Verwaltung: Watbnuflflslffr Nr. 5 t-IrMtn **. *1. iBtfruttaii. BezugSdediazuiigei Durch die Post dqige»: VierleljSdrig ...» IM . . . . K « 4» .... * II» Silt «im ant äafttlm in* {isii* : TOoaolti« , . . . T rl* Vierteljährig . . . K *■— ÄattiWM . . .1 »-->,j«hri» . ... k it.— Aitr» liflont rrtofc'" stch »W Sno ji».(ttUStta um die Ver>-r.d-nq«.«edil«re». «Injelmete Um»mk*M icllta MI iut »ddeftev»»g. Echristleitu«g: SiathauOgasse Str 5 relevds» Rf. II. inttrnta*. » rechst»»«»! tätlich (mi: t»f Ratjrif »er «onit-». stein-tau«: M« 11—liU^t vorm. H»»dichrnd«» werde» »ich! »riickgeged«». »smealol« «i» -e»dsu»e» licht d°:»n-ln Vrei«-»»chlo». r>« »Deullch« V-^I" ericheml lebe» ®tt!1u.o<9 uct Caatfin| «den»». ?«fil»ark»f>e»-»o-l- jo.«90. Ar. »». Pmistawistischr Plänr. In einem, in der PettrSburger „Wjedo-mosti" erschienenen Artikel führt Swiatopluk MirSki au», daß doS Ziel der russischen Politik sein müsse, die Zerstückelung Mitteleuropa« in eine Reihe mit einander rivalisierender unad-hängiger Staaten und in Verbindung damit die Befreiung des Slawentums von den Fesseln des Deutschtums. Der Artikel hat von den Geheimnissen des NeupanslaviSmuS den Schleier gezogen. Die Zertrümmerung Deutschlands und Oesterreichs erscheint mit aller Deutlichkeit als da« Endziel einer Bewegung, mit deren Wieder-erweckung und Entwicklung der Name Doktor Kramarsch untrennbar verknüpft ist. Gewiß ist Dr. Kr>imarsch nicht der alleinige Führer der slawischen Union, allein die Taktik der slawischen Union z igte in den letzten Monaten deutliche Spuren seine« Einflüsse«, und dieser Umstand verdient in Verbindung mit den Auslassungen de« Fürsten Swiatopluk Mirski gerade jetzt um so mehr hervorgehoben zu werden, al« sich in den letzten Tagen auf der Linken de« Abgeordnetenhauses Anzeichen einer Annäherung an den Standpunkt der fla» wischen Union bemerkbar mochten. Fürst Swiatopluk MirSki schreibt: „Also der Krieg muß ein schonungS'oser sein. Er muß bi« zu Ende zu führen verstanden werden? Und Jurchtlos und treu! Hoch auf dem Mast der Seemann steht Und spähet über» Meer, Die See geht hoch, der Sturmwind weht, Die Möwen flatteru her. Er schwenkt die Mütze in der Lust, Horch wie der Nachtsturm ruft: Was schiert den Sühnen Stnrmgebrau«! Geht ja vorbei — Ich trotz dem Wind und WettergranS Furchtlos und tren! So stehst du, deutscher Turner auch Auf Wacht im West und Ost, Ob gähn des Südens gift'ger Hauch, Ob grimmer Nordwind tost, Halt hoch die Fahne „Schwarz-Rot-Gold", Hie deutsches Eisen wenn ihr wollt! Stürtzt donnernd selbst des Himmels Rand, Wir stehen frei — Wir weichen keinen Fußbreit Land Furchtlos und treu! Gottfried Nicki. A Trimizroaß. Von Ed. Gimpl. Js holt a Kreiz, moat der Kogel-PiuS. wonn ma fei Lepa (Lebtag) ninascht hinkimmt, olS wia ma holt fogg: „Mit n Löffl za da Schüfil." In hon an aus da Taf gheb, in Weißenbauern Andrel. Hot scha sölm sou gschm Vereine mit den daselbst erschienenen Tschechen und Slowenen, Dr. Kramarsch, Hribar und Konsorten au«geheckt worden zu sein. Flieg und spirrt mi in a sölls Haus. I schrei, wos i mög und glei draus songan d HäuSl on z lasen. Wonn i nait za a Ehmeß hätt müaßn: i glabs nait. daß i mit Lebm wieda war zruckkem. Kon sihst wühl a glei in Groaßgrolnadn (großer Rosenkranz) süragsuachst. Er muaß recht gredt hobm, da Blouhousadi; is ausaramol finsia gwordn und glei drauf wieda die hölli Tagliachtn. Müaßn dou a weng ba da Höll sein vorbeiasohr». Hon enk wühl sihst a weng ongsong laut z beten. Nach a Weil, wia i a weng trostla (mutig) wia, schau i a weng umaradum, gsiach i a Taserl. In Druck, denk i ma, konn i jo lesen und a so« schau i. Steht do wo« draus va da Not und nou woS, sewi hon i ma näit damirkt. Na jo, denk i ma, wa e näit dumm .... und wia i mi ban Hagl, wou S Taserl hängt onholt, na jo, daß i näit um-soll, mochtS an Rofsta und d Hausla stehn stüll. Hot mi gfreut und a sou geh i außi ba da Tür .... Kimb in oan Spreng da Blobhousadi dahergrennt und i därsat hiaz nait außi und wo« denn gschechan wa. „Dvust oana,' sog i, „Not han i!" Zweng wos i in Zug zan Stehn brvcht hätt, fong a mi on z frvzzeln. Bin i enk lacht wühl a kritafch (zornig) gwordn. „Bafluchachta Hansdoul," sog i, „wöllts mi lacht norrn? Do hobs in Ungrechtn darwischt Glab« i konn enkari rennatn HäuSl daholtn, wonn i sölber drinn eingspirrt bin?" Ost sogz er ma S da Blobhousadi, daß i ba an Hagl onzougn hätt; i müaßat hiaz Strof zohlo. „Doust." sog i gonz sreundfchoftli, „i hon mi jo just a weng ongholten, daß i näit nmsoll, wia i S Taserl va wegen da Not hon wölln lesu." Und a sou valeg i mi auss Bittn und S sewi Hot ghulsen. Woaß heut nou näit, zwean woS oan auf da Eisen-bohn a sou norrn und daschreckan. Seite 2 Deutsche Wacht Nummer 97 Wenn man sich diese TeilunqSplän? etwa« nah.r ansieht, erkennt man sofort, daß dieselben e« hauptsächlich auf die Dynastien Habsburg und Hohenzollern abgesehen haben; jedenfalls habe» Deutschland und Oesterreich, beziehung«-weise deren Dynastien, alle Ursache, den Pan-slawiSmuS n>« eine direkte Gefahr anzusehen und besonders da» österreichische Herrscherhaus könnte nun wohl endlich zur Einsicht gelangt sein, daß in Oesterreich die Patrioten und Stützen de« Thrones nicht bei den Slawen zu suchen sind. Der Kampf der Slowenen gegen dir Deutschen in CV» f Kram. Die Slowenen in kärnten und Steiermark wissen gar bewegliche Klagen über angebliche Ber-letzung der Gleichberechtigung anzustimmen und ein slowenischer Abgeordneter hat sich bereits den Bei-namen eines „südslawischen Märchenerzähler«" erredet, so sehr weiche» seine Übertreibungen von der Wahrheit ab. Die deutschen Abgeordneten haben im Parlamente jedesmal die Behauptungen der Grasenauer und Genossen auf das richtige Maß zurückgeführt und den Beweis erbrach«, daß es den Slowene» in Kärute» und Steiermark glanzend fleht. Dasselbe gilt jedoch nicht von den Deutschen iu Krai». Als jüngst die Deutschen in Kälbersberg (Gottschee) von ihrem infolge slawischer Umtriebe nnd eigener Lässigkeit lange Zeit nicht ausgeübten Rechte Gebrauch machten und sich eine ihrer wirt-schaftlichen Stärke entsprechende Vertretung im Ge-meindeausschusse sicherten, schrieb „Slovenec", das Blatt der slowenischen Geistlichkeit und ihres Führers Dr. Schusterschitz (am 27. Dovember 1909) folgend« bemerkenswerte Sätze: „Ist es nicht eine Schande, daß man sich am liebsten in die Erde verkriechen möchte. War es notwendig, es dazu kommen zu lassen, daß das minderwertige (l!) Gottscheer Element die Slowenen in Kram verdrängen darf? Allein die nationalen Slowenen werden die Schmach nicht dulden, und wer halbwegs völkisch fühlt — er sei dieser oder jener Gesinnung — muß sich zur Wehre setzen. ES ist der Wille des gesamten slowenischen Volkes (?) daß den Gottscheern gezeigt werde, wo sie sich be- Hon vül glittn ba dera Roaß und is ma valei gwäin, wia wonn i va da Höll auSsteign tat, wia i bin aus Wean kem. Is mei Glück gwäin, daß da Andrel scha gwort Hot auf mi; i hätt n sihst näit gfnndn. Däi vüln Höusa und stoananan Stroßn. Koa oanzigs strohdeckts Haus geflacht ma, lauta Ziagl-dächa und hoach seins, daß ma kam aufi gsiacht. Stoanani ^«enschen hobm« aufgftöllt und groaß -mächtani Viecha speibm Wossa. I hon in Andrel bitt, daß er ma S onschaun lossat und a sou bleib i stehn und schau. I« wos Groaß, (Großes), is wos Groaß! Hätts mei Lepa näit glab. Und däi Massa Leut woS ma gsiacht; hobm in« oll ongschaut und hom freundla glocht. Hot ma wuhlton und denk i ma dabei: „Schauts, hobm holt dou in Andrel gern, weil ins oll sou freundla on-Iochan und nochschauen toanS ins, saweit s inS gsechan. Hot a groaßi Ochtin (Achtung), da Adrel; schautS, schantS, ma sullts näit glaben. Na jo, is wühl gscheit a ollwei gwäin gnna der Bua." Ausramol gsechn ma groaßmächtani Wagln aus da Stroßn daherrennan. Sein schier sa groaß gwäin wia die EisnbohnhänSla. Und koa Roß und koan Oxn gsicht ma, der s tat ziagn; all oan lasn « dahin. Da Andrel sogg, d Leut hättn in Blitz eingspirrt und der muaßt S schiabm. Sappara eini! I« ma wieda da Schiach on-gong. Aussißn. Hot er a gmoat, snlltn ma ; sewi hon i wühl bitt, eaß ma s näit toan snlltn. Va da Eisenbohn auf an Blitzwogn. sewi is ma z viel gwäin. Kunnt eahna dou amol auSlem da Blitz, sog i zan Andrel und oll daschlogn und do wa S deno näit gnat, wonn mia zwoa just sölm dabei warn. War sihst näit gjahrli, moat da Andrel; hättn an guat eingsponnt, gor sou leicht kunnt a näit ailskem. finden, und daß ihre Expansion in das slowenische Gebiet mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verhindert werde . . . Unter der Herrschaft der slowenischen Volkspartei muß dies ein Ende nehmen und Gottschee darf nicht mehr Vorzugsrechte (!) genießen, umsoweniger, weil es eine Wiege all-deutscher Bestrebungen und ein Stützpunkt der all-deutschen Expansion nach dem Süden ist. Gottschee kann dem Südslawentum noch znm Fluche werden, wenn sein nationales Erstarken nicht rechtzeitig ver-hindert wird. Insbesondere verlangen wir. daß strenge auf das Gottscheer Schulwesen Acht gegeben werde, das schon heute im Dienste der Südmark »nd des VolkSrateS steht. Alle maßgebenden Faktoren, insbesondere die Landesvertretnng, sordern wir auf, sorgfältig das Vordrängen der Gottscheer zu ver-solgen, ihre Gemeinden und Schulen zu beaussich-tigen und die bisherige Loyalität (!) mit strenger nnd rücksichtsloser Gerechtigkeit zu vertauschen! Unsere nationale Schutzorgailisatio» wird der deutsch-slowenischen Sprachgrenze in Gottschee be-sondere Ansmerksamkeit schenken!" Diese drohende Sprache führt daS Organ jener slowenischen Abgeordnet»«, die mit Hilse einer nun allerdings abgewirtschafteten Partei in rein-deutschen Gegenden in Gottschee Versammlungen abhielte» und sich den Gottscheer» anbrüderten. Hat man je gehört, daß in Kärnten oder Steiermark beim (häusigen!) Übergänge einer Gemeindevertretung aus deutschem in slavischen Besitz mit derartigen Mitteln znm Rachekrieg gegen alles Wendenium gernsc» wurde? Nein, die gutmütige Art des Deutschen läßt sich alles gesalleu, ohne Repressalien zu üben. Die vom „SlovenK" angedrohte slowenische Gerechtigkeit in Kram ist so groß, daß zum Bei-spiel in den Diensten der Stadt Laibach kein, in LandeSdiensten ein einziger deutscher Beamter sich befindet, daß der LandesauSschußbeisitzer Ja« die Nichterledigung einer NenmarktlerGemeindeangelegen-heit im Landtage ganz offen damit entschuldigte, daß sie den Slowenen unangenehm sei, diese Ge-rechtigkeit ist so groß, daß der von der slowenischen BolkSpartei beherrschte krainische Landesschnirat keine deutschen Supplenten an den deutschen Mitt-l« schulen mehr a«stellen will usw. Und anch diese „Gerechtigkeit' will man noch überbieten! Um die Deutschen in einer Anzahl von Gemeinden mundtot zu machen, hat der krainische Landtag ein neues Gemeindegesetz beschlossen, einen Wechselbalg, zu-sammengesetzt ans einer reizenden Mischung von allgemeinem. PluralitätS- und Jnteresienwahlrccht, ein Monstrum, das bei dem sloweneiifruindlichc» KnrS — wenn man nicht auf der Hut ist — viel-leicht einmal sogar sanktioniert werden wird, geradeso, wie das bekannte Schulanssichtsg^setz, da« DäiS „gor sou leicht- Hot mi gschreckt und a sou gehn ma z Fuaß und suachan an Nochthirbi (Nachtquartier). Hobm wohl glei oani gsundn. „Hatöl" i« drausgstondn! I« oba sist wühl a Wirtshaus a gwäin. Aufm oan Tog hoaßt S za da Ehmeß. Sein eahna a Weil oa (Viele) zomkem; oba näit oll. däi ma hobm gsechan; wern scha vastonden hobm. daß nöit oll Plotz hom i da Kirchan und a sou hobm S mehra auf da Stroßn zuagfchaut. wia ma sein einzougn. Wia in da Kirchan ollS vorbei i«. kimb glei da Andrel za mei» Stuhl, wou er mi zerscht (zuerst) einighoaßn Hot. I« cahm angfti gwordn, daß i in Balur kem kunnt. I hon eahm« wühl gsogg, daß er sich um S sewi näit z griman (kümmern) braucht; denn sa gscheit bin i scha, daß i va mein Platzl näit weggeh. A sou gehn ma za da Tost. Wia ba a Hozat iS Hergang. A longmächtani Schnoaßn i« gwäin und so» vül nonbl. I hon därfm zan Andrel zuachisitzn. Aha, denk i ma, er wird si holt scha wieda wegn an Baliern sürchtn. Nochn Betn jogg er s in ondern, daß i sei Tasgöd war. Do hom S enk oll hergschaut aus mi! A Tasgöd va an sou gscheitn Buam — wird eahna sou leicht näit intakem. Hot mi a gfreut däi Ehr und a sou sog i s eahna a glei, daß i in Andrel noch mein Oleben (Ableben) scha a etla Hnnada varschreib. Do hobm s gloust und moniga wird eahms »eidi sein gwäin in Andrel. AS is weida näit leicht, wonn oana ba a sölln Tost nia gwäin is. Scha wonn ma ins Zimmer einibimb, wo ongricht wird, i« scha gspoaßt gnua. Da Fuaßboudn gloshal ongstrichn, daß oana schea gwäign (vorsichtig) gehn muast, daß oan näit wirst. Und däis gspoaßige Eßzeug und ostn s Essn. Wonn auch Minister Gras Stürgkh als eine Schädigung der Deutschen bezeichnete, sür einige slowenische Stimmen bei einer kritischen Abstimmung im Par< lament zur Sanktion vorgelegt worden ist. Die „Gerechtigkeit" der Krainer Slowenen beider Parleirichtnngen besteht also darin, daß den Deutschen ein Recht nach dem andern geraubt wird und die Entrechtung der Deutschen in Krain ist unter der stillen oder offenen Duldung der öfter-reichischen Regierung schon soweit gediehen, daß sie sast gar nichts an Rechten mehr zu verlieren haben. Und bei solchem Vorgehen gegen die Deutschkrainer beschweren sich die Slowenen noch darüber, daß die Deutschen in Steiermark und Kärnten ihnen nicht mehr goldene Brücken sür ihre Eroberungszüge bauen, sondern ihre Uebergriffe gelegentlich zurückweisen. Und während die Deutschen in wirtschaftlichen Fragen keinen Parteiunterschied kennen und trotz des in un gebührlichster Form vorgebrachte« Verlangen« den Slowenen eine wirtschaftliche Errungenschest nach der anderen bewilligen, befolgen die Krainer Slowenen schon längst den Deutschen gegenüber den von ihnen zuerst aufgestellten Grundsatz, daß jede wirtschaftliche Frage zugleich eine nationale Frage sei. Demgemäß wird das arme Gottscheer Land vom krainischen Landtag in nnverantworlicher Weise vernacblässigt und wartet vergebens aus die notwendigste» Wasserleitungen und Straßen. Wie wir vorstehend zeigten, haben die Slo-wenen am wenigsten Grund über Unterdrückung zu klagen und sollten es sich mit Rücksicht ans ihre Mioiiritäien in Steiermark und kärnten wohl über-lege», aus dem von ihnen in Krain betretenen Weg weiterzuschreiten. PoMische Rundschau. Ein slawischer Politiker über die Rekonstruktion. Einen sehr belehrenden Einblick in die Nekon-strultionSpläne gestatteten einige im „Agramer Tag-blatt" veröffentlichen Äußerungen eines „slawischen Polinkers". Er nimmt an, daß es zur Rekonstruktion deS Kabinetts kommen wird und bemerkt zu dem Stölzelschen Komprommisse folgendes: „Abgesehen von dem monientanen Ersolge der bisherigen Ver-Handlungen kann man schon jetzt mit aller Bestimmt-heil voraussagen, daß die Ruhe im österreichischen Parlament nicht lange anhalten wird. Vor allem werden von der Rekonstruktion des Kabinetts nur einige tschechische Fraktionen Vorteil ziehen, so daß oana näit an guatn Mogn Hot, sa kunnt oana S näit weghauen, sou vül trogns her. Na, denk i ma, a meng woS bring i scha hinta» Doch und i« holt, daß i z schwitzen bin tan. Und wia i grod z best ba da Orbat bin. kimb ma d Gobl aus und stiag intan Tisch eini. I schiab in Sessl arschlin zruck und der kimb ausm alo.izatn Flez z rulln und bold hättS im gschmissn. Denk i ma. na däis tuast näit. müaßt di schoman und sa holt i mi bau Tisch mit oana Hond; dawisch aba glei S Tischtuach und ziach den gonzn Krempl nocha. Tölla, Messa, Gobln. Hesnan und Schüssln sein na glei sou gstougn umaradum. als wie wonns Fliegnan hättn. Und Effn lieg aufm Flez. Teigl i« ma zwieda gwäin däis. Wo« kunn oana mochan; a« is nngfahr gfchegn und i kunn näit dafür. Hobm s a oll kennt und hom eahna dabormb, weil mei neugS Gwond kloa daschütt gwäin iS. Zan Effn hobm S sihst wühl nou mehra ghob, daß a niada gnua kriag Hot. I bedank mi oftn ban Andrel sür ollS, wo« er ma guat« ton Hot und psüat mi. I« ma z gsahrli mit da Eisnbohn, denk i ma. i sohr ueahma mt dera hoam. Hon an schiachn Tram ghob in da Hirbi. Van groaßn Woffa Hot ma tramb; hon a Eisnbohn gsechan drinn schwimman. A Tram va an groaßn Wossa i« scha a schlechts Zoachan und a Eisenbohn drinn a nou . . .! Möcht mein Lenin dahoam dena wos dazöhln va da Ehmeß, drum muaß i mitn Lebm hoamkem. Und a sou bin i a glückla wieda ba enk. Hon freili wühl um drei Tog länger braucht ban Herroaßn, wie ban Hinroaßn; oba i nimms näit z Lohn für den Schreckan auf da Eisnbohn; na den mäicht i mein greaßtn Feind näit vagunan. uhmM. Vlätter ziur Untrrbaltuny und Belehrung fiir Haus und Familie $»»«Ueoen sonnia^ al» unentgeltliche Veilaqe für die Leser »er Teullten Wacht". - »inteln ifl .Die Sübmotf" nicht käuslich 1909 Aus meiner Jestungszeit. in Bon Fritz Reuter, aus dem Plattdeutschen übersetzt von L I«. Fortsetzung. Wenn die beiden Herren sich wenigstens mit dem Rücken gegeneinander stellen würden um sich gegenseitig zu stützen, oder beide mit dem Gesicht nach dem Wagen-haus hin. dann wollte ich auch nichts sagen." — ..Warum sollen sie denn nicht nach der anderen Seite hin-sehen?" — „Na. wegen das hübsche Mäten dort; hübsche Mäten stehen in meiner Jnstrukschonen oben-aus." — „Wieso?" — BartelS kam näher und be-gann im Flüsterton zu erzählen. ,,S' is wegen Sch. und der General hat mit einer Brautschaft genug und keine Lust sich zum zweitenmal? eine Laus in den Pelz setzen zu lassen." Was nun dem BartelS ausfiel, mußte schließlich auch uns auffallen. Aus den beiden guten Hallenser Freunden wurde» nach und nach zwei Nebenbuhler: der Kapitän, im gute» Glauben des Rechtes des Erst« besitzes, die kleine Kröte von KopernikuS als srecher Eindringling, der ihm seinen rechtmäßigen Besitz streitig machen wollte. Ob Aurelie Kapitäns Anstalten merkte und seine Gefühle verstand, habe ich nie erfahren. Sie nähte und tat so unschuldig, als würde Kapitän ihre Mutter freien wollen. Als sich nun aber auch KopernikuS zum Kapitän stellte und dort gleichsam neben dem stillen Planetengeist Kapitän« aufging, da schien sie doch die merkwürdigen Veränderungen auf ihrem stillen Himmel gemerkt zu haben. Wie eS nun einmal in der Welt geht, derjenige der den wahren Zusammenhang zuerst wußte und merken sollte, ersährt eS gewöhnlich zuletzt. Kapitän war der letzte der auf schlimme Gedanken kam, und merkte nichts davon, wie sein mildes Pla« netenlicht im Glänze deS feurigen Kometen verdunkelte. Er stand still und kein Mißtrauen kam in seine fromme Seele, wenn der hinterlistige Flügelmann de» zweiten Gliede« der Halleschen Füseliere mit seinem naseweisen Fragezeichen im Gesicht anzügliche Fragen an Aurelie richtete. Na, schließlich kam er doch dahinter. Um das rund. oerd«te>. erklärlich zu machen, muß ich ein wenig zurückgreifen. Dicht bei unseren Kasematten befand sich eine Mädchenschule und wenn wir Schlag zwölf Uhr in unsere Löcher zurückwanderten, begegneten wir öfters dem kleinen Bolk, das im Sonnenschein herumsprang als hätte man eine Schar Schmetterlinge losgelassen die sich nach dem langen Winter freut, um wieder alle Blumen umflattern zu können. Sie tanzten frohlockend der Lindenallee herum, warfen die alten verdrieß» in lichen Schulbücher mit ihren Eselsohren mutwillig die Höhe, damit sie auch etwas von der milden Früh« lingsluft annehmen sollten und in dieses Gemisch von bunten Röckchen und frischen lachenden Gesichtern mischte sich stimmungsvoll das frische junge Laub der Bäume. Nur einS konnte ihre kindische Fröhlichkeit stören; kam BartelS mit unS, um uns wieder in unsere Löcher einzusperren, an ihnen vorbei, so wurden sie still und blickten uns scheu an, als wären wir als etwas Fremdes, Gefährliche« in ihr Spiel gefallen. Eine oder die andere von den älteren Mädchen machte einen verlegenen Knicks, den sie von ihren Mütterchen für solche beängstigende Fälle gelernt haben. Nicht lange jedoch dauerte eS und wir wurden bekannter. Sie wußten e« ja schließlich ans eigener, in der Schule wahrgenommener Erfahrung, was es heißt, eingesperrt zu sein und Herr BartelS sah diese Schulkinder höchstwahrscheinlich nicht für „Mäten" an und drückte ein Auge zu, wenn wir einige Worte mit ihn n wechselten. Unter diesen Mädchen war eines, so wnnderlieblich. daß es selbst BartelS nicht überS Herz bringen konnte, mir zu verbieten mit ihm längere Zeit zu sprechen. Aus den großen blauen Augen blickte eine so schelmische Fröhlichkeit heraus und über ihr Gesicht« chen flog abwechselnd so lustig Schatten und Licht, als wäre sie unter Sonnenschein und Schatten jungen, frischen FrühlingSlanbeS geboren und hätte jahrelang in einem Lande gewohnt in dem ewiger Frühling herrscht. s Sie ist jetzt tot. Ich bin ein alter Kerl geworden, aber jedesmal, wenn ich «in schönes Kind sehe, steht mir die kleine Jda, so hieß das Mädchen, vor den Augen und ich danke heute noch Gott dasür. daß er mich an diesem Kind eine herzliche, reine Freude hat erleben lassen. Sie war die Halbschwester Aureliens, aus welche BartelS wegen den vielen Scherereien, die er wegen ihr hatte, einen ernsten Zorn hegte. Dem kleinen, lieb-lichen Mädchen aber konnte er nicht böse sein, ließ es zu, wenn ich mit ihr redete uud nannte sie. um seine eigene Neigung zu beweisen, mit dem doppelten Liebes-akzent, „das Jdachechen'. Um zwei Uhr nachmittag ging Jdachechen am Fenster des KopernikuS vorbei in die Schule. Dieser wohnte bekanntlich im Parterre und da es auch das Wetter bereits zuließ das Fenster aufzulassen, so war es sehr natürlich, daß er mit dem Kind öfters sprechen konnt«. KopernikuS war im ganzen ein guter Kerl; aber von d«r Großmütigkeit Kapitäns hatte er keine Ader. Während Kapitän eine ideal veranlagte Natur war, dessen Empfindungen in höheren Sphären wan. delten, krabbelte KopernikuS immer aus dem Erdboden herum, wußte sich aus diesem aber alles zurechtzulegen und bequem zu machen. WaS Wunder also, wen» er sich das Jdachechen zum Zwischenträger heranschwatzte. Sie mußte ihm erzähle», was Aurelia heute gesagt hatte, was sie gestern gesagt Hütte, wohin sie gestern spaziere» ging und er wußte eS dem Kinde mit seinen pfisfigen Manieren einzuflöten, waS er gesagt hätte, und was sie sagen soll, daß er gesagt hatte — genug der Telegraph war in vollem Gang und der Racker ließ meinen Freund ober sich auf dem Seil tanzen, ohne daß dieser die geringste Ahnung gehabt hätte, was unter ihm vorging. Ich hätte laut lachen müssen, wenn mir mein guter Freund Kapitän nicht näher gestanden hätte. Wenn Kapitän das Glück hatte, seinen Engel auf der Straße flüchtig grüßen zu können, so eilte er stets in seine Kasematte und schnitt dort eine Korbe, zum Andenken an dieses flüchtige Glück, in die Tür. In der Regel blieb er dann vor diesem Erinnerungszeichen lange stehen, rief sich bei jedem Einschnitt die näheren Umstände ins Gedächtnis und trank so durstig und so fest aus dem Becher der Hoffnung, bis ihm ordentlich Courage aus den Augen leuchtete. Dann holte er seine Kanarienhecke hervor und suchte aus dieser den schön-sten, jüngsten und sangfreudigsten Hahn aus, streichelte und liebkoste ihn und erzählte ihm, wie schön er es nicht bei Aurelia haben wird. Nur einen Schmerz könne er ihm nicht ersparen, die Trennung von ihm selbst. — „Willst du ihn verkaufen?" — „Für kein Geld", war die Antwort, „aber" —. Ich verstand dieses „ab«r", dachte daher im Stillen bei mir, „wer weiß, ob er mit diesem Bogel nicht sein Glück macht. Er aber träumte nur vom Glück, den sein Kanarien« vogel machen sollte, sein eigenes vergaß er und Ko-pernik»»s unter ihm kam ihm zuvor. Eines Tages kam dieses kleine giftige Ding zu uns heraus und srug mich, ob ich keine kleine Schachtel hätte? — Ja, sagte ich. eine solche hätte ich wohl, aber ich würde sie selbst gebrauchen. Und diese Worte entsprachen deu Tatsachen, denn ich bewahrte darin jtreide und Kmnruß auf, die ich immer in Großem brauchte, da ich die meisten meiner Auftraggeber im Gehrock zeichnete. Ich sollte ihm diese doch borgen, in ein paar Tagen hätte ich sie wieder. Na, ich tat es. ohne natürlich zu wissen. zu welchem Zwecke die Schachtel verwendet werden sollte. Ich ging noch zu ihm hinunter um ihn auf das Jnnenaussehen der Schachtel aufmerksam zu machen, kam aber gerade noch dazu, als er die Schachtel, in welche er ein paar seiner weißen Mäuse aus seinem Mäusepalais hinein-gesteckt hatte, durch die schwedischen Gardinen dem kleinen Jdachechen reichte und zu ihr die Worte sprach: „Nun grüße auch recht schön Aurelia von mir." — Ich hatte jetzt den Beweis in den Händen, daß Ko-pernikuS seinen Freund Kapitän schmählich hinterging. — „WaS hast du in die Schachtel gepackt," frug ich. — „O", sagte er, „ich habe der kleinen Jda ein paar weiße Mäuse geschenkt". Dabei stieg ihm das blaue Blut in sein gelbes Gesicht, daß er ganz grün aussah. O, dachte ich mir. aus den Sack schlägst du und den Esel meinst du. Ich ärgerte mich darüber, daß er das unschuldige Kind zu solchen Zwecken verwendete und den Kapitän, der doch bei Aurelia das Vorkaufsrecht hatte, so hinterging. Gleichzeitig kitzelte es mich auch schon als ich daran dachte, wie die weißen Mäuse in der Kinnrußschachtel aussehen würden. Ich bin nun gerade nicht neugierig, möchte aber doch zuweilen etwas wissen und ging nach diesem Be-such zu Kopernikus, als Schlag zwei Uhr unsere Tore geöffnet und wir ins Freie gelassen wurden, schnurr-stracks zuin Fenster des kleinen gistigen Sternguckers, wo ich mich mit einer frischgestopften Pfeife aufstellte und auf die kleinen Mädchen wartete, die nun zur Schule eilten. ES dauerte nun nicht lange und das kleine Jdachechen kam mit rotgeweinten Augen ange-trippelt und erzählt« dem KopernikuS, sie hätte zu Hause gar viel Schelte bekommen und ihre Mutter bedanke sich vielmals. Wenn er nichts anderes hätte, von dem Zeug hätten sie in ihrer eigenen Kasematte genug und die Mäuse gingen ihr ohnehin schon zu viel an den Speck. — KopernikuS wurde wieder grün. Er nahm die Schachtel und sah »ur, daß statt seiner weißen Mänse zwei graue darin saßen, zwei graue 3 natürliche Mänse, wie sie wild herumlaufen. — Den Blick vergesse ich mein Lebtag nicht den er mir znwarf, als er die beiden gefärbten Mäuse wieder in das PalaiS fetzte. „Das habe ich dir und deiner dnmmen Schachtel zu verdanken," rief er mir giftig zu. Ich verteidigte mich natürlich und das Unglück wollte eS, daß Kapitän unseren Streit und des KopernikuS Bor. haben erfuhr, daß dieser seiner Aurelia zwei Mäuse zum ewigen Andenken überreichen ließ. Ich verfärbte mich nicht wenig, als Kapitän unvermutet hinter uns stand und KopernikuS erschrack förmlich, als er sein Geheimnis preisgegeben sah. Kapitän aber fing aus vollem Halse zu lachen an. „Nun sieh mal einer den kleinen verdrehten Kerl an", rief er, «schenkt dieser einer jungen Dame weiße Mäuse. Ein Bukett wäre wohlriechender gewesen." — Gott sei Dank, sagte ich zu mir, er nimmt die Cache von ihrer lustigen Seite; um ihn in seiner Heiterkeit zu erhalten, zeigte ich aufs Mäusepalais und sagte: .Sieh nur einmal was für ein Aussehen die beiden kleinen Biester in meiner Kinnrußschachtel bekommen haben!" — Die Mäuse liefen wie toll in ihrer Behausung herum, denn sie fürchteten sich augenscheinlich vor ihren vermeintlich neuen grauen Mitbewohnern. Wir beide lachten uns halb tot, während KopernikuS ganz grasgrün aussah nnd schließlich mit den Worten: „Wenn ich einer jungen Dame ein Prässent machen will, so geht das Keinen waS an", zur Tür hinaus. — „Keinen was an! Keinen was an!' rief Kapitän und lies, jetzt ebenfalls zornig, hinter ihm her. „Mich geht es waS an, mich, und du weißt es, daß es mich etwa« angeht; ich leide es nicht, daß einer eine Dame in lächerliche Geschichten hinein« bringt." — So sausten sie beide an Don Juan und dem Erzbischof vorbei, die ebenfalls im Freien er-schienen, «opernikus lies straks nach der Teertonne, den er hatte es im Gefühl, daß seine Galle nach oben drängte, der Kapitän hingegen geraden WegeS nach der kleinen Linde, wo er wie ein zorniger Löwe auf und abzugehen begann. Seinen grauen Mantel hatte er diesmal nicht an, denn das Wetter war warm und so lies er in einem blauen Rock hin und her; zum Pfahl stehen fehlte es ihm heute offenbar an der nö-tigen Andacht. Don Juan und Erzbischof fragten mich, wa« passiert wäre und ich erzählte ihnen die Mäusegeschichte und die Entzweiung der beiden Freunde. Da« war etwas für den Erzbischos, dessen Beruf eS doch war Frieden zu stiften und er machte sich auch sogleich an den Kapitän heran und begann salbungsvoll sein hei-liges Werk. „ES gibt zweierlei Menschen," sprach er, „Männer und Frauen, und unser Herrgott hat sie in die Welt gesetzt, damit sie zueinander passen sollen; manchmal passen sie auch sehr schön, wie ein Deckel zu einem Topf, aber manchmal wollen sie absolut nicht passen." Dabei blickte er den Kapitän mitleidig an und sein ohnehin schon ehrwürdiges Aussehen fing an noch ehrwürdiger zu werden. Der Kapitän sah ihn auch an, aber wie gesagt, wie ein blauer Löwe. Der Erzbischof aber fürchtete sich nicht und fuhr fort: „Ja, wenn aber jemand Topf und Deckel, die nicht zuein-ander passen, mit Gewalt zusammen bringen will, dann geht eS gewöhnlich nicht ohne Sprünge und Risse ab und eS ist daher ratsam, sich bei solcher Gelegenheit vorzusehen. Ich gebe dir also den guten Rat: lasse den Topf, den du dir ausgesucht hast, Tops sein. Und hat sich dieser Topf einen anderen Deckel gesucht und ihn gefunden, dann lasse den Deckel Deckel sein." Kapitän hatte ihn mit immer größer werdenden Augen angesehen und als der Erzbischof feine Topf-und Deckelrede mit dem letzten Deckel zugedeckt hat, fuhr er auf den ehrwürdigen Herrn los und — hätte er Haare gehabt so hätte er ihn sicher an diesen ge-faßt — so aber faßte er ihn bei den langen Aermeln feines ehrwürdigen Paletots und schüttelte den geist-lichen Herrn auf eine gar weltliche Weise, ein nach dem anderumal rufend: „WaS sagst du? WaS sagst du?" Dieser in der Klemme, kam nun mit der Wahr-heit heraus. Er sagte, es käme ihm halt so vor und jedem von uns käme eS so vor, daß KopernikuS auf Aurelia ein Auge geworfen hätte; u«d wenn alle Zeichen richtig sind, so sehe Aurelia auch mehr nach dem KopernikuS als nach ihm, obwohl KopernikuS kleiner und lange nicht so stattlich wäre wie er. Es war ein Glück für den Kleinen, daß er daS so buh und bah gesagt hat. Kapitän wurde ganz steif, ließ den braunen Paletot los, sah ausdruckslos dem kleinen Schwätzer in dessen wohlmeinende Augen und sprach mit starkem Nachdrnck: „Du Schafskopf." Dann warf er noch einen langen Blick aus Aureliens Fenster und sauste an mir und Don Juan vorbei in seine Kasematte. Hinter ihm kam Erzbischof, die Hände vor dem braunen Paletot gefaltet und die Daumen wirbelnd. Er sah so fromm und heilig aus, wie eine in Schweins-leder gebundene Bibel. (Fortsetzung folgt.) 4 Mehrendes, praktisches, Weiteres etc. In der Dämmerstunde. Im Abschiedskusse liegen Sonn' und uud Erde — Ich steh' allein im letzten Strahlen-glänz Auf lichter Höh' und unter mir ver-schwimmt Die weite Stadt, ein großer Lichter-tanz. — Es ist dasselbe Bild, derselbe Ort. Wo wir zur Maienzeit, vou Glück berauscht, Auf immerdar uns schwuren Lieb' und Treu' Und wo wir selig Kuß um Kuß ge-tauscht ... Allein und stumm steh' heut' ich wieder hier. Die Nacht rafft ihre Schleier und deckt zu Den Friedhof, den mein feuchtes Auge sucht. Wo du dein junges Herz gelegt zur Ruh'. I. A. Pecher. Sperlingsgebrauch. AusS Fensterbrett hin streut' ich Brocken, Um arme Vögel anzulocken. Nicht lange dauert eS, da kam Ein Sperling, der ein Krümchen nahm Und flog davon. Warum nicht blieb Er da und aß, so viel ihm lieb? Warum nicht nahm er, n»aS ich streute Für sich gleich in Empfang als Beute? Er flog davon. Bald kam er wieder Und brachte mit drei Sperlingsbrüder Und speist mit ihnen seelenfroh. Wer von uns Menschen macht es so? I. Trojan. Praktische Mitteilungen. Aufkleben von Zelluloid auf Holz. Blech, Leder. Hierzu eig-net sich am besten folgende von Bock-mann in Bd. 70 der Ehem.-techn. Bibliothek angeführte Mischung: ein Teil Schellack, ein Teil Kampfer-fpiritus, drei bis vier Teile Alkohol von 90 Grad, Der Kampferspiritus besteht aus einem Teil Kampfer, sieben Teilen Weingeist von fpez. Gewicht 0,832 und zwei Teilen Wasser. Man löst den Kampfer ohne Erwärmen in dem Weingeist auf und fügt dann das Wasser hinzu. Zwiebelsaft als Leim. Wenn man Etiketten usw. auf Me-tallgegenstände, namentlich auf Blech, büchseu oder Dosen kleben will, so wäscht man den Gegenstand vorher mit Wasser ab, in welchem man Soda anfgelöst hat. Nun streicht man den Zwiebelsaft auf und legt das Etikett daraus und drückt eS an. Während bei den meisten Klebemitteln das aufgeklebte Papier abspringt, haftet eS bei diesem durchaus. Das Ausstreichen des ZwiebelsafteS ge-schieht am besten mittels einer auf-schnittenen Zwiebel selbst. Metallgegen stände vor Rost zu schützen. In 125 Gr. Schweineschmalz werden 20 Gramm Kampier geschmolzen und mit etwas Graphit gemengt. Die gut gereinigten Objekte werden mit dieser Salbe bestrichtn; nach 24 Stunden wird letztere entsernt. Diese Prozedur soll den Gegenstand auf Jahre hinaus vor jedem Rostansatz schützen. Heitere». Unsere Dienstboten. HanS-stau: „Weshalb wollen Sie mir nicht Ihre Zeugnisie vorlegen?' — „Ich will nicht alle die Herrschaften blamieren, bei denen ich es nur eiue Woche aushalten konnte." ModerneKinder. „AlsoFritzl und Mariele, ihr spielt Papa und Mama, warum steht denn Elisabeth so einsam da?" — „DaS ist Fritzl» geschiedene Frau." Nur so. „Haben Sie auch ge-badet dieses Jahr?" — «Ja, in der Nordsee." — „War das Waffer schön?" — ..Im Wasser habe ich nicht gebadet, ich habe nur so ge-badet." Die Nothelferin. „Sehen Sie die Dame dort? Die hat sich im Lause von zwei Jahren ein Ver-mögen verdient!" — „Wohl durch Bankaktionen?" — «Nein, sie hat nur eheüberdrüssigen Gattinnen ScheidungSgründe geliefert!" Titel ohne Mittel. Bürger-meiste?: „Sie wollen eine Eingabe um Unterstützung an den Landes-Herrn machen — zu welchem Zweck? Warum laffen Sie sich nicht von Ihren Söhnen helfen, die, wie man mir sagt, gute Aemter bekleiden? Der Aelleste sei, wie ich hörte, Prä-sident, der Zweite Rat, der Dritte Kassierer und der Vierte Dirigent?!" — Frau (weinend): „O Gott, die können mir nicht helsen! Mein äl« tester Sohn ist Präsident beim Renn-klnb, der Zweite ist Turnrat. der Dritte Kassierer beim „Schützenkranz" und der Vierte Dirigent bei der „Liedertafel!" Nummer 97 nicht einmal alle tschechisch-nationalen Parteien be-friedig« sei» werden. Noch schlimmer sind aber die Südjlawen daran, welche überhanpt in nationaler Beziehung leer ausgehen weiden, mit Rucksicht darauf, daß die Tschechen tatsächlich in die Koalition mit den deutschen Partneu eintreteu werde» müssen. Sogar das Zusammengehen der Tschechen mit den Majoritätsparteien, falls die Rekonstruktion erfolgt, dürfte von vorübergehender Daner sein, denn die Deutschen dringen durchaus aus die Lösung der Sprachensrage in Böhmen aus Grundlage der Ab-grenzung nnd es ist schwer anzunehmen, schon mit Rücksicht auf die Konkurrenz der tschechischen Parteien, daß die Agrarier und Jungtschechen die sprachliche Abgrenzung ruhig hinnehmen werden." Wozu also die Rekonstruktion? Nur um eiuige Porteseuillskaudidateu unterzubringen, deu Diäten« bezug zu sichern und wichtige Zweige der staallichen Administration wieder den Tschechen anszulleferu? Windische Schulhetze. Der „SlovenSki Narod" teilt mit, er habe erfahren, daß der steiermärkifche LandeSanSschrß den Beschluß gesaßt habe, in Hinkunst nur mehr solche Lehrkräfte an den BolkS- und Bürgerschulen an;n-stellen, die iu Steiermark die Lehrerbildungsanstalt absolviert haben. Der „Narod" erblickt darin eine Spitze gegen die Laibacher und Görzer Absolventen der Lehrerbildungsanstalt, die als Slowenen den Steiermärkeru unbequem seien, nnd fordert die slowenischen Bezirks- und Ortsschnlräte sowie die Lehrervereine auf. sofort in einer Resolution gegen diesen Beschluß Stellung zu nehmen. In einfi Versammlung der Slowenen wurde der Beschluß gefaßt, im neu zusammenlretenden Landtage daraus hinzuarbeiten, daß in Görz in Zukunft die Unter-richtSsprache nur mehr die italienische nnd slowe-uische sein solle. Diese Absicht richte! sich gegen das bis jetzt noch bestehende deutsche Staat»gymnasium in Görz. Reichsrat. In der 1'2. Sitzung voni 3. Dezember überreicht Abg. Stark einen Dringlichkeitsantrag betreffend die Schaffung eines Provisoriums für die Alters-nnd Jnvaliditätsversicherung bis zur Erledigung deS SozialversicherungSqeseye». Dieser Antrag hat nicht die nötigen Unterschriften und wird auch im Haufe nicht unterstützt. DringlichkeitSanträge werden weiters überreicht vo» den Abg. v. Stransky uud Genossen betreffend die endgiltige Anstellung der k. k. Bezirks-schulinspektoren. ES wird hierauf die Verhandlung über den Dringlichkeilssntrag Choc betreffend die Behandlung tschechischer Marktsahrer in deutschen Städten Böhmens eingegangen. Der Antrag wird mit allen Stimmen gegen die der slawischen Union abgelehnt. Abg. BudzynowSky (Rutheue) zieht seinen Drinalichteitsantrag betreffend den Verkauf von Heilmitteln und Giftstoffen zurück. Dann werden die Wahlen vorgenommen in den Ausschuß zur Beratnng der wirtschaftlichen Beziehungen zu Ungar» und in den Ausschuß zur Beratung der nationale» Angelegenheiten. Zur parlamentarischen Lage. Don dentschsreiheitlicher Seite wird folgendes mitgeteilt: Die deutschfreiheitlichen Parteien sind nach wie vor sest entschlossen, nicht srüher in Ver-Handlungen über die neue politische Konstellation einzutreten, bevor das Budgetprovisorium nicht in allen drei Lesungen angenommen ist. Anderseits sind die deutschen Parteien bis aus weiteres geneigt, an« zunehmen, daß der Beschluß der Slawischen Union ernst gemeint sei und daß die -slawische Union nicht bloß die Verhandlung des Budgetprovisöriums. sondern s.ine gänzliche Durchberatung zulassen werde. Trifft diese Voraussetzung zu, dann können die Verhandlungen alsbald beginnen. Wenn aber die Slawische Union keine Garantie für die voll^ ständige Erledigung des Budgetprovisoriums über nimmt, so sind die deutschen Parteien nicht ge-bunden und können die weiteren Verhandlungen einfach ablehnen. Aus jJtodt und Land. Anerkennung. Der steiermärkische Landes ausschuß hat dem Direktor des Landesgymnasiums in Pettan Andreas Gnbo anläßlich der über eigenes Ansuchen ersolgten Versetzung in den bleibenden Ruhestand für die dem Lande durch ein volles De Deutsche Wacht i(ii»iinii mit voller Hingebung geleistete» Dienste, o daß es dem ernsten Streben und zielbewußte» Wirken, verbunden mit umfassendem Wisse», reichen Erfahrungen und nie erlahmendem Eiser, gelungen ist, der Anstalt einen geachteten Namen unter den chwesteraustalten zn erhalte», die vollste Anerkennung nnd den Dank des Landes ausgesprochen Todesfall. In Graz starb am Montag die Witwe des k. k. Oberlandes gerichtsratcS Lorenz R attek, »ach langem schweren Leiden im 58. Lebensjahre. Abschiedsabend. Der hiesige Stationskom-mandant Herr Oberstleutnant von Morelli wurde als Stadsofsizier in besonderer Verwendung im Schießwese» nach Pola vl-rsetzt. Das Offizierskorps gab dem Scheidenden der he te mit leiner Familie nach Pola übnsiedelie in der Ossizieismessc einen Abschiedsabend, der einen e> hebenden Verlaus nahm Oberstleutnant von Morelli war nicht nur bei seinen Kamerade» ungemei» beliebt, er wußte sich auch die Lynipalhien der Bevölkerung Cillis in hohem Maße zu erwerben. Cilli sieht den tüchtigen O fizier, den alles lieb hatte, ungern scheiden. Wir wünschen ihm in seinem neuen Bestimmungsorte das beste Wohl-ergehen. vom Iustizdienste. Das OberlaudcSgcricht für Steiermark, Körnten nnd Krain hat die Rechts« Praktikanten beim Landesgerichte in Graz Dr. Otto Berau und Dr. Egon Rybiezka und den Rechts-Praktikanten beim Kreisgerichle in Cilli Ernst M e r a l a zu Auskultanten für den Oberlandes-gerichtsfprengel Graz ernannt. Oberbergrat ZanouS, der Vorstand der Zinkhütte in Gaberje bei Cilli, trat, wie wir bereits mitgeteilt haben, in de» Ruhestand uud übersiedelte nach Groz. Der Scheidende hat i ch um die Hebung des hiesige» Ziukhülte»werkeS besondere Verdienste erworben. DaS Wohl seiner Untergebenen ist ihm stets am Herzen gelegen. Die Beamtenschaft verliert in ihm eine» liebe» treu.n Kollegen, die Arbeiter-schah einen sülsorglichen Ches Oberbeigrat JanouS bekleidete mehrere Ehreiistellen und erfreute stch der allgemeinen Achtung und Wertschätzung der Vevöl-kerung Cillis. vom Poftdienste. ES wurden übersetzt: Die Postosfiziaiiten Johann Schirmbacher vo» Cilli nach Graz, Friedrich Podpeean von Cilli nach Knittelseld und Franz Pein von Cilli nach Marburg. Glänzender deutscher Wahlsieg in Friedau. Aus Frieda» wird vom 3V. v. M. ge-meldet: Bei der heutigen Gemeindewahl ans dem dritte» Wahlkörper wurde» 159 deutsche und 55 slowenische Stimmen abgegeben. Die deutschen Ge-mciudcratstandidaten des dritten Wahlkörpers sind somit mit mehr als dreisacher Stimmenmehrheit gewählt. — Heil den wackeren Friedauern au der Grenze des SteirerlandeS I Evangelische Gemeinde. Morgen, Sonn, tag. findet um 5 Uhr nachmittag in der Christus-kirche der zweite AbendgottcSdienst statt, in welchem Herr Pjarrer May über „Vorweihnachten" predigen wird. (Kollekte für die WeihnachtSbescheernng.! Nach der Predigt wird Herr AmlSvorstaud Dr. Ambro schitsch die Angelobung als »eugewählter Presbyter leisten. Der VormiltagSgotteSdienst entfällt, dagegen versammeln sich die Schulkinder nm i/i 1 l Uhr im Gcmeindesaale. — Montag abend treffen sich wieder Glaubensgenossen mit ihren Freunden im Sonder zimmer des Hotels «Erzherzog Johann". — Die Arbeitsstunde des Franenvereines findet statt Mitt woch am D o n n e r S t a g um 4 Uhr nachmittags statt; hiebet wird Herr Pjarrer May einen Vor trag halten. Iulfeier. Die vom HandelSangestelltenverbande „Anker" am Donnerstag im Deutschen Hause ver-austaltete Julfeier nahm einen sehr schöne» Verlauf. Der kleine Saal war bis auf das letzte Plätzchen besetzt. Sämtliche Vereine hatten Abordnungen ent sendet. Unter den Festgästen bemerkten wir u. a. den Bürgermeister Herrn Dr. Heinrich von Jabornegg, Altbürgermeister Herrn I. Rakusch, Handelskammerrat Herrn Joses König u. v. a, Als der prächtig geputzte Lichterbaum entzündet wurde, ergriff LandtagSabge ordneter Herr Dr. Eugen N e g r i, der in liebenS würdigster Weise der Bitte der Veranstalter entsprochen hatte, stürmisch begrüßt das Wort zur Julrede. In seiner glänzenden, lichtvollen, wiederholt von Beifal unterbrochenen Rede schilderte Herr Dr. Negri daS alte germanische Julseft, das trotz des EinslnsscS der römischen Kirche seine Eigenart bewahrt hat und den hohen erzieherischen Wert desselben in völkischer Beziehung. Redner streifte unsere nationalen Verhältnisse und gab beherzigenswerte Winke und Anregungen, ermähnte zur Einigkeit und warnte vor Seite 3 allem vor dem so verderbliche« Kastengeiste. Redner agte uns, daß das Volksbewußtsein allein nicht genüge, sondern auch die Tat dazu kommen müsse. Namentlich Cilli diesermächtige Baustein des deutschen VolkStttmcs müsse gehalten werden, aber dazu bedürft es eben der Einigkeit und des Opsermutes. Als Beispiel echter Nibelungentreue sührte er daS mutige Eintreten der Familie Rakusch für das Deutschtum Cillis an, die auf einen hundertjährigen Bestand ihrer Firma zurückblicken könne». ^Lebhafter B'ifall und Rufe: Heil Rakusch.) Herr Dr. Negri schloß eine Rede mit der Aufmunterung zu wackerem AuS-arren im völkischen Kampfe. Der große nicht enden« wollende Beisall, der dieser prächtigen Rede solgte, bewies auch, daß sie in deu Herzen der Anwesenden einen kräftigen Wiederhall gefunden hat. Sodann erfreuten uus eiuige Mitglieder unseres Theater» mit recht gelungenen Vorträgen. Herr O l b a t trug das Quodlibet .'.Eine Rablpartie" vo» Weinzier nnd „Der Bureaukrat tut seine Pflicht vor", und' erntete damit reichlichen wohlverdienten Beifall. Frl. Hermine Petko überraschte uns mit zwei Liedern „Du bist die Rnh" von Franz Schubert und der Arie au» „Hans Heiling" vo» Marschner. Der beliebte» Sängerin gelang es auch hier, die Zuhörer zu entzücken. Ihre liebliche Stimme und der gute Vortrag versehlten ihre Wirkung auch diesmal nicht. Wahre Heiterkeiisstürme entfesselte Herr Spiegl mit feinen humoristischen Vortragen. Der große Beisall veranlaßte ihn zu mehreren Zugaben. Ein reich ausgestatteter Glückshafe» hob die Stimmung noch mehr und so verfloß der Abend nur zu rasch. Eiu Tänzcheu beschloß die gelungene Veranstaltung. Mufikverein Cilli. Am Dienstag den 7. Dezember um 8 Uhr abeuds veranstaltet unser Musikvereiu seinen ersten diesjährigen Kammermusik-abend. Dank der ausopsernden Mitwirkung einiger Dilettanten ist es gelungen, auch für diesen Abend ein gewähltes Programm zusammenzustellen. Den Ansang macht das »laviertrio op. 11 von Beethoven, daS von den Herren Dr. Rojie, Eckel und Doktor «allab iu seiner Originalsassnng (für Klarinette, Cello und Klavier) aufgeführt wird. E. folgen Liedervorträge. für welche Frau Frieda Bauer, eiue in unserer Stadt bereits rühmlichst bekannte Sän-gerin, gewonnen wnrde und zwar: „Komm, wir wandeln zusammen im Garten" (ans dem Zyklus der Brantlieder) von P. Koruelius. .Aus leisesten Sohlen" von W. menzl, „Er istS" von H. Wols, „Traum d»rch die Dämmerung" von R. Striiiß, „Unterm Lindenbaum" und „Vor der Schmiede-von A. Rojie. Den Beschluß macht das Forellen-qnintett von Schubert, in dessen Aussühruug sich Frl. A. Prasch und die Herren Swozilek. Le Cour« tois, Dr. Kallab und Schramm teilen. Um den Besuch dieses Konzertes den weitesten Kreisen zu ermöglichen, wurden die Preise sehr niedrig ange-setzt (l Krone für Mitglieder, 2 Kronen sür Nicht« Mitglieder, Stehplätze «X» Heller.) Versuchsweise »verdeu keine nummerierten Sitze ausgegeben, so daß die Besucher sich zn zwanglosen Gruppen ver-einigen können. Kartenvorverkans bei Herrn Krick, Bahnhosstraße. Herbstliedertafel. Am Mittwoch den 8. d. M. veranstaltet, wie schon in der letzten Blattsolge mitgeteilt wurde, der Cillier Männer-gesangverein »Liede» kianz um 8 Uhr abendS im kleinen Saale des Deutschen HauseS seine dieS-jährige Herbstliedertafel. Wie wir aus der Vor« tragSordnuug ersehe», kommen an diesem Abende sast lauter neue Chöre zum Vortrage und eS verspricht diese Liedertafel einen sehr genußreichen Abend. Daher ergeht an die Bevölkerung von Cilli, die stets für das echte deutsche Lied ein warmeS Herz gezeigt hat. die dringendste Bitte, den strammdeutschen Männergesangverein „Liederkranz' an diesem Abende zahlreich zu beehren. Die Vortragsordnung ist nach-stehende: l. „Soldatenmarsch" nach den Motiven der Operette „Der tapfere Soldat" von Oskar Strauß. 2 Ouvertüre zu „MammonS Palast" von A. Emil Titl. 3. „Herbst im Meere", Männerchor von W. Gericke. 4. .Ninetta Walzer" auS „Berliner Luft' von Paul Lincke. 5 Zu Ehren des 5>)jähri-gen Tondichter-JubiläumS: .'S anzige Sträuße»!", Mänuerchor von Anna Gräfin Bultler-Stubeuberg. 6. Divertissement aus der Operette „Die Dollar» Prinzessin" von Leo Fall. 7. „Gondellied", Männer, chor von Emil Mekruß. 8. „Goldschmiedö-Hümmer-lein", Konzertstück von Richard Eilenberg. 9. „Mohn-blümche»", Männerchor von G. Valdamus, 10. Phantasie aus der Oper „Die Hugenotten" von Giaeomo Meyerbeer. 11. „Regen und Sonne', Männerchor von M. Filcke. 12. Schlußmusik. Sämtliche Chöre mit Ausnahme von Nr. 5 singt der Verein zum erstenmal. Ente 4 Devtsche Macht Nummer 97 Iulfeier des Eillier Turnvereine». Die Borliereitnngen für die am I I. ds. stattfindende Iulfeier des Cillier Turnvereines sind vollende«. Nach de» getroffenen Vorbereitungen wird die Feier eine »ich« nur glänzend«, sondern auch eine erhe-bende »nd würdige sein. Wir machen die Besucher nochmals aufmerksam. ans daS Mitbringen von Widmungen (Geschenken) nicht zu vergessen. UnS lieg! nun auch die von einem TnrnratSwitgliede verfaßte, äußerst gelungene Julzeitung vor, die zu kaufen wir schon jetzt empfehlen können. Handelskränzchen. Die Arbeiten für das am 15. Jänner n. I stattfindende Handelskränzchen sind im besten Zuge. Monatsausweis des Einlagenftandes gegen Kassenscheine und Einlagsbücher der f. k. priv Böhmischen Unionbank: Stand am 'Mi. Oktober 1909 . K 72,375,88«-— . At November 1909 . „ 72,554.454-53 daher Zunahme K 178.566 53 Stemvelfreiheit der Eingaben an die k. k. Lebensmittelunterfuchungsanstalt. Wie unS die Handel»- und Gewerbekämmer in Graz mitteilt, hat das k k. Finanzministerium mit seinem Erlasse vom St. September 1909, Z. 49.911, ge« gestattet, daß Eingaben an eine k. k. Untersuchung-anstatt sür LedenSmittel, mit welchen die Untersuchung von Lebensrnitteln oder Gebrauchsgegenstäuden be-gehet wird, im Sinne der T. P 44 lit g, deS Ge setze« vom 9. Februar 1830, RGVl. Nr s>0, ftempelfrei überreicht werden können gleichviel «b die zu untersuchenden LedenSmittel oder Gebrauchs-gegenstände von drillen Personen vder vom Einschreiter selbst erzeugt oder in Verkehr gesetzt werden. Für die Untersuchung selbst sind selbstver-stündlich die festsetzten Gebühren zu entrichten. Lichtenwald. (Evangelischer Gottes-dienst. — UebertrittSbewegung und Trauung.) Am 28. November hatten die Evan-gelischen und ihre Freunde in Fichtenwald und Um-Hebung eine besondere Feier zu verzeichnen. Nach dem Gottesdienste, bei dem Pfarrer Fritz May die Bibelstelle aus dem Römerbriefe: „Ich schäme mich des Evangeliums in Christo nicht" zugrunde legte, richtete er an den ehemalig«! Kaplan der Diözese Spalato, Herrn Johann Trstenjak, und dessen Braut Frau Viktoria Gorieaj, die ihren Austritt aus der römisch-katholischen Kirche erklärt hatten, und der evangelischen Religion augehören wollten, herzliche Worte und nahm sie. als beide da» Ver-sprechen gaben, der evangelischen Kirche treu zu bleiben, al« neue Anhänger der evangelischen Kirche auf. Herr Trstenjak gab nunmehr der versammelten Genleinde bekannt, aus welchen Gründen er, der ja doch als römisch-katholischer Priester dem Papste Treue geschworen hat. sich veranlaßt sah. nunmehr seine frühere Kirche zu verlassen. Er sührte u. a. au», daß er in der römischen Kirche und deren Lehren nicht da» fand, was er bei seinem Eintritt? erwartete. Er, der als Priester, als Vermittler zwischen Gott uud den Menschen dienen sollte, sand, daß der Mensch gerade durch diese Vermittlung seinem Gott entfremdet werd«. Was er von der römischen Kirche fordert«, konnte ihm nur die evan-g«lisch« bieten. Die Meinung, daß er lediglich de»-halb evangelisch wurde, um heiraten zu können, ent-kräste er schon dadurch, daß er dies bisher nicht tat, obwohl er hiezu fünf Jahre Zeit hatte. Weitere Gründe könne er heute nicht angeben, doch werde er sie in der nächsten Zeit mit allen Belegen veröffent-lichen. Gleich den törichten Jungfrauen könne nach seiner Meinung auch die katholisch« Kirch« zur evan« gelischen sagen: „Gebt unS von Eurem O«l« des Glaubens, denn sonst erlöschen unsere Lampen der Moral, der Disziplin und des Glaubens usw." Zum Schlüsse begrüßte er seine neuen Brüder und Schwestern im evangelischen Glauben. — Im An-fchlnsse an die UebertrittSseier fand nun die Trauung de« Herrn Trstenjak und der Frau Gorieaj durch Pfarrer F. May statt. Daß diese, wie vorauszusehen, den Römischen ein Dorn im Ange war, ist nur zu begreiflich, ebenso wie der Umstand, daß einzelne Behörden sich verpflichtet fühlte», durch Ber-schleppung der Erledigung die Trauung hinauSzu-schieden. Nur dem Umstände, daß beide Brautleute, einmal entschlossen, mit Energie aus die sofortige AuSfolguug der bezüglichen Dokumente drangen, war eS möglich, das Doppelfest ihre» Uebertritte» «nd der Trauung zu begehen. Rann. (Volkstümlicher Univer-sitätSvortrag.) Herr Professor Dr. Biloff von der Grazer Universität hielt am 2. d. abends in der Häkle des deutschen Hause» einen Vortrag über die Hexenprozesie in der Steiermark. Der Vortragende sprach über das Thema, das er mit vielen wörtlichen Auszügen illustrierte, in ausführ-licher Weife «nd erntete damit lebhaften Dank von den Zuhörern. Windisch - Feistritz. (Verschiedene«.) Die Vostossiziantinnen Fräulein Therese Fritz und Fräulein Leopoldine Rutter werden mit 1. Dezember l I. über eigene» Ansuchen nach Völkermarkt dezw. Reichenberg i. B. versetzt. — Donne.-Stag den 9. Dezember l. I findet um 9 Uhr abendS in LimauschtggS Gasthaus ein volkstümlicher Abend statt, bei welchem Herr MertenS (Steirischer Sepp) auS Gra; eine Reihe humoristischer Stücke zum Vortrage bringen wird. Seine formvollendeten Vor-träge der Roseggerschen Schöpfungen werden vollaus die Besucher befriedigen. — Der deutsche Turnverein Windisch Feistritz, dessen Aiischiuungen dahin gehen, daß der Begriff „Tunien" außer der Schulung und Übung der «läste deS Körper», auch d e Pflege und Entfaltung nationaler Art und Gesittung in sich schließt und der Turner e'n tapferer Streiter im Kawpse um deutscht Recht und deutsche Ehre sein muß, veranstaltet am 18. Dezember l. I. in Reuholds Saal eine Iulfeier, die nebst turnerischen Darbie-tungen, scherzhafte Bühnenstücke, GesangS- und Musikvorträge in die Festordnung aufnehmen wird. Die Festrede wird Herr Oberlehrer Lchiestl halten. — Der am Samstag abgehaltene Lichtbilderabend zu Gunsten der Südmark hatte zwar einen sehr schwachen Besuch auszuweisen, doch die Vorträgt de» Inspektors Ritter ron Lauffen über die k. u k Kriegsmarine, illustriert durch schöne Lichtbilder, er-zielte» große» Beisall und Zufriedenheit, so daß der Vortragende alle» SchwesternortSgruppen bestens empfohlen werde» kann. Pettau. (Trauung.) Am 28. November fand iu Pettau in der Minoritenpfarrkirche die Trauung des Herr» Hau» Steudte, Sohnes des VizebürgermeisterS Johann Steudte, mit Fräulein Emilie Tamm, Tochter der Frau Betti Tamm, statt. Trauzeugen waren die Herren Anton Oblack, Kaufmann in Graz, und Heinrich Großauer, Reali-tätenbesitzer in Klagenfurt. Den Trauakt nahm der Ouardian Anton Powodeu vor, der au die Neu-vermählten eine Ansprache hielt. Der deutscht Männeryesangverein, dessen Mitglied Herr Hans Steudte tst, sang am Chöre bei der VermähluugSseier. Hertchtslaal. Der Eisenbahnunfall in Tüffer. Dieser Tage fand vor dem Erkenntnissenate des hiesige» k k. SreiSgerichte» unter dem Vorsitze des LandeSgerichtSrates Dr. Roschanz die Hauptverhand-luug wegen deS Eisenbahnunfalle» in Tüffer statt. Die Anklage vertrat Staatsanwalt Dr. Friedrich Braiit. Unter der Anklagt stehen Anton PeruSek, Kondukteur in Marburg und Alois Müller, Maichin-sührer dortselbst. Der Anklageschrift entnehme» wir folgendes: Anton Peru^ek und AloiS Müller haben' am 4. Mai >909 in der Südbahnstation Tüffer beim Verschieben deS Lastzuges Rr. 946 dadurch, daß Anton Peru ek ohne Anordnung des Verschub-leiten» Joses Roschker dem auf dem Geleise 3 stehenden Verschubzuge daS Signal „Vorwärts" gab und Aloi» Müller daraufhin dem in nicht mehr al» 10 Minute» fälligen Wiener Eilzuge entgegenfuhr und hiebei auf gegebene Haltesignale und auf We Stellung des Wechsels Nr. 5 nicht achtete, wodurch es geschah, daß der Heizer Franz Dolinar durch Einklemmung zwischen Maschine und Tender eine» Nerven »chock erlitt, das nach § 337 Lt..». straf, bare Vergehe» begangen Am 4. Mai kam der ob-ertvihnte Lastzug um 3 Uhr 51 Minute« in Tüffer an. Der diensthabende Beamte übergab die Leitung de» Zuge» dem Zugssührer Josef Roichker mit der Anordnung, daß der Berschudzug zum Frachten-magazin fahren und dort den um 4 Uhr 5 Minute» eintreffende» Wiener Schnellzug abwarten solle, was auch geschah. Nachdem einige Wagen angekuppelt wo,den waren, gab Anton Perusek plötzlich daS Signal „Vorwärts". Der Maschinsührer fuhr an und beschleunigte das Fahrtempo obwohl das ganze Zujper'onale sofort dos Signal „Halt" gab, ES war ihm nicht mehr möglich de» ?82 Tonnen schweren Zug zum Halle» zu bringen. Die Maschine wurde über ei»en „Stock' gedrückt und rutschte dort über den Abhang hinab. Dabei wurde der Heizer zwischen Maschine und Tender gedrückt und erlitt einen Nervenchok. Peiuöek verantwortet sich dahin, daß er durch da» Signal „Vorwärts" nur untersuchen wollte, ob alle W^gen zusammengekuppelt seien. Müller gibt an, daß er die später gegebenen Halt' signale infolge deS Lärme» und deS starken Winde» überhört habe Der Gerichtshof verurteilte nach durch-geführter Verhandlung Anton Perusek zu einem Monat strengem Arrest mit l Faste wöchentlich, hingegen sprach er den Aloi» Müller von der Anklage frei. Ein Prozeß zwischen liberalen und klerikalen Slowenen. Am 30. April d. I. erschien in dem slowe nisch-klerikalen Blatte „Straza" in Laibach ein Auf satz. der sich mit einer Persönlichkeit in Goritzen bei Oberburg beschäftigte. Dieser Person wurde der Vorwurs gemacht, daß sie sich nicht an die Worte der Schrift halte: „Verflucht sei der Ketzer und doppelzüngige Mensch, den» er stiftet unter viele» Menschen, die im Frieden leben, nur Unfrieden." . Der Mann, aus den diese Worte paffe», ser wohl „gotteSfürchtig", jedoch nur in dem Sinne, daß er Gott ausweicht und vor ihm davonlauft. Beschreibung der Person und ihres Wohnorte» war eine so genaue, daß kein Zweifel bestehen konnte, daß damit nur der Oberlehrer von Goritzen (Bezirk Oberburg), Jakob Knaflitsch, gemeint sei. Er erhob deshalb durch Dr. Kukovee in Cilli gegen den ver> antwortlichen Schriftleiter der „Straza", Vinzenz Cencic, die Privatanklage wegen Ehrenbeleldigunerneinen sämtliche übrigen Fragen mit acht gegen vier Stimmen. Aus Grund diese« Wahrspruche« vernrteilt der Gerichts-Hof den ?. Anselm Murn im Sinue des § 491 St.-G. zu einer Arreststraf« von sechs Woche», den Vinzenz Cencic aber zu einer Geldstrafe von 40 Kronen, im Falle der Uueinbringlichkeit zn einer Arreststrafe vou vier Tagen. Beide Angeklagten haben auch die kosten des Verfahrens zn trage». Aus aller Welt. (Der Defraudant KecSkemethy in Amerika eruiert? Man scheint nunmehr dem berüchtigten Viktor KecSkemethy, der vor mehr als acht Jahren einer Bank einen Betrag von mehr als 700 000 K unterschlagt» hatte und hierauf ver-schwunden war, auf der Spur zu sein. Wie „Buda-pesti Hirlap" erfährt, meldete sich dieser Tage bei der Bndapester Oberhauptinannschast eine Frau namens Helene Nrnmann, die mit ihrer Tochter viele Jahre in Amerika gelebt hatte und erst vor kurzer Zeit nach Budapest zurückgekehrt war. Wie die Frau erzählte, lernte sie in Chicago den Eigentümer eiuer kleinen Spielivarensabrik können, der sich William Hergesell nannte «nd angab, Amerikaner von Geburt zu sein. Nach Photographien, die sie von dem Desraudauten Keckemelhy schon vor lältgerer Zeit gesehen hatte, glanble sie in dem Besitzer der Habrik diesen zn erkennen. Bestärkt wnrde sie in ihrer Meinung durch den Umstand, daß der augeb-liehe Hergesell, obwohl er aus seiner Fabrik nur ein geringes Einkommen bezog, ziemlich flott lebte und sie eines Tage« ihn plötzlich ungarisch sprechen hörte, obwohl er stet« behauptete, bloß der englischen Sprache mächtig zu sein. Die Btidapester Polizei hat sich an die amerikanischen Behörden mit dem Ersuche», gewendet, der Bergaugenhe,» de« angeb-lichen Hergesell nachzusorsche». FRITZ HASCH, luGiibiniiittiig, CILLI. Schrifttum. Photographie und Wintersport. Immer mehr bricht sich die Ueberzeugung Bahn, daß die Winterszeit kaum ärmer au Schönheit ihrer Szenerien ist als der Sommer, aber auch daß ihre kalte, reiue Lust stählend und gesundheitsfördernd einwirkt. Die Wintersporle stehen in Blüte »nd da kann eS nicht wnndernehmen, wenn auch die Lichtbildnerei bei ihrer heutigen Ausbreitung sich immer mehr mit diese» 5Porten' verbrüdert nnd wenn sie, die über« all Nützliche, auch aus diesem Grbiet das „Bürger-recht" erwirbt. Zur Ausnahme fesselnder Sportbilder aller Art, aber auch um Erinnerungsbilder von all dem Schöne« der Ratnr, wa« der offensinnige Natur-freund draußen schaut, mit-«ach Hause zu bringen mid sich uud andere damit zu ergötze», ist die Kamera so recht am Platze. Und wen» die ge-wounenen Lichtbilder dann in Rießengröße, durch das Skioptikon an die Wand geworfen, alt und jung iin engsten Familienkreise, im Klub, im BortragS» saale erfreuen und belehren, dann wird jedermann so recht gewahr, wa« so ein schlichter Photographen-apparat sür eine anregende bildende «rast besitzt. Es ist dal>er gerade jetzt vor Weihnachten darauf anfmerkfa», zu i»acheu, daß »vohl kaum etwa« Schönere«, Gehaltvolleres al« Ehristgeschenk gedacht werden kann, als eben so eine Kamera, nur muß man sich dorthin wenden, wo man am sichersten zu-verlässigen Rat erhält und wo man die größte Aus-wähl findet, um da« Richtige zu erhalten. Die« ist Seite 5> aber naturgemäß am besten in einer großen Photo-Manufaktur mit eigener Präzisiouswerkstätte der Fall, »vie es die Firma R. Lechner s.Wilh. Müller). Wien l, Grabe» 31, ist, die seit jeher daS vollste Vertrauen ihrer Kunden besitzt, und man kann sagen, mit vollem R-chte, da sie in der Lage ist, jeglichen Wunsch zu erfüllen. Auswärtige tnn gut, sich durch den „Rat-gebec jür Phvlognrphcu" (534 Zeilen. 623 Abbildungen) zu iu^rmiereu. Eine deutsche Anthologie fürs Volk. An Anthologien deutscher Gedichte haben wir eher Ueberfluß als Mangel. Jahraus, jahrein er-scheinen ihrer mindestens ein halbes Dutzend neue, und durchblättert man sie, so bekommt man selbst bei den besseren den Eindruck: hier ist aus zwölfen die dreizehnte, ans zwanzig die ein«ndzwanziu>ste gemacht worden, diese mit etwas seinerer, jene mit etwas gröberer Auslese, doch alle mehr oder minder Auslesen au« frül»ercn Auslesen. Die unter' dein Titel „Deutscht Dichtung" von A. Gänger heraus-gegebene neue Anthologie mit >8 Bildnissen und sechs Handschriften. Oktav. 319 Seiten. In Original-einband 3 M. (Verlag von G. Freytag in Leipzig und F. Tempsky in Wie») zeigt ei» entschieden eigenes Gepräge. Natürlich kann ein» Auslese der beste» deutschen Gedichte, der lyrischen, der erzählen-den und der spruchweiSheitlichen, von den Tagen Walters von der Vogelweide bis in die Gegenwart nicht eigenbrödlerisch vorübergehen an jedem hoch-berühmte« und allbekannte,, Gedicht. Das tut auch die Anthologie von A. Gänger nicht, doch sie hat zu den bekannte» Stücken so viel halb oder yar nicht Bekannte« gefügt, daß selbst der liierar,sch hochgebildete Leser dieses schöne Volksbuch deutscher Bersdichtuug mit hohem Genuß und zu bleibendem Geivinne Seite sür Seite betrachte», und sich immer wieder festlesen wird. Die Herausgeberin hat sich nach ihrem schönen bescheidenen Vorwort bei ihrer Auswahl leiten lassen von Grundsätzen, die kein Geringerer als Goethe sür Arbeiten dieser Art ans gestellt hat. Vor ziemlich genau hundert Jahren wurde ihm von einem Professor Niethammer im Auftrage der bayrische» Regierung der Plan „eines Natioualbnches als Grundlage der allgeineiuen Bildung der Nation" nnterbreitet und Goethe zeichnete mit offenbarer Freude über den Gedanken die Richt-liuie» eine« „lyrischen Volksbuches". Darin empfahl er die Aufnahme des „Bortrefflichen aller Art, das zugleich populär wäre"; dieses sei das Seltenste, die« müßte man zu allererst aussuchen und der Sammlung zugrunde legen. Da« Versprechen, da« A. Gänger in der Einleitung gibt, wird durch dies» Anthologie vollgültig eingelöst: „Richt« Schwächliches Weichliches, überhaupt nicht« Minderwertiges ist auf-genommen worden; an Inhalt und Form wurde« die höchsten Maßstäbe gelegt, denn gerade für da« Volk ist da« Beste gut genug " Ich habe die statt-liche Sammlung, gegen 300 doppelspaltige Zeilen, einer strengen Prüfung uuterzogcn uud bekenne mit freudigem Erstaune»: ich habe wirklich kein Gedicht darin gefunden, da« al« schwächlich, weichlich oder überhaupt al« minderwertig zu bezeichnen iväre. Die meiste« Gedichte unserer Lesebücher fehlen ver-nünfligerweift in dieser Anthologie, weil sie durch die Schule unverlierbarer Besitz selbst der Halbgebildeten geworden sind. E« ist ein bankbar zu würdigender Fortschritt uuserer Antholvgieliteratur, daß endlich Gedichte wie der Erlkönig, det Fifcket, der Sänger vo» Goethe, die Bürgschaft, der Talicljor, der Gras vvn Habsburg, die Kranich« det Ibykit« von Schiller, des Sänger« Fluch von Uhtanv, der Postillon von Lena« nicht aufgenommen wurden. Dadurch wnrde Platz filr eine beträchtliche Zahl hochherrlicher Gedichte, die den mittelgebildete« Lesern gar nicht ober nur mit ein paar Anfangsversen bekannt sind. Auch da« ist zu rühmen, daß diese Anthologie unsere treffliche» Lyriker der Äegtnwar» den weiteste« Volkskreise», nahebringt. Sie greift mit sicherem Geschmack für das wahrhaft Wertvolle nicht nur in die reiche Lyrik der Nachfolger Goethe« hinein, soudern berücksichtigt so ziemlich alle zeitgenössischen Dichter, die etwa« Eigene« zu singen und zu sage» haben. Doch auch mancher halboergessene Lyriker zwischen Goethe und dem jüngsten Geschlecht wtrd hier wieder ausgeweckt, Uitd mit itolzer Freude wird man sich angesichts einer solchen Anthologie wieder einmal bewußt, welch eine Fülle goldechter Lyrik da« deutsche Volk besitzt. Die Bildnisse unserer bedeutendste« Liederdichter, dazu sechs Liederhaudschrif-ten vou Goethe, Uhland, Heine (Die Loreley!), Storm, Keller, Marie v. Ebncr-Efcheiibach sind ein reizender Schmuck dieses schön ausgestatteter Werkes, dem die »veitest« Verbreitung gesichert ist. e. tf e Deutsche Wacht N^mn:er 97 Deutsche, unterstützt eure Schutzvereine durch die Verbreitung der von ihnen heraus-gegebenen WirtschaftSgegenstände (Zündhölzer, Seife u. dgl.) do« euch nicht« kostet nnd den Vereinen Nutzen bringt! Gebraucht fleißig die Wehrschatz:narken! Gedenket bei Wetten und Spielen der deutschen Schutzvereine! Deutsche Volksgenossen! fördert da« Deutsche Haus durch Spenden, Mitgliedschaft und regen Besuch Eingesendet. Sin n rchabmung werte« Beispiel Nach ben flbers«iid>en Berichten uitterlient e« feinem Zwcisel, daß ba« Aueland da (Sulc vom Schlechten, das (lebte vom Unechten lehr wohl »u unlet'cheiden weiß. und sich auch durch billigere Preis» lein« Nachahmungen ausbrühen läßt. Die Importeure machen schon qar leinen Versuch mehr, die in der ganzen Welt ftut eingesührten und beim Publikum deliebien Anker-Lteinboukasien durch minder« riiae Nach-ahmunaen zu ersehen. »Wir haben mit den Nachahmungen zuviel rger, da» Pul'l'kum bringt jeden Sie ndaukajten ohne die Anker-Marke dem Händler wieder " Lo heißt e» gewöhnlich in d> n an die Firma F. Ad. Richier & Cie. in JBien gerichteten Briesen »er Jmportrure. Wie wir hören, itt leider da» inländische Publikum weniger ai.spruchsvoll: tt läßt fick doch noch Nachahmungen ausschwätzen Xsl* soll!» nicht sein, auch uns« Eltern sollien mit Nachdruck aus die Hergäbe eines echten Anker Sleinliaukasten« be-stehen und jeden Kasten ohne die Marke Anker dem Ge-schäst zurückbringen Warum sollen > nsre Kinder sich mit minder welligem begnügen? Allen Bflcherfieunden empfehlen wir unteren dir«J»hrlg' n Meiknacktsliatalog der auf oa. 184 Reiirn sine Auewatil der empfehlenswerteren Werk« in JeaUcher, fr»niB»l»rher and engll»cher Spreche, Abbildungen von Bildern and TanagT*flguren «owi« ein Veraeiehrte tob pholographlschen Apparaten enthalt. Der-■elhe bildet einen (ehr aunlShrl. KÜUrer durch die Wcihnneht». I.lteratur und wird Kralle abjegeUer, 1«»6 I. LECHNER (W. Müller), t u.k. Hos-n.Uni* ,-Bncbb.. Wie i, Graben 31 JOlliW JOIK.O Ukt narhrr, k. k. jerlektl. beeid. Srbilimelater ; llliren-. Juwelen-, Geld- nnd Sllbcrwaren-Expui t nach allen Lindem Hirn. III., Rrnnnri -\r. 74. ▼erlaefca AU rratla and franko Meinen grsaaen Pretaknraat »her Prtalaieaa-Ukrea tu Fabrik*-prtlwa. 8eh»*h»n»er, Intakt. Zeulth, Blllodea. Aademar«. Omejta, l.naalne», Hraaloaa, eehte Hahn I hren tob K 15.— »nWfii. WerkatHtte für neue Uhren nnd Reparaturen In jeder Gattnaf Taeekenuhr wird eine aeae Feder für M h elofeeetst. Hebte Ro»»kni>f Patent Keuiontolr-t'kr K B —. CxtraBarbe Kavalier Uenontnlr- Uhr «nll Metern.;»«. in lleket-, Stahl- sad Oxjrd«ehla»a K b. m » | Kehle Silher-Kemontolr-Dhr Kr Dänen oder El 1 Herren K 7. Eckt« »llhrr-Aaker-Kemontoir- ■ 1 Uhr. I Hilhermäntcl K 10. ^or«e' PlK»I a t»»a- Uhr la Ailbargehäute. felnale K 27. Klaenbaha-I l'r&aialoaa-l'lir la Klekelcebkiue, .Doxa* K II. 0. Eehte Silberkelte KÜ. liate Weeker-t hr K2 20. Pendel Schlacn br, ISO ea> Ur» K *0.-. F*r Jede («kaufte oder reparierte üb» wird itreng reelle tiarentle celeiatet. Klne Cebei-vorteilui g gknallek aaegeertiloaaea. 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Htllcr'schcil Spitlwerle welch« sich, wie nicht gerade ein Gegenllanb. als sinnige» Festgeschenk eignen. wird durch dieselben die Musik in die ganze Welt getragen: sowohl in Piivathäusein al« in Hotels und Nestaurationen usw. ers-euen sie Herz und Sinn und ten Fernweilenden bringen sie Grüße aus der Heimat. — Die sorg äliigit zusammengesteUlen Repertoiri enihalien die beliebtetten Arien aus Opern und Operetten, vermischt mit den neuesten Tänzen. Liebern usw. — Die Fabrik wurde aus vielen Ausstellungen mit den ersten Preisen «uegezei f net und selbst gekrönte Häupter zählen zu ihren Kunden. Nachdem in den letzten Jahren n iederholt bedeutende Preisermäßigungen statttanden, wird aus Weihnachten bei den grSßern Werten noch ein Sxtra-Rabatt einge-räumt, so daß sich nun Je!>eimann in den Besitz eine» echt Heller'schen Werkes letzen kann. Man wende sich direkt an I. H. Heller, Bern, da die Fabrik keine Niederlagen hat. Rkparaturen, auch solche von anderen SPerkn, werden aus» beste besorgt, ältere Werke an Zahlung angenommen. Aus Wunsch werden ?»ikj«hlunge« bewilligt unb illustrierte Preislisten sranko zugesandt. Verdienst! K t—4 täglich and *Undig durch Uebernahme ton Strickarbeiten auf meiner best-bewährten, lerliaalichsten Schnelhtrick-ma*chine. Leicht« Arbeit im eigenen Häm. Vorkenntnif ho nicht nötig! Unterricht gratis! Entfernung kein Hindern!«! An-»chaffuneHkosteti geiing! SchriM Garantie iflr dauernde Beschäftigung! Unabhängig* • Existenz! Prospekt kostenfrei! Unter nahmen zur Forderung ▼. Heimarbeit: Karl Half, Hlen. Vl/1, Nelkens&ane 1/7. hirrft I — (Aroarv ntif cak ton 1 tt. S» ». Otetn ta •ulca not Hehni. Atant» a. aebon Teraollt in« H-n» jelirftrt. Htilbt Statt eteulMlil «maeixa». Mrldrn-l-'ulirlkI. Ilettneherc ZftrlrH. Was alles im Theater liegen bleibt, ba» ist nicht zu sagen Natürlick am weiften Pom-padoueS. Und was mrinen Sie nun. wa» wir neulich in zehn solcher Linger gesunde» haben, die a» eine« Tag liegen geblieben waren! Bonbonnieren, mit Jan» ächten Sodeaer Min«ral Pastille» gesollt: Ta« ist UN» ein Beweis dasilr gewesen, daß di« Damen doch wirklich alle» G-ite z» schätzen wiffe» und nun können wir un» auch erklären, warum uniere Vorstellungen jetzt gar nicht mehr du>ch Husten und Räuspern gestört werden. Ta» machen eben Fay» ächte Sode» ner, die man überall stir R l*2'> haben kann. Gene-ralt epräsenian» s. Leiter reich Ungarn: W. Td. Guntzert. f. u. k. Hoslieseranl, Wien 1 V/l, Große Neugasie 17. Piatitiii lur G amnijjiiiju billiger! Herrlichtt« Hnfaakm«! «SiiSle Hulnulil *0.000 Dta'.tra logtraO. 18 rm gro*», doppelaeltlf idfe*. 8eillen.> Allen fthnlichrn Präparaten in jeder Beriehnncr vorxtixiehen. sind diese Prilen frei von allen schädlichen Snhstanicea; mit grö*«tem Erfolr* uneewendot bei Krankheiten der Ui>terleib»oig»ne. aind leicht abführend, blntreinigend, kein Hellmitt'l ist günstiger und dabei völlig nnrchldlicher, am Vers lop firngen xu bekämpfen. die gevi*«« Quelle dnre Vervanung oder Berfchleimung zugezogen haben, sei hiermit ein gute« Hausmittel empfohlen, desien vorzügliche Wirkungen schon seil vielen Jahren erprobt sind. E« ist bie« ba« bekannte Peirtattttags- und Nlutreinigungsmitter, der Hudrrt llUrich'l-»k KrSutrr-Wein. Diener Krünterweln >s> nn» voratt^liolie», beilkrüftl« befnwlenen Kräutern mit gntera Wein bereitet nnd ntürkt lind belelit den Verdaauilgsorganfomns de« Menschen, ohne ein Abführmittel *n nein Kräuterwein beeeitifft Störunge» in den Bliitg«ftlsKen, rein igt da» Blnt von verdorbenen, kraadnacht-nrien Stössen and wirkt fort!«' nd ans die Neubildung Keeanden Blute-«. Durch rechtzeitige» Gebrauch VeS Kräuter-Wein« werben Maqenübel meist schon im Keime erstick!. Man sollte also nichi säumen, feine Anwendung anbeten scharten, ätzenden, YeiunbHei! zerstörenden Mitteln vsrzu. »iehen. Eymvtome. wie: «orfschmerzei, «ufftsKtn. Soddrenien. BlShungr». Uedelktit mit TtkrettN. die bei *tMifQcn (oe Ulmen) •ligmltibro um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinke« beseitigt. und deren unangenelme Folgen, wie «JcUcmHunA, SlUylvtspopsUNg SoUkschmerzki, Herzklopie», öchlaslikgleit, sowie Blutanslauungen in Leber, MUt und ^foriadrriystem lH««»tth,idailcideu) werben burch KräuierWein oft rasch beieitigt. — «räuter-Wein behebt Unverdaulichkeil, verleih! dem Verdauunqssyjtem einen Aufichioung «nd entfernt durch einen leichien Stuhl untaugliche Stoffe au« dem Silagen und Gedärmen. Hageres, bleiches Aussehen. Slntmangel. EntKrtlsliing sinb meist die Folge schlechter «erdauung. mangelhafter «iutbil.'un., ano eine« Iran!Kasten Zustande« der Leber, Bei Vtpprittloftflfci». unter uernafci Abspannung unb SiemütSrerstimmoag. sowie häufigen Sapffchmerje». schlaf-lose» Ztächlen. siechet» oft solche Her Ionen langsam ba»,,«. tkräui^r-Wein gibt ber geschwächten Lebenskraft einen frischen Jmvui«. t/C Kräuter jJBein steigen den Appetit, desorberl Verdauung und Ernährung, regt ben Stoff» Wechsel an. beschleunig! die »latbilbang, beruhigt die erregten Nerven unb ichant neue Lebenslust. — Zahlreiche Änerkennungen und Dan»ichr«ibeA beweisen die«. «Mt-l-r-ISeill IK ,» d»d,s ta SI»«» 4 K s«t K 4— »I, des MMn D«S C 1111, va» «catan«, w>ad..r»s»»»«r«. «»as»l». Kotlll«, «ta»>l«. S, ttsrtart, Ktilsl, «nrtlrlb, «ssa, yslbait a. f.s«»i« .in CtcUtmart ant HU ctrti4-Un»«rn in Kn _ 41 u« orr1cot>cn Mc «»o:»ct«n ta ttiat » an» «um stUt4«a ®t»ai«fa*ta tu CTigiaalpnifea nadi »Bva Oilca Lcfln«tft-Ua^atn» M*' |gT Vor Nnestebea durch iede Et»enhaadlaafr wo nickt, direkur Vertend. Man ver Uns i .Original-Krtlo-ruai-llerdr" nnd weine mlnderwerllffe Fabrikat* aarftek. Katalog* kost*al»a Wer nickt nur ant W eiKnachtS-Abend sondern auch nachher glückliche nnd zufriedene Kinder sehen will ber muh ein Epiel»eug wühlen, mii dem bie Ainber sich bauernb gern beschäftigen. Mit keinem andern Epiel beschäftigen sich aber die Kinder lieber al« m t Richters Anker - Steinbaukasten sie lassen erfahrungsgemäß bie glänzendsten anderen Bauten, Bürgen, Kirchen, Schlöfier, Brücken usw Bausteine gut behandeln müssen, damit sie solche schönern Bauten bringt, wieder mitbenutzen können, erziehend wirkt», m.d darum sollte unter keinem Wrihnachttbaum der echte Ztnker-Lteinbau-kästen sehten. Beim Einkauf ist aber die grtß!« Vorsicht nötig, da es minderwertige Nackahmun. gen gibt, unb wolle man »ur ei. enen Sicherheit «fälligst auSbrücklich Richters Anker-Etef«-baukaste» verlangen unb jeben Kasten odne die Marke „Anker" al« unecht »uiück »eisen. Am klügsten handelt aber die Mutter, dir sich v»r dem Einkauf di« neue illustrierte Baukasten-Preisliste kommen läßt und danach den anSge-wählten Aasten verlangt. In der Preisliste sindet man auch nähere« über die Ankei-Brückenkafpn und bie bei den jungen Mädäen so sehr beliebten Meteor- Legespiele. Spielsachen sehr bald unbeachtet stehen, um immer von neuem schöne aufstellen zu können. Sie wisien auch sehr bald, baß sie ihre Anker-beim nächsten Srgänzunqskasten. ber ihnen Borlagen zu größein und E« gib! kein andere« Spiel, da« in gleicher Weise belehrend und I.M.Nllßi«kä:<5ik. König!. Hof- u. Kammerlieferanten Mien, I, (vperngasse 16. 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Rangsklasse entsprechenden Bezügen und einem Keisepauschalo von 2500 K, wobei eine Mindestzahl von 150 Reisetagen Dachzuweisen sein wird. Berücksichtigung finden nur solche Bewerber, welche mit gutem Erfolge eine Weinbauschule oder sonstige Lehranstalt, an welcher das Studium der landwirtschaftlichen Chemie resp. Oenologie als Hauptfach betrieben wird, absolviert haben nnd eine zurückgelegte mehrjährige Tätigkeit in Kellerei- oder sonstigen Weinbaubetriebeo nachweisen können. Weiters wird die genaue Kenntnis des Inspektionsgebietes und der deutschen und slowenischen Sprache gefordert. Bewerber, welche das 40. Lebensjahr bereits überschritten haben, müssen in dem Gesuche gleichzeitig um Allersnacbsicht einkommen. Die mit dem Taufscheine, dem Heimatscheine, den Studienzeugnis^en und dem Nachweise Ober die zurückgelegte Praxis belegten ordnungsmässig gestempelten Gesuche sind an das k. k. Aekerbauminlsterlum zu richten uud bi» längstens 15. Dezember 1909 bei der k. k. Statthaltern in Graz zu überreichen. Graz, am 17. November 1909. K. k. steiermärkische Statthalterei. Der k. k. Statthalter: Clary m. p. Geehrte Hausfrau! Sie sparen Geld, Zeit und Aerger wenn Sie Ihre ganze Wäsche zum Waschen und Trocknen (ohne Bügel» 50°/o Preisnachlaß) in die Erste Cilliev* Dampf-Wäscherei und chemische Reinigungsanstalt senden, da dieselbe schonend nnd ohne schädliche Mittel tadellos gereinigt und in 1—2 Tagen geliefert wird. Besichtigung der Anstalt jederzeit gerne gestattet. Dampfwäscherei und chemische Reiniguugs-Anstalt Cilli, Herrengasse 20. Dendrin zur Bekämpfung von Krankheiten nnd Schädlingen an Obstbinmen. Seit Jahren bestens bewährt. Prospekte etz. kostenfrei. = Carbolinewii-Fabrik R. Avenarius, Wien, 111.2. Verkaufsstellen : = Gustar Stiger, Cilli. = Vinzenz Leposcha, Peftau. Allen p. t. 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