•1. Jahrgang Enchefeat wöchentlich sech^^nui (mit Aiunahme der Feiertage^ ^hriftleitung, Verwaltang und Buchdruckei^ TeL 25-67, 25^ 25-69. Maribor. KopftUika nl. 6 Nr. 29 * Dlanttag, dm 4. Fabruar 1941 n*iarai>ut> / Öalle 6e.affieMn ^t>eninien in Simon / 'BorfloH öer <9rie(ben in Oer TticDiung auf Soiona / 3m QBeflen irot) ungttnftigtr ®^tttriage (tine Unterbrechung öer SuftaRionen New Yorlc, 40. Fdjer, (Avala-DNB) »Associated Press« berichtet aus London, daß die deutsch« Luftwaffe trotz ungünstiger aimo«f)härisch<>r Verhältnisse eine Reihe von Anigriffen auf Ostengtand, Mit-telen^lan^, SUdwestengland und Wales unternommen hat. Berlin, 4. Februar« (Avala) DNB meldett Das Oberkommeindo der Weiir-iiiacht gab gest-ern belcannt: Einizelne Flugzeuge griffen gestern er-folgreidi Flugplätze, Fabriken, Lager und' liisenbahntmien Im slidöstlichen England an. Auf dneni FtugfeWe wurden felftdti-che Jagdappafatc vern-ichtet und ein Treffer in oiütem Hangar erzielt. SüdHch vo^n Sotuithend wurde ein felndlkhes Handelsschiff anigegriffen, auf dem Bramdwir-kung fcstgestelH: wurde, östlich von Har-wich wurde ein anderes feindiiohes Han-dcbschlff von mehreren Bommen getroffen. Der Feind verlor im Laufe de® gestri-}fcn Tages drei Flugzeuge. Eines hievon wurde In einem Luftkampf u«d tlnes von der Flak abgeschoss>ei>, während das (trlt-i(i notlanden mußte. B e o g r a d, 4. Feber. (Üniied Press) l aut Meldungen, die hier von der alibanl-schen Grenze viinlaufen, hat der linke Fltt-l^el der griechischen Strertlkräftc, die in Albanien operieren, die letzten befestigten roöitionen der Italiener vor der Bucht von Valona vilmgedrUdct. Auf diese Welse j?elanigtcn die Griechen auf etwa zehn Meilen vor die Hafenstadt Valona, den wichtigsten itaHenischen Marinestützpunkt in Albanien, Wie ferner berichtet wird, habv die griiechischen Truppen auf Ihrem Vormarsch bereits die DuikatH-Bucht, d. i. den südlichen Arm der Valoner. Wie britischen Berichten zu entnehmen ist, smd die italie-niechen Strel-tkräfte im Wes-ten und tm Süden A b e s s i n ie n s im Rüolcziuige begriffen. Tausende von aibessinischen Re-beHen, die von Hafle Selassie angeführt werden, verfoil'gen dile sich zurückziehenden Itaüetver und leisten au-f diese Weise den britischen Streilicraften wertvolle Dienste. Rom, 4. Feber. (Associiited Pres«) Die in Afrika kämpfenden Hallenischen Streitkräfte waren auch gestern bemüht, den Vormarsich der britischen Truppen aufzuhalten. In den Italienischen Berichten wird von der Laige der Oase D j a r a b u b Im .Stkten UbycQs nidit .jceapfochen* Wcfit wird aber im Bihtte »M i 1 i z i a F a s c i-s t a« die MögHchk-cMt des Falles von Dja-rabub in ErwäRuhe vor der Invasion« aufzufassen seien. Kairo, 4. Feber. (Associated Press) Die britischen linperialtruppen trieben einen Keil in das Herz der italienischen Kolonie Erythräa und besetzten die Stadl Barentu kmrz nach dem Falle von 1 Agordat, einem wichtigen Venkohrskno-tcnpun'kt in diesem Teile Erythräas. Die italienischen Trutppen ziehen sich in der Richtunig auf Chviren zurück, das gtwa 110 Mellen im Inneren Erythräa« und etwa 50 Meilen nordwestlich von Asmara, der Hauptstadt von Erytliräa uuk:! dem letzten britischen Ziel, liogt. Kairo, 4. Feber. (Avala-ReiKcr). Im gestrigen amtlichen Bericht heißt es, daß sich die italienischen Truppen in Ery-thräa und in Abessinien auch welter zurückziehen, besonders nach der Einnahme Agordats und Barenttts. Athen, 4. Feber. (Avala-Agence d'Athene). Der Bericht Nr. 100 des griechischen Hauptquartiers vom 3. d. M. trägt folgenden Wortlaut: Im Laufe des Tages stellenweise Patrouillentätigkeit und Artillerie-Duelle. Feindliche Flugzeuge warfen auf einen Punkt des westlichen Pelloponnes mehrere Bomben, die aber keine Todesopfer forderten und auch keinen Sachschaden anrichteten. L imHli I i . Ql&m'ral Dartan brrl^anöen in ßarid mft £atoal Berlin, 4. Feber. (Associated Press). Wie das Deutsche Nachrichten, b ü r 0 meldet, hatte der französische Marineminister jean D a r 1 a n gestern in Paris mit dem. früheren Vizepräsidenten und Außenminister der französischen Regierung in Vichy, Pierre L a v a 1, eine lange Unterredung. Die Unterredung fand in Anwesenheit des Bevollmächtigten der Regierung des Marschalls Petain in Paris, Graf Fernand de Brinon, im Hotel »Matignon« statt. Das DNB stellt fest, daß im Laufe der Unterredung »die allgemeine Politik der französischen Nation« besprochen wurde. 3irma-6(ra^e loieöer srrf'ör BEIDE BROCKEN ÜBER DEN MEKONG-FLUSS DURCH FLIEGERBOMBEN VERNICHTET. Hongkong, 4. Feber. Der Korrespondent der amerikanischen Nachrichtenagentur United Press John Morris ist gestern im Flugzeug von Tschunking nach Hongkong zurückgekehrt. Er erklärte, daß japanische Bomber in der vorigen Woche die für Tschlangkaischek so wichtige Birma- Straße mit Bomben belegt haben. Dabei sind*auch die beiden Brücken über den Mekong-Fluß neuerdings zerstört worden. Der imerilianische Jounalist berichtet ferner, daß infolge der Verkehrsunterbechung eine ernste Anhäufung der mit Munition und anderem Kriegsmaterial voll beladenen und für Tschunking bestimmten Motorfahrzeuge entstanden sei. Onodfaurr 3)rmrn(i 'Moskau, 4, Feber. (Avala-DNB). Ausländische Blätter, besonders englische, verbreiten die Nachricht, daß zwischen Sowjetrußland und der Türkei ein Gehelmabkommen getroffen worden sei, wonach Rußland der Türkei Waffen zur Stärkung des Widerstandes am Balkan gegen eine eventuelle Aktion Deutschlands liefern soll. Nach diesen Informationen soll bereits eine türkische Kommission nach Moskau abgereist ein, um da» Kriegsmaterial zu kaufen. Die Nachrichtenagentur T a s s ist zur Erklärung er-tiächtigl, daß zwischen Sowjetrußland und der Türkei kein derartiges geheimes Abkomnitn getroffen worden sei, daß von einem solclien Einvernehmen nie die Rede war und daß sich in Moskau keine türkische Kommission zwecks Waffenkaufes aufhalte. Alle diese Informationen der auswärtigen Presse seien frei erfunden. Oberst Donovans Unterredungen in Ankara. Ankara, 4. Feber. (Avala-Reuter). Der Sonderdelegierte des Präsidenten Roosevelt, Oberst D o,n o v a n, hatte im Laufe des gestrigen Tages Unterredungen mit dem M'nisterpräsidenten Refik Say-dam, dem Minister des Äußern Sarad-schoglu und dem Chef des Generalstabes I Marschall Tschakmak. Wie es heißt, wird j Oberst Donovan noch im Laufe 'es heu-Itigen Tages nach Palästina Weiterreisen. Enffllscher Frachter torpediert N c w y o r k. 4. Feber. (Avala—DNB) Aus unlerriclUctcr Quelle erfahrt man, daß vor einigen Tagen der britische Frachter „Urla" (5198 Tonnen) 475 Meilen westlich von der irischen Küste torpediert worden ist. Das Schiff war mit verschiedenem kanadischen Kriegsmaterial nach England unterwegs. Die russisch-japanischen Verhandlungen. Moskau, 4. Feber. (Avala-Tass). Der Rat der Volkskommissäre ernannte die Mitglieder der Kommission, die beauftragt ist, mit Japan die Detailverhandlungen zum Fischereiabkommen zu führen. Zum Leiter der Sowjetdelegation wurde der stellvertretende Außenkommissar Losowski ernannt. Amerikanische Flu(tzcuf{katastro|ihe Newyoi'k, 4. Febtu*. (Avala—DNB) Im Gebirge bei der Stadt Olympia im Staate Washington wurde der »erschmetterte Bomber der amerikanischen Luftwaffe, der am 16. .länner aus unbekannter Ursache abgestürzt war. Die siebtui Leichen der Besatzung sind derart verunstaltet, daß sie bisher noch nicht identifiziert wer-* den konnten. Litauen-Doutsehe kehren nach Deutschland zurück Königsberg, -l. Feber. ' (Avala— DNB) In der Grenzstation Eydkau traf j^estern nachmittags ein Transport von 527 aus Litauen nach Deutschland rückwanderaden Deutschen ein. Die Rückwanderer wurden in der Grenzstation von zahlreichen offiziellen Persönlichkeiten und einer großen Menschenmenge begrüßt. Für die nächsten Tage werden in Eydkau weitere Rück-wanderertransportf erwartet. Budapest zum Teil unter Wasser. Budapest, 4. Feber. (Avala-Reuter) infolge raschenAnsteigens der Donau sind einige Vorstädte der Hauptstadt, darunter auch Budafok, bereits unter Wasser, •Vteribofcr Zeitung« N«mincr 29 Dienstag, di'n 4. Februar I64I Neue Spannung im Fernen Osten !nie6erlän&if(lD-3n&ien gegen 3apontt Oftafien-Jüläne / an unb 5en iDtreiniglen • 6taalen im 33erei(be firr OÜtöglicDteft Tokio, 4. Febcr. (Avala). DNB iiiei-ilet: Die japanische Presse befaßt sich mit der Mitteilung aus London, aus der hervorgeht, daß die niederländische Re-;;icrung, die sich in London befindet, ihrem Gesandten m To-kio Pabst auf-uetraj^en hat, der japanischen Regierung zur Kenntnis zu bringen, daß sich die niederländische Regierung der Mitarbeit ;in einer Neuordnung in Ostasien unter der Führung Japans widersetze. Die Blätter weisen darauf hin, daß darüber noch nichts anitiicli bekannt sei. Aber trotzdem sei es nichts Neues, so schreibt ^>'r () k 1 () A s a h i S c Ii i m b u n«, daß ilie niederländische Regierung in London, die unter einem starken englischen Druck siehe, eine solche Stellungnahnie einnehme, Das Blatt »J o ni i u r ] Schi m- bun« sagt im Zusammenhang damit, daß die Schaffung eines ostasiatischen Lebensraumes, die Japan in Angriff genommen habe, für die ganze ostasiatische Rasse eine Frage über Leben und Tod darstelle. Mandschukuo, China, Siam und Französisch-Indochina haben ihre Bereitschaft zur Mitarbeit bereits bekanntgegeben. Nur Niederländisch-Indien habe seine Mitarbeit abgesagt, wii dies aus einer kurzen Mitteilung des niederländisch-indischen Generaldirektors für Finanzen hervorgeht. Diese Haltung Niederlän-disch-Indiens, so schreibt das Blatt, sei ohne Zw,eilel der Wühlarbeit Englands und Amerikas zuzuschreiben. Falls Niederländisch-Indien auch in der Zukunft bei seiner unfaßbaren Haltung verharren sollte, so setze es sich der Gefahr aus, von den übrigen Völkern Ostasiens angegriffen zu werden, da es sich außerhalb des gemeinsamen Lebensraunies dieser Völker befindet. Tokio, 4. Feber. (Avala-DNB). Der bekannte japanische Marinesacliverstän-dige Konteradmiral S e k i n e veröffentlichte in der Zeitung s>H o t s c h i« einen Aufsatz, der von der Möglichkeit eines Konfliktes zwischen Japan und den Vereinigten Staaten spricht. Zu Beginn dieses Aufsatzes heißt es, daß Japan nicht die geringste Absicht eines Angriffes auf die Vereinigten Staaten hege. Es sei auch zweifelhaft, ob die Vereinigten Staaten im jetzigen Augenblick die Initiative zu einem solchen Konflikt geben würden. Es sei festzustellen, daß die Vereinigten Staaten nicht imstande sind, England wirksam zu unterstützen und mit Japan zu kämpfen. Konteradmiral Sekine meint, die amerikanische Industriekapazität reiche hiezu nicht aus, außerdem sei die amerikanische Flotte zu schwach, um einer solchen doppelten Aufgabe gewachsen zu sein. Die amerikanische Flotte be. sitze heute 15 Schlachtschiffe, 6 Flugzeugträger, 18 schwere und 17 leichte Kreuzer^ 80 Zerstörer und 34 Tauchboote. Mit einer solchen Flotte sei es nicht möglich, gegen Japan anzukämpfen, das zur See über eine viel größere Kapazität verfüge. Es sei daher nicht anzuneh. men, daß sich die USA in ein Abenteuer stürzen werden. Xeue drutfd^-fransöMe ^er^anölungen im ^ange? Strlin Erfolgt öff innrrpolMfCge (Snttoicflung in Sid^y-Sfranfreidfi mit !7Ri6lrauen / 3Uri(IDer Informationen aber Me Haltung QSi(f)i|0 / Qlltmirat 3)orlan nacD ISari« abgereift / II rieh. I, bY'ljer. Nach Int'ürma-iHUK'ji. (Iii- aus Herlin cingehiiigl sind, hlickl iiuiii in (Iciilsclu'ii polilischeii Kreisen mit eiiiejn gewissen Mißlrau-•'H ;iiil' die Politik, die in N'ichy ge-nuiclil wird. DcuLsehlaiKl iiiU'ri'ssiej'l sich an diesen liifonnalioiien wenigei um die. innere Prohtemalik selbst als viclniehr um die «leiilseh-rran/ösiselieii Hezieiiungeii. In die.seni Zusaminen-luuige. gilt chen Viehy und den Ok-kupation'SÜDehördcn zu erwirken. In f-*aris hält man jedoch jede Erneuerung der Verhandlunigen für unnotwendig, und zwar so tonge, bis man in Viehy zur Einsicht uird iklaren Übersicht der augen-ibli'ctklichen Lage geikoniiinen sei, Unruhen in Waziristan. Kabul, 4. Feber. (Avala-DNB). In mehreren Siedlungen in NoTdwestindlcn kam es zu blutigen Zusammenstößen zwischen Eingeborenenstämmen und zwischen britischen Truppen. Die britischen Truppen erlitten Verluste, die amtlich zugegeben werden. Budapest in Uebersclwemnmiigsgefahr Budapest, 4. Fober. (Stefani). Die Hochwassergefahr bei Szegedin ist von Stunde zu Stunde immer größer. Schon jetzt stehen riesige Komplexe des flachep Landes unter Wasser. Die Hochwassergefahr besteht aber auch für Budapest selbst, da das Wasser bereits das Niveau der tiefst gelegenen Straßen erreicht hat. Die. Bevölkerung^ der Türkei stieg in den leLzleu lujif Jahren von 1<) auf IS Millionen Einvv'oUner. QBritrrr en0lif(D( 6t06punft( an öie 'Bereinigten 6taaten T o k i o, 4. Feber. »Tokio Asahi Schin-bun« befaßt sich mit einer Meldung der »N e w York T i m e s«, wonach zwischen den USA, Australien und Neuseeland eine Einigung über gemeinsame Vor bereitungen im Süden des Pazifik getroffen worden wären. England habe im stil-fen Ozean Stützpunkte auf seinen Inseln in der Südsee ausgebaut. Diese Stützpunkte — gemeinsam mit den Stützpunk- ten in Australien und in Neuseeland — werden in Kürze den USA zur Verfügung gestellt werden. Als Seestützpunkte kommen Melbourne und S i d n e y in Australien und D e v o np o r t in Neuseeland in Frage. »Tokio Asahi Schinbun« meint hiezu, daß die Vereinigten Staaten mit allen Mitteln daran gehen, sich in der Südsee militärisch einzunisten. Londoner Untergrundbahnen als Luftschutzkeller. Dienstag, tkn 4. Fetiruar 1941 »Maribwer Zefhinip:« NiMrmier 2(> S)rr 6tan6punft :Bulgariend tfinr ?leör DM OanOtMminintrtf S)r. 3aqorob in @blflot> / „Srieben, SrrtitfdDoft un& ^bflano bon jeOem Angriff" Sofia, 4. Fcber, Handelsminister Dr. Zagorov hielt in Svistov eine große Rede, in der er auch außenpolitische Prob lerne berührte. Der Minister sagte u. a.: »Die Versammlung erwartet von mir eine Darstellung der wirtschafts- und außenpolitischen Lage des Landes. Bulgarien — obwohl es in den Konflikt nicht direkt verwickelt ist — ist am wirtschaftlichen Kriege beteiligt. Dieser Krieg kommt In vierfacher Weise zum Aus-drucjj: 1. Durch die Unterbrechung des Schiffahrtsverkehrs und den dadurch entstandenen Rohstoffmangel, 2. Durch die Verringerung der europäischen Transporte und die dadurch bewirkte Einflußnahme auf unsere Versorgung. 3. Durch den Tauschhandel, da es nicht genügt, Geld, aueländische Devisen und Gold zu besitzen. 4. Durch die Notwendigkeit der Schaffung von Reserven für die Wehrmacht. Die Armee — so erklärte der Minister — muß In erster Linie versorgt sein. In allen Ländern und so auch in Bulgarien wird die Ernährung der Soldaten auf Kosten der Ernährung der Zivilbevölkerung sichergestellt. Diese Erscheinung drückt auf die 'Wirtschaft und beeinflußt das Leben im Lande in ungünstiger Weise. Wir werden aber auch in Hinkunft alle Schwierigkeiten mit Zivilkourage meistern.« Der Minister wies sodann daraufhin, daß die Preise für die lebenswichtigen Artikel in Burr 3)eutf(]5-ianM Xaudtboot-eifirtr DeulficMand besllit heule das Vierfache seines TauchboetpotentialB au» der Zelt vor dem Kriege H o Ol, 4. Feber. In Berichten aus Stockholm registricreti die italienischen Blätter die Ansichten eines schwedischen Militärfachmannes, denen zufolge sich die Gcgenblockadc der Achsenmächte gegen England immer mehr verschärft, da Deutschland Tauchboote eingesetzt habe, die das Vollendetste auf dem Gebiete der Kriegstechnik darstellen. Die Zahl der deutschen U-Boote habe sich gegenüber dem zahlenmäßigen Slancl vor dem Kriege vervierfacht. 13or ßrö^ren'ftriegdrrrigniffrn im tDrfl(i(i)en TltJtlr ntrrr? SCHWEIZERISCHE PRESSE^TIMME ÜBER DEN KRIEOSVERLAUF Genf, 4, Feiber» (Avala) Havas berichtet: Atifäßlich der jüngsten Rede Hitlers schreibt *Le Journal de G e n e v e« u. a.: »Deutschland verfügt über genügend Mittel, um Operationen an dir Mittelmeer- und an der atlan-tischen Front unternehmen zu können. Versch-ie-dene Anzeichen deuten darauf hin, daß sich im westlichen Teil des Mittelländischen Meeres zwischen Gibraltar und Tunis Zusammenstöße ereiignen werd'in. Der KAnzkir des Deutschen Reiches hat erklärt, er werde in diesem Jahr den Sieg davontragen. Sieh'ir ist, daß er entscheidende Aktiionen unternehmen will, bevor sich die Hilfe der Vereinigten Staaten von Nordamerika auswirkt. Man Uantn einen Kanupf erwarten, der über das weitere Schicksal tler Wett entschei'diin wird, die erschüttert der Zerstörung so vieler geistigen und ma'terieWen Werte zusieht.« ^infie« SüQii efnrr und 6oMQluiiion 6nglanfi— "Orrriniote 6taaten L o n d o n, i. Febcr. (Unilcd Press) Hiesige amerikanische Kreise, en. Rücktritt der prawoslawen Mitglieder des Sarajevoer Oemeinderates. Sarajevo, 4, Fcber. Die prawoslawen Mitglieder des Sarajevoer Gemeincle-rates, die mit der Umgestaltung des Gemeinderates durch den Wiedereintritt der Kroaten unzul'ricdtMi sind, haben Samstag eine Konferenz abgehalten, in der sie den Beschluß faßten, kollektiv zurückzutreten. Die Genieinderäte Vukotic und Gnja-ti(J überreichten hierauf dem Banus Dr. Stanoje Mihaldzic das kollektive Riick-trittsgesuch im Namen von insgesamt fünf prawüslawen Gemeinderäten. aji geei^^neten 04en aufziehen, um sie »» zu retten. Man i«t jetet in Stookhokn dabei, eiwe so große Anzahl von Wildenten wie möglich einzufanigen, um 'd-as Zähmungsexpe-rimen4 durchzukhren. Beim Fang werden große Käfige benutzt, in >velche die Tiere mi-t Futter htneingetockt werden. Die Wildenten fürchten dfc Menschen auch keinesweigs und gehen in die Käfigj hinein. Sit werden dann an geeignete Aufzuchtsorte gebracht, wo ihnen ate erstes allercHn^ die Ftügel besctmHten werden. Die schwedischen Wisswi^chaft+e-r smd bereits sehr gespannt, wie sich die folgende Generation der Wildenten verhalten wird. Denn es kommt zwar vor, dji6 sich einzelne Wildenten zähmen lassen, ebenso aber kommt es vort", daß eine gezähmte Ente mit einem Schwärm Wildenten wieder in dtie Freiheit ausbricht. Bs sind also bei diesem Zähmungsexperi-ment größten Ausmaßes die interessanie-sten Beobachturrgsmöiglich4*e#en gegeben. I>er aihülralisefie Ministerpräsidenl ist Oplimist Jerusalem, t. lieber. (.Vvala—Heuler) Der australische Miuisterpräsier. Von schwedischen Zoologen wird gegenwärtig ein interessanter Ziiohtungsversuch an Wildenten du rchgjfiihrt. Die Wildente, auch März- oder Stockente geniannt, welche in der ganzen Welt, hauptsächlich aber auf der nördlichen Halbkugel verbreitet ist, kann sich rühmen, die Urmutter aller so mannigfaltigen zum Teil «eli^ prächtigen Abarten zu sein. Dij Stockente ist durch den nielai-lisch grünen Hals des Erpels mit weißem Halsband nnd durch seine aufgerichtete:! mittleren Schwanzfedern charakterisiert. Als Wandervo-gel kommt sie in großen Massen aus dem Norden nach Deutsch-Inad, wo bei den friesischen Inseln besondere Methoden üblich sind, sie durch zah-Lockvögel in großen überdeckten Reusen zu fangeg. Der starke Frost in Skandinavien hat nun u. a. eine seltsame Rüchwirkung auf die V/ildenten gehabt, die jetzt zu einem großen na'tnirwisisen'schaftiichen Experi-nienit benutzt werden soll. Infolge der hef-tigen Kälte flüchteten sich Tausende und Abertausende von Wildenten aus dem hohen Norden in die ricwftsscr von Stnck-liolm, wo p.ber die Meeresarme ebenf.^lls zugefroren sind. Damit die Tiere dort nicht zu Grunde gehen, — was im Norden bereits in hohem Grade bedauerlicherweise der Fall war — will man nun vetsuch.Mi, die Wildenten zu /ühnien. Man will sie z# Haustieren machen und Ueficr 5 3Wiffiotie« in 1 Die Leistungen der Deutschen Lufthansa im Jahre 1940. (Von unserem Fa-MltarbeHer«) Die Deutsche Lufthansa gibt ihre vorläufigen im planmäßigen Strek-kendienst erzielten Flug- und Beförderungsleistungen für das Jahr 1940 bekannt, die abgerundet folgendes Ergebnis zeigen: Flugleistung Kilometer 5,200.000 Fluggäste Anzahl 95.000 Fluggast-Kilometer Gepäck Tonnen 440 Tonnen-Kilometer 343.1XX) Luftfracht Tonnen DOO Tonnen-Kilometer ß5().(K}0 Luftpost Tonnen 1.000 Tonnen-Kilometer 94f).0(K) Diese Ziffern lassen erkennen, daß der deulselio Luftverkehr auch im vergangenen Jahre trotz der ihm durch den Krieg auferlegten Beschränkungen ein beachtenswertes Betörderungsergebnis erziekn konnte. Mit einer Flugleistuni^ von fast 5K iMMI, km hält die Lufthansa in der Leistungsrangliste nach wie vor ihren Platz unter den größten Luftverkehrsgesellschaften der Erde. Die Beförderungsleistung im Personenverkehr kommt mit rund 55 Mill. Fluggast-Kilometern fast der des Jahres 1935 gleich, (obwohl damals ein zweieinhalh-mal so großes Steckennetz beflogen wurde wie im Jahre 194U. Die Inanspruchnahme der angebotenen Plätze erreichte einen zuvor nocii niemals erzielten hohen Aus-nutzungsgrad. Dieses günstige lirgebnis ist nicht zuletzt auf den verstärkten Einsatz tler Großflugzeuge zurückzuführen, die sich besonderer Wertschätzung bi.M den Reisenden erfreuen. Im ü e p ä c k v e r k e h r übertriflt das Ergebnis des Jahres 1940 alle Leistungen der Vorjahre erheblich. Die StQigerung der Gepäck-Tonn-lkilometer gegenüber dem Jahre 1930'betrcigt mehr als 50 v. IL Die im Luftverkehr, transportierten Ge-päckniengen haben einen Umfang angenommen, wie er, besonders unter den g«>-Renwärlige-i Verhältnissen, nicht zu er-waiten war. Auch der L u f t f r a c h t v c r K e h r, iler als .Mittler des zwischenstaatlichen Giiieraustaueches gerade im Kriege sehr wiclilige Aufgaben zu erfüllen vermag, nahm eine recht befriedigende Entwicklung: die Zalil der geleisteten Fracht-Ton nen-Kilonieter liegt um etwa 200.'.. dem Vorjahrsergebiijs. In der angegebenen Ziffer sind die .ruf zahlreichen Frachtsonderflügen im Jahre 1940 beförderten ' uft'riiter noch nicht enthalten. Dagegen erfuhr die von der Lufthansa beförderte I. u f t p o s t gegenüber 193fJ einen starken Rückgang. Die Ursache hierfür ließt vor allem darin, daß dif Deutsche Lufthrnsa mit Kricqsbcginn den Dienst auf den Nachtpoststrocken erstellen mußte. Auf diesen eigens für den innerdeutschen und zwischen«:taatlichen Postschnellvorkehr gtschaffcnen Nrcht-verbinduneen wurden im Frieden etwa zwei Dottel aller l tiftrtostsendunfTcn befördert. Auch der zeitwelHu[c Wenf.ill djr zahlreichen Flugstrecken noch Nord- und Mariborcr ZeituiTg« Nummer 29 4 DlenS'tafi, Uori 4. Februar 194i W'i'stdcutbclilaiid, die für die Beförderung der Post sehr wiclitig waren, mußte /wangslüufiß im Jahre 1040 zu-einem Ab-•^iiiken der (ksamtbefOderungszahlcn des Luflpostvcria-lirs beitragen. Bcmerkcns-\\ er( ist WflkT, ilaß die durciisclinittlichl' Beförderungsziffer auf di-n wiitirend des Krieges bellogenen Linien, verglichen mit dir Vorkriegszeit, eine beachtliche Stei-^;orung erfuhr. Aus Stadt uiUI UniQcliuito Imii IIijikI iiiuchlc Polifik Als Zill- Alexander II. kurz vor dem I Krieg 18711-71 KTnug NVilhcliii in lims besuchic, bc-'d);irhl('l(' Bismarck Ix'i dem Ziiswni-nicnlreriVii aurriii'rksum die Miene des Zaren, um seine Sliniimmg zu crgrüii-di'n. W:ilii'eiid er so abscils stand. <'r-linb sieb piDizlieli der llimd V)nu'nlclu"i aus , ciilschiiUli;;; .'ich Ileiniiinnchen. !31taril>or. S>iendtag. 6en 4. Sebruar |)>erlen der QBrltmufi'ltteratur ZUM GROSSEN SYMPHONIE-VOLKSKONZERT DER »GLASBBNA MATICA« Professor T. Poljanec Das Sinronie-Orcliesler 'io-linkonzerle, Ms sind dii's dii» Konzerte von Beelho\en. Brahms. Tschai-kowski. Dvorak. (Ihisunow usw. Alle diese Konzerle. Perli ii d"r Wellnuisik-lileralur. werden von den ^'iolin\ir-luosen ^'ewöhidicb mil ()rcheslerbe- Kapellmeister Jiranek gleiliuig vorgetragen, da nur tias Orchester iiiibtande ist, den polyphonen Beichtum der Bcgleiliing luid die Bunllieil ei denjenigen zu <'rwarlen. die nicht gerade mil einem ausges{)rochenen musikalischen ICmislversländnis das Kon-zerL besuchen. Das Konzerlpublikum wird darauf aufmerksam gemachl, daü iska, Domdecliant Prälat Dr. C u k a-1 a, der Rektor der Theologie-Hochschule in Alari'bor Prof. Dr. H o h n j e c, Vizc-I bürgernieister 2:'ebot, der gewesene Kreista;ffs!präsidcnt und Altbürgermeister Dr. Leskovar, Domherr Dr. 2 a gar und Pfarrer Pater L a n d e r g o 11. 3In ö!e aißreffe 6fr :(S]5önir-QBerficöerten Mitteilung des Aktionsausi^chusscs, der seine Aufgabe beendet sieht JJer AKi\; I . v.t lHd.\ di'r Phönix-Versicberlen leill mil. dal.\ .seine .Vi'-bcil . .it Lrfnig beendel erseheinl, du die VerordiHni'.!; liber llen mil Korrespoiulenzkarle die Hüeksendinu; der Poli/./.t anfordern und hii'bei die Nummer, uider welcher sie in l.mpfaii^', geslelH woi'-, en i .1, die I lobe dt i" \ - i" p ii. Pi»- i ibunniie iiiul ilie ;;fc>'n!Uie .\dre- 'e uis Versiclierlen anführen. Die Versieherlen. ruar A'lonals 4 Uiir v'n Minuten, IinJe dieses Monats 4 Uhr 15 Minuten auf. Der Inpiäer kann in der Ab^rddäniiiierung be merkt werden; er i^eiit lu Anfang dieses Monats 0 Uhr 5ü Mimten /i; Ende des Monats 23 Uhr 25 Minuten unter. Und was den Saturn bi''.-'fft, so Ist dieser Planet vom Erscheinen n -."'.•.r Abenddäminer unp sichtbar, vcrschwiivJ.f.^^ zu Beginn dieses AAonats 0 Uhr 50 M'nutcn, Ende Fe bruar dagegen 23 U!ir 15 Minuten. in. Liiiiilcs|$4>ri(iils-Prä«i4leiit Al[ Klsiicr von liiinaii ){OvStorbiiii. Wie aus (Iriiz iM'richk'l wiixl, isl dort im hohen AUit von 8.1 Jahren der Sc-nalspräsidenl I.H. und chcmaligti l^rä-sidenl (U-s Landesgerichlcs in T^jublju-iia Adoir IC! Sil er von Hanau gcslor-Im'ii. Der WrslurbtMie, .Ialirr8liauplver»uiiinilun)ii des .lu^osluwischen Tourinffklubs, Filiale Maribor, isl für Dienstag, fleii 18. l'VlxT um 18 Uhr im Jagdsidon des Hotels ,,Orer' mit der üblichen Tagesordnung angesetzt. Teilnahme für die Mitglieder verbindlich, Freunde -lijän;euiigs-Ueberlragstaxo wurde, wie das SieueramI für Maribor-Stalehl- und .Malii|irodukl- eujijndlislea werden vom Preiskontroll-n'feral der Haniitsvorwaltung darauf aufmerksam geniachl, daß die für den (irofJhaiulel feslges<'lztoii Preise unter •allen Umständen eingehallen werden müssen. Scheinen die Preise zu niedrig, so isl an die Hanatsverwallung ein begründeles Aiisuclien um Preiserhöhung zu riehlen, Anlali zu dieser .Milleilung isl «lor Umsland, daß in i'inigcii ("legenden Nordsloweniens Hog-genmeiii sowie Mischungen aus Wei-zen- und iioggenmehl vielfach höher verkaull werden, was al)solul unslall-hafl isl. »PUTNIK«-Gesell8chaftsrei8e nacfi Budapest. 22.—26. Februar. Prospekte und umgehende Anmeldung t>ei »Putnik«. in. >Vellerl>t>riehl vom I. d., Uhr: Ti'inperahir —1.0 (Irad, Luftfeuchtig-keil 101) l'rozenU Luftdruck 728.tS Mil-liinehM". Westwind (leslern Maximal-lemiwralur i)lus 2,0. heule Minimal-li'inperalur —1.5 (Irad. Höhe des Neu-schiurs 11 cm, (lesamthöhe cm. (iesehiuolzeiie Wassernienge für Neuschnee 15.5 mm. \ur Wi-nigi'n schcbit es bekiumt zu sein, daß der langgestreckte Höhcn-rückcn des Kozjak (xler Kobansko-Cicbictcs die bersten Skisportmöglich-kciten in sich birgt. Hier findet der Wintcrwanderer niwl schnocüuch^de Skiläufer die schönsten Hänge une-wicht fällt. Nimmehr soll auch Inrgenfeier im Kidlurliuiid. Jetzl schon sei darauf hingewiesen, dal.\ Sonnlag, den IV Februar, vormillags um 11 Uhr im liahmen des Sehwä-bisch-üeulschen Kidturbundes im Saale ..Zur grünen Wiese" eine (leilenk-sUmde für unseren heimischen Oich-ler ICrnsl doli aus Sh»venjgradee gehalten wird. Fjidrill frei. c. Kino Union. lleuU', Dienstag, zum lelzten Male der Hans Moser-Film „Meine Tochter leb! in WicMi". — .Mill-woch und Donnerslag: .,l)ie Paradiesinsel", ein F'ilm in s()anisehi'r Spra-ch<> mit dem berühmten tiarilonislen Warren Hull. l^s wirkt auch ein Ori-ginal-Hawai-Orchesler mit. c. Kunslaiissleliitnjul. Am Sonntag wurde im Kleinen Saale des Hotels Union" die Kunstausstellung des „Klubs der Unnbhänjiigen in Ljubijana feierlich eröffnet. Wir sehen Pikier von »Nmi akaikMnisehen Malern Wandel geschaffen werden. Die Ini-liativo liiezu haben Ix'geislerle Freunde ^licses Grenzlamles in Sclnicii ergriffen, jilie am 0. d. ehi großes Ski-sporlfest abhalten werden. Am Programm steht ein Abfalirtülauf vonSv. Dnh mul eine Spriuig\'eraiistaltung auf der Schanze* -schwächen den Weg zum Endsie*g bahnt. Eine Unzahl populärer Gcsangschlager und drei Filmstars: Tyronne Power, .Alice Faye uird der unvergeßliche Interpret des Sonny-Boy-Liedes AI Jolson. Stimmung, Hiwnor, Tanz und sprudehuk .Musik. 3>(M QSettfr WfttenoriHTsage für >lit(w4K'h: Vorwiegend bewölkt. Hessernnu er. Ljubijana, 7 Uhr Nachr., Frühkonzert. 12 Konzert. 17.3() PI. 17.45 Hörspiel. 10 Nachr., Nationalvortrag. lO.-K) Hörspiel. 20.15 Ljbertragung des Sinfon'ekonzertes der Glasbena Matica in Maribor. — Beo-grad, 12 Russische Musik. 17.25 Havai-Quartett. 10 Harmonika. 20 Oper. — P^ag, 16.25 Cajkovski-Musik, 10.25 Konzert. 22.10 Volksmusik. — Sofia, lo Konzert. 2() Tanznnisik. - Ankara, 20 Konzert. 23.45 Tanzmusik. — England I. 10.20 Tanzmusik. 20 AbendunterhaltunK. 23.15 Tanzmusik. — Beromiinster, 17 Konzert. 20.05 Alle italienische Musik. Frankreich, 16.15 Solistenstunde. 17 Unterhaltungsmusik. — Italien, 16.15 Sinto-niekonzert. 10.40 Unterhaltungsmusik. 10.30 Opernübertragung aus der .Ma'län-der 'oScaIa<>.'. — Deutsche Sender, 11.45 Konzert. 15 Opernmusik. 19.20 unit 21.1.5 Unterhaltungsmusik. Hcitecc (che Ärztlicher Rat Von Geheimrat Hi^, dem berühmten Chirurgen der Berliner Charile, wird foL gende Anekdote erzählt. Der Geheimrat wurde auf einer Gesellschaft .einer _hj kannten Schauspielerin vorgestellt. Sie war, der ilamaligen Mode entsprechend, überaus stark dekolletiert. Die Sehauspie. lerin belegte den berühmten .\rzl sofort mit Beschlag und wollte einen Rat vom ihm haben, da sie recht erkältet sei. (jeheimrat His sah an ihrem Kleid Ik. runter und sagte tlann zuvorkommenii :fja, gnädige Frau, da gibt es nur einen Rat. Ziehen Sie sich an und le^en S'e sieh ins Bell . Mißlich Ein Zauberkünstler holt s,cli ein..'ri klei nen Jungen aus dem Züsch uii.rraum. »Nun, Kleiner, wir haben uns alsen0&aiiung((foR(n irti 3lue6ru(i^ Or« ftriege« Die Abteilung tür Wirtsclialtsforschung der Nationalbnnk bringt in ihrem elften Hcricht über die Gcstaltunfj; der Wirtschaft Jugoslawiens im November 1940 eine Analyse tier Lebenshaltungskosten iinil der (jroß- und Kleinhandelspreise, die diesmal erhöhtes Interesse beanspruchen, da sie zum ersten Male nach der neuen, verbesserten iMclhode errechnet wurden. Während als Grundla^je der Be-rech]iun^ bei den (jroß_ und Kleinhandels preisen die Preise im Jahre 1026 genommen wurden, erfolgte ilie Berechnung der Lebenshaltungskosten auf Grund der Kosten im Jahre 1937. Der allgemeine Index der Lebenshaltungskosten betrug Fjule Dezember 1940 152.3 Punkte gegenüber 114.8 Punkten linde 1939 und lOü.8 zum Jahresschluß 1938. Die Indexziffern stiegen von 121.9 im März 1940 über 133.5 im Juni, 135 im September. 140.4 iin Oktober und 147.5 im November, schließlich auf 152.3 Ende Dezember 1940. Seit Kriegsausbruch, d, h. seit September 1939 (107.7 Punkte) (lis Knde 1940, ist also der allgemeine in dex der Lebenshaltunfjskosten um 44.6 Punkte gestiegen. Für die einzelnen, die Lebenshaltungskosten ausmachenden Gruppen, nämlich für Nahrimg, Kleidung und Beschuhung, Heizungs. u. Heleuchtungsmaterial, Woh-lumg und Verschiedenes ergibt sich füllten des Bild: Der stärkste Preisanstieg ist in der Gruppe Bekleidung und B^scliuhung festzustellen, in tler ilie Indexzahlen folgende Bewegung zeigten: Hnde 1938 99.3; 1939: September 105, linde Dezember 121.5; 1940: März 135.4, Juni 145.2, September 151, Oktober 152,5, November 163.5 und Filde Dezember 181.8 Punkte. Der Anstieg seit Kriegsausbruch macht also bei Bekleidung und Beschuhung 76.8 Punkte aus. Stark im Anstieg waren auch die Prei" se der Nahrungsmittel: Sie betrugen Ende 1938 117.1; 1939: März 115, Juni 118.9, August U)9.7, Dezember 118.1; 1940: März 125,7^ Juni 143.9, September 144.9, Oktober 153.2, November 164.1 u. Dezember 167.8 Punkte. Es ergibt sich also bei den Preisen für Nahrungsmittel seil Kriegsbeginn ein Anstieg um 58.1 Punkte. Etwas weniger als die Nahrungsmitte], immerhin aber um 49.1 Punkte stiegen die Indexzahlen für Heizungs- und Beleuch-tungsmaterial. Sie betrugen: Ende 1938 117.2; 1939: März 114.4, Juni 11.7, August II.8, Dezember 115.5; 1940: März 129.7, Juni 141.3, September 141.7, Okto. l>er 153.1, November 153, 153.6 und Dezember 153.7 Punkte, Aus diesen Angaben ist ersichtlich, daß die Preise für Heizungs- und Bcleuchtimgsmaterial seit Oktober 1940 nur ganz geringe Veränder ungen erfahren haben. Es ist dies jedenfalls eine Auswirkung der in diesem Bereiche ausgeübten Preiskontrolle. Während sich die Richtzahlen für Woh jiung im Laufe des ganzen Jahre» 1938 imverändcrt bei lOf) hielten, ist der erste Anstieg im Juni 1939 festzustellen, und ■'.war auf 105 Punkte. Diese Indexzahl hielt sich unverändert bis 1940 und ist ilem rechtzeitig erlassenen Verbot der Steigerung der Wohnungsmiete zu ver-ilanken. Die Indexzahlen der Großhandelspreise stiegen bei den pflanzlichen Erzeugnissen von 73.5 Punkten im September 1939 auf 195.6 Punkte Ende D^'zeiubre 1940. .Mit i'inem Anstieg um 122.1 Punkte stehen also die pfkinzlichen Erzeugnisse hinsichtlich Preisanstieg an erster Stelle! Es folgen LÜe Richtzahlen tür tierische Erzeugnisse mit einem Anstieg von 67.7 Punkten im September 1939 um 53.5 Punkte auf 121.2 Punkte Ende Dezember 1940 Die Industrieerzeugnisse sind im g!e-rlii.n Zeitraum von 79.5 um 53.1 auf 132.2 Punkte gestiegen, die Mineralerzeugmss^' von 93.9 um 42 auf 135.9 Punkte. Die Richtzahlen für die auf Grund von 20 F>-/.eugn'ssen errechneten Ausfuhrpro''ijl:ie '■tiegen von 73 1 um (18.9 auf 142 die der Einfuhrerzeugnisse von 81.6 i'in 55.2 auf 136.8 Punkte, also in geringerem Umfange. Die Kleinhandelspreise weisen für da' Jahr 1940 (Jänner—Dezember) cnen Durchschnittsindex von 119.9 gegen 93 Punkte im Jahre 1939 aus. Der Anstieg des allgemeinen Preisindexes der Kleinhandelspreise, berechnet auf Grund von hundert Er:jeugnissen, stieg von 93,6 im Jänner 1940 auf 133.2 Ende Dezember selben Jahres, also um 39.6 Punkte. Unter den Nahrungsmitteln stiegen die Preise der Kolonialwaren im Laufe des Jahres 1940 am stärksten, nämlich um 101.2 Punkte an. Die Nahrungsmittel aus dem landwirtschaftlichen Sektor weisen einen Anstieg um 38.5, die gewerblich-:ndu strieller Erzeugung um 35.6, der allge-me'ne, auf Grund von 65 Waren errerh-nete Preisindex der Nahrungsmittel weist einen Anstieg um 41.Punkte aus. Dia Kosten für Bekleidung stiegen vom Jänner bis Dezember 1940 um 46.2 die für Beheizung und Beleuchtung um 18 und die Preise »verschiedener Waren« um 31.3. 'Unter den zehn größten Städten Jugo. slawiens figurieren hinsichtl'ch Teuerung an erster Stelle Skoplje mit einem Zuwachs von 53 Punkten, an zweiter Novi-sad mit 50.2 Punkten, an dritter Celinje Spnt 3lDflter3:ap Crr ^36'^ämpff IM STAFETTENLAUF IN CORTINA D'AMPEZZO PINNUND SIEGREICH — ITALIEN VOR DEUTSCHLAND AN DRITTER STELLE Montag vormittags wurde im .Schnec-gelände bei Cortina d'Ampezzo in Karni-en (Oberital'icn) als zweite Veranstaltung um die Weltmeisterschaft im Wintersport ein S t a f e 11 e n - S k i 1 a u f auf einer Strecke von 4 mal 10 Kilometer durchgeführt, Es starteten scchs Slafe-iten, und zwar zwei skandinavische, je eine deut-I sehe, schweizerische und slowa-kische i sowie die italienische. In der ersten Teilstrecke war, der Italiener C-»mpagnoni in Führung, der die Entfernung von 10 Kilotmeiler in 38; 58 zurücklegte. Im zweiten Abschnitt rückten die Finnen vor, von denen K u -ri'kkalo in 1:14:38 durchs Ziel lief. Bei. der dritten Überga'be war der Vorsprung der Finneh vor den Mitteleuropäern noch größer und passierte der Spitzenläufer in 2:15:90 das Ziel. Im letzten Viertel der Laufstrecke enwiokelte sich ein erbitterter Kampf zwischen der aufholenden schwedischen Mannschaft und den Finnen, doch konnte der Abstand nicht hereingebracht wenden. Der Führer der finnischen Stafette schoß in 2:31.07 durchs Ziel. Schweden brauchten 2:32:15 für die ZurUckle-gung der ges-amten Strecke. Den dritten Pla'tiz besetzte die italienische Mannschaft vo-r der d e u t s c hen, die diesmal erst die Viertiplacierte ist. Der Schweiz gebührt der fünfte und der Slo-wa'kei der sechste Platz, Skandinavien hat auch diesmal sein Primat in den Win-tcr&portdisiziplinen bekundet. Mitteleuropa holt .rasch auf und wird den Skandinaviern vielleicht schon bald die Weltherrschaft im Wintersipört streitig machen. Für heute sind die Slalom-Kämipfe für Herren und Damen angesetzt, deren Ausgang die Sportwelt in ganz Eurotpa mit lebhaftestem Interesse entgeigensleht. aBirner 3uB6on Rapid wieder in Führung. Die in Wien zur Austragung gekommene Meisterschaftsrunde brachte mit der Niederlage der Austria durch den FAC eine Ueberraschung. Da Rapid gegen die Linzer den erwart. Sieg herausholte, kamen die Hütteldorfer wieder an die Tabellenspitze. Wacker gewann gegen Vien na mit 6:3 (4:2), wobei die bessere Leistung der Läuferreihe den Ausschlag gab. Auch Reitermoyer war ausgezeichnet in Form. Rapid blieb über den Linzer ASK. 11:3 (4:1) siegreich. Binder und Kaburek holten sich den Löwenanteil an den Treffern. Die Adinira bezwang den Wiener Sportklub 6:4 (3:1). Die Jedleseer waren bereits weit davongegangen, als sich der Sportklub nach der Pause besann und ein gleichwertiges Spiel lieferte. Der Flo-ridsdorfer AC. holte sich von der Austria die beiden Punkte mit einem knappen 2:1 |2:0). Tabcllcnstand der Bereichsklassc Rapid 10 •7 1 2 58:12 15:5 Austria 11 7 1 Ii 41:10 15:7 Wacker II fi 2 35:21 14:8 Adinira II 5 4 2 40:28 14:8 Wiener SC. 10 r> 1 4 28:17 11 ;l) FAC. 11 5 1 2ü:37 11:11 FC. Wien 1) 4 2 3 12:13 10:8 Vienna 10 4 1 5 23:25 ii:ll ürazer SC. 10 2 1 7 16:4;< 5:15 IJnzer ASK. II 0 0 II 14:87 0:22 Tabcllcnstand der Bereichsklassc : SK. Rapid, Fußball-Sektion. Heute, Dienstag abends um 21 Uhr Spezialtrai-ninri[ für Fußballer in der Sporthalle. Er-sclieir""' aller Fußballer ist Pflicht. — Die Sektionsle'tung. : Deutscher Reichssiegerwettbewerb im Eistanzen für Paare. Zwölf Paare traten am Sonntag im Kölner E'sstadion zum Reichssiegerwettbewerb im Fistanzen für Paare an. Der Titel fiel zum dritten Male an tlie Wiener Edith Winkel m a n n — Walter L o c h n e r, die mit Platzziffer t) und 11.54 Punkten siegten. Die überragende Stellung der Wiener Eistänzer wird durch die nächsten beiden Plätze von Stoehr — Hackl und Branowitzer — Plaschkc unterstrichen. Ergebnis: 1. Win kelmann — Loehner (Wien) 6/11,54; 2. Stöhr — Hackl (Wien) 10/11,26; 3. Pfa-nowitzer — Plaschke 14/11,16; 4. Ge-sc^iwister Schaltterer (München) 25/10,18; 5. Hoermann _ Kolblnger (Wien) 24/10,08. Ski-Weltmeisterschaften 1942 in Deutschland. Unter Vorsitz des schwedischen FlS-Vizepräsidcnten Grafen H a-im ilton versannimelten sich die Vertreter der dreizehn in Cortina anwesenden Nationen zu einer Sit'zu-ng. Nach Erledigung interner Fragen beschloß die Versammlung einstionimiig, die Ski-Weltinelsier-schaften 1942 Deutts<:hland anzuvertrauen. Von einer Beschlußfassung betreffs FIS-Kungreß wurde vorläufig Abstand genommen. : Olympiasieger B. Järvinen ist in Tam-merspors im Alter von 71 Jahren gestorben. Er gewann 1906 in Athen bei den Olympischen »Zwischenspielen« das Diskuswerfen u-nd legte in der Erziehung seiner drei Söhne Achilles, Matti und Ka-lle die Grimdla-ge für deren späteren Ruhm. : Deutschland und Schweden haben einen Länderkampf im Eisschnelläufen abgeschlossen, der am 22. und 23. Februar in Stockholm aUsSge tragen wird. Die deutsche Mannschaft besteht aus Meister Karl Wazulek (Wien), Fra'nz Bicscr (A^.ünchen) und Roman May (Berlin). : M, J, McOrath ist in Neuyork, wo er als Polizist tätig war, plötzlich gestorben. Der Amerikaner gewann bei den Olympischen Spielen in Stockholm 1912 diis Hammerwerfen mit einer Leistung von 54,74 Meter, die erst 1936 in Berlin von dem Deutschen Karl Hein ühertrnffen wurde. mit 49.4, an v.erter^Nis mit 49, an tunfler Banjaluka mit.45.6, an sechster Beo^i'ad mit 43.1, an siebenter Zagreb mi< 42.4, an achter Split mit 33.8 an neunter Sarajevo mit 32.9' und an zehnter Ljuöijana mit 28.8 Punkten, Als Grundlage für aie Berechnung dieser Richtzahl wurde ciaa Jahr 1930 (1930 = 100)' genommen. Aus diesen Zahlen ergibt s'ch, daß Skop.j: u. Novisad die teuersten, Ljubljana und Sarajevo die billigsten Städte Jugoslawiens snd. 36r entxrid^te Ljubljana, 3. d. Devisen: London 174.57—177.76 (im freien Verkehr 215.90—219.10), Newyork 4425—4485 (4580-5520), Zürich 1028.64—1038.64 (1271.10—1281.10), Berlin Privatclcaring 1772—1792. Zagreb, 3. Feber. Staatswerte: 2V2% Kriegsschaden 478—482, 4% Agrar 55—0, 4% Nordagrar 56.50—0, 6% Beg-luk 0—86, 6% dalmat. Agrar 81—82, 6% Forstobligationen 81—81.50, 7% Stabill-sationsanleihe 97—0, 7% Investitionsanleihe IOC—0, 7% Seligman 102—0, 7% Blair 100—0, 8% Blair 106.50—0, Nationalbank 7100—0, Priv. Agrarbank 204—0 X Die Frage der neuen Zementfabrik, die der Staat zu erflehten gedenkt, wurde von der Tagesordnung abgesetzt, wie in alten Wirtschaftskreisen erwartet wurde. Es ist kaum anzunehmen, daß dieses Problem in absehbarer Zeit wieder auftauchen sollte. X Der Nickelmangel macht sich in Jugoslawien schon allenthalben bemerkbar. Aus diesem Grunde wurden auch die Nickelmünzen im Laufe der Monate durch andere ersetzt. Die staatliche Zinkhütte in Celje wird jetzt eine größere Partie der aus dem Verkehr gezogenen Münzen zu 2, 1 und 0.50 Dinar erhalten, um das Metall zu verhütten und daraus Nickel zu gewinnen. X „GozdarHkl veslnik", Monatsschrift für Forslsvcscn und Forstwirtschaft, ist mit seiner eben erschienenen Jannernumnier in das vierte Jahr ihres Bestehens getreten. — Wichtig ist insbesondere die in dieser Folge begonnene Artikelserie über den Schulz des Waldes vor dem Ungezif-fer aus der Feder des I>ekanntcn' Fachmannes Ing. Stanko SotoSck, ferner Abhandlungen über die Moosbekämpfung im Walde von L. Mn-fi i c. Ein ausführlicher Fragekusten, Zuschriften, gesetzliche Vorschriften, eine Uebersicht über den Holzhandel usw. vervollständigen die Nummer. Druck der Mariborsku tiskarna d. d. Jahresabonnement (10 Nummern) tiO, für das Ausland lüü Dinar, Zigeuner al» Kindesentführer. Die Geschichten von geraubten Kindern und bösen Zigeun^rbanden sind nicht immer nur erfunden. Soeben hat sich ein ISjähriges Mädchen in Jugoslawien nur durch die Flucht semen Peinigern, einer Zigeunerbande entziehen können. Das Mädchen war mii acht Jahren alb Waise zurückgebheben und suchte nach einer Beschäftigun^j; Dabei stieß es auf eine Zigeunerbande, die ihm anbot, bei ihr zu bleiben. Das Mädchen. Marika mit Namen, fürchtete .sich aber vor diesen Menschen und floh. Darauf wurde sie von den Zigeunern verfolgt, eingeholt, ge bunden und geknebelt und es begann ein langjähriges Martyriu-n. Jeden Tag erschien eine Frau, die sie mit langen Nadeln in den Arm stach,^ und ein junger Mann verwundete sie Öfters mit dem Beil Sie war fortwährend Mißhandlungen aus gesetzt und bekam nur Abfälle zu essen. Als Marika 16 Jahre alt war, sollte sie nach der Sitte der Zigeuner heiraten, und zwar eben jenen jungen Mann, der sie so mißhandelt hatte. In Ihrer Verzweiflung gelang es Ihr, zu fliehen unil sich in einem Bauernhaus zu verbergen. Nachdcni das junge Mädchen seine Aussagen bei der Polizei gemacht hatte, wurde der Häuptling der Zigeunerbande verhaftet Die Bauzeit des Kölner Domes bu-trug nicht weiiij^er als 032 Jahre; der (jrundsleiu des Kölner Domes wurdo l)eroits im Jahre 1218 gelegt und sei-iH« endgültige lüinweiluing erlolgtc am 15. üktob^ 1S8U. 7 »MariborcT Zelfunij^« Nuiinmcr 2b XätDlDierungen ibei ^Dcmännrrn unertDOnfc^t... KURIOSER BELEIDIGUNOSPROZESS IN SCHWEDEN. l)ic maßlose Eifersucht einer jungen lilicfrau führte in der schwedischen Stadt Upsala zu einem kuriosen Beleidigungsprozeß. Frau Berta sah sich vor einem Jahr an einer lauen^ Sommernacht aus irgend einem Grunde genötigt, die Lampe auf ihren Nachttisch anzuknipsen und aus dem Bett zu steigen. Der Lichtschein fällt auf den neben ihr ruhenden Gatten, leider fällt er auch auf seinen linken Unterarm, der ausgerechnet in diesen wenigen Augenblicken den Blicken der Gattin preisgegeben wird. Sie bemerkt einen dunkkn Fleck, der sich beim näheren Zusehen als eine Art Tätowieruner hat, das steht für die entsetzte und erzürnte Gattin fest, das Herz des Mannes getroffen, der ahnungslos nd)en ilir schlummert. ^ Frau Berta ist aufs höchste empört. Sic weckt ihren Mann aus dem Schlaf und verlangt weinend eine sofort, Erklärung, wer denn dieses Frauenzimmer, die Marcella, sei und wie lange er sie mit diesem x-Weit)« schon hintergehe. Als der Ehemann der Eifersüchtigen ärgerlich den Rücken kehrt, rennt die aufgebrachte Gattin schluchzend aus dem Zimmer und macht — nrrtten in der Nacht Miene, das Haus zu verlassen. Da er wach wird, versucht der Mann nach Möglichkeit, die Erregte zu beruhigen. Er erklärt mit Unschuldsmiene: »Ich weiß nicht, was du willöt. Der Name Marcella ist eine Ko-h-lensorte, mit der ich jetzt zu handeln beginne. Mein Geschäftsfreund Eric Bjen-borg hat vor einigen Tagen abends im (jasthaus den Namen und das Herz im Scherz auf meinen Arm gezeichnet.« »Du lügst!« schreit die Frau ertDost. Der Mann aber scheint seiner Sache sehr sicher zu sein. »Gut«, erwidert er, »ich werde dir den Beweis liefern, daß Marcella ein Koh-lennaiTie ist. Warte nur bis morgen früh!« Am anderen Morgen ruft der Ehemann seinen Freund heimlich an und beschwört ihn, ihm für die verhängnisvolle Arm-Tä-fowierung ein Alibi zu beschaffen, das er sofort und dringend benötigt. »Du mußt versuchen, in ein paar Briketts den Namen Marcel'la einzuritzen! Diese Briketts zeige ich dann meiner Frau!« Bjenborg gelingt es tatsächlich, den ominösen Namen einzuritzen. Er schickt die Kohlen dem Freund und der eilt spornstreichs mit dem Atit)i zu der Gattin. Doch Frau Berta erkennt das Alibi nicht an. Sie hat sich in der Zwischenzeit bei sämtlichen Kohlenhändlern Upsalas erkundigt, ob es eine Kohlenmarke »Marcella« gäbe. »Nein«! wurde ihr übereinstimmend geantwortet. Und da mußte der geknickte Ehemann widerstandtos kapitulieren. Zögernd rück te er nun mit der Wehrheit heraus. Er gesteht, daß er eines Abends in vorgerückter Stunde und in gehobener Stimmung in einem Lokal mit einer jungen Kellnerin gescherzt habe. Dabei habe er sich »harm los« Buchstaiben ihres klangvollen Namens in den Arm tätowieren lassen. — Nun hätte der Fall für Frau Berta erledigt und das Kapitel Marcella mit eirter Gardinenpredigt abgeschlossen werden können. Aber ihre Eifersucht kannte keine Grenzen. Ünd sie raste in das Lokal, all-wo eine Evatochter ihren keuschen Gatten in den Sumpf der Untugend zu zerren versuchte. Nach einem kurzen Wortwechsel flog der hübschen Kellnerin Marcclla die Kohle Marcella an den Kopf. Sie hinterließ an der Stirn'eine blutende Wunde. _ Es folgte natürlich eine Gerichtsverhandlung. In ihr konnte die lebende Marcella glaubhaft nachweisen, daß die Eifer sucht der Frau Berta unbegründet war und daß ihre Beziehungen zu dem Kaufmann tatsächlich nur bis zu seinem — Unterarm reichten. Worauf das Ehedraiiia ein Happy end erhielt. 39irim 6port toor 2000 3o&ren RINÖERSKELETTE IN DER PALASTRA VON POMPEJI GCFUNOEN Immer wieder sendet die Stadt Pompeji, die 79 n. Chr. in Asche und glühenden Steinchen verschwand, neue Bilder ihres einst regen Lebens ans Tageslicht, das vor bald zwei Jahrtausenden so jäh von der Katastrophe abgeschnitten wurde. Unter der bewährten Leitung von Pro fessor Majuri in Neapel sind jetzt die Arbeiten zur Ausgrabung einer der wichtig sten Baulichkeiten von Pompeji, nämlich der Palästra, des öffentlichen Ringplatzes beendet worden. Man fand als interessan te Ausbeute außer dem Gebäude mit seinen Säulenhallen, an den Säulen unzählige gekritzelte Inschriften und Bllderkari-katuren. Vermutlich stammen sie von den antiken Sportlern selbst, oder von dem Publikum, das den öffentlichen Schaustel lungen zuströmte. Eine Reihe von diesen Inschriften sind jetzt sorgfältig aufgenom men worden. Eine erschütternde Entdeckung, wie sie in Pompeji aber bei den Ausgrabungen fast die Regel ist, machte man an der äußersten Umfassungsmauer der Palästra. Dort fand man 85 Skelette von Personen, die von dem Aschenregen und den glühenden Steir^chen des Vesuvsausbruchs verschüttet wurden, ehe sie fliehen konnten. Sie suchtesn offenbar alle den Ausgang zu gewinnen. Es ist die bisher groß Ttom toirö ereftadt NEUER BEBAUUNGSPLAN REGELT ENTEIGNUNGEN BIS 1950. Ein offizieller Erl^ß ordnete soeben an, daß die Stadt Rom bis an das Meer ^lus-gebaut werden soll, Rom, die Stadt der sieben Hügel, hatte in der antiken Zeit nur durch einen Hafen am Tiberfluß, an den noch die Porta por-tuaria, das Hafentor, und die Via portua-ria, die Hafenstraße, erinnern^ eine Verbin dung mit der See. Die eigentliche Hafenstadt aber war das heute weit vom Meer gelegene Ostia, eine selbständige Handels Stadt, deren Ruinen noch heute Staunen und Bewunderung erregen. Durch den Aufbau des Seebades Ostia an der Meeres küste, durch die Entsumpfung und KoIü-nisierung der öden Strecken am Meer und endlich durch den Ausbau des gewaltigen Areals für die Weltausstellung 1942, wurde bereits ein Anstoß zur Ausdehnung Roms in der Südrichtung nach dem Meere zu gegeben. Auch der neue Bahnhof Ostiense vor tier Porta San Paolo und eine große behaute Straße bis zu der ehr würdigen Basilika von San Paolo zeigten die Tendenz der städtischen Ausdehnung in dieser SUdrichtung an, wo keine Ge-iändeschwierigkeiten durch größere Berge vorliegen. » Die Bebauung der Canipagna mit Gartenstädten ist inzwischen zu einem gewissen Stillstand gckoninien. Auch der städtische Weiterbau längs dem Tiberfluß bis zum Forum Mussolini in der Nähe der berühmten Tiber-Brücke Ponte Milvio oder Ponte Molle, der ersten zu Rom gehörigen Brücke, erwies sich nur in beschränktem Maße als möglich, da das Gelände Hemmnisse in den Weg legte. Deshalb ist jetzt ein städtebaulicher Plan aufgelegt worden, durch den die ganze 34 km lange Strecke zwischen Rom und dem Meer, die schon jetzt durch die großartige Autostraße Rom-Ostia-Meer durchschnitten wird, dem Städtebau zur Verfügung gestellt wird. Die erforderlichen Enteignungsmaßnahmen müssen bis 1950 durchgeführt sein. Ausgenommen vor der Bebauung werden nur Landstrecken, in denen durch die Boden verbessern 11g besonders gute Erträge erzielt werden, ferner Parks, die zu einem Wohngebäude gehören. Gedacht ist dabei vor allem an die große »Tenuta Reale«, das königliche Gut Castelporzia-no mit einem riesigen Wildpark. Alles üb rige Land verfällt der Bebauung. Es handelt sich dabei vor alleni un> das Gelände, das von der noch städtischen Via Ap-pia antica und der Via portuaria am Tiber südwärts liegt. Rom wird also mit der Zeit bis zur See herandringen. Und wo einst Aeneas nach Vergils Schilderung zögernd die latinische öde Meerküste betrat — heute tummeln sich hier gern moderne Badenixen —, wird sich schon in wenigen Jahrzehnten das Hafengetriebe einer Weltstadt ausbreiten. Die Sieben-Hügel-Stadt ist dann zur Meerstadt geworden. te Anzahl von Skeletten, die in Pompeji gefunden wurde. Bei einem der Skelette fand man eine große Tasche mit sehr merkwürdigen feinen chirurgischen Messern für Augenoperationen. Diese Gerätschaften — 15 an der Zahl — sind zum Teil erstaunlich gut erhalten. Sie bilden eine wertvolle Bereicherung unseres Wissens um die antike Medizin. Die Palästra, der öffentliche Ringplatz für die Jugend wie für die Männer, war im antiken' Griechenlantl wie m antiken Italien eine wichtige Stätte der Leibesübungen. Sie besteht in der Hauptsache aus einem offenen, von einer Säulenhalle umzogenen Hof. Von der Säulenhalle gehen eine Reihe von Einzelzellen ab, wo die Ringkämpfer sich salbten, sich abtrockneten oder sich erholen gönnten.,Die^ Palästra lag in Olympia hart neben dem Gymnasium, das den allgemeinen Körperübungen diente. Sie stellte dort in der Hauptsache die Uebungsstätte für die olympischen Ringer dar. Tn ähnlicher Wet sc ind die Palästra in Pcrgamon und in Pompeji ausgestattet. In Pergamon war das Gymnasium mit Palästra in Anbetracht der dortigen Wetterverhältnisse als langgestreckter gedeckter Raum in den Bergabhang des antiken Pergamon eingebaut. QBogelfpfnne aud Srafilftn eingef^ieDDt Exotischer Gast Im Hamburger Botanischen Garten, Durch Arbeiter wurde im Hamburger Botanischen Garten eine ausgewachsene, handtellengroße Vogelspinne entdeckt, die offenbar dort mit einer tropischen Pflanzensendung aus Brasilien eingeschleppt wurde. Man kann die Vogelspinne als ein richtiges kleines Ungeheuer aus dem Insektenreich bezeichnen, niacht sie doch mit ihren langen, dicht behaarten Beinen, ihren Kieferklauen und ihrem unförmigen pelzartigen Leib einen grotesken Ein. druck. Ihren Namen hat sie von der ihr früher zugeschriebenen Angewohnheit, junge Vögel im Nest zu ü'berfallen und auszusaugen. Heute ist man der Ansieht, daß der langbeinige Wegelagerer den gefiederten Sängern wohl nur bei Gelegenheit gefährlich wird. Doch verschmäht er dafür nicht Fliegen und andere Insekten, Frösche, Kröten und Mäuse. Auch die Giftigkeit der Vogelspinne ist früher stark übertrieben worden. Sie kann wohl auch beim Menschen durch ihren Biß heftige Entzündungen hervorrufen, ohne aber deswegen gleich dauerndes Siechtum oder gar seinen Tod zu verschulden. Im allgemeinen weicht die Vogel:jpinne dem »homo sapiens« sogar aus und widersetzt sich ihm nur, wenn sie sich in die Enge getrieben sieht. Das vollkommen ausgewachsene, hand tellergroße Tier, das kürzlich durch Arbeiter im Hamburger Botanisclven Garten entdeckt wurde, ist offenbar vor längerer Zeit durch eine tropische Pflanzensen-dung aus Brasilien nach Deutschland eingeschleppt worden. Es muß sich mindesten anderthalb Jahre in dem dortigen, gut geheizten Gewächshaus verborgen gehalten haben, da der sonderbare Iniportartikel bei der Ankunft in seiner jetzigen, stattlichen Größe kaum der Aufmerksamkeit der Botaniker und Gärtnergehilfen entgangen wäre. Wahrscheinlich haben der Vogelspirme tagsüber Erd-und Mauerlöcher als Versteck gedient, aus denen sie nur nachts hervorkam, um auf Raub auszugehen. Das Rieseninsekt wurde jedenfalls sofort nach seiner Entdeckung in sachgemäße Obhut genommen und dem Hagen-beckschen Aquarium in Stellingen überwiesen. Dort wird es ein neues, besonders interessantes Schauobjekt darstellen und vielleicht sogar »Vettern« und »Basen« aus Südamerika treffen, die teilweise in Hausdächern und auf Sträuchern, in röhrenförmigen weißen Gespinsten in hohlen Bäumen oder über sechzig Zentimeter langen unterirdischen Gängen zu hausen pflegen. Eines dieser Ungeheuer, das die eigentliche Busch- oder Vogelspinne an Größe noch übertrifft, trägt in seiner Heimat den ^Ehrennamen« Würgspinnc, da es allen kleineren Amphibien, Nagetieren und Insekten unbarmherzig den Garaus macht (Sine 3usm6lie&r Otapoleone In dem Städtischen Archiv zu Nizza sind jetzt die Erinnerungen eines gewissen Carlo Laurent! atifgefunden worden, bei dem im Jahre 1794 der damalige Brigadegeneral Napoleon Bonaparte Quartier genonunen hatte. Der General, der sich eben bei der Entsetzung von Touloti den ersten Ruhm erworben hatte, pflegte mi{ (ier Familie Laurenii sehr freundschaft üchirn Verkehr. D'e jüngere Tochter, die damals fünfzehnjährig;.^' .'f.IciB gewann er sehr l.eb, und er hielt bei ihrem Vater um ihre Hand an. Doc'; die Eltern waren ge-die Ehe ang2j :hti- der Jugend ihrer Trihter. Entgege.i ('er von vielen H'Sto. r-kern vertretene! Auffassung, i'aß der General Bonaparre nach seiner Verwicklung in den Sturz Robespierres im Fort von .-^ntibes int^rniJr.'t gewesen sei, versichert Carlo Laurent! in seinen Erinnerungen, daß sich Napoleon bc' ihm ein'ge Wochen lang m Hausarrest 'lefunden habe., Der Gastfreand bL'niühte sich um die Rehabilitierung der jungen Generals un:l leistete ihm daboi wertvolle Dienste. Tni übrigen tritt er in seinen Aufzeichnungen der Meinung en^-^egen daß Napoleon un dankbar gewesen sei. Zwar habe die Familie Laurenti, als Napoleon aut den Höhepunkt der Macht gelangt war, von ihm keine Beweise der Gunst erfahren. Aber sie habe solcher auch nicht bedurft und niemals darum nachgesucht. Während des Hausarrestes, den Napoleon bei der Familie Laurenti verbüßte, war Elena Laurenti nicht mehr anwesend. Die Eltern hatten sie zur Erholung in die Berge von Savoyen entsandt. Napoleon hat sie niemals wiedergesehen. Elena heiratete 1797 einen Notar namens Baudoin, dem sie zwei Söhne gebar. Sie starti im Jahre 1840. S)er lehte j^äuptlfng &er (S&acoin&ianer geftorOen Wie aus Montevideo (Uruguay) gemel det wird, ist jetzt, über hundertjährig, der letzte Kazike (Häuptling) der Topasindianerstämme gestorben, der sich Francesco Moeno nannte. Ueber 77 Jahre hat er seine Herrschaft über alle Indianerstämme aufrechterhalten, die an den Ufern des Bermejo-Flusses im argentinischen Chaco verstreut leben. Der Gran-Chaco ist in der Hauptsache ein Urwald, der sich auf die Staaten Argentinien, Bolivien und Paraguay verteilt. In Resistencia, der Hauptstadt des argentinischen Chaco, arbeitete der Häuptling jahrelang mit den Behörden Argentiniens zusammen, um die nomadisierenden Stämme zu bewegen, in zivilisierter Art zu leben. Francesco Moreno hatte die Befehlsgewalt über mehr als 40.000 Topas-Indianer, die in zahllose kleine Stämme, von 40 bis zu 200 Köpfen, zerfallen. Diese werden ihrerseits wieder von Unter häuptlingen befehligt. Die Topas lobten vor 1750 noch isoliert in wildem Zustande. Sie wurden später von Moreno all- Mariborcr Zeitung« Nuimmcr 29 a Dtens^ag, den 4. Februar 1941 iiK'ililich gi'sajiimclt und langsam der Zivilisation gewonnen. Der Tod des bedeutenden indianer-liüuptlings bringt diese Bemühungen zunächst zum Stillstand, da niati nicht weiß ob sie ohne seine Hilfe auch weiter durch tührbar .sind. ®arteniairnOrr für S^bruar A 11 g e ni eine s: Düngen und graben, wenn tier Hoden frostfrei und di'J lüde nicht mehr kloBig ist. Beete und (larfenwege anlegen. Keimproben von 'Litistgeeriitcteii Sämereien vornehmen. O b s t g a r t e n; Der Schnitt der Bcc-rensträucher muß jetzt erledigt werden. Stachelbeersträucher sind zuerst zu schneiden. Letzte Zeit zum Vered-, J*4«a iraMm Watt Ola f-. fSlr dt« Munimar roti •BlfMtrtM Brialaa hn aUt OaUlkr roa Dt* tO* - la tatrtchMiu - Aaltafcr uid Adramn tte. Iit alaa Otbühr *aa Olo ¥ la PMIatM-kaa baUuehlUMcn b/tu^Md eiaiizlit 222C1CZZ: % (jutorhaltciicr KJNDERWAGEN zu kaufen gesucht. Angebote mit Preisangabe unter »Kin-derwaKcn« an die Verw. 618-3 OPEL-OLYMPIA crstklassiK crhaltetii mit guter BeräifuttK« Taxt für 1941 bezahlt, um 18500 D4n zu vorkaufen. JugcOensrator« AleksandrOva 51. ZWEI ANZÜGE mittlerer Größe zu verkaufen. Taborska 12-1. 619-4 MÖBEL bllllf zu verhaufen. Adr Vcr waltunK. C35*4 (.V*■- DAISiKSA0Ui\0 Da wir .inläßlicli des schweren Verliistt», den wir durch das Ableben de« Herrn Franse Guitize erlitten haben, su viele Beweise aufrichtiger Anteilnahme iind Freundschaft erhielten, daß wir nicht jedem ei^izelnen danken können, sprechen wir auf dienem Wege jerdermann unseren innigsten Dank aus. Iifsbesonderc gilt unser Dank dem Primararzt Herrn Doktor i.iitnian und dem Arzt Herrn Dr. Klinc für ihr aufopferndes Bemühen, den Pflegeschwe- aus ria« erwehr Pobreije und dem Kadfahferverein Pobrezje, sowie Herrn Milan Klemenölc für igescr -tern im hiesigen Krankenhaus für ihre Alühewalturig, der ehrwürdigen Qeistlichlceit, fer- ner dem Gesangverein » Zaria« und »Krilato kolo«, dem Mualkvereln »Drava«, der Fen- ilie trostreichen Worte des Abschieds, ferner allen Freunden und Bekannten für die prachtvollen Kränze und Blumengewinde sowie allen, die aus Nah und Fern herbeigeeilt waren, um den teuren Dahingeschiedenen auf dessen letztem Wege zu begleiten. a r i b u r - P o h r e z j e, den 4. Februar 1941. iVM DIE TRAUERND HINTERBLIEBENEN -- SCHREIBMASCHINE moderne Maschine, um 2400 Din zu verkaufen Adr. Vcr-waltUHK. 621*4 SU toi KODAX-RETINA-PHOTO-APPARAT neu, mit Bcreitschaftstascho, bllÜK zu verkaufen. Adr. 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Wenn er nun auch persönlich noch einen guten Hindruck macht, hat er den geeigneten Mitarl)eiter gefunden, der das erster Futter für seine Maschinen gibt. ».\uf besondere limpfchlung des Chcls«^ hat Wem icke gesagt. Knniisciier Betriel), bei dem kein Mensch den Chef kennt oder zu sehen lielioiumt. Was mag das für .ein merk- | wLiniiger Kerl sein? »Hin alter verschrobener Kauz«, sagt Wangcnheim. mehr niclit. Kein Wort weiter über den Mann,' der hier eine Million ausgibt, um einen bereits einmal verkrachten Frfinder zu finanzieren. Kr dürfe nicht reden. Berul's-geheimnis. .Na, das war deutlich. Schön. Ilini soll's gleich sein. Das sind Sachen, die seine Arbeit letzten lindes nicht bcrtihren. Al.> er sich todmüde in seinem Bett reckt und streckt, sclilägt es duuRen dreimal. l:r hat nur noch vier Stunden Schlaf. Um sieben muß er wieder 'raus. l:r wird sich bemühen, gleich einzuschlafen. >* Der Sonntag aber geliOrt ihnen. Da gibt es keinen Dienst, d:i s'nd keine Ver-liandlungcn zu führen, da braucht Karajan nicht zu verreisen, um irgendwelche Einkaufe zu machen, da hat er sogar f)r Grote zum Teufet geja'^t, det ihn "«onst keinen Tag aus den HünM'.'n 1,'ißt. Ein toller Bursche übrigens, dieser '.jrote. jung, aber von unglaublicher Zähigkeit. Außerdem in^-^iligent, er biingl dauernd neue Vorschläge, die tiand un Fuß haben, erweist sich jedenfalls als der geschickteste Konstrukteur, den er bisher gefunden hat. Fr begl'jckwUnscht sich jeden Tag von neuem -'U diesem Menschen, obgleich er gar kein Verdienst daran hat. Denn eigentlich war's der un. sichtbare Chef, der ihm d esen nichtigen Mitarbeiter zur Verfügung stellte. Am Sonntag aber ruht cijs alles. Karajan hat der Versttchung, aucii den Feiertag zum Werktag zu !^jachv.^n, glücklich widerstanden. Nein, Sonntag ist Feiertag, Sonntag ist Karolas Tag. Sie erobern an diesen Tagen gemeinsam Dresden und etine Umgebung. Ach, es ist doch ein großer Unterschied, ob man su etwas wie Burg Hohnstein allein bes'eht oder ob man seinen Arm beim Blick über die gewaltige Mauer leicht um Karolas Schult?r legt. Der Herbst färbt schon die Wälder bunt, er spinnt Fäden und iMßt sie treiben. Die Menschen saften: .-Mtweibtr-somnier. Aber der Herbst meint es in diesem Jahre gut mit den jungen Menschen. Er gießt Gold und klare, durchsichtige Feme über die Landschaft und zaubert einen schönen Abglanz de;; verflossenen Sommers über Berg und Tal. »Wir fahren mit dem I^ampfschiff ins Elbsandsteingebirge!« So haben sie es verabredet. So lühren sie auch durch. Karaj.tn steht in Blasc-witz auf der f.andungsbrilcke, er winkt wie ein Schulbub, 'enn /orn nm Bug der »Leipzig« flattert Karolas grünes, weites Kleid mit den bunten Blumen, das er eo über alles l'ebt. Sie trug es damals in , Niederau, als sie sich zum ersten .Male küßten. Flink und sehr genau legt das Schiff j von der einen Elbseite an der anderen an. I Die beiden Haltestellen aind nur einen i »Hallo-Ruf« voneinander entfernt. I »Herbert!« : »Karolal« Sie reichen sich die Hand und lachen. Ach^ ist das Leben schön, wun erschön! Karajan freut sich, wenn die übrigen Fahrgäste sich nach Karola umsehen, er ist stolz, das Mädchen an seiner Seite zu haben. Karola hört und sieht nur ihn. »Wie geht es vorwärts, Herbert?« »Gut, Karola. Die Maüern wachsen aus den Gruben. Du mußt dirs mal ansehen, wenn du Zeit hast.« »Ich muß jetzt tüchtig üben, Herbert. Das Konservatorium gibt ein Konzert, und es ist nicht ausgeschlossen, daß deine kleine arme Karola zum ersten Male öffentlich auftreten muß.« »Ich werde beide Daumen halten. Was spielst du?« »Beethoven. Ich spiele überhaupt nur" Beethoven.« »E genartig, ich habe dich noch nie spielen hören, Karola.« »Du wirst bald davon genug haben, wenn wir erst . . .« Sie stockt und kneift ihn in den Arm: »Na, du weißt schon!« Ja, er weiß schon. Sie braucht gar nichts zu sagen. Er legt den Arm um iiire Hüfte und flüstert; »Es soll nicht lange dauern! Warte nur^ bis das Werk steht! Dann komme ich und hole mir mein kleines Mädel.« Da fährt ihm Karola über das widerspenstige Haar. »Laß mich nicht zu lange warten, Herbert! Können wir nicht heiraten, ehe das alles . . .'A< »Nein. Das mache Ich nicht Das wirst du begreifen müssen, Karola.« ja, das kann sie begreifen. Nicht mit dem Verstand, aber in liirem Herzen. O Herbert, wird es cfnen zweiten Menschen ijebpn ein an eres Mädriicn, elnd andere Frau, dje dein empfindliches Herz so gut kennt wie ich? Ich glaube nein, denkt Karola. Und dann ist sie eine Weile still, denn es fällt ihr bedrückend auf die Seele, daß noch der Tag auf sie wartet, an dem sie ihm alles sagen muß: Wenn er das erfährt, was dann?« Sie schließt die Augen. Das Wasser rauscht um den Bug des Schiffes. Es rauscht und fließt dem Meere zu, unaufhaltsam. Und es dUnkt ihr ein Symbol ihres eigenen Schicksals, in der Unaufhaltsamkeit des Geschehens. Wird sie dem allen jewichsen sein? ... Karajan wird nie begreifen, daß sie nur aus Liebe zu ihm s<» handelte, wie sie es getan hat. Aber kann man mit einem Geheimnis eine Ehe ne;;'nnen? Nein, nein, und tausendmal nein! Klarheit soll zwischen ihnen sein. C^ffen^ioit also? Ein Geständnis? — Zu spät! Vici zu spät. Das hätte man in Niederau tun müssen, ehe von Geld und Geschüft 2n die Rede war. Mit dem Erfolg, daß Karajan auf der Stelle abgereist wäre . .. Ach, es ist zum Ver-'weifelnl Es bleibt nichts anderes übrig, als ihn das v\^erk bauen zu lassen und dann erst alle Irrtümer zu beseitigen! »■Du bist recht mitteilsam. KaroJa!« lacht Herbert neben i.hr »Ich erzähle dir schon eine ganze Weile von all deni, was ma nam Ufer sieht, Ich lasse mein Talent als Gesellschafter leuchten und funkeln bin ein sogenannter amüsanter Plauderer — und du — hörst gar nicht zu. Bist mit deinen Gedanken ganz woanders.« »Ich war mit ihnen bei dir, Herbert. Und du sollst auch kein Plauderer sein, ich kann Plauderer auf den Tod nicht ausstehen, du sollst einfach bei mir sein. Mehr möchte ich gar nicht.« »Karola! . . .« Er drückt ihr die Hand und zieht ihren Arm unter den se nen mit einem Griff, daß sie leicht aufschreit. »Grobian!« (Fortsetrunn Clicrmlahlcnr und für die Hcdakiioii v( riinlworllifli I IK) K \SIM:H — Drnrli der „Mnrihnrska tiskarna" m Murihor. — Kür dou iieraus|;ebor und den Druck vcratilworllicli Direktor STaNKü DE'IELa. — Beide wohnhaft iu Maribor.