5 a ^ ^ A R»«dau«aass?^r. & chtz»» St. II. inlmnd»». *firrt»« *"■ *». iitttmtaa. W ^W ■ ■ _H_ »iWtWMs .•ssartrass ^ ▼ ▼fTiTTlT ^wWr ▼▼▼▼■"" "««r I 9in«iu« war, siud Hin Ausflug durch den Henfelsgraöen am 2. Feber 1909. ES war ein herrlicher Tag. Eine stattliche An-zahl, wie es bis jetzt leider selten der Fall war, hatte sich auf d^x ttapuzici,erdrücke zur festgesetzten Zeit eingefunden. Frisch und wohlgemut ging eS über den unteren Sannsteg, durch den zweiten Eisen-bahndnrchlaß über den Hügel am Abhänge des Schloßberges in die Ortschaft „Hinter dem Schloß-berge." Ein Rückblick zeigte den Ausflüglern die prächtige Lage der Schloßruine, die sich in ihrer LängenauSdehnung mit den hügligen, von schmucken Winzerhäuschen bedeckten, von den Sonnenstrahlen deglänzten Abhängen besonder« abhob. Der Weg war trocken und gut gebahnt. Bald standen wir am Eingänge des Teufelsgrabens. AbwechSlnngs. reiche Naturbilder ließen den genannten tiefeinge-schnittenen Graben viel zu kurz erscheinen. Der Bach war mit einer starken Eisdecke versehen, unter der daS Wasser rauschte. Mächtige Eiszapfen hingen an den Wänden und an den Spalten der Felsen herab. Bewundernd stand der Beschauer vor der herrlichen Kunst der Natur. Der mit Drahtseilen verfichene Weg gestattete ohne Schwierigkeiten ein Durchkommen über die Eisflächen. Einige sehr be-sorgte Herren hatten sogar Steigeisen mitgenommen die auch teilweise zur Benütznng kamen. Andere, die manchmal aus der glatten Eisfläche Messungen ihrer Körperlänge vornahmen, standen lachend anf, und schritten vorsichtig weiter. Die bekannten Fels-stufen mit den kleinen Wasserfällen waren vollständig vereist. Sie nahmen sich besonder« schön an«, sie waren mit einer künstlich gewölbten, durchsichtigen reinen Eishülle überdeckt, durch die man wie durch ein Fenster den Wasserfall beobachten konnte. Am Hlllt Mittwoch» 10 IeVrüar 1909. umso unverantwortlicher, als sie die Lösung einer Reihe der wichtigsten wirtschaftlichen und sozi« alcn Aufgaben gcstöit haben. Arbeiter und Unternlhmer, Selbständige nnd Angestellte, Bauern und Generbetreibende haben anf da« neue Haus des allgemeinen und gleichen Wahl-rechte« die größten Hoffnungen gesetzt. Zur Finanznot der Länder hat sich die offenkundige Finanznot de« Staates gesellt. Die Zustände der auswärtigen Politik, wie unser Verhältnis zu Ungarn verlangen gebieterisch ein starke« österreichische« Parlament. Für all dies bleibt die tschechische Po itik verständnitle«. Auf diese fällt die ganze Verantwortung. Wenn das Parlament wieder eröffnet wird, wird e« uns dentfchfreiheitliche Abgeordneten arbeitswillig nnd friedensbereit, aber auch fest und unnachgiebig finden. In der Zwischenzeit erwarten und sordern wir von der Regierung GrsehcStreue und Energie und insbesondere die pflichtgemäße Anwendung aller erforderlichen Machtmittel, um jeden unserer StamnieSgenosseu immer und überoll zu schützen. Der Rationalverband der deu tschfrei-h e i t l i ch e n Parteien: Hugo Albrecht, August Ansorge. Start Fürst AuerSperg, Dr. Adolf Bachmann, Josef Bendel, Josef Bernkopf, Franz Bernt, Joses Brunner, Dr. Karl Freiherr v. Chiari, Dr. Hans Damm, Dr. Leonhard v. Demel, Dr. Jnlin« Edler v. Derfchatta, Josef Wolfgang Dobernig, August Einspinner. Hein-rieh Freiherr d'Elvert, Leopold Erb, Dr. AloiS Ende des GrabenS angelangt, verließen wir den mit Farben bezeichneteo rechtsführenden Weg nnd stiegen über die gefrorene Schneestäche den steilen Abhang des Berges links hinauf. Das war eine lustige Kletterei, die nur im Winter möglich ist, denn im Sommer ist ein Vorwärtskommen aus so geneigteni, mit Lanb und Nadeln bedecktem, glatten Boden kaum möglich. Den Teilnehmern sollten auch die Freuden einer kleinen Kletterpartie nicht vorent-halte», bleiben. Ein felsiger mit Schnee bedeckter und mit Heidekraut bewachsener, säst senkrechter tl> Met« hoher Abhang mußte mit Händen und Füßen, alle Kräfte anstrengend, erklettert werden. Da« war eine muSkelanspannend« mutgebende Einlage, die in den Ausflug eine stimmungsvolle Abwechslung brachte. Sie war mit Absicht gewählt. Einige ältere Herren wurden mittelst eines Seiles, das die dort häufig und in allen Größen vorkommende Waldrebe bestens zn Diensten stellte, ohne Anstren-gung answärtsgezogen. Keiner murrte und klagte, alle freuten sich über die überstandene harte Arbeit. Das war aber kein Spaziergang wie im Stadtpark, er sollte es auch nicht sein. Leichten Schrittes ging es den erreichten Kamm entlang, zwischen Fel«< stücken aus den Gipfel des Srepotnik empor. Eine Rundsicht, wie sie der Sommer nicht biete» kann, belohnte die Mühen und ließ die Anstrengungen sofort vergessen. Die reine Luft ließ die Berge noch einmal so nahe erscheinen. Da« Auge konnte sich nicht satt sehen an dem herrlichen weitausgebreitete», von Bergen umsäumten Naturbilde. Der Kozie bei Steinbrück, der Malitsch, Dost. Kostnik. die Sann-taler Alpen, Ojstrieci bis Grintone, die Raducha. die Praßberger Alpe, Petzen, Ursula, der Bachern in seiner gewaltigen Ausdehnung, ein Teil des Drau-tale«, der Wotsch bei Pöltschach und der Donati waren in den klarsten Umrissen zu sehen. Der Weg 34. Jahrgang. Funke, Joses Goll, Dr. Gustav Groß, Wenzel Größl, Dr. Joses Herold, Richard HerzmanSky. Dr. Paul Hofmann v. Wellenhof, Buizenz Hof-mann, Auto« Hueber, Johann Hufak, Franz Jeffer, Josef Kasper, Dr. Franz Kindermann, Anton Kesch-mann, Karl Kirchmayr, Gregor Kleinbauer, Leopold Graf Kolowrat-Krakowsky. Johann Kopp, Binzenz Krans, Cito Kroy, Peter Krützner, Franz Kutscher, Dr. Otto Lecher, Dr. Stephan Licht, Rudolf Lüßl, Josef Luksch, Richard M arckhl, Dr. Viktor Michl, Dr. Albert Ritter v. Mühlwert, Josef Nagele, Dr. Friedrich Nitsche, Dr. Heinrich v. Oberleithner, Raphael Pacher, Dr. Anton Pergelt, AloiS Pirker, Robert Primavesi, Dr. Julius Perathoner, Heinrich Prade, Dr. Josef Redlich, Dr. Julius Roller, Adolf Schilder, Anton Seidel. Dr. Arlur Skedl, Doktor Rudolf Sommer, Martin «onknp, Erdmani» Spiee, Wenzel Stahl. Dr. Artur Stölzel, Dr. Otto Stein wender, Eduard Edler von StranSky, Dr. Julius Sylvester. Wilhelm Tellschick, Dr. Karl Urban, Franz Wagner. Dr. iMltor Waldner, Dr. Emauuel Weidenhvffer, Han« Winter, Otto Winter. Karl Hermann Wolf, Theodor Znleger. Die 5'rhrr aus den srlttr tt piirlamenlsrischrn Sturm lugen. Die Schließung des Reichsrales findet die Deutschen in günstiger taktischer Stellung. Der Zusammenschluß der deutschsreiheitlichen Parteien zu einem gemeinsamen Verbände halte sich schon im Herbste vollzogen nnd unter den Auge» der tsche. chischeu Obstruktion kam es zur Aussprache und aus den Srepotnik. welcher im Sommer gewählt wird, ist im Winter der vereisten Abhänge wegen, unzugänglich. Der Abstieg führte den nordöstlichen Kamm entlang, um von hier in kürzester Weise ins Tal aus den Weg, der nach Storö führt zu gelangen. Der Abstieg war höchst unterhaltend. Sitzend, ohne Rodel, fuhren die Teilnehmer über die steilen Schneeab-hänge abwärts, so daß binnen einigen Minuten der Taliveg erreicht war. In kurzer Zeit saßen die Bergsteiger in fröhlicher Stimmung im Gast-hause des Herr» Franzl. Der Durst und der Hunger, den alle an den Tag legten, zeigte», daß der 3'/,stündige Ausflug in der auf den Körper kräftig einwirkenden Winterluft seinen Zweck vollauf erfüllt hatte. Um >/,7 Uhr brachte uns der Zug wieder nach Eilli. Abspannung und Müdigkeit ließen sich nicht verspüren, was dadurch bewiesen wurde, daß einige von den Tüchtigen sich noch am Beteranen-balle bei Tanz die ganze Nacht vergnügten. Der winterliche Ausflug hatte alle Teilnehmer hoch be-sriedigt und es äußerten alle den Wunsch recht oft solche Ausflüge zu veranstalten. P. Mein erster Hemsvock. Ein Erlebnis in Tirol von I. Ehowanetz. Dort wo der Eisack in mächtigen Kaskade» da« Niveau de« Brennersattels (1372 Meter L. d. M.) erreicht, standen am 22. November v. I. mein Freund Jng. ?r. und ich um 4 Uhr morgens, wohlau«gerüstet zur Gemsjagd aus dem Wolseu-dorn (2775 Meter) und zivar speziell in jenem Graben, welcher sich zwischen „Geige" und „Post* alpe" erstreckt. - Annäherung zwischen dem beutschsreiheitlichen Verband? nnb ben Christlichsoziale». WaS bie bentschen Wähler als Notwenbigkeit längst erkannt unb in zahlreichen Kundgebungen verlangt hatten, wozu es aber in, Abgeorbnetenhause nicht kommen zu können schic», vollzog sich geradezu von selbst, als die Tschechen ihrem blinden ventschenhasse bie Zügel schießen ließen nnb verblenbet burch bie Erfolge, die ihnen in letzter Zeit beschieben waren, barangingen, zunächst burch eine angedrohte, bann burch eine wirkliche Obstruktion ihre Erpressungspolitik fortzu-fetzen. Der Plau ber Tschechen ist bieSinal gescheitert, und da» ist einzig unb allein ber auch äußerlich zum Ausbrucke gekommenen ^Geschlossenheit ber deutschen Parteien zu banken. Ein Faktor trat bei der von den Tscheche», doch nur in Erinnerung an frühere, mit gleichen ober ähnlichen Mitteln erzielten Erfolge in b,e Erscheinung, mit dem zu rechnen man auf deutschgegnerifchcr Seite unb wohl ans Seite ber Regierung nicht gewohnt war: bie geschlossene beutsche Phalanx! Man tonnte zum ersteu Male nicht mehr hoffen, eine bentfche Partei gegen die andere auszu-spielen, ganz abgesehen davon, daß der Unterschieb ' zwischen alpenlänbischem unb sudelenländischein Dentschtnm. ber sich früher oft genug störend be-merkbar gemacht hatte, wenn beutschböhmische Streit-fragen im Borbergrnnbe standen, völlig geschwunden war. Man hat überall erkennen gelernt, baß bie deutschböhmische Frage nicht lokalisiert werden kann und daß bie Stellung ber Deutschen in Böhme» unter bem Gesichtspunkte ber Stellung bes ganzen Deutschtums im Reiche behanbelt werben müsse. Zu spät erkannten bie Tschechen, baß sie sich biesmal verrechnet haben. Noch in letzter Stunde versuchte» sie einzulenken unb wären mit einer Er-klär,mg zufrieben gewesen, bie ihnen von Seite ber Regierung gegeben werben sollte. Daß biese nicht erfolgte, ist abermals bem geschlossenem Auftreten aller bentschen Gruppen zu verbanken. Dem frivolen Spiel ber Tschechen stanb bie mannhafte Entschlossenheit unb Geschlossenheit ber Deutschen vom radikalen Flügel bis znm konservative» gegenüber. Das muß nun boch für ben Deutschen bie entscheidende Lehre für alle Zukunft sein. Bleibt baS Bild erhalte», daß sich n»S in diesen stürmischen Tagen auf beut-scher Seite bot, bann ist eS für alle Zukunft mit bem tschechische« Terror zu Ende nnd Parteien, die bisher »och eine schwankende Stellung einnahmen, werben im wohlverstanbenen eigenen Jnieresse bei ber Frage, ob sie sich im deutsch-tschechische» Streite auf ber Seite ber bei aller Besonnenheit entschlossenen und einmütigen Deutschen ober anf ber Seite ber im chauvinistischen Wirbel herumgetriebenen Tschechen zu stellen haben, leicht bie Entscheidung treffen. So bietet sich auch der Ausblick, daß enblich mit ber durch nichts begründeten Ansicht, daß eine Regierung Der liebenSwürbige Besitzer dieser herrlichen Eigenjagb, als „Jaga Sepp" im ganzen Wipptal wohlbekannt, lag wohl noch tief in ben Federn; doch wir hatten seine Erlaubnis schon in der Tasche und stiegen baher bitrch ben schweigende» Tannenforst den Hochmatten entgegen. Der Schnee unter unseren Füßen war derart verharrscht, daß kanm die scharfen Nägel unserer Schuhe eine Spur ein-drücken konnten. Welch prächtiges Bild bot sich uns aber, als wir nach zwei Stunden scharfen SteigenS den oberen Waldrand erreichten und der vom Bollnwnb umstrahlte Wolfenboru scheinbar in greifbarer Nähe vor uns lag. Doch nur kurze Frist gönnten wir uns zur stillen Betrachttmg. lag boch ber Haupt-Wechsel noch zirka eine Stnnbe ober uns nnb nur dort konnte ick mit Aussicht auf Erfolg meinen Begleiter anstellen. Bevor wir noch diesen Platz erreicht hatten unb fahles Dämmerlicht den kommenben Tag kündete, schlug ber bis bahin ziehende Nordost plötzlich in Südwind um und in kurzer Zeit waren wir in dichte Nebelschwaben gehüllt, bie uns zeitweilig jcbc Aussicht verwehrten. Halten wir schon bei unserem Aufstieg vor-sichtig vermieben bem Grate beS zu bejagenben Grabens nahe zu kommen, so war unS ber jetzt ziehenbe Südwind doppelt günstig. Vorsichtig näherten wir uns dem Wechsel unb nachbem sich mein Freund angestellt, machte ich mich zur Umgehung beS vermutlichen Lagerplatzes ber Krickelträger aus. Eine Stnnbe auswärts, bann rechts burch steile Schroffen in ben Graben hinein unb von bort im großen Bogen langsam abwärts. In ungefähr drei Stunben war ich wieber bei meinem Freunbe angelangt, ber zähneklappernb unb mit allerlei Kern-worteu fluchend im Schnee herumstapfte. *Je;ttschc Wacht nur bann möglich ist, wenn bie Tschechen mittun, gebrochen wirb. Die Tschechen haben sich selbst ans-geschaltet, man braucht nur nichts anberes mehr zu tun, als sie — nicht wieber zu rufe». Politische Rundschau. Das Kabinett Bienerth. Die Verhandlungen zur Umbildung des provi-arische« Kabinetts Bienerth sinb so lveit vorge-chritleu, daß folgenbe Ministerliste als sicher gilt: Ministerpräsibent: Freiherr von Bienerth; Minister peS Innern: Frcih. v. Haerdtl; Finanzminister: Ritter von Bilinski; Iustizininister: Dr. Viktor von Hochenbnrger; UnterrichtSnnnister: Graf Stürgkh; Eisenbahnminister: SektionSches außer Dienst Wrba: Handelsminister: Dr. WeiSkirchner; ArbeitSminister: Frech. v. Schwärzen«»; Ackerministerium: bleibt offen für einen Tschechen : Deutscher Laudsmann-minister: Dr. Schreiner; Tschechischer LanbSmann» minister: Dr. Zaeek ober Herrenhausmitglieb Dok-tor Braf; Polnischer LanbSttiannminister: v. Abra-hamowiez. Die Berufung Dr. Viktor von Hochen-burgers können wir mit Freube begrüßen, zumal er als Deutschnationaler seine» Einfluß in gleichgesinnt«! kreisen geltenb inachen soll. Die Ernennung ber neuen Minister bürste wahrscheinlich erst am Don-»crstag erfolgen nnb Freitag amtlich knnbgetan werden, da Mittwoch und Donnerstag die großen Parteien bes Abgeorbnete»Hanfes Besprechungen abhalten. gwei Aeußerungen. In einer ber letzten Sitzungen bes Abgeorb-netenhanses fielen zwei Aenßerungen, bie, einanber gegenübergestellt, das Verhältnis der Deutschen und der Tschechen znm österreichische» Staate sehr deut-lich illustriere». Der Jungtschechenführer Kramarcz sagte: „Oesterreich ist kei» Einheitsstaat, es ist ge-bilbet ans verschiedenen selbstänbige» Staaten. Die böhmischen Länber sinb ein selbstänbiger Staat, der mit den anderen Staaten zn bem vervnnben ist, was Oesterreich - Ungarn genannt wird." Der Führer des linken Flügels der Ehristlichsozialen, Abg. Dr. Pattai, führte in einer großangelegten Rede über die böhmische Frage ans: „Wir haben in Oefter-reich zwei Völker, die naturgemäß baS allergrößte Interesse am Bestände ber Monarchie habe», »äm-lich bie Magyaren unb bie Tschechen. Die Magyaren würben, wenn bie Monarchie nicht bestänbe, von ber slavischen Hochflut hinweggefegt werben, nnb bie Tschechen, bie keinen »»mittelbare» Znsammenhang mit andere» slavischen Völkern haben, würden, wenn Oesterreich nicht wäre, kanm einer sür sie ange- Ja — der Nebel. Schon vor einer Stunde hörte er unter sich Steine rollen und kurze Zeit darauf waren Gemsen zirka 50 Schritte unter ihm durchgezogen, hatten ihn dann in den Wind bekommen unb sich lant pfeifenb eiligst empfohlen, «eine 20 Schritte weit hatte er sehen können nnb so war alle Mühe umsonst. Nach einem kräftigen Frühstück überzeugten wir uns, baß minbestens 20 Gemsen den Wechsel passiert hatten. Der Schnee war infolge des Sübwinbes ganz weich geworben, fast lautlos konnte man auf dein-selben fortkommen nnd so entschlossen wir unS, unser Waidmannsheil mit einer Pürsche zu versuchen. Der stetig auswärts ziehende Wind zerriß ost die Nebelmassen, so mancher kurze Ausblick wurde frei nnd eben dieses Verstecken und Erblicken schien uns günstig. Also nochmals aufwärts, boch jetzt gemeinsam, bis n»s nur mehr einige hunbert Meter von ber Spitze bes WolfenbornS schieben unb bann links auSbiegenb begannen wir langsam gegen bie Post-alpe abzusteigen. Es mochten zirka zwei Stunden vergangen sein als ich unter bem von mir ungefähr 200 Schritte entfernten Freunbe ben bekannten War-nungSpfiff einer Gemse hörte. Mein Begleiter stanb im Anschlag, konnte jedoch in den» grauen Gewoge unter sich nichts ansnehmen und auch ich stand still, um uicht durch einen Tritt unsere Anwesenheit zu verraten. Unwillkürlich hatte ich mich schnßfertig gemacht und da — zwischen Freund Tr. nnd mir kam etwas Dunkles herauf, groß unb unförmig. Plötzlich stanb eS still, einen Moment lichtete sich ber graue Schleier unb ein Gemsbock stanb keine 60 Gänge breit vor mir. Nuttt 18 nehmeren Herrschaft unterstehen. Aber gerabe biese beiden Volksstämme fühlen sich im Rahmen der Monarchie unglücklich und erschweren durch ihre fortwährenden steigenden Forderungen de» geeigneten Fortbestand des Reiches. Uns Deutschen aber.unS, in unserem alten österreichischen Patriotismus werde immer zugemutet, zurückzuweichen, den sogenannten Gescheiteren zu spielen, der immer nachgibt und wo-möglich bie anderen dafür zu kajolieren, daß wir Opfer bringen dürfen. ES mnß einmal deutlich und klar gesagt werbe«: Der Deutschösterreicher ist ein sehr guter Patriot, der von sich sagen darf: Ich sterbe für Oesterreich, obwohl ich nicht mit Oester-reich sterben würde, während andere, die mit Oester reich sterben würbe», Schwierigkeiten machen, wenn sie dem Staate auch nur das kleinste Opfer bringen sollen." Die mlMio cunoiilett. Der Religionsunterricht ist in allen öffentlichen Volks- und Bürgerschulen obligat, b. h. er muß erteilt werden. Da nun jebe Privatschule, für die das Oeffentlichkeitsrecht angesprvchen wirb, alle Bebi» gungen erfülle» muß, bie für öffentliche Schulen gelte», so hat sie auch ben Religionsunterricht in ihren Lehrplan aufzunehmen. Die Besorgung. Lei. tung unb unmittelbare Beanfsichtignng biefes Unter richtes ist aber gesetzlich Sache ber betreffenben Kirche (Gesetz vom 25. Mai 1868, tz 2) unb bie K irche besorgt den Religionsunterricht entweder durch einen Geistlichen, oder sie gestattet, baß ein weltlicher Lehrer, ber sür Religion geprüft ist, ihn subsibiarisch erteile. Die Erlaubnis zur snbsibiarischen Erteilung eines katholischen Religionsunterrichtes ist bie vielbe-sprochene niissio canonica. Es ist hiernach klar, baß leine Privatschule bas Oeffentlichkeitsrecht er langen kann, wenn ihr bie katholische Kirche einen geistlichen Religionslehrer versagt nnd auch einem weltlichen Lehrer bie missio e.inonica nicht erteilen will; ben» ohne Religionsunterricht erfüllt bie pri iKitc Slnstalt nicht baS, was von ber öffentlichen Schule verlangt wirb. Kann aber eine Privatschnle bas Oeffentlichkeitsrecht nicht erwerben, so ist sie in ben allermeisten Fällen nicht lebensfähig. Die katho-lische Kirche hat es in Oesterreich daher vollstänbig in ber Hanb, be» Privatschnle» bie Existenz z» er-schwere«, ja ben »leisten Anstalten dieser Art bas Lebenslicht auszublasen. Das ist ein geradezu un> haltbarer Zustand, ber nicht nur bie Staatshoheit gegenüber ber Kirche beschämenb tief herabsetzt, son-bern auch bie Wirksamkeit aller Vereine, bie durch Gründung »nb Erhaltung von Privatschulen für bie Kinber ihrer Nationalität in gemischtsprachigen Gegenbcn sorgen, unter bie Botmäßigkeit der Kirche zwingt. Man denke sich nur den Fall, daß der katholische KlernS auf einen Wink von oben allen Noch rollte baS Echo meines Schusses nicht von ben Berge» znrück, nnb fchon war alles, Gems nnb Freunb, wieber meinen Blicke» entzogen. ^ch stanb noch zitternb vor Aufregnng still, bis mich bas „Hallo!" meines FreunbeS aufriß. Er kam auf mich zn unb konnte es nicht glauben, baß ich etwas gesehen hätte. Die Suche war jeboch kurz. Vom Anschuß keine zehn Schritte abwärts lag ein prächtiger Bock. Der Rest unserer Flaschen würbe geleert unb abwärts gieng es, ben ausgeworfenen Bock am Rücken »ach Brenner, wo wir bei unserem Freunbe, dem Herrn Postmeister, Hotelier und .Jaga-Sepp" Einkehr hielten, unser Waibmannsheil mit mehreren Gläsern .Rötel" begießenb, bis uns ber Zug nach Steinach zum Aufbruch brängte. Währeub wir bie Fahrt bvrthin zurücklegten, spielte jeboch ohne unser Wiffen auch der Telegraph in der gleichen Richtung, denn der Jaga-Sepp, der meinen Bock von allen Seiten betrachtet und unter-sucht hatte, wollte auch seinen Spaß habe». In Steinach angekommen, wurden wir von mehreren Bekannte» schon am Bahnhos begrüßt, von allen zu der prächtigen Jagdbeute beglückwünscht und trotz »»serer nasse», bei niir auch schweißigen Kleidung genötigt in das Bahnhof-Hotel zu gehen, wo zahlreiche Gäste versammelt waren. Und abermals fand eine allgemeine Beglück-wünfchung und eingehende Besichtigung statt, da — ich traute meinen Augen nicht, da zog Herr Doktor Sch. aus dem aufgebrocheile» Bocke eine Rechming über einen „gekauften Gemsbock" saldiert vom „Iaga-Sepp." Rummer 12 Privatschulen des Deutschen Schulvereins seine Dienste verweigert und daß auch den weltlichen Lehrern die missio canonica nicht erteilt wird. In diesem Falle ist für jene Schulen nicht nur das Oeffentlichkeitsrecht unerreichbar, sondern sie müssen, weil sie einen obligaten Lehrgegenstand, dessen Pflege ihre Kvnzessionierung bedingte, ausschalten, behördlich geschlossen werden, Hn Italien haben sie den Kirchenstaat begraben, m Oesterreich feiert er feine fröhliche Auferstehung und „blüht" fort. Die Grazer deutsche Studentenschaft an die deutschen Abgeordneten. Die am 5. d. M. in Graz abgehaltene Ber-sammlung der deutschen Studentenschaft richtete einen offenen Brief an die deutschen Abgeordneten, in dem eS heißt: Die deutsche Stndentenschaft spricht sich gegen die Errichtung einer italienischen RechtSfakultät au«: 1. auS kulturellen, 2. aus völkischen, 3. aus finanziellen Gründen. Die Versammlung fordert die deutschen Abgeordneten aus, die Errichtung einer italienischen RechtSfakultät mit allen Mittel» zu ver-hindern. Wir erklären aber schon heute, daß wir alle jene deutschen Abgeordneten, die unserer Förde-rung nicht entsprechen, als Bolksverräter betrachten und bei den nächsten Wahlen gezwungen sein werden, gegen sie anszutreten. ^Einstimmig angenommen.) — Im Zusammenhange damit ist eine Meldung der „Tribuim" in Rom von Interesse, welche besagt, daß die italienischen Studenten in Oesterreich neuer> dings Kundgebungen vorbereiten, weil mit Schluß der Parlamentstagung die Aussichten auf die Ber-ivirklichung ihrer Hochschulforderungen wieder schwächer geworden sein sollen. Aus St,litt und Land. Cillier Gemeinderat. Am Freitag, den 12. Februar um 5 Uhr nachmittags, findet eine ordentliche öffentliche Gemeinde-anskchußsitzung mit folgender Tagesordnung statt: Mitteilung der Einläuft: Berichte des Rechtsausschusses über I. eine TestamentSbestimmung der Magdalena Hamor-nik bezüglich der Erhaltung ihrer Grabstelle; 2. die Gesuche des Lorenz Potnik und Joses Hodurek um Zuerkennung des HeimatSrechteS; 3. eine Eingabe der Handels- und Gewerbekammer in Graz betreffend die Handelsverträge mit Rumänien und Serbien; 4. den Tätigkeitsbericht der städtischen SicherheitSwache für 1W8; ö. Die Entscheidung der k. k. Finanz-LandeSdirektion in Graz in Ange-legenhell der Steuerbefreiung für die Parkanlagen und 6. eine Eingabe der Sparkasse der Stadtge-meinde Cilli in Angelegenheit der Schaffung eines PensionSversicherungs-ErsatziustituteS. Bericht desUnterrichtSausschusseS über die Eingaben des Deutschen Schulvereines in Wien und der Ortsgruppe Eilli desselben in Angelegenheit der Erbauung eines neuen Schulhauses. Bericht des Bauausschusses über eine Eingabe des k. k. SteueramteS Eilli um ans-gilbigere Beleuchtung der Schmiedgasse. Berichte des Finanzausschusses über !. cine Eingabe des Handelsgremiums in Eilli um unentgeltliche Überlassung der Räumlichkeiten sür die kaufmännische Fortbildungsschule; 2. die Abrech-nung der städtischen SicherheitSwache über daS Be-tteidungSpauschale für 11)08 und (eine ^Eingabe des deutschen Studenten-KrankenvereineS in Graz »m Bewilligung eines Beitrages. Berichte des Gewerbeausschusses über eine Eingabe des WirtschastsverbandeS in Eilli um Einflußnahme aus die Marktpreise und eine Ein-gäbe der Fanny Biditz um Bewilligung eines Krämerstandplatzes. Berichte des MantaussichtSausschusseS über die Eingabe der Bohemia-Gewerkschaft um Be-»villigung der Mautgebühreuabfindung. Anträge der vereinigten Unterausschüsse 1, 4 und 5 wegen Festsetzung des Wasserzinses. Der öffentlichen folgt eine vertrauliche Sitzung. Kafchlngs Kalender. Mittwoch den li).: Hausball im Gasthof „Engel". Donnerstag 11., Oberlandlerball im GasthanS „zur Traube". Samstag den 13., Kränzchen der PertragSbeaniten im Gasthofe „zur Krone". — Hans ball im Gasthaus Janschek, Brunnengasse. Deutsche Wacht Sonntag den 14., Kränzchen der Genossenschaft der Kleidermacher im Hotel Post. vonnerStag 18., HauSball im Hotel Mohr. Samstag den 20., MaSkenkränzchrn deS Geselligkeit»-Vereines. Faschingdienstag den 23. Narrenabeiid, veranstaltet vom deutschen Turnverein im Deutschen Haus. Aschermittwoch den 24., HäringSschmauSliedertasel deS MännergesangSvereineS. Todesfall. Unser Bizedürgermeister, Herr Sanitätsrat Dr. Gregor Jesenko. wurde von einem herben Verluste betroffen. Montaq morgenS ist seine Mutter, ftrau Johanna Jesenko, im Alter von 69 Jahren einem langen schweren Leiden erlegen. Das Leichenbegängnis der Verewigten, welche in Folge ihres leutseligen WescnS und ihres regen WohltätigkeitSsinneS sich in allen Schichten der Be-völkeiung unserer Stadt großer Wertschätzung und Beliebtheit erfreute, fand Dienstag nachmittag uiiier überaus großer Beteiligung von der Leichenhalle dcs städtischen FriedhoseS aus statt. Unter de» Beteiligten befanden sich Herr Bürgermeister Dr. v. Jabornegg mit den Mitgliedern des GemeindeauSschusseS, die Vertreter aller Behörde» und Aemter, Vertreter der Kaufmannschaft, des Gewerbestandes. Eine große Zahl prachtvoller Kränze legte Zeugnis ab von der herzlichen Anteilnahme, welche der Heimgang dieser brave» deutschen Frau wachgerufen hat. Ehre ihren, Angedenken! Tragisch. Durch ei» trauriges Geschick verschied i» jungen hoffnungsvollen Jahren der hiesige Postbeamte Herr Karl Suppanek. DaS Leichenbegängnis fand gestern Vormittag statt. Herr Sanitätsrat Dr. Jesenko spendete anläßlich des Hinscheidcns seiner Mntter, Frau Johanna Jesenko. den Betrag von 200 X für die Armen der Stadt Eilli. Anstatt eines Kranzes für die verstorbene Fran Johanna Jesenko hat .Herr Ingenieur Wilhelm L i n d a » e r dem Bereine Siidmark eine Spende von 30 K übermittelt. Vom Fasching. Heute Mittwoch findet im Gasthofe ..zum goldene» Engel" ein Hausball statt. — An, DouuerStag den 11. d. findet im Gasthause „zur Traube" ein Trachtenkräuzchen unter dem Rainen „Oberlandlerball" statt. — Die Vertrags-beamten veranstalten am 13. d. im Hotel „zur Krone" ein Kränzchen. — Am gleichen Tage ver-anstaltet Herr Janschek in seinem Gasthause in der Brunnengasse eine» Hausball. Kränzchen der Kleidermachergenossen-schaft. Sonntag den 14. Februar veranstaltet die Genossenschaft der Kleidermacher im Hotel „Post" ein Kränzchen, bei welchem die Tanzmusik die Cillier Musikvereinskapelle besorgen wird. Nach dem günstigen Ausfalle des vorjährigen Kränzchens und nach den Vorbereitungen die ein sehr rühriger Ausschuß bis-her getroffen hat, kau» man annehmen, daß das heurige Kränzchen recht schön verlausen dürste und können wir den Besuch desselben bestens empfehlen. MilitSrnachricht. Sonntag den 7. und Montag den 8. Feber wurde das hiesige Bataillon des Jnfanterie-RegimenteS Nr. 87 durch den neu ernannten Kommandanten der 55. Infanterie-Brigade, Herrn Generalmajor Freiherrn v. Äirchbach, inspiziert. Künftige Priester und Missionare, das heißt, brave Knaben von 12—16 Jahren, die sich als Priester und Missionare berufen fühle», können sich unter günstigen Bedingungen aus diesen Berns vorbereiten. Gesuche sind in deutscher Sprache zu richten: An die Borbereitungsjchiile für Priester und Missionare, Wolhusen, Luzern, Schweiz. Theaternachricht. Da das Orchester in dieser Woche wegen Proben zum philharmonischen Konzert verhindert ist die Oper „Carmen" einzu-studieren, so gelangt am Samstag den 13. d. M., '/,8 Uhr abends, als 23. Abonnemenlsvorstellung „Vater", Komödie von Guinon und Bouchinet zur Erstaufführung. Das Werk hatte am Deutschen Volks-iheater in Wie» einen durchschlagenden Erfolg. Die Vorstellung dürfte außerdem noch besonders inte-ressieren, da in derselbe» Herr Siro Zerbi, unser Bonvivant. nach längerer Krankheit wieder zum erstenmal auitritt. Jahreshauptversammlung des deutsch-völkischen Arbeiterverbandes Cilli. Am 7. d. M. hielt der d-utschvilkische Arbeiterverband Cilli und Umgebung unter dem Vorsitze des Ob-mannes Herrn Finde,je» im Verbandsheim Krell seine diesjährige Hauptversammlung ab, welche einen sehr würdigt» Verlaus nahm. Herr Findkisen konnte in der gulbesuchte» Versammlung unter anderen Herrn Bürgerschullehrer A i st r i ch, den Vertreter «reite 3 der Presse und mehrere Mitglieder aus Storv be-grüßen Der Obmann erstattete nun seinen ausführ» liche» Bericht über die Tätigkeit im nrflossent» VereinSjahre und betonte, daß sich der Verband stet? an der nationalen SchutzverkinSarbkit beteiligte. Einige in Gründung begriffene Ortsgruppen werde» nun in diesem Jahre noch vor der BundeShaupIver. sammlung ihre Tätigkeit beginnen. Weilers bemerkte er, daß dem Verbände, beziehungsweise dem nenge-wählten Ausschüsse Heuer eine große Aufgabe unfern nationalt» Arbeitersacht harrt, da in der BundtS« hauplvrrsammlung am 28. und 29. Juni v. I. in Villach über Antrag der Deltgitrten Peyerl und Findeistn die heurige Hauptversammlung deS Bundes deutscher Arbeiter „Germania" für Stein mark. Kärnt«», Krai» und dtm Küsttiilaude in Cilli abgehaltrn werden soll. Der Vertin hielt im verflossen?» Ge-schästsjahre eine JahrtShauptvtrsammluiig. neu» Monatsvtrsammlungt» und 18 Ausschußsitzungtn ad. Veranstallungtn halte der Verband folgende: am 17. Mai Kornblumenfest im Waldhaufe: am 14. Juni beteiligte sich der Verband durch Entsendung von 12 Mitgliedern an dem Arbeiterseste in Htilenstein. am 21. Juni an der Sonnwendstier, am 27. Juni a» dcr Soiinwendfcitr zu Wöllan; am tt. Dtzembtr brging drr Verband im Hotel Post die Julseier. am 31. Dezember im Gasthof zur Krone die JahreS-schlußfeier; am 17. Jänner l. Z. unternahm die Arbeiterschaft unter zahlreicher Beteiligung von Gäst«, einen Ausflug zn unseren Verbandsbrüdern nach Sior.' Zur Bundeitagung in kapsenberg wurde ein Delegierter entiendtt. Der Verband halte im rn-flosftntn VereinSjahre durchschnittlich 140—150 Mit. glieder zu verzeichnen Durch den Tod wurde dem Verbände das unterstützende Mitglied Herr Doktor Stepischnegg entrissen Mit Danleswortcn an alle jene, welche der deutsche» Arbeiterschaft förderlich warrn, inSbefondtrr die Herren Allbürgrrmtister Rakusch und A. Westen, sowie die Presse schließt der Obmann seinen Bericht. Nun erstattete Schriftführer Herr A Peyerl feinen Bericht. Es ginge» 232 Schriftstücke ein, welche größtenteils ihrer Er-ledigung zugeführt wurden und 455 gingen vom Verbände auS. Zahlmeister Herr Kalla» berichtet nun über den Stand der Kasse. AuS dem Bericht entnehme» wir, daß ein ziemliche« Reine,trägnis im Berbandssäckel vorhanden ist und daher daS abgelaufene Geschäftsjahr ei» sehr gutes zu nenne» ist. Der Bericht wurde von den Revisoren Sommeregger und Betschwar mit den Belegen und Büchern über-einstimmend befunden und daher dem Zahlmtister die Entlastung erteilt. Bücherwait HanS «ullich teilt mit. daß die Bücherei insgesamt 280 Bände teil« wisstnschaftlichen und unterhaltende» Inhaltes umfaßt und wurden 148 Bände auSgeliehen. Der Verband bezieht weitets sieben Zeitschriften teils Wochen- und Tagesblätter. Den bisherigen Ausschußmitglieder» wird dcr Dank ausgesprochen. Die mittelst Stimm-zettel vorgenommene Wahl in den Ausschuß hatte folgendes ElgebniS: Heinrich Find eisen, Obmann; Franz Rebeuschegg, Obmannstcllvertreter; Alois Peyerl, Schriftführer; Max Kallan, Zahl-meist«; Julius Syrowatka s«., Vertrauensmann sür Storö, Fritz Tertschegg, Franz Kemet-müller. Karl Somm ereggtr, HanSKullich zugleich Bücherwart, als Beiräte. Als RechnungS-Prüfer wurden die Herren Hans Strahl und Roman Prattks gewählt. Obmann Findeisen gab nun über Zweck und Ziele des Verbandes Aufklärung und zwar: 1. Unterstützung der durch Krankheit, unverschuldete Arbeitslosigkeit oder Arbeitsunfähigkeit in Not geratenen Mitglieder; 2. Unterstützung reisender Mitglieder deutscher Arbeitervereine auf gleicher Grundlage; 3. unentgeltliche Stellenvermitt-lung. Rechtschutz usw. — Herr Landesbürgerschnl-lehre, Aistrich richtet sodann an den Verein Worte der Aufmunterung und hebt he,vor, daß sich jedes einzelne Mitglied den nötigen Respekt vor denen verschaffen möge, die da Anhänger dkS Klassen- und Kastengeistes sind. Nur dann kann dem deutschen Volke geholfen werden, wenn mit der Arbeiterschaft Hand in Haud gegangen wird. Stürmischer Beifall folgte feinen Ausführungen. Der Vertreter unserer Presse verwies aus die nationale Kleinarbeit, die uns am meiste» nütze» kau» und durch die eine kleine Vereinigung ei» mächtige« Bollwerk wider unsere Gegner werden kann. Der seinen Worte» zuteil gewordene BnsaU bewies, daß der dcutjchvölkische Arbeiterverband in Cilli eine stattliche Anzahl trruer deutschsühleudrr Mitglieder besitzt, die eS »ich zur Aufgabe gemacht haben, deutsche Art und Sitte zu pflege», der deutschen Arbeit Hüter zu sein. Htil dem Berbande. Hauptstelle für deutsche Schutzarbeit. SamStag sand in Wie» eine Tagung drr Haupt- «eile 4 Deutsche Wacht •Ji:;;rr.:rr 12 stelle sür deutsche Schutzarbeit statt, wobei hoch-wichtige nationale Fragen zur Erörterung gelangte». An der Tagung beteiligten sich auch der Landsmann-minister Dr. Schreiner. DaS steiri^che Unterland war durch Herrn Dr. Otto Ambroschitsch vertreten. Deutscher Kinderschutz- und Fürsorge-verein. Samstag den 13. d. M , um * Uhr abends findet im kleinen Saale des Deutschen Hauses die gründende Versammlung dieses Vereines statt. Tages-ordnung: ! Bericht des vorbereitende» Ausschusses. 2. Beschlußfassung über die Satzung?». 3. Wahl deS Ausschusses. 4. Allsällige Anträge. Zu dieser Ver-sammlung ist jeder freund, jede Freundin des deutschen >iindes herzlich willkommen und ergeht hiemit nochmals die freundliche Einladung zu recht zahlreichem Vereinsbeitritt. Vertragsbeamten-Kränzchen. Diejenige» Herrschaften welche aus Versehe» keine persönliche Einladung zu diesem Kränzchen, daS am Samstag de» 13. Februar 1909 im Hotel „zur Krone" statt-findet, erhalten haben, sind hiezu auf diesem Wege herzlichst eingeladen. Straßenkleidung erwünscht. Cillier Turnverein. Samstag den 13. Fe-bruar findet im Turmzimmer des Deutschen Hauses eine >!neipe statt. Cillier Musikverein. Das allgemeine Interesse, welches dem am 12. Feber 1909 im große» Saale des „Deutschen HaufeS" stattfinden Orchester-Konzerte entgegen gebracht wird, wird nachdem, was wir erfahre» habe», gewiß als gerechtfertigt erkannt werdcn Schon die Besetzung des Orchesters (10 I. Geigen, 10 II. Geige», 5 Bratsche«. 3 Violin-cellis, 2 Kontrabässe, 2 Flöten, I Pccolo-Flöte, 2 Hoboc», 1 englisch Horn, 2 Klarinette», 2 Fagotte, 4 Hörner, 3 Trompeten 3 Posaunen, 1 Baß-Tuba, Pauken- und Schlagwerk und schließlich 1 Harfe) ist ein Beweis, daß der Musikverein diesmal ganz außerordentliche Anstrengungen gemacht hat, um die Tonstück« auch mit den ihrer Größe und Bedeutung würdige» Mitteln aufzuführen. Angesichts dieses Umstandes dürsten einige erläuternde Worte zur VortragSordnung nicht unerwünscht sein. GoldmarkS Ouvertüre .Sakuntala" op. 13 war dasjenige Orchesterwerk. welches de» Ruf des Meisters be-gründete. Wie später in seiner Oper „Die Königin von Saba" so stattet er auch in dieser Konzert-ouvertuce das Orchester mit allem üppigen Reichtume morgenländischer Farbenpracht und pnnliche» Reize« aus; liegt ja ^och der Tondichtung ein altindisches Märchen zugrunde, welches durch die Musik zwar in den Formen einer Ouvertüre, jedoch im Wesen programmartig behandelt wird. Beethovens V. Sym-phonie in C-moll bildet unter seinen symphonischen Schöpfungen den Mittelpunkt und auch den stilistischen Höhepunkt seines Schaffens. Die Beunung .Schicksals. Symphonie" wird bekanntlich daraus zurückge führt daß Beethoven dem Hauptthema die Deutung gab „ so pocht das Schicksal an die Pforte" und in der Tat: mit unerbittlichem Ernst und unablässiger Gewalt vom Anfang bis zum Schluß poche» und hämmern die einfachen 4 Noten deS Schicksals-Motives (Beginn des I. Satzes wie eine Berkör-perung eherner Notwendigkeit). Durch die verklärte Schönheit und edle Größe deS II. Satzes (Andante) werden wir hinübergelcilet zum III. Satz, in welchem durch düstere Beklemmung ein kräftiges Wolle» sich auszuringen versucht, daS endlich im letzten Satze zu siegreicher Größe sich entfaltet, gewissermassen der Triumph deS großen Menschen über das Schicksal. Den Schluß des Konzertes bilden die festlichen Klänge des Meistersinger-VorspielS, welches zusammengedrängt, die meisten musikalischen Motive und hiedurch auch ein kurzes Bild der ganzen Handlung der folgenden Oper enthält. 3tach den Proben zu urteilen, können wir dem Konzerte einen glänzenden künstlerischen Er« folg vorhersagen und es ist zu hoffe», daß ein reger Besuch dem Konzert den Glanz und äußeren Erfolg verleiht, welches es verdient, als eine echtdeutfche Kulturta», die zu förder», Pflicht d.'r gesamten deutschen Bevölkerung Cillis ist. Cillier Männergesangverein. Für die HäringfchmanS-Liedertafel gibt sich allgemein ein Interesse kund. Um nun dieselbe allgemein zugänglich zu machen, wurde der Beschluß gesaßt, daß Freunde des deutschen Liebe« bei der Veranstaltung gegen Erlag von 2 Kronen herzlich willkommen sind. Die Proben sind im besten Gange und das ausführliche Programm, daS heiter und stimmungSgemäß gehalten ist, folgt im nächsten Blatte. Sektion Cilli des Deutschen und oesterreichischen Alpenvereines. Bei der am 3. d. M. im SektionShüimc im Dentschen Hanse stattgefundenen Hauptversammlung erstattete nach Be-grüßung der Erschienenen durch den Obmann Landes» gerichtsrat Dr. Schästlein, der Schriftführer Dr. v. Raeic den Rechenschaftsbericht, dem wir entnehmen, daß die Zahl der SektionSmitglieder im Jahre 1903 um 7 zuuahm nnd 99 betrug. Der Ausschuß er-ledigte die laufenden Geschäfte in 7 Sitzungen nnd »vendete der Erhaltung des Besitzstandes und Be-gehnng des Arbeitsgebiete« sein volles Augenmerk zn. Die Sektionsbücherei wurde durch mehrfache Zuwendungen n»d Anschaffungen bereichert, vom Ausschußmitgliede Porsche geordnet nnd zählt 190 Bände. Auch im letzten Jahre war die Sektion trotz ihrer dem Fremdenverkehre und damit den Interessen der einheimischen Bevölkerung dienenden Arbeit Gegenstand von Augriffen der nationalen Gegner, die sich insbesondere in Wegtaselzerstörungen bemerkbar machten; eS gelang, einen der Täter, einen slowenischen Hochschüler, der gerichtliche» Bestrafung zuzuführen. Ans dem Berichte des Weg und Hütten-ivartes Dr. Tschech geht hervor, daß da» Logartal-Hans im letzten Jahre 274 Besucher auszuweisen hatte nnd in bester Weise von Johann Piskernik bewirtschaftet wurde. Die Okreschelhütte bestand als Nothütte weiter; bei der mit Proviant versehenen »ioroschitza-Hütte, die sich eines regere» Besuches erfreute, ivnrde» durch Anlage eines Flaschenkellers für Bier und Wein sowie durch Boden- und Dach Herstellungen Verbesserungen vorgenommen. DaS Wegnetz im eigentliche» Arbeitsgebiete, den Sulz-bacheralpe», wurde durch mehrjache AitSbessernngen der Weg- nnd Sicherlingsanlagen, Nachmarkiernngen und Ausstellung von Wegtafeln bestens instand ge-halten, ferner die Steiganlagen im TenfelSgraben, die im vorletzten Winter stark gelitten hatten, her-gestellt. Der von Dr. Skoberne erstattete Säckel-wartbericht wurde mit Befriedigung zur Kenntnis genommen uud auf Gruud des Berichtes derRechnungS-prüscr H. Jakvwitsch und Nischner die Enllastnng erteilt. Bei der Neuwahl des Ausschusses wurde» teils die bisherigen uud an Stelle von drei aus-scheidenden Mitgliedern die Herren Dr. Kallab, Dr. Sadnik uud Dr. Bncinic gewählt Zum letzten Punkte der Tagesordnung wurde insbesondere die Hüttenfrage eingehend erörtert und eine entsprechende Feier des 25jährigen Bestandes der Sektion sowie die Herausgabe einer Festschrift a:>S diesem Anlasse beschlossen. Ein netter Pfarrer. Im Pfarramte St. Peter erschien eine Zigeunerin nnd bat ihr Kind zu taufen. Der Prediger der Nächstenliebe gab ihr jedoch den Bescheid, sie möge nach Cilli gehen, denn er werde sein Pjarrbuch mit ihrem Namen nicht beschmutzen. Es wäre doch an der Zeit, dem Volke die Augen zu öffnen, damit es die Kanzelmänner der Nächstenliebe genau erkennen möge. Wertvolle Spende. Ueber freundliche Ber« mittlnng des k. k. PoftoffizialS, Herrn Charwath, haben die Neckermann'fchen Erben in treudeutscher Anhänglichkeit an die Stadt Cilli das prachtvoll mtsgestattete Ehrenbürgerdiplom des gewesenen lang-jährigen Bürgermeisters Dr. Neckermann dem hiesigen Musealverein überlassen. ES gebührt sowohl dem ivackere» Vermittler als auch den hochherzigen Spendern der wärmste Dank nicht nur des Museums, sondern auch der ganzen Stadt Cilli. Das ivertvolle Kunstwerk wird im Lokalmuseum Sonntag den 14 d, nnd Donnerstag den 18. d. znr allgemeinen Be° sichtignng anstiegen. Ein Pädagoge als Hetzer. Vor einigen Tagen befaud sich in einem deutschen Gasthanfe in Sloi'l eine Gesellschaft auswärtig« Gäste, denen zu Ehren auch der Oberlehrer Herr Smarenschek daselbst weilte. Plötzlich kam der Pädagoge Roßmann, Sohn armer Eltern, mit einer Schaar halbwüchsiger Jungen und begann durch alle möglichen windische» Hetzlieder die deutsche Gesellschaft- herauszufordern. Obgleich diese sich um die Jungen nicht kümmerte, ließen die Hetzer auch dann, als sie zur Ruhe gemahnt wurden, von ihren Heldentaten nicht ab, sondern sie zeigten sogar den Willen, gewalttätig zu werden. Es wäre gut, diesen Pädagogen aufmerksam zu machen, daß eine solche Handlungsweise einem Lehrer keine Ehre be-reiten lann. Selbstmord. Donnerstag nachmittags stürzte sich die 66 Jahre alte geisteskranke Marie Mrnietz, welche dieser Tage nach Graz hätte expediert werden sollen, aus einem Fenster der hiesigen Krankenanstalt uud blieb aus der Stelle todt liege». Neue Liederkarten des deutschen Schulvereines. Am I I. Feder d. I. gelangen drei neue, prächtig ausgeführte Schulvereinskalten zur Ausgabe, welche drei stimmungsvolle Bilder zu den beliebten deutschen Volkslieder» „Muß i denn . „Das Wandern ist dcs Müllers Lust" und „Weh, daß wir scheiden müssen" bringen. Auf jeder einzelnen Karte ist auch die erste Strophe des betreffenden LiedeS abgedruckt. Bestellungen können schon jetzt an die Vereinskanzlei Wien, I., Bräunerstraße 9 ge-richtet werden. Die schönen Valleinladungen des deutschen Schulvereines finden leider nicht den Absatz, der ihnen sowohl nach der Ausstattung alS auch »ach der Preislage zukommen sollte. Die in Dreifarbendruck sehr geschmackvoll hergestellten dreiteiligen Balleinladungen sind zum Preise von K 5 sür 100 Stück im Verlage des deutschen Schul-Vereines Wien, I., Bräunerstraße 9 erhältlich. Da die Karten einen großen Raum für den Text frei» halten, eigne» sie sich auch vortrefflich als Einladungskarten sür andere gesellige Veranstaliungen. Verlanget SchulvereinsKellnerzettel! In allen deutschen Gaststätten und Kaffeehäusern solle» die Zahlzettel des deutschen SchulvereineS ein-geführt werden. Preis per 100 Stück K 1.50. Bestellungen richte man an die BereinSkanzlei, Wien, I., Bräunerstraße 9 Tüsferer Feuerwehrkränzchen. In den SaaUokalitäten des Hotel Henke fand am tt Feber ein Feuerwehrball statt. Wie eS zu erwarten und zu wünsche» war, verliei daS Kränzchen äußerst erfolgreich Von Rah und Fern beehrten unS Depu-tatione» der Feuerwehren mit ihrem Besuche, so auS Cilli, Heilenstein (Fabriksfeuerwehr), Hrastnigg (Feuer-wehr der chemischen Fabrik) Liebe Gäste aus Cilli, Laibach, Marburg, Heilenstein, Römerbad, Steinbrück, Hrastnigg. Ganach. Tüffer und Umgebung hatten »ich zahlreich eingefunden. Fröhlichste Laune und Gemütlichkeit beseelte jung und alt. Der Saal war durch das rührige Komitee festlich und mit gutem Geschmacke dekoriert und das Kränzchen überaus stark besucht, >o daß sämtliche Lokalitäten vollaus besetzt waren Die Musik besorgte die Kapelle der Südbahnwerkstätte in Marburg unter persönlicher Leitung ihreS Kapellmeister, Herrn Schönherr, in gewohnter brillanter Weise, mit besonderer AnSdauer, Das Arrangement der Quadrillen ützernahm Herr Siadtökonom Derganz aus Cilli, in der ihm eigenen liebenswürdigen Weise, und sei ihm a» diese, Stelle für seine Bemühung der herzlichste Dank aller gebracht. Alles war fidel bis zum letzten Geigenstrich und erst um 3 Uhr früh trennten sich die letzten Gäste. Dem braven Komitee dem das so überaus schöne Fest zu verdanken ist. gebührt besonderer Dank für die große Mühe. Auch der Wirtin, Mutter Henke und ihrem Sohne sei gedacht und sür die guten Speisen und Getränke gedaukt. Wir aber rufen allen zu: Auf fröhliches Wiedersehen beim nächsten Feuerwehrball! Vermischtes. Lebende unter den Trümmern von Mesfina. Der Pariser „Matin" meldet ans Messina: Am 6. d. M. wurde noch ein Ueber-lebender aus deu Trümmern eines Hauses in dem daselbst befindlichen Zuckerbäckerladen gerettet. Die einstürzenden Mauermassen deS Hauses hatten den Zugang zum erste» Stockwerk verlegt und erst bei den fortschreitenden AbräumuugSarbeiten konnte der Laden freigelegt nnd der Eingeschlossene ans seinem steinernen Kerker befreit werden. Der Begrabene hatte sich während der ganzen 40 Tage, während er im Laden eingeschlossen war, von den daselbst vorhandenen Kuchen, Bäckereien nnd Likören ernährt. Alle seine Versuche, sich aus dem unfreiwilligen Gefängnis zu befreien, mißlangen. In den letzten Tagen hatte er schon die Hoffnung, gerettet zn werden, ausgegeben. Von dem vorgefundenen Zuckerwerk hatte er täglich nnr eine geringe Menge ver-zehrt, nm möglichst lange sein Leben fortfristen zu können. Der körperliche Zustand.des Gerettete» war trotz der langen Abgeschlossenheit, der kärglichen Ernährung nnd der schlechten Lust ein Verhältnis-mäßig guter. — AuS Rom wird überdies gedrahtet: Freitag früh hörte der Major Patti aus einem Trümmerhaufen in der Via Cardones in Messina schwache Hilferufe. Er klopfte und die Klagen wieder-holten sich. Jetzt arbeiten Soldaten und Seeleute eifrig an dem Forträumen der Trümmer, die gerade an dieser Stelle in größerer Menge liegen. Man hofft noch einen Lebenden nach nnnmehr 40 Tagen zn bergen. Vom verrückten Kronprinzen. Eine neue Skandalaffäre des Kronprinzen melden die oppositionellen Blätter Serbiens. Danach hat ein höchststehender Prinz (gemeint ist der Kronprinz) die Mutter einer Tänzerin namens Nefda, weil diese sich aus Anraten der Mutter geweigert hatte, zum Kronprinzen in daS Palais zu gehen, von zwei Nummer 12 Deutsche Wacht 6 Konakdienern in ihrer eigenen Wohnung festschnallen uud durchpeitschen lassen. Die Frau, eine 48jährige Hebamme hat das Krankenhaus aussuchen müsse». Die Tänzerin selbst ist dem gleichen Schicksale durch rechtzeitige Abreise nach Gemlin entgangen. Ztte deutlchöllerreichischeu Schuhvereine und ihr Wachstum. (Verfaßt im Auftrage der Fachgruppe für völkische Kleinarbeit der „Germania" in Prag von jnr. Friedr. Chwqtal.» Im Lause weniger Jahrzehnte hat eine nie rastende Anfklärnngsarbeit, unterstützt von fortwährenden nationalen Kämpfen, den Deutschen die Augen geöffnet und eine« großen Teil derselben vom Worte zur Tat geführt. Eine Reihe wackerer Männer trat zusammen, um Landes- oder Provinzzentralstellen sür nationale Tchntzarbeit zu gründen. Es entstan» den unsere Schntzvereine, welche im Anfange ihres Wirkens weniger mit Feindschaft als mit Indolenz so vieler Volksgenossen zu kämpfe« hatte». Heute sind nnsere Schutzvereine zu mächtigen Bollwerken des Deutschtums und zu gewaltige» Sampfesorgani« sattonen angewachsen, welche mit bedeutenden Geld-mittein arbeiten. Ueberall macht sich eine regere Beteiligung aus nationalem uud damit auf poli> tischen, Gebiet bemerkbar, allerwärtS schieße», Ortsgruppen von Schntzvcreinen gleich Pilzen ans der Eroe hervor, alles Refiexerscheiuungen des großen RingenS der Nationen im alten Habsburgerstaate Oesterreich. Je größer die Bedrängnis des Deutsch-turnS in Oesterreich wurde, je nachhaltiger Slavi-siernngSbestrebungen von „oben" und „unten" be-trieben, in widerlichem Aemterschacher nnd in bru • taler Vergewaltigung deutscher Richter zum Ausdruck kamen, je offenkundiger deutsche Schulen verslavisiert, je auffälliger deutsche Studenten von der holzen Negierung slavischer Pöbelwut ausgeliefert wurden, desto schneller wnchs das Verständnis sür nationale Fragen und deutsches SchntzvercinSwesen, dem gerade in Zeiten «bitterster nationaler Kämpfe und höchster nationaler Erregung die meisten neuen Mitglieder zuströmten. Das alte physikalische Gesetz, das da lautet, „wo größere Reibungsflächen vorhanden, dort wird auch mehr Wärme erzeugt", hat auch sür daS nationale Leben seine Geltung, denn wir finden die eisrigste Betgtigung aus nationalem Gebiet immer dort, wo das Deutschtum mtt einem numerisch überlegenen Gegner zu ringen hat Im Folgenden soll ein knappes, aber übersichtliches Bild der Wirkung»» kreise und der Tätigkeit unserer Schutzvereine ent-rollt werden. Es wird zeigen, welch ungeheueren Aufschwung unsere Schutzvereine innerhalb von vier Jahren nahmen. 1880 Deutscher Schulverein (Deutsch-Oesterreich) rund 3070 Kilometer (Fürsorge für deutsche Schulen). 1890 Südmark (Steiermark >tärnteu) rund 750 Kilometer. 1894 Bund der Deutschen in Böhmen rnnd 770 Kilometer. 1894 Nordmark (Schlesien/ ruud 200 Kilometer. 1897 Bund der christlichen Deutschen in der Bu« kowina (keine eigentliche Sprachgrenze). 1905i Tiroler Volksbuud, rund 650 Kilometer. 1886 Bund der Deutschen Nordmährens, ruud 800 Kilometer (mit den Sprachinseln). 1884 Böhmerwaldbuud, rund 300 Kilometer. 18^4 Bund der Deutschen Ostböhmens, rnnd 250 Kilometer. 1899 Bund der Deutschen SüdmährenS, rnnd 250 Kilometer. 1904 Bund der Deutschen in Niederösterreich, keine eigentliche Sprachgrenze. 1903 Deutscher Bund in Oberösterreich, keine eigent- liche Sprachgrenze. 1907 Bund der christlichen Deutschen in Galizien, keine eigentliche Sprachgrenze. Der Mitgliederstand betrug: 190"> ,9U8 Zunahme Deutscher Schulverein 90.000 100.000 10 0 Südmark...... 25.800 50.000 48 4 Bund der Deutschen in Böhmen..... 40.000 55.400 378 Nordmark..... 7.500 20.000 625 Bund derDeutscheuNord- mährens..... 30.000 44.000 307 Bund d. christl. Deutschen in der Bukowina . 2.800 4.900 43-0 Tiroler BolkSbund . . Mai isos 24.000 — Böhmerwaldbuud . . 30.500 36.000 16 7 Bund der Deutschen Ost« böhmens..... 4.000 4.500 112 Bund d. Deutsche» Siid- mähreus..... 5.000 7.500 320 Bund der Dentschen in Niederösterreich . . 3.000 7.000 57 0 Bund d. christl. Deutschen in Galizien .... seil 1907 3.500 — Deutscher Bund in Ober Österreich..... 2.000 2.100 50 Der Einnahmestand ergab: l!'08 IS '!> Zui«i!ii»is Deutscher Schulvereiu . 427.570 617.200 308 Südmark...... 76.140 226.500 67-0 Bund der Dentschen in Böhmen..... 84.000 190.000 55'« Nordmari..... 22.230 148.0011 85-0 Bund d. Deutschen Nord- Mährens..... 38,000 62.000 388 Buud d. christl. Deutscheu in der Bukowina. . 7.000 1)0.500 88-5 Tiroler Volksbund . . — 56.000 — Böhmerwaldbuud . . 37.000 47.000 21-3 Buud der Deutschen Ost- . böhmens..... 7.500 20.000 62 5 Bund d. Deutsche» Süd- Mährens..... 6.000 9.900 394 Buud der Dentschen in Niederöfterreich . . 3.700 7.600 51 4 Bund d. christl. Dentschen in Galizien .... — 2.600 — Deutscher Bund in Ober- österreich..... 5.O00 8.300 6.0 Bei jedem der angeführten Schntzvereine ist ein erfreulicher Fortschritt sowohl in Bezug aus Mit-gliederzuwachs, als auch aus EiuuahmepluS zu kon-statieren. Während im Jahre 1905 sämtliche Schutz-vereine zusammen 240.600 Mitglieder answiesen, hat in, Jahre 1908 der Gesamtmitgliederstand die beträchtliche Höhe von 338.900 Schutzvereiusange-hörigen erreicht, wobei zn bemerken ist, daß inner« halb dieser Zeit zwei neue Schutzvereine gegründet wurden (nämlich im Mai 1905 der Tiroler Volks-bund, welcher 1908 bereits 24.000 Mitglieder besaß, nnd 1907 der Bund der christlichen Deutschen in Galizien mit 3500 Mitgliedern), deren nen hinzu-kommender Mitgliederstand im Verein niit dem allgemeinen Mitgliederzuwachs eine ersrenliche Stei° geruug de« GesamtmitgliederstandeS herbeiführte. Im allgemeine» muß aber gesagt werden, daß die Mitgliederznnahme in keinem Verhältnis zn dem ungleich höheren Einnahmeplns steht. Folgende Zu-sammenstellnng veranschanlicht dieS näher: Gesamtmitgliederzahl Gesamteinnahmen . 1905 1908 1905 1908 240. WO 388.900 714.140 1,462.600 387, Zunahme 52% Zunahme Wir machen sonnt die erfreuliche Wahrnehmung, daß die Gesamteinnahmen «m 14 Perzent mehr einbrachte«, als man es nach dem DurchfchnittSwachS' tumsverhältnis zwischen Gesan,linitgliederstand und Gesamteinuahmestand hätte erwarten können. ES kommt slRiit ans den Kopf eines jeden SchntzvereinS-Mitgliedes im Jahre 1908 eine größere Durchschnitts-quote der Gesamteinnahine als dies im Jahre 1905 der Fall war. Erklären läßt sich diese Tatsache durch die größere Opserwilligkcit der Mitglieder, die steigende Popularität unserer Schutzvereine nnd das immer weiter nm sich greifende Verständnis für nationale Frage» in den breiten Schichten de, Be-völkernng. Trotzdem können wir uns nicht verhehlen, daß heute noch ein ganz minimaler Bruchteil des deutsche» Volkes in Oesterreich in den Schutzvereiueu vertreten ist, kaum 3-9 Perzent, uud daß die auf-gebrachten Mittel noch sehr unzulänglich sind. Ander-seitS darf man nicht anstehe», den beträchtlichen Aufschwung im Schiitzvereinswesen als die Folge eines langsamen, aber immer allgemeiner werdenden Erwachens des nationalen Pflichtgefühles zu bezeichnen, als ei» Reiswerden sür große völkische Ansgaben, deren Lösnug nur ein starkes, einiges Geschlecht herbeiführen kaun. Schwurgericht. Der Mord bei Agram. In dreitägiger Sitzung befaßte sich das hiesige Geschworengericht nnter dem Vorsitze des k. 5LG.R. von Garzerolli mit einem Mordprozeß, in welchem das Agramer Geschworenengericht bereits zwei Todesurteile gefällt hatte. Der dritte Be-schuldigte hatte sich als österreichischer Staatsan-gehöriger vor dem hiesigen Gerichte wegen des schweren Verbrechens des bestellten Raubmordes zn verantworten; es ist dies der 31 jähr, in Wiselldorf in Steiennark geborene Johann Neig er, zuletzt Gemischtwarenhäudler in Oborovo in jtrocttien. Das Opfer des in barbarischer Weise ansgesührten Mordes ist cm 50jähr. altes Fräulein, die sich mit ihren Er-sparnisien vertraneusvoll in die Pflege des Beschul-digten und seiner Zuhülteriu begab/ um bei ihnen in Ruhe ihre Tage zu beschließen. Solange sie diesen Leuten ihre Geldnnterstützuiigen. die sür ihre Verhältnisse ganz bedeutende waren, nicht versagte, war das Einvernehmen scheinbar das beste. Mit dein Augenblicke als diese Aushilfe» aufhörten, änderte sich dies nnd sie blieb nnr deshalb noch bei ihren „guten Freunden" nm wenigstens einen Teil des geliehenen (Geldes zurück zu erhalten. Aller-dingS aHute die harmlose Seele nicht das traurige » Ende, das ihr beschiedeu war. Da sie sehr zurück-gezogen lebte, mit niemandem verkehrte als wie mit ihren Ha»Sgenofse», hätte sie in Oborovo niemand vermißt, wenn sie spurlos verschwunden wäre uud erst i,l&_ Fischer in der Save ihren Leichnam sanden, wurde sie die tranrige Heldin des ruhigen weltver-lassenen Ortes. In biXö geheimnisvolle Dunkel der ganzen tranrigen Geschichte vermag auch die ge-wisseuhafte und eingehendste Untersuchung, auf welche sich die Anklage stützt, wenig Licht hineinzubringen. Sie führt in Kürze folgendes ans. Im Jahre >901 lernte Johann Neiger in Agram die AgateKnzan, die dort eine Greislerei betrieb, kennen. Nach kurzer Bekanntschaft zog Neiger zu Kusar in gemeiuschaft-lichen Hanshall nnd lebte mit ihr in wilder Ehe. Da' geringfügige Erträgnis der Greislerei reichte für die Bedürfnisse d S leichtsinnigen Paares nicht ans. Neiger versuchte du.ch Uebernahme mschie-dener Agenturen einen Nebenerwerb, allein eS litt ihn nirgends lange. Einige Monate war er ohne jede Beschäftigung. Es war daher Neiger und feiner Geliebten kuzan ganz erwünscht, als die FranziSka Pekic anfangs Feber 1907 zn ihnen zog und sie mit ihren Ersparnissen unterstützte. Nichts-destoweniger gi..a daS Geschäft immer schlechter; schließlich sahen sich Neiger und Kuzan genötigt, die Greislerei in Agram aufzugeben nnd nach Jvanjireka zn übersiedeln. Als sie auch dort, trotz wiederholter Gelduilterstützuiigen seitens der Frauziska Pekic nicht aufkameu, übersiedelten sie anfangs Feber i 908 nach Oberovo bei Agram. In unmittelbarer Nähe der Saveüberfnhr mieteten sie ein HauS und eröffneten dort eine Kramerei. Schon in Jvanjireka war es zwischen Agate Kuzan und ihrer Verwandten zu Streitigkeiten gekommen, da letztere den immer wiederkehrende» Forderungen um Geldanshilse nicht mehr nachkommen wollte, und Agate Kuzan trachtete nunmehr sich der Pekic in irgend einer Weise zu entledigen. Sie verfiel daraus, die Frauziska Pekic der Entweuduug von Waren und Nahrungsmitteln zu verdächtigen und drohte sie ans dem .^anse zu jageu. Frauziska Pekic erklärte sich bereit, sosort ans dem Hanse zn gehen sobald ihr das geliehene Geld zurückerstattet werde. Als dann die Pekic auch nach Oborovo mit übersiedelte, war die Ermordung derselben bereits beschlossen. Ansangs März entdeckte die Knzan dem Neiger ihre» Plan, die FranziSka Pekic aus der Welt zu schaffen uud forderte ihn auf, gemeinschaftlich mit ihr die Pekic in einer Nacht zu erschlagen und die Leiche zu verscharren. Den Leuten wollte sie mitteilen, daß das alte Fräulein zu Ver-waudteu weggegangen sei. Tatsächlich erzählten Neiger und die Kuzan in der Nachbarschaft, daß die Pekic zu Verwandten nach Trieft zn übersiedeln trachte. Sie konnten dies umso leichter tun, da das alte Fräulein äußerst zurückgezogen lebte nnd gar keinen Verkehr hatte. Neiger ging wohl auf die Mordpläne seiner Geliebte» ein, war aber zu feig den Mord selbst auszuführen. Dies brachte die Agate kuzan ans den Gedanken, den Geliebten ihrer Tochter, Franz Golubic, einen rohen, gewissenlosen Gesellen zur Ermordung der Pekic anzuwerben. Neiger ar damit einverstanden nnd fuhr ungefähr Mitte März 1908 nach Agram, wo er Franz Golubic in den Mordplan einweihte und ihn aufforderte nach Oborovo zn kommen. Golnbie ging gleich darauf ein und erklärte sich bereit, sobald Neiger und Kuzan es verlangten nach Oborovo zn kommen. Am 19. März fuhren Agate Kuzan und Neiger nach Agram, suchten Golubic in dessen Wohnung auf und sichren mit dem Nachmittagszug um halb 5 Uhr mit Gole-bovic nach Dngosela. Dort blieben sie bis es dunkel wnrde, machten sich dann zu Fuß auf den Weg nach Oborovo, wo sie am späten Abend von nie« mand gesehen, anlangten. FranziSka Pekic, die nichts böses ahnte, ließ sie ein und legte sich bald daraus zur Ruhe. Neiger und Kuzan legten sich in demselben Zimmer in ein zweites Bett, während für £iiie 6 Deutsche Wacht Kummer l- Golnbic ein Note übergab. Nach Berübung der Mordtat verließe» Kuzan, Neiger und Golubic gemeinschaftlich daS Hau» uud kehrten in der Nacht nach Dnposelo zurück. Unterwegs wurden sie von Joses Eebudin, ferner von zwei Finanz. Wachleuten erkannt. Oa sie eine Entdeckung ihrer Tat fürchteten, beschlossen sie, sich zu trennen. Golubic kehrt -nach «gram zurück. Neiger folgte mit dem nächsten Zuge. Agathe ttuzan dagegen, begab sich nach Dijanovac und sührte in der folgenden Nacht mit einem Fuhr-wage» die gesamte Einrichtung ans dem Santicschen Hanse in Obozovo weg. Die Habe der Ermordeten verkaufte sie zum Teil an Johann Radinovic in Dijanovac, den West versetzte sie in der Pfandleih, auffallt in Agram; da keine Spuren vorhanden waren, die auf das verübte Verbrechen hingedeutet hätten, nahm man an, daß Kuzan nnd Neiger mit der FranziSka Pekic heimlich weggezogen feien, um den Mietzins und die nichtbezahlte Geschäftseinrichtung schuldig bleibe» zu können. Man stellte daher keine weiteren Nachsorschungen an. So blieb die Tat einige Zeit verborgen. Am 31. März fanden dann Fischer de» Leichnam der ermordeten Pakic in der Save. Agathe Kuzan und Golubovic wurden bereits vom Agramer Geschworuengerichte zum Tode durch den Strang verurteilt. Neiger hatte sich nun vor den hiesigen Geschwornen zu verantworten. Neiger leugnet jede Mitschuld. Er sag«, er habe wohl ge-ahnt, daß die Ermordung der Pekic zwischen der Kuzan und dem Golubovic geplant sei. Doch leugnet er ganz entschieden den Mord angestiftet oder in tätiger Weise bei demselben mitgewirkt zn haben. In der fraglichen Nacht sei er in den Hof gegangen weil er Angst bekommen habe nnd erst als die Knzan in den Hof gekommen sei und ihm die Ermordung der Pekic mitgeteilt habe, sei er wieder in das Zimmer gegangen und habe dem Golubic geholfen, die Leiche' in die Save zu tragen. Die Kuzan und Golubic «verden als Zeugen vorgeführt. Golubic leugnet, sowie er dies auch bei der Behandlung in Agram tat, jede Beteiligung an der Tat. Er be-hanptet, in der kritischen Nacht gar nicht in Gorovo gewesen zu sein. Selbst als ihm der Restaurateur von Dngoselo, wo alle drei am Morgen nach der Mordnacht in der Restanration einkehrten, gegenüber-gestellt wurde, leugnet Golubic, dort gewesen zn sein, obwohl ihm der Restaurateur ins Gesicht sagt, daß er ihn ganz bestimmt dort gesehen habe. Auch einen Alibibeweis vermag er nicht zu erbringen. Die Kuzan will von gar nichts wissen. Sie sagt, sie denke jetzt nur ans Sterben; sie selbst sei un-schuldig, ebenso der Golubic, es müsse die Tat ein Dritter verübt hab?n. Die Geschivvrenen verneinen die Schuldfrage wegen Bestellung des Mordes, ebenso jene wegen der unmittelbaren Mitwirkung »ud bejahen nur die Frage wegen Teilnahme. Anf Grund dieses Wahrspruches wird Neiger zu sechs Jahren schweren und verschärften Kerkers verurteil«. Schrifttum. Das Ganze der Fabriks-Buchhaltung nach doppeltem und amerikanischem System für höhere Textilschulen, höhere Handelsschulen, verwandte Lehr, anstalten und für die Praxis von Eduard Feuerstein, k. k. Professor an der höheren StaatSgewerbeschule und beeide! er Buchsachverständiger in Bielitz. Preis Mark 2.75 -- Kronen 3.30 gebunden. Perlag der modernen kaufmännischen Bibliothek ivorm. Dr. iur. L. Hubert!) G. m. b. H., Leipzig-R.» Eilenburger-straße 10/11. Diese Publikation ist schon auS dem Grunde zu begrüße», da der Mangel eineS geeigneten Lehrbuches der FabrickSbuchhaltung oft empfunden wird; sie füllt diefe Lücke insofern auS, als sie Theorie und Praxis gleich vorteilhaft berücksichtigt. Nach der Darstellung drr Ärundjitze der doppelten Buchhaltung und Besprechung der Konten werden die verschiedenartigsten Bücher dieser Buchhaltung erklärt und durch Beispiele veranschaulichte Die ProxiS drr FabrikSduchhallung wird sodann an zwei Ge-schästSgängen, und zwar an einem solchen einer Maschinenfabrik und a» einem solchen einer Mode-warenfabrik erfchöpfend dargestellt; daS eine Beispiel berücksichtigt in erster Linie österreichische, das andere deutsche Verhältnisse. Schließlich wird die Anwendung der amerikanischen Buchhaltung im Fabriksgeschäfte gtzeigt, wodurch den Anforderungen der Praxis auch in dieser Hinsicht voll entsprochen wird. Prof. Ziegler. verstorbene im Hlonate Jünner 1909. Maria Ailitfch, <>3 Jahre alt, Krämerin. Marie Kuscher, 78 Jahre alt, Private. Gertraud Slrauß, 72 Jahre alt, AuSzügleri». Felix Slojan, 2 Mouate alt, WagneiSsohn. Alfred Reich, 4 Monate alt, KleidermacherSfohn. Sophie Nenbrunner, 7 Jahren alt, HotelierStochter. Franz Bezenset. 13 Monate alt, Dienftmädchenskind. Maria Reckermann, 7l Jahre alt, Arzlenswitwe. Im allgemeinen Krankenhause: Johann Omerzu, 7 Jahre alt, Schüler. Marti» Tanfchek, 70 Jahre all, Gemeindeaimer. Theresia Volouiek. 2 Monate alt, Kind. Maxia DolinZek, 80 Jahre alt, Jnwohneun. Johann Planinc, 40 Jahre alt, Keuschler. Franz Resec, 45 Jahre alt. Taglöhner. Hosesa Bertelini, 4'.» Jahre alt, Köchin. Vinzenz Buk. 27 Jahre alt, Platzarbeiter. Friedrich Gebhard, 05 Jahre alt Schuhmacher. Joses Drolc, 73 Jahre alt, Juwohner. Angela Reinisch, 2 Jahre alt, Partieführerstochter. Maria Pauönik, :t0 Jahre alt. Bedienerin. Maria Oblak, 70 Jahre alt. OrtSarme. Magdalena Pölner, 77 Jahre all, Inwohnerin. Hingesendet. Kennen Sie schon Perfil» das gute, moderne, unschädliche Waschmittel? Der Waschtag, bisher ein Tag der Unbequemlichkeit, wird jetzt ein Tag des Vergnügens. Persil erfreut jede HausM» mit blendend weißer Wäsche und erspart zwei Drittel der bisherigen Dauer des Waschens. und Zeit für andere Arbeit ist gewonnen. Haftpflicht-und Unfall-Versicherung s-Aktien Gesellschaft..Danubius" in Wien. GeschästSübernehmer oeS Vereines von Industrielle» für allgemein«' Versicherung, Geueratageutschaft in Graz, übernimmt Einzel-, Kollektiv- und Reise-Unfall« Versicherungen, sowie alle Arten Haftpflicht'Ber-sicherungen, zum Beispiel für Aerzte. Advokaten, Fabriksbetriebe, Gastwirte, Hausbesitzer, Kaufleute, Sporttreibende usw. 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