?o8tnin» plsksns v xolovini. Nr. 80. Lrlcheinl jeden 1., 10. und 20. 6. (21.) Jahrgang. Organ der Gottscheer Lauernpartei. Bezugspreise: Jugoslawien: ganzjährig 25 Din, halbjährig 12 SO Dm. D.-Oesterreick: ganzjährig 40 Din, halbjährig 20 — Din. Amerika: 2 — Dollar. — Einzelne Nummern 1 Dinar Donnerstag, den 10. Juli 1924. Briefe ohne Unterschrift werden inicht berücksichtigt. — Zuschriften werden nicht zurückgestellt. — Berichte sind an die Schriftleitung zu senden. — Anzeigen-Aufnahme und -Berechnung bei Herrn Carl Erker in Kočevje. Gottscheer Mrtjchaftstiste. Wir haben in unserem letzten Leitartikel die kommenden Gcmeindcwahlen angeschnitten und sind hiebei zu dem Resultate gekommen, daß eine Körperschaft namhaft gemacht werden muß, die alle auf die Gemeindewahlen bezughabenden Fragen zu lösen hätte und sind hiebei von der Voraussetzung ausgegar.gen, daß als solche alle Jnteressentengruppen umfassende Partei, die Gott- scheer Bauernpartei, in Betracht zu ziehen wäre. In der vorigen Woche fand nun im Hotel „Stadl Triest" eine Vcrtrauensmännerversammlung der Handwerkerschaft, Kaufmannschaft, der Gastwirte und Hausbesitzer statt, um einerseits die Frage zu lösen, wie in den Wahlkampf gegangen werden soll, anderseits den Namen zu bestimmen, unter welchem die Jnteressentengruppe die Wahl- liste'nnreichen soll und um schließlich die Kandidaten namhaft zu machen. Hinsichtlich der durchfüh¬ renden Wahlen wurde der einstimmige Beschluß gesaßt, daß die Jnteressentengruppe nur eine Liste ausstellen und dieselbe mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln unterstützen wird von der richtigen Voraussetzung ausgehend, daß nur eine Sammel¬ liste denjenigen Erfolg verbürgen kann, der für alle Jnteressentengruppen erreicht werden soll. Anlangend den Namen, unter welchem die Ein- heitsliste eingebracht werden soll, wurde in der Versammlung hervorgehoben, daß die Gemeinde¬ wahlen mit politischen Parteien nichts zu tun haben sollen, da ja die Gemeindevertreter in der Gemeinde in erster Linie wirtschaftliche Fragen zu behandeln und über dieselben zu entscheiden haben. Es soll daher auch nach außen hin keine politische Partei als Namensträgerin der Liste ausgestellt werden, da dies leicht den Eindruck erwecken könnte, daß die von der Jnteressenten¬ gruppe in den Gemeindeausschuß zu wählenden Vertreter nur als Vertreter der politischen Partei gewählt worden sind, was aus jeden Fall zu vermeiden ist. Von diesem Standpunkte ausgehend, wurde sodann der einstimmige Beschluß gefaßt, die Einheitsliste unter dem Namen „Gottscheer Wirtschaftsliste" einzureichen. Bei Namhaftmachung der in den Gemeindeausschuß zu entsendenden Vertreter wurde der Grundsatz aufgestellt, daß jede Gruppe in einer bestimmten Anzahl auf der Liste vertreten sein soll. Von der Voraussetzung ausgehend, daß die Gottscheer Wirtschaftsliste bei den Wahlen auf jeden Fall 9 Vertreter durch¬ bringen dürfte, wurden diese 9 Mandate auf diese Art und Weise verteilt, daß hievon aus die Handwerker drei, auf die Kaufmannschaft zwei, auf die Gastwirte zwei, auf die Mooswalder ein und auf die freien Berufe ein Vertreter entfallen. Auch die einzelnen Kandidaten wurden bereits namhaft gemacht und behalten wir uns vor, die Namen derselben in der nächsten Nummer un¬ seres Blattes zu veröffentlichen. Somit wäre einstweilen die Vorarbeit für die Gemeindewahlen beendigt, da aller Voraussicht nach die Über¬ reichung der Listen in den nächsten Tagen er¬ folgen dürfte. Die Aufgabe aller unserer Wäh¬ ler wird es aber sein, di: von der Jnteressen¬ tengruppe ausgestellte Liste zu unterstützen und für dieselbe am Wahltage geschlossen die Stimmen abzugeben. ' politische Rundschau. Inland. N«8i? Hai das Wahlmaudat nicht erhall««. Aus bestinformierter Quelle erfährt man, daß alle Nachrichten, daß Pasi? das Wahlmandat erhalten hätte, vollkommen unrichtig sind und nur den Zweck verfolgen, in der Öffentlichkeit eine gewisse Stimmung hervorzurufen. Die Krise entwickelt sich ganz normal. Die Entscheidung über Neuwahlen ist noch nicht gefallen. Jedenfalls werden vorher noch alle anderen möglichen Lö¬ sungen mit der jetzigen Skupstina unternommen werden. Zie Kekonstruierung der Negierung. Wie aus Beograd gemeldet wird, hat der König den Erlaß über die Rekonstruktion des Kabinetts unterzeichnet. Aus dem Kabinett scheiden die Minister Koji?, Janji? und Simonovi? aus, an deren Stellen treten Bora Maksimovi?, Andra Stani? und Vasa J. Jovanovi?. Der Aufenthalt des Ministerpräsidenten in Bled wird wahrschein¬ lich noch einige Tage dauern, man glaubt auch, daß Herr Pasi? deshalb in Bled bleibt, um dem Könige seinen Standpunkt der unklaren Haltung des engeren oppositionellen Blocks gegenüber zu erläutern. Dr. KoroSec beim König. Auch in oppositionellen Kreisen beurteilt man die Lage ziemlich pessimistisch, da man die Hart¬ näckigkeit Pasi?' in Verfolgung seiner Ziele wohl kennt. Doch ist man vollkommen überzeugt, daß dies die unglücklichste Lösung wäre. In opposi¬ tionellen Kreisen wurde viel die Nachricht über eine Audienz Dr. KoroZec' in Bled kommentiert. Dr. Korošec hätte bereits nach Beograd kommen sollen. Politiker, die ihm nahestehen, erklären, daß er erst am 15. Juli nach Beograd kommen werde. Einige glauben nun darin eine Abschwen¬ kung der Politik Dr. Korošec' von jener des Blocks erkennen zu dürfen. Andere sind wieder der Ansicht, daß Dr. Korošec dies nicht tun werde, obwohl man weiß, daß er es allezeit liebte, zwei Eisen im Feuer zu halten. Die Aolgen etwaiger Neuwahlen. Die Beograder „Novosti" veröffentlichen eine Unterredung mit einem hervorragenden und gut informierten Politiker, der sich über die Lage ungefähr folgendermaßen äußerte: Pasi? scheint Grund genug zu haben, die Lage optimistisch zu beurteilen. Er hat zwar das Wahlmandat noch nicht erhalten, doch ist es möglich, daß gewisse taktische Fehler seitens des oppositionellen Blocks und die unsichere Haltung Dr. Korošec' dies be¬ wirken werden. Die Regierung argumentiert ihr Begehren nach dem Wahlmandate damit, daß sie sicher sei, bei den Wahlen die Mehrheit zu erhalten. Doch sind die Aussichten hicfür nicht rosig. Höchstens könnte sie in Makedonien und Bosnien Davidovi? und dem Bauernbunde einige Mandate nehmen. Hier, in unserem Gebiete, wird die Regierungskoalition nur verlieren, da sie mit ihren Verfolgungspolitik gegen den Block geradezu selbst das Wasser auf die Mühlen der Opposition, ja, sogar auf jene Radi?' treibt. Es ist daher möglich, daß der engere oppositionelle Block um einige Mandate geschädigt wird. Umso sicherer aber ist, daß die äußerste Opposition, d. i. Radi? bedeutend gewinnen wird. Und was dann?... Zustand. Bundeskanzler Dr. Seipel genesen. In einer Sitzung der Nationalversammlung teilte der Präsident mit, daß Bundeskanzler Dr. Seipel vollständig wiederhergestellt sei und daß er im Herbste wieder seine Funktionen aufnehmen werde. Die Mitteilung wurde vom ganzen Hause mit lebhaftem Applaus ausgenommen. Japanischer Wroteü gegen das amerikanische Einwanderungsgesetz Laut Nachrichten aus Tokio haben die beiden Kammern des Parlaments nach stürmischen De¬ batten einen Beschluß gefaßt, in welchem sie gegen das amerikanische Einwanderungsgesetz Protest einlegen. Laut aus Tokio stammenden Nachrichten hat die Regierung beschlossen, daß sie an die Regierung der Union eine Note sendet, in welcher sie die Zurückziehung des EinwandcrungSgesetzes fordert, widrigenfalls sie gezwungen wäre, gegen die in Japan lebenden amerikanischen Staatsbürger die strengsten Retorsionen anzuwenden und sie aus Japan auszuweisen. Gottscheer! Jerlanget in assen Gasthäusern die ,Gottscheer Zeitung'! Leite 2. Hrtsvenennrrngen. Die in dieser Nununer enthaltenen slowenischen Ortsnamen hießen früher im Deutschen: Koprivnik — Nesseltal, Planina — Stocken¬ dorf, Borovec — Morobitz, Klinja vas — Klin- dorf, äalka vas — Schalkendorf, CviZlarji — Zwischlern, Dolga vas — Grafenfeld, Slovenska vas — Windischdorf, Mlaka — Kerndorf, Mo- zelj — Mösel, Dolenje LoLine — Niederloschin, Gor. Lorine — Oberloschin, Livold — Lienfeld, Stara cerkev — Mitterdorf, Stari log — Altlag, Polom — Ebental, Mala gora — Malgern, Kočevska reka — Rieg. Aus ^>tadt und Land. KoLevje. (Wett- und Schauturnen.) Am 10. August veranstaltet der Gottscheer Sport¬ verein sein diesjähriges Schauturnen. Vormittags findet vor der Turnhalle (Hotel Post) das Ver¬ einswetturnen bestehend aus Hochsprung, Diskus¬ wurf, Speerwurf, Pflichtfreiübung und Kürfrei¬ übung statt. Nachmittags beginnt das Schau¬ turnen um 3 Uhr und enthält: Geräteturnen, Sondervorführungen, allgemeine Freiübungen und Spiele. Nach den allgemeinen Freiübungen Sieger¬ verkündigung der Sieger des vormittägigen Fünf¬ kampfes. Hernach gemütliches Beisammensein bei Sang und Klang. — (Sängerausflug.) Vom herrlichsten Wetter begünstigt unternahm der Gottscheer Ge¬ sangverein seinen zweiten diesjährigen Sänger¬ ausflug nach KoLevska reka. Mehrere Wagen und ein Lastenauto beförderten die Sänger und viele andere Teilnehmer sogleich nach dem Mittag¬ essen nach dem Ausflugsorte und betrug die Teil¬ nehmerzahl aus der Stadt 86 Personen, ein Zeichen, welch großer Beliebtheit und Anteilnahme sich die Sängerausflüge in allen Schichten der Bevölkerung ersreuen. In Kočevska reka angelangt, wurde die Sängerschar am Eingänge des Dorfes von dem Feuerwehrhauptmanne Herrn Wittine mit einigen kernigen Worten begrüßt und will¬ kommen geheißen, worauf Herr Oberlehrer Franz Schescharkäls Obmannstellvertreter des Gottscheer Gesangvereines die Begrüßung erwiderte. Vor dem Gasthause des Herrn Hans Lackner ange¬ langt, begrüßten die Sänger die Dorfbewohner mit dem Vereinsmotto, nach welchem sich der Gasthausgarten rasch mit allen den Gesang lie¬ benden Personen füllte. Bon 3 bis 5 Uhr nach¬ mittags trug der Gesangverein unter der Leitung des .Sangwarres Herrn Dr. Hans Arko zwölf Chöre vor, die durch ihre Fülle, Stimmenreinheit und Exaktheit, mit der sie vorgetragen wurden, den allgemeinen Beifall der Zuhörerschaft ge¬ funden haben. Aber auch die Jugend von Ko¬ čevska reka bereitete den Gästen aus der Stadl eine Überraschung, da sie anknüpfend an die Lieder des Gottscheer Gesangvereines mehrere gemischte Chöre sang, die davon Zeugnis ablegten, daß auch auf dem Lande unter sachkundiger Führung viel auf dem Gebiete des Gesanges geleistet werden kann. Wir hegen die Hoffnung und den Wunsch, daß sich in Koäevska reka ein Gesangverein kon¬ stituieren soll zu Nutz und Frommen der aus¬ übenden Mitglieder und der Einwohnerschaft selbst. Nachdem die einzelnen Wirte besucht worden sind, traten die Ausflügler um 7 Uhr abends die Heim¬ fahrt an in der freudigen Stimmung, einen schönen und angenehmen Nachmittag verbracht zu haben. Wie wir erfahren haben, veranstaltet der Ge¬ sangverein den letzten diesjährigen Sommerausflug am 3. August l. I. nach Stari log und steht es zu erwarten, daß auch dieser letzte Ausflug des Gesangvereines von dieser guten Stimmung ge¬ tragen sein wird, wie dies in Koäevska reka der Fall war. — (Spende.) Dem Herrn Alois Rom, Kaufmann in Koäevje, wurde aus Versehen eine Haustaube abgeschossen. Der betreffende Scharf- Gotlicbeer Zenung — Nr. 20. Jahrgang VI. schütze erlegte einen Sühnebetrag von 100 Din, welchen Herr Rom dem Gottscheer Vogelschutz, verein als Spende überwiesen hat. , — (Ehrung.) Sonntag den 15. Juni fand sich die hiesige Handwerkerschaft im Brauhause zu einer ganz außergewöhnlichen Feier zusammen. Dem Vorkämpfer und Altmeister Pavttcek sollte das Ehrendiplom überreicht werden. Wie wir schon berichteten, wurde Herr Buchdruckereibesitzer Josef Pavlicek in der ordentlichen Hauptversamm¬ lung der handwerksmäßigen Genossenschaft am 1. Juni d. I. zum Ehrenobmann ernannt. Der jetzige Genossenschaftsobmann, Herr Johann Man¬ delc, würdigte in einer längeren Ansprache die Verdienste, die sich Herr Pavlicek um die Hand¬ werkersache erworben, und Herr Adolf Kraus über¬ reichte dem Ehrenobmann ein kunstvoll ausgeführkes Diplom. Im Namen der Meisterinnen beglück¬ wünschte Frau Helen Loser Herrn Pavlicek und überreichte ihm einen schönen Blumenstrauß. Der Reigen der Glückwünsche sämtlicher Anwesenden wurde mit einem dreifachen „Hoch soll er leben" geschlossen. Tief gerührt dankte Herr Pavlicek für diese Ehrung, ermahnte zu verdoppelter Ar¬ beit und versprach, auch fernerhin mit Rat und Tat die Handwerkersache unterstützen und fördern zu helfen. Bei Gesang und Tanz blieben die Teilnehmer in gemütlicher Unterhaltung noch lange beisammen. — (Einen Wolf erlegt.) Samstag den 6. Juli gelang es Herrn Franz Schleimer aus Dolga vas, Jäger der Jagdgesellschaft Ko- äevje, einen starken Wolssrüden zur Strecke zu bringen. Dieser kapitale, alte Wolf war soeben im Begriffe einen guten Sechserbock, der scheinbar schon zu Tode gehetzt schien, niederzureißen. Herr Schleimer, als guter Jäger mnd vorzüglicher Schütze weithin bekannt, hatte das besondere Weidmannsheil, gerade auf einem Reviergange anwesend zu sein und durch einen flinken Schuß streckte er den gefürchteten Vieh- und Wildräüber. Der Wolf wog 41 kß und gehörte zu den ältesten der gegenwärtig in unseren Revieren hausenden Wölfen. Diese Kunde dürfte vielen bereits sehr geänstigten Bauern und auch Jagdbesitzern sicher sehr angenehm sein, wiewohl damit noch lange nicht der so sehr fühlbaren Wolfsplage besonders Abbruch getan scheint. Leider ist bei uns zu viel versäumt worden, und wird, wie es den Anschein hat, die Jägerei mit den heute verfügbaren Mitteln diese Landplage nicht sobald beseitigen können. Hoffentlich folgen dieser begrüßenswerten Leistung des Herrn Schleimer noch bald wieder weitere. Weidmannsheil! — (D e n E i n s e n d e rn von Ausweisen) über Glocken- und Feuerwehrspenden zur Kenntnis¬ nahme, daß diese Ausweise in einer der September¬ nummern als Beilage unseres Blattes erscheinen werden. — (Das Lehrerheim) zu Laurein (Lov- rano), das heute einen Wert von 15 Milliarden öK repräsentiert, ist, wie die „Blätter für den Abteilungsunterricht" mitteilen, von der italie¬ nischen Regierung dem deutschösterreichischen Lehrer¬ bunde wiedergegeben worden. Ja, noch mehr: Die Schäden daran, durch den Krieg verursacht, wurden wieder gutgemacht, so daß das Haus am Strande der See demnächst wieder in vollen Betrieb gesetzt werden wird. — (Nachrufe über Robert Braune.) Über den verstorbenen in den weitesten Kreisen als Schachproblematiker rühmlichst bekannten Apo¬ theker Robert Braune bringen wir im Nachste¬ henden den Nachruf aus einigen Fachblättern. Die „Wiener Schachzeitung", April 1924, schreibt: Am 7. März ist in Gottschee nach langem Leiden Robert Braune, einer der letzten Problem- komponisten aus der Zeit des großen Stils heim¬ gegangen. Er war am 13. April 1845 geboren und in früheren Jahren Apotheker von Beruf. Wir dürfen wohl mit Recht annehmen, daß auch in Braune der Drang zu schachproblematischem Schaffen durch den glänzenden Aufstieg Konrad Bayers wachgerusen wurde. Braune begann 1864 mit der Publikanon eigener Aufgaben und noch das Teplitz. Schönauer Turnierbuch (1923) ver¬ zeichnet zwei Bewerbungen von ihm. Die köst- lichen dvppelwendigen Mattstellungen, denen K. Bayer seine großen Erfolge in London 1862 und 1867 verdankte, haben unseres Erachtens den Anstoß gegeben, daß Braune fast ausschließlich sein Augenmerk auf die Erforschung der Möglich, keilen symmetrischer Variantenbildung und Matt¬ stellungen richtete. Er schuf sich auf diese Weise das „Genre Braune" und ist der geistige Ur¬ heber der späteren, verfeinerten Echomattkompo¬ sition geworden. Im Jahre 1913 veröffentlichte Alain C. White in der Strategie eine längere Würdigung Braunes mit einer Auswahl von 100 Problemen. Braune selbst ist mit dieser Charak¬ terisierung nicht allseitig einverstanden gewesen; leider scheint er aber keine Vorbereitungen für eine eigene Sammlung getroffen zu haben. Un- sere heutige kleine Auslese entspricht der Beden- tung Braunes nicht; wir werden aber bei einer anderen Gelegenheit auf den Heimgegangenen Meister zurückkommen. - Es folgen dann einige Probleme Braunes. Aus der „Neuen Freien Presse", 12. April 1924: Der Magister der Chemie und ehemaliger Apotheker, Gemeinderat und Landtagsabgeord- nete Robert Braune ist am 7. März im Alter von nahezu 79 Jahren gestorben. Der Verbli¬ chene hatte seinerzeit einen Weltruf als Problem- kowponist und befand sich, von 1867 angefangen, in zahlreichen Problemturnieren unter den Preis- trägern. In seiner engeren Heimat war Braune durch die Übertragung slawischer Dichtungen ins Deutsche vorteilhaft bekannt. Aus dem Deutschen Wochenschach, 30. April 1824, in Berlin: Robert Braune, der bekannte Aufgabendichter aus Koäevje, ist am 7. März hochbetagt (geboren am 13. April 1845) ge¬ storben. Es war von Beruf Apotheker, hatte sich aber längst zur Ruhe gesetzt. Seine Schaf- senskcaft, der auch wir in früheren Jahren Bei¬ träge verdankten, ist ihm bis in sein hohes Alter erhalten geblieben. Aus den Deutschen Schachblättern, Juni 1924, in Leipzig: Am 7. März d. I, ist Robert Braune im Alter von 79 Jahren gestorben. Braune war von Berus Apotheker und widmete sich bis in sein hohes Alter der Problemkomposition. Im Jahre 1913 gab Alein C. White unter dem Titel „Robert Braune, der Apostel der Sym¬ metrie" (gemeint ist nicht Symmetrie der Stel¬ lung, sondern des Spiels, Doppelwendigkeit, Echo) 100 Ausgaben von R. Braune heraus. — (Kongreß der Bienenzüchter.) Ende August wird der jugoslawische Bienenzüchterverein einen Kongreß in Beograd abhalten. Dem Kon¬ greß werden Delegierte aus allen Gebieten des Staates' beiwohnen. Es sollen alle Fragen der Bienenzucht erörtert werden. — (Neuregelung derÜbertragungs- gebühren bei Immobilien.) Der Finanz¬ minister hat eine Verordnung herausgegeben, durch die der Zahlungsmodus der bei der Über¬ tragung von Immobilien zu leistenden Gebühren neu geregelt wird. Da wiederholt festgestellt wurde, daß in den Kauf- und Verkaussverträgen bei Immobilien der Käufer bezw. Verkäufer nicht den tatsächlichen Verkaufspreis eingetragen haben, wird verfügt, daß das Grundbuchsamt befugt ist, in Fällen, wo der im Vertrag angegebene Betrag offensichtlich nicht dem Verkehrsröerte der betref¬ fenden Liegenschaft entspricht, eine Schätzung des wirklichen Wertes vorzunehmen. Diese Schätzung wird von einer Kommission vorgenommen, die aus einem Vorsitzenden und je einem Sachver- Jahrgang IV. Seite 3. Gottscheer Zeitung — Nr. 20. Original- IViarke „tlirscii" «part 2 sit anä 6elä. LiumaliAss Üdörstrsioken mit 8obiobt- 8sike ersetzt 3 msIiAös Überstreifen mit Aervöbiieber 8eiks. Lebt nur mit äsm Xameu 8ebiobt unä äer Marke „Lirsob"! ständigen von beiden Parteien besteht und vom Grundbuchsaml bestellt wird. Die Kommission nimmt in zweifelhaften Fällen eine Schätzung vor und trägt den festgestellten Verkehrsweri in den Vertrag ein. — (Gewittersturm und Hagel.) Am 7. Juli abends tobte in der Umgebung der Stadl ein heftiger Gewittersturm, der das reifende Ge¬ treide und die fchö icn Maispflanzungen nieder- legre; zudem richtete auf den Feldern bei 8alka vas und Cviälarje gleichzeitig der Hagel großen Schaden an. — (Sechstausend Ärztinnen.) Die Vorsitzende des Bundes der Frauenkrankenhäuser in den Vereinigten Staaten wie» anläßlich einer Veranstaltung des panamerikanischen Frauenaus¬ schusses daraus hin, daß die Zahl der diplomierten Ärztinnen in der Union auf 6000 gestiegen sei. — (Der Methusalem der Flieger.) Als der älteste Mensch, der jemals.auf einem Flugzeug eine Fahrt unternommen, wird von Londoner Blättern der 108 jährige Harry Moore genannt, der zugleich der „älteste Seemann der Welt" ist. Der alte Mann, der 1816 zu Kingston auf Jamaica geboren wurde, lebt jetzt zu Mel¬ bourne in Australien, und er feierte seinen 108. Geburtstag mit einem Erlebnis, das er sich schon lange gewünscht harte; er bestieg nämlich em Flugzeug zu einem längeren Fluge. Als man ihn mit Kappe und Brille ausrüstete, brach er in ein fröhliches Gelächter aus und kletterte dann mit großer Behendigkeit auf seinen Sitz. Wenige Minuten später schwebte er hoch über dem Hafen von Melbourne, von dem aus er 1847 seine erste Seefahrt angetreten hatte. „Ich möchte jeden Tag fliegen, so gut hat es mir gefallen", sagte er nachher. „Ich habe mich niemals besser amüsiert, und ich bin froh, auf meine alten Tage noch dies Erlebnis gehabt zu haben. Ich kann nicht begreifen, wie man sich vor dem Fliegen fürchten kann. Man sitzt hier besser, ruhiger und sicherer, als in den alten Postkutschen, mit denen ich noch gefahren bin." So sehr dieser Methusalem von dem Fliegen begeistert ist, so wenig will er von dem Kraftwagen wissen: dieser macht ihm zu viel Lärm und bringt ihm zu viel Erschütterung. Bokjane. (Firmung, Nachprimiz.) Am 14. Juli findet hier die Firmung statt. Sonntag daraus, den 20. Juli, aber die Nachpcimiz des hochw. Herrn Ernst Tscherne, eines hiesigen Pfarr- kindes. Die Primizrede wird der Pfarrer von Koprivnik, Herr August Schauer halten. Zu dieser sel¬ tenen Feier sind die Landsleute aus den Nach¬ barpfarreien. wieLrmvZnjice, Koprivnik, Stari log, Planina usw. höflichst eingeladen nach dem alten Spruche: „Auf eine Primiz muß man gehen, wenn man dabei auch ein Paar Schuhe zerreißt." Stara cerkev. (Eheschließungen.) Zu Gallup in Neumexco ist am 31. Mai der aus Malagora 36 gebürtige Josef Kren mit Katharina Ostmann; in Brooklyn am 24. Februar Georg Lobisser, geboren in Mlaka, mit Marie Matzelle aus Mozelj und am 7. Juni Josefa Erker aus Slovenska vas 29 in Detroit mit Richard Eppich aus Polom getraut worden. In der Pfarrkirche in Stara cerkev hat am 18. Juni die Trauung des Tischlermeisters und Hausbesitzers Peter Göstl aus Koöevje mit der Gastwirtstochter Jo¬ sefa Lobisser aus Mlaka stattgefunden. Möge allen Paaren dauerndes Glück beschicken sein! — (Der Kirchtag in Lorin e) am Petri- und Paulifeste zeigte den Besuchern das Gottes¬ haus im neuen schmucken Gewände. Die Neu- särbelung ist gefällig und ebenso die neugebaute Sakristei. Die Kosten haben teils die Amerikaner, teils die Heimischen bestritten. — (Gestorben) ist am 28. Juni im Alter von 60 Jahren die Besitzersfrau Josefa Moditz aus Dolenje Lorine 3. — (Z i n s e n z a h lung.) Es sei daran erinnert, daß bei der hiesigen Raiffeisenkasse alle mit 1. Juli fälligen Darlehenszinsen jetzt zu begleichen sind. — (Goldene Hochzeit) hielten am 2. Juli gleich zwei Paare: Engelbert und Maria Dallamaßl aus Stara cerkev 14 und Johann und Gertrud Eppich aus Gorenje Lorine 28. An der gemeinsamen kirchlichen Feier und dem Festgottesdienste nahm die ganze Pfarre teil. — (Neue Messe.) Vom schönsten Wetter begünstigt, fand hier am vergangenen Sonntag die Primiz des hochw. Herrn Josef Kleiner aus Slovenska vas statt. Von allen Seiten waren die Teilnehmer zu Fuß und mittels Wagen ge¬ kommen und hatten das geräumige Gotteshaus schon lange vor dem Beginne der Feier so ge- füllt, daß ein beängstigendes Gedränge entstand, das aber, einige Ohnmachtsfälle ausgenommen, keine anderen nachteiligen Folgen hatte. Um 10 Uhr bewegte sich der Festzug unter feierlichem Geläute zur Kirche. Boran zogen die bräutlich gekleideten Kranzeljungfrauen und eine aus ihnen brachte beim Kirchtore im Namen der übrigen dem Herrn Primizianten, den neun Priester und die Verwandten nebst anderen Gästen begleiteten, ihre Glückwünsche dar. Die Pfarrkirche war reich geschmückt und hatten hiebei die Mädchen aus Slovenska vas auch an den Mädchen der übrigen Ortschaften wackere Mitarbeiterinnen. Die an Form und Inhalt gleich vollendete Festpredigt, gehalten von Pfarrer August Schauer, machte tiefen Eindruck. Der Herr „Alois Lehrer" mei¬ sterte wie immer, so auch diesmal in trefflicher Weise Orgel und Sängerinnen. Die Festtafel fand in der geräumigen Veranda beim „Zeilenz" statt. Wirt und Wirtin hatten alles aufgebmen, um die Festgäste zufrieden zu stellen. Würdig und schön verlaufen ist die „Neue Messe". Möge auch das weitere Wirken des Primizianten ein für ihn und andere segensreiches werden. — (Von der Feuerwehr.) Mit der neuen Messe kann auch unsere Feuerwehr zufrieden sein, indem alle an diesem Tage auch das Feuerwehr¬ fest besuchten und so zum günstigen materiellen Ergebnisse das Ihrige beitrugen. — (Hagelschlag.) Montag nachts gegen halb 11 Uhr entlud sich ein schweres Gewitter verbunden mit Hagelschlag über unsere Gemeinde. Am schwersten mitgenommen wurden die Ort¬ schaften Slovenska vas, Stara cerkev, Breg, Mlaka. -Das Unwetter hielt nicht lange an, ver¬ ursachte aber großen Schaden. Das Getreide wurde zu Boden geschlagen, die Halme gebrochen, die Maisstämme zerfetzt. Die Ernte ist zum großen Teil vernichtet. Die amtlichen Stellen sollten ohne Verzug alles veranlassen, daß der heimgesuchten Bevölkerung ausgiebige Hilfe in Naturalien zuteil werde. Wolom. (Ehejubelfest.) Am 14. August 1924 feiern die Eheleute Johann und Agnes Herbst „vulgo die alten Miauzen" ihr 60. Ehe¬ jubelfest in voller Rüstigkeit. Das Ehepaar Herbst hat neun stramme Söhne erzogen, von denen einige in der Heimat, einige in Amerika leben. Dem Jubelpaar von der gesamten Gemeinde die herzlichsten Glückwünsche. Klinja vas. (G lvckenweihe.) Sonntag den 20. Juli 1924, an unserem Kirchweihfeste, findet die Einweihung der Glocken statt. Die Glocken sind aus Bronze und wurden in der Ma- riborer Glockengießerei hergestellt. Sie haben ein Gewicht von 371 kx. Auch der Turm wird mit Blech eingedeckt und dürfte bis dorthin fertig¬ gestellt werden. Über die eingelaufenen Spenden und die Bezahlung werden wir später berichten. Livold. (Feuerwehrfest.) Am 20. Juli findet aus Anlaß des vierzigsten Jahrestages der Gründung des hiesigen Feuerwehrvereines unter Mitwirkung der Mösler Vereinskapelle ein Feuer¬ wehrfest statt, wozu sämtliche Feuerwehren und Volksgenossen höflichst eingeladen werden. Fest¬ ordnung : Am 20. Juli um 5 Uhr früh Weckruf, um 6 Uhr Kranzlegung auf die Gräber der ver- storbenen Mitglieder und Grabrede. Von 8 His halb 10 Uhr Empfang der fremden Feuerwehr¬ vereine, um 10 Uhr Festmesse, um 11 Uhr Fest¬ rede und Dekorierung einiger Mitglieder, dann gemeinsames Mittagessen, um 2 Uhr nachmittags Beginn des Gartenfestes. — Die löblichen Feuer¬ wehrvereine werden höflichst ersucht, die erschei- ncnde Mannschaft ehestens anher bekanntzugeben. Wlauina. (Feuerwehrgründungsfest.) Die Gründung unserer Feuerwehr wurde noch nicht festlich begangen. Ein so wichtiges Ereignis soll aber nicht vorübergehen, ohne tiefere Ein- drücke zu hinterlassen. Am 10. August d. I. findet deshalb das Gründungsfest statt. Die Festordnung ist folgende: Bis 10 Uhr Begrüßung der Gäste, um 10 Uhr Einweihung der Wasserleitung und Festmesse, von halb 12 bis halb 2 Uhr Erholung, Konzert, Juxpost, Verkauf von Losen, Blumen und Karten. Um halb 2 Uhr Festrede, um halb 3 Uhr Versuch mit dem Wasserleitungshydranten, VoHeinxeratilie8 Kklienkspitsl li 12,000.000. 8ielieriieit8rück- lsxen ca X 2,300.000. Koosvjv verrin8t Spareinlagen ru 01 (^e Kenten- uncl lnvaliclen8teuer raklt clie Lank), Einlagen gegen Künäi- >0 gung Küken, kautt be8ten8 Lollar uncl Valu¬ ten aller Staaten uncl betagt 8lLk mit 8ämtlicken kankoperationen. Seite 4. Gottscheer Zeitung — Nr. 20. Jahrgang VI. um 3 Uhr Theater (Aufführung des Stückes „Der verhexte Brief"), um halb 4 Uhr Verteilung der Gewinste und Verkauf der übrigen Geschenke. Sollte es an diesem Tage bis 7 Uhr früh regnen, so wird die Feier auf den 17. August übertragen. Alle herzlich willkommen! Diorovec. (Goldene Hochzeit.) Am 15. v. M. feierte das Ehepaar Brischke in Borovec das Fest der goldenen Hochzeit. Es war eine seltene und dementsprechend traute heimische Feier. Zahlreiche Gäste erschienen, beglückwünschten die Jubilanten und freuten sich, so ein glückliches und trotz des Alters frisches Ehepaar nach 50 jähriger Ehe begrüßen zu können. Als erster begrüßte die Erschienenen der Jubilant, worauf der heimische Pfarrer nach kurzer Ansprache im Namen aller die Bedeutung dieses Tages hervorhob, die Fa¬ milie Brischke als allgemein beliebt und geachtet bezeichnete, worauf sich nach wechselnden An¬ sprachen eine recht gemütliche Unterhaltung ab¬ wickelte. Es war dies eine schöne Feier und wir alle wünschen dem Ehepaare das Erwarten der „Diamantenen". Auch die beteiligten Amerikane¬ rinnen werden diese schöne Erinnerung nicht aus dem Gedächtnisse entschwinden lassen. Wie«. (Juwelendiebe verhaftet.) Am 15. Juni l. I. wurden zwei langgesuchte inter- nationale Juwelendiebe, di« am 11. Juni bei einem Juwelier in Wien eine Perlenschnur im Werte von 600 Millionen ö. K. entwendeten, durch den Wiener Kriminalbeamten, Herrn Inspektor A. Jaklitsch in einer einsam gelegenen Villa im Kurort Baden bei Wien ausfindig gemacht und nach einer regelrechten „Belagerung" in früher Morgenstunde von ihm verhaftet. Im Besitze derselben wurde außer der wertvollen Perlen¬ schnur noch anderer von früheren Ladendieb¬ stählen stammender kostbarer Schmuck vorgesunden. — Wir beglückwünschen unseren lieben Lands- mann Inspektor Jaklitsch zu dieser Meisterleistung, welche sich an seine bisherigen großen Erfolge gegen gefürchtete Schwerverbrecher der Großstadt würdig anschließt. — (Sterbe fall.) Im Monate Juni starb in Wien Kaufmann Andreas Flack. Der Ver- blichene war Mitglied des Vereines der Deutschen aus Gottschee in Wien. Ehre seinem Andenken! Heiteres. Ein pommerscher Bürgermeister als salomoni¬ scher Richter. Von einem amüsanten Vorfall be¬ richten die Zeitungen aus Pommern: Zwei Rad¬ fahrer, die im flotten Tempo durch ein Dö icken fuhren, überradelten eine Gans. Die Bäunin machte einen Mordsskandal und verlangte als Entschädigung die sofortige Bezahlung von 9 Mark. Die Radler boten 7 Mark und erklärten, sie hätten nicht mehr Geld bei sich. Nachdem die Bäuerin auf die Bezahlung der 9 Mark bestand, meinten die Radfahrer, sie würden auf die Gans verzichten, die Frau möge sich die Gans braten und die 7 Mark behalten. „Wir essen keinen Gänsebraten",.erklärte die wütende Bäuerin, „ich verlange 9 Mark". Der Orlsvorsteher wurde geholt. Er sah sich die Gans an, wog sie in den Händen und ließ sich dann von den Rad¬ fahrern die 7 Mark geben. Hierauf zog er die Brieftasche, legte die 2 Mark dazu, übergab die 9 Mark der Bäuerin und zog mit der Gans vergnügt nach Hause. So waren alle Paneien zusriedengestellt, die Bäuerin, die Radfahrer und vor allem der weise Bürgermeister. Kleine WachrichLen. Im Ministerrat wurde für den Bau eines Palais für unseren Generalštab der Betrag von 11 Millionen Dinar bewilligt. — Die ukrainische Räteregierung hat beschlossen, in dem Gouver¬ nement Jekaterinoslaw aus den Gebieten mit vorwiegend deutscher Bevölkerung selbständige deutsche Verwaltungseinheiten zu bilden. — Der italienische Minister des Innern hat im Einver- nehmen mit Mussolini beschlossen, die Zensur der Pressetelegramme ins Ausland anfzuheben. — Der Präsident der jetzigen Völkerbundraissitzung Dr. Eduard Benesch hat mit dem gewesenen russischen Finanzminister Bark genieinsam erklärt, daß die Unterbringung der internationalen Anleihe für Ungarn gesichert sei nnd daß der finanzielle Wiederaufbau Ungarns viel schneller und sicherer vor sich gehen werde, als dies bei Österreich der Fall war, da Ungarn bedeutende landwirtschaftliche Reichtümer besitze. — „Echo de Paris" veröffentlicht eine aufsehenerregende Meldung aus London, wonach Herriot den Führer der russischen Dele¬ gation Rakovsky empfangen habe; die Aussprache soll von längerer Dauer gewesen sein. Aaluta. Am 8. Juli notierte der Dollar 84'25, die Lire 3'64 Din. Verantwortlicher Schrittleiter C. Erker — Herausgeber und Verleger „Gottscheer Bauernvartei". in K'ö vj' Kreirvillige Feuerwehr in Livotd. Einladung zu dem am 20. Juli 1924 aus Anlaß des 4V. Jahres¬ tages der Gründung stattfindenden «« seuelMbtterle verbunden mit Hartenkonzert. Die Musik besorgt die Möjler Feuerwehr-Musikkapelle. Eintritt für Erwachsene 5 Dinar. Für gute Speisen und Getränke ist gesorgt. Um zahlreichen Zuspruch bittet der Wehrausschuß. Keschäftsüöernahme. Ich bringe dem p. t. Publikum zur Kenntnis, daß ich die Schlosserwerkställe des Herrn Leopold Söaschnik übernommen habe, und bitte das geehrte Publikum um gütigen und zahlreichen Zuspruch. Solide Preise! Prompte Bedienung! Eduard Eppich Bau- und Maschinenschlosser, Kočevje. Kin Lehrling aus gutem Hause wird sofort ausgenommen bei Josef Stomtsch, Uhrmacher in Kočevje (neben der Kirche). ZU verkaufen ist eine trächtige Sau guter Rasse. Anzufragen bei Franz Verderber m Gorenje LoLine 2. Kin Kaufmannstehrting aus besserem Hause wird ausgenommen „Zum früheren Konsum" in Koc.vje. ZU verkaufen ist ein Waldanteil am Windischdorfernock bei Mattheisch Rischl. Anzufragen bei Alois Jaklitsch in Klinja vas. Achtung! Sonntag den 13. Juli 1924 in Kočevska reka feierliche kiMnung tlez fistelt MeiMr. Musik: Freiwillige Musikkapelle aus Nemška loka. Prima Getränke, vorzügliches Essen. Das p. t. Publikum wird höflichst eingeladen! Der Eigentümer: Leopold Weditz. Wegen Raummangel großer Uäumungsverkaus! Asses spollöissig! Fertige Kleider, Blusen, Schürzen, Wäsche, Strümpfe, Hüte, Kappen, Ruderleibel, Badewäsche für Männer, Frauen und Kinder. Gummimäntel. Schneidcrzugehör. Wegina Hurzanski Modesalon - Koöevje - Aauptplatz. «p-rlE ÜÖll6ll86ll86N- öersswosr sind zu haben beim Kaufmann Peter Petsche, Koäevje. 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