirksstraßenausschuß ließ sofort das eingestürzte Brückenfeld durch ein neues ersetzen, welches soeben im Bau begriffen ist. Man hofft, mit diesen Arbeiten — zumindest provisorisch — sobald als möglich fertig zu werden, um den Verkehr bereits am kommenden Samstag eröffnen zu können. Qßegrit SBrrftPionage Der (Serid^t DER CELJEER SENSATIONSPROZESS WIRD PORTOE8ETZT. C e l j e, 26. Jänner. Gestern vormittag begann vor dem Kreisgericht In Celje der zweite Verband lungstag im Werkspionageprozeß gegen den Inhaber der großen Farbwaren- und Stärkefabrik in Domzale und der Gel- u. Lackfabrik in Medvode Franz Med IC, einen der unternehmungslustigsten Industriellen Sloweniens, den früheren Geschäftsführer der Fabrik »RÖsterei«-A. G. in Celje und vier weitere Personen. Die fünf Angeklagten werden beschuldigt, ein Industriegeheimnis entwendet zu haben, ein Vergehen, das in der Geschieh te der jugoslawischen Industrie bisher ohne Beispiel dasteht. Das in Rede stehende Industriegeheimnis ist nach der Anklage Eigentum der Metall-A. G. in Celje. Die Metall-A. G. hieß früher »Rösterei und Chemische Fabrik-A. G.«, die sich hauptsächlich mit der Herstellung von Farben beschäftigte. Später verwandelte sich die erwähnte Gesellschaft in die Metall- A. G. und erweiterte gleichzeitig erheblich ihren Betrieb. Einer der Angeklagten, Eugen M i 1 0 § e V i ö, der längere Zeit als Prokurist und Geschäftsführer in der Fabrik tätig war, wurde gelegentlich dieser Betriebserweiterung am 30. September 1935 entlassen. Milosevic waren selbstverständ lieh die intimsten Geheimnisse der Fabrik bekannt. Zu diesen streng bewachten Geheimnissen gehörte die Erfindung eines Holländers namens Dr. Ing. H i r s c h 1, die zur Herstellung bestimmter wertvoller Farben, der sogenannten Litopon-Farben, dicntie. Es handelt sich hier um einen Spezialofen, den die Fabrik vom Erfinder unter der Bedingung erworben hatte, daß er in Jugoslawien keiner zweiten Firma zum Verkauf angeboten werde. Doktor Ing. Hirschl lieferte die Pläne, nach denen die Anlagen gebaut wurden. Das Unternehmen verpflichtete sich, Dr. Ing. Hirschl zehn Jahre hindurch jähriich je 100.000 Dinar auszuzahlen. Als Anzahlung erhielt er 150.000 Dinar. Laut der n k 1 a geschrift ließ MiloSeviC die Pläne vom Bauunternehmer Jezernik kopieren. Die Kopien Übergab er dem Industriellen MediC, der von Ing. Plbernik und Jezernik in Dom2ale auf Grund der Pläne Anlagen zur Erzeugung von Litopon-Farben bauen ließ. MfloSeviC erhielt von der Fabrik in Domzale bereits 600.000 Dinar, ferner wurden ihm Prozente zugesichert Laut einem Sachverständigen-Gutachten, das dem Gericht voriag, entspricht die An läge in Domzale vollkommen der in Celje auf Grund von Dr. Hirschls Plänen errich teten Anlage zur Erzeugung von Litopon-Farben. In der ersten Verhandlung vor dem Kreisgericht in Celje am 13. Jänner 1939 gestand Milo§evlß, die Pläne Jezernik zum Kopieren libergeben zu haben. Das habe er jedoch nur deshalb getan, um das Ver fahren gründlich studieren zu können. Jezernik gab an, MIIo§evi£ habe ihm öfter Pläne zum Kopieren gebracht. Er habe in gutem Glauben auch die Pläne für die Oefen zur Erzeugung von Litopon-Farben kopiert: Medic gab an, er habe sich lange mit der Absicht getragen, Anlagen zur Erzeugung von Litopon-Farben zu errichten. Nach Milosevic Ideen habe Ing. Pi-bernik die Pläne ausgearbeitet. MlloSeviC seien Prozente zugesichert worden. Ing, Pibernik gab an, das Verfahren zur Erzeugung von Litopon-Farben sei durchaus bekannt. Die Pläne für die Anlagen von Domzale habe er auf Grund von Milo§e-vid* Versuchen und der fachlichen Literatur gezeichnet. Der als Zeuge einvernommene Direktor des Chemischen Werks in Celje Todor L a z a r e V i c gab an, daß MiloäeviC lediglich kommerzieller Leiter gewesen sei und mit technischen Angelegenheiten nichts zu tun gehabt habe. Nach dem technischen Leiter der Chemischen Werke in Celje Dr. Ing. M e n z 1 wurde Dr. Ing. Hirschl einvernommen. Dieser gab an, über sein Verfahren zur Erzeugung von Lftopon.Farben gebe es noch keine Literatur. Die zur Farbenerzeugung notwendigen Oefen seien seine Erfindung. Auf Grund seiner Pläne seien in Europa bis- 2)onii(r«tag. bra 26. SOmm her zwölf Fabriksanlagen geschaffen wor den. Hernach wurde die Verhandlung abgebrochen und gestern früh fortgesetzt. Der als Zeuge vorgeführte Polizeiagent Josef R u p r e t aus Celje gab an, daß er seinerzeit erfahren habe, Angela 2eleznik, Beamtin des Bauunternehmers Kari Jezernik, hätte einer ihm vertrauenswürdig erscheinenden Person verraten, daß Jezernik Pläne aus der Chemischen Fabrik in Celje in einem Kasten versteckt halte: An gela 2elezn!k, die ebenfalls als Zeugin vorgeladen wurde, bestritt entschieden diese Behauptung. Der frühere Chemiker der jetzigen Metall-A. G. in Celje Marjan MatjaSiC gab an, daß ihn Milo§evi£ zu Versuchen in der Herstellung von Lito-pon-Ziegeln angeregt habe. Die Versuche, zu denen Milosevic das Material beschaffte, seien günstig ausgefallen. Der Maschi-nentechnlker Balc der Medl^Pschen Fabrik in Dom2ale gab an, daß er von Ing. Pibernik zum Zwecke des Studiums einen Plan zur Herstellung von LItopon-Oefen bekommen habe. Es folgtea die Sachverständigen-Gutachten der Herren * hig. K n 0 p aus Celje sowie Ing. Quzej und Ing. QuliC aus LjubIJana. (Fortsetzung folgt.) eiifodrrr-3luto6iM aaiO 9llftiiico Schaft hielt. »Im Schlaf bewegte er die Lippen, als spräche er, gab tiefe knurrende Laute von sich, schmatzte mit den Lippen als frässe er etwas, was ihm besonders gut mundete, und faßte mit den Armen nach immaginären Wesen, vermutlich Jungen«, bemerkte der Beobachter. »Was umso seltsamer ist, als das Tier ~ ein Weibchen — kurz nach seiner Geburt gefangen worden war.« Der Forscher hat sich jahrelang im Urwald und in zoologischen Gärten speziell mit der Ergrün-dung der »Affensprache« beschäftigt und eine weitgehende Differenzierung der phonetischen Ausdrucksmitte! bei den Menschenaffen — Orang Schimpanse u. Gorilla — fwtgestellt. Auf Grund dieser Beobachtungen glaubt Weldon nun be- haupten zu können, daß die Laute, die sein Orangweibchen von sich gibt und die ein gefangenes Tier übrigens nie hören läßt, die Lockrufe sind, mit denen es in der Freiheit sein Männchen lockt. Gelinge es, diese Behauptung schlüssig zu erweisen, so ergäbe sich die erstaunliche Tatsache, daß der Traum eines Affen eine weit höher zu bewertende geistig-seelische Funktion wäre als der des Menschen, da nichtcriebte, vererbte Vorstellungen und Begriffe in ihm lebendig werden. Jedenfdlls scheint dieses vereinzelte Phänomen geeignet, der Tierpsychologie den Ausblick auf in ganz neues Gebiet zu eröffnen, das bisher so gut wie unerfoischt ist. Von allen Wintersportplätzen des Ha« ehern hat sich das stolze Alpenvereins* heim »Senjorjev dorn« mit seinen ecltoecy reichen Hängen und Kuppen einen besonderen Vorrang gesichert. Um den Besuch dieses gerade jetzt wieder neuerstandenen Skidorados noch einfacher und müheloser zu gestalten, wird die Alpenveretns-flliale jeden Samstag nachmittag einen Sonderverkehr zwischen Marlbor und Rib nica einrichten. Der erste Autobus wird am Samstag, den 28. d. um punkt 15 Uhr vom Grajski trg abfahren, sodaß man bald nach 18 Uhr bequem das Bergheim »Senjorjcv dorn« erreichen kann. Der Fahrpreis wurde auf 35 Dinar für die Hin-und Rückfahrt herabgesetzt. Die Rückfahrt wird Sonntag abends um 18 Uhr an getreten. Der Autobus fährt bei jeder Teil nehmerzahl, sodaß jede Ungewißheit von vornherein ausgeschlossen ist. Die Teilnehmer mögen sich in den Geschäften Sport-Divjak am Hauptplatz und Olympia Sport in der Gosposka ulica anmelden. m. Todesfall Am 25. d. verschied im hiesigen Allgemeinen Krankenhaus der Theologiehörer des vierten Jahrganges Franz Papst. R. i. p.l m. Neuer Kommandant des Hausregi-ments. Zum neuen Regimentskomr.iändan-ten des Infanterieregiments Nr. 45 ist der bislang in VInkovci stationierte Oberst Michael B o z o v i 6 ernannt worden. Oberst Boiovig bringen muß. Union-Tonkino. Der Spitzenfilm der französischen Produktion »Der unerwünschte Sohn« nach dem Romati von Jules Renard mit dem berühnitt-n Charakterdarsteller Harry Baur in dt-r Hauptrolle. Ergreifende und packende Handlung aus dem Leben eines Jungen, ijcsseti Schuld es war, daß er lebte. 1-in Film von hoher Qualität und außerordentlichen darstellerischen Leistungen. Kreuzes dessen Bezirksvorstand Dr. Ju-ro HraSovec eine herzliche Ansprache an die neugebackenen Samariter(innen). Was gibt es am 18. Februar in CELJE? c. Kino MetropoL Von Donnerstag bis Samstag der GroBfilm »Ruhmeslied« mit Arien aus der Oper »Pagliacci». In der Hauptrclle der berühmte Sänger Nino Martini, Mitglied der Metropolitan-Oper in Newyork. Es wirkt auch das groBe Hollywooder Orchester mit. c. Kino Dom. Nur Donnerstag und Frei tag wird der spannende Harry Baur-Film »Der Mensch aus der Eden-Bar« vorgeführt. Samstag folgt der deutschsprachige Großfilni »Das Mädchen aus dem goldenen Westen« mit Jeanette Macdonald und Eddy Nelson. Xaäia-fkofeaftm cwammmmmmKrwmatnmammaBmtamBt Donnerstag, 26. Jänner. Ljubijana, 12 PI. 18 Konzert. 18.40 Slowenischer Sprachunterricht. 19.30 Nationalvortrag. 20 RO. 21.10 Klavierkonzert Prof. L. M. Skerjanc. — Beograd, 18 Konzert. 19.30 Nationalvortrag. 20 Melodien. 20.30 Sinfoniekonzert. — Beromünster, 18 PI. 19.30 Konzert. 21.15 Volkslieder. — Budapest, 18 Tanzmusik. 19.30 Oper. —• Wien, 12 Konzert. 15.30 Lieder. 16 Konzert. 19 Hörspiel. 18.30 Bauernmusik. 20 Bunter Abend. 20.50 Hörspiel. — Berlin, 18 Frohe Weisen. 19 Athen, Reisevortrag. 20 Tanzabend. — Leipzig, 18 Vortrag. 19 I Konzert. 20 Bunter Abend. — München, 118 Vortrag. 19 PI. 20.10 »Paganini, Ope-, rette von Franz Lehär. — London, 18 PI. 19.40 Unterhaltungsmusik. 20.30 Hörfolge. — Straßburg, 19.30 Konzert. 21.15 Hörspiel. — Paris, 19.25 Hörspiel. 21.20 Unterhaltungsmusik. — Prag, 18 Unterhaltungsmusik. 19.25 Tanzkurs. 20 Komödie. Malland, 19.20 Konzert. 21 Oper, — Rom, 19.20 Konzert. 21 Sinfoniekonzert. — Sofia, 18.15 Gesang. 19 Konzert. 22 Tanzmusik. Freitag, 27. Jänner. Ljubijana, 12 PI. 18 Für die Frau. 18.40 Franz. Sprachstunde. 1 9Nachr., Nationalvortrag. 20 Jazz. 20.30 Sonja Ivanöiö singt Arien. — Beograd, 18 PI. 19.30 Nationalvortrag. 20 Uebertragung aus Zagreb. — Beromünster, 18 Kinderstunde. 18.50 Kon zert. 19.30 Tanzmusik, 20.10 »Die große Katharina Kaiserin von Rußland«, Hörspiel von Bernhard Shaw. — Wien, 12 Konzert. 14.10 PI. 15.30 Lieder von Hugo Wolf. 16 Konzert. 18 Vortrag. 18.35 Militärmusik. 18.50 Hörspiel. 19.45 Sport. 20 Wunschkonzert.— Berlin, 18 Konzert. PI. 20.10 Hörspiel. — Breslau, 18.30 Mu-'sik von Johannes Brahms. 19.15 Bunte Me lodien. 21.10 Hörspiel. — Leipzig, 18 PI. 19 Hörfolge. 20 Konzert. — München, 16 bis 20.10 Wunschkonzert. 20.10 Unterhaltungsmusik. — Budapest, 18.35 Zigeunermusik. 20.20 Konzert. — London, 18 Konzert. 19.25 Lustspiel. 21 Runte Stunde. -Paris, 19 Violinkonzert. 21.30 Sinfoniekonzert. — Straßbürg, 19.30 Walzerstunde. 20.30 Konzert, — Sofia, 18,15 Volk>-mu.sik. 19 Klavierkonzort. Oper, Rom, 18.20 Konzert. 21 Operette. — Mai- 3lD0t]ftefenna(6t5!(nf« Bis zum 27. d. versehen die Stadlapotheke (Mag. pharm. Minarik) am Hauptplatz 12, Tel. 25-85, sowie die St. R 0 c h u s-Apotheke (Mag. pharm. Rems an der Ecke der .Meksandrova und Melj-ska cesta, Tel, 25-32, den Nachtdienst. landy 19.20 Konzert. 21 Sinfonlekonzert. — Prag, 16.45 Kanniicniiusik. 18 PI. 10.25 Militärmusik. 21.10 Schubert-Lieder. Qeit 30 0oQren sunt erftenmai ein (S 06är-a9iat»u ÄS- In dem Zoologischen FreiHcht-Museum Skansen in Stockholm brachte seit 30 Jahren zum ersten Mal eine Eisbärin ein lebendiges Junges zur Welt. Die Stockholmer, die das freudige Ereignis herzlich begrüßten, gaben dem kleinen Bärchett den Namen »Schneewittchen«. Das drollige Tierchen hat bereits gelernt, seine Mahrunc aus der Milchflasche zu neJi-men. iMAribortr Fnitag, den 27. jinntr 1096. Jtuiuisil$(ui S)er ItalirnifMgoflatiHfil^ ^nOrl 1! 0 ni. 35. Jäniier (Arit). Die italieni->clie Einfuhr aus Jugoslawien betrug In den ersten eli Monaten des Jahres 1938 136,7 Millionen Lire, davon 55,7 für den Kauf von haJbverarbciteteu Waren für die Industrie, 43,7 Millionen Lire für lebende Tiere und Nahrungsmittel und .'?6,4 Millionen Lire für Serlenwareo fftr die Industrie. In der gleichen Zeit betrug die italienische Ausfuhr nach Jttgoslawiefi 195,4 MilJionen Lire, da von 99,7 Millionen Lire für die Ausfuhr von Halbfertig-warcn für die Industrie und 56 Millionen Lire für die Ausfuhr von Volbrodukten. In dem entsprechenden Zeitabsdmitt des Jahres 1937 betrug die Einfuhr 226,7 Millionen und die italienische Aufifuht Much Jugoslawien 177,6 Millionen Lire, den aus Jugoslawien in den ersten wovon 1,030.400 Doppeteentaer im Werte von über 47 MHliönen Lire erworben wurde; diesem foigt das einfache rohe oder nnr mit der Axt gescblasene Holz mH 8^.040 Doppelsentnern fflr 22ji MH-lionen Lire, 11.067 Ochsen für Ob^r 10 Millionen Lire, 13.043 Tonnen Mais für 7 Millionen Lire und schließlich £ier und Qeflflgel für zusammen 14,4 Millionen Lire. In der Ausfuhr aus Italien nach Jugoslawien wird der erste Platz von den Banrnwoligarnen in einer Menge von 57.767 Doppelrentnem iro Werte von ca. 603 Millionen eingenommen, dem für 21,3 Millionen Reis, für 13,2 Millionen Kunstfasern, ffir ca. 133 Millkmen Baumwollgewebe und für 11,4 Millionen Wollgarne folgen. Aii8erdem wurde« Flug-und Wasserflugzeuse für 9,7 Millionen, nen hn Gesamtwerie von 1133.1 Millionen Dtnar. Demmfolge ist die jugoslawische Holzausfuhr im Jahre 1036 im Vergleich zu der Holzaoifuhr im Jahre 1937 um 102.105 Tonnen (15.06*/o) nnd um 242 MilHonen Dinar (22.24*/o) niedriger gewesen. , Bei Untersuchung der Angaben über die jugoslawische Holzausfuhr in den zwei letzten Jahren erfflhrt man, daß Jugoslawien im Jahre 1938 nur na'ch den folgenden Staaten mehr tfolz exportiert hat als im Jahre 1937: Qrleäenland, Ungarn, Ma rokl(0, Deutschland und Spanien, wflhrend die Jugoslawische Holzausfuhr nach allen anderen Stuten stark zurückgegangen ist. Von der gesamten jugoslawischen Holzausfuhr im Jahre 1936 entfielen auf Deutschland, Italien, England und Ungarn insgesamt 67.9 Prozent. e'f Monaten des Jahres 1938 elngeführ- Orangen und Zitronen fflf Millionen ten Waren nahm das einfache Holz, ver- und Wollgewebe für 4,3 MiKionen Lire messen und gesagt, den ersten Platz ehi, 1 exportiert. 2>er ^ovfrnmorft RASCHER PREI8ANSTIE0 WEOEN WARENMANGELS AUF ALUN PLÄTZEN Im Sanntal ist die Tendenz am tlopfenmarkt außerordentlich flau. Die vorjährige Fechsuiiic kommt nicht mehr in Präge, da sie schon längst verkauft ist. Einlp:es Interesse besteht no«^ für Ware früherer Jahrgänge, soweit sie ülierhaupt nocli vorhanden ist. Für diesen Hopfen, der jedoch für Brauzwecke kaum noch in Betracht kommt, interessieren sich einige südamerikanische Firmen. In der W o j w o d i na herrscht id)-liafte Nachfrage nach vorjährigem Hopfen vor. Die Preise konnten sich deshalb festigen und wird erstklassige Ware bereits mit 22 Dinar pro Kilo bezahlt. Aus erster Mand erscheint schon fast der gesamte vorjährige Ertrag verkautt; in den letzten Tagen wurden nur einige Abschlüsse aus zweiter Hand getätigt. In der Tschecho-Slowakei tialt das lebhafte Interesse für den vorjährigen Hopfen unvermindert an. In erster Hand befinden sich nur nooh geringe Vorräte, weshalb die Abschlüsse kanm nennenswert sind. Die Preise festigten sicii noch und notierten in der Vorwoche durchschnittlich 48 Dinar für erstklassige Ware. Der rasche Preisanstieg kommt dem Produzenten kaum zugute, da er die Ware meist schon vor längerer Zeit verkauft hat, wohl aber dem Händler. fn Deutschland ist die Hopfensaison nielir oder weniger abgeschlossen, da die vorjährige Feohsung aus erster Hand phon verkauft ist. Auch sind bei den Händlern die Lager schon stark gelichtet, gute Ware ist nur noch wenig vorhanden. In Frankreich herrscht am Hop-fenmarkt noch immer feste Tendenz vor. Auch dort befindet sich Ware nur nooh in den Händen der Händler. Erstklassiger Hopfen wurde infolge dos Preisanstieges bis zu 22 Dinar pro Kilo bewilligt. Die Nachfrage ist mit Rücksicht auf das ge-rinjje Angebot nicht mehr so anspruchsvoll wie früher, weshalb auch qualitativ mindere Ware mit Vorteil abgesetzt werden kann. In Polen macht sich ein steigendes Interesse für vorjährigen Hopfen be-meriibar, was zu einem erneuten Preisanstieg führte. Auch hier können die Produzenten von der Preisbesserung nicht profitieren, da sie ihre Ware schon liingst verkauft halben. Feste Stimmung ist desgleichen in Belgien wahrzunehmen. Bei höheren Preisen notiert Poperinghe-Ware bis zu 19 Dinar pro Kilo, bessere Dualitäten bis zu 21 Dinar. Der vorjährige Ertrag Ist schon fast zur Oänze In andere Hände übergegangen. Iiiiol£e der lebbaiien Nadtftacc sei- tens der Brauindustrie sind in England in letzter Zeit größere Ai)schlüsse zu verzeiolmen. Die amtlich festgesetzten Ankaufspreise sind etwas höher als vor einem Jahr, trotzdem bewilligt die Brauindustrie auch höhere Preise, nur um genügend Hopfen zu erhalten. Auch in den Vereinigten S t a a-t e n lebte die Oeschäftstätigkelt auf. obwohl die Brauereien genügend mit Hopfen versorgt shid. Es könnten bedeutend 7iöBere Umsätze vorgenommen werden, wenn die Wareneigner weniger zurück» haltend wären. Inländische vorjährige Ware notiert 31—-25, Jahrgang 1937 zwischen 13 und 16 und ältere Jahrgänge 5 bis 11 Dinar pro Kik), franko Brauerei, ausländischer Hoipfen, verzollt, vorjähriger 44—62 und frühere Jahrgänge 39-^ Dinar. flnoolfoWN^ fwiwnMfuDr im igss Vom Oesamtwert der jugosläwiichen Holzaasfitlir entfallen auf Deutschland, ItaHen, Eiighind und Ungarn insgesamt 67.9 Proient. B e o g r a d, 25. Jänner. Nach den amtlichen Angaben hat die jugoslawische Holzausfuhr im Jahre 1938 insgesamt 1,015.999 Tonnen Im Werte von 891.1 Mil Honen Dinar betragen. Im Jahre 1937 betrug sie jedoch Insgesamt 1,206.004 Ton- etotfnno in Oer OAtorint* und I0.000 27,t00XX)0 — 890.000 Din. 5,770.000 3,743.000 + 2,036.000 DIn. 18,440.000 18,471.000 — 31.000 P«6. 2,835.000 2,935.000 — 2L L 14. L Unterschied Btlga 2,330.000 2,470.000 — 140.000 Dln. 16.816.000 19,244.000 — 2,428.000 Din. 13,870.000 15384.000 — 2,005.000 KC 136,127X100 liXMUlOD 137,671.000 - 1,544.000 is. - 60yQPO Verteilung der Kontingente Vorschläge gemacht Schließlich wurden in der Eingabe auch andere Fragen berührt, 'on dtrtn Lösung die weitere Qeflügtlausfuhr abhängig ist. ueai fflr otn Wlateralen l^an&tl«brrlr(Hr{ In handelspolitischen Kreisen Washingtons beschäftigt man sich in letzter Zeit emsthaft mit der Frage einer verstärkten Aufnahme der Kompensationsgeschäfte, und zwar in der Besorgnis, daß England und Frankreich Maßnahmen zur Behinderung des freien Qoldverkehrs ergreifen könnten, nachdem diese Länder im vergangenen Jahr so große Qoldmen-gen an die Vereinigten Staaten abgegeben haben. Diese Erwägungen wirken um so aufsehenerregender, als die USA damit einen Weg beschreiten, den sie bisher aufs schärfste bekämpft haben. Allerdings sind schon wiederholt Maßnahmen getroffen worden, die eine Durch brechung der HuIPschen Außenhandelspolitik bedeuten, wie die Einrichtung von Sonderkonten mit Deutschland, um. amerikanische Baumwolle gegen deutsche Industrieerzeugnisse auszutauschen. Die Ausdehnung dieses Verfahrens, das sich in keiner Weise weder theoretisch noch praktisch von dem Tauschverkehr unterscheidet, den Deutschland mit anderen Ländern,'beispielsweise den ibero-amerikanischen Staaten, pflegt, würde den Handel der USA mit einer Reihe von devisenschwachen Ländern beleben. Hinzu kommt, daß auch in England die Stimmung für ehien bilateralen Tauschverkehr stark im Wachsen ist. Wenn auch diese Kompensationsgeschäfte zunächst auf Ihero-Amerika sieh erstrecken sollen, so ist doch die grundsätzliche Bedeutung einer solchen Umstellung im Hinblick auf das Hull-Programm nicht zu verkennen. 3>nitf(0lonö unö Oer eaooHen Der frühere rumänische Minister Lu-gocianu schreibt im Bukarester »Unlver-sul« zum Wechsel in der Leitung der Reichsbank, der Im Auslande Über Gebühr Aufsehen verursacht habe, daß Dr. Schacht, ein international anerkannter Finanzfachmann, seinem Vaterland ig der Nachkriegszeit die größten Dienste erwiesen habe. Es sei allerdhigs ein Rechenfehler, wenn man nach . diesem Wechsel In der Leitung der Reichsbank einen revolutionären Umschwung in der deutschen Finanzpolitik erwarte. Der jetzige Wechsel sei unter dem gleichen Qesichtspmikte tu betrachten wie sehier-aelt der Wechsel hn Reichsaußenminl-sterium und im Wehrmachtministerium. Es handle sic4i um die Durchdringung aller Staatsdienstzweige durch über*' zeugte natlonalsozialistlsohe Parteileute. Dadurch werde an der Richtung nichtig geändert, aber möglicherweise eine größere Intensivierung erreicht. Die Persönlichkeit Dr. Funks weise darauf hin, daß Deutschland scheinbar sich noch mehf der Pflege der Wirtschaftsbeziehungen mit Südost-Europa widmen werde, wozu es auch durch die handelsfelndllchen Absichten einiger Staaten in Übersee und Westen gedrängt werde. 90rffn6n1(|He LJttMfaiiai 25. Jänner. — Devisen: Berlin 1761.12—1778.88, Zürich 995—1005 London 205.55—208.75, Newyork 4379.25 —4439.25, Paris 115.90—118.20, Prag 150.95—152.45, Triest 231.45—234.55; deutsche Clearingschecks 13.80, engl. Pfund 238| im freien Verkehr 258. Zagreb, 25. d. Staatswertc: 2Vf«/» Kriegsschaden 474—475, Agrar 60.50<-6230i 4*/i» Nordagrar 00—01.50, 0*/« Beglttk iX^^l» 6*/o dalmatinische Ag-rtf 80J0—00i 7®/i Stabilisationsanleihe 97—0, 7*/o InvestHlonsanleihe 99.5(K-100J50, 7®/ii Seligman 99—0, 7®/o Blair 918*/« Blair 97—0; Agrarbank 22^*—0. X RMClier Wiedecaufstieg der Kohlbu-IMernfig in Jugoalawien. Nach vorliegen den Daten wurden im vergangenen Jahr In ganz Jugoslawien 5,741.830 Tonnen Kohle gefördert, gegenüber 1937 um 008.265 Tonnen mehr. Im- Vorjahr wurde die bisherige Rekordhöhe des JahreB 1929 ■lut lOIMXX) Toimen oder 2 Proaeni Ober« freltag, den 27. Jflnner IM. 7 »Mariborer Zettung« Nummer 22. troffen. Der Beschäftigungsgrad war je* doch im vergangenen Jahr nicht in allen Bergwericen gleich, da der Staat beispiels weise seine Gruben in Bosnien forcierte. X In das üandelsregistM' wurden eingetragen die Firmen Ferenj^ak & Setin c, Manufakturwarenhandlung und Mo deartikel in Maribor, Josef B e n k o, jun., Viehhandelsuntemehmung in Murska So-bota, Krepej <5 Kopa£, Maschinen-bauuntemehmung in Strmec be] LaSko. X starte Melasseehifulir. Wie bereits berichtet, wird es wegen der ungenügenden Rflbenzufuhren seitens der Land^rte heuer notwendig sein, aus dem Auslande 1000 bis 1200 Waggons Zucker einzuführen. Es fehlt auch schon an Melasse, wes halb jetzt das Ministerium die Erlaubnis erteilt hat, 900 Waggon Zuckermelasse einzuführen, um genügend Ware zur Spirituserzeugung zur Verfügung zu haben. Eingeführt wird Rohrzuckermelasse auf dem Seewege. X KafritatoerMHiang. Die Motorenfabrik A. G. in Rakovica bei Beograd, die sich auch mit der Erzeugung von ihug-zeugmotoren befaßt, erhöhte das Aktienkapital von 30 auf 60 Millionen Dinar. — Die Firma ist bekanntlich in den Händen des Staates. X Zar FArderung der Wirtschaltslie^ ztehtmgen zwtoehen Jugoslawien ti. Frankreich wurde in Paris die Gesellschaft »So-ciete d* Expansion Commerciale Franco-Yougoslave«, kurz i^Secofy«: genannt, ins Leben gerufen. X Ifonkursabschaffang; Josef und Maria Koren, Besitzer in Vitanje, da keine Bedeckung für die Kosten des Verfahrens vorhanden ist. X Die deutsche Tabakehtfohr. Berlin, 25. Jänner. Die Rohtabakeinfuhr im Rechnungsjahr 1937/38 war nach den Haupteinfuhrländern geordnet folgende: Nlederländisch-Indien 204.00 dz, Brasilien 141.000, Vereinigten Staaten von Nordamerika 40.000, Griechenland 314 Tausend, Bulgarien 124.000 und Türkei 107.000. Dazu kommen Tabake aus Japan, China imd Italien, die vor allem für die Rauchtabake und Kautabakfabrikation in Frage kommen. Insgesamt wurden 911.196 dz eingeführt, zu einem Wert von 137.6 Mill. RM. Sport 3iiso1Iotoieii um Mr (StöAotfeg- Zum ersten Mal ist heuer Jugoslawien an den Kämpfen um die Eishockey-Weltmeisterschaft beiteiligt, die am 3. Feber in Zürich und Basel mit den Vorrunden ihren Anfang nehmen. Der Verlosung zufolge gehen die Kämpfe in vier Gruppen vor sich. Jugoslawien spielt, wie bereits berichtet in der Gruppe B, in der sich noch die Tschechoslowakei, die Schweiz und Lettland befinden. Das Programm der Vor runden wird sich wie folgt abwickeln: 3. Feber. Zürich: Jugoslawien — Tschechoslowakei, Schweiz — Italien, Ungarn — Belgien. Basel: Deutschland — Fimiland, Kanada — Holland, USA — Italien. 4. Feber. Zürich: Tschechoslowakei — Lettland, Jugoslawien — Schweiz, England — Belgien. Basel: Polen — Holland, Italien — Finnland, Deutschland — USA. 5. Feber. Zürich: Jugoslawien — Lettland, England — Ungarn, Tschechoslowakei — Schweiz. Basel: Kanada — Polen, USA — Finnland, Deutschland Italien. 9Rfni1itr 3ltai«rotil< mn» OlotDfirinM Gportsenimi Nach der Fühlungnahme mit den Beo-grader Sportinstanzen wird Minister für körperliche Ertüchtigung des Volkes Ante M a S t r o V i c in den nächsten Tagen auch Zagreb und anschließend Ljubljana sowie die übrigen Sportzentren Sloweniens besuchen und die sportlichen Einrichtungen besichtigen. Gleichzeitig wird der Minister sich über verschiedene sport liehe Angelegenheiten informieren und die Wünsche der Sportvereine und der Übrigen Organisationen entgegennehmen. Man darf also rechnen, daß der Minister auch die Draustadt und deren Sportge-meinde mit seinem Besuch beehren wird. Sic Gieptr der Gitrnfal^rt mtb TRonte «wInA beeondere b««^i^n«t / Ol« Minctvstt«)«« fOr «In« hl«ln« Am«Im toMvl lO Dln«p / f^4i« Zu. ••ndung von «hiffr. Brt«f«n Ist «In« 0«Mllir von 10 OtoWP «t> «rl«f on * Anfrog«n l«t «In« O^böh» vonS OlwpmiH«»iiw Im i >«NiU««>ill>—«ii b. »Wunderbare Welt«, Roman von Au.^ust Winiiis. 337 Seiten. Leinen RM 5.80. Hanseatische Verlagsanstalt A. 0. Hamburg 1038. Es ist ein so seltsames ^Zusammentreffen von Umständen, das dem l'Ielden von August Winnigs Roman begegnet, daß der Name »Wunder« nicht zuviel ist, und Erdmann Iken sich also abzufinden hat mit solcher Verknüpfung. Aber die Welt ist nun einmal voll solcher Wunder. Immer wieder geschieht es, daß ein junger Mensch, vielleicht wie hier im 9mdäiätm Einbettiges ScUablauBer« Küche und i>oiistiffe iVlöbel verkauft billig Magaatneur, Meljska 29. ^ icii habe in der Ostmark deutsche Rdcbsn^rk. die ich zum Tageskurs gegen Dinare, auszahlbar in Slowenfen» verkaufen möchte. Angebote unter »Ehrlich« an die Verwaltung. 666 2ii Ein BHdt Helioffravur. mit Rahmen DHi 300. ein Metall-luster für elektr. Licht ^ Di nart Kinderlemtischerl um 200 Dln zu verkaufen. Anf. Verw. 654 Oftlxierssattel mit allem Zubehör, sehr gut erhalten, Ist sofort preiswert zu verkaufen. Anzufragen unt. »Sattel« an die Verw. 649 3!e« mm PfüHMSH Vorzüglicher Blüteiriiotttf zu Din. 16.-.> per kg verkauft Kmetijska dru2ba, Maribor, Melle 13. Tel. 20-83. Bei grös serer Abnahme Rabatt. 386 Meyer-Lexlkoui 23 Bände» zu verkaufen. Anfragen unter »Lexikon« an die Verw. 432 Möbl. Zimmer, Stiegenein-gang« an besser. Herrn Park-nähe zu vermieten. 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Nun erst empfand er die selbstlose Kameradschaft dieser Menschen in ihrer ganzen Tiefe. Mochten sie sein, wer s»ie immer wollten, Ausgestoßene oder Entgleiste — sie hatten ihm geholfen, und er dankte ihnen dafür. vWir meinst du, Willem^, wandte sich tiie Frau an ihren Begleiter, »wir sollten ihn mit nach Hause nehmen. Es könnte seinem Anzug nicht schaden, wenn er frockengi'plättet würde.« »Hm, ja, natürlich«, brummte Willem. Wird schon jar nicht anders übrigbleiben, In dem Zustand sieht er ja jeradezu jcmeinjefährlich aus.« So verließen sie. als Lorenz iertigge-ficsscn und sich etwas ausgeruht hatte, rti dreien den Wartesaal. Lorenz war mit dem Angebot einverstanden, es blieb ihm ja auch wirklich keine andere Möglichkeit, sein Aeußeres einigermaßen in Onlnun.r; zu bringen. Der Himmel hatte sich mit dem ersten fahlen Frühlicht überzogen. Nur noch vcre'nzelte ungefährliche Wolken, erste schimmernde Vorboten der Sonne, glitten rwischen den verblassenden Sternen da-ftin. >Nu komm man, laft dir unterhaken!« sagte der lange Willem gutmütig. »Sonst kippst de uns noch um.« Und sie nahmen ihn in ihre Mitte und führten ihn. Der Weg ff^hrte an hohen Bauzäunen vorbei, hinter denen die riesigen Stahlgerüste werdender Hochhäuser sich emportürmten. Nach einer knappen Viertelstunde endete der Weg vor der niederen Tür einer Kellerwohnung. »Hochherrschaftilch h det ja nicht«, lachte Willem, während er aufschloß, »aber man weeß wenigstens, daß man seine Bleibe hat.« Wenig später stand Lorenz Burmester in einer von modrigem Geruch erfüllten Stube, die durch ein Fenster spärlich erhellt war. Der Raum, eine Küche u. Wohn Stube zugleich, war nur mit dem Allemot wendigsten eingerichtet, und der modrige Geruch machte das Atmen fast unmöglich. Während die Frau sofort das Plätteisen ansteckte, stieß Willem die Tür zum anschließenden Zimmer auf. »Hier herein, mein Junge, in die jute Stube! Un denn 'runter mit dem nassen Zeug! — Wo hast du deinen Bademantel, Dina?« »Links im Kleiderschrank!« rief die Frau den beiden nach, indessen sie den Tisch zum Plätten vorbereitete. Lorenz starrte in höchstem Erstaunen auf die fast prunkvolle Einrichtung dieses zweiten Raumes. Vor einer mit buntgestreiftem Stoff überzogenen Couch stand ein niedriger, ganz moderner Rauch tisch, während der hintere Teil des Zimmers von einem geradezu luxuriösen Dop pelbett fast vollständig ausgefüllt wurde. Schräg in der Ecke stand ein Toilettentisch mit drehbarem ovalem Spiegel, ein dazugehöriger Kleiderschrank In elfen- beinfarbenem Schleiflack nahm die Wand gegenüber der Tür ein. Willem übersah das fa^ungsiose und mißtrauische Gesicht des Gastes. Er öffnete die Schranktür griff einen hellblauen Bademantel heraus und hängte ihn über den Bettrand. »Kommen Sie dann 'raus! Oder Sie können auch pennen, wenn Sie Lust haben.« Dann war Lorenz allein. Schlafen . . . In einem richtigen Bett wieder schlafen, Herrgott, das mußte etwas unsagbar Schönes sein! Er hatte keinerlei Hemmungen, die Ein ladung dieses Willem anzunehmen. Er entkleidete sich und empfand es als eine unsagbare Wohltat, sich des nassen, klebrigen Zeuges entledigen zu können. Er fand ein Handtuch und rieb den ganzen Körper gründlich ab. Dann schlüpfte er In den Bademantel. Als er die Tür öffnete, sah er die beiden am Tisch stehen und sich flüsternd unterhalten. Der Mann trat sogleich auf ihn zu, während die Frau ihn mit merkwürdig eindringlichen und forschenden Augen ansah. »Wenn Sie mir erlauben, mich ein wenig hinzulegen — ich habe zwei Nächte Im Tiergarten verbracht.« »Na denn tos, Mensch, rin die Buletten!* Lorenz lächelte dankbar, taumelte ins Schlafzimmer zurück und war schon im Hineinken auf das Lager eingeschlafen. Einmal erwachte er zu halbem Bewußtsein und hatte den flüchtigen Eindruck eines neben ihm liegenden Körpers, eines halbgeöffneten, grellroten Mundes, Doch glitt er ohne ^wußte Wahrnehmung sogleich wieder Ins Nichts zurück. « * • Jemand rüttelte ihn an der Schulter, er öffnete, aus abgründiger Tiefe emportauchend, die Augen. Ueber ihm war Dinas verlegen lächelndes Gesicht. Freitag, den 27. Jänner 1030. Dorflehrer, Detektiv und — Erzbischof. B u d a p e s t, 25. Jänner. Die ungarischen Behörden haben eine Betrugsaffä re ganz großen Stils aufgedeckt. Vor etlichen Monaten tauchte in Budapest der griechisch-katholische Erzbischof Stefan Soros aus den Vereinigten Staaten von Amerika auf, der Uberall mit der einem Kirchenfürsten gebührenden Ehre aufgenommen wurde. Aber der Metropolit machte sich bald durch verschiedene unsaubere Geschäfte verdächtig, so daß sich die Polizei für die Person und Vergangenheit des angeblichen Kirchen fürs-sten näher zu interessieren begann. Und da stellte sich nun heraus, daß Boros gar kein Kirchenfürst ist, sondern vor dem Kriege in einer kleinen SlebenbUrger Gemeinde Lehrer und später Datektiv in Budapest war, aber wegen Bestechlichkeit entlaaeen wurde. Vor Kriegsausbruch wanderte Boros nach den USA aus. Anläßlich seines jetzigen Aufenthaltes in Un garn sammelte Boros für einen gar nicht existierenden Orden größere Beträge und sicherte aich außerdem dadurch ein nettes Einkommen, daß er einige Juden, die nach den USA auszuwandern beabsichtigten, zu — griechisch-katholischen Prie Stern weihte, um leichter zu einem Paß zu gelangen. Ais Boros merkte, daß man seinen Betrügerelen auf die Spur gekommen war, verschwand er aus Budapest. Es wurde ein Steckbrief nach ihm erlassen. Kttgeialcherer Benzin-Tank. London, 24. Jänner. Wie »Daily Expreß« meldet, hat ein ungarischer Erfinder namens Stephan Palväry eine Erfindung gemacht, die nach dem Outachten von Flugsachverständigen eine Umwälzung im Bau von Kriegsflugzeugen bedeu ten kann. Es handelt sich dabei um einen kugelsicheren Benzintank, der selbst dann nicht explodieren oder in Flammen aufgehen kann, wenn er von einem Hagel von Maschlnengewehrkugeln durchsiebt wird. Der kugelsichere Benzintank wurde auf einer Schießstätte in London ausgeprobt und ist selbst beim dichteten Kugelregen nicht explodiert oder in Brand geraten. Zur Auswertung der Erfindung wurde in London mit einem Kapital von 100.000 Pfund ein eigenes, Unternehmen gegründet. »Ich hätte Sie gern noch länger schlafen lassen, aber — es ist schon spät am Nachmittag.« »Um Gottes willenl« erschrak Lorenz. »Sie hätten mich längst aufwecken sollen. Es ist unverschämt von mir, Ihre Gastfreundschaft so zu mißbrauchen.« Dina wehrte erschreckt ab. »Das dürfen Sie nicht sagen. Aber nun kommen Sie, ich habe Ihnen eine Kleinigkeit zurechtgemacht. Ihre Sachen liegen dort auf der Couch.« Lorenz blickte der Hinausgehenden ver wundert nach. Dann sprang er aus dem Bett und begann sich eilig anzuziehen. Nach einer Weile klopfte es. Auf sein »Bitte!« steckte Dina den Kopf durch die Tür. »Ich habe warmes Wasser da. Wenn Sic sich rasieren wollen ~ das Rasierzeug linden Sie in einem Schub des Toilettentisches.« Ach ja, verdammt, das tat bitter noi. »Das wäre wirklich zu liebenswürdig!« bat er. Sie brachte sogleich das Wasser herein. Dann legte sie ihm den Rasierapparat zurecht, den sie mit einer neuen Klinge versehen hatte. Eine Viertelstunde später saß er, ein sehr vorteilhaft veränderter Lorenz Bur-mester, vor dem gedeckten Tisch des Schlafzimmers. Sein Anzug war tadellos geplättet, der Kragen frisch gewaschen, die Hände gereinigt, das Haar gekämmt — nichts erinnerte mehr an die verwahrloste Gestalt, die in der Nacht im Bahnhof Alexanderplatz zusammengebrochen war. Dina hatte Koteletts gebraten. Dazu gab es Blaukraut und geschmorte Kartoffeln, reichlich genug, um sogar einen Hunger von Burmestcrschen Ausmaßen zu stillen. Dina saß ihm gegenüber, hatte die Ai -me auf die Tischkante aufgestützt un'' sah ihm beim Essen zu. (Fortsetzung folgt.) Für den Herausgeber und den Druck CiiuiredixktQur imd für die Redaktion verantwortlich: UDO KASPER. — Druck der nMariborska tiskarna" in Maribor. — reraatitfortlkh Dh'tiitur STA>UCO QETELA. — Beide wohnhaft In lliuribor.