Oailmcher Zeitung. Nr. 1«7. Pr«nu»tla»ion«prtl«: I« «l>»ptoi» ,»nzj. fi ,,. halbj. st. si «,. »ül d«e «st ,«z>. s>. ,5. halbj, 7 »<». Mittwoch, 34. Juli. I«l«lti»n«,lb, «ands«. Nlschlilatllc« jül dal'!s^jcl»ullshrlr bri !l>rcr ls»!l >Nl iVallr cincr Mobilisierung; "l l» dic «iindinachullsi der ^andlsrcssierung jiir «min r>l',n l:>. Juli 187«, Z 4«?.'', ül,cr die Ällivicrunn des Morast lllltlirmiszchujssO. ^ on der i« rdal < io » d es « an desge s <- h l» l n t l es Nichtailltlichcr Theil. Zur Occupation Bosnicuö. Die gegenwärtig in Wien im (Hange befindlichen Ullterhandlnngen zlolschcn Sr. Excellenz dem Herrii ^iinistcv des Aeußelii, Grafen Andrajsy, nnd dcn tür-Wcu Delegierten über die Durchführung der Oan patwn von Bosnien sind, wie an« Wien gemeldet ^!lb, Mar »och nicht vollständig beendet, doch >st das ^Me brreils gewiß, daß dem für dir letzten Tage dieses ^lvuatcs auberaumlen Einmärsche unserer Gruppen "n türtischrr Seite leine materiellen Hindernisse enl äegengc^^ werden. Daß uuseren Tillppen dcmungc' ^Mtt Nl(i)l von allen boönijchen Bevollerilugslrelieu ^ ^uvurloniiueude Ansnahuie zulhell werden oülsle, d ^ "^erdlNlls zu erwarleil, doch ljt lanni anzunehlnen, Usi duscr Ilmstaud der Durchführuug der von Euiopa ^llunlcrten Occupatlou ein ernstliches Hiüdernib be klten wird. In ähnlichem Slnne jpllchl jich anch dcr ^"lchlerstatler der ^Plesje" von der bosnljchcn Grenze ?^' der dem genannten Blatte hierüber unterm Nilcn ^- lulgendeö nutthellt: -D,e Aujregnng über den bevorstehenden Ein harsch ^^ österreichischen Truppen hat sich wieder ^lgermahen gelegt, dufter der serbischen Ägltatlon ln Mien und der moutencgrlNijchcn >n der Herzego« ^a, welche nnlnntrr ans ortttcr Hand von rnjs<c Äegö delitell u>,l ^ pudern an o»c zuluctlehicnde Rajah und die nn ^?""chllche Regelung des agrarischen Bejchcü. In-bu^^ '^ ^'"" bem gesunden Snlne der gcjamlnten ^ ^lchrn Bevöllerung doch zu erwarten, daß dleje, ü«, "^'k jegenöielche Znlilnjt richtig crsasselld, der ej^kichisch^, OlOlvaNon leinen Widerstand, nicht '''al c.„e„ passiven, clllgegsnsel)en w,rd. Die Action, welche einem solchen Widerstände, der überdies mir ein partieller sein könnte, folc^n müßte, wäre für die Äosnialen doch aussi .nid darum bin ich fest überzeugt, daß die östt......,.,.^'n TruMn überall mit Frelldeii und nach slavischem Arauch mit Snlz nnd 3tischen Agitatoren ' i. welche vielleicht bedeutsam ist für die ^ . ___.il man ,n Belgrad, Cetmje nnd ttouftantluopel ,n der nächsten Zelt befolgen dürfte. Bo«u«lN gehört nun einmal zum Älliousprogramm der jerbijchcn Oiuladina, nnd die Pforte ,st eben so wenig über die ^ entzültt. So lange also noch ein Boden für . tion ani religiösen oder anderen Rücksichten m Bosnien Ulld der Herzegowina zn sinden ist, wird die periodische slavisch tülllsche Agitation fortgesetzt werden, wai man auch vorläusig m Belgrad, Cellnje nnd ttonstan tmopel dagegen versichern möge. Ich habe die Thotig leil der ^j»>l>obral^, Despotovit, Pavlovi «, Bal'lc, Wesellelij nnd nicht minder der ^,.... ..^l Jahre lang verfolgt uud Ihnen darüber regelmäßig berichtet. Sie alle haben die Bevölkerung irregeleitet, sie haoen sich auch so ziemlich um allen Kredit bei c»cn BoKnialen gebracht, aber solche Existenzen löiluen loirder an die Oberfläche treten, solmld sich ,emand sindel, der ihnel« Gel) und Gelegenheit zu neuer Thu» llgleil bietet. „Die Slimmung unter dcu Flüchtlingen ist eine ziriullch getheilte, doch ist zu constallerrn. daß sich der glöslere Theil derselben nach der Heimat schul. Der Umstand, daß o,e Pforte seinerzeit denselben »hren Grundbesitz entzogen und an d»e Muhamedauer ver äußert hat, wild die Repatriierung derselben ziemlich schwierig machen. Die Ordnung einer anoelen An gelegenheil, nämlich die lHnlluasjnnng der Bevolteruug, gU»t den Bemalen nicht uilnoer zu oenlen. T»e Waffe ljl in Bovnlen nicht nllr ein selchen der Macht uui» ein Mittel zum Schutze der persönlichen Sicherheit, sondern ein traditionelles Borrechl der Milhainedaner. Nichtsdestoweniger wird aus Rncljlchlen fur die Her Ilellung der Ruhe nnd Oldnung und der Anbahnung ge>lllele» Zustande mit der Entwaffnung begönne» »ucroeu mujsell. W»c lch höre, jullru die ^lufuhrung einer Art ^andeenllliz und die beschränkte Auegabe von Wasjeilpasjen d>e Mittel sein, um eiuc partielle ^nllvasflilmg durchzusllhle», ohne dadurch den tradlln' nellcn Bonirlhellel! der Brvi'll^nnq allz» iduni eul gcgenzutrclcn." Lord Beaconösicld über dcn Bcrlinel Vertrag. «Nun, meine ^ords, betrachten S- ^ "' heit betreffs Vatums. Es würde l,i wenn Batnm in türkischem Besi< und zwar jenem allgemrmrn Grunc -^ je weniger wir türli' let ln j nle der Erde verkürzten, tx>. ..,,^ es um >^.. ^..^ ' <>> >'"^' den Einfluß der Pforte bestellt sein würde, dieses "' wovon wir jüngst so l ' In dl, haft und in der W^, spricht mim duvon, als wäre es ein zi month. Man sollte es mit solves vcrgk...,.,,. . .......1 könnte drei große Schiffe fasjen, und wenn dleje so dicht gepackt würden, wie in den " ^ ^ hätte es RlNlm für sechs Al>r n> »,...<'. lichen Hasen herstellen, leine», landwärts wäre es möglich, , zu l'ergroßern, aber nnr mit . ersten Ranges und durch die Millionen. Wenn wir an die ^,-...,,.,.....>....., ,^..^ Hafens dächten, nach Mußgabe solcher, die m undeien wandern vorlianden find, und zwar l,n'' i Schwarzen Merie, so w»ll> de,s,Ü><' n> ,, ^ . ,^< l» einen Krieg Mit Rußland zu stürzen/ „Nun, dies ift der Ursprung der ^p^^ -'— ' ' r Uebereintunft, welche Eure» ^mdjchnso» mit dieser (ionveillion > vermlllllllden odei vu, sondern uuser Zweel war, ^ngluno mn eine Position zu versetzen, in ,"<>'„.. ...... seme Haltung mindestens den >> > einer millllN!! ^ saullnenhallge wendig »st, wenn es sich um c>e, Transaellonen handelt. Obgleich ^.. ........... ...^,. der Ansicht sind, daß es nothwendig sein werde, zu jener Macht Zuflucht ' unser Zweck, »im Al . öer Tmlel, Ruhe uno Ol».>!>»», dilv geschehen, glaubten wir, l> ,, , ., ,. ...i_ jelu weldc, wo der Reichthum und die Unternehmung»' lust Europa's eingeladen werden könnten, „Mnnr Lmt»s! Ich bm über,lischt zu hören, daß !l^ , .... . gethan ljl, dcn Argwohn oder die ,jemdjellglelt ell«» Zeuillelon. H c r a j c w o. (Schlllf,,) ^Ute ^? Trödelmarkts zunächst, also ebenfalls in der ät'üllfhgu ^chluschia, liegt der Beseslan. die große clllsaetii,/' ^^'^ul allerlei Schnittwaren znm itause lhuln d? '""^'n- Vesestan wie Trlal find Eigen sur dsz-en ^'""l'chc" ^"stlichteit. fie sind also Waluf, Pachi.i, ' -Uenühnng die .'»tallfleute einen jahrlichen Male,, ' !'"''chlen. Iin Beseslan befriedigen Bos halle mit , "^'"" '^^' ^ldürfniffc, nnd dlefe >lanf M)on ... !^k" >lrel>zgäi,gcn gibt erst einen Begriff che Vim., ^' ^l'satz^uelle Bosnien für die österreichi sonst die m""'' 'sl "^" vil'l'nehr werden kann. Was ^Mctcil 5- ^'l^' Indnstriewell aus den, wirllich ^""reiche ?>"'. ' ^"^ ""^ halb <" ^'ch« N»e das arme, Wol sclw.. ^j ""z'"' devölterl ,ft, machen kann. werden Druden M ""chst"' Zeiten lehren. Uu> einen an '"dst unter ?" """ ^" Ertragsfähigkeit Bosniens !!"L". folqende^ vl?.'"!^"' ^dnilnistration z.l geben. ^°g im I ,° ,^N"d" dienen-. T,e Ausfuhr über^ ^ ^"is.ih. "'" '"'^«»0 Gulden; ^uvul, die 3^'..^ ^" brtrnqcn l.'X)O,^x) Gulden, 'nnnstrau/^lc nur^ die Ad- '"3 EU mb,.^,,^''^ "crwendcle und vier M'llwncn !!^er«n''l "^ Wie würden B^n.en ^'Uione/^ ^ m"'^^'"' U'emi .lliährl.ch ' auf d.e Verwaltung des ^.d^.m.c, woideu wäre»»! Und wenn dir» m Zulunjl ^eschxht, Bosnien Straßen und Eisenbahnen erhält, mit >tllni zien, Talmazicn nnd Mazedonien in raschen Verleh, tritt, dann wird auch Serajewu wieder erblühe» und wieder die große Stadt mit Ux>,O» Einwohnern wer-den, welche sie, einst gewesen. Serajewo, oder richtiger eigentlich Sarajewo, soll an l »ijchlii Snlile sl^! 'le die . .. inienK von dem i, ^le Saraz, Älesioenz. viel näher liegen, S,. » nilen versichern zwar, daß die Stadt im ^n,)!li> ^,i)>' hundert nach Ehristi gegrilndel wurde, doch rütir?» die ersten v<-> ! historij^ aus dem lli . äderte, > ^ . Stadt Bosua zum ^' wählte. Zur Zelt, als Bosnien der Slesau^l^.^ -.chörle, nahm die Stadt den Namen Bosna War an, welcher im l.'i. Jahr-hllndert nach der türkische!» Invasion i' '' -3araj und von del, Einwohner» s^dst i» .^, ver wandelt wurde. Bielsach wird behallplet, daß die Städte Bosna uild Sarajewo '"...l^na. nicht ideutlsch scieu, daß vielmehr die erste ^> ö Bandes nicht an der Mlljatschla, sondern ui» ^ " gelegen war und daher ihren N es möglich, ja sogar ^ , >st, duß oie Resl- dcnz ihren Nainen n> /...... .^e, sondern von jenem des Bandes ableitet, so wird dagegen von anderer Seite cm ' '-' das; noch heute an d" ^ - '!sn der Bosila . ,u»anern <>mci alten > lil hei und daß al>o die alte idle nnd nicht an dei ^!' ' ' ' ' ,i war. 'V ' - ' ' "-! ii !-rst»'!> l Saraj gegründet. Es werden wol < vcrachcn, bis in d: " 'chichtr B Residenz mehr ^ ^ und ^ sein wird. Die Aufzeichnungen der Klöster in Bosnien werden wol wenig dazu beitragen, dagegen dürfte die nnd dei ' tonuen. Uno fur lrines der ! der Adel. das Althergebrachte, r.., wie für Bosnien, wo sich bis zum um nur ciue ^ ' .....' ' neu die Kamillen des ^u^ö mu i, l erhaK»" !>>!u'li ^!'il,,!'i h der 1, l' 7- l Bi.,i>lucu uuch so^luu jcmen ultcn ^ubuludtl behalten dürfte. In historischer Begehung und mü ' die Aspirc^.......... _.,.....,,,,. nicht mm einem lk und ge,^ 13NN unserer Verbündeten oder irgend einer Macht überhaupt wachzurufen. Ich bin überzeugt, daß, wenn nur ein kurzer Zeitraum verstrichen ist, und wir alle mit diesem Gegenstände besser vertraut sind, als dies gegenwärtig der Fall ist, kein Mensch England anklagen wird, ill dieser Sache anders als mit Offenheit uud aller Rücksicht für andere Mächte vorgegangen zu sein, und wenn es irgend welche Mächte und wenn es überhaupt irgend welche bestehende Macht gibt, gegenüber welcher wir uns bemüht haben, aus besonderen Gründen in dieser Angelegenheit noch mehr Rücksichtnahme walten zu lassen, so ist dies Frankreich. Es gibt keinen Schritt in dieser Sache, den ich thun würde, ohne dessen Wirtungen auf die Gefühle Frankreichs zu erwägen, einer Nation, mit welcher lmr beinahe durch jedes Band verknüpft sind, das sie niit England verbinden kann, und mit der unsere Freundschaft in täglichem Wachsen begriffen ist. Wenn es irgend einen Schritt gäbe, der vor allen anderen am wenigsten berechnet war, den Argwohn oder die Empfindlichkeit Frankreichs zu erwecken, so scheint es der gewesen zu sein, daß wir vermieden haben, an Egypten zu rühren, weil wir wußten, wie reizbar Frankreich m diesem Punkte ist. Aus demselben Grunde vermieden wir es auch, anf Syrien zu greifen. Wir vermieden es, nns irgend eine Position anf dem festen Lande zuzuwenden, weil wir nicht die Gefühle Frankreichs oder seine Empfindlichkeit verletzen wollten. Frankreich weiß, daß wir allem widerstanden haben, was irgendwie einer Gebietstheilung gleichsähe, weil Gebietsteile, die zu England hätteu kommen können, nur solche sein kounten, welche Frankreich mit Argwohn uud Mißvergnügen in unseren Händen gesehen bätte. Lassen Sie mich noch die Bemerkung hinzufügen: Wir haben greifbare Interessen im Orient, und wir müssen dafür Sorge tragen, aber die Interessen Frankreichs m Egypten und Syrieu siud Gefühls und traditionelle Interessen, uud wir müssen daher dieselben rcspeclicren. Ich wünsche im Libanon und in Egyple» den Einfluß Frankreichs in gerechter und billiger Weise überwiegen zu sehen. I» diesem Mo meute sind m icnen Theilen der Welt und insbesondere in Egypten unsere Beamten mit jene» im besten Emveruehmen thälig. Wir müssen uns gegenwärtig halten, daß unsere Verbindung nicht eine Sache des Gefühls ist. Wir haben dort höchst drillgeude, gewichtige uud unendlich große Iuteressen zu behüten, und gerade deshalb sandelt wir, daß das Vordringen Rußlands ein derartiges war, daß es, was immer auch dabei iu Absicht lag, m jenen Theilen der Welt noth' wendigerweise eiuen solchen Grad von Desorganisation und Mißtrauen hervorrufe, daß die Sache sich so stellte: Treten wlr nicht ein für die Geltendmachung unserer Interessen, so muß jener Theil Asiens der Anarchie verfallen uud schließlich einen Theil der Besitzungen Rußlands ausmachen. „Meuie Lords! Es wlrd keine Eifersucht zwischen England und Frankreich wegen der Besehung von Cypern eintreten. Es handelt sich ja nicht um eine Mlttelmeer-, sondern um eiue englische Augelegenheit. Wir habcn einen Schritt gethan, den da« Hans nicht mißdeuten wird. und ich hoffe, das Laud wird auch nicht uusere Beweggründe zur Besetzung von Eyperu mißverstehen, so wenlg wie unsere Absicht, die freundlichsten Beziehungen zwiichen uus selbst und der Regierung und der Beuölkelung der Türkei zu fördern. Das ist kein kriegerisches Vorgehen, es ist eine Hand« lung des Friedens uud der Elvilisallun. Wir haben demselben unteithan war. Bosnien halte seine Bane, war also selbständig oder gehörte später zu Kroazien oder Ungarn, und es ist bekannt, daß noch Mathias Eorvinus Serajewo abermals den Türken entrissen hatte. Erst durch die Schlacht von Mohacs (152?) siel Bosnien an das türkische Reich. Aber scholl huuderivierzlg Jahre später bedrohten wieder die kaiserlichen Truppen Serajewo, dann folgten die Kriegszüge Ludwigs von Baden, der Draskovic und Batthyaul, und endlich im Jahre 16^7 der neuntägige Reiterzug des Prinzen Eugen von Savoycn, welcher mit der Eroberung Serajewo's endete. Am 21. Oktober des genannten Jahres sendete Prinz Eugen einen Eornet vom Regiment Caprara mit einen Trompeter als Parlamentäre an die Be-sahung voii Scrajewo. Die Türken hieben jedoch den Trumpeter zusammen und der Eornet wurde mit fünf schweren Wunden ans der Stadt gejagt. Prinz Eugen fand ihn am nächsten Tage im bedauernswerthen Zustande vor Serajcwo uud nahm empört den Bericht des armen Eornet entgegen. AUsogleich lieh er, obwol sein Eorps nur W(X) Mann zählte, die Höhen bei Serajcwu besetzen, die Stadt beschielen, und ein kleines Detachement erhielt den Befehl, dieselbe rasch zu besetzen und als Strafe für die Ermordung des Parla« mentals zu plündern. Die Wuth der kaiserlichen ging aber so weit, daß sie sogar, gegen den strengen Befehl der Kommandanten, in allen Stadtthellen Brand legten und den Äeg« von Serajewo alles abnahmen, was diese auf ihren Raubuigen in Kroazien, Slavonien und im südwestlichen Ungarn erbeutet hatten. (Presse.) einen Grund, einen Krieg zu fürchten. Ihre Majestät besitzt eine Armee, welche leiner anderen nachsteht, England muß mit Stolz wahrgenommen haben, wie sich das Mittelmcer mit seinen Schiffen bedeckte. England muß nlit Stolz die Disciplin und die Hingebung aller Truppen für Ihre Majestät und Ihrer Majestät Regierung wahrgenommen haben. Diese Truppen waren von allen Enden ihres Reiches herbeigerufen. Der erlauchte Herzog, in dessen Gegenwart ich rede, kann Zeugnis ablegen für den Geist uud den unparteiischen Patriotismus, welcher die indischen Truppen, die er vor kurzem besichtigte, beseelen. Aber nicht auf uufere Flotte oder Armee, wie groß sie auch sein mögen, haben wir uns hauptsächlich zu verlassen, sondern bei diesem Unternehmen, zu welchem jetzt unser Vaterland schreitet, ist das Bewußtsein von höchstem Werthe, daß die Bewohner des Ostens in unser Land Vertrauen setzen und wissen werden, daß wir unserer Politik gleichzeitig Nachdruck verleihen können. Unser Reich ist eines der Freiheit, Wahrheit uud Gerechtigkeit. Ich lege hieniit die Protokolle auf den Tisch des Hauses Eurer Lordschaften." Fürst Karol an die rumänischen itammcru. Die rumänische Kammersession ist am 17. d. M. dnrch eine Botschaft des Fürsten, welche der Minister des Innern iu der Kammer, der Minister des Aus wärtigcn im Senate verlas, geschlossen wurden. Die selbe lautet in der llebersetzuug: „Meine Herren Sena tureu! Meine Herren Deputierten! Sie unterbrechen Ihre Arbeiten nach einer anstrengenden Session, welche länger als sieben Monate dauerte. Durch die Thätig keit, welche Sie in sehr auormaleu Zeiten entwickelten, haben Sie nochmals die kraft und Lebensfähigkeit unserer constitutionellen Einrichtnngen bewiesen, welche mitten im.Kriege regelmäßig functlonierten, ohne auch nur Eiuen Tag unterbrochen zu wcrdeu. „Meine Herren Senatoren! Meme Herren Deputierten! Rumänien, das unabhängige Rumänien, welches iu die große Völlcrfamilie der europäischen Staaten anfgenommen ist, mnß gransame Prnfnngen durchmachen. Der Kongreß von Berlin, welcher von der Nothwendigkeit durchdrungen war, der Welt den hcißersehutcu Friede» zu geben, ist über die wichtig sten Fragen hinweggegangen, welche, obgleich Kapital >ragen sür die kleinen Staaten, doch als von felnndärcr Bedeutuug bezüglich der großen europäischeil Juterrsseu erachtet wurdcu. „Insbesondere wurde von Rumäuieu gefordert, fü^ den Frieden der Welt die größten uud schmerzlichsten Opfer zu bringen. Wir können dieselben nur dadurch mildern und die in denselben liegenden Gc» fahren vermelden, daß wir uns die Ideell nnserer Vorfahren aneignen und lhrem Äclsplelc folgen, welche allein durch ihren Patriotismus, ihre Klugheit und Einigkeit das Land inmltte der Stürme uud der graujamsteu Prüfungen bewahrten. Da ich die Vaterlandsliebe kenne, von welcher die Nation >m allgemeinen uud ihre Vertreter im beMdern beseelt sind, so hege ich die feste Ueberzeugung, daß Sie dem Beispiele Ihrer Vorfahren folgen uno daß Sle in Ihrer erleuch-teien Weisheit uud »n Ihrer Llebe für das Land mcht alleili die Mittel finden werden, nm den gegenwärtigen Schwierigkeiten zu begegnen, sondern daft Sie für die Nation auch eine große und glückliche Zukunft vorbereiten werden. Durch eme würdige Haltuug, durch kluge uud patriotische Entscheidungen werden wir Europa deu Beweis liefern, daß Rumänien berechtigt war, vom Berliner Kungleß mehr zu erwarten. „Meine Herren Senatoreu! Meine Herreu Deputierten! Indem ich Ihnen für eme kurze Zwischen zeit Lebewohl jage, ist es meinem Herzen eine theuere Pflicht, Ihnen für Ihre anstrengenden nnd wctthuollen Arbeiten uud für die energische Unterstützung zu danken, welche Sie meiner Regiernna. in allen Dingen gewährt haben, welche zur Vertheidigung der Rechte des Landes und zur Befriedigung seiner Bedürfnisse ver langt wurden. Ich zweifle nicht, daß wir in Ihnen dieselbe erleuchtete und patriotische Unterstützung finden werden, sobald Sie bei Ihrer Rückkehr in die Lage versetzt sein werden, die Situation vollständig zu kennen, welche der europäische Areopag in Bezug auf uns geschaffen hat. Also auf baldiges Wiedersehen! Möge Gott Sie in seinen heiligen Schutz nehmen. Die Sitzung der gesetzgebenden Körper ist geschlossen." Gez.: Karol. Gegengez.: Von sämmtlichen Mimstern. Der Saatenftand in Oesterreich-Ungarn, i. Der neueste, vom k. k. Ackerbauministerium soeben veröffentlichte Bericht über die Ernte-Aussichten in Oesterreich.Uugarn nach dem Stande von Mitte Juli d. I. lautet: Die erste Inlihä'lfte war charakterisiert dnrch kühle, zum Theile auch mit Rücksicht auf die Jahres zeit entschieden kalte Witterung, und durch Nieder schlage, bemerteilswcrth durch ihre weite Verbreitung, ihre Ergiebigkeit und oftmalige Wiederholung. Von diesem Witterungsgange kamen überhaupt verhältnismäßig nur wenige Ausnahmen vor, und zwar bezüg- ich der Temperatur noch welliger als bezüglich des Nicderschlagsverhältliisses. Ueber Trockenheit oder eni zu geringes Maß von Niederschlagen bei kalten Winden wird geklagt in manchen, meistentheils in der Elm" liegenden Gegenden Böhmens und Mährens, dann ni dem je größeren Theile des Manhartsgebietes. dcs Wicselburgcr und Aorsodcr Eomitates; aus ersmcni Eomitatc wird auch über wiederholte starte Nebel berichtet. Dagegen liegt über warme Regen nur eine einzige Nachricht, und zwar aus Kärnten vor. Beson' ders viel regnete es ill Salzburg, Nordtirol, Vorarlberg, Kärntcn, Steiermark, im westlichen und süd< westlichen Ungarn und in Kroazicn; nnr mäßig lN verschiedenen Gegenden der Nordwestländcr Nicdcr-österreichs und im Bezirke Rawa in Ostgalizien. 3" Vorarlberg siel Schnee bis weit ins Mittelgebirge herab. Starte Hagel fielen im Lande Görz -^ nnd zwar daselbst nun schon zum zweiten male von beM derer Intensität, - im Savelhale Kr a ins, in« ^url' nnd Jannthale Kärntens, im Eiseuburgcr Eomitate und in Kroazicn. Die anhaltend regnerische Witterung hemmte die im Znge befindlichen und Iiindertc znm Theile die be> vorstehenden Erntcarbcitcn, verzögerte die Reise viclel Saaten, schädigte die Qnalität der noch ans del Wnrzel stehenden Ernten dnrch die Begiinftignnst dN Pilzblldnng, besonders dcs Rostes, nnd die Qualität ^ des bereits niedergelegten nnd znm Thrile in Garben gebilndenen Getreides onrch Keimen oder AnswacM der Körner - in welliger nngünstigen Fälleil dlllch den Verinst der schönen Farbe der >törner, beziehim^ weise des Glanzes der Wcizcnkörner, becinlrächtigtt endlich dnrch die Rostbildung bei dem noch aus del Wurzel steheudcu Getreide zum Theile selbst die Quantität der Ernte. Das Maß dcs Schadens ist eben so verschieden als jenes der Niederschlage; in sehr vielcn Gegcndl" — selbst abgesehen von jenen, in welchen die Niedtt' , schlage nur mäßig oder gar nngenngend waren -^ kann wol tanm voll einem Schaden, sondern nur voll Verzögerung der Ernte und Belästigung der Ernte-arbeiten die Rede sein. Jedenfalls sind die 7^ bisher noch briweilem in der Minderzahl, in welche eil« erheblicher Schaden, sei es dnrch VerminderlMli der Qnantität infolge weitgehender Entwicklung r^ Rost nnd Brand, oder durch das Auswachsen ^ geschnittenen Getreides auf dem Felde, bereits zu coi>' staw'lcn ist. Ziemlich hänfige Schädigungen der Qualität >n-irgend einer oder aus mehleren der genannten l?l sachen dürsten jedoch als Thatsache anerkannt w»>^ müssen. In der südlichen Zone, besonders der östlich^ Reichshälfte Siebenbürgen ausgenommen llw einigen vom Wetter begünstigten Gelrcidcgegcndcn dcl mittleren Zone war das Korn schon vor der R^eü zeit eingeheimst, in der nördlichen Zone steht da^i ^ wenigstens etwa zur Hälfte noch ans dcr Wnrzcl n»" ist desfcn Ernte erst zu Anfang der dritten InllwochH und ill den ziemlich zahlreichen Fällen, wo er auH dort schon reis »st, für emcn der ersten Tage der sehl^ lichst erwartete» schöneren Witterung in Aussicht L" nummen. Ill der Mehrzahl d-r Gegenden indeß, n^ mentlich bonahc ausnahmslos in den (^etreidegcgendt" der mittleren Zone nnt Einschlnß des in dicse fall^ den Thelles von Ungarn, steht oder liegt dcr Rogg^ in Mandeln oder kreuzen auf dem Felde. Dasselbe ist der Fall nut den meisten Weize^ ernten und einem nicht unbc'lrächtlichen Theile dl' Gerstenernten (Hommergcrstl') in der mittleren U^ l jüdluyl'n Zone, da namentlich von ersteren »och wen's eingeführt stno. Dagegen stehen dieselben in der m'l^ lichen Zone mit verhältnismäßig wenigen Ansna!"'^ noch alls der Wnrzel. Die das Keimen uud -l, wachsen der Körner betreffenden Schädel! beziehen !^ demnach in der Hanptfache nnr auf die mittlere Z^ wahrend in der nmdlichen nnr hie und da der Rogg? voll diesem Uebelstande betroffen wnrde. Der Vcrll^ der schönen Farbe betrifft wesentlich nur einen Tl>^ der Gerstenernten dcr mittlercn Zone, eben fo llw der Verlust dcs Glanzes dcr Wcizcnlörncr nur " manchen Orten dcr mittleren Zone beklagt. Die ^^, ringcrung der Quantität uud iu schlinum'reu ^ ,^ auch der Qualität durch Rost und Brand bcln'!!^ wesentlich nur den Weizen, diesen jedoch in "^ Theilen dcr Monarchie, und zwar um so mehr, ,^ diese Parasitenbildungen schon vor der Regenpcl>o verbreitet waren. Hagesneuigkeiten. — (Mini st er urlaubc.) Handelsminisll'r "'^. v. Ehlmncclu ist alls Paris, wo er der Mittchnliilt ^, reichrr Ouatwncn war und insbesondere bci dew ' ^ zwischen Omlverncmcnt die glänzendste Ailfiwh'"^;, fmldcn hatte, zurückgekehrt. Infolge dessen llinntc nister Zienlmlfliwsli nach Galizien auf Urlmll' !iH, Fürst Ancröpcrg begibt sich in die Schweiz. ^''^ minister Dr, Glaser hat Sillicm im Pusterth^c ^ gesucht, und Ackcrbauminister Graf Mannsfcld w""«^ Uühincn auf einer seiner Herrschaften. Von ^'"!sM sind derzeit mir Dr. v, Stremayr, Dr, Ritter "- H^e mccll) und Baron Horst in Wien, von denen dcr c > 1391 vier. der Handelsminister zwei. respective drei Mini« sterien vertritt. — (Die crstc Ausfahrt des deutschen Baisers.) Samstag hat Kaiser Wilhelm die erste Ausfahrt gemacht! In einem geschlossenen Wagen fuhr der hohe Herr. gefolgt von einer zweiten Equips, in Welcher sich der Flügsladjutanl Graf Lehndorf befand. Neben den, Kaiser safl die Frau Großherzogin von . -"iusilern. stall. Nicht blos Paris und die Provinz. Mdern auch die Schweiz. Belgien und Holland hatten Mrlc Cuntingente von Sängern und Musikanten gestellt ^em Konzert voran ging eine Festrede des Abgeordneten «puller, welcher die Musik als eine Kunst charakterisierte, ble weder aristokratisch noch populär, sundern eine ein z'gr und für jedermann gleich verständliche Kunst sei. und die nnabsehbarcn Scharen der Orphronisten will lulmncn hieß. die dem Rufe ihrer Brüder von Paris itrndig gefolgt wären und wie diefe Ordnung und Frei heil auf ihr Panier geschrieben hätten. — (Der letzte Kouig von Cyper«) In Petersburg lebt ein armer kränklicher Mann. welcher ^°l versuchen mochte, der Erwerbung der Iufel Zypern ?urch die Engländer eine Art Legalität zu geben. Es 'ft der letzte Lusignan; seine Abstammung von den ttö-''Hkll vun Armenien und Cypcrn unterliegt keinem oweiscl, Noch heute kann man den alten Herrn spa ^erengchcn sehen; er trägt eine Phantasie Uniform nach vußarcnart, einen Phantasiestcrn. an der dunkelfarbigen "«uhc rine rothgelbc Corarde uud einen grauen Militär Mantel. Sein bedeutendes Varvermijgen. welches beim ^'lchischrn Patriarchen in Äonstailtinopel deponiert N'ar, U"'N ll^2? beim Ausstände zugrunde Hin und wieder ^Wt nrr alte Prätendent von der russischen Kaiserin ^"e Unterstützungen, Sein einziger Sohn starb vor ?" zwei I.chisn zu Malland in großem Elende. Der r ^ia»». welcher leine Erbe» mehr hat. beabsichtigt, »^ hechle der englischen Regierung zu verlaufen. ^ dieselbe auf das Geschäft eingehen? w (Zar Statistik der Farbenblinden.) ,,"?' Pwscsslir Frithjof Holmgren ist eine interefsanle ^l'stischs Uebersicht über Farbenblinde in Schwede« auf asts der von ihn, angestellten Unterfuchungen ver Mmlicht worden. Demnach fand man unter N1.2K4 ^rsutte,,. welche sich der Untersuchung unterzogen, st'? oder 2 U4 Pcrzent Farbenblinde, davon 2l»2 voll ^"b,st 9iothblinde. 277 Grünblindc und :><>'.> unvoll ^ "°>» Farbenbliude. Von den Untersuchten gehören ' '"»^ dem stärkeren Geschlechte an. und zeigten diese ^ '"l Perzcntsah von .'i'2:'> Farbenblinden, während sich l^ Verhältnis bei 7!1'.' Frauen nur auf <»^«'. Perz. Vel^ stärkste Prrzentsatz lain auf Gefangene und . '«ngniswärter. nämlich 5>6i» Perzcnti es folgten ^"" 3abr>lzarbciter mit 4 77. Vollsjchüler 4 54. Sol. lj/" -' ^i. Studenten 3 l)^. Seeleute 2 22 und schließen^ ^'ch"h"l'crs"nal ^^ ^ ^ Perzent der uuter ^^ ^rrsunen. Holmgren lomml zu dem Schlußsatz. z^ üarbrnblindheil in gewissen Familien erblich; diese bs^hlit überspringt ein Glied und zeigt sich erst wie all '" ""cm darauf folgenden; sie betrifft jedoch nicht lich^'ndcr derselben Eltern, nnd ist besonders das weil" !^. ^schlecht davon verschont. Den durchschnittlichen disch ^ ^er Farbenblinden der grsammlen schwe» ^^" Bevölkerung schätzt Holnlgren aus höchstens zwei u„d^>.( Einiges über die bosnischen Frauen nicn s ^bchl'" ) Wie der Land und Leute in Boo in Buz^"^ ilioslieN'icz erzählt, kommt die Polygamie lind datz? ""^ Rücksicht auf den hänslichen Frieden aiilh »» ^wiügen fast gar nicht vor. Sie thut übrigens, ^!"den! » vorkommt, der Liebe der Ellen, zu den tills,, n ."' Abbruch-, die zärtlichste Sorgfalt wird Kr», sss^^""^ig zugewendet, sie äußert sich allerdings drr nilch"' '' ^'"' i^^r Einblick in das häusliche Leben a„ üsss, .'."^""'schcu Bevölkerung versagt ist. nur selten d»nH ^j«, !^" ^crgnügungsorten, d. h. Promenaden. l»it dem z! '""a"' und durch den reichen Kleiderputz. ^r. Nünw '^l '^" gleich Puppen überladen sind. Kin nltrr^ G s^ "wnchsene. zollen den Eltern sowie den bie grüßte Achtung Ueber die ^'e,wl k,,?/" "'"^" veluerlt der Verfasser ». a.: i" finden ist " °"^ ^'" ^'" Nl"'"" "nd "..... ' Ulnuben -. s« s/ i"»nal wenn diese sich u n"l der'Gasse c ^.^^ ^"' ^"mden nicht anznrathen. ^"der oder d!v ,« ^"' ^rr eine Frau. wenn der l""ls<"nleit mnnbl^n"^' ^" Gleite gibt. mit «uft ^ 'eicht vom N. ' . " """ '« """" lachen ttcille ^'^>7 ^" ^gle'ttr die barsche Frage - ..5,.. """ "'<"' d l,,^'""^'' "'"hmnedanischc« Mädchen " " m«H7.7' ^""n.sp,i,/^hrt wer^^^^ '">",. be. sc,„er Unle..ntn,s der Sitten widerfahren ist. Ueberraschend ist es daher, wenn man — an dem mittleren Laus der Narcnta angelangt — im Gegcnfatze zu der im ganzen Lande streng gehaltenen Sitte der Verschleierung die Bewohnerinnen der Gegend zwischen Iablanira. dann aus beiden Seitcu drr Nama mündung bis Scomca am linken Ufer der Narenta ganz unverschleiert findet und fogar die Erfahrung macht, das; die Frauen und Piädchen dem Fremden Auskünfte ertheilen und sich in Gespräche einlassen. Die Sitte der Verhüllung, von den dortigen Bewohnern bei An nähme deö Islams wahrscheinlich verworfen, konnte sich in diefer wenig besuchten Gegend nicht einbürgern; der Gebrauch, unverschleiert zu erscheinen, vererbte sich bis zum heutigen Tage und wird selbst von den türkischen Behörden und der Geistlichkeit geachtet, da er durch Verjährung zum Ädet (d, h, zur überkommenen Landes-sitle und Gewohnheit) wurde, welcher in der Türkei in allen Provinzen unangetastet bleibt und oft auch die Entschuldigung für tadeluswerthr Gebrauche bildet. Zur Landessitte oder zum A^et gehört in Bosnien auch der Branch, daft die türkischen Frauen am Freitag und Montag immer in grofterer Anzahl ohne männliche Begleitung Ansflüge in die nächste Umgebung machen, Aussicht gewährende Punkte bestc-igen und daselbst frei voll, Zwange der Verhüllung sich mit Gesang ic. nnier halten. Sind die Mädchen in dei, Harem znrüllgelehrt. so ist es an diesen Tagen der gröfteren Freiheit auch dem heiratslustigen Manne gestattet, sich einer Dame zu nähern und an den hinter dem vergitterten Fenster oder hinter dem geschlossenen Hofthore wohnenden Gegenstand feiner Verehrung von der Gasse aus das Wort zu richten. Dieser Brauch, der lebhaft an da» in Ober-östrrreich und Steiermarl übliche „Fensterln" gemahnt, wird in Bosnien mit dem Namen AschlMl bezeichnet fokale s. Aus dcr Handclö und Gcwcrbclammcr jür Kram. (Föns,, Zum i< 1l> bemerkt die Section, das» eö im Inter efsc der Zimmer gelegen ist, daß die gewcidllchen Elirpmatwuen verpflichtet seu'li, an die Handels »nd lhl'wl'vbl'slimilleill Allelüllste uud t.^iltachll'n z» elstatteil, weöhalli re, auch wliiijchl'libwl'ilh ist, die Bestimmi!!! dc5 H l l-4, lil. «,, de, bestlyenden Gcwelbc Oidmun. so writ sie obiges dctrifft, in die neue aufzimchmeil. Die Section beantragt demnach die Annahme folge» den Zusatzes: „Te» »jewel bliche» Corporations» oblirgt jedoch die Erstatwlla. der M'rla»gU'» Allslüllflc und ^'»il< achte» »ber die m ihrem Wirlu»^sll(isc lu'geildln Verhällilisse an die Handels- »nd Ocwrlbelailiuu'i ihres Aezirlcs." Der Aiitiag wird a»gc»o»u»c». Bei»« fl ?-'' erneuert die Section den Antrag vom :u». März )«7l,, der auch angenommen wird. Z»m ii 7i cmpsiehlt die Section sola/nde Ae» der»nq desselben: .'.Diel", ^ ' asbl'iteru ! „ . ^ wenn der Lehrling l»s zu diesem Jahre stine Lehr zeit nicht vollendet hat. bls zur Volle,-duna. derselbe», zum Behufe t»rr zuqebotc steheilden gewerblichlli Abend »» ' ^»llen l.V, ,^'ll l'i!d»»^K > . "» o,e ei'l . ,l ci» zuräuine» »md diejelbe» zum Besuche der Schulen zn verhallen, wenn sie nicht nachweisen, daß sie die in denselben erreichbare Ausbildung schon vorher erwl»il'en haben." D,r AiiUäge der Section zu den ^ 7i,. «'.<. K'7 bis l>2. Ill bisl<7 werden in der Fassung, wie sie die Kammer im Berichte zum Entwürfe vom Jahre !«74 annalnn. anqenommln. Zum ti tt(». welcher von der A"s! ' ....... ' ' >ll. bean tragt d>. > l Satz zn gesetzt werde: „. . . oder sich eines Diedftahls oder enier Vernn lremmg schnldiq qemacht hat. die «ach seiner A„f nalimc ziii Ktenntms dee <^' ' ' ,nlial'sis a/langt ift" und weiter, daß im '. ,>, folgendl- Aen deuma, gemacht werdc: „weiin der Gewnbsinhaber verhindert ist, dem Hilfs-mbl-iter Äeschäsliqnnq und Verdienst zu geben." Der Aii' ,,nen. Desgleichen nimnll die >la»lmci ,ig znm >i '-'<» an, der von Arl'eitepansen handelt, nachdem drr ^ ».»<» mit Niirlsicht ans drn Antrag znm !i "-'. der ! ., >''!<<'»<-' d',c- LcliilinstS qelöst werde» lmm, br Johann Horal, das; drr GrwrN^..,........ ...,. znstelien solle, zu entscheiden, ob die Bedingungen für dir Anslösnng des Lchiv' ' ' ' .,..,...., fj„h An der Dri'nNr M ,(iliqrn sich drv land >> »> »> l s s a i , del A »trns steller. dn ^..^,...,. ü Lnrllnann nnd.^amnili rath Laß nil. welcher drn Anliaq stellt, daß nur der Vater oder Ponnnnd des Lehrling« das Aechl haben sollr», d Nnis gegen einr vicrzehn- lägige Anslimdi,,...,,. ^., .. ,.n. Nachdem drr Antrag des ttammerrathes Kren-ner ans Schlich ^ ^ > > wurde, spricht sich der Nc Trsiin grgr» dir '' ans, wril i! i .'.......,.,,^................ .,.,.,., zur Entscheidung berufen sind und weil es ja selbst» verständlich ist. das- - '.........-,...^,, ...------- . ^ Lehrlings das Lrhn könne. Bei der UosUmmung weide» bcldr Äntluge abgelehnt. Zum ^ K>4 beantragt dir Section di> der Verpflichtung, daß ein ^—^ - - ' Arbeitiprrfonals zu führen , lichen Organrn ans sri, wril »ach ihrr! grlrgrnhrilrn drr (^rwrn zum tz ux;, in dem statt . idnnng" das Wort ..Nrbeiis- ordnung" zu sri>'n ».>l!ir. Im Anhange I. dcr von den Ardsifsl'i'ichf^n han delt. bestimmt drr t> <',, wann einem der fein Aibrilöbnch verliert, ein Dnplillll ... sei. Zu diesem beantragt die Section den Zl „nachdrm sie l?" ' ... N0sse»jch«is<^'l"s!i srinr3 1 da^ ZeugiüK jemes lrtzlrn ^l.....,.,.............. ijlit," Dieser Antrag wird angenommen (Gchluh «olg«.) Lanbesgesetzbl alt für ltrain) Heute w. , ,^ , ^' von uns bereite vli des lrainifchen Lant, <,,,, <.,l,„..l" luna der aus dem > >len. im Vli- mnchuug drr ^ j.^. o M üb,', die Activ!»......, ,. .....,,,.!...... «, (Lebensretter.) Wie u» bericht^ U'iid, war der bri der » ' , ,^^ schnft in Zuthlllnilll l»<'j,, s s «lieutenant Herr l)ll»> ^ . ,..iage so gliitklich, de» ..... seiner Familie in Gurlfeld wellenden )i.> ' F '' " ^ ' in der Save bc>, ' ii' „n war, vun der geslihl i»rt> ErNlnlcns z» retten (ll as >n orl st au rat iou.) Der Laibllcher Kasinoverein hat gestern die von Ehrfelb in den ersten Jahre» seiner O»s^ ' ^ ' ' ' '" ,uda. den amerilanischsn ' im ^' ,, i.'l00l l^'______,......,:.,.,......., N>'II i,, Grsammtbetrug von ^^»<»fl. > durch hat die lni Laufe der nl,.n!> ^v ^>), n ^ » vielfach di^utierle ,.iUerandc,f>aar" unstreitig und wol auch nulürllchste Lösuilg gefuilb',,, — ^Zweite städtische tt »laben ^l>ll? schule in Laibach.) Dem von der Sr v - " -"'chten Iab" '""'ite der zweiten ! s. „ ttnabli «ale «am Zoissche, in L»>zl.^ch el,» ' die gri heuer vun <»i> »'»^.', d besucht uud daher >n 0en unteren dl> rlchtilug von Paroli ^''^''!lllgl>l a/w'n»,^ , Natloilalllät nach sich unter de» .'» ' ! i^ ^culiche und ^j I' >!- » l77 ganz und :»'.' zu richtet i l Was drn ^v>».>>^,»^ ^v>.,j,^, so brzeichnei bs>i,l.,>, >, Schulleilunq bei :'»j,^ Schülern, iomit bei der iil'li " ......'!s, ale „s<-'> ,! ' vi jr ^< < ,v '.g," '^ Dn z'^.^ .-.............. „war i:-il» in d, ..,,^^ ..„,, ,„^ slovrnischer Sprache — In Verbindung mit dieser fei! l, Oktober »70 ' ^ ' ' !' ... ., . ^ . . rinr grwr».bliche Bi: l!^7^> und dir L>liNllNl'lich»i,< l,^ serrichtet am 4 Drzrmbrr j"7^). (^^:,. 144 Schüler gegen 1U1 ,m Vorjahre und l! .......''^ der Schn" ' ^ lich ii >r als ,, Lrhrwrprr der zweiten städtischen ' schule besteht 7^........ ,,g «„K - inspettor Lrop 5^ i Unlerlrhrern Franz Bahovrc. Anton > Travna, De« Unterricht nu der >," 13»2 bereitungs- und der Excurrenduschule besorgten dic Herren: Belar, Armic und Nazinger. — Das nächste Schuljahr beginnt am 16. September. — (Ein folgenschwerer Blitzschlag.) Wie wir neulich bereits mittheilten, wurde die Pfarrkirche der Ortsgemeindc Grosztwrn (Heil. Geist) bei Gurtfeld Sonntag den 14. d. M. während des nachmittägigen Gottesdienstes, als die Kirche von zahlreichen Andächtigen gefüllt war, von einem Blitzschläge getroffen, der leider den Tod uud die schwere Verletzung mehrerer Menschen zur Folge hatte. Einem uns nachträglich zugehenden ergänzenden Berichte über diesen traurigen Vorfall entnehmen wir, daß hiebci durch den Blitzstrahl drei aus Schmctschitsch gebürtige Männer namens Ioha«m Bozic, Franz Bozic und Franz Prach sofort gctödtet nnd «ußer-dem ö Personen schwer nnd !^ Personen leicht verletzt wurden. Auch die ttirche erhielt durch den Schlag einige leichte Sprünge. — (Tschrrncmbl.) Morgen findet in Tschernembl die diesjährige Bezirks-Uehrcrlonferenz des Tscherncmblcr SchuldezirkeS statt. Bei derselben wird außer den üblichen Gcschäftsgegenständcn programmgemäß über nachstehende Fragen debattiert werden: 1.) Wie tann und foll der Lehrer das patriotische Gefühl sowol bei der Schuljugend als auch bei der Bevölkerung wecken und fördern? (Referenten die Herren Schiller und Germ.) 2.) Wie, soll der Lehrer beim Gebrauche der Dr. Mocnit'schen Rechenbücher in der Voltsschule vorgehen, damit Unterrichtserfolge rafch erzielt und diese entsprechend sein werden? ^Referenten die Herren Rupnit und Sturm.) 3.) Der geschichtliche Unterricht in der Volksschule mit möglichst genauer Darstellung des Lehrstoffes. (Referenten die Herren Retina und Dular) 4.) Wie soll der Lehrer die Schuljugend an Reinlichkeit und Ordnnng zn gewöhnen trachten? (Referenten Lehrerin Frl. Aloisia Bauer und Herr Johann Barlc.) — (Iagdverpach tun g.) Am 30. d. M. von 10 bis II Uhr vormittags wird bei der t. l. Bezirks' Hauptmannschaft Umgebung Laibach das Iagdrecht der Ortsgemeinoc Ieschza bei Laibach und Schwarzenberg bei Billichgraz im öffentlichen Verfteigcrungswcge ver pachtet werden. — (Blindenftiftung für Krain.) Mit Beginn des nächsten Schuljahres kommt lic> der illyrischen Blindenstiftnng ein Stlftplatz für Bewerber aus Krain in Erledigung. Anspruch auf diese Stiftung haben arme blinde Kinder, welche außer der Blindheit mit keinem andern Gebrechen behaftet sind. Lernfähigkeit besitzen und sich im Alter von 7 bis 12 Jahren befinden. Ord« nungsmäßig belegte Gesuche um Verleihung dieses Platzes sind im Wege der zuständigen politischen Behörden bis längstens 2(1. August d. I. bei der Landesregierung in Laibach einzubringen. — (Valvasor.) Die 37. Lieferung, bis zu welcher die rüstig vorwärts schreitende Neuausgabe der Valvasor'schen Chronil „Die Ehre des Herzogthums ttrain" bereits gediehen ist, bringt das dritte Heft des achten Buches nnd handelt von den Pfarren und Orden in Krain. — (Enthüllungsfcier) Diesen Sonntag fand in Pörtschach am Würthersee die Enthüllungsfeier des vom Klagcnfurter Gesangvereine errichteten Herbeck. Denlniales statt. Um 6'/, Uhr erschienen die Sänger von Klagenfurt und begaben sich zur Stelle, wo das Denkmal steht, ein schöner, waldumsä'nmter Platz, der sich trefflich für die Feier eignete. Nach Absingung eines Chores hielt der Vorstand des Gesangvereines. Dr. Traun, eine Ansprache, die Verdienste des zu früh Dahingeschiedenen würdigend. Während der Redner die letzten Worte sprach, fiel die Hülle de» Denkmales. Es steht auf erhöhtem Platze, unter dein Medaillonbildc (welches provisorisch durch eine Photographie Herbecks ersetzt ist) steht ein Citat aus Güthe; darüber die Worte: Herbcck-Ruhe. Nun wurde ein Chor Hcrbecks: „Werners Lied aus Welschland", mit Begeisterung gesungen, worauf Herr Sectionsrath Pix. Mitglied des Wiener Männer, gesangvereines. das Wort ergriff und in längerer Rede das schöne Verhältnis des Gefeierten zum Wiener- und speziell zum Klagenfurtcr Männergcsangvereine schilderte. Im Repräscntationssaale folgt dann eine Liedertafel. Neueste Post. (Original-Telegramme der „Laib.Zeitulig.") Wien, 23. Juli. Die „Presse" meldet: Das Pferde Ansfuhrverblit in Oesterreich-Ungarn wurde aufgehoben. Rom, 23. Juli. Dcr „Diritto", die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Oesterreich und Italien hervorhebend, sagt, die Negieilma. fei fest entschlossen, unter Aufrechthaltung des ^crsalumlungsrechtcs jede die öffentliche Ruhe störende Demonstration zu vcr hindern und sich weder uor Insinuationen noch Dro hungen zu beugen. London, 23. Juli. Die Korrespondenz „Reuter" meldet aus Larnakka vom 22. Juli: Der Chcslomman dant Wulscley ist eingetroffen und erließ eine Pro clamation, in derselben Reformen und Maßregeln zur Hebung de» Handels und Ackerbaues versprechend. Konstautinopcl, 23. Juli. Die Russen besetzten gestern Schumla. ______ Prag. 22. Juli. Der Aufenthalt des Kronprinzen Erzherzog Rudolf in Prag wird nur von kurzer Dauer sein, da die militärische Dienstleistung desselben in der Prager Garnison entfällt. Berlin. 22. Juli. Der Kaiser übersiedelte heute nachmittags nach Babelsberg. Derselbe fuhr in einem geschlossenen Wagen nach dem Bahnhofe und wurde überall von der Bevölkerung mit Enthusiasmus begrüßt. — Der „Rcichsanzeiger" veröffentlicht eine kaiserliche Verordnung, betreffend die Aufhebung des Pferde-Ausfuhrverbotes vom 22. Juli ab. Die Verordnung ist vom Grafen Stollberg gegengezeichnet. Rum, 21. Juli. Dem nntcr dem Vorsitze Me notti Garibaldi's im Teatro Politeama abgehaltenen demokratischen Meeting haben gegen 25(X> Personen beigewohnt. Es sprachen fünf Redner. Hierauf wur den viele Briefe und Depeschen von Garlbaldi, Sasfi, Campanella. Mario nnd anderen zugunsten des Tren-tinu und Triests verlesen. Das Meeting nahm eine Motion an, welche die durch den Berliner Kongreß erfolgte Vergewaltigung des Nationalitäts- und Volts souveranetätsprinzipes tadelt, die Solidarität des italienischen Voltes mit den durch den Kongreß verschacherten Völkern betont. Italien in Erinnerung bringt, daß noch italienische, der fremden Herrschaft unterwur fenc Länder existieren, und schließlich das Vertrauen in die nächste Zukunft, die Gerechtigkeit und Wahr« heit ausspncht. Es herrschte vollkommene Ordnung. Depeschen aus Genua melden, daß daselbst gleichfalls ein Meeting über denselben Gegenstand stattgefunden habe. Andere Meetings werden nächstens in anderen Städten stattfinden. Rom, 21. Juli. Gegen halb 11 Uhr abends begannen einige jnnge Leute Demoustrationen auf der Piazza Colonna, indem sie in die Rufe ausbrachen: „Es lebe Trieft, es lebe das Trentino!" Das Publikum hat nichtsdestoweniger die gewohnte Promenade fortgesetzt. Die Behörden haben die nöthigen Maßregeln ergriffen. Auf der Piazza Colonna und Piazza Veuezia wurde ein Truppenwrdon aufgestellt. Rom, 22. Juli. Gestern haben in Turin, Palermo nnd Pisa gleichfalls Meetings stattgefunden, wo^ bei lein Zwischenfall sich ereignete. In Mailand scheint man von der Idee, ein Meeting zu veranstalten, al> gekommen zu sein. Paris, 22. Juli. (Presse.) Hier ist von gemeinsamen Schritten die Rede, welche Oesterreich, Deutschland und England in Rom gemacht haben sollen; Frankreich habe sich, heißt es ferner, denselben nB aligeschlossen, wenn es auch erklärte, daß es die Kundgebungen bedauere, welche sin die finanzielle nnd P»' iitifche Lage Italiens gefährlich seien. London, 22. Inli. (N. fr. Pr.) Ich ersah« aus glaubwürdiger Quelle, daß Earl Beaconsfield den Herzögstitel refüsiecte. allein den Hosenband - Orden annahm. Beaconsfields Rücktritt in das Privatleben gilt als bevorstehend, und Salisbury wird als sew Nachfolger bezeichnet, doch erst nach den Neuwahlen im Oktober oder November. Serajcwo. 22. Juli. sPol. Korr.) In V^ men legt sich die Anfregnng der Muhamedaner w^ der bevorstehenden Occupation nach und nach, und machen sich die Muslims mit dieser Eventnalität v:l-traut. Das Gleiche ist auch in den meisten herzrgo winischcn Distrikten der Fall. wenngleich in einigen derselbe,» noch Spnrcn von Ueberrciztheit sich zeigen- . Eattaro. 22. Juli. (Pol. Korr.) Die MoB- ' ncgriner häufen seit einigen Tagen an den von ihn^n besetzten Küstenpuntten ' Geschütze und Munitions' , vorräthe an. ! Konstantin opel, 22. Juli. (Pol. Korr.) M ist auf der Pforte unaufhörlich von der bosnisch^ Occupation nnd der griechischen Grenzrectificatiun lü Anspruch genommen. Von Karatheodory und Mehl' «neb Ali Pascha dem Großvezier Savfet Pascha al» Wien zugegangene Depeschen vom gestrigen Ta^ sollen einen befriedigenderen Stand der Verliandlung^ mit dem Wiener Kabinette signalisieren. — Auch vo>> den mit Griechenland schwebenden Verhandlungen n>"l man momentan auf der Pforte wieder beruhigendes Eindrücke haben. Telegraftschcr Wechselkurs vom 2!i. Juli. Papicr-Rente 64 IlO. — Silber-Nenle 6640. — l»ol> Ncnte 74,-70. — 1860er Staats^Anlehen Il:l80. Banl-AclB 8.".2. — Kredit.slcticn 259—. — Uondon 115 50. 2'ltL 101—. — K. t. Mnnz. Dukaten 5 50. UO.Franle»--^ 9 27. - 10« Reichsmark 57-10. Wien. 2.'l. Juli. Zwei Uhr nachmittaa.?. (Schlichs^ Krcdilactien 259 30. 1860er «ose 113 75. 1864er ^ose 14?A österreichischc Rente in Papier 64 30. Staatsbahn 262-»' Nordbahn 205-, 20'3ranlenst>lcke 9 27'/,, ungar. KrsdilacNH 2!l4 5.0. österreichische Francobanl '—, österreichische Aiuik't«"' ! IN»5.0, Lombarden 79 , Uuionbanl 74 75, Llm)dac!ien 5.'»5^ l türkische Lose 20 25. Coinmunal-Anlehe» 92 70, Egyptijche -"' woldrcntc 74 75, ungarische lvoldrcnte -'—. Ruhig. Augekommene Fremde. Am 23. Juli. Hotel Stadt Wien. Grohmann. Reis., und Prinz. V Wien. — Carlebach. Ksm., Stuttgart. - Schwcnln^, Franz, Hotel Elefant. Krauß. Kfm.. wrohlanischa. — «bclcs. ^ Wien, — Blaa.nc. (^iiterverwalter. Krmsenbach. ^"2 lycinrindevuistchcr, Havcustein. — Ahacii, (tisncrn. — öÄ^ singer, kfm., Budapest. — Darilet s. Gemalin, OlünN. Selia.mcnin, Hamburg. Hotel Europa Baron Groller s. Familie, und Faro, Trieft Mohren. Olorn. Ucllpriestcr. Wcllzeb und KuSmez. 2licst>^ Brezovar, Professor. Sl. Martin. — ttulla, Prag. - Nl"°" E.cin. — Koocr, ^ittai. Meteorologische Beollachtungen in Laibach^ 7tt.M^ 7!l6:l:l ^1'.)2 NO schüach" heiter gB 2:l. 2 „ N. ?:.:t!<4 s 2« 6 3W. mttftig fast heiter .Mi» U ^ «b. 7!l2 l:l ^-2li6 SW mäszig bewiillt ' Morgcno heiter, später etwas, abends ganz bewollt. ^^Ä leuchten in N. und SW., sehr schwül^ nach <> Uhr fe^ ^rwittrr, lurz anhalknder Regen, Das Tagesmittcl dec M^ -^ 2l> ü", um 4 2" ilbcr dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: OttomarNamb l l^k i^^vsi>«^<>vi.^t Wien. 22, Juli. (l. Uhr.) Ohne zu cincr sehr umsangrcichcn Entwillluug des Geschältes gelangen zu tonnen, bekundete die Aörsc eine sehr scstc Tendenz inSlxso' <^l/l^ll^l.^l. ftr Bahnwerthc. Vtld W«e Papierrente........ 6460 64 70 Eilbtrrente........ 66 60 66 70 «oldrente......... 75 05 75 10 Los«. 183»........ N!2 - .^4 ~ . 1854........ 109- 10,150 . 18S0........ 114 - 11425 » I860 (Fünftel) .... 12:l ü0 124 - . ^864........ 14250 142 75 Ung Prämien«««!..... 8.', 75 86 Kredtt U.......... l62 - 162 50 Rudolfs-«......... 14 50 i5 _. Prämienanl. der Stadt Uicll 92 50 92 75 Donau-RegullerunaMose . . 105' 105 25 Domänen»Pfandbriefe . . . 14050 I4l- Oeslerrcichische Schahschein« . »850 9!,— Ung. 6perz. Goldrente . . . 9.^)5 92 l0 Ung. EiscnbahN'Anl..... 101 75 102.'.«) Ung. Schahbons vom I. 1874 114— 114üu Unlehen der Stadtgemeinde Wien in V. V...... »b - yz, 25 GrunKentlaftn«,« cbllgati««». «öhmen.........1025« 1W 50 Niederüstmcich ......104 50 105- V«ld wa« Oalizien.........84 80 8520 Eiebcnbilrqen.......7650 77 - Temescr Äanat......7825 7i) - Ungarn..........79 50 80- Netten ven Vanlen. V«ld w«re Anglo östcrr. Vanl.....118- 118 25 .Kreditanstalt .......26020 2tt>40 Depositenbank.......161 5<» 162 50 Kreditanstalt, ungar.....2:.6 25 2::6 50 Nationalban........lil« — lU5 — Unionbanl........75 75 76 — Verlehrsbanl.......111 50 112 — Wiener Banlverein.....117 — 11? 25 Uctle» v,n Transport Unterneh» «»uge». «eld V«l Als3ld.Vahn .......12V60 130 - Donau.Dampfschiff.'Gesellschast 4!1.'l — 495 — «tlisabeth-Nestbahn.....176 25 176 75 Ferdinands - Nordbahn . . 2o55-2056— 3ranz Joseph-«ahn .... 14050 141' - G«ld war« Malizische Karl-Ludwig.Vahn 247 50 247 75 Maschau-Oderberger Bahn . . 114 2.^> 1,4-50 llembcra. llzcrnowihcr Bahn . I!l8 75 !:'.'.> 25 Aoyd. Gescllschast.....550—551' Oesterr. Nordwcstbahn . . . 12225 12250 Nudolfs-Vahn.......12650 127 — Staatsbahn........26^50 264 - Sudbahn.........80— 80 25 Theis, Bahn........204 204 50 Ungar, galiz.Nerbinduttsssbahn 96 75 97 25 Ungarische Nordost bahn . . . 124 75 125 25 Uiener Tramwau Gcscllsch. . 158 — 158 50 Pfandbriefe. Allg.üft.Bodenkrcditanst.si.Vd.) 108 50 108 75 . , . (i.B..V.) 92 50 93- Nationalbant.......9975 100 Ung. Boocnlredit-Inst. (V..V.) tttl b0 VS 75 Prisrltöts Dbllgatlsnen. Elisabeth-V. I. Em.....92 25 92 75 Fcrd Nordb. in Silber . . . 10475 105 — i^ranz Joseph Bahn .... 887.'. 89 — («al. Karl Ludwig «.. I. <öm. 101— 10150 »«lb ^.. Ocsterr. Nordwtst "'«^ ^ Staatsbahn l. (5m.....1.'.,i5<' ',2^ Südbahn » 3«/. . . ll2 40 U,H 5«/. . 95' ^,.^ > Südbahn, Vons......— ^ Devlfen. .z ^ Auf deutsche Pl«he.....'.6^ ^ 1 London, lurze S,ch» .... 1I55C » ^P London, lange Sicht .... 115?.'' '^l> Paris..........46 N' Geldlsrten. Dukaten .... 5 fl. 49 lr. 5 si- 3g ^ Napolconsd'or . l< . 27 ^ l» - " Deutsche Reichs» ,K ^ banlnolcn. . . 5? , 10 ^ b? - gß ^ Eilbcrgulden . . 101 ^ ^ 1«l - Krainischc Grundentlastungs oblista''" ^' Prwatnolicruna: <«eld 90-. Wa" ??z U«chtr«»B: Um I Uhr 15 Minuten notieren: Papierrentc »i4 60 bis i^4 65., Vilberrente 6<;f^) bis 66 70 ^oldslntf 75 bis 75 ll» Kredit 2<^) U» bi«26<^20. Angln 117'50 t," London lib50 his llätiü. «apoleon« ^2? bi» 92>i Hilber lol — bi« 10110