Pränumeration--Preise: Für Laibach: Ganzjährig . . . 8 fl. 40 Ir. Halbjährig . . . 4 „ 20 Bierteljährig. . . 2 „ io „ Monatlich . . . — „ 70 „ Di i t der Post: Ganzjährig . . . li fl. — Ir. Halbjährig . . . 5 „ 50 „ Vierteljährig. . . s> „ 75 „ 6iir Zustellung in« HanS viertcl- iährig 25 [>•,, monatlich 9 kr. Einzelne Nummern 6 tr. Laibacher Iflfiblntt Aiwninie Mittheilungen werden nicht berücksichligt; Manuskripte nicht zuriickgesendet. ti c i n k l i 011: Bah,i!)!)fgas1e Nr. 182. Lkpedilion und 3iiferalni-Oiircn« : Ikongretzplatz Nr. 81 (Buchhandlung von I. v.fl'fmimavr A F. Bamberg). J»srrtio»spreisc: gilt die einspaltige Petitzeile 3 Ir. bei zweimaliger Einschaltung ii 5 fr. tveinial ä 7 fr. Insertionöstcmpel jedesmal .'JO kr. Dci größeren Ünjcvate;: itnb öfterer Einschaltnn^ entsprerbender Nabalt. Nr. -Mi. -amstag, 25. Februar 1871. ’Ö/Dtgrn: Alexander. Montag: Leander. 4. Jabrgang. ■swev.-OTOTto.« Monneurents-Linladunq. Mit 1. März 1871 beginnt ein neues Abonnement anf das „Laibachcr Bis Ende März 1871: Für tfnibnd) .................70 kr. Mit der Post......................95 Ir, Diese Ultmumutniicn. Seit in der Hofburg zu Innsbruck die kaiserlichen Worte ertönten: „Ich werde zeigen, das; ich ein katholi>cher Fiirit bin," ist cs lebendig geworden im altramontanen Lager. Die ganze Partei der Jesuiten in der Soutane und im Frack trügt seither eine freudige Siegeszuversicht zur Schau; sic geberdet sich, als gelte es eben nur, den letzten entscheidenden Stoß zu führen gegen daö moderne Hcidcnthuin, den bösen LiberaliS-mus, Jjcr es gewagt hat, den heiligen Vertrag mit dem Statthalter Christi zu zerreißen, das Sakrament der Ehe zu entwürdigen, den Sonntag zu ent-heillgen u„d der Kirche ihre Schulen zu raube». * , uiit der Ausrottung der „dezembristischen ^chwindelschöpfungen" wollen sich die Jünger Loyala's »>cht einmal zufrieden stellen, ihr wilder Fanatismus schreckt selbst nicht vor der Entzündung eines Weltbrandes zurück. Wenn wir — rufcit sic — in Oesterreich aufgeräumt haben, dann geht es an die Wiederanfrich-tuug der päpstlichen Souveränetät, au die Wiederherstellung des Kirchenstaates! Die Katholiken des ganzen Erdkreises werden sich uns anschließen, und sollten^ die Regierungen der christlichen Staaten ihre Mitwirkung versagen, so werden selbst gegen ihren Willen die Völker einen neuen Kreuzzug ausrüsten. um die Metropole der Welt zu befreien „aus den gewaltsamen Händen der neuheiduischcu Feinde unseres Heilandes und seines Stellvertreters aus Erden!" Mau beschuldige uns nicht etwa der lieber-treilmug, wir haben uns hier darauf beschränkt, ein paar der markantesten Stellen auö jenen Kundgebungen zu reproduzireu, welche täglich die Spalten der klerikalen Organe füllen. Und mm mögen unsere Leser selbst beurthcilen, was es mit dem in der Programmrede des Grafen Hohenwart enthaltenen Verspreche»: die kirchlichen Fragen einer „allseitig" gerechten Lösung zuzufüh-ren, für eine Bewandtnis; haben könne. Soll diese Lösung korrekt, das ist ganz im Geiste der Staatsgmudgcsetze erfolgen, wie dies ohne Zweifel vom früheren Kultusminister- Dr. v. Stre-mayr auch geplant wurde, dann werden zwar die Fortschrittösminde sich befriedigt fühlen, dagegen die dermalige» Gönner des Herrn Grafen, die Klerikalen , ihm den Fehdehandschuh hiuwerfeu. Ist e< aber hiebei anf eine Annäherung au die Ultramoii tauen abgesehen — worauf die Abneigung der Regierung gegen die unter Herrn v. Stremayr ent worfenen Vorlagen schließen läßt — so hätten wir wieder eines jener uubesiuirbnren Experimente vor uns, aii welchen der Liebe Mich umsonst verschwel, bet wird, cs wäre den», daß die Regierung mit dem Plaue umginge, auf verfassungsmäßigem Wege die Verfassung selbst zu Paaren zu treiben. Und so scheint beim die Regierung auch auf beut Gebiete der kirchlichen Frage wieber der wohlbekannten schiefen Ebene zuschreiten zu wollen. In der That hat die Krankheit unsersVerfassungslebenS nur deshalb einen so bedrohlichen Charakter angenommen , weil jedes neue Kabinet sich die sonderbare Ausgabe stellt, zwischen den unversöhnlichsten Gegensätzen eine Versöhnung anzubohneu. Man will nun einmal nicht anerkennen, daß der Katholizismus zur Bestimmung jeder freieren taatseinrichtuug ungeeignet ist, ja d^ß er feiner Natur nach den störeubsteu Einfluß auf das Staatsleben äußern muß, welches nach Recht uub Vernunft sich nur auf das freie Selbstbewußtscin, bic freie Thalkraft feiner Bürger stützt, dafür aber auch uoihwendig verlangen muß, daß der Bürger fein Vaterland über alles schätze und den Gesetzen desselben unbedingten Gehorsam leiste, während bic vom Katholizismus untrennbare fitpernaturaliftifche Dogmatik bic blinde Unterwerfung unter die Autorität einer äußern, von den Theologen mehr oder minder willkürlich angelegten Offenbarung fordert und den Lehrsatz aufstellt, daß des Katholiken wahres Vaterland das himmlische sei, die irdischen Gesetze aber nur infoferne befolgt werben dürfen, als sie den von der Kirche interpretirten göttlichen nicht widerstreiten. Bon welchem Geiste nun die kirchliche Auslegung der Gebote Gottes durchweht ist, zeigt wohl am deutlichsten das päpstliche Breve vom 8. August 1832, worin der düstere Kamabulenfer Gregor XVI. die Preßfreiheit verwünscht, die Gewissensfreiheit als den verderblichsten aller Jrrthiimcr, die Mei-nungs- und Wortfreiheit als die schlimmste Pestilenz für die Staaten, die Einführung der Eisenbahnen endlich als eine fluchwürdige Ausgeburt des Zeitgeistes stigmatifirt. Hat die Regierung diesem Gesichtspunkte bisher wenig Gewicht bcigclcgt, so überschätzt sie anderseits die Macht der Ultramontanen, welche mit schlauem Vorbedacht stets die Meinung zu verbreiten suchen, daß die Gesauiuitheit der österreichischen Völker hinter ihnen stehe, daß mir in ihrem Lager das Heil der Moimrchie zu finden fei, wogegen in Wahrheit nur ein Theil ber Aristokratie uub des Baucnistan- Jeuiüelon. Faustina. Drani.i in 5 Akten von 91 b a l£ h riste it. * Das Erscheinen ber renommirten Lirikerin auf bem Gebiete der dramatische» Dichtung dürfte zweifelsohne für viele eine Ucbcrraichuug sein. Sic war vorsichtig genug, ihr Debüt auf jenem des bürget» .4ärinkPlamn u Gegensätze zu unfern Gegnern, die ihre Kandidaten gewöhnlich nur im engste» Familienkreise der tonangebenden Führer und ihrer Sippe znsammenlesen und dann der Übrigen Wählerschaft oktroyiren, kann es für die liberale Partei nur höchst günstig wirken, wenn sie jeden Zwang, jede unnütze Pression vermeidet und die Gewinnung der geeignetsten Kandidaten einer freien, öffentlichen Besprechung der Wahlberechtigten selbst liberläßt. Um aber den obersten Zweck einer Probewahl : die beste Kandidatenliste zu gewinnen, vollständig zu erreichen, muß dieselbe zahlreich besuch! sein. Es ist dies im höchste» Interesse der Wähler und der v1 Wählenden gelegen. Je reget die 'Betheiligung, desto lebhafter wird der Ideenaustausch sein, desto mehr Persönlichkeiten werden in Borschlag gebracht, desto größer ist die Auswahl. Hier ist der geeignete Ort zu Anfragen, zur JuterpellaUvn, zur Geltendmachung etwaiger Bedenke». Bei den Probewahlen können persönliche Anschauungen zum Ausdruck gelangen , hier kann jedermann seine einzelne Meinung aussprechen und selbe auch seinem Mitwähler annehmbar machen, während nach bereit Vollzug jedes persönliche Interesse schweige», jede private Ansicht verstummen und nur mehr die allgemeine Sache im Auge behalten werden muß. Ein Wähler, der nach der Probewahl nicht strengstens sich an die ausgestellte» Kandidate» halte» würde, würde nicht nur feinen Parteigenossen den größten Schaden bereiten, sondern sich auch als ein sehr kurzsichtiger Politiker beweisen, der nicht einsähe, baß er durch ein eigensinniges Separatvotum zwar feiner Partei schaden, deshalb aber seiner Soitderaiificht doch nicht zum Durchbruche verhelfen könnte. Und welchen Werth hat eine zahlreich besuchte Probewahl für die ausgestellten Kandidaten ! Fassen biefe ihr Mandat als wahre Ehrenmänner aus, so kann ihnen nichts größere Beruhigung gewähren, als das Bewußtsein, daß sie wirklich das Vertrauen vieler ihrer Mitbürger berufen hat, daß sie ben Wählern nicht aufgedrutigen wurden, sondern wahrhaft aus deren freiem Willen kanbibirt worben sinb. Aber auch hiemit ist ber hohe Belang der Probewahlen noch nicht erschöpft. Die Kandidatenliste, die gen Warreits, dcn Jungen zur Vernunft zu bringen, bebt in dem Augenblicke, als Heinrich sich von ihm lossagen will, das fürchterliche Wort Bastard auf den Lippen des Baters. — Moralisch tief gebeugt betritt er »och denselben Abend die Bretter, mit auf den Wogen des Beifalls in den Tempel seines künftigen Glückes einzuziehen, allein nach den Weisungen Faustiua's hat der Chef der Claque gewisse, einem Applause geradezu ciitgegenlaufeude Iitstrttktioncn, und statt des Trimnses erntet der arme Kunst-cnthusiast eine noch nie dagewefeuc Niederlage. Die erste Folge dieser zwei so rasch ans einander gefolgten erschütternden Ereignisse ist der Wahnsinn Heinrichs. Faustiua überblickt nun mehr das grenzenlose Elend, das sic heranfbeschwo rni, doch hofft sic auf eine Genesung ihres Schützlings, wenn sic sich ihm entrückte. Norrent wird unterdessen bei einem schon oben erwähnten Atteu täte auf Marianne von Warren und Kulmer überrascht und gleich hieraus entlarvt, wobei cs sich herausstellt, baß er seinerzeit seinem Vater alles Bargeld entwendete und auf diese Weise zum Dieb an seinem eigene» Vater und gleichzeitig zn seinem Mörder wurde, da dieser in Folge dieser Schandtat einem Schlaganfallc erlag. ' Ein Intermezzo 46 vom 25. Februar. nach einer zahlreich besuchten Ptobewahl ausgestellt worden ist, genießt auch sonst eine bedeutende .‘lutorU tat. Wenn es klar ist, daß diefe Männer scho;; im voraus das Vertraue» so vieler Mitbürger auf sich vereinen, so wird das beruhigend auf alle Parteigenossen, insbesondere aber aufniuuternd auf etwa schwankende unter denselben, gleichzeitig aber eutmuthigeud und verwirrend ui den Reihen Oec Gegner wirken. So erscheinen also die Probeioaljlen in jeder Beziehung als ein entscheidender Faktor in Der ganzen Wahlbe-wegnng. Wem überhaupt au dem endlichen Ausgange der Wahlen gelegen ist, der darf auch schon die Probewahl unter feinen Umständen versäumen. Die liberalen Wähler Laibachs haben bei so vielen Anlässen regen Eifer für die gute Sache und klares politisches Verständnis) an dcn Tag gelegt, daß sie gewiß auch in richtiger Würdigung der unzweifelhaften Wichtigkeit dieses Aktes die kleine Mühe nicht scheuen und bei den in nächster Woche stattsiudenden Probewahlen recht zahlreich erscheinen werden. — (Spark asseve rein.) Jit der vorgestern stattgefuubenen Generalversammlung bet Sparkasse-vereinsmitglieber erstattete der Bereinöpiäsident den Rechenschaftsbericht für das Berwalmngsjahr 1870, welcher einen Zuwachs von 2401 Interessenten mit einem vermehrten Einlagekapitale von nahe einer Million nachweist. Die Darlehen aus Hipolhcken, welche gegenwärtig 3,673.562 fl. 23 kr. betragen, vermehrten sich im Jahre 1870 um 372.281 fl.; die Anzahl der Interessenten beläuft sich mit Schluß 1870 auf 20.083 und der Aktivstand ans 7,343.002 fl. 37 tr., somit gegen das Borjahr größer um 964,367 fl. 27 fr. Weiteres theilte der Herr Präsident mit, daß das kleine Franz i'avrenäc’sthe Hans in der Gradischa, welches den Gartengrund ber zum Zwecke des Realschulbaues angetansten Dr. Zwayet'schen Besitzung gegen die Hauptstraße begränzt, erworben wurde, daß also auch nebst der wesentlichen Zweckmäßigkeit und Ausdehnung des BauterraiuS dem allgemeinen Wunsche der Stadtbevölkerung auf Beseitigung dieses unansehnlichen Hauses neben dem anszusührenden Neubau iliechuuug getragen werben wirb. Zahlreiche Aumetbuitgen von Ingenieuren unb Architekten des In- und Auslandes, sich an ber Preisausschreibung für den gelungensten Bauplan betheiligen zu wollen, lassen eine Auswahl gediegener Elaborate erwarten, und ist zu hoffen, daß ein zweckmäßiges, mit allen Erfordernissen einer höheren Lehranstalt versehenes Gebäude, welches auch in architektonischer Hinsicht unserer Hauptstadt zur Zierde gereichen soll, hergestellt werden wird. Der Geschäftsbericht wurde von der Versammlung mit lebhaften Bravorufen ausgenommen. Sohin wurde von der Direktion der Voranschlag pro 1871 vorgetragen und von der Versamm-lung angenommen. Gleichzeitig wurden über Antrag ber Direktion für wohlthätige unb gemeinnützige Zwecke zwischen Faitstttta und dem wahnsinnigen Heinrich, sowie eines zwischen ihr und Norrent bildet den Ucdcrgang zu den äußerst tragischen und gewiß auch glänzend dramatischen Schluß. Warrens erscheint itt dem Gemache Faustina's nitb hier kommt es zu jenen geplanten Auseinandersetzungen, die die Rächerin bisher gegenüber ihrem eigentlichen Objekte in sich verschlossen hielt, und indem sic schrittweise dcn gefühllosen Geldrnenschen auf die Tage der Vergangenheit zuruckflihrt, kommt cs zu citter Verständigung von Seite Wartens, die jedoch zttnichtc wird, als es sich herausstellt, daß Faustinens tobt geglaubtes Kind niemand anderer sei, als -- Heinrich selbst; der Ruf desselben: „Holdes Mädchen!" macht der Mutter das Gehirn erstarren, und indem sie auf alles furchtbare der Schuld Warreus hinweist, zieht sic einen großen schwarzen Ring von ihrem Finger, mit von dessen Inhalt die ewige Ruhe zu erlangen. Im Sterben noch lallt sie abgebrochene Sätze, die auf ihr einstiges Jttgettdglück Hinweisen, nnd während Heinrich mit der Apathie eines ^ Geisteskranken nach „feinem Liede" fragt, lispelt Warren, über Faustiua's Leiche gebeugt, ein gleichartiges „todt!" — — So wirkungsvoll der Verlauf der Handlung zur Verausgabung im Verwaltung-jahre 1871 im ganzen 4475 fl. uolin, und zwar außer den in einer vorhergegangenen General-Bersammlung bewilligten 2000 fl. für das Armeninftitut, 50 fl. für die Weihnachtsfeier in der Kleiukindetbewahranstalt und 50 fl. für die Weichuachtstleiberbetheilung in der Eitaluica, noch folgende Betrüge: 1. für unterstützungsbedürftige Schüler des GimnafiuutS zu Laibach 200 fl.,; 2. für unterstütznugsbebürftige Schüler bes Gimttasiums zu Rndolsswerth 200 fl.; 3. für unterstütznngSbebürftige Schüler des Gitunasiums zu Kraiubnrg IOC) fl.; 4 für unterstützungsbedürftige Schüler der Realschule in Laibach 300 fl.; 5. für unterstützungsbedürftige Schüler der Lehrerbildungsfchule 100 fl. ; 6. für unterstützungsbedürftige Schüler der zweiten stüdt. Volksschule 100 fl.; 7. für unterstützungbedürftige Schüler der städtischen Snabenhauptschute St. Jakob 150 fl. ; 8. für unterstützungsbedürftige Schüler der städt. Knabenhaupt-schule Titnan 25 fl. ; 9. für Anschaffung der Lehrmittel au Volksschulen 500 fl; 10. für Betheilung von Schnlreqnisiten an atme Mädchen au der hiesigen Urfulinenfchule 300 fl.; 11. für Beiheilung von Schnl-requifiten an an e Mädchen an der Urfulinenfchule in Lack 100 fl.; 12. für den Sonntagsnnterricht an ber Realschule hier 100 ft.; 13. für bie Zeichuungsab-tHeilung 100 fl.; 14. für die, die zweite städt. Svn»-tagsschttle besuchenden Lehrjungen 100 fl.; 15. für dieselben an bet St. Jakobsschule 100 fl.; 16. für die evangelische Schule 100 fl.; 17. für die Erhaltung der hiesigen Kleinkinderbewahranstalt 100 st.; 18. für die Musik fchule der filharmonifchen Gesellschaft 100 fl. ; 19. dem hiesigen Krankenuntetstützungs- unb BersorgnngSvereiiie 100 fl.; 20. zur Unterstützung ber Feuerwehrkaffe 50 fl.; 21. für Erhaltung bes EUfabeth-Kinberfpitals 100 fl.; 22. für unterstützungsbedürftige, aus dem Zivilfpital entlassene Rekonvaleszenten 300 sl. ; 23. sür den Grazer Freitisch für arme Studirende aus Krain 150 fl.; 24. der Stadtgemeinde Gottfchee für bie Anschaffung eines Lokales zur Unterbringung eines Realginmafiums 1000 fl. Rach Erledigung mehrerer, die Sistemisirung unb Besetzung ber Beauttenfteöen be-trefsenbeu Angelegenheiten würbe die Versammlung geschlossen. — (Die Klerikalen wollen keine k. f. Katholiken fei n.) In der letzten Versammlung des Vereines „Sloveuija" wurde vom Obmann Dr. Blei-to e i 8 auf eine vom Lande eingelangte Anfrage an den Vereinsausschuß, ob der besagte Verein nicht den Beinamen katholisch-politischer Verein führen sollte, solgcnbe Erklärung abgegeben: „Wer ein Slovene mit Leib unb Seele und seiner Mutter Slvvenija treu ergeben ist, kann auch nur ein treuer Sohn seiner Mutter ber katholischen Kirche sein. An bem Rauten liegt ohnehin nichts, soubern an den Thattn. Letztere aber haben gezeigt, daß wir niemals k. f. Ka- zu sein scheint, so läßt dieselbe dennoch einiges zu wünschen übrig; in Bezug auf die Charaktere aber ist das Gefühl geradezu peinlich, welches die Träger des Drama's in uns hcrvorrufcu. Verbleibe« wir vorderhand bei diesen. Die Hauptzüge der Heldin sind: Eigennutz in Folge gekränkter Liebe, verbitterte LebenSanschauung, die mitunter an den nacktesten Pessimismus streift, in Folge dessen unerquickliche Hartherzigkeit, die uns keine Achtung einzuflößeu vermag, weil sie zur Befriedigung eigeunütziger Interessen dient; bann Rachsucht unb — Eitelkeit. Wenn sie sagt: „Id) schaute auf den Grund der menschliche» Statur, mit) heute liebe ich mir meinen Hund" — so ist das allerdings ein Sclbstbekenntmß, das uns ans dein Mttitbc eines Weibes Schänder einflößen könnte, die Worte aber, die sie an Norrent richtet, indem sie sich mit halbgeschlosseneit Augen zurückneigt: „Von Dir hat dieses Zngeftiindmß Werth, bi» ich wirklich »och schön" machen uns das Weib einen Augenblick sogar widerlich. Nur am Schlüsse bes Drama's tritt in einem Augenblicke wieber all die heroische Größe eines aus-opfert»,göwilligeu Weibes hervor und die Katastrofe ist es, bie uns mit diesem Charakter auSzusöhnen tholiken waren, b. i. solche Katholiken, wie sie bald daS eine, bald daS andere Ministerium verlangte. Bei den Wahlen lautete stets unsere Sefung: „Alles für den Glauben, für die Heimat und für den Kaiser/ In dem Landtage haben wir den nämlichen Grundsatz verfochten und vor der ganzen Welt gegen jenen deutschen Liberalismus gekämpft, welcher heutzutage die große Glocke trägt und mit dem einen Fuß die Nationalität, mit dem anderen den Glaube» zu Boden tritt. Unsere Gegner haben uns daher umgetaust, sie nennen uns nicht mehr die nationale, sondern stets nur die klerikale Partei. Ta wir demnach dies alles vor der ganzen Welt mit gutem Gewissen konstatiren können, so wäre es überflüssig, dem Verein „Slove-nija" noch einen anderen Beiname» zu geben, beim er hat ohnehin den Glauben und bie Nationalität unter seinen Schutz genommen." — Diese Erklärung wurde — wie „Nooke" meldet — von den Bereinsrnitglie-dern mit lebhaften Beifallsrufen ausgenommen. Änch die liberale Partei bürste bem f. k. Lanbesthierarzte zu der meisterhaft gespielten Rolle des Glaubenshelden zurusen : „Gut gebrüllt, Löwe!" Nur vergaß der schlaue Volksführer bei dieser Vereinskomödie auf die ungarischen Slovenen völlig, welche zwar keine f. f. Katholiken, sondern Protestanten sind, was (ebenfalls viel ärger ist, und deshalb von feinem Zukunftsreiche doch nicht auSgefchloffen bleiben dürfen. Wie kommt es ferner, daß der Verein „Slovenija," dessen neueste Losung: „Alles für ben katholischen Glaube»" lautet, bei dem letzten Siidflavenkvngresse ein die katholischen Interessen des Landes möglicher Weise in hohem Grade gefährdendes Bünbniß mit Altgläubigen imb Halbtürken geschlossen hat? Gebeult Dr. Bleiweis bei der Schaffung bes südslavisch>n Reiches vielleicht mich klerikale Propaganda unter ben slavische» Mohameda-nerit der Türkei zu machen? — (Der Karneval in Gottschee.) Während Heuer in Laibach bie schon seit einigen Jahren sehr vernachlässigte Korsosahrt am FaschingsdienStag gänzlich unterblieb unb bas enttäuschte zahlreiche Publikum, welches sich in ber Sternallee eingefuube» hatte, sich mit gegenseitigem Bewerfen mit Boubous, so gut es eben ging, unterhielt, hatte bie Stabt Gottschee — wie man uns aus Unterkrain berichtet — alles aufgebo-ten, um bie letzten Karnevalstage in voller Faschiugs-(uft zu begehen, wobei sogar eine Korsosahrt in bas Programm ausgenommen würbe. Unter Leitung eine« eigene» Karneval-Komitee'ö würbe am FaschiugSmon-lag in bem Gasthause „zur Post" ei» sehr belebter Maskenball arrangirt, ber Tanzsaal war überfüllt, unter der Menge von Masken befanden sich einzelne sehr geschmackvoll kostumirte. Am Dienstag Nachmittag fand bie Korsofahrt statt. An ber Tete bes Zuges bewegte sich eine Kavalkabe von acht glänzenb ausge- oermafl. Warrens Charakter stößt ab; er rechnet zu jener Spezies von Mctifdjm, die das Herz als Waare betrachte» unb bette» das Gefühl eher überflüssig, als nothwenbig erscheint. Wie höhtienb klingt nicht seine Antwort auf Heinrichs Aeußerutig, daß die Beschäftigung im Komptoir seine» Gefühlen widerstrebe; er sagt: „Du machst also in Gefühle»? Wiifl Du bei dieser Beschäftigung Dein Brot finden? ES wäre mir interessant, diese „Gefühle" kennen zu lerne»." Warrens Wese» widerstrebt uns i» all' seinen Nuanßirungen, Norrent gehört zum Abschäume der Menschheit, und wenn Fanstina sagt, daß sie mit Kreaturen seines gleichen jnur deshalb Gemeinschaft hatte, um ihren Ekel zu reizen unb um nüchtern zu ergründen, wie tief die menschliche Gemeinheit geht, so zeichnet er sich selbst am besten in ber Aeußerung: „Sie wissen nicht, Faustiua, welches Opfer ich Jhue» bringe; mit allem Golde der Erde könnte» Sie mir diese Tugendspielerei, dieses Verleugne» meines tiefst innerliche» Wesens nicht bezahlen. Denke» Sie sich mich als schmach-tenben oder feurigen Jüngling, mich, mit meine» vollgezählten vierzig! hiingling! Ich! Wo sind die Zeilen, wo ich es gewesen? Ich glaube, wir waren beide dümmer damals, besser aber jedenfalls als heute." Mit Kulmer könnte inan sich ütbeß noch ab- statteten Reiter», dann folgten an 30 Kutsche» mit Herrn, imb Dame» iii mannigfacher Kostllmiruug nebst Reiier». Nachdem dev Zug dreimal über den Platz die Runde gemacht, wo es zu sehr lebhaften BonbonSkanouaben zwischen bem Publikum unb den Korsofahrern kam, fuhr man in bas Bräuhaus unb bann zur Glashütte, von wo nach mehrere» heitere» Ansprache» unb Toaste» bie Rückfahrt «»getreten würbe. Ein zweiter Ball i» der FaschingSuacht beschloß bie KarnevalSunterhalluugeu. Einen wesentlichen Aulheil a» ben dortige» geselligen Vergnügungen nimmt ber Männergesangsverein, welcher unter bei» tüchtigen Ehor-meister Herrn Dr. Böh m recht erfreuliche Fortschritte macht. Auch bei ber Unterhaltung am Faschingsmontag wirkte derselbe mit, namentlich erntete die mit Begeisterung gesungene „Wacht am Rhein" sehr lebhafte» Applaus. Bei diesem Anlässe sprach sich der deutsche Sinn der Stadt Gvllschee ganz unumwunden aus. Schabe nur, baß keiner jener mUzsüchtigeu national-klerikalen Uskoken, bereit etliche int Gottjcheer Länbcheu sporadisch zerstreut fiitb, um nach bei» Gebote ihrer Meister beit deutschen Beben zu untenollh« leti, biegmal anwesend war, um bie Ueberzeuguug zu gewinnen, baß bie separatistischen Tendenzen der Klerikalen bei ber bemschen Bevölkerung von Gottschee niemals einen Autlaug siiiben werben. Die Stabt Gottschee ist von innerem Parteihaber noch nicht angekränkelt, wie bies leider durch der hochmürdige» Schwarzen Bemühungen in anbei» Stäbie» Krams ber Fall sein soll. Der bekannte gesellige Sinn der Gottscheer hatte viele Gäste aus ben benachbarte» Ortschaften, als: Reifniz, Brob, Hof n. a. m. herbeigezogen, alle schieben vergnügt über die heitere» Stunden, die ihnen der Karneval in Gottschee geboten. — (Neue Postämter.) Am 1. März l. I. werden in Billichgratz bei Laibach und in St. Rup-recht bei Nassensuß f. k. Postämter in Wirksamkeit treten, welche sich mit dem Brief- und Fahrpostdieitste zu befassen haben. DaS Postamt Billichgratz wird mittelst täglicher Fahrbotenposten mit jenem in Laibach in Verbindung stehe». Das Postamt St. Ruprecht erhält ebenfalls eine tägliche Postverbindnng durch die zwischen Nassensuß und Tressen schon jetzt bestehende Fahrbotenpost. — (Theater.) Gestern fand die zweite Borstellung der Rappo'schen Ktinstlergesellschaft bei ausverkauftem Hause statt. DaS Programm bot durchaus neues, darunter wieder viel wahrhaft vorzügliches, und das zahlreich versammelte Publikum wurde nicht müde, den ausgezeichneten Leistungen ununterbrochen de» lebhafteste» Beifall zu spenden. Vorher gab man ein kleines, ganz reizendes Stück von Schlesinger: „Wenn ma» nicht tanzt," das von den Damen Fontaine, M a n g j ch mio MitscherIing und den Herren Puls, Richter, Schlesinger und Stu bet munter und wirksam gespielt wurde. Ans T e ui e s v a r wird uns geschrieben, daß in dein dortigen StadtiHeater die Oper „Rosaiuuude" von dein hier finden, wenn er nicht die lästige Gewohnheit hätte, durch eine zumeist unzeitige Lachlust uns in ärgerliche Stimmung zu versetzen. Heinrich» Charakter scheint die Bestimmung zu haben, alles Mitleid unsererseits für sich ei»zuheimseu, und nur Marianne repräsentirt das versöhnende Element, wenngleich auch ihr rasches Einwilligen in alle Vorspieglungen Norreuts ihre wahre Mädchenhaftigkeit in bcoent-lichem Grade erschüttert, und sic eher geistesbeschraukt als wie naiv erscheinen läßt. In dem ganzen Drama befindet sich hiemit fein Charakter, der auf diese Gesellschaft vo» zweideutige» Mensche» ein Gegengewicht ausübeu könnte, und selbst das tragische Ende Faustina's vermag keine vollständige Versöhnung zu bewirken, da der wahnsinnige Heinrich de» Schluß des Drama's überlebt. Dieses Faktum ist peinlich; Heinrich hätte ans irgend eine Weise aus dein Wege geschafft werden sollen, am allerleichtesten z. B. durch ein momentanes Erwachen aus seinem Wahnsinn, worauf nach Keuntnißnahme der fürchterlichen Entdeckung, daß Faustiua seine Mutter sei, psichologisch ganz gerechtfertigt ein Rückschlag hätte erfolgen können. Bei all' dem sind jedoch diese Träger des, Stückes meisterhaft gezeichnet, namentlich Norrent und Heinrich. Die eigentliche Handlung entbehrt noch immer in vorzüglichem «»dritte» stehenden Kapellmeister Fried. Müll e r sechsmal bei immer vollem Hause gegeben wurde. Auch dessen komische Oper „Berengar" errang bei der kürzlich erfolgten erste» Aufführung einen durchschlagende» Erfolg. Ans dein Vereinslebeu. Konstitutioneller Verein. Wegen Mangel an RanIII rönnen wir aus gestriger Versammlung zum ersten Punkte: Dar, M t n i st e r i u m u u d sei n P togtamm, nur die gefaxte Resolution bringen. Dieselbe lautet: 1. In Erwägung, da6 daS im Amte befindliche Ministerium dem kvnslitntiouelleu Brauche entgeqen lei» parla- mentarisches ist; 2. in Erwägung, da|j nach der seitherigen Haltung desselben zu befürchten stehe, daß irotz der traurige» Ersah nmge» aus der jüngsten Zeit neue gefährliche Ausgleichs experimeute iti Szene gesetzt werden sollen: 3. in Erwägung, daß dadurch das bestehende Verfas-suugsrecht geschädigt und vor allem die unumgänglich noch wendige Stärkung des Zeutratparlameiites unmöglich gemacht werden könnte; 4. in Erwägung, daß die bis heute bekannten Kuud gebungen des Ministeriums eine bedenkliche Unentschieden heit in den wichtigsten Prinzipieiisrageu verrathen; 5. in der Erwägung endlich, daß mir eine energische und ihrer klar gegebenen Ziele bewußte Haltung der Reichs-Vertretung der Gefahr drohenden Lage zu begegnen vermag, hegt der konstitutionelle Verein die Erwartung: Es werde der hohe Reichsrath mit allen gesetzlichen Mitteln jeden Versuch zu solchen Verfassuitgsänveruitgen hintanhalten, wodurch etwa ein Kronlaitd außer den Rahmen der gemeinsamen Vertretung im vieichsrathe geschoben oder aber wesentliche Interessen des gesammtstaatlichen Ver bandes nnd der staatsgruudgesetzlicheu Freiheiten geschädigt werde» könnte», Hochdersetbe werde daher insbesondere die organische Selbständigkeit des Reichsrathes durch direkte Wahl aus dem Volke erwirken, seine volle Unabhängigkeii von laudtäglicheu Beschlußsassnugeu wahren und nicht nur die Formen, sondern den Geist und die Grundsätze der Verfassung unversehrt erhalten. Zinn zweiten Punkte der Tagesordnung betreffend, die bevorstehenden G e m e i n d e r a t h s w a h I e n in Laibach sprach der Obmann Desch m a n n , und es wurde Über dessen Antrag die Koitstituiniug eines Zenlralwahlkoniitee's beschlossen, unter dessen Leitung auch diesmal für die ein-zelueu Wahlkrrper abgesondert die Probewahleu vorzuneh nie» und die sonstigen zur Durchführung der Wablbewe-gnng nothwendige» Schritte einznleiteu sind. Witterung. Laibach, 25. Februar. Nachts sternenhell. DiorgeuS größtenteils bmöltt, Morgenroth. Die Skirokkalstrijinuug hat sich eingestellt. T e in p e r a t u r : Liorgens 6 Uhr — 2.2", 9iac(im. 2 Ut-v + 8.0" R. (1871) | 5.6“, 18iiO -(- 0.8°). Barometer im fallen 330 00'". Das gestrige Tagesmittel der Wärme + 0.8", um 0.6° über dem Normale. Verstorbene. Den 24. Februar. Karl Kunstei, Glasergehilse, alt 64 Jahre, in der Polanavorstadt Nr. 16 au der Entar tiiug der Unterleibseingeweide Georg Rebol, Inwohner, alt 75 Jahre, im Zivitspital au Altersschwäche. nirgends der künstlerischen Rundung, uitd was die Diktion anbelangt, so ist sie geradezu vollendet. Ob man eine versifizirte Prosa billigen könne, überlasse ich strengeren Kritikern, allein der große Monolog im zweiten Akte macht den gleichen Effekt, als sei er in dramatischen Jamben geschrieben; daselbst heißt es am Schlüsse: „Du frommer Glaube, warm» Hab ich dich vertauscht mit jenem Wisse», das »ns für ewig trennt von alle» Scheuten, die die Erde deckt? Im süßen Wahne, jenseits Euch zu finde», war' ich Euch gefolgt, ich aber weiß, was todt ist, ist zerfalle» in Staub , ist unwiederbringlich mir verloren, und was mir bleibt, um Euch zu ehren und zu rächen, ist nur das Leben. Ich bin des Helle» Sonnenlichts entwöhnt, beim Lampenlichte et ft beginnt nuiit Dasein; der Dust der Blumen, die im Felde blühen, zieht manchmal noch durch meine Träume, und von dem Frühling singt mein blinder Staat. Wie stand ich ihm so ruhig gegenüber, ganz anders Hab ich die Begegnung mir gedacht nach schmerz-durchlebten Jahren. Wie habe ich dies Bild mir ausgedacht, als wilder haß in meinem Busen flammte! — Mein Herz war leichenstilt, ich bin zu müde für den Haß, und kalten Herzeus räche ich die Todten ;c. Es sind die schönsten Jamben, in Prosa-Zeilen aneinandergereiht. — Ueberfüllt ist das Drama mit den Bemerkungen, mit welchem Affekte einzelne Sätze, ja selbst einzelne Worte auszusprechen seien. Ich nahm mir die Mühe, die Legion derselben zu zählen, und fand deren in dem 123 Seiten zählen- Stngesendet. Probewahlen! Das gefertigte Komitee beehrt sich hiemit zu den anlässlich der bevorstehenden Gemeinderaths - Wahlen zu veranstaltenden Probewahlen einzuladen. Dieselben finden statt: Für den 3. Wahlkörper: Montag den 27. Mur; für den 2. Walilkörpcr: Dienstag flen 28. Februar; für den 1. Walilkörpcr: IM den 1. März. Sämmtliche V er Sammlungen, um deren pünktlichen und zahlreichen Besuch seitens der Herren Wähler dringendst ersucht wird, werden im Kasino-Glassalon abgehalten und beginnen jedesmal Abends 7 Uhr. Vom Zentralwahlkomitee. Keine Krankheit vermag der delikaten llevales-cifere du Barry zu widerstehen, und beseitigt dieselbe ohne Medizin und Kosten alle Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut, Athem-, Bla-sen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarr- höen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blntanssteigen, Ohrenbrausen Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. — 72,000 Genesungen, die aller Medizin widerstanden, worunter ein Zeugniß Sr. Heiligkeit des Papstes, des Hosmarschalls Grafen Pluskow, der Marquise de Bröhan. — Nahrhafter als Fleisch, erspart die Revalescivre bei Erwachsenen und Kindern 50mat ihren Preis in Mediziniren. Zertifikat vom Herrn Dr. Medizine Josef Viszlay. Szeleveny, Ungarn, 27. Mai 1867. Meine Frau, die mehrere Jahre an Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, allgemeiner Schwäche und Schmerzen gelitten und alle Medikamente und Bäder vergebens versucht hatte, ist durch Du Barrlis Revalcsciörc gänzlich hergestellt worden und kann ich dieses exzellente Nahrungsmittel jedem Leidenden bestens empfehlen. Im tiefstem Dankgefilbl verbleibe ich mit Achtung ergebenster Diener Josef Viszlay, Arzt. In Blechbüchsen von '/, Pfd. fl. 1.50, 1 Pfd. fl. 2.50, 2 Pfd. fl. 4.50, 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfd. fl. 20, 24 Pfd. fl. 36. — llevalesciere Chocolat6e in Tabletten für 12 Tassen fl. 1.50, für 24 Taffen fl. 2.50, für 48 Taffen fl. 4.50, in Pulver für 12 Tassen fl. 1.50, 24 Taffen fl. 2.50, 48 Taffen 4.50, für 120 Taffen fl. 10, 288 Tassen fl. 20, 576 Taffen fl. 36. — Zn beziehen durch Barry du B a r r y L Co. in Wien, Wallfischgaffe 8 ; in Laibach bei Ed. Mahr, Parfnmeur und Anton Kris per; in Pest Török; in Prag I. Fürst; in Preßbnrg Pisztory; in Klagenfurt P. Birnbacher; in LinzHafelmayer; in Graz Oberranzmeyer; in Marburg F. Kollet-nig; in Lemberg Rottender; in Klausenburg Kronstädter, und gegen Postnachnahme. Wiener Börse vom 24. Februar. Staatsfonds. 6V«c.Mente, öst.Pa» ®elb 69.10: Ware e von 1854 . . . 89.- e von 1860, ganze #4.60 e von 1860, Füllst. 108.75 1 59.80 bto. bto. oft.in ©üb. 68 25 68 35 89.50 94.80 10». Prämiensch. v. 1864 . 1*3.60 123 75 Qrundentl.-Obl. Steiermark znSpLt. 93.— aäcnten, Kram u. «äflenlanb 5 „ 86.- 86 50 Ungarn. . zu 5 „ 79.50 79.75 «roal. n. Slav. 5 „ 83.60 84. ki-b-nbürg. „ 5 „ 75.— 75.85 Aotlen. Nationalbank . . . 722 — 783— Union - Ban! . . . 289.— 239.10 fttebitattftuU . . . »53.20 253.10 «. ö. E«c°mpte-S-i. 915.— 920. ünglo-österr. Ban! . 817.20 111.40 De«. Bobencreb.-A. . 243.— 24i. Oest. Hvpoth.-Bank . 90.— 91.— Eteier. EScom»t.-Bk. 230.— Franko - Austria . . 101.»,;, 102.10 Raif. Kerb.-Norbb. . 2125 2127 Sübb-hn-Gesellsch. . 18,.,0 181.30 »aij. Llisabetb-Bahn. 219_____219.25 Larl-Lubwig-Bahn 848.20 248.40 Eiebenb. Eisenbahn . 167.50 168 50 Staatsbahn.... 339.50 880. Rai|. Fran,-Ioses»b.. 190.25 190.75 ffünfk.-Barcser E.-B. 164.— 165.— eifölb-gium. Bahn . 170.— 170 50 Pfandbriefe. Kation. ö.W. verloSb. 93.10 93.40 Tnfl. Bob.-Crebitanft. 89.— 89.50 Allg.öst.Bob.-Lrebit. 106.301106.76 bto. m as j.tuttz. . 87.75| 88.— Angekommene Fremde. Am 24. Februar. Elefant. Baumann, Argau. — Schmalzt, Direktor, Hrastnig — Friedenthal, Kanischa. — Malluer, k. k. Lieutenant, von Wien. — Kadiunik, k. k. Steueramts-Offizial. — Valeniii, Jll.-Fcistriz. - Dr. Proßenagy, Cilli. — Roßenslock, «aufm., Fünskirchen. — Lewg, England. Stade Wien. Geniel, Ingenieur, Feistriz. — Koreff, Wien. — Sturgel, Agent, Wien. — Holstein, Kaufm., Wien. — Seic, Kaufm., Wie». Adam, Handelsm., Loitsch. Theater. Heute : Dritte Vorstellung der Gesellschaft R a p p 0. Morgen: Slovenische Borstellung: Filozof. Yesela igra Arie aus „Freischütz," vorgetragen von Herrn Meden. — Cevljar-baron. tiurka. ^Cn Büchlein nicht weniger als 457, sage vierhundertsiebenundfünfzig. Börne würde hiebei sagen, >nan höre das Gras der Empfindlingen und Gedanken ganz deutlich wachsen. Mit diesem dramatischen Debüt hat Ada Christen ihr glänzendes Talent neuerdings bewiesen und wo möglich die Hoffnung in uns reifen lassen, sie wer c in der Folge, bei strengerer Berücksichtigung der dramaturgischen Regeln, Werke dieser Gattung schaffen, denen ein dauernder Platz neben den besten ^Wungcn der Zeit gesichert bleibt. Der Fortschritt gegenüber ihren früheren poetischen Leistnn-j|en »ft um so erfreulicher, als der Uebertritt von «I 1 auf das Gebiet des Dramas an und für "ch von Bedeutung ist. Das Drama assimilirt aber die Link, und wer in letzterer Meister ist, der wird und tarnt es nicht verabsäumen, das Empfin-dungsleben mit seinen Höhen und Tiefen einer gro-ven dramatische,, Bewegung zu Grunde zu legen. ~"1,0el an Routine oder Außerachtlassung der s itstehenden dramaturgischen Regeln können hiebei Fehlgriffe erwachsen lassen, denen selbst die am korrekte* in durchgefuhrten Psychologische» Probleme zum Opfer Se"\ Warum hat Ada Christen z.B. Das Haupt-, ö1 der dramatischen Bewegung in einem Er-t Luisse tonjentnvt, das außer den Rahmen des Dramas fällt, und warum hat sie (in selbstverständlicher Konsequenz), dieses Ereigniß auf den Schlußakt verlegt, woselbst _ es sich in einer E r -z ähl uu g abspielt? Das ist ein empfindlicher Verstoß gegen ein Hauptgesetz des Dramas. Motiv und Handlung müssen sich in ein und demselben Werke decken, ein vorausgeschicktes Ereigniß als Motiv ist unstatthaft, sowie Erzählungen znr Lösnng dcs Knotens womöglich vermieden werden sollten. Wo ein Talent zu den weitgehendsten Hoffnungen berechtigt, kann auch der Wunsch fein leerer sein: es möge uns künftighin Charaktere schaffen, die dramatisch günstig angelegt, auch läuternd aus unser bereutes gesellschaftliches Leben zu wirken fähig find, läuternb durch die Größe ihrer Schuld oder durch das Nachahmenswerte ihrer Opfer. Wir erwarten von der geistreichen Dichterin, daß sie für Charaktere, die auf der Höhe des Empfindungslebens stehen, nicht spröde sei, und uns bei nächster Gelegenheit ein dramatisches Musterbild verführe. Die Tiefen des Seelenlebens mögen tragischer sein, allein sie versöhnen in den seltensten Füllen unser Denken und Fühlen mit den Trägern desselben. A. v. Lerchen seid. Veld Ware Oest. Hypoth.-Bavk. Prlorlt&t»-Oblig. Südb.-Gef. zu 500 yr. bto. GonS 6pLt. Nordb. (100 st. EM.) Sieb.-B.(200 st. ö.W.) Staatsbahn Pr. Stück StaatSb. Pr. St. 1867 RudolfSb.(300fl.ö.W.) Franz-9os.(200fl.S.) Lose. Credit 100 fl. ö. W. . Dou.-Dampfsch.-Ges. zu 100 st. CM. . . $ rieftet 100 fl. CM. . dto. SO fl. ö.W. . Ofener . 40 fl. ö.W. Salm . * 40 „ Palsfy . „ 40 * Elary . „ 40 „ St. GenoiS„ 40 * Mndischgrätz 20 * Waldfletn . 20 „ Keglevich . 10 * RudolfSsttft. 10ö.W. Wechsel (3 Mon.) AugSb.lOOfl.südd.W. if. Sterl. rancS ftrantf. 100 f Lrndon 10 Pari- 100 MÜnxen. Kais. Münz-Ducateu. 20-FrancSstttoient:e«. «len ««. S « I»°,»»» um iS Ufir Nachmittags die mit besonderen Opfern arrangirte Abschiedsoorktliung, wozu die hochverehrten knnstliebenden Bewohner Laibachs höflichst eingeladen werden. (01) Feldgips, Oekonomie- und Watdsamen bester Qualität und keimfähig, sind zu haben bei Peter Lassnik Theatergasse Nr. 18. (70 2) I Epileptische Krämpfe (Fallsncht) (iö—210) | heilt brieflich der Spezialarrt ftir Epilepsie Doktor O. Itlllähieli in Berlin, jetzt: Louisenstraße 45. — Bereits Über Hundert geheilt. 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