Nr. 46. Freitag, 26. Februar 1909. 128. Jahrgang. MbacherMIeitung «X . , MI. n, n^^«».,»>„,,n. nn.i.i/ilü-ia 3« « lialbi.iliria 15 K ^m Kontor: Wi'zjihrig I Die «Laibachrl ^citnüg» erschrint tässlich, mit Nlisnahme drr Sonn- „üd sslillwur. Die Administration befinde! P^nnmrrntlonsprtis: Mlt ^V ^N.lon/nebübl ssllr lie.» Innate s sich Nlillosiöstr^e Nr, 2(>: die Mcdaltlon Milloöiüslrasze Nr, L0, Cvrschstui'ben der Nedal> f "°rmi«°»s, U'.sranlicrte triefe «erden mch. °ngen°mme,, M°„u,lrip.e nich. zurü^eüellt. Telephon-Nr. der Redaktion 52. ! Amtlicher Geil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mi< Allerhöchster Entschließung vom 20. Februar d. I. dc,n Inspektor der österreichischen Staatsbahnen Dr. Friedrich 5 adnik das Ritterkreuz des ^ranz Joseph-Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 22. Februar d. I. den Ministerialrat ni>l»n> i,n Ministerium für öffentliche Arbeiten Dr. Alfred P r a n -t r r zum Ministerialratc "<^ ix», «<'»:"« im Handels-»nnisteriuni allergnädigst zu ernennen geruht. ' Weiskirchner m. p. Seine t. und k. Apostolische Majestät haben nut Allerhöchster Entschließung vom 20. Februar d- I- den Oberinspekior der General-Inspektion der österreichischen Eisenbahnen Jakob Neblin-!^r und den nut dem Titel und Charakter eines Hofrates bekleideten Oberinspektor der General-Inspektion der österreichischen Eisenbahnen Anwld Vardas zu Hofräten bei der General-Infpektion der österreichischen Eisenbahnen, letzteren «6 p^ "'""!». aNcrgnädigst zu l'mennell geruht^ ^ Seine k. und k. Apostolische Majesty haben mit Allerhöchster Entschließung vom 2^. Februar d. I. dem Sektionsrate nn .vandelsnnnistcrium Dr Ottokar 5 a m p a ch den Titel und Charakter eines Ministerialratcs mit Nachsicht der Taxe allcr-qnädigst zu verleihen geruht. Weiökirchner "i.,'. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mil Allerhöchster Entschließung vom 11. Februar d I den bisherigen Direktor des Wiener Konscr-vatoriums Wilhelm BoPP zum Direktor der Akademie für Musik und darstellende Kunst in der sechsten Nangklassc der Staatsbeamten allcrgnädigst zu ernennen geruht. Srürgkh m. i>. Seine k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 10. Februar d. I. den Klaviervirtuoscn Leopold Godo w s k y ^um Leiter der Klaviermcisterschule an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in der sechsten Nangklassc der Staatsbeamten allergnädigst zu ernennen geruht. Stürgkhm. p. Seine t. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 20. Februar d I^ dem Inspektor der General-Inspektion der österreichischen Eisenbahnen Heinrich Nittcr von Iilek den Titel und Charakter eines Oberinspektors der General-Inspektion der österreichischen Eisenbahnen allergnädigst zu verleihen geruht. W rb a n>.,». Der Minister für Kultus und Unterricht hat dem Leiter der Klavienncisterschule an der Akademie für Musik und darstellende Kunst Leopold Godowsky den Professortilel verliehen. Nach dem Nmtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 24. Fe. bruar 1U"l) iNr. 44) wurde die Weiterverbreitung folgender Preßerzeugnisse verboten: Nr. 50 «Arbeiterwille» vom 20. Februar 1909. Nr. ? .Lol-oujoe». Nr. 1^ «II iHvoiÄwro» vom 17. Februar 1^09. Nr. 4 «Deutschböhmische Bäckcrzeitung: Der Bäckermeister» vom 16. Februar 1909, Nr. 14 «?i-vni noodvis!.^ uzt prHxskM pi-ollmßßti ,VoIn6 8Iovo'. »om 17. Februar U)0^, Nr. 3 «Naßplo» vom 1, März 1909.________________ Mchtamtlicher Geil. Bulgarien. Aus Sofia wird gemeldet: Der Eindruck, den die Art "des dein König Ferdinand in Petersburg bereiteten Empfangs in >ionstantinopel anfänglich hervorrief, hatte in diplomatischen Kreisen die Besorgnis geweckt, daß sich aus diesem Vorgänge eine Verschlimmerung der Lage in bezug auf die Türkei ergeben könnte. Durch Mitteilungen, die man über die Wirkung der von russischer Seite der Pforte erteilten Aufklärungen erhielt, ist jedoch diese Annahme nunmehr entkräftet. Da die russische Negierung mit dein Empfang des Königs Ferdinand ihren eigenen Versicherungen zufolge noch nicht die Anerkennung des Königreiches vollzogen, somit der förmlichen Anerkennung seitens der Mächte nicht vorgegriffen hat, verliert die Aufnahme des Königs in Petersburg die ihr ursprünglich zugeschriebene internationale Bedeutung. Man sieht voraus, daß unmittelbar nach der Erziclung einer Verständigung zwischen der bulgarischen Regierung und der Pforte über die finanziellen Fragen seitens der Mächte im Einvernehmen mit der Türkei zur Anerkennung des Königs Ferdinand geschritten werden wird. Es wurden Anhaltspunkte dafür gewonnen, daß das Tempo der Auseinandersetzung mit der Türkei jetzt eine Beschleunigung erfahren wird, und man rechnet mit der Möglichkeit, daß die Pforte aus den Versuch einer direkten Verständigung mit dem Sofianer Kabinett zurückgreifen könnte. In Übereinstimmung mit dieser Darstellung wird in einer Mitteilung aus Paris ausgeführt, daß mit dem wohl in naher Frist zu erhoffenden Abschlüsse eines Einvernehmens zwischen der Türkei und Bulgarien der Zeitpunkt für die Anerkennung des Königreichs Bulgarien gekommen sein werde. Es dürfte sich von keiner Seite eine Einwendung gegen den Gedanken erheben, daß die Signa-tarmächte des Berliner Vertrags sich dann zur Klärung der internationalen Stellung Bulgariens im erwähnten Sinne entschließen, ohne erst die Versammlung der Konferenz abzuwarten, für deren Zusammentritt doch niemand auch nur annähernd einen Zeilpunkt in Aussicht zu stellen wüßte. Die Abwehr der Deutung, als ob Nußland in dieser Feuilleton. Die Intenmögattin. Von F. S. Die zwei glücklichsten Menschen unter der Sonne waren der Schisssleuinant von Mertzow und seine ihm erst vor kurzem nngelraule junge Gattin. Wahrscheinlich wären sie bis an ihr Ende in einem l'uücksmeere geschwommen, wenn nicht ein unvor-^rgesehenes Etwas ihrem Liebestaumel ein jähes l5t!de bereitet hätte. „Der Linienschiffsleulnant von Merkow !M sich zu einer zwei Jahre umfassenden Seereise nach den chinesischen Gewässern einzuschiffen und sich m-nerhlilb acht Tagen nach Erhalt dieses Befehles aus C.M. Sch. ,Pallas Athene' zu melden." Dies traf wie ein Blitz. Zwei Jahre hatten s'e auf ihre Vereinigung gewartet! Er jollte ,eme Zeit, die jeder auf der See abdienen muffte, durchmachen, dann sich um eine Anstellung nn Marine-mnl bewerben, dann wollten sie ihr Nest bauen und heiraten. Beides war geschehen, da durch einen guten Fürsprecher nuch der 'Landposten in sichere Aus,ichl gerückl wnr. Und nun wurde ihr Glück buchstäblich zu Wasser. Weinend hing die kleine Frau am balse des selbst so schwer betrofseuen Gatten; doch schließlich ermannle sich der Offizier, nahm ihre Hände und umschloß sie fest mit den seinen. Ihr tief in die lränennassen Augen blickend, sagte er: „Wie immer sich die Sache gestaltet, ich muß gehorchen nnd du, als eine tapfere Soldatenfrau, wirst mir den Mnt nicht rauben wollen. Kon,,»", schmeichelte er und ',og sie auf das Ruhebett nieder, „wir wollen dem Unglück fest ins Auge sehen. Deine Mutter wird qerne zu dir ziehen und du wirst mit ihr wieder so hausen wie zuvor, ehe ich in dein Leben trat. Endlich werden auch diese zwei I^ahrc zu Ende gehen und dann soll uns nichts mehr trennen. Die Angeredete trocknete mit einem Plötzlichen Entschlüsse ihre Tränen und versprach alles so zu machen, wie er's für gut l'nde. Doch e i n Bedenken blieb ihr noch und zögernd brachte sie es vor- Nenn du nach China gehst, so wirst du auf mich ganz vergessen und dir eine ^enei schrecklichen Ehine'sinnen als Geliebte nehmen? Ich we,,;, ste qehen auf Zeit wie bei uns etwa d,c Dienstboten." Ein leichtes Lächeln hu,chte ubcr seme Zuge, doch scheinbar ernst erwiderte er: „Ja, liebes Kind, ich kann mich nicht ausschließen, es ^st in Ehina allgemein Sitte, daß man sich emc ^rau auf die ".e'it der Einschiffung ninimt, aber du kannst ganz beruhigt sein, ich würde m,r jedenfalls nur eine nehmen, die dir ähnlich steht, um Wenig,ten5 immer an dich erinnert zu werwt. Mit die er scherzhaften Wendung war aber die Gattin gar nicht einverstanden und er hatte viele Mübe sie von ihrem trüben Gedanken abzubringen. Der ^ag der Abreise war da, Mama hatte sich im Heim'der jungen Leine einquartiert und der '^schied qing unter Tränenfchauern endlich auch vorüber Nun wurde gerechnet und gerechnet, wann ^r 'erste ^rief ankommen konnte: er traf auch pünktlich ein und quoll über von Lieb und Zärtlich-leider konnte sie's m ihren Antworten nie „nierlassen, auf die gefürchtete ^ntcrimsfrau anzuspielen' doch schien Gottlob alles gut abzulaufen, der Fernweilende dachte scheinbar gar nicht daran, ihr eine Nebenbuhlerin zu geben. Die größere Hälfte der schrecklichen Trennung war glücklich überstanden. Frau Hilde von Mcrtzow wagte bereits zu hoffen, ihren Gatten unberührt in ihre Anne zurückkehren zu sehen. Da kam das Verhängnis in Gestalt eines Postpaketes an sie heran. Es enthielt ein Geschenk des Geliebten. Nachdem sie alle Hüllen entfernt, stand ein reizendes chinesisches Schmuckkästchen vor ihr. In der Mitte des Deckels das Bild einer jungen Ehinesin geinalt. Es hätte ihr sogar eine rasende Freude bereitet, wenn nicht der beiliegende Brief gewesen wäre! Darin stand: „Ich sende dir hier eine Spezialität des hiesigen Landes mit dem Bilde meiner jetzigen Frau!" Empörend! Nicht genug, daß er sie betrog ^ er brüstete sich noch mit seiner Untat! Mit einem Entrüstungsschrei warf sie das Kästchen samt der Interimsfrau auf den Teppich, sich selbst aber in die Polster des Divans und weinte, weinte, weinte... So fand sie ihre Mutter, die bald den ganzen Sachverhalt erfuhr und ebenfalls ganz konsterniert war. Uni sie zu trösten, hob die Mama das so übel behandelte Kästchen auf, wies mit dein Zeigefinger auf das Gesicht der Ehinesin und meinte verächtlich: „Aber ich bitte dich, sieh dir die Person doch ordentlich an: auf die brauchst du nicht eifersüchtig zu sein, das ist ja ein Scheusal!" Momentan war dies zwar eine "eine BeriN)'-gunq, nichtsdestoweniger blieb we ^"ttache ^ stehen, daß er eine Nebenfmu hatte, er, e,„ Ehr.ft und ncuverheirateter Ehemann! Laibacher Zeitung Nr. 4N. 394 26. Februar 19l)9. Frage anläßlich des Besuches des Königs Ferdinand in Petersburg au» der Reihe der Mächte herausgetreten wäre, wurde in Paris mit Befriedigung aufgenommen. Ein solches isoliertes Vorgehen konnte dem Petersburger Kabinett tatsächlich während des ungeklärten Zustandes der türkisch-bulgarischen Frage nicht zugemutet werden. Nach der Unterzeichnung eines Übereinkommens zwischen der Pforte und der bulgarischen Regierung wird jedoch vom Standpunkte der Bedürfnisse der internationalen Lage lein Anlaß zu irgendwelchen Bedenken gegen die kollektive Anerkennung des Königs Ferdinand seitens der Mächte vorhanden sein, sondern sicherlich allseits die Bereitwilligkeit bestehen, Bulgarien diese von ihm lebhaft gewünschte Genugtuung zu gewähren. Politische Ueberlicht. Laib ach, 25. Februar. Das „Fremdenblatt" schreibt zu den serbischen Prcßangriffen: Tie Richtung unserer Politik gegen» über den serbischen Hetzereien, nämlich der Wunsch, den Frieden zu erhalten und Geduld bis zur äußersten Grenze der Zulässigkeit, hat sich nicht geändert. Das ist eine Tatsache, welche Europa bekannt ist und durch Entstellung und Unterstellung nicht aus dem öffentlichen Urteil Europas weggeschafft werden kann. Von der serbischen Politik zur bosnischen Frage führt kein Weg und keine Brücke. Dennoch hat Serbien, als wir unsere Stellung in Bosnien präzisienen, zu rüsten angefangen, und wenn nicht schon diese fatale Gleichzeitigkeit einem vollen Geständnis der wahren Absichten alcichtäme, würden über den Zweck der serbischen Rüstungen die unverblümten Äußerungen hochstehender Persönlichkeiten, der angesehensten Politiker und der Zeitungen in Belgrad mit nicht mehr zu überbietender Deutlichkeit Auskunft geben. Kein Zweifel darüber ist möglich, was Serbien in Wirklichkeit will. Serbien möchte sich auf eine Emppcupolitit einrichten und verlangt heute einen ^cil Bosniens, um bei guter Gelegenheit künftig die Hand nach dem Ganzen auszustrecken. Es ist kein Zweifel daran möglich, daß Serbiens ganze Politik und alle seine Rüstungen gegen uns, ausschließlich gegen uns gerichtet sind. Nenn Serbien der Meinung ist, daß seine Politik eine kriegerische und diese kriegerische Politik gegen uns gerichtet sein müsse, so hat es darüber als selbständiger Staat allein zu entscheiden. Es ist aber selbstverständlich, daß die Politik Österreich-Ungarns davon nicht unbeeinflußt bleiben kann, daß sie daraus jene Konsequenzen ableiten muß, welche im gleichen Falle jede auf ihre Würde bedachte Großmacht für notwendig und unumgänglich erachten würde. Dies wird man sowohl in Belgrad bedenken müssen, wie es auch alle Großmächte nicht werden aus den Augen verlieren dürfen. Ein Berliner Telegramm der „Kölnischen Zeitung" spricht die Befriedigung darüber aus, daß dem Fürsten Ferdinand von feiten Nußlands nicht sowohl Politische als vielmehr höfische Anerkennung gezollt werde, und fährt dann fort: Es ist anzunehmen, daß die Mächte nach Deutschlands Weigerung, sich den Vorstellungen in Wien anzuschließen, den ganzen Plan fallen lassen werden, von dem wir übrigens nicht annehmen, daß er — vor allen» was Frankreich betrifft — seine Spitze gegen Österreich' Ungarn kehren wollte. Es ist im Gegenteil wohl sicher, daß Frankreich nur zur Beruhigung der Lage beitragen wollte, wofür allerdings Vorstellungen in Wien nicht das richtige Mittel gewesen wären. Im übrigen weist das Telegramm auf eine Meldung der „Vossischen Zeitung" als beachtenswert hin, wonach der französische Botschafter in Wien dem serbischen Gesandten dringend angeraten habe, auf alle territorialen Forderungen zu verzichten. Eine Meldung aus Paris versichert, daß die unausgeglichene Meinungsverschiedenheit, die zwischen dem Marineminister Picard und den« Finanzminister Caillaur. über die von ersterem für die Flotte verlangten Kredite besteht, keineswegs zu einer Kabinettskrise führen werde. Für den Fall, daß Herr Eaillaur, der bekanntlich die Forderungen des Marineministcrs auf die Hälfte eingeschränkt scheu möchte, auf seinem Standpunkte unnachgiebig beharren sollte, ist sein Rücktritt vorauszusehen, da die große Mehrheit der Kabincttsmitglicdcr sich den Ansichten des Herrn Picard anzuschließen scheint. Tie Eventualität, daß der Rücktritt des Finanz-ministcrs auch das Ausicheidcn der Minister Briand und Viviani nach sich ziehe, wird nicht als wahrscheinlich betrachtet. Die Stellung des Kabinetts (Mlnenceau wird aber von dein Ausgange dieser Angelegenheit gleichfalls unberührt bleiben. Tagesucmgteiten. — lDie Suffragetten als Postpalcte.j Das „V. T." meldet aus London unter dem 24. d. M.: Die Stimm» rechtlerinnen sind auf einen neuen Einfall getummen, »in sich den Ministern zu nähern. Es scheint, daß die Pustämter anch Menschen zu befördern verpflichtet sind. Heute erschien die Führerin der Stimmrechtlerinnen, Pankhnrst, mit zwei Kolleginnen im Postbureau des Westens und verlangte Paketadressen für ihre Veglei. terinnen, die sie dem Premier Ascniith zusenden wolle. Der gewiegte Postbeamte war zuerst verblüfft, erinnerte sich aber dann anscheinend seiner Instruktion nnd hän» digle die gewünschten Begleitscheine gegen die übliche Ta^re von je einem halben Schilling ans. Die wandeln-den Postpakete wnrden dann einein Telegrapheniunge» ausgehändigt, der damit gravitätisch nach dem Minister-Palast ging. Vor der Wuhnnng des Ministers begannen die Schwierigkeiten. Der diensthabende Polizist' wollte die Granen nicht in das Hans lassen. Vergeblich er-klärte der Telegraphenjnnge unter Verweisung ans die Begleitscheine, die beiden Damen seien seine Postpakete. Der Polizist begriff das nicht. Der stationierte Detek-live wnrde herbeigeholt nnd entschied, daß öer Tele-qiaphenjunqe seine Pakete erst anmelden sollte. Nach fünf Minuten kam er ans dem Hanse des Ministers zurück mit der Meldnna, der Minister verweigere die Annahme der Pakete. Nun sollten diese der Post zurück-gestellt werden, aber darauf ließen sich die Damen nicht ein und die Polizei hatte Schwierigkeit, die Damen aus der Umgebung der Wohnung des Ministers zu entfer-nen. — sDie ideale l^rau.j Der „Inlransigeant" wollte durch eine der mit Necht so beliebten Umfragen fest» stellen, welche Eigenschaften der Mann an seiner Bebens-gefährtin am meisten schätzt. Die bis jetzt vorliegenden Teilresultale lassen einen interessanten Einblick in die Seele der Männerwelt, mindestens der französischen Männerwelt, tun. Das Blatt hat seinen Lesern eine Liste von dreizehn gnten Eigenschaften der Fran vor-gelegt; diese dreizehn Eigenschaften, über deren größere» oder geringeren Wert entschieden werden sollte, sind! Schönheit, Güte, Mut, Standhafligkeit, Treue, Sanft» mnt, Heiterkeit, Aufrichtigkeit, Klugheit, Reichtum, Ge-sundheit, Geist »nd Talent. Man dürfte kaum ahnen, welche von diesen Eigenschaften der Frau auf dem Markte am meisten geschätzt wird. Reichtum nnd Schön-heit, die sozusagen wie geschaffen scheinen, sich den Rang streitig zu machen, werden an die achte, bezw. an die letzte Stelle verwiesen. Man denke: die Schönheit an allerletzter Stelle! Das hätten sich weder die Idealisten, noch die Positiven träninen lassen! Und welche Eigen-schabt ist am meisten begehrt? Die Gesundheit! Sie wird doppelt so hoch geschätzt wie die folgende Eigenschaft: der Mut. Die Aufrichtigkeit nimmt den vierten Platz ein; ihr folgen der Geist, die Treue, die Klugheit, der Reichtum und die Standhaftigkeit. Dann kommt das Talent und nach ihm die Heiterkeit; an vorletzter Stelle steht die Sanftmut und an allerletzter, wie wir bereits gesaqt haben, die Schönheit. Die Damen also, die nur die zwölf ersten Eigenschaften besitzen, brauchen nicht zu verzweifeln: sie finden auch ohne die Schönheit sicher einen Mann — in Frankreich wenigstens. Von 2l».0<>l> Männern, die die Fragen des „Inlransiqeant" beant-worlel habe», haben nur lj42 zu behaupte» gewagt, daj; die Frau eigentlich auch ein bißchen schön sein mns;. — sDas Testament einer Ticrfreundin.j Eine eigen-tiimliche letzlwilliqe Verfügung der /frau Marq. Snow zu Harford in Kalifornien erregt dort Aussehen. Die exzentrische Dame hielt sich siebe» Pferde nnd dreißig Hunde. Sie errichtete ein Testament, worin sie ihren Gatten aufs Pflichtteil setzte nnd einen Fonds von 13<1.s«)l! K zur Unterhaltung der Pferde, von 4l».l><»0 l> zur Unterhaltung der Hunde und vo» lil»<»<» K jährlich zur Bezahlung der Pferde» und Hundepfleger einsetzte, j Vor einem Jahre beantragte Frau Snow die Eheschei» 1 dung gegen ihren Gatten, wurde aber abgewiesen. Wäh» < rend über die Berufung verhandelt wurde, starb die l Frau. Der Witwer wird uun das Testament gegen seine z vierbeinigen bevorzugten Rivalen anfechten. 3 — s„Armbändei" nn den ^üßcn.j Aus Paris wird ^ der „Tägl. Rundschau" geschrieben: Da man im ^rüh» jähr 1909 wieder die fußsreieu und weiten Nucke auf der Straße tragen will, ist es nötig, daß die elegante . Dame auch an eineil besonderen Schmuck der Füf;e und der Schnhe denkt. Nun hat sich die große Schleife ans ^ den Schuhen, ebenso wie die blitzende'Schnalle überlebt. Sie wird zwar noch getragen, genügt aber den An» sftiüchen nicht mehr. Das Neueste und Feinste, was die Dame» augenblicklich in Paris bevorzngen, sind „An"» bänder", die man allerdings nicht zum Schmuck del' Arme, sondern die man aus dem Fußgelenk trägt. Sn' bestehen alls zwei Reihen schwarzeil Jets, sie uulschlie» ken das Gelenk aanz straff, sind aber beim Geben und Am Abend des ereignisreichen Tages ging ein Brandbrief an den treulosen Gotten ab, worin nichts Geringeres zu lesen stand, als sie wolle nichts mehr von ihm wissen, er sei ein Heide, ein Don Juan, der sie nie geliebt habe, sie lasse sich von ihm scheiden usw. usw. Die nun folgenden Wochen waren für Mutter und Tochter schrecklich. Nahm die eine der beiden den Treulosen doch einmal in Schutz, so ließ die andere kein gutes Haar an ihm und umgekehrt. Da, endlich eines Morgens ein Brief von ihm! Sollte man ihn überhaupt öffnen, oder lieber gleich den Flammen übergeben? Was konnte darin stehend Er wird sich ja doch nur reinwaschen wollen, ohne daß man die Gründe seiner abscheulichen Handlungsweise erfuhr. Daher lieber verbrennen. Während dieses Gedankenganges hatte sie den Brief nun doch geöffnet. Sie las, wurde verwirrt, unsicher und warf endlich mit einem Iubclschrci den Brief der erstaunten Mutter in den Schoß, um, gleich darauf wegeilend, mit dem tief unten im Schrank sein Dasein fristenden Kästlein wieder zu erscheinen und es triumphierend der Mutter unter die erschrockenen Augen zu halten . . . Eine Stelle im Briefe aber lautete: Hast du denn nur einen Moment glauben können, daß ich. dir eine Rivalin geben könnte? Sieh dir doch das Gesichtchen der Chinesin genau an- es ist ja dein liebes Bild, das ich mitnahm, von dem ich das Köpfchen aussclmitt und der Ehinesin einsetzte . . ." Wie sich die Mama nach ihrem lapidarcn Aus-fpmche aus der Affäre zog, Nüssen wir nicht anzugeben. Die junge Exzellenz. Roman von Georg Hartwig. (9l). Fortsehnn«,) (Nachdruil vciboie»,, Während die Kammerfrau mit leichter Hand Kompresfen von Kölnischem Wasser auf die Stirn des jungen Mädchens legte, brauste der Eilzug, welcher die Neuvermählten zurückführte, mit Schnauben und Prasseln unter die Einfahrtshalle des Vahn-gcbäudcs. Einem Eoup6 erster Klasse entstieg der Freiherr, seiner Gemahlin die stützende Hand zu reichen und sie sodann durch das Gewühl der Reisenden nach dem Wagen zu führen. Unter dein weißen, vlumengeschmückten Strohhut sah das rosige Antlitz der jungen Hofmarschalliu etwas unbefriedigt hervor. War doch der 'Aufenthalt in Paris so unvergleichlich schöner gewesen, als der Aufenthalt damals hier in einer kleinen Residenz, wo alles sich um einen einzigen Punkt drehte und wandte. Dort hinein war sie geraten wie in einen wimmelnden Ameisenhaufen. Eva glaubte spurlos darin zu versinken. Doch kam es ganz anders, viel schöner. Überall, wohin sie am Arm des Gatten den Fuß setzte, folgte ihr allgemeine Ncugicr, allgemeine Bewunderung. In der großen Oper hatte man mehr auf sie gesehen als auf die Bühnenkünstler. Und nun gar die Festlichkeiten, welche gute Bekannte ihres Gatten dem Paare zu Ehren gaben. Zum erstenmale in großer Toilette, mit Brillanten geschmückt, und der Weihrauch, welcher dazu in dichten und berauschenden Wolken um sie aufgestiegen war! Bis sie, halb erschlafft, halb beseligt, sich nach der Stille zurücksehnte, l Aber diese Stille in den Armen des Mannes, dem sie fürs Leben angehörte, konnte die Befriedigung nicht in ihr erwecken, welche das laute Außen-treiben Eva gewährte. Es gab da eine wunderliche Leere in ihrem Herzen oder vielmehr eine Stelle darin, die kalt blieb inmitten aller Liebe und Leidenschaft, welche sie umfing. Dann war's, als hätte sie zuvor kein Verständnis gehabt für die ungeheure Tragweite ihres Ja' Wortes, für dessen Unlöslichkeit, und als schrecke sie nun. die Wirklichkeit jäh begreifend, wie vor einem aufhellenden Blitzstrahl vor dieser Wirklichkeit zu' rück. Darum, solche unbegreiflichen Stimmungen 5" vergessen, konnte Eva sich nichts Schöneres denken, als den lärmenden Pariser Aufenthalt bis ins Unabsehbare zu verlängern. Der Freiherr, den Unruhe und Erregung abspannten, verlangte ganz im Gegenteil aus dem rauschenden Getriebe täglich mehr nach seiner bc' quemcn Häuslichkeit und gewohnheitsmäßigen Tätigkeit. Er hatte die Forderungen seines Herzen» befriedigt und Evas Wünschen ein sehr kostsp'^ liges und angreifendes Opfer gebracht. Jetzt stand el mit seinen Gefühlen auf dein Boden des rulMN Besitzes. „Gottlob!" sagte Herr von Lücken, neben E"" im Wagen Platz nehmend. „So weit wären llw glücklich. Wir haben eigentlich mehr für andere a.^ lebt als für uns. Nun lenken wir wieder iu sanftere' Fahrwasser ein." Eva warf einen mißvergnügten Blick über o' abendlich-stillen Straßen, zwischen denen ihr M^ rasch und lautlos fortrollte. (Fortsetzung folg'.) Laibachcr Zeitung Nr. 46. 395 _______________ 26. Februar 1909. beim Sitz?», inöstlich sichtbar zu tragen. Zu helle, Cchnhen, zn den branuen Fußbetleiduugeu des Früh» liugs werden diese Fnßbäuder aus hellem Bernstein hergestellt, und zu den graue», Sportschuhen liebt die elegante Tame es, Gelenkbänder a»is nngeschlisfenen Rubinen anzulegen. Diese „Armbänder" der Veiue fol» >cu reizend und graziös »virkeu »ud »verden Voraussicht» lich ein ganz nenes Gebiet ans dein weiten Felde der Industrie zur Folge haben. Gleichzeitig mit dieser Modc-steht natürlich das vollständige Verfchlviildeu des Stie-fels. Den Stiesel lauu mau, wenn mau den Anspruch darauf stellen will, nach der besten Mode gekleidet zu sein, uur iwch als Nergsleigeschuh benutzen. Zur Toilette, znm Promenaden- und Besuchskleid, zum steife» üeid uud zur Abeudgewauduug stehört der Halbschuh, den das „Armband" in einer straziösen Weise abschließt. <(5iue lieben^würdisst Einrichtunqj wurde in lnehreren Müuchner Theatern stelrofse», so behaupte» U'enistsleus die „Münchn. N. N." in ihrer Faschings» nnmmer. Bisher »var es den Damen, die iinmer zn spät lmnmeu, sehr schlver stemachl, den richlisten Z)e,lpu!,kl siir ihr Eintreten zu erwischen, so das; sie sich bald verfrühten nud schon da waren, ehe der Vorhang anfstinst, bald so spat kamen, daß mau sie nicht mehr auf ihre» Platz ließ. Mch war es unausteuehm für sie, auf dem ,',»stiste» Porplatz zu warleu, bis das Spiel bestonnen hatte. Jetzt sind hübsche Wartekabinelte eiusterichtel, in denen den Damen ein elektrisches Klingelzeichen den Moment anzeistt, »vo ihr Eintritt besonders störend ist »nd davnm das strößte Aussehen macht. - lCiu Tchwadcnstrrich.j A»S Mühlacker wird der „Austsbnrster Abeiwzeituug" geschrieben: Ein hiesister Burster bestinst dieserlaste eiueu Schlvabenstreich, der der Mitwelt nicht unbelannt bleiben darf. Der Mann war damit beschäftigt, ein stroßes Weinfaß zu putzen, als der Deckel ins Inuere fiel. Vergeblich »oar das Be-»'ühen, ihn in feine frühere Lage 'zu briusteu. Da hatte der Niedere einen guteu Einfall. Er nahm seinen llei» nen Sohn, steckte ihn »eben dem Deckel in das Faß nnd hieß den Sprößlinst den Deckel dnun nach oben drücken, ans daß letzterer wieder in feine Laste komme. Und siehe da, es gelaug. Der Paler besestistle den Deckel setzt, daß er für die uächsleu zehn Jahre halten lonule. Leider hatte die Sache einen Hake»,, denn sterade als der Gute nach stetaner Arbeit sich einen „wohlverdienten Schoppen" stenehmisten wollle, rief der Sprößliug ihm durchs Spundlocli »acl,! „Babbe, wo soll i etzel usi?" — so hat Evisauio Eamusso, ein Beamter der Sparkasse in Pinerolo, eiiie Ersindunst getansl, durch die man sich die Photostraphieu von Ein° brecher» verschaffen kann, die nächtlichenveile die Ge° »vostenheil haben, in einen verfchlofseuen Naum einzu^ driusten nnd alle lohnende Nenle mitzuuehuieu. Iu dem betreffenden Naum lvird ein Netzwerk vou Kupfer, drahten gefpaunt. Kommt uuu der Einbrecher, einerlei ob durch die Tür, durchs Fenster oder durch die Decke, er muß eineu der Drähte berühren. Dadnrch wird ein elektrischer Strom steschlossen und eiu photographifcher Apparat nach der Nichtnug eingestellt, von der aus der Konlaltschlnß erfolstle. Im felbeu Augenblick flammt Blitzlicht anf nnd der Apparat zeichiiet das Bild des Ertappte» anf. Herr Eamufso hat auch dafür geforgt, daß die qenaue Zeit des unerbelenen Besuches ver» zeichnet wird ... Lotnl- und Provmzial-Nachrichten. Veschrcibunss dcr Dcufwürdisskcitcn m Ncumarftl aus der frauzüsischcu Zeit von Inkub Pcharc. Herr Lutas ^ u r n i l in Nenmarktl besitzt neben einisteil allen Akten uud Urbaren die handschriftlichen Notizen des Neumarttler Lehrers Jakob Pehare. Dieser war an, 2«. Inni 1786 geboren und erhielt vom Neu» marltler Pfarrer iu der Eigenfchaft als Mesner der Filialkirche St. Joseph, die Lehrstelle, die nach dem Abgänge des Schulgehilseu »ud Lehrers der ersteu Masse und Pfarrmesuers Josef Pehare an die Normalschule >» Laibach frei steworden >var. Er »vird iu einer Ein» ^ stabe des Pfarrers von Nenmarkll an den Dechanten do», 2. Jänner l8!8 als ein gesetzter Manu von all. lVmein geachtetem Lebenswaudel, der deutsclien Sprache ichr stnl^ lundist, von einem offenen Talente geschildert, d"', weil er die Lektüre liebt, anch in der Folgezeit sich a>l einen, tüchtigen Lehrer ansbilde» werde. Als Gehalt wurden ihm, da der zweite Lehrer bisher unentgeltlich den Lehrerposten hatte versehen müssen, die Eiuküusle "»s den Mesuersdiensten der Marllfiliallirchen zuge-s'chert. Für sein erfolgreiches Wirken in der Schule er-hielt er 1854 das Silberne Verdienstlreuz mit der ^lrone, schied im Jahre 1859 ans dem Schuldienste und starb am 8. Jänner !8?2." Von ihm sind zahlreiche, für die' Geschichte Neu» »larktls sehr interessante Aufzeichnungen erhallen^ au, wichtigsten sind jedoch die Nemerknngen über die Fran-,^'senzeil iu diefem Markte. Sie sind in zwei gewöhn-lichen Schulheslen niederbiegt uud vou zwei Händen ^schrieben. Die erste Hand ist die des Pehare, der seinen Auszeichnungen die uus vorliestende Form erst in der ^ Mille der sechzister Jahre gab, indem er seine gleich» zeiligen kurzen Notizen in die heulige fortlaufende er« zählende Forin brachte. Die zweite Hand schrieb diese i» schwer leserlicher Schrift geschriebenen Auszeichnun. " Archiv der Volksschule iu Neumarlll. l gcn -^ Pehare war bei deren Abfassen schon über siebzig Jahre alt — fchön nnd sauber, jedoch mit einigen Va» rianten und Lücken ab. Jetzt fehlt das Eude der Aufzeich. nungen iu beiden Arten der Überlieferung, denn das zweite Heft iu der Reihenfolge der Anfzeichnungeu ift, wie ans einer Bleistiftnotiz späteren Dalnms ersichtlich isl, durch Ausleihen verloren gegangen. Infolgedessen können sie im folgenden auch uicht vollständig nach dem Original wiedergegeben werden; das Fehlende mußte „ach eiuer sloveuischen Übersetzung dieser Auszeichnun. gen durch den Lehrer Johann Tom^w <,.I..'U>i>,',.> '»n<>'<>(' ttlovlm^", 1884, S. 271 bis 287), nachgelra° gen werden. Diese Übersetzung ist uicht fehlerfrei uud weist einige Lücken ans, weil Tom^' als Vorlage die Überlieferung der zweiten Hand benutzte. Die nachfolstenden Denkwürdigkeiten beruhen auf der Überliefernng der ersten Hand; nnr die Kapilel-Überschriften wurden geändert, weil sie iu beiden Über» liefernnge» falsch sind. Die Erllärnusteu in den Fuß-uolen rühren vom Herausgeber her; sie beweisen, daß Peharc manche Irrtümer unterlaufe» s,»d. l>>. X. I. ^ie A»l»»sl der erste» Franzosen in N e » m arltl i >n I a hre l 7 i der fünften Fastenwoche, des Jahres 1797 ' letiru'rte ein großer Teil der österreichisch-italienifcheu Aru,ee unter dem Kommando des Erzherzugs .^arl,-gegen 30.0(1!) Mann, von verschiedenen Gattuugen In-fanlerie und Artillerie durch Neumnrttl und kampierte an der Nordseite des Marktes „nn 1I)c>,1.j<,>u".' — An der Ecle des Johann Zemme lvn^o Xinn^v „5,.1t") gehörigen Ackers, .^revlja ' genannt, ließ der ^omman° danl !i>,<>:, i->'l-t:>" gegen die Preslaslraße' mehrere Kanone» anffilhre». 'Die Beivohuer waren durch die Bekanntmachung dieses Befehles >u große Äugst versetzt mm-den. Ihre ganze Ansmerl,amkeit »vnrde dem schle». nigeu Vorrücken des Feindes geschenkt. Dazn gefeilte sicb die Furcht vor dem ungewöhnlichen Kanonendonner, demzufolge der Markt vor einer etwaigen absichtlichen 'jerstörnng uicht ganz sicher war. Nebenbei drohte ein fürchterliches Naturereignis zu der ebeu ausgesprochenen Bangigkeit wesentlich beizutragen. An dem Tage ihrer Anknnft »vnrde man gegeil Mitternacht ^egen ^, l^ Uhr) eines starken Erdbebens gewahr, welches dnrch mehrere Sekimden danerte. ^„m Glücke verging die Nacht ohne weitere Schrecken, nnd das Militär machte fich bei Zeiten fort über den Loibl;" jedoch gin° gen mehrere Porspannspferde verloren. Die Areieren-garde setzte dnrch zwei Tage ihren Marsch fort. Der Markt hatte die Obliegenheit, die flüchtigen Trnppen zu verpflege». Wieder veigi»sten vier Taste ruhig und still. In der damaligeu Zeit pflegte mau an jedem Frei» tage der Fastenzeit nm 2 Uhr »achmittasts die alle und > Die fünfte Fastenwoche des Jahres !797 siel i» die Zeit vom 2. bis 8. April. -' Im Jahre 179? wurde der erste ,^oaliIionstriVg beendet^ die Entscheidung fiel auf dem italienischen Kriegsschauplätze. Durch einen blutigen Sieg bei Lodi e^,»vang sich Napoleon Vonaparte den Übergang über die Adda und schloß die Österreicher in Mantua eiu. Nachdem er vier Entsatzheere besiegt hatte, mußte sich Maulua unter dem tapfere» Wurmser ergebe,,. Kaiser Fianz übertrug jetzt das Kommnudo dem Erzherzog Karl, der aber mit den Trummern der Armeen den Feind beim Porrücken iu die österreichischen Länder nicht aushalten konnte. Der Erzherzog zog sich nnn in nrei Kolonnen über Wipp"ch »>,d Op.'ma gegen La,, bach zurück und beabsichtigte von P.llach mit gesammel» ten' Perstärknngen dnrch d>e Alpenpässe stesten Udine vorzudringen: allein als er >u Kra.nbnrg nnlam,^er,»hr er, daß Maffena den Paß "">' Ponlasel nnd ^arv.s li. el't babe Der Erzherzog e,lle vou Krainburg dnrch ^ ch " t mehr das Vordringen des Feindes aufhal. ' ^ .,. ftii diircb Frieiach uud Unzuiarll nach "'"'-> X'-, IlA>,1.icu" heißt die Gegend nördlich vou Nenmarktl l'twa l5 Mim.len vo», Markte) »vo d.e ^'eichsstraße .iach der großle.i Neigung »v.eder gegen St. Anna zn fallen begmnt. Vielleicht ist dies d.e Di.ninnlivsorn. von ,,I.i"bH. !'"d »m.rde bedeuten: der kleine "oibl. lSchriftliche M. te,lu>,g des Herru Lehrers Kar! Millilsch in Nenmarktl.) ... ' ^ie ^^e'eichnnnst „Krevl^a wnd sur einen Gruud an, sog^.a.mlen „Ein'per" stebra'^cht. Ei.uper liestt auf der Nordseile am Ausgange >» Marktes. lSchristliche Mitteilling des genannten p"rn. " Die Pre^'kastraße zweigt z!v,,chen N'enmnrktl und Pristava von der ^'eichsslraße (bei der Sandgrube oberhalb des "b 'md y.hrt ,us Feistritzla! hiuab zum Geho,te des Wa,e,,me.sterv. Presta ist die Bezeichnung N>r alle dort herun, l.esten. den Gründe. sSchrislliche Milteiluug des geuaunten ""'''''über die Geschichte der Loiblstraße handelnd 5'itzinger, Zur Geschichte vo» Neumarltl iu den Mitte,, n uud s historische-, Vcreii's sur Km.u, 1859, 14 w.; oblar Co.i. <^ l,inbcl., 'n 1,,ub<.1.i^, i.,„lmnl> ,u ", 1^.^' 'nu..^'<.f-', <^'^" 1893, 218 b.s ")li- 5,»id Der Loibelpaß iu der „Laibacher Zeitung , 'iclo? Nr 'i94 bis 197: hie uud da auch Ivaun-, Das Straßeuweseu in Kraiu «m 18. Jahrhundert m der „Earuiola" 1908. 150 i^. « löbliche Audachlsübuug uiiter Vorlesuug der Leidens» geschichle Jesu Ehristi uebst einer Anrede und Litanei abzuhalten. In der Sl. Andreaslirche' verrichtete man diese Andacht znersl, sie »vnrde jedoch später bei dem allgemeinen Andränge der Gläubige,! vou dem wür° digeu Herrn Pfarrer Palentin Pre^erin " iu eine Früh. segeumesfe, die >u der Pfarrkirche gelese» wurde, um» gcwandelt." Gerade a,u (i. Freitage, das ist am Feste der siebe» Schmerzen Maria,'" gegen 3 Uhr nachmit» tags, wnrde während der Lilauei lauter Trommellärm vernommen. Alles verlilß den heiligen Ort und eilte dem weithin erschallenden Trommelwirbel entgegen. Ein schönes, aber zugleich Schrecken erregendes Schauspiel bot sich nuu dein Zuschauer dar. In buute» Uniforme» sal, man die französische Avantstarde in Fronte ansmar. schieren. Innerhalb »veniger Minuten ,vnrde der ganze Platz vou dem verhaßte» Feinde in Besitz genominen. Seine Stärke belies sich auf 25.000 bis 30.000 Manu. Eben derselbe Platz, den die Österreicher vor vier Tagen geräumt hatteu, diente den Franzosen zum Lager. Sie standen »uter dem Befehle des Generals Bernadotte," welchen Napoleon fpäler zum Könige vou Schwedeu be-förderte. Bernadotle ließ die Kanonen nicht nur gegeu die offeue Straße, fonderu a»ch gegen den Markt auf» pflanzen. Die Angst und Nesorcinis der Vewohner kannte keine Grenzen mehr. Der Gedanke an die Verpflegung sämtlicher Truppe,, beunruhigte sie bestäudig. Deuu, »vo wäre», sie imstaude, binnen weniger Stuudeu die uollvendigen Lebeusmittel, bestehend aus Brot, Fleisch, Weiu, Pferdesutter usw. in einem so kleinen Orte her» znstellen, um nur die uueingeladeueu Gäste zu befrio digeu? Wo köuuteu sie eine genügende Anzahl der Vor» spnnnpserde liefern? Anf weiche Weife werden in solcher mißlichen Lage die Bewohner für ihren eigenen Lebens» uulerhall sorgeu? Fürwahr, alle diese Fragen können in schwereu Kriegszeiteu uicht so leicht zur Ausführung gebracht werden! Doch, die göttliche Vorsehung wachte über uus, obwohl bei der Vorspannleistnnst die Nen» marktler uud die umliegenden Baueru viele Pferde ver. ' Liegt iu der Mille des Marktes. " Valeuliu Pre^eru kam im Jahre 1807 aus Lai. bach, »vo er sich als dentscher Prediger großer Beliebt» heit erfreute, iach Neumarltl: sein Wirken iu diesem letzteu Orte gestaltete sich iu mancher Hinsicht sehr segensvoll. So wandle er seine Aufmerksamkeit der Schule zu. Bis dahiu waren beide Volksschulllassen i» einem bloß hnlbgemauerteu Zimmer uutergebracht ge» weseu. Auf die Verweuduug des Pfarrers hat der da» lnalige Inhaber der Herrschaft Neumarltl uud Neu» haus Feldmarschall Graf Josef Nadetzky eiu besouderes Zimmer iu eiuem auderen Hause für die erste Klasse gemietet, den Mietzins für dieses alljährlich entrichtet, dn'i Geldprämien von drei, zwei und eiuem Gulden für die drei besten Schüler bestimmt und zwei silberue Ehrenmednillen mit grünseidenen Bäuderu zur zeit» weisen Auszeichnung des besten Schülers und der besten Schülerin gegründet lWien, am 15. Febrnar 1815). Am verdienstvollsten entfaltete sich das Walten des Pfarrers Prefer», beim Baue der jetzigen Pfarrkirche N. L. Fr., die au Stelle der alten, sehr kleinen nnd baufällige»! teils mit dem Kirchenvermögen, teils mit den milden Gaben der Psarrkiuder iu deu Iahreu 1808 bis 181? errichtet wurde. Die im Jahre 1575 im gotischen Stile gebaute alte Kirche bräunte im Jahre 1785 teilweise ab: — der Turm und das .Kirchendach — sowie die an diese angebante Ct. Magdalenenkapelle, welche im drei' zehnten Jahrhundert von den Schmieden in Slap erbaut »nd im Jahre 1807 niedergerissen »vnrde: das Feuer war dnrch das unvorsichtige Naucheu der Ziuiiiierleute, die den Kirchturm reparierten, ausgebrochen. Obzwar man schon im Jahre 1808 mit dem Nohbane fertig wurde uud auch der Tachsluhl ausgesetzt war, verhiu» derteu doch die Kriegswirren des Jalnes 1809, die sra». zösische Zwischeuregi'erung und der schreckliche Brand im Jahre 1811 die rechtzeitige Vvllenduug der Kirche, die erst au, Kirchweihfeste des Jahres 1815 vom Kraiu» burger Dechauleu August Sluga benediziert und 1830 konsekriert »vnrde. Nnr dnrch die Opserwilligleit der Nenmarltler konnte eiu so schönes Gotteshaus erstehen. Einige spendeten größere Geldbeträge, so Feldmarschall Nadetzly, andere halten die volle Verköslignng uud deu wöchentlichen Taglohn der Maurer, Arbeiter, auch des Malers Laier und seiuer Gehilfen sowie die uuent» geltliche Lieseruug von Baumaterial überuoiumeu, so die Lederer Frauz, Johaun, Jakob, Paul und Bartho» lomäus Mally, Seuseuschmiedgewerke Ignaz uud Kaspar Zemme, Stahlgewerke Naimuud uud Iguaz Iabornig, Wcißgärber Anton Sluga, Haudelsmanu Antun Ka-lischnik, Lederer Karl und Bartholomews Pollal: die Gereuiler verrichtete»! Zust. uud die ärmere Ve» völkerung Haudrubut. ^Schriftliche Aufzeichnungen des Lehrers Pehare.) Bald nach dem vollendeten Kirchen» baue verließ der Pfarrer Pre^eru im Jahre 1818 Neu. marltl und übersiedelte als Dechaut „ach Neisuitz. " Nach Lavtixar, „(.l^kvc in xvsmnvi v c!»^! >"''^H'' 1. 1788" im ,,/^o.> Das l. t. Ministerium des Innern hat den Landesstellen eröffnet, daß in verschiedenen Handels, geschäften elektrische Apparate unter der Bezeichnung Energosapparate der Firma Energos Ko. in Dresden vertrieben werden, die eine reklamhafte Vroschüre als Heilmittel gegen allerlei Erkrankungen der Haare und der Kopfhaut empfiehlt. Diefe Apparate sind nach dem eingeholten Fachgutachten des Obersten Sanitätsrates als gesnndheitsgefährlich zu betrachten, da bei größerer Stromintensität die trockene Epidermis, wenigstens don, wo sie sehr dünn ist, von den funken des Elementes beim Bürsten mit der am Apparate angebrachten Spi» ralfeder durchbrannt werden kann. Anderseits werden bei diesen Apparaten die metallischen Elektroden in direkte Berührung mit den menschlichen Körperteilen gebracht, was nnter Umständen bei schwcißdurchlräntter Epidermis zu Oxlidationsvorgängen des Metalles, zu Äyungen der Haut usw. führen kann. Aus diesem Grunde wird das feilhalten und der Perkanf dieser Apparate untersagt. —''. * sTubbention für den Genosscnschaftsluro in Laibach.j Wie man uns mitteilt, hat das k. k. Acker-bmmlinisterium dem krainischen Landesansschnsse in Laibach zu den Kosten der Errichtung eines Tpczial-lurses für landwirtschaftliches Genossenschaftswesen in Verbindung mit der slovenischen Handelsschule in Lai-bach einen 'einmaligen Beitrag von 2000 K nnd weiters zur teilweisen Deckung der Erhaltnngsauslagen dieses Kursen im Jahre 1909 eine Subvention von 1500 ^ bewilligt uud den erstgenannten Betrag von 2«M0 Iv dem trainischen Landesansschusse aiigewiesen. —''. — lVetrieböerwciterung deö Nahnmassazines Trieft Freihafen k. t. Tt. N.j Die'für den 1. März 1909 ver-lantbarte Belriebserweiterung des Bahnmagazines der k. k. österreichischen Staatsbahnen an der Zollgrenze lFreihafengrenze) in Trieft wird auf den l. April 1909 verschoben. ^ ^Gewerblicher Äushilfsverein in Laibach.j Der gewerbliche Anshilfsverein, registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, hielt am vergangenen Mon-tag seine 53. ordentliche Hauptversammlung ab, in welcher zunächst der Geschäftsbericht Zur das Jahr 1908 vorgetragen nnd genehmigt wurde. Der Geldverkehr bezifferte sich auf 2,169.182 Iv 47 I,, der Neingewinn auf 5148 lv 55 ll. Der Reservefond belief sich mit Ende des abgelaufenen Jahres auf 129.213 Iv 96 !,. Das Pereinshaus in der Schlossergasse Nr. 3 wurde an den Spenglermeister Josef Stariha um den Betrag von 15.000 Iv vertauft. An Stelle der verstorbenen Vor-stcmdsmitglieder Karl Hinterlechner und Bartholomews öilnik wurden die Herren ^ranz Vergant nnd Johann Sotli? neugcwählt. Der Ausschuß besteht nunmehr aus den Herren: ?5ranz Vergant, Johann Bona 6 , Josef Kozak, Anton K r ej 5 i l^bmann), Alois Lenket, Franz M a l) e r , Anton P utri ch . Johann Slobodnik lObmann-Stellvertreterj, Io-hann Sokli^, Ludwig Widmayer, Jakob Za-laznik und Karl 5u'5ek folgt, erhält nnter anderem auch dem Vanstil eiitspre» chende Zimmereiilrichtungsslücke und wird anßer den Nestauratiouslolalitäteil und Wohnräumen des Nestau-rateurs etliche Fremdenwohnungen enthalten. Für die Bequemlichkeit der Gäste im Sommer wie im Winter wird alles Nötige getan und vor allem für eine ans-gedehnte Aussicht ans dem Gebäude und von dem Gartenzaune auf die Stadt und Umgebung genügend vorgesorgl werden. - ^ — sVcrtchröstörungen.j Iufolgc des gestrigen Schneegestöbers langlen hente nachts einige Züge mit Verspätungen ein. ' Anch der Verkehr der elektrischen Straßenbahn wurde stellenweise gestört. Die Schneedecke wnrde mit einer etwa M Zentimeter dicken neuen Schnecschichte ergänzt. — Der heurige Winter dauert seit dem 8. November v. I.; der Schnee liegt somit schon volle IN Tage. Vorläufig sind noch keine Aus» sichten auf milderes Wetter vorhanden. !«>—. — lTodcsfall.j Im hiesigen Landcsspitalc ist gestern Herr Franz Per^l, k. l. Evidcnzhaltungs. Ober» geometer i. N., nach längerer Krankheit gestorben. Das Leichenbegängnis findet morgen um 4 Uhr nachmittags vom Krankenhaus? nach dem Friedhufe zum Hl. Kreuz statt. - Wn Vollothcater.) Wie der „Slovenee" meldet, hat der hiesige slovenischc christlich.soziale Verband an den krainischen Landesausschuß die Bitte um unenlgelt-liche Überlassung der Bühne des Landestheaters nach Schluß der Saison bis zum Beginn der nächsten Saison gerichtet, damit an einigen Sonntagen nachmittags und abends einige Theatervorstellungen veranstaltet werden könnten. Auch reflektiert der genannte Verband in der Wintersaison auf wenigstens zehn Theaterabende an Sonntagen. — Der Landesausschuß hat diesem Ansuchen Iolge gegebcu, so daß der Verband sofort nach Schlnß der Theatersaison Vorstellungen geben kann; die Sonn» tagsvorstelluugen in der kommenden Wintersaison sollen vom Landesausschusse auf Gruud jeweiliger Eingaben im Einvernehmen mit dem Dramatischen Vereine fest» geset.U werden. — Elternabend.) Am k. k. Ersten Staatsgymna-sillin, Tomangasse Nr. 10, findet morgen um 6 Uhr abends im Zeichcnsaalc, 2. Stuck rechts, ein Elternabend statt. Dabei wird Pros. Fr. Vajda über die beden-tendsten Schädlinge des geistigen und leiblichen Wohles unserer studierenden Jugend einen Vortrag halten, an den sich cvenluelle Diskussionen anschließen können. ^ Die Eltern nnd Quartiergeber der Schüler, dene» am Nuhle ihrer Zöglinge gelegen ist, werden hiemit zur Teilnahme freundlichst eingeladen. — eine mit 73.907 Vereinsmilgliedern ihre Tätigteil. Je» der Verein zählte mithin durchschnittlich 312 Mitglieder. 88 , woraus sich ein Kassaüberschnß von 16.409 Iv 65 n ergibt; er soll zur Deckung des für das Jahr 1909 veranschlagten Defiziles verwendet werden. — Die vorgelegten Nechnungen des Armenfonds, betreffend die Stiftungen des Simon Nobn-, Franz Omersa d. ält. nnd Valentin Pleiweis wnrden genehmigt. — Dem Bürgermeister wurde für die umsichtige Führung der Nechnungen die Anerten-nnng ausgesprochen. '— Entsprechend dem Antrage der 'Finanzsektion, wnrde der Vertrag, demzufolge die städtische Gemeinde dem k. t. Straßenärar das für die Erbauung der neuen Savebrücte benötigte, der Ge-meinde gehörige Terrain unentgeltlich überläßt, alzep. tiert. In die Ässenttommission werden seitens des Ge-nieindeansschusses die .Herren Josef Krenner und Franz Omersa d. ält. entsendet. — Die beantragte Erhöhung des Quartiergeldes für die Beamten der städtischen Spartasse wurde bewilligt sowie ein Vorschlag der städ-tischen Sparkassen bezüglich einer Anleihe von 80.000 l< zum Veschluß erhuben.' — Dem Unlerstützungsvereine für slovcnische Hochschüler in Graz sowie dem Ver-eine „Nadogoj" lvurdeii größere Beiträge votiert. — Der Ncchnnngsabschluß der unter der Aussicht der städtischen Gemeinde stehenden Studententüche in Krainburg für das erste Semester des Schuljahres 1908/1909 wurde genehmigend zur Kenntnis genom-men. —l5. — (Selbstmord.) Am 22. d. M. abends beging der 27jährige, nach Gurl in Untertrain zuständige Franz Zajee von der t. t. Finanzwache iu Krainbnrg einen Selbstmord. Zuerst versetzte er sich mit dem Dienst bajonelt eine klaffende Wunde in das Kinn nnd jagte fich dann noch durch die Kehle in den Kopf eine Kugel, die tödlich wirkte. Der Selbstmörder hinterließ einen Brief, in dem er um kirchliches Begräbnis bittet. Die Ursache seiner Tat ist nicht bekannt. —l?. — sDie Norovni^ nica.Wasserfälle im Giszustande.) Wie wir von einem Augenzeugen erfahren, befinden sich die großen Wasserfälle der Vorovni^nica in der wildromantischen Vergschlucht „Petel" bei Franzdorf gegenwärtig in einem höchst interessanten Eiszustande. Was diese bizarre Eiscrscheinung noch sehcnswürdiger macht, sind die in der Mitte befindlichen Eisvurhängc, die, von der Sonne beschienen, das dahinter schäumend herabstürzende Wasser durchblicken lassen. Nur wird von, Besuch des zweiten, noch schöneren Wassersalles bis zur Vornahme einer Sicherstellnng ans dem zwischen dein ersten und zweiten Wasserfall befindlichen, jetzt wegen Glatteises gefährlichen Steilstege dringend abgeraten. Eine des Terrains nilkundige Gesellschaft ließ sich kürz-lich durch die auf den oberen Steig führende Marlie« rung verleiten, mußte sich aber, da der Nüclweg wegen der Steile und des Glatteises unmöglich war, den Weg auf dem zwischen zwei Abgründen führenden Felsengral mit der äußersten Vorsicht bahnl».,. Unkundigen Be-siichern empfiehlt es sich überhaupt, in Franzdorf einen Führer mitzunehmen. sDie Kulvabrüctc gesperrt.) Die Kulpabrücke bei Brod wnrde von der kroatischen Landesregierung für den Wagenverkehr gesperrt, da sie sich in ballfälligem Zn> stcmde besindet und daher die Gefahr eines Zusammen, stlirzes nicht ausgeschlossen erscheint. Es soll womöglich noch heuer eine nene Brücke errichtet werden. Die Bau» losten solle» zn gleichen Teilen von Krain nnd Kroa» tien bestritten werden. - sVine aufregende Iltisjagd.) Ein in der Karl-stadter Vorstadt lebender Besitzer machte schon seit lau-gerer Zeit die Wahrnehmung, daß ein unberufener Gast seine Hühnerscharen lichtete. Alle seine Bemühungen, den Einschleicher zn entdecken, blieben erfolglos. Gestern endlich gelang es ihm, den Würger in der Gestalt eines großen Illismänlichl'nS zn ernieren. Er schlug auch tüchtig mil der Mistgabel cms den nngebelenen Gast luS, der sich, start bearbeitet, mit tnapper Nut ans die Gasse rettete. Tuch tam er vom Negen unter die Traufe, denn er wurde vou einem zufällig vorübergehenden älteren Herrn mit heftigen Stockhiebe» empfangen, so daß das Tier erschöpft zusammenbrach. Der Herr hob es auf, wurde aber vom verendenden Tier in die rechte Hand gebissen. Der herbeigeeilte Hausbesitzer gab n»n dem Iltis den Garans. >«,—. ' Wn Tchnciderlchrling als Selbstmörder.) Vor-gestern nachmittags wurde durch die Dursiusassen nächst dcm >iarmeliterinnentloster in Selo die Leiche eines Nnrschen ans dem Laibachflnsse gezogen und ill die Tulenkammer zu St. Ehristoph überführt. Der Selbst-mörder wurde als der l893 in Großlo<'nit geborene lind nach Auersperg zuständige Schneiderlehrlilig ^terlj agnosziert, der vor einigen Tagen Selbstmurdsgedanle» geäußert und plötzlich ohne Grund seiueu Meister, den Schneider Iatub Slovnik am Neber, verlassen hatte, " (Die Auswanderung nach Amerika) nimmt wieder z«. Einige Ausiuandernngsbnreani- werden vo» Hunderten von Arbeitern geradezn belagert. Ill letzterer Zeit wandern besonders ans dem Loilscher, Tschernembler und teilweise auch aus dem Laibacher Bezirte junge Burschen aus. — Unlängst sind vom hiesigen Südbahn» Hofe aus 96 Kramer, 213 Kroaten und 140 Mazedo-nier nach Amerika abgegangen. * <(3in Zechpreller.) Gestern vormittags tam in das Gasthaus „Zum Bayrischen Hof" an der Wiener Straße der 33jährige beschäflignngsluse Kellner Franz Schicks ans Klagenfnrt nnd ließ sich Speise und Trans geben, wofür er eine Zeche von 2 K 12 l> bezahle» sollte. AIs ihn nachmittags die Kellnerin znr Begleichung der Zcche aufforderte, erwiderte er, daß er lein Geld habe. Man ließ einen Sicherheitswachmann holen, der den Zechpreller verhaftete. Schicks wurde wegen Betruges dein Bezirksgerichte überstellt. " sGefundenj wurde: eine Pferdedecke, ferner ein silbernes Armband. Verstorbene. Am 24. Februar. Simon Hafner, Iwimgling, 50 I., Polanadamm 5tt, Orhirnblutuna. Im Zivilspitale: Äm 22. Februar. Anton Malel, Schlossrrssohn, 1A Mon., Pneumonic. — Maria Nonc'ina, Waa.nersa.attm, 45 I., I'udyl-c.ui. pulm. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehohe 3U6 2 m. Mit«. Luftdruck 736 0 mm. Z ^Z W Z3 ^ de« mm.« W ^ ^ ^ ^A^^_^^ ^________^55 ^2"TN7^37^ .5^11 NÖ.z'stärl^ '^ewülU^ "' 9 U. Ab. 738 61 -b 8> SO. mäßig »_________ 26 > 7 U. ss7 I 738 6 , -b « ' windstill j . > 4 4 1)lls Tagesmittel der gestrigen Temperatur -6 0«, Normale 0 8«. Gestern nachmittags starler Schneefall. Wettervoraussage für den 26. Februar: FUr Steiermarl. Kärntcu und Kr a in: Meist trübe, mit zeit« weisen Niederschlagen, mäßige Winde, kalt, herrschender Wit< terungscharaltcr anhaltend; für das Küstenland: Woltentreiben mit Schneegestöber, stürmische Vora, sehr lühl, herrschender Witterungscharalter anhaltend. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Lldbebenwarte (nennlübct «o» d^r ttrai», Eparlaüc l«N7), (Ort: Gebäude der l. l. Staats-Oberrealschule.) Lage: N0rdl.Nreite4li" 03'; Östl.Länge von Greenwich 14-31'-Bebenberichte: Am 23. Februar eine Erschütterung in Trapezunt (lrleinasien). Boden unruhe: Am 26, Februar an allen drei Pendeln eine schwache Zunahme bemerkbar. ÖQtbad^er settling ftr. 46. 397 Oß ~ , innn ^ v____"___________________________________________________________________________________ 26. $ebruar 1909. Theater, Kunst und Literatur. — l„I'l»,) <) t, n i k."1 Inhalt dor 2. Nummer! lj Icmku Pulaki Das Unmuderm' in dl'r modrriun Schule. 2.) Ivan Vurdian: Auch der Turnunterricht hat auf das Praltischc im Lebrn Rücksicht zu nchmcu. 3.) Antun Leb an: Nchnndlunq des Licdcs „Mur-narsla". 4.) Miru 5>ijancc: Leu N. Tulswj über Erziehung und Bildung. 5.) Anton Ledan: Das (int-lassunqs- und das Adqanqszeuqnis. 6.) Literaturderichl. 7-1 Umschau sFeuillelun, Pädaciustische Älachlesr, Chrunil). — l,,0il«.") Inhalt des'3. Heftes: l.) ssranz Terscqlav: Die freie Schule und die Suzialdenw' l'ntie. 2.j Schulrat Dr. I. Nezjak: Nber die soziale Ethil und Pädaquqil. 3.) Dr. Aleiius U«eni6nil: Die Nalurlatastruphe. 4.) ^r. Neb^l: Matthias Naq. li,' und dessen handschriftlicher Nachlaß. 5.) Kanunilus Id. Su^nik: Gibt es auf den Gestirnen ledende Wesen? 6.) Dr. Leopold ^nard: Einiqe slavische Fraqen s3. Die Vereinisnmss der Kirchen.) 7.) Neue Bücher. 8.) ^euillewn. 9.) Anzeiger der Leogesellschaft. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Vureaus. Die Balkanfragcn. Konstantinopcl, 25. Februar, sl Uhr 40 Min. nach. mittags.) Der Großwesir H'lmi Pascha hat soeben den österreichisch.ungarischen Botschafter Markgrafen Palla» oirini verlassen. Cs wurde eine volle E i n i g u n g erzielt. Die Unterzeichnung des Entente.» Protokolls wird morgen erfolgen. Petersburg, 25. Februar. Die gestern durchwegs tnegerische Slimmnng der russischen Presse macht heute cmer beruhigenden Auffassung Plaj,;. Die „Novoje ^lemja", die gestern eine aufgeregte kriegerische Sprache führte, schreibt heule unter der Überschrift „Mail stürzt uns in den Abgrund": „Unsere Nadilalen treiben das ^'uMMichc Rußland, daö am wenigsten von allen seinen Nachbarn kriegsbereit ist, in den Krieg. Noch niemals war unser Vaterland so schwach zur Abwehr. Gerade N'hl hehl man uns in einen Krieg. Das russische Volk n - "5 l/"" ^"' Staatsgewalt, das; sie leinen selbst-tue." ^ Die „Vörsenzeitnng" ^ ,^ /«^ "^ h"be Einerlei Aussichten auf die Hilfe 3ut^. ^ ^." Spekulation auf einen englisch-wi ä . '""'^'' '""" ""llig verfehlt. In Rußland ^ '"' '^'"nd den Krieg. Wir brauchen einen an-"" Iuterefse innerer R'esormen. -^as Kadeltenblatt ,Slovo" schreibt dagegen: „Wir lön-un das unglückliche Serbien nicht verlassen. Wir lön-ncn oen ^inlnarsch österreichisch-ungarischer Truppen in "clgrad ,ucht dulden." London, 25. Februar. „Daily Telegraph" betont, 5"tz eln Krieg mit Lsterreich-Ungarn zwar unheilvolle Folgen für Serbien hätte, jedoch auch Österreich°Uugarn eine tödliche Wunde versehen würde, indem er überall unter den Serben revolutionäre Strömungen hervor» rnsen würde. Das Blatt verweist auf die" Vedeutunl, der Unterstichung des Deutschen Reiches und sagl, Teutichlands Ziel sei es immer gewesen, einen Konfl'itl mit Rußland zu vermeideu, da es fürchtet, daß ein Entgegenkommen Rußlands an die russischen Polen eine gefährliche Wirkung auf die Polen in Preußen üben könnte. In Wien scheine die Meinung vorherrschend ^u sein, daß Rußland im gegenwärtigen Augenblicke ge» schwächt sei. Dies sei wahrscheinlich die Ansicht des ^rei-Herrn von Aehrenthal, der, wie die meisten Berufs, diplomaten, nichl imstande sei, die Stärke einer Volks-strömnng zu beurteilen. Das Blatt warnt schließlich Oslerreich-Ungarn, sich darauf zu verlassen. Ein .Krieg könne noch immer abgewendet werden, wenn Österreich-Ungarn Vorschläge wegen des Handelsweges zwischen Serbien nnd dem Adriatischen Meere durch den Süden Bosniens suche. London, 25. Februar. In Besprechung der Gefah. ren, die dem Frieden in Europa drohen, anerkennen die „Times", daß man von Österreich-Ungarn kaum erwarten könne, daß es die serbischen Forderungen nach territorialen Kompensationen erfülle. Das Blatt sagl weiter, der Plan der direkten Verhandlungen zwischen den Kabinetten, der angenommen worden war, um dem Standpunkt der Monarchie entgegenzukommen, sei ge-scheitert, lind so srage es sich schließlich, ob nicht die ^eil gelommen sei, um aus den ursprünglichen Vorschlag der Einberufung einer Konferenz zurückzugreifen. Wien, 25. Februar. Wie das „Fremdenblatt" er- fährt, wird der Reichsrat für^Mittwoch den 10. März znr Wiederausnahme seiner Tätigkeit einberufen wer- den. ^ . , , ^. Trieft, 25. Februar. ^e,t einigen Tagen wütet hier bei für Trieft ungewöhnlich niedriger Temperatur eine sehr heftige Bora. Gestern sank das Thermometer über 6 Grad uuter Null. Die Kälte hat heute nachgelassen, die Nora jedoch an Heftigkeit zugenommen und erreichte n'itweise eine Geschwindigkeit von über l<)0 Kilometern i„ der Stunde. Der Schiffsverkehr im Hafen ruht nahezu vollständig. Infolge der Bora ereigneten sich auch einige Straßenunfälle. Fiumc, 25. Februar. Seit zwei Tagen wütet hier ciue eistaNe Vora. Die Temperatur ift auf 7 Grade unter Null gesunken. Der Hasen ist mit einer Eis-schichte bedeckt. Die Uferschiffahrt ist infolge des Stur-mes gestört. Konstantinopel, 25. Februar. Vorgestern wurde in Trapezunt ein Erdbeben verspürt. Verantwortlicher Redakteur.- Anton Funtel. Mit 1. März 1909 beginnt ein neues Abonnement auf die Dailmcher Zeitung. Die Pränumerations'Vebiugungen bleiben unverändert und betragen: mit Postversendung: für Laibach: ganzjährig . . »O K — b ganzjährig . . 22 li — l> halbjährig . . 15 » — » halbjährig ll » — » vierteljährig . 7 » »0 » vierteljährig . <5 » »V » monatlich. . . 2 » llO » monatlich. . . l » All » Für die Zustellung ins Haus für hiesig Abonnenten per Jahr 2 Kronen. Die P. T. Abonnenten werden höflichst gebeten, den Priinumerationsbctrag für die »Laib. Zeitung» stets rechtzeitig und in vorhinein zu entrichten, da sonst die Zusendung ohne weiteres eingestellt wird. MM" vle priinumerslionl Lels«ge wollen porlolrel lugesenllel u»el«len. Jg. v. Kleinmayr H Fed. Kamberg. Landestheater in Laibach. 85. Vorstellung. Ungerader Tag. Heute Freitag den 2s. Februar 1VVV. Zum erstenmal: Der fidele Nauer. Operette in einem Vorspiel und zwei Alten von Viktor Leon. Musil von Leo Fall. Anfang unl '/,^ Uhr. Ende nach 10 Uhr. S^ Geschäftsregalien, Verkaufspult, ^b»^ Schreibtisch, Bücherkasten 5: zn toil pit MBi^ Offerte unter ,,Regal" an die Admioi- P^^^ Btration dieser Zeitung. (746) 2 — 1 ^a v"»^v*p7 »ip7 v2p7 vi^a vi^a v«p7 vüJV v«^««pr Depot der k. u. k. Generalstabskarten, äTCa&ftab 1: 76.000. 5Jtei8 per iPtatt 1 K in la^enfonnat auf üeinmonb flefpannt 1 K 80 h. % o. Qlrinmaor £ }tl *örakrp ^udjtjanBIanu in (SLai&adj. *%&*%** dm /»Jy* «i»« ^i^ ^i?*-«d?4 jdj» ^t*» ^ij» Kurse an der Wiene^Börse^uach dem offiziellen Knrsblatte) vom 25. Februar 19tt9. M. »°.i«!en Kurie «ersteh.» sich i» Kronenwähruna, Die Notierung sämtlicher A»ien m,d der «Diverje» L°!e- verstel« sich per Stücl, Gelb Wa« Allgemeine Staatsschuld. Einhcltlichc Mcnlc: ^/, lonvrr, fteucrsroi, Kionen >» lFcbr, Äu«,) pcr ütasse......87 3N 97 ü» ^ lt«/n «, W, Silber (Vprno fl, 4"/., ,K4 ^b >ü» 25 '«NO« ,, 100 sl, 4"/„ l»07 - 2N ' '««<«r „ 100 fl, , , 2'!« b<> 272 üc l«««l „ b» sl. . . 26!7!i !>l T°m..Pfanbbr. k l«o fl, li"/« 2'.!1 25 »!«!!: Staatsschuld der im Neichsrate vertretenen Königreiche uud Länder. Oeslrrr, Wolbrc»«« steuerfr,. Volk ^ pcr »asse , , , , 4"/« ll4 40 l,4 »3 !«/> !»3 bl> ^est, Investltimls-Nentc, steuei- frei. Kr, per Kasse 3'/,°/« 84 20 84 4« . Msenbnhn» ««aatöschuldvtrschrtibunaen. ^lilahe, i, G,, struersrei, zu ,o,oou sl, . , , 4«/n — — -" ^ »franz Iosepli-Vali», >>> <2ill>>,'i ,) »roucn , 4"/« »4 40 9b 4« !«udoi< Bah», in Nrunenwähr. struersrel, sdiv, E!>. 4"/„ 9b ^ 96-Vorarlbersser Bali», ste»ei!re<, 400 und 2W0 Kiuiie» 4«/,, 9b'— 96 — , Z« EtaatöscholbversHrtl. ««»«en absssftemprltt (kisen- bai>»'Alllrn. ÄisabtthVah!!, M0 sl, KM, ü'/<"/<> lion 4N» Kioiie» , 454 — 4b6'— detlo Linz-Äubweis !i«U fl, 0, W, i» Ni,l>er. l>>//7„ ^ ^? - «0 — del«» Nalzburn-Tirul ü0U fl. . «. W, i» Nlllier. 5"/« , ^ ,2,-423-llremsialBah,, 200 "»d 2000 Kronen, 4"/«.....s» ^ 9b- O.'!b Wa« Vom V«a« »5 — U!> — ltlisabell)««!)» «00 u 3000 M, 4 al> 1«"/«.....' ilblülieib Elijabeth-Val,» 400 », 2000 M, ^^ ^ ^^ ^ sserd?>."°nds.Mrdb°h" Tm, ,»«S !'5 6« S.l 60 dc,,o Ein, >!'0t 95 3U !»«,!(' Franz Ioleph-Val,!, «l>" X !>'/.,"/» »L/ü 87?5> «orarlbcrner »ahn lim, 1««i /,"/„ detto per Kasse , «''<" 81 U" Una. Prämienanleihe ll 100 fl, I8i» »0 i!»:!l»u drlti, l» 50 fl. !8« .',0 l!»3 50 TDeis,,-i«el,.-Uo!c 4«/,,. , , . 14, 4«/o una, Vrunb^tl,.Obli<,, . !"'60 9««u 4"/n lroat. », l>a Orundentl. Obligationen , , . . 9»'7b »475 Andere öffentl. Anlehen. Vli«», Landesanlchc» 4'/,«/., . . '.'7b<> »«üu 5"/„ Donau «cn-ÄnIchen 1878 '03 20 — - Wiener «erlehiöanlehc!! 4"/„ , U4 85 95 35 b»,tu »900 4«/„ üb'»" W N» Änlehen der Stadt Wien . . ""95 ni »5 betto (E, oder«,) 1874 ,21 05 l^2 «5 de 0 1894).....M'5U «25" detto Ms. v. 1,1«!»« , " «b 95 ,!5 de«o (EIeltr,1 u, I l!'0N 94 65 !!5'b5 iet.o InU,«,^,I,1'^ 95-U0 9«3U dett« v, I, - "b 40 !,u 15 «örse„bau«»lehe"m-llosb. 4"/„ W.8" 9L «0 N»!sische Staatsanl, u, I, lWL s. 100 X per Kasse . 5"/c>------- — — delto Per UIümu 5"/„ 95 80 9« 30 Vula. Staats-bypulhclaranlehen ,892 . . , . »"/<> ll9 50 120 5,0 weid Ware «ul«. Staa,sO°ld°nlcihe 'No? f, 100 Kronen, , 4'/»/» »k 50 »0 50 Pfandbriefe usw. Bobenlredit, all«, Mrr„ in 50 Ialxell verwouar - 4°/., 93 !»0 94 90 BÜYm, H»pu>»""'b„ »eil ^"/n W65 97 6^, 8e«,ra!,.Bob,.Kreb,.Äl,.üs»crr. et<°?5I,rer,,, , f°/. oe 5. ,750 Kred,.I»s,,,üsterr„f.«crl,.Unt «, öf!e!!„,Ärl),-na!,^ ^"/.. 94^5 »5 25 Landelb, d, Nüniar Gallj'"' "^ Mahr, Hupottielenb,, °"l, 4"/« 95 70 !.S 70 N,ösn,> ssr sver St,) - - - ^"" ^" ^''^ ^^ Südl'a7n?5?L0..f,,L,°,G, '20 50 121^ Diverse Lose. (Per Slücl,) Verzinsliche Los«-3^Boden^i...ole.m,^«^Z^^^. 5"/"D°»au.«eau,,L°!e^!' f>, 'e«'5° 2«. b« Lcrb,Präm,-«lnl.P.N>0Fr.«"/,> »>3 - 89- NnverzinSllchc Lose. ^»dap, Basilika (Dombau) 5 fl, 20-40 22^40 »ncdillole '«a sl, , , ^ - - 7?°," "« " ' ..?k,^ '"^ SalmLose 40 sl, K,-M, , - "5 - 255'-Türl, E, V, Ä'N-Pmm-Obll«. 400 Fr. per «assc . ^ > <^I 77 ^ ^ dcltu per Medio . . , l/9 50 80 50 Gelb ! Warc Wiener Komm,-Lolc v. 1,1874 494— bl»< — Gcw-Ech d, 3«/„ Präm.-Schuld, d, «odenir-Nnst, 00fl,K,-M, 27:!>t, ll! 200 fl, per Ult, I0IK — I0L5 — Dona» Dampllchi!fahr!s-Ge!,,1,, I, I, priv., 500 !l, K-M. . u«5 — «1b — D!lx-Bodenl,acherCisc»b,4i»— bbU'— sseidiuand« Äiurdb, imvflKM, 51«:»'— 5lbü' — Kaschau - Oderberarr Eisenbahn 200 t, M20»fI,E,P, UK, 439- 441- Prag-TuxerElsenb,'ooflabsssl. 2l8'25 218 75 Staatseilenb, LN0 fl, S, per U», LU1 20 e«2 20 Lübbahi! 20« fl, S, per Ultimo 100'— lui'— Süonorbdeuljche Verbinbuugsb, 20« fl. K-M..... »94-- »96 - Tranöportssrlellschas!, iuternat,, ?l, G,. 200 Kronen , , . 110'- 115 — Ungar, Wcstbahn (Uaab-Graz) 200 fl S....... 409— 41050 Wienei Lolalb-Mt-Vts. 200 fl, — - ÜW - vanlcn. «»glo Ocsterr, Ban», 120 fl, . 2»« - 289 - Vanloercin, Wiener, per Kasse —'— - -— beüu per Ultimo 512 4« b13 75 Bubensr,.N»st,.llll>i,öst,,3N0Kr, ivbU'— 10«2 — Zentr.Bob, Kredbt.,ösl,.20Ufl, 530— 535 — Kreditanstalt für Handel und Oew,. 320 Kr,, per Kasse , — — — - bctlo per Ultimo 01950 6»1"75 Nredilbani. un», all«,, 200 Kr, 720 75 725 — Depositenba,,!, allss, 200 fl, . 447— 448 — Eillompte Oesellschaf!, nieder- österreichisch,', 400 Kronen 584'— 588 — Giro- »,,Nassen»,. Wr,, 200 fl, 44u— 444 — Hüpothelenbl,, üst,. 200Kr, 5«/„ 285— 290 — Länbcrbani.üst,, 200 fl,,p,Kasse-------— — betlo per Ultimo 427'7b 42« 75 .Mertnr», Wcchselstub.-Ältic!,- OeseNschaft, 200 fl. , , , b»9'50 6n<> hu Oes!crr,.»nn.V°»l. 1400 Kronen 1748— i?58'- Unim,bani, 20!» !!..... 529 50 53l>'ÜU Uxionbanl. bühinische, 100 fl. . 24,', 5" 24« ü<> Verlrhrebllül, allg,, 14» fl, , 33«'5U 3»" 5!» Oeld Lüare Industrirunternrhmungen. VaugelrNschafl, allgcm, öslerr,, 100 tt........ «es- is? — Vrüxcr Kohlenbergbau-Gesellfch, 100 fl........ 680 — S84 — Eiseübah„>ierie>,r«-Ä!!st,,0s— l005-— Licsinger Brauerei 100 fl, , . «23— 2LL — Montan Gef. tzst, alpin», 100sl. 620 10 «21 lu «Poldi - Hütte,. TirnlinMtlllil- ss, Alt,.Ocsell!ch°f<, 200 fl. 408 - 4lL — Präger Eisenindustriegeselllchaft 200 fl........ 2325 — L335 — Rima -Murany-Lalgo Tarjaner Eüenw IM» fl..... »19 — b2n — Valno Tarj, Lteinlohlen 100 fl, K72 — ü?b' - «Nchlägelmühl., Papiers, 200 fl, 302— 306 — »Vchobnica», «,-G, für Petrol,- Industrie, 50l' Kionr» . 410 — 41b'— »Stehrelmühl'. Paplersabril u. Verlaasnelellschasl , , , 425— 4»«'— Trisailrr Kuhlenw-Ges, 70 fl, 2«4 — lifty'— Tiirl, Tabalrcgieges, 200 Fr, per «assc....... —— — — detto per Ultimo »40 — 34L-— Wnffenf,Ges,, österr,, 100 sl, , 612' Sl« — Wiener Vaugeiellschafl, 100 fl, ,4b'— 1« — Wienrrbergcr Ziegels,-Ml.-Ms, 6l»b - »»«50 Devisen. Kurze Eichten unb Gchecks. slmslerdam...... 19««0 198 4« Deutsche Vanlplähe , , , , 117 -» 117 20 Italienische Äanlplilhe , , , 9472' 94 90' London........ 24015 24035 Pari«......... U5'1b vb'3« St, Petrr«burg...... 25L 3« 2b8 3? ZUrich und «asel..... 95 liU 95 35 Valuten. Duiaten........ 113» ll »» 20.ssra»i!n-S!üclc..... 190« 1» "8 20-Marl Stucke...... 23'42 23 47 DenÜche Rlichsbanlnoten , , 11?'—' 1l?'2O Italienische «anlnoten , . 94 <>5» »4«,. lliubrlNotc!,...... von Renten, Pfandbriefen, Prioritäten, Q »^ • »T n Äi„„„.J, «/«r«chluD der Partei. ¦ Aktien, Losen etc., Devisen und Valuten. + Bank. und WechSlerKeschäft f unter eigenem Ver.ch.uB . „„ Iilfi I Los-VcrsTcherung.___________° IJnmnrh, SHtnrg-nHH^, . U Verjüng von Bir«HU|M '"» Q»t^[wrartjwO^«rMMf^J