Nr. 268. Dienstag, 23. November 1909. 128. Jahrgang. Zeitnna Prltnnmcr»«iun«pvtli>: Nlii P«stt>ells>,dul!!,: nunzjähr!« 30 X, Halbjahr,« i.>, X, ^m «„inm- «anziährig L2 X. haldiäbriq N »<, ssür die Mftellun» l»3 Ha»« «anzjnliriss li X, - Inssl„tbül,r: ssür lltiiis Insrratr lt,!« z» 4 ZsÜen l»0 t>, glOßers vrr Hsile 1» k; bei uferen Wilbriliolimnrn vrr ^»'üs « !i. Tir »^aibnclil's ^siNmg» sr!ch<-iiN i^i-"'' ..... ''........"'">' drr Smii- —' "'------^ ^ " ^^'"'ration befind?' sick Mil!o«iöftlasi!' Nr 20: dis «^ i>s stt, 80 »< hi, ,o NW vl'rmitwsss, Unsranlirri, > anssc!!lmm,> ,n. Telephon-Nr. der Redaktion 52. Amtlicher Heil. Dcn ÜU. November I'.»<>i) wurde in der f. l. Hof- und Staats-druclerei das I.XXIX. Stiict dee Neichsgrschblattrs in deutscher Vlusgabe ausgegeben und versendet. Nach dem Amtöi,ender Preßcrzeugnisse verboten: Nr. 127 und 12^ l «oi..'-', vom 1.^. November lR»9. Nr. 4. NoUlNib^r N»)Ü, MchtamMcher Geil'. Erklärungen dcö Ministcr«? Milovauovk;. Die „Pol. Korr." schreibt: Eine uns befreundete Persöillichteit, lvelche illit dem gegenwärtig in Nicn lveilenden Minister des Äußern Serbiens. M. Milovanovn'-, eine zufällige Begegiulng hatte, macht ihr lion nachsteheildeil Erllärlingen des serbischen Tiaatsmannes ^litteiluug: Minister Milovanovi<'', dessen Infor>natiolis-reise keinerlei direkte Z>iele verfolgte, ist lion den Eindrücken, die ei in Wien, Berlin, London, Nom und Paris einpsanqell hat, sehr befriedigt. Bei allen Siaatsmännerii, die er zu sprechen (Gelegenheit halte, tonnte er eine sehr zuversichtliche ^'Inssassnna, hinsichtlich einer friedlichen (5nlwicklunq der Dinge im allgemeinen nnd im Ballangebietc in> besonderen feststellen und seinerseits die Versicherung erteilen, daß Serbien alles tun werde, um sich in den Dienst der ausgesprochen friedenserhaltenden Tendenz der Gros',mächte zu stellen. Überall traf er eine durchaus wohlwollende (Besinnung sür Serbien und für dessen lulturelles und wirtschaftliches (Gedeihen an. Das Verhältnis Serbiens zu Österreich-Ungarn bezeichnete er als in fortschreitender Besserung begriffen und gab dem Wunsche sowie seiner Überzeugung ^usdruck, das; er sehr bald den durch die geographische Lage beider Länder und durch ihre mannigfache Inleresseligenleinschaft gebotenen (5ha ratter guter uud lonaler Nachbarschaft vollständig wiedergewonnen haben wird. Von der inneren (Entwicklung in Serbien sprechend, äußerte Minister M-lovanovi«' die bestimmte Hoffnung, daß sie, dank der Überzeugung aller Parteien, daß dem Lande znr Lösung seiner Aufgaben vor allem eine Hra der Konsolidierung not tut, eine ruhige, von femerlei ^wischenfällen gestörte sein wird. König Manuel in (tngland. Wie man aus London schreibt, brachle der Lord-Mayor, Sir John Knill, bei dem zu Ehren des .Uönigs Manuel von Portugal in der (Guildhall gegebenen Vanletl folgenden Toast ans: (55 sind gerade fünf Jahre, seitdem an einem gleichen Tage die Eltern Eurer Majestät die Begrüßung de-> Lord-Mayor und der Stadtkörperschaft von Londou entgegennahmen. Die Bürger von London erinnern sich gut der markanten Worte, mit denen Ihr er-lauäiter Vater der loyalen und bewährten Freundschaft zwischen Portugal und England gedachte. Mit freundlichen nnd höflichen Worten wies er auch daraus hin, daß im vierzehnlen Jahrhundert England seine schönste Prinzessin dem .^önig von Porlngal zur i^rau gab und daß England dafür von Portugal Catharine von Braganza erhielt, deren erlauchter Name im Lande als der einer der lautersten nnd edelsten Königinnen bekannt ist, als eine Königin, die den Stolz des englischen Thrones bildet. Unser ietziger illnstrer Gast wurde von Gott in zartem Alter auf den Thron seiner großen Nation berufen, unter Umständen, die ihm die allgemeine Teilnahme zuführten. Ihr illustrer Porgänger Manuel I. be> stieg den Thron in gleichem Mler wie Eure Majestät und unter gleichen Umständen. Seine Herrschaft wurde als die „ruhmreiche" bezeichnet. Wir biiien, daß Ihre Herrschaft dies ebenfalls sei, lang, günstig, glücklich und ersprießlich. Unsere der Ihrigen befreundete Nation wird Ihre Laufbahn mit Wotil-wollen nnd teilnahmsvoll verfolgen. >lönig Manuel hat 5eu Trinkspnmi <.>e^ ^oro-Mayors mit folgender Rede beantwortet: Ich möchte die Worte, die meiu Vater vor fünf Jahren gesprochen hat, wiederholen, da sie die Zusammenfassung der denkwürdigen Ereignisse waren, in welche Engländer und Portugiesen Iahrhunderie hindurch verwickelt waren. Nichts war in dieser Nede vergessen, weder die aufeinanderfolgenden Verschwägerungeu der beiden königlichen Häuser, noch die Ruhmestaten der beiden Nationen. Ich bin sehr stolz auf den warmen Empfang und auf die rührende Sympathie, die mein teuerer Vater beim >tönig Eduard nud beim englischen Volke gefunden hat. Vor einigen Jahren hat ein hervorragend.'!' Admiral Ihrer mächtigen Flotte während eine^ Besuches in Lissabon gefagt. daß seine Vorgänger nur 'Nachfolger der portugiesischen Teefahrer waren. Das ist vielleicht wahr/aber e^ ist nur gerecht ;u sagen, es sei den beharrlichen Bemühungen des bri tischen (Geistes zu danten, daß der wunderbar».' Traum Assonso Albuquerque^ verwirklicht werden konnte. Es ist natürlich, daß zwei Nationen von sol-cher Verwandtschaft durch eine der ältesten Allian'^n der beschichte verknüpft werden mußten. Ich hoff>' von ganzem Herzen, daß diese alte Allianz unver-ändert bleiben wird. Auf politischem Gebiete anerkenne ich mit großem Vergnügen, daß cs beinahe unmöglich ist, dieses Bündnis zu verbessern, nber ill, muß zugeben, daß auf dem gegenwärtig so wesentlichen Gebiete der Handelsbeziehungen >m Interesse der beiden Länder noch viel zu tun übrig bleibt. Ich kann versichern, daß meine Negierung LentUetmt. Die Prcictonfercuz der ideale» Ehemänner. Endlich 1st der ideale Muslergatte entdeckt. Schwarz auf Weiß besitzt er das ^>cngnis, das seinen Tieg über die >1oulurrenz bestätigt und das in aller Form unterzeichnet ist von den drei Preisrichterin nrn der „Drillen Iahresausstelluug der Musler galten !90l)" zu Chicago. Im Heime des unter dem Pseudonym Myrtle Need bekannten ameri-tanischen Schriftstellers James Sydney Mc. Eol-lough hat am 2^. Oktober die Ausstelluug stattgefunden, die allen Skeptikern beweisen will, daß m der Ehe immer noch echtes Glück zu finden ist. Freilich, vor den Augeu der breiten Öffentlichkeit hat sich der Wettkampf nicht abgespielt, nur ernsten Interessenten wurde der Zutritt gestattet uud nur Verheirateteu. Die einzigen Ehelosen der großen ^ahl der Zuschauer wareu die drei Preisrichterin »en, die als Unverheiratete die Vorzüge der zur Konkurrenz gemeldeten Ehemänner mit größerer Objektivität - so wurde angenommen beurteilen können würden als verheiratete Frauen, deren Blick dnrch persönliche Eheerfnhrungen vielleicht ge-lrübl sein konnte. Die Konkurrenten wurden von den „Besitzerinnen" gemeldet, und A2 amerikanische Gattinnen schickten ihre Männer in den Wettstreit nm das "blaue Band der amerikanische» Ehemänner". Bis >.ur letzten Stunde wuroeu die Prüfungsbedingnn-M'n geheim gehalten nnd als sie schließlich in ihrer ganzen Strenge bekannt wurden, wollten zwei Frauen lieber Neugeld zahlen, als ihre Lebens gcfährten solchen Prüfungen ausgesetzt wissen. Aber der Ehrgeiz der beiden Männer überredete die Be sitzcrinnen und !!2 Xonkurreuten erschienen wirklich im Feld. Charakier, Geduld, Galanterie, Geschick-lichkeit und Aufmerksamkeit der Gatten sür ihre bessereu Hälften follten einer eingehenden Pralls schen Probe uuterzogen werden. In einem gefchlossenen Saal, wo weder Alkohol noch Zigarren die Nerven der Konkurrenten schwächen und lein Kartenspiel dic geistige Bereitschaft bedrohten, harrten die Gatten in weihevoller Sammlung ans den Beginn des Kampfes. Sie wurden in den Garten geführt und hier mußten sic aus der Schar der anwesenden kritischen Zuschauerinnen ihre Frauen heraussuchen, ihnen mit liebenswürdiger Grazie den Arm bieten, sie ;u einem Stnhl geleiten und ihnen dort Hut, Jackett und Handschuhe abnehmen. Wie streng die Preisrichtelinnen ihres Amtes walteten, zeigte sich balo: denn ^ der Konkurrenten bestanden schon diese erste Probe nicht, sie zeigten sich ungeschickt lind übereifrig und wurden unerbittlich außer Konlur renz gesetzt. Der neun übrigen aber harrten weit aus schwierigere Prüfungen. Bei einen, festlichen Lunch mußten sie servieren nnd dabei alles an Geschick, Umsicht und diskreter Grazie entfalten, was ihnen eine gütige Natur verlieh. Dann aber führte man die Streiter in einen großen Toilettesaal. Eine lebensgroße Frauenpuppe harne hier flinter und geschickter Bedienung. „Mile. Mimi", wie die große Puppe getauft ward, empfing ihre Gäste im tiefen Negligee. Schuhe hatte sie nicht angelegt, ihr duftiges Spitzennnterröckchen zeigte zwar die Inschrift einer berühmten Pariser Wäschekünstlerin, aber das Korsett lag noch unbenutzt neben Mademoiselle, ja nicht einmal die Schnüre waren ein-gczogen. Die „KorsettProbe!" kündigle eine tiefe Stim me würdevoll an. Einer nach dem anderen mußten nun die Konkurrenten Mademoiselle das Korsett anlegen. Die meisten brauchten sünf Minuten. Ein Unglücklicher versuchte das Korsett erst verkehrt Heruni alizuziehen, bis endlich ein entsetzter Blick seiner Gattin ihn aufklärte. Den Preis errang schließlich ein bekannter Börsenmakler Samuel Van Nostran. der das Kunststück mit eleganter Sicherheit in drei Minuten l<» Sekunden vollbrachte und den Beifall aller anwesenden Kennerinnen erntete. Als die schwierige Aufgabe herantrat, Mlle. Mimi ihre eleganten hohen Schuhe anzuziehen und zu schnüren, waren es nur noch acht Ehemänner, die nm die Palme weiterkämpften. Dann mußten die Konkurrenten die neuesten Formen eleganter Haus schuhe deu schmalen Füßen der Preisrichterinne'n anlegen. Die Feuerprobe aber kam, als die Kämpfer schließlich versuchte». Mademoiselle ihre entzückende neue Pariser Nobe anzulegen und kunstgerecht zuzuknöpfen. Nicht nx'niger als 5)7 Knöpfe, Haken uno Ojen waren rasch und sicher zu schließen. Es folgte eine „Schmintprobe", bei der die Gatten ihr? Franen mil diskretem Geschick parfümieren und mit allerlei kleinen kosmetischen Mitteln verschönen sollten. Die Nesultate waren zum Teil schrecklich, die Augenbrauen lind Wimpern starrten scharf und dick von Schwärze, meist war die Lippenpomade zu dick aufgetragen und auch die Puderquaste ward in Männerhänden zu nichts weniger als zu einen, Verschönernngsinstrument. Hier scheiterten die meisten. Nnr wenige noch nahmen an den letzten Proben teil, dem Haiidschuhanziehen, in der Abschätzung de5 Sitzes eines neuen Hutes und seines Preises, bis endlich als Sieger Samuel Van Nostran durchs -Ziel ging nnd durch Schiedsspruch mit dem blauen Bande geschmückt wurde, das in Goldlettern die stellung^W!.^' "'""wMte. Dritte Iahrksau.- Laibacher Zeitung Nr. 268 2424 23. November 1909. alle Bemühungen aufbieten wird, um dieses Ziel zu erreichen, Zum Schlüsse dankte der König dem Lord-Mal)or im eigenen Namen und in dem des portugiesischen Volkes für den glänzenden Empfang, der ihm bereitet worden ist. Politische Uebersicht. Laib ach, 22 November, In einer Betrachtung über die politische Lage in Ungarn führt die „Rcichspost" aus, daß eine Mehrheit mit jo wenig Kraft, wie die Majorität Nndrassy-Kossuths, eigentlich keine Mehrheit sei. Ihr das Steuer des Staaies zu übertragen, wäre ein neuer schwerer Mißerfolg. Das heutige Ungarn, in dem das große Verlangen nach der Wahlreform und der wahren Freiheit und Gleichberechtigung der Bürger wach geworden ist, kann nicht mehr von einigen „Phrasenakrobaten und Klassenvertretern" gelenkt werden. Nie man aus London schreibt, soll dort in weiterer Verfolgung der englisch-russischen Annäherung im Jahre 1911 eine große russische Ausstellung stattfinden. Der russische Generalkonsul in London, Baron Heyking, legt einer solchen Veranstaltung auch politische Bedeutung bei. Es würde damit dem englischen Volke eine' nähere Bekanntschaft mit Rußland ermöglicht, durch welche man sich erst den richtigen Begriff von dessen natürlichen und anderen Hilfsquellen werde bilden tonnen. Der Vorsitzende der russischen Sektion der Londoner Handelskammer, Herr Morgan, hat sich nach Petersburg begeben, um dort den Plan mit dem Ausschuß der russisch-britischen Handelskammer zu besprechen. Aus Windsor wird gemeldet: Das Nicderauf-tauchcn der Meldung, es sei eine Heirat zwischen König Manuel und einer englischen Prinzessin geplant, hat hier große Verstimmung hervorgerufen. Das Neuterschc Bureau ist ausdrücklich davon unterrichtet worden, daß die Nachricht, wonach Verhandlungen irgendwelcher Art über diesen Gegenstand stattgefunden hätten, vollständig unrichtig ist. In bulgarischen Negierungskreiscn werden, wie man aus Sofia schreibt, die Aussichten auf das Zustandekommen der geplanten Hundert-Millionen-Anleihe beim „Credit Mubilicr dc France" fortgesetzt als sehr günstig betrachtet. In Finanzkrciscn und diplomatischen Kreisen ist man jedoch der Anficht, daß die französische Regierung der Anleihe ohne Garantien die Kotierungsbewilligung in keinem Fall erteilen werde, und daß eine Anleihe ohne Garantien nur außerhalb des französischen Geldmarktes und auch da nur unter relativ ungünstigen Bedingungen erlangt werden könnte. Finanz-minister Ealaba^cv hält indessen an der Absicht, nur eine Anleihe ohne reale Garantie zustande zu bringen, unerschütterlich fest. Die von der „Pol. Korr." signalisierte Kundgebung der vom Verein „Ellinismos" ins Leben gerufenen Union der Korporationen (Griechenlands gibt dem „Fremdenblatt" zu nachstehenden Ausführungen Anlaß: Diese Vereinigung, welche in dem Kampfe um Reformen den, Militärbundc Basis und Rückendeckung gab, erklärt in aller Form, daß die Bewegung, deren Schauspiel Griechenland in den letzten Monaten gewesen ist, in keiner Weise ihre Spitze gegen die herrschende Dynastie richtete. Diese Deklaration findet ihre erfreuliche Ergänzung in der talsächlichen Entwicklung, welche die Bewegung seit« her genommen hat. Die ganze Bewegung wurde in das Bett parlamentarischer Gesetzlichkeit geleitet. Die Loyalitätskundgebung der Union trägt nicht bloß dem Prinzip der Legitimität Rechnung, sie entspricht nicht nur den Tatsachen, sondern auch politischer Klugheit. Eine antidynastische Tendenz der Bewegung wäre allerschwerstes Unrecht und aller-schwcrstcr Undank gegen einen >^önig gewesen, der dein Konstitutionalismus alle Opfer brachte, sie wäre auch vor keinem Forum, mit keinen Gründen ,',u verteidigen gewesen, schon deshalb nicht, weil ja der König selbst die Reformbewegung annahm. So laten die, welche anlidynastische Vclleitäten im .^eime erstickten, nicht bloß ein moralisches und Patriotisches, sondern auch politisch kluges Werk. Dieses offene Bekenntnis zur gesetzlichen Ordnung, zur Dynastie und zur Verfassung, gibt die Gcwiß-deil, daß der Bestand geordneter Verhältnisse in Griechenland gesichert ist. Tagesneuigleiten. — Mn Stadttinb.j Den „Münchener Neuesten Nachrichten" wird geschrieben: Auf der Fahrt Ehr» Wald — Garmisch war eine uns bctannlc Dame Zeugin einer Unterhaltung dreier Damen, deren eine auf einem Piehmarkte in vermoos eine Anzahl „ganz eigentüm» licher Tiere" gesehen haben wollte; „es müßten wohl Maultiere gewesen sein, die ja im Gebirge viel verwendet würden". (5s wurde ihr bedeutet, das; Maultiere den Pferden sehr ähnlich seien. „Nein! Wie Pferde sahen sie teineswegs aus, sie waren auch viel lleiuer." Die Sache blieb unentschieden, bis plötzlich die bclref» sende Dame aufgeregt aus die Landstraße deutete: „Da führt eine Iran ein solches Tier!" Es war eiu — Kalb!! — sDie Kurzköpfc verdrängen die Lanqtöpfc.) Im löniglichen Anthropologischen Institut in London hielt jüngst der schwedische (belehrte Professor Gustaf Netzius einen iuteressaulen Vorlrag über die Aussichten ocr verschiedenen Rassen für die Zukunft. Der Gelehrte erklärte, aus der Untersuchung und den Messungen der aus vorgeschichtlicher Zeit stammenden Schädel hatte sich ergeben, daß die arischen Bewohner Europas nicht von asiatischem Nrsvrung seien, wie man bis jetzt allgemein angenommen habe. Auch habe ein Vergleich der Schädel der europäischen Nassen ergeben, daß die kleinere, dunkelhaarige und lurzlöpfige Nasse langsam aber un» aufhaltsam die blonde, größere und langköpsige Rasse verdränge. Die letztere scheine nicht die Fähigkeit zu besitzen, mit der industrielleil Entwicklung der moderneu Zivilisation Schrill zu hallen, Es werde vielleicht der Tag erscheinen, meinte der Gelehrte, an dein die blonden ^angkopfe ganz verschwunden sein werden. Dabei würde Kunst, Wissenschaft und Literatur auch mit in Gefahr kommen zu verschwinden. Die bedeutendsten Eigen» schafteu des dunklen, kurzköpfigen Mannes seien Energie, Sparsamkeit und Geduld, während das lang. löpsiae Individuum enthusiastisch, ungeduldig und qc-wissermaßen unstet sei. Die Annahme, daß ein lang-köpfiger Mann gnten Geschäftssinn habe, ist nach den Erlläruuaen des Professors Netzius mit der Wissenschaft nicht vereinbar. - lDie !9.NNU. Wachtstunbc der cnqlischen Frauen- stimmrcchtlerinncn.j Die Weltgeschichte hat wieder einen Triumph der tapferen Frauenstimmrcchtlerinnen von England zu verzeichnen. 1l).eil, wenngleich noch nicht deutlich genug, um sie zu erklären. Ist das Wasser oder Vegetation? Aber aus allem schlie-ßen wir nicht auf ein Ende des Mars, sondern im Gegenteil auf eine wunderbare Lebenskraft. Der Mars isl eine lebende Well, wir sind nur noch nickt im» stände, sie deutlich geuug zu beobachten. Aber es ist lein Zweifel, daß wir eines Tages über die Mittel verfügen werden, lim unserem Wissensdrang Befriedigung zu schaffen." — sTod durch Lachen.) Ein eigentümlicher Todesfall ereignete sich am Mittwoch, wie den „Daily News" berichtet wird, in einem Pergnncningslolal ill Virmiun/ Hani. Nnter den Zuschauern, die den Darbietungen einer Künstlerlrnppe mit Interesse lanschten, befand'sich eine alle Dame, die ülier die Leistungen eines Komilers so sehr lachen mußte, daß sie plötzlich das Bewußtsein verlor. Der schleunigst herbeigeholte Vezirlsarzl konnte nur noch den Tod durch Herzschlag feststellen. Die so übermäßig beifallslustige Zuhörcrin stand im 61. Le-bcnsjahre. — sHnndc als Hotclgäste.j In ihrem stillen Kampfe gegen ihre ärgsten Feinde, gegen die Hotel-Wirte, haben die amerikanischen Huude endgültig den Sieg davongetragen. Das berühmte Plakat, nach dem Gäste mit Hllnden im Hotel nicht ausgenommen werden und das man früher fast vor alle» Gasthösen traf, ist verschwunden, und statt dessen ersteheil in den großen Hotels besondere Einrichlungen, die daraus abzielen, gegen entsprechend hohe Preise den verwöhnten vier-l'eiiligen Lieblingen der dollargesegnrlcn Besitzer alle» Komfort der Neuzeit zu bieten. Frc'lich lönnen sich nur die Hunde der obersten Gesellschaflsschichle solchen Luxus leisten. In Philadelphia, so berichtet der „American", Zirkusleute. Roman uon Karl Muudmann. Einzige autorisierte Übersetzung, (56. Fortsetzung.) l','iact>dru5 lx-vbnte,!,) „Gut! Lassen Sie mich jetzt allein, Fischer. Ich werde sehen, ob ich doch nicht noch einen Ausweg finde." Fischer erhob sich vom Schreibtisch und sagte: „Gott gebe, das; es Ihnen gelingen mögc. (Nuten Abend, Herr Direktor." „Guten Abend, Herr Fischer." Man hörte, wie der Geschäftsführer die Eingangspforte öffnete und hinter sich schloß. Hugo blieb allein, den Kopf in den Händen gestützt, im Bureau zurück. Was sollte er machen? Das Geld mußte b> schafft werden. Sollte er an feinen Schwager James Olinga telegraphieren? Nein. Sollte er an seinen Vater telegraphieren? Nein. Nein. Das verbot ihm nicht nur sein Stolz, er mußte sich auch zugestehen, daß er so gut wie gar keine Aussicht hatte, das Geld ie zurückzuzahlen. Da die Sache so verzweifelt lag, durfte er aber auch keine Hilfe von feiten Fremder in Anspruch nehmen. Das würde Betrug sein, selbst wenn er einen Gutgläubigen fände, der sich darauf .,.,,„?" diesem Augenblick tauchte Maria Olingas ss mn!!^!? ?"' ""d es schien ihm, als höre er a^TUn7n^'"' '^" Wgen wieder wie in Warum auch nicht? Wenn er jetzt seine 'Mahlungen einstellte, so hatte er nur einen Gläubiger, der an ihm verlor, und dies war die Fürstin Ra-tcfski, dieselbe, die ihm aus den niedrigsten Beweggründen eine so schmutzige Konkurrenz gemacht und damit seinen Sturz verschuldet hatte. Suchte er sich ihr gegenüber noch länger zu halten, so würde er vielleicht viele andere mit sich in Not und Elend reißen. Was war das? Hugo blickte plötzlich auf. Wachte oder träumte er? Nein, jetzt lain es wieder. Es war ein leises Klopfen an die Scheibe. .Hugo trat an das Fenster und zog den Vorhang zur Seite. Draußen in Mondenschein stand ein Mann und deutete ihm durch Zeichen an, daß er ihm ausschließen solle. Hugo bemühte sich, festzustellen, wer es war. ör sah aber nur sein eigenes Spiegelbild. Da erklang eine Stimme. „Nun lassen Sie mich doch hinein. Ich habe mit Ihnen zu sprechen." .Hugo kam diese Stimme bekannt vor. Er konnte sich aber nicht denken, daß die Person, an die sie ihn erinnerte, ihn gerade jetzt aufsuchen würde. Der Direktor ging indessen hinaus, um die Eingangspforte zu öffnen. Es war das Murmeltier. „Sind Sie es wirklich. Leutnant Miklosich? Ich glaubte allerdings Ihre Stimme zu erkennen, konnte mir aber nicht' denken, daß Sie mich aufsuchen würden." „Weshalb nicht?" „Weil die Botschafter jchon längst abgerufen sind und der Krieg zwischen den beiden Partel'N in vollem Gange ist." „Vielleicht können die diplomatischen Verhandlungen aber fetzt wieder aufgenommen werden", enlgcgnete das Murmeltier in demselben kalb scherzenden Ton, während er das Bureau betrat. Leutnant Mitlosich war an diesem Abend ebenso elegant gekleidet als damals, als er den jungen Jockei in« „Nouvcau Cirque" traf. Dem Direktor fiel es auch auf, daß der Leutnant außer dem Familienring, von den» er sich weder in guten noch schlechten Tagen trennte, verschiedene recht kostbare Wcrlgegenstände trug, die er sonst immer gleich in bares Geld umzusetzen pflegje. Das Murmeltier merlte sofort den musternden Blick des Direktor Werner und sagte beinahe ent schuldigcnd: „Ja, ja, man wird mit den Jahren älter und vernünftiger. Ich hätte allerdings selbst nicht ge^ dacht, daß ich es einmal fertig bringen würde. Der weibliche Einfluß kann aber unter Umständen doch eine große Macht über einen Menschen haben." „Sind Sie denn jetzt verheiratet, Leutnant Miklosich?" „Nein, nein! Das bin ich nicht, doch davon können wir ja später sprechen. Jetzt möchte ich Ihnen zuerst erklären, weshalb ich hierher komme, und zwar um diese späte Stunde. Es hat mich tief betrübt, Zeuge des Zerwürfnisses zu sein, das sich im Laufe der Zeit zwischen dem Fliegenden Zirkus und dem Zirkus Mundus entwickelt hat. Ich kenne übrigens nichts, das mir widerlicher wäre, als eine derartige Feindschaft zwischen Leuten, die unter den Augen der Öffentlichkeit zusammen gearbeik'i haben." ^Fortsetzung folgt.) Uaibachcr Zeitung Nr. 268. 2425 23. November IV0U. im Ncllcvue-Slralsord»Hlitl'l sind besondere, kostbar ei», gerichtete Hundezimmer, geschaffen wurden, pruillvolle Tapeten schmückn die Wällde, das Parkett wird von einem weichen allen schön gemusterten Teppich bedeckt illid mattgedämpfles elektrisches Licht spendet aus sein abgetönten Glühlörpern eine ailgeiiehme Lichtatniosphäre, die den Angen der vierbeinigeil Gäste wohllnn sollen. Ein ganz niedriger Tisch dient zur Einnahme der Mahlzeit, er ist so eingerichtet, das; er »ach der Größe des Hundes gestellt werden tan», damit der blasierte Gast es nicht nötig hat, bei der Mahlzeit den Kops zn tief herabznsenten. Besondere Service ans dekoriertem Majolika, die mit einem Hnndelopf geschmückt sind, stehen zu den Mahlzeilen znr Verfügung, nnd in einer besonderen Hnndeküche waltet ein besonderer Koch seines Amtes. Neben jedem Hundezimmer ist ein kleines 5oilettegemach mit Bad eingerichtet, wo Handtücher, Kämme, Bürsten nnd Toilettegerälschaflen bereit liegen. Daß die Insassen dieser Gemächer stets nach der neuesten Mode gekleidet gehen, versteht sich von selbst- manche Millionäre führen aus ihren Neisen besondere Hunde-suffer mit, in denen die Garderobe ihrer Schoßliere verwahrt liegt, ganze Sammlungen von Halsbändern, Nrusthüllen, Mcinleln in allen Farben nnd Stoff, »lüstern, Gummimäntel, Lederüberwürfe usw. Ein reicher Sonderling hat sür die komplette Garderobe sei» »es Hundes insgesamt über lOOO X ausgegeben. — lHnmor des Auslandes.) Ein schottischer Arbei» ter, der eine reiche, aber sehr häßliche Witwe geheiratet hatte, stieß auf seinen Arbeitgeber. „Nun, THomas," jprach dieser, „ich höre, Sie haben geheiratet. Was für eine Art ssrau haben Sie denn bekommen?" — „Ach, Hel-r," war die Antwort, „sie ist ja des Schöpfers Werk, aber ich kann nicht sagen, daß sie sein Meisterstück ist." Nichter! „Sind Sie schon einmal verhaftet gewesen?" - Angeklagter: „Nein." - Richter: „paben Sie schon einmal vor diesem Gerichtshof gestanden?" - Angeklagter: „Nein." — Richter: „Sind Sie dessen gewiß?" — Angeklagter: „Jawohl." — Nichter: „Ihr Gesicht kommt mir so riesig bekannt vor. Wo habe ich Sie schon gesehen?" — Angeklagter: „Ich bin der Kellner in der kneipe gegenüber, Herr." VolaI- und Provinzial-Nachrichten. Die Hygiene der Städte. (Fortsetzung.) Ungünstig, was den Zutritt von Lnfl und Licht sür den Hos und die hosfeilig gelegenen Räume an» langt, sind sogenannte ^lügelbäulen. Man versteht darunter ein. und mehrstöckige, zum Hauptgebäude sent» reckt stehende Anbauten, deren Länge gleich oder auch größer ist als die Tiefe des'Fronthauses und deren Breite nicht selten die Hälfte des Hoses beausprucht. Werden bei mehreren nebeneinanderstehenden Hänsern solche ^lügelbauteu ausgeführt, so kommt es nicht nur zu einer beträchtlichen Beschränkung des Lichteinfalles sür die in den ^lügelbaulen und im hofseitigen Teile des Hauptgebäudes befindlichen Wohnnngen,' sondern es stagniert auch, besonders bei mehrgeschossigen An. bauten, die in diesen Hosen eingeschlossene Lust, da sie oon der jeweilig herrschenden Lnstbewegung so gut wie unberührt bleibt. Liegen solche Höfe südseitig, so herrscht darin während der warmen Jahreszeit an sonnigen 5agen häufig eine drückende Schwüle, die fich in den anstoßenden Wohnungen selbst während der Nacht nicht wesentlich vermindert. Aus diesem Grunde ist es am besten, die Ausführung solcher ^lügelbauten möglichst ,',» verhüten, ihre Anlage nur in weiten Höfen z» ge-statten und ihre Länge und Höhe in einer Weise zu beschränken, daß eine wirkliche Schädigung des Licht» »nd Luftzutrittes für die in Betracht kommenden Wol), »uugen nicht venirsachl werden kann. Ohne weiteres zn gestatten sind nicht zn breite Ausbauten an der rück» »uärtigen flucht der Häuser, in welchen vorspringenden 5eil die Sliegenhanser und anch Wohnnngsbestandleile »ntergebracht werde», die anch im weiteren eine ratio» nellere Ausnützung des Bangrundes ermöglichen. Uni die straßenseitig gelegenen Wohnräuine dem Lärm nnd dem Staub einigermaßer zn entziehen, werden die Reihenbaulen nicht selten von der festgesetzten Banlinie abgerückt und der dadurch gewonnene Rann» znr Anlage nun Gärten (Vorgärten) benützt. Sollen die Gärten den erstrebten Zweck erreichen, so darf ihre Tiefe nicht »inter ein gewisses Minimum <4 Meterj sinken- auch ist eine sorgfältige und ständige Pflege dieser bepflanzten flächen notwendig. Bei richtiger Instandhaltung und guter Anlage tragen diese Vorgärten wesentlich dazn bei, die Monotonie der Straßenfluchten wohltuend zn »»«erbrechen. Bei der Einteilung einer Grundfläche in Va».-blocks mit geschlossener Banweise ist daranf zu sehen, daß zwischen der Enlferuung der hofseitigen fronten der Häuser einerseits »nd der Gebäude anderseits ein erträgliches Verhältnis geschaffen werde. Nußbaum empfiehlt als Mindestmaß der Bloclliese inllnsive Bor-gärten 4<» Meter festzusetzen, hält aber eine Tk'fe von <><< bis 80 Metern im allgemeinen als günstiger, da sie »'ine zweckmäßige Ausmittelung der einzelnen Bau-Parzelle» ermöglicht. Die Anlage allzutieser Baublöcke "»Psiehlt sich nicht, weil bei eine», späteren Höherslei, gen der Grundpreise nicht allzuselten eine bessere Ans-nützung deS Grundes durch Errichtung von Hofgebän-den angestrebt wird »»d cms diese Weise der a»sä»glic!) erreichte Nlitzen einer geringeren BesiedelnngSdichtig. ü'il sich ins Gegenteil verkehrt. Daß die Hosgebäude nur in entsprechender Enl» iVrn»l!g ooin ^ro»lha»se errichtet werde» dürfen, ist elbslverständlich. Die Distanz zwischen den beiden Bau° lichteilen soll anch beim Reihenbau mindestens der Hof' seiligen Tnchsauiuhohe des Hauptgebäudes gleich sein. Die Inslallalion von geräuschvollen Betrieben nder von größeren Stallungen innerhalb geschlosfener Hänser-blocks ist nach Möglichkeit hintanznhallen. In weiterer Verfolgung des hygienischen Momentes nnferer Hochbauten wird in erster Linie der Bau» gründ als solcher einer näheren Belrachlnng in dieser Richtung zu unterziehen sein. Vom hygienischen Standpunkte eignet sich zum Be-bauen nnr ei» trockener, von Absallstosfen nicht verun^ reinigter Boden- in dieser Richtung empfiehlt sich vor allem ein fester, mäßig poröser Felsen», Kies. oder reiner Sand» oder Mergelboden. Die Trockenheil muß dadurch gesichert erscheinen, daß das Gruudwasser nicht allzunahe an die Oberfläche steigt, sondern daß selbst der Höchstgrnndwasserstand mindestens '^ Meter uuter der Sohle des Kellergeschosses bleibt. Hat mau die Wahl, so wird man Plätze auf Terrainwellen denen in den Mnlden zum Zwecke der Bebauung vorziehen, weil eislere trocken nnd dem Lnslwechsel mehr ansgesetzt sind als die in der Tiefe gelegenen. Sind die Abhänge nach Süden, Südoften oder nach Südwesten gerichtet, so er. hallen sie in unteren Breiten mehr Tonne und sind wärmer als nach Norden, Nordoslen oder Nordwesten gelegene. Ich die Bebanuug von sumpfigen Terrain?»ichl zu umgehen, so muß der Grund durch Ziehen von Drainröhren entwässert werden. Die i»> Boden enthaltene Lust dringt infolge der ansaugenden Wirkung der wärmeren Hänfer nament. lich in die Ebenerdwohiinngen ein nnd die Beschaffen» heit diefer Luft ist naturgemäß von der Zusammen» setzung des Bodens nnd der darin sich abspielenden Vor. gange in einem gewisfen Umfange abhängig, weshalb ein verunreinigter Boden die Lnft der darauf errichteten Häuser nachteilig beeinflussen kann. Da die im Lanse der letzten Jahrzehnte gewon-nenen Kenntnisse über die Lebenseigenschaften der Eho. lera» nnd Typhuserreger mit der Theorie vo» Pette»-loser, welcher glaubte, daß durch die Bodenluft die aus» gereifteil Krankheilskeime in die Atmosphäre u»d da. mit in die Almungslnfl gelangen, nicht in Einklang gebracht werden können und man das gehäufte Auf» treten von Eholera und Typhus in ganz anderer Weise erklärt als durch das Einatmen von im Boden ans. gereiften und in die Atmosphäre gelangenden Keimen, su wird man trohdcm das Aufführen von Nauten in einem starl verunreiniqtcn Noden schon wegen dcr Zer» fchnnsssvorgnnge meiden. j^ortsetzung folgt.) " Philharmonische Gesellschaft. Zweites Mitglieder-Konzert dm ^1. November I9l)!1. Es sind zwölf Jahre verslosfen, seit Johannes Brahms feine Augeu geschloffeil Hal: die Brahms» liieralur ist inzwischen zu einer kleinen Bibliothek an-gewachsen, ein Beweis, daß dieser große, denlsche Meister in seiner Eigenart dein Volle der Dichter und Denker viel zn denken gegeben hat. Die Schriflstellerei halle übrigens schon lange vor seinein Tode eingesetzt und sich oft in einer recht unelqnicklichen Polemik für !>nd gegen den Meister breitgemacht. Es ist »alürlich, daß leidenschaftsloses Abwägen der Verdienste eines schaffen, de» Künstlers erst nach seinem Tode beginnen lan», heule wird aber jeder Verehrer des Meisters mit Genngtunng wahrnehmen, daß anch jene Anhänger Richard Wagners, die den Werken Brahms kalt und ablehnend gegenüberstanden, längst ihre Ohren und Aligen anch den, öffneten, was ,n Brahms Werken groß nnd schöil ist nnd an ehrlicher Anerkennung ans dem ehemals feindlichen Lager hat es nach seinem Tode nicht gefehlt. Aus der ersten Scköpfuugszeil Brahms' sührle die Philharmonische Gesellschaft eines feiner reizvollsten Orchesterwerke, die Serenade in Ii-lkn-. vor, in der er, wie Hanslick bei einer Besprechung des Werkes be» merkte, die Bedeutung der allen Nachtmusiken in die tiefere Gestaltung der modernen Mnfik rettete. Die Sereuade - für großes Orchester geschrieben - enthält fechs Sätze- sie wendet sich nicht wie manche seiner späteren Werke ausschließlich an den Verstand, >ondern auch an das Herz des Hörers: Melodien von großer Schönheit, Motive von duftiger Poesie über» wiegen die „gearbeiteten" Stellen; Inspiration nnd natürlicher ^luß zeichneu die Sätze aus. Die Themen des ersten Satzes wirken durch ihre Eigenarligleit' meisterhaft ist der Dnrchführnngssatz ge> arbeitet, wnnderbar der poetische Abschluß. Voll liebens» würdiger frische strömt das Scherzo mit seinem reiz» vollen Trio dahin. Ein breit alisgesponnenes Adagio atmet edles Empfinden. Das Menuett gehört zn den schönsten Eingebungen des Meisters nnd ist ein beliebtes Repertoirestück im Konzertsaale geworden. Man kann es als duftige Moudnachtpoesie bezeichnen; ^löte, Klari. nett, Fagott nnd pizzitierende Violoncelle geben in ihrem eigenartigen Zusammenwirken dem Ganzen eine innig, warme Färbung, die als direkter Ausfluß einer glück» lichen Etimninng gelten kann nnd ungemein ansprechend wirkt. Das zweite Mennetl l^-moll) vertritt die Stelle deS Trios. Dustic,e Poesie ist auch über dieses Sätzche» gebreitet. Ein frisches, lebensvolles, kraftvoll rhythm,', sierles Rondo, in den, sich die Paare bei einer süßen, vo» ^lölenslgnre» nmrankten Waldhornmelodie zärtlich finde», um dann mnnter in den Reigen milznwirlen. bildet den fröhliche» Schlnß des entzückenden Welles. In ihrer Klarheit nnd Dnrchfichligleil bietet die Serenade besonders den Bläsern, namentlich dein Holz, bedeutende Schwierigkeiten. Unler der animierend'.'», lunsterfahrenen Leitung deS Musikdirektors Heirn I. Zöhrer, der das schwierige Werk gewissenhaft, mit innigem Verständnisse vorbereitet hatte, wurden die Feinheiten dcr Serenade in rhythmischer und dynami. scher Beziehung wirkungsvoll herausgeholt und die ein-zeliien Sätze llar nnd bestimmt wiedergegeben. Im elsteil Satze war allerdings die Stimmung der Holz. bläser nicht ganz rein, die ^löte nm einige Schwebungen zn hoch. Mit der Regelung der Temperatur im Saale besserte sich jedoch auch die Stimmung. Am kräftigsten schlugen die reizvollen Menuetts und das Rondo'ein-das Publikum ehrte Orchester nno Dirigenten durch rauschenden Beifall. Mit Ansnahme der Oper haben alle Kunst, gatlungen der Musik in Mendelssohn ihren edlen Ve:'-lrcter gefunden, den seine Zeitgenossen allerdings über-schätzten, die Neuzeil vielfach unterschätzte. TiV Gegen-wart ist dem schöpferischen Genius des Meisters' q<> rechter geworden und die Hundeilsahrscier seines Wiegenfestes am 9. Februar 19W bot der mnsitalischen Welt Gelegenheit, den Manen des edlen Künstlers und Menschen, der nns I. S. Nach wiedergegeben hat, den gebührenden Tribut zu zollen. Mit anderen großen Leidensgenossen teüte Mendelssohn das Schicksal des fruchtlofen Suchens nach einem Operntext, des Ringens nach einer Oper :md als er endlich eine ihm zusagende Dichtung, die Lorele, von Geibel gefunden balle, machte der nnerbitllicye Schnitter Tod den Hoffnungen des Meisters nno der musikalischen Mitwelt ein Ende. Nach dem ^ragmeni, das Mendelssohn hinterlassen, erscheint es allerdings zweifelhaft, ob die Oper seinen Ruhm erhöht hätte, den», drr Vollendelen Szene, die den tragischen Höhepunkt der Oper bildet, fehlt es an dramatischer Krasl und meludl. scher Erfindnug, die hohe musikalische Bildung, die lech-nische Meisterschaft slelll hier die Schöpferkraft in den Schatten, die technische Meisterschaft bewährt sich in der ^ormschönheit, Behandlung des Ctimmsntzes, wirksamer Instrumentierung, doch wirkt die Komposition weder im Einzelnen noch als Ganzes hinreißend, ja nicht .in-mal erwärmend. Die leidenschaftlichen Ausbrüche Leonurens über den Verrat, der an ihrer Liebe begangen wurde und der Racheschwnr bewegen sich in lyrisch.sentimentalem ^ahrwasfer nnd üben auf den Zuhörer nur einen lon-venlionellen Eindruck. Wir siud in der neuen Oper an ganz andere Mittel der Klaugfärbuug, des Rhythmus und der Tonmalerei gewöhnt, welche die Stimmung festhalten nnd steigern- das Werk wird daher anziehen und interessieren, feineswegs aber tiefer wirken. Seine Aufführung unter Leitnng des Musildnel-tors Herru Zöhrer bot ein harmonisches, stimmungs. volles Zusammenwirken von Orchester, Ehor und Soli» sten. Das frische Siimmateriale des Tnmenchores gab besonders dem ersten Chore der Wassergeister ein an-mutsvolles Gepräge. Die Ausführung des Ganzen zengle von sorgsamer Vorbereitung lind'.Hingebuna, zui Sache. Fräulein .^ermine Pet ko, die erste Operetten-sängerin der hiesigen deutschen Bühne, welche die Le» nore sang, verfügt über einen weichen, schmiegsamen Sopran, von synipathischer Klangfarbe, der leicht in die hohen Register emporklimmt; die Intonation ist rein, der Aussprache wäre jedoch größere Deutlichkeit -,u wünschen. Die Zuhörer drückten ihre Anerkennung dnrch her;, lichen Beifall ans. DaS Konzert schloß mit der Kuvertüre zur Oper LodoiSka von Ehernbini. Die Opern Eherubinis sind langst von der Bühne verschwunden, ihre Ouvertüren denen ^urmschönheit und Gehalt nicht abzusprechen ist^ erscheinen zwar noch hie und da auf den Vortragt ordnnngen der Konzerte, bieten aber nur mehr ein historisches Interesse. Die Ausführung der Ouvertüre war einwandfrei. ' .s lDcr Laibachcr (Yemcindciatj häl, heule nm 5 Uhr nachmittags eine außerordentliche Sitzung mit folgender TageSordnuug ab: 1.) Berichte der Bau. stttion «Referent Dr. Novalj: u) über den Rekurs der Ne5lka Kralj gegeu deu Bescheid des Sladtmagistra. tes, betreuend die Verbauung des Hofes im Hanse Nr. 5 in der Schlosfergasfe,- l>> über die Zuschrift des Bürgermeisters, betreffeud die Anbringung des ^ajc. schen Reliefs an der Fassade des städtischen Mädchen, lyzeums; cj über die Zuschrisl des StadlniagistraleS, betreffend die höheren Kosten sür die Drainage »nd Kanalisation der Umgebung des Staatsgewerbeschul» gebaudes. — 2.) Berichte der Schnlsellion lRefeient D i m n i l): u) über die Verwendnng der Dotation für das Schuljahr 19l'8/l!1l»9 au, I. städtischen Kinder-garten; 1>) über den Vorschlag deS Stadtfchnlratek», iie. treffend eine eigene Entschädigung für deu Tmtenve» brauch an den städtischen Volksschulen. — 3-1 Berich! der Schul, nnd ^innnzsellion über das Gesuch der Direltiou des städtischen MndchenIyzeuuiS um Bewilli' gnng eines Kredites für eine ständige Schulbedienerin (Reserent D i m n i l). — 4.) Bericht des Direltorinms des städtischen Elektrizitälswerkes über den Bericht des Direktors des städtischen Elektrizitätswerles Alois Einha, betreffend seine Beteiligung am Kongresse für Elektrizität in Meran lReferent Dr. Novalj. Hieranf geheime Sitzung. " lMaatssubventioncn.j Seine Exzellenz der >>>cr Minister sür knltns nnd Unterricht hat für die ^Re slanriernng von Fresken in der ^ilialtirche St P^r am VXil. Berge, Pfarre öelimlje, Polit fck,er ' B.'/, Lmbach Umgebu.^ eine des Ge,aml<'rfordern,i,,es von A... lv bew llint Lau ....f'^mg de. l, , Zentrallommiffwn ^ s.^ Laibacher Heilung Nr. 268. 242k 23. November 1909. historische Denkmale in Wicn stammen diese Fresken in der vorgenannten Kirche ans der Zeit der Gotik, be» sitzen absolut nno relativ großen Knnslwert und sind fm die lraiiiische Kunstgeschichte von besonderer Ve» deulung. — Wie man uns mitteilt, hat das k.k. Acker» banministcrium dem krainischen Laiidesausschussc für di<' Herausgabe des Buches „Navu vil^^l-aälii^v« in ll1<>,tiir«tvo" von Franz Gombcx" <^2. Auflage) einen Staatsbeitrag von 40l) l5 bewilligt und die k. t. Lau» desregicruug ermächtigt, ihn. dem krainischcn Bandes» ausschusse flüssig zu machen. —r. — ^Kanonisch installicrtj wurden gestern die Herren Schulrat und Pfarrer Fr. 8pcndal auf ein Kanonikat des Nndolfswerler Kollegiatkapitcls und Tomvikar Josef Potokar auf die Pfarre Neumarkll. * lIus dem Mittelschuldicnstc.j Wie man uns mitteilt, hat der l. k. Landesschulrat für Krain genehmigt, daß nachbenannte k. k. Professoren der k. k. Staats» oberrcalschule in Laibach an hiesigen Lehranstalten im Schuljahre 1909/191» Unterricht erteilen dürfe», und zwar: Herr Alois Tav«ar an der höheren städtischen Mädchenschule lStcnographie), Herr Dr. Andreas Otto Puschnig an der deutschen Privat.Lehrcrinnen. bildungsanstalt (Deutsch), Herr Friedrich Iuvan 5 i <^, an» Ersten und Zlueiten t. k. Slaatsgylnnasium lFrail» zösisch), Herr Michael Opeka am k. k. Ersten Staats-gymnasinln lItalienisch), Herr Alfons Eisenberg am k. k. Staatsgymnasium mit deutscher Unterrichts» spräche ^Italienisch) nnd an der deutschen Privat-Lchrerinncnbiloungsanstalt sStenographie), endlich Herr Joses Mazi am l. l. Ersten Staatsgymnasinm ldar» stellende Geometrie). * «Ms dem Voltsschuldienste.j Der t. k. Bezirks-schulrat in Gurtfeld hat an Stelle des krankheitshalber beurlaubten Oberlehrers Herrn Ednard Vuhiue die bisherige Vulonlarin in Munkeildorf Fräulein Angela Salotnik zur Supplenlin an der Volksschule in Cirtlje und an Stelle der krankheitshalber bcnrlaublen Lehrerin Fräulein Elvira Vernot die absolvierte Lehramtstandidaliil Fräulein Aloisia Maurin zur Snpplcntin an der Volksschule in Groß.Podlog bestellt. — fSchillcrseier am t. k. Staatsgymnasium mit deutscher Unterrichtssprache in Laibach.j Um der Be« acisterung für den unsterblichen Dichterfürsten Schil» ler in würdiger Weise Ausdruck zu verleihen, wurde aus Anlaß seines l50. Geburtstages am 20. d. M. eine interne Schillerfcier begangen. In einer Ecke des Fefiraumes erhob sich zwischen Baumgrün die Büste des großen Dichters. Nach den einleitenden Worten des Direktors P n c s t o, der auf den zn Feiernden und die Art seiner Ehrung hinwies, trugen die Schüler der ersten bis dritten Klasse Schöpfer, Roger, Baron Schwarz, i^'crne nacheinander den „Alpenjäger", den „Ring des Polykrales", die, „Schlacht" und die „Worte des Glaubens" ausdrucksvoll vor. Darall reihte sich die Festrede des Dr. R. v. Schöppl, der iu einer formvollendeten, von Begeisterung durchhauch» ten Rede die Ideale Schillers, insbesondere aber das Freiheitsideal als den Urquell aller übrigen pries und die lernende Jugend auch zu deren Übung aufforderte, da Schiller nur durch eine Netätigung des idealen Stre° bcns gebührend geehrt werden könne. Nun folgten noch drei Vortrage der Schüler der vierten bis sechsten Klasse P a l m e, R. v. K altcne g g c r lind R. v. Lu ^ schan, die sich uuler den Schillerschcn Dichtungen Tells Monolog in der hohlen Gasse, die „Deutsche Muse" und die „Ideale" znr Deklamation gewählt hatten und recht gelungene Leistungen cmfwiescn. Hie» mit schloß die erhebende Feier. — Konferenz der Sekretäre der österreichischen Handels, und Gcwcrbckammern.j Uiner dem Vorsilbe des Scktionschefs Dr. Siegmund Brosche fand in Brunn eme Konferenz der Sekretäre der österreichischen Han. dels» und Gewerbekammcrn statt. Zur Konferenz waren die Vertreter fast sämtlicher Kammern erschienen. Kammerpräsident Gustav Ritter v. Schoeller begrüßte die Versammlung, besonders Herrn Sektionschef Brosche, der sich stets als warmer Freund der Kammern und der von ihnen vertretenen Interessen erwiesen hat. Sektionschcf Brosche überbrachte die besten Wünsche des Handelsministers. Gegenstand der Beratungen bii» dete unter anderem die Regelung der Buch. und Rech-nungssührung der Kammern, das Zusammenwirken der Kammern mit den Handelsgerichten im Interesse der möglichsten Korrektheit der Handelsregister, die beab» sichtigte Herausgabe einer Sammlung von Handels» usancen, endlich die Schaffung einer amtlichen Sla-tislik der Lcbcnsmittelpreise unter Mitwirkung der Handelskammern. — sSüdslavischc atad. naturwissenschaftliche Ver> einiqunss.l Wie aus Wicn berichtet wird, haben die kroatischen, serbischen und slovcnischen Studenten, die in Wicn naturwissenschaftliche Studicu betreiben, eine rein wissenschaftliche Vereinigung gegründet, die sich auch die Popularisierung und Förderung der Nalurwissenschas» ten in den Heimatländern zur Aufgabe gestellt hat. — ^Volkstümliche Fortbildunaolursc.j Die bereits angekündigten, für jedermann zugänglichen Kurse nnd Übungen an der k. l. Staatsoberrealschule in Laibach, und zwar „Ehemische Vortrage und Übungen" «,s^lligteit die Buchhandlung ^ ^Veränderungen im Bereiche der Postdircttion Triest.j Ernannt wurden: Zu Postamlsprallikanten: die Abiturienten Franz Vagaja, Johann Krobalh und Antun Prein fall für Laibach 1. Postamts, piaktikain Johann Oblat in Laibach l hat auf seine Stelle verdichtet. — Versetzt wurden: die Adjunttin Sophie Pire von Laibach l, zn Laibach 3; die Ossi» ziantinncu Emma Hcga von Laibach 3 zn Laibach 1' Hcrmenegilde Kvkali von Laibach 3 zu Laibach l und Ämalie PauIin von Laibach ! zn Laibach 3. - ?. — jKonzcrt.Alademic im „Narodni Dom".j Der Arbeilerverband „Vzajemnosl" veranstaltete gestern abends im großen Saale des „Narodni Dom" zu Ehren der Delegierten der südslavischcn Konferenz eine Konzert»Akadcmie, die den Konzcrtsaal bis aufs letzte Plätzchen füllte. An der Feier wirkten das Orchester der Slovenischen Philharmonie unter Leitung des Kapellmeisters Herrn Tal ich, mehrere erste Kräfte des slo. venischen Theaters und der Gesangsverein „Slavee" mit. Nach einer präzise absolvierten mnsitalischen Ouvertüre trat Herr D a n i l o als Deklamator der E. Krislanschen Dichtung „Xnk:^ u,l?" auf, die er mit Schwung zum Vortrage brachte, wofür er rauschende Anerkennung fand. Der Opernsänger Herr von Vula > lovi<^ absolvierte die prächtige Romanze aus der Oper „Zrtnjski" sowie den Prolog zn den „Pagliacei" in der wirkungsvollsten Weise und entfesselte wie seine Part» »erin, die Opernsängerin Fränlein Lvova, mit dein Vortrage eines Richard Slraußschen Liedes, eines Volksliedes und D'Alberts großzügiger „Mittelaller, lichen Hymne der Venus" nicht endenwollcnden Beifall. Die Künstler, die sich zu Zugaben entschließen mußten, wurden mit Blumcnspenden geehrt. Das Orchester der Slovenischcn Philharmonie trug eine Reihe von Konzertpiöccn, darunter Gricgs „Morgen" und Puc° einis herrliche Phantasie aus der „Boheme" vor, die vielen Anklang fanden, der Gcsangsvcrein „Slavec" aber brachte unter Leitung seines bewährten Dirigenten, Herrn Beni^ek, mehrere Ehöre mit vielalklamierlen Solopartien zum Vortrage. Am Schlüsse des offi» ziellen Teiles richtete Herr E. K r i st a n an die schei-denden Gäste Abschieds, nnd Danlesworte und sprach insbesondere allen, die zum Gelingen der Feslveranstal» tung dnrch materielle und mitwirkende Unterstützung beigetragen halten, seinen Dank aus. — Es folgte noch der nichtoffizielle Teil, wobei Gesang, und Musik» pi^'en miteinander abwechselten und Herr Danilo unter großer Heiterkeit ein n bach ins Landesspital), Typhus 1, Diphlhcritis 1, ägyp» tische Augenkrankheil 1. — Uhr vormittags versammelte sich zu diesem Zwccke dei Lehrkörper mit den Anstaltszöglina/n in der gerä». migen Tlirnhalle, in deren Hintergründe das Bild Dr. Ljudevit Gajs, von Efeukränzen umgeben, prangte. Zunächst stimmten die jugendlichen Sänger unter Lci» tnng des Gesangslehrcrs, Professors Iohälin M a st c n, Parmas Lied „(^'olni^ku" au. Sie waren ihrer Aufgabe vollauf gewachsen. Die frischen Stimmen, die reine, präzisicrte Votalisation, der gefühlvolle Vortrag, die gut gereimten Akkorde — alles das verhalf oem präch. tigen Liede zu voller Wirkung. — Der Seplimaner Johann I a l e, n trug hierallf das ticfempflindene, von Vaterlandsliebe beseelte Lied „Putuit" von Petar Pre. radoviä vor und fand dafür verdienten Beifall. — Die Festrede hielt Professor Max P i r n a t. Er schilderte die kulturellen und literarischen Verhältnisse der Süd» slaven, namentlich der Slovenen nnd Kroaten, zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts, beleuchtete das Lelx'n und Wirken sowie die großen Verdienste des Hauptes der Illyrier, Dr. Ljudevit Gaj, erörterte das Verhält-uis der Slovenen, vor allem ihres Dichterfürsten Dr. Franz Pre^cren zum Illyrismus und schloß mit der Aufforderung, die Jugend möge dem Vorbilde des großen Patrioten Dr. Ljudevil Gaj nachstreben. — Der Männerchor, trug uuch Rnnjanins Hymne „l.i^l, n.'i'il s>vilüi" vor, womit die schlichte, aber erhebende Schulfeier ihren Abschluß fand. —ll. — . sUcsihwechsel.j Die an der Stcrnallec in d^r Kantervorstadl ill Krainbnrg gelegene, dem Bierbrauer Herrn Mauritius Mayr gehörige Etallung und Kel» lere, hat vor kurzem Herr Rudolf Kotalj, Generalvertreter der Versicherungsgesellschaft „Donau" usw. in Krainbnrg, im Kaufwege um den Preis von 11.W0 K an sich gebracht. __^. — u»d Reltungsvcrein mit seinem Löschlrain auf dem Brandplatzc erschien. Einige unter der Harfe auf bewahrte Gegenstände, und zwar eine Strohschncide-Maschine, zwei Haustüren, ein Bottich, ein Faß, ein Speisekasten, mehrere Bretter und ein Milchwagen wurden auch ein Raub der Flammen. Die Besitzerin, die einen Schaden von 658 X hat, war auf 300 K ver. sichert. " lVon der Strafte.) Als Samstag ein Fuhrmann einen mit Fässern beladenen Wagen nbe< die Wiener Straße lenkte, brach ein Brett, »vorauf die Fässer aus das Trolloir kollerten. Eins schlug mit solcher Wucht an einen elektrischen Kandelaber an, daß dieser lxschä-digt wurde. Samstag nachts führte ein Fiaker acht Personen und ein Kind über die Zoisstraße auf de,> Krakauer Damm. Als er von der Straße zu rasch aus den Damm einbog, siel der Wagen nm, doch kamen die Passagiere znm Glück mit dein bloßen Schrecken davon. Gegen den Fialer wurde die gerichtliche Anzeige er-stattet. — Derichtissunss.j Die am 16. d. M. ertrunkene Frauzisla Knapi<' hat sich »licht, wie ili der Samstags-nummer gemeldet, an, P^labache mit dem Reinigen von Bierflaschen, sondern mit dem Wäschewaschen sür Privatleute beschäftigt. * lMesscrstcchcs.j Sonntag abends saßen in ein.',,! Gasthause am St. Jakobsvla'tzc mehrere Knechte, die von einigen ihrer Kollegen fortwährend geneckt wur-den. Sie bezahlten endlich die Zeche und verließen dao Lolal. AIs sie auf den Jalobsplatz kamen, rannte» Laibacher Zeitung Nr. 268. 2427 23. November 1099. ihnen dic anderen Burschen, mit offenen Taschenmessern und einer soqar mit einem Knüttel bewaffnet, nach. Einem Knechte wurde ein so lräslisser Melerstriä) bei-gebracht, das; ihm dn> Hntlrämpe, der Hauelocl und der Noct zerschnitten nnirdc und er am rechten Unter-arm eine L Zentimeter lanqe Schnittwunde erlitt- cin Einem Knechte wurde ein so kräfliqer Messerstich bei-Rücken. Die beiden Verlchunqen sind schwerer Natur. Ein Messerheld wurde durch einen Sicherheitswach, mann verhaftet, während die anderen die Flucht er» gtiffcn. " lVerlorcn.j Ein goldenes Anhängsel mit einem roten und einem grünen Stein, serner eine silberne Offizierslelte mit drei Anhängseln. — ^Wetterbericht.! Ein hoher Luftdruck drängt sich vom westlichen Europa gegen Mitteleuropa herein. Infolgedessen begann gestern mittagV auch in nnsereu Gegenden der Luftdruck zu steigen. Daö Tiefdruckgebiet verschiebt sich iu der Richtung nach Osten. Ihm'folgt mich die Zone lrübeu, reguerischen Wetk'r^. In ^aibach hallen wir gestern tagsüber trübes Wetler mit leichtem, t/'ilö mit Regen gemischtem Schneefall. Nachts klärte sich der Himmel teilweise auf, wobei die Temperatur furtwährend sanl. Heute herrscht ^rostwetler bei 7- l.8 Grad Celsius. Ähnlich ist die Wellerfitualion in d,'n benachbarten Gebieten. So hatten gestern früh! Klagenfurt — 0,l Grad und Schneefall^ Görz 4,<», Trieft 6,0, Pola 7,6, Abbazia «,5,, Graz 0,2, Wien 1.6 Grad. Die Höhenstationen meldeten: Obir —9,5, SonnbUct —17,2 und Semmering —3,4. Nach der Pn^nose der meteorologischen ,'j<'ntrala»stall haben wir ruhiqcs, besseres Wetter bei Temperaturabuahme zu erwarten. Theater» Kunst und Literatur. - lAuö der slovenischen Theatcrlanzlci.j Heule Wird zum viertenmal D' Alberts Musikdrama ..Xiiiln,", »nd zwar für Gerade-Abonneulen gegeben werden. Das Plakat weist diesbezüglich einen fehler aus. — Das Drama bereitet <'ehovs Schauspiel ,.^!liK,v<' l»-ipc>v^<,,i.i Vickl" vor. ^ Die Operette studiert Jarnos ,,^kln->vn Xrintll". — Die Direktion steht mit Frau Irma Polalova behufs mehrerer Gastspiele in schon einstudierten Operetten in Unter-Handlungen. Geschäftszeituny. * ^Internationale Kunstauöstclluna. in Nuenos. «ires Iftllj.j ^aut eines seitens des l.'u. l. Ministe-riunis dl's kaiserlichen und königlichen Hanses an das t- k. Ministerinn, fiir ösfentlichc Arbeiten gelangten Berichtes des f. u. k. Konsulales in Vuenos-Aires findet dort ,m Rahmen der Jahrhundertfeier der argentini. schcn Republik 1910 eine internationale Kunslausstel-lung statt, deren Gebäude ungesähr eine Gruudfläche von 5000 Quadratmetern bedecken und etwa 4W0 Quadratmeter benuhbare Waudfläche umfaffen weroen. Das Ausstellungslomilec hat die bei der argenliui. schen Republik beglaubigten Gesandten um Namhaft-machung von je zwei Delegierten ersucht, welche das Komitee in technischen und ttnnstsragen beraten und auch die Interessen der auswärtigen'Künstler verlre-ten sollen. Seitens der l. u. f. Gesandtschaft wurdeu der Bildhauer Vögele u»d der Architekt Josef Mar-loviÜ nominiert. Verpackung, Fracht- und Transport-Versicherung gehen zu Lasten der Aussteller, wogegen die Kommission die Versicherung während der Dauer der Ausstellung und eventuell auch Wiederverpackung und ^ü'cksracht nebst Seeversicherung übernimmt. Die Ein» sllhr der Kunstwerke geschieht zollfrei, doch ist für solche Dbjelte, die nach Schluß der Ausstellung in, i^ande bleiben, der Zoll nachträglich HU entrichtend Veim Ver-tauf von Kunstwerken erbebt d,e Konnnission 10 ^ vom Kaufpreis, gleichgültig, ob sie bei dem Verkauf inter, veniert oder nicht. — Eine offizielle Beteiligung der Regierung der im Reichsrate vertretenen Königreiche l>nd Länder an der in Rede stehenden Veraustaltuug 's< nicht in Aussicht geilommen. —r. Wahl in die Krankenkasse für Tarajcvo. Tarajevo, 22. November. Gestern winde im Ncit» haus die Krankenkasse für Sarajevo und Umgebung — die erste Institution dieser Art in Vosnien uud der Hereegovina — durch die Wahl eines 46gliedrigen Ver» waltunsssvorstandes konstitniert. Für die Wahl war so-wohl von der organisierten sozialdemotratischen Arbeiterschaft, wie auch von der kroatischen Arbeiter-Partei eine fieberhaste Agitation eingeleitet worden. Die sozialdemolralische Liste siegte mit überwiegender Majo» rilät. Serbien. Uclqrad, 22. November. Die Meldung über cne Auslandreise des Prinzen Georg entbehrt der Vegrün-oung. Ebenso unwahr ,st die Meldung über eine wüste Slandalszene, welche sich vorigen Samstag im Beisein des Königs zwischen dem Prinzen Georg und dem Ministerpräsidenten Pa5i5 abgespielt haben soll. Errichtung cincs Balkanbundcs. Konstantinopcl, 22. November. Tie Kanuner ver. Handelle über einen Inlerpellalionsanlrag des opvositio. nellen albanischen Deputierten Mnfid an den Minister des Äußern, worin gefragt wird, welche Hallung die Pforte gegenüber der von der Presse gemeldeten Balkan» lonföderation einnehme, ob diese Konföderation gegen die Türkei gerichtet sei und was die Pforte nach den dem Völkerrechte widersprechenden Erklärungen der bulgarischen Minister Maliiwv nnd Paprikov über die Türkei getan habe. Die Kammer nahm die Inter» pellation an, deren Beratung aus deu nächsten Sams» tag anberaumt wurde. itonstantinopel, 2!. November. In Besprechung des vermeintlichen bulgarisch.serbisch.nwntenegrinischen Dreibundes führt der Ildam ans, die Pforte müsse unbedingt durch alle Mittel das Zustandekommen eines jeden Ballanbnndeö, an dem die Türlei nicht teilnimmt, verhindern. Das richtigste Mittel dazu wäre, daß die Pforte, sich schon jetzt die Unterstützung Österreich» Ungarns sichere, das auch von einem solchen Bunde bedroht würde. Das Blatt erinnert an die offiziellen für die Türkei freundschaftlichen Versichernngen und erwähn! die wirtschaftlichen Vorteile, die sich Osterreich. Ungarn und die Türlei gegenseitig gewähren könnten. Das Blatt glaubt, daß auch Griechenland unter der Bedingung der Aufgabe seiner Krelaträume einer Entente zwischen Oslerreich'Ungarn und der Türlei bei» treten könnte, weil eine Ausdehnung des Panslavismus auch den griechischen Interessen zuwiderlaufe. Kein Anarchistcnkongrefz in Sofia. Sofia, 22. November. Die bulgarische Telegraphen» agenlur erklärt das Gerücht über, einen bulgarischen Änarchislenkongreß in Sofia, woran auch ausländische Anarchislen teilgenommen hätten, sür unrichtig. i Persien. London, 22. November. Nach einer Blätlermeldung ans Teheran wurden die aus dem Marsche nach Ardebil befindlichen Regiernngstrnppen in Zinjan von der dor. tigen konstitutiunsfeindlichen Bevölkerung, die sich in den Bergen verschanzt halle, ausgehallen. Nach elsstündi» gem heftigen Kampfe, in defsen Verlanf im ganzen fünf Mann getötet und vier verwundet wuroen, gewannen die Regierungstruppen die Oberhand lind nahmen 400 Gegner gefangen. Automobilungliick. Crawford, 22. November. (Georgia.) Ein Automobil mit einer aus fünf Persouen bestehenden Hoch» zeilsgesellschasl ist gestern abends von einer dreißig ^uß hohen Brücke herabgestürzt. Der Bräutigam und zwei Hochzeitsgäsle wurden getötet, die Braut nnd deren ^ Schwester wuroen schwer verletzt. Erdbeben. Messina. 22. November. Um l Uhr 30 Minuten nachts erfolgte hier ein heftiger wellenförmiger, von unterirdischem Rollen begleiteter Erdstoß. Die Einwoh. nerschaft, aus dem Schlafe geschreckt, flüchtete ins ^reie. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Verstorbene. Am iii. November. Paulina Hubad, balmh. Schwester, 2« I.. Radetzlystraße N, — Franz Oertalir, Nrbeiterssohn, ! I,. Allstrahe 11. - Stcfan Kunc. Arbeiter. 75 I.. Madehty-strahe II. - Franzista Levec, Inwohnelin, 64 I., Stadt, waldstraßr 80. ?lm 22. November. Narcisa Stare, Kaufmannstochter. I I. Älter Marlt ii«!, Im Zivilspiiale: Am 20. November. Johann Marttt, laglöhner, 55 I. — Andreas Vovl, Besitzer. 50 I. Neues vom Büchermärkte. Wiesner Nudolf, Schöpfung und Off envarung, geistige uud materielle Vollendung, K 1 80. — Vaerting Marie. Nichtwissen. «1 20. — Martin N., Individualismus.« 1 80, — Daylmann Nudolf. Der Krieg, ein Verbrechen der Nulturmenschheit, k — «U. — Schenlel M., dipl. Ing, Elektrotechnik, ein Lehrbuch für Praltiler, Chemiker und In dustrielle. geb,. X 12- . — Wohlrath Th, Wintersport, ein Ratgeber und Leitfaden für das Stifahren, X —72. -Wohlrath Th,, Wintersport, ein Ratgeber und Leitfaden für das Schlittschuhlaufen und Kunstlaufen auf dem Eisc, k -60. - Hoffmann Dr. M., Mittlere Zusammensetzungen der wichtigsten Wiltschaftsdiingcr »nd Handelsdünger auf Grund der neueren Forschungsergebnisse, l< A- , — Ihne Professor Dr, Über Veziehiingen zwischen Pflanzenphänologie und Landwirtschaft. X 1 80. Frost Dr, I.. Agrarverfaslun« und Landwirtschaft in Belgien, k 7 20. - Schumann Franz, Die Nachwehen, ein Roman aus Österreich, ll 7 20. Nicmanu August. ?lethcrio. fesselnder Roman über die Weiterentwicklung der Luftschiffahrt, tt .j«0. - Nndri M, C., Mensch, erkenne dich selbst!, eine Vagantenhiftorie. geb, K 8 40. — Pontoppidan Henrik, Das gelobte Land, Roman, geb., X 9—. — DuniaS Alexander, Die Fünfundvierzig, historischer Roman, I. Vand. grl,,, X 4 5i0. - Schubert Dr. Hermann, Mathematische Mußestunden, rine Sammlung von Geduldspielen. Kunststücken und Unterhaltungsaufgaben mathematischer Natur, I, Zahl. Probleme, tt 4 «0; II, Nn< ordnnngs' und Wahrscheinlichleitsplobleme. K 4 «0; III. Reise-Problems und geometrische Probleme, II 4 80. — Hinter» waldner Johann Max. Zeitschrift für das österreichische Vollsschulwesrn, XXI. Jahrgang I!X)l>-Il»^0, k - 60. Verall Dr. W., Wahrheit und Klarheit über die Geschlechte» lranlhsiten, ärztlicher Ratgeber für Mann und Weib, K 2—. — Wahnelt Oskar. Kindersprache und Ältersmundarten. eine Untersuchung, K I!-i0. — Kühen Professor Dr. I.. Das deutsche Land in seinen charakteristischen Zügen und seinen Beziehungen zu Geschichte und Leben der Menschen, geb., X 1b'—. — L'Nrronge Hans, Bis zum Wahnsinn, Roman, K 3 60. — Weit brecht Wilhelm, Lehrbuch der Vermessungen. I. Teil Horizontalmrssungen. X 15 60. — Fuß'Moll er. 150 Schachaufgaben. K 3 60. — Rc'e Professor Dr. Paul Johannes, Das Mas im Kunstgewerbe, K 1 80. - Geiger Wilhelm, Elementarbuch des Sanskrit, unter Berücksichtigung der verschiedenen Sprachen, I. Teil: Grammatik, II. Teil! Übungen und Lesestücke, III. Teil: Wörterverzeichnisse, X !2 Vorrätig in der Buch», Kunst-und Musilalienhandlunc Jg. v. Uleinmayr äl Feb. lvamberg in Laibach. Kongrehplah 2 Gutachten des Herrn Dr. H. Peham, Dozen für Geburtshilfe und Gynäkologie, Wie«. Herrn I. Serravallo Trieft. Ihr „Serravallos China>Wein mit Eisen" ist en Praeparat, welches ich bei operierten Frauen in bei Relonualeszenz gerne verordne, und mit welchem ick durchaus günstige Erfahrungen gemacht habe, Wien, 15. Oltober 1907. (399) Dr. Peham. Deželno gledališèe v Igubljani. St. 38. Par. V torek, dne 23. novembra 1909. Èetrtiè: PVižina. Muzikalna drama s predigro in v dveh dcjanjih. Besedilo po dranii A. Guimore Bpesnil liud. Lothar. Poslorenil M. Pugelj. Uglasbil Eugen d' Albert. Telegramme bes k. l. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Die Giftmordanschlägc sscgcu Offiziere. Wien, 22. November. Das Sicherheilsburcau, oom ^n^ralstab lalsräftiqfl unterstichl, se^t eisriast die ''lachforschnnssen in der Anqeleqenheit der Giftmord. Mchlaqe aus Offiziere fort. jedoch wurde bisher kein ''nlultat erzielt. Der Krie.Miinister hat eine Velohnun.^ vun 2000 Iv für die Mitteilung oon Talsachen aus-Nll^M. die zur Eruieruua. dl's Tätcrs sichren lönnlen. ^uls meldeten sich liier in der Provinz stationiert^' "N'z'ere, d,e qleichsalls Gistpillen erhalten halten- diese ^Mzlere qehorcn den, sslcichen ^rieqsschuljalirqanqe w's der durch dil- Gislpillc flötete Grncralstabchaupt. ">mu> an uuo sind derzeit Owrk'utnante' sie sind also >M am 1. Novcmber als Hauptlcute zum General-nn../Ä?l^ »^rden. Nebst anderen Äoulbinationen mutmaßt d,e Polize, im Täter einen Wahnsinniqen. Wenn Bra Kleinen aiagehi, so geben Sie ihnen SCOTTS EMULSION und mit Freuden werden Sie eine sofortige Wendung zum Besseron wahrnehmen können, mit kräftiger Entwicklung und neuem Leben in weiterer Folge 32161 Schon Manchem ' a f kleinen Liebling, für den die Eltern nur noch schwache Hoffnung hegten, hat SCOTTS EMULSION die ersehnte Rettung gebracht. SCOTTS EMULSION ist die Musteremulsion, musterhaft in bezug auf Reinheit ihrer Bestandteile, Leichtverdaulichkeit ™*r^iZ Und a^rordentlicho Nährkraft ^coTaS:^vhr. FrBis dBI? OriginalflaschB Z K SO h. faiirens: Iq alien Apotheken käuflich. Meteorologische Veobachtunsten in Laibach. Seehühe 306 2 m. Mlttl. Luftdruck 736 0 mm. 22 2"ü. N. 72.'i7 1^7! lMÖTschnmU' siegen 9U. Ab. 7269! 06! windstill ! bewölkt 2A >'7 Ü.F ' ^ 730 6 ' 0b SSO- schwach teilw. heiter s"l -8 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur betr-lgt 11°, Normale 2'1«. W ettervoraussage für den 23.November für Steier« marl, »arnteu und Krain: Veränderlich mit stellenweisen Niederschlagen, mäßige Winde, lalt. unbestimmt, unbeständiges Wetter; für das.Küstenland.- Trübes Wetter, stürmische Vora. sehr lühl, unbestimmt, unbeständiges Wetter. Seismische Berichte und Beobachtnuge« der Laibacher Erdbebenwarte (zrssniüde! von dss tsrai», Eparlassc !»l»? .chme . ^age.- viördl. Breite 4«« M' z Ostl. Länge von Vreeuwich l 4« ill' Bodenunruhe: Schwach, Laibacher Zeitung Nr. 26^. 24 28 23. November 1909 Kurse an der Wiener Börse (nach dem offtziellen AnrMatte) vom 22. November lW9. lie „ottencn Kurse verstehen sich in Kronenwabrimg lie Notierung sümtlicher slltien und der ..Diversen Los," versteht ftch pei Stück, Veld Wa« «llgnueiue Staats« schnlb. ^inhotliche slente: ^ , lonvtr. Neuerfrei, Kronen per K«Nt . . S5 85 9>> bh dettu (Iinn.-Iuli) per Kasse 95 10 «0 3« < »«/, ». w. «loten (Febr. «ug., per »affc......90- ««2t, «^, «, W. Lilber (»pril vlt.) p»r Kaff«......« Ob 89 »5 l«»Oer 3»a»t«»s, boo st. 4°/, :?i-50 >?b 5a 18««« .. 100 sl. 4'/, 2«?—273^ 1W4« ., ioo fi. , . »27 - »zg.. ,««4« ., ÜO fl. .324-230-- Dom. Manübr, ^ '20 ft. b°»289- 2gl _ Vtaatsschnld d. i. Reichs» r«te vertretenen König» reiche und Länder. ^slcrr.Voldrente fteuerfr, Gold per Kasse .... 4°/„l,67b,,ß.gh Osterr. Rente in Kronen», stfr., per Kasse.....4°/, 9l» 3b z», zz delto per Ultimo . , 4»/» 9b »5 95-5», ^N, Investition« Rente, stfr., «i. p« Kasse . . ,>///» 8b,b 8s, »2 »il,n»»tzn.»t»»»,sch«l». »nschnibn»,». ilisa^lh-Vabn <. «.. fteuerfr., zu la.ooofi.....4«/, -.- _.^ ^anz Iostph.«ahn in Silber (div. St.) . . , . b>/.°/„ii8V0l1«-90 »aliz. Karl Ludwlg-Vahn (d,v. Etülle) Kronen . , . 4»/« S4 70 »b 70 ««doll Vahn in Kronenwähr. steuerfr. (div. Et.) . . 4°/o 94 ?b 9b 7b «jorarlberger Vahn, stfr,. 400 und «00 Kronen . . 4«/<> 94 »0 8beo ^» »laal»sch»l>»nschl»ld»n«n» «b,«ftt«Pllt» Gislniahn.Allti»» ^isabeth«. 200sl. KM. 5".°/. von 400 Kr.....4b< — 4öb - Xttll ^inz-Vubweis 200 fl. ». W. s. b'/^°/» .... 428 - 430'-detto Lalzbxrg Tirol «« fl. ». «. L. 5°/» . . , , 4»1 -4H3 -»»lemstalNahn »00 u. «XX, »r. 4'/«.........lSl - 92-- I Geld Ware D«» zln«<« l»l z»hlnn, iUill» no«»en» GisenillhN'Pslülillt»' Gblig»li«u»n. «ohm. Westbat)!,, Em, l»Sb. 400. 200<» u. l0. Franz Ioleph-Vahn iv. 3t.) Eilb. 4«/» . . . 9« «u 87 »« Valizische Nail Ludwig - Bahn (div. Et.) Lilb. 4"/« . . . 9», «0 9» «0 Un«,-gali,, «ahn 200 fl. 3. b°/„ ,047b »Ob ?b dstto 400 u. k»«)N Kr. «'/i°/<> 8ß !0 «7 ll! «orarlberger «ahn «m. l«»4 0 92-70 4°,, detto ver Ultimo 82-bu 8L?<> b>/,»/„ detto per Kasse n»-4(> «^ «s. Ungar. Prämien.«»!, k lU« fl. zzi? >. ^z.. delto ü ?»« fl «,7 223 - Iheiß-Reg.-Lost 4",„ . . . .ib?-,«s»o 4"/, ungar, Vrunder.tl.-Oblig. g, zo 943« 4«»lroat. u, slab, Vrdenll.-Obl. 94— 9z. Nndere öffentliche Nnlehen. «oil«. Laudc»-«!!!, (dlv.) 4°, Vü l»« 95 f>0 «osn.-herceg Hifenb.-Landes- «nlehen ,d,v/» 4>/,"/n . . 9«2o l00Lc> ö'Vi, Donau Äeg.Nnlcihc 18?» «oz-- - -. Wiener Verlehrs-?lnl. . , 4°/„ 9520 e« lü delto 190« 4"/, 8b 2« »« 2N «nlehen der Stab< Wie» . . I«i-?ü l0l 75 detto 18»4).....9850 94 ho betlo ><»««) v. I. lt»U8 . «,»,-»!, 9S'»b detto «kleltr,)v. 1.180Y 9e2d 87 «l, detto Russische Ttaatsanl. v. I. 19US f. 100 Kr. p. lt. . . e»«n l«> 20 >l>l 70 detto per Ultimo . . ü«/» ls>i 20 ,o< 7« Vulg. «Ltaatö-Hypllthelar Änl. <8S2......»«/„ löl 2t>l22 2K «3>aai» - «mdanleiht »HO? f. 1«z n^, , 4'/,'/« 8s Sl> 9« 90 Pfandbriefe usw. V°benll.,aUll.öst. !,ö0I.v:.4°/<, 9b- ««- «öhm, i»,poll,ele»b. v«l. 4"/» 9? — 97'40 Zentral İd.Kred,Bl., üsterr., 45I. verl.....4>/,°^ I«l2'^b !<<.'!".4«/„ 9» 7b 94 7b Laudesb, d. i»ü». Valizien und Lodow. 57',, I, ruclz. 4"/„ 84'- 9b'- Mühr. Hvvothelenb. nerl. 4°/,, 9«'5» 9' 8^ N.-österr. Lande«-Ht,P.-?li>st.4<>/. 8S'2k> 87- l, detto inN. 2<>/„ Pr, veil, g'/,"/,' 8?b0 s»'b« dettu K.-Lchuld!ch.verl.3'/,°/« «?'b« 8«-b« delto verl......4'V« 96' - 87' österr,-ungol. V°nl bo Jahre Verl. 4°,, ü. W..... »«10 9«-l0 detto 4"/n «l...... 98'6l> 99 «n Sparl., Ers0 »c> Eifenbahn-Prioritäts' Obligationen. Östcrr, Norbweslb. 20« f>. S. . ,«3'»0 104-80 Lwatilbahn t,<»0 Fr..... tikb - —' Lüdbahn il »"/„ Jänner-Juli 500 ssl. !per St,) . . . 275-75 27? 7», Tiidbahn » b'/» 200 fl. E. 0. i>9^lo V>. , , , l?4>— l84' ~ cfener Lose 40 fl...... —-- ..>- Palsfy-Lofe 4Nf,,KVi. . , . »!»«-- -- Nolr» ttreuz, Oft. Ves. v. 10 fl, N4'2 ««'25 Rote» Kreuz. ung. Ges. v. 5 fl. »«-b« 'b0 Rnblllf-Lolc 10 fl...... ««!>- 74'-. Ealm-L° - «,l° «ar, Wiener Nomm. Lose v, I, 1«74 b44 — bl>4'-Gew.Ech. d. »«/„Präm,.Schuld d. V°de»'r,.«nf!, Em, 18N9 94-— »»' «Men. Ht»»»pnrl'P»llrn«!y«nn>»n. Aussig lepüyer Vllciib. 500 sl. 2,55' ^t«>'> - «ülimisltic Norbbah» 150 fl. . —-— >— Vu!«obe»l)ach«r E. U. 400 Kr. 58S-— b9ii- Fclbinand« Nordb, lOOO sl, «M, b»Lb»- bssb'— kajcha» - Odrrberner Eisenbahn 200sl. E....... »<» - »«4 — Leml,.-lM. b«? - - b4O - Öfterr, Nordwestbahn 200 fl. S.------------------ detto (Iit,I!) 200 sl. S.P.Ult, — - —.. '^rua Duzer Eifenb. INO fl.abssst, 223 50 2245« H. 7»« »n 740 8^ 2übbah>>'^00 N. Tilbel per UK, I2b 80 1L«8c> Hildnolddeuische Velbindunglb. ^ 200sl, NM...... -.- --. Iransport Gr!,, inleln,, N.-V. 200 4N5'?», Ur. Lolall', «tllti.Ves. 200 ll 22i> 2i,n- »anlen. Angln - Qstcrr. «an!, ,M !!, . 309 75 «I'^'7b Vantverein, Wirnei per Naffe —'- .-. detto per Ultimo bz9 4» b4») 40 Vodtüll-Anst. 5st., 300 Kr. . ,1»b'- 1!»4 - ) Depostlenbanl, »llg., 200 sl. , 4««-- 4«s - ltclomplc - »eselllchaft, nieder- üsterr, 400Kr..... »«ü — »4o bO Giro- u. Kassenverein, Wiener, «0««l........ 4L0'. - 4«b'- Hnpolhelcilbanl, öft. 200lrr. 5°/„ z,0'- »!l>-. Lünberbanl, «s«,ll.. 200 fl,, per Kasse .........-- ...,^ dello per Ultimo 49310 494-w „Merlur". WechlclNub.-Nltle!!- Gesellschaft, 200 fl. . . . «28 50 «3l- Osterr-ungar. Äanl 1400 «tr, 17??'— i?«?-. «^<> b?söO Unionbanl, bbhmüchr wst fl. . z»48 52 L4?'5O «e»eel,r«dant, allz, »40 fl. , »4« l>5 »4« >lö znöufil»l»flnltlN»!»M«U«»«. Uaugesellsch,, allg, «st., iao fl. 904 — Lo?-— ^n>ler.<>ohlenbeigl,,-(flel, lOOfl, 7°,^. ?S1 — ltlle!,bali,wcvlcl,le.«»ftalt, üft,, lOOfl........ 454- 45? - ltl!enbah,!lv.'Lell»«..«rst<, lOOfl. 20«— Ls»?ba „Elbcmiihl". >bapi,rf. „. B,V, 100 fl........ 1«9>«5 <8»b»! ltleltr.-Ges, all«, üsterr, 200 fl. z«?-- ,90-— 3!cllr, Wssellsch.. intern. 200 sl. —> . „ — zitltr.-GessNIch., Wr. i« Liqu. «4z— «4, — Hlltenbergcr Palr.-, Zündl,. u Viet, Fauril 400 Kr. 7- 2»L7 — !>ima- Murali t, - Valgn-Tarjaner <^l!ei,w, 100 sl..... üül/l",Pupi^rf.u Ü3,V, 4^-. 44c,— Trifailel Kohlenw.'G. 70 fl. . «a«-— zol -D1rf, Tabalregie-<»<>!. 2«n sfv. per nasse..... - -------- detto ver Ultimo . , , »b7 — «6 .. Nassen!.-Ges., bftsll. 100 fl, , 66<> — «?2 — Wr. Vaunesellschaft, l«! fl. . . ,74 — ,'tt,-«f!. ?« /H? - Devisen. Anl,l pichln, «,<> )ch«ck». , «mfteidam....... 18» «0 19» «0 Deutsch»' Vanlplütze , . , , Ii7,l«' ,i«<»2' Italienische Vanfplilh, , 9b'O7' 9b »ll» London........ 24» !2» 241 4« Pari«......... »z«? 9»..«?: 3». Petersburg...... 254 «b gbb «b Zürich »nd lUassl..... 9b 2b 9b b^l Valuten. Dulate» , ..... 11-ü? «l 42 ilOFranlen-Ttüllr..... 19,6 I9'i? 2»>M»rl-V!üb« 2» SU TeuNchk Nslchsbanlnotei, . It? 77-Ilü'-- Itallenilche «anlnoten . , , 95 . 9i>2g Nubcl-Nolcn..... z>54 zz», ^ Elif und Verkauf von Ronten, Pfandbriefen, Priorit&ten« Aktien, Losen etc., Devisen und Valute«*. Los'Ver»icherun|. i JT. O. Mayer r" Baratt- und "WechslergeBtrh&ft Privat-Depots (Safe-Deposlts) •> unter eivenam Verschlufl der PnrtaU VerzlRiiif rM Birtiiliffi ;¦ Ctlti limit ni «if lirt-lHt»