Nl.247. Dienstag, 27. October 1896. Jahrgang 115. OMcher »»».^"^""sprtle: W« PDsiverleiidun«: gai'zMriss fl, l». halWbrlg fl, 7 bo, Jin «omptoir: V ^ ^' ^lbjähr, l, - Insertlon«l,ebttl: ssür «eine Inlrlnts l>!« zu 4 Zellen «5 lr.. grüßere per ZrOc N lr,: brl »fteien WeberholMMi! per Zelle » lr. Die »Llllb, Zeil,» esschelnt tisslich, mil Nu«n»hme del Vonn» «nd ^ele^age, l>!e Ud»t»istratt«» brfinbe« stch lonyreslplah 5ttl.», die Uebac^o» Vahndo<»asse lltr, l5, Vprechstundn, der Uebaction xmi » b<« l< Uhr »,nn«ta,», Unflllnllerte Urlrfe »eiden lilchl ««genommen, Vtllnusrrlpte nicht zurückgestellt. Amtlicher Theil. y Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 18. October d. I. ^n ordentlichen Professor des Kirchenlichts an der Universität in Czernowitz Dr. Ludwig Wahr mund ^ ordentlichen Professor desselben Faches an der "Nwersiliit in Innsbruck allergnäbigst zu ernennen geruht. Gautsch m. p. y.„ Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 20. October d. I. dem ;" °kr Nuchdruckerei des Julius Kühlopf in Korneuburg ^ ^"Wendung stehenden Corrector Adam Maisitzer .^"kllennung seiner vieljährigeu, einem und demselben i,f wichen Unternehme» zugewendeten treuen und :nit ^ Berufsthätigkeit das silberne Verdienstlreuz "kr Krone allergnädigst zu verleihen geruht. ^l f?^ Finanzminister hat den Evidenzhaltungseleven mi >, ° rihky zum Eoidenzhaltungs-Geometcr II. Classe dem Standorte Rudolfswelt ernannt. Nichtamtlicher Theil. Die Vermählung des Prinzen von Neapel. j^.. Die Presse widmet dem festlichen Ereignisse im A "Men Königshause sympathische Besprechungen, dch ""e"er Blätter sprechen ihre Genugthuung aus. M« ""lässlich der Vermählungsfeier die innige "Mmmengchürigleit zwischen Voll und Dynastie ^Nzend zutage getreten sei. . Das 'Frrmdenblatt. schreibt: König Humbert ^ m seinen Ansprachen an die Deputationen des ^nats und der Kanilwr feinen herzlichen Danl für b°s^, ^"gnisse treuer Anhänglichkeit ausgedrückt. «Sie s^l'gten.. sagte er dm Senatoren, «dass das Land H^,' ^^e sehr meiu Haus eins ist mit d?m italienischen Äl> '^^ Freude meiner Familie,» sagte er den ^ Ebneten, «wird durch das enge Einvernahmen mit ^^"llsvertretung vermehrt, ein Einvernehmen, das ^? unsere freiheitlichen Einrichtungen beständige der ""U„ "hält; die Begrüßung durch die Kammer ana ")"uliltm Abgeordneten berührt mich besonders bind?"!, weil sie der aufrichtige Ausdruck der Ver-bindun " Dynastie mit der Nation ist. jener Ver-V^"^' welche den Hort der Unabhängigkeit des Gedanl ^^"" ^" ^"^" Ansprachln kehrt der Phnns/ ^'^^, dass der innige Zusammenhang zwischen !!>^^undVoll die Kraft des Lindes verbürgt, und die Richtigkeit dieses Gedankens ist durch die Erfahrungen der Vergangenheit hinreichend erhärtet. Er hat sich so tief eingelebt, dass alle die republikanischen Bestrebungen, die in der Werdezeit Italiens so star! in den Vorderg'und traten, und von denen es schien, oass sie mien starken Rückstand bleibend hinterlassen müssten, allmählich erloschen sind und heute nur noch eine Erinnerung aus halbverflossenen Tagen bilden. In den Kämpfen der Parteien, in den noch nicht ganz erloschenen Gegei'sätzen zwischen Provinz und Provinz ist das Königshaus der feste Mittelpunkt; wenn Unglück hereinbricht, schart sich alles um den Monarchen, als den lebendigen Vertreter der unzerstörbaren Einheit Italiens, als den verkörperten italienischen Patriotismus. Das Gefühl für die nationale Wohlfahrt, Ehre un i Freiheit, das in dem einzelnen Bürger neben vielen anderen Gefühlen wohnt, im Herzen des Königs nimmt es den eisten und behrrschenden Platz ein. Nie Hit König Humbert im geringsten die Grenze überschritten, die der Constilutionalismus ihm zieht; er greift nur dort ein, wo er eingreifen muss; aber er wirkt immer durch seine Persönlichkeit, und dies Wirken wird mit einem besonderen Zauber umkleidet durch die Persönlich! it der Königin, die sich unbegrenzter Popularität erfreut. Man kann dem jungen Paare, das heute vermählt worden ist, nichts besserrs wünschen, als dass sein Thron einst in gleicher Weise von dem Vertrauen und der Liebe des Volles umgeben sei, wie jetzt der Thron Humberts und Margheritas. Prinz Victor Emanuel ist, wie sein Vater, von ernstem Wesen; man rühmt ihm eine starke Willenskraft und große Gaben des Verstands nach. «Die Wahl seiner Gattin — sagte der König von ihm — die einem tapferen Geschlecht angehört, das die Unabhängigkeit seiner Nation vertheidigte und wieder errang, zeigt seine Gemüthsart.» Diese Worte, die bestätigen, dass der Prinz selbst seine Lebensgefährtin gewühlt hat, bieten zugleich ein kurzes, aber markiges Charakterbild des Thronfolgers, entworfen von der Hand seines eigenen Vaters. Ein solches Bild aber bestärkt in der Erwartuug, dass das große Capital an dynastischer Gesinnung, die eines Tages — hoffentlich erst nach langer Zeit — sich auf ihn zu coticentrieren haben wirb, dieses Capital, welches auf der ererbten Verehrung für das Haus Savoyen und auf der richtigen Erkenntnis der außerordentlichen Bedeutung einer starken Monarchie für Italien beruht, sich auch unter ihm ungeschmälert erhalten und nach wie vor einen Hort der politischen Reichthümer Italiens bilden wird. Die «Presse» berichtet: In ernster, bewegter Zeit hat der Kronprinz von Italien seine schöne Braut vor den Trau-Altar geführt und für eine Hochzeit im Königshaufe war ihre Feier einfach. An solchen Tagen erstrahlt der Glanz zahlreicher Monarchenfamilien um das Brautpaar, die Bande der Verwandtschaft, der politischen Freundschaft, die Rücksichten höfischer und internationaler Etikette führen zahlreiche Fürstlichkeiten und deren stattliches Gefolge in die Feststadt. In diesem Falle waren es nur die beiden Familien der Braut und des Bräutigams, welche der Vermählung beiwohnten. Es war eine Anordnung des Königs Humbert, welche dem Feste so enge Grenzen zog. Die für den Thronerben Italiens immerhin befcheiden zu nennende Herkunft der unmuthigen Braut mag in erster Linie für diese Anordnung maßgebend gewesen sein, durch welche eine Reihe sonst schwieriger Fragen des Ranges und der Etikette gegenstandslos geworden sind. Gewiss aber mochte auch der Ernst der politischen Lage, in der sich gerade jetzt Italien befindet, bei dieser Anordnung vom König Humbert in Betracht gezogen worden sein Die Berichte aus Rom bestätigen, dass das Volt der Italiener auch in diesem Falle den Takt und das richtige Empfinden ihres Königs verstanden und gewürdigt hat. Mit der ganzen Begeisterung des südlichen Temperaments ist die königliche Familie nut ihren Gästen, ist das Brautpaar von den Römern begrüßt worden. Bringt Prinzessin Helene auch nicht das Ansehen eines großen, in verwandtschaftliche Beziehungen gezogenen Herrscherhauses ihrem Bräutigam und dem Königreiche mit, so weht doch der Zauber, den sie selbst auf das Herz ihres nunmehrigen Gatten ausübte, über dem Bunde und rückt ihn dem Mitgefühle der Italiener ums? näher. Vor diesem Zauber schwinden die Fragen der politischen Aspiration und weil Prinzessin Helene für den Prinzen von Neapel nicht mehr sein kann als die geliebte Gattin, so er« wartet man von ihr, dass auch sie ganz m,d gar den Italienern nichts anderes sein werde, als fürstliche Italienerin. Nach außen und innen steht Italien vor ernsten Aufgaben, welche alle Gemüther mit Sorgen erfüllen. Noch sind die Kriegsgefangenen des Negus nicht befreit und ist kein Anzeichen da, um ihre baldige Befreiung zu erhoffen. Noch sind die Grenzen der erythräischen Colonie von streitbaren Heeresmassen umlagert und leine Sicherung ist gegeben, ob Italien nicht den bis jetzt behaupteten Besitz neuerlich in blutigen Kämpfen wird zu vertheidigen haben. Hiezu kommen die versuchten Verschiebungen in den Gruppierungen der Großmächte angesichts der stetig drohenden orientalischen Frage. Wenn auch die Stellung Italiens im Drei. bunde außer Frage steht, so sind italienische Interessen doch so vielfach im Mittelmeer interessiert, dass es Aufgabe für die besten politischen Köpfe ist, hier die Feuilleton. Feldmann. er d.ss^I^le Voiwurf that Emil wirklich weh. weil °nst noH f ^e". Leine. Maultorb und was ein Hund !?"s>n ii, >,> A/lM nennt, zufammenpackte und Feld' ^tkulls» fremde führte, um ihm eine anderweitige l Us A,! ? Erschaffen. Es war auch kein leichtes ^dige», ^ ' aber was thut man nicht alles um des M"Ib 3^'l''eoens „Men! Freilich, Melanie war M ein '^. belser gelaunt und jetzt oft so reizbar, , "te sjH "l^ Gespräch kaum möglich schien. Emil '^ sraät? sAl nicht erklären, was in ihr vorgieng. k'en fiis,. ^'chaudernd. wohin diese forlgefchten Zän- k IelV ^lNen. l?^. ak «" ^" "°ch nicht acht Tage aus dem ^ Weaen ^^ zu einem recht heftigen Austritte Mte Zw/"" »anz geringfügigen Sache. Vielleicht »e hi^ame auch ihr Unrecht einsehen, denn ein paar h«urn^ !"" si« wie umgewandelt, sprach zwar nur "Länglichste, behandelte ihn ab" mit Herz lichkeit. Etwas gedrückt erschien sie ,hm wohl, aber wenn er nach der Ursache fragte, lächelte sie bloß verlegen und schüttelte den Kopf. «Nichts, nichts. ...» So gieng es etliche Tage, und als er eines Morgens wie gewöhnlich ins Geschäft gieng, küsste sie ihn aus eigenem Antrieb, drückte vielsagend seine Hand und flüsterte: «Leb wohl!» Emil war ganz gerührt. «Sie ist doch ein herzensgutes Geschöpf,, gieng es ihm tagsüber immer wieder durch den Sinn, und ,r dachte nach. wie er ihr m,e kleine Freude bereiten konnte. Ja. wenn nur nicht alles gleich so viel Geld gekostet hätte! Endlich hatte er doch einen glücklichen Einfall. Dicht neben seinem Geschäfte hatte er immer einen hübschen lleimn Ring mit Türkisen im Schaufenster wahrgenommen, der sich an chrer Hand gewiss wunder, lieb ausnehmen musste! Der lonute auch gar nicht so theuer sein . . Und Emil blickte weit öfter als sonst nach der Uhr, denn die Zeit schien ihm gar nicht verstreichen zu wollen. - - - ^ ,^ . . Na, endlich war es 5 Uhr, und nachdem er semen kleinen Einkauf besorgt hatte, führte chu dle Hochbahn heimwärts. Rasch eilte er dle Straße hmab und noch "'^ N'j^'doch d,n guten Willen fürs Werk nehmen,» sagte sich Emil mit einem sanften Druck au> das kleine Etui in seiner Tasche und klopfte an seine eigene HauSthüre, denn es sollte eine rechte Ueber-raschung für sie werden. Drinnen rührte sich nicht«. Er klopfte nochmals, und zwar etwas stärker, aber es öffnete niemand, und da überkam ihn plötzlich eine seltsame Angst .... er steckte den Schlüssel an, stieß die Thüre auf und rief: «Melanie!» Keine Antwort. Sollte sie um diese Stunde aus-gegangen sein? Das halte sie doch niemals gethan! Er trat in den kleinen Parlor und auf den ersten Blick bemerkte er eine nahezu ziemliche Ordnung . . . und da auf dem Tische . . . richtig, da lag ein be» schriebenes Stück Papier. ... Er nahm es auf und las, aber Plötzlich begannen feine Hände zu zittern und er stierte auf das Vrieflein und las wieder: «Lieber Emil! Verzeihe mir, dass ich es dir anthu«', aber ich kann nicht andere. Die Sehnsucht nach dem Theater ist stärker als ich geglaubt hatte. Ich suche mir wieder ein Engagement in Deutschland und reise mit dem heutigen Steamer um 3 Uhr. Wenn du nach Hause kommst, bin ich schon auf hoher See. Ich danke dir für alles, denn du hast es nur gut ge» meint, aber es war ein Irrthum! Lebe wohl und verzeihe mir! Melanie.» Er sank auf einen Sessel, vergrub seinen schwin« .delnden Kopf in die Hände nnd wiederholte immer wieder dle letzten Worte ihres Vlieses und ein tiesrs, Laibacher Zeitung Nr. 347. 2116 27. October 1896,___ richtigen, erfolgverheißenden Wege zur Wahrung jener Interessen off^n zu halten. D'ese Probleme wirken velwirrend auf die öffentliche Meinung und complicieren die Intriguen der Parteien, erschweren Stellung und Arbeit der Regierung. Hiezu kommen die ernsten Schwieng-keiten der inneren Lage. Marchese Rudwi hat da ein schwer belastetes politisches Erbe nach Critzpi angetreten und kein Monat vergeht, der zu den bekannten Schwierigkeiten nicht noch das Aufbrechen neuer Wunden hinzubrächte. In Sicilien herrschen noch immer ver« zweifelte Zustände, das Ansehen des Parlaments und der Behörden haben in den letzten Jahren schwer gelitten und vielfache Aufgaben der Reform in Staatsund Gemeinde-Verwaltung drängen zur Erledigung. Dass König Humbert unter solchen Verhältnissen prunkvolle Feste vermied, dafür wissen ihm die Italiener ehrlichen, innigen Dank. Nach außen hin ändert der Herzensbund des Prinzen von Neapel nichts an der Stellung Italiens. Mehr wie je ist das Königreich darauf angewiesen, eine rein nationale Interessenpolitik und eine verlässt liche Friedenspolitik zu machen. Diesen Aufgaben kann ^ es im Rahmen des Dreibunds gerecht werden und, darin beruht die Festigkeit der Allianz Italiens mit Deutschland und der österreichisch'ungarischen Monarchie. ^ Soweit der Prinz von Neapel heute schon berufen ist. an der nationalen Politik Italiens theilzunehmen, umso froher und freier wird er darin sich für seinen er« habenen Beruf vorbereiten, je reiner das Herzensglück ist, das er an der Seite seiner schönen Gattin gesucht und gefunden hat._______________________________ Politische Ueberficht. Laib ach, 26. October. Nuf der Tagesordnung der nächsten Sitzung des Budgetausschusses steht neben der Beendigung der Berathung über den Iustizetat bereits auch die Berathung über die fünf ersten Capitel des Budgets. Sohin dürfte vielleicht schon morgen die Debatte über den Dispositionsfond beginnen. Bei der Landtagswahl aus dem Salz« bürger Großgrundbesitz wurden die früheren Abgeordneten, und zwar Hölzl in Saalfelden und Stabler in Lamprechtshausen, beide der katholisch»conservative»! Partei angehörig, ferner Johann Gmachl in Elix-hausen und Advocat Dr. Prinzinger in Salzburg, beide der deutsch«conserva»iven Partei angehörig, zu Landtags» abgeordneten gewählt. Dechant Liitner in Thalgau und Anton Kaltner in Goldegg, beide katholisch«conservativ, kommen in die engere Wahl. —Die Handelskammer in Feldkirch wählte Dr. I. G. Waibel aus Dornbirn mit sämmtlichen 14 abgegebenen Stimmen zum Landtags-abgeordneten. Gegenüber der Meldung mehrerer Blätter, dass die Aufhebung der Statthalterei-Abtheilung in Trient für drn 1. November festgesetzt sei, erklärt das «Fremdenblalt», soweit seine Informationen reichen, sei wegen d.r Frage des Fortbestands oder der Aufhebung ein Beschluss seitens der Regierung noch nicht gefasst worden. Die im Schoße der kroatischen Regierung unter dem Vorsitze des Banus abgehaltenen Eon-ferenzen inbetteff des autonomen Budgets pro 1897 wurden beendet und der Entwurf fertiggestellt. ^ Landesvertheidigungs.Ministei Baron Feje'rväry hielt am 25. d. M. in Temesvar seine' Programmrede als Eandidat für das Abgeordneten«! haus. Der Minister erklärt in derselben, dass er die Eandidatur nur aus dem Grunde angenommen habe, weil er dies für seine patriotische Pflicht hielt, und, weil die Aufstellung feiner Ccmdidatur beweife, dass er, der durch 46 Jahre dem Könige und dem Vater-lande trotz aller Angriffe, Verdächtigungen und niedrigsten Verleumdungen gedient, dieses auszeichnend n Vertrauens würdig sei. «Wir streben,» sagte der Minister, «ein gemeinsames Ziel an. Dieses Ziel ist die staatliche Consolidiernng Ungarns nach jeder Richtung hin, die Hebung des materiellen Wohlstands und die Förderung der Sicherheit der Bürger und der wirt« schaftlichen Interessen. Zur Erreichung dieses erhabenen Z eles sind nothwendig: Geregelte staatsrechtliche und finanzielle Verhältnisse, eine entsprechend geregelte Administration, ein entsprechendes Unterrichtssystem, eine entsprechende und sicher functionierende Gerechlig' keitspflege, ein mächtiges Ansehen nach auswärts und mit diesem in Verbindung, als Grundlage desselben, eine entsprechende Organisation der Wehrkraft und eine den Verhältnissen entsprechende Entwickelung derselben.» Der Minister wirft hierauf einen Rückblick auf die staatsrechtlich n Verhältnisse Ungarns. D^r Minister schloss seine Rede, indem er ausführte, dass die Nation seit der Wchrdebatle auf jeden Theil der Wehrkraft stolz sein kann, und dass dieselbe ihrer patriotischen Liebe und Unterstützung bei jeder Gelegenheit und in einer jeden Zweifel ausschließenden Weise Ausdruck verleiht. Dies sehen wir auch bei den übrigen Völkern Europas. Redner ist davon überzeugt, dass auch das Volk Ungarns auf diesem Wege immerdar ausharren wird und die Thätigkeit der alls seinem eigenen Blute, aus seinen eigenen Söhnen bestehenden Wehrkraft jederzeit nur mit der grüßten Sympathie verfolgen werde. Der Minister bezeichnet daher den heutigen Zustand gegenüber dem früherer Zeitm als einen glänzenden und dankt dem Himmel und der Weisheit Seiner Majestät (Begeisterte Eljen«Rufe.) Nachdem der Minister noch der in Anwesenheit Seiner Majestät begangenen Millenniumsfestlichkeiten Erwähnung gethan hatte, welche Worte mit stürmischen Eljen« Rufen auf Seine Majestät aufgenommen wurden, und den Segen des Himmels auf das zweite Jahrtausend des Bestands der ungarischen Nation heraba/fleht hatte, fchloss er mit den Worlen: «Stimmen Sie ein mit mir in den Ruf: Mit Gott, für König und Vaterland!» Stur-Mischer Beifall, Eljen°Rufe und Handeklatfchen folgten der patriotischen Kundgebung. In Karczag traf am 25, d. M. Moriz Iokai ein, um seine Programmrede als Eandidat für das Abgeordnetenhaus zu halten. Derselbe wurde begeistert empfangen und die von ihm entwickelte Programm« rede beifälligst aufgenommen. In seiner Rede bezeichnete Iolai die Ziele der Unabhängigleits- und Volkspartei als Utopien und wies auf die großen Aufgaben hin, welche das neue Parlament erwarten und die dazu bestimmt feien, den Wohlstand und die Cultur des Landes zu befördern. Iotai wurde als Candidat pro-clamiert, und ist dessen Wahl als sicher zu betrachten. Wie schon erwähnt, wird am 10. November die erste Sitzung des deutschen Reichstags nach dessen Ferien stattfinden. Auf Grund kaiserlicher Verordnung vom 1. Juli d. I. ist der Reichstag bis zum 10. November vertagt und in der letzten Sitzung vom 2. Juli der Präsident ermächtigt worden, Tag und Tagesordnung der nächsten Sitzung festzusetzen. Ohne Zweifel ist, wie der Münchner «Mg. Ztg.. aus Berlin geschrieben wird, diese Festsetzung im Einvernehmen mit den verbündeten Regierungen erfolgt, und es verlautet denn auch, dafs bis zum 10. November der Reichshaushalisetat zur Einbringung bereit sein werde. — Die «Norddeutsche Allgemine Zeitung» schreibt, dass die Vermuthung des «Hamburg. Correspondents», Staatssecretär Frh. von Marschall werde durch eine Erklärung feststellen lassen, dass die unrichtige Lesart des Toastes des Kaisers von Nussland in Vreswu ' lediglich durch das Versehen eines Berichterstatters veranlasst wurde, durchaus unzutreffend sei. Frh. von Marschall werde in dem gegen Lützow und Lectt'N schwebenden Strafverfahren als Zeu.;e vernommen werden und hiebei aussagen. Durch öffentliche Erklärung^ M den Gang des gerichtlichen Verjahreus einzugreifen, p weder üblich noch zulässig. Der am 24. d. M. im Palais Elysie versammelte französische Ministerrath beschloss, den G^neralconsul in New-York, Äruwaert, nut dem Studium der internationalen Währungsfrage und ve-sonders der Währungsverhältnisse in den Vereinigten Staaten zu betrauen. Handelsminister Voucher leg« dem Ministerrathe einen Gesetzentwurf über die Iuclel" Prämien vor. ,. Aus Belgrad wirb vom 25. d. M. gemeldet. Gestern gratulierten anlässlich der Vermählung des Prinzen von Neapel mit der Prinzessin Helene von Montenegro der König, die Skupschtina und selten» der Regierung der Ministerpräsident dem Fürsten von Montenegro. Die Sknpschtina beglückwünschte auch ven italienischen Thronfolger. — Gestern traf Garasamn mit dem Wiener Abendzuge hier ein und wurde «m Bahnhofe von dem Ministerpräsidenten, einigen v^ gierungsmitgliedern, dem Fortschrittsclub der Stupsch«"" und vielen Freunden begrüßt. Die «P. C.. meldet: Nach einer aus Co" st an tin op el zugehenden Meldung verlautet, da, das Project, durch eine Kopfabgabe ohne Unterschied °" Glaubens in der Höhe von 5 bis 250 Piaster etM 2'/, Millionen türkische Pfund aufzubringen, sanction«" worden sei. Die aufgebrachte Summe sei bestmun ' 1.) zur Bildung eines Kriegsschahes; 2.) zur Scy°! fung einer Institution, welche die in letzterer ö etwas unregelmäßige Truppenverpflegung zu 1^ hätte; 3.) zum Ankaufe von Waffen für die gesa"^ muhamedanische B.völkerung, welche im Falle äuv fter Gefahr eine Art Volkswehr bilden soll. Die ley" der projectierten Maßregeln erregt die AufmerlsaMir der diplomatischen Kreise, j.doch ist vielfach die ""> nung verbreitet, dass der eigentliche Zweck der AM, Geldbeschaffung sei, um der herrschenden großen G"" noth abzuhelfen, und dass durch die Vorführung ^ Möglichkeit eines allgemeinen Aufgebotes der MUY^ medaner bei eventuellen inneren oder äußeren ^ Wickelungen auf Europa Eindruck gemacht werden 1^ , Tagesneuigleiten. ' — (Hofnachricht.) Aus Vmunbe« tvirb vom 25. b. M. gemeldet: Ihre k. und k. Hoheiten ° durchlauchtigste Herr E< zherzog Franz Salvator u dle durchlauchtigste Frau Erzherzogin Marie V«" „, übersiedeln mit höaWhren Kindern am 27. d. M- « Wlnteraufenthalte nach Wels»Lichtenegg. . «^ - (Der König von Griechenland Wien.) Se. Majestät König Georg von Griechen^ empfieng am 24. d. M. nachmittags um 2 Uhr b" z nifter des Aeuhern Grafen Voluchowsti in o"^ ,^ Hotel «Imperial» in Audienz. Der Minister """ ^ bis V.4 Uhr in den Appartements des König«. ^ Majestät fuhr sodann in die großbritannische «"'7^. und conferierte längere Zeit mit Sir Edmund -"" zer In seiner Abwesenheit trugen der türkische «3"'^as Mahmud Nedlm Nry und der dänische Gesandte ^ Spvlmlck ihre Namen in den im Hotel «Impirial' liegenden Nesuchsbogen ein. mer^ l — (Schluss st einlegung des ^w ^ lichen Museum« in Budapest.) ^n» "" vormittags 1 l Uhr sand die Schlusssteinlegung" ^-< dumpfes Weh, w«e es nur die Verlassenheit erzeugt, füllte sein Herz. Regungslos verharrte er in dieser Stellung und immer von neuem drängte sich's auf seine Lippen: «Es war ein Irrthum!» Da spürte er plötzlich eine kallfeuchte Berührung und fuhr jählings mit dem Kopfe in die Höhe. «Ja, Feldmann!» rief er ganz fassungslos. Da stand wirklich Feldmann und wedelte wie verrückt mit dem Schweife. «Er ist seinem neuen Herrn entwischt, aber wie tonnte er denn hereinkommen?» fragte sich Emil trotz aller Seelenqual und wie er das treue Thier anblickte, empfand er etwas wie aufrichtige Dankbarkeit. Natürlich, er hatte ja die Thüre hinter sich offen gelassen, combinierte er mühsam, denn er fühlte sich wie auf den Kopf gefchlagen. Der Hund sprang unterdessen immerfort zu ihm empor und guckte dabei suchend und schnuppernd umher, bis Emil diese stumme Sprache verstand. «Gelt, du suchst das Frauchen?» nickte er, und jetzt griff ihm wieder das fürchterliche Weh ans Herz. — «Ja, das Frauchen ist fort und kommt auch nicht wieder'., lies er. den Hund abwehrend, und dabei rollten em paar dicke Thränen über seine Wangen, aber es «U^V^ "°"' "<" « n'N mehr so ganz Unerbittlich Osricht. Roman von K. Klinck. (23. Fortsetzung.) Herbert Gruners ernste Worte hatten sie fehr herab-gestimmt. Als sie Heinz verlassen hatte und in den Park getreten war, hatte sie ein hohes Glücksgefühl in ihrer < Brust gehegt. Umso tiefer und schmerzlicher berührten! sie die Worte des Mannes, den sie als einen Vater betrachten und liebln gelernt. Sie hatte in der That! in der letzten Zeit bisweilen darüber nachgedacht, ob' nicht noch ein anderer Schmerz, als der um den frühen > Verlust des Vaters, in der Vergangenheit der zärtlich geliebten Mutter begraben sei, und bisweilen den Ent« schluss gefafst, diefe zu befragen. Eine ungewisse Scheu hatte sie immer zurückgehalten, diesen Vorsah zur Aus« führung zu bringen, und nun war sie froh, dass sie geschwiegen hatte. Sie nahm sich vor. der Mutter unbefangen gegen» über zu treten. Diesen Vorsah auszuführen, wurde ihr durch die Mutter selbst leicht gemacht. Sie fand dieselbe lebhafter als sonst und sichtlich angeregt. Die Vorbereitungen für die Abreise waren beendet, und morgen mit dem Frühesten sollte die Fahrt angetreten werden. «Es würde mir lieb gewesen sein, wenn wir H rrn von Hoh nlandau noch vor unserer Abreise gesehen hätten,» sagte sie beim Abendessen zu «ora- ^ser haben ihn so dringend eingeladen, und wenn ^^z Einladung nun Folge leisten will, wird er oa» " leer finden.» ^ es Darum sorge dich nicht, Mama, er bereits,» sagte Lora ruhig. «Du hast ihn gesprochen?» «Ia.> «Er ist dir begegnet?» Untn^' Lora zögerte einen Augenblick M>t " y^Mll" denn der Mutter Augen waren mit einem " von Unruhe auf sie gerichtet. . .^ Lolll «Eigentlich bin ich ihm begegnet,» !«« dann. «Was foll da« heißen, Lora?» ^^ w'k «Nun. Mama, es gieng mir. wie du. .^ so war der Gedanke peinlich, dass, nachdem '^ ^ten zuvorkommend eingeladen, er in ein leere» ^ ^., würde. Darum gieng ich. ihm Bescheid z" ' «^ ficht- «Nach Hohenlandau?. fragte Frau v" lich erschrocken. «^ aM "^ .Nein, nicht in das Haus, Mama. ^ u^ d^ den Weg entlang - am Flussufer. " ^c ^ neulich, er käme des Abends gegen M ^ y« Felde zurück. So musste er mir begegnen,.^.' mich niht verrechnet. E. lässt sich d r en^, ^Laibacher Zeitung Nr. 247.____________________________2117____________^ 27 October 1896. «bauten lunslgewerblichen Museums und der Schule ln «uoapest durch Se. Majestät den Kaiser statt. Punlt ^l Uhr traf Se. Majestät unter brausenden Ovationen d°r de» Palais ein, woselbst Merhöchstderselbe vom bultu«. und Unterrichlsminister Wlasslc« am Haupt-tinzange empfangen und zu der großen Estrade geleitet wurde. Minister Wlassics hielt hler an Se. Majestät km- Ansprache, in welcher er der Freude Ausdruck gab, °°ss Ge. Majestät beim Feste des ungarischen Kunst-getverb« erschienen sei, welches Erscheine» zum Segen für b'e Zukunft des ungarischen Kunftgewerbes gereichen werde. 'Möge die Vorsehung gestatten,, fuhr der Minister fort, 'b°<« unser geliebter Herr und König sich an den srllchten bii'ses Segens noch lange erfreue. Es lebe der Anig!» Die Nebe des Ministers wurde wiederholt von ^mischen Eljenrufen unterbrochen; die Schlussworte: '«l lebe der König!» wurden von den Anwesenden wiederholt. Sodann verlas Staatssecretär gsilinszly die "den Gchlussstein zu legende Urkunde. Nachdem Seine Majestät dieselbe unterzeichnet hatte, wmde fie nächst dem ^'nyange in den Schlussstein gelegt. Unterdessen stellte der Unterrichtsminister Seiner Maj.stät die Künstler und ^»«Unternehmer, welche an dem Baue theilgenommen Men, vor; Seine Majcstät halte für jeden derselben "mge huldvolle Worte. Seine Majestät begab fich nun, Wlgt vom Unterrichtsminister und den Anwesenden, zum Schlussftein und nahm die herkömmlichen drei Vammerschliige vor, die von d,n anwesenden Würden-"Wtn wiederholt wurden. Seine Majestät besichtigte Mann in Begleitung des Unterrichtsministers einige '^°n eingerichtete Localitäten des Museum« und der ^Hule und begab sich hierauf durch die Vorhalle zum v°"ftleingange, wo der Unterrichtsminister Sr. Majestät "l Nllerhöchstdtfsen Erscheinen den Danl ausdrückte, "er brausenden Eljenrufen der Anwesenden btstleg ^me Vlc,j^st^ ^^ bereitstehenden Hofwagen und fuhr ^'"stürmischen und begeisterten Zurufen der in den "ahen angefammelten Menge in die Ofener Hofburg. ^ ^ (Köln und Turin) find die reinlichsten ^'"dte der Wel», so urlheilt Herr Oberst Waring, der von l Straßenreinlgungswesens in Newyorl, der soeben iN ^!"^ längeren Europareise nach Amerika zurückgekehrt ^ «berft Waring besuchte Budapest, Wien, München, y" l", Hannover, Köln. Brüssel, Birmingham, London, ""«. Turin und Genua. h ^- (Der «Doctor der Medicin» Miss ,V"'ilton). Lelbarztin des «mirs von Afghanistan, y"t diesertage wieder nach England zurück, da fie da« l>u ^ ^"^ nicht vertragen lann und ihre Gesundheit «ry dasselbe schwer erschüttert worden ist. Sie hat " «Manischen Hofe eine hochangesehem Stellung ge. bl und e« fällt ihr deshalb sehr schwer, diese aufgeben °" wüssen. ^—_____________________________ Local- und Proviuzial-Nachrichten. ' Philharmonische Gesellschaft. ! ^ In sechs Jahren werden zwei Jahrhunderte seil der lUndung der ältesten Musikgesellschaft Ocherrelchs ver« Vel ie ^ ^"'gen Tage in seiner Geschichte vollzogen, Vesell^l eia.m^ ^" Gestand der philharmonischen lreu d?« °"^ bedrohten: Stets blieb sie ihrer Ausgabe b°tn in . ""lerftüh^ von kunstbegeisterten Männern, getragen thaten ! " ^" Bevölkerung, kündete sie die Groß. °l! in 5 t^""p' freilich, gezwungen durch Verhältnisse, "' «seidenerer Sprache. ie Bedeutung des samstägigen Festabends richtig zu oürdigen, erscheint es geboten, zu betonen, dass die khrer der Gesellschast den ehrenvollsten Antheil an den krfolgen, an dem Wachsen und Blühen des Vereine» jaben. Unseres Crachtens erfüllt die Gesellschaft daher !ine Ehrenpflicht, wenn sie ihrer Dankbarkeit den Lehrern zegenüber bei j der sich ergebenden Gelegenheit beredten Ausdruck gibt. Und mit Stolz können die Männer, denen der Lhrenabend galt, aus ihre mehr als 25jährige Thätigkeit ln der Anstalt hinweisen. Treues Festhalten an den tradllionen der Gesellschaft, selbstlose Pflichterfüllung und harmonisches Zusammenwilken waren die Zaubermitlel, )ie ihre Cifolge zum Nutzen der Gesellschaft, zum Besten i>er Allgemeinheit gewährleisteten. Wir wollen daher der eigentlichen Beschreibung vom Verlause des Abends etwas umgreifen und aus den Hauptpunkt, die Ehrung der Jubilare, übergehen. Der Gesellschaft«-Director, Rsgierungsrath Dr. Keesbacher, schilderte in begeisterten Worten die Anziehungskraft, welche die philharmonische Gesellschaft seit jeher auf jeden ausübt, der sich in ihren Bannkreis be» geben. Er führte hirfür zahlreiche Beifpiele an, indem er Perfonen nannt?, die nach jahrelanger Trennung in weiter Ferne liebevoll in treuer Anhänglichkeit des Ver« eins gedachten, denn das Gefühl der Zugehörigkeit und das warme Inlercsse an allem, was den Verein angeht, war allen, die den Verein näher kennen lernten, ein« a/prägt geblieben. Die Gesellschaft schätzt fich glücklich, dass sich die Anziehungskraft auch auf den ausgezeichneten Musildirector Zöhrer, der auf 30 Jahre, den Concert« meister Gerstner, der auf 2b Jahre ununterbrochener segensreicher Thätigkeit im Dienste der Gesellschaft zurück« blickt, erstreckte, dass diese trefflichen Männer und Menschen, trotzdem fie infolge ihrer hohen Befähigung, ihrer groß n Energie und Liebenswürdigkeit ehrenvolle Berufungen unter günstigeren Verhältnissen erhielten, es vorzogen, der Gesellschaft treu zu bleiben und das hohk Ziel, das sie sich gesteckt, welter zu vlrsolgen. Der Redner gedachte weiter in ehrenden Worten der ersprießlichen 25jährigen Thätigkeit des Gesellschaft«-Lehrers Mora weh und der großen Verdienste, die fich Gesellschaftscassier Karinger im Verlaufe eines Viertel» jahrhunberts aufopfernder Mitwirkung um das Wohl dei Vereins erworben. Mit warmer Anerkennung pries Rebnei ferner die treue Anhänglichkeit, die das Mitglied Her> Rudholzer dem Vereine durch ein halbes Iahrhunber stets gewahrt. Die Gefellschaft glaube den Gefühlen der Dankbarlei leinen besseren Ausdruck zu verleihen, als durch Ueber reichung des traditionellen Iubiläumsringes an die ge feierten Herren: Zöhrer, Gerstner, Moraweh und Karinger Durch diise finnige Gabe soll symbolisch ausgedrück werden, dass nur treues Festhalten und harmonische« Zusammenwirken den Verein zu dem gemacht haben, wa< er heute ist und was er bleiben wird. Der geistvollen Ansprache, die wir hier nur den Sinne nach aus dem Gedächtnisse in kurzen Umrisse» wiedergeben können, folgten aufrauschende Veisallsftürme die bewiesen, dass der Redner die rechte Saite im Herze, aller angeschlagen halle. Director Zöhrer sprach fichtlich gerührt in treff licher kurzer Rede seinen Dank aus und versprach auö sernerhin der Gesellschast seine Dienste zu weihen. I> knappen, lernigen Worten dankten ferner die Herr« Karinger und Rudholzer für die ihnen zuthei gewordene Ehrung. Directionsmitglied Dr. Bock ho! mit bekanntem rednerischen Schwung die Verdienste bei Gesellschastsdireclors Dr. Keesbacher hervor, worau dieser beleuchtete, welche hervorragende Kraft der Verein ii Herrn Dr. Bock befitzt._____________ Nun wusste er Bescheid, und vier, längstens fün Wochen waren ja keine Ewigkeit. Während sie noch über diesen Pnnkt ihre Ve >trachtnngen anstellte und Herbert Grüner die Mutte unterhielt, blickte sie auf, und — nur mit Mühe nnter drückte sie einen Ansruf der Ueberraschung. Herber Grüner, der ihr gegenüber saß, war ihrem Blicke ge folgt und fah in einiger Entfernung einen Reiter i, gestrecktem Galopp heransprengen. Nicht eine Secund lang täuschte er sich über die Person desselben. Es wa der Freiherr von Hohenlandau. In der Nähe des Wagens angelangt, zügelte e sein Pferd. Der Feldweg war hier fehr fchmal und de, Reiter musste unmittelbar an dem Wagen vorüber. Achtungsvoll grüßmd, zog er seinen Hut, inoen er auf Frau Hartner blickte; dann begegneten sein, Augen in einem langen, innigen Blick des junget Mädchens, da« ihm hocherrötheno mit einem strahlender Lächeln zunickte. Für den Begleiter der Damen hatt« Heinz leinen Blick, vielleicht bemerkte er ihn nich« """ Die Begegnung hatte auf die Insassen des Wagem den verschiedenartigsten Eindruck gemacht. (Fortsetzung folgt.) Die Vortragsorbnung be» Abends füllten in bunter Reihenfolge musikalische Vortrage ernster, vorwiegend aber heilerer Art aus. Die zahlreichen Gäste, die durch ihre rege Theilnahme neuerlich den Beweis erbrachten, welch inniger Zusammenhang zwischen ihnen und der Gesell« schaft besteht, nahmen fämmtlichl Stücke mit größtem Beifall auf und ergötzten fich an den launigen Gaben mit sichtlichem Wohlbehagen. E» ist felbftverftändlich, das» alle vortragenden Künstler treffliches leisteten; wir find daher nur in der Lage, allen wärmstes Lob zu spenden, und bemerken, dass die Ouvertüre zu «Wilhelm Tell» von den Herren Sololl und Weltach, auf dem Clavirre vierhändig glänzend gespielt, die Vorträge er» öffnete, der von den Damen Frau Nebenführer und Frl. Kreminger zart und launig gesungene Zweigesang aus der Oper wart vieler Honoratioren, unter denen sich der Regierungs-' secretär Dr. Edler von Krön, der Landesausschusebeifiher-» Stellvertreter Dr. Jg. Zitnil, der Propst P. U,h, der c Vezirlshauplmann O, Ritter von Vesteneck, der Vilrger-c meifter Dr. Schegula, der Weinbau«Schuldirector R. Dolenc, t der Sparcassedirector Dr. Guppan, der Gutsbesitzer Ritter von Savinschsgg, viele Geistliche, Gutsbesitzer und andere t befanden, nach einer seitens des Filial-Obmann» - W. Rohr»ann gehaltenen und aus die Entstehung und ' Bedeutung der Ausstellung bezugnehmenden Ansprache u« . 9 Uhr vormittags eröffnet. t Bei dem hierauf unternommenen Rundzange durch l die Ausstellung, welche in zwei geräumigen Localitäten j unterbracht war, bot das ganze Arrangement ein schöne« Bild von der in ziemlich kurzer Zeit geleisteten Arbeit , sowohl seitens des Filialausjchusses selbst, als auch in»-< besondere seitens der verschiedenen Aussteller, von welchen , wir zusammen für die hiesigen Verhältnisse gewif« , stattliche Zahl von 28 zählten. In Anbetracht dessen, dass die Ausstellung leine allgemeine Weinbau-Ausstellung, - vielmehr nur eine partielle, beziehungsweise Detailaus« 5 ftellung war, muss dieselbe ihrem Programme gemäß , umsomehr als vollkommen gelungen bezeichnet werden. i Sehr vorthellhllft präsentierte fich auch die Decoration l mit den verschiedenen sinnreichen Versen und mit den b großgedruckten zeitgemäßen Lehren, welche an den Wänden l angebracht waren. f Die ganze Ausstellung war vrogra«mäßig geordnet, n Im ersten Nusftellungslocale waren die verschiedenartigen Godendearbeitungsaerathe für Weingärten und Rebschulen, ? dann Rebveredlungsgeräthe und Peronosporasprihen vor-f geführt, von welchen jedoch eine Anzahl im zweiten, etwa» größeren Locale unterbracht werben musste. Die - erste Abtheilung war von sämmtlichen einheimischen r Firmen beschickt. Sehenswert war die schön combinierte « Pyramide der Eisenhandlung A. Guftin in Rudolsiwert, t welche fich mitten im ersten Locale erhob und mit den - v.'tschiedknartigften Viräthschaften derartig reich aus-ü geschmückt war, dass sie in einer jeden größeren Aus» e stellung alle Anerkennung gefunden hätte. Zu beiden r Seiten dieser Pyramide waren auf glün gedeckten lifchen längs der Wände die Ausstellungsgegenstände, und zwar r rechts der Firma N. Paufer (Gobengeläthlchaften und r Rebscheren), Küßel llglhalts sowie ein PtätMat der Reblau«, an welchem alle Entwicklung«« ftadien derselben verfolgt werden tonnten, ausgestellt. Die Wände waren mit verschiedenen Tafeln, darstellend zum Theile die Vchandlung der Reben in der Rebschule, zum Theile verschiedene Rebenschäblinge, ausgeschmückt. Ins Auge fiel in dieser Gruppe auch der Mufterplan einer amerikanischen Rebschule, entworfen vom Ndjuncten W. Rohimann und gezeichnet im Maßstabe 1:100. Die Glöße dieser Rcbschule beträgt 2500 m' und ist selbe ge« eignet für Filialen und Gemeinden. — (Personalnachricht.) Se. Excellenz der l. und l. Felbmarschall-Lieutenant, Corpscommanbanl und Regimentsinhaber E. Freiherr von Al bo ri, ist zu lurzem Besuch am 22. October in Gottsch« eingetroffen und beim k. l. Vezillshauptmann Dr. von Thomann abgestiegen. — (ZollftflichtigleitvonNriefpapieren und Eorrespondenzlarten.) Ts ist zur Kenntnis de« l. l. Handelsministeriums gelangt, dass in Deutschland ausgegebene Vriefpoftsendungen, welche Vriespaplere und Eorrespondenzlarten mit Städte - Ansichten lc. enthalten, häufig der Zollbehandlung nicht unterzogen werden und auf diese Weise den Empfängern zollfrei zulommen. Die l. l. Postämter wurden auf derlei «meist als Drucksache» bezeichnete Vriespoftstndungen mit dem Bemerken auf« merlsam gemacht, dass dieselben au«nah«slos als zoll« pflichtig zu behandeln und somit der Zollbehörde zuzustellen sind. — (Militärisches.) Ernannt wurden: zum Reserve«Assistenzarzt«Stellvertreter der Doctor der gc» sammten Heilkunde Johann Ienlo des Infanterie« regiments Leopold II. König der Belgier Nr. 27 ; zum Mllitür'Verpfl.gsaspiranten der Resetve-Titular-Unlerjäger Johann Smrelar des F'lbiägelbataillon« Nr. 28 beim Milltäiverpflcgsmagazin in Pola. Hauptmann Vartholo-mäu« Schwarz, übercomplet im Infanterieregiment Erzherzog Josef N. 37, Lehrer an der Infanterie« Cadettcnschule in Marburg, wurde in den Armeestand überfctzt. Lieutenant Gustav Mayer des Infanterie« regiments von Roszlowsli N>-. 8? tritt in den Ruhestand. — (Wandervortrüge.) Ueber Anordnung der '-.' ^andesre^ttung ^v^ auch im V znle Vurlseld °by«h°U«n und haben di«. und Catez. Zum Gegenstände der Vorträge wurde hauptsächlich die Schweinepest und der Schweinerolhlauf gewählt, bei welchen Krankheiten die Cntstehungsanläss', die Art der Weiterverbreitung, die Erscheinungen und der Kranlheitsverlauf sowie die nothwendigen Vorbeugung«« und Tilgungsmaßregeln besprochen wurden. An diesen Vortragen betheiligten sich überall an 100 bis 400 Zuhörer, welche den Ausführungen mit großem Interesse folgten und dem Vortragenden ihren Danl zum Ausdrucke brachten. —o. — (Für Stellungspflichtige des Jahres 18 9 7.) Wie alljährlich, haben sich auch heuer im Lause des Monats November l. I. alle hierorts wohn« haften, in den Jahren 1874, 1875 und 1876 geborenen Jünglinge behufs Verzeichnung im Expedite des Stadtmagiftrats zu melden. Die nicht nach Laibach zuständigen Stellungspstichligen haben zur Verzeichnung die ihr Alter und ihre Zuständigkeit nachweisenden Documente mitzubringen. Jene, welche die Bewilligung zur Stellung außerhalb des heimatlichen Stellungsbezirls erwirken wollen, müssen die documenlierkn Gauche gelegentlich der Anmeldung einbringen. I der Stellunzspflichtige, der die Anmeldung ohne unübcrwmd» llche» Hindernis unterlässt, begeht eine Uebertretung nach § 3b W. G. und verfällt einer Geldstrafe von 5 bis 100 st., eventuell einer Arreftftrafe von einem bis zwanzig Tagen. — (Vewohnungs- und Venützungs« be willigung.) Von den in der heurigen Naup riode neuerbauten Häusern dürfen im Novembcrtermine nachstehende bewohnt, bezw. benutzt werden: die Häuser Nr. 19 an der Karlstädterftraß,, N. 2 aus dem Froschplatze, Nr. 1 in der Nichamtsgasse, Nr. 4 auf dem Kcalaucr Damm, das neue Post- und TelegraphenamtSgebäude in der Vchellenburg« Gasse, das Haus des Hrrn Zupanöic an der Tnesterst^aß-, das Doppclhaus der lrainischen Bau-gesellschast an der Vertaca, jenes des Elias Predovic an der unteren Polanastrahe, das des A. Pogaöxil in der Schloss rgasse. jene» des Ios. Lokar in der Vega«Gaff?, je eines in der Tirnauergass», an der Iiegelstraße und an der Tirnauerlände und 3 auf dem Karolinengrunde; im ganzen somit 16 Häuser. Die Zahl der hcuer auf« geführten Gebäude beträgt 5b, jene der noch im Naue begriffenen 8 und ein Kirchengebäude, i. — (Wohlthätigleits-Verein der Buch« drucker in Kl a in.) Unter dlesem Titel wurde in Laibach ein Verein gegründet, dessen Zweck die Unter« ftühung unverschuldet in Nothlage gerathener Buchdrucker sowie deren nächster Angehörigen (Witwen und Waisen), ferner durch lange Zeit conditionsloser ober auf der Reife befindlicher College«, zum Militär oder zur Waffenlibung einrückender bedürftiger Mitglieder, bann die Nctheilung armer Vuchbruckerwaisen mit Weihnachtsgeschenken ist. * (Deutsches Theater.) In der Spielzeit der vergangenen Jahre haben Elasfitervorftellungen jederzeit einen freudigen Wiederhall in allen Schichten der Be-vüllerung, vor allem bei der Jugend gefunden. Daher liinnln die sogenannten vollsthümlichrn Vorstellungen, wenn das Theater an sie mit dem nöthigen künstlerischen Ernste herantritt, ein Wahrer Segen für die Bevölkerung werden. Die Eintrittspreise billig, die Vorstellung so gut wie möglich, muss aber das Schlagwort lautrn, sollen Clasfilervorstellu^gen ihren schönen Zweck erfüllen. Inwiefern« nun die gestrige Aufführung de« «Don Carlos» diesen Anforderungen entsprochen hat, wollen wir morgen eingehender besprechen. ^. * (Aus dem Pollzeirapporte.) Vom 24. auf den lb. b. M. wurden fünf Verhaftungen vorgenommen, und zwar zwei wegen Vacierens, eine wegen Vrttelns und zwei wegen Trunlenheit. — Von 25. aus den 26. d. M. wutden zehn Verhaftungen vorgenommen, und zwar cine wegen Verbrechens des Betrugs (Fundverheimlichung), zwei wegen Uebertretung des Dlebftahls, eine wegen Verbrechens der gefährlichen Drohung, eine wegen verbotener Rücklehr in die Stadt und sünf wegen Trunlenheit und Excesses. —r. — (Erstickt.) Am 24. d. M. wurde der siebzig, jährige Johann Petrii in Voritica, Oerichtsbezirl Obcr-laibach, in seiner Wohnung erstickt aufgefunden. Der Unglücksfall ist dem Umstände zuzuschreiben, das« das Bett und einige Kleiber in Brand gerielhen und Petrit durch den Qualm, der sich entwickelte, betäubt wurde, ehe Hilfe gebracht werden lonnle. —l. * (Todesfall.) Am 22. d. M. ist in Mottling Herr Anton Prosenil, Realilätenbefiher, welcher vor Jahren durch Verleihung des goldenen Verdienstlreuzes von Sr. l. und l. Apostolischen Majestät ausgezeichnet wurde, gestorben. Der Verstorbene, welcher bis an sein Lebensende dem Vezirlsftraheuausschuss und der Sanität«« diftrictsvertrelung al« Obmann angehörte und in dieser seiner Cigenschast eine sehr ersprießliche Thätigkeit ent-faltete, elfreute sich bei der Bevölkerung hoher Wert« schähung. Das Begräbnis, da« am 23. d. M. nachmittag« in Mottling stattfand, gestaltete fich durch die zahlreiche Betheiligung aller Classen der Bevölkerung zu einer hoch« ehrenden Kundgebung für den Verblichenen. —r. — (Von den Gottscheer Kesselthälern.) Die Reinigung der Sauglöcher in den Goltscheer Kessel« ^ä^in tnnch H?rrn FotsUn,pect!ons>Commissäl Wilhelm Putick hat sich diesmal wieder aufs wohlthätigste bewährt. Am 15. d. M. stand das Wasser bei Loschin schon eben '" hoch, wie voriges Jahr zur Zeit der großen Ueber-schwemmung, lief ab« ruhig in die nach den heurigen Entwässerungsarbeiten trefflich functionierenden, natürliche« Eanäle bei Mosel ab. ohne erheblichen Schaben zu ver« ursachen. Die Furcht vor der G.)tl,erttis. Meteoroloaislllp Nl»almM,,naiuack. L ^H ZZ« tzZ ^nstchl I3 8 ^ «Ü.N7 ?35°2 12 4 SW. mah^^M^""^ 2s—H ?369 72 SO. schwach halb bewöllt l^U.Nig. ssZZ-b' 5 7s NW, mMg i chcilw. bew. > 0-2 1-ü«,..^ Tagesmittel der gestrigen Temperatur 7 0°, um ^'nter dem Normale. ^«ntwonlichcr »iebacleur: Julius Ohm.Ianuschon,?,u »iittrr von Wisschrnd. Lottoziehuug vom 24. October. Linz: 77 64 47 12 45 Trieft: 38 81 68 8 85 Aanöesttzeater in Aaivach. 19. Vorstellung. Im Abonnement. Ungerader Tag. Mittwoch den 28. October SchausPiel'Neuheit! Noth kennt kein Gebot. Schauspiel in drei Aufzügen von Dr. E. Jenny. M^ Meilage. "HW (4576) Der heutigen .».« «°u«i,°«< ^^""»'AnlllM. «eld War, »er»"»»'/A «enle In Noten lnN^^Ullnber . . . 10105 101 25 " Lllbt» "ü'"lbrillllNu«,,!! <01 Ob 101 Un „ °"z, Iü!M«.I,!li 101-15^101 35 ^^n 4°/ ..." Nprilvctol.er 101 1I> 101 3d ««Ott z»' «'«»t«I°,e. 850 st, 148 - 145 - ^«n z°7 " ^yanze 500 ft. 14400 145 - ^ N,^,,,".^n,te! 100 fi. 155 2.°> 156 25 bto '°"»>°!e , . ,00 st. IWKO IVIKO ^om.H^ - 50 ft, 1905N 19150 """>l. k 120 ft, , tb?._. ,57 75 ^/° 0ch.',A'W"t. st,uerfre< 121 85 12» 05 bl», b»n . ""«one»Mom. 101 20 101 40 "' "r Ultimo . . 101-iü 101-35 '^ ' l>" l«0 fi. », 4"/» 121'- 122 -„< lhMph.Ällh,, ». A° """'st-». W. U «Nl«b ^! ----- 238'—»40 — ^^> "Ut>w,.U,zz„„ss ^g)j 217 20 216 2U Gtlb W„« Vom Stoate z«l Znblun« übe^nl>m»e»e <« Oblizatto«». tlilllbethbahn SW u,»oc»0 Vl. für 2l«i M. 4»/»..... 1lß-80 11? «> «Xlabelhbahn. 400 u.20U» M, 200 M, 4°/o...... 121' 12175 ss'llllz Joseph»«., «m. 1884, 4"/, 99 80 l, pcr Ultimo . , 8»05 9825 bto.Et./,"/9 1009L 101-80 bto. Vtaat« Oblig. (Un«, ONb ) V. I. 1«7«, 5°/»..... 181 — 122 — blo.4'/,°/»Gchanlltgal.«bl.«0bl. inl)— ion 60 blo. Präm-Nnl. k 10U st. e. W. 15t» 50 150 l»n bto. dtll. k bo fi, o. W, 153 75 154-75 lheiß'Nez.Lose 4°/, 100 fi. . l8? üo 188 — Gl«nd»ntl.«Vbligalion»n (ftir inn fi, !i!dc Wlen »u> . «'70 ?-10 ürebitlo!, KW fi...... 197'- - 18»-— «larv-liole 40 fi. «M. . , . 57- 58 - 4°/nD°nau Damvssch 10<>ft «M. 140— 143-.. Ofener Lose 40 fl...... 58— 59-- Palfw-liust 40 st, EW, . , . 57-75 58 75 Mothen kreuz, 0esl.«el,d,, 10 st. ,? «<» i8 60 Rothen Nreuz, Una. »el, >,,, ü st. 10— 10 50 «udolphLiile 10 fi..... l2-— 2< — SalM"«o!c 40 fl. rno!«-Lose 40 ft, «M . 7125 72- Walbsteinliole 20 fi, «Vl. . . 60-. «2 -Wlndllchllräh !>o!r 2« st. CM. . d. V°bencrebitanftalt,I,N «lredttbanl, «llg, un»,. LO« st. . 4<»«-25 40« 75 Deposttenbanl, «ll«,, 20<> st. . 237-50 238 — ««lompte-«,^, Nbrvft.. l>0n st. 770 —?«, - Vlro»u. ssaslenb., Wlenei, 200ss. »?» — 274 — Hypothelb.,0eft.,2N» fi.25"/„». 82'— 85 — öänderbanl. Oeft., 200 st. L47 85 247 75 0efterr.'ungllc. «anl «<><> st, 838 — 842 — Uniol!ba,!t ^!00 ft...... 882 25 893 2b Nerledrsbanl. «ll«,, 14" ft , 178 — 181 — ßctt Dampfschiffahrt»»Vtf,, Oesierr, 50" fi, » 50 6« 50 Ferbinanbs-Norbb, lOOOfiilM. »8»0 3295 Lemb.'Czernow,°IaNy°E!Irnb,. Veselllchaft20«st, E, , . . 287-85 288 85 Lloyb, Oest., lrlest, boost, «M. 424-> 486 — vesterr. Nordwestb, 200 st, S. . 872 — 278K0 dto. bto. slit, U) 2lw st. V. 87685 876 75 Prag-Duier Elseno. I50fi.E. . 9450 95 — Ntaatleisenbahn 800 fi. <3. . . 863 — 868 75 Lüdbllhn 200 fi. E..... 101 »5 101 75 Vübnordd. Nerb.°«. 200 st. 0 TramwayOles., Wl.,170fi.«.U. 472 — 474 — bto. » Mm-Inn.Aessllsch., vest, alpine 85- 8!»-b0 Praa« «5Nm.Inb.'»es. 200 fi. 666-668 — Kalno»!l.arj. Vteinlohle» A» st. 5»5 —590-— ,,Lchl»gImÜhl", Vapierf., »00 fi. 208 — »10 — „Steürerm.", Papierf. u, «.»V. 165'- 167 b!» lrifallev »ohlen».. »es. 70 st. 1bb-50 »59 — wllffrns,-«.,Oe».in W0 «03 b« Waggon lieihanst., «llg., in Pest, 80 fi......... 498' 505 — «r. «augeiellschaft 100 fi. . . 109 — Ilo — W<,nerberl,elZlt,el«Irtini^l»«!, 889 — 891 — Dn»ls,n. llmsterbam....... 9» — »9 10 DtUtIchc Vlatzt...... »8 77. 5« 90 Vonbon........ lI9 85 1»0 lv Paril......... 47«, 4755 »t. Veterlbuls. . , . . —__ — — D«l«t»n. 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Man verlange Muster aus der Hohensteiner haben wiederholt mit «ehr asu- Versandt franco und zollfrei ins Haus. Seidenweb. Lotze, bevor man anderswo kauft. A . , . --------------- \, trlodon»tel 1 endem Erfolge die (4434) 3—1 Nr. 7603. Curatorsbestellung. Den verstorbenen Gläubigern Jure Sutej von Mitter'Radence Nr. 17 und Michael Staudaher von Mocile Nr. 17, beziehungsweise deren unbrlannteu Rechtsnachfolgern und dem unbekannt wo abwesenden Josef Soegel von Radence Nr. 17, wird Herr P. Bano von Svibnik als Curator »6 »olum bestellt und ihm die diesgerichtlichen Anmeldungsbescheide vom 6. September 1896, Z. 6624, zugestellt. K. l. Bezirksgericht Tschernembl am 13. October 1896. _____ (4311) 3—3 St. 6558. Oklic. C. kr. okrajno sodišèe v Radovljici daje na znanje, da se je na proSnjo Petra l'redovica iz Drage proti Fran- J cetu Kalanu iz Zabreznice v izterjanje terjatve 18 gld. s pr. potom ponovitve dovolila izvr.^ilna dražba na 4459 gld. cenjenega nepremakljivega posestva vlož. št. 14 zemljiške knjige kat. obè. Zabreznica. Za to izvršitev odrejena sta dva roka, na 3. no vem b ra in na 4. decembra 1896, vsakikrat ob 11. uri dopoldne, pri tem sodifièi s pristavkom, da se bode to poseslvo pri prvem roku le za ali nad cenilno vrednostjo, pri drugem pa tudi pod isto oddalo. Pogoji, cenilni zapisnik in izpisek iz zemljiške knjige se morejo v na-vadnih uradnih urah pri tem sodišèi vpogledati. G. kr. okrajno sodisèe v Radovljici dne^30. septembra 1896. Razglas. G. kr. za m. del. okrajno sodišèe v Ljubljani naznanja, da se je vsled tožbe Janeza (Jrabeljšeka, posesfnika iz Dobrave hišna st. 44, proti Mariji Puizdar, oziroma njenim nepoznanim pravnim naslednikom (po kuratorju ad aclum), zaradi pripoznanja zasta-ranja glede pri zemljisèi vlož. si, 219 ad Dobrava vknjižene terjatve 120 gld. konv. den. de praes. 19. avgusta 1896, St. 16.971, slednjim postavil gospod Janez Dovjak iz Dobrave skrbnikom na èin in da se je za sumarno raz-pravo doloèil dan na 2 7. novembra 1896 ob 9. uri dopoldne, pri tem sodiäci. C. kr. za m. del. okrajno sodišèe v Ljubljani dne 28. avgusta 1896. Zahntropfen des (2867) 17 Apothekers Piccoli in Mjall»«tolm angewandt! ' 1 FläscöcüGD 20 kr., 10 Fläscücüen in. 50 kr. Pos tauf träge werden umgehend effectniert. (4312)3—2 St. 6396. Razglas. V izvršilni zadevi Aleksija Ber-ganta iz Senèurja proti Prancetu Kalanu iz Zabreznice radi 300 gld. s pr. z odlokom z dne 24. avguslu 1896, št. 5769, dovoJjena izvrsiJna prodaja zemljisöa Franceta Kalana vJoz. st. 14 kat. obè. Zabreznica prelozi se na 10. novembra in na 11. decerabra 1896 ob 11. uri dopoldne, pri tem sodisöi s prvotnim pristavkom. C. kr. okrajno sodisèe v Radovljici I due 30. septembra 1896.