^ I«8 Witwoch den 8. September 1880. XlX. Jahrgang. Die „Marburger Zeitung" erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Kreitag. Preise — M Marburg ganzjährig 6 st., halbjährig 3 fl., vierteljährig 1 fl. 50 kr.; snr Zustellnng ins HanS monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig 8 si.. halbjährig 4 N., vierteljährig 2 fl. JnsertionSgebnhr 8 kr. per Zeile. Die Deutscht Partri imd dit Drulsch-Klcrikalcn. Marburg, 7. September. Im Kampfe um das nationale Recht der Deutschen stehen masienhaft nur die Städter und die Marklbewohner zusammen. Die ländliche Bevölkerung in der Steiermark, in Ober-Oesterreich, Tirol und Vorarlberg verhält stch noch gleichgiltig oder leistet in ihrer großen Mehrheit unseren Gegnern wohl gar noch Heerevsolge durch klerikale Vertreter. Betrüben muß uns diese Thatsache, aber sie ist erklärlich. Als im Jahre 1861 die verliehene Verfaffung angenommen wurde, geschah e» namentlich von Seiten der ländlichen Bevölkerung in der Hoffnung aus Erleichterung ihres wirthlchastlichen Looses, auf Verminderung der öffentlichen Lasten. Diese Hoffnung war berechtigt, weil der Staat eine Sicherung aller Lebensbeziehungen sein muß und weil die Ver« sassung des Staates nur insoserne Werth besitzt, als sie zur Erreichung seine» höchsten Zweck«» dient. Diese Hoffnung hat sich nicht erfüllt — ist zu Schanden geworden durch die Schuld Jel'.er, welche schon aberglücklich waren, nun doch endlich um ihre Beistimmung gefragt zu werden — ganz überglllcklich, dah wir nur die Steuern zahlen müssen, welche sie bewilligt. Die Steuern wurden erhöht, die Staatsschulden, die Schulden der Staatsbürger vergröbert und als die enttäuschte Landbevölkerung zu murren begann, wurde von geweihter Hand die Saat ausgestreut, die jetzt in Halme geschoffen. Halb getrieben, halb Hingeriffen befanden sich bald die ländlichen Wähler in den Armen des Klerus und die klerikale Partei war gebildet, die jetzt mit Hilfe unserer nationalen Gegner die herrschende geworden. Der Umschlag wird erfolgen — um so schneller, je srüher die Landbevölkerung zum Bewußtsein kommt, daß die Klerikalen und ihre Bundesgenossen noch schlechter wirthschaften. Die Geschichte Oesterreichs lehrt zu unserem Tröste, dab gegen die Eintracht und den festen Willen der deutschen Städte und Marktgemeinden, der Brennpunkte deutschen Geistes, der Werkplätze deutscher Arbeit sich attf die Dauer ein deutfchfeindliches System nicht zu behaupten vermag. Wenn diese Wandlung sich vollzogen, wenn die jetzt herrschende Partei durch ihre Fehler und durch die entschlossene Bethätigutig unserer geläuterten Erkenntniß gestürzt worden, dann muß die freisinnige Partei durch eine volksmäßige WirthschaftSpolitik auch die neugewonnene Landbevölkerung befriedigen. Dann ist unsere nationale Stellung gefestigt gegen jede Vergewaltigung; ja die Gegner werden gar keinen Angriff wagen in der Ueberzeugung, daß nicht allein die deutschen Städter und Marklbewohner, sondern auch die deutschen Wähler auf dem Lande ihr nationales Recht vertheidigen. Diese Eintracht ist es, welche uns stark und sturmfest macht. Franz Wiesthaler. Zur Geschichte des Tages. Die Aera Taaffe hat es zuwege gebracht, vab die Abgeordneten der Versa ssungs-partei nun häufiger mit ihren Wählern in Berührung kommen. Die Berichterstattungen mehren sich und bekunden nicht nur, dab der Vertreter seine Pflicht erfüllt — sie fördern auch die politische Bildung, für die es kein besseres Mittel gibt, als das gesprochene, freie Wort. Aus dem Munde des Fürsten Adam Sa pieha felbst haben wir vernommen, dab die Polen noch wie vor mit den Tschechen gehen. Der hohe Adel und die Hochwürdigen beherrschen die Nationalen und mögen die Freisinnigen in den Reihen der Letzteren noch so schwer diese» Joch fühlen, sie fügen sich dennoch aliS nati" onalen Gründen, lind dieses Fügen ist es, welches uns die Verföhnung unmöglich macht. Die Bulgaren warten nur auf den Beginn der Flottendemonstration, um durch einen „Aufruf an sämmtliche Balkanstämme" diese zur Selbsthilfe aufzufordern. Die „Ueber-zeugung Europa's von der Lebensunsähigkeit »er Türkei" isl der Hauptgrund, aus welchen ich diese Bewegung stützt. Der Sieg des Generals Roberts über die Afghanen kommt der Orientpolitik Glad-stone's fehr zu statten. Der Ministerpräsident Englands hat Eile, die Gunst des Augenblicks zu benützen, ehe vielleicht wieder eine Hiobspost vom Hindukusch lähmend auf seine Pläne wirkt. Vermischte Nachrichten. (Londoner Polizeibericht.) Dieser Bericht (für das Jahr 1879) bringt folgende Einzelheiten: Die Polizei zählte 10.711 Mann. Die Hauptstadt ist in steter Ausdehnung begriffen; gebaut wurden 21.589 neue Häuser, welche 401 neue Straßen und zwei neue Plätze von einer Gesammtlänge von 71 Meilen und 468 Aards bilden. Verhastet wurden 11.431 Personen wegen Vergehen gegen das Eigenthum und wegen Trunkenheit theils mit, theils ohne ordnungswidriges Betragen 35.408. Von den wegen Diebstahls verhafteten Personen wurden 6221 bestraft. In 903 Einbruchsfällen zeigte sich, dab 599 in leerstehenden oder unbeaufsichtigten Häusern verübt wurden. Offen gefunden von den Polizeiwächtern wurden 26.276 Thüren und Fenster. Durch Uebersahren ge^ tödtet wurden im abgelaufenen Jahre 124 Personen; verletzt dagegen wurden 2950. Als vermißt wurden angemeldet 9539 Kinder und 3309 Erwachsene; wiedergebracht seitens der Polizei wurden 6015 Kinder und 684 Erwachsene, seitens anderer Personen 3499 Kinder und 2403 Erwachsene. 81 Erwachsene begingen Ii e n i l r e t o n. Ein Nrvotutioliür. Von IulinS Grosse. (Fortse^ung.) „Jetzt verstehe ich Sie vollkommen, Hsrr Minlsler", erwiderte Leonie. „Sie mögen recht haben» auch ich bin nicht ganz ohne Sorgen. Geschwind, liebe Frau von Devtlle, jetzt wollen wir keine Minute mehr verlieren. Ich glaube, Sie dülsten nun die Ueberzeugung geivonnen haben, daß ich niemals anders als loyal gehandelt — und Sie dürfen mir wohl elwas dankl'ar sein, dah ich in der That Konnexionen bei der Polizei habe. Geschwind kommen Sie; ich werde es erfüllen, wehhalb Sie zu mir gekommen sind. Ich gebe Ihnen den Sohn zurück, den ich Ihnen geraubt habe — vorausgesetzt, daß er selbst wollen wird. O, Herr Minister, lächeln Sie nur über meine Thränen und über mein Plaudern. Dieser Tag begann mit so dunklen Sorgen und endet mit so goldenem Sonnenschein. Wie soll ich Ihnen jemals ganz dafür danken l" „Sie danken uns am besten, schöne Fran", war die Anttvo»t, „wenn Sie Herrn von De-vliie zu einem guten Unterthan des künftigen Kaisers machen. Kommen Sie, mein Wagen steht zu Diensten, Sie sosort zu ihm zu führen." Frau von Deville war von dieser scheinbar so glücklichen Wendung gleichwohl nicht im geringsten verändert. Sie schien still zu beten und hob nicht ein einziges Mal die zu Boden gerichteten Augen. Als man an der Polizeiprä-jektur ankatn, ward ausgemacht, dab die Mntter eittstweilen warten solle, sowohl, uln den Unglücklichen vorzubereiten, als auch, um ein letztes, erschütterndes Mittel der Ueberredung noch iibrig zu behalten. Wir wissen bereits, wie gegründet die Be' sürchtungen Regnier's sich gezeigt hatten. Viktor Deville wollte nichts von Gnade hören. Jetzt war die Mutter zu ihm eingetreten, und nach den ersten stürmischen Begrüßungen mußte sie sich setzen und begann mit Erschöpfung: „Du weißt, mein Sohn, ich kann nnr ans einem Grunde zu Dir gekommen sein." „Sie wollen mir verzeihen, meine Mntter, daß ich Ihnen so vielen Kummer bereitet habe." ,.Nem, mein Sohn, das sollst Du nicht sürchten; ich mache Dir keil,e Vorwürfe, ich richte Deine Pläne nltd Dein Vorhaben nicht. Habe ich doch ^.vtanches schon in Lvtldon ahnen kiinnen; mag Gott und Dein Gewissen es Dir verzeihen, daß Du auf fo schreckliche Gedanken gekommen, weil wir in so schrecklichen Zeiten leben. Von unseren ruhmvollen Ahnen hätte es sreilich Keiner geträumt, daß der Letzte ihres Geschlechtes in einen Kerker geworfen werden könne; aber Du kennst meine Absichten — seit ein König auf dem Schaffot geblutet, feit eine Königin von Henkerhänden gemißhandxlt worden — seitdem sind alle Kerkertnauern heilig geworden, und meine Augen sehen Dich immer noch lieber hier, als in der Livree dieses Abenteurers, den sie Konsul nennen." Leonie horchte hoch ans. War das die Manier, den Geliebten zu überrede»?, nin Gnade zu flehen, oder ihn vielmehr in seinem Trotze zu bestärken? „Sehen Sie, Leonie", sagte Viktor mit echt edelmännischem Stolze, „so spricht nur eine Deville so spricht meine Mutter, nnd sie ist nur getominen, nin niich zum Tode zt» segnen." Dabei beugte er die Kni^ vor der alten Frau. Seine Mutter neigte sich über ihit, nahm seinen Kops zwischen ihre beiden welken Hände und sah ihm lange und ties in die Augen, als wollte sie sich sein Btld sür iintner einprägen. Keine Thräne glänzte in ihrem Auge, kein Zug verändelte sich in ihrem ehernen Antlitz, Selbstmorde; 25 Kinder aber und 141 Er, Wachsens sind nicht ausgesunden worden. Unbe^ kann! gebliebene Leichen zählt man 49. Hunde wurden ausgegriffen 25.669; 22.502 derselben kamen in das Hunde-Asyl, 3085 an die Eigen-thttmer zurück und 102 wurden anderweitig beseitigt. (Älpwirthschaftlicher Verein in der Schweiz.) Die Hauptausgabe dieses Ver» eine» besieht darin, durch Vermittlung von Theorie und Präzis thatsächliche Verbesserungen, in der Absicht der Vermehrung des Voltswohl standes anzuregen und zu unterstljtzen; die alp-wirthschaftlichen Versuchsstationen, die Alpen, statislik, die Prämienvertheilnng sür gut bewirth-schastete Alpcn, die Errichtung von Mustersen« nereien, die Wanderversammlungen, die Wan» dervorträge und Wanderkurse, die Milchprodukten- nnd Geräthschaftenausstellung, die Ver» theilung einer großen Anzahl alp« und mjlch-wirthschastlicher Schriften, die Errichtung von Milchversuchstationen, seinerzeit in Thun, die gegenwärtig nach Lausanne übertragen wurde, all' diese verschiedenen Richtungen der Thätig-keil vereinigen sich zu dem Zwecke, auf die Landwirthe unmittelbar einzuwirken und den» selben die Resultate wifsenschastlicher Untersuchungen und wirthschastlicher Fortschritte in praktischer Weise zugänglich zu machen. Der Kernpunkt dieses weiten ThäligkeitSgebieteS liegt aber jedenfalls in der Milchversuchsstation zu Lausanne. Dieselbe unterhält eine permanente Ausstellung von Geräthen und Apparaten zum Versuche und zum demonstrativen Unterrichte; sie besorgt die Anlage von Molkerei-wirthschaften, wie die Beschaffung der noth-wendigen Geräthe; die Prüfung von Molkereiprodukten wird daselbst vorgenommen; es werden einschlägige Gutachten abgegeben, endlich an der Anstalt selbst Lehrkurse abgehalten, wie auch in den verschiedenen Theilen de» Landes Wan-derkurse veranlaßt zc. Je nach lokalen Bedürfnissen haben diefe Kurse eine Dauer von acht, vierzehn und dreißig Tagen. Außer dieser Anstalt befinden sich noch mehrere alpwirthschastliche Versuchsstationen im Lande, durch welche gleichfalls, wenn auch nicht auf so umfassende Weise, auf Verbesserung der Molkereiprodutte hingewirkt wird. (Zur Frage der Ehescheidungen.) Ein Urtheil des Deutschen Reichsgerichtes sührt aus, daß nach dem Geiste des protestantischen Eherechte», welches im ehemaligen Kursürsten-thum Hessen auch die Entscheidungsquelle sür die Ehestreitigkeiten der Juden bilde, es nicht gerechtfertigt sei, die von dem unschuldigen Ehegatten beantragte Scheidung der Ehe aus den Fall zu beschränken, daß der schuldige Gatte eine lebenslängliche Freiheitsstrase erleide. Unter der Herrschast des gemeinen Recht» werde viel- nur ihre zitternde Stimme verrieth ihre innere Bewegung. „Zum Tode Dich zu segnen, meinst Du? — O nein, mein Viktor — was sollte ich dann noch aus Erden? Du bist meine einzige Stljtze, mein köstliches Gut, mein ganzes Leben. Wenn ich Dich verlieren müßte, so ginge ich mit Dir heim, mein Sohn — sag', willst Du nicht sür mich leben, für Deine alte Mutter?" „Mutter, ich verstehe Sie nicht", erwiderte er in Verwirrung. „Kaum noch sprachen Sie noch als eine echte Deville, stolz darans, daß ich denl nicht diene, der auf den Trümmern unseres Adels und der Freiheit Frankreichs seinen blutigen Thron erbaut hat." „3a, ich bin stolz darauf, daß Du ihm nicht dienst — aber Du sollst ihm auch nicht dienen in Zukunst, so wenig wie Du ihn morden sollst. Deinen Frieden sollst Du machen mit ihm und dann Frankreich verlassen, das verlange ich von meinem Sohne." „Auch Sie, auch Sie!" rief Viktor. .O, jetzt verstehe ich: Leonie und meine Mutter haben sich verschworen, mich aus die Folter zu spannen. Meinen Frieden mit ihm schließen — heißt das nicht ihn anerkennen, ihn, der sür mich nicht in der Welt ist! Heißt das nicht meineidig werden an den Schwüren, die ich mehr die Scheiduilg auch bei einer nur zeitlichen Freiheitsstrase, und zwar alsdann auszusprechen sein, wenn durch das Verschulden des Sträflings die Ehe thatsächlich getrennt, die Möglichkeit einer gedeihlichen Fortsevung der ihrem Wesen nach die innigste Lebens-gemeinschast bedingenden Ehe einseitig zerstört worden sei. Maßgebend für die Entscheidung seien dabei hauptsächlich die Schwere des Verbrechens oder Vergehens an sich, die Höhe der erkannten Strafe, die damit gefetzlich verbundenen oder im Straf-Urtheile ausgesprochenen Ehrenfolgen, die Bildungsstufe und die Standes-verhältnisse der Ehegatten, sowie deren Vorleben. (Ueberbürdung der Schüler. Gutachten der Irrenärzte.) In der ersten Hälfte des verflossenen Monates tagten zu Eisenach die Mitglieder de» Vereines der deutschen Irrenärzte. Ein Vortrag des Direktors der braunschweig'schen Irrenanstalt zu Königsluter, Medizinalrath Dr. Hasse, handelt über den Einfluß der Ueberbürvung unserer Jugend aus den Gymnasien und höheren Töchterschulen mit Arbeit auf die Entstehung von Geistesstörungen. Dem Redner, der eine erschreckende Zunahme der Geistesstörungen überhaupt konstatirte, waren in einem Jahre sieben erkrankte Schüler im Alter von 16—20 Jahren zur Behandlung übergeben worden, von denen er ein Krankheitsbild entwarf und die Thatsache seststellte, daß in den besprochenen Fällen die anhaltende geistige Strapaze, welche einem in der Entwicklung begriffenen Gehirne durch übermäßige Anforderungen der Schule zugemuthet wird, auf die Entstehung der geistigen Ertrankung einen entschiedenen Einfluß gehabt hat. Um das Lehrziel der humanistischen Schulen zu erreichen, werden von den normalen Schülern der unteren Klassen täglich drei, in den obersten Klassen täglich vier Stunden häusliche Arbeits« zeit neben den vollen Schulstunden verlangt, und die Prototolle verschiedener Direktoren-Versammlungen halten eine vierstündige Arbeitszeit für Sekundaner und Primaner sür zulässig. Daß diese Zeit in der That nöthig ist, beweisen die Lehrpensen der Gymnasien, von denen die des Johanneums in Hamburg speziell genannt wurden. Dabei ergaben sich neben 36 Schulstunden noch 24 Stunden sür Hausarbeit, also 10 Stunden täglich, mit Ausschluß des sreien Sonntags. Die ausgeworfene Frage aber, was der Abiturient bei seinem Abgange auszuweisen habe, beantwortet die tägliche Erfahrung. Gegenüber diesen Ansorderungen der Gymnasien erscheint das Regulativ für die Realschul-Abiturienten in Preußen dem Vortragenden viel verständiger. Sodann erörterte derselbe den Begriff der normalen Begabung; er äußerte Zweifel darüber, daß der Durchschnitt unserer meiner Partei geleistet habe? Freilich, sie ist vernichtet, aber meine Gesinnungen sind die, selben — und gesetzt auch, ich erfülle Ihren Wunsch und verließe Frankreich — was bliebe mir übrig, ihn zu vernichten, als die Schmach, in jenen Armeen der Feinde Frankreichs Dienste zu suchen und selbst die Wassen zu tragen gegen das eigene Vaterland — gegen das ganze Vaterland, wo es nur Einem gilt!" „Nein, mein Sohn, diese Schmach verlange ich nicht von Dir — verstehe mich recht; ich zittere nicht und bebe nicht, Dich selbst das Blutgerüst besteigen zu sehen. Wie ich sagte, cö ist ja keine Schunde mehr, seit die Besten und Edelsten dort geendet, aber mein Sohn — Ihr sterbt Alle umsonst, Euer Opsertod wird ganz vergebens sein." Vittor blickte zu Leonie hinüber, von der er noch vor kurzer Zeit dasselbe Argument eines nutzlosen Todes gehört hatte — aber seine Mutter sührte dieses Thema ganz anders aus. ^Geduld will ich von Dir haben, Geduld, mein Sohn", fuhr sie sort, „und auch etwas Klugheit. Sage mir, wirst Du in das Ilnwetter hinausgehen und nicht das Dach vorziehen, auch wenn das Haus einem Verbrecher gehi>rl — wirst Du nicht die Vorschristen des Arztes, auch wenn es ein schlechter Mensch ist, dennoch ^Jugend diese Bc'jeichnuttg verdiene, und meinte, 00b der überwiegend größte Theil derselben, wei.u anch nicht schlecht, vielleicht sogar gut, doch einseitig veranlagt sei. Diese Einseitigkeit, der Mangel an Gleichgewicht in den verschiedenen Fakultäten des Gehirns, ist die herrschende Geistesversafsung des heranwachsenden Geschlecht»; sie bedingt die Unruhe, die Tollheiten und die Ueberstürzung unserer Zeit, und der durch die Vererbung gegebene Keim nervöser Erregbarkeit vermag s^ch unter den herrschenden günstigen Verhältnisstn in der Üppigsten Weise zu entwickeln und zu steigern. Mit ihr hangt der Mangel an Widerstandssähigkeit, an geistiger Frische und Energie zusammen, und es erscheint dringend geboten, gemeinsame Mittel und Wege zu berathen, wie der dadurch bedingten drohenden Gefahr die Spitze zu bieten sei. Als wesentlichstes Hilfsmittel gegen die zunehmende Zersahrenheit und die Folgen der Ueberbürdung der Jugend erscheint dem Vortragenden, welcher der Ansicht ist, daß ein richtiger Unterricht in den mathematischen und naturwissenschaftlichen Disziplinen in seiner Bedeutung sowohl sür die formale als ideale Bildung und Schulung des Geistes, dem der alten Sprachen in keiner Weise nachsteht, eine Theilung der Arbeit unter der ausdrücklichsten Bestimmung, daß Realschulen erster Ordnung, wie sie heute bestehen und humanistische Gymnasien als gleichberechtigt zu behandeln seien. — Das Präsidium wurde beauftragt, die Angelegenheit weiter zu prüfen und demnächst Vorschläge zur Abhilfe zu machen. (Landesausstellung in Graz.) Das Ausstellungs-Gebäude befindet sich in der Jato-minigasse (beim Westbahnhos), auf den einstigen Althaber'fchen Wiesen; der Flächenraum, den die Jndustriehalle beanspruchte, beträgt 12 Joch. In der geräumigen und hellen Haupthalle derselben stnd Gegenstände aller möglichen Industriezweige untergebracht und stehen ziemlich systemlos durch und neben einander aufgestellt. So trisft man in der Abtheilung ^^Kunstgewerbe" neben den zartesten und feinsten ArbeUen große massive Glocken untergebracht; neben Teppichen Zündwaaren, neben Möbeln Milly-Kerzen u.f.w. Zur Rechten und zur Linken der Haupthalle sind Holzhallen errichtet, in die jene Au»-stellungs,Gegenstände verwiesen wurden, welche in der Haupthalle keinen Platz fanden, so die reichhaltigen Ausstellungen der Montan- und Eisen,Industrie, der Maschinen'Jndustrie, der forstlichen und landwirthschastlichen Industrie. Die Glasmalerei und einige Feuerwehrgeräth-schaften, Genußmittel haben eigene Pavillon». Der südöstliche Theil des Au»stellungsplatze» enthält die Viehstallungen. In demselben Theile befinden sich auch die Mustergärten, welche wegen ihrer Reichhaltigkeit die vollste Aufmerk- befolgen, wenn Du krank bist, statt mit Stolz die Krankheit zu tragen und nur aus die Hilfe der Natur zu warten. Wirst Du dem Sturm aus dem Meere trotzen mit vollen Segeln, statt sie einzuziehen und Dich in eine sichere, windstille Bucht zu retten?" „Und was solgt aus alledem, meine Mutter?" „Es solgt, daß wir der blinden Natur und ihren Uebeln zu entweichen suchen, oder uns ihnen flogen mlissen, statt sie vernichten zu wollen, denn wir können weder dem Meere gebieten, noch den Stürmen, noch den Wolken, oder uns gar an ihnen rächen, weil uns ihr Regiment nicht gefiel. Geduld also, mein Sohn, oder habe ich nicht recht?" „Allerdings — Uebeln der Natur soll man sich sügen, die vorübergehen, aber nicht solchen, die dauernd werden, wenn nichts dagegen geschieht." „Nur Geduld, mein Sohn, auch das Alles wird vorübergehen wie ein glänzender Traum. Ehe die Neugebornen von heut erwachsen sind — ehe Du selber graue Haare bekommst, wird dieser Kaiser kein Kaiser mehr sein, glaube das einer alten Frau — ehe fünfzehn Jahre vergehen, werden die Könige wieder Könige sein, und was soll ich dann denen antworten, samkeit aus sich lenken. Außerdem gibt es auf dem Ausstellungsplatze Gast- und Keffeehäuser, die am Al)end elektrisch beleuchtet werden. Im Ganzen ist die Ausstellung praktisch angelegt. ZIuirs»u»iel Mrichte. Sitzung des Gemeinderathes vom 2. Sept. (Schluß.) Herr Direktor Frank berichtet ttber die Besoldllng des Todtengräber« beim städtischen Friedlose in Pobersch. Die Friedhosskommiffion beantragt, den Todtengräber als provisorischen Diener anzustellen, demselben einen Jahreslohn von 250 st. anzuweisen und den Acker neben dem Friedhof zu unentgeltlicher Benützung zu Überlassen. Die Sektion stellt den gleichen Antrag. Herr Max Baron Rast verlangt, es soll dem Todtengräber bei sofortiger Dienstentlassung das Halten von Schweinen innerhalb des Friedhofs untersagt werden. Herr Johann Girstmayr bringt zur Kennt-nib, daß dem Todtengräber dieses Verbot schon bei der Uebergabe des Friedhofes eingeschärft worden und stellt den Antrag, die fragliche Entlohnung nur bis Ende 1883 zu bewilligen, denn wenn mehr Leichen beerdigt sind, werde der Verdienst des Todtengräbers durch das In. standhalten der Gräber sich erhöhen. Der Herr Bürgermeister spricht in gleichem Sinne. Herr Anton Badl findet, es sei die Entlohnung mit 250 fl. sammt der Benützung des Ackers zu hoch; für diesen werde jetzt ein Pacht von 50 fl. gezahlt. Der Sektionsantrag und die Zusatzantrage der Herren Max Baron Rast und Girstmayr werden zum Beschluß erhoben. — Der hiesige Uhrmacher Herr Michael Gfrerer ersucht um die Bewilligung, eine Transparentuhr in der Tegetthofs-Straße beim Hause des Herrn Oehm aufzusiellen. Die Sektion beantragt durch Herrn Dr. Duchatsch: der Gemeinderath wolle im Prinzips nichts einwenden; der Gesuchsteller habe jedoch einen Plan und die Einwilligung des Herrn Oehm vorzulegen. Nachdem die Herren Dr. Reiser, Max Baron Rast, Marco und Dr. Lorbsr gesprochen, wird dem Sektionsantrage beigestimmt. —- Bezüglich der Auflösung des Vertrages mit dem Turnverein und der Erbauung emer städtischen Turnhalle soll der Stadtrath Erhebungen pflegen über Platz und Umfang dieser Halle und Anträge stellen. (Berichterstatter Herr Dr. Duchatsch.) — Herr Johann Girstmayr berichtet, daß Herr Huber den Volksgarten übergeben und der StadtverschönerungS-Verein letzteren über» die mich fragen, wofür mein Sohn gestorben ist?" „Das Königthum wieder hergestellt? — Nein, meine Mutter, das wäre das allergrößte Unglück für Frankreich.^^ ^Bis vielleicht dereinst Deine sogenannte Freiheit triumphiren wird. Wer will Gott in das Regiment greife» und seine Beschlüsse be« schleunigen? Wer will das Ende aller Dinge gleich erleben wollen und darnach seine Handlungen einrichten? — Nur Geduld, mein Atklor, nur Gedulo und Unterwersung für den Augen, blick I" Der junge Mann stand im heftigsten Kampfe mit sich selbst und konnte zu keinem Entschlüsse, zu kciner Rettung aus so verzweifelten Widersprüchen kommen — aber seine Mutter ließ ihm keine Ruhe. ^Viktor — willst Du nicht den Bitten Deiner Mutter gehorchen, wie es Deine Pflicht wäre, so siehe, Deine Mutter fleht ihren Sohn an — kann er nicht auch seinen Herrn um Gnade anfleh'n? — O, mein Sohn, ich habe so vielen Hoffnungen aus Erden entsagen müssen, so viele Täuschungen und Schickjalsschläge erfahren — nur eine Hoffnung, nur ein Traum ist mir geblieben! Dich, mein Sohn, einst glücklich zu sehen — um selbst noch glücklich zu werden in meinen alten Tagen. Sage nommen habe und wird dieser Bericht zur Kenntniß genommen. Betreffs der Bauher» stellungen beantragt die Sektion, jetzt nur das Nothwendigste zu bewilligen und Emiges aus das nächste Jahr zu verschieben. Die Kosten sollen Heuer 500 fl. nicht üt^ersteigen. Das Wort ergreifen die Herren: Dr. I. Schmiderer, Max Baron Rast, Johann Girstmayr, Stampfl, Marco, Dr. Reifer, Kokoschinsgg, Dr. Duchatsch, Dir. Frank, Dr. Lorber. Der Sektionsantrag wird angenommen. Herr Wiesinger berichtet über die Aus» mittlung eines Platzes zur Aufstellung der Dampfspritze und beantragt, ein Komite von fünf Mitgllederi^ zu bilden, welches über die gegenwärtigen Verhältnisse der Feuerwehr Bericht erstatten und Anträge stellen soll. Die Vertretung beschließt nach diesem Antrage und wählt die Herren: Janschitz, Badl, Wiesinger, Hartmann. Herr Ludwig Bitterl von Tesienberg, spricht über den Driuglichkeitsantrag, dem Deutschen Schulvereiu als gründendes Mitglied mit 100 fl. beizutreten. Der Zweck dieses Vereines werde mit sehr vielem Beifall begrüßt; Vereine, Städte und andere Gemeinden, Private . . . betheiligen sich. Marburg könne nicht zurückbleiben und bedingen die Größe und die Bedeutung der Stadt, hundert Gulden zu widmen. Herr Max Baron Rast erklärt sich gegen diesen Antrag. Durch das Gesetz sei Fllrlorge getrossen, daß dort, wo eine genügende Anzahl von Schülern vorhanden sei, eine Schule errichtet werden muß. Dieses Gesetz sorge dann auch für die Mittel. Bei dem fraglichen Unternehmen handle es sich lediglich um eine Demonstration, das Feuer, welches schon an allen Orten brennt, zu schüren. Wer Zwietracht säs, werde Sturm ernten. Herr Dr. Lorber kann nicht begreifen, daß sein Herr Vorredner, der einst das eifrigste Mitglied des Deutschnationalen Vereines gewesen, diesen Antrag bekämpfe. Es sei keine Demonstration, was der Deutsche Schulverein beabsichtigt; er wolle nur das Schulwesen und die Kultur heben, welcher Kultur wir doch Alles verdanken. Dieser Zweck sei so schön, daß er keiner weiteren Anpreisung bedarf. Herr Max Baron Rast entgegnet, er habe seine Grundsätze nicht geändert und handle stch'S einzig darum, wie man die Sache be-urtheilt. D^ie Deutschen in Oesterreich seien nicht in Gefahr; dies sei seine innigste Ueberzeugung, darum nehme er diesen Standpunkt ein und verlangt, daß man seinen Standpunkt respektire und ihm nicht Etwas in die Schuhe schiebe, was ihm ferne liegt. Herr Bitterl von Tessenberg verwahrt sich ernstlich gegen den Vorwurf, daß hier eine Demonstratton beabsichtigt werde. Der Deutsche Schulverein verfolge einen guten, löblichen Zweck und darum sei dieser Antrag eingebracht worden. Letzterer wird mit allen Stimmen gegen eine angenommen und gibt Herr Max Baron Rast sein Votum zu Protokoll. (Gewerbe.) Im verflossenen Monat wurden beim hiesigen Stavtamt solc^ende Gewerbe angemeldet: Kürschnerei,^Stadt. Herrengasse, Johann Holitschek — Handel mit oltem Eisen, mit Knochen, Hadern und Töpserwaaren, Gt. Magdalena, Julie Hoser — Greislerei, St. Magdalena, Paul Wabitsch — Kommissionsgeschäft sür chemische Produkte und Landes-erzeugnisie, Stadt, Domplatz, Karl Bros Greislerei, St. Magdalena, Anton Weber — Schneiderei, Stadt, Burggasse, Barthol. Klo-butschar — Handel mit Lederwaaren, Stadt, Burgplatz, Alexander Rosenberg — Modenge-schäst, Grazer-Vorstadt, Tegetthosstraße, Amalie Leichtfried — Schuhwaaren.Erzeugung, Stadt, Herrengaffe, Alois Nasko — Optiker, Stadt, Herrengaffe, Ferdinand Dietinger — Kleinhandel mit Holz und Kohlen, Grazer-Vorstadt, Blumengaffe, Jgnaz Gaischek — Uhrmacherei, Stadt, Domgaffe, Rudolf Wotruba — Handel mit Holz und Kohlen, Grazer-Vorstadt, Mellinger-straße, Karl Hirschmann — Optiker, Stadt, Hauptplatz, Anton Novak — Geräthlerei, Stadt, Hauptplatz, Alois Mörther — Fleisch-ausschrottung, Stadt, Kärntnergaffe, Franz Kucher. (To dt schlag.) In der Branntwein-Schänke zu Fraustauden ist vom dortigen Grundbesitzer I. Reinisch der betrunkene Maurer N. Krobath nach heftigem Wortstreite mit einer Hacke erfchlagen worden. Krobath war dreiundzwanzig Jahre alt. (Schadenfeuer.) Bei Sauerbrunn sind die Wirthschaftsgebäude des Kaufmanns Ogrisek (früher Aschgau) abgebrannt. Weyen dieses Falles wird neuerdings über die elenden Spritzen des Kurortes geklagt. Der Wafferstrahl reicht kaum bis zu einem zweiten Stockwerke und ist so schwach, daß gewöhnliche Fensterscheiben genügenden Widerstand bieten. (Reblaus.) Der Bürgermeister von Radkersburg (Deller) und mehrere Weingartenbesitzer werden sich morgen nach Kapellen bei Rann begeben, um die von der Reblaus verseuchten Weingarten zu besichtigen und das Verfahren bei der Nachforschung kennen zu lernen. Herr Deller wünscht, es möchten aus anderen Gegenden sich Weinbauern, namentlich Abgeordnete von Gemeinden und Bezirksvertretungen anschließen. Die Zusammenkunft findet am 9. d. M. Nachmittag 4 Uhr im Ranner Bahnhofe statt. mir, können wir es nicht sein an der Seite dieses liebevollen, reizenden Wesens, dieser edlen Frau, der ich Unrecht gethan habe, die vielleicht Dein guter Engel gewesen?" Dann sührte sie Leonie, der die Erschütterung Thränen in das Auge getrieben hatte, zu Viklor hin, und selbst die strengen Blicke der alten Frau umschleierten sich. „Manchmal glaubte ich wohl", fuhr sie fort, uste sei der Dämon gewesen, der sich in unsere Familie gedrängt, der mir Deine Liebe entrissen und Dich zu einem solchen Unglücklichen gemacht hat. Ich bekenne es, mein Sohn, daß ich unrecht gehabt — ich erkläre eS, daß Nichts mehr zwischen uns steht, und daß ich in alle Deine Wünsche willige — in Alle -- auch wenn Frau Nauzelet nicht von allem Adel ist." Die Langsamkeit dieser Worte bewies, wie schwer ihr dieses Opfer geworden war. — „Aber nun erfülle auch Deine Pflichten, Viktor", fuhr sie fort, „Deine Pflichten gegen mich und gegen Deinen Namen, deren erste ist, das alte Haus Deville wieder zu errichten. Eni paar Jahre bleiben mir noch in diesem Leben, ein paar Jahre Ruhe nach fo viel Sturm, Nacht und Elend. Du allein kannst sie mir fonnig und still machen — in einem freien, fernen Lande, in einer fröhlichen und friedlichen Um- gebung. — Mache mich glücklich, mein Sohll, fchenke mir Dein Leben, geliebter Viktor, nicht soll Dein Sinn gebeugt oder Deine Ueberzeugung geändert werden — aber mein sollst Du sein mit Deiner Leonie — mit meiner neuen Tochter!" Beide Frauen standen vor Viktor, die Mutter hatte seinen Arm ergriffen, während Leonie mit glänzenden Augen zu ihm aussah. Viktor aber, der sein Antlitz mit beiden Händen verhüllte, um seine tiefe Erschütterung zu verbergen, ließ plcitzllch jetzt die Arme sinken und reichte seine Hände den beiden geliebten Frauen. „Wohl, meine Mutter, ich will sür Euch Beide leben; ich glaube, es gibt noch ein Mittel — ein schwere», aber ein sicheres. Doch kein Fkhen um Gnade — ich bitte Euch, wiederholt mir dies Wort nicht mehr. Wie kann ich den Mann um Gnade flehen, der vor Kurzem erst in meinen Händen war, ja, in meinen Händen, die ihn morden konnten. Doch still, hier ruht ein Geheimiiid. Laffet den Prozeß ruhig seinen Gang gehen." (SortseKung folftt.) (Ort» museum.) Der Gemeinderath von Cilli hat beschlossen, ein Ortsmuseum zu er-richten. (Wahlbewequng.) In Windisch-Groz soll NM 19. d. M. eme Wählerverjammlung stallfinden, welche vom Büri^ermeister aus Ersuchen des Kandidaten Franz Wiesthaler ein^ berufen wird. ««SUQllt wird zum 15. September von einem Professor ein bequem eingerichtetes, schönes Zimmer bei ruhiger Nachbarschaft. Anmeldungen werden entgegengenommen im Comptoir d. Bl. (978 Olffciitlichfr Dank. Ntichdem ich über zwei Jahre lang am Banblvurm gelitten und alle erdenklichen Mittel fruchtlos versucht hatte, bat ich Herrn vr. /^rtkur ^all> in Marburg um ärztliche Hilfe. Diese wurde mir mit bestem Erfolge, unentgeltlich und in so liumaner Weise geleistet, daß ich mich gedrangt fühle, meinem Retter öffentlich den wärmsten Dank auszusprechen. (948 Joses Schmirmaul, Kleidermacher. Pobersch, am 3. September 1880. Kin schönes, elegant mellbtirtes Jimmer ist sofolt zu vermiethen im Hause Nr. 6 am Domplaße.' (926 Letzte ?>ost. Zum dentsch-mährischen Parteitag haben sich bisher vierhundert Theilnehmer außerhalb Brknn's gemeldet. Der gemeinsame Minister des Aeußern hat mit Bismarck in Friedrichsruhe eingehende Konferenzen t^epslogen. Im Hafen von Ragusa befinden sich bereits vierzehn Kriegsschiffe der europäischen Flotte, die am 15. Sept. auslaufen soll. Die serbische Negierung will mit Bulgarien einen Zollbund schlieben. Die wehrfähige Mannschast Griechenlands im Alter von zwanzig bis vierzig Jahren wird auf 220,000 veranschlagt. SevAb« sind zu vermiethen. Anzufragen bei S. RuSiöka (HauptplaK) in Marburg,. (986 MW Gefertigter zeigt einem ?. I'. Publikum ergebenst an, daß er das Gasthaus „zum Bören" in der Kärntnergaffe gepachtet hat, und wird bemüht sein, sich durch gute Naturweine, Götz'sches Märzenbier, kalte und warme Küche zu billigen Preisen die volle Zufriedenheit seiner werthen Gäfte zu erwerben, ladet daher ergebenst zu zahlreichem Besuch. 974) f. »l. Kkl'glvl'. Cilljjerichttte Wohnlnlg mit Zimmer, Kabinet oder Küche ist mit oder ohne Bettwäsche in der Herrengasse Nr. 26 im 1. Stock sogleich billig zu vermiethen, wo auch ein eingerichtetes Zimmer allein zu haben und zu erfragen ist. (975 Behufs Errichtung eineS kauft Gefertigter diverse Antiquitäten, Curiosttiiten, Knnst« und naturhistorische Gegenstände aller Art, besonders Gegenstände t>on historischem Werthe für Marburg und Umgebung. W. Könia. 994 Apotheker, Hrazervorstadt, Warvurg. Mehrere Ztllrtitl alter Weine aus den besten Gebirgen, sowie weingrüne Fässer, darunter zwei Stück 100-eimrige, sind zu verkaufen: Kärntnervorstadt Nr. 33 neu. (933 Zu vermiethen: Ein großes GreiSlergewölbe sammt Einrichtung und Befugniß, sogleich, und ein großes gewölbtes Werkstätte-Lokale sammt Wohnung, wo gegenwärtig die Wagnerei betrieben lvird, vom 15. November d. I. in Fischers Hause in der Tegetthoffstraße. (967 Auskunft beim Eigenthümer. Cirea 8 Startin (992 «leiiigrtiie H«lbeii-/üM, gut erhalten, sind zu verkaufen. Anzufragen im Comptoir d. Bl. kin I^eltt'juvx l'rslitikant wird im Manufaktur-, Tuch- Mode-Geschaft des Karl Hartnagl aufgenommen (990 kin I^vlirjunK« vllvr kfslitiltallt der deutschen und slovenischen Sprache mächtig, wild allsogleich in ein Tuch-, Eurrent- und Modegeschäst aufgenommen. (966 Anfrage im Comptoir d. Bl. Ii» «r»» bei einer distiliquirlea Familie wird ein Studierender oder Fraulein billig in Ver-psteguttg geklommen. Klavier- und Französischer Unterricht gratis. Anfragen erbeten unter „Auf» ficht" Expedition d. „Tagespost" in Graz. (993 Zwei Koststudenten ^ werden aufgenommen: Kärntnerstraße Nr. 62. Gine Leiter ' 4'/» Klafter lang, wird gekauft. kutor Ilostort, sorgsältige Aussicht, für 2 Knaben oder Mädchen bei einer Beawtenswitwe. Näheres in der Expedition d. Bl (991 Zwei Stndenten aus gutem Hause, eine Mittelschule besuchend, werdeu in Verpflegung und Wohnung genommen. Auch KlaVierbenüKung. Auskunft im Comptoir d. Bl. (899 Gesucht werden für ein großes gediegenes literarisches Unternehmen Reisende. Verdienst sehr lohnend. Fachkenntnisse nicht erforderlich. Auch Beamte, Lehrer tc. können sich dadurch namhaften Nebenverdienst verschaffen. Offerten sind unter „üilo" an die Expedition d. Bl. zu richten. (979 Studenten aus gutem Hause werdcn in Verpflegung und Wohnung genommen. Gewissenhaste Obhut wird garantirt. Anzufragen Brunnqafse Nr. 4, parterre links. KMM Ziir Helilzriilie. exciuikit uuä billig — ewxüedit 898) !VZ. iSpatNvk. ävmlvr ^«ivokateii preiseouraiile Postkarten ?»rte!vttel I'roersmme tsetureii Iteelinvneen SSv?> t^ireul.ire kriesltijple kinlailunzen W ^peiseksrteii ^nselllsL/ettel r^c»«tKalsss vmpkiekit 8iek lur Usbernakmo aller kueltili'uelc Arbeiten livi möglivkst billiger kerevlinung. touverte O kriielitdriese änovneen Visitkarton lüelerselieine vruelisarten l'farrZmter Vollmacliten, kvrmiilare e?autwv?tlich< nvd Verlaq von Eduard lDauschttz jp No^bufA.