Schrittr-ituug VkatkkausgasseNr..^ ffamBK'ilS«! Hl«». Erreastn»»?! S8;(i<4 (mit •nrnihr-; »« Eo»»- u. ftriet* I«4«) t'un 2—Z Ute imäiu. H»»ditnfte» werben md! btsÄOCärtnt; tumfnlol« 4io-b«tJB|fa nick» boütfiicktLjt. B«!iiii»l(iuan«» «irrn: dir ?>ederd°>unze» ♦»«*-aackloil. sie „learlcke Sackt" m'tfcetnt |(*»eoiinia|) »u» £«Bit(T#tnt msrze»«. Perwatlung: RathkauSqasseNr. 5 iHiimmer'kd!» VrzuflSoedinguiigki« «»! « > l l I mir .HuftsO J114 in'« Ha»«: "W»B.«o Haldlilhrrz ... st. i.io «aiHiiilfiä ... |l. «.40 stiit'» »«»land erhöhen sich die Bnii>!«gcb>thr-N >un die »»herea SerI«BdBiig»->S«diUirci». PiftlVarcallcn-^tBla SS».»»». Nr. <"»4 Mi, Soiintag. 5. ZuN 189«. 21. Zaijrgang. •S>um Wir bitten, abgelaufene BezugS-berechtigungen recht bald zu er-neuern, damit in der Zusendung der „Teutschen Wacht" keine Unter-brechung eintritt. Aie Perwallung. '^er beutigen „Teutschen Wacht" liegt Nr. 27 der Sonn-iagsbeilage „Die Qüdmari" bei. Jnballsv«-^ zeichnis: Cb er Wort hält '< Novelle von M Friedrich-flein. — Einzahlung der Auchdruckertunsi in Nürnberg. — Etubenvögel. — Abgeblühte Nosenblumcn — Nutzen des Eiaare«. — Seevogel als Nebelsignale. — Alle seiden-! resle. — Tas Wcschen der Waschkleider. — Nubspeise. — Etimmt. — Ter liebevolle Gatte. — Guter Rath. — Be-I deutliche Umschreibung. Zur Ausgestaltung der deutschen DosKspartei. Der erste Schritt zur Organisation der deutschen ! DolkSpartei. deren Programm wir unseren Lesern m seinen Einzelnheilen bereits vorgeführt habe», ist gethan. Es werden allenthalben Landesverbände gegründet, deren Aufgabe ei sein wird, unter ! Wahrung der allgemeinen deutsch-.nationalen politischen und wirth-^ schasllichen Grundsätze den örtlichen Bestrebungen der einzelnen deutschen Interessengruppen gerecht zu werden. Diese Interessengruppen haben sich eigentlich schon längst gebildet und gingen mit der Betheiligung deutscher Politik in den Landtagen Hand in Hand. Die Gliederung nach Landesverbänden erschwert »nb hindert die deutschnationale Einigung aller deutschen Männer in keiner Weise. Vor Allem fäll« ilon die Verschiedenheit unserer nationalen Interessen in den Sudeten- und Alpenländern in» Auge, eine Verschiedenheit, die sich aus der Verschiedenheit kme üegelpartie bei Friedrich Schiller. In der „Chronik" des »Wiener Goethe-Ver-eitles" war ein interessanter Aufsatz enthalten, der die „Abenteuer eines ungarischen Schulmannes mit Soeihe, Schiller und Wieland " behandelt. Herr kzluchovinyi — Dies ist der Name des Schul-«annes — war am 20. August 1803 von Jena -ach Weimar gekommen und hatte dort das Glück zkitvssen, die drei Dichtergrößen vereint in einem Garten zu finden. Er berichtet: Am gestrigen Mittag — 20. August — betrat ch endlich Teutsch-Athen, das liebliche Weimar, liium hatte ich die dringenden Mahnungen meines Magens befriedigt, als ich die Stadt zu durch-bindern begann. — Immer schlendernd und schauend ßweth ich an die Jlm, und, ihrem Lause folgend, «vermerkt in eine lange, von Sommerhäuser» und (Sötten gebildete Straße. Mein vierstündiger Marsch «m Morgen, die brennende Augustsonne am wölken-I.sen Himmel hatten in mir gewaltigen Durst erregt. Zt sah daher sehnsüchtig nach einem Brunnen oder miim der üblichen SchänkwirthshauSzeichen an der Häuserreihe umher. Da schallte mir plötzlich aus einer offenstehenden SanenthSr fröhliches Lachen, der Ton stürzender Hegel und der in diesem Augenblick für mich zur vxhärenmusik werdende Klang angestoßener Gläser «tlgkgen. In der sicheren Voraussetzung, der öffent-Iichen Quelle eines LabetrunkeS nahe zu sein, eilte der nationalen Gegner von selbst erklärt. Hier Slovenen und mehr Clericale. dort Tschechen und mehr Juden. Darnach richtet sich auch ein vielfach verschiedener Kampf um den nationalen Besitzstand, darnach bemißt sich in concreto der Kampf um die freiheitlichen und wirthschaftlichen Güter. Diese Unterschiede machen sich freilich nur in der örtlichen Verfolgung des Parteiprogrammes gellend — in der Reichsvertretung wird die Partei naturgemäß eine ausnahmslos einmüthige Haltung in den nationalen, politischen und wirthschaftlichen Fragen einnehmen. Wenn wir in den Alpenländern und im be-sonderen in Sleiermark an die Organisation der deutschen Volkspartei schreiten und deren Programm den heimischen Verhältnissen gemäß ausgestalten, so muß für uns in erster Linie der Kampf mit dem Slooenentbum und dem Clericalismus maßgebend fein. Wir haben hier zu Lande mit dem volks-verrätherifchen Clericalismus schon zu viele traurige Ersahrungen gemacht, als dass wir irgend einer Annäherung an eine offene oder verkappte clericale Partei zustimmen könnten. Wir meinen damit ganz besonders die katholische Volkspartei, die durch das Schlagwort „Eilli" genug gekennzeichnet wird. Löst sich diese Partei, wie gerüchtweise ver-lautet, wirklich auf, so ist für ihre Mitglieder in unser», Partei kein Platz. Bezeichnet sich doch die „katholische Volkspartei" schon durch ihren Titel als eine solche Partei, welche die Religion als Kampfmittel in die Politik hineinzerrt. Sie widerspricht also in ihrem Wesen den Grundsätzen der deutschen Volkspartei. Diese Ausführung eiit-springt durchaus nicht etwa einer Befürchtung, sondern soll lediglich Verdächtigungen und Ver-drehungen von altliberaler Seite die Spitze ab-brechen. In Kärnien hat sich der Landesverband der deutschen Volkspartei bereits gebildet und ist mit seinem Programm und einem Aufrufe für die Land- ich, gleich dem Wanderer in der Wüste, nach der Erquickung bietenden Oase, und mit schnellen Schritten betrat ich den Garten. Unter dem Laubdach einer ehrwürdigen Linde, nahe dem wohnlichen, rebennmrankten Hause, erblickte ich an einer Kegelbahn eine Gesellschaft von Männern und Frauen versammelt. Etwas verlegen, da mich Aller Augen neugierig betrachteten, setzte ich mich an einen nahen leeren Tisch, stopfte meine Pfeife und winkte der eben mit mehreren vollen Bierkrügen aus dem Hause tretenden Aufwarten«, ihr zurufend: »Auch mir einen Krug. Jungfrau!" Auf diesen Zurus wandte sich die Magd wie erstaunt nach mir und hielt zögernd an; allein der Wink eines Mannes von einnehmender Gesichtsbildung, der eben, die Kugel zum Wurfe emporhaltend, mich einen Augen^ blick scharf beobachtet hatte und wahrscheinlich der Wirth war. bewog die Magd, mir lächelnd und knixend und ob der Zurechtweisung ihres Gebieters, oder vielleicht meiner Person willen, bis unter das Häubchen errölhend. den Krug mit einem „Prost der frische Trunk" hinzusetzen. Mit voller Muße betrachtete ich mir die Ge-sellschast und folgte mit Theilnahme den Wechsel-sällen des Glücks. Drei der anwesenden Herren zogen besonders meine Aufmerksamkeit auf sich. Den einen zeichnete eine edelgeformte Stirn, lebhaftes Auge mit fast stolzem, doch wieder unbeschreiblich mildem Blick und schöngebildeier Nase vortheilhast aus. die Haltung seine« wohlgebildeten Körpers, lagswahlen bereits vor die Wähler getreten Auch in Sleiermark sind die Borbereitungen im besten Zuge. Mögen diese zu einer festgefügten Vereinigung aller deutschgesinmen Männer der Sleiermark führen. __0. A. Eine reichsdeutsche Stimme über steirischt Verhältnisse. Das in Berlin erscheinende Tagblait „Deutsche Zeiiung" bringt in Anlehnung an die in der „Deutschen Wacht" besprochenen Compromiß-versuche BadeniS einen sehr bemerkeniwerlhen Aus» sah, in dem es u. A. heißt: „Der steiermärkifche Landtag ist seit Februar 1894 ein .Rumpfparlament". Es fehlen ihm von den 63 Abgeordneten allerdings nur 7 — die Vertreter der slovenischen Wähler-schaslen SüdsteiermarkS —, und die zurückgebliebenen 56 Deutschen haben deren Ruhestörungen gewiss nicht vermisst. Dagegen schmerzt dieser Zustand das slavenfreundliche Herz der österreichischen Re-gierung. die sich zwar über die slovenische Minder-heit in Sleiermark vielleicht hinwegsetzen würd«, aber auch in dieser Sache dem Einflüsse der slavischen Parteien des Reichsrathes zu Diensten steh». Minister-Präsident Badeni in eigener Person bemühl sich, die Slovenen in die steirische Landstude zurückzuführen. Der Abzug der slovenischen Abgeordnelen erfolg,e zur Zeit. alS das deutsche Recht durch die vielbe-rufene Errichtung eines slovenischen Gymnasiums »i der südsteirischen Sladt Eilli mit Hilfe der Kleri-kalen und der Liberalen im ReichSrcuh, gemeuchelt wurde. Geg.n diesen Ersolg des Slavemhums. seine Schule als Siegestrophäe und als AgitalionS-heerd in die Mauern einer uralt-deutschen Stadt gesetzt zu sehen, erhob sich die Volksstimme in vielen Hunderten von Kundgebungen mit solcher Macht, daß später das „Koalitionsministerium'- Windisch-grätz darüber zu Falle kam und die liberale Ver-einigte Linke seit dem Tage ihrer schniählichen Abstimmung das hippokratisch« Zeichen des Todes im Anilitze trägt. Auch der „Club der deutschen Mehr-heit des steirischen Landtags-, der überwiegend aus Deutschnationalen besteht, dem aber auch die Ab-geordneten des liberalen Großgrundbesitzes bis jetzt als Mitglieder angehörten, raffte sich durch den von semem Obmanne Dr. Kienzl eingebrachten Antrag das Edle seines Anstand««, seine natürlichen, ungezwungenen und abgerundeten Bewegungen, die selbst bei den gewöhnlich unmalerischen Stellungen, welche das Kegelspiel mit sich bring,, nie eckig oder gar unschön wurden, bezeichneten einen Mann, der durch unausgesetzte Uebung und Aufmerksamkeit auf sich selbst die vollendetste Herrschast über seine Bewe-gunge» erlangt ha,, kurz, es sprach etwaS aus ihm. welches mich vermuthen ließ, daß er den höchsten Kreisen der Gesellschaft angehören dürfte. Ein kleines, schon bejahrtes, jedoch lebhaftes, oft lachendes und vorzüglich mit den anwesenden Frauen scherzendes Männchen mit rundem, vollem Gesichte und klugen Feueraugen, die er oft gar komisch beim Kugelwersen zu schließen pflegte, dünkte mir ein herzlicher, für alles Gute und Angenehme empfänglicher Mensch, nach seiner Art zu sprechen, im Besitze der wahren, praktischen. auS Erfahrung geschöpften Lebensphtlosophie zu sein. Am meisten jedoch zog nach mein freundlicher Wirth an: obgleich blaß und leidend von Aussehen, erregte er in meiner Seele durch seine großen, geistvollen Augen, die er mit unbeschreiblicher Schwärmerei, sich selbst unbewußt, nach dem goldenen Abendhimmel aufschlug, und dabei aus der Stirne die langen, niederwallenden Locken mit der schön-geformten Hand hinwegstrich, ein unnennbares Mit-gesühl. Ein Hauch von Rosenroth aus seine Wangen durch die Anstrengungen des Spieles gelockt, erhöhte den Reiz seines männlich schönen Angesichts und 2 ..Peitsche Zvacht" 1896 zu einer mannhaften, el-mulhtgen »und^edung auf. die später freilich, infolge eines vom Großgrund-besitz eingefädelten Abkommens mit den Klerikalen, sehr abgeschwächt wurde. Die Slovenen jedoch hatten das Ende nicht abgewartet, sondern schon nach der Einbringung des Antrage« Kienzl ..ein-rüstet" den Landtag verlassen. Für ihr Wieder-kommen. daS die Deulschnaiionalen nicht begehrten, stellten sie die anmaßendsten Forderungen. Selbst die Großgrundbesitzer hüteten sich bisher, der deutschen Landtagsmehrheit solche Demüthigungen zuzumuthen. Aber nun hat Gras Badeni. wie das in Eilli er-scheinende deutschnationale Blatt .Deutsche Wacht' «Nährt, auf einer „AmtSreise" nach Graz und Sleiermark die Sache doch ins Geleise gebrachl. Es soll ihm nämlich (gewiß nichl mit zu viel Mühe?) geglückt sein, die liberalen Großgrundbesitzer sür ein den Slovenen zu zeigendes Entgegenkommen zu gewinnen! Ein solcher Verrath deutscher Ab-geordneter schließt die Möglichkeit des weiteren Zusammenbleibens mil den Deutschnarionalen nalür-lieh aus. Und das ist es, was die Regierung gerade jetzt, unmittelbar vor den LandtagSwahlen erreichen wollte: Die Deutschnationalen werden im neuen Landtage zwar die größte Partei, aber doch nicht mehr durch einen ihnen wohl oder übel nach-folgenden deutschen Gesammiklub die Mehrheit des Landtages bilde». Diese ziffernmäßige Mehrheit wird vielniehr in Fällen, in denen die Deutschliberalen und Dcutschklerikalen mit den Slovenen stimmen (und solche .Fälle" wird es genug geben!) in den Händen dieser sauberen „Koaluion" rüden. Immer» hin aber ist diese reinliche Scheidung sür die deutsch-nationale Bewegung von großem Nutzen und hält« Gras Badeni den deutschen Wählerschaften keine bessere Kampfparole für die Landiagswahlen geben können. Was der Liberalismus nicht durch das Geschenk der Regierung, durch da» sorterhallene Vorrecht der Großgrundbesitz-Wahlkurie, für sich rettet, das ist ihm sicher verloren, die deulschen Wahlbezirke des Volkes gehören den Deutschnationalen." Man zieht sich zurück! Eine eigenthümliche Bewegung geht durch die Eapitalistenwelt der europäischen Staaten. — Die Ereignisse des Jahres 1873, gelegentlich der Wiener Weltausstellung sind noch in zu lebhaftem Andenken, als das« sie nicht anlässlich der MilleniuniSauS-stellung in Budapest wieder in Erinnerung kommen sollten. — DaS Capital ist in den letzten Jahren ungemein vorsichtig geworden und nur für sehr rentable Unternehmungen zu haben. Die einiger-maßen exotischen Papiere sind vom Markte ver-bannt. Was Wunder, dass das Capital durch die MiUeniumsauSstellung der Budapester auch gegen ungarische Effecten misStrauisch geworden ist. Kein offener, aber ein schleichender Zug geht durch alle Kapitalistenkreise; Fonde, Sparcassen, Banken, Credilinstitule e tutti quanti, welche in ihren Porte» seuille» ungarische Effecten haben, versuchen die» selben nach und nach loszuschlagen. Man fürchtet sich mindestens vor einer Baisse, wenn auch nicht gerade vor einem Krach. Von Missgunst oder Hey- ließ ein nur mit meinem Leben schwindendes, lieb-liches Bild in meiner Erinnerung zurück. E» schien mir ein Man», in dessen innersten Diesen deS Geistes ein Schatz von Ideen, Gedanken und Bildern in stelem, unerschöpflichem Wechsel kreisen mußte. Sie werden mich hier, theurer Freund, ob der warmen Schilderung dieses Mannes einen Egoisten schelten, der den Wirth darum über Alle lobt, weil er ihn so schnell und freundlich labte, und nebenbei mein Steckenpferd, die Physiognomik, etwas verlacheil. — Allein nur Geduld — und Sie werden im Weiter-lesen finden, daß Lavater'S Lehre sich hier glänzend bewährt habe. Mein Wirth also — der gewiß zu allem Anderen mehr Geschick besitzen mag als zum Kegelspiel — warf jedesmal, wenn ihn die Reihe traf, verzweifelt schlecht, so daß die Kugel sast immer durch die Gasse rannte und hatte, da er stelS fehlle, einen volle» Chor von „Elfch, Elsch!" von dem Kreise der liebenswürdigen. größienlheilS schönen, mit dem Strickstrumpse umhersitzenden Kampsrichterinnen zu ertragen. Sie kennen mich als tüchtigen Kegelspieler. da Sie hievon manch glücklich verlebter Sommer-Feier-abend in Ihrem lieben Garten überzeugen konnte. Ich trat daher, eine Kennermiene annehmend, an die Kegelbahn und machte, als mein Wirth an den Wurf kam. die bescheidene Bemerkung, daß er die Kugel grundfalsch aufsetze, daher seine Würfe stetS fehlschlagen müßten. Mir fast unbewußt hat» der liebe Mann plötzlich die schöne schwere liguurn suchl gegen Ungarn ist in diesen Capitalistenkreisen gar keine Rede, lediglich Vorsicht und Misstrauen sind es. welche sie bewegen, sich von der Staats-und Volkswirtschasl Ungarns, welche hauptsächlich aus Credit aufgebaut ist. bei Zeilen zurückuiziehen. Man fürchlel allgemein, dass sich die Ungarn all-zugroßen Hoffnungen hingebe», die die MilleniumS-auSstellung niemals erfüllen werde und könnte; die Engagements sind zu wenig sicher, um volle Deckung zu verbürgen. DaS Capital ziehl sich daher von den ungarischen Effecten zurück und schlägt die-selben nach und nach aus den europäischen Börsen loS. Man spricht von Unsummen flollanien Materials ungarischer Provenienz, welches auf den europäischen Börse» herumschwimmt. Die Großen halten noch die Curse, wie lange dies aber noch dauern wird, bleibt dahingestellt. Jedensall« nur so lange, bis sie ihr Schäfflein im Trockenen haben. Eine kleine Hausse als Lockspeise und dann die Deroute. die die Kleinen treffen soll. Die Capitalien unter einander raunen sich auch diese Zurückziehung in die Ohren; .man fürchtet," bevor man die in der Cassa liegenden Papiere an den Mann gebracht hat. Erst wenn man hiefür wieder Bargeld over gute Effecten in Händen hak. alhmel man wieder auf und theilt es seinen Bekannten mit. dass man ohne Schaden davongekommen ist. Die Bewegung gehl ihren Gang weiler und es wird sich zeigen, ob Ungarn so kapitalskräflig sein wird, um diese Zurückziehung des europäischen Capitals vom un-garischen Effeclenmarkle auszuhallen. Aotitische Wundschau. LandtagSwahlen. Wie in anderen Ländern hat sich auch bei uns in Graz dieser Tage eine Anzahl von deutschnationalen Gesinnungsgenossen behufs Orga-nisirung der deulschen VolkSparlei, deren Programm vor Kurzem veröffentlicht wurde, urner dem Vorsitze des Herrn Dr. Julius von Derschaller versammelt und beschlossen, die Wahlbewegung sür die bevor-stehenden Wahlen in Sleiermark einzuleiten und im Sinne der politischen Grundsätze dieser Partei durch-zusühren. Im Lause der Debaite wurde eine Reihe von Anregungen gegeben und insbesondere auch beschlossen. >n nächster Zeil in Graz und auf dem Lande Versammlungen abzuhalten. Morvereitungc« sür die Ueichsratßs-wählen.' Die politischen Behörden sind beauftragt, die Fertigstellung der Wählerlisten sür die Reichs-ratbSwahlen bis 31. Juli d. I. zu veranlassen. Sollte man durch daS Drohgespenst der Auflösung des Abgeordnetenhauses dasselbe zur Annahme deS ungarischen Ausgleiches mürbe machen wollen? National und liberal. Der 28. und 29. Juni dieses Jahres sind, so schreib! man aus Wien, zwei inhaltsschwere Tage sür die liberale Partei in Oesterreichs Die Ohnmacht der ehemals »onan-gebenden und herrschenden Partei wurde auf der ganzen Linie dargelhan. In Prag versammelten sich die Vertrauensmänner der Liberalen, um über die Umformung der Partei zu berathen. Trotz aller Werbungen brachte man eine nur schwach besuchte Versanimlung zusammen und diese selbst gestaltete sich zu einer Absage an die Vereinigte Linke. In sanotuin-Kugel in meine Hand gedrückt und bat mich mit den sreundlichsten Worten, für seine Rech-nung diesen und die nachfolgenden Würfe zu thun, da ihn aus kurze Zeil Geschäfte ins Haus riefen. Ich nahm daS Anerbielen freudig an, war bald mit den übrigen Spielern im eifrigen Gespräch ver-wickelt, wurde gefragt und fragt«, gab und erhielt Bescheid und spielte mit so viel Glück, daß ich manch schönen Groschen gewonnen halte, als die zuneh-mende Dämmerung dem Spiele ein Ende mach». Endlich trat der Wirth in unsern Kreis und dankend überreichte ich den Gewinnst, sah nach der Auf-Wärterin, um meine Zeche zu bezahlen und wollte mich, da ich sie nicht erblicken konnte, entfernen, sie auszusuchen. Indem ich nun Kratzfüße zog und Bücklinge machte, dabei stets nach guter Sitte rückwärts ging, stieß ich an eine lange gedeckte Tasel, die von mir im Eifer deS Spieles — wofern sie nicht eben in dem Augenblicke der Erde entstiegen war — nicht bemerkt wurde. Da ergriff mich mein Wirth an den Schultern und drückte mich auf den nächst-flehenden Sluhl nebe» sich nieder, indem er sprach: „Sie bleiben mein Gast. Herr Magister." „Zum Abendbrod!" rief Alles und nahm Platz in bunter Reihe an dem wohlbesetzlen Tisch. Herr-licher Beaten wurde herumgereicht, köstlich duftender aller Rheinwein perlle in den Römern; ich genoß mit allen Sinnen. Slets füllte sich von neuem mein GlaS — da that sich mein Herz weit auf der schämten Weise wurde die Haltung der liberalen Abgeordnete» in den VertretungSkörpern verunheili, die Lässigkell der Gewählten getadell, die Liede-dienerei gebrandmarkl. Das Alles aber geschah nur, um die Wähler neuerlich zu läuschen, um sie wieder heranzulocken. Als ob Männer, welche durch Jahr-zehnte ihre Pflicht nicht gelha» haben, Vertrauen erwecken könnten, wenn sie in der Zeit der Noth sich rührig zeigen, wo der Verlust des Mandates und alles dessen, was daran hängt, droht. Mn einer Firmenänderung will man die Wählermassen täuschen, aus der „Vereinigten deutschen Linken" soll eine „ deutsche Fortschrittspartei" werden! Diese aber sollen gerade dieselben Männer bilden, deren Thätigkeit man selbst im liberalen Lager verunheili. Das Mannöver ist zu plump, als dass es gelingen könnte. — In Brüx und Tags daraus in Aussig versammelten sich die Vertrauensmänner der Deuisch-nationalen. Ein srischer, lebendiger Zug ging ourch die Versammlungen und Berathungen. Um mehr als die doppelte Anzahl der Mitglieder ist der nichl-politische Sammelpunkt der Deulschnaiionalen Böhmen«, der Bund der Teutsche», gewachsen, überall zähl« er Mitglieder. Mil Siegeszuversicht wurde das Programm der deulschen Volksparlei verkündet, jubelnd wurde eS ausgenommen, nach vielen Tausenden zählten die Theilnehmer. — Um die Bauernschaft sür sich zu gewinnen, hatien die Liberalen einen großen Bauernlag nach Brünn ein-berufen. Liberale Parteigrößen «landen Paihe. die Regierung selbst nahm sich der Sache an und ließ sich officiell vmreten. Aus dem liberalen Bauern-läge wurde aber eine Absage an die vereinig«! Linke. Ein Bericht nach dem andern geißelte die Haltung der liberalen Partei in agrarischen Fragen und Forderungen wurden erhoben, deren Verwirk-lichung sich gerade die Liberalen stets widersetzt halten. Von jüdischem Gelreidewucher und Termm-geschäsie wurde vor den liberalen Machern der Ver-sammlung gesprochen, die Abschaffung deS letztere» n.ich deutschem Vorbilde verlangt, gegen die Kartelle und Ringe zogen die Bauern zu Felde. Kurz, aus dem erhofften Bauernfang ist ein frischer Krieg der Bauern gegen den Liberalismus geworden. Das neue bürgerliche Gesetzbuch sür das deutsche Weich. Das große Werk der deutsche» RechtSeinheit i|t an, Mittwoch Abend zum Abschlüsse gediehen. Der deutsche Reichstag nahm das bürger-liche Gesetzbuch in Dritter Lesung mit 222 gegen 48 Stimmen an. 18 Abgeordnet« enthielten 'ich der Abstimmung. Damit ist das vielumstrittene, hochbedeutsame Werk, die Arbeit so vieler Jahre, aus dem Streite der Meinungen gerückt und Gesq geworden: denn der Kaiser und der BuudeSrnh werden nicht säumen. eS in Bälde zu belange». Auch die dritte Berathung war von wilden Kämvsen und dem Gegenstande wenig angemessenen «chache-reien erfüllt. Das Anstedlungsgesetz fiel durch lieber« rumplung deS Reichstages durch Zenirum, Sozial-demokraten und Polen, und bei der Haftung für den Schaden, den ein Thier anrichtet, wurde die beschlossene Einschränkung, .wenn der Besitzer t» erforderliche Sorgfall nicht beachtet", wieder ge-strichen, da das Zentrum eine Privatrache an d» Konservativen nehmen wollte, die den Paragraphen. j und nach alter Ungarsille brachte ich ein herzliches Lebehoch meinem Wirthe. Jubelnd klirrten vie Gläser aneinander und der Herr mit der schön ze-formten Nase brachte mir mit Würde und Aamulh ein Glas mit dem Zuruse: »Heil Ungarns hohe« König! Heil dem edlen Ungarvolke! Heil sem» braven Lehrern! Heil Ihnen uno Glück. Herr Magister!* Ich stieß an mit Freudenlhränen im Äug«, im Herzen hallten deS Mannes Worte wider und ich ließ im Stillen alle, alle mir Theuren leben im Valerlande. Nun folgte» Trinksprüche aus Trink-sprüche — Weimars Großherzog, Deulichland, ferne Gelehrten, alle edlen Menschen ließ ich leben und wurde von Freude und der Liebfrauenmilch so de-geistert, daß ich Schillers Hymnus an die Jreu&e. mein LieblingSlied, anstimmte, in welches in vollem Chor die heiteren Tischgenossen einstimmten. Äli er zu Ende gesungen war — e« leuchtete bereits hoch am Sternendome der Vollmond — und AUej sich zum Aufbruche erhob, da überkam es mich mit unbezwinglicher Gewalt, nochmals ergriff ich m843 ihr erstes Buch unter dem Titel: .The Mayflower." Ihr berühmter, social bedeutender Roman »Unele Tom's cabin," der die frühere trau-rige Lage der Negerfclaven in Nordamerika in er» greifender Weise schildert, erschien 1852, und in weniger al< neun Monaten war über eine Million Exemplare davon verkauft. Das Buch hat in Amerika wesentlich zur Abschaffung dcr Sclaverei beigetragen. Die Ver-sasserin bereiste 1853 Europa und wurde überall mit Ehrenbezeugungen überhäuft. Keuestes aus Aeu Ayzanz. Dieses Neueste ist ein Erlaß der LandeSschulräthe, in welchem dieselben im Auftrage de« Ministeriums dem erstaunten Leser verkünden, dass die von der Firma Kühn in Wien in Handel gebrachten Radirgummi mit dem aufgeprägtem Bildnisse Seiner Majestät de» Kaiser» zu invigilieren und strengstens zu verbieten feien, weil es nicht zu vermeiden ist, dass diese« Bild beim Gebrauche beschmutzt und verzerrt wird. — ES ist bekannt, das» im Ministerium für EultuS und Unterricht der Geist, der so seltsame Erlässe schafft, am meisten herrscht. Wir möchten nun daraus aufmerksam machen, das» ja auch bei den Postmaiktn der Stempel da» Bild de» Kaisers beschmutzt, und wir regen daher mit jenem Ernste, welchen die Verfügungd«S UnterrichtS-Ministerium» wachrufen muß, an. künftig auch entweder das Ab-stempeln der Postmarken zu verbieten oder aber die Postmarken mit solchen Personen zu verfehen, welche in geringerem Respecte stehen, z. B. mit dem Bildnis Badeni» oder gar nur deS Herrn v. ©autsch. Aus Stadt und Land. Killier Hemeinderath. Freitag den 3. Juli um 5 Uhr nachmittag sand unter dem Vorsitze des Herrn Vicebürgermeisters Julius Ra kusch eine Sitzung des Gemeinderathes statt, in welcher der Vorsitzende nach Genehmigung der Verhandlungs-fchrift nachfolgende Einlaufe mittheilte: 1. Die Statthalter«! hat die Neuwahl für die Bezirksver-tretung aus den 15. Juli angeordnet. An diesem Tage findet um 5 Uhr nachmittag eine außerordentlich' Gemeinderathssitzung statt, in welcher die 6 Be-zirksvertretungSmilglieder deS Gemeinderathes ge-wählt werden. Bisher waren es die Herren Dr. Schurbi, Dr. Stepischnegg, Georg Skoberne. Pallos, Dr. Jesenko und Friedrich Math es. 2. Das FremdenverkehrScomitee ersucht, dem Musikvereine zur Ermöglichung der Abhaltung von wöchent-lich drei Parkmusiken eine weitere Subvention zu-zuwenden. Die Angelegenheit wird dringlich be-bandelt und über Antrag des Herrn G.-R. Alois W a l l a n d dem Musikvereine zu dem gedachten Zwecke sür heuer eine Subvention von 50 fl. bewilligt. 3. Der Landesausschuss bringt die Schlacht-hausangelegenheit ins Rollen. 4. Die Bezirkshaupt- Verfänglich dagegen klingt folgende Ankün-digung; „Eine Amme für einen Gesandten am tönig-lichen Hofe wird sofort verlangt." (Stettiner Tag-blatt Nr. 185, 1879.) Eigenthümlich klingt folgende Bekanntmachung, die Armenspeisung durch den Frauenverein betreffend: 4. Jede Marke lautet aus einen bestimm-ten Tag und die Dame, welche das Kochen über-nommen hat, trägt den Titel „Speisemarke" und ist auf der Rückseite mit dem Abdrucke unseres Stempels versehen." (Sebnitzec Grenzblatt Nr. 50. 1889.) Oder: „Auswärtige Eltern, deren Söhne die hiesige höhere Bürgerschule besuchen wollen, können mit einem Tertianer zusammen." (Nienburger Harke Nr. 33, 1887.) Einen unheimlichen Anstrich hat die Empfehlung. „Zum bevorstehenden Weihnachten empfehle ich mein wohlaffortiertes Lager von Särgen in allen Größen. A. Holle." (Kasseler Tagespost. 23. December 1875.) Oder: .Herrschaften, welche ihre Pferde keiner weiteren Quälerei unterwerfen wollen, kaufe ich fort-während." (Erfurter Allg. Anzeiger, Jänner 1876.) Sehr nett nimmt sich folgende Kundmachung aus: .Der Graswuchs auf den Lothewiefen wird hiemit genehmigt. Bürgermeister F." (Westfälisches Volksblatt Nr. 150. 1877.) 3 Mannschaft Eilli theilt mit, da!S die Statthalterei den Erlass aufgehoben Habe, in welchem sanitäre Sicherheitsoorkehrungen (Sickergruben ?c.) am Galgenberg-Friedhose angeordnet worden waren. 5. Die Freiwillige Feuerwehr erstattet die Anzeige, dass die eine Zille der Wasserwehr zerschellt sei. 6. Die Stadtbauofferten werden der Baufection zur Berichterstattung am 15. Juli zugewiesen. Tages-ordnung: Bericht der 3. Section, Ref. G-R. MatheS. Der Frau M. Kaulich wird die Er-richtung eines Kubstalles unter der Bedingung be-willigt, dass der Stall eingewölbt werde. Berichte der 4. Section, R. G.-R. Traun. Eine Eingabe des LandwehrstationScommandos in Eilli um An-fchaffung von Feuerlöschgeräthen für die Landwehr-kaserne wird abschlägig verbeschieden, da die Ge-meinde die von der Feuerlöschordnung vorgeschrie-denen Geräthe bereits beigestellt hat. Dagegen werden etwaige vorgeschriebene Ergänzungen und Ausbesserungen nach Besichtigung geboten werden. Die Eingabe des Rectorates der Grazer Universität um Unterstützung deS FreitischinstituteS wird abgewiesen , da die Gemeinde ohnedies Mitglied des deutsch-akademischen Krankenunterstützungsvereines und des deutsch-akademischen Lesevereines ist. — Berichte des FriedhosScomitees, Ref. G.-R. Bobisut. In der Angelegenheit der Beschwerde mehrerer Tischler gegen Herrn Wratschko wurde erhoben, dass Herr Wratschko die auswärtigen Särge vor jenem Zeilpuncte bestellt habe, in welchem ihm der Bezug der Särge bei hiesigen Tischlern aufgetragen worden ist. Dem Johann Schiller wird die Bezahlung deS an die Gemeinde entfallenden Antheiles der Beerdi-gungSkosten nach seiner Ehegattin in 10 Monats-rate» gestattet. Aus Antrag deS Theatercomitees (Ref. G.-R. Mareck) werden im Stadttheater die Oesen bergerichtet. Mehrere Gegenstände der öffent-lichen Sitzung konnten nicht erledigt werden, da die Sitzungen der betreffenden Sektionen nicht beschlusS-sähig waren. waS mehrfach mit Bebauen, hervor-gehoben wurde. Der öffentlichen Sitzung folgte eine vertrauliche. Hvangekikche Gemeinde. Sonntag den 5. Juli findet in der hiesigen evangelischen Kirche um 10 Uhr vormittags ein Gottesdienst statt. Verlonalnachrichten. Der beim k. k. Revier-bergamte Eilli in Dienstleistung stehende k. k. berg-behördliche Adjunkt Josef Salomon wurde zum Bergcommissar im Stande der Bergbehörden ernannt und zum t. k. Rkvierbergamte Mährisch-Ostrau übersetzt. — Der Professor am Staatsgymnasium in Rudolfswerth. Herr Matthäus S u h a c wurde an das Obergymnasium in Eilli, der Professor am Staatsgymnasium in Rudolfswerth, Herr Johann F o n an dos flovenifche Untergymnasium in Eilli verfehl. Per Ciffier Männergesangsverein hat beschlossen. sich an dem Deutschen Sängerbundesfeste in Stuttgart corporativ in einer Anzahl von wenigstens 30 Mitgliedern zu betheiligen. Per ßillier MiNtSr Keterancn herein be-geht am 5. Juli l. I. feine fünfzehnjährige Be-ftandesseier. Um 9 Uhr Abmarsch vom Verein«-locale unter Musikbegleitung in die Stadtpfarrkirche, woselbst der Verein dem Gottesdienste beiwohnt. Unglaublich kling« folgender Anschlag: „Professor hon. Dr. Kranz kann nicht lesen." (Lectionskatalog der Universität München vom Winter 1877—78.) Kannibalisch geradezu erscheint es, wenn ge-druckt steht: „Heute wurde am hiesigen Magistratsgebäude der schwarze Kasten, worin künftighin die Ver-lobten, welche zur Ehe übergehen wollen, in gefetz-mäßiger Weise uufgehangen werden müssen, be-festigt." (Correspondenz aus Papenburg (Hannover) in der Emszeitung 1874.) Sehr verfänglich aber lautet folgender Dank: „Allen, die uns bei der Entstehung des Feuers zu Hilse gekommen sind, unseren tiesgesühlten Dank." (Solinger KreiS-Jntelligenzblatt Nr. 72, 1877.) Aber durchaus unglaublich klingt eS. wenn es heißt: „Zu Ehren Sr. Majestät deS Königs von Sachsen erscheint heute die hiesige Garnison nur im Helm auf der Straße." (Karlsruher Zeitung, Juli 1875.) Hochkomisch macht sich folgende Ankündigung: „DaS Impfen der Kinder von Kälbern findet am 23. d. M. statt." (Bautzener Nachr. Nr. 8$, 1883.) Auf den Mangel an Herren und auf das Verlangen nach Polygamie deuten diese Worte: „Eimge alleiuftehende junge Damen suchen einen Lebensgefährten." (Elberfelder Zeitung, 4. Jänner 1872.) „rsutribe Zv»cht* Hieraus finde» ein Frühschoppen im Hotel „Löwen" statt. wobei die Cillier BereinScapeUe concertiert. Freunde und Gönner des Vereines sind willkommen. MchenmnllK. Montag, den 29. Juni sand tu Ehren der Namenstagsfeier des Herrn «schul-rathes Peter Koncnik eine seltene kirchlich-musikalische Feier statt. Herr Abiturient Arnold Reitter, ein vielversprechendes musikalisches Talent. widmete Herrn Schulrath Sloncnit eine instrumentale Messe. Herr Professor Paul Ploner (Gesanglehrer am hiesige» Gymnasium) übernahm in allgemein anerkannter Weise die Leitung unter Mitwirkung des GymnasialchoreS, einer stattlichen Anzahl Cillier und auswärtiger Damen und des vollständigen MusikvereinS-OrchesterS. Die Messe fand von der zahlreichen andächtigen Zuhörerschaft die unge-theilteste Anerkennung. War auch die musikalische Form nicht ganz rituell-kirchlich ausgefallen, so beweisen viele schöne Stellen, namentlich das er-greifend schöne „SanctuS". liefe musikalische Andacht. Als Einlage (Osfertorium) sang ein Fräulein aus München sehr schön eine etwas zu moderne Composition. Der allgemeine Wunsch der Bevölkerung um öftere Wiederholung instrumentaler Messen wird lebhaft kund. . Schüler-Koncert. DaS d»eS>ähnge Prusungs Concert der Schüler an der Musikschule des SRusif Vereines findet am Sonntag, den 12. d. M. um 11 Uhr Vormittag im großen Casinosaale statt. Die reiche VortragSordnung enthält Einzel« und Zweispiele sür Clavier und Violine. Streichquartette für Violinen. Chorgesänge u. s. w. ES steht zu erwarten, dass der Besuch dieses Concertes, zu dem alle Musikfreunde eingeladen werden, dem vorjäh rigen nicht nachstehen wird. HichlerKranzchen. Wie alljährlich, so fanden auch Heuer die Tanzstunden beS atad. Lehrers Herrn Eduard E i ch l e r mit einem wohlbeiuchten Kränzchen am 1. Juli ihren würdigen AbichlusS. Den Ein-gan^i bildete die Vorsührung sämmtlicher eingelernter Tänze durch die Schüler, darunter insbesondere des neuen zierlichen pas-de-quatre und des ungarischen Körtanzes. Vornehmlich dieser sefselte durch daS echt ungarische Feuer. daS die jungen Steirer und Steirerinnen wieder alles Erwarten entwickelten. Die Regelmäßigkeit und Sicherheit bei allen Tanzen gaben ein besonders schönes Zeichen »»rd« Tuchttg-keil und hingebende Bemühung H^rn Etchler«. der sich bei der Heuer überaus starken Schülerzahl keine tlnne Ausgabe gesetzt hatte. An die Borfuhmng der Tänze fchlosS sich ein Kranzchen, dem» Theil-nehmer sich durch zahlreiche ehemalige Schüler und andere Gäste verstärkten. Auch das LfsicierScorpS war vertreten. Unter den Anwesenden bemerkten wir insbesondere Herrn Bürgermeister Sttgcr. Herrn Vicebürgermeister R a k u s ch und Herrn Oberst-lieulenanl Hol leg ha. Der Tanz, dem trotz der Sommerhitze mit hingebendem Äser gehuldigt wurde endete mit etnem feurigen s,r>Roger. als es bereits lichter Tag geworden war. . • Anser deutsches Hbergymnasinm hat mit dem Ergebnisse der diesjährigen Mamrttatsprufung, bei welcher sämmtliche 21 Kandidaten ein Zeugn der Reife, 6 davon sogar ein ,olcheS mit Aus zeichnung enhalten haben, einen ganz außerordent-lich günstigen UntereichtSerfolg zu verzeichne». Wir weifen auf diesen schönen Ersolg mit umso größerer Freude hin, als die Mehrheit der Abiturienten aus deutschen Schülern bestand, und weil das Ergebnis auf das geeinte Vorgehen und die pädagogische Tüchtigkeit des fast ganz deutschen Lehrkörpers ein schönes Licht wirft. Gerade solche Ersolge müssen in den Augen der Schulbehörden den Ner-geleien der Slovenen, welchen die deutsche Mehrheit der Lehrer an unserem deutschen Gymnasium ein Dorn im Auge ist, von dem Schulstandpunkte, welcher doch in erster Linie in Betracht kommt, jede Bedeutung nehmen. Das erwähnte günstige Ergebnis spricht aber auch für die Berechtigung des deutschen Studentenheims und kann sür das-selbe nur die beste Empfehlung abgeben. Anfall Sei einer iSasserfahrübung. Be-kanntlich wurde in unserer Feuerwehr auch eine Wasserwehrabtheilung unter Leitung des Herrn Derganz zusammengestellt, damit dieselbe bei einem allsälligen gefahrbringenden Hochwasser die Rettung«-arbeiten verrichten könne. Diese Abtheilung wurde bei niedrigem Wasserstande im Wasserfahren ein-geübt, zu welchem Zwecke von Seile der Stadt-gemeinde der Feuerwehr zwei Zillen zur Verfügung gestellt wurden. Bei dem am 2. Juli herrschenden Hochwasser hatte der AbiheilungScommanvani Herr Derganz mit den Herren Mörtl und Richa eine Uebung abgehalten und sie fuhren mit einer Zille vom Sannsteg stromaufwärts. Bei der Badehütie des Herr» PalloS entglitt dem Herr» Derganz der Schiffshaken und wurde von der Strömung ström-abwärts getrieben; die Mannschaft wollte den Schisishacken einholen, und fuhr mil der Zille dem-selben nach. Die Zille wurde jedoch von der über-auS reißenden Strömung mit einer solchen Wucht an eine von dem Brückenjoche hervorstehende Pillote geschleudert, das« sie total zerschellte und die In-fassen in die reißenden Fluthen geworfen wurden. Ein entfetzlicher Anblick bot sich da dem Publikum, welches sich auf der Brücke versammelte, um die Uebung anzusehen, und man hielt die drei Wasser-fahrer für verloren. Herr Mörtl als ausgezeichneter Schwimmer war der erste, welcher, nachdem er einige Zeit von den Wellen fortgetrieben worden war, sich an einem erreichten Pfosten festhielt, und fohin das Ufer erreichte. Schlimmer jedoch ist es dem des SchwimmenS weniger kundigen Herrn Richa ergangen, welcher bereit« untergegangen war und sicher den Tod in den Wellen gefunden hätte, wenn er nichl von Herrn Derganz. mit der einen Hand erfafSl und mit der ander« Hand mn den Wellen kämpfend an das Land gebracht worden wäre. Erwähnt sei noch, das« ein Herr Lieutenant de« hiesigen Infanterieregimente«, sowie die Herren Witlaczil und Krell, die Ges.hr ersehend, herbe,-eilten, um den Verunglückten Hilfe zu leisten. Ter Unfall ist lediglich dem Umstände zuzuschreiben, das» die Zille, wie bereit« erwähnt, an eine Pillote angetrieben wurde, welche vom Brückenjoche jedoch umer dem Wasserspiegel hervorragte, und von den Wasserfahrern nicht gesehen werden tonnte. Aeverfahrcn. Am 1. d. M. nachmittag« wurde der 67jährige Zinkhüttenarbeiter Maidia; Roß auf dem Gehwege entlang der alten Land-wehrkaferne von einem Ziegelfuhrmanne. welcher einem zweiten vorfahren wollte, infolge dessen fei« Pferde in Galopp von der Straßenfahrbahn ans den erwähnten Gehweg hinsprengien. üdersabre» und erlitt Verletzungen am Hinterhaupte und a^a rechten Knie. Nachdem der Ueberführt« eine kurz« Zeit betänbt am Orte gelegen, konnte er iich mit Hilfe einer alten Frau, welche Zeugin deS Unfalles war, erheben und mühfam in feine Wohnuna ra der Brnnngasse begeben. Die beiden veireffin-den Fuhrleuie fahren höchst unvorsichtig. -ii wurden von der Sicherheitswache als die GruvZ-bcfiyerSiohne Anlon Nazliö. 17 Jahre und Franz Ko?.elj. 16 Jahre all, beide au« Lubeeno. a»«-geforscht. Meteorologisch? Beobachtungen. Beodah- lungen im Monate Juni 1896. Zahl der Tagt mit Niederschlag: Regen 13. darunter einer mit Hagel am 24.; Menge des Niederschlage« 124* Millimeter: größte Menge 39-'. Millimeter am J4. Mittel der Temperatur 18*7 9 Celsius. Nicht minder sondervar klingt es. wenn e« ^' Zu vermieten sind zwei milchreiche Ammen beide" vier Wochen all. Näheres bei Hebamme Tecker. Gerberstraße Nr. 39.' (Leipziger Tagblatt 4. Februar 1879.) ^Mehrere geübte 'Nähterinnen sür einfältige Hemden werden gesucht." (Bielefelder Wochenblatt Nr. 66, 1873.) , . Auf eine gewisse Grausamkett deutet nach stehende Anzeige: „Der Verlaus meiner feeligen Frau aus dem Wochenmarkte hat seinen nngestörten Fortgang. (Leipziger Tagbl., April 1873.) Ganz unmöglich erscheint diese Nachricht: „Der Kaiser gab daS Zeichen zum Beginne der Feier durch Absingung eines ChoralS." (Kol- ittfdit Rtfli 243, 18/3.) ' Köstlich sind ferner nachstehende Etilblüthen: Wir werden Jeden, der durch unseren Hos fährt, und wenn eS auch Leichen sind, gerichtlich belangen/' (Ruhrbote. Juli 1866.) „Gute Kanarienvögel, auch Weibchen, zu ver-lausen. Schasbrückenstraße 6." (Bramer Zeitung Nr. 94. 1776.) . ^ Für drei Brüder, darunter zwei Knaben, wird »in Zimmer gesucht.« (Leipziger Tagblatt Nr. 272, 1877.) . . ^ . „Ein dreijähriger Esel, wegen seiner Frommig keil auch für den Umgang mit Kindern passend. ist zu verkaufen." (Rügen'scheS KretS- und Amis; blatt Nr. 21, 1875.) „Elf Kleiderschränke sür Feldwebel von Kiefern-holz sucht die Garnisonsleitung in Glogau." (Nieder schlesischer Anzeiger Nr. 100, 187.'».) .Fünf Thaler Belohnung Demiemgen. der mir den Verbleib meine« am 24. d. M. abhanden gekommenen Hundes so anzeigt, dass ich denselben gerichtlich belangen kann. (Anzeiger zu Dortmund. December 1874.) Für Geburten sind d,e Wochentage Dienstag und Freitag morgen« 9—12 Uhr festgesetzt. Der Staatsbeamte." (Bltlefelder Taftblatt 91t.305.18 - 7.) „Gute Nähmaschine, ein Sattler, etn Schnetder. ,u verkaufen." (Dortmunder Ztg. Nr. 98. lh 20. Juni. H-rr M. Terpciitz, WerkSdirecter. mit Frl. Tochter, an« Trifail; Herr Otto «reiben Lehman. k. u. k. Rittmeister a. D., au« Görz: örätin Marie Alberli, Private, au« Franz bei Eilli; H-n Ludwig Freiherr von Wittenbach. Gui»besitzer. Schloh Purgstall bei Eilli; Frau Jodanna ,^i broschitl». Sch'iflleitcr. au» Eilli; Herr Teeter Zr->» O«ear Orosel. au» Eilli; Frtn. Friedericke und I-tim Lackner, DireetorStöchter. au» Graz; Herr Franz Gastwirth, mit Gemalin, au» Spielfeld. - ?>">>. Herr Sigmund Kanigiberger, Kaufmann, au» ^ei>; Herr Marko Borgudau. Kutscher, au» Lisiek; ,?"!! Rosa Pvetsch. ProsessorSgattin. au» Lin,; Zriii »m-Povvmeier. Gasthau«besiher»gattin, au» St. i-± (Rärnten); Herr Han» Dechant, Beamter, au» S:i»d Georg Rowland. Kaufmann, au« Löbau in Sj Herr O»ear Ulbrich. Tapetcn.Nied«rlaged«''l^r. Gemalin, au«Wien. — BiiherigeFrequenz 3i4 Blätter zur Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie. Sonntagsbeilage der „pentschen Wacht" in ßilli. Dr. 27 „Tie ©übmart" erschein! jeden Sonntag als unentgeltliche Beilage für die Leser der „Teutschen Wacht". — Einzeln ist «Die Südmark" nicht käuflich. 189»! K» er Wort öält? Novelle von M. F r i e d r i ch st e i n. Dir Magd schüttelte den Kops. „Noch nichl. Herr Sanitätsrath; aber wenn es so fortgeht, wird es nicht mehr lange dauern." „Na, na, Lene, Sie sehen wieder zu düster!" Tie Alte drehte den Zipfel ihrer schwarzen Trauer-schürze erregt zwischen den arbeitSrauhen Händen und sagte bekümmert: „Ach, Herr EanitätSrath. sie ist noch immer wie erstarrt vor Kummer!" „Und darüber wundern Sie sich? Lene blickte aus dem Faltenrande ihrer weißen Mütze sorgenvoll hervor und jammerte: „Za, was soll daraus werden! Sie genießt nichts; sie schläft nicht und spricht nur das allernöthigste! Das kann doch nicht so weiter gehen!" „Stein, sie muss fort!" erwiderte der Doktor energisch und gieng ins Haus. Hier öffnete ihm Lene die Thür zur rechten Seite des breiten, fliesenbelegten Hausflurs und ließ ihn eintreten. Taktvoll blieb sie zurück und verschwand im Dunkeln der Flurtiese. Hollert betrat ein geräumiges, altmodig möblirtes Zimmer. An einem der aus vielen kleinen Scheiben bestehenden Fenster saß ein jungeS Mädchen in Trauerkleidung; es hielt seine schlanken Hände unthätig im Schoß und blickte theilnahmlos vor sich nieder. „Guten Morgen, Sabine! Wiegeht's dir, Kind?" fragte der Sanitätsrath mit der Vertraulichkeit eines Hausfreundes und trat rasch näher. „Wie kann es mir gehen, Onkel Hollert? So verlassen wie möglich!" erwiderte die Gefragte klagend und reichte ihm die Hand. „Glaub's schon!" bestätigte er in weichem Ton, indem er seinen Hut, in welchen er die Handschuhe hineinwarf, aus die altertümliche Kommode setzte. Dann nahn, er ihr gegenüber Platz. „Diese Unthätigkeit ist Gift für dich, mein Kind!" sagte er mißbilligend. Sie hob daS feine, blasse Gesicht ein wenig empor und nickte stumm. „Du musst dich aufraffen aus deinem Trübsinn. Sabine, musst an eine Beschäftigung für dich denken!" fuhr er fort. „Za, Onkel," entgegnete sie willig aber in völlig gleichgültigem Tone. „Euer Haus ist jetzt kein geeigneter Aufenthalt sür dich, selbst nicht, wenn eS deine Mittel erlaubten, hier allein zu wohnen. Ein junges Mädchen muss sich in der Welt nützlich machen!" Wieder nickte die Trauernde stumm; aber es blieb zweifelhaft, ob sie aufmerksam zugehört hatte. „Komm lass uns im Vorgarten auf- und niedergehen! Die Lust thut dir gut. Dabei wollen wir über deine Zukunft reden!" Die Verwaiste strich nervös über ihren schwarzen, glänzenden Scheitel: aus ihren tiefblauen Augen warf sie dem Vormund einen flehenden Blick zu und fragte bang: „Kann es nicht lieber hier sein, Onkel Doktor? Ich habe bei dem grellen Tageslicht draußen förmlich die Empfindung heftigen Schmerzes." „Nein!" sagte er streng und versuchte so bärbeißig wie möglich auszusehen. „Das muss überwunden werden! Nur vorwärts!" Um jeden ferneren Einwand abzuschneiden, ergriff er ein naheliegendes Tuch, hüllte die Widerstrebende sorgfältig darin ein und gebot: „Komm!" Sabine erhob sich gehorsam; ihre schlanke Gestalt überragte den Vormund uui ein geringes. Gesenkten Hauptes schritt sie ihm voran, dem Ausgang zu. Jedoch als ihr durch die geöffnete Hausthür der Lichtstrahl von außen entgegenflutete, wurde sie von nervösem Zittern befallen uud trat erschreckt zurück. Rasch legte der Sanitätsrath seinen Arm stützend um die zierliche Taille des jungen Mädchens und führte 2 sie mit sanftem Zwang — einem kranken Kinde gleich — zur Thür hinaus. Zn den schmalen, mit gelbem Kies besträuten Wegen deS Vorgärtchens schritt er mit ihr auf und nieder. Er wollte es durchsetzen, dass die vor jeder Berührung mit der Außenwelt scheu Zurücfbebende sich aUmählig an Licht, Luft und Lärm derselben wieder gewöhnte. Warmer Sonnenschein huschte zärtlich über den dunklen Scheitel des jungen Wesens. Kosend spielte der Herbstwind mit den Löckchen, welche ihr aus dem dicken Haarknoten am Hinterkopf entschlüpft waren, und ein Kohlweißling umkreiste hartnäckig ihr kleines, rosiges Ohr, als ob er für sein Leben gern Platz darauf genominen hätte. Baftian schielte vom Bock aus nach dem Garten herüber, hielt die Peitsche kerzengerade neben sich und murmelte zwischen den Zähnen hervor: „Sollte der alte Schwerenöter am Ende gar .... ? Sapperlot! Der Happen könnte ihm gefallen !" „Hast du dir noch keinen Plan für deine künftige Thätigkeit zurechtgelegt, Sabine?" fragte Hollert. „Ich gedenke Unterricht zu geben." entgegnete sie fester als bisher mit tiefer, klangvoller Stimme. „Wo?" „Könnte es nicht hier sein, ivo — wo die Gräber meiner Eltern sind? „Du kannst hier doch fernerhin nicht allein in dem öden Hause wohnen und . . . „Leite wird mich nicht verlassen?" warf sie bang und hastig ein. „Schon recht; aber du bist noch viel zu jung, um. völlig von der Welt abgeschlossen, einem anstrengenden Beruf zu leben. Es wird besser fein, wenn du eine Stelle annimmst." Bei diesen Worten richtete Sabine sich rasch empor, trat einen Schritt zurück und streckte beide Hände wie zur Abwehr vor. „Um Gott," rief sie angstvoll. „eS wäre mir schrecklich, jetzt, jetzt in meinem Herzeleid mich einem fremden Hause einsügen zu müssen!" „Gerade jetzt wäre es gut für dich, Kind! Andere Menschen, andere Räume, ungewohnte Pflichten helfen schmerzende Verluste überwinden!" Er sah sein Mündel prüfend an und fügte, gleichsam sondirend hinzu: „Ich wüßte in einer angesehenen Familie einen Platz für dich!" Da bedeckte sie aufschluchzend ihr Gesicht mit den Händen und rief: „Onkel Hollert, willst du mich denn schon so schnell in die Fremde treiben!* Unter den buschigen, noch völlig braunen Schnur- dart des mitleidigen ManiteS zuckte eä bedenklich; er beherrschte sich jedoch, „O, gewiß nicht, mein Kütd!" antwortete er ihr. „Nur hübsch ruhig; es hat ja alles noch Zeit!" - Sanft löste er ihr die Hänve von dem thrähnen-feuchten, blassen Antlitz und begann mit ihr die Wanderung durch den Garten von neuem. Als sie sich etwaS beruhigt hatte, zog er gleichgültig thuend, einen Brief aus der Tasche. „DieS Schreiben hier." sprach er dabei, „magst du gelegentlich lesen. Zugleich möchte ich dich für morgen um eine Gefälligkeit bitten. Meine PrariS führt mich über Land, einen öden Weg, durch Sand und Haide. Da hätte ich den Wunsch, dass du mich begleitest. Halte dich um zwei Uhr nachmittags bereit." Hollert führte sein Mündel ins Haus zurück. Der Brief blieb in Sabine's Hand. Als der SanitätSrath kurz darauf seinem Wagen zueilte, murmelte er: „Sie wird sich an den Gedanken gewöhnen und den Brief späterhin mit Interesse lesen. Armes Kind'. Ein jäher Wechsel freilich! Aus den Händen der liebevollsten Eltern hinaus in den Kamps ums Brod! Sehr hart!" Bastian trieb die Braunen an, sobald sein Gebieter eingestiegen war. Die Thier« trabten munter davon und das versteckt liegende Häuschen lag wieder wie ausgestorben da. Drinnen, vor dem Nähtisch am Fenster, dem Lieblingsplatz ihrer Mutter, saß Sabine von Lettwitz wieder in Iheilnahmsloser Ruhe. Aber der Besuch des väterlichen Freundes hatte ihrem Sinnen doch eine bestimmte Richtung gegeben; er hatte sie darauf hinge« wiesen, an ihr Fortkommen zu denken. Ein Schauder durchbebte die Einsame. Plötzlich griff sie nach dem Brief, faltete ihn mit energischem Entschluß auseinander und laS: „Geehrter Herr Sanitätsrath! Werter und geschätzter Freund! Mit der größten Bereitwilligkeit erfülle ich — soweit es mir möglich — Ihren Wunsch, Auskunft zu geben über die gamilie, welche eine junge Lehrerin sür den ersten Unterricht ihrer Tochter sucht. Es bedürfte keiner großen Mühe meinerseits, denn der Zufall wollte es, dass die betreffende Familie diejenige meines Hauswirtes, des Staatsanwalts von Sassen, ist. Ich kann dieselbe aus voller Ueberzeugung als eine sehr angesehene bezeichnen; sie besteht aus der Mutter und Tochter, dem Schwiegersohn und der allerliebsten Enkelin Lilly. Für eine junge Anfängerin erachte ich eS als ein Glück, in einem solchen Hause die Lehr-lhätigkeit zu beginnen. Sollte eS Ihrem Schützling gelingen, die Stelle zu bekommen, so bitte ich Sie, Herr SanitätSrath, das liebt junge Mädchen an mich zu weisen. Ich werde e» jederzeit in meinem bescheidenen Heim willkommen heißen und mich bemühen, dem armen Kinde, soviel wie möglich, über das Fremd-und Verlassensühlen hinwegzuhelfen. Mich Ihnen bestens empfehlend, sendet Ihnen freundlichen Gruß Röschen Blum." Dieser Brief übte eine wohlthuende Wirkung auf die Leserin, dass sie ihn mehrmals prüfte; er klang so herzlich und vertrauenerweckend, und es hatte sür sie — nach den herben Verlusten — etwas so Tröstliches, sich irgendwo in der Welt erwartet zu sehen. MusSte es denn sein, so sollte Röschen Blum nicht vergeblich Fürsprccherin gewesen sein. Dennoch fand der Sanitätsrath am nächsten Tage die alte Lene in dalber Verzweiflung. Punkt zwei Uhr hielt sein Wagen vor der Gartenpforte, und er war begierig, die Wirkung seiner Ermahnungen zu beobachten. Sie waren nicht erfreulich, denn Lene stand mit Mantel und Hut vor ihrer jungen Herrin und sprach vergeblich auf sie ein, um sie zum Aussahren zu überreden. Sie war wieder dem Trübsinn deS Schmerzes verfallen und schreckte vor der ersten Aus-fahrt zurück. „Ach. dummes Zeug!" rief der eintretende Hausarzt kurz angebunden. „Kind, wo ist deine frühere Energie? Willst du etwa zu den heiligen Frauen-zimmern gehören, vor denen jedermann angst wird, mit ihnen zu verkehren? Da, komm!" Flugs legte er ihr den Mantel um und drückte ihr daS Hütchen auf die blauschwarze Haarpracht. WaS allem gutmüthige» Zureden von Lene nicht gelungen war, das bewirkten seine spöttelnden Bemerkungen in wenigen Minuten. Als Sabine mit dem Doktor in der herbstfrischen Luft durch den jungen Kiefernwald fuhr, dessen Harz-duft sie mit unbewusstem Behagen einsog, begann ihre junge Seele mit festerem Vertrauen in ihre Kraft an die Zuknnft zu denken. Die Verwaiste gewann es über sich, auf dieser ungestörten Fahrt den Inhalt des Briefes von Fräulein Blum zu erörtern und den Vormund um Anbahnung näherer Verhandlungen über die Stelle als Erzieherin zu bitte». Nach einigen Wochen hatte der SanitätSrath die nothwendige Wandlung in Sabine'S sonst so lenksamen, wenn auch willenSkrästigem Charakter soweit vollzogen, dass er es »vagen konnte, sie in das Haus des Staats-anwalts von Sassen zu schicken, denn durch seinen Einfluß hatte sie die Stelle als Erzieherin erhalten. Der schwere Tag der Abreise war für die Bethei-ligten gekommen. Sabine von Lettwitz verließ die Stätte ihrer Kindheit, das jetzt zwar verödete Heim, aber immerhin doch das eigene, liebgewordene, um in der Frei Wurzel zu fassen. Mit zähem Eigensinn — ein Zeichen wied kehrender Energie — hatte sie es bei Onkel Dok wie sie ihn von Kind aus nannte, durchgesetzt, d Lene einstweilen als Verwalterin im Haus« bleibe > die Räumlichkeiten nicht von fremden Eindringlin entweiht wurden. Es war ein trübseliger Tag. Dicht fallender Nebelregen gab der Garten»! straße ein herbstlich trauriges Aussehen. Verdro hielt Bastian vor der offenen Pforte deS Ha. Nummer fünf. Ein großer Damenkofser beengte sei Platz aus dem Bock in unangenehmer Weise und Regen tropfte ihm von seinem Wachstuchhut geradew ins Genick. Dies alles beeinträchtigte die Laune guten Bastian. Auch die Braunen standen mit gesenkten Köt und ließen die Ohren hängen. Da wurde die Thür des kleineu Häuschens r geöffnet und der SanitätSrath führte sein Mündel den harrenden Wagen. Die alte Lene folgte ihnen rothgelveinten Angen. Zum erstenmal war sie mit Bestimmungen deS bewährten HauSarzteS nicht ein» standen; denn jetzt, »vo das arme Ding eben bega sich zu erholen, wurde es in die Fremde geschickt, sie, die treueste Seele, durste nicht einmal mit auf Bahnhof! Hollert' hob Sabine in den Wagen, und i reichte ihr die Reisedecke und die zusammengebunde Schirme hinein. Mit bebenden Fingern hüllte sie Mantel dicht um ihren Liebling. Als sie jedoch Abschied noch ein letztesmal die dargereichte Hand il jungen Htrrin küßte, brach sie in ein heftiges Wei aus. Sabine vergoß keine Thräne, aber ihr Antlitz marmorbleich und die schinalen Lippen hielt sie zusammengepreßt, als wolle sie den Wehelaut Herzens, ivelcher sich hervordrängen ivollte, ersticken. „Fort!" rief Hollen, hastig einsteigend, um dem Bereich von Lene's Thränenschleust zu kommen Die Braunen zogen an. Noch einen letzten G an Lene, eine» letzten Scheideblick auf daS schmuck Haus, und dann gieug es fort, einer neuen, ungewi Zukunft entgegen. Eintönig tlopste der Regen auf die Lederdecke Halbwagens, und unsägliches Abschiedsweh bela das Gemüt des jungen Mädchens. Gern hätte Sanitätsrath dem bleichen Kinde neben sich eil tröstliche Worte gesagt, um so mehr, als er Sa! nur bis zum Bahnhof begleite» konnte u»»d sie ! dein Schutze einer bekannten Dame anvertrauen wo (Fortityung folgt) Belehrendes, Unterhaltendes. Heiteres etc. ß (finfubrutifl der Buchdrucker-,t in Nürnberg. In einer Nürn-rc Chronik vom Jahre 1707 lesen wir: :anius Koburger hat die Kunst der larutfeteg erstlich ju Nürnberg ange-» : (14S0). Hat viel ansehnliche Bacher nett, denn er hat täglich mir vierund. i ig Pressen gedruckt, dazu er ein-vtt und etliche Gesellen gehalten, die . i einesteils Seher. Komponisten. «?ctores, Buchbinder. Trucker, Poiirer, minirer. Diese alle kostete er an anderen m. Sie hatten eine ganze Stunde von u der Arbeit zu gehen, ließ keinen ' den andern in das Haus, mußten mander vor der Hauschür warten, |hatte einen gewaltigen Handel mit ern, und eine sonderlich« Druckerei) rantreich, da «r dann viel schöner .t Wert in beyden Rechten drucken Ueberkam eine stathaffl« Bürger-mg in Nürnberg, und viel Kinder, uurden unter die Erbarn, als Baum-ur und Nieter k- verheyratet. Er in allen Ländern FactoreS, und in äfften Städten der Christenheit sechs, offene Kramgewölbe. Dieses seines >„ Handels Verwaltung hatte er in n eigenen Buch, das war der Massen ine Teditores und CreditoreS künstlich dnet, laß er jederzeit, und sonderlich ankauften der Meß wußte, was an in Orten mangelt«, oder abgieng, welche BüHei er zu viel hatte, und gelegene Lrts senden möchte, welche »alters Lrdnung noch vielen großen inihm« nicht offenbar ist." Stubeuvvgel setze man nicht der ue aus, besonders nicht Kanarien-l. Sie sitze» sonst mit offenem Schnabel und traurig im Käfig und verlieren ig sogar ihren Gesang. Man lasse die ic daher während des grellsten Sonnen-» lieber in der kühlen Stube hangen .«ringe eine Schutzdeck« über den Käfig iluch gebe mau den gefangenen Bügeln r« heißen Jahreszeit ein Badenäpichen cn Käfig, groß genug, daß sie darin toi tonnen und versehe dasselbe täg-ziueimal mit frischem Wasser, Abgeblühte Nosenblume« lass« nicht zu lange an den Pflanzen , damit dieselben nicht Samen an-letzterer zehn auf Kosten der Pflanze dies hat keinen Bortheil sondern theil. Ueberhaupt sollte bei dem den der Roienblumen mehr Rück- ficht aus die stehenbleibenden Aestchen ge> nommen werden. Dieselben müssen nach dem Abschneiden der Blumen mindestens noch drei bis vier gut ausgereist« Auge» besitzen, bei Theerosen etwas mehr — n icht unter fünf Augen. Nutzen de« StaareS. Bei keinem Bog«l läßt sich jo bequem beobachten, wie viel er Nutzen bringt, wie bei dem Staar. Ist die erste Brüt ausgekrochcn, so bringen die Alten in der Regel vormittags alle drei Minuten Futter zum Nest. Nach-mittags alle fünf Minuten, macht jeden Vormittag in sieben Stunden !40 fette Schnecken, Heuschrecken, Raupen !c,, nachmittags deren 84. Aus die zwei Allen rechne man sür die Stunde wenigstens zusammen zehn Schnecken, macht in vier-zehn Stunden 140; insgesammt werden also von der Familie »«4 fette Schnecken verzehrt. Ist dann die Brüt aufgeflogen, dann braucht sie noch mehr Es kommt nun auch die zweit« Brul dazu, und ist auch diese auSgeslogen. so besteht jede Familie aus ts Stück, und inßl dann jedes Mitglied in der Stunde 5 Schnecken, so vertilgt die Siaarensamilie täglich 840 Schnecken. Das sind unstreitig höchst achtbare Leistungen, und zieht man die dichten Slaarensa>warme in Betracht, welche sich im Spätsommer Nahrung suchend in den Feldern und Wäldern herumtreiben, so geht die Vertilgung von allerlei Unge-ziefer geradezu ins Fabelhaft«. Seevögel als Nebelstgnal«. Das Geschrei der Seevögel, vorzüglich der Möven, ist oft sehr schätzbar als Signal bei Nebel. Die Vögel hocken dann gern aus Klippen und Felsvorsprüngen der JUlste beieinander und ihr Lchrei verräth dem Seemanne, daß er sich in der gesähr-lichen Nähe des Landes befindet- Dies» nützliche Eigenschaft der Seevögel hat an besonders g«sahrlicheu Stellen auch schon veranlaßt, daß das Abschießen der Thiere streng verboten worden ist. Alle Seidenreste können >etzt aus die verschiedenste Art sehr nett und praktisch verwendet werde». Ich hatte z, B- ein« alte, schon an manchen Stell«» z«riss«n« Blous«. die sonst nicht mehr verwendbar war. Da nun augenblicklich große Schleisen, sowie Krag«» mit herunterhängender Spitze u. s, w sehr modern sind, ließ sich aus einzelnen noch gulen Stellen der Blouse s«hr hübsches verfertigen. Rest« von Spitzen oder Tüll finden sich ja stets in i jedem Flickkasten vor und mit «inig«m Geschmack lassen sich di« v«rschied«nartigst«n Jabots, sowie Schleisen, Halskrausen und Kragen, von denen jedes Schausenster eines Modewaaren-Geschästes zahlreiche Muster ausweist, leicht herstelle», die einer einsachen Toilette leicht ein eleganteres Aussehe» verleihen. Da« Waschen der Waschkleider wird stet? gelingen, wenn man dem lau-warmen Wasser ein paar Tropsen Essig beigesügt. damit den Sachen die Farbe recht frisch erhalten bleibt. Ebenso dürfen dieselben nur im Schatten getrocknet werden, die Sonne zieht die Farbe aus. Nußspeis», di« so sehr beliebt ist, und viel Liedhaber hat, bereite man aus solgende Art Man lasse l— 2 Löffel Butter zergehen, füge derselben 2 Eßlöffel geriebene Semmel hinzu; allniählich thut man '/, Pfund am Tage vorher geriebene Nüsse dazu. Pfund Zucker, den Sast einer Citrone. Unter beständigem Rühren der Masse aus nicht zu großem F«u«r, lösche man di«s«lb« mit einem '/« Liter Milch ab. Diesem solgen 6 Eigelb und zuletzt der recht steif geschlagene Schnee der Weißeier. Die Masse wird dann sofort in ein« mit Butter ausgestrich«»« Form ge-lha» und bei mäßiger Hitz« wird di« Speis« abgtbacken. Am schönsten schmeckt dieselbe kalt mit Schlagsahne. Stimmt. „Was gibt's denn Neu«» in Euer n Tors? Lebt no der alte Burger-masier?" — „Na.deris scho' lang g storb'n." — „Und was is mit » jetzigen?" — „Der lebt noch!" Der liebevolle Gatte. Frau: „Wirft Du mich aber auch dann noch lieben, wenn ich einmal nicht mehr bin?" — Mann: „Dann erst rechtl" Guter Nath. A.: „Ich habe soviel Schulden, daß mir nichts übrig bleibt, als zu heiraten oder mich zu erschießen!" — B : „Ich bin verheiratet, laß Dir rathen, erschieße Dich!" Bedenkliche Unischreibung Un-gar: „Hob ich doch a broveS Weib! Ist eine Deutsche und tonn nix ungarisch Hob ich kürzlich mit ihr gezankt und hob sie nennen gewollt aus deutsch „eine Kuh"; hob aber »is gewußt da» Wort. Ist mir eingesollen zu sogen: „Höre, Du bist eines Ochses Frau!" Hot sie blos gesogt: „Jo, Tu host Recht!" Ist doch a brovcs Weid, mei Frau l" I8V6 .Deutsche Wacht' vermischtes. Pas künlttiche KagesNcht. Die amerikanischen Malier sind zur Zeil voll mit Berichten über die Entdeckung eines jungen Physiker» Mc. Farlan Moore, welcher das Tageslicht aus künstlichem Wege derstellen will. Er behauptet, dass man damit Straßen. Plätze, ganze Städte ohne Schwierigkeiten und hohe Kosten beleuchten kann, so dass die Nacht gebannt ist. Sein Licht hat durchaus die Eigens Fakten des Tageslichtes, es ist nichl blendend und entwickelt keine Hiye. AuS dünnen Crookes'fchen Röhren strömt eS aus. die durchsichtig sind und deren Innenwand mit einer geheimnis-vollen Masse bestrichen ist. Man braucht diese Röhren nur ringS um den Plafond eines SaaleS anzubringen, und das Zimmer ist in Tageslicht getaucht, ob auch die nächste Thurmuhr Mitternacht schlage. Moore gedenkt seine Erfindung noch weiter zu vervollkommnen, bevor er mit ihr hervortritt. — Klingt sehr amerikanisch! der pariser Singspielhalle ,Aux Atn-bassadeurs" in den elqieeischen Feldern wird jetzt alle Abend «» Schwank vorgetragen, worin ein biederer Kleinbürger vom Lande auftritt, der zufällig in Pari» in einen Siraßenauszug geräth. Er glaubt ebenfalls, seine Gefühle äußern zu müssen uns stößt auf» Gerathewohl den Ruf auS: .Es lebe der Kaiser!" Augenblicklich fallen zwei Schutzleute über ihn her. schleppen ihn bei Seite unv beginnen ihn zunächst mit äußerstem Nachdruck zu „ver-folgen". „Passer au tabac", „zum Tabak thun" ist hier der Fachausdruck für diese vorbereitende Behandlung Berhafieter. Der Geprügelte sträubt sich und schreit auS Leibeskräften, lS hilft ihm aber nichts, er wird weiter gehauen. Nachdem er daS Maß Keile bekommen bat, daS die Schutzleute sür angemessen halten, lassen sie endlich ab und n kann zu Athem kommen. .Sie lassen micli ja nicht ausreden," keucht er. „ich wollte rufen: ES lebe der Kaiser — von Rußland!' „So!" rufen die Schutzleute, „daS ist etwas Anderes. Sie lassen den Kaiser von Rußland hochleben? Sie sind ein guter Republikaner. Sie sind frei. Die Zuhörer lachen und klatschen nun natürlich Beifall. In Cilli angekommene Fremde. In Privatwohnun^en: Ä r i rn rn « r Emma, f u. f. Majorsgattin aus Römern, nebst Soba. — W ach «l ©ert&a, f. f. Bmt.-Wwe. au« Wien. — Raabl Adele, f. u. f. RittmeisterSWwe., mit Nichte, au« Sraz. — Werner Arthur, k. u. t. Lieutenant, au« Tritst. — Groß Dr. Leopold, dipl. Apotheker, aus Graz. — Nagele Anton, t. f. Professor und Stadt-schulinspector, au» Graz. — K o » , i t » Akclnc, Adv.-Gattin, au» Fünfkirchen. — ÄtiraU Joses, f. u. k. Major, sammt Gemahlin, aus Wien. — EhraSka Anton, Sprachstudierender, auü Glasgow in Schottland. — Schmidburg Bie'.or Freih. v., f. u. f. Lieut., aus Triest. — PeViwal Friedrich. Pensionist, au» Mürjjuschlag. — Strauh Leopold, Priv, sammt Gemahlin, au» Wien. — Adel «lbin. Priv. au« Wien. — K h i l Franz, k. t. Landwehr-Obe» lieut., sammt Gemahlin, aus Graz. — Äopper Anna, Priv., aus Graz — Hatler August, k u. k. Hplm. d. N.. au« Wien. — «uhn Marie. Priv.. sammt Tochter, aus Wien. — Castelliz Johann, k. f. LandeSger,-Rath, au» Graz. — Skoda Robert Rit. v , Priv., aus Wien. — Fehlinger Marie Hausbes.-Wwe. sammt Tochter, au« Wien. — K o s a m e l Karl. k. k. Hpttn., sammt Gemahlin und Schwiegermutter au« Graz; B e d n a r e k Aloisia. Private, au» Laibach. — Lackner Friedens«, k. k. DirectorSIochtcr, aus Graz. — Wrany Franz, Oberofficial der K.-Ferd.-Nordbahn, sammt Frau und Kind, au« Wien. — Leider Friedrich, Oberinspector der K.-Ferd.-Nord-bahn, sammt Gemahlin, au« Wien. — Grabowska Martha Gräfin, Priv., au» Gör». — Hofmann August. Shordireetor. sammt Gemahlin und Tochter, au« Wien. — May Amalie. Ingen -Wwe.. mit zwei Töchtern, au« Wien. — Orltta Franz, k. u. k. Major, au« Belovar. — G r i t s ch Helene. Private, au» Graz; KckegrapSilcher Schiffsvericht der „Aei> Star Antwccpcn. Der Dampfer „JllinoiS" der „Red Star Linie" in Antwerpen, ist laut Tel--gramm am 30. Juni wohlbehalten in Philadelphia angekommen. Priestasteu der Verwaltung. Herrn Dr. «i !t» ii d>» (l. It.»5. v. M-lcr - glatt. qe|»idtt, corncrt, cratttBstt, lonioftt sc. (r«. »4(i Cual. unb SfW urW. jVärtes. Xrifiit» K.). und Btutilict int t«»l. iKu"« »mgchcnd. 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Namentlich danken wir den geehrten Herren Officieren und Mitgliedern der hiesigen Lehrkörper, sowie allen Jenen, welche dem theure» Verblichenen die Ehre des letzten Geleites zu theil werden lies-en. 606 Die trauernde Familie Elchlcr. Photograph. Apparate aus Leckners Fabrik. David's vhotogr. Salon- und Reise-Apparat, 8 «rsd jeden« Groben. Werner'» phologr. Salon- und Reise Apparat, 8 verschiedene GrKsien. Lechner's UniversalCamera in S «ueftottunoen Leckner'a Taschen-Camera. Pliotojnmelle, Pocket-Kodak. (Sie drei letzteren auch für Radfahrer geeignet!! AM^ Größte» Lager von Apparaten, Utensitien, Chemikalien x. jflr Amateur Photographen. Preisverzeichnis, u Auflage. K. Lechner (Wilh. Müller) i. i. k. iltf-Huitidir sir FktU^tfbi« 471— 60 ifiunittifchlerei.) 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Als eine dringende Vorbereitung für das bestehende neue Wahlgeschäft ist die Verzeichnung der Wahlberechtigten der neugeschaffenen allgemeinen Wählerclasse, welche sämmtliche österreichische Staatsbürger, die das 24 ste Lebensjahr zurückgelegt haben, umfasst, ohne Rücksicht auf Steuerzahlung. Es werden demnach alle eigenberechtigten österreichischen Staatsbürger männlichen Geschlechtes dieser allgemeinen Wählerclasse, welche in Cilli sesshaft sind, ohne Rücksicht auf anderweitige Zuständigkeit, hiemit aufgefordert, binnen 8 Tagen ihren Wahlrechtsanspruch hieramts mündlich oder schriftlich anzumelden. Stadtamt Cilli, 3. Juli 1896. B12. Der Bürgermeister - Stellvertreter: Julius Rakusch. Michael Altziebler Thonwaren - Erzeuger in Cilli empfiehlt sein Lager alter Sorten » Tlioiiöscn u, ', zn billigsten Preisen. Bedierung pwiuj'. El» Lehr junge aus be**eteni Hause wird ia der Bäckerei Carl Kok« Cilli sofort aufgenomm-n. 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