Freytag den 7. Iuny 1822. , L a i b a ch. <^ ^cine k. k. Majestät haben, mit allerhöchster Ent» schlicßung vom 29. April d. I. dem in Mailand in der Straße (Kini^vnlie »1 (^vi«o Nr. 4729 wohnhaften An«^ ton Cäsar Quinqueton aus Lyon, auf d,e Entdeckung: ^den Krauüstor mittelst einer eigenen, zum Kräuseln des Flors eingerichteten Maschine, auf französische Art zu erzeugen:" ein Privilegium auf die Dauer von fünf Jahre»,, nach den Bestimmungen des.allerhöchsten Pa-tentes vom L. Dcc. 1820, zu verleihen geruhet. Welches in, Folge hohen Hofcanzlcydecrctes vom 6. May d. I., Z. 12,261, zur allgemeinen Kenntniß gebracht wird. Vom k. k. illyr.'Gubernium. Laibach am 5i. Man 1822. Dem zu Pavia wohnhaften Schmiede und Mechaniker, JosephParganico, wurde bereits mit allerhöchster Entschließung vom 2). August 1819 ein fünfjähriges ausschließendes Privilegium, auf die Erfindung der Vordier'schen Lampen mit parabolischen Nevcrberen nach den damahligen Directivcn verliehen. »Nachdem nun Parganico vermöge der im Geiste der Gesetze gegründeten und schon in mehreren Fällen zugestandenen Bcfugniß, als Besitzer solcher Privilegien, die nach den alten Directiven ertheilt, aber weder be« hoben, noch wegen Verftteichüng der gesetzlich bestimm« ten Frist zur Taxzahlung erloschen sind, die Erklärung abgegeben hat, daß er sich in Beziehung auf das obge-dachtc Privilegium nach dem allerhöchsten Patente vom 5. Dcc. .8,« benehmen wolle. und nachdem derselbe auch allen dann festgesetzten Bedingungen und Formalitäten entsprochen hat, so ist ihm die dießfalligc Privilegiumsurkunde nach dem neuen System, auf die Dauerzeit von fünf Jahren, ausgefertigt worden. Welches gemäß hohen Hofcanzleydecretes. vom 3a. April d.I., mit dem Beysahe zur allgemeinen Kennt-niß gebracht wird, daß die Wesenheit der zum Grunde liegenden Erfindung in: «Lampen mit parabolischen Revevbe<«n nachPordler'schcr Art, zur Hcleuchtungde, Straßen, Plätze, Säle lc. in weiten Entfernungen" be« stehe. Vom k. k. illyr. Gubernium. Laibach am 24. May 182,.' Schifffal rt in Triest. Angekommene Schiffe zu Trieft seit 7. bis 14. Man 1N22. Der ncap. Pielcgo, die Hoffnung , Cap. Em. Vaca« ri,v.Prevcsa, mit Hauten. Die öst.Brigant., der Sieg» reiche, Cap. Ioh-Cüttaruuch, v. Livorno u. Messina , mit Ohl, Cacao, Alabaster, Wein, Limonen, Baumwolle, Pomeranzen, Hauten und Nhum» Die amerik. Brigantine, die Unabhängigkeit. Cap. Fruman Bartellt, von Boston, mit Baumwolle, Nankins, Zucker, Färbeholz und Ta» dak. Der österr. Pielego, von Chiozza, mit Weihen und Mehl. Dcr östcrr. Piclego, v. Ancona, mit Weinstein, Flachs u. Weingeist. Der österr. Trabakel, von Cattaro, mit Wachs, Unschlitt u. Kupfer. Dcr päpstl. Pielego, v. Navcnna, mit Essig u. Hiers. Die österr. Brigantine, der GrafGocs, Cap. P. St. Segalin. v. Marseille, mit Grünspan, Weingeist, Färbcholz, Wein, Feuersteinen u.^chnittwaaren. Die ncap. Brigantine, die UnbefleH» te, Cap. Ios. Golatioto, v. Cattanca und Agosta. mit Mandeln, Häuten, Branntwein«. Pottasche. Die öst. Brazzera, v. Rovigno , mit Ohl u. Wein. Der ösi. Pie» lego, v. Ccsenatico, mit Flachs und türk. Weihen. Des päpstl. Pielego, v. Silvi, mit Wein «.Essig. Die-engl-Brigantine, Isabelle, Cap. Malcon Levengfton, von Port-au°Prince, mit Kaffeh. Der östert. Pielego, die Mutter Gottes, Cap. Ioh. Nadimiri, v- Solona, mit Ohl, Wolle, roher Seide u. Pech. Die engl. Vrigan. tme. Francis Ernest, Cap. Wilhelm L»naß, p. Lwcrpool, mitSchnittwaaren, Steinkohlen, Kaffch, Eisen u. Vi. triol. Die öst. Brigantine, dcr Held, Cap. Peter Borbich, V.Larnaca auf der InselCipern, mit Wein, Ohl, Gal/. äpfcln, Baumwolle u. Leinsamen- Der päpstl. Pielego, v.Navenna, mit türk. Weihen. Der österr. Pielego/y." Venedig, mit C stnwattren, Essie engl. Vrigant., Marjoury, Cap. James Ferguson, v« London, mit Zucker, Zmn, Blech, Kaffeh, Farbeholz u. Schnittwaaren. Die amerik. Nave, Elisa» beth, Cap.IemsDamphey, V.Philadelphia, mir Zucker, Baumwolle, Cacao, Färbeholz u. Kaffeh. Der öst. Piel. V. Spalatro, mit Wachs , Wein, Honig , Unschlitt. und Hauten. Die österr. Vrazzera, v. Pirano, mit Fisolen u. ühl. Der österr. Piel., v. Zeng, mit Haber. Die jon. Brigant., h. Nicolaus, Eap. Carolambo Divari, v. Cef« salonia, mit roher Seide, Ahl, Seife, Essig u. Muscat« Wein. Die ötterr. Vrigant., Cap^ D. Bellavita, von Smyrna u. Pono, mit Baumwolle, Opium, Wachs, Saffran, Galläpfeln, Wolle u. Häuten. Die amerik. Brigant., Adriatico, Cap. Richard Fink, v. Havannah. mit Zucker, Kaffeh u.Farbeholz. Der österr. Pielego, v. Venedig, mit Reis, Gerste u. Pech. Die engl. Brigant., Pollos, Cap. John Roberts, svn London, mit Zucker, Kaffeh, Steinkohlen und S^nittwaaren. Wien, den 3o. May. Ihre k. k. Majestäten und Seine kaiserl. Hoheit der Erzherzog Kronprinz haben am 29. May, Nach» mittags, Ihren Sommeraufenthalt in dem Lustschlosse Laxenburg genommen, wohin sich heute Ftüh auch Ihr« kaiserl. Hoheiten der Erzherzog Franz Carl und die Erzherzoginn Maria Anna begeben haben. Nachricht.. In Flgedes allerhöchsten Patentes vom ,i. März »8i6. wird am 1. Iuny d. I. um 10 Uhr Vormittags die drey und zwanzigste Verlosung der älteren in Pa« piergeld verzinslichen Staatsschuld, in dem hierzu be» stimmten Locale in der Singerstraße im Franciscanee« Klostergebäude, vorgenommen werden. Spanien. Die Gazette de France meldet aus Madrid Vom 9. May: »Am 5o. April versammelten sich M^ßver» gnügte zu Lorca, in der Pryvinz Murcia, und durchzo» gtn die Stadt mit dem Geschrey: ,.Es lebe der K ö« nig! Es lebe die Religion! Tod demRiego und allen, die ihmBeyfall zolle«'."DerHaufe begab sich hierauf zu dem Richter erster Instanz, um von ihm die Freylassung mehrerer Gefangenen zu begeh« ren. Da sie aber die Hausthüren verschlossen fanden, wurden einige Reisbündel yerbeygeschafft und angczün« det, wodurch die Thüren bald in Brand geriethen. Man drang nun in das Haus, wo man aber den Richter nicht fand, der sich mit seiner Familie nach Granada hin ge» flüchtet hatte. Nachdem dicß geschehen , verfügten sich die Mißvergnügten, deren Zahl sich auf600 Köpfe belief, nach dem ConstitutionSplahe und forderten, daß der dort auf» gesteUteHauptposten derNatio^almlliz abziehen soltte.Die Wache ergriff Vertheidigungsmaßregeln, und schloß sich in dem Wachtyause em. Es begann hierauf ein MuS» kctenfeuer, daß ungefähr eine Stunde dauerte. Als die eingeschlossenen Milizsoldaten sahen, daß der Haufe sich nicht zerstreute, und ihre Munition beynahe verbraucht war, suchten sie durch das Dach des Hauses, wo sie eine Öffnung machten, zu entkommen. Als die Mißvergnüg» ren dieß bemerkten, stürmten sie auf die Wachtstube los, wo sie sechs bis sieben Individuen fanden, die sie zu Geo fangenen machten" »Bey diesen Unordnungen wurden fünf Mensche« getödtet, und acht bis zehn verwundet. Das Haus des Richters hat viel gelitten, und er selbst sah sich genöthigt nach Lumbreras zu flüchten, von wo aus er den Cortes eine vom «.May datirte Petition übersandte. Diese Petition wurde, nebst einer andern, von der Provinzial« Deputation von Murcia, in der außerordentlichen Si» hung am 7. vorgelesen. Der Deputirte Meca, der Bericht über dieses Ereigniß erstattete, kündigte an, daß in jener Provinz eine große Partey, die den neuen Institu« ,y5 t,onen abhold sey, und bey den meisten Municipalitäten gewisser Provinzen eine entschiedene Tendenz gegen den Liberalismus herrsche. Die Provinzial-Deputation be. klagt sich ln ihrer Petition Über die Gleichgültigkeit der Munic.palttat zu Lorca, die keine Maßregeln ergriffen hatte, und bittet die Corteö. diejenigen Maßregeln anzu. ordnen, welche sie für zweckmäßig halten würden, um die Ruhe in der Stadt und der Umgegend von Lorca wieder herzustellen." .Auf Antrag des Herrn Meca, Deputirten von Murcia, wurden diese Petitionen an eine Commission verwiesen, um am folgenden Tage Bericht darüber zu erstatten. Die Commission stellte ihre Anträge dahin, daß der politische Chef Ababia und die Municipalität von Lorca, da sie nichts gethan hatten, um den vorgefallenen Ausschweifungen zu begegnen, in Anklagestand versetzt werden sollten. ..-Über diese Frage wurde in der heutigen Morgen. Sitzung debattirt, die eine der stürmischsten war, die wi« je erlebten. Die Deputirten Falco, Carlajon, Caye» tano - Valdes, waren gegen den Bericht der Commission; Alix, Salvato und Adam sprachen zu dessen Vertheidigung. Als D. Augustin Arguelles das Wort forderte, wurde von den Tribunen ein heftiges Gemurmel ver. nommen. und als er zu sprechen anfangen wollte, er. hob sich ein solcher Lärm, daß man seine Stimme nicht hören konnte. Man wollte schlechterdings nur die Anzahl Redner sprechen lassen, die nothwendig »st, um das Re. glement nicht zu verletzen, und wenn ein Redner die Be. Horden, die in Anklagestand versetzt werden sollten, zu entschuldigen suchte, gab man sogleich von den Tribunen Zeichen des größten Mißfallens zu erkennen. Der De. putirteBuruaga. ehemahliger Nedner der Fontana d'Oro, geberdete sich wie ein Wüthender. Am Schlüsse de« Debatten wnrde durch Stimmenmehrheit beschlossen, den politischen Chef von Murcia, Abadia, die Munici. palität von Lorca. letztgenannten Stadt in Anklagestand zu setz"«" »Die Regierung hat den Corte« z»-, i, "er,eyen. daß die Infantinn DonnaLoui^Ch o^t^Gem"^" desInfanten D. Francisco de Paula °sich'im «e'en Monathe ihrer Schwangerschaft befinde. DieCottess,d demzufolge aufgefordert worden, die beyden Deputirten zu ernennen, die bey der Geburt als Zeugen gegenwa«, tig seyn sollen. Da sich zu Aranjuez bereite zwey Depu. tirte befinden, um beyder Niederk«nft der Infantinn Donna Maria Francisca, Gemahlinn desInfantenD Carlos, als Zeugen gegenwärtig zu seyn, so wollte man anfangs keine neue Deputirte ernennen; that es am Ende aber doch so, daß die neu crnannten Deputirte» als Zeugen bey beyden Entbindungen dienen, und die jetzt in Aranjuez befindlichen nach Madrid zurückkehren sollten. Fürstenthümer Moldau und Wallachey. Nach Berichten aus Bukurest vom 22. May wa« ren der am 9. von dort abgezogenen Colonne von 5oa Mann Anatolier an den folgenden Tagen ähnliche Ab« thcilungen gefolgt, so daß seit dem n. sich keine asiati» sche Truppen mehr in der Wallachen befanden. Aus Fockschan waren am 9. 400 Anatolier unter ihrem Bimbaschi abgezogen, und am 16. erwartete man daselbst den Durchzug von aaoo Mann derselben Truv» pen. Sollte der Abzug d^r Colonnen in der Moldau weniger rasch vor sich gehen, als nach den Befehlende« Pforte zu erwarten stand, so muß dieser Umstand ledig» lich dem dortigen Kaimakam (Wogorides) zugeschrieben werden, übe« welchen das Land überhaupt große Be» schwerde führt. Die Truppen selbst haben allenthalben die größte Bereitwilligkeit gezeigt, in ihre Heimath zu» «umzukehren, und die abziehenden Corps nirgends auf ihrem Marsche Excesse verübt.l Um die im Lande herum» streifenden einzelnen Soldaten auf ihre Sammelplätze zu führen, sind in alle Districte Kara kulukdschi (Wacht» Meister) ausgeschickt worden. Es hat flch übrigens jetzt vollkommen ausgewiesen, wie übertrieben und fabelhaft die bisherigen Angabe» von der Anzahl der in der Wallachen und Moldau ge» standenen türkischen Truppen gewesen sind. Es ist ge» wiß, daß seit mehreren Monathen kaum 8oao Mann Türken (alle Truppen-Gattungen zusammengerechnet) in den beyden Fürstenthümern cantonnirt haben. Vermischte Nachrichten. Im October v. I. hat die chinesische Negierungsbe« hkrde in Canton den Matrosen von dem amerikanischen Schiffe Emily, der eines Mordes beschuldiget war, trotz der Erweise seiner Unschuld und der nachdrücklichen Pro» testatlon des Capitäns, vom Bord gehöhlt und stran» gulirt. Folgendes ist der genaue Hergang dieses Er» eignisscs: „Ein Seemann, ein Italiener von Geburt, und zweyter Officier am Bord eines in Canton liegen« den amerikanischen Schiffes, der bemerkt hatte, daß eine Chinesinn den amerikanischen Matrosen Samsoo (Branntwein) verkaufte, warf einen kleinen steinernen Krug nach ihr, der ihren Schlaf traf, und sie derma» ßen betäubte, daß sie über Bord fiel und augenblicklich sank. Am nächsten Morgen fand man ihren Körper in, einiger Entfernung vom Schiffe mit ciner Wunde auf einem der Schläfe (wie die Chinesen behaupten), w?l« lgz che Wunde aber, wie 0l.> Amerikaner sagen, der Tod. 3n abfichtUch. und zw.r nur erst nescn verseht wurde, als man Nc aus dem W.',s.^^' ' zo,'n hatte Die Verwandten der Frau droh cn, datz sie di Sach. bey den chinesischen Vchörden anyang.g ma« ch.^o?ttcn; dade,y li-ßen sie .ndesscn aber auch ,agen, daß wenn diö Amcr^ane« 3 b'Z ^o.DoUar) geocn, f>e N nicht thun wurden. Dieß wurde lnde'ien vc-rwei, üert, und sobald einige der geringeren Mandar^s hiervon Nachricht erhalten hatten d.e verlangte Summe von 2 d^s 400 auf 5 bis i>oo Dollars erhöht. Da der be chuldigte MaNn kein Gelo desa^, und sich d.e Amer>. kaner ^n'keincr ^-..)!^g verstehen wotttln. so veclang-ten die Mandarins >a Üanton seme Auflieferung und befahlen, daß dcr Mandel nut den sa'-.NlNNchcn im Can» v d"n solltt'. Die R.nenk.ucr '.v^gertcn fta) Anfangs stan^hatt, den M.nn au^,uUcftrn^ w<ßhalo denn^die Chm-sc i beschlossen, ihn an Hor5iemes eigenen .^H'f-fes^u rieten, worein d>e Rmcr.knier aua) wlMg^n. Wä'r<>nd oiefts Hp.ttgcrichto ,vnr0e mcht c>n emz>gel äluq "üc den An^kl^ccn verhört,-und d>e ^hme en ker H'V^ es sogar, den Dr.NorrUon als Dolmetsch auf'tretcn ^u lassen. 7Der Anac^tc wurde von cmem solä>en Tl:l>unal natürlich schuldig vcfunden, "nd die Ricdt.-r bcstandön darauf, daß er in Netten geschlossn ihnen .'UÄgcüefert wurde. Ersteres qescha!). aöcr " «onroe «icht so^eich au^el'efert, bis d-nn endüch nach Ver. lauf einer Hoche 0le Amer.tancr in 'Hrem Entschlüsse zu wanken anfinqen nnd ihn unter der Hednigung ausl.e^ ferten. daß.er in Cancon adermahls vor cinGencht gestellt, und es ihm erlaud: würoe, auch leine sengen ver» l^ören »u lassen. Demzufolge wuri?« dcr ?/iann einer Barken 'ldthe'lung chinesischer Soldat«« üderliefert. nach ob dem unglücklichen Manne GerechNg ett wicderfi l).e, «ber sie wurden nicht eingelassen, wc>l, wie die Chlne, ,sen saaten, der Gefangene ein Amenlaner sey und er den Engländern nichts zwinge. Auä oen Erzählungen e.m, qer daben gegenwärtig gewesenen Eblnesen geht hervor, daß. nachdem demVellagten einiqe Fragen vo.ge egt und , Zeugen examinirt w.rdea waren , man'hn a.norder e. «i3 Papier dadurch >,u unterzeichnen, ^^'^/Ä^' mit rocher Dinte gefärbte Hand "s d^^ indem, wie man >hm ,agte. d,e,z en blo^ ^r ^ des Verhörs sey, und nach Pek.n ^'^'^" ^"^ ^ Weise n: unterzeichnen. Dlsß war indessen oqs ,^e. ttändniß seiner Schuld, das, i,n Fatt die ameril.mfche Ne^er,ng Rechenschaft fordern so'lte, den V'cekon.g sowohl alg auch die Mandarinen schüfe. Der Angeklagte, ft'.n Schicksal nicht wissend, wurde^noch dein Gefängnisse >urüccgedracht, und, dem chinesisü^u-G^ brauche gemäß, sowohl von seinen Ketten bcfreyt, als auch mit Essen und Trmkcn aufsVcÜefte^olir:, weßhalb er denn glaubte, daß die Stunde scincr srlösung dalv schlagen würde. Vier bis fünf Tage darauf besuchten ihn die drey chinesischen Kaufleute (feine augeblichen Freunde) und sagten ihm, daß Nochrichten aub Pckin «ngctom« ir.en wciren, und daß eö nothwendig für ihn sey, nach der Stadt zu gehen, um den Inhalt der Depeschen/ den sie ihm verschwiegen, zu erfahren, wao der unglückliche Mann in der Hoffnung defreyt zu werden, mit Vergnügen that. Er wurde in einerPorte^Chaise, von dcn drey ^aus^euten heglettet, nach dcm Mlttelpunct der Stadt gebracht, und nach einem Zimmer abgeführt, wo, nie man »ym sagte, er einige Zeit Verweilen müßte. Bald darauf erschienen einige Hincsische Soldaten unv füdrtcn ihn aus dem Zimmer nach emem nul Zuschauern gedrängten Plahe, woselbst iym der Henker und abge» fchlagene Kopfe von Chinesen sein grausames Geschick andeuteten. Er schrie veriweislungsvoll auf, richtete Om< Hände gegen Himmel» blickte sich nach emem Europäer oder Amerikaner um und betheuerte scineNnschilld; abec der Henker ließ sich durch sein Geschrey nicht stören, son» dern schritt sogleiH ans Herk. S:r:cke wucdcn ihm zu« ccst um dce Fußknöchel und Handgelenke, dann nach und nach um die übrigen Theile des Körpers, und schließlich um dcn Hals gebunden, bis er eines ermattenden und grausamen Todes starb. Sein Körper wurde an, nächsten Tage dcn Amerikanern überUefert und von denselben auf einer Inscl begraben. (Der Beschluß folgt.) Fremden - Anzeige. Angekommen den 2. Iuny. Herr Franz Graf v. Hartig, k- k- Kämmerer und Hofrath, von Wien nach Mailand. — Herr Ioh. Verg-hardt, Gold-, und Silderarbeiter, mit Gattinn, von Mar« bürg nach Triest. — Herr v. Mülhens, Banquier, und Herr Alexander Freyherr v. Gayl. Adjutant des Fürst<" Montfort, beyde von Wien nach Trieft. — HerrIacod AndreasPezzani, Handelsmann, von Genua nach Wi<"' Den 2. Herr Martin Hochkofler, Handlunft5iAgenl< von Villach nach Triest. — Herr Ignaz Koh'en, Ha"° delsmann, von Trieft nach Agra>»n. Den 4- Herr Friedrich v. Weißenborn, k. preuß'' scher Kammergerichtö « Referendarius, von Bc'rlin «aw '^om. — Herr Mayer, k. preußischer Seconde-Lieutt' nant, von Berlin nach Trieft. W e ch s e l c u r s. ^ Am 5i. May war zu Wien der Mittelpreis vf. Btac>tsschuldverschreidungen zu5pEt. ln CM- 765!'^ Darleh. mttVerlos- vom). i»2o,für loo fl. inCM< "4 'l^'. detto detto vom 1.1821. für lou fl. in CM-96'l Conventionsmünze pCt. 2/,^ 7^. Bank°Actle«»pr.Stück in CM. 697 i/«. Zgnaz Aloy,s Edl. v/ Kleinmnyr, Verleger und Rldacteur.