i PafttsiBB H—nt i fotoTini. i iditr Mng «rfdjtiBt wöchentlich |»etwal: Swiwrrltag n»; «»»»tag frkh. Gchnsllnkuiifl »nd BerrailttNg! Pretemova uHca Rr. 6. Telephon II. — Bniünbigu»gen werden In der LerivalMna gegen Berechnung billigster Gebühren enlgegengenommai v »,« g » p r e i s e: yur da! Znland vierteljährig Di» »0--. halbjährig Din So--. gaiMhng Dw l»>—. Für da« Butternd entsprechende ErHhung. — Einzelne Nummern Tin 11». Stammet 90 J _DonuerSteg, des 17. November 1927. I 52. Jahrgang Objektivität. Illie veui'ch! Kärst-er Stiwme.*) Der »ach den Sowmeifetien soeben wieder zu» fa»«e»lret»rde Landtag wnd sich m Lonfe der Wirtetseision mit dem ton cllt» dentschen Pa> teiia angelegten Ges'tz't wmf für ei»» Kullwat-'oeomie »er Slotreeen m küivien oblchl'ß rd be chäftiy'v wöffen. E< sied ßegen diese» Eotwurf maniigfach?, in «,hr ÖTilder ®iiß'flu»g begiÖDtti« Bv'wü'sc von deutscher Seile «hoben woideu und e» habe» ihn die Eloweven. soweit sie in der „Eloweiischen Pzriei" rer-i»ip» si»d, trvdweg obl«h»ev zu »liffe» geglaubt. Dr S,nirä»de au« den eigene» Reih-n werden sich i« We;e der Aufs fl'unp ur.h der So» pjfturQ ei»iger Gej.tz »fiellin du einem kffen. Die Wide>stärde roa slowenischer S'ie aber, rie vor olle« in der Forderung noch lo^nai>vler .cb jekiiver" Ftststellnvg d>> Bolktzuge^biigkeit g'pfel», find so schwerer urd ^tinzpieller Naiur, deß sich eine Eivigvog nicht leicht erbeten wird. $eil statt-flä»dl>ch bleibt ke« Landtag die Möglichkeit, »» für richtig gehaltene Au>o»omiep«setz mit 40 Stimmn gegen zwei slowenische zu beschließt» vnd duich. zuführen. Dcch ist «S im Jvterefie der eurrpäische» Mlvdetheitevfra^en doo giöß'e» B'deuturg. über da» Problem der Kulimau'oromie in Kärnle», da« uuter N»stä»deu wegweiferd sein kav», volle Klarheit zu schaffen. DaS in Beratung stehevde Gesetz will bekanit lich den in Kärnten wehrenden Bürgern lloweuischer Nationalität da« Rech» zur Selbpvetwallu»g ihrer »atiovale» und kuliunlleu Angelegenheiten zuerkennen. Zur Fepstellnnp, wer berechtigt nnd vetpflchtet ist, a» dieser Selbstvkrvaltnng teilznnehmev, wild ei» *) Vir haben zur geplanten Knlturautonomie der Heimtm Sloweren unb »u ben Sinrränden, bie von natioria-listischsloweiiischer Seite gegen ben bettlglichkn Gesetzen», wurs erhoben uerben. schon so os« und in so «schöpfender Weise St'vurg genommen, das> wir im* bloß wiederholen müßten, wollten wir von unserem Stanbpunlt au« bie Artikel besprechen, bie jetzt zu diesem Gegenstand bie Spalten be» slowenischen Blattes für Karinen und bie einiger hie> figer Blätter stillen. Im nachsolgeiiben drucken wi, basiir einen Artilel ob, der, aus der Feder der vor,übliche» Klagen-furter ZaaesschrisislellerS Bernhard Scheichelbäuer stammend, in fachlicher und leidenschaftsloser Weise diese Frage be. Hantel», wie sie sich einem grohen Teil« ber Kärntner daiftellt. Aus verklingenden Zeiten Sal>6«tv. Von A. L. Ja der ehemaligen Monarchie gab e« unter den hohen «eneraten der filteren Schule Soldaten typen, um deren Tun and Lassen stch tm Laufe der Zeit ein »an,er Sagentrei« von originellen Fällen gebildet Hase. Unter dielen Itzpen nimmt die Perlönlichkeit Gal» oetv« eine bedeutende Stelle ein. Zahllos find die Ueberlieferuvgen >ewelev, die fich an seine» Namen knüpften und In der ehemaligen Armee von Mund zu Mund «halten hatten. * In Sien gab e» in den 90 er Iahren de« »-«rige Jahrhundert« einen Stadtkommandanten, der wegen der Strenge, mit der er «orschriftSwtdrt«keiIea in der »tjustierung verfolgte, fich einen besonderen Ruf er warb. Namentlich die in der ehemaligen »aile,sta»t «it Urlaub «eileuden jungen Ojfijiere hatte er auf« Korn genommen. Sie waren e«, die am meisten Gewicht daraf legten, nach der jeweiligen »milttSrilchea Mode" am Plane »u erscheinen und Effekte hervor,mufen. Da kam ihm eine« läge« ein gan, unnhöiier, »i« dahin vech nicht dagewesener Fall »u Ohren, «in Leutnant wurde mit wether Mütze, »ur »orlvteU. am Ring gesehen. Seinem Spürsinn gelang e« bald, den Sünder »u eruiere» und dann zur Verantwortung ,u drehen. Natio-alregister (?o>kSgiu»dbuch) a»gelegt, da« auf d«» B-kevvtvIi d»S eirz«lv«u Bürget« bafinl. Gegen dk« Bek'»»ttL führen VN» die Nationol-flowevtv Klieg. Sie ve»langen, daß die Zogehöligktit zur Nation »icht du'ch de» freien Willen dr« ein-zelnkn f.flzep'llt weide, sondern »«ch odj kliveu Me,k«olev. »I« solch« «ennt die W>ffe»schast, die noch keine ollcewei« annkanvte Difintt'o» für den Ve. g'ff .Nationaltiät" ha», folgend»: peweinsoweS Wvhvgedte», gtwe'.nsumer Staat; gleiche Lage in der Ee^e»tvatt und Lebeotgeweinichaf!; gewei»so»e Abstammung; ge»ei»f«»e geschichtliche Betgargenheii; cemeitfewe Aultm; ge«ti»sa»e Religion. Aus Grurd dieser objet-ive» Merkmale glaube» die Führer der Slowenische» Partei die gesowt« Be» vökttvrg dti g«»isch>sp?«ch'ge» Gebiet,« Lärnterl, auch deu T'il, d«r sich bet der Volksabstimmung de« Jahr,» 1920 gegeu Jugoslowie» geweudet hat, al« pot onolflowetii che Mt»d«»heit und als Träger her Suliutluioeomie i» Nvsprrch rehmev und ihniu die flowinische Nationalität avszwivAe» zu kö»ren. Ja einer zur Frier di« 7. JohteStagiS der Kätll'ver Lolk«abp!wwvrg unter he« Titel „Dmtsch. Eivdisch. Slowenisch" herausgegebenen Btvschüre vntersvch» vun der b«kav»te Historiker Lande«atchlv-dirrkior Dr. Morti» SBullt die Sttllvnp, die den Kärntner Slowene» in Beti-ckfichiisuna voistehevder Merkmale znkowwt. Da» reltgise Mome»t fällt vo» voi eher ein weg, da fich Deutsche und Slowenen dieüseits und jenseit» der Larowauke» gleichmäßig zv« Aoihvlizl»«t!» bekenie^. Wo« die Sc»einsam-feit d » Wohngebiete» betriff', so ist e» durch die geogtcphilchen Bnhällniffe für Deutsche u»d Slowene» in Lär«teu zweifello» gegeben all eine« Lande, dc« durch die staire Geschlossenheit feiner Sußengrerzeii feit Iah,Hunderte» eine politische Ei», hett bildet, die ähnlich der Schweiz fpiachl'ch verschiedene Stimme zu eine« Volk — hier zu dem der ^Käivtver* — verschmolz. Die V-meinsamkeit de« Woh»gebiete« iu Käuten hat auch eiue seit Jahrhunherien innige Leben», und Wirtschaft»' g,we»»schoft geschaffen. Da» rein deutsch« uvd da» gemischisprochige Gebiet gtheu ohne natürliche Ber-kihtihiuderv'sfe ineinauder über. Die feit jeher deutschen Marktmte l» Norde» Kärnter» fühlte» Deutsche uud S!owe»e» immer zusammen und e»t> w ckelte» fich zu wirtschaftlich n uud geistige» Mittel» Aul die Fiage, wie er stch so etwa« erlauben könne, antwoitete der Missetäter: Er komme au« der Heijegowina, dort wlre e» im Sommer sehr heiß und sein Bitgadier, der Gcceral Val.äciv habe den Offizieren erlaubt, tm Sommer meiße Mätz-a »u tragen. Nachdem e« in Wien auch heiß war. so wäre er der Meinung gewesen, auch dort fich der weißen Mütze bedienen »u dürfen. Da« Ende der hochnotpeinlichen >u«etoavderfitzuag war einersett« da» strikteste Bnbot, fich noch einmal iu der weihen Mütze »u »eigen, anderseits eine schriftliche Anfrage an daS Brigadekommando, ob die Angaben de« jangeu Süodet« auch aus W-hrheit beruhen? Stach einer Woche war bie Erledigung auch schon eingelaufen. Auf dem Schriftstück stand nur «in „Ja" und dte Unterschrift de« General«. Damit war aber da« Erlebnis noch nicht abgeschlossen. Der Urlaub war >u Ende uvd, eingerückt, muhte fich da Osfitier bei seinem Brigadier melden. Sein Gewissen war nicht gan» »ein, denn für Wien hatte Gal^tezy die weiße Mütze doch »icht erlaubt. Er war auf Nachwehen je saht, doch lief dte Sache glimpflicher ab, al« er gedacht. Der Brigadier ließ fich da« Erlebnis tn Wien schildern, vm thu dann «it der Mahnung ,u entlassen: „Nenn Sie aber nächstens wieder nach Wien fahren und wir dann wieder eine solche „Bielschretderei" verursachen, dann werde ich Sie einsperren.' punkten für alle Särvioer, während Laibach selbst dev Slowene» fernb bl eb, wie die Nowevisch ua» liomlen Führer Prek, Oblak urd Rlj>! oft genug beseitigt haben. Auch in Bezug aus die Abftam«u»g stehe» die Slowereu in Läluteu den Deutschen, mit denen sie sich Im Lause der Jahrhuvdette aufs iuvigste ve>mischten, viel »äher al» de» Slowenen i» Srain. Gebiete, die heute eire slowenische Mehr-h-'t huben, wareu vor Jihthu»der»eu dewsch uud umzik-hrt. Die zahlreich-.it deu» cheu Hau»», Ort»» vvd Famlieuvamiu bezeugen diese Blu.mischuag, zu der Aindertausch uvd Gechselhiitaleu da» ihre bei-«ragen. Die rofiena äßige Zasawmens tzurg. die die iu ft&rnten v«nberrschevde drnarische und die nordisch-germanische Viüffe ziemlich gleichmäßig aus Deutsche uud Slowenen verteilt, die kletie durkle „Oftrafse" der Slawen ad,r fast gänzlich vnmisfeu läzt, fühlt zum gleicheu Efgedui». Düß die Giweinsawkeit der H-imat auch eine Gemeiusumkeit cer geschichtlichen E'.lebuisse mit stch brachte, ist klar. Deutsche u»d Slowene» litten iu Lärvten uvter deu gleiche» äußere» F-inden; der llowenifche Bauer trvg die gleich« Last al» der deutsche. Dadurch verwuchsen beide Stämme d>.» La»d » zu einer innigen Schickjollgemeiuichast, die anhne Wege ging, al« hie der Acaiver Siotveuen. Sei» dem stühen Mittelalter kennt Sär»t«u nur deutsche» Kulturleben. D e Särvt»» Slowene« waren seine gelehrigen Schüler. Sie hatteu dieielbeu bäuerliche» G.richttveisa«mlu»ge» wie die Deutsche», dieselbe» Rt»t«blärche, die gleicheu My he» und Sage», dasselbe L'ed. Schließlich ist auch iu der Lebe,»weise und Wirtschafttsot», im Hau»bau und i» der Siedluv^Sart zmische» Deutschen uud Slo-wenen i» Aätnieu kein U-Ierschied vov Wese». E» sprechen also sämtliche angeführten ^objektiven- Merk» male dafür, die S oweueu iu Käiute» nicht her slowenischen Ntiioialilät, sovdeiu vielmehr der deutsche» zuzuzählen, am richtigsten aber al» Mischvolk -zu beti achten. We« ist vun «it der Sp'ache? Sie scheint doch ein nvttüglicher Bewei» für die nationale Zt-gehörigkeit zu fein! U,d doch ist de« nicht so, den» e» fpteche» zum Beispiel die Jreu englisch, die Holländer niederdeutsch, die Dänen rorwegisch uud bilden trotzdem selbständige N»»io»en. Auch im Falle der Kärntner Slowene» ist die Sprache kei» Um dte mililit«scheu ON-kte tu der Herzegowina mit Wasser ,u versorge», muhten dte w-ssecträger oft recht lange und beschwerliche Wege zurücklegen. Da kam der Kommandant eine« solchen Objekte« auf die Idee, darum »Mlich ja werden, dah zur Wasserversorgung Maultiere verwendet werden. Die Bitte wurde vo» Gal»6e.y wärmsten» unterstütz«. Die hohe Jctendao», t» deren Händen die Entscheidung lag, lehnte aber da« Anfinnen glatt ad Al« dann nach einer Zeit der Intendant zur äko» nomischen Ia«pi,t«ruug de« Werk.« stch anmeldete, fand fich a»ch Gal.äc>y an Ort und Stelle ein. Er benützte dte Gelegenheit, um auch die Wasserfrage auf« Dopet zu bringen uvd den J,tenda»te» eiojuladen, mit ihm bi« »ur wosser'pendendeu Z sterve »u gehen. Der Intendant koan»« «ich» ablehnen. Bi« »mr Zisterne «tn> e« noch, doch am Rück»eg fiel dem älteren, behäbige» und nicht tratn»«,ien Herrn der Marsch doch schwer. Die Sonne brannte heiß, der Schweih lies ihm über die Stirne und die früher lebhafte Unterhaltung stockt« immer mehr. E»dl>ch brach der General da« Schweigen mit der Beme> kung: „Wie denke» Sie darüber, wem» wir jetzt auch » ob die Wasserbehälter schleppen mühten? Ich glaube, wir bewilligen der Truppe deu Muli l" Der Spa,ie>^aii> hatte feine Wi kang nicht ver« fehlt, da« 2Bok b kam feinen Waflcrmult. So war Galgüczh. Seite 2 Cillter Zeitung Unmmn 90 Hin Süx&St' und Tfätttek . Scfuice&cfiuAe -und SalüdcAe/i vott ,AVIMPASSING /\ 1824 ^ JV1NPASSINQ zwingender G u-d. sie »,u de, Slowenen in ftraiu z i zähle», denn ihre urlpüngliche Ep ache, bit Ältntrer Wi»dilche, ist «ich! identisch »it de« erst später künstlich geschaffenen Neusloweailch. Da» Wtndische ist eine Mischsprache, die die Wort. ti-b Satzbildurg vielfach d-m Deutschen nachmacht. die eine große Zihl deutscher uab sogar reiner alihoch deutscher Wdner enthält und nicht aus hie hoch eist verhältnismäßig kurze Z'it bestehende Schule zmiick zuführen, sondern au» oeu reg-n Wechseldezi-Hui>gen der beiden Volk«stämme i» Särnten orgav''ch ge. wachsea Ist. Daneben stand die deutsche Sprache bei de« Kärntner Slowenen immer i« häufigen G brauch. Uiter solchen Unstäaden kann e« nicht wunder-ueh«en, haß fich unter hen Säntnec Slowenen eigentlich u'e ein slowenische» Nationalbewußtsein in be« Sinne eine« Streber» nach pilitischer nah kul tureller B:rei»igu»g «it hen A'aiaer Slowe»«« entwickelt Hit. S e waren t« S^etttil nicht e.st bei der voll»abstim«ung 1920 sondern schon im Jahre 134?, vo der Slowene Dr. Ralitz aller-schärfste?« gegen den Plan e ner solcher Avgliederung Südkärnten« a» da« ,u gründend« v-rwaltnag» gebiet »Slowenien" aufirat. für die Aufrech Haltung der pzlitische» und kulturell»» s Grund der objektiven Merk«ale allein lägl stch in Mischjebieteu «ine Eatscheidunq über hie nationale Zigehviigkeit nicht treffen. EZ muß ha anch da» subjektive G:> fühl berücksichtigt werken, da« seine» fichivare» und und e»tscheideuhen Ausdruck im nationalen B kennt-ni« findet. Nat'onalgefühl. national'S Bewußtsein, nationale« Beke»»t»i» fcilien die subjektiven M rk. male, die »icht außer echt bleiben dürsen, will man den Fzrderunge« he» velbstbestimmunglrechte« wirk lich gerecht werde». Uebigen» hat stch vor einigen Tage» die R-gierunz Jugoslawie«» selbst durch den E laß be» Uaterricht»minister» Dr. Kumanudi, der die Wahl der Schule vo, nun ab deu EI:er» der Kinder freistellt und ste »icht «ehr ao „objektive" Werkmale bindet, zu« subjektiven Bekenntvi« bekehrt. Dte Forderung der Führer her Slowenische» Partei ist also nicht begründet. Politische Nuu^cha«. Znland. Der König auf der Winisterratsttznug. Am Abend de» 15. Niv «ber fand ei»e Mi-»isterratsttzang statt, au welcher längere Z'it auch her König, der i» Zivil geko«»eo war. teilnahm. Die Rande havo» erregte i» politische» ltceise» bedeutende Sensation; »an glaubt darauS auf die Schwere der Spannung schließe» zu dürfe», die z»»tfchea kern Finanznwister und ben übrigen Äabi-»ett«»itgliederv besteht, welche die Badge vnkärzange» vo» Seite de« Ftnanznintste»« nicht vertrage» zu köaneu glaubt». A-rtaguug des Parlaments. Am 11. Nioember wurde da« Parlameat auf unbestimmle Zeit vertagt. Die r ächste S tz ang, «eiche wahrscheinlich an 20 Nwemver stai fi »den wird, damit da« Budget in geietzlichec Fnst de« Parlament vorgelegt «erben kann, wtrd tm schuft» licheu Wege einbernfe» werben. ßudgülttge Entscheidung über die Kotitcheer Kisenbah«. I» Eiferbahnministerium i» B ozrad würbe am 11. November ber Beschluß über bie definitive Trasse her Eisenbahnverbindung Slowenien» mit de« Meere unterschriebe». Der Bttkehr«miaiker hat stch für de» Entwurf de» Jngeuiear» Alodiö, d. i. für kle Strecke Gottschee—Mdsel—Sieivtal—Graflinden— Dolna Podgora—C pelj—Otari trg—Raderci Sulpa-Severi«—Mo« le - Mali Jadri—vrbo?»kaer«schiede«. Die Streck«, welche durch zwli Tunnnel» (1200 und 2500 M.-ler) gehen wird, wird 58 Silomeier lang fei». Die ndich ^-uZ! Trassierung am Terrain wird im Fiühjahr beginnen; im nächste» Herbst werden die «zuarbeite» vergebe» werde». Der Bau ist vo,läufig auf zwei J,hre voraaschlagt. AnfyeSung der medizinischen und der technischen Aakultät in c5atöach. Der „Slove>'«ki Nnod» beichtet: I« Urter» richt»ministnium wuide a« 10. Nwember der Geietz« entwarf über die Hochschulen «nsgültig fertiggestellt. Dieser Eat»urf steht eine weitgehende Rebuktio« der Hochschnlfakultäten vor und bestimmt u. a., daß in Laidach die medizinische und technische Fakultät auf-gehoben werd«». Boa der Technil bleibt bloß die Abteilung für Bergbau übrig, die in Zukunft eine Art selbständiger Bergaka»emie bilde» wird. Muslaad. Trohki ermordet? Wie die Blätter au» N ga melden, iit der Führer der Oppost io», der au« der konmunistifchea Partei au»gejchloffe»e Schöpfer der Rolea Arme« Trohki angeblich er«or»e> worden. Wahrscheinlich handelt «« fich u« eine FUsch«eldu»g. Knde des ^arlammwrismns tu Atalieu. ^ Der G ohe faschistische R N hat beschlossen, daß Hinsort die 13 grogen Wictschastlo aaaisatioaea, in denen alle Klaffen der italienischen Produzenten und Acb«iler orgaaifiert fi»d, «in« besti«««« Anzahl von Kandidaten sür die nationale Repräsentanz vorschlage» werde». Der Große Faschistenrat wird alle lkanbidate» revidieren n,d unter Unständea ei,» jelne nicht »»erkenne», um so sicher zu sein, daß jeder von ihnen eine anlaesprochea fisch stische Per-sönltchkeit fein werbe. Dan» w rde« »iese S,udi-bate»listea mit aaberen Elementea vervollständigt werde», worauf da» Regime diese uaitaristilche L'ste dem ganze» Land, da» eine» einzige» Wthlkrei« bilde» soll, »ue syubollscheu Lnnahme vorschlagen wird. Die Zahl »er Abgeordnete» wird vo» 460 auf 400 heravgesetz' werden. Daß in diesen Stäad«. Parlament die »atto»ale» Minderheiten ohne Ber-tretnvg bleibn» werde», ist klar. Aus Stadt und Land. Zu den Bemelndewahlen tn der U«' g«bung»g«metnde. Jeder hat e» in biefen Jahre» wirtschaftlichen Niedergang« selber verspürt, daß bei den Gemeinbewahlen bie Wirtschaftlichkeit, da» vertraue« zu« «irtschastlichen Gewissen ber Leute, bie man in bie Gemeinbivertretuna entsendet. au«schlaggebenb sein sollte», «icht aber Parteipolitik in irgendeiner Form. Wer daher am nächsten Sonntag in der Ungebuug«ge«ei»dt feine Stimme abgibt, zeige, daß er ei» besonnener und denkender Mensch ist: er wähle die Unpolitisch« Ge««tndeUste» die a» 7. Stelle ihren Platz hall Nur die Männer dieser Lste sind ehrliche Vertreter de» Allgemeinwohl»! B,t den Gemeinbewahlen tn der Woiwodtna» die am viivergaagenen Soantag stattfanben. haben die Deutsche» ihre Positionen be» Hauptes, währen!» bie Macyiren etwa» zurückgegangen sind: überraschende E.folge erzielten auch die selbständigen Demokraten. Man fcheeibt die» ihrer betont bie»seitige» Neuorientierung und der Unzn-fiiedenheit mit den Allserben zu. Im nachfolgende» seien die Resultate i» einige« Geneiudea ausgezählt: Weißkircheu: Deutsche 22, Regiernng»ra)ikal« 11 unb f«lbständlg« Denokra e« 4 Mandat«; bie Deutschen hadau demnach i» dieser Stabt die absolute M.hiheil; Pautfchowa: D.'vtsche 16, selbständige Demokraten 26, Radikale 13 und Demokraten 5; Franzfeld: Deutsche IS, Deutfchradikale 12, Gewerbetreibend« 8 uud So,ialisteu 8; Sarll-dors: 20 D irische, 10 Radikale, 1 Demokrat; Mramorat: 20 ZXutsche, 5 Radikale, 6 selbst. Demokraten, 10 Rumäaen; Brestovac: 23 Deutsche unter 40 Manbaien: Omolj i ca: 22 Deutsche, 11 Rabikale, 7 Demokraten; Werschetz fTtadt): 30 Demokra^n, 15 Radikale, 14 Sozia-liste», 7 Deutsche, 3 selbst. Radikale, 2 L:ndwirte U'b 1 radikaler Disfi»e«t; Eharleville: alle 10 Mandate deutsch; St. Hubert: 12 Deutsche und 1 Radikaler; Seultour: 6 Dcmiche und 4 Radikale; Seroisch Crnj«: 10 Deutsche und 6 Ridikal«; Heufeld: 13 Deutiche, 3 Radikale; P a r d a n j: 2 l Deutsche. 6 Oenokrate». 5 R rdikale; N a k o v o: 20 Deutsche, 6 R idckale; S i g « u a d «» selb: 15 Deutsche, 5 Radikale; Ec»esthausen: 16 Deutsche, 4 Demokrate». 4 Riaikale; La zarseld: 12 Deutsche, 5 Ge»erbetre>be»de »ad 3 Radikale; Älek: 14 Deutsche, 6 Radikale; Betschkerek: unter 49t>0 E i«men erhielten vie Deutsche» 309 S i««ea und 4 Mindate; Reusiwatz: Block der Radikale« und Deutsche» 18, zweite deutsche Liste 6; Gakovo: 15 Deulfche, 6 Ridikale. 6 Demokraten; Ribjica: zweite deutsche Lst? 10, de«okratisch-ma^ynischr Bock 5. eiste demsch: Lste 13, Radi-kale 5, selbständige Demokraten 1; Sula: «aoy»» risch deutscher Block 26. de«okralijch-radikaler B ock 4. Gewerbelreibende 1, G.stwute 1, amiliche Radikale 8; C v r e n k a: die Deutscheu enthielte« fich wegen grober W-Hlnißb ä lche der Wahl und föchte« ste an; Pribiievicevo: 8 Sotmlisten, 25 Deutliche, 3 Radikale; Weprowatz: 24 Deutsche, b Ma-xyaren, 2 A»häna»r der radikale« Weißbaripartei; Neuwerbaß: 27 Deutsche, Blockiiste 13; Alt. wer baß: Block der R idikalen und Deutsqe» l6, radikale Di!si»enten und Ma^yrrev 14. Demokrate» 17, seldstäidige Dmokcaten 3; Hodschag: 3 Deutsche, 4 unabhängige Arbene-, 5 Bauern, 7 Bäiger; Filtpov o: »ie einzige deutsch: L It? erhielt alle 38 Man'ate; Parabuc: 27 D utsch^, 5 Serben, 4 Rad kalc-D «okraten, tzwüie deutsche Liste 5; Batki Brestovac: 20 Deutsche, 10 Ridikale; Saraoukovo: 33 Deutsche. 7 Radi-kal>; Apatill: 13 Deutsche, 14 Sozialisten. 8 Radikale-Denokiatea; Prigrevica So Ivan: 9 Deutsche, 8 Radikale, 3 oaabh. Arbeiter, 20 De» «okrate»; Bel» Manastir: Se.'den 3, Deutsche 15, Sausleute 5; Neusatz: unter 54S5 Stimme» erhielte» bie Deutsche« 298 und 4 Mandate; Reu-schowe: 12 Deutsche, 9 Rabikale; Jarek: 15 Deutsche, 8 Radikale; Neufutok: 16 Deutsche. 8 selbst. Dmokrateu, 5 Radikale; Altsntok: 14 Deutsche, 9 selbst. Demokraten, 17 Radirale; Baika P a 1 a n k a: 29 Deutsche, 4 Radikale, 7 Demokraten; Gajbobra: 17 Deutsche, lORibilale; Rova Sajdobra: alle 20 Mandate Putsch; Bulkeß: 20 Demsch«, 8 RadtkaleDenokraiea; Obrovac: 19 Deutsche, 8 selbst. Demvkratea, 3 Rabikale; Feketitsch: 13 Deutsche, 27 Rabikale>De«okra-tea; Sekitsch: 23 Deutsche, 9 Radikale, 3 rad. Dissidenten. Da« Gisamt-?q»bni« der G-matnd«-wählen tn der Woiwodtna beweist, haß nach den Rabikalea b>« Deut chen die «eisten Mandate errungen habe». Nach einer Anfstellang de« I >««»-Ministerium» gestaltet stch da» endgÄtige Gesa«t» erg-bnie. wie folgt: Deutsche 401 Mandate. MigH» ren 2l2 Radikale 805, Demokrate« 154, selbständige Dewokralea 170, Radikale nnd De«okrate» aas gemeinsamer Liste 151, Ridiipartei 85, uaabhängige Arbeiter und Sozialiste» 140, serbisch« Landwirte 124 und Banjelvatzen 4 Mandate. Ihr« SebietsadHesrdnetenmandat« zurückgelegt haben. «>« auf b«r l tz en Stzaag ber Marbnrger G-bietlv-rsammlang Gebietsobma»» Herr Dr. Le»kovar mitteilte, die Herren Dr. Gortta», Petejan und Nchast. von den beiden erstere» ist Herr Dr. Goricaa bekanntlich Bürgermeister vo» C'lli, P'i'jin aber Abgeordneter ber Skupschtwa. An Stelle der Zurückgetretenen ward«» die Herre» Pros. Anton Ceünik (Slowenische Ba!k«pirtei), Andrea» EavZ k (Kommunist) und JZan H^.var (Slov. volNpartti) vereidigt. Trauung. Am 6. Nzoember faah ia der St. Andräkirche ia Sraz di« Vermählung d«» F-l. Grell Wmkler, L hreria ia St. Sathrein a/L., mit Herrn S pp W ißkircher, Revierwspektor »er .Norika", statt. Heil dem Brautpaare! Hammer 90 Cillter Zeitung Settt 3 Handschuhe alle erdenklichen Qualitäten! ♦♦♦ Grosse Auswahl! Jede Preislage! oC. putan, Qelje Besichtigen Sie bitte die Schaufenster I_ Konzert des gika Qaart-tte« W e nie bereits mitteUleo, g>bt das Z ka Q artett cm 21. November tn halb 9 Uhr abeu&ß im Kivosaale de« HoielS ,Tkoberne" ein Konzert. Da« Jitereffe für diese Veranstaltung ist degreislicherweiie unae-wöhalich groß, da da« Zika Oaa'ielt gerade vo» un» serer E.'adt an« seinen «vsftieg b^onnen Hai. einen Ausstieg, de» wohl wev'ge derartize Känstlervir-eioignnge» anszuweisen haben. D e voriragSnrdnung nnsaßi folgende Melster»erke: 1. Beethoven: Q larieit F moll op. 95. 2. o) I. Tuk: Mdltat'oi aoer den allbShnischen C^oral ve« hlg. Wenzel op. 36 2. b) Hugo Wolf: I alienlsche E"era»e, 3. Union Dworck: Q la.telt G dur op. 106. J,»belo der» machen wir auf dte Italienische Serenade uniereS unsterblichen SinMmaniie* Hu o Wols aus«er!,am. eine entzückende Miniatur, welche in ihrer Orchester» faffung u. a. ein Kabwetistiick »ei Weiter philharmonisch n Orchestn« bildet. Sacken i» der Preislage von 5 bi« 30 Dinar ftu» ia der Buchhandlung der Frau F ora La^er Neck-rma»n zu haben. Mö^efich »«»man» diesen seltenen Si-ch.enuh eatg-he» lasse«! Von der neu*n Gottscheer deutschen Spar- und Darl»d«n»k«sfe lesen wir in der .Gottscheer Z itnng" nit G nug uunq vachsolgende«: Dle »rue Gpac- und Darlehenskasse wurde am 21.' September 1927 durch den H rrn I ipekivr Zosef »l«r von der Zid-vj a zveza in Lainach einer «ivg'heudeo R'v fion nni»r,o?en. Laut Revision«, befand vom 24 O'tober 1927 hat hiebei Herr I,-sp'ktor Sink mil Befriedigung folgenbefl festgestellt: »Die Sparkasse steh! in voller Entwicklung. Die Gebarung ist musterhaft. Den Boistände sowie d»r Beamtenschaft gebühren süc ihre gewissenhafte Pfl ch'» erfüllnng vollste Anerkennung." — Die diesem Ja-stitut« «overtrantt» Einlage» habe» i» der kurzen Zeit seine» Bestandet bereit» die ansehnliche Hihe von 8 376.705 Din erreicht. Wichtig für dte Kartoffelausfudr. Der Eillier Stabtmogistrat verlambart: Die Dtrek» tion der staatliche» landwirtschaftlichen versuch«- und Kontrollstation ia Marbma bat t»u Zuschrift vo« 29. Oktober 1927, Zi. 958, den Eillier Stadt-naqistrat verständigt, daß die landwirtschaftliche Ber-such«, nnd SConttoOft ltion in Marburg für da» ga,ze Marburger verwal>nn^»gebiet de» gesamten phy opalhologischen Dienst auch bestiintion wenden mtlff'«, wenn sie AnSsnhrscheioe brauchen. Die vom Institut ausgegebene» Bestätigungen si«d in keinem Zusammenhang mit den B stätignngen, die man vielleicht vo» den zuständigen VeztrkShovpt-mankischasten bzw. Gem i'deämter» bekommen maß. Zedem Exporteur wird warm empfohlen, rechtzeitig nit dem Istilnt wegen der ädrigen Ansklärnnge» tn Verbindung zu trete». Bezüglich d»r Zollbefreiung von Paketen mit alten Kttdern verlambart der Marburger Obergespa, »achsolqende Eattcheidnng der P»st- un'» Telegroph-ndt'ek'io« in Z»greb: .Nach be» Zollvorschriften sinnen P »t-te an« dem An«!and, welch? alle getragene Sleider oder Wälche beinhalten, vom Zoll befreit werden, wenn die Empfänger da« ungeschriebne Gesuch «it Anschluß ei»e» ArmulS-zeugnisse« und eine» B i»se« d»« Absender«, daß er ihm da« Paket al« Gscheik sende, beibringt". Die Armutlzwgnisse sär E llt Stadt gibt der Stadt» »agistrar an». Adftbaffung de« Verwaltung»«,«-richt« in dtllt? We der Laibacher .Sloven-c' berichtet, beabsichtigt der Zastizminister im künftigen Budget drei Lerwa'.tnngSgerich e anzuheben, darunter auch da» BerwaltnogSgericht i» E lli. Die B-stäiigung dieser Nachricht steht noch an«. Eine Schiff«katastkopbe trug sich am vorvergangenen Tonntag auf der Donau zu, indem der Dampfer .Slroßmayer" aus dem Wrack de« noch vor dem Kriege gesunkenen Schisses ..Vulkan" aus-fuhr. Unier den Fahrgästen brach sosort eine unbe schrei bliche Panik aus da das Wasser in den Salon der 1. Klasse e ndrang und der rückwärtige Teil de« Schisse« zu sinken begann. Die heulenden Sirenensignale riesen drei Motorboote und später den Dampser „Zagreb' herbei, der die Reisenden aufnahm. Bei der Rettung taten sich besonder« die drei Motorboote der „Siemens B ugesellschast" hervor, die bekanntlich die große Donaubrücke Bcozra'» Panischowa baut. Al« Oberiugenieur Max Hille da? Unglück sah, ließ er sofort die drei Motorboote der Gesellschaft bemannen und schickte sie zu H.lse. Hierüber schreibt das Beograder „Lieme": E« »It geradezu sonderbar, als ob das Schicksal einen Spaß machen wollte, daß als die ersten Helfer gutherzige und tapfere Deutsche erschienen, die doch ebenso gut wie die andere Masse der Bauern und Arbeiter, die über Boote verfügen, ihren Sonntag in verschiedenen Schnapsbuden und Schenken hätten verbringen können. Ader die Deutschen eilten als die einzigen von allen sofort zu Hilfe, da sie wußten, um was es sich handle. Dieses schöne und seltene Beispiel der Opserwilligkeit ver-dient in der Tat die höchste Aufmerksamkeit und die allgemeinste Anerkennung. Da die Reisenden bereits begannen, ins Wasser zu springen, aus dem sie sich durch Schwimmen nicht hälten retten können, so bleibt es eine faktische und schöne Tatsache, daß die Deutschen, die der .Slroß mayer" zu Hilse eilten, dadurch etwa 50 Personen vom sicheren Tode in den Wellen der Donau retteten. Vergessene Schwaben sitzen i» zahlreichen kleine» Kolonien Slawo»>ev«, »icht reich wie ihre StammeSgeoossen in der Woiwodioa nnd nicht im Mittelpunkt politischer und kultureller Tätigkeit. Sondern ste si»d beinahe vergesse» nnd sie selbst haben in den harte» DafeinSIampf zw>>ch'» Sompf und Urwald fast auf Abkuaft und Muttersp ache vergessen. Aber diese Leute virlangen nach geistige» Anregungen uud e« wäre diesen kleinen, überwiegend katholischen, aber auch evangelischen Siedlungen mit Lesestoff seh- gedient. Wtr verlangen immer da« Neueste. J'ae sind auch mit Alten zufrieden nnd zwar werde» var allem reich illustrierte Zeitschriste» erbete». Die Lente sinnen ja kaam mehr ein Wort lesen, die Bilder sollen sie neugierig machen, de» T xt darunter zu in'ziff-rn. Aas na»> ch-m Dachdode» werden alte Jahrgänge der „Woche", .Gartenlaube', von „R clam« U« versvm" und andere» Zeitschriften verstauben und vermodern. Sie liegen vielleicht irgendwo tn Weg und man konnte sich nur nicht entschließen, sie zu verbrennen. I-tzi gibl» sinnvolle Berwrndnng dafür l Et brauchen »icht einmal vollständige I ihrgänge zu sei». Sie müsse» auch nicht wer weiß wie gut erhalten sei». Dort könne» sie ei» gute» und wichtige« Werk tun. Au« Gefälligkeit hat Herr Psarrer May die Vermittlung üderoomnen. Diejenigen, die ihren SchwabenbrÜdern alte Zeitschriften zu Überlasse» bereit sind, wö^e» die Zeitschristen entweder gleich in« Cillier evangelische Psarrant senden oder e» Herrn Psarrer May bekanntgeben, der ste abholen läßt. Gin junge, Dieb. Au» W.ndischgraz wird un» berichtet: Die Gendarnerie von Windljchgraz nachte vor kurzem einen guten Fang. Ein gewiffe, Io es P öov»ik legitimierter C i», geboren am 13. März 1913 in Siele bei Wiodischgraz und zuständig nach St. Johann am Weinberge, hatte im August d. I ein Fahrrad av« dem Flur de» Haase« de« hiesigen Arzte» Dr. Harps in frechster Weise g'stohlen uvd bei einem Bauern in der Ungebnng noch am selben Tag um 50 Dinar losgeschlagen. Nach dem Raddiebstahl trieb fich der Dieb, ein recht schwächliche« und sär seine 16 Jahre im Wachstum zurückgebliebene« Bürschchen, in der Segend vo» Schwarzenbach hnum und von dort laufen j tzt mehrere Anzeigen von durch ih» verübte» Diebstählen ein. D«r Bursche ist arbeit«sch?n und treibt stch immer herum, »ur auf eine G:legenheit zu einer Dieberei lauernd. Er saß tiotz seiner Jagend schon wiederholt im Gesäagni»; unter anderem hatte er in Berche einem Bavern 5Q00 Dinar an« versperrtem Kasten gestohlen. Dem Befohlene» wurde da« Recht der Pfändung zugesprochen, wenn der Dieb etvmal etwa« habeu sollte — ein schwacher Trost! Die Eltern de« Taugenichts find ordentliche «rbeit«leule und wohnen ia ber Ungebnng von Windifchgraz; sie haben sich voa dem verdorbenen Sohn vollkommen losgesagt, der da» vi'erltche Hin« nicht «ehr betreten darf. Schadenfeuer in Mchling. Au« Win» dlschgraz wird berichtet: Am verganqenen Sonntag brach abend« um 8 Uhr ein große« Feuer im Wirt» schafttgebäude de« Herr» Konrad J<8 ö au«, welche« da« große Gibäude samt alle» Futtervorräten und de» landwirtschaftlichen Maschine» vernichtete. Da« Vieh koaute zum Glück gerettet werden. Der Besitzer erleidet einen namhafte» Schade», dem »ur eine BnsiHetnug»s««»e voa beiläufig 100.000 Dinar gegenübersteht. D e freiwillige F nerwehr de« fe» nachhalten Psarrdorse« St. Jlzeo var sofort zur Selle und die Feuerwehr der Stadt Windischgrnz eilte auch zu Hilfe. D:n vereinten Anstrengung» beider W hcen gelang eS auch in kurzer Z'it, da» F uer auf den nr p-ünilichen Brandherd zu lokali» fieren, so daß «»»besondere das ganz nahe stehende Wohnhau» vo» Feuer verschont blieb. Eine recht girstige Ecscheimng zeigte sich leider bei dieser Ge» lege?heit wieder einmal, die ma» sich in unsere» ländlich biederen Tale, da» noch nicht voa der Groß» sta»!kaliur angekiä»kclt ist, kaum hätte erwarten sollen: einige lichtscheue Elemente beontz'.en die Gelegenheit und stahlen verschiedene Wertsachen, darunter zwei Uhren, die „gerettet" worden waren; die Geidarmerie verhaftete drei solche feine Flüchtet» nod lieferte ste den hiesigen Gerichte ein. Andere Diebe entwisch'en.leider in dem allgemeinen WirbeÜ Wetterlaunea. An« Wmdischqraz wird un« geschieden: Nach ei»en herrlichen Oktober, wie naa «h, schort seit Mensche»gedenken nicht nehr beobachtete. änderte fich da« Wetter an Ende der eisten Woche de« Nov.'mber»: der bi« dahin ganz ungewöhnlich hohe Barometerstand ging allmähltg beruater, so daß er am 9. November, am Tage d<« Vollmonde», einen Ausstand erreichte, wie man ihn schon lange nicht veriderkt hat. Dtbei wehte durch Tige und Nichte ein heftiger Jang, wie man hier den Schirokko nennt. Starke Regenschauer wechselten mit Sonnenschein ab; am selben Tage war sogar ein Regenboze» zu sehen, da« richtige AprU-weiter. Am 10. November aber setzte ein G-witter mit Blitz nnd Donnerschlag der ganzen advorne» Wetterlage die Krone aus. Uad mit dem Aufhöre» de» G witter« klärte sich der Himmel und zu gleicher Zeit fi >g da« Barometer rapid zu steigen an nnd die vo-her fast drückend warme Last kählte fich ga»z merklich ab. Der sonst um diese Zeit immer pÜnkt-lich einsetzende Kälteeinbrnch scheint aber noch auf fich warten lassen zn wollen, da der diese« Kälte-stürz regelmäßig vo-angehende Schneesall ans den Bergen, ans dem Ursulaberg und Bachern, voch nicht eingetreten ist. Wir können un« daher noch aas eine Fortsetzung de« bisherigen schönen Alt-weibersommer« fceuen. — So schrieben wir gestern. Aber der Wettergolt wollte ander»: Ja der Nacht vom 10. ans den 11. setzte ein Schneegestöber ein, welche« den ganzen 11. Navember mit dichte« Flcckeasall anhielt. Nachrichten au» der Umgebung besagte», daß auf den Bergen ganz beträchtliche Mengen Schnee fielen. Auch in ganz Kärnte» düiften stirkt N ederschläge gewesen sein, da die Dran rapd stieg, so daß die Ueberfuhren eingestellt werde» mußten; auch von im Ban begriffene» Flösse» hörte «an, daß fie fich losrissen und s» verloren gingen. Dieser Wettersturz wurde Übrigen! durch den Grimmschen W-ttnkalender sicher vzran«-gesagt; überhaupt kann dieser Wetierkalender, welcher da» Wetter sür da» ganze Zahr voraussagt auf Grund von wissenschaftlichen B o^chlunzeu und rechnungen und auf der Annahme fußt, daß vie Wetterfchwankungen durch die Kernstrahlung der Se-stuue nnd die verschiedenen Stellungen der H'mmel«-köip'r zueinander bedingt werden, empfohlen werden; der Schreiber dieser Z:ileu hat da» Wetter de« ver-gavgenen Jahre« geaau beobachtet und den G:i«a-ich-a Wetterkalender «it diesen Biobachlnngea verglichen und e« ergaben fich oft ganz überraschende nnd genaue U beretnstimmungeu. Der Kalender ist um billigen P:eit in Silzburg, Schwarzstraße 5, zu haben. Steifeetudrücke eine« O/fterreiche»« in Slowenien. Da man bei un« scho, gewohnt ist, über alle« und jede» bloß schimpfen zu hören, an den Bierii'cheo und in de» Zeitungen, freuen wir ni«, einen Bericht an« Wmdischgraz bringen zn können, in dem einmal noch ein Lob enthalten ist: Ein Herr an» Wien, welcher bei «ir, dem Schreiber dieser Zeilen, in Windischgraz zu Besuch w«r, schrieb mir einen Brief, au» de« ich folgende Stelle, welche für den so erwünschte» •ritt 4 Ctllitt Zeitung Nummer 90 Fre«d«vvnkehr in Jugoslawien recht schme ch?lhaft ist, enlnehme: „Angenehm ausgesalleu ist mir bei »einen dieejihrigeii Reise« in Jugoslawien der gute guftanb eurer Staat«bahnen. Nicht vur aus Hzvpt-prrck'ki, auch aus N benliaieu, wie der Streck: E lli» Wöllan-Drauburg, »ras ich «oderne, abent>« g»t beleuchtete ErsenbahnwSgeu, die, was sür de» Reisenden roch wichtig«? ist, rein und sauixr gehabte» wäre», •ander int nett zeige» fich auch die S«a«iootzebSude; einen erfreulichen Anblick gewährt der fich vielfach findeude Blu«eusch»uck. der, wie »o» «ir sagte, auf eine besondere Anregt» g eures Eisenbahn-»wister« zurückzuführen ist. Die vertehrSbea«!eu und Schaffner find tadellos atjustiert und zeichnen fich de» die •laalslpiache n'chi beherrschenden Re!» senden gexesüber durch Hiflchkei« uvd Ectgegeu» kommen aus, das jeder Frage willig Rede steht, was auch von audneu Reifevdeu rühmend anerkannt wuide. Dieie Hifl chkeit saud ich auch bei deu Grenz- und Zollbeamte» sowie bei der «evdarmerie; augenscheinlich wird von euren Zestralbehördea de sondere» Gewicht auf da« gute Sen«h»en der mit den Fcemden in Beiührnnq kommenden stalllichen Organe gelegt, was dem Reis,verkehr sicher !örder> lich sein wird." — Eo weit wäre alles chü» und pnt, und den Elvheimtlchen sieut es anch, wenn vo» •rite der besnchevdeu Fremden nnlei e verkehrt-veihältnisse lotend hervvrgihoben werden. Immer-hin wäre es hier em Plohe. ritt« M'ßstan»«« «r-währuvg zu «un, der stch wobr sche nl ch unschwer beheben ließe. Derselbe ben ffi Märgel der Fc.hr. ordnung in unserem engeiro ste»» eh kärniverischen •eb'ete. Der Schnellzug, welcher »vn Prag um 2L 40 Uhr abgeht und Wieo vm 8 15 Uhr vcr-läßr. komm« v«ch Marburg um 13 53 Uhr. Nun muß der Reisende, wenn er die Linie dnrck das Drautal beni tzen will, iu Marburg bis 18.34 Uhr, also volle 5 Stunden warien, bi« er einen Zug ins Drautol zur Verfügung ha». W ll der R'i S das nur de«»kg«v, weil der Zug au« Wlndifchgroz eine halbe Sunde zu ipät zum Anschluß an den Lavantialer Zug komm«, der schon n« 10 25 Uhr vormittags Drauburg verlcfs u Hot. Ein U'belsta»d ist es auch, deß i« dem »ehe verbreiteten Wimmerschen Fah'plan, der auch die >nsch!fifie noch Jugoslawien enthalten soll, diese Na> schlüfse in Draudurg. des »och ei« wichtiger Snoteu put te der Lwim Marburg Klagensurt uud Eilli-Zeliweg ist, nicht verzeichnet find, vielleicht treten die «aßxedendeu Fakioreo, denen die H'.bung de« Fremdenverkehrs gewiß am H'rzen liegt, diese» den Reisenden sehr unlieblamen Anftäudeu näher nnd beseitigen sie im Interesse eines klaglosen Reiseverkehr»«. Ueber de» Spiritismus in Trifatl berichtet b:r Lr'bacher .Zatro': Der Sptrni«mns hu sich i« unserem Tal |o ausgebreitet und solche Dimevfione» angenommen, .daß die Behirde wird eingreifen müsse". EI geht de« Leuten schlecht, fiberall such n fie nach Rettung und so haben fie ihre Z «> flacht schon zu den „Geistern* ge»o»me«. Ja einigen Hänser» werdeu »egelmSßge Stzuu^e« abgehallt», wo Geister gerns u werben. Dieser Tage geschah e«, daß tlv lkooppe »i m Psmrer ka« nnd verla«gte, dieser aii^e den Teufel, der fich in seinem Leib an» gefiedelt habe, ouitreiben. vom Psarrer ging er zum Irz», den er bat, »r möge ihn b'ilen. Man sprich« o ar benot«, daß auch die P öiik deshalb in« «äffer gesprungen sei, weil ihr der Spiriiismu« de« linpf vnrücki bade. Endlich auch «ine slowenische Völker-bUUdlige». Äm 3 November fand «« S tzuaos-soal de« Ltbccher Magistrats die gründende Ber-fonimlung eine« slowenischen .vereint« sü' die Jdc-derung der Ziele des Biikerbunt«" stat'. Den «u«> 'ch' h lilde« dte H iren: Piäiden« Dr. Pltam c. Viz p.-ästdevten Dr. vreje und Dr. Preiner Schriftführer Dr. B jiik, Aalfier Dr. Jer e, Rii«»choß-Mitglieder Dr. vodrp v c, Dr. Lukma», Dr. Ehrlch, Dr. Nailcien, Dr. Ravnihar und Dr. P c. Auf dieser Versammlung hielt das Mliglted d,s General-sekrelar'at« des Völkerbunds Herr G?org P.pcv c einen kortrog über die Ei folge des Völkerbunds. Al» rive der Havpiansgaben des Vilkerbu»!'« rück.e er die Minder h iisirage und den »chl tz der «aiio-noleu Mir.de,her«,n «n de« vorderkrund. Unser Lkoat nimmt, e>k Srie Herr Popov c, in Genf «tue» recht angesehenen Platz an, weil er die Mindtr-htittnfrage «o menschlich und so thrtn-wer« als möglich «rätitrt. Und «rotz'»em hat fich der Vertreter de« RevolutionskomiieeS der ma-z'donische« O ganiiationen wegen der nationalen Minderhnt in M zedonien beschwer». Die Sache wurde unserem Delegateu fidergeben, der ober den S«an»pu>,k! unseres Siaate« vertritt, nämlich daß die Population in Mazedo»itn überhaupt leint Mivderheilspopulatio« darstelle, weil fie wie die übrige Bevi.keru«g slawischer Absta»«a«g sei und dieselben R-chte genieß-. Ich hl ffe, daß wir in dieser Seche dmchdringen werden. Wirischast und Verkehr. Hopfenbericht au« Saaz vom II. November. Sowohl am Platze, stärker aber »och a» Lande, herrsch«» auch in den verflossene» verichrs-tazen ständig Nachfrage nach Saazer Hopfen uvd wurden bei ruhiger Siimmuug am Putze Tage«-Umsätze vo» b0 bi« 100 Zentner erzielt, «rähcend am Lande lägl'ch einige ha»dnt Zentner angekauft wurde». Händlerkreiie schätzen, daß innerhalb ^er l-tzte« 14 Taaeam Platz: u»d Lande 4 br« 5000 Z -tner ausg'kauf- wurden. I? nach veschcffenheit ver Ware zeblt m»- heute sür 1927er Saazer» H psen vo» Kö 2000 bis 96 2260 per 50 Kilo, jfl. 2% Umsetzstkuer. 2rot unseren gemk'N»,w«iskt» E'deduugev waren am Lande per 5. November 92% d»r heurigen Ecnte ous erster Hand verkauf'. Wichtige ZovatSnderuugeu vor dem Portum.nt. Der Fi,a«;»inrstel hat de» Par> lame»t o er vom Minrllerrat gev«hm'gi» Zolladä.'.-derunge» u»te:brei«et. und z»ar: den E.laß über die Herabsetzllvg des lussahizolles auf halbbeum-wollene Jilleabfälle. die Hirab>,tz»g des Mm»al-zn.ll,c.tzud E^ede N ffe» nnd Paul Richte''. Spanischer Stier» kämpf >« Film. — Am F'titag, Sawstaz nnl» Sonntag: „Der Fürst der schwarzen Berge", glän-zende RrirÖStc i» 6 Akee-. Ji de» Hiuptrolle» die Ktro ieblinze Har^y L eeke, B vian G-bion uud Svi <£)a. Hariy L'etke in der R llt de« Fürsten und Haj»ukev«. Prachivollt Na«»raus»ah«en aus der C »a gora u»d D>>«ariev. Borstelluvaeu a» Werk» lägen i m 8 Uhr 15, a« Sonntag, 20. Nrv:«ber, u« halb 3, 4, 6 und 8 U}t 15. ftiliiMj Das Ei des Kolumbus war nicht überraschender als das Zugsieb der „Komplctta"-Kanne. deren Benutzung eine vollkommene Teeljereilun? ermöglicht und dadurch höchsten Teegenufi verbürgt Aroma. Kraft u. Ergiebigkeit sind voll entwickelt. Die Teeblätter rationell • ausgenützt! Sie erhallen die .Komplett*"- Kanne gesen Einseiutun^ leerer Umhüllungen von Tee Matbe .TeclMnne" Im Nfctto-Teegewidit von 3 ku, dazugehörige Zudierdcne oder Sahne-irlefier oder Teelawe (Qr Umhallimgeti im - Netto -Tee^ewidit von 1 hg. durdi Albert Ouno. vei<.crtoep*iselö. Zagreb, Trenhova « Verlangen Sie deshalb nur Eigenttlmer, Herausgeber und E