DrSnnmerations - Prnsc: Fiir Laibach: «->nz,iihr,g . . . 6 fl. — rt. H-lbji>hrig . . . 3 m _ ^ Lietteljahtig. . . 1 „ 60 „ Monatlich . . . - „ 50 „ Mit ter Post: -Sanzjahrig . . . 9 fl. — tt. Haltjiihrig . . . 4 „ 50 „ Bierteljahrig. . . 2 „ to „ istir Ziistellung in« Han« viertel-iahtig 25 It., raonatli* 9 tr. Einzelne Nummern l> ft. Mbacher XflflbliitL Anonyme Mittheilungen werden nicht berllcksichtigt; Manuskripte nicht zuruckgesendet. ttcbrtklion: Buijnpofgafie Nr. 138. Ekpcdilion und Snfttalta-Lurcau: »ongtetzplatz 'Jit 81 (Buchhandiung vonJ.v. Kleinmavr & F.Bambn^ Inscrtionspreisk: "Viir die einspaltige Petit; bei 3»cimaligcr ISiufdjaltu decimal ii 7 ft. JtisertionSstemPel jebeSma! Bei gtbfieren 3nfetaten und dfictet ttintoaltimg cntsxtcchendev Rabatt. Nr. 41. Samstag, 20. Februar. Morgen: Eleonora. Montag: Petri Stuhlfeier. 1869. Aonstitutionelter Herein tit Laibach. Dcr Ausschutz bechrt sich hieinit, die Herren Bereiusinitglieder zur -ehnten (auhrrordcntlichcn) Vcrsaininlung, welche Montag den 22. Februar 1869 um 7 Uhr Abends im Saale dcr Schietzftatte ftattfinbet, hof-lichst einzulabeu. Tagesordnung: 1. Bortrag ubcr die Errichtnng und den Nutzen der Lolkskiiche. 2. Fortsetzung der Besprechinig iibcr die Stcucr-resorm. Gemeindeleben." ii. — Wir gchoren nicht zu denjenigen, welche der Erinnerung an die „gutc alte Zeit" unbedingt eine Thrane dankbarcr Ruhrung nachwcinen mochten ; aber zugeben mussen wir es jedensallS, datz nnser Jahrbiindert im Bcznge auf Gemeinsinn und allge-meine Burgertugeud hinter dcr „alten Zeit" zuriick-stehe und sich von dieser sein erhebendes Beispiel hcrholen moge. Ein Gang durch die blirgcrlichen Zeughauser kann uns lehren, wie Burger und Gewerbsmann in sruhcrer Zeit gar oft ihr burgerliches Riistzeug vpferwillig mit der Pike und MuSkete vertauschten, um Weib und Kind zu vertheidigeii, HauS und Hof zu schutzen und fiir die Freiheiten ihrcS Weich-bildeS selbst mit der Gefahr des eigenen Leben« wacker cinzuftehen. * Siehe Nr. 35. Galt es gemeinniitziges zu schaffeu, so traten die zunachst betheiliglcu friedlich zusammen, bc-spracheu und beriethen ohne kiinftlich gedrechseltcr GeschaftS- und Tagesordnung ihre und dcr Ge-meinde Auliegeu, legten, wo eS Nolh that, jeder nach seiner Kraft und Eignung unmittelbar Hand anS Wcrk und schufen — beseelt und gestarkt vom Gefuhle deS Gemeinsinnes — ohnc Ruhmrcdigkeit oft mit ganz geringeu Mittclu und Anfcingen; Kranken- und Waifenhauser, Sicchcn- und Armen-anstaltcn, Schulen und Bibliolhekcu, wohlthatige Stiftuugen, Bruunen uud Wasserleitungen, Theater und Schietzstalten und wie fie sou ft noch heitzen, die Anstalten, wodurch gemcinsame humane Bebiirsnisse ihre Befriediguug, die biirgerliche Wohlfahrc neue Starkung und Ausdehuung fand. Dafiir war aber auch das Anfehen der Burger-schast kein geringeS. Man setzte seiurn Stolz damn, zu den erbgesessenen Vollbiirgcrn einer Stadt zu zahlen, ja es cntwickclte sich unter dieseu selbst cine Art Rangorduung, die im Patriziate gipfelte. Die burgerliche Familientradition, der burgerliche Stamm-banin wurden hoch gehalten und die Beifpiele sind nicht selten, datz burgerliche Patrizier ihre burgcr-liche Unabhaugigkeit selbst der kaiserlichen Gunst-und Gnadenbezeuguug uorzogen. Schon bei den Riimern gait das Leben eines Burgers so uict, datz, wer ein solcheS aus TodeS-gcfahr gcrettet, mit der Burgerkrone ausgezeichnet wurde, und datz sich Senatoren, Adel, Magistratur und Bolk im Theater und an Sfsentlichen Ortcn jederzeit von den Sitzeu erhobcn, um cinem mit der Burgerkrone auSgczcichneten auch offentlich die Ehre dcr Anerkennung burgerlicher Opferwilligkeit zu bczcugcu. Dicsc hohc Bedeutung des Biirgerthums uud des Gemeinwcscns, wclckc noch unter Kaiser Josef II. ihren ubeiwaltigenden Einflutz iibte, ist unter den Rcgicruugsmaximcu seiner Nachsolger nach und nach verslacht und cndlich unvermerkt im Sande der Borsehung k. k. Bureaux gauzlich verronnen. Erst als der Sturm des JahreS 1848 LciS auf dieser unnaturlichen Grundlage der Bureaux ausgebaute RegierungSgebande in seinen Fnnda-menten erschntterte, da rnadite sich fofovt die Wich-tigkeit eineS gesnndeu Biirgcrthnms und eines selbstthatigen GemcindelebenS wieder geitend. ^ie Regierung hat seither in dieser Richtung das ihrige gethan, sic hat die Form wieder gesnndeu und ber-gcstcllt, an dcr Biirgerschaft licgt cs nun, die-selbe durch Gemeinsinn zu beleben und ihr bcti Hauch einer frnchtbringenden Thatigkeit einzustotzen. Aber das gegenwartige Zeitalter kraukt an zwei schweren Uebeln, welche deni wahren Genieinsinn noch lange Zeit Abbruch zum inacheu drohen. ES ist dies einerseits die Sclbstsucht, die immer uur das eigene „ich" und das partikulare Jnteresse znmAusgangSpunkte ihres Strebens niimnt; auderer-seits jene unselige ..Energie der Tragheit," welche das uumittelbare handeln, das persvnlicke eingreisen immer wieder auf andere schieben miichtc, um in gewohntem Gelcife dcr eigenen Gemachlich-keit nicht weiter beirrt zu werden. In dcr Familic begnugt man sich grotztentheilS fur seine Kinder cinsn „studirten" Hofmeister, eine ..franzSsische" Gonvernante aufzutreiben, und be-ruhigct fcin altcrlichcS Gcwisscn, indent man in sein cm Rechenbuche auf die grotzcn Kosten der „Er-ziehung" seiner Kinder hinweiset. Und in der Ge mcindc glaubt man seiner Biirgerpflicht enlsprochen zu haben, wenn man brummcnd dcn Kornmunal-Zu ,schlag entrichtet, dann und warm ini Frenndeskreise Ein Fasten-/emlletou. Wir besindeii uns nun in der Fasteuzeit, uur ba und dort eine Soiree dcr Musikkapellen, ein zu ttwartendes Konzert dcr filharinonischen Gesellschaft, die vermehrteu Austrcnguugeu uuserer Theaterdirck-tioii und die in Aussicht gestellteu Unterhaltungcu Kasinovereius erinncrn uns daran, datz wir nicht zuw aushuugeru bestimmt sind. Da tebeii die Wiener doch ganz aitders, ein Ball nach ban auderu, ^askenballe offentlich uud privat, als ob der Ascher-'nittwvch sein altes Rccht wirklich eingebutzt hattc, Sum Cutsetzen a tier Severinusbruder und jeucr From-uien uberhanpt, welche SOiornt uud Glaubeu an der 8orm zu ertemtcn vermeiuen. Jndessen mutz ich gesteheu, datz ich mich zu dieser modemu Auschauuug uicht erschwungeu Habe, datz nun „allc Tag Kirch-tag" sein rnnsse, sondern ich hange an dem alten Satze: „Jedes zu seiner Zeit," nicht aus dm obcit angedeuteteu Severiuusgrttuden, als vielmehr von dcr praktischeu Ersahruug ausgehend, datz Abwechs-luug deu Reiz des Lebens bedinge. Balle gewiuueu ebeu dadurch an Bedeutung, datz ihre Herrschast aus eine kurze Jahreszcit beschraukt bteibt. Es haben fich in alien Limdern, selbst in proiestantischen, die Vergniignngen in Saisons abgetheitt, habeit ja doch selbst die Knaben auf dcr Stratze zu ihren Spieten bestimmte Saisous: eine Papierdrachensaison, eine Ferniknlasaison it. s. w. Und so sehen wir in den Fastenballen Wiens nichts anderes als dcn Reiz der Neuheit, denn bis jetzt wareu solchc unter bent dun-kelu Fittige des Konkordate verboten. Es war gewitz cine tinge Idee jenes Papstes, wetchcr selbst die Abwechsluug aus dem Tische ber Hausfrau zum Gesetze geiuacht mtb bestimmt hat: bit solist nicht immer Fleisch, soudcru bamt uud waun auch Fisch und Mchlspeiseu essen. Dcnu abgesehen davon, datz dieser kluge Miann deit Fischeru uud Kucheubackern eine neue Industrie croffnet hat, was fiir Jtalieu namenttich von grotzem national-okonomischen Werthe war, hat cr dcn Dank alter Gourmands sich erwvrben, welchen ein bishcr ungckanntes Reich ttettcr Geniisse erschlossen wurde. Hat doch ein Pralat ber Karthanser, welche Jahr ein Jahr aus bes Flcischgennsscs gleich ben Anhcin-gent bes Vegetarianismns sich cnthatten mutztcn, scinem Gaste mit Hilfe einer »ollenbetcit Kiichen-kunst tauter Fasteuspeisen in einer Weisc prasentirt, batz biefer selbe fiir Fteischspeisen htelt. Anberer Meiuuug jcboch ist ber Arutc, welcher sich die Geniisse der Gesetzgeber nicht verschaffen uud nur schwer der nahrhaften Fleischsuppe eutrathen kann. Wer kennt auch nicht den Summer unserer Hausfranen, welche ihren Genial, der nach ?>leisch-gemttz, selbst verbotenein, lusteru ist, so genie zufrie-denstellen und es vcrhiiten mochten, datz cr nicht Heimlich auf ein Gollasch sich unter irgeitd cinem Borwande entferne. Unsere katholischcn Haussrauen werden gewitz zustimmeud scitfzeu, wenn sic durch dieses Feuilletoii an ihren Frcitagsknmmer erimiert werden, sei cs, datz sic kein Fleisch am Freitag t'ochcti, weil sic sich fiirchtcn, die Siinde bcichtcit zu mussen, oder um eincin spahenden ALitgliedc des katholischcn Vcrcincs dcn cntsetzlichen Anblick zn ersparen, Oder sind sic so aufgeklcirt, datz sic Fastenspeisen „blos wegen dcr Dienstboten" kochcn? Run, meinc gottes fiirchtigcii Hansfraiien, ich wcitz Ench ein probates Diittcl, Euren Genial vvllstandig znfrieden zu stellen und doch ftrcngster Sittenzensur unserer Severinus-briidcr zu geniigcu. Gebt am nachsten Frcitagc city Soupe a la Jardiniere mit Froschen, hierans als Assicttc Haring a la liollandais, dann stcicrische Schnecten mit Meerrettig, sodann Forellen aus Ibria, gcbratcucii Branziuo aus Fiuiue, Stocksisch a la franciscaiu, dann gebackenen Hecht mit italienischem Salat, ein Krebsragout mit Karviol uiib eine seine Torte. Vcrsncht cs — und ich toettc, der Herr Gemal ist ganz zusrieden, es ist probat, der Feuilletonist hat's selbst probirt mtb urtheilt iiber das Fasten seit jenem Tage vicl milder als zuvor. fiber die „heillose Wirthschast unfever ©emcinbe" loszieht, zur personlichcn Thatigkeit unb unmittel-barett Mitwirkung oufgeforbcrt abev schockweise Ab-lehnungs- unb EntschnldignngSgriinbe vorfiihrt, bercit letzte Quelle immcr roieber jene Schcu vor ber nn-mittelbarcn Aktion bilbet. Dies mutz nun allerbiiigs andcrs roerben, nicht nuv bet uns, fonbern allerortS, benn baS Uebet ist cben ein allgemeineS; allein gliicklicherweife liegt lein Grunb Dor, ber unS beforgen liege, batz nach unb nach unter bent Einflusse befferer Schnlen unb tine« regcren offentlichen Lebens anch das Geschlecht dcr Epigoneu sich nicht wicdcr ermannen unb ber Later Art folgen roerbe. Damit bied jeboch bald unb mit Ersolg gcschchc, mbgen vor alien jene mit bent eigcnen Bei-spiele coranteuchten, welche burch baS Bertrauen ihrer Mitblirger in ben Gemeinberath berufen roerben. Unb beshalb ist bie Wahl berfetben von nicht gc-nug zu beachtenber Wichtigkeit. Hiebei fomrnt es nicht so sehr baranf an, welches das politische Glaubensbekenntuitz beS einzelnen sei, benn ini letzten Enbe toiegt ber Stener-gulbcn bcs einen so schroer, wie be« anbern. Anch ist es ja nicht bie Aufgabe bcs GerneinberatheS, bas hohe Meet ber Staatspolitik zu befahren unb sich zum Sturmbock abstrufer politischer Jdeen hcrzu-geben. Seine Aufgabe ist eine viel nahere, prak-tische: bie Fbrderung bcs Gemeinwohles. Wir lonnten es sehcn, wohin es fiihrt, roenn ein Ge-mcinberatl) statt sich ganzlich bieser Aufgabe zu luibmen, auf eigene Faust hohe Politik treiben will; weitu er LerfassnngSbrnch mit (Shrcnbi'trgerrccht lohnt unb ber sreiheitlichen Entwicklung bcs Bttr-gerthumes ben Kappzaum bigotter Jntoleranz an-zulegeit versucht. — Anch ber Stand unb Berns bes Einzelnen kann prinzipiell nicht vom entscheibenben Belange sein. Wir perhorresziren weber ben Priester noch ben Laicn, roeber ben schlichten Hanbwerker noch ben reichett Fabritanten, roeber ben toortfargeu aber praktischen Stcinburger, noch ben rebegeroanbten finbigcit Abvokaten, roeber den Adel noch den Be-omten; benn nach unserer Ansicht Hat jeder Burger ohite Unterschied des Standes unb ber Konfession basselbe Recht unb biefetbe Pflicht mitzurathen unb mitznthun, sobald es das Wohl ber Gemeinde gilt unb bas Bertrauen ber Mitburger ihn da;u beruft. Aber als unbebingt unerlatzlich muffeu wir vet-langcn, bajj die Mannerunseres Bertrauens in ihrer bisherigen Wirksamkeit eine fichere Geroahr bafiir bicten, batz einzig unb allein das Wohl ber Gemeinde das Richtscheit ihrer Beschlusse sein roerbe; — forbent nti'tffen roir, batz bie Mcinner unseres Bertrauens opferwillig unb stir bie offcntliche Mei-' nung empfSnglich feien, bamit fie eS nicht oergeffen, batz ihre Stellung ein Bertrauensposten fei, ber zu fctbstfiichtigen ober partikularen Parteizwecken menials ausgebeutct roerben barf; — fordern mtlffen roir endlich unb ganz votzuglich, batz biefc Manner anch Miitzigung besitzen, tint burch ein bescheidenes, nach alien Seiten gercchtcs Borgehen enblich jenen bc-llagensroertheu Zroiespalt attszngleichcn, »etcher seit cittigen Jahren in so empsindlicher Weise am Akarke ber Oenteinberoohlfahrt zehrt unb Burger gcgen Burger hetzt, als roarett sie nicht (Sliedcr b.:sselben Seibes, ber leiben mutz, roenn auch nur ein Theil sich unroohl fiihlt. Bor blinbem Fanatismus aber, welcher sich nicht scheut ben freifinnigett Bitrgcrtt ber Stabt bie Dtohung entgegen zu fchleubern: „Jch roerbe mit meiiteit Banern kommett unb cud) a lie davon-jagen;" — vor jeber Engherzigkeit, welche burch Ausbeutung vou Monopolen unb uberlebten Privi-lcgien bent Publikum bas ohnehin fchwerc Leben liebcr noch inehr ccrtheucrn tnochte, statt burch regent Gewetbfleitz ben Wettftreit int natiirlichcn Wege auszutrageu; vor jenen Prinzipien, welche in cincnt beriichtigtcn Wahlprogramme ben Bcsitz, die Wisfeuschast, den Fortschritt bev Kultur als werth-tofen Plunder gcachtct haben unb einzig unb allein bem GStzen ber Ratzengleichheit ihre Huldigung unb ihre Menfchcttopfcr borbringen mochten; — vor jener Schwache enblich, welche ben Burger vor hand-greiflichen AuSfchreitungen roher Gewalt nicht nur nicht zu fchlitzcn roeisj, fonbent berlei traurige Bcrirrungen in jeber Art zu bemanteln nnb zu entfchutbigen oerfucht; — vor einer folchen Gemeinde-vcrtretung ntoge uns bie Botsehnng, ntbge uns ber Burge tmuth unb ber Gemeinsinn ber-jettigen fur jetzt uttb tmmerbar bewahren, welche dcmnachst an bie Wahlurnc hcrantreten roerben unb banu nur sich fetbst antlagen tnbgett, roenn sie sich bei biesern Akte burch onbere als bie Rucksicht siir bas allgemcine Wohl hatten leiten loffen. Judem roir hier biesern warmen Wunsche Aus-brnck geben, oerroahren roir uns gcgen bie Unter-stellung, hiebei bestimmte PersSnlichkeiten unb nicht bios Grun b s Stze vor Augen zu haben, unb roerben bemttachst erortcrn, was roir unsererseits von bem kunftigeu Burgermeister — er mbge wer immcr sein — zu fordern uns im Rechte glaubcn. — Noch lein Krieg. Jntcrcffant ist die Erfcheinung, bah, wahrend die BSkscn plbtzlich ein tiefes Mitztraucn an den Tag legen, bie Wiener politischcn Krcisc sich vou bem belgifch-franzSsifchcn Konflikte sehr wenig bcunruhigt zeigen. Man sieht in bein ganzeu nur ein Simptom einer hochgrabtgen ncrvofen Reizbarkeit, von roclchcr die frauzSsische Politik angesichts ber beoorftehenden Neutvahlen fur ben gefctzgebenben KSrper beherrfcht roirb, aber an eine ernste Gcfahr denkt man nicht. Dcr belgifche Gcsanbte hat, roie man bem „W. T." crzahlt, in sehr bcstimmtcr Weise erklart, basj roenn bie frattzbsifche Rcgicrung irgcnb einen Anlah hat, sich fiber bae Eiscnbayngcfetz zn beschroercn, sie in sehr kurzcr Zcit voUkommeu beruhigt roerben biirfte. Schon soli bas Parifer Kabinet sich im Besitz von (šrklarungcn besittbeu, roelchc geeignet sinb, seine Ernpfindlichkcitcn zu bcfanftigcn. Dcx belgifche Senat roirb zwar alter Wahrfchcinlichteit nach bas vom Abgeorbueteuhaufc befchlofscne Gcsctz eben-falls anuehmen, aber bet Kbttig biirfte basfelbe nicht fanktiouiren. Dattn ware allcs errcicht, roaS Napoleon erreichett wolltc, uttb jener Schitnrncr von Erfolg, ben er fur bie Wahlen nothig hat, ware ihm zu Theil geroorben. Bon ber onbetn Seite verfichert man, dafj die preutzifchc Rcgicrung, ber von Parifer Blattcru ber Borrourf gemacht rourbe, sic Habe die Sache in Belgien eingefabclt, unt dent Kaifcr Napolion eine nenc Niederlage zu bereiten, in dcr entfchicdenften unb formellften Weife jegliche Betheiligung an biefer Affaire in Abrede fteUt, datz beziigliche (Srflaruttgen bcretls nach Paris abgegan-gen sinb, unb bah fomit Bismarck vorsichtig einer Polemik aus bem Wege geht, bie in ihrer roeitereit Entwicklung roirflich gefahrlich hatte roerben kbnnen. Dicfe routtberbare FriedeitSliebe Bismarck's mutz uut fo uberrafchenber crfchcinen, als es ein Offcntliche© Geheimnitz ist, batz Prcuhcn a lie Bor-bercitungen unb Zurustungcn zu einent Kantpfe mit Fraukreich bercit© feit langerer Zeik getroffcn hat. Politiker fagctt, bie delgisch franzbfische Etsenbahn-Angelegcnheit roerbe zu fcttiem Kriege fiihren, rocil cine anbcrc Etfcnbahnaugelegenheit noch nicht eric-digt ist. Die Hauptlinien dcr russischen Bahnen roerben erst im Jahrc 1870 fcrtig unb bann erst kann Rntzlanb sein militarischcs (Seroicht in die Wagschalc rocrfett. Das rourbe ber eng verbtinbetcn prentzischcn Regieruug klar gemacht, utid bie letztere fucht nun, fo rocit es in ihrcn Kras ten fteht, jebettt Borroanbe zu cinem Kriege anszuroeichen. Der Prozeh Karageorgievich. Pest, 17. Februar. Es rourbe mit ber Verlesuug der Zeugeuaussagen des Miloja Petrovich unb Radovon Mikolitsch be-gonnen. Aus ben Angaben der beidett Zcugcu, vou benen ber eiite Gesangenwiirter unb ber anbere Kerfertncifter in Bclgrad ist, geht hcrvor, batz bie gefnngencit Morder bes Flirstcn Michael roeber gefoltert noch libel behan- belt rourben. Man fei im Gegentheile ben Jnhaf-tirten sehr mcuschlich begegnct, biefetben haben Wcin, Kaffee unb Tabak crhalten unb nicmalS cine Klagc geiiutzert. Dasselbc sagt auch ber Gcubarm unb Ge-fangenroai'ter Demctcr Zwctkovich aus. Auf Wunfch ber Angcklagtcn roirb dieses BerhorSprolokoll auch fer-bifch vorgelefett. Es roirb nun an bie Angcklagtcn bie Frage gc-richtet, was sie hiczu zu bemerfen haben. Allc bret Angcklagtcn erklaren, batz bie gettiachteit Anssagcn auf Bcfehl ber serbischen Bchorbcn crsolgt smb. — Stankovich tnocht noch insbcfonbere baraitf aufmerffant, batz bie Parteilichfeit ber serbischen Be-hbrben in bieser Hinsicht ant beutlichften baraus her-vorgeht, batz fie es geslatteten, batz bie angcklagtcn Zengen vom Volkc auf offener Stratzc mit Stcincn beroorfeit rourben. Stankovich inacht ferncr auf ben Untstanb aufmerffant, bah, fo langc Serbien befteht, auch bie Tortur beftanb unb auch jetzt befteht, roie bics auch aus ben Slattern crsichtlich fei. Schlictzlich roerben bie beibcit Angcklagtcn Stankovich unb Trifkovich befragt, ob fie noch ctroas zu ihrer Pcrtheibigung anzufiihreit hatten. Trifkovich fpricht sich bahitt aus, batz, roenn et sich schuldig gcroutzt hatte, er ©elegenheit gehabt haben rourbe, sich in ein aitbcrcs Land zu fliichten, roc politische Uebertreter nicht vcrsolgt roerben, z. B. nach Amerika. Stankovich utacht geltcttb, batz bie Berschworeueu bie That ans Privatrache uerlibt haben; bem einen roar ein schreieitbes Uurecht gcschchcn, ber anbere rourbe cincs Berbrcchens roegeit seiner Frcihcit auf 20 Jahre beraubt. Gcgcn ihn (Stankovich) habe matt bie bc-laftenbeit Anssagcn in Scrbien ntachett lasien, rocil man ihm von ber Zcit her seinblich ist, wo er bie Zcrsprcngnng ber Sknptschina verhinbert habe; dies gcschah bamalS, als Filrft Alexander gezwuugen rourbe, bent Throne zu cntfagen. „Wic will man ntich ber Thcilnahmc an bent Morbe beschutbigen" — rust er ans — „bet ich both zur entscheibenben Zeit gar nicht in Serbicn roar, ©her mochte ich noch behaupten, batz Garaschanin von betu Morbanschlag gewntzt habe, betttt statt seinent Sohne, roelcher in Begleitnng bcs Flirsten anzefallen rourbe, zu Hilfe zn eilen, eilte er in bie Stabt, utn bie Zugel ber Macht an sich zn reitzett. Hier lietzc sich eher ein logifcher Zusammen< hang ftitben, als zwischcn meiiter Person uub ber Katastrophe." Priis.: Hiciuit ist bie Vcrisizirnng ber Anssagcn ber Angcklagtcn beenbigt, ich ertheile bent Hcrrn An-klager bas Wort. Anklager Strokay schilbert in biiftertt Farbcn bas grauenhaste ber That in Topschibcr, betn ein milber, von seine in Bolke gclicbter Fiirst znm Opfer ficl; bie Katastrofe, rooburch auch schulblose Personen, Frauen, in empbrenbster Weise geiuorbet rourben. Er erbssnet eine grauenhaste Perspektive, welche siir ben Fall in Aussicht stanb, als cs ben Bcrschroorcnen, Lente bes verroorfensten Schlages, gelungeu roare, bie Macht an sich > zn reitzen. Der Staatsanwalt nennt ben Fltrsten ben gcistigen unb materiellen Urhcber bet Morbthat, Stankovich ben gefahrtichsten Agenten bes-felben, unb beantragt bie Schnlbigsprechnng ber bret Angcklagtcn, Der Bertheidiger Furtob ptaibirte unter bent stlttmischen Beisall des Publikums silt einen Ablas-sungsbeschlntz, inbent er in longer, schwmtgvollct Rede bie Bctbachtsgtilnbc ber Anktage entkrastet. Wcgcn votgetllckter Zcit roirb bie Bcrhanblnng urn 2 Uhr auf morgen vcrtagt. Politische Rundschau. Laibach, 20. Februar. Die Nachricht von ber Auflaffung bc6 RcichSfinanzministcriums roirb nun in bc-stimtitter Wcisc dcmentirt unb babei zuglcich angc-ffihrt, batz bie Bank bie ©cfchafte gar nicht fo billig beforgen konnte als bas gcnannte Miniftcrium. Ju Boh ut e it ist, rote gesterit bcrichtet, in biesern Augcublickc roieber ein fleitter B r o schn r cu Spektakel in Szctte gcsctzt, beffen Rcgisscur man in Berlin suchen will. Der „Ncichenberger Ztg." wird aus Prichowitz (ait bev preuhisch - schlesischeir Grenze hieruber geschricbcn: Vor kurzem trug ein Pascher von Schreiberhau cut an ben Hochstadter Postmeister abressirtes, gut ge-schnurtes unb versiegeltes Paket iiber bit Grenze. Der Postexpebiwr in Echreiberhan soll an ben Mann bei der Uebergabe bed Pakets bie Frage gestellt haben, „ob fte benn in Bohmen Revolution machcn roollten." Der Pascher verstanb anfangs ben Sinn biefer Worte nicht, boch begriff er wohl aitf bem Wege gegen Prichowitz, bah in bem Pakete ein wichtiges Geheimnitz enthalten sein miisse. Hier angetangt, krhrte er im Gasthause bes P. ein unb Iheilte bem Wirthe seine Besorgnitz mil, batz er fiirchte, verbotene Broschflren M tragen. P. schlug vor, bas Paket anfznreitzen, wornit sich ber Pascher einverstanben erklarte; sie fan« den zum ©taunen beiber eitte Anzahl von litografirten BroschUren, wovon P. ein Exemplar an bas Tann-watber k. k. Finanzwach-Kornmissariat faubte unb bie iibrigen bireft an unset Ministerium nach Wien schickte. Ueberbies sollen berartige Flngschriften in unb urn Hochstabt zirfuliren unb soll bie Haupttenbenz berselben die „Aufsorbernng zur Steuerverweigernng sein." Die „91. A. Z." bringt einen offiziSsen Bericht aus Miinchen, bemznfolge man sich bort schon tfingere Zcit mit eiuem VcrfassungScntwnrf fflr btn ©fib6unb beschastigt. Doch hanbelt sich«, soroeit es bie Absichteu VaicrnS betrisst, nicht um einen fetbftanbigeu ©itbbunb, fonbern es soll bie Znsam-mensassnng ber Sndsiaaten nur bie Vorbereitung sein zn beren Auschluh an Preuhen. Dieses Projekt biirstc namenttich in Wiirttemberg, wo man nur einen unabljangigcn ©ubbunb aus ftrcng bemofra* tischer ©runbtage will, aus grotzen Wiberstand stotzen. Man licet in ber »France": (Sin Blatt (ber ..International') behauptet, batz ber KSnig von Hannover bei be it Rcgierungcn von Frankreich unb Euglanb Schritte geihan hatte in etner poti. tischcn Absicht, welche dieses Blatt errathen latzt. (Aussohnung mit bem Berliner Hose.) Wir find in der Lage, bieser Nachricht ein entschiebeneS Dementi entgegenzustellcn, was bie sranjiJsifche Regierung betrisst, itnb wir halten sie fflr nicht mittber unbe-flrunbet, was bie Regierung ber Konigin Viktoria betrisst. Die K o n s ere nz nahm in ber Sitzung am 18. b. nach AuhSiung ber Auiwort GricchrnlandS Akt vont Beitritle dcs Athencr Kabinets zu den in ber Defloration auSgesprochenen Prinzipien, erklarte bie biplomatischen Beziehungen zwischen ber Tiirkei unb Gricche»la»d ipso facto tjerqeftctlt unb bcauftragte ben Pvafibenten, beibcti Rcgierungcn fur die bcn Rathschlagcu ber Konferenz bezcigte Achtung zn banketi, ©obann etklStte sich bie Ron« fcrm;t fill' aufgelSSt. Was bie ©latter eben jetzt roieber von einer Ausficht stehenben SIbtretung beS turkifcheu HafenS S p jzz a an bcn Behcrrscher ber schwarzen Bergc iu erzahlen wiffen — fchreibt man ber ..Triester Scituug1' aus Wien — ist cinfach bie willkurliche ®ieberaufroarmuiig cines alien DesiderinmS ber Siontencgviner. Zur Zeit ist bie SIbtretung bes Wnattnteii obcr iiberhanpt eineS HafenplatzeS von Montenegro nicht angevegt unb hat alfo rocber von ^utzlanb unb Preutzen warm befflrwortet, nod) gar 6011 der Pforte guuftig aufgenommen wtrbcn kSnnen. Auf bie Beziehungen Englanbs zu "',u§ta ttb in Zentralaficn znriickkommenb, tritt bie „Times" heutc mit bem Vorfchlage auf, d'c beibert Rcgierttngeti mBchten sich biplomatisch ubcr biefen heikligen Putikt ocrftftnbigen, sich g,-wissermatzen traklntmatzig in ben Besitz Jnbiens bom Kankafus bis an bie chinesifche Matter theilen. Englanb Habe fur Afien nie bie Monroe - Doktrin der Attterikatter geltcnb gemncht, unb Rutzlattb konntc mit bent, was es in Zentralasien jetzt fchon sein etgen ncnttcn bitrfc, wohl hinreichettb zufritbett sein. Der Hauptscinb beiber fci am Eiibc boch bie Un-oulbfnmfeit ber mittelasiatischett Mohaniebaner. ©o verbunbe man sich gegen biefe, ocrftanbige sich ubcr °le Grenzlinie, bie Rutzlattb unb Englgnb kunftig heilig halten sollen > (biefe Grenzlinie wiirc bas Afghanenlanb) unb erlcbige fomit in a tier Freund-fchaft bie zcntralasiatifche Frage, bie Dieten alS fo iibcrans gesahrbrohenb erscheitte. Friihcr ober fpatcr werbe eS auf jcben Fall zu einer biplomatischen BcrstSnbigung komttten mflssen. Je frtihcr man sie anbahne, befto beffer. Nach aus Mabrib cingetangten Privatnach-richten wirb bie Wahl Don, Fernanbo'S zum KSnig vou ©pamen alS fast gefichert betrachtct. Eine Korrefponbenz ber „21. A. Ztg." aus 21 then gibt ausfflhrliche Details iiber bie burch bie Ankunft beS 21bgefattbten ber Konferenz hervor-gerufenc Krife in Griechenlanb. Es geht aus bem Berichte hervor, batz es nur ber energischen Prcffiott ber Bertrctcr ber Machte mSglich roar, Kvnig Georg zur Annahme bes Programme Zaimis' zu beroegen. Es beftatigt sich auch, batz die ruffifche Diplomatic einen ber 2lntiahme ber Dcklaration ber Miichte gunftigenEinftutz zur Geltung brachtr. — Das Ministerium Zaimis hat bie Institution ber Ratio-natgarbe abgefchafft unb bie autzerorbenttichc Trnppen-austjebung abgeftellt. Im Sanbe herrscht vollkom-mene Ruhe. Alle jiingst in Bcwegung gefetzten Truppenkorper haben Orbre crhalten, in ihrc alteti Kantounements zurtickzugehen. — Der „Mornittg Herald" erfahrt auS Konstantinopel vom 13. b. von einer bort bekannt geroorbencn Proll ama-tion ber hellenif chen Regierung, welche roegctt einiger fur die Pforte vcrlctzcnber 2lusdritcke fchlechten Eindruck gemacht Habe. Die Pforte Habe gegen biefe AuSdrucke protestirt unb oerlange bie Zurflckziehung berselben vor Wieberausnahntc ber ofsiziellen Beziehungen. Trvtz bieses ZwischenfalleS hege man jeboch roegen bes Friebens kcitte Be-svrgnitz. Zur Tagesgeschichte. — Der Kassicr ber Perfonenkaffe ber Kaiser Ferbinanbs-Norbbahn auf bem Wiener Stationsplatze, Namens Schafchetzky, welcher mit ber Kartenansgabe bet Wien-Prager Lime betraut war, ist feit Mittwoch Morgens verschwnnben. Der Berntitzte hatte Montag Bor-mittags zum tetzten male Dienst unb sollte Dienstag Rachmittags znr Expedition ber ©chneBjlige roieber in bie Tour treten. Er schickte jeboch schon sriihcr einen Brief foroie ben Kaffenfchtiiffet an ben Borstaub bes Perfonen-Expebits mit bem Bctuerkeu, batz roenn ber Empfanger biescn Brief lese, ber Schreiber sich nicht-mehr unter ben i'ebenben befinben werbe. Einen tthnlichen Brief bekattt auch bie Frau bes Berschwunbeneu. Ob-wohl Schafchetzky attgemein als in georbneten Verhatt-nissen lebenb gekannt war, tag boch bie Vermnthnng einer Defraudation uahe, unb in ber That ctrgab auch bie vorgettotnmene Kassen- ©kontrirung einen bebeu-tenben Abgang. Man spricht von iiber 100.000 ft. — In eiuem Wiener Blatte lefen wir folgenbes ergbtztichc ©efchichtchen: Frciuleinvon P.............. beren Familie sich auf ihr blanes Blut ettorm viel einbilbet, heiratete einen unfercr bitrgerlichen Millie-nare. Untangst hatte fie Einkanfe gemacht. Elegantes ©pielzcng wurbe ausgefucht. „©ie tuerbett mit wohl," fagte sie zu bent Koinmis, welchet sie bebiente, „bas alles in's Hans schicken kbnnen?" „Den Natncn, Mabame, roenn ich bitten bars?" „Mabantc — Madame — Mabame ..." Nachbetn sie sich baun zu ihtetn Bebieuteu geroendet: „Jcan, neitnen ©ie doch ben Namen ihtes Hettn!" — Det Genetalkonsul in Bukatest, Kart Freiherr v. ©ber, ist zum autzerorben,lichen ©esanbteu unb bevollntiichtigten SDiinifter am griechischen Hose nub zum Generalkonsul fiir bie Molban unb Walachei ber Lcgatiousrath Nikolaus Zulauf Ritter v. P o t-tenburg ernannt. — Das ©tabttheater zu Kolu ist ein Opfer ber Flammen geworben. Eine gauze Familie, Mann, Frau unb fiittf kleine Kinber, find baritt ver-brattnt. ©in Tobessall wurde burch Einstnrz einer Mauer herbeigefUhrt.. Das abgebraitnte Theater stanb erst feit vier Jahren zum Ersatz bes alien, ein Jahr friiher abgebrattnlen Theaters. — Es sollen — wie aus Paris gefchrieben tvirb — jetzt © oldft itckc im Wcrthe von 25 Fran ken gefchlagett werden. Diefelben erhaltett beit Namen „Empereur.“ Die 20 Frankenstflcke sollen fpater ganz aus ber Zirkntation verschwinden. Man will auf biefe Weife bie Bezeichnnng Lonisb'or, bie zn fehr an bie Vergangenheit erinnert, bcfeitigcn. Lokal- unb Provinzial-Angelegenheiten. Original-Korrespondenz. Aus Untcrfrain, 18. Februar. Am 11. Februar d. I. urn die Mittagszeit gefchah es, batz sich bem Militarabfchieber N. aus Kleinforren, ©crichlsbezirk Seifenberg, ber unweil biefer Ortschaft auf cittern ©treuantheil beschastiget war, brci uitbekannte, im ©efichte mit falfcheit Bollbarten entstellte 2)iannev nahertett, von betten ber eitte, ihttt ein grotzes Messer an bie Kehtc setzend, ihm mit bem Tobe brohte, roenn er einen i'aut vou sich geben sollte. Daraus schleppten sie ihu einige Klaster weit in ein Gebiisch, riffeit ihm die Ktcider herab unb entmannten den UnglUcktichen thcitrocise, roorauf fie sich, tetztereu sich hilslos attcin llberlaffettb, mit ihrer Beute entfernten, wahrenb ber Arme in feittem grotzten ©chrnerz sich noch zn einem unfernen Wasier schleppen unb sich bort laben unb reinigen konnte. Die Motive bieses Verbrechens bticben bisher mtbetamtt, fell)ft bent arntcit Verstummelten ftnb sic sretnb; boppelt beklagenswerth unb von ber Bil-dungsstnfc unseres Landoolkes Zengnitz gebeub ware es, roenn, wie es zn tiermuthen ist, ber Aberglanbe hiebei im ©pielc ware. Der ©traffall ist bereits bei ©ericht anhangig, ben Uebelthatcrn wirb cifrtgst nach-gefotfcht, ber Mitzhanbelte aber befinbet sich in Lebens-gefahr. Bei ber Eigenthiimlichkeit bieses Verbrechens bllrste es ben ©icherheilsorganeit unb bem Unter-fuchungsgerichte kaum fchwer fallen, bie Unntenfchen in ©rfahrung zn bringen. Lokal-Chromk. — NSchsten Montag, ben 22. Februar, uut 10 U hr S3 ortnittags wirb iu ber hieftgen Dornkirche bas feierliche Requiem filr ben am 13. d. M. in ©razbahingeschiebeneitHerrnFranz 3E. Maurer, Geroerken- unb FahrikSbesitzer, abgehalten roerdeit, ber auch in unferer ©tabt sich ein ehrenbes unb wohlrool-lendes Anbenken gefichert hat. — (©miffion filr die Bahn Laibach-Tarvis.) Das Getd-Emisiionsgefchiist fiir bie neu projektirte Bahnlinie Laibach-TarviS ist von ber Kron prinz-Rndolfsbahn enbgiltig abgefchtoffeu rooroen. ES partizipiren baratt bie Defterreichifche Krebitanftalt, bie Anglo-Oesterreichifche-Bank, bie Franke Defterrcv chifche-Bank unb als Vauttnlernehntcr bie ©ebrilber Klein mit je 25 Perzeut. — (Antigone.) Morgen Nachinittag um 2 Uhr sinbet im Reboutensaale bie erste ©esamnit-probe statt. — (Eine 21 b ref se an Pap ft Pins IX.) zur Feier seines 50jahrigen Priesterjubilaums zirkn-lirt im Lanbe znr Uuterfchrift nebft einem Aufrufe zur ©antnilung von Beitragen, auch tverben biejenigen, welche ber von Wien zn entfenbenben Deputation, bie ben Pcterspfennig nach Rom iiberbringen wirb, sich anschlietzeit wolleu, ausgesorbert, bis Mitte Marz sich beim katholischen Bereiu zu ntelben. — (N e u e ftc ©chultehrerleibe u) wcrbcn ber „L. Ztg." aus Kraitiburg, 10. b. M, gemetbet. „Jn ber Racht vom G. aus ben 7. b. M. rourben in bie ©chullehrerswohuung von ©asuiz, Pfarre Altlack, burch zwei Fenster gleichzeitig zwei pfuitbfchwere ©tcine gefchteubert unb dadurch mehrere ©cheibett zcrtriiuituert. In ber Nacht votn 16. auf ben 17. b. M. wurbe aber burch ein Fenster bes an bas ©chlafjiittmer bes ©chullehrers anftotzcubeu Zimmers, in welchem bie ©chwester des Lehrers fchlicf, ein ©chutz abgefeuert. Nach ben ©pureit zn urtheilen, welche an ber Wanb, wohtn ber ©chutz fiet, fichtbar finb, biirftc bie ©chntz-waffe, worans gefeuert wurde, mit eiuem ©tiicke Štet getaben gemefett feit?; glilcklicherweife wurbe ltientanb befchabigt. Die Thater finb bisher unbekanut; — batz ber ©rund biefer beklagenswertheu ©reigniffe in den Jntrtguen, welchc cine gegen die Errichtung der Schule zu Safniz und Einbeziehnng der Ortschaft Heiligengeist in den »even Schulraion sich auflehnende Parlei int geheimen unermiidet fortzuspiunen scheint, yi snchen sein roerbe, wird allgemein vermuthet. Die diesfalls einqelcitete gerichlliche Untersuchung bilrftc wohl niihere Daten im Gegeiistande zu Tage fordern." — (Beriluderungen ini Kuratklcrus.) Die Lokalie G o r i t s ch e wurde dem Lokalkaplan in UIrid)8berc\ Michael G olmayr verliehen. Der Feld-kaplan Nikolaus Zic deS vaterlandischen Regimenkes Kuhn wurde als Garnisonskurat 1. Klasse uach Tries! ubersetzt. — (A u S b c m steierischen Nnterlande) schreibt man der „Tpst.Der hochw. Herr Fiirst-bischof von Savant hat cine« Erlcch an beit Klerus seiner Diozese gerichtet, in tvdchcm ber letztere anfge-fordert wird, ,,'sich aller Theilnahme am auheru poli-tifchcit Leben nub alter Wiirden bet Vereinen ititb Ber-tretmigen zu cnthalten." 9Jt'ait muh btcscii Erla>; bet ber meist geringen politischen Bilbung, welche bei eineiit Thcil des Klerus anzutreffcu und bei bent ziemlich entwickelten nationalen unb sonstigen Fanatismus bes-selbeu sehr eiusichtSvoll unb zeikgemcib finben. Wir milhlen es sehr riihmcn, wemt bieser Erlas; in anbern Diozescn Nachahmnng fanbe. Der Erlcitz bes Herrn Fiirstbischofs Dr. Stepischnegg liber das „Verbot bes Wirthshausbesuches" wirb auch eute milbere Benrthei-luncj erfahren, wenn man erfahvt, dast bavin die Er-mahnung an ben Klerus cnthalten ist, „sich einer szientifischen Bilbung zu befleihen und in derselben auch fortzuschreitcn, zu welchem Zwecke eine gehvrige Veftiire dem WirthShausleben vorzuziehen ware." fonateinfilnftc renitenter Mitglicder dcS Klerus zu entziehen, roeit die Regierung Gesetzcsvorlagen znr Beseitigung ber Rcnitcnz zngesichcrt hat. Die Resolution, die Einkunfte des BischofS von Linz auf die normalmatzige Dotation zu rcdnziren, wurde angeiiommen, uachdcin der Unterrichtsminister crfltivt hatte, die diesbeziiglichen Schnite fcicn bereits ein-gcleitet. Bruffel, 19. Februar. Die SeiiatSkommis-sion nahm mit vier Stimnien Majoiitat das Eisen-bahngesetz an. Drei Senatorcn enthielten sich ber Abstilnmung. — Nach ber „Jndcpendancc" hat die Reise deS Kriegsministers nach Paris keinen politischen Zwcck. Aus dem Gerichtssaale. Am 11. und 13. Februar l. I. wnrden beitit f. f. Kreisgerichte RubotfSwerth 3 Persvnen wegen Diebstahls abgcurthcilt, 2 wegen schwerer kor-perlicher Beschcidignnq, 3 wegen Nothzucht uichtschulbig zesprvchen, hievou jeboch 2 wegen Uebertretung gegen die vffentliche Sittlichkeit verurtheilt; 1 Person wurde des Berbrechcns ber Vorschubleistung uichtschulbig gesprochen.__________________________________________________ Wittemng. Laibach, 20. Februar. Wind anhaltend aus SW. inahig, Wolkcndecke fast gauz gcsdjlofsen. W ii r lit f: Morgens 6 Uhr + 4.9°, Nachm. 2 llhr +8.7° (1868+3.7°, 1867 + 4.9”.) Barometer: 326.73/" Das gcstvigc Tagcsinittcl der Marine + 6.6°, um 6.9“ liber dem Norinale. ‘ Loin iiberinorgigen Tage Petri Stuhlfeier gilt der Baucmsprud': Frierts auf Petri Stnhlftier, ______________FriertS lioch vierzehn mat heuer.______________ 11m iiie()r(citigcn Anfrageu zn gcniigeu, erlanbe id, mir hierdnrch bekaunt zu gcben, datz id) geueigt bin, Unterricht im Gesang zu ertheileu, und rrstidje die hierauf Reflcktircudcn, fid) wegen der uLtbigeu Ruckspradie geMigst in ineiiie Wvhnung: Tentsche (Snjjc Nr. 177, 1. Ttock ruckiviirts, bcmuhen zu wollen. (47—1) Wheeler & Wilsons rcnommirte liil)iiittfd|ineu ausgczeid'iiei mit den ersten Pvrifcn der grosten Jndnstricans-stellungen. Fiins Jahve Vtiaraittie gegen jctoc Rcpavatuv. GratiS-unterricht filr Stonier, mcitzigcs Honorar fttv 9iid)tfdufcr; aUc I'chteiu, Banmwolle- uuS Srtmlmmriicvavlicitcii wer-den reell, prompt »»d bitiinft ausnefUhrt. (43—1) .Henriette Luseller i it 2 a i b a d), H a it v t p I a tz N r. "37. W* ZSnzsicher Ausverkanf (44—2) im Jdaiinfatttnrmaarcn- Geschiiste ^ bed Andreas Jeschenagg am Hauptplatze im MagistratsgebLude. Zugleich wird die am 1. Miirz 1. I. in der Schietzstattgasse Haus-Nr. 80, ziociten Slock, stattsindende Crchi illlg«-Llzitatlon von verschiedenen Cfiuriifitiinnoftiiifcit, Bettzenn, Wold- uttb Silbcrsachcn sc. rc. bekannt geniachi. Lilionese, Morqcn Lonntag om Lll. d. iOi. (46) im Hotel ftglefam! Soiree Verstorbene. Den 19. Februar. Dem Herrn Anton PaU, Hans besttzer, seine Gatlin Helena, alt 64 Jahre, in der St. PeterSvorstadt Nr. 34 an der Wassersucht. Den 20. Februar. Franz Zadnikar, Jnwohner, alt 70 Jahre, im Zivilspital an Marasmus. - Maria Perker, pens. Tirolerjdgers-Witwe, alt 80 Jahve, in der Stadt Nr. 31 ait der Bvustwassersucht. Gedenktafel iiber dic ant 23. Februar 1869 ftattfiiibeuben I Lizitationen. I. Feilb., (ivlad)’jdic Real., Naischach, 300 f(., BG. itvciiau. — 1. Feilb., Gostisa'sdie Real., Obevdors, 3525 ft., BG. Planina. — 1. Feilb., jivasiier'sche Real., Ulaka, 1304 ft., BG. Planina. 1. Feilb., Opeka'sche Real., Rablcf, 1193 ft.. BG. Vaas. I. Feilb., Mttviii’fd'c Real., Gradise, 610 ft., BG. Ratfctiad). •- Feilb., Diezik'sche Real., BG. Kronan. Theater. i Hente: lie 3nubvr|liitr. I Grosze Oper in 4 Akten von liii. A. Mozavt. 1 | Personen: Savastvo, Hevv Decavti. -- Taniino, Adolf Ander. — KLnigin dev Nacht, Frl. Jcltiitcf. - Pamiita, Frl. Pichoit. ■ Papageno, Herr Gotttch. — Vkanoslatos, Hevv Parth. — Papagena, Frl. Jessika. — Erste Dame, Frl. Hcvinine Tvenkle. — Zwcitev Knabe, Frl. Arthur. Znm Schtuft: ________ Grojres Tabirnii._____________________________ Telegramme. 36ieit, 19. Februar. Der Bubgetausschutz verwarf butch ben Atisschlag ber Stimme bes Ob-manns die Resulution, theilweisc ober gauz die Per* auSgcfiihrt vou ber Kapcllc dcS 71). Jnf.-Rcg. luftiiijc N lller. Hiitrfc 8 5 kr. In der Bierhalle. Morgen Sennton den 21. Februar: f GESANG - SOIREE der Gcfcllfchaft A. 'I'rlni ttittcr Mitwirkung des blinden Zithevmeisters «1. S«n»anvio aus Rudolfswerth. ufaim 7 ,/s> Uhr Abends. Es werdeu hier dent Publikttin den unserigen nachgeuiachtc Artikel zu billigeven Preisen entpfohlcn, welchc italilvlidt nicht die richtige Wivknng haben liittncit; um Vevwechslutigen zn vevineiden, bitten wir geuau auf unsere Ftruta zn achteu. vom Mi-, nisterinnt gevrllst und konzessionirt, reinigt die Haul von Leberflecken, Soinniersprossen, Pockenflecken, vcrtreibi den gclben Tcint und dic Riithe der 9(afc, sichereS Mittcl filr skrofulofe lilt reinheiten dcr Haul, crfvifcht und ’ vevjiingt den Teint und macht deu selben blendend weitz und zavt. Die Wirkitng erfolgt binnen 14 Tagen, roofttr die Fabrik garautirt, u Fl. 2 fl. 60 ft. und 1 fl. 30 kr. BarterzengunftS - Pomave it Dose 2 fl. 60 kr. Binnen 6 Monatcn erzeugt dieselbe einen vollen Bart schon bei jnngen Leuten vou 16Jahreu, roofttr die Fabrik garantivt. Stud) roivt dieselbe zum Kops haavwuchs angeroandt. (Vhinesisctil-S Ajnnrfiirbmiitcl, 2 fl. 10 kr. und 1 fl. k>4 tv., farbt das Haar fofort edit in blond, bra tin und schroavz uud fallen die Farben vorziig lidt fchon aits. VrientaliscbeS EnthaariniflSmittrl, ii Fl. 2 fl. 10 kr., znr Entfevnnng zu ties gcwadi-fcnev Sdteitekhaave uud dev bei Damett vorkontmen den Bavtspuven binueu 1f> Minuten. Erfindcr Rothe K» tsornp. in Bevlin. Die Niedevlage befiudet sich in Laibach bei Albert 'Frlniter. (40- 1) Wiener Biirse vom 19. Februar. Hewte Saniwtns sindct tilt U < >TEL I I III V > I das Ict'ti- Lachkranzchen dev beliebten Pester Sanljergcl'ellt'chast Skok stati. Dic Gesclljdiaft roiri btmiiht sein, das Publikum mit ganz iteuem Programm zu amiisircn nnd hofft auf einen zahlreichen Bcsudv Ad'tnngsvoll (45) die (0i-|Vllft1)nft. Fkllklspritzkll jeder Grbtze, besouders filv VituDfiftitciuOcii sehr cmpfehlntSrocvthe 3-eiineriqe Traqspritzen 5it 150 fl., (8-7) Notirende Weinpmnpen zu loo fl., mit dcnen man 60 (timer in der Shmbe iibev-schiinken kann, find zn haben in dev Glocken- nnd 9)ictall(iicf^crci, mechimischen Werkstiitte ve,, Albert Sin i ia ssa in Laibach. 1 Staatsfonds. j Sperc. cflerr. Wiihr. . bto. e. lHiiti . •! bto. Rente, ost. Pap. bto. bto. oft.in Silb.I Lose von 1854 . . .] Lose von i860, ganze Lose von i860, Fiinft. Pramiensch. v. I8tv4 . Grundentl.-Obl. Steiernrark zu5pEt. Karnten, Krarn u. Kiistenlanb 5 „ Ungarn. . zu 5 „ , Kroat. u. Slav. 5 „ Siebenbiirg. „ 5 „ : Action. Nationalbank . . . Crebitanftalt . . . N. o. Cscompte-Ges. Anglo^ostcrr. Bank . Oest. Bobencreb.-A. . Oest. Hypoth.-Bank.! Steier. Escompt.-Bk.^ Saif. Ferb.-Norbb. .1 Siibbahn-Gesellsch. . Kais. Elijabethr-Bahn. Carl Lnbwig-Bahn Siebenb. Ersenbahn. Kais. Franz-3osessb.. Fiinsk.-Barcser E.-B. Alfolb-Fium. Bahn . Pfandbrlefe. Nation. o.W. verloSb. Ung. Bob.-Crebitanst. Allg.ost.Bob.-Crebit. i bto. ,n 93I.rtirkz. . Gelb; 58.75 tii.yo; (*»7.90, 8!».50 90.80| 100.—' 124.801 Ware 58.85 03.60 02. 68.- 90.— 97.- 100.50 125. 88.—’ 89.— 86.— 78.25 78.50 74.25 714.— 287.90 801.— 274.50 270.— 72.—I 230.— 22951 233.— 180.—I 216.50 157.50 169.— 186.50 160.— 96.50 92.50 107.25 90.25 94.— 78.75 79. 74.75 716.— 288- 810.— 275— 275. 73.— 2300 233.20 180.50 217. 158.- 1169.50 >86.75 160.50 97.- 93. 107.50 90.75 Gelb Ware Oest. Hypoth. Bank.. 98.— 98.50 Priorit&ts-Obllff.! Siibb.-Ges. zu 500 Fr. 114.25 114.60 bto. BonS 6 pCt. 238.50 239.50 Norbb. (100 fl. CM.) 93.50 93.— Sieb.-B.(2oofl.o.W.) 88.75 89.25 ritubolfSb.(300st.o.W.) 88.— 88.50 Franz-Iof. (200 fl. s.) 89.— 89.50 Lose. trebit 100 fl. o. 20. . 163.50 164.— Don.-Dampfsch.-Ges. zu loo ft. CM. . . 96.— 97.— Triester loo fl. CM. . 120.— 121.— bto. 50 fl. o.W. . 57.- 58.- Ofciicr . »10 fl. L.W. 34.50 35.— Ehterhazy fl. 40 CM. Salm . „ 40 „ 41.50 Palfsy . „ 40 „ Clary . „ 40 „ St. Genois „ 40 „ 35.— 36.— 35^50 37.— 32.50 33.50 'Pindischgratz 20 „ 22.— 23.— Walbstenr . 20 „ 24.50 25.50 Keglevich . 10 „ Rubolfsftift. 100.W. 15.— 15.50 15.50 16.50 Weohsel (3 Mon.) Augsb. l00fI.fitbb.2B. 102.25 102.50 Franks. 100 fl. » „ Lonbon 10 Pf. Sterl. 102.50 102.60 122 50 122.60 Paris 100 Francs . 48.80 49.80 Mtinzen. Kaif. Miinz-Ducaten. 20-Francsstiick. . . 5.81 5.82 9.80 9.80* Bereinsthaler . . . 1.80 1.80» Silber 120.75 121.— Telcgraphischer Wechselkvurs vom LO.Febvuav. 5perz. Rente Lstevr. Papiev 61.90. — kpevz. Rente iiftevv. Silbev 67 90. — 1860ev Staatsanlehen 96.80. — Bankaktien7l8. — Kreditaktien 285.90. — London 122.35>. — Silber 120.50. — K. k. Dukaten 5.79s/,,,. iSerltgtr und fiir dic Redaktion vcrantw»rtlich: Ottomar Bamberg. Druck von Jgn. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg in Laibach.