Deutsche Macht Bfctit tfkn t«rnin1t«j ll) Ctntai mtrjnrt »»> tollet f9t C19I mit Z»st«0»»i tl » H,u» »»»»tlich II. —M, v,crl«!j!ihr^ fl. i,M, bnrtjüjrij (V. , janiiSSrig (I. S—. Ktt V»ftvrrsknd»»« otfrtd[Kfrrtg U* MHItri« fl. S.SO, jonijdtrij R. S.40l ®« «taieln Duma 7 kr. 3«irtol« nach Z«tkf; brl tfter» wi,»nd°l>»g«» e»llprrch?«t«r Rabatt. »uS»l>l« nel>«e» 3uftt«»e für unfrr (Hatt iSt t>> »»« «■iirifttatUtt H»»p,,I»tz 104. epnchNon»«» M Itrtactrai« »glich, mit Sa«iutn»f btt €«itrt- nn> ffhetta je, coa II—1t Mi Bin- uft »—i UJt N»ch»in»»«. — «rdaswti«um »ortnfrti. — Maniscriple «Ktbtit nicht |Utfid|t|(Kl>ct. — SlÄ0S(m< Zli!«»»ll»ari> Sicht d»Lis«i. Sir. 58. Cilli, Donnerstag den 31. Juli 1887. XU. Jahrgang. ' Wir geben mit Erlaubnis des Autors hier eine fei* aus (itttm itijr interessanten. von eingehenden und !>lthal»gen Studien fugende» Werte, rselches den Cillier S?mnasialprosesior finittl zum Verfasser hat Das Buch >ukn drn an der Spike dieses Bruchstückes gestellten 2ii-:[ uhj wird in wohl schon kurzer Zeit vor die Leffent-hdjlnt treten. Russisches aus Stovenien. Seit einer Reihe von Jahren constatiren itr bis Thatsache, daß unter den slovenischen Mllfübretn insgeheim Propaganda für die trpche Staatskirche gemacht werde, u. zw. wie «wiederholt ausdrücklich hervorhoben, nicht nr von weltlichen sondern auch von geistlichen JWfinihttrn. Die Saat scheint Wurzel gefaßt u Laben, denn die slovenische Presse kommt znnn häufiger auf diesen Gegenstand zu spre-#«i, und wird, da sie ans keinen Widerstand Wt, immer deutlicher. Die Forderung der sla-lötnl Liturgie, als Brücke zum eigentlichen jjitle, >. B. hat offenbar sowohl in Laibach als in Marburg nicht unangenehm berührt. Ja, im «ftrignt „Slovenec", dem leitenden Organe der Mcrnschcn Geistlichkeit, finden wir eine Stelle, m :k von dieser slavischen Liturgie mit einer jraiUit Begeisterung gesprochen und der Vor p!°g gemacht wird, es sei der Papst um Ge «äfcräng derselben entschieden zu bitten! So oft: hat es der nationale Fanatismus also rch gebracht, daß das Organ der sloveni- Geistlichkeit die Abschaffung der Kirchen-' faatti auf die Tagesordnung setzt! Für die Wirklichkeit fortgeschrittener sind in dieser ZiiliiNüil natürlich die Laibacher Oberpervaken. kein Mäntelchen umlegen, sondern so törlid' kind. offen zu sagen, was die Einen und te Anderen anstreben. Der „Parlamentär", irr Ge'ildlsdolmersch der slavischen Nationali« tocil Oesterreichs, enthält in einer seiner letzten Ztvmnmi eine Zuschrift aus Laibach, die unum «imdeil sagt, was die Pervaken in Bezng auf S: die wollen: .©trabt so reit die jüdisch« Sonfession die Na-til'üiilt der Juden bildet, die römische Kirche eine «taule Kirche der Romanen, ebenso ist die sla- ktifck Äirche die nationale Kirche der Slaven. Die | . Kultur- und Landschaftsvilder aus Steiermark und Aärnten. Bon Michel flniuL*) Wie jede geologische Periode mit nntrügli-üd;?n Sharaf'rrcn ihr Vorhandensein den Ge-it!:cdtern spätgeborener Menschen kündet, indem üf bit alte Erde mit einem neuen Kleide über-jitbt, welches den prosaisch sprechenden Söhnen msaa Tage als eine neue Erdschicht erscheint, s» lassen Auch die Völker in ihrer Arbeit Spu-reit auk der Oberfläche der Erde zurück, die wir ii ihrer Gesammtheit für einen bestimmt abge-grenzten Zeitraum eine Culturschichte nennen. Cilli nun steht aus einem Boden, der be° »uz drei solcher Culturschichten ausweist. Unter der heutigen, die man als die deutsche bezeich-»en kann, liegt Sannschutt, welcher die römische Schichte deckt; unter dieser birgt gleichfalls von der Tann aus deni Gebirge geschwemmtes und zerbröckelte« Gestein eine, soweit wir heute be-urtheilen können, unterste Lage, wahrscheinlich der keltische» Zeit entstammend. Kirche muß national sein, wenn sie ihrer bildenden sittlich-religiösen Aufgabe genügen soll." »Alle Slo-venen sind für die slavisch« Liturgie nach griechischem RituS, und mit dieser Thatsache wird Rom rechnen müßen. Wenn nicht, wir Slov«nen werden keinen Nachtheil erleiden. DaS slovenische Volk muß zur slavischen Liturgie nach grichischem Ritus, ob u n i r t, oder nicht unirt, gelangen, weil es seine Nationalität inmitten der Deutschen und Italiener, ohne nationale slavische Kirche nicht behaupten kann. — Diese Erkenntniß ist in dem slovenischen Volke fest gewurzelt, sie ist allgemein und unausrottbar, unversiegbar." Wir haben es da mit einer sehr wahren und selten ehrlichen Erörterung der Sachlage in dieser Richtung zu thun. Man wird die be-züglichen Ergüsse der slovenischen Zeitungen na-türlich auf daS Niveau der Bedeutungslosigkeit herabzudrucken bestrebt sein, vielleicht auch die erhitzte Fantaste Einzelner für dieselben verant-wortlich zu machen suchen; trotzdem aber wird es Thatsache bleiben, daß schon seit mehreren Jahren für die Idee Propaganda gemacht wird, die russische Staatsreligion in Slovenien einzuführen. 0, Versöhnuugsära! Mangel an Katecheten. Wien. 16. Juli. Das Wiener sürstbischöfliche Eonsiftorium richtete eine Eingabe an den Wiener Gemeinde-rath, es sei außer Stande den Religionsunter-richt an den Bürgerschulen zu besorgen. Die Zahl der Volks- und Bürgerschulen wachst mit jedem Jahre, die Zahl der HilfSgeistlichen bei den Pfarreien bleibe eine stehende. Es müsse also bezüglich des Religionsunterrichtes Etwas geschehe». Diese Eingabe scheint so felbftver-ständlich und einfach, daß man glauben sollte, sie verdiene weiter keine Beachtung. ES brauch- ten nur hinreichend Religionslehrer bestellt zu werden und Alles sei in Ordnung. Die Sache hat aber einen Haken. Die Eingabe des Consi-storinms ist ein Schritt gegen die sogenannte Neuschule, deren böse Folgen auf diese Art in das richtige Licht gestellt werden sollen. Der Hauptgrund nämlich, warum das Eonsiftorium mit dem Religionsunterrichte nicht nachkommen kann, besteht darin, daß sich nach und nach die Schulgesetze, welche von der srüheren liberalen Majorität beschlossen wurden, eingelebt haben, daß mehr und mehr all« Schulpflichtigen bis aus den letzten herangezogen werden, während früher nur ein gewisser Percentsatz derselben die Schule besuchte, daß also eben darum die Schulen sich stets vermehren. Natürlich würden auch weniger Religionslehrer gebraucht, wenn die Anzahl der Schüler zunickgienge. Die großen Kosten der Neuschule sollen den Gemeinden wie den Einzelnen stets vor Augen gehalten werden, um die Gemüther für eine Zurückführung der Schule auf den alten Stand vorzubereiten, und sie geneigter zu machen. Nicht so sehr um die Verlegenheiten mit der Besorgung des ReligionS-Unterrichtes handelt es sich, sondern um ein Verhaßtmachen der Schulgesetze, was in letzter Linie wieder dahin führen soll, daß der Elerus die „billige" Schule in die Hand bekomme, die Schule mit dem gesammten Unterrichte, nicht bloß dem Religionsunterrichte, ihre Ueberwachung, Leitung, kurz mit Allem und Jedem. Dieses Streben aber ist um so sonderbarer, als die kirchlichen Organe, wie es sich zeigt, nicht ein-mal im Stande sind, ihre ureigenste Aufgabe, den Religionsunterricht, zu besorgen. Würde dem Elerus sein Willen gethan, so bliebe entweder die Schule gänzlich ohne Aufsicht, weil der EleruS nicht ausreichen würde, diese Aussicht zu besorgen, oder es känte zu einem Zurückschrauben der Leistungen der Schule, sowohl in Bezug auf Wenige Töpfe aus Thon, schwarzgrau, ohn« Drehscheibe gefertigt, wovon der eine fünfzehn kleine keltische Silbermünzen enthält, welche die bekannte Regenbogenschlüsselchenform tragen, gehören dieser Zeit an. Wohl sind in Steiermark, auch in der Nähe von Cilli, z. B. in Weitenstein, St. Georgen. Steinbeile gefunden worden: allein die Funde auf dem Boden von Cilli selbst geben keinerlei Kunde, daß der Mensch hier vor der Kenntniß der Metalle gesiedelt. Sicher aber ist die Existenz des keltischen Celeja, und sie stützt sich nicht bloß aus die er-wähnten dürstigen Funde und auf daS Vor-handenfein einer Culturschichte unter der römi-schen. Keltisch ist der Name der Stadt, welcher Wohnsitz, Zufluchtsort bedeutet. Und Cilli muß schon zur Zeit der römischen Occupanon ein be-deutendem Ort gewesen sein, denn es ward alsbald die Hauptstadt der ausgedehnten Provinz Noricum, und in ihr residirte der kaiserliche Procurator. Schon der Cäsar Claudius erhob die rasch romanisierte Barbarenstadt zum Muni cipium, und ertheilte ihr hiemit das römische Bürgerrecht, und so ward denn Cilli das erste Municipium im Lande der Noriker. Und aus der Zeit Vespasians haben wir bereits einen Mosaikboden, welcher im Jahre 1826 ausgefunden ward, ruhend aus einer Schichte von Kohlen und Schutt, welche aus 60 cm. mächtigem Gerölle lag. unter welcher sich wieder Dammerde fand. ^n jenen Tagen, als die römische Tuba in Cilli ertönte, war die Stadt weit ausge-dehnter als heute. Da nämlich, wo sie heute steht, war bloß die bürgerliche Stadt, an sie schloß sich aber nördlich unmitelbar die Mili* tärstadt an, das Standlager der zweiten Legion, welche von MarcuS Aurelius errichtet ward, die aus Söhnen des Landes bestand und auch im AushebungSbezirke Noricum in Garnison lag. Zwischen der Civil- und Militärstadt war die Wohnung deS Prokurators. Dieser vereinigte als kaiserlicher Statthalter mindestens bis MarcuS AureliuS die ganze Civil- und Militärgewalt in seiner Hand. Doch galt der Procnratorposten in Noricum nicht gerade als eine der gesuchte-ften Stellen in der Verwaltung des Reiches. Denn wir finden wenigstens unter Antonius Pius jedes Jahr einen anderen Prokurator. Die Procuratur von Noricum war also gewisser-massen ein Durchgangsposten zur Verwaltung ansehnlicherer und einträglicherer Provinzen. BiS zur Mitte des dritten Jahrhunderts ist also Cilli die Hauptstadt der Provinz, denn noch unter Philipp dem Araber (243—249 n. Chr.) wird ein Procurator in dieser Stadt erwähnt. Die Stellung desselben war aber seit Mar-cuS Aurelius eine andere. Unter diesem Herr-scher begannen nämlich die Einfälle des streit- „Deutsche Wacht« 1887 1 den Lehrstoff, als auch in Bezug auf die Anzahl der Schüler. Will man etwa mit der Schule auf eine Vermehrung Derjenigen, welche weder lesen noch schreiben können, hinarbeiten? Fast sieht es so aus. und das scheint die Haupt-sache zu sein bei dieser Eingabe des ConsiftoriumS. Tiefe Eingabe hängt jedoch auch noch mit jenem Gesetzentwurfe zusammen, nach welchem die R e l i g i o n S l e h r e r aus demSchul-sonde zu bezahlen sind, welcher Ent-wurs vom österreichischen Landtage und von der deutschen Opposition des Reichsrathes wiederholt schon betrieben wurde, aber nicht zum Gesetze werden kann, weil sich die „Autonomisten," an ihrer Spitze die Tschechen und Polen, ans Com-petenzgründen wehreil, den im Ausschuß? fertig gestellten Entwurf im Plenum zur Verhandlung zuzulassen. Warum können denn die zum eisernen Ringe gehörigen Elericalen innerhalb desselben die Fertigstellung dieses Gesetzes nicht durch-setzen? Der Unterstützung der Opposition wären sie dabei sicher. Vielleicht gibt es aber selbst innerhalb der elericalen Partei Leute, welche für diesen Gesetzentwurf nicht Feuer und Flamme sind, theils weil sie, gleich den Tschechen, die Schule der Eompetenz des Landtages ausliefern wollen, theils weil sie sich überhaupt für die Beseitigung von Schwierigkeiten, welche die Nenschule etwa im Gcsolge hätte, weniger be-geistern, als für die Beseitigung der Neuschule selbst. Im besten Falle wird mit der Eingabe des Eonsistoriums nichts weiter angestrebt, als daß die Schulverwaltung genöthigt würde, sür die Mittel zur Zahlung der Katecheten vorzu-sorgen. Man wird aber nicht fehlgehen, wenn noch andere allgemeinere Absichten hinter dieser Eingabe vermuthet werden. Schutvereine. Deutscher Schulverein. Wien. 14. Juli. In der AuSschußsitzung vom 12. Juli werden die Berichte über das glänzende und er-trägnisreiche Volksfest der Ortsgruppe Brunn, dann über die von der Frauenonsgruppe in Jglau (Waldfeft) und vom Turn- und Feuer-wehrvereine und den k. k. Militär Veteranen-Corps in Arnau veranstalteten Festlichkeiten, so-wie über eingelangte Spenden von Berlin für eine Schule in Böhmen, von Montevideo und London zur jtenntniS genommen und dafür der Tank votin. Für Errichtung eines Kindergartens in Friedau und für eine Schulerrichtung in St. Egqd sSteiermark) werden die erforderlichen Mittel angewiesen. Die Besetzungen der Kinder-gärtnerinnenstellen in Wall.-Meseritsch und Wi-schau werden vorgenommen. Ferner wird für Mitteldorf-Türre eine Schulbaufubvention ge-währt und schließlich zur Deckung verschiedener Schulbedürsnisse in Gamlitz, Friedrichsdon, Wit-tuna, Trschemoschna. König^rätz. Jankovitz, Po-doli, Königsberg und Kolleschowitz die nothwen-digen Beträge bewilligt. baren Völkerbundes der Marcomannen, welche nach den Cimbern und Teutonen und nach Ario-vist die erste germanische Woge darstellen, die an das römische Reich schlug, welcher dann in immer kürzeren Zwischenräumen andere und andere folgten, die die große Culturinsel des Alterthums immer wüthender, immer erfolgreicher angriffen, allmählich Stück für Stück abbröckelten, und sie schließlich überflutheten und begruben. In dieser Zeit der Barbareneinfälle gewannen natürlich die One an der Donau die größte Wichtigkeit. Andererseits erforderte die gefährdete Grenze eine stramme Centralisation der Truppencommandos, und so wird wohl schon damals der Procurator von Noricum seine Militärgewalt eingebüßt haben und aus die Civilverwaltung beschränkt worden sein, wäh-rend dem Statthalter von Oberpannonien auch die Truppen in Noricum unterstellt wurden. Zahlreiche Denkmale sind aus der Zeit der römischen Herrschaft vorhanden. Grabmäler, zu-meist in der Zivilstadt, Votivsteine, sogenannte Altäre an der Stätte des römischen Standlagers. Mosaikböden, worunter einer von großer Schön-heit, weisen auf Wohlstand und ein glänzendes prunkvolles Leben. Dieser eine wurde im Jahre 1853 im Dernani'schen Garten ausgesunden. Er besteht aus schwarzen und weißen Steinchen von Bacherer Marmor. Wahrscheinlich den Boden eines Bades bildend, hat er 225 Quadratfuß Kleine Hhronik. sJa Bauer, das ist was Anderes.) Bekanntlich wurde vom academifchen Senate der Wiener Universität ein Disciplinar-Erkennmiß geschöpft, zu Folge dessen diejenigen Studenten, welche dem Abgeordneten Tomasczuk ein schriftliches Mißtrauensvotum gaben, eine Rüge er-hielten, der Studio Ursin aber wegen des gleichen Factums von der Universität Wien gänzlich relegin wurde. Diesem wurde es al» er-schwerend angerechne. daß er dem von jüdischen Smdenten in Scene gesetzten Scandale gegen Professor Maaßen ein Ende setzte, wofür ihm seinerzeit der Kvetor msxnikcus den Tank auS-sprach. Item da» DiSciplinarerkenntnii; ist er-stoßen und unterliegt keiner Kritik. Aber berech-tigt sind wir zu fragen, warum der academifche Senat gegen jene drei jüdischen Smdenten, welche die wüsten Scandale gegen Professor Maaßen arrangirten und polizeilich abgestraft wurden, das DiSciplinarverfahren nicht ein-leitete. Fast möchten wir glauben, daß der Jude aus der Universität in Wien allmächtig ist; dann würde allerdings daS Sprichwort hier Anwendung finden: Huoä liest Jovi tion liest bovi. [Kaiser st ipe n dien für dieGärt-nerIchule „E l i s a b e t h i n um" in Möd-l i n g.] Die Direktion des „Francisco-Josephi-nums" in Mödling ersucht uns um Veröffentlichung des Folgenden: „An der mit der land-wiNhschaftliche» Lehranstalt „Francisco-Josephi-mim" in Verbindung stehenden Gärtnerschule „Elisabethinum" gelangen für den nächsten zwei-jährigen LehrcurS 1887/8 — 1888/9 zwei Stipendien von je jährlich fl. 250.—, deren eines den Namen des Kaisers, das andere den Namen der Kaiserin sühn, zur Verleihung. Bewerber um diese Stipendien haben ihre Gesuche bis längstens 81. August 1887 bei der Direktion des „FranciSco-Josephinums" in Mödling, bei wel-cher Jnstitutsprogramme zu beziehen sind, einzu-bringen. Zur Ausnahme in die Gärtnerschule „Elisabethinum" sind erforderlich.- l. die zu-stimmende Erklärung der Eltern oder Vormünder, 2. der Nachweis über die mit gutem Erfolge abfolvine Volksschule, 3. ein Lebensalter von mindestens 15 Jahren bei entsprechender körper-lich kräftiger Entwicklung. — Sehr wünschens-werth ist der Nachweis einer im Ganenbaue durch längere Zeit genossenen Prans. — Stipendisten sind von der Entrichtung des Schul-geldes nicht befreit." und ist auS 248.556 Steinchen, die eine ge-schmackvolle Zeichnung bilden, zusammengesetzt. 33 solcher Steinchen gehen aus einen Current-fuß. Außerdem fand man bei diesem Mosaik-boden nur Scherben, keine Asche oder Kohlen, woraus hervorgehen möchte, daß das Gebäude, als der On in den Zeiten der Völkerwanderung von den flüchtenden Bewohnern verlassen ward, in Trümmer zerfiel. Auch Statuen, worunter die des norischen Krieger« auf Kunstwerth An-spruch machen kann, wurden so manche dem Boden Cillis entnommen, ebenso zahlreiche Münzen au« allen Perioden der römischen Kaiserzeit, mit außerordentlich gut erhaltenem Gepräge und — besonders ein Nero — von ausgezeichneter Schönheit. Das edelste Kunstwerk aber auS römischer Zeit, welches erst im Jahre 1883 seine Auferstehung seieNe, ist ein Silen-köpf auS Bronce, vortrefflich erhalten und den gelehrten Archäologen als „bakchifche MaSke" bekannt. Von großer, aber, wie ich meine, nicht eben wohlthätiger Bedeutung für die sanitären Verhältnisse des heutigen Cilli, sind die noch ganz erhaltenen und im Gebrauche stehenden römischen Cloaken. Wie nun die alte, unS nur ihrer Existenz nach bekannte Barbarenstadt rasch in eine rö-mische Municipalstadt gewandelt ward, so wurde auch den Bewohnern mit der römischen Sprache daS Gepräge des herrschenden Volkes ausge- sStift Hohenfurth im Böbintt» w a l d.] Der Gemeindeausschuß der 2tabr Hohn» »und hat. wie uns aus Wien geschrieben n in seiner Sitzung vom 6. d. M. den rinM:« Beschluß gefaßt, der Dankeskundgebwz ifc A b t Karl in Melk sich vollinhaltlich schließen. Die Einhelligkeit gewinnt an Sköro.^ als der Vertreter des Cisterfienscrstistes bot» surth, Herr P. I u st i n Bauer in 'ras Eigenschaft als Gemeindeausschußmitqlied ta Stadt Hobeniunh der Sitzung beiivoliim si dem Beschlusse beitrat. Das Stift Hoiie^iich ist eine derjenigen wenigen geistliche» «tatx welche bei dem allgemeinen llebergmiqc r» Macht und Einfluß insbesondere der kirchlich^ Stellen an die Tschechen, den Deutsche« o» blieben sind. Wenn man die Verzeichnisse n Neuernennungen von Priestern und die Lesq»tz der Pfarrerstellen in den böhmischen Bi-chn«» in die Hand nimmt, begegnet man dort »cht al« tschechischen oder auffallend tschechisch tut-ballhornten deutschen Namen. Um so errmilichl lieft eS sich von HohenfuNb, daß die brito neugeweihten Priester des Stiftes. Herr P. £* lenttn Schmidt und Herr P. Xaver Ä r a ii welche demnächst die Feier ihrer Primiz begetou nicht auch Schmidt und Krausizek beißen. 3it| steht es aber in dieser Beziehung schon mit 2cgfl oder gar mit B r a u n a u ? ^Verkehrte 3B c l t.] AuS Lamdich ■ Cbercsterreidj wird geschrieben: Daß ein cdiHm dem Schubführer durchgebt, ist wohl f6on oftenm gekommen; seltener dürfte da« Gegentheil fein, u> doch hat es sich am 5. d. bei uns ereignet. 9« hiesigen Bezirksgerichte wurde ein Landstreicher lui verbüßter Strafe der Gemeinde zur Abschiebung lite stellt und dem Schubführer zur Eskorte bis jur »i5 steii Schubstation übergeben. Kaum eine Sttn* nachdem sich die Beiden entfernt hatten, kam « Schübling allein zurück mit der beim Bürger«!« erstatteten Meldung, daß er den Schubführer » loren habe. Der Pogel sitzt nun wieder hüuerm ter und es wird wohl Sorge getragen werde», «j ihm bei der nächsten Eskorte nicht wieder der ciefe führer durchgeht. [Einen seltsamen Äranfheitl-fall] theilte Professor Dr. Mendel in der Üte liner Medicinischen Gesellschaft mit. Ter tec* ein wohlhabender Handwerksmeister, rerlist tat Morgens mit dem Schlage 9 Uhr die Sprache ji das Gehör, und bleibt taubstumm bis zum indem Morgen uin 6 Uhr. Von 6 bis 9 Uhr früh o&r spricht und hört er, wie jeder gesunde Dieses Leiden bekam der Mann zu Ostern reriga Jahres. Zuerst trat die Taubstummheit des äbtö» um 8 Uhr ein, dann um 5 Uhr Nachwinkt, später um 3 Uhr, um 1 Uhr, und schließlich i» Juni 1886 um 9 Uhr Morgens. Immer ka aber dieser Zustand um 6 Uhr früh auf. 2x x drückt. Tunica und Toga verdrängten die M-tische Kleidung, den bunlgestteiften und suamr-ten Leibrock und das enge Beinkleid. wichen die schwächeren keltischen Götter, wn» auch zögernd, dem hohen Jupiter und sei» Gefolge. Mit der Sprache, der Religion uns la Sitten der weltbeherrschenden Römer bala auch deren Vergnügungen ihren Einzug ia tu alte Eeleja, und zwar gute und böse. Zu ba ersteren rechne ich die Bäder, unter den men verstehe ich die obscönen Tarstell»q>j wandernder Schauspielergesellschaften und » grausamen Spiele, welche von den gastirender Gladiatorentrupps gegen Emr^e ich geführt, oder von volksfreundlichen, besser poi» laritätshaschenden Procuratoren oder aitDrai angeseheneren und reichen Leuten dem IFolkt jic ungewöhnlichen Augenweide, SinnettftBe! uxÄ Blutdurst sördenid dargeboten wurden. AUeS in Allem jedoch, es war eine rrafc glänzende Zeit. Und Ehrfurcht und $erc:rn* rung vor betn evenien Römer erfüllt den la> ker, wenn er die unvergänglichen lener Tage mustert. Denn sagen muß er *1±: Wie gewaltig muß das Volk gewesen sem. i» hoch gebildet, da es uns in den wenden ot fernen Jahrhunderten seiner Herrschaft mcht hinterlassen konnte, als das folgende Iahn»-send, wenn wir von Kirchen und Surzniaa absehen. 887 Untersuchung der Ohren und de« Keblkcpfes allerdings einige krankhafte Veränderungen fest-t, allein dieselben sind nicht bedeutend. Die p< Faffungsgabe bat keineswegs gelitten: der ans« leitet iein Geschäft, legt selbst Hand mit «n, Reisen, verständigt sich mit Anderen durch Schreibtafel. Obwohl dieser Fall dunkel und anflärltdJ ist. hofft Professor Mendel doch auf Jnlwu. [6 tfahren und dock gegange n.) In Eisenbabn - Station Rudnja-PotschajewSkaja be-Itmrtcn si» die Passagiere sämmtlicher Klaffen de« iik»bahnzuzes bei dem Oberconducteur darüber, Uj eine Dame ihre Ruhe störe, indem sie fort-»Strend von einem Eoups in'« andere herumwan-v«. Der Oberconducteur ersuchte die Dame, sich p setzen, allein sie erklärte kategorisch, daß sie nicht Hl» dürfe. Sie hatte nämlich daS Gelübde abge-1$, m Fuß nach dem Podschajawer Wallfahrtsorte ß jeden und da der Weg ein ungemein langer, f, em'chlcß sie sich endlich, die Eisenbahn zu be-ru|tn, wobei sie glaubte, durch da« „Gehen" im k-iend-hnzuge ihr Gelübde zu erfüllen. In Folge tikser Aufklärung gewährten denn auch die Passagiere w merkwürdigen Wallfahrerin die erwünschte „flMgfaiheit.* (t i e Glatze a l « Höhepunkt der Sitwickl u ng.^ Für die Kahlkäpse kommt eine fmk Botschaft aus New Aork. Ein dortiger Arzt dii dje Sahlköpsigkeit für daS Endergebniß der mMichen Entwicklung erklärt; der zukünftige, tcdfcmmene und fast ideale Mensch werd« vollständig fiH sein und den Haarüberrest, der ihm von seiner thieri(Jben Abstammung geblieben, völlig ver-Iamu Und zwar werd« diese Kahlheit ihn keine«-«zi »erullstalten, sondern im Gegentheile ihn in wi ilvzen der gleichfallß kablen Damen heben. Lei-da bedeutet die Erreichung diese« idealen Zustande« MoeMndlicb da« TadeSgeläute der Coiffeurzunst. [Ä u f b t n Schiene ns. Au« Alt Ruppin ä«* ein schrecklich geplanter, aber drollig verlaufe-»er Eelbstmordversuch erzählt. Ein Liebespaar, de« müde, faßte den Entschluß, den Tod durch LeKifthrenlasfen aus der Eisenbahn zu suchen. Sie jinzm an eine einsame Stelle der Bahn. Dunkel «r der Abend. Blutigroth leuchteten die Augen der tenkau'enbtn Maschine. Die Lebensmüden legten ^ mit den Köpfen auf die Schienen und im Nu fassts Vr Zug vorüber. Aber Beide — lebten noch, sie fcittm sich Beide auf da« falsch« Geleise gelegt. sEeltsame Rechnung.^ Ein junger tufmunn kommt |,t seinem Arzt und bittet um ein ttrankheits-AItest, da ihm ohne ein solches der Mii'chie Urlaub von seinem Chef nicht gewährt milde. Der Arzt erfüllt seine Bitte. Zwei Tage später erhält der Scheinkranke eine Rechnung folgen-de» Inhalt«: .An 1 Magenleiden mit BerufSstö-r»llz — M. 30." — dritten Jahrhunderte zum spätesten ward in Cilli das Christenthum eingeführt. In das Zabr 284 versetzt die Legende, welche aller-bim-,? erst in der zweiten Hälfte des dreizehnten )ldrbundert< abgesagt wurde, den Diärtyrer-tvd des heiligen Maximilian. Dieser Heilige ist noch heute in Cilli sehr populär und jedes Schulkind kennt feine Geschichte. Er war ein geborener Cillier von reicher mt> vornehmer Abkunft. Cr verließ die - Vater-stzdt. — als Bifchos von Laureacum kehrte er nieder zurück, die Bürger seiner Heimath, die terws Christen waren, im Glauben zu stärken. ?amal« befahl Kaiser NumerianuS, um das ikicgsglück im Kampfe gegen die Perser an die römischen Adler zu fesseln, dem Mars in allen 5 übten des Reiches Opfer zu bringen. Und (o entbot denn EjulafiuS, der Präses von Cilli. die Bürger für einen bestimmten Tag zunt AarStempel. Auch Marimilian kam, und zwar »m da« Lpfer zu hindern. Denn er weigerte sich nicht nur, selbst zu opfern, sondern hielt dem Präses auch vor der Volksmenge seine Abgöttern vor. Da ließ ihn Ejulasius enthaupten, lhid daS geschah auf demselben Platze, wo dnue die MaximilianSkirche steht. DaS Haupt bei Märtyrers rollte aber auf der geneigten flache des Platzes bis dorthin, wo seit diesem Zage der heilkräftige Marimilianbrunnen der Erde entquillt. So die Legende. .Deutsch- Wacht" [Au« Erfahrung.) Frau: „Nein, ich duld« di« Liebeleien zwischen dem Diener und dem Kammermädchen nicht länger!" — Herr: „Aber so lass' si« sich doch h«irath«n, dann hat da« Alle« ein Ende!" [Kühne Muthmaßung.) „Tu, Arthur, warum steht denn der Storch auf einem Bein?" — Der kleine Arthur: „Der arme Teufel hat wahr-scheinlich vergessen, daß er deren zwei hatJ" Locates und Arovinciases. Cilli, 20. Juli. tziMer Htwerbeverein. Gestern hielt der Cillier Gewerbeverein im Gafthofe „zum Elefanten" eine Versammlung ab, welche von etwa sechzig Mitgliedern besucht war und welcher Herr Commifsär C z a p e k als RegierungSvertreter anwohnte. Der Vor-sitzende, Herr Walter, forderte nach Eröffnung der Sitzung die Versammlung auf, anlässig des Todes des Vereinsmitgliedes Johann Rakusch dnrch Erheben von den Sitzen das Beileid kund-zugeben, welcher Aufforderung Folge geleistet wird. Zum ersten Punkte der Tagesordnung — KenosfenfchaftS-Angelegenheiten — ergriff Herr Weiß das Wort, um in längerer Ausführung die Uebelstände zu beleuchten, welche sich daraus ergeben, wenn ein auswärtiger Gewerbetreibender in Cilli Arbeiten auszuführen hat, ohne bemüßigt werden zu können, daß er hier der betreffenden Genossenschaft beitrete. Nach längerer Debatte wurde beschlossen, daß der Ausschuß diesfalls eine Eingabe, nicht an daS Stadtamt, sondern an die Statthaltern zu richten habe, in welcher Eingabe das Verlangen gestellt werde, daß ein auswärtiger Gewerbetreibender selbst dann, wenn er nur durch acht Tage in Cilli arbeite, der betreffenden Genossenschaft beizutreten und alle hieraus erwachsenden Verpflichtungen zu tragen habe. Herr B e n e s ch bringt sodann vor, daß die Firma Schmidl und Kreutzberger schon seit mehr als einem Jahre einen Schlossergesellen halte und beschäftige, und stellt den Antrag, es möge beim Stadtamte angefragt werden, ob die genannte Firma das Schlossergewerbe angemeldet habe. Auch dieser Antrag wird nach einer ziem-Iich lebhaften Debatte, an welcher sich die Herren Sima, Walter und Jribitfchnig betheiligen, an-genommen. Herr Riegersperger bringt den An-trag ein, das Stadtamt möge aufgefordert werden, die Gründung der noch nicht cxiftircnden dritten Genossenschaft energisch zu betreiben. Die Berechtigung dieser Forderung wird von Herrn Walter mit dem Hinweise aus die Thatfache be leuchtet, daß es vor der Constituirung der Besser verbürgt ist die Existenz des Bischofs Tenar von Celeja. welcher im Jahre 33 l einer Synode in Aquileja beiwohnte. Bis zum Jahre 442 gehörte Cilli mit dem Lande zwischen der Drau und Save zur Metro-pole Sirmium. Nach der Zerstörung dieser Stadt in dem genannten Jahre kam es zur Kirchenprovinz Aquileja. In der dunklen Zeit der Völkerwanderung schwindet jede sichere Kunde von Cilli. Hunnische Schaaren und ungezählte Horden germanischer Krieger mögen an der Stadt vorübergezogen sein, mit barbarischer Raubgier und Mordlust in ihr gehaust haben, mit dem Hasse der Roh-heit gegen alle Bildung, und mit kindlicher Zer-störungslust gegen die schönen Gebäude und Denkmale der Römerstadt gewüthet haben, bis endlich die Slaven das ganze Land bis an die Dranquelle besetzten, und ihre Wvhnstätten über den Trümmern veralten versunkenen Cultur erbauten. Auch Celeja war zu Grunde gegangen — Odoaker soll e« zerstört haben —, aber nicht verschollen. Die letzte Kunde von der alten Stadt datiert aus dem sechsten Jahrhunderte, wo ein schiSmatischer Bischof .Johannes von Celeja, erwähnt wird, was natürlich mit der angegebene» Sage nicht stimmt. Dann Grabesstille. Und begraben im buch» stäblichen Sinne ward die Stadt. Von ihren Bewohnern verlassen, ausgestorben, ragten die 3 dritten Genossenschaft nicht möglich sei. den Schulausschuß zu bilden, woraus noch die Herren Altziebler, Wratsctiko und Zimniak zum Antrage sprechen, der schließlich zum Beschlusse erhoben wird. Herr Sima beantragt, der Ausschuß möge die Bildung einer Bäckergenossenschaft int Sinne deS Gewerbegesetzes in Angriff nehmen und der Concnrrenz. die den Bäcker» durch die Landbevölkerung, welche aus den Wochenmärkten Brot verkaufe, gentacht werde, steuern. TieDebaue. welche sich entspinnt, verliert sich allmälig in persön-liche Ausfälle, so daß sich Herr Haußmann zu der Mahnung veranlaßt sieht, würdigen Ernst aufrecht zu erhalten. Der Antrag Sima in be-treff Bildung der Bäckergenossenfchaft wird an-genommen, und die Frage, wie der Concurrenz seitens der Landbevölkerung gesteuert werden könnte, der Erwägung dieser Genossenschaft an-heimgegeben. Den zweiten Punkt der Tagesordnung bil-den Ergänzungswablen für den Ausschuß. Es wurde nämlich an die Statthaltern die Anfrage gerichtet, ob der Ausschuß statt aus sieben, nicht ans fünfzehn Mitgliedern bestehen dürfe. Die Statthalterei beantwortete die betreffende Zu-fchnft dahin, daß der Vereinsausschuß höchstens zehn Mitglieder zu zählen habe. Es ist demnach die Wahl noch dreier Ausschußmitglieder vorzu-nehmen, und werden die Herren Haußmann, Zimniak und K o t t gewählt. Zum dritten Punkte der Tagesordnung — Anträge und Interpellationen — erhebt Herr Zverenz zunächst darüber Beschwerde, daß im Gefängnisse deS KreiSgerichteS Cilli feit etwa sieben Jahren die Häftlinge sich entweder gegenseitig rasiren oder von einem Aufseher ra> sin werden. Redner sieht hierin eine Ungehörig-keit und wünscht Abhilfe, Herr Walter bringt eine vom Ausschüsse des Gewerbevereines an daS Justizministerium geleitete Eingabe zur Ver-lesung, in welcher die Abschaffung der Stras-Hausarbeit gefordert wurde, und fügt bei, daß, nach ihm zugekommenen privaten Nachrichten, diese Eingabe bereits erledigt und die Arbeit der Häftlinge in Cilli eingestellt worden sei. Die Eingabe wäre nunmehr im Sinne der Beschwerde deS Herrn Zverenz zu ergänzen. Es gelangt sodann der Entwurf eines Schreibens an den Herrn Reichrathsabgeordneten Dr. Foregger zur Verlesung, in welchem der-selbe ersucht wird, sich in der Angelegenheit der Abschaffung der Strashausarbeit beim Justiz-Ministerium zu verwenden. Die Versammlung stimmt den« Entwürfe zu. Eine lebhaste Debatte, deren Kosten von den Herren Walter. Tertfchek, Sima, Zimniak. Strafchek, Haußmann und Pfeifer gettagen werden, ruft die eingelaufene Erwiderung auf verfallenden Mauern ge» Himmel. Sie waren gemieden als der Wohnort böser Geister, als Stätten, wo die Schatten der Gestorbenen, der Hingemordeten, vorwitzige Besucher erschreckt»«. Abergläubische Scheu rettete so manches Denk-mal, welches, in einem humanen Zeitalter wieder anfgefttnden, unS belehrend und bildend, mit der verschwundenen römischen Culturzeit in lebendige Beziehung bringt. Ueber die verlassene Stadt kam dann die Sann mit häusigen Hoch-wässern und Überschwemmungen, unterwusch die Mauern, und bedeckte die Trümmer mit Kalk-gerölle. Dies lehrt die Untersuchung deS Boden», dies lassen die heute noch so häufigen Sann-Überschwemmungen schließen, dies kündet die alte, noch heute unter dem Volke lebende Sage. Diese erzählt nämlich, wie nach der Zerstörung der Stadt in der Völkerwanderungszeit im obe-ren Sannthale ein großer See ausgebrochen sei, sich in die Sann entleert, und dadurch eine gewaltige Ueberfluthung des ganzen Thales und der Stätte von Cilli bewirkt habe, llnb die Schotterschichte über dem römischen Straßen-pflaster zeigt stellenweise fast zwei Meter Mächtigkeit. Daß übrigens die Stadt schon in römi-scher Zeit von schwerer Wassernoth heimgesucht ward, geht daraus hervor, daß das Municipium Celeja dem Neptun einen Votivstein setzte. Aus dem Grabe der verfunkenen Stadt erwuchs die Sage und umhüllte .die Gräber de» jene Eingabe hervor, welche der Ausschuß des Vereines in Angelegenheiten der gewerblichen Fortbildungsschule an den Schulausschuß ge-richtn hat. Die Gegensätze stoßen ziemlich hart aneinander» und während aus der einen Seite die Zuschrist des SchulausschnfseS als stellen-weise beleidigend und der Ton derselben im Allgemeinen als ungehörig bezeichnet wird, findet der Schulaucschuß an den anwesenden Mitglie-dern desselben (Sima und Tertschek) selbstverständlich feine Anwälte. Das Ergebnis der Debatte ist der Beschluß, daß die Zuschrift durch den Ausschuß deS Gewerbevereines in entsprechender Weife zu erwiedern sei. Herr A l t z i e b l e r verliest sodann das Programm des am 6. und 7. August in Ptttau stattfindenden untersteirischen Gewerbe-t a g e s und stellt den Antrag, daß der Ge-werbeverein denselben beschicke. Ueber Anregung des Herrn Tschulik, welcher die Wichtigkeit des untersteirischen GewerbetageS betont, wird beschlossen, ein Fünfer-Comitv mit der Berathung der den Delegirten mitzugebenden Direktiven zu betrauen und drei Mitglieder dieses Comitv'S als Vertreter des Cillier Gewerbevereines zu entsenden. Das Fünser-Comitv besteht, nachdem die Herren Pacchiasfo, Jellenz jun. und Sima die Wahl abgelehnt haben, aus den Herrn» W a l t e r. Z i m n i a k. A l t z i e b l e r, Weiß und T f ch u l i k. Ueber Antrag des Herrn Pacchiasfo wird zu diesen, Gegenstände noch beschloßen. daß das Fünser-Comitv das Ergebnis seiner Berathungen dem Vereinsausschuß mitzutheilen habe. Weiters erhält der Ausschuß im Sinne einer Anregung des Herrn Sima den Austrag, das Comitv des untersteirischen GewerbetageS zu erinnern, daß eS bei der Bahn-Verwaltung für die Theilnehmer am Gewerbe--rage um Fahrpreisermäßigung einkommen möge. Herr A l t z i e b l e r bringt endlich die Beschickung der im September in T r i s a i l statt-findenden R e g i o n a l - A u s st e l l u n g zur Sprache. Herr Walter wirft die Frage aus, ob der Gewerbeverein diese Ausstellung nicht col-lectiv beschicken solle, findet jedoch hiesür nicht ausreichende Unterstützung und zieht den bezüg-lichen Antrag wieder zurück. Die Action des VereinSausschußes wird sich in dieser Sache dnn-nach daraus beschränken, dem Ausstellungs-Comite in Trifail anzuzeigen, daß die Mitglie-der des Cillier Gewerbevereines von der ge-planten Regional-Ausstellung in Kenntniß gesetzt worden sind. Zuui Schlüsse wurde von zwei Mitgliedern des Gewerbevereines über die Haltung der „Deutschen Wacht" in der Schlachthansfrage Beschwerde geführt. Wir nehmen Dem gegen-über für uns das Recht in Anspruch, in jeder öffentlich«! Angelegenheit uns eine selbstständige geschwundenen Geschlechtes mit zauberhaftem Schimmer. Dem dreizehnten, vierzehnten und fünfzehnten Jahrhunderte war das alte Cilli eis zweites Jlium, eine reiche, große und mäch-tige Stadt, mit Thürmen gekrönt, strahlend von marmornen Palästen, und berühmt durch die Tugenden ihrer ausgezeichneten Bürger. Die Ansiedelung der Slavm schloß für Mine!- und West-Europa die chaotisch-wüste Zeit der Völkerwanderung. Die Slovenen müssen sich schon vor dem Jahre 595 in Noricum niedergelassen haben, denn in diesem Jahre fällt der Bärenherzog Thafsilo bereits in das „be-nachbarte" Slavenland ein und bringt den Slo-venen eineNiederlage bei. Viel früher aber können sie nicht gekommen fein, denn in der Zeit des ostgothifchen Reiches welches ja auch Noricum umfaßte, wird ihrer keine Erwähnung gethan, nämlich in ihren jetzigen Sitzen nicht. Die Vernichtung dieses Reiches und die Ver-tilgung der Gepiden, der Abzug der Longo-barden nach Italien machte ihnen erst die Bahn nach dem Westen frei, und sie erschienen im Gefolge der Avaren und besiedelten die menschen-leeren, verödeten Landstriche von Ober - Pan-nonien und Noricu«. Um da» Jahr 612 tritt ihnen bei Aguntum (Jnnichen) Garibald II., der Herzog der Baiern entgegen, wird zwar zu-erst von ihnen geschlagen, überfällt aber oann die Siegestrunkenen und darum Sorglosen und „l!c»ts4r Macht' Ansicht zu bilden, »in Recht, welches Jedermann zusteht, und wir legen gegen Versuche, uns die Freiheit der Meinungsäußerung einschränken zu wollen, entschiedenst Verwahrung ein. Uebrigens haben wir gerade in der SchlachthauS^Angele-geuheit unser Blatt den gegnerischen Stimmen offen gehalten, und die einzige, unserem Re-daeteur von jener Seite eingehändigte Aeußerung vollinhaltlich veröffentlicht. sP e r f o n a l n a ch r i ch t e n.j Die k. k. Finanz»Landes - Direction für Steiermark hat nachstehende Uebersetzungen verfügt: die Herren Steueramts Controlore Heinrich Knieli von Vorau nach Liezcn, Joses Kaitsch von Lich-tenwald nach Windischgraz, Karl Hoch von Aflenz nach Eibiswald und Franz H a d i t s ch von Maria,zell nach Fehring, ferner die^ Herren Steueramtsadjuncten Joses Kalb von Feldbach nach Weiz. Josef F ist er von Rohitsch nach Pettau, Josef Ieremitz von Franz nach Pettau. Otto von M o l i t o r von Oberwölz nach Wildon, Ernst Volleritsch von Weiz nach Feldbach. Julius selber von Eibiswald nach Weiz, Ottokar Oech von Vorau nach Brück, und Jakob S e i n k o v i t s ch von Eisen-erz nach Leoben. — Die Direcwrstelle an der Landes'Bürgerfchule in Radkersburg wurde dem Bürgerschullehrer Herrn Leopold Schubert verliehen. sHerr Notar Moritz Sajovitzj hat heute nach glücklich überstandener langwie-riger Krankheit sein Amt wieder angetreten. sZ u den M a n ö v e r n.j Das hier gar-nisonirende 4. Feld-Bataillon des Infanterie-Regiments Nr. 87 rückt am 23. d. M. mit dem um 8 Uhr 54 Minuten früh abgehenden gemischten Zuge zu den größeren Uebungen nach Graz ab und wird am 8. September l. I. wieder nach Cilli zurückkehre». [Im Institut Haussen büchlj erfolgte der Jahresschluß an, 18. d. M. Die rege Betheiligung an dieser Festlichkeit insbe sondere von Seite der Damenwelt giebt Zeugniß von dem lebhaften Interesse, welches man der Anstalt in den besten Kreisen unserer Stadt ent-gegenbringt; das dein» feierlichen Schlußacte Gebotene hinwiederum liefen den Beweis, das dieses Interesse kein unverdientes ist. Es gab französische und deutsche Vorträge: von ersteren ist besonders „Le dirnanehe" (Frl. Urschko) lobend zu erwähnen. An den deutschen Teclama-tionen betheiligten sich Schülerinnen aller Ab-theilungen; für jede war ein dem Alter und der Fassungskraft glücklich angepaßtes Stück ausgewählt und die Leistungen waren durchaus sehr anerkennensweNh, namentlich die der Frl. Koncnik und Simonitsch, mit deren Nennung wir uns der Kürze halber begnügen wollen. Zu gewinnt einen glänzenden Sieg. Um dieselbe Zeit machen Taso und Cacco, die Herzoge von Friaul, einen Einsall in das Slavenland und erobern die Landschaft „Zellia". Unschwer er-kennt nian in dieser Beziehung das alte Celeja, doch keine Stadt dieses Namens existirt mehr, nur die Landschaft hat von dem untergegange-nen Muuicipium den Namen geborgt. Tan ruht durch zweieinhalb Jahrhunderte nächtliches Dunkel aus der Stätte von Cilli. Erst im dritten Vienel des neunten Jahrhun-dertS wird sein Name wieder genannt. Doch vollständig unsicher ist die dürftige Nachricht. Der Slavensürst Hezilo, ein Nachkomme Privin-naS, welchem Ludwig der Deutsche, als er auS Neutra venrieben ward, ein FürstentHum in Pannonien gab, soll Cilli im Jahre 868 neu gegründet haben. Das ist alles, und daS ist wahrscheinlich falsch. Denn ich glaube nicht, daß Cilli eine slavische Gründung ist. Dem Slaven nämlich ist jene Pietät gegen die Vergangenheit und gegen die Cultur fremder Völker, welche der Teutsche zum Glücke der Menschheit, aber zu seinem eigenen Schaden besitzt, nicht eigen. Darum nennt er alles mit slavischen Namen. Insonderheit der Slovene. Während z. B. die größte Slavenstadt von dem größten aller Sla-ven einen deutschen Name« erhielt, und in allen Sprachen der Erde Petersburg heißt, nennt sie der Slovene allein Petrograd. Es ist erwähnen sind auch die wannen DankesrM«. I welche zuletzt Frl. Anna Zanier namen? twl „Töchterschule". Frl. Sidonie Kuketz ol3S: läge ruht. [In Sachen derErrichtung ein?: LandeS-Feuerversicherungs-A»-st a l t > hat der Landesausschuß . beschlossen, ie-hufs Gewinnung von statistischem Material«.' a alle Gemeingevorstehungen außerhalb (?rdv ? dem Ende, unt den Werth aller bierländiq» Gebäude, wie auch den Werth der verbrennt»-ren Bestandtheile derselben wenigstens amick-rungsweise kennen zu lernen, das Ersuchen m die Erhebung des apronmativen Werthe» aBer im Gemeindegebiete befindlichen Haupt mt Nebengebäude, und abgefondeN des Ändt» aller verbrennbaren Bestandtheile, und «mUSit-theilungen dieser Erhebungen «ach einem «r-gezeichneten Formulare bis I. Ocwber 188? gerichtet, mit dem Beifügen, daß es kich « Ersparung von Zeit und Mühe empfehlen diese Erhebungen gelegentlich der im £ 5 Dd Landes-Geseyes vom 23. Juni 1886 Nr. vorgeschriebenen Besichtigung aller Gebäude p pflegen. Die Bezirks-Ausschüsse werden criuchL die bezüglichen Ersuchschreiben sammt Formular« das einfach ein Zeichen sehr starke-.! national« Selbstgefühls und ich bin der letzte, der to Slovenen etwa deshalb tadeln würde. Ich t» skaliere einfach die Thatsache. Der Teutsche 1i« Köln und Trier, Bregeuz und Linz und sitlo, vielen anderen Orten ihre antikenName»: n?m er ja doch später von ihm colonisieNe slaondK Stätten auch mit den slovenischen Bezeichnwiga, wie z. B. ein Blick auf die KaNe von ftdtina lehrt. Wenn nun Cilli von den Slovenen a> baut wäre, so würde es gewiß auch einen fl» venischen Namen tragen. ES hat aber den alta keltischen, wie ihn auch die Römer gebrauchte und darum halte ich das heutige Cilli fa eine deutsche Gründung. Dasür spricht serner die Thatsache, daß ( eine deutsche Sprachinsel ist. deren Allstaich» auS dem slavischen Meere sich freilich in der,:itirn Dunkel verliert. Da könnte man mir aber enmimi. wenn Cilli, die deutfcheSprachinfel, einealtc ömricht Gründung wäre, so müßte es ja schon taurifl» visin sein. Das würde meines Erachten» auch ohne Zweifel der Fall sein, wenn nicht mrnbnzt deutsche AdelSgefchlechter seit AlterS im tVigt der Stadt gewesen wären, und wenn nicht b» deutsche Cultur der slovenischen jener Tage «b überlegen gewesen wäre. Denn letzteres IjnDr* mindestens ebenso, wie die engen Bezitdmqa zum Reiche die Assimilierung des deutschn M durch die slovenische Bevölkerung. Wahnt-aii. F1837 te» Gemeinden zuzufertigen, letztere im Interesse W Zweckes enn'prechend zu belehren »nd die kqeimifse der Erhebungen bezirksweise den« !M5»-A«sschussc einzusenden. st! otarstel le.j Zur Wiederbefetzung der Krch die Versetzung des Notars Joses Nudel um Mahrenberg nach Fehring erledigten No-lttssteUe, eventuell eines anderen durch Ver iqnuifl aus diese Stelle in dem Kammersprengel kllli frei werdenden Notarspostens, ist der Con-a« ausgeschrieben worden. Gesuche binnen vier Lochen. [6 r t q u i e r b a r.] Ter Verwaltungsgerichts-Jci entschied, das; auch die Bezüge der Gen-tonnte exequierbar sind. ^NaifseisenscheCreditgenossen-schasten.j Der Centralausschuß der steierm. Lmlwirthschattsgefellschaft beschloß in vorläufiger Wwhrung des von der allgemeinen Versamm- erhaltenen Auftrages unter Hinweis aus die Vtjchlüfie des niederöst. Landtages bei der hier-kubische,i Landesvertretung dahin zu wirken, daß dieielbe die sich in Steiermark bildende» Raiff» nien'schen Credit-Genossenschaften nach Möglichkeit Bittcrftutzc, die Ge bahrung und die Erfolge dieser Sevvssenschastkn eventuell in ihrer eigentlichen Heimai mit Bezug aus die hierländischen Ver-bdlntine erhebe, beziehungsweise studieren laste rab auf Grund dieser Erhebungen dem fteier-Wckiichkn Landesausschusse die entsprechenden Snträqe stelle. I Ortsgruppe Sannthal des Teutsche nSchulvereines.1 Dieselbe hielt «r 17. d. M. beim Verwega ihre gut besuchte ^adreF-VersammIung ab. Dem Rechenschaftsberichte entnehmen wir, daß die Ortsgruppe neun Mnder und 81 Mitglieder zählt. In den Vor-«lmd wurden gewählt die Herren: Freiherr von tackelberg in Pragwald. Obmann, Josef ienfo in St. Peter, dessen Stellvertreter, viiMmami Weber in St. Peter, Cafsier, Tiodmaitb Marfchitz in Pragwald, dessen Stellvertreter. Philipp Sonnenberg in Teiuschembcil, Schriftführer, Johann S a d n i k in öachsenfeld. dessen Stellvertreter. Nach Schluß der Versammlung brachten verschiedene von Herrn Luy vorgeschlagene heitere Wetten und Licita-nmen der VereinScasse 17 Gulden eiu. (6 ch ii l b e t i ch t e.| Der Jahresbericht des Ltaat« - G y m n a s i u m s in Marburg eröiiK neben den üblichen Schulnachrichten, «lcheu zu entnehmen ist. daß die Anstalt im aiqäaiifenen Jahre 337 Schüler ausgenommen bat, einen sehr bemerkenswerthen Aufsatz: „Su-[rirnan II. vor Marburg" vom Herrn Director Tr. Arthur Steinw enter. Wir haben die vi! zahlreichen Quellen-Beilageu versehene Arbeit. an welche sich ein dem verstorbenen ehe- cher noch als die slovenische Gründung Cillis vürde mich die Behauptung in der Lebensbeschreibung des heiligen Maximilian dünken, daß tat heilige Rupert, Bischof von Worms und Hnisder des BiSthumS Salzburg, an der Stelle, m der legendarische Heilige als Äiärtyrer endete, ei« diesem Heiligen geweihte Kirche erbaut habe, zumal fast alle Missionäre des Christen-tbums in jenen Tagen an die römischen Ruinen-siänen anknüpften, wie z. B. der heilige Gall sich zuerst an der Stätte de« alten Brigantia anwedelte. Ja, Rupert selbst wählte die Ruinen von Zuvavia zum Bischofsitze. Doch der Hilfe der Legende bedarf eS nicht. ganzen zehnten Jahrhunderte nämlich war der Sannthalgau, die Markgrafschaft Soune, bereit? im Besitze der deutschen Grasen von ssriesach-Zeltschach, welcher Familie die heilige Hemma angehörte, die naeh dem Tode ihres YemahlS im Jahre 1036 als kinderlose Witwe mit dem besten Theile ihrer kärntnerischen Güter tos BiSthum Gurk, gründete. Die Berwalmng des Sannthalgaues aber, nämlich des Gebiete« zwischen dem Bachergebirge und der Eave, dann zwischen der untern Ccmu und der Sottla, kam an da« verwandte Hau« der Grasen von Plain, welche die Mark !cist neunzig Jahre inne hatten. Nach dem Jahre 1120 verloren sie die Markgrafschaft, selbe wurde dem Grafen Günther von Pozul-Hohenwart übertragen. Dieser nun wird in der Admonter „Deutsche Wicht" maligen Director Gutfcher gewidmeter Nachruf desselben Autors schließt, mit großem Interesse durchgelesen und können sie jeden» Geschichtsforscher bestens empfehlen. — Der uns eingesendete Jahresbericht des öffentl. ftädt. M ä d-chen-Lyceums in Graz enthält unter Anderen, einen Aufsatz „Zur Geschichte der An-stalt" und lesenswerthe ^Bemerkungen über den Zeichenunterricht in den oberen Jahrgängen des Lyceums" von Professor Emil M o s e r. [11 n ii) e 11 e r.j Wie uns aus Studenitz ge-schrieben wird, schlug am 12. d. während eines mit Hagel verbundenen UngewinerS der Blitz in das Haus des Bauers Wrumetz in Kraßina. Das Haus brannte bis aus den Grund nieder. Fast zu gleicher Zeit wurde in Maxau die auf der Schwelle ihres Hauses hockende Schwester des Grundbesitzers Rebernisek vom Blitze er-schlagen. sG u t s v e r k a u f.1 Herr Wilhelm Clair-mont, Gutsbesitzer aus Wien, hat das ihm eigen-thümliche Gut „Nikolaihos" bei Marburg an Herrn Victor Fritz um 30000 fl. verkauft. sSpende eines Schulfreundes.) Herr Ladislaus von R a b c z e w i t f ch, Guts-besitzer und Gemeindevorsteher von Ober - St. Kunigund bei Marburg hat, wie uns aus Marburg geschrieben wird, zum Zwecke der Erbauung eines Schulhauses in der genannten OrtSgemeinde den Baugrund von 400 Quadratmeter geschenkt. |Die freiwillige Feuerwehr von Sauerbrun nj wird nächsten Sonntag in Sauerbrunn zu Ehren des Curpublikums eine große Schauübung abhalten. Nach Beendigung derselben findet vor dem Curfalon eine reich ausgestattete Tombola zu Gunsten des FeuerwehrsondeS statt. sDie Eilzüge auf der Strecke Marburg-Franzensfestes sollen wieder eingeführt werden. Die Auflassung dieser Züge ist mit einem empfindlichen 'Nachtheile für Kärnten verbunden und werden jetzt die kärntische Lan-desregierung und der dortige Landesausschuß für die Wiedereinführung dieser Eilzüge thätig sein. sDaS Turuwesen in Deutschöster-r e i ch] hat auch im abgelaufenen Jahre wieder einen bedeutenden Aufschwung genommen, indem die Zahl der Turnvereine von 278 ans 318 und die Zahl der Mitglieder von 34.141 auf nahezu 40.000 gestiegen ist. Der südösterreichische Gau hat um vier Vereine zugenomnien. * ♦ sSelbstmord-1 Am 8. b. M. hat sich der 28jährige Schneidermeister Jakob K r a i n c, vulgo Semprimo^nik, aus Obrrburg in einem Gasthause in Krop, Gemeinde Vocna, durch Abfeuern eines Gewehrschüsse« in die Brust selbst entleibt. DaS Motiv de« Selbstmordes ist bisher unbekannt. Chronik Markgraf von Cilli genannt. Er ist der letzte Markgraf von Soune. Uni das Jahr 1140 ist er gestorben. So gab es also durch etwa 250 Jahre eine Mark Sannthal, und diese Mark wurde während ihres ganze« Bestehens von deutschen Grasen verwaltet. Cilli aber wird zum ersten Male seit den Tagen der Völkerwanderung un-ter dem letzten Grasen der Mark wieder er-wähnt. Es muß jedoch ein ganz unbedeutender Ort gewesen sein, da es nicht einmal eine eigene Pfarre bildete, sondern z»t5 Pfarrgemeinde Sachsenfeld gehörte. Diesem Marktflecken dürste daher die Ehre zukommen, älter zu sein, als das heutige Cilli. Sachsenseid ist aber unzweifelhaft deutschen Ursprungs. — Erst im Jahre >229 ist ein Pfarrer von Cilli urkundlich Nachweis-bar. Kirchlich gehörte Cilli bis zum Jahre 1787 zum Archidiakonate Soumien, welches seinen Namen von der Soune (Sann) trägt, und zu-erst 1173 in einer Urkunde erwähnt wird. Da Cilli ein so unbedeutender Ort war,» ist eS nur begreiflich, daß es unter dem Regi-mente der Grafen von Heunburg^ welche, eben-falls von den Grasen von Friesach-Zeltschach abstammend, bald nach dem Tode des letzten Markgrafen von Soune zum Besitze der alten Erbgüter ihrer Vorfahren im Sannthale gelangt sein dürften, außer in der obengenannten Bio-graphie des heiligen Maximilian aus deni drei-zehnten Jahrhunderte keinerlei Erwähnnng findet. 5 fE r t r u n k e n.] 9tm 14. d. M. badeten mehrere Schulkinder von der Schule St. Margarethen bei Römerbad am linken Sannufer unweit der Brücke, in Margarethen unter denen auch der neun Jahre alte Sohn Franz de» Nikolaus B e b e r aus Globake war. Dieser, deS SchwimmenS unkundig, gerieth vom Ufer weg in eine größere Strömmung, und wurde bis unterhalb des Pinter'schen Gasthauses in Römerbad an das ander« Ufer getragen, wo er von einem Tischler herausgezogen wurde. Der Knabe gab zwar noch einige Lebenszeichen von sich, verschied jedoch nach einigen Minuten. sP l ö v l i ch e r T o d.] Der AuSzügler Josef G o l e s ch aus Kameno wurde gestern Nachmittag, nachtxm er von einer Fahrt nach ProseniSko zurückgekehrt war, in der Nähe seiner Behausung todt ausgeiunden. sD a S M e s s e r.Z Der Besiger Joses Frank in St. Lorenzen gerieth unlängst mit den Burschen Andreas Planinscheg in eine Rauferei und der letztere erhielt biebei einen Stich in die linke Brustfeite, so daß er zusammenbrach. » * * [Dem Cillier Stadtverschönt-rungvereinj ist vom Herrn Major Bodepp der Betrag von 3 fl. gewidmet worden. Herichtssaat. Graz, 18. Juli. In der nächsten, am 8. August beginnenden Schwurgerichtsperiode kommt auch der Betrugsproceß gegen Dr. Jgnaz Waldhänsl zum Abschluß?. Die Unter-suchung, die schon fast acht Monate dauert, erstreckte sich auf 23 Facta, von denen 12 ausge-schieden wurden, so daß die Anklage aus elf Betrugsfacta lauten wird. Die Verhandlung, welche mit Ausschluß der Oesientlichkeit durchge-führt wird, ist aus drei Tage anberaumt; zu derselben sind 35 Zeugen und fünf Gerichtsärzte als Sachverständige vorgeladen. Theater, Kunst. Literatur. Lillicr Männergesangverein. Die Sommerliedertasel des Cillier Männer» gesangvereines litt ein wenig unter der Ungunst der Witterung. Man sagt uns, dies sei ein alt-ererbtes Recht unserer Sangesbrüder, denn, so oft sie ihr Sommerconcert ankündigen, seien die Wettermacher übler Laune. Es regnete ani Nach-mittage und regnete am Abend; der Aufenthalt im Freien war nahezu unmöglich und nur einige ganz Kühne trotzten deni Regengotte. das heißt, sie blieben im Garten nnd wohnt?n der Liedertafel zumeist unterm Regenschirm bei. Uni so dichter war der Glassalon gefüllt, und Manche, die sich gerne wieder einmal an frischem Gesänge erlabt hätten, fchracken vor dem Gedränge, welche« hier herrschte, zurück und kehrten heim. Natürlicher Weise hatte es im Saale alsbald eine Schwüle, daß man staunen mußte, wie es Sänger und Publicum auszuhalten vermochten. Von diefen ungünstigen Aeußerlichkeiten ab-gesehen, war der Abend ein gelungener. An den Vorträgen des Gesangvereines fllaubten wir eine gegen sonst noch sorgfältigere Abstufung der Tonstärken und eine feinere Nüncinrng wahrzunehmen, was namentlich schon bei den ersten Programm-nummern, dem Weinzier lochen Chor „Heute ist heut'" der Fall war. Das schöne Tonstück, mit melchem die Cillier Sänger bekanntlich am Pfingft-montag den Vogel abschössen, wurde noch präciser zu Gehör gebracht al« damals und noch besser charakterisirt. Gleich feine Ciselirung wie an dem ersten Chor war an Engelberg'S „Poeten auf der Alm" aufgewendet worden, und die Piano-Stellen dieses Werkes wurden mit einer Zartheit gegeben, die uns fast besorgen ließ, daß auch unsere Sän-ger früher oder später nach dieser Richtung zu weit gehen könnten. Wie die Mitwirkenden er-zählten, hat es im Vortrage von „Poeten auf der Alm" einige kleine Unebenheiten gegeben. Uns sind sie entgangen und dürften wohl auch im Publicum kaum bemerkt worden fein. Umso größere Aufmerksamkeit wurde allenthalben der vorzüglich schönen Clavierbegleitung gewidmet, welche diesmal Herr Staatsanwalt Reitter zu versehen die Güte hatte. Der Klavierpart des Engelsberg'schen Chors ist an sich hübsch, aber er 5 v will auch entsprechend gespielt werden, und da« Spiel des Herrn Staatsanwaltes war ein J solches, daß wir im Augenblicke keinen dringenderen , Wunsch auf dem Herzen hatten, als ihn einmal > ein größere« Werk, etwa die „Pathelique" oder eine der schwierigen Paraphrasen Liszt's spielen zu hören. Das Programm enthielt auch zwei Novitäten: „Alma-Wasserl, kalte Wasserl" von Blume» und „'S Röserl vom Wörthersee" von Koschat. Ersteres ist ein nettes Liebchen mit einem packenden Jodler und jo einschmeichelnd, daß es. wenigstens in den Alpenländern. bald zum Volkslied werden wird. Der Koschatsche Chor entbehrt des CharaNeristi-schen eines Kärntnerliedes. das er nach Titel und Text doch ohne Zweifel sein soll, und ist trotzdem sehr einfach. Es braucht nicht erst gefagt zu werden, daß die Erstgenannte der beiden Neu-heilen vom Publicum mit stürmischem Beifalle zur Wiederholung verlangt wurde. Von älteren Chören gelangten zum Vor-trage: Eßer's prachtvolle „Morgenwanderung" und Weinzierl's „Wein her!" In dem letzteren glänzte Herr Professor Gubo mit seiner wohl-klingenden Baßstimme. Hoffentlich wird uns dieser Sänger, an welchem ein strenger Meister nur das Eine aussetzen würde, daß er nicht immer klar und fest einsetzt, sondern sich manchmal erst aus der tiefer gelegenen Terz auf den anzu-schlagenden Ton hinaufschwingt, schon im nächsten Concerte eines der durch Herrn Sachs bei uns berühmt gewordenen Lieder bringen. Man würde eine solche Gabe gewiß mit Dankbarkeit entgegen-nehmen. In Bezug aus Eßer'S„Morgenwaiiderung" haben wir nur Eines zu sagen: daß der Etior eine der schönsten Pikcen ist, welche unser Ge-sangverein auf dem Repertoire hat. Den Schluß der Vocalvorträge bildete Kremser'S zierliche Polka „Liebesglück". An den Productionen der Musikvereins-Capelle, welche die Pausen zwischen den Gesang-vorträgen ausfüllte, gab es zwei interessante Momente: neue Walzer, „Marienlieder", vom Dirigenten, Herrn Georg Mayer, und einen neuen Flügelhornisten. Die Walzer, vom Componisten der Frau Marie Zangger gewidmet, find gerade-weg als gut gerathen zu bezeichnen, und verdienen besonders die sinnige Introduktion und die erste Rummer. die sich durch Schwung auszeichnet, Anerkennung. Der Flügelhornist, der, wie wir hören, der Tüfferer Cnrcapelle angehört, hat einen weichen, angenehmen Ton, ausreichende Coloratur und hübschen, etwas gezierten Vortrag. * Ueber die Sommerliedertafel des M a r-burger Männergesangvereines wird uns von dort geschrieben: „Unser Gesangverein hielt ver-gangenen Samstag in Herrn Th. Götz' Gasthaus-garten vor zahlreichen und gewählten Zuhörern seine Sommer-Liedertafel ab. Das Programm war sehr gut zusammengestellt uud bot viel Ab-wechslnng. Den Ansang machte das Lied „Heute ist heut'" von Weinzierl, welches mtt prächtiger Wirkung gebracht wurde und viel Beii'all erntete. Unvergleichlich schön wurde das innige Lied „Behüt' dich Gott" von Jsenmann gesungen. Die volle Kraft ihrer Stimmen und sehr große Sicherheit zeigten die Sänger im Liede „Es schlürfet was" von Kristinus, in welchem Herr Professor Levitschnigg da» Baritonsolo vortrefflich sang und großen Erfolg erzielte. Von zündender Wirkung war auch daS heitere Lied ..Drah' di um" von Koch von Langentreu. Und soll ich noch sagen, daß unser HanS Sachs in dem vom Ver-einschormeister Rudolf Wagner componirte» Liede „Aus dem Fichtenkogel" das Baritonsolo mit Innigkeit und unvergleichlich schön sang? Der Beifallssturm, der nicht früher endete, als bis das Lied noch einmal gesungen wurde, bewies es. Auch unser Quartett (die Herren Ketz, Sari». Koratschin und Ruhri juu.) hielt sich in den Liedern „D' Rosenliab" von Koschat, „Treue Liebe" von Dürrer und „Almawasferl, kalte Wasserl" sehr wacker. Durch Herrn Waidacher zum Quintett verstärkt, sangen die genannten Herren das vom Chormeister des Cillier Gesang-Vereines, Herrn Weiß, componirte Lied „An der Sann" und entfesselten einen Beifallssturm, der nicht früher endete, als bis sie zwei Strophen zugaben. Nachdem der Gefangverein das Programm „P-ntfch- Macht- noch durch daS Volkslied „Diandle geh' her zum Zaun" mit Bantonsolo, gemüthvoll und innig gesungen von Herrn Hans Sachs, erweitert hatte, stimmte er unter allgemeiner Begeisterung das „Teutsche Lied" an, welches zweimal wiederdolt werden mußte. Wir müssen noch der vorzüglichen Leistungen unserer Militär-Capelle Nr. 47 erwähnen, welche unter der bewährten Leitung ihres Capellmeisters Herrn I. F. Wagner die Zwischen-pausen auf daS Angenehmste ausfüllte und, durch großen Beifall ausgezeichnet, das Programm mit mehreren Zugaben bereicherte. Aus dem Alusik-Programm sei besonders des Concert-Ländlers für zwei Violinen von Langer erwähnt, in welchem die Solo Violinen von zwei Eleven mit fehr viel Gefühl und großer Sicherheit gespielt wurden. Wir wollen hoffen, daß uns der Verein niit seinem tüchtigen Chormeister, Herrn Rudolf Wagner an der Spitze, der den Verein durch feii^künst-lerisches Verständnis und mit aufopfernder Thätig-keit auf eine vorher nie erreichte Höhe brachte, recht bald wieder einen derartigen Kunstgenuß verschaffen wird. A. S. * Aus Marburg schreibt man uns: Die diesjährige Generalversamnilung des hiesigen Philharmonischen Vereines findet Samstag den 23. Juli l. I. im Burgsaale (Vereinslocal) statt. Tagesordnung: 1. Bericht über das abgelaufene Vereinsjahr. 2. Statuten-änderung. 3. Neuwahl des gesammten Aus-schusses. * Am 8. Jänner d. I. hat Lauser's „Allge-meine Kunst-Ehronik" in Wien, illustrirt« Zeit-schrift für Kunst, Kunstgewerbe. Musik, Theater und Literatur, fünfhundert Mark für eine Künstler-No-velle ausgeschrieben. Da« Schiedsgericht, bestehend auS den Herren Hans Grasberger, Ferd. Kroß. Max Kalbeck, Emerich Ranzoni und Maler August Echaefer, hat unter 64 eingelaufenen Arbeiten die Novelett« „DaS Kopftuch der Madonna" mit dem Preise ausgezeichnet. Als Verfasser ergab sich beim Oeffnen deS Umschlages : HieronymuS L o r m. Ehrenvolle Erwähnung finden die Arbeiten von Otto Baifch in Stuttgart, Paul Block in Kö-nigsberg, Rudolf Ezernv in Wien, Theodor Phil. Eckart in Budapest, Prof. Carl Edm. Edler in Wien, (. Eltzen in Königsberg, A. Feldmann in München, F. v. Kapff-Efsenther in Wien, Han» Rudolf Scharfer, Pfarrer in Unterfontheim (Würtemberg), Dr. Julius Stinde in Berlin, Wilh. v. Wartenegg in Wien und Jeny Zynk in Wien. Alle diese Künstler-Novelletten werden in der „Allgemeinen Kunst-Chronik" zum Abdruck kommen. VotkswirtWast IMontanbahn Zeltw eg-Fo hns-dors.I Die österreichisch-alpine Montangesell-schast hat dem Handelsministerium ein Detail-Project für die Umgestaltung der Montanbahn von Zeltweg nach Fohnsdorf in eine für den öffentlichen Personen- und Frachtenverkehr be-stimmte Localbahn vorgelegt. Ueber Anordnung des Handelsministeriums wird demnächst be-züglich dieses Projektes seitens der Siattbalterei in Graz die politische Begehung durchgeführt werden. Kaus- und Landwirttjfchaft. sZwei empfehlenswerthe Ge-treidevarietäten.] Man ist unausgesetzt eifrig bestrebt, diejenigen Pflanzenvarietäten zu enüren, welche geeignet sind, dem Landwinh zu besseren Erträgnissen zu verhelfen. Unter den Cerealien ist dieS in erster Reihe ein neuer accli matisirter schwedischer Roggen, welcher mit vollem Rechte größere Verbreitung verdient. Derselbe gedeiht in allen Lagen, im Hellem Lehm mit schottrigem Untergründe, wie im humosen, braunen Boden viel besser als das gewöhnliche Korn und lohnt durch reiche Schüttung und große Strohmaßen den Fleiß des Landwirthes, während der starke Habitus der Pflanzen diesen Roggen gegen Lager und schlechte Witterungs-einflüsse widerstandsfähiger macht. Der Mokry-Theißweizen dagegen zeichnet sich durch beson-ders schöne Aehren voll großer rother Körner vortheilhast aus und liefert in Folge dessen eine weit ergiebigere Schüttung als der gewöhnliche 1887 Theißweizen, auch reift er um einige Tage eher als jener und ist — wie verschiedene ccrnon» ' tive Versuche bewiesen — weit weniger empfind- ' lich gegen Rost. Gustav Szandmer. [Trocknen junger Erbfen.j Da d-!> wieder das Einmachen und Conserviren der j»za Gemüse beginnt, so will ich mir erlauben, die m ehrten HanSfraucn auf ein EonservirungSoeriak» aufmerksam zu machen, das meines Wissen» «ich . angewendet wird und doch wegen seiner Vorzüzlit-keit vor allen anderen den Vorzug verdient, erfahrene HauSfrau weiß, wie viele Unanuebmlch keiten da» Einkochen der Erbsen in Flasche», 00* sern oder Blechbüchsen mit sich bringt, mit welche« ll«-ständlichkeiten, abgesehen von den bedeutenden tfeHtii, das Verlöthen der Büchsen verknüpft ist. Ist W Alle« glücklich überstanden und man öffnet im Vmttr ein Gefäß, so sind oft durch ein winzige« tschlRi die abscheulichen Schimmelpilze eingedrungen u) haben den ganzen Inhalt zerstört. Alle diese Uiur nehmlichkeiten vermeidet man leicht, wenn man sei« jungen Erbsen auf folgende Weiie beband.'lt, d« ' vom Schreiber dieses durch mehrjährige Erfabmi« al« wirklich praktisch erprobt ist. Die jungen Ertki : werden ohne Schoten (Zuckererbsen natürlich m» den Schoten) mit einer genügenden Menge einmal aufgekocht, oder in kochend heiße« Laisa geschüttet und einige Minuten darin gelassen. ?:»> entfernt man mittelst Durchschlag daS Wasser mit bringt die Erbsen sogleich auf eine Hürde, die mu Sackleinen bespannt ist (nicht mit Papier unterlegt, da dieses di« Wärme schlecht durchläßt) in in Bratofen, wo sie bei einer Temperawr von -tv bil 60 Grad so lange getrocknet werden, bis >u zaq hart und spröde wie GlaS geworden sind. Ultan füllt man sie in eine Blechbüchse oder treck» Flasche und verschließe diese sorgfältig. Sell bti Mahlzeit angerichtet werden, so weicht man die trockenen Erbsen eine Nacht in kaltem Wasser e», setzt sie mit demselben Wasser aufs Feuer und dp handelt sie wie frische. Würde man da» SÄ» tvegschütten, so würde man sie eine» großen TdeLei ihre» Zuckers und Wohlgeschmäcke« berauben, et zubereitet sind sie von frischen Erbsen kau» m unterscheiden, zumal mit jungen Möbren zekrchi, di« auf gleiche Weise bebandelt wurden. Ebenso kiiu man mit Brechbchnen und großen Bohnen rcnst-ren und sich so leicht ohne Kosten mitten im Äw ter die schmackhaftesten Sommerlpeisen verCr flitnGl tetoen Koben und Stöcken zollfrei w'» Hans da* Svi,nii rothen Lebenssaft, der unsere Adern und jltdmtcn durchströmt, die volle Reinheit und Stär-kiuiz durch eine zweckmäßige und regelmäßig durch-zefütne ?ur vorsichtig zu wahren. Al« das vorzüg-li-tftc Mittel hierzu können Jedermann die Apotheker «ichaid Brandt'schen Schweizerpillen, welche unsere heriorragendstcn medicinischen Autoritäten als ebenso wirksam alS absolut unschädlich wännstcnS empseh-Icit, auf« beste angerachen werden und findet man dieselben in den Apotheken & Schachtel 70 kr. 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