^ IIS Areitag den 3. Hktover 1879. XVIIl. Jahrganz. Die „Marburg» Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mitlwoch und Freitag. Preise — sür Marburg ganzjährig 6 sl., halbjährig 3 fl., vierteljährig 1 fl. S0 kr.: für Zustellung ins HauS monatlich 10 kr. — mit Posiversendung: ganzjährig 8 fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. ZnsertionSgebühr 8 kr. per Zeile. Vkgtn Kanflwril» und Vermrhrung dks Aatarvnns. In Langenlol« habeil au» sieben weinbautreibenden Bezirken Nieder-Oesterreichs über tausend Weinbauer getagt und beschlossen, da» Abgeordnetenhaus zu ersuchen, es möge die Negierunq entschieden zur Vorlegung eines Gesetzentwurfes auffordern, welcher: 1. die Erzeugung von Kunstmein und die Vermehrer des Naturweine» auf künstlichem Wege, sowie die Kleinverschleiber solcher Weine zur At'meldung ihre» diesbezüglichen GeschästS« betriebe» binnen einer vom Gesetze festzustellenden Frist verpflichtet; 2. durch welchen die Erzeuger von Kunstwein und die Vermehrer von natürlichem Weine aus künstlichem Wege der Erwerb- und Einkommensteuer unterworfen werden; 3. die Kleinverschleiber von Kunstweinen oder von auf künstlichem Wege vermehrten Naturweinen zur öffentlichen Verlautbarung ihres diesbezüglichen Geschäftsbetriebe» gegenüber dem Wein konfumirenden Publikum strenge verpflichtet und der Verzehrungssteuer unterworfen werden; . 4. die innerhalb der Linien geschlossener Städte erzeugten Kunstweine und auf kilnsili-chem Wege vermehrten Naturweine sind der für Wien festgesetzten Verzehrungssteuer zu unterwerfen und endlich 5. die Uebertreter dieser gesetzlichen Bestimmungen sind jenen Strafen unterworfen, welche das zu erlassende Gesetz feststellen wird. Zur Begründung dieses Antrages sagte der Berichterstatter (Neichsralhs « Abgeordneter Fürnkranz. Bürgermeister von Langenlois) U.A.: Aus dem Bezirke sei schon im vorigen Jahre an die Negierung eine Petition wegen der Kunstwein'Fadrikation gerichtet worden. Darauf sei von derselben im Juni laufenden Jahres die Aufforderung gekommen, anzu- geben, wo denn eigentlich Kunstaiein vorkomme. Diese Anfrage wurde dahin beantwortet, daß es allerdings vor Aller Auqen etablirte Kunst-lveinsabriken, die sich als solche bezeichnen, nicht gebe, daß aber nichtsdestoweniger Kunstwein in grober Menge erzeugt werde. In vielen land« wirthschastlichen Zeitungen erscheinen fort und fort Anzeigen, wie leicht es sei, Kunstwcin zu erzeugen, und es werden darauf bezllgliche Adressen und Rezepte annoncirt, so dab es den behördlichen Organen doch unmöglich sollte schwer fallen können, den Kunstwein-Erzeugern auf die Spur zu kotnmen. UebrigenS hat die Gemeinde-Vorstehung von Langenlois der Ne« gierung ein mit einem Bindergesellm aufge-nommenes Protokoll übermittelt, in welchein der Geselle angibt, er sei bei einem Weingrobhändler in Oberdöbling als Kellerbursche mit noch 24 andern Kellerburschen in Arbeit gestanden, uin bei der Fabrikation von Kunstwem verwendet zu werden. In einem eigenen Gebäude neben der Kellerei sei ein zirka 50 Eimer grober Kessel eingemauert gewesen, welcher täg» lich, mit Ausnahme der Sonn« und Feiertage, zum Steden von Zucker, und zwar theils ge« wohnlichen, theils Erdäpfel-Zucker, verwendet wurde. In einer Halle unmittelbar neben dem Kessel stand das nothwendige Faßgeschirr, flir je 14 Tage 2100 Eimer, bsreit. Diese Halle wurde Tag und Nacht geheizt und wurden täglich 150 Eimer Kunstwein falilizirt, und ward zu diesem Erzeugniß nicht ein Tropsen Naturwein verwendet, sondern es wurden 100 Eimer Wasser und der in dem 50 Eimer-Kessel gesottene Zucker in die Fässer vertheilt. Im Keller wurde dann dieser Mischung Spiritns zugesetzt, Farbe und Speise gegeben. Der be» treffende Bindergeselle hat bei seiner protokol» larischen Einvernehmung angegeben, dab er bei dieser Manipulation selbst lhätig gewesen sei und will derselbe in Erfahrung gebracht haben, daß von noch zwei andern Weinhändlern in der Nnbdorserstrabe aus dieselbe Weise Kunst» wein erzeugt wurde und dab einer derselben hiezu 26 Kellerburschen in Arbeit gehabt habe. Der Referent bemerkte hiezu, daß man mit Spannung darauf warte, was die Regierultg, der das fragliche Protokoll Überwiesen wurde, mit diesen ihr an die Hand gegebenen Daten herauszubringen gewußt habe. Auch aus dem Weinbau-Kongresse in Wien sei gesagt worden, daß man nicht in der Lage sei zu konstatiren, wo Kunstwein gemacht werde, und da sei e» bedauerlich, wenn eine Versammlung, die großen-theils von Weitthändlern besucht war, eS sich herausgenommen habe, bei einer Frage, die das innerste Leben der weinbautreibenden Bevölkerung treffe, in den Kern der Sache nicht einzugehen und den Handel mit Kunstwein in Abrede zu stellen. Der Weinbau-Kongreß habe zu einer solchen Antwort keine Berechtigung gehait; diese Berechtigung haben aber die heute hier versammelten Weinbauer, und darum mllsse man hier aussprechen, daß ungeachtet der Billigkeit des Naturweines Kunstwein in grobem Maßstäbe erzeugt werde; habe doch aus dem Weinbau-Kongresse selbst ein Theilnehmer aus Polen sich dagegen verwahrt, daß man die Kunstwein-Fabrikation behindern solle, weil dadurch die polnische Spiritus-Fabrikation geschädigt werde. Der Kunstwein schädige den Absatz des Weines und habe beim Publikum grobes Mißtrauen erzeugt. Nicht die Diskussion darüber, ob es bei uns Kunstwein gebe, habe das Mißtrauen und die Enthaltung vom Wein-trinken hervorgerufen, sondern der Weinpantsch, dcr so weit um sich gegriffen habe, der schlechte Wein, der namentlich in Gegenden, wo kein Wein wächst, dem Publikum geboten wird. Es sei unrichtig, wie auch aus dein Weinbau-Kon-gresse behauptet wurde, daß die Schaffung eines eigenen Gesetzes nicht nothwendig sei und die gegenwärtigen Borschriften we^ien Fälschung von Lkbet.smitleln ausreichen. A e u i l l e t o n. /orsthaas in dt» Vogtsro. Von A. Grün. lKortsetzung.) Das Mädchen sah bald stauneitd das schöne Fahrzeug, bald dankend den guten Berger an, dessen liebevolle Sorgsalt es nie wlirdig erwi« dern zu können glaubte. ^Hinein l" rief diefer, auf den Rand des Nacheu» tretend, und bot ihr die Hand zum Einsteigen. Fort ging's in der Arche Noah mit Schä» kern und Kofen ; wie ein Mövenpaar verfolgten und haschten stch die Geister der beiden Kinder üder dem klaren Spiegel, mit unversiegbarer Lust wurden derselben Sache immer und immer wieder neue Seiten abgewonnen, und Stunde aus Stunde verrann, oh, e taß der „Schwan" Miene machte, sich dem l^ser wieder zu nähern. Als der erwachte Grobvater die ^Schwärmer" endlich herbeilärmte, war keine Zeit mehr zu verlieren ; man hatte das Haus erreicht und setzte sich wohlig zu Tische. Verger, der die nach allzuheiher Liebe er- folgte Ehefcheidung zwischen Förster und Flasche vom Hörensagen kannte und deßhalb nicht weiter gedrängt hatte, erzählte ihm die Verabredung auf dem Wasser; natürlich fand er nichts einzuwenden. „Wer feiert denn mit uns?" fragte das Lenel. »Deine Eltern", meii.te Berger, „die Kollegen des Großvaters, meinerseits ein paar Nachbarn und Freunde aus der Stadt . . „Vergessen wir die vier Trauzeugen nicht l" erinnerte der Förster. „Habt Ihr die sür's Lenel ausgesucht?" erkundigte sich verger. Er schüttelte ten Kopf. „Nun", sagte dieser, ^so nehmen wir, da die Einzuladenden erst Sonntag kommen, meinen Notar, den alten Klau» und zwei brave Holzarbeiter, die wir sainmt ihren Frauen zu unserm Mahle bitten." .Dann betrüben wir aber die Andern!" gab das Lentl zu bedenken. „Um das zu verhüten", beruhigte er, „geben wir in den übrigen Räumen des Hause» dem ganzen Thal ein Fest." „Ach ja!" rieb sich da» Mädchen die Hände, während der Förster große stolze Augen machte; „wenn sie alle heiter sind, dann dürfen wir's zwiefach sein." „llnd hier auf dem Gnte"^, wollte Berger in srischem Zuge fortfahren . . . „Der Waldbruder ist drutUen", meldete die mit dem Nachtisch eint'^etende Aufwärterin. „Was will er?" fragte Berger. „Gratuliren", erwiderte das Mädchen. „So last ihn kommen!" befahl der Hausherr. „Wer ist das?" erkundigte stch d^is Lenel, als die Magd abgetreten war. „Ein halber Geistlicher", antwortete er jovial, „den ich als Zubehör der Kapelle mit dem Gute habe — kaufen müssen. Ein wahre» Original." „Wie so?" wollte sie wissen. „Er besteht", lautete die Antwort, „eigentlich aus zwei Menschen. In der Kapelle, wenn er mit Bauern zu thun hat, die von allen Seiten zu seinem wunderthätigen Marienbild gelausen koinmen, steht er Keinem an frommer Einfalt nach; gleich ihnen rutscht er aus den Knieen, läßt seinen Rosenkranz uuermüdlich durch die Finger lausen, schlägt seine Kreuze utld bespritzt sich mit Weihwasser, als lauerte der Böse tn allen Ecken." (Fortsetzung folgt.) Zur Zeschichle des Tages. Fürst Karl Auer»perg ist nicht mehr zum Präsidenten des Herrenhauses ernannt worden und zwar ungeachtet seiner Verdienste, die er sich um die Nachgiebigkeit des versassungS' treuen Hochadela gegenüber den Feudalen erworben. Und nicht der gut verfassungstreue erste Vice Präsident dieses Hauses — Graf Werbna — wird den erledigten Platz einnehmen, sondern der klerikale zweite Vice-Präsident Gras Trautmannsdorff. Und dies dezrichnet man halbamtlicherseits noch immer als Koalitionspolitik des Ministeriums Taafse! Seit dem 1. Oktober kann im ganzen Deutschen Reich das freie Wort nicht blos am Druckorle gerichtlich verfolgt werden, sondern überall, wo es Verbreitung findet. Wenn Bismarck nicht einer fremden Macht den Herzftoß versetzen kann, so geht er dem eigenen Volte zu Leibe. Der Kaiser von Rußland leide! an geistiger Erschlaffung und soll dieser Zustand sich täglich mehr verschlimmern. Der Thronfolger wird als grimmiger Feind Deutschlands bezeichnet; er dürfte sonach bald Gelegenheit finden, als Selbstherrscher zu beweisen, ob Kron-prinzen»Politik und die Politik des Gekrönten verschiedene Dinge sind oder nicht. Vermischte Zlachrichteii. (Besteuerung der Junggesellen.) Der Generalrath der Rhone hat wegen der Besteuerung der Junggesellen folgende Resolution angenommen: „In Erwägung, doß der Zölibat gegen die Natur ist und die Vorsehung ollen Existirenden das Gesetz auserlegt hat, geboren zu werden, zu gebären und zu sterben, dab es die Junggesellen, Militärs, Seeleute, Juristen und Mäuner aller Lebensrichtungen sind, welche alle Staaten mit korrupten Ansichten und schlechter Moral erfüllen; daß Kirchenmänner, Trappisten und die ganze sogenannte höhere Welt unheilbar der Schwelgerei und Schamlosigkeit, welche schlimmer als der Tod ist, ergeben sind — wird beschlosien: die Untcr-sitttzung verlassener Kinder wird bestritten durch Abzug eines Viertels der Gage oder Pension eines jeden Angestellten oder Pensionärs, welcher Junggeselle ist und in dem Departement der Nhone wohnt, von dem bescheidensten bis zum höchsten Beamten, welcher der Armee, der Magistratur oder irgend einer anderen öffentlicher; Verwaltung angehört hat oder noch an» gehört." (Russische Zustände.) Von 1880 im-matrtkulirten Studenten wurden in Nutzland während der letzten fünf Jahre nicht weniger als 720 wegen ihrer politischen Ansichten ver- folgt und verhaftet. Der letzte politische Mord fand in Charkow statt, wo zwei Schiffsleute, welche im Verdachte standen, die Schüler der Elementarschule auszuspioniren, ermordet wurden. Auch in den Brandlegungen ist keine Abnahme wahrzunehmen. „Von der Dwina bis zum Dniepr" — sagt der Golos — „werden unsere Städte eine nach der andern niedergebrannt. Was die Dörfer anbelangt, so brennen täglich beinahe zehn derfelben ab. Unser Ratio-nal-Wohlstand mub schließlich durch daS furcht« bare Uebel zerstört werden." (Heerwesen in Montenegro.) Der Entwurf des montenegrinischen Wehrgesetzes enthält u. A. folgende Bestimmungen: Das montenegrinische Volk ist die Armee. Jeder Montenegriner ohne Unterschied der Religion ist dienstpflichtig. Die Dienstpflicht erstreckt sich vom 20. bis zum 46. Jahre. DaS Volksheer wird aus drei Aufgeboten formirt. Das erste Aufgebot wird die reguläre oder die eigentliche Armee bilden; die Männer de» zweiten und des dritten Aufge!?oteS werden nur in außerordentlichen Zeiten und hauptsächlich zur Vertheidigung des heimatlichen Bodens einberufen werden. Die Stärke der regulären Armee wird 20.000 Mann betragen, die Referve in KriegSzeiten aus 12.000 Mann bestehen. (Außerordentliches Ersorderniß für die Okkupation.) Im letzten gemeiN' famen Ministerrath wurde beschlossen, eine Vorlage zur Bedeckung des außerordentlichen Okku-Pations-Erfordernisses einzubringen. Dasselbe umfaßt die Kosten des Bahnbaues von Zenica nach Sarajewo, des Wiederaufbaues der durch den Brand zerstörten Gebäude in Sarajewo und die Summen, welche zur Abhilfe gegen den in einzelnen Bezirken ausgebrochenen Noth-stand verwendet werden sollen. Der Gssammt-lzetrag dürste die Höhe von sieben Millionen Gulden erreichen. Diese Vorlcige dürfte die erste skin, welche im Sinne des Gesetzentwurfes über die Verwaltung von Bosnien den beiden Vertretungen unterbreitet wird. .Ucrichie. (Infchriften auf Grabmälern.) Aus Windisch-Graz — Ende September — wird uns geschrieben: „Die Grabschrift des am 7. Juni zu Altenmarkt verstorbenen würdigen und allgemein geachteten Dechants und Pfarrers F. ZL Brunner führt zur Betrachtung slovcnisirter deutscher Namen, besonders bei solchen Gelegenheiten. Für einen Priester la^ teinischen NUu« paßt am besten auch eine lateinische Grabschrift, wie solch' seit Jlchrhunderten üblich — wenigstens kann der Name nicht so entstellt werden, wie es durch die zweite Endung des Obigen geschehen ist. So wenig üb- rigens das Germanisiren slovenischer Eigennamen durch willkürliche Aenderung der Buchstaben, so wenig kann das Verdrehen deutscher Namen gutgeheißen werden. Brunner, ein näherer Bekannter und Schulgespann (seit 1823) von mir, war, wenn auch zufällig, in Windisch-Feistriß geboren, doch von deutschem Stamm und deutscher Gesinnung, wie auch sein Name zeugt, und so nimmt sich Name sammt Titel sehr sonderbar anl Grabsteine aus. Brunner's Boreltern waren aus Leibnitz eingewanderte Gewerbslente, wie überhaupt Handel und Gewerbe in allen Ortschaften meist von Deutschen betrieb.-n wurden, daher Stäote und Märkte vorwiegend deutscher Bevölkerung sind. Besonders sollen geistliche Würden nicht in fremder Sprache — außer der Lateinischen — gegeben werden, aber es scheint zum Nationalhader zu gehören, die windische Sprache auch auf Kosten der Lateinischen aufzuführen, ohne zu bedenken, daß i»l Kurzem vielleicht wieder eine neue Schreibweise die slovenisch-heutigen Jnschristen der nächsten Generation unverständlich macht. I. e. II. (Sparkasse-Ausweis.) Im ver-flossnien Monate wurden Vll Parteien eingelegt fl. 143,949 28 und von 663 Parteien herausgenommen fl. 105,36101. (Gewerbe.) Im September wurden beim Stadtrathe Marburg folgende Gewerbe angemeldet: Greislerei, St. Magdalena, Johann unö Theresia Scheluga — Handel mit ge-ringfugiqen Waaren, Stadt, Hauptplatz, Maria Prossin — Fleischselcherei, Grazervorstadt, Blumcngasss, Michael Hagen -- Verfertigung von Kleidern und Wäsche, Kärntnervorstadt, Maria Vogelweider — Schuhmacherei, St. Magdalena, Anton Tomasttsch — Greislerei mit Ausschluß des Branntwein-Schankes, Kärntnervorstadt, Johann Zechner — Kleidermacherei, Grazervorstadt, Bürgerstraße, Josef Folget — Ziegelei, Kärntnervorstadt, Alois Lukefchitz — Kleidermacherei, Stadt, Schulgasse, Anna Eilen-derger — Schuhmacherei, Stadt, Ländplatz, Maria Simonik — Holzhandel, Lt. Magdalena, Gairdolf Stieger — Zweig-Niederlassung der Fabrikation massiv gebogener Holzmöbel, St. Mag^'alena, Josef Pacqui — Drechslerei, Stadt, Burggoffe, Franz Goppold. Konzessionirt wurden: Fiakerei, Stadt, Vlktringhos-Gasse, Johann Krambcrger — Kaffeehaus, Stadt, Vtktringhvffgass^, Alois Nasko. (Süd bahn.) Am 30. September hat die Erprobung und Eröffnung des zweiten Geleises der Südlahn v)n Leibnitz nach Spielfeld stattgefunden und ist fomit die ganze Strecke Wieu'Trtest nun doppelgeleisig. (Traubendiebe.) Der „Hüter" von Nadisell ertappte neulich acht Burschen beinl Traud^N'Diebstahl. Sieben gelang es, die Flucht 'SS Alt Lavaatthalrr-Dahn von touristischer Seite. Diese Samstag den 4. Oktober zu eröffnende Strecke bietet auch für Marburg ein besonderes Jntereffe — nicht nur, weil ste sich in die sogenannte Kiirntnerlinie mündet (wie die Trace Marburg-Franzensseste heißt), sondern auch vom Standpunke der Touristik — heutzn-tage ein nicht zu unterschätzender Punkt! Wir verlassen also in der Station Unter-Drauburg die Hauptlinie, welche südwestlich über Prävali nach Klagenfurt führt und wenden UN» nordöstlich unserem Ziele, vorderhand Wolfsberg zu, wo vorerst zwei schöne Brücken (Elsenkonstruktion, wie Alle) überschritten werden, Ersiere über die Mieß 40, die andere Über die Drau 80 Meter lang, diese so hoch wie die Marburger Draubrücke über dem Wasserspiegel, schöne und leichte Gesüge! Am Ende der rechtfeitigen Lehne nach Letzterer, welche UN» den Markt Drauburg verbirgt, wünscht man eine Haltstelle, weil der Weg von da bis zur Station, die noch in Steiermark liegt, doch sehr weit ist. Zur Rechten schaut die Kirche mit der Probstei herab, zur Linken über den hier schon mächtigen Draustroiir herauf ober Dorf und Schloß Tscherberg und große GeHöste, wie sie in Kärnten llberhaupt zu sehen sind; hoch oben am Berge aber Hl. Kreriz. Parallel mit der Sraße zur Rechten und der Drau zur Linken gehl es nun 9 Kilometer fort bis zur Station Lavamünd, wo wir da» Drauthal verlassen, hinter dem gedachten Markte uns nöld-lich bergan wenden und längs der Lavant in 4 Kilometer die Haltstelle Ettendorf erreichen, wo die Lavant auf einer 52 Meter langen Brücke überschritten wird. Die Reichsstraße führt gerade westlich durch den Markt Lavamünd Über Völkermarkt nach Klagenfurt u. s. w. Wir sehen die Däcder desselben, die alte Pfarrkirche und das Gasthaus des Kreuzhofer links, hoch oben rechts aber die Wallsahrtskirche Hl. Dreisaltigkeit (fUr Touristen von Interesse, weil die Gegend nun einen ganz andern Charakter zeigt, als im Drauthale, das man hier oben noch überschauen kann) und verlassen dann die Enge des Thales ersj nach der gedachten Haltstelle wieder beim vulgo Achthaler, wo sich das Thal viel freundlicher gestaltet und KirchleinS herabblicken, unter denen St. Joses ober St. Panl links auffällt. Eist vor gedachtem Stifte (beim Meierhof) öffnet sich das Thal und zur Linken und Rechten zeigen sich bis zur bedeutenden Höhe alle Knlturgattungen vertreten. Die Entfernung bis St. Paul beträgt bei 9 Kilometer; bei dieser Station aber rathen «vir jedem Touristen Halt zu machen. Wie schon der Anblick des stattlichen Stiftgebäudes am Hügel, überrascht dortselbst bis schöne Kirche und die Ordnung in Haus und Hos! — Da die Kunflschätze desselben schon mehrseits besprochen sind, dec rationelle Wirth-schastsl^etrieb aber landkundig ist, wie die reizenden Umgebungen und Aussichtspunkte, sei h'er wieder nicht mehr davon die Rede; Jedermann wird für diese benützte Andeutung Dank wissen! Von St. Paul weg fichrt wieder eine schöne Doppelbrücke (35 Meter) auf da» linke Ufer der Lavc^nt und wir kommen in 7 Kilometern zur Station St. Andrä, wo wir den Reisenden —- besonders „Alpenfexen" — wieder feilhalten. Er hat in das Städtchen zwar Stunden, allein find.'t dort gute Unterkunst, um eine Partie auf die Kor- oder auf die Saualpe zu machen. Jene (6760 W. F. hoch) bildet bekanntlich die Grenze zwischen Steiermark und Kärnten und genießt hohen Ruf ob ihrer Rundschau, doch ist diese bekannt und sattsam in Plänen und Bildern, Zeichnungen und Beschreibungen den Reiselustigen schon vorgeführt worden — heute und hier werde nur de» Nebergang» wegen erwähnt, daß man sich ob der Fahrordnung der Köflach-Wieserbahn genau insormiren wolle, NM rechtzeitig jenseits aus den Stationen dieser zu ergreifen; der Eine jedoch, welcher sestge» nommen worden, nannte die Namen der Mit» schuldigen und befinden sich von diesen bereits drei in gerichtlicher Haft. (Vermächtniß.) Am i. d. M. wurde hier die Finanzraths-Witwe Frau Marie HieS' berger, geborne Zorzini begraben. Die Ver» blichene, welche in Pöltschach mehrere Weingärten besaß, hat jedem ihrer Winzer letztwillig tausend Gulven vermacht. (Zum Brande in Pobersch.) Das Feuer, welches letzten Montags Abends beim Grundbesitzer N. Jarz in Pobersch siattgefun-den, soll gelegt worden sein. Das brennende WirlhschaflSgebäude stand dem Wohnhaus so nahe, daß letzteres nur durch die rechtzeitige Hilfe der Feuerwehr von Marburg gerettet werden konnte. Der Beschädigte war versichert. (Firmalöschung.) Im Handelsregister des Kreisgerichles Cilli ist die Firma „Julius Tognio, Handel mit Landesprodukten mit der Haupt-Niiderlassung zu Pettau" gelöscht worden. (Le-Hrer - VitdungSanstalt.) Herr Georg Kaas, Gymnasialprofessor in Graz, ist zum Direktor der hiesigen Lehrer-Bildungs» Anstalt ernannt morden. (Telegraph.) Die Sommeistation Rö-merbad ist für dieses Jahr geschlossen worden. Theater. (--ß.) Dienstag den 30. Scpj. „Angot". Komische Operette in 3 Akten von H. Lecocq Was wir an diesem Abend zu hören bekamen, war mit wenigen Ausnahmen schwer verdaulich und es wird zunächst die Direkton daraus bedacht sein müssen, sich um einen anderen ersten Operettentenor umzusehen, denn Herr Hch mit seinen stimmlichen und schauspielerischen Mitteln kann sich unmöglich behaupten. Sein „Ange Pitou" war eine steife Marionette, der jedes Leben fehlte und kein „Jota* von jener Agilität verrieth, die wir sonst bei den Trägern dieser Partie sahen und die auch dem leichten Pariser-blttte entspricht; welch komischen Eindruck wachte aus den Zuseher die Kub-Szene im 1. Alt, bei welcher sich „Elairette" fort eines Kusses erwehren mußte, ohne daß „Ange Pitou" sich dazu anschickte. Seine Stimme ist schwach und unzu« reichend und er muß vom L auswärts das Fal' s.tt zu Hilfe nehmen, das noch schwächer klingt Diese Mängel machten sich besonders beim Quintett im 2. Akt bemerkbar. Es ist selbverständlich, daß sich das Publikmn dem gegei'tiber ablehnend velhielt. Die Übrigen Mitwirkenden hatten natürlich auch unter diesem ungünstigen Einflüsse zu leiden, der auch den Totalesf^tt verdarb. Von den Damen erwähnen wir Frl. Tessari (Angot), welche über eine angenehme und geschulte Stimme versügt, die ste mit Sicherheit und Leichtigkeit litt Wies, Schwanberg oder Landsberg) einzutreffen und diese Rtundsal,rt zu schließen. Die Partie — also Nückkehr — durch den sogenaluUen „deutschen Boden", dies Paradies der Steiermark, ist ebenso schön, wie das La, vantthol. Ein Anderes ist der Uebergang ilber die Saualpe (6557 W. F.) und in's Görtschach-lhal, wo die Eisenwerke von Hüttenberg und Lölling dem Montanistiker von hohem Interesse sein mögen, der Historikcr aber an den Chalybs norieus der Römer erinnert wird. Freundliche Ortschaften, wie Klcin-St. Paul, Johann am Brückl und stattliche Burgen, wie Eberstein u. m. a. zieren das Thal, in welchem übrigens auch wieder die Stationen der Nudolss» bahn (Hüttenberg, Möstl, Eberstein u. s. w.) zu beachten sein werden, um die Abfahrtszeit nach Klagenfurt oder Villach (über St. Veit) nicht zu versäumen. Auch diese Rundreise hat ihre Neize. Wir aber kehren — am Papier! ^ wieder nach St. Aiidrä zurück, um in 5 Kilometer Wegs zur Haltstelle Stesan und nördlich nach 5 K. Wegs und die Lavant auf einer 36 Meter langen Brücke überschreitend nach Wolfsberg zu kommen, wo der Bahnhof, als Schluß der Tour (vor der Stadt) uns ausnimmt. Auf einem andern Orte haben wir die andschaftlichen Neize des Lavantthales mit seinen zu verwerthen versteht und mit welcher sie auch ein entsprechend lebendiges Spiel verband. Das Fräulein fand wiederholten und rauschenden Beifall. Frl. Folke (Lange) Hot ebenfalls eine zureichende, selbst in den tieferen Lagen krastvolle Stimme, welche in dem Soldatenlied« des 2. Aktes vollends zur Geltung kam, sich aber auch in der Mittellage bewährt, wie dies das von den beiden genannten Sängerinnen stürmisch applaudirte, und mit feiner Nuancirung gesungene Duett im 2. Akt bekundete. Weniger ein-verstanden waren wir mit ihrem Spiel, das uns stellenweise matt erschien. Frau Wauer (Amaranthe) hatte ihren Part gut und von Beifall begleitet durchgeführt. Von den Herren nennen wir Herrn Nedelko (Larivaudier) und Herrn Swoboda (Louchard). die durch ihre Komik auf die LachmnSkeln der Zuseher nicht wenig einwirkteir. Herr Natzler (Pomponet) hat zwar keine besonders klangvolle Stimme, doch steht man bei ihin das willige Streben und seinen Fleiß, die es ihtn auch ermöglichten, seine Nolle beifällig durchzustrhren. Herr Fiala (Tre» Nitz) gab eine recht kölnische Figur. Das Orchester verrieth große Unsicherheit und wurde darin von dem Chor, der den Takt nur vom Hörensagen zu kennen scheint, wacker unterstützt; vielleicht haben sich die Beiden bis jetzt nun gefunden, an dem Abende waren sie immer um einige Taktlängen auseinander. Da wird es wohl nothwendig sein, daß eine energische Hand bareinsährt, damit das erreicht wird, was rnan bei den vorhandenen Mitteln erreichen kann nnd was dann auch genügen wird. Das Haus war mittelgut besucht und zollte den gut gebrachten Numtnern der Operette, respektive deren Trägern verdienten und ermunternden Applaus, im Ganzen aber hat die Operette gar nicht ljefriedigt. Mittwoch den 1. Oktober wurde eine Reprise des vieraktigen Schwankes „Eodorn und Gomorrha" gegeben. Es ist leider ein trauriges Zeichen der Zeit, daß Reprisen guter dramatischer Produkte meist leere Häuser finden, was aber in Anbetracht des Verdienstes unserer Thttter-direktion, diefeil ausgezeichneten Schwank schon hier zur Aufführung gebracht zu haben, währei»d er in Wien erst Samstag in Szene gehen wird, umso bedauernswerther erscheint. In Berlin und Hamburg hatte dieser Schwank einen brillanten Erfolg, und erzielt der Neilze noch volle Häuser nnd wie sieht es hier aus? —^ Freilich können wir Marburg nicht in eine Parallele mit den genannten Grobstädten stellen, doch kann und soll im Interesse der Ktinst dem Unternehmen eine ausgiebigere Unterstützung durch regeren Theaterbesuch entgegengebracht werden, damit die Direktion in die Lage kommt, berechtigten Wünschen auch Rechnung zu tragen. Der Schwank wickelte sich wieder recht gut ab und vielen Schlössern und Kirchen näher beschrieben ; es genüge zuin Schlüsse hier noch die Partie nach Norden zu eri^ähnen, wenn der Reisende sich in Wolfsberg gehörig umgesehen; sie gehört, wenn einmal diese Trace vollendet und ein Anschluß an die Rtldolfsbahn im Murthale erzielt ist — nothwendig zu diesen Andeutungen. Angenommen also diese Vollendung bis Judenburg (auch nur bis Obdach), laden wir Alpenfreunde zu einer Partie aus den Zirbitz-kogel (7581^) und von da hinab zur Station Neumarkt a. d. RudolsSbahn, oder über die Stubalpe (4947') nach Köflach — von Knittel-seld aber aus ülier die Gleinalpe (6327^) nach Uebkldach (Station Peggau der Südbahn-Haupt-linie) ein. Aber auch von Wolssberg aus durch den Twimberger'Graüen war einst die Straße über die Pak (3732') ein viel besuchter Weg nach Graz u»d für rüstige Fußgänger ist er als kürzeste Linie (Graz—Klagenfurt) angezeigt. So nothwendig (besonder« für den Waaren, verkehr) eine Oeffnung nach Norden ist, wie oben für Touristen angedeutet — so unumgänglich nothwendig ist eine solche nach Süden (von Drauburg aus), worüber ebensalls — leider dermal fruchtlosI — im Reichstage gesprochen ward. Für Touristen und speziell Marburger, die wir können mit Befriedigung konstatiren, daß sich an dem Abend Frl. Friedberg besser machte und daß Herr Baum seine Maske besser wählte, als das letzte Mal. Bei dieser Gelegenheit möchten wir bemerken, daß die Akteurs bei der Wahl der Masken im Sinne des Autors vorgehen und das vorzustellende Alter berücksichtigen mögen. Die in geringer Anzahl erschienenen Zuschauer rmterhielten sich recht gut und kargten auch nicht tnit berechtigtern Beifall. Berichtigung: In der Rtzension von Mittwoch den I.Oktober machte der Setzer zwei Verstöße ulld es soll einmal heißen „Gatte" und nicht „Gate" und dann „Herr Baum" und nicht „Bauer". Letzte ^vst. Für die Verlängerltng des Wehrgesetzes auf zehn Jahre sollen bereits 220 Stimmen gesichert sein; die noch sehleirdei, 15 hofft die Regierung im Verlauf der Verhandlungen zu gewinneir. Die Landesregierung in Sarajewo will mit der Atisiedlung fremder Kolonisten beginnen, sobald die amtlichen Erhebungen über den Staats-Grundbesitz zu Ende geführt worden. Dornänenminister Wajuleff hat dem Kaiser Wilhelm ein eigenhändiges Schreiben des Kaiser AleMlder überbracht und soll sich's um eine ernstliche Annäherung Rrtßlands an Deutschland handeln. In Norwegen ist durch die jetzigen Neichs-tagS-Wahlen die deinokratische Partei wesentlich verstärkt worden. Die Engländer haben den Vormarsch imch Kabul begonnen. Eingesandt. Frl. Marie Triebnigg aus Cilli, Tochter des in der Musikwelt einen guten Narncn besitzenden, im Jahre 1877 verstorbenen Volks-schuldirektors Gregor Triebnigg, har iln Jahre 1878 das Wiener Musik-Konservatoriurn mit ausgezeichnetem Ersolge adsoloirt und wurde mit dem ersten Preise und dem Künstlerdiplome belohnt. Die genannte Pianistin, aus ihreir Konzert-leistungen zu Marburg, Graz und Laibach, in welch' letzterer Stadt sie in dein philharmonischen Konzerte im Vereine mit Direktor Heller von Trieft mitwirkte, rühnUichst bekannt, gedenkt sich hier als Meisterin niederzulassen und Unterricht im Klavierspielen zu erthülen, wenn eine ge-nügerrde Anzahl von Schülerinnen zngesagt würde. Günstigenfalls wäre Fräulein Triebnigg auch geneigt, eine förmliche Klavierschule in's Leben zu rufen, was für die musikalischen Verhältnisse der Ltadt von unläugbarern Vortheil wäre. nur kleine Rundreisen machen wollen (oder können), sei l)ier angedeutet, daß Wind.-Graz nothwendig als Standquartier gilt, wer von da südöstlich Alpenpartien auf den Bacher (4866') oder westlich anf den Ursulaberg (5363 ) aus-sühren will, interessant sür den Geognosten als Schlnßpunkt der Dolornitengruppe. Auf der Stratze fort theilt sich selbe kurz vor der Huda Lukna und inan hat zwischen der Tour Weitenstein (mit Goiobitz, Cilli oder Neu-haus) odrr Schönstein (mit dem obern Sann« thale und den Sulzbacher-Alpen) zu wählen. Das schöne Echalthal bietet in seiner Art ebenso Reize aller Art, wie Sulzbach rnit den Ueber-gängen nach Kärnten, die auch alle schon näher beschrieben sind. Ohne Vollendnng der Trace (nach oben und unten) bleibt die ganze schöne und inter-lssante Linie nur Sackbahn — allerdings wieder sür Touristen ein neues Eldorado, allein sür den allgemeinen Verkehr trotz der bekannt urn-stchtigen und ausgezeichneten Leitung der Südbahn, aus welche der Betrieb übergegangen — von wenig Nutzen oder Erfolg. — Wir wünschen im allgemeinen Interesse bald diese als nothwendig anerkannten Verlängerungen, möge es nur hohen OrtS auch eingesehen werden! s). ll. Wir erlaubeu un« da» Mufik liebende Pu-blikum, sowie olle Jene, welche gründlichen Unterricht im Klavierspielkn erhalten wollen, aufmerksam zu machen. Allfällige Vormerkungen zu Unterrichttstun« den in und außer dem Hause, sowie die dies-sälligen Bedingungen werden im Verlag dieses Blattcs entgegengenommen. Direktor Hr. Anton GIMnZg und Stlne Fumliie sagen Sei ihrer Avreise assen Areunden und Ue-kannten ein yerzttches „-Levewoht! (noe c?6?» vo?! ^67'^- 1107 U MIiUMZxL'l'iirilVkrkjii laäet llUö l'urvsrsuvÄs ^lardurgs aut 6a8 t'rsuu^lielists ein, äein Vereins als SU8-übonlio väer untvrsMzvnäo üilitglivclvi' kei-Zutreten. Oie Vvl'v'msturnstunäsn siuä iür eins liiego klm uvä Lamstag von 7—8 eins Zweite Riege am Dienstag unä fsvitsg V0Q 8—9 Illir ^denäs.. Vom 4. O!(tobvl' l. 1. begingt wioäer in Iieiäev Riegev legelmäLsig turnen. In äen Vereiustuinstunäen ^eiüen ^eäer-26it ^vweläullgöu 2VM beitritt avsenommen. 1099 /)6?' Der stanMscht Anttlricht in der Mädchenblirgeischule am Domplatz beginnt vollkommen an: Montag den 6. Oktober. Die französische Lehrerin daselbst, welche in gleichem Berufe in Paris selbst viele Jahre wirkLe, ertheilt wie in den zwei leßt verflossenen Jahren auch in ihrer Wohnung gründlichen Unterricht nach praktischer Methode nur mit rei^ier Pariser Aussprache — höchst verschiebender deutsch-franzöfischen. (1109 Adresse: Kärntnergasse Nr. 8, 1. Stock. ÜIsrbiii'Mr kMMpledslil!. 8tanl! lisi' Kollisinlagvn am 30. Leptewder 1879: (1101 OS>. w. 133.997^ .8S. Vom Balinhofe bis in die Mkllingtr« >straße ist ein Damen-Ileisetäsch-chen in Verlust gsrathen. Dkr redliche Finder wolle srlbeS gegen Belohnung im Comptoir d. Bl. abgeben. (1100 Zu verkaufen: Eine sehr elegante Garuitnr, bestehend aus Sofa und sechS Fauteuils nebst Sofatisch. Adresse im Lomploir d. Bl. (1102 ^lll Vvmpist^ N iu I^Igi'ltUl'K ist mit 1. NovtMber eine schöne Wohnnng, die Aussicht auf drei Seiten, bestehend auS drei Zimmern nebst Zugehör, zu beziehen. (1103 Eillt freundliche Wohnung im 1. Stocke, Kärntnkrgasse Nr. v neu, mit 2 Zimmern, Sparherdkiiche, Speisekammer, Holz« läge zc. ist zu vermiethcn und bis 1. November zu beziehen. (1105 Näheres daselbst bei Anton Hohl. Zur Feier des hohen Unmensüstes Sr. Wttjestät unseres allergnädigsten Knisers veranstaltet der Verein zur Unterstützung armer Schulkinder der Volksschulen in Marburg Sonntag den S. Oktober I8?S in 1'k. Köt?' llvkoi'ii'tsm 8asls -i» <1V9S gl^oßes Meiillesefe^ verbunden mit einer reich ausgestatteten uud einem ^v8t»(^vllevl'tv von der Südbiihn-IUerksiätten-ZUuMapclle unter der Leitung des Herrn Kapellmeister» llan«ll. Beginn des Conci-rtcS um 6 Uhr Abends. 1. Weintefefest-Marsch (neu) von Handl. 2. Nakäczp-Huverture von Koler Bela. 3. Aas Leven ist doch schön! Walzer von Strauß. 4. Mnstkatische Häufchungen, Potpourri v. Schreiner. 5. tzoncordia-Huadrilre von Sühan. o. ^r1», ?rsLli1srA s I^omavsa nell' 0xsra „II 7ro-vaiaro" von Berdi. 7. Noch etwas Kteines! Polka frau^. (neu) v. 5»andl. 8. Vavativa usU' Oxsi-» „I^usrozla Lorgla" von Donizctti. 9. Kriegers Liebchen. Polka Mauir (neu) v. Strauß. 10. bosva ot ^r!a neU' Oxera „Attila" von Verdi. 11. Ammer zu! Polka schnell von Schraal. 12. Marsch. Entrve per Person kr. Famtlienkarten (zu drei.Personvn) t fl. Entröekarten können von Freitag den 3. an beim Vereinökasfier Herrn Ant. Ma ssatti (Postgasse) sowie am Sonntag Abends an der Kassa des tzeftorteS gelöst werden. Die Vereinsleitung gibt sich der angenehmen Hoffnung hin, dcnl ?. 'IV Publikum durch Veranstaltuiig diest.'S Festes einen recht ai'genehlnen Abend zil bereiten und bittet zugleich in Belücksichtigung des Humanitären Zweckes um recht zahlreiche Betheiligllng. vor MvIloIiHlI»rIlt in St. Lorenzen auf dem Draufelde wird lvcgen ungtuistig.r Witterung Dienstag den 7. ^Oktober d. I. ab^zchalten. (1104 Ein Zimmer (1110 ist ai» Dviiipla^ Rr. L zu veriniethen. Zu verkaufen sind ca. 30 Ctlick gut erhaltene M'ässvi' bei C?. GvIirttiiiV. (1056 G ein Goldring. T.fN«ve» Näii-re Austu'.sl HanS Nr. 24 !^urgg»ssc, 1. Stock, von 11 bi» '/i2 Ul>r. (loss ertheilt nach vielfach belvährter Methode gründlichen Unterricht im Fcchten gegen müsngtS Honorar. Näheres im Comptoir l>. Bl. (1092 Ein Logen-Antheil ist zu vergeben. Auskunft im Comptoir d. Bl. (1088 Vorzügliche tveisje und rothe Rosen, Vermont u. zu veikaufen bei der Gutsverwaltung Mahrenberg, »vohin auch Anfragen zu richten sind. (1084 Ein Weinschanklokale nebst anliegendem Wohnzimmer für den Ausjchänker und Keller auf lebhaftem Posten lvird fiir Eigenbauweinfchank sogleich aufgenommen und silid billigst gestellte Anträge im Comptoir d. Bl. abzugeben._ (1079 Nerautwortttche Nedaktio«, Druck und Verlag von Cduard Zauschitz (^sv2 erxedöllst doskro iok rviod Zsiri ßssodrtön ?. 1'. ?uklikum 2ur LsnQtviss -u brivxsv, 6as» »od visillsr ^ussxe xeinäss auoti Äiösss .lodr siuea AOstiinÄiKvn IIntei'rie!it8