marburger zeitung amtliches organ des Yaitaf m* lefcitMillwt MuWif •. & BMffUM Ni. t. Nr. CUgllck tnl« BuMtaf) M ü» SduKUtltnaf ■« «nf Pmnif Nr. tt-Vf «mlchb« BlcBt rtckyvMadt. M tlBtUchMt Anhag«* lit das Mckporto balsulaflCB. 1 IS-t?. M-M, IM». Ab II Ubr •mlchbu. UiTcrItngt« Zufchiin«B wwdte _________ _ _ _____ Po«tich*ckkonto WiM Nr. S4.8M. oäi^rtHtaitaB ta CUH. Muktptali Nr. *13. Pamräf Nr. T,' nd I« Nttäu. UngartorgaiM Nr. i, Fafinif Nr. M. steirischen heimatbundes Iracbatel ««ifcUAcft ak MarMiattuf. Iaaa|ipraii §■ vavMa aabibait M.l Poataaltaag»9tbflkri bat Uafvmg ta Straifband nvIgMcb Portai BM ARtalch durch Pott aioaatUcb IM l.tO (alaichl ll.l Rp( Poiti itMck tM I.M aUaaUMHck bal Abhalaa la 4m GaacUnaatall« ffabflhr. llMalaua«ara wardaa aar gagaa I l.tO (alBichl Rp( Poiualtiufliaabflhr) and M Kpf Zaatall- VoralBMedung daa Ilntalprali*« vnd dar PoHoaaalaffaa lafaaaadat. Nr. 168 — 83* Jahrgang Marburg^Drau, Dcmnertta^ 17* lanl 1943 Einzelpreia 10 Rpf Gesicherte^foossostas^^ Der Endsieg Ist den Achsenmächten gewiss — Bedeutende Erklärungen Tofos Tokio, 16. Juni tu Anwe«enh«lt dci Tenno und det Geiamtkabinetti «rfolgt« Mittwoch Vormittag die feicrildb* Eröffnuny der Sondersitzung de« JapanUchea Reichatagei. Mit großer Spannung verfolgt« man dl« R»de de« Premierminitter« Tojo, die von SröBter Innen- und auDenpolltlichen Be-eutung war. Sl« «teilt glaichzeitlg d«n Höhepunkt der Sondersitzung de« Reich«-* tage« dar, der* nach den Erklärungen Tojo« und anderer Minlater sofort die Arbeil aufnimmt und nach allgemeiner Auffa««ung in kürzester Zeit die von der Regierung unterbreiteten Sondervorlagen genehmigen dürfte. Zu Beginn seiner «instündigen Ausführungen gedacht« Premierminister Tojo de« gefallenen Grofiadmirals Yama-moto und der Helden von Attu, die, wie Tojo hervorhob, ihr Leben gaben für Tenno und Vaterland und zum Vorbild höchster Pflichterfüllung wurden. Es gebe keinen Japaner, der nicht gewillt und entschlossen sei, diesem Beispiel zu folgen. Das gesamte Volk sei mehr denn je bereit, seine gesamten Kräfte einzusetzen und nicht eher zu ruhen, bis der Feind vernichtend geschlagen sei. Japans militttrisohe Positionen in GroBost-asien würden täglich verstärkt, während gleichzeitig die großen Rohstoffvorkom-men und Naturschätze dieses Gebietes in immer zunehmendem Maße für Japans Kriegsindustrie zur Verfügung ständen. So seien hier die entscheidenden Voraussetzungen geschaffen worden, die den Endsieg sichern würden. Angesichts dieser Tatsache unternahm es der Gegner, unter Mobilisierung seiner gesamten Filipinos erfüllt, Was die besetzten Südgebiete wie Malaya, Sumatra, Java, Borneo, Celebes anbelangt, so ist vorgesehen, die dortige Bevölkerung entsprechend ihren Fähigkeiten noch im Laufe dieses Jahres für die Verwaltung heranzuziehen. Dies trifft vor allem für Java zu, welches am weitesten fortgeschritten ist. Zu Französisch-Indochina stellte Tojo fest, daß hier Japan immer engere Zusammenarbeit anstrebe. Dem indischen Volk gegenüber hege Japan die allergrößte Sympathie und sei fest entschlossen, alle Möglichkeiten und Mittel zu erschöpfen, damit Indien endlich vom anglo-amerikanischen Einfluß befreit und das indische Volk unabhängig werde. Wenn wir uns der Lage in Europa zuwenden, so fuhr Tojo fort, dann sehen wir, daß Deutschland und Italien und ihre Verbündeten auf dem Wege zum Endsieg fortschreiten, indem gleichzeitig die Bande mit Japan immer enger werden. Ich glaube fest an den Erfolg Deutschlands, Italiens und ihrer Verbündeten dank der glänzenden Kriegführung, der unüberwindlichen Stellungen, die bereits gesichert sind, und dank der entschlossenen Führung, Japan gelobt, Schulter an Schulter mit Deutschland, Italien und den anderen Verbündeten zu kämpfen in enger Waffenkameradschaft und in beiderseitiger Hilfe und Unterstützung. Uberall In der Welt versuchen die Anglo-Amerikaner, den Frieden zu stören und die neutralen Mächte in das Kriegsgeschehen hineinzuziehen. Skrupellos opfern sie Blut und Gut anderer Materialkräfte Gegenoffensiven vorzu- ; Nationen für die eigenen Vorteile und bereiten. Japan sei selbstverständlich kierauf entsprechend vorbereitet. Tojo ging sodann im einzelnen auf die Beziehungen Japans zu den verschiedenen Nationen ein. Die herzliche Freundschaft, die Japan mit Mandschu-kuo verbinde, lasse nichts zu wünschen übrig. Hier bestehe sowohl materiell als auch geistig völlige Einigkeit und engxte Harmonie. Die Zusammenarbeit mit dem nationalen China erfolgte auch weiterhin auirichtig und im Geiste der gemeinsamen Erklärungen. China, das jahrhundertelang der anglo-amerikanischen Ausbeutung unterworfen war, sei jetzt endlich frei und unternehme alles zur Stärkung und zum Aufbau des Landes. Zusammen mit Japan setze China heute als unabhängige Nation seine ungeheuren Kräfte für die Schaffung eines neuen Ostasien ein. Japan sei gewillt, China auch weiterhin auf jede nur mögliche Weise zu unterstützen. Das gleiche gelte für Thailand, das heute alle Schwierigkeiten zu überwinden verstehe und heute eng mit Japan verbunden sei. Was Burma anbelange, so sei damit zu rechnen, daß die Vorbereitungen für die Unabhängigkeit baldigst abgeschlossen werden. Auf den Philippinen unternahmen Jorge Vargas und andere Führer alles, um das Land so schnell wie möglich wieder aufzubauen. Wir möchten heute jedoch noch einen Schritt weiter gehen, so fuhr Tojo fort, und erklären, daß wir gewillt sind, den Philippinen noch im Laufe dieses Jahres die Unabhängigkeit zu gewähren. Damit wird bereits in weniger als zwei Jahren nach Ausbruch des Krieges in Großnst-esien der langgehegte Wunsch der lassen sie die Hauptlast des Krieges tragen. Ich möchte die Gelegenheit ergreifen, um meine Bewunderung den- jenigen Nationen «uiiusprecben, die trotz der anglo-amerikanischen Intrigen entschlossen an ihrer Neutralität festhalten. Zwischen diesen Lindern und Japan bestehen freundschaftliche Beziehungen. Tojo wandte sich dann innerpolitischen Problemen zu und befaßte «ich mit den Maßnahmen zur weiteren Stärkung der Kriegsindustrie und zur Sicherung der Ernährung de« Japanischen Volkes, Japans ProduktlonskTaft habe seit Ende des letzten Jahre« bedeutend zugenom- men, Mehrere Milliarden Yen ««ien vorgesehen für weitere Reorganisation der Wirtschaft, Zusammenlegung oder Schließung von Betrieben usw. mit dem Ziel der weiteren Steigerung der Kriegsproduktion. Es seien weitgehende Maßnahmen vorgesehen, um Japans Ernährung zu sichern. Vor allem sei ein verstärkter Anbau von Reis und anderen wichtigen Nahrungsmitteln geplant. Am Schluß seiner Rede ersuchte Tojo die Mitglieder des Reichstages um vollste Unterstützung der Regierung. Erfolgreiche japanische Marine Schwere Schläge für die Gegner im Pazifik Tokio, 16. Juni i Schläge zufügte. Im Monat April allein Marineminister Admiral Shimada be- «eien 299 Feindflugzeuge abgeschossen tonte in seiner Reichstagsrede, daß die I oder »m Boden vernichtet worden Die Gutes Einvernehmen Nichtangriffspakt Deutschend—Türkei, beste Garantie Ankara, 16. Juni Auf der Schlußsitzung de? Kongresses der Volkspartel ergriff der türkische Ministerpräsident Saracoglu das Wort zu Ausführungen, in denen er auch die Beziehungen der Türkei zu den kriegführenden Großmächten behandelte. Bezüglich Deutschlands bemerkte der türkische Ministerpräsident, daß die Beziehungen zwischen der Türkei und dem Reich auf dem t941 abgeschlossenen Freundschafts- und Nichtangriffspakt beruhten. Die Ereignisse hätten gezeigt, daß dieser Pakt den wahren Interessen der beiden Parteien entspreche und auch weiterhin dazu angetan sei, sich gedeihlich für die beiden Partelen auszuwirken. japanische Marine in engster Zusammenarbeit mit der Armee vorgehe. Er gab dabei die Leistungen der Kriegs-mariike seit Ausbruch d«« Krieges bis zum heutigen Tage bekannt: 5234 feindliche Flugzeuge abgeschossen oder sonst vernichtet, 13 Schlachtschiffe. 11 Flugzeugträger, 55 Kreuzer, 56 Zerstörer, 128 U-Boote, 69 sonstige Kriegsfahrzeuge versenkt. Außerdem wurden zahlreiche weitere feindliche Einheiten beschädigt, ferner 369 Handelsschiffe mit insgesamt 7 250 000 brt versenkt. Uber die Operationen im Nordpazifik sagte Shimada, die Japanischen Streitkräfte hätten ein feindliches Geschwader, bestehend aus drei Kreuzern und einer Anzahl Zarstörer, am 27, März westlich von Attu gesichtet, «ofort den Feind zum Kampf gestellt und dabei einen schweren Kreuzer schwer beschädigt, einen anderen Kreuzer und einen Zerstörer leicht beschädigt Zur Unterstützung eingesetzte U-Boote machten ein Schlachtschiff und einen Kreuzer ge-fechtsunfShlg und beschSrtIqtRn zwei weitere feindliche Krleqsflchlffe schwer. Flugzeuge der Marine, die In der Nähe von Attu am 23. Mal operierten, beschädigten einen feindlichen Kreurer und versenkten elnpn Zerstörer, während ein weiterer Zerstörer in Brand geworfen wurde. kombinierte Flotte, die zurzeit dem Kommando Admiral Mineichi Kogas untersteht, habe bei Zusammenstößen mit feindlichen Streitkräften am 13. Mai, 7, und 12. Juni über dem Gebiet der Russell-Inseln insgesamt 120 feindliche Flugzeuge abgeschossen und weitere 25 über der Shortland-Insel. Die japanischen Gesamtverluste bei diesen Kämpfen seien auf Insgesamt 16 Flugzeuge beschränkt geblieben. Shimada gab bekannt, daß die U-Boot-operationen nicht nur in den an Australien grenzenden Gewässern, sondern im gesamten Pazifik aufrechterhalten werden. Außer der Beschießung der Kantor-Insel und der Vernichtung mMl-tärischer Einrichtungen und Kriegsschiffen sei «s den U-Booten in einem kurzen Zeltraum gelungen, 33 feindliche Handelsschiff« EU versenken, die einen Raum-Inhalt von von etwa 199 000 brt hatten. Der Minister erwähnte, daß Marine und Marineluftwaffe im Dezember einschließlich der Schlacht bei der Rennell-Insel im Gebiete des Südwestpaziflks 1361 feindliche Flugzeuge abgeschossen oder vernichtet sowie 53 feindliche Kriegsschiffe versenkt hätten, dabei einbegriffen Transporter mit etwa 353 000 brt, ferner an eigentlichen Kriegsschiffen zwei Schlachtschiffe, neun Kreuzer, acht Zerstörer und 34 U-Boote. Dagegen wurden auf japanischer Seite 310 Flug f cftriwMtniivtrib Muge. Zerstörer, drei U-Boote und Zu den Kämpfen im Südwestpazifik .i. hrw vprln- teilte der Minister mit, daß die japanischen Streitkräfte großangelegte Ope rationen begonnen hätten. Die japanische Luftwaffe habe Angriffe tfof die feindlichen Stützpunkte Im Gebiet von Guadalcanar, Port Moresby, Port Darwin, der Milne-Bucht und auf andere Stutzpunkte auf Neuguinea durchgeführt wobei sie dem Feind schwere 33 Transporter als versenkt bzw verloren gemeldet. Die japanischen Gesamtverluste seit Kriegsausbruch bis zum heutigen Tag bezifferte Shimada auf 878 Flugzeuge, ein Schlachtschiff, drei Flugzeugträger, drei Kreuzer, 19 Zerstörer, 11 U-Roote, 13 sonstige Kriegsschiffe und 98 Hilfsschiffe mit 352 000 brt. Sowjetvorstösse bei Orel abgewiesen Wirkungsvolle Aktionen ün Mittelmeer — Weitere Flugzeugverluste unserer Feinde Führerhauptquartier, 16. Juni Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt. An der Ostfront wurden mehrere feindliche Vorstöße im Rcium von Orel abgewehrt. Schwere Artillerie des Heeres beschoß Mann Uber Bord PK KrieiJih^rlrhttr H.'Nrniii Der Kampf qoqrn die Hemente loiclf-rl lju.sonficts von den kleinen ninhoiteu unsrier Kncgsnidrino immer wieder dr>n liöclislen fiinsntz. Hier wird hni schwer-stem Seegang ein .jchinufhlrfc« ^lUFg '.s.'li:», um pinett K.imer.idnn /u bcrypii, der von einem Biuchcr uljor riord gcspiilt wurde , mit guter Wirkung kriegswichtige Anlagen in Leningrad Verbände schwerer deutscher Kampfflugzeug« führten gestern die Angriffe gegen Schiffsansammlungen vor Pantel-leria fort. Sie versenkten zwei große Landungsfahrzeuge, beschädigten mehrere andere und trafen einen Zerstörer schwer. Auch in den Hafenanlagen entstanden größere Schäden. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt Der Feind verlor im Mittelmeerraum 23 Flugzeuge. Von den am 15. Juni als beschädigt gemeldeten sieben Transportschiffen sind nach abschließenden Feststellungen drei feindliche Transporter mit zusammen 9000 brt gesunken. Sicheriingsfahizeuge der Kriegsmarine schössen Im Kanal aus einem ankeifenden feindlichen Fliegerverband fünf Flugzeuge ab. In der letzten .Nacht überflogen einzelne feindliche Flugzeuge das nördliche Rf^hsgebiet und warfen Boraben, durch die nui unbedeutende Schäden entstanden. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge bombardierten in der Nacht zum 16 Juni Fiinzelziele In Südost-England. lieh« Landungsboot« an, versenkten einige und trafen andere. Ort« in der Umgebung von Palermo und in den Provinzen von Trapani und Agrigent waren gestern das Ziel feindlicher Bomben- und MG-Feuerangriffe, die unter der Zivilbevölkerung einige Verluste und Schäden von beträchtlichem Ausmaß veruisachten. Insgesamt wurden über Sizilien 23 Flugzeuge abgeschossen, darunter zahlreiche mehrmotorige Bomber: fünf von italienischen Jägern, sieben von deutschen Jägern und elf von der Flak. »Italien äußerster Schutzwall Europas« Rom, 16. Juni Durch den unvermeidlichen Fall Lam-pedusas, dieses winzigen Felsenriffes, das wegen seiner Vegetationsarmut, Wasserlosigkelt und Entfernung Vom Mutterland womöglich noch schwerer zu verteidigen war als Pantellerid, ist in Italien dai Gefühl verstärkt worden, daß die italienische Inselwelt und das Italienische Festland selbst heute eine Bastion gegen die Bedrohung Europas darstellen. »Die Italiener«, so schieibt die Zeitung »Piccolo« In diesem Zusammen- Erfoltje der Torpedollugzeuge ' hang, »können Stolz auf ihr Schicksal " «c sein, den äußersten Schutzwall Europas Rom, 16. Juni (jüden. Sie müssen ihre nnnze Kralt Der Italienische Wefirmarhtbericht gibt ' einsetzen und sich bewußt sein, daß bekannt: j Italien heute eine Aufgabe ersten Ran- An der algerischen Küste wurde ein gns zu erfüllen hat.« Ira (ihrigen weisen feindlicher Geleifzug von unseren Tor- jdie Stellungnahmen der faschistischen pedoflugzeugon angegriffen, die einen Presse die lächerlichen Übertreibungen Dampfer von 15 00Ö Tonnen versenkten ide« Feindes zurück,^ der die Einnahme und einen zweiten von 5000 Tonnen Ider kleinen, wesentlich näher an Afrika schwer beschtidigt. | als an Italien gelegenrn Felseninsejn als Deiitsrhe Verbände griffen in der den Berfinn der Besetzung Italiens dar-N^he von Pantelleria wiederum teind-1 stellt. Die Stärkste der Waifen Vor Hermann OkraA Amerikanisch« Kriegsberichter enthK ten kürzlich ihren Landsleuten daheim, welchen Eindruck si« von den deutschen Soldaten gewoimen hatten, die In Tunesien in Gefangenschaft g«rat«n waren. Sie waren mit diesen Kriegsgefangenen gar nicht zufrieden. Sie seien ihnen wie sture Hünen erschienen, ungebrochen an Leib und Seele, im Gefangenenlager selbst noch Soldaten, fanatische Deutsche, die aul ihre Wachmänner nur von obenherab sahen, auf jedes polltische Gespräch eingingen und dabei eine Sicherheit der Weltanschauung hätten, die wahrlich nicht erwartet worden wäre. Wenn man diese Boys seh« und höre, dann sei allerdings kein« Hoffnung, dafi man die Deutschen vom Nazismus befreien könnte. Es seien offenbar doch wohl alle Deutschen eben Nazis. So die Kriegsberichter. Der jüdische Scbmock in den New Yorker Redaktionen wußte darauf keinen besseren Kommentar als den, daß man es ja schon immer gesagt habe. Man müsse eben das ganze deutsche Volk vernichten, um die nationalsozialistische Pest auszurotten. Die Kriegsberichter schrieben zu diesen Kom-• mentaren ihrerseits keine. Sie hatten einige tausend Mann dieses Volkes kämpfen sehen, auf einem Boden, der ihnen ungewohnt war, in einer Umgebung; die ihnen fremd sein mußte, und außerdem fern der Heimat mit wenig Reserven an Menschen und Material. Das mit dem Ausrotten schien ihnen so eine eigene Sache angesichts der soldatischen Leistung, und der weltanschaulichen Haltung der Deutschen. Sie schwiegen darum lieber. Wir sind auf jene USA-Kriegsberichter seinerzeit nicht weiter eingegangen. Warum auch wohl. Es brauchen uns keine USA-Journalisten vom deutschen Soldaten bestätigen, was in Deutschland jedes Kind weiß, es ist in diesem Punkte uninteressant, was der Gegner von uns spricht, aber interessant ist doch, zu sehen, wie draußen langsam die Erkenntnis von der Kraft der nationalsozialistischen Weltanschauung dämmert, wenn auch der letzte Sinn dieses Krieges, der in seinem Umfang, seiner Weite und seiner Tiefe bei uns von allen Kämpfenden klar erkannt ist, drüben nur von einer kleinen Minderheit in den Re-I gierungssesseln und hinter den Kulissen I begriffen würde. Die Soldaten auf der j anderen Seite haben ihn, wie das Beispiel beweist, bis heute nicht verstanden. Sonst wären jene Berichte nicht für teures Geld nach drüben gekabelt. Und die Völker? Wenn die Soldaten schon glaubten, ein Kriegsgefangener deutscher I Soldat müsse kurzfristig in einen Spießbürger demokratischer Prägung sich verwandeln, wenn er der Befehlsgewalt seiner Offiziere und der engen Bindung an ! die Glaubenswelt der Heimat entbehre, was müssen dann erst Jene denken, die täglich und stündlich im Trommelfeuer der geistigen Kriegführung der jüdischen Welt stehen. Ein kleiner Vorgang am Rande aber hat hier erneut, wie eine Leuchtkugel im nächtlichen Kampf, das große Gebiet dieses gigantischen Ringens grell erhellt und dabei gleichzeitig mit hellem ' Licht die beste unserer Waffen Freund ' und Feind sichtbar gemacht. Die stärkste Waffe, die das deutsche Volk heute einzusetzen hat und mit Erfolg seit vielen Jahren einsetzt; seine nationalHnrialisli-sche Weltanschauung. Weltanschauung eine Waffe? Wir neh-I men die Antwort auf unsere Frage vor-! weg. Sie ist die stärkste aller Wallen, I eine Watfe auch, die täglich angewendet werden kann von jedem, der im kämpfenden Volke lebt. Sie ist iihei-haupt die Garantie unseies Sieges. Wir brauchen uns nur stichwortartig heute noch einmal vor Augen zu halten was die nationalsozialistische Weltanschauung der Nation gab. Die Einheit als Volk, die Härte unserer Gemeinsrhaft, das Treueverhältnis zwischen Führer und Volk, die nationale Disziplin, die qrulir, deutsche Kamoradsrhaft. die, iilier die Kleinigkeiten des Allfaqs hmweq. Hie Nation eint. Aus dieser Würze! wiuhs unsere Kraft, nährte sich der Bhitstrom, der uns als Volk neu belebte, entstund das neue Reich, seine Partei, seine Wohi-macht, seine striatlirbe Ordnung F.in Narr, der darüber diskutieren wollle. Die nationalsozialistische Wellanschauunq, ; das Geistesqut der Natinnalsozlalisli-' sehen Deutschen Arbeiterpartei, ist zum Lebensinhalt der Nation, ist unsere un-'bezwinqbare geistiqe Festung geworden, ; die kein proptig'»ndi'?1is{ hes Trnminf'l-' feuer mehr erseiiiitteni kUKo1:,H ZLUÜMÜ H "'rfliing des efnen Ift Im Grundfltill-eil II döt!> Wüllen dei andeicn, denn wie \\ jltanschauuiigeai die im CcgenMtx zu voiiiisdiea Naturnotwendigkeitea proklamiert und einem Volke vielleicht gar ftufge<.wiingon werden, «in Volk zcrrei-Pfn, so m !■ hon Weltanfchauungen, die im Cloichk!anq mil den Lebensge-sei/rn iinos Vo'kPt iteh^n, «in Volk umihervin^ll ■ h Und unsere Weltan-ii.i'uing, die Adolf Hitler in Worte, in p'n Programm goß, gehört zu uns wie Luft und S( nn«». Dai hat soger der kleine Mann drüben begriffen. Die Watfa Weltanichauung betitzt aber nuch dnderu k.rälle, die wii nicht immer voll zu nutzen wissen. Dem Volksgenossen nAmlich, der sie richtig aii/.uvvüiulun veislcht, gibt sie auch die Mugiiciikuil, Herz und Hirn aufzufrischen, WLiin beide einmal wieder, wie es m Tagen der polititehen und militärischen Stille leicht geschieht, von S(hldfkon aus Sorgen, Gedanken, Ge-nichten und Mühsalen überladen sind. Es genügt dann nur, sich die Größe und Weite unserer Gedankenwelt in blanken, reinen Farben vor das geistige Auge zu stellen, sich mit dem Weg und der Gestalt des Titanen Adolf Hitler erneut intensiv zu beschäftigen, um zu wissen, daß all dris Kleine des Alltagt nie so groß sein kann, alt daß dieses nationalsozialistische Reich dadurch gefährdet würde. Der Volksgenosse daheim hat es dabei schwerer als der Soldat draußen Draußen ist der Kampf, in irgendeiner Form ist er immer da, und das Erlebnis des Kampfes um unter nationalsozialistisches Deutschland gibt die Klarheit der eigenen Haltung von allein. Die Heiniatfront hat dieses ein Die S owjefwünsche auf dem Balkan Finkelsteini Erklämngeii öffnen dem letzttfl Zw«Ül«r die Anira Mailand, 16. Juai Litwinow-FinkeUteint Erklirunjen in Teheran, dal] Sowjetrußlaad nicht nur einen Zuj^ang lum A^&ischen Meer, sondern auch zur Adria erstrebe, werden von der DOrditahenuchen Preue stark heraus-gestelit. Die Zeitungen betoneo, daß man jetzt die Plan« des sowjetischen Imperia« iismus kennt und zugleich auch verstehe, daß Moskau weder in Catablanea noch io Washington vertreten sein wollte. Die Sowjets hätten eben ihre eigenen Pl&ne über die zukfinftige Gestaltung Europas und der Welt, Im Gegensati zu den verlogenen Behauptungen der angio-amerikanischen Agitation, mit denen die europlischen Völker und betondys das italienische hin» ter das Licht gefüRrt werde« aollen, hat Litwinow-Finkelstein, wie »Corriere della Sera« unterstreicht, die sowjetischen Ziele klargelegt, »Nach dem ersten Weltkrieg war bereits ein von Paris und London gelenkter, gegen Italien gerichteter Staat geschaffen worden; das im Mittelpunkt der kleinen Entente stehende Jugoslawien sollte nach Norden hin Deutschland und vor allem nach Süden hin Italien bedrohen. Ein neuer noch größerer Staat hat nach den PUnen des Kreml unter Eingliederung italienischer Gebiete und Stftdte jetzt Triest und die Straße nach Rom tum Ziele.« Litwinow^Finkelstein, so betont »Popolo d' Italia« beweise dem italienischen Volk eindeutig, welchen Glauben es Rooseveltt heuchlerischen und marktschreiendan Er' deutige Kampferlebnis nicht, jedenfalli kiftrungen schenken kann. Litwinowt nicht in dieser Form. Ihr geht et leicht i Worte werden auch dem letzten Zweifler wie nidnchem alten Partelmann am Tage 1 die Augen öber die wahren Absichten der -S - _ V A ^ ^ ^ ^ I I M MA* % M A 1 A L 1 A 1 1 ^ T A A 1 M M ^ SL ^ t AA 1% A _ Feinde hinsichtlich Italien geöffnet haben. der Machtübernahme. Dat vorwiegend Außere Erlebnit des Kämpfet fehlte damals plötzlich, und war nicht gelernt hatte, nach innen zu schauen, ward leicht etwas einsam. Loskommen von dieser nationalsozialistischen Weltanschauung konnte keiner mehr und wollte keiner, so wenig, wie heute dat deut-tche Volk davon loskommen kann und will. Aber wir haben damalt gelernt — dat sagen wir aus erlebter Erfahrung —, daß es in Wahrheit auch gar nicht det standigen unmittelbaren Kampferlebnisses bedarf, um «ich aus unterer Welt-antchauung zu Jeder Stunde neue Kraft zu holen. Für jeden kommen heute einmal Stunden der Müdigkeit und der Leere, und jeder tchnt sich d«nn nach einer Kraftquelle, um wieder die itrahlende Haltung zu bekommen, die jene Amerikaner an ufc seren Soldaten so bewunderten, um den Willensmotor wieder auf volle Touren zu bringen, um wieder aufzuladen, wie eine elektrische Batterie. Ist et für unt Heutige schwer, die Quellen zu finden, aus denen mann dann schöpfen kenn? Wir wissen, nein. Ein Führerwort, hart und klar, eine Kundgebung der Partei, ein Abend Im Kreise von PronUoldaten, ein ganzer Sack Arbelt, kurz, ein neuerliches Intensives Beschäftigen mit un- _ serer Lehre und unserer Gedankenwelt | Horden zum Ausdruck '"Jr C®se- helfen hier Wunder und geben die Stär- ; res jort: Gegen diese „Meuchelmörder ke den qanzen falschen Stimmungsplun- , werden wir kämpfen. Unzahlige Spa-der abzuwerfen und selbst wieder Kraft- | nler tlnd bereit, wie einst wieder zu den miell zu sein I Waffen zu greifen. Wer tlch dem ver- r,.'rr.nV'r; crr.; hXn recht. Wir .ind «. und wann •!. °""" Spanien — unversöhnlicher Feind des Bolschewismus Madrid, 16. Juni »Vergeßt nie, wat um der Kommunit-mut angetan hatl Dat fordert die Ehre unterer Toten von unt, und wir bewahren Spanien damit vor der Wiederholung einer furchtbaren Kataitrophe«. Unter dietem Leittatz ttand ein Vortrag det Sektretan der Madrider Prette-verelnigung Francltco Cataret, den er im Rahmen der antiboltchewittischen Autttellung »So waren die Rotent im Palatt der tchönen KQtte in Madrid am Montag hielt Diete Autttellimg, betonte Cataret, lat eine ernste Mahnung an alle, nie zu vergessen, wie großes Leid der Boltche-witmut über Spanien gebracht hat. Wir Spanier tlnd unversöhnliche Feinde des Konununismut. Wir dürfen nie die Waffen aut der Hand legen, denn to-lange der Kommunismut existiert, gibt es für unt keinen Frieden. Nach Schilderungen mehrerer Hreig-nftte, in welchen die Grausamkeit, aber auch die Feigheit der bolschewistischen bem erheben, um unt u usMre Pflicht der Partei gewlhU wurde, Mch einer die Macht dazu bekSmen, uns alle hAnqen, zertreten, zerfetzen, unt alle zusammen. Wenn wir aber nun tchon einmal die bösen Nazis sind, dann wollen wir auch aus den Möglichkeiten, die uns diese Weltanschauung bewußt für unser Tagewerk und unser Leben gibt, einen rein praktischen Nutzen ziehen, Wir haben so viele Mittel, unt Immer fnster in diese Weltantchammg hineinzuleben. Wir finden tle Im Menschen Adolf Hitler und in telnen Worten und schaffen unt. Je ttSrker und tiefer der Nationalsozialismus In unt lebendig lebt, unsere Innere Klarheit, Ruhe und FeMlrrkelt, die der Führer und die Soldaten so wunderbar In tlch haben und die uns die Zukunft und den Sieg garantleren. Die Waffe Weltanschauung Itt die beste Waffe, die wir alt Volk führen können. Und sie Ist fOr den Alltag to qut anwendbar, wie für die großen Stunden der Nation, Wer dletet Schwert richtig zu führen wersteht. der hat in jeder Lage das starke Herz und muß dpm Feind erscheinen wie unsere Sol-dnfnn den Amerikanern, wie ein tturer Hüne, stark an Herz und Seele, seinem Glauben als Nationalsozialist, kurz, ein Deutscher im Kampf. Alle Grausamkeiten überboten Ein Vlerteljahrhnndert Bolschewltten-herrichaft Madrid, 16. Juni Die Zeitung »Ya» stellt in einem Artikel über die Geschichte des Kommunit-mus fest, daß keine Epoche der Weltgeschichte 80 viel Verbrechen aufzuweisen hat, wie das Viertcljahrhundert BoUche-wistenherrschaft in Rußland. Die Ge-»chichtBschreiber, die et sich zur Aufgabe machen, die Ereignisfe in Rußland zu beschreiben, müssen sich freimachen von den überlieferten Methoden des biogrt-phisclien Schrifttums, weil es hier wahre Restien in Menschengestalt zu beschrei-hon gelle. Das ruthenische Schrifttum (i'ocr den BoUchewiimus werde alle Verbrecher- und Kriminalliteralur in der Dar-stelluni; von Grausamkeiten und Gemeln-hcitpn (ihorhicten, denn die Geschdinisse in den 25 Jahren der bolschewistischen ^^•rrschaft fiV>prtr5fen alles, wat jt «ine {il>pr<rlBniil«ltun(i nqon naiimq«rtn«r (verrelit) I. V. Verlnri*lpltpr Prlt7 Br«iin, Hniipt-•rhriftlalluiKt Anton Gpr*rhnrlc, all« In M.irburn • d Dr/iu DadiiiiRin fl «All ----------------- xiko, daß die Lebenshaltungskosten die- 50°/« herdufgeselzt werden kanru Zur ZaU für Anxa'ijon dln PreUllate Nr 3 vom 10. April gülllfl Austoll der l.irfcriinfi de» BlAttAl hm hfthnrnr nrvWill odrr ni'trtfl)'<«1'iriinfi gibt kalDaa Aniprurl) niif Kilckzuliluag galda». MARBURGER ZEITUNO Donners>tt^g, 17. lo8 * Seite 3 ffWmcitf/ffrf Biiftrfffffrtfii Der Wille entscheidet Hort« Zeiten (ordern harte Mencchen. lie fragen nicht danach, wo die Kl&g-•ten seien, aber lie rufen diejenigen, die ganze Mftnner, ganze Menschen sind «nd deren Wille, deren Bereitschaft xur Tat ins Rad des Schicksals greift Wollen allein bedeutet Befreiung. Bs gibt Menschen, die ewig nur die Nachfolgenden sind. In denen niemals der Wille zur Tat lebendig wird — ihnen •Hein bleibt aber auch das GIflck ver-•chlossen, aus diesem Willen heraus In •ine persönliche geistige Freiheit hineinzuwachsen, die sie über den Alltag hinaushebt Der Wille schlummert Im Menschen. Unbewußt wirkt er befeuernd auch auf unser gleichmäßiges, der Arbeit geweihte* Leben. Unbewußt ist er die Triebfeder aller Schaffenskraft — aber er wird wach und lebendig in Zeiten, die Entscheidungen fordern, In Zeiten, da das Schicksal ein Volk vor tiefste Lebensfragen stellt. »Ich wiUic — dies Wort rersetzt Berge, denn !■ Ihm beschlossen liegt schon die Tat, und immer Ist Wille und Tat der sicherste Weg zum Ziel. Es gibt Manschen, die ein ungeheures Wissen In sich tragen, vielleicht auch das beste Hen der Welt — das , Schicksal aber ■liSt mit anderen Maßen. Sein Wille •Hein hebt den Menschen heraus aus der Masse der vielen, der Wille entscheidet über seinen Inneren Wert oder Unwert Und in diesem Willen liegt tßr Ihn Sieg oder Untergang, Erfolg odei Irfolglosigkeit beschlossen. Jed«r weiß, welche befreiende Kraft •chOB allein in Willen, im Entschluß U«gt Br setzt den Schlußpunkt unter tous^nd Biwigungen, unter wartendes Zeudern. Wille ist Entscheidung, Ent-•cheidung zum Handeln, Entscheidung lur Tat. Verantwortungsbewußten Men-ichen •rw&chst d«r Will^ zur Tat aus BawufitMin innerer Verpflichtung, •b«r •uch aus der Gewißheit der Notwendigkeit, des Schicksal sgebotes. »AllMi Fühlende leidet an min, segt Pri^^ch Nietzsche, »aber mein Wollen kommt mir stets als mein Befreier und Praudabrlng^r. Wollen bafr^lti das ist dl^ wahr* Lehre Ton Wille und Prei-heltc. Einmal ruft dai Schicksal *eden. Einmal fordert es von jedem den Willen fur Tat — und wir wollen, vor diese Entscheidung gestellt, nicht zaudern, •dndem In der Freiheit des bewußten Willens dem Gebote unseres Schicksals folgen. Bekannter Marbwgar Wlrtschattsmann ■Bd Sportorganlsator laiart Hochxclt. Vor d«m Maiburgar Standesamt wird heute vormittag der NSKK-Oberacharführer Pg. Sepp Holzinger mit Frl. Marianne Bra-beti aus Gras verm&hlt. Pg. Holzinger, der •!• •hr^namtlicher Mitarbeiter in sahlrelchan Wlrtachafti- und Sportorga-iLisationao mit großem Erfolg tAtig ist, hat slc^ durch zwei Jahrzehnte hindurch fflr di« Geltendmachung des deutschen Sporta im steirischen Unterland namh^i* Verdienste erworben und trat auch als aktiver Sportsmann vor allem In den Rapid-Relhen erfolgreich hervor. Als »char statt Zur selben Zeit beginnt djr Wehrsportreferent der Wehrmannschafts-Motorstandarle sowie Obermeister der Maiirärger Malerinnung, und nicht m-ietzt ale Krelabeauftragter für bauerliche Nachwuchsslchening un Em&hrungsamt berwelat er seine Bewihrung nur aufs neue. Alt Beist&nde fungieren In Vertretung fflr den verhinderten NSKK-Oberftthrer H. Stiegler, NSKK-Sturm-fOhrw A. Ehrlich sowie Stabsleiter A. Nitzscfae. Glficksnnmmer 269187. In der Mittwoch nachmittag stattgefundenen Ziehung der Deutschen Reichslotterie fielen drei Gewinne *u je 50 000 Reichsmark auf die Nummer 263 167. • Volksbewegnng in Marburg. In der ersten Junihälfte wurden dem Standesamte gemeldet; 74 Geburten (vorletzt 103), hievon 42 Knaben (vorletzt 46) und 32 MSdchen (vorletzt 57) i 45 Todesfälle (vorletzt 50), hievon 23 minnliche (vorletzt 33) und 22 weibliche (vorletzt 17)i beim Standesamt geschlossene Trauungen 31 (vorletzt 23). TodealalL In Unterrotwein bei Marburg verschied die 69 Jahre alte Private Elisabeth Kosetz geborene Zwelko. Wir müssen verdunkeln Di« Vortchriftoa lind gMiavwteiit elazuhalten h o&aerer Folge vom IX Jttnl brech-ten wir unter der Parole »Bereit sein ist allesic Ausführungen von BundesfOhrer Steiikdl über die Einführung dea Luft-schutzredites in der Untersteiermark. Er gab dabei die Maßnahmen bekarmt die von nun an auch In der Untersteiermark zur Durchführung gelangen, wie dies schon seit langem im ganzen Reichsgebiet der Fall Ist Sie gelten sowohl für den einzelnes als auch fflr die ganze Gemeinschaft «nd es Ist dabei jeder-manva Pflicht die Vorschriften ai^ das genaueste ednxuhaltein. Wir alle wieaen, daß Licht das sicherste Bombenziel für den Feind ist Daher ist die Verdunkelimgszeit pünktlich einzuhalten und so zu verdunkeln, daß kein Lichtstrahl ins Freie dringen kann. Schon ein Streichholz bringt Gefahr, denn man kann den aufflammenden Schein auf einen Kilometer Entfernung wahrnehmen. Auf eine gute Wegstunde reicht beispielsweise der Lichtschein einer Stallateme und ein hellerleuchte-tes Zimmerfenster ist noch in einer Entfernung von 20 km Sichtbarl Schon oft waren Fliegerschäden auf mangelhafte Verdunkelung zurückzuführen und ein einziger unachtsamer Volksgenosse kann Unheil über eine ganze Stadt bringen! Was sagt die B, Durchführungsverord-nud^ nun Luftschutzgesetz dazu? Im ganzen Reich Ist die Verdxukelung durchzuführen. Für die Verdunkelung der Wohnung Ist der Wohnungsinhaber verpflichtet, Die Durchführung der Verdun-celung der Treppenhäuser obliegt dem Hauseigentümer. Er ist der Polizei gegenüber verantwortlich. In Hlusem mit Hausbesorgern müssen diese die Verdunkelung durchfuhren. Er bekommt jedoch dafür kein Entgelt Die Luftsdhutz-maßnahmed dienen der Sicherung von Leben und Gesundheit aller Volksgenossen, daher werden hiemlt alle Mieter aufgefordert, sich dem Hauseigentümer für die Erfüllung seiner Verdunkelungspflicht bereitwillig zur Verfügung zu stellen. Dies entspricht auch dem Sinn einer guten Hausgemeinschaft. In den Treppenhäusern sind keine Blaulichtbirnen zu verwenden; sondern Fenster und Türen tu verdunkeln. Die Verdunkelungtmaßnahmen slr»d so vorzubereiten, daß sie Jederzeit durA-gefflhrt werden können. Beginn und Dauer der Verdunkelung werden durch und dar die Polliaibehdrd«! bakanntgagebaa in dar Tagespraesa ▼•röffantUcbt In Regel Ist die Verdunkelung vom Einbruch der Dunkelheit bis zum Hellwardan durchzuführen. Dar Ortspolltaivar-wiltar überwacht die Etarchführung dieser Verordnung. Br kann sur Durchfüh-rubg polizeiliche Zwangsmittel erlassen und Strafen varfügan. Ihm haben bei Verdunkelungskontrollen die Luftschutt-amtsträger dea Stelrltchen Heimatbun-das tu helfen. Zu Tardunkeln sind alle UchtaustrlttsAffnungan an den Vorderfronten und Hofaaltan dar Häutar, Gaststätten, Versammhingtrluma, Theater und Schaufenster, die keinen lichtdichten Absdhluß zu den dahinterliegendeo Verkaufsräumen haben. Auch Abort- und Speisefenster sind tu verdimkeln, wenn sie bei Benützung erleuchtet werden Gaststätten, Verkaufsläden usw. müssen, wenn die Türen von hellerleuchteten Räumen direkt ina Freie führen, vor diesen Türen Lichtschleusen anbringen. Es ist grundsätzlich so zu verdunkeln, daß kein Lichtsdhaln nach außen zu dringen vermag. Zum Abblenden sind Klappoder Rolläden, jAloutlaa, Zug- oder Roll- vorhänge, Tafeln oder andere Mittel au& | Holz, Gewebe, Pappe, Papier, Kunssltofi, Blerh usw. geeignet Es seilen zweckmäßig solche Gegenstände verwendet Warden, die einfach zu bedienen sind und bei längerem Gebrauch ihre Wirksamkeit nicht verlieren. Roll- und Klappläden an der Außenseite von Gebäuden sind besonders geeignete Verdunkelungs Vorrichtungen. Abließen sie jedoch nicht lichtdicht ab, so sind dazu noch Verdunkelungsmaßnahmen zu treffen. Die Wirksamkeit der Vardunkelimgsmaßnahmen Ist in dunklen Nächten von außen zu prüfen, indem festgestellt wird, ob das Bin- und Ausschalten der Innenbeleuchtung erkennbar ist Jeder Volksgenosse Ist also zur Verdunkelung seiner Räume verpflichtet Er hat auch die Kosten hiefür selbst zu tragen. Auch auf dem Lande muß verdunkelt werden, denn dftr Feind wirft auch auf Einzelgehöfte seine Bomben ab. Volksgenossen, helft mit Volksvermögen zu schützen, denn Licht ist das sicherste Bombenziell Laßt euch durch die Luftschutzamtsträger des Steirischen Haimatbundes berateni Der Gastwirt — Verwalter wertvollsten Volksgutes EH« nenmi LcbcnimittelrAtionen tind dlf Gaslstätttn Dia Gaststittan- und Baharbargungs-betrleba wurdan durch dia Festsetzung der wöchentlichan Flaischrationen auf 250 Gramm nauardlngt vor dla Aufgaba gestallt, Ihraa Kflchanbatrlab dar dadurch gagebanan Vartorgungslaga an-fcupattan. War Ib das varganganan Mo-natan auf Grund autralchandar Vortor-gung mit Kartoffaln und Gamösa ein laichtarat Arbaitan möglich, to daß Klagen bal den Gittan tum Grofltall var-stummtM^ wird as auch künftighin dia Aufgaba dar Gattatittanbasitzar saln, dia Gätta mit garlngan Mangan Fleisch auskömmlich lu variorgan. Et itt nicht baabtlchtlgt, alna Anda-rung dar Spelsakartan-Anordnung vontu-nahman, doch mflttan tlch tämtllcha Batrlaba, dia Spaltaa varabralchan, dar Zelt gamäß, talbtt nmttallan. Bs toll damit nicht getagt tain, daß das 100 Gramm Fleischgaricht von dar Speise-karta ganz vartchwlnden muß. Es gibt Tag der Deutschen Jugend in Trifail Dar Tag der Deutschen Jugand In Trifail am 19. und 20, Juni wird in Form ainar Großveranstaltung durchgeführt. Dia Varanstaltimg toll den Besuchern det Kreises ein aindrucksvollet Bild vom Gesamtschaffen der Deutschen Jugend des Bannes Trifail varmitteln und wird neben dar Durchführung der Bannmeisterschaften tuch dla Tialfältiga Kulturarbeit der Deutschen Jugand aufzeigen. Der Tag dar Deutschen Jugend wird Samstag, den 19. Juni, vom Bann-führer eröffnet Nach Laichtathletikwett-kämpfen findet ein Einsatz der Sing Kindemachmittag, dar, von den Mädeln bestritten, für dia kleinen Trifaller aine Reihe von Überraschungen bringen wird Für die Erwachsenen wird ein Dorfabend unter Mitwirkung dar Warkskapella veranstaltet Muaik, Tarn und Splal Ib buntar Raiha wardan für Abwachtlung torgan und dla Varanttaltungen dat Sonntagt finden durch dat Wecken der drei Fanfaren-züga Ihren Auftakt Nach der Morgen-felOT auf dam TratalK-Hügal beginnt dia Tagung aller Jugendfflhrar und Führa-rinnen dat Trifaller Bannet. In den Vor-mittagMtunden gelangen dla Einzelwett-kämpfe zur Auttragung und am Nachmittag beginnen die Schauvorführungen det Bannet. Die musikalische Umrahmimg für die Großveranstaltung bestreitet der Mutikzug der Wehrmannschaft. Die Siegerehrung und ein Vorbeimarsch aller Teilnehmer beschließen den Reigen der Veranstaltungtfolge der beiden Ju-gendtaga la Trifail. doch auch Volktganotsen, die dia ganze Woche kein Fleisch essen, dafür aber am Samstag oder Sonntag zweimal zu 100 Gramm Flaltch varzahran wollen. Wir mütten unt Jetzt auf die tchon tehr oft erhobenen Forderungen verlegen und trachten, daß auf der Speisekarte du 50 Gramm-Flalschgericht das Bild bestimmt So werden wir auch dann den Volktgenotten gerecht werden, die alle Tage ihr 50 Gramm Fleitchgericht etten wollen. Nicht nur allein dla Abgabe von Fleltchspaisan toll torgfiltig durchdacht teln, sondern auch die Abnahme von Fettkarten. Gerichte, die die Abgabe von einer odar höchstens zwei Fettkar-taa varlangaB, tollen neben den 60 Gramm FlaltchgarlchteB dat Hauptwort auf der Speitekarta führen. Nur In den Außertten FAllan tollen 15 oder 20 Gramm Fettkartan gefordert werden. Mit Fett tollen und mütsen wir tehr sparsam wirtschaften. Die Vorteile d»r Zubereitung In großen Mengen sollen In Jeder Welte autgenützt werden und müssen letzthin den Gaststättenbesu-chem zugute kommen. Bs wäre daher tu empfehlen, daß auf Jeder Speisekarte neben dem markenfreien Gericht ein sorgfältig zubereitetet und ausreichendes Gericht tu finden Ist weichet die Abgabe von nur einer Fettkarte verlangt. Dat markenfreie Gericht soll und muß daher noch mehr gepflegt werden Sämtliche Salate tollen markenfrei tb-gegeben werden. Jeder Gtttwlrt toll bettrebt teln, den Gattstättenbesuchern durch solide Abnahme von Karten das Fehlen des eigenen Herdes zu erleichtem. Jeder Gaststättenbesitzer soll sich daher eines vor Augen halten: Er Ist nicht nur Gastwirt sondern es Itt auch teine größte Aufgabe, die Pflichten einet Verwalters des wertvollsten Volksgutes tu erfüllen. Vom Spaten zum Gewehr „Alfe* Arbcifsmftnncr, Junge Rekruten — Der Einsatz im Osten hat sie geformt Inmitten der Trümmer, die von der großen Stadt an der Düna übrig geblieben sind, stand der gewaltige graue Block dei angetretenen Bataillone. Lange halte die Stadt wohl nicht ein tolches Bild der Ordnung und Stärke gesehen. Eine eigene Kraft strömte von ihm aus, der sich die vielen Zuschauer, die alten kampferprobten Landser, nicht entziehen konnten. Bewegung kam In den grauen Block und erstarrte wieder. Der Kommandeur meldete dem Geneial, der wie daheim in der Kaserne unter den Klängen des Präsentiermarsches die Reihen abschritt. Er sah seinen Männern tief in die Augen und las darin die feste Be- Bücher rollen durchs Land i PK Krle|Jsher(phl«r (Sehl Die fahrbaren Frontburhhnndlunqpn erfreuon sich hei unseren Sold-ileu qrhPtft Beliebtheit. Wo ein solcher rollender Büciierladpn seinen Verkauf eröffnet, strömen die Kauflustigen herbei. Bevor niun sich zum Etwerb eines ßurncs entschließt werden die reichen Vorräte sorgfältig durchgesehen raitschaft und Entschlossanhalt, tlch an Jadar Stella zu bewähren. Wir wußtan über tla Batchald. Dat waran dia Männar, dia im vergangenen Sommer schon an unseren Vormarsch-strafien, damals noch in dar braunen RAD.-Uniform, arbeiteten, dla vom in der Hauptkampflinie neben uns dia Stellungen ausbauten, auch alt die Tiefflieger ihre Garben prasseln ließen und dia Stalinorgel dröhnte, die unt oft an den tiefen Panzergräben begegneten, dia unt immer freudige Zigarettenspender waren und dafür nach der Front fragten, die — fast Knaben noch — an vorderster Stelle standen und die wir gern unsere »Kameraden vom Arbeltsdienst« nannten. Im Winter trafen wie sie dann erneut. Sie trugen nun auch den grauen Rock, aber wir erkannten sie wieder an ihren jungen Gesichtern, ihrem Humor, den sie sich auch dann bewahrten, als es nach dem RAD-Einsatz nicht wie sie erwartet hatten. In die Heimat ging, aber auch an ihrem gleichgebliebenen Appetit. Wir verstanden uns sofort. Als wir nicht weiterkamen an jenem stürmischen, kalten Wintertag, da rückten sie eben noch enger zusammen in der mit 45 Mann belegten kleinen Bude, und wir zogen an ihre Seite Sie erzählten von ihrer Ausbildung und daß sie stolz seien, auch diese schon unter erschwerten Bedingungen in Feindesland tu erhalten. Ihre Kameraden im Reich hatten nerftumlge, Uchte, saubere Kasernen, waren in der Heimat, hatten Abwerhs-Innq. hatten Aiisnanq und hatten ihre Mädchen. Hier aber heulte der Sturm, war man froh, wenn man eine Nacht Ruhe hatte und nicht auf Posten oder Streife (jenen die die Witterung aus-nUt7enden Rinditen trehen mußte. Und wieder trafen wir sie. unsere hinnen Kameraden von der D'vlslon. die »1«' ihr 7»»lchen die Tunendrune und da« Sonnenrad im Sehnde führten. Da« war als wir Tiim P^nd'^nkanirtf fremefniam mit Ihnen ausrückten Noch In der Aus-hilHimn. 7n(ien sie schon in den Kamnf lind da« Vertrauen, da« man in sie setzte, enttäuschten sie nicht. TTnermfld-Hch standen sie in den qrausamen tal um dla Banditan tchloß. Vor ihran Matchinangawahren brach dar latzta Ausbruchsversuch dar Gastalltan zusammen. Sla waran tchon rlchtiga Landser geworden und hoben tlch in ihren Kombinationen und dan Pfeifen In den Mundwinkeln nicht von uns ab. Ihran Kamaradan in dar Heimat waran sie nun weit voraus, und dat erfüllte sie mit tiefer Genugtuung. Dia wichtige Elsenbahn In unserem Abschnitt sicherten tit allein über viele Kilometer, und nia tlnd dia Züge ticherer verkehrt alt in den Monaten, wo tla auf Jagdkommandos dia Banditan trieben, wo Ibra Posten oder Streifen aufmerksam den Bahndamm und die Brücken schützten, trotzdem die Ausbildung weiterging. Sie waren ja noch Rekruten und doch schon lange keine mehr. Von da ab nämlich nicht, wo über Ihrem ersten Gefallenen die Ehrensalven krachten. Nun sahen wir tie noch einmal. Es war ihr Abschied von der alten Truppe. Vor die letzte Bewährung stellte sie nun der Befehl. Wohl keine Jugend ist besser darauf vorbereitet, als diese in Feindesland gehärtete und geschulte, nicht nur durch ihre Vorgesetzten, sondern zuerst wohl durch den Feind selbst, sein Land und sein überoll sichtbares, wahres Gesicht der Vernichtung und des Chaos. Sia haben sich bereit gemacht und sind fertig zum Marsch gegen den Feind. L. B. SchtrI Bllrftrdl •«•(-Gesund durch gesunde Zähne In Verfolg des Aulrufs des Relchsiugend-führers Axmann und des Reichsgesund-haitsführers Dr. Conti an die Jugendlichen des Jahrgangs 1927, sich ainai Zahnbehandlung mit dem Ziel der Beseitigung aller Zahnschäden tu untarzia-hen, werden in diesen Wochen im ganzen Reich die Jungen dieses Johigangat zur Zahnsanierung aufgerufen Winternächten bereit, als sich dar Kes- bracht. BevAlkerungsbeweguag In Progerhof. Auf dem Standesamt heirateten Johann Sorschak, Amstetten, und Ottilie Sa-foschnik, Unterpulsgau bei Marburg. In Unterpulsgau 14 verstarb Maria Hrast-nik geborene Godetz, 49 Jahre alt. Messerstiche In die Brust Der 21 Jahre alte Grundbesitzerssohn Leopold Wertnik aus Zellnitz an der Drau wurde nach seiner Aussage von einem jn^e-kannten Rursrhen überfallen und eibielt von diesem mehrere Messerstiche in die linke Brustseite. — Bei einem Sturz zog sich das siebenjährige Heizerssnlin-chen Gottfried Lasar aus Pickerndort einen Schlüsselbeinbruch zu Beide wur den ins Marburger Krankenhaus ge Marburger Stadttbeater Dit bpieltdüykait dat ätadtthaalart Marburg un Tliudtergebauda wurda mtl Montag, den 14. Juui, inlolga wichtigai Emaueiungs- und Umbauarbaitan an dar Büimenemnchtung beeadat Et f'nd^n weiterhin Vorsteiiuugen und Varanstal-tungen des Stadtbeaters im HaimaU hundtaal statt dit jawailt rechtzeitig durch Plakata und Anzeigen bekannt gegeben werden. Als näctista Vorstellung findet Sonntag, den 20. Juni, um 20 Uhr im Heimatbundsaal eine Auffüb-rung der arfolgraichen Lustspieloparatta »X für U€ von Hans Gustl Karnmayr, Mutik von Hant Lang, statt Die Eintrittskarten tind ab Donnerstag, den 17. Juni im Vorverkauf an der Theatai^ kosse im Theatergebäude arhältlich, dia restlichen an der Abendkassa im Heimatbundsaal. Alt nächste Veranstaltungen tind vorgesehen: Doimerstag, 14 Juni, 20 Uhr, im Heimatbundsaal ain großer Tanzabend anläßlich des 25Jäh-rigen Bühnenjubiläums der Ballettmal» sterin Frau Susanne Ufert Samstag, dan 26., und Sonntag, den 27. Juni, Jawailt um 20 Uhr, Wiederholungen dar Lutt-spieloperetta »X für U«. Der Kartenvorverkauf für diese Veranstaltungen beginnt am Dienstag. Künstler Terabschleden sich von Marburg Heute, Donnerttog, den 17. Jnnl, rar» anstaltet das Amt Volkbildung Im Steirischen Heimatbund Im Marburger Heimatbundsaal einen Operabend, an dem sich die drei beliebten Solokräfte det Marburger Opemensemblet, Mario Reichelt, Gertrude Probst und Erwin Prla-ta, vor ihrem Scheiden aus unserer Stadt von dan Marburgen verabschieden. Dat outarlesene Programm bringt Arien und Duette aus Opem von Mozart, Nikolai, Bizet, Pucclnl, Verdi und Smetana. Dia musikalische Begleitung bot dos Theaterorchester unter Leitung des Opem-chefs R. Dietl Inne. Großkonzert Im Marburger Stadtpark Samstag, den 19. Juni, um 21 Uhr, findet im Rahmen der Woche der Welir-monnschoft eine musikalische Großveranstaltung statt auf die wir die Bevölkerung unserer Stadt schon beute nachdrücklichst aufmerksam machan: auf der großen, ous diesem Anlaß fastlicii beleuchteten Wiese des sogenannten neuen Stadtparks werden sich olla vlar Musikzüga dar Wehrmannschaf tsstan-darta Marburg-Stadt vereinigen, um abwechselnd, zu zweit gepaart, unter dar Leitung ihrer Musikzugführer DiatI, Kneifll, Schönherr und Hartmann Ohl und Herz der Marburger und Marbur-gerinnen mit den schönsten, heimatlich-volkstümlichen Weisen (Volksliedern, Märchen und Walzern) zu er/reuen. Falls sich der Wettergott günstig zeigt »o Iwird sich gewiß ganz Marburg auf die I Beine machen, um sich nach des Tages I Mühen In den heimeilaen Parkgefilden leinen heiteren, klanqbeschwingten abend-I liehen Bummel zu vergönnen und bei dieser ♦ Gelegenheit auch der musikalischen Tätigkeit unserer braver Wehr-mannsciiaft Anerkennung zollen. Freiwillige Spenden werden dankbar entqe-gengenommen und sind dem Kriegs-hiltswerk für das Deutsche Rote Kreuz zugedacht Pettauer standesamtliche Nachrichten. Vor dem Standesamt in Pettau schlössen Kurt We^schelder und Maria Pototsch-nik, beide aus Pettnu, den Bund fürs Leben. Gestorben sind; Anton Krainz. 22 Jahre, Unqartorgassei Fran?. Selenko, 9 Jahre, Kitzershergi Jakob Wallitsch, 69 Jahre Pichldorf Tödliches Spiel auf der Straße. Aul der Straße von Peltau nach Radker^hurg wurde der nennlähriqo Franz Selenkn durch eiqene Unvorsichtiqkeit von einem Autobus erfaßt und qetötet. Dpi Junge hatte auf dem Heimweq aus det Schule mit Kamernrlen auf der Striß» qespielt und wollte diese tm letzten Au-qenbllck noch vor dem herankommenden Autohus überqueren Wir verdunkeln im Juot von 23 bis 3 Uhr Seite 4 0 Nr. 168 Donnenta^, 17. Juni « MARBURGER ZEITUNU Der 25. Todestag Peter -Roseg]2ert Zur 25. Wiederkehr de« TodeitagM Peter RoM£|2ert widmet die Steiermark ihrem großen Sohn ein besondert linniget Gedenken. Am 26. Juni wird dat weit* liehe Requiem, das Sepp Roiegger, der Sohn de» Dichters, zu Worten des Vaters komponiert hat, in einem großen Konzert in den Grazer Stefaniensälen erklingen. Am Vormittag des 27, Juni wird Gauleiter und Reichsstatthalter Dr, Uiberreither im Rahmen einer feierlichen Gedenkstunde in den Stefaniensälcn den Dank der deutschen Nation für Werk und Leistung des großen Steirers zum Ausdruck bringen. Am Abend wird Hugo Wolfs Oper »Cor-regidor« im Opernhaus aufgeführt werden. Auch sSmtliche Rosegfier-AussteUun^en «md zu dieser Zeit geöffnet. Neue Reichsbanknoten In den nächsten Tagen werden von der Deutschen Reichsbank neue Reichsbanknoten zu 5 Reichsmark in den Verkehr gegeben. Sie sind 7XH cni groß und auf weißem Papier hergestellt. Bei der Durchsicht zeigt das Papier, von der Vorderseite aus gesehen, links auf dem Schdurand helle und dunkle Wertzahlen »5« mit Ornamenten. Uber diesen Schaurand läuft, bis in das Druck-hild hineinragend, ein etwa 4 cm breiter tabakbrauner und mit lotbrtiunen und grünen Fasern belegter Streifen. Der etwa 3,5 cm breite Schaurand der Vorderseite ist links unten mit dot großen, licht gehaltenen Wertzahl »5< und einem Farbdruckstempel mit dem Hoheitszeichen und dfsr Umschrift; *Der Präsident der versehen. Das von einer schmalon, an beiden Seiten etwas breiteren Leiste eingefaßte Druckbild zeigt^einen in den Farben gelbbraun und rotbraun und nach der Mitte der linken Seite hin blaugrau verlaufenden Iinsuntergrund. Links befindet sich eine reich verzierte Guil-loche, rechts das umrahmte Kopfbild eines jungen deutschen Mannes von sol datischem Ausdruck nach einem Entwurf von Prof. Josef Seger, Wien. Unter diesem Bild und oben links ist die Reihenb-e Zeichnung und Numerierung in roter Farbe aufgedruckt. Die Beschriftung In deutschen Buch-Btaben lautet: »Reichshanknote Fünf Reichsmark. Auqegeben auf Grund des Gesetzes über die Deutsche Reichsbink vom 15. Juni 1939 Berlin, den 1. August 1942. Der Präsident der Deutschen Reichsbonk Walther Fimk. WIRTSCHAFT und SOZIALPOLITIK Europas unerschöpfliche Wirtschaftsquellen PUnToUer Produktionsprozefi garantiert gesicherte AbwchriteUang In den Jahren 1940 und 1941 zehrte Europa noch weitgehend aut Vorräten, sontt wäre der wirtschaftliche Rückschlag, der damalt allenthalben eintrat, viel stärker zu ipüren geweten. Seitdem hat lich der Kontinent wirttchaftlich wieder heraufgearbeitet. Die Desorganisation in den neu besetzten Ländern wurde beseitigt, die Anbauflächen erfuhren in verschiedenen Staaten eine Erweiterung, neue Industriewerke konnten von Mazedonien bit zu den norwegischen Fjorden, von den finnischen bit zu den sardinischen Wäldern errichtet werden. Die auf Deutschland ruhende Verpflichtung, nach verschiedenen Seiten stützend mit Lieferungen einzugreifen, hat sich vermindert. Stattdessen entwickelte sich die Ukraine zu einem Großlieferanten. Keineswegs sind wir schon aus allen Engpässen heraus, auch neue vereinzelte Produktiontausfälle kfinnen nicht immer vermieden werden, aber insgesamt beginnt der Zusammenschluß der europäischen Volkswirtschaften, sich günstig auszuwirken. In Finnland, das 1940/41 wirtschaftlich vor dem Ruin stand, sieht man diesem Erntejahr mit größtem Zutrauen entgegen, die Produktionskraft nimmt wieder zu, Im Außenhandel verringert sich das Defizit, die Opferwilligkeit der Bevölkerung wird auch in der Übernahme neuer steuerlicher Lasten bekundet. Die Entschlossenheit, Deutschen Reichsbank« | eine gesunde Finanzpolitik zu betreiben, '----jjj jenen Ländern zugenommen, die selbst in Friedenszeiten allzu oft von der Hand in den Mund lebten. Das bezeichnendste Beispiel ist Frankreich, dessen Finanzminister jetzt versichern konnte, es sei nicht nur gelungen, die laufenden Staatsausgaben aus den normalen Quellen zu finanzieren, sondern auch die Besatzangskosten. Das Vertrauen in den Franken sei gewachsen. Für die Reichsmark konnte kürzlich Minister Funk dagegen feststellen, daß ihre Stabilität niemals in Frage gestellt war. Die Reichsmark genieße deutsche und europäische Geltung, eines Tages werde sie auch ihre Weltgeltung zurückgewinnen. Nicht das Gold wird dabei entscheidend sein, sondern die Produktivkraft eines Volkes in Verbindung mit seiner schöpferischen Intelligenz, die auch unter unwirtlichen und engen Bedingungen Getreide auf Sand, Kautschuk aus Kalk hervorzubringen vermag. Für die Zeit nach dem Kriege ist eine Produktionsauswei- Drei Gewinne zu 100 000 Mark. In , der Narhmittagsziehung der Deutschen ; jü e^arten.'wTe sie^dfe Welt vorher noch nicht gekannt. Um das vorauszusagen, braucht man kein Prophet zu sein, es genügt der Besitz eines Rechenstiftes. Wenn heute in der deutschen Rüstungs- Retchslotterie am Mittwoch fielen drei Gewinne zu je 100(X)0 Reichsmark auf die Nummer 158 192. Wir hören im F^undtunk Vjdustne weniger Arbeiter an weniger Maschinen fünfmal so viel leisten wie vor- Donn«r*Ut, 17. Jaai her, dann werden aie später fflr den zivilen Bedarf gleichermaßen mastenhaft produzieren, doch nicht allein für Deutschland, auch für das ganze Europa, das ebento warenhungrig itt und mit dem sich Deutschland wirtschaftlich und sozial zusammengewachsen fühlt. Als Ganzes itt Europa eine Wirtichaftt-kraft, di« mit allen anderen Kontinenten, auch den reichsten. Schritt halten kann. Aua der Prager Rede Sauckels war hervorgegangen, wie stark allein schon das europäische Arbeitspotential ist. Hinzu kommt die Entschlossenheit, jede verfügbare Arbeitskraft in den Produktionsprozeß einzufügen. Italien gibt dat leuchtende Beispiel dafür, wenn es jetzt den Beschluß faßt, während der Erntezeit im Bedarfsfall alle nicht kriegswichtigen Fabriken zu schließen, um den Bauern genügend schaffende Hände zuzuführen. Die Bedrohung der italienischen Position hat die Anstrengungen Italiens nicht erlahmen, sondern wachsen lasten. Wir brauchen in Europa keine Hotsprings-Konferenzen, denn unsere Absichten sind ohnedem weitgehend auf einander abgestimmt. Wir deklamieren nicht in Moll f{lr den grünen Tisch, um uns nach Schluß der Sitzung gegenseitig vorzuwerfen, keiner helfe dem anderen genug, Dat aber war, wie der Londoner »Evening Standard« gesteht, der Nachgesang zu Hottprings, heute streite man sich, wer nunmehr eigentlich Nahrungsmittellieferungen erhalte. Statt großer Worte bevorzugt Europa die zähe Kleinarbeit. Mit Beginn des englischen Blockadekrieges gingen die angegriffenen Achsenmächte in wirtschaftspolitische Igelstellung. Von Jahr zu Jahr haben sie teitdem diese Stellung erweitern können, heute rcicht tie vom Donez bis zur Garonne. Szl. Genosaenichaftsreorganlsatloii In Serbien. Die serbische Regierung hat eine sehr bedeutungsvolle Maßnahme be-, schlössen. Sie hat die Leitungen der gesamten Verbände und Zentralen des serbischen Genos.senschaftswesens, be«on-ders der In Serbien sehr zahlreichen und einflußreichen landwirtschaftlichen Genossenschaften abgesetzt, um so den Weg für eine durchgreifende personelle und sachliche Bereinigung freizumachen und die längst als notwendig erkannte Entpolitisierung des serbischen Genossenschaftswesens zu verwirklichen. Im einzelnen erklärt die sofort in Kraft getretene Regierungsverordnung mit Ihrem Veröffentllc.hungstag die Funktionen der Präsidenten, der Verwaltungsräle und Aufsichtsräte der privellgierten Agrarbank, des Hauptgenossenschaftsverbandes der serbischen Landwirtschaftsgenos- Dic Jahresberichte der Bcrufsgenotsen» Schäften lassen erkennen, daß die Ursa- Rckhiiandcri 12.35—12.45: Dtr Bericht zur 16—17: Klein«! Koniert unter Eiijgl Knitti*. 17.15 bit ISJOi Bekannt« Unf«rh^ltuniJeweiie«. 18.30 bit 1<); Der 7eil*pirß«l, 1<> 15—19.30; Frontbericht«. 1'.35—20. Mini*leriildlre)ctor Prof. Dr. M-entrel: »Dcutirhe Fordchund Im Kri«iJ««. 20.15—21 Au« »D«r Bürger «Ii Edelmann« von Richird StrauO. für Betriebsunfälle in der Mehrzahl 21—22: Au» Counod'i ».Margarethe.. 2J—24: Mu- | p^lle Weniger in den benutzten Ma-•ikalitcbc Tr&umereiea, Danlachlandicnderi 17,15—18.30; GMi. Brahraa, Bruch II. a. leitunjj: Müller-Kray. 20,15—21: Beliebte Melodien. 21—22: »Muiik lÖr dich«. Seodtr Alp«ni 6.15—7: Bearhwingter Morgen. 19.15- l"».45: DeiUiche Volkaweisen in Lied und Tan*. 23—24: Di« klingende Brück«, Klingendel Kdeidoakop. Jede menschliche Arbeitskraft ist werfvoll Der Unfallschutz in den Betrieben ist weiter ru fördern Alles Obs4 zur Sammelstelle! Wenn Jef/t reifen Obst und Beeren, hei, wie dann sich schnell vermehren Bahnverkehr und Autofahrten, Radgekrabhel aller Arten. Und mit Kofter, Rucksack, Taschen sucht ein jeder zu erhaschen hintenrum was von dem Segen. Doch auf den verbot'nen Wegen warnt ein Ruf ihn laut und helle: «Alles Ohst zur Sammelslellel« schinen und Werkzeugen liegen, tondern mehr in der Einstellung der Betroffenen zur Arbeit und zum Arbeitsschutz. Aus dieser Beobachtung ist bereits der Gedanke aufgetaucht, die Unfallverhütung drillmäßig — wie vergleichsweise das Exerzieren in der Wehrmacht — zu üben, damit sie dem Schaffenden völlig ins Unterbewußtsein gelangt. Wie notwendig dies ist, zeig! der Jahresbericht der Hütten-und Walzwerk-Berufsgenossenschaft für 1939, der z, B. berichtet, daß ein Arbeiter bei der Beseitigung von Unkraut auf dem Werkgelände durch Besprengen des Erdbodens mit chlorsaurem Natrium dadurch tödlich verunglückte, daß er dabei verbotswidrig rauchtc, Auch die zahlreichen Paternosterunfälle gehören in diese Rubrik. Die Disziplin jedes einzelnen Arbeiters in der Befolgung der Unfallverhütungsvor-schriften und der sonstigen Erfahrungen ist in den meisten Fällen von ausschlaggebender Bedeutung. Aus dieser Erkenntnis heraus hat ein großes Werk der Stahl- industrie tchon vor Jahren eine eigene UnfalUchutzschule errichtet, die nacheinander immer wieder alL* Gefolgschaftsangehörigen durchlaufen. Die Schule war unsprünglich alt Kranführerschule errichtet worden, die ausschließlich für Kranführer gedacht war. Durch die Hinzu- ientchaft tarnt allen itiren «ngetchlots«-nen Zentralgenotsenschaften and aller übrigen Genotienschaftsverbända mit Ausnahme der Verbände de« Banati für erloschen. Die neuen Präsidenten, Ver-waltungt- und Auitichtsratsmitglieder werden vom Minitterpräsidenten auf Antrag det zuständigen Reesortmiaiiteri ernannt Bei den Neuemennungen werde die Regierung an die Spitze der wirtschaftlichen und genossenschaftlichen Institutionen Genossenschafter setzen, die mit ihren fachmännischen, nationalen und moraliscben Qualitäten volle Gewähr für den Erfolg der Ihnen anvertrauten Aufgaben bieten. Bulgariens umfassendes Bauprogramm 1943, Auch im Jahre 1943 werden viele Bauprojekte in Bulgarien dJirchgeführt. So sollen 12 neue Eisenbahnlinien mit einer Gesamtlänge von 484 Kilometer, vor allem zur verkehrsmäßigen Erschließung der neuen Provinzen Mazedonien und Thrazien, bis zum Ende dieses Jahre« fertiggestellt werden. Für diese Bauvorhaben, bei denen 27 100 Arbeiter beschäftigt werden, seien Rohstoffe wie Eisen, Holz und Zement, von denen man täglich 10 Waggons braucht, vorhande^^. Für die Verbesserung und Neuanlage von Straßen sind in die«em Jahr zwei Milliarden Lewa (65 Mill. Reichsmark) vorgesehen. Dabei sind 40 000 Arbeiter beschäftigt. Auch Entwflsserungsarbeiten sind in einigen Teilen des Landes, vor allem bei Wdin, wo 6600 Hektar Land, und bei Swischtoff, wo 9000 Hektar Land dadurch gewonnen werden, in vollem Gange. Für Flußregulierungen schließlich, die in der Gegend von Bi-tolja vorgenommen werden, um die alljährliche Überschwemmung zu verhindern, wurden 150 Millionen Lewa (487 500 Reichsmark) eingesetzt. Daneben werden auch weiterhin die Trinkwasserversorgung der Städte und Dörfer, darunter auch die von Sofia, Neubau von Wasserleitungen und Talsperren betrieben. , Rumänien bildet laufend Facharbeiter aus. Wie aus einem Bericht des Arbeitsministers Danulescu an den Staatsführer hervorgeht, war es trotz kriegsbedingter Schwierigkeiten und dem Mangel an ausgebildeten Fachleuten möglich, die Ausschaltung der Juden aus der rumänischen Wirtschaft weiter voran zu treiben. Seit dem November 1941, dem Zeltpunkt der Bekanntgabe des Rumänisie-rungsgesetzes, verringerte sich die Zahl der jiJdisrhen Angestellten von 28 225 (gegenüber 210 471 Angestellten arischen Blutes) auf 6506 Juden (214 016 Arier). Der Bericht des Arbeitsministers erwähnt ausführlich die Bemühungen um die Heranbildung rumänischer Facharbeiter. So seien Ausbildungtschulen für Uhrmacher, Forstbeamte und Stenotypisten sowie eine Textilfachschule errichtet worden. Marschall Antonescu ordnete nach Prüfung dieses Berichts die völlige Rumänisierung des Betriebes an. Aus der rumänischen Wirtschaft müssen alle Juden ausgeschaltet werden, Verschlechterte Ernteaussichten In den USA, Die Ernteaussichten in den USA haben sich infolge ungünstigen Wetters nähme von zahlreichen Anschauungs- und | im Monat Mai verschlechtert. Das USA-Lehrmodellen und Tafeln aus dem Gebiet ! Landwirtschaftsministerium gab bekannt, des Krangebietes und durch Ausdehnung es könne bei weitem nicht mit einer des Lehrstoffes auf alle Gebiete der Un- Erreichung der vorjährigen Rekordernte fallverhütung, besonders auch durch Gas- gerechnet werden. U. a. werde die Wel-schütz und Unterrichtung in der Anwen- zenemte wesentlich hinter den ursprüng- dung der ersten Hilfe, entstand so allmählich eine allgemeine Unfallschutzschule, die schließlich nicht mehr nur von Kran-föhrern, sondern von den Unfallvcrtrau-ensmännern. Meistern und Vorarbeitern, Feuerwehrleuten und endlich von allen Gefolgschaftsmitgliedern einheitlich besucht wurde. Die Einstellung zahlreicher ungelernter Kräfte, von Ausländern, Frauen, Jugendlichen usw. hat für die Gegenwart die Notwendigkeit dieser Einrichtung eindringlich unterstrichen. Wünschenswert wäre es, wenn der Gedanke mehr und mehr auch in andere Betriebe Eingang fände, bei denen es infolge der Betriebsgröße zweckmäßig und möglich ist. liehen Schätzungen zurückbleiben Türkei will Blerausstofl erhöhen. Der türkische Monopolminister ürküplü, der sich einige Teige in Istanbul aufhielt, und sich mit den Fragen der ins Stok-ken geratenen Versorgung mit Kaffee, Tee, Tabak, Salz und Alkohol beschäftigte, gab der dortigen Presse gegenüber einige Erklärungen. Danach Ist beabsichtigt, die Biererzeugung, die 6 Mill. Liter im vergangenen Jahre betragen habe, in diesem Jahr auf 12 Mill. Liter zu erhöhon. Sie soll später auf jährlich 25 Mill. Liter gesteigert werden. Man hoffe, den Verbrauch an leichteren alkoholischen Getränken, wie Bier, In der Türkei zu heben^ SPORT u. TURNEN Erfolge det CUlier Beüiebssports Das mit groBer Spannung erwartet« Pfingstprogramm hatte bereits Sonntag vormittag, wo leichtathletitche Kämpfe ausgetragen wurden, wegen der guten Konkurrenz einen großen Zulauf. Das Programm enttäuschte nicht und so kam es zu außerordentlich guten Leistungen, was Tor allen Dingen durch die starke Konkurrenz begründet war. Besonders gefallen konnte Wotopek im Kugel stoßen und im Diskuswerfen, itt er doch im Letzteren deuttcher Meister. 1500 Zutchauer säumten die Bahn des Platzes der Betriebsspo'rtgemeinschaft Westen ein als am Nachmittag das Fußballspiel mit einem der besten Liga-Vereine, der Ordnungspolizei Wien, ge startet wurde. Den Wienern, die am ersten Tag wirklich gute Wiener Schule zeigten und ein rasches und Überaus genaues Paßspiel vorführten, konnteii die Betriebssportler, insbesondere in dei ersten Halbzeit ni,chts entgegensetzen Erst in der zweiten Halbzeit stellten sie lieh um, und konnten sogar zum Gegenangriff Übergehen. Am zweiten Tag, alt sich die beiden Mannschaften wieder gegenüberstanden, hatten die Betriebssportler aus dem ersten Tag die Lehren gezogen pnd konnten m't einer Sonderleistung aufwarten. Sie waren dem Gegner, insbesondere was Kampfgeist und Schnelligkeit anbelangte, je derzeit ebenbürtig und konnten das Spiel 1:1 unentschieden beenden, Den sportlichen Höhepunkt erreichten die Pfingstkämpfe im Handballtreffen mit dem Bereichsmeltter des Donau-Alpenlandes, Ordnungspollzei Wien, In dem die tüchtige Elf der BSG Westen «JilH einen eindrucksvollen Sieg zu fei-etn vermochte. Die Cilller waren besonders In der ersten Spielhälfte klar Oberlegen und führten bereits mit 7:2, als sie mit der Verletzung Ing. Westens einen Ihrer besten Stürmer verloren. Die Ergebnisse waren i Minner! Kugelstoßen: l. Wotopek (Ordungspolizei Wien) 12 21, 2. Klaus Werner (BSG Westen) 11.10, 3. Gruber Karl' (BSG Böhler Kapfenberg) 10.61. Diskus: 1. Wotopek (Ordungspolizei Wien) 43.90, 2. Taucher Alfred (BSG Böhler Kapfenberg) 35.50, 3. Gruber Karl (BSG Böhler Kapfenberg | 33.70. Speerwurf: 1. Hopf (Reichsbahn, Marburg) 45.73, 2. Gruber Karl (BSG Böhler, Kapfenberg) 44.48, 3. Tholen Hans (SG Cllll) 44.40. 100 m-Lauf: 1 Liebmann (BSG Böhler, Kapfenberg) 12.0, 2. Kokot (SG Olli) 12.1, 3. Babltsch (Postsportgemein-schaft Graz) 12.2. Weitsprung: 1. Babltsch (Postsportgemelnschaft Graz) 8.38, 2. Döller Ernst (BSG Böhler, Kapfenberg) 6.02, 3. Zlsel (Reichsbahn, Marburg) 5.87, .Hochsprung; 1. Babltsch fPostsportge-melnschaft Graz) 1,70, 2. Thörnich (SG Cllll) 1.65, 3. Döller (BSG Böhler, Kapfenberg) 1.65. 400 m-Lauf: 1 Schocher Franz (BSG Westen, Cllll) 56 9, 2. Kolb (BSG Böhler, Kapfenberg) 57.3, 3. Slat-schek (Reichsbahn, Marburg) 1.03 5. 500(f m-Lauf: 1. Stelner Walter fSG Olli) 17.01.4, 2. Antloga (BSG Westen, Clllli 17.49, 3. Hiebze (Reichsbahn, Marburg) 17 49.3. Frauen: 75 b Lanl: 1. Puffnlg Wanda (BSG Böhler Kapfenberg) 10.7, 2. Neugebauer Maria BSG Böhler Kapfenberg) 10.8, 3. Medvesch (SG Cilli) t0.8| Weitsprung: 1 Irene Heiden (BSG Kapfenberg) 4.26, 2. Maria Neugebauer (BSG Böhler Kapfenberg) 4.23, 3. Resi Pfnler (BSG Westen) 3.971 Hochsprang: 1. Res! Pfnier (BSG Westen) 1.30, 2. Mlkolitsch (Reichsbahn Marburg) 1.25, 3. Neugebauer Maria (BSG Böhler Kapfenberg) I 25) KugelstoBen: 1. Neugebauer Maria (BSG Böhler Kapfenberg) 9.58, 2. Leoni Fini (BSG Böhler Kapfenberg) 8.65, 3. Lilo Pach (BSG Westen Cilli) 8,47. Fußballspiele: BSGOP Wien — Westen 8:1, SGOP Wien — BSG Westen 1:1. Handballspiele: BSG Westen — SGOP Wien 8:7, SGOP Wien — BSG Westen 18:11. Handballspiele- Frauen: SGOP Wien — BSG Westen 8:2, SGOP Wien — BSG Westen 9:1. lAMt«; Das Gelieimnis um-Uina Hauch Ccpyri)ibt by Albert l.angrn - üeorj Müller-Verlag Müiirhen. 49 Fort.setrung Du mußt er!;t ganz aus dieser fremden Haut hettius. Sonst wirtjj alles was du machst, auch wenn du es noch so vorzüglich mdch.st, wie aus zweiter Mand wiiken.« Ungcifähr dasselbe, was ihr vorhin der Inl»ndajit gesagt hatte, dasselbe was in allen Kritiken stand. Aber sie hatte ihm nicht geglaubt — nicht glauben wollen. Ein w&her Trotz war in ihr erwacht. Sie wollte ihm beweisen, daß sie ihn nicht brauchte, daß sie auch allein ihren Weg machen konnte. Und je früher sie es ihm beweisen konnte, umso bosser, umso größer ihr Sieg. Jedes Jahr, jeder Monat, den sie untätig hingehen ließ, verzögerte diesen Sieg. Nur darum hatte sie so blindlings zugegriffen, als ihr dieses Engagement geboten wurde. Es war noch immerhin eine Ablenkung gewesen, die ihr über die eisten Wochen der Tren nung von Korunth hinweggeholfen hatte Wie hätte sie sonst diese plötzliche Leere ertragen sollen, dieses Losgeris sensein, das qualvolle Gefühl von Ver lorenheit, das sie selbst im Schlaf nicht verließ . . .? Dlna preßte aufseufzend beide Hand flächen gegen die hämmernden Schläfen Ja — diese Verlorenheit, das war das Schrecklichste. Niemand zu haben, den man besuchen, zu dem man sich aussprechen konnte, der irgendwie zu einem gehörte, sei es aucJi nur durch das lok-itere Band einer gemeinsamen Erinnerung. Irgend ein Verwandter — eine Kollegin von irüher — — wer auch immer. Aber es gab ja kein »Früher« mehr, es durfte kein Früher für sie geben. Sie hatte ja den Faden, der sie mit der Vergangenheit verband, selbst durchschnitten. Als ob man sich von seinem eigenen Schatten getrennt hätte, wie der Mann in dem Chamisso sdien Märchen. Ein zweiter Peter Schlemihl . . . Sie schauerte in sich zusammen. Allein, allein auf der Welt, Ein Mensch ohne Schatten. Ein Mensch ohne Vergangenheit. Ein losgerissenes Blatt im Windel Wenn wenigstens dieser erste Schritt geglückt wäre! Dann wäre man doch untergebracht gewesen, hätte wieder irgendwo Fuß fassen können. Das war nun vorbei. GewiÖ — es gab noch mehr Engagements, Man konnte weltersuchen Aber nichts spricht sich in der Theaterwelt so schnell herum wie ein Mißerfolg. Auf jeder Agentur würde es heißen: »Raven? Glna Raven . . .? Ach sol Haben Sie nicht mal am Landestheater in Dingsda auf Engagement gastiert . . .?« Um nicht direkt zu sagen »durchgefallen« . . . Und dazu kam, was noch viel schlim mer war: die eigene Unsicherheit, das gebrochene Selbstvertrauen, die Angst vor einer zweiten Niederlage. Selbst wenn--- Dina schreckte aus ihrer Versunken heit auf Der Zug hielt auf offener Strecke. Eine Dame in Trauer zwängte sich mit zwei Handkoffern durch den schmalen Gang und fragte im Vorbeigehen, ob das schon Grantz sei. Ehe Dlna noch antworten konnte, mischte sich der Schaffner ein, der gerade die Fahrkarten kontrollieren kam. Er sagte etwas von »nächste Station« und rlaß der Zug noch keine Einfahrt hätte und half der Dame die Koffer nach vorn tragen Dina lehnte sich wieder In die Wagenpolster zurück. Plötzlich gab es ihr einen Riß. Grantz . . .? Doch nicht etwa ihr Grantz, wo sie jahrelang . . .? Lag denn das überhaupt auf dieser Strecke? Sie riß die Vorhänge zurück und betigte sich aus dem Fenster. Ein würgendes Wehgefühl stieg ihr in die Kehle. Ja, das war Grantzl Das war der Schloßberg und die patinlerten Zwiebeltürme von Mariahilf. Und ganz da hinten, was da so weiß aus dem Grün schimmerte, das mußte dieser hübsche kleine Ausflugsort sein, die »Waldschenke« oder wie er hieß, wo sie und Bert so oft . . , Es war ihr, als ob beim Anblick dieser Landschaft plötzlich etwas in ihr aufbräche, was s'e so viele Monate In den tiefsten Scharnt , Ihres Bewußtseins verdrängt hatte. Ein rauhes Schluchzen kam aus ihrer Kehle, Die Tränen stürzten ihr übers Gesicht . . Der Zug setzte sich wieder in Bewegung und rollte langsam der Station zu. Je naher die Stadt auf sie zukam, umso-raehr wuchs in Dina das Verlaiigen, auszusteigen. Nur so — für ein paar Stunden. Nur ujn wieder einmal diese Luft zu atmen und dieses Pflaster unter den Sohlen zu spüren — dieses bucklige alte Pllnster, über das sie sich oft so geärgert hatte. Als der Zug in die Bahnhofhalle einfuhr, war ihr Entschluß schon gefaßt. »Grantz — fünfzehn Minuten Aufenthalt!« hörte sie den Schaffner rufen. Nein, fünfzehn Minuten, das war zu wenig. Aber man konnte ja einen Zug überschlagen oder am andern Morgen weiterfahren. Man hatte ja nichts zu vefsäumen. Der kleine Toilettenkoffer genügte für eine Nacht. Das große Gepäck konnte ruhig bis Innsbruck weitergehen. Ein leichter Schwindel ergriff sie, als sie auf dem Bahnsteig stand. Wie im Traum ging sie hinter der Dame in Trauer dem Ausgang zu. Sie wählte ein gutbürgerliche« Hotel tn nächster Nähe des Bahnhofs. Als Ihr der Portler den Meldezettel zum Ausfüllen hinschob, stockte ihr eine Sekunde die Hand. Beinah hätte sie sieb ganz automatisch als Isabell Arden eingetragen. Per Name Raven war ihr noch Immer nicht geläufig. ' Nachdem sie sich In Ihrem Zimmer ein wenig erfrischt hatte, machte sie sich auf den Weg In die Stadt. Es schlug gerade acht, als sie daa Hotel verließ Die Straßen waren nur noch wenig belebt, Es mußte unter Tag« geregnet haben, überall standen noch kleine Pfützen, in denen sich ein fahlgoldener Abend-himmel spiegelte. Die Luft war leicht und frisch, voller Sommergerüche, Dina ging langsam die Hauptstraße hinunter. Es bestand kaum die Gefahr, einem ehemaligen Kollegen zu begegnen, das Theater war Ja den Sommer über geschlossen. Und die Leute In der Stadl, das Publikum, die kannten Ja nur Ihr Bühnengesicht, von denen würde sie kaum Jemand auf den ersten Blick wie dererkennen, so schlank wie sie geworden war, und mit der andern Haarfarbe. Nach fast anderthalb JahrenI Trotzdem zog sie vorsichtshalber die breite Krempe ihres Pilzhutes tiefer Ins Gesicht. Plötzlich blieb sie stehen. Da war Ja die große Buchhandlung, die immer ihre Bilder ausgestellt hatte. Ob wohl das eine oder andere noch da hing? Sie spähte durch das Scherengitter. Das ganze Schaufenster war wie immer mit den Photos der Theatermitglieder tapeziert. Viele unbekannte Gesichter waren darunter. Eine Blondine mit schönen Augen tind etwas zu langem Kinn, ein Fräulein Lindström, war besonders häufig vertreten. Wahrscheinlich ihre Nachfolgerin, nach den Rollen zu schließen. Daneben Möhrlng als Götz von Berllchin-gen und dort, im Hintergrund, das me-laA ClMl Bis IV. Jnal. Frauen sind keine Engel Marie Haren. Aial v. Ankaaaar, Uckart Raaaaewikv Jngandllcba ■■tat U lakraa alcM saealaaMel Ton»l.lcli<«piele Pe«— Donnfrslag, 17. Juni im |l und lO.M Uhr Der Polizeifunk meldet... Bin T«rra-Pllni mit lola Mllhal laayar vaa Qatw—, P. W. Schrader-ScbroD, Herbarl Oaraal. Mek Pladlar, Brune PrIU. Hana Zarck^Ballol a. v. a. — Jadar Augenblick Iii Spannung. |ada Siana hrlagt aana«- tionelle nberraichungen. PBr Jugendllrtip nickl lagalaeaael Filmtfkeaier Tufler >onDeritag, IV. Jval. tlgllch u 11.30 uad H.M intr Es geht um mein Leben ToMi-PlIm mi Carl Ladwig DIakl. Kltly Jaaaaa, tkaa Llngen. Cail DiBBanana, Margll Byaa. POr JugendHrhe olcht rugelaaaaal Verordniinos- uod flmtslilBtt des Chels der Zivllverwaltimg Ui der Untersteiermark Nr. 18 vom B. Juni 1043 ist eracblenen. ElnzelprelB 20 Rpf. Erhlltllch beln Schalter der Marburger Verlags- a. Dmckerel-Ges. m. b. H., Marborg/Dran, Bad-gasse 6 bei den Geachlftsetellen der »Marburg«! Zeltungt IN CILLI. MarktplaU 12 (Pemnif ?) IN PETTAU, Ungartorgaase, H«n G«org Pichler u. bei den sonstigen Verkaufsstellen Bezugspreis: Monatlich RM 1«23 (stets Im voraus sahlbar). X Aitiflflche Belcanntmcichun^en DER OBERBÜRGERMEISTER DER STADT MASBURG/DRAU GeiechtsschieBen Eine Einheit der Wehrmacht wird am 19. Juni 1943 in dei Zeit von 9 bis 11 Uhr im Räume Unter-Rotwein ein Gelechts-schlefieD Bit schweren und leichten Inianterlewaffen durchführen. Dei durch das Schießen gefährdete Raum ist auB einer an der Amtstafel der Bezirksdienststelle Rotwein angeschlagenen Skizze ersichtlich. In der angegebenen Zelt ist das Betreten des gefährdeten Raumes verboten. Die Absperrung selbst wird durch die Wehrmacht durchgeführt und Ist den Ai\ordnungen der Absperrmannschaft bedingungslos Folge zu leisten. Wir haben nns Termlhlti LOUIS HATT Uffi. u. K. O. B. 1. «. Jfig -Reg. ALMA HATT geb. FRDHAUP Im Juni 1943 Büchenberg b Kempten (Allglu) Marburg/Drau, Heugaaae I 3»T Marburg, den 10. Juni 1943. „Kuftkt" i$t xparj xparjam im Gehrtuch. Nthmtn SU aUo nicht mehr ,,Kuf«kt" als in der üebr*uchs»nwtisung vorgesfhrieben ist. Sis trhslten „Kufek^' in Apo» thektn und Drogtritn, und 2w»r nur auf die Ab-tdtniftt A—D der Brotk»rt* für Kitinstkindtr. I. KUPEKI, HAMSUtO-SEItOIDOIP 1 Z IHaurerpolltpe mit guter Baustellen-präzis sum sofoitigen Eintritt nach Untersteiermark gesucht. Eilanbote mit Unterlagen unter »Bauunternehmen Nr. 7540« an Annoncen-Expedition Weiler & Co., Wien I., Singerstrafie 2 151-6 150-6 I. A.t get, Dr. Bedl. Kriegsfreiwillige für das Heer Kriegsfreiwillige für das Heer können sich mit 16 Jahren melden. Einstellung nach Vollendung des 17. Lebensjahres Voraussetzungen für die Einstellung slndi 1. Besltx der deutschen Relchsangehörlgkalt) 2. Wehrwürdigkeiti 3. Abstammung von deutschem oder artverwandtem Blut) 4. Einsatzbereitschaft, überzeugte ' nationalsozialistische Einstellung, hochwertiger Charakter} 5. Volle Felddiensttaugllchkeiti 6. Beendigung dei Lehrzelt oder Binwllllgung des Lehrherrn sur Lehrzeitverkürzungt 7. Ableistung der verkürzten Arbeitsdienstpflicht Ton drei Monaten) 8. Keine gerichtlichen Vorstrafen. Kriegsfreiwillige verpflichten sich auf Kriegsdauer (Angehörige der dienstpflichtigen Jahrgänge 1914 und JArger Jedoch mindestens zur Ableistung der 2jährigen Dienstpflicht) und werden bei folgenden Waffengattungen eingestellt: Infanterie Panzertruppe, Pioniere, Artillerie (nur (flr Sturmartillerie), Nachrichtentruppe (nur für Punkdienst), Panzer-Grenadier-Division Großdeutschland (mit Ausnahme der Artillerie, Flakartillerie und Versorgungseinhelten). Angehörige der Geburtsjahrgänge 13 und älter werden bei allen Waffengattungen eingestellt. Beförderung zum Unteroffizier kann bei Bewährung im Feldheer nach einer Dienstzeit von 10 Monaten erfolgen. Bei flberragenden Führer- und Charnkteraniaqen und besonderer Bewährung Yor dem Feinde ist Übernahme in die Offizier-Laufbahn möglich. Auskunft und Meldung beim Wehrbezirkskommando Marburg/Drau. 134-6 Kleiner. Anzeiger Kontoristin mit Schrelbmaichl-nenkenntnissen sucht ab sofort passenden Wirkungskreis mit Unterkunft in der Stadt. 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Der Betrieb einer Spar- und Darlehenskassa 1. zur Pflege des Geld-und Kreditverkehrs und zur Förderung des Sparslnnsi 2. zur Pflege des Warenverkehrs (Bezug landwirtschaftlicher Bedarfsartikel und Absatz landwirtschaftlicher Erzeugnisse)! 3. zut Förderung der Maschinenbenutzung. Genossenschaftsvertrag (Statut) vom 24. März 1943. Ein Geschäftsanteil beträgt 50 RM. Die Haftung ist eine unbeschränkte. Der Vorstand besteht eus dem Obmanne, seinem Stellvertreter und weiterei) 1 bis 4 Mitgliedern. Die Mitglieder des ersten Vorstandes sind.; Obmann: Hans Potscher, Landwirt, Podgorje 76| Obmannstellvertreter: Josef Kosteutz, Kaufmann und Landwirt, Pl-schäts 34t Vorstandsmitglieder: Gustav Kokott, Landwirt, Pi-schitx 55, Karl Retzer, Landwirt, Plschätz 9, Franz Podwinskl, Landwirt, Blatno 6, Johann Ziesel, Landwirt, Paulusberg Iß Die Willenserklärung und Zeichnung für die Genossenschaft mufi durch zwei Vorstandsmitglieder, darunter den Obmann oder seinen Stellvertreter erfolgen, wenn sie Dritten gegenüber Rechtsverbindlichkeit haben soll. Di« Zeichnung * geschieht In der Weise, daß die Zeichnenden zu der Firma der Genossenschaft ihre Namensunterschrift beifügen. Die von der Genossenschaft ausgehenden öffentlichen Bekanntmachungen erfolgen im Wochenblatt der Landesbauernschaft Steiermark 143-6 I Zu kaufen gesucht 'Achtung! Kaufe eine kleine, gut erhaltene Strickmaschine I (flach) Nr. 5—10, Strickbreite ,40—70 cm, oder einen feinen jZyhnder für Rundstrickmaschi-Ine, Marke »Anos«. Zuschriften erbeten an die Verwaltung der 1 »Marburger Zeitung« unter »Flach«.__ 407-4 Welten, leichten Mantel oder lange, weite Jacke, auch alt-j Diodisch, dringend zu kaufnn gesucht. Angebote an die Ge-jschäftsstelle in Cilli. 406-4 Kaufe sofort FotovergrÖfle-rungsapparat, in gutem Zustande. Albin Kreutz, Friedau. .380-4 Eine perfekte Restaurationsköchin, eine Zahlkellnerin, ein Kücheiimädchen und zwei Serviererinnen werden aufgenom-' men. Anschr, in der Verw. des Bja^es^____362-6 Sofort wird BeriifskOchin aufgenommen. Grazer Brau-Re-stnurant. Tegetthoffstraße 3. ___361^ Suche Friseur und Friseur-Gehilfin. Johanna Schelesnik, Clin, Prinz-Eugen-Straße 12. '_ H7-6-6 Hilfsarbeiter wird aufgenommen R Llr7er, Sesselerzeu-gung, Bubakgasse 36. 382-6 CorofU fMlar Arsnn-Prdporatt Cbaa. rakrft Kretesl-Ltuff'tn C.ai.b.B. KUm Herr sucht Kost und Wohnung Leeres oder möbl. Zimmer. Bettwäsche vorhanden. Zuschriften an die Verw. d Bl. unter »Herr«. 383-8 Ruhiget Fräulein sucht möbl. Zimmer ohne Bettwäsche. — Adresse In der Verwaltung des BlaU«^______^.?B4-8 Möbliertes, nettes Zimmer, womöglich rentral gelegen, gesucht. Gefl. Zuschriften an Pg. Sch'iber, Abt.-Lelter, Dnmplatz 20 385-8 Zu mieten (besucht Wohnungstausch Stellengesuche I Buchhalter, Rufbuchhalt, ver-'traut, sucht Stelle. Anträge unter »Gewissenhaft« an die Verwaltung des Blattes. 400-5 Höherer Reichsbabnbeamtei sucht gut möbliertes, heizbares Zimmer. Angebote sind an das I Reichsbahn-Bßtriebsamt Mar-burg/Drau 1 zu richten. 401-8 Möbl. Zimmer von ruhigem Herrn gesucht. Anträge an die Verwaltung der »M. Z.« unter '»Freude«. 40.3-8 4n unsere Posibeziekerl Wenn der Postbote su Ihnen kommt and die Bezugsgebühr für dl« »Marburger Zeitung« einhebt, bitten wir Sl«, damit In der Zustellung keine Unterbrechung eintritt, die Zahlung nicht bv verweigern. BezugsgebOhr ist Immer \m Toraus zu bezahlen. | •Marburger Zeltuna«» VertrlebsabteUing IVor lOr Marmelade- nnd lieleegläser verwenden sparsam sein mH: Von feigen Banditen ermordet, fielen für eine deutsche Untersteiermark Stanislaus Leskowar Wehrmann des Motorsturmes 22, Polizeireservist, Schneidermeister in Gonobitx und sein Bruder Max Leskowar ^^-Schütze in der Wafien-ff Ihr Opfertod Ist uns Verpflichtung. Marburg, den 16. Juni 1943. Steirlscher Heimatbund Marburg-Land Ing. Stefan Doboczky Krelsführer In tiefer Trauen Anna Leskowar geb. Vaupot, Gattin Annerl, Hildegard und Helene, Kinder Tausche eine schöne, sonnige 1 Dreizimmerwohnung gegen eine Zweizimmerwohnung. Adr. in der Verwaltung der »Marburger Zeitung«. 386-9 Heirat Frau gesetzten Alters wünscht Bekanntschaft mit Älterem Herrn. Zuschr. unter »Beam-tenswitwe« an die Verw, des Blattes. 387-12 Funde - Verluste DnppelpaHiunR 94 Pli. lültc FäiHilien-flnzBlgen Nnden durch die »Marburger Zeitung* weiteste Verbreitung Danksagung Für die liebevolle Anteilnahm«, welche uns anllOlich d«s l«tBt«n W«|«« ttns«r«s lieb«n Gatten, btw, Vat«rs, Bruder« nnd Onk«U, «rwi«s«n wurd«, *«^«8 wir all«n unseren Verwan(lt«n und ICam«radee das Veratorbenen, besonder« d«m Muiikzu|{, wärmsten Dank. 396 FAMILIE BRESNIK Danksagung P6r die liebevoll« Anteilnahme, Kfans- vnd Blumenspenden anläßlich des Verlustes unsere! Innigstgeliebten Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester Schwägerin und Tante, Freu Merl« Borbasch, sowie für das Geleite zur letzten Ruh« segen wir allen Verwandten, Fr«unden und Bekannten auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. 402 Die tlettraaemden HlnterbUebenea. Von feigen Banditen ermordet, gaben In treuer Pflichterfüllung ihr Leben für Führer und Volk die Wehrmänner des Musikzuges der Wehrmannschaftsstandarte Cilll-West Ludwig Kafsch Schwarzer Damenglscehand-schuh am Pfingstsonntag verloren. Abzugeben gegen Be-'ohnung in der Verw. des Bl. oder Brunndorf, Stormgasse 26 __373-13 Weißer Spitz verlaufen, hört duf den Namen »Picki«. Abzugeben gegen Belohnung bei Perz, Neudorf, Unter-Rotwei- lerstraße 101. _369-13 Grüner Wellensittich entflogen. Abzugeben gegen gute Belohnung Frauengasse 7, Marburg Drau. _ Augenglas verloren auf dem Wege Herrengasse—Teqetthoff-straße—Gerichtshofgasse. Bitte gegen Belohnung abzugeben-Uberleitungsstelle für Sozial-Versicherung, Auskunft. 399-13 und Michael Umek Fflr Deutschland starben sie, in Ihrem Volke leben sie weiter. Gl III, den 16. Juni 194.3, Der Krelsführeri Dortmeister Der Führer d«r WM. Standarte Cilll-West: Egger SA.-Obersturmbann-führer In tiefer Trauer: Frau Rosi Ketsch und Emilie, Tochter Frau Stefl Umek und Fritz, Sohn Weißer Spitzl zugelaufen. Abzuholen Augasse 2. 389-13 Am 14. Juni wurde im Pettau-erzug «ine Aktentasche mit In-halt gefunden. Abzuholen: Kdrntnerstraße 58, von 18—20 Uhr, bei Taschner^__404jl3 Gute Belohnung demjenigen, der mir meine abhanden ge kommene Aktentasche mit Do kumentpn zurückerstattet oder darüber Auskunft gehen kann. Karl Goldsrhnlg, Kunstmiihle, Frauheim. Telefon 2. .390-13 Verschiedenes Abiturient gibt Deutschunterricht in gutem Haus gegen Mittag und Abendkost nur in Marburg. An die Verwaltung unter »Kinderliebend«. 391-14 Danksagung Außerstande, Jedem einzelnen für die Anteilnahme anläßlich des Todes unseres lieben Gatten und Veters, Herrn Rudolf Werboschek, zu danken, sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank allen, die ihn auf seinem letzten Weg begleiteten, ebenso ganz besonders den Herren, welche uns mit Lieb« in dUssn schwer«|h stunden zur Seite standen. Gleichzeitig sei besonden dem Ortsgruppenführer, welch«r d«n Wunsch des Verstorbenen ermöglichte. Ihn In seiner teuren Heimat beizusetzen, sowie für die vielen Blumen-spenden als auch den Kameraden des Verstorbenen und der Wehrmannschaft wie auch der Deutschen Jugend herzlichst gedankt. 395 R 0 h 11 s c h-S auerbrunn, den 9. Juni 1943. Die tieftrauemden Hinterbliebenen. W Meine unvergeßliche Tante, Frau Msrin Reidenbusth «cb. Simon Cutsbesitierln Ist em Morgen des 15 Juni 1943 nach langem, schwerem Leiden auf Ihrem Gut« Gutenegg sanft ▼erschieden. Wir bestatten die teur« V«rbllchen« am IV. Juni, um 15 Uhr, auf dem Ortsfriedhof« In Bad N«uhaus bei Cllll. 152-0 Bad Neuhaus, Wi«n XVIL, Jullus-Berg«r-Straße T, d«n 10. Juni 1943. Tvonn« Blananstelner geb. Slmon-Stepan im Namen aller Hinterbliebenen. Gedeckten Einspännerwagen kauft oder tauscht gegen Jungochsen »Willkommhof«, Warh-senberg. _ 392-14 Tausche schönen, kompletten, tiefen Kinderwagen gegen Da-menfahrrad. Josefstraße 1/1., links. 393-14 Suche gute Taschenuhr, gebe Aquarium mit Luftkompressor. Fernruf 20-31._394-14 Tausche Seldengummimanlel für einen Ballonseidenmantel oder Stoff für stärkere Person. Adresse In der Verw. 405-14 Denken Sie daran — Kleine Anzeigen haben in der MARBIJRGER ZEITUNG grossen Erlolg! 0 4t lOÖ > Ouiiiiciolug, 17. Juui MAKbUMuÜil ZEITUNG Djs seelische Rüs'zeng des deutschen Heeres »Die Kraft des Gemütei Ist es, die I — mit der Publikation In den Reicht-Siege erkäinpftl« sagte Fichte in seinen Zeitungen — wieder zurückwirft, Dem berühmten »Reden an die deutsche Na Zeitungswesen sachlich am nächsten t:on«, und der Tatsache, daß die »innere steht die Einrichtung der Frontbuch- laiK t__ _ _ll_______17 i ■ 1 1 A Aufrüstung« des deutschen Soldaten in diesem Schicksalskdmpie von der allergrößten Bedeutung ist, wird das heutige Deutschland in vorbildlicher Weise gerecht. Die geistige und seelische Be-tieuung unserer Tiuppen gilt uns als ebenso wichtig wie ihre Ausrüstung mit Waffen und kr.egstpchnischem Material Während in vergangenen Kriegen die private Initiative auf diesem Gebiete, oas sich hauptsächlich als Verschickung von Liebesgaben darstellte, vorwog, hat diesmal die Regierung und Führung handlungen, die dem Soldaten die Fülle det Bildung und Erfrischung vermitteln, die aus der Geisteswelt des deutschen Buches spricht. Ihnen treu xur Seite stehen die Büchersammlungen und Sonderauflagen der in Millionen an die Armee verteilten »Tomisterschriften« mit ihrem wertvollen Gehalt. Eine unmittelbare, deshalb sehr nachhaltige Einwirkung übt auf den Front-kdmpfei der Rundfunk aus. der bis in seinen Bunker hinein ertönt. Der »Kameradschaftsdienst« ist dabei von be- selbst Hand an die Dinge gelegt. Und j sonders hohem Werte für die seelische zwar sind es drei Kernpunkte, die in den , Haltung de» Mannes in vorgeschobener Planungen der betrauten Gesamtorgaiii- j Stellung. Vermittelt dieser Sendedienst sation — das ist die Abteilung Truppen- 'ihm doch eine unmittelbare Verbindung betieuung in der Reichskulturkammer, ! jnit der Heimat durch persönlichste An-die Hand in Hand mit dem Oberkom- j spräche und durch Bericht von seinen mando arbeitet — zielweisende Berück- . häuslichen Verhältnissen, etwa In Tagen «ichtigung finden. | ersehnten Familienzuwachses oder wäh- Erstrebt wird eine wehrgeistige Füh- rend einer schweren Krankenheitskrise rung des Soldaten, die sachlich auch den ' daheim. Weitere Helfer am «chCnen Sozial* werke dei Krieges sind Film und Front-theeter. Durch tie wird die Kumt Kraftquelle des Soldaten. Auch der Fernsehdienst erfüllt eine steigende Kulturaufgabe. Zumal in den Lazaretten läßt sich dieser technisch ständig verbesserte Apparat prächtig verwenden! und während er füi seeliche Erhebung und Entspannung sorgt, nützt er erkennbar auch der Genesung der Verwundeten und Kranken. Auch spielt — und zwar in Kampfzone wie Lazarett — das Kameradschaftsspiel seine bedeutende Rolle bei der Truppenbetreuung Entweder werden geeignete Gesellschaftsspiele von der Skatknrte bis zum Schachbrett verteilt, oder es wird durch Belieferung mit Werkzeug zum Basteln die Möglichkeit geschaffen, in fröhlicher Gemeinschaftsarbeit solche Spiele selbst herzustellen. Zumal an Bord der Marineeinheiten — einschließlich Hilfskreuzer — Ist die Baitelstunde ein beliebtes, seelisch förderliches Element des militärischen Feierabends. jüngsten Vaterlandsverteidiger über die Grundlagen und Blickpunkte dieses Weltkrieges aufklärt und ihn somit in die Lage setzt, sein volles Bewußtsein auf die Lebensnotwendigkeit unseres zu-kunftsgestaltcnden Kampfes auszurichten. Mit der Erkenntnis seiner ihm hierbei zufallenden Aufgaben wächst die sieinscne v.c. .— — —-------------------- Kraft des einzelnen, wie die bisherigen j Flakkampfabzeichen, Und Kradmelder ist er geworden. Der gewalligen Schlachlenerfolge deutlich Ei-jkanipfabzeichfin der Luftwaffe, Ver- Polenfeldzug war gewonnen, kaum daß machen. Weiterhin plant die Tnippenbe-, Ostmedaille. Erin- treuung für die Soldaten Krafterneue- nprungsmedaille für den Einmarsch in Hing durch Freude und Anregung, Sie ygchechei und einer rumänischen Me-verschafft durch Vermittlung ethischer gj. sieht man auch Werte in der Ruhe- oder Genesungszeit yjgrtgn Kriegsjahr noch nicht alle Tage, der Kommandierende General sei- dem Frontkänip.er und dem Arbeitssol daten seelische Bereicherung. Schließlich ist die Betreuungsleitung bestrebt, die seelisch so wichtige Verbindung von Front und Heimat, von Soldat und Familie, zu erhalten und zu verstärken. Mittel der Truppenbetreuung gibt es tahlreiche. An erster Stelle zu nennen lind die Verkehrseinrichtungen. Die Feldpost kann hier als Vermittlerin persönlicher, hochwichtiger Soldatenbetreuung unberücksichtigt bleiben. Zu ncrmen aber ist die Tätigkeit der Presse. Von der Reichskulturkammef wird die Aufsicht über die einschlägigen Zeitungen und Zeitschriften mit besonderer Berücksichtigung des geistig Notwendigen ausgeübt, im besonderen dienen der Fronttruppe die Frontzeitunqen, die deshalb besonders eindrücklich zu den Kameraden reden, weil sie von Soldaten selbst verfaßt und herausgegeben werden. Eng im Zus.immenhanqe steht hiermit die' allbekannte Wirksamkeit der Propagandamänner, die von der Front Strahlen nach der Heimat und von dort Der Geologe Einer war unter uns, der war Studius der Naturwibseiibchdlten. Als wir dds eistemul Gelandebesrhreibung durchnahmen und der Unteroffizier unseren Freund fiagtc, wie denn eme Bodenform vor uns zu bezeichnen wäre, de sagle der Student det Geologie und Min»ira logie mit todernstein Gesicht: »Das ist die typische Form eines Urstromtalesl'« Der Ausbilder setzte unserem Kameraden mit viel Liebe auseinander, wozu eine Geldiidoheschreibung eigentlich da sei und daß er später, bei einer Meldung oder einer Skizze, um Gotteswillen ja niemals das »Urstromtal« erwähnen solle. Senke, Mulde, Schlenxe seien passendere und für normale Menschen verständlicheie Ausdrücke. Einige Zeit spater kampierten vir nach langem Marsch in einem Steinbruch. Jeder machte sich lang, s^ gut er konnte. Nur unser Geologe entfernte sich. Er wird seinen Grund haben, dachten wir. Aber als es »Fertigmachen' hieß, war er noch imm'^r nicht zurück Der Zugführer schickte einen Spähtrupp aus. Bin Unteroffizier und drei beherzte Männer machten sich auf die Suche. Mutten in einem fri.schen Bruch kauerte unser Freund, der Geologe. Nein - das tat er nicht, er hämmerte vielmehr auf seinen lieben .Steinen herum. Wir Männer waren baff vor soviel Fleiß tnd Pe-rufseifer. aber unser Unteroffizier hatte einen ganz anderen, furchtbaren Gedan Juni vor drei Jahren Von Gerhard Schumann Ein Juni-Moigen 1940. Das Füsilier-battaillon ist ein kleines Glied in der Kette aus Feuer, Stahl und Mannerher zen, die sich nun, von eine.n übermächtigen Befehl bewegt, gegen Frankreichs letztes großes Bollwerk, die Weygand-linie jenseits der Aisne drohend heranschiebt. Sie sind aus ihren Unterständen und Erdlöchern gekrochen, aus den Kellern zerschossener Häuser gestiegen. Und nun erzittert die Erde in ihren Tiefen unter den Einschlägen der französischen Artillerie, die pausenlos ihre riesigen Panzerfäuste dumpl brüllend, heulend gellend niedersausen iäßt. Die Füsiliere kennen den mitreißenden Schwung ('es Blitzkrieges, die klirrenden Abenteuer des Begegnungsgefechts — doch niemals haben sie ein solches Inferno zusammengefaßten Artillenefeuers erlebt. Das ist nicht wenig tür die jungen Soldaten. Einen Augenblick will Entsetzen ihre Her/en lähmen. Da sehen sie ihren Leutnant vor sich im ersten Morgengrauen, angezuckt von den Flammen brennender Häuser. Wie ein seltsamer Tranmwandler, wie ein Tänzer schier bewegt er sich hellwach und aufrecht zwischen den Fontänen aufgewühlter Erde, zwischen emporgewirbelten Pferdeleibern, niederstürzenden Mauertrümmern Er gibt ihnen das Zeichen zum Hinwerfen auf die schützende Erde, zum Der Kradmelder aus Frohnieifen Ein Mann, der dem General auffiel Da sitzt er vor uns, der kleine, schwar- tein Hent dieser Waffe. Kradmelder will ze steirische Obergefreite der Flak, mit er bei der Wehrmacht werden. ~ . L__ Kradmelder ist er gewo Polenfeldzug war gewonnen, kaum daß für Mine Einheit de' Aufmarsch beendet war. Der Feldzug gegen Frankreich stand bevor, da erwischt es ihn durch einen Verkehrsunfall. Der Oberschenkel ist gebrochen. Er muß int Lazarett. Es ist Anfang 1940, und er glaubt schon, den Feldzug im Westen doch noch mitmachen zu können. Da erwischt et ihn zum zweiten Male. Mit dem kaum verheilten Bruch rutscht er auf dem Parkett des Lazaretts aus und bricht sich den Schenkel zum zweiten Mal, Diese Hoffnung muB er nun begraben. Ende des Jahres ist er wieder bei seiner Einheit, und nun geht es nach Sizilien. Dort warten sie auf die überfahrt nach Afrika, aber bevor es soweit ist, kommt ein neuer Einsatzbefehl. Der Krieg gegen die Sowjetunion ist imvermeidlich geworden. Es gibt wohl kaum einen Abschnitt der riesigen Ostfront, wo er nicht war. Er stand vor Leningrad und vor Moskau, der Abschnitt von Rschew ist ihm ebenso bekannt wie der von Kursk, von Charkow oder Rostow, er ist bei dem Sturm auf Stalingrad dabei und war zeletzt dann auch im Kaukasws. Gut vier Jahre ist der Steirer aus Prohnleiten nun schon bei der Wehrmacht, aber es ist, als könnte er sich auf jeden einzelnen der anderthalb tausend Tage seines Soldatenlebens entsinnen, auf den' Tag und auf die Stunde. Er erzählt eine Menge Btnzelhelten, schildert dies und jenes bis ins kleinste, als ob er das vor ein paar Stunden erlebt hStte und nicht vor ein paar Wochen, vor Monaten oder Tor Jahren. Und er hat genug schwere Tage erleben müssen. Jahre hindurch Kradmeldefahrer zu sein, bedeutet zahllose Stunden — und nicht wenige davon in der Nacht — der ganz auf sich allein angewiesenen, großen Verantwortung, Stunden det klaren Entschlusses und der wachen Vernunft, Stunden des mutigen Handelns und nicht zuletzt Stunden der Gefahr. Er hat Glück gehabt in seinem Soldatenleben, der kleine Steirer, aber das gebort ja auch dazu. Und als es ihn dann vor Stalingrad doch noch erwischte, blieb das Soldatenglück ihm trotzdem treu. Er behielt das Glück auch im Unglück. Ein« Artilleriegranate schlug wenige Meter hinter ihm und seinem Krad ein. Neun Splitter trafen Ihn in beide Schultern, in den linken Arm, In den zweimal gebrochenen Oberschenkel und in den Rücken Aber er kam davon. Die Verletzungen heilten gut aus und jetzt ist er wieder obenauf. Nun wartet der Obergefreite auf die Beförderung zum Unteroffizier und langt wird es wohl nicht mehr dauern damit. Wenn der Krieg zu Ende ist, wil er in die Autobranrhe. Wer mit ihm fährt, wird nicht schlecht fahren Kriegsberichter J. Pantenburg nes Korps ist ihm in diesen Tagen zufällig begegnet. Er kennt den kleinen Steirer nicht, aber er bleibt stehen und spricht ihn wegen seiner vielen Auszeichnungen an. Hierauf ist der Steirer besonders stolz. Man traut ihm schon etwas besondere# zu, wenn man ihn sich genauer anschaut Mittelgroß, mlttel-kräftlg, schwarze, wellige Haare, dunkle Haut, starke Backenknochen, ein energisches Kinn, eine markante Nase und ein paar dunkelbraune, lustig blitzende Augen, von dichten Brauen überdacht, so sieht er aus mit seinen eben 25 Jahren. Mit Herz und Seele Ist er Soldat. Vor acht Jahren schon, eben siebzehnjährig, suchte er um Aufnahrae in das damalige österreichische Bundesheer nach, aber sein Gesuch wird abgelehnt. Er war SA-Mann. Als ihm 19.38 von der SA eine Erholungsfahrt nach Westfalen ermöglicht wird, erlebt er dort durch Zufall eine Übung der Flak und seither gehört ken: Er klopft doch nicht etwa Steine mit seinem Seitengewehr? »Kuckuckl« riefen wir leise, um den empfindsamen Gelehrten nicht allzu unsanft aus seinem Himmel zu reißen. Er hatte einen richtigen Hammer dabei, und der Tornister, in dem aus uns jungen Rekruten nicht ganz einleuchtenden Gründen bereits ein Ziegelstein und ein bandsack spazieren getragen wurden, quoll förmlich über von kleinen und großen, glänzenden Steinstücken. Mit gesenktem Kopfe folgte uns der Deliquent zur Kompanie, die bereits angetreten war, und trotz der müden Knochen griente jeder über unseren Geologen. Der Unteroffizier machte merkwürdig leise Meldung, und der Chef sagte — gar nichts. Mit Todesverachtung schleppte das schmächtige Männlein seinen nun doppelt schweren Tornister richtig bis in die Kaserne. Nach dem Fußappell waren die meisten selbst zum Essen zu faul aber unser Student saß versunken vor seinem Spind und verglich die Steine mit Beschreibungen in einem Lehrbuch. Seit diesem Tage hat keiner mehr über den kleinen Geologen gelacht. Aber mancher, der sich bis dahin niemals Gedanken über Steine, Erden- und Bodenfor-men gemacht hatte, nahm bei unserem Fachmann Unterricht. Kriegsberichter Hans O. Hönlg Pressen in die rettende Deckung, zimi Vorwärtsstürmen nach dem Einschlag! Das Fürchterliche ist überwunden. Sie stürzen ihm nach in die weißen milchigen Nebelschwaden, die unheilschwanger das weite Tal der Aisne erfüllen, die undurchdringlich ihrer aller Schicksal verhüllen. « Sie sind ihrem Leutnant gefolgt, durch diesen bösen Nebel, der sich undurchdringlich feucht um jeden einzelnen schließt. Kaum sieht einer den Vordermann und den Hintermann. Das hohe nasse Gras streift schaurig Gesicht und Hände. Maschinengewehre schnarren ununterbrochen, Gewehrschüsse peitschen, Querschläger singen . . . Und dei Feind ist verborgen hinter dieser Nebelmauer. Immer wieder schreit einer auf und stürzt hin Vorwärts, vorwärts zum Fluß, zur befohlenen Ubersetzstell^ Eng aneinander gepreßt liegt eine Gruppe am Ufer. Sie sehen, wie die Ersten in Schlauchboote springen, rudern. Sie sehen die Rudeier plötzlich wie von dem Schnitt einer ungeheuren Säge in der Milte durchschnitten zusammenklappen, hören den grausigen Schrei. Wassersäulen schäumen auf unter den Gra-natemschlägen, Geschosse peitschen die Wasserfläche, der Fluß Hegt im zusam-mengpfaßten Sperrfeuer aller französischen Waffen. Der Sohauer des Todes rührt sie an Hier ist es unmöglich hinüber zu kommen. Es ist sinnlos in diesen Rachen des Untergai^s sich zu wagen. Die selbstlose Tat Ein Vcmrundeter rettet die Stellung Noch ainmAl späht« d*r Posten in das halbe Dämmern des anbrechenden Tages, dann , sprang er auf, rannt« das karze Stück des Laufgrabens entlang, poltert« die wenigen Erdstufen hinunter und riB dl« Tür zum Bunker auf. *Si« kommen!« schrie er in das Dunkel des engen Raumes hinein. Jäh fuhren die Schläfer von ihren Lagern empor. »Sie kommen, sie kommen!« — — Halblaute Rufe kamen von den anderen Bunkern herüber, dann hörte man das Gepolter von schweren Stiefeln, dazwischen das Klappern der Waffen und Munitionskästen. Mit einem Schlage war es lebendig geworden in den Stellungen des ^^-Bataillons. Dick vermummte Gestalten kamen aus den Bunkern hervor, die Gewehrschützen sprangen in ihr« ErdlAchert dann schien es wieder still. Gespannt blickten Hunderte von Angenpaareti zu der Mulde hinüber, in der dunkle Schatten sich dann und wann plötzlich von der weißen Erdoberfläche abhoben, lautlos nach vorne huschten, um dann wieder imterzutau-chen. Noch fiel kein Schuß. Wollten dl« Sowjets ohne Artillerievorbereitung angreifen? Wollten ile di« deutschen Stellungen flbernimpelnf Dann war plötzlich «In Rauschen hi der Luft, und wenige Sekunden später sprangen drüben bei den Bolschewisten im Aufblitzen der krepi«rfliid«n Granaten höh« Erd- uqd Schneefontänen empor: die eigene Artillerie nahm die Angreifer unter Feuer. Nun wurde e« l«ben gen? — ,Doch war er nicht verwundet, hatte er nicht seine Pflicht getan? — Einen Augenblick hockten «r zAg«rnd ne-b«n dem gefallenen Kameraden. Als er Jedoch In dessen stummes Gesicht sah, macht« «r «in« energisch« Handbewe-gung, ganz so, als wollte «r all« Zweifel TerJagen, griff zu den Kästen, hängte sie über sein« Schultern und taumelte nach Tom. Laagsain nni kam er TorwIrts. Wenn «eine Kräfte zu schwinden begannen, preßt« er sein Gesicht fest «n dl« kalte, g«fror«n« Erde und lag ein«n Augenblick ausruhend da. Der Ve/band an seinem Kopf war durchblutet, der Frost hatte dem weiteren Blutverlust Einhalt gebo* ten. Meter um Meter schleppte der Schütz« «ich nach vom. Nur noch diese eine Mulde, dann war alles gut. Ungeachtet des feindlichen Feuers schleppte »ich der Achtzehnjährig« voran, stolperte, stürzt«, rafft« sich «raeut «uf. Dann war es geschafft. Wie tot fiel er die Stufen zum Bunker hinunter, so daB die Munitionskästen klappernd gegen die klain« Balkentür schlugen. Erschöpft und ohn« Besinnung blieb er liegen. Er hört« nicht mehr das sieges-tolle Brüllen der Sowjets in nächster Nähe, «r hörte auch nicht den freudigen Aufschrei seiner Kameraden. Erst als da« eigen« Maschinengewehr auf kürzeste Entfernung grausige Emte unter den bol« «chewistischen Angreifern hielt, kam der Achtzehnjährige wieder zur B«slnnung. Als Biaa Ihn später s«im V«rb«nd0latz zurücktrug, heft«t« ihm d«r Bataillons* kommand«ur parsönlich das Eiserne Kreuz an die Brost. Sein« Tat hatte die Stellung geretteti ff-Krl«gsberlchter H. W«lter Döring Gebet des Soldaten Herrgott, mit Worten sind wir karg. Hör gnädig unser Beten nun: Mach uns die Seelen hart und stark. Da» andere wollen wir selber tun. Behüt daheim die stille Frau, wenn sie in dunkler Nacht sich härmt. Entzünd den Stern im hohen Blau, daß ihr sein Trost das Herz erwärmt. Behüt den Führer und das Land. Die Kinder laß in Frieden ruhn. Wir geben sie in deine Hand. Das andere woll'n wir selber tun. Gerhard Schumann Der Unteroffizier springt auf. Nüchtern und klar das junge Gesicht. Er reißt das Maschinengewehr an sich, springt Ins nächste Schlauchboot. Er sieht sich um. Sem Blick zwingt die Gruppe nach. Schon stoßra sie ab, rudern wild, der Pionier schaut nicht rechts noch links. Steinern gerade aus hält er auf die Stelle am jenseitigen Ufer, zu der er hin will, zu der er hin muß. Das Wunder geschieht. Sie sind drüben. Sie waten durch das selchte Wasser. Sie pressen sich an den schützenden Uferhang. Der Unteroffizier liegt schon auf der Böschung. Sein Maschinengewehr hämmert los. Der vertraute deutsche Klang, heller und schneller als der französische! Und neiie Schlauchboote stoßen von drüben ab . . . Ein Zug liegt fest, kommt keinen Ein Meister der Graphik Zimi 60. Geburtstag von Profe««or Walter Klemm Unter den deutschen Künstlern der Gegenwart, die auf dem Gebiet der Graphik Meisterleistungen vollbringen, nimmt der in Weimar lebend« Professor Walter Klemm einen besonderen Ehrenplatz ein. Schon dreißig Jahr« wirkt der am 18, Juni 1883 zu Karlsbad Geborene, als Lehrer der Malklasse an der Wei-mar«r Kunsthochschule. Eine besondere Begabung entfaltete Walter Klemm in der Griffelkunst. Er schuf zahllose litographische Darstellungen, daneben begründeten seine Ölbilder seinen Ruf als hervorragendes Talent. Eine besondere Meisterschaft entwickelt Klemm auch in der zeidhneri-schei» Darstellung des beweglichen Tierkörpers, und als Schöpfer einer besonderen Tierklasse ist er weit über Deutschlands Grenzen hinaus berühmt geworden. Er gilt als der bedeutendste Ldirer des Tierfaches an Deutschlands Kunsthochschulen. überreich l*t die sdhöpfe-rlsche Tätigkeit Klemms in der Schwarz- Schritt mehr vorwärt» In dem erbarmungslos offenen Gelände der Insel zwischen Aisne und Kanal. Ein kühler Morgenwind hat die Nebel zerblasen. Grell sehen «ie in der frühen Sonne den lauernden Bunker, gegen dessen wildes Feuer keiner auch nur den Köpf heben kann. Nur Bich hineinpressen, hineinwühlen in die kühle Erde —. Und immer wieder sinken Kameraden hin. Ein Gefreiter verschwindet plötzlich im hohen Gra«. Er schleppt ^nen leichten Granatwerfer, der ihn eigentlich gar nichts angeht Er hat einen Mann ein Zeichen gegeben. Der folgt ihm stumm und trägt eine Kiste mit Granaten. Weit ausholend umschleichen sie den Bunker. Durch das Todesnetz der Maschinengewehrgarben, der Schüsse der korsischen Baumschützen schlüpfen s4«. Vor und neben und hinter ihnen zuckt und raschelt das Gras von den Einschlägen. Es gelingt. Sie sind im Rücken des Bunkers. Sie sehen den Eingang, an dem sich einige Pollus drängen. Die erste Granate sitzt Im Bingangl Aufschrei, Tumult, Tod! Und nun haut der kleine Gefreite Granate um Granate vor den Eingang, in den Eingangl Der Zug hat Luit,^brlcht vor. Was noch lebt von der BnBkerbesatzung, ergibt sich. Sie glaubten sich völlig umzingelt. Der Gefreite pirscht sich zum Zug zurück,' gibt den Granatwerfer ab, als sei nichts besondere« geschehen. Er macht sich zum nächsten Sprung fertig. WelB-Kunst Seine Werke, die auf allaa groBen Kunatausstellungen Bewunderung erreg«D,' sprechen mit unmittelbarer Ausdruckskraft den leidenschaftlichen GestaltungswlIIen «Ines begnadeten Künstler« aus. Dl« Werke der Aquarall-kunst, dl« den Maler Klemm repräsentieren, überraschen besonders durch die Schlichtheit der farbigen Mittel. Audi als Lehrer an der Weimarer Kunsthochschule hat Walter Klemm In drei Jahrzehnten eine fruchtbare Tätigkeit entwickelt. Zahllos sind die Schüler, die aus seiner Melsterklaeae hervorgegangen sind. Die Deutsche Schale in Stockholm kann auf «ine erfreuliche Entwicklimg in den zwei Jahren ihres Bestehens zurückblicken. Allein Im letzten Jahre sind über einhundert Anträge auf Neuaufnahmen gestellt worden. Die Schule zählt jetzt 240 Schüler, und der Lehrkörper umfafit 24 zur Hälft« hauptberuflich tätige Lehrer und Lehrerinnen. Im Herbst d«s nächsten Jahre« wird dl« siebente Klasse der Oberschule eröffnet werden. Noch ist der Kanal' nicht bezwungen. Drüben die Bunker und Feldstellungen spulen Feuer. Ein rauschender Vorhang von tödlichen Geschossen liegt vor den Füselieren. Herangeschleppte Schlauchboote sind zerfetzt, Laufstege zersplittert. Ein jui^er Zugführer springt auf, wirft sich in die Flut, zerteilt sie mit wilder Hast Ihm nach die Füseliere, die iihm zunächst Bind, schwer wie Seehunde mit ihren Waffen, Helmen, Sturmgepäck. Di« eigenen Maschinengewehre und Granatwerfer feuern wie besessen. Sie reißen den feindlichen Vorhang an einigen Stellen auf. Es scheint Wahnsinn. B« g«lingtl Drüben an der Uferböschung staht er, wild, groB, hoch aufgerichtet. Er wirft die erste Handgranate. Seine Gebärde zwingt die andern nach, relfit sie in den Kanal, über den Kanal. Was tut's, daß er nun schwer verwimdet zusammenbricht! Nahkampf — blanke Waffe — Urschrelel Valncre ou Mourir, siegen oder sterben, hlefi die Inschrift auf den französischen Bunkern. Hier ist die Weygand-llixie durchbrochen. Hier Hegt Frankreichs Herz dem tödlichen Stoße offen. Feurig leuchten die Augen der Füseliere aus den bleichen, überreizten, verschmutzen Gesichtern. Der Durchbruch ist gelungen, weil Männer aufstanden, obwohl es sinnlos schien. Weil sie stürmten, obwohl ihnen der Tod sicherer war, als das Leben. Aus solchen Entschlüssen reifen die Siege. Reift der Sieg . . «