äruS^>^c> ^eoäovm T.i»r'mor VmhdemklSttt, Mmchbsr.^ Aureteeva utka 4. Zeieph«« ÄS ' Wezus«PU. » Auslimd: movaMch . ^ Swjelnummer . . ^ Sonlltogs-Nllmmer l2:Lch S7»0»^ VSS t Vei Bestellung der )jrtt««s N 5er Mo»^ «ement»bet,ag skr Slowenien für «inde^' ftenS einenMoaat, auberhaw sürmtichi^-en^ dreMonat« einzusea den^n b«ai»t»ortrn Brief« ohnevkar^e werden nicht berückjichti Ins«ratei»«Riialimv tn Maribor bei de» Mmtnistratio» der^itung: InrSiLev«!^ uliea 4, tn Ljubliana bei veseliat^ und Mateltc. in Zagreb bei vlockner v. Moffe, tn Brach t^tenreich,>i«sleise,^ »^»tra^,i»Wte» ^ allen Snzet» senannahme-stellen. Nr. tt0 Donnerstag, ven Mal tS22 62. Äahrg. MM>WV>>iWW»»»W>WI Bor fchwererSntschelvung. (5'? ist charakteristisch, daß, während die ^>'lttc'rcssen'qc?'stcnsät;e Mischen den MÄdchen der (^rof;?n Entente im Ruhrts^biete nnd in der Orientsraffe immer schärfer in die Er-schelnnnq treten, hohe franMsche Militärs die 5>nuptstädte der Ä'leinen Entente zu besuchen das Vedi'lrsnls Khlen, zu gleicher Zeil aber E^'ton Watson ein besondere^ Interesse für die jusiosla-mischen Verhältnisse verriet und in Rom eine Zusammenkunft der Slsiat!?l>berhäupter Italiens und (^roszhitan-ni.ns sich abspielt. Wohl sind das nur Aeu-s^erlichk.iten, aber solck>e, denen tiefere Ursachen nicht alMfproäien werben ti?nncn. ?ie ?cachkrieli'?zeit hat N''ue Aevhältnisse und damit anch das Bedürfnis zur Aupas-sunli der Beziehuulien au die neue Ordnung qeschaffen. ^ie sich eben atüfpielenlden Reisen und Besuche diinsen als Anzeichen für eine neue uud innigere Gruppierun'g auifstefaßt werdeu. Offiziell, vor der qro^en Welt, besteht zlviir das Cinuernehuleu zwischen den Enteut.staateu Ntich imiuer, aber die Weste, die sie zu den bestehenden qenieiirsanlen Zielen fiNncn, sind nicht dieselben. Die französische Repnblit wie das britische Reich suchen 7>'rc'!in'el', die sie auf den ueuen und c;etrenn-t.'u Marschlinien begleiten und unterstützen Diese beiden qros^eu Staaten uiit ihrem Einfluß und ihren Machtmitteln können deumach mil zmei verschiedenen Pt>Ien ver-qlia',i'U werden, um die sich die anc>eren klei<^ neren Mächte zu gruppieren be.^innen. Anch an unser Vaterland wird die Nl>t!ivendi?,ieuosseu für seiue Sicherheits- uud Reparatiou'A'vlitik Deutschland gegenüber. Diese Politi't steht auf der s^ruudlaste der Friedeui?verträge, an d^'ren Erhaltuus! unser Staat in holhent Map.e interessiert ist. Wenn man dazn iil Mickicht zieht, daß Frankreiä) in kontinentalen Frästen unbestritten daS entscheij^'nde Wort führen kann nud sÄhren wird und daß mancher nnserer Nachbanl eine (^renzforrettur auf unsere Kosten an-strM, daun könnte die Wahl für die Gesolgischast niäft schwer fallen, obnwhl uuser Staat an der sranMrschen deutschfeindlichen Politik nicht in demlsetben Maße interessiert sein fann wie ettva Polen o^'r die tschecht.>slo!wakiscl>e Npnblik. Die Wirt stli-aftlichen Interessen unseres Stao'tes und Deutschla-Nlds lassen sich viel leichter in Ein-klanst brinsten, ja mau kaun sogar behaupten, daß sie sich erstäuzeu, :vährend die beiden anderen Staaten in wirt'schaftlicher B<'zieh-unst Deutschlaiid als Rivalen stegenüber-stelhen. Gan^ belsonders sMiierist stellt sich aber die Wahl, wenn man die Interessen unseres Staates in der Mria in Betracht zieht. Unser natürlicher (^'gner in di^^sein Gebiete ist Italien. Eiue Idkerstüt^uust seiuer Aspira-tiouen durch Enstland, die stärkste Seemacht der Welt, taun sehr Mährlich werden. Uud in der Orient/srage, wo dt'r Kanipf nni Kon-stantino^x'l eil'dstültist über die Voruiacht-, stellun'st eutscheideu wird, durften obeusalls die sich st^^genübersteheudeu ^^-loltten vielleicht das gewichltijgstc Wort init^prechen. Wer aber Weiteres Vordringen der Franzofen. (Telegramm der „Marburger Mitling".) Besetzung von Limburg. chenöbcKiiPsung Are ungi'^cucre erleichtern. Im allgemeinen steht der ^trimi-c nalpoli.^i für die Bekämpfung jedes Ver«, brechens eine wirksame Waffe zur Veri'ügunoj in Gestalt von Fingerabdrucksaulullungen und Steckbriefregistern oder deni internatio-^ ilaleu Austausch von Fingerabdruckformeln, auch die ausgezeichnete Fahndnngssysteinatik, die bc'sonders beiui Rathenaiinlord in Tätige keit getreten ist. Zmveileu jedoch ist alle Arbeit der Poliz^ei uurfoust, so erzählt Lot?har Philipp in einer .'^Xrr von ii^oustantinopel werden wird, saim als recht schwere Belastungsprobe für die iin dem S.^^>?-SLaate nicht gleichgiiltig sein. Wir selbst haben keine Flotte, dafür aber ein relativ starkes-nud kainpferprMes Heer, dem die Verteidigiliig unserer Binnengrcn-zen nicht schwer falleii kann; mijsere SäMäche liegt in uniereiN Mstengebiete und hier neben Italien auch uoch Groschritauuien zum Feinde zn haben, wäre schwer erträtslich. Noch schn>erer al>er wag uirseren verautivort-licheu Faktoren die l5'ntlsck>eidnug fallen, wel-chein von deil beiden Polen sie Gefolgschaft leisten sollen. Die sranMsch-en!gliscl>en In-tercssen-gegeirsätze stellen sich d^UMach auch Bunde der kleinen Enteute stehenden Staa ten dar. Ein Zusamuieiigehen dieser Staaten durch dick und dümi darf launi erivartet iv er de it. A. L. WeNstadt-^eimnifse. Wir leben in^ einer Zeit gesteigerter Kriminalität, Morde, Eigentuin'^' nnd Roheits-verbrecheii häBc'n sich. Die ^niniinalpolizei hat ein be^oiiders schweren Stand, uud sie versucht, sich durch Schasrnng von Registern und Zentralen der eiu.^-.Iiien Sp z''lität.m auis dem Gebiete der technisch^'!: Verbre- Plauderei iiber das Theuia in der „Deu-^ tscheii ^.'lllg. Ztg." Umsoiist nämlich bei 'dell „Veruiißteu" u^ deii „uitbekannten Leichen^.. Die im Jahre iiu Polizeipräsidiuu? Verliu gegrüiidete Leicheii- nnd Vcrmißt«nch )eiitrale legt über jeden Fall jedes Ver^ schiviiideiis eiiier Person iiiid jedi^ Al^fsin--diiiig eiuer uiib.'kauiiten Leiche eine ^arte au, auf der der Fall aiiMhrlich uach vorge^ schriebeueii Fragebogen bchaudelt wird. Fer^ ner bietet die Fingerabdrucksanlniliiiig der daktyloskopischen NeichsMtrale ein giite^ .^'>ilf!?niittel zur Ideiitifizieruiig linbe'kannter Personen oder Leichen. Iiii Jahre l9?s1> iviirden voii ihr nnbetaniite Personen^ uud 1l uiibekaiinte Leichen identifiziert, wäihreud bei der Leichen- liiid Verinis^ten-« .'tartei iiu v Fälle erle-^ digt ivurdeu. Niiu werdeu bei n>eitein nicht säintliche Personeii, die vcrscs>ir»ind<'n, undi längst nicht alle anfgeiniid men Leichen iueldet. Viele Faiiiilieii hält eiiie ^?t'^visss Scheii vor der Oerieutlichleit ab, ein Famich' lieiitiiitglied der Polizei als verinißt zu mel^ deii. ol)>volil die Zeiitrale nur liiit Erlaubnis der Fiaiiiilie deii Fall verMnitlicht, und viele Men^schen rerschnniiden in der großeir Weltstadt, ohne liberlwupt uerniisst zu iver«» den. Besondere iii Verbrechersreisen t'oiwnv es häunst nor. daß Leute vei-schwiuden, die» keine Freuii'M' iii?d Aiigehörige habeu un^ i'on iliren l^euossen „aiif Tour" l)der im Ge^« säugnis veruiutet iverdeii. Allerdings kann ein Mensch uninoglichi spiirlos vou der Erde vcrsctjwinden, ohne je^» iiial>? iviedi'r aui^iitaiichen, vorau'^geset^t, daj^ (r iiicht tot ist. Irgeudnio uiuß er, wenn e?' lioch lebt, wieder auftauchen. Ä^'rden jungl? Mädchen oder junge Frauen verinißt, so darf man uiit Wahrsc!)einlichreit annehnien, das? der Griiii^d zn ihreni Verschwiiiden aus eroti--scheiii (Gebiete zu siicl)eii ist. Vielleicht ist dic» Veriuißte eiiieui Sittlichteiti-verbrechen zuur Op^er gT'fallen lind daiiii getötet worden, vielleicht auch hat sie aus Schaut Sel^k?stlnord veriibt. Nicht selten kouiiiit es vor, daß untere iiehuiiiug!?liistige ji'nge Ääi'ichen aiif einige Taste ili die Großstai>t fahren, uin sich zn! „auiüsiereil'^. uiid dabei Mi^dcheii^miidlerir' iii die .^>ände ialleu. Derart verkanste Mäd^» cheu versch^iniiden wirklich ..sPnrloS"', inei^ stens gehen sie nach weuigeu Jahren in irgendeinen! ^lrairkeuhause, fern von der >'^ci^ ulat, elend zii t^)rnnde. Der Selbstiiiord „aiis LiebeÄiunmer" ist sehr häii.fig die Erklärung für das Ver^' scl?iviiiden von jiiiigeu M'iischen; so ertrirnk"^ ten sich iin Aiigilst vorigeii Jahres bei V^a'g^ debiirg eiii jun^ger Maiin und eiii juii<>e-5 Mädcheii, desseu Persöulichteit uie sestgest^lld ivurde. E.' ist eiue Elgeuriliulichkeit des Selll?stiiiördi.'rs. daß er je^e Spur zu venvis-scheii siicht. Diese Vorsicht ging einnial ss' lveit, daß in Merrheiui eiii Sellistinörder eini Loch iii das Eis eiiies T.icl^es hackte und^' hineiilspran^i: über N'acht fror das Loch zu, Uiid er vei'sclMaiid „spurlos". Nicht alle F-äile lassen sich jedoch aiif diessi Art erklären. Besonders geheiiirnisvoll war-ein Fall, der sich vor eini^^er Zeit iii Stutt--gart ereignete. Da wnrde eines Ta^es ein frenides, aus i>eui -Orieiit ftainineudes Mäd^' chen iin Alter v!>n Iabixii weineird ausch-geniudeu. Es koiiiite keiu Wort deutsch svre^?' chen. Auf welche Art es nach Stuttgart kaue, ist iiie aiifgeklärt worden. Es wurde in städ'« tische Obhut gcnoininen. Nach vier Moiia-^. ten verschwand das Mädchen, ward mit Ge^ walt aiis deni Biireaii seiiies bt'stellten Vorl«^ niiiiid^^ entfi'l>hrt uud ist nie wieder gefuildei?^ wordtm. Aiich in London und Paris macht da-Z' Verschwii'dcn von Personen der Poli^i rie^ jige Arbeit. 3o vei-schwattd im vorigen Olto^ W.W. Ludwigshasen. 15. Mai. (WoW. Hellte um nitts Uhr früh ist die badische Aui-liu- und Sodafabrik von den Franken beseht worden. "Den Arbeitern wird der Zutritt zur Fabrik venvehrt. Die Angestellten der Nachtschicht dursten das Wert verlassen, das von einem Regiment Tomaten besetzt worden ist. Au6) das Straßenbahndepot wurde besetzt. Der 5traßenbahnverkehr ruht, der übrige Verkehr ist unbehindert. Besetzung von Höchst. W^B. Berlin, 15». Mai. Die „B. Z. lim Mittag" erfährt aus Fraubfurt a. M.: Die Franzosen habeu gestern nacht'? die höchster Farbwarensabrit besetzt. lieber die Stadt höchst nnirde der Velagernugszustaud verhängt. Die in Fran^urt wohnenden Arbeiter der höchster Fabriken wurden an der (Grenze des besetzten Gebietes zurückgewiesen. WKB. Frankfurt a. M., 15. Mai. (Woln). Um vier Uhr morgens sind Franzosen in die Stadt Limburg eingedrungen, die im unbesetzten Gebiete' liegt^ und haben den Bahn-chos, das Postamt und andere öffentliche Gebäude besetzt. Die Stadt ist vom übrigen besetzten Gebiete vollständig abgeschnitten. Bei zahlreichen Einwohnern 'wurden Hausdurchsuchungen vorgenommen. Limburg gehört zum besetzten Gebiete. W^B. Frankfurt a. N!.. 15. ??('ai. Um vier Uhr nachmittags ist Limburg vou den Franzosen wieder geränlnt worden. Die Franzosen haben in der Stadt )Nauerauschläge ^u-rückgelasieu. woiuich Limburg von, IN. Mai an zum besetzten Gebiete gerechnet wird. Dle japanische Antwort aus die deutsche Note. (Telegramm der „Marburgcr Zeitung".) WÄ r Ver^auolun-gen mit den Förderalisten. ,Vrems" erwägt auch die Möglichkeit, daß in der Regierung anch die !>toro^er' Gruppe einireten könnte. Nach Bedarf wurde auch Radi^ eine geivisse Anzahl seiner Mgeordnetei! in die Ratio-nalversammlung senden, die einvernehmlich die Regierung nnterstiitzen würden. Die Radikalen sind, olnvohl eine große Stiinmung für die Verständiguug herrscht, mit der ?ak-ti'k des Blockes nicht zufrieden. Die Radikalen verlangen, das; der Block seine Stelluug Präzisiere, und wünschen, 'daß der Block in Beograd nnld Zagreb die gleiche Politik verfolge. Besonders hat unter ^u Radikalen eine MWimmnng die Pnbliziernng der Broschüre Dr. .Horwak)'s über die konförde-ratioe Einrichtung inneres Staates hervorgerufen. Die Radikalen äussern sich dahin, das;, falls Radie auch weiterhin seine Politik fortsetzen sollte, es sehr schwer zu irgendwelchen Verhandlungen kommen Wune. Nach der „Tribulia" werden die Verhandlungen bereits seit vorgestern geführt. Dr. Koro^cc befindet sich in Geogriad und wird als Be-vollmätigter Radil-'z-u den Verhandlungen mit den Radikalen betrachtet. Zu gleicher Zeit, als die Laudarbeiter und die Demokraten geaen die Regierung obstruieren, setzte in Zagreb Radic, seine Konferenzen fort, in denen Verschwörungen gegem Beograd angestiftet werben. Die Situation ist noch immer schwierig und unbestimmt, aber die Verhältnisse bessern sich doch langsam. Die Lage der Regierung ist etwa-? stabiler, nachdem es sich gezeigt hat, das; Nadi^ keine Absicht hat, nach Beograd zu kommen. Zwei wichtige Fragen, die an der Tagesordnung stein'u, nämlich die Wahl des Parlamentsprändenten und die Rekonstruktion der Regierung, werden noch mehr ihre Lage festigen. Im Lause dieses und des nächsten Monates besteht keine Aussicht, daß es zu irgendwelchen bedeutenderen A-'nderuiigen iu der Situation kommen werde. Die Wahl der Parlmnentoprnsibcnten. ZM. Beograd, 16. Mai. „Novosti" melden aus Zagreb: Iu >deu Kreisen, die der Lei tu ug 'der Kroa t isch-iR epublrkan i scl^eu Bauerupartei nahestehe», wird behauptet, daß init den Radikalei! ein C'inverilchmen iu Bezug auf die Wahl des Parlameutspräsi-denten erzielt wurde. Diesem Einvernehmen znifoliiv ivurde ein augeiHener Radikaler, der für die Verstandignng ilst, (Herr Lsuba Io-vano'vic) das Präsidilim erhalten. Der erste Vizepräsident wäre ein Abgeordneter aus dem Ingoslaunischen U lub, der zweiw ein Radikaler. Anfangs dachte man daran, zum ersten Vizepräsidenten einen Demokraten, als Mitglied d«er zweitstärlsten Partei im Parlamente, zu wählen, aber man nahm da-vou Abstand, weil die Delirokraten niit der Obstruktion drohen. „Ich frage", sagt der Korrespondent, „.Herrn Radi^, ob diese Ver-sioil auf Wahrheit beruhe". Darauf antwortete er: „Wir können keine Obstruktion in unserem Parlamente erlauben. Tie Obstruktion kamt in einem fremden Parlamente als gerechtifertigt erscheinen, w.'il sie ein Akt der FeiMchast ist, aber dies tonnen wir, wie gesagt, in unserem Parlamente nicht erlauben. Vem s <1 »lUh» I I ?0Ä 17.'Ma? 1V2Z'. ber in LonZjon ein junges Mädchen der bebten Ge^eAcha^t und ist nie wieder gesunden worden. In Paris werden häufig Rumpf? jnn-qer Madchen aus der Seine gelöscht und Nachfragen erga^n, das; in Paris allein seit kurzer Zeit 212 weibliche Personen vermißt wertx'n, also mehr als in Berlin, wo man mit einer ständigen Vermißtenzahl von höchstens M bis 80 rechnen darf. Auf welche Art zum Beispiel in Paris Frauen verschwinden, das lehrt der Fall Landrn. Die Zahl der unbekannten Leichen ist auch in Nn-lin größer, als man im allgemeinen annimmt; fast jede Woche ioerden einige Leichen oder Leichenteile in Berliner Wasserläufen aufgefunden, besonders in denj Kanälen (dem Luisen städtischen Kanal und dem Engel'beckei,). ?tuch die Seen und die Wälder in der Uin^bnng von Perlin sind HHusig Fundstätten von Leichen. Von Zeit zu Zeit werden auch Skelete anfgesunden, so im vorigim Juli beim Erda uneben auf einem Grundstück in Wannsee. Dort wurde ein Mannmm gekrümmtes menschliches Skelett gefunden, das vl'rmntlich in einer Kiste ver-' packt war. Nach dein Gutachten der Sachverständigen sollte eS von einem Manne herrühren, der vor etwa Mausig Jahren an dieser Stelle vergraben worden ist. Nicht selten sind nnch die Fälle, das; der Vermißte ermordet wird und der Mörder auf 'den Namen des Getöteten weiterlebt und dem To-! ten seine Papiere zusteckt; dann ist der Vermißte tot — und lM doch weiter, während der Täter weiterlebt — und doch gestorben ist. Die alte beschichte vom „lebenden Leichnam". Unter der dürren Voppel. Z8 Avrnnnalroman von A. Grsner. Urheberrecht !»2S turch Greiner äc Comp.. Berlw >V. S0. Jetzt war auch der gewissenhafte Pokerny Berm ersten Postainte, bei dem er vorn'ber-lam, lre^ Polorny halten und wies dos Te-logrcrmm vor. Man sagte ihm, es sei im siebenten BeM, auf dem Postamt in der Lie-bensternm Fräulein iliid dein B'nrovorstaud zurück. „Na ivas gi>bt's?" erkundigte sich der alte Herr lebhast. Nachdein Polorut) wi^d-eiholt hatte, was er dein sungei, Beainlen gesagt hatte, fragte er das Fräulein, ob sie sich entsinnen könne, wer die De'pc'sche ailfgegeben habe. Ja, Fräulein Bruckner koiinte sich desien entsinnen, es n^r ein Kellner aus der „Goldeueu Birne". Das Fräulein kannte ihn, weil sie in der „(Goldenen Birne" iihre ZNahl^eiten einznn.'/hnien pflegte. „Lei-wold war's," sagte sie. „Wiss^m Sie, Herr Borinann, i^r inaA"re, sckMarze mit dein schneidigen Schnurbart. l5r stößt leicht n,it der Ziin^?e au und bedient in den, kleinen, ''Al^koven." Herr Bo-rurann. der iuuge Be,rn,te, der >auch des üfterei, die „Goldene Birne" auf-isiichte, konnte sich t,otz der genauen Beschreitung diees Talers habe ich dann ge-wöhiiliches Geld in die Kasse g«legt." „lind den Taler behalten?" „Ja. Ich kouute ihn gerade zuin Namenstag Mr mein Patei,>kind recht gut gebrauchen." „.'oaiben Sie i'hn schon vevschenkt?" „Noch nicht. Ich habe ihn sogar hier." ?sräulein Bruckner ging j^u ihrein Anits-ti'ich, eutnahln der Lade ein (^Geldtäschchen und reichte ihn Pokorny. l5s war eine Münze aus dein Jahre 177.^.' Sie hatte einen kleinen Schnitt, der vom-Rande bis zum Kinn des Bildes der ^taiserin Maria Theresia gin^i. Der Detektiv steckte den Taler ein. „Ich bekomnie ihn doch wieder?" fragte' das kleine Postifräulein bestürzt. t Po'korny lachte. > „Aber ja, Fräulein!", sagte er. WeniAensi das, was er wert ist." Danach gi,dg er. Die „Goldene Birne", ein altes, renominiertes (Gasthaus, befindet sich in der Mariahiffers^traße, dti, wo einige .^user weiter, gegen die innere Stadt zu, die Sie-! benst^'rngasse in sie eiinniurdet. Vo,n Postaint aus ist die „(Goldene Birne" beguem in ebiva acht Minuten zu Fuß zu eri-eichen. Po-lorny betrat das hiil^'che, gen,ütliche Lokal — sein Wagen fuhr chin nach — uudi ließ sich in dein al^ovenartigen Teil des! (^xt^azimlncrs nieder. t In dem Ziinmer saß aiißer ihm nui: ein Gast, ein mcker Herr, dein das WohNeben aus dem schwain'niigen Gesicht imd den iväsierigen Aneen blickte, und der soeben da«? bei war, seinem feisten Leibe eine Doppel«« Portion Gulasch zuziisi'chren. „Fresier! dachte Pokorny. nachdem er den' Mann ttiit einen. Blick taxiert hatte, und' ließ sich einen „Pfiff Gespritzten" geben. Als der blonde Junge, den, er den Auftrag gegeben, den perlenden Wein vor ihn hin-^ stellte, fragte er. ob Leopold da sei. Der Bursche beZähte und holte ihn. >- „Mlnschen?" erkiindrgte sich der Herbei-^ geholte, wobei er einen flüchtigen Blick airj^ deir bescheiden ailsschenden Gast warf. „Ich muß init Ihneli reden. Hallen Sie sich ein bißchen frei für «nich." „Mit mir hat der Herr ewas zu reden?' Ich ?enne doch den Herrn i,icht!" „Ich kenne Sie ja anch nicht. Weiß nur,« daß Sie Leopold heißen, in der „Goldenen Birne" belschästigt sind und gestern ein Tele-grainln ausgegeben haben. Und deswegen iniiß ich init Ihiren reden." Po^korny halte, die kalten, ina-geren .Händt^. gegeneinander rerbend, ganz geiiiütlich ge-sprocheii. Der .^l^ellner blickte ihn verwundert an. „Was lann's deiin darüber zu reden geben?" ..^'llso — set^ei, Sie sich. Oder n,slssen Sie stehen bleibeii?" „Ici) werde steheii." „Auch gilt. Passeip Sie au?." „Ich iiz'^ichte doch aber wissen, lnit ivcm ich die Ä)rc habe." Telepvonljche Nachrichten Reise Des Köuigspaares «ach »leb. ZM. Beograd. 1e Komitadschi-Bande auf unser Territorium zu gelangen. Bereits einen Kilometer von der Grenzlinie entfernt, sind sie dann auf unsere Grenzwache gestoßen, die sofort ein Gewehr-fe.uer aus sie eröffnete. Die Komitadschi erwiderten das Feuer uud es entspann sich ein wahres Gefecht, das zwei Stunden dauerte. Schließlich zogeil sich die K^oniitadschi über die Gren,ze zurück. In derselben Nacht hatte eine unserer Verfolgungsabtei'lungen einen Znsammenstoß mit den Komitädschis ben Zana tepa an den Abhängen des Berges Ograsden. Auszeichuuuß des Marschalls ' Foch. W.6B. Prag, 15. Mai. iTsch. Preßbüro.) Der Präsident der Republik hat dem Marschall Foch «das Großkreuz des Ordens deS Weißen Löwen verliehen. Gras Velhleu bei «ussolini. WK'B. Rom, 15». Mai. Ministerpräsident Mussolini empfing heute den ungarischen «Ministerpräsidenien trafen Bethlen, der 'die allgemeine Lage Ungarns gegenüber den Kurze Nachrichten. MKB. Colorado gegen 88 Stiuunen' die Ausschließung des Kommunisten New-' bold beschlossen, der den Vizepräsidenten beschimpft und sich geweigert hatte, über Auf-forderuug des Präsidenten das Haus zu verlassen. , ' -0- - Marburger und Xagesnachrichten. Der Dovvelmvrd In Zagreb. Eiu blutiges Verbrechen beschäftigt seit einigen Tagen die Gemüter der kroatischen Hauptstadt. Noch sind die Wellen der Aufregung über den Doz^pelmörder Schrott kaum verebbt, als Zagreb neuerdings der Schauplatz einer Bluttat wurde, die so recht beweist. in welch verhängnisvoller Welse der Krieg die Gemüter verderbt und verroht hat.. Und besonders die Nachkriegszeit mit ihren vielen Gelegenheiten zn allen möglichen dunklen Geschifften, Schiebereien,; Nachbarstaaten darlegte. Die Besprechung dauerte eine Stunde. Die <5rage der Ausnahme einer Anleihe wird zur Verhandlung getanen, sobald der FinanMinisrer in Rom eintritt. J»r Aeb«rlkhr»>> »er Letch« WkB. Lausanne, 15. Mai. (Schweizerische Dcp.-Ag.) Heute vormittags wurde die Leiche Worowskis von Lausanne über Zürich, Schaphausen nach Moskau überführt. Ini Zuge besanden sich auch die Funktionäre der russischen Bolschaft in Berlin und der Delegierte Ährens. In Bern, Mrich uud Schafft)ansen «fanden Trauerkundgebungen der schweizerischen kommun Wehen Gruppen statt. Sommerzeil iu Frankreich. MKB. Paris, 15. Mai. (Havas.) Die Kailililer hat unter Ablehnung der Straßburger Zeit uud aller sonstigen Gegenentwürfe den Gesetzentwurf betreffend die Som-mer.M angenommen. Beerbiguag der Semahli» Masaryks. MtG. Prag, 15. Mai. (Tsch. Preßbüro.) Heute uachmittags fand in Laua das Begräbnis der Gemahlin des Präsidenten der Republik statt. Ausbeekuug eiuer kommunistische» Geheimorganisalion i» Warschau. MtB. Warschau, 15. Mai. (Poln. Tel.-Ag.) Wie die Blätter melden, ist es der Polizei gelungen, eine große kommunistische geheime Verbindung auszuheben, in der außer Organisatiensfragen auch die Ermordung Worowskis besprochen wurde. Bn den verhafteten 42 Personen wnrde ein reich-ha ltige 5 Belastenl/gsmaterial vorgesun deu. Im Zusammenhange damit, wurden bei vielen Personen .Hausdurchsuchungen vorge-uommen. Schuluffgeln usw. hat die Gier nach Geld, die Sucht, auf möglichst schnelle und leichte Wesse sich in den Besch von Reichtümern zu setzen, in einer Weise gesteigert, die geradezu besorgniserregend ist. Die weitesten Kreise wurden in diesen verderblichen Strudel gerissen und noch heute, wo die Hochkonjun-tur der Schieberei, des Schmuggels usw. doch schon vorüber ist, gibt es in den größeren Städten g'wisse Gruppen, die ausschließlich nur von diesen dunklen Geschäften lebcm, und sogar gut leben. Der grauenhafte Dop-"! Pelmord am Emrok 'läßt uns einen tiefen ^ Blick tun in eine junge Menschenseele, dicv sei es aus Mangel an Erziebnng, durch Ber-! aulagung oder Umgang mit schlechter Gesell-! schafi, hinabgerissen nmrde aus die dun kl» > Bahn des Verbn>chens, die unbedingt nur! hinter Kerkermaliern endet. I In unserer vorgestrigen Nummer berich-i teten wir von dieser scheußlichen Bluttat,« die in tiefes Dunkel gehüllt schien. Nun ist' es der emsigen Tätigkeit der Kriminalpolizei ^ doch gelungen, in das Mysterium des Mordes! ! Licht zu bringen und sogar schon einen dert Mörder in sicheren Gewahrsam f,u setzen. Ueber die Einzelheiten der Tat bringen diel lroatisclM Blätter spaltenlange Berichte.« Wir wollen uns darauf beschränken, unse-' ren Lesern den Sachverhalt in Kürze vor .Augen zu führen. I Der Schneidermeister Kanajet, von dein esj lvkannt war, daß er sich mit Geldgeschäften befaßte, ging mit einem Bekannten, dein An-drija Ikliöiö. der sich mit „Schwärzen" abgab, ans den Cmrok, um dort mit mchreren Männern ein verabredetes „Geschäft" abzuschließen. Vom Cmrok wurden sie in den. nahen Wald gelockt, überfallen, ermordet und ihnr ganzen Barschaft beraubt. Aus die Änffordernng der Polizei, daß sich jene Personen melden möchten, die irgendwelche Aufschlüsse geben könnten, die möglicherweise zur Eruierung der unbekannten Mörder sichren könnten, meldete sich am Morgen bei der Polizei ein junger Maim, der angab, mit den beiden Ermordeten am Nachmittage in einem Case zusammen gewesen zu seiü und sie kurze Zeit vor ihrer Ermordung durch mehrere Gassen in der Nich-tnng gegen den Enirok begleitet zn haben. Unterwegs habe er sich besonnen, daß er bei seiner Äntter englische Stunde habe, nnd er sei umgekehrt, während die beiden anderen, Kana'set und Ielimü, ihren Weg yegen dm Einrot weitergegeangen seien. Der jnnge Mann, der diese Aussage zu Protokoll gab. heißt Hrvoje Paskisevie, ist Gymnasist und der 'Sohn einer hochangesehenen Zagre>ber Familie. Der Polizei war bekannt, daß Pas-kijeviö viel in den Kreisen der Schieber und „Schwärzer" verkehrte und trotz seiner jungen Jahre viel Geld in lustiger Gesellschaft, in den Bars usw. verpraßte, da überdies seine Aussagen durch die Angaben anderer, mittlerweile sich meldender Personen widerlegt wurden — veranlaßte, daß der jnnge Gymnasist in vorläufige Verwahrnngshaft genommen wurde. Daraufhin intervenierte der ZagrBer Rechtsanwalt StoZir als Vertreter der Familie Paskijev'^ und setzte es durch, daß Hrvoje PaSkijevtt wieder auf freien Fuß gesetzt wurde gegen das Verbrechen, Zagreb nicht zu verlassen nnd sich jederzeit zur Verfüglina der ^riminabbebm-be zu halten. Trotz des gegebenen Versprechens war der innge Mann am nächsten Morgen verschwunden. Gegen PaWevie wurde am nächsten Moraen ' sosort ein ausführlicher Steckbrief erlassen. Man vermutete, daß er sich nach Fiume gewendet babe, da er sich dort sehr gut auskannte. Iudessen wurden die Spuren der übrigen, an dem Verbrechen „sieben bis acht Tage vor dem Mord« hatte ich mich mit den Schwärzer» Stjepan Kralj und Vittor Ielwie verabredet, oem Andrije Ielieu' Silberkronen znm Verkaufe! anzubieten uud diesem dann das G'ld weg« znnehmen. Am Sonntag den 6. d. um Uhr nachmittags traf ich in der „V^liia la-varua" mit den beid n zusammen. Hi.'r gab mir Stjepan Kralj k für die ?urch« sührnng nnieres Planes Wir besprachen uns auch, den Plan am Monl-ig um 5 Uhr nach« mittags auszuführen. Wir bogaben uns «dann in den Wal.d, nm die Stelle ^ür d.n Mord an(zinvählen. Die beideli Genaiiuten sollten sich in den Wald in den Hinterhalt legen, während ich Andrisa IeliLi^ zu :h-nen führen sollte. Ani Montag den 7. d. g'.r'g ich nm 12 Uhr mittags vor der „Velika ka-varull" vorbei unk sah drinnen Viktor Ieuq ^nd Stj.pün ttrals. Ich nickte ihnen zu, znm Zechen, daß alles in Ordnung sei. Än-driie Ielieit') rlas ich dann in der „Narodna kavarna", der mir sagte, ich solle nachmittags tomunn. oamit wir dann am "'mr-t d:n Verknus c'^chließen. Um vienel iL»-: n'.chin'!!ags blgabcn wir uns daim a'M Kaptol. Dort warteten wir aus Kanaset, tt^n ich bis dahin nicht gekannt hatte. Nun begaben wir uns alle 5rei auf den Cmrc! und v"n dort iil den Walt» Kralsevac. Hinter ei-mnl Bauiue versteckt, gab Stsepan Kcalj Andrija Ielikie einen Schuß ab, worauf dieser sogleich zn Boden stürzte. Ich shluadai rau^ 5danajet mit dem Borer anf en .^ook, so daß dieser in die Knie sank. Da sprang K'ralj aus seinem Hinterhalt hervor und tötete «Kanasei dnrch ein oder zwei Schüsse Daianf zog ?r ihn nach der Schlucht. Auch IeliLil) wnrde dorthin geschafft, st'ralj l'w't? inzwischen die Handtasche ^anajets mit dem vielen Gelde ergriffen. Ich hatte mich während dieser Zeit anf die Straße begeben, um dort Wache zn halten. Anf den Pfiff, den 5ch von der Straße ans abg^b, meldete sich rie-mand, so daß ich nach Hanse entfloh. Die beiden Mörder sah ich seitdem nickt m-'h?. Den Bi^er hatte ich weggeworfen. Geld ha-l>. ich von Kanajet keines genommen." Somit ist die Beweiskette für die Täterschaft des Paskisevit'; geschlossen. Er dürfte noch in diesen Tagen von Fiume unseren Behörden ausgeliefert werden, worauf seine Einlieferung nach Zagreb erfolgt. Seine beiden Mitschuldigen sind auch schon sichergestellt. Der eine. Viktor Ieliö!^. dssi'-ste »ller Wahrscheinlichkeit nach überhaupt nicht unter den Lebenden weilen, während dev beteiligten Personen eifrig verfolgt. Der nochmals vorgenommene gründlich Lo^al-augenschein am Tatorte förderte gegen den flüchtigen Pasli.jevi«5 derart belastend Iv^a-terial zutage, daß an seiner Schuld nicht mehr gezweifelt werden konnte. Am Tatorte «führten gerissene Papierschnitzel zum Pre-Lri/je. Außerdem fan>d der die Untersuchung «führende 5kriuünaUonzipist Mati^ eine Re-ivolverlugel, die genau iil die Wajse des sbüchtigeil Gyinnafisteu paßte. Nicht genug au dem — die Papierschnitzel zeigten anch >die Handschrift des Paskijevi^. Nun war wdhl jeder Zweifel beseitigt. I Der Steckbrief tat seine Wirkung. Am 13. d.'M. wurde Paskijevi«': in Fiume. Via d'An-nuuzio Nr. 2, mit Hilfe eines Studeuten, ber der Polizei die Wohuuug angab, verhaftet. Bei ihn? wurden außer jngoslcuoischein 'Gelde noch 2M Dollar nnd 167^ italienische Lire vorgesunden. Beim ersten Verhöre leugne er entschieden und trat sehr s-elb:tbei' wüßt auf. Erst als er sah, daß alles Leugnen nichts halif, legte er ein G eständnis ab, das folgendes besaht: LUMINA N0 vom !7. Mar 19TZ, ^ a ^u ». g « s ow » tu ^ ^ ü andere. Stjepan Krals, sich in der Strafanstalt Kitrovica befindet. So cndet ein jimges. hofnunosvolles Mm- jä>n!chi..'0l. Schleckte Beaufsichtigung dnrch die Angehörigen, die Gier nach schließlich auch vor einem Verbrechen nicht 'urüctscheut, und der bann unvermeidliche Verkehr mit lichtscheuem Gchndcl baben einem jnn.ren. schwachen und 'haltlosen Menschen ein Dasein hinter Kerternmuern bereitet . . » ^ ' —. Todesfälle. Dienstag den 15. d'. starb H-r Doktor 5»ns «ruSrtsch in GM-Am ^ich^n Ta« starb m Manbor Ar ^dols Koffer, Bankbeanrter r. P. Das ^^ichenjlseqänssniS findet Donnerstag den 17 d. um halb 16 Uhr aus dem stadtffchen Friedhofe in Pobre/je statt. — Sammlung für die Stadtarmen nach den Pfingstscier tagen. Der hiesige „St. Vin-^enzi- gebreitet, äscherte das Wohnhaus, die Wirtschaftsgebäude und den Schweinestall ein, wobei auch zwei Schweine verbrannten. Das Feuer sprang über Straße, Bach und mehrere Gebäude hinweg auf das etwa 100 Meter entfernte Wirtschaftsgebäude des Besitzers Anton Kmetie über, welches ebenfalls samt dem Wobngebände ein Raub der Flammen wurde. Desgleichen brannte das Wirtschaftsgebäude des Besitzers Franz Maröiö nnd schließlich wurde das ganze Anwesen des Besitzers Franz Pipenbacher von den Flammen erari>"?n, bei welchem Wobnhaus uud ,',mei Wirtschaftsgebäude abbrannten.^ Bei dem herrschenden starken Winde lag die Gefahr nahe, daß das Feuer auch noch weitere Teile des Ortes ergreifen könnte, zumal da viele Gebäude, insbesondere die Wirtschaftsgebäude, noch mit Stroh gedeckt sind. JnOvi-schen war aber reichliche Hisse eingetroffen, vor allem d-ie Ortsfeuerwchr RaHe mit zwei Spritzen, denen in kurzer Reihenfolge die Feuerwehren von Podova, Maribor. Hotiu-ja vas, KKola, Hoöje, Fram uud Polskava folgten. Den vereinigte?! Bemühungen der'; Feuerwehren, die mit 8 Hand- und einer Turbinenspritze am Brandplatze erschienen waren, gelang es, nach harter Arbeit das Feuer zu lokalisieren und auch bei allen vom Brande ergriffenen Wohngebäuden das Durchbrennen der Zimmerdecken zu verhindern. Der entstandene Schaden, der nur zum« geringsten Teile durch Versicherung gedeckt-erscheint, ist ein sehr bedeutender. Um viertel j 8 Uhr abends konnte der Brand als gelöscht j betrachtet werden und die auswärtigen Wehren ruckten vom Brandplatze ab, während die Ortsfeuerwehr die Brandwache übernahm. — Die neue Autoturbinenjipritze der Mari-borer Feuerwehr hat sich zum Weiten Male ausgezeichnet bewährt und trug auf idiese Weise wesentlich zur schnellen Dämlpfung des Feuers bei. — Die neue Autoturbinenspritze hat bei dieser Gelegenheit neuerdings ihre große Brauck)-barkeit bewiesen. Mit aanz unglaublicher Kraft schleuderte sie ihre Wassermassen gegen die Brandobjekte und unterstützte die Rettungsaktien in bester Weise. Die dankbare Bevölkerung bekränzte die Autoturbinen-spritze bei ihrer Abfahrt mit Laub und Blumen. Bei der Loschattion verunglückte der Feuenv ehrmann Herr Möscha ans Mari bar. Ein Strabl der Autoturbinenspritze traf ihn >direkt in das linke Auae. Dem Berunglück-' ten leistete Herr Dr. Thalmann die erste Hilfe und er mußte sich in häusliche Pflege begeben. — Die Konskribierung von Zugtieren und Wägen. Diese findet für die innere Stadt die Grazer-Vorswdt am 22. ds., für Meiling und die Kärntnervorstadt am 23. ds. und für die Magdalenavorst-M am 24. ds., jedesmal Punkt 7 Uhr früh am Trg svobode statt. Der Der KonUribicrungs-kommission sind vorzu-ffchren: 1. Alle Pferde von 3 bis 18 Jahren samt dem ganzen Reit- und Zuggeschirr, sowie alle Wägen für Bespannung. 2. Automobile, Motorräder und Tripeln. Nicht) notwendig ist die Vorführung von Ochsen un>d Ochsenwagen, sowie von Fahrrädern. Das Zugvieh wird nicht gebrannt, sondern lediglich kons'kribiert werden. Unterlassung dieser Vorschrift wird strenge bestraft. i — Die Volksbühne in Maribor hat am! Donnerstag den 10. d. ihre erste ordentliche z Jahreshauptversammlung abgehalten, an der die Mitglieder fast vollzählig teilgenommen haben. Zum Vorsitzenden und zugleich artistischen Leiter wurde >der Begründer der Volksbühne Herr I. PerZuh gewählt. Die Zusammenstellung der neuen Verwaltung, die einstimmig erfolgte, gibt die Hoffnung, daß die Volksbühne einer ersprießlichen. Zukunft entgegengeht. j — Der Bergarbeiter streik 'n Zagor. Der Bergarbeiterstreit in Zagor ist am 14. d. mit einer Kapitulation der Arbeiter beendet worden. An diesem Tage sind alle Arbiter wieder eingefahren, ohne ein wesentliches Zugeständnis von der Trifailer Kohlenwerks-geseHchast erhalten zu haben. — Smarje pri JelKah (Tt. MareinX Am 8. d. Wischen halb 11 nnd 12 Uhr mittags! wurde beim Besitzer Josef Graf in die ver-H sparte Wohnung eingebrochen und ver-! schiedene Kleider im Gesamtwerte von 5^8' — Der Flugpostoerkehr München—Wien. . Am 13. d. mittags wurde der Mugpostver-kehr ^vischen Müncherr und Wien durch die österreichische Luftverkehrs-A.G. in feierli- l cher Weise eröffnet. Die Linie München—! ! Wien ist vorläufig nur als Teilstrecke gedacht 1 und wird iu Bälde in den großen deutschen^ Luftverkehr Genf — Zürich — München—^ Nürnberg—Leipzig—Berlin — Königsberg I ausgebaut werden. — Die Schreckenstat eines Irrsinnigen.' Der 22jährige unzurechnungsfähige Guts-, besitzerssohu Paul Hejas in KecÄemet hat am 13. d. aus 'dem'dortigen Hauptplatze ei-j nen Wachtmeister angeschossen. Dann ritt er> im Galopp in die Mitte des Platzes und gao> aus seinem Gewehre weherer Schüsse ab,! wodurch drei Frauen schwer verletzt wurden, von denen eine bald daraus gestorben^ ist. Im ganzen wurden elf Personen mehr! oder minder schwer verletzt. Der Wahnnn-! niae wurde in Haft genominen. Er ilt deri Söhn eines benachbarten Gutsbesitzers, der Vater von acht Kindern ist. j — Einsteins Nachfolger in der Kommis. sion für geistige Zusammenarbeit. Die Agen- ! ee 5>avas meldet aus Genf: Nach einem vom > Völlevbun'd veröffentlichten Kommu niguee! hat der holländische Physiker H. U. Lorentz sich bereit erklärt, an Stelle des Prozessors Einstein in die Kommission sür geistige Zn-t sammenarbeit einzutreten. ! — Ein Weltbund jüdischer Frauen. Aus ^ j Wien wird gemeldet: ^n der Schlußsitzung > des Weltkongresses jüdischer Frauen^ wurde! beschlossen, zu erklären, daß alle jüdischen Frauen am Aufbau Palästinas teilzunehmen bereit sind, ohne sich dadurch ein Poli- > tisches Programm festzulegen. Eine weitere! Resolution stellt die Pflicht jüdischer Frauen l fest, für das Ideal des Völikerfriedens zn ar-i beiten. Der Kongreß beschloß die Gründung ! eines Weltbundes jüdischer Frauen. ! — Die Sternwelten. Mittwoch den 23. d. gen-au um 8 Uhr abends wird der Oberst Her K. Philivpovie im Kasino den fünfte asti'ouomischeu Vortrag halten. Gegenstand desselben: „Die merLwü^tuge Welt des Mou-des. Poetisches j'iber den Mond. Gestalt, Größe, Gewicht, Entfernung, Bahn. Geschwindigkeit, Achsendrchurig und Phasen des Mondes. Einfluß desselben auf die Erd-I achse, auf die Wassermassen der Ozeane, aus H die atmosphärische Luft, au? die Witterungs-? Verhältnisse, auf Pflanzen, Tiere nnd Men-^ sehen. Eine Gedankensahrt zum Monde, ^n' Kronen entwendet. Vom Täter fehlt bisher jede Spur. ^ - — Ein bcstohlener englischer Oberst. Der in Wien weilende englische Oberst Lvne Evans wurde am letzten Samstag das Opser eines internationalen Hoteldiebcs. Während seiner ^Nwese-rheit wurde ihm ans seinem Hotelzimmer der Schmuck seiner Frau im Werte von 15<> Mllionen Xö. gestohlen. Vom Diebe sehlt jede Spur. — Der rasende Tod. In der Nacht vom 13. auf deu 11. d. verunglückte der Kommer-l zialrat Robert Sierke von der Wasfenfabrik' Steyr aus der heimfahrt vom Brünner Au-! tomobilrennen tödlich. Der Ghau-ffeuc wur-! de schüver verletzt. Wie verlautet, soll der« ! Kommerzialrat im rasenden Tempo — an-! l geblich über M) Kilometer in der Stunde j !— gefahren sein und dabei bie Herrschaft über den Wagen verloren haben, so daß die Maschine zu schlmdern 'begann und schließlich, sich überschlagend, in einen Sturzacker fiel. den höchsten Lustregionen. Schreckliche Finsternis und Kälte im Welträume. Die Grenze der Anziehung der Erde und d?s Mondes. Mrchtbare ^Schroscheit und Zerklüftung der Mon'dobersläche. Eine Wanderung tmrch dwe Ebenen und ökbirge des Trabanten. Zah5-lose Krater, ung^hsure Ringgebirge. Kerne Luft und kein Wasser. Die Ringwälle Gri-maldi, Ptolomäus. Kopernitus und Thcho. Tie gen?altige Geilurgskette der Apennin«"» Die Mondbn'ohm'r oder Seleniten. Tagest anbnlch, fflrchterliche Kälte und Hitze. An-' blick der Erde und des gestirnten Himmels, ! 3^>0stündige Tage und Nächte, ?^nnenunter-!gang auf dem Monde. K>ann das Gsstirn ! durch mächtige Teleskope ganz nahe geschen > werden?" Dieser Vortrag ist einer der rw. ' teressantl^sten des reichen Reperwriums des «.Herrn Obersten, voll poetischen Duftes mrd I reizenden Schilderungen, und hat in Prag, 'Brünn. Troppau. Wien usw. den größten ' Beifall gefunden. Stehplatz zu 2, Sitze zn 4 und 6 Dinar. Aus dem Gerichtssaale. -Lin gewaltättiger Sohn. Der 38 Jahre alte Taglöhner Alois '^unrbar aus Tervencr, Vezir-k Ptuj. kam am 21. Jänner d. I. angeheitert nach Hause und legte sich in das seines Vaters schlafen. Der Vater verbat sich dies, weshalb der Sohn zu krawallisieren begann und dein Vater mit dem Ermorden > drohte.^ Der Bedrohte mußte in das Haus ! seiner Tochter Jvana Regula flüchten, die das Haustor absperrte, da sie den gewalttätigen ' Bruder kannte und fürchtete. Der Wildling öfifuete aber mit Gewalt die Türe, drang in ! das Haus ein, packte ein am Tische liegendes i Küchenmesser und draug aus den Vater ein« ! Der Frau nnd der Tochter des Bedrohten gelang es. den Messerstich zu parieren, worauf der Wildling deu Vater zu Boden i schlug. Als der Nachbar Alois ^reSnik zu - Hilse kam, gelang es dem Vater in den Kel-, ler zu flüchten und sich dort zu verstecken. Der j Sohn suchte aber noch lange seinen Vater indem er schrie, heute müssen noch alle kalt 'werden. Am 11. März kam Alois Tumber, , der seine Eltern dechatb ameindet, weil sie . den Besitz der Tochter übergeben haben, wie-' der angetrunken nach Hause. Er verlangte l vom Vater 50.000 Kronen als Erbteil. Der Vater, der sich vor seinem Sohne fürchtete, flüchtete wieder zu seiner Tochter. Der Sohn nahm wieder ein Küchenmesser. stellte sich vor das Haus seines Schwagers Franz Regula und drohte, den Vater zu ermorden und ' dessen Haus anzuzünden. Am 10. Marz prn« ^ gelte der Wildling seinen Vater wieder s« durch, daß dieser blaue Flecken bekam unk ^ärztliche Hilse iu Anspruch nehmen mußte. , j Da der Sohn den Vater öfters blutig prü-> .igelte und allen init dem Ermorden droHte, j wurde er schließlich verhaftet und dem Ge« l richte eingeliefert. Am 14. d. hatte er sich nun vor dem hiewren Kreisgerichte zu verantworten und wurde wegen seiner ..Liebenswürdigkeit" M Monaten schwere» Kerkers verurteilt. , ^ Fahraddiebstahs. Am 2. April gegen . Abenid kehrte Franz Maiher mit feiner Schwester Therese Mäher und Peter HeriL von einem AuMuge aus Sp. Radvanse heim. Herie nnd Mäher gingen auf eimM Seitenwege, während Therme Mäher das Nad ihres Bruders auf der Hauptstraße führte. Unterwegs wuride sie von Krämpfen belassen, so dan sie für knrze Zeit die Besinnung verlor. Als sie wieder zn sich kam, k»e< ' merkte sie, daß ihr das Nad im Werte von „Ja — richtig! Sie brauchen sich ja nicht von'jedem ansfragen zu lassen. Ich bin Polizeiagent! Hier meine Beglaubigung. Haben! Sie'gesehen? Na gut, jetzt werden Sie mir^ wM' antworten!" j „Jetzt ja." „Sie haben gestern dieses Telegramm auf-j gegeben?" '^a" „Und mit einem Theresientaler gezahlt?" „Stimmt." „Ist es dieser Taler?" „Er ist's. Ich erkenne ihn an dem Schnitt." „Ist der Taler von Ihnen?" „Nein, von mir ist er nicht. Ein Herr hat ihn mir gegeben." „Der das Telegramm aufgegeben hat?" „Ja natürlich, dieser selbige Herr. Er hat sonst nicht viel Geld in seinem Geldbentel gehabt." ! „Haben Sie hineingesehen?" „Ja — so zufällig. Einen Ring hatte er aber darin." „Sie haben scharfe Augen!" „Muß die unsereins nicht haben?" «Ja — jaSie haben schon recht. Und neu-giena sind Sie auch." „Stimmt! Ich wollte sehen, ob ein gutes Trinkgeld fürs Schreiben herauskommen würde." I „Fürs Schreiben? Wir was für Schrei--Ken?" „Na, die Depesche habe ich doch geschrieben!" ^ - „Sie?" i ' , „Freilich,"' „Ja, warum hat sie denn der Herr nicht selber geschrieben?" , i „Er hatte seinen Zeigefinger dick verbun-l den." „So — so — also deshalb, glauben ^ie, ! hat er nicht schreiben köunen?" j „Natürlich. Der Finger hat doch geblutet. Durch den Verband ist noch das Blut gekommen." „Ist das der Herr?" Pokormi hielt Leopold eine Photographie hin. Der Kellner schüttelte den K^apr. j „Der Herr hatte ja einen Vollbart," entgegnete er. „Können Sie gar keine Ähnlichkeit zwischen diesem fast bartlosen Gesicht und dem Gesicht des Herrn herausfinden, der Ihnen die Depesche diktiert hat? Ich muß noch be-. merken, daß diese Photographie schon sechs j Jahre alt ist." ^ „Na — hören Sie! Wie soll man denn da : nhch einen Menschen erkennen?" sagte Leopold slpötti'ch. versenkte sich aber gründlich in den Anblick des Bildes. „Schon möglich, daß er's ist," sagte er i endlich. „Sein Schnurrbart hängt auch so ! altmodisch herunter uni» so eine hohe Ttirn 5 hat der andere auch gehabt. Na, freilich ist ^ er's! Da ist ja der Ring! So ein altväterlicher Ring — und die dicke Uhrkette mit der Welttmiel als Anhängsel. Freilich ist das der Herr", sehte Leopold sir hinzu. „Und ! dunkle Haare, die anfangen grau zu werden. ! Es ist überhaupt schon' ein ziemlich alter l Herr." „Ungefähr so gi^ß wie ich — und dicker als Sie — aber lange nicht so dick wie der Herr dort." „Und seine Gesichtsfarbe?" „Sehr gesund. So wie ein Förster. Er hat auch ein ruudes, braunes Iägerhütchen und richtige Jägerkleider getragen." befriedigt. „Na ,dann ist er's!" sagte er ansatmend. „Und recht gemütlich hat er ausgesehen? Nicht?" „Na, sehr gemütlich ist er mir nicht vorgekommen," erwiderte Leopold, eher böse." „So? Böse? Nein, böse ist Herr Bräuner für gewöhnlich nicht. Na, er wird nicht gut' gelannt gewesen sein — vielleicht wegen sei- > ^ nes schlimmen Fingers." „Da fällt mir noch etwas ein," rief Leopold. sich ans die Stirn tupfeud. „Na was denn? Das Trinkgeld? War's i nobel?" j „Eine Krone habe ich gekriegt. Aber das meine ich nicht. Das Taschentuch, das der^ Herr vergessen hat." > ,Mnn ich es sehen?" „Gewiß. Gleich hole ich's. Die Kassiererin hat's an sich genommen. Die bewahrt alles auf, was im Lokal liegen bleibt!" Leopold ging nnd brachte d-vei weiße Taschentücher herbei. „Es liegen noch ein Paar andere bei der Kassiererin," sagte er, „aber die kommen nicht in Betracht, die sind bunt. Der Herr hat seines unter den Tisch fallen lassen. Ich dachte erst es wäre eine Serviette. Es muß eins von den dreien sein." „Daß hier ist es," meinte Pokorny, nachdem n AMeMcher Vgcschm. hatte. ,.E. B. — das sind die Ansangbuc^ staben seines Ruf- und Familiennamens: Ich nehme das Tuch mit. Die zwei andere» können Sie wieder haben. To — nun möchd? ich noch eins wissen: War der Herr allein?" „Ja. Aber jetzt, bitte, möchte ich auch etwas wissen: ist er ein Verbrecher, weil ihn die Polizei sucht?" „Neiu. Er ist ein sehr braver, guter Herr." „Warum wird er denn gesucht?" „Weil sich seine Verwandten um ihn sorgen. So Lerwold. nun will ich zahlen. UnÄ hier haben Sie Ihr Trinkgeld." Zwei Minuten später verließ der Detsktvi ' die „Goldene Birne". > Leopold sah ihm nach und bemerkte, wie er einen auf ibn wartenden, etwas ländHch aussehenden Zweispänner- bestieg. „Gemütlich? Nein — gemütlich hat der i 5>err nicht ausgesehen," murmelte er vor sich l hiu. „Na, warum machen Sie denn ein so nach-^ deutliches Gesicht?" neckte ihn einer seiner l Kollegen. Da strich sich der ganz in Gedanken Ber-' sunkene über sein wohffrisiertes Haar rmk ' stellte die merkwürdige Frage: „Haben Sie schon mal einen sehr guten, braven Herrn gesehen, der aussieht wie ein Gauner?" 9. ' . Es war am frühen Nachmittag des ersten ^ November. Im Erlenbof herrschte bessere i Stimmung als bisher. Der Herr Poli.^ennt hatte Pokornv geschickt, um Frau Brüu«er über seine Wiener Fahrt und ihr 5Ksfiuitat ' zu berichten. V .ÄsMW laAti !»rV«?Se, zest««ß» ^ Numitter l lO Vom Z7. Ma? 192S. Vlvo L yefivhl« wvrtieu war. B« ^ Person des IlPchri^ Matchias tzlkPaBo des ITsährk^ Ko«ol, IdMie Maurerl^Kn^ aus SP. Radvmr^, «j^ochht. der Hausdln'chisnchu'na m- Theater und Kun?;. Mepertoire des Nationalthcaters in Maribor. MMwoch den M. Mai: „Der Todschlässer" ?lb. C (.Eupon). Dlmnerstaa den l7. Mai: „Der cslite!?ame- rad" M. B. Freital, den 1"^. Mai: beschlossen. Gamsta^ den 1s>. Mai: ' s^ai'Pspiel des 5''errn ?)alaban sÄa-riton). de^' ?c»errn S>.''-wilSki f^e-nor) und des .'^X'rrn ,^atliev fVas-! iist). scin:tliche Mitglicider der Oper ! in ?sMiana. > «psnM." Es wird hiemit auf da^? interessante 's^aW>iel der Mitglieder d?r L^nblia-naer O^er nochmals aufnlei-^ain gemacht. Me .Herren ''T^a.la'ban, Sowils^ki und ,Kathen, die unlanffst bei nns im „Miaust" enolsirnch «^treten sind, besuchen uns in dieser Ca,-ft>n zum lei'ten Male, was wir be-sonders evwKhnen nii^chten. Vol?SWM?Hos.t ! X Verwciqerunq der Annaljme von 2l)-H«llerftückcn Äii den Postämtern. Die Post-tzntd?eleqravl)eudirektion in Lsnbliaua teilt mit: ?^ach einer BerordnuM des Post^- und Z^anMinistniums dürfen die Postämtl'r von nnn an die Werrcichisch-unffarisck)en N" ^er^n ZO-^ellerstiicke (5 Para) nicht mchr entstellen neb luen. Allsäll i qe ^'iMnerden fle-An diese Verardnlmq vonseiten dcs Publi-sin'd an das (^eneralinspeltorat des Fi« nanzniinisteriums zu riäiten. (Das dürste stch aber wobl kai,m auszahlen. D. Ned.) X Die österreichische Warennmsatzstener. iW» I. Mai heben die österreichischen Zollbe« Hörden eine einv'o^^enti<^e Unisakst^mer vl?n allen iinportierten Mehlen und Mahlprodui-'ikea ein.Hierbei wird aeschätzt eineTonueWei-Zhen ans 4 Millionen. Noq?'n. Schuld daran ist die aucr Schnelligkeit und unglaublicher Ausi>auer. Anderseits können konsbante Gegenrllfe oder gar Gelächter, das sich besoniders enttäuschte ,^eic?ene ^lnhänger'^ oft leisten, deprimieren und die Leistung?-fÄblgkeit ^s Spielers außerordentlich her-aVsetzeu. Je nach seinem Temperament und se nach der Fähigkeit des Schiedsrichters kann das Pu^bli^um den Spieler auch verletzen und ihn. bewußt oußt. nach dem Willen der Masse, der seinen eigenen terrorisieren will, zu me^r oder minder argen imd tfesährlil^ Ausschreitungen od<^r Re^lverlehungen veranlass'.^. Das PiM-kuul — und hier sind die sogenannten Gebildeten hätlfiq von der großen Masse gewöhnlicher Sterblicher nicht im geringsten verschie^n — ist sknipeslos. Es will, daß das aeschieht, was ikjm in den K^ram Paßt, und daß das Gegenteil nicht geschieht, es will, daß dem Verein, dem es anhängt, alles gelinge, dem Gegner alles mißlinge und na-turgeniäß setzt es diesen Willen zumindest in Geschrei um. Erst am lekten Sonntag konn* te man gerade diesen Voraang lvobachten. .^'öffentlich zeigt das Publikum bald nrehr echten Sport^eist als bi^er, so zwar, daß es Erfolge auch von der Gegenseite anerkennt. Ist dies einmal der Fall, dann kann auch dankit gei-echnet werden, daß sich das Sportleben auf eine bisher ungeahnt .s>öhc entwickelt. : Sonntaf^ den Mm. 1. Team — Wiener Ainalfeui'e. 17 Ubr spielt unsere stärlite Auswakilmannschaft fNapidMaribor kouib.) aegen den erstklassigen Sport'klub Wiener Amateure. 3. Team —Rapid l^raz, halb 1k^ Mr. Montag den 31. Mai: Rapid—(i)razer Rapid, halb 17 Uhr. Vmlnsna-^richten und Anmndlgungkn. Cafe Stodtpark. Jeden Nachu^ittag spii'It d'is Mariborer Salonarchester von l)alb 17 oio halb 19 Uhr, bei schiiner Witterun.g auch akbends von ?2 bis 2^1 Uhr. Hausmehlspei-sen und Gefrorenes. Die Z^reiisillige Fe,ter>nehr «n Kamniea veranstaltet am 20. d. im Gaschause Sche-rag eine Nachseier des Festes vom 13. d.. d^as wegen der schlechten Witterung nicht programuiäßig abgehalten werden konnte. Schack). Der rühmlichst bekannte Leip^aer Schachiueister und Schachautor Iagues Mieser, der kürzlich im inti^ruationa'len Mei-stertournier in Liverpool ohne Verlustl-iartie den ersten Preis errang, unternimmt in Kürze eine Schatournee durch Iu^o^slawien und wird insibesondere die größeren Nubs: Maribor, Lsuen nun gelernt", sagte die Lehrerin, „daß das Jahr in Monate, der Monat in Wochen, die Wock>en in Tage einteilt wird. Kann mir nun einer sagen, wie die Tage eingeteilt werden?" Das kleine Mädlhen, das in einem Kosthause wohnte, hliÄ den Finger in die ^^öhe und antwortete: ..Montags. Dienstags, Mittwo<5is und Donnerstags Nindfleisl^, Freitags Fisch. Samstags Pi>kelfleisch mit Bohnen und Sonntags .Vühn." Ein Handelsnwnn, der in zienilich üblem Ruf staud, beantragte bei einer großen Versicherungsgesellschaft eine Feuer^ersicheruuy und wurde zu seinem Erstaunen auch angenommen. Der betreffende Beamte war eben nnaufnrerkfam gewesen und hatte den Nauden, ungeachtet des schlechten Rufes des Au tragistellers durchgehen: lassen. Anl Nachnut-ta'g des Tages, an ^m die neue Versicherung ihren Anfling nahm, brach im Warenlager des Kaufuwnnes ein Feuer aus, und' er reichte eine hohe Rechnung ein. Einige Wo clxm später erhielt er vom Präsdeuten der V-ersichl'rungIgesell'chalft einen Sckjeck über .M) Dollars mit folgenden Schvt'iben: „Ich übersende Ihnen hiermit eineil Scheck über Dollars zur Zahlung Nres Anspruches auf Grund ^hrer Polize Nr. si78.M9. Ils) sehe, daß Ihre PolM mittalgs 12 Nhr in Kraft trat, und das Feuer l'rst um 3 Uhr na6>mittags ausbrack). Warunl der Aufschub?" O. - Ein Tramp (Landstreicher), desien Beinkleider si6i in recht prl^tärem Zustande befanden. fc^llle an, .^auie. auf d<^ ein funkelnagelneues Doktorschild prangte, und fragte, als eine hübsche Dame die Türe öffnete. l?b der 5>err Doktor nicht die l^!üte haben wolle, ihm ein Paar abgelegte.^osen zu schenken. Es sei kein Zwei^'el. daß der Herr Do'ktor die l^^üte htlben würde, lueiute die hüblsche jnnqe Dame, aber sie glaube nicht, daß ibm dem Tranch. mit einem solchen Neidungsstück gedient sein würde. ..Ei warum denn nicht?" kragte der Tram-P. „Weil ich der Doktor seHist bin", schloß die Dame lächelnd die Unterhaltung und die Tür. » Als der berühmte Violinist Fritz iikreisler anläßlich eines .Konzertes in einer nördlichen Stwdt der Vereinigten Staaten weilte und aus der Eisbahn den dort allgemein ü-bliäM Schllittschlchnjilii^t mitniackM wollte, hatte er das Pech, anfangs öfter anszugleiteu. Ein alter Maun balf ihm wiedi'r aiif die Beine, und als der Mnitler sich bedankte, meinte der Manu: ..Ich war im Konzert und baochisck^'le zurück. Er trug einen äußerst eleganten AnPlg. seidene Ärümipse und darüber spitze Halbschuhe, eine ^^antasieweste und eine Halsbinde. die für sich selber sprach. Als er in das Zimmer trat, in ^n sein Vater sich befand, musterte dieser den Sohn und saate schließlich ärgerlich: „William, D:: siehst aus wie ein alberner l^eck." Wenige Minuten später kam der alte Major herein, der nebenan wohnte und beanlßte den jungen Mann k^z-lich. „William", rief er mit unHerhoihlener Be>wnnderung aus. Du siM genau so aus, wie Dein Vater vor 25 Iahren ausgesehen hat, als er von der Schule zurückkani." „Ja", erwiderte Williani mit einem Lächeln, Vater hat mir soeben dasselbe gesagt" » Ein Politiker in Washington ba4te keine Lust, in einen: Restaurant die Speisekarten zu studieren, die ihm der Kellner präsentier te. E'r gab dem Manne gleich ein Trinkgeld und trug ihn: auf, er inöge nur gleich ein gutes Diner bringen. Er war mit dem Er sola dieses Voraehens derart zufrieden, daß er die S-ache wiederlholt, so oft er sich in dem Hotel zun? Else:: niedersekte. Als er dem Kellner schließlicki sagte, daß er wieder nach .Hause fahren wolle, da sagte dieser bedau ernd: „Vergessen Sie nicht, nach Tom M sral?en, sobald Sie wieder bil'her kommen. Und l'nrl>f^'?ilen Sie mich allen Freuilden, die auch uicht lesen kön::en." „T-ommp". sagte der Bater. „D:: bist im :ner so allein: weslhalb spielst Du nicht mit dem kleinen Iobuny und der kleinen l^artie? das sind doch sebr ai'tigp Kinder." Ach. die^ erwiderte Ton:my mit Verachtilng. „die sind ja ein volles Jahr jünger als ich. Mit denen kann ich doch nicht mehr spielen." „So? Und weshalb spielst Du dann ni6ft mehr mit Jack Steer und Willv .Halow?" „Ja. sic^st Du. Papa, die sind ein Iabr älter als ich. und die sind so gemein, daß sie nicht mit mir spielen wollen." Aus aller Welt. Der Ltebl)aber als Zofe. In Paris mußte kürzlich ein reicher Amerikaner eine trübe Erfahrung machen. Er hatte vor etsva einem hallten Jahre eines der schönsten Mädchen der Stadt seiner transozeanischen .Heimat aebeiratet, obwolbl er wußte, daß ihn das Mädchen mir seines Gt'ldbeutels weigen; nahm. An sich batte das junge Mädchen einen viel jüngeren Beiverber, der aber leider eine nur untergeordnete Kj^ellscha^ltsstellung einnahm: er war ein kleiner Postbeamter und hatte nicht die mindeste AuGcht, jemals zu Vermögen zu gelangen. Der junge Mann nahm seinen ?lbschied und c^ing, wie es he^t, in die weite W<'!t. Das Mädchen heiratÄe .. ungeliebten alten Freier. Bald wurde eine Europareise angetreten; selbstverständlich nahm die junge Frau auch ihre Zofe mit, ein sehr nettes, blondes Ding, das seiner .Herrin u:it wa-hrer Hundetreue ergeben war. Vor kurzem erreichten die drei, Ehemann, Frau uud Zofe, Paris, und eines alben'ds aing der Maun allein aus: die Frau hatte ^^tigrüne und lag Bett. Wie erstaunte der Mann, als er in einem Tanzloikal einen jungen Mann traf, der der Zofe seiner Frau ver^veiselt ähnlich sah. Zunächst dachte er, die Zofe habe sich in Manneskleider gesteckt, um d^s Nachtle'ben von Paris einmal kennen zu lerilen. Aber es stellte sich leider ba'ld heraus, daß die MaÄarade nur zu Hause vor-genonin:en wurde. Die Zose war niemand anders als der Jugendgeliellte, der, um seiner Geliebten näher zu sein, den Abschied genonTNlen und mit chr und dem reichen ^euwnn auf Reilsen gelangen war. Die ro^areise fand natürkilh Änen jäh^ Abschluß. Die RauchernervoMt. Iuteresiante Beobachtungen :ibe'r die Raucher^arrcheiten bei Nenrasthenikern hat Dr. H^er gemacht, wie er in einem Aufsatz der „Medizinischen Klinik" ausgeMhrt. ^r häufig zeigt sich ew Kopsischmerz, der bald im Innern deS Schädels. bald auf der Haut des Scheitels mud Gesichtes sitzt. Dieser Schmerz entsteht blitzartig bereits beim Anzünden der Zigarette, und Mar ist er eine Reflexerscheimn^, her^ vovgenlsen, di:rch den Reiz des TabaTrancheS aus die Nasenschliewchaut. Ganz verschieden davon ist der Kopfschmerz der Nervösen, der durch Fernwir?:mg des MkotinÄ beidbnyt wird; er fehlt günz^/lich in der Aeit des Ruuch-ens und tritt dafür umso HMi^ ans, wenn mcm den Krcmsen das Rauchen abzugewöhnen sucht; er kann nur. nänNch beim AVkoholdelierwm. durch Steigerung des bekannten Narkotikums Tabak beis^tiqt werden. Bei jungen Neurastll)eni>kern, me starke Zigarettenroiicher find, zeigen fich ^e. kramvsihaste Herzjschmerzen, veMmden mit Angstgesülhl; sie werden gewShnlich durch ein Gerär^ch. z. B. das Zuschlagen Tür ausgelöst und können mchrmalS t^nch «auftreten. Besonders guÄlend üst der schmerz, wenn er nachts mtstritt, z. B. imrch das Schlaigen einer U!hr hervorgerufen. Dieser refl<'?töri'sche Vorgang ist dann stets Vv« dem GMHl des Zusammenziehens deS pers lnrd einem Aufschrecken begleitet. Durch V^uch an Tieren ist festgestellt, daß vas sn-»otin nach einer kurzen Errogungsveriok^ lähn:end :md betä:lbend wirkt. Es lä^t sich aber nicht beim Menlschen zur von Erreaungszuständen bemltzen. denn da? Ni'kotiu wird au? dem Taibakrauch in so geringer Menge und über den ganzen teist anf genommen, daß mrr seine NeiMase beim Raucher b^rvortritt und' die Betanbunq sich nie einstellt. Dvrfe. Ellrich, 16. Mai. Mgenbericht). SkZM-börse: Paris 37.05. Beograd S.75. ^Zdon 25.^8, Berlin 0.0126, Prag Mail^d 2lZ05, Newpork 555, WilZi^ 0.0076^, Krone 0.007825. Budapc!st0.105, Warschau 0.0114, Sofia 4.45. k^aareb, I«. Mai. Pairis 6.42S—H.45, M-17 40^17.45, London 4.4«b—4.47, Ber-lin 0 22—0.M. Wie,: 0.1353—0.136, Prag 288—2.8875. Mailand 4.iV—4.695. NeM-yörk 95.75—96.25, Budapest 1.80—1.825. ln OcriiirriZirrrrl Die..Marburger Zeitung kann mit ftdem Tage aboa» niert werden. Schöner» junger verKausen. Anzufragen Slleksandrooa Nr. 40. im Gsschäft. Xln<>vrv>»«k» Xomd!n»tlon»n dMigvtvn pe»w«n MmAIs Xoroibk« Dssta A. »ßOmcIsi» tiosen vdarnlmmt .......... !I!>>W in großer Auswahl und zu billigsten Preisen bei ^ . Maridor» Slovenska ul. 5 Nummn fM vom 17. »MSro»rse?^efktln^ Kleiner Anzeiger. Dl« Inserenten VIefer Nutrik werben gebeten fRr dt« Konnta^s-Rummer üte Internte dt» Arett«> aVenös ein-zusenden. Schlnh fitr »te gnserskennnfmch«« Snmsin, v Uhr vorm. an WochenkNUe» hnlb it Ahr. ^krschtedime» «Kd-AMW«»»»» Schretbm«?chtn«?n,fadnks»!ue. und gebrauchte sür Büro und Reise ,n §r»s»er Auswohl. Nut. Nnd. VegnR. Ci^es Spezie!-peichSft für Schreibmaschinen und Bör»artikel. TNnrihor. U^-venaka «l. 7. Telephon10L. Schnetöermcifler V. 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Marie VrubNsch Rest Grubiisch, geb. vorder Ä. Grublisch Sohn. Sämiiiche Verwaudie. VU>Ig5to prvke. pkotostelier L.'kk.AIe^ Ilsrllior, Losposk» ulic» 39 3958 Fertige Anzlige für Herren und Knaben in reicher AuswaM zu billigsten preisen empfiehlt 2980 Franz Everlln Marwor, Meksandrova cefta Nr. 28. Separate Varte werden »elne ausgegeben. to«l sowie sonstige Futtermittel kautt weise stän65ßx M>17 Frau Leopoldine Äosser gibk hiemil im eigenen, sowie im Namen ihrer Kinder Benno, Sieg-feled Ztudolf, Oskar, Lierberi und Mundi schmerzersüllt Nachricht von dem Ableben ihres über alles gelieblen Gallen» beziehungsweise Baters, Bruders, Schwiegersohnes, Schwagers und Onkels des Kerrn Bankbeamter i. j). welcher Menslag, den IS. Mai um viertel 17 Uhr nach längerem und fchweren Leiden felig im Kerrn entschlafen ist. Die irdische Külle unseres teuren Verblichenen rvird Donnerstag den 17. Mai um l)alb 16 Uhr (halb 4 Uhr nachmillags) in der Ausbahrungshatle des städtischen Friedhofes in Pobre^-jc seiertich eingesegnet und sodann im Famitiengrabe zur letzten Nuhe bestattet. Die heilige Seelenmesse wird Freitag den 18. Mai um halb 9 Uhr in der Franzistianer-Pfarrkirche gelesen werden. Maritvr» am 16. Mai 1923. Teparale Varls werden nicht ansgegeben. «>48 Deral^worflicher und. Ljze!°Aedall!eur Aewrich Äaas. 7-.-DrncLi uu^^Verloo.: IV!sril»c)rsks ti-^ksrna ci.'