Nl.1i». Montag, 16. Mai 1898. Jahrgang 117. Macher Mung. "Mhr!^°nsP«lS: Mit Postversendn«n: aanzjshrig fl. !5, halbjährig fl. 7 50, Im Comptoir: ^^e I,',i//' Mbjülirig fl. 5'50. ssiir die Zustellunn ins Hau« aaüziähril, fl. 1. — InserNonsllebur: Für b!s zu 4 Zeile» 25 lr,, größere per Zeile L k.; bel österen Wieder holuugeil per, Zeile 8 lr. Die «Laib, Zla.,» erscheint täglich, mit Nusnahme der Sonn- und Feiertage. Die Ubminlftratlon befindet stch Congrcssplatz ^Itr. 2, dlr Redaction Narniherzinoransse Nr. 15, Sprechstunden der Redaction vou 8 bl« 11 Uhr vor. mittags. Unfraulierte Aricse werde» nicht angenommen, Manuscripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Theil. Hlls^" Iustizminister hat den Auscultanten Alois l«ch°../.^ zum Gerichtsadjuncten für den Ober-^^ericht^Sprcngel Trieft ernannt. Nichtamtlicher Theil. Delegationen. H Budapest, 13. Mai. gench^, "Uudget-Ausschuss der Reichsrathsdelegation Heticht^ ""^ Erstattung des Referates durch den des HN""^ Varon Czedik und einigen Aufklärungen Rener '!s^" ^s gemeinfamen Rechnungshofes, von der EH, ^' die Verrechnung der Steuer-Restitutionen die yHi rechimng pro 1896 und tritt fodann in ^ T)^m ""ll des Ordinariums des Heeres ein. ilber ds ^ "l- v. Hochenburger führt aus, seine le Hauv^ ?" A""ee sympathisch gegenüber, weil sie ^ In ,,"^'terin des einheitlichen Staatsgedankens "t'd (z^an'^" Kreisen wird deshalb auf die Pflege M Wli?'^ 6"l"' Beziehungen zwifchcn dem Civil ^Miw ' Gewicht gelegt. Redner bespricht die ! ^lzes k.>ä!n^"z im 9iovember 1897 anlässlich des ^>g ^^lnisteriumsBadeni, ^^^ durch die Ein-^tt^,Henrathlicher Untersuchungen gegen mehrere Etagen w ^^ Beunruhigung in zahlreiche Familien ^"lliche 3s ^ sei, und drückt den Wunsch aus, die Masft ""^legenheit möge ehestens aus der Welt ^lichtiq s ^"' Redner fragt den Kriegsminister, ob ^egen angeblicher Antheilnahme an den Grazer Kundgebungen Cadetten bei der Neu-jahrsbefürderung übergangen wurden, und ob der Minister geneigt sei, diesen Cadetten durch Veranlassung einer baldigen Ernennnng derselben zu Nescrve-Officicren gebürende Genugthuung zu gewähren. Bezüglich der Heereslieferungen wünfcht der Delegierte, dass bei der Zutheilung derselben an gewerbliche und industrielle Unternehmungen Oesterreich - Ungarns der Veitrags-schlüssel zwischen den beiden Reichshälften maßgebend sein soll. Del. Axmann begründet die Nothwendigkeit einer starken Betheiligung der Kleingewerbetreibenden an den Hccreslieferungen und behält sich vor, hierüber sowie über die Gehalts- und Pensionsverhältnisse der Militär« beamten und über die Auflassung des Neugebä'udes in Wien, ferner über das förmliche Dynamit-Monopol derActiengesellschaft «Nobel» im Plenum der Delegation zu sprechen. Del. Varwinski bedauert, dass der 30 Millionencredit der Delegation als vollendete Thatsache vorgelegt wurde. Er bespricht die Zunahme der Selbstmorde in der Armee, verlangt die Pflege religiösen Sinnes beim Militär, urgiertdicCreierung eines griechisch-katholischen Militärpsarrers sowie die Aufhebung des Strafjahrcs für die Einjährig-Freiwilligen und wünscht schlichlich eine ausgiebigere Berücksichtigung der Industrie und des Kleingewerbes bei den Armcelieferungen. Del. Rutowski wünscht, dass bei der beabsichtigten Reform der kleingcwcrblichen Lieferungen nicht bloß das Handelsministerium, sondern auch die autonomen Behörden, namentlich der galizische Landesausschuss, zur Arbeit herangezogen werden. Redner interpelliert den Minister wegen der Frage der Demolierungs-reverse in den Festungsrayons, was für Krakau von Bedeutung sei, und fordert die Abschaffung dieser Reverse. Del. Graf Zedtwitz bespricht die Naturallieferungen landwirtschaftlicher Producte und befürwortet die genossenschaftliche Organifation der Landwirte. Redner erörtert die Frage des dritten Nachtmahles in der Woche und wünfcht, dafs dasselbe in roluto verabreicht werde. Del. Graf Stürgkh wünscht ebenso wie Del. Dr. N. v. Hochcnburger eine baldige Beruhigung, betreffend die durch die Grazer Vorfälle veranlassten Störungen zwischen Militär und Civil, deren Grund in außerpolitischen Vorgängen gelegen sei und die inzwischen ihre acute Form bereits verloren haben, übrigens sei es eine Thatsache, dass die Grazer Bevölkerung einen eminent militärfreundlichen Charakter habe und dass das Verhältnis zu der Garnison immer ein ausgezeichnetes war. Redner tritt schließlich für die Erhöhung der Bezüge der Militärgagisten ein. Del. N. v. Gorayski wünscht die Erhöhung der Remontepreise. Del. Zacck plaidiert für eine bessere Stellung der Militär-Medieamentur-Branche. Del. Kicnmann befürwortet eine stärkere Betheiligung des Kleingewerbes au den Armeelieferungen. Del. Dr. Pergelt urgiert die Reform der Militär-Strafprocessordnung. Redner empfiehlt, bei Erneuerung desWehrgesetzes die Einführung der zweijährigen Dienstzeit ins Auge zu fassen und das Strafjahr für Einjährig-Freiwillige abzuschaffen. Del. Prinz Lobkowitz führt in eingehender Weise aus, dass vor Ablauf des dritten Präsenzjahres Beurlaubungen, fpeciell in Böhmen, fast niemals stattfinden. Neichskriegsminister Edler von Krieghammer beantwortet zunächst die von mehreren Seiten vorgebrachten Anträge und Wünsche, betreffend die Lieferung für Heereszwccke. Er führt ans, dass die Heeresverwaltung dieser Frage unausgesetzt ihre volle Aufmerksamkeit widme; was speciell die Frage der Schuhlieferung betrifft, so bestätigt er, dafs die Zahl der Bewerber in den letzten Jahren bedeutend gestiegen sei, doch haben die Prüfungen der Anmeldungen in diesem Jahre den auffallenden Umstand ergeben, dass von 53.000 Bewerbern bisher bis 28.000 abgewiesen werden mussten, weil deren Anmeldungen fictiv waren, infolgedessen die übrigen Bewerber nachtragsweise noch eine Zuweisung erhalten werden. Zur Förderung der Interessen des Kleingewerbes, beziehungsweise eventuell auch jener der Hausindustrie sowie zur Steuerung für ähnliche, wie die angeführten Unzukömmlichkeiten habe sich übrigens die Heeresverwaltung an das Handelsministerium als die oberste Gcwerbebchörde gewendet, um einvernehmlich mit demselben einen geeigneten Modus der Verthcilung der Arbeiten an das Kleingewerbe festzustellen. Als Basis der diesbezüglichen Verhandlungspunkte bemerkt der Minister, dass er die für die Naturalliefernngen zur Sprache gebrachte Errichtung von Lagerhäufern mit Freude begrüße, weil dadurch die Veschaffungsart eine zweckmäßigere Feuilleton. Zev Grantn vorn Ool'de. "oman von Drmauos Sandor. >. Aber ,.'^ (!5. Fortsetzung.) lM ^- "lcht genug damit. Esthers einziger Bruder ?^' Im n" berliner Uhlanenregiment als Lieute-M seinez'A?'''^" «us den Reichthum und die Nach-°!l"le ^ ,c?6 hatte er verschwenderisch gelebt und ^Ulbrack . l^'^en gemacht. Als die Katastrophe Mtunn?,,""o "' sich außerstande sah, seinen Ver->l ^" nachzukommen, jagte auch er sich eine d "ben H. " Kopf. Esthers Mutter war schon früh I"lsel/im < W"b sie plötzlich ganz allein, arm und i. !^e dort^ ^'6M nannte sie mehr ihr e,gen, i ^^'N'nes V/^^^dung. ihr reines Gemüth und b) 'uanoe^ .vMlauen, das ihr den Weg, den sie t3", ih., ,' selgte. Sie hatte es auch bisher nicht H"e "nd b" 7 5" Wen. Ihr pflichtenreichcs Leben " 'Nner, m c .We sie; es gab ihr Selbstvertrauen Nitt 'lledigung — 3" wnrd!^.."" lange schon vorüber. Der Se- verwund 6" ""^ sch^s endlich ein. Die Krije f^^'Ui^^^" jetzt einige Stunden ruhen, Schwester ^ be„ w^'"Zte Theodur bestimmt. «Ich übernehme uehen tz.^t der Nacht die Wache. Ich bitte Sie, ^^zimyK"nd gab sie seinem Verlangen, sich im u^ Und ,„ l^! .p""l Stunden cmf den Diwan zu l'e muw.V"'- ""ch- Aber er bestand darauf ">ne sich schließlich fügen. Der Professor war jetzt allein im Zimmer, aber er hatte trotzdem das Gefühl, als ob Schwester Clementine ihm noch gegenüber säße. Ihre sanften Augen leuchteten wie glückverheißende Sterne in seine Seele. Eine seltsame, nie zuvor gekannte Empfindung durchzitterte sein Herz; er hätte der schlanken, dunklen Gestalt zu Füßen sinken mögen, um sie gleich einer Gottheit zu verehren. In der Dämmerung des beginnenden Tages schlug der Senator die Augen ans und schaute zum erstenmal wieder verständnisvoll um sich. Auf Theodor blieben eine Blicke haften. «Ich war sehr krank — und lange, nicht wahr?» fragte er matt. «Wo ist Thora?, Er fuhr sich mit der Hand über die Stirn. «Ach, dass ich das vergaß! Sie ist ja längst verheiratet. An ihren, Hochzeitstage wie war's doch, Theodor? Meine Gedanken verwirren sich!» ^. ^ «Thora hat dem Grafen aus innerer Ueberzeu-aung fein Wort zurückgegeben,» antwortete Theodor, der jede Umgehung der Wahrheit hasste. «Die Trauung fand nicht statt. Du wurdest dann krank, «Ich weiß — ich weiß! Jetzt besinne ich mich!» murmelte der Senator. «Die Ungehorsame - Un-gerathene! Ich habe ihr .... nein, doch mcht! Ich Will lhr nicht fluchen! Aber sie soll mir mcht mehr unter die Augen kommen. Ich wlll sie mcht mehr fehen!' Theodor machte keine Einwendungen. Die Stundc war nicht geeignet zu einem erregten Disput. Er wusste auch, dass es schwer halten würde, den Vater zu versöhnen, weil er genau die ehrgeizigen Pläne desselben, welche durch Thoras Rücktritt vereitelt worden waren, kannte. Der Senator hatte nichts Geringeres beabsichtigt, als gleich nach der Verheiratung seiner Lieblingstochter die Firma Ferdinand zu übergeben und seinen person« llchen Wohnort nach Berlin zu verlegen. Er hatte Fühlung zum Hofe und zum Handelsministerium bekommen wollen. Die Erlangung eines Ministerporte-feuilles fchien seinem Selbstbewusstsein kein zu hohes Ziel für die Zukunft. Theodor wufste, wie fchwer der Vater mit diefcn stolzen Zukunftsträumen brechen würde. Der Senator schlief fchon wieder. Er athmete regelmäßig; er fchlummcrte der Genesung entgegen. IV. «Nun starrst du schon wieder seit länger als einer halben Stunde in die Wolken, Hilda! In der Zeit hättest du mindestens drei Seiten schreiben und 30 Pfennige verdienen können. Wozu meinst du eigentlich, dass du da bist, Mädchen? Anfs Nippsbrot stellen kann ich dich nicht, will ich auch nicht, felbst wenn ich es könnte. Müßiggang ist aller Laster Anfang. Du sollst nicht werden, wie deine Mutter, die mich mit ihrer Faulheit und Verschwendung ruiniert, die mich an den Vettelstab gebracht hat!» Das junge Mädchen, an welches diese lange, in keifenden Tönen hervorgebrachte Tirade gerichtet war, fuhr wie von einem Peitschenhieb getroffen zusammen und warf dem Sprechenden, einem dürren Männchen mit welken, verbitterten Zügen, einen zornflammenden Blick ihrer großen, schwarzblanen Augen zu. Horchhung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 110. 886 16. Mai ^898- wird und die Corpsverwaltung auf leichtere Art in Kenntnis der jeweiligen Verhältnisse nnd verfügbaren Vorräche gelangt, auch der Verkehr mit den Urprodu-centen wird sich anf diesem Wege leichter nnd sorgfältiger gestalten als bisher. Die Beschaffung der Verpflegst nnd Menageartikel erfolgt überall territorial, die von einein Delegierten besprochene Differenz der Mcnagepreise in den einzelnen Corpsbereichcn finde ihre Erklärung in dem Unterschiede der Localpreise, die durch officielle Marktpreis - Certificate bestimmt wcrdcu, welche den Menageberechnnngen znr Grundlage dienen. Auf sonstige Fragen übergehend, führt der Minister bezüglich der Entfestnng von Prag aus, dass die Transactionen der militärischen Objecte in Prag im vollen Zuge seien. In Lipoteiuitz ist die Schießstätte jüngst wieder reconstruiert worden uud wäre der Erfolg dieser Actiou zuerst abzuwarten; die Ent« schädigung für die Störung der Feldarbeiten infolge Benützung der Schießstätte, ebenso wie die Vergütung von Feldschäden erfolge immer rasch und in ausreichendem Maße. Die Räumung des Neugebändes bei Wien kann nur successive, iu der Reihenfolge der Fertigstellung vou Ersatzmagazinen erfolgen, von einer besonderen Gefahr könne keine Rede fein, weil die Objecte an der Schwechater-Straße nur mit Munition belegt sind, diese aber relativ weniger gefährlich ist, als lediges Pulver, welch letzteres bereits im Vorjahre eutferut wurde. Wegcu Gleichstellung der Pensionen von Witwen von Militärs mit jenen der Civilbeamten habe das Neichs-Kriegsministerium wiederholt Schritte gethan und werde diese Angelegenheit auch weiterhin nachdrücklichst verfolgen. Betreffs der Unterkunft des 9. Dragoner-Regimentes wurdcu mit der Stadtgemeinde Czernowitz dnrch drei Jahre Verhandlungen gepflogen, die zu! kciuem Refultate führten, so dass sich die Heeres^ verwaltnng an ^olomea wenden musste, um die Unter- j kunst zu erlangen, durch die Verlegung des Cadres! werdeu übrigens die Urlauberpfcrde nicht entzogeu! werden. Hinsichtlich der angeblichen Vernachlässigung des> religiösen Gefühls der Angehörigen der griechisch-! orientalischen Kirche bittet der Neichs^Kriegsministcr,! ihm die concrete» Fälle bekanntzugeben. Die Vcr-! leguug des Landwehr-Bataillons ans Suczawa betreffe, nicht das Ressort der Kriegsverwaltung, hingegen! wurde die Bitte dieser Stadtgemeinoe um eine Garnison ^ für den Fall eines Mehrbedarfes in Vormerkung ge-^ nommen. Auf die Vorfälle in Graz übergehend, vcr-^ weist der Kriegsminister neuerdings anf die fchon im' vorigen Jahre ertheilte Interpcllationsbcantwortung! und betont nochmals, dass er es für seine heiligstes Pflicht erachtet, Politik von der Armee unter allen Verhältnissen fernzuhalten. Mit Recht wurde hervor-, gehoben, dass sich uuser auf Kreta gewesenes Bataillon' allgemeine Sympathie erworben hat, nnd mit Stolz könne der Kriegsminister behaupten, dass jedes Bataillon der gemeinsamen Armee sich die gleiche Achtnng nnd Sympathie erworben hat. Diese Achtung und warme Sympathie bei beiden sich so schroff entgegenstehenden Parteien haben sich aber unsere Land- nnd Scetruppcn! nur dadurch erworben, dass sie lediglich nur streng ihre Pflicht gethan haben. Umfo trauriger ist es,^ dafs diese Tugend im Vaterlande nicht überall die gleiche Ancrkeuuung findet. Der Kriegsminister könne dadurch auch unmöglich daranf eingehen, eine andere Beurtheilung der Grazer Vorfälle eintreten zu lassen, als es die Standcspflichten gebieten. Dass sonst geeignete Reservccadcttcn zu Lieutenants nicht befördert wnrdcn, hat seine Begründung darin, dass denselben vom Offieierscorps, den bezüglichen Bestimmnngcn der Befö'rderuugsvorschriften entsprechend, die Eignung zum Officicr nicht zugesprochen wurde. Hinsichtlich der Demolierungsreverfe sind die bezüglichen Angelegenheiten seit August vorigen Jahres bei dem Refsortministerinm. Gegenüber der Aufrage in Bezug auf das zweite Präscnzjahr der Einjährig-Freiwilligen könne der Minister nur anführen, dass im Jahre 1897 3140 Einjährig-Freiwillige des Soldatenstandes den Präscnzdienst geleistet haben; von diesen haben 2442 die Prüfuug bestanden und 698 die Prüfnng nicht bestanden oder nicht abgelegt. Von letzteren dienen nur 212 cm zweites Jahr, und zwar sind es solche Freiwillige, welchen eine besondere Berücksichtigung nicht zugewendet werden kann. Eine Aufhcbuug der bezüglichen gesetzlichen Bestimmungen könne, wie dies schon in früheren Jahren näher begründet wurde, uicht in Aussicht gcuommen werden. Bezüglich der Erhöhung der Nemontcprcise stimmt der Minister der ausgesprochenen Ansicht nicht zn, da eine plötzliche Erhöhung der Preise den Producenten ,;ugute komme, dem Heere dadurch aber teiu besseres Material zugeführt werde. Die als dringlich bezeichnete Gageucrhöhung entspreche dem warmen Wunsche der 5lru>gsvenualtung, welche uuablässlich bemüht sein werde, dieses Ziel zu erreichen. Betreffs der Portofreiheit dienstlicher Eingaben der nichtactiven Mannschaft bemerkt der Minister, dass jene Eingaben, welche zu Evidenzzweckcn nnd nicht im eigenen Interesse der Soldaten an die politischen Behörden gerichtet werden, portofrei sind, was auch im Neichsgesetzblatte ausgeführt ist. Auf die Aufrage, ob die Heeresverwaltung befürworte, eine Schwefelsäure-Fabrik zu bauen, erwidert der Minister, dass dies nicht beabsichtigt ist. Die Gleichstellung der militärischen Lehrer mit den Fechtmeistern ist bereits im vorliegenden Voranschläge eingestellt. Die angeregte Regelung der Gebüren der technischen Gehilfen der Medicamenten-Verwaltungs-Vranche wird in Erwägung gezogen werden. Das ordentliche Heereserfordernis wurde in der Specialdebatte angenommen nnd die Sitznng gefchlossen. Die nächste Sitzung findet Dienstag, den 17. d. M., um A Uhr nachmittags statt. Tagesordnung: Extra-Ordinarium des Heeres, ohne Nachtragscredite; gemeinsames Finanzministerium und gemeinsamer Oberrechnungshof, sowie Occupatious-Credit. Politische Uebersicht. Laibach, 14. Mai. Die Erklärungen, welche der Minister des Aeußern Graf Goluchowski im Budget-Ausschusse der österreichischen Delegation abgegeben hat, werden in nahezu sämmtlichen Blättern sehr anerkennend besprochen. Mit besonderer Genugthuuug werdeu die Aeußeruugen des Ministers in Bezug auf die wirtschaftlichen Fragen begrüßt. Die meisten ungarischen Blätter äußern sich sehr befriedigt über das Expose des Ministers Graf Goluchowski, namentlich über den den handelspolitischen Fragen gewidmeten Theil. Der Fi n a nzansschuss der Delegationen genehmigte den Voranschlag des gemeinsamen Finanzministeriums und beantragte, Hen Voranschlag der Grenzzölle zn votieren. Die «Berliner Nationalzeitung» schreibt: Graf Goluchowski habe mit Recht hervorgehoben, dass bei dem festen Bestände des Dreibundes eine bei jeder Gelegenheit sich wiederholende Erwähnung desselben unnöthig sei. Die vom Minister entwickelten Gründe für die Zurückziehung der österreichisch - unga-rischen Escadre von Kreta decken sich vollständig mit den Anschauungen, die auch in Deutschland über die Abberufung der deutschen Truppen besteheil. Dass ungeachtet der bei der kretischen Frage herrschenden Meinungsverschiedenheiten zwischen Oesterreich und Russland die größte Uebereinstimmung in der Hauptsache der orientalischen Frage geherrscht hat, hat man mit Oenugthnung alls der Rede des Grafen Goluchowski entnommen. — Die «Nenesten Nachrichten» fagen: Die Beantwortung der gestellten Anfrageil durch den Minister des Aeußern erfolgte in fo zutreffender Weise, dass wir ulls darauf beschränken können, seine Ausführungen unter dem Ausdrucke voller Zufriedenheit wiederzugeben. " Nach einer aus Paris zugeheuden Melduug hatte der Ministerpräsident Herr Merline schon vor einiger Zeit gegenüber ihm nahestehenden Persönlichkeiten die Andeutung gemacht, dass er sich nach der Durchführung der Wahlcampagne zurückzuziehen beabsichtige, uud hat er nun unter Hinweis auf fein Nuhebedürfnis thatsächlich den Wunsch kundgegeben, ails seinem Amte zn scheiden. Der Präsident der Republik, die Mitglieder des Cabiuets, sowie die politische» Freunde des Ministerpräsidenten haben jedoch denselben ill dringender Weise ersucht, auf feinem Posten zu verbleiben, und man hege die Hoffnung, dass es diesen Bemühungeu gelingen werde, ihn von seiner Absicht abzubringen. — Dem Ergebnisse der französischeu Wahlen hat man in Deutschland, ebenso wie auderwärts, diesmal mit besonderem Interesse entgegengesehen, weil dieser Wahlkampf in erster Linie eine Kräftemessung zwischen den con-servativen und den extremen Parteien bedeute. Das Resultat wurde hier mit Befriedigung znr Kenntnis genommen, da infolge dessen das Verbleiben Meiines, den man als die politisch-parlamentarisch constanteste Kraft ansieht, an der Spitze der Verwaltung als gesichert betrachtet werden kann. Die Vorstellungen zu Guusten der Ver° mehrung der Flotte werden in Spanien fortgefetzt. In Madrid haben die Stierkämpfc, deren Erträgnis der Verstärkung der Flotte gewidmet ist, uuter ungeheurer Theilnahme des Publicums und unter ungewöhnlichen patriotischen Ovationen begonnen. Mail schätzt den beiläufigen Ertrag der Veranstaltung auf 200.000 Pesetas. Damen vertaufteu Vlumcu, für welche riesige Preise bezahlt wurden. Wie man aus Petersburg meldet, hat Zar Nikolaus II. eingewilligt, dass von der rückständigen türkischen Kriegsentschädiguugs -schuld 700.000 Pfund jetzt und 500.000 Pfund in jährlichen auf fünf Jahre vertheilten Annuitäten gezahlt werden follen. Die Pforte soll bereit sein, diese Zahlungsmodalitäten zu acceptieren. Nach einer ausSalonichi zugehenden Mlws sind von den 153 Bataillonen, die Thessalien" setzt hielten, nur 23 Batailloue uach MacedoN' beordert worden, wo sie in drei Vilajcts dislou werden sollen. Von weiteren Verstärknngen der M sonen in Macedonien soll, da die Lage daselbst Y'rz keinen Anlass gebe, abgesehen werden. ^. Einer aus Bukarest zugehenden Ml« s folge wird König Carol die Reise nach Pe^^ bürg zum Besuche des Kaisers Nikolaus wahrscheinlich Eude Juni antreten und auf der, vom Ministerpräsidenten Demeter Sturdza großem militärischen Gefolge begleitet sein. .^ . ^. Petersburger Blätter melden, daj»1>i Georg von Griechenland im Lanfe des Monats <> in Petersburg eintreffen wird. . ..^t Die «Norddeutsche Allgemeine Zeitung' VA" s^ die Ankunft der deutfcheu Kricgs^^ «Irene» uud «Comoran» vor Manilla "Nv / mit, dass sich alle dortigen Deutschen wohl ven' Eill Bombardement scheint nur dann bevorzui' . ^ falls die Spanier das Blockadegeschwader aM^ sollten. tD In amtlichen türkischen Kreisen ^ man dem von einem Berliner Blatte verbreiteten ^ rüchte von einem Angriffe der Muhamedancl Atta auf die dortigen Christen in der Kirche M^ dass all demselben lein wahres Wort sei, und oa>^ demnach weder Verwundete noch Verhaftete g^ ^ habe. Was die Lage in Yemen betrifft, setzt w" beruhigenden Nachrichten fort. ^„d Wie verlautet, wurde Dschewad - AeY dwu uahc gelegt, die Türkei möge 30.000 Armen^ die nach den Unruhen in den Kaukasus ges^, wareu, repatriieren, was auch vom russischen schafter Sinowjew wiederholt verlangt wurde. ^ Das «Reuter'sche Bureau» verbreitet die ^ richt, in Buenos-Ayres sei die Eryöh«u" , Getreide-Ausfuhrzolles iu AusM ^. nommen, um den Export zu hemmen uno Theuerung zu verhindern. Tagesuemgleiten. ^ — (Geflügel-Ausstellung.) Am ^'^ und 16. d. M. findet in Prag die zur Feier oe ^ gierungs - Jubiläums Seiller Majestät des ^"^M von dem Geflügelzucht- und Vogelschutzvercine "" A,iz reiche Vühmen veranstaltete Iubiläums-Geflugelaus! statt. ^ ^ (Vom rumänischen Hofe.) ^n ^ Bukarest zugehenden Meldung zufolge wird Königw ^ sabeth am 23. d. M. die Reise nach Neuwied a> ^, und an, 24. d. M. in Wien eintreffen. Es ist ",^F wahrscheinlich, dass die Königin daselbst ""e" e"^' oder zweitägige Rast halten und bei dieser ^"ßlB die Jubiläumsausstellung besuchen wird. Sollte ^ ft der Königin ill Wien keine Unterbrechung crsay ^ würde der Aufenthalt in Wien und der Vesuch oe ^ ^ stellnng auf der Rückreise erfolgen. Die König" , / -von ihrer Obersthofmeisterin Madame MauroW" ^, acht Ehrendamen, sowie vom Chef des königl- ^ General Vladecsu, begleitet werden. > 3^ — (Hagelschäden in Dalmatic'^^ «Dalmata» berichtet: Es mögen 50 Jahre uerslo> ,F i seit Nagusa leinen solchen Hagelschlag gesehen y ^ ! am letzten Mittwoch. Das immer intensiver a"! ^ Unwetter dauerte eine halbe Stunde. Die SaM"'^ mitunter ein Gewicht von 10 bis 12 Dekagram"'^ Schäden sind enorm. Zahlreiche Fensterscheiben,/" i'l Scheiben fast sämmtlicher Straßenlaternen, 3^9 ^ Trümmer, die Dächer der Häuser wurden ""'<""> ^ ,„i' Tauben sind ausgerottet, die Culturen, Olivcnyal ^, Weingärten zerstört und die Ernte vernichtet. ^ / der Insel Brazza hat der Hagel großen Scha^^l gerichtet; nach so vielen Missjahrcn ist auch he"^ die Ernte in Frage gestellt. fslch^' Aus Stuttgart wird berichtet: Eine ActicngeM^ ^^ Förderung der Luftschiffahrt mit praktischer ^" >/ der von General Grafen Zeppelin gemachten Ew hat sich hier constituiert. ^ — (Am Grabe des Prälaten "" F In Wörishofcn wurde auf dem Grabe des Al^' Kneipp ein prächtiger Sarkophag aufgestellt. 2)e>^ von schwedischem Syenit, gedeckt mit einer ^i-Marmortafcl, in welcher das Nelicfporträt >> ^ storbenen eingelassen ist. Unterhalb desselben »n >^F Inschrift ausgehauen: «Monsignore Sebastian ./ päpstlicher Kämmerer, Pfarrer und Beichtvater, A^ zu Stefansried, den 17. Mai 1821, gestorben s"^' hosen, den 17. Juni 1897.' Unter der InsaM^ j^ sich in erhabener Arbeit die Friedenstaube nut ^ ^ zweige. Am Sockel sind Reliefs eingelassen, ^"'l ^„^ weißen, Marmor. Vorne Insignicn des Pllcp ^ i oberhalb das altgriechischc Christns - Monogr^ ^F beiden Seiten die symbolischen Darstellungen ,,, t» hcit. Mäßigkeit, Gerechtigkeit und Stärke uno ^l Mitte dieser ein größeres Stück, einerseits H^acher Zeitung Nr. 110. 887 16. Mai 1898. Ta>,^ ^ Hirsche» au der Wasserquelle, anderseits die "üben am Springbrunnen. spanis^ ^ ^ HaushaltMac Kinleys.) Der s^ !,^' a'uerikanische Krieg wird von der englischen und >nan / - ^"sse femlletonistisch gehörig ausgeschlachtet; U'timr m>!^ ^" besonders gern als Folie für allerlei 5o„i f "tthcillmgen aus dem Privatleben der spanischen 6in ^'"'"lie uud des Präsidenten der Vereinigten Staaten, einen M'^s ^°" ist glücklich dabei angelangt, uns Kinlet, ^" ^^^ "' den Haushalt des Präsideuten Mac geeint V ^""^ natürlich nicht der Staatshaushalt' Iah " 'st — thun zu lassen. Der Präsident erhält ein alle yl ^ """ "ur 50.000 Dollars. Dabei ruhen Das N ^" ^ Weißen Hauses auf seinen Schultern. ^tochv3 ^^"^ ^^ ^" einfaches Wohnhaus mit zwei liegt 3"' ^ inniitten einer sehr hübschen Pankanlage ^ohnun "^^' "^ die ""ßen Gestalt der Präsidenten-lMusl i ^ °"^ ^"^ ^"'' das "'"" ^"' Innerll des «ineZ s? Gebäudes führt. Mac Kiuley ist ein Freund ift i«, 3z geregelten Haushaltes und von großen: Aufwand Kenia ^" Haufe selbst bei festlichen Gelegenheiten bürgerl'H ^^"^ ^' Präsident liebt den berühmten ^nnsk s^" ^ittagstifch und die sogenannte «Haus-^genon, ^ ^ ^ morgens wird ein Dejeuner >uie n, ^5 ^?^ °"^ drei ^cr ^ Gängen besteht, serviert n ^ jedem besseren amerikanischen Hotel genannt ^ ^^' 6^^ ^ "" zweites Frühstück, Lunch Staat / ^ ^^ jedoch auch mit diesem Imbiss nicht viel das l>ö^ '"^^"'' ^'" h^b 7 Uhr beginnt das Diner, ^elluna?"^ "'" halbe Stunde dauert. Bei der Auf-^"nntaas ?p"sezettcls hat der Küchcuchef freie Hand. datnit d . 3^ ^"'" ^"'"^ "^ ^"^^ ^"^ ferviert, -das ist ^ , ^ einen sceieu Nachmittag genießen kann. ^ lint, in ^ ^ens bei allen vornehmen Familien iu England ^hlzeit " ^^"'"gten Staaten der Brauch. Vei alleu der m« ^' Nlogen nnn Gäste da sein oder nicht, wird Indent zuerst bedient. ^ in >. Elektricität) wird gegenwärtig bei he,. " ^""^ des Iagdsports gestellt. So fanden d°n der ^!^^" Auerhahnjagden des deutschen Kaifers terser «,"^^" Siemens K Halske construierte Schein-^eltrici^^^lma., denen als beauem mitzuführendc toren. "Duelle trausportable Sanlniler der Accnmula-^^3 ^ktricitätswcrke-Aktiengesellschaft vormals habunn v. ^ ^ ^- iu Berlin dienten. Ueber die Hand-lruge,,.- Apparates wird jetzt mitgetheilt: Zwei Förster Durch .- f " tornisterartige Kasten eingebaute Batterie, alldem," ?che ^"s>, bczw. Umschalter wurde die Ver->uirkt. H y Lichtstärke für die verschiede.len Zwecke be- ^er Apparat arbeitet zur vollen Zufriedenheit. 'Handel ^ " atenstaud in Nussland.) Die ticht sch^' ""d Ittdustrie-Zeitllng. veröffentlicht den Be-^"^land l,'" ^tmld der Wintersaaten iin europäischen ^bl. dass ^""' ^' ^p"^ "' ^^- "' welchem es Bleien i>s, , ^^ diesem Termine die Schneedecke noch in 'uar für,, " der schwarzen Erdzone lag. Der Winter ^"tersaat ^^-^" "'^^ schädlich. Das Aussehen der -- ^-^ "" allgemewen befriedigend, ^^urtl <"^ 76jährige Frau zum Tode °ie 7uj^^l t.) Das Kreisgcricht in Bihac verurthciltc ^tiefsy^ "^e Greisin Smiljana, die ihren 40jährigen , lch'lai!, ^ Vlludalo mit einer Hacke erschlug, den "lch d?n?"ckcke ^^ ^,^ ^^^^ vergrub, zum Tode "l Strang. ^tm^?.elU""e Gebräuche.) In Nampur, Mrst st^ " ^" Vasallellstaat, an dessen Spitze ein ^"en .V der jährlich von der englischen Regierung ^'lichtnnc, ?, Gelozuschuss bezicht, dagegen die Ver-pichen s^?' """ ^^^ Soldaten zu unterhalte«, M geb// ^ Gebräuche. «Dem Fürsten ist ein Mäd-^eude h° "f^, 'ch^ibt eine Zeitung in Boinbay. «und ^änisses 3 "" ^uzen Lande. Wegen des freudigen ^nzen zH l't jedem Staatsbeamten das Gehalt einer ^^-^,?^ ^ "' ^^ug gebracht worden.» sericht^ ""^ Provinzial-N^ es k. K. Gewerbe - Inspectors iilier den !V. Aufsichtsbejirk.^ Amtssitz: Graz. ^. I Allgemeiues. selche sÄ^^"'^ der nicht unbedeutenden Regsamkeit, ^'ssichts^ z "nzelnen Zweigen des gewerblichen Lebens im ^ lebhaft ^'""'kbln' '""chte und zum Theile auch infolge n^ätia «i? .""vcgung unter der Arbeiterschaft hat sich . ichtsia^ bewerbe. Inspectorates im abgelaufenen , tige Dip s/"^^' "Hl lebhaft gestaltet. Der aus-- 102 (5 ^"^ ausgefüllt von 564 Inspections und ^3 Vetri?5 '^°""l' ^^ Inspectiouen erfolgten in Men. ^ ^en. unter denen sich 203 fabriksmäßige be-"oren n^" besuchteu Betrieben arbeiteten 318 mit 3!^ a'nder >.^"^ ^^' Einzelne Betriebe wurden drei« und einige auch viermal besichtigt. ^'5 t>er"M>!. "'"" Theil von Steiermarl, und zwar das ^m!""pt,na, ,,?^^wz, Marburg, Pettau, Cilli und die Äe< ^ n 5 «eibnil ^"/^^' CM, Deutsch-Aaudsbern, Feldbach, "' ^°itsb.r?'^"""'berll, Mlllbura, Pettau, Radlersburg, '""g, Weitz. Windischyraz, dann Krain. Sonutagsinspectionen kamen 10, Nachtinsftectionen 2 vor. Weitere ziffermäßige Daten über die Verhältnisse uud Vertheilung der inspicierten Betriebe sind in der Tabelle gegeben. Zu Commissionen wurde das Amt im ganzen in 332 Fällen geladen. In 6 Fällen kamen die Einladungen voll Gerichts-, in den übrige» Fällen von den politischen Behörden; unter den Commissionen der zweiten Gruppe befanden sich 137 Bau-, 30 Uebernahms-Commissiouen, 10 Commissionen zur Erhebung verschiedener Austände in den Betrieben, dann 148 commissionelle Unfalls-erhcbuugen. Von den Bau- uud Uebcruahms-Commisswnen betrafen 89 die Errichtuug oder Erweiteruug von Werkstätten des Kleingewerbes (Selchereien, Fleckputzereien, Bäckereien u. dgl.), 78 den Neubau oder die Erweiterung von Fabriksanlagen. Der Berichterstatter betheiligte sich an der Gewerbe-Inspectoren-Conferenz, welche am 14. und 15. December im Handelsministerium stattfand. Diefe auswärtigen Amtshandlungen der Functionäre des Gewerbe - Infpectorates nahmen 158 Reisetage außerhalb des Amtssitzes, und 81 Tage am Amtssitze in Anspruch. Im internen Dienste gelangten 3468 schriftliche Amtseinläufe gegen 2507 des Vorjahres zur ordentlichen Behandlung. In Erledigung der eingelangten Geschäfts-stücke wurden 229 Gutachten und Berichte erstattet, davon 146 an politische Behörden erster, 29 an solche zweiter, 3 an Stellen dritter Instauz, ferner 26 Gutachteu au das Central-Gewerbc - Inspectoral uud 25 Gutachten an Gerichtsbehörden uud Staatsauwaltschafteu. Davou betrafen 5 den gewerberechtlichen Charakter von Betriebs» aulagen, 37 Arbeits- und Wohnräume, 29 Uufälle, 18 Schntzvorrichtuugeu, 8 Unfallversicherung, 21 Arbeitszeit, 2 Nacht- und 22 Sonntagsarbeit, 48 Arbeitsordnungen, 8 Lohn- und 5 Lehrlingsangelegenheiten, 24 Strikes uud 2 Verschiedenes. Anzeigen im Sinne des ß 9, G. I. G. an die Gewerbebehördeu erster Instanz wurden im ganzen 17 gegen 11 Unternehmer erstattet, nnd zwar wegen mangelhafter Schntzvorkehrungen wurde der Besitzer einer Ziegelei, wegen ungeeigneter Wohnräume für feine Arbeiter derselbe und außerdem ein Mühlenbesitzer, wegen Ver-wenduug von Knaben unter 14 Iahreu der vordem erwähnte Ziegeleibefitzcr und der Director einer Glashütte angezeigt, wegen fehlender Arbeiterverzeichnifse der erwähnte Ziegeleibesitzer, derselbe auch wegen Nichtbesitz einer behördlich vidicrten Arbeitsordnung, wcgeu derselben Uebertretuug auch ein Seilerwarcufabritant, wegen ungerechtfertigten Lohnrückhaltes ein Glashüttenbesitzcr und ein Sensengewerke, wegen uugesetzlichcr Ueberzeitarbeiteu der mehrmals erwähnte Zicgeleibesitzer und der Inhaber einer Eisengießerei, wegen Misshandlung eines Lehrjungen ein Vranereibesitzer, wegen Nichteinhaltung der Sonntagsruhe ein Ziegeleibesitzer und zwei Dampfmühlenbesitzer, wegen Nichtgewähruug des Erfatzruhetages für die Mälzer der Betriebsleiter einer Mälzerei. Uni die Abstellung der augezeigten Anstände uud Gesetzwidrigkeiten zu crreicheu, ergiengen von Seite der Gewerbebehörden in 11 Fällen Aufträge die getroffenen Anordnuugeu durchzuführen, in 3 Fällen Strafandrohungen nnd Verweise, in einem Falle eine Geldstrafe von 50 fl. Parteien sprachen auch im Berichtsjahre mit den verschiedensten Anliegen vor. Aus dem Kreise der Ge-werbeiuhaber wurde das Amt von 115 Parteien in 115 Fällen in Anspruch genommen, die ihrer überwiegenden Mehrzahl nach ihre Betriebe in Graz oder in dessen nächster Umgebung besitzen. Ihre Anliegen bezogen sich in 3 Fällen aus den gcwcrberechtlichen Charakter der Bctriebsanlagen, in 15Fällcn auf Beschaffenheit uud Eiu-richtuug der Arbeits- und Wohnräume, in 9 Fällen auf Ichutzvorrichtuugeu, in 1 Falle auf die Krankenverfiche-rung, in 5 Fällen auf Uufallsuersicherungen, in 3 Fällen auf Arbeitszeit, iu 1 Falleuf a Nacht-, iu 7 Fälle» auf Sonntagsarbeit, in 13 Fälleu auf Arbeitsordnungen, in 12 Fällen auf Lohuangelegenhciten, in 4 Fällen auf Lehrlingsfachcn, in 1 Falle auf Wohlfahrtseinrichtungen, in 2 Fällen auf Kautinen, in 19 Fällen auf Strikes, in 20 Fälleu auf verschiedene andere Angelegenheiten. Dicfcr Verkehr mit den betreffenden Vertretern der Ge-wcrbeunternehnmngen blieb nicht immer auf den Gegenstand befchränkt, welcher den Vefuch zunächst veraulafst hatte, sondern bot in manchen Fällen auch Gelegenheit anderes noch zu besprechen, in Ordnung zu briugen und wüuschenswerte Erkundigungen einzuziehen. Iin gauzeu bethciligtcn wir uns an 48 Bau» und 20 Collaudieruugs-Commissioucn und 6 com Missionellen Revisionen; in 8 Fällen erfolgten nachträglich schriftliche Aeußerungen iu der Sache. Diefe Bau- uud Collaudierungs-Commiffioncu betrafen in 56 Fällen Fabriksanlagen, uud zwar u a deu Neubau von 3 Riugziegclöfeu, 1 Kalkwerkes 3 Fahrradfabriken, 1 Fabrik zur Erzeuguug von Dynamos nnd Elektromotoren, 1 Tischlerwarenfabrik, l Dampfsäge, 1 Schnhwarcnfabrik, 1 Liaueurfabrik, 1 Esfigfabrik, 1 Mineralfarbcnfabrik und 1 Gasanstalt, die Erwciterungcu 1 Eifenwarenfabrik, 1 Maschinenfabrik, 1 Waggonfabrik und 1 Druckerei, ferner eine Reihe von Betriebeu des Kleingewerbes, insbesondere Bäckereien. Die commissionellen Revisionen wurden vorgenommen in I Papierfabrik wegen sanitärer Anstände, in 1 Ccment-fabrik wegen der Rauchentwicklung aus den Brennöfen in 1 Druckerei wegen Belästigung der Nachbarn dnrch den Lärm der Rotationsmaschine, in einer Anzahl von Schmiedewerkstätten und in 2 anderen kleingewerblichen Betrieben wegen sanitärer Anstände und der Unterbringung der Arbeiter. Von Unfallserhebungen wurden nur 22 mitgemacht; fie betrafen zumeist folche Fälle, wo die Auzeige erkennen lieh, dass ein Mangel an nothwendiger Sicherung mit im Spiele fein künnc oder ein etwaiges anderes Verschulden Dritter vorliege. Den gerichtlichen Commissionen wurde in allen 6 Fällen, in denen cine Einladuug zu-lam, beigewohnt und Aeußerungen bei denfelben erstattet. Im Berichtsjahre gelangten wir zur Kenntnis von 12 Arbeitseinstellungen und von 3 Aussperrungen; mit Ausnahme von 2 Strikes wurde in allen übrigen Fällen interveniert. Stärker war noch der Zuspruch seitens der Arbeiter, von dcueu in: ganzen 606 im Amte erschienen waren. Ihre Anliegen betrafen Beschaffenheit der Arbeits- und Wohnräume 42 Fälle, Mangel an Schutzvorrichtungen 16 Fälle, Unfallversicheruugs-Angelegenheiten 26 Fälle, Krankenversicherungs-Angelegenheiten 15 Fälle, ungebür-lichc Behandlung 22 Fälle, Arbeitszeit 28 Fälle, Nachtarbeit 4 Fälle, Sonntagsarbeit 16 Fälle, Arbeitsbücher 46 Fälle, Zeugnisse 25 Fälle, Entlassung, beziehungsweise Kündigung 76 Fälle, Wiederaufnahme in die Arbeit 35 Fälle, Arbeitsnachweis und Arbeitsvermittluug 46 Fälle, Lohuangelegenheiten 87 Fälle, Arbeitsordnuugen: II Fälle, Lehrliugssachcn 38 Fälle, Unterstützuug alter und invalider Arbeiter 19 Fälle, Strike-Angelegenheiten: 6 Fälle, verschiedene andere 48 Fälle. In vielen dieser Fälle hatte man allerdings nichts anderes zu thun, als die betreffenden Parteien zu belehren, wohin sie sich zu wenden hätten. Bei Anliegen, welche Arbeitsvermittlung betrafen, waren wir in der zweiten Hälfte des Jahres bereits in der angenehmen Lage, die Parteien an die neu geschaffene Anstalt für Arbeitsvermittlung zu weifen. Der Herr Leiter des Ccntral-Gewerbc-Infpcctorates iufpicierte am 27. und 28. Juli das hiesige Gewerbe-Infpectorat und intereffierte sich hauptsächlich um die Gefchäftsführuug desfelbeu. (Fortsetzung folgt.) — (Postdienst.) Am 20. d. M. tritt in Mojstrana, politischer Bezirk Nadmannsdorf, ein neues Postamt in Wirksamkeit, welches sich mit dem Brief- und Fahrpostdieuste befassen, als Sannnelstellc des l. k. Postsparcassenamtes fuugiercu und feine Verbindung mit dem Postnetze durch täglich viermalige Fußbotenposten mit dem Bahnhofe Leugenfeld, respective durch eine täglich zweimalige Fußboteupost mit den« Postamte Lenge nfeld erhalten wird. — (Ehrun g.) Dcr krainisch-küstenländische Forst-vcrcin hat in der Sitzung vom 29. Juni 1897 Seine Excellenz den Herrn Landesvräsidcnten Victor Freiherr vou Hciu iu besouderer Würdigung dcr thatkräftigen Fürderuug der Vcreiusinteresfcn zum Ehrenmitgliede er-nauut. Am 13. d. M. überreichte» die Vertreter des Vereinspräsidiums Präsident Ludwig Freiherr v. Berg und der zweite Vicevräsident Oberforstrath Goll dem Landcspräsidenten das künstlerisch ausgestattete Diplom und versicherte sie hiebei der Herr Landespräsident, dass er die Förderung der Vercinsinteressen und der Forst-cultur im Lande stets im Auge behalten werde. — (Anerkennung.) Der Gemeinde - Ausschuss von Ncifuitz hat in feiuer Sitzuug vom 27. April d. I. dem Herrn Forstiufvcctious-Commiffär Wilhelm Put ick für seiuc sehr geluugeue Ausführuug des Eutwasseruugs-Cauales bei Hlebic seine» innigsten Dank und beste Anerkennung ausgesprochen. — (Dampfschiffahrt auf dem Laibach-fluffe.) Nach eiucr uus zugeheuden Mittheilung wurde dem Karl Kotnik aus Mirke über sei» biesfälliges Au-sucheu die Bewilliguug zur Vornahme von Probefahrten mit seinem Damftfbootc auf dem Laibachflusse in der Nähe vou Oberlaibach und einer Fahrt bis Laibach, uud zwar bis zur Mündung des Gradascabaches bei normalen oder kleinen Wasserständen ertheilt. —c». — (Brückenbautcn.) Der Bezirksstraßen-Ausschuss von Stein beabsichtigt über den Feistritzbach in Domschalc eine neue hölzerne Brücke und über den Möttnilbach iu Möttuik zwei solche Brücken zu erbauen. Die commisfionellen Vcrhandluugcn wcrdeu diesbezüglich am 27. und 28. d. M. stattfinden. —y. — (Industrielles.) Wie uns mitgetheilt wird, wurde die Fabritsaulage zur Erzeugung voll Eisen-Metall- und Schlosserwaren des Iugenieurs Herrn Iohaun öpalck in Perau bei Stein kürzlich vollendet und wird deren Collaudierung am 28. d. M. stattfinden. —0. — (Die gewerblicheFortbildungsschule in Reifnitz, welche kürzlich geschlossen wurde, zählte am Schlüsse des Schuljahres im Vorbereituugscursc 12 in dcr I. Classe 12 und in dcr II. Classe 4, zusammen .'8 Schüler, von denen im Vorbereitungscurse uud in der I. Classe je 7 und in der II. Classe 3 das Lehrziel er-reichten. ...y. Laibacher Zeitung Nr. 110. 888 16. Mai 1898. — (Die Irrenanstalt) in Studenc wird nach dem diesbezüglichen Beschlusse des krainischen Landtages in der Weise erweitert werden, dass auf die bestehenden Tobtracte je ein Stockwerk aufgeführt wird. Auch gelaugt daselbst ein neues einstöckiges Aerztewohuhaus zur Erbauung. Wie uus mitgetheilt wird, wurden die betreffeuden Pläne bereits überprüft und sull mit den» Baue beider Objecte in Kürze begounen werden, um selbe noch im laufenden Jahre zu vollenden. —o. — (Ge meinde-Vorst a nd s wa h l en.) Bei der infolge Verzichtlcistnng des Gemeindevorstehers in Schwarzenbach Johann Wolf und des Gemcindcrathes Anton Gasparitsch, welche in der vorigen Wahlperiode die gleichen Stellen beteidct hatten, nothwendig gewordenen Ergänzuugswahl am 1^. April 18W ist Johann Maichin, Besitzer in Schwarzeubach, zum Gemeindevorsteher uud Johann Eisenzopf von Schwarzenbach zum Gemeinde-rathe gewählt worden. — (Aus dem Vereinsleben.) Im Pfarruno Gemcindeorte Bresowih, Bezirk Laibach Umgebung, ist die Gründung eines freiwilligen Fcuerwehrvereines im Zuge, welcher seiue Thätigkeit auch auf nähere Ortschaften anderer Gemeinden zn erstrecken beabsichtigt, wenn sie mit ihn: den Verband schlichen. Die betreffenden Statuten wurden zur behördlichen Genehmigung bereits überreicht. —o. — (Südbahn-Gesellschaft.) Aus An-lass der Iubiläums-Ausstelluug in Wien werden zu den Pfingstfeiertagen Sonderfahrten mit bedeutend ermäßigten Preisen (bis zu 50 pCt. Nachlass) von sämmtlichen Linien der Südbahn nach Wien veranstaltet. In der Hauptlinie, und zwar von der Station Marburg aus, wird für diesen Zweck am 28. Mai d. I. ein besonderer Zug nach Wien eingeleitet werden. (Abfahrt von Marburg um 7 Uhr 30 Min. abends, Ankunft in Wien am 29. Mai d. I. um 5 Uhr 30 Min. früh.) Von den Stationen der übrigen Strecken sind bestimmte, an den Sonderzug auschließeude Züge zu benutzen. Die ermäßigten Rückfahrkarten sind an den betreffenden Abfahrtstagen bei den Stationen erhältlich uud haben eine Giltigteitsoaner von 14 Tagen. Die Benützung der Schnellzüge bei der Hinfahrt nach Wien ist nicht gestattet uud darf uur ausnahmsweise in der Strecke Kufstein.Franzensfeste der den Anfchluss vermittelnde Schnellzug Nr. 6 benützt werden. Die Rückfahrt kann innerhalb der Gültigkeitsdauer der Karten mit den fahrplanmäßigen Post-, Personen- oder gemischten Zügen ausgeführt werden. Ausnahmsweise wird die Benützung der Schnellzüge bei der Rückfahrt gegen Zulöfung von halben Schnellzugskarten für die mit dein Schnellzuge zu befahrende Strecke gestattet. Auf der Rückfahrt ist ciuc einmalige Fahrtunterbrechung jedoch nur dauu zulässig, weuu die Fahrt mit einem am nämlichen oder am nächstfolgenden Tage nach der Reife-Endstation abgehenden Zuge fortgesetzt wird. Für Kinder von vier bis zehn Jahren werden keine weiteren Ermäßigungen gewährt. Freigepäck wird nicht gewährt. Alle näheren Angaben sind den in sämmtlichen Stationen der Südbahn affichierten Kundmachungen zu eutnehmen. Unter einem wird noch bemerkt, dafs die ans Anlafs des Kaiser-Jubiläums und V. österr. Bnndesschießcns in Wien stattfindenden Sonderfahrten derart eingerichtet werden, dass die Ankunft des Sonderzugcs in Wien nicht, wie ursprüuglich Verlautbart, am 26. Juni d. I., sondern schon Samstag, den 2b. Juni d. I., und zwar gegen 8 Uhr früh erfolgen wird. Nähere Mit-theilnngen über diese Sonderfahrten werden rechtzeitig veranlasst werden. — (Die Ston Hütte im Bärenthalc) nächst Feistrih im Rosenthale ist seit 8. d. M. für den Befuch von Touristen wieder eröffnet und mit Proviant (Conserve») sowie Getränken bestens versehen. Der Uebergang in das Vodcnthal über die Matfchacheralm ist schon gnt passierbar. Ans dein Kocnasattel, dem Uebergange nach Krain, liegt noch viel Schnee, doch wird auch dieser Sattel bald gangbar sein. -(Aus dem Polizeirapporte.) Vom 11. auf den 12. d. M. wurde- eine Verhaftung infolge stcckbrief-licher Verfolgung wegen Ucbcrtretung des Diebstahls vorgenommen. — Vom 12. auf den 13. d. M. wurden sechs Verhaftungen vorgenommen, nnd zwar drei wegen Herumstreifens in der Stadt, eine wegen Bcttelns, eine wegen Ver-brcchens des Betruges (über Zuschrift des k. k. Gendarmerie-Posten - Commandos in Ober-Ferlach) uud eine wegen Diebstahls. — Vom 13. anf den 14. d. M. wurden zehn Verhaftungen vorgenommen, und zwar vier wegen Vacierens, drei wegen Excesses, zwei wegen Bettclns uud eine wegen Uebertretnng des Dicbstahls. — Vom 14. auf 15. d. M. wurden fünf Verhaftungen vorgenommen, und zwar drei wegen Herumstreifens in der Stadt, eine wegen verbotener Rückkehr ill die Stadt und eine wegen Trunkenheit. —r. — (Todt aufgefunden.) Am 13. d. M. gegen 8 Uhr früh fand Anton Breznik aus Unterfchischka seinen Nrnder Ignaz, der als Knecht beim Grundbesitzer Mathias Klemcnc ill Oberschischka bedienstet war, oberhalb seines Stalles im Hen todt auf. Derfelbe legte sich, wie erhoben, am 12. d. M. abends im betrunkenen Zustande nieder und dürfte sein Tod infolge übermäßige» Geuusses geistiger Getränke erfolgt sein. Die Leiche wurde ill die Todtenkammer nach St. Veit übertragen und wird gerichtlich beschaut. —I. * (Aus dem Gerichtssaale.) Samstag wurde die Hauptverhandlnng über die Excesse am 20. Februar fortgesetzt, das Zcugenvcrhör beendet uud es wurden die Zeugenaussagen verlesen. Im Verlanfe der Verhandlung trat der Staatsanwalt von der Anklage gegen Ivan Inocente, der befchuldigt worden war, am 20. Februar beim Easino-Kaffeehaus ciue Fellsterscheibc eingeworfen zu haben, zurück und der Angeklagte wurde freigesprochen. Gestern hielten der Staatsanwalt und die Vertheidiger ihre Plaidoyers. Die Urtheilsverkündiguug erfolgt heute gegen 11 Uhr vormittags. — (Erdbebenwarte.) Wie Drahtnachrichten melden, wnrde am 13. d. M. V.6 Uhr früh in dem südwestlichen Theile des Aetna ein sehr starkes Erdbeben wahrgenommen, das sich bis nach Mineo fortpflanzte. In der Umgebung wurden mehrere Hänfer und alte Gebäude beschädigt. Die Erdstöße wiederholten sich mehrere-male. Der Erdstoß nm 7 Uhr 30 Minuten wird anch von Mineo aus gemeldet. Der Seismograph der hiesigen Erdbebenwarte deutete eiu fernes Beben dnrch ein fchwaches Zeichen an. — (Inbilä u m s < Aus ste ll u n g inWie n.) Vom 7. bis 12. d. M. wurde die Ausstellung von etwa 135.000 Personen besichtigt. — (Correspondcnzen an dieConsular-ämter.) Das österreichisch-ungarische Consulat in Chi-cago theilt der «C. C.> mit: Ein nenerlicher Fall recht» fertigt die eindringliche Mahnung an die heimischen Firmen, ihre geschäftlichen Mittheilungen stets an das Confularamt selbst, nicht aber an den jeweiligen Titnlür zu richten. Eine österreichische Firma hat nämlich ihr eine Wechselangelegenheit behandelndes, dem Consular-amte in Iassy zugedachtes Schreiben «zn Handen» eines Consularfuuctiouärs adressiert, welcher jenen Posten be» reits iln Jahre 1894 mit dem hiesigen, diesen aber im Jahre 1895 mit Moskau vertauscht hat. Da mm die Post in Iassy immer noch Chicago als den gegen--wärtigen Aufenthaltsort des Genannten vorgemerkt zn haben fcheint, wurde das besagte Schreiben anher geleitet. Welche Verzögerung, eventuell Schädigung der erwähnten Firma aus dieser Maugelhaftigkeit der Adressieruug er» wächst, ergibt sich von selbst. — (Telegraphen verkehr nach Porto-rico.) Telegramme nach Portorico erleiden Verspätung. Neueste Nachrichten. Der spanisch-amerikanische Krieg. lOrigmal-Telegramme.) Washington, 14. Mai. Hier ist die Meldung eingegangen, dass das Geschwader des spanischen Admirals Ccrvera 100 Meilen von der Küste von Venezuela gesehen worden sei. Die Nachricht rief im Marine-Departement Ueberraschung hervor. Man kann nur annehmen, dass Cervera eine Seeschlacht zu vermeiden wünscht und eine Gelegenheit abwartet, um auf Cienfuegos oder Havanna loszustürmen und diese Häfen zu erreichen. Nach weiteren hier eingegangenen Nachrichten befindet sich die fpanische Flotte auf dcr Höhe von Curasao. Washington, 14. Mai. Es wird hiehcr gemeldet, dass Spanien bei Frankreich gegen die dem Kreuzer «Haward» ertheilte Erlaubnis protestiert habe, bei Martinique zu bleiben, um seine Maschinen auszubessern. Frankreich hält das Recht des «Harvard», dort zu bleiben, aufrecht. St. Pierre auf Martinique, 14. Mai. Das spanische Torpedoboot «Terror» befindet sich noch in der Nähe von Fort de France, aber man bemerkt kein anderes spanisches Schiff. Der «Harvard» bleibt hier. Buenos « Ayres, 15. Mai. Nach einer Meldung aus Rio de Janeiro sind die amerikanischen Kriegsschiffe «Oregon», «Marietta» und «Nictheroy» in Vahia eingetroffen. Der in Pernambuco eingetroffene Dampfer «Rio de Janeiro» bemerkte Mittwoch nachts drei Schiffe, vermuthlich spanische Fahrzeuge, welche in der Richtung von Cabo de S. Agostinho kreuzten. Madrid, 15. Mai. (Kammer.) Ein Deputierter richtet an die Regierung die Frage, unter welchen Bedingungen der Friede auf den Philippnen zustande gekommen sei, da die Privatnachrichten von den Mittheilungen der Regierung erheblich abweichen. Der Kriegsminister erwidert, er besitze hierüber keine anderen Nachrichten, als diejenigen, welche in den schon bekannten officiellen Mittheilungen enthalten feien. General Lachambre greift in die Debatte ein und sagt, er erinnere sich nicht an die genaue Anzahl der Aufständischen, aber das wisse er, dass ihre Anzahl sehr groß war, da sie den Spaniern in einem einzigen Kampfe einen Verlust von 400 Mann verursacht hatten. Hierauf wird die Budgetdebatte fortgefetzt. Madrid, 15. Mai. Wie die «Agencc Fabra. meldet, werden in dem heutigen Ministerrathe mehrere Minister dem Ministerpräsidenten Sagasta ihre De- mission anzeigen. Letzterer wird sich sodann m d" Palais begeben, um der Königin-Negeutin Mtthmu^ von der Lage zu machen. Die Köuigin-Rcgcntiu wn sodann Sagasta mit der Reconstruierung des ClMM betrauen. <, Madrid, 15. Mai. Wie aus H""""!.".^ meldet wird, haben drei amerikanische KriegssclM " Bombardement auf Cardenas neuerlich begonnen. ^ feindliches Geschoss fiel auf das Gebäude de» ei>u lifcheu Consulats, das vollständig zertrümmert wM"' Als die Kanonade immer lebhafter wurde, v"M mehrere Schiffe Munition und Mannschaft zu lanor^ was jedoch durch die an der Küste vertheilten 1^ Nischen Truppen in heldenmüthiger Weise zur" gewiesen wurde. Die Truppen eröffneten ein!aM>^ Feuer gegen den Feind, das demfelben zahlreiche ^ luste beibrachte und die Schiffe zur Umkehr zw"'^ Die spanifchcn Truppen hatten einen Verlust von i" wuudeteu. , .. Madrid, 15. Mai. Die «Agencia Fam" verbreitet eine officielle Depefchc aus P"'to"co, ^ Inhalts, dafs die iu den Raaeu befindlichen Se"" des französischen Kriegsschisfes «Admiral »" Genouilly», welches nach dem jüngsten Vomwrdew uud dem sich daran schließenden Kampfe aus ^ Spanien, feine Marine und Armee lebhaft acclal'neu,^. Auf einem niedergefalleneu amerikanischen ^A^-habe man folgende Inschrift gefunden: T. A. -P" rico 1896. . ^z Madrid, 14. Mai. Abends war h/er "« beharrliche Gerücht verbreitet, dass sich die spaMB Flotte bei Cuba befinde. Der Marineminister ""' auf eine Anfrage, dass officiell hierüber nichts "cla sei; competente Persönlichkeiten versichern jedoch, dem Gerüchte Wahrheit beizumessen sei. . . ^ Madrid, 15. Mai. Nach eiuer hier elNge»" fencu Privatdepefche wurden zwei Berichterstatter, w ^ der zur Landung bei Cabanas auf Cuba bch!»"" amerikanischen Expedition folgten, zu Gefangenen u macht. Die Reporters wurden nach Havanna gevu ^ uud erklärten auf Befragen, dass die VcM'N^ Staaten vollständig die Lage auf Cuba verkeimen, ^, sie glaube», dass die Insurgenten die H"'"",,^ Landes seien. Sie seien daher von den Mitteln ^ rascht, über welche die Spanier verfügen. Gelegratnnre. Wien, 15. Mai. (Orig.-Tcl.) Laut telegraph'^ Nachricht ist S. M. Schiff «Kaifer Franz I^es ^ gestern in Lissabon behufs Theilnahme an den o^ lichkeiteu der Vascu de Gama-Feier eingelaufen-Bord alles wohl. ^f Krakau, 15. Mai. (Orig.-Tel.) Statthalter "^ Piuinski nahm heute mittags die Vorstellung. Spitzen der Behörden, des Domcapitels mit deM u^ bischof R. v. Puzyna, des Universitatssenates nm ^ Neotoi- luagnitlou», des Gemeiuderathes ,^mat-Bürgermeister, der Schuldirectoren und vieler P Personen entgegen. ^ ^s- Budapest, 15. Mai. (Orig.-Tel.) Der 4>^i ausschuss der ungarischen Delegation nahm unvcra M das Heeresordiuarium au. Der Kriegsministcr > ^, vertrauliche Eröffnungen über deu Nachtragscredl 30 Millionen in Aussicht. ^M Trieft, 15. Mai. (Orig.-Tel.) Die hiesige» ^, wollten von Montag, den 16. d. M. an, die "^.„ preise erhöhen, und zwar das Kilogramm gcwoP ^. Hausbrotcs (Struzza) von 20 auf 22 Kreuzer-Statthalterei hat jedoch heute die Verfügung g"^' he-dafs der Maximalpreis auch weiterhin 20 kr. z tragen habe. ..M Rom, 15. Mai. (Orig.-Tel.) Der so""U!'^ Deputierte Pescetti hat feit gesteru uachnuttags ^. Parlameutsgebäude nicht verlasse,!. Er überna^ daselbst, um seiner Verhaftung zu entgehen. ,^g Paris, 15. Mai. (Orig.-Tel.) In VcsP"^c der Birmiughamer Rede Chamberlains vertm ,l «Gaulois» die Ansicht, dass England uoch '"«)! F„ sei, deu Degen zu ziehen, dass aber die ü'lernatto ^ Streitfragen, die eben zutage treten, einen ZwN^ hervorrufen kömiten, der den kriegerischen ^ ^ Chamberlains eine Unterlage zu bieten verlnoE ' ^ «Figaro» sagt, weder Chamberlain noch S." .^"s uoch die Tories stellen England selbst vor. U^ ^ habe die liberale Partei von sich rühmend bey" ^,g dass eine ihrer dringendsten Aufgaben die ^" A't des Friedens sein werde. — Der «Eclair» vw ^ die Rede Chamberlains als inneres Manöver ^ glaubt, Russlaud brauche sich nicht sehr »lve ^, Revanche zu beunruhigen, die Chamberlain ly gedroht habe. ,. ^ del Madrid, 15. Mai. (Orig.-Tel.) Der KoN'U^ Belgier ist im strengen Incognito eingetroffen- ^„o König wird hente die Königin-Regentin besuche' ^„, sich am Abend mit dem Expresszug nach Pa"s ^u ^HrZeiwng Nr. 110. 889 16 Mai 1898. Angekommene Fremde. y Hotel Stadt Wien. ^tenant- ^'^"- ^",er. Privatier, Pola. - Eck, k. u. t. Mh, Fucks'^bpchal, k. t. Oberforstrath; Westfricd. Löwy, Ml, M?«'""und. Gospodar, Weiß, Steinbach, Klein, Lenle, Mbesih "'.^.Winter, Maler, Graz. - Loni!ar, s. Frau, '"»°!lru, Gutsbesiher, Gurlfeld. — Maierhofcr, ^""'tenant. Linz. - Trumer, l. u. k. Lieutenant, "lorstco„^,Fompusch. Verwalter, Gotischer. — Butschar, ^, ^°t u ^ «''"' Tuest. ^ Gaßner, Fabrilant, Neulnarltl. ^"' PH"'„Private. ^^'' " ^"' ^^t, Dornbirn. - «. Am i, Verstorbene. ^ 19 z»,.„^°'- Juliana Mayer, Näherin. 38 I.. Römer-' ^-ungentuberculose. A„, , Im Civilspitale. psloli, ^ Ma i. Peter Urmas, Arbeiter, 48 I., Carcinoma ^" ^. M^j ^^ ^^ Arbeiterin, 36 I., Tuber- 2 ^ Volkswirtschaftliches. ' ^^- wechselseitige Brandschaden-Ver- di!«H°hünn ^'^"lil^e des Präsidenten dieser Anstalt, Herrn ^ . hl'ge ^°W,l von Meran. fand am 9. Mai d. I. deren K». l>Ctatt^n ^ ^ereius-Versammlung statt, bei welcher """Ar fungie"""^ ^"^ ^^' ^" ^"''2 "s Regierungs- '^" ^rsammü. Mitgliedern des Nerwaltungsrathes waren zu «u .^us Ctsi ^ ^" ^^" Vereiuöabgeordueten erschienen: ^° zwar ^'5r'"ark 19; aus Kärnten 11; aus Krain ^^?nn O... c^""' Ottomar Bamberg aus Laibach; Landes-""?'"! idarl »731° °"s Laibach; Franz N. v. Langer aus ^2 aus 5^l ^^'^ «us Laibach; Leopold Baron v. Liech-»! .^uus zv. °°°.^ Dr. Gustav Mauer aus Nuckenstein; Karl ?"insche"'"bach; Albert Samassa aus Laibach; Dr. Josef 'tick' Nachdem? °°^ Mottling. z?>!'"'°n N °" "orsitzcnde die zu dieser Vereins-Nersammlung ^« ^tatutpn '^ ^lleordneten begrüßt, die im Sinne des ttli^"Uuna ,„",°^e>uirlsam erfolgte Einberufung der Vereins« ^ l." ben,.^'' deren Beschlu'sfähigleit constatiert hat, bltln ^'^n A?^ ^'^ Versammlung fur eröffnet und stellt ^ l. Ctlltt!?? Abgeordneten den Regierungs° Commissär kl <^" hnr I? ."""h Dr. Karl König vor. hti^"en «^?^ ^"lde gedenlt hierauf in bewegten Worten !>>r?'^tslln'm,. lles, welchen die Anstalt seit der letzten '" H " ' ^llbll,,""? blnch den Tod des Vereins'Abgeordneten Ä "littltt ^"' b""l Ioha'ln Hofmann, Fabrilsbe sitzer ^ Aheben ^"den ehren das Andenten deS Verstorbenen ^üt°3" berr »^ ^"" Sitzen. 'M^^""t sodann den an Stelle des verstorbenen ?l.w^ b.^^'an" unter Beobachtung der Bestimmung «e ^"l Leder' ^"ins-Abgeordneten einberufenen Herrn ^°ha»n w°n Eten ^^°"t und Bürgermeister aus Gonobitz, ^sti K. ^Uter s,,ä «,^ zurückgetretenen Abgeordneten Herrn ziit^teyer, z,l"7„ Vereins-Abgeordneten berufenen Herrn . aus Luttenberg, und geht sodann ^ie?sAchnunas^, Erläge gebrachten «echenschastsberichte ^°?°"Nftluss für b3s 69 Verwattungöjähr 1897 ^Nllü drei N 5. ^ bezeichneten Jahres der »ersicherungs-^rsi^^gen den ^n! .""F^ ?"f fl. 25t,,377.372, und hat sich ^ ?"82wert ,," « ^^>lu s des Jahres 1896 verbliebenen ^'rilbz'^eda^ '"' ^ ".184.254 vermehrt. ») 3 1,"ung f^^'^bnisse des Jahres 1897 waren laut ein Ueber- "der Vl'!;l '.......st. 81.550 86 ') in ftuss von^'^btheilung ein Ueber- "d"Ev°" .......... 9.974.H8 » Hi)>'s v^l°s.Abtheilung ein Ueber- Xen' l>'oier en ^^'...'......' 1-249'53 ^^^Ichlosten^u'en^'"' Erhebungsspesen, Neloh. und H^btheiluug.....st. 345.846 10 versichK,"^ ^" Zutheile der Rück- ^^ iU eia.n . p"........ 110.67803 ^>^^'sten.......st. 2.5.170 0? b) in der Mobilar-Abtheilung.....» 90.248 24 uud über Abzug der Antheile der Rück« Versicherer per....... » 52.30504 zu eigenen Lasten.......fl. 37.943 30 e) in der Spiegelglas-Abtheilung . . . . » 1.602'93 Im Gnadenwege wurden an 54 Vereinstheilnehmer der Aebäude-Abtheilung, an 10 Vercinstheilnehmer der Mobilar-Abtheilung und an 1 Vereinstheilnehmer der Spiegelglas-Abtheilung unter Nachsicht der Folgen verschiedener, statuten« mäßig den Verlust des Schadenvergü'tuugsansvrnchcs nach sich ziehender Unregelmäßigkeiten Schadenvergütungen im Gcsammt-betrage von fl, 10.023 78 bewilligt. Der Rrselvefond aller drei Abtheiluugeu hat mit Schluss des Jahres 1897 die Höhe uou fl. 1,99N.061'78 erreicht, sonach um st. 99.209 37 zugenommen. Der Rechenschaftsbericht uud der Rechnungs^ Abschluss pro 189? wurden von der Vereins-Versammlung genehmigend znr Kenntnis genommen und bezüglich der Bilanz »Ergebnisse beschlossen: I. Von dem Gebarungsüberschusse der Gebäude-Abtheilung per.............fl. 81.550,38 a)zur Rückvergütung in der Höhe von 10"/« des für 1897 vorgeschrieben gewesenen Vereinsbeitrages, anlässlich der Abftattnng der Vereiusbeiträge für 1899 an alle jeue Ver» einstheilnehmer dieser Abtheilung, welche in den ersten neun Monalen des Jahres 1897 bei der Anstalt schon versichert waren und auch noch im Jahre 1899 Vereinstheilnehmer bleiben werden, den Betrag von . . . . fl. 58800-— !>) zur Dotierung des Neseroefondes der Gebäude-Abtheilung den Betrag von.........fl. 10.000-— zn verwenden, und e) den Recht des Ueberschusses mit .... st. 12.750 38 auf die laufende Netriebsrechnung des Jahres 1898 vor-zutragen; II. den Gebarnngs»Ueberschuss der Mobilar» Abtheilung mit..............fl. 9.97458 und den Gebarungs-Ueberschuss der Vpiegelglas-Abtheilung mit..............fl. 1,249 53 zur Votierung der Reservefonde dieser Abtheilungen zu vcr-wenden. Anlässlich des sünfzigiährigen Regieruugs - Jubiläums Se. Majestät des Kaisers Franz Josef I. beantragt Herr Regie-ruugsrath Dr. Ilwof uamens des Verwaltungsralhrs für dm im Jahre 1888 errichteten Kaiser-Iubiläumsfond zur Unterstützung vou Vereinstheilnehmcrn, welche durch audere Elemrutar-Ereiguisse als durch Feuer iu Nothlage gerathen, aus der Special'Reserve den Betrag von si, 24.000 zu widmen. Die Versammelten, welche sich zum Zeichen ihres Einverständnisses von den Sitzen erhoben hatten, stimmten begeistert in das vsm Vorsitzenden auf den Kaiser ausgebrachte dreimalige Hoch ein. Nach Autrag des Nechuungs-Revisions-Comik'eZ wurde den, Vcrwaltungsrathe rücksichtlich der Iahrcs>Rechnnna. 1897 das Absolutorium ertheilt und demselben der beste Danl votiert. Der Voranschlag für das Verwaltungsjahr 1898 wurde genehmigt. Zu Rcchnuugsrevisoren wurden die Herren Vereins-Abgeordneten Julius Graf Auersperg, Karl Fritscher und Alois Posch, zum Ersatzrevisor wurde Herr F. X. Wirth gewählt. Ueber die Anträge des Vereius.Abgeordneteu Herrn F. X, Wirth ans Abänderung, beziehungsweise Ergänzung der 88 117 uud 146 der Statuten referiert in ausführlicher Weise der Rechts» auwalt der Anstalt Herr Dr. Ritter von Schreiner; dazu gibt Verwllltuugsralh Freiherr von Avfaltrcrn sachliche Aufklärungen. Herr Wirth zog schließlich einen Theil seiner Anträge zurück, der andere fand nicht die Zustimmung der Mehrheit. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehohe 306 2 m. ,. 2 U N7^ 737 9 13-8 ' S. mäßig theilw. heiter ^ 9 » Ab. 738-7 98^ N. mäßig heiter________ 7U.Mg. 739^7 5^6' NÖ. schwach Nebel 15. 2 . N. 738 3 19 8 S. schwach heiter 0 0 9 . Ab. 737 7 13 2 S^schwach^ heiter________ i^6?s^U.Mg^> 737^61 9"6j O. mähig heiter j 0-0 Das Taaesmittel der Temperatur vom Samstag 10-9° und Sonntag 12 9°, um 3-0°, beziehungsweise 1-1' unter dem Normale. ____ Verant^MlÄel^iedäcteur: Julius Ohm«Ianuschowsly iNitter von Wissehrad. Lottoziehung vom 14. Mai. Graz: 13 36 7 84 78. Wien: 3 23 65 70 40. In der Lattermann -[Allee. ] Vom Sonntag den 15. Mai an Neu! Gastvorstellungen! Neul Die gelehrtesten Hunde der Welt! !Ohne Concurrenz Caro, der wirklich auf der Welt einzig existierende clavierspielende Pudel, welcher im Vereine mit 20 seiner Genossen, reizende Thierchen, seiue Künste zeigen und die Bewunderung der Besucher im höchsten Grade erregen wird. Caro ist eine Glanznummer ersten Ranges, indem er unter anderem auch «Die letzte Rose> aus der Oper «Martha» und den etc. auf seinem Ciavier spielt, was his jetzt einzig auf der Welt dasteht. Die letzteren Hündchen, welche man nach vieler Mühe und Ausdauer dahin gebracht hat, Schreiber, Leser und Rechner zu sein, so dass sie jede vom Publicum gestellte Rechnungsausgabe zu lösen vermögen, sind Farben- und Blumenkenner, Gymnastiker, tanzen Ballet und führen zusammen ein großartiges Potpourri auf. Mit einem Worte, die Thiere producieren sich in einer noch nie dagewesenen Weise. Zu dieser hochinteressanten Vorstellung erlaube ich mir, das geehrte Publicum, besonders Kunstkenner und Liebhaber von Hunden, ganz ergebenst einzuladen. Eintritt: Sperrsitz 60 kr. — I. Platz 40 kr. — II Platz 30 kr. — III. Platz 15 kr. Militär ohne Chargen und Studenten zahlen auf den ersten drei Plätzen die Hälfte. Vorstellungen finden statt: die erate um 4 Uhr nachmittags, die zweite um 6 Uhr und die dritte um 8 Uhr abends. — Eine halbe Stunde vorher Gassa-Eröffnung. (1910) 2—2 Hermine Kutscher«, geb. Vöhm, itamltta Nöhm und Uugllste sluda, geb. Nöh,n geben schmerzerfüllt im eigenen sowie im Namen aller übrigen Verwandten davon Nachricht, dass es Gott gefallen hat, ihre innigstgeliebte, unvcrgessliche Mutter, beziehungsweise Großmutter, Schwiegermutter, Schwe« ster und Tante, die wohlgeborene Frau Anna MM geb. Koschier k. k. Ingcnieurs-Witwe nach langem, sehr schwerem Leiden heute morgens um 7 Uhr, versehen mit den heil. Sterbesacramenten, in ein besseres Jenseits abzuberufen. Die theure hülle der Verblicheneu wird Mitt« woch, den 18. Mai, um 5 Uhr nachmittags vom Trauerhause Maria.Thercsien'Straße Nr. 12 auf den Friedhof zu St. Christoph überführt und im Familien, grabe beigesetzt werden. Die heil. Seelenmessen werden in der Pfarr-lirche zu MariäTevi! ^i*?^*1«* EllTora ftft Vo^J^go^S"^/urnPfdame der Welt, genannt das lebende Räthsel, u»> Gelegenheitskauf. Kino Handlungs-Realität in Untersteiermark, in waldreicher (Jugend, auf welcher seif. Jahren ein bedeutendes Holzgeschält mit glänzendem Erfolge geführt wird, ist Familienverhültnisse halber zu sehr günstigen Bedingungen zn verkaufen oder zu verpachten. Fachkenntnis nicht nothwendig, da Käufer gut eingeführt wird. Adresse in der Administration der «Laibacher Zeitung». (1938) 2—1 ^>'MarkmeKcfeehausi»^»>er in ¦¦¦Äst es F'räulf ,u w«"scht ein bis ¦ S ?1des Hera" °a«r W.twe, frtr das ^ > a VeheliSSCaAnndtidate" ^eignet, w"8» frMeAd«nin;tp„rlra8e «»it Photo-W^'^tea ninist«'ation der «Laibacher !BBE ESTERHAZY COGNAC wm\ ----------¦------------.1^=-------------------------------^^--------------------------- (1847) 12-4 ZE3ja-u.pta-ep6t: Joliann ^exd-a^rL, ZLiaäToacIb.. Laibacher Zeitung Nr. 110. 889 16. Mai IM Course an der Wiener Börse vom 14. Mai 1898. ^ dem oMM« 2°^°"« «,, , «,..,. ,< Veld Ware Allgemtlnt Staatsschuld. 5»/^ lkwlieltllche Rente /, Otsterr. Voldrente, steuerfrei 12105 121 2? 4°/« blo, Nriüe i» ss>u»!>!'w2hr., ftcuclfrei l>>r i!U0!llro,!s!, N»n. 1U1U0 IU2 — dlu. bto, pri' Uüimo . . 101 8? 102 — >'/,"/<> Usterr, Investitionk Ren»« ftl 200 KroiltN Nom. . . 32 »0 9250 «ft«»ah».«!5 NuduMml,n 4°/„ in Kronen». fteuerf. (diu. St.), für 200 Kr. Nom.........98 4b 100 45 vornilbcrubahn 4"/» i. Kronen». steucrs., 40N u. »000 Kl. s. »00 »i. Nom......9» 70 10070 Zn Vtaatsschuldverschrelb»»« ,en abgestemp. (kisenb.-Nctien. «llsadethbahn 200 sl, ........23^—233'— bto, O«ljb..tir, 200 sl, ö.W, 5°/, 281'— L32 -O«l.'««ll'Lud».nm«m«ene Vli»r^ Obli>a«o»tn. Ullsabethbah» 600 u. 30«u Vl. 4'/» llb 10«/n hn, 400 u. 2000 Vl. »00 M 4°/....... 1207b 12, 75 FrIoIef.V,, 0 t!0 «allzüchs Narl Ludwig - Nahn. diverse NtNlle <°/„ . . , . 99 40 10040 Volarlberger «ahn, Ung. Voldiente 4°/n Per Casse 120 90 I2il0 vto, dto, per Ultimo .... 120-30 121 10 Vto. Rente in Klo»e,!>vä!)r,, 4«/„ steuerfrei sül 800Kronen Nom. 99-20 99-40 4°/„ dto, dto, per Ultimo . , 99-20 89 40 btll.Et,lt«l.«>°lb10Ufl.,4'/,°/. 119 10 120 ,«0 bto. bt». Silber 100 fl.. 4>/,°/, 1W-- 101 — dto. Etaats-Oblil,, (Ung. Ostb.) V. I. 1876. 5°/,..... I»« 25 ^1 ^ bto.4>/,°/»EchantrtgalMbl.-O«. ,0035 ,u,^ bto. Pram,.«lnl. b 100 sl. b, W._____._ bto. dt«, k b«fl, «. «». ^._ ^.^ «heIH N.°«sterr. Lanbes-Hyp.-Anst. 4»/, 98 80 100 «u vest.-unl,. Van» verl. 4°/« . . 100-3» iui 3,» dto. blo, bozzhr. ,, 4»/» . . 100-20 101-20 Vparcasse.l.es«., ,0I.5'?,°/,«, 101-50 -^ Drioriläts'ybllgattonen (füi 100 fl.). sserblnandz.Nordbahn »m. l«s« 101 10 102 - Oesteir. Nurbwcstbahn . . . 111-112- Ctaat«oahn8°/akssrc«,500p.St. 219— —- ßüdbahn 3°/n i( Frc«. 500 p. St. isi 50 i»2 50 dto. b°^!lL00fl. P, 100 ft. I2L-- 127 — Üng,»gal>z. Nahn..... 108-80 l09'^> ^/o Untertraintl Nah«« . . 98 bu 100 — ßank-ßcN«» lp« VUH). «Ngl»^?tst. V«nl200s1.«<»»/,G. 156 — 157 — Vanlvereln, Wiener, 100 fl. . 270 75 27175 Vobcr..«nst,,Oest.,200sl.L,4ft«^ 487 — <«8 - «rbt..«nst. f. Hand. u. «, 160 fl. ___ — _ dtu, bto. per Ultimo SeptÄ?. ^z« — ^56 50 llreditbllnl,Allg, ung., LOON. . Z83-—3»3 75 Vtposttenbanl, «Illa,, 200 fl. . 228— 227 — Escomptt'Gcs., Nbröst., 500 sl. 75i__ 75«-^ Giro-u.Cassenv,. Wiener, 800ft. 2«-, — 26L — Hypothec,, Otst,. 200 fl. 25°/»». 84 50 «!>-- Länberuanl. Ocst., 200 fl. . . 228 25 228 ?b Oesterr.-ungar. Vanl, «00 fl. . 914 5a 915 — U»ionb«nl 200 fl..... 296 — 29? — Verl«hc«b»nl, »N>,, l«0 ft» l i?4— 175 — Velb Ware Hewn von Transport« Anternehmungen (per Stück). «lnffig'Tepl. Vlsenb. 800 sl. . '«<6 i«50 «»hm, Nordbahn 150 fl, . z 2ü0 50 ü«!i - Uiischtlehrader Ges., j oefterr., 500 sl. VM. . . ^.9 - 47" b<> Dm-NodenbacherV.-N.2U0fl.s. 74— 7550 Ferdinanbs-Norob. l000fl.LVt. »520- ü525- Üemb.'Vzernow.-Iassy^Vistnb.» ^ Gesellschaft 200 fl. T. . . 295 50 237 - Lloyb, Oest., Triest, 50« fl. TVl. !43N — 432 - Oesterr. Nordwcstb, L00 fl. S. 2^9 5» 250-- dto. dlo, (lit. U) 200 fl. G. ^l!2 25 262 7!i Prag.Duxcr Viscub. 150 fl. K.. !>t 75> 9550 Staatieisenbahn 200 fl, s. . 357 «5I8öU Z-> Nüdlillhn 200 fl, S..... 72-ÜU 78-. Zütmordd. Verb,°V, 200 fl. IM. 208 25 209 !.>,> Tramway-Ges-,Wr,,i70fl.0,W. — — — - dto, EM. 1887. 200 fl. . . 583 — 525 — lramway-Vef,, Neue Wr,, Prio» ritzt,.«lcl«cn 100 fl. , . . ,27 - l29 - NngHallz. »isenb. 200fl. Silber 2ii. 50 213 — Nng««ef».(Raab'Viaz)200N.Y. 211 5p 212 50 Wiener üaealbahnen. «ct.°V«l. — — — - Industrie«Acti«n (per Sttlck). Vaunes,, «lllz. «st., 100 sl. . . H450N250 Vgybier Eisen» und Vtahl-Ind. in Wien 100 sl..... »4 - »8 — Eisenbahn».»üeihg., «rste, «0 sl. 131 50 13» 5<> ,,VlbemNl)l", Papiers, u. V-»G. 98 — 100 70 Licstnger Brauerei 100 fl. , . ^47 — 14k — Montan«Hestllsch., Orst. »alpin« iß2-«5 163 15 Präger VNen»Inb.„« -W°ssens.-V.^0est.«i!Wien,t00sl. ^. , U»»8U!!.Le!hanst.,»llg.,lnPest. ^ ^^-.^^ Wr. Väulleseilschaft'100 fl. ! . ^^3^" Wieilerberger sle«el'«ctien^«l. " zlnerse Luft (per Llücl). ^ 7^ Bubapest-Basili« (Dumb««) - ^ . ^^ Lredltlose 100 fl. , - - - ' ^--^ ^^" Clary-Uose 40 ,1. CM. - ^,- .-z^l^" 4«/„V°»a»-D»mpfsch ,00fl C«- ^' ^ Ofeuer Lose 4<, fl..... ß,,.-z "'' PalsfyLosc 40 sl. CM . - - °,,)! .' «othen ftreuz, Oest »ei,u..l0!I. ^^ !>" «udolpli Uose 1» fl - - ' u.-zz! ^^ Zalm Luse <« fl, »M, - - ' ^ « " St.-Gcuois^ose 40 fl, «V- - '' ««^ Waldstsiü-Üose L0 fl. «M. - - "" «ewinstsch. d. 3«/. Pr. Zchulb«- zz l»-^ d, Vodencredttanslalt, l, »»- ^,^, «", »ts. dto. ll, «m 1»»? - - A?z "" U«ib«ch« L»se...... ! Deolft«. ^,^7 «mfterbanl....... /,./?,! i'^ Deutsche Plühe...... ."ss^!'!!-. London.....» > ' 47,70,'',^ P«ri« ,.....»' ,^ ^ St. Petersbu?« ..... Valuten. ,, z?< Vueaten........ «z«^ '^ »».Francs-Stücke . . - > ' .»gül-" Deutsche 3leia>,b«nrn°ten . > ^ ,z ^ Iklienilche V««lnote» . - ' ".z^ !" P«p